Willkommen bei Blackbox, dem Sci-Crime-Podcast. Euch erwartet ein True-Crime-Podcast mit der Extra-Portion Psychologie. Ich bin Maxi. Und ich bin Babsi. Ihr habt euch schon immer gefragt, was Menschen dazu bringt.
Music.
Schreckliche Taten zu begehen? Dann seid ihr hier genau richtig. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Blackbox, dem Sci-Crime Podcast. Ich denke, ihr erinnert euch alle noch daran, dass wir in der letzten Folge schon angeteasert hatten, dass es eine Folge 2 geben wird zu BTK. Immerhin haben wir uns erst mit der Hälfte des Falls und der Hälfte der Informationen beschäftigt. Und was wir euch auch schon verraten hatten, war, dass wir heute zwei Gäste in unserem Podcast haben. Und wir freuen uns sehr, sehr doll, dass der Podcast Pollux mit Claudia und Maximilian heute zu Gast ist. Hello. Hallo. Herzlich willkommen. Ja, wir freuen uns. Danke, dass wir da sein dürfen. Und Maxi, auch an der Stelle nochmal wirklich herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit. Dankeschön. Oh ja. Schön, dass wir das jetzt einmal auch live quasi haben. Für diejenigen von euch, die es noch nicht wissen, Maxi hat geheiratet. Erst vor kurzem. Wo habe ich gespoilert? Ich hoffe nicht. Du hast gespoilert, aber ich finde es gar nicht schlecht. Es ist aber ja auch erst letzte Woche gewesen, von daher so viele Möglichkeiten zum sonstigen Spoilern hatten wir nicht und ich finde, das passt hier gut rein.
Doch, ja. In so einem BTK-Fall. Wenn ich jetzt sowieso gerade schon am Sprechen bin. Liebe Hörer, liebe Claudi, lieber Max, wenn bei mir im Hintergrund ein bisschen Bällen zu hören ist, dann liegt das daran, dass bei mir oben gerade ein halber Hundetreff stattfindet. Und wenn die sich da irgendwie lautstark unterhalten, könnte es sein, dass man es hört. Ich entschuldige mich jetzt schon an dieser Stelle und hoffe. Das klingt aber, als wäre ich da gern dabei. Die haben bestimmt eine tolle Zeit, es gibt ganz viel Spielzeug. Ja, was? Naja. Aber ich finde es mit dem Verheiraten auch ganz gut. Es passt sehr gut zu BTK. Seine Frau ist wohl eine der ignorantesten Frauen aller Serienkiller. Also die hat wirklich drei Augen zumachen müssen, damit es so weit hat kommen können, wie es gekommen ist. In diesem Sinne, ja, viel Spaß mit der Ehe. Da kann man auch nach 30 Jahren noch Überraschungen erleben. Das ist ein super Zusammenhang, super oben jetzt dafür. Nehme ich mit. Hat dein Mann irgendwelche Räume, in die du nicht rein darfst? Oder du hast ständig Probleme mit dem Auto und kommst zu spät? Ist mir jetzt noch nicht aufgefallen. Sollte sich diese Veränderung ergeben, dann werde ich alarmiert sein und mir den Fall wahrscheinlich dann nochmal durchlesen. Auch wenn du übertrieben oft Unterwäsche nachkaufen musst, wird es gefährlich. Oder irgendwie ganz viel Unterwäsche finde, die gar nicht meines oder die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Auch schlecht, ja. Das ist grundsätzlich ein schlechtes Zeichen in der Ehe, Unterwäsche zu finden, die einem nicht gehört.
Vor kurzem hat mir ein Date erzählt, dass ein Typ nach dem Date einfach ihr Höschen geklaut hat. What? Und der hat dann nicht nur, also sie hat es erst nicht... Sie war sich erst nicht sicher, aber dann hat er angefangen auch so zu suchen. Und sie hat gesagt, er hat dann so beim Suchen so geholfen und da wusste sie dann, dass er es hat halt so. Wieso? Hat er so obvious gesucht? Das ist so ein Ding, Claudia, das kennst du nicht. Das ist so eine Menschenkenntnis. Da kriegt man so ein Gefühl, wenn man sieht, wie Leute sich verhalten. Dann denkt man so, irgendwie ist das jetzt komisch. Also er hat awkward gesucht. Captain Orbeez beim Suchen so, oh, vielleicht ist es da und so. Und sie so, ah, der hat einfach jetzt mal nichts hingeklaut. Aber das finde ich unangenehm. Ist es auch, ja. Das habe ich schon mal von einer Freundin gehört. Ich glaube, sowas passiert öfter, als wir denken, Leute. Das passiert öfter, klar. Männer sind, ja, wir hören heute einen ganz besonderen Mann. Ja, jetzt sind wir ja quasi schon beim Thema. Das war ein toller Übergang.
Jawollo. Ja, ich freue mich sehr, dass wir uns heute zusammen damit beschäftigen, denn ihr beide beschäftigt euch in eurem Podcast ja auch ganz viel mit True Crime und super spannenden Themen, insbesondere mit deiner Vergangenheit, Max, wo du ja ganz andere Insights nochmal liefern kannst und auch eine ganz andere Perspektive liefern kannst. Auch Crossdresser, Unterwäschedieb, alles, komplette Programm, bin das überall. Wollte ich gerade sagen, ich würde euch vorschlagen, hört da einfach mal rein, falls ihr es nicht schon getan habt, es lohnt sich. Der Cross-Presser-Podcast. Die pikante Details. Das ist eine Idee für das Bin-Off, würde ich sagen, Claudi. Auf jeden, ja. Auf jeden, ey. Ich schreibe mit. Claudi macht sich ein Schnurrbart dran und ich ziehe die um. Du wolltest doch schon mal meinen Body anziehen, fällt mir gerade ein. Vielleicht war das schon mal so ein erster Hinweis. Bitte, wann war das denn? Was war das denn gewesen? In welchem Zusammenhang? Kannst du mir das nochmal kurz... Bei uns auf der Arbeit. Einfach so habe ich mir gedacht, den will ich jetzt antun. Ich weiß nicht, eins von beidem. Okay, die ganze Geschichte ist ein bisschen schwammig. Ich möchte es jetzt irgendwie hören, aber ich glaube, das ist ein Zeitpunkt für vielleicht mal einen Kaffee oder einen Vino. Ich denke auch.
Wir beschäftigen uns heute ja mit dem zweiten Teil vom BTK-Killer. Das heißt, haben wir letztes Mal auch schon angekündigt, wir beschäftigen uns heute mit den psychiatrischen beziehungsweise psychologischen Diagnosen und ich bin mir sehr, sehr sicher, dass wir sehr, sehr viele Dinge zu diskutieren haben werden. Ich bin super gespannt auf eure beiden Insights und Gedanken dazu und eure Perspektive dazu. Und ich würde vorschlagen, anstatt dass wir jetzt noch ewig lange weiter drum rum reden, starten wir direkt mit dem zweiten Teil des BTK-Killers.
Nach dem Mord an Nancy Fox verstummen die Spuren von BTK. Das hat verschiedene Gründe. Unter anderem wird 1978 Raiders Tochter geboren. Zusammen mit dem bereits 1975 geborenen Sohn wirkt das Familienglück vollkommen. Er spielt die Rolle des fürsorglichen Vaters, der sich kümmert, Ausflüge macht und stolz seinen Nachwuchs präsentiert.
1979 beendet er sein Studium an der Wichita State University im Bereich Rechtspflege. Ein weiterer Schritt, der seine bürgerliche Fassade untermauert. Auch in der Freizeit präsentiert er sich als engagierter Familienmensch. Er übernimmt ehrenamtlich die Rolle eines Pfadfinderführers, organisiert Ausflüge und fährt mit Kindern in Pfadfindercamps. Doch im Inneren bleibt der Drang bestehen. Er führt Tagebücher, malt Szenen seiner Verbrechen und inszeniert sich selbst in bizarren Selbstportraits. Mit einem Stativ und Selbstauslöser fotografiert er sich selbst. Gefesselt, geknebelt, manchmal auf Kopf, manchmal mit Stricken am Hals. Gekleidet in Unterwäsche seiner Frau oder in Kleidung, die er aus den Häusern seiner Opfer entwendet hat. In diesen Momenten schlüpft er in die Rolle seiner Opfer und imaginiert, wie es für sie gewesen sein muss, in den letzten Sekunden ihres Lebens.
Auf Geschäftsreisen, wenn er alleine in Motels übernachtet, veranstaltet er, wie er es nennt, Motel-Partys. Er kleidet sich in Frauenwäsche, fesselt sich, experimentiert mit Strangulation. Immer an der Grenze zur Selbstgefährdung, um seine Erregung zu steigern.
Zeitschriftenbilder von Models schneidet er aus, gibt ihnen Namen und behandelt sie wie Begleiterin. Tagsüber auf dem Beifahrersitz seines Wagens, nachts mit in die Dusche, wo er mit Blick auf die Gesichter der fremden Frauen masturbiert. Nach sieben Jahren Pause wird nach einem flüchtigen Gedanken und einer scheinbar harmlosen Begegnung mit einer Nachbarin ein neues Projekt. Marine Hedge, 53 Jahre, ist das Project Kuki. Während eines mehrtägigen Pfadfinderlagers, bei dem er als Führer mit den Kindern unterwegs ist, nutzt er die Gelegenheit. Als die Kinder nachts schlafen, verlässt er das Lager, fährt nach Park City und steigt in das Haus von Marine Hedge ein. Doch sie ist nicht zu Hause. Als Raider schon wieder gehen will, hört er ein Auto, hört Türen schlagen. Schnell versteckt er sich im Schlafzimmer im Schrank. Marine kommt nach Hause, mit ihr ein Mann. Er bleibt ca. eineinhalb Stunden, dann verabschiedet er sich. Und Marine Hedge begibt sich ins Bett. Dann tritt Raider aus dem Schrank hervor, er drosselt sie mit seinen Händen. Ruhig und methodisch.
Anschließend bringt er die Leiche in den Keller seiner Kirche, für die er als Vorstandsmitglied den Schlüssel hat. Dort arrangiert er den Körper in verschiedenen Posen, macht Polaroid-Fotos, um diesen Moment für immer festzuhalten. Bei Tagesanbruch reinigt er alles, löscht das Licht, versteckt die Leiche im Kofferraum und entsorgt sie später an einem abgelegenen Ort. Am 16. September 1986 wird Vicky Wiegerle, 28, zu seinem nächsten Projekt. Er beobachtet sie zufällig, als sie ihr Haus verlässt und gibt sich als Telefontechniker aus. Er klingelt, verschafft sich Zugang durch den Vorwand, ihre Telefonanlage überprüfen zu müssen. Vicky ist misstrauisch, hat sie doch keinen Telefontechniker beauftragt. Sie kündigt an, dass ihr Mann bald nach Hause kommen werde und behält den fremden Techniker im Auge. Doch sie muss sich auch um ihr Baby kümmern, das auf dem Boden des Wohnzimmers sitzt und friedlich spielt, Als sie sich ihrem Kind zuwendet, greift er an Er bringt sie ins Schlafzimmer, fesselt und erdrosselt sie Dann platziert er ihren Leichnam unter dem Bett.
Später findet ihr Ehemann das Baby unbegleitet im Wohnzimmer und entdeckt kurz darauf seine Frau Die tot unter dem Bett liegt, die Schlinge noch um den Hals Am 19. Januar 1991 nutzt Rader erneut ein Pfadfinderlager als Alibi, um dem Project Dogside nachzugehen. Dolores Davis ist das nächste Ziel seiner Begierde. Wieder entfernt er sich in der Nacht, während die Kinder, für die er die Aufsichtspflicht trägt, tief und fest schlafen. Gegen 23 Uhr wirft er die Scheibe von Dolores Davis' Terrassentür mit einem Betonklotz ein.
Als sie vollkommen aufgelöst herbeistürzt, um zu sehen, was in ihrem Haus gerade passiert ist, stellt er sich als Flüchtiger vor der Polizei vor. Er brauche ihr Auto und werde sie fesseln, damit sie erst später die Polizei rufen könne. Mehr werde er ihr nicht antun. Eine dreiste Lüge. Er fesselt sie, er drosselt sie dann mit ihrer eigenen Strumpfhose, inszeniert ihre Leiche unter einer Brücke erneut in verschiedenen Positionen und fotografiert sie. Dann lässt er ihren Körper unter der Brücke liegen. Nach dem Mord an Dolores Davis im Jahr 1991 wird es still um BTK. In der Öffentlichkeit scheint er verschwunden, fast vergessen. Dennis Rader hingegen lebt sein Leben weiter. Und das sehr erfolgreich in seiner Rolle als Familienvater. Er geht mit seinem Sohn angeln, begleitet seine Tochter durch Schulabschluss und feiert ihre Hochzeit, nimmt an Familienfeiern teil, arbeitet in der Gemeinde, in der Kirche, bei den Pfadfindern. Er ist ganz der verlässliche, bürgerliche Mann von nebenan. Innerlich bleibt jedoch die Obsession. 30 Jahre nach den Otero-Morden, Anfang 2004, stößt er auf Berichte, dass ein Anwalt ein Buch über BTK und seine sieben Opfer schreiben will.
Raider ärgert sich. Er weiß als Einziger, dass BTK zehn Menschen auf dem Gewissen hat. Wenn seine Geschichte erzählt wird, dann richtig. Auf seine Art. So erhält der Wichita Eagle im März 2004 einen Umschlag. Darin ein Brief, ein Bild von einer ermordeten Frau und der Führerschein von Ricky Vigaler, die 1986 getötet wurde.
Bis zu diesem Zeitpunkt war ihr Mord nie offiziell BTK zugeordnet worden. Mit diesem Fund ist klar, BTK lebt und er beansprucht auch Vicky als Opfer. Wichita gerät erneut in Panik. Polizei und FBI stellen sofort eine Taskforce auf. Ermittlungsleiter ist Detective Ken Landwehr. Das Ziel, den Täter in Kontakt halten, seine Eitelkeit ausnutzen, ihn reden lassen. So lange, bis er sich verrät. Dazu nutzen sie die offiziellen Pressekonferenzen, von denen sie sich sicher sind, dass BTK sie verfolgt. Ihr Plan geht auf. Im Mai 2004 erreicht CakeTV ein weiterer Brief von BTK. Überschrift The BTK Story. Darin enthalten ein Leitfaden, wie über ihn berichtet werden soll. Er schlägt Kapiteltitel vor wie A Serial Killer Is Born, Fetisch, Fantasy World und als letztes Kapitel Will There Be More. Werden da mehr sein. Im Sommer 2004 erscheinen weitere Rätsel und Briefe. In einem Wortsuchrätsel, das im Mai bei Cake eingeht, versteckt er sogar verschlüsselt seine Adresse. Doch die Ermittler übersehen den Hinweis.
Am 8. Januar 2005 meldet er sich erneut. Dieses Mal gibt er einen Hinweis auf eine Müsli-Schachtel, die er auf dem Parkplatz eines Home-Depot-Markts deponiert habe.
Gefunden wird sie schlussendlich im Auto eines Mitarbeiters, der der Schachtel zu Beginn keine Bedeutung zumisst. Sie verliert sowieso an Bedeutung, als klar wird, dass BTK den ersten großen Fehler gemacht hat. Er wurde von den Sicherheitskameras des Parkplatzes aufgezeichnet. Zwar ist die Aufnahme unscharf, doch die Ermittler erkennen einen Mann, der die Schachtel im Auto des Mitarbeiters deponiert und erkennen das Modell und die Farbe des Autos, in das er kurz darauf wieder einsteigt. Nach Jahrzehnten der Jagd ist es am Ende Raiders eigene Eitelkeit, die ihm das Genick bricht. Er hat längst das Gefühl, mit der Polizei per Du zu sein, wie in einem Spiel, an dem beide Seiten gleichermaßen Freude haben. In einem seiner Briefe fragt er direkt, ob es möglich sei, künftig über Disketten zu kommunizieren und ob diese zurückverfolgbar seien. Er bittet die Ermittler ausdrücklich um Ehrlichkeit. Bitte sagt mir die Wahrheit. Ich will euch vertrauen. Sollte eine Kommunikation über das Kette möglich sein, sollten Sie einfach eine Anzeige in der Lokalzeitung schalten mit den Worten Rex, it will be okay. Die Polizei erkennt ihre Chance. Über die Anzeige in der Lokalzeitung lassen Sie ihm die Botschaft zukommen.
Sie signalisieren, dass Disketten sicher seien. Eine bewusste Lüge. Doch Raider vertraut darauf. Kurz darauf landet eine 1,4 MB Floppy-Diskette bei der Redaktion von CakeTV. Es ist eine Probediskette. Für Raider scheinbar harmlos, für die Ermittler ein Volltreffer. In den Metadaten finden sie den Hinweis auf die Christ Lutheran Church in Park City und den Namen Dennis Rader, Präsident des Kirchenrats.
Zum ersten Mal haben sie eine konkrete Spur. Um absolute Sicherheit zu bekommen, gehen die Ermittler aber vorsichtig vor. Die DNA-Spuren von BTKs alten Taten sind konserviert, mittlerweile können sie diese analysieren und mit Radars DNA vergleichen. Doch wie vergleicht man sie, ohne den Verdächtigen zu verschrecken? Über die Kansas State University erfahren die Ermittler, dass von Radars Tochter eine DNA-Probe aus einem medizinischen Routineverfahren vorliegt. Mit Gerichtsbeschluss beschaffen sie sich das Material. Ein Pappabstrich. Das Laborergebnis ist eindeutig. Die Probe stammt von einem direkten Nachkommen des BTK-Killers. Damit ist klar, Dennis Rader ist BTK. Am 25. Februar 2005 schlagen die Ermittler zu. Rader wird aus seinem Wagen heraus festgenommen. Er wirkt überrascht, aber nicht hysterisch. Eher enttäuscht. Enttäuscht darüber, dass die Polizei ihn belogen hat. Er hat geglaubt, man spiele fair. Zur gleichen Zeit steht in Park City die Polizei vor seinem Haus und klingelt. Nun fällt das Kartenhaus zusammen. Paula und die Kinder erfahren, wer ihr Ehemann und Vater in Wirklichkeit ist.
Für sie bricht an diesem Tag eine Welt zusammen. In den polizeilichen Verhören gesteht Rader schnell. Er gibt zu, BTK zu sein und weist die Ermittler auf Beweisstücke in seinem Haus hin. Geheime Verstecke voller Andenken an seine Opfer, Zeichnungen, Notizen, Unterlagen. Auch von weiteren Verstecken außerhalb des Hauses berichtet er. Am 27. Juni 2005 steht Dennis Rader im Gerichtssaal und bekennt sich in allen zehn Mordfällen schuldig. Damit erspart er sich einen langen Prozess, doch es folgt ein monatelanges Ring um Aufarbeitung, Einordnung und Strafe. Gutachter werden bestellt und Raiders Vergangenheit wird genauestens betrachtet. In den Akten entsteht das Bild eines Mannes, dessen dunkle Seiten nicht erst mit den Morden begangen, sondern schon in der Kindheit wurzelten. Dennis Lynn Rader, geboren am 9. März 1945 in Pittsburgh, Kansas, wuchs als Ältester von vier Söhnen in Wichita auf. Die Eltern, William und Dorothea, galten als fleißig und respektabel, engagiert in der lutherischen Kirche, streng, aber nicht grausam. Doch Rader fühlte sich häufig vernachlässigt, besonders von seiner Mutter.
Einen Schlüsselmoment, als ihr Ring sich in einer Couchfeder verfing und sie panisch versuchte, ihre Hand zu befreien, verspürte der junge Dennis Erregung dabei, sie so hilflos und verängstigt zu sehen.
Psychologen wie Catherine Ramsland sehen in diesem Vorfall den Keim seiner späteren sadistischen Fantasien. Schon in der Jugend zeigte sich, dass sich in ihm etwas Düsteres entwickelte. Mitschüler beschrieben ihn als still, unauffällig, humorlos. In den Boy Scouts lernte er das Knotenknüpfen, ein Wissen, das er Jahrzehnte später in grausamer Weise missbrauchen sollte. Gleichzeitig quälte er Tiere. Er hängte Hunde und Katzen ohne Mitgefühl, dafür mit sadistischer Neugier. Mit Beginn der Pubertät lebte er heimlich Fetische aus. Voyeurismus, das Sammeln von Frauenunterwäsche, autoerotische Würgespiele, das Verkleiden in Damenkleidung. Materialien für seine Fantasien von gefesselten, wehrlosen Frauen entnahm er aus Zeitschriften, schnitt dort Bilder aus und inszenierte mentale Filme, in denen er die Regie führte. Nach dem Schulabstoß versuchte er sich am College, brach ab, trat in die Air Force ein. Vier Jahre diente er dort, lernte Disziplin und Technik. Auch hier lebte er seine Neigungen im Verborgenen aus, sperrte Frauen aus, stahl Unterwäsche.
1971 heiratete er Paula Dietz. Sie gründeten in Park City eine Familie. Für sie war er der zuverlässige, liebevolle Ehemann, für die Nachbarschaft der stille Mann von nebenan. Doch während er tagsüber studierte und als Mechaniker arbeitete, vertiefte er nachts seine Gewaltfantasien. Als er 1973 seine damalige Anstellung verlor, brach in ihm ein Damm. Ohne Beschäftigung steigerten sich die Tagträume von Entführungen in Morde. Immer öfter sprach er in seinen Notizen davon, dass diese Fantasien wie ein Film seien, in dem er Regie führen müsse, koste es, was es wolle. Ein innerer Entschluss reifte, den Schritt aus der Fantasie in die Realität zu gehen. Ein psychiatrisches Gutachten, erstellt von Dr. Robert Mendoza, diagnostiziert bei Raider eine narzisstische, eine zwanghafte und eine antisoziale Persönlichkeitsstörung. Er habe ein grandioses Selbstbild, strebe nach Bewunderung, benötige absolute Kontrolle und zeige völlige Empathielosigkeit. Auf der Psychopathie-Checkliste erhält er 32 von 40 Punkten. Ein Wert, der ihn in die Nähe anderer berüchtigter Serienmörder wie Jeffrey Dahmer oder Ted Bundy rückt.
Am 18. August 2005, während der Urteilsverkündung, treten die Angehörigen der Opfer vor das Gericht. Es sind Momente, die den sonst so kühlen Raum mit rohen Emotionen füllen. Mit bebender Stimme spricht Charlie Otero, der 1974 seine Eltern und Geschwister durch Raider verloren hat. Es war, als hätte man mir die Brust aufgerissen und mein Herz herausgerissen.
Andere Hinterbliebene berichten von lebenslangem Schmerz, Davon, dass der Verlust kein Ereignis, sondern ein permanenter Zustand ist, mit dem sie jeden Tag leben müssen. Raider selbst meldet sich ebenfalls zu Wort. In einer über 30 Minuten langen Ansprache entschuldigt er sich bei den Familien, bedankt sich bei seiner eigenen Familie und versucht, Erklärungen für seine Taten zu finden. Doch seine Worte schwanken zwischen Reue und Selbstinszenierung. Beobachter beschreiben seine Rede später als eine Art Oscar-Rede, zu sehr geprägt von der Selbstwahrnehmung eines Mannes, der noch im Gerichtssaal die Kontrolle behalten will. Am Ende spricht der Richter das Urteil. Zehn aufeinanderfolgende lebenslange Freiheitsstrafen. Insgesamt mindestens 175 Jahre Haft, ohne Aussicht auf Bewährung. Für Richita endet damit ein Albtraum, der mehr als drei Jahrzehnte angedauert hat. Doch für die Familien bleibt der Schmerz bestehen. Die Stimmen, die an diesem Tag im Gerichtssaal erklangen, machen deutlich. BTK sitzt zwar im Gefängnis, aber die Wunden, die er hinterlassen hat, bleiben offen. Ein stiller, lebenslanger Schatten.
Jo, er lebt auch noch. Der ist natürlich auch extrem unangenehm, finde ich, immer, wenn wir mit Tätern zu tun haben, die jetzt noch im Leben sind. Also der sitzt und he's doing fine. Also ihm geht's gut im Knast, das ist extrem unangenehm. Ja, ich hab, das hab ich in der letzten Folge schon so ein bisschen berichtet, dass ich auch vieles aus dem Fall aus dieser einen Doku habe und da sind Telefonate mitgeschnitten zwischen einer Psychologin, zwischen einer forensischen Psychologin und BTK. Also sind da auch Zitate von ihm und wie du sagst, ihm geht's, ich finde auch, er hat sich angehört, als ob's ihm echt gut geht. Er ist da, er kriegt Aufmerksamkeit dadurch, dass natürlich Dokumentationen gemacht werden, was ja genau das ist, was ihn da glücklich macht, was er seiner Sicht aus braucht. Von daher kann ich dir da nur zustimmen.
Man hat den Eindruck, es geht ihm gut. Darüber habe ich auch gerade nachgedacht. Das ist so hart. Ja, eigentlich, dass wir eigentlich jetzt genau irgendwie sein Muster füttern damit. Ich habe es auch gerade gedacht, dass wir diese Folge eigentlich, eigentlich müssten wir das komplett anonym machen und den Killer anders nennen als BTK und eigentlich auch seinen Namen komplett anders, also seinen anderen Namen benutzen. Es ist ganz witzig, dass ihr jetzt uns geholt habt, weil ich habe den eigentlich vorgehabt, ins Buch reinzunehmen und habe mich dann dagegen entschieden. Aber ich habe ja andere solche Leute in dem Buch und wir haben uns entschieden, keinen einzigen mit dem Namen in die Überschrift zu nehmen, zumindest nicht.
Das ist auf der einen Seite es ist ja eigentlich kein, also es ist kein, marketingtechnisch, es ist eine schlechte Entscheidung so weil die Leute wollen ja diese Namen lesen, aber ich habe mich dagegen entschieden, auch wegen unter anderem noch lebenden Tätern wie Anders Breivik, ich habe Magnus Gäfgen drin, der in Frankfurt sitzt, der das Buch lesen wird so und ich will einfach nicht, dass der Name der Leute, in der Überschrift vorkommt und das ist aber jetzt speziell bei BTK auch so. Das ist speziell bei diesen Tätern, die die narzisstische Persönlichkeitsstörung auch diagnostiziert bekommen haben. Und mehr konnten wir aber im Buch auch nicht machen, weil ich bin kein Fan vom kompletten Anonymisieren. Das ist dann wieder so, dann brauche ich mir nicht die Mühe machen, das alles zu recherchieren und irgendwie der ganzen Sache gerecht werden zu wollen. Dann kann ich auch auf irgendwas schreiben. Aber ich wollte es dann nicht in der Überschrift haben. Aber mehr konnten wir auch nicht machen. Also das ist tatsächlich eins der Probleme. Ich habe einen Umgang damit gefunden, wenn es euch interessiert. Wir haben Menschen, die gefüttert werden durch Aufmerksamkeit, die versuchen, sich über eine Projektion, die sie selbst erschaffen.
Der Welt zu präsentieren und darüber sicher auch selbst wahrnehmen. Anders fällt es ihnen so sehr schwer. Und das Einzige, was wir eigentlich als Content Creator tun können, wenn wir dann über diese Menschen reden, ist, eben nicht die Projektion zu verwenden, die sie uns zeigen wollen. Heißt, er ist nicht BTK. Er ist nicht BTK. Wisst ihr, dass sein zweiter Name Lin war? So, das ist er. Und darum geht es. Wir müssen ihn entzaubern. Wir dürfen ihnen nicht die Namen geben, die sie sich selbst aussuchen. Übrigens, er hat damals eine Liste mit zehn verschiedenen Namen geschickt. Eine davon war auch der Serial-Killer-Phantom oder so. Also er ist auch wirklich ganz schlechter Dude. Und darum geht es. Entzaubern wir ihn. Kommt, zeigen wir ihn nackt. Machen wir es so, dass er sich unwohl fühlen wird damit. Witzig, dass du das gerade so ansprichst, weil das ja tatsächlich ein Teil von unserem Podcast ist, bei dem wir uns genau damit beschäftigen, hinter die Fassade zu gucken, hinter das, was jemand zeigen will, der sagt, hey, ich bin groß, ich bin grausam, ich bin brutal und super mächtig. Und von daher finde ich das ein sehr, sehr cooles Stichwort, um tatsächlich auch mal so ein bisschen zu gucken, was hat er denn für Diagnosen bekommen und wo könnte das denn vielleicht herkommen und was bedeutet das für ihn als Person, um mal wegzukommen von dem Phantom-BTK.
Und konkreter dahin zu gehen, was hat er denn für Diagnosen, was steht dahinter und warum glaubt er denn, dass er so faszinierend und so beeindruckend ist. Und ich finde es voll spannend, dass du ihn in deinem Buch vorstellen wolltest. Ich würde da gerne mal ganz kurz drauf eingehen. Dein Buch Gefährliches Ego, wenn Narzissmus tödlich endet, kommt ja zum aktuellen Stand, ist es noch in der Zukunft, aber wenn diese Folge draußen sein wird, wird es einige Tage, ein paar Tage in der Vergangenheit liegen. Das kommt am 10.09.
2025 raus. Heutzu können wir es schon vorbestellen Und wenn diese Folge dann draußen ist, könnt ihr es bestellen und es ist bestimmt in ein, zwei Tagen dann da. Wir sind super gespannt, da die ganzen Einordnungen zu lesen. Wenn du BTK damit reinnehmen wolltest, dann nehme ich an, dass du ja da auch total viel weißt über ihn, total viel dir Gedanken gemacht hast. Von daher passt es perfekt heute zu der Folge, dass du da auch deine Gedanken mit einfließen kannst, als jemand, der sich ja total viel mit Narzissmus beschäftigt hat, mit ihm beschäftigt hat, mit anderen Tätern beschäftigt hat und als jemand, der ja auch selbst die Diagnose erhalten hat. Yes. Sehr cool. Wenn wir jetzt die Diagnosen anschauen, vielleicht einen Satz noch zu dem, wie geht man mit so jemandem um. Ihr habt ja im letzten Satz eigentlich gehabt, dass er am Ende diese Rede gehalten hat, die viele als eine Art Oscar-Rede empfunden haben. Wusstest du dir, dass die Angehörigen kollektiv in dem Moment, wo er nach vorne gegangen ist, wo er das Papier rausgenommen hat, wo er angefangen hat zu sprechen, sind die Angehörigen kollektiv aufgestanden und rausgegangen aus dem Gerichtssaal? Alle rausgegangen. Keiner hat sich diese Rede angehört, die er gegeben hat von den Leuten, die.
Deren Freunde, Kinder, Töchter ermordet wurden. Und das war das erste noch, wie du den Typen irgendwie kriegen kannst. Weil er braucht natürlich auch die Audience. Und das war von den Angehörigen damals eine ganz wunderbare Aktion, die abgesprochen wurde davor. Wenn wir die Diagnosen anschauen, die er hat, dann sehen wir auch wieder dieses Problem mit dem Narzissmus, dass der Narzissmus jetzt so dominant ist, aber dass er natürlich noch ganz andere von den klassischen Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen irgendwie im Betto hat. Er hat einen bunten Strauß, hat er sich da ja zusammengepflückt. Also als feste Diagnosen ist ja neben der narzisstischen Persönlichkeitsstörung die antisoziale Persönlichkeitsstörung, er hat ja auch auf dem... Surprise, surprise. Surprise, surprise. Er hat ja auch auf dem Psychopathie-Test 32 von 40 Punkten erreicht. Das ist wirklich, wirklich sehr hoch. Ich glaube, der Cut-Off-Wert ist lange her. Ich habe vier Punkte. Claudia hat vier.
Es ist lange her, dass ich den benutze, aber ich glaube, ich war bei sechs oder so. Also auch nicht wirklich viel. Komm, wenn wir schon dabei sind, habt ihr ihn schon mal gemacht? Max sagt sein nicht. Die meisten Menschen sind unter zehn. Also ich habe mal gehört, dass tatsächlich sogar sechs so der, also das ist der häufigste Wert. Claudia, kannst du dir auf die Schulter klopfen? Ein bisschen unterdurchschnittlich, was das angeht. Ja, Max verrät es nicht. Der zieht das immer wie so ein Cliffhanger durch all unsere Staffeln. Ja, ich kann es ja am Ende der Folge mal sagen so. Wenn ihr mich noch mal erinnert. Also ich finde jetzt 32 bei BTK nicht übertrieben hoch, ehrlich gesagt.
Gibt es denn Menschen, die wirklich 40 haben oder ist das fast schon super, super selten? Also es gibt... Peter Lundin zum Beispiel. Genau, der hat ja glaube ich 38 oder 39 erreicht. Der hat jetzt nicht die 40 geknackt, aber 38, 39. Also wir haben schon wirklich Menschen, die sehr hoch scoren. Der Cut-Off-Wert, es ist schon lange, dass ich diesen Test in der Klinik angewendet habe, aber ich meine, der Cut-Off-Wert liegt bei 25. Also ab 25 wäre es berechtigt, quasi in Richtung diese Diagnose zu gehen. Von daher ist BTK da schon deutlich drüber. Und gleichzeitig, stelle ich dir voll zu, Max, hätte man denken können, ja, ist vielleicht sogar noch ein bisschen höher. Aber darüber können wir vielleicht auch gleich noch ein bisschen quatschen. Ich muss dazu sagen, dass wir ja mindestens noch eine dritte Diagnose haben, die für mich so ein bisschen erklärt, warum man denkt, dass der Herrskörder quasi Höherscort es aber nicht tut. Und zwar die zwanghafte Persönlichkeitsstörung. Weil ich habe das in der letzten Folge schon angesprochen, dass es mich total erschreckt hat, wie...
Diszipliniert ist das falsche Wort, aber wie entschlossen er diese Taten begangen hat. Er hat bei einem der Opfer ja, ist sein Vorhaben überhaupt nicht so gelaufen, wie er sich das vorgestellt hat.
Und da kommt sein Opfer quasi vom Einkaufen mit dem Bruder nach Hause und das Ganze läuft völlig aus dem Ruder und er konnte quasi sein Ritual von Fesseln, Foltern und Töten gar nicht so durchführen und er hat trotzdem versucht, beide anwesenden Personen umzubringen, obwohl er selber in seiner Fantasie davon überhaupt nicht profitiert hat und ich fand es total schockierend zu sehen, dass er beispielsweise ja auch bei Nancy, die versucht hat, mit ihm eine Beziehung aufzubauen und sich mit ihm zu unterhalten und mit ihm zu sprechen, dass er mit ihr gesprochen hat und die noch eine Zigarette zusammengeraucht haben und er dann nur gesagt hat, ja, aber jetzt müssen wir dann auch weitermachen. Und das wirkt, finde ich, so eiskalt und so empathielos. Und das ist er sicherlich auch. Und das hat bei mir dazu geführt, dass ich dachte, boah, der muss auf der Skala so hochscoren. Und ich glaube aber, dass diese zwanghaften Persönlichkeitsaspekte, die er hat, das erklären können und auch erklären, warum man denkt, dass er so viel höher scoren musste, es aber nicht tut, weil der Grund, dass er das durchzieht, nicht nur antisozialer Natur ist, sondern auch zwanghafter Natur. Ja, und lass uns nicht den Sadismus vergessen. Oh ja. Er ist ein klassischer Sadist. Ja. Also für ihn ist auch dieses Hinauszögern und eine Zigarette rauchen lassen, in dem Wissen, dass sie die Zigarette nicht genießt, sondern dass sie jetzt versucht, Zeit zu schinden, ist auch Teil seines Modus Soperandi.
Was mir auch wichtig ist, ja, er ist zwanghaft, ja, er ist einer dieser Täter, die gerne das Militärisch am liebsten planen würden. Er hat ja auch Erfahrungen im Militär. Und er nennt es ja auch Projekte. Er sagt ja, project this, project this. Und er beobachtet die Opfer. Also er ist.
Die Beobachtung des Stalking, was ja ein klassisches Stalker-Verhalten ist. Also er ist ein Peeping Tom, hat auch ja so irgendwann mal angefangen. Frauen zu beobachten. Und dieses Stalking ist Teil, Er ist Teil des Prozesses. Für ihn beginnt es dann bereits. Und wenn wir von dem her auf seine Taten gucken, da haben wir eine ganz tolle Möglichkeit, ihm eine reinzubürgen. Denn da ist eigentlich, ich glaube, nur eine Tat ideal gelaufen. Alle anderen waren nicht so, wie er sie geplant hat. Also er hat immer wieder Fehler gemacht.
Er ist wirklich, er ist nicht gut er ist nicht mal wirklich gut in dem worin er.
Der Goat sein will, sogar da ist es einfach, er ist ein Kind seiner Zeit, den hätten sie heute nach 5 Minuten erwischt er wäre auch so oder so erwischt worden weil er hat überall DNA-Spuren hinterlassen er ist auch da nicht gut drin und das weiß er auch. Ich hätte nur mal eine Frage an euch alle vielleicht, aber ich, also das ist auch eine Sache, über die ich gestolpert bin beim Hören gerade, dass ich dachte so krass, dass eigentlich nie was gelaufen ist, wie er sich das vorgestellt hat, außer das eine Mal, aber dass er auch so, und da würde ich gerne wissen, ist das dieses zwanghafte Verhalten, dass er ja eigentlich, so wie ich, Einkaufszettel irgendwie habe, hat er ja anscheinend diese Listen, wo er dann weiß, ah, okay, hier bei der Frau, da klappt's grad nicht, die ist nicht zu Hause, aber ich weiß ja, die nächste Frau, die ich auch noch auf dem Schirm habe, die wohnt zwei Straßen weiter, dann geh ich doch mal da hin. Ist das auch dieses Zwanghafte oder kommt das von seiner, keine Ahnung, Planung vom Militär? Also was steckt da denn dahinter? Also ehrlicherweise Wahrscheinlich war mein erster Gedanke schon auch in der letzten Folge so ein bisschen, also da haben wir ganz viel drüber gesprochen über das Thema Kontrolle und Kontrollbedürfnis und dass es ihm natürlich zum einen sehr viel Kontrolle, subjektiv empfundene Kontrolle gibt, wenn er sagen kann, wenn die nicht da ist, gehe ich da hin, wenn die nicht da ist, gehe ich da hin, dass er quasi alles schon vorgeplant hat. Ich denke schon, dass es zwanghafte Elemente hat, weil er ja sehr, sehr ordentlich gewesen ist im Dokumentieren, im Sammeln, im Tatplanen. Wie so ein Buchhalter. Genau.
Und ich glaube, ehrlich gesagt, dass ihm das... Auch die Möglichkeit gegeben hat, seine zukünftigen Opfer noch mehr zu entmenschlichen.
Indem er eine ganze Liste von denen hatte und sich quasi nicht auf eine Person festgelegt hat, sondern wie so ein Projektplan. Und wenn das jetzt nicht funktioniert, dann mache ich halt mein anderes Projekt. Und wenn das nicht funktioniert, mache ich das andere Projekt, um sich selber quasi auch davon zu distanzieren, dass das Menschen sind. Und er hat natürlich dicke Eier.
Also er wird irgendwas tun müssen. Also er wird irgendwas tun müssen. Über Dennis Rader ist auch, Dennis Rader fand ich immer so, ich will den Lynn nennen. Dennis Rader ist so ein cooler Name. Finde ich auch. Ich finde, Dennis Rader klingt wie so ein heftiger CIA-Agent oder so. Klingt wie ein cooler Dude am Essen. Wie so ein Rennfahrer, finde ich. Dennis Lynn Rader. Ja, wir können ja einfach den ganzen Namen sagen eben. Vor allem, er sieht auch aus wie ein Buchhalter. Und von ihm ist auch bekannt, dass er, deswegen ist es so interessant, man, auf der einen Seite gilt er als Beispiel für jemanden, der das perfekte Tarnleben geführt hat, wo keiner wusste, wer er war. Und auf der anderen Seite hat jeder, der ihn kannte, gesagt, er ist ein riesen Arschloch. Und das finde ich immer so interessant danach, dann so, ja, der war eigentlich, doch, der war ein riesen Arschloch. Der war pedantisch, der hatte mit Nachbarn Streit. Wisst ihr, was er gemacht hat in der Zeit, wo er seinen Hiatus hatte, wo er nicht getötet hat in der Pause? Wisst ihr, was er gemacht hat in der Zeit, was sein Job war, was das war, was er getan hat tagsüber? Hundefänger. Hundefänger? Hunde gefangen. Die Vermutung liegt nach, dass er es geschafft hat, so lange nichts zu töten, weil er einfach so viele Hunde ermordet hat in der Zeit. Da gibt es Aussagen von Frauen, die sagen, ich hatte Streit mit ihm auf der Straße irgendwie, weil irgendwas und am nächsten Tag hat er meinen Hund geholt aus dem Garten und hat ihn umgebracht.
Weißt du so, und er ist, aber das ist Dennis Rader so in der Nutshell, so der war nicht nett, jeder, es war nicht so, klar hat er nicht Serienmörder auf der Stirn stehen gehabt, aber es war kein geiler Typ. Eher wie so ein Arschloch, wo du dir denkst, mit dem will ich gar nichts zu tun haben, aber jetzt nicht, also der Gedanke von wegen, er könnte es sein, der kam ja tatsächlich gar nicht auf. Zu der Cool-Off-Period, die er da hatte, da hat er ja auch zum einen dieser Job als Hundefänger und zum anderen ja auch die starke Beschäftigung mit den Trophäen, die er sich da zusammengesammelt hat. Das ganze Auto-Erotische, vielleicht ganz kurz für euch zur Erklärung, Auto-Erotik bedeutet, dass jemand sexuelle Erregungen durch Handlungen von Autos hat.
Das ist ganz wichtig. Wenn du das hast und dann fährt dir so ein Fiat vorbei, dann bist du auf deinem Fuß. Aber das gibt es. Ich hatte mit einer Radiosendung, da haben Leute angerufen und zwei Männer, also erst hat einer angerufen, sorry, total off topic, der gesagt hat, Sein Fetisch ist es, nachts einfach sich auf teure Autos zu legen und sich auf den Autos einen runterzuholen. Und dann habe ich gesagt, sorry, das waren immer rote Autos. Und dann habe ich gesagt, sorry, aber ist das jetzt ein Verarsch oder stimmt das? Und dann hat ein älterer Typ angerufen, der gesagt hat, ja, er macht das auch. Und er wurde auch schon mal erwischt von der Polizei, weil er in seiner Ekstase auf dem Auto liegend einen Seitenspiegel abgetreten hat. Und dann hat er denen das erklärt und die haben dann auch ein bisschen gelächelt und haben gesagt, ja, okay, pass auf, aber du musst es zahlen und so. Aber das ist auch ein Fetisch. Ich weiß nicht, wie der heißt, aber ja. Das gibt es. Das weiß ich tatsächlich auch nicht, wie dieser Fetisch heißt.
Wahrscheinlich Autoerotik mit zwei Worten und einem Bindestrich dazwischen. Autoerotik. Genau, also Autoerotik kann entweder in unserem Empfinden jetzt bedeuten, dass man vor lauter Erregung den Seitenspiegel während der Masturbation abkickt oder dass man eine sexuelle Erregung durch Handlung mit sich selbst auslöst, Also ohne Partner. Bei Dennis Lynn Rader sah das ja so aus, dass er sich Frauenkleidung oder Unterwäsche angezogen hat, sich selbst gefesselt hat und Fotos davon gemacht hat, um also seine Fantasien nachzuspielen.
Damit ist schon so ein bisschen erklärbar, wie er so diese Zeit gefüllt hat, in der er keine Morde begangen hat. Denn das war ja schon was, was ein gewisser Drang in ihm war. Er hat dem ja immer wieder nachgegeben und da haben wir, glaube ich, auch in der letzten Folge nochmal deutlich drüber gesprochen. Wir hatten den Eindruck, ich weiß nicht, wie es euch beiden geht, dass es bei ihm auch immer nicht so, also wir kennen ja zum Beispiel so Sexualstraftäter, wo man so wirklich den Eindruck hat, die sind so richtig von einem Drang angetrieben, was jetzt nicht bedeutet, ihnen irgendwelche Schuld abzusprechen, aber man hat da ein bisschen mehr das Gefühl, dass das vorhanden ist. Bei Dennis Rader hatte ich immer wieder das Gefühl, der trifft bewusste Entscheidungen. Er hat diesen Drang sicherlich auch, aber trifft bewusste Entscheidungen, macht diese Listen und hat sich in diesen 13 Jahren dafür allerdings entschieden, eben das umzulenken, so meine Hypothese. Zum einen mit diesem als Hundefängerjob und zum anderen, indem er seine autoerotischen Vorlieben so stark ausgelebt hat und da seine eigenen Fantasien mit sich selbst nachgestellt hat. Das sind ja auch die Bilder. Max, du hast die ja sicherlich gesehen. Die Bilder sind ja schon sehr verstörend, würde ich mal sagen. Was sieht man denn da? Er trägt eine Frauenmaske. Du siehst halt einen Dude mit so einer gruseligen Maske.
Der Frauen-Dissus trägt und dann so irgendwie drin hängt in irgendwelchen Fesselungen. Man muss natürlich sagen, das ist enorm aufwendig damals gewesen. Das war keine Zeit, in der du ein Handy hattest, mit dem du Fotos machen konntest. Das war ja enorm aufwendig, also Equipment, Fernauslöser, der ist sich hinstellen, Licht, der hat sogar Licht verwendet. Dennis Rader ist vor allem ein Nerd in der Hinsicht, also der hat das wirklich sehr, sehr ernst gemeint und hat dann auch eben teilweise die Trophäen, also Kleidung, die er bei seinen Opfern gestohlen hat, verwendet. Es gibt ja, man sagt doch manchmal so, das Schlimmste, was er war, ist ein Hypokrit oder so. Aber das Schlimmste, was Dennis Rader war, ist ein lausiger Dichter. Er war wirklich, habt ihr die Gedichte gelesen von ihm?
Shirley Locks, das ist so, ich bin, ich habe ein Buch geschrieben. Ich würde nie sagen, ich bin Dostoevsky so. Aber so ein Text, wirklich, da rollst du mir die Zähennägel hoch. Das ist ein ganz fürchterlicher Dichter. Und was er auch macht, er mag Wortwitze. Und zwar, das habt ihr im Skript auch, ihr habt es übersetzt, ich weiß gar nicht, was heißt, ihr habt es ja auf Deutsch gesagt, aber ist es euch aufgefallen, warum der immer wieder mit diesen Müsli-Packungen gekommen ist? Was er damit sagen wollte? Wegen Serial-Killer. Das ist sein Gag. Er so, er geht rein in die Küche, stellt noch eine Serial-Packung Serialien auf den Tisch. Ich hasse diesen Typen so sehr. Das ist so, Arschloch. Entschuldigung. Ich würde aber gerne nochmal eine Sache fragen, weil wir ja gerade schon mal darüber geredet haben, dass er ja diese cool-off-Phase hatte und er dann schon ja irgendwie in sich zumindest die Möglichkeit hatte, diese Fantasien auf gewisse Weise zu steuern beziehungsweise umzulenken. Und ich habe mich gefragt, hat das was, also habt ihr ja auch irgendwie gesagt, mit seinem Kind auch zu tun, da kam ja die Geburt von seinem Kind.
Glaubt ihr, dass er an der Stelle versuchen wollte, damit aufzuhören? Oder war das einfach nur so, na er hat halt Hunde getötet und hat halt diese hässlichen Frauenfotos da mit sich in den Klamotten gemacht? Diese echt minus 10 von 10 Fotos, diese Booty-K-Fotos. Aber ja, was glaubt ihr? Also hatte der irgendwie vor, dass er da wirklich einfach Abstand halten will oder war das gar nicht sein Wille? Also ich könnte mir vorstellen, dass er nach dem Mord an Nancy Fox, der ja in seinem Empfinden... Perfekt abgelaufen ist, genauso wie er es ja haben wollte, als erster Mord, der so funktioniert hat, wie er ihn haben wollte. Ich könnte mir vorstellen, ich weiß es nicht ganz genau natürlich, da haben wir ihn ja, konnten wir ihn ja leider nicht fragen.
Ich glaube, dass danach sich erstmal so eine, ich würde nicht sagen Zufriedenheit, sondern vielleicht so eine Art Genugtuung eingestellt hat, so eine Zufriedenheit mit der Gesamtsituation in dem Moment. Also ich hab's geschafft, ich hab's genau so gemacht und er vielleicht erstmal von... Aber so viele Jahre? Ja, ja und er vielleicht erstmal von dieser von dieser Genugtuung gezerrt hat. Solche Cool-Off-Perioden sind ja für Serienmörder jetzt gar nicht so unüblich. Aus dem Grund, dass ja die Morde für die Täter wie so eine Art Entladung wirken und danach so eine Phase von Ruhe oft folgt. Die ist halt dann unterschiedlich lang. Und bei ihm war ja dieser Mord sehr zufriedenstellend. Und dann, ich denke nicht, dass es 13 Jahre lang komplett ihn befriedigt hat, daran zu denken. Aber ich denke für den Anfang schon. Dann wurde ja seine Tochter geboren und auch zu dem Zeitpunkt, wo sein Sohn geboren wurde, gab es ja auch schon eine kleine Pause von seinen Taten und ich könnte mir vorstellen, dass er dann.
Vielleicht auch erstmal probiert hat, es umzulenken. Vielleicht war das tatsächlich ein Versuch, das irgendwie anders hinzubekommen, bis zu dem Zeitpunkt, wo er dann eben Marine Hedge gesehen hat und sich dachte, ach, vielleicht wäre es ja doch mal eine tolle Idee, mal wieder loszulegen. Also da kam dieser Drang dann doch wieder hoch. Das ist so meine Hypothese. Ich weiß nicht, vielleicht habt ihr auch noch mal da andere Perspektiven, andere Infos vielleicht auch sogar noch. Ich kann.
Also wir wissen natürlich, dass alles, was er gesagt hat, er hat sehr viel dazu gesagt, aber alles, was er sagt, natürlich Bullshit ist so. Also er redet, er versucht einen eigenen Mythos zu schaffen. Eine Sache ist natürlich nach der Geburt von Kindern, dass die Zeit, dass er wahrscheinlich weniger Zeit auch einfach aufwenden kann. Selbst damals, es kostet ein bisschen Zeit, es kostet ein bisschen Aufmerksamkeit. Ihm war das Aufrechterhalten dieser Familiensituation ja schon sehr, sehr wichtig.
Das Nächste ist, BTK hatte ja noch ein zweites Motiv. Und das, wir kommen in der Folge bestimmt drauf. Das ist ja eigentlich das Grundlegendste an dieser ganzen Geschichte und auch der Grund, warum ich heute da sitze mit meinem Narzissmusbuch. Weil BTK wollte zum einen diese Fantasien ausleben, die er schon hatte seit deinem Kind ist. Es ging so super früh los und hat sich dann durchgezogen. Als die Pubertät kam, das Sexuelle hinzukam, war klar, in welche Richtung es geht. Also er ist einer dieser Täter, Bei denen hast du es mit, wahrscheinlich mit zwölf konntest du schon sagen, dass das passieren wird. Aber es kommt diese zweite Ebene hinzu, dass er für diese Taten berühmt sein wollte.
Er wollte, dass die Stadt Angst hat. Er wollte, dass er Gesprächsthema ist. Und das hat er ja dann auch immer forciert. Und solange das gut funktioniert hat, hat er auch das sozusagen als Substitut benutzen können, die Aufmerksamkeit, zu hören, die Stadt ist terrified. Das waren so Dinge, aus denen er dann auch gezerrt hat. Und die erste Kuhlaufperiode ist damals geendet, nachdem die Frage gestellt wurde in einer Zeitung, ob es sein kann, dass der Täter verstorben ist. Dass es den Täter gar nicht mehr gibt. Also sozusagen, dass wir als Stadt, als Bevölkerung keine Angst mehr haben müssen, von diesem grausamen Bound-Torture-Kill-Täter geschnappt zu werden. Weißt du? Und dadurch ist so dieses Gerüst, was er aufgebaut hat, nämlich die ganze Welt zittert ja vor mir, zusammengebrochen, wie ich bin tot. Und dann, ja, ging es wieder los. Und deswegen wissen wir nicht genau, was es dann getriggert hat. Ja, er hat ja ganz viel Selbstwert und ganz viel von seinem Selbstbild daraus gezogen, als wirklich gefürchteter Serienmörder zu gelten. Das merkt man ja auch darin, dass er ja an diesem Brief, zum Beispiel an Cake TV von wegen, oder war das Cake TV? Auf jeden Fall dieser Brief. Er hat immer Cake TV, Cake TV hat immer das mit dir kommuniziert. Und ich dachte, ich habe das jetzt das erste Mal irgendwie gecheckt, dass es Kake TV auch noch heißt.
Ich habe immer Cake TV und dann habe ich immer C-A-K-E. Dachte mir, was ist denn so komisch der Name für eine? Aber es ist ja Kansas City. Oh Gott, oh Gott. Also Cake TV. Genau. Ja, und da hat er ja geschrieben zum Beispiel, wie viel muss ich denn noch töten, damit ich in der Zeitung lande? Also er hat wirklich sehr deutlich auch total stark eingefordert, dass er als Serienmörder gilt, dass er quasi in diesen aus seinen Augen ja Club aufgenommen wird, dass er einer von diesen Phantomen quasi ist, die immer wieder in den 70er, 80er Jahren ja die Menschen in Angst und Schrecken versetzt haben. Also davon hat er ja total viel Selbstwert gezogen. Und ich habe mich allerdings gerade auch gefragt, auch so noch natürlich auch im Hinblick auf Narzissmus. Zum einen hat er ja viel Selbstwert aus der Rolle, die er sich dann selbst gegeben hat, des BTK gezogen. Und zum anderen hatte ich aber auch immer wieder den Eindruck, dass er auch viel Selbstwert aus seiner Position als Familienvater, als Kirchengänger, auch als Kirchenleiter ja dann irgendwann zieht. Und dass er da so ein vorbildliches Leben führt. Und das ist ja auch was, wo ich auch den Eindruck hatte, dass er im Nachhinein auch sehr stolz drauf war, wie irgendwie auf alles seine Taten und sein Doppelleben und was weiß ich. Und ich habe mich gefragt, ob in den Cool-Off-Perioden nicht auch der Narzissmus zu einem gewissen Grad auch...
Nicht ausreichend davon sich genährt hat, aber zum gewissen Teil auch daraus von wegen, ich bin neben dem, dass ich BTK bin und die ganze Stadt in Atem halte, bin ich auch noch der Supervater, bin ich auch noch der Superchrist, der den Schlüssel sogar zur Kirche hat, so eine Verantwortung trägt. Zwischendurch war er auch noch irgendwie Ordnungshüter, installiert Sicherheitsanlagen, was sicherlich auch unterschiedliche Vorzüge für ihn hatte.
Genau, aber alles so, also in allen Bereichen so eine Selbsterhöhung. Ich könnte mir vorstellen, dass es gerade die Tatsache war, dass er wusste, dass er BTK ist und dass er das alles getan hat, während er das erreicht hat. Und dann baut er eine nach außen hin Vorzeigefamilie und ein Vorzeigeleben. Und er, das muss man sich ja vorstellen, in jedem Gespräch, das er mit jemandem führt, weiß er, dass er BTK ist. Er weiß, dass er derjenige ist, über den die Leute die Artikel geschrieben haben. Er weiß, dass ihn alle fürchten und er weiß, dass ihn gleichzeitig alle mega respektieren, weil sie es gar nicht wissen. Und wie viel Selbstwerterhöhung kannst du bekommen, wie viel mehr kannst du noch bekommen, wenn du die einzige Person bist, die weiß, dass du ein Serienmörder bist, also dass man selber Serienmörder ist und gleichzeitig dem alle möglichen Leute vertrauen. Du hast zwei Kinder und du hast den Schlüssel zur Kirche und dann hast du on top diese Machtposition, dass du Hundefänger bist und da irgendwie so vielleicht auch ein Teil deiner Bedürfnisse ausleben kannst und deiner Rachsucht vielleicht auch ausleben kannst, wenn dir jemand auf den Geist geht. Das heißt, du bist im Grunde, Nirgends wirklich bedroht in deinem Selbstwert, weil du die ganze Zeit daraus ziehen kannst, dass du klüger bist und mächtiger bist und schlauer bist als alle anderen. Ah, das ist so interessant. Das ist die Psychologin.
Und jetzt gebe ich dir was dazu, jetzt gebe ich dir noch was mit, was ich nämlich fühle, leider. Und zwar, ja, das stimmt, auf der einen Seite. Auf der anderen Seite müsste dafür ein gesunder Kern sein in ihm, der ihm erlaubt, dieses Geheimnis als ausreichend zu sehen, weil dann muss das ja sich selber geben, das Gefühl. Und jetzt kommen wir zum, wie er verhaftet wird. Es reicht nämlich nicht. Es reicht ihm eben nicht. Er muss erwischt werden. BTK ist, warum hätte ich ihn fast ins Buch genommen? Was macht diesen Fall besonders zu allen anderen Fällen? Denn BTK konnte nicht wissen, dass irgendwann DNA so fortgeschritten ist, dass man ihn auch kriegt, wie man den East Area Rapist gekriegt hat. Also über das dritte Grad seiner Cousine, weil die irgendwo mal eine DNA-Probe gemacht hat. Das konnte er nicht wissen. So.
Heißt, er wäre ungeschoren davongekommen. BTK hat 30 Jahre später für einen Mord, ist er nicht erwischt worden. Und er treibt es so hoch, dass sie ihn erwischen. Jetzt denken wir alle natürlich von der gesunden Seite her, oh, der hatte doch alles. Nein, hatte er nicht. Er war erst zufrieden, wenn BTK Dennis Rader ist. Diese Verbindung musste gemacht werden. Es musste gemacht werden. Er selbst kann sich diese Anerkennung nicht geben. Er braucht sie von außen. Er hätte nicht als unbekannter Serienmörder sterben können. Deswegen sitzt er auch so glücklich. Was glaubt ihr, warum der so glücklich im Knast sitzt?
Der hat mit, das war sowas von das ist so, eine self-fulfilling, wie man es will, natürlich hat er nicht gewusst, dass jetzt diese Diskette sein Ende ist aber er wusste, er wird so lange Kontakt zur Polizei suchen bis man ihn kriegt, er hätte damit nie aufhören können, weil sonst hätte ihm reichen müssen ein Geheimnis zu haben von dem keiner weiß und dann hätte er sich selbst füttern müssen, sein Ego, Aber wäre es da nicht besser gewesen, wenn er dann selber zur Polizei gegangen wäre weil er hat ja dieses Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei gespielt und hat ja dann irgendwie gedacht, oh, die spielen ja gar nicht fair. Aber wäre es nicht eigentlich für, gerade als Narzisst, kannst du ja mal irgendwie deine Einschätzung geben, Max, noch irgendwie noch eine größere Bestätigung gewesen, wenn sie ihn nicht gefasst hätten und er sozusagen derjenige ist, der den Schleier selber lüftet? Achso, er hat, basically hat er das gemacht. Er hat dir eine Diskette geschickt, in der seine Name war. Da stand drin Dennis Rader. Nee, da stand drin, Dennis stand drin und die Kirchengemeinde, bei der er gearbeitet hat. Also es war, er hat ja noch viel mehr gemacht. Er hat denen Puppen geschickt, die eins zu eins so gebunden waren, gefesselt waren, wie seine Opfer. Der hat ja immer wieder den Kontakt gesucht. Und der Grund dafür ist, er wollte, dass man weiß, dass er BTK ist. Das ist.
Er konnte, das andere hätte nie gereicht. In letzter Konsequenz, ich finde das mega die spannende Diskussion, in letzter Konsequenz gebe ich dir recht, dass ich auch glaube, und ich glaube ehrlicherweise, das ist auch einer der Gründe, weshalb er sich so lange noch zurückgehalten hat, weil es ist eine sehr mächtige Position, selber wieder Kontakt aufzunehmen und sich selbst bewusst für das Risiko zu entscheiden, gefasst zu werden. Aber ich finde den Gedanken von Claudi mega interessant zu sagen, warum hat er sich nicht tatsächlich gestellt? Weil es gibt ja Täter, die tatsächlich nach Jahren irgendwann zur Polizei gehen und sagen, ey, übrigens, ich bin das. Wer war noch der, der die Polizei angerufen hat über eine Telefonzelle und gesagt hat, hey, ich bin übrigens hier, holt mich ab? Ed Kemper. Dankeschön. Und deswegen denke ich, das hat er ja nicht getan, sondern er hat sich bewusst nochmal für so ein Katz-und-Maus-Spiel entschieden. Ich kann dir sagen, warum. Weil Ed Kemper ist jemand, der ja in seinem Wahn auch so weit eskaliert ist wie er selber, dass er sich selber eigentlich gar nicht mehr unter Kontrolle hatte zeitweise.
BTK ist ja Kontrolle alles. Voll. Und gerade deswegen glaube ich, ich glaube genau deswegen hat er dieses Katz-und-Maus-Spiel gespielt. Und er hätte das auch noch weiter gespielt. Aber das Ding ist ja, für ihn, also bei Ed Kemper war so ein bisschen auch so dieses Stopp mich. BTK wollte, der hat ja nicht mal mehr den Drang unbedingt gehabt, ständig zu morden. Ich glaube tatsächlich, dass er mit seinen Morden fertig war.
Ich glaube es auch. Jetzt ging es nur noch ums Spiel. Ich glaube nur die Entscheidung mit der Polizei, dieses Spiel zu spielen. Ich glaube, das war nochmal so ein, ich bringe mich nochmal in die Schlagzeilen. Ich bin nochmal jemand, ich refreshe den Gedanken an BTK, weil wenn er sich einfach nur stellt, dann ist es nicht so angsteinflößend. Und ich glaube, es war so das letzte Mal mächtig sein, nochmal Angst verursachen, nochmal dafür sorgen, dass Leute denken, oh mein Gott, er lebt immer noch, oh mein Gott, es gibt ihn immer noch, oh mein Gott, er hat diese Fotos und Informationen und was, wenn er wieder anfängt. Und ich glaube, diese Panik war etwas, das er noch einmal haben wollte, Weil dann kann er mit so einem Knall gehen und ist trotzdem der Mächtige. Und ich bin mir nicht mal sicher, ob ihm klar war, dass er mit dieser Diskette direkt in den Knast geht. Weil ehrlicherweise finde ich, das Ende mit dem, hey, ihr habt nicht fair gespielt, ist ein sehr trauriges Ende für jemanden, der fantastisch und großartig dastehen wollte. Ich wollte es auch gerade sagen, das ist irgendwie so ein bisschen erbärmlich. So dieses, macht er so ein Ding auf und stellt sich so als Phantom da, als der, der nicht gefasst werden kann. Und dann ist er so blöd und macht seinen Namen auf der Diskette. Also es ist wirklich peinlich. Er ist ein erbärmlicher Mann. Aber ich gebe dir ein Beispiel.
Ich bleibe einfach bei mir jetzt. Das ist zwar ekelhaft irgendwie mit BTG in einem Topf, aber das Ding ist, ich wollte bekannt sein in Nürnberg für meine Taten. Wollte ich erwischt werden? Nein. Ist mir klar, wenn ich darüber nachdenke, dass ich, wenn ich ohne Maske ein Verbrechen begehe und mich mit meinem echten Namen vorstelle, dass das irgendwann zu meinem Ende führen wird? Ja. Verstehst du? Also ich wollte trotzdem, ich wollte ja, dass die Leute wissen, wer ich bin. Das heißt nicht, dass ich unbedingt erwischt werden wollte, aber ich bin ja, versteht ihr das? Der Zwang, das ist keine logische Handlung dann mehr. Genau, so steht es quasi so nebeneinander. Also zum einen dieses Bedürfnis, was er ja auch eindeutig hatte, für das bekannt zu sein, für das er bekannt sein wollte, nämlich BTK zu sein, dass das auch endlich quasi anerkannt und bekannt wird. Und auf der anderen Seite steht natürlich das Risiko gleichzeitig, was man eingeht, verhaftet zu werden. Und es ist aber dann was, stimme ich dir auch vollkommen zu, früher oder später hätte dieses Risiko auf jeden Fall Eingang und früher oder später wäre er gefasst worden.
Denn klar, wenn du sagst, hier, ich bin das, ich bin BTK, dann gehst du gleichzeitig das Risiko ein, dass du gefasst wirst. Und das ist dann was, was, wie sagen wir so schön, billigend in Kauf genommen wird. Aber ich gebe dir vollkommen recht. Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass BTK niemals gestorben wäre, ohne seinen Namen preiszugeben und sich verhaftet. Auf jeden Fall. Und dann haben wir ganz andere Leute, wie jetzt den East Area Rapist zum Beispiel, der als alter Mann dann gefunden wurde und dann noch abstreitet. Also es gibt Leute, die das hier durchziehen, die wirklich nicht erwischt werden wollen, die auch nicht diese Verbindung haben wollen, die sie nicht brauchen. Bei BTK war das ein ganz... Basically hat er angefangen, als er der Zeitung seine möglichen Spitznamen genannt hat. Da hat er vorbereitet, was 25 Jahre später passiert ist. Das war von Anfang an nicht Teil seines Plans, aber Teil seiner Störung. Teil dieser Persönlichkeitsstruktur, die er mitbringt, dass er erwischt werden musste. Und nicht erwischt werden, es geht immer nicht mal ums Ermischtwerden, sondern dass eben der echte Name, dass er das ist. Schaut euch sein Gesicht an, schaut euch diesen Typen an. das verändert ja alles, sodass er BTK ist. Der ist nichts, der ist der absolut grauste Mensch, den du treffen kannst. Jetzt muss ich aber mal nachgucken, wie der aussieht. Der sieht, stell dir den grauen Hundefänger vor.
Jemand, dessen Gesicht so direkt wieder vergisst, wenn du ihn gesehen hast. Nicht besonders beeindruckend, in keiner Hinsicht beeindruckend. Weder positiv noch negativ. Er sieht aus wie ein Buchhalter, wirklich. Er sieht wirklich aus wie ein Buchhalter, ja. Und wenn wir nämlich annehmen würden, dass er also wir haben ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder er ist er hat es darauf angelegt, erwischt zu werden, oder er ist ein gottverdammter Vollidiot. Also so wirklich, mit an, Debilität grenzender, niedrigen, weil du musst wissen, jedes einzelne Mal, wenn du denen was schreibst und wenn du jetzt noch anfängst, Disketten zu schicken und ihnen noch mehr Informationen zu geben, dass jedes Mal du die Schlinge und deinen Hals enger zuziehst. Das kann nicht, und da sind wir, habt ihr gerade gehört, was ich gesagt habe, die Schlinge an deinem Hals zuziehst. Sehr passend. Ich sag euch was.
Das Letzte, was wir wussten, ist, dass er auf Motorhauben liegt und, ach nee, das waren die anderen Ausgleichs. Das waren die anderen. Das ist genau sein Ding. Also Edging ist genau sein Ding und ja, also sein Leben wurde erst dann interessant, als er bestohle.
Ich hab da noch eine Hypothese zu, jetzt hatten wir ja gerade entweder er hat es bewusst gemacht mit der Siskette oder es war wirklich einfach ein Fehler. Ja, ich habe mir gerade noch gedacht, basierend auf seinem Narzissmus und der Grandiosität, von der er ja überzeugt war, von seinem eigenen Selbst. Es war ja so, dass er die Polizei gefragt hat und meinte, bitte seid ehrlich und natürlich haben sie ihn dann angelogen.
Natürlich haben sie das getan. Und ich frage mich gerade, ob es nicht auch möglich wäre, dass er in seinem Narzissmus, in seiner Grandiosität davon überzeugt war, dass er nicht angelogen werden würde. Weißt du, was ich meine? So er als BTK, er als Phantom, dass das nicht passieren würde, weil er auch zu diesem Zeitpunkt mit der Polizei, es schien ja, als hätte er da so das Gefühl von einem persönlichen Verhältnis, von einem Gespräch auf Augenhöhe immer wieder. Und dass er dann tatsächlich davon überzeugt war, dass die, wie wir halt sagen, und ihn tatsächlich vertraut hat. Soweit ich weiß, hat er über Cake-TV weiter kommuniziert, auch mit der Polizei, oder? Genau, genau. Ich glaube, er hat immer über diesen Reporter beziehungsweise über diese Zeitung auch mit der Polizei kommuniziert. Genau, und mit der Diskette wollte er ja dann direkt mit ihnen kommunizieren. Und das dann eben von dem, das Vertrauen da reingesetzt, dass die ihn nicht anlügen werden. Weißt du, was ich meine? Verstehst du? Ja, aber dann ist das, also klar, Magic is Thinking, Narzissen, deswegen sind auch, also ich werde oft gefragt, dann so, ja, sind mehr Narzissen im Knast oder so? Ähm.
Ich würde tatsächlich sagen, ja. Also, dass es häufiger dort auftritt, gerade in den Gefängnissen, in denen ich war, in denen ja Wiederholungstäter waren, weil es schon ein Teil dessen ist, dass du glaubst. Also, wie überzeugt musst du denn sein, dass das Glück auf deiner Seite ist, dass du Verbrechen begehst, obwohl dir jeder sagt, die Verbrecher werden erwischt am Ende. Du kriegst es mit, du warst schon mal im Klassen, probierst es nochmal. Du gehst davon aus, dass bei einem Bankraub jetzt nicht die Polizei vorfährt. Das sind ja alles so Dinge. Du gehst auch davon aus, dass das danach niemandem auffällt. Da gehört dieses Magical Thinking dazu. Also zu glauben, wenn ich das mache, passt das schon. Wie gesagt, ich glaube, wenn du ihn fragen würdest, ich weiß nicht mal, ob er dir das sagen könnte, ob er sagen würde, ja, ich wollte unbedingt erwischt werden. Ich weiß nicht, ob das so eine bewusste Handlung ist. Ich glaube auch nicht, dass er gedacht hat, die Diskette schicke ich jetzt, die bricht mir das Genick. Sondern ich glaube, dass der Fehler ist, wir denken, Er wollte nicht erwischt werden und hat Fehler gemacht. Ich glaube, er wollte erwischt werden und hat somit keine Fehler gemacht, sondern einfach so lange gehandelt, bis es halt eingetroffen ist. Also ich glaube nicht, dass das ein Fehler im System war, sondern das war das, was passieren sollte. Er wollte diese Gerichtsverhandlung. Da geht es ja eigentlich. Das ist ja auch, und da kann ich euch sagen, auch meine erste Gerichtsvorhandlung hatte ich mit 14 und ich werde es nie vergessen, weil das war eins der besten Gefühle überhaupt.
Warum? All eyes on you, oder was? Ein Richter, dann ein Anwalt, dann der Staatsanwalt, dann kommt die Jugendgerichtshilfe, liest alles so vor, was ich denen gesagt habe, dann hinten, dann winke ich ins Publikum rein und so. Super, ich hatte richtig gute Zeit. Hast du in dem Moment nicht darüber nachgedacht, dass, entschuldige, aber du die Person bist in diesem Raum, die eigentlich am schlechtesten dasteht, weil alle anderen dürfen nach Hause? Das stimmt doch gar nicht. Wer will denn nach Hause? Da ist auch wieder ein Missverständnis von dem, was man will. Ich will doch nicht nach Hause, ich will gesehen werden. Ich will, das Goal, das Craving ist ja Aufmerksamkeit. Das Craving ist ja all eyes on me. Das Craving ist ja Main Character. Wer ist der Main Character in diesem Gerichtssaal? Nur der Richter denkt, er ist es. Alle anderen, alle anderen wissen, wer der Main-Character ist und wenn der Richter denkt, er ist der Main-Character und drückt mir das drüber, dann werde ich laut, dann werde ich ekelhaft, dann bleibe ich sitzen, werden alle aufstehen und dann schauen wir, wer ist der Main-Character. Das war mein 14-jähriges Ich, übrigens für Leute, die mich noch gar nicht kennen. Ich bin heute 42 und ich habe sehr, sehr viel an mir gearbeitet die letzten 20 Jahre, aber das war der Vibe. Und wenn ihr Dennis Rader ansieht, das kommt ja nicht, man darf doch nicht denken, dass jemand, der einen Fehler gemacht hat, der ihm wirklich das Genick bricht und sein Leben kostet, alles was anderen Leuten wichtig ist, kostet, was du gesagt hast, dass er nicht mehr nach Hause darf. Der stellt sich, warum haben wir dann den Eindruck, wenn er sein Schlussstatement macht, dass er eine Oscar-Rede hält?
Wir unterschätzen die Persönlichkeitsstörungen dieses Mannes, wenn wir glauben, dass er nicht weiß, was da passiert. Er weiß es ganz genau.
Die Frage ist zum Beispiel, wenn man ihn jetzt, wie man es mit Breivik gemacht hat, isolieren würde, wenn er nicht im Protective Custody wäre und mit Psychologen und Reportern und so schreiben dürfte, sondern wenn man ihn komplett isolieren würde, wie Breivik, Dann ist die Frage, was passiert. Aber so, der sitzt im Knast jeden einzelnen Tag seines Lebens und hat eine Hammerzeit. Weil er BTK ist. Und seine Zeit ist tausendmal geiler als Dennis Lynn Raider, der Kirchentyp. Oh Gott, das ist echt traurig. Ja, wir haben ihm gegeben, was er wollte. Und tun es immer noch. Das heißt, du meinst in dem Moment, ich bin gerade aus Prinzip dagegen. einfach nur, um noch mehr Informationen hier rauszuholen. Also, das heißt, in dem Moment, wo du im Gerichtssaal stehst, denkst du, das ist dein Main-Character-Moment. Aber du bist ja jetzt zum Beispiel nicht BTK. Das heißt, in dem Moment, wo du ins Gefängnis gehst, bist du nicht mehr der Main-Character. Also, ich verstehe den Gedanken, wenn du auf der Straße bist und Leute wissen, was du getan hast, Leute haben Angst vor dir, sie haben Respekt vor dir, sie weichen zurück, wenn du irgendwo reinkommst, kann ich alles verstehen. Aber der Moment, wo du ins Gefängnis gehst und du bist nicht BTK, Das gibt dir doch gar nichts. Du bist einfach raus aus der Gesellschaft und isoliert, oder nicht? BTK ist im Knast weit unter mir. Also von der Knast-Hierarchie. Der darf mich nicht mal anschauen.
Die Frage ist ja wieder, in welcher Welt bist du raus? Eure Welt hat mich ja gar nicht interessiert.
Eure Welt musste einen Ort bauen um Main Character wie mich abzutrennen, weil ihr seid basically Beute, Also, weißt du, das ist mein Gedanke gewesen. Ich bin mit 21 ins Gefängnis, ich war für zehn Jahre im Gefängnis und als ich mit 21 ins Gefängnis bin und ich kam, mir war das dann so klar, ich glaube dann zweieinhalb Jahre später, irgendwann gab es dann mein Urteil, ich kam mit 23 in ein Hochsicherheitsgefängnis und ich fahre in dieses Hochsicherheitsgefängnis rein und ich denke mir, schaut mal, was ihr bauen müsstet, ihr verdammten Wichte, was ihr bauen musstet, um mich aufzuhalten. Wirklich, das war wirklich mein Gedanke. Ich saß so da, diesen ganzen Aufwand, den braucht ihr, um mich ein paar Jahre zu stoppen. Für mich ist ja eure Welt, war ja damals für mich nicht interessant. BTK lebt nicht, dieser Typ, der ist ja nicht mit mir zu vergleichen, der lebt doch nicht mit uns in einer Welt. Der lebt in seiner eigenen Welt. Ich glaube, dazu kommt ja auch, da kannst du mich jetzt gerne korrigieren, Max, wenn ich da jetzt falsch bin, aber dass ja im Gefängnis ja nochmal wie so eine eigene Welt entsteht. Also ich kann jetzt nur sprechen vom Maßregelvollzug, wo ich das Gefühl auch hatte, sobald du da die Tür reingehst, bist du in einer anderen Welt, die in meinem Fall ja Patienten, bauen ja eine eigene Gesellschaft, eine eigene Hierarchie, wo dann diejenigen, die...
Die jetzt sehr stark ausgeprägt waren in ihrem Narzissmus, auch wieder an der Spitze standen und da natürlich auch wieder ausgespielt haben.
Und davon kann man ja bei BTK auch ausgehen, dass er das dort auch ausspielt. Und dann kommt ja noch dazu, dass er dort ja weiterhin die Möglichkeit hat.
Das Phantom BTK zu sein und weiterhin die Möglichkeit hat, Grauen und Schrecken und Grusel zu verbreiten, indem er ja seine Meinung ... Aber der wird doch da bestimmt nicht so angesehen sein, oder? Weil ich meine, der hat ja Frauen und Kinder. Er ist in Protective Custody, der ist getrennt. Der ist ja nicht in der General Population. Der ist jetzt nicht irgendwo, wo Gangs an den rankommen. Der ist mit lauter anderen Sexualstraftätern und Ratten und was weiß ich was in gesonderten Unterbringungen.
Immer, weil die bringen den um. Wenn sie es nicht machen, das ist dann jemand wie Jeffrey Dahmer, hast du gesehen, was passiert? Dann schlägt ihm irgendwer mit einer Hand oder den Schädel ein. Allein, um selber berühmt zu werden. Dennis Rader hat eine Zielscheibe auf seinem Kopf, definitiv bei normalen Gefangenen. Das Ding ist so. zum Beispiel, wenn wir jetzt überlegen, noch mal ganz kurz, was war er? Er war Dennis Lynn Raider fucking Hundefänger. Und jetzt ist er BTK Goat. Der kriegt jeden Tag ungefähr, ich würde mal schätzen, was kriegt er an Post, am Tag kriegt er ein Dutzend Briefe. Da sind dabei Serienkiller-Groupies aus der ganzen Welt, da sind dabei Psychologie, Studentinnen, die irgendwelche Bachelorarbeiten schreiben wollen, Masterarbeiten schreiben wollen, Projekte schreiben wollen, Bücher machen. Es gibt ein Buch von einer, ich weiß jetzt gerade nicht, wie es heißt, krieg's nicht ganz zusammen, die sagt, er geht in den normalen Prozessen, er schreibt, er macht auch freundlich und dann plötzlich kommen Briefe, die ekelhaft sind, die dir wehtun sollen, die dich schockieren sollen. Und dann auf die Briefe sitzt er doch schon wieder zu Hause, also sitzt er in seiner Zelle, holt sich einen runter und das ist alles, das ist ein Muster. Also er hat nichts verloren.
Er hat nichts verloren. Er hat das verloren, was das größte, die größte Bürde für ihn war, nämlich Dennis fucking Raider zu sein. Denkt ihr, der war ein guter Vater? Denkte, der war liebevoll? Denkte, der hat verstanden die Beziehung zu seinen Kindern? Gar nichts. Der ist ja leer. Tatsächlich sagen seine Kinder über ihn, dass sie eine sehr schöne Kindheit mit ihm hatten. Also genau, also dass es total schöne Ausflüge gab, dass es auch mal Momente gab, wo er, haben wir glaube ich in der letzten Folge auch besprochen, wo er auch mal impulsiv wurde und wo es auch mal unangenehm war, wo er dann dieses Arschloch hat raushängen lassen. Aber dass es im Grunde quasi die Fassade auch gegenüber seinen Kindern, die gut aufrechterhalten hat. Genau, aber Maxi, guck doch, das Ding ist doch nicht, was seine Kinder empfunden haben. Es ist ja, was er empfindet. Wir haben jemanden, der eine 32 auf der Psychopathenskala hat, von dem wir alle sagen, die 32 sind aber recht niedrig angesetzt, würden wir auf 35 zutrauen. Dazu ist er Sadist, dazu hat er seine komplette Persönlichkeitsstruktur und jetzt glauben wir eben den liebenden Vater, nur weil seine Kinder empfunden haben. Das ist ein Scho-Spiel. Nein, nein. Aus Sicht seiner Kinder glaube ich, dass er da die Fassade gut aufrechterhalten hat. Fassade ist da das Stichwort, denn das haben wir auch im Podcast schon ein paar Mal erwähnt, dass bei.
Menschen, bei denen eine hohe Psychopathie festgestellt wurde, dass ja wenn die sagen, sie empfinden Liebe, was er ja auch gesagt hat, was er seiner Familie gegenüber Liebe empfindet, dann ist es ja eine andere Form von Liebe, als jetzt wir alle uns das vorstellen. Es ist ja eher was, bei Dennis Rader kann man davon ausgehen, dass Liebe bei ihm sehr viel oberflächlicher war, dass Liebe sowas ist mit, ich vergleiche es immer mit, zum Beispiel ich sagen würde, ich lieb mein Auto, wenn ich jetzt nicht Autoerotik, wenn ich jetzt, verbunden wäre mit meinem Auto, dann würde ich zum Beispiel sagen.
Ich liebe mein Auto und dieses Maß an Liebe, was andere Menschen in Bezug auf Dinge aussagen würden, das wäre das Äquivalent, wenn man es mal so platt vergleichen würde, zu dem, was Dennis Rader vermutlich für seine Kinder empfunden hat. Gar nicht der liebende Familienvater aus seiner Sicht, aber für seine Kinder die Fassade so aufrechterhalten, dass es für die ja wirklich ein Schock war, als alles rauskam. Ich hab dir die Tochter mal gesehen zum Beispiel, aber eine Sache vergisst du jetzt noch bei dem Auto, das ist ja, sie liebt verdinglichen Sachen und dann kommt auch immer, es ist meine Sache. Das ist für einen Narzissen mit seiner Struktur sehr, sehr wichtig. Das war ja bei mir auch früher meine Frau, meine Ding, bla bla bla. Also das ist eigentlich eine Verdinglichung, das ist ein Besitzanspruch. Darauf geht es zurück. Und jetzt zum Beispiel seine älteste Tochter spricht mittlerweile, gibt Interviews, ey, die sieht einfach aus wie er. Und das darfst du nicht vergessen. Hab ich es gestern noch gesagt. Das darfst du nicht vergessen, dass bei Menschen mit so einem ausgeprägten Narzissmus, dann geht es halt schon leichter, deinen Kindern gegenüber diese Fassade zu spielen, weil die sind ja du. Das ist ja ein Minimi. Vor kurzem habe ich erst die Frage so mal in den Raum geworfen, ist es narzisstisch, Kinder zu kriegen? Ich wollte es gerade sagen. Wie krass ist es denn, ein Minimi von mir selber zu produzieren und den dann voll gut zu finden? Das ist ja eigentlich schon eine krasse Nummer so. Und da ist Dennis Rader natürlich auch keine Ausnahme.
Und jeder einzelne Narzisst, den ich je behandelt habe, oder kriminelle Narzisst in Büchern, hat am Ende, auch nach der Tod, selbst wenn sie die Mütter umgebracht haben, haben sie die Kinder versucht, weiter an sich dran zu halten. weil, Das geht ja nicht. Du kannst ja auch die Kinder nicht weggehen lassen. Er kann sie ja nicht weglassen. Er muss ja irgendwie in seiner Kontrolle halten. Aber ich habe auch Freundinnen, also eine Freundin und einen Kumpel, die narzisstische Eltern haben, auch diagnostiziert bei dem einen Fall. Und die sagen ganz offen, also die waren auch bei den Therapien, das weiß ich jetzt nicht, ob das bei der auch der Fall war, bei der Tochter, aber die sagen schon, dass sie sehr unter ihren Eltern gelitten haben.
Ich glaube bei Lynn ist der Punkt, könnte ich mir vorstellen, ist der Punkt auch der, dass seine Kinder für ihn ja sehr, sehr lange eine Art von Schutzschild sind. Also es ist eine Notwendigkeit, diese Fassade aufrechtzuerhalten. Und ich meinte das vorhin auch mit dem, dass er ein guter Vater ist. Nicht, dass er das wirklich empfindet, sondern dass seine Kinder sich nie beschwert haben. Und ich glaube, das liegt mit darin, dass diese Fassade, die er aufrechterhalten muss, dazu da ist, ihn so lange wie er nicht entdeckt werden will, davor zu schützen und sein Bild nach außen glaubhafter zu machen. Weil wer würde einen liebenden Vater von zwei Kindern, Ehemann und in der Kirche und bla, wer würde den jemals, selbst wenn er ein Arschloch ist, verdächtigen, dass der Leute umbringt? Jetzt ist noch eine Idee mir gerade gekommen, weil das kenne ich von zu Hause.
Es ist echt, dass ich jetzt mich hier immer da so, da habt ihr mich wirklich in eine blöde Situation gebracht. Ja, also ich habe dieselbe Persönlichkeitsstörung wie BTK, der hat aber noch ein paar andere dazu. Nee, weil meine Mom, hier, also Narzissen, Oder Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung kommen oft, also es gibt ja Dinge, die diese Störung kreieren. Der Narzissmus ist eine Traumafolgestörung, also der pathologische Narzissmus ist eine Traumafolgestörung, es ist eine Entwicklungsstörung und die kommt ja irgendwo her. Und meine Mom zum Beispiel, die ich sehr, sehr liebe und die auch ein toller Mensch ist, die aber diese Störung mit mir teilt. Und wisst ihr, was meine Mutter gemacht hat? Wir haben jeden Tag irgendwas gemacht. Am Wochenende waren wir immer weg. Wir haben immer die tollsten Ausflüge gemacht. Ja, aber wenn wir genau hinschauen, das waren alles Sachen, die sie geil fand.
Weißt du so, und das ist okay. Meine Mutter liebt Freizeitparks, ja, Hammer für Kinder. Aber dann ist es doch, das sind alles keine Faktoren dafür, wie er wirklich war. So, wir haben noch dazu ein 70er Jahre, 80er Jahre Dad. So, wenn der die Kinder nicht einfach, wenn der nicht auf die geschossen hat, war der in Ordnung so. Weißt du, das ist ja kein Maßstab so. Es geht darum, wir haben jemand, der in seiner Freizeit nachweislich sein ganzes Leben lang Tiere gequält hat. Nie eine Pause gemacht. Wir haben jemanden, der die zutiefst sadistische sexuelle Vorstellungen hat. Wir haben einen zehnfachen Mörder. Wir brauchen eigentlich, glaube ich, gar nicht drüber reden, ob das ein guter Dad oder ob der irgendwie nett oder so. Nein, alles an ihm ist Fake.
Alles. Wir haben in der letzten Folge voll viel über diesen Split gesprochen. Und ich glaube, in puncto dessen ist es super interessant, weil wir ja auch ganz viel gerade über Narzissmus sprechen, dass es eben gelungen ist, diese zwei Persönlichkeiten in Anführungszeichen so gut voneinander zu splitten. Also zu sagen, zu Hause bin ich Vater und Ehemann und ich erfülle all diese Duties, die ich habe und ich erfülle meine Rolle. Und wenn ich draußen bin, dann bin ich BTK. Und so wie du das gerade sagst, und das fände ich ganz interessant, deine Perspektive dazu zu hören, so wie du das gerade formuliert hast, könnte man annehmen, dass er immer die gleiche Rolle gespielt hat, nämlich immer die Rolle von BTK, wenn man sich vorstellt, dass für ihn die Fassade zu Hause mit seinen Kindern und seiner Frau die Seite von BTK ist, die BTK mitspielen muss, damit er selber entscheiden kann, wann die Leute wissen, dass Lynn, ich liebe den Namen, tatsächlich BTK ist. Also das ist quasi wie so eine zweite Duty von ihm in seiner Rolle als BTK war. Oder, was denkst du, glaubst du, er hat es gesplittet? Oder glaubst du, für ihn war das ein großes Konzept und es war eine Notwendigkeit zu tun, was er getan hat? Das Splitten ist so eine Vorstellung von Menschen, die sich nicht vorstellen können, dass jemand, der so etwas tut, auch so etwas tut. Dann sagt man immer, das muss gesplittet sein. Das passt ja nicht zusammen.
In Deutschland erleben wir das, wenn wir uns mit dem Dritten Reich beschäftigen, wenn wir gucken, zu was ganz normale Menschen fähig waren. Also wenn man sich den Holocaust anschaut, was dort möglich war. Und dann hat man immer gesagt, ja wow, diese zwei Seiten oder diese Dinge. Nein, nichts davon ist echt. Er ist eine leere Hülle mit diesen Trieben, was heißt Trieben ist ein scheiß Wort, mit diesen Bedürfnissen, die er sich erfüllt. Jetzt nimm statt zwei Seiten oder nimm das Wort Projektion, weil das passt bei Narzissmus am besten. Jede Version, die wir sehen, ist eine Projektion und das ist für ihn nur ein weiteres Projekt. Das ist so wie ich, der für irgendwie 15 Jobs hat. So, weißt du, das eine ist, da arbeite ich, weiß ich nicht, an meinem eigenen Scheiß, meinem True-Crime-Kanal, das nächste ist der Jugendhilfeträger, das nächste ist das Zuhause.
Die beißen sich nicht wirklich. Und so ist es bei ihm auch nicht. Er hat einfach diese verschiedenen Projektionen, die er uns zeigt. Das sind alles Spiegelbilder, die aber nur wir sehen. Weißt du, das ist nicht er, sondern wir sehen das. Da würde ich gerne mal kurz einhacken, weil ich mich die ganze Zeit frage, wenn wir uns seine Story angucken, da habe ich zwischendrin gedacht, boah, das ist ja, als ob er das am Reißbrett irgendwie sich erdacht hat. Ich meine, der könnte ja auch wie TK sein und in seinem normalen Leben geht er gerne Darts spielen und macht er Bürgerwettbewerben mit und hat irgendwie noch ein Kind. Aber nein, er muss irgendwie, ja keine Ahnung, Kinder haben und muss dann aber in einem Kirchenverein sein und muss ehrenamtlich arbeiten. Also und dann hat er auch noch diese Frau, die er dann als Leiche mit in die Kirche nimmt, in den Keller, um das auch noch eigentlich zu entweihen. Also ich weiß nicht, ist das irgendwie am Reißbrett? Also ich weiß nicht, wie ihr das empfindet. Glaubt ihr, dass er es am Reißbrett so ein bisschen auch erfunden, um seine Story noch fetter zu machen? Oder hat sich das einfach ergeben? Also sorry, aber diese Frage muss ich mal kurz stellen, weil ich die ganze Zeit darüber nachdenke. Ich kann mir schon vorstellen, dass er einige seiner, der Dinge, die er gemacht hat, dass er die schon... Deswegen auch durchgeführt hat, weil sie einfach besonders schockierend sind. Ich kann mir vorstellen, dass das mit dem in die Kirche gehen.
Dass das halt einfach auch den Zweck hatte, dass es einfach was Paradoxes ist und was, was noch mehr schockt, wenn da dann eine Leiche in verschiedene Positionen gebracht wurde und da Erotikfotos gemacht wurden. Also das kann ich mir schon vorstellen, dass das damit eine Rolle gespielt hat. Aber es wusste erst mal wieder keiner, ne? Aber er wusste es. Ich weiß, in letzter Konsequenz reicht das nicht, das hatten wir ja gerade eben schon. Aber ich glaube, ich bin überzeugt davon, dass das Gefühl von Macht, das du empfindest, in dem Moment, wo du in diese Kirche reingehst, du hast den Schlüssel und die Leute sind so, ach, schön, dass sie mal wieder da sind, wie geht's ihnen denn, bla bla bla. Und du weißt, was auf dieser Bank letzte Nacht gelegen hat. Aber nur du weißt es. Und ich glaube schon, dass es auch das im Gesamtkonzept wieder eine Möglichkeit ist, dich noch mächtiger zu fühlen, noch mehr Kontrolle zu haben, dich im Grunde zu Beginn noch im Stillen noch mehr über die Leute lustig zu machen, die dich für so einen Heiligen halten. Also für einen Arschloch, aber für einen Heiligen. Ich möchte nochmal ganz kurz auf das Thema der Abspaltung eingehen.
Uns ist es im Podcast nämlich auch immer ganz wichtig oder ich finde es immer schwierig, das so Seriemörder dann so zu verpacken, beziehungsweise BTK als Phantom, dann wirklich als jemanden zu sehen, der gar keine normalen Anteile so in dem Sinne hat. Darüber sprechen wir jetzt hier gerade sehr viel, natürlich viel Narzissmus. Und das ist natürlich was sehr außergewöhnlich ist, was er getan hat und wie er das alles aufgezogen hat. Und auf der anderen Seite glaube ich aber, dass es auch wichtig ist, noch mal im Kopf zu behalten, dass ja niemand einfach nur Narzisst ist. Niemand ist einfach nur ein Psychopath, sondern es gibt ja immer, wie sagen wir mal so schön, multifaktoriell bedingt verschiedene Faktoren, die zusammenspielen.
In der letzten Folge haben wir zum Beispiel auch die Hypothese gehabt, dass es ja in jedem und sicherlich auch in Dennis Rader auch normale, in der Psychotherapie nennen wir es gesunde Anteile gibt, die wo vielleicht tatsächlich Hypothese, Abspaltung oder sowas eine Rolle gespielt hat im Sinne von kognitiver Dissonanz, die innere Spannung niedrig halten, indem man den Familienvater und BTK in verschiedene Schubladen gepackt hat, die aber vielleicht gleichzeitig existent waren. Von daher hatte ich so ein bisschen die Frage, was ich vielleicht noch jetzt auch gegen Inhin ganz spannend fände, wo könnten wir uns denn vorstellen, dass es auch Aspekte gibt an BTK, die vielleicht, ich sag mal, dysfunktional normal funktioniert haben. Sinne von, wir haben in der letzten Folge darüber geredet, wie man zum Beispiel so kognitive Verzerrungen macht, wie zum Beispiel normale Menschen in der Lage wären, grausabe Dinge zu begehen oder wie du gerade gesagt hast, Max, wie normale Menschen, wie zum Beispiel im Dritten Reich es war, in der Lage sind, Abspaltungen vorzunehmen. Indem sie zum Beispiel sowas sagen wie, ich habe die Befehlskette befolgt, um vor sich selbst und vor anderen zu rechtfertigen, was sie getan haben. Aber da, ich sehe es tatsächlich anders.
Weil BTK ist kein normaler Mensch. Dennis Rayler ist kein normaler Dude. Wir haben bei manchen dieser Form von Sexualstraftätern, das ist, ich weiß, und da mache ich mir immer keine Freude, wenn ich das sage, aber ich glaube tatsächlich, dass dieser Sexualtrieb, der bei ihm ist, kaum für uns jetzt hier besonders euch nachvollziehbar ist. Es ist ein Maß an Raum nimmt es ein, in seinem Tag von diesen 24 Stunden, die wir haben, die wir uns nicht im Entferntesten vorstellen können, wie voll das ist. Es gibt so einzelne Situationen, klar, wenn er jetzt Auto fahren, nicht mal beim Auto fahren, nein, nein, nein. Es gibt einzelne Situationen, wo er kurz funktionieren muss, wo er vielleicht kurz an was anderes denkt. Aber sonst, das nimmt so viel Raum ein, vor allem, wenn sie dann irgendwann aufmachen. Weil am Anfang ist ja noch so, okay, wir drängen die Fantasien zurück, wir denken an was anderes, wir lassen uns nicht von jedem kurzen Rock, von jedem Knöchel, von jedem langen Haar, von jedem Lippen, von jeder einzelnen Frau, die uns begegnet, triggern. Aber sobald die aufmachen, da ist kein Platz mehr für irgendwas anderes. Und wir fragen uns ja immer, wie machen die das? Wie kriegt ihr das hin? Wie kann der hier irgendwie zwölf Leute stalken gleichzeitig, 50 Listen haben, Gedichte schreiben, sich selber fotografieren?
Es nimmt alles ein. Und alles, was es nicht einnimmt, sind diese notwendigen Dinge. Aber das ist eben nicht er. Das sind die Projektionen. Wenn es nach ihm ginge, 24 Stunden, 7 Stunden am Tag, Rape, Rape, Rape. Aber heißt das, du sagst, er hat gar keinen gesunden Anteil? Nein. Der hat keinen gesunden Anteil, wo soll denn der sein? Aber gibst du ihm, also provokative Frage, aber wir sind ja gerade in der Diskussion. Gibst du ihm damit nicht vielleicht als BTK ein bisschen viel Macht oder viel Outstanding, in dem Moment, wo du sagst, er ist kein normaler Mensch, denn im Endeffekt ist er einfach nur ein Dude, der total viele ganz krankhafte Anteile hat, die, ich stimme dir vollkommen zu, total schwer nachvollziehbar sind. Aber machen wir ihn nicht größer, als er ist, wenn wir sagen, er ist nicht so wie wir. Weißt du, was ich meine? So im Sinne von Prävention, im Sinne von auch verstehen, wie so jemand funktioniert. Auch dahin, dass es Tätertypologien gibt, wo geguckt wird, okay, wie kann ein Mensch so werden? Denn das ist er ja im Endeffekt. Er ist einfach nur, wenn man es runterbricht, das wird er wahrscheinlich, der Lin auch nicht gerne hören. Er ist einfach nur, wie wir es vorhin gesagt haben, ein erbärmlicher Dude, der jetzt im Gefängnis sitzt. Er ist ein Sexualstraftäter. Er ist ein gestörter Sexualstraftäter. Und nein, sie sind nicht wie wir. Nein. Also ich weiß nicht, ich meine, ihr therapiert die.
Wir beschäftigen uns beruflich damit. Ich habe diese Leute im Gefängnis gesehen. Was passiert, wenn du ihren Trigger wegnimmst? Nämlich Frauen und Kinder. Und plötzlich bleibt ja sozusagen nur ein Anteil übrig, der nicht ständig getriggert ist, sondern der halt jetzt irgendwie da so funktionieren muss, und ich habe eine Menge leere Hüllen rumlaufen sehen die das füllen mit Aktivitäten wie Schachspielen oder jetzt dann da oder hier was oder da, aber es ist nicht, du merkst, es ist als wären die amputiert so, das ist nicht das, was sie sein wollen weißt du, das ist wie so ein, ich kann es schlecht begreifen Also ich kann es schlecht erklären. Ich glaube nicht, dass James Ray... Und nicht normal zu sein, ist ja jetzt keine Erhöhung zwingend. Sondern er ist ja eigentlich... Digga, du bist nichts. Ja, naja. Also ich persönlich denke, dass... Aber vielleicht haben wir da auch einfach unterschiedliche Meinungen. Dass selbst wenn du den Leuten das wegnimmst, und du hast sie gerade als amputiert bezeichnet, sind sie immer noch Personen, die Anteile haben, die sich nicht nur darauf beziehen. Und ich glaube halt, dass...
Dennis Rader, zum einen, du hast vorhin Rape gesagt, dazu muss man sagen, dass Dennis Rader ja nie jemanden vergewaltigt hat, darauf legt er ja viel Wert, dass er nicht so schlimm ist wie die anderen, da haben wir in unserer vorherigen Folge ein bisschen drüber gesprochen. In fetten Anführungszeichen. Ja, genau. Wo hört das? Er behauptet das. Er behauptet. Das ist seine Aussage. Er hat nicht penetriert, aber. Genau, darauf legt er Wert. Er hat nie jemanden penetrativ vergewaltigt. Aber ich glaube, wo aus der Perspektive, aus der Maxi und ich kommen, ist, dass jeder Mensch ja geboren wird und sich dann in eine bestimmte Richtung entwickelt. Und dass selbst Menschen, die sich in solche Abgründe verirren, in Anführungszeichen, wie BTK, dass selbst die an irgendeiner Stelle gesunde Anteile haben. Und sei es auch, wenn du es in Prozenten nimmst, seien wir bei 95 Prozent krankhafter Anteile und 5 Prozent normal. Aber auch die sind am Ende immer noch Menschen. Und ich finde es so ein bisschen, wie Maxi das gerade gesagt hat, wenn wir sagen, das sind keine normalen Leute, kein normaler Mensch entwickelt sich jemals dahin, das kann kein Mensch sein, dann geben wir dem sowas Mystisches, sowas Undurchbrechbares, sowas Unaufhaltsames wie so eine Naturgewalt, etwas, das du nicht verhindern kannst.
Und ehrlicherweise sehe ich persönlich das auch nicht so. Also was heißt verhindern können? Guck mal, das Ding ist, warum er auch zum Beispiel sagt, ich penetriere, ich bin kein Vergewaltiger. Wisst ihr, wie er gekommen ist?
Indem er gesehen hat, wie dieses kleine Mädchen stirbt, ohne sich selbst zu berühren. Er braucht keine Reibung an seinem Penis, um in seine scheiß Hosen zu kommen. Wisst ihr, worauf ich hinaus will? Also das ist nicht das Gleiche. Das ist nicht nachvollziehbar. Nein, gibt es, also wir können jetzt, hier sind sehr viele Zuhörer, wenn ihr männliche Zuhörer sind, wer von euch kann eine Fantasie abrufen, die so stark ist, dass ihr ohne euch selbst zu berühren abspritzt? Ich kenne keinen. Ich habe das noch nie geschafft und ich habe das auch noch, also ich bin seit zehn Jahren jetzt irgendwie hier sehr freizügig unterwegs und auch auf Partys, Sexpartys, alles mögliche die ganze Zeit. Und nein, da ist ein großer Unterschied. Ich sage ja nicht, dass der erhöht ist oder dass der irgendwie eine Natur geht, weil der ist ein Stück Scheiße. Aber ob das zu stoppen war, das wage ich ganz stark zu bezweifeln bei ihm. Das ist so früh, so massiv und so unterschiedlich von dem, wie Sexualität in Anführungszeichen normal ausgelebt wird. Und da meine ich den ganzen Spektrum bis zum BDSM und in allen Bereichen. Es geht darum, dieser Mann hat ein kleines Kind aufgehängt, stranguliert und ist gekommen dabei, ohne sich selbst zu berühren. Und er konnte in Zukunft beim Gedanken daran Orgasmen bekommen, ohne sich selbst zu berühren. Das ist so weit entfernt von dem, was ich jetzt unter Sexualität verstehe. Und das meine ich mit, er ist anders und er hat nichts mit uns zu tun.
Es ist ja nicht Sexualität, wie wir sie kennen. Ich glaube, auf der Ebene sind wir uns auch einig, weil wir, also ich weiß nicht, Maxi, ich will jetzt und Claudia, ich will nicht für euch sprechen, aber ich bin an der Stelle, sind wir beide uns auf jeden Fall einig, dass das nicht im normalen Spektrum ist und auch nicht normal und auch nichts, was ich nachvollziehen kann. Ich glaube, mir oder uns ging es eher darum zu sagen, ja, er hat diese krassen Anteile, aber er ist immer noch ein Mensch und er hat immer noch Anteile, die menschlich sind und sei es auch nur, wie du gesagt hast, dass die Leute Schach spielen, dass sie eine Begeisterung für Schach empfinden, was etwas vollkommen Normales und Menschliches ist und ein normaler Anteil ist. Und das ist, glaube ich, einfach was, was mir persönlich total wichtig ist, auch bei uns im Podcast, weil wir so oft darüber reden, das zu betonen, es ist ein Mensch, der auch gesunde Anteile hat, unabhängig von den wirklich überhaupt nicht in Frage zu stellenden Taten, die er begangen hat. Wenn wir jetzt hinschauen, ich sage immer, bei uns eigentlich, es gibt immer, wenn wir jetzt eine Doppelschule machen, es würde eine Stelle geben, wo wir Dennis Raider fühlen.
Es gibt eine Stelle, wo wir sagen, fuck man, okay, hier haben wir jetzt entweder gerade Mitgefühl mit ihm oder er tut uns leid. Oder wir fühlen eigentlich, ich kann nachvollziehen, wo er gerade steht, aber es gibt so ein paar, ich meine, ihr habt uns echt einen schweren Fall gehört, wirklich, ey Leute, ich komme mir so arschig auch die ganze Zeit vor, aber es gibt so ein paar, es gibt ein paar Leute und da ist Dennis Rader dabei und es ist wirklich, das ist, selbst unter Serienmörder ist das noch ein Bruchteil, die so früh so weit draußen waren, dann nehme ich auch zum Beispiel Dahmer, dass du die eigentlich nicht mehr zurückholen konntest, in ein verträgliches, in ein soziales Gefüge. Weil wo will er denn hin? Wisst ihr, was ich meine? Wenn du Knochen in der Hand hast und du kommst, weil du das Geräusch von Knochen so geil findest, wie die Klippern, das ist, Ich weiß, was du meinst, in dem Sinne, dann ist das Kind doch schon in den Brunnen gefallen.
Ich denke, wo es keine Diskussion gibt, ist, dass ja Dennis Rader, ja, das würde ja auch dazu passen, auch wie du es formuliert hast, einfach ein zutiefst krankhafte Person ist, was teilweise nicht nachvollziehbar ist, wie krankhaft es war, ohne gleichzeitig Schuld abzusprechen, denn er war zweifelsohne komplett schuldfähig und hat diese Taten komplett bewusst begangen und diese Entscheidung bewusst getroffen. Aber ich weiß nicht, wie man mit ihm, also ich habe keine, was ja auch noch dazu kommt, dass sein spannendes Potpourri an Persönlichkeitsstörungen und Neurodivergenzen und was nicht alles, ermöglicht ihm ja auch überhaupt keinen Zugang zur Reflexion und zur Schuld. Nee. Also Schuld ist ein schwieriges Wort, aber er ist so unempathisch, dass er gar nicht verstehen kann, was das Problem sozusagen ist. Und für ihn, für solche Leute, und da ist der Narzissmus tatsächlich auch nochmal wirklich echt nicht hilfreich, der erlaubt ihm nämlich zu sagen, ey, diese ganzen Menschen, die ich geschädigt habe, haben nur gelebt, um mich zum Main Character zu machen. Er ist ja heute noch, das siehst du an diesen komischen Gedichten, die er dann schreibt, er ist ja heute noch, er ist ja diesem Mädchen auf so eine komische Art schon fast dankbar, dass sie da irgendwie Teil war seiner Inszenierung und das war so wundervoll und eigentlich erwartet er auch, dass sie ihm dankbar wäre und glaubt es sogar.
Der ist davon überzeugt. Und das ist so ein bisschen dieses Ding, warum ich eben ihn, ich sehe halt, und vielleicht haben wir ja noch ein Problem in der Definitionssache mit diesem Menschsein. Ich sehe halt Menschsein jetzt nicht unbedingt als so was super Positives, dass ich mir denke, ah ja, der hat auch menschliche Aspekte. Ich finde ihn zutiefst menschlich. Ich finde ihn zutiefst menschlich. Ich finde nur Menschen nicht so, ich nehme das bloß nicht als Synonym für, das ist jetzt was Tolles. Mir ging es auch eher um menschlich im Sinne von gesund, weil alles andere, und ich weiß aber, was du meinst, weil ich menschlich auch nicht grundsätzlich als positiv betrachte und auch nicht grundsätzlich als gesund betrachte. Auch da sind wir uns einig. Aber mir ging es tatsächlich in dem Moment darum zu sagen, er hat gesunde Anteile. Er hat normale menschliche, auf dem normalen menschlichen Spektrum befindliche Anteile. Er kackt, willst du sagen. Zum Beispiel, ja. Nimm, was du möchtest. Ich glaube, er kackt. Einigen wir uns auf Dennis, Lynn, Rader, kackt. Lin kackt. Ja, Lin kackt.
Ich finde, es soll die Folge heißen. Lin kackt. Ihr habt mich fertig gemacht. Ihr habt uns fertig gemacht. Ihr habt einen der kompliziertesten True-Crime-Fälle. Ich habe gesagt, setzt euch mal hin, hier, Claudi und Max. Normalerweise würde ich zwei Wochen nichts anderes machen, als alles lesen, was es darüber gibt. Und normalerweise sind nämlich wir, Claudi, sag es Ihnen mal bitte, wir sind die, die an jedem Monster, in Anführungszeichen, noch das Menschliche finden. Weil wir nämlich ablehnen, dass es böse Hexen gibt und böse Zauberer und böse Dämonen. Und dass es Monster gibt. Und dass es Monster gibt. Und ich glaube, da haben wir nur ein bisschen ...
Ich komme auch schlecht aus meiner Haut raus. Das kommt durch diese zehn Jahre Missbrauch, die ich erlebt habe in Anstalten mit solchen Tätern. Ich habe Sexualstraftäter auch erlebt in meiner eigenen Familienhistorie. Und ich habe echt bei diesen Leuten ... Ich komme da nicht von dem therapeutischen Ansatz. Ich muss alle meine Gefühle einsperren, um nicht von einem, wieso darf der überhaupt noch existieren, Standpunkt zu kommen. Ich habe keinen Bock, den zu resozialisieren, zu therapieren, nichts. Ich will eigentlich, dass der sich selber autofixiert. Und ich glaube, dass deine, deswegen finde ich es so super, dass ihr heute dabei seid, weil eure Perspektive, da ja, wie du sagst, eine ganz andere ist als unsere. Wir sind von der Therapeutensicht und da ist es, finde ich, total wertvoll, auch die unterschiedlichen Perspektiven mit einzubeziehen und auch voll wertvoll von deiner Seite, dass da auch Emotionen da sind, die dann auch natürlich auch spürbar werden dürfen. Das ist, wenn wir in unserer Therapeutenrolle sind, werden wir oft auch analytisch, wir nehmen uns Zeit für die Diskussion und ich finde es aber total wertvoll, auch manchmal einfach zu sagen, ey, ist einfach ein Arschloch, ist einfach auch Kacke, weil das was... Ja und übrigens möchte ich mal sagen, auch die Frau von ihm, also über die hätte ich jetzt auch gerne nochmal eine halbe Stunde geredet. Also die ist auch übrigens eine Blut-Gitsch. Ja, habe ich dir schon mal vorgestellt, du erinnerst dich bloß nicht dran, weil da kanntest du ihn noch nicht und da habe ich sie vorgestellt als eine, ich habe dir drei blinde Frauen vorgestellt und sie war eine davon, weil sie hat einmal zum Beispiel eine Kiste gefunden mit Wäsche, Sie hat einmal ein Fotoalbum gefunden. Sie hat all die Scheiße mal gefunden. Das ist eine von diesen Frauen aus der Zeit, die...
Solche Scheuklappen drauf machen musste, um zu existieren. Deswegen gebe ich da auch nichts drauf, wenn irgendwer gesagt hat, der war in Ordnung oder der war gut. Das waren ganz komische Zeiten. Da war ein Mann in Ordnung, wenn er halt, wie gesagt, nicht irgendwie die Kinder getreten hat zu jedem Früh. Und ich glaube, dass ganz viel auch, was ihr gesagt habt, die Fragen, die ihr stellt, auch ganz viele Dinge sind, die sich einfach auch wirklich ganz viele Menschen fragen und die auch ganz viele Menschen denken. Von daher denke ich, dass wir da heute sehr aus der Seele von ganz vielen Hörern gesprochen haben und einfach bestimmt auch so Momente kamen wie, oh ja, endlich sagt es mal jemand. Ja, der ist Kacke. Der kackt. Lin kackt. Lin kackt. Aber in meinem Buch bin ich differenzierter. Das war jetzt keine gute Werbung von meinem Buch. Ich wirklich. Ich dachte, Mann, naja, egal. Egal. Ist egal. Ich habe mit den Leuten, weißt du, was ich gemacht hätte? Und das ist ja das Allerschlimmste. Ich hätte im Knast mich auch noch erhoben, hardcore über ihn erhoben, hätte ihn als absoluten Ding behandelt, während ich selber draußen volles Arschloch war.
Also mir ist das auch bewusst, dass das nicht ganz... Ach, wir haben heute ganz viel, vielleicht noch so als Ergänzung, über Psychopathie und die narzisstische Persönlichkeitsstörung gesprochen, haben aber relativ wenig über so Diagnosekriterien etc. Geredet. Wenn ihr dazu noch ein paar mehr Infos braucht, könnt ihr gerne in die Folge 27 reinhören und die folgenden, da haben wir ganz viel über Psychopathie gesprochen. Über die narzisstische Persönlichkeitsstörung haben wir in Folge 10 beispielsweise gesprochen. Da kriegt ihr auch noch ein paar mehr Infos dazu. Und wenn ihr noch mehr Infos zu diesem Thema haben wollt, dann kann ich euch Max' Buch auf jeden Fall ans Herz legen. Ich habe es noch nicht gelesen, aber ich bin sicher, es ist großartig. Ich hoffe, dass es euch gefällt. Bestimmt. Wir freuen uns sehr darauf. Wir müssen mir sagen, wo wir es hinschicken. Sehr, sehr gerne. Wir haben das hier öffentlich festgehalten. Maxi und ich bekommen also ein Buch. Freut mich, sieg mir euch das und alles. Sehr, sehr schön. Und dann freue ich mich über eine Kritik.
Und ja, von uns, Mensch, danke, dass wir da sein durften. Sorry, dass ich so... Ja, danke, danke, danke. Es ist wirklich, Leute, wirklich, wenn jemand eine Neun- oder eine Elfjährige anwächst, dann bin ich einfach, da habe ich dann, dann bin ich echt, dann mag ich den nicht. Verständlich. Also nicht nur mag ich mich, sondern ich verliere meine Objektivität irgendwie so ein bisschen. Merke ich. Ich finde es sehr verständlich. Wir sind in diesem Podcast, aber auch Maxi und ich sind manchmal auch so, dass wir sagen, okay, ich muss jetzt kurz wieder ein bisschen Distanz bekommen. Aber wir halten uns auch immer sehr zurück, was das angeht. Übrigens schuldest du uns, in Anführungszeichen schuldest du uns, zum Abschluss dieser Folge noch das Lüften des Geheimnisses um den Test, den du gemacht hast. Da bin ich mal gespannt. Wir schreiben jede Woche, Leute. Ja, deswegen, also ich wollte es euch jetzt sagen, die Zahl ist, ey, übrigens hört noch mal rein in die Folge, in der Maxim und Basti bei uns zu Gast waren. Da könnt ihr nämlich einen weichen Einstieg finden für den Podcast von Claudi und mir. Da sind dann eure Lieblings-Podcast-Hosts ja bei uns zu Gast und es war ganz, ganz toll. Haben Gerd Postl mit uns analysiert. Der hat mich noch nicht angeschrieben und verklagt, würde er aber wahrscheinlich tun, wenn er die Folge gehört hat. Wir teilen uns dann die Klage und ich rede noch weiter, so lange bis die Zeit abgelaufen ist. Du sagst es wieder nicht. Nein, ich sag's, ich sag's. Also jetzt zählen wir runter. 5, 4, 3, 2, 1, es sind...
Music.
Das war Blackbox, der Cycron Podcast. Eine Produktion von Auf die Ohren. Konzept und Redaktion Maxi Bels und Barbara Focke. Projektleitung und Vermarktung, Schnitt- und Sounddesign, Milan Fay. Jo, meine Audiospül läuft ja noch. Ich hab's euch nicht gesagt. Das ist aber auch wirklich, also ich werd doch in der BTK-Folge jetzt hier nicht meine Psychopathie-Score aufmachen. Wo gehen wir denn da hin? Das ist halt eh schon schlimm genug, dass ich jetzt mit dem irgendwas gemeinsam hatte. Also, Dennis Lynn Rader, ich hoffe, du stirbst ein langsam Tod eines Tages und brennst in der Hölle.