Music. Ihr Lieben, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Ich habe ein ganz tolles Thema heute für euch. Und zwar kennt ihr das wahrscheinlich sicherlich der Beginn der Kindergartenzeit. Also erstmals ist es ja super schwierig, erst einen Kindergarten Platz zu finden. Dann auch den richtigen, was wir für ein Konzept haben. Das ist aber leider heute nicht unser Thema. Und dann kommen natürlich, wenn ihr denn diesen Platz habt, diese ganze Eingewöhnung, neue Strukturen, das früher Aufstehen, irgendwo pünktlich zu sein. Weil das ja schon gern gesehen wird, dass man es zum Morgenkreis schafft. Dann die Trennungsängste, also super sensible Situationen und alles ganz neu und die Familie muss sich wieder neu ordnen. Und dann kommt on top noch hinzu, gerade dass die Kinder im ersten Kita-Jahr ja sehr oft krank werden. Und das ist sehr, sehr anstrengend, nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern. Und da habe ich nämlich auch eine ganz tolle Hörerin-Mail aus der Community gehabt, die ich euch jetzt mal vorlese. Und dann werden wir schon ins Thema einsteigen. Liebe Sissi, mein Kind ist seit ein paar Monaten im Kindergarten und seitdem gefühlt ständig krank. Kaum ist eine Erkältung überstanden, folgt der nächste Husten, Fieber oder Magen-Darm-Virus. Ich hatte zwar gehört, dass die Eingewöhnungszeit anstrengend sein kann, Aber ich hätte nicht erwartet, dass es uns gesundheitlich so sehr trifft. Das ist nicht nur für mein Kind anstrengend, sondern auch für uns Eltern. Vor allem, weil wir beide berufstätig sind und uns ständig neu organisieren müssen. Ich frage mich, ab wann sollte man sich ernsthaft Sorgen machen und ärztlichen Rat einholen? Und wie gehen wir mit den ständigen Hin und Her zwischen Kita und zu Hause emotional um? Vielen lieben Dank dir und liebe Grüße, Anne. Tja, das werden bestimmt einige von euch sehr mitfühlen, was Anne uns hier gerade berichtet hat. Und deshalb wollte ich gerne in meinem neuen Podcast einfach nochmal diesem ganzen Thema einer ganzen Folge widmen und habe mir eine ganz tolle Gästin eingeladen. Nämlich, das ist heute Dr. Kathi Schroth aus Berlin. Herzlich willkommen. Dankeschön. Vielen Dank für die Einladung. Schön, dass du da bist und nochmal ganz kurz zu dir. Du bist Kinder- und Jugendärztin in Berlin, arbeitest in einer Praxis, hast selber vier Kinder und hast auch einen ganz tollen Instagram-Account, da könnt ihr sie finden unter Dr. Katharina Schroth. Und du machst TikTok, bist besser als ich. Das ist einmal so eine Welle, keine Ahnung. Corona wahrscheinlich. Ja, genau. Corona hat es gemacht. Da findet ihr Kathi auch. Und heute habe ich einfach ganz viele Fragen an Sie und würde gerne einfach diese Folge auch so ein bisschen dafür nutzen, weil ich natürlich auch als Hebame super oft angerufen werde und gefragt werde, was soll ich tun? Und einfach, dass wir in der Folge einfach nochmal die wichtigsten Fragen einfach klären, gerade wenn man vielleicht kinderärztlich nicht so gut versorgt ist oder in Randgebieten wohnt. Das ist ja schon auch einfach, da kannst du ja gleich auch nochmal aus deinem täglichen Leben so ein bisschen erzählen. Das ist ja gar nicht so einfach. und wie viele Kinder du auch täglich siehst oder ihr in den Praxen habt, das ist ja schon alles sehr überwältigend. Deshalb habe ich gedacht, es ist so eine Folge, wo man einfach mal reinhören kann und schon mal so eine kleine grobe Orientierung hat. Möchtest du noch was zu dir sagen, was ich vergessen habe? Nee, das war im Grunde alles drin. Ja, genau. Also die häufigste Frage ist ja so, man startet mit der Eingewöhnung. Ich selber habe drei Winterkinder geboren, also drei meiner Mädels. Die sind alle November, Dezember und Januar. Und ich habe die Eingewöhnung immer herausgezögert, weil ich gedacht habe, das ist natürlich auch ein Privileg, wenn man das irgendwie kann. Also in Deutschland ist es ja so, dass die meisten Kinder mit dem ersten Lebensjahr in die Kita gehen, also dann eingewöhnt werden. Und bei uns war es halt einfach so, Winterkinder, da wusste ich ja schon, okay, da kann ich eigentlich gleich, wenn ich da jetzt anfange, im Dezember kurz gleich lassen. Also habe ich das immer so versucht, so ein bisschen herauszuzögern und dann bin eher ins Frühjahr gegangen. Das ist natürlich auch mal von Kita zu Kita unterschiedlich. Einige fangen ja wirklich nur im August an einzugewöhnen und dann muss man halt nie erwarten. Aber erklär uns doch mal, warum sind Kinder so oft krank im ersten Lebensjahr und ist das normal? Also warum ist das einfach so? Also das liegt zum einen wahrscheinlich daran, dass die Kinder, wenn sie wirklich mit eins in die Kita kommen, dass die noch kein ganz ausgereiftes Immunsystem haben. Die sind also wirklich noch am Antigenkontakt sammeln. Zum anderen liegt es daran, dass die natürlich auch nicht wie wir Erwachsenen diese Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Das beschleunigt die Sache auch nochmal, dass die einfach, die nehmen ihre Hände in den Mund, über den Speichel werden die meisten Viren übertragen, Dann tatschen sie alles an, die Nächsten nehmen wiederum alles auf und so geht es halt. Weil man das mal so aufnehmen würde. Ja, wenn du das farblich machen würdest, das ist eine Katastrophe. Wie du sagst, im Winter, wenn es kalt wird, dann haben wir noch ein leichteres Spiel. Und das ist schon in der Regel nochmal viel anstrengender für die Familien. Also diese Eingewöhnung in den Herbst, in den Winter rein. Was ich mich jetzt da gerade frage, ist natürlich auch im Winter so, die Räume sind beheizt. Es ist einfach oft auch stickige Luft, dass sie da sich ja auch alles sammelt und tümmelt und dass sie halt einfach alles im Mund nehmen und alle wenig Hände, also klar, die gehen natürlich Hände, aber du kannst ja nicht jedem kleinen Kind andauernd die Hände waschen, das ist ja nicht möglich. Was ich mich gerade gefragt habe, ob es einfach auch sinnvoll wäre, das war ja so in der Corona-Zeit auch in Schulen so ein Thema, ob man nicht einfach Filtersysteme auch hat. Einbauen könnte. Also gerade für Viren. Wahrscheinlich würde das für manche Viren ein bisschen was abfangen, für bakterielle Infekte aber nicht. Und dann passiert ja auch ganz viel einfach über diesen Kontakt der Flächen und Hand-zu-Hand-Kontakt. Das ist eigentlich die Hauptübertragung. Deswegen weiß ich nicht, für manche Viren, die so über Tröpfchen und Fliegen übertragen werden, rein darüber, da würde es was abfiltern. Aber das ist der kleinste Teil, glaube ich. Also Frischluft grundsätzlich ist super, weil das natürlich einfach das Immunsystem stärkt und draußen wirklich die Übertragung stark erschwert ist. Deswegen hast du recht mit diesen überheizten Räumen und diesem nicht rausgehen und stundenlang da auf fünf Quadratmeter hocken, das natürlich begünstigt das auch. Ja, das ist ja auch das Problem gerade mit den kleinen Kindern. Also wir haben ja gerade gesagt, die meisten Kinder werden ja schon mit dem ersten Lebensjahr so eingewöhnt und dann ist natürlich eigentlich auch die Möglichkeit der Erzieher auch wenig da groß raus zu gehen, weil die Kinder kommen um neun, dann starten die da ja ihre Morgenrunde und dann gibt es ja eigentlich schon wieder irgendwie anderthalb Stunden später Mittagessen und dann werden die hingelegt. Deshalb, die haben ja, wenn die so ganz klein sind, das ist ja auch immer so das Problem im Winter, dass die erst mal zehn Kinder anziehen. Genau, dass sie dann halt auch nicht so rausgehen. Aber wie ist das bei dir in der Praxis? Also hast du gerade so das Gefühl, das erste, also ist es wirklich so das erste Kita-Jahr? Also und dann wird es? Ja, also es ist eindeutig heftiger als die Winter danach. Ja, das ist einfach dieses Immunsystem, was eben noch anfälliger ist. Und wenn da noch Geschwisterkinder dazukommen, die es auch noch von der Seite dann anschleppen, dann ist das einfach geballt in diesem ersten Jahr. Hast du Kinder bei dir in der Praxis, die im Wahlkindergarten sind? Ja, habe ich auch ein paar und auch Freunde meiner Kinder. Und da hat man tatsächlich das Gefühl, dass die weniger oft infektkrank sind. Weil ich habe auch gerade eine Freundin, die hat ihre Kinder im Waldkindergarten und dadurch, dass sie ja wirklich den ganzen Tag draußen sind, haben die natürlich auch wieder, aber da können natürlich auch nur Kinder genommen werden, die eigentlich meistens ab zwei, dass sie richtig gut laufen können. Das ist natürlich keine Möglichkeit so für die meisten Kinder, wenn sie eins sind, laufen noch nicht, krabbeln noch so, da muss man natürlich schon ein bisschen älter sein, aber ansonsten ist die frische Luft natürlich super. Aber meine Frage wäre jetzt, welche klassischen Krankheiten sind dann so mit dem Kita-Start? Was erwartet uns dann da so? Also die klassischen Viruserkrankungen sind natürlich Magen-Darm. Also genau, ganz beliebt. Und dann der bekannte Handfuß-Mund-Virus. Dann das allerhäufigste wahrscheinlich einfach obere und untere Luftwegsinfekte, einfach Erkältungsviren, Bindehautentzündung, Streptokokken. Das sind die Erreger, die Streptokokkenanginen machen oder eben auch das Vollbild Scharlach. Genau, das sind so die häufigsten, denke ich mal. Dann noch auch parasitäre Erkrankungen, also Würmer, Läuse. Oh Gott, mich krabbelt es dir schon gleich. Und wie äußern sich diese klassischen Kinderkrankheiten? Also ich finde ja, du hast gerade Läuse angesprochen, ist bei uns auch gerade Dauerbrenner in der Kita, auch in der Schule. Das ist in Berlin eine solche. Also finde ich ganz schwierig, weil ich habe immer das Gefühl, wenn nicht alle an einem Strang ziehen, dann ist es halt schwierig. Da kannst du ja wirklich gar nichts machen. Nee, früher sind die auch wirklich wochenlang rausgenommen worden und dann wurden die in Reihen aufgestellt und ausgekämmt und wirklich tagelang immer wieder begutachtet. Das war ein viel strengeres Regime. Und heutzutage hast du zwar bessere Mittel, die die Läuse wirklich gleich abtöten. Und theoretisch darfst du auch am Folgetag ja gleich wieder in die Kita. Allerdings gibt es ganz viele Behandlungsfehler tatsächlich in der Anwendung der Mittel. Zum Beispiel wird nicht ausreichend Mittel genommen oder es wird auf das komplett nasse Haar aufgetragen. Das wird dann stark verdünnt, das wirkt auch wirklich nicht mehr so gut. Also du musst das Läusemittel auf das trockene Haar? Trocken oder Handtuch trocken, genau. Sonst hast du schon eine Verdünnung und dann funktioniert gerade bei diesen Silikonölen, das ist das Nüda, was vor allem verwendet wird oder dieses Moskito hier in Deutschland, das wirkt sonst einfach nicht mehr. Das wirkt ja über Verstopfung der Atmungsorgane der Läuse. Und das ist zum Beispiel ein Fehler, aber der Hauptfehler ist, dass die Wiederholungsbehandlung nicht gemacht oder zum falschen Zeitpunkt gemacht wird. Weil dazu muss man ja wirklich auch aufgeklärt sein, es sind die wenigsten Läuse, die wachsen, also die schlüpfen aus den Eiern, dann wachsen sie über Larve zur fertigen Laus, nach neun Tagen können sie... Wenn du guckst, dann sind sie nach neun Tagen quasi fähig, wiederum Eier zu legen. Und so ist der Zyklus. Wenn du jetzt nach fünf Tagen schon wieder behandeln würdest und da wäre, also was man noch dazu sagen muss, die Behandlung erwischt vor allem die lebendigen Tiere. Vielleicht auch mal die Eier, aber nicht zuverlässig. Deswegen musst du warten, bis die Eier, die noch schlummern und die noch schlüpfen, bis die geschlüpft sind und dann. Und wenn du zu früh behandelst, dann sind vielleicht welche noch nicht geschlüpft. Und wenn du zu spät behandelst, dann sind schon ganz früh welche geschlüpft, die schon wieder Eier gelegt haben. Also das heißt, du musst eigentlich zwischen Tag neun und zehn wieder behandeln. Und das machen halt auch die allerwenigsten. Steht auf der Verpackung oder auch? Ja, steht eigentlich drauf. Und dann gehört auch die mechanische Behandlung dazu, also das nasse Auskämmen an Tag 1, 4, 7, 11 und so weiter. Also immer wieder Auskämmen? Ja, Auskämmen. Also das Mittel alleine ist beim ausgeprägten Befall auch nicht ausreichend. Und wenn da nur zwei, drei Blindgänger, sage ich mal, sind in der Kita-Gruppe, die das nicht ganz ordentlich machen, dann hast du halt den ewigen Kreislauf von Läusen. Und also ich mache das jetzt seit zwölf Jahren, glaube ich, mit in Berlin. Das ist ein Wahnsinn. Ich finde nur beim Auskämmen, dass es einfach so, gerade wenn das so feines Haar ist, dass der Kamm, also ganz wichtig ist immer mein Tipp, dass ihr euch einfach Metallkamm kauft. Also in dieser Packung, jetzt werden wir jetzt einfach jetzt mal hier, das ist keine Werbung, aber von diesem Hauptmitte Nüder, da ist halt ein Plastikkamm drin, der kannst du vergessen. Die Orange, ne? Genau, du brauchst einfach einen mit Metall. Und dann hast du gesagt, dann sollte man das mit Conditioner machen? Ja, das zieht halt nicht so. Und das geht eben trotzdem gut. Ich habe das Gefühl, dass ich bei meinen, ich hatte das neulich, dass sie so dünne Haare haben, dass das bleibt nicht hängen. Weißt du, was ich meine? Ah ja, dass du sie gar nicht kleben. Eigentlich musst du alles mit den Fingern rausnehmen. Es ist nicht ganz unrichtig, die Beobachtung. Manchmal reicht auch der Kamm nicht. Dann musst du wirklich mit den Fingernägeln ran. Und hast du einen Tipp, wo wir jetzt gerade, weil es ist ja wirklich eine Sache, die wirklich alle betrifft, aber hast du was, wo du sagst, also ich mache zum Beispiel mal Lavendel hinter die Ohren, hast du sonst so was? Also ist es in Studien nie erwiesen worden, dass es therapeutisch hilft, wenn die Läuse da sind, aber tatsächlich prophylaktisch, genau, präventiv. Also sowohl Teebaumöl als auch Lavendel, Zitronella gibt es tatsächlich auch so Antiläuse-Sprays. Die mögen halt so starke Pflanzengerüche nicht. Und ich stehe da auf dieses Weinrinden-Shampoo einer bestimmten Marke. Das riecht zwar auch nicht so doll, da ist auch Teebaumöl drin, aber das beruhigt die Kopfhaut nach dem Kopfverlausbefall, weil die ist ja auch gereizt. Und das hilft eben aber auch prophylaktisch. Okay, super. Das ist ein guter Tipp. Das werden wir auf jeden Fall nochmal mit in die Shownotes packen, weil ich finde, das ist wirklich einfach auch ein Thema, was viele, aber wir haben jetzt gerade mit dem Lausbefall angekommen. Ich meine, die anderen Sachen sind ja eher so, die klassischen Sachen, also ich denke jetzt eher so an Fieber, an Schnupfen und so weiter. Oder also was sind sozusagen so die ersten Symptome, wo du jetzt sagst, da muss man, also die meisten Kinder haben ja auch den ganzen Winter schnupfen. Die kannst du ja nicht immer die ganze Zeit zu Hause lassen. Nee, also bei den meisten Infekten in dem Alter zumindest gehört eine Fieberwelle dazu. Magen, Darm gibt es auch mal ohne, aber die meisten fangen an mit Fieber. Und dann kommt halt je nach Erreger ein Symptom dazu. So bei Handfuß, Mund sind es diese Bläschen, Flecken, Bläschen an Handflächen, Fußflächen, dann auch um den Mund, auch im Mund drin, das ist ja das Gemeine da dran und bei Magen, Darm eben das Erbrechen, der Durchfall. Also zu Hause lassen sollte man ein Kind, wenn es natürlich Fieber hat und da zählt auch schon erhöhte Temperatur dazu. Also ab wann? Ab 37,5. Lässt du, würdest du auf jeden Fall empfehlen? Auf jeden Fall, ja. Das ist ein Kind, das zeigt, dass es an der ganzen Front arbeitet gegen einen Erreger, das also generalisiert das ganze Immunsystem involviert und das ist damit, so ist die Akutphase definiert immer. Und das heißt, das Kind braucht mehr Ruhe und Erholung. Und manchmal bleibt es ja dann bei subfibriler Temperatur, manchmal fiebern die auf. Man kann tatsächlich immer noch ganz gut diesen Spruch anwenden, drei Tage kommt es, drei Tage steht es, drei Tage geht es. Und meist fängt es… Machst neun Tage? Genau, ich weiß. Das heißt jetzt nicht, dass unbedingt das Kind neun Tage natürlich jedes Mal zu Hause bleiben muss. Aber diese mittlere Phase, die eben meist mit Temperatur anfängt, da sollte das Kind zu Hause bleiben. Und, ähm. Und natürlich auch mit Symptomen dann wie Erbrechen oder Durchfall. Das finde ich eher absurd, dass ich das immer noch dazu sagen muss. Das finde ich wird sehr viel zu lax gehandhabt oft, also dass ein Kind am Vorabend bricht und das wird am nächsten Tag wieder in die Kita gestellt. Das mag sein, dass das Frühstück drin geblieben ist, aber A, kommt es manchmal in Wellen und B, ist es trotzdem aber infektiös auch für die anderen, selbst wenn das Kind jetzt durch ist damit. Deswegen also mindestens 24 Stunden sollte das Kind schon irgendwie wieder in einem guten Allgemeinzustand sein, bevor man es dann wieder schickt. Ich glaube auch, das ist so ein bisschen das Problem, auch warum sich viele Sachen einfach auch so doll verbreiten, dass wir einfach, dass oft Kinder zu früh in die Kita wieder gebracht werden. Also es ist wirklich meine. Total. Es ist natürlich auch, in der höheren Mail war es ja jetzt auch so, dass sie halt ständig krank sind, dass sie beide berufstätig sind. Da kommt natürlich einfach auch, dass das schwierig ist, sich neu zu organisieren. Also, dass man einfach jemanden braucht, das Dorf, was viele einfach nicht haben. Wenn keine Großeltern in der Nähe sind oder generell Familie, ist das natürlich schwierig, weil wir haben jetzt gerade mal zusammengezahlt, wie du es sagst, ich lebe auch immer noch nach dieser Regel. Drei Tage kommst, drei Tage bleibst, drei Tage geht's. Und das sind einfach mal neun Tage. Und das heißt dann ja einfach schon, dass ein Kind oft dann einfach eine ganze Woche ausfällt. Und ich finde eigentlich immer noch häufiger sogar noch länger, weil die müssen ja auch gerade die Kleinen, das darf man ja auch immer nicht vergessen, das ist ja wirklich sehr, sehr anstrengend, so ein Kita-Alltag. Total. Und die brauchen ja auch zwischendurch Ruhephasen. Und man kann sich ja gar nicht zurückziehen. Das finde ich einfach, ich glaube, das ist auch die größte Aufklärung wahrscheinlich in der Praxis, oder? Also für dich? Ja, ja, genau. Also die viele Fragen müssen das eben auch planen. Also gerade hier in Berlin, ich glaube da gibt es auch ein bisschen Nord-Süd-Gefälle, ist ja nicht nur dann die Kita-Eingewöhnung geplant für den ersten Geburtstag, sondern eben auch der berufliche Wiedereinstieg auf der Mutter. Also es fällt so zusammen, was natürlich einen unglaublichen Stress oft dann endet, weil man dann fängt schon wieder an mit Kindkranktagen und sich selber krankschreiben und wann kann ich wieder zurück, ich muss es wenigstens planen können und das geht halt sehr schwierig. Weil ab eigentlich Kita-Eingewinnung, gerade wenn es in den Winter geht, sind Kinder, wie du oft sagst, dann eben mindestens leicht verschleimt. Also haben am meisten Schnupfen und das ist eigentlich fast eher die Regel als die Ausnahme, dass der dann auch bis April bleibt. Eigentlich müsste man in dieser Phase, finde ich auch so ein bisschen ähnlich wie das Wochenbett, sich auch nochmal so eine Phase eigentlich wirklich einrichten, wenn man jetzt Eingewöhnung macht, dass man sich da, weil du das gerade angesprochen hast mit denen, als Mutter steigt man oft dann wieder in den Beruf ein, dann macht ja oft das andere Elternteil die Eingewöhnung. Ist ja oft so, dass man sagt, sie machen das so, wenn man sich jetzt schon die Elternzeit nicht genau aufteilt, macht dann da immer nochmal. Aber dass man eigentlich für diese Phase eigentlich komplett nochmal drei Monate eigentlich braucht, um halt gut anzukommen und auch das erstmal zu covern. Das ist natürlich wirklich schwierig. Also da müsste man wirklich sich auch mal mehr aufklären. Und ich glaube auch, es ist für dich, glaube ich, auch als Ärztin, ich finde, das ist ja auch ähnlich wie als Hebamme, dass man für viele Dinge, gerade was Kranksein betrifft bei Kindern, da ist ja auch nicht immer so, dass man dann immer das Mittelchen hat. Also ich meine, oft muss man es ja einfach auskurieren. Und ich kenne es so bei meiner Mutter, wenn wir Fieber haben, da würde ich gerne nochmal ein bisschen näher drauf eingehen, weil Fieber ist einfach so ein großes Thema. Weil Fieber ist ja erstmal was Positives eigentlich. Der Körper arbeitet, die Abwehr arbeitet. Und meine Mutter ist jetzt so zum Beispiel bei uns so mit mein Dorf. Also wenn ich jetzt, wenn die Kinder krank sind, dann oft übernimmt sie das. Und sie ist natürlich immer so, ja, aber da muss man doch was machen jetzt. Und ich so, eigentlich kann man gar nicht so viel machen, außer wirklich da sein, dass sie gut trinken, sie pflegen. Und dann, also so dieses, das ist ja so in unserer ganz schnellen, modernen Gesellschaft, dass man ja eigentlich für alles eine App hat oder man gibt das und das und dann wird alles schnell gut. Man muss es lösen mit viel Wille, Disziplin, Plan, Ordnung. Genau und ich habe auch das Gefühl, auch als Hebamme ist immer so, wenn man dann irgendwie viele sagen, da kann man das und das machen, aber viele Dinge muss man ja so ein bisschen aussitzen. Ja, genau. Das ist total richtig. Also die meisten Infekte in diesem Alter oder auch generell sind Virusinfekte. Und das ist ja das, wogegen die Welt noch leider kein Mittel hat. Egal, ob das der HIV-Virus ist oder der Ebola-Virus oder der EBV-Virus oder der Coxsackievirus oder egal was. Aber Viren hat man anders als ein Bakterium, kann man nicht kausal behandeln. Die bestimmen selber, wann sie kommen und wann sie halt wieder gehen. Und tatsächlich kann man nur unterstützen und symptomatisch lindern. Witzigerweise weiß das oft die ältere Generation. Die hatten ja noch weniger Mittel und haben dann eigentlich oft da so eine Ruhe weg. Vielleicht nicht mehr bei den Enkeln dann, aber hatten es bei den Kindern. Krankheit zu begleiten einfach. Ja, ja, genau. Und das ist aber, was du sagst, glaube ich, auch eine Krux, dass man eben selber so gehetzt ist und so unter Druck und so in dieser schnellen Welt, dass man... Und das Dorf hat man auch nicht mehr. Das zu begleiten oder auszusitzen ist halt schwierig heutzutage. Ich bin da immer so ein bisschen zwischen den Stühlen, du wahrscheinlich auch, weil wir sind beide echt dafür, dass die Frauen wieder zurück in ihre Berufe finden und würden das immer unterstützen. Und gleichzeitig ist es halt so, dass der Mann nicht in gleichem Maße zurücktritt oft. Das heißt, irgendwo geht die Rechnung ja nicht auf. Und das ist immer so schwierig, weil ich eigentlich sehe, dass das aufzulasten auf den Schultern der Mütter und der Kinder dann so ein bisschen lastet. Das ist leider immer noch so, finde ich. Ich glaube, wenn wir da halt ansetzen, das ist ein bisschen ähnlich wie beim Wochenbett. Also wenn wir mehr Elternzeit auch für das andere Elternteil haben, es gibt ja auch gleichgeschlechtliche Paare, aber für das andere Elternteil haben und die viel früher auch schon in diese erste wichtige Phase. Weil wenn die Mutter die Hauptbetreuung im ersten Lebensjahr macht und dann kommen Krankheiten, dann sind die Kinder natürlich auch, da wollen die natürlich zu ihrer Hauptbindungsperson. Genau, dann zu switchen ist ein bisschen schwierig und zu spät eigentlich. Ja, und deshalb ist halt so dieses erste Jahr und dass wir einfach da früher einsteigen, dass einfach das andere Elternteil auch mit in die Betreuung geht und auch Verantwortung übernimmt, so wichtig, weil Bonding geht halt nicht nur über Stillen und das ist ja, oder auch wenn man halt die Flasche gibt, aber das ist einfach oft, dass ich das so sehe, dass das halt der Hauptteil bei den Frauen ist, auch wenn man das vielleicht vorher will und dann ist es natürlich schwierig zu zwischen, weil die Kinder ja sehr bindungsorientiert sind. Aber nochmal zurück zum Fieber. Du hast es gerade schon angesprochen, was ich glaube nochmal ganz wichtig hier unterstreichen würde, du hast es gerade angeschrieben, erhöhte Temperatur 37,5 wäre dein Tipp, die Kinder zu Hause zu lassen, weil der Körper also schon arbeitet. Dann würden jetzt viele sagen, okay, mein Kind ist aber immer sehr warm, also wirklich... Also ja, das kann auch. Aber 37, tatsächlich gibt es Variationen. Manche haben eine Grundtemperatur von 36,2 und manche von 36,8. Vielleicht auch mal 37,0, wenn man sie gerade warm aus dem Schlafsack morgens hebt oder sowas. Aber 37,5 ist erhöhte Temperatur. Das ist schon pathologisch. Und da sagst du, Kind zu Hause lassen. Wie entwickelt sich jetzt Fieber einfach weiter? Und wann sind die Zeichen, wo ich einfach reagieren muss als Eltern? Wann würdest du empfehlen, Fieber senkende Mittel zu geben? Und wo, sagst du, das kann man einfach gut aushalten? Weil wir wissen ja, Fieber ist eine super, also die Kinder haben ja noch nicht dieses, verbessern mich da, dieses noch nicht ausgereifte Immunsystem, sondern die haben ja eher so unspezifische Abwehrzellen, die noch nicht genau wissen wie bei uns. Das habe ich so. Und deshalb reagieren sie auch gut mit Fieber. Also das heißt, der Körper arbeitet. Aber wann muss ich mir Gedanken machen als Eltern und wann sollte ich auch zu Medikamenten greifen oder wann muss ich zum Arzt? Okay, das ist jetzt, weiß ich, eine sehr große Frage. Jetzt waren das sieben Fragen. Deshalb darfst du jetzt erstmal die ganze Zeit reden. Ne, also genau. Fieber ist erstmal, wie du sagst, was Gutes oder sagen wir mal was Logisches. Das ist immer ganz lustig, weil viele mit so Zetteln kommen und mir dann vorlesen. Also gestern um 12 Uhr hat der Sohn so Fieber. Dann habe ich was gegeben, das ist kaum runter. Dann war es um 18 Uhr so und um 22 Uhr war es so. Und dann habe ich hier am Sonntag was auch schon mal um den Ding. Und jetzt ist es halt heute Morgen, ist es so, dann kriegst du diesen Fieberverlauf, auf diesen minutiösen, wo ich immer denke, das ist gar nicht so interessant. Sondern interessant ist nur generell, ab wann haben sie Fieber? Und tatsächlich ist schon auch wegweisend, gar nicht unbedingt total wichtig, aber wegweisend, ist das ganz hoch, das Fieber oder nicht. Es gibt so drei Tage Fieber, Coxsackievirus, diese Handfuß-Mund-Erreger. Die machen immer so richtig am Anschlag Fieber. Am Anschlag sagen wir mal, was sind? 40-7, 41-2, sowas. Die können richtig hochgehen. Also bei 41,2 wäre ich jetzt schon nicht mehr so cool. Nee, ich übrigens auch nicht. Weil, naja, was heißt cool? Das Kind ist ja dann ganz schön wesensverändert. Ab 39 merkst du, da werden die so anders. Da gucken die dich so glasig an und sind wie auf einem anderen Stern. Da geht einem schon die Pumpe, wenn die so vom Wesen her, wie so ein nasser Sack, irgendwie nur noch kaum mehr laufen können und sowas. Deswegen, also ich verstehe die Sorge komplett. Das mag ich auch nicht. Aber. Es ist ja auch immer so, es ist dann abends, es ist Nacht, es ist dunkel. Und man kommt, also ich fühle das total mit. Ich kann Fieber gut aushalten. Aber gerade wenn es so abends wird und die Nacht kommt, man kriegt selber als Elternteil einfach Angst. Ja, du bist viel verletzlicher und genau hast vielleicht noch zwei. Hast das Gefühl, du kannst nicht so schnell irgendwo sein. Genau, du kannst halt nicht schnell mal rüberfahren wie ein Anruf Und die Nacht ist immer bedrohlicher. Und ja, das verstehe ich total. Trotzdem, das ist vielleicht dann doch mein Vorteil, kann ich dann wieder switchen ein bisschen in diesen medizinischen Standpunkt. Tatsächlich ist Fieber fast immer selbstlimitierend. Und man muss da auch keine Angst haben, auch nicht, wenn es bei 40, 8 ist. Ich würde dann auf jeden Fall was geben, was Fiebersenkendes geben. Das gebe ich auch schon ab 38, 8, wenn es dem Kind nicht gut geht. Meine eine Tochter, die sitzt mit 38,3 wimmernd und zitternd in der Ecke und ist berührungsempfindlich und findet auch nicht in Schlaf. Die kriegt auch dann schon was. Und wenn aber mein Sohn, der spielt mit 40,8 Fußball draußen und das merke ich nur, weil ich dann zufällig mal dran fasse, der kriegt auch zur Not nichts. Also Fieber, Medikation geben wir eigentlich auch oder empfehlen wir nur zu geben nach Allgemeinzustand des Kindes. Das kann sehr individuell sein. Und grundsätzlich sage ich aber mal, ab 39,5, in der Regel ist es auch fast bei allen Wesensveränderter, kann man dann schon was geben. Das ist auch fair, weil die dann einfach besser schlafen, Tiefschlafphasen haben und im Tiefschlaf wiederum dampft das Immunsystem. Da finden Reparaturmechanismen statt und das ist dann auch dieses Art Doping, wenn man so will, für die Nacht ist dann auch gerechtfertigt. Deswegen eigentlich ist eine echte Panik allein wegen des Fiebers nicht nötig. Allerdings fragen wir trotzdem danach natürlich, wie lang hält das Fieber an schon, wie hoch ist es, weil es uns die Richtung weist, wohin müssen wir suchen. Wir müssen ja immer die bakteriellen Infekte trennen von den Viralen, weil die haben eine Konsequenz, die müssen wir behandeln. Und auch bei viralen Infekten müssen wir gucken, da gibt es so ein paar Blöde dabei und außerdem müssen wir die Atmung beurteilen, das geht immer im Fieber nicht so einfach. Es ist interessant zu wissen, wie lang ist das Fieber schon. Wenn es zum Beispiel auch länger als 72 Stunden anhält, dann würde ich sagen, okay, da muss man dann doch mal suchen. Und wenn es natürlich ein Baby ist, dann sowieso immer. Also wenn es noch vor dem ersten Lebensjahr ist. Ja und gerade vor allen Dingen in den ersten sechs Monaten. Ja, in den ersten drei ganz streng, genau. Und in den ersten würde ich auch immer Kinderarzt aussuchen. Wir haben ja uns ja heute für die Kita-Kinder, deshalb denke ich, ist es so. Aber wenn jetzt noch Leute zuhören, ihr habt ein Baby, was drei, sechs Monate alt ist, da muss ein Fieber immer sofort abgeklärt werden. Absolut, ja. Da kann man jetzt nicht wirklich warten. Also zusammenfassend nochmal, du sagst einfach, also 37,5 finde ich glaube ich nochmal ganz wichtig, sollte das bei euren Kindern, lasst sie zu Hause, vielleicht wird es dann auch gar nicht erst so schlimm, wenn sie gleich in die Ruhephase kommen. Genau. Bevor sie nochmal in diese Aktion gehen, wo es dann doch einfach merkt, die sind schlapp. Und der Allgemeinzustand, sagst du, ist einfach das Ausschlaggebende. Das ist gut, dass du das nochmal sagst, weil das klingt nach so einem Wischiwaschi-Begriff. Das ist aber das wichtigste Kriterium für den Kinderarzt. Worauf guckst du? Beschreib mal. Das ist, du guckst drauf auf das Energielevel des Kindes. Hat es Spielinteresse, Lerninteresse, redet das, sucht das Kontakt wie normal oder eben reduziert, Essen, Trinken, wie sind die Nächte. Wenn man sich den Begriff nochmal genau anguckt, dann weiß eigentlich eine Mutter und Vater sehr, sehr schnell, hat mein Kind einen reduzierten Allgemeinzustand, vielleicht schon seit ein paar Tagen oder ist es ganz auf der Höhe. Und das ist eigentlich das Kriterium, noch viel wichtiger als eine Fieberangabe oder andere Dinge. Und das ist auch das Kriterium, wieder in die Kita zurückgehen. Ist das Kind in einem wirklich wieder guten, normalen, in dem alten, allgemeinen Zustand? Und du hast es gerade gut beschrieben, deine Tochter und dein Sohn sind super unterschiedlich, also es ist auch einfach, man sagt so eine Grenze ist 39,5, also alles was fürs Kurs unter 40 geht, da kann man drüber nachdenken, was Senkendes zu geben, ist dein Sohn aber mit 40,5 super im guten Allgemeinstellung, kann man es auch einfach nachdenken. Also das Gehirn schmilzt nicht ein, weil man sieht ja immer die Eiweiße, die denaturieren ab 40 Grad und dann muss man bevor da bleiben. Das ist Blödsinn. Das stimmt einfach nicht. Gut. Da sind wir dann also beruhigt, weil ich habe meine Kinder immer sehr fiebern lassen. Also habe da wirklich auch einfach nicht zu schnell, weil ich muss auch ganz ehrlich sagen und da würde ich gerne nochmal drauf eingehen. Ich hatte immer so eine Situation mit meinem Sohn. Er hatte sehr hohes Fieber und dann habe ich ihm was gegeben. Dadurch, dass ich meinen Kindern wirklich selten Fiebersenkende Mittel gegeben habe, weil ich es immer sehr gut auch aushalten kann. Das ist ja auch mal eine Frage. Ich finde auch als Elternteil, ob man das kann oder nicht. Ich kann das sehr gut. Auch wenn ich da bin, ist das einfach so, Hauptsache die trinken. Also ich merke halt einfach, die haben genug Flüssigkeit und so weiter. Das ist wichtig, aber dadurch, dass sie sehr wenig Medikamente bekommen haben, also die reagieren halt einfach sehr stark auf Fiebersenkende Mittel. Also wenn ich jetzt zum Beispiel meine, es ist ja immer angegeben auf den, also ich mag gerne Zäpfchen einfach, finde ich einfach super. Wird auch gut resorbiert. Ja, genau. Es ist einfach, ich bin da, also Fiebersaft ist gar nicht so. Ich habe irgendwie immer schon mit Zäpfchen gearbeitet. Und diese 75 Milligramm Zäpfchen, selbst beim großen Jungen. Die wirken ja eigentlich fast nie so richtig. Ja, aber bei meinen Kindern wirklich. Also ich meine, da war der, sag mal, jetzt ist der 13 bis 14, das ist bestimmt jetzt schon wieder drei Jahre her. Dem hast du noch eine 75er Benuron gegeben. Ja, wirklich. Ich glaube ja einfach daran, dass der Körper das nicht so gewohnt ist. Also wirklich, ich wüsste jetzt nichts von einer sozusagen Toleranzentstehung. Also umgekehrt, wenn du es nicht gibst, dass du sensibler dafür wirst, wenn du es gibst, dass du abstumpfst. Eigentlich nicht. Das gibt es bei vielen Sachen, so wie bei Kaffee, so eine Rezeptor-Down- und Abregulation bei Fiebersenkenden Mitteln. Eigentlich nicht, sollte es das nicht geben. Die gibst du ja auch teilweise, rheumatischen Leuten gibst du die ja durch, ja. Auf jeden Fall habe ich ihm, ich habe ihm was gegeben. Sagen es jetzt, weil egal wie viel Milligramm es war, ich habe ihm was gegeben und dann ist das Fieber so runtergerauscht. Und das ist etwas, wo ich zum ersten Mal, der war, also Fieber hoch, aushalten gut und dann geht es langsam wieder selber runter, aber wenn man halt Fieber senkende Mittel gibt, das muss man sich, und das ist nochmal eine Sache, die ich mit dir besprechen will, wenn das dann auf einmal runterrauscht, wenn du bei 40 warst und geht dann auf eine 38. Das ist schon ganz schön anstrengend. Und auch das kann theoretisch, muss man vorsichtig sein, aber auch gefährlich werden. Oder ich sage mal, Fieber, wo sehr viele Angst haben bei hohem Fieber, sind ja Fieberkrämpfe. Und tatsächlich weiß man aber schon lange, dass ein Fieberkrampf nicht korreliert mit der absoluten Höhe der Temperatur, sondern nur mit dem schnellen Anstieg und dem schnellen Abfallen. Genau. Deswegen sagt man auch Kinder, die schon einen Fieberkrampf in ihrer Anamnese haben, die sollen gar nicht in Zukunft pausenlos senken, weil man sagt, diesen schnellen Anstieg und den schnellen Abfall, den kriegt man sowieso nicht in den Griff. Ja, das ist also diese Prophylaxe, die ist gar nicht mehr empfohlen für Kinder, Fieberkrampfkinder. So sensibel habe ich es jetzt selten gehört, so wie du es beschreibst. Man muss halt auch verstehen, dass jeder Virus und auch Bakterien oft Phasen haben, wo sie Toxine ausschütten und wo dann der Körper eben in den Fieberanstieg geht und reagiert. Und wenn diese Phase vorbei ist, dann geht die Welle auch von selber wieder runter. Wenn man genau in dem Moment jetzt zusätzlich noch ein Fiebermittel gibt, dann rauscht es halt doppelt runter. Und umgekehrt, wenn du im Fieberanstieg ein Fiebermittel gibst, dann geht es halt trotzdem noch hoch. Das muss man auch verstehen, dass das manchmal gar nicht das Mittel ist oder die Person, die da irgendwie anders reagiert, sondern das ist dann einfach auch der Zeitpunkt. Aber ich wollte nur sagen, das war für mich eine super ängstliche Situation, weil er total im Delirium war. Genau, dann gibt es Fieberreaktionen. Er war nicht ansprechbar. Das könnte sogar dann eine kleine Entladung des Großherns dann mal gewesen sein. Das sind ja trotzdem unkomplizierte Krämpfe, die gehören nicht mit zum Vormkreis der Epilepsie. Die haben auch keine Spätschäden oder Folgeschäden zeigen sich. Aber das kann dann schon mal sein, dass der einen kleinen Krampf in Form einer Absence hatte. Also so hatte ich es auch im Gefühl. Es ging dann einfach wieder. Also ich habe ihn dann einfach begleitet. Aber da ist, glaube ich, ganz wichtig nochmal, wenn wir nochmal auf den Fieberkrampf gucken, wie reagiere ich, was muss ich tun, was sind da so die erste Hilfemaßnahmen. Weil das ist ja wirklich, wovor alle Eltern einfach auch Angst haben. Also nochmal zusammenfassend würde ich das toll finden, wenn du das... Ja, also wenn man feststellt, es gibt noch einen Unterschied zu Fieberreaktionen. Fieberreaktion ist ein Zittern und Zucken. Ein Krampf ist immer so definiert, dass du es nicht unterbrechen kannst und die Kinder nicht mehr ansprechbar sind. Das ist also, weil manche sagen, mein Kind hat einen Fieberkrampf, weil er so gezittert hat. Das ist aber, das war ein Fieberzittern und kein Fieberkrampf. Wann tritt das auf? Ja, auch einfach bei schnellem Anstieg und schnellem Abfall. Ja, Fieberkrampf, wenn man merkt, das sind rhythmische Zuckungen, das Kind wird blau, es ist nicht mehr ansprechbar, das ganze Geschehen ist nicht mehr unterbrechbar. Es ist also ein waschechter Fieberkrampf, dann sollte man das Kind also so hinlegen, dass es sich natürlich nicht verletzen kann und den Notarzt rufen. Also tatsächlich kann man viel mehr als diese zwei Sachen gar nicht sagen. Ja, denn das ist ein Geschehen, was sich selbst limitiert. Das Gute ist, dass die wirklich in den allermeisten Fällen von selber assistieren, auch in weniger als fünf Minuten. Und dann gelten sie auch, wenn das Kind dann aufwacht und keine neurologischen Defizite hat, alles bewegen kann, sprechen kann und so, dann ist es ein unkomplizierter Fieberkrampf. Das sind über 90 Prozent der Fälle. Und die Komplizierten, die ein bisschen länger dauern, wo das Kind vielleicht auch neurologisch nicht gleich wieder auf der Höhe ist. Da müsste man dann nochmal auch im entfieberten Zustand, auch wenn eventuell gegebene Medikamente ihre Wirkung, wenn die nachlassen, muss man dann nochmal Diagnostik machen. Aber das sind wirklich nur der aller, aller kleinste Teil. Und wenn einem das widerfährt, würde ich schon, also es ist ein grauenvoller Anblick, gemessen daran, dass es eigentlich objektiv fast nie irgendwas Schlimmes passiert. Sie werden oft blau, die atmen nicht richtig, die zucken, die sind weit weg und man kann eben sie überhaupt nicht erreichen mit keiner Maßnahme. Das macht einen so ohnmächtig und panisch. Und deshalb würdest du immer empfehlen, da den Nut dazu? Ich würde das, wenn es der erste ist, auf jeden Fall immer. Es gibt welche, die haben das schon das dritte Mal. Die sind natürlich cooler. Die haben zu Hause ihre Diazepam-Rectiole oder Bucolam. Das ist so ein Benzodiazepin, also wie Valium, was den Krampf löst innerhalb von Sekunden bis Minuten. Aber das haben ja nur Eltern zu Hause. Das haben Eltern, die das schon kennen. Ja, genau. Also wenn ihr das das erste Mal erlebt habt, dann… Aber ich glaube, das brauche ich noch nicht mal dazu sagen, weil das ist wirklich immer so scheußlich, da ruft jeder einen Notarzt. Das ist einfach ekelhaft. Aber eben dazu gesagt, es ist tatsächlich objektiv Gott sei Dank fast nie kompliziert und schlimm. Und hast du Eltern in deiner Praxis, die das sozusagen häufiger mit ihren Kindern haben? Da verabreichst du dann, also da hast du dann einfach Notfallmedikamente? Tatsächlich so oft sind die ja gar nicht bei uns in der Praxis, weil das sind ja die, die einen Termin haben. Und die, die wirklich einen Fieberkrampf haben, die kommen dann später beim nächsten Infekt, wenn sie auch verunsichert sind und sagen, was muss ich jetzt tun, damit das nicht nochmal passiert. Aber die akuten ersten Fälle, die landen ja direkt im Krankenhaus in der Aufnahme. Das meine ich aber, die hatten Fieberkrampf, haben den Notarzt gerufen, sind stationär aufgenommen worden, ist in Ordnung, kommen dann wieder zu dir in die Sprechstunde, bist die behandelnde Niedergelassenärztin. Nur wenn man einmal einen hatte, dann kriegt man noch nicht ein Notfallmedikament für zu Hause? Doch, auf jeden Fall, doch, das kriegst du dann auf jeden Fall. Da gibt es dieses Valium, es ist in den Fällen der kleinen Kinder ein krampflösendes Mittel mit. Und das wird auch erneuert und dann bis die etwa im Schulalter sind und dann lassen diese, das hat was mit dem Gehirnwachstum zu tun und dann ist das Gehirn ausgereift und dann lassen diese Anfälle nach. Aber die, die es einmal haben, haben es auch gerne zwei, dreimal. Und es passiert also eher auch immer dann, wenn man halt Fieber senkt, sagst du jetzt? Kannst du gar nicht sagen. Nein, das kann man nicht sagen. Es gibt also auch zum Beispiel das Drei-Tage-Fieber. Das hat nicht nur absolut eine hohe Temperatur, sondern das macht auch gern so eine Welle von selber. Das sind einfach bestimmte Viren und zum Beispiel mit dem, das ist das Exantima Subitum, das wird verursacht vom humanen Herpesvirus 6. Und da sind schon immer viele Fieberkrämpfe beschrieben worden beim Drei-Tage-Fieber, auch ohne Fiebersenkung oder so. Also ich finde auch, andersrum muss man sagen, man muss keine Angst haben vor dem Senken. Man unterdrückt da auch kein Immunsystem. Ich finde Fieber gut, aber wenn ein Kind wirklich einen Leidensdruck hat und nicht mehr in Schlaf findet speziell, sondern nur noch so in so einem halbwach- und Schlafzustand ist, aber beides nicht richtig, dann ist das auch total in Ordnung. Also ich glaube einfach, dass es wichtig ist, dass man sensibel immer mit Medikamenten umgeht. Und wie du das einfach sagst, da muss man einfach total individuell auf sein Kind schauen. Aber prinzipiell ist es ja eher, tagsüber kann man Fieber besser aushalten. Ganz genau, das wollte ich auch noch sagen. Und zum Nacht einfach was geben, damit irgendwie alle in den Schlaf finden. Genau. Und man ist ja sowieso als Eltern, ja, aber man ist ja als Eltern wirklich, wenn Kinder Fieber haben, also ich glaube, das ist vielleicht auch nochmal wichtig. Ich finde es auch immer gut, dass die nicht alleine dann schlafen. Ja, absolut. Also das ist doch bestimmt auch deine Empfehlung, weil man ja gerade einfach auch die... Und wie die einfach sich verhalten, das kann man einfach nur, man wacht ja. Ja, also die brauchen aus ihrer Sicht diese Nähe zur Heilung. Die brauchen die Nähe ganz schlicht. Und genau, man hat es auch selber besser im Blick. Anders geht das ja gar nicht. Also gerade bei den ganz Kleinen, die jetzt am anderen Ende des Ganges ins Bett zu legen ist ja. Aber ich habe das auch so, wenn ich noch mit meinen Großen, ich habe ja, wir haben ja beide vier Kinder. Ich habe das selbst noch mit meinen Großen, die sind jetzt zwölf und fast vierzehn. Dass ich wirklich, wenn die krank sind, dass ich dann auch einfach gerne noch bei denen, also mein Sohn ist jetzt in der Pubertät, das ist jetzt was anderes. Aber meine Tochter war jetzt auch lange, klopf hier, denke ich mal, krank. Aber meine Tochter auch schon immer so, dass auch dann will, dass ich über sie wache. Total, die suchen dann die Nähe. Und wir machen da auch immer eine Matratze neben das Bett und so. Das ist auch angenehmer. Und das ist ja jetzt auch nicht wochenlang, sondern meist so zwei, drei Nächte. Aber genau dieses tagsüber dopen, sage ich jetzt mal so blöd, das hat ja auch den Nachteil, dass es kaschiert eventuell Symptome und auch Kinder sich übernehmen. Also ich bin tatsächlich auch vor allem, geht es mir immer um diesen Tiefschlaf, den die kriegen auch nachts. Deswegen finde ich es da gerechtfertigt. Okay, um jetzt wieder nochmal auf unser Thema heute, die Kita-Kinder, zurückzukommen. Erstmal vielen Dank und ich glaube, es ist einfach eine ganz gute Einordnung für euch, wenn man wirklich so ausführlich über Fieber geredet hat. Aber wir haben jetzt gerade darüber geredet, dass wir ja beide vier Kinder haben. Ist deine Erfahrung auch so, dass zum Beispiel, wenn man jetzt mehr als nur ein Kind hat und die dann einfach schon mehrere Sachen, sind die jüngeren Geschwisterkindern von weniger krank? Oder weil sie vielleicht schon frühzeitig im Wochenbett... Immunisiert wurden, ja. Was kann man da, stimmt das oder ist das... Ja, das ist tatsächlich ein großes Thema. Also tatsächlich erwischt es die ja erstmal oft mehr. Erstmal sind sie ja kurzfristig gesehen oft kränker. Ja, weil sie im Wochenbett schon meistens... Bombardiert, genau. Also mein, weiß ich noch, mein Dritter, der war das erste Jahr dauerkrank. Wir hatten die auch in engem Abstand gekriegt und dann, der war nur am Inhalieren und nochmal Fieber Und ich wusste gar nicht mehr, wo ein Virus anfängt und der andere aufhört. Und tatsächlich ist der aber jetzt, das ist jetzt N gleich eins, meine persönliche Geschichte, der ist jetzt super fit, der ist quasi gar nie mehr krank gewesen danach. Also tatsächlich, da gab es aber auch schon mal einen Shitstorm in den sozialen Medien, wenn man das Immunsystem vergleicht mit einem Muskel, der trainiert werden kann, weil da viele gesagt haben, Vorsicht, Vorsicht, gerade die Immunologen haben sich da aufgeregt, weil die meinten, das würde ja heißen im Umkehrschluss, jeder Viruskontakt ist toll und gesund, weil man stärker ist. Es gibt natürlich auch ganz viele Viren, die was hinterlassen. Die sind wirklich ganz mies. Und im Umkehrschluss würde es heißen, oh, mein Kind war jetzt ein halbes Jahr nicht krank. Ist das jetzt irgendwie schwach oder sowas? Also deswegen... Muss man vorsichtig sein mit diesem Begriff. Trotzdem weiß man, dass natürlich das Immunsystem mit jedem Reiz stärker wird und upsteppt. Und schon auch wieder einen Kontakt gesammelt hat, den es einverleibt hat und als nicht mehr gefährlich eingeordnet hat. Was für alle weiteren Kontakte, auch ähnliche Kontakte dann wertvoll ist. Und so ist es tatsächlich in der gesamten Physiologie. Egal ob mit einem Muskel oder mit der psychischen Resilienz oder mit Kältereizen oder sowas, wenn du provozierst, ist auch bei der Impfung dasselbe Prinzip, wenn du einen gesunden Organismus provozierst in einem noch fairen Maß. Dann wird der meistens daraus stärker und resilienter hervorgehen. Deswegen stimmt das Ja und Nein. Die Kleinen, die kriegen es halt, die werden bombardiert. Meistens sind sie dann die toughsten. Aber es gibt natürlich auch sowas wie ein zu viel. Das Immunsystem bildet sich ja auch erst aus. Also das heißt, sie haben diese Killerzellen, die halt nicht unspezifisch sind, was wir vorhin schon mal hatten. Und dann müssen sie sich halt sozusagen ihre Daten holen. Genau, also erstmal hast du nur so ein bisschen die IGA-Antikörper auch in der Muttermilch, so eine grobe Auskleidung der Schleimhäute, die so alles, so ein paar Makrophagen, die alles wegballern und dann nach und nach bauen die B- und die T-Zellen ein spezifisches Immunsystem auf, genau. Genau. Was mich jetzt nochmal interessiert, wenn man jetzt in einer Familie lebt, ich habe ein Baby und dann hat man die Geschwister, Kinder oder die ganze Familie, was kann ich tun, dass ich nicht alle anstecke? Gibt es da irgendwas, was kann ich beachten? Also auch die Empfehlung für die kleinen Babygeschwister und das andere Dreijährige so, ich meine, dann…, Also du kannst natürlich jetzt, wenn es um dich als Elternteil geht, was ja nicht unwichtig ist, weil du musst das Ganze ja wuppen, einfach präventiv wirklich schauen, dass du grundsätzlich, also kontinuierlich schon ausreichend schläfst, dich gut ernährst, viel an der frischen Luft bist. Und tatsächlich, das sind so banale Sachen, aber wenn du ausreichend schläfst, also Schlafentzug ist halt der Nummer eins Faktor, der wiederum deine Widerstandskraft runterbringt. Ist ja leider ein bisschen ein Problem. Ist ein Problem, aber das sage ich mal, das kannst du präventiv einfach erstmal stärken. Wenn der Virus dann da ist in der Familie, dann im Krankenhaus gilt Handschuh, Kittel, Pflege, No-Touch. Das kannst du natürlich nicht ausüben in der Familie, aber das sind halt einfach die drei Sachen, die Viruslast senken oder sogar Infektionen ganz verhindern. Wenn du einfach über die Hände passiert, ganz viel Hände wäscht und desinfizierst und dann vielleicht ein bisschen Abstand hältst, vor allem zu den Körperöffnungen, wo halt Säfte ausgetauscht werden. Also wenn man sich die ganze Zeit im HNO-Bereich zusammen kuschelt und abknutscht und beim Wickeln danach nicht die Hände wäscht und sowas, da wird viel ausgeschieden. Dann ist die Wahrscheinlichkeit halt höher, dass man sich ansteckt. Aber wie du schon sagst, kleine Kinder brauchen Nähe. Wenn die hohes Fieber haben mit eineinhalb, dann schlafen die im Elternbett. Das soll auch so sein. Und dann weiß ich da auch nichts mehr. Die Erkrankung ist ja auch Hand, Fuß, Mund. Wie ist das jetzt gerade? Ich habe jetzt, sagen wir mal, ich mache gerade Eingewöhnung oder ein zweijähriges Kind in der Kita. Ich habe aber auch noch ein Baby zu Hause. Wie gefährlich ist das für mein Baby? Gibt es Unterschiede, wenn es nicht mehr so gefährlich ist? Ich sage, wenn wir jetzt mal raten, das Kind ist gerade geboren. Auf was muss ich da achten? Weil Hand, Fuß, Mund ist ja wirklich eine der häufigsten Erkrankungen, gerade im ersten, also im zweiten Lebensjahr. Ja, genau. Genau, also das ist der Koksacki-Virus, der das verursacht und der ist ja im Grunde harmlos, auch für Schwangere im Übrigen. Das habe ich aber schon mal gesagt, da habe ich so einen kleinen Shitstorm kassiert, weil die meinten, was, wir waren noch nie so krank alle, wir lagen wochenlang flach, ich hatte noch nie solche Schmerzen, das ist doch nicht harmlos und so. Also harmlos ist was anderes als subjektiv schwierig. Also das medizinisch harmlos bedeutet, es gibt kaum Krankenhauseinweisungen, es ist nicht gefährlich für Schwangere und Babys. Es gibt keine Folge-Sachen. Genau, es gibt keine Folge und keine Mortalität. Und dass es beim Handfuß-Mund so ekelhaft er ist, der ist überhaupt nicht gefährlich in dem Sinne. Und auch nicht im Grunde für Babys insofern nur, als dass, wenn die hochfiebern und die Mundschleimheit offen ist, dass die nicht trinken. Und wenn die nicht trinken, dann müssen sie halt irgendwann einen Tropf ins Krankenhaus. Aber ich meine, ich würde trotzdem versuchen, mein Baby da fernzuhalten. Ich finde im Übrigen, alle Babys müssen nicht abgeknutscht werden in den ersten drei Monaten. Schon gar nicht, wenn sie Winterbabys sind. Und eigentlich besser sogar noch länger. Und wenn es Geschwisterkinder sind, ist das natürlich schwierig. Aber wenn die wirklich akut krank sind, dann ist das eben so. Also da würde ich das Baby fernhalten und wirklich komplett auch so gut es geht erklären und das versuchen zu trennen. Auch getrennt zu schlafen mit den Eltern. Der eine im Stift mit dem ein Kind und dann. Und Hände waschen, wirklich auch einüben. Okay, das ist glaube ich auch so was wichtiges, spielerisch einfach schon mit den Kindergartenkindern. Immer wieder Hände waschen, Hände waschen. Also kann man einfach als Familie ja gar nicht so viel tun. Du hast gesagt, auf gesunde Ernährung achten, Frischluft, also Spaziergänge. Schlaf. Ja, Schlaf finde ich einfach schwierig, Kathi. Wenn wir das jetzt unserer Community hier sagen, Schlaf. Ja, aber ich will dazu wirklich noch mal was sagen, weil ich weiß, dass es so absurd ist. Ich meine, ich habe es selber ja erlebt und trotzdem. Im Schlaf, also man muss dazu verstehen, dass es ja ein vegetatives inneres Nervensystem gibt, den Parasympathikus und den Sympathikus. Und der Sympathikus ist für Lernen, aktiv sein, auch Flucht und Kampf, aber eben einfach für aktiv und wach sein. Und der Parasympathikus für Schlaf, Verdauung, Regeneration, Reparatur. Und eigentlich sollte der mindestens zwei Drittel der Zeit aktiv sein und maximal der Sympathikus ein Drittel davon. Das ist ganz schön verschoben in der heutigen Welt. Der Witz ist, es ist wie zwei Pedale, die man drückt. Du kannst nicht im Aktionsmodus sein und gleichzeitig das Pedal Parasympathikus Erholung drücken. Also du musst dich entscheiden. Das ist auch wirklich so, wenn du in der Aktion bist und lernst und Stress hast, auch für diese Kita-Kinder, die tausend Eindrücke haben und eben schon auch mehr Stresshormone dann ausschütten in dieser ersten Zeit, dann ist in dem Moment rot der Parasympathikus, da findet keine Reparatur statt. Das heißt, es ist wirklich der Faktor, mit dem man auch zu Hause dann eine Heilung, wenn die zum Beispiel ein Schnüpfchen haben oder angeschlagen sind, vorantreiben kann. Also das ist der Dampf, da machen die Gefäße auf, da werden diese ganzen Zytokine und Faktoren ausgeschüttet, die reparieren. Und die Reparatur findet nicht im wachen Lernaktions- und Stressmodus statt. Das geht nicht, das schließt sich aus. Und dasselbe gilt für Eltern eben auch. Wenn du nicht ausreichend schläfst, dann findet keine Reparatur statt. Ja, plus ist es ja manchmal so, dass man eigentlich, also finde ich, die ersten drei Jahre sind Schlaf natürlich einfach immer unterbrochen. Das ist natürlich einfach schwierig. Deshalb ist das, glaube ich, wenn wir das jetzt sagen, ja super, so wie mit vielen Dingen. Gesunde Ernährung wissen wir auch, es ist ausreichend. Aber die Umsetzung ist immer einfach nicht so laut. Ich glaube ganz gut, dass man das einfach weiß und guckt, wo kann man da an den Ressourcen arbeiten. Was ich immer nochmal wieder wichtig finde und das ist mir heute in der Folge wirklich besonders wichtig, dass wir einfach auch sehen, dass das für gerade sehr kleine Kinder die Kita anstrengend ist und dass die danach eigentlich nicht noch 35 Sachen, also weil man hat ja dann auch immer so, dann hat man da noch ein Playdate und trifft sich und so. Also eigentlich brauchen die Ruhe. Also müssen sich erholen, weil diese Stunden in der Kita ja schon sehr anstrengend sind. Und ich glaube, dass man da halt auch vielleicht am Anfang, weil man immer denkt, man muss noch fördern und hier noch. Und einmal die Woche Kindertun würde ich jetzt auch nicht sagen, aber dass man doch sehr häufig darauf achten sollte, was zeigt mir mein Kind. Und wenn ich merke, es ist schon schlapp, dass man wirklich eher in den Ruhemodus, hast du eben so wunderbar erklärt, dass man dann vielleicht auch immer oft Schlimmeres, ich meine, damit wird man nicht jede Krankheit verhindern, aber man merkt halt schon. Doch, aber das ist ein Riesenhebel tatsächlich, glaube ich auch. Und die Kinder, die kapieren das aber manchmal selber nicht, weil die... Überdrehen und dann noch mehr überdrehen und dann denkt man, oh, die ist so wach und die muss jetzt nochmal drei Stunden auf dem Spielplatz oder in einen Indoor-Spielplatz oder irgend sowas. Indoor-Spieler ist eh mein Graus. Horror. Ganz schlimm. Also dann bist die ganze Familie richtig krank danach. Aber ich meine, das ist was, was man manchmal auch dem Kind überstülpen muss dann, in dem Wissen, dass die jetzt ganz schön im Aktionsmodus waren und gerade, Wenn die jetzt mit eins in die Kita kommen zum Beispiel, also meine Kinder haben da immer noch zwei Schläfchen gemacht am Tag und dann sind die plötzlich in diesen Rhythmus gepresst und müssen dem ja folgen und sitzen dann schon so auf halb acht in ihren Stühlchen um zehn Uhr morgens und müssen dann aber noch bis elf Uhr dreißig aushalten. Und es ist halt alles schon anstrengend für die. Ja, und ich glaube, da müssen auch unsere schnelle Gesellschaft so ein bisschen, das ist natürlich auch immer so, wenn ich mich mit dir unterhalte und diese Tipps geben. Ich weiß ja, dass die Umsetzung im Alltag, das wissen wir beide, beide berufstätig ist immer nicht so einfach, aber eigentlich wissen wir ja, was für unsere Kunden da gut ist. Und ich meine, auch diese ganz Kleinen in die Kita zu geben, ist halt sau anstrengend. Also wenn es irgendwie die Möglichkeit gibt, dass man die bis mittags da lässt und der Mittagsschlaf zu Hause stattfindet, ist natürlich super. Ja. Die Ressourcen da schaffen, weil wenn dieser Anfang erstmal geschafft ist, hat man ja für die Zukunft so viel getan. Und das sehen halt, also wenn man da halt einfach guckt, ja wir müssen jetzt zurückstellen, wir haben vielleicht weniger Geld, es ist nicht so toll, aber wer leidet wieder die Karrieren der Frauen, das ist auch nochmal ein Thema, wo wir uns, aber eigentlich. Ja, aber das hängt so nah dran. Ja, das hängt so nah dran, aber eigentlich brauchen die Kleinen da so viel Zeit. Ganz genau und das ist tatsächlich, wie du sagst, man erntet halt selber einfach mehr, wenn man die gut investiert in diese Anfangszeit. Und ich merke auch, dass viele da ein bisschen blauäugig reingehen, gerade wenn noch der berufliche Wiedereinstieg eben geplant ist und dann beide berufstätig sind und dann denkt man, ach, vier Wochen Eingewöhnung. Ich finde, selbst mit den drei Monaten, wie du sagst, ist es oft nicht getan, weil der ganze erste Winter ist einfach so, dass man damit rechnen muss, dass die Kita noch kaum eine Stütze ist, sondern du musst wirklich noch rein investieren in das System. Und dann ist die Frage eher so, wenn du das jetzt gerade so als Kinderärztin sagst, dass die Kita kaum eine Stütze ist, ist die Frage, investiere ich eher in eine häusliche Betreuung? Ja, also man darf hier, das ist halt immer, wenn ich dann alleinerziehende Mütter vor mir sitzen sehe, dann immer rauszuholen, ja, dann machen sie doch mal einfach, holen sie sich ein Au-pair oder stundenweise betreuen. Ist natürlich auch dann realitätsfern. Und ich will deswegen aber, wenn ich es rein aus Sicht der Kinder formulieren darf, dann aus medizinischer Sicht, dann ist es mit Sicherheit oft stressfreier. Wenigstens eine Tagesmutter mit nur drei Kindern oder kleinere Gruppen schon mittags abholen, eine ganz lange Eingewöhnungszeit planen. Davon hat man mehr. Man selber in dem Moment schon und erst recht langfristig. Ja, das stimmt. Ich glaube, dass alle jetzt, die uns zuhören, auch einfach merken, dass wir einfach sagen, wichtig ist, weil ich habe jetzt auch noch hier Fragen, was, wenn dem Kind nicht schlecht genug geht, es aber nicht richtig fit ist. Die Frage ist natürlich klar, das Kind sollte zu Hause bleiben. Ja, genau. Also es ist wirklich ganz wichtig und ich glaube, solche Sachen sollten auch immer nochmal bei dem Elternabend besprochen werden, gerade wenn es nicht so gut läuft in der Kita. Ich finde das auch eine Verantwortung von der Kita, dass man da wirklich ganz klar, weil diese Kette, also auch nur ein bisschen unfitte Kinder gehören nicht in eine Kita. Fit ist natürlich so ein Begriff, der dehnbar ist ein bisschen. Also wenn es ein Schnupfen, wenn ein Schnupfen damit gemeint ist, dann der schon seit sechs Wochen besteht und das Kind ist super fröhlich und schläft auch eigentlich gut, dann würde ich sagen, kann das auch in die Kita gehen. Weil wenn wir damit anfangen, dann können wir alles zumachen. Und was mit Husten? Ja, bei Husten muss man auch differenzieren. Ein Husterer mal hier und da, eine obere Luftwegsverschleimung, würde ich sagen, damit kann man noch gehen, wenn das tiefere Atemwege betrifft, das Kind selber auch dann Energieleck hat und wenn man merkt, die kommen in Attacken und auch engmaschig, das kann man ja schon eigentlich sehr gut einschätzen, dann gehört es halt nicht in die Kita. Das ist wirklich alles auch ein bisschen Ermessensfrage. Und wie oft würdest du sagen, ist Kranksein normal im ersten Kita-Jahr? Ja, da steht ja immer so eine Zahl im Internet, so zwölf bis zwanzig Mal. Auch da muss man halt schauen, wenn eine Bindehautentzündung dazugehört, dann können es echt locker zwanzig Mal werden. Und da man die aber auch nicht voneinander abgrenzen kann auf diese Infekte, finde ich da schwierig eine Zahl zu nennen. Die ballen sich halt in den Wintermonaten und dauern dann oft eine Woche oder sogar zwei. Das heißt, gehen auch ineinander über. Die sind ja dann dauerverschleimt verrotzt, oft was so Erkältungsviren angeht. Und darauf kommt dann noch ein bisschen Magen-Darm, mal Hand, Fuß, Mund, mal eine Bindehautentzündung. Also so zehnmal ist völlig normal. Können wir eine Krankheit noch mal abgrenzen? Also wir hatten jetzt Hand, Fuß, Mund. Da hattest du ja auch die Symptome schon beschrieben. Also dass man Fieber erst mal, es fängt ja mit Fieber an, der Ausschlag kommt ja eigentlich schon. Gibt es auch umgekehrt, aber meist klassischerweise ja, kommt erst das Fieber und dann kommen die Flecken und dann auf den Flecken die Bläschen. Und sozusagen, wann es nicht mehr anstecken kann? Ja, man sagt, wenn die letzte wässrige Pustel trocken ist und das ist meistens fünf, sechs Tage nach Auftreten der ersten Pustel. Aber nicht alle haben Pustel. Nee, genau. Also es gibt so unterschiedliche Befunde. Also manche sehen aus wie wirklich Aussätzige. Die sind offen im Mund, um den Mund rum. Die haben auch im Windelbereich alles offen. Und dann gibt es welche, die haben hier drei Punkte und da aber klassischerweise so diese Flecken plus Blasen, sodass man schon sicher sagen kann, das ist es, das ist auch Handfußmund. Also es gibt da auch dementsprechend, was die Infektiosität angeht, ganz verschiedene Ausprägungen. Und geht es so ein bisschen über, weil dann gibt es ja noch die Mundfäule. Ja, das ist auch was ganz Fieses. Das ist aber der Herpesvirus. Das haben meine Kinder immer gerne. Oh, das ist eins der gemeinsten Sachen. Das hatte ich letztes Jahr im Herbst und da habe ich, ich glaube, die war drei Wochen nicht in der Kita. Oh ja, ich glaube, die sind ja auch oft sieben Tage hochfieberhaft, diese Kinder. Die geht so dreckig und die Affen sind wirklich nochmal, würde ich sagen, eine Spur fieser als bei Handfußmund. und das ist oft offen und du kannst Und du denkst, wirklich die Zähne fallen aus. Ja, es blutet und es ist dick, also es ist eine der fiesesten Sachen und du kannst tatsächlich nur mit Ibo arbeiten, mit Wassereis, ähm, Ja, also es gibt ein Virustaticum, das Aziclovir, ja auch als Lösung, auch für Kinder. Das kann man im Anfangsstadium noch geben, aber hast du sicher nicht gemacht? Habe ich natürlich nicht gemacht, wie du mich kennst. Ich habe es ausgesessen. Das hilft aber auch wirklich nur, wenn du es ganz am Anfang gibst. Ja, das war. Aber ich meine, das war jetzt beim vierten Kind und ich hatte das schon bei Kind 1 und 2. Und beim ersten Kind habe ich gedacht, oh Gott, die Zähne fallen aus. Da denkt man gleich an den Zahnrein, wie soll das hier gehen jemand? Und ich habe wirklich bei ihr, bei meiner jüngsten Tochter war es jetzt wirklich, also ich glaube wirklich, es hat wirklich drei Wochen gedauert. Die war also 100. Und die war eins dann? Nee, die wird jetzt schon drei. Also die ist jetzt drei geworden. Aber dann war sie schon ein bisschen größer. Ja, sie war also zwei, also zweieinhalb. Und genau, die ist drei geworden im Dezember. Und deshalb war das, aber es war einfach super hart, weil die Zähne, das Zahnfleisch, das hat ja Wochen gedauert, bis sich das wieder regeneriert. Ich konnte ja ewig nicht mit einer Zahnbürste daran. Ja. Und dann habe ich natürlich irgendwann nachher mit dem Fingerling, also ich meine, da ist man ja irgendwie mit allem erstmal wieder vorsichtig und so. Aber Zähne sind top. Also das kann doch beruhigen. Der bleibt auch nicht zurück, aber das ist wirklich eine der fiesesten Sachen. Und das tut einem auch so leid, weil diese Kinder ja nur weinen und wimmern. Und da finde ich zum Beispiel, apropos Fiebermittel, das sind ja immer gleichzeitig Schmerzmittel, da finde ich Ibo zu geben, das ist ja immer ein bisschen stärker und schneller wirksam als Paracetamol. Und vor allem als dritte Säule ein Entzündungshemmer, das finde ich total fair. Da lückenlos Ibo, das hast du schon gemacht. Das habe ich schon gemacht. Nein, aber ich wollte ja jetzt nicht mit Aziklovir an, das war mir nichts so. Aber das habe ich auf jeden Fall gemacht und dann hat es halt einfach gedauert. Aber da muss ich auch sagen, da war ich natürlich auch froh, dass ich einfach das Setup mit meiner Mutter habe, weil ich hätte ja nicht einfach drei Wochen. Und dann nochmal eine Woche gewartet. Also ich habe sie wirklich wieder so, die war dann wieder ein neuer. Es kommt ja auch immer ein Entwicklungsschritt, oder? Also es ist, immer danach ist ja dann immer, wenn so eine Kinderkrankheit überwunden ist, das war ja, also sagt man ja auch so, meistens kommt damit da ja dann auch ein neuer Schritt in den, wenn sie so eine Krankheit überwunden haben? Ja, ich habe den Eindruck auch, was ich, ob das wissenschaftlich belegt ist oder ob man es im Vergleich zu der... Haben wir heute keine Studie dabei. Nee, ich habe keine Studie dabei. Vielleicht empfindet man es auch nur so, weil die ja dann so schlapp und ruhig waren und danach plötzlich so quasselig sind oder so. Aber ja, ich habe es auch immer so empfunden. Ich habe jetzt noch eine weitere Frage. Hausapotheke. Also was würdest du jetzt sagen? Na, wir haben jetzt schon ein paar Mitte angesprochen. Wir hatten eben das Paracetamol und Ibuprofen. Was würdest du sagen, sollte man eigentlich immer im Haus haben, damit man einfach so ganz gut ausgestattet ist? Also generell finde ich Nasenspray abschwellen, das ist schon gut. Also manchmal kommt man mit Meersalzspray hin, aber gerade je kleiner die Kinder sind, damit kann man halt schön leicht sich die Nächte verbessern. Wenn die wirklich komplett zu hier sind, dann ist das so ein banales Problem und die Nächte gleich so schlecht. Also Schlaf hilft. Ja, genau. Schlaf hilft. Also das finde ich alles, Doping, was den Schlaf besser macht, das finde ich gerechtfertigt in der Akutphase. Okay. Also Nasen, also man hat dann einfach da mehr Salz und leicht abschwellend. Genau, kann man ja erstmal so probieren, auch abwechseln, damit man das eine soll, man ja nicht zu lang anwenden. Ich mache ja gerne auch Nasendusche schon bei Kindern. Super. Ja, super. Wenn man das kann, gibt es ja tolle Videos auch, das empfehle ich auch schon lange Jahre. Trauen sich immer noch die wenigsten. Früher gab es nur diesen Nose-Reader-Sauger oder diesen Staubsauger, diese Sauger. Aber an diese Duschen trauen sich viele nicht ran. Aber das ist eigentlich viel effektiver noch. Ich habe immer diesen Gummiaufsatz, also so einen weichen, dann an die Nase rein. Ich mache das schon auch mit den Babys, weil ich finde, da ist das geile TikTok-Videos. Ja, ja, total. Und es ist richtig herrlich, das mit anzugucken. Also deshalb eigentlich NACL, also Kochsalzlösung zu Hause haben, um halt so eine Naschendusche zu machen. Ich habe auf meinem Instagram-Kanal auch so einen Link-Tweet, da habe ich auch solche Sachen verlinkt, wo man das finden kann. Aber können wir auch in die Show Notes noch packen, weil diese Aufsätze sind halt, weil das was ganz anderes ist, wenn das so an der Nase ansetzen könnt. Und es ist ja auch immer so, wenn Kinder das einfach gewöhnt sind, dann machen sie es nachher auch. Die haben ja die Erleichterung danach, die spüren das ja so doll. Das glaube ich auch, ja, kann man gewöhnen. Genau, dann hatten wir das. Dann hast du gesagt Paracetamol, Zäpfchen. Paracetamol und Ibo, genau. Ich habe beides gern als Saft, wobei man sagen muss, den Paracetamol-Saft, den nehmen die Kinder nicht. Der schmeckt so ekelhaft. Also du bist kein Zäpfchen-Fan? Doch, Zäpfchen auch. Aber man kann eben, also viele wollen es einfach ab dem dritten Geburtstag nicht mehr so. Wenn es jetzt um die Kleinen geht, finde ich Zäpfchen super. Die sind natürlich auf eine Dosis festgelegt. Und den Saft kannst du ein bisschen fein justieren, ans Gewicht anpassen. Das ist vielleicht der Vorteil. Oder wenn sie die Zäpfchen nicht mehr zulassen, sonst ist Zäpfchen super. Ja und dann vielleicht nochmal die Zäpfchen tut man nicht mit der... Rakete zuerst, sondern andersrum rein. Genau, wobei ich es auch egal finde, Hauptsache das Ding ist drin. Vorher würde ich immer einen Klecks Creme nehmen, das finde ich ganz fair. Ich finde ja immer noch wichtig, dass gerade im Winter, dass die Raumluft einfach feucht ist. Also das ist ja nochmal so, gucken, ich habe jetzt auch wirklich bei uns in jedem Zimmer mir so ein kleines Thermometer, also dass ich immer die Temperatur und auch die Feuchtigkeit der Luft. Und das hilft ja auch gerade bei Husten. Da merke ich immer einen Riesenunterschied. Einige sagen ja, inhalieren hilft nicht. Ich liebe inhalieren. Was sagst du dazu? Also diese, das ist auch jetzt nicht evidence-based, sagen immer alle, aber ich habe auch immer einen Eindruck gehabt und das hat schon unser Kinderarzt früher empfohlen, Wäscheständer oder Schüssel Wasser über die Heizung auch stellen im Kinderzimmer. Und für die obere Atemwege, so bis hierher, Ich glaube schon, dass das hilft. Sieht keiner. Du musst zeigen, sie fasst bis zum Hals. Bis zum Hals, bis zum oberen Atemwege gehen, von der Definition her bis zum Kehlkopf. Und ab da beginnen die unteren. Und für die hilft das schon, das ist angenehm. Einfach mindestens angenehm. Ob es jetzt kausal hilft und die Krankheitsdauer verkürzt oder so, oder den Schleim besser wegresorbt, das weiß ich nicht. Aber es ist angenehm. Was sagst du zu den Diffusor, die es so gibt? Ja, das ist das Gleiche. Da würde ich auch sagen, es schadet nichts. Nur wichtig ist die Reinigung. Ja, dann hast du wieder Viecher da drin. Ja, das ist ganz... Hast du irgendwelche Hausmittel, die du gerne machst? Also was ich super finde, ist tatsächlich die Zwiebel. Die Zwiebel, stimmt. Da die Zwiebel, da gibt es auch wirklich... Wir haben gar nicht über Ohren gesprochen, genau. Ja, Ohren sind natürlich auch häufiges Kita-Ding. Allerdings oft als Folge dann der schon bestehenden Erkältung, ne, ähm. Die Zwiebel, die ist echt so ein Allrounder. Die ist einfach schleimlösend, antibakteriell, entzündungshemmend. Da kann man den Zwiebelsaft draus machen und die Kinder trinken lassen mit ein bisschen Honig drauf. Man kann es als Zwiebelsäckchen aufs Ohr legen. Man kann es auch einfach klein gehackt ans Bett stellen. Hast du dazu Videos, wie du die machst auf deinem Kanal? Nee, habe ich noch nicht. Mach sie jetzt. Also ich muss selber sagen, ich hasse diesen Geruch und das ist ja so grenzwertig wie Schweiß und trotzdem überzeugt mich es jedes Mal so, auch bei Insektenstichen zum Beispiel, wie stark entzündungshemmend dieser Effekt ist. Man merkt es ja auch schon wirklich beim Zwiebelschneiden, wie unfassbar stark diese Wirkung ist. Deswegen, das ist etwas, das kann man immer anwenden, wenn der Befund noch nicht so schlimm ist, dass man sagt, okay, das Kind leidet jetzt und weint und wimmert dann auf jeden Fall erstmal einen Arzt angucken lassen. Aber wenn man so sagt, da ist irgendwie ein leicht entzündeter Insektenstich zum Beispiel oder das Ohr zieht so ein bisschen beim Kind oder das hustet locker seit gestern, dann kann man Zwiebel mal anwenden. Okay, super. Also Zwiebel. Gibt es noch was, was du gerne magst? Ja, was ich super finde, ist Schwarztee. Das ist eigentlich mein Lieblings. Da gibt es auch viele Anwendungen. Das kannst du beim Magen-Darm auch toll anwenden. Ist ja auch die WHO-Standardlösung für die dritte Welt für Durchfallerkrankungen. Weil das ja ab fünf Minuten Ziehzeit werden diese Tannine freigesetzt, diese Gerbstoffe genau. Und die sind auch für den entzündeten Darm eben toll von innen. Klar kannst du denen jetzt aufgrund des Koffeins nicht fünf Tassen da am Tag hinstellen, aber eine stark gezogene Tasse morgens löffelchenweise ist super für Magen. Und wie kriegst du es rein? Also ich meine, kommt Geschmack her. Ja, mit Honig zum Beispiel. Also ab dem ersten Lebensjahr darf es ja auch Honig geben und dann trinken die ja alles. Dasselbe bei Salbei übrigens, auch stark entzündungshemmend. Auch für den Mundbereich, bei so Fäulen oder Mundschleimhautentzündungen. Das mit Honig dazu. Honig selber ist auch antibakteriell. Das sind tolle Mittel. Und Schwarzdee auch sonst. Dieses Gerbende bei nässenden Windelekzemen, auch ein häufiges Kita-Problem. Oder überhaupt bei auch entzündeten Augen, Bindehautentzündung, dass es wirklich Gold wäre. Einfach ziehen lassen, abkühlen lassen, den gezogenen Beutel und dann mit diesem sterilen Vlies kann man super alles tupfen. Apropos Bindehautentzündung, da ist es ja auch jetzt einfach so, dass es anders behandelt wird, dass man einfach eher mehr spült die Augen und wartet. Also da geht man ja gar nicht mehr so schnell auf ein Medikament, oder? Es kommt wirklich auf die Bakteriendichte drauf an. Wenn es ein reines Sekretding ist, dass du merkst, es sammelt sich so der gelbe Tropfen im Augeninnenwinkel und du wischst ihn aus und der kommt aber nach am Nachmittag. Das ist noch so ein Befund, da könnte man erstmal auswischen und spülen. Egal ob mit Kochsalz oder Euphrasia, das ist ja dieses homöopathische Komplexpräparat oder mit dem Schwarzteebeutel oder sowas. Wenn allerdings schon der Lidrand geschwollen ist und vor allem das Gewebe drumherum, also wenn das schon reingekrochen ist und geschwollen ist, also wenn das Gewebe mit involviert ist, dann behandle ich antibiotisch. Einfach auch deswegen, weil das Augentropfen für Kinder so unangenehm ist und die das so hassen. Und das ein solches Heckmeck ist dann immer über Tage. Und bevor du da jetzt tagelang wischt und tropfst mit Kochsalz nur, um dann am Schluss trotzdem noch antibiotisch zu behandeln, noch mal fünf Tage, würde ich immer sagen, macht man einmal drei Tage. Einmal ordentlich. Und Hausmittel, ich mag ja auch gerne diese Husten, also ich mag gerne diese Platten, die mag ich einfach gerne. Wenn man husten, kennst du diese Platten, die man anwärmt, auch aus Bienen. Ach so, ja. Und Wärme, ist ja auch immer so, dazu gibt es ja auch keine Studienlage, aber es ist angenehm. Es ist angenehm und wärmt und so. Man sagt ja auch einfach die Kartoffel, also das habe ich noch nie gemacht, aber Kartoffelwickel. Ja, die können halt super, super stark Wärme speichern. Hinzuspeichern, eine Kartoffel. Ich meine, wir haben ja gerade gemerkt, krank sein dauert ja dann doch schon ein bisschen länger. In der Akutphase sind sie natürlich eher, machen eh den ganzen Tag nichts, aber das muss ja auch gestaltet sein, ne? Also. Betreut, gestaltet und was machen wir jetzt? Also ich meine, du hast ja nun auch mit vier Erfahrungen, also was sind so deine, ich meine, man kann sie ja auch nicht die ganze Zeit vor elektronische Geräte setzen, Hörspiele. Ja, da war ich genauso ratlos wie alle anderen Puzzlen Malen, Hörspiele, rausgehen, wenn es nicht fiebert, das Kind, die Oma anrufen. Also bei Fieber nicht rausgehen. Also wenn es jetzt draußen... 10, 15 Grad hat und das Fieber ist auch nicht maximal hoch, dann schon. Aber wenn es jetzt 0 Grad oder weniger hat und das Kind hat richtig Fieber, dann ist das was, wo es ganz schön arbeiten muss dann, umgegenarbeiten muss. Das würde ich dann nicht machen. Okay, also erst wieder, wenn es weiter runter geht und so weiter. Die Kinder sind ja einfach bei Fieber auch da, schlafen die ja auch meistens. Also es ist ja wirklich immer nur die kurzen. Da einfach wichtig auf die Flüssigkeit, also die Flüssigkeit achten. Ach, das ist ja gerade super wichtig nochmal, das haben wir noch nicht so angesprochen, also Flüssigkeit, Zufuhr. Genau und auch viele haben Sorge, mein Kind isst nichts mehr seit dieser fieberhaften Erkrankung. Das ist zum Beispiel völlig egal, das wissen auch viele nicht. Essen ist komplett, wenn das Kind eine Woche nichts isst, ist auch egal. Das sind diese Kaloriendefizite, sage ich mal, die holen die immer später wieder rein. Das ist einzig und allein entscheidend, ob die trinken. Und tatsächlich auch nicht nur fürs Trinken, also für die Organe oder so, sondern weil es auch abkühlt. Also über das Trinken kann man auch besser abkühlen erst wieder. Also auch gegen das Fieber selber. Ja, also viel. Ich finde ja da auch immer, das ist ja auch so häufig, dass die meisten ja dann auch mich immer dann nochmal anrufen, wenn die Kinder eins werden, jetzt sollen sie in die Kita, jetzt sollen sie abgestillt werden. Wo ich ja immer so bin, würde ich jetzt, also ich meine, es ist ja immer so, was für ein Need habe ich. Also möchte ich das selber persönlich, weil es jetzt einfach reicht. Aber wenn sich noch beide damit wohlfühlen, finde ich auch immer super, wenn die dann noch stillen. Teilstillen, ja. Ja, also ich meine, die essen ja schon und werden gestillt. Aber ich fand das immer super, das zu haben, weil da wusste ich einfach, okay, wenn die krank waren, das funktioniert immer. Und da braucht man sich dann keine Sorgen machen. Total. Aber ich glaube, da haben eben manche auch wirklich dieses Gefühl, jetzt brauche ich wieder meinen, auch wenn sie gerade woanders jetzt wieder funktionieren müssen, jetzt brauche ich wieder meinen... Meine totale Selbstbestimmung in meinen Körper zurück. Ja, aber auch viele Kitas sagen, dass sie es wollen. Und das finde ich halt einfach sehr eingreifend in die Privatsphäre. Ja, es gibt Kitas, die einfach sagen, dass sie das nicht möchten, dass Kinder noch gestillt werden. Weil das dann den Ablauf halt einfach, wo ich auch denke, die sind ja dann auch einen anderen Ort. Damit verbinden die ja gar nicht jetzt Muttermilch. Aber gerade so, wenn die so super klein noch sind. Und das kann man sich ja nicht vorstellen, gerade beim ersten Kind. Wenn Kind eins ist, denkt man ja, die sind irgendwie schon groß, aber das sind ja eigentlich auch noch Babys. Aber das kann man sich am Anfang nicht so vorstellen, finde ich. Und dass die dann halt noch nicht irgendwie alles können. Die können ja auch nicht sagen, was sie da erlebt haben. Gerade so finde ich immer so diesen Übergang, dann nach Hause kommen und dann stillen. Das ist ja auch mal so kurz dieses Bonding. Kurz Check-in ist super. Also wenn da beide noch Freude dran haben und das gut funktioniert, dann muss man nicht wegen Kita-Eingewöhnung abstellen oder weil die Kita das sagt, sondern das ist eher einfach noch gut, das mitzunehmen. Weil da weiß man immer, die trinken und sind... Nach wie vor sind IgA-Antikörper drin, wenn auch weniger, aber es schützt auch vor Infekten. Auf jeden Fall. Es ist mir ja sowieso als Hebamme ein großes Anliegen, das zu fördern, aber da immer aufzuklären. Und das kann man eigentlich nicht oft genug sagen, weil viele denken, okay, ich muss das jetzt so machen. Also ich meine, nicht, dass die WHO empfiehlt ja auch, drüber hinaus Kinder weiter zu stillen unter Einführung der Beikost und des Familientisches. Ja. Kathi, ich meine, jetzt haben wir unsere höhere Mail vom Anfang. Ich würde mal sagen, ist alles ganz normal. Also was die Anne da beschrieben hat, dass sie einfach häufig krank ist. Es ist einfach wirklich das große Problem eigentlich oder die Herausforderung ist halt die Betreuung. Ja, genau. Und da haben wir leider... Auch keine Antwort. Also ich meine, man braucht halt einfach ein paar, also ein kleines Netzwerk. Man muss gucken, dass man sich abwechselt, also dass nicht nur die eine Person immer zu Hause bleibt, sondern dass man da einfach guckt, dass man beides gut schafft. Aber man braucht eher Zeit und sollte eher auch ein bisschen mehr Zeit einplanen. Genau, also wenn man die Erwartungshaltung vielleicht gar nicht erst hat, dass es so, dass man da eine Stütze drin hat nach vier Wochen Eingewöhnung, sondern weiß, das geht jetzt erst nochmal weiter, dann finde ich fällt man auch nicht so tief, wenn es dann nicht so klappt, dass man das weiß. Dass es erstmal intensiv wird. Ja, der erste Kita-Winter ist meist schon knackig. Und dann wird es auch eigentlich besser. Ja, absolut. Also es geht immer so zwei Schritte vor, wieder einen zurück. Ja, man merkt es auch, wenn die nachher in größeren Gruppen sind, auch mehr draußen sind, nicht mehr nur in diesen Räumen so, dass die da auch einfach fitter sind, mehr diese Handy-Gene. Und auch wenn man aus dieser oralen Phase rauskommt am Anfang, sind die ja einfach, da hat der das im Mund, der andere und alles weitergeleitet. Dann wird das einfach auch einfach schon besser. Wann würdest du immer sagen, dass die Leute zu dir kommen sollten oder gibt es auch wirklich die, die dann zu spät kommen? Also wann ist der richtige Zeitpunkt zum Kinderarzt, sich auch vorzustellen oder muss man auch nicht immer gleich gehen? Tatsächlich muss man in den meisten Fällen gar nicht sofort gehen, es sei denn man braucht eine AU von Arbeitgebern. Das ist auch ein Grund, warum viele kommen. Kinder dürfen 72 Stunden arbeiten. Auch hochfiebern, wenn sie keine Schmerzen haben, wenn sie keine Atemnot haben, wenn sie nicht groß wesensverändert sind. Und das kann man sich eigentlich schon so zur Regel nehmen. Wenn aber das Kind komisch atmet oder komisch ist vom Wesen her, gut im Fieber immer, aber ich sag mal drüber hinaus, Eltern haben ja auch eine gute Intuition und wenn die merken, irgendwas stimmt nicht, dann auf jeden Fall eher einmal häufiger vorstellen. Oder wenn das Fieber eben dann über diese drei Tage hinaus anhält oder auch die Symptomatik schlechter wird. Und man sagt, es wird nicht besser, sondern schlechter. Das ist dann auch ein Grund, einmal zu kommen. Wie ist das immer so in den meisten Praxen, dass man am besten an, also mit einem kranken Kind, also wie ist das bei euch so geregelt? Wir haben tatsächlich auch eine Vorsorge- und eine Akutsprechstunde, damit man die so ein bisschen trennt. Haut nicht immer hin, weil viele auch telefonisch nicht durchkommen und dann stehen die natürlich einfach vor der Tür. Die meisten sind echt ganz geduldig, aber man sitzt dann eben auch im Wartezimmer. Und dann kann man nicht verhindern, dass man sich da auch wiederum ansteckt. Manche gehen auch nochmal spazieren. Ja, so ganz, ganz akkurat trennen lässt sich es nicht. Am besten ruft man an, aber die sind halt auch echt alle unterbelegt, sage ich mal, und überfordert. Die Helferin am Tresen, das ist oft ganz schwierig, da durchzukommen. Also man ruft, also schreibt man am besten eine E-Mail eher. Am besten am Vortag eine E-Mail, das haben jetzt auch viele Praxen. Die Kinderarztpraxen haben fast alle noch keinen Dr. Lib, die wenigsten. Aber wenn es jetzt ganz akut ist. Warum nicht? Also ich weiß nicht, weil ich glaube, in der Kinderheilkunde ist ja vieles sehr akut und sehr emotional. Also die allermeisten kommen, weil um 8.15 Uhr was passiert ist oder das Kind spuckt und der eine muss weg und das andere Kind ist in einen Spreißel gezogen oder hat sich den Arm ausgekugelt und da jetzt nochmal erstmal... Und Online-Termin zu machen, passt da nicht so richtig dazu. Es ist zu träge ein bisschen, glaube ich, das System. Und das sind echt viele. Das ist halt ganz spezifisch für die Pädiatrie. Und deswegen denke ich, anrufen ist nochmal schneller. Und wenn man nicht durchkommt, gehen die meisten halt einfach hin. Und wenn man dann Wartezeit dabei hat, geht es ja auch. Letztes Jahr hatten wir zusammen einen Beitrag gemeinsam auf meinem Instagram-Kanal. Da ging es um die RSV-Immunisierung. Mich würde jetzt nochmal interessieren, Vielleicht sollten wir noch mal kurz die Leute abholen, was das ist. Aber ich finde es gerade sehr interessant, wenn ihr jetzt schon euer, also ihr bekommt ein Baby und ihr habt ein Geschwisterkind. Das ist in der Kita, RSV, Hochzeit ist von? Schrober bis März. Bis März. Also schon sechs Monate. Genau. Wir haben darüber aufgeklärt bei diesem Beitrag. Wenn du jetzt sagst, wir haben jetzt diese Immunisierung, oft wird sie als Impfung bezeichnet. Wie waren jetzt so die letzten Wochen? Ist es für euch schwierig in der ambulanten Praxis das zu bekommen? Also wie waren jetzt so die ersten Wochen mit der RSV-Immunität? Oder vielleicht erklärst du nochmal kurz, was RSV ist. Also RSV ist einer der häufigsten Erkältungsviren, auch schon lange, lange Zeit, schon immer ist nichts Neues, was viele ja denken. Weil erst vor zwei Jahren ja die Medien das ganz groß aufgebauscht haben, aber das gibt es schon ewig. Und der ist eigentlich für uns Erwachsene oder immunkompetente Kleinkinder, Jugendliche harmlos, aber eben nicht für die Babys bis zu sechs Monaten grob. Also wenn man so ein Cut-off machen will, kann natürlich auch mal blöd verlaufen für ein acht Monate altes Baby, aber so grob. Und vor allem für die Winterbabys natürlich, weil die da reinschlittern in diese Phase. Aufgrund der anatomischen Enge und aufgrund dieser Schleimproduktion und noch ein paar anderer Faktoren dieses Virus kann es zu Atemnotzuständen einfach kommen. Also das landen nicht wenige Babys, die RSV haben, auch mal in der Klinik. Meistens brauchen sie dann ein bisschen Sauerstoff, ein bisschen Kortison, ein bisschen Inhalation und dann war es das. Es gibt aber auch welche, die tatsächlich beatmet auf der Intensivstation landen. Das ist eben auch schon immer so. Es gab schon über 20 Jahre jetzt eine Prophylaxe. Das ist ein Antikörper. Ja, Synagis hieß der, der aber den Frühgeborenen und Krankensäuglingen vorbehalten war. Der war noch nicht so gut entwickelt wie die jetzige RSV-Prophylaxe. Der musste alle vier Wochen nachgespritzt werden, weil der wird von außen gegeben. Der wird nicht vom eigenen Immunsystem produziert und der baut sich immer relativ schnell wieder ab. Also nur eine geliehene, kurze, saisonale Hilfe. Der jetzige Antikörper bei Fortus, also die jetzige RSV-Prophylaxe, hat eben den Vorteil, dass sie einmal injiziert wird und ziemlich genau sechs Monate hält. Und das ist schon eine super Sache, weil das einfach eine Bedrohung ist. Da bauscht man auch nichts auf, das ist so. Und das weiß jeder, der im Gesundheitssystem und in Krankenhäusern gearbeitet hat. Ja und vor allen Dingen auch die Lage, die wir haben, dass wir einfach zu wenig Intensivplätze hatten für diese Kinder. Und dann einfach, das war ja die letzten Winter einfach sehr beängstigend, sehr bedrohlich. Ich habe auch einige Babys im Wochenbett gehabt, gerade mit Geschwisterkindern in der Kita. Deshalb haben wir auch diesen Beitrag gemacht, um aufzuklären. Aber viele haben sich dann einfach auch bei mir gemeldet, dass es halt einfach, also wie ist es bei dir jetzt im Praxisbetrieb? Es gab ja dann auch wieder Engpässe. Wie waren so die letzten Wochen? Es war erstmal ein Riesen-Hack-Mack mit der Kostenübernahme. Das ist ja wahnsinnig teures Zeug, kostet mehrere hundert Euro eine Injektion. Jetzt ist das geklärt, aber die Lieferkasse übernehmen alle. Genau, also man muss noch nicht mal in Vorkasse gehen. Okay, das ist ja auch für viele einfach. Das ist wichtig, weil das ist viel Geld. Ja, genau. Und wir haben den nicht auf Lager, sondern beziehungsweise einen kleinen Teil haben wir auf Lager. Es gibt ja zwei verschiedene Dosierungen, 50 Milligramm für die bis 5 Kilo und ab 5 Kilo 100 Milligramm. Und wir haben einen davon. Für die größeren Säuglinge geben wir dann Rezepte, Die gehen in die Apotheke und organisieren sich das selber. Und tatsächlich haben auch viele Apotheken das jetzt wochenlang nicht mehr nachgeliefert bekommen. Da gab es auch eine große Unregelmäßigkeit. Manche Apotheken gar nicht, manche hatten was bekommen, auch Reimporte aus dem Ausland. Das wird schon immer besser, aber es war ein schleichender Prozess. Also jetzt würde ich sagen, kriegen gerade alle, also im Berliner Südwesten kann ich jetzt nur sagen, kriegen alle. Eigentlich alle Säuglinge um die U2, U3 herum die RSV-Prophylaxe, wenn sie sie wollen. Ja, aber im Krankenhaus ist bei uns zum Beispiel auch noch nicht geregelt, dass es da gleich gemacht wird bei der U2, was natürlich super wäre. Ja, doch, bei uns ja. Ich bin ja da im Waldfriede, das kriegt jeder U2, kriegt RSV. Okay, gut. Also bei uns so Friede ist es halt noch nicht. Also mal gucken, wie sich das jetzt die nächsten Monate, ich meine, jetzt gehen wir ja bald wieder in die Zeit, wo es dann nicht mehr, aber für nächsten Herbst, also ich glaube, dass hoffentlich wird es dann einfach nächstes Jahr nicht mehr so ruckelig der Anfang. Das muss sich ja erstmal alles etablieren. Aber ich glaube, da haben wir einen ganz tollen Beitrag. Wenn ihr da nochmal mehr wissen wollt. Dann verlinken wir euch den auch nochmal in den Shownotes, weil das ist einfach ein ganz wichtiges, also das merkt man ja wahrscheinlich auch, dass weniger, also ich habe auch das Gefühl, ich weiß nicht, ob es so in den Medien ist, aber gefühlt auch, dass es weniger Fälle. Tatsächlich, ja. Also zumindest bei den Babys. Ja, also bei den ganz kleinen, also das ist schon einfach. Bisher schon, wobei auch manchmal das ja erst so jetzt Fahrt aufnimmt. Ja, genau. Also vielen Dank erstmal, dass du da warst für den tollen Überblick. Ich glaube, wir haben alles so ein bisschen angeschnitten und vor allen Dingen auch der Umgang mit Krankheit. Und das ist glaube ich das A und O, wo man erstmal reinkommen muss. Und das ist gerade, wenn man das erste Kind hat und dann noch nicht so viel. Das ist halt einfach Geduld und Ausdauer braucht und vor allen Dingen viel Pflege. Und dass manchmal das eigentlich am wichtigsten ist und man gar nicht so viel tun kann, sondern einfach dieses Begleiten von einer Kinderkrankheit. Deshalb erstmal vielen Dank. Wer Katharina weiter folgen will, wird alles auch verlinkt, sodass ihr da gucken könnt. Und du machst jetzt nochmal schöne Videos zu deinem Zwiebelsäckchen. Ja, am Ende ist es mein Schatz. Hast du gleich Content-Themen. Vielen Dank und noch einen schönen Tag. Ja, dir vielen Dank. Dankeschön. Music. So, das war die Folge mit Dr. Kathi Schroth. Ich fand es wirklich sehr, sehr schön, nochmal gut zusammengefasst und vor allen Dingen hat es für mich nochmal gezeigt, das, was ich eigentlich auch immer schon mit meinen Kindern so mache, dass Krankheit Zeit braucht und dass wir leider diese Zeit als Eltern oft nicht haben. Vor allen Dingen, weil viele Eltern vielleicht auch alleine sind, weil sie einfach diesen Druck vom Job her haben und dass wir Mütter ja oft einfach wieder die Problematik haben, das erste Kita-Jahr ist einfach ganz normal, dass es sehr krankheitsintensiv ist, aber wir dann wieder unseren Einstieg in den Beruf haben, wo wir natürlich auch performen müssen, wollen und so weiter, dass das natürlich einfach keine gute Kombination ist. Und dass wir einfach da auch von der Politik einfach, dass es einfach keine guten Voraussetzungen für Eltern in dieser sehr intensiven ersten Zeit sind und das sind ja wirklich die ersten drei Jahre, die Eltern wirklich viel Unterstützung brauchen und die intensiv sind. Danach wird ja vieles einfacher, natürlich kommen dann andere Herausforderungen mit größeren Kindern, aber in dieser ersten Zeit ist ja vor allen Dingen dieses Zeithaben wichtig. Da sein, pflegen, so wichtig und das hat man ja wieder gesehen in der Folge mit Kathi, dass es einfach Zeit braucht, um gesund zu werden. So und ganz zum Ende der Folge gibt es noch einen kleinen Mythen-Check. Heute mit der Frage, sobald die Bläschen verschwinden, ist das Kind nicht mehr anstecken. Das betrifft Hand, Mund, Fuß und das ist so nicht korrekt. Die Hand, Fuß, Mund, Krankheit ist auch nach dem Verschwinden der typischen Bläschen an Händen, Füßen und im Mund weiterhin anstecken. Das wissen nämlich viele nicht. Die Bläschen können zudem an anderen Körperstellen wie Gesäß, Bein oder im Windelbereich auftreten, was das Risiko einer Schmierinfektion erhöht. Selbst wenn die Hautsymptome abgeklungen sind, scheiden betroffene Kinder das Virus noch Wochen nach der Genesung über den Stuhl aus. Besonders in dieser Phase ist das gründliche Händewaschen nach dem Toilettengang, beim Wickeln und vor dem Essen wichtig, also es ist eigentlich generell super wichtig, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch Eltern und Betreuungspersonen sollten auf strikte Hygiene achten und aufgeklärt sein, um eine erneute Ansteckung oder die Übertragung auf andere Kinder zu vermeiden. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? dann schreib mir einfach an sissy-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Music. Das war Sounds Familiar, der Eltern-Podcast mit Hebamme Sissi Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther. Sounddesign und Postproduktion Nilan Feig. Musik.