Ich kann nichts mehr anziehen, was ich im Kleiderschrank habe. Fühle ich nicht mehr. Also einfach, weil es nicht passt? Ja. Weil es nicht mehr gepasst hat im Sinne von war zu klein oder zu groß, sondern sie meinte, das bin nicht ich. Ich weiß, dass ich das mal war und ich sehe das auch, diese Person, die das mal war, aber jetzt bin ich das. Herzlich willkommen bei einer neuen Folge Sounds Familie. Ich freue mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt und heute geht es um ein ganz wichtiges Thema, was viele einfach noch nicht kennen. Wir werden schwanger, wir gebären Kinder, wir haben körperliche Veränderungen, aber was viele nicht wissen, nicht nur unser Körper verändert sich, sondern auch unser Gehirn. Und dafür gibt es mittlerweile sogar einen Begriff. Im Deutschen heißt es Muttertät und ich finde dieses Thema so wichtig, weil es so viele Fragen beantwortet. Es ist wie eine zweite Pubertät. Es verändert sich ganz viel und darüber möchte ich heute mit euch sprechen. Ich habe mir heute Alina Grant eingeladen. Sie ist psychologische Beraterin und hat sich dem Thema Muttertät gewidmet. Sie hat ein ganz tolles Buch geschrieben, Mom Brain, was dieses Jahr im April rausgekommen ist und was wirklich, wirklich gut ist und was, glaube ich, einfach uns vielen Frauen einfach Antworten gibt, weil erst denkt man ja immer, irgendwas stimmt nicht. Erstmal herzlich willkommen, Alina. Schön, dass du da bist. Wir haben drei Anläufe gebraucht. Es war nicht einfach, aber heute, alle guten Dinge sind drei, bist du endlich bei mir. Ich freue mich sehr. Wir haben uns einmal getroffen, können wir ja kurz erzählen. Da wollten wir eigentlich in einem anderen Studio aufnehmen und die Menschen, die den Podcast mit mir aufnehmen wollten, waren einfach nicht da. Dann haben wir Tee getrunken. Genau. Und haben leider die Folge nicht aufgenommen, aber heute bist du endlich da und ich freue mich sehr. Vielen, vielen Dank. Ich freue mich aus sehr. Dankeschön. Und ich denke mal, wir steigen gleich voll ein als Thema, dir ging es ähnlich. Also ich meine, du hast Psychologie studiert, du bist Mutter geworden. Was war der Impuls oder wann bist du das erste Mal mit Muttertät, also mit diesem Begriff, mit diesem Umbauprozess, da können wir ja wirklich gleich mal reingehen, das erste Mal in Berührung gekommen? Also war das selber, als du schwanger gewesen bist oder hast du dich erst damit auseinandergesetzt, als du im Wochenbett warst? Das war in der Tat den Begriff das erste Mal gehört, da auch nochmal der Mutter Tät ist ja von den Schwesterherzen Dulas der Begriff ins Leben gerufen, weil Mutter Tät sonst auf Englisch oder auch auf Lateinisch. Übersetzt wird oder gebraucht wird und das kann sich einfach keiner merken, wir haben es eben auch schon mal kurz geübt, wie es eigentlich genau heißt. Du kannst es ja nochmal aussprechen. Ich habe ja mit meinem Sprachfehler manchmal so, ich sage, es gibt so Begriffe, die einfach nicht im Podcast nennen. Das ist einfach schön, wenn man sich nicht verspricht. Aber du kannst ihn gerne nennen. Also auf Englisch heißt er Matricens oder auf Deutsch eben Matrizenz. Und da hat man ja schon so eine Konsonantenanreihung im Kopf, dass man so denkt, gleich wieder vergessen. Und da haben eben die Schwester Herzen, du leistst die Mutter Tete. Aus München, die grüßen wir ganz lieb. Sarah und Natalia. Ins Leben gerufen. Die haben wirklich den Begriff ins Leben gerufen? Total, mhm. Tolle Frauen. Ja, voll, genau. Super Arbeit, die sie auch machen. Also wir schicken Grüße raus. Genau, deswegen ist immer das Erste, was ich auch sage, weil mir das auch ganz wichtig ist, dass die da auch immer genannt werden, wenn sie diesen Begriff schon geformt haben. Viele sagen gleich so, der ist nicht so schön und irgendwie klingt der komisch, aber er bleibt einfach so hängen und man weiß halt auch sofort irgendwie, was man damit assoziieren soll. Und dafür ist Sprache ja unheimlich wichtig, dass man direkt irgendwie Bilder am Kopf hat, sich irgendwie damit verbinden kann. Und das schafft der Begriff halt total. Und deswegen benutze ich ihn dann auch in meinem Buch. Und ich habe den das erste Mal von meiner Cousine dann gesagt bekommen, die auch Doula ist. Und deswegen war sie so in dem Dunstkreis und kannte das. Ich glaube, da war mein Kleiner so zwei Monate. Und da hatte ich mit ihr geschrieben und meinte so, ey, wenn ich es nicht besser wissen würde, ich würde denken, ich bin wieder in der Pubertät. Also ich habe wirklich den Vergleich sogar genommen. Und dann hat sie eben gesagt, ja, bist du auf? Da wusstest du noch gar nicht so, ne. Und das war dann der Tag, wo sich irgendwie so ein Rabbit-Tour für mich geöffnet hat und ich dann da halt reingekrochen bin und immer mehr dazu gefunden habe und auch so neue Felder sich dann erschlossen haben, weil am Ende beschreibt erst mal Mutter Tät die Transformation der Frau zur Mutter. Und das fand ich schon super schön und konnte ich schon voll mit relaten, weil ich habe wirklich das Gefühl gehabt, ich verändere mich so stark. Und keiner, es ist aber nicht, klar, es ist sichtbar, weil der Bauch kommt und geht, aber es ist halt irgendwie mehr und ich konnte es nicht greifen. Und das hat der Begriff schon mal gut beantwortet. Und als ich dann halt in dieses Repertoireim bin, habe ich gemerkt, krass, das ist halt nicht mal so eine kleine Transformation, die irgendwie anfängt und dann aufhört, sondern die echt im Gehirn stattfindet. Und unser Gehirn ist ja eigentlich so das wichtigste Organ mit, weil es alles einfach steuert in unserem Sein, in unserer Physis, wie unsere ganze Schallzentrale eigentlich. Und das baut sich halt erstmal extrem um. Und da dachte ich so, ja, danke, schön, dass man das uns irgendwie erzählt. Und dementsprechend haben wir gedacht, den widme ich mir nicht mal. Ja, das ist ja auch wissenschaftlich belegt. Und wenn man sich überlegt, dass wir natürlich damit arbeiten, also... Ich erzähle mir, du bist ja Beraterin, hast dich ja wirklich dem Ganzen gewidmet. Aber ansonsten, wenn man jetzt mal sagt, es bewegt sich nicht in dieser, Bubble, wenn ich das jetzt mal sende, dann ist ja kein Mensch, der dir jetzt bei der ersten Vorsage irgendwie sagt, in der Schwangerschaft, übrigens nicht nur ihr Körper verändert sich, sondern auch ihr Gehirn, weil man überlegt, wie relevant es einfach ist, dass es einfach, so wenig Aufmerksamkeit bekommt. Total. Und ich finde, wenn man dann halt genauer hinguckt im Sprachgebrauch, gibt es schon einzelne Begrifflichkeiten, die dann halt genau diese Veränderungen, die wir so stark eben spüren, bemerkbar machen. So ein Begriff, den ich super gerne immer wieder auseinandernehme, auch auf Social Media, ist die Stilldemenz. Ja, fang gleich an. Ja, super frecher Begriff, wie ich finde, weil letzten Endes ist Demenz ja eine Krankheit, eine Gehirnkrankheit, blöd gesagt. Und es ist so, dass dort die Gehirnzellen absterben. Also das Gehirn wird tot in diesen Bereichen. Ist ja nicht der Fall. Ja, richtig. Im Gegenteil sogar, weil klar, am Anfang ist es so, dass ich erstmal das Gehirnvolumen zurückbilde sozusagen. Also ich spreche jetzt das immer ganz flach aus, alle Neuropsychologen würden wahrscheinlich sagen, mit den Begrifflichkeiten noch ein bisschen besser hochgestockt. Du hast es sehr genau in deinem Buch beschrieben, aber ich glaube für so eine Podcast-Folge und wenn man das so hört, dann finde ich es wichtig, dass wir es einfach erklären, weil du machst den Podcast ja nicht für einen Neuro-Psychologen, sondern einen, Wissenschaftler, sondern einfach für Menschen, die es einfach wirklich verstehen, müssen und sollen, damit wir einfach wissen, was da passiert. Also ich finde es super, dass du das einfach erklärst. Und dementsprechend ist es halt wirklich so, dass ich erstmal einen Teil des Gehirnvolumens zurückbildet. Denkt man erst mal Mist. Genau, genau. Und dann dachte ich so, ja krass, jetzt macht es Sinn. Deswegen Stilldemenz irgendwie doch, dass es darin begründet ist. Aber es regeneriert sich vor allen Dingen nach der Geburt auch. Und wenn man halt das genauer betrachtet, ist es nämlich so, dass sich das nicht zurückbildet oder etwas wegfällt. Sondern man hat faktisch in weniger Fläche viel, viel mehr Verdrahtung im Gehirn. Also kann man sich das vorstellen, wie Glasfaser verlegt wird. Und das fand ich dann, als ich das gelesen habe, okay, klar, Volumen geht weg, aber es optimiert sich ja. Wie despektierlich das eigentlich ist, dass man dann von einer Demenz spricht, wo eben etwas abstirbt. Wo es eigentlich effizienter wird. Genau. Ja, deshalb auch, wenn Mütter arbeiten, sehr effizient in kurzer Zeit. Das macht eigentlich auch das Gehirn. Ja, ich finde den Begriff auch schwierig, weil sich es ja einfach auch nur verlagert, auf was jetzt gerade Priorität hat. Und ... Das hat ja die Evolution einfach auch so schlau gemacht, indem man halt wirklich das Gehirn auch darauf polt, dass man einfach dieses Baby Tag und Nacht überwacht. Also man schläft ja von heute auf morgen anders. Also Mütter schlafen ja eigentlich nie wieder so wie vorher. Nee. Und es hört auch eigentlich nicht auf, je älter die Kinder werden. Man hat so diesen, egal wo sie sind, also man, am Anfang sind es die Babys, wo man wirklich jeden Mucks atmet noch, möchtest was trinken und so weiter. Man hat ja wirklich so einen flachen Schlaf, um einen zu wachen, wie so eine Löwin über ihr Baby. Und ich finde, das hört auch gar nicht auf, je älter die werden, dass man immer sofort merkt, okay, da geht einer, da kommt einer. Total. Und vor allen Dingen, meine Mama hat mir jetzt vor zwei Tagen auch mal so ein Reel oder so weitergeschickt, da wurde das auch behandelt, dass sie heute noch, immer die Gedanken hat, ob es mir gut geht, wie es mir geht, was ich mache. Und dass eine Nachricht, wenn man mal schreibt, hey, alles in Ordnung, die Welt eigentlich bedeutet. Und das ist ja diese Verbindung, die sich ja nicht nur auf der physischen Ebene wirklich widerspiegelt, sondern eben auch auf Gehirnebene, weil sich wirklich das Gehirn... Zu einem relationalen Gehirn entwickelt. Das heißt also, das Gehirn generell, ist eben nicht wie lange gedacht, dass das irgendwann fertig entwickelt ist. Man dachte ja wirklich lange, dass es so mit 25 ist es dann fertig und dann verändert sich das nicht mehr. Und das stimmt nicht. Also es sind zwar alle Bereiche dann erst mal ausgereift, dass es so alle Areale, die das Gehirn hat. Pubertät geht ja auch sehr lange. Voll. Bei einigen enden sie nie. Und vor allen Dingen gibt es ja auch die Adoleszenz, die nach der Pubertät kommt und die geht eben so ungefähr bis 25. Also laufen wir eigentlich bis wir 25 sind alle noch mit unreifen Gehirn rum. Und das finde ich halt auch so ein bisschen lustig, weil wenn man überlegt, was man bis dahin schon alles gemacht hat und auch Schule und so weiter und so fort. Das heißt also, gehörenorientiert oder aus der Perspektive der Gehirnentwicklung oder der psychischen Entwicklung lassen sich echt so viele Sachen in Frage stellen. Aber was ich sagen wollte, ist letzten Endes, dass das Gehirn, eben variabel ist, Neuroplastizität hat. Und das heißt, dass sich eben die Synapsen immer wieder verändern können und anders verschachteln. Und wie sich das Gehirn verändert, ist eben abhängig davon, in was für einer Umwelt du beispielsweise auch agierst. Deswegen ist Reisen so gesund, dass man halt immer mal wieder sich in andere Umgebungen aufhält, dort dann neue Erfahrungen macht. Weil das wirklich was mit dem Gehirn macht und dich jung hält sozusagen. Deswegen ist Bewegung so wichtig, weil auch durch die Bewegung neue Impulse ins Gehirn kommen. Und wenn du halt krasse hormonelle Veränderungen hast, wie aber auch zum Beispiel die Menopause, die ja dann auch nochmal kommt bei uns Frauen. Da ist was los. Da verändert sich das Gehirn eben auch nochmal. Und wenn du überlegst, okay, wenn man schwanger wird, was verändert sich da alles? Umfeld verändert sich komplett, sei es Arbeit, in der du dann halt nicht mehr so oft reingehen kannst. Freundschaften verändern sich ja oft, Partnerschaften verändert sich, dein Hormonhaushalt ändert sich. Und das sind halt alles Impulse und Anregungen für das Gehirn, dass es merkt, oh, ich bin hier irgendwie in einem neuen Kontext eingebettet, auf das ich reagieren muss. Und das ist ja der größte Mehrwert des Menschen, dass wir das können, dass wir uns immer wieder anpassen. Aber wenn jetzt jemand zum ersten Mal heute einschaltet, die Folge hört und sagt so, okay, habe ich noch nie was von gehört. Also was passiert wirklich im Gehirn einer Schwangeren? Was verändert sich und warum? Also wir haben es immer so ein bisschen angerissen, aber ich würde es wirklich noch mal so festhalten, damit wir einfach, Menschen, die einfach noch nie was davon gehört haben, dass wir da wirklich nochmal gucken, weil das beginnt ja nicht erst nach der Schwangerschaft, also nach der Geburt, sondern halt auch schon vorher. Ja, es gibt sogar Studien, die sagen, dass es sogar schon beginnt, wenn du dich anfängst, mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, ob du Mutter sein möchtest oder nicht. Und da sieht man halt, wie mächtig das ist, womit man sich beschäftigt und in welchem Kontext du dich bewegst. Aber letzten Endes möchte das Gehirn dich als Person, als Trägerin des Gehirns. Vorbereiten auf die Rolle, die ansteht. Und letzten Endes, wenn man das so rein objektiv mal betrachtest, gebärst du ja ein nicht fertiges Wesen, also das komplett abhängig ist von dir. Und darauf richtet sich halt dein ganzes System aus. Also mein Lieblingsbeispiel ist einfach, dass man ja von Anfang an dann mehr und mehr lernt, diese Mikrosignale des Kindes zu sehen, wahrzunehmen und zu verarbeiten. Und das können wir, weil wir eben durch diese Veränderung gehen, die eben angestoßen wird durch die Schwangerschaft. Also spätestens, wenn die Hormone durch die Schwangerschaft sich verändern, verändert sich auch wirklich das Gehirn. Und später geht das auch in so Phasen rein wie, dass wir dadurch, dass du dich ja ständig einer neuen Situation anpassen musst, musst du ja unheimlich schnell in Problemlösung werden. Und das ist zum Beispiel auch eine Kompetenz, die durch die Mutter Tät verbessert wird sozusagen. Und letzten Endes, also unter den Strich, weil du die Frage gestellt hast, warum verändert sich das? Um dieser neue Rolle gerecht zu werden, der Mutterschaft. Und ich finde es halt an dem Punkt auch so spannend. Es ist ja nicht so, dass wir dann irgendwie in einem Vakuum sind und dann sagen, okay, jetzt habe ich irgendwie neue Kompetenzen, Mikrosignale zu lesen und zu interpretieren und Problemlösungen abzuleiten. Das fände ich aber nur beim Kind an. Im Rest meines Lebens nicht. Stimmt ja, also so funktioniert es ja nicht. Das heißt also, diese Kompetenzen, die wir da entwickeln, nehmen wir in den Rest in unserem Leben auch mit. Und das ist so ein bisschen ein Plädoyer, was ich in dem Buch aufmache, dass ich sage, meine Güte, wenn wir uns objektiv mal anschauen, was in der Welt passiert, was wir eigentlich für Fähigkeiten brauchen, sind genau diese Fähigkeiten, die man durch die Mutterschaft, durch die Muttertät, bekommt, so enorm wichtig. Und es ist eigentlich eine Schande, dass wir das nicht mehr feiern und auch irgendwie Raum geben, dass das genutzt werden kann. Wie lange dauert so ein Umbauprozess? Also ich meine, das ist ja auch nicht, das ist ja nicht dann vorbei. Das ist ja auch bei jedem unterschiedlich. Du hast jetzt gesagt, du hast es drei Wochen, Nee, wie alt war ein Kind? Zwei Monate? Also sofern hast du noch für dich nochmal so, also dass du einfach nochmal zurückgeschaut hast. Wie war das bei mir? Also ich würde sagen, bei mir selber, wo ich mich so richtig angekommen gefühlt habe als Mama, war der Kleine locker schon drei. Und da gibt es unterschiedliche Studienlagen. Und das muss man auch noch mal betonen. Das ist leider auch ein Feld, was noch recht neu ist. Das betrifft Frauen. Ja, ist wirklich so. Man muss auch immer zusammenkramen, die Zahlen. Aber es gab mal einen Vergleich, weil ja auf jeden Fall auch die ganzen wissenschaftlichen Arbeiten rund ums Gehirn jetzt in den letzten Jahren so aus dem Boden geschossen sind. Weil einfach die Verfahren viel, viel besser sind. Bildgebende Verfahren, man wirklich am lebenden Gehirn forschen kann. Und da gab es eine Zahl, wo gesagt worden ist, in den letzten, ich weiß nicht, Jahrzehnten war es, dass es ungefähr so um die 50.000 Studien oder so gab, rund ums Gehirn weltweit. Und davon waren es aber nur irgendwie, ich glaube, das war noch nicht mal ein Prozent oder zwei Prozent so um Frauen, also ums Frauengehirn letzten Endes und ums Mütterliche Gehirn. Weil lange auch die Frau gemieden wurde in Forschungsarbeiten. Weil man halt sagt, viel zu komplex, kann man nicht vergleichen. Die mit den Hormon unträgenden Kind. Man will ja natürlich auch keine negativen Auswirkungen da drin haben. Und deswegen sind wir wirklich im Mittelalter noch gefühlt, was das angeht in dieser Sphäre. Das heißt also, man kann nicht genau sagen, dass es vorbei ist, weil es noch nicht gut erforscht ist. Was ich aber durchaus durch meine Beratung und auch durch eine eigene Erfahrung sagen würde, man darf sich da ruhig fünf bis sechs Jahre Zeit geben. Das ist ein langer Prozess. Da sieht man ja auch, dass wirklich auch einige Frauen so wirklich wie so eine Identitätskrise haben. Also so hin- und hergerissen fühlen, so wo bin ich? Ist ja oft auch eine Phase, wo man nochmal beruflich nochmal komplett neu startet, weil man merkt, das ist irgendwie gar nicht alles. Hast du auch so das Gefühl, dass du es in deinen Beratungen hast, wenn du Frauen hast? Also ich finde wirklich gerade so dieses erste Mal Mama werden, haut irgendwie alles um. Voll. Also es gibt auf jeden Fall auch Mütter, die es beim ersten Kind nicht so dolle merken, sondern erst beim zweiten oder vielleicht auch erst beim dritten. Es kommt auch sehr stark auf das eigene System an, was man lebt. Aber alle kommen irgendwann an diesen Punkt, wo sie merken, ah krass. Und das kenne ich auch so ein bisschen außer Pubertät noch. Da wächst du ja auch in deinem Elternhaus auf und machst dir so ein Bild, wie die Welt funktioniert. Und dann gehst du raus und merkst so, hä, hier machen das alle irgendwie anders. Oder es gibt noch ganz andere Dinge, wie man Dinge tut. Und so ist es dann auch ein bisschen, wenn man Mutter wird, dass man ja da auch eine Annahme einfach trifft. Meint, wie das dann vielleicht auch funktioniert oder nicht funktioniert. Und dann ist es da und dann ist es auf einmal komplett anders. Und was auch eine enorme Fähigkeit eben ist bei dieser Entwicklung, ist die eigene Fähigkeit zur Selbstreflexion. Das heißt also, dass du überhaupt so über diese Dinge nachdenkst, wie passt der Job zu mir, passt irgendwie vielleicht diese Freundschaft zu mir, passt, I don't know. Das hatte ich auch schon mal bei einer Mutter, die meinte, ich kann nichts mehr anziehen, was ich im Kleiderschrank habe. Fühle ich nicht mehr. Also einfach, weil es nicht passt? Nicht, weil es nicht mehr gepasst hat im Sinne von war zu klein oder zu groß, sondern sie meinte, das bin nicht ich. Ich weiß, dass ich das mal war und ich sehe das auch, diese Person, die das mal war, aber jetzt bin ich das nicht mehr. Ja. Und das macht halt voll... Aber das ist auch die große Angst, die viele halt auch mal haben, bevor sie Mutter werden, dass sie halt nicht mehr sie selber sind. Und dass sie genau so bleiben wollen. Und es soll sich nicht verändern. Wo ich immer denke, es verändert sich ja grundlegend, das Leben. Weil ich habe jetzt Verantwortung, 24 Stunden, 7 Tage die Woche für ein Lebewesen. Vorher nicht, vorher war ich nur für mich verantwortlich. Aber das ist ja die große Angst, immer so dieses so, ich will nicht so werden. Ja, voll. Was ich auch so schade finde, weil Veränderung ist doch geil. Also Veränderung ist so wichtig, weil wer sich nicht verändert, also bleibt stehen und wird auch irgendwann dumm. Ist so. Aber es ist wirklich die große Angst zu sagen, ich mache das aber nicht so. Ja. Nicht so, dass ich mich nicht verändere oder nicht so, dass ich dieselbe bleibe. Nein, ich bin trotzdem weiterhin die, also ich glaube halt, wenn man jetzt zum Beispiel noch keine Kinder hat und dann sieht man vielleicht, dass die Freunde schon welche haben und dann ist es auch ganz oft, so, ich möchte nicht so werden, ich bleibe auf jeden Fall ich und dann kommt man in diese Phase und ich glaube, ich sage dazu immer nichts, weil ich mir immer denke, das muss man sich, die Meinung sollte man sich selber bilden, wenn man dann erstmal ein Baby hat. Aber es gibt ja immer diese schlauen Sprüche von Leuten, die noch nicht in dieser Phase sind und sagen, also bei uns würde es nicht so sein. Das Kind schläft nicht in deinem Bett. Dann sind sie auf einmal in der Phase und denken so, oh, ich habe mich ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelegt. Ja, auf jeden Fall. Wir haben auch immer gesagt, das Kind passt sich uns an und nicht andersrum. Das haben wir auch immer gesagt. Und das kann ich auch total nachvollziehen. Das heißt letzten Endes, warum sagt man das? weil man ja schon eigentlich ganz stark spürt, dass sich viel verändert ab der Schwangerschaft. Und dann ist das ja auch ein Versuch, nach Sicherheit irgendwie zu greifen, dass man sagt, ja, aber das wird wieder so und das soll auch wieder so zurückgehen. Und natürlich ist es ja auch... Aber warum hält man sich so daran fest? Ich habe immer das Gefühl so, als wenn das jetzt was Schlechtes ist, dass man sich einem Kind, das Kind, 100% hingibt und das natürlich auf eine Art und Weise erst mal bestimmt. Also ist ja auch nicht böse oder so. Es ist ja einfach noch ganz normal. Wie du sagst, es wird unreif geboren. Das heißt, es ist 100% von einem abhängig. Also muss es ja irgendwo, also muss es ja den Weg so bestimmen. Voll, da glaube ich wirklich, dass es sehr, sehr viel auch daherkommt, dass es gesellschaftlich so transportiert wird, dass man ja immer emanzipiert bleibt und wenn man ja auch sich so ein bisschen vom Kind zu emanzipieren hat sozusagen, ich bin ja nicht nur Mutter, ich gebe mich da nicht komplett hin, Stimmen werden immer lauter, schnell wieder zurück ins Beruf zu kommen, sich selber zu optimieren und das fällt natürlich dann alles schwerer, wenn man sich sozusagen erstmal depriorisiert und das Kind auf Platz eins stellt. Und es irgendwie auch nicht. So cool irgendwie, so gern gesehen, dass man sagt, nein, ich bin jetzt Rang 2 und nehme mich da komplett zurück. Das ist ja erstmal so ein bisschen konträr zu all der Entwicklungen gewesen, die wir in den letzten Jahren hatten. Hatte, finde ich, wenn ich das so gerade so reflektiere, wenn du das so sagst, aber wenn Mamas, die durchaus genau mit diesem Wunsch und dann mit der, Beobachtung, Kacke, ist gar nicht so jetzt passiert, dass ich genau alles wieder so machen konnte wie vorher, weil dann spätestens dann kommt eine große Trauer, und Trauer beispielsweise ist super wichtig in der Muttertät, weil durch Trauer verstehen wir oder versteht die Psyche eigentlich erst die Veränderung. Und direkt nach der Geburt, und das ist auch in den ersten Wochen im Wochenbett, ist nämlich die Trauer- und Verlustphase der Muttertät. Also in meinem Buch versuche ich nämlich, die Muttertät etwas in Phasen zu unterteilen. Genau, das ist auch. Und ich bin. Ich wäre auch more than happy, dass das irgendwann mal genommen wird, verifiziert oder falsifiziert wird. Das ist erstmal so ein erster Versuch, das Ganze mal irgendwie runterzubrechen und auch eine Orientierung zu geben, weil ich war auch übelst der Fan von Oje, ich wachse von der App für meinen Kleinen, weil es mir ein bisschen die Orientierung gegeben hat. Und ich habe mich immer selber gefragt, warum gibt es das nicht für mich? Und das soll sozusagen der Versuch erstmal sein, eben gerade in dem verrückten ersten Jahr und im verrückten zweiten Jahr, für mich waren das die intensivsten, so ein bisschen eine Guidance zu haben, an der du dich langhangeln kannst. Und da ist eben direkt nach der Geburt die Trauer- und Verlustphase. Und die ist dafür da. Dass du letzten Endes begreifst, dass dein Leben als alleinstehende Person, als Nichtmutter vorbei ist. Ja. Und ich muss echt sagen, das erzähle ich echt oft und muss immer wieder drüber lachen. Ich hatte, I don't know, zweite Woche, dritte Woche im Wochenbett einen Traum. Bin gespannt. Ja. Meine zwei oder drei besten Freundinnen haben mich mit dem Helikopter aus einem Gefängnis, hast du Game of Thrones geguckt? Da gibt es so ein Gefängnis, dass es hinten letzten Endes, die Wand ist hinten offen und dann ist es so eine Schlucht, die runtergeht. Und ich saß in diesem Gefängnis stillend. Und sie haben dich rausgeholt für einen Girlstrip. Ich weiß nicht, wo wir hingeflogen sind, aber sie haben mich mit dem Helikopter rausgeholt aus diesem Gefängnis. Das ist dein Trauerprojekt. Ja, dass deine Psyche wirklich auch und vor allen Dingen hat man ja auch so eine immense Macht als Mutter, weil du diese immense Verantwortung hast. Und dein Kind dir auch wirklich einfach so abhängig von dir ist. Das sind ja ein Machtgefälle. Und das alles irgendwie zu begreifen, zu sortieren zu können, dafür braucht das Gehirn Zeit. Und dafür braucht das Gehirn Gefühle. Weil andernfalls kannst du das gar nicht richtig wahrnehmen. Und meistens, ich hätte ja auch gleich aufwachen können damals und sagen können, was bin ich für eine Frau Mutter? Jetzt träume ich, dass ich hier aus dem Gefängnis, dass ich überhaupt in dem Gefängnis sitze und da rausgeholt werde. Dabei war das eben der Versuch des Gehirns, das alles erstmal einzuordnen. Das hört sich jetzt ein bisschen böse an, finde ich. Ja. Gefängnis auf jeden Fall. Du hast dich jetzt wirklich so intensiv damit beschäftigt. In deiner Wunschvorstellung, wie könnten wir Frauen noch besser auf dieses Mom-Brain, wie du es ja auch dein Buch genannt hast, vorbereiten? Also was würdest du dir wünschen, was würdest du Frauen empfehlen, die vielleicht gerade noch schwanger sind, auch in Bezug auf die Partnerschaft, weil das ist ja auch mal, wenn ich das weiß, heißt das ja noch nicht lange, dass mein Umfeld versteht, was mit mir passiert. Was wäre für dich? Wichtig, was wir bräuchten. Für mich wäre super wichtig, von Anfang an zu sagen, nicht nur dein Körper gebärt, sondern auch deine Psyche. Wirklich den Vergleich auch so zu setzen. Stellt euch mal vor. Man würde nicht wissen, dass man schwanger ist. Dann wächst auf einmal dein Bauch. Auf einmal ist da ein Wesen in dir drin. Es bewegt sich und du hast keine Ahnung, was das ist. Das ist letzten Endes genau auf der Ebene oder Dimension, wo wir uns bewegen mit unserem Gehirn. Weil diese Veränderungen sind so elementar und so tiefgreifend, dass wir alle das merken. Und dieses Versperren gegenüber den Gefühlen, was da hochkommt. Wie gesagt, bei mir kam hoch, dass ich in einem Gefängnis bin und dass ich gerettet werde. Das hätte man jetzt genau in die Richtung auch dann aufdröseln können. Oh Gott, ich finde das so schlimm, dass ich jetzt in einem Gefängnis sitze. Aber letzten Endes ist es einfach nur erst mal dieses, ich bin nicht mehr alleine. Ich habe so viel Verantwortung in mir. Das ist erst mal eine Last. Also von heute auf morgen, so richtig begreifen, tut man das ja wirklich erst, wenn das kleine Mäusel da draußen ist und man wirklich merkt, man kann nichts mehr alleine machen und man braucht auch Unterstützung vom Vater oder von der Partnerin, um alleine auf Toilette zu gehen zu können oder oder. Und das ist erstmal, was man anerkennen darf. Falls man alleine auf Toilette geht. Genau. Richtig. Oder immer mit Begleitung. Ja, genau. Und das darf man halt erstmal anerkennen, dass das krass ist. Und das darf was mit dir machen. Und dafür sozusagen erstmal, dass man offen dafür ist und das lässt sich so leicht sagen ach ja, sei mal offen dafür und fühl dich da rein, weil, normal ist auch, dass wir mit einer gewissen Erwartungshaltung, mit Narrativen, mit Meinungen in diese Situation reingehen und wenn die dann anders ist schämt man sich erstmal, Und da ist dann der Punkt, wo es dann halt auch wirklich schwierig wird und was dann auch wirklich entwicklungsschädigend sein kann, wenn man sich diesen Prozess nicht hingeben kann, kann man auch mit der Geburt ein bisschen vergleichen, wenn die Frau anfängt zu verkrampfen, wenn sie nicht irgendwie loslassen kann, das kannst du wahrscheinlich mit viel besseren Bildern jetzt noch untermauern, aber da gibt es ja auch dann Momente, wenn du merkst, okay, die Frau, hat Schwierigkeiten, sich da irgendwie hinzugeben, dass das eben den Geburtsprozess auch hemmt. Und so ist das eben mit der Psyche auch. Das heißt also Aufklärung auf jeden Fall. Die Tools dann an die Hand zu bekommen, sich dahingehend öffnen zu können, weil das ist nichts, was man einfach kann. Aber es gibt ja gar keine Aufklärung eigentlich. Ja, genau. Also wirklich gar keine Aufklärung, außer. Man stößt darauf bei Instagram, so würde ich jetzt mal sagen. Dein Buch hast du geschrieben, du machst ja einen Podcast auch darüber, aber wo würdest du ansetzen, wo sollte diese Aufklärung als erstes eigentlich stattfinden? Da, wo die Frau als erstes oder die Schwangere als erstes hingeht. Und das ist halt bei der Gynäkologin oder beim Gynäkologen. Hast du das mal angesprochen? Also bist du mit Gynäkologen in Kontakt? Also ich meine, das ist ja... Du lachst mich an. Ja, ich muss so lachen, weil mir natürlich gleich eine Mandy Mangler oder so im Kopf geht. Und sie hat in der Tat wirklich mal meinen Bambuch in die Hand gedrückt bekommen. Aber es ist also... Nee, habe ich keine gute Anknüpfpunkte, wo ich sage, okay, hier habe ich bisher da auch selber ein bisschen immer... Nicht so den Weg gesehen, wie ich das am besten machen kann, um ehrlich zu sein. Deswegen bin ich dann den Weg gegangen, zu sagen, okay, ich mache das erst mal über Instagram, über Social Media, über Podcasts und so weiter, um direkt an die Frau ranzukommen. Aber sie komplett da ist der Punkt. Vor allen Dingen, wenn das dir dann dein Gynäkologe oder deine Gynäkologin sagt, hat das auch noch mal einen anderen Stellenwert. Also eigentlich müsste es einfach so ein Check-in geben in der Schwangerschaft, um darüber aufzuklären, was das bedeutet, was das Gehirn macht, dass es nicht nur körperlich ist. Also dass man wirklich so von Anfang an wie so ein Punkt, wie man die anderen Punkte abhäuert, Geburtsvorbereitung und nach der Geburt eigentlich auch so ein Check-in. Also ich hätte sowieso generell, wir haben ja eine ganz krasse Hormonumstellung nach der Geburt, auch so krass wie noch nie, wo man einfach denkt so, wow. Und es wird einfach so als selbstverständlich hingenommen. Voll. Und ja, da muss man halt irgendwie durch und da würde mir auch fehlen, dass man halt sozusagen wie eine psychologische Beratung, wie du es ja auch machst, einfach so ein Check-in machen, kurz die Geburt abholen und wie geht es mir jetzt, wie geht gerade dieser Umbau-Prozess einmal am Anfang und dann auch einfach nochmal so wirklich zwei, drei Monate später, wenn man wirklich auch so im Leben angekommen ist, weil so direkt nach der Geburt. Ist da ja gar kein Raum für, aber wenn man dann auf einmal, weil es verändert sich so viel und du hast es vorhin angesprochen, vor allen Dingen auch das Umfeld und da würde ich gerne nochmal reingehen, die Freundschaften. Das hast du auch geschrieben. Wie hast du das selber auch empfunden, als du zum ersten Mal Mutter geworden bist? Weil viele Menschen denken, ich bin jetzt so einsam. Das hat ja auch was damit zu tun. Ja, ganz toll. Und vor allen Dingen ist ein Netzwerk. Und Freundschaften sind super wichtig genau in der Phase. Weil wir, oder das Gehören, die Psyche, immer wieder jemanden braucht, der dich spiegelt, der dich verifiziert, der mit dir Dinge einordnet. Und so verarbeitest du eben auch Entwicklungen und Veränderungen. Und was ja jetzt aktuell viel passiert, ist, dass wir uns immer mehr isolieren. War bei mir auch so. Ich habe einen unheimlichen, hohen Anspruch an mich selbst gehabt, dass ich irgendwie Haushalt gut hinkriege. Ich hatte auch Glück, ich mochte meine Hebamme sehr. Gleichzeitig war sie sehr ambitioniert. Jedes Mal, wenn sie zu mir kam, meinte sie so, okay, und jetzt haben wir Woche so und so. Und dann braucht das Kind die und die Förderung. Am besten du das und das Spielzeug, oder du könntest ihnen zum Beispiel, hat eine andere Mutter irgendwie so einen Krabbeltunnel gebaut, da Lichter reingesetzt, das fand das Kind ganz toll und ich so, aha, okay, ja, mach ich. Und dann war ich halt voll so beladen mit, ich will alles richtig machen, ich will mein Kind perfekt fördern, dass ich noch weniger Aufmerksamkeit auch auf mich natürlich hatte. Perfekt fördern, ich finde immer so. Ich warte, das war so wichtig für mich, ich dachte so, das ist meine Aufgabe, das muss ich jetzt unbedingt tun das macht so viel Druck, weil das Wichtigste ist doch eigentlich in Kommunikation mit dem Kind zu sein und das können ja auch die alltäglichen Dinge sein, also dass es einen in dem Alltag begleitet also ich. Finde ich glaube da wird man aber auch entspannter, wenn es einfach mehr werden, dann werden die auch miteinander beschäftigt, aber so Vielen Dank. Da bin ich ganz dankbar, dass ich das so, dass ich als Fachfrau oder als Hebamme, ich habe auch mit meinem ersten Kind, ich weiß nicht, ob ich in irgendeinem Kurs war, ich war vielleicht eher bei meinem Rückbildungs-Kurs, aber ich habe auch diese ganzen Kurse nicht mitgemacht, weil mich das immer alles so gestresst hat. Also ich habe mich dann lieber mit meinen Freundinnen getroffen und da im Austausch zu sein. Aber ich glaube halt, was du sagst, dieses Isolieren ist so ein Problem, dass wir wieder mehr Gemeinschaft brauchen. Ganz genau, weil das ist etwas. Aber Gemeinschaft, die dich nicht auch noch mehr stresst. Ganz genau. Also keine Gemeinschaft, die dafür da ist, um dich zu optimieren. Weil den Trend sehe ich auch ganz stark in unterschiedlichen. Und auch die Kinder zu optimieren. Weil wir wissen ja, auch da sind ja alle unterschiedlich. Ja, voll. Weil Gemeinschaft, das ist ja so ein neues Ding, was jetzt auch in unterschiedlichen Dimensionen mehr und mehr mitverkauft wird, ist dieser Gemeinschaftscharakter. Und der ist immer irgendwie verkauft. Ja, wirklich, ich muss mal drauf achten. Mehr und mehr ist immer dieser Gemeinschaftscharakter mitverkauft. Weil man irgendwie eher checkt, okay, dieses Wir-Gefühl geht verloren, diese Verbindung geht verloren. Und genau wie du sagst, Räume zu schaffen, wo dein System runterfährt. Weil dein Gehirn ist Teil des Nervensystems. Und das Nervensystem, damit es arbeiten kann und auch Dinge verarbeiten kann, braucht Entspannung. Und das entspannt sich am besten. Auch durch diesen Umstellungsprozess, ne? Ja, definitiv. Und es entspannt sich am besten im Wir auch, also im Miteinander, wenn du nicht alleine bist. Weil rein evolutionär gesehen sind wir natürlich, wenn wir jetzt irgendwie noch jemanden bei uns an der Seite haben, wir sind soziale Wesen, erstmal nicht mehr so im Gefahrenmodus, wie wenn wir alleine unterwegs sind. Und das heißt also, dieser Entspannungskarakter ist total wichtig, damit die Mutter den Raum bekommt, da nicht zu denken, wie ich da, okay und wie kann ich jetzt noch perfekt mein Kind fördern und da weiterhasseln. Weil dann schleppt man sozusagen ganze Zeit diese Entwicklungsschulden mit sich mit. Weil letzten Endes befindet sich dein Gehirn in so einer krassen Entwicklungsphase, braucht eigentlich mal so eine Entspannung, damit es sich da ausbreiten kann sozusagen und das verarbeiten kann. Und du haust immer mehr Stress noch oben drauf. Und das ist letzten Endes auch einer der großen Faktoren, warum Mütter dann wirklich in postpartale Depressionen oder irgendwelche psychische Störungen reinrutschen. Was letzten Endes ja schon dann, darauf wird ja dann wieder ein bisschen geachtet. Auch schon viel zu wenig. Ja, ist auch an der Diskussion. Ja, weil es einfach die Räume nicht dafür gibt. Und auch zu wenig, dass es erkannt wird. Aber um auf diese Entspannung zu kommen, du hast ja auch versucht, das zu erklären, wie komme ich dann dazu, also in Gemeinschaft sagt es, aber wie kann ich auch gleichzeitig im Alltag mit Baby, der ja wirklich intensiv ist, weil man ja, wie du auch schon gesagt hast, 24-7 einfach, also selbst der, manchmal der Gang aufs Klo ist ja manchmal nicht alleine, sondern auch mit Baby, wie kann ich das schaffen, da mein Gehirn zu regenerieren? Das ist also ein Lieblingstool, was wirklich sehr, sehr effektiv ist. Einfach, ein Microhabit. Ist das Stillen. Oh, schön. Aber ohne Handy. Ja, ohne Handy, genau. Sondern wirklich das ganz, also das Bewusste, Aufmerksame. Und das geht auch mit dem Fläschchen. Das Stillen oder das Flashing geben mit dem Kind. Und das Schöne dabei ist wirklich, da gibt es auch voll die interessantesten ... Da geht es ja auch der ganzen Vitalzeichen-Parameter gehen da runter, weißt du? Ganz genau. Und auch die Gehirnströme ist total witzig. Zwischen Kind und Mutter synchronisieren sich total krass. Das heißt also, ihr beide, also Mama und Kind profitieren von diesem bewussten, aktiven Stillen. Ja. Genau. Das macht man ja viel. Ja, genau. Und das sind wirklich Momente, die man ganz bewusst nutzen kann und die wirklich nachträglich auch viel mit der Resilienz machen. Okay. Gut. Also. Also zehnmal am Tag kommt man dazu. Aber hast du noch einen weiteren Tipp? Dann auf jeden Fall Räume von Anfang an. Ich sage auch allen meinen Freundinnen, die jetzt noch das erste Mal Mutter werden. Überlegt euch, wie ihr Räume euch traut, für euch zu schaffen. Das heißt also, wie ihr es schafft, dass wirklich der Vater mal für kleines Zeitfenster das Kind nimmt oder die Freundin oder, irgendeine andere Person, damit man selber wirklich mal raus kann, sich für zehn Minuten irgendwie selber einchecken kann, spüren kann. Weil es passiert ja so viel mit ein. Und dieses Zusammenspüren und sich entspannen durch das Stillen und diese Symbiose, die da entsteht, ist total wichtig. Aber eben auch wirklich mal dieses Rauskommen. Und das ist... Mal kurz atmen. Ja, das ist so blöd gesagt. Oder es klingt so lapidar, dass man halt sagt, ja, dann geh mal raus und gönn dir die Zeit. Aber es ist ja wirklich Arbeit dahingehend. Und vor allen Dingen ist es auch umso spannender, dann zu schauen. Wenn du es schaffst, dir diesen Raum zu schaffen, was dann mit dir passiert. Weil bei mir beispielsweise war es auch dann ganz extrem, dass mir dann so Gedanken kamen wie ... Ich habe mir Vorwürfe gemacht, dass ich mir diese Zeit nehme. Ich habe gedacht, nee, meine Verantwortung ist jetzt, beim Kind zu sein. Wie kann ich jetzt irgendwie, der ist noch so klein, wie kann ich mir jetzt diese Zeit gönnen? Und dann geht halt die Maschine an. Und das sind auch alles, ich sage immer, dass das Gehirn wie umgepflügt wird in der Muttertät. Das heißt, all deine tiefsten Prägungen und Gedanken und dysfunktionale Muster, wie man es auch in der Psychologie nennt, kommen zum Vorschein. Und die kommen halt dann auch, auch wenn du diese Zeit für dich nimmst, mal raus. Und das muss man eben auch wissen, damit man denen begegnen kann und nicht gleich denkt, oh Gott, das ist ein Signal dafür, dass ich wieder zurückgehen muss und dass es falsch ist, sich Zeit für mich selber zu nehmen. Ja, aber das alleine zu bewältigen, das finde ich schon sehr schwierig. Also es geht ja eigentlich gar nicht ohne, wenn diese alten Muster rauskommen und du dann dich mit allem hinterfragst. Also das finde ich schon eine große Herausforderung. Aber du hast eben gerade schon angewohnt, wir brauchen Partner oder Partnerinnen, die halt da ist. Aber wie erkläre ich meinem Partner oder Partnerin auch einfach gerade, was da mit mir passiert? Und was brauchen Mütter von ihrem Umfeld? Ich glaube wirklich dieses Wissen und auch die Erlaubnis, sich erkunden zu dürfen und dass beide ... Oder ich sage es anders. Ich finde, woran man merkt, dass man bereit ist für ein Kind, ist eigentlich nicht nur Sicherheit geben und vielleicht nicht unbedingt wissen, wie man das Kind versorgt und so weiter und so fort. Alles wichtig. Aber rein nur von der Persönlichkeit her, finde ich, ist es wichtig, dass du dafür bereit bist, dich verändern zu wollen. Und ich glaube, diese Haltung vom Partner oder von der Partnerin einzufordern, also, vice versa, weil letzten Endes passiert ja dasselbe mit dem Vater oder mit der Partnerin auch, nur etwas später, weil es gibt genauso eine Vater-Tät oder Oma-Tät, weil das Gehirn sich verändert, wenn du viel Zeit mit dem Kind verbringst. Und zwar auf der gleichen Ebene wie eben auch ab der Schwangerschaft. Und dementsprechend ist es eigentlich wie so ein Commitment für. Wir sind bereit für diese Veränderung und ich freue mich, dich da kennenlernen zu dürfen und ich bin auch neugierig danach. Das heißt, Neugierde sozusagen zu fordern vom Partner. Offener auch zu sein dahingehend, dass er Fragen stellen kann, darf oder sie. Dass man Dinge vielleicht auch nicht mehr versteht. Guck mal, früher warst du ja so oder so, sagt man dann immer so. Dass man selber vielleicht dann nicht gleich zusammenzuckt und sagt, das ist ein Vorwurf. Sondern es ist ja erst mal nur eine Beobachtung. Und zu sagen, ja stimmt, hast recht. Und dann guckt man gemeinsam darauf. Und dass man sozusagen so ein bisschen zusammen erforscht. Du sagst gerade, dass Väter so eine ähnliche Phase leben, aber nur, wenn sie wirklich da sind. Ja. Also spricht das ja auch nochmal dafür, von Anfang an einfach präsent zu sein. Wie erlebst du das? Hast du da auch ein bisschen zu geschaut, zu geforscht, wie es bei den Vätern so aussieht? Wenig. Also es ist wirklich nur der Fokus auf erstmal das mütterliche Gehirn oder das weibliche Gehirn. Aber es ist schon so, dass es sich wie gesagt in denselben Arealen verändert, und es ist durchaus wohl während der Schwangerschaft sich auch schon anstoßen kann, genau, aber weiter weiß ich da aber kommt natürlich auch auf die Präsenz an, genau, also die Interaktion es gibt ja auch, jetzt habe ich die Begrifflichkeit vergessen aber es gibt ja auch, dieses eine Fachgebiet, wo wirklich Partner und Schwangere Partnerinnen und Schwangere sich gegenseitig auf das Baby im Bauch einstellen und dann irgendwie auch mit dem so ein bisschen kommunizieren. Das sind natürlich alles Dinge, die schon zuträglich sind, weil der externe Papa, der Partner, der nicht das Kind in sich trägt, hat halt nicht diesen hormonellen, diese hormonelle Umstellung und dementsprechend auch nicht diese extreme Veränderung von Anfang an. Ja, aber deshalb ist es so wichtig, da reinzugehen, auch als Vater, als Partnerin, um halt einfach in diesem Kontakt zu bleiben. Und was ich auch total wichtig finde, ist halt, wenn man halt und da kommen wir wieder zu den. Auszeiten, die man auch mal wieder kurz braucht, um wieder kraftvoll zu sein, ist halt, wenn ich von Anfang an sozusagen das Kind mit begleite, dann kann ich auch, diese Sachen mit übernehmen, wie das Kind in den Schlaf begleiten, weil wenn es immer nur eine Person macht, dann wird das halt nichts. Ja, definitiv. Dann nehmen die das halt einfach gar nicht an. Genau. Wie ist der Alltag so mit deinem Beratung jetzt? Wer kommt da auf dich zu? Wie erlebst du die Mütter, die sich an dich wenden? Also die meisten kommen in der Tat auf mich zu, wenn die Kinder schon so zwei sind. Weil meistens da der Alltag schon wieder ein bisschen kalkulierbarer ist. Aber ich hatte durchaus auch schon einige Mütter, die wirklich von der Schwangerschaft, bis nach der Geburt in meiner Begleitung waren. Das finde ich persönlich natürlich auch am schönsten. Weil es passiert schon so viel in der Schwangerschaft. Was, wenn man das schon von Anfang an, du hast vorhin gesagt, das ist voll richtig, das sind ja Mammutaufgaben. das kann man ja gar nicht alleine, das stimmt. Also dieses Reflektieren, dieses Einordnen, wenn halt diese ganzen Prägungen und sonst wie hochkommen und die kommen hoch und die kommen auch schon in der Schwangerschaft hoch. Die aufzufangen, die zu sortieren in der Schwangerschaft schon, da bist du noch viel losgelöst, da kannst du noch viel mehr Zeit da sozusagen für, was so viel, so einen großen Effekt auf Wochenbett und die erste Zeit mit dem Kind hat, weil du ganz anders in diese Phase reingehst, weil der krasse Bang kommt natürlich, Wenn das Kind dann da ist, schon alleine auch durch den Hormonabsturz nach der Geburt und Co. Und es sind letzten Endes Frauen in unterschiedlichen Richtungen, haben sie sich einfach etwas verloren. Sei es dann wirklich wegen des beruflichen Kontexts, dass sie merken, das passt nicht mehr, dass sie sich selber gar nicht mehr richtig spüren können, dass sie sich oft nur noch übers Kind spüren und das ist nämlich auch ein ganz, ganz großes Thema, dadurch, dass durch die psychische Entwicklung. Sich die Gehirne zwischen Mama und Kind so krass aufeinander einstellen, muss diese Rückanbindung, nenne ich es immer, trainiert werden. Weil du nimmst faktisch, und das passiert in engen Partnerschaften oder Freundschaften auch, deine Psyche nimmt dich als eins wahr. Und das musst du halt immer wieder zurück, also in jeglicher Beziehung und dementsprechend in dieser Mutter-Kind-Beziehung, die so intensiv ist auch am meisten, musst du das üben. Und viele Frauen haben das eben dann verlernt. Und das bauen wir dann auch da wieder auf. Dass sie sich sozusagen noch mit dem Kind identifizieren können und gar nicht mehr als eigene Person. Und vor allen Dingen nicht spüren, weil das Identifizieren impliziert ja schon so ein bisschen, dass ich nur was mit dem Kind mache. Manche machen durchaus, sie sagen dann zu mir, ey, ich habe mir meinen Raum eingeteilt, ich habe Tage für mich. Aber es überfordert mich zum einen, zum anderen spüre ich gar nicht, ich weiß gar nicht, was ich machen will dann in der Zeit, weil ich spüre gar nicht mehr richtig, was ich will. Ich bin nicht mehr die Alte, das passt auch nicht mehr, aber irgendwie das, was ich jetzt bin, weiß ich auch noch nicht. Und das ist halt sehr, sehr typisch für diese Phase. Und genau da begleite ich sehr gerne. Wenn man das einfach hört, ich habe ja nun auch viele Schwangere, die ich begleite, diese ganze körperliche Veränderung ist ja sozusagen der Teil der Hebammenarbeit. Wenn man das aber sieht, was eigentlich im Gehirn passiert, müssten wir unser komplettes System eigentlich umbauen. Das kann ja gar nicht die Hebamme auch noch übernehmen. Also wenn man sich fortbildet dazu, klar, Aber das ist ja wirklich einfach dann, Das denke ich immer so, so geht es mir immer so, man bildet sich fort, man hat mehr Wissen und so weiter und das geht man dann in die Beratung und kriegt das gleiche. Also nicht, dass es um Geld geht, aber es ist einfach so, was man noch alles wissen soll. Eigentlich brauchen wir viel mehr Fachpersonen, die sozusagen mit einer Schwangeren arbeiten. Ja, total. Als jetzt Frauenärztin und Hebamme. Die psychologische Begleitung ist eigentlich noch, wenn man einfach weiß oder wenn wir jetzt das einfach sehen. Und es gibt ja die Wissenschaft, die da jetzt auch noch zu wenig, aber immer mehr weiß, dass man einfach da immer in Etappen eigentlich wie so ein Vorsorgetermin. Eigentlich wäre doch gut so ein Vorsorgetermin fürs Gehirn. Ja, genau. Vorsorge und Nachsorge, 100%. Damit habe ich sogar damals angefangen. Habe ich den etwas anderen Vorbereitungskurs verkauft. Ja, aber das ist super, dass es dann wieder diese Möglichkeiten gibt. Aber eigentlich brauchen wir vom gesamten Gesundheitssystem. Dass es wissenschaftlich anerkennt wird. Und dass man halt guckt, wie können wir unser Vorsorgesystem in der Schwangerschaft einfach ändern, indem wir noch eine Berufsgruppe mit reinnehmen, um zu gucken, wir haben hier nicht nur den Körper, sondern wir haben auch, schwarz auf weiß, wissen wir es, eine Veränderung im Gehirn, einen Umbauprozess, wo es darum geht, dass Frauen eigentlich Check-ins brauchen. Ganz genau, weil letzten Endes... Wieso gibt es das eigentlich in der Pubertät auch nicht? Ja, wäre schön, da kann man mal sehen, was man auch als Elternteil trägt. Ja, das ist ja eine... Also ich kann für uns als Eltern sprechen, wir sind ja gerade mittendrin in der Pubertät und manchmal ist man natürlich auch einfach. Wenn man weiß, was da auch gerade alles bei denen passiert, dass das ganze Gehirn sich einfach neu ordnet, ist natürlich für die Eltern manchmal schwer zu verstehen. Aber es ist auch eigentlich da überhaupt gar keine Betreuung gibt. Also erst mal fallen die Kinder so aus diesem Kinderarzt, der so komplett rausgibt, der keine U-Untersuchung. Eigentlich müsste die Pubertät ja auch ... Es gibt so viel zu tun. Ja. Es gibt so viel zu tun, wenn man das jetzt sieht, also man sieht das bei den Schwangeren, dann müsste es sozusagen Vorsorgeuntersuchungen, aber auch in der Pubertät für Jugendliche zu gehen, die ja wirklich in ihrer ganz neuen Findung sind, müsste es eigentlich, gibt es ja auch, keine Prävention. Also das ist da Berater. Es gibt die Schule, wenn du jetzt eine gute Schule hast, gibt es da vielleicht irgendwie Lehrer, die sich sehr engagieren. Aber ansonsten ist ja diese Phase, wo man sich komplett neu baut. Ja, ja. Und von dem Gesundheitssystem komplett frei. Und vor allen Dingen ist die Phase ja auch die Phase, wo man sich von den Eltern emanzipieren will. Das heißt also, man möchte es als Elternteil ja auch begleiten und irgendwie Einfluss darauf nehmen. Und gleichzeitig bist du eigentlich die Rolle, von der man sich abkapseln will. Dementsprechend ist es, wie du sagst, so gesehen, umso wichtiger, dass es andere Instanzen gibt, die sich dem widmen. Und das war halt genau der Punkt, wo ich meinte, dass ganz viele unterschiedliche Dimensionen bei uns diese Komponente Gehirnentwicklung nicht bedenken. Und dann geht es ja wie gesagt gleich weiter, was du ja gesagt hast, von der Populatik geht man direkt rüber. Im besten Fall geht man dann in die Muttertät, wenn man, so mit 25 hatten wir vorhin an der Folge gesprochen, also hier ist auf jeden Fall wie immer Bedarf. Das ist ja leider in jeder Podcast-Folge, die ich mit Expertinnen führe, immer so, dass man danach denkt, okay, wir wissen es, wir brauchen diese Räume, aber das auch jetzt nochmal so mit der Pubertät wäre einfach, also das ist ja wirklich eine Gesundheitslücke, wenn du siehst also, die U-Untersuchungen hören auf. Bei Mädels ist ja nochmal ein bisschen da kommt man dann ja nochmal zu Gynäkologin aber Jungs fallen ja völlig raus, also die gehen ja nicht, haben ja keinen Ansprechpartner das ist ja eigentlich so bis 18 schon der Kinderart aber nicht Fisch und nicht Fleisch also wirklich so und da ist einfach ein ganz langes Feld, wo gar keine, Beratung stattfindet. Voll. Wieder eine neue. Noch eine Lücke. Ja, noch eine Lücke. Es braucht einfach wirklich, ich war gestern auf dem Panel zum Thema Fehlgeburten. Und da ist es ja auch ein ähnlicher, das ist auch so ein bisschen, das fällt so ein bisschen raus. Keiner fühlt sich so richtig zuständig. Es bräuchte auch mehr, es bräuchte mehr auch Psychologen, psychologische Beraterinnen, die da mit eingreifen. Das ist auch wieder so. Und das ist ähnlich wie jetzt bei der Muttertät, wie dieser Phase, dass wir einfach dieses Wissen haben, aber unser, Gesundheitssystem noch gar nicht so umgebaut ist, dass man da auch einfach, und ich glaube ja auch immer daran, es braucht gar nicht immer so, viele denken ja, okay, man muss ja keine Zwei-Stunden-Sitzung machen. Es sind ja wirklich, reden wir jetzt mal über 30 Minuten Beratung, ob telefonisch und so weiter. Und auch bei Jugendlichen, die dann da einzufangen, dass man mal kurz so, was passiert hier einfach gerade auch mit meinem Gehirn? Also nicht nur sagen, ja, es ist Pubertät, sondern einfach wirklich mal zu erklären, was passiert im Gehirn von Jugendlichen, damit die das auch selber verstehen. Warum es einfach gerade so anstrengend ist. Und auch diese Gefühle mich zu überwältigen. Oder halt Gruppen. Da könnte man ja auch mehrere zusammenfassen. Und hätte da auch noch mal einen Hebel. Weil gerade diese Gruppengefüge auch immer total wichtig sind. Egal, ob jetzt Pubertät oder Muttertät. Dieses Gemeinschaftliche, dieses Zusammen, nicht isoliert. Sich reflektieren zusammen. Ja. Ja, 110%. No, you know. Mir kommen dann immer diese Ideen. Aber wichtig für euch. Und dafür danke ich dir, dass du da uns heute einfach einen Denkanstoß gegeben hast. Wenn ihr darüber noch nichts gehört habt, ihr solltet auf jeden Fall euch ein bisschen damit auseinandersetzen, weil es einfach so relevant ist. Es ist eine Transformation und die dauert auch bei jedem unterschiedlich. Also einige Frauen sind einfach schon viel gefestigter, schneller in ihrer neuen Rolle und kommen damit besser klar. Andere brauchen länger und da gibt es ja kein richtig oder falsch. Es ist super individuell. Und einige brauchen halt einfach auch wirklich mehr Unterstützung und ich finde, du hast es super gut erklärt in deinem Buch auch um diese Phasen, also dass man einfach, also mit kraftvollen Übungen für den Tag, also für deinen Weg darauf hin, deshalb lass es uns verbreiten. Genau. Ich verlinke euch natürlich Alinas Buch in meinen Shownotes und auch ihren Instagram-Kanal, wo du ja auch ganz viel drüber sprichst, hast auch gerade neue Themen einfach auch das wollen wir gar nicht aufmachen das machen wir jetzt nicht, auf, aber auch sehr wichtig also schaut da mal rein und wie gesagt, ich freue mich natürlich wenn ihr die Folge weiterleitet wenn ihr sie bewertet, wenn wir einfach dieses wichtige Thema weiter, verbreiten und dir danke ich dir erstmal für unsere Zeit und dass wir beim dritten Mal es geschafft haben, und euch wünsche ich jetzt eine schöne Woche und ich hoffe, dass ihr nächste Woche wieder einschaltet Tschüss.