Music. Heute ist wieder Donnerstag und es gibt heute wieder eine neue Folge für euch Soundsfamilia. Und ich freue mich heute eine ganz besondere Frau, die mir jetzt schon gegenüber sitzt, euch vorstellen zu dürfen. Ich denke mal, dass einige von euch sie kennen werden. Sie ist extra nach Berlin gereist, um mit mir hier in meinen zwei süßen Sesseln zu sprechen. Und wir sind schon zusammen ins Podcaststudio gefahren und wir dürfen jetzt nicht so viel reden über unser Thema. Es geht heute nämlich um das Thema Großfamilie. Und wie das Leben so ist mit vielen Kindern, über die Bedürfnisse, wie so ein Familienalltag aussieht. Und gegenüber von mir sitzt Valeska. Herzlich willkommen, schön, dass du da bist. Herzlichen Dank für die Einladung. Valeska ist besser bekannt für einige von euch auf Instagram als Mother of Six Dragons. Den Namen hat sie nie geändert. Mittlerweile sind es sieben Kinder. Wir haben uns kennengelernt, da hattest du sechs Kinder und dann hast du noch einen Sohn geboren. Der ist aber jetzt auch schon gar nicht mehr so klein. Der wird nächste Woche vier Jahre alt. Ja, Wahnsinn. Und ich habe jetzt in der Vorbereitung auf den Podcast, deine Kinder hast in der Spanne sozusagen von 2002 bis 2020. 21. 21, genau. Geboren, also alle Altersgruppen mit dabei. Und momentan arbeitest du sozusagen als Content-Creatorin bei Instagram, lässt uns an deinem schönen Familienleben auch teilhaben. teilst unglaublich schöne, beruhigende, also wer sie wirklich noch nicht kennt, sollte ihr unbedingt folgen. Eine so schöne Bildsprache gibt es selten. Diese schönen Natur, was du zeigst, du zeigst Köln auf eine ganz andere Art und Weise in Ruhe. Du sprichst nämlich nicht viel in deinen Storys und das ist irgendwie so ganz besonders und ich gucke es mir sehr, sehr gerne an. Aber in deinem ersten Leben, bevor du Content Creator warst, warst du auch schon sehr kreativ, warst du TV-Redakteurin, nämlich bei TV Total. Ja, zwölf Jahre lang. Zwölf Jahre, krass. Ja, total krass. Ich muss mich ja outen, ich habe ja nie TV total geguckt. Vielleicht warst du auch nicht so die Zielgruppe? Doch, es haben viele. Also ich werde jetzt 40 Jahre alt dieses Jahr, also muss man jetzt mal gucken, wie alt, wann. Also ich bin ja 46 und ich war glaube ich das Küken in der Redaktion. Und klar, die Zielgruppe, die gesteckte war von 29 bis 49, aber es spricht ja trotzdem nicht jeden an. Und das war ja auch schon so eine besondere Form des Humors, das muss man ja auch mögen. Ja, ich glaube aber da bin ich noch früh ins Bett gegangen. Das war ja auch mal spät gesendet worden. 22.15 Uhr. 22.15 Uhr. Jetzt bin ich ja eine Nachturle geworden und zu der Zeit war ich noch Schülerin und da bin ich auf jeden Fall immer früher ins Bett gegangen als jetzt. Verrückt, oder? Was sich in der Zeit alles getan hat. Was sich alles getan hat. Ja, also schön, dass du da bist. Wir wollen heute über deinen Familienalltag reden oder auch über, ob es von Anfang an für dich klar war, dass du eine Großfamilie haben wolltest. Das Fragen ja, ich bin ja auch Mutter von vier Kindern und das ist ja irgendwie so eine der meistgestelltesten Fragen. Wusstest du immer, dass du so viele Kinder haben wolltest? Also ich bin ja selber mit drei Geschwistern aufgewachsen. Für mich war das jetzt nicht so total spektakulär, irgendwie so ein volles Zuhause zu haben. Und die Zahl sieben ist natürlich völlig abstrakt. Und am Anfang, wenn du das erste Mal Mutter wirst, machst du dir natürlich keine Gedanken darüber, dass du irgendwann mal sieben Kinder haben wirst. Und ich habe aber wirklich direkt nach der Geburt, also er war gerade rausgepresst. Dein erster Sohn. Und es war auch eine krasse Geburt. Habe ich gesagt, boah, ich will noch eins. Ich glaube, da hat mich meine Hebamme für ziemlich bekloppt gehalten. Aber ich fand schon dieses Gefühl, dieses Leben auf die Welt zu bringen, das fand ich schon echt. Ich würde gar nicht sagen, dass das irgendwie süchtig macht, aber es war schon echt sehr besonders zu merken, wie kraftvoll man selber ist. Und für den Großen fand ich es auch schön. Also wir haben ja innerhalb von vier Jahren drei Kinder bekommen, dass der immer seine Spielkameraden dabei hatte. Also die miteinander. Also du warst dann wieder schwanger, als er eins war? Zehn Monate. Zehn Monate. Da habe ich noch gestillt. Habe ja auch schon wieder gearbeitet. Ich habe ja nach acht Wochen wieder in der Redaktion gesessen, weil ich ja nicht wusste, was die Hormone mit mir machen und gesagt habe, ja, ich komme direkt nach dem Mutterschutz, komme ich wieder. Und da war ich ja noch total jung und habe mich daran gehalten. Das ist krass, was man so da beim ersten Kind so, wenn man jetzt so denkt, ja, da hat man dann so einen Plan. Man denkt, man arbeitet nach der Geburt. Dann habe ich nach acht Wochen fange ich an. Also man denkt so, das wird wirklich so nach Plan laufen. Also du hast es wirklich nach acht Wochen gemacht? Ja, und das war krass. Also mein Mann hat mir anfangs, ich habe ja bis der 14 Monate alt war, gestillt. Da war ich ja auch schon wieder schwanger. Und der hat mir den zum Stillen in die Redaktion gebracht. Also es war auch damals überhaupt kein Problem in dieser Daily Show. Also es haben die auch alle mitgemacht. Und irgendwann haben wir natürlich dann zugefüttert. Aber er hat dann zugefüttert. Aber das war schon, ja, wirklich verrückt. Weil ich meine, acht Wochen ist wirklich klein. Und dann dieses kleine Wesen. Auch für dich? Ja, für mich. Am ersten Tag habe ich gedacht, ich verrate mein Kind. Nach einer Woche war das aber schon so eingespielt. Und da habe ich drei volle Tage gemacht plus Events. Also wenn wir sowas wie Wok-WM hatten oder Schlag den Rab. Nach einer Woche war es dann wirklich so eingespielt, dass ich das Erwachsenenleben auch wieder total genossen habe. Diese zwölf Stunden, also klar wurde er zwischendurch zum Stillen gebracht, aber diese Stunden, in denen nur Erwachsenenleben stattgefunden hat. Und nachts, ich meine, er hat alle zwei Stunden nachts getrunken. Das war natürlich dann echt Folter, weil du am nächsten Morgen ja wieder funktionieren musstest. Und dein Mann hat dann komplett die Kinderbetreuung übernommen? Der hat phasenweise Elternzeit genommen. Zu dem Zeitpunkt gab es ja noch gar nicht die bezahlte Elternzeit. Aber der Mann ist selbstständig, ne? Zu dem Zeitpunkt war er aber noch nicht selbstständig, deswegen war das auch gut möglich. Ja, dann war der zu Hause, was aber auch für die Qualität der Vater-Sohn-Beziehungen total besonders war. Ja, aber wenn man jetzt zurückgechnet, es war ja so 2002, ne? Ja, da war das noch nicht in, dass die Väter Eltern Zeit genommen haben. Ich wollte gerade sagen, da wart ihr ja Vorreiter für ein Modell, was ja eigentlich kaum sichtbar war oder überhaupt wenige Menschen gelebt haben. Und er wurde mit sehr großen Augen angeschaut, wenn er dann gesagt hat, er kümmert sich um die Kinder. Also natürlich als Held gefeiert. Und dann habt ihr das, er hat das dann gemacht und wann kam dann auch Unterstützung dazu? Also gab es auch Babysitter oder Kinderfrauen oder hat er dann einfach komplett übernommen? Okay, dann bin ich ja wieder schwanger geworden und war dann wieder eine Zeit lang zu Hause. Da war ich dann etwas länger zu Hause, als wir dann zwei Kinder hatten. Bin dann aber auch wieder ins Redaktionsleben zurückgekehrt. Und wann bist du dann zurückgekehrt? Da habe ich glaube ich neun Monate war ich zu Hause. Okay. Und dann haben wir uns abgewechselt und dann war es aber so, dass mein Mann das nicht mehr möglich machen konnte, dass er sich aus der Firma so rauszieht. Und dann hatten wir... Ich überlege gerade, wie wir es bei den Dreien gemacht haben. Bei drei Kindern hatten wir dann eine Kinderfrau, die sich um den Jüngsten zu Hause gekümmert hat, während die beiden großen Brüder im Kindergarten waren. Und dann musste halt nachmittags das Innerfamiliär gelöst werden. Und dann hatten wir eine richtige Kinderfrau mit den Vieren. Das war schon alles hardcore. Wenn ich jetzt mal so reflektiere, das war schon echt auch logistisch wirklich. Also du hast gerade gesagt, die ersten drei, nur dass wir das alle verstehen, die auch zuhören, hast du innerhalb von vier Jahren bekommen. Genau. Das ist ja schon mal krass. Also 2009 hatte ich dann vier Kinder. Ja. Vier Jungs. Vier Jungs. Ja. Das ist ja schon eine Großfamilie, wenn man das heute definiert. Ja klar, war das damals auch groß. Also es war total entspannt. Es waren wirklich auch, also natürlich waren das lebendige Jungs und wir haben sehr viel Zeit draußen verbracht. Aber ich war nie gestresst oder überfordert. Glaubst du, das war das, weil du immer den Ausgleich noch mit dem Job hattest? Ja, auf jeden Fall. Also wenn du jetzt Fulltime zu Hause gewesen wärst? Also das hatte ich ja dann mit den beiden Mädchen. Da hat ja die Kinderfrau gekündigt und dann haben wir für uns entschieden, es bringt viel mehr Ruhe rein, wenn einer wirklich zu Hause bleibt. Und da war halt klar, dass das ein Ich bin. Also wir haben das gemeinsam natürlich besprochen. Aber für das ganze Familienbudget war dann klar, dass ich das bin. Und auch das habe ich wirklich sehr genossen. Also auf eine ganz andere Weise, weil du nimmst dann ja doch auch so, dass Heranwachsen viel intensiver war. Also ich war zum Beispiel bei den ersten Schritten von unserem Großen, war ich nicht zu Hause. Da saß ich in der Redaktion, da wurde ich angerufen, er läuft. Ich hätte heulen können. Weil ich meine, das sind ja so Meilensteine. Und da wusste ich ja auch noch gar nicht, was noch alles kommt, wie oft ich das nochmal erleben werde. Wobei es ja trotzdem nicht die Schritte deines ersten Kindes dann waren. Bei den beiden Mädchen war ich dann zu Hause und dann hat sich das Ganze mit Instagram ja erst so entwickelt. Und so, dass ich auch wieder richtig ins Berufsleben eingestiegen bin. Aber sozusagen die Kinder, also du hast sozusagen, lass mich rechnen, also wie alt war denn dein erster Sohn, als du sozusagen aufgehört hast in der Redaktion zu arbeiten? 2011, da war der dann, der ist 2002 geboren, neun. Da war er ja schon in der Schule. Ja klar. Also vorher habt ihr das alles so? Ja, und dann hattest du die Kinderfrau und dann bist du dann danach, also wie lange hast du dann immer so gearbeitet? Bis die Sendung im Kasten war oder die Live-Show ausgestrahlt war. Ja, also das sind echt krasse Arbeitszeiten gewesen. Und wenn jetzt so zwischendurch mir jemand schreibt, ich weiß gar nicht, wie du das alles stemmst, dann denke ich immer, ist krass, dass das jetzt jemand sagt, weil vorher hat das nie jemand zu mir gesagt, da war ich zwölf bis vierzehn Stunden nicht zu Hause. Und dann habe ich halt morgens, bevor die Kinder aufgestanden sind, habe ich dann vielleicht schon vorgekocht. Oder bin halt schnell, wenn die im Kindergarten waren, noch einkaufen gegangen und habe alles parat gemacht. Und wenn ich abends nach Hause kam, habe ich dann noch die Wäsche gemacht. Also wir haben uns das schon gut aufgeteilt, aber natürlich gab es trotzdem Sachen, die bei meinem Mann liegen geblieben sind. Du hast ja einen sehr kurzen Abstand auch mit den Kindern dann gehabt, war dieser Impuls, du hast es gerade am Beginn des Gesprächs schon gesagt, also du hast die erste Geburt erlebt und hast gedacht, oh das war für dich eher so wow, ich will gleich weiter. Oft ist es ja eher so, dass der Partner oder die Partnerin sagt, oh super, lass uns doch gleich weiter. Also so empfinde ich das oft als Hebamme, dass die andere Person eher immer sagt, oh das ist ja so toll, lass mal weiter und die Person, die geboren hat, erst mal ihre Roh drauf. Für dich war es gleich so dieser Impuls, Ich möchte noch mehr. Und dann kam das immer so mit jedem Kind. Also wie hat sich das angefühlt? Also dass du immer gesagt hast, oder sind die auch einfach so? Es kann ja auch sein, Kinder kommen ja auch einfach, manchmal redet man da ja auch nicht unbedingt drüber, sondern ist es als Paar auch bewusst für uns klar, wir verhüten nicht, wir gucken, was kommt. Und wenn da noch Seelen zu uns kommen, dann dürfen sie kommen. Oder war es für euch ganz klar so, jetzt wollen wir ein zweites, jetzt wollen wir ein drittes, jetzt wollen wir ein viertes? Also es hört sich auch total bekloppt an und das ist auch glaube ich nicht für jeden so nachvollziehbar, aber bei uns ist jedes Kind ein geplantes Wunschkind gewesen. Also ich habe ein total gutes Körpergefühl und wusste genau, wann meine fruchtbaren Tage sind. Jedes dieser Kinder ist geplant und der große Abstand zwischen Nummer 6 und Nummer 7 ist ja auch so groß, weil ich ja zwischen Nummer 6 und Nummer 7 eine Fehlgeburt hatte und eigentlich auch dachte, ich muss so verdammt dankbar sein, dass ich diese sechs Kinder habe und jetzt ist gut. Und dann hat aber wirklich, und das hört sich auch wieder so verrückt an. Das Kind hat gefehlt. Also natürlich kann die Nummer sieben jetzt nicht das Kind ersetzen, was, ich habe das ja in der 14. Woche verloren, was gestorben ist. Aber trotzdem hat mir dieser, dieser Mensch hat mir gefehlt. Und dann haben wir halt für uns entschieden, wir haben uns so einen Zeitraum gegeben, also weil ich ja auch nicht mehr die allerjüngste bin. So, wenn ich bis dahin und dann nicht schwanger bin, dann haken wir das Thema für uns ab und dann sind wir einfach dankbar. Und dann bin ich ja auch direkt wieder schwanger geworden. Aber nee, alle geplant, sehr gewünscht. Hast du irgendwann, also ich hatte das so, nach Kind zwei habe ich mich überhaupt nicht vollständig uns als Familie gesehen, da habe ich mir immer ein drittes Kind. Als ich dann ein drittes Kind geboren hatte, ich habe ja so eine Gap, also ich habe zwei große und zwei kleine so ein bisschen, da habe ich gedacht, oh, das ist jetzt super, aber irgendwie so im Unterbewusstsein und dann kam ja sozusagen auch bei uns noch ein viertes Kind. Aber jetzt fühle ich mich so richtig so, das ist vollkommen. Hattest du das dann, nachdem dein siebtes Kind geboren war? Also war es dann so dieses so, jetzt ist es so, weil man verabschiedet sich ja, ich finde es ja immer so, das können, weiß ich nicht, aber man verabschiedet sich ja von einer Lebensphase. Und das finde ich schon krass, das ist jetzt alles das letzte Mal und das geht vorbei. Also ich finde es total verrückt. Also ich kann mir jetzt auch noch gar nicht vorstellen, dass diese Phase jetzt vorbei ist, aber ich genieße auch gerade total, dass wir zum Beispiel, waren wir jetzt gerade für eine Woche ohne Kinder und ich meine, wir waren 20 Jahre nicht mehr ohne Kinder unterwegs, alleine in New York. Und dieses, dass man sich überhaupt nicht darum kümmern muss, was, also gar kein Kinderprogramm und dass man so richtiges Erwachsenenleben wieder haben kann, das ist auch schon echt ein großer Luxus. Ich meine, wir haben natürlich auch schon erwachsene Kinder zu Hause. Und unser Themengebiet ist ein, also dieses Spektrum ist so groß. Also wir haben ein Kind, das geht jetzt schon für den Master ins Ausland. Und ein Kind war schon im Ausland mit einem Stipendium in den Staaten. Und wenn du dann mit dem Kind telefonierst und parallel dieses Baby zu Hause hast, das ist total verrückt. Hält einen aber auch echt total jung. Also es hält einen so geistig total fit. Ich meine, wir sind ja auch noch nicht so alt, aber. Wann hast du dein erstes Kind bekommen? 23. 23. Ja, also super Alter, ne? Perfekte Alter, um zu beginnen. Also mich haben ja damals auch alle für verrückt gehalten und meinten, du machst ja deine ganze Karriere kaputt. Und dann habe ich aber echt so gedacht, wie geil ist das, mit 42 dann mit allem durch zu sein? Also hätten wir jetzt nur die drei Großen, wären wir ja durch, ne? Ja, krass. Und bist blutjung. Ja, total. Wie hat euer Umfeld, also ich meine, du hast gerade gesagt, dass du selber drei Geschwister hast. Also ihr habt vier Kinder. Hat dein Mann auch viele Geschwister? Er hat noch zwei Brüder. Also sind auch zu dritt. Also das ist ja sozusagen auch zwei Großfamilien. Zwei Kinder aus zwei Großfamilien, wenn man das nach Definition sozusagen. Aber wie reagiert euer Umfeld? Ich glaube, ich meine, du bist jetzt Content Creatorin. Wie reagiert deine Community so, wenn du sagst, du hast sieben Kinder? Also anfangs war das ja so, dass ganz viele gesagt haben, sind die auch mal bei ihrer Mutter? Wie? Die konnten nicht so glauben, dass die alle sechs, also ich habe ja mit sechs Kindern angefangen mit Instagram, dass alle sechs Kinder von mir sind. Die dachten, es wäre Patchwork. Ach so. Weißt du? Und wenn wir jetzt irgendwo auftauchen als Familie mit allen Kindern, dann ist es schon so, dass wir angeguckt werden und dann merkst du richtig bei den Leuten, es rattert so. Es rattert so. Wie ist da die Kombination? In der Familie ist es ja so, die sind ja damit genauso wie wir gewachsen. Die sind ja auch nicht über Nacht Großeltern von sieben Kindern geworden oder Enkelkindern. Und es gab schon die Situation, dass auch in der Familie jemand gesagt hat, jetzt ist aber mal gut. Wo ich dann auch dachte, es steht dir doch gar nicht zu. Ach so, wirklich? Ja, ja. Und meine Mutter war damals schon auch, also sie hat auch immer selber gearbeitet. Die war schon jetzt nicht euphorisch beim ersten Enkelkind. Die hat dann auch gesagt, wann fängst du wieder an zu arbeiten? Ich habe gesagt, krass, ich sage dir gerade, ich bekomme das erste Kind und du fragst mich, wann fängst du wieder an zu arbeiten? Finde ich aber jetzt so rückblickend eigentlich sogar nachvollziehbar, weil es ist schon gut, wenn du als Frau dich nicht komplett abhängig von einem Mann machst. Es gibt Lebenssituationen, Da ist das nicht anders möglich. Aber ich glaube schon, dass du auch immer die Möglichkeit haben solltest, gehen zu können. Und das war für dich jetzt so, ich meine, es hat sich ja auch wahrscheinlich so ein bisschen, Instagram hast du ja auch nicht geplant zu machen. Kannst du ja gar nicht planen. Ja, aber ich glaube schon, dass es eine andere Zeit jetzt zum Beispiel heute sind. Wenn heute Menschen, finde ich, sich vielleicht ein Profil machen und wollen es professioneller machen, dass da schon eine Strategie, eine Idee ist. Ich glaube, du bist ähnlich wie ich dazu gekommen, dass du dir ein Profil gemacht hast. Hast du dir diesen Namen gegeben? Also hätte ich gewusst, dass das mal diese Größenordnung annimmt und es ist ja trotzdem kein großes Profil. Ich hätte mir einen anderen Namen gegeben. Also was für ein bescheuerter Name ist das bitte. Aber jetzt ist es ja trotzdem ein bisschen so wie ein Markenzeichen. Jetzt ändert man das ja auch nicht mehr und deswegen habe ich ja auch den Wechsel nicht gemacht zu Mother of Seven Dragons. Ja, haben dich ja wahrscheinlich viele. Viele, ja klar. Das muss das sein. Also du hast dich ja dann mit deinem Mann entschieden, nachdem die Kinderfrau gekündigt hat, jetzt machst du sozusagen den Fulltime-Job hier, also Care-Arbeit zu Hause, kümmerst dich um die Kinder. Was war da so eure Abmachung? Also hast du dafür... Der hätte jederzeit, also hätte er mich auch wieder unterstützt, wenn ich zurück in den Redaktionsalltag hätte kehren wollen. Und wir hätten auf jeden Fall auch eine Lösung gefunden. Aber du musst ja auch erstmal jemanden finden, dem du vier Kinder anvertraust. Also ich meine, das ist ja dein, ja dein, das ist ja kein größter Wert, aber ich meine, das ist dein größter Schatz, den du hast. Und du kannst ja nicht jedem deine Kinder überlassen. Der Große hat damals gesagt, und das fand ich total krass, Mama, das größte Geschenk, was du uns machen konntest, ist, dass du zu Hause geblieben bist. Und das fand ich schon aus kindlicher Perspektive auch total nachvollziehbar. Weil wie schön ist das, wenn du nach Hause kommst und es ist jemand da. Und jetzt ist es so, die kommen unten rein und dann riechen die schon was zu essen gibt und stürmen die Treppe hoch und du denkst so, ja, total cool, die kommen jetzt nicht nach Hause und sind Schlüsselkinder. Das Gefühl kenne ich ja aus meiner Kindheit. Also wir sind ja auch mit Kinderfrauen aufgewachsen, ging damals aber auch nicht anders. Und ich hätte mir schon gewünscht, dass meine Mutter... Mehr Präsenz gezeigt hätte. Ging aber nicht anders. Als alleinerziehende Mutter von vier Kindern musst du halt auch einfach... Da wart ihr dann wahrscheinlich sehr verbunden unter euch Geschwistern, oder? Ja, ich glaube, wir haben als Geschwister einfach gut miteinander funktioniert. Ich bin ja sozusagen berufstätige Mutter von vier Kindern und ich finde immer, wenn ich mir jetzt vorstelle, da würde jetzt einer alleine nach Hause kommen. Dann ist es immer noch was anderes, als wenn deine Geschwister auch da sind. Und ja, man einfach sich noch hat, also als wenn da halt niemand ist. Also das finde ich persönlich auch sehr schön an vielen Kindern, dass die sich auch untereinander so haben. Total. Also das haben wir ja jetzt auch gemerkt, als wir in New York waren. Also meine Mutter hat ja die Kinder übernommen. Es waren dann insgesamt fünf Kinder zu Hause, weil der eine, der aus den Staaten zurückgekommen ist, der wohnt jetzt gerade zu Hause, bis er sein Studium fortsetzt. Und ich meine, der ist 20. Der hat das dann wirklich auch so toll mit den Geschwistern. Also der Jüngste liebt den auch abgöttisch. Und die haben auch eine ganz besondere Verbindung. Und das ist dann schon auch schön zu sehen, dass die dann so umsorgen. Die sind dann alle zusammen mit dem in den Zoo gegangen und haben mir dann Fotos geschickt, damit ich halt beruhigt bin. Und sehe, der hat eine gute Zeit, der Jüngste. Und nee, die sind schon echt aufeinander da. Also natürlich streiten die sich auch. Und jetzt gerade waren Nummer 2 und Nummer 4, also 20. und 15 allein in Barcelona für vier Tage, um sich El Clasico Nummer zwei und Nummer vier. Achso, okay. Und haben sich da El Clasico angeschaut. Haben das auch alles selber geplant und haben dann immer, ich glaube, am ersten Tag habe ich die sechsmal angerufen via FaceTime und irgendwann meinte mein Mann auch, ey, ist doch echt mal gut. Aber weil ich auch sehen wollte, ob es denen da gut geht. Ja, na klar. Warum bist du nicht mitgeflogen? Das ist bestimmt auch etwas, was alle so interessiert. Was hast du dafür getan? Also es hört sich bei euch immer alles super harmonisch an. Es gibt bestimmt auch mal Streit, aber wie erlebst du die Beziehung zwischen deinen Kindern, zwischen den Geschwistern und was hast du dafür getan, dass es so, ja, es hört sich, also immer wenn du mir davon erzählst, denke ich so, oh, das ist einfach schön, dass die sich untereinander so haben, untereinander aufpassen jetzt, wenn ein 20-Jähriger nach Hause kommt und sich um seine jüngeren Geschwister kümmern, das ist ja so. Was ist dein Geheimnis? Also da gibt es, glaube ich, gar kein Geheimnis. Ich habe also die drei Großen, die haben natürlich, weil die ja so nah beieinander sind, sich auch krass gerieben. Und wir haben die aber auch ganz viel machen lassen. Wir haben da nicht immer, also wenn es sehr körperlich wurde, haben wir natürlich eingegriffen. Aber die mussten ihre Konflikte, und das ist, glaube ich, in so einem Familiengefüge auch total wichtig, die mussten ihre Konflikte miteinander austragen. Und das ist schon auch eine krasse Schule fürs Leben, wenn du Geschwister hast. Ja. Das ist auch echt total verrückt zu sehen, wie unterschiedlich sieben Kinder mit dem gleichen Game Pool, also nur von den gleichen Eltern, wie unterschiedlich die sind. Und du kannst denen die gleichen Werte mit auf den Weg geben und trotzdem jeder für sich... Du kannst sie gleich erziehen und es kommt was ganz anderes. Du kochst denen das gleiche Essen und der eine mag es, der andere mag es nicht. Und das ist schon echt spannend zu sehen. Also der Jüngste, der benutzt natürlich dann zwischendurch mal Schimpfwörter, wo du nur denkst, krass, das hätte der Große nie gesagt. Das schnappt er natürlich dann auf. Und dann guckt er dich mit seinen großen Augen an und grinst sich einen weg. Und du weißt ja, gut, er weiß, dass man das nicht sagt. Aber ja, ich weiß gar nicht, was wir dafür getan haben, dass die sich so größtenteils wirklich lieben. Wir haben zum Beispiel nie eingefordert, dass die Großen auf die Kleinen aufpassen. Also die mussten nie aufpassen. Weil ich auch finde, dass die großen Geschwister sind nicht die Babysitter von den Kleinen. Also nicht die haben sich dafür entschieden, dass wir viele Kinder haben wollten, sondern das waren wir ja. Und trotzdem war das jetzt auch für die Großen total selbstverständlich, dass sie sich kümmern. Also es gab nie, dass sie in irgendeiner Form Verantwortung übernehmen. Also ich meine, es ist ja ganz natürlich, dass ich in so einem Gefüge, dass die Großen schon auch Verantwortung übernehmen für die Kleinen. Ja, aber nicht aufgedrückt. Wir haben jetzt auch nie irgendwie eingefordert, dass sie irgendwelche Fahrten oder sowas machen. Also wir haben ja schon drei Kinder mit Führerschein. Trotzdem machen die das. Die sagen dann auch, ich übernehme die Fahrt. Aber du, aber jetzt kannst du ja schon mal, wenn du jetzt sagst, hey, ich bin da und da, sagst du zu deinem großen Sohn, hey, ich kann zu den Kleinen mal da und da hinfahren, das machst du nicht? Was du ihn mal fragst? Ja, aber nicht erzwungen. Wenn die dann sagen, nee, es passt nicht, dann passt es nicht. Ja, das ist ja klar. Also die müssen keinen Babysitterjob übernehmen. Okay. Nee. Also dass du einfach sozusagen sie nicht in diese Rolle der Verantwortung da gedrückt hast, sondern dass sie einfach jeder Kind sein konnte und das finde ich auf jeden Fall gut. Weil ich merke das auch, wenn man denen einfach, wenn die immer zu viel da Verantwortung übernehmen sollen, das ist einfach nicht gut. Also bei mir war es halt so als Kind. Ich musste wirklich krass funktionieren und super viele Aufgaben übernehmen. Warst du die Älteste? Nee, die Zweite, aber halt das Mädchen. Und so rückblickend finde ich, manchmal hat meine Mutter mir zu viel Verantwortung übertragen, die vom Alter her gar nicht richtig gewesen ist. Und trotzdem funktionierst du ja dann, weil du musst ja funktionieren, damit der Alltag einfach läuft. Wie organisierst du euren Alltag? Also gerade, ich glaube, jetzt sind die Großen, aber als wirklich alle noch zu Hause waren, wie war das so organisiert? Du machst ja alles alleine, ne? Hast du ein bisschen Unterstützung im Haus? Ja, mein Mann unterstützt mich ja. Das teilen wir uns schon auf. Der ist sensationell in der Küche, der kocht auch viel lieber als ich. Aber du kochst auch auch so gut. Ich koche mit Liebe, aber ich koche echt nicht gern. Wirklich? Nee, überhaupt nicht. Ich habe dich so kennengelernt. Ja, ist verrückt, ne? Aber da siehst du auch, die Macht der Ausschnitte, das sind ja die Quadrate. Also so habe ich ja tatsächlich auch angefangen mit den Kochstories. Und ich muss ja auch jeden Tag kochen, weil ich ja zu Hause bin. Also ich habe so einige Rezepte, also ich glaube, viele Menschen in Deutschland haben einige Rezepte, die sie in ihren Familienalltag, also deine Spinatrolle, dein Hühnerfrikassee. Ich mache auch ganz total lieben gerne, du hast so ein geiles Beeren-Tiramisu mit den Mandeln. Mache ich immer, also muss ich immer ganz weit, der kann ich jetzt auch auswendig, aber sonst musste ich immer so weit zurück in deinen Highlights. Ich glaube, du hast sehr viele Menschen inspiriert. Aber es sind ja immer die gleichbleibenden Rezepte. Ja, super. Deswegen ist es halt wirklich so, die kommen unten rein. Ah, heute ist Lachsfreitag. Die wissen ja schon, heute gibt es wieder Lachs. Und ich koche einfach nicht gerne. Weil ich es aber ja auch machen muss. Wenn du das so zelebrieren kannst. Ich koche auch nicht gerne. Ich habe gerne super viele Kinder. Und ich umsorge auch meine Kinder. Liebend gerne, also alles was Wäsche und so weiter. Aber dieses ständige Essen Zubereitung, das ist ja wirklich ein unheimlicher Job. Ja, 40 Prozent des Tages, würde ich mal sagen. Ja, also bist du gerade mit dem Frühstück abgeräumt, ich finde es aber furchtbar. Hast du gerade die Küche aufgeräumt, dann ist die ja schon wieder direkt. Ja, und überleg mal, bei uns kommen die Großen vom Training um 22 Uhr nach Hause, dann ist die Küche ja schon aufgeräumt, dann sagt ja, die Küche ist geschlossen. Und dann fangen die wieder von vorne an und die müssen ja so proteinreich und ich weiß nicht was essen und dann fangen die da nochmal an sich zu brutzeln und denken so, ey, das kann nicht wahr sein. Habt ihr zwei Geschirrspülmaschinen? Doch, wir haben zwei. Wir haben oben in der richtigen Küche und unten in der Teeküche eine. Aber wir schleppen natürlich nicht das Geschirr nach unten in die Teeküche. Aber wir haben zwei. Wie viele Waschmaschinen hast du? Zwei Waschmaschinen, zwei Trockner. Okay, anders geht es auch nicht. Nee, geht nicht. Wie viele Waschmaschinen am Tag wäschst du? Das hängt davon ab, wie trainingsintensiv die Tage sind. Also bestimmt drei Maschinen am Tag. Und kennst du das, wenn du einen Tag Pause machst? Ich mache keinen Tag Pause, aber wenn ich jetzt zum Beispiel heute Abend nach Hause kommen werde, wurde keine Wäsche gewaschen und ich versuche auch immer alles direkt wegzubügeln. Dass keine Berge entstehen, weil ich bügel ja alles, also außer Unterwäsche und Socken. Ich finde das einfach schöner, wenn ich den Schrank öffne und die Wäsche gebügelt ist. Ja und ich bügel auch meine Hemden selber, außer das heute, das hat ja Caro eben geslimmt. Aber ich gucke mir auch meine Kinder lieber in gebügelten Sachen an. Auch Schlafanzüge? Krass. Und meine Mutter legt immer alles zusammen, wenn die da ist und ich muss das alles dann nochmal bügeln. Hast du ein Fernseher, hast du ein Bügelzimmer oder? Nee, ich bügel unten in der Halle, während die Kleinen da rumtoben. Okay. Wow, aber du hast so ein fancy Bügeleisen. Ja klar, so eine Dampfstation. So eine Dampfstation. Ja, was hilft dir dann? Also ich meine, du bist ja ultra gelassen. Ich glaube aber auch, es gibt einfach Menschen, die dafür einfach, also ich glaube auch, du hast einfach, du warst wahrscheinlich okay, du hast gerade von deiner Fehlgeburt. Aber außer deiner Fehlgeburt, du warst einfach auch, hattest nicht so Probleme mit deinen Schwangerschaften. Weil ich glaube, wenn man so viele Kinder bekommt, dann ist es natürlich auch, weil es gibt natürlich auch Frauen, die haben sehr viele Beschwerden beim Schwanger zu sein. Wie war das bei dir? Weil das ist natürlich auch seinem Körper jedes Mal, das geht natürlich nicht spurlos an einem vorüber. Also ich habe ja richtig lange immer krass gebrochen. Also auch bei Nummer sechs wusste ich nicht mehr, wie ich die Treppe hoch und runter kommen sollte, weil ich ja nur gebrochen habe. Das verdrängt man aber ja immer. Du hast wirklich siebenmal Hyper-M. Ja, richtig schlimm. Ganz schlimm. Also auch teilweise so. Ich saß gestern im Zug neben einem Kettenraucher und habe mich das erste Mal wieder daran erinnert, wie krass das war, Gerüche. Ich musste auch bei Gerüchen brechen. Oh mein Gott. Das war ganz schlimm. Ich konnte auch nicht in die Metzgerei reingehen, weil dort wurden Frikadellen immer. Aber wie hast du das gemacht? Das war ganz schlimm. Das war wirklich schlimm. Aber ich meine, du hast ja die Kinder, das eine Kind war zehn Monate alt Und dann bist du wieder in diese Phase der Übelkeit. Da ist man ja wie ein Ohnmachsgefühl. Man will ja am liebsten im dunklen Raum liegen und sich nicht bewegen. Und wie hast du das mit den kleinen Kindern gemacht? Und gearbeitet? Ich habe es irgendwie überlebt. Aber das Allerschlimmste war, das habe ich aber ja gar nicht wirklich so realisiert, also bei Nummer sieben. Hatte ich ja dann auch so katastrophale Ferritin-Werte. Also mein Eisenspeicher war ja so leer, dass ich ja dann alle zwei Wochen Intravenöseisen bekommen habe. Und der Arthrologe damals auch meinte, ey, ich wüsste gar nicht, wie ich überhaupt noch über die Straße laufen könnte. Ich habe mich aber total gut gefühlt. Also vielleicht bin ich auch manchmal einfach high, weil ich mein Leben so mag. Ich weiß es nicht genau. Also vielleicht bin ich wirklich irre. Aber ich bin einfach so gern Mutter. Ja? Ja. Also ich mag meinen Alltag ja auch so gerne. Ja, Wahnsinn. Und diese Schwangerschaften, wie lange hast du dann diese Übelkeit gehabt? Ging es dir irgendwann dann auch gut? Nee, bei Nummer sechs war es wirklich bis zum Ende. Oh mein Gott. Aber du hattest super geburten. Ja, ich hatte, ja doch. Torch hatte super geburten. Du hast siebenmal vaginal geboren. Ja, ja. Krass. Mit 38,5 Kopfumfang bei allen, ne? Wow. Halleluja. Halleluja. Hilfe. Ja, es war echt Hilfe. Also einmal hatten wir ja auch einen 4,5-Kilo-Bomber dabei. Hast du auch geboren? Ja. Du hast nie Wochenbett gemacht? Nicht so wirklich? Nicht so wirklich, nee. Weil ich aber auch echt ab Tag 1 eigentlich immer alleine war und dann halt mit vielen kleinen Kindern zu Hause. Und bei Nummer 7 war es wirklich eigentlich fast die schönste Zeit danach, weil es war ja noch so die Endphase des Lockdowns. Man hat keinen Besuch bekommen. Das war so geil. Wir waren wirklich nur für uns. Weißt du, sonst war es ja so, dass dann auch einfach mal jemand vor der Tür stand. Und da hat sich ja keiner getraut, einfach so vor der Tür zu stehen. Und das fand ich tatsächlich sensationell. Also hast du das nochmal alles abgeholt? Ja, das fand ich richtig schön. Wahnsinn. Aber du hast eine Hebamme? Für die Nachsorge hatte ich eine Hebamme. Finde ich auch super wichtig. Würde ich auch jedem, also wenn ich das manchmal lese bei Instagram, ich habe keine Hebamme, kann ich nicht nachvollziehen. Also auch beim siebten Kind gab es durchaus Situationen, wo es gut war, dass da nochmal jemand draufgeschaut hat von außen. Ja, finde ich wirklich. Finde ich gut, dass du das nochmal so sagst. Und ich hatte eine ganz tolle Nachsorgehebamme. Also wirklich, also auch Freundin der Familie. Ach toll, das ist schön. War die immer bei allen da? Nee, bei den ersten war es eine andere aus dem Krankenhaus, die dann die Nachsorge bei uns gemacht hat, aber die mochte ich auch sehr, sehr gerne. Aber die ist dann nicht in den Stadtteil gekommen, in den wir umgezogen sind. Und die andere, die dann die anderen Kinder übernommen hat, die ist egal, wo wir gewohnt haben, mit uns gezogen. Ich glaube, wenn du das jetzt hörst, du hast gerade beschrieben, dass du einfach so unglaublich gerne Mutter bist. Ich kann das Gefühl nur zurückgeben. Für mich gibt es auch nichts Schöneres, meine Kinder aufwachsen zu sehen. Und ich erfreue mich auch so sehr an meinen Kindern. Also es ist für mich wirklich so mein größtes Glück. Und ich bin so dankbar, dass ich auch vier kleine, mittlerweile nicht mehr ganz so kleine Menschen begleiten darf. Aber hast du Tage, an denen du dich total überfordert fühlst? Und wie hast du das in diesen Phasen gemeistert? Also wenn du dich so überhaupt gefühlt hast, gerade mit den ganz kleinen in diesen kurzen Abständen, gibt es das? Valeska, sag uns jetzt auch, dass du auch ein bisschen Mensch... Ich weiß, dass mich das super unsympathisch macht. Nein, das macht dich nicht unsympathisch. Aber ich finde es einfach nur... Ich war in meinem Leben mit den Kindern nie überfordert. Also die waren aber auch... Also natürlich, habe ich ja eben schon mal gesagt, Da waren die wild und wir haben viel Zeit draußen verbracht. Aber das waren total angenehme Kinder. Oder sind sie immer noch? Ja. Auch in den Kleinkindphasen. Dann haben wir halt zwei Stunden Lego gebaut. Wenn man gemerkt hat, die brauchen eine andere Form der Beschäftigung. Aber der Jüngste zum Beispiel, den spielst du an und dann spielt der zwei Stunden alleine. Aber auch ganz vertieft. Er macht die Tür zu und sagt, ich will jetzt in Ruhe spielen. Glaubst du, weil es noch eine andere Zeit war? Also gerade bei den Jüngsten, jetzt nicht, aber so bei den Großen, dass es was anders war? Also ich meine, wir haben ja jetzt schon, wenn wir jetzt so gucken, dass sehr viel dieser Wheel-Talk jetzt sein soll, diese Überforderung und dass viele einfach sehr, also klar ist Care-Arbeit anstrengend, aber ich habe auch immer so ein bisschen so das Gefühl, dass es so diese Zeit gerade ist, die alles so anstrengend macht. Also dass Kinder einfach oft im Alltag auch einfach in dem normalen Alltag, jetzt nicht im Familienalltag, aber in der Gesellschaft einfach stören. Ich habe so ein bisschen das Empfinden, dass Kinder werden oft so wegsortiert oder wegorganisiert. Und unsere Kinder zum Beispiel waren auch nie im Ganztag. Auch der Jüngste kommt um 12 Uhr nach Hause oder ich hole ihn um 12 Uhr aus dem Kindergarten ab. Und auch die Grundschulkinder waren nie in der Ganztagsbetreuung. Also auch nicht in der Zeit, als ich berufstätig außer Haus war. Also da hast du dann niemanden organisiert? Ja, wir haben das so organisiert, dass entweder mein Mann oder die Kinderfrau oder die Oma die Kinder abgeholt haben. Die waren ab zwölf oder halb eins, waren die zu Hause, haben zu Hause Mittag gegessen. Das hätte aber auch mit unserem Sportprogramm dann gar nicht funktioniert. Also die haben ja alle viel Sport gemacht und es ist schon alles so durchgetaktet, aber trotzdem nicht stressig. Also wir mussten früher immer um 16 Uhr ins Auto steigen zum Fußballtraining, also weil die haben nicht bei uns im Viertelfußball gespielt und es war klar, die kommen nach Hause, die essen Mittag, die machen ihre Hausaufgaben, dann haben sie vielleicht noch ein bisschen Zeit zu spielen und dann sind wir zum Training gefahren. Also ich hatte früher elf Trainingseinheiten an unterschiedlichen Orten in der Woche mit den Jungs. Und die Kleinen sind dann einfach immer mit? Die Kleinen waren immer mit. Also die beiden Mädels, die sind am Fußballfeld der Brüder aufgewachsen. Die kennen keine Spielplätze. Die kannten tatsächlich keine Spielplätze. Und der Jüngste, der liebt ja Spielplätze und ich hasse Spielplätze. Ich auch. Ich hasse Spielplätze wirklich. Also ich weiß gar nicht, ob ich die Spielplätze hasse oder die anderen Mütter. Das ist schlimm, ne? Aber es ist auch das Schlimmste, auf einen Spielplatz zu gehen. Wirklich, ich finde es ganz schrecklich. Auch diese Mutterkuchengespräche, so habe ich die immer genannt. Das war überhaupt nicht meins. Also es sind so viele Kinder. Ja, aber es gibt auch Mütter, die suchen dann voll das Gespräch. Unabhängig davon, dass ich jetzt als Content-Kreatorin da stehe. Aber du hast manchmal das Gefühl, ich weiß nicht, ob die einsam sind, aber die brauchen jemanden zum Reden und dann möchtest du ja auch höflich sein und unterhältst dich ja auch. Das macht mich jetzt schon wieder unsympathisch. Aber... Und also früher haben wir halt echt, dadurch, dass die großen Jungs halt Leistungsfußball gespielt haben, haben wir sehr viel Zeit am Fußballfeld verbracht und das fand ich mega. Ich fand das so geil. Und da meinte meine Mutter halt irgendwann auch mal, ist dir das nicht lästig, dass du die Kinder immer zum Fußball fahren musst? Ich habe es geliebt. Ich war so gerne Spielfeldrandmutter. Ich glaube, wir sind so ein bisschen verbunden im Herzen. Ich fühle das total, weil ich ja auch total aufgehe, darin meine Kinder in ihren Sportarten zu unterstützen. Und mir macht das auch so viel Spaß. Und ich muss leider, um das alles zu finanzieren, einfach noch meinem Beruf nachgehen. Aber eigentlich würde ich auch am liebsten, ich sage auch immer so, also nur dieses Familienmanagement, also wenn mich da jetzt jemand Vollzeit bezahlen würde, würde ich auch nur das machen. Das glaube ich nicht. Ich glaube, wenn du, also ich habe es ja gelebt eine Phase lang und natürlich war diese Phase auch schön, aber ich fand das auch so schön wieder, sowas hier, Erwachsenenleben. Ja. Und das hast du ja dann nicht, weil es dreht sich alles nur rund um die Kinder. Ja, aber bei den Großen ist gerade, dass man da so zum Beispiel, wir haben ja Tennis ist unser Sport und da diese ganzen Turniere zu planen und so, da ist man ja wirklich einfach beschäftigt und ich fahre da auch so gern hin und dann gucke ich so gerne dazu. Also mir macht das auch Freude. Ich habe nämlich neulich auch mal jemand bei jemand gelesen, bei Nadja, die ja in Amerika, die kennst du ja auch, ist eine Content-Creatorin, die lebt in Amerika, weil ihr Mann Profifußballer ist und die fährt ja auch nur von A nach B mit ihren Kindern, weil die auch Fußball spielen und da hat wohl irgendeine Follower geschrieben, also warum sie das dann machen würde am Wochenende, würde sie, also die ihr das geschrieben hat, das nicht machen, weil sie braucht ja auch ihre Zeit für sich. Und sie widmet sich ja auch voll da ihren Kindern und ermöglicht denen da ihre ganzen Und da sind es echt krasse Strecken, ne? Ja, sind krasse Strecken. Also was sie allein fürs Training fährt. Und ich habe ihr nur geschrieben so, ich bin genauso Nantja, ich fahre auch morgens Samstag um 7 Uhr nach Hamburg und nachmittags um 16 Uhr wieder zurück, nur dass mein Sohn ein Tennisspiel machen kann. Ich weiß halt auch, dass es einfach ich weiß auch, dass ich freue mich, dass ich das meinen Kindern ermöglichen kann, weil ich nicht so aufgewachsen bin, dass meine Mutter war allein anziehen. Da ging das nicht, allein diese Fahrten, das ist ja auch einfach ein Kostenpunkt. Aber ich finde das schön, dass man das machen kann und mir macht das auch so viel Freude. Deshalb, ich füdele das alles, was du hier gerade sagst. Und vor allem, es ist ja so ein begrenzter Zeitraum. Das kann ich ja jetzt aus meiner Perspektive einfach sagen. Unser ältestes Kind wird jetzt 23 Jahre alt. Da bin ich selber Mutter geworden. Ich weiß aber noch ganz genau, wie es war, als der klein war. Und das ist so an uns vorbeigerast. Also natürlich, während wir intensiv gelebt haben, aber er genießt jede Phase, auch wenn die anstrengend ist, weil irgendwann ist es echt vorbei. Das hört sich so bescheuert und abgedroschen an, aber irgendwann ist es vorbei und dann war das die Kindheit. Und es geht echt schnell. Ja, total. Und deswegen auch diese Trainingsfahrten. Ich finde, das ist so schön. Also wir haben ja auch Jungs, die dann sagen, du musst mich nicht abholen, ich fahre mit der Bahn. Aber das ist halt auch voll die Quality Time. Du hast dann eine halbe Stunde dein Kind neben dir sitzen und es kann dir nicht entfliehen. Es muss sich mit dir unterhalten. Also in der Zeit dürfen die auch nicht auf dem Handy irgendwas daddeln, weil du bist ja schon so nett und holst die ab. Und da entstehen auch echt Gespräche, die du ja vielleicht sonst gar nicht hättest. Also es ist auch für uns eigentlich, also natürlich kostet es Zeit, aber es ist auch eigentlich voll das Geschenk. Ja, das stimmt. Du hast mir auch mal gesagt, weil ich ja auch gerade in dieser Phase bin, mein Sohn ist 14 und so wirklich in so einer Liebeskummerphase gerade stecke, weil ich jetzt einfach merke, dass so die ersten Jahre jetzt einfach vorbei sind und die Zeit, die er mit uns verbunden, weniger. Ich denke auch immer schon so, okay, wie viele Urlaube noch? Also ich glaube, ich hoffe einfach, dass da weiterhin immer zu einem Urlaub mit da hinzukommen wird. Aber da hast du was Schönes zu mir gesagt. Weißt du es noch, was du zu mir gesagt hast? Du hast mir gesagt, dass wenn diese Liebe und wenn sie sich so wohlfühlen zu Hause, dann kommen sie immer zurück, weil es einfach so schön ist. Und das ist auch so. Also wir haben ja zum Beispiel jetzt den Winterurlaub, verbringen wir wieder mit allen Kindern zusammen und da muss keiner von denen hinkommen. Das ist einfach nur Open House und sie kommen alle. Auch in unser Haus nach Frankreich, also auf den Sommer verteilt, kommt jedes Kind, also auch die großen Jungs kommen uns besuchen. Also die sind ja nicht alle gleichzeitig da und vielleicht auch einer nur vier Tage oder fünf Tage, aber sie kommen aus freien Stücken uns besuchen. Und das machst du ja nicht, wenn du dich nicht wohlfühlst. Also dann fährst du ja nicht zu deinen Eltern und zu deinen Geschwistern und sagst dir, ja, ich fahre lieber mit meinen Freunden weg. Was sind deine Geheimnisse, dass das so gut klappt? Welche Werte sind dir in der Erziehung besonders wichtig gewesen? Also mir war wirklich wichtig, oder uns, dass unsere Kinder glücklich sind. Also es muss keines von unseren Kindern zum Beispiel Abitur für uns machen. Also wir haben ja auch ein Kind, was ohne Abitur die Schule verlassen hat, weil es einfach keine Lust mehr hatte. Der ist nach der 11. Klasse abgegangen und macht jetzt eine Ausbildung und es ist so verrückt zu sehen, wie der sich wieder, ja was heißt gefangen, aber der ist wieder glücklich. Also der kommt nach Hause, also der wohnt auch nicht mehr zu Hause, der wohnt in einer Jungs-WG, total cool, mit zwei Freunden zusammen und der kommt nach Hause, weil er Bock hat, nach Hause zu kommen und ist super selbstständig, also bringt auch nicht seine dreckige Wäsche nach Hause, das macht er alles selber in seiner Wohnung. Ich finde, das ist so wichtig. Also es ist nicht wichtig, dass sie irgendwie performen, sondern dass sie glücklich sind und dass sie die Dinge für sich machen und nicht für uns. Die müssen keine Eins schreiben, damit ihre Eltern glücklich sind. Wenn sie eine Eins schreiben, dann sollen sie die schreiben, weil sie für sich selber denken, super, ich habe eine Eins geschrieben. Ja, schön. Ich möchte auch dein Kind sein. Das hört sich so schön an. Du hast mir vorhin im Auto erzählt, 30 Jahre bist du mit deinem Mann jetzt? 30 Jahre seid ihr zusammen? Crazy, ne? 30 Jahre seid ihr zusammen? Ja. Also ihr habt euch kennengelernt? Wart ihr 16? 16. Wir sind mit 17 zum ersten Mal alleine nach New York geflogen. Wirklich? Drei Wochen. Drei Wochen? Ohne Handy. Ohne Kreditkarte. Wie habt ihr Kontakt zu deinen Eltern gehabt? Ich glaube, wir haben einmal angerufen und haben gesagt, wir sind gut angekommen. Oh, crazy. Ja, das war echt crazy. Das war richtig crazy. 17, war so nicht mal volljährig. Und wir hatten nur Traveller-Checks und wir mussten echt gut aufpassen, dass wir das Geld achtsam ausgeben. Dann war jetzt nach 30 Jahren der Ausflug ein bisschen anders. Ja, total. Und dann wart ihr sechs Jahre zusammen und dann habt ihr euch... Ja, im siebten Jahr haben wir geheiratet und haben uns gedacht, also wenn wir das jetzt hinkriegen, also das war eigentlich ganz lustig. Mein Mann ist nach dem Abi nach Berchtesgaden gegangen und da habe ich ja schon bei TV Total gearbeitet. Nein, anders. Wir sind erst zusammen im Wohnmobil verreist, ein halbes Jahr lang, nur wir beide. Die Küste Frankreichs, Portugal, Spanien und haben auf diesem sehr begrenzten Wohnraum die Zeit echt gut miteinander aushalten können. Dann war mein Mann für ein Jahr in Berchtesgaden und wir haben eine Fernbeziehung geführt. Und danach haben wir gesagt, es haben wir beides gehabt. Wir haben ganz intensiv zusammengelebt, in dem Wohnmobil, auf uns allein gestellt. Und dann haben wir das hingekriegt, dass wir auf ein Jahr verteilt uns immer wieder gesehen haben und es hat auch funktioniert. Können wir auch heiraten. Um Kinder kriegen. Um Kinder kriegen. Habt ihr erst geheiratet und dann Kinder? Ja, das habe ich zum Beispiel auch gesagt. Sollte ich schwanger werden, bevor wir heiraten, dann heiraten wir nicht. Weil ich nicht möchte, dass es später heißt, ihr musstet heiraten, weil du schwanger warst. Okay. 30 Jahre war es euer Geheimnis. Wir rechnen nicht auf, wir machen einfach. Wir lassen uns unsere Freiräume. Du hast gesagt, jetzt wart ihr sozusagen das erste Mal seit 20 Jahren alleine unterwegs. Hattet ihr sowas wie feste Date Nights? Ja, wir haben zum Beispiel ja auch im Lockdown, da konnte er ja ganz normal weiterarbeiten und ich war ja dann mit den fünf Kindern im Homeschooling zu Hause. Das war auch ein krasser Job. Und einem Kindergartenkind und dann irgendwann schwanger. Wir sind jeden Abend anderthalb Stunden alleine spazieren gegangen. Also unsere Kinder hatten ja kein Training, die waren ja eh zu Hause und sind jeden Abend anderthalb Stunden spazieren gegangen. Aber wer war denn da? Du hast gesagt, die Rosen passen nicht auf. Ja, die konnten ja da nicht weg. Das war ja Lockdown. Da durftest du ja nichts machen. Ich habe mich den ganzen Tag um die Kinder gekümmert. Mein Mann war arbeiten und abends haben wir immer die gleiche Runde. Also auch voll psychisch. Dann besprecht ihr denn eure Dinge? Ja, und das ist total wichtig. Wir sprechen viel miteinander. Wir sprechen viel miteinander und wir lachen viel miteinander. Ich glaube, das ist auch, wer lacht, der liebt. Also wer miteinander lacht. Und wir haben uns total viel zu erzählen, unabhängig von den Kinderthemen. Und ich glaube, dass das auf der langen Strecke total vielen verloren geht. Es dreht sich alles rund um die Kinder, um den Hausbau und wer was macht. Ja genau, man hat Projekte. Und wir haben aber uns als Liebespaar nicht verloren. Trotz dessen, der vielen Kinder, habt ihr immer eure Oasen. Aber wie hast du das gemacht? Also alleine finde ich schon, wenn immer alle da sind für Zweisamkeit, ist ja auch einfach wenig Zeit. Ja okay, man muss sich vielleicht auch davon verabschieden, dass man nur abends im Ehebett vögelt. Ja, auf jeden Fall. Das ist auf jeden Fall klar. Aber trotzdem, du sagst, deine Kinder sind bis zwölf und sind schon wieder zu Hause. Ja, dann musst du dich halt fürs Vögeln verabreden. Ja, also krass. Aber so, das habt ihr euch immer so sozusagen behalten. Aber ihr habt jetzt nicht immer so, das ist 20 Jahre nicht alleine weg gewesen, weil ich kann mich ja immer so schwer trennen. Also so, ich fahre jetzt ungern eine Woche ohne Kinder irgendwo hin als Paar. Das hat mich auch echt Überwindung gekostet. Also ich meine vor allem New York ist ja nicht um die Ecke und dann habe ich schon gedacht, wie krass ist das bitte, wenn jetzt irgendwas passiert oder wenn die Sehnsucht, vor allem vom Jüngsten, der das ja noch gar nicht kannte, also der kennt das ja, dass einer von uns beiden nicht da ist, aber ja nicht, dass beide nicht da sind und wenn die Sehnsucht dann so groß wird, dass es wirklich mit ganz großem Herzschmerz versehen ist und dann hat mein Mann gesagt, dann fliegen wir halt zurück. Dann ist das so. Und es hat aber ja super funktioniert. Und vorher hat es sich halt einfach nicht ergeben. Also jeder von uns war für sich alleine mit Freunden oder auch ich ja beruflich super viel unterwegs. Mein Mann ist auch echt viel beruflich unterwegs. Also teilweise ist er ja zwei Wochen im Monat gar nicht in Köln. Aber es hat uns dann auch nicht gefehlt, weil wir ja diese Nischen im Alltag haben. Das ist genauso wie mit dieser Quality Time für Kinder. Das wird ja auch immer so hoch gehalten. Ich muss jetzt eine Woche mit einem Kind wegfahren. Nein, musst du nicht. Du musst dein Kind im Alltag sehen. Das ist viel wichtiger. Wie hast du das aufgeteilt? Du hast jetzt gerade die Autofahrt beschrieben. Dann sind ja auch alle anderen mit im Auto. Du bist ja mit allen gefahren. Nee, muss ich ja zum Beispiel jetzt nicht mehr. Aber wie hast du das früher gemacht? Dann waren natürlich alle Kinder im Auto. Und dann hast du aber natürlich die Quality Time mit dem Kind, was vorne sitzt, anders als mit denen, die hinten sitzen. Und wenn so ein Fußballturnier war oder Fußballspiele, dann hast du ja auch nicht alle Kinder im Auto sitzen. Dann mussten wir uns ja auch logistisch aufteilen. Also dann hatten wir jetzt vier Kinder in vier Mannschaften und dann war das immer wirklich Logistik. Wer nimmt welche beiden Kinder zu welchen Turnieren oder Fußballspielen? Ja, das finde ich auch krass. Ja, das ist krass. Also das haben wir ja jetzt in der Form nicht mehr. Also auch dadurch, dass ja die Großen sich selber machen. Aber das war wirklich teilweise, das war... Da haben wir uns ja dann auch wenig gesehen am Wochenende. Ja, also dass man wirklich alle zusammen sind, ist dann eher die selten, weil man immer jeder mit irgendwelchen, also das kenne ich auch, was ich aber ganz interessant in Vorbereitung auf die Sendung gesehen habe, dass zum Beispiel das sehr viel über Corona-Lockdown auch gesprochen in der Zeit, dass man da gesehen hat in Studien, dass Familien mit mehr Kindern weniger psychische Belastungen hatten, weil sie, also oder auch weniger sich belastet gefühlt haben, je mehr Kinder im Haushalt waren in dieser Zeit. Du hast es auch so empfunden. Total. Also auch das habe ich, ich glaube, bei Evelyn im Podcast mal gesagt, für uns war der Lockdown als Familie eigentlich total schön. Also uns ging es ja finanziell trotzdem gut. Ich glaube, das ist natürlich für viele Familien, wenn es existenziell wird, ist es halt einfach nicht mehr lustig. Und dann kannst du auch dich nicht mehr entspannt zurücklegen. Wir hatten überhaupt keinen Stress von außen, weil wir ja keine Termine zu bedienen hatten. Und die hatten sich. Und im ersten Lockdown war in Köln sensationelles Wetter. Wir waren fast die ganze Zeit nur draußen. Für die Großen haben wir dann vorher noch Sportgeräte gekauft, dass die halt dann trotzdem trainieren konnten. Die hatten ja dann via Zoom ihre Trainingseinheiten. Ich meine, es war schon verrückt. Also denen ist natürlich schon auch einiges genommen worden. Und ich meine, weißt du, wenn du dich zum ersten Mal vielleicht verliebst, das ist ja dann auch alles erstmal, war ja gar nicht möglich, du konntest nicht in die Clubs gehen, du konntest das Auslandsjahr nicht machen und solche Dinge. Aber trotzdem hatten die einander, du warst nicht einsam. Und das stelle ich mir vor allem für Einzelkinder, muss das der Horror gewesen sein. Einfach mal diese, da wart ihr immer zusammen. Ja, das war auch schön. Also auch das Homeschooling, ich fand das überhaupt nicht schlimm. Du hattest ja jede Klassenstufe. Ja, das war krass. Also ich bin danach auch wirklich trotzdem dankbar gewesen, dass ich meine Kinder nicht zu Hause unterrichten muss. Aber auch die Kinder haben die Zeit als wirklich schön empfunden. Also eine von den Mädels meinte jetzt letztens nochmal, warum können wir nicht einfach Homeschooling machen? Keinen Fall. Hat sie gefragt? Ja, die fand das auch super. Die hat das total, aber die sitzt auch gerne am Schreibtisch zu Hause und macht so ihre ganzen Sachen. Und die fand das nicht schön. Die will gar nicht irgendwo hingehen, ne? Ja, wobei die eigentlich voll der Socializer ist, aber die hat das auch genossen. Ach, schön. Mit Walaska als Lehrerin. Genau, Walaska als Lehrerin. Hattest du einen genauen Plan dann immer so? Wie hast du das organisiert? Also anfangs war das ja mit diesem Zoom-Unterricht noch nicht so. Da waren die ja selber alle überfordert, also die Lehrer oder Schulen. Aber dann kamen halt immer die Umschläge mit den ganzen Unterlagen für die Woche. Ja. Und die haben das schon größtenteils echt selbstständig gemacht. Aber trotzdem musstest du natürlich, also ich glaube, das ist halt auch nochmal ein Unterschied, wenn du Kinder hast, die ganz viel schulischen Support brauchen. Ich glaube, das ist dann schwierig, das aufzufangen. Aber wenn du Kinder hast, die von Anfang an ihre Hausaufgaben, also die kommen nach Hause. Erst am Mittag setzen sie sich in ihren Zimmern an ihren Schreibtisch und machen ihre Hausaufgaben. Das war schon so wie antrainiert, weil ja vorher auch wirklich klar war, wir müssen um 16 Uhr im Auto sitzen, bis 16 Uhr muss alles für die Schule erledigt sein, weil wir ja teilweise dann erst um 9 Uhr nach Hause gekommen sind. Wie hast du es denn mit dem Essen gemacht? Das Essen war ja dann schon fertig, wenn die nach Hause gekommen sind. Das hast du vorgekocht? Vorgekocht. Und dann gab es halt für die Kinder, die um viertel nach zwölf nach Hause kamen, viertel nach zwölf essen und für die anderen, die um zwei kamen, um zwei. Also hast du den ganzen Tag in der Küche verbracht. Und Snackboxen. Ja, klar Snackboxen für den Nachmittag. Aber ich glaube, was dir im Leben einer Großfamilie sehr hilft, ist, wenn du gute Strukturen hast. Du hast einfach so deine festen Arbeitsaufläufe. Total. Also ich wusel immer morgens, wenn die aus dem Haus sind, die Kinder oder der Kleine in einem Kindergarten ist. Weil das würde ich jetzt gerne nochmal drauf eingehen, weil ich glaube, das ist auch was, was alle interessiert. Wie managst du deinen Haushalt? Wie managst du deinen Also es ist wirklich, wie täglich grüßt das Murmeltier. Manchmal glaube ich auch, ich bin in meiner eigenen Sitcom drin. Wie ist so ein Tag bei dir? Also ich stehe auf, mache das Frühstück. Wann stehst du auf? Um sechs. Manchmal auch erst um halb sieben, wenn ich zu lange Netflix geschaut habe. Also zwischen sechs und halb sieben, dann mache ich erst das Frühstück fertig, dann wecke ich die Kinder nach und nach. Dann düsen die selbstständig aber zur Schule los. Nur den Kleinsten bringen wir zum Kindergarten. Und dann wusel ich einmal komplett durchs Haus. Also von Zimmer zu Zimmer. Also natürlich halten die grundsätzlich ihre Zimmer schon selber ordentlich, aber trotzdem ist es so, dass wenn die nach Hause kommen, ist der Schreibtisch clean. Weil wenn dein Schreibtisch nicht strukturiert ist, dann kannst du auch nicht strukturiert da arbeiten. Und das ist auch die Pflicht sozusagen bei euch, der Schreibtisch. Sonst mache ich das halt. Aber ich finde halt, dass du eine äußere Ordnung für die innere Ruhe brauchst. Und es gibt ja auch Kinder, die sind damit überfordert, an einen zugemüllten Schreibtisch zu kommen und sich dann auf die Hausaufgaben zu konzentrieren. Ich meine, dann ist das eine kleine Hilfestellung, wenn du den Schreibtisch ordentlich machst. Und also durch alle Zimmer? Durch alle Zimmer, dann sammle ich halt. Sie hat das Glück, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hat? Ja. Das ist natürlich großartig, ne? War das immer so? Habt ihr auch mal? Nee, die hatten auch, also als wir... Hast du von Anfang an so groß gewohnt? Nee, als wir die vier Jungs hatten, da haben wir ja in einem anderen Stadtteil in einer wunderschönen Altbauwohnung gewohnt. Da war es aber auch so, dass jedes Kind sein eigenes Zimmer hatte. Dann hast du aber auch so da einen Rückzugsort. Und trotzdem war es so, dass die beiden Großen zum Beispiel immer in einem Zimmer geschlafen haben. Immer. Okay. Die wollten nicht alleine schlafen. Und dann hatten die halt quasi ein Schlafzimmer und ein Spielzimmer, ne? Ich finde, es ist auch nicht wichtig, ob das ein großes Zimmer ist. Aber wenn du die Möglichkeit hast, dass du die Tür schließen kannst. Es ist ja trotzdem auch, meine Storys sind ja leise und trotzdem ist es bei uns ja laut. Also allein dieses Stimmenwirrwarr, wenn die alle was erzählen wollen. Deswegen sind meine Storys auch leise. Nicht, weil ich nicht mit euch teilen möchte, wie laut es bei uns ist. Aber ich finde, wenn dein eigenes Leben so laut ist, musst du nicht nach außen noch das so transportieren. Dann tut so eine Stille ja eigentlich viel besser. Also dann wusste ich durchs Haus, dann mache ich einen Einkauf. Dann... Einmal durch alle Zimmer und einmal so... Genau, und dann stelle ich die Waschmaschine an. Waschmaschine. Trockne. Trockner. Manche Teile hänge ich auf. Du packst doch nicht alles. Also ganz ehrlich, du wirst nicht alles in Trockner packen, wenn du bügelst. Nein, mache ich auch nicht. Gar keinen Fall. Also meine Sachen packe ich ja gar nicht in den Trockner. Ja, ich mache auch nur Bettwäsche, Handtücher. Ich packe sonst alles in den Trockner. Wirklich? Von den Kindern? Alles. Außer natürlich hier die schönen Pullis. Jeans packe ich da nicht rein, weil das tut denen ja nicht gut. Meine Hemden packe ich natürlich auch nicht in den Trockner. Wirklich? Ne, ich hänge alles auf. Da habe ich gar keine Zeit für. Überleg mal, ich habe ja teilweise von sieben Kindern, die dann alle auch noch Training haben. Also klar, die Trainingssachen, die hänge ich auf wegen der Vlogs, aber alles in den Trockner. Ne, das mache ich nicht. Ich schon. Aber dann hast du ja gar keine Wäscheständer. Einen. Einen? Ja, ich habe einen Wäscheständer. Ah, okay. Okay, also dann kaufst du ein. Dann kaufe ich einen und dann hole ich einen. Kaufe du jeden Tag ein? Ja, ich kaufe jeden Tag ein. Ich bin nicht so der Typ, der, also natürlich haben wir so Basics wie Nudeln und sowas haben wir natürlich da. Das finde ich auch schwierig, weil es gibt ja wirklich Menschen, die machen so einen Wochen-Einkauf. Nee, mache ich nicht. Allein das alles zu lagern und so, ich finde das immer. Wir hatten ja auch mal Lebensmittel-Motten, seitdem bin ich das sowieso nochmal ganz anders. Ganz schlimm. Aber nee, ich kaufe jeden Tag ein. Ist natürlich auch luxusig, die Zeit nehmen zu können, jeden Tag einkaufen zu gehen. Aber wir haben halt auch jeden Tag irgendwo im Viertel einen Markt. Das finde ich auch super. Kannst du halt regional und saisonal einkaufen. Dann koche ich. Boah, was du an Lebensmitteln kosten hast, ne? Ja, darfst du auch nicht hochrechnen. Reicht das Kindergeld dafür? Ich glaube nicht. Ist ja schon krass, ne? Ja. Ich finde aber auch zum Beispiel, das ist auch voll der Luxus, ne? Also gute Lebensmittel kaufen zu können. Aber wir sind uns darüber auch bewusst, ne? Ja. Das ist halt, das ist nicht normal. Also ihr könnt euch sozusagen gut diese sieben Kinder auch leisten. Weil es gibt ja auch Familien, da ist das einfach schon echt hart, ne? Also wir haben uns auf jeden Fall Gedanken darüber gemacht, ob wir auch jedem unserer Kinder, also natürlich gibt es auch andere Formen, wie du dich unterstützen lassen kannst, aber wie wir jedem unserer Kinder die gleiche Bildung auch ermöglichen können. Also ich finde das schon gemein, wenn du deinem ersten Kind ein sensationelles Studium ermöglichen kannst oder möchtest und dann im siebten nicht mehr. Und das ist schon so, dass wir da schon drauf achten, dass das gerecht ist. Okay. Aber es ist ja eh nicht immer alles gleich. Oder hast du da, du guckst immer ganz genau. Wir führen jetzt Listen. Echt? Ja. Wirklich? Ja, wir führen Listen. Haben die Kinder das eigentlich? Nee, aber bei mir war es zum Beispiel so, dass mein großer Bruder, der bis er 30 war, komplett subventioniert worden. Ah, okay. Ich bin, seitdem ich 19 bin, wirtschaftlich autark. Und das sind schon große Summen, die da geflossen sind. Und natürlich war es so, wie es war. Und das steht mir ja auch gar nicht zu, aufzurechnen. Aber trotzdem hat man das im Hinterkopf. Es ist nicht gerecht. Und das finde ich, wenn wir unseren Kindern das ermöglichen können, dann möchten wir das gerecht machen. Damit so ein Zwist nachher gar nicht zwischen den Geschwistern ist. Und das ist ganz oft bei Geld. Und deshalb machst du jetzt so eine Listen, weil man sonst manchmal den Überblick verliert. Ah, krass. Wir führen ein Buch. Wir führen ein Buch, okay, gut. Guter Tipp. Okay, Valeska kauft ein, dann machst du Mittagessen. Dann kommen ja schon ein Teil wieder. Ich meine, jetzt sind ja auch schon viele, drei sind aus dem Haus, ne? Ja, ja. Also gut, die Nummer zwei. Du hast ja nur noch vier Kinder zu Hause jetzt gerade aktuell. Jetzt gerade aktuell habe ich tatsächlich sechs zu Hause, weil der Große gibt heute seine Bachelorarbeit ab und... Hat das von zu Hause aus finalisiert und geht dann auch total geil für drei Monate nach New York und von da aus dann direkt für den Master nach Lissabon. Krass. Ja, es ist wirklich, das ist verrückt. Es fühlt sich auch total verrückt schön an. Rufen die sich jeden Tag an? Die Nummer zwei und ich, wir haben, als der in den Staaten gelebt hat, jeden Tag telefoniert. Aber er hat angerufen und das war so schön. Okay. Und die anderen? Der ganz Große, bei dem ist das so, der versinkt dann so in seiner Lernbubble. Den musst du zwischendurch dann mal schreiben, lebst du noch? Okay. Und die Nummer drei, der war jetzt zwei Wochen in Frankreich, da hat er auch jeden Tag angerufen, auch mehrfach und das war total schön. Der ist aber so, dass der so super selbstständig ist, der braucht nicht immer so das Familiäre. Okay. Und auch das musst du als Mutter ja dann auch lernen. Aber die lieben sich alle untereinander. Also ich meine, die ersten sind ja vier Jungs. Sind die alle closed? Die sind alle closed, wenn die Eltern nicht da sind. Ah, okay. Das ist wirklich verrückt zu sehen. Dann funktionieren die total super als Team. Und manche Konstellationen sind in der Dynamik nicht ganz so toll, wenn ich dabei bin. Weil man dann aber auch so das Gefühl hat, jetzt haben sie quasi eine Bühne, und müssen sich vielleicht auch selber profilieren. Ich weiß es nicht. Ist dann manchmal auch anstrengend, das zu beobachten. Aber ich finde, viel wichtiger ist ja, dass sie als Truppe alleine funktionieren. Und es gibt immer so Kombinationen, die total super funktionieren. Also jetzt auch zum Beispiel Nummer zwei, Nummer vier. Ich finde das, ey, was für eine tolle Erinnerung, dass sie das zusammen machen. Das hat aber zum Beispiel auch der Dritte mit dem vierten im letzten Jahr gemacht mit Madrid. Da sind die auch alleine in Madrid. Sind die ja nicht eifersüchtig, die anderen, wenn die das zusammen machen? Nee. Das ist schon krass. Also drei nochmal mehr ist schon nochmal eine andere Sache. Ich höre dir total gerne zu. Aber ich finde das selber manchmal auch total verrückt. Denkst du immer so? Aber findest du nicht, wenn du sie siehst, dann kommt es dir doch nicht viel vor? Nein, es kommt mir nicht viel vor. Und trotzdem denke ich, ey krass, das sind alles meine. Hast du alle geboren? Ja, habe ich alle geboren. Und ich habe die ja schon auch geformt. Und ich bin wirklich total gespannt, Wenn wir mal so 20 Jahre weiter blicken, wenn auch der Jüngste so echt im Leben angekommen ist, wo die dann so stehen. Weißt du, wären das so High Performer oder wären das so Lullis? Weißt du, weißt du, du kannst ihnen ja noch sowas mit auf den Weg geben. Aber du hast ihnen ja auf den Weg gegeben, du möchtest einfach, dass sie glücklich werden. Ja, aber trotzdem ist es auch dann spannend zu sehen, wo die landen. Also ich habe jetzt auch den großen, habe ich jetzt gefragt, was glaubst du denn, wo dein erster richtiger Job sein wird? Und wenn du dann so hörst, also der hat so Lebensziele, weißt du, so ganz klar und der arbeitet dir auch total ab. Finde ich total bewundernswert, finde ich wirklich, so war ich, also ich hatte auch Ziele, aber ich wusste nicht, okay, mit 24 werde ich dann da und da sein. Also, ja, ist total cool. Hast du keine Hilfe im Haushalt? Wir haben zwischendurch jemanden, der mal durchs Haus putzt. Einmal die Woche? Ja. Aber ich meine, nee, einmal. Aber das ist ja trotzdem... Ja, das Eimer ist Keimer. Wobei trotzdem merkst du das, wenn die gar nicht da ist, dann... Aber wirklich hast du immer nur einmal die Woche jemanden gehabt? Ja. Krass. Und du bügelst jetzt alles selber? Alles. Oh mein Gott. Wieso hast du eigentlich noch nie eine Kooperation mit dem Bügeleisen gehabt? Finde ich voll unsexy. Das hat für mich überhaupt keinen Mehrwert. Doch, ich finde es total. Ich finde bügeln halt total. Was hast du denn für eins? Laura Star, selbst gekauft, keine Kooperation. Ach, das ist dieses Schwarze? Nee, es ist weiß, aber es gibt es auch in Schwarzen. Genau, dieses Laura Star und das ist... Ja, es wird verdammt heiß. Krass, okay. Ist halt wie ein Steamer, ne? Ja, aber trotzdem, das geht ja dann so rüber. Bügeln ist ja auch meditativ. Ist es wirklich. Also, ich meine, mein Mann meinte nur noch zu mir, ich kann dir da oben auch ein Pferd, also guckst du da, du machst das in eine Halle, du guckst dabei nichts, aber ansonsten ist das ja schon... Wenn die Kinder dabei sind, gucke ich natürlich nichts, fände ich auch ein bisschen merkwürdig. Aber mein Bruder zum Beispiel, also der ist ja Arzt und für den ist das auch wirklich Meditation. Der bügelt? Der bügelt, die Frau bügelt nicht, er bügelt. Und der hat ein Bügelzimmer und wenn der dann aus der Praxis kommt. Der bügelt, der ist ja eine weiße. Der bügelt alles auch, der ist genauso gaga wie ich. Hat eure Mutter euch das immer gesagt? Also ich habe ganz früh zu Hause schon die Wäsche gebügelt und meine Mutter hat auch immer alles gebügelt. Vielleicht war das da aber auch zum Beispiel so, damals war das ja noch nicht so normal, alleinerziehend zu sein. Seit wann war denn deine Mutter alleinerziehend? Ab wann? Seitdem ich 13 bin. Okay, da haben sich deine Eltern getrennt. Genau. Und ich glaube schon, dass das Erscheinungsbild, wenn die Wäsche gebügelt ist, das wirkt halt schon so, als wenn du mehr strukturierter wärst. Als wenn du dein Leben mehr im Griff hast. Vielleicht war das meiner Mutter von der Außenwirkung her. Also ihr hört, gebügelte Wäsche bedeutet Struktur. Gut. Nein, aber guck mal, wenn du ein Arschlochkind hast, was im gebügelten Polo rumläuft, dann sieht das gar nicht mehr ganz so arschlochmäßig aus. Ich mag aber auch sehr gebügelte Wäsche. Ich finde es auch einfach, es sieht schöner aus. Also T-Shirts und so. Selbst wenn du jetzt sagst, du haust alles im Trockner, das ist doch nicht schön, was da rauskommt. Nein, ist es auch nicht. Sieht furchtbar aus. Also deshalb, ich bügele auch schon. Aber so Schlafanzüge bügele ich jetzt nicht. Ja, aber das ist auch nur, weil ich es einfach schöner finde, wenn du einen Schrank öffnest. Sorry Leute, wir werden es nicht, also Waleska hat ihr Leben einfach im Griff, da ist Struktur im Kleiderstrank und zu Hause und sie hat einfach nur eine Hilfe einmal die Woche, krass, das ist schon Respekt. Ich habe jetzt noch eine Frage, wie ist denn so ein Kalender bei euch, habt ihr denn alle so, also gibt es unterschiedliche Farben oder? Also damit man weiß, wo was, also oder hast du irgendwie ein großes Brett und dann, wie habt ihr, also jetzt sind, woher weißt du, vergisst du Termine? Also wir haben natürlich die wöchentlich wiederkehrenden Termine, es sind zwei mittlerweile auch eingetragen, aber die haben wir ja auch im Kopf, weil ich meine, die haben wir ja seit Jahren. Ja, aber trotzdem, ich finde es so, bei mir muss immer alles im Kalender stehen. Nee, bei uns steht nicht alles im Kalender. Aber was habt ihr für einen Kalender? Einfach hier den auf dem Handy, den Google-Kalender. Also vom iPhone habt ihr unterschiedliche Farben. Nee, die einzige andere Farbe ist immer eine Kooperation. Nur die sind in anderen Farben abgesetzt. Alles andere ist eine Farbe. Und die anderen sehen das dann auch, deine Kooperation, damit die wissen? Nur mein Mann. Also es ist nur der Kalender von meinem Mann und mir. Also ich sehe seine Termine, er sieht meine Termine. Aber die Kinder, die jetzt auch schon, es gibt ja Kinder mit Telefonnummer schon. Ja, aber die sind ja nicht in unserem... Aber die sehen nicht den Kalender von der... Nein? Nein, brauchen die auch nicht. Die haben ihre Termine selber alle, also ihre eigenen Termine haben die selber im Kopf. Und wenn die einen Zahnarzttermin haben, dann haben die den generell auch im Kopf. Der steht aber bei mir im Kalender drin. Also Kieferorthopäde und sowas macht ja unser Kind mit der Zahnspange alleine, da gehen wir nicht mit hin. Ja, aber am Anfang warst du ja schon dabei. Ja, klar. Alleine wie viel Arzttermine du gemacht hast? Wir sind selten krank. Ja, es geht ja nicht um krank sein, aber Zahnarzt einmal im Jahr, Zahnreinigung, U-Untersuchung, als sie noch kleiner waren, da warst du ja ständig irgendwo. Physiotherapie, wenn du ja immer hast. Ja, du Sportlerkinder, die waren auf jeden Fall mal bei der Physiotherapie. Ja, nur wenn die verletzt waren, sonst nicht. Also, du hast keine Kinder, die Brillen haben? Das ist schon mal gut. Ich habe ja Kinder, die Brillen haben. Augenarzt ist so eine Sache. Also klar, sowas musst du natürlich auch mal turnusmäßig machen, aber auch die U's werden ja viel weniger. Ja, aber trotzdem, erlebe dir doch mal, was du am Anfang so, schön finde ich, schon viele Termine. Elternabende, weil das gerade haben wir auch noch gar nicht drüber geredet. Wie viele Elternabende? Ich gehe auf keine Elternabende. Ah, sie geht nicht auf den Spielplatz und keine Elternabende. Die macht alle, mein Mann. Wirklich? Ja, ich glaube, ich war... Kennen die Leute nicht in der Schule? Das meinte mein Mann vor kurzem auch. Kennen die dich eigentlich? Ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben bei all den Kindern, jetzt muss ich echt lügen, auf vielleicht zehn Elternabenden. Aber wie macht ihr das auch gleichzeitig? Ja, dann gehst du halt nur zu einem. Wir sind nie als Paar in die Schule gefahren oder so. Aber entweder habe ich gestillt oder war schwanger. Das war immer meine Ausrede. Die Kinder werden viel lieber von mir ins Bett gebracht. Und ja, mein Mann hat das sehr gerne für mich gemacht. Nein, natürlich nicht, aber er hat es gemacht. Und Elternvertreter und so weiter? Er war in diversen Vorständen drin. Habe ich auch nichts gemacht. Ich mag den Kuchen, ich mag den gerne Nudelsalat und sowas. Das machst du? Und die Sportveranstaltung? Ja, das mache ich gerne. Da warst du Jugendwart? Nee, auch nicht. Gar nichts. Zeugwart? Auch nicht. Da bin ich als Mutter hingefahren und habe meinen Kindern. Zugejubelt. Nein, ich war auch nie laut am Spielfeldrand. Oder bin nicht laut am Spielfeldrand. Aber nee, dafür bin ich nicht geschaffen, für so Elternabende. Ich war nur, doch, ich war bei denen, wo es um heiße Themen ging. Da war ich, weil ich emotionaler dann auch mal sehr klar die Meinung vertreten kann. Okay. Wahnsinn. Dein Tipp für, also Großfamilie ist, go. Also, wenn du dieses Gefühl hast? Also was sagst du dazu? Geht da? Ich finde, man sollte sich eine Großfamilie auf jeden Fall überlegen, wenn man, also sich selber, nein, anders. Man sollte sich sehr gut überlegen, ob man eine Großfamilie haben möchte und sich das zutraut, wenn man sich vielleicht selber schon auf dem Weg mit ein oder zwei Kindern verloren hat oder verliert, weil ich glaube, dass man dann nicht dafür geschaffen ist. Aber wenn man trotz der vielen Kinder noch bei sich selbst bleibt und sich selbst nicht vergisst, dann schafft man das auch nervlich. Okay, danke schön. Danke für deinen Einblick in dein wunderbares Familienleben. Ich wünsche euch alles Gute, es ist so schön zuzuhören. Ich habe wirklich ein volles Herz, wenn ich reden höre und ich meine, du bist so eine tolle Mutter und also deine Kinder, ich glaube, das können sie alle unterschreiben, können sich wirklich glücklich schätzen und ich fand den Satz einfach so schön, dass ihr einfach möchtet, dass eure Kinder glücklich sind und ja, das schafft ihr auf eine so wunderbare Reise und euch da nicht zu vergessen, also wirklich ganz tolles Vorbild. Vielen Dank für deine Zeit heute. Danke, dass ich kommen durfte. Ihr Lieben, das war schon wieder eine neue Folge für uns. Ich fand es so schön, Valeska zu hören, wie positiv sie über ihre Großfamilie geredet hat. Und ich glaube aber auch, dass es bei ihr einfach ganz ist, sie ist wie dafür gemacht, diese Großfamilie zu leiten, die Mutter von so vielen Kindern zu sein. Sie gehört ja zu 0,7 Prozent aller Familien in Deutschland, die fünf oder mehr Kinder haben, also wirklich eine Minderheit. Und immer wenn ich sie treffe, dann finde ich es einfach so schön zu hören, wie diese Gemeinschaft ist auch unter ihren Kindern und mit was einer Leichtigkeit sie das macht. Und ich glaube einfach, das ist wirklich auch eine Einstellungssache, dass für sie irgendwie das Glas immer halb voll ist und nicht halb leer und dass sie einfach diesen unglaublichen Drive hat und diese Aufgabe für sich macht. Sie ist einfach so gerne Mutter und deshalb ist es einfach ein Geschenk. Und ich glaube, da sind wir Menschen alle unterschiedlich und für sie ist genau diese Großfamilie das richtige Modell. Und schön, dass sie sozusagen auch das Privileg hat, das einfach auch so leben zu können, weil es natürlich auch ein hoher Kostenfaktor ist und dass sie und ihr Mann sozusagen so den Rahmen für ihre Kinder schaffen konnten, dass sie einfach als Großfamilie leben können. Das finde ich ganz toll. Und ja, das war eigentlich schon wieder unsere Folge und ich fand es einen unglaublich schönen Einblick. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt. Deshalb freue ich mich natürlich über Feedback und freue mich auch, wenn ihr uns Sterne, am besten fünf Sterne, da lasst für die Folge. Und bevor die Folge zu Ende ist, gibt es natürlich nochmal meinen Mythen-Check heute. Und heute natürlich zum Thema Großfamilie. Und da gibt es natürlich auch viele Mythen und zum Beispiel die Geburtenreihen-Folge hat Einfluss auf den Charakter. Erstgeborene sind die Verantwortungsbewussten. Sandwich-Kinder werden übersehen und das Nesthäkchen ist verwöhnt. Diese Bilder kennen viele von uns. Ursprünglich stammen sie aus den Theorien des Psychologen Alfred Adler, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Geburtenreihenfolge als wichtigen Einflussfaktor auf die Persönlichkeit sah. Seine Ideen prägten ganze Generationen, wurden jedoch nie umfassend wissenschaftlich bestätigt. Tatsächlich zeigt aktuelle Forschung, die Geburtenreihenfolge hat nur einen sehr geringen Einfluss auf unsere Persönlichkeit. Zwar übernehmen Erstgeborene oft mehr Verantwortung, weil sie anfangs die volle Aufmerksamkeit der Eltern erhalten, doch große Studien belegen, in Sachen Charaktereigenschaften wie Gewissenhaftigkeit, Offenheit oder Durchsetzungsvermögen sind die Unterschiede zwischen Erst-, Mittel- und Letztgeborenen minimal. Auch das sogenannte Sandwich-Kind wird nicht automatisch übersehen. Im Gegenteil, viele entwickeln gerade durch ihre Position besondere soziale Stärken. Und das Nestjäkchen? Es erlebt oft entspanntere Eltern, ist aber deshalb längst nicht weniger kooperativ oder selbstständig. In Familien mit mehreren Kindern verschwimmen diese Rollenbilder ohnehin. Hier steht eher im Vordergrund, wie gut Kinder lernen, miteinander umzugehen, Kompromisse zu schließen und sich gegenseitig Raum zu geben. Entscheidend ist am Ende nicht die Reihenfolge, sondern ob jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen wahrgenommen und begleitet wird. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Das war Sounds Familiar, der Eltern-Podcast mit Hebamme Sissi Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther. Sounddesign und Postproduktion Nilan Feig.