Hallo und herzlich willkommen zur Camper-Style-Kaffee-Pause, deiner kleinen Portion Camping für zwischendurch. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian und wir haben heute Neujahrsgrüße und die Änderungen fürs nächste Jahr, die Camper betreffen im Gepäck. Ja, die Neujahrsgrüße, die würde ich mal ganz ans Ende setzen. Damit können wir dann schön die Folge schließen. Starten wir doch gleich mal rein mit den ganzen Änderungen, die 2026 auf uns warten. Und wir hatten euch ja in der eigenen Folge schon über den digitalen Fahrzeugschein und den digitalen HU-Bericht, also TÜV-Bericht, berichtet. Und dieses Angebot wird jetzt quasi abgerundet durch den digitalen Führerschein, der Ende 2026 in Deutschland verfügbar sein soll. Das heißt, ihr könnt künftig über das Smartphone auch den Führerschein abrufen.

Und müsst dann nicht immer die kleine Karte mitschleppen. Wobei, da würde ich auch mal vermuten, dass es so ähnlich sein wird wie beim Fahrzeugschein, dass man trotzdem mindestens in der Übergangszeit noch den physischen Führerschein mitführen muss. Oder Sebastian? Also es ist nicht geplant, das zu ersetzen, sondern das ist einfach ergänzend, dass man einfach das digital hat und weniger mittragen muss. Wer da keinen Bock drauf hat, kann weiter sein Plastikkerzchen mitnehmen. Und das bringt uns eigentlich direkt zum nächsten, zu den Plastikkarten. Alle, die den Führerschein zwischen 99 und 2001 gemacht haben, die müssen den umtauschen. Und zwar haben die nur noch bis zum 19.01. Zeit quasi ihren Lappen, das Papierding sie, in das neue Scheckkertschen umzutauschen. Also wenn ihr zwischen 99 und 2001 Führerschein gemacht habt, noch keinen Plastikkertschen habt, ab zur Kfz-Stelle und bis zum 19.01. umtauschen. Ich habe keine Ahnung, was sonst passiert. Vermutlich nur für Warnungsgelder, aber da müsst ihr auf jeden Fall los. Da haben wir auch noch einen Artikel zu, in dem genau beschrieben ist, wer wann umtauschen muss, den verlinken wir euch auch nochmal in der Folgenbeschreibung.

Ja, eine weitere digitale Sache ist, dass die Parkraumbewirtschaftung komplett digital werden soll. Also ich meine, wir können ja, also was heißt das? Wir können digital unsere Parkgebühren bezahlen. Das geht ja schon an ganz vielen Stellen mit entsprechenden Apps, die man auf dem Smartphone hat, wo man dann sein Auto einmal anlegt mit Kennzeichen und dann entsprechend den Parkplatz auswählt und seine Zeit quasi einträgt. Ich finde das total praktisch, weil wenn ich beim Arzt sitze und warte und habe nur eine Stunde bezahlt und es dauert aber zwei Stunden, kann ich einfach zwischendrin nochmal die Parkzeit verlängern, was total entspannt ist. Und wenn ich eben schneller fertig bin, kann ich die Parkzeit runterdrehen. Also finde ich total praktisch. Und ist für mich super einfach, weil ich muss nicht Bargeld dabei haben, also vor allen Dingen Münzen ja häufig. Ich kann einfach ganz entspannt digital bezahlen und das soll überall flächendeckend im nächsten Jahr umgesetzt werden. Bin ich mal gespannt, wie viel dann da an Gebühren anfällt, weil das nervt mich im Moment noch ein bisschen, dass die meisten Apps halt Gebühren natürlich nehmen und wenn du dann irgendwie für zwei Euro Parks und 50 Cent Gebühren zahlst, das finde ich ein bisschen übertrieben, aber gut, das wird sich dann zeigen.

Was ich auch ganz spannend finde und was jetzt schon ab dem 1. Januar umgesetzt wird, ist ein Next Generation E-Call-System für neu entwickelte PKW und leichte Transporter. Das heißt, das ist so ein automatisches Notrufsystem, das 4G oder LTE beziehungsweise 5G-Netz nutzt, um Unfälle zu melden und entsprechende Daten zu liefern.

Ja, dann haben wir höhere Preise für Sprit. Diesel und Benzin gehen hoch. Die CO2-Steuer oder Abgaben werden ja immer höher gesetzt, um einfach CO2-Reduktion anzusetzen. Mir liegt auf den Lippen, über effiziente Verbrenner zu reden, aber wir lassen das. Das können wir mal in unserem anderen Podcast machen. Aber drei Cent pro Liter wird quasi die CO2-Abgabe erhöht. Das heißt, es ist damit zu rechnen, dass Sprit eben teurer wird und wie wir die Mineralölkonzerne kennen, wird vermutlich auch der Preis höher als die drei Cent werden, weil wir hier auch noch ein bisschen was einstreichen. Da kannst du aber wirklich von ausgehen. Auch höher, aber diesmal erfreulich, wird die Pendlerpauschale. Das ist jetzt nichts, was uns als Camperinnen und Camper unmittelbar betrifft, aber wir haben ja sicherlich viele Pendler und da gibt es jetzt eben eine Steigerung auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer für Berufstätige. Die Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos wurde bis 2035 verlängert. Also wer schon einen elektrischen Camper sein eigen nennt, der kann da auf jeden Fall weiter profitieren. Und wer einen neuen hat, bevor hat anzuschaffen, ebenfalls.

Ja, ein bisschen doof, finde ich. Die nächste Neuerung, wir selber nutzen zwar sowieso nicht diese Möglichkeit, aber ich weiß, dass das viele Leute betreffen wird. Und zwar ist bei der Kfz-Steuer künftig keine Ratenzahlung mehr möglich. Das heißt also, ich muss dann für mein Kfz und damit natürlich auch fürs Wohnmobil immer die komplette Steuer fürs ganze Jahr im Voraus bezahlen. Das heißt, wer eben etwas höhere Steuern hat, der sollte sich das bitte schon mal rechtzeitig zurücklegen, dass es dann keine böse Überraschung gibt. Ja, ansonsten ändert sich noch was bei den Euronormen, also die neue Abgasnorm quasi.

Es gilt nur für Neufahrzeuge ab dem 29. November 2026 gilt also für neu entwickelte Pkw nur noch die Euronorm 7. Dann gibt es eine neue Pflicht zur weiteren Integration von Assistenzsystemen und zwar bei der Erstzulassung von neuen PKW und leichten Nutzfahrzeugen gilt ab Juli 2026 die Vorschrift weitere Assistenzsysteme an Bord zu haben. Unter anderem zum Beispiel ein Notbremsassistenzsystem zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern und ein Warnsystem, wenn die Konzentration beim Fahrer nachlässt, was ich durchaus sinnvoll finde angesichts der vielen Unfälle, vor allem mit Radfahrern, die auch dieses Jahr wieder passiert sind. Ja, und am Ende des Jahres, also am 9. Dezember 26, tritt das neue Produkthaftungsgesetz in Kraft. Das erweitert quasi die Haftung nicht nur auf klassische Produktfeder, die jetzt schon drin sind, sondern eben auch für Software und digitale Dienste. Das kann bedeuten, dass zum Beispiel, wenn ein Anzistenzsystem versagt und es zu einem Unfall kommt, der Hersteller da quasi in Regress genommen werden kann. Und die Beweisführung für die Geschädigten soll auch erleichtert werden. Das ist ja auch oft etwas, was manchmal für Verbraucher sehr schwer ist, das nachzuweisen. Also da sollen quasi verbraucherfreundlichere Regeln in Kraft gesetzt werden.

Gute Nachrichten gibt es für alle Führerschein-Anwärterinnen und Anwärter. Und zwar arbeitet das Verkehrsministerium daran, künftig den Führerschein ein bisschen bezahlbarer zu machen. Wir haben ja in den letzten Jahren gesehen, dass es da eine Steigerung gab in den Kosten, die teilweise von gerade jungen Menschen, Berufsanfängern und so weiter kaum noch zu stemmen war. Und jetzt ist eben geplant, zum Beispiel die Theorie per App oder Online-Kurs vermittelbar zu machen, die Prüfungsdauer zu reduzieren, den Theoriefragenkatalog ein bisschen abzuspecken und vielleicht auch Fahrsimulatoren einzusetzen, um eben auch den Aufwand bei den Fahrschulen so zu reduzieren, dass die dann nicht so viele Verluste einfahren.

Und dann gibt es noch drei Änderungen, die im Ausland auf uns zukommen, was da wieder für Camper interessant oder wichtig ist, weil wir ja auch hin und wieder ins Ausland fahren. Österreich gibt es in Wien und anderen Städten ab Mai 2026 Zufahrtskontrollen mit Kameras für die Innenstädte. Das bedeutet eben, dass nur noch Berechtigte, also Anwohner, Einsatzfahrzeuge und so weiter einfahren dürfen. Da müsst ihr also in Zukunft darauf achten, wo es da Einfahrverbote für die Innenstädte gibt. Ich meine, das macht man mit den meisten Campern sowieso nicht, deswegen wird es nicht ganz so viele von euch betreffen, aber gerade wenn man vielleicht auch mit dem Wohnwagen Kfz unterwegs ist, sollte man sich darauf einstellen, dass sich da Dinge ändern und ihr dann da nicht mehr reinfahren dürft, beziehungsweise das eben auch mit Kameras dann kontrolliert und sicherlich auch geahndet wird. In Spanien, das wird mich dann auch betreffen bei einem Unfall oder einer Panne, wenn ich hier meine geplante Tour nach Katalonien mache, ist ab nächstem Jahr, also ab 2026, das Warndreieck auf Autobahnen verboten und stattdessen muss ein spezielles Warnblinklicht eingesetzt werden. Soweit ich das bisher gesehen habe, setzt man das aufs Dach auf. Ja. In erster Linie gilt es für in Spanien zugelassene Fahrzeuge, also auch für Mietwagen.

Ich persönlich habe entschieden, dass ich mir so oder so so ein Blinkdings zulege, weil ich das tatsächlich auch ganz praktisch finde, weil mir immer so bei Pannen oder so bei dem Gedanken daran, dass man dann vielleicht in der Dunkelheit meterweit nach hinten latschen muss, mit einem Warndreieck in der Hand nie so ganz behakt wird. Und ich finde das eigentlich eine ganz coole Sache. Das wird dich tatsächlich nicht betreffen. Du musst es also nicht machen. Aber ich darf. Du darfst natürlich. Und das Ganze, dieses Licht ist auch quasi verbunden mit dem Mobilfunknetz. Also muss mit dem Mobilfunknetz verbunden sein, damit es quasi alle 100 Sekunden an die Einsatzzentralen und Rettungsdienste den Standort senden kann. Damit kann man eben dann auch im Notfall seitens der Einsatzkräfte deutlich schneller reagieren. Wie gesagt, könnt ihr nutzen, müsst ihr aber nicht. Ihr solltet nur darauf achten, wenn ihr einen Mietwagen in Spanien bucht, der dann in Spanien zugelassen ist, was wahrscheinlich zu 99,9 Prozent der Fall ist, dann solltet ihr darauf achten, dass das mit dabei ist, weil das eben wichtig ist. Ja, in den Niederlanden gibt es wieder mal eine Bußgelderhöhung, turnusmäßig.

Und in Großbritannien ist gerade so in der Rede, dass die gesetzliche Promillegrenze gesenkt werden könnte. Soweit wir es gesehen haben, Stand heute ist es aber noch nicht komplett gesichert. Ja, es betrifft England und Wales, die quasi ein bisschen weniger Alkohol erlauben. Es ist dann nicht 0,0, sondern glaube ich von 0,35 auf 0,22 zurück. Sollte also immer noch für ein Bierchen reichen. Aber ja, don't drink and drive sollte auch beim Camping gelten. Und es sollen auch da härtere Strafen, auch wenn man gegen die Gupfpflicht verstößt, kommen. Aber das ist alles noch in Verhandlung quasi. Ja, dann sind wir jetzt durch soweit mit dem informativen Teil. Und in unserer aller, allerletzten Folge des Jahres wollen wir euch natürlich jetzt einen wunderbaren Start ins neue Jahr 2026 wünschen. Ich hoffe, dass ihr heute Abend Silvester schön verbringen könnt, dass ihr gesund und munter rein startet und dass ihr natürlich viele, viele schöne Reisepläne euch schon gemacht habt für das neue Jahr und jetzt schon in den kalten Temperaturen ein bisschen träumen könnt. Ja, rutscht gut rein. Auch von meiner Seite tut nichts, was wir nicht auch tun würden. Sagt man das noch?

Ich sage das noch, aber ich glaube, es ist richtig Old People Zeug. Ja, naja, das passt ja dann mit 47. Nein, habt Spaß, kommt gut ins neue Jahr. Vielen Dank, dass ihr dieses Jahr uns zugehört habt, unseren unzähligen Episoden, vielleicht auch in unseren anderen Podcasts, die wir noch produzieren und machen. Vielen Dank dafür. Wir hören uns hoffentlich im nächsten Jahr wieder. Tschüss. Tschüss.