Hallo und herzlich willkommen zu CamperStyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian und wir fragen uns heute mal, ob Wohnwagen wirklich unsexy sind oder nur falsch verkauft werden. Das ist ein Thema, was ich mir so ein bisschen gewünscht hatte, weil mir auf Messen und auch in Gesprächen mit Herstellern, Ausstellern, Kollegen und so weiter in der letzten Zeit immer wieder aufgefallen ist, dass Wohnwagen in der öffentlichen Wahrnehmung und auch in der PR, in der Werbung, in den Medien immer weiter nach hinten gedrängt werden zugunsten der motorisierten Fahrzeuge. Und ich habe mich so ein bisschen gefragt, warum, weil das war ja eigentlich so mal ursprünglich der Einstieg in dieses ganze Camping-Thema. Die Firma Detlef hat ja schon vor Jahrzehnten den ersten Wohnwagen auf den Markt gebracht. In Deutschland beziehungsweise Europa und ich weiß halt, dass Wohnwagen früher irgendwie wahnsinnig beliebt waren und ja, das treibt mich so ein bisschen um, weil wir ja selber auch Wohnwagenbesitzer sind und ich verstehe es irgendwie nicht so ganz und deswegen wollte ich das heute einfach mal mit dir diskutieren, weil ich denke, dass du da einen ganz anderen Blick auch nochmal drauf haben wirst.

Ja, wobei das natürlich heute sehr viel subjektive Meinung ist, weil Fakt wäre ja tatsächlich mal, und auch das ist wieder dann nur nicht wirklich Evidenz, aber man könnte mal auf ein paar Campingplätze fahren und könnte sich mal angucken, wie viel von welchem Fahrzeug stehen da. Da wir aber beide gerade nicht so Fans von Campingplätzen sind.

Müssen wir das weglassen? Das könnt ihr da draußen machen und uns ein paar Feedback geben? Ich meine aber nicht auf Campingplätzen, ich meine in der Wahrnehmung, in der Werbung. Aber wo sind denn die meisten Camper? Die meisten Camper sind auf Campingplätzen oder nicht? Ja, aber es geht mir nicht um die reale Zahl, sondern es geht mir um das Image sozusagen, um die Wahrnehmung. Naja, da kommen wir ja gerade hin.

Und da ist ja dann die Frage, in welcher Bubble bist du gerade? Also, weil Wahrnehmung ist ja immer irgendwas mit, in welcher Bubble du dich befindest. Du hast ja vorhin so schön gesagt, mit Kollegen dies, das, jenes. Wie ist denn da schon quasi die Story beeinflusst? Das wären so alles Dinge. Aber letzten Endes, was ich von meiner Seite sagen kann, also ich bin ja irgendwann aus Versehen zum Wohnmobil gekommen und wir waren fast sieben Jahre im Wohnmobil unterwegs und ich war nie Fan davon oder ich habe nie auch nur einen Gedanken daran verschwendet, nee, verschwendet ist falsch, aber nie einen Gedanken daran sozusagen gedacht, einen Wohnwagen zu wechseln. Für mich war das tatsächlich unsexy. Warum? Weil unser Reisemodus vor allem am Anfang so war, irgendwo hinfahren, irgendwo abstellen.

Raus, irgendwo rumlatschen, irgendwann standgehen, irgendwo was angucken oder drinnen sitzen, arbeiten, weiterfahren. Also viel Bewegung des Fahrzeugs, viel teilweise täglich hin und her fahren und da war für mich nicht mal ansatzweise ein Wohnwagen sinnvoll. Weil in meiner Gedankenwelt war immer, okay, dann kommst du irgendwie an, dann musst du den abkuppeln, weil du kannst ja nicht einfach da drin wohnen, wenn der am Fahrzeug dran ist und dann musst du ihn aufstellen und dann musst du alles wieder hinräumen und so weiter und so fort. Ich meine, manche Argumente verschwinden, weil das ist hinräumen und wegräumen, das heißt im Wohnmobil genauso, weil wenn du alles stehen lässt, dann liegt es halt danach auf dem Boden. Aber so dieses, dieses, ich habe auch nur ein Fahrzeug, war für mich irgendwie immer viel, viel einfacher. Ich habe aber auch gemerkt…, Das ist fast ausschließlich nur Kopfsache, das ist alles nur in meinem Kopf, weil ich war ja jetzt mit dem Wohnwagen zweimal hintereinander unterwegs, also einmal ja zum Caravan-Salon und einmal jetzt zur CMT.

Wo ich jeweils mit dem Wohnwagen sowohl gefahren, also gereist bin, als dann auch an einer Stelle gestanden habe. Da war das für mich okay da hat der Wohnwagen tatsächlich seine Vorteile ausgespielt für mich, weil, ankuppeln, hinfahren, abkuppeln, aufstellen Auto ab und jeden Tag kannst du mit dem Auto rumfahren und deine Wohnung bleibt sozusagen stehen, du kannst alles ich bin ein sehr chaotischer Mensch, also bei mir ist nicht alles in den Strängen, sondern es liegt irgendwo rum das stimmt.

Und da kommt natürlich der Wohnwagen spielt tatsächlich Vorteile aus, Und gleichzeitig ist es aber nicht mein Reisemodus. Also wenn wir jetzt unterwegs sind, wir haben ja im letzten Podcast angeteast, ich fahre dann Land mit der M und es ist nicht Mazedonien, es ist Montenegro und da sind wir mit einer Kabine unterwegs, also eher sozusagen etwas Richtung Wohnmobiliges.

Wobei auch nicht ganz, weil man könnte die Kabine absetzen aber ich bin fast der Meinung, dass wir das nicht tun werden weil warum sollten wir in einem fremden Land, wo wir Urlaub machen nur mit dem Pickup losfahren, wenn die Kabine ja hinten mit drauf ist und auch nicht viel größer ist, also das sehe ich nicht, und da bin ich wieder mit dem Wummi unterwegs also nicht mit einem Anhänger, weil ich mir sicher bin wir werden rumfahren, werden sehr viel uns bewegen werden jeden Tag oder spätestens alle zwei Tage woanders sein. Und da ist dann wieder dieser Anhänger für mich unspannend. Und er ist in meinem Kopf halt immer so ein Anhängsel, was mich auch hindert. Ich bin aber auch ganz ehrlich, ich glaube, das ist viel Kopfsache. Vermutlich, wenn man, also klar, wenn ich einen 10-Meter-Anhänger hinter mir her schiebe, dann macht mich das unflexibel, hinter mir her ziehe. Aber wenn ich halt einen kleinen Wohnwagen habe, wie ich hier zweimal hatte, dann kann ich natürlich auch mehr damit erreichen. Als so mit dem riesigen Gespann, wenn ich das halt habe. Also wir haben ja schon oft gesagt, es gibt nicht richtig oder falsch und es gibt auch nicht die perfekte Lösung. Ich muss immer beim Campen mit Kompromissen leben. Und ich sehe natürlich auch bei aller Vorliebe für Wohnwagen, die ich nach wie vor habe, dass der Wohnwagen Nachteile mit sich bringt. Man ist weniger flexibel im Reiseverhalten selber. dafür ist man deutlich flexibler vor Ort. Ähm.

Man ist natürlich auch beim Fahren anders unterwegs, alleine schon von der Geschwindigkeit her, also 80 bis maximal 100. Mit einem Van kann ich im Grunde fahren wie mit einem PKW, wenn es eben die Verhältnisse zulassen oder auch mit einem kleineren Wohnmobil. Ich habe einen Anhänger, ich muss anders rangieren, ich muss mich teilweise an Überholverbote halten, ich muss bestimmte Dinge lernen auch, was das Fahrverhalten angeht. Anhänger sind immer ein bisschen anfälliger, egal in welcher Größenklasse, für Schlingerbewegungen, für.

Instabilität einfach, weil man halt dann seine, weil man halt was hinten dran hat, was potenziell schlenkern kann. Aber nichtsdestoweniger.

Ist mir halt aufgefallen, dass auch das Marketing für die Anhänger irgendwie für mich nicht mehr zeitgemäß teilweise ist. Also ich gebe mal ein Beispiel, wenn ich mein Google-Feed, mein Discover-Feed aufmache und irgendwas zum Thema Camping sehe, dann ist da neun von zehn Mal mindestens ein motorisiertes Fahrzeug drauf. Also oft Kastenwagen oder Bus, weil die sind ja auch noch ein bisschen sexier als Weißware, wie wir immer so schön sagen, also als jetzt irgendwie ein weißes Alkoholwohnmobil. Und ganz oft stehen die dann in wahnsinnig schönen Landschaften, also am Meer direkt oder in einem Wald oder so, was ja gar nicht mehr realistisch ist, wenn man jetzt normal in Mitteleuropa campen geht. Ich darf fast nirgendwo mehr freistehen. Bildcampen war eh immer so ein schwieriges Thema. Ich muss da auf Stellplätze oft ausweichen, die wirklich alles andere als ansprechend sind. Das sind dann häufig irgendwelche Betonplatten in oder an Städten. Also dieses romantische Camping-Klischee, das leben ja in der Realität die wenigsten. Und ob ich jetzt dann mit einem Wohnwagen oder mit einem Wohnmobil auf dem Campingplatz stehe.

Ist jetzt von der Flexibilität her für mich eigentlich kein großer Unterschied mehr, außer dass ich halt beim Wohnwagen nicht immer alles abbauen muss und dann, wenn ich nur einkaufen gehen möchte, mein ganzes Zeug einpacken muss. Und deswegen ist halt bei uns so der Grund, dass wir echt immer noch jetzt nach den vielen Jahren, wir sind jetzt zwölf Jahre mit Wohnwagen unterwegs, immer noch eigentlich denken, dass es für uns bei allen Einschränkungen die beste Variante ist. Und wenn ich mir dann, so wie wir es gemacht haben, noch einen Campingbus vorne dran hänge und da irgendwie ein Bett reinzimmere und ein Klöchen, dann habe ich ja sogar auch noch vor Ort die Möglichkeit, den Wohnwagen mal eine Woche irgendwo stehen zu lassen und dann, wenn es die Möglichkeit gibt, eben wildcampen zu gehen, mal mit dem Bus mich irgendwo hinzustellen ein paar Tage. Und ich wundere mich halt, dass es zum Beispiel so wenige Caravan-Influencer gibt oder dass es so wenige, so wenig Werbung auch gibt von Seiten der Hersteller, die so von diesem klassischen Familiendauercamping-Ding weggehen. Weißt du, was ich meine? Vielleicht denkt man da gar nicht drüber nach. Also vielleicht ist das so ein Henne-Ei-Problem. Ich meine, die Kastenwagen sind ja noch nicht so ewig da. Das ist ja ein relativ junges, sage ich mal, oder der große Erfolg ist noch relativ jung in Relation zu dem Wohnmobil und zu dem Wohnwagen.

Und dieses Vanlife und diese Social Media, diese Hochglanzbilder und am Meer und dies, das, jenes, das gibt es ja auch alles noch nicht so lange. Man hat irgendwie sich vielleicht noch keine Gedanken darüber gemacht, den Wohnwagen da mal mitzunehmen sozusagen ins Marketing, sondern lässt den halt auf dem Campingplatz stehen. Und das meinte ich am Anfang, wenn der Wohnwagen halt einfach mal zu, keine Ahnung, über 90 Prozent von A nach B gefahren wird, also von zu Hause auf einen Campingplatz und da steht.

Dann kommt halt vielleicht keiner auf die Idee, mit dem mal irgendwo hinzufahren und den zu platzieren, so wie ihr das ja auch auf Fotos macht. Und dann fehlt das Marketing vielleicht und dann sieht es keiner und dann macht es keiner. Und wir wissen ja auch, dass es ein paar Einstellungen gibt für Wohnwegen, die eben nicht einfach mal an jedem Stellplatz stehen dürfen und, und, und, und, und. Da haben wir ja auch schon drüber gesprochen. Und das ist vielleicht so, dass das Bundle, was dann dafür sorgt, dass auch keiner mal sich Gedanken darüber macht und das wagt oder das probiert. Und ja, das ist vielleicht die Ist-Situation. Also ich merke das immer wieder auch bei bestimmten Situationen, wenn ich mit Leuten auf Messen oder sonst wie ins Gespräch komme, die auch gerade dabei sind, so sich für einen Fahrzeugtyp zu entscheiden, dass viele den Wohnwagen gar nicht auf dem Schirm haben. Und wenn wir dann darüber reden und ich dann sage, ja, wir sind ja mit dem Wohnwagen unterwegs aus den und den Gründen, dann merkst du, dass da richtig so der Groschen fällt und dass die Leute sagen, ja, das stimmt eigentlich. Da habe ich überhaupt noch nie drüber nachgedacht. Und ich finde halt, wenn du jetzt nicht klassisch mit Familie unterwegs bist, ähm.

Dann hast du den Wohnwagen oft auch nicht auf dem Schirm, weil eben andere Vorteile, die der Wohnwagen hat, nicht genug in den Vordergrund gerückt werden. Also zum Beispiel alleine schon die Kosten, Anschaffung, Unterhalt ist beim Wohnwagen deutlich günstiger als bei einem gleichwertigen Wohnmobil, weil ich halt eben kein motorisiertes Fahrzeug habe. Und für junge Leute, die vielleicht auch nicht ein Riesenbudget haben, kann das durchaus sinnvoll sein, wenn die schon irgendwie ein Zugfahrzeug haben, wo man eine Anhängekupplung nachrüsten lassen könnte oder vielleicht sogar schon eine da ist. Dann wäre ein Wohnwagen zum Ausprobieren, zum Reinwachsen ganz oft tatsächlich, glaube ich, die bessere Lösung, als sich dann irgendein Campingfahrzeug zu kaufen, wo ich dann noch sehr viel auch reininvestieren muss, entweder an Arbeit oder an Geld oder beides, weil man es sich eben nicht leisten kann, sich was Neues zu holen. Und dann kann ich mir halt einfach einen Anhänger dranhängen, einen Wohnwagen, fahre damit los und den Rest der Zeit steht der halt irgendwo in der Einfahrt oder bei einem Bauern.

Und auch die Tatsache, dass ich halt für dasselbe Geld, in Anführungszeichen viel mehr Platz bekomme, weil ich halt nicht die Fahrerkabine noch mit drin habe oder dass ich als Paar auch nicht immer zusammen alles unternehmen muss, sondern dass einer auch mal am Wohnwagen bleiben kann, sie es da machen, schlafen, lesen, irgendwas und der andere fährt irgendwo hin, macht einen Ausflug, geht einkaufen oder macht auch, wenn man als Familie unterwegs ist, was mit den Kindern, macht was mit dem Hund. Und das ist ja unser Alltag sozusagen.

Und das sind alles so Punkte, die vermisse ich immer bei den Herstellern, die eigentlich wissen müssten, wie sie ihre Fahrzeuge gut präsentieren. Aber die Frage ist ja, wie weit sind wir weg von der klassischen Camper-Familie? Also du hast ja gerade angesprochen, mal was getrennt machen. Vielleicht ist für andere Menschen eher, dass mal was zusammen machen im Urlaub das Spannende, weil ja du in einem klassischen, sagen wir mal, Haushalt hast ja noch die Verteilung, dass mindestens ein Partner oder vielleicht sogar beide arbeiten und zwar gar nicht mehr so häufig im Homeoffice, sondern unterwegs. Das heißt, du siehst dich relativ selten und dann ist vielleicht der Urlaub gerade das, wo du Dinge zusammen machst. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum das mit dem getrennten Fahrzeugen gar nicht so spannend für manche ist. Das weiß ich eben nicht. Das meinte ich vorhin mit Bubble. Das ist immer die Frage, wen betrachten wir jetzt? Und das, also ich kann mir vorstellen, dass man das gar nicht so richtig auf dem Schirm hat, das auch mal versucht quasi sexy zu machen. Man hat es, glaube ich, in den letzten Jahrzehnten auch nicht nötig.

Wir sehen ja auch immer wieder ein bisschen, dass die Campingbranche ein wenig träge und langsam ist, was so Sachen angeht und ja auch sehr verwöhnt, weil es boomt ja seit eh und je und es boomt ja weiter und die meisten Hersteller haben ja auch beides im Portfolio. Es sind ja nur wenige, die quasi sich nur auf eine Fahrzeugkategorie mehr oder weniger spezialisieren. Ja, da muss ich aber die Einschränkung machen, dass ich zumindest bei zwei Herstellern.

Mehr oder weniger gesichert weiß, dass die die Wohnwagensparte entweder sehr stark reduziert haben schon oder weiter reduzieren bis auslaufen lassen werden. Und das ist halt auch so, dass was mir jetzt auf den Messen aufgefallen ist, dass die auch bei den Herstellern, die beides anbieten visuell, gar nicht mehr so präsent sind, sondern dass viel da auch zugunsten von Kastenwagen, Campingbussen dann weggefallen ist.

Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass so diese neuen Geschichten rund um das Thema Wohnwagen ein bisschen fehlen. Also es gibt ja einzelne Hersteller, die dann tatsächlich auch ganz neue Modelle auf den Markt bringen. Da zählt zum Beispiel Fendt dazu mit dem Next, da zählt auch Hobby dazu mit dem Beachy und da gibt es dann auch ein paar insbesondere ausländische Hersteller, Türkei, Rumänien und so weiter, die Offroad-Wohnwagen anbieten, aber so richtig, dass man jetzt mal auf breiter Front bei den großen etablierten Herstellern in Deutschland mal so sich überlegt, was kann denn ein Wohnwagen alles, was kann ich damit machen, wie kann ich auch so ein Design vielleicht mal so überarbeiten, dass sich Menschen mit Mitte 20 davon angesprochen fühlen. Das kommt halt sehr, sehr selten vor. Und wenn ich mir dann halt so junge Zielgruppen angucke, dann kann ich schon verstehen, dass die jetzt von so einem Wohnwagen teilweise dann nicht so geflasht sind wie von dem Bulli, den man dann irgendwie schön auf Passkarten sieht. Ja, und der Bulli ist ja halt nicht nur ein Reines Capping-Fahrzeug, sondern der kann und ist eben häufig auch Alltagsfahrzeug.

Und das macht es dann für den Wohnwagen schwer, weil der ist halt, den kann ich im Alltag nicht benutzen. Der ist halt ein Urlaubsfahrzeug oder also den kann ich nicht anders benutzen. Klar, in Leiner auch nicht, also schwierig im Alltag. In Alkoven auch schon nicht mehr normalerweise, wenn ich nicht auf dem Land wohne. Mit dem Kastenwagen geht es gerade noch und alles, was größer wird, wird dann ja schon schwierig. Ich merke das ja schon fernher in einem ziemlich alten SUV, der ist relativ groß. Da habe ich hier in Deutschland schon ganz schöne Themen in Parkhäusern und Parkplätzen. Das ist schon alles ganz schön eng. Und dann mit dem Wohnmobil wird das halt alles schon schwierig. Das ist ja schon ein Punkt. Und ich glaube, es ist tatsächlich, wie gesagt, so ein Henne-Ei-Thema, dass die Zielgruppe, die fährt, ist älter. Man macht halt das Marketing dafür. Teilweise merkt man, der Absatz sinkt, aber der Absatz in anderen Bereichen geht hoch.

Und dann wird eben, und das ist vielleicht auch ein Punkt, dass viele Hersteller eben beide Fahrzeugmodelle haben, also sowohl motorisiert als auch unmotorisiert, also Anhänger- und Motorfahrzeuge. Und dass die dann einfach sorgen, ja gut, dann switchen wir halt unsere Kapazitäten einfach rüber. Und da es nur wenige Hersteller gibt, hast du ja gerade gesagt, die nur Wohnwagen herstellen, ist dann eben auch das riesige Interesse gar nicht da. Da wird halt einfach die Produktion im Laufe der Zeit umgeswitcht und dann haben nur die, die eben nur darauf konzentriert sind, die lange Nase. Aber dass die jetzt dann vielleicht auch nicht so sehr aktiv im Marketing arbeiten, ist dann ein umso größeres Problem mit der jungen Zielgruppe.

Ja, und man könnte so schöne Geschichten zeigen. Also wir reisen ja mit dem Wohnwagen auch eher wie Leute, die normalerweise mit dem Wohnmobil unterwegs wären. Also wir machen Roadtrips damit. Natürlich ist es anders, wenn ich mit dem Wohnmobil mich einfach hinstelle und im Zweifel noch nicht mal irgendwelche Stützen runterfahre und dann fertig bin. Und ich habe.

Dann vielleicht schon ein Wohnmobil, was eh schon autark ist, wo ich dann mich nicht mal an Strom anklemmen muss. Viele Wohnmobile sind ja beim Kauf schon mit entsprechenden Autarkie-Lösungen ausgestattet. Das kommt noch dazu. Das fehlt beim Wohnwagen in aller Regel. Muss man dann selber nachrüsten, wenn man es haben möchte. Aber trotzdem kann ich mit einem Wohnwagen und noch dazu mit einem kleineren, super flexibel eigentlich reisen. Also wir waren ja früher in einer ganz anderen Konstellation unterwegs, nämlich mit einem relativ kleinen SUV und mit unserem kleinen eigenen Wohnwagen und da war es so natürlich super flexibel. Also je kleiner der Wohnwagen ist ja logisch, desto mehr kommst du auch an Stellen, wo du vielleicht mal auf dem Privatgrundstück stehen möchtest oder durch engere Gassen oder auf engere Stellplätze.

Und ich glaube, dass die Leute das auch gar nicht auf dem Schirm haben manchmal, dass es ja auch kleine und wendige Anhänger gibt, in denen man sehr, sehr gut leben und schlafen kann. Sondern wenn man das Thema Wohnwagen hört, dann hat man immer direkt irgendwie so einen Riesenkasten vor seinem geistigen Auge. In meinem Kopf spielt das doch überhaupt keine Rolle. Ich denke da auch, also ich habe das gerade nochmal, bin so ein bisschen in mich gegangen, wenn du erzählt hast, für mich spielt das aus all diesen Gründen, die du genannt hast, auch überhaupt keine Rolle, über einen Wohnwagen nachzudenken, weil das sind genau die Punkte. Ich habe keine Autarkie. Ja, kann ich mir irgendwie nachrüsten? Vielleicht, also je nach Fahrzeug, manchmal ja, manchmal nein.

Also ich muss ihn immer abkoppeln zum darin schlafen, das wäre für mich so ein Thema. Das ist natürlich wieder ein spezielles, persönliches Thema von mir, weil mir das einfach auf die Nerven geht. Das ist nicht schlimm, das zu machen. Und musst du ja nicht, wenn du jetzt sagst, du willst nur eine Nacht irgendwo bleiben, dann musst du den ja nicht abkoppeln. Geht das? Also kann ich da drin schlafen? Ja, natürlich. Mach sie hinten ein oder zwei Stützen runter, das machen wir immer, wenn wir…, Also für mich war Stützen eines der nervigsten Dinge am Wohnmobil und das habe ich nach zwei Wochen aufgehört, die auch nur ansatzweise noch zu benutzen und das nächste waren Keile, die ich nur noch wirklich in extremen Filmen benutzt habe. Das ist aber eine persönliche Sache. Es gibt andere Menschen, deren Gehirne haben damit gar kein Thema. Für mich das ist ein Riesenakt gewesen, immer dieses rein und raus drehen, da hatte ich gar keinen Bock. Ja, aber sollte man beim Wohnwagen machen, weil sonst wackelt es halt ein bisschen. Aber wenn du alleine schläfst, ist es auch kein Thema. Das ist nur, wenn du zu zweit bist und einer bewegt sich dann im Fahrzeug, dann wird es ein bisschen wackelig. Aber wenn wir nur eine Nacht irgendwo auf dem Stellplatz stehen, dann koppeln wir eigentlich nie ab, wenn genug Platz da ist. Sehst du, in meiner Wahrnehmung muss man den nicht mal abkoppeln. Nein. Und wenn ich länger bleibe, dann sollte man das natürlich machen, weil sonst auch die Anhängekupplung des Fahrzeugs zu stark belastet wird, wenn man da immer drin rumstrawanzt. Und dann ist es auch angenehmer, wenn der dann mit seinen vier Stützen steht natürlich. Aber für so schnelle Übernachtungen ist das überhaupt kein Ding, den mal angekoppelt zu lassen.

Und das meine ich eben, das sind so Sachen, die haben viele Leute einfach nicht auf dem Schirm. Ja, und also in meinem Kopf sind aber noch mehr Sachen. Dann sind es so, wenn ich dann überlege, wo wir halt schon mit unserem Wohnmobil, ich meine, und wir haben ein Alkohol-Wohnmobil, das war jetzt nicht riesig, mit 6,90 Meter, doch 6,90 Meter, es war jetzt auch nicht winzig, aber wo wir da schon überall waren und auf was für Flecken wir mit diesem ollen Ducato hingekommen sind, so richtig ist das in meinem Kopf nicht verknüpft, dass das mit dem Wohnwagen geht. Ich bin mir sicher, dass das an vielen Stellen funktionieren würde, aber es ist irgendwie blockiert. Ja, an vielen Stellen funktioniert es, definitiv nicht an allen, aber die Frage ist ja auch immer, das was ich eingangs gesagt hatte, An den ganzen Stellen, wo ihr früher wart, vor sechs, sieben Jahren und wo wir ja auch teilweise mit euch waren oder wo wir auch unterwegs waren in Spanien, in Frankreich und sonst wo, kannst du überall jetzt nicht mehr stehen. Also es gibt natürlich noch Möglichkeiten, aber realistisch betrachtet die überwiegende Mehrzahl der normalen Camper.

Wir fahren ja nicht bis dort hinaus, um irgendwo freizustehen. Also wir machen jetzt mal Folgendes. Ich bin ja jetzt mit einem völlig neuen Fahrzeug sehr offroadig wahrscheinlich in Montenegro unterwegs. Und danach sprechen wir nochmal drüber, ob ich mir das mit einem Wohnwagen hätte vorstellen können. Ich denke da jetzt konkret an wirklich einen kleinen, der nicht viel sozusagen länger hat. Und da reden wir mal drüber. Und wenn ich mir das vorstellen kann, dann bringen wir mal irgendeinen Hersteller dazu, uns so einen Teil quasi für so einen Test zur Verfügung zu stellen. Und dann mache ich nochmal mit Gregor eine Tour. Dann woanders hin natürlich mit einem Wohnwagen. Und wir probieren das einfach mal, weil ich kann ja mein SUV davor spannen. Da bin ich nicht ganz so geländegängig, aber schon okay. Das heißt, ich kann dann auch mal so Sachen probieren. Und wir lassen auch mal offen, was das für ein anderes ist. Und das würde ich tatsächlich mal probieren, um auch diese Block... Also ich bin mir bewusst, dass die Dinge, die ich im Kopf habe, oft einfach, keine Ahnung, die sind irgendwo in meinem Leben da reingekommen. Also diese Gedanken, man kann mit dem Mondwagen nicht irgendwie ins Gelände.

Natürlich, mit jedem wird das nicht funktionieren. Weil der ist nicht autark, dies, das, jenes. Das sind ja alles irgendwie Vorurteile am Ende des Tages. Und ich würde sie mir selber gerne auch mal gucken, wo ich sie widerlegen kann und wo nicht. Also wir machen das mal, wenn ich, also ich bin jetzt einfach zu lange nicht campen gewesen mit dem Fahrzeug, um da zu sagen, ich kann mir das vorstellen. Aber ich würde jetzt nach der Tour sagen, da setzen wir uns nochmal hin und sprechen nochmal drüber, ob es Ecken gab, wo ich sage, das wäre auch cool gewesen, vielleicht einen Bodenwagen zu haben und es wäre auch hier gar nicht gegangen mit dem Bodenwagen.

Also ich sage mal so, ich weiß jetzt nicht, ob die Tour, die ihr in Montenegro jetzt vorhabt, geeignet dafür ist, zu sagen, ja, da hätte ich jetzt auch locker mit dem Wohnwagen hinfahren können. Wir hatten ja, als wir in Albanien waren, auch Einschränkungen dadurch. Da gibt es einfach Ecken, die wir gerne gesehen hätten, da brauchst du halt ein geländegängiges Fahrzeug. Und jetzt mit unserem 722 Wohnwagen plus 5 Meter Frontantrieb vorne dran, ist es auch was anderes als damals, wo wir noch unseren Allrad-SUV hatten und den kleinen Fendt-Wohnwagen hinten dran, der nur irgendwie 5 Meter auch hatte, glaube ich. Da merkt man schon deutliche Unterschiede und deswegen sage ich ja auch immer den Leuten, die sich egal welches Fahrzeug kaufen wollen, probiert es bitte mal aus, was für euch die ideale Balance zwischen Komfort und Flexibilität ist, die ihr braucht für euch.

Und ich gehe ja auch ganz offen damit um, dass die Kombination, die wir jetzt haben, unfassbar komfortabel ist und auch super toll für so Sachen wie Messen oder auch ausgedehnte Touren. Aber die ist nicht so ideal wie die Mini-Kombination, die wir vorher hatten, wo wir wirklich auf jedes kleine Grundstück gekommen sind, einschließlich bei euch, wo dieses Eisentor früher mal war. Ich würde jetzt gedanklich zum Beispiel unsere Montenegro-Tour auch nicht mit einem 10 Meter Liner planen. Auf die Idee würde ich nicht kommen und ich hätte wahrscheinlich schon mit dem Alkoholfahrzeug Bauchschmerzen. Ich denke, einen Kastenwagen würde ich noch am ehesten das zutrauen und da muss man dann natürlich auch quasi sagen, also dann ist sozusagen eine Absitzkabine. Und ein entsprechend kurzer Wohnwagen ja auch die Vergleichsplattform. Also das heißt, ich weiß noch nicht genau, was wir kriegen, wie lang die ist, aber wenn ich dann anfange, mit einem 7-Meter-Wohnwagen das zu vergleichen, dann macht das natürlich keinen Sinn, weil das ist Äpfel und Birnen. Also es ist generell Äpfel und Birnen, die zwei Sachen. Aber ich würde dann schon versuchen, sozusagen ähnliche Verhältnisse herzustellen und das einfach auszuprobieren. Also ich habe da, glaube ich, auch Bock drauf, das auszuprobieren. Und ich weiß, dass Gregor da auch Lust drauf hat, so Sachen zu testen. Und ich denke, wir werden das einfach mal dann machen, so als nächste Idee quasi.

Um für uns das auch zu sehen, um halt diese Frage auch abschließend beantworten zu können. Weil ich merke, ich habe ganz viele Blockade im Kopf dazu. Ich glaube, viele Leute. Ja, und das kann sein. Und dann ist die Frage, aber wo kommt es her? Das kann ich gerade nicht so genau sagen. Sind alles irgendwie, wie gesagt, das mit dem Nicht-Abkoppeln, bin ich mir sicher, habe ich bei euch gelernt. Das meint es gar nicht negativ, aber ich habe irgendwie in meiner Beobachtung und Wahrnehmung, ja, der muss immer abgekoppelt werden. Naja, du warst ja auch noch nie mit uns unterwegs, wo wir nur mal kurz zwischen übernachtet haben. Sondern es war immer Messe bei euch oder wenn wir halt zusammen auch mal gereist sind, da war ja dann, sind ja dann ganz andere Voraussetzungen. Voraussetzungen auch. Genau, und das sehe ich aber immer, der ganze Klatterer-Datsch und ehrlicherweise beim Wohnmobil ist das ja bei manchen Leuten auch so. Ich meine, ich war da sehr pragmatisch. Wenn das Ding halbwegs gerade stand, war das für mich fein, aber ich weiß, dass viele Menschen das ausrichten, stützen raus, damit es eben nicht wackelt, wenn man drin läuft. Das sind alles Dinge, die für mich keine Rolle gespielt haben. Und dann habe ich das natürlich bei euch beobachtet, aber es gibt mit Sicherheit auch Wohnwagenfahrer, die da nicht so das alles perfekt machen und da auch eher pragmatisch, wie es denn ist. Also ich sag mal so, wenn ich da irgendwo hinfahren würde, wäre das auch nicht immer alles so perfekt mit Wasserwaage und so. Da ist es tatsächlich so, dass der Halil auch sensibler ist mit Schiefschlafen oder so. Ich bin ja jetzt dann in Katalonien alleine unterwegs, eine ganze Ecke, wahrscheinlich um die vier Wochen.

Und da wird sich dann auch zeigen, wie viel Aufwand ich betreibe, um den Wohnwagen dann perfekt einzurangieren und auf die Auffahrkeile zu stellen und hier nochmal und da nochmal ausgleichen. Ich denke auch, dass bei mir das alles sehr viel hemmsärmeliger zugehen wird, um es mal so zu sagen. Und was mich am Wohnwagen wirklich nachhaltig nervt, könnte man herstellerseitig aus meiner Sicht relativ einfach lösen. Zum Beispiel mit diesen mobilen Abwassertanks. Die sind praktisch, wenn du länger auf dem Campingplatz stehst, weil dann musst du nicht immer das Fahrzeug bewegen, um Wasser wegzubringen.

Aber ich finde es halt unfassbar interessant, Das ist umständlich, wenn ich auch nur mal kurz irgendwo stehen möchte und mir die Hände waschen oder mal Zähne putzen und muss sofort immer dann aus dem Gaskasten den Wasserkanister rausholen. Und das sind so Sachen, wo ich nicht verstehe, warum baue ich denn nicht einfach einen festen Abwassertank, einen schmalen unter so einen Wohnwagen, der muss ja nicht so riesig sein, der muss ja keine 200 Liter fassen. Da würde ja die Kapazität, die ich im Wassertank habe, ausreichen, um einfach die Möglichkeit zu geben, auch mal schnell das Wasser zu benutzen, ohne immer hin und her zu packen. Und dann mache ich an diesem Abwassertank ein Ventil dran oder einen Auslass, wo ich dann drunter den mobilen stellen kann, wenn ich wirklich langstehen möchte mit dem Wohnwagen. Solche Sachen. Oder mal vernünftige Bordbatterien mit anzubieten. Es gibt bei Wohnwagen immer diese sogenannten Autark-Pakete, das sind ganz normale Nass-Batterien, die dann nur den Mover versorgen, also die Rangierhilfe.

Warum biete ich die nicht als Zusatzausstattung so an, dass da auch eine Lithium-Ionen-Batterie rein kann, die ich mir dazu konfigurieren kann, wo ich dann vernünftig mir eine Autark-Ausstattung anschließen kann, wenn ich das haben möchte. Also dass die Wohnwagenhersteller teilweise diese neuen Nutzungskonzepte, die ja definitiv da sind, ich kenne ja auch genug Leute, die sich die Wohnwagen einschließlich uns so ein bisschen umgebaut haben, wie sie es brauchen, aber dass diese neuen Nutzungskonzepte seitens der Hersteller bisher noch nicht wirklich berücksichtigt werden in den Angeboten. Und gibt es das gar nicht oder nur wenig? Ich habe ja gar keinen Überblick über die Wohnwagenwelt. Ich spreche immer über die großen Hersteller. Ich spreche nicht über die kleinen, die sowieso schon sehr, sehr individuell unterwegs sind oder die vielleicht sogar individual Ausbauten machen, sondern mir geht es darum, die, die halt am meisten verkaufen in der Dachregion. Und da siehst du halt immer noch im Grunde dieselben Ausstattungsmerkmale, wie bei wie vor Jahren gibt es mal eine Änderung ja bei dem einen oder anderen aber so im Grunde habe ich das Gefühl dass die gar nicht auf eine junge Zielgruppe die vielleicht anders reisen möchte bisher sich einstellen, weil die dann sagen naja das ist eine Nische.

Können die sich dann ja selber zusammenzimmern, aber viele können es eben nicht, Und warum soll ich denn nicht für einen Wohnwagen als Zusatzausstattung auch eine Lithium-Ionen-Batterie und ein Solarpanel anbieten? Henei. Ja. Da sind wir wieder genau bei demselben Thema.

Die Hersteller sagen, keiner will es, können sie selber machen. Und die sagen, keiner bietet es an, machen wir selber. Ja, oder machen wir dann nicht selber bei GTA nicht oder was auch immer. Das ist ja auch nicht jeder, der sein altes Wohnmobil aufrüstet mit Solaren, Batterie und sonst was. Das fällt ja auch vielen Menschen schwer und die haben keinen Bock, sich damit zu beschäftigen. Ich habe da auch keinen Bock, Sebastian. Respekt vor Strom. Wirklich, ich habe auch keinen Bock. Wir sind so lange jetzt in der Branche tätig und wir haben so viele Informationen, Kontakte, Ratgeber. Ich kann dich fragen, gestern hatte ich die Diskussion, was heißt Diskussion, Gespräch mit unserem Partner Alko. Die bieten ja auch in ihrem Online-Shop von ihrer Tochterfirma.

Solarkomplettpakete an. Und die haben mich dann gefragt, möchtet ihr da nicht mal eins haben für den Wohnwagen und es testen? Ja, möchten schon, aber wer baut es denn ein? Ich mag einfach nicht das einbauen. Und ich habe dann wieder Schiss, dass ich dann in unseren Sponsorenwohnwagen oder auch in den eigenen eine Durchführung reinbaue, dass sie dann undicht wird. Und es gibt Leute, die haben Berührungsängste mit dem ganzen Technikzeug und ich gehöre da leider auch ein bisschen dazu. Und warum biete ich es denn nicht an? Wenn es keiner möchte, dann sieht man das ja. Aber ich weiß doch nicht, ob es jemand kauft, bis ich es mal angeboten habe. Also müssen wir jetzt mal alle Wohnwagenhersteller abtelefonieren. Ich weiß auch nicht, warum ich dich gerade schimpfe, wenn ich eigentlich die Hersteller meine.

Ja. Aber du weißt, was ich meine. Also es heißt immer, ja, es will keiner, aber woher weiß ich es denn, wenn ich es gar nicht anbiete? Aber da sind wir wieder bei dem, was ich vorhin gesagt habe. Die Campingbranche, der geht es gut, die ist verwöhnt. Warum sollen sie denn Dinge ausprobieren? Das kostet ja alles Geld, das kann man sich ja sparen, das läuft ja auch so. Ja.

Ja, und beim Vanlife ist es halt so, dass sich das natürlich sehr romantisch vermarkten lässt. Es sieht halt auch objektiv betrachtet irgendwie romantischer aus, wenn da ein alter VW-Bus im Sonnenuntergang steht mit Makramee-Deko, als wenn da ein Wohnwagen gespannt steht. Also ich verschließe ja auch nicht die Augen vor der Optik. Das ist nicht der Punkt, aber ich finde es irgendwie so schade, weil ich glaube, dass der Wohnwagen gerade für viele Menschen, die mit dem Camping anfangen, wirklich eine super, super Lösung wäre, wo sie eben nicht wahnsinnig viel Geld auf den Tisch legen müssen, um ein sehr schönes Campingerlebnis zu haben. Und es sind ja nicht alle Leute, selbst mit Wohnmobilen so unterwegs, dass die jetzt jeden Tag irgendwo anders sich hinstellen wollen.

Sondern ich sehe es ja auch auf Campingplätzen, da stehen ja teilweise die Wohnmobile deutlich länger als wir. Die stehen schon, wenn wir kommen und die stehen noch, wenn wir wieder fahren. Und meinst du, man könnte etwas tun, damit Wohnwagen auch optisch sexier werden würden? Und wenn ja, was? Naja, auf jeden Fall. Ich verstehe das bis heute nicht, dass es bei Wohnwagen und auch bei den klassischen Wohnmobilen so wenig Möglichkeiten gibt, zum Beispiel das Außendesign selbst zu bestimmen, wie ich das ja beim Auto habe. Ich weiß, es ist alles eine Kostenfrage und es ist alles hochstandardisiert in der Campingbranche und jede Mini-Änderung, die nur eine Heckleuchte betrifft, kostet den Hersteller so und so viele tausende Euro.

Aber ich finde irgendwie, auch alleine diese Zierstreifen, ich kann sie einfach nicht mehr sehen. Egal, was die Hersteller damit machen, es hat immer so dieses leicht spießige. Und ich verstehe halt nicht, dann verkauft die Dinger doch weiß, die müssen ja keine Zierstreifen haben und wer die haben möchte, der lässt die sich halt, also der kann dann anklicken beim Kauf, ja möchte ich haben. Oder biete halt irgendwie verschiedene Varianten an oder auch vielleicht mal verschiedene Farben. Und ich glaube, ohne dass es Herstellern wirklich richtig, richtig schlecht geht, weil keine Wohnwagen mehr gekauft werden, wird sich da vermutlich nichts ändern. Das ist jetzt mein Blick von außen. Das kann auch falsch sein. Ich finde zum Beispiel, sorry, wenn ich wieder mit Fendt anfange, das sind unsere Partner, das weiß auch jeder, der uns hört und liest. Es gibt auch andere, die habe ich jetzt aber nicht so auf dem Schirm außer Hobby. Die haben ja jetzt mal was Neues gemacht. Die haben jetzt eine komplett neue Wohnwagenlinie auf den Markt gebracht und die ganz anders aussieht auch als die bisherigen Modelle. Und die aerodynamischer ist, die vom Style her innen ganz anders aussieht, die außen auch anders aussieht. Aber weiß sind sie trotzdem. dem... Ja, aber zumindest mal auch so ein bisschen frischer mit dem Grün und.

Ist immer eine Geschmackssache, das ist mir auch klar, aber da hat jetzt mal ein Hersteller wirklich gesagt, okay, wir gehen jetzt komplett weg von dem, was wir bisher kannten und man muss sagen, der Erfolg gibt ihnen ja auch recht. Also das war ja auch nicht ganz klar, wie diese neuen Modelle angenommen werden und jetzt können die sich nicht mehr retten vor Bestellungen. Und beim Beachy war es ja genauso bei Hobby und bei anderen Fahrzeugen von anderen Herstellern habe ich halt einfach nicht die Einblicke. Aber ich finde das schon spannend, wenn die dann was Neues machen, dass das dann ja schon auch gut angenommen wird. Aber wenn ich mir jetzt beides angucke, dann ja, die Formen sowohl beim Next als auch beim Beachy sind anders, also ein bisschen anderes als bei den klassischen Wohnwagen. Aber die Dinger sind wieder weiß und die haben halt ein paar Zierstreifen und ja, die haben jetzt beim Next so ein bisschen diese grünen Farbflächen. Aber die Dinger sind halt weiter weiß und sehen aus wie Wohnwagen. Ich bin jetzt da mal hart. Naja, ein Wohnwagen wird immer aussehen wie ein Wohnwagen. Mach ihn doch bunt, mach ihn doch farbig, mach ihn schwarz, mach ihn rot, mach ihn blau, mach ihn gelb. Das meine ich ja. Und die, ähm.

Also, ich bin ja auch der Meinung, warum geht das nur bei Kastenwagen oder bei Bussen? Warum kann man nicht bei Campingfahrzeugen auch verschiedene Farben anbieten? Das darf, wenn das jemand haben möchte, dann kann es ja auch was kosten.

Und ich bin, ja, ich weiß auch nicht, wie ich es sagen soll. Weil dieses Starre, egal ob Wohnwagen oder Wohnmobile, das treibt mich ein bisschen um seit vielen Jahren, weil... Natürlich aus der Vergangenheit Camping mit dieser Art von Fahrzeugen, als es eben noch nicht diese wahnsinnig großen Trends mit Campingbussen und Kastenwagen gab, hatte ja einfach auch ein ziemlich verspießertes Image. Und das hat sich zum Glück gewandelt. Camping ist wieder cool geworden aus vielerlei Gründen. Da haben sicher auch Influencer dazu beigetragen, die das Thema jetzt ein bisschen sexier auch insgesamt gespielt haben. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, von der Optik her, wie du sagst, sind halt die klassischen Campingfahrzeuge, sowohl Wohnwagen als auch Wohnmobile, optisch in vielen Bereichen immer noch so ein bisschen in der Vergangenheit. Und ich glaube, das könnte man alles ein bisschen stylischer machen. Und da bin ich ja jetzt auch vielleicht nicht mehr die richtige Zielgruppe. Ich bin jetzt 46.

Du bist jetzt genau die richtige Camping-Zielgruppe. Da geht es doch jetzt los. Ja, aber die Hersteller, die sollen doch auch jüngere Leute ansprechen. Sie könnten jüngere Leute ansprechen. Warum tun sie es nicht? Ja, das wäre auch meine große Empfehlung, weil auch wenn diese jüngeren Leute im Moment vielleicht in der überwiegenden Mehrzahl noch nicht das Geld haben, irgendwie 90.000 Euro für ein Campingfahrzeug auf den Tisch zu legen, irgendwann haben sie es vielleicht.

Und ich würde halt, wenn ich ein Hersteller wäre, würde ich mir die Zielgruppe mal wirklich ganz genau in Augenschein nehmen und würde mal da auch klären, was sind da die Bedürfnisse, was sind die Vorlieben, weil die werden ja auch erwachsen, in Anführungszeichen. Die werden auch irgendwann einen Job haben, der es ihnen erlaubt, vielleicht sich ein bisschen Luxus zu gönnen. Und da würde ich halt mal reingehen und würde mal anfangen, mich umzuhören, Umfragen zu machen, zu gucken, was, wollen die designmäßig, nicht was wollen die fahrzeugmäßig, weil die werden dir alle sagen, ich will einen Campingbus haben, weil die gar nicht auch das Wundang-Thema so richtig auf dem Schirm haben, aber generell mal gucken, was wäre dir denn wichtig bei einem Campingfahrzeug, ohne auf den Typ einzugehen, was, zeig mir mal aus diesen ganzen Bildern, die ich dir schicke von dem Moodboard, zeig mir mal, was wären so deine Designs und Farben, die du gerne hättest in deinem Campingfahrzeug. Also mal wirklich mir einen Pool an Leuten zu suchen, die generell Camping interessiert oder affin sind und da immer wieder zu gucken, was.

Sind denn so die Sachen, die dir gefallen mit, also dir junger Mann 20, dir junge Frau 25, was sind deine, scher mal dein Pinterest-Board mit uns bitte. Ja, aber da, trotzdem beißt sich da die Katze ja wieder in ihren Schwanz, weil, Ja, viele Menschen, die das gar nicht so richtig sagen können und die das besser sagen könnten, wenn sie Sachen sehen würden, die es gäbe und die gibt es ja aber nicht. Also wir drehen uns da mal wieder drum rum. Deswegen sage ich ja, da müsste man halt, kannst du doch heute alles machen mit KI. Da würde ich als Hersteller mal eine Serie an Bildern generieren oder vielleicht auch von einem Inneneinrichter mir was machen lassen mit Farben, mit Deko, mit Mustern, mit, wie sagt man da, mit verschiedenen Stoffen, also mit verschiedenen Oberflächen und das den Leuten mal vorlegen und sagen, was spricht dich davon an.

Ja, vielleicht hört ja ein Hersteller zu und macht das mal. Ich weiß, dass uns Hersteller zuhören und nicht wenige. Ja, vielleicht macht das mal jemand. Wir dürfen uns auch gerne ansprechen. Ich hätte sehr viele Ideen. Oder sagt uns auch, warum das nicht so ist. Ich meine, wir dürfen nicht vergessen, wir haben jetzt halt unseren Blick von außen mit unserem Kontext. Aber gleichzeitig hat ja so ein Hersteller natürlich noch tausend andere Gründe, die vermutlich völlig valide sind, das nicht zu tun. Vielleicht sind die auch nicht so zeitgemäß, das weiß ich nicht. Ja, oder finanziell nicht möglich, kann ja auch sein. Wir sind auch reflektiert genug zu wissen, dass nur weil wir jetzt der Meinung sind, dass bunte Wohnwagen sich besser verkaufen, sind wir reflektiert genug zu wissen, dass es nicht unbedingt so sein muss. Nichtsdestotrotz, also wenn uns jemand zuhört und da gerne auch mal was zu sagen möchte, vielleicht sogar im Podcast, dann geh gerne her damit. Also da sind wir sehr, sehr interessiert und sehr, sehr offen für Gedanken. Das vielleicht an der Stelle. Das finde ich eine gute Idee, dass mein Hersteller vielleicht zu uns kommt und sich mal befragen lässt, warum bestimmte Dinge sich nicht umsetzen lassen oder warum die vielleicht nicht sinnvoll sind. Aber ich finde, man darf ja auch mal Impulse geben und man darf ja auch seine Meinung äußern und ein bisschen träumen.

Lustigerweise übrigens werden wir ja sehr oft angesprochen, obwohl unser Wohnwagen wirklich exzessiv bunt ist, wo ich gedacht habe, dass es die Leute richtig Kacke finden teilweise. Und nicht nur werden wir sehr oft angesprochen, wo es das zu kaufen gibt. Wir wurden auch schon angeschrieben und um die Dateien gebeten. Die können wir leider nicht rausgeben, weil das ist halt unser Design und das ist unsere Marke. Und auch in der Kooperation mit Fendt geht es halt einfach nicht, dass es jemand einfach nachbaut und dann mit demselben Design unterwegs ist, leider.

Aber auch die Menschen, die unsere bisherigen so bunt designten Wohnwagen gekauft haben, haben die Folierung nicht entfernt. Also die fahren auch mit dieser Folierung nach wie vor rum. Die haben nur unser Logo weggemacht, weil sie es halt einfach so schön fanden. Vielleicht ist das eine Marktlücke für Folierungsunternehmen, mal geile Entwürfe zu machen und die zu bewerben. Oder vielleicht können wir ein neues Unternehmen aufmachen und Folierungen bauen. Ja, also Designs. Ich möchte nicht folieren, bitte. Das würde mich in den letzten Nerv kosten. Nee, da kann man sich jemand suchen, der das kann und da Erfahrung hat. Ich habe das auch einmal gemacht, das mache ich nie wieder. Nee, Gottes Willen. Aber ja, das ist ja mal eine Idee, dann könnte man ja auch mal drüber nachdenken. Ja, du lass uns das echt mal. Aber da hätte ich echt Spaß dran, so Designs zu machen und ich glaube, der Halil auch. Ich nicht, aber ich habe dann Spaß daran, dass wir das vermarkten und auf die Beine bringen. Es könnte halt sein, dass es ein bisschen zu bunt ist für die überwiegende Mehrheit. Aber das werden wir dann ja sehen. Na gut, du hast ja aber gesagt, Dinge ausprobieren. Und ich meine, das Schöne ist ja, dass so Design erstellen kostet natürlich unheimlich viel Zeit. Es kostet nicht nichts, aber es ist ansonsten kein großer Aufwand notwendig. Das können wir ja mal ausprobieren. Das ist schön, also dass wir uns jetzt wieder was Neues aufhalsen, wo wir noch nicht mal die Sachen ordentlich schaffen, die wir eigentlich schon am Bein haben.

Halil, wenn du das jetzt hörst beim Schnitt, sag doch mal, was du davon hältst jetzt auch noch Wohnwagen zu designen. Ich höre ihn die Augen verdrehen. Ja, ich auch. Er ist Gott sei Dank gerade nicht da.

Ja, spannende Diskussionen vor. Könnte man noch ewig weiterführen, aber ich glaube, dann dreht man sich auch irgendwann im Kreis. Ich bin gespannt, ihr Lieben da draußen, was ihr für eine Meinung dazu habt. Schreibt uns das bitte an podcast.camperseil.de oder per Nachricht an WhatsApp, findet ihr in der Folgenbeschreibung verlinkt. Könnt uns auch Sprachnachrichten schicken. Und ja, wie gesagt, wenn uns der ein oder andere Hersteller oder auch ansonsten Brancheninsider zuhört, meldet euch auch gerne, entweder direkt oder auch anonym, wenn ihr uns mal da ein bisschen Einblicke geben könnt oder wollt und, ja, dann bin ich gespannt, was da an Feedback kommt zu dieser Folge. Genau. Ihr habt unten einen WhatsApp-Link, den könnt ihr benutzen oder schreibt an podcast.campus.de und ja, sehr gerne Feedback und Gedanken und Insiderwissen. Wir sind sehr gespannt. Ansonsten hören wir uns vermutlich am Mittwoch wieder. Also je nachdem, wann ihr uns hört. Also heute ist Samstag, wenn die Folge rauskommt, am Mittwoch nächste Episode. Ja, bis dahin. Macht's gut. Tschüss.