Hallo und herzlich willkommen. Das ist der Heute-Journal-Podcast und ich wünsche allen, die jetzt zuhören und die zuschauen, ein frohes neues Jahr. Diese Folge erscheint nämlich am 1. Januar 2026. Da wird man sich noch dran gewöhnen müssen, das zu sagen. 26. Und deswegen wird sie auch ein bisschen anders als sonst. Gleich geblieben ist aber, dass ich hier im Mainzer Podcast-Studio nicht alleine sitze, sondern mir gegenüber sitzt Christian Sievers, Moderator des Heute-Journals. Hallo Elene, ein frohes Neues auch für dich. Frohes Neues. Es wird heute ein bisschen persönlicher. Wir haben nämlich im Vorfeld Fragen gesammelt und wollen einfach mal über das sprechen, was euch so am Herzen liegt und was euch interessiert an einer Nachrichtensendung, an diesem Podcast, am Job von Christian, eines Moderators oder einer Moderatorin und und und. Bereit? Ask us anything. Go. Es gibt eine Frage, die wurde besonders häufig gestellt. Aber ich würde mich gerne kurz vordrängeln und den Klassiker fragen, weil wir diese Folge ja am 1. Januar senden. Hast du Neujahrsvorsätze und wenn ja, welche?
Ja, ich habe Neujahrsvorsätze, allerdings die habe ich irgendwie rund ums Jahr, nicht nur ein Neujahr, dazu gehören drei Dinge vielleicht, würde ich sagen. Eins ist pünktlicher sein, das gilt generell für mein Leben, aber auch für den Job. Dann speziell für den Job, besser die Zeiten einhalten, insbesondere was die Länge von Interviews im Heute-Journal angeht. Da rase ich mich manchmal über die Zeit hinaus. Ja, es gibt Schlussredakteurinnen und Schlussredakteure, die beschweren sich da. Ich möchte jetzt niemanden scharfer angucken. Ja. Nein, Christian dreht sich gerade nach hinten, weil dort auch eine Schlussredakteurin sitzt, die natürlich auch bei diesem Podcast mit dabei ist.
Ich gelobe Besserung. Du musst aufpassen, wie lange du sprichst. Du sprichst halt gerne. Nee, nee, nee, nee. Das ist jetzt ein bisschen sehr gemein, Helene. Ich spreche halt gerne. Okay, vielleicht spreche ich auch gerne. Ich verdiene auch mein Geld mit Sprechen. Aber es ist so, dass es bei diesen Gesprächen halt vor allem um die Antworten natürlich geht. Und da ist es nicht so, dass man nochmal eine Frage stellen möchte, weil man sich so wahnsinnig gerne sprechen hört, sondern dass man denkt, man kriegt jetzt doch noch was Entscheidendes raus aus dem Gegenüber und man möchte das Interview doch noch irgendwie auf einen anderen Punkt unbedingt lenken oder man hat den Eindruck, da fehlt noch eine Frage und das Problem ist, es wird halt immer länger. Die Zeit läuft halt immer gegen die Moderatorin und gegen den Moderator. Also das ist die zweite Sache und die dritte ganz privat. Ich habe mir vorgenommen, noch viel mehr Baggy-Hosen zu kaufen. Ja? Ja.
Damit hätte ich nicht gerechnet. So, was sind denn deine Vorsätze? Das ist ein cooler Vorsatz und der ist auch ziemlich konkret, weil ich nehme mir nämlich seit drei Jahren exakt das Gleiche vor und ich schaffe es einfach nicht. Ich sage mir jedes Jahr aufs Neue, ich möchte weniger daddeln, also weniger sinnlos Zeit am Handy verplempern und dafür mehr Bücher lesen. Ich schaffe es einfach nicht. Aber da gibt es ja Hilfe. Ich schaffe es nicht. Helene, es gibt Hilfe, es gibt Apps, die dich hindern daran, immer weiter zu daddeln und dann kommen so Screen-Informationen, da steht dann drauf, lies jetzt ein Buch. Wie wäre das für dich? Vielleicht ein Geschenk zu nächsten Weihnachten sozusagen.
So, nächste Frage und die kam von euch, die wurde tatsächlich am häufigsten gestellt. Dürft ihr frei berichten über was ihr wollt und wie werden Themen und Inhalte konkret ausgewählt? Ja, das ist eine super wichtige Frage, die höre ich auch ganz oft, wenn man Menschen trifft, einfach irgendwo auf der Straße oder im Zug oder so. Unser Anspruch, unsere Verpflichtung ist, diese Welt abzubilden, wie sie ist und das zu zeigen, was an relevanten Nachrichten für unser Leben entscheidend ist am Ende. Zusätzlich im Heute-Journal sollten wir und müssen wir auch das Ganze in Kontext setzen. Wir müssen Zusammenhänge zeigen, wir müssen einordnen. Und da sind wir bei der Rolle von der Moderation, die Menschen auch dafür interessieren. Das bringt ja nichts, wenn wir uns da ganz viele Gedanken gemacht haben, aber am Ende jeder sagt, warum geht mich das an? Also das ist auch ein ganz wichtiger Punkt, die Neugier der Menschen wecken und klar machen, warum das jetzt interessant ist für alle.
So, das ist das, was unser Anspruch ist, das ist was unsere Verpflichtung ist, das ist das, was wir jeden Tag so gut wie möglich versuchen zu tun.
Jetzt war die Frage nach, wer redet euch da rein? Und da kann ich nur aus meiner ganz persönlichen Erfahrung sagen, und ich mache das ja nicht erst seit gestern, ich habe noch nie irgendeinen Anruf bekommen, sei es aus der Politik oder sei es von Chefs, Chefinnen bei uns hier im ZDF, die gesagt hätten, äh, Christian, mach das mal bitte heute so oder mach das mal bitte heute so. Also sprich, mach das Thema mal so oder mach das Thema anders oder frag den Politiker bitte das. Das gibt es einfach nicht. Und ich glaube, da spreche ich auch für meine Kolleginnen im Heute-Journal, wir würden uns das wirklich verbitten. Weil das ist eigentlich quasi das Ende von dem, was wir hier machen, wenn andere Regeln als die klassischen journalistischen Regeln gelten würden.
Jetzt fragen die Leute ja immer noch so ein bisschen, es gibt ja immer wieder die Menschen, die denken, da kommt morgens so ein Fax aus dem Bundeskanzleramt und da stehen quasi die zehn wichtigsten Themen drauf, die wir umzusetzen haben. Und da kann ich nur sagen, kommt einfach mal alle vorbei. Ich würde am liebsten mal alle einladen zu uns übrigens und einfach mal so ein paar Tage mitlaufen lassen, um es sich anzuschauen, wie es wirklich ist. Und vielleicht reden wir da gleich noch ein bisschen intensiver drüber, aber was wir machen, um am Ende auf ein Heute-Journal zu kommen, auf eine Sendung zu kommen, die ja nicht wahnsinnig viel endlos Zeit hat, sondern deren Vorgabe auch ist, in einer halben Stunde den Menschen die Welt zu bieten. Gebt uns eine halbe Stunde, wir geben euch die Welt. Das bedeutet, man muss irgendwie von den Zehntausenden von unterschiedlichen Nachrichten, die jeden Tag reinlaufen, natürlich eine Auswahl treffen. Und diese Auswahl treffen wir durch endlose, manchmal auch ermüdende, aber notwendige Diskussionen. Die treffen wir in endlosen, manchmal ermüdenden, aber notwendigen Konferenzen, in denen gestritten wird, in denen es manchmal auch laut wird, in denen verschiedene Meinungen aufeinander prallen und in denen sich am Ende eine Sendung entwickelt, die dann im Fernsehen und online und auf allen möglichen anderen Plattformen läuft. Und ich kann aus meiner Erfahrung sagen, was wir da morgens uns so vorstellen, ist in fast allen Fällen nicht das, was dann abends über den Sender läuft, denn im Laufe des Tages passiert so wahnsinnig viel auch an Änderungen, manchmal noch während der laufenden Live-Sendung, dass das auch immer wieder im Fluss ist und es kein festgelegtes, starres Gebilde ist.
Du hast gesagt, in diesen Konferenzen, da wird auch mal gestritten. Dazu passt die Frage, jetzt mal Tacheles, wie ist die Stimmung so hinten drin? Was heißt denn hinten drin? Ich habe es genauso formuliert, wie es uns geschrieben wurde. Wie ist die Stimmung hinten drin? Ich schätze, das bedeutet hinter den Kulissen. Okay, die Stimmung. Also es wird gestritten, haben wir gerade schon gelernt. Ja, ja klar, es wird gestritten und es wird manchmal auch echt hart gestritten, muss ich sagen. Das ist aber, glaube ich, auch notwendig. Es darf nicht gestritten werden, dass es irgendwie unter die Gürtellinie geht oder Verletzungen hervorruft. Oder persönlich ist. Oder persönlich ist, richtig. Aber natürlich am Thema kann man und muss man oft auch streiten. Ich meine, wir sind ja auch, wir leben ja nicht im luftleeren Raum hier, sondern die Menschen, die uns hören, streiten und sehen, die streiten ja auch. Und es gibt natürlich wahnsinnig viele Streitthemen, politische Themen, weltpolitische Themen, geostrategische Themen, über die man vorzüglich streiten kann. Ich halte übrigens auch Streit für ein wahnsinnig gutes Mittel. Das gilt im Journalismus, das gilt bei der Auswahl anderer Sendung, das gilt auch im Privatleben, finde ich. Ich finde auch in einer Beziehung, jetzt schweifen wir ein bisschen ab, aber gehört Streit dazu. Leute, die sagen, wir sind seit 40 Jahren verheiratet, haben uns noch nie gestritten. Da habe ich immer so, ob das wirklich funktioniert, weiß ich nicht so genau. Deswegen, Streit ist wichtig. Die Stimmung bei uns ist, ich sage mal, manchmal super, manchmal nicht so gut.
Die ist natürlich auch tagesformabhängig. Das ist ja auch vollkommen normal, aber generell haben wir hier ein enormes Engagement und einen enormen Elan, um den Menschen am Ende das zu bringen, wo wir dann sagen, hey, da stehen wir dahinter und da sind wir manchmal sogar ein bisschen stolz drauf auf das Produkt. An meinem allerersten Tag, da bin ich zu euch in die große Redaktionskonferenz am Mittag gekommen und da ging es tatsächlich ziemlich hart zur Sache.
Inhaltlich, thematisch. Und dann kam danach jemand zu mir und der sagte so, es ist nicht immer so bei uns. Und hat mich tatsächlich gefragt, ob es mir gut geht. Das fand ich total süß. Aber ich muss auch sagen, ich finde es wichtig, dass auch um die Themen gerungen wird. Ich finde, das gehört dazu. Es wäre für mein Empfinden problematischer, wenn man immer sagen würde, ja, finde ich auch, finde ich auch, ja und Amen. Hast du geschockt? Also wenn jemand kam und sagt, oh Gott, geht's dir gut? Überhaupt nicht. Ich habe nur gesagt, ich finde das total spannend.
Und natürlich geht es mir gut. Und ich durfte auch danach ja an Tagen dabei sein und das passiert auch immer wieder, dass es eigentlich auch sehr lustig sein kann und viel gelacht wird und es ist auch so eine Art von sehr trockenem Galgenhumor manchmal, würde ich fast sagen, die man glaube ich auch irgendwann haben muss, wenn man sich die ganze Zeit mit so vielen Dingen auch beschäftigen muss, die nicht so gut laufen. Ja, das sehe ich ein bisschen anders. Also was ich mir selber nicht gestatten würde, ist sowas wie so ein Zynismus. Also wenn man so Nachrichten-Zynismus kriegt. Ich kenne da auch manche Leute, gar nicht mal so bei uns in der Redaktion, aber überhaupt im größeren Journalismus, die so Zyniker geworden sind. Die haben so viel Schreckliches gesehen, dass sie sich quasi nur noch mit so zynischen Bemerkungen, habe ich manchmal den Eindruck, auch selbst schützen müssen. Und da habe ich wirklich, da achte ich total darauf, das möchte ich nicht werden. Das möchte ich niemals werden. Ich möchte immer noch Empathie haben für jede und jeden einzelnen Menschen und ich möchte auch versuchen immer noch an das Gute zu glauben im Menschen, denn das ist glaube ich schon möglich, wenn du so als Nachrichtenmensch abgleitest in so eine.
Ja boah die Welt ist schlecht, haha, aber ich mache da jetzt mal so einen galgenhumormäßigen Witz drüber. Also, ich kann nur für mich sprechen, aber dann wird es aus meiner Sicht eng und schwierig. Da möchte ich nicht landen. Empathie hast du gerade gesagt. Würdest du sagen, das ist eine Eigenschaft, die man mitbringen sollte, um Journalist oder Journalistin zu werden? Das ist nämlich auch eine Frage überhaupt zu diesem Beruf und wie schafft man den Einstieg? Wie bekommt man so einen Job, die häufig gestellt wurde? Was braucht man da? Also als erstes braucht man Neugier, glaube ich. Das Schöne an dem Job finde ich, ich bin von Natur aus total schüchtern. Ich würde niemals irgendwelche Leute ansprechen, einfach so. Aber wenn ich in journalistischer Funktion unterwegs bin, dann bin ich das komplette Gegenteil, weil dann verstecke ich mich quasi hinter dem Mikrofon oder hinter meiner Aufgabe und versuche immer so eine Art.
Das ist wie so ein, ich mache das jetzt nicht, weil ich so ein wahnsinnig nosy Typ wäre, sondern ich mache das, weil ich diesen Beruf habe. Und das ist, ich glaube das ist die Grundvoraussetzung, du musst dich einfach für Dinge interessieren, für Ereignisse interessieren, für Zusammenhänge interessieren, aber über allem, du musst dich für Menschen interessieren und zwar für alle, da rede ich jetzt nicht von irgendwelchen wichtigen Politikern, sondern ich rede von ganz normalen Menschen, wenn du das tust, ist schon mal der wichtigste Punkt erreicht.
Und ansonsten hat Journalismus ja den riesigen Vorteil, dass es überhaupt gar keine Regeln gibt, wie man da reinkommt. Das ist ja nicht wie beim Arzt oder bei der Bäckerin, wo man lauter Innungsabzeichen braucht und Examinar, sondern Journalist kann sich jeder nennen. Und das ist insofern vom Zugang her, einer meiner ersten Chefs hat immer gesagt, du bist immer nur so gut wie deine letzte Reportage und da ist auch ein bisschen was dran, ehrlich gesagt. Es ist alles möglich und gleichzeitig auch wahnsinnig schwierig. Es ist beides. Man braucht viel Glück und man sollte, wie gesagt, neugierig sein. Und was ich auch immer den Leuten rate ist, macht Praktika, bis ihr wahnsinnig werdet. Versucht überall reinzuriechen und zwar vielleicht nicht gleich am Anfang beim Heute-Journal oder bei den Tagesthemen oder so, sondern erstmal beim Lokalblatt und bei der kleinen Radiostation um die Ecke. Wieso hast du es auch gemacht, oder? Du hast beim Radio angefangen. Absolut, weil ich habe immer gedacht, ich möchte gerne ja auch selbst was machen. Und ich habe in meinem allerersten Praktikum, selbst beim Radio, bei einer relativ, jetzt nicht bundesweiten, sondern regionalen Station.
Selbst da habe ich wochenlang nichts machen dürfen. Ich durfte nicht mal Kaffee kochen oder irgendwelche Blätter kopieren. Ich habe einfach nichts machen dürfen. Ich saß einfach nur rum, weil ich war ja nur der Praktikant. Und ich habe damals mein Praktikum eigenmächtig verlängert, weil ich dachte, wenn mich keiner jetzt in den letzten vier Wochen irgendwie auffällig irgendwie angesprochen hat, dann merkt ja auch keiner, wenn ich einfach länger da bleibe. Und dann bin ich einfach länger geblieben. Und irgendwann passierte das, was man auch braucht, ein bisschen Glück, ein bisschen Zufall. Alle waren krank und dann durfte der Praktikant ran. Und so ist es, finde ich, ganz häufig, dass du einfach gucken musst, wie finde ich irgendeinen Einstieg, bei dem ich selbst... Ran darf, was machen darf, tatsächlich auch journalistische Arbeit abliefern darf und sei sie noch so klein. Ein hohes Maß an Eigeninitiative würde ich vielleicht noch ergänzen. Das hat sich bei mir oft ausgezahlt. Das erste journalistische Praktikum, das ich je gemacht habe, das war beim ZDF in Paris. Und da habe ich einfach eine Initiativbewerbung hingeschickt und das hat geklappt. Aber das ist ja ein Hammer. Wie, du hast einfach ans ZDF Paris geschrieben, hallo, ich bin Helene, ich will jetzt vorbeikommen. Ich war, ich habe Erasmus gemacht in Paris und suchte noch einen Praktikumsplatz und dann habe ich da hingeschrieben. Ja, das hat geklappt. Achst du, wie war es?
Interessant. Es war tatsächlich überhaupt meine, eben meine allererste journalistische Erfahrung. Ich wollte eigentlich zum Filmen. Also bei mir hat das mit dem Journalismus ein bisschen länger gedauert. Und was, hast du ja auch gesagt, ist eigentlich das Tolle. Also man muss nicht von vornherein schon genau diesen Weg einschlagen. Man schafft es auch als Quereinsteiger. Man kann auch diese journalistischen Ausbildungen, die Volontariate. Da gibt es meines Wissens nach auch keine Altersbegrenzung oder so. Die sind auch von den Zugangsvoraussetzungen ein bisschen barrierefreier geworden. Man kann sich da auch bewerben, wenn man kein abgeschlossenes Studium hat. Da hat sich viel geändert in den letzten Jahren. Ja. Und wirklich machen, machen, machen. Ich habe auch ganz viel beim Studiradio, beim Studifernsehen gemacht. Und so bin ich tatsächlich auch ans Moderieren gekommen. Da gab es einmal eine Kameraübung, die wir gemacht haben, um den neuen Camcorder auszuprobieren. Und dann habe ich da so einen Pseudo-Übungsaufsager gemacht. Und dann hat mir ein Kommilitone gesagt, hey, ich finde irgendwie, du machst das ganz gut. Hast du dir mal überlegt, vielleicht Moderatorin zu werden? Und dann dachte ich mir so, ach, Moderatorin, okay, ja, vielleicht könnte das was sein.
Also da gibt es viele Wege. Es gibt tausend Wege und du hast vollkommen recht, machen, machen, machen ist, glaube ich, der allerwichtigste Ratschlag bei der ganzen Kiste. Ich habe am Anfang Straßenumfragen gemacht. Das waren über Monate meine ersten journalistischen Produkte. Ich stand mit dem Mikrofon in der Fußgängerzone und habe die Leute gefragt, was würden sie tun, wenn sie unsichtbar wären. Und ich muss sagen, da lernst du eine ganze Menge, weil natürlich ist es so, dass die allermeisten vorbeigehen. Die gucken dich ganz schräg an, laufen vorbei.
Manche kommen nochmal kurz zurück, aber nur um zu fragen, wann wird denn das gesendet. Und du kommst dir spätestens nach zwei Stunden von allen Freunden und Bekannten verlassen vor und musst aber trotzdem weitermachen, weil du brauchst ja noch ein paar Hohtöne zum Thema, was würden sie tun, wenn sie unsichtbar wären. Und insofern manchmal, oder nicht manchmal, sondern man lernt auch, wenn man in der Fußgängerzone dumme Fragen stellt. Das bringt einem was, auch fürs Leben. Wenn es minus fünf Grad hat und es mitten im Winter ist und du dann da stehst und Töne einsammeln musst, das ist mir auch schon passiert. Ein Job, den ich auch mal hatte und das ist die Überleitung zur nächsten Frage. Ich habe auch mal in einem Fernsehstudio als Kabelträgerin gearbeitet während meiner Studienzeit und ich habe am Teleprompter gedreht für die Moderatoren, Moderatorinnen. Die Frage heißt, wie funktioniert der Teleprompter? Das ist mal eine ganz praktische Frage.
Ich habe auch mal am Teleprompter gedreht, da habe ich so ein Praktikum gemacht und ich muss sagen, ich habe selten so geschwitzt, weil ich immer dachte, wenn ich jetzt einen Fehler mache, dann gerät der Moderator komplett aus dem Konzept und dann wird alles ganz furchtbar. Vielleicht müssen wir erst mal kurz erklären, was das eigentlich ist, der Teleprompter. Das ist ja ein Gerät, das quasi die Texte, die die Moderatorinnen und Moderatoren im Heute-Journal alle komplett ohne Ausnahme selbst schreiben. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, finde ich. Da gibt es niemand anderes, sondern wir schreiben das alles komplett selbst. Kam auch als Frage, wer schreibt die Texte? Genau, das hilft schon mal wahnsinnig. Erstens bist du super drin im Thema, wenn du das alles selbst schreiben musst. Zweitens kannst du dich fast nicht mehr versprechen, weil es deine eigenen Texte sind und du nicht irgendwas vorlesen musst von jemand anders. Und drittens bist du es einfach selbst. Also für mich ist das schon mal die Essenz überhaupt. Jetzt kannst du natürlich danach hingehen und alle Texte auswendig lernen.
Das ist echt schwierig. Oder du musst die ganze Zeit auf ein Papier gucken, speziell wenn es um Zahlen geht. Wir haben ja auch viele Zahlen, das muss ja auch alles stimmen. Du kannst ja nicht irgendwas erzählen, sondern du musst dich ja schon an das Konzept, an die Fakten halten, die du dir da aufgeschrieben hast.
Insofern hilft der Teleprompter, der nämlich quasi den Text dir in die Kamera oder in das Objektiv der Kamera projiziert und du siehst dann, da hängt so ein Gerät davor. Über so einen Spiegel, ne? Du siehst dann quasi, während du in die Kamera guckst, siehst du deinen eigenen Text und kannst ihn lesen. Kannst übrigens auch, was ich super finde, mal ein bisschen abschweifen. Und dann gerät nämlich die Kollegin, der Kollege, den Teleprompter bedient, wirklich ins Schwitzen. Weil du sagst plötzlich was anderes, als das, was da steht. Und dann weißt du nicht mehr so genau, oh Gott, oh Gott, bin ich jetzt falsch? Ist er falsch? Muss ich vorfahren, zurückfahren? Was mache ich jetzt? Das ist, insofern ist der Job wirklich ein wahnsinnig wichtiger und einer, wenn er nicht richtig funktioniert, sofort Auswirkungen auf die Sendung hat. Weil das merkt man sofort, das merken auch die Zuschauerinnen und Zuschauer sofort, wenn mit dem Teleprompter was nicht stimmt, das ist sofort zu spüren. Ich finde das lustig, dass du sagst, dass dann die Kollegin oder der Kollege am Teleprompter ins Schwitzen kommt, aber nicht, dass du ins Schwitzen kommst. Fühlt mich zur Frage, bist du eigentlich noch bei irgendetwas aufgeregt, was du machst? Ich bin bei fast allem aufgeregt. Ich bin jetzt nicht aufgeregt, dass ich nicht mehr weiß, wie ich heiße oder so und irgendwie einen Herzschlag hätte bei 280. So ist es nicht. Das wäre, glaube ich, auch nicht zielführend. Aber ich bin schon, ich habe schon so ein, weißt du, so ein...
Ich möchte jetzt nicht sagen mulmig, aber so ein aufgeregtes Gefühl einfach, wie man sich so ein bisschen fühlt, wenn man merkt, jetzt steht was Wichtiges an und das habe ich eigentlich jeden Abend und ich glaube auch, das ist wichtig, weil wenn du das nicht mehr hast, dann machst du Fehler oder dann ist dir irgendwie was egal. Das ist ja auch nicht gut. Wir machen ja einen Job schon, der Wirkung hat, der Folgen hat, der auch sich messen lassen muss an vielen Leuten, die Kritik daran üben. Und deswegen kannst du nicht da reingehen mit so einer, schauen wir mal, was heute so anliegt Haltung, sondern du musst schon dich sehr konzentrieren. Und ich glaube, dabei hilft es, wenn man so ein bisschen aufgeregt ist.
Schwankt dann natürlich auch, je nachdem wie die Lage ist, je nachdem mit wem man spricht. Es gibt Politikerinnen, Politiker mit denen, da muss man sich ganz besonders konzentrieren, sag ich jetzt mal. Und dann gibt es andere, da kann man eher in ein Gespräch gehen, ein relativ normales Gespräch. Und das hat natürlich auch direkte Auswirkungen auf den Aufgeregtheitsgrad. Bei wem musst du dich besonders konzentrieren? Ja, das wusste ich, dass du das jetzt fragen würdest.
Ich vergebe jetzt aber keine Schulnoten, aber es ist natürlich so, dass es einfach Gespräche gibt, die auch vom Thema her, und ich sag's mal anders, wenn du merkst, es gibt Situationen, gerade in der Politik, da steht wahnsinnig viel auf dem Spiel. Nicht für mich, sondern für die handelnden Politikerinnen und Politiker vor der Wahl zum Beispiel, wenn die Umfragen schlecht sind, wenn es um alles oder nichts jetzt in einem bestimmten Tag bei einer Abstimmung geht und dann merkst du, wie der Druck total steigt beim Gegenüber in der Politik. Du merkst, wie du in so einer ganz, ganz konzentrierten Situation plötzlich drin bist. Das spürst du in dem Gespräch und dann wird es oft auch sehr hart. Du musst dann darauf dringen, dass du eine Antwort bekommst. Du musst immer wieder in Sekundenschnelle entscheiden, frage ich nochmal nach, hake ich zum vierten Mal nach, auch auf die Gefahr ein, unhöflich zu wirken oder gehe ich jetzt zum nächsten Thema über, habe ich meine Fakten zusammen, kann ich den Finger in die Wunde legen, kann ich sagen, Moment, das stimmt einfach nicht, was sie da gerade erzählt haben. Und um das sagen zu können, musst du ja selber sehr, sehr sicher sein, dass das, was du sagst, stimmt. Insofern, und das ist alles in einer Zehntelsekunde, musst du das im Kopf irgendwie entscheiden und da merkst du dann schon, wie der Puls steigt.
Gehen wir nochmal zu einem anderen Thema. Schminken und frisieren sich die Moderatorinnen und Moderatoren selbst und entscheiden selbst, was sie tragen. Willst du dazu zunächst mal was sagen, Helene? Ich kann gerne was dazu sagen. Ja, wie ist das denn? Sag mal, hilf mir mal. Wieso? Wer frisiert dich denn, Christian? Du darfst auch gerne anfangen. Das kann ich danach dann sagen.
Also natürlich kann man selbst entscheiden, was man trägt. Allerdings ist es so, dass wenn man weiß, dass eine Kamera auf eingerichtet ist und wenn man beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeitet, dann fallen einfach ein paar Sachen raus. Und das sind große Prints, das sind Logos, das sind Marken. Und man hat auch die Erfahrung gemacht, dass zu heftige, wilde Muster, auch gerade wenn es kleinteilig ist, wo dann die Kamera oder manche Kameras gar nicht mehr mitkommen, weil es dann so Störeffekte im Bild gibt, dass das einfach schon mal nicht geht. Und da kriegt man dann aber irgendwann so ein Gespür. Und bei mir ist es jetzt nicht so wie bei euch. Ich schätze mal, in einer Nachrichtensendung wie dem Heute-Journal gibt es schon einen Dresscode, der da heißt bei dir Blazer oder Anzug. Ja, ich meine, ich beneide dich da oder ich beneide alle Frauen so ein bisschen. Ihr könnt ja viel mehr machen, ehrlich gesagt. Bei Männern ist es einfach total langweilig im Grunde genommen. Wir haben schon, du kannst nicht viel anderes machen, als ein Hemd und einen Anzug anziehen. Kannst du in der Farbe ein bisschen variieren. Das stimmt nicht, Christian. Du variierst nämlich sehr viel und zwar mit deiner... Krawatte, ich wusste, dass du das jetzt sagen würdest. Und da komme ich gleich zu. Das ist in der Tat ein Punkt, weil das ist das Einzige, wo du noch ein bisschen was machen kannst. Der Rest ist relativ klar. Du hast es ja gerade schon beschrieben. Du kannst keine wilden Muster machen, würde ich sowieso jetzt nicht machen. Auch privat würde ich jetzt nicht mit irgendwelchen Karo-Jakets rumlaufen.
Du kannst aber auch farblich, du kannst jetzt nicht mit knarzgelben Hemden rumlaufen. Dann ist die Farbe grün sowieso tabu bei uns, weil der Hintergrund, reden wir vielleicht gleich noch drüber, ist grün im Studio. Da wird also technisch sozusagen dann alles reingestanzt. Das bedeutet, wenn du etwas Grünes anhast, sind die Weltkugeln und das Heute-Journal-Logo bei dir plötzlich auf der Krawatte oder auf dem Hemd. Haben wir auch schon gehabt. Und das sieht dann richtig doof aus.
Deswegen bist du da schon sehr eingeschränkt. Dann bleibt eigentlich für Männer am Ende die Krawatte. Und da habe ich wirklich im Laufe der Jahre jetzt so eine relativ große Sammlung angesammelt, muss ich sagen. Und da gucke ich so nach Tagesformen. Also weil wo du sagst, wer sucht das aus? Das ist manchmal eine Entscheidung innerhalb von einer Zehntelsekunde, wenn es ganz schnell gehen muss und du musst runter ins Studio und dann laufe ich so an so ein paar Krawatten vorbei und denke, komm, wie ist das Wetter, wie ist die Stimmung, wie geht es mir, wie ist die Nachrichtenlage, was haben wir nachher in der Sendung? Und dann greife ich in einer Zehntelsekunde irgendeine Krawatte raus und die nehme ich dann. Fragst du dann jemanden mal nach einer zweiten Meinung oder so? Meistens nicht. Meine Chefredakteurin hat mir neulich einen Sitzbezug in der Berliner U-Bahn als Krawatte geschenkt und dazu gesagt, dass ich das nie anziehen darf.
Und vielleicht war das ein Zeichen, ehrlich gesagt. Das war ein Wink mit dem Zaunpfahl, glaube ich. Sehr kreativ, muss man sagen. Ich gebe zu, es gibt dann Tage, da hat man hinterher den Eindruck, okay, hätte ich vielleicht doch noch eine Sekunde länger drüber nachgedacht, über die Krawatte. Es gibt aber auch Tage, da sage ich, das war jetzt ganz okay. Die Frage kam noch zum Schminken. Und da würde ich gerne einfach mal ganz, ganz liebe Grüße an alle Kolleginnen und Kollegen rausschicken, die in der Maske arbeiten. Moment, ganz kurz, weil du sagst Kollegen. Hast du jemals einen einzigen Kollegen bei uns in der Maske getroffen? Nee, habe ich nicht. Das Gendern war in dem Fall nicht nötig. Wir haben 100% Kolleginnen. Wollte ich nur kurz sagen, aber dein Gruß ist ja vollkommen berechtigt. Dein Gruß an die Kolleginnen, weil das ist, finde ich, ein wunderbarer Ort, an den man gehen kann, wenn man todesnervös ist, den Kopf voll hat mit Zahlen, Fakten, Daten. Und dann weiß man, man hat da so 20 Minuten bis eine halbe Stunde, wo man sich in einen Sessel sitzt und jemand kümmert sich um dich. Mhm. Ich finde das wunderbar, das ist eine schöne Atmosphäre da. Es ist wirklich schön, dass du das so empfindest. Bei mir ist es ein bisschen anders, es ist eher ganz kurz vor der Sendung und super schnell und hektisch, aber den kurzen Moment, wo du sagst, jetzt ist mal alles egal, jetzt kann ich auch selber gar nichts mehr ändern, jetzt muss jemand anders ran und mein Gesicht ändern.
Das ist das Einzige quasi, was da noch wichtig ist und diesen kurzen Moment zum Durchatmen, der ist in der Tat total wichtig, das stimmt. Der ist irgendwie magisch. Der ist magisch, auf der anderen Seite ist es immer so ein Punkt, ich bin jetzt auch so ein Freund von nicht so wahnsinnig viel Maske, es gibt ja auch zum Beispiel, wenn du draußen bist als Reporter und so, da gibt es manche, die dann auch anfangen sich total zu schminken und maskieren. Am Anfang habe ich das gedacht, das müsste man immer so machen. Wir reden von Jahren zurück. Als ich in den Israel-Korrespondent war, habe ich in meiner ersten Schalte angefangen, mich selbst zu schminken, weil ich dachte, das muss man so machen. Und dann war es aber draußen 36 Grad und mir lief schon nach fünf Minuten die gesamte Maske quasi übers Gesicht rüber. und die Regie in Mainz sagte, Christian, du hast Flecken im Gesicht, was ist denn mit dir los? Und dann habe ich erst gemerkt, dass das einfach eine ganz, ganz schlechte Idee ist. Und seitdem habe ich dann gesagt, ich verzichte drauf, ich mache das einfach immer so. Das Einzige, was man machen kann, wenn es sehr heiß ist, man nimmt irgendwie so ein Taschentuch und toucht sich ein paar Mal im Gesicht rum. Das ist dann sozusagen meine Formel gewesen. Was hat euch, beziehungsweise wer hat euch am meisten positiv und negativ geprägt? So lautete noch eine Frage. In welcher Form? Die ist sehr deep. Generell im Leben?
Fang du mal an, Helene. Ich versuche mal. Wer oder was hat mich am meisten positiv geprägt?
Ich hatte das Glück, wirklich von ganz, ganz tollen Kolleginnen und Kollegen umgeben zu sein. Ich würde da jetzt gar nicht jemand Besonderen oder so hervorheben wollen. Gilt übrigens auch für Mentoren, Mentorinnen, Ausbilder, Ausbilderinnen oder Professoren oder Professorinnen, die mir einfach auf meinem Weg geholfen haben und auch wirklich Ratschläge mitgegeben haben, die mich bis heute begleiten, würde ich sagen. Also da hatte ich echt großes Glück und da bin ich sehr dankbar. Ich würde aber trotzdem sagen, am meisten positiv geprägt, jetzt mal so insgesamt betrachtet, waren das auch die Leute, die nichts mit dieser Branche zu tun haben. Ich finde, das ist einfach ganz, ganz wichtig und da bin ich so dankbar, dass ich in meinem engeren Umfeld, dass da einfach viele Menschen sind, die mit Medien und Journalismus und auch Politik gar nichts am Hut haben. Und ich finde das eine große Bereicherung und ja, ich weiß nicht, für mich super und das hat mich glaube ich tatsächlich in dieser verrückten Welt auch und in diesem öfter mal sehr verrückten Beruf am meisten positiv geprägt, ja.
Ja, absolut. Ich würde vielleicht noch ergänzen meine Eltern. Das ist ganz wichtig. Die haben zwischendurch auch gedacht, was macht er denn jetzt? Wo ist er jetzt unterwegs? Und puh, kann man damit auch für sein ganzes Leben wirklich einen Lebensunterhalt verdienen und so.
Und haben aber immer gesagt, wir stehen, egal was du machst, hundertprozentig hinter dir und ich glaube, das ist wahnsinnig wichtig. Das ist so unfassbar wichtig, das merkt man erst im Rückblick und die gucken auch heute noch, ich würde sagen, jede Sendung und finden manche super und manche nicht super und meine Mutter muckiert sich über die Frisur oder so und sagt, das geht so nicht, du musst da eine andere Frisur. Also es ist wirklich einfach total schön zu erleben, wie viel Anteil sie nehmen und ich glaube, das ist unglaublich wichtig, da kann man auch selbst viel von lernen. Harter Themencut, bist du bereit für die, finde ich, schwierigste Frage von allen? Das weiß ich nicht, es hängt von der Frage ab. Wenn ihr ein Tier wärt, welches wärt ihr dann? Machst du dir über sowas Gedanken? Also passiert dir das manchmal, dass du morgens aufwachst und denkst, was wäre ich wohl für ein Tier? Du, ich habe da immer diesen Songtext von Grauzone im Ohr. Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar, dann müsste ich nicht mehr schreien, alles wäre so klar. Okay, also Eisbär ist es bei dir, ja? Dein Eisbär ist tatsächlich mein Lieblingstier, aber ich glaube, es lebt sich aktuell nicht mehr so gut als Eisbär, wie das früher mal war, aus bekannten Gründen. Hast du einen Eisbär gesehen? Also tatsächlich so von Scholle zu Scholle erlebt? Nur im Zoo. Hast du einen echten mal gesehen? Mit Glasscheibe dazwischen. Ja, leider. Nee, ich nicht. Ich habe auch Respekt vor Tieren. Vor allen? Vor allen, ja.
Ja, das ist so. Ich, ich, ich, weiß nicht. Ich habe Respekt davor. Ich finde, man muss nicht... Auch von einem Goldfisch? Na, vom Goldfisch vielleicht nicht, aber sonst schon, man muss nicht einer Horde wilder Löwen irgendwie ohne Glasscheibe entgegentreten und sagen, hi, hier sind wir, wir wollen ein paar Fotos machen. Das muss man vielleicht nicht unbedingt machen und sich dann wundern, wenn die wilden Löwen das nicht so lustig finden.
Gerade bei Insta gibt es so krasseste Videos, was auf Safaris alles schief gehen kann, wenn der Elefant plötzlich ankommt und der wirkt dann auch ganz friedlich und dann hat man so einen riesigen Jeep und plötzlich liegt der Jeep aber auf dem Dach und die Leute haben alle Angst und rennen weg, weil der Elefant gesagt hat, das finde ich keine gute Idee oder weil er sich gestört oder bedroht fühlte Ich muss jetzt mal kurz Anwältin für den User oder die Userin sein, die uns diese Frage geschickt hat, du hast sie nämlich noch nicht beantwortet und weichst gerade aus, Ich habe ja schon gesagt, ich bin, was bin ich für ein Tier? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich mache mir keine, ich habe mir jetzt noch nie überlegt, was ich für ein Tier sein könnte.
Eine Nachteule, weil du so spät immer arbeitest? Ich habe lustigerweise heute, wo wir gerade davon reden, ich habe heute in einem Baum fünf Eulen gesehen. Was? Ja, wirklich, in einem einzigen Baum saßen fünf Eulen und ich sage dir, das war ein... Unglaublich erdender Anblick. Das war majestätisch. Die sind dann losgeflogen, ein nach dem anderen. Ich habe gesagt, bitte fliegt nicht los, bitte tut so, als wäre ich nicht da. Mein erster Reflex war noch, das Handy zu zücken, auch so ein furchtbarer Reflex, ehrlich gesagt. Da habe ich gedacht, nee, du filmst jetzt nicht, du bleibst jetzt stehen und guckst sie dir einfach an, diese unfassbaren Tiere mit ihren riesigen Schwingen. Das war großartig zu sehen. Eine Nachteule, ja, vielleicht, weil ich finde die Nacht einfach super. Deswegen arbeite ich auch um 21. 14.45 Uhr. Aber ansonsten weiß ich nicht, vielleicht bin ich auch am Ende eher so eine Mischung aus Eichhörnchen und Igel oder sowas.
Und mit diesen Worten sage ich, das war es schon wieder. Danke Christian an dich. Es hat Spaß gemacht. Danke dir. Danke an alle, die uns Fragen geschickt haben. Das war unser allererstes Q&A. Ask me anything. Wenn ihr noch weitere Fragen habt, schreibt sie uns gerne in die Kommentare oder sagt uns, ob wir sowas vielleicht auch irgendwann nochmal machen sollen. Und wir haben noch eine E-Mail-Adresse, die sage ich hier auch noch an der Stelle, heutejournal-podcast.zdf.de. Nächste Woche geht es dann wieder ganz normal weiter mit einem aktuellen Thema, einer Schlagzeile der Woche und den vielen kleinen Details dahinter. Bis dann. Tschüss. Heute Journal, der Podcast, wird produziert von Pool Artists.