Es ist Donnerstag und ihr bekommt heute wieder eine ganz frische Folge Soundsfamilia. Ihr werdet es merken, letzte Woche war ich schon alleine im Studio, diese Woche bin ich es leider wieder, aber ich habe einfach Gäste, die ich mir einladen möchte und auch diese Gästin heute wohnt leider nicht in Deutschland und deshalb ist sie mir per Video und per Kopfhörer zugeschaltet. Und heute habe ich mir Charlotte Weise eingeladen, weil ich unbedingt über das Thema Eltern werden im Ausland, wie es ist, es auszuwandern, reden möchte. Weil ich gerade aktuell merke, dass in meinem erweiterten Bekanntenkreis und auch in meiner Babel, die ich hier in Berlin herge, dass immer mehr Familien sich entscheiden, ins Ausland zu gehen. Und da habe ich mir gedacht, ich frage heute mal Charlotte, wie das so ist. Ich folge Charlotte seit, würde ich mal sagen, auf Instagram seit 2020. Wir waren 2021 zeitgleich schwanger. Sie hat auch wie ich im Dezember 2021 ihren Sohn Mats geboren. Und zwar in der Nähe von Barcelona. Oder in Barcelona hat sie ihn geboren. Aber in der Nähe von Barcelona wohnt sie mit ihrem Partner Felix. Und sie ist Influencerin, Model, Autorin und Podcasterin. Und ich freue mich, dass sie heute Zeit hat, mit mir darüber zu reden, warum sie überhaupt ausgewandert sind, wie es aktuell so ist und wie es auch so ist, im Ausland einfach Mama zu werden, wie die Versorgung ist und so. Das sind alle meine Fragen und deshalb freue ich mich jetzt, Charlotte mit euch gemeinsam begrüßen zu dürfen. Hallo liebe Charlotte. Hallo. Ich freue mich so, dass du da bist und ich habe eben gerade schon auf der Autofahrt hierher gedacht, dass du mir so bekannt vorkommst, dass es vielleicht ein richtig schönes Gespräch werden wird, aber wir haben eigentlich noch nie wirklich gesprochen. Nee. Also auch, vielleicht habe ich dir schon mal eine Sprachnachricht geschickt über Instagram, weil wenn du schnell gehen machst, dann tue ich das leider immer. Es tut mir leid. Ich weiß, es ist immer ein bisschen blöd mit Sprachnachrichten, aber da vielleicht. Aber ansonsten ist mir deine Stimme natürlich, dadurch, dass ich deine Storys verfolge, so im Ohr und deshalb denkt man, man kennt sich. Aber schön, dass wir es heute hier schaffen, dass du Zeit hast, zur Zauns Familie zu kommen. Ja, vielen Dank für die Einladung. Also mir geht es genauso. Ich habe auch von dir immer schon den Podcast über alles mit dem Baby gehört, also zu den Hebammen-Podcasts, Hebammen-Salon-Podcasts. Hebammen-Salon. Und da habe ich jede Folge damals gehört und gucke ja auch deine Storys, deswegen geht es mir da genauso. Ja, und ich habe dich ja heute eingeladen, weil das Thema Auswandern bei mir im Freundeskreis und in der Schule total großes Thema ist. Ich habe gerade so das Gefühl und du warst ja so für mich, ich meine, du bist 2019 mit deinem Mann ausgewandert, warst so für mich eine der ersten, die ich so auch bewusst das wahrgenommen habe. Und momentan ist es ja irgendwie so Portugal, Spanien, Mallorca, also Mallorca als Insel, so ist ja so gerade, also gerade in meiner Berlin-Bubble, wenn man das so sagt. Aber du bist ja sozusagen, ihr seid als Paar ausgewandert und du bist dann da Mutter geworden. Aber was waren eure Gründe für euch als Paar? Warum seid ihr nach Spanien ausgewandert? Ja, also eigentlich wollte ich gar nicht, nur Felix, mein Freund, der ist in Hamburg groß geworden und wollte einfach mal wieder was anderes. Der ist durch seinen Job als Model immer viel rumgekommen und Barcelona hat ihm immer total gut gefallen. Und als dann irgendwie meine letzte Klausur von der Uni geschrieben war, habe ich gesagt, okay, dann jetzt bin ich bereit. Wir haben uns einen Bulli gekauft, haben alles Wichtige reingepackt und sind dann nach Barcelona ausgewandert, Weil es musste eine Stadt sein, die in der Sonne ist, die gute Laune macht, aber die auch eine Modelagentur hat. Und da ist nicht so viel übrig geblieben, weil zum Beispiel in Lissabon ist kaum was los mit Modeln. Und alle anderen Länder sind halt eher kühler gewesen und deswegen war es dann Barcelona. Und ja, 2019 im Oktober sind wir hingezogen, wollten einfach mal auf Probe so sechs Monate ungefähr da bleiben. Und jetzt sind wir einfach seit über sechs Jahren hier. Und ja, es gefällt uns super gut. Also wir sind ja von Barcelona dann nochmal in der Covid-Zeiten aufs Land gezogen, an den Strand. Aber Barcelona war auch noch ganz cool so am Anfang, bevor man Kind und Hund hatte, einfach nochmal viel Stadt auch zu erleben. Und jetzt bin ich aber auch froh, direkt am Strand zu sein, muss ich sagen. Wie lange braucht ihr, um nach Barcelona reinzufahren? Eine Stunde mit dem Zug fahren wir so durch. Okay, das ist ja okay. Also ohne Umsteigen. Und man fährt nur am Strand lang, also das ist auch sehr, sehr schön. Macht man aber natürlich nicht mehr so oft. Auch mit Kind fährt man auch oft eher mit dem Auto, weil man einfach da flexibler ist und nicht irgendwie am anderen Ende irgendwo ankommt. Aber grundsätzlich war es eigentlich wegen Sonne, guter Stimmung, leckeres Essen, so Barcelona-Flair. Und jetzt ist es richtig unser Zuhause. Wir haben ja ein Haus gekauft und sind hier zu Hause einfach. Voll schön. Warst du damals auch schon Content-Creatorin? Also du hast da schon... Als Content-Creator gearbeitet, weil es ist ja auch wichtig, dein Mann ist Model. Ihr seid mittlerweile verheiratet? Nee. Ich finde, weil man sagt trotzdem Mann, also dein Freund ist ja Model, okay, der ist dann viel unterwegs, aber du bist sozusagen mit deinem Instagram-Account, damit hast du damals schon Geld verdient. Genau, zwei Jahre schon, seit 2017. Also ich habe meinen Account 2015 gestartet und 2017 konnte ich davon leben. und dann 2019 habe ich auch schon gut davon leben können, ja. Okay, cool. Also das ist natürlich auch eine Sache, die so einen Auswand natürlich leichter macht, weil wenn du jetzt in Hamburg, was weiß ich, Erzieherin gewesen wärst, dann wäre es natürlich einfach eine ganz andere Ausgangsposition. Eine meiner besten Freundinnen ist Erzieherin, die war immer in Hamburg und lebt aber jetzt auch schon seit ewig langer Zeit in Barcelona und war da an der deutschen Schule. Also auch das ist möglich natürlich, aber oft ist es hier schlechter bezahlt, so Jobs, die eh schon in Deutschland unterbezahlt sind. Sind da auch schlecht bezahlt? Ja, also in Spanien werden diese Jobs noch schlechter bezahlt, ja, leider. Wenn du jetzt rückblickend, du bist jetzt mittlerweile Mutter geworden, darüber möchte ich gerne noch später mit dir reden, aber wenn du jetzt rückblickend sagen würdest, Ihr wart damals zu zweit. Wäre der Schritt für dich auch einfach gewesen, wenn du da schon Mutter gewesen wärst, also ins Ausland zu gehen oder war das nochmal eine ganz andere Situation? Natürlich auch schwierig zu machen. Also 2019, als wir ausgewandert sind, da war ich noch überhaupt nicht in diesem Ich-will-Mutter-werden-Fokus. Also da war einfach nur Uni und erstmal so freies Leben irgendwie genießen. Und dann kam ja Covid und dann war mir irgendwie klar, okay, ich will jetzt langsam Mutter werden. Und dann hat man das quasi so direkt angefangen. Also 2021 ist mein Sohn gekommen, aber davor war es schon so auch in Planung. Also wir haben schon jahrelang darüber geredet, dass wir ein Kind wollen. Aber ich glaube, hätte ich in Deutschland schon ein Kind gehabt, wäre ich jetzt nicht ausgewandert. Also das wäre dann schon ein anderes Gefühl gewesen, dass man Familie und Freunde näher hat. Man kennt alles, das System. Also das waren schon hier viele Hürden. Also man hat ja in Deutschland schon viel Mental Load mit Bürokratie und so, aber in Spanien ist nochmal Next Level. Also die Bürokratie ist hier sehr schwierig. Und dann noch alles sich zu übersetzen und richtig zu verstehen. Man will keine Fehler machen. Da kommt als Mutter schon auf jeden Fall noch ein bisschen mehr drauf, als man eh schon hat. Also ich glaube, hätte ich das alles vorher gewusst und wäre in Deutschland, dann hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht. Du bist natürlich auch zu einer Phase schwanger geworden, wo es einfach generell alles auf dem Kopf stand. Wir waren zeitgleich schwanger, du hast auch 21 geboren. Du warst dann natürlich früher dran, weil du hattest auch eine Frühgeburt. Das habe ich natürlich auch mitverfolgt. Und wie war das? Also du hast jetzt gerade schon von der Bürokratie gesprochen. Also ich meine, wie bist du? Das ist vielleicht total interessant für Leute, die einfach auch noch spannen. Wie warst du krankenversichert? Also wie war das generell dann auch? Wer trägt die Kosten? Und wie war so die Versorgung? Also hattest du eine feste Hebarme? Magst du da mal uns ein bisschen teilhaben lassen? Da habe ich auch schon öfter, also ich kriege sehr, sehr viele Nachrichten dazu bei Social Media und versuche da den Mamas auch oder die, die Mamas werden wollen, auch immer klarzumachen, dass man sich wirklich vorher informiert, bevor man schwanger wird, weil so ein Umzug, während man schwanger werden will oder es schon ist, ist oft nicht so einfach. Also ich kenne mehrere, die dann für die Geburt wieder nach Deutschland gehen mussten, weil hier die Krankenkassen noch nicht, also wenn man hier zum Beispiel eine private Krankenkasse abschließt, dann nehmen die einen meistens nicht mehr, wenn man schon schwanger ist. Und es ist in Deutschland auch so, dass man da so eine Kohärenzzeit hat von meistens so sechs, acht Monaten. Und wenn man eben in der Zeit wechseln will, das ist halt sehr, sehr schwierig. Und ich hatte den Fall, dass ich auch schon schwanger war. Ich habe dann meine gesetzliche Krankenkasse in Deutschland, bei der ich noch versichert war, angefragt und die meinten, ja, sie würden das in Deutschland bezahlen, aber es ist so ein. Sie können mir nicht garantieren, dass die Geburt und die Untersuchung übernommen werden. Dann habe ich das immer alles selber gezahlt bei privaten Ärzten hier, weil ich ja keine private Versicherung hatte und habe am Ende aber über das staatliche System ihn bekommen. Und das war ja eine sehr, sehr teure Sache, weil Mats kam ja zwei Monate zu früh. Wir waren fünf Wochen in der Klinik in Barcelona und das waren über 100.000 Euro, die ich hätte so zahlen müssen. Und da war ich sehr, sehr froh, dass mich das staatliche System in Spanien da aufgefangen hat und das bezahlt hat. Das ist nämlich für alle hier kostenlos. Also das ist in den Steuern quasi mit drin. Das wird auch dem Einkommen entsprechend berechnet. Das zahlt man dann jeden Monat quasi mit den Steuern. Weiß ich nämlich deswegen gar nicht, wie viel ich da zahle. Aber Spanien hat sich quasi so auf die Fahne geschrieben, dass man jedem hilft. Also auch Leute, die gar kein Einkommen haben, sind hier krankenversichert und können hier ganz normal zu so einem medizinischen Haus gehen. Also das nennt sich KAP und da gibt es dann alle möglichen Ärzte und man kann auch dann ins Krankenhaus und die müssen einen behandeln. Aber die gesetzliche hat dann, wie gesagt, am Ende bei mir nichts bezahlt und ich kenne auch eine, da hat die gesetzliche Versicherung von ihr in Deutschland am Ende auch diese Frühchengeschichte nur zur Hälfte oder noch weniger bezahlt und die musste über 50.000 Euro selber zahlen. War sie auch in Spanien, war? Ja, genau. Sie war auf Mallorca und musste dann auch zurückgeflogen werden nach Barcelona aufs Festland. Wegen Frühchen war dann in der gleichen Klinik wie wir und ja, die bleibt da ganz schön auf hohen Kosten sitzen. Also man muss sich da wirklich vorher informieren, wie sind die Kohärenzzeiten, wie viele Monate braucht man, dass man schwanger werden darf vorher und ansonsten muss man echt in Deutschland das Kind kriegen und die Untersuchungen sonst selbst zahlen im Ausland. Du bist nach Spanien ausgewandert, nochmal einmal um das. Du warst ja dann freiwillig gesetzlich, denke ich mal, weil du selbstständig bist, freiwillig gesetzlich versichert und hast in Spanien keine zusätzliche private Krankenkasse abgeschlossen. Nee, ging nicht mehr. Die haben mich alle nicht mehr genommen, weil ich dann schon schwanger war. Aber du bist 2019 rübergegangen und dann wolltest, okay. Ich habe das erst später umgemeldet, weil wir ja nicht wussten, ob wir da bleiben. Okay, und wie bist du dann in dieses Netz, also in dieses Auffangnetz in Spanien gekommen? Weil ich hier gemeldet war und dann kann man das auch beantragen. Weil das ist natürlich super, weil ansonsten, aber vorher hast du alles selber gezahlt? Jeden Arztbesuch? Jede Untersuchung und alles, ja. Jeden Ultraschall? Wow, da habt ihr ja auch schon Tausende. Ja, und ich hatte ja noch eine Doula, also wie eine Hebamme, mir organisiert, die mit mir zu Hause in der Hausgeburt quasi so den ersten Teil machen sollte. Sie wollte ein Poolamt aufbauen in der 36. Woche und da wollten wir zu Hause erstmal alle Wehen veratmen und dann zusammen ins Krankenhaus fahren. Und dann kam er zwei Monate zu früh, das heißt, das habe ich auch noch alles gezahlt, weil ich das gar nicht nutzen konnte. Also ich hatte zwei Nachsorgetermine von ihr zu Hause, aber ansonsten habe ich alles gezahlt und konnte gar nichts wahrnehmen. Okay, also ich meine, was man ja positiv sagen kann, ist, also wenn man das jetzt vergleicht, also dass sozusagen alle aufgefangen werden, wenn man sozusagen… Man braucht eine Nienummer und man muss gemeldet sein, ja. Okay, und das war bei deiner Bekannten jetzt nicht der Fall, die war sozusagen… Die war nur Urlaub, ja. Okay. Was kannst du sagen, du hast ja wahrscheinlich viele Freundinnen in Hamburg, die mittlerweile vielleicht auch schon Mütter sind, was, wenn du jetzt so vergleichst, so von der Versorgung bei dir in Spanien versus zu deinen Freundinnen in Deutschland, also wie sind da die Unterschiede, was hast du so wahrgenommen, hast du dich gut betreut gefühlt? Also ich habe ja nicht so den Vergleich, weil ich ja nie in Deutschland schwanger war. Bei meinen Freundinnen habe ich es immer nur so mitbekommen, dass die auch ungefähr so viele Kontrollen gemacht haben wie ich. Ich habe es ja jetzt selber gezahlt, sie haben es bezahlt bekommen. Bei der Frühchengeburt allerdings habe ich mich besser aufgehoben gefühlt als in Deutschland. Auch wenn ich die Sprache nicht ganz verstanden habe, aber es ist eine der besten Kliniken Europas für Kinder gewesen oder ist immer noch. Eine super Klinik und wir haben uns da total gut aufgehoben gefühlt und da habe ich sehr viele Vergleiche gehabt, was diesen Bereich angeht. Also in Deutschland in der Covid-Zeit durften teilweise die Mamas nur zu bestimmten Zeiten hin, hatten nur einen Klappstuhl und ich hatte richtig so einen guten Liegestuhl. Da eine Komplettversorgung durch tolle Ärzte, Hebammen und alles. Wie lange warst du stationär mit Mats? Fünf Wochen. Fünf Wochen. Und wart ihr die ganze Zeit als Familie zusammen oder wie habt ihr das gehandhabt? Nee, ich war tagsüber immer von morgens bis abends da. Felix hat es auch sehr viel versucht von morgens bis abends, aber der hatte ja noch unseren Hund, den er immer versorgen musste und zwischendurch einkaufen und Pakete abholen und was man halt so alles drumherum macht. Also er hat versucht, alles Organisatorische zu machen und viel da zu sein. Ich war auch zwei Nächte mal mit da, aber die haben da immer von abgeraten, weil man eben die ganze Nacht nicht schläft. Weil das war auch nur Gepiepe, also tausend Geräte, die da nur gepiept haben. Wo hast du geschlafen? Da gab es so ein Bett zum Ausklappen, halt auf der Station. Ach, du hast da gar nicht geschlafen? Nee, nur zwei Nächte, weil man da gar nicht schlafen konnte und die immer abgeraten haben, weil ich musste ja nachts alle drei Stunden abpumpen. und am Morgen die Milch mitbringen. Und wenn man die ganze Nacht nicht schläft, ist ja auch wieder die Milchproduktion gestört. Ja, also du bist dann immer eine Stunde nach Hause gefahren? Nee, wir haben in der Zeit ein Airbnb da um die Ecke gehabt, zum Glück. Okay, das musst du dir aber wieder selber zahlen. Ja, das war mit einer Bekannten eine ganz gute Geschichte. Die hatte so ein ganz kleines Häuschen auf so einer Pferdefarm. Das war sehr abenteuerlich. Da waren wir dann mit so schwarzem Wasser und so. Ja, aber besser als nichts. Ach krass, aber das muss ja wirklich eine sehr krasse Zeit gewesen sein, weil ich stelle mir vor, wenn man dann halt immer abends aus der Klinik, also es ist sowieso schon, finde ich, was man wirklich nur nachvollziehen kann, so wenn man ein Kind in der Kinderklinik hat und dann über mehrere Wochen da auch stationär ist, weil es ist einfach sowas ganz anderes und du hast ja gar nicht so diese Erholung von der Geburt gehabt. Man geht echt durch den Tunnel und dieses alle drei Stunden, dieses Abpumpen und Stillen, wenn man vor Ort ist und Winde wechseln und so, das tagsüber und nachts hat echt, boah, mich, und diese Sorgen, er hatte immer so Atemaussetzer. Das hat ja jedes vierte Frühchen und das hatten wir jetzt ständig und das hat mich auch immer so viel Kraft gekostet, dass ich nie wusste, was erlebe ich jetzt am nächsten Morgen, wenn ich diesen Gang langgehe. Ja, und nach fünf Wochen konntet ihr dann ja mit eurem Sohn nach Hause gehen. Hast du dann nochmal die Möglichkeit gehabt, sozusagen so ein bisschen Wochenbett nachzuholen oder wie war dann der Alltag oder gab es da eine Versorgung durch deine Hebamme oder wie ist das gehandhabt? Also ich hatte zwei Nachsorgeuntersuchungen mit meiner Hebamme oder Dula, die ich mir da gebucht hatte und ansonsten hatte ich 16 Termine für Mats zur Kontrolle und ich wurde einmal nach der Geburt noch im Krankenhaus da, wo ich die Geburt hatte, untersucht. Und dann warst du einfach ganz alleine zu Hause? Keiner hat nach dir geschaut. Das finde ich schon krass. Also das finde ich schon einen Unterschied zu Deutschland, weil man natürlich auch beim Frühchen noch viel länger Anspruch hat, auch was sie bei Betreuung angeht. Ich finde gerade, wenn man so nach fünf Wochen Intensivstation nach Hause kommt, ist es ja dann wirklich nochmal gut, da wirklich auch, und wenn es nur einmal die Woche ist oder zweimal die Woche, nochmal einen Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin für diese ganzen Fragen zu haben. Ich habe mir dann Privattherapiesachen gebucht. Also ich habe bei einer, die ist auf Traumatherapie spezialisiert gewesen für Frühchenmamas, da hatte ich so eine Gesprächstherapie online gebucht. Dann habe ich noch eine Körpertherapie gemacht online bei einer, die mir in Hamburg empfohlen wurde. Und dann habe ich noch einmal so ein Havening gemacht, auch online. Ja, aber alles online, ne? Also warst du schon sehr isoliert, ne? Also wie waren so die ersten Wochen, ja, also Covid natürlich nochmal extra, aber wie waren so die... Und Spanien. Und Spanien. Und die Sprache? Konntest du die da schon gut? Nee. Sprichst du jetzt fließend? Ich verstehe fast alles. Ich rede auch ganz gut, man versteht mich, aber dadurch, dass hier alle Katalanisch sprechen, ist es halt so, ich spreche mit denen Spanisch und die antworten mir auf Katalanisch und das sind so andere Wörter und so schnell und das ist ja so mit Portugiesisch mit drin und Französisch, Italienisch und das ist schon richtig schwierig, wenn man in ein Land geht, wo direkt zwei neue Sprachen sind. Habe ich auch unterschätzt. Ja, das hast du unterschätzt. Also eigentlich muss man ja Katalanisch lernen, wenn man nach Barcelona geht. Aber das können ja wieder die Leute, die von Madrid zum Beispiel hier leben, gar nicht. Also eigentlich ist die Landessprache ja Spanisch, deswegen will ich lieber Spanisch sprechen. Aber Katalanisch wird halt überall gesprochen, auch in Mazquita, in der Schule, überall ist erste Sprache Katalanisch. Ja, und was lernt ihr jetzt? Katalanisch? Katalanisch und Spanisch, ja. Ja, okay. Ja, ich finde das, ich habe einer der besten Freunde von meinem Mann, der ist auch von Hamburg ausgewandert vor 25 Jahren nach Barcelona und hat auch eine Katalanin geheiratet. Und da kriege ich das natürlich auch mit von der Sprache her. Das ist natürlich wirklich nicht so einfach. Ich meine, für deinen Sohn ist es natürlich super, weil er da einfach mit aufwächst. Ja, aber aktuell ist es ganz schwierig, weil diese Übergangsphase, wenn er alles versteht, aber noch nicht spricht, aber mit fast vier in dieser Phase ist, wo er halt ganz viel mit Sprache spielt und macht, ist das für ihn halt super frustrierend und auch schwierig, Freunde darüber zu finden. Also wir haben gerade eine ganz schwierige Phase, weil er halt im Deutsch so viel spricht und allen viel schneller vertraut, die Deutsch können, aber wenn jemand mit ihm Katalanisch spricht, ist er eher so eine, also er versteht es, aber er redet ja nicht zurück, sondern er antwortet auf Deutsch und das ist ganz schwierig. Okay, also ist es aktuell im Kindergarten noch nicht einfach? Ich gewöhne gerade wieder neu ein und er braucht mich so doll als Sicherheitspool, also generell, aber bei so einer Kita-Eingewöhnung natürlich nochmal doller und aktuell ist halt die Sprache ein sehr großes Thema. Und wieso habt ihr jetzt nochmal gewechselt? Weil wir in der, also wir waren erstmal in der staatlichen Kita ein Jahr, da musste man dann weg, weil ab drei fängt hier die Vorschule an und in der Vorschule gibt es aber immer keine richtige Eingewöhnung. Das war mit ihm nicht möglich, das hätten wir nicht machen können, weil er halt so doll Mama ist und ohne Eingewöhnung einfach an der Tür abgeben geht bei uns auf gar keinen Fall. Und das ist hier in Spanien halt leider normal. Das ist vielleicht auch nochmal ganz gut, dann näher darauf einzugehen, weil wenn man jetzt zum Beispiel gerade überlegt auszuwandern mit Kindern, die vielleicht schon ein oder zwei Jahre alt sind oder drei, also wie ist das System da? Also die staatlichen Kindergärten sind ab vier Monaten, weil man kriegt hier nur 17 Wochen Elterngeld. Und dann geben die die mit vier Monaten meistens, wenn sie es müssen, in die Kita. Manche auch erst so mit acht Monaten, das ist aber eigentlich schon spät. Und dann gibt es da keine Eingewöhnung in den meisten Kitas. Also man gibt hier bei der einen Kita, gibt man direkt an der Tür einer fremden Frau sein Kind und darf gar nicht mit rein. Und bei der anderen Kita, egal welches Alter, gibt es immer an der Tür ab. Und bei der Kita, wo wir waren, bei der staatlichen, da durfte ich jeden Morgen 30 Minuten mit dabei sein. Das heißt, die Eingewöhnung hat sich auch ewig gezogen, weil ich am Anfang ihn natürlich dann immer wieder mitgenommen habe. Und dann sind wir zu einer Waldkita gewechselt, statt zu einer staatlichen Schule, weil dann mit drei fängt ja schon hier die Schule an. Und da konnte ich eingewöhnen, solange ich wollte, da war ich dann zwei Monate. Also das heißt, wenn man eine Eingewöhnung will, muss man entweder mit den staatlichen Kindergärten und Schulen reden, was möglich ist. Manche Kinder sind ja auch super offen und denen macht das nichts, da direkt abgegeben zu werden, weil die halt eh so alles lieben. Aber die meisten Kinder weinen halt sich da echt alles raus und werden wissen, es kommt jetzt keiner und dann sind sie irgendwann abgestumpft. Aber permanent erkältet, also wirklich, man denkt ja in Spanien, wenn die so viel draußen sind und gutes Wetter ist, sind die fast gar nicht krank. Aber die werden alle, dadurch, dass sie keine Eingewöhnung haben, sind sie erstens gestresst, können sich gar nicht erholen. Dann sind sie meistens so bis 17 Uhr in den Kitas, danach direkt auf dem Spielplatz mit allen. Das ist hier so Tradition, dass man danach dann auch noch so eine Stunde mindestens dann mit den allen auf dem Spielplatz ist. Und dann haben sie teilweise auch noch ab drei haben die eigentlich alle dann noch so Nachmittags Sachen wie Schwimmen, Touren oder Tanzen oder sind ja bei Oma und Opa bis abends und sehen dann ihre Eltern noch fürs ins Bett bringen. Also das ist hier schon krass, wirklich wie Ganztagsschule nach Fastgeburt. Also das war mir wirklich nicht so bewusst, aber ich finde halt so, da ist ja gar kein Regulieren möglich. Nee, richtig schwierig, ja. Und Kinder, die einfach andere Bedürfnisse haben, gehen dann natürlich in dem System total unter. Auch mit diesem Kranksein, ne? Also in Deutschland darf man ja nicht mit irgendwie grünen Schleim zum Beispiel hinbringen, habe ich gehört, und 24 Stunden fieberfrei oder so. Und da geben die die halt so krank teilweise ab, weil sie halt alle arbeiten müssen und man halt auch weiß, okay, wenn ich die Einzige bin, die immer ihr Kind zu Hause lässt, weil das Kind schnupfen und husten hat, so, da haben ja alle schnupfen und husten, dann gibst du auch irgendwann dein Kind so hin, also es ist halt. Schon krass. Also, und du guckst ja schon sehr auf die Bedürfnisse deines Kindes, wie war es da für dich jetzt überhaupt einen richtigen Ort zu finden? Also es gibt dann private Sachen. Ja, genau, er ist ja in eine private Waldkita gegangen. Das war jetzt für einen ja auch echt gut. Da habe ich zwei Monate eingewöhnt. Jeden Tag von 9 bis 14 Uhr war ich mit da. Das schlauft natürlich auch ganz schön und war ich oft verzweifelt, wie das überhaupt klappen soll. Dann mochte er es irgendwann auch echt gerne und jetzt waren da aber seine zwei Freunde, konnten da nicht mehr mit hin, weil der Weg immer zu lange war. Die sind gewechselt und jetzt habe ich da echt keine Lösung gesehen, dass er da wieder ankommt. Deswegen bin ich jetzt in eine andere Waldkita gewechselt, wo sein Kumpel auch ist und da ist er auch total fröhlich, aber da gewöhne ich ja jetzt erst einen seit einer Woche. Also die machen halt, die haben viel mehr Struktur, das braucht er halt voll, um sich sicher zu fühlen, vor allem jetzt auch mit der Sprache. Und in der anderen Waldkita war es eher so, man gibt das Kind da hin, man hat einen Morgenkreis, man geht zusammen in den Wald, aber sonst nur freies Spiel. Und er ist halt gar nicht der Typ dafür. Er liebt halt Action, wenn was vorgemacht wird, wo sie es nachmachen. Struktur, dass er weiß, was als nächstes passiert. Und das war bei der anderen Waldkita halt gar nicht. Da war es alles viel zu frei für ihn. Gab es da Situationen, wo du gedacht hast, das funktioniert hier nicht mehr für euch? Öfter. Also vor allem jetzt vor so zwei, drei Wochen haben wir wirklich überlegt zurückzugehen, weil privat sehr viele Sachen los waren. Also gesundheitlich sind einige Sachen in meiner und in Felix-Familie los gewesen oder auch mit Freunden. und da haben wir einfach, als wir jetzt wieder sechs Wochen in Deutschland waren, gemerkt, boah, das ist irgendwie echt schwierig, so weit weg zu sein, es fühlt sich falsch an. Vielleicht gehen wir doch wieder zurück, weil es auch alles so schwer ist für Mats, mit der Sprache hier und Freunde zu finden und man tut ihm direkt so zwei neue Sprachen an, gefühlt so, also aktuell fühlt es sich halt ein bisschen so an, dass er eh so ein Gefühl von ich brauche ganz, ganz viel Sicherheit hat und dann noch dieses mit den Sprachen obendrauf. Ja, aber jetzt gerade versuche ich mich nur auf Spanien zu fokussieren, weil wir fühlen uns hier super wohl, wir lieben unser Haus, wir haben ja tolle Freunde, die neue Kita ist auch echt cool, also ich versuche jetzt gerade nicht zweigleisig irgendwie zu fahren, weil es viel zu anstrengend für mich ist, aber grundsätzlich könnten wir es uns schon vorstellen, für die Schule irgendwann auch wieder zurückzukommen, mal gucken. Ja, aber es ist ja wahrscheinlich jetzt auch gerade so diese Übergangsphase, wenn er die jetzt schafft mit den Sprachen, dass es dann ja wahrscheinlich wie das schwierig ist. Wie hast du ihn im Sommer, also da seid ihr immer eine lange Zeit in Deutschland, wie hast du ihn da empfunden? Hast du das Gefühl, es war für ihn einfacher? Also spielen mit anderen und offen sein mit anderen Menschen definitiv, aber viel zu viel Wechsel von zu vielen Menschen und Aktivitäten. Also wir waren wirklich, wir erholen uns jetzt noch davon. Es war viel zu viel. Also er konnte sich gar nicht mehr regulieren. Er hat irgendwann gar nicht mehr akzeptiert, irgendwo außerhalb auf Toilette zu gehen zum Beispiel und so. Also es haben sich viele Sachen gezeigt, wo er, auch zum Beispiel meine Mama hat er einen ja nicht gesehen und wollte dann, als wir bei ihr in Lübeck waren, wollte er gar nicht da sein und wollte sofort wieder nach Hause, hat zwölf Stunden Pipi eingehalten und boah, das nimmt einen so mit, ne, weil man als Mutter ja nur das Beste will, man macht sich die ganze Zeit Sorgen und ja, wir müssen uns bis jetzt noch davon erholen, also. Wir sind halt da jetzt gerade nicht zu Hause, das hier ist ja unser Zuhause, er hat immer nur gesagt, er will zurück nach Spanien in sein Haus, in sein Zimmer, ne, mit Pool und Strand und das ist natürlich schon was anderes. Ja, wie ist generell so, also du hast es gerade angesprochen, dass ihr auch gerade so ein bisschen Familie vermisst, weil wahrscheinlich Eltern älter werden und so weiter. Wie ist so der Kontakt? Seht ihr euch regelmäßig? Kriegt ihr viel Besuch? Meistens kriegt man ja viel Besuch oder ist es dann doch nicht so? Wir haben seit sechs Jahren fast durchgehend Besuch, muss ich sagen. Wir hatten jetzt zusätzlich auch immer mal Au-pairs und so. Das war natürlich noch zusätzlich jemand im Haus. Wir haben auch extra ein großes Haus gekauft mit vier Bädern und vier Schlafzimmern und vielen Etagen. Aber ja, manchmal nervt es auch, muss ich sagen, weil man halt, wir sind schon eigentlich so welche, die viel nackt rumlaufen, viel laut Musik hören, tanzen und so ihr Ding machen. Und wenn Leute hier sind, dann muss man sich ja schon ein bisschen auch nach denen richten und die machen dann hier Urlaub, wenn man mit denen was erleben, dann schaffen wir wieder seine Routine und arbeiten nicht. Also das ist ja immer eine Unterbrechung und für Mats ist es natürlich auch nicht so schön, dass dann immer zum Beispiel Opa kommt, jede Ferien, da freut er sich super da drauf und dann, wenn er aber abreist, ist er erstmal wieder voll traurig und wir müssen ganz viel facetimen, also machen wir eh, aber diese Abschiede sind, glaube ich, für ihn auch echt schwer, also er ist sehr sensibel und das tut mir ja manchmal auch echt leid, diese vielen Wechsel. Da bin ich dann halt über seinen Sicherheitspol und dadurch ist das dann nochmal verstärkt, habe ich so das Gefühl. Ihr beiden seid ja sowieso wie Top auf Decke, ne? Genau, ich habe das immer so ein bisschen mitgekriegt. Wie hast du dir so dein Netzwerk aufgebaut? Ich meine, das ist ja bestimmt, also du hast einmal, hast du eher Expert-Freunde oder weil du sagst, die Sprache ist immer noch ein Thema bei dir. Also hast du vorwiegend einfach eher Freunde aus Deutschland oder aus, die englischsprachig sind. Wie hast du dir so deine Community, wie war das? Weil ich glaube, das ist immer so, was alle sich fragen, wie ist es dann? Also erstmal hat man ja dieses so, das schöne Wetter, denkt man, das bringt es gut fürs Gemüt. Aber wie sieht dein Alltag aus? Weil ich glaube, das ist ja, was alle wissen wollen und wie man das an sich dann auch aufbaut. Weil irgendwann ist ja der Urlaubsmoment auch so vorbei. Und dann muss man ja, wie du sagst gerade, wichtig sind ja Strukturen für euch als Familie. Wie hast du dir so sein soziales Netz da so aufgebaut? Also in Barcelona war es ganz witzig. Wir hatten eine Freundin aus Deutschland, die hat in Barcelona viele Jahre mit ihrer besten Freundin in einer WG gelebt. Und als die dann weggezogen ist, meinte sie, hey, triff dich echt mal mit meinen Freunden. Die sind alle so cool, alle selbstständig als Models oder machen andere Sachen und haben immer so Zeit, cool zusammen zu kochen und so. Und das war dann direkt unsere Clique. Also wir haben dann immer zusammen gekocht, mehrmals die Woche und waren irgendwie unterwegs und ja, es war voll schön. Und dann ist aber ein Pärchen davon nach Deutschland zurückgezogen, er aus Kapstadt, sie aus Deutschland. Und wir sind dann hier aufs Land gezogen, eine Stunde entfernt und deswegen hatten wir mit denen dann leider nicht mehr so viel zu tun, weil halt auch Covid war, man durfte nicht die Bereiche verlassen. Die hatten uns nur beim Umzug geholfen und ansonsten durfte man nicht über die Grenzen fahren, wenn man keinen Zettel quasi hatte von Hausbesichtigung oder sonstiges. War eine sehr schwierige Zeit und dann haben wir hier welche kennengelernt, die hat eine WhatsApp-Gruppe gegründet mit allen internationalen Familien, die hier hingezogen sind. Da sind wir mittlerweile über 100 Familien, die alle von überall kommen und deswegen sprechen wir, wenn wir mit den ganzen Leuten hier unterwegs sind, eigentlich nur Englisch, aber unsere engsten Freunde, die sich so rauskristallisiert haben, sind schon meistens deutsch. Also wir haben in den Jahren immer wieder gemerkt, dass wir zwar mit englischsprachigen Leuten auch super eng kommen, aber nie so tief, dass du dich so fallen lassen kannst. Du sitzt abends zusammen und redest wirklich, wie es dir geht und über was du dir Gedanken machst. Auf Englisch ist irgendwie nochmal immer was anderes gewesen. Und ja, die Spanier, die sind natürlich auch, viele sind hier aufgewachsen, die haben ihre Freunde von früher. Die sind auch nicht so, dass die sich dann jeden Tag melden, sondern da muss man sich immer selber melden. und die sind dann auch immer super freundlich und aber so ganz, ja, dass man wirklich auf die tiefsten Ebenen kommt und alle so miteinander sich immer sehen, ist nicht so, leider. Also wir haben spanische Freunde, die sind auch echt super, aber die haben halt so viele andere Freunde, dass man sich halt super selten sieht. Also bist du doch die Deutsche mit den Deutschen in Spanien? Ja, also es ist auch eine internationale Community. Also wenn ich hier rausgehe in unserem Ort und bin unten am Strand, da treffe ich bestimmt so 50 Leute. Also es ist halt schon wie Berlin in deiner Ecke wahrscheinlich, wo du dann immer die Leute siehst, keine Ahnung, Prenzlauer Berg oder so. Ich wohne nicht in Prenzlauer Berg. Nee, nee, ich weiß. Aber wenn du da unterwegs bist, ne? Ja, dann trifft man halt viele Leute, ja. Genau, dann trifft man halt die Leute. Und so ist es hier halt auch nur, dass man am Strand lebt. Also man kann halt einfach entspannt mit den Kindern am Strand gehen oder auf dem Spielplatz oder so. Und da sprechen wir größtenteils Englisch und manchmal Spanisch. Aber ansonsten ist es schon mit denen, die wir so die Wochenenden verbringen, sind schon meistens dann immer ein Teil Spanisch, ein Teil Deutsch, also ein Partner davon oder eine Partnerin und dann spricht man größtenteils Deutsch. Also spricht euer Kind aber dann auch wahrscheinlich Englisch auch noch, ne? Versteht, aber redet nicht, ne. Okay, also es ist ja wirklich ganz schön viel, also der ist, wann wird der vier? Jetzt im Dezember am 8. Ja. Ah, krass. Wirklich sind mein jüngstes Kind und dein Kind einfach gleich alt. Du machst einfach nur, oh ja, genau. Ich habe auch ein Dezember-Kind, was jetzt vier wird. Ja, super alter. Okay, also so stelle ich mir das halt auch auf, es sind viele aus Berlin gerade, wandern viele nach Mallorca aus und sind da ja auch eher auf privaten Schulen, also internationalen Schulen und so. Und so stelle ich mir dann die Community halt auch mal vor. Aber wenn man das so hört, man muss schon mit einem kleinen Polster dahin gehen. Also es ist ja schon, also wenn du jetzt, du hast sehr viele private Kosten auch jetzt genannt. Also es ist ja nicht etwas, was würdest du zum Finanziellen sagen, wenn jetzt Leute uns zuhören und sagen so, ja, ich würde es auch gerne mal probieren. Also ich meine, du hast jetzt einfach weitergearbeitet und hast ganz normal dein Geld über Instagram verdient. Dein Mann ist Model, der hat ja wahrscheinlich eh mehr Jobs da unten gehabt. Nee, bei ihm waren eher die Jobs in Deutschland und ich muss auch sagen, ich war dann gar nicht mehr auf Events in Deutschland. Ich hatte weniger Jobs, die vor Ort irgendwie verknüpft sind. Habe ich auch bis heute immer mal wieder, dass ich halt dann manche Jobs nicht kriege, weil ich halt nicht vor Ort bin oder manche Sachen nicht verschickt werden können wegen Kühlung oder was weiß ich. Haben auch viele Travel-Blocker ja immer Probleme mit den Orten, wo man es dann hinschickt. Also manche Kunden wollen das halt einfach nicht. Bei mir war es aber so, dass ich 50.000 Follower hatte, als ich weggegangen bin und dann bin ich auf 180.000 hoch. Also es kam dann schon, dass die Leute es sehr interessiert hat, auszuwandern, Strandcontent, gute Laune, Sommer, Strand jeden Tag zu sehen. Ist bis heute so, schwanger dann. Aber grundsätzlich würde ich schon sagen, dass wenn man finanziell gut aufgestellt ist und freiberuflich ist, dann kann man ja von überall arbeiten. Man sollte sich aber schon vorher auch Gedanken machen, wie es steuerlich ist. Also ich hatte zum Beispiel immer auf dem Schirm, dass hier die Steuern besser sind, aber mit dem Einkommen, was ich habe, sind sie viel schlechter. Also ich zahle hier 49 Prozent, in Deutschland hatte ich 33 Prozent, weil ich alles absetzen konnte und hier kann ich fast gar nichts absetzen. Dadurch, dass das hier ein Sozialstaat ist in Katalonien, kann man so gut wie nichts absetzen. Es wird auf alles geachtet und die, die viel verdienen, kriegen auch ab einem bestimmten Wert, den man quasi, also wenn du ein Haus hast, ein Auto, eine Yacht, keine Ahnung was, du überschreitest sehr, sehr schnell auch noch eine Grenze, wo du dann eine Vermögenssteuer hast. Also wenn du reich bist, wird dir hier sehr, sehr viel weggenommen. Und für die Mittelschicht, die freiberuflich sind, ist es noch schlechter als in Deutschland. Also ja, ich muss man sich vorher Kopf machen. Ich wusste es auch nicht, wie gesagt, und ärgere mich sehr, dass ich da nicht ein besseres Konstrukt hatte. Okay, das hört sich auf jeden Fall nicht so easy an. Also du bist da wirklich auch so ein bisschen reingerutscht und hast dein Learning by Doing in Spanien. Dann hast du sozusagen jetzt einen spanischen Steuerberater. Die dich da unterstützt. Weil das ist ja auch sowieso nochmal, stelle ich mir jetzt auch gerade schwierig vor, weil einige Sachen ja dann in Deutschland gemacht werden, wie du das halt alles verstehst. Auch mit einer GmbH. Wenn man eine GmbH in Deutschland hat, muss man sehr, sehr aufpassen mit Auswandern, weil man eine Wechselflugsbesteuerung so hoch haben kann, dass man es sich gar nicht leisten kann. Also da sollte man auch sehr aufpassen. Keine Firma vorher gründen, bevor man weg will. Also da muss man ein Steuerkonstrukt haben mit zum Beispiel einer Struktur, wo noch zwei Sachen oben drauf sind. Und dann gibt es ja bestimmte Berater, die das machen. Und wenn man auf der GmbH noch zwei Sachen oben drauf hat, mit einer Personengesellschaft und noch einer Holding, dann kann man das so regeln, dass man keine Wegzugsbesteuerung zahlt. Ansonsten kann man wirklich so viel, also ich hätte so viel zahlen müssen, hätte ich eine GmbH da gehabt, dass ich nicht hätte wegziehen können. Weil es sind irgendwie 3,75 Prozent oder so von dem, was ich verdient habe. Ja, also es ist nicht nur alles heiter Sonnenschein. Aber ich meine, mir war es nicht so bewusst, dass es so ein krasser Sozialstaat ist. Ja, doch, total. Also sie sind ja auch voll links, also generell, was alles betrifft. Das ist ja auch voll cool, also für die Menschen, die wenig Geld haben und für die Einstellung von den Leuten. Finde ich schon auf jeden Fall. Das heißt, die öffentlichen Schulen und Kinder, also ich meine, das hat mich jetzt ein bisschen erschreckt, wie es gehandhabt wird, aber sonst sind die Ausstattungen so gut. Also ist es notwendig, überhaupt eine private Einrichtung zu besuchen oder sind die Ausstattungen und ist das System sozusagen staatlich auch gut versorgt? Ich meine, du kannst ja nur für Kindergarten sprechen, weil du aktuell noch kein Schulkind hast. Ja, wir lesen sehr viel auch darüber. Also zum Beispiel hier in der staatlichen Schule, die hat schon einen sehr guten Ruf. Es gibt hier zwei, die sind angeblich nach dem finnischen Schulsystem. Und ich habe neulich eine Tabelle gesehen, dass Spanien auf Platz 5 ist und Deutschland, glaube ich, auf Platz 19 oder so. Weit hinten. Was Schule angeht. Genau. Und da hat Spanien eigentlich gut abgeschnitten. und auch alle, die wir kennen, sind zufrieden mit den staatlichen Schulen hier. Bei uns ist es aber noch so, wir sind uns noch nicht ganz so sicher, ob diese ganzen Sachen für uns so passen, weil es halt immer auch sehr, sehr lange ist. Also man holt hier bei den staatlichen Kitas immer ab 12.30 Uhr ab, wenn man es sich leisten kann, machen oft die Oma und Opa, dann hat man eine Mittagspause, isst zu Hause und bringt um 15.30 bis 16.30 Uhr nochmal hin. Eine Stunde. Teilweise auch anderthalb Stunden, je nachdem. Und da haben die teilweise dann so klassenübergreifende Sachen mit älteren Schülern was zusammen oder Yoga und so. Also auch viele coole Sachen. Aber ich glaube, dass unser Sohn zum Beispiel, weil es gibt irgendwann eine Pflicht für die Nachmittage, dass er halt gar nicht mehr hingehen wollen wird, wenn er einmal zu Hause ist, weil er liebt zu Hause. Also ich weiß, es gibt einfach bestimmte Kinder, die kriegst du dann nicht mehr dahin. Und da müssen wir mal gucken, wie wird das dann. Also ich meine, aber viele Kinder sind dann halt auch nicht zu Hause. Genau, viele Kinder bleiben auch da. Aber da ist es so, dass nicht die Lehrerin mit denen den Übergang macht mit Essen und Freispiel oder Schlafen, sondern das macht eine eigene Agentur. Die kommen dann an die Schule und das sind andere Lehrer, die ab drei Jahren dann mit denen quasi diese Mittagssachen machen. Aber was macht man denn mit drei Jahren schon in der Schule? Was machen die da? Ja, die schon spielen, aber auch Sachen lernen. Die Buchstaben schreiben und sowas machen die da auch schon. Und Englisch ist dann schon ab drei. Die haben da Musik und so ein bisschen sportliche Sachen. Fällt schon krass, oder? Ja, und es ist halt auch sehr, sehr lange. Also hier sind schon sehr viele Oma und Opa auch integriert. Wir sehen sehr viele Omas und Opas, die dann immer abholen und dann abends bringen echt nur noch die Eltern ins Bett, weil es anders nicht möglich ist. Die müssen so viel arbeiten. Weil halt der Lebensstandard schon auch wie in Deutschland, hier wollen alle alles ihren Kindern bieten, wollen tolle Urlaube machen oder was auch immer und die Mieten zum Beispiel in Barcelona sind genauso teuer wie jetzt in Hamburg und ich weiß gar nicht, wie die das bezahlen mit ihren staatlichen Einkommen, weil das halt viel geringer ist. Okay, das hat sie ja. Also was mir so ein bisschen so, was ich so ein bisschen raushöre und das ist für mich ja so, die auch aus so einem Job herkommt, ist ja schon, dass es eher so nach dem Funktionieren, also man muss schon funktionieren in dem System, also weil, wenn du jetzt Kinder hast, die sozusagen ganz andere Bedürfnisse haben, wie du es ja auch bei deinem Kind beschreibst, also. Schon schwierig. Dann ist es schon schwierig, weil ich muss ganz ehrlich sagen, jemanden irgendwo an der Tür abzugeben, ich möchte schon sehen, was da passiert. Das ist dann einfach wie so, das funktioniert, da funktionieren dann halt, also man muss dann halt funktionieren. Ja, und halt irgendwie auch so damit klarkommen, dass das System dann so ist. Also man weiß es halt vorher zum Beispiel alles nicht. Also auf Mallorca ist es viel einfacher auszuwandern, weil da sind super viele Deutsche. Alles ist quasi vorbereitet für deutsche Auszuwandern. Die helfen dir bei der NIE-Nummer, die kannst du auch schon in Deutschland beantragen, die du für alles brauchst in Spanien. Du hast teilweise in den Supermärkten alles auf Deutsch. Bei uns ist hier was ganz anderes, weil wir sind eine Stunde von Barcelona südlich am Strand. Hier sind halt fast gar keine Deutschen. Wir kennen drei Familien, die deutsch sind. Alle anderen sind halt aus Spanien oder anderen Ländern, die bei uns hier leben. Und da mussten wir uns halt alles selber erkämpfen. Und es war schon sehr schwerte Bedingungen. Und Covid, ne? Also ich glaube, wenn du nach Mallorca auswanderst, ist es schon sehr, sehr viel einfacher. Aber du kannst dir halt auch kein Haus mehr am Strand leisten wie hier. Weil da ist dann alles entweder voll mit Touristen und du zahlst zwei Millionen für ein kleines Haus am Strand, was dir wegschimmelt jedes Jahr. Weil es halt so hohe Luftfeuchtigkeit mit Salz ist. Brauchst super viel Geld immer zum renovieren. Und bei uns hier, wir konnten uns halt noch ein Haus leisten, was halt super nah am Strand ist. Ich fahre mit dem Fahrrad sechs Minuten an den Strand. Und wir haben einen Pool, haben ein riesiges Haus und gucken direkt in die Natur. Und können halt jederzeit mit dem Auto auch losfahren, weil wir auf dem Festland sind. Das war uns halt voll wichtig. Wir haben immer wieder überlegt, Mallorca oder nicht. Aber von hier fahren wir halt einfach jeden Sommer mit dem Auto los, weil wir einen Hund haben. Und von Mallorca aus ist es halt nochmal viel länger und viel teurer, weil die Fähre auch so super teuer ist mit Hund, weil man immer so eine Kabine braucht. Okay, also ihr seid die richtigen Auswanderer, sagst du. Mallorca ist halt ein Stück. Nee, aber auf Mallorca ist schon alles sehr viel einfacher, sage ich damit. Da findest du vielleicht auch in der Klinik Leute, die halt super Englisch können oder vielleicht sogar Deutsch. Ja, das sind super viele deutsche Ärzte. Ja, und hier kann halt fast gar keiner Englisch. Also, okay. Ja, sag ich ja, deshalb, ihr seid advanced. Und das andere ist das einfache Auswandern. Deshalb sind die Spanier auch ein bisschen genähert von den Deutschen auf Mallorca, ne? Ja, ja. Also, genau, das ist ja, wenn du... Hat dich das beeinflusst sozusagen? Also ich finde es schon sehr krass, was du gerade so berichtet hast, was so die Mentalität ist. Du bist nur zum ersten Mal dort Mutter geworden. Ich meine, du hattest wahrscheinlich, bist ja im Social Media mit vielen Deutschen auch verbunden. Hat das was mit dir gemacht? Hast du immer auch hinterfragt, ist bei mir das nicht richtig, dass ich das nicht kann oder dass es für uns nicht so funktioniert? Also das stelle ich mir schon irgendwie so, weil es für die haben dich ja wahrscheinlich auch viele Leute angeguckt und gesagt, was stellt sich jetzt hier vielleicht so, in Anführungsstrichen, was stellt sich jetzt hier so an? Also so ist das nun mal. Also hat das was mit dir gemacht? Man fühlt sich schon immer ein bisschen wie ein Außenseiter bei so Sachen. Also in der privaten Kita, da werden alle noch so mit vier gestillt. Da war ich gar nicht eine der längsten Stillerinnen, so sage ich mal. Aber klar, in der staatlichen, da habe ich halt immer noch gestillt und kein einziger hat da mehr gestillt. Ich war jeden Morgen vor langem mit da. Ich habe als erstes abgeholt. Teilweise habe ich, also ich habe jeden Tag gefragt, wie war es, was hat er gegessen. Alle anderen so einfach abgeholt. Ja, da gehen wir schon sehr anders mit um. Aber ja, da muss man so seinen Weg finden. Ja klar, aber ich finde halt auch gerade, wenn man das erste Mal Mutter wird, ist man ja auch, finde ich, beeinflusst oder auch verunsichert oder denkt so, ich hätte was anders machen müssen. Also hat dich das nicht irgendwie auch so ein bisschen aus der Balance gebracht? Also ich finde grundsätzlich, man hat ja so seine Meinung und ich finde es ja auch, man spricht ja sehr viel über Mom-Bashing und dass man keinen verurteilen soll und so, aber natürlich denkt man sich so seinen Teil oder man hat Mitleid mit den Kindern, wenn man da viele Sachen so sieht. Also hat man ja in Deutschland genauso mit anderen Themen so. Aber ja, wenn du halt jeden Tag Kinder siehst oder deine Freundin dir halt erzählt, ja heute habe ich ihn um 19.30 Uhr von der Oma geholt, ich habe ihn die ganze Woche eigentlich gar nicht gesehen. So, dann ist das halt schon krass, weil ich habe ihn halt eigentlich fast 24-7. Ich bin zwei Monate in der Eingefütung. Ich mache die Tage und Nächte und manche haben halt ihr Kind so ein bisschen als Nebensache und bei uns ist es halt die Hauptsache. Siehst du Unterschiede? Also kannst du es so beobachten? Also ich stelle mir das... Ja, die Kinder, die sind, ich würde sagen, die Kinder sind sehr gut erzogen, fremdbestimmt erzogen, wissen halt, wie man sich unterzuordnen hat. Die funktionieren. Genau, sind schon, also ich kenne auch zwei, die sind hier aufgewachsen mit deutschen Eltern und die sind beide sehr vernünftig, wo Felix sagt, krass, also das hat er jetzt noch nicht so erlebt, dass die wirklich so alle sprachen können und super. Kein Hund. Mini-Hilfe auf die Schuhe. Ich möchte auch mit erzählen. Was sagt sie? Was sagt sie? Gefällt ihr Spanien? Die hast du mitgebracht, ne? Ja, die haben wir mitgebracht. Ja, die findet Spanien ein bisschen zu heiß. Ja? Ja, also die kann schon zwei, drei Monate gehen, will kaum mit ihr spazieren, weil sie sich einfach nur hinlegt auf die Straße. Und dann kann man nur spät abends oder morgens mit ihr gehen. Und dann ist auch sehr viele Monate, wo sie nicht an den Strand darf. Das findet sie dann auch scheiße. Also ich glaube, sie genießt das immer sehr, dass wir in Deutschland auch mal ein paar Wochen sind. Okay, gut. Also nochmal zu diesem Kinderthema zurückzukommen. Ich glaube, dass es nicht von ungefähr, also es kommt jetzt nicht ohne Grund irgendwo her, dass hier so viele Teenager psychologische Probleme haben, würde ich mal sagen. Haben sie? Ja, es gibt sehr, sehr viele Nachrichtensachen dazu, dass die Jugendlichen sehr viel mit Depressionen hier zu kämpfen haben. Und wenn man so viel in Fremdbetreuung ist und nicht so viel Mitspracherecht hat, beziehungsweise auch keine Chance hat, irgendwas zu verändern. Die Eltern, die müssen ja halt arbeiten, damit sie sich das alles so leisten können. Und dann können sie es einfach nicht anders machen, wenn du nur 17 Wochen dein Kind zu Hause haben kannst. Ja, es ist schon, es ist dann wieder so, dass es nur für Privilegierte, die wirklich sehr, sehr viel Geld haben, wo es dann den Unterschied macht. Aber ich habe das so ein paar Mal, die ich in Barcelona war, auch so sehr empfunden, dass es sehr früh diese Abgrenzung vom Baby und es muss funktionieren und das hat mir wirklich sehr, sehr weh getan, weil da gar nicht so der Bindungsaufbau und so dieses so Kinder einfach brauchen ja einfach Zeit. Also ich finde ja sogar schon, dass Kinder mit eins einfach nicht gut aufgehoben sind. Einfach weil der Betreuungsschlüssel nicht stimmt und weil sie einfach, das muss man ja auch individuell entscheiden, aber wenn man dann muss, ist es natürlich einfach schwierig. Aber man merkt ja schon, dass so ab dem zweiten Lebensjahr es einfach viel, viel mehr Freude macht, die in die Kita zu schicken, weil sie da einfach sich verständigen können, weil sie einfach fit sind und alles, was unter zwei ist, ist halt so klar. Also das geht ja gar nicht darum, um schlechtes zu wissen zu machen, aber wenn wir so nach Kindern denken, was die Bedürfnisse von Kindern sind und das ist halt einfach schade, wenn eine Gesellschaft so aufgebaut ist, dass natürlich man gucken muss, wie alle ihre Mieten bezahlen müssen, aber dass die Kinder halt wenig gesehen werden und ich finde einfach mit vier Monaten jemand an der Tür irgendwo, abzugeben oder auch mit drei Jahren. Bricht einem das Herz. Ja, also ich glaube halt, was du dann auch gesehen hast, weil du hast es ja auch eingefordert, dass du da sein willst, wirst du ja sehr viele Tränen auch gesehen haben. Ja, sehr, sehr viel. Ja, und das finde ich schon... Und die Erzieherinnen können natürlich auch nicht jeden da auf den Arm nehmen, also wenn du mehrere vier Monate Alter hast, die liegen dann da halt auf dem Boden, in so kleinen Bettchen, dann kannst du halt nach und nach mal jemanden so hochnehmen und die anderen haben alle einen Schnuller einfach drin und kriegen Pränahrung und ist halt bis 18, 30 teilweise dann im Basloh in einer Kita, bis die Mama abholt, ne? Oh Gott, das kann ich mir gar nicht vorstellen. Ja, ist schon heftig. Aber in den alternativen Bubbles ist es halt schon so, dass sie sehr lange stillen, sehr viel tragen und es sehr viel auch um die ganzen Dinge geht, die in Deutschland so gemacht werden. Aber es sind halt alles nur dann ihre Bubbles, dieses großen, teils verbreitete ist halt schon dieses schnelle, lange Abgeben und viel Arbeiten, viel die Kinder abends mit überall dabei haben. Also Kinder finden schon viel mehr statt bei Festen und am Wochenende. Also da machen die Familien schon sehr viel mit den Kindern. Und es ist kinderfreundlich, oder? Ja, auf jeden Fall. Also man sagt so oberflächlich, lieben alle Kinder und sind froh, dass sie dabei sind. Aber sie werden auch so ein bisschen, ich sag mal, nicht auf die gleiche Ebene oft gestellt. Also man sagt hier sehr viel, dass es doch nicht so schlimm ist und komm, geht jetzt weiter und wird eher so gefördert, wenn sie halt was richtig toll machen, indem sie sich zusammenreißen. Das ist schon sehr viel auch. Da sehe ich auch immer wieder Reels zu, dass so dieses Familienfreundliche, was man immer so grundsätzlich sagt von Spanien, ja, aber so richtig kinderfreundlich auf manchen Ebenen dann auch nicht so richtig, weil halt vieles einfach von Kindern so ein bisschen unterdrückt wird, die Gefühle und so. Wenn du jetzt eine Freundin dich fragen würdest, würdest du sagen, do it? Ja, man muss halt seinen eigenen Weg finden. Also alternative Sachen gibt es ja, wie gesagt. Hier ist aber zum Beispiel die Waldkita schon ab eins. Würde ich mein Kind niemals hingeben, weil die krabbeln auf dem Boden rum. Da sind Eicheln, Oliven, kleine Steine. Die können nicht permanent das Kind auf dem Arm haben. Also es ist teilweise schon auch echt gefährlich gewesen. Ich war ja zwei Monate mit bei der Eingewöhnung. Und da würde ich mir lieber mein Kind in eine staatliche Kita geben, wo die nur drin sind und alles beschützt und vorhersehbar, anstatt irgendwo im Wald. Und gibt es eine Alternative zum Wald? Also einfach auch eine Montessori-Kita? Ja, es gibt manchmal so Tagesmütter und so, ne? Ja, okay. Aber nicht so viel. Konntest du Feedback von den Erziehern bekommen? Also wie die sich, also ich meine, was du jetzt gerade sagst, wenn du überlegst, du hast irgendwie fünf, vier Monate Kinder. Stell dir vor, oh Charlotte, du hättest jetzt Vierlinge zu Hause oder so, oder? Also ich sehe das ja jetzt auch in der Neuenwald-Kita, das sind auch wieder so kleine und die weinen halt alle nacheinander, weil die alle bei der Einheitsherrin auf den Arm wollen. Dann werden die immer fast die ganze Zeit in so einen Wagen gesetzt, wo die dann halt zusammen irgendwo hingefahren werden, halt alle den Schnuller so drin und so. Und das ist ja schon die Alternative. Das andere ist ja wirklich so dieses, sie sind in der staatlichen. Oh Gott, also okay, bei die Kinderbeziehung muss man immer gucken. Also am besten hat man externe Hilfe einzuhalten. Oma und Opa mit dabei ist das beste drei Jahre und dann in der Waldkita. Ja, aber du hattest gerade gesagt, ihr hattet am Anfang Au-Pairs. Ja, aber das hat auch nur zweimal geklappt von den Paaren, die wir probiert haben, weil Mats einfach die immer nicht akzeptieren wollte. Dann wollte er nur noch mehr mich und wir mussten jemanden mit dem Haus bezahlen, mit dem es dann nicht geklappt hat. Das ist super schwierig für alle Beteiligten, weil selbst der Papa wurde fast drei Jahre abgelehnt, der immer da war. Ja. Aus. Liebe Charlotte, vielen Dank für diesen Einblick in euer Leben. Ich würde jetzt einfach nur gerne nochmal von dir hören. Also ihr bleibt erstmal, du hast ja gerade schon mittendrin gesagt, du hast dich jetzt erstmal wieder fokussiert auf, weil es hat ja auch so viele Vorteile. Voll. Also das Wetter macht schon was. Von der Lebensqualität ist es super hoch. Ja. Also Kinderbetreuung, also auf jeden Fall braucht man die. Vielleicht könnte man da nochmal ein Konzept aufbauen. Vielleicht wäre das noch eine Geschäftsidee. Eine Kita, die würde bestimmt gut laufen. Ja, nicht unbedingt eine deutsche, aber ich glaube halt einfach, wo man einfach, ich weiß nicht, es hört sich ja schon ein bisschen so an wie in Spanien. Also das sind ja eigentlich ähnliche. Wie in Portugal meinst du, oder? Nee, die Zustände, ich glaube, nee, Frankreich wollte ich sagen. Ach, Frankreich. Ja, das ist ja ähnlich so, ne? Also sowas für die Kinder. Ich finde halt einfach, das ist auch einfach schade, dass da die Regierung, also ich meine, wenn die jetzt schon sagen, guck, wir wollen, dass alle krankenversichert sind, dass man da halt nicht mehr, also man weiß halt einfach, wir haben, wie du angesprochen, wir haben eine hohe Depressionsrate bei Jugendlichen. Einfach mal gucken, wo ist denn dieser Ursprung, wie kann man von Anfang an bessere Präventionsbetriebe und überdenken wir nochmal unsere Betreuungsprogramme, ermöglichen wir Müttern einfach, Müttern, Familien, Eltern einfach eine längere Elternzeit, wo Familien finanziell unterstützt werden. Also wir sind ja immer bei den gleichen Themen. Hier gibt es zum Beispiel auch nur 100 Euro entweder im Monat Kindergeld oder 100 Euro Steuersparnis pro Monat und aber auch nur drei Jahre lang. Also so ein Kindergeld wie in Deutschland gibt es zum Beispiel auch nicht. Ja und dass bis zum 18. Lebensjahr ausgezeichnet wird, das muss man sich das schon. Man kann auch steuerlich sehr viel absetzen in Deutschland, das geht ja auch nicht für Kinder. Ja, das ist also so wie eine Rufbereitschaft für eine Hebamme zum Beispiel kann man in Deutschland steuerlich absetzen. Also das sind einfach Sachen, klar, da denkt man drüber halt nicht. Also ich glaube, es ist, wie du sagst, man sollte sich das schon gut überlegen. Also auch zu gucken, dort eine Familie zu gründen. Mit anderen Familien vernetzen, die schon da leben auf jeden Fall. Ich helfe hier auch immer allen, die neu herziehen. Es ist gerade wieder ein deutsches Pärchen mit Baby hergezogen. Da habe ich auch sofort gesagt, wenn irgendwas ist, meldet euch. Damit man sich eben nicht so isoliert fühlt. Wenn er auf dem Job ist, soll sie nicht denken, sie ist ja am anderen Ende der Welt alleine und ist voll verzweifelt. Kind ist krank, keine Ahnung, sie kann nicht einkaufen. Man kann sich immer irgendwie unterstützen. Und da muss man sich einfach so eine Community aufbauen. Und das kann man zum Beispiel auch über Meetup machen, über Bubble oder Meetup. Also über Meetup hat man verschiedene Aktivitäten in Spanien, wo man sich zusammen treffen kann, zum Inliner fahren, zum Zumba tanzen, weiß was ich. Das habe ich in Barcelona auch viel gemacht, darüber lernt man Leute kennen, Sport natürlich generell, aber über Bumble. Bumble, ja. Da gibt es ja diese BFF-Funktion. Darüber kann man Freunde finden und da kann man sich auch echt gut connecten. Also niemand sollte sich irgendwie alleine fühlen im Ausland. Ja, das finde ich auch gut. Aber die Option, wieder zurückgehen, ist auf jeden Fall noch da. Ihr überlegt sozusagen bis zur Schule. Ja, genau. Es war irgendwie nie präsent, das Thema. Wir waren wirklich komplett hier, aber jetzt gerade ist es wieder so ein bisschen hochgekommen durch gesundheitliche Sachen. Und weil man einfach auch merkt, in Deutschland haben wir schon viele Freunde auch, die nicht so Unterstützung von der Familie haben und die sich dann untereinander so einen Halt sind. Und das haben wir hier halt nicht, weil unsere Freunde hier alle familiäre Unterstützung haben oder das Kind halt die Nanny super akzeptiert oder so. Aber das ist halt bei uns alles noch nicht der Fall. Also auch für ein zweites Kind werden wir hier immer noch nicht gut aufgestellt. Ja, okay. Und das macht natürlich auch wahrscheinlich gerade so, ist da in die Entscheidung, wenn gerade das mit dem ersten Kind sehr intensiv ist, dann muss man ja auch erstmal gucken. Also vielen Dank für deine ehrlichen Einblicke. Ich glaube einfach, es ist einfach wichtig, da auch so ganz offen zu sein, weil es ist nicht nur die Sonne und das schöne Wetter, sondern es gehört ja noch viel mehr dazu, dein Hund ist so süß. Genau, alles zu Charlotte verlinkt denke ich euch natürlich in meinen Shownotes. Vielen Dank. Danke dir auch. Dass du uns diese Einblicke gewährt hast und alles Gute für euch. Und wir sind gespannt, wo Mats in die Schule kommt. Ob in Deutschland oder in Spanien. Und dann katalanisch. Vielleicht machen wir nochmal ein Catch-up in einem Jahr. Wann musst du dich entscheiden? Das ist was anderes. Ja, hier kommt er in zwei Jahren in die Schule und in Deutschland in drei. Genau, weil ich habe ja auch ein Dezemberkind. Und ich habe, das ist ja die vierte und die ist einfach so krass und ich habe gestern zu meinem Mann gesagt, also ich kann mir bei, sonst war ich immer so schön lange, aber bei der bin ich zum ersten Mal, denke ich so, wie soll die denn noch drei Jahre in den Kindergarten gehen, die denkt ja jetzt schon, sie kann alles, weißt du so, dass ich zum ersten Mal denke, aber das ist natürlich auch, weil sie einfach die letzte, also die jüngste ist, dass unser Nesttäckchen von vier und alles schon beigebracht bekommt, das macht schon einen Unterschied, dass ich zum ersten Mal denke, ob ich die mit fünfeinhalb einschuhe. Aber das muss ich mir auch noch mal überlegen. Mats würde auch direkt bei euch in die Familie voll reinpassen. Ja, ja, ja. Er wäre einfach noch so ein fünftes blondes Kind. Ja, da würde er sich bestimmt auch gut wohlfühlen. Ja, mit Trampolin und Garten und sowas, was man bei euch so sieht, sieht es auch immer schön aus. Ihr wohnt an so einem See oder so, ne? Nee, das ist unser Wochenendhaus. Achso, cool. Also so wie so eine Datsche, wie man in Deutschland so. Und die haben wir natürlich in Corona-Zeiten super viel genutzt. Mittlerweile ist es so ein bisschen so, dass mein Mann sich sehr aufregt, weil das ist wirklich so sein Happy Place. Aber wenn man halt, meine Kinder sind ja 14, 12, 6 und so alt wie dein Sohn, also fast 4. Und wir haben so viele Hobbys. Also die spielen super viel Tennis. Und dann haben wir Hockey. Und dann, also das ist einfach krass, dieses ganze Konstrukt aufzuerhalten. Aber meine Kinder wären natürlich gerne in Spanien, weil Tennis ist da ja auch ganz groß. Und Paddle. Ja, ja. Ja, Paddle ist ja auch unten am Strand. Unser letztes Au-pair war dann am Ende süchtig danach. Die hat dir ja angefangen. Ja, das ist richtig krass in Spanien, Paddle. Da ist ja wirklich mehr, ich glaube, da gibt es die meisten Paddle-Plätze in Europa. Das kommt ja gerade so rüber. Hast du auch schon angefangen? Ja, ich hatte mich in die Gruppe eintragen lassen, aber ich habe dann die Zeit gefunden, weil die spielen immer vormittags in der Woche, wenn die Kinder in den Kitas sind. Und ich habe irgendwie immer eingewöhnt oder musste in der Zeit arbeiten. Genau, keine Zeit dafür. Vielleicht fängst du bald mit Mats an, Tennis zu spielen. Ja, das wäre cool. Wir haben hier auch Plätze unten am Strand, die sind schön. Ja, und vor allen Dingen ist es wahrscheinlich da nicht so teuer, die Plätze zu mieten. Da gibt es viele Plätze. Bestimmt nicht, ja. Also, wir treffen uns am Paddel in Spanien schon heute. Ja, das wäre cool. Vielen Dank, ja. Tschüss. Danke auch. Tschüss. Ciao. Ihr Lieben, das war es auch schon wieder mit der Folge für heute. Ich fand es sehr, sehr interessant. Vor allen Dingen war es mir persönlich nicht so bewusst, wie das in Spanien so abläuft. Vor allen Dingen auch, was die Zeit, wann Kinder sozusagen in Einrichtungen kommen, wie das so abläuft. Das hat mich ein bisschen geschockt. Es wäre für mich auch schon sehr schwierig, wie Charlotte das auch beschrieben hat. Und es passt auch, muss ich ganz ehrlich, ein bisschen zu meinem Funfact heute, der ja immer zum Schluss der Folge kommt, dass nämlich in Spanien werden überdurchschnittlich viele Kaiserschnitte durchgeführt. Während die Weltgesundheitsorganisation früher ein Richtwerk von rund 15 Prozent als medizinisch notwendig erachtete, liegt die Kaiserschnittrate in Spanien deutlich höher. Studien und offizielle Statistiken zeigen, in privaten Kliniken endet etwa jede dritte Geburt mit einem Kaiserschnitt. Im Jahr 2024 lag die Quote hier bei rund 34,5 Prozent. In öffentlichen Krankenhäusern sind es weniger, aber immer noch etwa 22 Prozent. Damit gehört Spanien europaweit zu den Ländern mit den höchsten Kaiserschnittraten. Diese Zahlen haben dazu beigetragen, dass sich der Mythos hält, natürlich Geburten seien in Spanien eher die Ausnahme. Ganz so einfach ist es aber nicht. Der Unterschied hängt stark vom Gesundheitssystem ab. Im privaten Sektor spielen oft organisatorische und wirtschaftliche Gründe eine Rolle. Kaiserschnitte lassen sich planen, sparen Zeit und gelten in manchen Häusern als sicherer. In öffentlichen Krankenhäusern ist die Betreuung dagegen stärker als in internationalen Standards ausgerichtet. Und Frauen haben mehr Chancen auf eine spontane Geburt. Ich glaube ja, wenn man diesen Funfact so hört, ist es einfach auch so, die Familien haben eh so wenig Zeit, auch nach der Geburt, müssen schneller wieder in den Beruf. Ich glaube einfach, dieses ganze Planbar und Funktionierende, das lässt natürlich auch immer sich dazu entscheiden, dass man vielleicht sich auch eher und schneller für einen Kaiserschnitt entscheidet. Das ist natürlich jetzt eher eine persönliche Einschätzung von mir, aber finde ich schon, dass das System, so wie es Charlotte auch beschrieben hat, Sie hat sich ja sehr gut betreut geführt in dem staatlichen Krankenhaus, weil sie war natürlich jetzt auch auf einer Frühschirnstation, wo sie sehr gut versorgt wurde, aber dass sich das System eher so, es muss funktionieren und es wird nicht so sehr danach geguckt, was sind jetzt die individuellen Bedürfnisse, auch gerade was Kinder angeht. Also deshalb fasst für mich der Funfact heute eigentlich auch ganz gut zusammen. Also für alle die, die auch dann mit Lieborgeln vielleicht nach Spanien auszuwandern, in die Nähe von Barcelona, schaut euch unbedingt bei Charlotte mal vorbei. Ich verlinke euch ihren Account, alle wichtigen Sachen zu ihr, auch ihrem Podcast, in meinen Shownotes. Und dann würde ich mich freuen, wenn ihr da mal vorbeischaut. Ansonsten würde ich mich natürlich auch freuen, wenn ihr die Folge teilt, wenn ihr sie bewertet und nächste Woche wieder einschaltet. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy.atauf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Das war Sounds Familiar, der Elternpodcast mit Hebamme Sissy Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther. Sounddesign und Postproduktion Nilan Feig.