Es ist Donnerstag und ich freue mich sehr auf eine neue Folge mit euch bei Sounds Familia. Und heute haben wir ein Thema, was mich als Hebamme täglich beschäftigt. Wir reden nämlich heute über die Schwangerschaft. Aber nicht nur über die Schwangerschaft, sondern wie fördert ein gesunder Lebensmittel während der Schwangerschaft die langfristige Gesundheit? Also wir sprechen über Pregnancy Longevity. Und Longevity ist ja wirklich in aller Munde. Man hört es überall und ich möchte das heute einfach mal genauer wissen und möchte da mit einer Fachfrau drüber sprechen. Und deshalb habe ich mir Dr. Anne Latz eingeladen und freue mich, dass unser Date heute noch geklappt hat. Sie ist nämlich selber gerade schwanger. Sie ist Ärztin, Unternehmerin, Kino-Speakerin und Autorin. Sie hat einen Master in Betriebswissenschaft und einen Doktortitel in Neurowissenschaften. Und das Schöne ist, dass Anne klinische Medizin mit digitaler Gesundheitsinnovation und Präventionsforschung verbindet und gilt als Vordenkerin im Bereich Lifestyle Medicine und Healthy Longevity. Und ich habe mir heute gewünscht, dass wir einfach über die Schwangerschaft reden und wie wir einfach diesen gesunden Lebensweg auch in der Schwangerschaft fortführen können und einfach langfristig unsere Gesundheit zu fördern, weil Schwangerschaft ist ja schon ein Extremzustand. Gerade hormonell. Und da freue ich mich einfach mit ihr heute über dieses Thema zu sprechen, um gewissen Sachen mal ein bisschen tiefer auf den Grund zu gehen, weil die klassische Schwangeren-Vorsorge ist ja doch immer noch nicht so, dass wir viel über diese Themen, dass wir da viel drüber beraten werden, sondern das ist etwas, was wir eigentlich alle selber machen und sozusagen dazu informieren und da möchte ich gerne mal wissen, wie Annas Meinung ist und was wir tun können und was es auch für Auswirkungen hat. Liebe Anne, schön, dass du da bist, dass wir Zeit gefunden haben heute nochmal. Leider nicht persönlich, aber so ist es auch gut, weil du stehst kurz vor der Geburt deines Kindes. Und wir wollen ja heute über Pregnancy, Longevity reden und das Thema Longevity ist ja wirklich in aller Munde. Ist ja ein bisschen so wie Proteine, ne? Also Proteine und Longevity ist eigentlich gleichzusetzen. Gehört ja auch ein bisschen zusammen. Und mich würde jetzt, ich würde gerne schon so ein bisschen, du bist ja Spezialistin dafür, du klärst super viel auch auf deinem Kanal, du hast einen eigenen Podcast, aber mich würde natürlich als Hebamme interessieren, wie war das jetzt selber in deiner ersten Schwangerschaft? Weil ich muss ja ganz ehrlich sein, unser Gesundheitssystem ist noch nicht so weit. Wenn man jetzt schwanger ist, ist es ein Ausnahmezustand. Es ist wirklich für den Körper eine Ausnahmesituation. Und seine Routinen dann beizubehalten, ist ja erstmal schwierig. Wie war das bei dir? Ja, erstmal lieben Dank für die Einladung. Ich freue mich auch sehr, dass das jetzt noch klappt, so auf den letzten Metern. Gerade weil das Thema ja irgendwie so passend ist zur aktuellen Situation. Und dieser Begriff Pregnancy Longevity, den habe ich auch irgendwie so ein bisschen selber mir zusammengebastelt. Genau, es passt perfekt zu deiner Frage, aus meiner eigenen Erfahrung jetzt in der Schwangerschaft. Ich beschäftige mich ja nun mal als Ärztin, als Ärztin, Psychotherapeutin sehr holistisch mit Gesundheit, auch bei mir selber natürlich und habe auch viele Routinen für mich, viele Dinge, die funktionieren entlang der Lebensstilsäulen. Und dann kommt natürlich die Schwangerschaft, die einen ja generell vor ein großes Wunder stellt und viel Veränderung, aber auch viel Verunsicherung. Und dann habe ich natürlich mich selbst so gefragt, okay, welche deiner Routinen funktionieren noch? Wie kannst du diese anpassen? Was brauchst du jetzt nochmal zusätzlich? Also ganz, ganz, ganz viele Fragen, was ja jetzt in der Situation erstmal nicht ungewöhnlich ist. Aber was schon passiert. Mir auffiel, ist, dass sehr wenig klare Antworten kamen. Also gerade in den Themen, die vielleicht so ein bisschen longevity-nah sind, wo ich jetzt, Thema Ernährung geht vielleicht noch, aber auch Thema Sport, Belastung, wie geht man natürlich auch mit Stress um, was ist mit dem Schlaf, alles, was sich so verändert. Ja, und dann habe ich einfach mir überlegt, da muss es doch Wissen zu geben. Es sind ja viele Frauen auch aus verschiedensten Umfeldern, Hintergründen, ein Jahr schwanger gewesen, die auch Expertise haben und habe dann quasi so ein kleines Expertengremium mir zusammengesucht von Gynäkologin, Ernährungswissenschaftlerin. Sportwissenschaftler und Personal Trainer und dann habe die eigentlich so ein bisschen interviewt und wir haben verschiedene Themen rund um eben Lebensstil zusammengesucht, um eben so ein bisschen das auch für Frauen verfügbarer zu machen. Und deswegen vielleicht auch nochmal, weil du gesagt hast, Longevity ist ja wie Proteine, dieses Jahr würde ich sagen wie Ballaststoffe, das ist ja so der Neue. Das ist der neue Trend hier noch, Fibermaxing. Proteine sind natürlich auch in der Schwangerschaft sehr wichtig. Wenn wir über Longevity reden, dann ist es ja immer mehr Gott sei Dank auch so verstanden, dass es darum geht, Gesundheit positiv zu besetzen. Wir wollen jetzt auf die zukünftige Gesundheit einzahlen, unsere Gesundheitsspanne verlängern, die der Lebensspanne annähern und jetzt nicht nur so etwas Extremes machen wie Biohacking und Optimierung, sondern wir wollen ja eigentlich uns a jetzt schon besser fühlen und auch natürlich auf die Zukunft einzahlen. Und da finde ich persönlich, und das ist auch so etwas ganz Schönes, was ich so in meiner Schwangerschaft erlebe, ist die Schwangerschaft natürlich so ein tolles Window of Opportunity, wo man a natürlich seine Gesundheit extrem in Fokus nimmt, aber die auch in das andere Menschen. Und das ist vielleicht auch eine gute Möglichkeit für Leute, die dann auch nicht so einen Zugang hatten, eigentlich überhaupt mal Longevity für sich kennenzulernen. Ja, so wie so ein Neustart, weil man auf einmal eine Verantwortung nicht nur für sich selber hat. Sonst fängt es ja eigentlich an, dass sich jetzt sozusagen ein Mensch in mir heranwächst und da ist natürlich einfach so, oh Gott, ich möchte hier alles richtig machen. Ich würde gerne nochmal kurz eingehen, du sprachst gerade von deinen Routinen vor der Schwangerschaft und ich glaube, Und dieses Longevity-Thema ist auch so ein bisschen. Wenn man es jetzt so in aller Munde hat, man da so das Gefühl hat, das ist schon ein sehr privilegiertes Thema, weil der Zugang zu Menschen Und spezieller Medizin ja einfach auch nicht für alle Menschen möglich ist. Mich würde mal interessieren, was waren so deine einfachen Routinen? Weil ich glaube, man kann mit ganz vielen einfachen Komponenten schon sehr viel verändern. Und denk nicht gleich, wie du gerade gesagt hast, im Biohacking, sondern dass man einfach wirklich sagt, was waren so deine Routinen, die du davor hattest? Und welche Routinen haben sich nochmal jetzt in der Schwangerschaft für dich verändert? Oder die hast du nochmal optimiert, als du mit deinem Expertengremium, was du dir so selber zusammengestellt hast. Was war da die Veränderung? Das würde mich jetzt mal interessieren. Du, bei mir triffst du natürlich auf offene Ohren, wenn du sagst, Longevity und Routine sollen erstmal basal sein, sollen Lebensstil sein. Da bin ich ja total der Richtigen, der Meinung für, bevor man mit Tech und Daten und Tracking anfängt, fangen wir mit den Lebensstilsäulen an. Also meine Routinen fußen auf den Lebensstilsäulen, das heißt der Ernährung, dem Thema Bewegung, dem Thema Stressmanagement, Schlaf und dann natürlich dem schönen Thema soziale Fitness, also soziale Beziehungen. Und für mich sind eigentlich alle von diesen Säulen schön miteinander verknüpft. Für mich ist natürlich irgendwie eine sehr... Also bunte, wir haben schon das Thema Proteine, proteinreiche, ballaststoffreiche, abwechslungsreiche Ernährung, lange schon ein wichtiger Pfeiler. Da gucke ich immer sehr viel auf das Thema Blutzucker. Das ist für mich auch im Arbeitsalltag extrem wichtig, um meine Energie stabil zu halten. Da gibt es viele sehr, sehr einfache Hacks, wo man nichts machen, nichts tun muss, die aber umzusetzen. Das ist was, was zum Beispiel in der Schwangerschaft genauso wichtig bleibt, vielleicht sogar noch ein bisschen wichtiger, können wir auch nochmal gerne drüber sprechen. Es geht aber auch um das Thema Bewegung. Da bin ich einfach ein großer Fan von Alltagsbewegung. Das ist ja diese Need, diese Bewegung, die eben kein dedizierter Sport ist, sondern so kleine Sachen wie mit dem Fahrrad fahren, wie die Treppe nehmen etc. Das war vorher wichtig. Das ist natürlich auch was, was wir in der Schwangerschaft wunderbar weitermachen können. Aber auch beim Thema Sport und da wird es ein bisschen schwieriger oder fand ich, war die erste Herausforderung, wie ist es mit Krafttraining? Wir wissen alle, gerade wir Frauen sollen stark sein, Krafttraining, Muskeln, uns auch stark fühlen. Wie geht das in der Schwangerschaft weiter? Wie viel kann ich da heben, tragen? Welche Übungen sind noch in Ordnung? Das fand ich einen ganz, ganz wichtigen Punkt. Da gibt es ja auch viele Mythen zu, was man überhaupt darf oder nicht. Generell so das Thema Bewegung, ich glaube, das ist auch fast noch das Individuellste, weil es auch sehr davon herzuleiten ist, was hat man vorher eigentlich gemacht, was hatte man vorher für Routinen, weil es ist ja schon was anderes in der Schwangerschaft, neue Dinge anzufangen. Zum Thema Stressmanagement, da habe ich natürlich durch meine Arbeit, ich bin Psychosomatik, Psychotherapie, sehr viel mentale Hygiene, bin aber auch ein großer Fan von, also ich bin jetzt nicht so die, die so gut meditieren kann, nutze dann vielleicht eher so Atemarbeit. Atmung, das weißt du mehr als alle anderen, ist in der Schwangerschaft und Geburt natürlich wichtig. Genau, und von wirklich so vielen alltagsnahen Themen kann ich auch viele wunderbar weiterführen. Wo es trickier wird, das sind natürlich so Reize wie Hitze, Kälte, alles, was ein bisschen extremer ist. Supplemente, denkt man ja auch oft dran in der Longevity. Das sind Themen, die man sehr dezidiert nochmal anschauen muss. Ja eigentlich von, sobald man erfährt, dass man schwanger ist. Also du meinst jetzt mit Reize setzen, wenn ich jetzt regelmäßig Eis baden. Oder extreme Sauna, extreme Saunagänge, auch beim Atmen. Da gibt es ja auch verschiedene Atemtechniken, die vielleicht auch zu stressig, also wo so Stress im Körper entsteht. Wir mögen das ja in der Longevity, das nennt sich hormetische Stressoren, die uns quasi eigentlich ja unsere Resilienz stärken, weil wir sie ja sozusagen gezielt eingehen. Aber das ist natürlich ein diffiziles Konstrukt in der Schwangerschaft. Da wollen wir den Körper nicht noch zusätzlich stressen, reizen. Das wissen wir, dass das nicht gut ist. Du hast gerade angesprochen Bewegung und Sport und auch vor allem Kraftsport. Also es ist ja glaube ich auch immer, dass man, wenn das jetzt die Community hört, dass man immer individuell schauen muss. Ich glaube, das ist auch hier total wichtig. Und wenn jetzt jemand einfach wie du vielleicht, der da mehr im Kraftsport auch ist, ist es ja nochmal ein Unterschied, als wenn ich, wie wir jetzt gerade gesagt haben, man nimmt jetzt den Start der Schwangerschaft als Umdenken in meinen Prozessen, würde ich glaube ich eher sagen, fängt man erstmal mit den einfachen Sachen an, wie regelmäßige Bewegung und leichte Bewegung. Das kann ja auch Schwimmen sein, da muss man jetzt nicht. Aber jemand, der halt schon die letzten zwei Jahre wirklich auch Gewichte gehoben hat und mit Gewichten gearbeitet hat, kann natürlich ganz anders auch in der Schwangerschaft weiterarbeiten, weil der Körper das ja auch schon kennt. Ich glaube, da muss man immer noch so ein bisschen, ich würde jetzt glaube ich nicht mit dem extremsten Kraftsport in der Schwangerschaft anwenden. Auf keinen Fall, nee. Also ich habe tatsächlich auch extra einen Personal Trainer, der für Frauen arbeitet, genau zu dem Thema befragt. Genau wie du sagst, bottom line, individuell schauen, was habe ich vorher gemacht, wie fühlt es sich an? Man muss natürlich sagen, jede Schwangerschaft ist anders vom Energieniveau. Also man kann mit Körpergewicht kleinste Einheiten, wir wissen ja auch bei Bewegungen geht es eher um Konsistenz, das heißt mach jeden Tag 10, 20 Minuten, anstatt jetzt lange Sessions anzufangen. Also das gebe ich dir total recht und das ist super wichtig, da auf die eigenen Grenzen und die eigenen Signale vom Körper zu achten. Da habe ich wirklich ein längeres Interview auch mit Ihnen zugeführt, weil ich das auch mit die gar nicht so eine seltene Frage auch fand von was geht jetzt noch eigentlich beim Sport. Und die Antwort ist natürlich, das muss man ganz, ganz, ganz individuell schauen. Und es darf sich auch verändern im Laufe der Schwangerschaft, was es auf jeden Fall tun wird, weil die Belastung einfach sich nicht bis zum Ende so darstellen wird, wie es noch am Anfang ist. Aber was würdest du jetzt sagen, wenn es jetzt eine schwangere Person hört und die jetzt einfach nicht diesen Hintergrund hat? Was sind so Sachen, die man auf jeden Fall, was man machen sollte? Ja, also ich finde es wichtig, dass man erstmal nicht in Schockstarre verfallen sollte, wenn man erfährt, man ist schwanger, man muss sich jetzt nur noch schonen. Man darf natürlich sehr auf seinen Körper hören und seine Cues da irgendwie entgegennehmen, aber ich sage immer gern so move smarter. Also oft wird das so missverstanden von, okay, jetzt darf man nichts mehr hochheben, nichts mehr die Treppe tragen. Das ist ja auch irgendwie nicht so alltagsnah. Vor allem Leute, die jetzt vielleicht zum zweiten Mal Mama werden oder noch häufiger. Da wirken die Kinder nicht immer unter fünf Kilo, die man schon hat. Und dass es auch um so intentionale und regelmäßige Bewegungen geht. Das zahlt ja auch verschiedene Dinge ein. Stärke und Stabilität entlang der Schwangerschaft, Flexibilität. Das hilft uns natürlich auch entlang der gesamten Schwangerschaft und in der Geburt und auch in der Erholung. Wir wissen aber auch, Bewegung zahlt auf unsere Psyche ein. Also da können wir natürlich auch sowas wie eine Postparteidepression vielleicht vorbeugen. Verbessert unseren Schlaf. Also letztlich, was die WHO ja immer empfiehlt, sind so 150 Minuten plus minus moderate Aktivität pro Woche. Ich würde das ganz, ganz, ganz doll runterbrechen und individuell angepasst sagen, wenn man 20 Minuten am Tag schafft, ist das super. Und das wirklich abhängig vom vorherigen Programm. Ich mag auch gerne so Movement Snacks. Das hat mir auch gut geholfen. Am Anfang der Schwangerschaft war ich nicht so fit. Da war ich sehr, sehr, sehr, sehr müde. Und da habe ich gedacht, okay, abends, vielleicht das, was jetzt noch geht, ist ein 10-minütiger Stretch. Aber lieber ein kleiner Stretch noch als gar nichts. und so sich wirklich ganz low-key da die Ziele setzen. Und natürlich, das geht ja vor allem in den ersten Monaten super gut, viel zu gehen. Ganz entspannt, also muss man jetzt auch nicht da irgendwie den Puls total hochkriegen, aber das ist sicher, das ist trotzdem was für unseren Kreislauf, das ist Alltagsbewegung, genau, das sind wirklich so ganz basale Sachen und natürlich, wenn man merkt, okay, ich habe jetzt, das fand ich ganz interessant im Interview, wenn man sagt, ich habe jetzt ein Workout geplant, irgendeine Art und Weise und ich kann mich aufraufen, ich habe keine Lust da drauf, dann nimm das Signal auch ernst und vielleicht musst du es nicht komplett streichen, aber vielleicht kannst du es anpassen, Zeit reduzieren, Dosis reduzieren oder einfach einen Stretch machen. Genau. Ich fand es gerade, dass du angesprochen hast und ich glaube, die ersten zwölf Wochen sind ja doch sehr unterschiedlich. Du hast auch angesprochen, du warst sehr müde. Viele Frauen schlafen einfach. Also es ist wirklich so, man schafft gar nichts und ist wirklich nur... Am Schlafen. Und da würde ich gerne von dir auch nochmal, du hast dich jetzt wirklich intensiv damit beschäftigt, weil ich glaube, das schlechte Gewissen spielt ja auch da schon. Erstmal sind die ersten zwölf Wochen die Anpassungsphase. Man ist sehr, sehr sensibel, was Ernährung auch betrifft. Und da ist ja dann auch wirklich immer diese große Angst. Oh Gott, ich kann weder jetzt, habe Bock auf Salat, noch, dass mein Regenbogenteller, wie du ihn immer so schön beschreibst, jetzt gerade sehr regenbogenmäßig aussieht, sondern vielleicht ist der einfach nur Kartoffelbrei, weil es das ist, was mir ist. Aber so diese Angst von Schwangeren und das ist in meiner täglichen Arbeit immer so, ich habe jetzt was falsch gemacht und ich glaube auch, ich empfinde dich immer so sehr entspannt, also dass es nicht so extrem sein muss und dass der Körper auch mal kurze Zeit das kompensiert. Weil das ist ja, glaube ich, diese große Angst. Okay, ich habe jetzt nicht meine fünf verschiedenen Gewürze und Salate und so weiter. Und jetzt habe ich sozusagen das Gehirn meines Babys. Es wird nicht in Harvard studieren, so wie du das gemacht hast. Also, dass du da vielleicht nochmal so ein bisschen drauf eingegst, weil ich glaube, so fängt es ja an, der Schwangerschaftstest, glaube ich, diese großen Sorgen, diese große Verantwortung, aber auch dieses schlechte Gewissen gleich, wenn etwas doch nicht so funktioniert oder auch wenn ich es mir vornehme, dass ich es nicht umsetzen kann. Finde ich eine super schöne Frage und kann die sehr, sehr gut einfühlen und mitgehen. Einmal zu diesem, wie ist so das erste Trimester, wir sind vielleicht die ersten zwölf Wochen, so eine Erschöpfung und Symptome, die man ja noch gar nicht kennt. Das ist ja auch erstmal verwirrend. Und ich glaube, was mir da so vom Mindset sehr geholfen hat, was ich auch weiß, was vielen Frauen helfen kann, ist natürlich erst mal, das so ein bisschen zu embracen. Also ich habe auch mir gesagt, okay, mein Körper macht jetzt gerade eine Extremarbeit auf Hochtouren. Der gibt mir das Signal, ich muss mich erholen. Nach der Arbeit ging einfach nichts mehr. Und manche Leute können auch gerade dann nicht arbeiten, dann ist das auch okay. Und wenn das... Das Signal ist, du brauchst Erholung, entweder in Form von Schlaf oder es gibt ja viele Arten der Erholung, die man sich dann nehmen kann. Dann fand ich das leicht anzunehmen. Ich dachte, das ist jetzt so die Aufgabe und das ist jetzt das Wunder, was gerade passiert. Was jetzt aber super spannend ist, auch was du sagst zum Thema Ernährung, man hört natürlich sofort, oh, alles, was du tust jetzt in der Schwangerschaft, ist natürlich unmittelbar für dein Baby essentiell. Ich meine, das ist ja so ein Begriff, den wir tatsächlich auch kennen. Das nennt sich ja Epigenetik. Also letztlich jede Wahl, die wir treffen, jede kleine Entscheidung, kann so einen kleinen Mini, wie so eine kleine Note bei unserem Baby auf den Genen hinterlassen. Das ändert nicht direkt die Gene, aber unsere Ernährung, Stress, Hormone, all die Umweltfaktoren von uns als Mütter prägen letztlich dadurch unser Kind. Und das ist natürlich einmal ein schöner Einflussfaktor, aber auch eine Verantwortung. Und da kenne ich total diesen Gedanken, okay, was ist denn jetzt, wenn ich selber kaum mich gut versorgen kann. Da habe ich mich auch viel mit beschäftigt. Und wir wissen gerade die ersten drei Monate, da ist es ehrlicherweise, was jetzt Ernährung zum Beispiel angeht, nicht kriegsentscheidend. Natürlich sollte man, wir wissen, wir sollten supplementieren. Folsäure wird, das wird man direkt erfahren beim ersten Termin. Auch ein bisschen individuell nochmal auf Eisen gucken und, und, und. Das kann man, denke ich, auch ganz gut machen. aber. Das ging mir ehrlicherweise ganz genauso. Ich hatte null Interesse an Gemüse, frischen Sachen. Das war einfach nichts, was mein Körper wollte. Was hast du gegessen? Wir wollen jetzt wissen, was Dr. Adela hat es gegessen. Das war jede Woche anders, das war lustig. Es war tatsächlich von sehr herzhaften Wochen über sehr sauer eine Zeit lang. Also ich war auch im Sommer im ersten Trimester. Über eine Zeit lang hatte ich dann auch eher wirklich so zweites Frühstück Nutella-Brot. Also wie so in der Schulzeit. Das sind einfach auch so die Sachen, die glaube ich, dass du jetzt sowas sagst, einfach, das tut einfach gut, weil manchmal sind es einfach die Dinge. Ja, es war wirklich so, ich hatte immer Käsebrot eine Woche und dachte ich danach die Woche, ich so, ah nee, du willst jetzt irgendwie das Nutella-Brot. Und dann hat der Körper das aber auch irgendwie ganz witzig, immer wieder neue Signale geschickt. Also ich fand es total, also ich finde es immer gut, mit so einer neugierigen Haltung zu gehen. Da dachte ich so, okay, ich esse echt nicht so viel Fleisch, habe ich einfach nicht so oft Lust drauf. Hatte ich in der Schwangerschaft extrem viel, weil natürlich der Eisenbedarf auch steigt. Und dann denke ich so, gut, wenn das meine Ernährungsform zulässt, warum nicht das dann einfach machen? Und also ich fand es eher extrem cool, zu versuchen, auf den Körper dann zu hören. Natürlich habe ich Sachen vermisst, ich hatte auch keine Lust auf Kaffee. Ich wollte eigentlich immer nur so Wasser mit Zitrone, so ein bisschen sauer. Und das war dann halt, nach ein paar Monaten hat sich das dann auch wieder so ein bisschen von alleine irgendwie reguliert. Und das ist natürlich höchst individuell, wie lange das dauert, wie schlecht es einem geht. Aber was ich wichtig finde, ist, dass man natürlich kann man versuchen, sich schon auch im ersten Trimester dann, Nährstoffdicht zu ernähren. Aber wo es dann spannender wird und wo ich finde, wo man dann vielleicht auch wieder ein bisschen mehr planen kann, was man isst im zweiten, dritten Trimium. Dann kann man dann auch nochmal sagen, okay, jetzt machen wir all eyes on protein. Ich baue ja was, was sehr viel Protein braucht oder auf Choline zum Beispiel für die Gehirnentwicklung auf Omega. Aber im ersten Trimium, da ist es auch okay, weil die Babyversorgung ja noch gar nicht so komplett da funktioniert, dass jetzt alles, was wir auch nehmen, irgendwie über die Plazenta ins Baby geht. Du hast gerade Cholin angesprochen. Du hast auf deinem Instagram-Account, den ich euch natürlich auch verlinken werde, und alles andere Wichtige zu Anne, einen guten Snack geteilt, hartgekochte Eier. Da ist es ja auch immer so ein bisschen. Und da nochmal wirklich auch die Beratung, die du jetzt vielleicht auch selber, du warst ja einfach auch nur schwanger und gehst dann zur Gynäkologin oder zum Gynäkologen. und dieser wirklich wichtige Aspekt Ernährung in der Schwangerschaft, wie hast du es wahrgenommen? Meine Erfahrung ist es so, dass wir wissen, wie wichtig es ist. Du hast gerade die Epigenetik angesprochen, dass wir da wirklich einfach Marker hinterlassen. Aber ich habe das Gefühl, in unserer normalen Medizin, Gesundheitsversorgung, ist das alles gar kein Thema. Also, dass Ernährung, dass wir damit einfach so einen guten Grundstein setzen können Und gerade Mikronährstoffe einfach wie in Eiern, also Scholin in Eiern, die ja so wichtig sind für die Gehirnentwicklung des Babys, dass eher Angst ist, oh Gott, wenn ich einfach zu viele Eier esse. Also magst du da aus deiner ärztlichen Sitz noch mal ein bisschen auch so die Angst nehmen, weil die meisten Leute haben ja Angst und denken ja, nee, wenn ich zu viele Eier esse, ist das ja schlecht. Genau, mit Omega genauso. Also zu deiner ersten Frage, ich habe eine tolle Gynäkologin und fühle mich per se gut bei der aufgehoben. Ich habe am Anfang einen Zettel bekommen, wo man sich mal durchlesen konnte, was für Supplements man, also was für Mikronährstoffe vielleicht gut sind, wie es mit Folsäure vor allem abläuft. Erstmal 800 Mikrogramm Folsäure am Anfang, dann runter auf 400. Jod kann man noch supplementieren. Ich glaube, das war dann irgendwie viel mehr. War da eigentlich gar nicht so zu holen, ehrlicherweise. Und Eisen sicherlich nochmal das, was natürlich immer mal wieder kontrolliert wird. So ansonsten, genau, es wird natürlich nochmal vielleicht ein bisschen über Risiken aufgeklärt, aber tatsächlich auch nicht wirklich im Gespräch, was jetzt so rohen Fisch, rohes Fleisch und so weiter angeht. Aber ich fand es echt auch interessant, weil ich dachte mir, puh, ob sich jeder das jetzt so gut durchliest, nochmal was dazu liest oder ob das eigentlich so ein bisschen unter dem Radar die ganze Zeit ist. Und im Verlauf der Schwangerschaft hat proaktiv mich niemand mehr auf Ernährung angesprochen, tatsächlich. Natürlich wird das Gewicht kontrolliert. Das ist vielleicht immer noch so ein indirekter Marker, wie vielleicht in der Praxis irgendwie, das Thema Ernährung vielleicht mit gedacht wird, wobei ich das jetzt mal in Frage stelle. Ich glaube, das ist einfach ein Standard, dass man einfach guckt, wie ist der Gewichtskorridor. Und deswegen fand ich es dann auch interessant. Ich habe nämlich jetzt auch noch ein paar Rezepte geteilt zu dem Thema, weil ich gemerkt habe, okay, das ist wirklich recht easy. Choline, Neukolin, Proteine, Omega, vor allem am Ende der Schwangerschaft, wo man wirklich nochmal so, ja, das Kind ist ja viel präsenter. Man auch merkt, okay, das ist jetzt nochmal die Phase, Also zum Beispiel Gehirnentwicklung hast du erwähnt, wo du nochmal wirklich was, ja, vielleicht auch Selbstwirksamkeit hast, wenn du weißt, okay, ich esse jetzt sozusagen. Und das ist sozusagen nochmal genau das, was beim Kind ankommt. Was ja total der Mythos ist in der Schwangerschaft, was man ja immer noch hört, also jetzt nicht vielleicht im ärztlichen Kontext, aber im Privaten, ist dieses Essen für zwei. Also dass man jetzt wirklich doppelt so viel essen muss. Das finde ich eigentlich sehr schade, dass man nicht ein bisschen drüber spricht, dass man vielleicht über die Nährstoffqualität, die Matrix, Also dass man da dann über die Energiedichte vielleicht der Zusammensetzung mehr redet. Das Thema Blutzucker zum Beispiel ein ganz, ganz, ganz wichtiges, dass wir irgendwie Energie haben. Das wird kontrolliert, indem wir so einen wunderschönen Test machen und irgendwie Zuckerwasser trinken müssen. Aber nie wird darüber gesprochen, wenn der jetzt nicht auffällig ist, was jetzt eigentlich die Bedeutung ist. Ja, also da sehe ich wirklich ein ganz, ganz großes Defizit, was wir haben in der Gesundheitsversorgung, was jetzt gerade wirklich den Schwangerschaftsdiabetes angeht. Vor allen Dingen auch, weil meiner Meinung nach, wie man ihn feststellt, viel zu spät. Also ich meine, da sind wir so weit fortgeschritten in einer Schwangerschaft, wo die Diagnostik dort anfängt, wo man ja einfach denkt, okay, das ist ja schon fast kurz vor Ende. Also einige machen ja wirklich erst so 26, 27. Schwangerschaftswoche. Und das ist auch so ein Thema, wo ich wirklich merke, ich habe, Da auch eine lange Podcast-Folge darüber gemacht mit einer Hebamme, die selber betroffen war. Und dann sozusagen, das ist ja auch ein Thema, was du in der Hebammenausbildung, ja klar, lernst du es irgendwie. Aber es ist ja eh nicht wahrscheinlich wie bei euch im Studium. Alles, was mich interessiert, muss ich ja nochmal ins Selbststudium gehen. Man kriegt die Grundlagen aber um da halt. Und beim Schwangerschaftsdiabetes, ich meine, du jetzt auch als Co-Gründerin von Hello Inside, ist ja die sich ja wirklich intensiv mit dem Blutzuckerspiegel. Zuckerspiegel, jetzt noch mal was anderes von einem nicht schwangeren Person, aber in der Schwangerschaft einfach diese Blutzuckerprofile. Ich finde, das ist so spannend und wenn ich das vorschlage als Hebame, dass ich oft auf ärztlichen Kontext immer so, ja, was für, aber da einfach zu gucken, wirklich so. Weil dieser Zuckertal, diese einmalige Situation und vor allen Dingen auch gerade Frauen, die sich wirklich sehr bewusst ernähren, dann diese extreme Zuckerlösung schwingt, da spielt ja der Körper total verrückt, dass diese Langzeitprofile Eigentlich finde ich für mich in die Schwangerenvorsorge wäre ein total gutes Tool, einfach zu sehen, schon zu Beginn zu gucken, wie verhält sich jetzt der Körper der schwangeren Person und wie können wir da schon entgegenwirken, weil das ist ja auch hochindividuell. Es ist so individuell und man schließt ja oft, wie ein äußeres Erscheinungsbild einer Frau ist. Die ist ja nicht übergewichtig, die wird ja kein Problem damit haben. Das ist ja null zusammenzubringen. Ich war auch so ein bisschen so schockiert. Ich wusste natürlich, wie dieser orale Glucose-Kontoleranz-Test abläuft. Aber das ist ja wirklich absurd, dass man einfach ein Glas mit zwölf Zuckerwürfeln trinken muss und da sitzt und dann wartet, wie der Körper reagiert. Also ich habe wirklich auch nochmal so einen Reality-Check bekommen. Ich dachte so, das ist wahnsinnig, es wirkt irgendwie so wahnsinnig antiquiert, wie wir eigentlich Blutzucker messen können. Also du hast Hello Inside erwähnt, da nutzen wir ja den. Den CGM, den kontinuierlichen Glucosemesser, wo man halt mal zwei Wochen am Arm seinen Blutzucker misst. Und ich habe das natürlich auch in der Schwangerschaft ausprobiert. Ich habe es nicht durchgehend gemacht. Aber es kann ja oft sein, dass man sich auch gestresst davon fühlt. Ich habe es aber super spannend gefunden. Ich habe es am Anfang und jetzt zuletzt noch mal gemacht, einfach um so ein bisschen zu gucken, was passiert in meinem Körper? Was verändert sich? Und was kann da auch... Ja, durch vielleicht die kleinen Hacks, die ich ja kenne von Blutzucker, nochmal in der Schwangerschaft besonders gut funktionieren. Weil man ja schon weiß, dass der Stoffwechsel sich einfach extrem verändert. Genau, ich habe das halt gemacht, habe mir den Sensor zweimal angebracht am Abend für zwei Wochen und habe das jetzt auch ganz bewusst erstmal so beobachtend gemacht. Was ganz spannend ist, es hat sich gar nicht so viel geändert, wie ich gedacht hatte. Das fand ich irgendwie auch ganz interessant, weil gerade am Ende weiß man, dass man zum Beispiel nach Mahlzeiten oft mehr Probleme hat, dass der Blutzucker sich nicht so schnell senkt, weil einfach diese sogenannte Insulinresistenz am Ende der Schwangerschaft steigen kann. Und mir hat das zum Beispiel jetzt nochmal total geholfen, zum Ende hin wirklich zu gucken, okay, wie kann ich einen schönen blutzuckerstabilen Tag haben, weil gerade wenn der Schlaf nicht immer so mehr perfekt ist am Ende, habe ich total gemerkt, wie wenn ich über den Tag hinweg meinen Blutzucker stabil halte, Also sprich schon proteinreich Frühstücke, auch Versuche in die Hauptmahlzeiten immer Protein einzubauen, ausreichend Ballaststoffe zum Essen, dann auch vielleicht kleine Movement Snacks zum Beispiel, einen kleinen Spaziergang nach dem Mittagessen zu machen. Und das sage ich jetzt auch, weil es am Ende der Schwangerschaft, wenn man da noch Mutterschutz ist, auch gut umsetzbar ist, weil man einfach auch vielleicht mehr Zeit dafür hat. Dann habe ich unmittelbar gemerkt, wie auch die Nächte besser sind, weil man dann auch nicht so einen Blutzuckerachterbahn hat. Das wissen wir ja eben auch. Wenn man abends einen starken Blutzuckeranstieg hat, dann der nachts runterfällt und man darüber wach wird, dann ist eben der Schlaf auch wieder beeinträchtigt. Also das fand ich jetzt wieder ein wunderbares Beispiel zu merken. Wie diese Lebensstilsäulen, die Longevity-Säulen auch zusammenhängen. Und ich fand es extrem hilfreich, das auch datenbasiert zu machen und auch zu sehen, wie wirklich so kleine Unterschiede da unmittelbar meinen Blutzucker beeinflussen. Und das passt natürlich sowieso zu den Themen am Ende der Schwangerschaft, weil... Also an Protein kann man sich da jetzt, glaube ich, am Ende wirklich kaum überdosieren. Eier kann man auch mal ruhig vier Stück am Tag essen. Hast du auch gesagt, dass viele ja da so ein bisschen das Gefühl haben, zu viel zu machen. Aber das sieht man dann auch einfach, dass der Körper sehr gut stabil darauf reagiert. Und das kann ja auch beruhigend sein. Ich finde, dafür dürfen wir Daten ja auch mal nutzen und tracken. Können wir nochmal bei dem Blutzuckerspiegel bleiben? Weil ich glaube, da ist große Verunsicherung auch immer. Es ist ja auch normal, Blutzucker soll ja ansteigen auch. Man hat immer das Gefühl, wenn wir über Blutzucker reden, der soll halt immer, also ist so mein Gefühl, was ich immer habe, das ist immer Blutzucker stabil. Was bedeutet denn Blutzucker stabil? Vielleicht kannst du da nochmal so ein bisschen, aber ich finde das sehr interessant, weil du hast es gerade beschrieben, ein stabiler Blutzucker über den Tag, dass man halt in den Nächten auch ruhiger wird, weil das ist ja schon etwas, was zum Ende der Schwangerschaft ja auch so ein bisschen vorbereitet auf die Zeit danach. Und wie gehen wir damit um? Ich bin total gespannt. Vielleicht sprechen wir nochmal zur Postpartum-Longevity, weil ja natürlich jetzt ein ganz neues Modell auf dich zukommt. Eine große Säule von Longevity ist ja Schlaf. Und das ist ja natürlich jetzt eine Säule, die ja doch in den ersten drei Jahren mit einem Kleinkind etwas anders aussieht. Ja, das ist eine Side-Note. Wir fangen mal mit dem Blutzucker nochmal an. Oder ich sage es kurz zum Schlaf, weil das hat mich auch schon natürlich beschäftigt, weil man kann alle Schlaftipps geben und dann kommt ein Kind und nichts ist mehr wie vorher. Da haben wir auch spannend mit dem Chris Sorell gesprochen, der wäre sonst auch mal ein guter Gast für dich. Da haben wir nämlich auch über Kleinkinder, Kinder und Schlaf geredet. Aber ich gehe gerne noch auf das Thema Blutzucker ein, weil ich finde es auch ganz wichtig, dass du das nochmal ein bisschen fleckst, dass wir jetzt nicht Angst haben müssen, dass der Blutzucker irgendwie ansteigt. Das ist ganz wichtig, dass man das nochmal versteht. Je nachdem, was wir essen, steigt unser Blutzucker unterschiedlich stark an. Wenn wir natürlich pure, einfache Kohlenhydrate essen, dann ist das die einfachste Art von Energie, die wir kriegen im Körper. Und das sehen wir eigentlich unmittelbar in kürzester Zeit im Blut. Problem in Anführungszeichen ist, wenn etwas im Blut schnell und stark ansteigt, dann fällt es auch recht fix wieder. Das heißt, wir haben so einen Anstieg und auch einen steilen Abfall. Und das ist das, was wir oft als Spikes oder Blutzucker, ja erstmal einfach als Blutzuckeranstieg beschreiben. Das ist per se auch nicht gefährlich und stoffwechselgesunde Menschen können das sehr gut tolerieren. Wenn wir irgendwie beide eine Schorle oder eine Cola auf nüchternem Magen trinken, dann wird das genauso passieren. Da wird der Zucker ins Blut gehen und dann auch wieder runterfallen und das kann unser Körper. Was das Problem ist, ist wenn wir oft auch unbewusst so in den Tag starten, weil dann setzen wir uns sozusagen auf so eine Blutzuckerachterbahn. Viele Menschen zum Beispiel hatten, das war ein großes Thema, auch mit dem Thema Hafermilch, haben unbewusst immer gesagt, ich frühstücke nicht, trinke aber morgens mal meine Hafermilch-Cappuccino und habe irgendwie nach zwei Stunden bin ich so müde. Und das ist genau diese Korrelation, die wir oft merken. Blutzucker ist ja letztlich auch Energie in unserem Körper und die Energie dippt dann halt wieder. Und wir kommen dann auf so eine Achterbahnfahrt. Und das Problem ist, wenn wir schon so einen Tag starten, haben wir eine große Tendenz, dass es über den ganzen Tag so bleiben wird, dass der Blutzucker so ein bisschen erratisch ist. Sprich, man kann eigentlich sehr gut durch ein gezieltes Frühstück, eine gezielte erste Mahlzeit, es gibt ja auch Leute, die Intervallfasten machen, was jetzt in der Schwangerschaft nicht so zu empfehlen ist, aber sagen wir mal, to break the fast, also die erste Mahlzeit des Tages, so ein proteinreiches Frühstück, das einen drei, vier Stunden satt halten könnte, da kann man schon mal den Blutzucker stabil in den Tag starten. Natürlich darf der in sanften Wellen laufen. Das wollen wir so sehen, das ist völlig normal. Wir wollen nur. Diese Extreme vermeiden, einfach weil es auch sehr stark mit dem korreliert, wie wir uns fühlen. Und um das zur Schwangerschaft nochmal in Verbindung zu bringen, da ist ja auch Kreislauf, sich irgendwie stabil fühlen, unter Zuckern, vielleicht nochmal ein bisschen gefährlicher oder auch einfach was, was häufiger passieren kann. Das heißt, im Umkehrschluss den Blutzucker smart stabil zu halten, ist dann auch eine gute Möglichkeit. Und das ist vielleicht auch was, wenn es möglich ist und man am Anfang nicht so viel essen kann und es einem sehr übel ist, dann wären natürlich so blutzuckersmarte Snacks eine gute Möglichkeit, sich ein bisschen zu stabilisieren. Da denke ich an sowas wie Obst mit ein bisschen Nussbutter, einfach eine Hand von Mandeln, also wirklich so blutzuckerfreundliche Snacks, um wenigstens ein bisschen die Energie stabil zu halten, weil man sich sonst auch immer wieder so ein bisschen auf so eine kleine Achterbahnfahrt bewegen kann. Du hast gerade gesagt, dass du empfehlen würdest, ein proteinreiches Frühstück, auch in der Schwangerschaft, in den Tag zu starten. Auch da teilst du ja wirklich ein paar schöne Rezeptideen. Wenn ich jetzt aber sozusagen mit einer Proteinquelle wie Skier, ein Smoothie, da starte. Übrigens, du hast so einen fancy Smoothie-Maker. Ist der gut? Ich habe ihn ganz oft bei dir gesehen und wird mir jetzt andauernd angezeigt. Und denke mir so, brauche ich den? Er sieht so toll aus. Also ich finde den super, nicht nur weil er sehr hübsch schön aussieht, also es mir natürlich auch wichtig ist. Der ist wirklich hübsch. Genau, aber ich muss sagen, der hat zwei Knöpfe, der ist simpel zu bedienen, der hat eine große und eine kleine quasi Aufsatzfläche, du kannst den kleinen Smoothie mal einen großen, du kannst den decken mal, also ich habe noch einen viel, viel größeren Shaker, den ich viel benutzt habe, aber ich nutze jetzt immer nur den. Ja, weil man auch die Menge besser dosieren kann. Aber meine Frage war, wenn ich jetzt skier griechischen Joghurt und dann mache ich mir eine Proteinquelle, weil es ist ja schon, also du sagst schon, das ist auf jeden Fall auch gut, noch ein Proteinpulver zu benutzen, weil auf die Proteine am Tag zu kommen, ist schon schwierig, ne? Ist schwierig. Also ganz ehrlich, ja, warum nicht? Also holt euch ein hochwertiges Proteinpulver. In der Schwangerschaft gucken, dass bei den Supplementen, die man generell hat, und da finde ich, gehört Proteinpulver dazu. Nichts mit so Titandioxid, was zugesetzt ist. Also dass man da schon auf die Qualität guckt, das fände ich wichtig. Ist ja generell noch so ein weiteres Thema. Auch diese ganzen Chemikalien, Endokrindisruptoren, das ist ja auch was, wo man in der Schwangerschaft wirklich ein bisschen schauen kann mit seiner Kosmetik. Und da, finde ich, gehören so Supplemente, wo halt ein Pulver dazu gehört. auf jeden Fall dazu. Ich mache das gerne, also ich nutze sowohl natürliche Proteinquellen und nehme aber morgens auch gerne nochmal dann das Proteinpulver dazu. Das kann man easy machen, indem man es genau in seinen Skier noch einrührt, einfach nochmal einen Löffel, da hat man einfach nochmal eine Dosis von vielleicht nochmal 15 Gramm mehr. So Daumenregel wäre ja, wenn wir schaffen, bis zu 30 Gramm ist es gar nicht mal so leicht, pro Proteine, pro Portion zu uns zu nehmen. Wichtig ist nämlich, es hilft uns nicht, einen Shake mit 100 Gramm Protein einmal am Tag zu trinken. Der Körper braucht für die Aufnahme das eher in verschiedenen Dosen. Okay, das ist aber wichtig, genau. Ja, das ist wirklich wichtig, weil um das irgendwie aufzunehmen. Ja, aber man denkt ja so, okay, hau ich da rein und dann bringt gar nichts. Hau ich das rein, abends noch schnell die Proteine. Genau, der Körper möchte das gerne über den Tag verteilt bekommen und das hilft natürlich auch nicht nur aus einer Blutzuckerperspektive, weil Proteine helfen uns ja auch total mit der Sättigung. Da gibt es ja auch nochmal so eine Protein-Leverage-Hypothesis Das heißt, eigentlich wartet unser Körper bei Mahlzeiten auf eine bestimmte Proteinmenge, um Sättigungssignal zu geben. Was ja in der Schwangerschaft auch nicht unwichtig ist, wenn wir an Cravings oder sowas denken. Ich will nochmal auf den Blutzucker eingehen, weil wenn ich da jetzt Blaubeeren oder Beeren reinhe, dann geht der ja schon noch hoch. Aber da sagst du... Ein bisschen. Ja, genau. Ich habe das ja gerade, tatsächlich Experimente, habe ich alle mit meinem Sensor. Natürlich ist das keine wissenschaftliche Studie, weil ich bin eine Person, die so reagiert und einen bestimmten Körper hat. Das muss ich nochmal sagen. Aber ich habe das alles auch tatsächlich nochmal ausprobiert, weil Im Idealfall isst man natürlich Obst als Ganzes, mit schönen Fasern drin, Schale, Ballaststoffen, nicht alles püriert. Smoothies sind ja gar nicht so der Blutzucker-Hack schlechthin. Aber wenn man ausreichend Proteine und Ballaststoffe integriert, also ich tue zum Beispiel sowas wie Chiasamen rein, da könnt ihr auch Leinsamen nehmen, alles Mögliche. Ich glaube, was einfach hilft, ist so ein bisschen sich auch Convenience zu schaffen. Es soll lecker sein, finde ich, auch in der Schwangerschaft, worauf man sich freut. Vielleicht kann man auch einfach so ein Smoothie in der Smoothie Bowl besser konsumieren. Man kann aber genauso gut sich seinen Joghurt oder Skier machen, da die Beeren rein, ein bisschen Nussmus drauf, auf jeden Fall ein paar Nüsse und Saaten, also das Samen dazu, also wirklich, was einem so auch gut schmeckt. Das soll halt auch irgendwie was Schönes sein. Aber ich empfehle wirklich, bei der ersten Mahlzeit des Tages zu gucken, dass man da die Proteine nicht vergisst und so kann man super rein starten einfach. Okay, und jetzt noch eine Frage, pflanzlich oder tierisch? Vielen Dank. Also da bin ich nicht dogmatisch. Also gerne mischen. Ich finde es immer gut, um verschiedene Aminosaureprofile zu haben. Das sind ja die verschiedenen Bestandteile. Magst du das vielleicht nochmal ein bisschen erklären, weil das ist ja dieser Proteine von pflanzlich auf tierisch, die unterschiedlichen Aminos. Genau, man sagt ja, die biologische Wertigkeit ist erstmal von tierischen Proteinen höher, weil sie uns ähnlicher sind. Das heißt, das ist sozusagen das, was unser Körper kennt, weil wir nun mal auch tierisch-menschlich uns ähnlicher sind. Man kann aber auch, viele Menschen essen weiterhin vegan, vegetarisch über pflanzliche Proteine ausreichend seinen Proteinbedarf decken. Hier würde ich auf jeden Fall an ein gutes Proteinpulver denken, das zum Beispiel aus einer Mischung aus Sojareis verschiedensten Bestandteilen zusammengesetzt ist, um da ein bisschen Vielfalt zu haben. Also ich würde generell sagen, Vielfalt ist ja ein Lebensmittelprinzip, was wir sehr, sehr gerne nutzen. Du hast den Rainbow schon angesprochen, das ist ja alles letztlich, was unser Körper verschiedene Informationen bekommt im Körper. Und ich finde zum Beispiel eine Mischung auch von, also wenn ich jetzt so ein Smoothie mache, ich tue oft eine Erbsenmilch rein, dann kombiniere ich das aber, tue ich auch nochmal entweder einen Schluck Kefir rein, wegen des Mikrobioms, oder einfach Skier, weil es auch nochmal sehr dicht an Proteinen ist. Und da würde ich auch Flexibilität, also je mehr man quasi essen mag und je mehr Vielfalt man zu sich nehmen kann, umso besser. Und da muss man auch, und das will ich auch nochmal sagen, nicht jetzt alles immer abwiegen. Also ich wiege nie ab, ob ich jetzt da 30 oder 25 Gramm habe oder so. Ich frage mich eher gerne auf meinem Teller, so where is my protein, also wo ist mein Protein? Und wenn meine Gelüste und so weiter nicht von der Schwangerschaft total aus der Bahn geworfen sind, auch gerne where is my rainbow? Also wo sind meine Pflanzen, wo sind meine Ballaststoffe? Und das sind zwei sehr simple Regeln, wo man aber schon mal sehr, sehr, sehr, sehr viel abdecken kann, was auch in der Schwangerschaft extrem wichtig ist. Okay, super. Vielen Dank, dass du da nochmal so ausführlich drauf eingegangen bist. Du selber hast ja jetzt in deiner Schwangerschaft dich, diesen Begriff ja Longevity, Pregnancy auch selber mit so geformt und hast auch einen Ratgeber mit unterschiedlichen Experten geformt. Was sind da die wichtigsten, das ist ja nur ein Teil, die Ernährung. Wir haben die Bewegung angesprochen, aber die Psyche und du bist ja auch Neurowissenschaftlerin, du hast gerade gesagt, du machst jetzt gerade deinen Facharzt in Psychosomatik. Das ist ja auch ein ganz großer Teil deiner Arbeit. Und was hast du sozusagen, wie ist die Studienlage da? Das ist ja nicht nur der Einfluss der schwangeren Person, sondern da gehört ja noch viel mehr zu. Absolut. Ich meine, wir haben da alle Säulen mit abgedeckt. Wir haben uns auch Stressmanagement natürlich zum Beispiel gewidmet. Ich meine, das weißt du, das weiß ich. Das hat man gehört, dass chronischer Stress in der Schwangerschaft sowohl für Mama als auch Kind nicht gut ist. Das Risiko für postpartale Depressionen der Mutter, aber auch zum Beispiel für Herz-Kreislauf-Erkrankungen der Mutter steigt dadurch. Diese Stressregulation läuft ja letztlich dann auch unmittelbar über Entzündungsmarke auf das Kind über. Der Schlaf wird beeinträchtigt etc. Ich hatte am Wochenende noch eine tolle Fortbildung zum Thema Embodiment, wo es um Verkörperung geht. Das ist ja so, wie wir auch viel von der Psyche im Körper speichern. Und da hat auch nochmal die Dozentin gesagt, nie ist die Beziehung zum Kind so innig wie jetzt im Mutterleib, also diese unmittelbare Verbindung. Und das ist natürlich auch dieses, was wir eben schon mal angesprochen hatten, so Window of Opportunity, wo man vielleicht auch sagt, okay, jetzt will ich nochmal mehr auch eine Verhaltensänderung, weil ich weiß... Vielleicht ist es ganz wichtig, dass ich meinen Stress und nochmal auch um des Babys Willens vielleicht versucht zu balancieren. Und was wir da jetzt im Guide zum Beispiel auch aufgenommen haben, sind die Themen wie Atmung, Arbeit aber auch mit Licht. Also so Dinge, die so sehr niederschwellig klingen, aber eine große Rolle spielen. Hier ist ja auch so die Frage zum Beispiel bei Atemarbeit, was ist da eigentlich sicher? Was geht eigentlich noch sozusagen am Ende? Und da haben wir letztlich, wir haben auch im Guide immer so Hacks formuliert, um es wirklich ganz, ganz doll runterzubrechen, ist ein Thema immer, dass der eigene Komfort, das eigene sich gut fühlen, ist sozusagen unsere Safety Measure, also ist das unser Sicherheitssignal. Und dass wir wirklich versuchen, wie so kleine Rituale zu entwickeln. Also morgens aufwachen und man ist ja als Schwangere generell mit seinem Körper dann erstmal kurz beschäftigt und guckt mal, wie es sich alles so anfühlt. Da vielleicht nur drei tiefe Atemzüge. Abends genauso, sich auch noch mal kurz da mit dem Körper zu verbinden, mit dem eigenen Stresspegel zu verbinden und zu sagen, okay, so, der Tag ist vorbei. Also das hat so ein Anfang und Ende auch noch mal drei tiefe Atemzüge. Wenn Stressoren kommen, das wissen wir ja auch, da hilft es natürlich immer, auf die Ausatmung uns zu konzentrieren, zum Beispiel den Parasympathikus zu aktivieren. Anstatt jetzt, ich würde sagen, bevor man jetzt anfängt, Atemtrainings und Übungen und Box Breathing und wie sie alle heißen, einfach mal mehr auf die Ausatmung als auf die Einatmung zu gucken, ist schon mal der aller, aller simpelste Hack. Und wenn man einem Stressrohr begegnet und das werden wir nicht vermeiden können in unserem Leben, egal wie gut die Leute versuchen, auf Schwangere mal Rücksicht zu nehmen oder man selber, dass wir, bevor wir auf Stress reagieren, Auch einfach mal voll ausatmen. Das ist halt einfach nochmal so ein ganz bewusst was, was wir nutzen können. Ist glaube ich in so Situationen, wo diese hormonellen Schübe kommen, das sind ja schon auch Schübe und Wachstum, glaube ich ein total gutes Tool. Wie du das gerade beschreibst, auch in Anwesicht auf die Depressionsneigung. Ob jetzt in der Schwangerschaft, das ist ja auch eine Schwangerschaftsdepression, ist ja auch ein Thema, was nicht sehr präsent ist und auch die postpartale Depression ist ja auch etwas, was immer noch viel zu sehr unter den Radar läuft. Und das sind ja wirklich Hacks, die du jetzt gerade beschreibst, die da unglaublich helfen können. Es muss ja gar nicht immer gleich diese große, sondern diese. Das ist dann auch zu viel. Also das ist ja oft auch, dann muss ich noch Atemtraining machen und meditieren und, und, und. Und es ist ja jetzt nicht so, dass man nur Vollzeit schwanger ist in den meisten Zeit, sondern den meisten geht es ja so, dass das Leben ziemlich weiterläuft. Und da finde ich es halt trotzdem schön, dass meine Erfahrung auch ist, dass viele Frauen nochmal bewusster sagen, okay, aber das ist jetzt wichtig, dass ich auf meinen Stress gucke. Und was sind jetzt Tools? Wie ist es mit Atmung? Ein weiterer Hack, der auch mit dem Schlafthema so verbunden ist, ist zum Beispiel auch das Thema Morgenlicht. Also wir wissen ja, wenn wir relativ früh am Morgen, das geht natürlich im Sommer einfacher und wenn man noch zur Arbeit geht, einen Arbeitsweg hat vielleicht auch. Nichtsdestotrotz, wenn wir versuchen, in den ersten 10 bis 15 Minuten des Tages den Zirka-Jaden, also den Tagesrhythmus anzustoßen mit Morgenlicht, ist das super. Das wäre natürlich toll, wenn man rausgeht, Das ist auch okay, wenn es bewölkt ist und wir Winter haben und es ist irgendwie trotzdem schon hell. Man kann aber auch so eine Tageslichtlampe sich zum Beispiel holen. Das ist nicht so mega teuer. Das kann man morgens direkt im Bad aufstellen. Die sollten so 10.000 Lux haben. Und wenn man das innerhalb, ja, schön ist es natürlich innerhalb der ersten halben Stunde nach dem Aufstehen, aber ich sage immer, wenn man es bis 10 Uhr morgens geschafft hat, da 20 Minuten, vielleicht bei der Badroutine oder so, sich da zu exponieren, dann ist das ein extrem gutes Signal für unseren Tagesrhythmus und für unseren Schlaf. Also vor der Lampe, vor der Lampe, sein, atmen. Ja, man kann atmen da super, das wäre total toll. Man kann da seine Cremes auftragen, man kann die Zähne putzen und seine Balanceübungen machen. Also man muss da jetzt nicht total eng vorstehen, aber so 20, 30 Zentimeter entfernt, zum Beispiel im Bad neben dem Spiegel oder aufhängen. Man kann sich die natürlich auch neben das Bett holen und sich da hinsetzen und Kaffee trinken. Also das ist natürlich total flexibel. Aber um es so ein bisschen, wir machen ja gerne so Habit-Stacking, so Sachen zu verbinden, ist es natürlich im Bad ein ganz cooler Ort, wo man vielleicht sowieso gerade irgendwie was macht. Vielleicht auch, manche Leute machen ja auch vielleicht Gua Sha, dass sie sich morgens erstmal hier im Gesicht ein bisschen ihre Lymphmassage machen, das ist natürlich super. Also ganz, ganz, ganz flexibel, aber Licht ist ein ganz potenter Hebel natürlich, den wir für uns nutzen können und auch für die Stimmung. Ja, merkt man ja gerade aktuell. Das ist einfach wirklich der Winter, dass es wirklich schwer ist. Und sobald die Sonne, dann kann es auch kalt sein, dann ist irgendwie alles egal. Die Sonne ist so, das Licht, das fehlt einem wirklich. Berlin ist, ich weiß nicht, Köln will es anders sein, aber das Graue macht einen schon. Das macht was, ja. Das macht was mit einem und auch mit den Kindern. Also das merke ich auch ganz, dass es für die schwierig ist. Ich würde ganz gerne zum Schluss nochmal auf eine Sache eingehen, weil das ist ja wirklich gerade ein Riesenthema. Du bist selber, kreierst Content, das haben wir am Anfang schon mal kurz angesprochen, die Mikromehrstoffe, da sind wir aber nicht so tief reingegangen, ist ja ein großer Teil auch von Longevity. Supplementieren, richtig zu supplementieren. Du hast auch einen eigenen Podcast. Wo, ich habe eine Folge nur reingehört, aber wo es auch nochmal um diese Referenzbereiche ging, in der Schwangerschaft auch. Und da habe ich auch immer so das Gefühl, dass Frauen sehr alleine gelassen werden. Also wenn ich mir dann immer gucke, klar, der Eisenwert wird kontrolliert, ein kleines Blutbild wird abgenommen, aber alleine der Ferritinwert, also der Eisenspeicher, ist ja ein wirklich wichtiger Wert, den wir eigentlich zu Beginn jeder Schwangerschaft einfach checken müssen, weil Eisen ist essentiell wichtig in der Schwangerschaft zu wissen, dass Frauen gut versorgt sind. Vitamin D, wissen wir auch, ist ein Supplement, was super wichtig ist. Es ist mehr auf dem Vorhörer. Aber wie kann ich mich da, auch wenn ich vielleicht nicht die Betreuung habe, die du vielleicht jetzt gerade hast oder mit den Zugang, wie kann ich mich selber einfach da einlesen? Weil diese Referenzbereiche sind ja auch, ich fand das ganz lustig, du hast da so ein Wheel zu, wo der Arzt sagt, ja das ist ja wie eine 4, also ausreichend wollen wir nicht, wir wollen ja eigentlich gut und wir haben Referenzbereiche, die aber gar nicht auf eine schwangere Frau auch angepasst sind, dass man denkt, okay da ist alles grün, man kriegt dann so einen Zettel, wenn man Glück hat, auch mit ein paar Mehrwerten und dann ist das der Referenzbereich, aber was mache ich damit? Also wenn wir da nochmal vielleicht nochmal kurz ein bisschen, also ich meine, da könnten wir uns eigentlich anderthalb Stunden drüber unterhalten, aber das finde ich, glaube ich, nochmal wichtig, weil so ein paar Sachen sind ja schon essentiell, dass man da gut aufgestellt ist. Voll. Also was ich da zum Beispiel erstmal... Ideal fände, wenn man sich, sage ich mal, mit, wir reden jetzt über Schwangerschaft, also Pregnancy, Longevity, aber wir könnten ja eigentlich über Fertility auch reden, also Fruchtbarkeit. Und das ist ja auch die Frage, beginnt Longevity nicht schon vor der Schwangerschaft? Ich meine, idealerweise ja. Und eine Sache, die ich natürlich empfehlen würde, jeder Frau, oder nein, jedem Paar, dass sich damit auseinandersetzt. Da gehören ja auch sicherlich zwei dazu, das haben wir im Podcast auch besprochen, dass die Männer viel zu spät immer da ins Handeln kommen. Und die sind ja auch für ein Drittel der Fruchtbarkeitsprobleme oft, ja, sind da beteiligt, dass am Idealfall man natürlich vor der Schwangerschaft einmal seinen Mikronährstoffstatus erhebt. Das ist natürlich was, wie du sagst, das kann sich nicht jeder leisten. Das ist trotzdem vielleicht verwirrend. Nichtsdestotrotz, so die basalen Werte und ein Eisenwert sind ganz, ganz vorne dabei bei uns Frauen natürlich, sollten wir ideal, oder wenn wir es machen und daran denken, vorher einmal vor der Befruchtung auch schon mal checken. Dann gibt es ja auch ein paar Supplements, die sollen helfen mit Fertility. Da ist vielleicht noch zu ernähren, das Q-Enzym Q10, das helfen kann, nochmal die Eizellqualität zu beeinflussen, das ist eine Antioxidanz, das auch unsere Mitochondrien unterstützt in der Energieproduktion. Genau, und dann ist ja das Thema Schwangerschaft. Und da, das fand ich nämlich auch interessant, selbst. Und wo ich mich viel damit beschäftige, auch zu entscheiden, okay, für manche Dinge gibt es klare Empfehlungen, für die meisten Dinge gibt es einfach Achtung in der Schwangerschaft und für vieles gibt es keine Klarheit von, muss man irgendwie selbst für sich entscheiden. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man, haben wir schon darüber gesprochen, außer mal ab und an mal eine HB-Kontrolle, keine Eisenspeicherkontrolle, man eigentlich da nicht viel entlang der Schwangerschaft erfährt, wenn man da nicht irgendwie vorher gravierende Defizite hatte oder extreme Symptome hat. Ich würde bei der Schwangerschaft aber auch nicht zu viel experimentieren. Ich finde, da gibt es ja schon recht klare Empfehlungen, was essentiell ist. Und das ist natürlich wichtig, das auch irgendwie für sich umzusetzen. Folsäure hatten wir erwähnt in den verschiedenen Dosierungen. Omega-3 haben wir schon drüber gesprochen. Vitamin D3 haben wir drüber gesprochen. Jod. Beim Eisen ist vielleicht nochmal so ein bisschen gesondert zu nennen, wo auch die Einnahme besonders wichtig ist, dass das ja nicht immer so gut resolviert wird und viele das nicht gut vertragen. Da würde ich immer empfehlen, Verträglichkeit und Einnahmekonsistenz ist sozusagen das, was wir erreichen wollen. Bei Eisen wissen wir, es reicht, wenn wir es jeden zweiten Tag einnehmen. Und wenn wir es auf nüchternen Magen nicht vertragen, dann nehmen wir es halt einfach abends ein. Und wir wissen, es klappt besonders gut mit Vitamin C. Das heißt, es ist sowieso besser, als es mit Kaffee und Milch zu paaren. Trinken wir es lieber noch mit einem Zitronenwasser dazu oder versuchen es irgendwie mit vitaminreichen Gemüse zum Abendessen zu verbinden. Also dass es eher so darum geht, wie kann ich die Sachen, die wir wissen, die funktionieren, Wie kann ich die letztlich auch integrieren? Genau, Magnesium wäre noch ein Beispiel. Das hilft natürlich generell. Ist ein gutes Schlafsupplement ja auch für viele, weil es abends irgendwie eingenommen gut funktioniert und eben auch zum Beispiel bei Krämpfen oder sowas helfen kann. Finde ich es trotzdem leicht, gerade in diesem Social-Media-Wust, irgendwie diese Themen zu navigieren, absolut nicht. Ich finde, das ist extrem verwirrend. Auch diese Kombipräparate sind oft sehr überladen mit Dingen, die da drin sind. Ich finde, da sollte man auch eher auf die Qualität der Supplemente gucken, die man halt nimmt. Woran erkenne ich eine gute Qualität von Supplementen? Ja, also zum Beispiel Folsäure, so müsste es halt die aktivierte sein, dass es 5-MT-HF ist. Also das ist zum Beispiel was, wo es... Der Go-To, den du in der Apotheke kriegst, ich werde jetzt keine Marken nennen, ist eben nicht die beste, die du kriegst. Ja, aber man geht ja, wenn man schwanger ist, eigentlich in die Apotheke. Oder man kriegt auch von den meisten niedergelassenen Ärzten ein Präparat, das würde ich ja zum Beispiel nie empfehlen. Das ist so der, so und ich habe so das Gefühl, aber eigentlich ist es ja so Vertrauensbasis Apotheke und da kriege ich ein gutes Supplement. Ist aber eigentlich nicht so. Also da ist ja schon, und dann ist der Markt so groß. Also ich habe auch das Gefühl, die meisten Anfragen, die ich bekomme, sind wirklich Supplements. Ich frage mich auch immer, wenn man jetzt zum Beispiel gründet, warum macht man noch ein Supplement? Business-Perspektive macht das ganz schön Sinn. Aber ich bin total deiner Meinung. Ich finde es auch extrem schwierig. Ich meine, da haben wir im Podcast, den du angesprochen hast, auch viel darüber gesprochen, das ist ein wilder Westenmarkt. Das ist nicht reguliert. Du hast keinen wirklichen Stift- und Warentest. Und wenn jetzt selbst eine Apotheke als eigentlich Vertrauensinstitution da nicht richtig ist, naja, was empfehle ich? Ich meine, wir haben mit unserem Guide das auch mit zwei Gynäkologinnen gemacht. Die haben zum Beispiel ein Coaching dazu. Die haben so ein Extra-Sheet erstellt, also so eine Seite erstellt, wo sie sagen, das sind wirklich Sachen, die haben sie durchgeguckt. Das ist eine gute Qualität. Da sind auch nicht so viele Füllstoffe drin. Das ist ja beim Thema Supplements auch so. Ich meine, du und ich, wir kennen auch viele Gründerinnen und Gründer in dem Bereich. Das hat natürlich dann auch einen höheren Preis. Das muss man dann halt auch einfach sagen. Das ist dann vielleicht auch das, was man einmal sich mit auseinandersetzen muss. Deswegen würde ich sagen, die Essentials einmal gut recherchieren. Ich werde jetzt hier einfach keine Marken nennen. Das ist schwierig, aber es ist einfach wirklich schwierig. Also wo sagst du, also ich versuche hier immer so... Wie sich Menschen fühlen, die einfach nicht in einem Setting sind, wo sie gut betreut sind, wo sie einfach den Zugang zu dem allen haben, was wir beide jetzt wissen. Du weißt, wo du jemanden hin... Und das ist ja immer so meine Aufgabe, die ich versuche, einfach mit dem Podcast und auch mit meinem Instagram-Account, dass man sagt, okay, darauf musst du achten und es sind so kleine Sachen. Deshalb hätte ich jetzt dich als nochmal gesagt, so bei Supplements, gibt es irgendwelche Sachen, wo du sagst, darauf würde ich auf jeden Fall achten. Du hast ein paar Sachen angesprochen, aber damit sich einfach der ganz normale Mensch in der Peripherie, der nicht in der Bubble sich bewegt, einfach weiß, okay, da bin ich. Weil viel erzählen können wir allen, ob das jetzt die. Ja, also ich glaube, ein paar gute Signale sind, wenn man, also A ist natürlich die Sache Absender wichtig, auch auf Social Media. Meine KollegInnen, die zwei GynäkologInnen mit ihrem Kanal Glückshormon, den können wir ja schon nennen, weil die machen einfach so schönen Content. Die bereiten das gut auf, die recherchieren das. Und das ist vielleicht ein gutes Signal. Da wird man kein Affiliate-Code, kein Rabatt-Code, nichts finden in Kooperation mit einer Firma. Das ist ja vielleicht manchmal ein gutes Signal, wenn man Supplemente wirklich unabhängig empfohlen bekommt aufgrund der Inhaltsstoffe. Also das ist vielleicht schon mal ein guter Tipp, um sich da zu orientieren. Da wird auch viel berichtet drüber, was sind überhaupt diese, du musst ja erstmal rausfinden, was soll nicht in deiner Kosmetik, in deinem Supplement drin sein, was sind überhaupt diese ganzen Endokrinen-Disruptoren. Also das vielleicht ein Account, der gute Orientierung mal geben kann und generell natürlich so die Frage. Ja, wo ist vielleicht noch zu erkennen, dass es nicht nur ein kommerzielles Interesse ist in dem Content, den man erfährt, was, und das muss ich sagen, ist schwer zu unterscheiden heutzutage. Ja, ich meinte das gar nicht so auf die Content Creator. Ich hätte einfach gedacht, wenn ich jetzt irgendwie eins finde und sage, okay, da muss hinten draufstehen, wo du einfach sagst, da würde ich drauf achten. Gar nicht jetzt, wer das empfiehlt. Weil wenn jemand, also ich finde immer, wenn jemand vom Fach ist und jetzt sagt, das ist ein gut, also dann hätte ich ja jetzt auch kein Problem mit, das zu kaufen. Weil wenn ich in meiner Arztpraxis bin und meine Gynäkologe mir sagt, das ist gut, ich meine, das darf sie ja leider nicht. Ich finde das total okay, wenn sie dafür jetzt auch noch drei Cent noch mitverdient, wenn sie es geprüft hat. Also es darf man natürlich wieder nicht. Sehr verboten. Ja, sehr verboten. Ich würde es gut finden, wenn man seine Blutwerte bekommt und dann gleich sagt, das nimmst du, das nimmst du, dann muss ich mich damit nicht mit... Ja, ich meine, je mehr wir uns beschäftigen können und messen können, desto individualisierter und besser können wir natürlich supplementieren. Aber ich glaube tatsächlich, wenn man schon mal versucht, und das kann man wirklich mal googeln, Was sind häufige Füllstoffe in Supplements, dass man die versucht zu vermeiden zum Beispiel. Und bei der Folsäure wirklich, wenn man sich eins merkt, dann ist es diese aktivierte Folsäure, sie ist Methylfolat und dass man halt vielleicht noch schaut, ist was in Deutschland, Österreich produziert oder kommt das vom ganz anderen Ende der Welt? Das wäre vielleicht noch ein dritter Tipp. Beim Methylfolat ist es aber auch, habe ich auch neulich gesehen, da steht ja jetzt auch in der bioaktiven Form Methylfolat und dann guckt man, wie viel, da ist dann halt ein bisschen Methylfolat drin und der Rest ist halt die... Es sollte dann schon die volle Dose sein. Aber da muss man genau hingucken. Okay, liebe Anne, also nochmal zusammensassen. Welche langfristigen Gesundheitssträger können Mütter umsetzen, um einfach gut in der Schwangerschaft, ich glaube aber einfach auch, dass das Umfeld total wichtig ist. Also da haben wir jetzt gar nicht drüber gesprochen. Also Partner und Partnerin, weil Schwangerschaft ist halt einfach ein krasser Prozess. Voll. Also die Säule, die haben wir noch gar nicht besprochen. Und die ist eigentlich meine Lieblingssäule, wenn ich auch in der Psychosomatik arbeite. Wir nennen es auch gerne Social Fitness, um es ein bisschen lustiger zu nennen. Soziale Beziehung, Sozialunterstützung. In der Longevity haben wir auch gerne diese Longevity Buddies. Das ist ja letztendlich eine Familie, Partner, Partnerin natürlich. Soziale Sicherheit einfach zu haben, das reduziert unseren Stress. Wir wissen, Verbindung, auch gerade in Beziehungen, reguliert unsere Biologie. Das heißt, unser Cortisol wird geringer, Unser Immunsystem wird geboostet und das kriegt natürlich auch in der Schwangerschaft das Baby schon mit. Und ja, Postpartei wird es natürlich genauso wichtig, da ein positives Mindset zu haben und auch nicht sich isoliert zu fühlen, weil wir wissen, Einsamkeit ist halt ein krasser Gesundheitsfaktor als Rauchen heutzutage. Und das Schöne ist ja, und deswegen kann man damit auch in der Schwangerschaft gut anfangen, so Social Fitness kann man trainieren, jede Art von Fitness. Das heißt, in Gruppen gehen, sich zu connecten, so ein bisschen seinen Tribe zu finden, weil nicht jeder braucht auch die gleiche Intensität in Austausch zu den Themen. Manche brauchen ganz viel Sicherheit und ganz viel mit anderen Mamas. Und für andere ist es vielleicht irgendwie der Tribe ein bestimmter Sportkurs oder sich vielleicht sogar online zu verbinden. Also ich finde auch, Social Media kann da auch total die Chance sein, sich da nicht immer nur negativ zu vergleichen, sondern auch irgendwie so was zu erfahren, was einem vielleicht auch gut tut. Und das ist auch so höchst individuell. Aber natürlich wollen wir, dass gerne so ein bisschen Connection im wirklichen Leben nicht nur im Scrolling stattfindet. Also da können wir ja auch super unsere kleinen Tags, weil du hast ja auch nochmal nach den Strategien gefragt, gut verbinden. Also Spaziergänge kann man doch super gemeinsam machen, eigentlich in jedem Zustand fast auch da zu sprechen. Und auch sowas wie Rezepte austauschen und zusammen was essen oder Sachen auszuprobieren. Das ist ja auch was, was total gut in Familie, in Freundeskreis. Alltagsnah funktioniert und so ein bisschen Habit-Stacking zu machen. Ja, ich glaube, da ist auch wichtig, dass dieses in Verbindung gehen, wie du es gerade sagst, dass wir auch einfach noch weiter Wirkungsstätten haben, wo wir in Verbindung, Nicht digital, also digital ist toll, auch da, so kann man den verbinden, aber vor allen Dingen auch in Person. Also das ist diese, gerade nach Corona haben wir das ja auch gesehen, wie sehr dieser personenbezogene Kontakt einfach wichtig ist. Also da sich auch, glaube ich, schon zu informieren. In deinem Umfeld ist auch immer ein großer Rat, den ich gebe so, dass man, wenn man schwanger ist, dass man schon guckt, wo sind in meiner Stadt, in meinem Dorf, wo finde ich einfach Anschluss an andere Eltern. Also das gibt es leider gar nicht mal so viel, aber als ich meine Hebammausbildung gemacht habe, war angeschlossen an meiner Hebammenschule, ich habe im Zelle gelernt, eine Elternschule. Also wo einfach ein Raum war, ein Haus, wo es einfach unterschiedliche Kurse zu unterschiedlichen Sachen gab, aber auch so ein Zusammenkommen. Und eigentlich ist das ja superschön, wo man einfach ins Gespräch kommt. Und als ich noch 17 Jahre Hebamme, so Geburtsvorwahl, da sind wirklich Freundschaften entstanden. Und klar, es ist toll, dass wir jetzt so viele digitale Formate und so haben, die halt vielleicht einfacher zugänglich sind, weil man das dann noch nebenbei machen kann. Aber sich doch bewusst Zeit zu nehmen für einen... Geburtsvorbereitungskurs in Präsenz. Leider sind die Bedingungen für die Hebammen sehr schlecht, wenn man auch nochmal sagen kann. Aber ist schon etwas, wo einfach ich kenne viele Paare, die sich dort kennengelernt haben und wirklich Freundschaften entstanden sind. Voll. Also ich habe noch aus meiner Spielgruppe, mit wem ich da kennengelernt habe, oder meine Mutter. Von meiner eigenen. Gibt es auch noch Freundschaften in meinem Leben. Ich bin ja auch ein riesiger Fan von so Also Gruppelchen Sachen von echten Gruppen, Prozessen und genau, also absolut im wahren Leben ausprobieren. Und genau, nur als Paar zusammen ist das ja auch eine total schöne Erfahrung, sowas zu machen. Und auch vielleicht ganz gut, wenn die Väter sich austauschen können. Also soziale Beziehungen ganz, ganz, ganz wichtig. Gerade wir haben nicht viel über Postparteidepressionen besprochen, aber es ist ja was Häufiges mit 10 bis 15 Prozent aller Frauen. Und das ist auch, ob er mitkriegt. Also ich finde, es geht auch viel darum. Es geht ja nicht ums Vergleichen immer in Gruppen, sondern es geht auch darum, um Erfahrungen zu teilen und sich mitzuteilen und einfach auch voneinander zu lernen. Und das ist sicherlich auch was, was zu Longevity, zu Gesundheit, zum Gesundbleiben gehört. Schöner Abschluss. Liebe Anne, ich würde sagen, wir sprechen einfach nochmal, wenn du dein Wochenbett und die erste Zeit mit Baby, weil da ist das Thema, wo wir nochmal auf den Schlaf gehen. Weil die ersten Jahre, ich bin da immer total positiv, weil ich bin aber so ein Mensch, ich kann immer schlafen, das ist gut. Das ist ja eher für Menschen, die sehr anfällig sind, um dieses Wiedereinschlafen. Das ist mit Kindern vielleicht so, also mich hat das nicht so gestört, aber da sind wir ja alle super individuell. Ich wünsche dir jetzt erstmal alles Gute für deine Geburt, für dein Wochenbett, dass du gut regenerieren kannst, dass du genau dieses Dorf um dich hast, was dich dann einfach pflegt und dass du die Zeit hast, weil das ist natürlich aufregend und auch nicht immer leichter, Aber man braucht halt die Zeit dafür und die sollten wir uns alle nehmen für ein ausführliches, gutes Wochenbett. Ich danke dir sehr. Hat mich sehr gefreut mit dir über dieses sehr spannende und breite Thema zu sprechen. Ganz liebe Grüße nach Köln. Danke, nach Berlin. Tschüss. Ja, das war schon wieder unsere Folge mit der lieben Anne. Ich finde, man hat in dieser Folge gesehen, dass man einfach mit kleinen Dingen, die man verändert in der Schwangerschaft, am besten natürlich schon vor der Schwangerschaft, einfach seine Gesundheit beeinflussen und natürlich die deines Babys. Ich glaube, da wird in den nächsten Jahren noch viel passieren, gerade was dieses Thema Mikronährstoffe betrifft. Da werde ich natürlich gerne noch viel intensiver eingegangen, ist für mich aber auch nochmal so eine Sache, da könnte man wirklich nochmal eine extra Folge machen, nur mit Mikronährstoffen, weil das einfach ein ganz, ganz großes Thema ist. Und bevor die Folge zu Ende ist und freue ich mich natürlich, wenn ihr die Folge weiterleitet, wenn ihr sie bewertet, habe ich noch ein Fun Fact für euch, den habe ich auch auf meinem Instagram Account neulich schon mal geteilt, nämlich schon bevor dein Baby das Licht der Welt erblickt, beginnt sein Geschmackssinn zu arbeiten und zwar im Mutterleib. Die ersten Geschmacksknospen bilden sich bereits früh in deiner Schwangerschaft und ab etwa der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann dein Baby aktiv Fruchtwasser wahrnehmen, das nicht nur Nährstoffe, sondern auch Aromen enthält, die aus der Ernährung der Mutter stammen. Diese Aromen entstehen, weil sich aromatische Verbindungen aus gegessenen Lebensmitteln im Fruchtwasser lösen und vom Baby durch die Inhalation und Verschlucken aufgenommen werden können. Als Folge zeigen die Babys nachweislich unterschiedliche Reaktionen auf verschiedene Geschmacks- und Geruchsstimulationen bereits vor der Geburt. Beispielsweise positive Gesichtsausdrücke nach Karottenaromen im Fruchtwasser im Vergleich zu bitteren Geschmäckern wie Kohl. Zudem legen Studien nahe, dass diese früh pränatalen Geschmackserfahrungen die spätere Akzeptanz bestimmter Lebensmittel nach der Geburt beeinflussen können. Also kommen wir hier wieder zu ihm, dass wir vielfältig essen müssen. Jetzt weiß ich, warum meine Kinder einige Sachen so gerne essen, weil ich die in der Schwangerschaft sehr viel konsumiert habe. Ich wünsche euch eine sehr gute Woche und freue mich, wenn ihr nächste Woche wieder mit dabei seid bei Sounds Familia. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy.auf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachrichten. Das war Sounds Familiar, der Eltern-Podcast mit Hebamme Sissi Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther. Sounddesign und Postproduktion Nilan Feig.