Soundsfamilia, der Elternpodcast mit Hebamme Sissi Rasche. Ihr Lieben, heute ist wieder Donnerstag und ich freue mich, dass wir eine neue Folge Soundsfamilia haben. Und ich habe vor zweieinhalb Wochen auf Instagram erzählt, wie ich Omega-3 bei meinen kleinen Kindern vier und sieben Jahre supplementiere. Und da kamen so viele Fragen. Und ich habe vor knapp einem Jahr schon mal eine Folge mit Dr. Judith Schaus aufgenommen. Und wir haben danach hin und her geschrieben und ich habe gesagt, Judith, wir müssen nochmal uns treffen. Die Folge ist schon wieder ein Jahr alt und das ist wirklich eine der größten Fragen, die ihr habt. Die Mikronährstoffversorgung bei Kindern und vor allen Dingen auch, sind da ja noch so viele Mythen, die umherlaufen. Und ihr müsst euch vorstellen, Kinderärzte haben das ja nicht explizit oder allgemein in ihrer Ausbildung, generell Ärzte. Das ist alles Wissen, was man sich selber aneignet. Und ich habe auch mit einer anderen Kinderärztin, mit der ich zusammenarbeite, gesprochen, die sagt so, Sissy, es ist so schlimm. Ich habe vor einigen Jahren das auch noch gesagt, dass man kein Omega-3 braucht und kein Vitamin D. Und ich war so unwissend. Und ich glaube, das ist auch das größte Thema, was wir Eltern haben, die Verunsicherung, weil alle irgendwie was anderes sagen. Und deshalb, ihr Lieben, weil ihr so viele Fragen hattet, habe ich mir heute noch mal Judith eingeladen. Ich freue mich so sehr, dass sie spontan Zeit hatte. Herzukommen, weil es war ja erst vor zwei Wochen. Und deshalb hallo, liebe Judith. Schön, dass du da bist. Vielen Dank, Sissi. Ich freue mich sehr und ich freue mich auch, dass es auf so viel Interesse bei Mamas, Hebammen und auch mittlerweile auch ein bisschen mehr bei Kinderärztinnen stößt. Und ja, das ist einfach ein total wichtiges Thema. Und meine Mama, selber Gynäkologin, hat mir jetzt auch letztens gesagt, oh Mann, ich habe früher, sie ist jetzt in Rente, ich habe das nie empfohlen, den Schwangeren. Und dann war sie auch so, hatte sie voll die Gewissensbisse tatsächlich. Kann ich total verstehen. Aber ich finde immer so, was ich vor 18 Jahren als Heber mit meiner Ausbildung gelernt habe, also klar, geburtshilflich. So die Handgriffe, das ist ja Wissen, was über Generationen, also es ist ja ein Handwerk weitergegeben wird. Aber alles, was zum Thema Stillen ist, also was ich vor zwei Jahren erzählt habe, ist auch schon wieder, also man muss sich einfach stetig weiterbilden und ich glaube, man muss einfach dieses schlechte Gewissen, was man dann hat und denkt so, oh Gott, das habe ich da noch empfohlen. Aber mein Wissensstand war da, also die Wissenschaft war noch nicht so weit. Und deshalb finde ich es einfach, das ist jetzt nicht so ein Beruf, den man, man lernt jeden Tag über was Neues. Das ist genauso wie mit Fällen. Das wird dir wahrscheinlich nicht anders gehen. Aber dass ich manchmal Wochenbetten habe oder Geburten habe, das hat man noch nie gesehen. Und man lernt dann wieder ganz viel. Das liebe ich auch an dem Beruf, ehrlich gesagt. Wirklich jeden Tag was Neues zu lernen. Und wir hier in Berlin haben halt auch die Möglichkeit, tolle Kollegen um uns rum zu haben und ein tolles Netzwerk sich aufzubauen. Und davon profitiert man immens. Also ich lerne wirklich jeden Tag was Neues und unter anderem auch von meinen PatientInnen, also von den Familien, die einfach mit einer chronischen Erkrankung sich die Eltern so gut auskennen im bestimmten Gebiet. Da nehme ich auch ganz viel Wissen immer mit. Ja, also deshalb macht euch da nicht so die Gedanken und ich finde es ganz wichtig, ich habe vor einer Woche, glaube ich, so ein Reel gepostet, ja wir sind davon auch nicht gestorben oder. Uns hat es auch nicht geschadet und genau das ist immer so mein Thema, das habe ich auch auf ein paar Sachen, also erstmal auf die Mikronährstoffversorgung, weil dann auch wieder viele geschrieben haben, ja aber mein Gott, uns hat es ja auch nicht geschadet, also das ist einfach so ein schwieriger Ansatz, das ist doch toll, dass wir mehr Wissen haben und dass wir es jetzt einfach anders machen können. Ich meine, sowas wie durch die Wechseljahre sind ja früher die Frauen auch durchgekommen, aber muss es ein Durchkommen sein oder kann man es nicht ein bisschen schöner und optimaler gestalten? Und ich muss euch ganz ehrlich sagen, bei meinen ersten Schwangerschaften war ich auch nicht gut, also hatte ich auch nicht so die optimale Versorgung, was Mikronährstoffe angeht. Und man hat dann auch so bei den Kindern, weil ich habe ja auch einen sehr hohen Altersabstand, so... Natürlich auch so ein schlechtes Gewissen, okay, die haben das jetzt nicht so gehabt und jetzt weiß man schon viel mehr. Klar, die haben sich auch gut entwickelt und ich glaube auch daran, dass das einfach so. Aber wenn man so Sachen optimieren kann, so kleine Sachen, ist doch einfach toll. Ja, aus dem Nähkästchen geplaudert. Also mein Mann würde mich dafür hassen, dass ich das jetzt sage, aber ich sage so, ich will unbedingt eigentlich noch ein drittes Baby bekommen, weil ich jetzt so viel mehr weiß. Also ich habe durch mein zweites Kind extrem viel gelernt, weil ich gemerkt habe, beim ersten ist nicht alles optimal gelaufen und habe dann schon viel verbessert. Aber jetzt würde ich einfach so gerne irgendwann noch ein drittes haben. Das ist dann optimal versorgt. Nochmal ganz kurz zu dir, weil das vielleicht so ein bisschen missverständlich auch war. Du bist ja Fachärztin für Allgemeinmedizin, hast aber viele Jahre in der Charité, also um in seinen Facharzt zu machen, muss man ja an unterschiedlichen Stationen teilnehmen und du hast drei Jahre lang in der Kinderheilkunde gearbeitet. Genau, also fünf Jahre ist in der Regel die Facharztausbildung für die meisten Fachärzte. Es gibt auch welche, die sechs Jahre sind, wenn es so ein chirurgisches Fach ist. Und ich habe von den fünf Jahren dreieinhalb Kinderheilkunde gemacht, habe dann aber selber Kinder bekommen und wollte dann nicht auf die Neo-Intensiv in Vollzeit zurück mit einem kleinen zwölf Monate alten Zuhause und habe mich dann entschieden, in Praxen weiterzumachen und dann den Pfarrat zur Allgemeinmedizin zu machen. Und im Nachhinein bin ich total froh, weil ich habe viel Kinderheilkunde-Wissen, darf aber jetzt als Allgemeinmedizinerin ja auch die Mamas und Papas mitbehandeln. Das heißt, mein Schwerpunkt ist ja sozusagen Gesundheit von Anfang an. Das heißt, schon im Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft die Mamas gut zu versorgen, ist ja dann für die Kinder einfach ein toller Start. Super und da kommen wir eigentlich auch zur ersten Frage, weil wir werden heute natürlich, ihr könnt euch die andere Folge natürlich auch nochmal anhören. Wir wollen heute so ein bisschen nochmal in die Tiefe gehen. Wir wollen auch nochmal über neurodivergente Kinder sprechen. Das hatten wir uns vorgenommen, weil auch da kann man ganz viel mit Mikronährstoffversorgung auch machen und sollte man auch mal schauen. Aber ich habe heute Morgen in meiner Instagram-Story dich angekündigt und natürlich habe ich schon sehr, sehr viele Fragen. Und eine war, weil du gerade gesagt hast, dass du halt eigentlich, ist es total schön, weil so allgemein mitziehen, so diese ganze Familie halt einfach mit zu betreuen, das gibt es ja eigentlich gar nicht mehr so. Das liebe ich total, dass man die Familie gut kennt und dann einfach weiß, wenn es der Mama schlecht geht, muss man ein bisschen gucken, das ganze System wieder aufzubauen, den Papa mit ins Boot holen, die Mama gut versorgen, nährstofftechnisch und das Kind und, dieses Zusammenspiel finde ich total interessant. Ja. Eigentlich müssten wir dann nochmal berufspolitisch werden, aber ich glaube, dann sitzen wir hier zwei Stunden, das ist nochmal eine extra Folge, aber ich hatte eine Frage von einer Schwangeren, weil das auch ein ganz großes Thema ist und ich glaube, da kannst du auch nochmal aus deiner. Kompetenz als Ärztin, weil ich kenne das ja auch so, ich mache ja Schwangerenvorsorge mit den Frauen und oft wird ja sozusagen eigentlich nur der HB bestimmt in der Schwangerschaft. Und der ist ja nicht komplett aussagekräftig. Und jetzt hat mir auch eine Schwangere hier geschrieben, wie sollte der idealste Ferritinwert in der Schwangerschaft sein? Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde es so schade, dass der Ferritinwert gar nicht erst bei der Erstaufnahme, also wenn man schwangeren Vorzeuge startet. Zum Standardprogramm gehört. Ja, finde ich auch. Also es gehört für mich total dazu. Und Ferritin ist ja das Speichereisen, Also das, was man angesammelt hat. Was wichtig ist, ist immer noch ein CAP, also ein Entzündungsmarker mitzubestimmen, weil Ferritin ist eine akute Phase-Protein. Das bedeutet, wenn die Frau gerade eine Entzündung hat, zum Beispiel einfach nur ein Virusinfekt, dann kann es sein, dass das Ferritin richtig oben ist und, das aber nur daran liegt, dass eine Entzündung gerade im Körper ist. Das heißt, es könnte einen sonst täuschen. Deshalb ist es wichtig, die beiden Parameter, die aber auch günstig sind im Labor zu bestimmen, mitzubestimmen. Also wir machen das in der Hausarztpraxis eigentlich immer den Ferritin und das CRP zu einem Standardlabor dazu, weil es wirklich kein teurer Wert ist, aber ganz viel Aussagekraft hat. Und was ganz schön ist, unser Labor, was wir viel. In der Praxis nutzen, das IMD Berlin und Potsdam, also es ist hier auch regional, die sind auf Nährstoffe und auch bestimmte Immunerkrankungen spezialisiert. Und die haben gerade dafür gesorgt, auch mit unserer Kollegin Helena Orphanus-Böcke, dass der Normwert angestiegen ist. Und zwar war sonst immer ein Ferritin ab 30 in Ordnung. Und die haben es jetzt extra bewusst hochgesetzt auf 100, damit nicht das, was immer passiert, so nach dem Motto, der Wert ist 33 bei einer Schwangeren, alles in Ordnung, ist ja im Normwert, ist nicht rot mit Plus Plus markiert. Deshalb finde ich das ganz toll. Das ist erst vor ein paar Monaten passiert. Und ich habe mich so gewundert, wieso ist der auf einmal 100? Was für mich auch wirklich ein guter Normwert ist. Denn wenn eine Schwangere einen 100er Wert hat, dann ist es schon richtig gut. Ich finde ihn fast sogar ein bisschen zu hoch für menstruierende Frauen. Wir haben ja immer monatlichen Blutverlust. Und für mich selbst ist es, obwohl ich mich sehr bewusst auch eisenreich ernähre, gar nicht so leicht, einen Hunderter Ferritin zu erreichen durch den monatlichen Blutverlust. Aber das Deshalb den Normwert, diesen neuen Normwert vom IMD kann man ganz gut jetzt in dem Fall anwenden. In 100er Ferritinwert? Also ganz ehrlich, den haben nicht viele Frauen. Haben nicht viele Frauen, genau. Also gerade menstruierende Frauen müssen schon sehr darauf achten. Und wenn das aber eine Schwangere hat, dann kann man richtig sozusagen stolz darauf sein, dann hat die noch eine Reserve, um auch dann in einer Geburt geht man ja in einen bewussten Blutverlust oder einen geplanten Blutverlust. Und wenn man da mit 100 noch eine Reserve hat, dann finde ich es richtig gut. Also das fände ich optimal sozusagen, auch wenn laut IMD jetzt dort der Normwert erst beginnt. Ja, aber das ist ja wirklich, also erstmal wird der selten bestimmt. Also eher so auf Nachfrage. Also wenn ihr zum Beispiel jetzt gerade zuhört und seid schwanger, ist das auf jeden Fall wert. Auch in Kombination finde ich super mit dem CAP, dass man das einfach weiß. Aber man fokussiert sich ja wirklich grundlegend auf den Eisenwert. Eisen bringt gar nichts. Also das könnt ihr auch dann euren Hausärzten oder Gynäkologen sagen. Bitte lassen Sie den Eisenwert weg. Dann sparen die sich die 1,80 im Labor. Sie sollen stattdessen Ferritin bestimmen. Eisen ist wirklich absolut unwichtig, weil das ist nur eine Momentaufnahme, hat überhaupt nichts mit dem Eisenspeicher, den wir wissen wollen, zu tun. Und dann kann man ruhig denen bewusst sagen, ich möchte nicht den Eisenwert testen, sondern den Ferritinwert. Der ist nicht viel teurer. Und dann hat man eine Grundlage, irgendwie auch in eine Diskussion zu gehen. Und deshalb würde ich halt immer dafür plädieren, sich gut zu informieren, weil man hat dann so viel mehr Mitspracherecht. Und wirklich ganz, ganz wichtig, lasst euch eure Laborwerte ausdrucken und nehmt sie mit nach Hause, weil dieses ist alles in Ordnung oder es kommt nur ein Anruf von der zwar netten MFA, die sagt, die guckt so drüber und sagt, war alles im Normbereich, das bringt euch nichts. Ja, das finde ich auch ein ganz guter Tipp, also die Sachen auszudrucken, weil ich sehe dann natürlich auch, ich will die Werte wissen und dann hat man die immer nicht und ich muss aber ganz ehrlich sagen und das finde ich wirklich schade und darüber würde ich auch gerne nochmal, kannst du ein bisschen erzählen, dass halt wenn Frauen aufgeklärt sind oder, das vielleicht auch mit die Hebamme mit übernimmt, dass man schon eher dann immer sogar, also ich habe jetzt wirklich von der großen Praxis hier in Berlin gehört, also das ist alles nur. Humbug. Humbug. Also so. Und das finde ich einfach so, weil wenn man sich überlegt, dass auch wie ähnlich in einer Hebammenausbildung, dass man zum Beispiel Stillen ja nur die Grundlagen lernt. Und dass man sich zum Beispiel, was das Stillen angeht, eigentlich selber fortbilden muss, um wirkliches Wissen zu haben. Und wenn man dann nach so einer Ausbildung, ich weiß jetzt nicht, wie es beim Studium ist, ich habe ja noch die Hebammenausbildung gemacht, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es im Studium jetzt nicht so ist. Danach lernt man ja das echte Leben kennen und ich denke mal, ähnlich ist es sozusagen im Medizinstudium. Also wie viele Stunden Mikronährstoffe hast du gelernt? Null. Und ich finde, vielleicht was man sich gerade mit dem Eisenwert noch mal überlegen kann, ist, dass eine Frau, die einen Kinderwunsch hat, Die braucht einen guten Eisenwert, um schwanger zu werden, weil Eisen auch so essentiell für die Schilddrüse, für einen Stoffwechselweg in der Schilddrüsenproduktion, die Thyreoperoxidase, ganz essentiell wichtig ist. Und man muss sich immer überlegen, was braucht der Körper, um quasi reproduktionsfähig zu sein, dann ist der gesamte Stoffwechsel irgendwo. Im Reinen, wenn die Frau eine gute Reproduktionsfähigkeit hat und das hat der Körper ohne Eisen nicht. Und wenn man dann sich überlegt, der schwangere Körper soll dann in eine Geburt mit Blutverlust gehen und dann in eine Stillzeit, da muss man einfach wirklich auf die Schwangere gut achten. Und das ist kein Humbug, das ist wirklich, Eisen ist was ganz Essentielles. Dass genauso wie Omega-3 wirklich wichtig ist für das Kleine, auch für die Gehirnentwicklung. Also es gibt so ein paar Dinge, die einfach auch jeder Arzt verstehen kann, wenn er sich ein bisschen damit befasst. Aber wie du sagst, wir haben es null im Studium gelernt. Und gerade für Kinder, also Kindernährstofftherapie, gibt es auch noch im deutschsprachigen Raum gar keine Ausbildungen. Es gibt ein paar HeilpraktikerInnen, die sich damit auskennen, die sich aber auch das alles selber aus ihrer Erfahrung zusammengebaut haben, mit denen ich auch teilweise im Austausch bin. Aber an Ärzten... Es gibt also kein Fachbuch für dich? Nee, ich habe ja selber eins geschrieben. Ja, genau. Habe ich hier. Ist für mich auch immer, ich schaue regelmäßig rein, also welche Nährstoffe braucht mein Kind. Also verlinken wir euch auch nochmal, aber das ist einfach ein guter Überblick, weil es einfach... Das ist ja das Problem, du hast jetzt als Fachärztin sozusagen so ein Buch geschrieben, dass man einfach weiß, okay, hier kann ich mich dran halten, aber ich finde es einfach für Fachpersonal, also wie ich, dass man, und du sozusagen kein, es gibt kein, also das ist ja sozusagen, das hast du ein Buch für die Eltern geschrieben. Genau, primär für Eltern. Genau, aber die Hebammen lesen es auch, also klar, wir würden uns so, aber es gibt kein richtiges, so wie sonst, Fachbuch über innere Medizin. Ja, genau. Und ich bin auch gerade dabei, eine Fortbildung für Ärzte, Therapeuten, Hebammen und so weiter zu entwickeln. Und letztlich, ich arbeite immer total gerne evidenzbasiert, aber gerade im Bereich der Kindernährstofftherapie gibt es wenig Studien, wenig Evidenz, weil es sowieso wenig Kinderstudien gibt aus bestimmten Gründen. Und man möchte ja kein Kind unnötig gefährden, genauso wie es wenig Studien leider an Frauen auch überhaupt gibt. Und deshalb muss ich auch ganz viel dann in diese Ausbildung schreiben, das beruht auf meiner Erfahrungsmedizin. Das ist halt einfach dann von der Evidenz einfach natürlich zurückgesetzt. Trotzdem ist es richtig und wichtig. Ich meine, ich bin auch schon elf Jahre Ärztin immerhin, aber Nährstofftherapie bei Kindern mache ich seit vier, fünf Jahren. Das ist halt meine Erfahrungsmedizin und trotzdem habe ich ganz, ganz viele Fälle einfach schon begleitet, eine hohe Dichte, weil ich das halt so schwerpunktmäßig mache. Aber es ist halt schade, dass wir uns nicht auf irgendwas berufen können. Was aber schön ist, es gibt beispielsweise jetzt, sage ich mal, Magnesium oder Kreatin, so neuronal wirksame Spurenelemente. Da gibt es zum Beispiel viele Studien von Kindern, die Multiple Sklerose haben, also die irgendwelche chronischen neurodegenerativen Erkrankungen haben. Da hat man Studien und auch die sagen ja allein auch dann, dass es sicher ist, es denen zu geben und deshalb wird doch schon Evidenz auch mit reinfließen und ein Teil der Erfahrungsmedizin. Okay, wir sind gespannt. Also ich werde sie auf jeden Fall besuchen, die Fortbildung. Ich will jetzt nochmal reingehen, weil das große Problem ist ja, was wir aktuell haben, also erstmal ganz wichtig nochmal, es ist hier keine Folge, in der wir Werbung für irgendein Produkt machen, das ist nochmal, also wir werden hier nicht gesponsert, Judith darf gar keine Empfehlungen geben, also. Weil sie das als Ärztin gar nicht darf. Aber es gibt natürlich, ihr wollt natürlich wissen und das kann ich auch total nachvollziehen. Also als Mutter, du auch und Mutter auch, dass man natürlich eine Empfehlung haben will. Und du kannst, wir können, ich werde, glaube ich, eher ein paar Produkte nennen. Du kannst dann Ja oder Nein sagen. Aber das ist einfach schwierig. Und da ist es auch immer. Und ich glaube, das ist auch das große Problem, was die Eltern haben. Alle sind ja, also viele sind ja interessiert und wollen was. Aber dann ist der Dschungel so groß und Social Media ist ja auch und da hat, ein Kollege von dir ein ganz gutes Wheel zu gemacht, dass ja auch sehr damit geworben wird, ja okay, wenn das Kind jetzt die und die Nahrungsergänzungsmittel nimmt, dann wird es auf einmal wieder gut in der Schule, dann ist es ganz entspannt und so weiter. Die da so laufen, das finde ich auch ganz schrecklich, weil. Dieser Supplementmarkt ist halt wirklich total auf Geld aus und vielleicht für euch als generellen Tipp, schaut euch die Verbindungen an. Also es muss gar nicht sein, dass ich jetzt irgendeine Marke nenne, aber was ich nennen darf, sind Verbindungen. Also zum Beispiel nehmt Magnesium bis Glycinat oder Magnesium malat und dann habt ihr schon wieder einen Anhaltspunkt, wirklich guckt aufs Kleinen gedruckt, was ist drin. Genauso wie man das vielleicht bei einer Hautpflegecreme für Babys schaut, dass da keine doofen Stoffe drin sind. Schaut auf die Verbindungen. Okay, dann müssen wir die Verbindung, glaube ich, nochmal in die Shownotes packen, weil es ist natürlich für viele einfach, du hast jetzt gesagt, dass man da, oder in deinem Buch hast du es ja auch geschrieben, aber ich glaube halt einfach trotzdem, dass wir in dieser Folge schon nochmal so diesen Überblick geben wollen, weil, es gibt ja ein paar Nahrungsergänzungsmittel und ich hatte das jetzt mit, wenn wir jetzt mit Omega-3 anfangen, weil das hat, so sind wir ja auch nochmal auf die Folge heute gekommen, dass ich natürlich auch die Problematik habe, also natürlich können wir Omega-3 über Ernährung zu uns nehmen, weil alle sagen, ja, wenn man sich ausgewogen ernährt. Einmal die Woche Fisch würde ja reichen, laut die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin. Also kann ich sagen, aus den ganzen Bluttests stimmt nicht. Ja, genau. Und dann ist ja auch noch die Frage, ist mein Kind Fisch? Ja, das auch. Und in welchen Mengen? Und ob nur Fischstäbchen oder wirklich Fisch? Ich glaube, Fischstäbchen bringen da nicht so viel. Die Panade. Genau und deshalb habe ich ja sozusagen gesagt, ich habe lange nach einem Produkt gesucht, weil bei uns sind halt zum Beispiel, wir haben im Vorfeld, bevor wir die Folge aufgenommen haben, über Öle gesprochen, im Beikostalter das sozusagen gleich einzuführen. Also dieses Produkt zu finden, was dein Kind dann halt auch mag, was du es halt nehmen kannst, das ist halt, glaube ich, so schwierig. Aber erzähl mal erstmal nochmal ganz kurz zu Omega-3. Warum ist das wichtig? Und warum wird das noch nicht einfach empfohlen? Weil wenn du jetzt so... Nach einem halben Jahr, was ist das? U5, U5, U5, U5, ja. Gehst, dann sagt dir ja nicht der Kinderarzt. Und jetzt haben wir Beikosteinführungen. Und Beikosteinführungen, muss ich sowieso ganz ehrlich sagen, ist auch so ein Thema, lernt man noch nicht im Studium. Entweder hat man da selber eine Passion für als Arzt oder Ärztin oder hat selber Kinder und hat sich damit mehr auseinandergesetzt. Aber ansonsten ist das ja jetzt auch nicht die große Einführung. Ja, auch wie man Allergene zum Beispiel richtig einführt, wenn in der Geschichte eine Neurodermitis oder Allergien vorliegen. Das ist auch nochmal ein spannendes Thema. Extrafolge. Nein, aber Omega-3 sagt dir jetzt keiner, soll jetzt das Baby, ne? Nein, leider nicht. Über die Muttermilch werden ja die Babys beim Stillen sozusagen versorgt. Und in der Pränahrung ist auch Omega-3 drin. Jetzt du, ist da ausreichend Omega-3 drin in der Pränahrung? Oh, das bin ich überfragt, weil ich mich mit Prä wenig auskühle. Meine Kinder haben selber Prä gehasst und ich würde es auch immer sozusagen so wenig wie möglich, also lieber mehr Muttermilch als Prä. Von daher, das kann ich dir ehrlicherweise nicht beantworten. Können wir noch mal nachgucken. Aber reden wir jetzt über Stillen, da brauchen wir ja auch sozusagen eine gute Versorgung der Mama. Und dann ist es ja so, dass ab Monat 6, 7, 8 quasi die Muttermilch vielleicht so ein bisschen weniger wird von der Menge und Brei hochgeht, je nachdem, wie gut die auch Brei essen. Also ich sage immer, wenn noch überwiegend gestillt wird, 80, 90 Prozent, dann soll man halt primär die Mutter gut versorgen. Es kann ja auch manchmal länger dauern, dass einfach das Kind gar nicht so viel Brei essen mag, aber wenn doch der Breianteil irgendwie so einen relevanten Anteil annimmt, dann würde ich auch beginnen mit einer Supplementierung, weil das kam auch bei mir in den Fragen so, wann beginnt man denn überhaupt ein Kind zu supplementieren und da sage ich, wenn man. Die Brei oder auch Baby-Led-Weaning oder was auch immer man gerne macht, was sie einfach essen, so einen relevanten Teil annimmt. Also nicht gerade so ein Löffelchen, was wieder von der Zunge wieder rausgespuckt wird, sondern wenn die wirklich auch schon ein bisschen was essen, dann würde ich damit anfangen. Und gerade bei dem Omega, das ist ja wirklich ein Geschmack, der für Kinder, die jetzt zwei, drei, vier sind, eher eklig ist. Dieses algige, fischige, mehrige. Das mögen viele Kinder nicht. Deshalb ist es nicht so leicht, dann zu starten. Aber wenn man die Chance nutzt, wirklich mit sechs, sieben Monaten zu starten, dann tolerieren die das gut und mögen es dann sogar später. Also ich habe jetzt viele Kinder, wo ich wirklich geschafft habe, dass die ab Lebensmonat sieben das Omega-3-Öl einfach in den Brei mitmachen. Der Vorteil davon ist auch noch, dass es teilweise ja mit Olivenöl gute Polyphenole drin, die haben weniger Verstopfung dann dadurch. Weil das den Stuhl ein bisschen weicher macht und dann gewöhnen die sich so an den Geschmack, dass sie das später auch voll gerne in ihrem Porridge, also wo man selber so denkt, das würde ich nicht mein Porridge gerne jetzt mit Omega-3-Öl haben, aber die Kinder mögen es dann. Und früher, als man noch mal mehr so keine Supplemente, sondern traditioneller gekocht hat, da haben auch schon viele Familien auch Lebertran, wo Vitamin A, D, K, und Omega-3 drin ist, haben die auch zum Beikost dazu gemischt. Was heißt früher? Also ich kenne jetzt keinen Lebertran. Doch, also meine Mama hat uns Lebertran mit reingemischt. Also vielleicht habe ich davon ein paar Gehirn zählt. Das ist nämlich auch jetzt die Frage, jetzt sind wir jetzt sozusagen beim Beikostalter, aber wer sagt mir wie viel? Ja, also erstmal bei Omega-3 ist eine Überdosierung nicht so leicht zu machen und auch nicht im Kindesalter nicht schwerwiegend. Eigentlich ist eine Omega-3-Überdosierung nur gefährlich, wenn die Menschen, die das nehmen in einem Alter sind, wo Vorhofflimmern relevant wird. Wenn man da völlig übertreibt mit der Dosierung, dann hat es in Studien gezeigt, dass das Risiko, ein Vorhofflimmern zu bekommen, etwas höher ist. Aber Babys im ersten Lebensjahr haben wirklich ein sehr, sehr geringes Vorhofflimmerrisiko sowieso. Und wenn man sich überlegt, ein Kind darf ja auch Fisch essen und da guckt man auch nicht ganz genau, wie viel Omega-3 ist denn jetzt in diesem Fisch. Wenn es ein Kind ist, was sehr, sehr gerne Fisch isst, ist man ja eher froh drum. Und es würde sich auch nicht mit Fisch selbst vergiften. Und deshalb ist man da im Prinzip bei Omega-3 zumindest relativ, hat man eine große therapeutische Breite, so nennen wir das, wenn es nicht so eng ist. Bei einem Vitamin D ist es ja anders. Aber lass uns mal noch beim Omega-3 waren. Weil ich habe jetzt hier die Frage, wann Omega-3 dem Kind geben, Kind 18 Monate alt, quasi vollgestillt. Also mit 18 Monaten vollgestillt, quasi vollgestillt. Die arme Mama. Sie nimmt Omega-3. Ja, das ist schon mal gut, dass sie selbst auch nicht so leer wird von ihren Speichern. Und dann würde ich trotzdem bei einem 18 Monate alten Jahr dann schon versuchen, dass es immer mehr auch am Tisch mit ist und mehr Interesse für, ohne Druck, aber mehr Interesse für Lebensmittel und so weiter bekommt. Und dann würde ich ihm auch Omega-3 mit reingeben. Und mit 18 Monaten... Und ich weiß, es steht so nicht auf der Packungsanleitung, aber habe ich auch sehr gute Erfahrungen schon mit so Omega-3-Jellies. Wenn das Kind das mit 18 Monaten dann nicht mag, den Geschmack vom Algenöl, dann könnte man auch schon ausprobieren, wenn es sonst schon relevant so ist. Bisschen festere Dinge, wie eine weiche Avocado zerdrückt. Würdest du die denn einfach durchschneiden, die Jellies? Ich würde dem ein, zwei Jellies pro Tag einfach geben. Ja? Ja. In einem sind, glaube ich, 220 Milligramm drin. Dann kannst du ruhig zwei Jellies haben. Gibt es mehrere Anbieter? Oder reden wir von den einen? Also ich kenne nur einen Anbieter. Okay, gut. Ja, kann ich ja sagen, dass ich mich da auch durchgehe, weil ich habe das Problem mit den Ölen. Also ich habe die von Norsan, ich tue die in den Kühlschrank, dann sind die eiskalt, dann finden die die gut. Und meine essen auch nur die vegetarischen. Zum Beispiel die essen nicht, es gibt die Jellies ja auch mit Fisch. Kannst du ja vielleicht auch nochmal kurz was zu sagen, was ist jetzt besser, Fisch oder? Genau, das ist auch nochmal interessant, weil es gibt ja zwei Omega-3-Fettsäuren, die besonders relevant sind. Das ist einmal DHA und EPA. DHA ist eigentlich für die Kinder, für die Hirnentwicklung sehr, sehr wichtig. Deshalb auch schon in der Schwangerschaft wichtig. Und da braucht man im Prinzip ein Verhältnis, zum Beispiel zwei Dritte DHA, ein Dritte EPA, so als Faustträger, also auf jeden Fall mehr DHA bei den Kindern. Anders ist es dann, wenn ein Kind eine chronische Erkrankung hat, beispielsweise eine Autoimmunerkrankung, dann spielt mehr das EPA auch eine Rolle, weil das, ist entzündungshemmend und deshalb ist es auch für uns so in unserem Alter, wo dann irgendwann doch so kardiovaskuläre Risikofaktoren mehr, Platz sozusagen haben, auch das EPA entscheidender, weil es auch für die Gefäßgesundheit, also es sortiert so ein bisschen die. Für uns Erwachsene, meinst du jetzt? Für die Erwachsenen, genau. Und dann soll ich kein Verhältnis mehr 2 zu 1 haben? Dann darf es mehr EPA sein und da kommt deine Frage nämlich ins Spiel. Fische sind relativ gesehen zu den meisten Algen nämlich EPA-reich, aber es gibt eine Alge, auf die zwei Hersteller auch so ein Markenvorrecht haben, das ist eine besondere Alge, so ein Schizotrytrium, bla bla bla und die ist besonders EPA-reich. Die kommt also im Prinzip an das Fischige ran. Das heißt, wenn man sich entscheidet und möchte explizit eine EPA-reiche Variante in vegan haben, dann sollte man sich eventuell an diese zwei Marken halten, die das Vorrecht drauf haben. Kann man selber wahrscheinlich im Internet rausfinden, welches. Kann man googeln. Ja. Okay, aber würdest du, das ist jetzt für mich wieder die Frage so, okay, jetzt sagst du älter, also würdest du es nicht in der Schwangerschaft, würdest du schon auf zwei zu eins setzen. Ja, genau, am Ende, also damit würde ich mich überhaupt nicht verrückt machen, weil am Ende ist jedes Omega-3-Präparat, was DHA und EPA enthält, super und besser als gar nichts. Und es ist wirklich jetzt nur eine Nuance. Da kann man dann so ein bisschen, wenn man Bock hat zu vergleichen, kann man dann die Gehälter an DHA und EPA noch mal genau studieren. Und wenn man zum Beispiel ein neunjähriges Mädchen mit Nahashimoto hat, dann würde ich gucken, dass ich auch ein EPA-reiches habe. Die neunjährige braucht aber wiederum ja natürlich auch DHA. Aber das ist ja so ein Spezialfall. Wenn wir jetzt noch mal festhalten, Omega-3 sozusagen Supplementierung ab Beikaufsstart. DHA-reich. DHA-reich. Ein ganz normales Algenöl ist völlig in Ordnung. Aber man könnte auch verschönigen. Du kannst auch genauso ein Fischöl nehmen, ist auch DHA-reich, hat ein bisschen mehr EPA-Komponente mit drin. Aber was ganz wichtig ist, weil das mich viele fragen in der Beratung, Leinöl... Das bringt in dem Falle nichts, weil da ist eine andere Omega-3-Fettsäure, die auch sehr gesund ist drin, ALA. Aber die wird nur zu 5 Prozent zu den anderen beiden von unserem Körper verstoffwechselt. Das heißt, du müsstest irgendwie einen Liter Leinöl am Tag, was völlig viel zu teuer, utopisch, dass es jemand isst. Kann ich nehmen, aber davon kriege ich keine Überdosierung. Genau, aber da müsstest du so viel nehmen, um auf einen relevanten DHA- und EPA-Gehalt zu kommen. Also es ist im Prinzip illusorisch. Kann man trotzdem sehr gerne nehmen, weil es auch noch andere tolle Eigenschaften hat. Aber es ist nicht als Ersatz. Was hat die Eigenschaften? Also das Leinöl hat gute Antioxidantien. ALA wird auch. Von den Schwanschen isolier scheiden. In der Nervenzellen wird es auch gebraucht, also in unseren Membranen. Aber das ist auch wichtig. Und du brauchst das DHA eben als Isolierschicht der Nervenzellen ganz essentiell. Damit ein Nerv gut feuern kann, muss die Nervenbahn gut isoliert sein. Und im Prinzip ist das, wofür wir das DHA am meisten brauchen. Und da reicht das ALA nicht aus. Also auf der Verpackungsbeilage von so Jelly steht ja immer erst ab vier Jahren. Du sagst, wenn die Kinder gut, deshalb kann man da auch gar keine Empfehlung geben, wenn die halt gut was kauen können. Kann man auch durchschneiden, die kann man auch wirklich durchschneiden, wenn man das Gefühl hat, so in der Verschluckungsgefahr. Man könnte sogar mit der Gabel, das ist ja ganz weich, also ich erlebe sogar... Ja, aber dann kann man gleich Öl nehmen. Ja, aber es schmeckt halt viel besser, dieses Jelly, ne? Ich esse es selbst total gerne. Und was auch noch ein Tipp ist, du sagst ja schon mit Kühlschrank, das ist sowieso ganz wichtig bei Omega-3, dass man es kühlt. Ich würde auch Kapseln sogar kühlen, bei mir kommen die alle im Kühlschrank und man darf aber auch tief kühlen. Das heißt, wenn das Kind total picky Eater ist, dann kann man noch versuchen, diese Jellies als Eis zu verkaufen. Geil. Das klappt dann manchmal noch. Okay, gut. Also, das ist, glaube ich, die wichtigste Sache. Omega-3 brauchen wir. Und zwar von Anfang an. Also erst über die, es ist in der Pränahrung Omega-3 drin. Also ist es auf jeden Fall. Ich weiß jetzt gar nicht, wie viel. Das können wir ja nochmal, das können wir beide nochmal recherchieren. Da können wir einen gemeinsamen Post so machen. Aber in der Muttermilch ist es natürlich wichtig. Was ich aber hier nochmal, die ich gerne festnageln will, weil alle Menschen, Und wenn man sich jetzt sozusagen an der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. An die hält, dann sind die Dosierungen ja eher immer relativ niedrig. Also da nochmal sagen, du hast ja gerade gesagt, Omega-3 in Überdosierung macht eigentlich nichts, wenn man jetzt keine Herzerkrankung hat oder auch in dem Alter ist sozusagen. Aber wenn ich jetzt zum Beispiel, da brauche ich ja schon, also sag mal eine Milligramm, also eine Angabe. Also Erwachsene zum Beispiel sind ungefähr 2000 Milligramm DHA und EPA gemeinsam. Wenn aber ein Erwachsener ein Problem hat, gebe ich auch gerne 3000 am Tag. Aber 2000 wäre schon mal. 2000 ist super, genau. Und was, glaube ich, die DGE für Schwangere empfiehlt, ist aber, glaube ich, so was wie 200 Milligramm extra oder so was irgendwie wirklich so ein Tropfen auf den heißen Brei, auf den heißen Stein. Und ein Kleinkind kann man ungefähr 1000, also die Hälfte von diesen 2000 für Erwachsene ist eine ganz gute Hausnummer für ein Kleinkind. Und wenn ich jetzt mit sechs Monaten wirklich starte, dann würde ich maximal so mit 400 erst mal starten. Das wären zwei Jellys quasi. Und dann kann man aber Richtung, ein dreijähriges Kind kann gerne 1000 Milligramm am Tag, kann das gut wegsnacken. Okay, gut. Das sind dann eben schon vier bis fünf Jellies am Tag. Das heißt, das Problem an den Jellies ist, dass es wirklich ins Geld geht. Die sind dann teuer. Deshalb plädiere ich dafür, gewöhnt euer Kind früh an das Öl, weil es ist für euer Leben sozusagen viel billiger. Ich habe es leider verpasst. Meine mögen nur Jellies. Ich auch. Und wenn man sich hochkommt, wenn man hochrechnet, was eine sechsköpfige Familie an Omega-3 im Monat verbraucht, wenn man es ordentlich supplementiert, ist das wirklich ein Luxusgut. Ja genau, das ist echt ein Problem, aber ich sage immer, es gibt viele Supplemente, wo man nicht so sehr auf die Qualität achten sollte, aber bei Omega 3 investiert lieber, weil, wenn es schon oxidiert ist, wenn es sozusagen, könnt ihr euch mal bei euren eigenen, ich hatte zum Beispiel in der Schwangerschaft, wo ich mich noch überhaupt nicht damit auskannte in der ersten, hatte ich immer so Kapseln und danach so ein fischiges Aufstoßen. Schlimm. Und das ist halt ein gutes Indiz dafür, dass diese Kapsel einfach oxidiert ist, weil die schon viel zu lange bei einem Drogeriemarkt rumgeluggert hat und, da könnt ihr wirklich mal eure Kapseln aufschneiden und dran riechen und wenn die schon so richtig ranzig riechen, würde ich die auch nicht mehr nehmen, dann bringen die euch auch nichts mehr, sondern da wirklich frisch im Kühlschrank schnell verbrauchen. Oh mein Gott, da nicht lange rumstehen lassen. Gut, also das haben wir auf jeden Fall schon mal durch, weil das ist wirklich ein. Also ganz wichtig und wie gesagt, also mit der Ernährung, weil du bist ja auch dafür bekannt, dass du sagst, viele Sachen kann man ganz toll über die Ernährung machen. Also du bist jetzt ja auch nicht und sagst jetzt, weil ich glaube, das ist das große Thema, wo viele haben, so dass man jetzt, man muss so viel einwerfen. Genau, das ist bei Kindern auch wirklich nicht förderlich. Also mein Buch plädiert eigentlich dafür, das allermeiste über die Ernährung zu schaffen, indem man wirklich auch viel Rezepte ausprobiert, indem man die Kinder auch ohne Druck immer wieder probieren lässt, wirklich viele Versuche auch hat, dass ein Kind halt nicht, wenn es dreimal Brokkoli ablehnt, dass man es dann für immer so vom Plan streicht, sondern dass es mehr Zeit den Kindern auch gibt. Viele Rezepte, weil die Garform ist auch so entscheidend für Kinder. Viele mögen irgendwie Karotte nur roh, aber keine gekochte Karotte. Und dann ist das ja auch in Ordnung. Dann muss man einfach darauf eingehen. Und es gibt aber ein paar Nährstoffe, wo es nicht über die Ernährung reicht. Und das finde ich auch wichtig, den Eltern und anderen Kinderärzten und so weiter zu vermitteln, wo man es nicht gut über die Ernährung hinbekommt. Wer wäre das noch? Also Omega-3 ist wirklich Thema, auch nochmal um einen kurzen Bogen zu schlagen. Ich mache ja viel Blutdiagnostik auch bei Kindern und wenn die relevant Fisch, und das ist dann Tiefseefisch, der viel Omega-3 hat, also Thunfisch, Lachs, dann haben die erhöhte Quecksilberwerte, leider. Das ist echt blöd. Deshalb kann ich auch gar nicht so sehr empfehlen, so viel mehr Fisch statt. Also ich finde besser, ein gutes Algenöl zu nehmen. Gut, aber dann, Das Zweite ist auch fettlöslich, ist Vitamin D. Und zwar definitiv länger als bis zu dem zweiten Frühjahr, also Frühjahr im zweiten Lebensjahr. Sondern es gibt gute Studiendaten, auch aus den USA, große Meta-Analysen, die zeigen, es macht Sinn bis zum 18. Lebensjahr. Und ich finde sogar darüber hinaus. Genau. Also ich frage mich mal, warum denn du bist dann? Aber das ist halt einfach die Kohorte. Bis 18 ist halt Kinderheilkunde und da haben die halt gesehen, es macht unter anderem dafür Sinn, dass die deutlich weniger respiratorische Infekte haben. Und ich kann das von meinen eigenen Kindern und auch von ganz, ganz vielen Patientenfamilien berichten, wenn die gut mit Vitamin D versorgt sind, kriegen die weniger Infekte. Und das ist halt einfach, was uns Eltern ja durch die ersten Kita-Jahre so zieht. Also du hast das ja viermal hinter dir, dass man doch einfach sonst sehr oft mit krank ist. Also so gefühlt irgendwie dauerhaft im Winter eine Rotznase, wobei Rotznase ist ja nicht schlimm, aber so von einem Fieber ins nächste sonst geht. Und da habe ich auch zwischen meinen beiden Kindern sieben und drei, wo ich bei der Dreijährigen schon wirklich gut supplementiert habe, den krassen Unterschied. Die hat bisher einen Tag in ihrem Hitterleben gefehlt und es war wegen einem fetten Stich am Auge, wo es so zugeschwollen war. Wie, die war noch nie krank? Die hat nicht wegen Fieber oder irgendwas gefehlt. Sie haben immer den Ferien krank gewesen. Sie mussten schon mal Fieber gehabt haben. In Thailand hatte die mal eine fette Gastroenteritis oder die hatte auch mal an einem Wochenende Fieber. Aber es war immer nach einem Tag vorbei. Die hatte noch nichts Ernsthaftes. Wirklich. Das kann ja auch Zufall sein bei meiner Tochter. Aber ich erlebe es auch bei den Patientenfamilien. Die kommen zu mir wegen einer krassen Infektneigung. Weil die so denken, oh Gott, hat mein Kind vielleicht einen Immundefekt? Und dann kann ich das ausschließen durch Labordiagnostik. Denen einen Supplementplan machen. Und dann wird es deutlich weniger. Vitamin D, das finde ich auch immer ganz lustig, dass man dann sagt, okay, ab zwei dann nicht mehr. Ja, warum? Und vor allem wirklich, ich messe ja auch im Blut. Ja, das wollte ich jetzt fragen. Sie sind unterirdisch, die Werte. Das ist wirklich krass. Und vor allem auch mitten im Sommer, dann sagen mir so die Eltern, ja, aber bringt ja jetzt nichts im Juni oder im August zu messen, weil jetzt ist es ja eh hoch. Lass uns doch lieber im November messen. Und dann sage ich, nee, lass mal jetzt messen, weil dann zeige ich dir, dass es sogar jetzt nach einem ganzen Sommerurlaub sozusagen nicht reicht. Ja, vor allen Dingen cremen wir sie ja mit Sonnencreme ein. Zigercreme viel und genau, das blockt wirklich auch die Weiterverarbeitung von Vitamin D. Ja, also Vitamin D. Also trotzdem bitte eincremen, die Kinder ist ganz wichtig, aber Vitamin D geben. Vitamin D geben, ja. Und da ist es, aber es ist auch immer so ein bisschen die Frage, Judith, das ist ja auch so. Das vergisst man einfach auch immer. Also es ist ja schon einfach krass. Aber das Coole ist ja beim Vitamin D, du musst es ja nicht täglich geben. Ich bin auch so jemand, ich vergesse das, aber ich nehme selbst zum Beispiel so Tropfen, wo 5000 Einheiten drin sind. Und ich, ehrlicherweise gebe ich auch oft meinen Kindern die 5000er Tropfen, weil ich es wieder vier Tage vergessen habe. Und dann kriegen die halt zwei Tropfen Vitamin D, 10.000 und dann weiß ich so, okay, die nächsten Tage muss ich wieder nicht dran denken. Weil das ist ja speicherfähig, dadurch, dass es fettlöslich ist. Und das ist halt das Schöne. Es ist egal, ob du es täglich gibst oder alle drei Tage oder alle sieben. Und ist es dann auch egal, bei welchem Alter? Also wenn du jetzt sagst, okay, du bist jemand, der immer total schusig auch ist, könnte ich das auch beim Baby machen? Oder ist das so? Ja. Ist das egal? Ja. Es darf nur nicht jeden Tag lange gehen. Weil die Tropfen zum Beispiel, die man kennt, die man auch, wenn man... Die sind auch hochdosiert. Deshalb kriegt man sie ja nur rezeptpflichtig. Es gibt verschiedene Tropfen, aber man soll ja gemäß Leitlinie 500 Einheiten geben, wenn das Kind ab dem siebten Lebenstag. Und es gibt Tropfen, wo man nur einen Tropfen dafür geben muss. Aber es gibt auch eine Firma, wo man acht Tropfen für die 500 Einheiten geben muss. Und das ist manchmal wirklich blöd, weil dann wechselt irgendwie der Kinderarzt, Weil das dann auf Rezept, dann haben die ja noch so Rabattverträge und so weiter auf Kasse. Ah, nie? Ja, genau. Du kannst es ja auf Kasse rezeptieren bis zum. Frühjahr, im zweiten Lebensjahr. Und dann haben ja immer, muss man ja als Ärzt, deshalb finde ich es auch so blöd, ich darf kein Supplement nennen. Aber in der Praxis verschreibe ich eine ganz bestimmte Marke, weil halt die Krankenkasse einen Rabattvertrag mit immer so drei Herstellern hat. Und dann wechselt es eben auch manchmal, dass sie neue Rabattverhandlungen hatten. Und dann ist das das andere Produkt. Und dann kann es vorkommen, dass die Mama, die vorher halt immer Eintropfen geben musste, dann aber Achttropfen. Und dann erzählt sie mir bei der nächsten Vorstellung, ich habe weiter Eintropfen gegeben. Also ist blöd. Muss man genau auf die Dosierung, also auf die internationalen Einheiten. Aber die meisten Produkte sind ja frei verkäuflich. wie es so gibt. Aber die müssen es halt nicht bezahlen, die gesetzlich Versicherten. Ja, genau, aber oft wird es ja auch gar nicht so unbedingt ... Gar nicht mit Rezept. Mit Rezept gemacht, sondern die meisten kaufen die ja einfach. Und was mir noch wichtig ist zu sagen, es gab einen Fall jetzt kürzlich, wo es gibt ja auch statt der Tropfen die kleinen Tabletten. Und das würde ich nicht empfehlen. Ich hatte selbst immer extrem Bedenken, das in die Wangentasche des Babys. So wurde es aber ganz oft empfohlen. Da gab es ein Kind erstickt. Da gab es ein Kind dran erstickt. Und ich habe das damals dann so gemacht, dass ich das wirklich so aufwendig, Muttermilch ausgedrückt, dann aufgelöst und da hat man auch gemerkt, das dauert wirklich mehrere Minuten, bis sich das wirklich auflöst. Und deshalb kann man sich das auch vorstellen, dass das wirklich aspiriert wurde, weil es nicht so ist, wie man tut es in die Milch und dann ist es sofort so aufgelöst, sondern es hat wirklich lange gedauert. Ich habe das dann immer gerührt und gerührt, bis das wirklich weg war. Und das Baby war wie alt? Mein Stillkind. Nee, nee, aber das ist gestorben. Das war, glaube ich, acht, neun Monate so. Ja, es ging sehr durch Social Media. Ja, und deshalb, ich habe damals schon, ich finde es viel einfacher, auch mit den Tropfen zu handhaben, weil dann hat man das Kind auf dem Wickeltisch, da steht das Fläschchen, träufelt man rein hier so an den Rand, der Lippen und immer gut ist, danach zu stillen, weil es eben fettlöslich ist und alle fettlöslichen Vitamine immer gerne zu einer Mahlzeit geben. Also Vitamin D jetzt auch bei den Älteren immer gucken, dass man auf dem Essens-Tisch hat. Genau, also ich finde es immer gut, wenn man das so strategisch macht. Selen zum Zahnputzbecher, morgens vor dem Frühstück, dann die ganzen fettlöslichen. Da waren wir noch nicht. Ah ja, sorry. Also Vitamin D. Vitamin D zum Frühstückstisch. Wir wollten es jetzt einfach heute nochmal sagen, weil das ist das große Thema, was die alle haben. Dass wir jetzt ja nicht irgendwie unseren Kindern morgens fünf Tabletten geben wollen, sondern einfach, dass du ja schon sagst, aber Ernährung, aber es gibt welche, die halt nicht. Und wir waren jetzt bei Omega 3, wir waren bei Vitamin D. Genau. Dann ist für mich Selen auch eins, was man ganz schwierig über die Ernährung bekommt, weil wir haben selenarme Böden. Sonst wäre Selen eigentlich in Pflanzen oder auch in Tieren, die Pflanzen ja wiederum essen. Also aus dem Boden würde es kommen. Wir haben in ganz Europa selenarme Böden. Das heißt, es bringt auch nichts, die Tomaten aus Italien zu essen, sondern dort ist auch selenarme Böden. Und deshalb würde ich Selen auch tatsächlich supplementieren. Das ist nicht nur für die Schilddrüse wichtig, sondern wir haben über 200 Enzyme im Körper, die selenabhängig sind. Selenoprotein-Nasen. Und die brauchen Selen, um diese enzymatische Reaktion zu machen. Das sagt dir niemand, ganz ehrlich, ich habe schon hier schlecht gewissen, ich habe auch nicht wirklich Selen supplementiert. Ja, das sagt einem niemand. Und ab wann auch mit Beikost? Würde ich auch so langsam ab Beikost, kann man auch ab acht, neun Monaten, also nicht verrückt machen, wenn ihr jetzt sechs. Sieben Monate altes Kind habt und ihr habt ihm noch nicht Selen gegeben. Das ist immer noch gut, auch wenn ihr jetzt mit einem zweijährigen Kind anfangt. Und mit dem jemjährigen? Ja, auch dann. Aber das Witzige ist, wenn ich Labordiagnostik mache, der Selenmangel ist bei allen da, also bei Erwachsenen und Kindern. Aber, dass die Schilddrüse darunter schlecht wird, ist tatsächlich erst ab dem Erwachsenenalter. Das finde ich ganz spannend zu beobachten, weil, die Kinder haben …. Die Erwachsenen haben wirklich eine schlechte Umwandlungsrate, da ist dieses aktive Schilddrüsenhormon dann wirklich niedrig und bei den Kindern ist es noch nicht so. Das heißt, da ist es trotz des Mangels nicht ganz so gravierend, ist sozusagen mein Eindruck. Aber dennoch, wenn ein Kind so viel müde ist, immer so platt und so, dann kann es. Also da ist es oft eine Kombination aus einem niedrigen Eisenwert und einem niedrigen Selenwert und manchmal noch einem niedrigen Jodwert und alles drei ist halt für die Schilddrüse so essentiell. Und dann kann man durch die Gabe dieser drei Nährstoffe echt die Schlappheit von den Kindern verbessern. Ich kann dir aber nicht genau sagen, ob es auch einzeln dann nur durch Selen so passiert wäre. Also, weil das mache ich isoliert selten. Ich gucke mir dann, alle drei an und supplementiere. Okay, aber das ist ja die Frage, du sagst, wir haben selenarme Böden. Das heißt, über Ernährung kommt Selen nicht rein? Außer über Paranüsse und die soll man Kindern und Schwangeren nicht geben. Ja, super. Okay, also ist das ja ein weiteres Supplement, wo man sagen würde, aber wie supplementiere ich jetzt Selen bei Beikost, bei Kleinkindern? Genau, das gibt Tropfen auch, da würde ich nochmal drauf achten. Stimmt, die hast du mir, aus München habe ich mir die, die habe ich mir doch bestellt, als wir letztes Mal, genau. Sind die schon da? Ja, die habe ich auch genommen. Also ich habe dann auch Selen, klar, es gibt ganz bei so einer speziellen Apotheke, die du mir empfohlen hast. Ja, weil das sonst sind Selentropfen oft mit Alkohol und das finde ich irgendwie blöd halt bei Kindern. Das muss ja nicht sein. Und diese Apotheke stellt die her ohne Alkohol. Jetzt kann man alle wissen, welche Apotheke das ist. Das muss ich schon machen. Das kann ich ja machen. Kannst du machen. Ich darf keine Wärmung. Aber wirklich, die sind super. Ich habe das aber einfach ins Wasser reingemacht. Genau, kann man machen. Das hat dann keiner gemerkt. Bei Selen ist wirklich was, was nicht so Sinn macht in so einem Multipräparat, was es ja auch gerne von Mamas gegeben wird. Weil Natriumselenitis ist die Verbindung. Die wird am liebsten alleine aufgenommen. Und deshalb steht bei uns das Selen bei den Zahnputzbechern. Das heißt, die Kinder machen sich so einen Tropfen Selen auf die Zunge und putzen sich dann die Zähne. Und dann soll man ungefähr eine halbe Stunde bis zum Frühstück Zeit haben. Und deshalb also ein bisschen Abstand einfach zum Frühstück. So ein bisschen wie, wenn man als Frau bei Hashimoto oder einer Schilddrüsenunterfunktion L-Tyroxin nimmt. Das soll man ja auch vor dem Frühstück eine halbe Stunde. Und das könnte man dann auch zusammennehmen. Also das Vitamin D steht auf dem Essentisch, das Selentropfen steht im Bad. Beim Zahnputzbecher. Meine Kinder lieben auch diese Pipetten, wo sie sich so selber so und es dann so sich so träufeln können. Und Dosierung? Dosierung bei den Kleinkindern ungefähr 50 Mikrogramm. Zum Vergleich, dir würde ich 200 empfehlen. Also einer schwangeren Frau 200. Bin ich schwanger? Ja, sorry. Bin ich schwanger? Tut mir leid. Das ist gut. Kriegt man immer eine Angst hier? Nee, weil ich besonders eben viele Schwangere behandle. Aber zu Selene auch noch mal ganz kurz. Sagen wir Pfeif? Nein, nein, nein. Ich habe vier Kinder, ich bin deutlich über den Durst, jetzt sind wir, also ich glaube, wir sind gut. Aber bei Selenüberdosierung, also gibt es da wieder Probleme? Das finde ich immer ganz gut, dass wir da heute mal ein bisschen drüber reden, weil ich glaube, die große Angst ist halt auch immer zu viel. Ja, also muss man sagen, ist die therapeutische Breite ein bisschen enger als bei Omega-3. Das kann man potenziell überdosieren. Selen ist speicherfähig. Anders als ein komplett wasserlösliches Vitamin wie Vitamin C. Das wird einfach nur teurer Urin. Es wird durch die Niere ausgeschieden, kann Selen gespeichert werden und, die speicherfähigen Sachen kann man potenziell überdosieren und bei Selen sollte man es nicht übertreiben, ist aber trotzdem relativ schwer zu übertreiben. Also wenn man jetzt einem Baby immer die Erwachsenendosis jetzt über ein Jahr gibt, dann könnte sowas passieren. Was passiert denn? Dann könnte es neurologisch auffällig werden, also zum Beispiel. Könnte sowas wie so eine Tetanie oder komische Kribbelgefühle, also meistens so nervliche Zeichen. Ich habe es noch nie erlebt, das ist sozusagen nur Theoriewissen von mir, weil muss man schon dann wirklich versuchen irgendwie zu überdosieren. Ich hatte einmal, also die einzige Überdosierung, die ich bisher erlebt habe, war ein ausgewachsener, sehr sportlicher und damit auch schwerer Mann, Der wurde von seiner Frau so überoptimized. Also die hat dem jeden Tag tausend Sachen hingestellt und in völlig wilden Dosierungen. Also der hat jeden Tag diese 20.000 Einheiten Vitamin D, die man sonst in der Woche empfiehlt, hat er über zwei Jahre täglich genommen. Eieiei, was war mit dem los? Und der hat auch neurologische Ausfälle gehabt. Also der hat zum Beispiel dann so das Initialsymptom war so ein Zittern und der hat so Stift immer aus der Hand verloren. Du bist irgendwie so ein alter Mann. Und das wollte sie ja damit eigentlich nicht bewirken, aber sie hat es irgendwie so zu gut gemeint. Ja, wer weiß. Wer weiß. Okay, also Selen-Tropfen. Und kann man aber auch später, wenn die Kinder älter sind, ist ja weiter, kann man dann auch einfach Selen, gibt es ja super einzeln auch von, also Kapseln. Kapseln, genau, oder so kleine, diese Presslinge oder so. Acht-Jährigen, Neun-Jährigen, die können ja auch schon was schlucken. Genau, und da gibt es eben Dosierungen für Erwachsene. häufig in 200 und 100 Mikrogramm. Und dann würde ich so einem Achtjährigen einfach die 100 geben. Und wie gesagt, nagelt mich jetzt nicht darauf fest. Zum Beispiel meine Kinder, ich vergesse das auch morgens manchmal. Und dann kann man aber auch sagen, wenn man es jetzt drei Tage vergessen hat oder auf ein Wochenende gefahren hat, wo man keine Lust hat, kann man auch mal dann denen an einem Morgen 200 geben. Weil es ist nicht akut irgendwie gefährlich, das ein bisschen höher zu dosieren. Es wird erst dann gefährlich, wenn du das über einen relevanten Zeitraum über ein halbes Jahr oder ein Jahr wirklich zu viel gibst. Ja. Es ist ja alles super verständlich, was du jetzt sagst. Warum sträubt sich ein Großteil der Mediziner? Oder auch, warum ist diese Aufklärung wirklich so? Weil das ist ja super nachvollziehbar, wenn wir uns jetzt unterhalten. Macht für mich alles total Sinn. Es geht jetzt auch gar nicht darum, dass man jetzt Kinder optimieren will oder so. Sondern es ist einfach gewisse Sachen, die der Körper braucht. Und von außen, vielleicht waren früher die Böden selenreicher? War so. War so, tatsächlich. Sowieso krass viel nährstoffdichter waren ja die Gemüse. Ich hatte letztens gerade einen Post bei, habe ich in meiner Story geteilt, wo eine Erdbeere irgendwie analysiert wurde von 1982. Der Vitamin C-Gehalt ist irgendwie so auf sieben Prozent jetzt gegangen. Und es wurde nur bis 2002 überhaupt gemessen und seitdem ist es wohl noch viel krasser runtergegangen. Also es ist relevant weniger geworden und deshalb macht es Sinn, sich gut zu beschäftigen und es macht Sinn auch, wir haben zum Beispiel so eine Biokiste, wo die es selber aus so einer solidarischen Landwirtschaft bewirtschaften und beackern und da steckt noch was drin. Aber in irgendeinem Treibhaus, Glashaus in Holland hat die Tomate einfach nicht mehr so viel Vitamin leider. Was ich ein bisschen schade finde, und das ist ja oft die Sachen, wo wir jetzt hier im Podcast sitzen, es ist ja alles ein großes Privileg. Also so Themen, wenn ich Expertinnen hier habe, ob es jetzt von der Physiotherapie, Logopädie, das müsste ja schon auch etwas sein, was eigentlich auch. Dass die Politik mit aufnimmt und was in die Versorgung von Kinder und Jugendlichen mit eingeht sozusagen, weil wenn man jetzt sozusagen nicht selber sich das Wissen aneignet, die Folge hier hört oder viel darüber liest oder so, dann ist das natürlich ein großes Thema, wo es einfach sehr große Lücken entstehen, wo Kinder einfach gut und schlecht versorgt sind. Und wenn man dieses Wissen sich erstmal aneignet, dann denkt man halt so, oh Gott, da müsste doch auch der Verband für Kinder- und Jugendmedizin einfach sagen, okay, wir müssen das sozusagen machen. Ja, allen Kindern zugänglich machen. Es müsste verpflichtend sein, auch diese Untersuchungen zu machen, weil das ist ja auch das große Thema, auch wenn wir jetzt bei den Kindern sprechen, auch bei Schwangeren, also, dass man sich diese, entweder bezahlt man es selber als Ego-Leistung, aber selbst ein Feritinwert ist ja, muss man ja manchmal schon durchkämpfen, dass man den bekommt und das ist halt einfach schade. Ja, total. Und das ist ja eigentlich so, wo mein Herz wirklich schlägt, für Prävention, um Dinge zu verhindern, die später auftreten. Und meiner Meinung nach würde das extrem Gesundheitskosten sparen, wenn man sozusagen auf die Kinder und Familien mehr die Priorität setzt, im Gegensatz dazu, was gerade politisch passiert. Weil die Vorsorge und gute Aufklärung der Eltern, auch sprechende Medizin, nicht nur Intervention, Diagnostik sozusagen mit irgendwelchen Maschinen, sondern wirklich dieses 1 zu 1 Gespräch. Wenn wir uns jetzt unterhalten, eine Stunde über gesunde Kinderernährung, dann könntest du für deine vier Kinder das so und so und so viel besser machen, dass die später nicht ihren Herzinfarkt bekommen. Also diese Zeit zu investieren bei den Familien und in Kitas und Schulen natürlich auf Ernährungsmedizin mehr Wert zu legen, das würde immense Gesundheitskosten sparen, weil 80 Prozent der Gesundheitskosten, kommen durch kardiovaskuläre Erkrankungen. Also das ist der riesen Batzen und ein Herzkatheter kostet so viel Geld, wird auch so viel gemacht und zu viel gemacht und das ist halt so, so schade und da muss unbedingt ein Umdenken passieren und gerade läuft es aber eher ins Gegenteil, wenn Vorsorgeuntersuchungen, wie Schwangerenvorsorge und Uruntersuchungen wieder gedeckelt werden. Denkst du jetzt, wenn wir jetzt die Sachen, wir haben jetzt Omega-3, Vitamin-D, Selen, ich denke mal, wir werden das noch kurz auf Jod eingehen. Denkst du, dass es sozusagen, wenn man jetzt sozusagen dein Buch gelesen hat, wenn man die Folge gehört hat, das auch einfach alleine erstmal entscheiden kann, wenn ich jetzt keinen Kinderarzt habe, der da nicht für zugänglich ist, dass man das einfach sozusagen in der niedrigen, so wie du es beschrieben hast, einfach machen kann, ohne dass ich vorher Blut abgenommen habe? Ja, unbedingt ohne Blutentnahmen. Also ich bin da restriktiv, was Blutentnahmen angeht, nur mit guter Indikation, weil es ist einfach eine Körperverletzung für die Kinder. Es kann potenziell traumatisieren, wenn man es nicht gut vorbereitet, nicht schonend macht. Deshalb unbedingt einfach aufgrund einer guten Ernährungsanamnese selbstständig überlegen, was hat mein Kind nicht so viel drin. Das wäre auch für mich wichtig, noch Eisen neben Jod zu nennen, weil ich einfach ganz viele Kinder sehe, die einen ziemlich schweren Eisenmangel, also zum Beispiel, wenn wir vorhin gesagt haben, optimal ist ein Ferritin von über 100, die haben dann ein Ferritin von 7. Ich weiß nicht, mein Ferritin wird wissen. Was willst du sagen? Ja, der war auf jeden Fall bei 13. Ja, krass. Ja, das ist halt auch unterirdisch. Und ich habe auch viele Kinder, die so sieben haben. Und dann denkst du halt auch, oh, Kein Wunder, dass du einfach... Aber bei Kindern muss er nicht 100 sein. Nee, der muss nicht 100, aber so 50 sollte der schon sein. Also dieses, was früher oder bei anderen Laboren ja immer noch, ab 30, 30 ist nicht gut für ein Kind auch. Und das haben aber die wenigsten Kinder, weil so viel Fleisch wird nicht gegessen. Also das ist schon so ein Klassiker, so Jungs, die gerne grillen, die haben oft einen okayen Ferritinwert und alle anderen nicht. Wirklich so Jungs, die so gern die so als Hobby haben, so mit ihren Freunden so ein Steak zu grillen, die sind gut versorgt. Also unser Sohn, der liebt es gerade wirklich zu kochen, also ich bin ja wirklich. Ein Niemand in der Küche, aber das ist wirklich gut, dass Christian da bei uns auch den Kindern Kochen beibringt und er hat mir neulich so ein geiles Rinderfilet gemacht, also er hat dann gesagt, der ist ja jetzt 15,5, der will immer Fleisch haben. Der fordert das ein. Wenn es mal nur so Gemüse oder so gibt, weil ich brauche jetzt nicht immer Fleisch. Aber der ist so gerade in seinem Wachstum wirklich so, die wollen einfach. Das Testosteron kickt. Ja, also Fleisch. Dann habe ich ihm so ein geiles Stück da mitgebracht. Dann hat er das so und dann isst er jetzt gerne, seine neue Leidenschaft ist Süßkartoffel. Die macht er dann im Ofen mit Olivenöl. Super lecker. Und dann habe ich auch noch, weil die lieben eher den wilden Brokkoli, als den normalen. Der ist toll. Und das hat er mir wirklich so schön angerichtet. Darf ich auch mal kommen? Ja, also richtig toll. Und deshalb sage ich, also ich glaube jetzt, ich habe jetzt bei ihm länger schon nicht mehr... Ich war neulich mit ihm in der Notaufnahme und habe gefragt, können wir hier noch ein paar Werte bestimmen? Ich habe gesagt, ich zahle die auch. Ging aber leider nicht, weil ich dann wollte ich mal gucken, weil wenn man eh schon Blut abnimmt. Ja, weil wir wegen einer Akutsituation, wir waren mit Verdacht auf Blinddarm da, hat sich Gott sei Dank nicht bestätigt, aber ich habe gesagt, können wir gleich was abnehmen, wenn wir eh dabei sind. Das ist schade, ich habe gesagt, ich zahle das, aber ging nicht. Nicht mal ein Feritin wollten die machen. die waren auch so, die wussten gar nicht, wo sie das jetzt irgendwie ich wollte Vitamin D und Ferritin, das waren zwei die ich gerne habe, wusste, war, naja, egal die haben super, das war super nett die waren super lieb, aber da würde mich dann nämlich gerade interessieren, weil der halt einfach so dieses Fleisch so einfordert der könnte so ein 200er haben so ausgefühlt, aber können wir ja mal irgendwann verifizieren. Das ist glaube ich ganz wichtig, also das mit diesen Sachen die wir jetzt gesagt haben, da kann man auf jeden Fall weil die große Gefahr, und das ist was glaube ich immer so draußen, da gibt es die Überdosierung. Ja, und bei Eisen auch total unkritisch. Viel kann man da auch über Ernährung machen, aber es gibt einfach Kinder, die wenig Hülsenfrüchte, wenig Fleisch essen und zum Beispiel irgendeine Wurst aus Schweinefleisch, da ist null Eisen drin, kann man vergessen. Auch Hühnchen hat sehr wenig Eisen, das ist wirklich das rote Fleisch, also Rind, Lamm, Wild, da ist Eisen drin und dann in Hülsenfrüchten, wobei das nicht ganz so gut aufgenommen wird. Und übrigens Eisen ist auch schwer für unseren Darm gut zu resorbieren und da finde ich gut die Verbindung Eisen bis Glycinat. Die wird gut aufgenommen und wichtig noch, zwei Stunden möglichst Abstand zu viel Kalzium. Also wenn man jetzt Milchreis zu Abend isst, Mit der Familie, meine Tochter liebt Milchreis, dann wirklich Abstand halten zum Eisen, weil die werden über die ähnlichen Transporter im Darm aufgenommen, Eisen und Calcium konkurrieren. Oder auch Chiasamen sind extrem eisenhaltig, das heißt, wenn man irgendwie, keine Ahnung, gerne... Ist dann die Schadstoffbelastung wieder groß? Ja, Chiasamen ist natürlich so ein Superfood aus, woher kommt es, Peru oder... Ich esse gerne Chiasamen in Bio und hoffe, dass die Pestizidbelastung da nicht so hoch ist. Aber es ist halt wirklich ein krass guter Calcium-Lieferant. Und gerade Kinder, die nicht so viel Milchprodukte essen, da ist es schon auch ganz genial, ein bisschen Chiasamen. Kinder mögen ja auch oft sowas, sich selber so drüber streuen, so knusper oder so. Und dann hören wir auch über alles Mögliche, die so ein bisschen knuspern lassen. Das finden viele ganz cool. Zu Eisen jetzt noch, da gibt es ja auch viele Vitamingummibärchen. Was sagst du da bei Eisen zu? Also da würde ich wieder wirklich auf die Verbindung schauen, weil ja auch, ich weiß nicht, das kennst du bestimmt von den Schwangeren, was ja häufig verschrieben wird auf Kasse. Pherosanol. Noch in Hunderter, macht nur schwarzen Stuhl und Bauchweh. Aber auch bei den Babys auch. Bei den Frühchen wird Pherosanol tropfen. Also Pherosanol, sagen wir, X habe ich noch nicht auch ein gutes Wheel zugenommen, also wenn du in der Apotheke. Aber Tadiferon ist das nächste Produkt, was meine Schwangeren zum Beispiel immer kriegen. Ja, mag ich auch nicht gerne. Wird etwas besser, meiner Erfahrung nach, vertragen als Pherosanol. 80 Milligramm ist aber auch recht viel für den Darm. Aber Pherosanol ist doch gar kein ... Beides nicht bis Glycinat. Das ist irgendwie eine Eisendrei-Verbindung. Gibt es denn ein Apothekenprodukt, was ... Ich. Kann auf Kasse Eisen bis Glycinat in meiner Apothekendatenbank finden, aber es wird nicht über die Kasse bezahlt. Also über die Kasse sozusagen für die Patienten, die kassenversichert sind mit einer Eisenmangelanämie, darf ich ja Eisen verschreiben und da darf ich nur entweder Ferrosanol oder Tadiferon nehmen. Das heißt, das müssen die leider auch wieder selbst bezahlen. Und sie dürfen es ja sowieso nur auf Kasse verschrieben bekommen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, wenn schon die Anämie, also die Blutarmut da ist. Ein Eisenmangel von sieben oder 13 oder was reicht ja auch nicht leider. Okay, aber würdest du sozusagen Kindern... Du würdest auf die Ernährung achten, das haben wir ja gerade gesagt, aber wenn du merkst, es sind picky eater, also keine Hülsenfrüchte, kein Fleisch, du sagst ja Hühnchen und Würstchen zählt nicht. Ist das auch ein Supplement, was du schon immer ab und zu geben, also nicht jetzt jeden Tag? Also meine Kinder, wir essen wirklich super wenig Fleisch, so an Weihnachten mal wild oder so, aber sonst im Alltag sehr wenig, einfach auch aus ökologischen Gründen. Die kriegen jeden Tag 10 Milligramm Eisen bis Glycinat, beide. Und wie kriegen sie das? Wir haben gerade umgestellt, vorher hatten wir so Tropfen, von einer Marke, die ich nicht nennen darf und jetzt kriegen die so ein. Kleines Sachet, nenne ich es mal. auch erst ab 14 erlaubt, warum auch immer, warum die es nicht schon früher haben dürfen. Da sind 10 Milligramm drin und es schmeckt denen so geil. Sachet ist so ein kleines, weißt du, nicht so ein Beute, sondern so ein längliches Sachet. Also das ist so ein Pulver, das kannst du dir direkt in den Mund schütten. Ach so, ja, wie so ein Granulat? Ja, bloß feiner, wie so ein Pulver halt da drin, wie so Brausepulver. Schmeckt auch nach Johannesbeer-Brausepulver. Brausepulver, kann man Das lieben sie. Sie fragen mich jeden Tag, darf ich noch ein? Ich sage immer, nee, das ist ein Medikament. Eins am Tag. Zehn Milligramm kriegen die. Und damit, denke ich, sind die ganz gut aufgestellt. Ich nehme jetzt aber bald bei meiner dreijährigen Tochter nämlich Blut ab, weil die will unbedingt, die will Ärztin werden, findet das alles total klasse. Eigentlich wollte ich bei meinem Siebenjährigen abnehmen, der traut sich im Moment nicht und es ist auch okay. Ich habe jetzt keinen konkreten Verdacht, aber deshalb finde ich es ganz schön, von ihr dann auf ihn schließen zu dürfen. Da kann ich euch dann gerne auch ein Update geben. Okay. Jetzt haben wir, aber würdest du jetzt sagen, Eisen soll man auch supplementieren? Wenn ihr wenig, also nicht bei deinem 15-Jährigen. Nee, der nicht, der kriegt keinen Eisen. Der kriegt keinen Sarschee, auch wenn es lecker ist. Aber wenn jetzt zum Beispiel, hast du nicht auch eine Tochter, die so im Teenie-Alter bald ist? Aber die ist auch Fleisch. Ich habe zwei Teenies, ich habe ja 13 und 15, also fast 14. Aber sobald, also ich weiß ja nicht, wenn die in die Menarche kommt und ihre Tage bekommt, bestimmt ein schwieriges Thema. Nee, einfach auch. Das spreche ich jetzt hier nicht drüber. Genau. Aber das wäre also, wenn Kinder... Dann bitte supplementiert euren Mädchen Eisen ab dem Zeitpunkt, wo sie einen Verlust haben. Und als Tipp, es ist in den Tagen, wo die Tage da sind, nimmt der Körper am besten Eisen auf. Das heißt, ihr könnt auch mit denen so ein Deal ausmachen. Da vergisst du es nicht, da hast du den Verlust. Du siehst ihn jeden Tag und dann nimmst du bitte Eisen als Wiederaufbereitung. Letzte Frage zu dem Eisenthema, aber Beikoststart auch schon? Also die Muttermilch ist eisenarm auf natürliche Weise, aber enthält ja das Lactoferin. Das heißt, das Eisen, was in der Muttermilch ist, wird gut aufgenommen. Und dann ist ja irgendwann auch in so einem typischen Beikostplan auch drin, zum Beispiel, dass da püriertes Fleisch, zum Beispiel Rindfleisch mit drin ist. Ich habe meinen Kindern nie Gläschen verkaufen können, wo Rind mit untergemischt. Fanden die super ekelhaft. Hast du doch wahrscheinlich selber gekocht. Ich habe nicht immer selber gekocht, ich habe ja voll gearbeitet. Also von daher, nee, ich habe manchmal selber was gemacht und das zweite Kind hat eh immer am Familientisch mitgegessen, so gefühlt, hat keinen Brei bekommen. Aber bei denen, wo man merkt, okay, die essen überhaupt kein Fleisch und auch nicht so viel relevant, Hülsenfrüchte und so weiter, da würde ich nochmal ganz gut gucken, was esst ihr so? Was isst das Kind wirklich in der Woche? Und sonst würde ich auch milde supplementieren. Ganz gut ist auch jeden zweiten Tag, dann ist der Darm nicht so angestrengt. Also es muss gar nicht jeden Tag sein. Okay. Ich merke schon, also auf jeden Fall schaffen wir heute nicht mehr die neurodivergenten Kinder. Da habe ich ja gerade für mich, wir sind schon wieder über eine Stunde, dass wir uns da ganz zeitnah, Judith, nochmal treffen. Aber wir haben eine Sache noch vergessen und ich würde gerne nochmal rausgehen, weil das ist einfach auch so eine, ihr habt super viele Fragen. Ich muss auch hier nochmal ganz kurz auf mein Handy gucken. Bei Instagram. Aber ich würde mal sagen, wir gehen nochmal kurz auf das Thema Jod, weil das haben wir noch nicht gemacht. Und ich gucke hier nochmal meine Fragen. Du kannst schon mal anfangen. Vielleicht kurz zu Jod überhaupt, um sich so eine Vorstellung zu bekommen. Also wir haben auch Jod zu wenig in unseren natürlichen Lebensmitteln drin und was früher passiert ist, als wir alle einen starken Jodmangel hatten, also bevor das Salz angereichert wurde mit Jod, haben die Leute so einen Kropf bekommen, das heißt eine Schilddrüse, die voll war mit Knoten. Und witzigerweise sehe ich das jetzt, weil ich mache gerne Schilddrüsen-Ultraschall in der Praxis, ich sehe wieder gerade mehr Leute mit Schilddrüsenknoten und die kommen meistens durch Jodmangel zustande, sind auch im Prinzip harmlos, also es sind dann keine krebsartigen Knoten, sondern Jodmangelknoten. Und das kommt, weil wir viel so tolle Salze verwenden, die ich auch gerne verwende, also Meersalz, was nicht unbedingt judiert ist und so Himalaya-Salz, Steinsalz, das ist alles nicht judiert. Das heißt, guckt mal auf euer Salz und wenn ihr eins benutzt, was auch völlig in Ordnung ist, was nicht jodiert ist, dann müsst ihr aber supplementieren. Und dieses Bewusstsein nochmal zu schaffen, das finde ich wichtig, weil ich sehe wirklich mehr Frauen wieder mit Jodmangel. Mit beginnenden Jodmangelstromata, also diesen Vergrößerungen der Schilddrüse durch Knoten. Jod supplementieren, abwarnen. Kinderarzt scheint da nicht so viel Ahnung zu haben. Ja, also genau da haben wir vorhin im Vorgespräch schon mal kurz drüber geredet. Also ich lasse mal sozusagen die Hosen runter. Meine Kinder haben kein Brei gegessen, der nicht ein bisschen Salz und ein bisschen Butter oder gutes Olivenöl drin hatte. Das heißt irgendwie so, es gibt ja auch so ein Buch von Janosch, der, Kasper schmeckt der Kartoffelbrei nur mit Butter und Salz und das konnte ich so total bestätigen und ein nierengesundes Kind darf auch ab sechs, sieben Monaten gerne ein bisschen Salz mit drin haben, genauso wie. Es wird nicht gleich sterben. Genau, es wird nicht sterben. Das schafft die Niere, das Salz auch zu filtern. Und außerdem haben die auch, wenn die anfangen zu krabbeln und so, schwitzen die auch gerade am Kopf, wenn die sich anstrengen und haben auch einen Salzverlust. Also die brauchen auch ein bisschen Salz. Und deshalb, wenn das dann jodiert ist, ist es schon mal ganz gut. Aber trotzdem will man ja auch in einem sieben Monate alt sich übertrieben viel Salz in den Brei machen. Und deshalb finde ich das auch keine doofe Idee, ein bisschen Jodtropfen tatsächlich mit in den Supplementationsplan zu nehmen. Also wenn wir jetzt noch mal kurz zusammenfassen, wir haben Omega-3, Vitamin D, Selen, potenziell Eisen und Jod. Das sind. Meine fünf wichtigsten Nährstoffe für Kinder, die nicht so leicht aus einer gesunden, ausgewogenen Ernährung rauszukriegen sind. Wo ich aus der Erfahrung die meisten Mängel auch feststellen kann und auch relevante Mängel und, Bei Jod ist es eben auch so große therapeutische Breite, kann man nicht so viel falsch machen, es sei denn ein Kind hat dann eine Hashimoto, also so eine Autoimmun-Schilddrüsenerkrankung. Das würde man aus dem neugeborenen Screening aber schon. Genau, da wird ein TSH gemacht. Schon rausnehmen. Also wenn man jetzt das zusammenfasst nochmal, dann ist es ja schon fünf Sachen. Ja, fünf Sachen, die man aber ganz gut kombinieren kann. Nur das Selen würde ich einzeln, also an die Zahnbürste und das Eisen abseits von Milchprodukten, Calcium. Das sind so die Regeln. Die anderen kann man gut zusammenschmeißen. Und Jod, gibt es da von den Produkten her auch wieder gut und böse? Nee, das ist relativ unkritisch. Das wird gut aufgenommen, super billiger Nährstoff. Da kann man jedes Produkt nehmen. Ich finde die Tropfen ganz gut, die schmecken fast nach nichts. Also einfach Jod tropfen könnte man in eine Suppe, in ein Müsli, ist unkritisch. Braucht man auch nicht so eine tolle Qualität. Okay, das ist ja schon mal. Und Überdosierung ist da auch? Überdosierung ist schwer. Also würde ich nur eben bei Hashimoto-Kindern, gibt es ja immer mal wieder, da aufpassen. Aber auch die brauchen Jod, wenn die eine Restfunktion der Schilddose haben. Also wir haben eben schon gesagt, wir schaffen heute nicht mehr die neurodivagenten, Kinder, weil das waren auch ganz viele Fragen und ich verspreche euch, wir machen gleich, wenn wir jetzt hier die Folge schließen, einen neuen Termin aus und dann werden wir das machen, weil ich glaube, das ist einfach nochmal ein extra Thema. Ich habe gedacht, dass wir es heute ein bisschen mit unterkriegen, aber das ist einfach ein so großes Thema und ihr merkt auch, wenn wir schon mal vor einem Jahr eine Folge aufgenommen haben, also es ist einfach große Fragezeichen und, wir wollten euch einfach nochmal ein bisschen mehr damit aufklären und vor allen Dingen auch so ein bisschen die Angst nehmen vor. Ja, es ist unkritisch. Also alle fünf, die ich jetzt gemacht habe. Und ich kriege jetzt die ganzen Produktempfehlungen. Und ich bin gespannt. Ich werde auf jeden Fall unter die Podcast-Falge werden wir schreiben, wir sind ja fünf, also noch mal fragen, wie viele davon diese Sachen supplementieren. Das wird bestimmt auch ganz spannend. Ja, voll, das ist eine gute Frage. Und vielleicht ja auch dadurch, dass wir es jetzt doch trennen in zwei Folgen, auch für euch die Möglichkeit, jetzt noch mal konkret eure Fragen auch zu Neurodivergenz zu stellen, Neurodiversität, also ADHS. Autismus-Spektrum, Legasthenie, das ist ein großer Schwerpunkt, da kommen wirklich auch Leute aus der Schweiz, aus Familien, aus Österreich, Süddeutschland auf mich zu in die Videosprechstunde, weil das dort wenig, ja, auf wenig Antworten trifft und vielleicht wirklich eine coole Chance, dann einfach jetzt Fragen schon loszuwerden. Und vielleicht machen wir die ersten zehn Minuten auch nochmal mit den normalen, also den normalen Fragen, dass wir auch nochmal, ja, wir haben jetzt ja nochmal einen Überblick gegeben, aber ihr könnt die Fragen am besten unter die Podcast-Folge stellen. Ich gucke mir die, wir gucken uns die dann vorher an und dann gibt es 10 Minuten und dann geht es in die Kinder mit Neurodivagenz rein. Und alles zu Judith, wer sie jetzt noch nicht kennt, packe ich natürlich in die Shownotes, das Buch. Und du hast es gerade erwähnt, du bist zwar hier in Berlin, du arbeitest in einer allgemeinen Praxis mit einer allgemeinen Ärztin zusammen. Und das Gute ist, du kannst Kinder und Erwachsene behandeln, was ja toll ist, wo wir ja auch zusammenarbeiten. Aber du hast auch die Videosprechstunde. Ja, genau. Also ich mache zwei Tage die Woche so eine hausärztliche Sprechstunde mit Fokus auf Familien. Also kommen Kinder und Erwachsene. Und die Videosprechstunde ist aber schön, weil die halt. Im Prinzip von überall gemacht werden kann. Und ich habe auch die Möglichkeit eben dorthin, also auch nach Süddeutschland oder in die Schweiz oder wie auch immer, mit unserem Labor denen die richtigen Röhrchen per Post zu schicken, dass wenn eine Blutinnahme notwendig wird, arbeite ich mit den Kinderärzten oder Hausärzten vor Ort zusammen. Ich kann aber entscheiden, was Sinn macht, abzunehmen. Weil da gibt es ja auch so viel, was man beachten sollte bei der Blutinnahme. Judith, ich freue mich auf die nächste Folge mit dir. Schön, dass du da warst. Wir hoffen, dass wir euch ein bisschen von dieser Verunsicherung, die man als Eltern da hat und einfach den lautverwollter Bäumen nicht sieht, ein bisschen nehmen konnten. Ich freue mich, wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet bei Sounds von mir. Ich werde euch natürlich auch sagen, wann Judith wieder da ist. Und jetzt wünschen wir euch erstmal eine schöne Woche und schön, dass ihr dabei wart. Und was ich vergessen habe, zu sagen, dass wir ja auch seitdem das Studium jetzt hier bei mir im Büro ist, einen YouTube-Channel haben. Also ihr könnt Judith und mich auch bei YouTube anschauen. Das verlinke ich euch natürlich auch in den Shownotes, sodass ihr uns auch nicht nur hören könnt, sondern auch sehen. Auf diesen gemütlichen neuen Sesseln. Die sind echt cool. Ist gut, ne? Freue ich mich, wenn ihr da natürlich auch mal vorbeischaut. Und jetzt sehen wir uns erstmal wieder nächste Woche. Donnerstag. Macht's gut. Tschüss.