Music. Liebe Marlies, schön, dass du heute bei Soundsfamilie zu Gast bist. Ich finde es immer total wichtig, dass ich neben meinen ganzen Expertinnen auch einfach das wahre Leben da habe und das finde ich einfach gut. Du bist Mutter von zwei Kindern, bist gerade aktuell schwanger mit deinem dritten Kind und du bist ja Content Creatorin und erzählst uns täglich sozusagen einfach über deinen Alltag als Mama und großes Thema bei dir ist ja sozusagen bedürfnisorientierte Erziehung. Erstmal würde ich gerne wissen, also ich finde es einfach erstmal selber, ich bin ja selber Mutter von vier Kindern, so, dass es jetzt alles so einen Namen hat. Wie bist du so darauf gekommen, dass du genau diesen Weg gehen willst und was findest du auch einfach anstrengend, wenn man das so sagt, ich mache bedürfnisorientierte Erziehung, weil ich denke halt immer so, wir sind ja als Eltern immer alle daran interessiert, dass wir uns nach den Bedürfnissen, also das gucken, wie die Bedürfnisse unserer Kinder sind. Also wie bist du das erste Mal eigentlich mit dem Begriff in Kontakt gekommen? Das war eigentlich ein Zufall. Ich habe ja meinen TikTok-Account und da ging es eigentlich hauptsächlich immer so um eher so feministische Themen rund um Mutterschaft. Und dann habe ich irgendwann mal so ein Video hochgeladen, wie ich nachgespielt habe, wie ich meinem Kind die Zähne putze, halt ohne es festzuhalten, sondern indem ich halt so spiele, dass ich glaube, die Zahnbürste eine Giraffe ist oder irgendein Spiel halt. Und dann haben ganz viele drunter kommentiert, dass das halt die bedürfnisorientierte Erziehung sei. Und ich habe dann immer wieder solche Videos gemacht und ganz viele haben immer wieder das, was du machst, das bedürfnisorientierte Erziehung und so weiter und ich kannte den Begriff eigentlich gar nicht und dachte dann so, ja okay, dann ist das wohl der Begriff und dann habe ich aber auch angefangen halt so Bücher darüber zu lesen und so kam es so ein bisschen, dass ich da so reingerutscht bin. Also intuitiv? Ja, wahrscheinlich, weil meine Eltern halt auch sehr liebevoll erzogen haben. Aber dafür gab es keinen Namen. Nee, die waren einfach nur nett. Die waren einfach nett. Also du hast dich immer sehr gesehen gefühlt als Kind. Erzähl mal, wie war das bei euch zu Hause? Auch nicht immer. Also ich denke, kein Kind kann sagen, ich war immer 100 Prozent gesehen. Also das ist ja auch voll normal, dass Eltern Fehler machen. Aber meine Eltern waren immer sehr zugewandt. Meine Mama hat uns immer überall mit einbezogen. Also wir haben halt immer überall mitgemacht, in der Küche, im Haushalt. Wenn sie gearbeitet hat, saßen wir daneben und haben gemalt. Also sie hat auch immer Homeoffice gemacht. Und ich bin im Westen aufgewachsen. Das heißt, wir hatten keine Kita. Oder dann, als ich drei war, hatten wir dann drei Stunden, glaube ich, also von neun bis zwölf. Kita, ach siehst du, die Vormittagsgruppe. Und dann musste sie halt immer arbeiten, wenn wir da sind. Aber wir haben dann halt immer mitgemacht. Ja, finde ich witzig, weil ich bin auch in den alten Bundesländern groß geworden und meine Mutter war alleinerziehend. und es war sehr unüblich, weil sie ganztags gearbeitet hat und ich war genau das Kind, was immer in der Vormittagsgruppe war und in der Nachmittagsgruppe. Also ich habe gesehen und da gab es halt noch kein Mittagessen. Das war dann, mussten sie das für mich extra organisieren, weil das einfach gar nicht, ja, das gab es da halt nicht. Also Kinder sind wirklich einfach drei Stunden so wie du in die Kita gegangen und einige kamen auch nur nachmittags so von, keine Ahnung, haben die dann angewiesen, 14 bis 17 Uhr oder so. Das gab es bei uns gar nicht. Ja, also da gab es auch eine Nachmittagsgruppe. Ich war den ganzen Tag da. Also du bist dann sozusagen mit der, also deine Follower haben dir sozusagen gesagt, und dann hast du recherchiert und dann bist du, war es denn für dich anders? Also bist du dann anders mit deinen Kindern umgegangen oder hast du dich einfach noch bewusst, also weil du hast ja eigentlich intuitiv schon…. Liebevoll sozusagen, da hast deinen Kindern das Zähneputzen beigebracht, aber hat sich dann was verändert? Also bist du dann eher so, okay, wenn man Bücher liest, dann, ich kenne das so von mir, dass wenn man dann Bücher liest oder was Neues lernt, erzählbar, dann macht man das nach dem Plan und wie hat sich das verändert in deiner Erziehung oder in eurer Erziehung? Ja, also ich würde sagen, zum einen hat es sehr geholfen, vor allem bei so Themen, wo wir halt einfach nicht wussten, wie wir es jetzt machen sollen. Also zum Beispiel irgendwie anziehen und loskommen war bei uns so ein Thema und dann habe ich in dem gewünschtesten Wunschkind. Aller Zeiten. Ja, genau. Und dieses Trotzphasen, entspannt durch Trotzphasen heißt das, glaube ich. Da habe ich gelesen, dass man ausprobieren soll, fünf Minuten vorher Bescheid sagen, drei Minuten vorher Bescheid sagen, eine Minute vorher Bescheid sagen. Es hat irgendwie voll gut funktioniert. Und solche Sachen haben wir dann halt immer wieder so ausprobiert. Aber ich würde sagen, bei mir ist es auch sehr krass so ins Dogmatische abgedriftet, dass ich mir halt wirklich bei vielen Dingen einfach, extrem unsicher war und irgendwie Angst hatte, dann eine Grenze zu setzen oder auch authentisch zu sein oder irgendwie mal lauter zu werden oder auch mal nicht die Gefühle zu begleiten, also mich mal nicht neben mein Kind zu setzen und dann zu sagen, ja, du bist wütend und ich verstehe dich, sondern vielleicht einfach zu sagen, okay, ich habe jetzt dafür keine Kapazitäten und ich bin auch nur ein Mensch und das ist auch okay. Weil das ist, glaube ich, der wichtigste Punkt, den viele auch einfach, bedürfnisorientierte Erziehung bedeutet ja nicht nur die Bedürfnisse unserer Kinder, sondern du hast ja als Mutter und als Eltern ja auch Bedürfnisse. Ich glaube, das verstehen immer einige Menschen falsch, dass man da halt einfach denkt so, es geht sich alles jetzt nur darum, dass es um meine Kinder gut geht und dass man sich so ein krasses, also ich empfinde das oft so, dass ich mir so einen krassen Druck mache, ich will nichts falsch machen, weil wenn ich einmal was falsch mache, dann ist gleich. Alles kaputt, also so, dass man halt einfach denkt, dass man, wenn man eine laute Situation hat, dass man denkt, oh Gott, oh Gott, jetzt ist alles, also das suggeriert, finde ich, einen auch Social Media, Weil es gibt ja jetzt diese ganzen Videos, wie man in welchen Situationen am besten begleiten soll. Und ich glaube, das setzt einfach unglaublich viele Eltern unter Druck. Also ich meine, wir sind beides Content-Creatorin. Wie geht es dir damit? Also ich finde, das macht ja auch einfach was mit allem. Also ich glaube, gerade bei Social Media ist es ja auch so polarisierend. Also das und das darfst du niemals sagen, sonst traumatisierst du dein Kind oder so. Klingt halt natürlich viel besser als, wenn du das sagst, könnte es sein, dass dein Kind dann verletzt ist und vielleicht nachhaltig darüber nachdenkt oder so. So, ja, das klickt halt dann niemand an. Also ich glaube, dass es schon auch damit zusammenhängt, auch so, wie sich unsere Sprache generell verändert hat. Also wir sprechen ja auch viel so in so psychopathologischen, also das traumatisiert und das, also gerade das Wort Trauma, finde ich, ist gerade so auf TikTok und so auch sehr, also wird sehr viel eingesetzt so. Und ich glaube, das ist schon ein Problem. Und gleichzeitig muss man sich ja auch selber bemerken, irgendwie klar sein, dass es Social Media ist und dass man vielleicht auch irgendwo dann halt sich distanzieren muss von Inhalten, die einem nicht so gut tun. Ich finde es da immer schwierig, so diese Verantwortung, die man als Creator hat und als Konsument aber auch gleichzeitig so. Ja, auf jeden Fall. Weil man möchte natürlich auch immer eine Message mitgeben. Ich denke, es ist bei dir ja auch so, dass man irgendwie, ja, Eltern einfach, einfach auch vielleicht so ein bisschen, ich glaube, das hast du auch einfach mit deinem Buch versucht, was du, du hast gerade erst mal, das habe ich gar nicht am Einstieg gesagt, erst mal schön, dass du heute hier bist, weil die letzte Aufnahme, die wir geplant haben, musste ich ja leider absagen, weil ich noch mitten in der Geburt gesteckt habe. Und ich habe dann immer geschrieben, ob wir es vielleicht doch noch schaffen. Aber die Geburt hat doch länger gedauert. Deshalb toll, dass wir nochmal einen anderen Termin gefunden haben. Aber was schön war, in der Zwischenzeit ist dein Buch rausgekommen. Und das beschreibst du ja, glaube ich, hier eigentlich auch ganz gut. Vorbildlich und perfekt. Also es ist ein perfekter Name eigentlich. Und vielleicht magst du nochmal kurz darüber erzählen, Weil du schreibst ja auch hier im Untertitel Eltern sein mit mehr Selbstvertrauen und Zuversicht, weil ich glaube einfach, was in unserer Generation auch so ist, dass wir Angst haben, halt Fehler zu machen, als wenn dann halt gleich was kaputt geht und der Mutter nicht mehr läuft. Also ich schreibe das ja aus meiner Perspektive als Gen-Z-Mama. Also ich bin ja relativ jung und deshalb habe ich das Glück und das Privileg, dass meine Eltern eigentlich schon wirklich sehr gewaltfrei erzogen haben, was ja bei vielen Müttern in der Generation über mir noch nicht unbedingt der Fall war. Ich bin über dir. Ja, also ich weiß nicht, war deine Mama liebevoll oder nicht? Willst du drüber reden? Keine Ahnung. Doch, meine Mama war liebevoll. Aber es gab natürlich Situationen, würde ich mal sagen, die sie auch anders erfahren hat und dass das natürlich durchkommt. Ich kann jetzt nicht sagen, aber es gab Situationen, da hätte man auf jeden Fall anders reagieren können. Aber ich würde auf jeden Fall sagen, dass sie auf jeden Fall in ihrer Erziehung Gewalt erfahren kann. Aber auch, will ich da meiner mittlerweile verstorbenen Oma, die es wieder nicht anders beigebracht hat. Also es zieht sich ja so durch. Aber sie ist ja junge Mutter geworden. Kann ich jetzt nicht sagen. Aber ich merke natürlich, dass das alles, was mit einem macht und dass es einfach auch braucht, bis sich das verändert. Ja, also ich würde zum Beispiel sagen, dass meine Eltern da schon sehr viel anders gemacht haben, also weniger autoritär waren als ihre Eltern vielleicht, wobei auch die Eltern von meinen Eltern sie nicht geschlagen haben zum Beispiel, die wurden aber zum Beispiel in der Schule geschlagen und ich glaube, das hat auch einen Einfluss so auf das generelle Leben, also ob es jetzt die Bezugspersonen sind oder halt in der Schule. Ja, ich glaube gar nicht, dass die körperliche Gewalt auch mal so ein Problem ist, sondern einfach auch die Bestrafung einfach so groß. Also Bestrafung war ja ein sehr großes Thema. Genau, das haben meine Eltern halt zum Beispiel auch gar nicht gemacht. Und trotzdem ist ja aber diese Erzählung immer noch ganz groß, dass jedes Problem, was wir jetzt so ein bisschen aktuell haben, eigentlich seine Ursache in der Kindheit haben muss. Und das geht ja eigentlich auf Freud zurück und ist mittlerweile auch so ein bisschen überholt. Aber es hat im Mainstream noch nicht so angekommen, dass es so ein bisschen überholt ist, diese Ansicht. Und also im Psychologiestudium würde man das nicht so lehren sozusagen. Und dadurch dachte ich, naja, wenn ich jetzt Problem XYZ habe, dann muss das ja daran liegen, dass meine Eltern irgendwas falsch gemacht haben und habe quasi in dem Ganzen, was sie eigentlich fast alles gut gemacht haben, dann die kleinen Situationen rausgesucht, in denen sie halt nicht perfekt waren. Und habe dann aber versucht, genau das nochmal besser zu machen als meine Eltern. Und das war einfach so, das war richtig schlimm, weil ich einfach so ein richtig, also dadurch in so einen richtig krassen Perfektionsdruck gekommen bin, weil meine Eltern haben mich nicht bestraft, die haben mich immer unterstützt, die standen immer hinter mir. Und natürlich hat meine Mutter halt mal mit mir geschimpft, weil das, also ich weiß nicht, ob du noch nie geschimpft hast, aber ich habe schon mal geschimpft, weil das passiert einfach, dass man dann... Die Nerven verliert so. Und ich dachte dann aber, naja, aber jetzt bin ich ja so verkorkst, in Anführungszeichen. Also ich hatte zum Beispiel Panikattacken. Da muss das ja an meiner Mutter liegen, weil sie mit mir geschimpft hat. Und dann dachte ich so, ich darf auf gar keinen Fall mit meinen Kindern schimpfen. Aber das hat halt gar nichts damit zu tun gehabt. Und also ich meine, das hört sich sehr anstrengend für mich gerade an. Wann war so der Wendepunkt, dass du das, also war es nur beim ersten Kind, das sind jetzt zwei Kinder, also wann hattest du da so deinen Wendepunkt, dass du das für dich einfach so ein bisschen entspannter auch angesehen hast? Also ich meine, ich glaube jeder, also ich meine, ich finde es auch wirklich schwierig zu sagen, dass also klar, ich verliere auch mal die Nerven, gerade wenn es super anstrengend ist, dann ist es einfach ganz normal, dass man nicht perfekt ist. Und ich glaube, wichtig ist, dass man sich halt auch bei seinen Kindern entschuldigen kann und einfach sagen so, hey, das war jetzt nicht in Ordnung. Und es tut mir leid, dass ich da wirklich überreagiert habe, weil es gibt ja einfach so Situationen, also das fühle ich total mit, wo ich einfach nicht perfekt bin. Voll. Und wo war da bei dieser Wendepunkt, dass du dich da ein bisschen entspannt hast? Weil das hört sich wirklich sehr... Ich habe irgendwann das Buch von Jesper Juhl, Leitwölfe sein, gelesen. Und da spricht er, Leitwölfe sein. Ach, Leitwölfe, ja. Das hat mir sehr gut gefallen. Da spricht er an, dass Eltern halt auch überfürsorglich sein können und dass das dann halt zu Problemen bei den Kindern führt. Und es war so ein bisschen, als hätte er so unser Familienleben beschrieben. Und dann dachte ich so, ah, okay. Aber beschreib dich mal als Leitwölfter, wie warst du? Naja, also wir haben halt, unser Familienleben war sehr kindzentriert. Und quasi aus Angst davor, einen Fehler zu machen, haben wir halt lieber gar keine Grenzen und gar keine Frustration. Also das klingt jetzt auch falsch, weil es gibt ja so Dinge, die sind offensichtlich Wunsch oder Bedürfnis. Ja, mein Kind möchte das dritte Eis. Es ist ein Wunsch, kein Bedürfnis. Da haben wir schon Nein gesagt. Aber es gibt ja auch Dinge, die sind ein bisschen weniger offensichtlich. Zum Beispiel, mein Kind möchte mit mir spielen und ich möchte jetzt aber Abendessen kochen. Und jetzt sage ich nein zu meinem Kind und mein Kind bekommt den Wutanfall des Jahres. Ist das jetzt ein Wunsch oder ein Bedürfnis? Was würdest du sagen? Naja, ich würde sagen, dass es beides ist. Ich finde es immer schwierig, so eine Situation einzuschätzen, weil wenn man jetzt zum Beispiel nach Hause kommt und alle von ihrem täglichen Sein sind, dann ist es klar, dass jetzt das Bedürfnis ist, vielleicht erstmal Mama oder Papa Zeit zu haben. Habe ich davor aber sozusagen erst mal das Bedürfnis von Nähe und so weiter und jetzt geht es in andere Sachen, es ist wahrscheinlich eher ein Wunsch, deshalb, ich finde, das kann man gar nicht so allgemein beschreiben. Ja, genau so hätte ich das auch gesagt, also quasi wenn ich jetzt eben von der Arbeit nach Hause gekommen wäre oder mein Kind gerade aus der Kita geholt hätte, hätte ich mich nicht getraut zu sagen, nein, das geht jetzt nicht, dass wir spielen, weil ich gedacht hätte, das ist jetzt ja ganz eindeutig ein Bedürfnis, weil wir haben uns ja ganz lange nicht gesehen und mittlerweile bin ich aber davon überzeugt, dass es eben kein Bedürfnis ist, sondern weiterhin ein Wunsch, weil, Nähe zu mir kann mein Kind auch bekommen, wenn es sich auf den Tritthocker stellt und mit mir gemeinsam kocht. Aber wenn es, was halt immer auch ein Angebot bei uns ist, so muss man vielleicht dazu sagen, das heißt, die Kinder werden nie aufs Zimmer geschickt oder Manchmal schon, wenn ich mittags schlafen will, jetzt wo ich schwanger bin, dann sage ich, Kinder spielt bitte leise im Zimmer und dann machen sie es aber auch. Das ist irgendwie schön. Nein. Ja, ich weiß auch nicht genau, was mit denen los ist. Das ist vielleicht nur eine Phase. Aber ich glaube, das ist auch immer unabhängig, was es für Kinder gibt. Es geht einfach, Kinder, die können sich super gut alleine. Ja, irgendwie lieben die auch das Baby. So, wenn ich sage, das Baby muss jetzt schlafen, dann sind die so, oh ja, das Baby, okay, gut. Ja, nee, aber genau. Und ich hätte mich halt nicht getraut zu sagen, nein, vor allem nicht, wenn mein Kind so krass frustriert darauf reagiert, Da hätte ich gedacht, okay, wenn das jetzt so frustriert ist und so traurig und so einen Wutanfall bekommt, dann ist das auf jeden Fall ein Bedürfnis dahinter. Und dann kann ich jetzt auf jeden Fall, weil mein Bedürfnis ist jetzt nicht so wichtig. Und heutzutage sehe ich das halt anders, weil ich halt eben denke, okay, das Bedürfnis nach Nähe bekommt mein Kind, indem es einfach mit mir zusammen kocht. Und Spielspaß und Erholung, was jetzt auch für viele ein Bedürfnis wäre, das hat mein Kind ja schon in der Kita theoretisch bekommen, dafür braucht es mich nicht oder beziehungsweise es kann ja auch alleine spielen. Und das Bedürfnis nach Verbindung oder nach Bindung oder nach Beziehung bekommt es ja auch, indem wir gemeinsam kochen und uns unterhalten. Und auch durch mein authentisches Nein tatsächlich. Weil wenn ich Ja sage, obwohl ich Nein meine, dann kann mein Kind nichts über mich erfahren. Und wenn ich authentisch Nein sage, dann weiß mein Kind wenigstens, wer ich bin. Aber ich glaube, da spielt oft das schlechte Gewissen einfach eine ganz große Rolle. Wenn man halt einfach lange Tage hatte und dann die Kinder abholt und dann denkt, das ist, glaube ich, dann einfach, dass wir da nicht klar sind. Und ich glaube, das ist auch ein total schönes Beispiel, dass es bei dir ja auch ein Prozess war, einfach da zu wissen, da einfach klar zu sein, jetzt das anders mit einzubinden. Also in den Alltag. Aber ich glaube, dadurch, dass das Leben so voll ist und viele Eltern ja auch einfach sehr, sehr, Ja, also diese ganze Care-Arbeit und dann die Kinder abholen und so, das ist ja auch einfach eine lange Zeit. Ja, voll. Was, ich weiß nicht, was mir immer total hilft, das hat mir meine Ergotherapeutin gesagt, also immer diese zehn Minuten morgens und diese zehn Minuten abends, also dass man ja immer denkt, es muss so dieses ganz Perfekte den ganzen Tag und so, aber so diese Intensivzeit zu nehmen und das muss ja nicht immer lange zu sein, aber ohne abgelenkt zu sein, also das finde ich, hat mir als Mutter total geholfen. Weißt du, was ich meine? Ja, ich weiß, was du meinst. Mich hat das tatsächlich immer unter Druck gesetzt, weil ich immer dachte, ich weiß nicht, das ist so krass, finde ich, weil diese ganzen Tipps sind alle und ich hoffe, bei meinem Buch ist es nicht oder wird es wahrscheinlich auch so sein. Es wird wieder so sein, dass die Tipps halt voll hilfreich sein können oder halt voll einen unter Druck setzen, je nachdem aus welcher, weil ich dann halt nicht dachte, ich kann ja nur zehn Minuten am Tag, das ist ja voll easy machbar, schön Zeit mit meinem Kind zu verbringen, das reicht und so, nicht so besänftigen, sondern für mich war es so, ich muss auf jeden Fall diese Zeit, zehn Minuten am Tag oder 30 Minuten. Exklusivzeit, Intensivzeit und so weiter haben. Das ist halt so, das kommt halt so drauf an, was für ein Empfängermann ist bei solchen Sachen. Ja, also ich gucke da jetzt auch nicht auf die Uhr, aber so, dass man sich morgens so, weil ich kenne das immer bei mir so, wenn ich morgens aufwache, habe ich meistens schon und gucke dann auf mein Telefon, habe ich schon meistens zehn Nachrichten, wer was braucht, wer irgendwie ein Problem hat, so bei einer Wöchnerin oder was weiß ich, Stillproblem. Und dass ich dann halt einfach kurz gucke, dass ich diese Zeit erstmal und wenn das jetzt nicht gerade in der Geburt, also ich meine, ich habe ja Rufbereitschaft, dass ich mir da einfach sage, okay, das kann jetzt auch noch eine halbe Stunde warten und dass man dann einfach, dass ich gar nicht so auf die Uhr gucke. Und ich glaube halt, das ist wirklich, was du beschreibst, ist so, was so viele haben und wo sich wahrscheinlich jetzt auch ganz viele hier gehört finden, dass man immer so diesen Stress sich macht, das müssen denn diese zehn Minuten sein und es muss genau, also auch bei Exklusivzeit mit Geschwisterkindern, ich meine, du kriegst jetzt dein drittes Kind, dann machst du dir wahrscheinlich, das ist ja auch für viele schon total, Weil wie werde ich jedem gerecht? Und ich glaube einfach, wird man nicht. Nee, ich glaube, braucht man auch gar nicht. Weil die Kinder haben ja dann nicht nur, also klar, wenn du ein Einzelkind bist, dann hast du ja nur deine Eltern als Bezugsperson. Aber wenn ich jetzt auch sehe, es wird bei dir wahrscheinlich genauso sein, was für krasse, tiefe Beziehungen die Kinder auch miteinander haben. Das ist ja auch total bereichernd. Meine Schwester zum Beispiel ist auch meine beste Freundin. Und ich bin einfach so froh, sie zu haben. Und es ist halt so eine, also wenn meine Eltern jetzt die ganze Zeit uns getrennt hätten, um Exklusivzeit zu haben, hätte das ja auch gar nicht so intensiv wachsen können. Und ich glaube, das ist ja auch einfach eine ganz andere Ausgangslage dann nochmal. Aber da frage ich mich immer, ich weiß nicht, ob es dir so geht, es gibt ja, ich kenne so viele Geschwisterbeziehungen und das ist irgendwie so meine größte. Mein größter Wunsch, den ich habe, dass so diese vier unterschiedlichen, also die haben ja alle fast den gleichen Ausgangspunkt gehabt. Okay, der erste ist natürlich immer, der hat uns mal ganz alleine gehabt, aber so sonst danach. Und dass die einfach vier alle so unterschiedlich sind, das wirst du bei deinen zwei Kindern wahrscheinlich schon sehen, wie unterschiedlich sie sind. Aber mein Wunsch ist immer so, dass die einfach sich gut miteinander verstehen. Also dass die so, es wird wahrscheinlich Phasen gehen, aber das ist so mein innerer Wunsch, den ich so als Mutter habe, bitte schaue, also dass ihr eine gute Bindung und das man spielt. Und das kann ich ja leider auch nicht beeinflussen. Und das finde ich, also das ist schön, dass du das gerade beschreibst, dass du deine Schwester als deine beste Freundin. Aber ich denke mir immer so, was kann ich tun, dass die einfach total eng miteinander sind. Das würde ich mir halt so sehr wünschen. Ich glaube, man kann das am Ende eh nicht wissen. Aber so Basics gibt es ja schon, wie zum Beispiel, dass man eben guckt, dass man jetzt nicht ein Kind die ganze Zeit bevorzugt. Oder dass man immer sagt, ja, guck mal, du hast eine 2 in Mathe, aber deine Schwester, die hat immer eine 1. Warum bist du nicht wie deine Schwester? Ich glaube, solche Sachen sind halt blöd, weil das einfach eben Konkurrenz fördert. Und bei mir in der Familie, ich bin ja halb Portugiesin, das heißt, ich habe von der portugiesischen Seite sowieso schon dieses Ding von Familie über alles und wir halten zusammen und selbst dein Cousin achten Grades ist noch Teil deiner Familie. Und das Gleiche habe ich aber auch von meiner Familie väterlicherseits, weil mein Vater hat auch fünf Geschwister und die halten alle auch richtig zusammen. Also da gibt es halt keinen Streit und es ist irgendwie klar, dass jeder so akzeptiert wird, wie er ist. Und ich glaube, dass man da vom Elternhaus auch so, wenn man selber so Werte vorlebt wie, hey, jeder darf so sein, wie er ist und wenn das eine Kind vielleicht irgendwie irgendeine Macke hat, so jeder von uns hat irgendeine Macke, dann sehen wir einfach drüber hinweg und es ist in Ordnung und wir sagen dem Kind jetzt nicht die ganze Zeit, sei bitte anders, sondern so jeder darf halt seinen Platz einnehmen sozusagen. Und nimmst du dir trotzdem manchmal so, sind ja auch nicht so weit auseinander deine Kinder, also hast du immer so, also ich habe zum Beispiel keine festen Tage, weil ich es gar nicht so einrichten kann, nimmst du dir so explizit Zeit für ein Kind, das haben ja einige, die das so sagen, dass sie dann immer den Nachmittag haben oder den, also ich finde es sind immer so die kleinen Momente. Ja, also ich muss sagen, ich spiele mit den Kindern auch jetzt nicht so im Kinderzimmer oder sowas, sondern wenn dann backe ich mit denen oder vielleicht bastle ich mal was, aber habe ich jetzt auch schon länger nicht mehr gemacht, war ich das einfach nicht so. Das ist auch keine Rollenspielmama. Also Rollenspiele mag ich schon, aber dann eher so educational. Also wir spielen Rollenspiele, um Konflikte zu lösen oder sowas. Jetzt hatte letztens unser Kind in der Kita einen Konflikt, kam nach Hause, war ganz bedrückt. Dann haben wir eben das so ein bisschen aufgedröselnd daraus auch ein Spiel gemacht und danach war das Kind halt total erleichtert und war so, ja, so kann ich das nächste Mal machen und so. Das mache ich richtig gerne, aber halt dieses so auf dem Kinderzimmerboden und ja, ich bin Elsa, was machen wir jetzt? Nee, also das mache ich nicht, aber ich mache halt, also ich habe halt immer wieder so Momente, zum Beispiel mit meinem kleineren Kind, die kommt immer nachts zu uns ins Bett und dann kuschelt die sich so an mich und dann morgens, spielen wir dann meistens irgendwie, dass sie Äpfel versteckt hat und sie sind halt unter ihren Achseln versteckt und dann kitzel ich sie und dann, du hast dein Apfel versteckt? Und das ist halt dann so unsere Zeit am Morgen und dann halt immer wieder solche Momente einfach so im Alltag und ich muss sagen, dass ich das sehr genieße und auch genieße das so davon, befreit zu sein von diesem, ich muss jetzt Exklusivzeit, ich muss jetzt spielen, sondern einfach, dass die sich so ergeben sozusagen. Und bei deinem Buch war es so, was war jetzt so die Message, als du die Anfrage bekommen hast, ein Buch zu schreiben? Was hast du dir dabei gedacht? Was möchtest du Eltern, gerade in deiner Generation vielleicht auch mitgehen? Weil du bist ja wahrscheinlich in deinem Freundeskreis auch so, wart ihr wahrscheinlich so mit die Ersten. Was war so deine Intention? Das möchte ich auf jeden Fall weitergehen aus meiner persönlichen Erfahrung. Also als ich das Buch, als ich mit dem Verlag gesprochen habe über das Buch, dachte ich noch, dass es halt so krass darum geht, dass Kinder ja am Modell lernen und dass man quasi gar nicht so sehr erziehen braucht im Sinne, wie ich jetzt auch erzählt habe, mit dem Konflikte nachspielen oder sowas, sondern dass man halt eher nur selber gucken muss, dass man halt ein guter Mensch wird und dann habe ich angefangen für mein Buch zu recherchieren und es hat sich halt schon in eine ganz andere Richtung entwickelt. Weil, also es stimmt nach wie vor, dass wir unseren Kindern besser Dinge beibringen, indem wir sie auch vorleben zusätzlich. Also es funktioniert nicht gut, wenn wir von unseren Kindern verlangen, besseren Menschen zu sein als wir selbst. Gleichzeitig brauchen sie aber auch Übungen und wir dürfen halt den kulturellen Einfluss einfach nicht unterschätzen. Also man darf wirklich nicht unterschätzen, was für ein krasser Einfluss die Gesellschaft auf die Entwicklung von einem Kind hat, allein schon in welchem sozioökonomischen Status ein Kind aufwächst. Wie ist dein heutiger Stand zur bedürfnisorientierten Erziehung? Also wie hast du da nach deiner Einrichtung auch ausgesucht? Also ihr seid ja noch in der Kita-Schule, ist ja noch so ein bisschen weit. Also wie gehst du damit um? Also du warst jetzt selber nur sehr wenig in Betreuung. Du hast gesagt, deine Mutter war sehr für euch da. Wie handhabst du das selber bei deinen Kindern? Also ich habe den Eindruck, dass eigentlich alle Einrichtungen mittlerweile zumindest mit bedürfnisorientierter Erziehung werben. Also dass sie sagen, ja, wir gehen auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Ich habe das jetzt noch gar nicht anders erlebt. Und das in der Praxis dann aber halt, je nach Fachkraft und je nach Stress in der Kita. Aber wir haben schon darauf geachtet, dass die halt so sagen, ja, uns sind die Bedürfnisse von den Kindern wichtig und so weiter. Ich finde immer so, dass gerade so internationale Kitas, da geht es schon auch eher mehr ums Leistungsspekt. Also das habe ich so empfunden, dass es oft so gibt, so mehr Angebot, gar nicht so dieses eigenständige Spielen, sondern dass sie möglichst viele Aktivitäten haben und dass Eltern das auch voraussetzen, dass da möglichst viel passiert. Also gar nicht mehr so dieses freie Spiel, sondern wichtig, dass da viel Sport ist, viel Sprache. Ja, das haben die bei uns auch. Aber das war jetzt nichts, worauf wir gedacht haben. Wir hatten bei unserem ersten Kind einen mexikanischen Tagesvater. Der war richtig super. Der hat die Kinder in sein Fahrrad gepackt, also sein Lastenrad, ist mit denen in den Wald gefahren und den ganzen Tag mit denen im Wald rumgelaufen. Und die haben halt eigentlich gemacht, was sie wollten. War schon echt cool. Was denkst du, wie man bedürfnisorientierte Erziehung auch in der Schule oder in größeren Gruppen umsetzen kann? Ich glaube, da bin ich nicht qualifiziert für eine Antwort, weil ich ja überhaupt gar keine Erfahrungen in diesen Bereichen habe. Ja, okay. Du hast es ja einfach nur für dich sozusagen als Mutter entdeckt und bist dadurch einfach Content-Creatorin geworden. Und es ist schwierig immer so, also du beschreibst ja schon sehr intensiv auch, dass es dich oft auch, dass du sehr dann noch im Kopf bist und diese Umsetzung, wie ist es jetzt so über die Jahre geworden, bist du jetzt einfach freier, dass du dir nicht mehr so viele Gedanken machst? Also ich habe mich ehrlich gesagt von dem Label befreit. Also ich würde meine Erziehung nicht mehr bedürfnisorientiert nennen, weil für mich das einfach dazu geführt hat, dass ich zu dogmatisch geworden bin. Das muss bei anderen nicht der Fall sein, sondern es war nur meine persönliche Erfahrung, eben weil ich die ganze Zeit nach Bedürfnissen gescannt habe. Und ich glaube, wenn man aber einfach so ein bisschen, also... Also du bist dann immer wirklich so gedacht, okay, ist das jetzt ein Bedürfnis oder ein Bund? Ich war wie so eine Therapeutin von meinen Kindern. Also ich bin auch autistisch, vielleicht habe ich das einfach alles ein bisschen zu wörtlich genommen. Ja. Aber das war einfach nicht gut für unsere Familie. Und jetzt überlege ich mir einfach in den meisten Situationen, entweder was will ich gerade machen und was nicht. Also will ich gerade mit meinem Kind spielen oder nicht? Wo ist der Kompromiss? Wo können wir uns in der Mitte treffen? Oder was braucht unsere Familie gerade? Also jetzt wie mit der Situation, mit dem Spielen. Und ich will aber eigentlich gerade Essen kochen. Ja, aber wenn ich jetzt mit meinem Kind spiele, kann ich kein Essen kochen. Wenn ich kein Essen koche, haben nachher alle Hunger. Ist halt blöd. Deshalb koche ich Essen. Ja, und dann macht ihr es einfach gemeinsam. Da machen wir es einfach gemeinsam. Und dann, also das war halt, als ich dann angefangen habe, so ein bisschen mehr diese Grenzen zu setzen und mehr so in das Familienorientierte zu gehen, anstatt dieses Kindzentrierte, war das schon für die Kinder sehr stark frustrierend. Also die waren das überhaupt nicht gewohnt, nicht im Mittelpunkt zu stehen und nicht wirklich die ganze Zeit Aufmerksamkeit zu bekommen, die ganze Zeit ihre Wünsche erfüllt zu bekommen. eben jetzt nicht jedes Spielzeug, sondern eben solche Kleinigkeiten im Alltag, also wie so Mikrofrustrationen. Aber das hat unserer Familie auf jeden Fall langfristig geholfen, dass alles viel ruhiger geworden ist. Wie lange hat diese Umstellung gedauert? So ein halbes Jahr mindestens, eher ein Jahr würde ich sagen, weil wir Eltern ja auch reinwachsen mussten. Okay. Da muss ich ja nicht nur, also ich musste mich halt so von dem schlechten Gewissen befreien, aber ja auch von diesem ganzen, also ich alles nach und nach irgendwie umstellen. Man kann ja nicht von einem Tag auf den anderen sagen, so ich habe jetzt eine ganz andere Haltung und du wirst jetzt damit klarkommen, sondern wir wollen natürlich, dass die Kinder jetzt nicht das Gefühl haben. Wir schmeißen sie ins kalte Wasser, sondern es hat sich halt so, also zum Beispiel alleine spielen, das zu etablieren, zu sagen, hey, ich will wirklich nicht mehr mit dir auf dem Boden sitzen und da spielen, das musst du mit deiner Schwester machen oder mit einem anderen Kind oder alleine. Wir können gerne zusammen kochen, backen und so weiter. Das habe ich nicht von einem Tag auf den anderen so gemacht, sondern ich habe dann halt angefangen, ja gut, ich spiele jetzt halt nur zehn Minuten und das hat dann immer mehr so ausgeschlichen einfach. Krass. Also einfach auch diese Erkenntnis zu haben, das komplett einfach zu ändern. Hat dir da auch einfach geholfen, dass du sicherer geworden bist, dass du beim ersten Kind, als du das zweite Kind bekommst, einfach so mehr Vertrauen auch hattest? Ja, ich glaube schon wahrscheinlich. Und ich habe halt auch viel dann nochmal gelesen, also viel auch die Studien nachgelesen, jetzt für mein Buch zum Beispiel, die ganzen Studien zur Bindung und so. Und das hat mir auch viel Unsicherheiten genommen, wenn ich halt gelesen habe, ach so krass, schwarz-weiß ist das alles gar nicht, sondern das hat schon auch Nuancen sozusagen. Was war so die einschneidendste Sache, die du so über Bindung gelesen hast? Ich habe halt die Primärstudie von Wolby gelesen und das war nicht so gut für meine mentale Verfassung, weil ich einfach so, ich habe danach so mega abzittert, war so scheiße. Ich glaube die ganze Zeit so krass an diese Bindungstheorie und das ist das Fundament. Das kann doch nicht der Ernst sein, weil die Studie halt wirklich eigentlich überhaupt keine richtige Studie ist und überhaupt keinen Kriterien entspricht, die es heutzutage so wichtig wären. Das heißt jetzt nicht, dass es Bindung nicht gibt, Sondern, also ich nenne es halt gerne Beziehungen, weil Menschen sind soziale Wesen, brauchen Beziehungen. Das ist halt super wichtig und das braucht auch wirklich niemand anzuzweifeln. Und damit hat Bowlby ja auch was richtig Gutes getan, weil das waren ja die Kinder, die quasi schreien gelassen wurden, um abzuhärten und so. Und dann kam jemand, hat gesagt so, ey Leute, Menschen brauchen Beziehungen, Kinder brauchen Bindung, das ist wichtig. Das war ja super, dass er das gemacht hat. Aber es darf halt nicht so ins Dogmatische abdriften. Was bei ihm halt auch so ein bisschen passiert ist, dass er quasi gesagt hat, naja, wenn ein Kind sechs Monate von der Mutter getrennt ist in den ersten fünf Lebensjahren, dann wird es halt kriminell und sozial auffällig. Und er ist dann auch ein bisschen mit den Jahren zurückgerudert, hat gesagt, ja, die Mutter muss nicht die einzige Bindungsperson sein, kann auch der Vater. Aber ich fand es einfach ein bisschen, mich hat es einfach sehr schockiert, das alles nochmal nachzulesen. Aber ich finde, es zeigt ja schon, dass diese Beziehung wichtig ist und dass Kinder ja schon verunsichert werden, wenn sie halt zu viele Personen haben. Das stimmt aber zum Beispiel nicht, weil das ist halt wieder das, was ich meinte mit dem kulturellen Background. Es gibt Kulturen, in denen Kinder halt viele Bezugspersonen haben und bis zum zweiten Lebensjahr zum Beispiel nicht mal wissen, wer die eigene Mutter ist. Und die haben auch stabile Beziehungen, aber das ist ja auch als was wird die stabile Beziehung klassifiziert. Bei uns wird es klassifiziert, als du hast eine langjährige Partnerschaft und lässt dich nicht scheiden. Aber in anderen Kulturen ist serielle Monogamie zum Beispiel ganz normal. Und deshalb lässt sich das halt schwierig sagen und das variiert dann auch schon von sozioökonomischer Schicht zu sozioökonomischer Schicht. Also die Kinder, die in Armut aufwachsen, deren Eltern haben ganz andere Prioritäten als Kinder, die in der Mittelschicht oder in der Oberschicht aufwachsen. Aber sagt es nicht, dass wenn die sozusagen in dieser Kernfall, also sagen wir das sind irgendwie 20 Leute, sind ja immer die gleichen. Und dass die Kinder ja vertraute Personen um sich haben und es nicht einfach jede Woche jemand anders kommt. Aber zum Beispiel wird als sichere Bindung klassifiziert, dass man Trennungsangst zeigt. Wenn du ein Kind bist, was in Armut aufwächst, hast du aber mit einer größeren Wahrscheinlichkeit schon viel mehr verschiedene Bezugspersonen gehabt und so ein grundsätzliches Vertrauen in Erwachsene, als wenn du ein Kind bist, was halt eigentlich hauptsächlich bei seiner Mutter ist. Das heißt, das Kind, was hauptsächlich bei seiner Mutter ist, zeigt eher Fremdenfurcht als das Kind, dessen Mutter eben nicht nur die einzige Bezugsperson ist, sondern auch die Tante, die Oma, die Nachbarin und so weiter. Und das heißt aber nicht, dass das andere Kind deshalb weniger stabile Beziehungen haben kann, sondern einfach nur in einem anderen Umfeld aufgewachsen ist. Nochmal, also das Kind, was in Armut aufwächst, was mehrere Bezugspersonen hat, hat ja trotzdem eine stabile Beziehung. Genau, es würde von sich aus sagen, es hat eine stabile Beziehung. Aber wenn man jetzt nach diesen Bindungsmustern klassifizieren würde, dann würde es unter das Raster unsichere Bindung oder unsicheres Bindungsverhalten fallen. Als das Kind, was nur? Ja, weil es keine fremden Furcht zeigt. Okay. Aber das sind halt, ja, das ist halt alles so, das wird auch mittlerweile sehr viel kritisiert, weil also zum Beispiel wird das in manchen Ausbildungen von ErzieherInnen oder pädagogischen Fachkräften so gelehrt, ja das und das ist eine sichere Bindung und wenn das Kind irgendwie nicht weint bei der Kita-Abgabe, dann ist das ein schlechtes Zeichen so mäßig. Und da wird jetzt schon viel entgegengesteuert, weil das halt, weil man das einfach nicht so sagen kann, weil man das nicht so übertragen kann in so alltägliche Situationen, aber ich glaube, das verunsichert schon viele Eltern auch. Es ist auch eher so ein bisschen Typfrage und auch einfach ein bisschen Individualität, was jedes Kind mit sich bringt. Also es gibt einfach welche, die haben mehr Furcht als andere, die gehen einfach auf andere, sind generell vom Typ her kommunikativer. Ich meine, das hat ja wahrscheinlich auch einfach mit dem ganz speziellen Menschentyp zu tun. Also ich glaube, das ist einfach auch eine wichtige Sache, die man da bedenken muss. Finde ich voll spannend. Ich fand das auch sehr spannend. Also auch das mit dem, was du jetzt gesagt hast, da hat dann auch der Persönlichkeitsforscher Jerome Kagan, der hat nämlich auch die Bindungstheorie dann kritisiert und hat eben dann ähnliche Studien durchgeführt, aber halt geguckt, wie sensibel Kinder generell sind und hat dann halt festgestellt, dass die, die halt unsicher gebunden sind, häufig, also dass halt häufig einfach Kinder sind, die halt sensibel auf Reize reagieren und so. Und das ist halt gar nicht so. Hat eher was mit dem Gehirn und mit der Neurodivergenz zu tun. Genau und mit der. Also natürlich kann es aber, das hat auch wieder, meint er auch wieder, das hat halt multifaktorielle Ursachen, nämlich du kannst halt auch sehr reizoffen werden, wenn du in einem vernachlässigen oder gewaltvollen Umfeld aufwächst, weil du dann ja lernen musst, auf der Hut zu sein. Also es hat auch wieder Umwelteinflüsse. Also man kann es halt einfach nicht so klar differenzieren und sagen, ja, das muss an der Mutter liegen oder an dem Vater oder an der Bindungsperson, sondern es kann halt an vielen Ursachen liegen, wie ein Mensch sich entwickelt. Ich finde ja so Kinder, die, ich habe mal so ein Praktikum beim Jugendamt gemacht im Rahmen meiner Hebammenausbildung und da fand ich es sehr beeindruckend zu sehen, dass halt Kinder, die in so Haushalten waren, die haben alle so viel geschlafen, weil sie einfach so wenig Angebot bekommen haben. Also man hat wirklich gesehen, dass sie, dass da kein, also ich als Außenstehende, keine Psychologin, Hebamenschülerin, aber die waren einfach immer ruhig. Entspannter vielleicht auch einfach. Ja, entspannter würde ich nicht sagen. Also eher so ein bisschen so, ich muss mich hier wirklich rar. Also so, dass sie einfach gedacht hat, hier passiert auch nicht viel. Also da, dass die einfach dich dann auch zurückziehen. Ja. Also, ja, da hast du ja, wie lange hast du recherchiert? Also ich meine, wie viele Studien hast du gelesen? Viele, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Aber du hast auch ein bisschen Background, ne? Also du hast ja auch Psychologie mal mit auch studiert, ne? Aber abgebrochen. Ja. Also ich habe keinen Abschluss. Ich werde auch oft gefragt, was ist meine Expertise? Ich habe keine. Also ich lese einfach nur gerne. Ja, okay. Ja. Also wie lange hast du recherchiert? Also ich habe immer, ich habe geschrieben und recherchiert gleichzeitig. Also ich habe nichts eins nach dem anderen gemacht. ist auch sehr viel von meinem Buch wieder rausgeflogen. Also meine Lektorin, die hat echt Meisterarbeit geleistet. Die hat wirklich so viele Sachen. Sie hat gesagt, das muss jetzt wieder raus und so. Aber das ist ja wirklich auch so ein Prozess, finde ich, beim Elternsein oder generell auch, wenn man beim Hebammen ruft, dass man, das sehe ich immer so, dass man halt am Anfang ein Fundament bekommt. Und dann lernt man ja und ereignet sich Wissen zu. Und dann schmeißt man nochmal alles über Bord und denkt man, okay, das habe ich beim ersten Kind total. Das ist ja auch so wie beim Stillen. Da gibt es ja auch immer wieder neue Erkenntnisse. Das hat man noch vor. Also das wirst du ja jetzt merken, also beim ersten Kind versus jetzt wieder schwanger sein, hat sich ja auch schon wieder so viel geändert. Das ist immer so, man dieses so permanent, so dieses Gefährt so, okay, also das kenne ich, also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber dass man immer denkt so, oh Mist, also das hätte ich gerne da schon gewusst, um das halt einfach anders zu machen. Ja, voll. Und davon muss man sich auch so ein bisschen frei machen. Ja, es ist immer so eine, ich finde, es hat fast was von Reue manchmal, dass ich mir so denke, ach Mist, wenn ich jetzt nochmal, also zum Beispiel die Babyzeit mit dem ersten Kind nochmal viel mehr genießen irgendwie. Ich weiß nicht. Konntest du es nicht, wie war das? Es war einfach so wie so ein kleiner Alien, der jetzt bei uns lebt. Also es hat mich, ich habe das gar nicht so richtig verstanden. Also ich glaube, bei mir kam auch diese Mutterliebe, Mutterliebe in Anführungszeichen, also diese krasse Liebe, die kam auch erst so, als das Kind schon so ein paar Monate alt war. Und ich hatte so richtig eine enge Beziehung dann aufgebaut und am Anfang war es einfach nur so, boah krass, das ist jetzt mein Baby und darum muss ich mich jetzt kümmern. Da habe ich die Verantwortung. Und ich weiß überhaupt nicht, wie das geht und die lassen uns einfach damit nach Hause gehen. Ja, genau, so ungefähr war das. Bist du da immer noch im engen Austausch, also so mit deiner Mutter, hast du ja gesagt, hast du ja eine enge Beziehung und so weiter. Also hast du auch, als du dein Buch geschrieben hast, da viel mit ihr drüber diskutiert, wie das so bei ihr war. Und jetzt, weil ich finde, das ist ja auch mal so dieses, wenn ich meiner Mutter jetzt heutzutage so erzähle das und das und so, dann ist das für sie ja auch einfach, das hätte ich auch gerne gewusst oder so. Ja, das ist bei ihr auch ganz viel. Also wir sind auch dann davor viel im Austausch gewesen. Ich schreibe auch tatsächlich ein bisschen über die Lebensgeschichte meiner Mutter direkt am Anfang. Also ein bisschen was musste ich sie fragen und meinen Opa auch. Aber vor allem habe ich sie sehr oft heulend angerufen in den ersten Lebensjahren meiner Kinder. Wahrscheinlich so jede Woche mindestens einmal. Und ich weiß auch noch, wie unsere Tochter war irgendwie vier Monate alt oder so und hatte 39 Fieber. Und trotz Fieberzäpfchen ist es nicht runtergegangen und immer weiter gestiegen. Da bin ich auch mit ihr, und sie hat nur geschrien, und bin ich mit dem Bus in die Kinderklinik gefahren. Und habe meine Mutter angerufen, stand so heulend im Bus, sie hat so Fieber und sie schreit und ich weiß nicht, was los ist. Meine Mama sagt, ja, aber du bist doch zur Kinderklinik oder ist doch alles gut? Ja, ich gehe zur Kinderklinik. Ja, dann machst du doch alles richtig. Also wie so eine Absicherung. Aber es gibt, glaube ich, einfach immer wieder Situationen, wo man einfach, ich gerade bei Kinderkrankheit, wo du beschreibst, Fieber, wenn der Tag dann zu Ende ist, dann kommt auch einfach immer so diese Angst. Immer am Sonntag. Bei uns kommt das immer am Sonntag. Ich weiß nicht, warum. Aber sowas kommt ja immer dann, wenn alle zu haben und man einfach dann so diese Angst bekommt. Wenn ich nochmal fragen darf, Marlies, wie ist es in deiner Partnerschaft? Also wie hat dein Partner, wie beziehst du den damit ein? Also wie habt ihr das mit eurer bedürfnisorientierten Erziehung oder ihr habt jetzt euren ganz eigenen Stil als Eltern gefunden? Wie war das so? Ihr seid ja auch zusammen groß geworden und in dieses Elternsein so rein. Ist dein Mann genauso alt wie du? Der ist 30, also zwei Jahre älter. Aber ja, er ist eigentlich genauso alt wie ich. Genau. Ja, also ... Ich glaube vor allem, also wir haben uns immer viel ausgetauscht und ich habe meistens die Bücher zuerst gelesen. Also wir haben mit dem Hebammen-Salon-Podcast, das war so unser erster Podcast. Ihr habt ja auch einen allgemeinen Podcast. Mittlerweile schon, ja, aber eben, also als ich schwanger war, so der Hebammen-Salon-Podcast haben wir immer zusammen gehört. Ich weiß gar nicht, wer die Hebammen sind. Und dann habe ich dann angefangen, eben diese Bücher zu lesen. War dann immer so, ja, das musst du auch lesen. Und dann hat er das auch gelesen. Und so eigentlich, also wir haben meistens dann versucht, zumindest dieselben Bücher zu lesen. Er hat, glaube ich, nicht alle Bücher gelesen, die ich gelesen habe, aber muss er auch nicht. Und genau, dann uns halt drüber ausgetauscht. Und jetzt mittlerweile ist es so, wenn wir halt irgendein Thema haben, dann reden wir halt meistens einfach drüber, hey, ich habe überlegt, wir können es vielleicht so lösen. Also wenn wir halt irgendwas haben, wo wir jetzt gerade nicht sicher sind, wie wir jetzt gut damit umgehen, damit es unserem Kind halt gut geht und gleichzeitig wir eben helfen können und so weiter. Oder hast du auch Fachpersonen, die euch so begleiten? Also sowas wie eine Ergotherapeutin oder so, sondern du liest einfach. Ja, also eine Freundin von uns ist Ergotherapeutin und wenn sie da ist, dann ist es schon immer ganz cool, weil sie hat immer so Tipps, zum Beispiel wenn die Kinder am Tisch unruhig sind, dann fragt sie einfach so, hey, könnt ihr mir drei Sachen sagen, die grün sind? Und auf einmal sind die Kinder so voll konzentriert und wir können in Ruhe essen. Genau, aber nee, also eigentlich nicht, ja. Ja, richtig gut. Liebe Madis, also vielen Dank für diesen tiefen Einblick auch und ich glaube auch einfach. Dass das mal so diesen, so ein Blick mal so, ja, also weil ich finde es immer so schwierig und ich merke das ja auch, dass man so verunsichert ist und dass du es einfach auch selber mal beschrieben hast und dass du ja einfach so deinen ganz eigenen Weg so gefunden hast, ihr als Eltern und vor allen Dingen das nochmal alles so schön zusammengefasst hast. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem neuen Buch und freue mich, dass du hier warst und würde mich total freuen, wenn du jetzt noch einen Tipp, wenn du jetzt sagen würdest, das würde ich gerne allen Eltern mitgeben, dann würde ich mich total freuen, wenn du den mit uns teilen würdest. Irgendeinen Tipp? Nein, nicht irgendein Tipp, also eine Botschaft, die du gerne teilen würdest, wenn dir jemand gesagt hätte, als du mit deinem ersten Kind schwanger warst oder du zum ersten Mal Eltern geworden bist, dass du sagst, das hätte dich irgendwie beruhigt, was du jetzt heute, du bist ja sehr erfahren jetzt schon sagen, was für eine Botschaft würdest du uns mitgeben? Mein derzeitiger Going-to-Tipp für alle Eltern ist eigentlich so dieses authentisch sein. Also wirklich nichts zu machen, was nicht gemacht werden muss. Also natürlich, vielleicht wollt ihr eurem Kind jetzt gerade kein Zäpfchen geben, weil es nicht schön ist, dass euer Kind schreit, aber es braucht es jetzt sozusagen. Das ist was anderes. Aber wie jetzt mit dem Spielen oder so, macht nichts, was ihr nicht machen wollt. Findet was, was authentisch zu euch passt und auch zu eurem Kind dann. Weil so entstehen echt die Beziehungen, in denen man einfach authentisch ist. Und wenn man weiß, was man will und was man nicht will und da auch ganz klar kommuniziert. Ja, guter Tipp. Vielen Dank, du liebe. Danke, dass du hier warst. Danke für die Einladung. Jetzt kommen wir jetzt schon zum Ende von unserer heutigen Folge und ich habe natürlich heute auch einen Mythen-Check für euch. Und zwar Laissez-faire gleich bedürfnisorientierte Erziehung. Das ist ein häufiger Irrtum, dass bedürfnisorientierte Erziehung mit Laissez-faire gleichgesetzt wird. Also damit, dass Kinder einfach machen können, was sie wollen, während die Eltern passiv zusehen. Tatsächlich liegen diese Ansätze weit auseinander. Laissez-faire bedeutet, dass Erwachsene kaum eingreifen. Greifen, Regeln und Strukturen fehlen und dass das Kind weitgehend selbst entscheidet, was, wann und wie es etwas tut. Bedürfnisorientierte Erziehung hingegen ist alles andere als passiv. Eltern beobachten aufmerksam, habt ihr gehört, nehmen die Signale ihres Kindes ernst und versuchen, die dahinterliegenden Bedürfnisse zu verstehen. Gleichzeitig setzen sie klare altersgerechte Grenzen und übernehmen Verantwortung für den Rahmen, in dem das Kind sich sicher entwickeln kann. Das Ziel ist es nicht, das Kind laufen zu lassen, sondern eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, in der Freiheit und Orientierung Hand in Hand gehen. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy.at auf-die minusohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Das war Sounds Familiar, der Eltern-Podcast mit Hebamme Sissi Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther. Sounddesign und Postproduktion Nilan Feig.