Ihr Lieben, es ist Donnerstag und ich freue mich auf eine neue Folge Soundsfamilie mit euch. Ich habe heute ein Thema, was sehr, sehr wichtig für uns Eltern ist, für Angehörige, für Familienmitglieder, für Babysitter, was natürlich nicht eintreffen soll, aber es sind Notfälle bei Babys, Kindern und Kleinkindern. Und dass wir wissen müssen, was zu tun ist. Also Erste Hilfe. Und Erste Hilfe ist einfach ein richtig großes Thema und man kann es nicht oft genug wieder wiederholen und immer wieder darüber sprechen, was zu tun ist, auch wenn wir nicht diese Notfälle haben wollen. Und dazu habe ich mir natürlich heute einen Profi in den Podcast geholt. Ich habe heute zu Gast Dr. Katharina Rieth. Sie ist Kinderärztin und Kindernotfallärztin, ist auch praktiziert. Ihr Fachgebiet ist Schwerpunkt Notfallmedizin bei Säuglingen und Kindern. Und wir sprechen heute über die Notfälle, was wir wissen müssen, worauf wir achten müssen. Und deshalb freue ich mich, liebe Katharina, dass du hier heute zu Gast bist. Und du kannst dich gerne auch selber nochmal vorstellen, wo du praktizierst. Freue ich mich einfach, wenn du ein paar Worte zu dir sagst. Ja, also du hast mich ja schon vorgestellt. Also ich bin Katharina. In der Notfallmedizin hat man immer eine flache Hierarchie. Deswegen spricht man sich ganz häufig auch mit dem Vornamen an. Das finde ich auch ganz nett. Wie schön. Und ich freue mich super, hier zu sein. Und euch alle mitzunehmen ins spannende Thema der Kindernotfallmedizin. Das ist nämlich mein Steckenpferd. Ich habe schon ziemlich früh im Studium gemerkt, dass Kinder mich total interessieren und im Verlauf kam dann die Notfallmedizin dazu. Und ich habe in Nordrhein-Westfalen meinen Assistenzarzt gemacht und dann meinen Facharzt in Siegen in der DRK-Kinderklinik und bin dann für meinen Intensivmediziner nach Tübingen gekommen. Hier lebe ich immer noch und arbeite für das Deutsche Institut für Katastrophenmedizin. Das ist ein Notarztanbieter in ganz Südwürttemberg und Nordbaden und fahre da an unterschiedlichen Rettungsdienststellen als Notärztin. Und behandelt quasi von klein bis groß alle Patienten. Aber natürlich ist es immer sehr von Vorteil, wenn man irgendwo hingerufen wird und es sich um einen Kindernotfall handelt. Weil die Ausbildung eben von uns Ärzten im Studium nicht darauf ausgelegt ist, dass wir Kinder überhaupt behandeln. Das heißt, wenn wir fertig sind, erprobierte Ärzte, dann kann es sein, dass wir noch nie so richtig ein Kind untersucht haben. Und das macht man erst entweder im Blockpraktikum, Pädiatrie, im Studium oder aber im praktischen Jahr, falls man das wählt oder aber später dann in seinem Facharzt Pädiatrie, falls man diesen wählt und ansonsten eben nicht. Und trotzdem wird vorausgesetzt, dass man eben draußen als Notarzt auch Kinder untersuchen kann. Und das ist sehr mau. Und deswegen habe ich mich dazu entschieden, sowohl Laien für die Kindernotfallmedizin zu begeistern, also Eltern, Großeltern und alle, die mit Kindern zu tun haben, mit denen leben und arbeiten, als auch Profis, also Retter und fachfremde Ärztinnen, damit die einfach ein bisschen Wissen generieren und nicht mehr so Angst vor Kindernotfällen haben. Denn das ist ein Riesenproblem. Angst hemmend. Respekt ist cool und gut. Aber Angst lässt den Blocker rasen. Da verliert man schnell mal 20 IQ-Punkte, weiß dann gar nicht mehr, was man machen soll. Und deswegen habe ich mir dieses Thema auf die Fahne geschrieben und mache überall vorbeugende und präventive Kurse, auch ganz viel ehrenamtlich und freue mich heute sehr, hier zu sein. Ja, ich finde das total toll, dass du dir auch einfach, das hast du mir auch im Vorgespräch gesagt, dass du einfach, du möchtest es zugänglich für alle machen. Also, dass dir es so wichtig ist, die Kindernotfallmedizin und dass man einfach im Notfall erste Hilfe leisten kann, was zu tun ist. Ihr findet Katharina auch bei Instagram unter Dr. Ried. Ich werde euch alle ihre Sachen auch verlinken. Du hast ja auch ein Buch geschrieben von Fieber bis zur Reanimation. Also ich glaube einfach und man kann bei dir auch tolle Kurse sozusagen machen. Also ich finde es einfach schön, dass du einfach dieses wichtige Thema, weil natürlich haben wir als Eltern Angst vor solchen Situationen. Aber wie du es gerade schon am besten beschrieben hast, wir brauchen Respekt und wir müssen wissen, was zu tun ist. Und wir wollen natürlich diese Situation nicht haben, Aber sie treten natürlich im Alltag auf und deshalb ist es einfach wichtig, was zu tun ist. Du kommst jetzt gerade auch von der Arbeit, 24-Stunden-Dienst. Ich hoffe, du hattest keine schlimmen Fälle und konntest allen helfen, aber das ist natürlich auch nochmal was anderes. Ich finde das ja auch wichtig, wenn man zum Beispiel auch auf sozialen Medien darüber spricht, das mache ich ja auch und trotzdem noch in diesem Job ist, weil das ist einfach, das lässt einen ja nicht los, ne? Genau, also ich arbeite zu 100 Prozent. Ja, krass. Volle Lotte. Das sind im Monat so 209 Stunden reiner Notarztdienst. Und da kommen natürlich noch meine ganzen anderen Tätigkeiten. Und top, man muss sich da sehr gut organisieren, dass man da dann in seiner Freizeit auch wirklich frei hat. Weil das ist wichtig. Nur wer selber gesund ist und auch sich Ausgleich sucht mit Familie, Freunden und so weiter und so fort, der kann anderen überhaupt helfen. Weil ansonsten ist man fix und fertig. und ist nicht mehr in der Lage eben, das alles weiterzugeben. Und das macht mir schon Spaß. Ich bin auch jetzt seit Ende 23 im Berufsverband der Kinder- und Jugendärztin politisch aktiv, weil ich mir dachte, es hilft halt nichts, wenn ich jeden Tag einfach nur vor mich hinarbeite, wie ein Lemming, und immer nur mache, was die Politik uns vorgibt, sondern ich würde gerne so ein bisschen auch mitentscheiden dürfen und zumindest irgendwelche Vorschläge machen dürfen, was dann politisch gegebenenfalls umgesetzt werden könnte. Es ist natürlich immer sehr frustrierend, wenn man dann Studien hat, eine Evidenzlage und die Politik dann trotzdem sagt, nee, machen wir nicht. Und das ist ganz häufig so, dass man dann so einen Tropfen auf den heißen Stein macht. Aber ich sage immer, steht da Tropfen, hüllt den Stein. Man muss einfach dranbleiben und dann werden bestimmte Projekte auch umsetzbar sein, wie zum Beispiel der Pakt für Kindergesundheit. Das ist super, dass du dich da so engagierst. Ich würde sehr gerne eigentlich auch darüber mit dir reden, aber das ist heute nicht unser Thema. Deshalb, wenn ich da jetzt einsteige, weil ich finde das halt super wichtig, dass du auch noch zusätzlich zu deinem 100% Stelle auch noch sozusagen dich auch noch berufspolitisch einsetzt, weil das ist ja auch in deinem wie in meinem Beruf sind einfach die Bedingungen einfach so super schlecht und Familie und Kinder kommen immer zum Schluss, aber das soll jetzt heute nicht unser Thema sein. Ich würde jetzt gleich in die Notfälle am liebsten einsteigen. Was sind die häufigsten Notfälle im Baby- und Kleinkindalter, die dir als Ärztin wirklich tagtäglich begegnen? Ja, also am häufigsten ist tatsächlich Fieber. Das ist gar nicht so ein krasser Notfall an sich. Ja, weil Fieber ist ja keine Erkrankung, sondern ein Symptom. Und in der Regel entscheidet ja auch die Höhe des Fiebers nicht über den Krankheitszustand des Kindes. Und wir fahren trotzdem ganz häufig zum Fieber raus, weil die Eltern super verunsichert sind und sagen, oh Gott, mein Kind hat irgendwie 39 Grad. Das gefällt mir nicht. Könnt ihr bitte mal drüber schauen. Und ich kann immer nur als Empfehlung geben. Nicht nur messen, und zwar bei Kindern unter dem ersten Lebensjahr, am besten auch im Po, weil die Ohrthermometer zum Beispiel, die kann man zwar benutzen, aber es ist superschwer, das kennt man selber, wenn man es mal ausprobiert hat, bei den Säuglingen mit dem Ohrthermometer zu messen, weil der Gehörgang ist super eng noch. Und es ist ja wichtig, dass vom Ohrthermometer quasi das rote Infrarotlicht auf das Trommelfell fällt, damit gemessen werden kann. Und egal, wie man das biegt und macht, die haben auch häufig Ohrenschmalz drin, die kleinen Babys. Das soll man im Gottesdienst auch nicht rausholen mit irgendwelchen Ohrstöpfeln, also Stochern. Aber es ist super schwer da zu messen, deswegen immer rektal messen. Und dann erstmal gucken, wie ist denn das Kind drauf. Und wenn das soweit noch gut pinkelt, gut trinkt an der Mutterbrust oder überhaupt gut trinkt. Wenn das noch fit ist zwischendurch und keine Warnhinweise zeigt, dann ist Fieber an sich nichts Schlimmes. Aber wir werden super häufig gerufen. Wann Fieber wirklich ein Notfall ist, ist, wenn es sich um Neugeborenen handelt oder Kinder unter dem dritten Lebensmonat. Das weißt du quasi als Profi sehr gut. Dann kann es sich immer um eine sogenannte Sepsis handeln, also eine Neugeboreneninfektion. Und dann müssen die Kinder sehr schnell einmal einem Arzt vorgestellt werden, um einfach zu schauen, was los ist. Und alle anderen Kinder schaut man dann immer, wo der Fokus liegt. Man schaut, sind es die Ohren, ist die Lunge, ist im Pipi irgendein Bakterium oder ein Erreger drin oder so. Und wenn man das dann rausgefunden hat, kann man es dementsprechend behandeln. Aber ganz häufig ist Fieber einfach nur. Ausdruck von der Infektion und da reicht dann ein bisschen Fieber senken. Da braucht man auch nicht gleich mit Antipyretika behandeln, also mit Paracetamol oder Ibuprofen, sondern man kann erst mal bei Kindern über dem ersten Lebensjahr Badenwickel machen oder bei Babys Pulswickel. Man kann einfach für Ruhe sorgen, gucken, dass die viel trinken, dass die geborgen sind. Und nur wenn die einfach apathisch werden oder wenn es denen wirklich so schlecht geht, dass man den Eindruck hat, hui, also ich bekomme nichts mehr zu trinken in die Reihen, Wenn die so hoch fiebern, dann kann man gerne trotzdem mit Ibuprofen und Paracetamol behandeln, damit das Fieber senkt. Und wenn das nicht funktioniert, dann sollte man auch immer nochmal gucken lassen. Weil man natürlich dann, wenn man so ein Kind hat, was 40, 41 Fieber, der Schlaff im Bett hängt und nicht mehr so richtig aus den Augen guckt, dann muss man schon mal schauen, woher das kommt. Aber neben dem Fieber werden wir super häufig zu Luftnot gerufen. Das ist einer der häufigsten Kindernotfälle, ob es dann jetzt der Pseudogruppe ist. Nachts der Bellen husten, um drei morgens, wenn der Cortisol-Spiegel sinkt und die Kinder plötzlich husten. Darf ich noch eine Zwischenfrage kurz stellen? Weil du jetzt zunächst beim Fieber, aber um das nur nochmal zu wissen, also ich meine, ich wäre jetzt nie darauf gekommen, dass ich wirklich Notarzt rufe bei Fieber, außer es ist ein Fieberkrampf. Machen aber ganz viele. Ja, weil da können wir ja auch nochmal kurz zu wahrscheinlich, eure Ressourcen sind ja auch, also ... Sag einfach was dazu. Du hast gesagt, nur wenn man wirklich das Gefühl hat, das Kind ist apathisch und das ist jetzt wirklich, wo man denkt, das ist nicht mehr richtig gut ansprechbar, aber ansonsten ist ja jetzt Fieber kein... Genau, aber wir werden wirklich häufig gerufen, aber das ist einfach auch dem Problem geschuldet, dass die Beratung immer weniger wird. Es gibt immer weniger Kinderärztinnen, die haben häufig nicht mehr zu bestimmten Zeiten offen, die fahren nicht mehr nach Hause, weil es einfach nicht mehr möglich ist, rein aus finanziellen Gründen auch, weil man es nicht abgerechnet bekommt und so weiter und so fort. Aber das ist immer wieder in der Berufspolitik. Das ist richtig schlimm. Und deswegen, die Eltern sind verunsichert. Die wissen nicht so richtig was. Dann gehen die ins Internet, gucken auf irgendwelchen Seiten von irgendwelchen Menschen, die natürlich Kinder haben und denken, okay, bei meinem Kind habe ich es so gemacht. Jetzt mache ich es eben auch so. Und haben viele Follower. Und dann wird da geguckt und gemacht und getan. Und wir haben ganz viel mit so wirklich verunsicherten Eltern zu tun. Und das ist ja auch mein Ziel, einfach dafür zu sorgen, dass man Eltern erklärt, wie erkenne ich überhaupt den Notfall? Wie kriege ich raus? Ist mein Kind jetzt krank und muss ich was sofort zu Hause machen oder hat es nichts und ich kann erst mal abwarten oder muss ich vielleicht zum Kinderarzt mit dem Kind oder sogar den Notarzt rufen? Und das ist ja das, worüber wir auch sprechen werden, dass man einfach so ein bisschen differenzieren kann, wann mache ich das und wann nicht. Und bei Fieber würdest du sagen, wann würdest du da wirklich den Rettungsdienst rufen? Also wann würde man dich anrufen, dass du hinfährst? Das wäre, das wäre vielleicht nochmal, das würde ich nochmal ein bisschen unterstreichen. Genau, wenn eins der drei quasi Organe betroffen ist, wie zum Beispiel Atmung, also wenn das Kind schlecht Luft bekommt, Luftnotzeichen hat, wenn das Kind vom Kreislauf schlecht wird, das heißt eine verlängerte Rekapillierungszeit hat zum Beispiel, also wenn man hier oben so aufs Brustbein drückt und lange wartet und dann wieder weggeht und sieht, oh, oh, das dauert ewig lange, bis sich das füllt, über drei Sekunden und das Kind einfach total plass und marmoriert ist und einem nicht gefällt. Und auch wenn zum Beispiel das Bewusstsein schlechter wird. Kinder, die apathisch werden, die nicht mehr gerade ausgucken können, wo man den Eindruck hat irgendwie, das Kind nimmt nichts mehr zu trinken zu sich, das liegt nur noch schlaff in der Kurve, das wird auch nicht besser, wenn man was gegen Fieber gibt. Und das ist ja auch. Zusätzlich das eigene Bauchgefühl und das sage ich den Eltern immer wieder, Leute, habt keine Angst davor zu sagen, also irgendwie, mein Kind gefällt mir nicht. Wenn das der Fall ist und ihr euer Kind schon lange kennt, dann wirklich schaut, dass ihr das einem Arzt vorstellt, weil das elterliche Bauchgefühl ist besser als jeder Vitalparameter, den wir erheben. Ja. Okay, ja vielen Dank erstmal dafür deine Einschätzung. Vielleicht kannst du noch was kurz zum Fieberkrampf sagen, weil das ist ja auch immer so ein Notfall, bevor wir dann zu den anderen Erkrankungen gehen. Das ist ja auch ein Notfall, der natürlich auch Angst macht und Respekt, wenn man sozusagen in diese Situation kommt oder wann das auch auftritt. Also Fieberkrämpfe treten super häufig auf im, also ab dem sechsten Lebensmonat kann man sich immer die Zahl sechs merken bis zum sechsten Lebensjahr. Alles dazwischen kann einen Fieberkrampf bieten. Wichtig ist, dass man differenziert, wenn ein Kind unterhalb dem sechsten Lebensmonat und überhalb dem sechsten Lebensjahr krampft. Im Fieber ist es kein Fieberkrampf. Das ist super wichtig, weil man dann immer an andere Sachen denken muss. An komplizierten Krampfanfall, der nichts mit einem Fieberkrampf zu tun hat. Daran, dass das Kind vielleicht eine Sepsis oder eine Meningitis hat oder ältere Kinder ein Fiebersyndrom. Und der stinknormale Fieberkrampf, der dauert so zwei, drei Minuten. Das Kind krampft symmetrisch, das heißt, es wackelt oben und unten mit Armen, Beinen. Das sieht für die Eltern aus, als würde das Kind gleich sterben. Man denkt, um Gottes Willen, jetzt ist es rum. Aber da kann man in der Regel Entwarnung geben. Der normale Fieberkrampf dauert zwei, drei Minuten und ist dann von alleine wieder rum. Danach sind die Kinder postital. Das bedeutet, die sind müde. Die haben ja gerade wie so einen Marathon gelaufen. Zwei, drei Minuten komplette Anspannung der Muskulatur. Und dann sind die schlaff wie so ein Kartoffelsack. Denen fällt dann manchmal auch die Zunge nach hinten. Deswegen ist es wichtig, dass man die in dem Moment einfach entweder in den Bauch oder in die Seitlage legt. Und guckt, dass die gut Luft bekommen und trotzdem bei jedem Fieberkrampf den Notruf tätigt. Weil man ja nie weiß, ob der nach zwei, drei Minuten von alleine aufhört oder ob es sich um komplizierten Fieberkrampf handelt, wo das Kind noch mal krampft oder länger krampft. Und dann ist es einfach wichtig, dass wir schnell da sind, weil je rascher wir den Krampf medikamentös unterbrechen, sobald das Kind länger weiter krampft, desto rascher hört das wieder auf. Und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auch wieder aufhört. Wenn man erst mal drei Minuten wartet, merkt, oh shit, es hört nicht von alleine auf, ja gut, dann rufe ich jetzt mal die Rettung an und wir brauchen irgendwie so zwölf Minuten, bis wir bei der Familie sind, dann krampft das Kind, wenn es blöd läuft, ja schon wirklich fast 20 Minuten, dann ist es zwar ein komplizierter Fieberkrampf, aber es wird unheimlich schwer, diesen Krampf mit Medikamenten zu unterbrechen. Und dann reicht eben nicht mehr nur einfach diese Diazepam-Rektaltube oder zum Beispiel das Midazolamnasenspray und auch nicht die Medikamente über die Vene, sondern man muss wirklich eine Narkose fahren, das Kind Atemweg sichern und das versucht man zu vermeiden, indem man diesen Krampf einfach frühzeitig unterbricht. Also Fieberkrampf immer anrufen? Beim Fieberkrampf immer anrufen. Ja, beim Fieberkrampf immer anrufen. Viele sagen ja, ja, komm, ich kenne mein Kind, es hat ständig einen Fieberkrampf. Aber man kann nie wissen, in dem Moment, und da ist einem auch keiner böse, wenn man auch beim dritten Fieberkrampf wieder anruft. In der Regel hat man ja zu Hause auch ein Notfallmedikament, wenn das Kind schon mal gekrampft hat. Wenn man ja nicht ist, ist das auch so. Und dann wird das gegeben, aber man soll trotzdem anrufen, weil man auch nicht weiß, manchmal, die Kinder werden ja auf dieses Notfallmedikament, Das ist ein Medikament, das enthält Diazepam oder Midazolam, je nachdem, was man benutzt. Und das macht ja unheimlich müde und kann dazu führen, dass die Atmung nicht mehr so gut ist. Und das ist ja dann auch was, was man sich als Arzt dann auch einmal nochmal anschaut. Ja, okay, super wichtig. Was ich auch selber auch beobachtet habe, als Mutter von vier Kindern, ich habe meine Kinder immer, ich habe aber auch einen tollen Kinderarzt, der noch Hausbesuche macht, so sehr, sehr fiebern lassen. Also Fieber aushalten ist ja glaube ich auch die erste Challenge für Eltern. Wenn das Kind das erste Mal Fieber hat, ist es einfach unglaublich schwer. Also man leidet ja sehr mit den Kindern und ich finde Fieber macht auch immer so, gerade wenn es zum Ende des Tages geht, wenn das Fieber steigt, ist es ja immer dunkel und es macht ja immer Angst. Also wenn man so in der Nacht, deshalb kommen ja da auch die Anrufe, denke ich, glaube ich, auch von den Eltern. Das macht auf jeden Fall, gibt ja auch so ein Gefühl. Ich glaube, das kann jeder, der Kinder hat, so beschreiben. Was ich aber gerade glaube ich, Kinder, die selten medikamentös behandeln. Verbessere mich da gerne. Aber ich habe das so gemessen, dass es dann halt, wenn die was nehmen, also meine Kinder haben auf sehr wenig Milligramm immer sehr stark schon reagiert. Und wenn es dann so runterrauscht, das ist ja auch immer so. Also wenn das Fieber auf einmal, wenn du dann wirklich was gibst und auf einmal geht es so runter, dass das auch immer so, dass die da auch wirklich so im Delirium sind. Das fand ich auch immer sehr, das zu begleiten. Also weil man wacht ja wirklich über seinem Kind wie so ein, ja, wie sagt man, also es ist ja wirklich so, man schläft ja selber kaum, weil man die Atmung beobachtet und wie sind die dann so. Also das ist ja wirklich schon auch wirklich für die Eltern immer richtig intensiv. Ja, ich glaube, das Wichtigste, was man sagen kann, ist, dass egal, ob man Fiebermittel gibt oder nicht, das ändert nichts daran, ob ein Kind krampft oder nicht. Das ist mir so wichtig, weil viele Eltern, die machen sich so ein schlechtes Gewissen, die sagen, oh Gott, hätte ich was machen können, hätte ich das ändern können, wenn ich meinem Kind frühzeitig was gegen das Fieber gegeben hätte? Nein, hättet ihr nicht. und das ist ganz wichtig für euch, auch wenn ihr nichts, also gegen das Fieber, gegen das steigende Fieber gebt, das Kind krampft trotzdem, weil meistens krampft ihr im Fieberanstieg, so schnell könnt ihr gar nicht gucken. Das Kind fiebert von jetzt auf nachher auf und krampft dann und ihr hättet das nicht verhindern können. Und auch in Zukunft, wenn die Kinder quasi Infekte haben, es gibt keine Studie, die sagt, dass man den Kindern dann schon ab 37, 35 oder 38, noch bevor die überhaupt wirklich fiebern, was geben soll, damit die nicht auffiebern. Ja, Fieber ist ja auch wichtig, das ist eine Abwehrreaktion des Körpers. Das tötet die Bakterien ab, führt dazu, dass Anibodika besser wirken. Genau. Ja, also genau. Erstmal danke da für deine Einschätzung. Ich glaube, das war für alle, die zuhören, nochmal wichtig. Aber du hast schon den zweiten großen Notfall. Also Fieber wirst du gerufen und der zweite große Notfall hast du eben schon angesprochen. Lass uns da gerne nochmal einsteigen. Genau, also wo wir auch häufig hingerufen werden, ist Luftnot. Das ist im Kindesalter, je nachdem, bei kleinen Babys ganz häufig RSV, also in den Wintermonaten. Das kennst du auch von deinen quasi, die du betreust, wahrscheinlich den Muttis mit den kleineren Kindern. Dass einfach die Säuglinge so richtig Zähnenschleim in der Nase haben, so glasigen Schleim. Die bekommen keine Luft, die Nasenflügel, die bekommen Einziehung, die haben wirklich, wirklich, wirklich Probleme. Und da werden wir häufig hingerufen, weil die völlig dekompensieren. Und ich sage den Eltern immer, das ist ganz wichtig, also sowieso wie bei jedem Notfall, Ruhe zu bewahren, die Nasenatmung frei zu bekommen. Also einfach im Schnupfen kann man einfach mal Muttermilch reinmachen oder Kochsalznasentropfen. Wenn es jetzt wirklich so schlimm wird, dass da nichts mehr geht, dann kann man auch abschwellende Nasentropfen reinmachen. Dann wird es je nachdem, welches Alter man vor sich hat, nach Prozent dosiert, steht dann in der Packungsbeilage. Da brauchen wir jetzt nicht nochmal explizit drüber reden. Wichtig ist auch, dass man Oberkörperhochlager, dass das Kind nicht flach im Bettchen liegt, dass das, sobald sich schon drehen kann, natürlich darf sich das auch auf den Bauch drehen. Die Kinder kann man sowieso nicht verhindern, dass sie sich auf den Bauch drehen. Eltern haben ja immer super Angst vor dem plötzlichen Kindstod, weil sie sagen, oh Gott, mein Kind klingt nicht auf den Rücken, soll doch aber, sobald sie sich drehen können, hat man verloren, dann drehen die sich auch auf den Bauch. Aber wenn die Luftnot haben, dann sind die schlau, die Kinder. Die legen sich nämlich auf den Bauch und machen den Poppes nach oben, einfach damit die in dieser komischen Position ihre Atemhilfsmuskulatur benutzen können. Weil die so ein bisschen crawlen können, also krabbeln können, machen die das voll gerne und liegen dann voll komisch im Bett. Und so kriegen die einfach besser Luft. Also so quasi Bauchlage. Und was man auch wirklich machen kann, dass man mit einem Nasensatz Wenn die Kinder das tolerieren, man soll die jetzt nicht quälen, also manche Kinder mögen das, manche nicht, kann man so ein bisschen den Schleim absaugen. Was wir machen, wenn wir kommen, wenn das Kind wirklich gar nicht mehr kann, ist, dass wir wirklich so ein kleines Schläuchlein in die Nase stecken quasi und dann bekommt das Kind so eine Reservoir-Maske mit Sauerstoff obendrauf, damit der Sauerstoff auch ankommt im Kind, weil unter dem dritten, vierten Lebensmonat sind das Nasenatmer, das heißt, die Kinder bekommen nur durch die Nasenluft, es ist dann das Schrein gerade und deswegen muss die Nasenatmung freigehalten werden, das ist das A und O bei den Kleinkindern. Und bei den so kleinen Kindern haben wir häufig so Pseudogrupp, weswegen wir gerufen werden. Also viele kennen das noch unter Pseudogrupp. Das wird ja mittlerweile viraler Grupp genannt. Aber viele kennen das unter Pseudogrupp. Da fängt das Kind so nachts um drei, vier an zu bellen, so bellender Husten oder wie so eine Robbe und hat manchmal auch so einen richtigen Stridor. Also zieht so beim Einatmen die Luft ein. Und da hilft wirklich. Dass man an die frische Luft geht, also entweder Fenster auf, das Kind gut anzieht, einmal das Kind hochnimmt und mit dem rausgeht. Und wenn das alles nicht hilft, also Ruhe bewahren, dann gibt es ein bestimmtes Notfallzäpfchen. Ja, das ist eigentlich gar kein Notfallzäpfchen, weil es 40 Minuten braucht, bis es wirkt. Da ist Kortison drin, das kann man in allen Altersgruppen stecken. Also rektal in den Po wie auch ein Fieberzöpfchen. Und wenn das alles nicht hilft, dann ist es auch so, dass man auf jeden Fall die Rettung rufen kann. Wir inhalieren dann in der Regel mit einem Adrenalinderivat über den Inhalator. Und sobald man das machen muss, muss man den Eltern immer sagen, es tut uns leid, wir müssen sie und ihr Kind einmal mit in die Klinik nehmen, weil dann die Vorschrift einfach ist, dass man das Kind so zwei bis vier Stunden mit der Mama überwacht, dass es da keine Rhythmusproblematiken gibt. Wobei ich dazu sagen muss, ich habe nach dem Job jetzt echt schon über 15 Jahre und ich habe noch nie ein Kind erlebt, was auf Suprarenin irgendwie eine Herzrhythmusstörung gekriegt hat. Also die Inhalation, trotz alledem. Und das, wovor viele Angst haben, ist wirklich die Aspiration. Das ist super selten, aber hat auch eben mit Luftnot zu tun. Das heißt, das Kind steckt sich irgendwas in den Mund oder kriegt was in den Mund gesteckt vom Geschwisterkind und dann rutscht es in die falsche Röhre, also in die Luftröhre. Das ist wirklich ein akuter Notfall und da muss jedes Elternteil wissen, was zu tun ist, weil das rettet Leben. Genau. Genau, was ist zu tun? Also ganz wichtig ist, dass ihr euch euren Säugling, wenn es ein Säugling, also ein Kind oder im ersten Lebensjahr, dass ihr euch das schnappt. Und wirklich einmal erst guckt, was ist los. Ihr merkt, oh, oh, das kriegt keine Luft mehr, das hustet nicht mehr effektiv. Das wird ganz still, das wird komplett still. Dann schnappt ihr euch das, legt euch das quasi über das Knie. Das heißt, ihr nehmt euch das hier so hoch und macht es dann einmal hier so übers Knie drüber. Das ist quasi der Kopf, der tiefste Punkt ist. Ihr haltet es quasi unten noch mit dem Finger so ein bisschen. Und dann nehmt ihr eure Hand, die ihr frei habt und schlagt, das klingt jetzt ganz brutal, aber ihr schlagt quasi zwischen die Schulterblätter. Und zwar nicht nur so ein bisschen, sondern so richtig dolle. Und zwar auch nicht so nach unten, sondern so quasi in die Richtung. Weil ihr wollt ja quasi von hinten nach vorne zwischen die Schulterblätter Richtung Kopf, dass ihr quasi den Fremdkörper rausbekommt. Das heißt, ihr macht richtig fest, ich mache es jetzt nicht so, weil sonst hört man es im Mikro so laut. Also fünfmal wirklich ordentlich draufschlagen. Und dann einmal nochmal umdrehen, gucken, ob das Kind rausgeflogen ist. Wenn das nicht der Fall ist, wenn das nicht rausgefallen ist, dann legt ihr es auf eine harte Unterlage, sodass der Kopf quasi gut liegt. Nehmt eure beiden Hände, umgreift quasi die Brust und drückt quasi fünfmal ordentlich so auf die Brust. In der Hoffnung, dass dadurch quasi der Druck im Bauchraum sich erhöht oder im Brustraum und der Gegenstand rauskommt. Und das macht ihr quasi immer im Wechsel, solange bis der Rettungsdienst am Patienten angekommen ist. Ihr hört nicht damit auf. Es sei denn, das Kind ist wieder wach, ansprechbar, kann wieder mit euch sprechen, weil der Gegenstand rausgeflogen ist. Und selbst wenn das passiert und euer Kind wieder fit ist, ist das ein Grund, wenn ihr das gemacht habt, den Rettungsdienst zu rufen. Weil durch diese Intervention, die er da macht, können natürlich blaue Flecken entstehen, es können Probleme mit den inneren Organen entstehen, aber ihr rettet eurem Kind damit das Leben. Deswegen bitte macht das auch. Und wenn die Kinder älter sind, also als ein Jahr, dann macht man es im Endeffekt wie beim Erwachsenen. Dann würde man quasi, wenn es jetzt ein älteres Kind wäre. Würde man einmal außen rumgreifen um den Brustkorb, würde eine Hand zur Faust ballen und diese Faust dann hier so in die Magengrube machen und die andere Hand einmal so außenrum. Dann würde man nach innen oben drücken, sodass das Kind ein bisschen nach vorne gebeugt ist dabei und der Gegenstand dann aus dem Mund herauskommt. Und das würde man auch im Wechsel mit fünf Rückenschlägen machen. Solange bis der Notarzt und der Rettungsdienst vor Ort sind. Ab wann würdest du in diese Position wechseln, dass man nochmal genau weiß? Also die Leitlinie sagt, ab dem ersten Lebensjahr aufwärts. Also ich habe das tatsächlich schon bei mehreren Kindern machen müssen mit den Rückenschlägen. Und jedes Mal hat es bei den Rückenschlägen schon geklappt. Also ich musste bis auf zwei, drei Mal, musste ich nie bis zur Torx-Kompression, also bis zur Brust- oder zur Bauchkompression, wie bei dem Heimlichmanöver. So heißt das, wenn man die Faust nimmt, muss sich voranschreiten. Es kam jedes Mal so wieder raus. Du als Notärztin, was würdest du Eltern raten, wie kann man verschlucken, vermeiden? Worauf sollten wir achten? Was sind die Situationen, wo du hinzugezogen wirst, was für dich, wenn es wirklich auch sehr schlimm ist, dramatisch ist, kannst du uns dann nochmal zur Prävention? Worauf sollen Eltern wirklich achten? Was so dein Appell ist, das solltet ihr unbedingt nicht tun. Da solltet ihr eure Babysitter, da solltet ihr die Großeltern aufklicken, wann das ums Thema Verschlucken geht. Also ganz wichtig, erste Hilfe lernen. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Also Kurse machen, üben, weil nur wer übt, bei dem festigt sich das im Kopf. Und natürlich vermeiden, dass sowas vorkommt. Komplett vermeiden kann man es halt immer nie, deswegen ist die erste Hilfe so wichtig. Aber man kann natürlich verschluckbare Gegenstände unter Verschluss halten. Also sobald man ein Kind hat, was anfängt zu krabbeln, sich immer genau auf den Entwicklungsstand begeben, den das Kind gerade hat. Dann geht man halt mal runter in Vierfüßler und glotzt mal in der Wohnung durch die Gegend. Was ist denn jetzt alles erreichbar? Und wenn man merkt, dass die zack von heute auf morgen plötzlich sich aufrichten und Gegenständen hochziehen, dass man dann wirklich mal guckt, oh oh, wo kommen sie denn jetzt hin? Und dass man wirklich die Sachen sichert, dass man manche Sachen einfach auch nicht im Haushalt hat. Was sind für dich so als Notärztin so Gegenstände, die du auch hast? Also wo du sagst, oh nee, das ist einfach für mich so wirklich gute Karte. Also ich weiß nicht, ob ihr das sehen könnt. Ich habe es mitgebracht. Das ist eine Knopfzellbatterie. Das ist mein kompletter Erzfeind. Endgegner. Weil das Problem ist, die ist zwar klein und rund und man sagt ja immer, ach ja, kleine runde Gegenstände, die schluckt man halt runter und dann kommen die irgendwann wieder unten raus. Bei den Knopfzellen ist das nicht der Fall, die bleiben häufig in der Speiseröhre hängen und die schließen sich kurz auf beiden Seiten und dann entsteht da ein nullkommanixen Loch und dieses Loch kann, wenn es blöd kommt, die Gefäße andauen und da ist dann natürlich die Aorta in der Nähe und dann kann das Kind. Versterben also das kann bis zum Tod gehen und deswegen bitte Leute, wenn ihr Knopfzellen zu Hause habt, die für was auch immer nutzt, Dann guckt das in welchen Nutz, die markiert sind. Also es gibt mittlerweile Hersteller, die die so markieren, wenn man die in den Mund nimmt, ich mache das jetzt nicht vor, bei der ist das so, dass man eine blaue Zunge bekommt. Und wenn man die unter, bevor man die wegbringt quasi, dass man die in ein Glas mit Schraubverschluss macht und die Ecken, also die Enden quasi umwickelt, mit einem Klebeband zum Beispiel. Was durch irgendeinen blöden Zufall da rankommt und es runterschluckt, dass es dann nicht zu einem Kurzschluss kommt. Aber das ist ein Notfall, wenn ihr denkt, euer Kind hat das Ding runtergeschluckt, sofort Notarzt anrufen, weil das auch nicht mehr packen vorher, sofort anrufen, weil dieses Kind muss in Nullkommanix in eine Kinderklinik mit Endoskopiebereitschaft, wo das Kind quasi das Heil wieder geborgen bekommen kann. Und genauso wichtig wie Knopfzellen sind Magnete. Ich frage mich immer, wie man sowas als Kinderspielzeug deklarieren kann. Es gibt Magnete, die so aneinanderhalten, die sind so kugelförmig, mit denen kann man ganz tolle Sachen bauen. Das Problem ist, wenn Kinder sowas schlucken, gelangen diese Magnete, die klein und rund sind, ganz schnell in den Darm und dann verkleben die Darmschlingen und dann kriegen die einen Ilius, einen Darmverschluss und dann muss man das Kind aufschneiden. Oh mein Gott, alles hast du schon gehabt. Bitte nicht, bitte nicht, bitte, bitte, bitte keine Magnete zu Hause anschaffen. Keine kleinen, runden Magnete. Hat man ja auch oft so an Kuhlschränken und so, wenn man da Sachen festmacht. Oder was ich letztens, ich habe letztens so ein Video gemacht zu diesen Aqua-Perlen, also die man, die werden teilweise als Spielzeug, so als Haptik-Spielzeug oder so vertickt. Was für eine Aqua-Perle? Ja, das sind so Aqua-Perlen, also Wasser-Perlen nennen die sich. Und die sind ganz klein, mini-klein und wenn man die ins Wasser legt, werden die hundertfach größer. Und das lieben Kinder, das wird den Kindern in die Badewanne gekippt. Wenn Kinder diese Teile in den Mund kriegen, wenn die noch nicht so groß sind und die schlucken die runter oder stecken die sich in die Ohren oder sonstige Öffnungen, dann quälen die dort. Und wenn die das auszusehen runter schlucken, quälen die im Magen oder im Darm oder wenn die die aspirieren, weil man kennt es ja, man isst einen Salat mit irgendwelchen Nüssen obendrauf und macht, weil man quatscht beim Essen, dann kommt das Zeug ein bisschen in die Luftröhre. Und wenn sowas in die Luftröhre kommt und dann plötzlich hundertfach vergrößert sich in der Luftröhre, dann hat man echt ein Problem. Oh mein Gott. Ja. Okay. Ich weiß nicht, ob du es mal gehört hast, es gab vor vielen, das ist jetzt auch schon einige Jahre wieder her, einen richtig dramatischen Fall und seitdem bin ich total mit Flummi. Da ist ein kleiner Junge gestorben in Australien. Kannst du dich daran erinnern? Ich kann. Hast du das vorgehört? Es war auf jeden Fall eine große Content-Creatorin. Aus dem Montessori-Bereich, also die eigentlich immer nur mit Holzspielzeit. Und dann hatte der Geburtstag und da hat sich irgendwelche Flummis gewöhnt. Das war sein vierter Geburtstag. Und dieser Junge ist wirklich an diesem Flummi so groß wie so eine, ja, so groß wie so, ja, früher gab es so fünf Mark-Stück. Aber ich weiß nicht, mit was man das vergleichen soll. Aber so drei, ja. Und der ist halt an diesem Flummi sozusagen erstickt, weil die den dann nicht mehr in ihren Armen nicht mehr rausgekriegt haben, weil du hast ja da auch nicht so, dass du das fassen kannst, ne? Also man ist da ja wirklich, also das heißt, seitdem bin ich wirklich panisch, was... Weil die stecken ja manchmal einfach auch so, selbst wenn die, also ich habe eine vierjährige Tochter, weil sie sich manchmal einfach aus Spaß in den Mund steckt, also nur weil sie so, da ist man, also da denkt man ja wirklich schon, okay, da ist man jetzt über dem Berg, weil es keine, die orale Phase vorbei ist, aber die stecken sich ja auch einfach Sachen manchmal in den Mund, wo du denkst so, oh, ja, furchtbar. Ja, ich glaube, das ist auch super wichtig, dass man so kindgerecht aufklärt, egal in welcher Altersstufe, dass man mit den Kindern drüber spricht. Die sind ja nicht dumm, so mit zwei, drei, vier können die ja schon wirklich gut zuhören und dass man denen das erklärt, wie gefährlich das ist. Klar, was die jetzt am Ende daraus machen, aber ich glaube, wenn man da ernsthaft drüber redet und sagt, hör mal, das ist nicht gut, da steckt man sich nicht in den Mund, da kann man wirklich ein Problem kriegen und dann rutscht es in die falsche Röhre. Ich glaube, sowas verstehen die schon ganz gut. Und was halt auch häufig passiert, jetzt hatten wir ja die verschiedenen Fälle, also Luftnot, Krampf, Krämpfe, das hatten wir ja vorhin schon besprochen. Und was auch häufig ist, sind Traumata. Also, dass Kinder sich verletzen. Und da gibt es auch je nach Alter so typisch diesen Sturz vom Wickeltisch. Ja, den kann man super gut vorbeugen, indem man einfach immer eine Hand am Kind hat oder aber auf dem Boden wickelt oder aber eben, wenn man irgendwas holt, das Kind kurz mitnimmt und nicht dort liegen lässt. Das sind immer so Sachen, die man, weiß ich nicht. Das läufe ich denen immer ein, weil man fängt an zu wickeln, hat mal Neugeborenes, das sich einfach nicht viel bewegt. Aber selbst die haben ja sozusagen Reflexe. Aber das ist auch immer das, was ich immer sage, es ist scheißegal, leg es einfach auf den Boden ab. Also wenn du jetzt nochmal weg musst oder wenn du irgendwas und wenn du dich nur umdrehst, manchmal ist das schon diese Hand, weißt du, wenn die so auf einmal sich so schnell drehen, diese Hand da zu wenig, aber dass man einfach immer sagt. Wenn man einen Wickeltisch hat, dann einfach lieber kurz auf den Boden legen, da kann es einem einfach nichts passieren, weil das ist einfach so eine blöde Situation. Was ich immer sage, manchmal, was man auch machen kann, man kann zum Beispiel die Schublade unten drunter ein bisschen vorziehen, wo man so weiche Sachen drin hat für den Notfall. Falls ein Kind, was man gerade gebadet hat, was so glitschig ist, was man zwar festhält, aber dann einem durchrutscht, dass es in dieser Schublade quasi landet. In der Schublade landet, ja. Genau. Aber es ist halt auch super wichtig. Viele denken ja, ja, komm, die meisten Kinder haben Glück, die verletzen sich nicht. Aber das Problem ist, bei Säuglingen, da ist der Kopf das Größte am Kind. Und der fliegt der Schwerkraft folgend natürlich immer zuerst darunter. Und wenn so ein Kind neu geboren ist, das ist vielleicht irgendwie so 30, 40 Zentimeter lang, das passt ja in diesen Wickeltisch da, ein, zwei, drei, vier, je nachdem, wie groß der ist oder wie groß man selber ist, da ein paar Mal rein. Das ist ja, wie wenn wir einen Köpfer vom Garagendach machen. Und wir kommen dann auch als Polytrauma-Patient in Schockraum. Und deswegen wirklich dann auch anrufen, auch wenn es nur eine kleine Beule hat, vom Wickeltisch runterzufallen, das ist kein Spaß. Wenn man mal vom Bett auf den Hochfloorteppich fliegt oder irgendwie und danach fit ist und keine Komotio-Zeichen zeigt, also keine Zeichen, dass man eine Gehirnerschütterung hat. Wir brechen, Bewusstseinsverlust oder Wesensveränderung oder Krampfanfälle oder sowas. Aber Katharina, da müssen wir nochmal reingehen, weil das ist ja auch wirklich ein wichtiger Punkt, da bist du jetzt, wo alle sagen, stopp, stopp Katharina, wir müssen hier nochmal mitschreiben, aber Stürze. Also wir haben jetzt gerade den Wickeltisch. Gibt es für dich eine Höhe, wo du sagst so, okay, das ist jetzt so eine Fallhöhe, das ist von in dem Alter in Ordnung, können wir da vielleicht nochmal reingehen? Da habt ihr ja schon so ein bisschen so als Notfallmediziner so ein paar Haken, wo man sagen kann, okay, wo biege ich jetzt ab? Also erstmal, mein Kind ist jetzt runtergefallen, sagen wir mal. Also was muss ich auf die Höhe achten? Also was habe ich zu tun? Also dass du einmal mit uns kurz durchgehst. Erstmal Ruhe bewahren, Situation einschätzen, Kind hochnehmen. Schreien ist ja immer gut. Genau, es kommt immer so ein bisschen drauf an beim Schreien. Schreien, solange schreit, schnauft es, wird ja im Rettungsdienst immer gern gesagt. Aber Kinder, die ganz klein sind und anfangen schrill zu schreien, das kann auch mal ein Hinweis darauf sein, dass die eben im Kopf ein Prozess sich entwickelt, also eine Blutung oder was auch immer und die dann schrill schreien wie so eine Katze und nicht mehr aufhören, sich beruhigen lassen. Wichtig ist, glaube ich, nicht nur die Höhe, sondern wie auch beim Fieber auch, wie das Kind danach sich verhält und auch wie die Verletzungshinweise sind. Also wo es sich verletzt hat, ob es Gleitverletzungen gibt. Auf jeden Fall immer zum Arzt. Wie gesagt, wenn das Neugeborene vom Wickeltisch auf den Kopf fällt, die Fallhöhe, das sind meistens so 60 bis 90 Zentimeter, die das dann runterfällt auf den Kopf, das ist was, wo man auf jeden Fall das Kind einmal vorstellen sollte. Wenn das eine fette Stelle am Kopf hat, die so verschieblich ist, wenn das Kind danach sofort erbricht, wenn das Kind schrill schreit, sich nicht beruhigen lässt, Wenn das Kind wesensverändert ist, plötzlich apathisch wird, nicht mehr richtig aufwacht. Wenn das Kind krampft, also anfängt zu krampfen. Wenn das Kind eine Atemstörung entwickelt, wenn das Kind nicht mehr richtig wach wird, so eine Kreislaufproblematik bekommt, ganz plass und marmoriert wird und einer nicht gefällt, dann auf jeden Fall bei diesen Warnhinweisen sofort in die Klinik. Weil, das ist ja auch so bei den Neugeborenen, du weißt es ja, die haben ja noch diese Fontanellen, die sind noch offen. Also diese Stellen am Kopf, wo alle immer sagen, was ist denn das, da ist ja gar kein Kopf obendrauf, da fühlt man ja direkt auf das Gehirn. Also das ist natürlich geschützt, das Gehirn an der Stelle, aber dadurch, dass der Kopf, also die Schädelkalotte, so nennt man das, Außenrum bei den Neugeborenen noch ein bisschen dehnbar ist. Sind natürlich auch Prozesse, die jetzt im Kopf stattfinden, wie eine Hirnblutung, zwar raumfordernd, also die verdrängen zwar das Gehirn, aber man erbricht halt nicht so schnell wie als Erwachsener, weil die Fontanelle kann sich ja nach oben vorwölben. Das heißt, wenn man so eine vorgewölbte Fontanelle hat da oben, wenn man da so eine richtige Beule sieht an der Stelle, obwohl das Kind sitzt oder im Arm ist nach so einem Sturz, dann ist das auch nicht gut. Und das sind alles so Warnhinweise, das sollte man sofort umgehen abklären. Oder wenn die Pupillen, das schwarz im Auge, unterschiedlich groß wird. Genau. Und da reißt einem auch keiner den Kopf ab, wenn man zu einem Kind kommt und sagt, hör mal, also irgendwie, das gefällt mir nicht. Wenn jetzt so ein größeres Kind da hinfällt, also man hat so ein 2-3-Jährchen, der auf dem Sofa da rumgerutscht ist und jetzt einfach hier einmal kurz den Boden küsst, vom Sofa runter, die 30, 40 Zentimeter, da unten hat man einen dicken Teppich, der hat jetzt da eine Boiler, aber spielt direkt weiter, es ist vormittags, morgens, das Kind ist komplett unauffällig, lacht auch gleich wieder Spiel, dann isst und trinkt und hat kein Erbrechen, keine Symptome, dann kann man das auch erst mal beobachten. Aber wenn mein Kind jetzt irgendwie im Vorschulalter ist und auch aus dem Hochbett runterfällt, danach wieder soweit fit erscheint, aber es ist abends 18 Uhr, dann würde ich das auch in der Klinik vorstellen, weil ich ja gar nicht weiß, ob das danach im Bett bewusstlos ist oder wirklich nur schläft. Das ist halt einfach super schwer, das rauszufinden. Okay, das wäre nämlich meine Frage jetzt gewesen, wenn sowas nämlich etwas passiert, also du sagst sozusagen alles, was unter sechs Monate ist, würdest du immer vorstellen und über sechs Monate einfach kurz gucken oder eher im ersten, Man hat es ja auch häufig, Kinder stürzen auch häufig, weil sie zum Beispiel irgendwas machen, was sie nicht sollen und dann erschrecken die oder zum Beispiel Kinder, die in der Küche jetzt irgendwie den Wasserkocher runterziehen, dann verbrühen die sich ganz schlimm und es tut super weh und dann stürzen die zurück. Immer? und prellen sich noch irgendwie den Kopf oder schlagen sich irgendwo auf oder brechen sich was oder fallen die Treppe runter. Oder auch ganz häufig wurde letzt gerufen, weil der Mutter das Kind aus dem Arm rausgefallen ist. Das ist ja mal so der Horror für jede Mutter oder für jeden Vater, wenn man das Kind auf dem Arm hat und stolpert irgendwie und dann fliegt das Kind da raus. Und die ist halt auf der Treppe gewesen, ist gelaufen und dann ist ihr das Kind aus dem Arm gestürzt, weil sie über einen Teddy drüber gestolpert ist, der da vom größeren Kind auf dem Boden lag. Und das Kind ist halt rausgeflogen, ist halt die Treppenstufen runtergeflogen und lag dann da. Dem ging es Gott sei Dank noch gut soweit. Es hat jetzt keine Brüche oder sonst was. Als wir ankamen, hat er auch ordentlich geatmet, aber war halt so ein bisschen schlaffi. So ein bisschen einfach. Wie alt war das? Das war sieben oder acht Monate. Das war ein Säugling, genau. Und da ist es halt wirklich immer wichtig, dass man... Das Kind jetzt nicht gleich hochnimmt nach so einem langen Sturz, sondern dass man direkt den Notruf tätigt, dass man kurz überprüft, atmet das gut? Ist der Kreislauf in Ordnung? Hört mich das noch? Dass man sich daneben kauert, damit man einfach beobachten kann, wie entwickelt sich das Ganze. Vielleicht das Kind so ein bisschen, wenn man es dreht, weil es erbricht, einfach achsgerecht dreht. Also dass man, weil man nie weiß, wie die Wirbelsäule jetzt betroffen war nach so einem langen Sturz einfach. Dass man nicht einfach das Kind hochnimmt sofort und rumträgt, sondern dass man wirklich da ein bisschen vorsichtiger ist. Wenn es so ein hoher Sturz ist. Genau, wenn es so ein langer, hoher Treppensturz ist. Okay. Das ist ein ganz wichtiger Hinweis, weil ich glaube, der erste Impuls ist natürlich, dass man das Kind sozusagen nimmt. Und, aber bei Hohenstürzen auch, sagen wir jetzt mal so, und es landet auf neben, daneben legen, checken und erstmal gar nicht Notruf tätigen und das kann ja jemand anders, also wenn du noch eine zweite Person dabei hast. Genau, kann auch jemand anders machen, genau, ist immer wichtig, genau. Aber nicht bewegen. Ja, genau. Und ich meine, Kinder, die sind ja nicht wie wir Erwachsene, die stellen sich im Kopf ja nicht die schlimmsten Sachen vor. Das heißt, wenn die da irgendwo runterstürzen und dann meist schütteln die sich, das kennt man ja von den eigenen Kindern, du denkst, oh Gott, was ist jetzt passiert? Geht man da hin und merkt plötzlich, die schütteln sich und gucken, ob alles geht und stehen dann wieder auf und laufen weiter. Also wenn die jetzt selber wieder hoch wollen und weinen und schreien und so, dann soll man die jetzt nicht zwingen, irgendwo liegen zu bleiben oder so. Man kann ja ruhig auf die einreden und kann sagen, hör mal zu, vielleicht bleibst du erstmal kurz ein bisschen liegen und wir gucken mal, wie es ist mit einem, kannst du alles bewegen und so, wenn die schon sprechen können. Genau, kann man auch schon besser kommunizieren mit den Kindern. Aber wenn die sich gleich so reflexartig auch wieder hochsetzen, dann kann ich sie auch hochnehmen. Ja, also wenn die sich selber bewegen, also komplett selber bewegen, dann auf jeden Fall. Könntest du noch einmal ganz kurz zusammenfassen, du hast die Warnzeichen einer Gehirnerschütterung bei Kindern schon genannt, einige, aber dass wir nochmal ganz kurz, dass du nochmal aufzählst, dass wir das hier einmal platziert haben, finde ich nochmal ganz wichtig. Genau, also Erbrechen gehört dazu, dann Wesensveränderung, Bewusstseinsstörung, schrilles Schreien, Schreien und nicht beruhigen lassen und gespannte Fontanelle bei kleinen Neugeborenen oder Säuglingen, wenn die hochgenommen wurden, also im aufrechten Zustand. Und eben Beeinträchtigungen von Atmung, Kreislauf und Allgemeinzustand. Also wenn die nicht mehr richtig wach werden und so komisch sind und das Bauchgefühl sagt, also irgendwie, so kenne ich mein Kind nicht. Okay, vielen Dank. Das ist nochmal ganz wichtig. Und zu den Stürzen im Alltag, im Haushalt, mit Kindern. Wir haben gerade den Wickeltisch abgesprochen, dass ihr da wirklich aufpasst. Aber was sind noch so Warnhinweise, die du immer auch als Beispiel nennst in deinen Kursen? Worauf sollte man noch achten? Wo kann man Kinder vielleicht noch, wo kann ich noch was sichern? Wo kann ich noch etwas kindersicher machen? Was sind so die häufigsten Fälle, wo du hohe Stürze gerade beobachtest? Also Treppenstütze, dass man die Treppe sichert, dass man guckt, dass das Kind da quasi das gut abgesichert ist, dass man die auch immer schließt. Und dass man die nicht so baut, dass die Kinder so richtig Bock haben, dass es so eine richtige Competition wird, über die Dinger drüber zu klettern. Weil das ist richtig fies, wenn die dann drüber klettern, hängenbleiben und über das Gitter dann die Treppe runterstützen. Dass man wirklich das hoch genug macht und keine Gegenstände nebendran hat. Und dass man eben auch zum Beispiel die Küche, die Geräte an die die rankommen können, Sachen, die wirklich interessant sind, wo die dran ziehen können, dass man die nach hinten stellt, dass nichts oben runterfliegt, dass man Regale in der Wand verankert. Ganz wichtig, Kinder fangen an zu klettern, die klettern Regale hoch und wenn die dann da dranhängen, dann stürzt das Regal auf die drauf, das haben wir auch häufiger. Und halt einfach, dass man immer dabei ist, wenn man mit Kindern irgendwie draußen im Garten spielt, die noch kleiner sind, wenn die da irgendwie klettern, wenn man da so eine tolle Kletterburg hat oder so. Und was mein absoluter Erzfeind ist, ist ja das Trampolin. Das wurde ja eigentlich für Astronauten entwickelt, das muss man ja mal dazu sagen. Und zwar für Leistungssportler, also Leute, die in den Weltraum fliegen, die quasi dort gucken sollen, dass ihre Muskeln gut funktionieren. Und für Akrobaten. Und jetzt hat man gedacht, ach Mensch, so Kinder, die hüpfen ja auch gerne auf dem Trampolin rum. Ach, stellen wir das doch nach Hause, machen wir da ein Netz außenrum, da können wir die Kinder reintun, ein paar Spielsachen noch rein, da können die sich da beschäftigen, da kann man nebenher schön seiner Hausarbeit weiter nachgehen. Gerade Kinder unter dem sechsten Lebensjahr, die sind sowohl von der Muskulatur als auch von den Knochen und vom ganzen Bewegungsablauf noch überhaupt nicht geeignet für sowas. Das heißt, die hüpfen da dann und freuen sich und finden es voll geil und dann entstehen da Hüftgelenksergüsse. Das heißt, die haben plötzlich Knie schmerzen und man fragt sich, was ist hier los? Dann kommt die Notfallambulanz, man schallt halt auch die Hüften und sieht dann, oh, rechts und links ordentlich Wasser in der Hüfte. Ja, jetzt darfst du dein Kind mal ein bisschen mit Ibuprofen behandeln und eine Woche lang im Bett oder auf dem Sofa halten und mach das mal mit so einem Räuber, der so drei, vier Jahre alt ist. Leg den da mal eine Woche irgendwo hin. Also das kann man halt vorbeugen. Oder auch zum Beispiel kleinere Kinder, so mit zwei, drei, also einfach unter sechs Jährchen, die dann so hüpfen. Und die brauchen da nicht mal noch ein Geschwisterkind mit drauf. Oder Gegenstände. Es reicht nur, dass Kind was hüpft. Und dadurch, dass es dann falsch schwingt, kommen die blöd auf. Und dann bricht quasi, das heißt auch Trampolin-Fraktur, also bricht das direkt unterhalb vom Knie an der Tibia. Dort, wo auch die Wachstumsfuge ist, ist möglichst ungeschickt. Viele merken das gar nicht. Die Kinder wollen plötzlich nach zwei, drei Tagen nur noch getragen werden. Die Eltern erinnern sich gar nicht mehr dran, dass sie auf dem Kindergeburtstag oder irgendwo auf dem Fest so ein Trampolin stand, wo die drauf rum sind. Und dann irgendwann rönt man dann doch mal und sieht dann, ui, die haben eine fette Wulstfraktur, weil sich quasi diese, wie wenn man so Knete nimmt und aufeinander drückt. An der Stelle bildet sich dann so ein Wulst und genau das ist das Problem. Können, unterschiedlich lange Beine entwickeln später. Einfach dadurch, weil sie mal auf dem Trampolin rumgehüpft sind. Das ist einfach super ärgerlich. Ja, das werde ich meinem Mann erzählen. Eine Frage. Trampolin geht das auch für diese ganzen, es kommt ja oft aus so diesen großen Spielplätzen, diese aufblasbaren. Trampolin-Parks. Also bei denen, du meinst die Hüftburgen? Ja, das ist wie so eine große Fläche, wo man so rüberläuft und wo die dann immer so runterrutschen und so. Also ja, es ist auch, also nicht, dass man die ganze Zeit hüpft, sondern da geht man so rauf, ist so auch durch Luft geblasen, wie so ein Großgib sehr oft. Also eher so eine Hüpfburg dann? Ja, Hüpfburg finde ich auch ganz, also ich finde sowieso generell solche Sachen immer schrecklich. Also Hüpfburg ist so, was Wulstfrakturen angeht, nicht so dramatisch, aber was dort dramatisch ist, dass die Kinder einfach so häufig gemeinsam drauf rumhüpfen, dass die dann irgendwie wegfliegen und weggatapultiert werden und dann fliegen die von der Hüpfburg runter und brechen sich halt dort was. Aber es ist nicht so dieses, dass nur allein das Hüpfen reicht, damit wenn man so Probleme bekommt, genau. Okay, also darauf sollten wir auf jeden Fall achten. Lass uns mal noch ein paar Dinge im Alltag, wenn die Kinder ein bisschen älter werden, das betrifft jetzt nicht unbedingt die Kinder in den ersten sechs Monaten oder bis zum ersten, aber kommen ja doch immer mehr Platzwunden und starke Wunden, die einfach versorgt werden müssen. Was ist da deine wie gehe ich damit richtig um wie verhalte ich mich da richtig wann muss ich bei einer Platzwunde. Wirklich auch ins Krankenhaus ich glaube das ist ja auch wie viel Zeit habe ich das zu behandeln also das ist glaube ich nochmal ein Thema wo wir nochmal reingehen müssen ich finde auch Wunden zu behandeln ist so ein richtiges Thema was krass polarisiert ich habe es mal festgestellt ich habe mal ein kleines TikTok gemacht da bin ich kurz vorm Urlaub habe ich das TikTok gemacht habe es hochgeladen wie mache ich das mache ich einen Pflaster drauf, eine Wunde oder lasse ich das trocknen? Und dann bin ich in den Urlaub gefahren, kam zurück und dann wurde es irgendwie eine halbe Million mal geklickt und da waren zigtausend Kommentare drunter und da dachte ich mir, huch, was hier passiert? Und ich habe einfach nur gesagt, Leute, wenn euer Kind eine Schürfwunde hat, ja, also eine Wunde, die nicht so schlimm ist, ja, dann bitte lasst die nicht, wie uns früher immer gesagt wurde, an der Luft trocknen, sondern mit einem Pflaster drauf. Weil die Pflaster heutzutage, die sind so gut beschichtet, da bildet sich darunter ein Film, Ja, aber dieser Film enthält keine Bakterien, sondern das Fibrin. Und das sorgt dafür, dass diese Wunde besser und narbenfreier abheilt. Und wenn man die an der Luft trocknen lässt, dann dauert das viel länger. Man kennt es ja noch von früher, hat dann seine Hosen drüber gezogen, dann zieht man die wieder raus. Ratsch, ist das Grint wieder ab. Und das werden viel unschönerer Narben, als wenn man das mit diesen ganz normalen Pflastern, die man heute kaufen kann, abklebt. So, das war das Erste. Dann macht man natürlich eine Wunde, die blutet, immer erst mal sauber. Und man muss dafür jetzt kein Desinfektionsmittel, was brennt, drüber kippen, sondern es reicht, dass man es erstmal mit Wasser auswäscht und dann ein nicht-alkoholisches Desinfektionsmittel nutzt, weil sonst hat das Kind nie mehr Bock auf irgendeine Desinfektion. Genau, das kann man da gut drüber, entweder drüber kippen oder drauf sprühen, das ist ja erstmal egal. Dann lässt man das so ein bisschen antrocknen, dann guckt man sich die Wunde gut an, ob da irgendwelche komischen Sachen drinstecken, die man rausholen sollte, wenn man das sich nicht zutraut. Dann geht man damit eben zum Arzt, wenn da große Splitter drinstecken oder so, weil die müssen raus, die sollten nicht drinbleiben. Und bis man beim Arzt ist, kann man da einfach einen sterilen Tupfer drauflegen und das Kind ins Auto setzen oder mit zum Arzt fahren. Und wenn es jetzt nur ein offenes Loch ist, dann macht man das auch erst mal sauber, wenn es nicht dolle Blut hat, guckt sich das an. Und wenn die Ränder quasi, also wenn es einfach zu groß ist, wenn man den Eindruck hat, boah, das ist so ein richtiger Krater, so ein richtiges Loch. Und vor allem an so Stellen, die auch häufig beansprucht werden. Wie an Knien, da fallen Kinder ja häufig hin, an einem Ellenbogen, irgendeinem Gesicht irgendwo. Dann ist es was, was man auf jeden Fall einmal angucken lassen sollte, weil in der Regel müssen die einfach verschlossen werden. Und da gibt es ganz coole Sachen. Da gibt es einmal die Möglichkeit, dass man das klebt mit Wundkleber. Da kommt quasi Wundkleber in die Wunde, dann wird die schön zusammengedrückt, wenn die Ränder so schön zu adaptieren, also zusammenzubringen sind und dann kommen da oben drüber so zwei, drei Klammerpflaster und dann darf da halt eine Woche kein Wasser an die Wunde und dann heilt das wunderschön ab. Wenn man jetzt Stellen hat, die häufig beansprucht werden, wie Gelenke, wie gesagt, oder auch zum Beispiel der Unterschied zwischen Lippe, also Lippenrot und Haut, das sind so Stellen, die müssen genäht werden oder unterhalb von der Nase oder so, wo dann ständig die Atemluft lang geht, wo es dann feucht wird, wo sich das Zeug einfach ablöst. Und sobald man im Gesicht rumfuhrwerkt bei Kindern mit der Nadel, kriegen die ja richtig Panik. Und deswegen macht es da Sinn, dass man damit zum Arzt geht, weil der gibt einem meistens entweder Nasenspray, so mit Kedernest und Dormicum, also euer Kedernest und Midazolam, also zwei Medikamenten, die ein bisschen düttelig machen und die Schmerzen nehmen. Dann kann man in Ruhe die zwei, drei Stiche machen. Das Medikament ist schnell wieder draußen und dann ist alles wieder gut. Und sobald es richtig krass blutet bei eurem Kind, Und egal wo, ist es wichtig, dass ihr die Blutung stoppt. Und Blutung stoppen heißt immer, die Stelle, die blutet, hochlagern, komprimieren. Das könnt ihr auch mit euren eigenen Händen machen oder Druckverband machen. Und beim Druckverband anlegen, das lernt man ja immer so in diesen ersten Hilfekursen, man nimmt quasi den Verband, wickelt den, nimmt man ein Päckchen, Verbandspäckchen, was man nicht auswickelt, ganz wichtig, das lässt man zu, und das wickelt man an der Stelle drüber. Damit das quasi so einen Gegendruck hat, damit die Blutung gestillt wird. Und man kann nochmal einen drüber wickeln, also einen doppelten Druckverband machen. Und sobald man jetzt den Eindruck hat, also echt, das hört überhaupt nicht auf zu bluten, dann darf man auch die Rettung rufen, wenn man eine unstillbare Blutung hat. Genauso bei der Nase. In der Regel Nasenbluten super häufig. Wir werden häufig zu Nasenbluten gerufen. Meistens nicht schlimm. Meistens macht man was Kaltes in den Nacken. Sag dem Kind bitte einmal Kopf nach vorne, damit das Blut aus dem Mund rausläuft, damit das Kind das Blut nicht runterschluckt und das dann als Kotzmittel wirkt. Wenn das Blut in den Magen läuft, dann müssen die Kinder brechen, deswegen besser einfach dem Kind sagen, lass den Mund offen, spuck das immer so ein bisschen aus und auch wieder komprimieren und zwar die Nasenflügel so ordentlich zwei, drei Minuten zuhalten. Wenn die Kinder größer sind, können die es auch schon selber machen. Dann sagt man ihnen jetzt, machst du mal wie beim Elefant, machst du mal die Nase zu, zieht dann lustig aus, zwei, drei Minuten. Meistens hört es dann auch wieder auf zu bluten. Ja, okay. Also wichtig nochmal für Wunden, was soll ich zu Hause haben? Was gehört in meine Hausapothekerin? Nicht alkoholisches Desinfektionsmittel, Pflaster, am besten bunter, die sie auch drauf lassen, nicht gleich wieder wegpickeln. Und ein Verband, womit man auch einen ordentlichen Druckverband machen kann, also mindestens zwei Rollen, damit man eine uneingewickelt drauf tun kann. Da kann man aber auch ein Taschentuchpäckle nutzen. Das ist egal. Vielleicht eine Splitterpinzette noch, um Splitter zu entfernen. Genau. Und Kompressen. Kompressen, ja, sterile Tupfer, noch ein Mäscher. Ja, das ist immer wichtig. Und ihr solltet natürlich immer wissen, wo habt ihr die Sachen. Also nicht dann erst anfangen zu suchen, sondern es sollte immer einen Platz geben oder in der Tasche was dabei haben. Ich finde immer, ich bin bei uns zum Beispiel immer die Wundenbeauftragte. Ich versorge immer alle Wunden. Und immer checken das Ablaufdatum, ne? Ja, das ist ganz wichtig. Wie bei Medikamenten, auch bei der Hausopthetheke genauso. Sachen, die man benutzt hat, wieder nachfüllen. Sonst sitzt man im Notfall nah und denkt, wo ist denn das? Ach Mist. Wir hatten neulich eine sehr stark blutende Blunde bei meinem Mann. Der hat sich beim Schneiden in der Küche gesagt, das hat er lange schon nicht mehr wirklich so richtig. Das war auch echt nicht einfach zu stoppen, weil es wirklich so ist. Es hat ein kleines Gefäß. Wir sind dann erst am nächsten Tag. Ich habe gedacht, okay, mein Drubwaffer sind es. Aber dann haben wir am nächsten Tag nochmal neu verbunden und ist wieder aufgegangen. Dann mussten wir es auch veröden lassen. Das war sehr, da war der Kompressenvorrat auch erstmal aus. Also da war bei uns ganz schön, ja genau. Ja, die Wundenversorgung ist, glaube ich, haben wir gut durchgesprochen. Es gibt einen weiteren Notfall im Haushalt, der leider immer wieder auftritt und der wirklich auch einfach sehr, sehr schlimm und gefährlich ist. Das sind Verbrennungen. Und da ist, glaube ich, wirklich, ich habe das jetzt neulich wieder gehabt, bei einem Kind, das war der heiße Tee im Restaurant und die haben leider. Weil ich dann gesagt habe, was hast du gemacht? Die haben sofort diese Kleidung runter und damit ist die ganze, also dass wir da vielleicht nochmal, weil das ist mir wirklich, Verbrennungen liegen mir sehr am Herzen, dass wir da nochmal drüber aufklären, weil da ist es ja ganz wichtig, einfach wie verhält man sich und ich glaube, was man immer noch so im Kopf hat, so als erstes vielleicht noch von der Oma übertragen, ist halt nicht mehr richtig, also lass uns gerne nochmal auf diesen Notfall eingehen. Weil das ist ja leider auch etwas immer noch, was... Passiert. Und wie es gerade nur der Tee, der auf dem Tisch steht, ist schon saugefährlich für Kinder. Ja, genau. Also es gibt ja einen Unterschied. Das läuft ja alles unter thermische Verletzungen. Man hat einmal die Verbrühung, also im Endeffekt die Schädigung durch heißen Dampf oder heißes Wasser und einmal die Verbrennung dann durch trockene Wärme. Und das, was du gerade sagtest, genau die Verbrühung, also durch heißen Tee zum Beispiel, kann man in vielen Fällen vermeiden, dass man zum Beispiel, wenn man sein Baby hält, dass man dann nicht mit der einen Hand den Tee trinkt oder den Kaffee und mit der anderen das Baby. Und genauso wenig, dass man zum Beispiel den Wasserkocher nach vorne zieht oder heiße Töpfe auf dem Herd ganz vorne hinstellt oder aber das Kind unbeaufsichtigt an solchen Stellen eben spielen lässt oder auch, dass man den Putzeimer nicht irgendwo rumstehen lässt, wo man gerade das siebend heiße Wasser reingemacht hat. Oder dass man auch Kinder, wenn man die badet, vorher einfach was reinlegt, um die Temperatur der Badewanne zu checken, dass die nicht über 37 Grad, also über Körpertemperatur liegt. Und wenn es doch mal dazu kommt, ist es wichtig bei der Verbrühung, also durch heiße Flüssigkeiten, dass man auf jeden Fall alles am Kind entfernt, wo sich das reingesogen hat, damit man diesen Nachbrenneffekt verkürzt, dass man das Kind einmal so für maximal 10 bis 15 Minuten, nicht länger, mit handwarmen Wasser kühlt. Also nicht mit eiskaltem Wasser, sondern mit handwarmen Wasser. Das ist super wichtig, weil einfach sonst die Haut noch mehr geschädigt wird. Und dass man nach den 10 bis 15 Minuten auch aufhört, mit handwarmen Wasser zu kühlen und dann für Wärmeerhalt sorgt. Das heißt, das Kind dann wirklich in so eine typische Folie einwickelt. Man kennt es aus jedem Auto. Man reißt so sein erste Hilfepäckchen auf. Da hat man da diese Folie drin. Man kann sich immer so merken, wenn man jemanden wärmen will, packt man einen wie ein Rocher. Das Goldene nach außen, das Silberne nach innen. Damit eben die Wärme nicht verloren geht. Und dass man die Stellen, die wirklich verbrüht sind, dass man die entweder mit einer Silbernitratfolie abdeckt, wenn man die zu Hause hat, also mit so einer sterilen Folie. Aber in der Regel sind wir ja nach 10, 15 Minuten da. Und in der Zeit versucht man ja quasi, das Kind zu beruhigen, sofern das geht, weil das brüht wie am Spieß, es tut krass weh. Man kann mal sagen, okay, man steckt ein Zepfel in den Po. Das wiegt aber auch erst nach 30, 40 Minuten. Und die Retter, wenn wir kommen, wir geben sofort was gegen die Schmerzen. Auch wieder als Nasenspray, dass die nicht Angst haben. Dann legen wir einen Zugang. Dann gibt es über den Zugang was, damit die auch düdelig werden. Das dient gar nicht mehr so viel mitkriegen. Dann bekommen die ein Zepfel in Poppes, quasi ein Fieber. Also man sagt ja Fieberzepfler, also ein Schmerzzepfler, Paracetamol oder Ibuprofen, alles zusätzlich. Und dann ist es für uns immer wichtig, wir gucken, wie viel Prozent der Körperoberfläche verbrüht oder verbrannt sind. Also wir gucken, wie oft die Hand ohne Finger, die Handfläche in diese Stelle passt und zwar die Handfläche von dem Kind. Ganz wichtig, nicht die eigene. Und wenn man dann abzählt, das ist dann die Körperoberfläche, die verbrüht ist oder verbrannt ist. Und wir gucken uns an, wie tief ist das dann? Und sobald Blasen auf der Haut zu sehen sind, ist das Grad 2. Das heißt, dann wird es schon ernst von der Verbrühung oder Verbrennung. Und wenn die Blasen schon aufgeplatzt sind und man unten drunter den Blasengrund sieht und der Blasengrund ist weiß, dann ist das schlecht. Dann ist es 2b und das sind meistens Verbrühungen oder Verbrennungen, die müssen im Verlauf nach zwei, drei Tagen dann mit Spalthaut gedeckt werden. Das heißt, es ist nichts, wo man einfach nur einen Verband drauf macht und es heilt dann schon von alleine ab. Würde es schon, aber das macht ganz fiese, grobe, krasse Narben. Und an Stellen, wenn Kinder sich verprühen, an Händen, an Fußflächen, im Halsbereich, im Gesicht. In den Genitalien, über Gelenken oder in den Achselhöhlen, dann müssen die auch in eine Verbrennungsklinik, dann können die nicht ums Eck in die Wald- und Wiesnklinik transportiert werden, dann müssen die weiter weg. Und das ist für Eltern alles ganz, ganz schlimm, weil dann häufig auch mal der Hubschrauber geholt wird. Da können die manchmal auch nicht direkt mitfliegen, weil nicht für alles Platz ist auf so einem Hubschrauber. Und dann kann es auch sein, dass man sein Kind in weiter entferntere Kliniken transportieren lassen muss und dann halt dorthin fahren muss und es so ein bisschen organisieren muss, weil nicht jede Klinik sowas macht. Und auf keinen Fall, bitte liebe Leute, schmiert nichts drauf. Keine Zahnpasta, kein Quark, keine Heilerde. Bitte nichts auf diese offenen Wunden drauf schmieren. Wir müssen das alles wieder runter machen. Das tut furchtbar weh. Ich meine, wir machen das in Narkose in der Klinik, aber trotzdem bitte nichts drauf schmieren. Du hattest gerade gesprochen, gehen wir jetzt mal von dem Tee auf. Das ist ja so ein Klassiker oder Kaffee, der so aufhört. Das Kind hat sozusagen, würdest du empfehlen, das einfach aufzuschneiden eher? Ausziehen. Ausziehen. Ja, na klar, ausziehen, aber aufzuschneiden, weil ich finde immer, wenn du es dann noch über dem Kopf oder so, sondern die Klamotten einfach kaputt schneidest. Kannst du machen, was du da hast. Das ist eigentlich im Endeffekt egal, Hauptsache das ist schnell, wenn du es irgendwie noch zehn Minuten nach der Schere suchen musst. Also wichtig, dass das Kind auf jeden Fall von den Klamotten befreit wird. Und meistens ist in dem Moment, den Kindern tut alles weh. Denen tut alles weh. Die schreien wie am Spieß. Du kannst sie ja auch nicht alleine lassen, um irgendwie eine Schere zu suchen. Du hast die auch nicht immer mit dabei. Und wichtig ist, dass es einfach ausgezogen wird, damit das nicht weiter brennt. Und dann diese Kühlung. Richtig. Und dann die handwarme Kühlung. Und dann wirklich was gegen die Schmerzen machen. und beim Kind bleiben und gucken, nach Begleitverletzungen untersuchen, trotz alledem. Es kann ja mal sein, dass es zurückgeflogen ist, dann liegt es da, ist bewusstlos, hat eine Kopfplatzwunde und dann eben immer nach dem typischen Schema vorgehen, dass man Atem- und Kreislauf überprüft und dann lebenserhaltende Maßnahmen quasi übernimmt. Aber das ist das Allerwichtigste. Und der Unterschied zur Verbrennung ist der, bei der Verbrennung kann sich ja die Klamotte in die Haut einbrennen. Und dann bitte nicht diese Kleidung entfernen. Wenn man die wegreißt, reißt man die Hautschichten mit weg. Und deswegen, da ist es so, dass man wirklich die Sachen eben nicht auszieht, sondern da schneidet man häufig um die Stellen rum und lässt dann quasi die Sachen, die eingebrannt sind, am Kind dran. Wie meinst du das, du hast jetzt bei der Verbrühung, müssen wir sehr schnell ausziehen, weil das Wasser sich ja vollsorgt, das heiße Wasser. Aber wie meinst du jetzt, wie die Verbrennung mit der Kleidung? Bei der Verbrennung ist es so, wenn das Kind ins Feuer gerät, am Grill oder so. Ach so, Feuer, ja. Wenn es irgendwo brennt oder wenn es sich in die Haut reinbrennt, dann bitte nicht diese Klamotten einfach wegziehen, weil sonst ist die Haut auch weg, sondern dann umrumschneiden. Den Rest kann man ausziehen, aber bitte an der Stelle nicht das Wegziehen vom Körper. Und bei der Verbrühung, nachdem ich gekühlt, die lauwarme Handkühlung 15 Minuten, hast du ja gesagt, stopp. Ist es da so, dass du da nochmal Desinfektion drüber? Nee, gar nichts machen. Gar nichts machen, einfach nur steril abdecken. Wichtig. Aber eine trockene Kompresse. Ja, genau, das wollte ich gerade sagen. Wichtig, wichtig. Wenn ihr irgendwas abdeckt am Kind, dann habt ihr entweder Fettgase zu Hause. Also das ist so ein Netz, was man in der Apotheke kriegt. Das kann man auf diese Stellen drauflegen. Aber keine Trockne. Und dann kann man obendrauf die sterile Kompresse legen. Aber bitte Leute, nicht diese sterilen Kompressen einfach so draufschmeißen. Die kleben daran fest. Ich meine... Was man machen kann, man kann, also die Retter haben leider auch nichts anderes auf dem Wagen. Die haben keine Fettgase, die haben nur sterile Sachen. Aber wenn die was drauflegen, die machen vorher einmal ein Bild, damit man sieht, wie es aussieht, dann legen die das drauf und dann wird das Kind abtransportiert. Dann kriegt das ja auch Schmerzmittel ohne Ende. Das heißt, dann ist die Gefahr... Aber du hast auf dem Wagen keine so eine erste Hilfe für Verbrauchung? Nee, wir haben keine Fettgase. Nee, ist ja alles viel zu teuer. Nee, nee, nee, haben wir nicht. Das ist ja krass. Wir haben Silbernitrat drauf, also wir haben so Sachen, womit wir abdecken können, großblumig, aber wir haben nichts drauf. Das ist alles Hausarzt- oder Kinderarztbedarf. Weil das habe ich mir jetzt sozusagen, wir hatten letztes Jahr mal eine Verbrennung, ich habe mir diese, das sind ja diese Fettgase, von denen du gerade sprichst. Die sind super. Genau, ich finde, das gehört eigentlich auch an jede Erste-Hilfe-Tasche. Ich meine, die sind halt sehr, sehr teuer, aber wenn du dann mal so einen Scheiß-Mose hast, dann bist du ja steril. Also wenn du es aufgemacht hast, musst du es gleich benutzen, genau. Ja, genau, aber die gibt es ja in unterschiedlichen Größen. Ich habe mir jetzt so eine mittlere Größe gekauft, einfach um das zu haben und das ist natürlich einfach mega, das da raufzulegen und das dann die Stelle einfach zu sichern. Ja, genau. Ja, das können wir ja auch nochmal in den Shownotes einfach verlinken, weil ich glaube, wenn das viele Eltern hören, dann sich sowas so aufzustocken. Sowas kann man sich ja vielleicht auch, zwei Familien kaufen eine Packung und dann kriegt einer, das sind ja meistens immer so fünf drin und dann teilen, weil wie gesagt, wenn das abgelaufen ist, dann müsst ihr das im Milch, also dann sind die abgelaufen, aber hoffentlich habt ihr diesen Notfall nicht. Aber wenn man ihn hat, ist es natürlich toll, wenn man da eins in seinem Erste-Hilfe-Kofferchen hat zu Hause. Und dadurch, dass das so ein teures Material ist, finde ich, macht das auch Sinn, sich das einfach zu teilen mit zwei Familien. Weil man dann einfach irgendwie drei in seiner Tasche hat und hoffentlich braucht man nicht mehr. Ja, es gibt ja auch immer fortschrittige Entwicklungen. Ich darf ja als Arzt immer keine Handelsnamen nennen, deswegen ist es ein bisschen schwieriger. Schade. Ja, genau, weil man dann gleich Werbung macht und dann wird man da wieder gleich belangt. Aber es gibt so tolle Präparate, die man so nutzen kann. Wichtig ist einfach, dass man da so ein Gitternetz vorher drunter legt, was feucht ist, damit einfach das sterile Tupfer nicht drauf festbappt an der Haut. Ja, okay. Was gibt es noch zur Verbrennung und Verbrühung zu sagen? Also bei Verbrennung ist es so, dass man einfach das Feuer, also im Endeffekt direkt erstickt und das kann man machen, indem man das Kind selber auf den Boden rollt oder aber eine Decke nimmt und drüber geht. Viele haben ja das Problem da in der Schweiz mit diesem brennenden Keller da mitbekommen, wo die Kinder da teilweise auch rausgerannt sind, noch gebrannt haben und dass man wirklich versucht, diese brennende Kleidung, also die Flammen zu ersticken. Das ist das Allerwichtigste. Und dann wie gesagt, Decke drüber oder denjenigen Rollen auf dem Boden, dass das Feuer erstickt. Und dann eben die Stellen, wo das eingebrannt ist, die Kleidung in die Haut nicht entfernt. Und ansonsten auch wirklich, man kann auch an den Stellen kühlen, also auch wieder mit laubarem Wasser oder handwarmen Wasser und auch was gegen die Schmerzen unternehmen. Und frühzeitig die Rettung anrufen, weil viele, die jetzt sich verbrennen, die verbrennen ja quasi an Stellen, wo sich auch Rauch entwickelt. Und der Rauch geht ja auch in die Atemwege. Und dann haben die meistens nicht nur die Probleme auf der Haut, sondern die haben auch die Probleme von den Atemwegen. Das heißt, die haben eine CO-Intoxikation. Das heißt, die müssen auch häufiger, wenn es richtig schlimm ist, auch sogar in die Druckkammer geflogen werden oder gefahren werden. Also die brauchen ja nicht nur hochdosiert Sauerstoff, damit das CO wieder verdrängt wird aus dem Körper, sondern die brauchen auch einfach eine Druckkammer und eine Intensivtherapie. Und bei Verbrügungen ist es auch so, Also wenn eine bestimmte Anzahl an Körperoberfläche verbrüht ist, dann muss das Kind einfach intensivpflichtig behandelt werden. Und dann reicht es eben nicht, wenn man zu Hause sagt, ach komm, jetzt machen wir da so ein bisschen Fettgase drauf, ein bisschen sterile Tupfer und warten mal ab. Deswegen, sobald Blasen sich bilden, sollte sich ein Arzt das immer angucken. Ja, ganz wichtig. Ja, also das finde ich ist ein ganz wichtiges Thema und das letzte, was ich auch noch habe, da hast du auch selber eine eigene Podcast-Folge gemacht, ist ja nochmal, das ist vielleicht kein häuslicher Notfall, aber immer mehr Menschen leben in Häusern, wo es auch, braucht gar keinen großen Pool, aber wir kommen ja jetzt wieder in die warme Jahreszeit, ist halt nochmal und auch die eigene Badewanne, vielleicht magst du nochmal was zum Ertrinken bei Kindern sagen, weil ich finde, das ist so ein wichtiges Thema. Und viele denken ja immer so, okay, man hört die denn, sondern Ertrinken passiert ja einfach leise und kleinste Kinder können ja wirklich schon in den geringsten Wassermengen ertrinken und ich glaube, das ist auch nochmal wichtig, dass man da immer wieder sensibilisiert und aufmerksam macht, weil es oft einfach nicht so im Bewusstsein ist, wie gefährlich doch dann einfach Wasser und vielleicht auch die eigene Badewanne sein kann zu Hause, weil ich glaube, da hast du bestimmt auch schon nicht so schöne Situationen erlebt. Ja, leider. Also ertrinken ist leider wirklich was, was... Eigentlich zu 100% vermeidbar ist, indem man einfach da ist. Also indem man sein Kind am Wasser nicht aus den Augen lässt. Und zwar auch nicht, um mal kurz die Nachrichten anzugucken, um mal kurz Pommes zu holen, um mal kurz auf Toilette zu gehen oder mal kurz sich um das Geschwisterkind zu kümmern. Man muss die Kinder beaufsichtigen. Ich bin da mittlerweile so, also ich habe selber jetzt keine Kinder, aber ich habe nicht eine Neffe und ganz viele Babysitter-Kinder, um die ich mich kümmere. und wenn wir mit denen ins Schwimmbad gehen, machen wir 1 zu 1 Betreuung. Ich würde niemals mit meinen zwei Babysitterkindern alleine als Erwachsene ins Schwimmbad gehen. Ich würde mir immer jemanden dazu holen, dass der 1 zu 1 auf dieses Kind aufpasst. Weil man kann nicht zu 100% immer nach dem Kind gucken, wenn die noch nicht schwimmen können, wenn die ins Wasser geraten, die ertrinken. Und die ertrinken still, die schreien nicht um Hilfe, die kriegen einen Stimmritzenkrampf, Wenn die mit dem Kopf aufs Wasser aufschlagen, also quasi, dann halten die die Luft an, die gehen unter, da passiert nichts mehr und man guckt sich um. Und wo ist es? Man findet es auch nicht, insbesondere wenn es dann einen cremefarbenen Badeanzug anhat, weil das so das ist, was gerade schick ist. Es ist super wichtig, wirklich seine Kinder mit Neonkrellen Farben anzuziehen, dass man die A nicht verliert aus den Augen und B im Wasser, wenn die irgendwo schwimmen oder vom Beckenrand reinspringen, dass man die sofort sieht, wenn die ein Problem haben und dass man immer da ist und. Sich abspricht vor allem, wer sich um wen kümmert. Das ist auch ein Riesenproblem, wenn man so Poolpartys hat, wo es dann heißt, ja, ja, ich gucke, ich gucke. Und dann jeder sagt, er guckt, am Ende guckt keiner und am Ende ist ein Kind ertrunken. Also wirklich immer sagen so, du guckst jetzt nach diesem Kind, ich gucke nach diesem, dass man sich abspricht, kommuniziert. Und wenn es wirklich dazu kommen sollte, ist es so, dass es das Wichtigste wirklich ist, das Kind so schnell wie möglich aus dem Wasser zu holen. Dann, wenn es aus dem Wasser geholt wurde, ein bisschen auf die Seite, ordentlich auf den Rücken klopfen, damit das Wasser, das Erbrochene rausfließt und dann sofort anfangen zu beatmen. Also fünf Atem spenden und dann los geht's mit Herzdruckmassage und das dann immer im Wechsel. Wenn man gar keine Ahnung hat, weil man nur beim Führerschein einmal den Erste Hälfte Kurs gemacht hat, dann lernt man ja immer so Erwachsene 30 mal drücken, 2 mal pusten. Und dann beim Kind heißt es, Okay, ihr macht es genauso, nur vorher pustet ihr bitte fünfmal rein. Das ist so das, was man für komplette Laien sagt. Und die neuen Reanimationsleitlinien, die sagen sogar, obwohl das gerade bei Kindern und gerade beim Ertrinken ein Riesenproblem ist, die sagen eigentlich, prüfen, rufen, drücken. Prüfen, ist es bei Bewusstsein, ist es nicht bei Bewusstsein, rufen, eins, eins, zwei und dann drücken. So, und wenn man anruft, dann ist man ja am Telefon mit dem Disponenten und der sagt einem dann, dass man beatmen muss. Aber man hat einfach gesehen, wenn man. Den Eltern erklärt mit Beatmen und dann erst drücken und so, dann kommen die so durcheinander, dass da gar nichts funktioniert. Und deswegen heißt das erst anrufen. Der Disponent tut einem dann durch diese ganzen Sachen durchführen. Aber grundsätzlich gilt bei Kindern immer, Luft muss in die Lunge. Die können nämlich nicht so lange die Luft anhalten. Also so Neugeborene, so 10, 20 Sekunden kommen die ohne Sauerstoff aus. So Kleinkinder, so 30, 40 Sekunden. Schulkinder dann so grob um eine Minute. und erst Erwachsene können dann überhaupt über eine Minute dann die Luft so richtig gut anhalten. Und deswegen ist die Atemspende so unendlich wichtig und auch die Position der Atemspende. Wenn man sich überlegt, bei so einem Säugling, ist ja der Hinterkopf, man sieht es so vielleicht so ein bisschen, der ist riesengroß. Und wenn der jetzt gerade liegen würde, dann sieht man schon, das Kind geht auf die Brust. Und deswegen ist da bei Säuglingen die Schnüffelposition so wichtig. Das heißt, man steckt irgendwas unter die Schulterblätter, man würde da was drunter stecken. Und dann liegen die wieder so, dass quasi die Regentropfen in die Nase fallen könnten, in der sogenannten Schnüffelposition oder Neutralstellung. So kriegt man gut Luft ins Kind, um das zu beschnaufen. Und beim größeren Kind, also über dem ersten Lebensjahr, kann man schon ein bisschen leicht so überstrecken wie beim Erwachsenen und immer gucken auf die Brust, ob hier der Brustkorb sich hebt, wenn man hier so reinpustet. Also wenn man reinpustet, hebt sich hier der Brustkorb und das sollte man auch überprüfen, wenn man zu jemandem beatmet. Also lass uns nochmal den Notfall durchgehen. Also ich habe ein Kind im Wasser, ich ziehe es raus, ich versuche es auf die Seite zu legen, dann rufe ich an sofort, wenn ich alleine bin. Ein, zwei, ja, über einen Handy-Lautsprecher am allerbesten. Und dann, damit man die übrigen Maßnahmen nicht verzögert, dann direkt fünfmal reinpusten und dann anfangen mit drücken, 30 Mal. Wenn man Profi ist, drückt man nur 15 Mal, weil bei Kindern ist es so, dass die natürlich, dadurch, dass sie weniger lange die Luft anhalten können und wenn man nur 15 Mal drückt, pustet man ja schneller wieder zweimal rein. Man hat aber gesehen, Leute, die sich damit gar nicht auskönnen, Die drücken am besten nur durch, beim Erwachsenen, auch beim Kind eigentlich, aber Luft ist halt echt wichtig und deswegen, wenn man es gelernt hat, wichtig üben, üben, üben, üben, wirklich nachdem man gedrückt hat, wieder zweimal reinpusten und am besten geht es zu zweit, dass einer sich aufs Pusten konzentriert und einer aufs Drücken, also zwei Helfermethode, ist das allerbeste, was ihr machen könnt und immer abwechseln. Ihr werdet nämlich müde, wenn ihr auf dem rumdrückt oder da reinpustet. Und dann ist es wichtig, dass man sich abwechselt, beim Erwachsenen so alle zwei Minuten durchwechselt und beim Kind sind es dann halt alle Minute. Also wichtig auch immer schnell nach Hilfe zu holen. Okay Katharina, du hast uns durch die, würde ich sagen, durch die wichtigsten Notfälle geführt. Deine Message an alle Eltern als erfahrene Kinderärztin, Kindernotfallärztin, was ist dein Appell? Ruhe bewahren und Ruhe ausstrahlen. Nur wenn man selber Ruhe bewahrt, kann man sich konzentrieren und das, was man gelernt hat, auch effektiv umsetzen. Und Erste-Hilfe-Kurs machen. Erste-Hilfe lernen. Und sich dann damit beschäftigen, wie erkenne ich einen Notfall? Wie handele ich rasch? Und dadurch kann ich dein Leben retten. Und ich glaube, wenn man das weitergibt, wenn man auch zum Beispiel, wenn man übt an Puppen, wenn man den Kurs gemacht hat, Und dass man dann zu Hause nochmal wiederholt und vielleicht auch mal sagt, okay, heute machen wir mal keinen Spieleabend, heute legen wir mal die Puppe in die Mitte und jeder pusselt mal rein und drückt mal drauf rum. Das ist jetzt vielleicht nicht so ein schöner Spieleabend, aber im Notfall rettet das wirklich Leben, dass man es wirklich auch in die Familien reinbringt, dass man darüber redet und sich traut und das dann auch macht. Ab welchem Alter sagst du, dass ältere Kinder sozusagen auch in die Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeführt sollen? Kindergarten. Deine Maus mit Vier, die kann das schon. Und das ist so toll zu sehen. Da gibt es auch wirklich ganz, ganz, ganz tolle Projekte. Ich schenke das dieses Jahr, meine Nichte ist auch vier. Zum Geburtstag von Flasterpass. Da gibt es so das Seepferdchen der ersten Hilfer. Die machen quasi... Silber- und Goldkurs machen und man lernt dann so anhand von diesen Tieren mit diesen Geschichten, das ist total süß gemacht für Kinder. Dass man A, keine Angst vor Helfen hat, dass man so eine Resilienz entwickelt für später, dass man weiß, okay, es blutet, ja, ich muss nicht weggucken, sondern ich kann was machen, kein Pferd drauf kleben, ich kann Verband drum wickeln und ich kann auch einen Mund, eine Nase, zwei Augen, 1, 1, 2, ich hole Hilfe herbei. Die lernen so mit ganz tollen Sätzen, ganz schnell, wie das funktioniert und da ist man manchmal erstaunt, was sie alles behalten. Die haben halt noch keine überlastete Festplatte wie wir. Wir müssen ja jetzt schon bald was anbauen, damit wir uns alles merken können und die sind ja voll wissbegierig und mutig, die haben Bock da drauf, die wollen lernen und deswegen sollte man das fördern. Ja, vielen Dank Katharina. Das packen wir auf jeden Fall nochmal in die Shownotes, weil das finde ich nämlich auch ein total wichtiges Thema. Du hast das so toll erklärt und einfach auch die Angst davor genommen. Also ich meine, Wissen ist ja immer Macht, Macht und deshalb vielen Dank für deine wertvolle Arbeit, dass du jeden Tag wirklich mit so viel Leidenschaft dabei bist und so vielen Familien, vor allem den Kindern schon geholfen hast. Also ich bin immer so beeindruckt, Menschen zu treffen, wo man einfach merkt, dass auch so eine Leidenschaft für diese Kinder ums Helfen geht. Also vielen, vielen Dank. Also ganz, ganz tolle Arbeit, die du da jeden Tag leistest. Kann ich nur zurückgeben. Also alles, was ihr über Katharina erfahren wollt, packe ich euch in die Shownotes. Folgt ihr gerne auch für nützliche Tipps bei Instagram. TikTok hast du auch, hast du ja gesagt. Ja, aber das pflege ich nicht so wirklich. Also Insta ist so das, womit ich mich beschäftige, wo ich wirklich gucke, dass es aktuell ist und ja, LinkedIn bin ich so quasi mit dem beruflichen Netzwerk verbundelt und genau. Es gibt noch Podcasts bei Klinisch Relevant. Ja, das verlinke ich alles. Vielen Dank für deine Zeit und ich wünsche dir jetzt noch eine schöne restliche Woche. Dankeschön. Dankeschön, dir auch. Vielen Dank. Ihr Lieben, was für eine wichtige Folge. Und ich hoffe, wer jetzt zugehört hat und noch keinen Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat für Kinder, der sollte das unbedingt nachholen und Katharina auch folgen. Und ich habe jetzt zum Schluss noch einen kleinen Mythen-Check. Den hatte Katharina zwar schon in der Podcast-Folge angesprochen, aber ich gehe nochmal für euch, weil vielleicht ist er ein bisschen untergegangen. Nämlich bei Nasenbluten sollte dein Kind den Kopf nach vorne beugen, das hat Katharina auch gesagt. Nicht nach hinten, wie früher oft empfohlen wurde. Der Grund ist einfach, nämlich wenn der Kopf im Nacken liegt, läuft das Blut in den Rachen statt aus der Nase. Das kann zu Übelkeit und Erbrechen auslösen und dazu führen, dass sich dein Kind verschluckt. Das hat sie auch gerade eben schön erklärt. Außerdem lässt sich so kaum einschätzen, wie stark die Blutlung wirklich ist. Stattdessen sollte dein Kind den Oberkörper leicht nach vorne beugen, ruhig durch den Mund atmen und du drückst die Nase im weichen Teil für etwa 10 Minuten zusammen. Wichtig ist auch, zwischendurch nicht nachzuschauen, ob es schon aufgehört, sondern den Druck wirklich konstant kurz zu halten. Hatten wir auch in der Folge, aber hier nochmal für euch zusammengefasst. Ich freue mich, wenn ihr nächste Woche wieder mit dabei seid und wünsche euch jetzt erstmal eine gute Woche ohne Notfälle, aber ihr habt das Wissen, dass ihr, wenn ihr einen Notfall habt, richtig reagieren könnt. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen, dann schreib mir einfach an sissy auf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht. Das war Sounds Familiar, der Eltern-Podcast mit Hebamme Sissi Rasche. Eine Produktion von Auf die Ohren. Redaktionelle Leitung Katharina Kern. Aufnahmeleitung Lena Günther. Sounddesign und Postproduktion Nilan Feig.