Ihr Lieben, es ist Donnerstag, es gibt eine neue Folge Sounds Familie für euch und heute eine Hebammenfolge mit mir. Aufgrund der aktuellen Wetterlage habe ich mir überlegt, dass ich eine Folge zum Thema Sommerbaby mache, auf was ihr unbedingt achten solltet. Und hier im Podcast kann ich einfach viel mehr darüber reden als bei Instagram, wo mich täglich gerade so viele Fragen von euch erreichen. Ich habe gestern auch nochmal einen Fragebutton gestellt, wo ihr alle eure Fragen stellen konntet und die werde ich jetzt heute in dieser Folge mit euch beantworten. Das große Thema ist ja wirklich gerade, was zieht ihr eurem Baby an? Und ich kann euch ja wirklich immer wieder sagen, mein klarer Favorit ist auch im Sommer Naturfasern und zwar Wolleseide. Viele von euch denken ja immer bei Wolle automatisch an Winter und an Schwitzen, aber das Gegenteil stimmt einfach. Wolleseide gleicht die Temperatur in beide Richtungen aus, wärmt, wenn es kühl wird und kühlt, wenn es heiß ist. Das Material nimmt einfach die Feuchtigkeit auf, ohne dass es sich dann nass anfühlt und transportiert diese dann nach außen. Heißt, euer Baby schwitzt rein, die Haut bleibt aber trotzdem trocken und genau das ist, was wir im Sommer wollen. Dazu ist Wolle und Wolleseide von Natur aus antibakteriell, riecht also viel weniger schnell und muss seltener gewaschen werden. Und ich finde gerade dieses Temperaturregulieren so wichtig. Man kennt das, die Kinder sitzen im Autositz, schwitzen darin und werden total kalt. Und das ist das, was wir nicht wollen. Das zweite Material, was gut ist, ist natürlich Baumwolle und Bambus. Bei Baumwolle haben wir wirklich bloß den Nachteil, dass sie genau das, was Wolle-Seide so toll macht. Sie saugt sich voll, wenn euer Baby schwitzt und bleibt einfach nass auf der Haut. Und dadurch können einfach die Kinder auskühlen und das ist super unangenehm. Auf was ihr wirklich unbedingt verzichten solltet, sind einfach synthetische Fasern, die die Wärme komplett stauen. Also da wirklich auch Decken, manchmal sehe ich so Decken aus synthetischen Fasern, bitte da wirklich komplett die Finger von lassen und immer einmal in die Kleidung reingucken, aus was für Materialien sie bestehen. Wichtig ist aber, wir brauchen diese Kleidung im Sommer, weil gerade bei den Babys bis zu einem Jahr wollen wir so wenig möglich Sonnencreme benutzen. Die Haut ist super, super dünn und noch so durchlässig. Deshalb wollen wir einfach die Haut durch Kleidung schützen und möglichst wenig Creme benutzen. Was für Creme, erzähle ich später gleich nochmal. Da gehe ich gleich auf. Aber deshalb ist die Kleidung der wichtigste Schutz. Und ich kann euch einfach nur sagen, ich finde... Im Sommer bei so kleinen Babys das Beste, was man den anziehen kann, ist eigentlich ein Pyjama aus Wolle Seide. Den haben die einfach nachts an und auch tagsüber, weil ihr zieht nur eine Windel drüber. Ihr habt dann nur diesen dünnen Pyjama darüber. Die Haut ist geschützt, es ist Langarmbeine und nur die Händchen und Füßchen sind draußen. Da muss man wirklich ein bisschen weniger auf den Style achten, sondern einfach auf, dass es praktisch ist. und am besten auch noch in einer dunkleren Farbe. Desto dunkler die Farbe ist bei Wolle Seide, hat man auch noch mehr UV-Schutz durch die Kleidung, weil es dichter gewebt ist. Und das ist eigentlich das ideale Outfit. Also ich hatte wirklich bei meinen kleinen Babys immer von Joha den Wolle Seide Pyjama in dunkelblau an. Den hatte ich irgendwie dreimal und das war das Outfit. Also da gab es wirklich nicht viele Outfits. Das kommt dann erst später. Und damit waren die Babys einfach optimal angezogen und geschützt. Deshalb, das ist wirklich mein Tipp, Das solltet ihr anziehen, weil was die Babys nachts tragen, darauf kommen wir gleich nochmal. Anders ist nämlich, wenn man zum Beispiel ein Body hat, ein Langarmbody und dann zieht man noch eine Leggings drüber, dann hat man nämlich am Bauch ja zwei Schichten. Und wenn ihr zum Beispiel eure Kinder in der Trage habt, dann ist das einfach mit so einem Pyjama besser, weil ihr habt dann nur die Windel an und auf dem Körper ist eine Schicht und nicht noch in der Mitte, wo sie ja eh so warm werden, in der Trage noch der Bund der Leggings und vom Body. Also das ist wirklich mein Tipp, der Joha Wolle Seidebody in Marine, der fällt sehr klein aus, also zum Beispiel würde ich da immer gleich die 60 Zentimeter Joha unterteilen, das ist ja keine Werbesendung, das ist einfach nur praktische Tipps von mir. Die rechnen immer in Zentimetern. Also es gibt 50 Zentimeter, 60 Zentimeter. Und die 60 Zentimeter sind eine 56, 62. Und die kann man einfach auch schon bei den, es sei denn euer Baby wiegt 2800 Gramm, dann ist die 50 besser. Aber ansonsten kann man mit der 60 anfangen, die kann man dann auch nochmal umschlagen, weil die fallen einfach etwas kleiner aus. Das ist wirklich mein liebstes Produkt. Und jetzt kommen wir natürlich noch. Zu der wichtigsten Kleidung, ist wirklich die Kopfbedeckung. Es ist keine Option, mit einem Baby ohne Kopfbedeckung oder mit einem Kleinkind, mit einem Kind rauszugehen ohne Kopfbedeckung. Habe ich gestern erst wieder gesehen und es war 11 Uhr und das Baby war auf dem Arm und hatte wirklich keinen Sonnenhut auf. Am besten ein Sonnenhut mit Krempe, also mit Nackenschutz. Auch im Schatten super wichtig, die Schädeldecke eurer Babys ist dünn. Die haben oft kaum Haare und da kommt einfach die direkte Sonneneinstrahlung drauf. Und das ist einfach gefährlich und das solltet ihr wirklich, wirklich bitte, setzt euren Babys einen Sonnenhut auf, immer. Jetzt möchte ich ein bisschen darüber erzählen, weil darüber, ich habe mir jetzt gerade hier nochmal die Fragen nebenbei angeguckt, ist das große Thema nachts. Erstmal, die optimale Schlaftemperatur, wissen wir ja, sollte zwischen 18 und 19 Grad sein. Das ist natürlich überhaupt nicht einzuhalten bei diesen Temperaturen und da müsst ihr euch auch gar nicht stressen. Aber wir müssen darauf achten, was wir unseren Babys nachts anziehen. Und es gibt auch nochmal zwei Unterschiede, dass wenn euer Baby einschläft, dann ist der Körper noch sehr warm. Dann schwitzen die oft noch so, gerade wenn sie vielleicht noch zum Einschlafen gestillt werden, sind eng an eurem Körper. Also sie sind sehr, sehr warm. Und in der zweiten Hälfte der Nacht kühlen unsere Körper runter. Nicht nur die von den Babys, auch bei uns. Also es ist oft ja so, dass man dann halt auch merkt, man braucht einen Laken, was man sich überzieht. Und genauso ist es bei den Kindern. Ihr müsst da wirklich drauf achten. Jetzt kommen wir wieder zu meinem Wolle-Seide-Pyjama von Juha. Der ist auch nachts einfach super. Einfach nur die Binde anziehen, den anziehen. Er reguliert die Körpertemperatur. Wenn das aber noch zu warm sein sollte, dann kann man darüber gehen, dass die Babys wirklich nur im Body schlafen. Da müsst ihr aber dann wirklich darauf achten, wie sieht die zweite Hälfte der Nacht aus? Wird mein Kind kalt? Da am besten im Nacken gucken, nicht an den Händchen. Das sind die Peripherien des Körpers, die sind oft kalt. Da könnt ihr nicht einschätzen, ob euer Baby wirklich kalt ist, sondern ihr guckt im Nacken, guckt auch mal, wie ist der Bauch, ist der warm oder kalt. Und sonst müsst ihr in der zweiten Hälfte der Nacht nochmal was überziehen. Wenn ihr zum Beispiel mit dem Body startet, dann einfach nochmal eine dünne Wolle-Seide-Leggings überziehen. Oder ihr habt wirklich einen so dünnen Schlafsack, auch da gibt es Wolle-Seide-Modelle. Oder aus Muslin, dass ihr wirklich nur einen Kurzarm-Body anzieht und dann den dünnen Muslin-Schlafsack darüber. Das sind hier alles nur Empfehlungen und ihr müsst wirklich immer darauf gucken, wie ist es bei euch, wie ist euer Baby, die sind alle individuell, jede Schlafsituation ist individuell, sodass ihr wirklich bei euch so ein bisschen ausprobieren müsst. Was wichtig ist natürlich, das Kind sollte immer in dem Raum schlafen, in der Wohnung, wo die niedrigste Temperatur ist. Manchmal muss man das Schlafzimmer dann vielleicht sogar nochmal wechseln, dass man, wenn es jetzt wirklich so warm ist, dass man guckt, in anderen Räumen schläft, die nicht so warm sind. Und ihr solltet wirklich darauf achten, morgens, in den frühen Morgenstunden wirklich Durchzug zu machen, den Raum einmal, dass da wirklich die Luft gut reinkommt und auch spätabends und dann die Schotten dicht macht. Also wirklich alles runter machen, Vorhänge vor, sodass der Raum gut abgedunkelt ist und kühl bleibt. Das gilt natürlich auch für die restliche Wohnung, dass man wirklich, das machen viele oft falsch, dass sie einfach die Fenster offen haben, dann kommt die ganze Wärme von draußen rein, also morgens. Wirklich einmal richtig alle auf Durchzug und dann alles zumachen. Wenn ihr Rollläden habt, die runter machen, dass die Wohnung einfach schön kühl bleibt. Wenn es trotzdem so heiß ist, dass ihr vielleicht auch auf Geräte umsteigen müsst, also wenn ihr zum Beispiel eine Klimaanlage nutzt oder einen Ventilator, das ist auf jeden Fall okay. Wichtig ist, ihr müsst natürlich einfach auf ein paar Sachen achten, gerade bei Klimaanlagen. Die müssen wirklich regelmäßig die Filter gereinigt werden, damit einfach keine Keime verbreitet werden und gewartet werden. Natürlich könnt ihr ansonsten gut den Raum runterkühlen. Ich würde den immer bevor das Kind ins Bett geht, die Klimaanlage anmachen, den runterkühlen und dann wieder ausmachen. Eure Babys sollen natürlich keiner Zugluft ausgesetzt werden und nicht direkt unter der Klimaanlage liegen. Aber das macht natürlich Sinn, wenn Räume, gerade in so Dachgeschosswohnungen oder in anderen Häusern, wo es sehr, sehr warm ist, dass man wirklich den Raum runterkühlt. Dann könnt ihr besser einschlagen und dann solltet ihr die aber nicht nachts dauerhaft anhaben, wenn ihr mit Babys schlaft. Bei Ventilatoren ist es das Gleiche. Es ist okay mit Babys. Die sollten aber richtig eingesetzt werden, dass die Luft einfach gut zirkuliert. Ventilatoren arbeiten ja eigentlich eher nur so, dass sie die Luft einfach in Bewegung halten. Und dass man zum Beispiel, wenn man schwitzt, dass man schneller trocknet, aber zum Beispiel über 35 Grad macht ein Ventilator auch keinen Sinn mehr und die soll nicht direkt aufs Kind ausgestrahlt werden, sondern eher an die Wand oder an die Decke gerichtet, sodass die Luft einfach gut zirkulieren kann. Wie bei beiden Sachen, Klimaanlage und Ventilatoren, Babys dürfen nie in diesem Luftzug schlafen. Kühle Luft direkt auf die Haut lässt die Muskeln verspannen und die Babys schlafen dann auch schlechter. Das ist einfach wichtig zu beachten und dann würde ich euch gerne noch ein paar Tipps zum Co-Sleeping geben, weil viele von euch schlafen ja im Familienbett und das ist auch super, aber auch darauf achten, was ich eben schon gesagt habe, dass die Babys nicht zu warm angezogen sind. Immer wieder checken auch, es sollte nicht zwischen euch Eltern liegen, sondern auf der einen Seite, das ist aber auch im Winter so, dass ihr ein sicheres Co-Sleeping habt. Alle Grundlagen, die ich euch auch schon mal erklärt habe, kein Alkohol, kein Rauchen, keine extreme Erschöpfung, also wenn ihr euch nicht verführt, könnt ihr nicht auf euer Baby gut achten und hier ist es einfach wichtig immer wieder zu checken, wie warm ist mein Baby und dann gegebenenfalls nochmal eine Schicht ausziehen, in der zweiten Nachthälfte gegebenenfalls eine Schicht anziehen. Wir haben über die Kleidung gesprochen, wir haben über die Raumtemperatur gesprochen, über das Runterkühlen. Was auch noch eine große Frage war, der Pool. Wann darf mein Baby in den Pool? Und hier, ihr wisst ja, Babys können einfach immer in den ersten Monaten noch nicht gut ihre Temperatur regulieren. Das heißt, kleine Babys, wenn ihr die in einen Pool tut, zum Beispiel im Freibad, wo ja so eine Wassertemperatur von 27, 29 Grad sind, das ist viel zu kalt für die. Die sollten eigentlich in keinem Wasser sein, was unter 32 Grad ist, weil sie einfach zu schnell auskühlen. Und man sagt so die Faustregel, dass drei bis vier Monate ist so ein guter Zeitpunkt zum ersten Mal mit denen sozusagen in den Pool zu gehen. Die brauchen eine stabile Kopfkontrolle, die müssen ihren Kopf gut halten können und dann sind die natürlich auf euren Arm. Und ich würde auch erstmal langsam anfangen. Also wie gesagt, wenn die Wassertemperatur sehr, sehr kalt ist, auf gar keinen Fall. Das ist viel zu kalt für die. Da können die sehr zittrig werden, unruhig, sondern achtet darauf, dass die Wassertemperatur eher höher ist, 32 Grad, 5 bis 10 Minuten. Hier ist auch immer noch wichtig, was ist das für Wasser? Wie ist die Wasserqualität? Seid ihr in einem Chlorwasser? Da müsst ihr natürlich eure Babys, ob Meer- oder Chlorwasser, immer richtig gut abduschen danach. Gründlich vor allen Dingen, eventuell eine Pflegecreme benutzen für die Haut. Also gut eignen sich zum Beispiel auch Thermalbäder für kleinere Kinder, weil die sind oft warm. Das ist eine gute Qualität des Wassers, weil Chlor ja auch einfach sehr die Haut angreift. Also da immer wirklich darauf achten. Und wenn ihr vielleicht so ein kleines Planschbecken für zu Hause habt, da könnt ihr die Temperatur natürlich viel besser einrichten, weil erstmal wärmen die sich schneller aus oder ihr könnt auch wärmeres Wasser reinmachen. Wichtig ist aber immer nur Wasser, Babys, Kleinkinder, absolute Vorsicht. Es ist wirklich einfach so, so wichtig, dass ihr immer gut aufpasst, dass ihr eure Kinder nicht alleine lasst, weil die können einfach schon in ganz wenig Wasser ertrinken. Und es ist leider so, statistisch gesehen ertrinken die meisten Kinder eher, wenn viele Erwachsene da sind, also wenn viele Menschen da sind, weil keiner so richtig die Verantwortung darüber hat, wer jetzt wirklich aufpasst. Das heißt, wenn ihr mit euren Kindern am Pool, auch gerade jetzt mit den Kleinkindern am Pool seid, am Planschbecken, es gilt wirklich einfach aufmerksam sein. Nicht nebenbei lesen, nicht nebenbei am Handy. Und wenn ihr sozusagen den Ort verlassen müsst, dann müsst ihr wirklich eine, entweder das andere Elternteil oder die andere Aufsichtsperson ansprechen und sagen, du hast jetzt zu 100 Prozent, gebe ich dir das Kommando ab, dass du aufpasst. Und nicht irgendwie fünf Erwachsene sind da, aber keiner hat wirklich die Verantwortung. Deshalb immer dieses Kommando abgeben. Das ist ganz, ganz wichtig, dass man das macht, damit man einfach sicher gehen kann, diese Person passt jetzt hier auf und es kann nichts passieren, weil Ertrinken passiert leise. Man bekommt nichts davon mit und deshalb geht es oft unter. Im wahrsten Sinne des Wortes und hier muss wirklich eure oberste Priorität sein, dass ihr aufmerksam seid und sonst wirklich die Aufmerksamkeit an eine andere Person und diese auch darauf anspricht, dass die jetzt das Kommando hier hat. Das finde ich nochmal ganz wichtig zu sagen. Also wir fassen zusammen. Ich würde euch empfehlen, nicht vor dem dritten, vierten Monat mit euren Babys in den Pool zu gehen. Er sollte nicht zu kalt sein. Ihr solltet sie gut abduschen danach, damit die Babys einfach die Haut nicht angegriffen wird. Und ihr solltet auch immer die ganze Zeit darauf achten, fühlt sich mein Baby noch wohl. Wenn es zum Beispiel blass wird, es zittert, es unruhig wird, blaue Lippen, sofort raus. Auch wenn ihr unter fünf Minuten seid, sofort raus. Immer gucken, wie geht es eurem Baby. Ein weiterer wichtiger Punkt bei euren Sommerbabys ist natürlich die Flüssigkeitszufuhr. Ein großer Mythos, der sich immer noch stark hält, ist, dass Babys, und ich spreche jetzt von den Babys von 0 bis 6 Monaten, zusätzlich Wasser brauchen. Das ist auf jeden Fall falsch. 0 bis 6 Monaten brauchen sie kein Wasser, auch nicht bei dieser extremen Hitze, die wir gerade haben. Das klingt erstmal nicht intuitiv, aber Muttermilch besteht zu über 80 Prozent aus Wasser und deckt den Flüssigkeitsbedarf vollständig ab. Zusätzliches Wasser würde den Kindern einfach nicht guttun, weil die kindlichen Nieren noch unreif sind und kurz erklärt einfach nochmal, weil das viele einfach immer noch nicht auf dem Schirm haben, wenn Babys zu viel Wasser, bekommen, dann wird einfach der komplette Mineralstoffhaushalt gestört, der Natriumgehalt im Blut fällt bei den Babys stark ab. Und Natrium ist der Mineralstoff, der den Wasserhaushalt zwischen den Zellen steuert. Also wenn ein Baby zu viel reines Wasser bekommt, verdünnt das den Natriumspiegel. Und die Nieren eines Säuglings sind aber noch unreif, wie gerade schon gesagt, und können die Menge nicht schnell genug wieder ausscheiden. Das überschüssige Wasser wandert dann in die Zellen, auch in die Gehirnzellen. Und genau das ist gefährlich. Das Hirn eures Babys kann anschwellen, weil es im knöchelnden Schädel einfach keinen Platz hat. Und da sind erste Anzeichen Unruhe, Erbrechen, Trinkschwäche, Krampfanfälle. Das ist natürlich der Extremfall. Ich will es jetzt einfach auch gar nicht irgendwie hier super dramatisch machen. Ihr sollt einfach wissen, von 0 bis 6 Monaten kein zusätzliches Wasser. Auch nicht, wenn die Oma das sagt oder sonst wer das sagt. Die Babys sind einfach bestens versorgt mit eurer Muttermilch oder Pränahrung. Nach 6 Monaten ist das anders, weil die Beikost dann startet und dann kann zusätzliches Wasser angeboten werden. Das ist aber auch noch nicht viel. Das ist eher erst mal am Anfang spielerisch und die Mengen sind wirklich sehr, sehr klein. Also von 100 bis 200 Milliliter täglich als Orientierung für euch nicht mehr. Und die Hauptflüssigkeit kommt weiterhin auch hier immer noch durch die Müttermilch oder durch die Pränahrung. Also wir brauchen wirklich wenig Wasser im ersten Lebensjahr. Das verändert sich dann, wenn eure Kinder ein Jahr werden, also zwischen ein bis sechs Jahre alt. Ist der Richtwert von 800 Milliliter bis 1,1 Liter und der sollte natürlich im Sommer deutlich mehr sein. Und gerade bei so Hitzeperioden soll der sich eigentlich verdoppeln, sodass die Kinder wirklich viel, viel trinken und hauptsächlich Wasser und wenn was anderes wirklich nur sehr stark verdünnte Saft schollen. Auch über die Ernährung könnt ihr hier schon gut arbeiten. Also Wassermelone und Gurken sind natürlich super, weil da einfach viel Flüssigkeit enthalten sind. Ihr solltet auch immer darauf achten, wie sieht der Urin eures Babys aus. Gerade jetzt bei den Babys und auch bei den Kindern ist der hellgelb, der soll hellgelb sein, sind die einfach gut mit Flüssigkeit versorgt, dunkler Urin, weniger Windeln, trockene Lippen, dann einfach bitte wirklich darauf achten, dass die mehr Flüssigkeit brauchen. Ein Punkt, den habe ich gerade eben vergessen, bei der Schlaftemperatur und im Schlafzimmer, was ihr noch tun könnt, außer dass ihr das Zimmer natürlich abdruckt und geschlossen haltet, versucht, alle Wärmequellen rauszunehmen. Babyphone, Ladegeräte, alles, was Wärme abgibt, macht den Raum natürlich auch noch mal wärmer. Deshalb hier auch alles rausnehmen. Denkt man manchmal nicht dran, aber ist total wichtig. Und jetzt noch mal. Hitze ist super anstrengend und wir sollten uns wirklich an die Südeuropäer halten, die es wirklich gut machen. Da seht ihr niemanden auf der Straße, wer nicht auf der Straße sein muss und schon gar nicht kleine Kinder. Versucht wirklich einfach diese Hauptzeit zwischen 10 und 16 Uhr zu meiden in der Hitze. Bleibt drin, macht drin was mit euren Kindern. Es ist draußen einfach viel zu anstrengend und ihr solltet die Aktivitäten wirklich auf die frühen Morgenstunden und auf die frühen Abendstunden richten. Da erwacht ja auch in Südeuropa immer das Leben, weil da kommen alle raus und das sollten wir uns gerade in diesen Temperaturen, die wir aktuell haben, auch zu Herz nehmen, dass wir wirklich nicht FOMO bekommen. Wir müssen jetzt irgendwie nachmittags irgendwelche geilen Ausflüge machen, auch mit den Kleinkindern, sondern eher gucken, wie können wir sie vor der Hitze schützen. Weil das einfach für kleine Körper, gerade für Babys und Kleinkinder, die das einfach viel schlechter verarbeiten können, wie können wir die schützen und das machen wir am besten, indem wir einfach, drinbleiben und nur nach dieser Kernzeit einfach rausgehen und da dann was mit ihnen machen. Wichtiger Tipp auch nochmal ist nochmal der Kinderwagen. Ich denke immer, alle haben das schon gehört, aber auch gestern stand ich an der Ampel hier in Berlin und habe wieder gesehen, dass ein Kinderwagen zugedeckt war mit einem Mulltuch oder mit zwar sogar ein dickeres Tuch. Die Hitze staut sich einfach wirklich so krass schnell in diesen Kinderwegen und ihr bekommt das einfach gar nicht mit. Wenn ihr da einen Thermometer reinlegen würdet, dann ist da einfach ganz mal schnell 50 Grad Celsius und das ist natürlich schlimm für eure Babys und ihr bekommt es nicht. Die schlafen dann da drin im Kinderwagen, ihr merkt überhaupt nichts und die sind völlig überhitzt und das kann natürlich ganz schnell gefährlich werden. Keine Tücher vollständig über den Kinderwagen liegen. Ihr braucht UV-Sonnenschutzsegel, wo die Luft auch noch zirkulieren könnte und ihr solltet natürlich auch nicht in der prallen Hitze mit euren Kinderwagen spazieren gehen, weil die sich automatisch aufwärmen, sondern auch hier gilt wieder im Schatten nicht in zwischen 10 und 16 Uhr. Manchmal lässt sich das natürlich nicht vermeiden und dann geht man seine drei Schritte. Ihr sollt jetzt auch nicht überhaupt total ängstlich sein. Ihr solltet nur einfach wirklich mit eurem gesunden Menschenverstand einfach auch reagieren. Dass natürlich so eine extreme Hitze einfach nicht gut ist. Aber wenn ihr natürlich, wenn mir dann Leute schreiben, ja, aber ich muss mal einmal kurz mein Kind abholen, dann müsst ihr euer Kind abholen. Dann macht ihr das natürlich kurz, aber dann geht ihr natürlich wieder rein und bleibt nicht in der prallen Sonne einfach stehen. Und das ist einfach wichtig und nie ohne Kopfbedeckung. Im Kinderwagen ist es nochmal was anderes, wenn die Kinder im Kinderwagen liegen, haben die ja einen Sonnenverdeck, da müsst ihr jetzt nicht unbedingt einen Hut aufhaben, aber sobald ihr sie rausnehmt, die Babys müssen die immer einen Hut aufhaben oder eure Kleinkinder, also, die, ich meine jetzt die liegenden Babys in der Babywanne, das nochmal hier zu sagen, wenn euer Kind schon im Sportsitz sitzt, braucht es natürlich, dann sitzt es ja, dann habt ihr auch nicht immer das Verdeck so rüber, dann natürlich einen Hut aufsetzen, es geht um die Babys, die liegen. Ich hoffe, ich habe jetzt eigentlich an alles so gedacht, vielleicht gehen wir nochmal ganz kurz einfach auf Hitzesymptome auch an, dass ihr wirklich darauf achtet, dass die ersten Zeichen. Wenn eurem Kind zu heiß sind, einfach die gerötete Haut ist, der wirklich warme Nacken, die schwitzen, die sind vielleicht super unruhig, sie haben viel weniger nasse Windeln, und da solltet ihr dann natürlich schnell reagieren, dass ihr einfach eure Babys aus der Sonne rausnehmt, dass ihr denen was zu trinken gebt, dass ihr den Körper abwascht, nicht mit eiskalt, sondern mit, lauwarmen Wasser, dass man den kühlt. Und darauf wirklich, wirklich achten. Sollte euer Kind natürlich apathisch sein, schläft ungewöhnlich viel, kaum weckbar, dann schnelle, flache Atmung. Da müsst ihr natürlich sofort einen Arzt aufsuchen, weil dann kann das natürlich schnell in einen Hitzeschock übergehen. Trockene Schleimhäute sind ein Zeichen, kein Speichel, sehr wenig oder bis gar kein Urin und auch ein Fieber. Also da wirklich immer schnell den Arzt aufsuchen, wenn so eine Erhitzeerschöpfung eintritt. Das geht bei Babys wirklich manchmal viel schneller. Deshalb solltet ihr die anderen Sachen wirklich alle machen und die Hitze einfach meiden. Es gab noch eine Frage zum Sonnenschutz. Also habe ich ja auch schon ein bisschen angesprochen. Wir wollen einfach so wenig wie möglich Sonnencreme im ersten Lebensjahr benutzen, wenn dann eine mineralische. Bei einer mineralischen ist es auch so, dass sie einen sofortigen Sonnenschutz hat. Wenn ihr die auf die Haut auftragt, ihr müsst die wirklich gut und flächendeckend auftragen. Aber wichtig ist es hier so wenig wie möglich und ihr könnt auf eurem Handy in der Wetter-App auch immer sehen, wie der UV-Index ist und ab drei müssen die Kinder einfach geschützt sein. Alles, was bei 1 bis 2 ist, da könnt ihr natürlich reich Kleidung und müsst ihr die Hände und Füßchen nicht eingräben. Aber aktuell sind wir eigentlich kaum bei 1 bis 2, deshalb ist eigentlich der ganze Tag Sonnenschutz wichtig und darauf solltet ihr auch achten. Ich hoffe, ich habe jetzt den größten Teil eurer Fragen geklärt und wenn noch welche offen sind, dann könnt ihr die gerne auch in die Kommentare stellen oder mir auch nochmal bei Instagram schreiben. Ich wünsche euch jetzt erstmal ein gutes Wochenende. Passt gut auf euch auf. Achtet auf euch. Trinkt genug. Auch ihr müsst auf euch achten. Kommt gut durch die Hitze. Und denkt bitte wirklich an meine Worte. Bleibt einfach drin bei dieser extremen Hitze. Versucht so auch körperliche Anstrengungen zu meiden. Das ist nochmal... Richtig anstrengend für euren Körper. Ich kann euch nur sagen, das Hockey-Turnier unserer siebenjährigen Tochter wurde schon abgesagt, was auch total vernünftig ist, weil bei diesen Temperaturen ist es einfach viel zu anstrengend für die Kinder. Also passt wirklich auf euch auf und nehmt das alles ernst. Ich wünsche euch trotzdem ein schönes Wochenende, kommt gut durch die Hitze. Und wie gesagt, bei weiteren Fragen könnt ihr mir gerne bei Instagram schreiben oder auch hier. Ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wieder hören. Ganz liebe Grüße, eure Sissi. Wenn dir diese Folge gefallen hat, würde ich mich riesig freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung oder einen Kommentar hinterlässt. Du hast Fragen an mich, Ideen für Themen oder möchtest deine Geschichte mit mir, mit uns teilen? Dann schreib mir einfach an sissy.at auf-die-ohren.com und ich freue mich riesig über deine Nachricht.