Herzlich Willkommen zu CamperStyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Sebastian. Heute geht es um das Thema Mikro-Camping und Nele ist nicht dabei. Die ist immer noch krank und hat keine Stimme, aber ich habe mir kurzfristig einen Gast in unser virtuelles Podcast-Studio geholt und zwar den Gregor. Der war schon mal da und hat uns Dinge über Australien berichtet. Und heute werden wir ein bisschen über das Thema Mikrocamping sprechen. Bevor wir gleich anfangen und ich euch erzähle, wie ihr so da unterwegs ist. Gregor, stell dich doch erst mal unseren Hörerinnen und Hörern ganz kurz vor, bitte. Hallo zusammen. Ja, vielen Dank, dass ich hier eingeladen worden bin zum zweiten Mal. Kleine Infos über mich ich bin 32 Jahre alt, wohne im Raum München und reise sehr gerne das ist glaube ich eine, ganz gute Zusammenfassung meinerseits, alles andere wird im weiteren Gespräch dann herauskommen und während ich zuletzt mit einem Mini-Liner von Niesmann-Bischof unterwegs war mit 7,40 Meter und ziemlich viel Platz, bist du mit einem Toyota Algo unterwegs.
Erzähl doch mal, wie groß so ein Toyota Algo ist, damit die Leute, die es nicht kennen, das Fahrzeug eine Vorstellung haben.
Ja, ein Toyota Algo ist, ich umschreibe den immer ganz gerne, ist ein bisschen größerer Smart. Ist ein Viersitzer, hat einen kleinen Kofferraum und ja, ich würde sagen, der hat so eine 2,20 Meter Länge ungefähr.
Also ein Elefantenrollschuh. Ja, genau. Spritzsparsam, günstig im Unterhalt. Und wie groß bist du? Um die 1,90 Meter. Okay, das einfach, um so ein bisschen die Dimension sozusagen zu erkennen. Also es ist ein relativ kleines Auto und du bist relativ groß und deswegen Micro-Camping. Wie bist du denn auf die Idee gekommen, mit dem Aigo loszufahren und zu campen? Das ist eigentlich relativ simpel. Ich habe mir das genommen, was ich habe. Ich hatte damals einen VW-Bus, den musste ich aus finanziellen Gründen wieder hergeben, und hatte sozusagen nur mein Standardauto, mit dem ich jeden Tag in die Arbeit fahre oder meinen Alltag beschreite und wollte dennoch nicht auf das Grobe und Ganze im Camping einfach verzichten und habe mir dann einfach überlegt, ja, hey, komm, probierst es einfach mal, fährst mit dem Algo los und machst das Beste draus. Und da ist das einfach entstanden und es hat erstaunlich gut funktioniert. Wie reagieren andere darauf, wenn du das erzählst? Die schmunzeln alle ein bisschen.
Also es ist kein klassischer Camper und beziehungsweise ich würde es auch niemals als Camper darstellen. Und ich muss ehrlich gestehen, dass mir der Begriff Mikro-Camping bis zu diesem Podcast nicht geläufig war.
Andere Menschen lachen erst sehr darüber und dann wollen sie es dann doch sehen, wie das überhaupt funktionieren kann. Wir können es auch Autocamper nennen. Es ist eigentlich egal, welchen Namen wir der ganzen Geschichte geben. Am Ende des Tages ist es halt für dich ja die Art zu reisen. Ich finde es spannend, ich schmunzel auch ein bisschen ich kenne dich ja nur, ich weiß wie groß du bist, es ist ein Kleinstwagen das Bild macht in meinem Kopf auch einfach schmunzeln aber das ist überhaupt nichts Negatives, und letzten Endes ist es für dich Mittel zum Zweck und wie du schon gesagt hast, der Bus ist leider nicht mehr also nimmst du das, was da ist und darum kann es ja letzten Endes auch gehen dass man einfach das Beste aus den Dingen macht die man zur Verfügung hat, statt immer irgendwie zu gucken was kann ich mir noch irgendwie anschaffen, damit es noch schöner wird.
Hast du denn in dem Fahrzeug irgendwie Sachen, keine Ahnung, reingepackt, ausgebaut, umgebaut, die dir so ein bisschen dann so Reisen vereinfachen oder angenehmer machen? Nein, tatsächlich nicht. Also das Auto ist im Originalzustand mehr oder weniger. Also ich habe an diesem Fahrzeug nichts verändert, was das Reisen besser machen würde. Also ich nehme das Auto so wie es ist. Der ganz große Vorteil an diesem Auto ist, dass man, also ich schlafe sozusagen auf der Beifahrerseite, dass man die Sitze komplett umklappen kann. Also man kann die Rückenlehne fast, Betonung liegt auf fast, gerade machen. Und ich glaube, die ganz große Herausforderung ist einfach, seine Ansprüche sehr weit runter zu schrauben. Also ja, genau, das ist einfach, das Auto so zu nehmen, wie es halt gerade ist. Wie schläfst du? Hast du einen Schlafsack dann dabei? Legst du noch eine Isomatte drunter?
Ja, ich habe mittlerweile das Konzept ein bisschen perfektioniert. Anfangs, muss ich gestehen, habe ich einfach im Sitzen geschlafen und dann habe ich irgendwann festgestellt, ja, das ist dann doch nicht so mega bequem und habe mir dann einfach Gedanken gemacht, wie man das besser machen kann. Ich habe da einen sehr spannenden Aufbau des Ganzen. Ich nehme mir eine Getränkkiste mit. Manchmal ist es, also nicht gerade selten, ist es Bier. Ein Bierkasten, der dann auch gerne voll sein darf, den stelle ich in den Fußraum des Beifahrersitzes. Schiebe dann den Beifahrersitz komplett bis zu dem Kasten an, also nach vorne ziehe ich den dann, dann setze ich mich auf die, also dann klappe ich die Rückenlehne runter, setze mich auf die Rückenlehne, dass es wirklich an den tiefsten Punkt ist, der es geht. Dann nehme ich einen Pulli, roll den ein, stecke den in die Ritze zwischen Sitz und Rückenlehne, damit sozusagen da nicht so ein extremer Übergang ist. Dann nehme ich meine Isomatte, blase die nur zur Hälfte auf, knick die dann in der Hälfte um, sodass sich eine mehr oder weniger ebene Fläche zwischen Sitz und Rückenlehne bildet. Das ist dann einfach die Differenz zwischen Rückenlehne und Sitz.
Die Isomatte geht dann über den Bierkasten hinaus. Ich muss dazu sagen, dass ein Bierkasten immer ein bisschen kontraproduktiv ist, weil der niedriger ist als ein Wasserkasten. Also wenn man jetzt einen Adelholzner Wasserkasten nimmt, dann ist der höher, weil die Glasflaschen höher sind und das macht es dann nochmal einfacher. Dadurch habe ich dann, also nochmal zurück zum Thema, dann habe ich eine gerade Liegefläche, dann kommt mein, ich habe immer einen Rucksack dabei, so einen Reiserucksack, einen Wanderrucksack, der so um die 40 Liter, 30, 40 Liter hat. Den mache ich dann sozusagen zum Übergang auf den Kasten.
Erst kommt der Kasten, dann kommt die Isomatte, dann kommt der Rucksack. Und da drauf kommt dann ein Kissen. Das ist immer von zu Hause mit einem großen 60x60 Kissen. Das muss ja auch bequem sein. Natürlich. Und darauf kommt dann ein guter Schlafsack. Im Sommer braucht man eher einen dünneren Schlafsack. in den Herbstmonaten dann eher einen dickeren Schlafsack. Also ich habe so einen Skandinavien-Schlafsack, der bis minus 5 Grad reicht. Das ist definitiv in Ordnung damit. Und wie lege ich dann letztendlich drauf? Die Füße Richtung Kofferraum gerichtet und der Kopf sozusagen auf wie nennt man das? Richtung Windschutzscheibe. Und das ist für manche Menschen total unverständlich, wie das funktioniert. Aber es ist wahnsinnig schön. Ich schaue dann auch immer, dass ich mein Auto sozusagen tendenziell immer so mit der Motorhaube bergauf parke. Das gleicht dann nochmal die Liege ein bisschen aus. Und wenn ich dann unter sternklarem Himmel liege, kann ich durch die Windschutzscheibe mir den Sternenhimmel anschauen. Es gibt nichts Schöneres. Das verstehe ich. Und gibt es neben Bier auch Kaffee morgens? Nee, tatsächlich muss ich ehrlich eingestehen, dass ich nur Kaffee trinke, wenn ich in der Arbeit bin.
Ich habe immer reichlich Wasser dabei, so um die drei Liter und schaue, je nachdem in was für einer Region ich momentan bin, dass ich meine Einkäufe so gestalte. Das wird dann meistens Rohkost oder sowas sein, die mich dann sozusagen begleiten. Und am Nachmittag geht man dann mal was essen oder sowas. Okay, also keine Kühlbox dabei, jetzt auch kein Kocher dabei, sondern quasi auch sehr minimalistisch einfach, was halt wenig Aufwand macht und sich gut hält sozusagen. Genau, also noch nie daran gedacht, mir mal Kaffee mitzunehmen oder sowas. Ich habe auch gar keine Möglichkeit, sozusagen irgendwas aufzuwärmen, es sei denn, ich mache es auf dem Motorblock.
Aber es ist dann tatsächlich reine Rohkost oder man nimmt sich halt mal irgendein Fertiggericht oder sowas mit. Aber ich esse meistens immer sehr regional und auch verpackungsarm, weil Müll ist halt auch immer so eine Thematik. Ich lege sehr großen Wert darauf, dass ich meinen Ort, an dem ich geschlafen habe, so hinterlasse, wie ich ihn vorgefunden habe. Tendenziell nehme ich eher Müll mit, als dass ich welchen da lasse. Und wie lange dauern so deine Trips, wenn du damit unterwegs bist? Was ist so das Längste, was du gemacht hast am Stück? Das Längste war tatsächlich zwei Wochen am Stück, also auch 14 Tage im Auto geschlafen. Irgendwann merkt man es dann schon in den Rücken und vor allem in den Knien, weil Füße ausstrecken ist tendenziell schwierig. Dass das Auto einfach zu kurz ist. Das ist das Auto einfach zu kurz. Vielleicht habe ich mit den 2,20 Meter vorher ein bisschen untertrieben.
Ich habe es mir jetzt noch mal kurz durch den Kopf gehen lassen. Also sagen wir mal, die Kabine innen, die hat sich ja mit Kofferraum 2,50 Meter. Ja, aber wenn du ein bisschen was über 1,90 bist und dich nicht ausstrecken kannst, dann ist ja innen nicht ganz so viel Raum. Ja, richtig. Wie machst du das dann, wenn du so zwei Wochen unterwegs bist? Irgendwann musst du ja vielleicht mal duschen oder musst du nicht? Machst du nicht? Ja, mit dem Körperhygiene ist natürlich immer bei sowas, ich brauche jetzt nicht jeden Tag meine Dusche und wenn ich wirklich das Verlangen danach habe, dann springe ich halt irgendwo rein, also es gibt ja genug Seen und Flüsse und so, also es ist jetzt nicht so, dass man mit so einem kleinen Fahrzeug reist und dann sagt so, ja, ich möchte aber trotzdem gerne jeden Tag meine warme Dusche haben, weil das ist für mich, also für mich ist da einfach die Notwendigkeit nicht da. Und da ich tatsächlich meistens im Sommer unterwegs bin, fährt man halt zu irgendeinem See und springt da halt kurz rein.
Und da ich meistens an irgendwelchen Orten schlafe, die am Wasser gelegen sind, weil das einfach eine wahnsinnige Anziehungskraft auf mich hat, ja, das Wasser hat dann kalt. Das macht zumindest wach.
Und hast du sonst noch irgendwas dabei, was für dich wichtig ist? Also dein Bett-Setup hast du besprochen, auch was du sozusagen isst. Und trinkst, hast du sonst noch irgendwas dabei, was da wichtig ist für dich? Ja, mein Tablet. Warum?
Ja, weil, ach, keine Ahnung, ich bin auch ein Mensch, der halt dann abends ganz gerne noch einen Film anschaut und dann habe ich das Tablet dabei. Aber sonst nichts Außergewöhnliches. Also es ist jetzt nicht so, ich lege wahnsinnig Wert darauf. Mir fällt tatsächlich jetzt gerade nichts dazu ein, was ich unbedingt immer dabei haben muss. Ich hatte lange Zeit so eine riesige Bluetooth-Box dabei, die eine Seite des Rücksitzes komplett belegt hat, weil ich es einfach geliebt habe, beim Autofahren gute und laute Musik zu hören. Da mag der eine oder andere jetzt schmunzeln, das ist absolut gerechtfertigt. Aber es ist einfach schön. Man sitzt ja viel im Auto und, dann möchte man auch einfach gut beschallt werden und ich habe zwar damals die Lautsprecher von dem Aigo nachgerüstet, aber das Auto, so ehrlich muss man halt sagen, besteht aus Plastik und alles, was aus Plastik besteht und Vibration ausgesetzt ist, nervt. Deswegen habe ich diesen Lautsprecher einfach dabei gehabt. Du übertönst sozusagen das Klappern von manchen Kunststoffdingen mit lauter Musik. Ja, das ist einfach schön, wenn der Rücken dann mit Basswellen massiert wird und braucht mal keine Massagesitze. Okay.
Gehst du dann täglich einkaufen oder irgendwie was zu essen holen oder kaufst du auch mal ein paar Tage auf Vorrat ein oder ist das einfach ganz unterschiedlich, je nachdem, was auch angeboten wird? Ja, es ist tatsächlich sehr unterschiedlich. Ich war eben diese zwei Wochen in Italien unterwegs, da war ich dann auf Märkten unterwegs und dann gibt es halt wirklich sehr, sehr feine Sachen. Da macht man das dann schon auf Vorrat. Man muss aber auch sagen, ja, man hat keine Möglichkeit zu kühlen. Dann ist es meistens sehr, sehr warm. Und da kann man jetzt nicht sich einfach eine Salami kaufen, weil die schwitzt ja, das ist, nee, das geht dann einfach nicht. Und Brot trocknet schnell aus und Dinge werden schlecht und deswegen muss man das so gestalten, dass man nicht danach in die Bredouille reinkommt, dass man Dinge wegschmeißen muss oder einfach an trockenem Brot rumkauen. Was kauft man denn dann so? Ganz ehrlich, es gibt nichts Besseres als eine frisch aufgeschnittene Paprika am Morgen mit Brot und...
Paprika mit Brot, also Rohkost mit Brot. Das ist fantastisch. Ich denke da gerade für mich drüber nach. Ich bin ja ein Mensch, der sehr gerne und auch viel kocht und auch häufig ausführlicher kocht. Ich überlege gerade, wie... Aber ich erinnere mich jetzt gerade zurück, als ich jetzt auf der CMT war und in einem fremden Wohnwagen sozusagen 10 Tage zugebracht habe. Da habe ich mich auch sehr, sehr reduziert beim Essen und war tatsächlich ähnlich, wie du unterwegs bist. Also ich hatte zwar einen Ticken mehr Sachen, weil ich auch einen Kühlschrank hatte, aber ja, du hast recht, in dem Moment kann ich das dann auch sehr stark runterfahren, dass ich mir quasi mit relativ wenigen Dingen trotzdem irgendwie immer so ein bisschen spannende Kombis machen kann. Kann ich nachvollziehen, könnte ich glaube ich nicht auf Dauer, aber für so eine Reise. Wir werden es ja im April sehen, das kann man ja vielleicht auch schon mal teasen, dass wir im April gemeinsam losziehen wollen. Das ändert sich zwar gerade irgendwie noch hin und wieder, wo wir genau hinreisen und wie. Das wird sich hoffentlich die nächsten ein, zwei Wochen dann festzornen, aber da werden wir vermutlich auch ähnlich unterwegs sein. Relativ spartanisch, was die Versorgung angeht. Bin ich sehr gespannt drauf.
Also das heißt quasi, da gibt es jetzt keine irgendwie super geheimen Hacks, die du dabei hast und irgendwelchen Tools und sonstige Sachen. Es ist einfach ein super minimalistisches Setup, was du da hast. Also dein Schlaf gemacht, das klingt schon relativ ausgefeilt, so mit Bierkasten und Rucksack und Kissen und Isomatte. Aber ansonsten ist halt quasi einfach das Auto und ein bisschen rudimentäre Lebensmittel und auf geht's. Genau. Hast du irgendwas für Stromversorgung dabei, um, keine Ahnung, dein Tablet-Beibetrieb zu halten, wenn du noch einen Film gucken willst oder lädst du das dann einfach beim Fahren? Also ich habe meistens eine Powerbank dabei, die beim Fahren immer geladen wird. Also ich könnte jetzt nicht mehrere Tage ohne laufenden Motor verweilen, weil dann würden tatsächlich irgendwann mal die Akkus schwach werden. Ich lade es beim Autofahren und die Powerbank, die hat glaube ich so eine mittelgroße 20.000 mAh. Also da geht schon ein bisschen was. Aber nee, sonst habe ich nichts weiteres dabei. Und wo stehst du so mit deinem Gefährt dann, wenn du über Nacht ist?
Ich nutze ausschließlich Park4Night. Das heißt, dass ich dann diese App aktiviere und mir dann einfach die Orte anschaue und mich über die Bewertungen amüsiere. Und dann fahre ich da hin und schaue mir den Ort an, ob ich mich da wohlfühle. Und wenn es der nicht ist, dann schaue ich, was in der Umgebung ist. Also oder ich fahre einfach bin unterwegs und sage so hier ist es wahnsinnig schön, dann stelle ich mich halt da hin es ist ja sozusagen nicht Camping deswegen, es ist ja nur Rasten also sind die Plätze, die schönen auch keine Campingplätze, sondern, das, was so eben als Freistielplätze von Leid drin ist genau, also ich mache einen ganz ganz ganz großen Bogen um Campingplätze es sei denn es schifft den ganzen Tag und ich brauche tatsächlich mal eine warme Dusche, dann ist so ein Tag mal drin. Aber ich bin kein großer Fan von Campingplätzen.
Hast du Vorhänge in dem Algo oder kann dann quasi jeder reingucken, wenn du da drin pennst? Da kann jeder reinschauen. Es ist gewöhnungsbedürftig, aber wenn ich schlafe, ist es mir wurscht. Und es ist eher unangenehm, wenn ich nicht schlafe und dann die Leute halt sich wundern, was macht der Duda? Gab es da schon komische Situationen? Ständig, aber mein Gott, also das Wichtige ist immer Leben und Leben lassen, also es ist immer wie man auf die Leute zugeht, so kommt es halt meistens zurück, es sei denn, du bist an, ausgewählten Orten in Deutschland, wo das einfach nicht so funktioniert. Ähm, Nee, prinzipiell habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Es ist mir auch teilweise unangenehm, wenn du dann meistens stehst du halt an irgendwelchen Parkplätzen, die halt für irgendwelche Hundespaziergänger sind. Dann kommst du abends an, es ist total leer und dann wachst du am nächsten Morgen auf und es ist einfach alles voll. Das ist dann, da macht man sich auch Gedanken. Was hat der Mensch gedacht, der da jetzt gerade neben mir geparkt hat?
Eine gute Freundin ist mal in Spanien nachts auf einem leeren Platz angekommen und morgens inmitten eines Marktes aufgewacht zwischen Marktständen mit ihrem Camper, Menschen waren not so amused aber nach ein bisschen Gesprächen hat man dann gemeinsam gelacht und diese Dinge passieren einfach also das heißt aber auch um es jetzt mal so ein bisschen wurschtig anzusprechen du bist dann eher also du stellst sozusagen deine Fahrtüchtigkeit dann einfach über Nacht wieder her und bist dann morgens sozusagen wieder auf dem Weg woanders hin. Ja, genau. Deswegen ist es ganz gut, wenn man ein Bier dabei hat, weil man sollte ja nicht betrunken Auto fahren. Und wenn mir ein Ort gut gefällt und das, ich trinke jetzt nicht jedes Mal ein Bier, also nicht, dass ihr jetzt ein total falsches Bild von mir bekommt, aber, sagen wir mal so, an Plätzen, wo ich sage, ja, das könnte problematisch werden, trinke ich dann einfach ein Bier und dann darf ich einfach nicht mehr fahren.
Ist es manchmal anstrengend, so zu reisen für dich? Ja, es ist ein Ausbruch aus dem Alltag. Da spreche ich, glaube ich, sehr vielen Campern aus dem Herzen raus. Es ist ein Ausbruch aus dem Alltag. Und gerade wenn man viel alleine unterwegs ist, dann ist man irgendwann gezwungen, sich mal mit sich selber auseinanderzusetzen. Und das kann sehr anstrengend sein, wenn man einfach aus dem Alltag ein bisschen entflieht und lange alleine unterwegs ist, dass das Herausforderungen birgt. Was sind da so die Herausforderungen? Also das muss ich jetzt tatsächlich fragen, weil ich tatsächlich so gut wie nie in meinem Leben allein unterwegs war, sondern immer mindestens zu zweit gereist bin. Was sind dann so die Themen, die du dann für dich hast? Also wenn du darüber sprechen möchtest. Ja, ja, nee, alles gut. Also letztendlich ist es recht simpel darzustellen. Also wenn man in seinem, sagen wir mal, alltäglichen Leben hat, man einfach bestimmte Routinen, wie ein Tag abzulaufen hat. Meine Art, Urlaub zu machen bzw. mit diesem Fahrzeug unterwegs zu sein, ist...
Absolut gegen den Alltag. Also ich weiß, wo ich kleine, ich hatte diese Italien-Tour, ich bin einfach nach Italien gefahren und bin einfach gesagt, ja, da möchte ich hin und da möchte ich hin, aber hatte nicht wirklich einen Plan. Und das ist ja schon, also der ein oder andere Mensch da draußen kann damit sehr gut umgehen, ich kann es mittlerweile auch, dann einfach die Dinge auf sich zukommen zu lassen und einfach nicht einer bestimmten Regel, einem bestimmten Ablauf zu folgen, wie der Tag zu laufen hat. Also das ist, wenn ich müde bin, dann halte ich an oder suche mir einen schönen Platz und schlafe dann da, ja. Und wenn es mal eine halbe Stunde ist oder eine Viertelstunde oder halt sagen so, irgendwie freut es mich heute nicht, dann sind es halt mal, dann sage ich so, ja okay, ich penne jetzt zwei Stunden und dann verbringe ich den restlichen Tag da. Also es ist... Ich glaube, das ist so die größte Herausforderung, sich dem zu stellen, einfach den Tag und alles, was der Tag so bringt, auf sich zukommen zu lassen. Das war am Anfang definitiv einer der größten Herausforderungen. Und wie gut gelingt dir das mittlerweile?
Ja, mal mehr, weil ich nicht. Also, ich würde sagen, tendenziell sehr gut. Es gibt mal hier und da Tage, da ist man dann einfach schlecht gelaunt oder beziehungsweise, wenn man viel mit dem Auto unterwegs ist und ich habe auch den einen oder anderen Trip schon durch Deutschland gemacht, Deutschland ist einfach ein wahnsinnig stressiges Autoland. Ich meine, viele Touren haben auch einfach gesagt, ich packe das nicht auf der Autobahn und habe meine Touren dann ohne Autobahn geplant, weil Deutsche sind wahnsinnig anstrengende Autofahrer, weil da muss es einfach anstrengend. Ich weiß nicht, wie ich das umschreiben soll, dass das einfach in deutsche Autobahnen oder sie sind einfach, es ist alles stressig. Ich glaube, das kann jeder gut nachvollziehen, der mal aus dem Ausland kommend auch von einer Autobahn wieder zurück auf eine deutsche Autobahn gekommen ist. Also ich kann das sehr gut nachvollziehen. Mich hat das auch jedes Mal sehr unter Stress gesetzt, wenn ich irgendwie aus Portugal, Spanien hier hochgefahren bin nach Deutschland und über die deutsch-französische Grenze gefahren oder französisch-deutsche Grenze gefahren bin. Es ist einfach irgendwie anders es ist stressig, es ist voll, es ist schnell es ist aggressiv.
Und ich beobachte dann selber auch, dass ich da ein Teil von werde, also dass mich das so in sich aufsaugt und ich dann aufpassen muss, dass ich da nicht so hart genauso mitspiele, weil das auch mich sehr stresst also ich kann das gut nachvollziehen und ich kann gut nachvollziehen, dass man dann sagt, okay, ich reise dann lieber so ein bisschen über die Nebenstraßen, die Bundesstraßen wo das Ganze ein bisschen entspannter stattfindet.
Und hast du dann auch so Routinen einfach irgendwie, also morgens Kaffee ist ja nicht, haben wir gerade schon besprochen, abends Bier ist manchmal okay und vielleicht auch ein Filmchen, aber gibt es irgendwie feste Routinen, die du dann entwickelt hast oder lässt du einfach jeden Tag auf dich zukommen und das, was passiert, passiert? Genau, ich lasse eigentlich jeden Tag auf mich zukommen und das, was passiert, das passiert. Es ist ja so, dass ich mir keine klaren Ziele setze. Also mein klares Ziel ist, ich habe jetzt zwei Wochen Urlaub oder ich habe eine Woche Urlaub und bis dahin muss ich halt wieder da sein, damit ich halt irgendwann mal wieder in die Arbeit gehen darf. Aber ich habe keine, ich sage so, hey, wenn hier das Wetter nicht so gut ist, dann fahre ich woanders hin und dann ist vielleicht woanders das Wetter auch nicht so gut. Ich habe kein klares Ziel. Für mich steht, mein Ziel ist diese Reise und mein Ziel ist auch ganz klar.
Mich wohlzufühlen. Also ich werde nie irgendwo bleiben, wo es mir nicht gut tut. Also ich hatte bis jetzt noch nie ein Umfeld, wo ich sage, ich fühle mich hier super unwohl und breche jetzt die Reise ab. Aber selbst wenn es so ist, dann ist es so. Wo warst du schon überall mit der Maiko? Ich habe Deutschland sehr viel bereist, weil ich mir irgendwann mal gesagt habe, ich kenne andere Länder weltweit teilweise besser als in dem Land, in dem ich eigentlich aufgewachsen bin und lebe. War sehr viel in Deutschland unterwegs. Ich habe die Nord- und Ostsee sehr lieben gelernt. Ich war in Italien. Ja, das war es eigentlich schon. Was ist dein schönstes Erlebnis, an was du dich erinnern kannst, was du mit dem Algo hattest? Das ist eine sehr spannende Frage. Es war das Schönste und das Schlimmste zugleich. Okay. Da war ich in Italien unterwegs, das war irgendwo an der Westküste. Und ich bin in einer Stadt angekommen, das war irgendwie so eine Militär, das war sehr Militärlastig, da war auf jeden Fall Marine stationiert und das ist super hässlich, also wirklich.
Ich bin an den Parkplatz angekommen, direkt am Meer und es war einfach, ich habe mich nicht wohl gefühlt. Und dann habe ich mich nach Alternativen umgeschaut und habe gesehen, aha, okay, da ist in, ich glaube, das waren keine fünf Kilometer entfernt, ist laut Bildern ein wahnsinnig schöner Spot. Ich habe gesehen, dass man da am Berg hochfahren muss. Habe nicht mit einkalkuliert, wenn ich wusste, dass es 1600 Meter über Null ist, dass wenn ich direkt am Meer stehe, dass ich dann 1600 Meter hochfahren muss, dass irgendwann ja die Wolken kommen. Und ich bin da diese Strecke hochgefahren und ich bin wirklich 1000 Tode gestorben. Es war wirklich eine Schotterpiste, also ich traue auf meinem Eigo ein bisschen was zu. Eine Schotterpiste und ich wusste, dass es, also links von mir war der Berg und rechts von mir waren teilweise sozusagen so Poller, dass man da nicht runterfällt, aber dann ging es runter und ich war völligst in den Wolken drin. Ich habe gar nichts, ich habe wirklich, ich habe versucht mit offenem Fenster zu fahren und ich habe gesagt, solange ich den Berg links von mir noch sehe, kann ich nicht rechts runterfallen.
Und ich hatte auch kein Handyempfang, also ich hatte, das war das, glaube ich, das einer der wenigen Male, wo ich wirklich, wirklich Angst hatte. Okay. Und das ist dann irgendwann so schlimm geworden, dass ich gesagt habe, so, so, jetzt bleibe ich stehen, scheißegal, wenn da irgendwelche LKWs kommen, das ist mir wurscht, ich bleibe jetzt hier stehen, ich kann nicht mehr weiterfahren, ich traue es mir einfach nicht zu. Okay. Am nächsten Tag, also genau, und dann war die Nacht auch eine große Herausforderung, weil ich kein Handyempfang hatte. Ich habe keine Ahnung gehabt, wo ich jetzt momentan stehe, weil laut Google Maps war ich irgendwo mitten in der Pampa, wo nicht einmal eine Straße hochgegangen ist.
Das war eine Herausforderung und dann in den Wolken war auch so ein bisschen ein Sturm und das hat das mein Auto die ganze Zeit so hin und her geschüttelt, also das war, eine sehr gruselige Situation und am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und ihr könnt es euch nicht vorstellen, ah, habe ich tatsächlich auf dem Parkplatz geparkt, also ich bin auf dem Parkplatz, zwar mitten im Parkplatz, stand ich, aber ich war auf dem Parkplatz und ich bin aufgewacht, blauer Himmel und ich voll im Wolkenmeer. Also ich habe um mich herum geschaut und man hat das Meer hat man gesehen, weil es da Wolkenlücken gab und unter mir halt einfach das herrlichste Wolkenmeer überhaupt und ich habe es so genossen. Das war der absolute Megahammer. Das ist mein, das ist ein Moment, an den ich sehr, sehr gerne zurückdenke und Und diese Stelle habe ich mir tatsächlich auch gemerkt und bin auch damals mit einem guten Freund von mir und seinem Camper, haben wir auch eine Italien-Tour gemacht, sind wieder an diese Stelle gefahren und es ist einfach unfassbar schön da.
Ist das Reisen im Algo ein Lebensstil oder ist es ein Mittel zum Zweck für dich? Das ist, glaube ich, mehr ein Mittel und zum Zweck, weil wenn ich jetzt die Wahl hätte, ich habe irgendwie einen Bus oder sowas, der ausgebaut ist, dann würde ich den definitiv bevorzugen. Warum? Ja, wir müssen so ehrlich sein, dass Füße ausstrecken schon ein krasser Luxus ist. Aber es ist halt nicht notwendig. Also das ist einfach für mich, man muss es auch einfach von der finanziellen Seite sehen. Also ich denke auch, die Hörer da draußen, die ein Wohnmobil oder einen Campingbus oder was auch immer oder so eine gefüllte Roadtrain haben, das sind halt auch einfach zusätzliche Kosten. Man wird wahrscheinlich mit einem großen Wohnmobil nicht jeden Tag zur Arbeit fahren oder die wenigsten werden das tun. Und für mich ist es einfach stets außer Frage, diesen finanziellen Aufwand auf mich zu nehmen, um einfach meinem Campingleben zu.
Ähm, ich werde mir, ich werde mir keinen Bus dafür kaufen. Also meine Überlegung ist, dass es halt irgendwann von einem Aigo zu einem Kombi wird, ja. Also für mich ist es entweder oder. Also entweder ich hab einen Bus und hab kein normales Auto oder ich hab ein normales Auto und kein Bus. Ja, also, aber du nimmst quasi das Fahrzeug, was jetzt gerade da ist, das ist jetzt, also wenn ich dir einen Bus hinstelle, nimmst du lieber den, verstehe ich, aber, aber jetzt ist es halt da und du machst quasi einfach das Beste draus und genießt genau das, was damit möglich ist. Ja, definitiv. Und ich reise ja nicht nur mit dem Aigo, ich bin auch viel zu Fuß unterwegs, ich bin hier und da mit dem Fahrrad unterwegs, also es ist halt eine andere Art zu reisen. Also man kann einfach mit einem Auto oder mit einem Camper kann man eine größere Distanz überwinden als zu Fuß. Ja, das bringt uns ja auch so ein bisschen zu unserem Vorhaben, da war ja deine ursprüngliche Idee, Wir fahren zu zweit mit dem Aigo los, nehmen ein Zelt mit und fahren irgendwo hin. Dann gab es die Idee, wir nehmen uns ein Deutschland-Ticket. Dann hatte ich die Idee, lassen wir mit unserem Auto fahren. Da ist ein bisschen mehr Platz drin, da können wir Matratze reinschmeißen. Das ändert sich jetzt vermutlich gerade nochmal. Meinst du, es hätte mit uns beiden im Aigo funktioniert, 14 Tage irgendwo unterwegs zu sein?
Keine Ahnung. Wir hätten es herausgefunden. Also ich glaube, die größte Herausforderung wäre die zwischenmenschliche gewesen, weil wenn man auf so engen Raum, und das ist jetzt nichts Böses dir gegenüber oder so, sondern wenn man einfach auf engen Raum mit viel Zeit, intensive Zeit miteinander verbringt, dann ist das eine zwischenmenschliche Frage. Das hat mir ungefähr relativ wenig zu tun. Das stimmt, ja da reibt es sich auch mal zwischendrin, weil wie du schon gesagt hast man kann ja auch einfach mal schlechte Laune haben oder man hat schlecht geschlafen und da ist der andere noch nicht mal schuld aber trotzdem ist man halt irgendwie schlecht drauf und das kann man ja oft gar nicht einfach abschalten.
Aber gut, da habe ich ja tatsächlich auch viel Erfahrung sechs Jahre im Camper gelebt, auf sehr engen Raum, da lernt man viel und auch sich im Zweifel mal aus dem Weg zu gehen Und das ist ja das Schöne, dass man ja auch immer rausgehen kann und hat dann quasi den größten Vorgarten der Welt. Und deswegen war ja auch der Gedanke, ein Zelt mitzunehmen, damit man dann auch sich einfach so ein bisschen seine Privatsphäre schaffen kann oder seine Ruhe schaffen kann quasi.
Was würdest du denn jetzt jemandem mitgeben, der sagt, cool, Auto habe ich da, für einen Capper reicht es jetzt nicht, wird damit losziehen. Was sind denn so ein, zwei Sachen, die du auf jeden Fall einem Menschen mitgeben würdest, der sowas vorhat? Also prinzipiell würde ich definitiv sagen, dass jeder Mensch, der möchte, kann das machen. Also es ist nicht dem geschuldet, was für ein Gefährte er hat. Ich habe auch mal eine Doku über einen Menschen gesehen, der sein Smart umgebaut hat. Also es gibt so viele Möglichkeiten. Man muss nur, also ich glaube, man macht sich das Leben leichter, indem man seine Ansprüche einfach mal auf Null setzt. Und das dann auf sich zukommen lässt und sozusagen von Null dann seine Ansprüche anpasst. Es ist wahnsinnig schwer, glaube ich, zu sagen, ja, ich habe die und die und die Ansprüche, aber möchte trotzdem in dem Fahrzeug sein. Da macht man sich nur selber unglücklich.
Und wie schraubt man da seine Ansprüche runter?
Das ist eine sehr gute Frage. Bei mir war es, wie im letzten Podcast beschrieben, ich habe mal zwei Nächte auf der Straße geschlafen. Also man muss sich der Situation dann einfach stellen, wie man seine Ansprüche, ich bin kein Psychologe, ich habe keine Ahnung, ich denke nur, wenn man einfach, das ist schwierig, das kann ich tatsächlich so nicht beantworten, wie man seine Ansprüche, einfach machen. Das ist auch das Einzige, was ich jetzt im Kopf hatte. Also ich gebe zu, die Frage ist sehr fies und am Ende kann man sie nicht beantworten, aber dieses Einfachmachen und vielleicht keine Erwartungshaltung haben, sind denke ich, zwei wichtige Punkte dabei.
Sobald ich jetzt irgendwie auch losziehe und im Kopf habe, der Gregor, der war in Italien und ist ja hier durch den Nebel dieses Abenteuer und vielleicht auch die Angst dabei und am Morgen ist ja aufgewacht und alles mega, wenn ich halt damit rangehe, ist eine Chance groß, dass ich enttäuscht werde. Es ist auch die die Chance da, dass ich auch sowas erlebe, aber eben auch eine Enttäuschung. Aber wenn ich einfach losziehe, um vielleicht aus meinem Alltag rauszukommen, um einfach was zu sehen, um Menschen zu treffen oder welche Ziele ich auch immer habe, da wird es, glaube ich, dann habe ich genau den Punkt erreicht, sozusagen, wo ich meine Erwartungen runtergeschraubt habe und wo ich genießen kann, was da ist. Das mag nicht jedem gelingen. Also es ist ja auch so, je mehr ich gewöhnt bin, mit je mehr Luxus ich unterwegs bin und gewöhnt bin, desto schwieriger ist das natürlich auch und auch das ist wieder eine individuelle Geschichte.
Und ich gebe offen zu, Im Algo zu reisen, also im Algo schlafen kann ich mir persönlich nicht vorstellen, weil ich wüsste, dass mein Rücken mich am zweiten Tag killt. Das ist tatsächlich so ein Thema für mich, aber wir hatten ja den Weg des Zeltes und das kann man sich ja auch tatsächlich oft organisieren, dass man dann einfach im Zelt halt dem anpennt. Und ich glaube ein halbwegs okayes Zelt kostet ja auch keine Unsumme es muss ja nicht das 500 Euro super Leichtgewicht Zelt sein wo du auch im Regenwald und am Nordpol übernachten kannst sondern es reicht ja relativ preiswert, was ich halt beim Sportdiscounter kaufen kann und damit kann ich ja schon meinen Raum ganz gut erweitern, wenn ich vielleicht mir nicht vorstellen kann, so wie ich jetzt gerade im Kleinstwagen dann auch zu pennen, Ja, ich würde definitiv dazu auch noch sagen, dass wenn man hohe Ansprüche hat, wird man tendenziell schneller enttäuscht. Ja. Weil die Story zum Beispiel, als ich dann durch die Wolken gefahren bin und so, es hätte ja sein können, dass ich am nächsten Tag aufwache und es ist exakt genau die gleiche Situation. Das stimmt und dann musst du da wieder runter. Dann muss ich da wieder runter.
Ja. Ich denke, man muss sich einfach sich selbst stellen und einfach es auf sich zukommen lassen und es gibt Menschen, die können das besser und es gibt Menschen, die können das überhaupt nicht. Das soll jeder für sich selbst herausfinden. Genau. Also jetzt weiß ich ja aus deiner persönlichen Situation, dass du Ecke München wohnst, da sind die Mieten extrem hoch. Das heißt, für dich wird wahrscheinlich so ein eigener Camper erstmal noch ein Thema sein, was eher ein Traum ist aktuell.
Gibt es da trotzdem schon, oder juckt es dir quasi in den Fingern, vielleicht irgendwann auch einen Bus oder sowas wieder zu besitzen und damit zu reisen? Oder ist es eigentlich völlig egal, was kommt, was kommt und was nicht kommt, kommt nicht? Es schwirrt so ein Gedanke in mir rum, dass ich mir einen Quad mit einem Anhänger hole. Okay. Einfach aus der Perspektive Quad kommst du meistens, also ich rede halt hier von einem Offroad Quad, kommst du durch schwierigstes Gelände meistens durch und dann einfach so einen Wohnanhänger hinter sich herziehen, wo eine Person reinpasst kann man sich eigentlich tendenziell auch selber bauen das wäre so ein Projekt vielleicht mal wieder, das ist so ein Gedankengang, der mir ja auch umschwirbt Nun, wenn sich, ja, natürlich schaue ich hier und da mal, wie sich die gebrauchten Busse und sowas...
Wie die Preise sich entwickeln, aber das ist, ich weiß noch, damals hätte man sich einen wirklich guten VW-Bus oder einen guten alten Bus für 6.000 Euro kaufen können, da träumt man jetzt davon. Es sei denn, du hast halt einen mit 350.000 Kilometer runter und Motor muss ausgetauscht werden oder sowas, da habe ich auch keine Lust drauf. Ich hatte damals einen VW LT28, den habe ich recht günstig geschossen, aber dann hat mein Hauptauto den Geist aufgegeben und ich musste einfach mich dazu entscheiden, was mir jetzt wichtiger ist. Und dann war es für mich klar, dass ich meinen Bus hergebe und habe den dann an meinen Travelmate von Australien, mit dem ich immer noch sehr, sehr eng und einer meiner besten Freunde eigentlich, habe den verkauft mit dem Deal, dass ich ihn jederzeit ausleihen kann. Also theoretisch habe ich Zugriff auf den Camper. Ja, aber ist nicht notwendig. Nicht notwendig. Und gibt es einen Ort oder eine Strecke, die du mit dem Algo noch besuchen oder bereisen willst? Ja, tatsächlich. Ich würde ganz gerne dieses Jahr werde ich es nicht mehr schaffen, aber wahrscheinlich nächstes Jahr Polen-Rumänien machen.
Das ist einfach Polen aus geschichtlichen Gründen aus, Auch einfach ein wahnsinnig interessantes Land und ja, Geschichte brauchen wir jetzt auch nicht erklären. Und Rumänien wurde mir von vielen Freunden, die auch mit Brussen unterwegs sind, immer ans Herz gelegt, weil es ist auf der einen Seite ein sehr, sehr armes Land und auf der anderen Seite ist es auch ein wahnsinnig schönes Land, weil es mit den ganzen Wehrkirchen und es ist halt nicht so touristisch. Und die Orte, die nicht so touristisch sind, die sind für mich sehr anziehend, weil alles, was mit Tourismus zu tun hat, da werden die Leute auch meistens, meine Erfahrung, sehr verkorkst und es nicht so überlaufen ist.
Ich würde sagen, das lasse ich mal so stehen da kann jeder quasi das für sich selber einsortieren es gibt ja, wie sagt man so schön, jeder ist anders lustig es gibt eben Menschen, die fühlen sich auf dem Campingplatz pudelwohl und lieben das und es gibt Menschen, die können mit dem Konzept gar nichts anfangen und so gibt es eben auch beim Reisen Gott sei Dank ganz viele unterschiedliche, Reiseweisen, Übernachtungsweisen und so weiter. Ich finde das ganz spannend. Ich kann das nachvollziehen, quasi einfach das zu nehmen, was da ist und loszudüsen. Mitten auch, unser erstes Wohnmobil war halt auch uralt und ein sehr günstiges Fahrzeug und es hat aber völlig seinen Zweck erfüllt und hat uns wunderbare Jahre in Europa beschert.
Und ich glaube, wenn ich was mitnehme, für mich, dann ist es einfach machen. Das hast du vorhin schön gesagt. Ähm, Ich habe keine weiteren Fragen, die ich dir stellen möchte. Ich fand das ganz spannend. Du hast mir ein, zwei Bilder im Vorfeld gezeigt. Die würden wir dann mit reinpacken auf Camperstyle in die Shownotes. Ich glaube, auf den Plattformen können wir nicht überall Bilder reinpacken. Aber wenn auf Camperstyle.de slash Podcast geht, der wird da auch noch ein, zwei Bilder, die mir Gregor gegeben hat, finden. Wir werden im April unterwegs sein. Mehr dazu gibt es sicherlich auch in einer der nächsten Podcast-Episoden, wenn wir ein bisschen mehr Klarheit haben. Da freue ich mich sehr drauf. Das Fahrzeug wird vermutlich ein bisschen größer sein und für mich was ganz Neues sein. Wir werden sehen. Möchtest du oder anders ich sage schon mal Tschüss zu dir, es war sehr cool dass du nochmal da warst, über das Thema gesprochen hast, und sage Tschüss an euch da draußen ich hoffe nächste Woche ist Nele wieder mit dabei, es wird mit ihrer Stimme so langsam besser.
Und du hast die letzten Worte an unserer Hörer und Hörerin, Gregor Ja, vielen Dank für die Einladung, ich hoffe ich habe ein paar Leute motiviert mal über ihren Schatten zu springen. Wenn nicht, ist auch absolut in Ordnung. Und ja, ich freue mich aufs nächste Mal, wenn es nächstes Mal gibt. Ich freue mich wahnsinnig auf die Reise. Das wird fantastisch. Ja, der will wir bestimmt hiervon berichten, da bin ich ziemlich sicher. Aber wir werden sehen. Dann wünsche ich euch einen wunderschönen Tag. Ciao. Ciao.