Vielen Dank. Mit dem wir uns wirklich gut auskennen müssen, nämlich Elternrechte. Und das ist ja auch so ein Thema, was man, also es gibt Menschen, die sind da sehr, sehr gut informiert, aber die meisten, die scheitern schon am Elterngeldantrag und das wird ja auch immer komplizierter. Und ich kenne schon seit, wir haben gerade gerechnet, seit 16 Jahren eine Frau, die sich damit bestens auskennt und eine Freundin von mir ist. Und ich habe gedacht, wir müssen jetzt endlich mal eine neue Folge in meinem Podcast machen, weil Elternrechte sind einfach wichtig und welche Basics ihr einfach kennen müsst. Ich habe heute zu Gast meine Freundin Sandra Runge. Sie ist Fachanwältin für Arbeitsrechte, Autorin, Elternrechtexpertin. Wenn ich Elterngeld beantragt habe, hat Sandra mir da immer super geholfen und ihr Schwerpunkt ist einfach in ihrer täglichen Arbeit einfach die Beratung von Eltern, vor allen Dingen auch, wenn man zum Beispiel Probleme mit dem Arbeitgeber hat, wenn man gekündigt wird und da steht sie für ein, weil sie selber, wird sie uns auch gleich erzählen, hat die ganze Sache angefangen mit einer Kündigung und deshalb freue ich mich, liebe Sandra, dass du heute hier zu Gast bist und dass wir über dieses wichtige Thema reden. Ja, ich freue mich auch schon sehr. Gott, wie lange das her ist, aber so hat es ja angefangen, deine Mission in dieser Welt, Elternrechte dich für Elternrechte einzusetzen, ist ja eigentlich durch deine Kündigung damals gekommen. Genau, und das hast du damals auch mitbekommen. Ja, natürlich. Haut nah. Zweimal durfte ich dich als Hebamme betreuen. Du bist Mutter von zwei Söhnen, die sind mittlerweile schon ganz schön groß. Riesig. Wie meine, groß sind sie auch alt. Groß und groß. Groß und groß, genau. Und da war das, kannst du ja mal kurz erzählen. Also wie du einfach zu diesem Thema gekommen bist, weil du warst ja Anwältin in einer Kanzlei und dann warst du schwanger. Ja, genau. Ich dachte ja eigentlich, dass das kein Problem ist. Sollte ja eigentlich kein Problem sein. Vor 16 Jahren. Ja, und das halt auch noch vor 16 Jahren. Muss man sich auch nochmal überlegen. Ja, ich habe ganz normal in der Festanstellung gearbeitet als Anwältin in einem Unternehmen und habe dann ein Jahr Elternzeit genommen und dachte, naja, kein Problem. Ich fange dann am ersten Tag ganz normal wieder an. Ganz normal, also gleicher Job, gleiche Arbeit, total motiviert. Ich habe mich sogar fortgebildet in der Elternzeit, dann komme ich da an und kriege dann einfach meine Kündigung. Ja, klar. Ja, dann bin ich wirklich wie in so einem schlechten Hollywood-Film dann am gleichen Tag mit so einem Pappkarton nach Hause gelaufen mit meiner Zimmerpflanze, die noch da stand auf dem Schreibtisch. Ja, genau. Und das war natürlich, also da lache ich jetzt drüber. Also damals fand ich es natürlich nicht so witzig, sondern habe natürlich erst mal gehollt, weil ich damit überhaupt nicht gerechnet habe, dass sowas passieren kann in der heutigen Welt. Und ich hatte ja alles super organisiert. Betreuung, Kitaplatz, den ganzen Stress drumherum. Aber das hat natürlich was in mir bewirkt und ich habe mich dann angefangen, tiefer noch in diese Themen einzuarbeiten und habe natürlich auch selber geklagt und habe dann irgendwie festgestellt, dass es so, so viele Mütter auch betrifft und so viele Mütter Probleme hatten, nach der Elternzeit wieder in ihren Job einzusteigen. Ja, gerade wenn man und viele dann irgendwo in die Selbstständigkeit gehen, weil das ist so, also eine Festanstellung als Mutter mit Kindern ist auf jeden Fall schwierig und da ist irgendwie so die Geburtsstunde gewesen von deiner ganzen Passion. Also du machst das ja auch mit einer Leidenschaft, sich für Eltern und ihre Rechte einzusetzen und deshalb finde ich das auch nochmal ganz wichtig, heute darüber zu sprechen, weil da macht man sich ja gar nicht, so wie du, keine Gedanken drüber. Ich weiß auch nicht, im Nachhinein denke ich, also nach dem, was ich alles heute weiß, denke ich, ich war super naiv und das als Juristin, wo man eigentlich denkt, die hat sich informiert und die denkt immer im Worst-Case-Fall. Ja, aber ich bin ja da noch gar nicht so in diesem Thema drin gewesen, also auch in diesem Thema Vereinbarkeit und was das dann auch für den Job und für den Wiedereinstieg und auch für die beruflichen Perspektiven bedeutet. Und dann habe ich da mal so richtig reingeguckt und bin wirklich erschrocken. Also es ist einfach krass, dass das heutzutage auch leider immer noch so schwer ist. Aber kannst du vielleicht nochmal kurz erzählen, wie ging es denn für dich weiter? Also das war ja dann erstmal so... Ja, das war natürlich erstmal ein Riesenschock und ich habe dann auch rausgekriegt, dass das Unternehmen da ganz komische Dinge geplant hat, um mich sozusagen auch rechtlich gerechtfertigt dann zu kündigen. Die haben dann behauptet, eine Abteilung wäre ausgelagert worden und so und das habe ich dann auch erfahren, dass das alles im Nachhinein gar nicht gestimmt hat. Egal, ich wollte da natürlich eh nicht mehr hin und habe dann eine Abfindung bekommen, geklagt und habe das dann. Hast gewonnen? Naja, wenn du eine Abfindung kriegst, vergleichst du dich ja immer. Und dann geht man im Frieden auseinander mit dem heutigen Wissen. Hätte ich es vielleicht sogar drauf ankommen lassen auf ein Urteil, also auf eine richtige Entscheidung beim Gericht. Aber ich habe mir dann damals gesagt, hey komm, ich will jetzt nach vorne gucken. Und dann hatte ich ja schon meine ganzen anderen Sachen im Kopf und habe dann überlegt, was kann ich jetzt machen? Und vor allem habe ich ja dann auch als Mutter plötzlich viel mehr Kontakt zu anderen Müttern gehabt und habe das gehört, was da auch so abläuft. Und dann habe ich gemerkt, okay, wow, also hier ist im System irgendwas schief. Und dann habe ich beschlossen, mich als Anwältin selbstständig zu machen. Genau in diesem Bereich, also auch Arbeitsrecht, weil das zählt ja so zum Arbeitsrecht auch dazu. Und habe das dann ja nach und nach aufgebaut. Und ja, ich habe viel zu tun, nach wie vor, leider. Also es nimmt mich ab. Also ich verfolge das ja immer so ein bisschen, wenn ich da so deine Fälle, was du denn so ein bisschen teilen kannst. Das ist ja schwierig, aber das ist auf jeden Fall. und man geht da ja auch so blauäugig rein. Also deshalb, was sind dann so für dich so die wichtigsten Grundlagen, also die man wahrscheinlich sich schon stellen sollte, bevor man schwanger wird oder in der Schwangerschaft vorher? Wie würdest du dich heute, wenn du jetzt die Sandra von vor 17 Jahren sozusagen nimmst, was hättest du? Gerne gewusst und wie hättest du dich rechtlich einfach, also man bereitet sich auf die Geburt vor, Wochenbett auch leider ein bisschen zu wenig, so viele Dinge, aber so auch diese ganzen rechtlichen Sachen. Da sind ja viele, es überfordert ja auch einen die Bürokratie, also alleine die Anträge, da kommen wir auch noch später drauf hin, das ist ja auch schon riesig, aber was hättest du gerne gewusst und was wären so für dich die wichtigsten Grundlagen, die du sagst, heute, die müssen wir eigentlich im Geburtsvorbereitungskurs noch klären. Ja, naja, also ich glaube, Wissen ist einfach das Wichtigste und du hast ja so grob das Thema Elternzeit, du hast das Thema Elterngeld und natürlich auch Mutterschutz, also die Zeit in der Schwangerschaft, wo du ja auch besonders gesetzlich geschützt wirst und ich glaube, zu diesen drei Bereichen musst du dich einfach sehr viel stärker informieren, weil das Wissen ist einfach das Allerwichtigste drumherum. Und natürlich musst du dir idealerweise dann auch schon mit deinem Partner oder Partnerin Gedanken machen, wie soll das auch so aussehen von der Aufteilung her. Wie lang geht man, wie lang geht man nicht. Das habe ich jetzt zum Beispiel auch nicht so in alle Details gemacht. Und ich hätte zum Beispiel vielleicht meine Elternzeit, ich habe die damals nur ein Jahr angemeldet, hätte die vielleicht sogar zwei Jahre angemeldet, um diesen Sonderkündigungsschutz, den du ja in der Elternzeit hast, zum Beispiel länger zu haben. Also du kannst da manchmal auch ein bisschen gucken, dass du, das Gesetz schützt dich ja auch teilweise sehr gut, aber die zeitliche Planung ist dabei zum Beispiel super wichtig. Ich bin ja da ein bisschen unerfahren, weil ich ja irgendwie schon mein ganzes Leben lang als Berufsdinger selbstständig bin, das ist ja nochmal ein ganz gesonderter Punkt, aber du sagst halt, also das finde ich, da würde ich gleich gerne drauf reingehen, macht es immer Sinn, wenn man eine Elternzeit nimmt, die erstmal aufhört? Also das hast du ja gerade gesagt, also kann man sich dann so spontan umentscheiden? Also wie ist das denn? Also man kann natürlich nicht immer, also man kann im Nachhinein das nicht kürzen oder verlängern. Das ist immer ein bisschen schwierig, aber man kann zum Beispiel gucken, wenn man jetzt merkt, irgendwie ist da schon was im Argen im Job. Kannst du natürlich sagen, ich gehe jetzt erstmal lieber die zwei Jahre in Elternzeit und beantrage dann zum Beispiel für das zweite Jahr Teilzeit. Dann bist du immer noch in dieser Elternzeit, hast dann vielleicht deine Arbeitszeit verkürzt, um gleich da wieder reinzukommen. und hast dann zum Beispiel so ein bisschen deinen rechtlichen Schutz optimiert. Da kann ich einfach nicht gekündigt werden. Genau, ja, also schon, aber da muss eine Behörde zustimmen. Also man kann gekündigt werden, aber nur unter ganz, ganz strengen Ausnahmeregelungen. Also ich meine, eine Behörde muss eingeschaltet werden, also man muss ja auch einen präftigen Grund haben. Ja, das sind so Fälle wie, das Unternehmen existiert nicht mehr, Insolvenz wird aufgelöst. Abteilungen werden ausgelagert oder du hast irgendwas ganz Schlimmes angestellt und hast gegen deinen Arbeitsvertrag verstoßen, warst bei der Konkurrenz oder hast, weiß ich nicht, irgendwas gemacht. Genau. Aber das ist wirklich sehr, sehr selten. Aber es kommt immer mal wieder vor. Also ich habe gerade auch wieder einen Fall, da soll ein Unternehmensteil ausgelagert werden und die haben jetzt diese Zustimmung beantragt. Und da kämpfen wir natürlich jetzt auch gerade dagegen, ja. Also du sagst schon, dass man sich, also ich finde es auch so ein bisschen schwierig zu planen, weil das finde ich ja dann immer angenehm, wenn man selbstständig ist, aber dass man sich schon sehr darüber bewusst machen sollte, Wie soll das danach aussehen, das Konstrukt? Genau, genau. Und man sollte natürlich auch ein bisschen vorsorgen für den Worst Case. Also zum Beispiel eine Rechtsschutzversicherung abschließen, dass du optimal abgesichert bist. Weil wenn irgendwas Blödes passiert, bleibst du oft auch auf den Kosten setzen. Dann kommen Mütter zu mir und die stellen dann fest, Mist, ich habe überhaupt gar keine Absicherung. Oder zum Beispiel ein Zwischenzeugnis nochmal vorher geben lassen, dass du genau weißt, welchen Job hattest du vorher. Also du glaubst nicht. Wie häufig Frauen dann zu mir kommen und die sind dann zum Beispiel befördert worden. Es stand aber nirgendwo in einem Arbeitsvertrag drin und dann wollen sie diesen Job später wieder haben. Und da ist zum Beispiel so ein Zeugnis hilfreich. Oder diesen ganzen Papierkram nochmal checken. Hast du alles? Ist alles da? Das sind vielleicht so banale Sachen, aber die helfen dir später oft. Aber habe ich die Beförderung nicht auf meinem Gehalt? Also wenn ich jetzt eine Beförderung habe, kriegt man ja meistens noch ein bisschen mehr Gehalt? Das schon, aber manchmal geht es ja um deinen Jobtitel. Und dann heißt es manchmal so, du hast da zwar mal irgendwas gemacht, aber eigentlich haben wir das nie richtig festgehalten und deshalb kriegst du jetzt einen Job, der zwei Stufen unter dem ist, was du zuletzt gemacht hast. Das ist alles leider schon passiert. Okay, gut. Das hätte ich jetzt auch nicht gedacht, dass man das so festhalten will. Was sind noch weitere Punkte, die du wichtig findest, wo man sich Gedanken macht? Ich glaube, wir sollten es so ein bisschen unterteilen. Ja, wahrscheinlich so Mutterschutz, also oder Schwangerschaft, Elternzeit. Ja, und vor allen Dingen auch angestellt oder nicht angestellt, weil das ist ja wirklich auch nochmal, weil wir haben ja auch ein großes Problem, dass du dich auch für eingesetzt für die Selbstständigen, dass Mütter… Ja, ich hoffe sehr, dass das kommt, ja. Das ist ja nochmal eine ganz andere Nummer, aber als Angestellten sein, also du sagst Zwischenzeugnis… Wirklich gucken, wenn ich Beförderung habe, ist das festgehalten. Genau, ja, im Arbeitsvertrag fest drin. Die ganzen Anträge schon fertig machen am besten. Da würde ich auch schon gucken, also auch zum Beispiel den Elterngeldantrag oder auch die Elternzeitanmeldung. Das kannst du alles auch schon vor der Geburt fertig machen, sodass du da nicht irgendwie, dann bis zum Wochenbetten hast, du hast ja eh andere Themen, als dich jetzt um diesen Papierkram zu kümmern. Aber so ein Elterngeldantrag, Sandra, ist ja auch, finde ich, schrecklich. Schwierig, also so als Laie. Also Kindergeld ist easy, eine Seite, das kriegt man hin. Das ist immer einfach. Das ist immer einfach. Gerade bei Selbstständigen. Es gibt ja auch manche, die sind selbstständig unangestellt, dann wird es ganz kompliziert. Mit dem Kindergeld? Nee, mit dem Elterngeld. Also das stimmt, Elterngeld ist deswegen, also ich würde halt immer versuchen, schon das irgendwie selbst auszufüllen. Ich meine, man kann sich auch helfen lassen. Da gibt es auch verschiedene Anbieter oder Möglichkeiten. Aber ich finde, wenn man diesen Antrag das erste Mal sieht, fällt einem plötzlich auch auf, was einem alles fehlt. Ja, also da musst du ja zig Sachen noch irgendwie dazureichen. Und das kann man ja schon alles vorbereiten, so ein bisschen, dass man einfach gut darauf vorbereitet ist, den schnell am besten nach der Geburt dann loszuschicken. Was, wie siehst du gerade die aktuelle Situation? Wir hatten ja in den letzten zwei Jahren ja auch das Elterngeld ist ja schwierig, also finde ich schon schwierig, was da entschieden worden ist. Also ich merke das auch schon, dass wir einen deutlichen, also wir haben einen Geburtenrückgang. Denkst du auch, dass es durch die. Neue Erneuerung des Elterngeldes kommt? Also, Wie würdest du das so einschätzen? Ich meine, du hast jetzt keine Studie gemacht, aber so ein Gefühl, du arbeitest ja einfach ganz viel mit Eltern zusammen, dass das natürlich auch schon, dass viele glaube ich doch drüber nachdenken, ein zweites und ein drittes Kind zu kriegen. Auf jeden Fall. Also du erinnerst dich ja wahrscheinlich auch noch an diese Elterngelddiskussion, die damals war. Das war ja wirklich furchtbar und es sollte ja noch weiter nach unten abgesenkt werden. Du kannst ja vielleicht mal kurz erzählen, wo wir jetzt gerade sind. Ja, genau. Also es gibt ja diese Einkommensgrenze beim Elterngeld. Also ab einem gewissen Einkommen, aber da zählt das Einkommen von beiden Elternteilen zusammen, bekommt man kein Elterngeld mehr. Rote auch. Genau. Und das sind ja jetzt aktuell 175.000 Euro im Steuerjahr vor der Geburt. Und das schließt natürlich einen gewissen Anteil von Eltern aus. Das ist natürlich der eine Punkt. Aber wenn man sich mal überlegt, also klar ist es privilegiert, wenn man so und so viel Geld verdient, aber wenn man jetzt beide 90.000 Euro, dann sind die ja schon drüber. Genau, oder es kann ja auch sein, es gibt ja auch Konstellationen, da verdient beispielsweise die Mutter relativ wenig und der Mann super, super viel. Aber die haben zum Beispiel auch untereinander keine Absprachen oder so. Und dann, ja, wer geht ja dann doch häufiger in Elternzeit und beantragt Elterngeld. Bestimmt nicht der, der mehr verdient. Ja, genau, so, das meinte ich so. Und dann passiert halt einfach das, dass dann zum Beispiel die Mutter dann gar nichts bekommt. Und das weiß ich nicht, ist ja auch, also hat ja auch damals die Familienministerin gesagt, hat ja auch gesagt, das ist ja gleichstellungspolitisch kein Meisterstück unbedingt, diese Elterngeldreform. Und auch die Erhöhung, das finde ich ja auch mal so krass. Es wurde ja 2007 eingeführt und seitdem wirklich um keinen einzigen Cent erhöht. Also sind wir immer noch bei den 1800 Höchstsatz? Das ist der Höchstsatz und der Mindestsatz 300 Euro. Und da muss man natürlich auch mal fragen, auch mal der Mindestsatz. Inflation. Inflation, wenn du heute ein Brot kaufst. Also, weißt du ja, das ist ja ein Riesenunterschied. Also auch diese ganz banalen... Grundlebensmittel und alles ist halt teurer geworden. Aber in anderen Bereichen werden ja Sozialleistungen oder auch andere Leistungen erhöht. Aber Elterngeld, also ich meine seit der Einführung, das ist der Wahnsinn. Das ist wirklich schon lange. 2025, 26. Ja, das ist Wahnsinn. Schwierig. Und ich finde schon, also, dass man dann auch überlegt, weil wenn die meisten bleiben ja ein Jahr zu Hause mit ihren kleinen Kindern, wenn dann ein Gehalt komplett wegfällt, dass das schon einfach, klar ist es, weil es gab ja die Diskussion darüber, dass es sich um sehr privilegierte Familien handelt und das will ich nicht ausschließen, aber wenn man jetzt irgendwie gerade irgendwie, keine Ahnung, beide haben, gehen wir davon aus, beide haben einen guten Job, haben gerade, was weiß ich, vielleicht auch noch ein Haus gebaut oder sonst was und dann fällt ein Gehalt weg, dass die Kosten laufen trotzdem weiter. Das ist schon so. Also deshalb, ich finde, diese Diskussion war ja sowieso sehr emotional. Die war sehr emotional geführt und natürlich muss man, finde ich, auch insbesondere auf den Bereich gucken von den Eltern, die wirklich wenig verdienen oder auch auf diesen Mindestsatz. Total. Also es ist ja nicht so, dass man jetzt sich, ich sag jetzt mal, die privilegierten Eltern rauspickt. Ja. Und man muss insbesondere natürlich da auch hingucken. Und da, finde ich, schlägt die Inflation ja nochmal viel, viel mehr zu. Also gerade wenn du wenig verdienst, wenn du alleinerziehend bist, wenn du da wirklich einfach gar nicht mehr hinkommst am Monatsende. Und das muss dringend überprüft werden. Und ich finde es echt wirklich schade, dass das politisch gerade nicht so intensiv diskutiert wird. Klar ist, überall fehlt das Geld. Und ich meine, ich würde mir auch wünschen, dass im Familienministerium, dass sie sehr viel mehr finanzielle Mittel hätten zur Verfügung. Elterngeld ist da wirklich der größte Batzen, das ist so. Aber ja, das ist ein schwieriges Thema. Genau, also diesen Antrag aber schon vorher ausfüllen, sagst du. Ja, genau. Und vor allem die ganzen Unterlagen, die du brauchst, alle beifügen. Du brauchst ja als Selbstständige deine ganzen finanziellen Auswertungen, als Angestellte deine ganzen Gehaltsabrechnungen. Also da höre ich auch immer wieder, es dauert ewig, bis man da manchmal alles zusammen hat. So was sollte man tun. Und natürlich muss man sich auch einmal gut überlegen, wie kann man das Elterngeld optimieren, was macht für uns Sinn. Weil das kannst du ja nicht immer so lange beantragen wie Elternzeit. Also Elternzeit ist ja das, wenn du angestellt bist, dass du halt einfach nicht arbeiten musst. Das ist sozusagen die Befreiung vom Job. Das kannst du ja bis zu drei Jahren sogar machen. Aber Elterngeld, also das Volle, kriegst du ja maximal 14 Monate, wenn zwei Elternteile das zusammen beantragen. Also man muss auch immer rechnen, also wie finanziert man auch alles. Also auch diese Babypause, den Wiedereinstieg. Deswegen ist ja auch diese Finanzplanung so wichtig. Also ich habe das damals auch zum Beispiel jetzt nicht wirklich gemacht, aber eigentlich musst du dich hinsetzen und auch mal so einen richtigen Kassensturz machen und mal überlegen. Also wenn ich so lange aussetze oder wie ist das mit meinem Partner, zahlt der mir vielleicht auch noch was dazu, damit das meine Nachteile auch jetzt auch als Mutter und Frau ausgleicht. Das sind schon Diskussionen, die man mal führen kann. Ja, also eigentlich muss man so ungeplant oder so schwanger werden eigentlich nicht so gut. Vorher musst du es erstmal durchrechnen. Ja wirklich, wenn du das jetzt so sagst, also wie man auch wirklich das Beste für sich dann da auch finanziell, wenn du sagst, man muss sich genau überlegen, wie man die Monate nimmt und wer was wie und einen Kassenschutz. Und was wahrscheinlich auch noch ein großer Punkt ist, was viele auch nicht bedenken, ist ja, brauchst du ja schon auch ein bisschen Rücklagen. Rücklagen, weil... Idealerweise ja. Wie ist aktuell die Lage? Ich bin da raus, ich habe bei Kind 3 und 4 gar kein Elterngeld mehr beantragt. Also einfach auch, weil es für mich als Selbstständige, das war so kompliziert, da habe ich einfach gesagt, okay, ich gehe eh arbeiten. Und so geht es ja den meisten Selbstständigen. Bei den Selbstständigen ist so, bei mir war das ja auch zwischendurch so, ich bin dann auch ganz, also ich habe dann auch kaum Mutterschutz gemacht. Gut, ich hatte auch das Glück, dass ich wirklich zwei super tolle Schwangerschaften hatte, ohne große Komplikationen. Ich konnte dann auch arbeiten, auch wenn ich das nicht wirklich empfehle. Man sollte sie schon auch eine Pause nehmen. Und klar, und dann musst du halt, ich meine, wenn du da ein Jahr raus bist, wenn ich jetzt auch ein, zwei Jahre nicht als Anwältin arbeiten würde, das, Ja, du verlierst da dann auch irgendwie den Anschluss und das ist dann schwierig. Ja, aber wenn wir nochmal auf den Kassensturz kommen, ist es ja auch so, dass sozusagen, du hast jetzt gerade diesen Antrag, deshalb so frühzeitig, wie oft hast du das Gefühl, kommen die Sachen dann auch zurück und bis wann habe ich dann wirklich Elterngeld? Ist das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich? Was sind so deine Erfahrungen? Du hast ja wirklich jetzt mit sehr vielen Familien Kontakt, das ist ja auch ein großes Problem. Ja, das ist ein Riesenproblem. Also es kommt halt immer auf die Elterngeldstelle oder auf die Stelle an, wo du das beantragst. Das ist ja manchmal in Berlin, das sind die unterschiedlichsten Bezirke. Wo geht es in Berlin am schnellsten? Welcher Bezirk? Das ist eine gute Frage. Also das kann ich hier tatsächlich gerade nicht sagen. Ich habe nur mal irgendwann gehört, dass... Der Prenzlauer Berg bestimmt nicht. Nee, das glaube ich auch nicht. Aber ich glaube, Charlottenburg hatte auch mal ganz lange Bearbeitungszeiten. Das geht ja auch ab und zu mal durch die Presse. Also wenn du natürlich einen vollständigen Elterngeldantrag einreichst, sollte es eigentlich relativ schnell gehen. Es wird komplizierter, wenn du wahrscheinlich solche Sachen hast wie Selbstständigkeit oder Angestellt und Selbstständig, dann musst du da zig Unterlagen und dann meckern die wieder da rum und dort rum. Was aber, aber ich gebe immer den Tipp und was helfen kann, ist, dass du dann einfach dich beschwerst. Also, dass du dann einfach, wenn du das nicht kriegst, schilderst, ich bin, ich brauche das Geld, meine Miete ist so und meine Ausgaben sind so. Ich habe vielleicht erschwerende Gründe wie alleinerziehend oder mein Kind ist krank oder irgendwas. Und dass du dann einfach Druck machst, eine Frist setzt, schreibst. Also im digitalen Zeitalter wird nach meinem Geschmack werden da viel zu wenig Briefe geschrieben mehr. Also ich bin ja als Anwältin immer so eine Briefeschreiberin mit Unterschrift und einschreiben so richtig böse Briefe am besten. Da kann man auch Druck bei den Behörden machen und man kann zum Beispiel auch beantragen, dass man zumindest erstmal den Mindestsatz ausgezahlt bekommt. Also diese 300 Euro. Ja, das kann manchmal funktionieren, dass zumindest ein Teil des Elterngeldes dir dann schneller überwiesen wird. Aber das ist auch etwas, womit du viel zu tun hast, dass du... Dass Elterngeld einfach so spät ausgezahlt wird, dass die Familie in ein paar Not geraten. Ja, das kommt vor. Und ich meine, klar, wenn du da jetzt klagst und Widerspruch einlegst oder was auch immer, oder eine Dienstaufsichtsbeschwerde, das dauert halt alles. Also im Zweifel muss man halt eigentlich ständig nachfragen und irgendwann kommt es dann auch. Was sind so die größten Missverständnisse, die Eltern so haben, was du jetzt auch in deiner beruflichen Laufbahn so gesehen hast, rund um Mutterschatz und Eltergeld? Was ist da so das Problem? Also einmal hast du ja schon gesagt, dass man halt einfach wirklich Kassenschutz machen soll, das denkt. Ja, genau. Also das ist auf jeden Fall super wichtig. Und ja, so Irrtümer sind, also viele denken zum Beispiel, dass wenn man zurückkehrt in den Job, dass man da egal wie viele Stunden arbeiten kann, also dass so Teilzeit so super easy umzusetzen ist. Und das ist tatsächlich auch nicht so einfach, weil das kriegst du nicht einfach mal so genehmigt. Wenn sich ein Arbeitgeber dagegen weigert, ist es schwierig. Und viele sind ja darauf angewiesen, in Teilzeit zu arbeiten. Also das ist auch so ein Irrtum. Dann verstehen halt viele oft diesen Unterschied zwischen Elternzeit und Elterngeld nicht so, was ich vorhin gerade kurz gesagt habe. Also Elternzeit ist oftmals länger als Elterngeld und das sind zwei komplett unterschiedliche Sachen. Also Elterngeld einfach, was der Staat sozusagen zahlt für die ersten 14 Monate. Genau, und Elternzeit ist nur, wenn du einen Arbeitgeber hast. Für Selbstständige gibt es ja gar keine Elternzeit. Die kannst du ja dann nirgendwo beantragen, du bist ja deine eigene Chefin. Aber wenn du einen Arbeitgeber oder Arbeitgeberin hast, dann kannst du ja beantragen. In Elternzeit zu gehen. Das ist so wie, als wenn dein Arbeitsvertrag eingefroren ist. Der ist zwar noch da, aber du musst halt nicht... Aber das Längste ist drei Jahre. Ja, man kann bis zu drei Jahren gehen. Und zwar beide Elternteile können das theoretisch machen. Aber kann man, also kann man, gibt es da nicht irgendwie immer so Sonderregeln, dass man dann nochmal später irgendwie in die Schule geht irgendwie? Genau, bis zum achten Lebensjahr. Also man kann diese 36 Monate aufteilen. Und du kannst theoretisch auch sagen, jetzt ich nehme erst mal zwei in den ersten beiden Lebensjahren Und dann hebe ich mir nochmal zwölf Monate auf, die ich dann vielleicht, keine Ahnung, eine Einschulung oder wenn mal irgendeine Situation ist, wo ich das vielleicht nochmal brauche. Und das muss ich vorher sagen, oder? Genau, da gibt es Fristen. Also ich kann jetzt nicht sagen, okay, ich habe jetzt zwei Jahre Elternzeit genommen, gehe wieder arbeiten, dann merke ich so, oh, nee, das ist mir jetzt aber, kann dann sagen, oh, jetzt stehen mir doch noch zwölf Monate zu. Das kannst du, wenn du die Fristen einhältst und das formell richtig beantragst, kannst du das machen, da kann ein Unternehmen nichts dagegen sagen. Aber das muss ich jetzt verstehen, Sander, weil die Fristen ist jetzt für mich so. Wann muss ich dann... 13 Wochen davor, wenn das Kind zwischen drei und acht Jahren ist Und wenn das Kind zwischen 0 und 3 ist, sind es 7 Wochen. Okay. Siehst du, das hat mich ja nie betroffen, deshalb weiß ich das nicht. Ja. Okay, also das ist so. Aber wer erzählt das den Eltern? Ich. Ja, aber wenn die dich nicht haben. Nein, also naja, da sollte man sich natürlich schon informieren. Du kannst dich auch auf den Seiten vom Familienministerium zum Beispiel informieren. Die sind inzwischen auch ganz gut. Ja, Gott sei Dank. Also die waren eine Zeit lang mal nicht gut. Aber du hast dich auch nicht informiert, ne? Wie bitte? Du hast dich damals auch nicht informiert. Naja, über die Fristen habe ich mich schon informiert. Das war jetzt auch relativ einfach, weil ich ja eine Elternzeit genommen habe. Ich habe jetzt später nicht nochmal genommen. Aber hattest du die Impedio, dass du dir überlegt hast schon, dass ich die vielleicht nochmal später nehme? Ja, ich hatte das schon. Also ich habe mir auch gedacht, wer weiß. Also man weiß ja nie, was ist. Es kann ja auch mal irgendeine Notsituation oder irgendwas sein. Und dann ist es, finde ich, ganz angenehm, wenn du weißt, du hast da einfach noch ein bisschen Zeit später. Ja, auf jeden Fall. Das ist total nice. Und du sagst ja einfach nur, ich will. Und da kann auch kein Arbeitgeber Nein sagen oder Ja sagen. Das ist kein Antrag, bei dem der Ja oder Nein sagen muss, sondern du sagst einfach, ich mach das. Geht das nur beim unbefristeten Vertrag oder auch? Das geht auch bei befristeten Verträgen. Okay. Das ist ganz egal. Hauptsache ein Arbeitsvertrag. Okay, aber das finde ich schon, das ist gut. Also genau, das ist eine Sache, Elterngeld und Elternzeit, das wissen viele nicht. Was sind noch Missverständnisse rund um Mutterschütten? Naja, der Kündigungsschutz finde ich ist auch manchmal, also viele denken ja, man kann gar nicht gekündigt werden. während der Schwangerschaft oder der Elternzeit, aber das hatten wir vorhin auch kurz angerissen, es geht unter gewissen Umständen. Und was viele ja auch nicht so kennen, ist einfach auch der Mutterschutz, den du in der Schwangerschaft schon hast. Also das muss man vielleicht auch mal so mit aller Deutlichkeit sagen. Du hast ... Also jedes Unternehmen muss eigentlich so eine Art Gefährdungsbeurteilung machen für deinen persönlichen Arbeitsplatz. Und es kann ja sein, dass da auch Gefahren sind, auch für das ungeborene Baby, für dich, auch in der Stillzeit übrigens. Und das ist wie so ein Formular, da wird dann abgehakt, besteht eine Gefahr und besteht nicht. Klar, beim Bürojob ist es was anderes, aber kann ja auch sein, dass du im Gesundheitswesen arbeitest. In der Kita. In der Kita, da kriegst du das auch ganz schnell. Oder wenn du Krankenpflegerin, Altenpflegerin bist, Ärztin, Zahnärztin. Du arbeitest im Labor mit irgendwelchen Viren oder so. Und das passiert halt oft nicht. Weil wenn solche Gefahren bestehen, kriegst du ja ein Beschäftigungsverbot. Es gibt ja einmal dieses typische Beschäftigungsverbot von der Arzt oder von der Ärztin. Wenn du jetzt einfach eine Risikoschwangerschaft beispielsweise hast, dann bist du ja ganz rausgenommen. Es ist so schwierig. Manchmal denke ich immer so, es gibt wirklich, da hat man wirklich so viele Symptome und die kriegen trotzdem kein Beschäftigungsverbot. Ja, habe ich jetzt gerade auch heute einen Fall gehabt, wo auch wirklich sich eine Ärztin geweigert hat, meine Mandantin ein Beschäftigungsverbot auszustellen. Die hat die jetzt bis Ende Dezember krank geschrieben. Und das ist totaler Schwachsinn, weil eigentlich ist sie, also weiß ich nicht, ich bin jetzt selber keine Ärztin, aber eigentlich in solchen Fällen wird ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen. Jetzt hat sie wieder, das stresst sie gerade wahnsinnig, jetzt muss sie dann wieder zum Arzt das eventuell verlängern lassen. Und sie hätte gerne dieses Beschäftigungsverbot, weil sie dann genau weiß, sie hat Ruhe bis zum gesetzlichen Mutterschutz. Ich weiß auch nicht, ich weiß nicht, was da los ist in der Ärzteschaft. Aber ich habe gefragt, da muss es ja irgendein Problem geben, ob sie irgendwie Nachteil davon hat. Weil ich habe das Gleiche jetzt, wo mich eine Patientin, eine Frau dich betreut, Und ihre Schwägerin in Hamburg, die wirklich mehr Risikofaktoren hatte, schon Blutung in der Frühschwangerschaft, immer wieder Blutung, also wirklich keine einfache Schwangerschaft, auch eine Risikoschwangerschaft. Und die wird immer wieder nur krankgeschrieben und muss dann da immer alle zwei Wochen oder so antanzen, anstatt da einfach mal Ruhe reinzubringen, wie du es jetzt auch gerade beschreibst. Riesenthema. Und sie kann auch nicht wechseln, dass es irgendjemand anders... Das habe ich jetzt tatsächlich meiner Mandantin geraten, die geht jetzt zu ihrer früheren Frauenärztin wieder und wechselt jetzt, weil ich ja auch gesagt habe, versuchst zumindest. Aber das ist ja gar nicht so einfach, wenn du gesetzlich versichert bist, dann musst du ja wegen einem Quartal bleiben oder dann die Kosten, weißt du, da kannst du ja nicht, glaube ich, da immer so rüber wechseln. Also sie versucht es derzeit, aber das ist auf jeden Fall wichtig. Und ich finde ja auch, man muss halt einfach gucken, also entweder hat die Frau einen persönlichen Befund oder ihr Arbeitsumfeld ist so gefährlich, dass das Unternehmen ihr ein Beschäftigungsverbot geben muss. Und dann wirst du befreit und kriegst aber auch dann eins zu eins dein Gehalt weiter. Das ist ja das Gute. Da bist du echt super gut abgesichert bei dem Beschäftigungsverbot. Das ist auch, also wenn du angestellt bist und da wirklich im Beschäftigen bist, das ist natürlich super. Genau, und du hast halt wirklich diese Ruhe. Und es ist ja einfach so, wenn du jetzt einfach in der Kita arbeitest und du hast bestimmten Schutz nicht von Krankheiten und so, das ist ja einfach gefährlich. Ja, das ist schon richtig. Also gerade, wenn du viel Kontakt mit Menschen hast, wenn du auch gar nicht weißt, was die mitbringen oder auch... Ich habe ja auch immer mal wieder viele Zahnärztinnen zum Beispiel, die ich berate, die wissen ja auch nicht, der Patient setzt sich da auf den Stuhl, keine Ahnung, was der mitbringt, das wird ja nicht vorher abgeklärt. Und da gibt es ja auch so einen Schutz, weil das habe ich jetzt immer mehr gehört, also was die Stillzeit betrifft, das hattest du eben auch schon mal kurz eingehaut. Das ist eines meiner Lieblingsthemen. Ja, das gibt es tatsächlich auch, aber das ist nicht ganz so einfach. Also da müssen die Arbeitgeber auch mitspielen und müssen halt sagen, also diese Gefährdungsbeurteilung, von der ich vorhin gesprochen habe, was aber ehrlicherweise kaum ein Unternehmen macht, so richtig nach vorbildlich, musst du auch für den Zeitraum der Stillzeit machen. Also das heißt, sobald eine Mutter eine Bescheinigung abgibt und sagt, ich stille nach der Geburt, geht da eigentlich auch… Auch nach einem Jahr noch. Auch noch nach einem Jahr. Also ein Teil des Schutzes, des Mutterschutzgesetzes, leider nicht alle Sachen, aber die meisten gelten, solange du einfach stillst. Und da reicht es, dass du theoretisch jeden Monat eine Stillbescheinigung vorlegst. Und da gibt es gewisse Pflichten, an die sich Arbeitgeber auch halten müssen. Also klar hast du natürlich bestimmte Zeiten, die eingehalten werden müssen. Im ersten Jahr hast du auch diesen Anspruch auf Freistellung, wenn du stillst, dann musst du auch weiter bezahlt werden. Aber dieses Beschäftigungsverbot gibt es halt auch und das kann entweder sein, weil es einfach auch gefährlich sein kann. Gewisse Dinge können ja auch in die Muttermilch übergehen, das weiß so viel besser als ich, aber auch Schadstoffe oder auch es können gewisse Dinge am Arbeitsplatz nicht angeboten werden. Ich habe zum Beispiel gerade total interessante Straßenbahnfahrerin, die ich vertrete. Und da ist zum Beispiel geregelt im Mutterschussgesetz, dass man jederzeit die Möglichkeit haben muss, sich auszuruhen oder hinzulegen. So, wenn die da allein in der Straßenbahn sitzt, wie soll das zum Beispiel funktionieren? Und für solche Fälle muss man entweder eine Lösung finden, dass die dann in irgendeiner Form vielleicht einen anderen Job war. Ich finde das Beispiel so cool. Ja, finde ich auch so cool. Und ich finde es total cool, dass ich eine Straßenbahnfahrerin vertreten darf. Und dann muss man eine Lösung finden. Aber dem Arbeitgeber war das total wurscht. Der wollte die da einfach wieder hinsetzen und hat damit auch gegen das Mutterschutzgesetz verstoßen. Und jetzt bin ich mal gespannt, ob die da eine Lösung finden. Aber das ist nur so ein Beispiel. Es gibt gewisse Dinge, die man einfach beachten muss. Du bist als Frau noch besonders schützenswert, wenn du auch stillst. Und das kann auch theoretisch noch drei Jahre oder so. Wie lange man halt stillt. Wie lange man dauernd. Wenn man angestellt ist. Aber wie toll, dass sie dich gefunden hat dann, ne? Ja, und dagegen halt vorgeht auch. Ja, ja, wir haben das jetzt auch, also es gibt ja so Mutterschutzbehörden, also das ist schon ernst mit diesem Mutterschutz. Also es gibt ja bestimmte Behörden, die wachen, dass dieses Gesetz eingehalten wird und dann kannst du auch die Behörde informieren. Das haben wir in dem Fall jetzt auch gemacht. Die machen zwar oft nichts, aber das kann bis hin zu einer Ordnungswidrigkeit und zu einer Strafbarkeit führen, wenn ein Arbeitgeber gegen das Mutterschutzgesetz verstößt. Ja, Wahnsinn. Aber das wird immer nie so. Ich glaube halt einfach, weil es viele einfach auch nicht wissen. Viele wissen es nicht, viele Unternehmen wissen es auch nicht, aber ich finde das auch keine Entschuldigung, weil du hast ja eine Verantwortung, wenn du Menschen einstellst, dann musst du dich halt informieren. Ja, und dann gibt es in anderen Berufen, wo du total schnell aus dem Verkehr gezogen wirst, zum Beispiel Stewardessen, die werden ja sofort runter auf den Boden geholt, da sagen ja einige eher das nicht. Oder Ärzte, die gerne arbeiten wollen. Ja, das habe ich auch schon erlebt, dass die dann sagen, ich brauche jetzt diese praktischen Zeiten noch und sobald ich sage, ich bin schwanger, dann bin ich raus. Und dann fehlen mir jetzt für... Ist das eigentlich auch eine Grauzone oder gefährlich, wenn ich genau in der Situation eigentlich will ich arbeiten. Aber weiß, das ist gar nicht alle, also das ist vom Mutterschutz... Es ist eine Grauzone und ich finde, jeder Frau muss sich natürlich selber fragen, was möchte ich auch, welchen Gefahren möchte ich mein Kind aussetzen? Also gut, es gibt ja auch Frauen, die sind topfit, die machen mit so einer riesen Kugel gefühlt noch alles, aber man weiß es halt nicht, man muss sich das schon gut überlegen. Also nicht umsonst gibt es diese gesetzlichen Regelungen. Ja, bloß wenn der Arbeitgeber das dann halt rausfindet und so und sagt, das geht aber einfach nicht, sie müssen jetzt ja raus sein. Also hattest du so einen Fall schon mal? Also, dass ein Arbeitgeber die Frau schützen will, weil er sagt, so geht das ja nicht mehr und sie eigentlich, weil sie sich gut fühlt. Das ist ja dann, da ist dann immer gut, ich habe ja Geburtenbiss. Ja, also sechs Wochen vor meiner eigenen Geburt gemacht, weil ich ja selber für mich verantwortlich bin. Also ich habe sozusagen die Gefahr für mich eingeschätzt, ob das okay ist oder nicht. Aber wenn ich jetzt angestellte Hebamme im Kreißsaal gewesen wäre, hätte ich da ja nicht mehr rumtanzen können. Ja, klar. Naja, also dann darfst du halt einfach nichts sagen. Aber sobald du es sagst und es offenbart wird, dann muss der Arbeitgeber handeln und dann kann er das auch durchsetzen. Dann kann er auch sagen, nee, du kommst jetzt nicht mehr. Du kriegst jetzt ein Beschäftigungsverbot. Okay. Was sind noch so ganz spezielle Fahrfälle, die du so hattest, so wie jetzt die Straßenbahn, also da seid ihr ja noch mittendrin. Also die fährt jetzt gerade aktuell. Nee, die ist jetzt gerade aktuell befreit worden. Also sie fährt gerade nicht, aber das ist jetzt gerade in der Diskussion. Das ist gerade, wissen wir noch nicht. Weil ich muss sozusagen mich immer ausruhen können. Genau, also du musst jederzeit die Möglichkeit haben, dass du dich hinlegen und ausruhen kannst. Und das gilt nicht nur für die Schwangerschaft, sondern es gilt auch für die Stillzeit. Oder auch einen Stillraum. Also sowas, das sind alles so Fragen. Aber das passt, also ich meine, es ist ja jetzt nicht so, dass, zumindest was ich weiß, dass jetzt ihr Baby die ganze Zeit zum Stillen hingebracht wird. Also ich glaube, die hat das jetzt irgendwie anders gelöst. Da kenne ich auch wirklich die wenigsten Frauen, die das am Arbeitsplatz so machen. Also ich hatte mal eine Freundin, da hat der Partner immer das Baby zum Stillen gebracht. Ja, ich kenne das auch schon. Aber das man hat auch einen Raum. Aber ich meine, das ist dann manchmal so echt so ein Raum, da willst du auch nicht abpumpen und nicht stillen und so. Das muss schon irgendwie auch, ich frage mich nur gerade, wie es so ist, wenn diese, ich glaube, dass es aber sehr, sehr viele nicht wussten, weil wenn ich jetzt an, können nicht nur die Straßenbahnfahrer denken, ich denke jetzt so an eine Bäckerei-Fachverkäuferin oder so, die ist schwanger. Meinst du, da gibt es irgendwo einen Raum, wo die sich jetzt großartig ausruhen kann? Naja, es gibt eigentlich ja auch so Pausenräume und naja, es ist immer, also eigentlich muss man gucken, dass man einen guten Draht zum Arbeitgeber bewahrt, wenn man das machen möchte, redet, miteinander kommuniziert und gemeinsam gute Lösungen findet. Das ist ja auch häufig meine Erfahrung, dass wenn das irgendwann mal nicht mehr gegeben ist und dann es Streit gibt, dann ist es oft halt schwierig. Ja. Dann eskaliert es auch schnell. Ja, aber das ist halt so wichtig zu wissen in der Schwangerschaft. Ja, Schwangerschaft und Stillzeit. Da haben wir auch schon mal zusammen guten, ja, so zum Stillen aufklären. Weil das ist ja auch immer, man denken ja auch immer alle, dass man halt, wenn man wieder anfängt zu arbeiten, muss man abgestillt sein. Genau und unsere ganze Gesetzeslage ist ja so, der Klassiker ist ja immer noch, die Frau geht ein Jahr raus, weil es passt halt so schön mit dem Elterngeld. Weil der maximal Bezugszeitraum fürs volle Elterngeld sind zwölf Monate. Und dann gehen die zurück und dann haben sie meistens auch schon abgestillt, weil dann bekommst du die Stillpausen nämlich auch nicht mehr bezahlt. Die bekommst du ja nur bis zum ersten Lebensjahr bezahlt, was ich eigentlich auch so eine komplett absurde Regelung finde. Und deswegen stillen die dann ab, weil danach wird es halt schwierig. Darüber hinaus kriege ich es nicht bezahlt. Nee, sie kriegen die Stillpausen an sich nicht mehr bezahlt. Aber ich kann sie einfordern. Du kannst die einfordern und es sind auch noch immer gewisse Arbeitszeiten zu beachten. Also du darfst beispielsweise nicht sonntags beschäftigt werden oder nachts, wenn du stillst. Das gilt auch über das erste Lebensjahr des Babys hinaus. Aber dieses Finanzielle, das hört dann auch auf. Und deswegen ist es halt so klassisch, dass man dieses eine Jahr hat und das dann vielleicht auch in den Köpfen ist, so ich muss jetzt schnell abpumpen. Oder abstillen, wo es ja einfach geht. Abstillen, abpumpen, meinte ich natürlich beides. Also ja. Okay. Welche Behörden sind denn relevant? Also ich meine, wenn man jetzt keine Sandra Runge hat, dann an welche Behörden kann ich mich sozusagen wenden? Wenn du Fragen zum Mutterschutzgesetz hast, kannst du dich an diese Mutterschutzbehörden wenden? Da muss man immer gucken, die sind ganz unterschiedlich. Je nach Bundesland und so findet man aber auch auf der Webseite vom Familienministerium. Und ansonsten rate ich schon auch die Seiten vom Familienministerium zu lesen, die sind inzwischen auch gut. Da gibt es auch Broschüren, die wirklich gut sind so für die erste Zeit. Und eigentlich auch Jugendämter, Elterngeldstellen, naja, also ich meine, die arbeiten oft nur ab, aber da muss man auch mal so gucken, was so in der Kleinstadt ist, das ist vielleicht auch nochmal was anderes als hier im wilden Berlin, dass es da vielleicht Stellen gibt, wo man sich beraten lassen kann. Okay, also das ist so, sollte ich mit dem Arbeitgeber klären. Das ist schon mal ein ganz guter Hinweis. Was sollte ich noch klären, rechtlich? Also wir sind jetzt ja hier schon richtig mit den Verträgen und so weiter, dass man einen Kassensturz machen sollte. Gibt es noch eine Sache, wo viele nicht dran denken, wo du immer denkst, das würde ich jetzt immer klären? Naja, also ich bin da jetzt auch keine Versicherungsexpertin, aber natürlich musst du so ein bisschen das Thema Versicherung im Auge behalten. Wie wird dein Kind krankenversichert, privat, gesetzlich? Da gibt es auch oft Schwierigkeiten. Das hängt auch davon ab, wie die Eltern versichert sind. Aber was mache ich zum Beispiel? Ich bin jetzt gesetzlich versichert, angestellt. Mein Partner ist, wir sind verheiratet. Mein Partner verdient deutlich mehr als es, ist privat versichert. Also ich glaube, in der Konstellation musst du deine Kinder privat versichern. Ja, also du kannst... Das verstehe ich auch mal nicht. Ich verstehe es auch nicht. Warum entscheidet der Staat das, wie ich mein Kind versichern will? Es ist, also das ist wirklich auch, also wir hatten auch zu Hause so eine Konstellation, da war das auch irgendwie komplett schwierig und komisch und ich habe dann auch mich da wirklich mit der Versicherung einmal echt streiten müssen, weil ich da plötzlich irgendwas nachzahlen sollte. Auch so wirklich kurz nach der Geburt, wo ich dachte so, hä, also wie soll ich das jetzt hier alles auf einmal ausgleichen? Ja also da muss man sich also vielleicht auch nochmal unabhängig beraten lassen bei Versicherungsexperten oder Expertinnen also. Ich finde es auch nervig. Und das ist auch wirklich was Wichtiges mit der Versicherung. Du hast gesagt, eine Rechtsschutzversicherung. Genau, Rechtsschutzversicherung unbedingt. Dann sollte man auch mal eine Haftpflichtversicherung denken, weil Kinder können ja auch schnell mal was kaputt machen. Die hat man ja meistens, dass man die nochmal überprüft. Ja, das macht natürlich immer noch einen Unterschied, wenn plötzlich ein Kind da ist. Aber ich glaube, das sind so die wichtigsten Versicherungen. Man kann natürlich auch noch über so eine Unfallversicherung nachdenken, weil Kinder ja immer nur auf dem Weg, also in der Kita oder in der Schule sind die ja auch versichert, aber auch nur auf dem Weg dahin kann manchmal auch was Schlimmes passieren. Aber ich glaube, viele andere Versicherungen, ob man die dann braucht, muss man halt einfach nochmal abwägen. Ja, ich denke auch Rechtsschutz, haftlich, das mit der Krankenkasse zu klären, ist super wichtig, weil das ist ja einfach, wie gesagt, wenn unterschiedliche Versicherungen sind, super komplett. Ja, was natürlich auch noch wichtig ist, ist, wenn du nicht verheiratet bist, diese ganze Vaterschaftsanerkennungsthematik. Also auch, ich bin jetzt auch keine Familienrechtlerin, aber trotzdem musst du dir natürlich schon Gedanken machen. Also wer gerade, wenn vielleicht auch irgendwas in der Beziehung nicht ganz optimal ist, da sollte man sich schon auch nochmal informieren, wie das ist mit dem mit den ganzen Themen. Aber du kannst ja zum Beispiel auch die Vaterschaft schon vor der Geburt anerkennen lassen, wenn du nicht verheiratet bist. Wenn du verheiratet bist, ist es ja relativ easy. Da brauchen wir eigentlich gar nichts machen, weil dann ist es automatisch. Aber wenn es halt nicht ist, muss man sich davor Gedanken, das kann man beim Jugendamt machen oder auch beim Notar kann man das auch bestätigen machen. Wenn wir jetzt, okay, wir haben Kindergeld, Elterngeld, Antrag, kann man sich Hilfe suchen? Gibt es noch irgendeinen Antrag, den ich ausfüllen muss? Das sind eigentlich so die wichtigsten. Ja gut, also ich meine je nachdem, wie du dann wieder einsteigen willst. Also der Jobstart ist natürlich dann auch mal so ein sensibles Thema. Da musst du überlegen, beantragst du dann nochmal Teilzeit, verlängerst du nochmal deine Elternzeit und man sollte sich halt auch ein bisschen vorbereiten, dass das unter Umständen schwierig sein kann, wieder den gleichen Job zu bekommen. Achso, Kita-Platz fällt mir natürlich noch ein. Das ist natürlich auch noch ein Problem. Da sollte man natürlich auch, auch wenn die Geburten raten, zurückgehen. Auch doch natürlich rechtzeitig informieren bei der Gemeinde oder auch schon sich dann eintragen oder Kita-Platz suchen. Ja, du bist ja auch Mitgründerin einiger Kitas. Also du machst ja wirklich alles, was Eltern brauchen. Was ist denn da vielleicht auch nochmal wichtig? Weil wir hatten ja eine Zeit lang hier in Berlin ein paar super enge Betreuungsengpässe. Also ich glaube, du warst auch mal... Selber davon betroffen. Ich kenne das auch. Und ich kenne auch Mütter, die haben Excel-Tabellen geführt. Die haben in der Elternzeit solche Excel-Tabellen geführt mit den Kitas. Als wir unsere beiden großen Kinder bekommen, war das ganz schlimm. Das war ganz schlimm. Und das war wirklich, die Excel-Mütter habe ich die teilweise wirklich genannt. Also es war wirklich furchtbar. Ich habe das jetzt nicht so super ordentlich geführt, aber zu der Zeit war das ja echt schwierig. Und dann gab es da einige, die haben wirklich die Hälfte der Elternzeit geführt damit verbracht, ständig bei irgendwelchen Kitas vorbeizugucken. Habe ich da auch vom Staat Rechte, wenn ich gerade auch vielleicht wieder arbeiten gehen muss und habe aber keinen Betreuungsplatz für meinen Kind? Du hast einen Rechtsanspruch auf dem Kita-Platz ohne weitere Voraussetzungen ab dem ersten Lebensjahr. Und wenn du aber schon davor arbeiten willst, kannst du das im Grunde genommen auch schon einfordern. Aber das wird natürlich schwierig, weil die meisten nehmen natürlich Kinder erst ab einem Jahr. Klar ist immer eine individuelle Frage, auch selber, wann möchte ich mein Kind dann in die Betreuung geben. Aber das kann man auch einfordern. Und da kann man sich auch ans Jugendamt wenden und auch richtig Ärger machen, aber das passiert in der Praxis halt nicht so oft, weil die meisten wollen natürlich in eine bestimmte Kita und so ein Jugendamt kann einem ja auch eine Kita zuweisen, die vielleicht weiter weg ist. Aber gibt es da dann auch so eine Kilometergrenze, die man einhalten muss? Man sagt so grob, dass eine halbe Stunde Weg zumutbar ist, egal ob zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Okay. Und das kann... Kann auch manchmal schon nervig sein, gerade wenn du da vielleicht Zirkitas vor der Haustür hast. Also hast du das schon viel mit, also ich glaube, das wissen einfach auch ganz viele nicht, dass ich mir ein Kita, also ich meine, momentan gibt es ja wieder Kita-Plätze. Da wird das, glaube ich, nicht so das große Problem sein. Aber in dieser Hochphase, also hattest du das Gefühl, dass Wissen Eltern, dass sie sowas einklagen können? Erstaunlicherweise ist das nicht so verbreitet, das Wissen. Das wird auch nicht so oft gemacht, weil das ist natürlich auch mühselig. Aber es gab schon vereinzelte Eltern. Es gibt auch Urteile dazu. Es gab auch Eltern, die dann keinen Kita-Platz bekommen haben und sich eine private Betreuung organisiert haben, die Geld gekostet hat. Und die haben dieses Geld dann vom Jugendamt sich wieder eingeklagt, weil sie gesagt haben, ey Leute, ich wollte einen Kita-Platz, ihr habt mir keinen gegeben. Ich musste arbeiten oder ich musste meinen Urlaub verbrauchen, was ja auch einen finanziellen Wert hat. Und die haben das tatsächlich, es gibt Urteile, da wurde das denen zugesprochen. Ist das kompliziert? Ja, man muss die Nerven haben, klar. Man muss auch natürlich Kosten, deshalb die Rechtsschutz. Also dann ist es aber auch wieder so eine Sache, die nur vielen Eltern zusteht, die sich das auch, erst mal die in der Lage sind, sowas alles zu machen, weil das ist ja super auswendig. Ich hätte schon jetzt keinen Bock mehr. Genau, das ist es so. Das ist ja bei so vielen Dingen oder Ungerechtigkeiten, die passieren. Du hast oft gar keine Lust, dich damit zu befassen. Du hast so ein kleines Baby plötzlich da. Du hast vielleicht auch noch Themen nach der Geburt. Dir geht es vielleicht nicht gut und dann sollst du da noch irgendwie im Gerichtssaal stehen, um es jetzt mal ein bisschen so zu übertreiben. Also das ist, weiß ich nicht, ist auch nicht jedermanns oder jeder Frau Sache. Andererseits ist es natürlich auch wichtig, dass wir Frauen haben, die sich dagegen wehren und das finde ich, merke ich schon, dass da so das Bewusstsein für Ungerechtigkeit oder für Diskriminierung, das ist auf jeden Fall sehr viel stärker geworden. Also es gibt wirklich auch schon viele Frauen, die sagen so, das lasse ich mir nicht gefallen. Also häufig, wenn es auch um diese Wiedereinstiegssachen geht. Du wirst irgendwie degradiert, du wirst nach der Elternzeit gekündigt, du kriegst deinen Job nicht wieder. Dir wird ein Aufhebungsvertrag in der Elternzeit zugeschickt. Also bei solchen Fällen finde ich schon, habe ich so einen Eindruck, dass man sich da jetzt auch stärker wehrt. Und das ist ja schon auch manchmal so ein schambehaftetes Thema, wenn du jetzt irgendwie deinen Job nicht mehr bekommst oder irgendwie beruflich nicht mehr so super erfolgreich bist wie davor. Deswegen, und da finde ich, sind die Frauen wirklich inzwischen sehr viel stärker. Finde ich einen ganz wichtigen Punkt, den glaube ich viele nicht wissen. Aber gibt es noch weitere Rechte, wo du sagst, die müssen wir auf jeden Fall wissen, was so die Betreuungssituation angeht bei Kindern. Also ich kann mir einen Platz einklagen. Ja, du kannst ihn einklagen. Es ist deutschlandweit so, dass ab am ersten Leben auch in München. Überall. Weil da gibt es ja gar keine Kita-Plätze. Genau. Egal, ob das jetzt ein kleines Dörfchen ist, da ist es natürlich oft schwieriger. Also wir in Berlin, hier ist ja die Situation noch relativ gut. Aber um wie lange habe ich denn die Möglichkeit? Also wenn ich zum Schuleintritt, hast du dann recht auf einen Kita-Platz? Nee, ich frage mich nur gerade, wenn, also du hast gesagt, man hat dann Anspruch auf einen Kita-Platz. einen staatlichen Kita-Platz sozusagen ab dem ersten Lebensjahr, aber natürlich nur, wenn ich arbeiten gehe. Nein, nicht zwingend. Also du kannst auch arbeitssuchend sein und musst nicht unbedingt, also du kriegst dann vielleicht einen geringeren Gutschein. Also in Berlin haben wir dieses Gutschein-System. Das ist nicht deutschlandweit. Nee, da muss man dann tatsächlich da wieder, da kommt es dann wieder ein bisschen auf die Details drauf an. Da kann es dann halt sein, dass du vielleicht nur einen Halbtagsplatz bekommst. Aber sonst besteht dieser Rechtsanspruch auch erstmal unabhängig davon. Was muss ich tun, wenn ich jetzt zum Beispiel Arbeit suchend bin? Da muss ich mich regelmäßig beim Arbeitsamt vorstellen, damit die wissen, dass ich arbeitssuchend bin. Genau. Okay. Und was gibt es noch für rechtliche Sachen, die wichtig sind, wenn es zum Beispiel zu Betreuungsengpassen kommt? Wir haben jetzt gesagt, wenn Kinder in die Kita gehen, also du hast das Stillen, also Stillen den Schutz haben wir, aber was, also ich glaube, Krankheit ist ja nochmal ein großes Thema, ne? Ja, genau. Also ja, es ist natürlich immer eine große Herausforderung, diese Kindkranktage. Also du hast ja schon auch die Möglichkeit, dass wenn dein Kind erkrankt, dass man im Grunde genommen musst du da auch einen Schein vorlegen und dann ist das auch. Wer lässt sich da krank schreiben? Das ist dann sozusagen kindkrank, heißt das. Genau, aber was muss ich da beachten? Also das Kind wird krankgeschrieben und ich als Mutter oder Vater. Genau, und du zeigst es deinem Arbeitgeber dann. Also da stehen dir natürlich auch Rechte zu, aber natürlich kann das auch zu Konflikten führen, was eigentlich nicht sein sollte. Hatte da auch viele große Probleme? Also nicht jetzt an sich die Tatsache, dass man es machen darf oder nicht. Das ist dann meistens so alles zusammen, Und dass man dann irgendwie sagt, du als Mutter, wir können dich nicht mehr weiter beschäftigen. Also so direkt wird es nicht gesagt, aber durch die Blume natürlich auch. Du bist jetzt nicht mehr so leistungsfähig. Oder dein Kind ist ständig krank oder du fehlst ständig. Man weiß ja, wie es ist. Erst ist das Kind krank, dann ist man selber krank. Also das kann schon auch zu Konfliktpotenzial führen. Okay, aber das ist natürlich auch ein Punkt, den viele nicht wissen, dass sie da einfach auch, wenn ihr Kind krank ist, dass sie auch ein Recht haben. auf. Ja, genau, das wissen viele nicht und viele machen es auch einfach nicht. Also die gehen dann irgendwie trotzdem arbeiten oder versuchen eine andere Lösung zu finden. Aber eigentlich muss man dafür wirklich eine Lösung finden. Ich hatte mal eine Mutter, die ich beraten habe, die hatte mit ihrem Partner eine Excel-Tabelle gemacht, wer wann das Kind abholt, wenn die Kita anruft und das Kind Fieber hat. Weil das kann ja auch in der Partnerschaft zu Riesenkonflikten führen. Wer holt denn jetzt das Kind ab? Auf jeden Fall. Welcher Job ist wichtiger? Genau. Das hat mich so beeindruckt. Ich fand das so krass. Die haben wirklich jeden Monat durchgeplant. Jeden Tag. Aha, da holst du ab, da hole ich ab. Weil die hatten dann nämlich auch Konflikte. Das fand ich total smart. Da ruft ihr Kita an, Schule an. Das ganze Konstrukt fällt ja immer zusammen. Das ist ja dann meistens der, der seine Arbeit selber planen kann. Ja, der selber, der entweder flexibel ist oder vielleicht nicht so viel verdient oder nicht so oft auf Dienstreise ist. Du hast für Eltern auch einen Kurs gemacht, da hast du sozusagen diese ganzen rechtlichen, also da fühlst du, wie ist dir der Gedanke da gekommen, weil das ist ja auch immer so, man kann seine Arbeitszeit nicht ewig erhöhen, du berätst mittlerweile so viele Eltern, aber dich kann man ja nicht kopieren, deshalb hast du ja wahrscheinlich dir da auch ein Konzept überlegt, wie kann man das irgendwie skalieren, dass man einfach sagt, mehr Leute können sich von dir beraten lassen. Genau. Was erwartet mich da in deinem Kurs? Also ist das wie noch ein Geburtsvorbereitungskurs für die rechtliche Seite? Ja genau, so ungefähr, genau. Nein, also es ist ein Videokurs, auch unterteilt in diese Themen Schwangerschaft, Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld und dann noch wieder Einstieg. Also das sind so diese klassischen Themen. Und da gibt es einfach Videos, in denen ich das alles nochmal erkläre, natürlich sehr aus dieser anwaltlichen Schiene. und gebe dann aber natürlich auch viele Tipps, um nicht in irgendwelche Fallen reinzutappen oder wie man finanziell natürlich auch sich absichert. Genau, und dazu gibt es dann noch so ein Workbook und Anträge und Vorlagen dazu, sodass man das dann alles einmal kompakt das Wissen bekommt. Okay, und da zeigst du auch genauso, wie man so einen Elterngeldantrag ausführt. Ja, also ich mache das nicht, Also beim Elterngeldantrag muss man immer so ein bisschen gucken, weil das gibt ja zig viele verschiedene Varianten. Aber ich gebe schon ganz grundsätzliche Tipps, was man beachten sollte und wo so die wichtigsten Punkte sind. Also zu 90 Prozent passt das dann sozusagen. Ja, genau. Also ich würde mal sagen, ich gebe so die Skills, dass man es dann selber machen kann. Und es gibt ja auch so Live-Q&As. Also einmal im Monat mache ich ein Live, bei dem man dann einfach sich nochmal dazuschalten und persönlich auch Fragen loswerden kann. Okay. Also ich muss ganz ehrlich sagen, das ist ja wirklich, ich glaube, dass man oft erst darin so kommt, wenn man dann einfach auch ein Problem hat. Also so mit vielen Dingen. Es ist ähnlich, finde ich, so die rechtliche Sache wie das Wochenbett. Da denken ja auch immer alle, das geht so vorhin ganz alleine. Und erstmal, also der große Fokus ist immer auf die Geburt und auf die Schwangerschaft und alles, was danach kommt, ist so ein bisschen so das Stiefkind. Und ähnlich finde ich es jetzt so auch mit den Rechten, weil es einfach für viele einfach so abstrakt ist. Aber es ist so wichtig zu wissen. Ja, total, weil es kann dir dann wirklich auf die Füße fallen. Und gerade wenn es ja dann darum geht, wieder einzusteigen in den Job nach der Elternzeit, da geht es ja erst richtig los. Also weil es passiert natürlich viel, wenn du ein oder zwei Jahre weg bist und dann wirst du da einfach auch häufig rausgeekelt. Du hast zwar diesen Anspruch auf den gleichen oder gleichwertigen Job, Aber ja, natürlich passiert auch viel, da muss man auch darauf vorbereitet sein. Ein Unternehmen wird umstrukturiert, geändert, verschmolzen, das ist normal. Aber natürlich gibt es dann auch viele, die sich so denken, ach Gott, die Elternzeit ist ja die erste, die jetzt mal rausfliegt. Und das ist auch so, finde ich, ein ganz, ganz sensibler Punkt. Und da geht es dann halt vor allem auch an die Existenz. Und deswegen ist es schon wichtig, dass man sich damit auch beschäftigt und da so ein bisschen am Ball bleibt. Und sag mal, hast du das Gefühl, es wird besser, dass sich immer mehr Menschen sozusagen mit den Themen auseinander? Oder wie so dein Gefühl aus der täglichen Arbeit, die Fälle werden nicht weniger? Die Fälle werden wirklich nicht weniger und das Interessante ist, ich werde auch mal ganz oft gefragt, was sind denn das so für Unternehmen? Sind das nur die Kleinen oder die Großen, die da irgendwie Eltern benachteiligen? Und da gibt es überhaupt gar keine Regel. Das ist wirklich der kleine Handwerksbetrieb bis zum DAX-Konzern. Auch Unternehmen, die mit Familienfreundlichkeit auf ihrer Webseite werben, dann ist da aber ein Vorgesetzter, der so ein bisschen schwarzer Schaf ist und dann ist da nichts mehr mit Familienfreundlichkeit. Also da musst du ganz genau hingucken. Und ja, und natürlich merkst du ja auch diesen wirtschaftlichen Druck überall. Es werden Stellen abgebaut, also gerade auch wieder aktuell. Und das wirkt sich natürlich dann auch darauf aus. Und dann gucken wir mal mal das schwächste Glied gleich. Genau, und dann denkt man sich auch, die sind ja eh gerade gar nicht da so im Unternehmen eingegliedert. Die stehen gar nicht mehr mehr im Organigramm. Ach, die kriegen jetzt als erstes mal einen Aufhebungsvertrag. Dass man vielleicht eine Sozialauswahl machen muss und dass man eigentlich ja genau immer noch eine gleichwertige Arbeitnehmerin ist, wird dann halt oft vergessen. Und das ist total traurig. Und gleichzeitig habe ich ja vorhin schon gesagt, finde ich aber, dass die Frauen sich ihrer Rechte stärker bewusst sind, die stärker einfordern. Und... Aber trotzdem muss man immer noch mal gucken. Also auch, ob alles formal eingehalten ist. Jetzt kommen ja so die Digital Natives, da merkst du natürlich dann auch manchmal, die sind dann so, hä, da muss ich jetzt einen Brief schreiben, hä, was, da muss ich was unterschreiben. Das merke ich jetzt gerade so ein bisschen. Also Elterngeld ist noch nicht digital. Ja, naja, also das kommt auch wieder auf die Bundesländer an. Bei manchen kannst du so eine Art Online-Antrag ausdrucken, aber genau, ausdrucken. Die Betonung liegt auf Online-Antrag ausdrucken und unterschreiben. Ja, genau, aber man kann es nicht direkt dann so einklicken. Ja, also manchmal schon, also ein bisschen was hat sich da schon getan, aber naja, aber es gibt auch andere Sachen. Manchmal ist es, wie gesagt, ich bin da ein ganz großer Fan von, manchmal ist es wirklich besser, auch noch einen richtigen Brief mit Einschreiben zu schicken. Das macht immer nochmal einen Eindruck. Okay, ihr hört, Sandra mag Briefe mit Einschreiben und ihrem Stempel. Die liebe ich. Okay, liebe Sandra, vielen Dank für diesen rundumfassenden Überblick. Ich glaube einfach, wenn man das jetzt hört, denkt man, okay, erstmal alles raussuchen. Arbeitsvertrag nochmal angucken. Die Unterlagen aus der Schublade holen. Genau. Ihr könnt natürlich auch ganz einfach Sandra folgen. Sie hat zwei Bücher geschrieben. Also du hast ja wirklich, also wenn wir jetzt auf die, vielleicht gehen wir nochmal ganz kurz auf die Selbstständigen. Die haben wir irgendwie so ein bisschen außen vor gelassen, weil die vertrittst du ja auch. Ja, natürlich, klar. Also da haben wir ja wirklich eine Rede, wo die Folge schon wieder zu Ende ist. Aber bei den Selbstständigen ist das schon einfach nochmal eine richtig große Sache, weil da gibt es ja kaum Schutz. Nee, da gibt es so gut wie gar keine. Also gerade auch aus Mutterschutzgesetz. Aber wie gesagt, da scheint sich ja jetzt hoffentlich etwas zu tun. Die Mühlen, die arbeiten. Die Mühlen arbeiten. Ich hoffe wirklich, dass es jetzt diese Legislaturperiode dann auch da Verbesserungen gibt. Aber da ist es nochmal umso mehr wichtig, dass du rechnest und kalkulierst und dich vorbereitest und sparst. Und natürlich auch überlegst und auch extremst davon abhängig bist, auch dass du gesund bist. Das finde ich halt auch immer bei so einer Selbstständigkeit. Das weiß ich ja auch von mir selber. Du kannst dich halt nicht krank melden und kriegst dein Geld weiter. Wenn ich das jetzt höre, dann würde ich als Selbstständigen schon mal gar kein Kind kriegen. Also es ist ja wirklich so... Naja, es ist, ja, weil Gott sei Dank, es gibt ja genug, die Kinder kriegen, aber es ist einfach so. Also wenn du streng danach gehst, wie du rechtlich oder gesetzlich abgesichert bist, klar, du kriegst das Elterngeld, ja, das ist jetzt mal unabhängig vom Angestellten-Dasein oder Selbstständigkeit und also Kindergeld und Elterngeld, das ist ja ein Selbstläufer, das kriegst du, aber alle anderen Sachen, also diese ganzen Sachen. Ernährung ist ja so ein Riesenthema, ist ja eine Riesenaufgabe, die man hat und ich meine alleine, da geht ja schon die Hälfte des Elterngeldes weg, wenn nicht alles. Ja, Krankenversicherung. Da ist ja noch keine Miete, also gerade, dass die da auch nicht geschützt sind und so weiter, was die Krankenversicherung angeht. Ja, ja, genau. Also das ist auch, genau, und das sind Riesenausgaben, die du dann hast. Steuervoraussetzungen, gehen weiter. Ja, deswegen, also du musst ja im Grunde genommen zusehen, dass du diese ganzen laufenden Kosten, die du hast. Weitertragen kannst. Für 12 Monate. Genau, natürlich kannst du ja auch sagen, dein Betrieb ruht erstmal ein bisschen, wenn man jetzt vielleicht zusammen eine Selbstständigkeit hat mit mehreren, dann kann man sich das auch vielleicht so ein bisschen aufteilen, dass man sagt, ich ziehe mich jetzt mal ein bisschen raus aus dem Geschäft. Also vielleicht ist es auch manchmal besser, wenn man sich sogar zusammentut, wenn es geht. Wenn man geht ja jetzt auch nicht in jeden Job und dass man dann Elterngeld bezieht und dann in der Zeit vielleicht auch erstmal ein bisschen Verantwortung abgibt und dann wieder dazukommt. Also sowas habe ich auch schon manchmal gesehen. So was kann man natürlich auch machen, aber es ist auf jeden Fall von der Absicherung her nochmal was ganz anderes. Ja, also eigentlich nicht so ein Ferien gehen zu kriegen oder wie? Naja, so würde ich das jetzt nicht sagen. Also vielleicht kann man ja auch irgendwie gucken, dass man auch so ein Mittelding macht. Ich kenne ja auch viele, die noch angestellt sind und dann so anfangen mit einer Selbstständigkeit und das dann so langsam aufbauen. Man kann ja auch beides parallel ein bisschen machen. Dann hat man einen 20-Stunden-Job irgendwo und macht sich aber selbstständig. Und wenn das halt gut und solide gewachsen ist, dann kündigst du deine Festanstellung und traust dich den Sprung dann direkt rein. Aber da sollte man auf jeden Fall nochmal genauer gucken. Ja, also ich glaube, da musst du vor allem auch sehr gut deine finanziellen Verhältnisse planen. Also wirklich da auch nochmal ein gutes Steuerbüro haben oder einfach nochmal sich beraten lassen für so eine Finanzplanung. Ganz wichtiger Punkt. Bin gespannt, wie sich das jetzt auch entwickelt, auch mit der Petition. Also da sind wir ja alle dran. Also Mutterschutz. Das hoffe ich sehr, dass das kommt. Also ihr lieben alles, was ihr zu sagen, ihre beiden Bücher, ihre Website natürlich, wenn ihr sie selber als Anwältin kontaktieren wollt, packe ich euch in die Shownotes und ja, also deinen Kurs natürlich auch, weil das ist natürlich wirklich auch etwas, was gefehlt hat. Also richtig gut, dass man einfach sich dadurch so wie so ein, auch noch zum Nebennehmen, Erste-Hilfe-Kurs, dann auch noch den Rechtsschutz. Ja, aber es sind einfach, wenn man, wie du sagst, Wissen hat Macht und wenn man über seine Rechte Bescheid weiß, kann man ja auch ganz anders damit umgehen. Und ich glaube einfach, da ist man dann auch ein bisschen in der Eigenverantwortung, sich das Wissen anzueignen, weil keiner sagt dir jetzt, wo du was geschenkt bekommst. Nee, leider nicht. Und es gibt wirklich viele Stolperfallen. Und es ist immer besser, die vorher zu kennen. Vielen Dank für deine Zeit, liebe Sandra. Ja, gerne. Danke, dass du da warst. Tschüss. Ciao. Ihr Lieben, das war eine sehr schöne Folge mit Sandra. Und ich finde es total wichtig, dass ihr euch da wirklich mit auseinandersetzt, mit euren Rechten. Also Wissen hat Macht. Und ich habe jetzt auch so einen super guten Mythencheck, der auch wieder so typisch ist. Aber ich finde ihn immer nochmal super wichtig, weil es ist ja wirklich immer so ein bisschen nach dem Kind, man steigt wieder in den Job ein, dann wird man so in diese Teilzeit. Also die Muttis werden so ein bisschen beschäftigt und das ist ja auch so ein Mythos, der sich einfach hält. dass Mütter weniger produktiv arbeiten, stammt aus Jahrzehnte alten Rollenbildern. Sobald Frauen Kinder bekommen, gelten sie automatisch als weniger verfügbar, weniger belastbar, weniger karriereorientiert. Diese Annahmen haben sich tief in unsere Arbeitskultur einfach festgesetzt. Personalentscheidungen und gesellschaftliche Erwartungen eingeschrieben. Lange bevor es Daten dazu gab. Inzwischen zeigen jedoch zahlreiche Anforderungen, Arbeitssoziologische Untersuchung, dass dieser Mythos in dieser Pauschalität nicht haltbar ist. Es gibt keine evidenzbasierten Belege, dass Mütter grundsätzlich weniger leisten, also ich würde mal eher sagen, die leisten mehr oder weniger zuverlässig arbeiten. Vielmehr weisen Studien darauf hin, dass die Produktivität durch Elternschaft nicht sinkt und in manchen Bereichen sogar steigt. Etwa durch klarere Priorisierung, effizientere Arbeitsweisung und fokussiertere Nutzung der verfügbaren Zeit. Und das kennen wir ja selber, dass man einfach weiß, ich habe jetzt genau da und dafür Zeit in der Betreuung und da muss ich meine Sachen schaffen. Und das ist eher das Problem, dass wir Frauen ja eigentlich weniger Arbeitszeit haben, aber mehr schaffen und weniger Geld verdienen. Also das ist wirklich total wichtig, hier das nochmal aufzuzeigen. Und da muss ich auch einfach langfristig was in den Köpfen und in der Arbeitswelt ändern. Und das hat man ja gerade auch in dem Gespräch mit Sandra gesehen, dass wir da einfach wirklich auf unsere Rechte pochen müssen. Und dass wir einfach mit weniger Zeit sogar viel effizienter arbeiten. Also vielen Dank fürs Zuhören. Ich freue mich auf nächste Woche mit euch, wenn es wieder eine neue Folge Soundsfamilie gibt. Und bitte immer nicht vergessen, ich freue mich natürlich auch, wenn ihr den Podcast bewertet, wenn ihr mir fünf Sterne gebt und wenn ihr ihn weiterempfehlt. Vielen, vielen Dank. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissi.atauf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachrichten. Das war Sounds Familiar, der Eltern-Podcast mit Hebamme Sissi Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther. Sounddesign und Postproduktion Milan Feig.