Music. Ja, herzlich willkommen wieder zu einer neuen Folge Sounds Familia. Ich freue mich, dass ihr wieder mit dabei seid und ich habe heute ein Thema, was mir als Mutter auch total am Herzen liegt und auch immer die Frage ist, was ist richtig, was ist falsch? Es soll heute nämlich über die frühkindliche Förderung gehen und das ist ja immer so ein großes Thema. Wir wollen ja alle das Beste für unsere Kinder und was ist so viel, was ist so wenig, wie können wir unsere Kinder am besten fördern? Und das kenne ich ja nur zu gut. Ich habe es gerade aktuell wieder, ich habe eine Tochter, mein letztes Kind ist gerade drei geworden und jetzt frage ich mich natürlich auch schon, reicht die Kita? Wir haben drei große Geschwister, die schon mit Hobbys ausgestattet sind und sie ist natürlich jemand, der immer viel mit dabei ist oder dann auch mal bei Oma ist und soll sie jetzt auch schon eigene Hobbys machen und was ist zu viel und was ist zu wenig und wo erkenne ich auch vielleicht einfach, dass mein Kleinkind überfordert ist von den Dingen. Die frühkindliche Förderung ist ja nicht nur bei uns Eltern, sondern ist ein großer Teil auch in der Kita. Ich habe auch eine ganz tolle Hörermail dazu bekommen und dann habe ich mir heute eine ganz tolle Gästin eingeladen. Erzähle ich euch gleich, wer das ist, aber vorher komme ich einmal zu der Mail, die mich erreicht hat. Deshalb schreibt mir immer eure Themen, die euch auch bewegen, weil ich natürlich genau das hier besprechen möchte. Aber ich lese euch jetzt erstmal die E-Mail vor. Also. Hallo Sissi, mein Sohn ist vier Jahre alt und ich habe ihn vor circa sechs Monaten beim Kinderturn angemeldet. Mir persönlich ist Sport sehr wichtig und daher möchte ich auch mein Kind gerne früh an das Thema heranführen. Nun läuft leider jede Turnstunde ähnlich ab. Während die anderen Kinder mit Freude Parcours überwinden, auf Bänken balancieren, auf Matten hüpfen, zeigt mein Sohn nur wenig Interesse, möchte nicht mitspielen und bekommt schnell schlechte Laune. Mir ist natürlich klar, dass ich ihn zum Ton weder zwingen kann noch will. Trotzdem fällt es mir schwer zu beurteilen, ob ich ihn direkt auf meinen Sohn hören oder ob ich ihn doch lieber weiterhin ermutigen sollte. Hast du Tipps? Viele Grüße, Markus. Ich fühle es gerade sehr, Markus, weil ich finde mich ein bisschen selber wieder. Wir sind eine sehr skiaktive Familie und wir haben ein Kind, was keine Lust hat. Und es hat mich schon, wo ich mich wirklich sehr zurücknehmen musste, dass ich gedacht habe, warum fährt die nicht so ski wie alle anderen, die mit drei angefangen haben? Deshalb kann ich das total verstehen, wenn die Sport sehr wichtig ist mit den Touren. Aber genau das möchte ich heute nicht alleine nur besprechen, sondern ich möchte gerne diese Frage auch weitergeben. Und da möchte ich jetzt gleich gemeinsam mit euch Carina begrüßen. Carina Neumann, die ist nämlich Kindheitspädagogin im Bereich Entwicklung und Entwicklungsförderung und kann mit mir heute ganz viele dieser Fragen für euch beantworten. Wie viel Förderung ist genug und sinnvoll und vor allem ab wann? Und deshalb möchte ich erstmal ein liebes Hallo sagen. Hallo Carina. Schön, dass du da bist. Extra aus München nach Berlin gekommen. Ich freue mich sehr. Und magst du dich vielleicht einfach gerne nochmal vorstellen? Ich habe bestimmt Sachen vergessen, weil du machst so viele Dinge, hast ein so weites Spektrum an Kompetenz, was du mitbringst zur frühkindlichen Entwicklung. Deshalb stelle ich doch einfach gerne mal selber vor. Ja, hallo. Erstmal freue ich mich total, hier zu sein. Was gibt es über mich zu sagen? Ich bin Dozentin, Referentin, Speakerin, vorrangig eben für den frühkindlichen Bildungsbereich, habe mich auch insbesondere nochmal spezialisiert auf den Bereich U3 und beschäftige mich eben in meiner Tätigkeit als Dozentin, Referentin viel mit pädagogischen Fragen, die eben Kita-Teams auch mitbringen, aber auch mit Eltern, Elternfragen zur Erziehung. Und ja, da dreht sich eben bei mir alles darum, wie kann ich Kleinkinder, Kleinstkinder gut begleiten, was kann ich ihnen mitgeben, auch auf ihre Feinzeichen zu achten und wie kann ich sie eben bestmöglich auch fördern in ihrer Entwicklung. Ja, da stellt sich wahrscheinlich schon mal die erste Frage, was ist überhaupt frühkindliche Bildung? Also von wann spricht man ab frühkindlicher Bildung, wann fängt die an und was versteht man darunter? Ja, also frühkindliche Bildung wird ja meistens so die Kita auch genannt, also als frühkindlicher Bildungsbereich. Ich würde aber einfach sagen, dass Kinder, sofern sie auf die Welt kommen, ja, sie sind halt kompetente Wesen. Man spricht ja auch von dem kompetenten Säugling, sie bringen auch schon ganz viele Dinge mit und ab da an, eigentlich auch schon im Mutterleib kann man sagen, fängt natürlich Bildung an, Denn sie nehmen ihre Umgebung wahr, sie erkunden mit dem Mund, mit den Händen später auch. Das heißt also frühkindliche Bildung startet eigentlich von Anfang an. Ja, ich habe das mal auch gemerkt, weil du gerade sagst, es fängt von Anfang an, wenn man Hebamme, also ich habe ja noch eine Hebammenausbildung gemacht, jetzt mittlerweile ist es ja ein Studiengang und mein Einsatz war auch vier Wochen beim Jugendamt, also habe ich beim Jugendamt, bin ich mitgelaufen, das war sehr, sehr hart für mich, weil natürlich einfach auch Familien besucht wurden, wo es Kindern nicht so gut geht und wo ich einfach gemerkt habe, dass viele Kinder einfach. Einfach nur geschlafen haben. Also die haben sehr, sehr viel geschlafen, weil sie gar keine, da war ich ja ein junges Mädels, der hat gesagt, wenn du gar keinen Input kriegst, dann schläfst du halt auch einfach viel. Die haben einfach sehr viel immer sehr, wenn da gar keine Reize, keine Sprache auch mit war, dass die Kinder einfach sehr, sehr viel geschlafen haben. Also das fand ich ganz, ganz, weil du es ja gar nicht angesprochen hast, fängt von Anfang an an. Und das ist ja auch einfach dieses, was man ja auch, was ich als Hebamme ja auch den Familien mitgebe und sage immer, auch wenn es euch am Anfang komisch an, fangt ganz normal an zu sprechen mit euren Kindern. Erzählt ihnen, was ihr tut, was ihr gerade mit dem macht, dass ihr sie gerade wickelt. Also weil du ja auch gesagt hast, kompetentes Baby, da hat ja dann auch mein Lieblingsthema ist ja auch mal Ausscheidungskommunikation. Das sind ja Babys auch schon sehr kompetent. Also diese Förderung, man denkt ja halt immer, wenn man Förderung hört und ich glaube, das ist heute auch nochmal, ist mir wichtig in der Folge, dass es etwas so total, ja das muss ich mir irgendwie aneignen, Das muss ich irgendwie planen. Also frühkindliche Förderung, wenn wir jetzt mal auf deinem Bereich anfangen, du hast ja gesagt U3 ist so dein Spezialgebiet, dass man dann immer gleich denkt, man muss jetzt irgendwie was ganz Spezielles machen. Also da würde ich einfach gerne, dass du einfach mal sagst. Welche Angebote, es ist ja durch Kita, aber ich glaube, dass wir heute im Podcast viel darüber auch einfach reden werden, was kann ich als Eltern tun und dass man sich halt immer eher so die Gedanken macht, ich muss jetzt einen genauen Plan haben und dem muss ich einhalten und ich muss Sachen kaufen dafür. Also vielleicht kannst du einfach da auch nochmal eingehen jetzt als erstes, dass es vielleicht gar nicht so viel braucht, oder? Ja, also ich würde auch sagen, weniger ist auf jeden Fall mehr. Man muss sich nicht so viele Gedanken machen, was man eigentlich alles braucht. Die Kinder bringen a, wie schon gesagt, ganz, ganz viel mit und b, ja, ist es einfach auch so, dass wenn wir mit den Kindern immer wieder sprechen, wenn wir unsere Handlungen begleiten, wenn wir ihnen mal was vorlesen, uns mit ihnen beschäftigen, darauf achten, was interessiert sie, wo geht der Blick hin, wo krabbelt vielleicht das Kind dann auch hin, was möchte das Kind anfangen. Anfassen, berühren. Und wie du auch schon gesagt hast, wenn wir das alles begleiten, auch sprachlich, dann geben wir den Kindern schon so unheimlich viel mit und ganz, ganz viele Erfahrungen, die das Kind einfach auch machen kann mit Alltagsgegenständen. Das Kind kommt ja, muss man sich vorstellen, in eine Welt, die es einfach noch nicht kennt. Es muss es im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Das bedeutet eben, dass viele Dinge auch angefasst werden, am Anfang auch viel in den Mund gesteckt wird und auch dadurch gelernt wird, wie funktioniert eigentlich die Welt. Am Anfang steht ja auch das Funktionsspiel ganz bewusst, weil eben Kinder ganz am Anfang erstmal lernen, wie funktioniert eben dieses Ding. Was kann man damit machen? Mit dem Schlüssel zum Beispiel oder mit dem Lichtschalter an und aus. Und dadurch fühlen sich die Kinder ja dann auch sehr selbstwirksam. Dass sie eben selbstständig auch Dinge tun können. Deswegen sind ja auch Knöpfe drücken und sowas alles total spannend für die Kinder. Und wenn ich das den Kindern einfach ermögliche und dabei sie sprachlich begleite, vielleicht auch einfach mit den Kindern ein bisschen Quatsch mache, ein bisschen singen. Und das ist den Kindern total egal, ob man schief singt oder die falschen Texte. Das ist den Kindern total egal, wenn man mit Freude dabei ist und das Kind anlächelt oder vielleicht auch mal ein Schoßreiterlied macht oder wie auch immer. Aber das ist total egal, was man da eigentlich dem Kind anbietet, solange man im Austausch mit dem Kind ist, das Kind gut beobachtet, im Blick hat und einfach darauf reagiert, was das Kind auch interessiert. Und natürlich sollte man dem Kind dann auch Dinge anbieten, wie du schon auch gesagt hast, wenn ich natürlich dem Kind gar keine Reize anbiete, dann ist es natürlich auch so, dass das Kind dann ja auch letztendlich nicht die Motivation hat, die Welt zu entdecken, weil woher soll das auch kommen? Also ich kann einfach letztendlich auch Spielsachen, die ich habe oder auch Altersgegenstände, wenn die Kinder auch schon dann sich vielleicht ganz früh von der einen Bauchlage wieder in die Rückenlage und wieder zurückdrehen und auch anfangen zu krabbeln, auch einfach Spielsachen um das Kind herum positionieren und gucken, was macht das Kind damit. Und genauso auch später, wenn das Kind dann älter wird, geht es eben auch darum zu gucken, was ist denn überhaupt das Interesse des Kindes. Denn natürlich findet Bildung auch dann am besten statt und man hat selbst die Motivation, das kennen wir glaube ich von uns Erwachsenen auch, wenn wir Dinge tun, worauf wir jetzt gerade auch Lust haben. Ansonsten wird es einfach schwierig mit der Bildung. Es ist jetzt die Frage, muss ich mich sozusagen als Elternteil auf frühkindliche Bindung vorbereiten oder ist es einfach so, wie du es gerade beschreibst, also empfiehlst du, wenn du jetzt Eltern machst, ja auch Elternberatung, würdest du dann einfach sagen, dass man da einfach, würdest du Kurse empfehlen oder würdest du einfach sagen, dass man schon eher so seiner Intuition folgen soll? Also ich glaube ein bisschen von beidem. Ich bin kein Fan davon, sich komplett nur theoretisches Wissen draufzuschaufeln, sondern einfach auch seiner Intuition und vor allen Dingen auch den Zeichen des Kindes, wie gesagt, zu folgen und einfach auch mal sich leiten zu lassen von dem Kind letztendlich. Und gleichzeitig, glaube ich, kann es aber auch nicht schaden. Sich ein bisschen Hintergrundwissen auch davon zu verschaffen, was sind vor allen Dingen vielleicht auch die unterschiedlichen Phasen eines Kindes in der Entwicklung, damit ich ein Kind eben auch altersgerecht oder vor allen Dingen entwicklungsgerecht, wie ich es eher sagen würde, auch anregen kann, entsprechende Impulse auch vielleicht geben kann und das Kind dann letztendlich auch nicht überfordere oder zu viel von dem Kind erwarte. Denn was wir als Erwachsenen, glaube ich, auch gerade im ganz frühkindlichen Bereich immer auch schon viel von den Kindern abverlangen, weil aber unser Gehirn viel weiter entwickelt ist als das von einem Säugling-Kleinkind, dürfen wir gar nicht so viel letztendlich auch erwarten. Wir müssen uns da teilweise auch ein bisschen zurücknehmen, einfach aufgrund dessen, dass die Entwicklung des Kindes einfach gerade erst anfängt. Und dass gerade auch die Gehirnentwicklung, was dann auch viel mit emotionaler Entwicklung und sozialer Entwicklung zu tun hat, ja letztendlich sich noch stark entwickelt und wir eben auch nicht zu viel erwarten können von dem Kind. Ja, das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, weil gerade in diesen, ich würde gerne eher so ein bisschen ab ersten Geburtstag anfangen. Also klar, das erste Lebensjahr, aber so dieses ab ersten Geburtstag ist ja dann auch mal schon, läuft das Kind schon, läuft es nicht? Also man hat auch einfach ganz, also das ist ja auch die Frage, die im Elternteil gestellt wird. Also das ist ja auch immer so irgendwie das Gefühl, muss man zum ersten Geburtstag laufen. Da sind ja auch total Unterschiede, das ist ja auch ganz normal. Aber dass man ja schon auch in dieses Vergleichen kommt, was kann ein Kind und was kann ein Kind noch nicht oder ein Kind braucht einfach ein bisschen länger. Ja, deshalb, das macht natürlich auch bei uns Eltern ganz schnell, will ich mich nicht ausnehmen, einfach Stress und Leistungsdruck. Also ich bin jetzt gerade, ich habe gesagt, ich habe eine dreijährige Tochter, ich habe auch eine sechsjährige Tochter und dieser Vorschulstress, den finde ich immer so. Da gibt es ja Kinder, die können einfach schon komplett lesen und komplett rechnen und so. Also und ich denke mir halt immer so, ich bin halt nicht die Mutter, die jetzt mit meinem Kind lesen übt oder rechnen übt, weil ich denke mir immer so, das kommt ja dann in der Schule. Wenn es jetzt natürlich diese Zeichen zeigt, so, das möchtest du unbedingt können. Neulich hat sie mir gesagt, ich möchte jetzt lesen können. Da habe ich eine alte Fibel rausgeholt, die ich noch hatte und da habe ich immer so ein paar Silben gezeigt. Aber da hat sie natürlich auch ganz schnell das Interesse verloren. Aber wir haben es einfach, sie hat den Impuls geäußert. Also habe ich mit mir hingesetzt und wir haben das ein bisschen gemacht. Aber so, da bin ich natürlich auch immer und denke, oh Gott, die können schon lesen, schreiben und das und das alles. Also das stresst einen natürlich auch. Und da würde ich mich auch nicht rausnehmen, auch wenn ich weiß, es ist ganz normal, dass es ein unterschiedliches Tempo gilt. Also das ist einfach wirklich, man will ja alles richtig machen. Man möchte ja sein Kind bestmöglich fördern und ich glaube deshalb ist es auch so, kannst du uns ja auch nochmal sagen, was ist denn auch zu viel, dass ich mich da einfach sage, ich brauche also. Ich finde ja gerade eigentlich dieses Spielzeug gar nicht so schlecht, was es jetzt auch so gibt, dass man einfach so ein bisschen, gerade wenn man sein erstes Kind hat und so ein bisschen, weil man wird ja auch überschwemmt, was kaufe ich denn an Spielzeug? Das ist ja auch so eine Frage, die häufig gestellt wird. Man weiß ja gar nicht, es gibt ja Berge von Spielzeug und man merkt ja einfach, je weniger die Kinder haben, desto besser ist, weil wenn da alles so viel steht, dann ist ja gar kein Angebot und deshalb finde ich eigentlich diese Sachen ganz schön, dass es mittlerweile so Boxen gibt, so von Altersstufen, deshalb bin ich gespannt, was du dazu sagst. Die hat man in drei Monate und dann wechselt man wieder, weil dann kommt das nächste. Was sagst du dazu? Also ich finde das eine ganz tolle Sache. Ich kenne diese Spielzeuge, von denen du sprichst und auch die Begleithäfte dazu. Ich glaube, das ist eine ganz tolle Sache. Viel sind ja die Dinge dann auch aus Holz und sehr hochwertig verarbeitet. Und ich glaube, dass das Eltern unheimlich erleichtern kann, eben da auch eine gute Auswahl zu treffen, einfach weil die Spielsachen eben in der Regel entwicklungsgerecht für die Kinder schon vorbereitet sind. Es gehen verschiedene Entwicklungsfenster, wo die Kinder dann ja letztendlich mit den Spielsachen dann auch spielen und sich dann auch auf die nächste Stufe der Entwicklung vorbereiten können. Also es nimmt ja auch so ein bisschen dann teilweise vorweg und man kann, wenn man ein geschultes Auge, wie ich das zum Beispiel habe dafür. Kann man schon auch sehen, was kann das Kind eben, was kann es noch nicht, mit welchen Dingen ist es vielleicht. Auch gerade beschäftigt, gerade Kinder, die zum Beispiel auch die nächste Stufe der Entwicklung erreichen, die wollen dann auch immer wieder und immer wieder die Dinge machen und erfahren und auch zeigen schon, was sie schon können. Denn erst wenn sie ja letztendlich auch gefestigt sind in dem, was sie jetzt schon können, werden sie die nächste Stufe der Entwicklung auch machen. Und deswegen glaube ich, kann es sehr wertvoll sein, diese Boxen, wie du sie auch beschrieben hast, sich zuzulegen. Gleichzeitig glaube ich aber, dass die Welt gerade mit den ganzen Alltagsgegenständen und auch alles, was draußen ist, super, super spannend für kleine oder auch grundsätzlich Kinder sein kann. Also einfach die Welt mit den Kindern zu entdecken und den Kindern zu zeigen, was ist das, was ist das, auch gleichzeitig zu benennen. Da haben wir wieder die Sprachentwicklung, Sprachförderung mit drin. Bücher sind natürlich auch super wertvoll. Aber wie würdest du das immer so handhaben? Du berätst ja auch, also du berätst ja vor allen Dingen auch Kitas. Aber geht es ja auch um Thema so Spielzeug? Wie viel ist nötig? Was soll man da? Wie wechselt man das? Kannst du uns da mal so ein bisschen, weil man kennt es ja, man hat volle Kinderzimmer und keiner spielt mit denen Sache. Ja, das ist ein Phänomen, kann man beobachten. Was können wir da als Eltern besser machen, damit einfach Sachen bespielt werden? Genau, also ich glaube auch da ist es ganz wichtig, so wie du auch schon gesagt hast, weniger ist meistens mehr und vor allen Dingen, wenn die Dinge auch gut sortiert sind. Also wenn ich einfach nur eine große Kiste habe, wo ich alles reinschmeiße und die Kinder erstmal irgendwie hunderttausend Dinge rausschmeißen und großes Chaos verursachen müssen, um an dieses eine Spielzeug zu kommen, was sie jetzt gerade interessiert oder sogar auch noch Hilfe dafür brauchen, dann ist es aus meiner Sicht kontraproduktiv. Also die Spielsachen sollten für die Kinder alle zugänglich sein. Sie sollten sicher sein, dass sie die selbstständig in der Regel bespielen können. Und auch da gilt weniger ist mehr in dem Sinne, die Dinge auch zu sortieren, zu ordnen, vielleicht auch Kisten zu haben, vielleicht auch nur so ein Ikea-Kalax-Regal und dann auch wirklich nur ein Spielzeug oder ein zusammenhängendes Set in so ein Spielzeug. Kasten in ein Regal zu stellen. Also es reichen wenige Dinge letztendlich. Sodass die Kinder auch die Dinge trotzdem auch miteinander vermischen sollen und dürfen. Das finde ich auch ganz wichtig. Also sie sollen ja auch unterschiedliche Spielzeuge zusammen bespielen können und auch in Verbindung bringen können. Und gleichzeitig ist es wichtig, dass die Kinder eine gewisse Übersichtlichkeit auch haben, denn wir wissen mittlerweile, dass ja auch Ordnung auch dazu beitragen kann, dass für die Kinder ein besseres Spiel, ein entspannteres Spiel entstehen kann, als wenn eben 100.000 Dinge auf dem Boden verteilt liegen. Also sagst du eher dann gemeinsam aufräumen oder man sagt ja auch immer, man soll das halt stehen lassen, damit... Genau, da wäre ich jetzt als nächstes drauf gekommen. Und gleichzeitig haben die Kinder eben nicht so eine Ordnungs- und Ordnungsgedanken, wie wir den haben. Das heißt also, wenn wir dann sehen, dass da überall Dinge rumfliegen, dann ist das teilweise für Kinder aber auch nicht so unordentlich, wie wir das eben wahrnehmen, weil für die Kinder auch teilweise eine eigene Ordnung in der Anordnung dann entsteht. Und dass dann teilweise auch Kinder, gerade Kinder so mit drei, vier, fünf, die vielleicht auch Dinge extra aufgebaut oder irgendwo schon bereitgelegt haben, dann auch sehr frustriert sein können, wenn wir vielleicht ein Ding wegnehmen. Und gleichzeitig die Dinge vielleicht aber auch mal rauszuräumen oder an die Seite zu legen, wenn wir eben wissen, die Spielsachen werden jetzt auch nicht mehr gespielt, die werden nicht mehr gerade jetzt gebraucht, dass man da so ein bisschen auch wieder Platz schafft, um das Spiel, was eben jetzt gerade auch da gespielt wird oder auch entsteht, auch dem wiederum Raum zu geben. Und oft ist es ja auch so, das fand ich schon mal super, Aber ich finde, ich würde gerne nochmal bei diesen Spielzeugen bleiben, weil das ist einfach immer so ein Riesenthema, auch von Freunden und Verwandten. Und ich denke halt immer so, wir brauchen auf gar keinen Fall mehr Sachen in unserem Zuhause, dass man einfach Sachen rausnimmt und dann wieder rausholt. Ja, so dass man schon einfach so sagt, so raus, nicht immer mehr rein, sondern schon raussortieren und dann eventuell wieder, wenn es der Altersstufe noch entspricht sozusagen. Und braucht ein Kind ein Kinderzimmer oder ist es einfach so, es ist ja auch viele, die einfach, wo ich immer sage, so im ersten, zweiten, dritten Jahr finde ich ja nicht, dass man explizit ein Zimmer, weil sie eigentlich immer bei einem spielen, sondern eher so eine Ecke. Wie ist da deine Empfehlung, was rauskommt? Also es kommt natürlich darauf an, welche räumlichen Möglichkeiten man auch zu Hause überhaupt hat. Ich kenne ganz viele Familien, wo gerade in den ersten Lebensjahren die Kinder eigentlich im Wohnzimmer, in der Küche, im Flur, wo man eben selber sich auch auffällt, eben spielt, weil man die Kinder dann eben natürlich auch im Blick haben kann und die Kinder auch die Eltern sehen können und da dann natürlich auch eine gewisse Vertrautheit da ist. Man kann immer wieder in Interaktion gehen miteinander, in Kommunikation, kann auch mal vielleicht sich unterhalten, auch nebenbei, wenn man als Erwachsener vielleicht in der Küche irgendwas erledigen muss. Und häufig gucken sich die Kinder dann ja auch viele Dinge ab. Also gerade wenn ich eben eine Küche habe als Erwachsener, dann macht es auch Sinn, in die Küche, wenn ich die Möglichkeit habe, auch eine Kinderküche mit zu integrieren, sodass die Kinder das auch direkt nachspielen können. Oder auch ein Puppenbett neben das eigene Bett zu stellen oder vielleicht auch eine Wäschestange oder irgendwie solche Dinge. Die Kinder machen und imitieren ja ganz, ganz viel, was wir Erwachsenen machen und nehmen das auch mit in ihr Spiel auf und spielen diese Dinge nach. Und verarbeiten dadurch ja auch ganz viel im Rollenspiel. Ja, das ist das Schlimme, dass sie immer das dann auch, wie man selber spricht, da muss man sich nachher wirklich auf die Zunge beißen. Genau, also sie machen ganz, ganz viel nach. Wir sind Vorbilder. Wir sind wichtige Vorbilder, genau. Und was du auch angesprochen hast mit dem Spielzeugtauschen, auch das ist zum Beispiel was, was ich auch in Kita-Teams ganz viel rate. Wenn Spielsachen nicht mehr interessant sind oder gerade vielleicht auch so lange nicht mehr bespielt worden sind und wir die auch immer wieder anbieten und wir aber merken, dass... Besteht gar kein Interesse an diesem Spielzeug, warum auch immer, weil die Kinder vielleicht jetzt gerade gar nicht das Interesse daran haben oder gar nicht in einem Entwicklungsfenster sind, dann macht es auch Sinn, wirklich Spielsachen wieder zu tauschen, rauszunehmen aus der Gruppe oder eben auch aus dem häuslichen Umfeld zu Hause und dann auch wieder mal anderes, neues Spielzeug anzubieten, was dann auch wieder interessant wird. Und es wird dann auch wieder interessant werden, wenn eben das Spielzeug längere Zeit eben nicht zur Verfügung steht. Das ist immer so, wenn man aufräumt und Sachen wegkommt. Genau, und dann findet man sie wieder und dann werden sie wieder interessant. Oder wenn man die Dinge wegtun will, dass die Kinder dann merken, ah, da war ja auch noch was. Aber je nach Alter des Kindes würde ich das auch gegebenenfalls mit den Kindern gemeinsam machen, damit man eben dann auch gemeinschaftlich dann auch Dinge tauschen kann. Also auch das kann ich, das war zum Beispiel bei uns in der Kindertagespflege so, dass wir immer am Freitag eine Kiste gepackt haben und wir hatten im Büro ein großes Regal, wo ganz viele Spielsachen drin waren und dann haben wir eben die Spielsachen ausgetauscht. Jedes Kind hat quasi ein neues Spielzeug sich aussuchen können und dafür haben wir ein Spielzeug weggegeben. Es gab so Spielsachen, die immer da waren, weil das einfach auch wichtig ist, dass gewisse Dinge auch eine gewisse Konsistenz auch haben und die Spielsachen einfach auch viel bespielt worden sind. Ja, also die Kinderküche stand halt immer da oder ein Set Schienen mit Fahrzeugen und Autos und so weiter. Aber so unterschiedliche Spielsachen haben wir dann eben, wie gesagt, eine Kiste gepackt. Jedes Kind hat sich ein Spielzeug aussuchen können. Was in die Kiste gekommen ist und dann sind wir gemeinsam ins Büro gegangen und haben uns andere Spielsachen ausgesucht. Schöne Idee, kann man auch für zu Hause umsetzen. Genau, kann man auch zu Hause machen, wenn man irgendwie einen Schrank hat oder so, wo man die Dinge verstaut. Und dann war auf einmal die Dinge wieder total spannend, die man dann vielleicht ein paar Wochen oder Monate gar nicht entdeckt hatte. Oh, das haben wir ja auch noch. Und so gab es auch immer wieder neue Anregungen und letztendlich auch ist es ganz viel Mitbestimmung auch der Kinder, dann auch mit zu entscheiden, was geben wir jetzt weg und was nehmen wir jetzt auch wieder da raus. Und ja, die Kinder, das war wie so ein Ritual letztendlich. Die Kinder haben das auch super gerne gemacht, dann wieder neue Dinge zu entdecken oder wieder alte Dinge wieder neu zu entdecken. Schön. Eine Frage noch zum häuslichen Bereich und dann würde ich gerne nochmal ein bisschen mit dir über Kita reden. Wann denkst du denn, ist es so, dass Kinder wirklich dann in dieser frühkindlichen Frühförderung, sagt man ja so von 1 bis Vorschulalter, wann denkst du denn, wenn die dann wirklich so einen Rückzugsort brauchen, dass sie auch alleine spielen? Weil es gibt ja auch einfach, das ist ja auch mal so das Gefühl, wo viele Eltern haben, muss ich jetzt die ganze Zeit spielen mit meinem Kind oder ist es auch einfach okay, wenn es sich, also es gibt ja auch einfach unterschiedliche Kinder. Es gibt ja Kinder, die brauchen die ganze Zeit ja einfach, dass man bei ihnen ist und andere sind ja auch wirklich einfach, die sind ja so in ihrem Spiel vertieft. Ich habe das bei meinen vier Kindern. Mein drittes Kind ist so, was eher immer eine Begleitung braucht und die vierte, die spielt, also die beschäftigt sich auch einfach und spielt sich und tut was. Aber wann ist da so deine Empfehlung, dass man denkt, wenn man die Möglichkeit hat, dass diese auch so wirklich ihren eigenen. So haben sollten? Gibt es da auch irgendwie zeitliche? Ja, also ich glaube, was du jetzt angesprochen hast, sind auch zwei Dinge. Also einmal finde ich es auch ganz wichtig, dass wir nicht nur den Kindern die ganze Zeit was anbieten und die Kinder die ganze Zeit nur bespielen sozusagen, sondern dass wir ihnen auch viele Dinge selber entdecken, viele Dinge selber machen lassen und gar nicht die ganze Zeit immer nur so dran sind und denken als Erwachsene, wir müssten ihnen jetzt ständig irgendwie Input geben und denen ständig irgendwie was vormachen. Und ich glaube, das ist so das eine. Und dann lernen die Kinder ja auch, okay, ich kann mich auch selber beschäftigen und sind dann auch sehr fasziniert oder auch sehr konzentriert in diesem Spiel oder in dem Entdecken dann auch mit drin. Auch da kann man sich dann so ein bisschen rausziehen oder dann auch immer mal wieder einen Impuls reingeben. Und wenn man eben merkt, okay, jetzt das Kind sucht vielleicht auch gerade wieder irgendwas, was es wieder interessiert. Auch da auch vorsichtig damit zu sein, dem Kind dann sofort wieder was Neues vorzusetzen. Also damit wäre ich auch vorsichtig, weil dann kommen wir nämlich gegebenenfalls auch in die Situation, dass die Kinder eben gar nicht alleine spielen können und sich gar nicht von alleine beschäftigen können, weil sie immer eine Anregung brauchen und gar nicht von selbst ins Spiel finden. Wie kann ich das fördern? Indem ich das Kind einfach in Ruhe lasse. Indem ich dabei bin und dabei sitze, aber auch einfach mich rausziehe letztendlich. Also nicht dem Kind jetzt irgendwie ständig was anzubieten, sondern das Kind einfach machen zu lassen und sich auch mal langweilen zu lassen und das auch mal auszuhalten. Klar, wenn ich dann merke, das kippt jetzt sehr stark und das Kind wird jetzt auch sehr frustriert oder braucht auch wieder mich als Begleitperson, dann kann ich ab einem gewissen Punkt wieder was anbieten oder auch einfach dem Kind was zeigen. Wann fängst du damit an? In welchem Alter meinst du jetzt? Von Beginn an letztendlich. Aber wie gesagt, ich würde nicht sofort nur dem Kind immer nur ständig was anbieten, sondern auch mal das Kind einfach machen lassen und nicht die ganze Zeit es nur rumtragen und machen und tun, sondern wirklich auch mal für sich lassen. Und das andere ist ja, was du gesagt hattest, ist, wann braucht das Kind aber auch Freiraum für sich, wann zieht es sich auch zurück und möchte auch alleine tatsächlich auch in Ruhe gelassen werden und fordert das letztendlich auch ein, weil es so selbst vertieft ist auch in dem Spiel. Auch das kann schon je nach Kind sehr früh sein. Also früh meine ich schon auch teilweise so mit anderthalb. Wenn die dann anfangen, wirklich auch ins Rollenspiel reinzugehen, sich mit Dingen zu beschäftigen. Aber da spielen sie ja eher immer noch alleine. Genau, da spielen sie noch alleine. Weil ja immer alle sagen, das kannst du ja glaube ich auch nochmal als Expertin noch ein bisschen tiefer reingehen, dass immer sagen, ja, meine Kinder brauchen die anderen Kinder in der Kita. Ja, eigentlich spielen die ja, wenn die, die meisten Kinder kommen ja schon. Also jedenfalls, ich kann ja immer nur für Berlin reden, weil ich jetzt hier auch als Mutter sozusagen lebe, als Hebamme arbeite. Also die meisten Kinder kommen ja schon mit dem ersten Lebensjahr in die Kita, spätestens mit anderthalb. Und dann sagen halt immer alle zu mir, ja, die brauchen ja die anderen Kinder. Dann denke ich immer so, sage ich immer so, ja, aber die spielen, also in Interaktion gehen die noch nicht so wirklich. Die spielen jeder für sich, einer an der Küche, der andere da und so. Da sind zwar andere Kinder, aber das kommt ja eigentlich erst so auch unterschiedlich. Einige gehen schon mit zweieinhalb, aber zweieinhalb, drei gehen sie ja wirklich erst in Interaktion. Genau, also am Anfang spielen die Kinder im Funktionsspiel in der Regel alleine. Und erst so ab anderthalb, zwei kommt es dann auch, dass sie mit anderen Kindern langsam auch in Kontakt kommen. Aber erst, wenn sie tatsächlich dann auch im Rollenspiel sind, miteinander spielen und auch dieses typische Vater-Mutter-Kind oder sowas spielen oder das Versorgen. Das kommt eigentlich aus meiner Erfahrung frühestens so mit zweieinhalb, drei. Eigentlich sogar teilweise dann auch so richtig erst ab dem Kindergartenalter. Da sind sie dann auch wirklich richtig vertieft darin. Es kommt wie gesagt auch immer auf die Kinder an, auch auf das Spiel. Ab drei. Das ist Kindergartenalter. Davor ist sozusagen Krippe. Das muss man sich auch, glaube ich, nochmal bewusst machen. Das ist ja immer so, man sagt ja dann, klar, es ist Krippe, aber es heißt ja von Anfang an Kita. Genau, Kita ist halt alles. Und dann gibt es die Krippe oder den U3-Bereich und eben den Kindergartenbereich, den Elementarbereich, wie man ihn auch unter anderem nennt, der ist dann eben ab dem dritten oder Geburtstag oder je nachdem, wann die Kinder dann eben auch in den Kindergarten dann wechseln. Also es ist ja eigentlich so bei uns immer in einem Haus. Du hast die kleinen Gruppen und dann gehen sie nachher in die größeren Gruppen, aber schon, dass man ja auch die kleinen, also bei mir, meine gehen ja zum Beispiel in eine Kita, da ist die Kleinkindgruppe und dann sind die Älteren und so. Aber das muss man, glaube ich, einfach so, weil es so natürlich geworden ist, auch einfach, dass Kinder sehr früh in die Krippe gehen, jetzt hier die richtigen Begriffe nehmen, dass einem einfach auch gar nicht so beruf ist. Das Kindergartenalter fängt mit drei an. Und da merkt man gerade, weil die ersten Jahre auch immer gar nicht so einfach sind durch Krankheiten und so weiter. Da macht es ja auch meistens dann auch so, dass die einfach total happy sind und gerne gehen, weil es einfach schön ist. Davor finde ich es schon immer so ein bisschen eher schwierig. Ja, weil sie eben ab drei auch viele Dinge einfach total selbstständig erledigen können. Sie sind meistens dann ja auch schon trocken. Sie können sich super gut artikulieren, die meisten dann mit drei. Sie haben eigene Ideen, Gedanken, ganz, ganz viele für Spielideen, die sie dann auch umsetzen wollen. Dann sind sie eben auch schon super sozialisiert, sind die meisten dann auch aus diesem weißen Hauenstreiten Kneifenphase, Autonomiephase dann auch teilweise schon raus. Und dann macht es halt auch wirklich Spaß, in Interaktion mit den anderen Kindern zu gehen, weil ihre emotionale und soziale Entwicklung als auch ihre Sprachentwicklung, als auch ihre motorische Entwicklung schon so weit vorangeschritten ist, dass das gemeinsame Spielen dann auch richtig, richtig viel Spaß machen kann. Und davor eben in der Krippe, deswegen haben wir auch diese ganzen Themen im U3-Bereich oder mit jungen Kindern, ist das eben alles auch noch ein ganz großes Lernfeld. Und auch, wie gehe ich überhaupt auf andere Kinder zu? Wie gehe ich mit anderen Kindern in den Kontakt? Das kann bei vielen Kindern auch direkt in Konflikt ausarten, weil sie eben das Erste, was passiert, dem anderen das Spielzeug wegnehmen oder einfach gar nicht wissen, wie sie mit dem anderen Kind überhaupt auch in den Kontakt, in den Spielkontakt kommen können. Und das braucht eine gewisse Zeit, eine gewisse Lernerfahrung auf Grundlage. Auf Handlungsebene, aber auch auf Sprachebene und eben gepaart mit diesen ganzen sozial-emotionalen Entwicklungen auch. Und sobald die Kinder dann erstmal da auch gelernt haben, wie geht das denn überhaupt gemeinsam spielen und wie komme ich denn in den Kontakt und dass das auch toll sein kann und nicht nur ständig oft zu Konflikten führt, weil eben da auch ganz viele Missverständnisse aufkommen, unweigerlich, weil sie eben das noch nicht artikulieren können, auch häufig oder nicht vorher sagen können, was sie jetzt vorhaben. Ab dann, also ab dem Kindergarten, macht den Kindern das auch meistens dann wirklich auch sehr, sehr viel Spaß mit den anderen Kindern zu spielen, weil sie da schon einfach in ihrer Entwicklung ein ganz anderes Entwicklungsfenster sind und dann eben auch gerne sich zurückziehen, und Dinge selber machen. Selber dann auch im Kinderzimmer Dinge spielen und ja, dann eigentlich auch, die Erwachsenen auch gar nicht mehr so haben wollen. Aber ich finde, das ist auch einfach, sieht man nochmal ganz klar, was für eine enorme Verantwortung auf den Erzieherinnen, ja, was die für eine Verantwortung haben, einfach in der Betreuung davor. Auch die frühkindliche Entwicklung zu fördern. Ich habe, also ich meine. Wie viele Kinder, also ich meine, wir kennen den Betreuungsschlüssel, aber wie sieht die Realität wirklich aus? Ich meine, das weißt du noch besser als ich, weil du täglich mit Kitas zu tun hast, Kitas berätst, Krippen, Entschuldigung. Kitas auch. Ja, Kitas auch, aber das ist natürlich da einfach, wie kann man, wenn man eigentlich nur versucht, Kinder zu versorgen, auch noch frühkindliche Bildung mit einbringen. Also wie mache ich das? Genau, und das ist ja auch so ein bisschen, glaube ich, ein Trugschluss, den wir oft auch haben, dass das nur über Angebote stattfinden kann. Also das ist ja auch immer was, was dann häufig auch so gesagt wird, jetzt haben wir heute wieder nur gespielt. Fast müssen sich dann Erzieherinnen schon dafür entschuldigen, dass es heute kein Angebot gab mit Knete oder mit Malen oder sonst irgendwas. Das ist natürlich schön, wenn ich das machen kann. Bei den Kleinen? Ja, auch schon bei den Kleinen, aber dann brauche ich eben entsprechend das Personal dafür, weil ich eben natürlich die Kinder auch entsprechend begleiten muss. Das weiß man ja selber schon mit zwei Kindern zu Hause. Richtig. Und dafür brauche ich A, wie gesagt, das Personal und B, kann ich eigentlich so ein Angebot jetzt nicht mit zwölf Kindern durchführen, sondern eben immer nur mit zwei oder vielleicht mal drei Kindern, weil sie ganz viel Begleitung dabei brauchen, weil sie vielleicht auch erstmal die Materialien kennenlernen müssen. Also ich kann da ja nicht sofort einsteigen, sondern es geht erstmal überhaupt darum zu erfahren, wie verhält sich vielleicht dieser Stift oder wie verhält sich der Pinsel, wie verhält sich Farbe. Was kann ich überhaupt mit dem Material machen. Also es geht ja auch da erstmal ganz viel darum. Erstmal auch kennenzulernen, wie verhält sich das Material, wie funktioniert das. Und das ist eigentlich schon mehr das Angebot, das zu begleiten, als dann auch zu erwarten, dass hinter irgendwelche Endprodukte, Kunstwerke da rauskommen. Das ist eigentlich auch total nebensächlich für die Krippenerzieherin, was dabei letztendlich entsteht. Und es geht eigentlich um diesen Prozess, dass da überhaupt irgendwas passiert und dass da was entstehen kann. Und wie das letztendlich dann aussieht, ist dem Kind und auch den Erzieherinnen total egal, weil es eben um diese gemeinsame Zeit, um das gemeinsame Erkunden geht. Und da ist eben auch ganz, ganz viel Freispielzeit und gemeinsames Erkunden begleiten eigentlich viel, viel wichtiger. Und auch diesen Alltag zu erleben, immer wieder auch eine gewisse Routine und trotzdem aber Flexibilität dabei zu haben, das Kind gerecht zu gestalten. Denn das ist eigentlich das, was für mich in der Krippe im Vordergrund steht. Erstmal ja überhaupt die Welt, die anderen, die Regeln kennenzulernen. Also da kommt dir das nicht so darauf an, dass da jetzt ein großartiges Angebot ist. Also wenn du jetzt zum Beispiel für ein Kind eine Kita aussuchen würdest, worauf achtest du? Ja, also ich glaube in allererster Linie würde ich darauf achten, wie gehen die Fachkräfte mit dem Kind um? Wie feinfühlig sind sie im Umgang mit dem Kind? Erkennen die, was braucht das Kind gerade? Wo steht das Kind gerade? Und sind sie in der Beziehung mit dem Kind? Und wie diese Einrichtung letztendlich auch aussieht, gestaltet ist, ist natürlich schön, wenn wir auch neue Gebäude haben und neue Möbel und neue Spielsachen und weiß ich nicht was alles. Aber ich glaube, das Allerwichtigste ist... Der Mensch. Genau, ist der Mensch, was... Und wie verhält sich die pädagogische Fachkraft dem Kind gegenüber? Das ist halt immer so schwierig zu beurteilen. Man kann halt die Kita halt nicht, ich finde das so schwierig, weil man als Eltern auch einfach so ausgeliefert ist, weil man ja gar nicht vorher hineingucken kann. Man sieht halt tolle Angebote und denkt sich, ach, das ist ein schönes Geburt, wie du sagst. Aber man weiß es ja nicht. Und momentan ist es, finde ich, einfach auch so, dass natürlich auch einfach sehr viel Personalmangel ist, sehr viel wechselndes Personal. Und das ist natürlich für Kinder, die natürlich... Gerade im O3-Bereich. O3-Bereich einfach total schlecht, wenn die da halt einfach keine Konstanten haben. Da ist mir auch egal, ob die jetzt einmal die Woche Musik haben oder so. Also mir reicht der Morgenkreis aus, wie du das halt so sagst, wo sie einfach ein paar Lieder singen. Das ist halt einfach, aber die Konstante einfach zu der Betreuung ist halt einfach so wichtig. Und das ist einfach in sehr vielen Einrichtungen einfach nicht gegeben. Also wie ist deine, also oder? Ja, also das ist leider, leider, leider auch eine Erfahrung, die ich mache und auch schon seit mehreren Jahren gemacht habe, dass wir natürlich im frühkindlichen Bildungsbereich leider die Situation haben, dass wir extrem wenig Personal haben und dass uns auch sehr viel Personal abwandert aus diesen Gründen. Weil du hast es gerade selber gesagt und alle Eltern werden das selber auch wissen, gerade die Grippe, gerade die Kinder im U3-Bereich sind total anstrengend. Also die Arbeit ist anstrengend für die Kinder, das meine ich, weil wir... Ganz, ganz viel beobachten müssen, weil die Kinder uns ganz oft Dinge einfach nicht mitteilen können, weil sie sprachlich einfach nicht in der Lage dazu sind, weil wir ganz viele Emotionen begleiten müssen und gleichzeitig uns aber ja auch selber regulieren müssen. Also wir müssen einerseits die Emotionen von den Kindern regulieren und gleichzeitig aber auch natürlich unsere Emotionen immer wieder regulieren, weil wir ja auch professionell dabei bleiben. Und das halt eben nicht mit ein oder zwei Kindern, sondern eben mit, wenn es schlecht läuft, zwölf oder noch mehr. Schon eine Wahnsinnsaufgabe. Genau, und das ist einfach ein sehr anstrengender Job, weshalb auch viele einfach in Teilzeit gehen, weil sie eben sagen, Vollzeit schaffe ich das gar nicht mehr. Das ist einfach auch körperlicher anstrengend, weil du die Kinder auch immer tragen musst oder viel. Und natürlich gibt dir das Kind super viel zurück auch. Und gleichzeitig, das ist ja mein ganz großes Credo auch, müssen wir ganz stark auf unsere Fachkräfte schauen. dass es den Fachkräften gut geht, denn Fachkräfteschutz ist der beste Kinderschutz, den wir machen können. Weil wenn ich eine gelassene, entspannte Erzieherin habe, die Spaß an ihrer Arbeit hat, die eben auch sich voll und ganz auf ihre Aufgabe konzentrieren kann und eben auch so im Team gut aufgestellt ist, dass es entspannt bewerkstelligt werden kann und gute Laune dabei haben kann und auch diese ganzen vielen Feinzeichen der Kinder erkennen kann, weil sie eben nicht so gestresst ist, weil sie nicht noch hunderttausend andere Dinge nebenbei machen muss oder auch in die Überforderung getrieben wird, mit zwölf oder noch mehr Kindern alleine in der Gruppe zu stehen, dann ist das auch, und das muss man einfach sagen, dass wir das mittlerweile auch nachweislich wissen, eine Gefahr. Dafür, dass ja einfach auch übergriffiges Verhalten entstehen kann. Ja, es macht einen total betroffen, weil man ja auch so ausgeliefert ist. Also ja, ich glaube, wie du halt sagst, das Wichtigste ist, dass die Fachkräfte einfach ein gutes Arbeitsfeld haben. Aber ich finde, es fängt alleine schon an der Unterbezahlung von Pädagogen an, auch im Kleinkindbereich, die lange Anfahrtswege haben, auch zu ihrer Arbeitsstätte, weil sie sich vielleicht auch in Arbeitsregionen arbeiten, so in Berlin. Ich hatte das mit einer Erzieherin, sie hat gesagt, sie hat eine Stunde Anfahrzeit, weil sie kann sich hier um die Ecke keine Wohnung leisten. Das sind für mich einfach schon so schlimme Bedingungen, dass man halt einfach weiß, dass die einfach wirklich so wenig vergütet dafür werden und machen halt einfach so einen wichtigen Job. Also ich meine, jedes Elternteil kann sagen, wenn dein Kind gut betreut ist, dann geht es mir auch gut. Und dann weiß ich einfach, dass es gut ist und es gibt nichts Schlimmeres zu wissen. Ich gebe mein Kind in eine Betreuung und weiß, dass es nicht optimal ist. Alleine schon nicht optimal ist es okay, aber nicht optimal. Und ich finde auch, das Wichtigste ist diese liebevolle und dass man auf die Bedürfnisse eingeht. Aber wenn man halt zwölf kleine Kinder hat, die alle unterschiedliche Bedürfnisse hat und einfach zu wenig Personal, dann ist das natürlich sehr, sehr schwierig. Ich glaube, das ist so ein Extrathema noch. Das sollten wir jetzt nicht so anreißen. Aber erkennst du denn, wenn du in die Einrichtung gehst, auch einfach immer ziemlich schnell Unterschiede bei Kindern? Also siehst du einfach ganz schnell so, okay, hier würde einfach ein Kind guttun, noch ein bisschen mehr Förderung zu bekommen? Oder du siehst wahrscheinlich sofort, hier wird sehr viel gemacht zu Hause und da nicht. Also das ist ja auch mal so ein bisschen so, da die Mitte zu finden. Also ist das für dich immer gleich so der, Gott ey, wenn ich jetzt einmal Kinder bei Carina vorstelle, ist alles gut. Aber siehst du viele Unterschiede? Ja, man sieht es schon. Also man sieht schon, welche Kinder zu Hause wie aufwachsen. Das kriegt man schon auch mit. Auch welche Möglichkeiten natürlich auch Kinder auch bekommen und wie auch letztendlich. Wie viel Zeit sich auch vielleicht Eltern für ihre Kinder auch nehmen, gewisse Dinge mit ihnen gemeinsam zu machen und vielleicht auch wieder tun, so ein bisschen zu Hause ist. Das bekommt man schon auch mit, wenn man die Kinder erlebt. Und da ist aber natürlich auch die Kita letztendlich auch wichtig, auch ein ganz wichtiger Faktor, da auch gewisse Dinge einfach auch ausgleichen zu können. Und was ich zum Beispiel auch den Fachkräften immer rate, ist Gleichberechtigung, Chancengleichheit in der Kita ist eben dann auch gegeben, wenn ich mir eben auch genau diese Kinder vornehmen kann, wo ich eben weiß, die brauchen vielleicht mich ein bisschen mehr und die anderen Kinder kommen vielleicht auch ganz gut alleine zurecht. Das heißt natürlich nicht, dass ich die komplett alleine machen lasse. So ist das nicht gemeint. Aber dass ich mir auf jeden Fall die Kinder nochmal besonders vornehme, wo ich eben merke, die brauchen eben auch hier noch ein bisschen mehr. Und das ist ja auch gerade der Job auch der Einrichtungen, auch diese Kinder dann entsprechend anzuregen, zu fördern und gegebenenfalls ihnen auch unterschiedliche Möglichkeiten anzubieten oder auch mit den Eltern nochmal gemeinsam ins Gespräch zu gehen, Falls da auch weitere Auffälligkeiten bei den Kindern auch tatsächlich sind, was ja nicht unbedingt der Fehler der Eltern unbedingt auch sein muss, aber wo vielleicht auch das eine oder andere Kind auch Unterstützung braucht. Das ist ja auch eine Aufgabe, dass das in der Kita auffällt, ist ja gut. Und dann eben da auch entsprechende Angebote zu machen, entweder in der Kita. Was für Angebote zum Beispiel in der Kita? Was meinst du jetzt damit? Genau, also zum Beispiel in der Kita, dass wir, wenn wir jetzt ein Kind haben, was... Nehmen wir jetzt an, sprachlich eben noch nicht ganz so weit entwickelt ist, dass wir dann eben besonders mit dem Kind auch nochmal darauf achten, viele Bücher anzubieten, viel mit dem Kind im Gespräch zu sein. Viel sprachliche Entwicklungsförderung einfach anzubieten. Vielleicht je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes auch nochmal zu gucken, was sind die Interessen des Kindes. Kann ich vielleicht über das Dinosaurierbuch, weil das Kind jetzt gerade Dinosaurier total toll findet oder Einhörner, vielleicht auch da nochmal mehr erreichen, weil ich eben weiß, ah, das interessiert das Kind total. Und dann lesen wir vielleicht eben das Dinosaurierbuch in der Gruppe, weil wir eben dann das Kind darüber auch gut erreichen können. Und gleichzeitig aber, wenn wir eben merken, da sind auch starke Defizite dann mittlerweile. Und die siehst du am meisten in der Sprache oder auch in der motorischen? Nee, die siehst du überall eigentlich. Also die siehst du natürlich auch in der Motorik. Klar, Auffälligkeiten gibt es in jedem Entwicklungsbereich. Und dann kann ich eben überlegen, kann die Kita das leisten noch? Können wir das vielleicht aufholen? Das ist ja der erste Punkt, dass wir eben nochmal sagen, wir achten jetzt besonders nochmal darauf und bieten dem Kind nochmal mehr an. Oder ist es aber vielleicht auch schon, dass wir das alles schon gemacht haben? Hast du neulich dieses Video gesehen, was so viral gegangen ist von so einem kleinen asiatischen Mädchen? Ich weiß nicht, ob es die Oma war oder ob es wirklich eine Erzieherin war. Die haben super viel so motorische Übungen gemacht. Also da haben super viele Erzieherinnen auch runtergeschrieben, ja dafür haben wir gar keine Zeit mehr und so. Also auf einem Bein stehen, balancieren. Dann haben die so einen Stock, muss das Kind und dann lässt die Oma los. Das ist psychomotorik tatsächlich. Genau, also so richtig coole Spiele, haben natürlich gleich meinen großen Kindern geschickt, also so hier, das macht ihr jetzt mal mit den Kleinen, so Bälle so und da haben die halt auch geschrieben, eigentlich gehört das auch mit in die Kita. Genau, das sind alles Sachen, die eigentlich mit in die Kita gehören, aber wenn du dafür eben wenig Zeit hast, weil du einfach unterbesetzt bist, dann guckst du halt einfach, dass der Laden läuft und dass am Ende des Tages die Kinder gut aufgehoben sind, was zu essen haben, vielleicht geschlafen haben und gut durch den Tag gekommen sind, eine frische Windel bekommen haben. Wenn du natürlich entsprechendes Personal gut aufgestellt bist und auch gut organisiert bist letztendlich im Team, dann hast du natürlich viel mehr Möglichkeiten, solche Dinge auch anzubieten. Und das ist eigentlich das, wofür die Kitas da sind. Und wenn das aber dann eben zunehmend fehlt, dann sehen wir jetzt auch ja teilweise auch in unterschiedlichen Studien oder Befragungen. Wie Kinder dann eben zum Beispiel auch die Kita verlassen und was dann auch in der Schule dann wieder ankommt und sich das dann da so auch weiter durchschleppt. Also Schleife bin am Ende der Kita? Wäre schön, wenn das gemacht wird, aber jetzt nicht unbedingt glaube ich. Ja, aber die Kita setzen ja ganz oft auf, sie möchten keine Schuhe mit Schleife, sie möchten nur welche mit Tätel. Habe ich ganz oft schon gehört. Ja, geht vielleicht schneller, ja. Es ist aber dann geschuldet, glaube ich, daraus, dass einfach die Zeit dafür fehlt. Eigentlich sollten wir die Zeit haben, uns wirklich mit den Kindern auch hinzusetzen und gewisse Dinge einfach auch mal zu lernen, zu üben und die Dinge gemeinsam mit den Kindern einfach zu machen. Wenn wir auch sehen, das ist gerade ein Thema, das interessiert das Kind, dass wir dann entsprechend auch interessensgeleitete Angebote machen können. Wann sollte ein Kind Schleife binden können? Ja, vielleicht so mit fünf würde ich schon sagen, wäre das ganz gut von der Feinmotorik her. Also auf jeden Fall, bevor es in die Schule kommt, weil in der Schule ist einfach halt die Lehrerin meistens nicht mehr für so viele Aufgaben tätig. Also da muss einfach eine gewisse Selbstständigkeit dann auch schon da sein. Ja, aber ich merke so, das sind auch so alles Sachen, das habe ich alles früher zum Beispiel, das hat meine Oma mir alles beigebracht. Also gerade wenn man so in mehr Generationen aufwächst, wo man so das Dorf noch mehr hatte, das sind auch so Sachen, wenn die Eltern jetzt so, merke ich auch selber, denke ich jetzt, meine Tochter ist sechs, die kann auf jeden Fall auch noch keine Schleife binden. Dass man da auch gerade gar nicht so den Fokus macht, andere Dinge mit ihr. Man macht Sport, man macht irgendwie Musik und so. Aber das ist ja auch frühkindliche Förderung, die alltäglichen Dinge. Dass es sich alleine anziehen kann, dass wir nicht so viel abnehmen, sondern diese Dinge einfach, dass sie das einfach selbstständig können. Das ist ja auch so gerne bei sehr gut betreuten Kindern, dass man so die einfachen Sachen aber gar nicht so... Genau und das ist ja auch was, was sich jetzt gesellschaftlich ganz viel auch verändert hat. Ja, also wir sind ja jetzt die letzten, würde ich mal auch sagen, wie 15 Jahre, wo man das tatsächlich auch viel deutlicher spürt, auch mit dem Rechtsanspruch auf Kita-Platz ab einem Jahr, immer mehr auch dazu hingekommen. Dass eben die Betreuung von den Familien weg in die Kitas verlagert wird, weil eben natürlich auch dieser Anspruch da ist, weil aber auch die Gesellschaft sich verändert hat, weil Mütter auch wieder arbeiten wollen. Ja, das war ja früher auch ganz anders, weil wir ganz viele Großstädte auch haben, beide Elternteile wiederarbeiten, dass wir auch ganz oft Eltern haben, die weit weg von ihren Großeltern auch leben, die auch gar nicht mehr so viel Unterstützung quasi von der Familie auch bekommen, weil die auch teilweise über den Kontinente, über die ganze Welt, Globalisierung verstreut sind, was ja auch heute alles total tolle Chancen sind. Was aber gleichzeitig natürlich dazu führt, dass natürlich auch das frühkindliche Betreuungsangebot eigentlich noch viel besser sein müsste, als es jetzt gerade ist aus meiner Sicht. Weil ja eben sich dieser Schwerpunkt, dieser Lebensmittelpunkt der Kinder eigentlich in den Kitas stattfindet. Weißt du Carina, was ich so schlimm finde? Ich habe ja hier wirklich einfach tolle Menschen, mit denen ich immer sprechen darf im Podcast. Und eigentlich kommen wir überall raus, überall wo Kinder sind. Wir wissen es alles, was wir brauchen. Wir haben die Studien, wir haben die Datenlage, es ist alles klar und wir setzen es nicht um. Es tut richtig weh, weil es ist einfach so dumm, wenn man es einfach so besser weiß, aber es dann nicht umsetzt. Das ist tatsächlich, was mich schon sehr lange begleitet. Bei einer Geburtshilfe, bei mir, bei dir in der frühkindlichen Förderung ist es einfach so schlimm und es macht einen einfach und dann denkt man halt einfach auch, Wie viele Kinder bleiben wir einfach auch auf der Strecke, die einfach nicht. Und es sind Kinder und jedes Kind hat eigentlich die gleichen Voraussetzungen verdient. Und das macht einen so unendlich traurig, einfach zu sehen, was du auch alles sagst, was eigentlich auch in die Förderung, in die Einrichtung gehört, aber was gar nicht stattfindet. Also sehr selten. Also es gibt da ganz tolle, viele auch, ich meine Fluch und Segen zugleich, Elterninitiative Kitas, aber ich merke jetzt schon, das ist in Kitas, wo Eltern einfach auch merken, sie können einfach noch mehr leisten, mit hinzugeben, dass das natürlich auch hilft oder die sich auch mit einbringen. Das ist zwar manchmal auch anstrengend. Also ich glaube auch Eltern, die sich viel einmischen und Vorstellungen haben, ist es sehr, sehr anstrengend. Aber es kann natürlich auch Vorteile haben. Also ich habe eine Freundin, die sich einfach im Kita-Vorstand so sehr einsetzt. Da haben die wirklich so viel umgesetzt, was natürlich toll ist, auch für die Erzieher. Und für die Kinder. Ja genau, aber für die Erzieher, wie du sagst, die Fachkraft einfach wertschätzen in ihrer Arbeit, dass sie gerne zur Arbeit kommt, dass sie einfach einen guten Arbeitsplatz haben, gute Bedingungen, Pausen und so weiter, dann macht das ja auch ganz viel Spaß und daraus ist es ja dann einfach eine gute Förderung für die Kinder. Also es ist ja ein Kreislauf. Genau, deswegen sage ich ja immer, Fachkräfteschutz ist Kinderschutz. Wir müssen eigentlich da anfangen, die Fachkräfte gut anzunehmen. In dem Sinne, dass sie sich gesund halten können, auch dass sie eben nicht das Gefühl haben, ich muss jetzt in die Kita kommen, ich darf gar nicht krank sein, weil sonst steht wieder meine Kollegin alleine mit 25 Kindern in der Gruppe. Dann ist da auch ein gewisser Druck, auch der wird teilweise auch im Team, habe ich das auch teilweise selber schon erlebt, auch dann forciert. Ja, bist du schon wieder krank? Lässt schon wieder deine Kollegin im Stich? Wie soll das denn gehen? Ja, und dann werden Kitas geschlossen oder Gruppen geschlossen. Dann kommen die Eltern, da auch schon schreiende, mich attackierende Elternteile an der Kitatür stehen, weil du halt ab einem gewissen Punkt einfach auch sagen kannst, wir können es einfach nicht mehr leisten. Und dann ist auch natürlich das Thema Aufsichtspflicht noch ein Thema. Dann bist du im ganzen Rechtlichen direkt mit drin. Und ab einem gewissen Punkt, wenn die Betreuung einfach auch gar nicht mehr möglich ist und da sprechen wir dann auch nur noch von Betreuung, nicht mehr von Förderung oder irgendwas, dann geht es halt dann auch nicht mehr. Nur das ist eigentlich das, was ja natürlich auch die Kitas auch gar nicht wollen. Die wollen nicht die Gruppe schließen, die wollen da sein. Nur wie gesagt, ich muss halt auch als Fachkraft erstmal auf mich, auf meine Gesundheit schauen, damit ich überhaupt ja für andere da sein kann. So ist das ja überall. Das ist ja bei Eltern genau das Gleiche. Die müssen ja auch schauen, dass es ihnen selber gut ist, damit sie überhaupt funktionieren und gut auch für ihre Kinder und auch für die ganze Familie da sein können. Ja, ich würde gerne nochmal zusammenfassen. Also das ist einfach ein Thema für sich. Frühkindliche Bildung, zu Hause als Eltern. Ich glaube einfach, weniger ist mehr. Das ist ja auch so ein bisschen wichtig ist, glaube ich, einfach das tägliche Vorlesen. Also dass man versucht einfach dieses Vorlesen, was ja auch ganz oft zu kurz kommt. Weil dann ist man irgendwie so Abendessen und so schnell hier und so lesen. Alltagsgegenstände, hast du gesagt. Ich wollte einfach nochmal so ein bisschen zusammenfassen, dass man einfach, dass sie lernen, die Eigenständigkeit zu fördern. Dass sie sich alleine anziehen, also das einfach mit begleiten, ist schon sehr viel frühkindliche Förderung, Bewegung, also dass man Bewegung mit in den Alltag integriert. Das heißt noch nicht, dass man da zum Beispiel auch bei den Kleinen super viele Kursen machen kann und da würde ich gerne nochmal den Bogen sparen. Also wenn ich was vergessen habe, ergänzt es bitte noch, aber so einfach dieses…, Was wir als selbstverständlich ansehen, einfach das nochmal, das ist einfach schon gut. Also viel in Kommunikation sein und Kinder auch mal lassen, alleine spielen ist wichtig. Wieder versus ich hole es wieder rein und bringe es wieder ins Spiel. Ja, ich glaube, das Wichtigste ist einfach und das würde ich auf jeden Fall noch ergänzen wollen, ist auch diese Quality Time zu haben. Also dass gerade zu Hause eben auch darum gehen muss, dass nicht nur alles irgendwie nebenbei und alles abgearbeitet wird, was am Abend dann vielleicht auch nach der Kita noch irgendwie zu tun ist. Und ich glaube, das wissen wir alle, wie schwierig das ist, weil man natürlich auch noch hunderttausend Dinge aufzuräumen hat oder die Wäsche zu machen oder die Küche oder so. Aber dass man wirklich und wenn es nur 15, 20 Minuten sind, wirklich in die Quality Time mit seinem Kind zu kommen und wirklich sich ganz aktiv in diesen 15 Minuten sich auf sein Kind einlässt und einfach da ist und ansprechbar für das Kind ist, gemeinsam was mit dem Kind macht. Und wie gesagt, sei es das gemeinsame Buch anschauen, sei es irgendwie auf dem Bauteppich sitzen oder zu Hause auf dem Boden sitzen und ein bisschen Eisenbahnen spielen. Das ist eigentlich total egal, was man macht. Hauptsache man ist wirklich in Verbindung mit dem Kind und man ist wirklich da und aufmerksam. Oder vielleicht ist es auch das Baden, was das Kind total toll findet und wir jetzt irgendwie total viel Spaß in der Badewanne haben. Aber es geht wirklich darum, diese Verbindung zu haben mit dem Kind und das Kind sich auch gesehen fühlt und eben weiß, ich bin hier und Mama oder Papa ist da und wir machen auch noch was Schönes zusammen. Und es geht nicht nur um Haushalt oder solche Dinge, weil ich glaube, das ist auch was, Was sehr schnell verloren gehen kann durch diesen ganzen Stress, durch die Hektik des Alltags, durch alles, was eben auch abends noch alles so zu erledigen ist. Ja, die Wäscheberge, keine Ahnung. Bei jedem ist das ja wahrscheinlich irgendwie das Gleiche und auch unterschiedlich. Aber da einfach gerade, wenn das in die Kita geht und vielleicht auch acht, neun Stunden am Tag auch weg ist und man sich eben nicht sieht, dass man aber dann abends wenigstens zehn, 15, 20 Minuten diese volle Aufmerksamkeit nochmal mit seinem Kind verbringt. Das ist ja gerade bei vielen Kindern auch nicht so einfach. Also das fühle ich jetzt gerade so, da immer zu gucken. Deshalb sind die kleinen Dinge. Ich sage immer so, dass ich es einfach schon die Autofahrten mit meinen Großen, wenn ich sie irgendwo hinbringe, lieb ich, weil keiner kann weg. Wir haben natürlich jetzt ein Alter, wo ich mich jetzt langsam so, mein Herz schmerzt, die sich einfach Flügel bekommen und eigenständig werden. Das ist nochmal eine ganz andere Phase, aber dass man dann einfach so diese kleinen Oasen hat. Aber jetzt noch ganz kurz, weil wir haben schon so viel gesprochen. Klar, wir haben die frühkindliche Förderung zu Hause, aber dann fängst du doch an. Wann gehen wir zum Kinderturnen? Wann gehe ich zum Ballett? Wann machen wir? Also es gibt ja wirklich Kinder, die haben wirklich von montags bis freitags Stundenpläne, weil sie tausend schwimmen. Schwimmen finde ich ein sehr wichtiges Thema, weil wenn Kinder früh schwimmen lernen, das gibt einem ja schon immer ein gutes Gefühl, dass sie einfach wissen, wie sie schon mal über Wasser bleiben. Also Schwimmen finde ich schon sehr wichtig. Aber ich stelle mir jetzt gerade auch die Frage, meine jüngste Tochter ist gerade drei geworden, die anderen machen irgendwie alle was. Ich meine, die geht einmal die Woche mit zum Tennis, weil da ist sie einfach immer mit, da darf sie bei den Größeren mitspielen, da ist sie mit dabei. Aber muss ich für die, aber jetzt denke ich auch gerade so, okay, muss ich jetzt einfach auch für die jetzt mal irgendwie, wie ist ein Musikkurs oder so. Aber ich denke halt so, wir sind irgendwie so viele, dass ich, brauche sie das überhaupt? Also auch diese Fragen stelle ich mich so, weil ich denke halt so, die läuft halt einfach so mit. Sie ist halt einfach das vierte Kind. Ja, also was ich auch auf die Frage nochmal von dem Papa nochmal sagen wollte, also ich glaube es gibt einen gewissen Punkt auch so mit drei, vier Jahren, wo die Kinder auch Interesse daran entwickeln, sei es jetzt das Ballett, sei es jetzt das Klavierspielen oder das Turnen oder wie auch immer, wo sie wirklich auch ein Interesse entwickeln, wo sie vielleicht auch mit Freunden zusammen irgendwas gerne machen wollen. Und das dann auch mal auszuprobieren. Und es kann sein, dass das beim ersten Mal auch erstmal ja noch total, ja. Super ist? Unsicher auch einfach ist. Ich finde immer, die ersten Male sind oft ganz richtig gut. Das kann auch sein. Und dann denkt man so, okay, dann hat man das zweimal gemacht, hat angemeldet und dann haben sie keine Lust mehr. Und dann ist immer so die Frage, machst du jetzt weiter, weil das nur so, da muss man jetzt auch so. Genau, es gibt beides. Jetzt sagst du mir, was ich. Genau, es gibt beides. Es gibt einmal, dass es am Anfang entweder total gehypt ist und dass dann die das alles machen wollen und dann nach drei, vier Mal kippt es dann und dann wollen sie dann doch nicht mehr hingehen oder dann ist es doch nicht mehr interessant oder es gab vielleicht irgendwie irgendwas, was sie vielleicht auch nicht konnten und was dann ein schlechtes Gefühl gegeben hat oder vielleicht gab es auch Streit oder irgendwas, keine Ahnung. Oder sie sollten irgendwas machen, ein Klavierstück spielen, worauf sie keine Lust hatten und dann kippt die Stimmung. Und dann fragt man sich natürlich als Eltern, mein Kind will da jetzt partout nicht hin. Soll ich es denn da jetzt weiter hinschicken? Und ich glaube, da sollte man so ein bisschen auch auf sein Gefühl vertrauen. Ist das jetzt nur so eine Phase und das legt sich vielleicht in zwei, drei Mal wieder, wenn es dann wieder hingeht? Oder ist das wirklich ein sich sträuben dagegen und etwas, wo das Kind jetzt wirklich auch partout nicht mehr hin will? Und dann kann ich auch, je nachdem wie alt das Kind ist, auch mal fragen, du was war denn da eigentlich, warum willst du denn da gar nicht mehr hingehen? Und vielleicht gibt es ja sogar irgendwas, was das Kind mir erklärt und worüber wir auch sprechen können, wo es vielleicht auch eine Lösung dafür geben kann. Vielleicht kann ich auch nochmal gewisse Dinge mit der Leitung besprechen, dass das vielleicht auch aufgekommen ist zu Hause und dass da vielleicht nochmal drauf geachtet wird und ich dem Kind die Versicherung gebe. Aber du wirst jetzt auch nicht immer gleich aufgeben. Ich würde nicht sofort das abbrechen, außer ich habe wirklich das Gefühl, das Kind will da so partout nicht mehr hingehen. Wie der Schikos? Ja, also wenn es sich wirklich komplett dagegen wehrt und auch ich es eigentlich dahin schleifen müsste mit Gewalt, dann... Ja, würde ich auch gucken, ob ich das abbreche. Aber im ersten Moment würde ich schon auch nochmal das Kind versuchen zu motivieren, doch noch weiter hinzugehen. Aber gleichzeitig auch das zu akzeptieren und dann zu sagen, okay, jetzt habe ich halt quasi nicht das Kind für zehnmal angemeldet. Wenn es jetzt nur fünfmal hingeht, dann ist es halt so. Wir haben es ausprobiert und dann machen wir jetzt halt was anderes. Ich glaube, da muss man so ein bisschen auf seine eigene Intuition und auch auf seinem Kind vertrauen. Welche Signale sendet mir das Kind? Und nicht sofort aufgeben, nicht sofort abbrechen, aber trotzdem das schon auch ernst nehmen. Aber hast du so eine Regel, wie viel auch so, also sagen wir mal im Alter von vier bis fünf ist doch auf jeden Fall noch nicht irgendwie jeden Tag irgendwas machen, oder? Nein, also das Kind sollte auf jeden Fall ja auch, gerade wenn es auch eine Einrichtung, Kita sowas besucht, wo es ja auch schon den ganzen Tag sehr gefordert ist auch tatsächlich und sehr viele Reize und so hat, sollte es auf jeden Fall ja auch am Nachmittag noch freie Zeit haben. Also Möglichkeiten, wo es nicht nur immer die Zeiten verplant sind, wo ständig irgendwie was angeboten wird oder es in irgendwelche Kurse geht, sondern wo auch einfach freie Zeiten sind, wo das Kind auch einfach mal auf dem Spielplatz sein kann. Ja und einfach in dem Sinne auch Zeit hat, die es selber selbstständig auch verspielen kann letztendlich und nicht nur immer in irgendwelchen Kursen, in irgendwelchen Angeboten verplante Zeit hat. Und ich glaube, das sollte ein ganz guter Mix sein. Und wenn man sich ein, zwei Hobbys, Kurse raussucht oder auch mal Dinge ausprobiert und dann wieder was anderes macht, ist das völlig ausreichend. Gibt es Kinder, die aber mehr brauchen, die einfach sagen, also ich habe auch so ein Kind, das ist bei mir immer so, und was machen wir jetzt? Also die brauchen mal ein Angebot. Ja, das gibt es natürlich auch. Und was machen wir jetzt? Schuhe die aus der Kita ab und dann denke ich so, und was machen wir jetzt? Und ich so, wir fahren jetzt nach Hause. Nee, das findet sie dann... Langweilig, ja. Ja, aber ich denke so, oh, jetzt hatten wir irgendwie beide, ich habe gearbeitet. Du warst in der Kita, das ist ja auch Arbeit. So, jetzt fahren wir nach Hause und machen unten Schilly-Willi so. Also einfach entspannen und gucken mal, was da so... Nee, also sie brauchen... Was machen wir jetzt? Also wirklich, was machen wir jetzt? Ich so, hmm, einkaufen und dann... Also das ist... Genau, also auch da bei solchen Kindern würde ich auch mal gucken. Dass ich ihnen vielleicht auch zu Hause irgendwas anbiete. Deswegen Gesellschaftsspiel spielen oder solche Dinge. Und dann aber auch ganz wichtig, wenn ich eben als Elternteil oder als Mensch merke, ich habe aber ja auch irgendwie Grenzen und Energiegrenzen und muss erst mal auch gucken, dass es mir wieder gut geht, dem Kind das auch zu sagen und zu sagen, du, vielleicht morgen können wir das und das planen, aber heute brauche ich auch einfach vielleicht mal noch ein bisschen Zeit, dies oder das oder jenes zu machen. Du kannst ja vielleicht das machen, auch da einen Vorschlag machen und gleichzeitig aber auch auf sich selbst zu schauen. Und dann zu sagen, guck, morgen können wir vielleicht das und das machen, wenn du Lust darauf hast. Und heute habe ich aber auch noch vielleicht Dinge zu erledigen. Also auch dem Kind nicht die ganze Zeit nur zu zeigen, es steht immer nur im Mittelpunkt. Ja, also auch da sind wir wieder bei dem Punkt von vorhin. Das Kind darf auch mal Langeweile aushalten dürfen und auch vielleicht für sich dann was zu finden. Und aus Langeweile entsteht häufig ganz viel Kreativität. Aber du sagst jetzt nicht, man muss jetzt unbedingt schon im Kita-Alter, im Kindergarten-Alter unbedingt Hobbys haben. Und wenn es jetzt vielleicht noch gar keins hat und das erst kommt, wenn es in die Schule eintritt, ist es auch okay. Also es ist jetzt nicht so, das muss jetzt sozusagen, ist wichtig. Es kommt ja auch tatsächlich auf das Kind drauf an. So wie du auch sagst, manche Kinder, die sind auch einfach super aktiv und die haben auch noch sehr viel Energie am Nachmittag und andere Kinder sind einfach auch sehr müde zum Beispiel nach dem ganzen Kita-Tag. Es kommt auch glaube ich drauf an, wo stehen wir, in welchem Abschnitt letztendlich. Also was ist gerade auch sonst noch so los? Auch da kann dann vielleicht ein Hobby auch manchmal sehr fordernd und auch überfordernd für Kinder sein. Gerade wenn vielleicht auch noch eine Eingewöhnung oder sowas gerade erst ansteht oder vielleicht das Geschwisterchen gerade geboren ist oder ein Umzug oder sowas ansteht oder sowieso in der Familie gerade andere Themen noch sind. Auch das darf man nicht unterschätzen, wie viel Energie das tatsächlich auch braucht für Kinder, das auch zu bewältigen, diese Übergänge zu bewältigen und zu verarbeiten auch. Also da wirklich ganz genau, solltet ihr auf eure Kinder schauen? Da können wir euch gar keine einheitliche Meinung sagen, wie alles sehr individuell. Ist auch innerhalb der Familien, der Geschwisterkinder super individuell, nur weil das eine Geschwisterkind das super gut oder brauchte. Das andere braucht halt mehr Ruhephasen. Ich glaube, das ist halt einfach total wichtig. Eine Frage habe ich jetzt noch. Digitale Medien und frühkindliche Förderung. Das ist kein kleines Thema. Kein kleines Thema, aber nur ganz kurz. Wenn du dich versuchst, ein bisschen kurz zu fassen, weil mehr darf ich wahrscheinlich heute nicht mehr fragen. Aber es ist ja ein wichtiges Thema. Es kommen ja immer mehr Apps und Figuren, die man irgendwo rausstellen kann. Und ja, also hast du da eine Meinung zu oder bist du da eher so eher weniger digital unterwegs? Aber ich meine, man muss ja immer so gut, glaube ich, auch eine Mitte finden, weil digital ist ja auch unsere Zukunft. Unsere Kinder wachsen anders auf als wir. Also hast du da was zu zu sagen? Also nicht nur unsere Zukunft ist digital, sondern auch unsere ganze Lebenswelt. Ja, also ich glaube, wir können uns auch nicht davor verschließen oder auch nicht uns dagegen wehren. Unsere ganze Welt ist digital. Die Kinder kriegen das mit den ganzen Tag, dass wir Erwachsene digitale Medien, sei es jetzt das Smartphone oder den Laptop oder sonst was, verwenden. Für sie ist das total spannend, diese ganze Medienwelt. Und ich glaube, es ist auch wichtig, ihnen auch den Zugang auch schon früh dazu zu ermöglichen. Aber eben dosiert und auch bedacht. In dem Sinne, dass ich sagen würde, dass das für das erste Lebensjahr gar nichts ist. Einfach weil wir da, egal ob das jetzt das Tablet, das Fernsehen, das Handy, irgendwelche Filme, was auch immer es ist, Musik ist jetzt was anderes. Aber gerade so Bewegtbilder ist für das erste Lebensjahr, würde ich sagen, sehr schädlich sogar auch. Gerade weil das nur Reize sind, auf die die Kinder reagieren und das noch gar nicht wahrnehmen können. Und auch im ganzen U3-Bereich sehr vorsichtig damit umzugehen und sehr reduziert. Also ich glaube, wenn man mal ein Kind mit zwei eine Folge von zehn Minuten schauen lässt, ist das mit Sicherheit nicht schädlich. und es kann auch viel dabei lernen letztendlich. Aber auch da. Und so Spiele, also ich meine jetzt eher so, dass man halt so Feinmethoden gibt es ja jetzt auch. Es gibt ja bestimmte, ohne dass wir jetzt hier irgendwelche Werbung für irgendwelche Produkte machen, aber außer sie möchten sich in die Folge integrieren. Das schneiden wir raus. Aber Stifte, mit denen man auf dem Tablet einfach Wellen malt oder Feinmotorik halt fordern oder sowas. Genau, auch da würde ich eben sagen, was ist denn entwicklungsgerecht letztendlich? Also eine Feinmotorik mit Linien malen ist auf jeden Fall was, was vielleicht erst mit einem dreivjährigen Kind möglich ist, was auch eine schöne Stifthaltung und so hinbekommt. Also ich glaube, dass viele Dinge mittlerweile halt einfach auch digital und digitalisiert laufen und auch immer mehr. Und dass wir jetzt auch teilweise gar nicht mehr so starke Unterscheidungen machen können zwischen den, in Anführungsstrichen, alten, nicht-digitalen Medien und den Medien, die jetzt eben kommen oder auch schon da sind. dass wir einfach, Dass wir das letztendlich auch mittlerweile als eins betrachten müssen, weil wir jetzt quasi den Switch hier auch machen hinzu, dass immer viel mehr auf dem Tablett zum Beispiel stattfindet, was man eben vorher analog gemacht hat. Und gleichzeitig glaube ich, dass es ganz viel Begleitung braucht dabei, dass wir die Kinder da nicht einfach alleine lassen können, gerade am Anfang, dass wir auch da teilweise auch eine gewisse Begrenzung auch brauchen. Und auch da genau hinschauen müssen, was machen die Kinder denn da eigentlich. Nicht einfach ein Tablet in die Hand geben. Genau, also ich würde dem Kind nicht einfach nur das Tablet in die Hand geben, sondern schon auch genau auswählen, was macht es denn da und mich auch vorab informieren, was kann diese App oder dieses Spielzeug und wie lange kann mein Kind das tatsächlich auch handeln. Denn auch da gibt es große Unterschiede. Manche Kinder können sich davon auch ganz gut wieder lösen und andere kriegen dann den kompletten Anfall, weil sie sich davon auch gar nicht mehr lösen können und sind dann auch erst mal 15, 20, 30 Minuten wie in so einer Parallelfeld gefühlt. Einige finden auch das Ende nicht. Genau, können das Ende gar nicht finden. Ich muss denen das auch wegnehmen. Oder einen Wecker stellen oder so. Sondern dass man einfach, weil das ist immer bei einigen wirklich, also ich spreche da ja auch immer so als Mutter mit, ich habe ein Kind, die eine ist kein Problem, macht man aus, fertig ist. Genau, und die gibt es dann auch, oder das Kind gibt es dir dann auch quasi freiwillig zurück. Genau, und die andere, das ist erstmal, oh, und da denke ich mal, mache ich erst gar nicht erst an, dann habe ich diese ganze Problematik nicht. Ja, aber das würde ich auch nicht machen. Also das ist ja schon auch wichtig, dass das Kind dann auch lernt, jetzt ist die Zeit vorbei. Ja, aber es ist sehr, sehr anstrengend. Genau, das ist sehr anstrengend und man kann dann auch 15, 20, 30 Minuten da den totalen Wutausbruch begleiten, weil es eben für viele Kinder auch einfach schwierig ist, sich davon wieder zu lösen. Und die es auch gar nicht selber schaffen, wie wir schon gesagt haben. Und wir das auch dann begleiten müssen, diese Übergänge. Also zusammengefasst ist, glaube ich, einfach wichtig zu sagen, das Kind nicht einfach machen zu lassen, sondern das gerade am Anfang gut zu beobachten, zu begleiten und auch zu schauen, welche Angebote gibt es denn auch? Was ist auch sinnvoll? Welche Interessen hat das Kind auch? auch da wieder zu gucken, ja, was macht Sinn für dieses Kind. Und auch gegebenenfalls auch das dann wieder einzuschränken und zu reduzieren, wenn ich eben merke, es läuft vielleicht nicht so gut. Oder aber auch mehr Freiheiten zu geben, wenn ich eben merke, das klappt gut. Und dann kann man auch nochmal drauf gucken, was macht denn das Kind tatsächlich? Also gerade bei jungen Kindern ist es ja auch so oder auch bei Älteren. Häufig werden ja die Geräte auch genutzt, um sich irgendwas anzuschauen, auch teilweise Videos anzuschauen, die auch ganz viel Bildung beinhalten können, wo auch ganz viel Wissen und Erfahrung mitkommt oder Dinge erklärt werden oder sich Fotos angeschaut wird und wir auch darüber im Gespräch sind. Und auch da würde ich einen Unterschied machen in der Zeit. Also nicht nur das an der Zeit zu messen und zu sagen, jetzt waren wir zehn Minuten am Tablet, jetzt kommt das Ding weg, sondern wirklich auch zu gucken, was passiert denn da tatsächlich und das daran festzumachen. Haben wir jetzt gemeinschaftlich da irgendwie was angeschaut, weil wir was nachgucken wollten und sind jetzt wieder darüber im Gespräch. Und das ist eigentlich gar nicht so interessant, dass wir jetzt tatsächlich was am Tablet gemacht haben, sondern es hat eigentlich nur dazu gedient, uns irgendwie was gemeinsam anzuschauen und darüber ins Gespräch zu kommen, dann ist das auch eher so eine nebensächliche Sache. Oder spielt das Kind jetzt tatsächlich die ganze Zeit irgendwas damit oder schaut sich jetzt nur etwas an? Und ist gar nicht in Interaktion. Und ist gar nicht in Interaktion darin. Finde ich auch. Und dann auch später für Playstation und so weiter. Das Fass können wir jetzt nicht mehr aufhören, Carina. Da bin ich auch gerade mittendrin. Also auch da ist, finde ich, auch dieser soziale Aspekt dann wieder der eher entscheidende. Ja, also können wir gerne nochmal über Fortnite sprechen, ein andermal. Erstmal möchte ich mich bedanken bei dir. Es war ein unglaublich tolles Gespräch. Ich meine, wir hätten jetzt noch eine Stunde weiterreden können. Leider denke ich, glaube ich, dass wir jetzt einen guten Überblick gefunden haben. Was ich jetzt gerne nochmal hätte für alle, die zuhören, die noch mehr interessiert sind. Wo kann man sich noch weiter zu dem Thema informieren? Frühkindliche Förderung? Hast du noch Tipps? Hast du Angebote für Eltern? Wenn man sich einfach gerne welche Quellen, also wenn man sich einfach da noch ein bisschen in die Tiefe gehen würde, einfach nochmal sagen, da möchte ich gerne nochmal ein bisschen mehr wissen. Ja, dann ist jetzt hier deine Frage. Bühne zu sagen und zu leiten, was man, kann man dich buchen für zu Hause? Genau, also mich kann man auch jederzeit buchen quasi, wenn ich frei habe. Unter carinaneumann.de erreicht ihr mich, auch über Instagram natürlich. Ich habe ja auch verschiedene Akademien für die Kita und auch für Eltern. Die Spektrum Kita Online Akademie und die Spektrum Kind Online Eltern Akademie, ja, wo wir auch Angebote eben haben für Fachkräfte und auch Eltern für diesen Bereich. Ja und ansonsten kann ich eigentlich alles empfehlen, was sich ja auch mit dem Thema Spiel und Freispiel beschäftigt und ja mit Entwicklung und Lernen. Ja, ich bin ja ein großer Fan auch von Pickler und auch Montessori-Pädagogik, einfach weil die Kinder da eben ja auch sehr viel selbstständig tun dürfen und auch sollen. Und auch da gibt es viele Materialanregungen, was man auch für zu Hause ja letztendlich auch gestalten kann. Ja, vielen Dank. Also ihr könnt euch gerne bei Carina melden, wenn ihr noch weitere Informationen bräuchte oder weiter ins Thema. Ich bin auch total gespannt. Ich werde mir auf jeden Fall mal die Elternakademie angucken. Da habt ihr unterschiedliche Kurse. Und ja, jetzt wünsche ich dir erstmal eine gute Heimreise und vielen Dank, dass du da warst. Ja, sehr gerne. So ihr Lieben, ich hoffe ihr habt die Folge bis jetzt gehört. Es war eine etwas längere Folge mit Carina, aber es ist auch ein so wichtiges Thema, frühkindliche Förderung. Und wir haben mal wieder gesehen, wie in vielen Dingen das weniger mehr ist und dass ihr euch vielleicht auch einfach nicht so stressen müsst, was ihr alles mit eurem Kind machen müsst oder solltet, sondern dass ihr in Kontakt mit eurem Kind bleibt. Dass ihr von Anfang an einfach sehr viel Sprache benutzt, dass ihr in Verbindung seid und das ist einfach eine ganz tolle frühkindliche Förderung. Und deshalb möchte ich da auch einfach so ein bisschen diesen Druck rausnehmen und einfach immer genau guckt, was braucht euer Kind und versucht euch nicht so zu vergleichen. Gerade was dann nachher später auch so im älteren Kindergartenalter, im Vorschulalter ist, da einfach zu gucken, was braucht euer Kind, braucht es eher Ruhe nach dem Kindergarten oder tun ihm einfach Hobbys gut, also dass man da wirklich einfach nicht in die Vergleiche geht und das hat, glaube ich, Carina wirklich ganz toll alles erklärt. Und jetzt bin ich auch fertig für heute. Ich freue mich, wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet, wenn ihr mir E-Mails mit euren Themenwünschen schickt, wenn ihr mir auch den Podcast bewertet, ein nettes Kommentar da lasst, das wäre ganz toll. Darüber freue ich mich sehr. Und jetzt kommt zum Schluss noch einmal unser Mythen-Check. Music. Mozart-Effekt Musik macht schlau, oder? 1993 horchte die Fachwelt auf, als die US-Psychologin Frances H. Walsher von der University of California in Irvine berichtete, einige ihrer Studentinnen lösten räumliche Aufgaben besser, wenn sie vorher zehn Minuten einer Mozart-Klaviersonate gelauscht hätten. Seitdem ist das Phänomen als Mozart-Effekt bekannt. Musik bilde das Gedächtnis, verbessere die Sprachfähigkeit, steigere die allgemeine Intelligenz, so lautete vor mehr als 20 Jahren das einhellige Urteil. Doch die These, dass Musik schlau mache, lässt sich heute so nicht mehr halten. Da Fehler in der Methodik der damaligen Untersuchung entdeckt wurden, stellt man den IQ-steigernden Effekt inzwischen in Frage. Beim Mozart-Effekt handelt es sich also um einen Mythos. Dennoch trägt die musikalische Erziehung erheblich zur Allgemeinbildung bei, wobei ein wesentlicher Unterschied darin besteht, ob Musik nur passiv gehört oder aktiv selbst musiziert wird. Die Intelligenzforscherin Elspeth Stern sagt, Musik ist ein universelles Kulturgut und Kinder haben im Allgemeinen ein großes Bedürfnis danach. Doch die Vorstellung, dass die kognitive Entwicklung spezifisch durch Musik gefördert werden kann, stimmt nicht. Beschäftigt sich ein Kind von sich aus mit Musik, dann hat es möglicherweise ein besonders musisches Talent, das zu fördern sich lohnt. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissi.atauf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Music. Das war Sounds Familiar, der Eltern-Podcast mit Hebamme Sissi Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther. Sounddesign und Postproduktion Nilan Feig.