Herzlich willkommen zum Camperstyle-Podcast, deinem Camping-Podcast. Das Intro habe ich schon mal ein bisschen vergeigt. Ich bin wieder hier ohne Nele. Ich bin Sebastian, habe mir einen Gast dazu geholt. Der liebe Frank ist bei mir im Studio. Und ich würde sagen, es war ein bisschen anders geplant. Aber Frank, für alle, die dich noch nie hier bei uns gehört haben, deinen YouTube-Kanal nicht kennen, stell dich doch erst mal bitte ganz kurz vor. Wer bist du, was machst du und was gibt es bei dir zu sehen, zu hören? Ja, hallo zusammen. Mein Name ist Frank, Frank Depping. Ich habe einen YouTube-Kanal, der nennt sich Frank D. Camping und ich berichte eigentlich so in der Hauptsache über Wohnmobil aus, Umbauten, die ich bei mir selber vorgenommen habe, über Dinge, die ich mir gekauft habe, ob sie was taugen oder nicht taugen, auch teilweise Langzeiterfahrungen. Ich habe aber auch Sachen, die ich gestellt bekomme, die ich dann teste und darüber berichte. Und bin natürlich genauso wie ihr auch immer wieder gerne auf den Messen unterwegs, auf großen und auch auf kleineren. Erst in dieser Woche war ich in Essen auf der Messe. Da muss man sich echt konzentrieren. Ich habe gestern gesagt, ich war in Messen auf der Esse.
Und das ist so die Version in klein und kondensed. Und das ist wirklich eine schöne Sache. Das ist auf meinem Kanal zu finden. Genau. Ja, und das heutige Thema, wollte ich eigentlich vornennen, aber es ist ein bisschen chaotisch die letzten zwei Wochen. Das heutige Thema ist, warum wir Werbung glauben wollen und was das mit unserem Gehirn zu tun hat.
Und bevor ich euch erkläre, wie es darauf kommt und was das mit Camping zu tun hat, ganz kurz ein paar Infos in eigener Sache. Also ihr merkt, Nele ist jetzt eine Weile nicht dabei. Ich muss euch sagen, wir haben uns getrennt. Nein, Quatsch. Nele ist krank. Nee, da hat keine Stimme. Also es geht ihr zwar schon besser, aber sie kann einfach noch nicht sinnvoll reden, weil immer wenn sie es versucht, fängt sie an zu husten. Und deswegen hat sie Podcast-Verbot und auch sonst ein Sprechverbot. Das wird vermutlich auch noch ein bisschen dauern. Und aus diesem Grunde ist es gerade eine große Herausforderung, neue Episoden zu machen, weil wir halt einfach ein eingespieltes Team sind und man auch mal nicht so eben schnell ein paar Gäste aus dem Hut zaubern kann, die dann sofort da sind. Gott sei Dank hat das mit Frank ganz gut geklappt, weil Frank war so der Erste, der mir dann eingefallen ist, wo ich sagte, den rufe ich einfach mal an, weil mit Frank kann ich, egal wann wir uns treffen, wir sind immer sofort in irgendeinem Thema drin und können darüber sprechen. Und deswegen habe ich ihn angefragt und er sagt, ja, kann ich mir vorstellen und ich hatte zufällig auch bei ihm auf dem Kanal bisschen geguckt, dass er gerade ein bisschen, eine Diskussion um das Thema.
Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und das Formulieren von Titeln und so weiter und so fort hatte. Und habe gesagt, ja, ich habe ja hier das und das gesehen und er sagte, ja, das ist ganz spannend, lass uns doch mal über das Thema Werbung vielleicht auch sprechen. Und ich habe mir erst gedacht, naja, Werbung, ja, Camping, das sind ja Camping-Podcasts und wir haben ja auch ganz bewusst die Themen, die nichts mit Camping zu tun haben, in unserem zweiten Podcast ausgelagert. Übrigens, wer uns da vermisst, auch da ist jetzt schon anderthalb Monate Funkstille. Das liegt einfach daran, dass wir Messen hatten, die viel, viel anstrengender waren als geplant. Nele ist krank. Ich war zwischendrin krank. Halil ist krank. Ich hatte auch die Woche noch meine Frau ins Krankenhaus geschafft. Die durfte ich jetzt heute Gott sei Dank wieder abholen. Das ist auch nichts ganz Schlimmes bei passiert. Also bei uns geht es gerade ziemlich drunter und drüber und wir müssen viele Dinge improvisieren. Deswegen kommt auch unser Zwei-Podcast-Card nicht raus, aber es wird sich so langsam stabilisieren und es werden auch da wieder Folgen kommen. Und auch hier werden wir wieder die Mittwochsfolge bestimmt bald haben und auch wieder regelmäßiger Nele zu hören sein. Also das erstmal ganz kurz für alle, die sich gewundert haben, was bei uns los ist.
Ja, wir wollen heute über Werbung sprechen. Was hat es mit Camping zu tun? Naja, wir gehen da ganz offen und ehrlich mit um. Ich habe vorhin mit Frank so im Vorgespräch ein bisschen gesprochen. Also bei Camperstyle verdienen wir unser Geld letzten Endes mit Werbung und ich würde sagen, das ist 100 Prozent des Einkommens, was wir generieren, basiert irgendwie auf Werbung auf ganz verschiedenen Ebenen. Aber wir leben davon. So, hier im Podcast, hört ihr das ja, da wird eine Werbung am Anfang eingeblendet, es wird zwischendrin eine Werbung eingeblendet. Auf unserem Magazin sind Anzeigen in den Artikeln drin. Wir haben, wo haben wir denn noch Werbung? Wir haben eben Artikel, die wir als Werbung kennzeichnen, die wir mit unserem Kunden zusammen machen. Wir hatten auch schon mal ein, zwei Podcast-Apisoden, wo wir gesagt haben, das ist jetzt Werbung, wo die Kunden uns dafür bezahlt haben, dass sie quasi zum Interview bei uns waren.
Und ja, Werbung gibt es bei uns einfach an jeder Stelle, weil irgendwie müssen wir die viele Zeit, die wir hier reinstecken, auch gegenfinanzieren, weil wir müssen von irgendwas leben und wie viele von euch da draußen auch, wollen wir nicht nur trockenes Brot essen, sondern eben auch was Leckeres draufhaben. Na, ihr kennt das so. Und da, wo Werbung ist oder da, wo ich damit Geld verdiene, ist natürlich auch immer die Gefahr, dass ich, vom rechten Weg abkomme, um es mal so zu formulieren. Weil generell, wir finden jetzt, Werbung ist nichts Schlimmes. Werbung ist um uns überall herum. Unsere Welt wäre vielleicht eine bessere, wenn wir sie nicht hätten. Das kann sein. Gleichwohl sind wir Teil des Systems. Klar, kann man es unterstellen. Das ist ja logisch, ihr verdient damit Geld. Ihr könnt das gar nicht schlecht finden.
Und gleichwohl wissen wir, dass Werbung eben auch negative Eigenschaften hat und dass das durchaus etwas ist, was eben auch Menschen vielleicht dazu bringt, Dinge zu kaufen, die sie sonst nicht gekauft hätten. Wir reden uns, und ich formuliere das bewusst so, wir reden uns immer ein, dass wir keine Dinge bewerben, die man eigentlich nicht braucht. Wir sind uns aber dessen bewusst, dass das natürlich eine sehr individuelle Geschichte ist und das für jeden noch anders ist. Und genau aus diesem Grund fand ich die Episode ganz gut. Nicht nur, weil sie euch mal wieder so ein bisschen hinter die Kulissen gucken lässt, sondern auch, weil ich mal so ein bisschen geschaut habe. Ich mag ja mich sehr gerne mit unserem Gehirn beschäftigen. Und ich habe mal ein bisschen geschaut, warum funktionieren eigentlich bestimmte Dinge gut? Und ich glaube, es ist durchaus hilfreich, wenn ihr auch über euch wisst, wie euer Gehirn an bestimmten Stellen funktioniert, warum Dinge funktionieren. Weil dann kann man sich ja auch vielleicht das eine oder andere Mal noch ein bisschen reflektieren, bevor man Dinge kauft. Jetzt habe ich viel gesabbelt. Frank, wann hast du denn das letzte Mal etwas gekauft, weil irgendjemand im Internet irgendwas gezeigt hat?
Ich denke immer noch drüber nach, weil du hast mir die Frage schon im Vorgespräch gestellt und ich habe es nicht direkt jetzt im Hinterkopf von YouTube. Auf Instagram bin ich extrem selten unterwegs. Bin allerdings bei Instagram dann doch mal irgendwo drüber gestolpert über eine Sache, wo ich sagte, ah, da würde sich jemand drüber freuen und der Tab ist noch auf bei mir im Browser. Es gibt glaube ich auch so einen Podcast Too Many Tabs, die sind bei mir natürlich auch auf und ich stehe immer noch davor und sage, ah, vielleicht mache ich das noch und natürlich komme ich auch immer wieder beim Durchscrollen durch den YouTube-Feed auf Produkte oder auf Sachen, die beworben werden oder über die berichtet wird, so wie ich das auch tue, wo ich denke, könnten die für mich geeignet sein und dann erwischt einen öfter mal dieses Haben ist besser. als brauchen. Also ich bin da überhaupt nicht unabhängig und bin da genauso anfällig wie alle anderen auch. Bei mir ist das tatsächlich erst vorhin passiert. Also ich weiß über mich, dass ich aufgrund der Strukturierung meines Gehirns sehr stark neige dazu, Dinge spontan zu kaufen. Das war in meinem früheren Leben viel, viel, viel, viel, viel unkontrollierter, als es es heute ist. Heute passiert das ab und zu noch. im kleinen Rahmen und das ist für mich auch okay. Das ist eben was, was mein Gehirn manchmal braucht, aber bei vielen Dingen kann ich das mittlerweile sehr gut kontrollieren.
Nichtsdestotrotz habe ich heute tatsächlich durch TikTok gescrollt, ein bisschen als ich gewartet habe und habe ein Produkt gesehen, ein einfach Bluetooth-Lautsprecher, den ich spannend fand und ich habe vorgestern darüber nachgedacht, mir einen neuen zuzulegen, weil der, den wir haben, der ist jetzt irgendwie ins 15. Jahr gekommen und hat eine Akkukapazität von 20 Sekunden noch. Ist also einfach nicht mehr sinnvoll, dass man den mitnehmen kann.
Und da war das ganz spannend. Und dann habe ich, bevor ich aber auf den Kaufen-Button geklickt habe, impulsiv, habe ich nochmal kurz geguckt, ist das wirklich ein Angebot, was man hier mir gerade verkaufen will mit den Coupons? Und habe festgestellt, jo, das ist tatsächlich Bestpreis für dieses Produkt. Also ich habe aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit in einem anderen Unternehmen, was ich noch habe, den Zugriff auf, ich weiß gar nicht wie viel, 100 Millionen Produktdaten, die wir in unserer Datenbank speichern, mit Preisverläufen. Und ich kann also sehr schnell für mich gucken, gab es etwas zu diesem Preis schon mal am Markt, Das heißt, wir können uns künftig alle an dich wenden, wenn wir auf der Preis-Check-Suche sind oder wir nehmen einfach so die einschlägigen Seiten. Also wir dürfen ja wohl, glaube ich, hier das offen kommunizieren. Idealo.de ist für mich eigentlich eine ganz gute Plattform, um den ersten Check, die erste Info mal zu kriegen. Wo gibt es das gerade auch inklusive Versandkosten unverfügbar? Du kannst schön filtern. Wo gibt es das? Und auch da muss man immer noch wieder gucken, auf welchem Shop lande ich eigentlich? Aber so als ersten Anhalt finde ich das gar nicht so verkehrt. Ich nutze tatsächlich Geizhalts.de. Das ist aber einfach eine historische Geschichte, dass ich mit Geizhalts quasi groß geworden bin und die Seite schon immer nutze.
Und ab und zu mal auch Idealo oder auch so Tools wie Keeper oder Camel, Camel, Camel für Amazon. Geizhalts, wir haben also einen eigenen Amazon-Preis gleich fürs Ausland, wo man quasi gucken kann, wo kann ich Dinge bei Amazon im Ausland viel günstiger als in Deutschland kaufen. Also genau, da bin ich relativ viel. Für mich selber habe ich mir dann auch so Scherze gebaut, wie wo kriege ich mein Hundefutter sehr günstig her. Also habe da einfach mir einen Alarm gebaut, wenn unser Hundefutter, weil unser ältester Hund braucht spezielles Futter, das ist ja teuer. Und manchmal gibt es das im Angebot und dann baue ich mir halt mal schnell Tools, wo ich das überwachen kann. Aber darum soll es halt gar nicht gehen. Also lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe gesehen, Produkt ist wirklich guter Preis. Ich habe schnell recherchiert, es sieht gut aus, es funktioniert so, wie ich mir das vorstelle. Ich habe die Features, die ich spannend finde und habe mir das jetzt gekauft.
Und bin tatsächlich eben auch jemand, der durchaus für Werbung empfänglich ist, dessen bin ich mir bewusst. Und ich weiß auch aus eigener Erfahrung, auch wieder aus einem meiner Unternehmen oder für die ich arbeite, wie stark alleine dieses Impulskaufthema ist. Also das ist jetzt, also Frank und ich haben uns hier so einen kleinen roten Faden zurechtgelegt, damit wir nichts vergessen, über was wir sprechen wollen, aber wir werden ganz oft hier und da abbiegen und ich weiß zum Beispiel aus Erfahrung, dass wenn ich es schaffe in einer Botschaft, in einem Artikel, in einer Sprache, Sprachnachricht, in einem Video, in einem Reel oder was auch immer, wenn ich es schaffe, quasi den Menschen ein Problem, was er hat, aufzuzeigen und gleich die Lösung anzubieten und wir reden über Produkte, die so zwischen, 10, 20, 30, 50 Euro liegen, dass es da unheimlich viele Menschen geben wird, die da sofort kaufen, obwohl sie eigentlich das Produkt nicht brauchen oder nicht kaufen wollten und vor diesem.
Medienkonsum auch gar nichts davon wussten oder gar nicht wussten, dass sie es brauchen. Und jetzt gibt es Unternehmen, die das sehr, sehr intensiv ausnutzen, und andere machen das eben nicht so stark, aber da gibt es natürlich auch Menschen, die sind dafür weniger empfänglich und anfällig Und dann gibt es natürlich Menschen, die aufgrund der Strukturierung des Hirns und ihres Lebens und Stresslevel und so weiter da viel, viel anfälliger für sind. Über sowas wollen wir heute noch gar nicht reden, also dass wir quasi bewusst auch Menschen manipulieren, was im Marketing durchaus funktioniert und auch tagtäglich da draußen passiert, sondern wir wollen mal so ein bisschen gucken, welche Macht haben wir denn? Welche Dinge tun wir vielleicht auch manchmal unterbewusst, manchmal bewusst, um vielleicht auch kauf, Entscheidungen zu beeinflussen und wie funktioniert das eigentlich? Also wir wollen euch so ein bisschen einen Blick hinter die Kulissen geben.
Warum wir eigentlich mit Werbung Geld verdienen können und warum unser Job, also warum wir überhaupt davon leben können, dass wir quasi einfach nur Werbung für Produkte machen. Und euch natürlich auch ein bisschen darauf sensibilisieren. Also wie gesagt, wie ich gesagt habe, Werbung ist für uns nichts Schlimmes. Wir leben davon. Natürlich wäre auch blöd, wenn wir sagen würden, Werbung ist schlimm, Weil dann dürften wir unseren Job nicht machen. Und nichtsdestotrotz wollen wir euch so ein bisschen da mal zeigen, was da so passieren kann. Also du bist nicht so anfällig wie ich, für mal schnell irgendwas zu kaufen. Sag das nicht. Ich bin ja gestern ja auf der Messe gewesen und bin mit vier Dingen nach Hause gekommen, obwohl ich eigentlich gar nichts kaufen wollte. Es waren aber Sachen dabei, wo ich schon lange drüber nachdenke. Ich habe hier eine Zweitwohnung mit einem schlechten Kühlschrank und endlich eine Kompressorkühlbox habe ich mir jetzt dazu gestellt für kalte Getränke im Sommer, die auch gefriert kühlen kann. Und ich kann sie auch zur Not mal ins Wohnmobil mitnehmen. Die ist mir übrigens schon oft von Firmen angeboten worden. Willst du nicht hier testen, willst du die nicht machen? Ich habe immer gesagt, nee, brauche ich nicht, brauche ich nicht. Die Situation hat sich geändert und trotzdem wollte ich jetzt nicht gucken, kann ich irgendwo eine Kooperation eingehen, was abgreifen, nur weil ich das zu Hause selber brauche. Ich habe es mir selber gekauft. Aber ich bin anfällig für Kleinigkeiten. Gerne so Lichterketten, bunter Kram an Messen kann ich schlecht an Ständen vorbeigehen, wo man so sagt, boah, alles so schön bunt hier. Und dann guckst du da rein und sagst, da muss doch was dabei sein, was mir gefällt.
Ich glaube, das kennt jeder. Hast du schon eine Kappa-Style-Lichterkette geschenkt bekommen? Nee, ich glaube, ich habe sogar abgelehnt von euch, was mitzunehmen.
Ich habe euch ja in Stuttgart kurz im Video gehabt und ich glaube, ihr habt sogar gesagt, nehmt ihr das mit, das mit, das mit. Ich hatte dafür akut keine Verwendung und habe gesagt, lass mal, ist gut, ist gut. Wir sind befreundet, ich mache das gerne und das gehört dann für mich auch dazu. Und ich habe jetzt tatsächlich auch gerade in der Werbung eine andere Lichterkette von einem Ein-Mann-Unternehmen, von einem Tüftler, der noch einen Hauptjob hat. Und das ist was, auch so wie du sagtest, so zwischen 30 und 50 Euro, wo du auf der Messe überhaupt nicht überlegst, sondern das bückst du ein. Und ich bin mal gespannt, wie die Community darauf reagiert. Das ist eine pfiffige Sache. Schaut da mal ins Video, das müsste dann nächsten Dienstag kommen. Also ich glaube, wenn ihr das heute hört, ist Sonntag. Also irgendwie so Anfang März müsste das rausgekommen sein. Eine klasse Sache. Ja, also.
So funktioniert das eben und das ist ja letzten Endes auch, warum Firmen bereit sind, uns dafür zu bezahlen, weil sie um die Wirkung einfach wissen und solange wir damit transparent und offen umgehen, finde ich, ist das okay, weil dann hat zumindest jeder die Möglichkeit, da sich quasi reflektiert mit auseinanderzusetzen spannend wird es immer, wenn man dann nicht mehr offen damit umgeht, Aber ja, das ist eine andere Geschichte und wir wollen natürlich auch so ein bisschen euch die wissenschaftliche Seite zeigen. Also wir werden jetzt hier nicht irgendwelche Studien großartig auspacken, aber wir werden jetzt euch so ein paar Stichworte auch mitgeben, wo ihr, wenn ihr Interesse habt, euch auch noch ein bisschen weiter informieren könnt, wie das eigentlich alles funktioniert. Und auch ich bin ja kein studierter Psychologe und habe auch nur gefährliches Laienwissen, was ich mir über die Jahre angeeignet habe durch Schulungen, durch ganz viel Lesen und mich eben mit Experten austauschen und da ist aber eine ganze Menge hängen geblieben. Ja, lassen wir mal reinkommen oder reingucken, warum eigentlich Menschen.
Jetzt, ich überlege gerade uns Influencern, aber ja, natürlich sind wir Influencer, weil wir beeinflussen Kaufentscheidungen, ob wir das selber so sehen und selber den Begriff gut finden. Ich weiß, dass Nele mit dem Begriff sehr hadert, weil sie den eher negativ wahrnimmt. Darf ich da mal einhaken, Sebastian? Du darfst immer einhaken. Ja genau, jetzt haben wir eine kleine Runde. Genau das ist das, wo ich tatsächlich auch festgestellt habe, ja, ich bin Influencer, aber im besten Sinne und nicht eben im negativen Sinne. Im negativen Sinne wird es gerne verstanden, das ist ein Influencer, der verkauft dir oder der beeinflusst dich, dass du irgendeinen Müll kaufst, den du eigentlich gar nicht wolltest für zu teuer Geld und der am Ende nur rumliegt. Das ist möglicherweise das, womit man das so ein bisschen auch gerne auch in der Comedy zerpflückt. Aber tatsächlich habe ich auch viele Kommentare unter meinen Videos gehabt, die geschrieben haben, danke für das Zeigen und das ausführliche Darstellen der Vor- und Nachteile, das kaufe ich jetzt nicht. Und dann habe ich geschrieben, das ist doch prima, das ist doch super, dann habe ich dich doch in deiner letzten Kaufentscheidung beeinflusst, dass es für dich am besten ist. Also bist du ein Defluencer?
Nein, ich habe ihn beeinflusst, dahingehend, dass er sagt, das schenke ich, das spare ich mir jetzt. Und da ging mir dann das Herz auf und das war auch so die Motivation für mich, immer wieder, auch gerade bei komplexen Produkten, zum Beispiel Komposttoiletten oder sowas, darzustellen, das und das ist gut, aber das und das könnte besser sein und das mag ich nicht und dann kann man am Ende selber gewichten. Aber jetzt sind wir vom Thema abgewichen, also Influencer. Ich finde nicht, weil es ja tatsächlich ein Teil ist und ich kann da auch gleich noch eine Story mit reingeben, dass es auch gar nicht ungefährlich ist, vor Produkten zu warnen als Unternehmen, als Influencer. Da würde ich gleich nochmal, wenn ich hier so ein paar Sachen nacherzählt habe, auch nochmal eine Story zum Besten geben, wenn es dadurch schon passiert ist, die sehr teuer war.
Aber letzten Endes sind wir Influencer. Ob wir das mögen oder nicht und ob wir den Begriff gut finden oder nicht und ob er manchmal negativ belegt ist und manchmal positiv, sei dahingestellt. Aber wir sind Influencer, weil wenn wir etwas machen, beeinflussen wir Menschen. Und ich kann das auch ganz offen und ehrlich hier sagen. Der Frank hat, als wir auf der CMT waren, einen kleinen Abschnitt eines Videos bei uns am Stand gedreht. Er hat die Kamera auf mich gehalten und hat gesagt, Sebastian, zeig dir mal ein paar Produkte, was ihr so habt, um es einfach vorzustellen. Das hat dazu geführt, dass 40, 50 Leute bei uns im Shop bestellt haben. Also ist Frank ein Influencer. Wir haben da überhaupt nicht irgendwie gesagt, das ist mega gut und das braucht ihr und Frank hat das überhaupt nicht kommentiert, sondern wir haben das einfach gezeigt, was es gibt. Aber das ist eben schon, eine Beeinflussung, die ist gar nicht negativ, weil ohne die ganzen Medien und ohne Menschen wie Frank oder auch uns wüssten wir von vielen Dingen gar nicht, dass es sie gibt. Gut, ob wir sie dann deshalb brauchen, das sei dahingestellt, diese philosophische Diskussion, wenn wir hier nicht zu einem Ergebnis führen können.
Aber nichtsdestotrotz entdecken Menschen damit Dinge, die sie nicht kannten. Weil nicht jedes Produkt, was wir kaufen, ist ja lebensnotwendig. Also die meisten Produkte, die wir kaufen, wir müssen unsere Grundbedürfnisse decken oder wir müssen irgendwie was essen und wir brauchen irgendwie ein Dach über dem Kopf und Sicherheit und so weiter. Ja, das ist notwendig. Und viele andere Dinge sind gar nicht notwendig, aber wir konsumieren und kaufen sie trotzdem. Auch dahin kann man gegenüber skeptisch stehen, weil damit kommt einher, Umwelt ausbeuten, Menschen ausbeuten, Tiere ausbeuten, Umwelt verschmutzen, kaputt machen. Also mit allem, was wir Menschen tun, beeinflussen wir auch immer negativ.
Mal mehr, mal weniger unsere Umwelt in allen möglichen Bereichen. Das geht da schon mit unserer Geburt los am Ende. Weil du gerade sagtest, wir zeigen Sachen, von denen andere gar nicht wussten. Ja, und das war auch mein Treiber, warum ich mit YouTube angefangen habe. Ich habe bei YouTube im Vorfeld meines Wohnmobils, Mieten und Kaufen so viel gelernt, dass ich was zurückgeben wollte. Das ist wie Rezensionen bei Amazon. Alle immer lesen, aber nie eine schreiben. Und ich habe gesagt, ich kann mit Kamera umgehen. Und ich habe bei YouTube so viel erfahren und gelernt. Und jetzt gebe ich was zurück, habe eine Kamera irgendwo neben die Tür gestellt, als ich was ausgebessert umgebaut habe und plötzlich ging das damit los und das gefällt dann den Leuten und dann inspiriert ihr das, das auch nachzumachen. Ja, und irgendwann geht es dann mit Produkten los, wo ich sage, das habe ich gefunden, das ist total lustig, schaut mal. Ja, und ging mir ja umgekehrt genauso. Ich gucke immer noch bei YouTube rein und dann kommt wieder einer, ich weiß zwar nicht, wann das das letzte Mal war, dass ich direkt was gekauft habe, habe ich ja gerade am Anfang gesagt, aber so ist Leben. Wie es am Schaufenster vorbei ist genau dasselbe nur dass da keiner steht und winkt.
Und wenn wir jetzt da mal reingucken dann ist eben das was wir auch also auch mit dem Podcast ja feststellen dass wir oder dass die Menschen mit uns so eine parasoziale Beziehung haben das ist gerade ein Wort, das hört man ab und zu mal, im Endeffekt ist es ja so und wir merken das ja auch da sind Menschen draußen die hören jeden unseren Podcast, die finden das total toll was wir machen, die sind große Fans, Und die haben natürlich auch, weil wir hier auch sehr offen sprechen und sehr gerne auch euch hinter die Kulissen gucken lassen, haben einige von euch auch das Gefühl, dass wir wie Freunde geworden sind. Und wenn wir sagen, guckt mal, der Frank hat einen coolen Kanal, guckt doch da mal rein, dann ist das wie, wenn ein guter Freund zu euch sagt, der Frank hat einen tollen Kanal. Diese Wertigkeit dieser Empfehlung ist viel höher, als wenn jetzt in der Werbepause, hört, FrankD.Camping, der Campingkanal, wo ihr alles lernt, schaut doch da mal rein.
Aber gut, klingt gut. Darf ich das verwenden? Das kannst du gerne verwenden. Und das ist aber so ein typisches Beispiel und im Gegenzug kennen wir euch meistens nicht, weil ihr hört uns und manchmal seht ihr uns auch, aber andersrum eben selten, außer ihr besucht uns wie auf den Messen, was super toll ist, wenn ihr vorbeikommt, euch zu erkennen gebt und wir ein bisschen schnacken, aber das ist eben schon sowas, ja, was für euch auch sehr unterschiedlich in der Abstufung, ne, manche Menschen können das sehr gut reflektieren und für manche Menschen ist das so, wirklich wie eine Freundschaft, auch ganz unbewusst, ne, für die dieser Dinge tun wir auch nicht bewusst, sondern die haben wir ganz unbewusst, so und dann ist eben so eine Empfehlung, die wir abgeben, hat plötzlich ein ganz anderes Gewicht, und das ist eben ein gut erforschter.
Psychologischer Punkt, eben diese parasoziale Beziehung, geht auf Horten und Wohl zurück. Die haben da 1956 zugeforscht und das quasi 1956 schon publiziert dazu. Da gab es noch keine Podcasts und auch noch kein Instagram, kein Influencer. Und dann haben wir eben auch noch so einen Halo-Effekt.
Der, der besagt eben, wenn jemand eben uns sympathisch rüberkommt oder gut filmt oder ein schönes Wohnmobil hat oder auch ein schönes Gesicht hat oder einen schönen Körper hat, dann übertragen wir diese Sympathie, die wir da fühlen, automatisch auf alles mit der Person zusammenhängende, also auch auf Dinge, die die Person empfiehlt. Das heißt, wenn wir jetzt, du und ich, Frank, lange blonde Haare hätten und weiblich wären, dann würden unsere Produktempfehlungen noch viel mehr Gewicht haben. Also Schönheit, auch wenn das im Auge des Betrachters liegt und eben gutes Aussehen und so weiter, haben einen sehr, sehr, sehr starken Einfluss auf uns, ganz unbewusst. Das nennt man Halo-Effekt, wurde 1920 schon erforscht und publiziert.
Und unser Gehirn macht das wirklich auch immer noch so. Also man hat festgestellt im Ersten Weltkrieg, dass Offiziere gut aussehenden Soldaten eben automatisch auch klügere und kompetentere Handlungen unterstellt haben. Das ist interessant. Das ist was, was unser Gehirn ganz automatisch macht. Das kriegen wir gar nicht mit. Aber wenn man da mal ein bisschen drauf achtet, kann man sich dabei beobachten. Und das passiert uns allen mal mehr, mal weniger und ganz häufig einfach unbewusst. Ich habe dazu auch gerade, glaube ich, praktische Erfahrungen gemacht. Ich habe jetzt in Düsseldorf und, nee, in Freiburg war das und in Stuttgart eine Begleitung dabei gehabt, weibliche und gut aussehend, angenehme Stimme und kamen viele Kommentare darunter, auch wertet das Video auf, wo ich sage, was, bin ich euch nicht wertkönig? Nein, Quatsch, aber ist ja schön, weil wir uns auch gerne so ein bisschen manchmal ironisch-sakastische Kommentare um die Ohren hauen, aber.
Das ist eine angenehme Stimme, ein angenehmes Äußeres und schon tritt dieser Effekt wohl mit unter da genauso auf. Das wird auch ganz bewusst da draußen eingesetzt. Also ich kann da zwei Beispiele nennen aus meiner beruflichen Erfahrung. Ich komme aus dem Online-Marketing und da wird viel oder haben wir damals und auch viele Wettbewerber Business darüber gemacht, dass man Webseitenbetreiber angeschrieben hat und wollte, dass die eben auf die eigene Webseite verlinken.
Und die Strategie, die dann viele propagiert haben, ist, schreib immer als Frau, weil du einfach halt eine höhere Wahrscheinlichkeit hast, dass dir geantwortet wird und ich teste so eine Dinge gerne, ich zock ja und ich spiele gerade ein Spiel, wo ein sehr hoher, ich sag mal, Miteinanderfaktor drin ist, also man unterhält sich miteinander, man ist auch darauf angewiesen, von anderen vielleicht nicht umgeschossen zu werden, sondern zusammenzuarbeiten und ich bin da bewusst seit einer Weile als blondes Mädel unterwegs, habe auch einen Stimmverzerrer, das ist ja so wie ein Mädel klinge. Und es ist definitiv so, dass du unheimlich höhere positive Erfahrungen hast, dass du weniger einfach platt gemacht wirst. Und das, also das beobachte ich immer wieder im Leben. Und wie gesagt, Spielen gibt mir halt die Möglichkeit, das auszuprobieren, weil ich quasi, man sieht mich ja nicht. Ich kann gleichzeitig mich so verstellen und im Spielen, das finde ich sehr spannend, kann ich so eine Dinge ausprobieren. Und das ist immens. Und das ist nur nicht, dass mir das auffällt, sondern Und auch die Leute, mit denen ich zusammenspiele, die merken das auch. Wenn ich jemandem sage, hello, dann wird eben auf mich ganz anders reagiert, als wenn meine mitspielenden Kollegen gerade das machen. Ich werde drüber nachdenken und mir vielleicht eine Perücke kaufen und die Oberweite noch ändern. Ja, aber denk dran, am Straßenrand, hältst du für einen grimmiger Dreinguckenden mit 50er an oder für...
Eine gleichaltrige Dame, die sich einigermaßen gepflegt da hinstellt und den Daumen aushält. Da können wir alle ein bisschen drüber nachdenken und beim nächsten Mal vielleicht auch bewusste Entscheidungen treffen. Das passiert ja alles unbewusst. Das ist das Spannende. Ihr kennt ja dieses Eisbergmodell. Von einem Eisberg sieht man mal die kleine Spitze, die guckt oben aus dem Wasser raus und der große Teil ist unterm Wasser versteckt. Und unser Bewusstsein und Unterbewusstsein ist genauso. Das Bewusstsein, Dinge, die wir bewusst tun, das ist die kleine Spitze oben, die wir sehen. Unterbewusst ist der ganze Rest. den wir so den ganzen Tag machen, so wie Autofahren und eben auch so eine Dinge, dass wir hübschen Menschen oder schönen Menschen viel mehr vertrauen. Oder Wiederholungen, je öfter ich Wiederholungen einsetze, da ist doch auch noch sowas. Da gibt es auch so einen fiesen Trick, den die Influencer bewusst einsetzen. Der Mehr-Exposure-Effekt, auch 1968 erforscht und ist ein bisschen ein fieser Trick eigentlich, weil er tatsächlich sehr, sehr einfach ist. Und ihr seht das in der Werbung jeden Tag. Ach ne, habt ihr euch vielleicht schon mal gewundert, warum ich eigentlich ständig denselben Werbespot sehe, was das eigentlich bringt. Aber das ist genau der Punkt.
Wiederholung. Steht da Tropfen, höhlt den Stein. Und je öfter wir eine Marke sehen, je öfter wir sowas sehen, desto positiver nehmen wir das wahr. Irgendwann kaufe ich dann doch die Männerslip-Einlage, die um 5 vor 7 vor den Heute-Nachrichten immer wieder kommt. Oder ich kaufe die Elektronikprodukte in grün, die von einem gewissen Influencer ständig nachdrücklich beworben werden und alle andere sind Mist. Oder du kaufst eben auch die Matratze, die wir auch schon beworben haben oder das Energiegetränk-Pulver, was gerade in aller Munde ist. Also das ist der Grund. Also manche nervt das, wenn ich, ich kann ja mal einen Namen nennen, wenn ich die hundertste Emma-Werbung oder die tausendste Holy-Werbung sehe. Ja, aber das ist genau der Punkt, der dahinter steht, diese Wiederholung, dass sie das einfach in großen Stile an ganz viele Menschen oder viele Menschen dafür bezahlen, dass sie Werbung dafür machen. Das wirkt halt hier an der Stelle eben genau so, dass ich dieses.
Ansehen der Werbung oder des Produktes der Marke eben positiv entwickelt. Und klar sind manche genervt davon und die hört man dann auch, weil die natürlich überall meckern, aber der überwiegende Teil der Menschen nimmt es einfach unterbewusst wahr und die eigene Sicht auf die Marke verbessert sich immer mehr. Ja, aber wie werde ich denn jetzt vom Fan einer Marke zum Werbeträger? Ich habe jetzt zum Beispiel wirklich, ich habe das Zeug, das grüne Zeug Strom damals bei mir eingesetzt, einsetzen lassen, zum zweiten Mal dann auch bei einem Upgrade. Ich habe dafür kostenlos und ohne Auftrag einfach positiv darüber berichtet und bin, glaube ich, dann auch schon zum Werbeträger geworden. Was passiert mit mir selbst als Influencer?
Also das ist ja tatsächlich was, also was idealerweise passiert, wenn du als Unternehmen gute Produkte hast und es schaffst, dass die Leute dich weiterempfehlen. Das ist ja schon mal ein sehr positiver Effekt am Ende des Tages, was da ja auch passiert. Aber was eben die Unternehmen dann versuchen, ist, dass die halt die Produkte zur Verfügung stellen und jetzt nicht so Leute wie dich suchen, die dafür unbedingt bezahlen wollen, sondern Leute natürlich auch finden wollen, denen sie das einfach schenken können. Weil da wieder nochmal ein weiterer Effekt zum Tragen kommt, nämlich Reziprozität. Wenn ich dir was schenke, dann hast du automatisch ein besseres Gefühl und du hast vor allen Dingen das Gefühl, du musst dir etwas zurückgeben. Es gibt eine Sekte, die nutzt das sehr, sehr intensiv, die.
Ich nenne mal lieber keine Namen, weil die auch sehr aggressiv mit Abmahnungen vorgehen, aber deren Erfolg basiert darauf, dass sie quasi in den Fußgängerzonen stehen und standen und den Leuten ein Buch geschenkt haben und zwar unaufgefordert.
Und das gibt es auch heute noch, dass nicht nur religiöse Sekten, sondern auch andere, auch Unternehmen natürlich kommen und dir erstmal was schenken. Weil das löst in dir Druck, also das Bedürfnis aus, was zurückzuschenken. Kann mal jeder bei sich beobachten, wenn er was geschenkt bekommt, was das mit euch macht, ganz bewusst. Das ist unheimlich stark. Das heißt aber, ich als Influencer, am Anfang habe ich das ja aus, nein, ich tue das ja immer noch aus Ehrlichkeit, aber ich habe mit Ehrlichkeit begonnen, oder? Ich habe also ehrlich geteilt, was funktioniert, da habe ich mir was zugelegt, boah, das ist total klasse, kann ich euch empfehlen. So, und dann melden sich plötzlich bei mir Firmen, ich muss auch hier jede Woche fast ein Dutzend Mails einfach löschen oder zurückschreiben, nee, hat nichts mit mir zu tun. Und dann kommen Firmen, springen auf auf den Zug und sagen, ja, hast du was geschenkt und schon bin ich gefangen. So ein bisschen, ja, natürlich, ja, irgendwie ja schon. Du bist dann eben ein Zahnrädchen in dem System, wenn du es ganz unbewusst mit dir machen lässt. Ich will hier gar nicht sagen, dass das irgendwie negativ ist oder schlecht ist. Ich meine, wir sind alle Menschen. Wir haben diese Funktionalitäten in uns drin. Und wir sind mal mehr und mal weniger gut darin, das zu reflektieren, das auch zu wissen. Und wenn uns das niemand sagt, und ich meine, in der Schule kriegen wir sowas nicht beigebracht, dann wissen wir das auch nicht.
Du hast gerade das richtige Wort gesagt, unbewusst. Wenn ich unbewusst dann darauf einsteige und sage, oh ja, das kriege ich geschenkt, dann mache ich jetzt mal Werbung dafür. Aber ich glaube, da geht es los. Da muss sich jeder dann selber an die Nase fassen und am Ende ist das vielleicht dann auch doch für die Community spürbar. Das ist interessant. Ja, ja. Und ich meine, das ist jetzt alles überhaupt kein Grund zu sagen, alle Menschen Lügner, wir können niemandem mehr vertrauen. Das wäre völliger Quatsch.
Also klar, wir können hier viel erzählen und wir könnten jetzt auch behaupten, dass wir das unbewusst machen und dass wir das ja gar nicht wissen. Wir outen uns jetzt, dass wir das wissen und Dinge natürlich da auch bewusst passieren. Das ist auch einer der Gründe, warum wir halt darüber sprechen, weil ich glaube, dass das vielen Menschen gar nicht so bewusst ist, was da alles passiert, und ihr solltet euch aber bewusst machen, dass in dem Moment eben also wir sind keine neutralen Menschen, sondern wir sind tatsächlich auch Verkaufshelfer mindestens. Das heißt, die eben diese Entscheidung zu dem Produkt positiv oder negativ beeinflussen und wir können uns da jetzt noch das Schönreden und sagen, naja, wir empfehlen ja nur positive Produkte, nur gute Produkte und die Menschen, die das kaufen, die haben ja nichts Negatives davon und das mag auch so sein, aber da bin ich auch reflektiert genug zu wissen, dass das eben durchaus auch schnell sich ändern kann. Das heißt, wir fangen, wie du schon gesagt hast, ich meine, Camperstyle ist genauso wie dein Kanal entstanden. Lele und Halil haben damals ihre Flitterwochen sozusagen.
Im Wohnwagen, den sie geschenkt bekommen haben, gemacht und haben ganz viele Fehler gemacht und haben ganz viel versucht zu lernen und überall gab es so kleine Punkte im Netz, wo es Wissen gab, aber nichts Großes und da war auch die Idee, dann lass uns doch dieses Wissen mal an einer, Seite sammeln und zusammenstellen und so ist ja auch Camperstyle entstanden und für uns ist bei Artikeln, Immer irgendwie im Vordergrund, ja, wie können wir irgendwie den Menschen helfen, wenn wir über was schreiben? Wie können wir irgendwie Wissen vermitteln? Wie können wir weiterhelfen? Und nichtsdestotrotz machen wir eben auch Werbung für Produkte und beeinflussen damit natürlich auch die Kaufentscheidung. Ja, aber wichtig ist dann, glaube ich, dass wir als Influencer dann eben nicht vergessen, zumindest die, die vor der eigenen Tür kehren wollen.
Dass wir nach Stärken und Schwächen suchen. Und das muss ja auch gar nicht abwertend gemeint sein. Das fängt ja schon bei der Formulierung an, das hier sind die Stärken und das sind die Potenziale, wo man noch weiterentwickeln kann. Der Geschulte liest daraus auch die Schwächen, aber es gibt da immer, ich versuche das immer bei mir auch so darzulegen, für mich aus meiner Perspektive, ist das eine Schwäche oder eine Sache, die man besser entwickeln könnte, das andere ist für mich eine Stärke, ich versuche die aufzulisten und damit versuche ich auch dieses Unbewusste zu umgehen, indem ich für beide Seiten Belege suche, am Ende dann das aufliste, gerade bei komplexen Produkten, Eine Handyhalterung, die brauche ich jetzt nicht groß rechts und links mit Pro und Contra bewerben, aber diese Komposttoilette, da habe ich wirklich eine lange Liste, bei der ich dann auch aufschreibe.
Das so aufschreibe, dass die Zuschauer sich dann das für ihren Schwerpunkt raussuchen können. Was ist für den Zuschauer wichtig? Will der Komfort haben beim Toilettengang oder will der beim Entsorgen möglichst nicht die Finger dreckig machen? Hat er da oder da Probleme? Und der kann sich das dann raussuchen. Und dann kommen wir ja in das Bewusstsein, meine ich so. Und dann bin ich eben nicht vielleicht nur bei diesem Punkt, Marke X ist super oder nur super, sondern das ist gut, da gibt es Potenziale und ich bin mal gespannt, wie die darauf reagieren. Ich habe ja auch schon Hersteller erlebt, die tatsächlich dann eben darauf reagiert haben und haben gesagt, das und das haben wir verbessert, weil wir das zurückgespiegelt bekommen haben von dir oder auch von der Community.
Und das ist ja letztendlich dann auch wieder ein Beitrag, den man leisten kann. Es ist ja auch tatsächlich... Das, was wir tun, wenn wir Produkte vorstellen, damit helfen wir auch den Menschen, die sich nicht einfach alles kaufen können, um es auszuprobieren und im Zweifel dann feststellen, oh, das war Mist. Das ist aber ärgerlich. Wir können ja damit durchaus auch helfen, Kaufentscheidungen zu treffen. Wir haben eben nur immer auch die Macht, die eben zu manipulieren. Das ist wichtig für euch da draußen zu wissen. Und das heißt überhaupt auch nicht, dass das jemand bewusst macht. Viele dieser Dinge auch auf unserer Seite passieren ganz unbewusst und gar nicht bösartig. Aber auch da habe ich ein paar Sachen rausgesucht, wie das so Entwicklung ist. Aber dass wir an Produkte einfach rankommen, dass wir die testen können, ausprobieren können, das ist natürlich für uns cool. Und das gibt aber natürlich für die Menschen da draußen die Möglichkeit, das eben auch nochmal in einer anderen Perspektive zu sehen, weil ja jeder auch anders drauf guckt und kann auf jeden Fall helfen, die eigene Kaufentscheidung halt auch besser zu machen. Das finde ich ganz wichtig, vor allen Dingen bei hochpreisigen Produkten.
Wenn ihr mal tatsächlich, entweder wenn ihr mich kennt mit meinem Kanal oder jetzt mal drauf guckt. Ich werde tatsächlich von einer Firma, wo ich immer gesagt habe, das ist alles, nein, das ist nicht alles super, aber die ist super. Und ich finde auch immer noch super, die Produkte, die sie haben. Aber ich wechsle zu einer anderen Firma. Diese erste Firma habe ich allerdings voll bezahlt. Und zur zweiten Firma bekomme ich jetzt ein Produkt. Das ist im mittleren vierstelligen Bereich. Das geht um eine Batterie. Und da sage ich, die kriege ich zwar gestellt. Da wurde mir viel vorgeworfen. Ja, abgreifen, abgreifen, abgreifen. Und ihr Influencer, ihr kratzt euch mal zusammen, was geht. Aber da sage ich mir zum Teil... Naja, am Ende werde ich euch was vorstellen und auch dem Hersteller auf den Zahn fühlen, was ohne diese Kooperation nicht funktioniert hätte. Dann wäre ich halt bei dem anderen geblieben oder ich hätte mir irgendwas gekauft, hätte darüber nicht berichtet. Aber so könnt ihr auch davon lernen und ihr könnt euch schon wieder ein Bild machen. Ach ja, das passt oder das passt nicht für mich. und das wird gerne mal so vergessen und da bin ich gerade auch dabei, mir ein eigenes Rüstzeug anzulegen und zu sagen, die Pfeile, die da gerne mal abgeschossen werden aus der Community in meine Richtung.
Die sehe ich und denen weiche ich aus. Das ist, Jetzt kommt die weiche Seite des Influencers. Ja, es wird immer Menschen geben, die nicht einverstanden sind mit dem, was du tust und wie du es tust. Und das ist auch völlig in Ordnung. Und solange wir das alle auf einer zivilisierten Art und Weise austragen und kommunizieren, spricht da aus meiner Sicht auch nichts dagegen. Ich bin völlig fein damit, dass Menschen nicht gut finden, was wir tun und dass wir hier Werbung machen und dies, das, jenes. Damit bin ich völlig fein. Das ist auch völlig in Ordnung, wenn Menschen das so sehen, solange sie das irgendwie anständig rüberbringen. Ja, wir lesen ja hier auch wirklich jedes Feedback vor, auch wenn Menschen schreiben, du, die Folge war scheiße, dann nehmen wir das mit. Und das ist auch immer was, worüber wir nachdenken. Es gibt auch Feedback, was reinkommt. Also ja, wir lesen jedes Vorwort nicht ganz richtig. Es gibt ein paar Sachen, wenn es direkt an die Persönlichkeit geht, was wir einfach löschen, wo ich schon lange ganz klar das für mich ausfiltere und das nur sehr selten an mich rankommt. Und ich weiß, dass das Nele zum Beispiel aber sehr viel mehr zum Knabbern gibt auch. Und dass das sehr viel mehr an ihr nagt, so eine Geschichte.
Vielleicht, wenn Nele zuhört, mich hat das auch am Anfang beschäftigt. Dann habe ich den stehen lassen, habe darüber nachgedacht. Mittlerweile beim ersten Lesen, wenn ich merke, boah, das geht gar nicht, das ist nicht sachlich, das geht direkt unter die Gürtellinie. Vielleicht mache ich noch ein Screenshot davon, nur der Dokumentation halber. Aber der wird sofort gelöscht und meistens auch der Nutzer auf dem Kanal ausgeblendet. Und dann ist er weg. und dann denke ich darüber nicht mehr nach, weil am nächsten Tag habe ich den vergessen. Das ist meine Strategie. Ich führe auch Blocklisten einfach. Ich weiß, es gibt Menschen, die sagen, du kannst nicht alles blocken, du musst die Meinung aushalten. In Scheiß muss ich. Nein. Ich mache das, was ich für richtig halte und ich mache das, was mein Leben entspannt macht. Und wenn ich der Meinung bin, dass wenn Leute mich beleidigen, dass ich die blocke, dann ist das meine Entscheidung. Das muss niemand gut finden. Ja. Trotzdem ist es halt mein Kanal, mein Wohnzimmer und da lege ich die Regeln fest und das kann man schlecht finden und das ist in Ordnung. Das kann man mir sogar sachlich sagen und alles andere möchte ich mich nicht mehr mit beschäftigen. Das durfte ich auf wirklich harte Schule in meinem Leben lernen.
Das hat mir auch über Monate lang schlaflose Nächte bereitet und das hat mich aber da relativ stark nach der Reflexion dann darüber gelehrt, wie ich mit sowas in Zukunft umgehen werde. Ich habe mir dann mal so ein Bild gemalt. Ich bin ja Schalke-Fan und 17.000 Abonnenten habe ich jetzt gerade überschritten. Und das ist ungefähr die Kapazität der Nordkurve. Also wo die Schalker-Fans stehen, Stehplätze. Und dann stelle ich mir vor, ich stehe da unten auf dem Elfmeter-Anstoßpunkt und viele jubeln, viele geben Kommentare und einige schmeißen mit Eiern und Farbbeuteln. Und die mit den eiernden Farbbeuteln, die würde ich sagen, raus. Und so schnell geht es auch einfach. Und das ist dann nicht gerechtfertigt. Ansonsten stelle ich mich gerne einer sachlichen Kritik, auch einer harten Kritik. Solange der Anstand gewahrt wird, diskutiere ich gerne. Und das schreibe ich auch dann drunter, dass ich mich freue, dass wir auch kontrovers und hart diskutieren können, aber immer noch der Anstand gewahrt bleibt. Das ist schön. Das macht auch Spaß. Hat in der Sache ist völlig okay, aber wir sollten nicht quasi auf die persönliche Ebene gehen. Genau. So, da bin ich auch großer Fan von. Ja, dann, also lassen wir reingucken. Also wir haben jetzt angefangen, wir haben unsere Kanäle gestartet. Wir hatten hehre Ziele. Wir wollten unsere Erfahrungen teilen, unser Wissen teilen.
Haben Menschen gefunden, die das gut finden, die uns lesen, die uns hören. Dann haben wir das erste Produkt geschenkt bekommen von dem Hersteller. Haben da auch Ja gesagt, weil wir es tatsächlich gut finden und weil wir es gebrauchen können und weil wir es testen wollten. Und jetzt haben wir aber schon so ein bisschen die Psychologie, die hier einsetzt. Das ist jetzt dieses Reziprozitätsprinzip. Es gibt ein Buch von Roberto Caldini. Das war auch so meine erste Berührung mit menschlichen Gehirnfunktionen. Das ist übrigens ein Buch, was ich nach wie vor empfehle. Ich glaube, die Psychologie des Verkaufens von Gialdini.
Superspannende Lektüre, um einfach so ganz schnell so ein bisschen den Gefühl dafür zu bekommen, wo unser Gehirn alles im Weg stehen kann beim Kauf. Also das kann ich natürlich als Verkäufer lesen. Ich kann das aber natürlich auch als Käufer lesen. Und ich finde, für beide Seiten ist das super spannend. Ja, und wenn ich ein Geschenk bekomme, dann setzt dieses Reziprozitätsprinzip ein. Das heißt, ich bekomme es geschenkt und fühle mich irgendwie verpflichtet, was zurückzugeben. Und das ist bei jedem Menschen auch unterschiedlich stark. Und das ist auch gar nichts Schlimmes. Das ist wichtig für uns, weil das ist wichtig für unser soziales Zusammenleben, dass wir eben quasi eine Verantwortung oder was Positives fühlen, wenn wir was geschenkt bekommen. Also in dem Buch kann man das sehr schön nachlesen. Und dann ist man eher auch dabei, sehr positiv über das Produkt zu reden und unter Umständen auch vielleicht so kleine Schwächen, die das Produkt hat, nicht zu erwähnen oder runterzuspielen. Kann. Das sind alles immer Kann-Geschichten und das ist bei jedem Menschen anders. Aber das ist etwas, was durchaus passieren kann.
Und dann gibt es halt auch noch so ein Motivated Reasoning, nennt man das, dass das Gehirn quasi das Produkt gut finden will und dann eben nur die Stärken raussucht und die Schwächen übersieht. Das ist zumindest auch was, was passiert, wenn man ein Produkt gekauft hat und danach jemand kommt und das kritisiert. Also auch wenn man was gekauft hat und was vermeintlich vielleicht ein Fehlkauf war, das eigene Gehirn versucht, das immer gut zu reden. Und quasi, ja, das Gehirn verarbeitet eben die Informationen so, dass sie eben zum gewünschten Ergebnis passen. Und wenn ich jetzt Geld ausgegeben habe, dann ist das gewünschte Ergebnis, ich finde das gut. Unser Gehirn verarscht uns da sozusagen selber im Sinne, dass es uns gut geht. Das ist der Ich-Filter, ne? Ja, da ist was dran, da muss ich mich auch, da kann ich mich nicht ganz von frei reden. Ja, absolut. Keiner kann das. Also wir alle sind da, also uns allen passiert das, weil das sind einfach Dinge, die sind in unserem Hirn verdrahtet, die sind da, mal mehr, mal weniger stark, auch nicht immer gleich und man kann da, wie gesagt, drüber reflektieren und damit reflektierter umgehen, aber wir haben alle Momente, wo wir unreflektiert sind, wenn wir im Stress sind, wenn es schnell gehen muss und da passieren diese Dinge einfach. Ja.
Dann sind das auch so Choice Supportive Bias zum Beispiel oder Bias, wie man es nennt. Also, dass man, wenn man einmal gesagt hat, die Marke ist super, dann wird das zur eigenen Position. Viele dieser Dinge kann man auch schön in der Politik beobachten.
Also Politiker sind ja Menschen, die halt in der Öffentlichkeit stehen, man spricht dann von dieser Salami-Taktik, dass die dann erstmal bei ihrer Meinung bleiben, obwohl sie ganz klar wissen, dass sie gelogen haben. Aber es wird dann zur eigenen Position, es wird zur eigenen Realität und zur eigenen Wahrheit. Und das Gehirn baut sich das alles so im Nachhinein und blendet auch alles andere aus. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort. Barschel oder I never had a sexual relationship to that woman. Wir wissen nie, also im Zweifel, es heißt ja beim Zweifel für den Angeklagten, da bin ich auch ein großer Fan von, es gibt eben tatsächlich ganz viele Dinge in unserem Hirn, die dazu führen, dass diese Dinge völlig unbewusst bei Menschen passieren und dass man nur dann so Stück für Stück irgendwie, weil es gar nicht anders geht, mit der Wahrheit rauskommt. Aber das Gehirn baut das tatsächlich für uns selber auch häufig so. Und, Und das wirkt natürlich auch wieder nach außen, wenn wir jetzt wieder ein bisschen in Richtung Influencer und Camping, ja, und welche Wirkung wir so haben, wenn wir eben sagen, die Marke XY, das ist die beste, wo es gibt, also ich hatte noch nie ein geileres Wohnmobil, dann ist es super schwer, die Meinung zu ändern. Also ihr könnt ja selber mal gucken, wie schwer es für euch ist, Fehler zuzugeben. Das ist ja letzten Endes nichts anderes.
Also da schließe ich mich auch nicht aus. Also Fehler zugeben und auch die Meinung ändern ist was sehr, sehr Positives, aber was sehr schwer ist. Und das noch fiesere ist, wenn wir unsere Meinung ändern, dann wirkt das auch noch negativ auf andere Menschen, weil wir dann nicht konsistent sind in unserem Verhalten. Ja, das ist tatsächlich auch wieder so eine hart verdrahtete Geschichte, weil Konsistenz ist eigentlich etwas, was in uns drin ist, also dass wir quasi konsistentes Verhalten an den Tag legen. Das heißt nicht heute hier und morgen da, sondern wenn wir heute sagen, diese Firma ist geil, dann können wir nicht morgen sagen, das ist nicht so, weil dann das, also dann wirken wir auf andere Menschen nicht mehr konsistent und das ist negativ. Aber das hängt doch von meinen Erfahrungen ab, oder? Natürlich und es spricht doch überhaupt nichts dagegen, die Firma morgen Kacke zu finden, wenn du halt negative Sachen gesehen hast, aber schau dir mal an, wie Menschen auf dich wirken, die so sind.
Ich habe ein paar Freunde, die sind wirklich gut darin, ihre Meinung immer anzupassen, wenn sie neue Fakten haben. Und das war am Anfang etwas, was in meinem Kopf sehr negativ gewirkt hat. Da musste ich wirklich daran arbeiten, erst mal zu lernen, dass es nichts Schlechtes ist, seine Meinung anzupassen, wenn man neue Faktenlage hat. Aber mein Gehirn dazu zu bringen, quasi auch diese feste Verdrahtung weg zu unterdrücken, dass das gut ist. Aber es kommt doch auf die Häufigkeit auch an und auf die Intensität. Ich meine, wenn ich heute SPD-Fan bin und morgen plötzlich AfD-Fan bin, dann kann ja irgendwas nicht stimmen innerhalb eines Tages. Dann ist ja was kaputt. Aber das ist jetzt vielleicht ein sehr extremes Beispiel. Aber ich denke gerade über meinen eigenen Fall nach, wo ich von einer Stromfirma oder einer Umbaufirma, einem Campingbetrieb am Niederrhein, den ich immer noch gut finde, über den ich positiv berichtet habe. Ich habe aber, so wie du das erwähnt hast, mit dem Titel, mit dem Thumbnail offensichtlich eine negative Konnotation ausgelöst.
Und das könnte der Grund sein, dass die Leute so hart verdraht sind und sagen, wieso schießt du denn jetzt gegen die und die Firma? Und da habe ich gesagt, hey, mache ich doch gar nicht. Aber ich gehe halt nur zu einer anderen. Ich lasse die zurück, ich probiere was Neues aus. Aber das war mir jetzt noch nicht bewusst. Das ist interessant. Da guck mal, again what learned hier im Podcast. Ja, da kommen ja dann auch noch Sachen rein, wie eben dieses Sender-Empfänger-Thema. Das, was du sagst, ist nicht das, was beim anderen auch so ankommen muss, weil ja dieses Gesagte im Kontext des anderen verarbeitet wird. Ja, absolut. Und das ist die Gefahr und auch die Chance, von, also ein bisschen Kontext für euch da draußen, der Frank hat ein Video gemacht und hat da also wir Medienschaffenden Wissen und, Das ist gar nicht so leistig, die Aufmerksamkeit von Menschen zu bekommen. Und wir wissen auch, so wie wir hier euch jetzt ganz viele Dinge mitgeben, dass es natürlich Mechanismen gibt, die dafür sorgen, dass mehr Menschen auf ein Video klicken, dass mehr Menschen auf einen Artikel klicken. Wir können das jetzt Clickbait nennen. Also Clickbait ist eigentlich etwas Negatives. Beim Clickbait versprechen wir etwas, was wir nicht halten können. Genau.
Und nichtsdestotrotz nenne ich gerne Clickbaity-Titel oder Clickbaity-Thumbnails so. Das bedeutet, die sind schon übertrieben ganz bewusst, weil wir wissen, dass menschliche Gehirne da eben besser drauf reagieren. Also ein Beispiel ist, wenn ich etwas Negatives anspreche, wird das besser funktionieren, als wenn ich etwas Positives anspreche. Das sind einfach Sachen, die sind so.
Es gibt ja auch Gründe, warum bestimmte Medien in Deutschland so erfolgreich sind, weil die genau diese Dinge ganz bewusst spielen. Und auch wir, also wenn ich übrigens wir sage, meine ich Camperstyle. Für Frank kann ich nicht sprechen, weil in seinen Videos und so weiter habe ich keinen Einfluss. Deswegen meint wir Camperstyle. Aber wir bei Camperstyle spielen in manchen Artikeln auch ganz bewusst Überschriften, übertrieben, weil wir wissen, wir klicken dann Leute zum Klicken. Das kann man jetzt schlecht finden, weil man sagt, ihr manipuliert die Menschen. Fair enough. Warum tun wir das? Weil wir davon leben, wenn wir eine hohe Reichweite haben und weil sonst manche Menschen unseren Artikel gar nicht lesen, wenn die Überschrift nicht so formuliert ist. Können wir alles diskutieren. Bin ich völlig fein, dass Menschen das anders sehen. Und das ist auch völlig in Ordnung. Aber solche Dinge tun wir eben mal bewusst. Und Frank hat, und da höre ich jetzt auf, abzuschweifen, Frank hat das quasi im Video auch gemacht, auch Video-Thumbnails müssen klickstark sein, weil wenn unsere Videos in der Vorschau geklickt werden, dann merkt der Algorithmus das und wir bekommen eben mehr Reichweite. Also das ist einer der vielen Punkte, die es quasi zu spielen gilt.
Und das wiederum hat natürlich, je mehr wir da übertreiben bewusst, um das auszuspielen, desto mehr passiert es natürlich auch auf der Gegenseite der Leser, der Zuhörer, der Zuschauer, Zuschauerinnen, Hörerinnen und so weiter, dass etwas in den falschen Hals kommt, um es mal auf Deutsch zu sagen. Also sprich, dass etwas anders aufgenommen wird, wie es gemeint war. Und das ist bei dir mit Sicherheit passiert. Dann kam noch ein bisschen Ego von bestimmten Menschen dazu, die das sehr persönlich genommen haben. Auch das meine ich nicht negativ. Wir haben alle ein eigenes Ego. Das steht uns manchmal stark im Weg. Und es gibt Menschen, bei denen ist das größer, bei anderen ist das kleiner.
Auch ein ganz eigenes Thema. Und das sorgt dann dafür, dass eben Reibung entsteht. Auch Reibung ist was Positives für den Algorithmus. Auch für uns Medienschaffende ist wieder, wenn viele kommentieren, wenn viele da eine Meinung ergeben, ist das für uns positiv. Und das nutzen zum Beispiel auch Parteien, die an den Rändern fischen, aus, indem sie Dinge genau so krass immer zuspitzen, weil sie genau wissen, dass dann Reibung passiert, dass dann Kommentare passieren. Und die Algorithmen der sozialen Medien, der Videoplattformen und so weiter genau darauf reagieren. Also das kann und werden Menschen und Medien auch bewusst einsetzen und auch wir sind ein Teil davon und auch wir nutzen diese Dinge.
Sebastian, Influencer hin oder her, aber bin ich jetzt nur einer, der ein Produkt vorstellt und eigentlich keine Ahnung davon hat? Also sagen wir mal, eine Handyhalterung brauche ich jetzt kein Fachwissen. Aber wenn ich jetzt anfange, eine komplexe Technik hinzustellen aus dem Strombereich zum Beispiel, da sollte ich schon ein bisschen Basiswissen haben. Bin ich denn als Influencer automatisch mit Fachwissen ausgestattet, wenn ich das Ding mir besorge und lasse mir was einflüstern oder ich lerne ja auch dazu oder nimmt man mich als Experten auch wahr oder nur als, der macht nur Werbung?
Das ist eine spannende Frage. Manchmal denke ich immer so, ich habe eigentlich, habe ich überhaupt Ahnung? Ich bin ja erst seit ein paar Jahren mit meinem eigenen Wohnmobil unterwegs. Aber jetzt sind es seit zehn Jahren mit Teilintegrierten unterwegs, bin unterwegs und man lernt ja auch dazu. Ich habe es schon mal gesagt, ich bin Fotograf, aber auch das habe ich mir in Kursen und so selbst beigebracht, da lernt man auch dazu. Aber gibt es Grenzen? Überschätze ich mich zum Teil? Also, jetzt ist ja erstmal die erste Frage, ab wann ist man denn eigentlich ein Experte in einem bestimmten Thema? Ja genau, das meine ich ja. Gibt es da einen Punkt? Es gibt da so keine, also Sie können natürlich bei Wikipedia gucken. Wikipedia sagt eben, man ist Experte, wenn man überdurchschnittlich tiefes Fachwissen, praktische Erfahrungen und die Fähigkeit für viel komplexe Probleme in einem bestimmten Bereich selbstständig zu lösen. So, Expertise entsteht durch jahrelange Praxis, ständige Weiterbildung und Anerkennung durch Dritte, wobei oft von etwa zehn Jahren intensiver Beschäftigung ausgegangen wird. Wenn man jetzt danach geht, na sind wir jetzt Experten, weil wir machen das jetzt seit über zehn Jahren beide, okay, wir sind also Experten.
Wenn man es ein bisschen runterbricht, dann heißt es letzten Endes, also nur weil Experte ist nicht ganz hart definiert und es gibt auch keinen geschützten Begriff, jemand, der besser als der Durchschnitt ist und verlässliche Ergebnisse liefert. Und das kann man sehr schnell sein. Ich kann also quasi auch nach zwei Jahren Camping durchaus Camping-Experte sein, wenn ich mich einfach intensiv mit dem Thema beschäftige, wenn mein Gehirn einfach so gestrickt ist, dass ich eine superschnelle Auffassungsgabe habe, dass ich Probleme superschnell lösen kann, schneller als andere. Wir haben ja alle Eigenschaften, die helfen uns total und dann haben wir Eigenschaften, die bremsen uns eher aus. Und das ist bei jedem an anderen Stellen verortet. Der eine ist eben da gut, der andere dort. Und ich meine, ich würde uns schon auch selbst reflektiert, also uns meine ich jetzt wiederum uns beide, als Experten bezeichnen, weil wir das schon lange machen und weil wir uns auch übermäßig mit dem Thema beschäftigen. Also Camping ist ja für uns, vielleicht für mich noch ein bisschen mehr als für dich, nichts, was wir nur in unseren Urlauben oder in unseren Campingreisen machen, sondern was, also bei mir ist es der Alltag. Bei mir ist jeden Tag, Gibt es Stunden, wo ich mich mit Camping beschäftige?
Das macht mich definitiv zu jemandem, der sich viel mehr damit beschäftigt, als jemand, der eben nur, wenn er in Urlaub fährt und so ein bisschen dazwischen sich damit beschäftigt. Habe ich das Wissen der Welt darauf gepachtet? Nein. Und trotzdem kann ich auch der, der nur in Urlaub fährt oder dann vielleicht einmal zu Messen und dasteht, mich auch entwickeln zum Experten, weil ich mich in einige Sachen tiefer reinknie, als du das machst. Ja, und was ist denn ein Camping-Experte? Was ist denn Camping? Da fangen wir schon wieder an. Also ich habe wenig Ahnung vom Zelten, weil ich das einfach bis jetzt sehr selten gemacht habe. Camping ist ja wieder so ein allgemeiner Begriff. Und das Thema Expertentum, da haben wir natürlich auch den Dunning-Kruger-Effekt, den vielleicht jeder schon mal gehört hat, diese Kompetenzillusion, also dass du quasi, also Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet, wer wenig weiß, überschätzt sich am meisten. Also Menschen, die eben wenig wissen oder vielleicht auch nicht so intelligent sind, denen fehlt quasi das Wissen und das Meta-Wissen, ihre eigene Inkompetenz zu erkennen. Und die halten sich dann halt für die größten Experten.
Und auch diese Menschen haben unter Umständen, sind sehr charismatisch, sind vielleicht auch hübsch und haben auch Wissen in bestimmten Bereichen und sind dann eben in der Wahrnehmung durch andere Experten. Das kann sein. Ob sie wirklich Experten sind, kann man schlecht beurteilen. Das muss man dann in der Sache gucken. Aber wir haben eben auch Menschen, die auch von anderen als Experte oder für Experten gehalten werden, die das vielleicht nicht sind. Aber dieser Begriff ist einfach so schwammig.
Und für mich auch egal. Ich weiß, dass ich in vielen Campingthemen unheimlich viel mehr weiß als viele Menschen. Das merke ich, wenn mir jemand eine Frage stellt. Ja, und ähm, Das hängt ja auch ab vom Publikum. Du hast ja, sagen wir mal, wenn du da zehn Leute hast und da ist ein Experte, der ist Gastechniker oder der kennt sich mit Gasinstallationen aus, der spielt mich an die Wand. Aber die anderen fünf, die noch nie ein Gashahn geöffnet haben, die nicht wissen, dass man links, rechts verwechseln muss beim Zuschrauben und so weiter, für die bin ich dann plötzlich der Experte. Und ich versuche aber auch immer, mich dazwischen einzusortieren. Und manchmal klappt das, manchmal klappt das aber auch nicht. Dann überschätze ich mich, dann sage ich was Falsches oder ich lerne dadurch Kommentare dazu. Das macht mich dann wieder zum Experten für drei Leute mehr, denen ich wieder mehr erklären kann, als ich es vorher konnte. Und das ist ein wichtiger Punkt. Wir machen Fehler.
Immer wieder. Und ein Bekannter aus der Online-Branche sagt immer, du kannst ganz viele Fehler machen, weil das ist unheimlich wichtig. Also es ist schlau, Fehler zu machen, weil daraus lernst du. Was dumm ist, ist ein Fehler zweimal zu machen, weil dann hast du nichts gelernt. Und so ist es. Das heißt, ja, wir machen Fehler. Auch ich habe schon in Artikeln Dinge geschrieben, die waren Blödsinn. Ich war der Meinung, das ist richtig und das ist so. Es war vielleicht auch schon ein, zweimal der Fall, dass ich etwas in der Recherche mitgenommen habe und nicht richtig gecheckt habe und nicht nochmal gegenvalidiert habe. Bestes Beispiel heute.
Abfluss in der Küche lief nur noch super langsam ab. Ich also kurz im Internet geguckt, was kann man machen. Auf den ersten zehn Plätzen steht Soda und Essig. Das wirkt, das bubbelt und das macht sauber. Und ich denke mir so, warte mal, Soda ist basig, Essig ist sauer. Wenn ich eine Base mit Essig mische, dann entsteht da in dem Falle CO2, deswegen bubbelt es, aber die Wirkung ist ja weg, weil die heben sich auf. Und ich denke mir, und trotzdem steht das halt in den ersten zehn Ergebnissen bei Google.
Und wenn jetzt der nächste kommt und das recherchiert, dann wird er diesen zehn Ergebnissen recherchieren und wird quasi denselben Bullshit widerschreiben. Und viele Menschen glauben das auch, weil dieses Schäumen ist ja für uns ein Zeichen, da passiert ganz viel. Deswegen schäumt übrigens Zahnpasta. Also wir bräuchten den Schaum nicht. Also ja, es gibt ein, zwei positive Effekte von Schaum. Wir hatten das Thema, glaube ich, schon mal tatsächlich in der Episode. Aber die schäumen primär, weil Menschen nicht Zähne geputzt haben früher. Und man hat diesen Schaum eingebaut, um uns, also würde die nicht schäumen, würden wir ja nicht merken, dass da was sauber ist und was passiert. Deswegen schäum Zahnpasta. Wichtig ist, wenn man recherchiert, dass man möglicherweise auch das mal selber dann ausprobiert, dass man seine eigenen Erfahrungen macht oder dann eben eine gute Recherche macht. Ja, und trotzdem machen wir dabei Fehler, weil wir sind nicht vollkommen. Wir wissen nicht alles und das wird uns einfach passieren. Und da können wir uns trotzdem Experten nennen und können trotzdem Fehler machen. Und das ist ein wichtiger Punkt. Experten machen Fehler und Experten liegen nicht immer richtig. Und es gibt Experten, die sind sich dessen bewusst und es gibt Experten, die sind sich dessen nicht bewusst. Die glauben, dass sie alles wissen. Ist das eine besser als das andere? Nein, das ist einfach menschlich. Sind wir denn ein besserer Influencer, wenn wir als Experten für Experten gehalten werden?
Wir können erfolgreicher sein und mehr Geld verdienen. Wann sind wir denn gute Influencer? Ich bin ganz ehrlich, und das sage ich auch immer, es haben ja auch einige runtergeschrieben, wieso hast du nur 17.000 Abonnenten, ich bin ganz ehrlich, mein Ziel ist eher das Vertrauen zu mir oder dass ich positiv bei den Leuten ankomme, nicht dass ich jetzt möglichst viel verdiene, das ist so sekundär, das fällt ab. Ich lebe nicht davon. Bei mir macht der YouTube-Kram ungefähr so bis ein Sechzehntel, ein Achtel meines monatlichen Gehalts aus.
Für die, die es nicht wissen, ich war Fluglotse, ich arbeite nicht mehr seit ungefähr zwei Jahren, ich bin im Prinzip freigestellt, altersfreigestellt und in so einer Übergangsversorgung, so einer Art Vorruhestand, bekomme aber trotzdem noch einen Salär. Ja, und das ist das auch, warum mich das so trifft, wenn Leute plötzlich mich angehen wegen der Titel und dann das Vertrauen zu mir verlieren. Das wollte ich nämlich nicht. Bei mir kommt es dann wirklich, ja, ich bin vielleicht als Experte oder teilweise werde ich als Experte angesehen und plötzlich bin ich das nicht mehr, weil ich mich im Titel vergriffen habe. Das ist schade. Es gibt ja zwei Punkte. Du kannst dich natürlich selber als Experte bezeichnen und so frame und so darstellen. Tue ich nicht. Und du kannst ja als Experte quasi von anderen genannt werden, weil sie das so wahrnehmen. Ja. Du hast es vorhin so schön gesagt, wenn du in einem bestimmten Bereich Dinge mehr weißt als andere, bist du für sie der Experte. Jetzt gibt es aber wieder andere, die haben eben mehr Wissen als die anderen und bist du dann für die auch noch der Experte. Also Expertenstatus liegt immer im Auge des Betrachters wie so viele Dinge.
Und wir können natürlich jetzt rumrennen und sagen, wir sind die Camping-Experten, wir wissen alles. Da begebe ich mich auf dünnes Eis, weil keiner weiß alles. Aber an der Wahrnehmung und wie andere das bezeichnen, kann ich nichts ändern. Und dass da auch Menschen mal enttäuscht sind davon und das anders sehen, das wird eben auch immer so sein. Und deswegen ist mir das auch relativ egal, was die Menschen von mir glauben und über mich denken.
Ich versuche, Menschen zu helfen und das gelingt mir und das gelingt mir manchmal auch nicht. Und manchmal sind immer auch der Meinung, Menschen der Meinung, ich erzähle nur Quatsch. Das ist auch okay. Das ist völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass wir mit offenen Karten spielen. Dass wir mal irgendwann sagen können, boah, da habe ich keine Ahnung. Ich kann euch das und das berichten, das und das sagt der Hersteller oder das steht in der Werbung. Ich probiere das jetzt mal, wenn ihr da Ahnung habt, schreibt es in die Kommentare oder schickt bei euch eine E-Mail hin oder sonst was oder ich suche mir halt jemanden. Da muss ich bei meinem Gehirn sehr stark aufpassen. Ich bin ein Mensch, der, also es gibt ja so Menschen, die können wenige Dinge richtig, richtig krass gut und gibt es andere Menschen, die können ganz viele Dinge so okay. Ich gehöre eher zur zweiten. Ich auch. Ich muss dann stark aufpassen, weil ich doch irgendwo gefährliches Halbwissen habe, dass ich da mich nicht selber überschätze. Das habe ich schon gelernt. Da muss ich definitiv aufpassen, weil mein Gehirn ist dann auch ganz schnell zu sagen, klar kenne ich mich da aus, weil ich überall was weiß, aber hier und da ist das manchmal doch nicht der Fall. Und da darf man dann selbstkritisch sich gegenüber sein und sagen, und das gelingt mir jetzt immer besser zu sagen, du kannst mal die Frage stellen, ich weiß zwei, drei Dinge, aber es kann sein, dass wir da doch nochmal jemand anders fragen müssen, weil ich kann da nicht weiter. Aber wir sehen da zum Beispiel in der Politik sehr häufig auch das Gegenteil.
Also ich will gar nicht Politiker bashen, sondern am Ende auch nur Menschen, die eben ja auch häufig aus verschiedenen Gründen Politiker geworden sind, aber da beobachte ich das halt ganz gerne, weil die natürlich auch offen oder häufig in der Öffentlichkeit rumrennen und sehr viel sagen, dann nehmen wir das besser wahr, als wenn jemand eben so ein klein im Büro quasi der Experte ist so ist es gut, und also auch dieses ganze.
Menschliche diese, Feedbackblase, so biased Geschichten, das ist halt auch sehr sehr gefährlich ich kann da ein schönes Beispiel nennen einer unserer, Ja, Lieblings-Stellblume-Bestellplätze in Malaga.
Der wird für die meisten oder für viele Camper total abschreckend sein, weil da steht man super eng nebeneinander. Ja, der Platz ist liebevoll gestaltet, aber er ist in einem Wohngebiet, ist eigentlich viel zu weit weg vom Meer. Man muss da weit hin, also zum Meer irgendwie zehn Minuten laufen. Gut, das ist ja mal auf hohem Niveau. Aber ich weiß von ganz vielen, dass sie den Platz gar nicht schön finden und wir lieben diesen Platz.
Und warum lieben wir diesen Platz? Weil die beiden Menschen, die den betreiben, die herzlichsten Menschen sind, die wir kennen und die uns auch genauso empfangen haben, obwohl wir die nicht kannten. Und weil halt auch die anderen Menschen, die auf dem Platz sind, das Gleiche sind. Das heißt, für uns sind wir wie in so einer Echokammer auf diesem Platz gewesen. Ja, finden den total toll, haben den auch vielen Menschen empfohlen. Ich sage aber auch immer dazu, wir mögen den Platz, weil die Menschen sind total toll. Man steht ansonsten aber da sehr, sehr eng und du musst eben zum Meer weiterlaufen, als irgendwie, wenn du zehn Kilometer weiterfährst, da hast du einen Platz, der ist direkt am Meer. Da kannst du quasi aus dem Brumbi fallen und bist am Strand. Und da gehört dann auch wieder so ein bisschen Selbstreflexion dazu, das zu erkennen, dass man in solchen Glasen quasi auch selber gefangen ist. Das passiert halt einfach. Und das passiert uns auch mit Marken, die uns Produkte schicken, wo wir Produkte testen. ähm und.
Vielleicht das auch ganz wichtig an der Stelle, die sozialen Medien bauen auch ganz viele dieser Echokammern um uns herum, weil wir ja auf Dinge reagieren. Wir gucken uns Videos an, die spannend sind, wir wischen Videos weg, die wir nicht so spannend finden. Wir kommentieren Videos, die wir spannend oder auch richtig kacke finden. Wir liken oder disliken Videos, die wir gut oder richtig kacke finden und aus diesen Reaktionen schiebt uns der Algorithmus mehr von diesem Content rein und sorgt dafür, dass wir immer mehr von diesen Dingen sehen, die wir bis jetzt nicht geglaubt haben, aber plötzlich anfangen zu glauben, also auch so.
Und rechtspopulistische Parteien arbeiten sehr, sehr stark damit und die Algorithmen unterstützen dieses quasi auch. Wirklich? Auch wenn ich die sofort, also wenn ich die gar nicht anschaue? Also ich weiß bei YouTube, wenn ich irgendwas anschaue, länger, wenn ich da länger verweile, dann kommt mehr davon. Das ist klar.
Manchmal helfe ich mir, dass ich auch mal den Daumen nach unten anklicke. Mag ich nicht, weil Videos, die ich mag, dann weiß der Algorithmus ja sofort Bescheid. Aber ich habe das Gefühl, wenn ich bei einigen Sachen gar nicht mehr hängen bleibe, dann ändert sich das auch wieder. Bestes Beispiel war, irgendwas war, meine Tochter hatte mir für meine Enkelin irgendein so ein Babyspielzeug, hat es mal gesagt, guck mal hier, das ist ganz lustig. Und zack, bin ich da, habe mir das angeguckt und dann kam bei Instagram immer mehr von Baby-Content. Und dann habe ich irgendwann gedacht, hallo, falsch, habe aufgehört, habe auch nicht mehr reingeguckt oder habe das weggewischt und dann hat sich das wieder beruhigt. Deswegen frage ich nach. Ja, also das ist vollkommen richtig. Also das ist einer der Gründe, warum ich TikTok liebe. Also wir müssen jetzt nicht über TikTok diskutieren, warum man das eigentlich nicht nutzen sollte.
Was ich aber an TikTok liebe, ist, ich wische dreimal ein Video weg und dann sind die aus meinem Feed raus. Und ich gucke mir drei Videos lang an und dann sind die drin. Ich kann also mein Gehirn, was ständig neue Impulse braucht, ist halt, also da ist TikTok quasi wie für geschaffen. Weil wenn ich drei Rezeptvideos gucke, dann ist mein ganzer Feed voller Rezepte. Und wenn mir das langweilig ist und ich jetzt plötzlich, ich überlege gerade, jetzt bin ich tatsächlich in der Camping-Bubble wieder ein bisschen drin, hier in den Freistehren, dann habe ich das super schnell und wenn mich das nervt, bin ich da auch super schnell wieder raus. Gleichzeitig nutze ich das aber extrem reflektiert und bin mir dessen bewusst. Wenn ich jetzt aber überlege, ich folge vielleicht Kanälen, die mir.
Ich versuche jetzt gerade mal irgendwie nicht in eine politische Ecke zu gehen, weil da wird es natürlich sehr, sehr intensiv gespielt, aber beispielsweise, ich würde mir jetzt fünf, sechs Videos angucken, wo man erzählt, warum die Erde flach ist.
Ist sie rund oder was? Ja. Entschuldigung, sorry, den konnte ich jetzt nicht. Dann, ich gucke mir zwei, drei Videos an, weil ich es spannend finde. Dann wird der Algorithmus mich da relativ schnell reingießen und wird mir mehr für diesen Content zeigen. Und wenn ich jetzt nicht reflektiert darauf gucke, weil ich weiß, das ist aus meiner Sicht Quatsch, dann fange ich vielleicht an, das zu glauben, was da steht und was da mir erzählt wird. Und das meine ich damit. Also nicht, wenn du wegwischst, dass es nicht mehr kommt, sondern wenn du nicht wegwischst, kommt mehr davon. Ja, das ist richtig, ja, genau.
Und also diese Feedbackblase ist spannend und die bildet sich halt eben auch um Influencer herum. Und da sind wir jetzt wieder bei uns. Wir haben ja Fans, wir haben Menschen, die uns gut finden, die uns gerne gucken, die uns vertrauen, die auch so eine parasoziale Beziehung mit uns, für die uns als Freunde unbewusst wahrnehmen. Und jetzt überleg dir, da kommt jetzt jemand und kritisiert uns. Was passiert denn dann? Dann werden wir verteidigt. Manchmal vielleicht zu Recht, manchmal vielleicht aber auch zu Unrecht, weil die Beziehung eben gebiased ist. Also das heißt, die ist beeinflusst. Und das passiert natürlich auch. Und je größer der Influencer ist, desto größer ist ja diese Fanbase, die außen herum ist. Und desto mehr Menschen sind da, die, wie soll ich denn sagen, die keine Kritik dulden oder keine Kritik üben. Und dann begebe ich mich immer mehr in so eine Bubble rein. Lustigerweise habe ich heute Morgen eine... Ich habe zwar vorhin, glaube ich, gesagt, es war eine E-Mail, aber ich glaube, es war keine E-Mail, sondern es war ein Beitrag bei LinkedIn.
Ich kann das mal kurz vorlesen und das passiert auch oder das kann auch uns Influencern passieren und ich glaube, das ist ganz spannend und das wird heute eine lange Folge. Also, wenn ich das Thema langweilt hätte, dann skippt weiter. Die wird auch wieder eine reine Camping-Folge kommen, aber da wir halt nun mal jetzt beide im Camping-Bereich publizierend unterwegs sind, fanden wir es ganz spannend, euch da mitzunehmen. Gebt uns gerne mal Feedback, ob wir das nie wieder machen sollen oder ob ihr das auch mal spannend fandet. Also die Folge bringen wir trotzdem zu Ende. Also die Nachricht war, die LinkedIn-Nachricht war, wie Macht korrumpiert, ohne dass wir es merken. Macht verändert Wahrnehmung schleichend. Man hält eigene Ziele für wichtiger. Man fühlt sich weniger abhängig von anderen. Man glaubt, Regeln gelten wenige für einen selbst. Das Problem dabei ist, je höher die Position, desto weniger erhält man ehrliches Feedback. Korruption beginnt oft mit Isolation. Und da gibt es eben Keltner, D.Keltner, einen Forscher, also der, ich glaube, es sind sogar zwei, Dacher und Keltner, die da 2016 zu geforscht haben. Und die schreibt eben, wie Macht auf vierfache Weise korrumpiert. Macht führt zu Empathieverlust und einem verminderten moralischen Empfinden. Macht führt zu egoistischer Impulsivität, Macht führt zu Unheflichkeit und Respektlosigkeit und Macht führt zur Erzählung von Überlegenheit. Und das ist was, wo wir Influencer auch nicht gefeit vor sind, weil uns dasselbe passieren kann. Das sind auch wieder ganz normale menschliche Verhaltensweisen, die da stattfinden.
Vielleicht ist man reflektiert und es passiert einem nicht. Vielleicht ist man auch einfach nicht groß und bekannt genug, als dass einem das passiert. Aber die Gefahr ist immer da.
Und da sollten wir uns auch selber immer versuchen zu kontrollieren. Was meinen wir denn mit Macht hier? Also das ist ganz einfach. Der Frank hat jetzt nicht mehr nur, wie viele Follower hast du? Wie viele Hands hast du bei YouTube? 17.000 sind es jetzt. 17.000. So jetzt bist du irgendwann bei einer Million. Also alleine die Zahl ist gigantisch. Dann hast du ja auch plötzlich eine viel, viel größere Macht, weil wenn du jetzt das falsche Thumbnail machst, dann hat das wahrscheinlich richtig krasse wirtschaftliche Auswirkungen für das Unternehmen, was du tust. Jetzt bei 17.000 wird noch nichts so Schlimmes passieren, davon gehen die nicht pleite. Bei einer Million, die vielleicht auch noch alles Camper sind, sprechen wir dann von anderen Geschichten. Und natürlich auch andersrum, wenn du jetzt irgendeinen Müll in den Himmel lobst, hat das eben auch einen ganz positiven Effekt auf das Unternehmen. Und das meine ich mit Macht. Je mehr Reichweite wir haben, desto mehr Macht haben wir ja auch. Und desto größer ist eben auch die Gefahr, dass wir in so einer eigenen Echokammer landen und Dinge sich verändern. Und das kann man durchaus auch bei Influencern hier und da und immer mal wieder beobachten, wie sowas passiert. Gut. Boah.
Ja, jetzt ist die Frage, was könnt ihr da draußen dafür mitnehmen oder was könnt ihr da machen? Also die ganzen Sachen, die wir euch jetzt so ein bisschen erzählt haben. Und im Endeffekt ist halt versuchen, immer nochmal so eine Denkschleife einzuziehen letzten Endes. Also beispielsweise ich heute Morgen, als ich auf das TikTok-Shop geklickt habe und gekauft habe, ich habe ja gesagt, ich habe relativ reflektiert gekauft. Wenn das nicht passiert wäre, könnte man immer nur überlegen. Also wenn jetzt nicht der Frank mir gerade das Produkt gezeigt hätte, würde ich es mir dann auch kaufen, wenn es mir ein Fremder empfohlen hätte? Wenn die Antwort nein ist, dann kann es sein, dass hier ein Halo-Effekt stattfindet. Es kann aber auch sein, dass der Frank einfach die richtigen Punkte angesprochen hat in dem Produkt.
Ja, was ich, was ihr auch noch mitnehmen könnt ist, so handhabe ich das immer, ist eigentlich, ich bin ja selber auch Konsument und Follower von anderen Kanälen. Wenn ich irgendwo was kommentiere, kriege ich eine Antwort.
Wenn ich was kritisiere, sachlich, konstruktiv, aus meiner Perspektive natürlich, kriege ich eine Antwort. Geht derjenige darauf ein? Ja, nein. Das sind für mich so ein bisschen die Prüfpunkte, wie gehe ich mit diesem Follower um. Es gibt jetzt nicht viele, wo ich so drunter kommentiere, aber ich habe auch viele andere Interessen, auch in der Luftfahrt. Da habe ich dann schon Reaktionen gekriegt. Aber so auch im Campingbereich, Jürgen setzt sich da auch positiv ab, also von Womo-Blog. Wir schreiben dann auch schon mal da drunter, dann kommen Antworten. Und das ist immer für mich dann auch so diese Guideline. Guideline oder das ist erstens, für mich ist es der Punkt, wo ich sage, doch, ich finde den in vielen Aspekten immer noch gut. Ich muss nicht jeden auch in allen Aspekten gut finden. Auch, du weißt, Jürgen ist auch kantig, haben wir auch schon oft vorgestellt oder darüber gesprochen, gerade nach den Messen. Das schätze ich auch. Ich bin da nicht mit allem einverstanden, was er bringt, aber das muss auch nicht sein. Aber wenn für mich jemand so rüberkommt, auf mich eingeht, sich auch noch die Zeit nimmt, dann ist er authentisch, dann macht er das vielleicht auch noch gerne, dann macht es nicht nur die KI, sondern dann habe ich eher dazu Vertrauen. Und das ist eben genau, und jetzt der zweite Punkt ist, das versuche ich genauso umzusetzen. Ich antworte eigentlich auf jeden Kommentar und.
Das mache ich nicht nur, weil das Video dann hochgespült wird, sondern weil es mich echt interessiert. Ich treffe Leute auf Messen, wir unterhalten uns, ich werde angesprochen, auch erst gestern wieder. Das freut mich, ich habe gerne die Netzwerke zu herstellen, aber eben der größte Anteil machen eben die Kommentare aus, wo ich dann auch als Mensch wieder rüberkomme. Ich bin anfassbar, ich kann direkt auf die Person reagieren, die mir was schreibt. Ich kann nicht nur einfach ein Video abspielen, wo ich irgendwas rausblase, sondern da bin ich in Interaktion. Und das ist für mich immer so ein Prüfpunkt. Aber wie würdest du dann damit umgehen, wenn du jetzt vielleicht wirklich eine Million Fans hättest und das einfach nicht mehr schaffen würdest, alle Kommentare selber zu beantworten? Was ist denn dann? Dann, okay, dann muss das, ja, ja, also pass auf, ich folge einem jungen Piloten bei Condor, das ist Aeronews Germany, kennt vielleicht der eine oder andere, hat sich hochgearbeitet von quasi Kabine über rechten Sitz, Co-Pilot, da ist er immer noch Co-Pilot, da ist er links jetzt Senior First Officer auf Langstrecke und macht extrem gute Videos und wird also jetzt auch dann, auch die großen Firmen sind aufmerksam auf ihn geworden, ne?
Verschiedene Airlines, die dann ihre First- und Business-Class ihn abfliegen lassen. Er wird hier von der Lufthansa eingeladen, in die First-Class-Lounge in Frankfurt, sich das anzuschauen. Das eröffnet uns Einblicke, die wir sonst nicht bekommen. Das finde ich toll. Der macht das extrem gut, macht extrem gute Schnittbilder. Wenn er also redet, dann sieht man, worüber er gerade redet. Er hat eine extrem gute Ausdrucksweise. Er ist jung, sympathisch, gut aussehend, all diese Sachen. Und der steht, glaube ich, jetzt schon bei, Lass mich lügen, aber eine Viertelmillion Abonnenten. Und er hat dann auch neulich ein Video gemacht und hat gesagt, er liest alle, er kann aber nicht alle beantworten. Und das wäre für mich auch der Punkt, wo ich sage, okay, so könnte ich vielleicht auch damit umgehen. Ich lese alles, ich schaffe es nicht, alles zu beantworten. Das werdet ihr sicherlich verstehen. Wenn ihr ein ganz besonderes Anliegen habt, dann schreibt mich an per, keine Ahnung, E-Mail. Die steht in der Kanal-Info oder sprecht mich an, wenn ihr mich seht oder ihr könnt mich auf den und den Wegen erreichen. Das ist ja für viele schon mal wieder eine weitere Hürde. Ein E-Mail-Programm aufmachen und Text verfassen. Vielleicht würde ich so damit umgehen, aber ich würde das nie aus dem Fokus verlieren. Das wäre immer mein großes Ziel, ansprechbar zu sein, anfassbar zu sein, als Mensch rüberzukommen und das versuche ich eben.
Komischerweise habe ich deswegen auch dieses zweite Video zu dem – darf man das sagen? – Fuck up gemacht mit dem Titel, wo ich mich ein bisschen erklären wollte und ich mich auch von meiner menschlichen Seite zeigen wollte, wo ich sage.
Verstehe ich nicht ganz. Mittlerweile verstehe ich etwas mehr. Und auch dazu gibt es dann vielleicht nochmal irgendwann eine kurze Stellungnahme, aber keine Ausschreibung. Jetzt sind wir ein bisschen abgewichtigt. Also ich würde versuchen immer noch.
Ja, auch wenn ich eine Million Follower hätte, weiß ich nicht, müsste man da, hätte ich vielleicht aber auch zwei, drei Leute, die die abscannen, die Kommentare, wo nur Informationen benötigt werden, die man ranschaffen kann. Aber wenn es um persönliche Meinungen geht, Und auch ein Bundeskanzler oder ein Bundespräsident kriegt Themen vorgelegt, die nur er beantworten kann und die er dann kurz beantwortet. Du hast ja auch gerade gesagt, du hast ja dann durchaus auch mehr Budget und kannst ja auch ein Team sozusagen für dich arbeiten lassen und kannst das tatsächlich sicherstellen. Das finde ich ganz spannend. Du könntest natürlich auch sagen, es ist mir scheißegal, ich streiche die ganze Kohle für mich ein und beantworte nichts. Ich wollte jetzt mal gucken, wie du darauf reagierst. gleichzeitig kann ich auch noch eine andere Ebene mit reinbringen.
Also, was du machst, wir ein bisschen weniger, aber auch mit dem Podcast, ist ja auch, dass wir zu so einer Personenmarke werden. Die Menschen gucken ja deine Videos, hören unseren Podcast wegen uns an, weil sie uns sympathisch finden, weil sie unsere Stimmen mögen, weil sie das, was wir tun mögen. Ja. Aus meiner Erfahrung hat das auch eine große Gefahr, weil das ja auch sehr viel Druck auf uns erzeugt. Jetzt hast du noch den Vorteil, dass du dein Einkommen aus anderen Quellen beziehst. Ich habe diese Chance oder diese Möglichkeit auch. Ich habe noch zwei andere Unternehmen, wo ich unterwegs bin. Ich muss also nicht alleine von Campers leben, den unterliegen. Bei denen ist Campers der einzige Einnahmequelle. Das heißt, du hängst halt dann mehr an diesem Thema dran. Und dann haben wir immer noch die Gefahr als Menschen, wenn wir dann mehr verdienen, fangen wir an, unseren Lebensstil zu verändern. Ja, dann kommt hier eine größere Wohnung und dann kommt hier mal noch das dazu und dann ein Auto und dann, das ist auch bei jedem Menschen unterschiedlich, ne? Dann neigt man dazu, dann hast du mehr Miete, dann hast du noch eine Leasingrate fürs Auto, dann hast du noch eine Leasingrate für die Videoausrüstung, dies, das, jenes, deine Ausgaben werden immer höher. Das erzeugt natürlich immer mehr Druck, immer mehr zu machen. Das sorgt wiederum schön dafür, dass du Deals annimmst, die du sonst nicht angenommen hättest oder das kann dafür sorgen.
Und das baut auch mehr Druck auf dich aus, immer weiter zu wachsen, immer mehr Reichweite zu machen und so weiter und so fort. Das darf man auch nicht vergessen. Das ist auch übrigens einer der Gründe, warum wir bei Campus Day sehr früh gesagt haben, wir wollen schon als Menschen auch wahrgenommen werden, aber wir wollen unsere Gesichter eigentlich gar nicht so in den Vordergrund stellen. Ich meine, mit dem Podcast hat das nicht geklappt, weil da sind wir nur mal mit unseren Stimmen sehr stark sichtbar. Aber das ist auch einer der Gründe, warum unser YouTube-Kanal nicht so richtig gut gepflegt wird, weil wir da halt sehr, sehr stark mit unseren Gesichtern auch vertreten sind und eigentlich diese Abhängigkeit von unseren Personen gar nicht so stark wollen, weil die diesen Druck erzeugt, den wir gar nicht wollen, weil wir sind ja mit so einem unabhängigen Leben, wo wir selber bestimmen, was wir tun, sehr, sehr glücklich. Mhm. Was hilft euch das jetzt da draußen? Relativ wenig, außer vielleicht so ein Geschichten, wie Frank das gerade gesagt hat, wenn ich sehe, dass dieser Influencer oder das Unternehmen oder das Magazin oder der Podcast oder wer auch immer, der YouTuber, die YouTuberinnen, wenn die eben mit einem Team zusammen dann immer noch versuchen, alle Nachrichten zu beantworten, dann ist das natürlich eine ganz andere Wahrnehmung und Geschichte, als wenn jemand das nicht mehr tut und sagt, Es ist einfach viel zu viel, schaffe ich alles nicht mehr. Das fand ich nochmal einen ganz spannenden Punkt von dir gerade.
Also, und viele Dinge seht ihr auch gar nicht. Ihr wisst nicht. Also, da haben wir dann auch so Geschichten, dass manche YouTuber zum Beispiel auf jedes Video draufschreiben, Dauerwerbesendung. Weil sie halt einfach sagt, ja, ich weiß ja nicht, was Werbung ist und dann nenne ich irgendeinen Namen und dann ist das vielleicht Werbung und dann werde ich abgemahnt. Für manche ist das vielleicht eine Ausrede, für manche ist es Unwissen. Im Endeffekt ist, was Werbung ist, relativ klar. Wenn eine Sachleistung oder eine Geldleistung für irgendwas geflossen ist und ich darüber berichte, dann ist es Werbung. Das heißt, wenn ich ein Produkt geschenkt bekomme und darüber berichte, dann ist es Werbung. Dann muss ich das auch ganz klar so kennzeichnen, muss das auch dazu sagen. Das tun wir auch. Wenn ich mir das Produkt selber gekauft habe, dann ist das keine Werbung. Das ist relativ einfach und klar. Genau, eigentlich schon. Und dann habe ich mir gedacht, das ist so klein in der Ecke, ich haue das jedes Mal rein. Ich mache bloß bei YouTube den Haken, wurde gesponsert oder wird bezahlt, ist bezahlte Werbung, wenn ich tatsächlich was bekomme, um nochmal das doppelt abzusichern. Und den Rest würde ich aber, jetzt mache ich das ja seit fünf Jahren oder vier, fünf Jahren, ist noch nie was passiert. Ja, weiß ich nicht. Ich finde das auch völlig okay, wenn Leute der Meinung sind, sie machen das mit der Dauerwerbesendung einfach zur Vorsicht.
Unwissenheit ist ja völlig in Ordnung, keiner weiß alles. Aber es kann eben auch eine Sache sein, die man bewusst macht, weil dann muss man sich nicht mehr Gedanken machen, ob ich Werbung jetzt kennzeichne oder nicht. Es verschwimmt alles irgendwie. Das kann durchaus negativ sein, muss es nicht. Es sind einfach so quasi ganz viele Dinge zum Nachdenken, die mir hier so aufgefallen sind.
Wir schreiben an unsere Artikel ran, Werbung, also Editorial oder Werbung, wenn es bezahlt worden ist. Wir sagen das auch im Podcast. Wir gehen auch damit offen um, wenn wir Produkte gestellt bekommen, dass wir die gestellt bekommen. Und ja, auch wir kaufen uns Produkte. Du hast das vorhin auch so gesagt, du kaufst die Dinge selber. Bei uns ist es auch tatsächlich oft so, manchmal kommt, wir kriegen auch jeden Tag zig Mails, was wir nicht alles testen sollen und haben sollen. Und dann kriegst du ein Produkt und dann wird dir ganz großzügig angeboten, du kriegst das geschenkt, du darfst es behalten, wenn du darüber schreibst. Wir sind uns über unsere Reichweite bewusst und wissen ganz häufig, nein, also wenn die dafür Geld bezahlen müssten, dann wäre das das Zehnfachte des Produktwertes. Und ganz häufig bremsen wir uns auch selber ein und sagen, nee, pass mal auf, lass uns doch mit dem Kunden einfach einen ganz klaren Deal machen, der bezahlt für diese Dienstleistung, dass wir das Produkt vorstellen. Und wenn wir das Produkt haben wollen, dann kaufen wir uns das einfach, weil dann ist das klar getrennt voneinander. Ja.
Weil es auch wirtschaftlich einfach, also da bin ich auch ganz offen, manchmal macht es wirtschaftlich für uns auch viel mehr Sinn, dass wir es offensichtlich uns bezahlen lassen und das Produkt, wenn wir es halt doch haben wollen, uns kaufen. Deswegen, wir kriegen auch jeden Tag so viel Kram, der nichts mit Camping zu tun hat, wo man sich irgendwie schönröden konnte, das passt schon irgendwie mit rein. Ja, das ist ja ein Balkonkraftwerk, das ist ja Solar, das ist ja irgendwie was, was man auch beim Camping mal benutzt, aber nein. Aber auf der anderen Seite, Sebastian, manchmal muss man auch die Grenzen seiner eigenen Grenzen auch mal austesten. Und das, was du gerade sagtest, man kann sich auch schon mal was einreden, dass das fürs Camping taugt. Ich habe in letzter Zeit auch mal Produkte getestet, wo ich sage, ja, die erwarte ich nicht im Campingfachhandel, aber die kann ich beim Camping gebrauchen. Das war so eine mobile Espressomaschine, mobile Kaffeemühle und Wassersprudler für unterwegs.
Haupt- oder andere Einsatzbereiche waren dann auch zum Beispiel in der Bahn auf einer Wanderung und, und, und. Ich habe das trotzdem getestet. Am Ende ist auch was Gutes bei rausgekommen. Ich finde die Dinge auch wirklich gut. Ich nutze die auch. Aber ich sage, das war jetzt eine Erfahrung, wo ich sage, die haben auch nicht so gezogen. Das hat auch nicht, die Zuschauer haben das mit Camping nicht so verbunden wie ich. Ja, und das ist dann für mich wieder der Effekt, wo ich sage, nee, lass mal. Ich habe gestern ein Topfset gekauft. Ich kam mir vor, ich war auf der Kaffeefahrt, jetzt komme ich mit einem Topfset zurück. Toll, was hast du denn da wieder gekauft, Frank? Nee, aber es ist wirklich gut. Ich habe heute Morgen schon die ersten Erfahrungen, positiven Erfahrungen damit gemacht. Ist klasse. Es schafft Platz bei mir im Wohnmobil. Jetzt bin ich schon in der Werbung. Nein, will ich nicht. Ich habe dann das Angebot, das war ein sehr guter Messepreis. Und die, mit der ich das Video gedreht habe, die hat dann gesagt, komm, ich gebe dir eins mit.
Machst aber ein bisschen Content darüber. Und dann habe ich gesagt, Nee, lass mal. Also ich zeige das gerne, weil mich das interessiert. Ich bin immer von einem vorbeigelaufen. Heute hast du mir das mal gezeigt. Das bringe ich gerne in meinem Video. Die Zuschauer kriegen 10 Prozent. Ihr habt auch ein bisschen was davon und fertig. Aber ich bin jetzt kein großer Wohnmobilkocher und ich werde mich nicht so verbiegen, dass ich sage, ich muss jetzt hier dann alle drei Wochen bringe ich eine Insta-Story oder ein YouTube-Short, wo ich dann das wieder nutze. Das will ich nicht, das glaubt man mir nicht, das kauft man mir nicht ab. Ich habe immer gesagt, im Urlaub koche ich kaum, passt schon, ich zahle selber. So, und ich habe dann den Messepreis bezahlt, bumm.
Und das war der erste Schritt weg von diesen Sachen, die nicht viel mit Camping zu tun haben. Ja, so ein Kochset kann man sich natürlich auch noch einreden, kann ich aber auch für zu Hause gut gebrauchen.
Und da muss man immer wieder, wir finden auch immer wieder unseren Weg, wie ihr vielleicht auch. auch jeder muss mal rechts und links an die Bande stoßen, um zu sagen, oh, gerade zwei im Lack, aber Karre fährt noch, ich fahre weiter. Ja, wir sind ja auch noch Menschen. Es ist nur natürlich, wenn du dann ein cooles Produkt angeboten bekommst und du willst es gerade haben, dann ist auch die Verlockung immer groß, zu sagen, ja, das mache ich. Das ist... Wir sind im Team, das ist immer ganz vorteilhaft, weil da ist dann bestimmt immer jemand anderes auch, der sagt, ja, das verstehe ich, aber das ist kein Camping, das Fitnessfahrrad, was du dir gerade entgegennehmen willst, ich verstehe das, aber das kann so nicht funktionieren. Das ist bei uns im Team ganz, ganz angenehm, dass wir uns dann aneinander reiben und miteinander diskutieren und dann die Meinung sozusagen abgleichen und spätestens dann wir auch sagen, ja, nee, passt, das ist nicht Camping, machen wir anders oder so. Ja, vielleicht muss ich der Schizophrenie verfallen, dass ich mit mir dann auch Diskussionen führen kann, aber, Entschuldigung, das war wahrscheinlich nicht angebracht, aber du weißt, was ich meine. Das ist schön, dass ihr das habt, ja. Ja, natürlich, das hast du jetzt nicht und das ist auch völlig in Ordnung und die meisten Influencer, die ja so One-Man-Shows sind, haben eben diesen Vorteil nicht. Das mag ich sehr, dass wir da uns immer wieder auch auseinander reiben und es gibt immer wieder Streitpunkte bei uns auch, wo wir einfach in der Sache auch manchmal hart diskutieren und es gibt auch Dinge, wo wir immer diskutieren werden.
So gerade in Richtung Design und so weiter. Da wird es bei uns immer Reibung geben, weil es unterschiedliche Ansatzpunkte gibt, aber, ich mache das auch manchmal, dass ich mich einfach mit verfremden Menschen über Dinge unterhalte, weil man muss ja nicht immer mit seinem Team sprechen, man kann ja auch mit anderen Menschen sich unterhalten und nochmal was reflektieren und nochmal was machen. Jetzt lass aber nochmal gucken, was können wir denn euch da draußen noch mitgeben? Also ich habe ja gerade schon gesagt, also hätte ich mir das Produkt gekauft, wenn es mir ein Fremder empfohlen hätte, da kann man so ein bisschen so diesen Halo oder diese parasoziale Beziehungen ein bisschen quasi ausmerzen, Woher kommt denn das Gefühl, dass dieses Produkt, was ich jetzt habe, wirklich gut ist? Selber nur getestet habe ich es vielleicht ganz oft einfach gesehen und ich rede es mir schön. Dann ist auch die Frage, wenn mir jetzt einer ein Produkt vorstellt, ist da Geld für geflossen? Wurde der dafür bezahlt? Hat er das Produkt kostenlos bekommen? Dann wird oder dann kann das eben immer auch einen Einfluss auf die Meinung des Menschen haben. Gar nicht mal, dass das irgendwie bewusst und negativ gestört ist, aber das kann eben sein. Und dann hilft es mir, einfach nochmal drüber nachzudenken.
Suche ich gerade Gründe, warum der Kauf, den ich getätigt habe, schon richtig war? Auch da, das kann ein Zeichen dafür sein, dass ich irgendwie gerade mich selber versuche zu überreden, dass das richtig war. Und habe ich vielleicht auch im Umfeld jemanden, dem ich da echt die Kritik zutraue, also der mir vielleicht nochmal das Campingfahrzeug, was ich jetzt unbedingt haben will, auch noch mal was zu sagen kann und dann noch mal kritisch drauf gucken kann. Also das wären so Methoden, die ich nutzen kann, um quasi noch mal was zu hinterfragen. Und letzten Endes, Können wir auch nicht den ganzen Tag immer über alles nachdenken? Deswegen ist ja unser Unterbewusstsein so riesig und das, was es tut, so riesig. Weil würden wir über jede Entscheidung, jedes Ding, alles, was wir tun, immer nachdenken müssen, dann würden wir erstens so riesige Mengen Energie verbrauchen, weil unser Hirn halt einfach unheimlich energiewungrig ist. Denken ist super anstrengend, super aufwendig. Wir würden viel, viel mehr Zeit brauchen, die wir nicht haben.
Und bei manchen Sachen ist es einfach nicht wert, darüber mehr nachzudenken und manchmal ist es auch okay, sich was schönzureden, weil wenn man damit glücklich ist, ist das auch fein. Solange ich jetzt nicht für 100.000 Euro irgendein halb kaputtes Wohnmobil gekauft habe, ist ja die Welt auch völlig in Ordnung, wenn ich auch mal was gekauft habe, was vielleicht nicht ganz perfekt ist, solange es nicht schönrede. Aber so ein bisschen kann man quasi, wenn man diese Dinge kennt, die auch selber hinterfragen und schauen, warte mal, bin ich da gerade irgendwas aufgesessen oder ist das vielleicht auch in Ordnung, was da passiert ist? Ja.
Und vielleicht auch dieser Dunning-Kruger-Effekt, ich beobachte das sehr häufig, da haben dann Leute, waren dreimal am Wochenende campen und sind jetzt halt die riesigen Camping-Experten, die allen erklären wollen, wie es geht. Das ist halt schwierig. Und das beobachte ich halt im Online-Marketing sehr stark. Die sind dann heute Krypto-Experten, weil sie jetzt mal irgendwie einen halben Bitcoin gehalten haben für eine Woche. Jetzt sind sie alle gerade KI-Experten. Davor waren sie alle was weiß ich für Experten. Ähm.
Das ist sehr, sehr weit verbreitet in ganz vielen Branchen, dass die Leute quasi immer dann Experten von irgendwas sind, was halt gerade gut funktioniert und die Langzeiterfahrung halt meistens fehlt. Trotzdem sind sie Experten für die zwei Leute, die nur einmal Campen machen. Die gar nichts dazu wissen. Genau. Aber auch das ist natürlich wieder der Tipp. Wo schätze ich mich selber ein? Und muss ich auf den ersten Besten hören oder gucke ich mir vielleicht noch drei andere Meinungen an? So wie man nicht auch nur der Bild-Zeitung glauben sollte, sondern vielleicht einfach mal auch kreuz und quer. Und selbst renommierte Medien verhauen sich. ZDF-Diskussion mit der KI-Sache oder dem alten Bild oder auch renommierte Zeitungen recherchieren auch schon mal schlecht, dass das passiert. Also immer wieder schön Medienkompetenz zeigen. Weil da arbeiten halt immer Menschen. So ist es. Die alle dieselben Probleme haben, die machen alle Fehler, die sind alle nicht perfekt, die haben genau diese Dinge, über die wir gerade gesprochen haben und deswegen ist es so wichtig, mir auch wirklich verschiedene Perspektiven anzuhören, mit verschiedenen Menschen zu sprechen, verschiedene Medien zu hören, zu lesen, anzuschauen, um da wirklich ein breites Bild zu haben und nicht etwa vielleicht nur Medien, die alle schon dasselbe sagen, weil sie in derselben Strebung halt mitschwimmen. Und das ist halt super anstrengend. Das ist genau der Punkt. Deswegen machen wir Menschen es so selten, weil es anstrengend ist. Was können wir für uns mitnehmen, Frank?
Es ist nicht leicht.
Also, das Geld ist hart verdient. Ich habe für mich jetzt aus dieser Geschichte, die mir jetzt auch da passiert ist, mitgenommen.
Für die Zukunft etwas sorgfältiger zu arbeiten, gerade so bei Titelauswahlen zu überlegen, könnte ich jemanden damit persönlich verletzen, was ich ja gar nicht machen will, was ich auch nicht machen wollte.
Mir bewusst zu sein, dass ich Leute tatsächlich beeinflusse, im Positiven wie im Negativen und mir immer wieder auch die Frage stelle in der Zukunft, ist das für mich geeignet? Nimmt man mir das ab? Glaubt man mir nach wie vor noch? Bin ich noch für die Leute ehrlich und authentisch genug? Das ist immer noch mein Ziel und daran muss ich weiter arbeiten. Und wenn ich jetzt irgendwo im mittleren vierstelligen Bereich was gestellt bekomme, dann ist der Aufwand für mich doppelt so hoch, den Leuten auch darzulegen, dass ich das nicht nur einfach einbaue und jetzt damit durch die Gegend fahre, sondern dass ich auch sage, das interessiert mich, hier gucke ich unter den Deckel, da schaue ich den Leuten bei Garantie und Serviceversprechen auf die Finger. Das wissen die Hersteller auch. Genauso habe ich es angesprochen bei denen. Ich sage ansonsten, wenn ihr sagt, nee, das wollen wir nicht, dann findet keine Kooperation statt. Also für mich ist einfach genauer hinschauen, authentischer, ehrlicher sein, sorgfältiger arbeiten. Zum Beispiel, das ist so einer der Gründe, warum es bei uns keine Wasserfilter- oder Gaswarner-Tests gibt, weil wir überhaupt keine Labore haben, um sowas realistisch abbilden zu können und weil wir es uns auch ehrlicherweise überhaupt nicht leisten können, sowas abbilden zu können. Weil so ein, wenn wir so keine Ahnung, Wasserfilter testen wollen mit Laboren.
Dann sprechen wir da vielleicht von 10, 20, 30, 40, 50.000 Euro, die der ganze Spaß kostet, wenn wir das halt ordentlich machen. Und das können wir halt einfach nicht realisieren. Das ist auch der Grund, warum wir so eine Sachen nicht empfehlen. Bei anderen Produkten, also ich teste jetzt zum Beispiel gerade zwei verschiedene, Verschweißtoiletten, da kann ich nichts darüber sagen, wie langzeitkompostierbar die Tüten sind. Also darüber kann ich nichts sagen. Aber ich kann natürlich da also mein Testgeschäft reinmachen. Also ich werde sozusagen mit.
Fäkalersatzstoffen arbeiten und kann dann praktische Dinge daran testen. Das kann ich realisieren. Ein Wasserfilter kann ich schlicht nicht testen, weil ich nicht prüfen kann, ob er wirklich die Dinge rausfiltert, die er verspricht und ich auch nicht gucken kann, was davon wirklich funktioniert. Also das sind auch noch so Geschichten, dass man halt auch wirklich schaut, welche Dinge wurden sich denn da angeguckt und konnten überhaupt genau angeguckt werden. Aber was du sagen kannst bei einem Wasserfilter, ich habe das auch mal probiert, ich habe dann gesagt, ich habe eine Wasserprobe eingeschickt und siehe da und dann wurde mir aber darunter geschrieben, ja, aber du musst gucken, bei der Entnahme hast du schon ein Problem mit dem, Wasser, also mit dem wie heißt das, Perlator, genau, mit dem Perlator an der Armatur und dann musst du dies und jenes sicherstellen und dann Temperaturen und ich so, oh, okay, ich rudere zurück, und habe mir dann auch ein System einbauen lassen, was mit UV bestrahlt, habe ich selber bezahlt, Und ich sage seitdem immer nur, kann ich nur empfehlen, seit ich das nutze. Ich habe bisher noch nie ein Problem gehabt. So, das ist meine Erfahrung. Wer da, wem diese Aussage reicht, der möge sich das überlegen. Aber mehr sage ich dazu nicht mehr. Der Hersteller sagt 99,99 Dingenskirchen. Das sagen alle bei UV. Der Rest liegt in der Leitung.
Aber ich habe das bisher eingebaut, damit gute Erfahrungen gemacht. Und das war es. Mehr sage ich dann auch nicht. Genau, das muss man halt sich ganz genau angucken, was die Menschen halt getestet haben. Bei dem UV-Thema zum Beispiel, ich habe mich mal mit jemandem unterhalten, der arbeitet in Frankfurt für die Wasseraufbereitung der Stadt, also die sorgen für das Trinkwasser und der hat mir halt gesagt, ja, so UV-Themen, das machen wir, definitiv.
Aber das Problem dabei ist dass diese UV-Strahlen, ich meine klar die arbeiten dort mit ganz anderen Größenordnungen als du in dein Camping-Fahrzeug der sagt aber, diese, Leuchtmittel, die UV-Strahlen produzieren, die nutzen sich relativ schnell ab die muss ich also relativ häufig austauschen und wenn ich dann sehe, dass diese Filtersysteme im Wohnmobil dieses UV-Leuchtmittel nicht testen sondern funktioniert eigentlich ewig, dann kann das sein Nein, weil wir in einem kleinen Rahmen unterwegs sind. Genau. Es kann aber auch sein, dass das dann schlicht und einfach nicht funktioniert. Und das ist eben das, was halt wirklich so schwierig ist. Ich will jetzt gar nicht sagen, dass du da irgendwie Mist gemessen hast. Ich wusste das auch nicht und ich wusste auch viele Dinge über Wasserfilter nicht. Und ich habe jetzt Gott sei Dank eine Frau, die ist Mikrobiologin, die hat da noch eine ganze Ecke mehr Wissen als ich in die Richtung Wasser. Aber nichtsdestotrotz brauchst du da Experten für. die sind teuer, die sind selten, du brauchst Labore für und das können wir alles gar nicht realisieren. Deswegen gibt es auch so manche Produkte, wo wir einfach nicht selber testen können.
Und wo es auch am Markt sehr schwer ist. Da wird demnächst übrigens auch noch ein, zwei Podcasts kommen, gerade das Thema Gaswander. Da gibt es ein paar ganz spannende Sachen auch zu erzählen drüber. Ja, absolut. Um vielleicht noch eben das Thema rund zu kriegen mit dem UV-Filter, falls jetzt einige Hörer sagen sollten, ja toll, und jetzt? Der Hersteller gibt natürlich eine Lebensdauer für die Lampe an, auch eine Wirksamkeitsdauer und die liegt, glaube ich, im vierstelligen Stundenbereich. Und natürlich, wenn wir die Wasserwerke, die wahrscheinlich permanent bestrahlen, und ich habe jetzt 100 Liter Wasser bei mir drin und dann zapfe ich morgens für den Kaffee 20 Sekunden oder ich dusche 5 Minuten und wenn du das mal aufaddierst, dann kommst du schon echt gerüttelt maßweit. Und die haben dann eben auch Vorkehrungen da drin, wo es dann heißt, Betriebsdauer erreicht, Lampe tauschen. Okay. Okay, das aber nur, um das rund zu machen und fertig, dann sollten wir da den Haken dran machen. Ja, aber ihr seht, wie schwierig das ist und man ist schnell dabei, dass man glaubt, wenn der Hersteller einem das erzählt, dass das alles schon in Ordnung ist und es ist schwierig, das alles zu unterfragen und so weiter. Also ihr merkt, dieses ganze Thema ist nicht einfach. Jeder, der mit dem Thema Geld verdient, ist letzten Endes nicht gefeit davor, Fehler zu machen, nicht gefeit davor, irgendwie mit eigenem Bias quasi zu erliegen.
Das ist alles nicht eine reine Camping-Geschichte. Der Camping-Bezug ergibt sich über uns, weil wir nun mal jetzt im Camping-Thema unterwegs sind. Das gibt es aber in jeder anderen Branche, in jedem anderen Themenbereich genauso, wie es das hier gibt. Und selbst die, denen man eigentlich vertrauen sollte, ich sage nur Knaus Tabbert und Gewicht. So, damit können wir, glaube ich, einen Haken dran machen. Ja.
In diesem Sinne, ich hoffe, ihr habt ein bisschen was vielleicht über euch gelernt, über andere Menschen, über Influencer, über Medien. Ich hoffe, es hat euch geholfen. Ich fand das Thema super spannend, als Frank die Idee dazu hatte. Und weil ich auch gerne euch hinter die Kulissen schauen lasse, bei uns, was so Dinge sind, über was wir nachdenken, was wir tun. Vielleicht seht ihr das auch so, schickt uns gerne euer Feedback unter der, also in den Shownotes gibt es unseren WhatsApp-Link, es gibt, ihr könnt an podcast.camperstyle.de schreiben, wir verlinken auch natürlich Franks Channel nochmal drunter, es ist keine bezahlte, nee, es ist keine Werbung, weil wenn es bezahlt ist, ist es immer Werbung, Frank ist hier, Franks Kanal ist cool, deswegen empfehlen wir ihn, ist auch so ein Thema, es ist keine bezahlte Werbung, wenn es keine bezahlte Werbung ist, ist es keine Werbung, nein, ich meine, Aber wir verstehen uns auch menschlich, ne? Wir verstehen uns auch menschlich, deswegen warst du der Erste, wo ich überlegt habe, wen kann ich jetzt mal schnell anrufen und fragen, ob er nicht Bock hat, mit mir im Podcast zu schnacken, solange Nele noch nicht reden kann. Und ich, wie gesagt, fand auch die Videos ganz spannend. Könnt ihr euch ja selber angucken, könnt ihr ja mal überlegen, welche Videos gemeint sind und euch da eure eigenen Gedanken zu machen. Und.
Hast du noch Gedanken dazu? Ich habe heute wirklich den größeren Redeanteil gehabt, sorry dafür. Hast du noch Gedanken dazu? Du musst dich nicht entschuldigen. Ich bin da ja ab und zu ein bisschen zur Seite gesprungen, wenn ich gemerkt habe, du hast den größeren Redeanteil. Wir haben ja ein paar Sachen vorher besprochen und dann konnten wir das auch gut steuern. Ich glaube, das war soweit in Ordnung. Also ich fand das schön, dass du jetzt dann doch auf das Thema eingegangen bist, obwohl es kein klassisches Camping-Thema ist und am Ende doch wieder, weil jeder irgendwie damit Erfahrungen gemacht hat.
Nee, mir bleibt eigentlich nur... Und das habe ich schon gesagt. Ich führe Gutes im Schilde. Ich vertue mich auch ab und zu. Ich trete auch mal daneben.
Ich werde dafür, wenn ich dafür sachlich kritisiert werde, das ist ja in Ordnung, dann nehme ich das mit und steuere um. Und mich freut es immer noch wahnsinnig, dass wir diese beiden Welten miteinander vereinigen können, also Podcast und Video und dass wir uns auch menschlich so gut verstehen und dann auch so offen reden können. Deswegen, ja, wenn ihr was mitnehmen wollt, glaubt nicht jedem. Ihr müsst auch mir nicht glauben. Seid kritisch, hinterfragt und wenn ihr irgendwas vorgestellt bekommt, guckt doch mal, ob es jemand anders noch getestet hat und vielleicht noch jemand und noch jemand. Und wenn vier Leute sagen, das und das ist prima und der fünfte sagt, ja, an der Stelle ist nicht so gut, dann bildet euch eure eigene Meinung und ihr müsst auch mir nicht alles glauben. Und das nennt man dann, glaube ich, einfach, ja, wie bei Medien, Medienkompetenz oder Kaufkompetenz. Und dann, glaube ich, kommt man auch ganz gut mit dieser Influencer-Sache klar, der wir uns gar nicht mehr groß entziehen können. Ja, das ist auch ein Satz, den ich, das finde ich ganz gut, ist ein Satz, den ich auch häufig sage, wenn ich so Schulungen und sowas gebe. Ich habe zwar viel Ahnung, aber hinterfragt mich gerne und kritisiert mich auch gerne für Dinge, die ich sage, denn ich weiß nicht alles und bei Weitem nicht alles. Und ich bin da auch sehr dankbar und fordere das auch immer ein, dass Menschen kritisieren, Menschen hinterfragen und auch Menschen richtig stellen.
Weil das brauchen wir. Wir haben ja vorhin gesagt, warum. Ja, in diesem Sinne. Vielen Dank, Frank, dass du da warst. Ich hoffe, da draußen, wie gesagt, es hat euch gefallen. Wir hören uns nächste Woche zur nächsten Episode. Bis dahin, macht es gut. Tschüss. Ciao.