WEBVTT

00:00:02.994 --> 00:00:06.997
Servus liebe Audi Interessierte zum Audi Weekly und das sind die Themen der

00:00:06.997 --> 00:00:09.450
Woche rund um die vier Ringe aus Ingolstadt.

00:00:09.647 --> 00:00:14.407
Audi unter Druck, neue Betriebsvereinbarung geplant, weiterer Stellenabbau droht

00:00:14.407 --> 00:00:19.077
und Gerüchte über einen Börsengang machen die Runde, den Experten als teuersten

00:00:19.077 --> 00:00:21.001
Weg zur Kapitalbeschaffung bezeichnen.

00:00:21.193 --> 00:00:24.879
Außerdem im Audi-Abgasprozess schildert eine Schlüsselfigur,

00:00:25.181 --> 00:00:29.152
wie eine Unternehmenskultur des Schweigens den Dieselskandal mit verursacht hat.

00:00:31.121 --> 00:00:34.836
Bei Audi in Ingolstadt bahnt sich eine neue Betriebsvereinbarung an.

00:00:35.364 --> 00:00:40.787
Personalvorstand Xavier Roos erklärt, das Geschäftsmodell der bisherigen Zukunftsvereinbarung

00:00:40.787 --> 00:00:42.353
gehöre der Vergangenheit an.

00:00:42.667 --> 00:00:46.260
Märkte schrumpfen, neue Wettbewerber drängen aggressiv hinein,

00:00:46.585 --> 00:00:49.122
Preise und Margen geraten unter Druck.

00:00:49.517 --> 00:00:53.787
Gesamtbetriebsratschef Jörg Schlagbauer fordert Klarheit bei Sparmaßnahmen und

00:00:53.787 --> 00:00:57.179
betont, die Verantwortung liege nicht bei den Beschäftigten.

00:00:57.673 --> 00:01:02.671
Das Ziel von jährlich 450.000 Fahrzeugen aus Ingolstadt sei nie erreicht worden.

00:01:02.996 --> 00:01:05.585
Die Rendite liegt bei nur 4,2 Prozent.

00:01:06.020 --> 00:01:08.760
Auch der vereinbarte Stellenabbau scheint zu stocken.

00:01:09.219 --> 00:01:11.344
Weitere Gespräche nun stehen bevor.

00:01:12.957 --> 00:01:18.803
Gerüchte über einen Audi-Börsengang machen die Runde, doch offenbar ohne belastbare Grundlage.

00:01:19.343 --> 00:01:22.917
Laut einem Zeitungsbericht soll eine Arbeitsgruppe unter den Finanzvorständen

00:01:22.917 --> 00:01:26.942
von Volkswagen und Audi ein entsprechendes Konzept erarbeiten.

00:01:27.324 --> 00:01:31.697
Betriebsratsvorsitzender Jörg Schlagbauer erklärt, ein Börsengang stehe weder

00:01:31.697 --> 00:01:34.754
bei Audi noch bei Volkswagen auf der Tagesordnung.

00:01:35.195 --> 00:01:40.187
Insider aus Ingolstadt und Wolfsburg bezeichnen die Spekulationen als völlig haltlos.

00:01:40.745 --> 00:01:45.191
Da bereits VW- und Porsche-Aktien existieren, ergebe eine weitere Emission keinen Sinn.

00:01:45.702 --> 00:01:52.064
Audi ist bereits eine AG, gehört aber seit dem 16. November 2020 vollständig zu Volkswagen.

00:01:54.003 --> 00:01:58.125
Zu den Gerüchten um einen möglichen Audi-Börsengang äußerte sich auch Thomas

00:01:58.125 --> 00:02:01.535
Mellmann, Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre,

00:02:01.535 --> 00:02:06.316
Schutzfinanzierung und Banken an der Katholischen Universität Ingolstadt-Eichstätt.

00:02:06.902 --> 00:02:10.019
Er sieht in den Gerüchten einen Hinweis, dass Audi Geld brauche,

00:02:10.455 --> 00:02:13.102
bestätigt durch eine schwache Umsatzrendite.

00:02:13.537 --> 00:02:17.335
Einen Börsengang hält er derzeit für schwierig, da Automobilgeschäfte an der

00:02:17.335 --> 00:02:18.837
Börse wenig gefragt seien.

00:02:19.296 --> 00:02:23.829
Aktien seien zudem die teuerste Finanzierungsform. Gleichzeitig warnt Mählmann,

00:02:23.986 --> 00:02:28.779
wer Anteile frei handelbar macht, riskiert unerwünschte Anteilseigner zu gewinnen,

00:02:29.144 --> 00:02:31.205
im Extremfall sogar eine Übernahme.

00:02:33.103 --> 00:02:37.469
Im Audi 2-Prozess ist die Vernehmung des Zeugen Henning L. fortgesetzt worden.

00:02:37.927 --> 00:02:42.705
L. leitete damals die Abgasnachbehandlung Grundentwicklung, eine Unterabteilung

00:02:42.705 --> 00:02:44.377
unter der Leitung von Giovanni P.

00:02:44.696 --> 00:02:47.639
Und gilt als eine der Schlüsselfiguren des Dieselskandals.

00:02:48.156 --> 00:02:52.625
Er beschreibt, wie Softwaretricks dafür sorgten, dass Fahrzeuge auf dem Prüfstand

00:02:52.625 --> 00:02:55.429
weniger Schadstoffe ausstießen als im Alltagsbetrieb.

00:02:55.934 --> 00:02:59.609
Die Unternehmenskultur sei damals geprägt gewesen von einer klaren Devise.

00:02:59.789 --> 00:03:02.001
Chefs wollen Lösungen, keine Probleme.

00:03:02.262 --> 00:03:05.147
Diese Angst vor Fehlermeldungen habe die Krise vertieft.

00:03:06.999 --> 00:03:11.114
Im Audi-2-Prozess hat auch eine ehemalige Sekretärin ausgesagt.

00:03:11.538 --> 00:03:16.008
Cornelia S. bestätigte die ungewöhnliche Arbeitsweise ihres Chefs Richard B.

00:03:16.502 --> 00:03:19.921
Er ließ täglich E-Mails ausdrucken und kommentierte sie handschriftlich.

00:03:20.385 --> 00:03:25.525
An illegale Vorgänge erinnerte sie sich nicht. Den Begriff Defeat Device habe

00:03:25.525 --> 00:03:28.377
sie vor dem Aufkommen des Dieselskandals nie gehört.

00:03:28.795 --> 00:03:32.985
Die Verteidigung stellte zudem weitere Beweisanträge. Unter anderem soll der

00:03:32.985 --> 00:03:35.953
ehemalige Technikvorstand Oliver Hoffmann aussagen.

00:03:36.255 --> 00:03:38.182
Der Prozess pausiert bis Mitte Juli.

00:03:41.717 --> 00:03:46.396
Die Audi-Sommerkonzerte starten mit zwei kostenlosen Open-Air-Abenden im Klenzepark.

00:03:46.855 --> 00:03:51.591
Am 26. und 27. Juni, jeweils ab 20.30 Uhr.

00:03:51.986 --> 00:03:55.646
Am Freitag spielt die Audi-Bläser-Philharmonie unter der Leitung von Matthias

00:03:55.646 --> 00:04:00.026
Wehrwerke von Duke Ellington, Maurice Ravel und Earth, Wind und Fire.

00:04:00.473 --> 00:04:04.206
Solist ist der israelische Newcomer und Klarinettist Elad Navon.

00:04:04.600 --> 00:04:08.792
Am Samstag präsentiert das Baltic Sea Philharmonic unter Robert Trevino,

00:04:09.012 --> 00:04:12.379
Swan Lake Reimagined, auswendig und im Stehen.

00:04:12.664 --> 00:04:15.891
Solistin ist die zwölfjährige Cellistin Charlotte Melkonien.

00:04:18.219 --> 00:04:23.326
Das war das Audi Weekly für diese Woche. Diese Episode wurde vom Donaukurier erstellt.

00:04:23.558 --> 00:04:28.742
Zum Schluss ein kleiner Hinweis. Dieses Update wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt.

