In unserer letzten Folge haben wir ja über Patty Hearst gesprochen und über die Thematik der sogenannten Gehirnwäsche. Und in diesem heutigen Quickie würde ich gerne über was sprechen, das mich schon während der Recherche zum letzten Fall sehr beschäftigt hat. Nämlich die immensen Reaktionen auf das vermeintlich falsche Opfer, Patricia Hearst. Weil sie in den Augen der Öffentlichkeit ja gar nicht dem Bild eines Opfers entsprochen hat, das die Gesellschaft so gerne sehen würde. Ja, weil ja auch in ihr wurde ja auch die Täterin gesehen. Beziehungsweise nicht auch. Viele haben ja hauptsächlich die Täterin in ihr gesehen. Ja und im Zusammenhang damit habe ich mir die Frage gestellt, warum es uns eigentlich so unfassbar schwerfällt, jemanden als Opfer zu akzeptieren und Der bestimmte Kriterien nicht erfüllt. Und dann habe ich mich gefragt, was für Kriterien erwarten wir denn von Opfern und warum erwarten wir diese Kriterien eigentlich und was bedeutet das alles überhaupt? Und dann bin ich in einem Rabbit Hole zum Thema Opfertitel und Opfervorstellungen und Biases verschwunden und dann erst nach Stunden wieder rausgekommen. Ich wollte gerade fragen, wie tief bist du da reingegangen? Wenn so viele Fragen hintereinander kommen, dann weiß ich schon, wow, sie war tief drin.
Ich bin darin verschwunden. Aber ich habe für diesen Quickie das Ganze ein bisschen kürzer zusammengefasst und habe euch so ein paar Insights mitgebracht, was wir als Gesellschaft so für eine Meinung zu opfern haben oder wie wir da auch drauf blicken. Ihr wisst, das hier ist ein Quickie, deswegen ein sehr kurzer Abriss. Aber an dieser Stelle Mini-Spoiler. Ich werde mich diesem Thema nochmal widmen, weil ich es sehr, sehr interessant fand und ehrlicherweise der Meinung bin, auch darüber sollten wir mehr sprechen. Heißt, kommt vielleicht noch eine Hauptfolge zu einem solchen Thema? Ich denke.
Also, für diejenigen von euch, die sich jetzt fragen, wieso, was war denn mit Patty Hearst? Hört gerne in die letzte Folge rein. Ich spare mir bei diesem Quickie jetzt die Zusammenfassung. Die Frage, die ich mir also gestellt habe, ist, warum gibt es denn gute und schlechte Opfer und was bedeutet das eigentlich? Und was ich sehr interessant fand, war, dass jeder von uns so eine Art Opferskript im Kopf hat. Das heißt, wir stellen uns als Individuen, aber auch als Gesellschaft vor, wie ein Opfer quasi sein soll.
Und das Ganze basiert darauf, dass wir, unser Gehirn liebt Abkürzungen, wir erinnern uns daran, dass wir in unserem Gehirn die Welt gerne in Gut und Böse, Richtig und Falsch, Täter und Opfer einteilen. Das heißt, unser Gehirn neigt dazu, die Welt eben in so ganz einfache, ganz klare Kategorien zu teilen. Und deswegen ist es notwendig, dass es einen eindeutigen, bösen, grausamen, schlechten und niederträchtigen Täter gibt und ein eindeutiges, passives und unschuldiges Opfer. Wenn also ein Opfer irgendwie Mitschuld hat oder sowas wie Rache ausübt, wobei es da auch drauf ankommt, wie die Rache ausgeübt wird, wenn ich so an ein paar Filme denke.
Oder wenn ein Opfer so komplexe Reaktionen wie zum Beispiel Patricia Hearst zeigt, dann funktioniert in unserem Gehirn diese Zweigeteiltheit nicht mehr. Es gibt kein Täter und Opfer. Irgendwie ist das Opfer jetzt auch ein bisschen Täter und wenn dann der Täter im schlimmsten Fall auch noch ein bisschen Opfer ist, dann ist unsere schöne heile Welt komplett durcheinander. Heißt so, in dem Moment, wo es nicht mehr schwarz oder weiß ist, sondern in dem Moment, wo die Graufstufen mit reinkommen, sind wir verwirrt. Genau. Und das Faszinierende daran ist, dass diese Vermischung quasi in uns kognitive Dissonanz erzeugt. Also sowas wie mentale Spannung. Wir können nicht, unser Gehirn kann ganz schlecht aushalten, wenn etwas nicht eindeutig ist. Und viele Menschen neigen dazu, dann sich einfach auf eine Seite zu schlagen, in Anführungszeichen. Also in dem Fall beispielsweise das Opfer abzulehnen.
Wie möglicherweise auch in dem Fall Patty Hearst. Und im Grunde sich selbst zu überlegen, das perfekte Opfer muss passiv sein und rein, also unschuldig, wehrlos und moralisch unantastbar. Das ist ganz wichtig, denn nur dann fühlt sich unsere Gesellschaft moralisch auch verpflichtet, dieses Opfer zu unterstützen.
Und wenn das Opfer nicht perfekt ist, wie zum Beispiel Patty Hearst, dann springt im Grunde diese kognitive Dissonanz an. Wie kann jemand Opfer und Täter gleichzeitig sein? Und manchmal sorgt das sogar dafür, dass wir Wut empfinden auf die Person, die aus unserer Perspektive diese kognitive Dissonanz, also diese innere Spannung auslöst. Das heißt, wenn das Opfer sich dann verdammt nochmal nicht so verhält wie ein Opfer, dann macht uns das wütend. Weil wir denken, wie kannst du es wagen, meine heile Welt durch, also wir denken das natürlich nicht aktiv, aber unser Gehirn denkt uns und es denkt uns dann sowas wie, wie kannst du es wagen, meine heile Welt durcheinander zu bringen und dafür zu sorgen, dass ich eben nicht die Welt teilen kann in schwarz und weiß. Ich muss gerade dran denken, an so, ich weiß, vielleicht erinnerst du dich, sicherlich erinnerst du dich auch da an ein paar Momente, wenn so.
Streitigkeiten oder Anklagen Gerichtsverfahren zwischen zum Beispiel zwei Prominenten oder sowas sind oder bekannten Personen des öffentlichen Lebens, da muss ich gerade dran denken.
Hab so ein bisschen das auf mich projiziert und hab gemerkt, dass ich da auch immer das Bedürfnis verspüre, eine Seite zu wählen oder eine Entscheidung dazu haben. Und ich sehe zum Beispiel dann auf Instagram, ich muss jetzt zum Beispiel gerade an Amber Heard und Johnny Depp zum Beispiel denken. Oh, ja. Weißt du, so dieses Gerichtsverfahren, wo du ja als Außenstehender Also ich habe, gerade ich, die sich nicht mit diesem Fall groß beschäftigt hat, habe ja keine Infos darüber, was jetzt wer gemacht hat und wer jetzt da wie viel Schuld hat. Und trotzdem habe ich das ganz starke Bedürfnis, da irgendwie eine Seite zu wählen. Und da ich das aber noch nicht konnte, weil ich mich damit nicht beschäftigt habe, habe ich diese Entscheidung, merke ich gerade in meinem Kopf, einfach nach hinten geschoben. Das heißt, irgendwann muss eine Seite gewählt werden, ohne dass ich es bewusst mache. Aber so, das passt ja gut dazu, dass wir halt einfach diese Neigung haben. Wir wollen eine Seite wählen, wir wollen uns für was entscheiden, damit wir doch wieder dieses Schwarz und Weiß für uns haben. Ja, es passt perfekt daran. Ja, ja, also auch selbst jetzt, wo ich sage, okay, ich kann das noch nicht entscheiden. Ich weiß, mein Bedürfnis ist, irgendwann da eine Entscheidung zu haben. Also schiebe ich es einfach nur auf. Crazy. Und es passt ja. Das ist ja genau das. Das ist genau das. Warum will ich da eine Entscheidung? Da ist wahrscheinlich auch nicht alles Schwarz-Weiß, Maxi, aber mein Gehirn ist so Bis zum nächsten Mal. Wir brauchen eine Entscheidung. Wir brauchen einen Schuldigen. Wir müssen uns auf eine Seite stellen. Nein, das müssen wir nicht. Doch.
Ja, aber das verstehe ich richtig gut, weil ich merke, dass mein Gehirn so eine Seite hat, die sich in solchen Konflikten immer sofort entscheidet und sagt, der ist schuld oder die ist schuld. Ja, ja. Und ein anderer Teil von mir holt dann so eine Freudbrille raus und ist dann so, Entschuldigung, hast du da die unterschiedlichen Dynamiken betrachtet? Und der andere Teil meines Gehirns ist so, ist mir egal, der ist schuld. Ja, und der Teil, der schreit, der ist schuld, der braucht dann nur ein bisschen andere Info und dann schreit Andi, der andere ist doch schuld. Je nachdem, wo mehr Informationen da sind, da geht man ja mit, weil das halt die Menge an Informationen ist, die man dann hat.
Und unbewusst schlägst du dann um und wenn du dich dann reflektierst oder das mal bewusst überlegst, warum denke ich das denn gerade eigentlich, warum neige ich dazu, da die Schuld hinzuschieben, dann merkt man ja eigentlich, dass es komplett haltlos ist. Also wirklich gerade bei so Streitigkeiten des öffentlichen Lebens, du hast ja nie alle Informationen. Du bist der Letzte, der darüber eine Entscheidung treffen kann. Ja, komplett. Ich fand es auch irre, deswegen habe ich mich da immer so weit, also deswegen habe ich angefangen, mich da so einzulesen, weil ich dachte, oh Gott, ich erkenne zu viele Parallelen zu mir selbst. Ja, das ist ja auch dieses, da suchen wir, selbst bei solchen öffentlichen Konflikten, wo beide auch aktiv sind, beide Parteien oder vielleicht alle Parteien, wenn es mehr als zwei sind, trotzdem da suchen wir Täter und Opfer. Obwohl wir sogar wissen, dass die Berichterstattung zum Beispiel ja auch sehr parteiisch ist und die Medien das schon immer in eine bestimmte Richtung lenken, je nachdem, wie man so zuhört, je nachdem, was man so liest. Selbst bei Statements von den jeweiligen Personen sucht man Täter und Opfer, wo ja noch eindeutiger ist, dass das subjektiv eingefärbt ist, wenn die Person selbst davon berichtet. Ja, ich fand es wirklich interessant. Und das zweite ist das Thema Victim Blaming. Großes, großes, großes Thema, zu Recht. Und Victim Blaming basiert psychologisch unter anderem auf der Illusion von Kontrolle.
Wir als Gesellschaft, aber auch als Einzelpersonen haben ein großes Bedürfnis danach, dass die Welt gerecht und vorhersehbar ist. Das nennt man auch gerechte Welthypothese. Also wir gehen quasi davon aus, nicht jede Person, aber die meisten Menschen gehen davon aus, dass schlechte Dinge nur den schlechten und unvorsichtigen Menschen passieren. Und das heißt, wenn jemand, also quasi jemandem Gutes, also jemand, der uns ähnlich ist, wenn dem ein Leid erfährt, dann sorgt das dafür, dass wir Angst bekommen, weil uns das bewusst macht, dass das jedem passieren kann. Also auch uns selbst. Das heißt, wir versuchen dann eben, um diese existenzielle Angst abzuwehren.
Beispielsweise, wenn man, angenommen jemand wird Opfer von einem Autounfall und die Person stirbt und die andere Person ist betrunken Auto gefahren. Dann wollen wir gerne, dass die Person, die gestorben ist, dass wir dann, oder wir neigen dazu, sowas zu denken wie, naja, vielleicht ist sie auch zu schnell gefahren. Oder naja, vielleicht hatte sie ja auch kein Licht an. Oder was fährt man denn auch um die Uhrzeit noch über die Landstraße oder sowas? Weil es war ja auch schon dunkel und Samstagnachts ist ja auch sehr unvorsichtig. Und das ist im Grunde, es ist Victim-Blaming, weil was kann die Person denn dafür?
Aber wir tun das, weil wir dann das Gefühl haben, dass das Opfer etwas falsch gemacht hat. Und das beruhigt uns quasi, weil wenn das Opfer etwas falsch gemacht hat, dann ist das etwas, das uns nicht passieren kann, weil wir das nicht gemacht hätten quasi. Also... Es ist so eine Art Schutzmechanismus, um dafür zu sorgen, dass wir denken, uns hätte das nicht passieren können und dementsprechend muss das Opfer irgendwas falsch gemacht haben, weil wir ja davon ausgehen, dass das Opfer irgendeine Art von Schuld mittragen muss, denn würde das Opfer keine Schuld tragen, könnte es jedem passieren und der Gedanke, dass das jedem auch uns passieren könnte, ist so schwer auszuhalten, dass wir quasi eine Methode suchen, um in unserem Kopf zu verhindern, dass das auch in unserer Vorstellung uns passieren könnte. Und vielleicht kennen das einige von euch gerade, also ich kenne das bei Erkrankungen im nahen Umfeld, also schwere körperliche Erkrankungen, die man ja auch irgendwie immer so wegschiebt und dann hat es aber jemand, den man kennt und dann denkt man sich auf einmal so, oh Gott, das kann ja wirklich jeden passieren, das kann jeden treffen. Und das ist, glaube ich, vielleicht auch dieses Gefühl von, oh Gott, es kann mich treffen und dieses schwer Aushaltbare vielleicht nochmal darstellt, weil das ist, glaube ich, was, was vielleicht jeder von uns mehr oder weniger schon mal erlebt hat, dass dann manchmal so Realisierungen kommen, oh Gott, es kann mir auch passieren und das ist so schwer auszuhalten, dass man, wenn man kann, es am liebsten einfach wegschiebt.
Ja, ja, komplett. Und ich glaube, dieses ganze Thema, also ich finde, Victim-Blaming kommt zumindest von dem, was ich mitbekomme, am häufigsten vor bei sexueller und sexualisierter Gewalt, wo die erste Frage immer ist, was hatte sie an? Das, meine Freunde, ist Victim-Blaming. Und das ist der Versuch, den Fokus auf das Verhalten des Opfers zu legen. Und das hat gleich zwei Mechanismen als Hintergrund. Das eine ist, dass wir uns dann nicht ganz so sehr bewusst machen müssen, wie willkürlich und grausam Menschen sein können, weil das Opfer hat ja offensichtlich etwas gemacht, was dann dazu geführt hat. Das heißt, es ist auf der einen Seite etwas, das den Täter provoziert hat, in Anführungszeichen. Das heißt, der Täter hat auch nicht einfach willkürlich gehandelt oder die Täterin. Und das Zweite ist natürlich, wenn das Opfer sich so verhalten hat und unvorsichtig war, in Anführungszeichen, dann können wir sagen, uns wäre das nicht passiert, denn wir hätten uns nicht so verhalten. Das heißt, es senkt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass wir mit der Vorstellung leben müssen, dass wir selber hätten das Opfer sein können. und es senkt die Angst vor der Willkür von Tätern oder Täterinnen. Und es hat quasi damit gleich zwei Effekte, um uns selbst möglichst stabil zu halten. Und für das Opfer bedeutet es einfach nur, dass es beschuldigt wird für etwas, für das es nichts kann. Und ich habe mal in einer kurzen Recherche ein paar von den Eigenschaften rausgesucht.
Die ein gutes Opfer quasi hat und Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die ein schlechtes Opfer in Anführungszeichen hat. Das hört sich so falsch an. Es ist auch falsch, es ist auch falsch, aber ich fand es wahnsinnig interessant und ich wollte es in diesem Quickie unbedingt einmal besprechen.
Weil ich glaube, wenn man sich das selber bewusst macht, Also ich selber habe mich so ertappt gefühlt, als ich das gelesen habe, dass ich dachte, ich kann nie wieder irgendjemanden zu irgendwas beschuldigen. Das würde mir so schwer fallen. Ja, ich denke mir halt krass, so falsch es sich anfühlt, unser Hirn, wenn es so schnelle Entscheidungen macht, dann ist es ja nicht so das moralisch korrekteste Werkzeug, Organ, keine Ahnung, Entscheidungsträger, sondern unser Hirn macht ja einfach den kürzesten Weg und da ist ja egal, ob das moralisch verwerflich ist oder nicht. Deswegen finde ich es auch total wichtig, dass wir heute darüber sprechen. Und gleichzeitig fühlt es sich so falsch an, weil ich mir so denke, das darf es doch eigentlich nicht geben. Aber natürlich, unser Hirn sagt, yes, das geht schneller, das machen wir.
Also ein gutes Opfer ist passiv und hilflos, es ist traurig und demütig, es ist vor allen Dingen unschuldig, es ist gehorsam und es ist konform. Ein problematisches Opfer, also ein unreines, ein schlechtes Opfer, ein Opfer, das wir nicht als Opfer akzeptieren können, kämpft zurück, zeigt Wut oder wird selbst aggressiv, zeigt zu viel Stärke, ist also zu schnell wieder glücklich oder spricht nicht über das Trauma, will also nicht drüber reden, zeigt aber nach außen wieder positive Emotionen, vielleicht sogar, oh mein Gott, sowas wie Lebensfreude. Das geht überhaupt nicht. Davon gab es in der Vergangenheit schon so viele unterschiedliche Fälle in den Medien. Wir werden in den nächsten Folgen auf jeden Fall mindestens eins davon behandeln, weil mir das sehr am Herzen liegt.
Das schlechte Opfer in Anführungszeichen hatte selber Fehler quasi schon, auch bevor das passiert ist, war selbst schon in fragwürdige Situationen verwickelt, hat selber schon nicht so unschuldige Verhaltensweisen an den Tag gelegt. Das Opfer hinterfragt das System, also hinterfragt die Polizei, wehrt sich gegen die Justiz, sucht vielleicht sogar nach Lösungen, die gesellschaftlich nicht so anerkannt sind. Und das nicht passende, problematische Opfer passt nicht in die soziale Norm. Zum Beispiel Patty Hearst, die als sehr wohlhabende Erbin irgendwann zur Terroristin geworden ist, in Anführungszeichen. Diese Verwandlung passt nicht in die Rolle eines guten Opfers. Und gerade wenn Opfer eben nicht in diese Rolle reinpassen, weil sie zum Beispiel zu wenig traumatisiert wirken oder zu wenig traurig sind, dann wird es als Bedrohung empfunden. Dann wird weniger geglaubt, dass jemand ein Opfer sein kann, weil diese Person nicht in die von der Gesellschaft vorgegebene Rolle eines Opfers passt.
Ich habe gerade den Gedanke gehabt, das ist ja wirklich so anmaßend, dass wir, wenn Menschen sowas passiert, wir als Gesellschaft oder die Gesellschaft generell dann trotzdem noch die Audacity hat, daran Ansprüche zu stellen, wie du dann sein darfst, wie traumatisiert du sein darfst oder musst, wie glücklich du sein darfst oder musst.
In meinem Kopf ist gerade so, the Audacity, diese Dreistigkeit, das noch zu erwarten. Ich muss gestehen, dass es bei mir schon wieder kribbelt, weil ich so Lust darauf habe, tiefer einzusteigen. Wovon hängt zum Beispiel dieses Opferbild einer Gesellschaft ab? Kulturelle Aspekte genau, wo ist die Grenze zwischen Opfer und, wie wird jemand vom Opfer dann wieder zum Helden zum Beispiel wie wird jemand vom Opfer zu einer Ikone, jemand der für etwas steht versus vom Opfer zu jemandem der von der Gesellschaft verteufelt wird und das ist auf jeden Fall ein Thema das mich über die Weihnachtsfeiertage beschäftigen wird, weil ich, Freunde ich bin zu tief eingestiegen und jetzt komme ich da nicht mehr raus Und ihr kommt.