Ihr Lieben, ich möchte euch kurz eine Triggerwarnung aussprechen. Es ist eine wirklich ganz tolle Folge, aber wenn ihr gerade nicht in der Lage seid, vielleicht über eine Geburt, die ein bisschen anders verlaufen ist, zuzuhören, dann solltet ihr heute auf jeden Fall skippen. Ansonsten ist es eine sehr schöne, emotionale Folge, aber das wollte ich nur einmal euch kurz mitteilen, bevor ihr reinhört. Musik. Music. Musik Sounds Familiar der Elternpodcast mit Hebamme Sissi Rasche Musik. Ihr Lieben, es ist wieder Donnerstag. Ich freue mich auf eine neue Folge. Und heute ist ein ernstes Thema, aber ich habe mir eine Gästin eingeladen, die trotzdem ihren Humor nicht verloren hat. Und ich freue mich, über dieses wichtige Thema zu reden, weil es wieder so ein bisschen so ein Heber im Thema ist. Heute geht es nicht um einen Expertinnen-Thema, sondern wieder aus der Sicht von einer Mutter, die es erlebt hat. Und das finde ich einfach auch ganz schön, dass wir immer ein bisschen Abwechslung auch bei Soundsfamilies haben. Dass wir nicht immer nur die professionelle Seite sehen, sondern einfach auch, wie ist es, wenn man das selber erfahren hat und wie geht es mir damit. Und ich habe heute Frieda Lewin bei mir zu Gast. Sie sitzt mir schon gegenüber. Ich freue mich. Wir haben uns neulich spontan zum ersten Mal kennengelernt. Also erstmal schön, dass du da bist. Hallo. Und es war total witzig, weil wir sind beides Nordlichter. So ist es. Und wir haben eine Schulfreundin von mir ist eine deiner besten Freundinnen. So ist es. Und das war wieder so witzig, als wir uns da kennengelernt haben. Und ja, das ist immer so, wenn man so einen gemeinsamen Punkt hat. Das war gleich so. Ja, es war lustig. Wir kennen uns. Ja, wir kennen uns. Wir waren direkt connected. Und ich soll dich auch schön grüßen. Genau. Das ist von einigen da. Das können wir auch schön anhalten. Aber es war so gleich so ein bisschen so, okay, das ist so, oh Gott, so lange her. Ich fühle mich eigentlich noch gar nicht so in meiner Schulzeit. Das ist ja einfach wirklich schon lange her. Und das war irgendwie schön. Da war man gleich so, wenn man so aus einer gemeinsam geben kommt, okay, wo wart ihr Donnerstags feiern? Das waren direkt unsere Themen. Das sind auch die wichtigen Themen, muss man dazu sagen. Genau, also schön, dass du heute da bist. Für alle, die Frieda nicht kennen, sie ist Comedian, Autorin, Podcasterin, Influencerin. Du hast einen ganz tollen Account auf Instagram. Ich verlinke euch alles. Und wenn die Folge rauskommt, dann ist dein erstes Buch schon draußen. So, dann darf ich mich Autorin schimpfen. Naja, du bist schon Autorin. Du hast ja schon alles, ist ja alles schon gedruckt und so weiter. Ja, hast recht. Genau, also am 8. September ist, also wir sprechen hier heute noch vor dem 8. September, aber am 8. September kommt das Buch raus. Und da hast du so ein bisschen deine Geschichte als Mama erzählt. Verarbeitet, unter anderem oder wie es dir so ergangen ist. Und darüber wollen wir heute sprechen, weil ein Thema, was wir auch natürlich gleich angerissen haben, als wir uns zum ersten Mal kennengelernt haben, wie hast du geboren? Ja, ist auch so geil, wenn so Eltern untereinander und über deine Geburt so, ja, dann geht man halt auch direkt in so ein Thema. Genau, und darüber haben wir auch direkt gesprochen. Genau, also ich meine, mit einer Hebamme glaube ich immer nochmal. Das stimmt. Also es interessiert mich natürlich nochmal mehr, weil das ist eigentlich nicht so ein Thema, was ich jetzt so als Smalltalk, weil wie du es ja auch erlebt, das war deine Geschichte auch nicht so einfach, aber da kommen wir gleich zu. Also, habe ich noch was vergessen, was ich sagen wollte? Nee, du hast einen eigenen Eltern-Podcast auch, ne? Genau, ich habe einen eigenen Eltern-Podcast, der allerdings in der Sommerpause jetzt noch ist und da sortieren wir uns auch tatsächlich ein bisschen neu, weil mit meinem Podcast-Partner, das ist total fein, aber die Kapazitäten sind einfach ein bisschen schwierig und ich habe ein neues Podcast-Projekt. Jetzt müssen wir mal überlegen, ob das da mit reinkommt oder nicht, mit, das jetzt auch im September rauskommt. Oh, okay, das bleibt spannend. Ja, genau. Und in deinem Buch war es so, du hast dir wann, also kannst du ja mal kurz erzählen, wie du dazu gekommen bist. Einfach, ich habe so ein bisschen quer gelegen, ich durfte ein bisschen reingucken schon. Als ihr in der erste lustige Schwingel passt, dass du in die Autostadt Wolfsburg eingeladen wurdest, um ein bisschen zu, da saßt du hochschwanger mit deiner Freundin. Das fand ich ganz wichtig. Ihr solltet dann irgendwie zeigen, dass Wolfsburg schöne Ecken hat. Ja, genau. Also die Kooperation war so semi-erfolgreich, muss ich sagen, aber die Szene ist mir sehr hängen geblieben, weil es da auch unter anderem darum ging, dass ich da schon im dritten Trimester war und mich nicht mehr in meiner Kraft gefühlt habe und es ist einfach so eine Erinnerung, die mir sehr hängen geblieben ist, damals beim Schreiben. Ja, aber das lag halt nun mal daran, ich weiß nicht, wie weit du jetzt schon reingelesen hast, ich hoffe natürlich, dass du noch ein bisschen weiter liest, aber das lag nun mal daran, dass ich Auch eine unentdeckte Präeklampsie letztlich hatte, die sich da schon so, wie soll ich sagen, langsam vielleicht angekündigt hat. Und ich hatte auch während der Schwangerschaft häufig das Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt. Ein diffuses Gefühl, es mir immer so ein bisschen auf die Schulter getippt hat. Und ich konnte es nicht benennen. Ja und letztlich hat sich dieses diffuse Gefühl bewahrheitet, eben in Form einer unentdeckten Präeklampsie. Und dann ein paar Wochen später nach diesem Wolfsburgerlebnis, das übrigens eine tolle Kunstgalerie hat, aber ansonsten nicht so schöne Ecken. Ein paar Wochen danach hat sich meine Plazenta abgelöst. Ich hatte Blut im Schritt und ich musste einen Notkaiserschnitt durchleben, weil sich sehr viel Blut auch in meinem Bauch eben angesammelt hatte. Magst du sagen, in welcher Woche das passiert ist? Das war in der 33. Woche, also sieben Wochen vor IT. Also du hast ein Frühchen geboren. Genau. Dieses Gefühl, was du so beschrieben hast, das ist für mich natürlich total, hast du das angesprochen? Also wie warst du, also weil das ist ja finde ich für medizinisches Personal, die Schwangere betreuen, finde ich immer, wenn eine Frau dir sagt, also egal ob du es schon fassen kannst in der Diagnose oder nicht, also wenn eine Frau zu mir kommt und sagt, oh ich spüre was, das ist ja eigentlich immer so ein Zeichen. Okay, das musst du auf jeden Fall ernst nehmen. Wie war das so bei dir? Hast du es überhaupt ausgesprochen? Genau, das war so ein bisschen die Diskrepanz, ich glaube auch zu meiner Charakterstruktur, die ich mir später irgendwie auch verzeihen musste. Ich habe dem Gefühl nicht so viel Raum gegeben, wie ich es vielleicht heute machen würde, weil das ist jetzt ein bisschen vorgegriffen, aber ich bin später in eine Traumatherapie gegangen, um zu verarbeiten, was ich erlebt habe. Und da habe ich halt gelernt, dass der Grund, warum ich dem Gefühl nicht vertraut habe, ich hatte so ein Bild davon, wie ich als Schwangere zu sein habe und wie leistungsfähig ich als schwangere Frau auch in unserer Arbeitswelt zu sein habe. Und dadurch habe ich häufig so diesen leisen Gedanken weggeschoben, um irgendjemanden, wem auch immer, unter Beweis zu stellen, dass ich mich nicht beklage. Dabei hätte ich durchaus lauter sprechen dürfen. Nichtsdestotrotz, ich habe mit meiner damaligen Hebamme schon die Gedanken geteilt. Ich habe innerhalb im Dezember wiederum innerhalb von vier Wochen fast acht Kilo zugenommen, also sehr viel und hatte halt schwere Wassereinlagerung. Und... Ganz leicht erhöhten Blutdruck, aber nicht so, dass es irgendwie besorgniserregend war. Aber mir hat diese Gewichtszunahme, die kam mir ein bisschen seltsam vor. Und dann habe ich mit ihr gesprochen, ob wir nicht vielleicht doch nochmal einen Bluttest machen sollten. Und ich meine, du kennst dich besser aus als ich. Ich bin betroffen, ich bin keine Expertin, aber der Bluttest kann, muss aber nicht auffällig sein bei einer Präeklampsie. Und bei mir waren beispielsweise die Leberwerte nicht erhöht, die ja dann zu einem Helps-Syndrom leiten könnten oder darauf schließen könnten. Letztlich, sie hat dann irgendwann gesagt, ich gebe immer doch, dann gehe jetzt nochmal. Es war kurz vor Weihnachten und dann will man auch irgendwie nicht wieder allen zur Last fallen. Und dann traut man sich da nicht so richtig anzurufen. Das ist blöd, ich weiß, aber das sind so Gedanken, die man manchmal auch so kurz vor Weihnachten selber im Stress und so, die man dann ein bisschen zulässt, obwohl das halt eben blödsinnig ist. Und bei der Ärztin war es dann auch so, naja gut, dann machen wir das halt und wenn wir nicht anrufen, dann ist alles in Ordnung mit den Blutwerten. Und dann sitzt man da und denkt halt irgendwie, ich fühle mich so wahnsinnig schlapp und es hat sich immer so ein bisschen angefühlt wie so eine unausgegordene, schwere Grippe. Ich hatte immer so Druck und Schlappheit und so etwas hatte ich, weißt du. Und dann waren eben die Blutwerte unauffällig letztlich. Kann man da vielleicht sagen, also vielleicht hätten da Leute mehr aufpassen müssen. Ich hätte aber glaube ich auch lauter sprechen müssen. Ja, aber was du gerade so beschreibst, ist so oft, was ich merke, gerade in den ersten Schwangerschaften, dass Frauen unheimlich diesen Druck von dieser Gesellschaft so haben, dass wir High Performer bleiben müssen. Also, dass eine Schwangerschaft jetzt keine Krankheit ist und dass man gar nicht Schwäche zeigen sollte. Und das habe ich in der letzten Zeit so oft gehört, gerade bei diesen ersten Schwangerschaften, da wollte ich irgendwie auch das gar nicht so zulassen und so weiter. Das finde ich schon echt schwierig, weil auch in dieser Anfangszeit, wo es vielen Frauen ja oft sehr schlecht geht und wo Übelkeit ein Thema ist, Erschöpftheit und so weiter und man das irgendwie gar nicht zulässt, weil man nicht als schwach, weil man dann einfach gleich so abgestempelt wird. Und das finde ich wirklich einfach schwierig, dass da so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird und ich kann das total nachvollziehen. Wir haben gerade festgestellt im Vorgespräch kurz, dass unsere beiden Töchter am gleichen Tag Geburtstag haben, also Neujahrskinder, ganz besondere Kinder. Ja, ganz besondere Kinder. Ja, also und das ist natürlich auch die Zeit, wie du es gerade beschreibst. Also wo die Gynpraxen zu sind, Hebammenbetreuung auch eher auf Minimum. Weil jeder irgendwie so in diesem Fall, also da kann ich mir schon vorstellen, dass das auch vielleicht einfach ein bisschen untergegangen ist. Weil gerade solche Sachen in der Schwangerschaft kommen ja dann doch auch mal schleichen und dann ad hoc. Also du hast ja schon Anzeichen gehabt, auch so mit grenzwertigen Blutdrücken und so weiter. Also es müssen ja nicht immer alle Sachen stimmen, aber übereinstimmen, wie du es halt beschrieben hast, das ist dann so ein bisschen untergegangen und dann bist du mit, du wohnst ganz nah dran an einem Krankenhaus, weil wenn du mit Blutung bist. Also sozusagen musst du ja wirklich schnell reagieren. Ja, genau. Auch da wieder etwas, was ich später so dringlichst in meiner Traumatherapie bearbeiten musste, weil ich habe mir ja dann Gedanken in der Geburtsnacht nicht zugelassen. Also ich kam mir vor wie eine Betrügerin, die jetzt gerade keinen Anspruch auf diesen Sunny-Transporter haben kann, weil wir da die Trams aufgehalten haben im Stau und so. Und meine Gedanken waren die ganze Zeit, bloß keinen Stress jetzt hier verursachen. Und das ist halt etwas, was ich dann später auch gelernt habe in der Therapie, ist, dass das etwas ist, was generell bei mir so ein Charakterzug ist und der hat sich so richtig manifestiert in dieser Nacht. Und dadurch hatte ich dann später auch schwere Schuldgefühle. Ich habe mir einfach Vorwürfe gemacht, dass ich quasi das Leben meiner Tochter und mein Leben aufs Spiel gestellt habe. Habe ich nicht. Spoiler. Habe ich nicht. Aber das ist etwas, da hat mir erst und eigentlich auch nur die Therapie helfen können. Weil ich glaube, das ist etwas, womit Frauen generell in unserer Gesellschaft relativ, also sie werden stark so sozialisiert, bloß nicht auffallen, bloß nicht irgendwie zur Last fallen, bloß nicht irgendwie Dinge zu sehr in Anspruch nehmen. Auch das Thema, darf ich eine Therapie machen oder nicht. All das waren solche Gedanken, dass ich heute weiß, wir dürfen uns jeden fucking Raum nehmen, den wir benötigen, erst recht als schwangere Person. Ja, schön, dass du das einfach nochmal so ganz klar sagst, weil dieses Gefühl, auch selbst im Krankenwagen noch zu sagen, dass ich hier irgendwie, ich will hier niemanden zu Last fahren, ist natürlich einfach, es war ja ein absoluter Notfall. Wie magst du vielleicht nochmal, wie hast du das so erlebt? Also wie war die Geburt? Also du kamst an, hattest Blutung, wurde sofort? Nein, mein Mann und ich haben gemütlich im Bett was geguckt und auch möglicherweise im Bett was gegessen, aber wir haben so geile Knie-Tablette, da kann man das sehr gut machen und es ist sehr gemütlich. War es noch der 31. oder war es schon der erste? Es war der erste. Ich glaube, aber dem 31. haben wir genau exakt so verliebt. Und dann spürte ich, was Neues ist zwischen den Beinen. Bin auf Toilette und dann war es schon super viel Blut. Und dann habe ich erst meinen Papa angerufen, weil der ist Internist. Und der meinte wiederum, Friedi, du musst sofort im Krankenhaus anrufen. Und da hat mir eine schlaue Frau, die sagte, wie viel Blut ist es denn, wenn es jetzt irgendwie nur so ein paar Sprinkler sind. Aber es war halt so viel, wie wenn man menstruiert. Und dann sagte sie, sie müssen jetzt die Sannis rufen, die 112 anrufen. Und ich stand komplett neben mir. Mein wunderbarer Mann hat reagiert. auch überraschend organisiert und einfach richtig stabil und hat die Dinge gepackt. Und hat dann letztlich auch entschieden, dass wir nicht in einem Krankenhaus, in dem wir entbinden wollten, weil wir wollten im Waldkrankenhaus Spandau entbinden, auch weil wir da ein Familienzimmer hätten haben können. Es war halt Corona, wir wollten ganz gerne, wir hatten halt die Vorstellung, dass mein Mann dabei sein darf, dass wir danach kuscheln dürften. Solche Vorstellungen hatten wir. Ich habe aber in Mitte gelebt zu der Zeit und ich dachte auch, ach, erste Geburt, da sind wir wahrscheinlich eh viel zu früh im Krankenhaus. Und dann meinten die aber, wir fahren jetzt lieber in ein Krankenhaus in einer direkten, unmittelbaren Umgebung. Und das war das Vivantisches Friedrichshain. Shoutouts, liebe Grüße. Die haben erstes CTG gemacht, was ich bis heute nicht so ganz verstanden habe und danach den Ultraschall. Beim CTG waren die Herztöner zu hören und beim Ultraschall sah man das viele Blut im Bauch. Und da lagen aber nochmal 35 Minuten oder sowas dazwischen. Und das konnte selbst ich sehen auf dem Ultraschall. 35 Minuten dazwischen, zwischen dem CTG und dem Ultraschall. Kannst du mir das erklären? Man macht immer erst mal ein CTG-Herztöne. Außer du wärst ja jetzt angekommen und es wäre schon noch weiter runtergelaufen. Aber dann wird erst mal ein CTG geschrieben und da müssen dann, also wenn die Herztöne da noch, dann war deine Tochter da stabil und dann kommt die nächste Ärztin und so weiter. Aber dann haben sie natürlich trotzdem dann im Ultraschall gesehen und dann ging es ja sofort los. Genau, weil da sah selbst ich auf dem Ultraschall so ein diffuser weißer, recht großer Fleck, der nicht in Ordnung war. Dann haben sie die Oberärztin gerufen und so viel war mir dann klar, wenn die Oberärztin in der Neujahrsnacht gerufen wird. Not a good sign. Und dann war es eine Sache von fünf Minuten. Also die haben mich ausgezogen, während wir auf dem Flur sind, haben OP-Kittelchen. Ich musste meinem Mann sagen, dass wir jetzt entbinden müssen, habe es auch nicht ganz verstanden, warum, aber es bleibt dann auch keine Zeit für Erklärung bei einem Notkaiserschnell. Das ist auch völlig in Ordnung, ich nehme das keinem übel, aber der Groschen ist ja dann letztlich gefallen und dann war ich weg. Also ich hatte eine Maske aufs Gesicht und da hatte ich schon große Angst. Ja, das ist vielleicht nochmal zur Erklärung, wenn es dann halt so eine Notsituation ist und dadurch, dass einfach eine große Menge Blut in deinem Bauch war, dann ist halt einfach keine Zeit für eine Spinalanästhesie, weil da muss eine Frau sitzen und dann ist die Entscheidung für eine Vollnarkose, weil es dann einfach nur um euch beide ging sozusagen. Und dann ist natürlich die Maske das und dann bist du ja erst aufgewacht, als deine Tochter schon geboren und auch bei den Kinderärzten war, weil es war ja ein Frühchen, 33. Woche. Also wie viel hat sie gewogen? Sie hat 1.000 Federkram gewogen, Also da sieht man ja auch an, das ist ein sehr relativ niedriges Geburtsgewicht für die Woche. Auch da sieht man ja dann, dass die Plazenta sozusagen nicht mehr so gut funktioniert hat. Ja, sie war auch recht klein. Ja, okay. Und dann, wie waren so die ersten Stunden danach? Konntest du sie sehen? Nee, sie hatte noch ein Pneubertorax und musste erst geröntgt werden. Und deswegen durfte ich sie, naja, wann ist sie auf die Welt gekommen? 23.11 Uhr am 1.1. Oh, hat sie gerade noch so geschafft. Ja. In 1.1. Ja, aber auch so geil, also 11.11 Uhr quasi am 1.1. Also das ist nicht richtig. Also sollte schon so sein. Ich denke auch, heute würde ich mir sagen, es passt auch komplett zu ihr und ihrem Wesen, dass es einfach über eine einsteht. Und deswegen, ich finde es so von ihrem outgoing Charakter und so, ich finde es cool, die kam mit Karacho. Und dann habe ich sie, glaube ich, um fünf Uhr morgens gesehen, so viele Stunden lang dazwischen. Ja, und dann bist du auf die Neonatologie geschoben worden und dann konntest du sie sozusagen... Ja, das war so seltsam. Ich erinnere mich noch sehr gut, weil ich wusste gar nicht, was ich machen soll. Weil ich konnte nicht aufstehen oder so. Und sie durfte nicht aus diesem kleinen Bettchen mit ihren Kabeln. Und das war eine äußerst befremdliche Situation. Weil sie lag da. Ich war natürlich auch mega im Delirium. Ich hatte mir auch alles aus dem Leibe gekotzt, weil die Vollnarkose so hart gekickt hat nach dem Aufwachen. Es waren sehr viele Tortellinis, die mein Mann da auffangen musste. Aber ich schaute sie so an. Ein ganz kleines Wesen voller Kabel. Und dann meinte ich ihnen nämlich auch so, was soll ich jetzt machen? Und dann waren aber, also die Leute waren so cool auf der Intensiv. Und die sagten halt einfach, sie dürfen jetzt ihr Kind berühren, sie dürfen streichen. Und ich habe einfach diesen Anweisungen gefolgt. Immer irgendwie dem Input von außen, der mir gegeben wurde. Das habe ich dann gemacht. Und wusste auch nicht so recht, wohin mit mir. Und offen gestanden. Ich war auch so fertig. Ich hatte auch große Sehnsucht nach Ruhe. Einfach erst mal klarkommen. Das ist ja wahrscheinlich auch so ein Moment, dass wenn man aufwacht aus einer Narkose und dann der Bauch ja auch weg ist und dann wird man auf die Station gekommen und dann hätte die auch jeder erzählen können, das ist jetzt dein Kind. Also alleine diesen Moment, das muss man ja auch dann nachher erst mal dieses Puzzle wieder zusammenbauen. Wie lange wart ihr denn insgesamt im Friedeshall? Letztlich waren wir nur zwei Wochen da. Krass. Weil sie auch nur fünf Tage auf der Neo lag. Wow, aber Weil sie ist ja eine richtige Rakete, eure Tochter. Ja, ne? Und dann durften wir auf die Mutter, nee, sechs Tage, aber also fünfeinhalb. Und dann durften wir auf die Mutter Kind. Also ich musste mich dann auch entlassen, weil ich lag ja auf der Gün und musste immer so rüber, aber es ist direkt nebeneinander. Also es ging schon klar. Und dann ging es nur darum, dass sie zunimmt und dass sie ihre Körpertemperatur alleine halten kann, ohne Wärmebett. Und dass sie halt einfach alleine trinkt, ne? Genau. Also keine Magensonne. Genau, genau. Genau, das ging super schnell. Wow, krass. Zwei Wochen? Also wirklich, das ist ja. Da hätte ich jetzt auch gedacht, dass sie da vier Wochen, also drei auf jeden Fall, aber richtig toll. Also hat sie das ja wirklich richtig gut? Also körperlich auf jeden Fall, seelisch, also auf vielen Ebenen hat sie ganz schnell aufgeholt. Auch keine größeren Anpassungsstörungen und so gehabt es gab halt ein paar Sachen, wo sie aufgecatcht hat und da dauerte das länger und da musste ich auch erstmal lernen mich in Geduld zu üben, ich möchte nicht so gerne im Detail darauf eingehen, weil ich ihre Privatsphäre so ein bisschen füllen wollte aber das war eher so für mich so immer eine Habachtstellung, ob alles, auf dem gleichen Level ist wie gleichaltere Kids und so. Und wie gut Und es war auch manchmal eine Frage, wie emotional stabil ich manchmal an Tageweise war, ob ich das auf... Die Geburtsschrägstrich mich, meine Schuld projiziert habe oder nicht. Weil ganz ehrlich, Frühchen dürfen auch für alle so ein bisschen länger sich Zeit nehmen. Genau, aber nein, sie hat sich körperlich nach dieser Schreckensnacht und auch dem Umstand entsprechend, dass sie so wenig gewogen hat und so klein war, hat sie sich wirklich richtig nach vorne gepfeffert innerhalb kürzester Zeit. Auch der Pneumotorix hat sich selber wieder zurückgebildet. Super. Wie war das, was hat dir in diesen zwei Wochen im Krankenhaus, warst du da eher so im Delirium oder wie hast du das so wahrgenommen? Ja, ich bin eher relativ fix im Funktioniermodus. Also eine der ersten Sätze, die ich auch zu meinem Mann sagte, war, wir müssen uns um den Elterngeldanprach kümmern, weil ich hatte keinen Mutterschutz. Ich war noch damals in der Festanstellung und wollte mich ganz in Ruhe in den sechs Wochen vorbereiten mit Messbau und Elterngeldantrag und so, was man sich halt so ausmacht. Und deswegen war ich so gleich in so einem bürokratischen To-Do-Modus, dass wir uns um diesen Elterngeldantrag jetzt kümmern müssen. Das hat alles seine Zeit, ist völlig in Ordnung. und auch im Krankenhaus war ich eigentlich recht zügig mit Benni korrespondieren, wann kann er kommen, was wird zu Hause erledigt, weil er durfte natürlich nur stundenweise uns besuchen wegen Corona und wir haben einfach sofort funktioniert. Und ich hatte dann auf der Mutter-Kind-Station auch eine Zimmernachbarin, die wirklich ganz anderer Schlag Mensch war, Aber wir haben uns eigentlich ganz gut verstanden und ich habe gescherzt mit den Leuten. Es war jetzt nicht so, dass ich komplett niedergeschlagen war. Später, erst als ich ein bisschen mehr in den Ruhemodus kam, hat sich manifestiert, was ich dann letztlich auch in der Therapie erst behandeln konnte. Und das war vorher gar nicht bemerkbar, weil ich ganz lange erst mal nur… Was hat dir so Halt gegeben? Einfach diese Abläufe mit dem Baby oder? Ja, ich meine, das Kind, die Motte generell hat mir mega viel Halt gegeben, weil sie, dadurch, dass sie sich auch so schnell irgendwie erholen konnte, konnte ich auch zügiger irgendwie in das Daily Business übergehen, was mir total geholfen hat. Ich meine, der Vorteil, wenn man lange im Krankenhaus ist, man lernt alles von dem Personal. Also Windeln, Wechseln, dieses totale Gefühl der Überforderung, alleine mit dem Kind zu sein, das hatte ich halt erstmal gar nicht. Weil es war ständig halt jemand da, den ich habe fragen können. Und auch das Stillen, ich meine, das hat nicht wirklich einwandfrei geklappt, aber es hat erstmal mit Stillhütchen und so langsam geklappt. Super. Ja, da konnte ich halt mich auch auf das Personal so ein bisschen verlassen, die dann um mich herum waren, die mir mit Rat und Tat letztlich zur Seite standen. Nicht alle waren jetzt der befeinfühlig, aber das ist jetzt auch immer einmal dem Alltag geschuldet. Aber es war fast ein bisschen Kokon-artig in dem Krankenhaus, weil ich nicht so fix in dieses Eltern-Daily-Business reingekickt wurde, weil ich die ganze Zeit Leute um mich herum habe, die es besser wussten als ich. Aber deine Erholung kam ja wahrscheinlich total zu kurz. Ja, wir waren dann auch noch in Quarantäne fünf Tage auf der Mutter-Kind-Station, weil der Partner meiner Zimmernachbarin positiv getestet wurde. Das war herausfordernd. Wir durften dann das Zimmer nicht mehr verlassen. 25 Quadratmeter zu zweit mit zwei Neugeborenen. Das war sehr herausfordernd. Da ist auch nicht oft jemand reingekommen, weil die mussten sich ja immer komplett... Das ist richtig. Da kommt selten dann jemand rein. Das ist richtig. Die mussten wir dann immer rufen. Und dann haben wir auch immer regelmäßig irgendwie, weil wir haben uns dann so den Tag so ein bisschen destrukturiert, wann wir jemanden rufen, damit wir mal von außen irgendwie ein bisschen Input haben. Und es gab auch mal eine Szene, da haben wir beide mega geheult, weil beide mega überfordert. Und dann kam auch die Krankenschwester rein mit eben voller Montur und meinte außen, geht das hier noch und so. Aber es war dann halt auch nur eine Momenteaufnahme. Aber nein, es war jetzt nicht so, dass ich jetzt ein kuscheliges Wochenbett hatte. Das nicht. Was würdest du aus deiner Perspektive sagen, was würdest du dir für Mütter mit Frühchen und gerade auch nach so einer krassen Geburt wünschen? Was hat dir gefehlt? Was mir im Nachhinein, und das ist auch kein Vorwurf an mein soziales Umfeld, aber Menschen versuchen, wenn du ihnen erzählst. Irgendwie geht es mir nicht gut mit der Geburt oder das, was passiert ist. Es war irgendwie schwer für mich zu verarbeiten. Menschen neigen relativ schnell dazu, zu sagen, naja, aber heute geht es euch doch gut. Das liegt ja in der Vergangenheit. Ein Glück ist alles gut gegangen. Das stimmt. Aber es fühlt sich immer an wie so ein schnelles Trostpflaster. Und ich habe häufig das mich gar nicht so richtig getraut, manchmal ganz so offen zu erzählen, dass es mich doch irgendwie begleitet, obwohl ja alles gut gegangen ist, obwohl sie nur so kurz auf der Intensivstation war, weil ich das Gefühl habe, dass Leute nicht so ganz aushalten manchmal solche Geschichten oder nicht so aushalten können. Ich glaube, es ist gut gemeint, zu sagen, heute, jetzt geht es euch doch gut, Gott sei Dank liegt das in der Vergangenheit, aber es hilft nicht. Und was ich mir wünscht oder gewünscht hatte, ist, dass mit mir ausgehalten wird, was ich gerade berichte, ich hatte zum Beispiel schlimme Flashbacks oder sehr dunkle Gedanken. Ich hatte angstvolle Gedanken, wenn ich mich nachts ins Bett gelegt habe. Ich hatte häufig eben Flashbacks zurück in die zu der Nacht und auch so intrusive Thoughts, die sich häufig um Tod gedreht haben. Und ich wünschte, es gäbe Leute, oder ich hätte Leute gehabt, die das ein bisschen mit mir aushalten. Einfach zuhören. Auch heute weiß ich, ich habe diese Menschen um mich herum. Es ist nur ganz ich glaube, so. Nicht zu schnell sagen, Gott sei Dank ist heute alles gut, sondern eher so ein bisschen den Raum geben dafür, dass das einfach eine richtige Scheiße ist, die da gelaufen ist. Also das hat dir sehr geführt, dieses Zuhören, den Raum gehen, einfach deine Gefühle offen, kundzutun. Gibt es noch Punkte? Weil ich glaube, ich finde es immer ganz gut, wenn man wirklich als Betroffener berichtet. Also ich weiß ganz genau, was ich mir wünsche für Frühchenmamas und für Frauen nach so einer Geburt. Aber ich finde es immer gut, einfach zu hören, was du dir gewünscht hättest. Weil ich meine, du warst ja, das war natürlich auch nochmal eine besondere Situation durch die Corona-Situation, dass man immer noch dann isoliert war. Aber ich finde einfach, dass die Welt draußen dreht sich einfach weiter. Und man ist da so alleine, was Essen angeht. Also was sind so noch so Sachen, die du vielleicht auch, wenn das Leute hören, die jetzt gerade vielleicht in einer ähnlichen Situation ist, mit einer Freundin sind, die einfach vielleicht gar nicht wissen. Also ich finde schon den Ansatz, den du gerade gesagt hast, einfach zuhören. Man muss ja auch nicht immer, es ist ja wie, wenn Menschen gestorben sind, man hat immer das Gefühl, man muss irgendwas Schlaues sagen. Aber ihr müsst ja gar nichts schlaues sein. Nee, es muss gar nichts erwidert werden, sondern vielleicht einfach nur den Raum geben, weil das gibt wiederum die Anerkennung für die Situation. Das Verständnis entsteht nicht dadurch, dass ich jetzt einen klugen Ratschlag bekomme. Aber diese Form von Fürsorge fände ich schon schön und ich, was ich mir für Mütter mit Frühchen das offen gestanden habe, habe ich gar nicht so konkrete Wünsche. Aber was für traumatische Geburt wiederum gilt, meines Erachtens ist. Nur weil eine Person vielleicht nicht schwere Gewalt unter der Geburt erfahren hat oder eine Nahtoderfahrung oder sowas hatte, aber dann heißt das nicht, dass die Geburt halt einfach so okay gewesen sein muss. Ich glaube, es ist was Sauindividuelles und ich glaube, wie Menschen Geburten wahrnehmen, es ist etwas Sauindividuelles und auch darüber darf offen gesprochen werden. Das heißt nicht, dass man eine schlechte Mutter ist, wenn man vielleicht das Gefühl hat, dass die Geburt einem... Mit wie einem Schatten nachverfolgt. Obwohl sie nicht gewaltvoll im klassischen Sinne war. Verstehst du, was ich meine? Ja, natürlich verstehe ich, was du meinst. Das ist ja deine ganz persönliche Empfinden. Und ich glaube halt auch, selbst wenn jemand auch eine vaginale Geburt hat und da war vielleicht irgendwie alles super, man denkt sogar, was ist denn jetzt hier los, sind das ja die Nuancen, die man subjektiv empfindet, dass man vielleicht auch so Störfaktoren, die medizinisches Personal gar nicht so sieht, dass man die halt ernst nimmt. Genau. Und darüber darf genauso gesprochen werden. Ich glaube, dass die Bewegung findet auch immer mehr statt. Das finde ich richtig cool. Ich glaube, das ist aber auch manchmal so ein bisschen die Frage, in welcher sozialen Bubble man sich befindet. Ich habe erlebt, nachdem ich das erste Mal auf Social Media was gepostet habe zu dem Thema traumatische Geburt, was ja tatsächlich zu meinem sonstigen Inhalten eher was anderes ist, inhaltlich und auch von der Tonalität. Mir haben sau viele Menschen danach geschrieben aus der Community, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und die mir berichteten, naja, ich wohne in irgendeinem Ort, schräg gegenüber meiner Schwiegermutter, links von mir die Schwägerin und was für Beispielsätze mir da genannt wurden, was denen teilweise gesagt wird, das ist äußerst verletzend. Also ich glaube, so eine gewisse Solidarität auch unter anderen Müttern außerhalb unserer Bubble, in der noch sehr viel mehr Aufklärung stattfindet und sehr viel mehr Verständnis und Raum gegeben wird, das fände ich schon richtig wichtig und ich habe keinen persönlichen Ansatz, wie wir das machen, aber... Ich finde es schön. Ja, ich glaube auch, dass die medizinische Seite auch nochmal wichtig ist, weil es gibt ja den World Revolution Day, also den Tag, den wir sozusagen gewidmet haben für Gewalt unter der Geburt und dass es einfach auch ein Zeichen und sichtbarer wird. Aber dass ich auch merke, dass das natürlich bei der Seite des medizinischen Personal, ob es jetzt Hebammen, Gynäkologinnen sind, das ist ja wie ein Angriff. Und dass es ja manchmal gar nichts damit zu tun hat, dass das Personal falsch reagiert. Nur weil die Frau sich so fühlt. Und ich glaube, das ist halt auch noch so ein Punkt, wo wir noch mehr daran arbeiten müssen, weil sie sich einfach in ihrer Arbeit so angegriffen fühlen. Und man will ja natürlich, dass die Leute happy sind. Aber dass man ja manchmal auch in Situationen, gerade in Notsituationen, das auch gar nicht ändern kann. Ich glaube, was wichtig wäre, was wir mehr brauchen, da bin ich gespannt, wie es jetzt da bei dir hinkommt, dass Geburten verlaufen manchmal anders, als wir sie in unserer Vorstellung haben. Also ich meine, wenn man durch Instagram geht und wenn man halt so, also Alleingeburt, Wassergeburt und was man alles für Gadgets dann holt und dann ist man unter einer Geburt und dann verläuft die einfach so ganz anders. Es dauert Stunden, es ist schmerzhaft, es ist einfach überhaupt nicht, vielleicht auch dieses Glücksgefühl danach gleich so. Aber dann sozusagen Leute an der Hand zu haben, die einen gleich damit auffangen. Also die einfach auch, dass wir mehr zum Beispiel auf der Wochenbettstation, wie du es jetzt erlebt hast. Ich glaube, es braucht ja nicht gleich immer die, du hast jetzt eine Therapie gemacht, was super ist. Aber ich glaube, manchmal ist es auch sinnvoll, einfach Gleichpsychologen da zu haben, Traumatherapeuten, die kurze, es muss ja nicht immer gleich eine Stunde Sitzung sein, einfach nur mal kurz so ein Check-in machen. Wie war es bei Ihnen bei der Geburt? Was haben Sie empfunden, dass man gleich diese Sachen aufhängt, ohne dass man da gleich so eine Wertung reingeht, da hat jemand was falsch gemacht. Weil das ist ja immer dieser Angriff, oh Gott, kenne ich auch selber. Ich will ja auch meine Patientinnen oder meine Frauen, denen möchte ich ja auch die Geburt schenken, die sie sich vorstellen, aber das ist ja leider nicht immer in meiner Hand. Und da halt diese kurzen Check-in zu machen, wie hast du dich geführt? Das ist ja genau der gleiche Umgang, den wir mit unseren Kindern haben. Wir wollen ja immer gleich, dass alles gut ist. Ein Kind tut sich weh. Und ich finde, das kann man eigentlich ganz gut vergleichen. Dann sagt man, ist nicht so schlimm, ist nicht so schlimm, ist nicht so schlimm. Und diesen Schmerz und dieser Sache Raum zu geben, wie du es gerade so perfekt beschrieben hast, dass du dir eigentlich gewünscht hättest, ich würde das einfach gerne nur mal erzählt und mir hat jemand zugemerkt und nicht gleich gesagt hat, ja, ich bin gesund, ich bin nicht gestorben, meine Tochter ist auch nicht gestorben. Aber es war trotzdem einfach richtig hart. Und das ist zum Beispiel ein Satz, der auch noch total nachklingt von meiner Oberärztin, die glaube ich, also die Dame, die letztlich das Leben gerettet hat, richtig, richtig geile Frau. Dabei hatten richtig viele geile Frauen in dem. Es ist sehr frauenlastig, das Krankenhaus in dem Wasser. Ah, geil, geil, aber stark. Oh, das irgendwie, weiß ich nicht, das freut mich gerade mal genau. Das ist wirklich cool. Kennst du die vielleicht auch, Frau Dr. Daut? Na klar kenne ich, das ist meine Julia. Das ist ja geil. Ja. Oh, ich liebe die wirklich über alles, sie ist so cool. Und die ist halt auch ein Urgestein in diesem Krankenhaus. Ja. Und eine wahre Geburtshelferin, ne? Ja, weil die kam in der Nacht, weiß ich noch, also sie kam ein paar Mal noch, hat sie eingecheckt, Aber sie kam an mein Bett nachts, als wir irgendwie so an meinen Brüsten rumgedrückt haben, um dieses fucking Kolostrum, was sie nicht wollte und so. Alles mega nervig, mega erschöpfend. Und sie kam und meinte einen der schlauen Sätze, der letztlich wahrscheinlich auch dazu beigetragen hat, dass ich mich später dazu entschlossen und durchgerungen habe, diese Traumatherapie zu machen. Und sie meinte zu mir, sie beide müssen ganz viel besprechen, wenn sie die Zeit dazu finden, zu meinem Mann und mir. Weil das, was hier gerade passiert ist, war enorm so. Und das hat mich total berührt. Das hat mich total berührt. Es hat lange gedauert, bis dann letztlich der wirklich so gefruchtet hat, der Satz, dass ich auch das verstanden habe. Aber sie hat eindeutig einen Samen da gesät. Oh, schön. Und was du halt gerade meintest, ich meine, ich will hier auch gar nicht so unbedingt mit erhobenem Zeigefinger Menschen irgendwie sagen, ich will eine Therapie machen und so. Es ist ja auch alles immer eine Frage, ob man einen Platz findet, ob man sich das leisten kann und so. Und ob man das vielleicht auch möchte. Aber es gibt tolle Angebote mittlerweile, die, glaube ich, helfen können, die diesen Raum schaffen. Zum Beispiel auch Geburtsnachsorgegespräche, die ja eher sehr isoliert und nur kurz stattfinden und so. Hast du ein Gespräch geführt nochmal? Ein Geburtsnachsorgegespräch? Aber ich habe eine Freundin, die das angelegt hat. Ja, Trautmann, kennst du ja auch. Und die lässt sich dazu gerade ausbilden und ich hatte mich halt schlau gemacht, was es noch so für Angebote gibt für Menschen, die vielleicht das Gefühl haben, dass sie nach einer Geburt ihr Ernestes nicht mehr ganz alleine tragen können. Und wenn es nur kurzzeitig ist, einfach mal darüber zu sprechen, es tut ja auch manchmal gut, außerhalb des Freundinnenkreises mit jemandem zu sprechen oder außerhalb der Familie, weil das einfach nur ganz andere Vorzeichen sind, dann gibt es da schon ein Angebot oder das Hilfetelefon von Motherhood e.V. Und so weiter, die helfen ja. Das verlinken wir auf jeden Fall und was auch manchmal gut ist, das geht wahrscheinlich nicht immer gleich sofort, aber ich finde schon, gerade bei so sehr speziellen Fällen, wie deiner auch war, jetzt war Frau Dr. Daut bei dir im Zimmer, das machen die auch immer, aber dass man auch nochmal Wochen danach immer in dem Krankenhaus nochmal anfragen kann, gerade wenn es wirklich sehr, sehr spezielle Fälle waren, zu sagen, ob das medizinische Personal das unter der Geburt dabei war. Nochmal zusammenkommen an den Tisch, um Sachen zu verstehen. Weil in dem Moment, wo man gerade frisch geboren hat, da ist einfach nicht der Raum oft dafür. Da sind einfach andere Sachen. Da geht es dann um das Kind, da geht es um seine eigenen Wunden zu heilen. Aber so nach Wochen nochmal zu sagen, wir gucken uns nochmal den Geburtsbericht an, wir gehen da nochmal durch, warum es gewisse Entscheidungen so getroffen wird. Das ist natürlich auch für so eine Verarbeitung immer sinnvoll. Und das machen auch die meisten Häuser. Ich lege jetzt nicht meine Hand für ins Feuer, dass das so ist. Aber da eine nette E-Mail zu schreiben und nochmal nachzufragen, Da sind eigentlich immer alle offen für und nehmen sich da auch die Zeit für. Und das ist großartig, weil ich glaube, das ist gar nicht unbedingt etwas, gerade als erstgebärende, etwas, wovon man weiß, dass das möglich ist. Und ja, vielleicht hilft das schon mal. Okay, also du warst dann zu Hause, du hast jetzt immer schon ganz oft von deiner Traumatherapie geredet. Wann war so der Punkt, dass du da überhaupt Zeit, also ich meine, du hattest ein Frühchen zu Hause. Also wann hattest du überhaupt dann, wann kam der Punkt, wann hattest du Zeit? Ich habe die zweieinhalb Jahre später erst gemacht. Ja. Also so lange brauchte ich, um mich auch durchzuringen. Ich glaube, im ersten Jahr wäre das sowieso nicht möglich gewesen, weil wie alle Eltern funktioniert man da enorm und da bleibt kaum Zeit für Selbstfürsorge und das ist ja Selbstfürsorge, wenn man sich einer Therapie widmet und seiner inneren Gefühlswelt. FreundInnen, die selber Therapie erfahren sind und auch teilweise schwierige Geburten oder Kinder mit Behinderung geboren haben, die haben mir das schon öfter mal nahegelegt. Aber man muss sowas selber für sich realisieren. Auf Rat irgendwie das zu machen, ist nichts, was ich empfehlen kann. Und dann kam der Punkt einfach? Und dann kam er. Und dann hast du gleich die richtige Person gefunden? Relativ zügig, ja. Ich habe mich aber auch für Selbstzahlung entschieden, weil es über die anderen Anfragen ins Leere lief und ich dann das Gefühl hatte, jetzt muss es aber passieren, weil ich auch Angst vor einer zweiten Schwangerschaft hatte. Das ist etwas, was nie nach der Geburt für mich im Bereich des Möglichen lag. Und das, eigentlich wollte ich früher zwei Kinder bekommen oder mehr, aber zwei sind auch okay. Und das hatte ich, von dem Gedanken hatte ich mich dann verabschiedet, dass ich das jemals wieder dieses Wagnis eingehen würde. Und das war aber auch für mich zum Beispiel ein Punkt, den ich irgendwann, der zwar ein bisschen länger brauchte, damit er realisiert, aber den habe ich dann letztlich realisiert, dass das auch nicht sein muss, auf ein zweites Kind zu verzichten, weil die erste Geburt schlimm für mich war. Und dann... Wollte ich das ändern. Oh, schön. Wie war es mit deiner Tochter die ganze Zeit? 1A. Die ist so cool. Die macht mich so froh. Also das war kein Problem. Also gerade so eine Geburt, wo man so überhaupt gar nicht damit rechnet, von heute auf morgen bist du Mutter. Also wie gesagt, du warst ja noch nicht mal in deinem richtigen Nestbau. Nee, genau. Das war alles total chaotisch. Hast du schon weggetisch? Den hat mein Mann aufgebaut mit Freunden, als ich im Krankenhaus noch lag. Also die Kappers hatte er dann letztlich, weil er durfte ja nicht so lange Zeit mit uns verbringen. Dann hat er die Zeit halt so genutzt. Hattest du irgendwas vorbereitet schon? Nee, nicht so ein paar Sachen. Ich meine, wir wollten eigentlich ein Kinderzimmer machen, aber von dem Gedanken haben wir uns dann super schnell verabschiedet. Das ist ja unwichtig. Also du hattest noch nicht irgendwie... Klamotten hatte ich schon von einer Freundin. Und dann war aber natürlich meine Tochter viel zu klein dafür. Und dann hat eine andere Freundin aus unserer Region übrigens uns ein Päckchen geschickt. Damit konnten wir schon mal... Wir durften uns auch im Krankenhaus natürlich Kleidung leihen. Ja, dann ist Benni losgestiefelt. Also das hatten wir. Weil der hatte ja 40er-Bodies an. Ja, ja, genau. Und Windelgröße 0, die wir so umklappen mussten, weil die war zu groß. Das war wirklich eine ganz kleine Motte. Eine ganz kleine, zarte Motte. Als du mit der immer rausgegangen bist, haben die Leute immer geguckt am Anfang. Ja, die haben sie gar nicht im Kinderwagen gefunden. Aber so, doch solche Sachen, oh Gott, ich glaube, wir haben, oh, ich hoffe, du touchst nicht, aber wir haben sehr lange gebraucht, bis wir unsere Tochter endlich mal gebadet haben. Es hat sehr, sehr lange gedauert, weil wir uns das nicht getraut haben. Nee, du, ich bade immer, also wenn jetzt ein Baby reif geboren ist, ich bade immer total spät. Super. Also statt generell, aber so finde ich immer so, das hat immer gar nicht so, da muss erstmal der Raum für sein und das Baden. Das haben wir uns zum Beispiel nicht getraut und wenn du jetzt so fragst, also ansonsten lief das, darauf bin ich auch ziemlich stolz. Ich habe eine relativ rasche Freude schon am Muttersein empfunden. Also das ist auch sicherlich meinem tollen Kind zu verdanken, dass ich da mit einer Leichtigkeit rangehen konnte. das. Es hat mich nicht überschattet. Und es war auch meistens in dem. Also die Schatten kamen, wenn ich geruht habe. Und das war auch erst ein paar Monate, nachdem das Kind auf der Welt war, weil ich vorher sowieso so wenig Schlaf hatte und alles hat so gar nicht irgendwie dann doch geklappt. Also Spaß und Freude und alle Emotionen auf einmal und so. Aber ihr hattet eure Connection, weil das ist ja das, was ich vorhin beschrieben habe, dass wenn man so aus ad hoc auf einmal ein Baby sozusagen geboren wird, du sozusagen nicht bei vollem Bewusstsein war, da muss ja auch erstmal eine Bindung, also ich meine klar, ihr hattet eure Bindung im Mutterleib schon, aber ich finde, das ist auch immer so ein, da ist ihr Kind. So wie du da schiebt dich jemand hin und sagt, okay, das ist jetzt dein Kind. Ich finde, das beschreiben viele Frauen immer so erstmal so, das habe ich erstmal gar nicht gefühlt. Genau, so ging es mir auch in dem ersten Morgen, ich wollte halt auch einfach erstmal nur pennen, aber später ging das, kam schon naturally. Da musste ich mich nicht so bemühen oder besonders, also es ging einfach dann letztlich, es war anfangs halt artifiziell, als sie noch auf der Neo lag mit den Kabeln und ich sie immer nur dann so rausnehmen durfte und an meine Brust und ich wusste gar nicht, wie ich sie halten, das fühlte sich alles irgendwie artifiziell an und danach. Kam das Gefühl. Habt ihr viel gebondet? Ja. Und wir haben auch Bonding-Shirts. Die waren richtig geil, weil sie auch so super klein war. Deswegen war das ein absoluter Segen, diese Bonding-Shirts, die so zum Wickeln sind. Die haben wir von Freundinnen bekommen und wir meinten noch so mega groß. Weil ich habe Benni und ich sie darüber geschätzt. Ob wir das wirklich machen? No, mal gucken. Wir haben es die ganze Zeit gemacht. Und es war richtig schön. Also jedes Mal, wenn Benni... Es gibt auch noch ganz tolle Fotos, die ich mir neulich erst wieder angeguckt habe. Jetzt im Rahmen der Bucherscheinung und so weiter. Das ist einfach, also es ist natürlich zauberhaft, wie dieses super kleine Köpfchen da rausguckt, aber es ist auch so schön, dass wir uns dafür wiederum beispielsweise den Raum genommen haben. Das haben wir einfach super viel gemacht. Das Kind die ganze Zeit am Körper gehabt. Das hat auch wahrscheinlich richtig gut geholfen. Ja, sehr geholfen. Ja, euch allen. Ja, richtig gut. Und dann hast du Wochenbett nochmal so ein bisschen nachgeholt, hoffentlich zu Hause, weil du bist ja erstmal von Station zu Station. Ja, ich überlege gerade. Nach Kreiserschnitt. Also dieses Gefühl, das weiß ich noch genau, es war ja auch Januar, also super schnell, super dunkel. Eigentlich Wochenbettzeit. Ja, mega Wochenbettzeit. Und so hat es sich dann aber auch recht schön angefühlt. Wir haben uns zum Beispiel, das erste, was wir gemacht haben, war uns alle nackig ausziehen und ins Bett legen. Das war auch sehr schön. Also es war sehr schön, dieses Gefühl, aber auch da rauszugehen. Also dieses Liberationsgefühl raus aus dem Krankenhaus war richtig geil. Dazwischen lag allerdings noch die Autofahrt, die war abenteuerlich, weil sie halt so klein war in diesem neugeborenen Skierchen. Und wie nur so, oh Gott, oh Gott. Da passt er eigentlich gar nicht rein. Nee. Ich weiß gar nicht, ob das in der Straßenverkehrsordnung. Ja, wir sind so langsam geschlichen, ey. Aber hat alles geklappt. Ist auch nicht so wahnsinnig weit von unserer damaligen Wohnung gewesen. Ja, wir haben doch, wir haben das Wochenbett nachgeholt. Da du fragst darüber, habe ich gar nicht so intensiv immer nachgedacht im Nachhinein, aber Freundinnen kamen, haben uns Essen gebracht, die durften dann mal reingucken. Aber da hat uns Corona tatsächlich auch so ein bisschen geholfen, die Leute vom Leib zu halten, weil es sowieso nicht... Ging eigentlich, dass man sich lange hätte treffen können in geschlossenen Räumen. Und deswegen hatten wir es da. Ja, weil das finde ich schon eine wichtige Sache. Also ich meine, du hast ja erzählt, wie schnell du funktionieren musstest. Da war ja für deine Rückbildung und Recover eigentlich gar nicht so viel Zeit. Und nach einer Bauchgeburt oder auch einer Vaginalgeburt, man muss einfach zur Ruhe kommen. Und deshalb finde ich es schon immer ganz wichtig, dass man da so als Frühchen-Mama, wenn man denn zu Hause ist, nochmal so ein bisschen den Reset-Button drückt. Auch wenn das Kind vielleicht schon, also dein, es war ja zwei Wochen alt, aber dass man einfach sagt, okay, wir machen jetzt wirklich nochmal dieses im Bett, am Bett nachholen, um nochmal so ein bisschen diese Zeit, die einem ja so ein bisschen genommen wurde. Ja. Und das hört sich ja bei euch schon ganz an. Ich meine, der Januar ist, wie du sagst, ein super Monat dafür. Der war ideal. Januar in Zeiten von Corona, da war wenig Lose auf den Straßen. Aber letztlich war, selbst wenn die Hebamme kam, das war alles immer unter Maske und so, deswegen waren es jetzt sowieso keine Wahnsinns-Kennenlern-Momente mit irgendwie Schwiegereltern oder Pipapo. Und deswegen konnten wir das auch relativ gut uns vom Leib halten, ohne dass man da irgendwie mit Erwartungshaltung von anderen Menschen… War die Angst sehr groß mit so einem kleinen Baby? Ich meine, sie hat sich ja super gut entwickelt, aber hattest du weiterhin diese Angst, die ja schon auch bei der Geburt angefangen hat, mit diesem Schockmoment, dieser vorzeitigen Plazenta-Lösung? Und dann hat sie sich erst mal so das ganze Lebensjahr, also ich bin nämlich noch nicht zu Ende, also ich lese Bücher ungern als E-Mail. Ich habe deine Buchflage bekommen und ich bin wirklich so jemand, der kann nicht so lange. Aber sprichst du darüber? Ich glaube, derjenige, der mehr, Oder angstvoller war, nach der Geburt war mein Mann, weil auch für ihn, er hat auch ein Kapitel in dem Buch geschrieben, wie die Geburt aus seiner Sicht war, weil häufig wird das irgendwie, glaube ich, auch nochmals vergessen, wie geburtsbegleitende Menschen das wahrnehmen. Und mein Mann war ja sehr lost in diesem Wartezimmer, weil er gar nicht wusste, was vonstatten ging und auch lange nicht zu mir durfte und mein Kind früher gesehen hat als ich, aber die Angst hat ihn da auch mitgenommen. Und das wirkte mehr bei ihm nach, weil mein Vorteil wiederum war, ich konnte meine Tochter halt sehr intensiv, wenn auch nicht im ganz privaten, aber im Krankenhaus kennenlernen, das fehlte ihm natürlich. Dadurch, dass er nur stundenweise und manchmal ganze Tage nicht hin durfte wegen der Quarantäne und das hat man eher gemerkt und deswegen habe ich das glaube ich auch gar nicht so zugelassen, weil er war derjenige, der da ein bisschen aufgefangen, werden musste Und das ist das ja auch nochmal in einer Partnerschaft. Das meine ich auch völlig vorwurfsfrei. Ich hoffe, du kommst auch ran. Er hatte, glaube ich, angstvollere Gefühle in den ersten Wochen und auch Monaten tatsächlich als ich. Und das, finde ich, darf auch besprochen werden. Ja, finde ich super, dass du ihm den ganzen Raum gegeben hast an deinem Buch auch so. Weil ich glaube, es ist einfach für viele wichtig, mal die andere Seite zu sehen. Weil ich glaube, du warst in der Situation, die Hauptperson dann und so und er stand daneben. Und dann jemanden da mitzunehmen, also ist ja für das Medizin, also für die Hebammen, die vor Ort waren und die Ärzte auch mal gar nicht, weil die machen ihren Törn. Und da kann ich jetzt nicht jeden Schritt nochmal dem Partner oder Partnerin erklären. Und das ist glaube ich echt immer hart, da so zu stehen, wenn dann auf einmal alle Leute kommen, also das ist ja auch noch eine Sache, die man erstmal verarbeiten muss, weil er ja einfach, Sauangst um euch hat. Das ist schon, du hast am Anfang gesagt, so Schwangerschaft hattest du so, da wolltest du funktionieren, da wolltest du tough sein und so. Wie war das erste Elternjahr? Wie war das erste Jahr als Brüder? Also hast du da auch Vorurteile abgebaut, die du vorher, oder hattest du auch so vorstellen, so mach ich das? Also ich habe auch manche dieser Vorstellungen ausprobiert und dann auch schnell wieder über Bord geworfen. Was waren das für welche? Ach, so was hattest du für... Oh, peinlich. Was war so deine Sache, die du gesagt hast, wenn du jetzt bei Freunden... Also das mach ich auf jeden Fall anders. Ja, im eigenen... Kind im eigenen Bett und so. So Bullshit, ey. Aber warum denkt man das eigentlich immer so? Ey, keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Aber also hat nicht mal ansatzweise ist das irgendwie... Hat das Einzug gehalten bei uns. Nicht mal ansatzweise. Also wie war deine Vorstellung? Na, dass ich das Kind dann irgendwann halt ablege, natürlich. und dann schläft es da, so dass ich dann rübergehe zum Stillen. Also in das eigene Zimmer? Ja, so in das eigene Zimmer. Nichts davon. Sie war ungefähr so direkt immer an mir. Und es ist auch wunderbar so gewesen. Alles prima. Alles prima. Gab es sonst noch so Vorstellungen? Naja, ich meine, wir sind relativ früh mit ihr gereist und ich bin auch... Wann seid ihr das erste Mal? Sie war drei Monate, waren wir im Schiurlaub. Also nicht, dass ich jetzt wahnsinnig viel Schi gefahren bin. Wir waren in den Bergen, das war gut. Wir waren in den Bergen, ja, das war herrlich. Da haben wir aber auch Frau Dr. Daut vorher nochmal gefragt, was sie davon hält. Und meinte, mach das mal. Ja, die ist ja immer easy. Die ist cool. Okay, also in den Bergen, ja. Genau, und das war schön, das ging aber auch mit der Autofahrt. Also solche Sachen haben uns getraut. Ja. Aber ich glaube, ich hatte so kleinere und größere Sachen, die ich mir vorgenommen habe. Also auch zum Beispiel, ich dachte halt, man müsse das Kind zeitiger baden und so weiter. Ich habe mir alles geil gemacht. Baden ist ein großes Thema. Ein Riesenthema gewesen, weil wir dann auch irgendwann so, der Heb aber das so ein bisschen gestanden hat, weil die mich dann auch gefragt hat, und habt ihr sie jetzt mal langsam gebadet? Vielleicht nächste Woche. Aber Hautfaltenpflege, ganz wichtig. Ja, natürlich. Ja, natürlich. Wobei auch da gab es natürlich einmal eine Stinkefalte, die ein bisschen später aufgefallen ist. Aber ich glaube, das passiert allen Eltern. Aber das ist wirklich hier so ein kleiner Hinweis. Die Hautfaltenpflege ist viel wichtiger als dieses ständige Badehau. Wenn da halt so ein bisschen Schmodder drin ist, wird halt schnell wund. Und wenn das erst einmal wund ist, dann ist das halt schwierig zu... Und es mufft auch ordentlich. Alter Verwalter. Also deshalb schön hinter den Ohren, am Hals, unter den Achseln. Hinter den Ohren vergessen auch viele. Da muss ich heute noch nachgucken, was sich da für ein Schnoddel hinter den Ohren meiner Tochter verbirgt. Also, jede Stelle, aber... Ganz private Frage, sonst schneiden wir sie raus. Aber nach deiner Therapie, denkst du, dass auf jeden Fall für dich nochmal eine Schwangerschaft Thema sein wird? Also hast du das gut ver... Ja, also ich weiß noch nicht wann. Genau, aber es ist im Bereich des Möglichen. Ja, das ist schön. Also es ist meine größte Errungenschaft, dass es wieder im Bereich des Möglichen für mich liegt. Weil es tat weh, dass ich das nicht mehr konnte. Nicht, weil ich es nicht freute, sondern weil ich so angstgetrieben war. Und das ist wieder da. Ach, das freut mich, Frieda. Frieda, vielen Dank, dass du hier so persönlich, also wirklich, ich habe Gänsehaut, deine persönliche Story auch erzählt hast. Ich glaube, das wird vielen helfen, vielen auch, die vielleicht nicht das selber erlebt haben, auch den Umgang mit Menschen, die eine solche Erfahrung gemacht haben, weil das ist, glaube ich, immer so diese. Ja, dass man einfach Angst hat, diese Berührungspunkte zu haben und ich glaube, das wird vielen helfen und ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem Buch. Das ist, viele lesen werden, viele werden Eltern oder Eltern, die noch Eltern werden wollen, begleiten können und vielen Dank für deine Zeit heute. Vielen Dank. Ganz tolles Gespräch. Dankeschön. Danke, dass ich hier sein durfte. Tschüss. Tschüss. Ja, ich habe es eben schon, als ich Frieda verabschiedet habe, gesagt, dass ich wirklich Gänsehaut hatte. Und ich bin ihr sehr dankbar, dass sie ihre persönliche Geschichte ja heute mit uns geteilt hat. Weil ich finde, das ist so wichtig, einfach auch für viele von euch, die vielleicht in der gleichen Situation waren, einfach auch das nochmal so gehört zu haben. Und auch für uns, die Freunde, Familie begleiten. Und ich fand den wichtigsten Satz einfach so, sie hätte sich einfach mehr gewünscht, als einfach nur... Zugehört wurde und das fand ich wirklich ganz toll, dass sie da wirklich so tiefe Einblicke gegeben hat und deshalb bin ich ihr sehr dankbar, dass sie heute da war. Ich verlinke euch alle wichtigen Sachen zu Frieda, zu ihrem Podcast, zu ihrem neuen Buch und ich freue mich natürlich, wenn ihr der Folge 5 Sterne gebt und bevor sie jetzt zu Ende ist, gibt es noch meinen Mythencheck und der dreht sich natürlich heute auch um das Thema Geburtstrauma. Weil viele Menschen, wie wir auch vorhin in der Folge schon gesagt haben, gehen davon aus, dass Geburtstraume nur dann entsteht, wenn während der Geburt medizinisch etwas schief geht. Etwa bei einem Notkaiserschnitt, wie wir ihn heute gehört haben, starken Komplikationen oder wenn das Kind sofort intensivmedizinisch versorgt werden muss. Doch die Forschung zeigt etwas anderes. Auch Geburten, die ohne sichtbare medizinische Probleme verlaufen oder zunächst den eigenen Wünschen entsprechen, können traumatisch erlebt werden. Ausschlaggebend ist nicht der objektive Ablauf, sondern wie die Geburt emotional wahrgenommen wird. Gefühle von Kontrollverlust, Hilflosigkeit oder mangelnder Unterstützung können dazu führen, dass selbst eine unkomplizierte Geburt tiefe Spuren hinterlässt. Geburtstrauma ist also weniger eine Frage des medizinischen Verlaufs, sondern des subjektiven Erlebens. Auch das habe ich ja in der Folge heute schon mal gesagt, dass wir da wirklich ganz sensibel mit umgehen müssen und sollen. Und dass jede Frau in ihrer Wahrnehmung ernst genommen werden muss. Und das wollte ich auch nochmal heute mit dem heutigen Mythencheck einfach so klar machen, dass das einfach auch ganz wichtig ist. Und dass auch wenn es für uns von außen alles gut läuft, dass diejenige Person, die das erfahren hat, vielleicht ganz anders empfunden hat. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy.atauf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Das war Sounds Familiar, der Elternpodcast mit Hebamme Sissy Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther Sounddesign und Postproduktion Milan Feig.