Es ist Donnerstag und es gibt eine neue Folge Sounds Familie für euch und heute möchte ich mit euch und mit meiner Gästin gemeinsam über Gefühle sprechen und wie wir wieder ins Gefühl kommen und auch über die Situation, wenn man sich einfach überfordert fühlt und wie man da am besten wieder rauskommt. Und das ist ja eine Situation, die wir oft als Eltern, als Mütter haben und dafür habe ich mir Sarah-Lisa Besemehr eingeladen. Sie ist Hypnose-Coach, Mentorin für fühlbare Veränderungen und die Gründerin von Emotion Alchemist. Ich freue mich sehr, dass sie heute hier ist. Sarah-Lisa, schön, dass du da bist. Wo ich deinen Namen hier so auf dem Papier habe, sehe ich gerade, dass du mit H geschrieben wirst. Ich finde, das ist ein besonderer Name für mich. Ich habe dich, glaube ich, auch schon mal fälschlicherweise angerufen, weil ich habe nämlich zwei Sarah-Lisas in meinem Telefon. Weißt du, da bist du einmal reingegangen. Jetzt fange ich ja gleich so an. Ich habe euch ja Sarah-Lisa eben schon vorgestellt, aber wir kennen uns auch persönlich. Hier aus Berlin, als du das erste Mal schwanger warst, habe ich dich in meinem Babyladen zum ersten Mal getroffen. und da hatten wir gleich eine gute Energie und haben auch gleich sehr, sehr viel geredet. Und deshalb habe ich dich in meinem Handy und da habe ich zwei Sarah-Lisas und eine wird ohne H geschrieben und du bist mit H geschrieben. Und da habe ich dich auch schon mal feldlicherweise. Nicht nur einmal, du hast mich schon öfter angesprochen. Ja, genau, siehst du? Das ist dann immer so random. Okay, und dann hast du eigentlich nie Zeit. Ich habe nie Zeit. Und ja, es ist aber für mich tatsächlich das erste Mal, dass ich das höre, dass mir jemand sagt, ich kenne auch eine andere Sarah-Lisa. Ich habe noch nie in meinem Leben eine andere Sarah-Lisa kennengelernt. Eine Lisa-Sara, aber eine Sarah-Lisa, viele Saras, viele Lisas. Ja, kannst du googeln. Ist auf jeden Fall Schauspielerin und Regisseurin. Ah, die Sarah-Lisa-Volm? Ja, genau. Lustig, okay, die ist mir kürzlich schon mal. Ja, genau, weil sie natürlich auch ganz starke Texte, Frauentexte schreibt, ist Feministin und daher, genau, und die habe ich auch immer im Telefon und da seid ihr beide und du bist mit H und sie wird ohne H geschrieben. Schön, dass du da bist. Heute geht es um dich, Sarah-Lisa. Und ich freue mich, dass du hier bist und wir ja auch so ein bisschen über deine Reise reden. Weil als ich dich damals kennengelernt habe, warst du noch nicht in diesem Job, den du heute ausfühlt. Du bist Hypnose-Coach, du bist Mentorin für fühlbare Veränderungen. Und zu dir kommen, glaube ich, ganz viele Menschen, die sich einfach in ihrer momentanen Situation überfordert fühlen, die sich irgendwie merken, ich muss was verändern, ich muss vielleicht mehr fühlen und da kommen sie zu dir und du bist unter Emotion Alchemist bekannt jetzt. Das ist dein, wie sagt man, Gründungs... Der Firmenname. Der Firmenname, genau. Der Firmenname. Bei Instagram findet man dich unter deiner Website sozusagen. Und deshalb freue ich mich, dich heute hier zu haben, weil wir haben uns damals zum anderen Zeitpunkt kennengelernt, wo du das noch nicht gemacht hast. Und deshalb würde ich mich freuen, wenn du auch so ein bisschen meiner Community, so deine Reise sozusagen, was du vielleicht vorher gemacht hast, weil es war ja eine ganz andere Richtung. Gerne. Also ich habe die letzten 15 Jahre oder bis ich das gemacht habe, was ich heute mache, habe ich in Führungspositionen im Vertrieb gearbeitet, in einem Tech-Konzern. Ich habe auch mal ein Blockchain-Startup mit aufgebaut. Ich habe auch mal in einer Beratung gearbeitet in den USA. Also eine sehr... Für da, wo ich herkomme. Also ich bin gebürtige Stuttgarterin und habe dann natürlich auch bei, was heißt natürlich, dort ist es schon so, dass viele in der Automobilbranche landen, weil es da eben viele Arbeitgeber dafür gibt. Und ja, und ich war immer in einer sehr männerdominierten Branche unterwegs. Ich war die einzige Frau, da fällt mir ein, du hast mir auch mal in einem Rechtsstreit eine ganz tolle Anwältin empfohlen. Genau, da war ich nämlich die einzige Frau im Vertrieb, im technischen Vertrieb und ich habe damals Sensorik vertrieben und ich bin schwanger geworden. Und dann ist es so, dass ich sofort nicht mehr an die Anlagen durfte. Also sie mussten mich freistellen. Das haben wir erst viel später herausgefunden, dass das im Schwangerschaftsschutzgesetz so drinsteht. Und das hat aber für das Unternehmen bedeutet, dass ich viel länger ausgefallen bin als jetzt nur der Mutterschutz sozusagen. Ich wollte dann eigentlich nach elf Monaten zurück in das Unternehmen. Nach elf Monaten älter Zeit und habe dann einen sehr unpersönlichen Anruf auf Nachfrage von der Personalabteilung bekommen, dass sie mich doch, sie würden mir doch sicherlich einen großen Gefallen tun, weil ich hätte ja auch noch keinen Kita-Platz gefunden, wenn sie mich freistellen würden beziehungsweise kündigen würden. Und dann könnte ich mich da nochmal in Ruhe neu orientieren. Und das war eine Zeit, da kannten wir uns schon, weil da war ja dann mein Sohn schon elf Monate alt. Und das war eine ganz besondere Zeit, weil wir kamen gerade von der Weltreise zurück, auf der du uns auch viel unterstützt hast. Erinnerst du dich? Mit sämtlichen Ausschlägen warst du sozusagen unsere Beratung. Und ich war leider nicht deine Hebamme. Das hat irgendwie damals nicht gepasst. Also mein drittes Kind ist fast so alt wie dein Sohn. Und deshalb hat das da, da war ich, da habe ich nur eine kleine Geburtenpause auch gemacht. Deshalb erinnere mich, haben wir uns eher so oft auch die dann gesehen. Ja, stimmt. Ich war ja super oft auch im Laden. Damals warst du dann auch oft mit der Kleinen da. Wahnsinn. Das ist einfach schon wieder so lange her. Ja, unglaublich. Und da würde ich trotzdem gerne nochmal eingehen, weil du gerade gesagt hast, du wolltest zurück in den Job und da also vor jetzt knapp sechseinhalb Jahren war das einfach noch sehr schwierig, die Kita-Plätze. Das weiß ich, dass das bei dir eine ganz, ganz schwierige Situation war. Also du hast ja wirklich lange gesucht. Ja, also es kam eben noch hinzu, dass wir die Monate davor auf Weltreise waren und ich wollte das dann natürlich alles im Vorfeld eigentlich am liebsten schon eingetütet haben und hatte wirklich, also ich war da total ambitioniert und habe 60 Bewerbungen geschrieben. Das ist ja in Berlin so, dass man sich bei den Kitas selber bewirbt. Da gab es kein zentrales Verfahren. Ich habe aber keinen einzigen Platz gefunden. Und zum Glück hat dann eine neue Kita bei uns im Kiez aufgemacht, wo er dann letztendlich hin ist. Und ja, also lange Rede, kurzer Sinn, ich habe dann so Sätze gehört von meinem Vorgesetzten, dass sie ja annehmen, dass ich jetzt eh bald das zweite Kind bekomme und ja, es war einfach eine neue Situation für das Unternehmen, weil noch nie eine Frau im Vertrieb schwanger wurde, also sie hatten diese Situation einfach noch nicht und damals. Habe ich dann von dir eine, Ganz tolle Anwältin empfohlen bekommen. Und ja, und das war aber wirklich eine sehr intensive Zeit für mich, weil zu der Zeit hat Corona auch begonnen. Also wir kamen mit einem der letzten Flieger zurück aus Asien und hatte eben, wie gesagt, keinen Kita-Platz, hatte keinen Job mehr. Und mein Partner ist schwer erkrankt an einer ganz schweren Depression und ist dann auch komplett ausgefallen. Und in dem Jahr ist auch noch meine Mutter an einem unheilbaren Krebs erkrankt. Und das waren wirklich so viele Extremzustände im Außen, die mich dazu gezwungen haben, jetzt einfach zu funktionieren. Also es war ja dann auch nichts irgendwie mit Hilfe, weil man sollte sich ja vor allem nicht mit alten Leuten treffen Und ich war da echt ziemlich alleine mit der ganzen Situation und habe dann natürlich auch diesen Verlust oder Mangel des Vaters versucht zu kompensieren bei unserem Sohn und hatte natürlich auf der einen Seite den großen Schmerz, keinen Partner zu haben, aber auch keinen Vater für mein Kind. Und mit den ganzen restlichen finanziellen Sorgen da alleine dazustehen dann erstmal. Das war wirklich eine sehr, sehr intensive Zeit. In der ich in einen absoluten Funktions- und Überlebensmodus sozusagen geschaltet habe. Und das habe ich auch relativ lange so durchgezogen, weil ich musste. Also weil es einfach keine andere Wahl gab. Und ja, ich meine, ich habe in der Zeit, ich habe dann einen ganz tollen neuen Job gefunden. Und rückblickend war das alles ein Geschenk. Und im Sinne von. Ich habe über die Jahre immer mehr zu mir gefunden. Ja, und was dann aber auf jeden Fall. Aber der Job, wenn ich dich kurz unterbrechen darf, den du dann gefunden hattest, der hatte jetzt nichts mit der Thematik zu tun, die du heute als. Noch nicht. Ja, okay, gut. Nein, noch überhaupt nicht. Also ich bin damals in eine Führungsposition in der Ausgründung von Mercedes damals in ein Blockchain-Unternehmen eingestiegen und habe dort den Vertrieb aufgebaut und habe da eben auch ein Team geführt und da habe ich gemerkt, dass das einfach eine Superkraft von mir ist. Also dass ich wahnsinnig gut darin bin, Menschen zu entwickeln und sie zu begleiten und ihnen einen sicheren Raum zu geben. Es ist aber auch in diesem Unternehmen passiert, dass ich über meine eigenen Grenzen gegangen bin und dann so viel gearbeitet habe. Und dann war ich ja alleinerziehend und habe voll gearbeitet und in einem Start-up, das irgendwie auch richtig viel Geld gerade bekommen hat Und wir hatten ganz große Visionen und im Vertrieb ist natürlich der perfekte Job, um sich zu überarbeiten oder wo es auch einfach kein Ende gibt. Also lange Rede, kurzer Sinn, wir haben das zwei Jahre gemacht und dann aufgrund der Marktsituation das Unternehmen eingestellt und dann habe ich mich damals entschieden, in ein Unternehmen zu gehen, das mir vermeintlich mehr Sicherheit gibt. Also ich bin wieder zurück in den Großkonzern, auch als Führungskraft im Vertrieb. Ja, lange Rede, kurzer Sinn, das hat mich, ich habe dieses Muster wiederholt und habe auch wieder Vollgas gegeben und mich überarbeitet. Und zwischenzeitlich hatte sich meine private Situation etwas verändert, weil es dem Papa von meinem Sohn wieder deutlich besser ging und wir haben uns zwischenzeitlich getrennt. Aber ich hatte da auf jeden Fall ein bisschen mehr Zeit, weil ich ein anderes Elternteil wieder hatte, das eben auch Care-Arbeit übernommen hat. Okay, aber da hast du dann auch gemerkt, dass du einfach wie auf Autopilot geschaltet hast, dass die, es waren ja bestimmt, wenn ich es jetzt so, Drei Jahre oder so, also oder zwei, wo du ja einfach nur funktioniert hast. Und dann kam so dieser Punkt, wo du jetzt ja gerade gesagt hast, er hat wieder einen Teil der Care, aber konnte er dadurch, dass es wahrscheinlich ihm besser ging, das wieder mittragen. Und da war dann wirklich für dich das so, also kam das so schleichend oder wurde gemerkt, dass du so, ich kann nicht mehr? Naja, ich meine, sowas kommt immer irgendwie schleichend. Ich hatte sehr, sehr funktionale Strategien oder gesellschaftlich erwünschte Strategien. Um diesen ganzen Schmerz nicht fühlen zu müssen, den ich da getragen habe. Und das war ja, sage ich mal, nur das, was in den letzten Jahren passiert ist. Da ist meine Kindheit jetzt erst mal noch ausgeschlossen. Also meine Kindheit ist ja letztendlich dafür verantwortlich, dass ich überhaupt als Erwachsene in solchen Situationen mich wiedergefunden habe. Also dass ich mich von solchen Berufen zum Beispiel eingezogen gefühlt habe oder solchen Positionen und so weiter. Das waren ja alles Strategien, um diesen Schmerz nicht fühlen zu müssen. Und dafür habe ich ganz viel Anerkennung im Außen bekommen und immer so, wow, du bist so tough und du bist so stark. Also du brauchst diese Anerkennung. Ja, genau. Also ich habe mich schon stark über diesen Titel oder meine Rollen oder meinen Beruf identifiziert, auf jeden Fall. Also nicht in meinem privaten Umfeld vielleicht so stark, Aber für mich war irgendwie immer wichtig, dass ich diese Businessfrau letztendlich bin. Und das ist total spannend, weil das konnte ich jetzt vor zwei Jahren komplett loslassen. Und ich meine, du hast mich jetzt danach gefragt, weil wir uns aus der Zeit kennen und weil du ja auch eine Transformation bei mir wahrnimmst. Aber ich erzähle das mittlerweile gar nicht mehr. Also ich bin jetzt Emotion-Alchemist und helfe Menschen, ihre Muster zu verändern und vom Kopf in den Körper zu kommen. Natürlich ist mein alter Beruf, also jemand, der im Vertrieb arbeitet, hat sehr viel mit Menschen zu tun, eine Führungskraft im besten Falle. Ich wollte gerade sagen, du hast ja schon viel auch. Genau, ich habe natürlich ganz viel, also deswegen dieser Beruf war für mich auch ein riesen Lernfeld. Ich habe so viele Muster da gesehen, ich habe so viele Menschen erlebt in Stresssituationen. Also auch als Führungskraft dealt man ja nicht nur mit Performance, sondern das sind ja Menschen, die bringen ja Themen auch mit zur Arbeit. Deswegen hatte ich da auf jeden Fall eine... Sehr gute Schule. Ich habe dann auch als Führungskraft irgendwann eine Coaching-Ausbildung gemacht. Und ich bin tatsächlich über eine… Im Unternehmen dann sozusagen? War das mit abgestimmt, dass du das machst? Nö, das habe ich einfach selber. Privat gemacht, ja. Genau, das habe ich selber gemacht. Da bin ich ehrlich gesagt nicht drauf gekommen, dass mir damals… Also ich habe auch viele Weiterbildungen über die Arbeit gemacht, absolut. Aber diese Coaching-Ausbildung habe ich selber gemacht und ich habe dann eine Hypnose-Ausbildung gemacht und das kam so, weil ich selbst in einer Hypnose-Session war und das ist ganz spannend, weil ich bin da hingegangen und hatte so die Haltung, ja, ich kann man nicht hypnotisieren, das funktioniert bei mir nicht. Dann saß ich da und ich hatte eine, wie ich finde, relativ lange Session. Also es waren mehrere Stunden. In der Trance spürt man das ja nicht so. Wie viele Stunden? Also es waren bestimmt zweieinhalb bis drei Stunden. Krass. Und wir sind da an, und das war eben eine Phase, in der es mir wirklich sehr, sehr schlecht ging. Also wo ich mich entschieden hatte, ich gehe nicht mehr zurück in den Konzern. Ich war, bin über, ja, durch eine Überforderung habe ich die Entscheidung getroffen, dass ich mich mal rausnehme für ursprünglich zwei Wochen und dann bin ich am ersten Tag meiner Krankschreibung so krank geworden, dass ich für acht Wochen im Bett lag und wirklich gar nichts machen konnte und auch mich nicht um mein Kind kümmern konnte. Mein Körper hat sämtliche Krankheiten bekommen, also von Mieren, Entzündung. Also Burnout. Ja, also auf jeden Fall gab es ein ganz klares Zeichen von, jetzt spürst du da mal hin. Und wenn du das nicht machst, dann fessel ich dich jetzt mal an das Bett, dass du keine andere Wahl hast. Und ich hatte wirklich Nierenentzündungen, Lungenentzündungen, Nasennebenhüllen. Und es war wirklich so, ich konnte nicht mal in die Küche laufen, ohne dass mich das wahnsinnig angestrengt hat. Warst du zu Hause oder warst du auch stationär? Nee, ich wollte das unbedingt ganz alleine natürlich durchstehen und auch bestmöglichst ohne Medikamente. Und das habe ich dann auch über zwei Monate gemacht. Ich habe diesen ganzen Schmerz gespürt. Ich habe unfassbar viel geweint. Und ich konnte mich nicht wirklich ablenken, weil ich konnte nicht mal mehr im Handy sein oder irgendwas anschauen, weil mir alles zu viel war. Ich war einfach in meinem Bett. Ich habe auch Leo dann meinen Sohn abgegeben, damit er fremdbetreut wird, weil es ging einfach über Wochen nicht. Und da dachte ich erst so toll, wieso das jetzt auch noch und für mich war das so ein krass wichtiger innerer Prozess, weil ich in der Zeit gemerkt habe, ich werde nicht mehr in dieses Unternehmen zurückgehen und ich weiß noch nicht, was danach kommt und was ich danach mache. Ich weiß gerade nur, dass es das nicht ist. Dann bin ich eben in eine Hypnosesession gegangen, Und das kam irgendwie einfach so, eben mit dieser Haltung, das klappt bei mir nicht. Und dann saß ich dort und habe stundenlang geschluchzt und wir sind in mein inneres Kind zurückgereist. Und das war auch total spannend, weil die Situation, die mir kam, die habe ich komplett abgelehnt. Ich wollte nicht diese Situation erleben, weil ich dachte, es gibt bestimmt eine bessere Situation, was krasseres als das, weil da war ich gar nicht so unmittelbar beteiligt. Und alles, was da passiert ist in dieser Session, war so sinnbildlich für meine ganzen Themen. Und ich habe dann danach gefragt, wo sie diese Ausbildung gemacht hat, weil ich das so transformierend fand und habe dann in New York auch diese Ausbildung gemacht bei dieser Frau. Wie lange hat das gedauert? Also ich lerne immer noch oder bin immer noch in Supervision. Werde ich, glaube ich, auch nie aufhören, weil es kommen ja auch immer wieder neue Sachen dazu. Man lernt nie aus in solchen Berufen. Ja, und es ist einfach auch wichtig. Also ich meine, ich habe ja auch weiterhin Themen. Also ich bin ja jetzt nicht geheilt und für immer fertig oder so. Aber magst du mal beschreiben, weil ich würde jetzt so denken, so Hypnose, klar, Hypnobirthing. Ja, stimmt. Das ist natürlich ein Teil meiner Arbeit, aber so dieses so. Weil du hast ja auch gleich gesagt, also bei mir funktioniert das nicht. Also ich finde es auch immer ganz schwierig schon in eine Meditation zu gehen, weil bei mir ist es ja ähnlich so, dass es einfach sehr viele Tabs immer offen sind. Sodass ich immer denke, okay, wenn man so eine Hypnose muss, muss man ja auch sich hundertprozentig da... Gehen lassen, wie funktioniert das? Also ich arbeite auch. Aber du kannst auch kurz erzählen, weil du hast ja gesagt, bei mir funktioniert das nicht. Genau. Weißt du wissen, wie sich das anfühlt für mich? Wie ist das dann, weil du hast ja gesagt, es funktioniert nicht. Bist du dann noch so da reingegangen? Ja, genau. Also es funktioniert nicht. Damit dachte ich, jeder hat ja eine Vorstellung, was Hypnose ist. Also irgendwie denken viele dann eben an die Bühnen oder an Kontrollverlust, Machtverlust. Es ist nicht mehr so sich selber oder es fühlt sich irgendwie anders an. Das hatte ich natürlich auch und ich war mir sicher, dass mich niemand kontrollieren kann. Weil eines meiner Themen ist, immer die Kontrolle behalten zu wollen. Und da bin ich auch sehr gut darin. Und deswegen war für mich klar, dass ich diese Kontrolle der Person nicht abgeben werde. Und das Spannende bei Hypnose ist aber, dass genau das Gegenteil passiert. Dass ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, ich habe hier gerade wirklich Kontrolle über meinen Körper, über meine Gedanken, weil eben genau das passiert, was du gerade gesagt hast, dass diese ganzen offenen Tabs und diese ganzen vielen Gedankenschleifen, in denen ich mich befinde und diese ganzen Geschichten, in denen ich mich die ganze Zeit aufhalte, still sind. Und deswegen beschreibe ich den Trance-Zustand immer gerne mit so einer absolut fokussierten Aufmerksamkeit eigentlich auf den Moment. Aber wenn man denn da so ist, weil du hast das gerade selber auch so beschrieben und wenn ich zum Beispiel beim Physiotherapeuten bin, der macht mal eine Therapie und der macht aber auch so, das ist ja halt ein, das ist für mich, also ich liege dann da bei dem. Und er sagt immer zu mir, es kann einfach nicht sein, weil es ist genauso, wie man bei mir was testet. Also wenn man jetzt, ich kann so, wie du es beschreibst, so ganz schlecht die loslassen. Auch wenn ich zum Beispiel bei einer Maniküre sitze, sagt er immer, locker lassen. Ich kann einfach gar nicht meine Hand so locker lassen. Also ich habe immer so dieses Gefühl, ich muss das irgendwie kontrollieren. Ja, da kommst du mal in eine Hypnose. Ich habe auch kürzlich einen Topmanager da gehabt, der gesagt hat, ich kann einfach gar nicht mehr entspannen. Ich habe das verlernt. Mein System weiß nicht mehr, wie es geht. Und das geht auch nicht, weil ich bin ja die ganze Zeit unter Strom. Und nach 20 Sekunden war der so tiefenentspannt. Aber schläft man da nicht eher? Ich denke, bei einer Vererschöpfung, dass man… Nee, also der hat nicht geschlafen, weil der spricht ja mit mir währenddessen. Und so ist es bei allen. Also genau, da muss man vielleicht auch nochmal, das ist nicht so, dass ich dich in eine Trance einleite und du dann da liegst und nichts machst oder ich dir dann irgendwas sage, sondern ich leite dich in eine Trance ein und das nutze ich dafür, dass du in einen fokussierten Zustand kommst, dass du mit dir in Verbindung bist, dass es dir leichter fällt, dich zu spüren. Und in den Körper zu kommen. Und was wir dann machen, ist, dass wir das Fühlen üben. Dass wir Gefühle, die für dich zum Beispiel unerwünscht sind oder die du häufig hast, die sich ganz unangenehm anfühlen, dass wir die mal fühlen. Weil was wir im Alltag meistens machen, ist, wir unterdrücken die. Und schieben die weg. Also es gibt zwei, ich sage aber zwei Kategorien. Es gibt die Menschen, die ganz früh gelernt haben, Gefühle sind gefährlich und fühl mal lieber nicht, also sei mal lieber nicht traurig. Also unsere Generation, würde ich mal sagen. Genau, ja, viele. Viele, oder? Ja, also dieser Klassiker, jetzt heul nicht, reiß dich zusammen oder steh mal auf oder was meinst du denn jetzt schon wieder? Man geht nicht ins Gefühl. Das sind ganz früh angelegte Muster sozusagen, dass wir merken, okay, wenn ich jetzt traurig werde, dann ist das nicht erwünscht und dann versuche ich schon ganz früh als Kind dieses Gefühl zu unterdrücken. Und das ist kein bewusster Prozess, sondern das passiert unbewusst. Also ganz wichtig, Kinder sind bis sieben Jahre, sind fast den ganzen Tag in hypnotischen Zuständen. Also wenn ich mit Kindern arbeite, dann sitzen die auch in der Regel nicht mit geschlossenen Augen vor mir. Also das mache ich erst, wenn die ein bisschen älter sind, so Teenager. Aber kleine Kinder sind sowieso, die schreiben ja ihre Programme die ganze Zeit. Deswegen kann man sich mit denen unterhalten und dann folge ich einem bestimmten Muster, um eben bestimmte Muster umzuprogrammieren. Hört sich immer so an, als würde ich das machen. Es ist mit Kindern ein sehr spielerischer Umgang. Aber du bringst sie auch in die Hypnose? Ja, allerdings ist es ganz anders wie mit Erwachsenen. Also die merken das nicht. Also es sei denn, es kommt ein Kind, also mein Sohn zum Beispiel, der findet das total spannend mit der Hypnose und für ihn ist Hypnose eher sowas wie bei Ninjago die Schlangen, die dann mit ihren Augen so kreisen wie die Schlange K. damals bei uns bei Dschungelwirten. Und dann spiele ich damit, was er denkt, was Hypnose ist. Aber letztendlich, Dann hypnotisiere ich ein Kind in der Regel nicht mit, also ich sage nicht, mach mal die Augen zu und stell dir jetzt das oder das vor. So läuft das in der Regel nicht. Es kommt immer auf das Kind drauf an. Aber was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass diese Programme, die in der Kindheit geschrieben werden von eben 0 bis 7, die führen bei uns Erwachsenen dazu, dass wir uns bestimmt wie verhalten und bestimmt wie fühlen oder eben nicht fühlen. Und dass wir bestimmt wie reagieren in bestimmten Situationen und das ist fast immer auf die Kindheit zurückzuführen, jetzt mal so Schocktraumas oder so ausgeklammert. Aber auch wenn, dann sitzen die immer, ja, aber nee, das kommt von der Partnerschaft oder wegen dem Chef. Ja, aber der Grund, warum die Person dort gelandet ist und diesen Chef hat oder diesen Partner, liegt fast immer in der Kindheit. Okay, das ist natürlich eine krasse Sache, weil wenn wir jetzt hier im Elternpodcast sind, haben wir ja eine große Aufgabe und eigentlich, oder das ist ja auch das, was wieder diese Anspannung so macht, dass man natürlich bei seinen Kindern, wenn wir das jetzt wissen und nicht so hören, was du gerade gesagt hast, oder die Herausforderung, das Problem in der Kindheit liegt, dann ist es ja jetzt gleich schon wieder so, oh Gott. Also man möchte ja alles richtig machen, man möchte seinen Kindern so wenig wie möglich Shit einfach mitgeben, wenn man das mal so sagen will. Und das macht aber, finde ich, auch immer Druck und auch, finde ich, wo man dann nicht ins Gefühl geht, glaube ich, als Eltern, weil man dann halt ja die Kontrolle die ganze Zeit darüber nachdenkt, okay, ich muss ja die Kontrolle behalten, weil ich möchte ja das alles richtig machen. Was sagst du denn dazu? Oder? Absolut. Also ich meine, das geht mir ja auch ganz genauso. Ich wollte auch immer alles richtig machen. Ich will jetzt auch noch immer alles richtig machen. Und das ist ja auch total menschlich. Also vielleicht nochmal zu den Eltern. Das ist Fluch und Segen zugleich. Also das Gleiche trifft auf den Vater und auf die Mutter zu, dass sie sich den Partner ausgesucht haben aufgrund ihrer Kindheitsprägung oder Erfahrungen und den Mustern, die sich in der Kindheit... Ich suche mir meinen Partner da unbewusst. Unbewusst. Unbewusst, total unbewusst. Du gehst natürlich nicht hin und sagst, was für ein Childhood Trauma hat der? Ah cool, das wäre ein perfekter Match. Ich hole mir jetzt hier meine toxische Beziehung rein. So läuft es natürlich nicht ab, das läuft unterbewusst ab. Und das ist ja, deswegen finde ich, ist die Arbeit mit dem Unterbewusstsein so ein Geschenk für mich auch in meiner Reise gewesen, weil ich mir jetzt diesen Mustern bewusst bin. Und ich brauche dafür nicht irgendwie jemanden im Außen fragen, sondern wenn ich mit mir verbunden bin und wenn ich mich fühle, was in einer Trance zum Beispiel möglich ist, man kann das auch in einer Breathwork Session erleben oder es gibt noch andere Möglichkeiten mit dem Unterbewusstsein zu arbeiten, darf jeder auch so ein bisschen rausfinden, was passt denn zu mir, aber wenn ich das sehe. Klar habe, dann kann ich anfangen, daran zu arbeiten. Und wir Menschen, wir brauchen andere Menschen, um unsere Themen zu heilen oder zu bearbeiten. Ja, deswegen sage ich, es ist auch ein Segen, weil wenn wir in einer Partnerschaft unsere Themen nach und nach aufarbeiten, dann verändert sich diese Partnerschaft und dann verändert sich die Dynamik. Und was man dann natürlich oft sieht, ist, dass nur eine Partei diese Arbeit macht. Dann ist es natürlich manchmal auch so, dass man dann sagen muss, okay, jetzt ist eben eine Trennung der richtige Schritt. Oder beziehungsweise wir passen einfach nicht zusammen oder wir tun uns einfach nicht gut. Also so würde ich auch sagen, ist das mit dem Papa von meinem Sohn geschehen. Wir sind so ein tolles Elternteam jetzt und für uns als Familie ist die beste Entscheidung zu sagen, wir gehen getrennte Wege und wir können uns aber trotzdem auf Augenhöhe jetzt begegnen und jeder arbeitet für sich an seinen Themen. Und in meiner neuen Partnerschaft ist es so, der bringt natürlich auch Themen mit. Genauso wie ich Themen mitbringe. Und dann mit den Kindern ist das ja natürlich noch viel intensiver, weil die spiegeln uns ja auch noch die ganze Zeit unsere Themen. Und unsere Partnerschaft ist auch ein riesen Geschenk dafür. Dass wir das auflösen können, wenn wir da hinschauen. Und ich sage eben, der Weg daraus ist über das Fühlen. Also immer dann, wenn ich mich getriggert fühle in meiner Partnerschaft, dass ich dem Raum gebe. Und wenn da eine Wut kommt, dass ich diese Wut nicht wegstecke, sondern dass ich sie einfach mal fühle. Ja. Warum ist das so wichtig, wenn jedes Gefühl, egal ob angenehme oder unangenehme Gefühle, haben eine Funktion? Das bedeutet, hinter ein Gefühl ist immer für dich. Also eine Angst möchte dich beschützen. Eine Überforderung möchte dir zeigen, du brauchst hier mehr Grenzen, das ist zu viel. Schalte den Gang zurück. Eine Freude ist ein Gefühl, das dir sagt, du bist auf dem richtigen Weg oder hier kannst du mehr von machen oder weiß ich nicht, diesem Weg eben weiter folgen. Deswegen sage ich immer, dass hinter Gefühlen Bedürfnisse stecken und gerade bei den unangenehmen Gefühlen, also es kommt ja niemand zu mir und sagt, kannst mal bitte die angenehmen Gefühle wegmachen. Deswegen die unangenehmen Gefühle, die sind eigentlich das Geschenk. Weil hinter den unangenehmen Gefühlen stecken unerfüllte Bedürfnisse. Und wenn wir diese Gefühle fühlen, da können wir gleich nochmal drüber sprechen, wie fühlt man denn jetzt eigentlich so eine Angst oder eine Wut? Ich denke, Eltern kennen das auch schon gut von den Kindern. Wir sind oft viel besser darin, unsere Kinder in ihren starken Gefühlen zu begleiten, aber vergessen uns dabei. Und genau, nochmal zurück. Und wenn wir dann dieses Gefühl, diese Angst fühlen oder diese Überforderung fühlen und der Raum geben, dann... Verbinden wir uns letztendlich mit uns und kommen an das unerfüllte Bedürfnis, das dann eben heißt, Ruhe, was es auch immer ist. Und dann ist es natürlich unsere Aufgabe als erwachsene Menschen, Verantwortung für diese Gefühle zu übernehmen. Und das ist etwas, das musste ich auch lernen, weil ich habe das als Kind nicht gelernt und ganz viele andere Erwachsene, die zu mir in die Begleitung kommen, die haben das eben auch nicht gelernt. Wir haben vor allen Dingen Frauen haben oft gelernt, die Gefühle von anderen zu übernehmen, für die Eltern früh da zu sein. Ich bin zum Beispiel die älteste Tochter, habe kleine Geschwister. Das ist ein ganz natürliches Muster irgendwo auch. Und wenn da die Eltern dessen nicht aware sind, dann passiert es ganz schnell, dass die Kinder Verantwortung für die Gefühle der anderen übernehmen. Also wenn die Mama zum Beispiel krank ist, dann entstehen diese hyperempathischen, angepassten Kinder. Also für mich ist das heute auch irgendwo ein Geschenk, weil ich bin deshalb sehr feinfühlig und ich kann die Gefühle von anderen Menschen oder Stimmung sehr gut aufnehmen. Nur was ich eben nicht gelernt hatte, war, mich davon abzugrenzen. Und zu lernen, dass ich nicht dafür verantwortlich bin, dass es allen anderen gut geht. Das Einzige, wofür ich verantwortlich bin als Mutter und als Sarah-Lisa, ist, dass ich Verantwortung für meine eigenen Gefühle übernehme. Und weil ich Mutter bin, muss ich die Verantwortung für die Gefühle meines Kindes übernehmen. Und das ist natürlich oft auch schon a lot. Ja, aber ich bin zum Beispiel nicht dafür verantwortlich, die Verantwortung für die Gefühle meines Partners zu übernehmen. Und das heißt nicht, dass ich immer sage, hier mach du mal selber oder so. Aber wenn ich gerade keine Kapazität habe, dann muss ich erst mir die Rettungsmaske aufziehen und... Und das war für mich ein total spannender Prozess im Mutterwerden, weil natürlich habe ich ein gefühlsstarkes Kind bekommen und dann begleite mal so eine Wut oder eine Freude, wenn das gesellschaftlich nicht so erwünscht ist. Wie begleitest du eine Wut? Also eine Wut begleite ich so, dass ich es erstmal benenne. Also mein Sohn kann schon seit er ganz klein ist Gefühle benennen. Das hilft natürlich erstmal, dass die Kinder Wörter dafür bekommen, was ist denn da gerade mit mir los. Also natürlich muss man auch erstmal rausfinden, welches Wort zu welchem Gefühl passt. Wir benennen die Wut und dann sage ich, bist du gerade wütend? Und dann sagt er, ja, ich bin voll wütend und ich will es aber unbedingt haben und ich finde es kacke, dass du mir das nicht erlaubst oder was auch immer. Und dann suchen wir gemeinsam einen Ausdruck dieser Wut. Und dann ist halt ganz klar, die anderen Kinder, die anderen Erwachsenen, die müssen sicher bleiben, er auch. Und es gibt verschiedene Möglichkeiten, was weiß ich, ins Kissen zu hauen, zu schreien, zu stampfen. Als er kleiner war, durfte er auch gegen meine Oberschenkel hauen. Das geht jetzt nicht mehr. Ja. Genau und so finden wir für jedes Gefühl, wir haben auch so Gefühlskarten, mit denen wir das ganz lange geübt haben, dass immer wenn ich gemerkt habe, oh jetzt ist hier was und dann gab es so, also es gab einmal Karten, um das Gefühl zu benennen und dann Karten, wie er damit umgehen möchte, was ihm hilft, also was sein Bedürfnis eigentlich ist, was er braucht. Was brauchte er immer, wenn er wütend ist? Also manchmal ist es auch in Arm nehmen. Manchmal ist es wirklich dann, dass er stampfen wollte. Oder Hunger? Ja, manchmal ist es Hunger. Manchmal ist es natürlich auch Schlaf oder Ruhe. Gut, das ist jetzt eher selten, dass er das nennt. Aber manchmal ist es auch, ich will spielen. Ich will rausgehen oder ich will deine Aufmerksamkeit. Und es kommt natürlich darauf an, wie alt das Kind ist. Also mit einem älteren Kind kann man dann natürlich auch in die Verhandlung gehen oder in die Lösungsfindung. Das geht natürlich mit einem Zwei-, Dreijährigen noch nicht so. Was ich mich jetzt gerade, ich habe erstmal super viele Fragen, vielen Dank, dass du das erstmal so anschaulich auch erklärst, aber oft ist das ja auch ein großes Problem, was wir haben, wenn wir Mütter sind. Und Partnerin, also da gibt es ja dann, also ich finde gerade Mütter haben so, die wollen ja ganz viele Bedürfnisse stillen, also erstmal als erstes die ihres Kindes, um davor ganz da zu sein, aber dann ist ja auch so diese Neuordnung der Partnerschaft, wenn so ein Baby geboren ist, gerade beim ersten Mal, finde ich, wenn man zum ersten Mal Mutter will, muss ja jeder erstmal seinen Platz finden. Und da sieht man ja schon immer mehr, dass sich Mütter sehr verlieren, weil sie einfach nur noch auf Kontrolle, also so wie auf Autopilot, so wie du das auch damals, funktionieren, alle glücklich machen und dann auch oft in der Partnerschaft, habe ich so das Gefühl, also das sehe ich ja auch immer wieder als Hebamme auch, also diese so, dass die Männer ja auch viel später einsteigen, Auch wo wir ja sagen, das ist total wichtig, dass sie gleich von Anfang an in diese Care-Arbeit, dass sie im Wochenbett präsent sind, weil sie dann auch mehr fühlen, finde ich. Und ansonsten ist das ja immer so die Konstellation, die ich so super schwierig finde, weil wir Mütter halt einfach, wir wollen wieder eine funktionierende Partner. Also wir wollen eine gute Mutter sein. Wir möchten, wir haben die Veränderung unseres Körpers, die ja auch einfach manchmal uns auch total annerven, dass man einfach danach denkt, ich stehe hier nur noch, ich habe einfach noch zehn Kilo mehr, ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut. Und dann ist da noch der dritte Part. Ich möchte irgendwie, dass meine Partnerschaft auch gut funktioniert. So geht man ja auch eigentlich in so eine erste Mutterschaft rein. Also ich möchte wieder arbeiten, ich möchte ein ausgelebtes Sexleben haben, ich möchte eine gute Mutter sein. Also so viele Bedürfnisse, aber meine eigenen Bedürfnisse, die sehe ich gar nicht mehr. Und dann kommt so dieser Erschöpfungszustand. Das ist meine häufige Beobachtung. Wie siehst du das jetzt als Therapeutin? Absolut. Ich beschreibe das immer so, das passiert dann, wenn wir nicht mehr mit uns verbunden sind. In dem Moment, also das merke ich auch heute noch bei mir, natürlich habe ich immer noch schwierige Phasen oder viel Arbeit oder rutsche nochmal in alte Muster. Ich komme aber schneller raus als früher und ich bemerke es schneller und ich habe dann die richtigen Tools. Und wie verbinde ich mich dann da wieder mit? Genau. Und das ist eben das, was ich sage. Ich mache das übers Fühlen. Und Fühlen steht dabei für mich dafür, dass ich von dem Kopf rauskomme in den Körper. Weil im Kopf wissen wir ja schon, dass das jetzt gerade zu viel ist. Also viele Menschen kommen auch zu mir, die, also ich will jetzt an der Stelle überhaupt nicht Therapie bashen, finde ich super wichtig, mache ich selber auch, also darum geht es gar nicht. Und in der klassischen Gesprächstherapie sitzen wir dann und sprechen über unsere Probleme. Und es gibt ganz viele Probleme, die können wir im Verstand lösen. Es gibt aber auch einfach viele Probleme oder vor allen Dingen diese Gefühle von Überforderung oder diese Gedankenspiralen, in denen wir uns befinden. Das sind emotionale Themen und körperliche Probleme sozusagen, die meistens ihren Ursprung in der Kindheit haben. Und die lösen wir nicht über ein Gespräch. Weil was dann passiert ist, ja, okay, ich habe es jetzt verstanden und es sollte ich anders machen. Aber ich finde mich dann trotzdem wieder in der Überforderung. Oder dann baue ich eine neue Routine auf und halte es eine Weile, aber ich rutsche eben wieder zurück. Und da habe ich selber an mir die Erfahrung gemacht, dass wenn ich das nicht emotional oder körperlich löse, Und da sind eben Unterbewusstseinsmethoden ein hervorragendes Tool dafür. Dann wird sich das auch nicht langfristig verändern. Weil zu mir kommen dann auch oft Leute und sagen, ich würde mich da gerne anders verhalten als Mama oder als Partnerin oder Partner. Und das geht aber nicht. Mit der Prägung, mit der Erfahrung, mit diesen Triggern kannst du dich nicht anders verhalten. Wir müssen dich erst sozusagen in der Hypnotherapie, sagt man, resourcen und müssen diesen Trigger entschärfen. Also Trigger im englischen Sinne. Weil nur wenn das passiert, kannst du dich in ein und derselben Situation anders fühlen. Und deswegen funktioniert die Hypnose so wahnsinnig gut für Gefühle, also für unerwünschte Gefühle oder für Situationen, in denen ich mich anders verhalten möchte oder ich anders reagieren will. Und ja, es ist... Ich glaube, die Kombination, wie du es auch gerade selber beschreibst, also ich muss es ganz persönlich so für mich sagen, dass, wie du es gerade beschrieben hast, also wenn man Gesprächstherapie macht, finde ich super, aber genau was ich auch ganz oft habe, dass ich einfach ganz oft das Gefühl habe, wir müssen in den Körper gehen und nicht dieses 35.000 Mal nochmal das Gleiche erzählen, um da sich wieder zu spüren zu können. Und ich glaube, die Kombination von beiden ist, glaube ich, auch eine, dass nicht das eine, das jetzt der Schlüssel ist, sondern dass generell, ich glaube, so dieses. Der Weg zu einer, also der Weg sozusagen seiner, wenn man seine persönliche Entwicklung sieht, dass es eh immer eine Kombination aus verschiedenen Sachen ist. Also deshalb finde ich das jetzt total interessant. Ich habe total Bock jetzt auf eine Hypnosesession. Aber diese Kombination einfach, glaube ich, auch total wichtig ist. Absolut. Und mit Problemen oder über Probleme reden. Wir kennen das ja auch, dass wir mit fünf Freundinnen über das gleiche Problem reden. Und das Problem, wenn wir das tun, ist, dass wir jedes Mal das Problem größer machen. Und in der Hypnotherapie reden wir nicht über Probleme, sondern wir machen eigentlich das Gegenteil. Ja, weil jedes Mal, wenn du dieses Problem, also Erinnerungen funktionieren so, dass jedes Mal, wenn du dich an dieses Problem erinnerst, machst du die Schublade auf und alles, was du heute weißt und erlebt hast, verknüpfst du mit dieser Erinnerung. Ja, also wenn du dich, keine Ahnung, vor zwei Wochen mit deinem Mann gestritten hast und das seitdem... 20 Freundinnen erzählt hast, dann wird die Geschichte, die du am Tag nach dem Streit deiner Freundin erzählt hast, sich stark von der Geschichte, die du mir heute erzählst, abweichen. Und genauso ist es so, dass dein Mann mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit den einen und denselben Streit komplett anders erfahren hat und wahrgenommen hat als du und ganz andere Geschichten erzählt. Und wenn ihr euch jetzt zwei Wochen später zusammensetzt und über diesen Streit sprecht. Dann wissen wir gar nicht mehr, worüber wir gestritten haben. Naja, nee, also es ist halt, so funktionieren Erinnerungen. Deswegen, also ich finde, in meiner Familie merke ich das immer ganz extrem. Wir sind drei Schwestern und wir waren bei einer und derselben Situation dabei als Familie. Und jeder erzählt das anders nach. Und über die Jahre wird es immer intensiver, geht es immer weiter auseinander. Und wir denken immer, wir würden uns erinnern. Aber so funktionieren Erinnerungen nicht. Erinnerungen werden immer überschrieben. Jedes Mal, wenn du dieses Areal in deinem Kopf sozusagen aktivierst, weil du darüber sprichst, veränderst du die Ursprungserinnerung. Und das passiert auch mit Problemen. Und deswegen werden Probleme immer schlimmer und immer größer, je öfter du dahin absteigst, sozusagen. Aber wenn ich jetzt zum Beispiel, weil ich habe jetzt eine Freundin, die gerade in einer schwierigen Situation ist und wir haben das jetzt mit den engsten Freundinnen sozusagen besprochen und wir merken halt auch so, dass sie einfach super viel Support braucht, weil sie alleine so das Gefühl hat, dass sie das gar nicht schaffen kann, weil es einfach eine sehr... Ja, es ist einfach eine superschwierige Aufgabe, die sie gerade zu lösen hat, sind einfach andere Menschen noch involviert, also ihre Kinder und so weiter. Das ist jetzt nicht einfach, dass man sagen kann, das ist jetzt so, das entscheide ich jetzt mal hier. Aber ich merke schon immer, wenn sie mit uns ist, also wenn wir sie bestärken und sie in ihr Gefühl geht, dass sie dann stark ist, sobald sie wieder in ihre Alterssituation geht, ist das wie weg. Also vergisst sie das halt einfach. Und da finde ich es einfach schwierig, wenn man dann in einer toxischen Beziehung ist, wie hilft man da seiner Freundin am besten, weil das natürlich ihr schon gut tut, immer ihr Herz sich auszuschütten. zu schütten. Also danke, dass du das noch sagst, weil ich will damit natürlich nicht sagen, dass wir aufhören, uns zu öffnen und verletzlich zu zeigen und über unsere Probleme sprechen. Mir geht es eher darum, dass da kann ja jeder mal bei sich selber schauen. Ich habe auch Dinge, die ich mir immer wieder erzähle oder die ich immer wieder anderen erzähle. Also auch eine Geschichte über mich und ich kann aber auch wähle, eine andere Geschichte über mich zu erzählen. Und dann werde ich diese Geschichte irgendwann glauben. Und es gibt ja Menschen, die immer meckern. Also ich komme aus dem Schwabenland. Ich war umgeben von Menschen, die immer meckern. Dort ist das irgendwie in der Genetik oder transgenerational wird das weitergegeben. Deswegen musste ich auch dort weg. Was macht man dagegen? Also bei diesem... Naja, das ist ja da eine Lebenseinstellung. Und das zeigt sich irgendwann in deinem Körper wieder, in deiner Haltung, in deiner Ausstrahlung, in deinen Zornesfalten. Also jemand, der sich die ganze Zeit beschwert oder jemand, dem es schlecht geht, das sehen wir ja Menschen an. Und letztendlich, Es gibt auch Menschen, mit denen ich nicht zusammenarbeite. Und zwar Menschen, bei denen ich merke, die sind noch gar nicht bereit für eine Veränderung. Die wollen noch ein paar Schleifen, sage ich mal, drehen. Beziehungsweise die wollen nichts verändern. Also jemand, der zu mir kommt und sagt, ich will eigentlich alles gleich weitermachen, mach mal. Das funktioniert nicht. Ich habe auch mein Leben fundamental verändert. Mein Umfeld, ich meine, bei mir war es ganz extrem. Das muss ja nicht bei jedem so aussehen, dass man gleich irgendwie den Partner, den Job und das Umfeld und weiß ich nicht, jetzt kommt noch nächstes Jahr der Wohnort dazu. Aber genau, ich will nochmal drauf zurückkommen, was du vorhin gesagt hast. Ich würde gerne nochmal meine Frage, also wie man dann jemanden so bestärken kann, dem es einfach gerade aktuell so, so schlecht geht, dass sie einem ja gut tut, dass man ihr, aber ich habe natürlich das total, dieses Muster erkenne ich, weil sie geht immer wieder in diese gleiche Situation und man will ihr einfach den Rücken stärken und sehen, dass sie das, wenn man so klein gemacht wird, über Jahre lang immer gesagt hat, man kann nicht viel, man ist nicht so, ich bin eigentlich schuld und so weiter. Das finde ich einfach total schwierig. Das ist es auch und ich meine Freundinnen können da bis zu einem gewissen Grad unterstützen und also ich helfe auch meinen Freundinnen zu fühlen und ich gebe einen sicheren Raum, die Tränen zu weinen, diesen Schmerz zu fühlen, der da eben ist, beziehungsweise, weil das ist ja auch was, was gerade bei Freundinnen, wir wollen ja, dass es unserer Freundin gut geht. Und wenn jetzt aber da eine erwachsene Person vor dir ist, der es einfach gerade nicht gut geht, dass man dann auch nicht mit einer Lösung um die Ecke kommt oder gleich, sondern am Anfang ist es erstmal wichtig, diesen Schmerz zu spüren. Und der Weg raus ist nur durch den Schmerz durch und das ist richtig kacke und ich wünschte auch, es wäre anders aber es geht nicht anders und dann einfach sie zu halten, und zu trösten im Sinne von nicht die Tränen weg machen oder. Ja, ihr zuzusprechen dass es jetzt alles nicht so schlimm ist oder so sondern das einfach halten und annehmen und einen Raum dafür zu geben. Kann ich auch alleine schon was tun, wieder mehr ins Gefühl zu gehen, also meine Gefühle wahrzunehmen, statt die einfach wegzudrücken? Oder brauche ich dafür, wenn ich das einfach, also das ist ja dein Job, wo du Leuten, Menschen wieder hilfst, so in dieses Gefühl zu gehen. Gibt es schon einfach einfache Tools für uns zu Hause, wo wir einfach gucken können, Und da gehe ich mal wieder wirklich, ich spüre mich. Also ich mache jeden Morgen nach dem Aufstehen einen Gefühls-Check-In. Und das mache ich so, indem ich setze mich hin, weil wenn ich das im Liegen mache, würde ich vielleicht auch nochmal einschlafen. Ich setze mich morgens hin, meistens direkt neben mein Bett, bevor ich auch das Handy in die Hand nehme oder in meinen Kalender schaue und setze mich hin, mache kurz die Augen zu und frage mich, wie geht es mir gerade? Was fühle ich gerade? Und mir fällt es einfacher, wenn ich die Augen schließe, weil ich dann das Außen nicht so wahrnehme und dann sehe ich nicht so, also wir können das ja mal machen, mach mal deine Augen zu. Und spür einfach mal kurz in deinen Körper rein, was du da gerade wahrnimmst, ohne das zu bewerten. Egal, was es ist. Und find mal einfach drei Dinge. Gefühle, die da gerade kursieren. Das finde ich gar nicht so einfach. Ja. Dann weißt du, was deine... Weil bei mir ist natürlich erstmal wieder das Gedankenkarussell dann einfach auch so. Was sind heute meine To-Dos noch? Also in dieses Gefühl zu gehen. Genau. Weil dann würde ich, glaube ich, eher sagen, wenn ich jetzt wirklich in das Gefühl zulasse, bin ich einfach müde. Also erschöpft. Und dann kannst du dich fragen, Wenn du sagst, du bist müde und erschöpft, wo in meinem Körper spüre ich diese Erschöpfung gerade? Dann mal schauen, ob da irgendeine Körperstelle aufploppt, die sich besonders erschöpft fühlt. Genau, mach mal deine Beine nehmen. Ja, immer genau, meine Beine nehmen dann hier. Kannst du dir einmal einen ganz tiefen Atemzug vielleicht als erstes, dass du ganz tief in den Bauch einatmest und doppelt so lange ausatmest. Und dann spür mal in deinen Körper rein und fahr den einfach mal so ein bisschen ab oder manchmal ploppt auch gleich irgendwie ein Bereich auf, in dem die Müdigkeit ganz extrem spürbar ist, da die Erschöpfung. Bei mir ist gerade so mein Kopf, der so viel rattert, aber das alleine morgens einmal zu machen, diesen Check-in. Genau. Machst du das auch mit deinem Sohn? Ja, wir machen das mehrmals am Tag. Also die Königsdisziplin ist das in einem Streit mit dem Partner oder zu machen. Weil wenn wir, wenn wir lernen innezuhalten wenn da eine Wut aufsteigt weil der was gesagt hat oder nicht gemacht hat und wir dieser Wut Raum geben. Dann Gefühle verändern sich wenn wir sie fühlen Gefühle sind in der Regel nicht länger als 90 Sekunden in unserem Körper Also du meinst, wenn ich jetzt so Tage nerv bin, weil er jetzt die Buddha vergisst, also einfach nur so ein Alltagsgehe. Oder dass er wieder oder so. Also was mich immer aufregt, dass sie immer alle ihre Sachen überliegen lassen und ich immer überall suche. Mützen, jetzt gerade wäre Winter, Mützen, Schals, Handschuhe und ich bin eigentlich immer nur so, okay, habt ihr das und das und das? Das macht mich schon irgendwie wütend. Ich denke so, das ist doch ganz normal. Also wenn ich in die Schule oder in den Kindergarten gehe, das ist für mich erstmal check, was hat die heute Morgen an? Und das ist für aber die andere Person vielleicht überhaupt nicht so wichtig, sondern die haben einfach eine gute Zeit. Und ich checke erstmal hier, wo ist alles. An dem soll ich mein Gefühl Raum geben. Ja, also nochmal zu diesem Morgencheck-in. Ich finde es besonders hilfreich für mich, das Morgens zu machen, weil wenn ich merke, ich bin müde oder ich bin jetzt schon innerlich unruhig, dann gucke ich in meinen Kalender und dann der nächste Schritt ist dann eben zu sagen, okay, ich muss irgendwas rausnehmen. Weil das nicht geht? Das ist eine Geschichte, die du dir erzählst. Du hättest heute Morgen auch sagen können, ich kann den Podcast mit der Sarah-Lisa heute nicht aufnehmen. Ich schaffe es einfach nicht. Ich wäre die Welt nicht untergegangen. Ja, aber dann hätte ja, also zum Beispiel haben wir ja ein, ja klar wäre die Welt vielleicht nicht untergegangen, auf jeden Fall, aber dann hätte ich also, ja okay, also dann wäre vielleicht eine Lücke entstanden und unseren Produktionsplan. Und jetzt sagst du und? Ja, und? Okay. Also ich meine, vielleicht hast du ja auch noch andere Termine und dann kannst du da priorisieren oder nimmst jemanden mit dazu, der dir hilft zu priorisieren. Aber wenn du überfordert bist, dann hast du keine andere Wahl. Weil das Gemeine an der Überforderung ist, wenn wir trotzdem durchziehen. Und dann noch, obwohl wir abends eigentlich total müde sind, nochmal am Laptop sitzen, nochmal Sprachnachrichten beantworten. Also mehr Arbeit generiert mehr Arbeit. Und was wir aber eigentlich brauchen bei der Überforderung ist weniger arbeiten. Aber ich denke mir dann immer ganz oft so. Man denkt ja, dann hat man das erledigt. Dann hat man das erledigt. Oder ich denke halt so einfach, wenn ich mich jetzt einfach mal so, natürlich habe ich die Situation sehr oft, also ich meine, du kennst mich, dass ich da einfach dann denke, okay, dann bin ich ja faul. Wenn ich jetzt nicht abends mich nochmal ransetze und das und das mache, sondern einfach so, ich habe ja letztes Jahr auch mal mir eine Auszeit genommen, weil es mir einfach gar nicht gut ging. Und das Schwierigste daran war einfach zu lernen, nicht zu tun. Das war für mich, das kann ich gar nicht. Und dass ich mich immer, dass ich das bewerte, wenn ich sage, okay, ich habe jetzt die Kinder ins Bett gebracht, Einschaffungsbegleitung und die Bude sieht aus wie Sau. Dann denke ich, ich kann ja jetzt nicht einfach auf dem Sofa liegen, auch wenn mir danach ist, weil ich muss ja jetzt erstmal diese ganzen Dinge erledigen. Ja, muss ich erstmal in die Erschöpfung arbeiten, damit du eine vorbildliche Mama bist. Also weißt du, das Schlimme ist ja daran, dass du dann nicht nur nicht in der Mama- und Partnerin-Verfassung bist, in der du gerne wärst, weil du so erschöpft bist oder überfordert bist. Sondern was auch passiert ist, dass wir dieses Muster unbewusst an unsere Kinder weitergeben und dafür musst du denen nichts erklären oder zeigen. Was glaubst du, wie wir dieses Muster bekommen haben? Das hat, unsere Eltern haben nicht gesagt so, hey, hier, guck mal, dass du immer auf Anschlag und nee, die haben uns das vorgelebt. Also in meinem Fall. Ich mache jetzt auf jeden Fall ein Gefühl-Check-in. Ja, sehr schön. Okay, also du hast gesagt, diesen Gefühl-Check-in, du hast jetzt zu mir gerade gesagt, okay, guck mal, also dass man wirklich sich einfach guckt, gerade wenn man dann in der Erschöpfung ist, in dem Gefühl, dass man einfach wirklich guckt, was kann, was muss, was geht. Aber wie komme ich von dieser Sache auch weg? So zum Beispiel, das ist ja jetzt auch, wenn wir jetzt, die Folge wird rauskommen in der Adventszeit. Man hat tausend Einladungen. Man möchte irgendwie gefühlt alle, warum muss man sich alle nochmal vor Weihnachten sehen? Das ist ja auch immer so ein bisschen am besten, einfach im Januar solche Sachen. Also Weihnachtsfeiern, weißt du, man hat das Gefühl, es muss ja irgendwie alles nochmal vor Weihnachten, so alles abgearbeitet werden im alten Jahr. Und das ist eine Geschichte, die wir uns erzählen. Das ist ja, also da können wir uns auch eine andere Geschichte erzählen. Ja, und wie kann ich diese Grenzen setzen, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen habe? Indem du es übst, indem du es machst. Also, weil... Die Menschen, die zu mir kommen, das sind in der Regel überforderte Menschen. Das sind Menschen, die in Gedankenschleifen festhängen. Das sind Menschen, die sich schwer tun, Nein zu sagen oder immer Ja sagen, obwohl sie eigentlich Nein meinen. Also die gerne andere pleasen, weil sie glauben, wenn sie das tun, helfen sie den anderen. Für mich war das total der Life-Changer, dass, als mir mal jemand gesagt hat, wenn ich dir zustimme, dass ich jetzt hierher komme und ich das aber eigentlich nicht schaffe oder nicht will, dann tue ich dir damit keinen Gefallen. Weil ich zeige, also ich bin ja da nicht authentisch. Ich bin ja da nicht echt. Ich spiele dir was vor. Ich spiele dir eine Rolle vor. Und wenn ich maskiere oder eine Rolle spiele, dann werden wir nicht in Verbindung treten können. Weil dann bin ich nicht mit mir verbunden. Und wenn ich nicht mit mir verbunden bin, kann ich keine echte Verbindung mit anderen Menschen eingehen. Und ich glaube, das kennen wir alle, dass wir uns mit Menschen treffen, wo wir das Gefühl haben, dass irgendwie fühle ich mich jetzt danach leerer. Oder dass man irgendwie merkt, das fühlt sich irgendwie... Unecht an oder irgendwie habe ich immer das Gefühl, ich muss mich so und so verhalten oder ich sage was anderes, als ich eigentlich sagen wollte oder sollte. Aber du warst ja auch mal in diesem Hamsterrad drin und ich finde das total toll, was du alles sagst, aber manchmal gibt es ja auch Situationen, wo man zum Beispiel ja auch niemand anderes nicht verletzen will und ich einfach ganz genau weiß. Dass es eigentlich best... Mach mal ein Beispiel. Ja, wie gesagt, es gibt... Was Absagen zum Beispiel. Was Absagen zum Beispiel. Weil du dich mit einer Freundin verabredet hast. Ja genau und dass ich sie eigentlich gerne sehen will und so, aber merke einfach, ich brauche einfach gerade, es ist so viel los, dass ich aber merke, ich habe sie schon so lange nicht gesehen und möchte ihr natürlich auch, die Freundschaft ist mir ja auch wichtig, dass man der Sache eine Aufmerksamkeit geben möchte oder dieser Zeit, aber merke einfach, ich kann es halt nicht. Und dann finde ich es immer so schwierig, da einfach die richtige Entscheidung zu treffen, weil natürlich sagt mein Körper vielleicht gerade nein, weil das Leben einfach gerade so ist, wie es ist, aber mein Herz sagt ja, weil ich sie natürlich auch vermisse oder die Verbindung auch vermisse. Das finde ich einfach manchmal auch gar nicht so einfach. Absolut. Also ich habe auch nicht gesagt, dass Abgrenzung einfach ist. Ist es für mich auch nicht. Und ich habe das Gefühl, um da jetzt gleich deine Antwort zu haben, dass wenn man das tut, dass man auch Menschen verliert. Und das ist auch meine Erfahrung. Und da muss ich dir aber sagen, mein Umfeld hat sich so stark verändert. Und es ist jetzt so, wenn ich zu meiner Freundin sage, du, ich schaffe das heute nicht und ich würde dich so gerne sehen, aber ich packe es einfach nicht. Es ist gerade zu viel, dass die dafür Verständnis hat und dass sie sich nicht minderwertig fühlt. Weil letztendlich, wenn sich deine Freundin verletzt fühlt, weil du für dich einstehst und dich um dich kümmerst, was ja normalerweise von einer Freundin, die möchte ja, dass es dir gut geht. Und wenn sie das nicht versteht, dann bist du für sie ein Spiegel, dass sie vielleicht auch öfter mal für sich einstehen dürfte. Und letztendlich tust du ihr einen Gefallen damit, wenn du ihr das vormachst und zeigst, wie das geht. Und das mag sich für sie vielleicht doof anfühlen. Manchmal ist das übrigens auch eine Projektion, dass du denkst, dass die sich verletzt fühlt. Weil ich mache die Erfahrungen und auch in meinen Coachings, ganz oft ist es so, also ich würde sogar sagen, in mehr als 50 Prozent der Fälle, dass wenn Menschen anfangen nein zu sagen oder für sich einzustehen, dass sie die Erfahrung machen, dass es ja gar nicht so schwer ist und dass es gar nicht so schlimm ist und dass da total viel Verständnis entgegengebracht wird. Und was dann nämlich passiert ist, dann zeigst du dich, wie du wirklich bist. Dann zeigst du dich verletzlich. Dann sagst du, hey, mir ist es gerade zu viel, ich kann es nicht. Und was absurderweise dann manchmal passiert, ist nämlich genau das Gegenteil, dass sie sich nicht verletzt fühlt, sondern total mit dir verbunden, weil du so ehrlich zu ihr bist. Weißt du, wie ich meine? Ja, total weiß ich, wie du das meine. Ich habe immer in meinem Kopf gearbeitet. Ja, das sind, ich verstehe das total und ich versuche das auch, aber es fällt mir auch immer nicht leicht und ich glaube auch, wenn man in so Berufen ist, so wie zum Beispiel im Hebammenberuf, das ist ja auch ein Beruf, den man macht, weil man Frauen, Familien helfen will und dieses Nein sagen oder auch mal wirklich zu gucken, ich habe jetzt mal Priorität. Das ist halt einfach super schwer, finde ich, weil wir auch einfach, wir haben Mangel, wir sehen halt einfach, wie viele Frauen einfach nicht gut begleitet sind und da immer so sich auch zu sagen, so hey, da kann ich jetzt gerade mal nicht helfen, fällt mir super schwer. Das verstehe ich total und dann hole ich nochmal das Bild, das kennst du mit der Rettungsmaske im Flugzeug raus. Deine Frauen haben auch nichts davon, wenn dir dann ein Fehler passiert oder du, weiß ich nicht, mit einer schlechteren Laune da ankommst und sie dann in ihrem Schmerz oder in ihrer Not nicht halten kannst. Das ist ja in deinem Beruf wahnsinnig wichtig und, Natürlich gibt es mal die Situationen, wo man was nicht absagen kann. Und ich meine, gerade als Mutter hat man das ja ständig mit Kindern. Und dann ist es aber umso wichtiger. Die Dinge, wo man es kann, einfach für sich einzustehen. Genau. Und weil du vorhin gesagt hast, ich kann das noch nicht mit dem Meditieren, gewöhn dir da mal an, das kleine Wörtchen noch einzubauen. Das macht einen großen Unterschied für unser Gehirn. Einfach mal probieren, könnte ja klappen. Ja, wir haben auch von dem Meditieren eine ganz falsche Vorstellung. Ich habe jetzt am Wochenende an zwei Tagen einen Retreat gegeben. Du hast einen Workshop dieses Wochenende gemacht. Genau, genau. Und da ging es genau darum. Wir haben sechs Stunden letztendlich nichts getan. Ja, also wir haben meditiert, wir waren sechs Stunden ohne Handy im Moment und haben gefühlt und, Es ist so spannend gewesen, wie unterschiedlich das auf die verschiedenen Teilnehmenden gewirkt hat. Und was aber alle gemeinsam haben, ist, dass sie, wenn man mit dem Meditieren anfängt oder mit dem Nichtstun anfängt oder mit dem Fühlen anfängt, dass wir eine falsche Vorstellung davon haben, wie es eigentlich geht und uns das davon abhält, es überhaupt zu machen. Und dann setzen wir uns hin und so wie du es gerade gemacht hast, ich mache mal schnell wieder meine Augen auf, weil da ist mein Kopf ist so laut. Also ich kann das nicht, bei mir geht das nicht. Ich habe gedacht, wir wollen dir jetzt auch deinen Raum geben mit deiner Podcast-Folge. Also klar, ich komme auf jeden Fall mal vorbei. Ja und es gibt da eben, es gibt Tools, das zu lernen. Und ich finde, Hypnose ist für mich, also ich war mal auf einem Stille-Retreat, wo gar nicht gesprochen wurde. Wie lange? Mehrere Tage. Also ich habe das schon öfter gemacht. Ein Schweigel. Genau, so ein Schweigel-Treat. Das war mein erstes und das waren nur drei Tage. Und ich saß das erste Mal in einer großen Runde in der Stille und ich bin zusammengebrochen. Ich habe so laut geweint und ich konnte mich nicht beruhigen. Es ging nicht. Ich wollte nicht weinen, aber es ging nicht. Es war so schlimm, was in meinem Kopf los war. und ich war die Einzige in dieser Runde und das fand ich natürlich noch schlimmer. Was ich damit nur sagen will, das ist nicht immer einfach oder es ist eigentlich einfach nichts zu tun, aber es ist nicht leicht und, es ist vor allen Dingen nicht so, dass man die Augen zumacht und sich hinsetzt und dann sofort Zen ist. Nur wenn wir das praktizieren und. Es reicht, wenn wir zwölf Minuten am Tag und dann fangen wir mit zwei Minuten an. Zwölf Minuten ist gar nicht so kurz. Nee, ist nicht so kurz. Also ich wollte gerade sagen, zwölf Minuten schon unterzubringen, ist finde ich jetzt, kann man auch noch kleiner. Ich mache das auch jeden Morgen, trotz Kinder und das hat ganz lange gedauert, bis die Kinder mich meditieren lassen haben, im Sinne von, dass sie mich nicht rausgerissen haben. Und ich habe es aber trotzdem jeden Tag einfach wieder gemacht. Und ohne diese Erwartungshaltung, ich muss da jetzt 10, 15, 20 Minuten sitzen, sondern ich setze mich einfach hin, gehe in die Stille, mache meinen Gefühlscheck zumindest und versuche dann noch ein bisschen zu sitzen. Und ich habe die besten Ideen, die besten Einfälle, die besten Workshop-Ideen oder Post-Ideen oder Durchbrüche in meiner eigenen Heilungsreise in der Meditation. Und deswegen, ja, ich kann es nur jedem empfehlen und vor allen Dingen all denen, die glauben, sie können es nicht oder sie haben keine Zeit dafür. Gut, ich finde, das ist ein wunderschönes Schlusswort, liebe Sarah-Lisa. Das können wir auch als Mütter, als Eltern, sich da mal zu gucken, diesen Gefühlcheck zu machen und auch mit unseren Kindern. Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Ich fand es sehr, sehr toll. Und ich glaube, wir werden viele Menschen anregen, wieder ins Gefühl zu gehen und zu fühlen und unseren Körper zu spielen. Und für alle, die Sarah-Lisa gerne mit ihren Kontakt treten wollen, alle weiteren Infos zu dir verlinke ich natürlich in unseren Shownotes und vielen Dank für deine Zeit. Ich danke dir. Was für eine gute Folge. Es war ja auch eine kleine Therapiestunde für mich heute hier und diese, Ideen oder diese Impulse, die Sarah-Lisa heute mitgegeben hat, vor allen Dingen so diesen Morgens, dieses einfach mal kurz inne zu halten und zu gucken, diesen Gefühl Check-in zu machen, ist etwas, was ich mir auf jeden Fall aus dieser Folge mit nehmen will und natürlich auch was sie gesagt hat, Wo können wir wirklich gucken, schauen, dass wir einfach Entschleunigung in unseren Alltag bringen? Und ich glaube, das ist für uns als Eltern, als Mütter total wichtig, da einfach wirklich zu schauen. Und ich glaube, es fängt auch manchmal schon mit der Nachmittagsgestaltung an, wenn wir irgendwie vom Job kommen, Kinder aus der Kita, Schule holen und dann einfach noch diese riesenlange Liste haben, einfach mal wirklich auch da zu gucken, inne zu halten. Das waren gerade die heute ganz viele Impulse für mich und natürlich auch für einen persönlich als Mutter, als Frau zu gucken, wieder mehr in seine eigenen Gefühle zu gehen. Also ich fand es eine super Folge. Ich werde auf jeden Fall eine Hypnose ausprobieren, das habe ich noch nie gemacht. Ich hoffe, euch hat es auch gefallen und wenn es euch gefallen hat, dann freue ich mich natürlich auch, wenn ihr die Folge bewertet, wenn ihr gerne auch Feedback gebt, das ist immer wichtig für uns, für mich und wenn ihr nächste Woche wieder einschautet, wenn es wieder heißt, eine neue Folge Sounds Familiar für euch. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy.atauf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Das war Sounds Familiar Der Elternpodcast mit Hebamme Sissi Rasche Eine Produktion von Auf die Ose.