Herzlich Willkommen, heute ist Donnerstag und es gibt eine neue Folge Sounds Familie für euch und heute habe ich ein Thema, was einen praktisch, erst kommt die Schwangerschaft, dann die Geburt und das Wochenbett und ziemlich schnell ist man schon bei dem nächsten großen Thema, was uns als Eltern beschäftigt, nämlich die richtige Kita-Auswahl, und viele Eltern beschäftigt das eigentlich schon in einer Schwangerschaft. Wir hatten wirklich die letzten Jahre, hatten wir so geburtenstarke Jahrgänge, dass wirklich alle schon Angst hatten. Ich kenne das aus meiner Betreuung, dass dann war, oh Gott, ich habe mich noch bei keiner Kita beworben. Und ich bekomme keinen Platz. Mittlerweile haben wir ja einen Geburtenrückgang, und die Situation ist eine etwas andere, aber trotzdem stellt sich ja immer noch die Frage, wie findest du die richtige Kita für dein Kind und worauf sollte ich achten? Und ich habe mir gedacht, das ist eine gute Folge und dazu habe ich mir heute eine Expertin eingeladen, nämlich Cassandra Ribeiro. Sie ist Pädagogin, Referentin für Pädagogik und Qualitätsentwicklung bei Fröbel, und sie hat einen Master in Bildung und Diversität und ist bei Fröbel zuständig unter anderem für die Qualitätsentwicklung, aber auch für, die Demokratiebildung bei Kindern und Partizipation in Kitas. Und ich freue mich, dass du heute hier zu Gast bist und du uns vielleicht ein bisschen helfen kannst, wie wir Eltern für unsere Kinder die richtige Kita finden und welche Fragen wir unbedingt stellen sollen. Herzlich willkommen, Cassandra. Ja, vielen Dank. Danke für die Einladung. Ich freue mich. Ja, also ich habe das ja gerade schon gesagt, es ist ja wirklich dieses große Thema, nachdem ein Kind geboren ist, ist dann die große Frage. Kümmern sich einfach die meisten schon um die richtige Kita, auch wenn sie im ersten Lebensjahr die noch nicht brauchen, aber es ist dann ja wirklich die große Frage, wenn der Einstieg zum Job wieder gelingen soll, dann brauchen wir natürlich eine gute Betreuung für die Kinder und ich merke das auch immer, dass ich sehr, sehr viel gefragt werde. Ich selber habe auch sehr viel Kita-Erfahrung. Ich habe vier Kinder und habe nicht leider die gleiche Kita bei allen vier Kindern gehabt, sondern habe gewechselt. Aber darüber kann ich auch gleich nochmal mehr erzählen. Aber was sagst du, dann ist so erstmal die wichtigste Frage, die wir uns stellen sollen und worauf sollten wir achten? Wenn wir nach einer Kita suchen. Ja, genau. Was du ja auch schon angesprochen hast, ist, dass man jetzt heutzutage ein bisschen mehr die Wahl hat, doch welche Kita man sich aussucht. Also vielleicht noch nicht in allen Bezirken und noch nicht in allen Städten und noch nicht in allen Gegenden. Aber es ist ja schon immer mehr die Tendenz, dass man doch sich eine Kita aussuchen kann. Das war auch bei meinem ersten Kind noch anders. Ich habe schon tatsächlich in der Schwangerschaft überlegt, welche Kita und wie, weil einfach die Plätze ja doch noch so, ich sage mal, da so ein Mangel noch war, was heutzutage jetzt einfach anders ist. Und deswegen kann man sich natürlich auch schon anders Gedanken machen, so über persönliche Präferenzen, die sehr individuell sind. Also zum Beispiel. Gibt es Eltern, die sagen, die Kita muss unbedingt einen Garten haben. Das ist für mich irgendwie ganz wichtig. Oder die Wohnortnähe spielt die größte Rolle oder eher die Nähe zum Arbeitsplatz. Also das sind natürlich irgendwie sehr persönliche und individuelle Gründe. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch aus meiner kindheitspädagogischen Sicht einfach Zeichen, die sagen, das ist eine gute Kita. Hier können die Kinder irgendwie viel erleben, viel machen, viel mitnehmen auch für die spätere Zeit. Und haben eben jeden Tag irgendwie gute Bildungserfahrungen und auch Betreuungserfahrungen. Und ich finde, da ist zum Beispiel der Außenauftritt der Kita natürlich irgendwie auch so ein Zeichen. Also zum Beispiel eine Website, wenn es die gibt, dass man sich die mal anschaut. Ist da schon das pädagogische Konzept irgendwie gut beschrieben? Ist da gut beschrieben, was die Kinder jeden Tag machen können? Aus meiner Sicht auch. Ist da auch pädagogische Qualität beschrieben? Also gehen sie da überhaupt drauf ein? Auch Qualitätsentwicklung überhaupt? Ist das ein Thema oder nicht? Also ich glaube, da kann man schon erste Hinweise sammeln. Und dann, ich würde sagen, die zweite Seite vielleicht der Visitenkarte einer Kita sind dann die Räumlichkeiten. Also wenn man reinkommt schon allein in die Kita, der Eingangsbereich, finde ich da irgendwie wichtige Informationen, kann ich mich orientieren, weiß ich, wie ich wohin komme, werde ich irgendwie auch einfach von den Räumen nett angesprochen. Und dann geht es weiter in den pädagogischen Räumen. Und da finde ich. Gibt es so viele Anzeichen, die auch auf die pädagogische Haltung schließen lassen. Weil im Prinzip ist ja ganz wichtig, die Interaktion mit den Kindern, also wie gehen die pädagogischen Fachkräfte überhaupt mit den Kindern um? Wie ist das pädagogische Konzept, die pädagogische Haltung? Aber die kann man nicht unbedingt immer sofort irgendwie erspüren oder erfahren, vor allem wenn es um den Tag der offenen Tür geht und die Kinder gar nicht da sind. Und dann sehe ich ja nicht, wie die Fachkräfte mit den Kindern interagieren. Ich kann mir aber den Raum anschauen und da gibt es so bestimmte Hinweise für eine pädagogische Haltung. Also zum Beispiel, wie sind die Regale gestaltet? Sind die offen? Können die Kinder an alles rankommen? Ist für die Kinder irgendwie offensichtlich, was in welcher Box ist? Also sind zum Beispiel auch Symbole oder Fotos dran, sodass die Kinder sich auch im Raum orientieren können? Können sie sich selbstständig alles nehmen? Das heißt, werden auch so Selbstbildungsprozesse gefördert? oder müssen sie nach allen Materialien fragen? Das sind für mich schon so die ersten Kennzeichen, wenn ich in den pädagogischen Raum reinkomme, wie ist überhaupt die Haltung der Fachkräfte. Also weil da fängt Partizipation zum Beispiel auch schon an. Wenn Kinder sich selbst etwas nehmen können, wenn sie selbst mit dem Material interagieren können, wenn sie überhaupt eine Orientierung im Raum haben, um sich selbst dort auch zu bewegen. Das finde ich sind so die allerersten Anzeichen, wo ich schon sehen kann. Wird hier Partizipation auch gelebt oder nicht? Also deine erste Empfehlung wäre sozusagen, dass man erstmal guckt, dass ein Tag der offenen Tür möglich ist, sozusagen die Räumlichkeiten der Kita zu begehen, sich anzugucken. Auch wenn jetzt keine Kinder da sind, aber dass ich einfach sehe, das was du gerade beschrieben hast, wie sind die Räume gestaltet. Es ist dir da sehr wichtig, ob das alt oder neu ist. Also es gibt ja auch Kitas, die einfach schon sehr lange im Betrieb sind und. Vielleicht nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand sind, aber doch sehr, sehr liebevoll gestaltet sind. Also ist das eine Sache, wo du immer sagst, da würde ich total drauf achten? Nein, gar nicht. Also ob alt oder neu überhaupt nicht, sondern eher vielleicht, ist es viel Plastik oder sind es auch viele natürliche Materialien? Also auch zum Beispiel wirklich Naturmaterialien. Also da muss man ja gar nicht sehr viel Geld investieren. Dann würde ich eher immer zu Naturmaterialien greifen oder eben auch zu Materialien aus Holz. Also das finde ich viel wichtiger. Es ist auch nicht unbedingt wichtig, dass es ein Übermaß an Materialien sind. Also so ein gesunder Mix, also es soll schon vielfältig sein. Aber auch nicht zu wenig. Also so ein Mittelmaß ist da ganz gut, sodass jedes Kind sich schon mit Spielmaterialien und Bildungsmaterialien beschäftigen kann. Und weder zu viel noch zu wenig. Wenn die Regale übervoll sind, überfordert das auch. Wenn aber nichts drin ist, dann kann es natürlich auch zu Langeweile führen oder dazu, dass es vielleicht auch ein bisschen chaotischer wird, weil die Kinder eben sich nicht gut beschäftigen können. Aber ob jetzt die Materialien neu oder alt sind oder auch die Gebäude zum Beispiel, die Räume, das spielt für mich auf jeden Fall keine wichtige Rolle. Gibt es weitere Punkte, die du sagst, die du als Fachperson total auf dem Schirm hast, die wir aber jetzt als Eltern gar nicht sehen, die man in den Räumlichkeiten einfach schon mal sehen sollte? Also wie so ein Raum, also das ist jetzt gerade die... Dass die Kinder Zugriff zu den Materialien haben, was für Materialien dort sind, aber sind weitere Sachen in den Räumlichkeiten wichtig, worauf man unbedingt achten sollte, wie das hier gegeben wird. Also, wo du jetzt gleich reinkommst, ich denke mal so, Gott, wenn du in die Kita kommst, siehst du immer gleich so, ah, okay. So wie ich in einem Kreis da reinkomme und denke, okay, warum ist hier keine Badewanne? Ja, doch, gibt es auf jeden Fall. Und vielleicht auch Dinge, die Familien anders erst mal vielleicht erwarten würden. Also mich würde es zum Beispiel schon total abschrecken, wenn ich reinkomme und ich sehe, dass an den Fenstern 20 Mal der gleiche Marienkäfer gebastelt hängt. Also schon irgendwie von den Kindern, aber so 20 Mal derselbe. Weil das für mich schon ein Zeichen dafür ist, dass die Kinder nicht unbedingt individuell gestalten können und sich nicht individuell mit Materialien beschäftigen können. Das würde mich schon, also wenn das vielleicht mal an einem Fenster ist, okay. Aber wenn ich so gar keine individuellen Werke der Kinder sehe, keine unterschiedlichen Bilder oder auch was sie 3D gebastelt haben oder Bauwerke oder solche Sachen, wenn das alles gleich aussieht, ist es für mich schon ein Zeichen dafür, dass sehr viel vorgegeben ist. Dass die Erzieherinnen, die pädagogischen Fachkräfte, dass die sehr viel irgendwie reingeben, mit Vorlagen arbeiten und nicht so viel von den Kindern vielleicht kommt. Das wäre für mich so ein Zeichen. Sie haben hier nur Marienkäfer. Aber das ist ein guter Tipp. Ja, genau. Und generell eben, dass viel von den Kindern dort ausgestellt ist, an den Wänden oder auch auf Ausstellungsflächen, mit was sie sich beschäftigt haben, was sie selbst gebastelt haben, was sie kreiert haben, erstellt haben. Das zeigt mir dann schon immer, dass es halt um die Kinder geht und nicht unbedingt nur um das, was die Fachkräfte irgendwie schön finden oder was sie sich auch wünschen für die Kinder, sondern dass mehr auch von den Kindern kommt und dass das auch unterstützt wird. Also das ist für dich auch wirklich ein Qualitätsmerkmal, also die gestalterischen Sachen der Kinder und die Individualität. Genau. Und auch, dass das dann auch auf Augenhöhe der Kinder hängt. Das ist dann nochmal so ein, von den Sachen, die ich jetzt aufgezählt habe, ich glaube, das dritte Merkmal. Dass das eben nicht irgendwo ganz weit oben hängt oder so, dass nur die Erwachsenen das schön sehen, sondern dass es wirklich auf Augenhöhe der Kinder hängt, damit sie das selbst sehen, damit sie auch stolz drauf sein können, damit man auch mit den Kindern ins Gespräch nochmal kommt. Weil manchmal zeigen sie dann nochmal ihre Sachen, sprechen darüber, das fördert wiederum die Sprachentwicklung. Also sie können sich einfach viel mehr dann selbst auch damit identifizieren, sehen sich selbst in den Räumen wieder. Und das ist auch ganz wichtig, dass sie sich in den Räumen, in denen sie ja so viele Stunden am Tag unter Umständen verbringen, auch wiedererkennen können. Total wichtiger Punkt, vielen Dank dafür. Du selber arbeitest ja in der Qualitätsentwicklung. Gibt es sozusagen... Standards für Kitas, also ich meine, das wird ja auf jeden Fall, aber die man als, also klar muss ich als Kita-Standards erfüllen, aber gibt es sozusagen wie so Qualitätssiegel, wird wahrscheinlich nicht jede Kita haben, also es gibt ja Unterschiede. Wie ist das da, vielleicht kannst du da mal so ein bisschen Licht ins Dunkel bringen, wo man sich auch da, das sind ja auch so Fragen, die man stellen kann, zum Beispiel, mache ich das jetzt immer bei Sportvereinen, dass man einfach sagt, okay, wird hier der Kinderschutz betrieben, also dass man einfach sagt, okay, das ist mir als Mutter, das ist sonst als Eltern wichtig und einfach zu sagen, okay, das ist jetzt nicht einfach so, gerade ein Sportverein, aber, was sind so Sachen, wo man auch Kitas fragen kann, nach welcher Qualitätsentwicklung, oder Qualitätssicherheit arbeiten wir hier? Ja, genau. Also es kommt ja auch immer ein bisschen auf die rechtlichen Vorgaben je nach Bundesland an. Das ist ja sehr unterschiedlich. Wir bei Fröbel jetzt zum Beispiel, wir haben gesagt, unsere ganzen mittlerweile 250 Kitas, die werden alle extern evaluiert. Das ist eigentlich nur in Berlin Vorschrift. Wir haben aber gesagt, ja okay, wir wünschen uns... Ihr seid deutschlandweit. Genau, genau. Und wir wünschen uns das aber für alle unsere Kinder, dass an der pädagogischen Qualität kontinuierlich weitergearbeitet wird, die weiterentwickelt wird und natürlich auch gehalten wird. Deswegen lassen wir alle Kitas extern evaluieren. Das ist dann alle fünf Jahre, kommt tatsächlich ein externes Institut und geht dann mit einer richtig wissenschaftlichen Skala durch das Haus. Und... Und schätzt tatsächlich nach sehr vielen Merkmalen auch die pädagogische Qualität dann in der Einrichtung ein. Und dann können die Kita-Teams mit den Ergebnissen dann die nächsten fünf Jahre sozusagen umgehen. Also die bearbeiten, sich anschauen, wo sind unsere Stärken, wo haben wir aber vielleicht auch noch Entwicklungspotenzial. Und diese Ergebnisse, das ist jetzt auch noch relativ neu, ich glaube seit zwei Jahren ungefähr, veröffentlichen wir die auch tatsächlich. Also das ist so ein Alleinstellungsmerkmal, dass wir das sehr transparent machen. Aber da das nicht bei jedem Träger so ist, würde ich aber auch tatsächlich empfehlen, da vielleicht mal nachzufragen. Also auch in kleineren Einrichtungen oder bei kleineren Trägern, sage ich mal, oder auch selbst in der Kindertagespflege, kann man ja nachfragen, wie ist denn das bei euch mit der pädagogischen Qualität, wie sichert ihr die, wie entwickelt ihr die weiter. Und das muss sicherlich nicht immer vielleicht das Riesenqualitätsmanagement sein. Aber wenn da so gar nichts kommt, dann wäre ich auch schon ein bisschen. Irritiert oder das wäre für mich auch ein Zeichen, wo ich sagen würde, das würde ich mir schon wünschen, dass sie zumindest sagen, wir reflektieren ganz viel im Team, in den Teamsitzungen und besprechen da mit Fallbeispielen nochmal, wie hätten wir vielleicht anders handeln können. Wir evaluieren uns intern. Also man kann ja auch gewisse Skalen nutzen und die einfach selbst im Team durchgehen. Das ist dann die interne Evaluation. Die ist bei uns auch vorgeschrieben sozusagen. Aber so irgendwie was darüber hören, wie sie pädagogische Qualität überhaupt sehen und wie sie damit umgehen, wie sie die weiterentwickeln. Das würde ich tatsächlich schon fragen, ja, mittlerweile. Aber das ist jetzt nicht sozusagen vorgeschrieben, dass es diese Qualitätssicherung gibt. Also das ist jetzt das, dass der Staat sagt, okay, das muss so und so. Genau, also die interne Evaluation, die ist, glaube ich, in den meisten Bundesländern tatsächlich vorgeschrieben. Das ist dann eher, dass das Team sozusagen bei sich selbst reflektiert, sich selbst die pädagogische Arbeit irgendwie anschaut. Auch da kann man dann verschiedene Verfahren natürlich nutzen. Und genau, dass man das dann jährlich doch tatsächlich da auch ein Auge drauf hat. Nur diese externe Evaluation, dass eben von außen wirklich jemand drauf guckt, das ist nicht überall vorgeschrieben. Nee, das ist super ungewöhnlich in Deutschland und da seid ihr, glaube ich, ja auch eine der Vorreiter. Warum denkst du, dass das so wenige Träger eigentlich machen? Also es ist sicherlich auch eine finanzielle Frage, weil man muss ja dann jemanden extern beauftragen und das kostet auch Geld. Was kostet das? Das ist von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich und es kommt dann auch auf die Größe zum Beispiel der Einrichtung an. Also vielleicht nicht bei jedem Anbieter, das ist immer die Frage, wie berechnen sie das? Aber meistens wird es wahrscheinlich so sein wie auch bei uns, dass es für die größeren Kitas dann eben auch noch mehr kostet, weil es entweder mehr Beobachtungstage sind oder weil mehr auch EvaluatorInnen dann in die Einrichtung müssen. Und genau, je nachdem von wo die dann auch anreisen müssen und so weiter. Bei uns ist dann der externe Anbieter zum Beispiel in Berlin, muss dann aber ja in unsere Einrichtungen auch nach München fahren. Okay. Und das, genau, das sind dann auch finanzielle Fragen sicherlich. Du hast gesagt, ihr habt vor zwei Jahren angefangen, sozusagen die Ergebnisse auch auf eurem Website darzustellen. Wie war das Feedback? Weil es war ja bestimmt, also ich meine, es ging euch ja wahrscheinlich nicht darum, wenn man so eine Qualitätssicherung macht oder wenn man das evaluiert, dann gibt es ja bestimmt auch Sachen, die man verbessern kann. Das wird ja noch nicht alles tip top sein. Wie war die Rückmeldung oder das Feedback der Eltern, dass ihr sozusagen die Ergebnisse öffentlich zugänglich gemacht habt? Also ich glaube, die Eltern, die finden das gut. Die können sich das ja dann anschauen. Wir versuchen auch immer dann die Bereiche, die dahinter stehen, nochmal zu erklären, weil das sind dann so Diagramme, die wir eben veröffentlichten, also auch so mit den Werten. Also man sieht nicht jetzt genau die Kommazahlen, sag ich mal, aber man sieht eben schon natürlich, in welche Tendenz das geht. Und es gibt dann auch bestimmte Bereiche, die sind auch immer ein bisschen niedriger. Das ist oft so der Hygienebereich tatsächlich. Okay, der Hygienebereich. Genau, weil da aber auch sehr viele Faktoren eine Rolle spielen und weil der auch relativ streng ist. Die Skalen, die wir nutzen, kommen zum Beispiel ursprünglich aus Amerika. Da spielt die Hygiene eine noch größere Rolle und das wurde dann an das deutsche System schon auch adaptiert. So ein paar Merkmale wurden dann auch angepasst an das deutsche System. Aber so grundlegend geht es da sehr viel tatsächlich auch um Händewaschen, aber auch um Ernährung. Also wie lange werden die Mahlzeiten warm gehalten, dann sinkt ja der Nährstoffgehalt. Also das spielt da alles eine Rolle, Sicherheitsfaktoren, die ja auch in der Kita eine große Rolle spielen. Und da können schon ganz, ich sag mal, kleine Sachen schon dazu führen, dass das halt einfach ein Sicherheitsrisiko doch für die Kinder ist. Und deswegen ist dieser Bereich eben sehr streng. Zu Recht ja aber auch und genau, da ist dann oft noch Entwicklungspotenzial da und das muss man dann manchmal aber auch erklären natürlich. Und das ist auch für die Einrichtungen dann auch gerade am Anfang spannend gewesen, wenn da so ein Bereich, ich sag mal ein kleines bisschen niedriger eingestuft wurde. Dann auch gerade jetzt in der heutigen Zeit, wo die Familien sich die Einrichtungen aussuchen können und diese Ergebnisse veröffentlicht sind. Das ist natürlich dann aufregend, nochmal mehr für die Einrichtungen, wenn sie selbst vielleicht auch mit bestimmten Bereichen gar nicht so zufrieden waren. Und da muss man sehr auch in die Kommunikation gehen, auf jeden Fall. Du hast gerade Sicherheit angesprochen. Wir waren jetzt schon bei den Räumlichkeiten, worauf man achtet. Auch das sind ja Sachen, so wie es eine Kita, die Sicherheit aufgestellt. Ich finde das... Ja, wirklich auch eine große Herausforderung und bin jedes Mal total begeistert, wenn man auf so viele Kinder gleichzeitig ja sozusagen aufpasst. Das ist ja wirklich, das ist ja eine krasse Verantwortung. Und das sind ja wahrscheinlich auch Punkte, wenn wir jetzt sozusagen in, wir haben jetzt 45 Minuten Zeit, besichtigen eine Kita, haben eine nette Leiterin, frisch gestrichene Wände. Aber auch was das Sicherheitsthema angeht, was sind dann da auch, wo man vielleicht mal um die Ecke gucken muss, wo würdest du da sagen, worauf sollte ich da achten? Eigentlich muss man da gar nicht um die Ecke gucken. Das fängt auch im Prinzip schon wieder vor der Tür oder an der Tür an. Wenn ich als fremde Person einfach reingehen kann, dann ist eigentlich schon was schiefgelaufen. Also es muss eigentlich so gesichert sein, dass ich klingeln muss. Also dass ich nicht einfach so reinkomme durch die Außentür oder auch im Garten. Also es muss irgendwie schon abgesichert sein, entweder durch einen Türcode, den kennen dann die Familien, die ihr Kind wirklich auch dorthin bringen. Oder eben eine Klingel, wenn ich noch eine fremde Person bin und mir die Kita nur angucken möchte, dann sollte da schon irgendeine Art von Absicherung stattfinden. Und dann geht es auch weiter an den Räumlichkeiten, also zum Beispiel, ja, Steckdosen ist ja wie zu Hause auch, also sind die zum Beispiel kindersicher und dann auch sind, ich sag mal so nicht pädagogische Räume, die eigentlich nur für die Erwachsenen sind, gibt es ja auch immer mal Abstellkammern, Putzräume oder auch die Toiletten, die wirklich nur für die Erwachsenen sind, wo ja vielleicht auch Dinge stehen, die nur für die Erwachsenen sind, die Personaltoiletten zum Beispiel. Sind die auch so gesichert, dass die Kinder dort nicht rein können, gerade in so einen Putzraum, wenn der einfach offen zugänglich ist für die Kinder. Das ist gut bei den Spielmaterialien, das ist aber nicht gut bei den Materialien, wo sie eben ja, nicht ran sollten. Und auch ganz wichtiges Thema immer sind so Lichterketten oder solche Sachen, die schön sind und dekorativ, aber wenn die zu weit unten hängen, ist das halt auch einfach ein Sicherheitsthema. Lichterketten. Ja, Strangulationsgefahr ist bei vielen Dingen, die wir gar nicht so auf den ersten Blick sehen würden, ist die einfach da. Oder auch im Rollenspielbereich, wenn man Taschen hat mit sehr, sehr langen Henkeln. Das ist tatsächlich auch schon ein Sicherheitsrisiko. Da könnte ich dir noch wahrscheinlich stundenlang von weitererzählen. Ja, aber das waren jetzt erstmal die wichtigen Punkte. Ich glaube auch die erste, die du genannt hast, wie komme ich da rein? Also dass man sich wirklich Gedanken macht, ich bin jetzt eine fremde Person, wie schnell bin ich hier reingekommen? Passiert. Ich meine, sowas höre ich bei unserer Größe des Trägers oder auch einfach in den Nachrichten von anderen Trägern und Kitas. Also kommt vor, dass eine fremde Person dann einfach auf einmal in der Kita steht. Und dann merkt man das doch mal, dass das eben wichtig ist. Okay, da kriege ich jetzt gleich schon wieder ein bisschen Schnappatung. Aber wir sind jetzt in dieser Kita, haben 45 Minuten Zeit, sieht alles super schön aus. Was sind die Fragen, die du unbedingt stellen würdest, die wir hier heute festhalten, die ihr euch dann aufschreiben könnt, wenn ihr jetzt demnächst vielleicht eine Kita besichtigt? Genau, also eins hatte ich ja schon gesagt, nach dem Qualitätsmanagement, das würde ich wahrscheinlich anders ausdrücken und es wäre vielleicht auch nicht die erste Frage, die ich stellen würde. Macht man sich nicht vielleicht beliebt. Genau, das glaube ich auch. Aber ich würde, genau, die würde ich irgendwann später auf jeden Fall stellen. Ich glaube, Dinge, die mich sehr interessieren würden, weil das natürlich auch ist auch nochmal mein Fachbereich, aber finde ich generell schon auch wichtig. Ja, wie die Kinder den Alltag mitgestalten. Also wo können sie auch selbst Entscheidungen treffen? Wie sind sie mit einbezogen in Regeln, die irgendwie erarbeitet wurden? Also haben die Kinder die auch mit aufgestellt oder entscheiden das alles die Erwachsenen? Also das wären tatsächlich schon so Mitfragen, die ich... Vielleicht neben organisatorischen Dingen, die mich interessieren würden. Vom Alltag her, aber so vom pädagogischen wären das Fragen, die ich relativ schnell stellen würde. Also ja, können die Kinder hier mitgestalten? Können sie mitpartizipieren? Und wenn ja, wie? Können sie selbst entscheiden, was sie essen? Sind sie da irgendwie beteiligt? wenn sie nicht essen möchten, ist das auch okay? Müssen sie sich hinlegen und schlafen? Ganz, ganz wichtige Frage, ob die Kinder Mittagsschlaf machen müssen oder ob das eher bedürfnisorientiert ist. Also das wären so pädagogische Fragen, die ich stellen. Gibt es eine Wachgruppe? Genau, wie ist das generell geregelt? Wie frei können die Kinder wählen, mit was sie sich beschäftigen möchten? Können sie auch mal den Raum wechseln? Oder ist das sehr gruppenbezogen und alle müssen dann immer in dem Raum bleiben oder bei dem Angebot, was irgendwie gerade stattfindet? Also das, finde ich, sagt sehr, sehr viel über die Haltung der Erwachsenen aus, die dort arbeiten. Deine Empfehlung als Pädagogin? Also ich höre schon raus, dass du das schön findest, wenn es eher offener ist. Ja, also es ist immer natürlich wichtig, wie es umgesetzt wird, weil ich sage mal ein offener Bereich. Was bedeutet das genau, also dass die Kinder, kannst du mal kurz erklären. Genau, also ja, wir nennen es offene Pädagogik. Es gibt ja auch wirklich das Konzept offene Arbeit. Ist unterschiedlich. Also oft wird es so verstanden, dass einfach alle Räume geöffnet sind. Das ist es aber nicht nur. Also wichtig ist schon, dass die Kinder frei wählen können, wo sie hingehen. Das heißt nicht, dass alle Türen immer offen sein müssen, aber dass sie schon irgendwie die Möglichkeit haben, wenn sie zum Beispiel jetzt lieber bei einem anderen Angebot oder einem anderen Raum sein möchten, zum Beispiel im Bewegungsraum, weil sie gerade eher Bewegungsdrang haben, dass man ihnen das eben auch ermöglichen kann. Und umso besser ist es natürlich, wenn sie nicht immer fragen müssen, sondern wenn es schon irgendwie ein System gibt, wo sie... Das ist ja ganz unterschiedlich. Man kann es mit Magneten machen oder mit verschiedenen Karten oder wie auch immer. Aber ein System, wo die Kinder eben Bescheid sagen können oder signalisieren können, wo sie gerade hingehen. Und das ist natürlich, das muss man auch üben. Das können dann nicht alle Kinder immer sofort, das ist klar. Es fühlt sich jetzt so an wie so ein kleiner Ameisenhaufen und jeder geht immer so, hi. Ja, es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Also wir haben auch Einrichtungen, wo das sehr gut mit Walkie Talkies zum Beispiel klappt. Also wo die Fachkräfte sich dann absprechen, weil das Kind irgendwie sagt, es möchte jetzt im Bewegungsraum und dann gibt man eine kurze Absprache und sagt, Kind kommt jetzt oder auch einfach das Kind wird jetzt abgeholt oder solche Sachen. Also wo sie tatsächlich in großen Häusern mit Walkie Talkies kommunizieren. Aber muss man alles irgendwie, also kommt ja auch aufs Team an, ob man sich vorstellen kann, so zu arbeiten. Aber es gibt Einrichtungen, wo das gut klappt. Aber das ist im Prinzip so diese Offenheit schon mal, dass die Kinder irgendwie schon auf eine gewisse Art und Weise entscheiden können, was sie mit wem wann spielen möchten oder mit was sie sich beschäftigen möchten. Und da gibt es, wie gesagt, unterschiedliche Systeme. Und das heißt nicht immer, dass alles offen sein muss, weil es geht auch manchmal vom Gebäude her gar nicht. Aufsichtspflicht muss ja trotzdem gegeben sein. Also es gibt auch Gebäude, wo es... Stellt man sich vor, dass die Erzieherin so in jedem einzelnen Raum einer da, wie so Station? Ja, es gibt ja so zum Beispiel entweder, also wirklich so bildungsthematisch, dass es verschiedene Räume gibt, wie den Bewegungsraum. Und dass man sich als Team dann tatsächlich aufteilt, dass die Räume besetzt sind. Und am besten ist natürlich, wenn alle Räume besetzt sind, dass die auch offen sein können, dass die Kinder auch wirklich jeden Raum nutzen können, je nachdem, wo sie hinwollen. Aber da wären wir bei der Personalbesetzung und beim Krankenstand auch. Es sind nicht immer alle pädagogischen Fachkräfte da in der Einrichtung, die dort vielleicht eigentlich gerade arbeiten. Aufgrund von Urlaub, Fortbildung, Krankheit, Schwangerschaft, Mutterschutz, was auch immer, sind natürlich nicht immer alle vor Ort und das macht es schwieriger, die Räumlichkeiten auch so zu gestalten und zu öffnen, dass die Kinder die auch wirklich selbstständig nutzen können. Du bist jetzt Pädagogin und kennst die unterschiedlichen Konzepte, aber viele Eltern, wir haben jetzt gerade über das offene, Konzept gesprochen, also mit den Räumlichkeiten, aber wenn ich jetzt sozusagen überhaupt noch gar keine Erfahrung damit habe, ich suche halt eine gute Kita, wir haben jetzt die Punkte genannt, die du jetzt schon uns erklärt hast. Aber wo finde ich das richtige Konzept für mich und mein Kind? Also das ist ja auch etwas, also ich meine, wenn die dann, sagen wir mal, die meisten Kinder, jedenfalls hier in Berlin, kommen ja sozusagen so mit 12, 13 Monaten. Das ist ja, glaube ich, das Haupteinschulungs- oder Kita-Eintrittsalter. Da kannst du ja auch noch nicht so ganz genau sagen, was ich da auch für ein Kind habe. Das ist ja schon noch auch in dieser Phase, wo man einfach ganz genau gucken muss, wie man dann auch da den richtigen Ort findet. Das finde ich einfach auch in dem großen Angebot. Also es hört sich ein bisschen so, weißt du, wie das so ist, wenn man sich Krankenhäuser anguckt zur Geburt, dann geht man zu diesen Infoabenden und da wird ja erzählt, ja, wir machen das, wir machen das und das und dies. Und die Realität ist ja dann doch immer eine ganz andere. Und das finde ich halt auch so wichtig, Also wir haben jetzt ja nur die Räumlichkeiten und ein paar Dinge angesprochen, aber auch, wie schaffe ich da das richtige Konzept zu finden? Und ihr auch bei Frögel habt ja auch ganz viele unterschiedliche Konzepte. Genau, genau. Also ja, weil wir einfach sagen, die Häuser, also wir haben so ein Rahmenkonzept. Also auch viele Dinge von denen, die ich schon aufgezählt habe, die gehören da dazu. Also zum Beispiel ist für uns auch die Basis Kinderrechte und da gehört sowas wie Partizipation eben einfach dazu. Oder auch sowas wie die offene Pädagogik, die aber auch nicht ganz starr ist. Da gibt es nicht ganz starre Vorgaben, aber wo man einfach sagen kann, offene Pädagogik heißt eben diese freie Wahl oder heißt auch, dass Kinder das einen bestimmten Zwang nicht gibt, dass sie nicht schlafen müssen und dass ich generell offen bin für jedes Kind und für die Bedürfnisse jedes Kindes. Das gehört auch so zu dieser Offenheit dazu. Nichtsdestotrotz haben unsere Häuser auch unterschiedliche Schwerpunkte, pädagogische oder unterschiedliche pädagogische Konzepte. Und da, also zum Beispiel auch bei uns gibt es Einrichtungen, die noch offener arbeiten und welche, die da noch auf dem Weg sind. Und wir merken auch bei den Familien, dass das... Unterschiedlich ankommt, auch dieses offene Konzept. Also das ist auch nicht irgendwie für jeden etwas, glaube ich. Also nicht alle Eltern sind damit zufrieden, aber da kommt es natürlich auch wieder auf die Umsetzung an. Aber bei dem offenen Konzept, genau, muss man sich eben klar machen. Dass es nicht immer den einen Bezugserzieher für das Kind gibt. Und dass es deswegen auch mal sein kann, wenn ich mein Kind abhole, dass ich nicht sofort, dieses Tür-und-Angel-Gespräch, dass ich nicht sofort die Person sozusagen habe, treffe dort in der Kita, die den ganzen Tag bei meinem Kind war und die mir deswegen ganz kleinteilig erzählen kann, wie jetzt der Tag meines Kindes war. Und das schon allein stört viele, weil sie den Eindruck haben, dass sie nicht die Informationen bekommen, die sie gerne haben möchten über ihr Kind, was da an dem Tag so passiert ist, zumindest nicht sofort. Und manchmal entsteht dann auch der Eindruck, ja, mein Kind hat ja hier irgendwie gar nichts gemacht oder die wissen es nicht oder jeder macht hier, was er will. Das ist auch oft, was ich so, weil ich auch viel Einblick in die Familienbefragung bei uns habe. Genau, was oft so ein Satz ist, irgendwie kann da jedes Kind machen, was es will und man weiß dann gar nicht so richtig, was die aber eigentlich gemacht haben. Und das ist bei dem offenen Konzept eben schon so, dass manchmal die Informationen nicht so fortkommen. Umso wichtiger ist es, dass die Einrichtungen wirklich viel beobachten, die Kinder insgesamt einfach. Und das auch viel dokumentieren. Also das wäre zum Beispiel auch ein Qualitätsmerkmal, wenn ich in die Einrichtung komme, dass ich die Werke der Kinder sehe, aber auch, dass ich irgendwie sehen kann, was haben sie denn eigentlich gemacht an Projekten, an Angeboten. Also dass das auch irgendwie transparent gemacht wird. Das kann man ja heutzutage auch gut digital machen. Viele Einrichtungen machen das über Newsletter, dass sie so den Familien und den Eltern berichten können. Was überhaupt stattgefunden hat. Ja, oder auch diese Apps, die es mittlerweile gibt. Ja, aber da gibt es sicherlich Unterschiede als Familie auch, was man sich irgendwie besser vorstellen kann. Mir wäre es total wichtig, dass mein Kind die Möglichkeit hat, sich offen, frei zu bewegen. Also es ist auch aus kindheitspädagogischer Sicht schon etwas, was wichtig ist. Aber es ist immer noch so, dass das nicht für jeden, also je nachdem wie offen das auch ist, für jeden irgendwie das Geeignete ist. Manche wünschen sich auch gerade, vor allem in der Nestzeit, wenn das Kind irgendwie gerade mal ein Jahr alt ist und in die Einrichtung kommt, dann ist natürlich auch ein bisschen so ein Nestbereich und so ein Stück Sicherheit und so auch nochmal wichtiger. Also im Nestbereich finde ich das auch auf jeden Fall wichtig, weil die sind ja wirklich auch, also man denkt ja immer so, wenn man ein Kind gerade geboren hat, okay, wenn die eins sind, sind die dann groß, aber es sind ja auch noch Babys. Ja, klar. Die brauchen schon auch noch so einen gewissen Rahmen und Schutz und, sind auch noch, das merkt man auch schnell überfordert, wenn da der Bereich total offen gestaltet ist. Also das ist auf jeden Fall definitiv so. Habe ich überhaupt den Anspruch als Eltern, dass ich jeden Tag überhaupt so einen Lagebericht bekommen kann? Also ich denke mir halt so, wenn ich jetzt das als pädagogische Fachkraft jeden Tag, wie viele Kinder, das ist eine Frage. Und auch die nächste Frage ist. Was ist der Standard, wie viele Kinder auf wie viel Erzieher? Kannst du das bestimmt auch beantworten. Ja, naja, das ist auch wieder von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Tatsächlich, da gibt es ja verschiedene Rahmenbedingungen zu diesem Personalschlüssel. Wer hat den strengsten? Oh, das weiß ich nicht. Das kann ich dir nicht sagen. Lisa in Berlin. Ähm... Ich glaube, in Berlin ist es, da nagel ich mich nicht fest, müsste ich auch noch mal nachgucken, dann ist es ja immer ein Unterschied im Krippenbereich. Sagen wir mal den Ness-Bereich. Denk mal, dass viele hier einfach, also ich glaube, das ist ja auch so der Ness-Bereich. Wie viele Kinder auf einen Erzieher? Ich glaube, ein Erzieher auf fünf oder sechs. Sechs, oh Gott, sechs finde ich schon. Ja, ich glaube, fünf sind es aber. Genau, und im Elementarbereich ist es dann acht. Das ist schon krass, ne? Ja. Ich habe vor, du bist mit acht Kindern alleine unterwegs. Acht oder vielleicht sogar noch mehr. Ja, genau. Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Und da ist es ja auch nur die Vorgabe. Aber die kann ja auch nicht immer eingehalten werden. Manche Tage sehen dann auch anders aus. Oder dann gibt es verkürzte Öffnungszeiten, damit es doch eingehalten werden kann. Da finden ja dann die Einrichtungen verschiedene Lösungen, weil es natürlich schon irgendwie auch da wieder um Aufsichtspflicht und solche Dinge auch geht. Vielleicht ist es gerade nur. Mein persönliches Empfinden, aber ich habe gerade so das letzte Jahr so gemerkt, dass sehr, sehr viele Kitas, Einrichtungen damit zu kämpfen haben, was du gerade angesprochen hast, dass sie Notbetreuung, dass sie den Schlüssel nicht halten konnten, dass deshalb Eltern sozusagen darauf angewiesen waren, die Kinder früher zu holen oder auch, wenn möglich ist, überhaupt gar nichts zu bringen, zu Hause zu betreuen. Wie ist die aktuelle Lage? Ja, also das ist schon immer noch der Fall, so dass verkürzte Öffnungszeiten, also dass man dann auch zum Beispiel gebeten wird, die Kinder einfach früher abzuholen. Doch, das ist tatsächlich noch, man merkt auch immer, es gibt so Wellen, wieder bestimmte Krankheitswellen. Also das merken wir auch, wenn bei uns im Team auch irgendwie eine Krankheitswelle ist, also ist das auch in den Einrichtungen so, das merke ich schon. War jetzt auch gerade wieder eine hohe Erkältungswelle, fand ich und, zack wurde ich auch zum Beispiel gebeten, das Kind vielleicht eher abzuholen, also das ist auf jeden Fall noch, Alltag und dann ist es aber auch tatsächlich sehr unterschiedlich von den Einrichtungen also manche sind davon sehr viel stärker betroffen und dann gibt es Einrichtungen die das irgendwie, wo das gar nicht so Thema ist, das ist sehr unterschiedlich aber insgesamt kommt es schon noch vor. Woran liegt das bei den einen, dass die einfach mehr Personal haben, dass sie dann sozusagen einsetzen, ich meine die werden ja auch nicht weniger krank sein in der Kita. Ja, und vielleicht ein anderes auch Springer-System. Also wenn es dann zum Beispiel Springer in der Einrichtung gibt, dann kann man das darüber besser abdecken. Die können dann eben von Bereich zu Bereich eher hin und her springen oder weil der Träger auch einen Springer-Pool hat zum Beispiel. Und ich glaube auch, was ich auch den Einrichtungen immer empfehle, den Kitas, ist spielt es doch mal durch. Also was könnt ihr noch leisten, wenn 90 Prozent des Personals da sind. Was könnt ihr noch leisten, wenn es nur 70 sind? Was könnt ihr bei 50 noch leisten? Also, dass man das mal, dass man so einen Prozess oder auch einen Notfallplan hat, je nach Stufe, wie viel Personal eben gerade nicht da ist und dass man dann auch schaut, welche Räume können wir dann noch öffnen? Was können wir noch leisten? Wie können wir die Öffnungszeiten noch halten? Wie können wir den Betreuungsschlüssel noch halten? Also, dass man das alles mal irgendwie so durchspielt. Das ist, glaube ich, auch eine ganz wichtige Frage für Eltern, vielleicht auch einfach alleinerziehende Eltern, die ja wirklich angewiesen sind, dass ihr Kind in dieser Zeit betreut ist. Und wenn man dann halt immer diesen großen Ausfall hat, dann ist es natürlich gar nicht möglich, arbeiten zu gehen. Und auch ja eine Existenzgefährdung. Das ist natürlich auch total schwierig. Verlastend für alle Beteiligten und natürlich auch am Ende für die Kinder. Also weil das ja auch ein Stück weit Verlässlichkeit, Sicherheit nimmt. Also wenn das irgendwie jeden Tag anders ist. Klar, bei den Öffnungszeiten trifft es vielleicht eher die Eltern, aber wenn es zum Beispiel auch, wenn sehr viele immer mal fremde Personen reinspringen in die Gruppe, weil die Bezugserzieherin oder die, die eigentlich da sind, krank. Ist, dann ist es natürlich auch für die Kinder doch auch schon, würde ich sagen, eine belastende Situation. Also Kinder nehmen das ja unterschiedlich mit. Manche können das sehr gut aushalten, finden das gar nicht so schlimm. Für andere Kinder ist es schon wichtig, dass die Personen, die da sind, dass sie verlässlich auch da sind, dass sie die kennen, können sich nicht so schnell auf fremde Personen einlassen. Wenn wir das jetzt gerade anspringen, wir haben jetzt den Kita-Platz gefunden, haben uns für eine Kita entschieden, dann startet man ja mit der Eingewöhnung. Was sind da so Punkte auch, die du total relevant findest, wie so eine Eingewöhnung ablaufen sollte? Was sind meine Ansprüche auch wie sollte man das am besten gestalten wir haben jetzt gerade angesprochen Bezugserzieher ist es besser, dass es wirklich die eine Person ist oder ist es von Anfang an gut auch eine zweite Person, weil die Wahrscheinlichkeit, dass diese eine Person immer da ist, ist ja auch einfach, sehr ungewöhnlich, also was sind so die großen Themen bei der Eingewöhnung und wie sollte das eigentlich am besten ablaufen. Und wie würde ich jetzt wirklich mich auf das Kleinkindalter jetzt erstmal beziehen, weil das ist ja doch nochmal ein Unterschied, als wenn man jetzt ein 3- oder 4-jähriges Kind eingewöhnt. Ja, absolut, obwohl da auch oft die gleichen Faktoren trotzdem noch eine Rolle spielen. Aber klar, es ist auch nochmal was anderes. Ja, also ich finde A, weil wir ja auch vorhin so darüber gesprochen haben, wie finde ich die richtige Kita? Auch da fängt es vielleicht schon vorher an. Also zum Beispiel, klar, man kann zum Tag der offenen Tür gehen, man kann sich die Internetseite angucken, den Außenauftritt, irgendwie sich versuchen, über verschiedene Wege zu informieren. Ich finde mittlerweile sind wir auch in einer Situation wo man durchaus mal fragen kann oder wo es auch von selbst angeboten wird, ob man auch mal hospitieren kann, also mal wirklich wenn die Kinder da sind und auch im Alltag ist natürlich auch immer eine Frage des Abwägens weil die Kinder, die schon in der Einrichtung sind sollen natürlich auch nicht überfordert sein, wenn da ständig Eltern, kommen, Fremde, Erwachsene, also da muss man auch das gut planen, aber, ja ich würde da schon auch mal nachfragen, ob ich die Möglichkeit habe zu hospitieren, auch schon vor der Eingewöhnung und dann sich auch wirklich noch bewusster für oder gegen die Einrichtung entscheiden zu können. Das finde ich auch wirklich den schwierigsten Punkt. Ich hatte ja gerade zu Beginn der Folge schon gesagt, dass ich hatte bei meinen beiden, ich habe vier Kinder, 15, 13, 7 und 4. Und bei den beiden Großen hatte ich eine Kita, mit der ich super happy war. Da waren wir viele Jahre lang tätig. Ganz kirchlicher Träger und es war einfach so, es war eine superschöne, große Gemeinschaft. Und dann kam Corona bei meiner dritten Tochter und ich weiß nicht, ich habe mich vielleicht auch schwer getan, sie mit einem Jahr schon in die Kita zu geben. Ich glaube, es war so das Ganze und dann bin ich so Hals über Kopf aus dieser Kita raus und habe mich für eine neue entschieden. Das war irgendwie auch nicht so die richtige Entscheidung. Und habe mich total, also hatte ich die eine, da habe ich die Eingewöhnung abgebrochen, weil ich mich einfach nicht mehr, es haben sehr viel das. Personalzeit gewechselt bei Schwangerschaften und so weiter und dann habe ich mich für eine andere Kita entschieden, die eigentlich ganz okay war, aber ich finde die Räumlichkeiten haben schon auch immer, spielen für mich schon sehr eine Rolle, also es war einfach ein Haus, musst du dir vorstellen, was, wo immer eine Etage die jeweiligen Gruppen waren und dann ging man durch ein öffentliches Treppenhaus. Ja. Und irgendwie war so dieses, ich bin schon, oder wir mögen das sehr gerne, so diese Gemeinschaft und das ist da so ein bisschen, so untergegangen dadurch, dass immer alle so getrennt waren und dann hattest du dieses öffentliche Treppenhaus, wo einfach auch fremde Personen, wie du ja auch gerade gesagt hast, Sicherheit, also klar, wir hatten Türcode, aber es hat sich irgendwie auch nicht so richtig gefühlt und die Corona-Zeit war ja für alle einfach schwierig. Also das war ja schon einfach eine harte Situation in den Kitas. Und dann habe ich nochmal in ein anderes Konzept mit ihr gewechselt und ja, irgendwie bin ich nicht so warm geworden. Und jedes Mal war es so, diese Infoabende total gut, aber, Wenn man dann wirklich drin ist, dann sieht es irgendwie anders aus. Und das hat mich so richtig traurig gemacht, weil meine beiden Großen hatten so eine schöne Kita-Zeit und bei ihr hatte ich so einfach diesen Wechsel und irgendwie so nie dieses Ankommen. Dass ich mir jetzt für meine letzte Tochter nochmal gewünscht habe, so bin ich wieder auf den kirchlichen Träger gekommen. Weil mir so dieses, es geht gar nicht darum, dass dieses kirchliche so, aber so dieses. Diese Feste feiern und die schön zu zelebrieren und das auch in Gemeinschaft mir persönlich total wichtig ist. Und da bin ich jetzt gerade wieder angekommen, dass ich einfach merke, dass es einfach schön ist, so diese gesamte Kita-Gemeinde. Also jeder bringt auch was ein, weil ich finde ja auch total wichtig, nicht nur, ich finde es ja oft auch so ein bisschen von Eltern eine sehr schwierige Situation, wenn wir jetzt darüber reden, auf was soll ich achten. Ich mache meinen Fragenkatalog, aber ich finde auch total wichtig, dass wir Eltern uns einbringen mit in die Gemeinschaft. Und nicht nur so, ich gebe jetzt mein Kind ab und nache mir die Sinnflut. Also das ist jetzt so meine persönliche Einstellung dazu, sondern weil das bedeutet ja auch Gemeinschaft. Und das habe ich oft so das Gefühl, dass die Kita soll das mal alles alleine regeln. Ja, das ist ja auch im Prinzip das, wo du auch vorhin gefragt hast, wie sollen Eltern wissen, auch vom Konzept her. Da finde ich es immer gar nicht so wichtig, ist das jetzt Montessori oder, haben wir jetzt Bewegungsschwerpunkt, das ist ja sehr auch nochmal, da kann man sich ja irgendwie informieren und sagen, das ist mir jetzt für mein Kind wichtig, aber sich genau diese Fragen auch vorher mal für sich selbst zu stellen, möchte ich mich eigentlich gern mehr einbringen? Möchte ich auch wirklich den Alltag vielleicht sogar mitgestalten können? Ist mir diese Gemeinschaft wichtig, dass wir irgendwie auch gemeinsame Tage, Feste, Rituale haben? Irgendwie möchte ich die anderen Eltern auch kennenlernen? Möchte ich mich mit denen auch viel austauschen? So sich das selber auch mal vorher zu fragen. Und diese Fragen kann man dann natürlich auch stellen, auch schon vor der Eingewöhnung und dann natürlich auch in der Eingewöhnung, obwohl es dann natürlich schon für solche Fragen fast ein bisschen spät ist. Aber da kriegt man ja vielleicht dann auch noch mal so ein bisschen mehr ein Gefühl dafür, wie, Ist auch wichtig, Bauchgefühl. Und das, glaube ich, merkt man dann auch, wenn man zum Beispiel hospitieren geht, dann hat man vielleicht noch mal mehr so ein bestimmtes Bauchgefühl. Und darauf sollte man auf jeden Fall neben allen pädagogischen und Qualitätsfragen auch hören. Also das gehört auch mit dazu irgendwie. Wie ist mein Bauchgefühl eigentlich, wenn ich hier reinkomme und wenn ich hier auch verweile und jetzt umso mehr ich mit den Menschen hier gesprochen habe oder Interaktionen gesehen habe. Ich glaube, das ist auch immer ein ganz wichtiges Gefühl, was man ja nicht umsonst hat. Ja, das stimmt. Genau, aber das ist, ja, und andere Eltern, die wollen das eben gar nicht. Also ich habe auch schon mit Eltern gesprochen und habe so jetzt gerade in der Situation, wir hatten die Wahl jetzt zwischen drei Kitas und alle waren in unserer Nähe und haben irgendwie bestimmte Punkte erfüllt. Und ich so, naja, woran habt ihr es dann jetzt ausgemacht? Ja, so ganz praktische Gründe. Ich wollte so wenig wie möglich irgendwie auch Aufwand haben. Also ich will zum Beispiel keine Brotbüchse packen müssen. Mir ist wichtig, dass es da irgendwie die drei Mahlzeiten Frühstück, Mittag, Festbar am Tag gibt, damit ich da nicht noch irgendwie noch mehr mit zu tun habe. Oder ich möchte gar nicht so viel gefragt werden, ob ich da mithelfen kann, ob ich da mich mit einbringen kann, weil ich habe eh schon so viel um die Ohren, mir wäre das dann viel zu viel. Also das sind ja natürlich sehr persönliche und vielleicht auch einfach praktische Entscheidungen, die dann auch noch mit reinspielen. Wenn man sich überlegt, wie viel Zeit, dann das Kind in der Kita verbringt, zu der Zeit, die es dann, also das erste Lebensjahr, in den meisten Fällen ja 24, 7 sozusagen zu Hause. Und dann ist es ja schon einfach ein sehr starker Schnitt dann, das Kind in die Kita zu geben und dann den Hauptteil des Tages ja sozusagen fremdbetreuend zu sein. Dass man dann ja bestenfalls auch einfach viel darüber weiß, was mein Kind den ganzen Tag macht. Ja, auf jeden Fall. Und naja, da ist, glaube ich auch, weil du ja auch nach der Eingewöhnung gefragt hast, dieser Übergang eben, dass der auch wirklich verlässlich gestaltet wird. Und auch da gibt es ja tatsächlich auch wissenschaftliche Erkenntnisse, dass zum Beispiel nicht vor dem vierten Tag getrennt werden sollte. Auch wenn die Kinder das vielleicht erst mal augenscheinlich gut mitmachen würden. Auch bei den Vierjährigen? Ja, tatsächlich. Also weil das ist trotzdem irgendwie, dann ist es vielleicht eher eine Ungewöhnung. Oder auch da kann es ja eine Eingewöhnung sein, dass das Kind auch länger zu Hause einfach war. Deswegen ja doch, also so eine frühzeitige Trennung. Oftmals denkt man auch, das Kind ist schon so weit. Und da wird dann auch wieder auf dieses Bedürfnisorientierte sozusagen als Begründung genommen. Ja, aber das Kind hat ja irgendwie gezeigt, dass es schon so weit ist. Aber da muss man auch sagen, ja einiges zeigen Kinder aber auch auf unterschiedliche Weise oder eben auch nicht. Also das haben Studien eben herausgefunden, dass es auch trotzdem innerlichen Stress für ein Kind bedeuten kann, wenn so früh getrennt wird, auch wenn es das vielleicht nicht ganz offensichtlich zeigt. Aber man geht eben auf Nummer sicher, wenn man nicht frühzeitig trennt. Ja, okay. Und wie lange sollte so eine Eingewöhnung dauern? Was ist so der Schnitt? Ja, zwei bis vier Wochen ist schon so der Schnitt. Zwei Wochen ist jetzt ganz schön kurz. Ja, genau, das ist eher die kürzere Variante. Aber genau, also mindestens würde ich mal sagen, weil manche eben das auch gern verkürzt haben. Also vor allem natürlich auch Familien, Eltern, weil sie das irgendwie kürzer eingeplant haben. Also man sagt schon, so vier Wochen auf jeden Fall sollten immer eingeplant sein. Ich habe eher auch bei uns als Familie wir haben eher gesagt, wir nehmen uns zwei Monate weil es kann halt doch auch einfach länger dauern und dann ist es eben ungünstig, wenn man zu wenig Zeit eingeplant hat. Was war die letzte Eingewöhnung also die längste Eingewöhnung die du mit betreut hast oder begleitet? Kann ich nicht genau sagen, weil ich tatsächlich auch gescheiterte Eingewöhnungen gesehen habe und da also die längste Eingewöhnung, naja waren vielleicht schon so acht Wochen aber das ist halt immer die Frage ab wann ist eine Eingewöhnung vielleicht aber auch einfach gar nicht so richtig gelungen. Also weil das gibt es ja auch und das habe ich jetzt schon lange nicht mehr erlebt. Aber ich bin ja auch nicht mehr so viel in der Praxis. Aber zum Beispiel als Praktikantin habe ich das tatsächlich erlebt. Das war ein Kind, ich glaube, was schon... Sechs Monate in der Einrichtung war und trotzdem noch jeden Tag unterm Tisch saß und geweint hat und sich eben auch nicht hat beruhigen lassen. Und das ist das, ja, da würde ich sagen, die Eingewöhnung ist, also hat es gescheitert sozusagen. Ja, und was wäre deine Empfehlung dann? Auf jeden Fall vielleicht nochmal, also vielleicht liegt es ja auch irgendwie an der Bezugsperson, also an der Bezugserzieherin dann oder Bezugserzieher in dem Fall, dass man da schaut, ob man nochmal wechseln kann. Den Bereich irgendwie wechseln kann, je nachdem, wie groß die Einrichtung auch ist. Vielleicht doch auch noch mal die Eltern noch mal mit reinnehmen. Also da würde ich sehr individuell drauf gucken. Das ist natürlich oft schwierig, jobtechnisch dann noch mal wieder die Eingewöhnung neu anzufangen. Und dann ist halt die Frage, wie vorbelastet ist das Kind aber eventuell auch schon und muss dann nicht doch noch mal die Einrichtung gewechselt werden. Weil also das Kind und auch die Eltern, also es ist ja so die Frage, wie wohl fühlt man sich dann noch? Wie kommt man da irgendwie noch mal zueinander? Ja, das wäre auch meine nächste Frage, wenn das Kind jetzt wirklich jede Woche noch beim Bringen weint. Was man sich als Eltern dann ja fragt, liegt es an der Kita oder ist das normal, und wie kann man das einfach auch unterscheiden, ob es jetzt wirklich ein Kita-Wechsel sein muss oder dass die Bezugsperson, wie du das gerade einfach schon gesagt hast, einfach, dass man da gucken muss. Ja, beim Bringenweinen ist ja immer gar nicht, das ist gar nicht so das Schlimme. Wichtig ist dann gut mit den Fachkräften auch im Austausch zu sein, wie lange hat denn das Kind aber noch geweint. Weil wenn es sich dann beruhigen lässt nach fünf Minuten, dann ist die Eingewöhnung nicht gescheitert, würde ich sagen. Das ist dann okay, dass das Kind bei den Trennungen sozusagen noch weint, aber wenn es sich von der Erzieherin, dem Erzieher beruhigen lässt. Sehe ich das gar nicht so problematisch. Also weil da kann es auch immer mal verschiedene Phasen geben. War bei meinem Sohn auch so. Der hat am Anfang irgendwie gar nicht so doll geweint. Und da auch wieder mit den Trennungsversuchen, wenn man das zu früh macht. Also bei uns war das nicht zu früh, aber manchmal kommt es bei den Kindern ja dann auch erst ein bisschen später an. Moment, das ist jetzt jeden Tag so. Also am Anfang sehen sie das vielleicht auch noch als netten Ausflug, wir gehen spielen oder so. Und dann irgendwann wird es also zur Regelmäßigkeit, zum Alltag. Und dann kommt es ja auch dann erst manchmal bei den Kindern an. Und dann ist aber eben die Frage, wenn sie sich dann trotzdem beruhigen lassen von den Erzieherinnen, dann ist das ja nicht schlimm. Aber es gibt da so, naja, Rückschritte will ich es jetzt nicht nennen, weil es ist irgendwie normales kindliches Verhalten. Aber dass sie mal eine Zeit lang gar nicht weinen und dann auch aus irgendwelchen entwicklungstechnischen Gründen ist vielleicht mal wieder alles ein bisschen zu viel, weil die Entwicklung steht auch gerade noch an und der Schritt und das. Oder das haben sie erlebt und genau, dann kann es auch sein, dass sie auf einmal, weiß ich nicht, nach drei Monaten auch nochmal eine Phase haben, wo sie mal weinen oder, ne, also mein Sohn jetzt zum Beispiel, wenn der am Wochenende, wenn der bei meinen Eltern war und wir bringen ihn in die Kita. Am Montag dann, das sieht da auch nicht so ganz ein, dann will er sich auch nicht unbedingt von uns trennen und weint dann auch mal wieder, was sonst eigentlich gar nicht mehr der Fall ist und da würde ich sagen, das ist schon okay. Es geht eher darum, wenn sie wirklich auch sich gar nicht beruhigen lassen, wenn sie immer weiter weinen, Und wenn sie auch mitten am Tag irgendwie, so wie das Mädchen, was ich vorhin beschrieben habe, sich unter den Tisch setzen und da wirklich bitterlich weinen und sich nicht beruhigen lassen, das ist dann halt eher das Schwierige, weil das ja auch wirklich Stressreaktionen sind, die auch messbar sind und die auch aufs Wohlbefinden sich negativ auswirken und so weiter. Das hat ja doch auch große Auswirkungen dann. Wie schnell würdest du da ein Gespräch suchen? Sehr schnell. Ja, also ich habe das auch in einer Einrichtung gehabt, dass das Kind sich, da war es noch nicht ganz so lange da. Die Eingewöhnung war noch nicht ganz so frisch, aber eigentlich war es auch schon eingewöhnt. Und ich habe aber in der Einrichtung nicht gearbeitet. Ich war sozusagen zu Besuch und habe eben gesehen, dass das Kind sich auch nicht so richtig hat beruhigen lassen. Und da würde ich sehr schnell das Gespräch suchen. Da würde ich auch tatsächlich die Mama nochmal anrufen. Also wo, glaube ich, dann doch auch manchmal noch gezögert wird. Und da würde ich aber sagen, ja, weiß nicht, wenn das Kind jetzt eine Dreiviertelstunde, Stunde schon auch weint. Würde ich nach anderen Lösungen, erst mal auch hat es ein Geschwisterkind vielleicht doch noch ein größeres in der Einrichtung, kann das nicht mal irgendwie dann auch kurz kommen oder man das Kind zum Geschwisterkind bringen. Und eben auch, wenn es irgendwie gar nicht geht, dann auch wenn das Kind vielleicht schon zwei Monate in der Einrichtung ist oder drei, dann doch nochmal sagen, ja, irgendwie heute ist es nicht so, haben sie die Möglichkeit, sie abzuholen. Also auch mindestens mal informieren, sie weint jetzt schon seit einer Stunde, wir können sie nicht beruhigt. Ist das eine Sache, die ich als Eltern vielleicht auch nochmal ganz speziell individuell auch mit den pädagogischen Fachkräften besprechen sollte, wie wir das gerne handhaben, wann ich angerufen werden sollte? Ja, auf jeden Fall. Dass man das auch im persönlichen Eingewöhnungsgespräch sagt. Also rufen Sie mich lieber immer an. Ja, definitiv. Auf jeden Fall. Genau, da wären wir wieder bei Eingewöhnung. Ja, auf jeden Fall. Würde ich auf jeden Fall besprechen. Finde ich auch gut, wenn es vielleicht sogar von den Fachkräften kommt, dass man danach fragt. Das ist eben ja auch generell wichtig in der Eingewöhnung, dass man auch so ein Vorgespräch hat, wo man auch noch mal ein paar Sachen fragt, wie es in der Familie eigentlich so, wie das Kind, weiß ich nicht, zu Hause schläft, wie wir das zu Hause machen, ob das irgendwie auch beachtet werden sollte in der Kita dann. Und dann aber eben auch solche Sachen irgendwie, was vertretbar ist, wann wird angerufen. In der ersten Zeit ja sicherlich auch noch schneller. Und dann aber auch gemeinsam schauen irgendwie genau bei solchen Fällen, also dass man auch sagt, auch wenn mein Kind schon eingewöhnt ist, wenn es eine Stunde weint, möchte ich irgendwie angerufen werden. Ich habe noch eine Frage für mich aus Hebamm-Sicht, Und viele Mütter denken ja immer, wenn sie in die Kita kommen, dann müssen sie, die rufen mich dann immer an, Sissi, wir machen Eingewöhnung in vier Wochen, ich muss abgestillt sein. Wie ist da, also dann sage ich immer so, also auf gar keinen Fall, wie ist so dein Gefühl, dass wir immer offener dazu sind, weil das ist natürlich schon oft noch so, dass man da sagt, ja, wenn sie jetzt sich stillen würden, dann wäre das auch gar kein Problem. Ja, also ich kann jetzt für unseren Träger auf jeden Fall reden. Das ist ganz normal. Also das würde nie von jemandem verlangt werden, sowieso nicht, aber auch nicht zu Komplikationen oder Problemen führen. Also das ist dann auch auf jeden Fall Teil der Eingewöhnung. Das wird mit als erstes gefragt, ob das Kind schon abgestillt ist. Also auf ganz natürliche Art und Weise, ob da eben noch was zu beachten ist oder eben nicht. Also das ist zum Glück herrscht da auf jeden Fall bei uns und ich glaube auch in vielen anderen Trägern und Einrichtungen schon eine sehr große Offenheit, dass man sich da nicht so gezwungen fühlen muss, jetzt abzustillen. Ihr müsst auf jeden Fall nicht abstillen und schon gar nicht in diesen Übergängen. Da ist es sogar eigentlich immer eher sehr empfehlenswert, weil es ist schon so viel Veränderung, vorher Kind, dann nicht auch noch diesen großen Schritt vom Abstillen und Kita-Eingewöhnung gleichzeitig und das ist eigentlich immer. Ein ganz guter Übergang, das auch einfach zu belassen und gerade dieses nach der Kita noch mal Stillen einfach ein sehr großer Bonding-Moment ist und einfach gar kein Problem ist und die essen auch andere Sachen. Also das ist so, in der Kita essen ja sowieso Kinder meistens viel besser in Gemeinschaft mit den anderen Kindern als zu Hause. Ich habe eine Frage noch, die mich immer noch so ein bisschen beschäftigt auch. Und da würde ich gerne einfach nochmal deine fachliche Meinung und auch die Gesetzeslage dazu haben. Ist das zum Beispiel Erzieherin oder pädagogisches Fachpersonal nicht möglich? Sozusagen Wunden versorgen darf. Dass ich das explizit sozusagen als Eltern, also wie mache ich das am besten? Weil wenn ich jetzt möchte, dass die Wunde meines Kindes, wenn es im Garten sozusagen hinfällt, die ist verunreinigt, es blutet so ein bisschen, dann seid ihr ja nicht dazu erlaubt, sozusagen richtige erste Hilfe zu leisten. Bei Wunden weiß ich nicht, also die jetzt dort passieren. Also ich glaube, so generell verarzt, ein bisschen säubern und ein Pflaster drauf. Das würde ich sagen, ja doch. Aber keine Desinfektions... Genau, es fängt halt an so bei Cremes, Desinfektionssachen. Also da hat sich das immer mehr, ich finde auch in den letzten Jahren vor allem, wurde das immer strenger tatsächlich. Also einfach, weil es kein medizinisches Fachpersonal ist an der Stelle und, wahrscheinlich sind da Fehler aufgetreten oder ich weiß nicht. Was es für Fälle da vielleicht auch gab. Aber das ist tatsächlich so, dass es immer strenger geworden ist, Wenn man irgendwas verabreicht oder eincremt oder irgendwas, dann ist das tatsächlich schwierig. Ja, das hat mich wirklich gewundert. Ich habe das jetzt einfach schriftlich überall festgehalten. Also ich möchte, dass halt eine Wunde auftritt, dass man einfach, es geht gar nicht ums Creme, sondern um die Reinigung der Wunde. Weil das ist, wenn man da irgendwie drei Stunden später kommt und dann ist da der ganze Sand eingetrocknet. Das würde ich zum Beispiel auch nochmal ansprechen. Ja. So, dass man da einfach, weil das ist ja wirklich, wusste ich nicht, dass das Personal einfach so streng auch die Hände gebunden sind. Genau, also wo genau da jetzt die Grenze ist, das kann ich dir allerdings auch nicht sagen. Also ob jetzt da wirklich gar nicht gereinigt und wie. Da ganz so tief stecke ich da in der rechtlichen Lage tatsächlich nicht drin. Da solltet ihr nochmal nachfragen, das finde ich immer ganz gut, weil ich hatte das jetzt bei mehreren Mal auch in der Schule und so, dass ich das jetzt einfach verschriftlicht habe und auch die dementsprechenden Sachen mitgegeben hatte. Es geht mir ja wirklich nur um eine Reinigung. Und da war ich wirklich sehr verwundert, weil das ist ja, kleinere Wunden kommen ja wirklich auf. Ich würde gerne noch auf ein letztes Thema eingehen, weil das ist ja dein Schwerpunkt auch. Erstmal vielen Dank schon mal für den guten Überblick. Aber Demokratie, weil wir ja einfach in nicht einfachen Zeiten leben. Und dein Schwerpunkt ist ja sozusagen auch die Demokratiebildung bei Kindergartenkindern. Und ich habe gedacht, vielleicht magst du da nochmal was zu deiner Arbeit erzählen, weil das ist, glaube ich, für viele einfach überhaupt, dass man sich das gar nicht vorstellt. Okay, wie bringe ich jetzt einen ein-, zwei-, dreijährigen Demokratie bei? Aber das ist ja ein großes Thema, mit dem du dich auch in deinem Studium auseinandergesetzt hast. Und wie ist da deine Arbeit als Pädagogin? Ja, das ist mein Herzensthema, sage ich mal auch. Das ist immer ganz schön, dass wir bei uns im Team immer so verschiedene Themen, nochmal fachliche, die so aufgeteilt sind. Und genau, ich habe das Thema Demokratiebildung. Und deswegen arbeite ich auch so gerne bei Fröbel tatsächlich, weil, was ich vorhin schon gesagt habe, wir haben ja so die Kinderrechte auch als Basis. Und ein Teil davon ist tatsächlich auch Demokratie und Demokratiebildung. Und das gilt eben für alle unsere Einrichtungen. Und genau, also das ist natürlich. In der Krippe, sage ich mal, im Krippenbereich im Nest, sieht Demokratie noch ganz anders aus als in den nächsten Jahren, wenn es immer mehr in Richtung Schule, auch Vorschulalter geht. Da ist es tatsächlich... Und Demokratiebildung ganz viel überbeobachten und dann eben das Kind so partizipieren lassen. Also manchmal ist es auch, finde ich allerdings ein bisschen zu kurz, dass Demokratiebildung und Partizipation in Kindertagesstätten so gleichgesetzt werden, dass es als synonym behandelt wird. Ich finde, das geht schon noch darüber hinaus. Also ich finde, Partizipation ist ein Teil von Demokratiebildung, aber es macht nicht alles aus. Aber umso jünger und auch von der Entwicklung her, umso jünger die Kinder sind. Desto schwieriger ist es, denen das beizubringen. Sondern da geht es eher darum zu zeigen, dass sie Teil dieser Gemeinschaft sind, dass sie, auch mitgestalten können im Sinne von ich beobachte das Kind, auch wenn es noch nicht sprechen kann, aber es hat ja verschiedene Zeichen, wie es sagen kann, was es möchte oder was es nicht möchte und dass es so aber schon mal erste Partizipation erlebt, indem ich auf diese Signale eingehe, auch sensibel eingehe. Und über die Raumgestaltung tatsächlich, was ich vorhin auch schon gesagt habe. Also das ist auch ein großer Teil, umso jünger die Kinder noch sind, desto mehr kann man auch über Raumgestaltung machen, also sie sozusagen so teilhaben lassen. Und ich glaube aber auch schon dann im älteren Krippenalter kann man schon auch anfangen mit bestimmten Entscheidungen. Also dass man da natürlich die Kinder noch nicht überfordert, aber vielleicht schon mal zwei Möglichkeiten zur Auswahl lässt. Wenn wir sagen, wo wir auf welchen Spielplatz wir gehen wollen oder weiß ich nicht, wenn es ums Essen geht oder solche Sachen, dass man da irgendwie, schon mal eine ganz kleine Auswahl lässt, vielleicht erst mal nur zwei Sachen und dass die Kinder dann mit bestimmten ja auch Abstimmungsverfahren, also entweder sie legen ihr Foto irgendwo hin oder sie haben einen Stein oder sonst irgendwas, da kann man glaube ich schon auch mit ersten so Abstimmungsverfahren irgendwie arbeiten oder auch im Morgenkreis die Kinder einfach mal fragen, welches Lied gesungen werden soll. Und dann muss man aber auch gerade dann noch darauf achten, sehr sensibel, dass nicht immer die lauten Kinder und die, die vielleicht schon ein bisschen besser sprechen können oder sich äußern können, dass nur die Beachtung finden. Man muss dann auch Wege finden, dass natürlich auch die mal ihren Wunsch äußern dürfen, jetzt zum Beispiel im Morgenkreis beim Lied oder so. Dass auch die trotzdem auch mal ihre Wünsche erfüllt bekommen, die vielleicht ein bisschen leiser sind, die es vielleicht noch nicht so zeigen. Und deswegen muss man da einfach sehr, sehr, sehr sensibel beobachten. Aber das ist schon tatsächlich der erste Schritt von Demokratie. Und dann umso mehr die Kinder das ja aber auch schon dann im frühen Alter erfahren, desto besser sind sie daran gewöhnt und können damit umgehen. Und ganz viel auch Demokratie ist in der Kita, dass die Kinder sich zum Beispiel ihr Essen selbst auf den Teller machen dürfen. Also dass sie das nicht raufgeklatscht bekommen, sage ich mal so ganz salopp, sondern dass das Essen in Schüsseln auf dem Tisch steht. Auch eine Frage wieder, die Kita-Besichtigen. Ja, genau. Und dass sie sich das Essen selbst drauf machen können. Also dass ihnen immer mehr zugetraut wird. Und dann so eine Balance auch zu finden zwischen... Ja, natürlich ganz vielen individuellen Bedürfnissen und denen natürlich auch irgendwie nachgegeben werden soll oder die erfüllt werden sollen, aber, auch da dann, umso älter sie werden oder umso mehr sie sich entwickeln, aber auch aufzuzeigen, wir sind aber auch eine Gemeinschaft und es funktioniert nicht immer nur das Individuelle. Also ein paar Sachen müssen wir auch gemeinsam entscheiden und nicht jeder Wunsch kann immer erfüllt werden, aber da eben auch in die Kommunikation zu gehen und, die Kinder auch dazu befähigen, dass sie zum Beispiel Konflikte immer mehr selbstständig lösen können, sie dabei begleiten. Was können wir denn machen, wenn zum Beispiel bei Fröbel eine Einrichtung hat so einen Streitschlichtungsteppich, entwickelt, wo die Kinder so von beiden Seiten auf so einen Teppich aufeinander zugehen mit einer ist mal dran mit sprechen, einer mit zuhören und dann so richtig die Schritte durchgehen und die können dann auch eine Streitschlichtungsausbildung machen in der Kita. Also das ist für mich auch alles Demokratiebildung, dass man eben… Und diese Konzepte entwickelst du dann mit den jeweiligen? Ja, teilweise. Oder du bildest fort. Also es gibt unterschiedlich, manche Einrichtungen entwickeln natürlich auch Selbstideen oder wir genau schauen, wie wir mit bestimmten auch Fortbildungskonzepten oder so die Einrichtungen dazu einladen, über bestimmte Fortbildungen sich da auch weiterzuentwickeln. Ja, dann haben wir ja so einfach auch so Rahmenkonzepte, wo wir sagen, das ist irgendwie für alle Einrichtungen wichtig, was wir jetzt auch. Gerade dabei sind, weiterzuentwickeln, ist die Kinderperspektive auch zu erheben in unseren Einrichtungen, weil bei uns spielt ja schon die wissenschaftliche Sicht auf Qualität eine Rolle, was ich vorhin gesagt habe mit der externen Evaluation, dass das gemessen wird durch ein externes Institut. Wir haben eine jährliche Familienbefragung, wir haben die interne Evaluation jährlich. Dazwischen gibt es dann nochmal bestimmte Qualitätsmesszeitpunkte, sage ich mal, durch ein sogenanntes Peer Review, was dann auch nochmal zwischen den beiden externen Evaluationen stattfindet. Aber was eben noch fehlt, ist so die Kinderperspektive tatsächlich auch auf die Kita. Und die geht ihr jetzt an? Ja, genau, dass die auch mit einbezogen wird. Also dass wir zu diesem verschiedenen Qualitätsmesszeitpunkt, sag ich mal, wenn das ansteht, dass wir jetzt da auch mit den Kitas dann ins Gespräch gehen und sagen, und genau, erhebt doch dann dazu auch am besten gleich noch über verschiedene Methoden die Kinderperspektive. Also dass die Kinder sich auch äußern können, was finde ich toll an meiner Kita, was gefällt mir nicht so. Da gibt es verschiedene Methoden. Manche sind mehr an Sprache gebunden, dass die Kinder das auch erzählen können, so wie eine Gruppendiskussion. Da habe ich schon viel jetzt mit Kindern geführt. Es gibt aber auch Methoden, wo es nicht so primär um Sprache geht. Also dass die Kinder zum Beispiel einfach mal ihre Kita malen und dann schaut man sich das Bild an nach bestimmten Kriterien und guckt, was ist dem Kind irgendwie anscheinend wichtig oder was malt es besonders groß, was fällt ganz weg. Im besten Fall können die Kinder noch was erzählen zu ihrem Bild aber können sie natürlich nicht immer aber das ist ein ganz spannendes Feld das habe ich jetzt auch schon viel selbst mit Kindern ausprobiert und habe zum Beispiel gefragt, was sie wichtig finden beim Übergang, von der Kita in die Grundschule, weil wir haben ja da es ist ja auch gerade ein ganz präsentes Thema, und wir haben ja da auch als Erwachsene bestimmte Vorstellungen, was da so wichtig ist und was sie irgendwie können müssen, wenn sie in die Schule schon kommen, ganz viel ist ja da auch geht um sprachliche Bildung gerade Gerade um Sprachkompetenzen und bestimmte andere Kompetenzen. Und ich habe eben Kinder aber mal gefragt, was sie... Wichtig finden. Was sie an Kita gut finden, worauf sie sich in der Schule freuen, was sie sich überhaupt vorstellen, was Schule ist und was sie da wichtig finden. Das war sehr spannend, was da so rauskam. Und das ist genau ein Feld, was wir jetzt noch mehr angehen wollen, dass die Kinderperspektive auch eine gleichwertige Rolle spielt. Ist die Kinderperspektive dann auch nach außen hin sichtbar oder ist das eher sozusagen dann für euch als Einrichtung? Also beides. Sehr total spannend. Genau, beides. Ich finde, es sind zwei Ebenen. Also es ist einmal die Qualitätsentwicklung innerhalb der Einrichtung, für die das eine Rolle spielen sollte. Also dass diese Perspektive gleichrangig neben den anderen Perspektiven steht, da wollen wir hinkommen. Und dass das aber auch nach außen getragen wird. Also dass die Kinderperspektive insgesamt auch einfach sichtbarer gemacht wird. Auch so im öffentlichen Fachdiskurs oder auch in der Politik tatsächlich. Also man sammelt ja da auch ganz viele Kinder-Aussagen und kann das, finde ich, schon an bestimmten Stellen auch weitergeben. Also wenn wir auch zum Beispiel jetzt Fachtage organisieren, die auch teilweise extern geöffnet werden, dass wir da auch die Kinderstimmen mal ein paar Zitate abspielen. Ich eröffne auch ganz oft jetzt meine Workshops oder Seminare so, dass ich erstmal eine Audiodatei abspiele und wir dann schauen, was haben die Kinder da eigentlich gesagt. Also dass man die immer so ein bisschen mitnimmt überall mithin, wo sie ja auch eigentlich eine Rolle spielen. Große Rolle. Vielen Dank, liebe Kassandra. Es war ein toller Überblick. Ich finde es noch wichtig, wo finden Eltern dich und deine Arbeit? Du schreibst ja auch Texte, du bist ja auch sozusagen Autorin. Deshalb kannst du ja vielleicht noch mal kurz sagen, ich verlinke es dann in den Shownotes, aber vielleicht noch mal kurz sagen, wo man auch deine Arbeit, für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer findet. Ja, natürlich. Also auf jeden Fall auf der Fröbel-Website. Da findet man überhaupt erstmal, da gibt es auch einen Demokratie-Bildungsreiter. Da bin ich dann als Ansprechperson genannt. Dann betreue ich auch unseren Pädagogik-Blog, heißt der, Fröbel-Pädagogik-Blog. Da sind dann aber nicht nur Artikel von mir, sondern auch von meinen Kolleginnen, aber teilweise auch von mir, genau, auch von Fröbel-weit-Kolleginnen oder auch von externen. Also wir haben da auch Gastbeiträge. Genau, und über YouTube, da gibt es dann so ein paar Interviews von mir, da muss man auch auf den Fröbel-Kanal, da muss man glaube ich allerdings ein bisschen suchen, aber genau, da verspreche ich dann auch über verschiedene, Themen wie Kinderperspektiven oder Kinderrechte. Vielen Dank. Ich finde, das war ein sehr schöner Überblick, vielen Dank dafür und ich hoffe, wir konnten euch ein bisschen helfen, dass wenn ihr jetzt vielleicht eine Kita-Besichtigung habt, dass ihr vielleicht noch mit einem etwas anderen Blick auch da reingeht, auf was ihr achten solltet. Vor allen Dingen, was es mir nochmal gezeigt hat, die Individualität von den Arbeiten der Kinder, die du ja wirklich sehr in den Fokus gestellt hast. Und das wird bestimmt vielen Eltern helfen. Also vielen Dank für dieses schöne Interview. Gerne. Danke dir für den Austausch. Und wir, ihr Lieben, wir hören uns nächste Woche wieder am Donnerstag bei Sounds Familia. Und bis dahin wünschen wir euch eine wunderschöne Woche. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy.atauf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht.