Music. Ihr Lieben, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von meinem Podcast. Ich kann es immer noch gar nicht so glauben, dass ich jetzt hier, ich sitze ja Gott sei Dank nicht allein, ich habe ja immer eine Gästin oder einen Gast, aber heute habe ich ein sehr persönliches Thema, was mich gerade aktuell wirklich sehr, sehr beschäftigt. Und ich habe mir in diesem Podcast überlegt, dass ich all Themen, die mich als Mutter, die uns als Eltern, also mein Mann und mich als Eltern beschäftigen, die ich hier eigentlich mit euch besprechen möchte, weil ich immer das Gefühl habe, dass viele Dinge einfach, ja, dass man sie zwar hört und weiß, aber ich hätte gerne auch mal so ein bisschen so einen Leitfaden. Und deshalb habe ich heute eine Folge, wie man die richtige Schule findet, weil ich aktuell eine sechsjährige Tochter habe, die nächsten Herbst, also nächsten Sommer in die Schule kommt, in die erste Klasse. Dann haben wir wieder eine Erstklässlerin. Ich kann es kaum glauben. Und meine andere Tochter, die jetzt zwölf ist, wird dann, weil wir wohnen ja in Berlin, das ist ja ein bisschen anders, kommt dann von der Grundschule, die bei uns hier bis zur sechsten Klasse ging, in die weiterführende Schule. Und für beide Mädels sind wir auf der Suche nach der richtigen Schule und das gestaltet sich gar nicht so einfach, weil beide Kinder sehr unterschiedlich sind und jeder ja was anderes braucht und deshalb ist es jetzt nicht so bei uns, dass wir sagen, alle Kinder gehen auf die eine Schule, weil die gerade nebenan ist, sondern wir haben uns Gedanken darüber gemacht. Was das Richtige für sie ist, für beide ist und deshalb habe ich mir auch heute eine ganz kompetente Frau an meine Seite geholt, die auch meine Freundin ist, es ist noch umso schöner, dass wir hier zusammen im Podcast sitzen und wir uns über Instagram kennengelernt haben in Corona-Zeiten. Und neben mir sitzt Caroline von... Das größte Problem ist, habe ich mit ihrem Nachnamen. Nein, neben mir sitzt Caroline Saint-Ange. Habe ich wieder falsch gesagt? Gut, gut. War gut, oder? Saint-Ange, ja. Saint-Ange, siehst du? Wenn du es mir sagst, wenn du mich anguckst, kann ich gut. Caroline ist Lerncoach, Bildungsinfluencerin. Mein Mann hat sie als erstes entdeckt und hat sie mir geschickt und hat gesagt, in Corona, guck mal, das müssen wir jetzt alles machen mit unseren Kindern. Mach mal mehr so, wie die da sagt. Genau. Und ich kann mich noch total erinnern, wir haben dann nur über Instagram geschrieben. Dann hast du ja noch nicht in Berlin gewohnt. Und dann bist du nach Berlin gezogen und dann habe ich dir sofort geschrieben, lass uns treffen. Nee, nee, nee. Wir haben uns an der Ampel gesprochen. Ja, das wollte ich jetzt gerade erzählen. Aber ich habe dir vorher schon gesagt, lass uns mal was machen. Du hast mich zu deinem Booklaunch eingeladen. Da habe ich mich total gefreut. Oder davor haben wir uns auf der anderen Ampel getroffen. Die witzigste Situation, ich stehe an der Ampel, neben mir fährt ein Auto ran und ich gucke rüber und dann sitzt du da drin und wir winken uns wie Freude. Also können irgendwie so gar nicht denken, wieso bist du hier auch in dem Stadtteil, weil man ist ja auch immer so, man weiß ja nicht, wo derjenige wohnt. Und da haben wir uns eigentlich sozusagen gesehen, zum ersten Mal live. Leider konnten wir nicht sprechen, weil dann die Ampelscheidung grün wurde, aber so hat es angefangen. Und dann war es natürlich eine schöne Geschichte. Du bist schwanger geworden in Berlin und hast mich gefragt, ob ich deine Hebamme sein darf. Und da habe ich mich natürlich sehr geehrt gefühlt. Und da hatten wir eine sehr intensive Zeit zusammen. Ja, viel gesehen. Viel gesehen. Und ja, es war auf jeden Fall sehr intensiv. Und ich war sehr dankbar, dass du mir das Vertrauen geschenkt hast, dich begleiten zu dürfen. Und ich habe dir zur Seite gestanden. Und du stehst mir sozusagen seitdem auch mit allen Fragen, die ich rund um Schule, Lernen und so weiter habe, immer zur Seite. Und das ist schön und deshalb freue ich mich einfach, dass du heute hier bist. Also jetzt herzlich willkommen, Carolin. Vielen lieben Dank für die Einladung. Ja, du hast mir sehr beigestanden und mit den einen Millionen Menschen, die du kennst. Und jetzt habe ich einen tollen Kinderarzt und eine tolle Osteopathin und so weiter. Den Kinderarzt können wir jetzt leider nicht verraten. Genau, also aktuell ist es halt die Situation, die ich habe. Du kennst sie ja, weil wir auch einfach privat, aber das ist etwas, was mich einfach sehr, sehr beschäftigt. Und ich finde halt immer, dass vielen Menschen einfach, klar, es gibt jetzt Instagram, es gibt soziale Medien, da kann man sich bei dir auf deiner Seite tollen Content ziehen. Aber trotzdem ist es einfach so, dass man, wollte ich einfach nochmal mit sie das Gespräch führen, woran erkennt man eine gute Schule, woran gucke ich auch und will ich das eigentlich mehr als das, was mein Kind braucht? Das sind ja wirklich so die Fragen. Und ich habe jetzt aus der Community noch eine E-Mail. Wir haben immer so, dass ihr natürlich mir auch immer schreiben könnt, was euch bewegt, was ihr für Themen haben wollt. Und ich habe jetzt hier eine E-Mail, die ich einmal nochmal, bevor wir ins Gespräch gehen, vorlesen möchte von Jan. Liebe Sissi, meine Tochter ist sechs Jahre alt und kommt nächstes Jahr in die Schule. Same hier, ne? Natürlich ist das ein großes Thema in unserer Familie und wir möchten die bestmögliche Entscheidung treffen. Es gibt so viele Optionen, staatliche Schulen, freie Schulen, Ganztagsschulen, Montessori, Waldorf, da fällt es uns schwer, den Überblick zu behalten und herauszufinden, was wirklich zu unserer Tochter passt. Dabei stelle ich mir vor allem folgende Fragen. Wie erkenne ich, welches Schulkonzept das Beste für mein Kind ist? Woraus sollte ich bei einem Schulbesuch achten und wie beziehe ich meine Tochter bei der Entscheidungsfindung am besten mit ein? Ja, so, alles zusammengefasst, lieber Jan. Also ich glaube, wir starten erstmal so ein bisschen so von den Schulformen, dass man so ein bisschen den Überblick hat. Was ich ja auch so finde, wir leben ja in Deutschland und wir sind zusammen zur Folge hergefahren, was ich dir gesagt habe. Das Komplizierte ist ja einfach erstmal, dass wir viele Bundesländer haben, 16. Wir haben 16 verschiedene Bildungssysteme in Deutschland. Das macht auch eben eine Reform des Bildungssystems so wahnsinnig schwierig. Man muss sich vorstellen, eigentlich jedes andere Land kann eine Reform des Bildungssystems machen, aber Deutschland nicht. Und das geht eben auf den Zweiten Weltkrieg zurück, weil dann sozusagen die Alliierten eben dafür gesorgt haben, dass gewisse Dinge bei uns nicht mehr zentral geregelt werden können als Sicherheitsvorkehrungen und dazu gehört eben die Bildung. Und deswegen, das hatte damals einen voll guten Grund. Das macht jetzt aber ziemliche Probleme, weil wir eben eigentlich gar nichts Allgemeines sagen können. Eigentlich kann ich jetzt gar nichts sagen, weil es in jedem Bundesland ein bisschen anders ist. Und es ist auch eine enorme Ressourcenverschwendung. Also jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen. Wenn wir uns vorstellen, bei Corona braucht es ja dann irgendwie eine Schulplattform, über die man kommunizieren kann, die datenschutzkonform ist. Und dann haben halt einfach 16 Bundesländer 16 verschiedene Schulplattformen ganz, ganz, ganz teuer programmieren lassen, was enorm viel Geld verschwendet hat und am Ende war die natürlich noch tausendmal schlechter als ein Microsoft Teams oder so. Natürlich ist, das ist einfach, das ist immer schade und deswegen ist es auch mit den, also gerade in der weiterführenden Schule total kompliziert, weil die Schulen auch ganz unterschiedlich heißen und auch anders funktionieren. Also hier zum Beispiel in Berlin hast du das Gymnasium und die Sekundarschule, das ist was früher Real- und Hauptschule war, zusammen, fängt aber erst ab der siebten an. In Bayern hast du noch Gymnasium, Realschule. Und Hauptschule auch? Ja, das heißt nicht mehr so, das heißt Mittelschule. Mittelschule. Und dann hast du zum Beispiel in Hamburg hast du Gymnasien und Stadtteilschulen. In den Stadtteilschulen kannst du aber auch Abitur machen. Also das sind einfach so richtige Gesamtschulen, die gibt es auch in vielen anderen Bundesländern. In dem Sinne ist das einfach kompliziert. Und dann unterscheidet sich auch die Lehrkräfteausbildung von Bundesland zu Bundesland und auch sehr stark von Universität zu Universität. Also da gibt es auch eine enorme Bandbreite, mit welchem Wissen und vor allem welchem psychologischen Wissen Lehrkräfte dann mal in der Schule landen. Da gibt es fantastische AusbilderInnen. Und da gibt es welche, wo man sagt, das ist vorsinnflutlich. Das finde ich schlimm. Aber wir wollten jetzt ja eigentlich reden über... Welche Schulformen gibt es? Welche Schulformen. Genau, also an sich, je nach Bundesland gibt es das. Und dann gibt es eben jetzt immer mehr Privatschulen. Also die wurden ja auch da schon angesprochen. Das ist eine... Ich habe, glaube ich, irgendwo hier auch eine Zahl, Wie viel Privatschulen? Ja, dann gehen wir suchen. Ja, also, dass es immer mehr Privatschulen gibt, ist eine direkte Folge dessen, dass unsere staatliche Schule schlechter geworden ist. 9,2 Prozent. Genau. Also, je besser die staatliche Schule, desto weniger brauchen wir Privatschulen. Und ich finde es eine ganz traurige Entwicklung, weil eben je mehr Kinder auf Privatschulen sind, das sind nun mal eher die Kinder aus besser verdienenden, gebildeteren Haushalten, desto schlechter werden ja dann wiederum die staatlichen Schulen, weil du dann so eine Sekretation hast. Also dann wird es ja dort immer schwieriger. Also du brauchst eigentlich diese Durchmischung, ist total toll und die geht aber immer mehr verloren, weil wir einfach an den staatlichen Schulen, dann wird die kaputt sparen. Ich meine, also Berlin hat jetzt ja auch große Probleme und es wurde einfach ernsthaft auch an Schulen gespart. Und es gibt alleine bei den Schulgebäuden in Deutschland einen Sanierungsstau von 49 Milliarden Euro. Stopp. Einen Stau, also der, dass sozusagen gemacht werden müsste und wird halt nicht gemacht. Dann haben wir einen starken Lehrermangel, wir haben. Ganz, ganz viele Herausforderungen an den staatlichen Schulen. Die sind natürlich auch sehr herausgefordert durch geflüchtete Kinder, die kein Deutsch sprechen, wenn es dann nicht genug Kräfte gibt, die denen ganz schnell Deutsch beibringen. Dann haben wir gesagt, okay, wir wollen Inklusion, haben es aber super schlecht gemacht, weil wir haben einfach die ganzen Kinder, die eben einen besonderen Förderbedarf haben, in die normale Schule getan und dann aber nicht dafür gesorgt, dass diese Schule ausgestattet ist, wiederum mit genügend Kräften, um das zu machen. Weißt du, wie das ist? Das ist eigentlich wie in einer Geburtshilfe. Ja. Also ein bisschen, aber es ist einfach genau das gleiche Thema. Die Leute suchen sich private Hebammen, private Kliniken, um eine gute medizinische Versorgung zu haben, zahlen zu. Und Menschen, die halt einfach nicht so privilegiert sind, bleiben auf der Strecke und haben nicht die Betreuung, die ihnen eigentlich zusteht, dass jede Frau eigentlich eine sichere Geburt in Deutschland haben sollte. Und da sehen wir wieder, wo gespart wird bei Familie mit Kindern und das ist natürlich in der Schule. Wir wollen jetzt aber gar nicht, glaube ich, so sehr darauf gehen, was gespart ist, weil es ist einfach schrecklich und es müsste einfach eine Bildungsreform, dazu bist du ja auch ganz viel unterwegs, da kann man ja bei dir auch ganz viel lesen, aber wenn wir jetzt mal zu meinem Kind jetzt eben sechs Jahre alt kommen, nächstes Jahr zur Schule. Ich finde, glaube ich, nochmal ganz kurz auch darüber zu reden, was mir immer sehr wichtig ist, ist so dieses zu früh in die Schule kommen, gerade bei diesen Kindern, die so im, also die jetzt so im September geboren sind, das sind ja so diese. Kannkinder und dass man da auch gerade wirklich nochmal genau aufs Kind guckt, nicht so ungefähr, also viele orientieren sich ja schon an, dann sind die ganzen Freunde weg, weil die sind alle irgendwie ein halbes Jahr vorher geboren, aber eigentlich ist das Kind, doch noch gar nicht wirklich so ready, also so ein halbes Jahr macht ja schon einen Unterschied, da muss man schon sehr, also was ist, Was ist da deine Empfehlung? Wie guckst du da drauf? Ich habe da auch ein E-Book dazu, weil das kann man nicht in zwei Sätzen so schnell sagen. Zu diesem Früh-Einschulen, man kann schon generell sagen, es gibt... Und durchaus viele Menschen, die sagen, später Mist, ich habe mein Kind ein bisschen zu früh eingeschult, weil ja, das hat sich irgendwie schon voll mit Zahlen und Buchstaben interessiert, aber es war sozial noch nicht so weit, war körperlich auch einfach noch kleiner, zierlicher und das rächt sich dann manchmal gegen Ende der Grundschulzeit, ganz oft dann aber mit Eintritt in der Pubertät. Wenn die dann ein Jahr hinterher hinken, dann haben die plötzlich gar keinen Kontakt mehr zu anderen Kindern in der Klasse, weil die dann plötzlich viel weiter sind, ganz andere Themen haben. Da muss man ja immer auch davon ausgehen, es bleiben ja Kinder sitzen. Das heißt, dann sind da auch Kinder in der Klasse, die zwei Jahre älter sind. Und das ist dann eben gerade so 12 und 14, das sind halt Welten. Und deswegen viele Menschen sagen im Nachhinein, Mist, wir haben zu früh eingeschult. Und auch einfach Kind hat Lernprobleme. Man muss wahnsinnig viel unterstützen bei den Hausaufgaben und so. Und wenn man dem Kind von vornherein ein Jahr länger spielen gegeben hätte, dann hätte sich ganz, ganz viel ausgeglichen. Und man muss ja immer wissen, wir können ja kein Experiment machen, weil das Leben hat ja auch so viele verschiedene Einflüsse. Aber man darf halt nicht unterschätzen, was passiert, wenn ein Kind zu früh in der Schule ist und dann jeden Tag ein bisschen die Erfahrung macht, ah, das ist ein bisschen zu schwer, ah, das kann ich nicht so gut. Das schleift sich so doll ein und das wird dann zu einem Selbstbild von diesem Kind. Und wenn es jetzt nur ein Jahr später in die Schule gekommen wäre, dann hätte es jeden Tag erlebt, das kann ich gut, das fällt mir leicht, das macht mir Spaß und das wird dann auch zum Selbstbild des Kindes. Deswegen, das ist halt total krass, was da passieren kann und umgekehrt sagen kann. Eigentlich niemand, wir haben unser Kind zu spät eingeschult, weil man kann eben nachmittags ja wahnsinnig viel fördern. Man kann Kinder toll füttern mit vielen Büchern und Aktivitäten, dass ihnen dann in diesem Jahr nicht langweilig wird. Es gibt aber trotzdem auch Kinder, die im September geboren wurden, die früh eingeschult wurden und die wunderbar durchs Leben kommen. Das gibt es auch. Und deswegen, leider kann einem diese Entscheidung niemand abnehmen. Aber ich glaube, dass es total wichtig ist, dass man wirklich auf sein Kind ganz genau guckt und sich nicht so ein bisschen von den Freunden so leiten lässt. Weil viele entscheiden das ja, ja dann sind die ja nicht mehr da. Und ich finde es auch eine sehr schöne Erfahrung im Kindergarten mal der oder die Älteste zu sein und nicht immer die Kleinste, sondern auch einfach dann, klar sind dann vielleicht andere Kinder. Aber wir Eltern haben dann immer so das Gefühl, ja dann sind die alle nicht mehr da und dann haben die da niemanden mehr. Aber sie machen dann ganz neue Erfahrungen, indem sie halt einfach auch vielleicht mal der Anführer sind und die Gruppe so ein bisschen leiten. Deshalb finde ich das immer schwierig und versuche auch immer, wenn ich Freunde habe, dass man da schon wirklich nicht, wenn alle jetzt gehen, deshalb gehe ich jetzt auch, sondern wirklich zu gucken, ist das wirklich die richtige Entscheidung für mein Kind. Ich würde das jetzt auch nicht immer vor dem Kind so diskutieren, du bist noch zu klein. Also dass es das irgendwie denkt, ich bin ja einfach zu klein und kann das noch nicht. Aber dass man sich wirklich Gedanken macht, ist das jetzt nicht einfach nochmal schön, dieses eine Jahr zu haben und das Kind auch in diese ganz andere Position zu bringen, mal nicht die Jüngste überall zu sein. Man muss sich halt klar machen, sollte es nicht funktionieren und dein Kind muss dann die zweite, dritte Klasse wiederholen. Dann hast du halt wirklich, dann bist du sozusagen am Ende genauso schlau wie zuvor, also du hast es ja auch verloren, aber halt total negativ, weil ein Jahr lang in der Schule gesessen und irgendwie nichts verstanden, im zweiten Jahr dann halt besser verstanden, da ist natürlich ein Jahr länger spielen im Kindergarten viel, viel schöner. Ja, finde ich nämlich auch. Also darüber solltet ihr euch wirklich gut Gedanken machen und da hast du auch ein E-Book zu? Ja, aber man muss auch wiederum dazu sagen, nicht in jedem Bundesland so einfach. Also in Berlin kann man das recht easy machen, dass sein Kind zurückstellt. Aber wann ist denn da die Grenze bei mir? Es ist im Weltall im Bundesland anders. Und im Bundesland auch unterschiedlich streng geregelt. Wirklich? Ja. Ich bin ja am 10. Juli geboren. Also bin ich ja auch ein Kind, was so in dieser Grenze ist. Und ich wurde mit sieben Jahren eingeschult. Und nicht mit... Wo warst du? Mit sechs in Schleswig-Holstein. Okay, ja, Schleswig-Holstein ist ein bisschen liebevoller. NLV zum Beispiel hast du keine Chance. Aber war, also ich verstehe das gar nicht, also warum entscheidest du? Du musst es dir so vorstellen. In jedem Bundesland ist ein großes Kultusministerium. Da arbeiten sehr, sehr viele Menschen. Die kochen alle ihr eigenes Süppchen. Okay. Die müssten alle gemeinsam sich treffen und sagen, wir schaffen alle unseren Job ab. Das wird nicht passieren. Nein, aber wo ist da die Grenze? Also ich meine, hier in Berlin, wo ist die Grenze? Ich weiß es gerade nicht. Hier ist 31. September. So lange? Also für mich ist es einfach unvorstellbar, weil ich denke halt, wenn ein Kind am 31. September Geburtstag hat, gehört es für mich in den nächsten Jahrgang. Also einfach nur vom Gefühl. Und vielleicht gibt es ein paar, die halt einfach besonders irgendwie weit sind, körperlich und vielleicht auch einfach, was sie können. Würde ich aber immer ja sagen, sind weniger Kinder und nur aus ich meine, ich habe da keine Studie zu gemacht, sondern einfach aus meinem Gefühl und aus meiner Erfahrung deshalb, ich habe das ja gar nicht so, weil ich habe ja Kinder geboren im Winter oder Anfang des Jahres, deshalb ist diese Frage ja gar nicht so aufgekommen, aber 31. September finde ich wirklich sehr, sehr spät Es ist halt immer wie die Regelung gemacht ist Ja, ich hätte halt so gedacht, Juli ist die Grenze, bei mir war es halt der 1. Juli, so deshalb ja, also Also genau, ich hätte nicht gedacht, dass es auch ein Problem ist, weil wenn ich empfinde, dass mein Kind einfach noch nicht bereit ist, auch nicht, wenn ich vom Kinderarzt sozusagen so einen Attest habe, funktioniert das? Also irgendwann funktioniert es wahrscheinlich schon, aber es gibt dann eben sehr, sehr viele Hürden, die man nehmen muss und einfach ist es dann komplexer und bei manchen reicht es irgendwie bei der Schuleingangsuntersuchung zu sagen, ey, noch nicht ready und dann kann man das irgendwie leichter machen. Aber jetzt nochmal zur staatlichen Schule. Es ist halt so, also meine Erfahrung sagt, das ist auch keine Studie, das ist wirklich einfach meine Erfahrung. Ja, die ist ja groß. Ich habe das Gefühl, dass 50 Prozent der Kinder im normalen staatlichen Schulsystem, wo die Schule größtenteils noch so läuft, wie wir sie selbst erlebt haben, so viel hat sich da nicht getan, gut funktionieren. Das klappt gut. Die gehen da gerne hin, die lernen da was, die machen ihre Hausaufgaben ohne Probleme, die sind auch mal genervt, aber ansonsten gehen die gerne zur Schule, finden das schön, machen Fortschritte, haben Spaß daran, sich auf eine Prüfung vorzubereiten, so ein bisschen diesen Wettbewerb zu spüren, denen geht es da gut. Ja. 50 Prozent der Kinder aber nicht. Und das ist ja nun doch auch eine ziemlich große Zahl. Und da gibt es jetzt Kinder. Die sind entweder krass unterfordert und die werden nicht genug in der Schule gefordert. Die fangen dann an, entweder wahnsinnigen Quatsch zu machen. Also gibt es ganz viele. Dann gibt es viele Kinder, die sind überfordert. Für die funktioniert das nicht, dass eine Klasse im Endeffekt im Gleichschritt vorangeht. Es ist so, Lehrkräfte müssen differenzieren. Differenzieren heißt eben unterschiedliche Aufgabenlevel anbieten. De facto passiert das sehr viel nicht, weil es ist eine enorme Aufgabe für Lehrkräfte. Also ich kenne ganz viele Lehrkräfte, die das machen. Machen das toll. Ich würde trotzdem sagen, in der großen Masse passiert das sehr wenig. Es ist aber so, wenn ich eine Hausaufgabe für eine ganze Klasse aufgebe, dann ist diese Hausaufgabe vielleicht für zehn Kinder genau die richtige Hausaufgabe. Und für zehn ist sie halt zu leicht und für zehn ist sie viel zu schwer. Das heißt, für die, die es zu leicht ist, ist es Zeitverschwendung. Und für die, die es zu schwer ist, ist es dann eine negative Lernerfahrung. Und darüber rede ich eben ganz oft, dass wir negative Lernerfahrungen vermeiden müssen. Das Gefährlichste, was eben in der Schule passieren kann, ist, dass ein Kind den Glauben an sich selbst und den Spaß am Lernen verliert. Und das kann leider recht leicht passieren. Da reichen ein, zwei Jahre negative Erfahrungen. Und dann gibt es natürlich Kinder, die einfach einen großen Bewegungsdrang haben. Es gibt auch viel Neurodivergenz, also ADHS, ADS, Autismus Spektrum und so weiter. Es gibt viele Kinder, die sind ein bisschen anders, in Anführungszeichen, ich finde, es ist einfach so eine andere Form von normal, also davon gibt es dafür einfach viel zu viele, als dass man da noch sagen könnte anders und die können sich oft in so ein normales staatliches System dann eben nicht so gut eingliedern oder bräuchten einfach viel mehr Freiraum, Autonomie und das kann dann richtig zu Problemen führen und, Ich versuche Eltern eben immer klarzumachen, dass sozusagen nur, weil sie sich auf der staatlichen Schule ganz wohl gefühlt haben, nur weil die Einzugsschule so schön nah ist, ist das eben nicht automatisch die richtige Schule für ihr Kind. Aber wie finde ich raus, dass mein Kind die 50 Prozent ist, die nicht auf der staatlichen Schule wahrscheinlich klarkommen und wo man einfach im Kindergarten jetzt, also wir sind ja jetzt, ich bin ja gerade in der Situation, ich kann da ja auch ein bisschen persönlich erzählen, das ist unser drittes Kind. Wenn ich sie jetzt beschreiben würde, ohne dass ich ihr jetzt sozusagen ihre Privat wäre, sie geht einfach durch die Welt wie eine Fee. Sie ist eine Fee und sie träumt und sie fliegt. Ja. Und sie hatten alle die gleichen Voraussetzungen und sie ist einfach irgendwie so, sie ist so jemand auch so, wenn du zum Beispiel eine Gruppe hast mit Menschen und da ist einer, der sich nicht so in diese Gruppe so, der einfach nicht zur Geltung kommt. Also wir haben auch einen Freundeskreis, einfach sehr Freunde, die sehr ruhig sind und immer zurückziehen. Die pickt sie sich dann raus und den holt sie. Also sie hat auch die Gabe so. Aber ansonsten ist sie einfach so, ja, so eine Fee. Und da war es natürlich, da haben wir ja viel drüber geredet, zu gucken, das ist meine Einzugsschule, wo du gleich zu mir gesagt hast, Sissi, da geht es zur Sache. Da geht es richtig zur Sache, genau. Eure Einzugsschule, die kenne ich eben gut, die hat einfach einen enorm hohen Standard. Also eine gute Schule, wenn man das jetzt so... Eine super Schule, ist ja auch in einem tollen Stadtteil, hat dadurch natürlich auch eine sehr privilegierte Schülerschaft. Das hat einen enormen Einfluss auf eine Schule. Wenn alle Kinder da ankommen, super Deutsch sprechen, allen wurde ihr Leben lang vorgelesen, alle waren schon mal im Museum, schon mal im Theater, machen Sport, kriegen gesundes Essen, kommen mit Frühstück zur Schule, das sind ja alles Sachen, die nicht normal sind. Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut. Genau. Das heißt, ich habe ja in Berlin an der Brennpunktschule gearbeitet. Da sieht es ganz anders aus. Da würde man am liebsten Schulbrote mitbringen jeden Tag. Ja, genau, müsste man auch. Aber jetzt zum Beispiel diese staatliche Einzugsschule von euch. Da sind eben auch viele Eltern, die ihre Kinder richtig pushen. Also die wollen ganz schnell Noten haben. Die sind richtig hinterher. Die wollen ihre Kinder schon zur vierten Klasse ins Gymnasium wechseln lassen. Bereiten sie da ganz krass auf diesen Test vor. Da wird viel verglichen. Da wird in WhatsApp-Gruppen die ganze Zeit ausgetauscht. Wisst ihr, wann der Test kommt? Was glaubt ihr, was da drankommt? Wie können wir uns da perfekt vorbereiten? Da werden Arbeitsblätter unter der Hand getauscht. Also richtig, da ist richtig was los. Kenne ich auch sehr gut aus München. Da habe ich ja lange gearbeitet. Da ist das wie ein Volkssport. Wie schaffe ich, dass mein Kind am allerbesten diese Grundschule beendet? Man nennt das ja auch in Bayern das kleine Abitur. Eben in der vierten Klasse dann dieses Übertrittszeugnis. So, und... Für manche Kinder ist dieses Umfeld ganz cool. Ja, die haben da Lust drauf. Das macht ihnen Spaß. Wettbewerbe, wenn du gut bist, sind ja cool. Ja, verlieren ist halt scheiße. Exakt. Wenn du aber jedes Mal verlierst. Und wenn irgendwie, es gibt Kopfrechnen auf Zeit. Und jedes Mal bist du die mit den wenigsten Aufgaben geschafft. Jedes Mal. Das ist richtig schlecht für ein Kind. Das macht was mit einem Kind. Das macht was mit dem Selbstbild. Und daraus werden dann die vielen, vielen Menschen, frag mal in deinem Freundeskreis, die dann auf ihre Schulzeit zurückgucken und sagen, es war furchtbar, es war furchtbar. Wenn ich daran zurückdenke, wie schrecklich, wie schlimm habe ich mich gefühlt. Und alle diese Menschen haben im Zweifel später einen tollen Beruf gefunden, sind total ihren Weg gegangen. Und man hätte ihnen das auch einfach ersparen können. Dass sie so runtergemacht wurden. Ja, wenn man sie einfach auf eine Schule getan hätte, wo viel mehr im Fokus steht, Jedes Kind, wie es ist. Wir machen für jedes Kind den Unterricht, den es braucht. Wir schaffen Freiräume. Wenn jemand nicht still sitzen kann, dann steht er halt. Dann bewegt er sich. Wenn jemand nicht am Tisch seine Aufgaben machen kann, dann macht er sie halt am Boden oder in der Höhle oder draußen auf dem Gang. Das erlauben wir. Kann das eine staatliche Schule leisten? Das machen auch staatliche Schulen. Also ich habe ja viele Lehrkräfte, die Follower sind, die schicken mir ja auch tolle Bilder von ihrem Unterricht. Daran sehe ich ja, das kommt schon auch in den staatlichen Schulen immer mehr an. Das Problem ist leider, dass die staatlichen Schulen einfach sehr, sehr getaktet sind mit den sehr, sehr vielen Klassenarbeiten, die sie schreiben müssen. Und da können die Lehrkräfte machen, was sie wollen. Sie müssen die schreiben, sie müssen die auch benoten. Dazu sind die verpflichtet. Und das Problem ist halt, wenn du jetzt eine Lehrkraft hast, die sagst, oh nee, ich mache den Unterricht anders. Ich mache den kindzentrierter. Ich mache den mehr auf Entdecken als auf Unterrichten. Ich sage zum Beispiel nicht, wir lernen jetzt alles Eichhörnchen, sondern ich sage, jedes Kind hält ein Referat über das Tier, was es begeistert. Und dann haben wir am Ende eigentlich viel mehr gelernt. Aber wie soll ich denn darüber eine Arbeit schreiben? Irgendwann kommt dann halt doch die Arbeit. Ganz oft ist die sogar in der Fachkonferenz, also sozusagen alle Deutschlehrer der siebten Klasse schreiben auf eine Art auch die, gleiche, ähnliche Arbeit, dann wird ja deine Klasse da viel schlechter abschneiden, weil du eben nicht den Unterricht die ganze Zeit dafür genutzt hast, deine Klasse auf diese Klassenarbeit vorzubereiten. Das heißt, diese Lehrkraft tut dann diesen Kindern wiederum auf eine Art keinen Gefallen. Also die ist wie in einem Korsett, wo sie selber nicht rauskommt. Deswegen verzweifeln auch viele Lehrkräfte, die es so sehen wie ich total im Schulsystem. Ich fühle das so sehr, auch wenn ich das bildlich auf meinen Beruf lege. Das ist ganz krass. Und die möchten es eigentlich anders machen, aber sie können es nicht anders machen und unterrichten dann oft jeden Tag eigentlich an ihrer Überzeugung vorbei. Und für viele ist das dann einfach irgendwann auch zu anstrengend und dann sagen sie einfach so, ich mache es jetzt so und so und es gibt hier keine Extrawürste. Und dann entstehen halt solche Strukturen und dann wird es eben anders. Und es gibt halt wiederum auch ganz viele unterschiedliche Privatschulen natürlich. Also hier in Berlin hat man ja dann irgendwie die freie Auswahl. Du hast eine Montessori-Schule, wo eben Kinder sehr Interessen geleitet lernen dürfen. Sehr viel mit diesem tollen Montessori-Material, was gerade in der Grundschule irre toll ist, um Mathematik zu verstehen. Buchstaben. Du hast aber auch so International Schools, die funktionieren wieder ganz anders. Das, was ich da cool finde, ist, da wird immer so Growth Mindset großgeschrieben. Das, was ich immer so propagiere, so you can't do it yet. Da wird so dieses Anspornen, Anfeuern, das wird da so gelebt. Das finde ich cool. Ja, die ist es aber ein bisschen so eine andere Mentalität. Die Kinder machen sehr, sehr viele Präsentationen, lernen toll frei zu sprechen. Ist natürlich auch schön, lernen gut Englisch. Dann gibt es Waldorfschulen. Das ist für manche Familien genau das Richtige. Es gibt einfach anthroposophische Familien, die finden das total schön. Und es gibt andere, die finden das furchtbar und finden das ganze Weltbild dahinter schrecklich. und so. Wie würdest du jetzt vorgehen, sozusagen, weil das ist ja schon auch ein Halbtaktjob eigentlich, sich zu gucken, welche Schule. Weil ich meine, ich komme aus Bad Segeberg, das ist ein kleiner Ort in Schleswig-Holstein. Da gibt es, glaube ich, immer noch zwei Grundschulen. Du, es ist ganz nett. Wenn man auf dem Dorf wohnt, dann hat man keine Wahl. Oder macht man es mit der Grundschule und dann ist es so und dann wird es oft auch ganz gut so. Und ich kenne mehrere Leute, die genau auf so einer kleinen Dorfgrundschule sind und da mega happy sind und super oft sind da kleine Klassen. Nett. Kann auch schief gehen, kann aber auch mit jeder anderen Schule schief gehen. Kann auch mit der Privatjul, Ich sage immer genau, einfach mal machen könnte ja gut werden, aber es kann auch mit einer Privatschule schief gehen, weil oft sind Privatschulen neu gegründet, haben noch ganz schlechte Strukturen, haben im Zweifel schlechte Schulleitungen. Da geht es drunter und drüber, manchmal schlimmstes Chaos und da sagt man, oh mein Gott, wäre ich doch lieber auf der ganz normalen staatlichen Schule, wo irgendwie es einen Rahmen gibt und die Dinge laufen und nicht alle Lehrkräfte die ganze Zeit kündigen und so weiter und so fort. Also es ist schon einfach gut zu gucken, wie lange gibt es diese Schule schon? Genau, also zu schauen, wie lange gibt es die Schule. Das Wichtigste, Wichtigste ist wirklich einfach Eltern zu fragen, die ihre Kinder da haben. Ich sage immer, stell dich vor die Schule, wenn die Schule aus ist. Trink vorher einen Schnaps und trau dich, Leute anzusprechen. Mach es einfach. Sprich einfach an, sag Entschuldigung, ist ihr Kind hier auf der Schule? Ich überlege mein Kind hierhin zu schicken. Ich würde so gerne wissen, wie sie die Schule empfinden. Die meisten Menschen antworten total nett, ehrlich, erzählen das. Egal wo ich bin, ob beim Friseur, beim Arzt, wie auch immer. Ich würde immer fragen, haben Sie Schulkinder? Wo sind die auf der Schule? Sind Sie glücklich damit? Das ist auch immer meine erste Frage. Ja, einfach so organisiert man sich und hört viele Sachen. Das finde ich wichtig. Schulrufe können sich nämlich auch sehr ändern. Also zum Beispiel diese Schule, die wir beide jetzt so toll finden, die hatte früher einen ganz anderen Ruf. Wenn du mit Leuten sprichst, die in dem Stadtteil aufgewachsen sind, die jetzt irgendwie so 35, 40 sind. War schlecht. Die erzählen was ganz anderes über diese Schule, als wenn du Eltern fragst, die ihre Kinder da jetzt gerade haben. Ah, okay. Also das natürlich, ein Schulruf über Jahrzehnte kann sich auch ganz, eine Schule kann sich ja total wandeln. Und dann ist es auch wirklich wichtig zu fragen, was hast du denn für ein Kind? Und deswegen habe ich eben auch ein Übertritt Buch geschrieben. Es soll eigentlich keine Werbesendung sein, aber es ist wirklich eine hilfreiche Sache. Also ich habe eben meine Follower gebeten, die ältere Kinder haben, also schon sozusagen in Teenie-Kinder, mir aufzuschreiben, was sie für Kinder haben, was sie für eine Familie sind, was so ihre Werte sind, was so ihr Hintergrund ist, welche Schule sie ausgewählt haben, also jetzt weiter für eine Schule und ob das eine gute Idee war oder eben eine schlechte Idee und was sie dann gemacht haben. Und dann habe ich diese ganz, ganz, ganz vielen Erfahrungsberichte alle sortiert nach Schulwahlen, nach Privatschulen und so weiter. Und die kann man eben in meinem E-Book lesen. Es sind, glaube ich, 150 Erfahrungsberichte. Und das ist halt, als würdest du mit 150 verschiedenen Eltern sprechen. Super. Und du musst keinen Schnaps trinken. Du musst keinen Schnaps trinken, genau. Das ist total hilfreich, weil man dann vielleicht sein Kind wiedererkennt. Und gerade so ein Feenkind, wie du es beschreibst, was vielleicht eher verträumt ist, eher vielleicht oft nicht so gut zuhört, eher so daneben steht und so sagt, was sollten wir jetzt nochmal machen? Ist was ganz anderes. Also mein Sohn zum Beispiel, der meldet sich die ganze Zeit. Der steht immer so ganz vorne und meldet sich so ganz eifrig. Völlig anderer Charakter. Den kann ich auf eine ganz andere Schule schicken, als ein Kind, was immer da irgendwo ist. Und das kann sich ja auch noch entwickeln. Das ist ja gerade die Grundschule. Und deswegen haben wir auch in Deutschland so ein großes Problem, weil wir ja eben meistens nach der vierten Klasse schon aussortieren. Und das Einzige, was dazu passiert ist, dass Kinder aus besser situierten Haushalten eher auf dem Gymnasium landen. Und es gibt da so eine schöne Grafik, die auch zeigt, wie sehr der Bildungserfolg vom Elternhaus abhängig ist. Witzigerweise am allerstärksten in Bayern. Warum? Weil der Übertritt ins Gymnasium dort so schwer ist. Den schaffen nur Kinder, deren Eltern sich Hausaufgaben leisten können oder die die Kapazitäten haben, ihre Kinder da durchzupuschen. In Berlin und Brandenburg, wo man ja erst nach der sechsten Klasse das Sortieren macht, ist er deutschlandweit am niedrigsten der Zusammenhang, weil wir eben Kindern sechs Jahre die Chance geben, in die Schule reinzuwachsen. Und ganz viele Kinder, du hast das jetzt auch bei deiner anderen Tochter erlebt, wenn du die in der vierten Klasse sortiert hättest, no way. Aber die hat jetzt in der fünften, sechsten so eine Entwicklung gemacht, ist so groß geworden, dass du jetzt sagen kannst, oh, die ist fit. Ja, die ist auf jeden Fall fit. Und jetzt stell dir mal vor, in Bayern wäre die auf die Realschule, vielleicht sogar auf die Hauptschule gekommen oder Mittelschule. Und was dann wiederum auch passiert wäre, das macht dann wieder was mit dem Selbstbild, deswegen finde ich überhaupt das so schlecht, deswegen finde ich es schon mal besser, die Bundesländer, die einfach sagen, wir haben eine Gesamtschule. Die allermeisten Länder dieser Welt, also westliche Industrienationen, haben alles Gesamtschulen. Haben alles Gesamtschulen. Erstmal sind alle zusammen. Sortieren erst mit 14, 15 aus. Und dann gibst du diese Classes. Genau. Und dann kannst du eben einfach sozusagen verschiedene Level wählen. Ist eigentlich auch ein schöneres Miteinander, weil ich finde ja auch, dass diese Durchmischung, wie wir gerade sagen, die ist ja so wichtig. Genau. Und gleichzeitig verstehe ich aber trotzdem, Also ich finde, ich sage immer, wenn ich gesellschaftlich, politisch argumentiere, dann bin ich gegen Privatschulen, dann bin ich dagegen, dass privat so viel Geld in Bildung fließt, dann bin ich dafür, dass alle Kinder zusammen zur Schule gehen. Und wenn ich aber für mein eigenes individuelles Kind argumentiere, was ja nun mal im Jahr 2025 zur Schule geht. Ja. Dann werde ich natürlich die beste Wahl für mein Kind treffen. Und das ist das große Problem, was wir haben. Und ich sage immer jedem, bitte denk an dein Kind. Du wirst an deinem Kind nicht die Bildungskrise lösen. Also nur weil du jetzt dein Kind auf die staatliche Schule mit mega vielen Problemen und krassem Lehrermangel schickst. Also du wirst damit dein Kind nicht einen Gefallen tun. Und du wirst ja auch das gesamtgesellschaftliche Problem nicht lösen. Das werden wir erst lösen, wenn die Politik bereit ist, ein Bildungs-Sondervermögen aufzusetzen und unsere Schulen wirklich, wirklich zu reformieren, auszustatten, Schule wirklich neu zu denken. Und da arbeiten viele Interessenverbände da dran und ich auch und so weiter und so fort. Wir brauchen 100 Milliarden. Alleine, ich habe es ja gesagt, 49 Milliarden würden in die Gebäude fließen. Und dann könnte man wieder mit gutem Gewissen sagen, cool, mein Kind geht auf die normale staatliche Schule und das wäre gut. Ja, also ich meine, 100 Milliarden sollten doch irgendwie... Es ist immer doof, aber ich finde, das ist das einzig Sinnvolle, weil wir ja nun mal in Deutschland keine Rohstoffe haben. Wir können nicht in die Erde bohren und da kommt tolles Öl raus, sondern wir haben nur die Menschen. Dann haben wir auch noch sehr wenige Menschen. Also eine sehr überalterte Gesellschaft. Das heißt, wir müssten uns eigentlich um jedes Kind sehr, sehr gut kümmern. Ja, aber da wird ja wieder gespart im Berliner Senat. Der Berliner Senat spart ja auch schon wieder an den Anbildungen. Genau, an den Spielplätzen. An den Spielplätzen. Es werden Sozialeinrichtungen geschlossen. Das finde ich ganz schlimm. Schulen werden nicht gebaut. Das ist ganz, ganz schrecklich. Und das so, so viel Missmanagement. Also ich könnte da jetzt drei Stunden dir Geschichten erzählen, wo du denkst, das kann doch nicht wahr sein. Also einfach ähnlich wie eben in der Geburtshilfe, wo man wirklich sagt, das könnt ihr doch nicht machen. Ja, man wird ja auch müde. Also ich bin mittlerweile müde. Man wird müde. Ich bin immer mal wieder müde. Dann bin ich wieder wach. Ja, dann bin ich immer wieder müde. Genau, ich kenne das genau. Aber man muss dann so seinen Weg so finden. Und ich glaube, den hast du ja auch gefunden, indem du einfach sehr, sehr viele Menschen, also Eltern und auch Lehrer erreichst. Also es ist ja wirklich, wenn ich mit dir unterwegs bin, dann denke ich immer so, wow. Du hast da ja wirklich was geschaffen, da kannst du auch super stolz drauf sein, dass du einfach so viele Menschen inspiriert und auch wenn man immer nur im Kleinen was dann vielleicht machen kann, aber das macht es auch und so geht es mir ja auch. Ich kann ja nicht die Geburtshilfe revolutionieren. Ich kann viele, also ein paar Frauen so betreuen, wie ich es mir für jede Frau wünsche würde, aber ich alleine kann es halt leider nicht ändern und es ist dann immer so ein bisschen schwierig, weil man sich ja dann auch immer sehr privilegiert fühlt und denkt so, oh, Dann kann man wieder so ein paar Projekte unterstützen und ich finde, deshalb kann man da ja schon auch drauf stolz sein, weil es braucht einfach mehr Leute und vor allen Dingen braucht es die Politik, die das einfach ganz klar sehen. Wir müssen einfach Familie. Familien einfach mehr Aufmerksamkeit schenken und da einfach reingehen. Was ich zum Beispiel, also das mache ich ja eben ganz viel, ich mache ja ganz, ganz viel kostenlosen Content, noch ganz viele Dinge, die man kostenlos ausdrucken kann, einfach weil ich will, dass die sich ganz krass verteilen und das tun sie auch, guterweise. Das ist toll. Also ich sage immer, wir brauchen eben so ein Grassroots Movement, ja, oder eine Freundin von mir hat das einfach mal so einen unterirdischen Pilz genannt, den man ganz lange nicht sieht, der sich aber ganz krass aufbreitet und plötzlich ist er da und kommt hoch. Und ich habe das Gefühl, dass das gerade im Werden ist. Und ich bin ja Gott sei Dank auch 0,0 die Einzige, die da ganz viel dran arbeitet und ganz viel für macht. Und ich finde das cool, weil nämlich Eltern sich bei mir informieren und die wissen dann plötzlich, aha, so läuft guter Unterricht ab. Aha, so funktioniert Lernen. Viele Lehrkräfte sind mega dankbar, weil sie sagen, das habe ich alles in meinem Studium nicht gelernt. Wieso eigentlich nicht? Du glaubst gar nicht, wie viele ReferendarInnen wir schreiben und sagen, bei dir habe ich mehr gelernt als in meinem gesamten Referendariat. Und ich denke immer, was ist das für ein Referendariat, wenn du auf einem Instagram-Kanal mehr lernst. Es ist schrecklich. Aber da passiert natürlich was und es dauert halt und das ist so ein enorm großer Wandel der geht nicht so schnell aber. Da passiert was und ich finde es cool, weil Eltern werden lauter und trauen sich mehr was zu sagen das hätte sich doch in den 90ern niemand getraut als Eltern die Lehrer anzusprechen und zu sagen, also so und so und können sie mal differenzieren oder so. Aber da verändert sich was und auch Lehrkräfte werden mutiger, weil ganz oft gibt es ja richtig coole Lehrkräfte an der Schule, Die würden gerne eigentlich alles voll anders machen. Und die sind aber so allein auf weiter Flur und kämpfen da so gegen Windmühlen. Die haben sich jetzt aber im Internet gefunden und haben dann, also man nennt das auch das Insta-Lehrerzimmer, haben dann sozusagen ein Lehrerzimmer, ein digitales Lehrerzimmer, wo sie sich mit Gleichgesinnten austauschen können, fühlen sich dann nicht mehr so schwach, teilen Unterrichtsmaterial untereinander, sind gestärkt und gehen dann auch mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein in die Schule, weil sie eben wissen, ich bin hier überhaupt nicht die Einzige, sondern ich bin eine von ganz vielen. Und wir machen das jetzt hier anders. Aber ich glaube, dafür kriegt man ja auch einfach sehr viel Dankbarkeit auch von den Eltern, wenn man einfach sieht, dass es einfach Lehre, die die Freude an ihrem Beruf haben und die einfach was verändern wollen. Und das spürt ja auch, wie du halt sagst, dieser schleichende Pilz. Es gibt ja so eine große Dynamik dann. Und manchmal braucht es genau das, dass es von klein kommt und dann was Großes wird. Aber die Mühen gehen natürlich nicht so schnell. Ja, ja, es ist halt krass. Also weißt du, zum Beispiel Finnland ist ja ein typisches Beispiel von genialem Schulsystem. Und ich habe letztens mit so einem finnischen Schuldirektor einen Podcast gehört, der einfach meinte, ich habe keinen Bock mehr auf die Deutschen. Die kommen seit 20 Jahren hierher, schauen sich unser Schulsystem an, sagen immer, oh, aha, wie schön, aber setzen es nicht um und gehen nach Hause und machen nichts. Er meinte, er hat einfach keinen Bock mehr auf die Deutschen. Die sollen nicht mehr kommen, die nerven ihn. Ich fand das so, weil es ist alles so klar, und es ist alles so da und es ist so schrecklich, dass nichts passiert. Also deprimierend, zum Beispiel Aladin El Mafalani, ein ganz, ganz toller Soziologe, der hat jetzt ein neues Buch rausgebracht, wo es eben genau darum geht, dass eben in Deutschland keine Politik für junge Menschen gemacht wird und beweist das an ganz vielen Dingen. Und da bräuchten wir eben einfach eine Reform, weil wir haben so einen Überhang an alten Menschen, die halt wählen und dann wird natürlich einfach auch Politik für diese Menschen, die halt einfach wählen, aber. Wir tun uns aber alle damit ja keinen Gefallen, weil all diese alten Menschen beziehen ja ihre Rente aus erarbeitetem Geld, was die jungen Menschen gerade erarbeiten. Das heißt, wir müssen die so gut wie möglich aufstellen, weil es wird ja ganz bald so sein, dass nur noch ein arbeitender Mensch auf einen Rentner kommt. Ein Arbeitender muss einen ganzen Rentner mitfinanzieren. Früher war das ein Verhältnis von 15 zu 1. Das ist eine ganz krasse Umkehrung. Wenn man sich das bildlich macht. Ja und deswegen müssten wir eigentlich alles, alles, alles in die Ausbildung stecken und dafür sorgen, dass so viele Kinder in Deutschland wie möglich eine tolle Schulbildung erhalten und stattdessen machen jedes Jahr 50.000 Kinder keinen Schulabschluss. 50.000 jedes Jahr. 50.000 Kinder keinen Schulabschluss? Ja, es gibt 650.000 Jugendliche, also unter 25. Und wo landen die dann? Unschulabschluss. Ja, das kannst du dir vorstellen, wo die landen. Oh Gott, das ist schrecklich. Also mich hat das so im Dezember ging es ja so, als es im Berliner Senat geschossen, diese ganzen Wedding, so diese Jugendhäuser, wo die dann einfach Hausaufgaben machen und wo diese Kinder halt einfach nicht die Möglichkeit nach Hause gehen zu können, um da ein warmes Mittagessen zu kommen und ihre Hausaufgaben betreut zu machen. Denen fehlt halt einfach dieser Raum, es werden einfach wieder solche Räume geschlossen und das ist halt einfach schrecklich. Ja, genau. Und deswegen ist es einfach kurzsichtige Politik, die uns ganz, ganz, ganz schlimm auf die Füße fallen wird. Also dieser Aladin, der immer verlangt, die sagt eben immer, wir rasen gerade mit Vollgas auf eine Wand zu. Aber was jemandem versteht, warum hört man diese Leute nicht? Ja, der Aufprall wird kommen. Die Frage ist jetzt noch, wie stark wird der? Und das könnte man noch ein bisschen ändern. Aber nee, es wird leider nicht drauf gehört, weil halt immer... Dass kurzfristige Politik gemacht wird, immer die nächsten vier Jahre. Und Bildung ist halt was, das zeigt sich erst in 20 Jahren. Ach, das ist schrecklich. Ich habe trotzdem noch ein paar, wir sind jetzt gerade schon wieder in dieser, wie Geburtshilfe ist und ich fühle mich hier immer so gleich, oh Gott, ja, ich würde ja auch so gerne, also wenn du jetzt zum Beispiel die Schule bauen würdest, die du könntest, so wie ich mein holistisches Geburtszentrum, wie würde die aussehen? Wenn du jetzt das Geld hättest und du könntest morgen anfangen zu planen, Was würde, also auch von den Menschen, die da drin sein sollten, also wie würdest du dir das vorstellen? Also erstmal wäre das einfach ein modernes, offenes, helles Gebäude und nicht so wie Schulen jetzt gerade. Das sind so hässliche Plattenbauten oft mit einfach so ein Zimmer neben dem anderen, eine Tür, quadratische Räume, die eigentlich total unpraktisch sind. Das heißt, du bräuchtest große Räume, kleine Räume, offene Räume, Ecken. Ich würde auch Teppich machen, würde alle mit Hausschuhen da rumlaufen, dass da eine ganz andere Stimmung ist. Es muss sehr hell sein. Es braucht sozusagen die Möglichkeit, überall auf dem Boden liegen zu können, deswegen auch keine Straßenschuhe. Es gäbe gesundes Essen. Es gibt so schlechtes Essen, gerade in Berlin, wie da jetzt an den Schulen wird auch daran so krass gespart, dass das Essen jetzt so super schlecht geworden ist. Das ist doch nicht euer Ernst. Ich finde es immer krass, wenn ich irgendwo auf ein Amt gehe oder irgendwie, wo auch ein Bürgermeister arbeitet, Die Orte sind immer ziemlich in Shape. Ist alles super. Und dann gehst du in die Schule, dann gibt es da kein warmes Wasser. Die Toiletten sind furchtbar, sodass die Kinder nicht aufs Klo gehen. Ich habe mit einem Urologen gesprochen, der meinte, er kann bei den Kindern, bei sechs, siebenjährigen Kindern an der Blase sehen... Die Schultoiletten schlecht sind, weil diese Kinder nämlich einhalten. Und das macht richtige Veränderungen an der Blase. Das muss man sich mal vorstellen. Also da kann man viel tun. Dann bräuchten wir multiprofessionelle Teams. Das wäre ganz wichtig. Dass Lehrkräfte nur noch ihre eigentliche Arbeit machen, nämlich unterrichten. Und alles andere, was Lehrkräfte noch machen müssen, können ja andere Leute machen. Also es braucht super IT-Beauftragte, die sich um die ganzen Smartphone und so weiter kümmern. Und wenn du nicht in die Klasse kommst, dann guckst du. Dann braucht es eben viele SozialarbeiterInnen, die sich um die Pausen kümmern, die da vielleicht für eine bewegte Pause sorgen. Das finde ich richtig cool. Dass es da richtig coole Bewegungsangebote gibt, ist total wichtig fürs Lernen, dass Kinder sich da bewegen. Auf keinen Fall auf ihr Handy schauen in der Pause. Dann braucht es PsychologInnen, weil viele Kinder ernsthafte Probleme haben. Also es gibt gerade wieder eine Studie, dass jedes fünfte Kind richtig psychische Probleme in der Schule hat. Was in der Schule ist, ganz starke psychische Probleme hat. Und dann sind eben da auch wiederum KinderpsychologInnen total überlastet. Und eigentlich, was man tut, man wartet, bis es ganz, ganz schlimm ist und dann kommt das Kind in die Kinderpsychiatrie. Das ist so bescheuert, weil so vielen, wenn du viel früher eingreifen könntest, könntest du auch was lösen. Wir müssen noch nicht warten, bis es dem Kind so schlecht geht, dass es stationär aufgenommen werden muss. Dann würde ich ganz, ganz dringend die ganzen Lehramtsstudenten in die Schule schicken, weil die fühlen sich nämlich ganz schlecht auf die Schule vorbereitet. Zu wenig Praxis? Ja, die sitzen fünf Jahre da in der Uni und sozusagen im Elfenbeinturm und kommen dann in die Schule und sind total geschockt, dass all die tollen Sachen, die sie irgendwie in ihren Seminaren gelernt haben, ja in der Praxis gar nicht so easy sind, weil plötzlich dann…, paar verhaltensauffällige Kinder in der Klasse sind und das gar nicht so funktioniert, wie sie dachten. Das heißt, je früher die in der Schule sind, desto mehr können sie die Lehrkräfte unterstützen und desto mehr können sie aber auch schon für sich selber lernen. Können wir die bauen? Ja, ich würde es total gerne. Und dann eben, ich finde es so wichtig, dass eine Schule sich wirklich überlegt, wer sind wir und was wollen wir hier leben? Haben wir eine Vision für, was für Kinder sollen hier mal später rauskommen. Und das fehlt mir bei ganz vielen Schulen. Und meine Freundin Verena Friederike Hasel, die ein Buch über die neuseeländischen Schulen geschrieben hat, die hat auch gesagt, da hat jede Schule hat so einen Satz und so ein Wort. So ein Spirit. Ja, so ein Spirit. Und die haben ein Schullied. Und das singen die gemeinsam. Und die sagen so, und wir sind die. Und wir machen das. Und haben so ein Gemeinschaftsgefühl. Und auch das ist was. Gibt es alles in deutschen Schulen auch. Aber halt immer so Leuchtturmschulen. Und was mich zum Beispiel am allermeisten aufregt, ist der Schulpreis. Wir haben ja den Deutschen Schulpreis. Der wird auch von unserem Bundespräsidenten jährlich verliehen. An ganz tolle Schulen. Die machen ganz tolle Sachen. Ich denke immer so, wenn ihr den Preis schon verleiht, an diese mega moderne, tolle Schule, wie wäre es, wenn ihr das mal in allen Schulen umsetzt? Also ich fühle mich da immer richtig verarscht. Weil ich dann immer denke... Also diese Schule hat mit der gemeinstaatlichen Schule ungefähr gar nichts zu tun. Warum wird nicht ein Gesetz gemacht, dass alle Schulen sich jetzt an dieser Schule zu orientieren haben? Und wie gesagt, die brauchen dafür natürlich dann auch Geld und Personal. Aber es wäre ja möglich, wenn einfach nicht da so ein Missmanagement stattfinden würde, wie es gerade ist. Ja, es ist einfach so, wenn du das beschreibst, kriege ich Gänsehaut, also richtig Gänsehaut, weil es einfach, wir wissen das alles, wie du es halt sagst, wie in der Geburtshilfe. Ich weiß, wie gute Geburtshilfe, wie Frauen nicht traumatisiert werden, wenn sie begleitet werden, ob sie nur eine Bauchgeburt haben oder eine Vaginalegeburt. Es kommt ja um die Betreuung, weil es gibt nun mal einfach Notfälle, wo Bauchgeburten gemacht werden, aber wenn sie gut betreut sind und niemand da ist, die Frauen danach gutes Essen kriegen und nicht irgendwie über den Gang krauchen müssen zu ihren Kindern. Und das Schlimme ist, wir wissen das einfach alles. Es ist wissenschaftlich belegt. Und diese Gänsehaut kommt wieder, wo ich denken würde, es wäre so schön und vor allen Dingen wäre es noch viel schöner, wenn es allen Kindern zugänglich gemacht werden würde. Also wenn du jetzt diese Schule bauen könntest, hier in Berlin ein Prototypen sozusagen, also eine Modellschule. Aber ganz wichtig halt auch, dass es halt einfach nicht nur Kinder, wo Eltern sich das leisten können, diese Schule zu besuchen, sondern einfach wieder diese, da würde so etwas Wunderbares entstehen, wo man einfach denkt so, hey, das haben wir jetzt gemeinsam. Ich glaube, jeder Euro wäre gut investiert, Weil, müssen wir uns ja mal ausrichten, 50.000 Kinder ohne Schulabschluss, aus denen kann ja eigentlich nichts anderes werden als später mal Sozialhilfeempfänger. Ja, es gibt Menschen, die haben ihren Weg gefunden, auch ohne Schulabschluss. Aber sind wir mal ganz ehrlich, also wir werden ja keine Fachkräfte. Ich glaube, jeder Euro, den wir in Bildung investieren, zahlt sich ja vielfach später aus, dadurch, dass die Person einfach dann später, also ich sage das ganz wirtschaftlich, ein arbeitender Steuerzahler wird, der sich dann auch als Teil der Gesellschaft fühlt. Und wir haben ja ganz viele Probleme in Berlin, auch tatsächlich, weil wir eben so große Bevölkerungsanteile haben, die sich nicht mehr als Teil der Gesellschaft fühlen, die in einer Parallelgesellschaft leben, die sich abgehängt fühlen von unserer Gesellschaft. Und das alles könnten wir mit guten Schulen langfristig aufhalten und auffangen. Es gibt ja auch so viele Milliardäre, die können noch einfach mal ein bisschen zusammenlegen und mal ein paar Schulen bauen. Ja, zum Beispiel die Otto-Familie baut jetzt gerade so eine Schule. Machen die ganz toll. Wo? In Hamburg? Ja, genau. Richtig toll. Richtig toll. Die ist richtig schick. Es gibt ja die WIRT-Stiftung. Die gibt auch, die machen auch eine schick Schule. Die machen auch eine schöne. Aber die sind ja teuer. Die sind leider sehr teuer. Ich glaube, bei Ottos wird es billig. Bei Otto wird es billig? Ich habe noch eine Frage. Ich würde gerne noch mal ein bisschen zurückgehen, weil es geht ja einfach darum, wie ich mich gerade fühle. Und wie sich bestimmt viele Eltern gerade fühlen, dass sie halt, die Frage ist halt, wenn du jetzt die Schule gefunden hast, du hast die Menschen angesprochen, du denkst, das ist die richtige Schule, bindest du dein Kind eigentlich am besten ein in diese Schulfinding oder ist das einfach eine Sache, die muss ich schon entscheiden? Also das finde ich einfach so ein bisschen, also weil die einen wollen, dann halt ich will da hingehen, wo meine Freundinnen hingehen. Wie ist da ein guter Mittelweg? Also was ist deine Erfahrung? Ja, also ich bin tendenziell schon der Meinung, dass das besser die Eltern entscheiden. Also gerade bei der Grundschule. Weil wir haben auch ein paar Schulen angeschaut und dann habe ich meinen Sohn später gefragt, wo er hingehen will. Und dann meinte er unbedingt auf die. Warum? Und dann meinte ich, wieso? Und dann gab es halt einfach Waffeln. An dem Tag auf der Tür gab es halt einfach Waffeln. Und er hat halt irgendwie fünf Waffeln gegessen. In der Schule gibt es jeden Tag Waffeln und deswegen will er da hingehen. Das ist so das Niveau von Kinderentscheidungen. Und dann eben ganz doll dieses, wo gehen meine Freunde hin? Deswegen würde ich eher nicht machen. Kinder finden ganz schnell neue Freunde. Ja, sehe ich auch so. Gerade Freunde aus Kita-Zeiten, wenn die dann zusammen in die Klasse gehen, wird es ja trotzdem anders durchgemischt. Und oft lösen sich die Freundschaften nach einem Jahr komplett auf und es bilden sich ganz andere Gruppen. Und echte Freundschaften wiederum, die bleiben sowieso bestehen, unabhängig davon, ob man auf einer Klasse ist oder nicht. Ich finde auch den Schulweg kein Argument, weil... Sage ich dir auch immer. Das hast du mir auch gehört. Sissi will nämlich, dass ich auf die ganz zweite Schule fahre. Und der finde ich kein Argument, weil einfach so viele Kinder sind so unglücklich auf der nächstgelegenen Schule. Und jeden Tag eine halbe Stunde fahren, macht denen eigentlich gar nichts. Und dann gehen sie plötzlich auf eine ganz tolle Schule, wo sie einfach ganz tollen Input haben. Also ich zum Beispiel war auf einer Schule, da bin ich jeden Morgen eine Stunde im Bus hingefahren und nachmittags sogar eineinhalb Stunden zurück, weil die Verbindung so schlecht war. Aber es war halt ein richtig tolles katholisches Gymnasium, wo ich so viel gelernt habe, wo so engagierte Lehrkräfte waren. Richtig geile Schule. Und die bei mir am Ort wäre das nicht gewesen. Und ich wäre heute nicht hier, wo ich sitze, wenn ich nicht auf dieser coolen Schule gewesen wäre. Also Schulweg ist auch für mich kein Grund. Ja und auch die Freundschaften, das ist nochmal betont, auch glaube ich auch nochmal ganz das, was sie gesagt haben, guckt wirklich auf euer Kind, was euer Kind braucht und nicht, also ich meine, das ist dieses Vergleichen, ist ja klar, aber wenn jetzt Lieselotte dahin geht, das ist ja wirklich ganz genau und ich glaube, das ist auch nochmal bei der weiterführenden Schule, nur weil ihr gerne möchtet, dass euer Kind aufs Gymnasium geht, vielleicht ist es halt einfach doch. Also ich sage eben immer, die Frage ist nicht, ob dein Kind das Gymnasium schafft, sondern wie. Und da einfach ehrlich zu sein. Und wenn du in der Grundschule schon viel unterstützen musst, viel nachmittags extra üben, Lernwörter üben, Diktate, vielleicht sogar Nachhilfe brauchst und dein Kind dann mit dieser Unterstützung dann den Zweierschnitt hat und dann an sich aufs Gymnasium könnte, dann, wird das im Gymnasium noch sehr, sehr viel schlimmer werden. Dann wird plötzlich aus einmal die Woche Nachhilfe wird dreimal die Woche Nachhilfe. Daraus wird Sonntagmorgens noch Vokabeln abfragen. Daraus wird Lateinbuch mit an den Strand nehmen, wenn man im Sommer im Urlaub ist. Das ist meiner Ansicht nach schrecklich für Kinder. Das sorgt für eine furchtbare Kindheit. Ich habe so viele Kinder genau dadurch begleitet, als ich noch in München gearbeitet habe, die die Ferien bei mir verbracht haben. Und ich dachte immer so, wie schrecklich. Die sollten sich mit ihren Freunden treffen, die sollten Sport machen, die sollten spielen, die sollten Spaß haben. Die sollten sich nicht den lieben langen Tag nur mit Schule beschäftigen und dann trotzdem auch noch nicht mal besonders erfolgreich da sein und immer noch das Gefühl haben, ich kann es eigentlich nicht. Es ist nochmal was anderes, ob du ein Kind unterstützt und dann schreibst gute Noten und hat Erfolgserlebnisse. Das finde ich cool. Aber wenn du halt super viel machen musst und dann wird es am Ende dann doch nur eine 3 oder eine 4, Das ist ein doofes Gefühl für ein Kind. Und dann würde ich sagen, viel besser, dein Kind geht auf eine etwas leichtere Schule, hat eine tolle Kindheit, kann sich mit seinen Hobbys beschäftigen, hat Erfolgserlebnisse in der Schule. All das verändert das Selbstbild, verändert die Selbstwahrnehmung. Und so viele sind dann nach der 10. Klasse eben gereift. Es gibt in Deutschland sieben verschiedene Wege zum Abitur. Das kennen alle Leute gar nicht. Dann gehen sie danach auf eine andere Schule. Oder sie haben gesagt, nee, ich bin mega happy mit meinem Abschluss. Ich mache jetzt eine coole Ausbildung. Gerade handwerkliche Berufe sind viel besser bezahlt als so einige, wo man irgendwie Geschichte für studiert hat. Also sich davon ein bisschen freizumachen. Ich habe da einfach so viele Kinder gesehen, wo ich dachte so, oh. Ja, aber das würde ich auch gerne heute nochmal ganz klar unterstreichen, weil ich das auch in meinem Freundeskreis einfach so sehe. Da wird wirklich also mit allem so, wir müssen das jetzt schaffen, damit es dann halt so, ich habe mich bei meinem Sohn auch für. Obwohl er, da bin ich auch mal so ein bisschen von mir auch mal so, Ich sage mal, er hatte eine Gymnasialempfehlung, ich habe mich aber trotzdem für eine Sekundarschule empfohlen. Dass man irgendwie denkt, das muss man jetzt noch dazu sagen. Einfach weil ich gemerkt habe, ich glaube, das ist jetzt noch nicht der richtige Weg für ihn und er wird in Stress und unglücklich sein. Und dieser Stress ist einfach wahnsinnig schädlich. Wir wissen das ja heutzutage, dass einfach Stress ist eigentlich für alle Krankheiten, für alles verantwortlich und Kinder zu stressen, ist echt verrückt, weil das hat so schlimme Folgen und es gibt So viele verschiedene Lebenswege und wir wissen ja überhaupt nicht mehr, wie die Welt in 20 Jahren aussieht. Wir wissen ja noch nicht mal, wie sie in 10 Jahren aussieht. Das heißt, das Einzige, was wir machen können, ist auf unsere Kinder aufpassen und dafür zu sorgen, dass sie integre, gesunde Menschen sind, die an sich glauben, die daran glauben, dass sie was lernen können, die Interessen haben, deren Kreativität nicht kaputt gemacht wird. Und die sich einfach auch entwickeln dürfen. Die sich entwickeln dürfen, die ihren Interessen folgen dürfen. Also ich sage immer, wenn ein Kind schlecht in Latein und gut in Mathe ist, dann braucht es eigentlich Mathe-Nachhilfe. Weil in Latein wird es eh nie was werden. Es wird kein Lateinlehrer werden. Das kann ich dir versprechen. Aber in Mathe, da könnte es richtig was werden. Deswegen, diesem Kind würde es sehr viel besser tun. Ich würde die Mathe-Nachhilfe geben. Es würde da richtig gefordert werden, würde viel mehr lernen, als es im Unterricht lernen kann. Ganz oft führt das nämlich dann dazu, dass wenn Kinder, wenn dann sozusagen in denen so ein Feuer entfacht wird für eine Sache, dass sie dann im Umkehrschluss sagen so, boah, jetzt habe ich richtig Lust bekommen. Ich will mal Informatik studieren. Ich muss aber, um Informatik studieren zu können, brauche ich das Abitur. Und plötzlich machen sie dann sogar was für Latein. Weil sie dann kapiert haben. Und kommen da halt durch. Und kommen da halt irgendwie durch mit einer 4. Genau. Weil sie aber kapiert haben, dafür lohnt es sich. Dafür möchte ich das machen. Und da bei seinem Kind drauf aufzupassen, dass wir nicht den lieben langen Tag mit den Schwächen verbringen, und dabei die tollen Stärken, die dieses Kind hat, total vergessen mit dem Erfolg, dass das Kind dann am Ende die Schule fertig macht und sagt, ich kann nichts, ich weiß nicht, was ich werden soll, ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich glaube, das ist einfach auch das größte Geschenk, dann zu wissen. Weil das ist ja auch einfach nicht so einfach, das habe ich auch bei mir immer so gesehen, dass man einfach, ich hatte ein Ziel. Ich hatte ein Ziel, dass ich wusste, ich will Hebamme werden, Hatte erst noch kurz überlegt, okay, dann brauche ich ja gar nicht mein Abitur machen. Da war ich ganz dankbar, dass ich das mir nochmal überlegt habe. Weil ich auch mal gedacht habe, vielleicht studieren wir mal Medizin. Mich hat das einfach. Und dass man dann einfach so diese, wie du sagst, dass man diese Stärken fördert und diese Interessen fördert. Und daraus einfach dann steht, okay, dafür muss ich jetzt aber das mal auch durchziehen. Exakt, genau. Das geht ja auch. Und das können Kinder genauso lernen. Aber ich kann nicht von Anfang an immer das von einem Kind fordern und das andere so einschlafen lassen. Und deswegen würde ich eben das Kind genau anschauen und einfach gucken. Wirkt dieses Kind für mich, wirkt es auf mich glücklich? Das ist ein total guter Ratgeber. Und dann keine Angst vor Schulwechsel. Wie du es nämlich jetzt machst, machst du es vielleicht auch verkehrt. Du kannst nicht alles vorher wissen, dann ist wiederum so viel von der Lehrkraft abhängig. Du kannst auch auf einer blöden Schule sein und die genialste Lehrkraft haben und alles ist Bombe. Umgekehrt bist du auf der teuersten Privatschule, hast irgendwie den einen blöden Lehrer erwischt und alles Käse. Man kann Schulen wechseln, Kinder schaffen das. Und davon gibt es eben auch bei mir so viele Erfahrungsberichte von Leuten, die sagen, Gott sei Dank haben wir die Schule gewechselt und aus einem Kind, was morgens immer Bauchweh hatte, ist ein Kind geworden, was aus dem Bett springt und sagt, ich gehe schon mal zur Schule. Ja, haben wir die Fragen von Jan alle beantwortet? Ich weiß nicht, was Jan noch wissen wollte. Achso, woran man beim offenen Tag achten kann? Jan hat noch gefragt. Wie erkenne ich, welches Schulkonzept das beste für mein Kind ist? Ich glaube, darüber haben wir sehr viel geredet. Worauf sollte ich bei meinem Schulbesuch achten und Und bei einem Schuhbesuch achten, wie beziehe ich meine Tochter bei der Entscheidungsfamilie ein, haben wir auch beantwortet. Und worauf würdest du auf dem Schuhbesuch achten, also viel mit den Eltern reden, weil es ist ja so wie beim Infoamt im Krankenhaus, da erzählen sie dir ja auch immer alles, was alles geht. Ja genau, also mit den Lehrkräften gehen. Ich würde immer ganz genau beobachten. Wie die Lehrkräfte mit den Kindern, die da gerade sind, reden. Und haben die Kinder Aufgaben beim Tag der offenen Tür. Da sieht man nämlich sehr viel. Traut eine Schule ihren SchülerInnen zu, die Schule zu repräsentieren? Gibt die denen Verantwortung? Ist sie sozusagen bereit, dass die das dann vielleicht auch nicht so gut machen, wie sie es selber machen würden? Das zeigt dir aber ganz viel. Und dann, sobald du da irgendwie eine Kommunikation siehst, ganz genau hinschauen. Ist es von oben herab? Oder ist es auf Augenhöhe? Ist es freundlich? Wie sind auch die Kinder zu der Lehrkraft wie zugewandt? Und da kannst du sehr viel ablesen. Dann würde ich natürlich gucken, ist das Gebäude gepflegt? Sind die Klassenräume gepflegt? Die Toiletten. Die Toiletten, ganz krass. Essen finde ich auch mal super wichtig. Achte mal auf die Kunstwerke, die da hängen. Wirken die so, als wären die da schon seit 10 Jahren oder seit 20 Jahren? Guter Punkt. Ja, ganz krass. sagt total viel aus. Sprich einfach Kinder an. Geht ihr hier gerne zur Schule. Und wenn die dann sagen, das Einzige, was sie doof finden, ist Essen. Dann würde ich sagen, ist okay. Dann eine Lunchbox. Genau, dann mache ich lieber noch eine extra Lunchbox mit Superfoods. Wir haben das jetzt gerade, ich war eigentlich sehr happy mit unserer Grundschule. Klar, es gab natürlich in Corona-Zeiten, wir waren da natürlich auch mittendrin, das habe ich dir erzählt. Aber eigentlich ist diese Schule echt gut. Und es gibt an jeder Schule mal so ein paar Sachen. Also zum Beispiel das Essenthema, die hatten einfach keine Möglichkeiten, räumlich eine Küche da einzubauen. Deshalb haben sie einen Lieferdienst und der ist einfach nicht so top. Und jetzt ist mein Sohn auf einer Schule, wo hoffentlich auch meine große Tochter hinkommt. Die haben, die kochen halt einfach frisch. Der hat jeden Tag einfach Deluxe-Essen und das ist natürlich auch schon super, dass die da alle gemeinsam essen und da eine gute Zeit haben in der Mittagspause und so weiter. Aber ich finde das Essen ist wirklich, ich finde es nicht so wichtig. Klar, mir ist es ja auch total wichtig, aber gerade in England gibt es so geile Internate. Und das Essen ist schrecklich? Und das Essen ist so schrecklich. Aber in England ist das Essen, glaube ich. Also sogar in Oxford ist das Essen schrecklich. Ja, es ist trotzdem Oxford so. Also, weiß ich nicht. Ich glaube, das würde ich dann lieber mit gutem Frühstück und Abendessen ausdrücken. Ja, aber wenn es das natürlich am Top noch hat, ist es natürlich super. Dann ist es schön. Und ich habe auch bei der letzten Schule, bei der weiterführenden Schule so, wir waren da zu dritt, also mein Mann, mein Sohn und ich. Und wir sind danach alle rausgekommen und haben einfach Energie. Also das war einfach so, wir haben gleich danach alle gesagt so. Das ist es jetzt, glaube ich. Und das ist auch der Punkt, wo du sagen kannst, da beziehe ich jetzt mein Kind, gerade mein älteres Kind mit ein. Was war da so für eine Energy? Ja, exakt. Und es sind manchmal ganz kleine Sachen. Ich meine, jeder von uns ist ja schon mal umgezogen. Das merkt man ja auch, wenn man eine Wohnung anschaut. Merkt man irgendwie so, kann ich mich hier vorstellen? Oder manchmal denkt man so, nein, auf keinen Fall und geht wieder raus. Und da ganz doll aufs Bauchgefühl achten, das macht was. Ja, und da muss man halt den Platz noch kriegen. Da muss man noch den Platz kriegen. Ja, das ist so schwer. Das ist wirklich auch einfach, was man als Eltern, wenn man dann den Ort gefunden hat und dann weiß man, was man da wirklich durchmacht und das irgendwie auch jetzt zum dritten Mal schon durchmacht, also das ist wirklich so. Aber ihr seid ja sehr engagiert. Ich bin ganz beeindruckt von Sissy. Sie wollte was und dann hat sie einfach eine tolle Mappe erstellt. Ja, das war mein Mann. Ja, aber ich fand das ganz toll. Mit Bildern und richtig überzeugen. Das war so eine richtig tolle Bewerbungsmappe. Also sowas hilft schon. Ja, also es hilft auch und ich glaube auch, dass man authentisch einfach ist. Dass man sich nicht verstellt, dass ihr wirklich authentisch seid. Und wir haben als Familie, kann ich ja kurz erzählen, weil ich habe im Freundeskreis schon die schlimmsten, wie ihr habt keinen Umschlag. Also mir war wirklich entsetzt, dass wirklich auch Leute, ja es gibt auch Leute, die dann halt einfach sagen, hier ist Geld. Ach nein. Wirklich? Ja, haben mir Freunde oder Bekannte gesagt, wie ihr seid da raufkommen ohne. Und mein Mann und ich haben uns angeguckt und gesagt, das wäre wenig im Traum. Nee, das würde ich nicht machen. Ich glaube, das kann auch so krass nach hinten. Ja, gar nicht. Aber was wir gemacht haben als Familie, kann ich ja kurz erzählen. Mein Mann hatte die Idee, dass jeder, jedes andere, also wir haben eine Grundschule gesucht für unsere Tochter. Wir haben den Platz bekommen. Es war das schönste Weihnachtsgeschenk, was wir uns erträumt haben. Aber wir haben eine Mappe gemacht für sie. Also wir haben uns, jedes Geschwisterkind hat halt gesagt, warum es sich wünscht, dass unsere Tochter, also ihre Schwester auf diese Schule kommt. Und hat das halt selber gestaltet. Das war jetzt nicht irgendwie, wir haben das jetzt auch nicht gemacht, dass das perfekt aussieht, sondern jedes Kind, also auch selbst das dreijährige Kind hat dann seinen Fingerabdruck da. Die hat ein Bild gemalt, da haben die großen Geschwister für geschrieben. Mein Mann hat seine Seite zusammengefasst. Ich habe als Mutter meine Seite zu gefasst, ihr großer Bruder hat was geschrieben. Das war so handschriftlich und dann auch so mit Washi-Tape und das war sehr süß. Genau, das haben wir, das weiß ich nicht, ob es das jetzt gebracht hat. Letztendlich waren wir einfach auch ganz ehrlich bei dem Gespräch, wo wir eingeladen wurden und haben uns da jetzt auch einfach gesagt so. Und ich glaube, wenn jemand authentisch ist, dann ist es glaube ich immer und sich nicht verstellt, dann sieht er, die Schulen gucken sich ja auch genauer halt einfach an. Und es hat bis jetzt Klopp auf Holz immer ganz gut geplatzt, dass wir einfach sehr ehrlich und sehr authentisch waren und das hat uns immer geholfen und ich habe mir das einfach gewünscht und dann hat das auch geklappt. Also genau, ich hoffe, dass euch diese Folge so ein bisschen geholfen hat, auch auf eure Kinder einfach zu gucken, euch so ein bisschen von diesem ganzen Druck, den wir. Und diesen Anspruch, den wir auch so an uns selber haben, den wir an unsere Kinder haben, auch so ein bisschen loszuhören, dass es viele Wege gibt, um einfach später seinen Beruf zu finden, seinen Weg zu finden, dass es nicht immer geradlinig sein muss mit dem vierten Klasse aufs Gymnasium, Abitur, sondern dass auch viele Menschen und gerade auch sehr erfolgreiche Menschen, muss ich ganz ehrlich sagen, nicht immer gerade ausgegangen sind, sondern auch manchmal eine Abbiegung genommen haben. Und das ist, glaube ich, ganz wichtig, dass ihr das euren Kindern zutraut und da einfach Vertrauen habt und man sich so ein bisschen frei macht. Ich glaube, das ist wirklich sehr wichtig und dafür danke ich dir, dass du heute da warst und deine unglaublich große Erfahrung. Ich hoffe, dass sich ein paar Menschen melden bei dieser Schule, die mir so viel Gänsehaut bereitet hat, so wie mein Geburtszettel. Ich sage es ja immer, ich habe mal irgendwann in meinem Podcast gehört, man muss das ganz oft erzählen, dann kommen die zu einem und dann machen die das mit dir. Das hat sich aber schon mal bei mir jemand gemeldet. Ja, der hat sich gemeldet und meinte, der hat keine Kinder und hat ganz viele Millionen. Und was ist daraus geworden? Ja, Alter, ich war da gerade schwanger am Rollator und ich war echt nicht in der Stimmung. Aber ich mache das irgendwann. Aber dafür müssen meine Kinder erstmal größer werden. Genau, und dann ist auch Zeit dafür. Dann machst du deine Schule und ich mein holistisches Zentrum. Ja, schön. In diesem Sinne, also vielen Dank, dass du da warst. Danke für die Einladung. Und danke, was du für uns Eltern da draußen tust. Gerne. Tschüss, tschüss. Ich fand das Gespräch mit Caro heute wieder sehr wertvoll, weil es mir nochmal persönlich so auch gezeigt hat, auch so die Parallelen einfach zur Geburtshilfe, wie wichtig einfach so eine individuelle Betrachtung ist. Und das ist ja bei Kindern nicht anders als wie bei jeder einzelnen Geburt. Und natürlich macht es einen wieder traurig, weil einfach wir noch nicht die Möglichkeiten haben oder dass einfach die Weichen noch nicht so gestellt sind, dass es für jedes Kind möglich ist. Aber dass man wirklich ganz genau auf sein Kind schauen sollte, für was für eine Schule man sich entscheidet, ist natürlich nochmal was ganz anderes, wenn man jetzt in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, als wenn ihr jetzt auf dem Dorf wohnt, wo man gar nicht die andere Möglichkeit hat, weil es dann nur eine Schule um die Ecke gibt, die da gerade angeboten wird. Aber dass man einfach da ja dann vielleicht auch mit den Ideen, die Caroline einfach stellt auf ihrem Account, mit den ganzen tollen kostenlosen Content, den ihr bei ihr finden könnt, einfach auch das Lernen anders gestalten kann. Also eine Hausaufgabenbegleitung, da gibt es ja wirklich so wertvolle Tipps. Aber dass wir uns so ein bisschen von unserem System auch so freimachen sollen, dass das so der klassische Weg gehen muss. Also dass Grundschule dann auf jeden Fall das Gymnasium, egal was kommt, sondern dass wir uns einfach davon ein bisschen freimachen. Das habe ich ja eben schon mit ihr zum Schluss gesagt, dass es einfach, es gibt nicht den geraden Weg. Und ich finde, das hat diese Folge nochmal ganz stark gezeigt. Und wenn ihr da draußen zuhört und die noch nicht kanntet, dann solltet ihr unbedingt folgen, weil es ist einfach so ein mehrwertiger Content, den ihr dort findet, der inspiriert einen als Eltern, als Großeltern, als Lehrer, als betreuende Person, wenn ihr mit Kindern arbeitet. Und vielleicht, wenn ihr da draußen seid und hört so, ihr wollt vielleicht mit Caro genau diese Schule bauen, ihr habt die finanziellen Möglichkeiten, ich glaube, dann solltet ihr euch auch melden, weil ich hatte wirklich... Und ungelogen, einfach totale Gänsehaut, weil wenn ich immer so eine, ähnlich wie bei meinem Geburtszentrum, was ich gerne hätte, einfach wenn so viele tolle Menschen zusammenarbeiten, an einem Strang ziehen und wir das gleiche erreichen wollen, nämlich Kinder bestmöglich zu betreuen, sie zum Lernen zu motivieren und man einfach sieht, was man da für Früchte trägt, das ist einfach für mich so unglaublich und wir haben dieses ganze Wissen und es wäre einfach so schön, wenn wir es einfach umsetzen würden. Ja, eine etwas nachdenkliche Sissi, aber es ist einfach immer wieder ja auch sehr schwierig, das zu sehen, dass wir es einfach wissen und dass nicht allen Kindern dieser Zugang möglich ist. Das macht mich auch immer sehr traurig, weil ich mir das natürlich wie für jede Frau eine sichere Geburt wünsche, für jedes Kind die richtige Schule. Und ja, ich bin Caro sehr dankbar, dass sie da heute nochmal so viele tolle Ansätze gegeben hat und ich hoffe, euch hat die Folge auch so gut gefallen wie mir. Und jetzt gibt es noch unsere Kategorie Mythencheck. Heute ist der Mythencheck mit Lerntypen ganz einfach zum Lernerfolg. Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass jeder Mensch einen bestimmten Lerntyp hat. Visuell, auditiv, kinesthetisch oder schriftlich. Die Idee klingt logisch. Wer ein visueller Lerntyp ist, lernt am besten mit Bildern und Grafiken, während ein auditiver Lerntyp von Vorträgen oder Podcasts profitiert. Doch was sagt die Wissenschaft dazu? Die Idee der Lerntypen stammt aus den 70er Jahren und wurde schnell populär. Sie wurde vor allem in Schulen und Weiterbildungen genutzt, um den Unterricht an die vermeintlichen Vorlieben der Lernenden anzupassen. Es klingt verlockend, den eigenen Lerntyp zu kennen und damit schneller oder leichter zu lernen. Doch trotz ihrer Beliebtheit hat sich die Theorie als nicht haltbar erwiesen. In zahlreichen Studien wurde untersucht, ob Menschen wirklich besser lernen, wenn die Lehrmethoden ihrem Lerntyp entsprechen. Das Ergebnis? Es gibt keine belastbaren Beweise, dass eine Anpassung an Lerntypen den Lernerfolg steigert. Stattdessen zeigen Forschungen, dass der Inhalt und die Lernmethode entscheidend sind, unabhängig von persönlichen Vorlieben. Menschen profitieren meist davon, wenn mehrere Sinne angesprochen werden, etwa durch eine Kombination aus Sehen, Hören und praktischen Übungen. Die Einteilung in Lerntypen kann dazu führen, dass Lernende sich selbst einschränken. Wenn jemand denkt, er sei nur ein visueller Lerntyp, wird er möglicherweise wertvolle Methoden wie das Zuhören oder aktives Experimentieren vernachlässigen. Dabei zeigt die Forschung, dass flexibles Lernen mit abwechslungsreichen Ansätzen am effektivsten ist. Die moderne Lernforschung legt deshalb den Fokus auf Strategien, die für alle Lernenden hilfreich sind. Inhaltsabhängige Methoden, Kombination von Sinneskanälen, aktives Lernen und Wiederholung und Struktur stehen dabei im Vordergrund. Die Theorie der Lerntypen klingt also verlockend, doch sie hält wissenschaftlicher Überprüfung nicht stand. Viel effektiver ist es, Lernmethoden an den Inhalt und die Situation anzupassen und verschiedene Ansätze auszuprobieren. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Das war Sounds Familiar, der Elternpodcast mit Hebamme Sissy Rasche. Music.