Ihr Lieben, es ist Donnerstag und es gibt heute eine neue Folge Soundsfamilie für euch und es ist für mich eine besondere Folge, also jede Folge ist besonders, aber ich habe heute eine Gästin wieder zu Gast, die mit mir die erste Folge von Soundsfamilie gemacht hat und es ist jetzt eigentlich auch ungefähr ein Jahr alt. Deshalb ist es so ein bisschen wie ein erster Geburtstag. Und es ist ein sehr wichtiges Thema, was wir heute besprechen. Deshalb möchte ich auch gleich am Anfang eine Triggerwarnung aussprechen. Wenn ihr vielleicht gerade frisch schwanger seid, wird das Thema Fehlgeburt sein und stille Geburt. Und das heißt, wenn du da gerade nicht in der Lage bist, das zu hören, dann ist das auf jeden Fall keine Folge, auch wenn es der erste Geburtstag ist für dich. Aber ich finde es eine sehr wichtige Folge, weil vor ein paar Wochen habe ich eine Folge mit Liebke Baller gemacht. Und da haben wir so ein bisschen das gleiche Thema gesprochen auf der psychologischen Seite, die ist ja Psychiaterin und Psychologin. Und heute wollte ich gerne mit Dr. Mandy Mangler, das ist heute meine Gästin, nochmal über die medizinische Seite mit ihr als Gynäkologin sprechen, damit die einfach so diesen Überblick hat, was passiert in meinem Körper, wie oft kommt das überhaupt vor, was kann ich tun, was habe ich für Möglichkeiten. Weil das sind die Fragen und oft sind diese Fragen ja nicht so beantwortet. Und deshalb wollte ich gerne in dieser Folge diesem wichtigen Thema Raum geben. Und deshalb freue ich mich heute, Mandy, dass du wieder da bist und wir ein bisschen feiern, auch wenn wir ein sehr schweres Thema haben. Das stimmt, Sissi. Ich freue mich auch total, hier sein zu dürfen. Und ich erinnere mich noch gut an die erste Folge. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Danke. Deinem nächsten Baby. Ein Jahr. Ein Jahr. Das ist krass, wie schnell die Zeit immer wieder vergeht. Wer von euch Prof. Dr. Mandy Mangler noch nicht kennt, ich kann einmal sie kurz vorstellen. Sie ist Chefärztin hier in Berlin, Auguste Viktoria Krankenhaus und auch teilt sich die Chefarztstelle in Neukölln mit einer. Ihr seid zu zweit. Hat unter anderem auch einen tollen Podcast, den Güncast, den kennt ihr vielleicht. Und ich finde, was ich nochmal zu dir sagen würde, das Buch, das habe ich eben gerade schon zu dir gesagt, weil wir über Teenager-Kinder gesprochen haben vorher, als wir hier gesessen haben. Du hast letztes Jahr, ist dein Buch rauskommen oder ist das schon anderthalb Jahre, hat sie ein Buch geschrieben, das große Gyn-Buch. Und ich finde, das ist wirklich so ein Buch, was man gut zum 13. Geburtstag verschenken kann, weil da alles Wichtiges zur Frauengesundheit drinsteht. Und das Tolle an dir ist ja auch, dass du auch unermüdlich dabei bist, über Frauengesundheit aufzuklären. Und unser System, in dem wir uns befinden, einfach, dass die Medizin einfach Frauen mehr Raum gibt. Das ist einfach toll, dass du da auch jeden Tag, so wie ich auch, dass wir einfach immer aufklären. Und ja, also alles wichtige Parts gehe ich euch zu mir in die Show Notes und wir fangen jetzt mal an. Ja, vielen Dank. Habe ich das vergessen? Nein, super, hast du das gemacht wie immer. Und genau, danke auch. Doch, doch, doch. Erzähl kurz von deinem neuen Buch. Das stimmt. Wenn die Folge rauskommt. Wann kommt es raus? Am 3.3. Am 3.3. Ja, dann kannst du jetzt gleich mal kurz nochmal von deinem neuen Buch erzählen. Ich habe ein neues Buch geschrieben, das heißt Don't Miss the Clitoris. Also es geht nur um die Clitoris. Das ist ein Buch, was sich tatsächlich nur um dieses Organ dreht. Und es heißt auch ein bisschen eine Bedienungsanleitung. Und wer Lust hat, sich mit dem Thema nochmal ein bisschen mehr auseinanderzusetzen, habe ich dort alles Wissen medizinisch und praktisch reingetan, was man zu diesem Organ haben kann. Wie viele Seiten hast du geschrieben? Das sind 120, 130. Das ist kein sehr dickes Buch, aber immerhin. Ja, aber krass. Also 102 Seiten über die Klitoris, die, glaube ich, nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt. Ja, mit vielen schönen Zeichnungen auch von Dani Becker. Und da gibt es sogar eine Anleitung, wie man selber die Klitoris zeichnet. Also es lohnt sich. Okay, super. Da freuen wir uns drauf. Also wir fangen heute mit diesem wichtigen Thema an. Ich habe dazu auch nochmal in deinem Buch, du hast es da auch schon mal schön aufgearbeitet. Und das Wichtigste erstmal die Sprache. Dir ist es ja ganz wichtig, dass wir nicht über Fehlgeburten, sondern den medizinischen Begriff benutzen, Abort. Weil der Fehler so da drin ist. Irgendwie schon, Fehlgeburt. Also natürlich sagen wir auch Fehlgeburt, also ich sage es auch manchmal, aber es ist irgendwie, man hat gleich so einen Fehler drin und dabei ist es eben doch was sehr gängiges, was die meisten von uns erlebt haben. Und Abort ist auch kein schönes Wort, aber wir haben auch quasi keine guten Wörter dafür. Also bei Fehlgeburt ist ja so das Thema, wie du sagst, so der Fehler ist da drin, das sucht die Frau den Fehler gleich bei sich. Und Abort hört sich also, ich finde das hört sich so. Nach rauskommen. Ja, aber so negativ. Negativ, genau. Das ist ja glaube ich auch ein Begriff gewesen, den man genutzt hat für. Für Toiletten. Ja, für Toiletten. Das wollte ich jetzt gerade nicht so sagen, weil das ist wirklich. Genau, also ich glaube alles, was so rauskommt sozusagen. Und dann war das, was man irgendwie auf eine Art und Weise nicht mehr benötigt. Und das hat man vielleicht sehr funktionell so gesagt. Ich finde, es ist trotzdem ein Tick besseres Wort, weil es eben dadurch nicht so vielleicht mit einem Fehler behaftet ist. Also vielleicht sollten wir nochmal da genau gleich anfangen, wie oft, das ist ja gerade schon gesagt, es ist ja keine Seltenheit, aber es gibt noch nicht so viel Raum für dieses Thema. Oder ich finde, es ist ein bisschen besser geworden. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber es ist schon, dass viele Frauen viel mehr darüber sprechen, wenn sie vielleicht einen Abort hatten. Es ist ja eher selten, dass man dreimal schwanger ist und drei Kinder hat. Genau, also wenn sich Eizelle und Spermium vereinigen, dann ist es so, dass dabei viele Fehler entstehen. Und wenn man jetzt untersuchen würde, wie oft das eben nicht klappt und dann eben diese Schwangerschaft nicht weiter wächst, dann würde man auf eine Zahl von 50 Prozent fast kommen. Das heißt 50 Prozent der Schwangerschaften, manche kriegt man vielleicht gar nicht mit, weil es tatsächlich so ganz am Anfang dann zugrunde geht. Die sogenannten biochemischen Schwangerschaften, die man nur durch Schwangerschaftshormonen im Blut merkt oder dass die Menstruation zwei, drei Tage später kommt. Und das passiert, glaube ich, noch viel öfter, als wir das mitbekommen. Ja, das ist eher so bei Frauen, die wirklich im Kinderwunsch sind und das alles ganz viel tracken. Aber so, wenn man jetzt einfach das nicht trackt, dann bekommt man das halt wieder, weil da Menstruation ist. Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich darüber nachdenke, ich habe ja vier Kinder geboren, ich war wirklich viermal schwanger. Also das ist ja wirklich eine... Ah, das ist tatsächlich Seltenheit. Ja, ja, also es ist wirklich, wenn ich mir das immer wieder so bewusst mache, das ist einfach krass, weil es ja einfach jede dritte Schwangerschaft auch betrifft. Und wenn du jetzt von der Zahl jetzt gerade sagst, die wir mitbekommen und die, die man gar nicht merkt, weil es verspätete Periode einsetzt und so weiter, vielleicht ein bisschen mehr Gewebe dabei ist, wo man denkt, die Blutung ist so ein bisschen stärker. Ja, also deshalb, ich persönlich kann da jetzt mit keiner Erfahrung mitnehmen, aber ich habe natürlich viele Frauen in diesen Situationen begleitet. Und ich würde gerne, dass wir das jetzt nochmal so ein bisschen definieren, was wir für Unterschiede bei Aborten haben. Es gibt ja einen Frühabort und einen Späteabort, vielleicht magst du da nochmal so ein bisschen. Genau, also diese biochemischen Schwangerschaften haben wir jetzt schon angeguckt. Und oft ist es aber auch so, dass eine Schwangerschaft sich dann einpflanzt in die Gebärmutter und dann erstmal wächst, vielleicht ein bisschen verlangsamt wächst. Und dann können zwei Situationen eintreten. Entweder die Schwangerschaft hört auf zu wachsen und bleibt in der Gebärmutter aber. Die sogenannte Missed Abortion, auch so ein bisschen komischer Begriff. Also sozusagen der verpasste Abort. Und dann bleibt diese Schwangerschaft und es dauert eben, bis sie von selber abblutet. Und das andere ist, es treten Blutungen ein und die Schwangerschaft blutet sozusagen ab. Manchmal geht auch das eine in das andere über. Die Schwangerschaft hört auf zu wachsen und man kriegt es vielleicht gar nicht mit und später treten dann Blutungen auf. Die Missed Abortion, die du gerade genannt hast, ist glaube ich so die häufigste, wo wir mit... Zu tun haben. Und ich glaube, da ist es immer so die Frage, wenn dann die Diagnose kommt, also beim Arzt ja, dann ist immer so die Frage, was machen wir jetzt? Also was habe ich für Möglichkeiten? Und ich glaube, das ist etwas, wo wir hier heute so ansetzen können, dass wir da vielleicht ein bisschen noch besser aufklären, weil es gibt ja schon ein paar Möglichkeiten, aber man ist ja erstmal natürlich unter Schock. Also ich meine, man kann sich dann auch erstmal kurz Zeit nehmen. Ja, genau. Also zu mir kommen jeden Tag Frauen mit Aborten, die schon unterschiedliche Fragen haben. Aber es ist so ein so gängiges Thema, dass jeden Tag Menschen da sind in den Kliniken, die sich damit auseinandersetzen müssen. Und wenn man sie jetzt berät, was soll man... Aber warum sind sie gleich so, weil du sagst, jeden Tag sind sie bei dir, aber vielleicht können wir erst mal sprechen, wir sind auch bei der Niedergelassenen, du bist ja im Krankenhaus, dann haben sie wahrscheinlich schon, wo wir gleich eingehen, einen Wunsch, was sie dann gerne machen würden. Aber gehen wir jetzt mal von, du bist bei deiner Niedergelassenen Gynäkologin oder Gynäkologin. Oder was haben wir dann? Und auch der Zeitraum, vielleicht kannst du den auch nochmal eingrenzen. Also selbst wenn man ins Krankenhaus kommt, muss man sich nicht für eine Operation entscheiden. Also sozusagen, wenn man bei einer Form von niedergelassener Gynäkologin ist zum Beispiel, dann ist es gut, wenn man kurz innehält und man muss gar nichts entscheiden zu diesem Zeitpunkt. Meistens ist es sogar so, dass man erstmal nochmal kontrolliert und guckt, ob das wirklich nicht weitergewachsen ist. Also dass man nicht so einen definierten Zeitpunkt hat, sondern erstmal auch guckt, wie sich das weiterentwickelt, die Schwangerschaft. Und dann kann man in Ruhe letztendlich sich überlegen, wie man mit dieser Situation umgeht. Man muss zum Beispiel gar nichts machen. Man kann es auch einfach erstmal so lassen, weil irgendwann würde der Körper diese Schwangerschaft abbluten. Und es kann dauern, es kann sogar Wochen dauern. Was ist so das Längste, was du kennengelernt hast, wo Frauen gewartet haben? Über mehrere Wochen, also fünf, sechs Wochen zum Beispiel. Und das ist auch nicht schädlich, wenn man kein Fieber bekommt oder Schmerzen, kann man das genauso machen. Es gibt es sogar, dass das gar nicht abgeblutet wird, wenn man gar nichts macht. Dann bleibt diese Schwangerschaft in der Gebärmutter. Das ist natürlich hinderlich, weil man dann ja, wenn man nochmal schwanger werden will, dann geht es nicht. Aber man hat das, das ist jetzt ein bisschen drastisch, aber man hat das gefunden an älteren Frauen, dass da noch Schwangerschaften in der Gebärmutter waren. Sonst würde man das ja jetzt nicht machen. Das würde man nicht mit Absicht machen. Man würde irgendwann diese Schwangerschaft schon aus der Gebärmutter. Also die Empfehlung wäre, nicht länger als ein paar Wochen zu warten und dann nachzuhelfen, wenn der Körper das nicht alleine geschafft hat. Ja, aber ich glaube, bei vielen ist es so, dass dieses Abwarten natürlich auch einfach, das ist ja auch typbedingt, weil man hat ja sozusagen seine Schwangerschaft, trägt man noch in sich und da muss man halt für sich auch so diesen Weg führen, möchte ich dem Körper diese Zeit geben. Ist ja auch manchmal ein Heilungsprozess, dass man wirklich sich dann nochmal miteinander, andere sagen halt so, es fühlt sich komisch an, weil man ja auch nicht weiß, wann es passiert. Das stimmt. Also es ist ganz unterschiedlich, je nachdem, in welcher Lebensphase du bist. Es kann sehr tröstlich sein, weil es auch ein Abschied ist sozusagen und dieser Prozess des Abschiedes und der Körper dann selbst entscheidet, wann das abgeblutet wird, die Schwangerschaft. Es kann aber auch natürlich gar nicht zu dir passen und zu deinen Wünschen, weil du gerade gerne schwanger werden möchtest und diese Schwangerschaft jetzt nicht funktioniert hat und du dann eben schnell wieder die Möglichkeit haben möchtest, schwanger zu werden. Also gibt es ganz unterschiedliche Menschen mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen. Wie ist deine Erfahrung? Warten mehr Menschen, seitdem man das auch weiß? Weil man hatte ja schon immer so das Gefühl, dass man sagt, nee, man kann nicht warten, weil du ja gerade gesagt hast, wenn jetzt keine Symptome wie Fieber oder Unwohlsein auftreten, dann gibt es gar keinen Grund. Aber ich glaube, dass in den Köpfen immer noch so ist, ja, das muss jetzt gehen, weil sonst entzündet sich das, glaube ich. Ja, also die meisten wagen jetzt tatsächlich nicht so lange. Also es gibt Menschen, die gucken dann, wie ist meine Lebensplanung in den nächsten ein, zwei Wochen und entscheiden sich dann zu einem Zeitpunkt, geben vielleicht dem Körper eine Woche, um selber abzubluten und wenn das nicht funktioniert, dann entscheiden sie sich dafür medizinisch nachzuhelfen. Und so ist eigentlich so mehr oder weniger der Standard. Und das ist auch eine gute Entscheidung, weil dann hat man so ein bisschen von beidem. Letztendlich, man hat sich eine Deadline gesetzt bis dahin und wenn es dann nicht geht. Aber manche sagen auch, diese Ungewissheit kann ich nicht gut damit umgehen, will ich nicht. Und entscheiden sich gleich für eine medizinische Unterstützung. Magst du nochmal sagen, was wir da haben? Also wir haben ja zwei unterschiedliche Möglichkeiten jetzt noch, wie wir vorgehen können. Genau, es gibt zwei Möglichkeiten. Also einmal medikamentös oder operativ. Also medikamentös, da würde man Medikamente bekommen und die wirken auf die Gebärmuttermuskulatur so, dass eine Blutung einsetzt und dass eben die Schwangerschaft abgeblutet wird. Und operativ, dann nimmt man einen kleinen Silikonsaugschlauch und saugt die Schwangerschaft aus der Gebärmutter ab. Und diese zwei Möglichkeiten gibt es. Und wie immer im Leben haben diese zwei Möglichkeiten Vor- und Nachteile. Das Medikamentöse finde ich zum Beispiel super, weil du kriegst ein Medikament und es ist so ein bisschen wie so ein unterstützter, natürlicher Prozess. Diese Medikamente, die du kriegst, sind auch körpereigene Stoffe. Das heißt, die Geburt oder kleine Geburt oder der Abort wird eben sozusagen unterstützt. Nachteil, es dauert, es blutet. Es kann auch zwei, drei Wochen bluten, letztendlich nicht stark, aber trotzdem sozusagen kann es ein längerer Prozess sein. Muss man wissen, ob das gerade in die eigene Lebensplanung passt. Und bei einer Operation ist es so, dass man kriegt eine kurze Narkose, die Schwangerschaft wird abgesaugt, das Thema ist erledigt. Das finde ich vorteilhaft. Man hat nur einen kurzen Eingriff sozusagen. Nachteil ist es eine Operation. Es ist auch nicht greifbar. Ich gehe in eine Narkose, wache dann ohne Schwangerschaft auf. Für manche ist das nichts. Und das muss jede Person nach ausführlicher Information für sich selbst entscheiden. Ich glaube, bei der medikamentösen Sache ist immer noch mal gut zu wissen, ich habe manchmal das Gefühl, dass viele Frauen nicht so gut aufgeklären, dass es auch viel Blut sein kann. Also ich glaube, viele sind dann überrascht, wenn man dieses Medikament, man weiß auch nicht, wann es dann losgeht. Und das ist auch wieder so dieses, man sollte jetzt nicht dann irgendwie in den nächsten paar Tagen irgendwie eine Reise, eine Autofahrt. Also ich hatte das neulich halt auch, dass mir dann ja, wir sind dann mit dem Auto. Und ich so, ja, aber das ist so, wir wissen ja nicht, wann es losgeht. Und wenn du dann anfängst zu bluten und das ist ja wie auch eine kleine Geburt, das ist ganz auch Gewebsreste und so weiter. Da muss man sich da schon einfach auch diese Zeit für nehmen. Und das ist ja oft so nicht so planbar. Ich bin auch Fan davon, das so zu begleiten. Aber ich glaube so, ihr müsst euch wirklich bewusst sein, dass es auch viel Blut, also dass man schon, viele sind sehr erschrocken. Genau. Also es kann sein, dass es stark blutet, dass die Beine runterläuft. Das ist okay, das darf aber nicht zu lange dauern sozusagen. Wenn das jetzt über mehrere Stunden wäre, dann ist es kritisch. Es können auch sogenannte Koagel rauskommen, also so große Blutprocken, die dann runterfallen. Meistens kann man dazu sagen, cool bleiben. Und wenn es doch beunruhigend ist, dann eben einmal mit der Hebamme oder Ärztin sprechen. oder es untersuchen lassen auch. Aber meistens schafft der Körper das zu kompensieren. Es gibt noch einen Trick, der ist aber für hartgesotten sozusagen. Wenn man sich unsicher ist, ob das jetzt schlimm ist mit dem Bluten. Dann könnte man seinen eigenen Blutdruck und Puls messen und gucken, wenn der Blutdruck sehr niedrig ist und der Puls hoch, dann ist es stressig für den Körper. Wenn der Blutdruck aber einigermaßen in der Norm ist, ich sage jetzt mal über 100 zu 70 ungefähr und der Puls ist unter 90, dann ist es okay. Das ist wirklich für das Fachpersonal. Aber man kann das auch als Laien machen. Ich finde das ein super Tipp, weil da kann man insgesamt grundsätzlich den Körper besser verstehen. Wenn der Blutdruck niedrig ist und der Puls hoch ist, schlecht. Ja, auch für das weitere Leben. Auch für andere Situationen. Wenn man Blutungen hat oder so, dann sollte man immer der Körper kompensiert. Der Puls geht hoch und der Blut geht runter. Das wollen wir nicht. Da muss man immer dann gucken. Aber ich finde so, ihr solltet wirklich wissen. Ihr solltet euch wirklich Zeit dafür einplanen mit Ruhe. Und es muss auch Raum haben. Und da ist jeder ja wirklich, jede Person einfach unterschiedlich. Wenn man irgendwie gerade vielleicht ein anderthalbjähriges Kind hat und nicht weiß, was man mit dem machen soll, dann ist es natürlich auch schwierig, wenn man dann halt da keinen Raum hat, um sozusagen so eine kleine Geburt in Ruhe zu haben. Und man muss natürlich auch gut ausgestattet sein, dass ihr Vorlagen da habt und das ist auch einfach so. Und ich glaube, für uns sind so eine Mengen Blut, für dich und mich, das machen keine Angst, wenn es wieder aufhört. Aber ich glaube so, dass es viele wirklich einfach überfordert. Und gerade wenn dann noch Gewebsreste sind. Was würdest du sagen, wenn es die Beine runterläuft oder wenn sehr große Also über wie viel Zeit würdest du sagen, aushalten, bevor man irgendwie dann doch sagt, okay, das lasse ich untersuchen? Ich würde von der Zeit her immer schon, ob es stoppt, weil wenn es so richtig läuft, läuft, läuft, dann würde ich schon, auch ich bin dann schnell da. Ich kann dann auch gucken, wie Gebärmutter ist und so weiter. Das würde ich jetzt schon nicht so alleine. Ja, genau. Also wenn es nicht aufhört, die Beine runterzulaufen über längere Zeit, sagen wir mal ein, zwei Stunden, dann würde man was machen. Oder wenn einem schwarz vor Augen wird, man so ein bisschen das Gefühl hat, der Kreislauf macht nicht mehr mit, dann auch lieber... Die Hebamme kontaktieren. Ja, und ich glaube halt, wenn man sich für diesen Weg entscheidet, der ja wirklich auch gut ist und es muss auch nicht, wir wollen einfach gerade nur, glaube ich mal so erklären, das kann halt sein, damit ihr einfach gewappnet seid, aber dass man auf jeden Fall eine Person da haben sollte. Da sollte man nicht alleine sein, weil wenn dir dann schwarz vor Augen ist, also im besten Fall kannst du auch Kontakt zu einer Hebamme aufnehmen. Ich merke schon aber auch, dass viele Frauen da immer noch so Berührungsängste haben. Es auch nicht jeder so anbieten kann, weil das ist natürlich dann auch eine Rufbereitschaft, die man sozusagen macht. Also ich glaube, es sind eher so die Telefonate, die dann da immer so helfen. Also man ist auch nicht immer da. Videocall. Ja genau, Videocall. Aber da sprichst du eine wichtige Sache an, weil es gibt dann eine Versorgungslücke. Also gynäkologisch und hipharmäßig offensichtlich auch. Also wenn ich solche Familien begleite, die in dieser Situation sind mit den Medikamenten. Ich gebe immer meine private Telefonnummer und sage, rufen Sie mich Tag und Nacht an, wenn Sie unsicher sind. Also ich mache das jetzt auch nicht so oft, so jeden Tag, so die ganze Zeit, aber weil ich möchte nicht, dass die Person irgendwie in einer Situation ist, wo sie, quasi sich total allein und ausgeliefert fühlt. Weil das ist, wie du sagst, das ist jetzt nicht so die einfachste Situation sozusagen. Da muss man auch ein bisschen irgendwie begleitende Menschen haben, die einen unterstützen. Und es gibt dafür wenig Infrastruktur. Also wir haben auch so eine niedergelassene Gynäkologin zum Beispiel. Kann das nicht auffangen. Sie kann es nicht richtig auffangen, weil sie muss ja am nächsten Tag in der Praxis voll arbeiten. Und sie hat ja keine Rufbereitschaft in dem Sinn. Also das ist schon ein schwieriges Thema. Eigentlich bräuchte es eine eigene Ambulanz. Eine eigene Struktur dafür. Manche Gynäkologinnen zum Beispiel, die bieten das an und sagen auch ihren Kolleginnen, pass auf, ich mache das, weil die vielleicht irgendwie lange, keine Ahnung, im Krankenhaus gearbeitet haben, lange Dienste gemacht und deswegen irgendwie da vielleicht für sich so eine Struktur gefunden haben. Aber es gibt keine strukturierte Versorgung dieser Situation. Deswegen ist es auch so, dass wir in Deutschland viel öfter in dieser Situation operieren, anstatt die Medikamente zu geben. Was schade ist, weil diese medikamentöse Begleitung ist, wie gesagt, sehr stark. Und in anderen europäischen Ländern ist das anders. Da wird eben mehr medikamentös gearbeitet und weniger operativ. Wir in Deutschland, wir operieren immer gerne alles. Also wir operieren ja viel, viel mehr als im europäischen Vergleich. Also alles auch hier so, was weiß ich, Knie und so weiter. Kreuzbänder. Genau, also von daher eben auch in dieser Situation. Und ich glaube, da können wir vielleicht ein bisschen weniger invasive Methode. Ja, von der Studienlage ist es ja ein gutes Outcome, aber es liegt ja auch an dem Medikament. Wir hatten ja auch, wir können ja vielleicht nochmal kurz über das Medikament gehen, das war ja auch eine Zeit lang sehr schwierig, weil es ein Off-Label-Use, jetzt gibt es ja Angusta sozusagen. Für die Situation ist das nicht zugelassen auch. Ja, also das Medikament Misoprostol, was ein körpereigenes Hormon ist, super Medikament, Aber eine Zeit lang unter Zytotech bei der Geburtsanleitung in zu hohen Dosen, weil die Studienlage nicht eindeutig, oder beziehungsweise Studien gab es schon, aber weil die Pharmaindustrie plus unsere nicht Frauen- und Geburtshilfe-zentrierte Medizin... Dort eine Lücke gelassen hat und nicht geschlossen hat. Und deswegen haben wir Medikamente benutzt, die eben auch Schaden angerichtet haben bei der Geburtsanleitung. Und das ist aber beim Abort eine andere Situation. Aber Zitocheck ist da ja gut. Genau, da kann man es, weil der Uterus nicht so schwanger ist sozusagen, sondern in der Frühschwangerschaft. Da kann man es tatsächlich in höheren Dosen geben, ohne dass es diese starken Nebenwirkungen hat. Ja, aber es ist ja auch nicht so einfach, weil es ja wieder, man muss es unterschreiben, deshalb ist die Operation wieder das Einfache, weil das Medikament wieder schwieriger ist. Genau, mit dem Medikament muss man lange aufklären, muss man lange reden. Überhaupt ist es eine Situation, wo Reden viel hilft und viel Informationsweitergabe. Wenn man zum ersten Mal in der Situation ist oder sich zum ersten Mal mit dem Thema auseinandersetzt, finde ich, ist so viel wie möglich Information gut, um eine Entscheidung zu treffen. Wenn die Frauen bei dir, bist du dann auch nochmal so, dass du dann vielleicht auch nochmal sagst, okay, wir operieren nicht, sondern wir probieren das Medikament oder hast du eher dann den operativen Teil? Ich persönlich, wenn man mich nach meiner persönlichen Meinung fragt, würde ich immer ein bisschen lieber diese medikamentöse Unterstützung machen. Ich selber hatte zwei Fehlgeburten, ich habe fünf Kinder und habe auch das medikamentös gemacht. Das eine Mal hat es nicht gut funktioniert, da musste noch ein bisschen nachgeholfen werden. Aber insgesamt finde ich das so eine, also es ist einfach für mich, es hat sich einfach viel natürlicher angefühlt. Diesen Prozess, dass diese Schwangerschaft nicht weitergewachsen ist und dann dieses Abbluten war für mich einfach eine viel logischere Situation. Als irgendwo in einen OP zu gehen und dann eine Narkose. Ich mag sowieso Nadeln nicht so gerne und so, aber genau. Wenn man das halt so begleitet, ich finde es halt immer so im Krankenhaus, wenn man da ist, muss man ja schon eine kurze Vollnarkose haben. Dann ist man ja oft in diesen großen OP. Dann ist es einfach alles so, dann kommen wieder irgendwelche Leute. Also man fühlt sich immer so ein bisschen so abgestellter. Da ist ja dann auch immer so dieser Raum nicht so da. Aber ich würde gerne nochmal, wenn wir jetzt auf die operative Sache kommen, du hast den Silikonschlauch angesprochen. Mit dem wird es ja hauptsächlich, ist ja wie so eine Absaugung. Also wenn man sich das vorstellt, gemacht. Aber es gibt ja schon auch noch die Kuretage. Richtig. Genau, gut, dass du es sagst. Ja, also du operierst wahrscheinlich nur so, aber es wird auch noch anders gemacht. Deshalb ist ja schon auch nochmal wichtig. Ja, da gibt es so eine Erhebung. Wenn man sich für diesen operativen Eingriff entscheidet, dann ist das schonendste für die Gebärmutter, das mit so einem kleinen Schlauch abzusaugen, die Schwangerschaft. Und das, was nicht so schonend ist, ist eine sogenannte Kuretage. Das ist so ein Metallkuretage. Löffel, mit dem man das Gewebe rausschabt. Und das ist aus verschiedenen Gründen nicht ganz so schonend. Klingt auch schon nicht so schonend. Metall versus Silikonschlauch oder Hartplastikschlauch sozusagen. Es kann einfach dann zu Verwachsungen und Verklebungen der Gebärmutter führen, weil man zu viel Gewebe entfernt hat. Nicht mit böser Absicht, sondern einfach, weil man es nicht steuern kann. Weil man ja nicht in die Gebärmutter währenddessen reinguckt. Und das sollte man, wenn es geht, versuchen zu vermeiden. Es gibt immer noch sehr viele, die das so machen, wenn man darüber spricht während einer Aufklärung, Sollte man darauf achten, dass man da sagt, nein. Bis zu welcher Woche kann ich den Silikonschlauch, diese Absaugung benutzen? Ist ja auch nochmal, glaube ich, wichtig. Auch das ist unterschiedlich in den unterschiedlichen europäischen Ländern. In Deutschland würde man das bis zur 12., 13., 14. Woche, je nachdem auch wie viel Schwangerschaftsgewebe in der Gebärmutter ist, da würde man das tun. Und wenn dann zum Beispiel auch später bei einer stillen Geburt oder einem späteren im zweiten Trimenon die Schwangerschaft eben aus der Gebärmutter heraus soll, weil sie nicht weitergewachsen ist, Dann würde man eher Medikamente geben. In England ist es so, dass sogar noch in der 16. Woche so eine Absaugung oder operativen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, ja. Aber das Kind ist ja dann schon so groß. Das ist da eine andere Herangehensweise an das Thema. Okay, wie siehst du das? Also das finde ich jetzt einfach, ich weiß nicht, wie das bei diesen Absaugungen ist. Ich finde ja auch immer schön, manchmal brauchen die ja wirklich auch einfach was in der Hand, um sich zu verabschieden zu können. Also es war ganz wichtig für die Frau. Dann denke ich mir halt so, okay, wenn du in der 16. Woche oder was, also fühlt sich das nicht für dich gerade so ein bisschen brutal an? Wir machen das ja in Deutschland nicht so. Wir haben uns neulich, haben wir so eine wissenschaftliche Sitzung gehabt von der Berliner Gesellschaft für Gynäkologie und da kam ein Kollege aus Großbritannien, der darüber berichtet hat und wie man damit umgeht und wie das funktioniert. Ich fand das alles ganz plausibel. Das ist einfach eine andere Herangehensweise an dieses Thema. Und er hat gesagt, wenn man ihn gefragt hat, warum macht ihr das oder wie ist das? Und plausibel auch dargelegt, es gibt schon Menschen, die, also weißt du auch, dass Menschen, die dann zum Beispiel bei einer stillen Geburt gar nicht den Embryo sehen wollen. Sie finden das schlimm und das ist für sie wirklich auch eine harte Situation. Und Menschen, die das auch, eine stille Geburt zu haben, ist ja auch ein Prozess, den manche nicht so tröstend finden, wie vielleicht, ich finde das tröstend und auch schön finde ich das. Aber es gibt auch Menschen, die das nicht so, und das finde ich auch legitim und will ich den überhaupt gar nicht absprechen, sondern finde es nachvollziehbar. Und so hat er argumentiert, dass das eben dann für diese Menschen gut ist, dass es eine operative, schnelle Lösung gibt, wo sie dann eben weiterziehen können in ihrem Leben danach. Das stimmt, also wenn man das so sieht, dass man einfach die verschiedenen Möglichkeiten hat, was für die Person funktioniert. Am besten ist, passt. Und das ist, glaube ich, auch das Wichtigste. Und wenn ihr vielleicht auch die Folge hört, dass ihr wirklich gucken könnt und ihr müsst nicht sofort was entscheiden, dass man einfach wirklich erstmal atmet und es auch immer so diese Nachricht verdaut und da erstmal ins Gefühl geht und dann guckt, was passt für mich und wo kann ich am besten mit umgehen. Und weil oft habe ich das Gefühl, die müssen denken immer gleich, ich muss das jetzt sofort entscheiden. Und das ist ja eigentlich überhaupt nicht so, sondern wir haben ja erstmal Zeit. Kein Stress. Aber das finde ich spannend. Darüber habe ich noch nicht gedacht. Aber erst hört es sich für mich so an, wenn man so 16. oder 17. Woche Ja, ist ungewohnt für uns, weil wir das nicht machen. Das ist dann einfach eine andere Herangehensweise. Für den war das ganz normal. Der hat Daten gezeigt. Also auch nicht nur, das ist nicht nur eine Person, sondern in ganz Großbritannien ist es viel gängiger als zum Beispiel in Deutschland. Können wir vielleicht nochmal einmal kurz die medikamentöse Begleitung zu Hause, bis zu welchen Woche kann ich das machen? Also ich glaube, das ist nochmal wichtig. Da gibt es, ich muss immer das Gleiche sagen, aber auch unterschiedliche. In Deutschland ist es zugelassen, bis zur sozusagen neunten Woche würde man die Medikamente gehen. Aber sagen wir mal so, wenn jetzt eine Person in der elften Woche zu mir kommt und sagt, ich würde es gerne medikamentös unterstützt haben, das geht auch. Also darfst du das dann entscheiden? Nee, du, also du als Ärzte. Also als Off-Label, also es ist ja sowieso der Körper von dieser Person Und das sind dann so Situationen, wo die Medikamente zwar in Deutschland nicht zugelassen sind, aber ob das jetzt neunte oder zehnte Woche ist, macht keinen Unterschied. Und zum Beispiel Skandinavien werden die Medikamente bis zur 12. und 13. Woche gegeben. Und sind da auch zugelassen, sozusagen. Das heißt, wenn man das mit der Person bespricht und sagt, pass auf, das ist 11. Woche, der klitzekleine Nachteil ist, dass es sein kann, dass nicht alles Gewebe abgeblutet wird. Da ist die Erfolgsquote halt ein bisschen geringer. Nur noch so ungefähr 90 Prozent anstatt oder 85 Prozent anstatt dann in den frühen Wochen ist fast 100 Prozent Erfolgsquote, dass alles Gewebe abgeblutet wird. Und wenn man das für sich entscheidet als Frau und sagt, okay, das ist aber, ich möchte es trotzdem so, dann kann man das ja machen. Und wenn dann noch Gewebe zurückbleibt und im Zweifelsfall man dann das doch irgendwie erst später verliert oder nochmal absaugen muss, sodass, wenn man sich dessen bewusst ist, dann finde ich, das ist eine gute Sache. Ich biete es auch Menschen in der 11. Schwangerschaftswoche an. Ja, ich finde das sehr gut, dass du das anbietest und viele wollen das ja auch, aber ich habe da oft das Problem oder merke ich halt so, dass es halt einfach so dann nicht, wenn man das jetzt nicht hören würde oder bei dir nachlehren würde, dann würde man das halt gar nicht wissen, weil es gibt schon viele, die da noch sehr. Das veraltet machen, also niedergelassene Ärzte und sagen, dann ist halt stopp. Also wenn ich jetzt in der elften Woche ein Abort hätte, würde ich mich auch eher für die medizinische Begleitung, dann schaue ich einfach. Ich meine, im schlimmsten Fall muss man dann halt, wie du es ja auch einmal selber erlebt hast, dass man dann halt nochmal Gewebe noch entfernen muss. Aber es ist halt einfach, glaube ich, wichtig, dass man zu sagen, das kann man machen. Also weil viele, glaube ich, nicht, dann denken so, nee, also wenn es nur bis zur neunten Woche dann und so. Und manchmal ist es ja auch so, auch gar nicht so ganz genau, ist es jetzt in neunten oder in zehnten Woche. Weiß man gar nicht. Wenn sich Fangenstadt aufhört zu wachsen, dann weiß man ja quasi nicht, wann tatsächlich dann die Vereinigung zwischen Einzelnen und Spermien war völlig richtig. Also ich finde, man sollte immer darüber sprechen und für sich dann gucken, ob das passt. Würdest du aber auch, wenn du sagst, du fühlst dich da nicht gut beraten, auch mir eine Zweitmeinung immer einholen? Eine Zweitmeinung ist immer gut. Oder Feedback geben der Person, wo ich denke, ich habe noch nicht genug Infos von mir. Feedback führt halt dazu, dass die Person, die mir vielleicht zu wenig Info gegeben hat, dann auch ein Feedback bekommt und für sich entscheiden kann, zu wachsen. Ja, das ist auf jeden Fall wichtig. Wir haben sozusagen den frühen Abort besprochen. Wir haben einmal, dass sie abwarten können, ganz wichtig. Wir haben die operative und die medikamentöse. Aber es gibt ja noch eine Sache, die einem auch ganz, ganz wichtig ist und auch oft eine Notsituation. Und ich habe das schon mit einigen Frauen erlebt und auch echt blöde Sachen erlebt, ist nämlich eine Eileiterschwangerschaft. Finde ich nochmal ganz wichtig, weil das ist einfach... Wie oft treibt es vorauf? Eileiterschwangerschaften sind zwei Prozent aller Schwangerschaften. Also auch was sehr wahrscheinlich ist sozusagen. Und Eileiterschwangerschaft ist total gemein, weil eine Schwangerschaft sich einfach nur am falschen Ort eingepflanzt hat. Also im Eileiter. So doof, ne? Nur die paar Zentimeter bis zur Gebärmutter nicht geschafft hat sozusagen. Und das ist tatsächlich richtig gemein, weil es lebensgefährlich sein kann. Und es wirklich auch so ist, dass das eine der wenigen wirklich richtig schlimmen Notsituationen in der Frühschwangerschaft, also wo man verbluten kann auch. Da muss man wirklich richtig aufpassen. Ja, und da habe ich schon Situationen mit Frauen gehabt, die nicht ernst genommen wurden, in Notaufnahmen und liegen gelassen wurden und wo es dann richtig, richtig dumm gelaufen ist. Das ist ja schon auch eine Sache, die man halt einfach, man sieht erstmal nichts. Aber es ist glaube ich ja auch einfach die Regel, dass wenn eine Frau mit Schmerzen oder mit Unterbauchschmerzen kommt, da sollte eigentlich immer Obacht sein. Genau. Also wenn man zwischen der vierten und sechsten Schwangerschaftswoche Schmerzen hat, dann muss man es immer total ernst nehmen. Und dann muss man manchmal leider in den sauren Apfel beißen aller Beteiligten und lieber im Zweifelsfall nochmal stationär bleiben und stationär überwacht werden. Auch wenn das total langweilig ist und so. Aber wenn da Schmerzen bestehen und der Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft, dann ist es doch ein Tick besser. Weil das Problem ist, der Eileiter kann einreißen und dann blutet es und kann in dem Bauchraum bluten und man merkt das nicht so gut. Wir haben jede Woche eine Person, wo die Eileiterschwangerschaft geplatzt ist und Blut im Bauch ist. Und manchmal haben wir eben auch Frauen, wo viel, viel Blut im Bauch ist. Und da ist auch wieder, das wäre Puls und Blutdruck wichtig. Puls und Blutdruck, geheimen Tipp heute hier. Und aber auch sozusagen sich nicht abwirbeln lassen und vor allem Frauen auch mit Schmerzen ernst nehmen. Und eben nicht so, ach ja, nee. Und im Prinzip muss man sagen, ist jede Person zwischen der vierten und sechsten Woche, die Schmerzen hat, eine Blackbox. Und man kann eine Eileiter-Schwangerschaft nicht ausschließen. Und deswegen ist es dann eben so, dass man genauer hingucken sollte. Das ist ja super viel Erfahrung. Wie ist von den Schmerzen her? Hast du wirklich das so ganz unterschiedlich, sodass man wirklich einfach sagt, lieber da kontrollieren in der Woche vier und sechs? Oder sind es immer sehr starke Schmerzen? Weil manchmal wächst ja auch die Gebärmutter. Es ist ja immer so wirklich so eine schwierige Sache. Was soll man denen raten? Das ist ja sowieso immer, wenn man am Telefon ist und sagt, sie hat Schmerzen im Bauch. Und das kann natürlich alles wunderbar sein. Noch ein Geheimtipp wäre, wenn beidseits Schmerzen auftreten, auf beiden Seiten, dann ist es meistens nicht so schlimm. Beidseitig ist es immer gut. Ja, ist gut. Aber wenn auf einer Seite mehr Schmerzen sind als auf der anderen, dann ist es schwierig und leider ist es mit den Eileiterschwangerschaften tatsächlich so, wie du sagst. Es gibt Frauen, die wissen nicht mal, dass sie schwanger sind und haben eine geplatzte Eileiterschwangerschaft. Und dann gibt es natürlich aber Frauen, wo es ganz dolle weh tut. Bei den meisten tut es doch weh. Deswegen ist es eben in der Frühschwangerschaft einmal feststellen, ob die Schwangerschaft in der Gebärmutter sitzt, ist schon auch hilfreich. Ohne, dass ich das zu sehr sozusagen pathologisieren will, weil zwei von 100 Schwangerschaften, wo das auftritt, ist nicht wahnsinnig viel, ist aber auch nicht wahnsinnig wenig. Wir befinden uns nicht im Promille-Bereich, sondern im Prozentbereich. Wenn man keine Beschwerden hat, es einem gut geht, dann denke ich, kann man eine Ultraschall auch später machen. Auf jeden Fall auch später machen. Vielleicht kann man für sich so eine Art, wie immer, so eine Art Risiko- oder Physiologie-Einteilung machen, wenn ich eigentlich immer unkompliziert schwanger geworden bin, noch nie eine Eileiterschwangerschaft hatte... Und auch zum Beispiel nie eine schwere Chlamydieninfektion, dann ist es schon sehr unwahrscheinlich eine Eileiterschwangerschaft zu haben. Wenn ich aber IVFXI hatte, schon mal eine Eileiterschwangerschaft und eine schwere Chlamydieninfektion, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon höher und dann vielleicht ein bisschen mehr Bewusstsein dafür haben. In den allermeisten Fällen geht es ja Gott sei Dank gut. Ja und Chlamydien sind ja auch manchmal wirklich auch unentdeckt, weil das Leute zur Vorsorge untersuchen, da testen wir das Amorin und dann sind manchmal auch Leute wirklich überrascht. Und Chlamydien, vielleicht nochmal kurz zur Erklärung, weil keiner weiß, was machen die, die können halt den Eileiter verkleben. Und das ist natürlich wirklich, also eine schwere Chlamydieninfektion ist natürlich einfach, auch wenn man die vor der Schwangerschaft hat, da muss man dann Obacht haben, wenn man dann mal schwanger wird und dann kannst du vielleicht nochmal ein bisschen was zur, wie du entscheidest, was du machst. Es gibt ja unterschiedliche, ob es dann, wie gesagt, der Eileiter schon geplatzt, das ist ja die Notsituation. Ja, also erstmal ist der Eileiter ja so ein dünnes Organ, was innen drin einen Lumen hat, also wie ein Rohr ist. Und dieses Rohr ist nur ein Millimeter, also wirklich ein ganz kleines Organ. Und hinzu kommt noch, dass nicht der Eileiter so ist wie ein Rohr, was irgendwie ein glattes Inneres hat, sondern wie so ein kleines Labyrinth da drin ist. Und Eizelle und Spermium, wenn die sich vereinigen, müssen sie durch dieses Labyrinth rollen in Richtung Gebärmutter. Und dabei kann es eben, wenn sie auf Verklebung oder eine Narbe treffen von einer alten Entzündung, dann bleiben sie da hängen und dann wachsen sie dort weiter. Und jetzt kommt es darauf an, in welchem Teil des Eileiters. Es gibt einen sehr engen Teil vom Eileiter und einen sehr weiten Teil vom Eileiter. Mit Glück ist die Eileiterschwangerschaft im weiten Teil, dann ist das nicht so schlimm. Kann auch sogar sein, dass von alleine abblutet, man fast gar nichts machen muss. Aber wenn die in dem engen Teil, wo sie leider meistens ist, zu 70 Prozent sozusagen, wenn sie in dem engen Teil festgehangen ist, die Eileiterschwangerschaft und dieses Ein-Millimeter-Organ dann reißt, weil die Schwangerschaft dort einfach weiter wächst, weil die weiß ja nicht, dass sie nicht in der Gewährmutter ist, dann platzt es und dann sind da Blutgefäße, die einreißen und dann so in den Bauchraum bluten. Einfach so die ganze Zeit so. Nicht akut innerhalb von Minuten, sondern über Stunden blutet es dann in den Bauchraum. Und das Schlimmste, was ich erlebt habe, war fünf Liter Blut im Bauch sozusagen. Also fast quasi das ganze Blut von dieser Frau im Bauch. Gott sei Dank in Deutschland überlebt man so 99,9% so. Aber es gibt immer wieder wirklich ganz schlimme Notsituationen, wo das eben dann wirklich gefährlich ist. Aber meistens ist es Gott sei Dank nicht so. Wir haben ein Gesundheitssystem, wo das erkannt wird und operiert wird. Oder behandelt wird. Wenn man da herangenommen wird. Genau. Und wenn jetzt der Eileiter, ist die große Frage, wie operiert man den? Wenn er schon geplatzt ist, nimmt man dann nur die Schwangerschaft raus. Oder wenn es noch nicht geplatzt ist, macht man den Eileiter auf, nimmt die Schwangerschaft raus. Oder nimmt man gleich den ganzen Eileiter raus. Und da gibt es eine super Studie, wie ich finde, die auch hochrangig publiziert wurde im Lancet. Und zwar haben die, total spektakuläre Studie, haben die untersucht in einem multizentrischen Setting, also mehrere Krankenhäuser, wenn Frauen mit Eileiterschwangerschaft kommen. In die Notaufnahme und operiert werden sollen, soll man dann den Eileiter entfernen oder nur den Eileiter aufmachen und die Schwangerschaft rausnehmen. Was ist besser? Und da wurden die Frauen randomisiert. Die durften nicht selbst entscheiden, wenn sie sich bereit erklärt haben, an der Studie teilzunehmen, sondern sie wurden einfach eingeteilt. Entweder Eileiter raus oder Eileiter schlitzen und Schwangerschaft rausnehmen. Und dann wurde untersucht, wie hoch ist die Schwangerschaftsrate danach. Die Frage ist, habe ich einen großen Nachteil, wenn der Eileiter rauskommt? Darf ich raten? Ich würde denken, rausnehmen ist besser. Für? Für eine Vorgeschwangerheit. Für eine Vorgeschwangerheit. Ja, also es ist auf jeden Fall die richtige Denkweise sozusagen. Es macht keinen großen Unterschied. Genau. Sozusagen, ja. Der Nachteil ist, wenn der Eileiter drin bleibt, dass du dann ein 10- bis 20-prozentiges Risiko hast, wieder eine Eileiterschwangerschaft zu haben. Das ist so scheiße. Und das ist halt so ärgerlich. Und wenn der Eileiter draußen ist, nimmt meistens der andere Eileiter dann die Funktion und saugt die Schwangerschaft an sozusagen. Also deswegen, oft kommen Frauen, die dann traurig sind, weil der Eileiter entnommen wurde. Aber es macht keinen Unterschied für deine spätere Schwangerschaft sozusagen. Du versuchst schon nicht in der OP zu entscheiden, sondern mit der Frau vorher. Wir versuchen vorher darüber zu sprechen. Wenn das die dritte Eileiterschwangerschaft ist, dann würde man sagen, komm. Ich finde das bei Eileiterschwangerschaft so, das finde ich wirklich so gemein, weil es ist einfach nur hängen geblieben und ist wahrscheinlich irgendwie, alle Chromosomen sind richtig. Anders als wenn du jetzt irgendwie so ein Mr. Borschen hast, wo man ja einfach, ich finde immer so, wenn der Körper selber entscheidet, dann weiß man einfach, dass da einfach die Anlage irgendwie nicht richtig war und es wäre irgendwie total kompliziert gewesen. Ich finde immer so, anstatt es nachher später, wenn wir über Feindiagnostik vielleicht nochmal kurz reden, dann zu entscheiden müssen, wenn doch irgendwie irgendwelche schlimmen Sachen sind. Das finde ich immer eher so, oh gut, das durfte alleine gehen. Ist zwar traurig und schön, aber es ist einfach so alleine entschieden. Aber wenn man dann so eine Eileiterschwangerschaft hat und weiß, man kann dieses kleine Ei einfach nicht umsetzen. Du kannst es ja dann von da nicht einfach irgendwie weiter kullern oder so. Und das finde ich immer so. Das ist wirklich gemein. Ja, also ich habe auch Frauen betreut, so echt die zweite Eileiter-Schwangerschaft. Also wenn ich schon allein darüber rede, ist das wirklich so scheiß, dass das da verklebt, also wie so ein Tunnel, wo verstopft ist, so blöd. Und jede Eileiter-Schwangerschaft macht es noch wahrscheinlicher, dass du nochmal eine hast und das ist halt auch so gemein. Ja, und das kann ich dann auch verstehen, was man einfach sagt, so okay. Raus damit, ja. Raus damit und auch Kinderwunschbehandlung, wo ich einfach weiß, ich kann das einsetzen und ist dann am Ort, wo es hingehört. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber EUs sind für mich immer so total... Ja, ich bin ein bisschen sauer auf EUs, weil sie tatsächlich so dieses Leben so bedrohen. Sie meint mich immer so latent, ein bisschen aggro, wo ich so denke, was soll das denn eigentlich? Warum müssen wir Frauen immer mit unserem ganzen Körper Tribut zollen und irgendwie auf unsere Kosten und bis hin zu lebensgefährlich. Ja, und vor allen Dingen, wenn du jetzt nicht in einem Land wohnst, wo du medizinische Versorgung hast, ich sterbe mir dann einfach. Ja, oder früher ist es tatsächlich auch so gewesen, dass dann, also es ist ja sowieso so die Müttersterblichkeit, die war so wahnsinnig hoch. Und es war auch ein Teil davon, von einer hohen Müttersterblichkeit. Und das finde ich auch, sagen wir mal so evolutionär betrachtet, auch so ungerecht. Ja, weil eigentlich macht doch der Körper eigentlich so alles, dass es so laufen sollte. Ja, genau. Was ist da nicht optimiert? Evolution. Hätte es da nicht mehr für uns drin sein können. Ja, wirklich, wenn man so Bücher liest, so aus dem Mittelalter und so. Also erstmal war keine Verhütung, die Frauen hatten eh keine Wahl. Also das war ja schon mal so. Und dann war jede Schwangerschaft eigentlich eine Gefahr zu sterben. Total. Und zu einem richtig hohen Prozentsatz. Deswegen dieses Konzept Stiefmutter, was immer in den Märchen vorkommt, das war eben so ein reales Konzept. Und sagen wir mal heute Patchwork-Familien damals, eben weil die Müttersterblichkeit so hoch war, schlimmerweise. Und die Kindersterblichkeit war ja auch sehr hoch. Also unschön. Ja, richtig unschön. Aber da wirklich auch nochmal so da auf euren Körper und lieber einmal zu viel in der Notaufnahme oder in der gynäkologischen Notaufnahme aufschlagen, weil man es einfach nicht... Sehen kann. Einmal checken, einmal kurz Ultraschall. Kannst du das gut sehen auf dem Ultraschall? Man kann sehen, ob die Schwangerschaft in der Gebärmutter sitzt. Nee, aber du kannst es nicht, den Eileiter... Manchmal sieht man das. Aber der muss schon ein bisschen größer sein, ne? Ja, genau. Und es muss so liegen, dass man es gut erwischt. Aber es gibt ja sogar so Embryonen, die neben der Gebärmutter, die dann sich einpflanzen, lange wachsen. Es gibt auch übrigens hin und wieder, ganz, ganz selten, aber Fallberichte von ausgetragenen Kindern, die dann per Sektio eben auf die Welt gekommen sind in der frühen Woche. Also die sich dann so im Bauchraum, im Bauchraum können die sich ja auch einpflanzen, diese Schwangerschaft. Ja, nicht lokalisierte. Genau. Und dann weitergewachsen sind. Weitergewachsen sind. Wirklich? Wo? Ja, wo das so passiert? Ich weiß von zwei Fällen, einmal in Russland, einmal in den USA, ja. Es gibt bestimmt noch mehr Fälle. Letztendlich gibt es auch sozusagen in Obduktionen dann Embryonen, die man im Bauch findet. Ja, das habe ich auch schon, aber so, dass die wirklich dass die Kinder auch überlebt. Also es gibt wohl auch Überlebende. Krass. Das macht natürlich die Tür auf für männliche Schwangerschaften. Wenn man das im Bauchraum, so eine Schwangerschaft pflanzen kann. Aber das ist nicht Gegenstand der Forschung und vielleicht nur in der Zukunft möglich. Da können wir dann irgendwann mal drüber reden. Ich wollte nochmal deine Meinung dazu hören, also gerade wenn man jetzt eine Fehlgeburt gemacht hat, ist ja so die Folge-Schwangerschaft ja auch wahnsinnig emotional, weil man natürlich diese Angst hat. Was sagst du denn zu Progesteron in der Frühschwangerschaft? Das würde ich gerne einfach mal wissen, weil da gibt es ja in deinem Fachbereich unterschiedliche Meinungen. Würdest du sowas immer... Die Regenbogenschwangerschaften oder dann die Regenbogenbabys sozusagen, die geboren werden. Und Progesteron ist zugelassen in der Frühschwangerschaft für eben diese Situation. Wenn man Fehlgeburten hatte oder eben der Gelbkörper nicht richtig wächst. Dann sagen Studien, dass man dann eben diese Gelbkörperunterstützung gut haben kann. Ja und dann per Tablette oder... Das ist ja das gleiche Medikament, oral oder vaginal. Und genau, dann muss man sich beraten lassen, wie man es nimmt. Vaginal ist auch eine gute Sache, weil es dann am Wirkort auch ist und in den Körper gut hineinkommt. Das entscheidest du individuell, wenn du das verscheidest. Weil es sind ja so ein bisschen einige machens, einige sagen, ach nee, ist nicht so. Genau, also das Progesteron ist zugelassen. Die Studienlage spricht eher dafür. Es gibt ein paar Studien, die dann sagen, ja, manchmal bringt das nichts. Aber es gibt genügend Studien, die beweisen, dass es eine gute Sache ist. Aber man kann auch nichts falsch machen damit. Man kann damit nichts falsch machen. Man kann damit den Embryo nicht schaden. Und das ist besser als Magnesium zum Beispiel, da ist die Studienlage eindeutig, dass Progesteron besser ist als Magnesium in dieser Situation und ich würde mich da beraten lassen. Aber zum Beispiel Kinderwunschkliniken geben das regelhaft auch. Ja genau, da ist es ja mit einem… Also wenn du so eine schwierige Situation hast und auch Aborte hinter dir und wir beide kennen viele Menschen, die viele Aborte haben, zum Teil bis hin zu knapp 20 Aborten und dann ist es eben so, dass man alles ausschöpft, was es gibt, ne? Zum Beispiel auch Progesteron. Dann sagen manche Studien Heparin oder ASS. Also wenn es eine richtig verzweifelte Situation ist. Ich habe eine Kollegin, die war ständig schwanger und hatte ständig Aborte. Und irgendwann mit Mitte 40 hat sie dann eine Schwangerschaft gehabt und ein Kind bekommen. Da hatten wir so alles in sie reingepumpt, was es irgendwie so gab. Aspirin, Heparin, Progesteron und so weiter. Und dann hat es funktioniert. Aber vielleicht war es auch Zufall. Ich weiß es nicht, dass es funktioniert hat. Aber das am besten mit seiner Reproduktionsmedizinerin besprechen. Wo du dieses Thema gerade angesprochen hast, ab wann sollte ich mir denn Sorgen machen, wenn ich jetzt mehrere Aborte habe? Und was wird dann als erstes gemacht, dass man guckt, ist da was nicht in Ordnung? Weil ich werde schwanger, aber ich kann die Schwangerschaft nicht halten. Also ab drei Aborten spricht man ja von habituellen Aborten, also dass da irgendwas sozusagen als Gewohnheit dahinter steckt. Und naja, man würde erstmal einen Ultraschall machen bei der Frau, dann Spermiogramm untersuchen, sich angucken, wie ist das mit dem Paar, also finden sich Gründe und also Krankheiten oder so oder gewisse Einnahme von Medikamenten oder so und dann, Würde man weitersuchen, dann würde man Blutuntersuchungen machen und früher hat man regelhaft auch genetische Untersuchungen gemacht, macht man jetzt nicht mehr so regelhaft, weil es dann auch meistens kein Ergebnis gab, aber auch das könnte man untersuchen. Ja und was sind so die häufigsten Risikofaktoren? Die häufigsten Risikofaktoren für Schwangerschaftsverluste ist sehr junges Alter oder ältere Schwangere, ältere Väter auch. Ältere Väter. Ältere Väter. Und dann zum Beispiel Erkrankungen, auch chronische Erkrankungen, Diabetes, Endometriose, Rauchen ist nicht besonders günstig. Du hast ja auch zur Endometriose geforscht. Also das ist ja wirklich, ich habe so das Gefühl, das ist ja wirklich gerade ein ganz großes Thema, also wo viele Frauen sozusagen auch betroffen sind von Endometriose und das ist ja wirklich nicht nur für die Schwangerschaft ja auch schwierig, sondern auch für die Geburt. Ja. Das siehst du immer mehr auch, ne? Genau, also es gibt ja verschiedene sozusagen, also Endometriose ist leider so, wenn man sich die Schwangerschaften anguckt und es liegt vielleicht aber auch, also man muss ein bisschen gucken, liegt es an dem fortgeschrittenen Lebensalter oder an der Endometriose, aber man hat mit Endometriose komplizierere Geburten. Ja. Auch für Hip-Hoppen können das auch immer super berichten. Eine Person, wo ihr wisst, dass da Endometriose ist, dann seid ihr einfach auch automatisch alerter. Ja, also es ist wirklich, wo ich auch jetzt Sachen hatte, die wirklich so schwerwiegend waren, dass ich echt gesagt habe, okay, da wären wir mit einer geplanten Sektion auf jeden Fall besser gefahren. Und da wird ja einfach immer mehr und dass die Gebärmutter einfach nicht gut kontrahiert. Also das ist Blutung, großes Thema. Und dann diese Schmerzen, also wirklich Endometriose. Ja, das ist einfach ganz schön schwierig. Also ich meine, da könnten wir eine eigene Folge zu machen. Das würde ich jetzt nicht als Thema machen. Ich würde jetzt gerne nochmal zu den späteren Kindern kommen, die sozusagen, wir haben ja, für jeden ist ein Abort, eine stille Geburt, aber wir haben das ja so blöd, also das ist ja schon sehr krass eingeteilt. Also dass man halt auch bis zur 24. Woche sozusagen, das ist ja eine späte Fehlgeburt und so weiter, aber so, jetzt habe ich was erreicht und jetzt bin ich irgendwie mehr wert oder es ist ein größeres Kind. Es ist ja, ob man in der achten Woche ein Kind, was man sich wünscht, verliert oder in der sechzehnten, es ist einfach immer ein krasser Verlust. Und ich glaube, da ist irgendwie so dieses Außen auch immer noch so, dass viele ja sagen, okay, ja, das war jetzt am Anfang, das ist ja noch nicht so. Und geben die nicht so viel Aufmerksamkeit oder dass die Frau auch trauern kann und diesen Prozess. Deshalb würde ich gerne nochmal auf die, wir haben ja eben schon ein bisschen über den Späteren, aber wie sind da denn so die Abläufe? Weil die schlagen ja dann wirklich bei dir im Krankenhaus auf, Wenn ich so die Diagnose habe, dass das Herz nicht mehr schlägt in der 15., 16., 18. Woche. Wie ist dann das weitere Vorgehen da nochmal? Das kommt bis darauf an, wo man landet. Also wir jetzt in meiner Klinik haben wir eine Struktur gefunden, dass diese Familien, wenn sie möchten, in den Kreißsaal gehen. Weil dort die ganze Infrastruktur, die Hebammenbegleitung, das ist... Das ist schön auf eine Art und Weise und auch fachlich richtig. Sie sind dort einfach richtiger als zum Beispiel jetzt auf einer Station. Es gibt Krankenhäuser. Die machen das auf Station. Und auch in meinem Krankenhaus war es früher so, dass wir das auf Station gemacht haben. Einfach auch mit der Idee, es ist natürlich auch auf eine Art und Weise auch traurig in einen Kreißsaal zu gehen, wo alle andere mit dem Baby rausgehen und ich nicht. Das ist auch schmerzhaft, aber es ist eh schmerzhaft. Und auf einer Station ist es natürlich, da sind Krankenschwestern, Krankenpflegende, die sind super ausgebildetes Personal, aber die sind einfach dafür nicht ausgebildet. Da ist man nicht ganz richtig, so finde ich. Und deswegen ist es, finde ich, im Kreißsaal ist man besser aufgehoben. Und vielleicht gibt es einen Kreißsaal, wenn man selber eben dann nicht möchte, so im ganzen Geschehen, der ein bisschen abseits liegt, wo man sich vielleicht wohler fühlt. Ich weiß nicht, kommt auf die Familie drauf an. Und dann hat man dort eine Geburt. Dann ist es eben so, wie eine Geburt ist. Und sie heißt dann ja eben kleinere Geburt, weil eben ein Embryo geboren wird oder ein Fötus geboren wird. Und dann kann man sich eben auch von diesem Fötus verabschieden. Wenn man das möchte. Viele Kliniken haben dann zum Beispiel auch Kleidung oder haben unterschiedliche Möglichkeiten, ob man den Fötus ins Wasser tut, dann kann man ihn noch länger auch bei sich behalten oder ob man ihn anzieht oder in ein Körbchen tut oder Fotos mitmacht oder auf die Brust nimmt oder wie auch immer. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Auch da sollte man sich vorher informieren und dann für sich entscheiden, was man machen möchte. Als du Chefärztin bei deiner Klinik geworden bist, hast du diesen ganzen Prozess nochmal neu umgemodelt. Was war für dich so wichtig, als du diesen Prozess dann sozusagen da vielleicht angeguckt hast? Also erstmal der Kreißsaal, hast du ja schon gerade gesagt. Genau, der Kreißsaal mit dem super kompetenten Personal, was dort ist und dann gleichzeitig die Situation auf Stationen, wo kranke Menschen liegen, die operiert sind oder so und wo man auch nicht hinpasst letztendlich als Schwangere mit einer kleinen Geburt oder mit einem intrauterinen Fruchttod oder einem Fötus, der nicht mehr weitergewachsen ist oder dessen Herz aufgehört hat zu schlagen. Man passt dort einfach nicht hin, finde ich, von der Infrastruktur. Die Krankenpflegenden sind damit auch überfordert mit der Situation, weil sie können ja nicht eine Geburt begleiten, das haben sie gar nicht gelernt. Natürlich machen sie das auch, versuchen sie es liebevoll zu machen, aber sie können das nicht wie eine Hebamme, genau und dann gibt es auch dort gar nicht die räumliche Infrastruktur und so weiter und so fort, ja, also so einfach die sind abgeschottet im Kreißsaal, wo du Raum hast für dich und wo ein anderes, auch ein anderes Flair ist, genau und so haben wir das dann eben umgestaltet und für den Kreißsaal adaptiert. Also meine Frage wäre auch nochmal an dich. Ich hatte eine Situation in einer meiner Schwangerschaften, erinnere ich mich, dass ich hatte ein toller Hip-Hama und es war unklar, ob ich jetzt einen Abort habe oder nicht und es war auch spät in der Schwangerheit, irgendwie so, weiß nicht mehr, 20. Woche oder so oder vielleicht sogar noch später und die hat dann zu mir gesagt, ich hatte dann so Angst gehabt natürlich und überhaupt, hat sie zu mir gesagt, das macht nichts, wenn was ist, dann gehen wir beide zu dir nach Hause und dann kriegst du dieses Kind dort sozusagen. Das ist ja auch eine Möglichkeit. Aber da muss ich versichert für sein. Genau. Also da braucht man ja halt, also da hattest du eine Hebamme, die sozusagen geburtshilflich gearbeitet hat, weil das ist ja dann schon eine Geburt und dafür muss ich versichert sein. Und das kann ich jetzt nicht einfach so begleiten. Nee, das kann ich nicht einfach so. Aber wenn ich Geburten begleite, dann kann ich auch sozusagen stille Geburten zu Hause begleiten. Ja, also es ist natürlich, ich mache zwar auch außerklinische Geburten, aber ich bin auch an einem Krankenhaus angebunden, deshalb habe ich das halt immer im Krankenhaus gehen. Was auch viele Vorteile hat, aber ich bin ja selber Dönkologin sozusagen. Für mich war das total der tröstende Gedanke. Ja, natürlich. Ich glaube, wenn ich jetzt selber in der Situation wäre, würde ich wahrscheinlich auch wieder denken, ach, kann ich das nicht einfach so wieder zu Hause machen, weil ich auch alle anderen Gebunden zu Hause gemacht habe. Aber ich glaube, es ist natürlich dann auch wieder ein bisschen mit der Abwicklung danach wieder so ein bisschen das Ausstellen, eine Bescheidung. Also das geht auf jeden Fall. Müsste man sich nochmal ein bisschen genau informieren. Gerade wenn wir jetzt, es ist ja immer leider immer noch so, dass wir auch einfach, unser Beruf ist ja so an den schönen Dingen im Leben sehr nah dran. Also die Geburt eines Kindes, was lebt. Aber wir haben ja leider auch immer noch Dinge, wo man einfach aus irgendeinem Grund, es Kinder einfach sterben im Bauch. Und das ist ja wirklich einfach auch für dich mit das Härteste an diesem Beruf. Einfach nicht zu wissen, warum das so ist. Also wenn eine Frau in der 38. Woche kommt und du dann diagnostizieren musst, wir haben hier keinen Herzschlag mehr, durch den Ultraschein nochmal bestätigt, das ist einfach für mich. Das sind die Situationen, wo man, wo es eigentlich auch keine Worte gibt, da muss einfach Raum dafür sein, aber es ist einfach, das finde ich richtig, also das finde ich richtig scheiße. Ja, das finde ich auch, das ist wirklich richtig hart für die Familien und auch diese fehlende Erklärung, also was kann ich nichts mal anders machen, ich fühle mich total ausgeliefert, diese schlimmen Situationen und so. Also die Schwangerschaften auch danach zu begleiten und dann diese, also weil du weißt es ja einfach nicht, also ich meine, es ist ja schon auch nicht so selten. Ja, also Eileiterschwangerschaften sind häufiger, aber es ist sozusagen eine Zahl, also wir haben 640.000 Geburten in Deutschland. Es kommt ein paar hundert Mal in Deutschland vor pro Jahr. Ich meine, und du kannst ja nichts dagegen tun. Ja. Es wird ja auch so mit dieser Angst gespielt, dass man jetzt sozusagen, dass Familien sich so Herztunggeräte kaufen sollen, damit man, also das ist ja auch totaler... Nee, das Einzige, was man machen kann und selbst das ist eben nicht 100 Prozent wirksam, dass man auf die Kindsbewegung achtet und wenn die weniger werden, dass man sich dann meldet und Risikofaktoren ausschaltet, wie immer, rauchen und so weiter. Aber klar, zum hohen Prozentsatz weiß man nicht, woran das dann liegt. Ja, und das dann irgendwie zu begleiten und da den Raum zu schaffen, das ist einfach die wichtigste Aufgabe, die wir dann auch haben und das finde ich immer wieder herausfordernd. Aber umso schöner ist es dann halt auch, wenn man das schafft. Und ich glaube, das ist auch etwas, was man am Anfang, wo man so Angst vorhat, glaube ich auch. Weil man immer denkt, man muss irgendwie die richtigen, also das müssen jetzt diese Worte sein. Also man kann ja keinen Katalog haben, das sagt man dann und so. Also das ist ja generell. Es gibt so No-Gos, die man nicht sagen kann. Ja, No-Gos gibt es viele, aber so dieses, ich glaube, dass man, wenn man so mit seinem reinen Herzen dahin geht und dann nicht sagt, das wird schon wieder, das ist so ein No-Go, aber so, dass man einfach so sagt, ich bin einfach da und gebe Raum und ich höre auch einfach zu. Das sind, glaube ich, so die Situationen, die halt wichtig sind, wo man einfach auch ganz viel zuhört. Und nicht immer so das Gefühl, man ist ja sonst immer so in diesem, weil man muss ganz viel machen, aber dass man da einfach da ist. Ja. Ja, auf jeden Fall. Da kann man, glaube ich, gut, geduldig begleiten, liebevoll. Aber da könnt ihr auch nochmal die Folge mit Liebke Baller hören, die ja sozusagen als Psychiaterin und Psychologin da wirklich Frauen in diesen herausfordernden Zeiten, ob es jetzt kleine Aborte sind oder auch wirklich ein Kind in einer hohen Schwangerschaftswoche verloren hat, die wirklich einfach da auch ganz klar erklärt hat, worauf man achten sollte und wie man auch umgeht. Ich glaube, weil es ja auch für Freunde und Familie ist, das sind ja Ausnahmesituationen. Und auch finde ich schon, auch wenn man ein Kind in der achten Schwangerschaftswoche verliert, weil viele erzählen das ja gar nicht. Also es ist ja nicht so, dass man sofort erinnert, ja, ich habe jetzt mein Kind verloren. Oft hat man es ja noch gar nicht verkündet, dass man Schwangerschaft hat und dass man dann halt auch einfach merkt, dass die so alleine sind. Und da ist, glaube ich, so unsere Arbeit, auch je mehr wir da auch drüber sprechen, auch was medizinisch ist, ist es, glaube ich, wichtig, dass Frauen den Mut bekommen, auch. Darüber reden, dass sie betroffen sind. Wie du jetzt auch einfach dankbar, dass du es mit uns geteilt hast, deine Kinder, die du sozusagen verloren hast. Und da ist man ja eigentlich nicht allein, weil es eigentlich, wie du ja, wenn man es den Zahlen sieht, eigentlich fast jede Frau betrifft. Ja, ich glaube, wir reden zu wenig darüber und es ist manchmal stigmatisiert, weil man denkt, in unserer leistungsoptimierten Gesellschaft, ich habe die Leistung nicht gebracht, ich habe nicht geliefert. Und das finde ich auch so traurig, dass wir dann nicht uns eingestehen, dass das mit uns und unserem Lebensstil nichts zu tun hat, sondern dass das einfach wirklich ein schwieriger Prozess ist, ein Eizellen und ein Spermium zu verbinden. Und dann, das ist komplexeste Situationen, wie die Hygiene miteinander kombiniert werden und dass dabei eben ab und zu mal was schief geht, das ist dann eben so. Und ja, haben wir, glaube ich, ganz... Ja, aber es ist ja auch geschichtlich wieder, die Frau hat nicht geliefert, so ist es ja schon von Zeiten übertroffen, wenn die Frau keine Kinder gebären kann. Ja. Also auch in Ehen, so wenn man jetzt so rückblickend ist. Der lehrte Frau, hat sehr viel zu tun in der Geschichte und bei manchen heutzutage noch, ob sie gebären kann oder nicht. Ja. Davon distanzieren wir uns aber. Ja, Mandy, ich danke dir für deine Zeit und ich hoffe, dass wir so ein bisschen den Überblick geben konnten, dass man einfach diese Folge so nimmt und gucken kann, durchatmen, dass ihr für euch sozusagen einen ganz individuellen Weg entscheidet. Und wenn ihr in Berlin seid, dann habt ihr eine gute Adresse, die ihr euch auch wenden könnt. Vielen Dank, Sissi, war wieder sehr schön mit dir zu sprechen. Ja, danke für deine Zeit. Tschüss. Ciao. So, das war die heutige Folge mit Mandy und ich hoffe, wenn du vielleicht gerade in der Situation bist, dass sie dir hilft, für dich eine gute Entscheidung zu treffen oder vielleicht auch nochmal eine zweite Meinung einzuholen. Das war mir ganz wichtig, dass wir einfach ein bisschen noch mehr aufklären, weil oft ist ja in den alltäglichen Situationen einfach nicht so viel Zeit und Raum. Also das ist immer das, was ich auch oft als Rückmeldung kriege von Frauen, die ich betreue. Und deshalb war mir diese Folge super wichtig, dass wir das heute nochmal alles ganz genau besprochen haben. Und ich habe auch, das ist ganz witzig, ich habe einen Mythencheck vor der Folge rausgesucht und wir haben es ja eigentlich schon mit Mandy auch angesprochen, aber den lese ich euch jetzt nochmal vor. Weil wir den Fehler ja immer, deshalb auch das Wort Fehlgeburt so schwierig ist, oft bei uns Frauen suchen. Und so war es schon in der antiken Medizin, wurde Fortpflanzung fast ausschließlich über den weiblichen Körper erklärt. In den Schriften von Hippokrates und Aristoteles stand die Gebärmutter im Mittelpunkt, während der männliche Beitrag kaum eine Rolle spielte. Endete eine Schwangerschaft, galt es als Problem der Frau. Da sind wir wieder. Diese Denkweise hat sich kulturell über Jahrhunderte fortgesetzt. Und deshalb erleben viele Betroffene eine Fehlgeburt bis heute nicht nur als Verlust, sondern auch als persönliches Scheitern. Also das haben wir ja vom Anfang an gesagt, das ist einfach falsch. Medizinisch wissen wir inzwischen, die häufigsten Ursachen sind genetische Veränderungen des Embryos. Niemand hat daran Schuld. Und ich glaube, damit können wir die Folge beenden. Ich freue mich, wenn ihr nächste Woche wieder dabei seid, wenn es dann wieder eine neue Folge gibt. Danke. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy.atauf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht.