Music. Ihr Lieben, es ist endlich wieder Donnerstag und ich bin euch dankbar, dass ihr heute wieder eingeschaltet habt. Es tut mir wirklich sehr leid mit letzter Woche, aber da hat sich einfach die Geburt dazwischen geschoben. Und ja, das Baby wollte auf die Welt kommen, genau zu unserer Podcast-Zeit. Und dann mussten wir verschieben und konnten leider letzte Woche nichts mehr aufnehmen. Umso schöner ist es, dass wir heute hier sind. und gefühlt bin ich jetzt anderthalb Wochen aus dem Urlaub und es fühlt sich schon an, als wenn ich schon vier Wochen wieder da bin. Also es ist auf jeden Fall ganz schnell wieder in den Alltag gerutscht, natürlich auch mit den Geburten. Und ich finde es einfach ganz schön anstrengend, dass es hier schon so kalt geworden ist. Wir waren ja drei Wochen lang im Griechenland, drei Wochen am Strand, drei Wochen im Wasser. Und das wird heute auch das Thema meiner Folge sein, Wasser, nämlich Kinder und Wasser und Schwimmen. Weil das hat beschäftigt mich ja nun als Mutter schon wirklich sehr, sehr lange. Mittlerweile können drei von vier Kindern schwimmen. Wir waren mit vielen Kindern jetzt im Urlaub, am Wasser, im Pool und das Thema Wassersicherheit ist super, super wichtig. Ist auch eine meiner größten Ängste, die ich als Mutter immer habe. Wasser mit Kindern, dass man da einfach gut aufpasst und immer dabei ist und wie man Kindern halt einfach Freude am Schwimmenlernen beibringt oder am Wasser generell. Und dazu habe ich mir eine ganz tolle Frau eingeladen, die absolute Expertin ist, aber die die ganze Sache ganz anders angeht. Und deshalb wollte ich unbedingt, dass sie in den Podcast kommt. Ich habe heute Anja Kerko bei mir zu Gast. Sie kommt aus Potsdam oder wahrscheinlich ist es falsch, dass sie nicht aus Potsdam kommt, aber ihre Schwimmschule Rochenkinder ist in Potsdam. Sie ist... Als Schwimmlehrerin, Pädagogin und auch, so wie ich das gerade rausgefunden habe, auch in der Weiterbildung zur Pickler-Pädagogin. Aber das wird sie uns gleich selber erzählen. Ich freue mich sehr, dass du da bist, Anja, und dass du Zeit hast, uns dieses wichtige Thema Wassersicherheit, Schwimmen lernen, vielleicht nochmal einen ganz anderen Einblick heute gibst, als wir ihn vielleicht aktuell gerade kennen. Ja, ich freue mich auch total und es ist mein absolutes Herzensthema und deswegen freue ich mich total, dass wir heute darüber sprechen. Du kannst ja mal kurz von dir erzählen, also wie lange du schon, ich glaube du bist ja auch über den Leistungssport zum Schwimmen gekommen, also selber. Mit welchem Alter hast du denn Schwimmen gelernt? Ich habe super früh schwimmen gelernt. Meine Mama ist mit mir zum Elternkind schwimmen gegangen. Da war ich anderthalb. Und sie hatte totale Wasserangst. Also sie war nie eine gute Schwimmerin und sie wollte einfach, dass es ihrer Tochter besser geht. Ist voll aufgegangen. Und ich habe ganz früh, ich bin vom 3-Meter-Brett geschwungen. Ich habe wirklich super früh schwimmen gelernt und die Freude ist einfach bis heute geblieben. Und ich habe meine ganze Jugend im Wasser verbracht, habe Wettkämpfe geschwommen, habe viel trainiert und habe da schon angefangen mit 15 Schwimmkurse zu geben in meinem Heimatverein. Er war so, macht ihr das doch mal hier in den Ferien und da habe ich angefangen und da war ich halt noch selber ganz jung und das war noch ganz dicht dran und ich habe mir super früh Fragen gestellt, weil ich hatte ja so eine Freude im Wasser und meine ganze Bubble, in der ich unterwegs war, meine ganze Freizeit waren alles wasseraffine Menschen und da waren plötzlich Kinder, die haben geweint, die wollten keine Spritzer im Gesicht und das hat mich schon, ja, da habe ich früh angefangen Fragen zu stellen. So, was brauchen Kinder eigentlich? Du hast gerade gesagt, dass du mit anderthalb Jahren mit deiner Mutter gemeinsam zum Schwimmen gegangen bist. Also das finde ich ja sehr... Also ja, das ist ja sehr fortschrittlich, also dass das damals, also ich meine, du bist ja eigentlich 25, aber vielleicht doch ein bisschen älter, also dass es zu der Zeit auch schon gab. Ich habe ganz spannend auf deinem Blog gelesen, also alles zu Anja verlinke ich euch natürlich in den Shownotes, sie hat eine ganz tolle Seite im Blog und auch einen tollen Instagram-Account, so bin ich über dich aufmerksam geworden und habe dich hierher eingeladen. Aber da habe ich gesehen, weil das Thema Schwimmen kommt ja sozusagen bei mir auch schon als Hebamme ganz früh zum Ende des Wochenbettes, wenn dann die ersten Eltern sagen, Sissi, was machen wir jetzt für Kurse? Und alle wollen immer Babyschwimmen. Und dann bin ich so über, ja, also wenn ihr das unbedingt wollt, aber ich bin jetzt überhaupt gar kein Fan, weil ich denke mir immer so, also so ab drei Monaten sind die ja glaube ich so ausgezeichnet, die Kurse, finde ich immer eher anstrengend, weil das einfach für so kleine Babys, also ich meine, letztendlich ist man glaube ich 20 Minuten im Wasser. Der Weg hin zum Wasser ist sehr, sehr anstrengend für alle, also für die Eltern, fürs Baby. Und das fand ich sehr positiv, als ich auf deinem Blog gelesen habe, wo du einfach ganz toll erklärst, was du so über das Baby schwimmen denkst. Also kannst du ja vielleicht mal drei Worte dazu sagen, weil ich glaube, das ist so das erste Thema, wo Eltern immer so mit Schwimmen das erste Mal in Berührung kommen, weil sie denken, das ist so wichtig. Ja, der Druck ist auch wahnsinnig groß. Also es sind viele, vor allem Mütter, die denken, sie müssen das alles machen, um ihren Kindern was Gutes zu tun. Und ich habe tatsächlich auch, ich habe das auch mal gemacht. Ich habe Gruppen angeleitet, ich habe alle Ausbildungen dazu gemacht. Ich habe selber doziert, Fortbildung gegeben zum Thema Babyschwimmen und habe mir dann aber auch Fragen gestellt. Und als mein Ältester dann da war, ich glaube, das war wirklich der Punkt, wo ich gesagt habe, nee, das macht eigentlich überhaupt keinen Sinn. So, warum machen wir das eigentlich? Und die Argumente, die immer wieder genannt werden, dass die Kinder lernen früher schwimmen oder das Tauchen wäre so wichtig oder ja nur so, ja können die Kinder so eine Wassergewöhnung machen, das wäre irgendwie so. Kann ich überhaupt nicht bestätigen. Und dann können wir es einfach auch lassen. Und ich finde einfach die Möglichkeiten, die Eltern zu Hause haben, so genial und so einfach. Da muss man nirgendwo hin. Da muss man nicht zu irgendeiner bestimmten Uhrzeit da sein. Da kann man das Tagesablauf anpassen und kann einfach auch gucken, sind fünf Minuten okay? Dann sind fünf Minuten okay in der Wanne. Also du meinst jetzt das Baden in der Badewanne. Genau, Badewanne. Es gibt ja auch viele andere Möglichkeiten für Kinder, die dann schon ein bisschen aktiver sind, mit Wasser in Kontakt zu kommen. Was meinst du da genau? Auch beim Händewaschen zum Beispiel, wenn sie anfangen, ihre Hand unter den Wasserhahn zu machen. Das ganze Thema Haare waschen gibt es ja auch noch oder Geschirrspülen, wenn sie dann schon mehr im Haushalt mitmachen. Auch die Kleinkinder, da sind ja viele Möglichkeiten, mit Wasser in Kontakt zu kommen. Und ich glaube, dass das Verhältnis zum Wasser schon längst vor dem ersten Schwimmbadgesuch geprägt ist. Viele denken ja, wann fängt das Schwimmlernen an und dann fängt das erst an. Aber das ist ja alles schon vorher. Und ich finde das viel wertvoller, den Raum zu Hause zu nutzen für erste Wasserkontakte, als dann mit einem kleinen Baby ins Schwimmbad zu gehen. Hast du da vielleicht so ein paar Impulse mit dem Baby, also sagen wir jetzt mal so ein sechsmonatiges Baby, so Wasserkontakt zu Hause, also gemeinsames Baden oder…, Und das Kind alleine baden, also ich glaube, das interessiert ganz viele, was du da so, und vor allem hast du gerade angesprochen, so Haare waschen, das ist ja ein großes Thema bei einigen Kindern, also gar nicht möglich. Was hast du da für, hast du da vielleicht so ein paar Tipps und Tricks? Also Rezepte finde ich immer schwierig. Aber ich glaube, dass es da auch nicht so richtig und falsch gibt, gebe ich jetzt mit dem Kind gemeinsam ins Wasser oder alleine. Ich finde, es gibt viele Möglichkeiten. Also wir haben ja eine kleine Babywanne oder einen Trog. Manche haben ja auch gar keine Wanne, da kann man großen Trog auch nehmen. Oder auch mit den Wassertiefen, mal viel im Wasser, mal ganz wenig Wasser. Ich kann auch in die Wanne eine Schüssel stellen und das Kind ist noch selber gar nicht im Wasser, aber hat die Möglichkeit auf dem Bauch oder kniend einfach mit dem Wasser zu spielen, ohne dass es jetzt die Riesenüberschwemmung gibt im Bad. Genau, da gibt es halt verschiedene Möglichkeiten, um zu gucken, Wie kann ich schon so einen Spielraum kreieren, um Erfahrungen mit dem Wasser zu sammeln? Einfach spielerisch sozusagen immer wieder Wasser auch im Spiel anbieten. Und das natürlich wahrscheinlich dann auch in der Natur. Also ich meine natürlich, wenn jetzt ein acht Monat das Baby jetzt im Januar gerade acht Monate ist, ist das ja ein bisschen schwieriger draußen. Aber so jetzt im Sommer einfach dann immer diesen Kontakt zu Wasser. Ja, auf jeden Fall. Und gleichzeitig ist da natürlich auch nochmal, wenn ich am Strand bin und die krabbeln da rein, das ist ja nochmal ein anderes Setting, als wenn ich in der Badewanne bin. Also jetzt nicht von der Aufmerksamkeit von uns, die braucht es immer. Aber auf jeden Fall, ja. Ach schön. Wann würdest du denn sagen, sollte man, wir haben ja jetzt gerade so über Babyschwimmen geredet, aber du warst anderthalb, also wann ist so, würdest du sagen, dass man jetzt, also zum Beispiel, ich bin gar kein Schwimmhallen-Fan. Also meine Kinder haben, glaube ich, muss ich ganz ehrlich sagen, die haben, glaube ich, echt wenig Schwimmhallen gesehen, weil ich einfach, das ist irgendwie nicht so meins, also mir ist es immer zu laut, zu viele Menschen und da bin ich, glaube ich, einfach ein bisschen egoistisch, dass wir das noch nicht so viel gemacht haben. Also ich habe da eher immer so, ich versuche das so, wenn man am Meer, im Sommer oder, ja, es gibt natürlich schon mal, also wo wir auch mal in einer Schwimmhalle waren, aber es ist jetzt nicht so, dass wir wirklich regelmäßig einmal im Monat mit unseren Kindern in die Schwimmhalle gehen, ganz im Gegenteil, eher nicht, das sind die Ausnahmen. Aber was würdest du da empfehlen? Also würdest du sagen, es wäre schon sinnvoll, dass man ab einem bestimmten Alter anfängt, mit denen in Hallenbäder zu gehen? Wie findest du Hallenbäder? Ich meine, du hast dein Leben in Hallenbäder verbracht. Genau, ich bin da aufgewachsen. Und ich entdecke jetzt gerade wieder ein bisschen meine Liebe zum Freiwasserschwimmen. Mich hat als Kind schon die Blätter gestresst, so im See. Also ich bin am Großklinikersee aufgewachsen. Da waren dann Blätter oder da kam dann eine Ente. Das hat mich immer so ein bisschen irritiert. Aber grundsätzlich geht beides. Und ich finde aber wichtig, dass ab einem gewissen Alter, dass wir Kindern regelmäßige Wasserkontakte anbieten, die auch ein bisschen über die Badewanne hinausgehen. Also es geht super viel in der Badewanne, also auch wesentliche Grundfertigkeiten, die Kinder in der Badewanne erlernen oder sich damit auseinandersetzen können. Ja, dieses ganze Thema Unterwasser sein, den Kopf unter Wasser nehmen, großes Thema in vielen Familien, auch zum Schweben zu kommen, das geht alles zu Hause. Aber so um eine Wassersicherheit zu entwickeln und auch zu lernen, Gefahren einzuschätzen, braucht es auf jeden Fall auch mal den Kontakt mit größeren Gewässern. Und Schwimmbad ist einfach nochmal klarer, einfacher zu handeln. Weil da ist nicht plötzlich eine Sandbank, da sind die Bedingungen immer gleich, die Fliese, die Stufe ist immer gleich hoch. Das ist am See, am Meer immer anders, verändert sich auch immer wieder. Es ist nochmal eine andere Schwierigkeitsstufe. Deshalb empfehle ich auf jeden Fall ab drei Stunden, zwei, drei Jahren anzufangen, regelmäßig in den Schwimmer zu gehen. Und also im ersten Lebensjahr gar nicht. Liebe zu Hause. Und ich finde das zweite Lebensjahr, also die Einjährigen, ist so ein bisschen, ja, hat man da Lust drauf? So wie du jetzt gerade sagst, ich will eigentlich gar nicht, dann lass das. Aber wenn du schon Volllust hast, dann ist eins, finde ich, ist so ein Alter, wo Kinder auch in den Schwimmer gehen können. Und ich würde natürlich immer gucken, dass ich nicht zur Raschauer gehe, wo einfach alles durch die Gegend fliegt und es einfach so viele Reize sind und Randzeiten nutzen oder Urlaube nutzen. Ich finde, das Problem ist ja auch gerade bei Schwimmhallen, also wenn man jetzt in eine normale Schwimmhalle ist, ist ja auch die Temperatur. Aber es gibt ja überall auch Becken oder Bäder, wo es wärmeres Wasser gibt. Also da muss man ein bisschen recherchieren. Ja, aber so ein normales Schwimmbad, was ist da für eine Temperatur? Ich finde es immer richtig kalt. Unterschiedlich. Also es gab ja durch die Energiekrise, da hat es ja auch andauernd, waren es ja zum Teil bis zu 27 Grad. Das ist echt wirklich frisch. Also so 30 Grad sind schon so, dass Kinder da einfach, wir haben unsere Kurse sind auch 30 Grad. Das finde ich passt. Hängt auch ein bisschen von der Luft ab und man kann das nicht so immer ganz genau sagen. Und jeder empfindet das auch anders. Aber da sollte man schon darauf achten, dass man nicht gleich ins kälteste Schwimmbad geht. Dass das angenehme Temperatur ist, weil sonst finde ich sind die ja, weil das ist auch meine Beobachtung. Also wenn ich jetzt zurecht, wenn wir jetzt gleich mal auf die Schwimmkurse, also der erste Schwimmkonsult meines Sohnes, der mittlerweile fast 15 ist, der ist, den musste ich rausnehmen, der hat so gefroren. Das ging gar nicht. Also das war wirklich die Problematik der Temperatur. Da kann auch keine Freude entstehen, oder? Der war einfach immer schon sehr klein, sehr zart. Also da war nichts. Und der hat da wirklich am Wies im Laufe gezittert. Das war einfach keine guten Bedingungen. Dann macht das Ganze auch keinen Spaß. Eine Frage habe ich noch, weil du gerade schon zweimal darauf eingegangen bist. Man merkt das ja auch über Social Media. Das ist immer wieder ein großes Thema, das Unterwassertauchen von Babys. Also kannst du vielleicht mal da ein paar Sätze zu sagen, weil also für mich würde sich das instinktiv sowieso nie, fühlt sich das gar nicht gut an, aber es ist ja doch immer wieder so, dass es immer noch Menschen gibt, die das ja auch in Kursen machen. Also ich kann das auch nicht mehr nachvollziehen. Denn wir müssen uns ja immer die Frage stellen, warum machen wir das eigentlich? Und ich weiß, dass für viele so ein Argument ist, ja dann machen wir tolle Unterwasserfotos. Ist für mich irgendwie kein Argument, also Menschen unter Wasser zu ziehen, nur damit wir ein Foto machen können. Und die zweite Idee ist ja, dass die Kinder schon daran gewöhnt werden, an dieses Unterwasser sein. Denn dieses Tauchen ist ja ein wesentlicher Bestandteil des Schwimmens. Das sehe ich auch so. Aber ich finde es einfach wichtig, dass das so ein Prozess ist, der von den Kindern auskommt. Und dass sie einfach noch so eine Selbstbestimmung haben und nicht einfach unter Wasser gezogen werden. Und egal, wie sie da vorbereitet werden, es ist immer ein Akt von den Erwachsenen, dass sie sie dann auf Kommando oder nach Wasserguss oder einfach unter Wasser ziehen. Und das lehne ich einfach total ab. Ich finde es einfach wichtig, dass die Kinder selber was... Ist das nicht auch gefährlich? Ja, es ist... Ich glaube, das ist ein bisschen übertrieben, aber es ist tatsächlich auch schon mal ein Unfall passiert. Mir ist der Aspekt dieser Selbstbestimmung einfach so wichtig. Und ich finde es so wichtig, dass Kinder sich das selber erarbeiten und auch selber den Moment bestimmen, wann möchte ich denn hier unter Wasser gehen. Oder möglicherweise sich einfach so verhalten, dass das einfach passiert. Also wir haben ja nicht nur ganz vorsichtige Kinder, wir haben ja auch Kinder, die einfach so ins Wasser rennen. Vor allem so die Zweijährigen oder anderthalbjährigen, die einfach so mit dem Laufen und Rennen und so beschäftigt sind und die einfach so haut drauf und dass sie einfach auch merken, okay, ich mache hier was und dann passiert was. Aber da ist nicht ein Erwachsener, der mich einfach unter Wasser zieht und auf irgendwelche Reflexe hofft, die irgendwie funktionieren. Ich sehe einfach nicht den Sinn. Okay, danke. Du hast gerade gesagt, so Wasserangewöhnung mit den ein-, zweijährigen, dreijährigen. Aber du hast sehr früh Schwimmen gelernt, hast du gesagt, mit drei Jahren. Das ist ja wirklich sehr, sehr früh. Ich habe auch einige befreundete Familien, wo Kinder so früh, meistens weil die einen Pool haben oder einfach immer auf dem Segelboot sind oder was auch immer, also viel Wasserkontakt einfach da ist, dass die Kinder sich einfach, aber wann ist denn so der beste Zeitpunkt sozusagen auch vielleicht in einen Schwimmkurs zu gehen? Ja, also ich finde es auf jeden Fall wichtig, dass Kinder schon guten Kontakt mit dem Wasser haben. Das heißt, dass sie wirklich wasservertraut sind und sich damit selber vertraut gemacht haben. Und das heißt nicht, dass sie einfach gerne im Wasser sind und einfach gerne planschen und ganz wasserbegeistert sind, sondern da gehören Dinge dazu, wie die Atemkontrolle, mit Freude unter Wasser tauchen, auch mit Freude springen. Und das finde ich einfach so die Basis. Und genau, das ist einfach die Kritik, die ich an vielen Schwimmkursen einfach sehe, dass sie das einfach ausblenden und einfach anfangen mit so einem Standardprogramm. Und man muss sich einfach davon lösen. Das Schwimmenlernen beginnt mit Arm- und Beinbewegung. Das ist nicht das Wichtigste. Das Wichtigste sind diese ganzen Grundfertigkeiten. Also man kann sich das vorstellen, wie wenn man ein Haus baut. Und man fängt ja erstmal an mit dem Fundament. Und das ist das, was letztendlich alles trägt. Und das sind diese Grundfertigkeiten, wie tauchen, schweben, springen, rollen, drehen, Atemkontrolle und so weiter. Und dann kann ich, wenn ich will, irgendwann nochmal diese Schwimmtechniken lernen. Aber wir müssen nicht diese Schwimmtechniken lernen, um schwimmen zu können. Und das ist oft so dieses Missverständnis, wo einfach viele denken, ich muss mein Kind einen Schwimmkurs geben, damit er schwimmen lernt. Und das ist aber gar nicht so. Ja, hätte ich das auch gedacht. Wann kam bei dir dieses Umdenken? Also ich meine, wann hast du angefangen sozusagen, Rochenkinder hast du 2003 gegründet, das ist ja jetzt auch schon ganz schön, also 22 Jahre. Gott, jetzt hört sich das noch gar nicht so, wenn man 2003 sagt lange an, dann rechnet man drunter, okay, ja doch. Aber was war so dein Kern? Ja, wo du gesagt hast, du hast ja wahrscheinlich auch ganz klassisch Schwimmunterricht gegeben. Und dann, wann war für dich so der Wendepunkt, wo du gesagt hast, nee, ich möchte das eigentlich anders machen? Also es gab nicht den einen Wendepunkt, das war einfach ein langer Prozess. Und ich lerne immer noch dazu und ändere auch nochmal Dinge. Ich finde, das dürfen wir uns auch erlauben, als Eltern auch nochmal Dinge wieder anders zu machen. Auch als Fachperson, finde ich. Also ich meine, es ist ja in meiner Hebammenarbeit auch nicht anders. Ich bin ja auch eine andere Hebamme als vor 16 Jahren und ich finde, man lernt ja die ganze Zeit, die Wissenschaft geht mit und man lernt ja nie aus. Also klar. Also es waren verschiedene Schritte und der Anfang war schon, als ich mit 15 anfing und dass ich gemerkt habe, irgendwas passt hier nicht. Irgendwas brauchen die, was hier gerade überhaupt nicht funktioniert mit diesem Standardprogramm. Ich habe ja einfach nur das gemacht. Was ist denn so ein Standardprogramm? Ich kenne das ja so, Schwimmkurse, wo ich nicht dabei bin. Okay. Naja, ich denke mal, so ein Standardprogramm ist, erst werden den Kindern die Armbewegung gezeigt, dann werden sie auf den Fußboden gesetzt, dann wird irgendwie Froschbeine geübt. Das ist ja in Deutschland Brustschwimmen immer so die Schwimmart, die als erstes kommt. Dann werden ihnen irgendwelche Auftriebshilfen montiert. Gurte, Poolnudeln, Schwimmflügeln, wie auch immer. Das macht jeder so ein bisschen anders. Dann geht es irgendwie ins Wasser. Und dann sollen sie diese Bewegung halt im Wasser nachmachen. Ganz anderes Element. Und dann ist das Ziel, dieses Seepferdchen abzeichen zu machen. Und daraufhin wird schlecht. Also das ist das einzige Kursziel. Ja, aber auch für die Eltern. Ja. Also ich finde es schon, also ich hatte letzte Woche, von, ja, die Geburt, die ich hatte, der große Bruder, der hat das Seepferdchen gemacht und der war sehr klein noch, erst viereinhalb, aber durfte dann irgendwie doch mitmachen und sie hat gesagt, das war in dem Kurs, als dann Kinder nicht bestanden, also nur weil es Intensivkurs heißt, es ist wirklich auch so, da ist so viel Druck hinter diesen, Seepferdchen und Bronzeabzeichen, dass die, Das fand sie ganz erschreckend, wie sie das da festgestellt hat. Genau und das ist der Grund, warum wir das nicht mehr machen. Also bei dir gibt es auch kein Abzeichen? Bei uns gibt es kein Abzeichen, nein. Also die Rochenkinder gehen irgendwann schon aus dem Schwimmunterricht und können schwimmen? Die sind ja sichere Schwimmer, also die können sicher schwimmen, aber sie haben halt kein Abzeichen. Und die gehen ja irgendwann ins Schulschwimmen und dann machen die innerhalb von wenigen Wochen diese ganzen Abzeichen und kommen dann irgendwie jede Woche wieder, jetzt habe ich das gemacht, jetzt habe ich das auch übrigens oder ist es denen gar nicht so wichtig. Also ich glaube, es ist immer so vor der Einschulung, es ist immer so im letzten, also im Vorschuljahr, das letzte Jahr vor der Schule ist das immer so ein Riesenthema und dann geht das auch wieder. Also ich finde einfach, dieses Seepferdchenabzeichen, das hat so einen Hype, und das setzt alle unter Druck. Die Eltern setzt es unter Druck, die Kinder setzt es unter Druck. Es setzt auch Kursleiter unter Druck. Weil die müssen auch irgendwie abliefern. Sie werden danach bewertet, wie lange dauert es, bis die Kinder so ein Seepferdchen haben. Und ich sage dir eins, letztendlich sagt es überhaupt nichts über die Wassersicherheit des Kindes aus. Und ich glaube, das ist der wichtigste Punkt, den wir uns als Eltern eigentlich immer wieder an Seepferdchen, gibt uns keine Sicherheit, sondern, das habe ich nämlich auch gemerkt, ich habe sogar manche Kinder jetzt gesehen, die Bronze haben, wo ich gedacht habe, Also das sehe ich jetzt hier nicht so, also ohne zu bewerten, aber so habe ich gedacht, im Wasser so habe ich jetzt nicht so das Gefühl gehabt, dass die sehr, sehr sicher sind. Aber Erzima, wie sieht so ein Schwimmkurs bei dir aus? Also was hast du für dich so gesehen, das möchtest du mit Kindern anders machen? Ja, es sind einige Dinge, die ich radikal anders mache. Also der wichtigste Punkt ist erstmal, dass die Eltern mit dabei sind. Es heißt ... Also jedes Kind wird von einem Elternteil im Wasser begleitet. Und wir haben Gruppen im Wasser von Zweijährigen bis Zehnjährigen. Und man könnte jetzt denken, was sind das jetzt für zehnjährige Kinder, die noch die Begleitung von den Eltern brauchen. Aber die schwimmen ja schon. Für die ist das einfach eine gemeinsame Zeit. Und die genießen das einfach. Es geht nicht darum, dass die Kinder sich sonst nicht in diesen Kurs trauen würden. Sondern die sind oft schon sehr erfahren und genießen einfach diese gemeinsame Zeit. Also das ist erstmal der wichtigste Punkt, dass die Eltern mit dabei sind. Also dass sie nicht hinter der Scheibe sitzen oder auf der Bank, sondern wirklich direkt bei diesem Abenteuer dabei sind. Auch dadurch ein gutes Bild entwickeln. Was kann mein Kind? Wie schätzt es sich selber ein? Was braucht es für Hilfestellung? Was besser nicht? Und einfach diese gemeinsame Zeit genießen. Und das ermöglicht einfach den Kindern dieses Sicherheitsgefühl zu haben, was sie brauchen, um sich auf so ein neues Abenteuer einzulassen. Also wenn du dir vorstellst, du bist irgendwie vier Jahre alt und du wirst da abgegeben, kennst niemanden, Du sollst jetzt plötzlich abliefern, alle erzählen irgendwas von irgendwelchen Abzeichen. Das ist einfach ganz schön viel, was wir da verlangen von den Kindern. Und ich finde es einfach wichtig, dass sie sich wirklich gebunden und sicher fühlen. Und aus dieser Sicherheit raus, die sie natürlich haben, wenn eine vertraute Person dabei ist, können ganz andere Dinge entstehen. Das ist oft total rührend, was wir auch erleben. Genau, das ist der eine wichtige Frage. Und gehen die Kinder dann bei dir, weil du hattest jetzt gerade so die Schwimmhilfen angesprochen, Nudeln, Gurte und so. Wie gehen die Kinder dann bei dir ins Wasser? Also sowas haben wir alles gar nichts. Also wir haben nichts, was die Kinder oben hält. Also was montiert wird und was sie erstmal oben hält, wie Poolnudeln, Gurte, Schwimmflügel oder ähnliches. Okay, gehen sie erstmal alle unter? Nö, sie haben ja die Eltern mit dabei, die können sie halten. Wir haben einen Beckenrand, wir haben eine Treppe, wir haben auch Podeste. Also es gibt ja bestimmte Bereiche, wo sie sich festhalten können oder wo sie agieren können. Und genau, und wir haben aber nichts, was sie künstlich einfach oben hält, sondern sie können von Anfang an lernen, wie verhält sich mein Körper hier im Wasser, und nicht in diese Schwierigkeit kommen, dass sie gar nicht mehr unterscheiden können, was hält mich denn jetzt hier gerade oben und ich habe gerade, ein paar sehr ähnliche Geschichten, haben mir Follower bei Instagram geschrieben, Geschichten, die einfach jetzt passiert sind, diesen Sommer, Familie ist am Pool. Der Vater ist noch mit einem Kind im Wasser. Die Mutter geht mit dem zweiten schon raus. Das waren Zwillinge jetzt in dem Fall. Und sie zieht das Kind schon um. Und einen kleinen Moment in die Tasche und das Kind springt einfach rein, weil sie dachte, sie hat die Schwimmweste noch um. Die waren immer mit Schwimmweste im Wasser. Und sie hatte aber die Schwimmweste schon ab, weil sie ja schon am Umziehen waren. Und ähnliche Geschichten im Leben höre ich immer wieder. Und sehe ich auch bei mir im Kurs bei Familien, die neu kommen oder Kinder, die das noch nicht kennen, die immer Auftriebshilfen montiert bekommen. Die denken einfach, ich kann ja überall ins Wasser springen und ich bleibe immer oben. Und die springen dann rein oder gehen die Treppe ein und sind plötzlich unter Wasser und haben gar nicht gelernt, was hält sie denn eigentlich oben. Das sind die Schwimmflügel oder die Schwimmgurte oder die Schwimmweste und konnten gar nicht erfahren, okay, was muss ich denn hier machen? Wie kann ich denn hier für mich sorgen? Was braucht es einfach? Was kann denn mein Körper eigentlich? Sie können gar nicht dieses Bild entwickeln. Deswegen haben wir nichts, was wir festpunktieren. Also du würdest jetzt so deine Meinung, wie ich das jetzt so daraus schließe, ist, dass du generell gegen Schwimmhilfen, also Auftriebssachen wirst. Also es bietet weder Sicherheit. Also du kannst dein Kind ja trotzdem nicht unbeaufsichtigt lassen. Das heißt, du musst, egal ob dein Kind einen Schwimmflügel anhat oder nicht, du bist in Griffweite. Du musst aufmerksam sein, darfst dein Kind nicht außer Augen lassen und du musst reaktionsbereit sein. Aber wenn sie jetzt so nie, also ich erinnere mich jetzt gerade so, wir waren, habe ich ja am Anfang gesagt, vor anderthalb Wochen noch in Griechenland und dann habe ich ja, meine jüngste Tochter ist dreieinhalb und die hat dann unterschiedliche Sachen von Gurt bis, ich habe die noch ganz früher, als ich Hebamme gelernt habe. Ja, da bin ich jetzt mal gespannt, weil du ja gesagt hast, du hast auch mal Babyschwimmkurse gemacht. In dem Krankenhaus, wo ich war, gab es natürlich dann auch eine Elternschule und auch Babyschwimmen. Und da mussten wir als Hebammenschülerin dann auch hin. Und da hatten die immer diese Runden, diese mit der Kaulquappe ist das, glaube ich. Die gibt es so in Rot und in Grün und so weiter. Irgendwie habe ich die immer noch. Also das war so für die Babys, weil die damit halt gut oben blieben. Und die habe ich auch für sie. Und wenn sie jetzt so neben mir im Wasser war, also war ich natürlich griffbereit, aber dass sie einfach auch so ein bisschen gleitet. Und da bin ich jetzt total verunsichert. Habe ich ja alles falsch gemacht. Oder mache ich gerade alles falsch? Komme jetzt erstmal in den Kurs zu dir. Aber weil ich mir jetzt gar nicht... Weil sie würde jetzt gar nicht ohne reingehen. Also sie hat wirklich so... Also wenn ich sage, komm, ich nehme die jetzt auf den Arm oder so. Also sie muss immer ihre Dinger da anhaben. Aber letztendlich vertraut sie jetzt so ein Stück Plastik. Wo einfach auch, die können schnell mal abrutschen. Habe ich auch letztes Jahr ist ein Kind mit genau solchen Dingern in der Rutsche gelandet. War ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit. Kind ist gerutscht, die Dinger sind abgeflogen. Und sie hat überall ihr Kind gesucht. Und dann lagen nur noch diese Schwimmhilfen in diesem Auffangbecken. Aber sag uns bitte, dass es dem Kind gut geht. Ja, es ist alles gut ausgegangen. Das Kind war wirklich unter Wasser. Und es wurde dann über die Kameras im Schwimmbad nachvollzogen, wie lange. Also es ist auch nichts passiert. Die waren beim Notarzt alles okay. Alles ist gut ausgegangen. Aber es war einfach ein krasser Moment. Und das wünsche ich einfach keinen Eltern, ihr Kind zu suchen und dann nur noch die Schwimmflügel irgendwo zu sehen und zu fragen, wo ist mein Kind. Also es passiert. Das sind nicht einfach nur irgendwie Geschichten, dass diese Dinger nicht sicher sind. Und es ist für mich einfach kein Wert, es hat nichts mit Schwimmen zu tun, wenn die da so im Wasser rumgleiten mit diesen Auftriebshilfen. Es ist einfach, sie hängen da drin. Und ich finde es einfach so wichtig, Schwimmen lernen ist letztendlich lösen vom Rand, vom Boden und von uns Eltern. Und wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, ohne diese Auftriebshilfen ins Wasser zu gehen, ist es manchmal wieder ein Schritt zurück, gefühlt. Dass wir denken, oh, jetzt sind sie jetzt erstmal nur an der Treppe oder ich halte sie die ganze Zeit. Ja, was sollen sie denn sonst auch machen? Aber es entstehen Schritt für Schritt ganz andere Dinge. Und ich begleite ja auch in meinem Online-Kurs Eltern und denen geht es ja genauso. Oder auch bei uns in Potsdam, dass die Kinder vorher schon Auftriebshilfen hatten. Und dann kommen sie hin und viele denken so, oh, wie soll das gehen? Mein Kind wird da drauf bestehen. das wird überhaupt nicht klappen und ich bekomme immer in der ersten Woche ganz viele E-Mails. Ja, wir haben es jetzt gemacht, das war toll. Es war ganz anders. Ja, und wir haben so, und das war überhaupt nicht diese Herausforderung, wo sie dachten, dass sie Okay, also prinzipiell wirklich alle nicht. Also du hast ja neulich ein Wee gemacht, wo du so alle so, die du doof findest, so und dann hast du gesagt, ich schick euch. Oder kriegt man dann gar keine? Oder hast du dann doch ein paar empfohlen, die du jetzt ganz okay findest? Naja, ich spreche dann nochmal, was gibt es noch, was keine Auftriebshilfe ist. Und die große Frage ist ja auch, wie ist das mit Rettungswesten und Schwimmwesten auf dem Boot? Das ist ja nochmal ein ganz anderes Thema. Das ist ja nochmal ein anderes Thema, wo ich auch ganz klar unterscheide, was ist jetzt eine Schwimmweste, was ist eine Rettungsweste? Und eine Rettungsweste auf dem Boot bei Kindern, die nicht schwimmen können, absolutes Muss. Aber die bleibt trocken. Das ist nicht zum Baden, sondern das ist... Sicherheit. Ja, das ist Sicherheit auf dem Boot. Aber es gab, also würdest du jetzt nicht sagen, ich meine, man muss ja immer, also ich finde ja gerade, wenn du mit, das ist ja auch, also Ertrinkungsunfälle sind ja Nummer zwei nach Verkehrsunfällen bei Kindern, wo Kinder dran sterben. Oft ist es ja so, wir waren jetzt auch in sehr großen Gruppen unterwegs, also viele Familien, viele Kinder und so dieses, man denkt ja immer, einer guckt immer. Also wir haben das wirklich so gemacht, okay. Also Kommando abgeben, dass derjenige guckt. Aber ich hatte zum Beispiel Situationen letztes Jahr, wo ich dann am Pool war und wo mein Kleinkind, was da zweieinhalb war, nicht im Wasser war. Ich habe da einfach eine richtige Rettungsweste angezogen, also wie auf dem Boot, für ihr Gewicht richtig. Einfach, weil ich einfach vielleicht mit vier kleinen Kindern am Pool war und wusste, okay, wenn die mir reinfällt, dann. Ertrinkt sie mir nicht, weil sie hat einfach dass der Kopf oben bleibt und so weiter. Das gibt mir schon in manchen Situationen, wo ich dann dazu auch greife am Pool, weil einfach die Aufsichtspflicht, also damit ich irgendwie allen gerecht werden kann, also da hatte ich schon Situationen, wo ich die dann genutzt habe, nicht weil ich damit schwimmen will, sondern einfach, wenn die um den Pool herumschwimmen. Das ist okay, oder? Finde ich total gut. Also viele haben ja auch einen Pool im Garten. Also wenn die da am Garten spielen. Ja, es ist notwendig. Oder am Hafenbecken. Das unterschätzen auch immer viele. Das sieht immer so nett aus. Gibt es da Eisstände und das sind auch Situationen, wo ich das total angemessen finde und wo es einfach um Sicherheit geht. Da geht es nicht um, wir haben Spaß im Wasser, sondern deswegen, das meine ich damit, die bleibt im Idealfall dann trocken. Also die ist einfach nur so zur Sicherheit da. Vielleicht können wir auch nochmal kurz darüber reden, bevor wir die Kurse weiterhören. Nochmal so Sicherheit, Wasser. Du hast jetzt gesagt, also Schwimmflügel, unbeaufsichtig, Wasserrutsche, das sind ja wirklich die Minuten, Sekunden, wo auch diese Unfälle passieren. Da nochmal auch als Rettungsschwimmerin deine Ansage an uns. Und was ist so ganz wichtig? Also es gibt eigentlich drei wichtige Regeln. Kind nicht aus den Augen lassen. Wirklich nicht aus den Augen. Lückenlose Aufsicht. Das heißt, nicht mal aufs Handy gucken, keine Gespräche, nicht die Brille noch kurz beiseite legen oder die Uhr ablegen oder nochmal auf Klo gehen oder ähnliches. Lückenlos heißt wirklich ohne Unterbrechung. Wir bleiben in Griffweite, wenn die Kinder noch nicht sicher schwimmen können. Und wir sind reaktionsbereit. Also wir sind auch in der Lage zu reagieren. Ich lebe ja auf einem kleinen Dorf und wir haben ein kleines Freibad. Und ich bin da jeden Tag, weil ich da ein bisschen schwimme und da gibt es auch so ein kleines Nichtschwimmerbecken. Und ich sehe oft ein Kind dann im Wasser spielen und eine Mama, die sitzt dann draußen, und stillt ihr Baby. Ich denke, du bist doch nicht rettungsbereit. Also willst du jetzt dein Baby von der Brust zerren, das auf den Boden schmeißen, um dann da hinterher zu springen, wenn das Kind erst passiert. Das ist nicht reaktionsbereit sein. Reaktionsbereit sein heißt, dass ich wirklich jeder Moment, ich sehe, es ist irgendwas und ich kann sofort reagieren. Das sind, denke ich mal, die allerwichtigsten Punkte. Natürlich können wir dann noch weitersprechen, wo gehe ich überhaupt schwimmen? Was ist ein sicheres Umfeld? Finde ich ein wichtiger Punkt, weil ich muss ganz ehrlich sagen, ich war zum ersten Mal diesen Sommer mit drei Kindern von vier im Freibad. Okay, ein Kind ist halt Gold, aber die kann wirklich richtig gut schwimmen. Aber ich war mit beiden klein und ich fand dreieinhalb und sechs, also eine, die gar nicht schwimmen kann und die andere, die noch nicht sicher genug schwimmt. Ich fand das mega anstrengend und ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe mich immer so gefühlt, dass eigentlich eine Person mehr hätte da sein müssen, weil man mit zwei kleinen Kindern eigentlich gar nicht das wirklich richtig gut machen kann. Deshalb finde ich auch so Ausflüge ins Schwimmbad, also von Kita-Gruppen oder so. Also ich weiß nicht, was du dazu sagst, aber das ist ja, also auch Grundschule noch, also da sind ja auch noch nicht alle sicher. Finde ich, muss ich ganz ehrlich, schwierig da wirklich das, was du gerade die drei Regeln zu. Also diese Reaktionsbereitschaft fand ich, da habe ich gedacht so, also danach habe ich gedacht, so gut ist, das habe ich gut hingekriegt, aber war auch drei Stunden echt anstrengend. Das verstehe ich total. Und also, Also ich sage, wenn jedes Kind, was noch nicht sicher schwimmen kann, braucht eine erwachsene Begleitperson. Und wenn du dann noch Kinder dabei hast, die schon sicher schwimmen können, dann braucht es für die, also auch nochmal eine. Ja, ich sage jetzt mal nicht für die 17-Jährigen, die sicher schwimmen können. Ja, aber es gibt ja Kinder, die sind sieben und die sind total fit im Wasser. Aber im Zusammenspiel mit anderen oder da springt plötzlich einer drauf. Es geht ja nicht nur darum, was kann dein Kind, sondern es braucht einfach dann nochmal eine Person, die dann nochmal mehrere Schwimmkinder im Blick hat. So fünf, sage ich jetzt mal. Fünf Kinder kann man irgendwie noch überblicken, die schon sicher schwimmen können. Aber vieles Kind, was noch nicht sicher schwimmen kann, ein. Und ich weiß, dass es viele sagen, oh, das geht doch gar nicht, können wir gar nicht ans Wasser. Aber ich kann einfach immer nur wieder sagen, es geht einfach sauschnell. Und du drehst dich nur einmal weg, dein Kind stürzt draußen, du guckst einmal hin und in dem Moment springt das andere hinten rein. Wir haben das, ich habe das schon so oft erlebt und ich bekomme auch immer wieder Nachrichten von Eltern, die mir sagen, ja, du hast es immer gesagt. Und wir haben immer gedacht so, naja, es geht ja sonst nicht anders und jetzt ist es uns einmal passiert und jetzt machen wir es. Also ich glaube schon, das war wirklich der Fokus, dass man sich das nicht vorstellen kann, auch wie leise es passiert. Also weil wir diese Vorstellung haben von Filmen und so, dass wenn jemand, der in Not ist, im Wasser, ich will auch überhaupt gar keine Angst hier machen, aber wir waren ja in Griechenland und unser Vermieter von unserem Apartment hat auch uns erzählt, es gibt ja jetzt immer diese Full- Oh Gott, du schüttest gleich die Augen, dass ein Kind, ein Mädchen von, keine Ahnung, sechs, sieben Jahren ertrunken ist. Und es ist nicht aufgefallen, weil sie war halt schnorcheln und sie trieb halt irgendwie noch die ganze Zeit oben, aber sie war halt einfach schon seit Stunden, weil Wasser in die Maske gekommen ist. Und da war halt natürlich auch, also da sieht man auch wieder, auch da, wenn die schnorcheln, tauchen und so weiter. Obacht, also hast du da mehr schon? Also was sagst du zu diesen Masken, zu diesem Fullface? Das findest du wahrscheinlich furchtbar. Ich finde die furchtbar. Ich empfehle auch diese Schnorchelmasken erst dann, wenn die Kinder wirklich sicher schwimmen können. Und vor allem auch tauchen ohne. Auch ohne diese Kleinbrillen? Also sie sollten schon mal souverän die Augen unter Wasser öffnen können. Sie sollten schon mal tauchen können, bevor wir überhaupt irgendwas da anbieten an Schwimmbrillen, Taucherbrillen. Weil es ist einfach für die Wassersicherheit total wichtig, sich unter Wasser orientieren zu können und von Anfang an die Augen aufmachen zu können. Es gibt Kinder, die haben schon gelernt, ich unter Wasser die Haare waschen, mach mal Augen zu, Wasser muss ich die Augen zumachen, dann ist das so. Aber ich würde halt keine Brillen anbieten, die das noch schöner machen. Weil die Sicht ist besser, es prickelt nicht so. Und die Kinder dürfen lernen, in ihrem Tempo sich damit zuzuhören. Und so vertraut zu machen, dass sie auch unter Wasser ganz souverän jederzeit die Augen öffnen können. Und wenn sie das können, souverän, regelmäßig, jetzt nicht nur einmal, ich zeige dir das jetzt einmal, sondern ich kann jederzeit immer die Augen öffnen, dann kann man sowas aufsetzen. Ich benutze auch eine Schwimmbrille, wenn ich trainiere und da eine Stunde im Wasser schwimme. Aber nicht, bevor sie sicher im Wasser sind. Okay, das hätte ich jetzt auch nicht gewusst. Da habe ich natürlich auch gleich einen ganz Schiss gewissen. Oh nein. Naja, aber du hast ja recht. Und die mit der Nase ja sowieso auch nicht. Genau, es geht ja um einmal dieses Augenöffnen und es geht um die Atemkontrolle. Und bei den Tauchmasten, also alles, was auch noch verhindert, dass das Wasser in die Nase kommt, das klingt jetzt vielleicht erstmal praktisch. Aber das verhindert ja, dass die Kinder lernen, sich damit auseinanderzusetzen und zu gucken, wie kann es denn funktionieren. Also wie kann ich das so regulieren, dass eben kein Wasser reinläuft? Und wenn das aber die ganze Zeit gar nicht nötig ist, weil sie da gar nicht dran arbeiten dürfen, dann lernen sie es auch einfach nicht. Und dann sind sie letztendlich immer von dieser Maske abhängig. Und du hast ja eben gerade von diesem Unfall erzählt, also diese Unfälle gibt es auch mit diesen Tauchermasken. Dass sie plötzlich irgendwie da Wasser reingerät und sie die Maske nicht mehr abkriegen. Und da sind auch schon Kinder verunglückt, die halt noch nicht ohne Maske schwimmen können. Also es braucht da einfach einen guten Blick und einfach immer zu gucken, was kann mein Kind, was kann ich wann anbieten. Okay, also Maske schwimmen erst, wenn sie sicher alleine Augen auftauchen, also richtig tauchen. Ja, genau. Okay, gut. Du bietest jetzt, wie lange, wenn dieses Elternkind schwimmt, also du hast die Kurse ja wahrscheinlich unterschiedlich eingeteilt, eher kleinere, mit Eltern dann auch ein bisschen größere? Wie lange dauern die dann an bei dir? Also einmal die Woche und über was für einen Zeitraum ist das? Genau, die Kurse finden einmal in der Woche statt, sind immer 45 Minuten. 45 Minuten im Wasser? Das ist ja auch lange. Ja, ja. Und geht über vier Monate. Also es sind immer so 14 Termine. Also es ist recht lang, der Kurs, weil es braucht auch einfach Zeit, um irgendwie anzukommen. Und dann würdest du aber auch immer empfehlen, immer weiter zu machen. Also ich habe so das Gefühl, dass man ja immer so sagt, okay, jetzt haben wir eine Sache abgehakt, fertig. Also du bist da schon so, Schwimmen kommt ja nur durch Übung. Ich finde Übung nicht so ganz das gute Wort, weil es suggeriert schon so ein bisschen, dass da jemand ist, der irgendwie sagt, was jetzt getan werden soll. Okay, war das das richtige Wort? Also wie viel Übungszeit pro Woche war meine Frage, die ich mir aufgeschrieben habe. Ist realistisch, um Fortschritte zu sehen. Wie viel Praxis im Wasser? Also jetzt mal unabhängig davon, ob jetzt im Kurs oder nicht. Ich finde so, man kann als Familie schon mal anpeilen, einmal in der Woche ins Schwimmer zu gehen. Und dann wird man mal krank und dann hat man Opa Geburtstag und dann passt das. Weil Schwimmen lernen ist kein Sprint. Es ist ein Marathon. Du kannst dir das vorstellen wie Klavierspielen lernen. Das ist auch nicht nach zehn Stunden abgeschlossen. Also es braucht einfach Zeit, um sich mit dem Element vertraut zu machen. Um zu gucken, wie kann ich mich hier gut bewegen. Wir haben ja vorhin schon über diese ganzen Grundfertigkeiten gesprochen. Wenn ich wirklich sicher und verbunden sein will mit dem Wasser, muss ich dem Ganzen Zeit geben. Und das heißt aber nicht, dass alle Kinder ewig lange brauchen. Wir erleben so viele Überraschungen. Die Kinder kommen und die können eigentlich schon schwimmen und keiner wusste es, weil sie noch nie ohne Schwimmflügel geschwommen sind. Also wir können überhaupt nicht sagen, wie lange dauert welcher Prozess. Aber um wirklich sicher zu sein, braucht es einfach Zeit und immer wieder Gelegenheiten. Das ist ja wie, wenn Kinder sich im ersten Lebensjahr entwickeln, da sagen wir ja auch nicht, okay, jetzt gibt es zehn Stunden und dann kannst du krabbeln oder so. Und da gibt es Kinder, die haben eine andere Strategie, da geht das irgendwie schneller und andere lassen sich mehr Zeit und jeder macht das so ein bisschen anders. Aber im Durchschnitt, wie viele Kurse buchen die Leute? Also ich bin jetzt zum Beispiel ein Jahr schon im Schwemmkurs, also ich glaube schon fast zwei Jahre. Also obwohl wir jetzt bestimmte Abzeichen schon haben, ist mir ja das wichtig, dass das weiter, dass sie schwimmt. Weil ich denke mir halt immer so, das muss weiter, dass sie Wasserkontakt hat. Ich werde ja immer gefragt, wie lange dauert es denn? Das ist ja die Frage, wie lange dauert es? Und es wäre total unseriös, irgendwie was zu sagen. Also wir haben es wirklich innerhalb von einer Stunde bis zu acht Jahren. Und das ist jetzt lang, es ist irgendwas dazwischen. Wir haben Kinder, die sind super empfindlich mit diesem Wasserspritzer und die haben einfach eine riesige Reise, sich so mit dem Wasser vertraut zu machen, dass sie den Kopf mit Freude eintauchen wollen. Und andere, die sind schon im ersten Lebensjahr in der Wanne überhaupt nicht zu halten und sind mehr unter Wasser als über Wasser. Also jedes Kind ist anders. Und wenn wir uns mal lösen von diesem Zeit, also wie lange, sondern eher uns die Frage stellen, wie lernt das Kind schwimmen? Mit welchen Emotionen? Was erlebt es dabei? Was erlebt es möglicherweise auch noch, was sich... An Land auswirkt. Ich sage jetzt mal so an Land, ja, außerhalb des Schwimmbads. Was nehmen sie so mit? Weil sie gelernt haben, ja, Dinge selber zu organisieren, selber den Weg zu bestimmen. Ich glaube, vielleicht ist es nochmal gut, dass ich nochmal, wir haben ja vorhin gesprochen, was mache ich anders? Und es fehlt ein Aspekt noch. Und ich glaube, der fehlt jetzt gerade, merke ich. Wir haben ja gesprochen, Eltern sind dabei, keine Auftriebshilfen. Und der dritte Punkt ist, dass wir letztendlich überhaupt nichts unterrichten. Also wir zeigen den Kindern keine Bewegung, wir machen keine Übung, wir sagen nicht, jetzt sortieren wir die roten Bälle in die roten Eimer und die lilanen in die lilanen. Wir haben keine Aufgabe für die Kinder. Was machst du mit 45 Hühnchen? Wie sieht es in der Stunde aus? Also du kannst dir das so ein bisschen, es gibt auch keine Musik. Du kannst dir das so ein bisschen vorstellen wie so ein Spielplatz im Wasser. Ja. Also es ist eine sichere Umgebung und es gibt das Wasser. Das sind die Eltern mit den Kindern im Wasser. Und die Kinder, also wir sorgen für die große Sicherheit. Und die Kinder entscheiden selbst, was sie wann wie dort machen in diesem Spielplatz. Und beim Spielplatz sage ich ja auch nicht, okay, wir gehen jetzt hier zehnmal hin und dann da übst du jetzt dein Gleichgewicht oder so. Und dann gibt es ein Abzeichen. Es ist einfach ein Raum, wo ganz viel möglich ist. Also es sind schon Sachen, man kann reinspringen. Ja, es gibt den Beckenrand, es gibt eine Treppe, es gibt einen Rahmen und wir haben ein paar Podeste drin, damit sie Fußkontakt haben in gewissen Bereichen. In vielen Bereichen haben sie keinen Fußkontakt. Also die Eltern können überall stehen, aber die Kinder können nicht überall stehen. Und das erstmal alles. Und dann können sie einfach schauen, wie füllen sie das? Was möchte ich hier machen? Und wir haben dann für eine gewisse Zeit auch immer noch Spielmaterialien, einfache Dinge, die aber keinen Auftrag haben. Also die nicht so, das ist jetzt, damit übt man das oder damit übt man das. Also Pickler im Wasser. Ja, okay. Und dann lerne ich schwimmen. Ja. Okay, ich glaube, ich muss es ausprobieren. Ich weiß, das ist oft erst mal so, wie kann das gehen? Aber eigentlich ist es doch, eigentlich ist es ganz natürlich, weil uns Menschen ist es möglich, uns im Wasser zu bewegen. Und wir haben aber einfach irgendwie gelernt, wir müssen das mit diesen Kulturschwimmtechniken, das ist das, was wir immer sagen zu diesen Schwimmarten, Brustschwimmen, Grauschwimmen, Rückenschwimmen. Also wir denken immer, wir müssen das lernen, damit wir schwimmen können. Aber es steckt ja schon in uns drin. Also wenn wir uns Hunde angucken oder andere Säugetiere, die können ja auch schwimmen. Die gehen ja auch nicht in eine Schwimmschule, wo jemand das zeigt. Das machen die intuitiv. Und so ist das bei uns Menschen auch. Wir können uns intuitiv im Wasser fortbewegen. Ja, aber wenn du sie jetzt da reintun würdest, also ein Hund, weiß nicht, wie das mit Welpen ist, und dann gehen die irgendwann zum Wasser und dann schwimmen die. Also dann ist das einfach so drin. Aber wenn du jetzt ein B, also ein Kleinkind, würde auch oben bleiben? Nee, also es braucht schon Zeit, um sich mit dem Wasser so vertraut zu machen, dass ich mich im Wasser bewegen kann. Also wir müssen diese Gelegenheiten schaffen. Und dann fangen die Kinder alle, es sieht ähnlich aus, wie sie sich im Wasser bewegen. Also es ist ein Programm, was... Die finden auch... Ja, das ist auch ein Paddeln. Ja, genau. Und jedes Kind hat da so ein bisschen einen anderen Weg. Aber das sind diese Kernbewegungen, die drinstecken. Und letztendlich sind das ja die Grob- oder Kernbewegungen vom Grau und Rücken Grauschwimmen. Also wenn wir jetzt mal aus dieser Sportperspektive gucken. Ja, ich komme ja vom Leistungssport schwimmen. Ich habe mich lange damit beschäftigt, so Techniken zu verfeinern, meine ganze Jugend. Also das sind ja die Grobbewegungen von diesen großen Schwimmarten. Das ist das, was wir ganz intuitiv machen. Und die Kinder werden irgendwann total sicher. Sie schwimmen ganz elegant. Sie können sich gut einschätzen. Aber schwimmen die denn auch elegant Brust? Nee, das ist ja eine totale unnatürliche Bewegung. Also Brustschwimmen ist eigentlich nicht gut? Na, Brustschwimmen ist aus meiner Sicht nicht geeignet, um damit anzufangen. Ah, okay. Weil es die schwierigste Schwimmart ist. Ja, sie ist super komplex. Die Bewegungen entsprechen nicht unserem natürlichen Bewegungsrepertoire. Also guckt ihr Kinder an im ersten Lebensjahr. Was sind das so Bewegungen? Dieses Krabbeln, Gehen, Treppensteigen, Fahrradfahren. Das sind alles kreuzkoordinierte Bewegungen. Das ist das, was wir machen. Aber krauchen die? Nee, aber dieses Paddeln haben sie. Aber wir haben jetzt gerade über Brustschwimmen gesprochen. Und Brustschwimmen ist eine total unnatürliche Bewegung. Also die steckt jetzt nicht so in uns drin. Und sie ist aber, erst mal sind die Teilbewegungen schwierig. Also dieser Beinschlag. Und die Koordination zwischen Arm- und Beinbewegung, schwierig. Deswegen bei den Schwimmsportlern sind die Brustschwimmer die Technikfreaks. Also es ist wirklich das Herausforderndste. Ich schwimme auch gerne Brust. Es ist jetzt nicht schlimm, aber es macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn, damit anzufangen. Und wenn wir uns mal so ein bisschen umschauen, USA, Australien. Ja, auch Niederlande und Schweden und so. Fängt niemand mit Brust an. Ja, weil es ist die schwierigste Schwimmart und es entspricht nicht so unserem natürlichen Repertoire. Rücken vor allen Dingen viel ja auch, ne? Ja, Rücken und Krausschwimmen. Also das entspricht ja, das kommt aus diesem Paddeln raus. Ah, okay. Genau, und von daher, genau, macht das mit. Und warum machen wir das so? Das ist eine gute Frage. Irgendwann muss ja einer mal gesagt haben, wir machen jetzt hier Brustschwimmen, weil das ist ja wirklich, was sie alle lernen. So machen die ja auch ein Seepferdchen. Die machen das ja nicht mit einer Paddelbewegung. Aber es ist nicht vorgeschrieben, dass sie jeden Brust schwimmen müssen beim Seepferdchen. Sie müssen nur über Wasser bleiben. Nee, sie müssen eine Kropfform von einer Schwimmart zeigen. Das kann aber auch grau schwimmen sein. Das kann auch auf dem Rücken sein. Aber wenn ich jetzt 25 Meter Rücken schwimme, dann habe ich auch mal ein Seepferdchen gestanden? Das habe ich noch nie gehört. Ja. Ich schwimme auch gerne Rücken. Ich finde, man gleitet ja auch so schön. Man hat auch die Atmung frei. Man kann nicht so gut gucken. Aber wenn du jetzt so bist, hat der schon was sehr Meditatives auch. Wenn du jetzt nicht im vollen Freibad bist, wo du denkst, gleich rammt dich immer einer. Okay, ich werde dann jetzt beim vierten Kind... Ihr Lieben, ihr merkt, man lernt, also ich habe heute auf jeden Fall ganz viel gelernt. Also dieses einfach Begleiten im Wasser und es steckt in uns, in den Kindern drin. Keine Schwimmhilfen. Was brauche ich denn zum Schwimmkurs bei dir? Was empfiehlst du dir? Was sagst du, was muss ich mitbringen? Du brauchst Badekleider. Hast du da auch irgendwelche Vorzüge, dass du sagst, da muss man was verspielen? Ja? Wirklich? Ja. Also ich würde auf jeden Fall Mädchen, solange wie es irgendwie geht, auch eine Badehose empfehlen. Dass wir nicht so viel Stoff noch haben und auch gut fassen können und das Wassergefühl einfach auch entstehen kann. Ein Badeanzug? So lange, wie es irgendwie geht. Ich glaube, meine Tochter hatte dann mit 10 oder mit 11 ihren ersten Badeanzug. Und dann immer einfach eine Shorte? Ja, so eine Badehose. Gibt es ja auch. Und bei den Jungs würde ich auch auf diese Shorts verzichten. Die sind ja super süß und sieht so sweet aus, aber es schränkt auch die Bewegung ein. Was Enges. Ja. Bewegungsfreudig, aber ja. Meine dreieinhalbjährige hat sie gesagt, sie möchte eine Badehose. Ja, lustig. Genau, und dann geht es eher mehr so drum, was lässt sich weg. Also Auftriebshilfen, wir haben schon über Schwimmerinnen gesprochen. Keine Schwimmerinnen. Gott, ich muss jetzt richtig, also ich sitze hier, glaube ich, wie so, wenn du irgendwo bist und hast so ein Aha-Erlebnis und denkst, okay, jetzt musst du alles nochmal komplett umdenken. Weißt du, dein... Aber du bist ja sozusagen, du machst das ja jetzt schon länger so, dass du da komplett dein Schwimmbegleitung, wie nennst du das? Wir sind schon Kursbegleiter oder Schwimmbegleiter. Gibt es mehrere Schwimmschwimmen, die so arbeiten wie du? Also ich meine, wenn man sich so zusammen... Also ich meine, es ist ja immer so wie in der Hebammenarbeit gibt es ja auch so Menschen, also das ist Nö. Bildest du aus? Ich habe es selber entwickelt und nein, ich bilde nicht aus. Also mein Schwerpunkt ist tatsächlich Familien jetzt zu begleiten und das mache ich entweder in Potsdam oder halt auch in den Online-Schwimmkursen, dass ich einfach Eltern begleite bei diesem Abenteuer Schwimmen lerne und die können von mir lernen, wie sie das machen können. Anja, vielen, vielen Dank für dein ganzes Wissen, was du mit uns geteilt hast und ich glaube, dass einige Leute gerade, die hier zuhören, denken so, okay, schaut euch unbedingt die ganzen Sachen von Anja an. Wie gesagt, du hast auch einen Online-Kurs, wo du Eltern dabei begleitest. Ich werde jetzt mal gucken, Wer von uns beiden oder ob die Oma mit zu dir nach Potsdam kommt? Boah, ich freue mich. In den Schwimmkurs, weil das muss ich jetzt auch... Ich bin ja auch so jemand, ich muss es denn auch... Es ist ja so, wenn man Kinder in so unterschiedlichen Altersabständen hat, bei meinem Sohn vor 15 Jahren war einfach alles noch ganz anders, so dass man immer wieder jetzt nochmal was Neues... Also ich glaube, ich werde auf jeden Fall das neu ausprobieren. Vielen Dank für deine Zeit und schön, dass du da warst. Gerne. Tschüss. So, was für eine interessante Folge. Es hat auch nochmal mein Blickwinkel total geändert und ich habe jetzt Glück, ich habe ja noch eine Nichtschwimmerin und das werde ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen und dadurch, dass es die Schwimmschule ja auch in Potsdam ist, werde ich das auf jeden Fall ausprobieren, weil ich das gerne nochmal, ja, ich möchte es nochmal jetzt anders erleben, weil es hat mir ja gerade zwar, also wirklich. Deshalb wollte ich Anja auch einladen, weil ich das Thema auf Instagram schon so interessant bei ihr fand. Und ja, hat mir nochmal wirklich sehr die Augen geöffnet. Und wir haben ja auch schon in der Folge darüber gesprochen über Ertrinken. Und dazu ist auch unser heutiger Mythencheck, bevor die Folge dann auch schon wieder zu Ende ist. Weil wirklich viele Menschen, Eltern denken ja, dass Ertrinken nur in tiefem Wasser passiert, im Schwimmbad, im See oder mehr. Tatsächlich können schon wenige Zentimeter Wasser lebensgefährlich sein für eure Kinder. etwa in einer Pfütze, im Planschbecken oder sogar in einem Eimer, aber auch in einer kleinen Badewanne zu Hause. Besonders Kleinkinder sind gefährdet, weil sie motorisch noch nicht stabil genug sind, um sich schnell wieder aufzurichten, wenn das Gesicht erstmal ins Wasser gefallen ist. Das ist das Problem. Hinzu kommt, Ertrinken, habt ihr jetzt auch mehrmals gehört, verläuft bei Kleinkindern meist leise und unspektakulär, ohne Schreien oder Strampeln. Oft einfach unbemerkt. Laut der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft gehören Kinder unter vier Jahren zur größten Risikogruppe, da sie die Gefahr noch nicht einschätzen können. Deshalb gilt auch bei flasseren Wasserstellen niemals Kinder unbeaufsichtigt lassen, nicht einmal für einen kurzen Moment und alle potenziellen Gefahrenquellen wie Regentonne, Planschbecken oder offene Teiche konsequent absichern. Ihr Lieben, ich freue mich, wenn ihr die Folge weiterleitet, weil ich finde, das müssen ganz viele Leute erfahren zu diesem Thema, wie man auch Schwimmen anders lernen kann. Und ich freue mich natürlich auch, wenn ihr sie bewertet. Und ich freue mich, wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet bei Sounds Familie. Bis dahin wünsche ich euch einfach eine ganz schöne Woche. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissi.at auf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Das war Sounds Familiar, der Elternpodcast mit Hebamme Sissi Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Music.