Music. Ein wunderschönes Hallo. Heute ist Dienstag und es gibt heute wieder eine neue Folge Sounds Familia für euch. Und ich freue mich so sehr, dass so viele zuhören, dass ich schon so viele E-Mails bekommen habe und vor allen Dingen auch mit Themen wünschen. Ich habe mir natürlich für die ersten Folgen auch ganz viele Themen schon ausgedacht, aber ich bin natürlich total offen für eure Themen, die ihr euch wünscht, die wir unbedingt besprechen müssen. Aber heute gibt es erstmal eine neue Folge für euch und das ist auch für mich eine sehr wichtige Folge, weil das ist eine Folge, mit der wir uns eigentlich täglich mehrmals am Tag beschäftigen. Heute wird es nämlich um das Thema Ernährung gehen, Ernährung mit Kindern, Ernährung für die gesamte Familie. Und das ist ja wirklich eine Sache, die mich persönlich am Elternsein viel gestresst hat. Ich habe ja Gott sei Dank das Glück, dass mein Mann Koch ist, aber wenn er mal nicht da ist, dann ist das wirklich nicht so einfach für mich. Und deshalb freue ich mich, dass wir heute da mal ganz explizit drüber reden. Und ich habe von euch auch eine E-Mail gekriegt, eine Community-E-Mail mit einer Frage. Und die werde ich jetzt mal vorlesen. Und dann werde ich euch meine wunderbare Gästin vorstellen, auf die ich mich so sehr gefreut habe. Ich habe sie auch gerade persönlich abgeholt vom Zug. Wir hatten schon eine schöne Autofahrt und ein schönes Mittagessen. Und jetzt sitzen wir hier gemütlich im Podcast-Studio. Aber ich werde euch erst gleich verraten, wer heute bei mir ist. Jetzt gibt es erst mal die E-Mail, auf die wir eingehen werden. Und da hat die liebe Marina geschrieben. Hallo Sissi, ich versuche mich möglichst gesund und ausgewogen zu ernähren. Gleiches gilt auch für meine zwei Kinder. Daher versuche ich, wenn möglich auf Zucker zu verzichten und meinen Kindern gesunde Alternativen anzubieten. Doch im Alltag scheitere ich immer wieder. Ob bei Kindergeburtstagen, in der Kita oder zu Besuch bei Oma und Opa, Süßigkeiten gibt es schnell mal eben und überall. Ich möchte meine Kinder nicht komplett ausschließen, aber manchmal fühlt es sich an, als wäre es ein Kampf gegen Windmüllen. Hast du vielleicht Tipps, wie man mit solchen Situationen entspannt umgehen kann, ohne das Thema ständig zu einem Streitpunkt zu machen? Ich möchte, dass mein Kind eine gesunde Beziehung zu Lebensmitteln entwickelt, ohne dass ich mich dabei wie die böse Zuckerverbot-Mama fühle. Alles Liebe, Marina. Tja, ich glaube, so wie Marina sich fühlt, so fühlen wir alle. Und das wird halt, glaube ich, auch das Thema heute sein, dass wir da einfach einen guten Mittelweg finden. Weil ich glaube, ist jetzt meine persönliche Meinung als vielfache Mutter, dass ich würde zum Beispiel den Industriezucker nie komplett verbieten, weil ich will meine Kinder nicht ausschließen. Aber dazu fragen wir jetzt erst mal meine liebe Gästin. Und ich habe heute Lynn Höfer zu Gast. Und ich freue mich, dass du hier bist, liebe Lynn. Ich darf dich erstmal einmal kurz vorstellen. Also wer Lynn noch nicht kennt, was ich mir nicht vorstellen kann. Lynn hat einen ganz tollen Instagram-Kanal. Der heißt Heaven Lynn Healthy. Ich bin bei einem kleinen Sprachfehler. Und du hast wunderbare Kochbücher geschrieben. Und bist eigentlich zu dem Thema Ernährung natürlich auch aus deiner persönlichen Geschichte bekommen. Hattest selber einen Bluthochdruck. Obwohl du eigentlich Sport und gesund gedacht hast, dass du dich ernährst, kam diese Diagnose. Und dann hast du dein Leben einfach umgedreht und hast dich so der ganz pflanzlichen Ernährung, also hast vegan gelebt. Und wir haben ganz viel Kontakt über Instagram. Du wohnst in Lüneburg, bist Mama von zwei kleinen Kindern. Deshalb, wir sind viel in Kontakt und ich finde es einfach schön, wie du gesundes Essen verbindest. Aber man merkt auch einfach, du lebst halt auch. Das finde ich immer so ganz wichtig und deshalb freue ich mich, dass du heute hier bist. Und vielleicht magst du selber noch mal kurz zu dir was erzählen, weil ich finde einfach, du schaffst es in deinen Formaten, die du bespielst, einfach so, dass gesundes Essen nicht so schwer ist und dass jeder es versuchen kann. Und das finde ich einfach so toll. Also erstmal vielen Dank, Lynn. Ja, hallo, es ist hier erstmal. Ich freue mich total, dass ich hier bei meinem ersten Podcast sitzen darf mit dir. Das hast du mir gerade schon gesagt, das konnte ich gar nicht glauben, dass ich die Ehre habe, dass du heute bei mir sitzt und deine erste Podcastaufnahme hast. Also zumindest Videopodcast und so in so einem sehr professionellen Setting. Ja, genau. Ich bin nicht so viel in Podcasts unterwegs, bisher leider. Aber ich habe mich so gefreut über deine Einladung und. Alles, was in der Nachricht gerade stand, fühle ich als Mama selber auch total. Also ich glaube, das ist der Struggle, den wir alle haben. Wir wissen eigentlich alle, was ausgewogene Ernährung bedeutet, wie die aussieht. Wir wissen alle, dass zu viel Zucker, Industriezucker, nicht gut ist für uns. Aber dann crasht das irgendwie mit der Realität, mit Oma, Opa, mit Kita, mit Kindergeburtstagen etc. Und ja, ich wünschte, ich hätte die Lösung für alles. Habe ich natürlich auch nicht. Aber ich glaube, was ganz doll hilft, ist, dass wir uns als Eltern auch da erstmal ein bisschen den Druck rausnehmen. Also ich habe das Gefühl, wir spüren als Eltern ja in allen Belangen Druck. Aber beim Thema Ernährung ist es irgendwie besonders stark. Ich finde, das fängt ja eigentlich schon in der Beikost an. Also wenn wir sozusagen, wenn die Kinder so zum ersten Mal zum Essen übergehen und Nahrung kennenlernen sollen, das ist einfach da auch schon viel Druck von, erstmal ist man überfordert von dem Angebot. Also wenn man so in der Drogerie steht und dann einfach auch alleine diese Snackregale sieht, das ist schon total überfordert. Und man hat das Gefühl, man braucht eine halbe Wissenschaft, weil ja auch vieles einfach versteckt ist, was wo drin ist. Das finde ich ist auch Druck, Überforderung und das ist gar nicht so einfach. Aber da wirst du uns heute ein bisschen helfen. Also erste Frage, die ich habe, was ist denn eigentlich eine ausgewogene Ernährung und worauf sollten wir als Eltern wirklich achten? Weil das ist immer so ein einfaches Wort, ausgewogen. Ja, aber was ist denn ausgewogen? Und wie kann ich sicherstellen, dass mein Kind sich wirklich ausgewogen ernährt? Genau, eine ausgewogene Ernährung ist eine bunte Ernährung. Das heißt, es kommen ganz viele verschiedene Lebensmittel darin vor. Wir haben natürlich Obst, wir haben Gemüse, aber auch Hülsenfrüchte, wenn man möchte, ein bisschen Fleisch oder Fisch, Milchprodukte, wenn man möchte. Und dass es eigentlich eine ausgewogene Ernährung bedeutet, dass man viele verschiedene Lebensmittel isst und nicht nur morgens, mittags, abends Brot zum Beispiel. Das heißt nicht immer dasselbe, dass man auch schaut, dass man über die Woche verteilt auch mehrere Gemüsesorten isst, dass man mehrere Obstsorten isst. Denn Obst und Gemüse haben ja auch verschiedene Farben und die Farben stehen für unterschiedliche Nährstoffe. Und man braucht gar keine Tabelle, um jetzt zu schauen, kriegt mein Kind genug Magnesium, kriegt mein Kind genug Calcium oder Eisen. Man sollte einfach darauf schauen, hey, haben wir diese Woche bunt gegessen? Hat mein Kind verschiedene Obstsorten gegessen? Hat es auf dem Snackteller nicht nur Karotten gehabt, sondern vielleicht auch mal ein bisschen Paprika? Oder gab es vielleicht auch mal eine Süßkartoffel und nicht nur Kartoffeln? Also, dass man einfach schaut, dass man verschiedene Farben in die Ernährung einbringt, denn da sind eben die Nährstoffe drin und dass man nicht nur beiges Essen isst. Das ist vielleicht... Ja, das finde ich super. Aber wie viel Obst und Gemüse sollten wir dann täglich unseren Kindern anbieten? Da gibt es die Faustregel, dass man sagt, fünf am Tag, also drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Eine Portion ist tatsächlich gar nicht so viel. Das passt eigentlich in eine Kinderhand. Und eine Portion ist eben die Kinderhand. Das heißt, ja. Zwei Äpfelscheiben. Ja, also es könnte schon auch ein kleiner Apfel sein. Eine kleine Banane ist zum Beispiel auch schon eine Portion. Also wenn das Kind eine Banane am Tag isst, mein Sohn ist da auf jeden Fall mindestens eine von. Und dann kleine Apfel oder ein paar Apfelscheiben, dann ist das schon tatsächlich ausreichend. Und das Gemüse eher gegart oder ist es besser, wenn ich jetzt eher an die Rohkost gehe? Weil das finde ich immer so schwierig, weil du hast natürlich Gemüse. Also mein Mann versucht natürlich in seinen Soßen immer möglichst viel reinzuschummeln, weil du kennst ja das Alter, wo... Ja, das haben wir auch. Also das ist ja auch einfach, glaube ich, das ist auch für die Hörerinnen einfach auch wichtig, dass man einfach weiß, es gibt ja diese Phase, wo die sehr viel beige essen, nämlich Nudeln ohne alles. Die ja auch vollkommen okay ist, diese Phase. Das ist auch gut, weil dann brauchen sie das, um zu wachsen. Und auch in beigen Nudeln, also nicht in vollkommen Nudeln, stecken tatsächlich auch Nährstoffe. Die werden ja immer so verteufelt, aber auch unser Sohn hatte diese Phase schon. Selbst in weißen, nicht Vollkornnudeln steckt auch schon ein bisschen Eisen drin. Okay. Das hat mich beruhigt in dieser Zeit, dass ich wusste, okay, selbst wenn die Vollkornnudeln verschmäht werden, dass auch in Nudeln natürlich noch Nährstoffe drinstecken. Ja, aber so gerade in so einer, dass man halt einfach so Soßen, wenn man jetzt zu den Nudeln, und die wollen jetzt einfach gerne am liebsten meistens eine Tomatensauce, dass man versucht, in diesen Soßen auch zufällig, Und möglichst kann man ja auch was versteckt drunter bringen. Dann habe ich aber immer so das Gefühl, okay, wenn ich das so verstecke, ob es dann irgendwie noch ankommt. Also sagen wir jetzt mal, du bringst das Spinat, pürierst das einfach mit einem Zauberstab. Und das ist einfach irgendwie eine Soße, aber die hat ja trotzdem Wumms. Ja doch, das kommt auf jeden Fall an. Da musst du dir keine Gedanken machen, weil das ist oft, gerade in Soßen, das ist das Einzige, was Kinder teilweise essen. Und das ist auch ganz normal. Das hat mich auch als Mutter total beruhigt, dass diese Phasen normal sind. Die sind sogar, ich glaube, evolutionär bedingt kann man die erklären, dass es ganz gut ist, sogar wenn Kinder eine Zeit lang eben nichts essen, was sie nicht kennen. Also, dass es quasi evolutionär bedingt heißt, was ich nicht kenne, lasse ich lieber liegen, damit sie nicht vergiftet werden. Und diese Phase ist dann meistens auch irgendwann vorbei, aber durch diese Phase gehen eigentlich alle Kinder. Was sagst du zu der 1000-Tages-Regel? Die ersten 1000 Tage sind so wichtig. Weil das ist ja auch schon wieder, also Druck, stresst mich ja natürlich wieder so. Also es ist natürlich toll, dass man halt sagt, wer das vielleicht noch nicht von euch gehört hat, dass man von der Befruchtung der Eizelle gilt bis zum zweiten Geburtstag. Und alles, was da gegessen wurde, prägt halt das Kind. Also möglichst sollte man in dieser Zeit halt einfach auf wenig Industriezucker, viel Gemüse, ballaststoffreich essen. Einfach eine hohe Vielfalt ist, glaube ich, das Wichtigste. Gerade auch zur Allergieprävention, das ist ja auch super wichtig. Es war ja, ich weiß nicht bis wann, aber als ich noch gelernt habe in meiner Ausbildung, hieß es noch, dass man im ersten Jahr die Dinge meiden sollte zur Allergieprävention. Also auch Milch und diese Hühnerei, die typischen Allergene. Jetzt gibt es ja eine neue Leitlinie und die besagt, dass man unbedingt eben diese Dinge im ersten Lebensjahr zur Beikost anbieten soll, damit es eben weniger Allergien gibt. Aber da fängt ja auch schon wieder bei dieser 1000-Tage-Regel dieser Stress an, wie du auch gerade gleich durchdruckst. Weil es gibt ja einfach auch viele Schwangerschaften, da geht es den Frauen total schlecht und man hat ein Craving. Ja, ich hatte so eine. Ja, und was hast du gegessen? Ja, nur Beige. Ich glaube, ich habe nur Brot gegessen die ersten drei Monate. Ich konnte gar nichts essen. Ich hatte so Übelkeit, oh Gott. Ja, und wenn man sich dann halt darauf so fokussiert, dann ist man natürlich einfach sehr gestresst, finde ich. Und das ist einfach auch dieses Thema, warum ich freue mich, dass du heute hier bist. Ich glaube, das Wichtigste ist halt, dass man diesen Druck rausnimmt beim Essen. Ja, und auch bei Familien diesen Druck. Also das versuche ich auch weiterzugeben, dass man es nicht mehr machen kann als anbieten. Als Mutter fühle ich mich ganz oft abgelehnt, weil mein Essen einfach total oft abgelehnt wird. Wirklich? Ja, doch, natürlich, klar. Also nur weil ich gerne koche, heißt das ja nicht, dass meine Kinder das alles auch gerne essen. Wir hatten jetzt eine ewige Phase, wo alles, was ich gekocht habe, abgelehnt wurde. Und als mein Sohn jetzt letzte Woche mein Veggie-Korma, also so ein indisches Curry gegessen hat, war ich so dankbar, weil da natürlich Kichererbsen und Süßkartoffeln und gut, ich hatte ein bisschen Halloumi drin versteckt, weil Halloumi ist halt sehr lecker, das mag er gerne, aber es war so ein schönes Gefühl, dass er endlich wieder mein Essen gegessen hat, aber es war aber er hatte jetzt auch die Phase, ne? Ja, total nur Nudeln, ja und Brot und Nudeln, aber ich selber, ich hab ja das Wissen und ich weiß eigentlich, das ist normal und ich muss mir da keinen Druck machen, aber selbst ich habe ganz oft zu meinem Mann gesagt, der muss doch jetzt mal was Gutes essen und dann hat der mich ganz oft beruhigt und meinte, du sagst das doch selber immer und lass dich nicht stressen, weil ich habe mich zum Beispiel auch jetzt bei der Beikost, unser Sohn hat echt lange nicht, also der ist jetzt knapp neun Monate, der hat lange nicht die Beikostreife Zeichen gezeigt, also hat sich nicht hingesetzt, hatte auch noch diesen. Zungenreflex, genau und, Auf einmal habe ich mich stressen lassen, obwohl ich selber wusste, er wird ja komplett gestillt und das ist eigentlich alles okay, aber da war ich auf einmal dann doch selber gestresst, weil ich dachte, ja, habe ich mich von außen, von den äußeren Einflüssen doch dann beeinflussen lassen und irgendwie mir da so reinreden lassen von meiner Mutter und so. Weil sie immer alle Angst haben, dass das Baby verhungert. Ja, also erst geht es darum, stillst du? Kannst du stillen? Klapp das Stillen? Und dann, oh Gott, du stillst noch, du hast noch nicht zugefüttert. Also dieser Druck ist doch Wahnsinn. Also ich weiß gar nicht, woher das kommt, das Essen, so einen unheimlichen Druck. Also das Gefühl, weil eigentlich ist ja Essen und Kochen, also ich habe jetzt das nicht so, ich sitze da gerne mit in der Küche. Ich habe jetzt nicht das Kochen, was du ja auch so, und ich sehe es ja bei meinem Mann, wo ich auch immer denke, oh, ich hätte gerne diese Gabe. Aber so dieses gemeinschaftlich zu essen und einfach Freude am Essen zu haben und zu probieren, ich glaube, es liegt aber wahrscheinlich auch so ein bisschen an unserer Zeit. Ja, es ist alles immer so schnell und hektisch. Ich merke das auch oft, dass wenn mein Sohn mit mir backen will, der will eigentlich jeden Tag mit mir backen. Ich habe auch nicht jeden Tag Lust auf dieses Riesenchaos und auch nicht die Zeit, einfach jeden Tag zu backen. Aber eigentlich ist es ja was Schönes, weil er hat ja Interesse und vielleicht sollte ich mir da doch noch ein bisschen mehr Zeit nehmen, jeden Tag zu backen. Ich glaube, jeden Tag eine gemeinsame Mahlzeit ist, glaube ich, das, was eine Familie zu anstreben sollte, so dieses gemeinsame Essen sich über den Tag auszutauschen. Aber jetzt sag nochmal ganz kurz, weil das ist wirklich eine Frage, die die meisten mir hier gestellt haben, was man tun kann, wenn man einfach so einen wählerischen Esser hat. Also was ist deine Empfehlung an uns Eltern als Ernährungsberaterin? Was kann ich tun, dass ich trotzdem immer versuche, Vielfalt? Also weil man ja wirklich Angst hat, die Kinder kriegen keine Nährstoffe, wenn sie jetzt nur beige essen. Also ein Tipp, den ich wirklich gut finde, der bei uns auch super geklappt hat, ist halt das Miteinbeziehen der Kinder in den Kochvorgang. Wir haben ganz früh angefangen, dass unser Sohn mit schnippeln darf, auch schon mit nicht stumpfen Messern, damit das immer auch Spaß macht, damit das auch klappt. Hast du dann eine Empfehlung, was du für Messer so benutzt? Also du hast ihn ja wahrscheinlich nicht mit dem schärfsten. Nein, wie schon so ein Kindermesser, aber wir haben jetzt eines von Leawood und das funktioniert total gut. Und damit hat er ganz früh angefangen an ihm auch so Sachen zu schneiden wie Pilze, da brauchst du jetzt ja nicht das schärfste Messer für oder so. Und das hat super gut geholfen und ich lasse ihn immer abschmecken. Also im Kochvorgang muss er oder darf er immer schon sagen, was fehlt, ob es schon gut schmeckt. Und das heißt, er isst eigentlich schon, während wir die Mahlzeit kochen, schon eine signifikante kleine Hand, würde ich sagen. Und das beruhigt mich dann auch, wenn er dann, wenn es fertig ist, dann irgendwie nicht mehr essen möchte. Wir zwingen auch zum Beispiel unsere Kinder nicht, dass die am Tisch sitzen müssen. Also ich finde, ich mag das nicht. Also die müssen nicht essen, wenn wir essen. Er kann dann auch gerne aufstehen und kommt dann wieder oder so. Und dieses in den Kochprozess einbeziehen, das hat bei uns sehr, sehr viel bewirkt. Und dadurch kennt er einfach auch schon super viele Lebensmittel, die ich jetzt wahrscheinlich nicht gekannt hätte in dem Alter. Ja, das macht mein Mann auch immer. Das finde ich auch gut. Habe ich auch so gemerkt. Aber ich habe trotzdem gerade aktuell eine Sechsjährige, die am liebsten jeden Tag Nudeln mit Tomatensauce essen will. Und das finde ich schon einfach echt anstrengend. Das glaube ich. Also die ist wirklich sehr, sehr wählerisch. Also Nudeln mit Tomatensauce. Aber sie sieht dann auch schon, wenn da was reinpüriert ist, oder? Der kann man ja dann auch nichts mehr vormachen, oder geht's? Ja, das muss dann natürlich auch, das kann jetzt nicht so komplett grün sein. Spinat geht halt auch. Und Obst? Isst sie Obst? Ja, aber lieber mehr Obst als Gemüse. Also Paprika ist gerade neu dazugekommen, weil du hast ja gerade jetzt gesagt, so bunt essen und wir sind ja jetzt einfach noch in der Phase, wo wir nicht im Sommer sind, wo es natürlich auch, das ist ja auch eine Sache, man soll ja saisonal essen. Ist auch nicht so einfach. Nee, wir essen auch gerade viele Mangos und es ist Januar, kann ich auch zugeben. Gerade sind Mangos hoch im Kurs und dann darf er gerne auch Mangos essen, wenn er das gerne möchte. Ist natürlich nicht so nachhaltig, aber irgendwo musst du ja auch Abstriche dann machen. Und Bananen sind ja akzeptiert das ganze Jahr über. Ich glaube, Bananen haben so eine Geschichte. Also Bananen darf man das ganze Jahr aber essen, man muss es nicht. Wie ist das denn mit Snacktellern? Weil ich mache eigentlich immer einen Snackteller und da gibt es ja so zwei Riegen, die sagen halt, okay, Kinder sollen nicht so viel snacken, damit sie eben bei den Mahlzeiten essen sollen. Aber Kinder brauchen nicht, so wie wir, drei strikte Mahlzeiten, sondern eigentlich eher so fünf, vielleicht eher kleinere Mahlzeiten und auf jeden Fall auch Snacks. Und ich bin ein Riesenfan von Snacktellern, weil wir unterhalten uns halt auch beim Kochen total viel. Da wird so ein bisschen über den Tag gequatscht und dann werden halt die Karotten da so weggesnackt. Und er merkt das manchmal gar nicht. Aber achtest du denn auch wirklich immer darauf, dass du denn deine drei Gemüsesorten drauf hast und zwei O? Nein. Nein, aber jetzt so. Also das sind alles nur Richtlinien ungefähr. Das ist was, wenn man das braucht, wenn man sagt, ich kann nicht schlafen. Ich muss irgendwie meinen Frieden oder ich brauche irgendeinen Plan, an dem ich mich runterhange. Genauso wie der Breifahrplan. Der ist für Menschen, die halt das wirklich brauchen. Und das hilft ja auch vielen, dass sie genau wissen, was sie tun sollen. Ich sehe das anders, weil mir gibt so einen Fahrplan eher so, oh Gott, ich mache was falsch. Wenn ich mich nicht genau dran halte, deswegen lasse ich es lieber gleich. Aber diese Regeln, das sind Regeln, um das Menschen zu vereinfachen, um das anschaulich zu machen. Aber das Leben findet nicht auf dem Papier statt. Und mal wird mehr gegessen, mal wird weniger gegessen. Und da ist halt auch wieder die Sache, da muss man auch den Druck rausmachen. Also ich stehe jetzt nicht vor meinem Kind und sage, du hast aber heute erst drei Gemüsesorten gegessen und jetzt ist hier nur noch erst zwei, jetzt musst du hier noch deine dritte essen. Also um Gottes Willen. Du hast gerade gesagt, fünf Mahlzeiten findest du gut. Genau, finde ich, ja. Weil ich habe auch eine Tochter, von der ich gerade geredet habe, die hat auch immer Hunger. Das ist doch aber gut. Ja, das ist auch gut. Aber da denke ich, da habe ich dann manchmal so das Gefühl, dass sie halt nie sich die Zeit, also ob sie halt immer, weil dann isst sie halt immer ein bisschen und dann hat sie, also du kannst auch sie nie ohne irgendetwas aus der Kita abholen. Das ist das erste, was sie sagt, so also da muss man einfach eigentlich die Snackbox machen. Also ohne Essen sie abholen, das geht gar nicht. Aber dann hat sie ja sicherlich auch einen ganz hohen Bewegungsdrang und bewegt sich viel, macht viel Sport. Also die Kinder holen sich ja schon auch das, was sie brauchen. Ja, also ich meine, die ist eher in der unteren Perzentile. Aber ich frage mich immer Wahnsinn, weil sie immer Hunger hat. Ja, aber deswegen sagt man auch eher fünf Mahlzeiten, weil die Kinder einfach einen sehr hohen Energiebedarf haben, gerade in dem jungen Alter. Also habe ich ein Frühstück, dann habe ich einen Vormittags-Smack. Genau. Dann habe ich ein Mittagessen, dann den Nachmittag und dann Abendessen. Genau, richtig. Also im Grunde ist es drei Mahlzeiten und zwei Snacks. Das geht ja, wir nennen das Schmause-Pause. Schmause-Pause. Was gibt es bei deiner Schmause-Pause? Die gibt es bei der Tagesmutter tatsächlich, das ist die Schmausepause, aber die macht halt auch so tolle Sachen wie Linsenhäppchen mit Humus und so. Okay, ciao. Ja, es ist ein Traum. Gestern gab es Brokkolisuppe mit Linsenschnitten und dann meinte mein Sohn zur Tagesmutter, das ist aber lecker. Bei mir würde er das natürlich nicht essen, aber dort ist er das natürlich alles. Die kocht auch noch selber? Ja, ich weiß, wir haben Jackpot. Aber ich frage mich, wie macht sie das, wenn sie, wie viele Kinder betreut sie? Fünf. Ja, die backt sogar das Brot selbst. Okay, aber wann macht die das? Die macht das morgens, bevor die Kinder kommen und wenn die schlafen, dann kocht die. Ich weiß, wir haben den Jackpot bei der Tagesmutter. Weil das ist ja schon wieder etwas, wo wir beim Thema sind. Der Alltag mit Kindern. Und ich glaube, das können ganz viele, die jetzt zuhören, auch nachvollziehen. Ich finde gerade, wenn man aus der Kita abgeholt hat, klar, Snackbox, das kriege ich jetzt hin. Sagen wir, machen wir da ein bisschen mehr ja Gemüse, da muss man sich glaube ich auch selber immer so ein bisschen, dass man einfach guckt. Also man muss ja einfach kreativ sein, also dass man da... Ja, auf jeden Fall. Ich glaube aber auch, manche Kinder finden die Wiederholung nicht so schlimm wie wir Eltern, oder? Also das finden die gar nicht schlimm, dass die immer das Gleiche kriegen. Ja, aber wenn ich jetzt hier so sitze mit dir und denke so, also dreimal Gemüse und zweimal Obst, dann denke ich halt schon, sind wir glaube ich eher bei zweimal Gemüse und dreimal Obst. Ja, es ist nicht in Stein gemeißelt. Das sind die offiziellen Empfehlungen, die ich natürlich auch weitergeben muss. Aber als Mutter kann ich dir auch ganz oft sagen, ist das nicht immer umsetzbar. Bei uns gibt es auch ganz viel Vollkornbrot mit Erdnussmoos. Aber an diesen Stellen schaue ich dann, okay, dann muss es aber auch ein gutes Vollkornbrot geben. Denn da sind ja auch total viele Nährstoffe drin. Also dann gibt es ein gutes Dinkelvollkornbrot mit Kern und Nüssen oder sowas drin. Dann tosten wir das und dann kommt da Erdnussmoos drauf und ein bisschen Banane. Und dann hat er auf jeden Fall seine Proteine, deckt er damit auf jeden Fall ab. Und auch in Dinkelvollkornbrot ist auch zum Beispiel Eisen drin. Also Eisen ist schon das, worauf ich schaue, weil wir halt kein Fleisch essen als Familie. Mein Mann isst Fleisch und wenn mein Sohn bei den Großeltern ist, darf er auch oder darf alles essen. Wir verbieten ihm nichts, aber wir zu Hause essen eben kein Fleisch. Ich koche kein Fleisch, deswegen schaue ich, dass ich, also Eisen ist so das Einzige, wo ich wirklich sehr darauf achte, dass er genügend kriegt. Und deswegen gibt es bei uns viele Linsen. Okay, genau, das wäre jetzt meine Frage. Genau. Was ist jetzt deine? Also wir haben so ein paar Gerichte, die immer funktionieren. Das ist zum Beispiel so ein, ich nenne das Familienrisotto. Das ist Risottoreis mit roten Linsen. Die weiche ich dann noch ein bisschen ein. Also wenn ich weiß, das gibt es heute, dann weiche ich die morgens in Wasser ein. Das klingt jetzt sehr, sehr kompliziert, aber das ist wirklich nicht. Aber so können die Nährstoffe noch ein bisschen besser aufgenommen werden. Und dann dauert es zu kochen auch wirklich nicht lange und da gebe ich ganz verschiedene Gemüsesorten rein. Also eigentlich immer drei verschiedene, sowas wie Kürbis, Brokkoli, Karotten, auch schon mal Paprika, Süßkartoffel. Also da gucke ich tatsächlich einfach, was hat Saison und dann gebe ich das dazu. Und wie schneidest du das? Im Thermomix mache ich das. Aber man kann es auch einfach schneiden oder man kann es auch raspeln. Aber du machst es ganz klein oder ist es bei dir? Genau, es ist ganz klein. Also man sieht es nicht. Also man sieht natürlich, dass da ein bisschen Druck drin ist, weil es ist jetzt nicht püriert. Aber das kommt bei uns immer gut an. Und da weiß ich, wenn er das isst, dann habe ich schon mal Seelenfrieden. Weil dann hat er Proteine, dann hat er Eisen, dann hat er drei Gemüsesorten. Aber wie oft isst du das die Woche? Einmal die Woche. Das machst du einmal, damit du weißt? Ja, das mache ich tatsächlich einmal die Woche, ja. Damit du weißt, einfach da hat er genug Eisen. Genau, und dann gibt es auch immer eine Bolognese auch mit Linsen. Linsen und Tofu. Bei uns gibt es auch Tofu. Und da ist auch wieder Eisen abgedeckt. Und das hilft mir total als Mutter auch da ja, mich nicht zu stressen, weil Eisen ist das Einzige, wo man tatsächlich gerade auch bei der vegetarischen Ernährung oder auch Mischköstler, aber, Die meisten Kinder essen ja kein Rind, weil in Hähnchen ist halt kein Eisen oder auf jeden Fall kann man das vernachlässigen, wie viel Eisen da drin ist und deswegen sind Linsen und Hülsenfrüchte, also auch Kichererbsen, Bohnen. Da sollte man schon drauf achten oder da achte ich drauf, dass die halt regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Weil das finde ich nochmal einen ganz wichtigen Punkt hier zu unterstreichen. Auch wenn man jetzt sagt, dass man vielleicht nicht komplett vegetarisch ist, wie du das gerade erwähnt hast, dass die Kinder, die auch in Haushalten aufwachsen, wo es Fleisch gibt, ja oft gar nicht so viel Fleisch essen. Das heißt, auch da solltet ihr wirklich darauf achten, dass sie das so, wie Linda es gerade gesagt hat, dass sie auf ihre Eisenzufuhr kommen. Weil das, finde ich, ist nicht nur ein Thema für Familien, die vegetarisch leben. Da können wir vielleicht auch gleich nochmal kurz eingehen. Also weil es gibt ja auch mittlerweile immer mehr, dass Kinder vegan und vegetarisch aus. Was ist da dir nochmal wichtig? Worauf sollte man da richtig achten? Genau, da gibt es natürlich ein paar kritische Nährstoffe, auf die man achten soll. Als Vegetarier weniger. Also es ist, wo man wirklich auch supplementieren muss, ist die vegane Ernährung. Da muss man vor allem B12 supplementieren, weil das eben gar nicht vorkommt an den pflanzlichen Lebensmitteln. Da kann man zum Beispiel Tropfen nehmen. Das würde ich aber auch dann mit den Kinderärztinnen besprechen. In der vegetarischen Ernährung muss man eigentlich nichts supplementieren, wenn man eben wirklich Quark und Eier und sowas isst. Dann ist das eigentlich, außer Vitamin D, das ist jetzt natürlich mal davon ausgenommen. Vitamin D ist ja auch die Empfehlung bis zum zweiten Winter. Aber eigentlich sagen ja die meisten Kinderärztinnen auch darüber hinaus. Ist jetzt erst neu, aber machen wir auf jeden Fall auch. Beide Kinder kriegen bei uns weiterhin Vitamin D Tropfen. Also bei der veganen Ernährung ist B12 eben ganz wichtig. Worauf man natürlich auch nicht nur bei der vegetarisch vegan, aber auch besonders achten muss, ist Jod. Das ist ja auch ein großes Thema gerade. Ich weiß nicht, ob es bei euch auch so in der Bubble angekommen ist, aber Jod ist... Wir sind Jodmangel. Wir sind eben auch mit Jod armen Böden in Deutschland und deswegen gibt es ja hier auch Jodsalz. Aber. Das finde ich auch ein bisschen schwierig, weil wir versuchen natürlich auch nicht zu viel Salz zu nehmen. Wir nutzen schon Jodsalz. Also ich koche zum Beispiel auch Nudeln und sowas immer in Jodsalz. Aber eigentlich macht es mehr Sinn, da auch ein Supplement zu geben. Machst du das? Nein, weil unser Sohn tatsächlich, glaube ich, zu viel Jodsalz isst. Er nimmt sich schon selber leider Salz. Das haben wir so ein bisschen, gebe ich auch gerne zu, haben wir irgendwie nicht so richtig hinbekommen. Er findet das halt toll, sich da Salz rüber zu streuen. Warum siehst du das so kritisch? Ja, weil die Kinder sollten ja eigentlich in dem Alter noch nicht so viel Salz essen. Auf Plänen essen. Genau, aber ja, also unser Jüngster wird ja noch gestillt, deswegen ist da seine Jodversorgung gewährleistet. Aber ich nehme ja auch ein Jod-Supplement. Ja, also du nimmst ein Jod-Supplement. Ich nehme ja, genau, ich nehme halt ein Multi für die Stillzeit, da ist das ja drin. Aber Jod ist schon sehr wichtig, da sollte man auf jeden Fall drauf gucken. Ich finde es aber auch mal sehr schwierig, wenn man jetzt sagt, also wir reden jetzt wirklich über so zwei, dreijährigen, damit zu supplementieren. Ich glaube, da ist man schon mit Vitamin D. Und wenn man dann halt zum Beispiel noch Omega-3, Omega-3 ist ja noch ein wichtiges Thema. Genau, das müsste man eigentlich auch, weil das ist natürlich gerade bei vegetarisch-vegan wichtig, aber die meisten Mischköstler-Kinder essen auch keinen Fisch. Und vor allem nicht zwei Portionen in der Woche. In der Woche, das ist einfach auch, also eigentlich müssen wir alle Omega-3 supplementieren. Und ich finde, dann kommst du schon so, ja. Ist schon viel. Du hast dann Vitamin D, Jod, Omega-3, B12. Das sind schon vier Sachen. Das ist nicht einfach. Jod musst du ja auch als Tablette eher nehmen. Genau. Das kannst du ja nicht. Jod muss als Tablette gegeben sein. Und was ich immer als Herausforderung, vielleicht hast du noch mal ein paar Tipps, ist immer so, wenn ich das jetzt irgendwie im Essen unterschmuggel, dann geht das. Ja, aber dann musst du es ja auch die Portion aufessen. Ja, das stimmt. Also es ist ja nicht schon immer so. Ja, es gibt ja auch Nahrungsergänzungsmittel extra für Kinder, wo das eben alles gebündelt ist, wo das dann einfach als Tropfen ist, was man zum Beispiel ins Wasser geben könnte. Vitamin D würde ich jetzt nicht machen, weil das ist ja fettlöslich, würde ich jetzt nicht ins Wasser geben. Aber das ist vielleicht eine Option. Es gibt auch Omega-3 Tragees oder sind halt so Gummis. Ist vielleicht auch eine Option. Ja, ist eine Option, aber ist auch wieder so. Ist auch teuer. Also das ist halt auch wieder eine Sache, das ist auch sehr teuer. Wenn du dann dein Kind einen Monat lang mit Omega-3 Gummis versorgst, dann geht das auch wieder ins Geld. Also. Es ist nicht einfach. Ernährung ist nicht einfach und auch nicht günstig und, auch was, worüber man wahrscheinlich auch müsste eigentlich auch von den Krankenkassen. Genau, von den Krankenkassen. Also wenn wir die Nährstoffe jetzt nochmal zusammenpassen, wir hatten Omega-3, Vitamin D, Jod und B12 bei veganer Ernährung. Bei vegetarischer Ernährung braucht man es nicht. Vielleicht interessant, auch die Tiere kriegen es halt auch über ein Supplement. Also Jod, die kriegen auch Jod als Supplement. Also als Nahrungsvergänzungsmittel. Und B12 auch. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich sehe da auch die Kinderärzte in der Verantwortung mit der Aufklärung. Und ich würde jetzt nicht sagen, wenn mich mich interessieren könnte, uns gerne Feedback geben zu der Folge, wie viele Kinderärzte sozusagen eine Jodaufklärung machen. Mir wurde gerade noch gesagt, dass es nicht nötig ist. Ja, siehst du. Also das ist ja dann auch immer wieder, das ist ähnlich wie mit der Vitamin-D-Gabe und Flurgabe. Aber darauf muss man nicht achten. Und da finde ich immer, fängt dann auch schon wieder so an, dass wir auch wieder so eine Chancengleichheit haben, die auch in der Ernährung schon anfangen. Weil, wie du sagst, Supplements müssten eigentlich auch dann, also gerade Omega-3, weil es ist einfach so, also zweimal die Woche Seefisch. Und dann haben wir die hohe Schadstoffbelastung der Fische. Deshalb ist es jetzt irgendwie gesünder, Fisch zu essen oder einfach zu supplementieren. Ist natürlich auch eine Sache, die, finde ich, muss jetzt einfach vom Kinderarzt sozusagen geregelt werden, das zu checken. Ich glaube, nicht mal Vitamin D wird immer übernommen. Bei uns wurde nicht mal Vitamin D übernommen. Ja, es kommt drauf an, was du nimmst. Wenn du jetzt irgendwie wieder ein bisschen was fancy willst, mit Tropfen mit... Ich glaube nicht mal das Vegan-Tol-Öl wurde nicht mal übernommen. Ja, also... Also es ist schwierig. Da bei Vitamin D ist glaube ich auch nochmal wichtig zu sagen, dass man das Vitamin D-Öl ganz, ganz wichtig, weil da gibt es so viele auf dem Markt mittlerweile, dass ihr, wenn die Kinder bis zum zweiten Lebensjahr sollen die keins mit K2 kriegen wegen der Verstoffe. Super wichtig. Also ich habe da neulich bei mir auf meinem Instagram-Kanal drüber geredet und ich habe aber K2. Dass das erst ab zweiten Geburtstag und dann ist ja auch nochmal wieder wichtig, dass man eine, ich finde ja Tropfen immer einfacher, aber dann auch Tropfen findet, die nicht so eine hohe Dosierung haben, die ich besser einstellen kann. Also zum Beispiel, dass man vielleicht 500 hat, damit man das halt einfach kleiner machen kann, weil viele, die für Erwachsene sind, sind halt so hoch dosiert. Also da muss man halt auch gucken. Also es gibt schon, da muss man sich schon ein bisschen auseinander sehen. Aber mit den Nährstoffen, also Omega-3, finde ich auch wirklich schwierig und freue mich auch über alle Tipps, die ihr habt von Gummis, die es gibt, die euren Kindern schmecken. Meine haben da sehr, sind da nicht so easy. Ja, ich gebe mir meinem Sohn Eisengummis, muss ich zugeben. Der kriegt Eisengummis, die mag er gerne. Ja? Okay. Das ist für mich so, wenn ich, das beruhigt mein Gewissen. Da hast du eine, Ja, es ist hier keine, aber sag es doch, komm, ist ja geil. Ja, die von Sunday kriegt er. Okay. Die Eisenbrüse. Ah, die schmecken auch nicht. Doch, die schmecken mega. Nee, die hatte ich auch schon mal, fand ich. Natürlich schmecken die ein bisschen nach Eisen, aber mein Sohn liebt die. Das gibt mir so ein bisschen, da fühle ich mich ein bisschen besser und er freut sich immer, wenn er die nehmen darf. Aber er kriegt auch sehr, sehr wenig Zucker und ich glaube, das findet er deswegen sehr gut. Meine kleinen Kinder sind einfach, sage ich dir ganz ehrlich, sind einfach auch ein bisschen, Also wenn du vier Kinder hast und dann kriegst du nochmal, also ich meine mein erstes Kind wurde perfekt ernährt, das zweite war auch noch, aber drei und vier haben auf einfach, du kannst es dir nicht vorstellen, meine jüngste Tochter, die ist so eine Älster, nennen wir sie immer, weil sie alles klaut, die geht bei den Großen in den Zimmern, weil ich habe ja jetzt auch schon einen Teenager und die kaufen sich natürlich von ihrem Taschengeld auch mal Süßigkeiten und dann bunkern die die in ihren Zimmern irgendwo und die weiß alle Verstecke und dann holt die sich die Sachen. Dann setzt sie sich in eine Höhle in eine Ecke und dann finde ich manchmal wirklich so schlimm. Hast du Tipps für uns zum Einkaufen? Mich würde jetzt mal interessieren, wie du so eine Woche gestaltest. Weil das ist wirklich immer so, ich gehe halt in den Supermarkt und kaufe immer das gleiche ein. Ja, da hilft halt wirklich ein Wochenplan. Ja. Das hilft wirklich doll. Es ist so nervig. Das ist halt noch eine Sache auf der To-Do-Liste. Aber in den Wochen, wo ich wirklich unsere Gerichte plane und einfach überlege, was koche ich die Woche lang, das nimmt mir so viel Mental Load ab. Weil ich muss nicht jeden Tag überlegen, was kochen wir heute. Ich setze mich halt einmal hin, freitags oder samstags, bevor wir auf den Markt fahren. Und dann überlegen wir, was essen wir. Oder zumindest bis Dienstag. Dienstag hat man schon mal Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag irgendwie durch oder Mittwoch. Das nimmt mir so viel Arbeit ab. Aber schaffst du es auch wirklich nur einmal dann die Woche einkaufen zu gehen? Nee, wir gehen schon öfter einkaufen. Weil das gibt es ja auch so diesen Wochen... Nee, das machen wir nicht. Wir gehen, glaube ich, schon zweimal mindestens einkaufen. Okay, und dann machst du nur einen Plan für die warmen Mahlzeiten? Ja, weil das andere Frühstück und so Snacks, das läuft irgendwie so ein bisschen mit. aber ich finde das am schwierigsten, was essen wir mittags oder abends. Wir essen nur einmal warm. Und wann isst du warm? Meistens essen wir abends warm. Weil ihr da alle da seid. Ja, genau. Die Kinder essen ja dann zweimal warm. Ja, genau. Die Kinder essen zweimal warm. Also nicht jeden Tag. Wir essen auch mal Abendbrot, ganz normal. Ich hab's natürlich auch nicht immer zu kochen, aber. Oder ich mache ein bisschen Mealprep und koche halt die doppelte Menge. Also gerade wenn ich zum Beispiel eine Balonnese mache, essen wir da meistens zwei Tage von. Und das hilft auch total. Also cook once, eat twice. Okay. Was sind deine besten Frühstückschips für Kinder? Ha, das sind so Fragen. Das kommt halt auch voll aufs Kind drauf an. Manche Kinder mögen Brei und sowas wie Birchermüsli. Manche Kinder wollen aber lieber irgendwie ein billiges Brot haben. Aber ich finde, bei uns wird Frühstück sehr, sehr gerne gegessen. Und da versuche ich immer, so viel Nährstoffe unterzubringen wie möglich. Also morgens, bei uns wird gerne Birchermüsli gegessen. Unser Sohn will das auch immer mit zubereiten. Und da gebe ich dann zum Beispiel noch das Omega-3-Öl rein. Also das merkt er dann gar nicht. Das schmeckt nach Zitrone und das schmeckt einfach frisch. Aber du machst das jetzt nicht so viel, weil sonst schmeckt man es ja schon. Ja, aber es ist zumindest was drin. Also es ist dann auf jeden Fall, es hat zumindest schon mal Omega-3-Öl drin. Das machst du aber als Add-on. Oder das mit orangen Geschmack finde ich auch sehr lecker. Okay, aber du machst ja immer dein Birchermüsli. Das machst du ja dann auch für die ganze Woche. Ich bin ja ein guter Follower. Aber dann machst du das Omega-3-Öl ja frisch, wenn du es raufmachst. Ja, aber ich mache auch schon, weil jetzt so langsam wird es verschmiert, jetzt gebe ich es auch schon vorher rein. Okay, also wenn du es zubereitest. Das ist dann gemixt, genau. Dann ist es quasi gemixt. Und das nimmt keinen, also trotzdem... Manchmal ist die zweitbeste Option die beste. Okay. Aber ich liebe dich, dass du einfach so nah... Also so ist das Leben. Es ist nicht perfekt. Klar, es ist perfekt, wenn ich es immer frisch drübergebe. Aber jetzt, wenn es halt gesagt wird, ich möchte das nicht mehr, Mama. Dann habe ich halt ein Problem und dann wird das halt vorher mal schneller reingegeben. Ich habe ein Kind, was nicht frühstückt. Ja, siehst du? Richtig schlimm, macht mich, stresst mich unheimlich. Aber dann um elf irgendwas? Ja, keine Ahnung, der ist jetzt 14. Okay, aber das ist ja schon wieder was anderes. Das ist ja kein Dreijähriger. Ja, aber ich finde es trotzdem furchtbar. Der geht jeden Morgen halt aus dem Haus, ohne zu frühstücken. Und ich finde ja auch so, Frühstück ist so mit die wichtigsten. Also ich meine, er geht ja in die Schule und muss lernen. Aber dann, und dann will er auch. Also ich finde es auch, ich hätte glaube ich auch ein besseres Gefühl, wenn mein Kind morgen Frühstück, gerade weil er in die Schule geht und das Gehirn halt schon auch Kohlenhydrate braucht, um zu funktionieren. Ist der dann gar nichts? Nee, also die sind herzhafte Esser. Essen eher nicht so gerne Salz, eher so warm. Aber dann erst zu Mittag? Ja, Mittag gibt es früh da in der Schule. Aber der hat einfach schon so diesen total, diesen Ablauf so, er kann dann nichts essen. Das ist auch ganz schwierig. Aber bloß nicht dazu zwingen. Das finde ich auf jeden Fall noch wichtiger als zu frühstücken. Aber wenn wir zum Beispiel Sportveranstaltungen am Wochenende haben, die sind meistens früh, dann sage ich auch, du musst da vorher ja was essen, wie kannst du denn, du kannst ja keine Leistung bringen, wenn du gar nichts isst, also es ist unheimlich, jetzt hat aber Gott sei Dank der Konditrainer da hat gesagt, so geht das nicht also aber sonst ist es auf jeden Fall ein Thema. Ja, aber also wir kennen es ja auch, wenn wir keinen Hunger haben, dann essen zu müssen ist natürlich auch nicht schön, also ich würde da glaube ich auch nicht mit Druck arbeiten sondern vielleicht noch mal auf den Verstand appellieren, den er ja auf jeden Fall schon hat mit 14. Okay, aber nochmal um auf die Kleinen, also Büchermüsli Oder Porridge, irgendwie Brei. Da kann man einfach mit Toppings und sowas arbeiten. Und was da auch super gut funktioniert, ist, wenn man... Aber kann ich Ihnen da nochmal so ein bisschen erklären, so versteckte Zucker, also ich meine, Marmeladenbrot ist natürlich wahrscheinlich... Ja, Marmeladenbrot und auch Honig. Honig ist ein super Lebensmittel, aber halt in der Konzentration würde ich es jetzt auch nicht immer auf ein Brot geben. Das ist auch leider keine ausgewogene Mahlzeit. Nee, also dein schönes Vollkornbrot, was von dann ist, mit schönen Honig. Ja, es schmeckt auch viel. Es ist ja auch okay, aber ich würde auf jeden Fall eher dann vielleicht mit dem Avocado rüber... Okay, aber sag mal, was da jetzt mal hier so... Ganz konkret. Ganz konkret. Ich brauche jetzt so richtig so ganz konkret was... Also Frühstück so, Marmelade ist Zucker drin. Wollen wir jetzt mal nicht über... Schokoladenaufstriche reden. Du meinst, was kriegt mein Sohn am Sonntagmorgen auf seinen Frühstück? Nicht du, ich will jetzt gar nicht so, aber was würdest du jetzt sagen, was soll man da rauf machen aus Brot? Muss ja auch ein bisschen geil sein. Ja, das ist halt, so grundsätzlich ist dieses deutsche Brötchen mit Aufstrich ist nicht das gesündeste. Ist kein gesundes Frühstück. Die wenigsten Brötchen haben wirklich eine signifikante Menge an Ballaststoffen. Okay, dann haben wir jetzt das Vollkornbrot, was du jetzt vorhin hast, mit viel drin. Und dann? Avocado, ein bisschen Käse ist natürlich auch, Auch wenn man gerne herzhaft isst, ist Käse ja auch völlig in Ordnung. Und wenn die süß wollen? Ja, am besten wäre es natürlich, man macht einfach ein paar gefrorene Beeren heiß und süßt das dann vielleicht ein bisschen nach. Jetzt nicht mit Marmelade. Ich soll die Beeren heiß machen, dann wie so eine Marmelade? Naja, am besten ist es natürlich, du kochst Marmelade, aber das machen wir auch nicht. Wie erst mal die Marmelade selber kochen und dann keinen Zucker reinmachen. Ja, genau. Aber kann ich da nicht auch auf dem Supermarkt den nur 100% Frucht... Gibt es ja nicht. Gibt es nicht einen, der 100%... Nein, das gibt es nicht. Da ist immer noch ein bisschen was drin. Okay, correct me if I'm wrong, aber du brauchst ja gerade bei den Marmeladen irgendwas, damit das haltbar bleibt. Also ich glaube, das Höchste ist irgendwie 70% Frucht und 30% Zucker. Ich habe gedacht, die im Bioladen diese eine... Nein, nein, nein. Also das weiß ich, vielleicht weißt du da mehr als ich. Nein, nein, also ich weiß bestimmt nicht mehr. Ich meine, dass das Höchste, was ich gesehen habe, ist 70% Frucht, 30% Zucker, was immer noch ganz schön viel Zucker ist. Aber es kann ja Industriezucker, ne? Doch, klar, in den Marmeladen. Also vielleicht gibt es welche, die vielleicht mit Agavendicksaft oder sowas gesüßt sind, aber würde ich jetzt auch meinem Kind nicht geben. Was du natürlich machen kannst, also was wir auch gerne machen, sind halt das Brot mit Nussmus und dann direkt das Obst drauf, also Banane obendrauf oder Himbeeren obendrauf. Ist jetzt im Winter natürlich doof, weil wir haben jetzt keine Himbeeren. Wir sind nicht alle berry rich und können uns die ganzen Beeren leisten im Winter. Aber Banane, das essen wir ganz viel. Also Nussmus und dann Banane obendrauf. Okay, jetzt sage ich dir, meine Kinder hassen Bananen. Ja, ganz schlimm. Kein Bananenbrot, keine Bananen, keine Bananen, pänkt nichts aufs Brot mit Musmus und so. Und auch so Brei, also Porridge. Wenn ich in den Smoothie einen Hauch von Banane nichts. Mein Kind isst, glaube ich, drei Bananen am Tag. Ich verstehe gar nicht, weil das stimmt mit den tausend Tagen. Also ich habe immer Bananen gegessen. Also ich esse auch gerne Bananen. Ich esse natürlich von der Konsistenz. Ich bin so eine Bananenesserin, die dürfen halt nicht, nicht reif oder nicht? Nee, also auch nicht ganz unreif, aber die müssen schon hart sein. Die müssen hart sein, okay. Ganz wichtig. Aber ein ausgewogenes Frühstück muss man dann, glaube ich, ja, Ei ist natürlich auch gut. Ei essen alle gerne. Ja, dann ist das doch okay. Okay, aber ich sage es dir ganz ehrlich, das ist das Problem, Marmelade und Schokoladenaufstriche. Aber wir essen das ja auch. Das Problem ist natürlich, dass wir Erwachsenen versuchen, unsere Kinder irgendwie zuckerfrei zu ernähren, aber wir müssen ja das Vorbild sein. Wenn man sonntags einen typischen deutschen Frühstückstisch deckt, da findet man ja wenig Gesundes. Und das ist halt das Problem. Wenn die Kinder das nicht anders kennen, man muss das ja auch vorleben, dann muss man selber auch sein Brot mit Nussmuss bestreichen und mit Banane belegen und eben kein Nutella essen, damit die Kinder das nicht auch essen. Also man muss ja schon bei sich selber da anfangen. Und das Ganze vielleicht überdenken, das Frühstück halt eben nicht so aussieht, ein weißes Brötchen mit Butter und Marmelade. Leider. Das ist richtig spielverderblich. Nee, aber du hast ja natürlich vollkommen recht, aber ich finde es halt auch immer schwierig. Weil wir wollen ja hier Tipps geben, die gut umsetzbar sind, die praktische Tipps. Genau, praktische Tipps, aber man könnte jetzt einfach die Beeren im Topf und dann einfach... Ja, ich habe eine Zeit lang meine eigene Marmelade gekocht. Die hält sich halt nicht so lange. Man kann halt Chia-Marmelade machen. Das heißt, du kochst die Beeren ein, erhitzt die einmal und dann gibst du Chiasamen dazu. Das dickt das Ganze so ein bisschen an. Also wenn es schon ein bisschen abgekühlt ist. Und dann kann man zum Beispiel sowas wie Ahornsirup und so dazugeben. Aber das ist auch Zucker. Das darf man sich auch nichts vormachen. Das ist schon auch Zucker. Es ist alles Zucker, Fruchtzucker und aber auch Glucose durch den Ahornsirup. Also das ist okay und vielleicht auch ein bisschen besser. Aber alles, was süßt, ist letztendlich Zucker. Leider. Jetzt ist sie ruhig, die Sissi. Wie verhindere ich Übergewicht bei meinem Kind? Ja, es ist tatsächlich ein Problem und die Obesity-Raten steigen. Ich habe gelesen, in Schottland wurden jetzt in einer öffentlichen Einrichtung Süßigkeiten bis hin zur Geburtstagstorte verboten. Ich glaube, man braucht tatsächlich auch wirklich, das muss mehr reguliert werden, auch die Werbung. Wir brauchen da endlich ein Verbot für diese ganze schlimme Werbung. Ich glaube, ich habe letztes Jahr immer The Voice Kids geguckt und ich gucke kaum mehr Fernseher, aber da gibt es ja wirklich Werbung für diesen Kindersekt und sowas. In meiner Welt spielt das natürlich überhaupt gar keine Rolle mehr, aber ich glaube schon, dass wir das einfach auch von oben, das muss reguliert werden. Ja, reguliert werden, ich glaube einfach aber auch Bewegung ist ein Thema. Klar, Bewegung natürlich auch, aber weil zu Hause klappt es ja bei den meisten auch. Das Problem fängt ja immer an, wenn man rausgeht. Und das stand ja auch in der Nachricht. Weil wir zu Hause haben ja gar kein Problem, dass kein Zucker gegessen wird. Wenn wir es nicht kaufen, dann gibt es das halt nicht. Aber sobald die Kinder in die Kitas kommen, in die Betreuung, in die Schulen, ja. Du stehst ja auch dafür, dass du keinen Zucker verbietest. Nein, wir verbieten es nicht. Aber wir kaufen jetzt keine Süßigkeiten zu Hause ein. Aber es gibt zum Beispiel Eis. Also wenn wir Eis essen gehen, gibt es Eis. Und auch regelmäßig. Ich meine, so geht immer mit seinen Großeltern. Jede Woche Eis essen, auch im Winter. Auch im Winter. im Winter, das ist sein Ding. Aber ich finde das so schön und das ist mir so wichtig, dass er diese Zeit hat mit seinen Großeltern und er isst das meistens gar nicht auf. Hast du nie ein Hieber auf so, also ich mache das auch nicht mehr, ich versuche, wenn nichts da ist, dann ist nichts da, aber mein großer Sohn kam und ich spiele, hier gibt es nie was zu naschen, nie gibt es hier irgendwelche Süßigkeiten. Doch, wir essen auch Schokocreme. Ja, oder hier die Lini Spites Aufstriche und sowas. Aber das gibt es deinen Kindern nicht? Nein, noch nicht. Wann würdest du damit anfangen? Das wird sich ergeben. Also ein Lini-Spice zum Beispiel ist er schon, das darf er schon. Das ist ja, im Grunde ist das auch eine Süßigkeit. Ja, eine klasse Süßigkeit. Das ist eine Süßigkeit, das ist eben Kokosblütenzucker drin, aber es ist trotzdem Zucker. Aber da sind auch Ballaststoffe drin, da sind vollwertige Zutaten drin, da habe ich irgendwie ein bisschen besseres Gewissen. Und wenn er sieht, dass ich das esse, dann teile ich das mit ihm und das finde ich vollkommen okay. Und das akzeptiert er auch. Okay. Und die haben ja auch so geil diese Cremes und sowas. Ja, das wollte er bisher, aber er hat, ich habe ihn, glaube ich, mal kosten lassen von der einen Creme, aber das war ja gar nicht so seins. Also du sagst einfach so Frühstück, Obst und Gemüse da unterbringen, dass du Ballaststoff hast, also ein gutes Brot sozusagen. Müsli, Haferflocken. Da versuchen einfach Fertigprodukte zu meiden wie, Kellogg's und so. Ja, ich musste gerade kurz überlegen, was sind denn Fertigprodukte beim Frühstück, weil das ist irgendwie ja, so weit weg. Geh mal in einen normalen Supermarkt in das Serialien. Ich gehe schon auch mal in einen normalen Supermarkt. Ich habe eine Schwäche für Cheerios tatsächlich. Die mag ich gar nicht. Aber ganz ehrlich, ich habe früher als Kind bei uns, gab es mal Kellogg's auch. Ja, wir saßen alle vor der Packung und haben die studiert und haben da unsere Kellogg's gelöffelt und fand das cool. Wie süß das war. Krass süß. Cornflakes. Richtig süß. Nee, wie hießen die? Frosties. Aber kannst du dich daran erinnern, an dieses Geräusch? Also ich fand, ich hab da, also das ist schon lecker. Das ist schon lecker, natürlich ist das lecker. Ich find das auch lecker, klar. Auf jeden Fall. Aber, ja, Frühstück ist halt, also, wenn man Ei isst, natürlich, bei uns gibt's auch mal ein Omelette oder sowas und das dann aufs Brot legen zum Beispiel. Aber ich finde, das muss man ja einfach meiden. Süß musst du meiden. Ja. Ja. Dann vielleicht doch lieber die Haferflocken essen. Aber essen das deine Kinder Haferflockenbrei und sowas? Ich habe einfach wenig, ja, auch nicht so gerne mal so. Die essen schon eher lieber Brot. Und meine, eine meiner liebsten Freundinnen und auch meine Hebamme, die macht die geilste Erdbeermarmelade, ne? Die können die inhalieren. Ja, ich glaube aber auch, dass eine Erdbeermarmelade ist auch nicht das Problem. Das sind doch dann eher die Haribos und vielleicht der versteckte Zucker in Soßen und sowas, in Fertigprodukten. Also ich glaube einfach, die Herausforderungen, die wir alle haben, sind einfach so dieses wie gestalte ich die Woche mit Essen. Also ich glaube, das ist einfach, was du, also ich werde deine Linsen-Bolognese, super, dass wir die in die Shownotes packen und so, dass man einfach so diese Vielfalt hat und eigentlich ist es gar nicht so schwer, wenn wir so ein bisschen wieder so essen wie unsere Großmütter. Das stimmt, was die Großmütter kannten und was sie als Essen identifizieren. Ja, weil das sagt meine Mutter auch immer zu mir so, ich weiß gar nicht, was dieser ganze Hype soll, wir haben früher alles aus dem Garten gehabt, also wir haben einfach Gemüse angebaut, also wir hatten halt so einen Schrebergarten und dann gab es da halt das Gemüse und das wurde halt auch eingekocht und dann gegessen und dadurch, dass wir halt so viel Angebot haben, ist halt dieses Back to the Basics eigentlich…. Wie in vielen Dingen, ja, so wichtig. Und was eine letzte Sache ist, die wir auch nochmal, weil wir, glaube ich, einen ganz guten Überblick geben. Aber was sind deine Tipps für, weil Snacken ist ja so das Thema. Von den zwei bis sechsjährigen so, die brauchen ja immer Snacks. Was sind deine Tipps? Gekaufte, meinst du? Ja, beides. Selbstgemacht. Gesunde und Obst und Gemüse bietest du an? Genau, ich schneide eigentlich immer Rohkost, so einen Rohkostteller und versuche das irgendwie ein bisschen auch spannend zu gestalten. Ich lege dann zum Beispiel auch mal eine Dattel drauf oder mache eine Dattel, fülle die mit Nuss, Moos. Ja, dann würde ich irgendwann wahrscheinlich auch vielleicht mal ein Stück Schokolade da reinstecken oder so. Einfach, ich würde es auf jeden Fall nicht verbieten. Dann so Dips, also bei uns kommen Dips total gut an. Ich mache verschiedene Dips. Gerne mache ich Soja-Quark mit Kräutern. Also ich nehme einfach gefrorene Kräuter, die habe ich immer da. Gebe ich Soja-Quark mit ein bisschen Zitrone und ein bisschen Jotsalz. Das fängt bei uns ganz gerne an. Oder eben ein Linsendip. halt. Ja, dass man da einfach vielleicht jede Woche mal schaut, hey, kann ich irgendwie jetzt nochmal was anbieten? Dass sie einfach ihre Karotten... Genau, dass sie die Karotten da drin einfach dippen und sonst kaufe ich natürlich auch Snacks. Aber ich finde, man muss echt lange vor diesem Regal stehen bei DM, um halt irgendwas zu finden, wo ich sage, ja, okay, das ist in Ordnung. Also ich finde, dass, gerade als wir so angefangen haben mit abgepackten Snacks, stand ich da ewig davor und dachte so, das wird Kindern angeboten. Also erste Zutat war irgendwie immer Weizenmehl, nicht Vollkornmehl, einfach nur Weißmehl. Also Weißmehl, Zucker ist da ja auch teilweise drin und also schrecklich, wirklich schrecklich, was da den Kindern angeboten wird. Also da muss man wirklich drauf achten und bitte dann einmal die Packung umdrehen und zu schauen, was ist da eigentlich drin. Die meisten sind auch einfach nur aus Maismehl. Da sind auch keine Nährstoffe drin. Das ist jetzt nicht per se schlecht, aber das ist einfach auch nährstofffrei. Das ist einfach Luft. Aber hast du guten Snack? gekauften. Ja, ich finde die Sachen von Pumpkin ganz gut. Da wird zumindest darauf geachtet, dass das recht vollwertig ist und dass die erste Zutat dann zum Beispiel Hirsemehl ist, was auf jeden Fall ein bisschen nährstoffreicher ist als nur Maismehl. Wie gesagt, Maismehl ist nicht schlecht, aber da sind einfach nicht viele Nährstoffe drin. Ja, und bei Snacks... Und was sagst du, diesen ganzen Fruchtschnitten und so weiter? Geben wir jetzt nicht. Ja, weil es einfach zu viel Zucker ist. Ja, da ist ein Apfel so viel besser. Ja. Also zum Glück wären Äpfel, Beeren, die ganz basic die Sachen, die unsere Großeltern an Snacks identifiziert hätten. Das ist auf jeden Fall Nummer eins zum Glück. Also schon einfach eher mal diese frischen Teller machen und zu gucken, dass man halt auch... Das dauert auch wirklich nicht lange. Also ich schneide mir den übrigens auch. Das ist auch ein Vorsatz von mir, dass ich mir auch einen Snackteller mache. Ja, weil der Apfel schmeckt irgendwie besser, wenn man ihn so einen schönen dünnen Schein hat. Ja, finde ich auch. Also ich mache mir das dann, weil manchmal habe ich auch so gedacht, hey, das ist echt ganz cool, was ich dir da geschnippelt habe. Das sollte ich vielleicht auch mal essen. Habt ihr Tischregeln? Nee. Also ich wollte wirklich nicht, dass unsere Kinder nicht essen müssen, wenn wir essen. Aber ihr zelebriert schon? Ja, also morgens schaffen wir es nicht, zusammen zu frühstücken, aber abends setzen wir alle zusammen am Tisch. Mein Baby hat im Stuhl sitzen. Ich habe ein Kind, was da rausklettert jetzt. Das ist der neuesten. Und wenn er angeschnallt wird, dann ist das Geschrei groß. Deswegen weiß ich noch nicht, wie das so wird die nächsten Monate. Ja, also dieses Anschein, ich habe noch nie so einen Anschein gut benutzt. Ja, das hatten wir bei dem ersten auch nicht, brauchten wir auch nicht, aber jetzt habe ich anscheinend ein richtiges zweites, ein richtiges aktives zweites was. Ja, okay. Also da bist du auch ganz als Ernährungsberaterin so, dass du sagen willst, also da wirklich... Also ich finde es schon wichtig, dass man nicht zusammen vom Fernseher isst, also um Gottes Willen, aber auch kein Druck. Also wir sitzen am Tisch, er kann dazukommen, aber wenn er lieber spielen möchte, dann spielt er lieber und meistens kommt er aber auch trotzdem dazu und dann sitzt da auch und isst. Und du hattest ja vorhin gesagt, der Game Changer, den du hattest, war einfach, dass du Kinder mit in... Ja, das ist der absolute Tipp, den ich habe. Das ist natürlich für mich oft viel anstrengender so zu kochen, weil es viel länger dauert und es macht eine viel größere Sauerei und manchmal verfluche ich mich auch dafür, weil ich einfach jetzt schnell was fertig kochen möchte und wir bezahlen dann da auch oft, dass eben zu spät gegessen wird, aber dann ist das halt so. Bereitest du dann so ein bisschen vor? Also ich koche schon so nebenbei, und er schnippelt dann da so ein bisschen, aber darf dann auch mal eben was. Reingeben in den Thermomix oder so oder kriegt dann weiter oder solche Sachen. Da beziehe ich ihn halt schon mit ein und das macht einen Riesenunterschied, weil er das dann gekocht hat. Er darf schon am Herd stehen und fangen Kuchen flippen, also kleine Franklicks. Ja, weil er sich dann da... Ich hab doch auch die Insta-Polizei, dass ich mein Baby nicht in der Trage haben darf, wenn ich koche und so. Da ist es noch nie was passiert. Er weiß, er darf die Pfanne nicht anfassen, war nur am am Griff und flippt dann keine Hex rum. Ich finde das viel gesünder, wenn man sozusagen Kinder an die Sachen heranführt, weil sie einfach viel eigenständiger sind und weil sie das dann einfach auch wissen. Also so, Ich möchte auch, dass mein Kind sich irgendwann selber Mahlzeiten zubereiten kann, auch in relativ jungen Jahren. Also das ist mein Ziel. Ja, also meine zwölfjährige Tochter kocht besser als ich. Siehst du? Sie hat ja zum Geburtstag, haben wir ihr eine Kitchen-Ad geschenkt, weil sie so gerne... Ja, wie schön. Ja, also das war halt so, weil ich habe auch gedacht, vielleicht denken viele, wir sind bescheuert, aber wir haben wirklich gedacht, erstmal ist das etwas so für long term, natürlich ein super teures Geschenk. Wir haben aber einen guten Deal. Wir waren einkaufen, die hat ja am ersten, ersten Geburtstag. Da war ich mit meinem Mann im KDW und da gab es wirklich irgendwie so 30 Prozent. Dann war die auch noch rosa. Und dann habe ich gesagt, ganz ehrlich, bevor wir wieder irgendeinen Kleinkarren schenken, kaufen wir ihr jetzt dieses Gerät, die ist ausgeflippt. Weil sie mir schon ganz oft gesagt hat, sie möchte es gerne haben, weil die backt sehr viel. Also die ist so eine richtige. Und dann hat sie halt diese Küchenmaschine und die wird sie ja noch mit in ihre erste eigene Wohnung nehmen. Das ist ja so ein Gerät, was ja ewig hält. Voll. Ja, aber dafür wird bei uns viel gebacken. Hauptsache, man hat irgendwie einen Zugang zur Küche und man lernt mit Lebensmitteln zu hantieren. Aber sie ist schon so, dadurch, dass sie auch mit ihrem Vater immer so, sie macht gute Soßen und so weiter, sodass das auf jeden Fall merkt man schon, dass sie da einfach sich auch selber versorgen kann. Und das ist ja auch so, wenn wir sind in einer Großfamilie, dass sie einfach lernen, einfach auch sich Essen zubereiten können. Ja, und vielleicht noch zum Schluss, was mir noch ganz wichtig ist. Also wir stressen uns halt und dieses Thema Ernährung nimmt teilweise auch überhand, glaube ich. Und gerade wenn man irgendwie in Insta reingeht, dann hat man, glaube ich, ganz schnell das Gefühl, man macht alles falsch als Eltern und man müsste so viel mehr machen. Aber ich habe, glaube ich, als Kind mich nur von Icebergsalat und Spare Ribs ernährt. Meine Mutter hat mir alles hingestellt. Sie hat wirklich alles versucht. Spare Ribs? Jetzt lebst du vegetarisch. Hast du zu viel in deinem ersten Leben gegessen? Irgendwann kam es auch bei mir. Also es hat bei mir dann auch Klick gemacht und das beruhigt mich dann auch immer, weil es bei mir jetzt voll lange gedauert und jetzt ist es mein Job. Und ich glaube auch da. Macht man sich, glaube ich, einfach manchmal zu viel Stress. Schöne Schlusswort. Liebe Lynn, vielen Dank, dass du hier warst. Und für alle, die jetzt auch Hunger bekommen haben, so wie ich. Du hast ganz viele, also erst mal so Kochbücher geschrieben. Da könnt ihr, ich habe ja so, wir haben vorhin drüber gesprochen, es fehlt jetzt noch so ein schönes Buch nochmal für die Familie. Ja, daran arbeite ich. Aber ansonsten teilst du ja ganz viel auf deinem Instagram-Account und da können wir uns inspirieren lassen. Und ich glaube, das hast du eben auch mal gesagt, dieser Druck rausnehmen und auch so, wenn man das halt woanders sieht, also es kommt nichts darauf, dass das Gemüse vielleicht die Gurke in einen Stern ist, sondern dass trotzdem auch, wenn man sie nur ganz normal schneidet, viel Liebe drin. Also, dass man sich einfach, glaube ich, wieder Zeit nimmt für Essen. Ich glaube, das ist auch so. Ja, das ist auch ein guter Punkt. Zeit nehmen, mit euren Kindern gemeinsam zu snacken, den Snackteller, den Apfel und einfach daran Freude haben und auch zu wissen, wie Obst und Gemüse aussieht. Das wissen die einfach. Oder, dass man da auch einfach schon guckt, damit die einfach beim Einkaufen sehen, okay, so der Apfel, und dann auch mal bespricht, wo der Apfel, okay, der Apfel ist nur am Baum, aber so, wie ist eine Avocado, wo kommt die her? So dieses so, dass die eine Verbindung zu den Lebensmitteln haben. Ja, das glaube ich. Ja, vielen, vielen Dank. Und wie gesagt, wir packen euch alles in die Shownotes. Und jetzt geht ihr hoffentlich in eine entspannte Mahlzeit. Ich finde, das war sehr angenehm auch zu wissen, so, wir kochen alle irgendwie auch nur mit Wasser. Und dass wir uns ein bisschen entspannen müssen und den Druck rausnehmen. Danke, Linn. Danke, dass ich jetzt sein durfte. Tschüss. Ich finde einfach, es hat mal wieder gezeigt, dass wir uns alle mit allem so ein bisschen entspannen sollten. Also ich habe in der Folge schon die ganze Zeit gedacht, okay, ich muss mal irgendwie noch mal ein bisschen gucken. Ich finde einfach diese Regel, dreimal Gemüse und zweimal Obst am Tag, dass man da noch mal so ein bisschen bewusster ist. Was kann man für Gemüse einfach noch mal essen und da einfach noch mal ein bisschen ausprobieren, auch mit den Kindern zusammen. Und sich selber da auch noch mal so ein bisschen gucken. Aber ich glaube, das Wichtigste beim Essen ist wirklich einfach die Gesellschaft als Familie, sich wenigstens einmal am Tag sozusagen zusammen die Zeit zu nehmen, vielleicht auch zusammen zuzubereiten. Also das auch einfach nochmal wirklich, dass vielleicht, wenn es auch immer anstrengend ist, aber ich glaube, je älter die Kinder auch werden, desto schöner ist, dass man gemeinsam sozusagen schnippelt und da wirklich auch so ein kleines Happening draus macht. Das fand ich sehr inspirierend. Und auch, dass sie als Expertin, so diesen Druck so rausgenommen hat. Klar ist das ganz wichtig, aber wenn man etwas verbietet und das denke ich halt auch so komplett Süßigkeiten, dass es einfach Ausnahmen gibt wie Geburtstage oder wenn Kinder woanders sind, dass man sie da nicht ausgrenzt. Das fand ich wirklich sehr, sehr schön, das Gespräch und wie ich auch schon vorhin gesagt habe, ich verlinke euch alle tollen Sachen von Lynn, ihre Rezepte, ihre Bücher, so dass ihr da vielleicht auch das ein oder andere nachkochen könnt. So sind wir schon fast am Ende dieser Folge, aber ihr wisst ja, vorher gibt es immer noch ein Mythen-Check und heute ist es zum Thema Muttermilch als frühes Geschmackstraining. Dass die Ernährung der Mutter Einfluss auf die Muttermilch und somit auf das Wohlbefinden des Kindes haben kann, ist klar. Der Einfluss von Alkohol oder Koffein zeigt das nur zu deutlich. Aber tatsächlich verändert sich der Geschmack von Muttermilch, auch je nachdem, was die Mutter isst. Lebensmittel wie Knoblauchkaraten oder Vanille geben Aromen an die Muttermilch ab, die das Baby dann wahrnimmt. Schon während der Schwangerschaft kann die Ernährung der Mutter das Fruchtwasser beeinflussen und vom Fetus wahrgenommen werden. Dieser Effekt ist faszinierend und hat unter anderem zu der Annahme geführt, dass Säuglinge durch die Muttermilch eine Art frühes, in Anführungsstrichen, Geschmackstraining erhalten und dadurch schon früh auf die Vielfalt der späteren Familienernährung vorbereitet werden. Zwar zeigen Studien zum Beispiel, dass Babys, deren Mütter während der Stillzeit Karottensaft getrunken haben, später Karottenbrei deutlich lieber essen. Allerdings gibt es noch keine eindeutigen Beweise dafür, dass der Geschmack der Muttermilch langfristige Auswirkungen auf die Vorlieben von Babys hat. Um das genau zu untersuchen, bräuchte man aufwendige Studien, die schwer umzusetzen sind. Bisher konnte man solche Effekte meist nur im ersten Lebensjahr und unter besonderen Bedingungen nachweisen, die im Alltag kaum umsetzbar sind. Ob das Stillen also tatsächlich langfristig die Geschmackswahrnehmung beeinflusst, ist unklar. Trotzdem ist eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit natürlich sinnvoll. Nicht nur, weil sie gesund ist, sondern auch, weil sie Babys schon früh unterschiedliche Geschmäcker näher bringen kann. So, das war es schon wieder von mir. Ich hoffe, ihr schaltet nächste Woche wieder ein. Und ich freue mich natürlich über Themenwünsche und wenn ihr mir vielleicht fünf Sterne da lasst. und wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet. Bis dahin wünsche ich euch eine wunderschöne Woche, passt gut auf euch auf und esst viel Obst und Gemüse. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? dann schreib mir einfach an sissy-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Music. Das war Sounds Familiar, der Elternpodcast mit Hebamme Sissi Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther. Sounddesign und Postproduktion Nilan Feig. Musik.