Hallo und herzlich willkommen zu CamperStyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Ich bin Sebastian und heute geht es ums Schweißen. Genau gesagt, ums Verschweißen. Also um es noch genauer zu sagen, geht es darum, eure Hinterlassenschaften zu verschweißen. Ich glaube, ich hatte es in der letzten Kaffeepause auch schon so kurz angeteasert. Wir sprechen heute um einen Test, den ich gemacht habe. Und zwar hatte ich die Klesana X1, also die mobile Version der Verschweißtoilette über, ich weiß gar nicht mehr, wie lange es genau war. Ich bin mal so tippend sechs Wochen ungefähr im Test und da wollte ich euch jetzt heute mal ein bisschen erzählen, weil ja diese Technologie sehr viel Interesse in der Community hervorgerufen hat und wir haben das auch auf Messen mitbekommen, dass die Leute das wahnsinnig spannend finden und relevant finden für ihr eigenes Camperleben und ja, da gibt es heute mal die ganzen Infos für euch. Und wir sind ja auch, als wir diese Technologie das erste Mal gesehen haben.
Nicht nur skeptisch, sondern eher ablehnend dem gegenüber gewesen, aus mehreren Gründen, also zum einen viel Kunststoff, zum anderen... Das Thema generell irgendwie die Sachen verschweißen und Elektronik und so weiter und haben uns dann damit beschäftigt und haben vor allen Dingen ja auch Perspektiven gesehen, warum das sinnvoll sein kann. Weil wir gucken ja gerne mal aus der Perspektive des super krass Intensivnutzens drauf, weil wir lange in unseren Campingfahrzeugen auch gelebt haben und dann so eine Ding eben 24-7 benutzt haben, was ja nicht der normale Camping- oder Campingurlauber ist, der das ja nur teilweise benutzt. Und dann gibt es eben Menschen, die Krankheiten haben, die Medikamente nehmen und so weiter und so fort, für die so eine Sachen eben ein Segen oder eine Chance sind.
Und aus all diesen Gründen haben wir uns oder haben wir uns versucht zu öffnen dem Thema oder haben uns auch geöffnet dem Thema und haben es uns angeguckt und haben deswegen auch mal, Nele wiederum, ich teste gerade zwei andere Verschweißprodukte gegeneinander sozusagen und haben uns quasi mit dem Thema auseinandergesetzt. So das vielleicht mal zur Historie, wie wir über das Thema gedacht haben und uns jetzt damit beschäftigen. Ja, man muss auch dazu sagen, anders als manche anderen Firmen kam der Hersteller nach unserer Kritik sehr konstruktiv auf uns zu und hat uns auch zu einigen unserer Punkte eben Erklärungen geliefert, die aus meiner Sicht durchaus plausibel und nachvollziehbar waren. Wir haben dann auch mal vor einem guten Jahr, würde ich mal tippen, einen Podcast mit dem Geschäftsführer gemacht. Also wenn euch diese Folge interessiert, die verlinke ich euch auch nochmal in den Shownotes. Und dann kam eben das Angebot, ob wir uns nicht mal selber ein Bild machen möchten, anstatt einfach immer nur über irgendwas zu reden, was wir nicht aus eigener Anschauung kennen. Genau, also so viel vorab.
Du hattest ja schon gesagt, also die Skepsis, die war immer noch da, auch als ich den Test gemacht habe, gerade bezüglich des Kunststoffs, also dieser Plastikfolienleine. Aber da kann ich euch ja dann am Ende nochmal sagen, ob die sich wirklich dann im Winde verweht hat oder ob da immer noch so ein bisschen Vorbehalte da sind vielleicht.
Und vielleicht sollten wir auch noch dazu sagen, um was es für ein Produkt eigentlich jetzt ganz konkret geht, weil es gibt ja tatsächlich verschiedene Produkte.
Nele, worum geht es? Habe ich das noch nicht gesagt? Die mobile Verschweißtoilette von Klesana? Die X1, genau. Genau, mir ging es darum, das nochmal vollständig auch gesagt zu haben, damit quasi keine Missverständnisse entstehen und was ich ja tatsächlich auch cool finde, also Daniel, der Geschäftsführer, das ist ein sehr charismatischer Mensch und wenn er mit euch redet, dann hat er ein Funkeln in den Augen und zwar nicht dieses Böse, sondern dieses, der Dexterung und der versteht es auch, Menschen mitzunehmen und zu begeistern. Wir kommen selber aus dem Marketing wir wissen sozusagen, dass das natürlich auch eine Wirkung hat und dass das auch im Marketing genutzt wird nichtsdestotrotz hat er uns auf dem Caravan Salon eben die Toilette damals gezeigt, hat uns auch gezeigt was sie sich dabei für Gedanken gemacht haben, wie sie darüber nachdenken und das wiederum fand ich aus dieser, Maker, also dieses Dinge entwickeln Dinge bauen Perspektive halt super spannend und deswegen habe ich das jetzt auch gerade nochmal gesagt, weil diese Toilette, eben tatsächlich relativ kompakt ist und ein paar ganz coole Features hat. Und das sollte sozusagen der Einstieg in die Geschichte sein. Das eine ist das Verschweißen und das andere sind ja aber auch andere Dinge, die das Ding halt wirklich kompakt machen. Weil ihr seid ja mit einem, also für alle, die es jetzt nicht wissen, ihr habt ja einen Gespann. Das heißt, ihr habt einen Bus mit einem Wohnwagen.
Und während im Wohnwagen ja die Toilette eingebaut ist und ihr den aber nicht immer dabei habt, sondern ab und zu auch mal mit dem Bus unterwegs seid, kommt ihr also quasi auch aus der Situation, dass ihr da schon mal mit kleinen Toiletten experimentiert habt. Ja, und das waren Experimente, ich hatte es schon in einigen Folgen mal angedeutet, die also nicht so wahnsinnig erfolgreich waren. Und generell, jeder, der schon mal so eine normale Chemietoilette entsorgt hat, also egal, ob man da jetzt Chemie reintut oder nicht, weiß ja, diese Kassettentoiletten zu entsorgen, ist nicht vergnügungssteuerpflichtig. Das macht man halt, weil es dazugehört. Aber diese schlimmer als die eigenen Fäkalien, die man dann da durch die Gegend schunkelt, sind ja dann oft die Entsorgungsstationen. Also die sind verspritzt, die sind dreckig, dann muss man diese Schläuche anfassen, die in den Fäkalien von anderen Leuten schon drin gehangen haben und, und, und. Also ich finde es halt, ich mache das ja bei uns, ich versuche es immer rauszuzögern, bis es halt irgendwie dann auch bald mal nicht mehr geht, weil das irgendwas ist, was man halt, also das ist nicht die Lieblingsbeschäftigung. Also dann haben wir dazu eine Alternative gesucht und natürlich, weil so viele Leute so begeistert sind von Trenntoiletten, also Trockentrenntoiletten, haben wir gesagt, na gut, für den Bus, weil wir den Wohnwagen ja nicht umbauen können, weil es nicht unserer ist, sondern von einem Sponsor, von Fendt.
Und gucken wir mal im Bus uns das ein bisschen an, wie das für uns mit einer Trenntoilette funktioniert und sind da auf eine Firma gestoßen, die eben so kleine Eurobox-formatige Trenntoiletten anbietet. Wir haben da auch ein Testprodukt bekommen, das war die erste Generation, die ist mittlerweile auch überarbeitet worden, aber wir sind überhaupt nicht damit klargekommen. Weil eben die Trennung zwischen flüssigen und festen Stoffen, die ja bei einer Trenntoilette, wie der Name schon sagt, essentiell sind, um eben nicht einen bestialischen Gestank in so einem kleinen Fahrzeug zu haben, die hat halt leider gar nicht funktioniert. Und es ist halt so weit, dass die Toilette jetzt auch aus dem Bus geflogen ist und demnächst dann jetzt auch auf den Sperrmüll kommt, wenn wir wieder ein paar Sachen hier zusammen haben, weil keiner mehr die benutzen möchte.
Und so ging dann die Suche weiter. Es gibt alternative Trenntoiletten, mittlerweile wahnsinnig viele Modelle. Da waren wir eigentlich auch schon so in der Auswahl, in der engeren und dann kam der Test der Klesana dazwischen, wo wir gesagt haben, Und da gucken wir uns jetzt die mal als erstes an, weil das vielleicht für die Bedürfnisse, die wir haben, wenn wir mit dem Bus unterwegs sind, eine gute Lösung sein könnte. Und ja, vielleicht steige ich mal ein, was ist die Klesana überhaupt genau? Also ich habe schon gesagt, eine tragbare Verschweißtoilette, die ist sehr kompakt gebaut, ist im Grunde so eine kleine Kiste aus Kunststoff. 38 mal 34 mal 30 Zentimeter, wenn ich es richtig im Kopf habe, im eingeklappten Zustand. Und wenn ich die benutzen möchte, dann muss ich die manuell so nach oben ziehen, dass sie quasi teleskopartig ein bisschen ausgefahren wird. Und dann bekommt die auch eine super Sitzhöhe, zumindest für eine Größe, wie ich die habe, so um die 1,70, kann man da sehr bequem drauf sitzen. Das sind rechts und links Handgriffe und also kein elektrischer Mechanismus, sondern wirklich einfach nach oben ziehen.
Und ja, ist halt dann mit dieser Sitzhöhe auch deutlich bequemer als so ein kleines Porta-Potti, was wir zum Beispiel in Mexiko haben. Man braucht kein Werkzeug, also auch nicht für die Erstmontage sozusagen. Man muss da nichts zusammenbauen, sondern die kommt und dann setzt man halt einfach diesen Folienliner, also die Hundekotbeutel für Erwachsene ein, wie ich sie immer nenne. Das ist so ein Schlauch, also man muss die nicht einzeln einsetzen, sondern der kommt quasi fertig, genau, eine Endlostüte und die wird dann eben nach den jeweiligen Geschäften immer verschweißt, das erzählen wir ja gleich dann nochmal so ein bisschen genauer.
Dann, ja, hast du eine Zwischenfrage? Ja, also wie schwer ist das Ding? Elf Kilo ungefähr. Also so, dass man die gut alleine tragen kann. Weißt du zufällig, wie viel ein sozusagen gefüllt, also mit Flüssigkeit gefülltes Potapotti wiegt? Wahrscheinlich nicht, ne? Nee, habe ich auch noch nie.
Also die Kassettentoilette im Wohnwagen, wenn die voll ist, sind da ja, glaube ich, da passen, glaube ich, 20 Liter rein. Also ungefähr doppelt so schwer ist die dann wie dieses Teil leer, würde ich meinen. Also ich sehe gerade, die kleine Porta-Potti hat so 10 bis 12 Liter Fäkalientank und 10 Liter Spülwasser. Also dann kann die durchaus irgendwie zwischen 15 und 20 Kilo wiegen. Mal zum Vergleich. Also klar, ein volles Porta-Potti tragen ist auch nicht das Schönste der Welt, weil es die Flüssigkeit ist. Nein, es schwappt. Aber das zum Vergleich mal quasi. Ja, also ungefähr 11 Kilo natürlich leer. Wenn du da ordentlich reingesammelt hast, dann wird es auch ein bisschen schwerer. Aber man nimmt die Tüten ja normalerweise dann immer relativ zügig raus. Und ... Von den Maßen her passt es super auch in einen kleineren Bus rein. Das ist ungefähr auch vergleichbar mit so einer Eurobox, also ein bisschen kleiner sogar.
Jetzt hast du vorhin gesagt, und das ist ja auch klar, wenn irgendwas verschweißt wird, brauchen wir irgendwie Strom. Wie funktioniert das? Da hast du mehrere Möglichkeiten. Also man kann 12 Volt oder 24 Volt Bordstrom benutzen. Man kann die Teile direkt an die Steckdose, also Netzstrom anstecken, 110 bis 240 Volt. Oder was ich halt super cool fand, du kannst auch einfach einen 18 Volt Einhell-Akku dranhängen. Wieso lachst du da?
Ich finde das super. Also das ist für alle, die das nicht wissen, Einhell ist ein Hersteller für so Elektrogeräte, also Elektrowerkzeug als Akkuschrauber und so eine Sachen und die Akkus, die da quasi angehen, kann man eben auch zum Betrieb der Toilette benutzen. Ich finde das super. Wenn du eh schon im Einhellssystem drin bist oder so wie wir plant umzusteigen, sobald die aktuellen Geräte ihren Geist aufgeben, ist das natürlich cool, weil du brauchst dann nicht einen teuren Akku vom Hersteller dir zulegen, sondern kaufst ja einfach aus dem Baumarkt halt. Die Einhellsachen sind ja auch nicht wahnsinnig teuer. Von daher finde ich das eigentlich einen ziemlich coolen Move vom Hersteller. Ich habe auch schon irgendwie in Facebook-Gruppen, glaube ich, oder vorn oder irgendwo gelesen, dass sich Leute darüber beschwert haben, weil das dann billig aussehen würde bei so einem teuren Produkt und so. Also mir ist es ehrlich gesagt völlig wurscht, wie das aussieht. Ich finde es halt praktisch, weil wenn man weiß, wie teuer manche Hersteller dann ihre eigenen Produkte verkaufen, die auch nur im Grunde dasselbe sind, wie so Baumarkt waren, dann.
Ja, fand ich einfach ziemlich cool. Und den steckt man dann an die Seite an. Also da ist so ein Slot, der ist normalerweise mit einer Klappe verdeckt. Die Klappe nehme ich einfach runter, packe mir den Akku da dran. Ich würde bei so einem Gerät natürlich immer empfehlen, wenn man darauf angewiesen ist, dass die dann halt auch wirklich verschweißt, dass man sich vielleicht zwei solche Akkus an Bord tut, damit nicht einer leer ist und dann kann ich nicht mehr zur Toilette gehen. Aber generell, ja, also wirklich aus meiner Sicht sehr durchdacht für alle möglichen Einsatzzwecke. Ja, und Einhell macht das ja marketingtechnisch auch ganz schlau, dass sie sich da so Kooperationen mit verschiedenen Herstellern suchen und da auch offen vor allen Dingen viel sind. Ich überlege gerade die ganze Zeit krampfhaft, wer das noch macht, weil ich weiß, auf irgendeiner Messe haben wir auch andere Geräte gesehen, die halt in diesen Einhell-Akkus betreibbar sind. Ja, ich weiß das noch. Das ist auf jeden Fall sehr smart. Zetlevs hatte mal bei irgendeinem Wohnmobil, glaube ich, oder Wohnwagen, Da waren auch Features, die mit Einhell-Akkus betrieben wurden. Die waren auf dem Caravan-Salon, da so linker Hand in der Halle. Genau, ich weiß noch, wo dieser Stand war, aber ich weiß nicht, welcher Hersteller das war. Ich meine, das war der Clips. Okay, weiter. Zurück zur Toilette. Also du willst jetzt, du musst dein Geschäft verrichten sozusagen. Toilette ist zusammengeklappt, steht irgendwo im Bus. Was ist zu tun?
Also als erstes muss ich die immer vor der Nutzung ausfahren. Das hat auch technische Gründe. Also ich kann den Verschweißmechanismus nicht bedienen, wenn die Toilette auf kompaktes Maß zusammengeschoben ist. Das heißt also, ich ziehe die mir einmal nach oben. Im besten Fall ist natürlich der Folienliner schon eingelegt, damit ich nicht dann, wenn es vielleicht auch ein bisschen dringender ist, erst rumwurschteln muss. Und dann mache ich mein Geschäft und je nachdem, wie viel das ist, also wenn ich nur Pipi mache oder eine kleine Ladung und kein Toilettenpapier mit in die Tüte werfe oder mit in die Toilette werfe, dann kann ich unter Umständen auch kleine Beutel wählen. Es gibt drei Größen, die lassen sich per Tastendruck an dem Display auswählen, SM und L.
Für S ist es immer wichtig, eben kein Toilettenpapier zu benutzen. Warum, komme ich später nochmal zu. Da habe ich nämlich auch in der Anwendung ein paar Fehler gemacht. Und für mehrere Gänge, die vielleicht auch mal gesammelt werden oder wenn ich Toilettenpapier benutze, vielleicht auch ein bisschen mehr, dann benötige ich halt M oder L. Was vielleicht noch ganz wichtig wäre vorweg zu schicken, vor der ersten Nutzung würde ich dringend empfehlen, ausnahmsweise mal auch Menschen wie ich Bedienungsanleitungen zu lesen.
Weil es gibt bestimmte Dinge, die eingehalten werden müssen, eben das zum Beispiel mit Toilettenpapier. Es gibt Reihenfolgen, die bei der Erstbenutzung eingehalten werden müssen. Und ja, ansonsten kann es halt passieren, so wie bei mir, dass es dann eine Fehlermeldung gibt, weil ich dann natürlich mal reinglotzen wollte, als der Verschweißvorgang gerade lief und habe den Deckel aufgemacht, weil ich mir das angucken wollte und filmen wollte und prompt kam dann natürlich auch eine Fehlermeldung. Da hat mir der Hersteller dann erklärt, dass es aus Sicherheitsgründen so ist, dass eben niemand da die Hand irgendwie dazwischen bekommt. Gerade auch, wenn da mal ein Kind an Bord ist oder so. Das lässt sich alles dann immer ganz schnell zurücksetzen. Aber im ersten Moment erschreckst du dich natürlich, gerade auch bei so einem teuren Gerät. Die Toilette kostet über 1000 Euro. Da möchte man natürlich auch nicht direkt was kaputt machen. Also es gibt sicher auch Anwendungsfehler, die den Mechanismus beschädigen können. Deswegen ausnahmsweise hört ihr mal von mir im Plädoyer für eine Bedienungsanleitung.
Für Urin oder Gemischtnutzung kann man noch, diese Absorber-Sachets benutzen. Das sind so kleine Beutelchen mit so einer Art Granulat, was sich dann beim Kontakt mit Flüssigkeit, also da löst sich dann die Kunststoffhülle auf und dann entsteht da wie so ein Schaum. Die sind sehr klein, die sind ganz leicht, weil das ein trockenes Granulat ist und die schützen halt vor Gerüchen vor allem und vor Hin- und Herschwappen.
Und der Hersteller sagt auch, die schützen die Folie vor Durchweichen. Ich würde jetzt da, wenn man nicht tagelang die Folie so mit Urin drin lässt, glaube ich nicht, dass sie durchweicht. Also ich habe da von der Qualität der Folie her eigentlich keine Bedenken. Bei mir ist auch bisher nichts durchgeweicht in den ganzen Tests. Ich habe ja auch ohne diese Sachets gearbeitet, aber eben, was ich halt festgestellt habe, ist, dass es mit der Geruchsentwicklung, wenn man nicht jeden Gang einzeln verschweißt, zum Beispiel aus Kosten- und Umweltschutzgründen, dann sind die schon hilfreich. Also das heißt, wenn du es quasi in einer unverschweißten Tüte in der Toilette lässt? Genau. Also wenn die Tüten verschweißt sind, dann gibt es überhaupt keine Geruchsbildung. Das erkläre ich nachher dann auch noch mal ein bisschen genauer, wie die Testbedingungen waren. Aber wenn ich eben nicht nach jedem Gang verschweißen möchte und zum Beispiel mehrere Gänge Urin sammeln möchte, so wie ich das getan habe, dann kann das natürlich in einem sehr kleinen Raum helfen, dass da kein Ammoniakgeruch entsteht. Also dieser klassische Pipigeruch, den man so kennt.
Und also wirst du wahrscheinlich da noch erzählen, mich interessiert ja wie die Gefahr ist, dass so eine Folie platzt, wenn sie dann gefüllt ist, und da kann ja wahrscheinlich dieses Granulat schon irgendwie helfen, dass zumindest die Auswirkung nicht so schlimm ist, Ja, also ich habe es nicht geschafft, eine zum Platzen zu bringen. Ich muss aber auch gestehen, dass ich, also ich habe die mal ein bisschen mit Wasser gefüllt und runtergeworfen, aber die, die unter Realitätsbedingungen gefüllt wurden, die wollte ich eher vorsichtig.
Also was mir passiert ist, war, dass zweimal ein Beutel undicht war.
Da habe ich mir gedacht, oh oh, was ist da los? Da konnten wir dann aber zusammen mit dem Hersteller relativ klar nachvollziehen, dass es sich da um Anwendungsfehler gehandelt hat. Und da muss ich auch so selbstkritisch sein und nicht da die Schuld dem Hersteller zuschieben oder dem Produkt. Also ich habe mich da an gewisse Sachen, wie zum Beispiel das mit dem Toilettenpapier nicht gehalten, was eben vom Hersteller vorgegeben ist. Ich habe dann die Beutelgröße S gewählt und da ist wohl Toilettenpapier in die Schweißnaht reingekommen in dem einen Fall. Und in dem anderen Fall war es wohl so, dass zu viele Beutel in der Schublade lagen, weil ich die nicht nach jedem oder jedem zweiten Gang entleert habe, natürlich zu Hause. Und da hat sich das dann durch diese gefüllte Schublade zurückgestaut und konnte wohl der Verschweißvorgang auch nicht ordnungsgemäß abgeschlossen werden. Und was wir auch noch im Verdacht hatten, war, dass mir mehrfach den Akku leer gezogen hat, weil ich hatte noch einen Prototypen im Test. Und in diesem Prototypen, den hätte man nach jedem Toilettengang ausschalten müssen, weil der im Standby-Betrieb extrem viel Strom gezogen hat. Das wurde dann beim Serienmodell behoben.
Es war halt noch so eine kleine Kinderkrankheit in der Testphase und da hat mir der Hersteller erklärt oder der Projektmanager, mit dem sie mich dann connected haben, dass eben wenn die Batterie schon so kurz vorm Leerwerden ist, die nicht mehr genug Power geliefert hat, um den Verschweißvorgang komplett abzuschließen, weil das sind ja mehrere Schweißnähte und das waren wohl so die Punkte, an denen es bei mir gehakt hat. Und als ich das dann wusste, ist es auch tatsächlich nicht mehr passiert im weiteren Testverlauf.
Gibt es für das Batteriethema eine Warnung vielleicht in Zukunft? Also dass das Gerät irgendwie merkt, hier jetzt Batterie wird leer. Ja, da hat mir der Hersteller gesagt, da ist eine Warnung jetzt. Ich glaube, irgendwie ein Licht haben die eingebaut. Gute Frage, da müsste ich noch mal nachgucken. Aber auf jeden Fall, also generell ist dieses Stand-by-Strom-Zieh-Thema behoben worden. Und ich meine entweder ein Alarmton oder eine Warnleuchte haben die eingebaut, was auch absolut Sinn macht. Das war ja das Schöne, dass wir die Toilette in einer Phase bekommen haben, wo quasi noch zu Ende entwickelt wurde. Also da war das Serienmodell noch nicht auf dem Markt. Und wir haben ja auch dann dem Hersteller einen sehr ausführlichen Fragebogen.
Mit an die Hand gegeben, mit genau diesen Punkten eben. Also auch mit Platzierung von Display und Hinterleuchtung, die mir gefehlt hat beim Prototypen, weil du gehst ja auch mal nachts auf Toilette, dann musst du mal Festbeleuchtung anmachen, um die Knöpfe zu finden und das sind wohl alles Sachen, die jetzt beim Endkundenmodell umgesetzt worden sind. Okay. Ist auch interessant mal an so einer Produktentwicklung irgendwie so ein bisschen teilzuhaben. Ja, und das ist ja, wenn du Hersteller bist, auch schwierig, weil du an einem bestimmten Punkt dann irgendwann auch so ein bisschen betriebsblind wirst, weil du dich ja jeden Tag intensiv mit dem Produkt beschäftigst, sieht das ja, wenn wir Software entwickeln und du siehst dann einfach Dinge nicht mehr. Und jemand, der unbedarft ist und daran geht, macht eben auch Fehler, wo man dann auch vielleicht sieht, okay, da muss man nochmal der Anleitung nachbessern oder da kann man tatsächlich nochmal einen Schutz einbauen. Also das wäre jetzt für mich, wenn der Akku während des Verschweißvorgangs so leer ist, dass er nicht mehr verschweißen kann, das kann man sicherlich erkennen. Das mit dem Toilettenpapier wird vermutlich eher schwieriger, da müsste man dann noch irgendwie Sensoren innen drin haben.
Aber so findet man eben Sachen dann auch häufig wirklich erst in der Benutzung. Und die Dinge, diese verschweißten Päckchen, werden ja quasi ganz normal im Müll entsorgt. Ja, wie Hausmüll, wie Windeln. Da hatten wir ja auch so ein paar Rückmeldungen aus der Community, als wir unseren Testbericht veröffentlicht haben, wo es darum ging, ja, und wenn die dann im Müll liegen und dann wird der Müll irgendwie zusammengequetscht, ob die dann nicht platzen können. Also vielleicht ja. Also wenn jetzt irgendwie da ein großer Container vorm Haus steht oder auf so einem Campingplatz und dann schmeißt jemand da irgendwelche schweren Sachen rein oder auch spitze Sachen. Natürlich kann dann auch so eine Folie beschädigt werden. Und natürlich ist das dann nicht angenehm. Ist aber ja nichts anderes als auch bei Babywindeln oder auch bei Hundekotbeuteln. Also das ist halt nie angenehm, wenn man irgendwie was mit Fäkalien zu tun hat. Auf der anderen Seite ist ja auch so ein Mülleimer oder so ein Müllcontainer, das ist ja auch nichts, wo man jetzt drin rumwühlt mit den bloßen Händen in aller Regel.
Also das ist jetzt wirklich das, worüber ich mir am wenigsten Gedanken gemacht habe. Und also was ich tatsächlich ein bisschen gewöhnungsbedürftig fand am Anfang, war eben, ich hatte ja schon gesagt, dass man die Schublade relativ regelmäßig ausleeren muss, wo die verschweißten Beutel landen. und auch wenn das, absolut geruchs- und, wenn man es richtig anwendet, auch auslaufsicher ist, fand ich es irgendwie komisch, das dann in den normalen Mülleimer zwischenzulagern, bis man wieder an eine größere Mülltonne kommt. Weil man halt dann schon irgendwie, ja, wie wenn man halt so ein Hundekotbeutelchen da liegen hätte, nur dass es nicht riecht. Und da muss ich aber sagen, das legt man dann irgendwann ab. Da ist es dann halt genauso normal, wie dass man seine Toilette ausleert, seine Chemietoilette. Aber ja, das war so eine Überwindung irgendwie.
Ansonsten ist ja die Entsorgung denkbar einfach. Du kannst es halt in jede normale Restmülltonne geben. Und, Also, ich bin ja auch gerade am testen und eines meiner nächsten Testszenarios ist, ich will mal auf so einen Beutel draufspringen, werde den aber natürlich nicht mit meinen Hinterlassenschaften füllen, sondern mit einem Teststoff sozusagen, der nicht so eklig ist. Ich bin gerade am Recherchieren, was man quasi zum Testen als Ersatzstoff benutzen kann, der quasi eine ähnliche... Konsistenz hat. Ja, Viskosität und so weiter hat. Weil ich habe schon mal testweise quasi leere Tüten verschweißt, um dann mal drauf rumzudrücken. Das ist schon auf jeden Fall ziemlich stabil gewesen. Aber ich will halt auch nochmal, also gut, nicht, dass jemand auf die Idee kommen würde, auf seinen sozusagen Hinterlassenschaftsbeuteln rumzuspringen. Aber man weiß ja nie, ja, du trägst sie gerade irgendwo zum Müllheimer, hältst sie vielleicht ein bisschen mit spitzen Fingern, weil du es eklig findest, fällt runter, tritt es drauf, kann ja passieren. Also mir könnte das passieren, das kann ich ja sagen.
So, das ist was, was ich mal testen will, wie das sozusagen auch unter Extrembedingungen quasi so funktioniert. Also mir ist auch klar, dass das irgendwann platzen wird, weil die Dinger sind ja nicht aus Metall, sondern das ist ja nach wie vor ein Kunststoff und der hat eben an irgendeinem Punkt den Moment, wo er halt nachgibt. Also auf die Idee bin ich tatsächlich nicht gekommen mit dem Draufsteigen. Ich dachte schon, ich bin wahnsinnig fortschrittlich, weil ich die mal runterwerfe. Aber das finde ich gut, da bin ich echt gespannt. Das ist ja auch eher das Praktische, dass sie halt mal runterfallen. Ich denke, das ist auch viel näher an der Praxis. Das andere ist eher so der Extremtest.
Und da erwarte ich auch nicht, dass sie mich aushalten. Da erwarte ich schon, dass es irgendwie auch kaputt geht. Um mal zu gucken, was da einfach passiert. Hast du die denn dann auch mal so ein bisschen liegen lassen, um zu gucken, was so da passiert? Ja, habe ich. Also ist gar nichts passiert. Ich habe die teilweise über Tage liegen lassen. Ich habe zu Hause im Badezimmer getestet. Vielleicht kommen wir kurz zu den Testbedingungen, wenn wir gerade da sind. Weil ich habe die im Herbst bekommen, also nachdem schon die Campingsaison vorbei war. Und erstens wollte ich nicht dann jedes Mal für Pipi Kaka ins Auto gehen auf den Parkplatz unseres Mehrfamilienhauses. Das hätten wahrscheinlich die Leute ein bisschen irritierend gefunden. Und zweitens waren auch die klimatischen Bedingungen dann einfach sehr kühl. Und ich wollte es aber testen, wie das auch ist in warmen Umgebungen, weil man fährt ja eher im Sommer oder im Frühjahr mit einem Campingfahrzeug rum als jetzt im Herbst und Winter. Und habe die dann bei uns im kleinen Badezimmer getestet. Das hat von den Quadratmetern her wahrscheinlich deutlich weniger als so ein Campingfahrzeug. und habe das auch dann bis, ich glaube, 27, 28 Grad.
Beheizt und habe dann die Beutel liegen lassen. Also wenn ich nicht verschweißt habe und kein Sachet benutzt habe, dann fängt es natürlich genauso wie bei jeder anderen Toilette irgendwie nach ein, zwei Tagen anzumüffeln. Das ist völlig klar. Also auch das habe ich getestet, aber das war klar, was da das Ergebnis ist. Sobald die Sachets drin sind und die Toilette nicht verschweißt hat, dauert es deutlich länger, da bin ich immer so ja, vielleicht so drei Tage zwei Tage, drei Tage ohne Gerüche hingekommen, und verschweißt hat man wirklich gar nichts gerochen, außer bei den zwei, drei Malen, wo es eben ausgelaufen ist. Also ich konnte das selber nicht glauben aber du kannst sogar Also wenn man mit der Nase näher dran geht, dann riecht es in erster Linie nach Plastik, aber dann riecht man schon ein bisschen was. Aber so, dass das jetzt irgendwie ausdünsten würde oder so, war ich selber sehr überrascht, dass da gar nichts war. Und ich bin da ziemlich empfindlich nasentechnisch.
Und wie soll ich sagen, wie angenehm ist das, das nicht zu verschweißen, also da reinzumachen und das nicht zu verschweißen oder ungewöhnlich? Also eigentlich nicht ungewöhnlicher als bei einer, Trenn-Toilette oder bei einer Chemie-Toilette, weil da liegen ja auch die Fäkalien so drin, dass man die sehen kann, theoretisch, wenn man da reinguckt. Wie gesagt, beim großen Geschäft habe ich immer verschweißt, beim kleinen Geschäft habe ich es durchaus mal ein paar zusammenkommen lassen, so über den Tag verteilt, über zwei Tage auch. Es hängt natürlich auch immer davon ab, wie man sich ernährt und wie viel man trinkt. Das weiß man ja von normalen Toilettengängen auch. Wenn man wenig trinkt und viel Fleisch konsumiert, dann ist der Urin ja sehr viel konzentrierter und riecht auch stärker, als wenn du viel Wasser zu dir nimmst und pflanzenbasiert dich ernährst. Davon wird auch vieles abhängen. Aber bei uns war es wirklich, also angenehm ist jetzt vielleicht das falsche Wort, aber zumindest nicht unangenehm. Mit den Sachets halt. Ja, okay.
Und lass mal über deine Fehler sprechen, damit die andere die vermeiden können. Also du hast jetzt schon gesagt, Beutelgröße S und Toilettenpapier reinschmeißen, ist eine dumme Idee. Also S ist, hast du ein Maß, wie hoch diese Tüte bei S ist. Hast du das gemessen zufällig? Nein, ich habe gesagt nicht. Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen, das noch zu messen. Aber das ist wahrscheinlich wirklich ein sehr kleiner Beutel sozusagen und dann ist eben, ja. Vielleicht so 10 mal 20 Zentimeter würde ich mal tippen. Weil der Folienliner hat ja immer dieselbe Breite. Also die.
Beutelgröße, bedeutet ja, dass der dann entweder mehr oder wenig Folie in der Länge verschweißt. Aber die Breite bleibt immer gleich. Und ich meine, die ist so um die 20 Zentimeter. Ja, die Beutelhöhe ändert sich halt, wie viel er sozusagen nach unten zieht und dann ein bisschen verschweißt.
Und hast du das mit dem Toilettenpapier bewusst wahrgenommen oder dann erst irgendwie im Nachhinein versucht zu rekonstruieren? Nee, ich habe das gar nicht wahrgenommen. Also das war auch nicht sichtbar. Also es war jetzt nicht, dass da ein Zipfel Toilettenpapier raushien und winkte, sondern die Schweißnaht sah ganz normal aus. Zumindest so, wie ich es gesehen habe. Ich habe es aber jetzt auch nicht so genau in Augenschein genommen, weil es war dann wirklich sehr unangenehm, als ich die Schublade geöffnet habe. Weil ich dachte so, es hat jetzt tagelang oder wochenlang gar nichts gerochen und auf einmal komme ich ins Bad und es stinkt. Und dann war ich so, was ist jetzt los? Und habe dann halt die Schublade aufgemacht und dann hast du schon gesehen, dass es so feucht glänzte. Und dann hatte ich jetzt nicht mehr den Nerv, dann noch genau die Tüte zu inspizieren. Weil das war dann, also ich habe die Toilette wirklich halt intensiv genutzt und ja, egal. Auf jeden Fall habe ich dann nicht so genau geguckt, aber ich habe natürlich den Hersteller dann angeschrieben, nach einiger Zeit, vor allem, weil es dann halt zwei-, dreimal vorgekommen ist und dann dachte ich, also entweder ist es wirklich ein technisches Problem, was dann auch behoben werden muss oder ich bin zu dumm.
Und ja, turns out, letzteres war der Fall. Also ich habe halt dann nicht genau gelesen. Und da hatte mir der Hersteller dann eben so mögliche Fehlerquellen durchgegeben. Und die drei, die ich genannt hatte, also Schublade zu voll, Toilettenpapier in der Trennnaht und leerer Akku oder fast leerer Akku, das waren halt die, wo ich gesagt habe, ja, also das kann ich definitiv alles so bestätigen, dass das mit Sicherheit die Quellen waren bei mir. Das hätte man mit genauem Lesen der Anleitung vermeiden können? Ja, also wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich auch nach den Fehlern die Anleitung nur sehr selektiv gelesen und habe mich in erster Linie am Anfang auf diese Quickstart-Anleitung verlassen, die ich ja bei allen Geräten, wenn ich überhaupt irgendwas lese, immer bevorzuge.
Und ja. Ich bin sicher, dass diese ganzen Sachen schon in unserer Prototypen-Testpersonenanleitung drin standen, aber jetzt, nachdem wir rückgemeldet haben, und da war ich ja sicher auch von den Testpersonen nicht die Einzige, der sowas passiert ist, dann werden die sicher auch in die Endkundenbetriebsanleitung solche Punkte mit aufgenommen haben. Okay. Würde ich jetzt, also hätte ich so gemacht als Hersteller, weil auch dafür machst du ja Tests, damit Leute, wie du vorhin gesagt hast, Fehler machen, die dir selber gar nicht in Sinn kommen würden. Und jetzt hast du ja gesagt, der nächste Fehler, der vermutlich war, war die Schublade zu voll. Ist ja alles ein recht kompaktes System, da ist wenig Platz. Wie viele Beutelchen lagen da drin?
Ich würde mal tippen, so fünf, sechs. Okay, also nicht nur kleine Geschäfte. Nein, nein, auf gar keinen Fall. Und optimalerweise würde ich jetzt realistisch sagen, Also bei mir war es so, dass die Schublade schon fast nicht mehr wieder aufging, weil ich halt wieder zu faul war, zur Mülltonne zu gehen. Und ja, also man sollte, ja, ich würde mal sagen so drei, zwei, drei ist eine gute Zahl. Wie würdest du denn jetzt, stell dir vor, du bist in einem Campingbus an irgendeinem Fleck, wo es wunderschön ist, wo du nicht weg willst, du kannst da zwei Wochen auch stehen, du musst also quasi alle zwei Tage deine Schublade leeren, wo würdest du die Beutelchen lagern?
Also ich persönlich auch wenn ich vom Kopf her weiß dass es überhaupt kein Thema wäre die einen ganz normalen Mülleimer im Wohnmobil zu legen ähm, Ich möchte sie jetzt nicht in der Küche haben, neben dem Herd. Ich würde mir eine kleine Box oder eine Tüte oder irgendwas nehmen und würde die draußen ans Wohnmobil hängen oder an den Wohnwagen hängen oder stellen und würde draußen die Fäkalien sammeln. Aber das ist jetzt eher eine emotionale Sache als eine praktische, weil aus den Tests hat sich auch kein Anhaltspunkt ergeben, dass da irgendwie auch ein Hygienethema wäre, weil diese Toiletten, also diese Klesana-Verschweißtoiletten kommen ja aus dem medizinischen Bereich. Das heißt, da gibt es ja höchste Hygienestandards und ich würde jetzt mal davon ausgehen, dass da nichts passieren würde. Aber wie gesagt, persönlich möchte ich es nicht haben. Oder halt, wenn du ein Bad hast, also wenn du jetzt nicht mit dem Campingbus unterwegs bist, sondern so wie wir Wohnwagen, Wohnmobil hast, dann kannst du ja auch einen Abfalleimer ins Bad tun, nämlich die Beutel in denselben Abfalleimer reintun, wo du halt im Zweifel auch dein Toilettenpapier reinpackst, wenn du es getrennt sammelst. Okay.
Jetzt hast du vorhin schon mal kurz gesagt, die kostet 1000 und ein bisschen Euro. Ja, da muss ich nochmal kurz gucken. Warte mal, ich schaue mal die aktuellen Zahlen an. Also während meines Tests oder danach, kurz danach eben, als sie dann für die Endkunden auf den Markt kam, kostete sie 1.095 für die normale Version und 1.195 für die ProCharge. Aber ich sage dir mal gleich nochmal die aktuellen Preise. Moment, ich klicke mich einmal kurz durch. Du kannst mich bis dahin weitere Sachen fragen. Was macht die ProCharge anders, dass sie teurer ist? Die ProCharge hat so eine Funktion, wo du quasi, also die hat ein integriertes Ladegerät für den Akkubetrieb.
Und also der Akku kann dann direkt an der Toilette geladen werden und da brauchst du dann nicht zusätzlich das Ladegerät von Einhell, sondern kannst du dann an Stromfluss packen und dann lädt es quasi durch bis zum Akku. Und wenn du keinen Stromanschluss im Bus hast oder wenn du die in den Garten nutzt oder irgendwo, wo du quasi keinen Strom hast und auch nicht immer dran denken willst, den Einhell-Akku zu laden. Also aus meiner Sicht jetzt kein Feature, was die meisten brauchen werden, aber du hast sozusagen ein integriertes Ladegerät für den Akku dabei. Genau. Und da liegt der Preis immer noch tatsächlich bei 1.195, also knapp 1,2 kannst du sagen. Und bei der normalen X1 bei 1.095. Da sehe ich aber gerade, dass die im Moment ausverkauft ist und ab dem 24. März wohl wieder verfügbar. Also passend jetzt, lustigerweise, kurz nachdem die Folge erscheint, das war jetzt nicht geplant, aber die scheint ganz gut angekommen zu sein. Und was ja auch nicht unwichtig ist, was kostet ein Geschäft?
Ich habe es mal grob durchkalkuliert, auch tatsächlich ein bisschen mit Unterstützung des Herstellers. Ich komme so in meinen Berechnungen auf ungefähr 20 bis 40 Cent pro Beutel. Da sind dann die Stromkosten laut Hersteller schon inkludiert. Also natürlich je nach gewählter Beutelgröße. Und wenn ich jetzt, deswegen habe ich es pro Beutel berechnet und nicht pro Geschäft. Weil wenn ich jetzt natürlich fünfmal Pippi sammle, dann kostet es mich weniger, als wenn ich nach jedem Pippi-Gang verschweiße.
Und ich muss an Verbrauchsmaterial nachkaufen. Die Folie, also die Händlostüte. Genau. Und die Sachets, wenn ich möchte. Also die Folie brauche ich auf jeden Fall und da kann ich auch nicht einfach normale Müllbeutel reinpacken, falls jemand auf die Idee kommen sollte, weil die muss natürlich eine bestimmte Stärke haben, die muss für den Verschweißvorgang geeignet sein. Das ist ja so ein langer Schlauch, das sind ja nicht einzelne Müllbeutel sozusagen. Also da darf man nicht dran sparen und kann auch gar nicht dran sparen. Aber ich kann mir halt überlegen, brauche ich die Sachets wirklich oder kann ich da vielleicht drauf verzichten.
Und jetzt hatte ich gerade eine Frage, jetzt ist sie mir gerade entfallen. Dann ergänze ich vielleicht nochmal kurz, man muss ja auch bei anderen Toiletten fairerweise sagen, dass man da natürlich auch diverse Verbrauchsmaterialien hat. Das ist jetzt kein Alleinstellungsmerkmal von so einer Verschweißtoilette, egal von welcher Marke die kommt, dass ich da was brauche, was da eingesetzt werden muss. Sondern ich habe beim Chemieklo in der Regel irgendwelche Sanitärzusätze. Ich habe bei der Trenntoilette Einstreu, Beutel, Reiniger. Also das muss man natürlich dann in so einer Kostenrechnung auch immer so ein bisschen mitkalkulieren. Jetzt weiß ich auch meine Frage wieder. Wie schaut es denn mit der Reinigung aus? Also wie und was und wie oft muss ich quasi sauer machen? Oder sollte? Also ich glaube, wenn man die sachgerecht nutzt, braucht man die gar nicht groß sauber zu machen. Also ich spreche jetzt vom Mechanismus Schublade und so weiter. Ich habe die halt dann gereinigt, nachdem mir die Beutel undicht geworden waren. Da habe ich einfach das Infektionsmittel auf alkoholischer Basis genommen und habe da die Schublade und diesen Bereich einfach mehrfach ausgewischt. gewischt. Aber ansonsten, wenn sowas nicht passiert, dann halt ganz normal mal den Sitz wischen, wie man das halt bei einer normalen Toilette auch macht. Und ansonsten wüsste ich jetzt nicht, was man da noch reinigen sollte.
Ja, all das, womit man in Berührung kommt am Ende. Genau, also das, wo ich dann halt mit meinem nackten Hintern sitze, das sollte man halt vielleicht ab und zu mal sauber machen. Aber wie gesagt, das ist dann so wie bei jeder anderen Toiletten Variante auch. Und ansonsten hatte ich jetzt das Gefühl, dass man deutlich weniger Reinigungsaufwand hat als bei anderen Toiletten. Weil auch bei einer Trenntoilette muss man ja dann den Urinbehälter immer mal wieder reinigen, weil der sonst auch irgendwann durch den Urinstein anfängt zu stinken. Man muss dann auch mal das Eimerchen reinigen, auch wenn man den mit Beutel benutzt, da geht auch mal was daneben. Manche benutzen es ohne Beutel, dann muss ich den erst recht natürlich reinigen. Also ich fand das jetzt von der reinen Hygieneseite aus sehr angenehm. Und wer, also für wen wäre die Toilette was? Für welche Reiseformen und Arten?
Also erstens mal generell würde ich sagen, für alle Menschen, die ein Thema damit haben, mit Ausscheidungen in Berührung zu kommen, mit ihren eigenen oder auch mit denen des Partners der Kinder, gibt ja Leute, die sind da sehr empfindlich. Ich bin auch eher auf der etwas empfindlicheren Seite. Also wer Kinder großgezogen hat, ist da wahrscheinlich etwas mehr abgehärtet. Und ansonsten, jetzt gerade die X1 finde ich ist super geeignet halt für kleine Fahrzeuge oder wenn ich keinen Umbau in meinem Fahrzeug machen kann und möchte.
Und natürlich kannst du die auch anderweitig einsetzen. Wenn ich jetzt irgendwo ein Tiny Home stehen habe oder so und auch da jetzt vielleicht keine feste Toilette einbauen möchte, weil ich das nicht so oft nutze, dann kann ich mir da auch so eine X1 reinstellen. Der Charme an der X1 ist halt auch neben der kompakten Bauweise, dass ich die in jedes Fahrzeug, was ich habe oder zu jeder Gelegenheit mitnehmen kann. Ich kann die auch mitnehmen, wenn ich mal irgendwie Zelten fahre Oder was weiß ich, je nachdem, wie ich da unterwegs bin. Oder ich kann die mitnehmen, wenn ich eine Gartenparty habe in meinem Schrebergarten und da vielleicht keine Toilette mit fließend Wasser da ist. Also generell ist die sehr vielfältig einsetzbar. Und natürlich Menschen, die vielleicht eine körperliche Beeinträchtigung haben, eine Krankheit haben, die aus gesundheitlichen Gründen dann auf hohe Hygienestandards angewiesen sind. Also wo es dann eben nicht mehr ein reines Komfortthema ist, sondern wo es dann darum geht, dass das Immunsystem irgendwie vielleicht nicht so arbeitet, wie es sollte. Da finde ich es halt auch besonders wichtig, dass solche Leute dann so eine Möglichkeit bekommen.
Und wird sie jetzt eure auf dem Sperrmüll landende Toilette ersetzen? Vielen Dank. Ja, also das kann ich ganz klar mit Ja beantworten. Ich könnte mir auch vorstellen, die durch ein anderes Trenntoilettenmodell zu ersetzen. Da habe ich auch schon ein paar im Auge, die da in Frage kommen würden. Aber wenn ich es jetzt wirklich ganz unvoreingenommen entscheiden müsste, rein auf der Komfortebene, ohne dass ich jetzt Preis und Kunststoff und diese ganzen Themen ins Kalkül ziehe, sondern rein jetzt nach meinen persönlichen Vorlieben, würde ich die auf jeden Fall nehmen, ja. Und wir liebäugeln da sehr konkret damit. Bei uns ist es nur im Moment noch so ein bisschen ... Und, wie soll ich sagen, wir drehen uns gerade noch so ein bisschen im Kreis bei der Entscheidung, weil auf der einen Seite hast du natürlich relativ hohe Anschaffungskosten für die wenige Nutzung, die wir ihr zutun würden. Also wir sind ja in der Regel mit Wohnwagen unterwegs und der Campingbus, der ist unser Zugfahrzeug und dann nutzen wir den ein paar Mal im Jahr mal für kurze Ausflüge.
Dafür ist es so, dass ich dachte, über 1000 Euro ist schon echt eine Hausnummer. Dafür, dass ich mich dann da dreimal draufsetze im Jahr, also übertrieben gesagt, das wäre natürlich öfter, weil ich nutze die ja auch, wenn wir irgendwo hinfahren und ich möchte nicht auf die Autobahnraststätte gehen. Aber so für die Anzahl der Nutzung finde ich jetzt die Anschaffungskosten relativ hoch. Auf der anderen Seite würde die geringe Anzahl oder die nicht ganz regelmäßige Nutzung für mich auch das Argument mit dem Tütenverbrauch so ein bisschen relativieren, weil ich denken würde, naja, das ist jetzt auch nicht jeden Tag fünfmal, sondern wir sind halt dann vielleicht mal ein langes Wochenende unterwegs oder mal eine Woche oder so. Und das könnte ich dann irgendwie auch ganz gut so für mich selbst verargumentieren. Und an der Diskussion, an der internen, hänge ich gerade noch so ein bisschen. Aber definitiv. Du hast auch nicht so den Struggle mit, du musst nochmal daran denken zu entsorgen, wenn du zurückfährst. Ich weiß, dass das für viele kein Thema ist, weil die irgendwie sowieso auf dem Weg eine Entsorgung haben. Für mich persönlich war das immer ein Thema, weil ich habe auch versucht, das möglichst weit rauszuschieben. Und für so Menschen kann das eben auch eine Hilfe sein. Also das ist das, was ich auch meine, was ich eingangs meinte, das gibt eben auch noch ganz viele Punkte, die so ganz weiche Entscheidungsfaktoren sind, wo so eine Technologie eben spannend sein kann.
Und das haben wir oder habe ich am Anfang auch nicht auf dem Schirm gehabt, als wir das erste Mal drauf geguckt haben, sondern haben nur gesagt, nee, hier, Plastik und Elektronik, das ist Schrott, das kommt an sich ins Haus. Aber tatsächlich gibt es eben, wenn man ein bisschen offeneren Mindes ist, gibt es eben Punkte, die sind relevant. Und es geht ja nicht darum, dass jetzt jeder so eine Toilette hat. Und vielleicht, wenn wirklich jedes Campingfahrzeug eine Verschweißtoilette hätte, wäre das auch nicht gut.
Im Hinblick, wenn dann wirklich auf den Campingplätzen halt die Restmüllbehälter voller Beutel mit großen Geschäften wären. Aber gut, vielleicht gäbe es da einen extra Container. Ist auch wieder eine andere Geschichte. Darum geht es gar nicht, dass das jeder hat, aber es gibt eben halt spannende Ansätze, wo das eben ganz bestimmte Bedürfnisse befriedigt beziehungsweise Dinge löst, die sonst vielleicht ungelöst bleiben. Ja, also ich muss gestehen.
Also wir hatten ja dann auch den Daniel, wenn ich mich richtig erinnere, im Podcast auch so ein bisschen danach gefragt, so hatten ihn auch mit den Punkten konfrontiert eben, was ist mit dem Kunststoffverbrauch, was ist mit CO2-Fußabdruck und so weiter. Und er hatte ja durchaus auch gute Argumente, die besagen, ja, wir nutzen Kunststoff und wir nutzen auch einen relativ dicken Kunststoff und alles, aber du hast halt dafür andere Sachen nicht, die sonst die Umwelt belasten würden. Also, dass sich das halt ungefähr so ein bisschen die Waage hält im Verhältnis zu anderen Toiletten, Camping-Toiletten-Varianten. Also, wer da Interesse hat, nochmal sich das genauer anzuhören, das möchte ich jetzt nicht mehr alles wiederholen. A, angesichts der Zeit und B, weil ich es auch nicht mehr alles genau im Kopf habe. Aber es gibt natürlich schon auch Argumente, die so meine persönlichen Bauchschmerzen mit diesem Plastikthema zumindest ein Stück weit entkräften.
Und ich bin nach dem Test wirklich so ein bisschen zum Fangirl geworden. Das muss ich ehrlicherweise sagen, weil es halt so unfassbar komfortabel ist einfach. Du setzt dich drauf, du drückst auf ein Knöpfchen, dann rattert der irgendwie, ich glaube eine Minute oder anderthalb Minuten, macht da schöne Schweißnähte rein und du nimmst es wie so ein Päckchen da raus. Wie so ein Handtäschchen quasi und bringst es halt weg. Das ist eine Entscheidung, die muss jeder für sich treffen, was schwerer wiegt. Wir sind ja auch bei der Kassettentoilette schon längst von der klassischen Chemie umgestiegen auf mikrobiologische Zusätze, weil wir halt einfach keinen Bock mehr hatten. Also das ist immer so ein individuelles Thema wie, was hat man auch für eine persönliche Schmerzgrenze. Also die einzige Einschränkung, die ich hatte, die aber dann wieder durch einen anderen Vorteil aufgehoben wurde, das hatte ich tatsächlich in meinem schriftlichen Testbericht vergessen und habe es auch jetzt vergessen zu erwähnen. Eine Sache ist, dass ich es zum Beispiel sehr angenehm fand, dass ich benutzte Monatshygieneartikel, also Tampons und Binden einfach da mit reinwerfen konnte.
Weil das kannst du ja in der Chemietoilette nicht in der Kassettentoilette, die verstopft dir dadurch dann muss es halt immer getrennt entsorgt werden das fand ich einen super Vorteil, ein Nachteil war für mich, dass ich ja immer sehr gerne nach dem Toilettengang mich auf muslimische Art mit Wasser reinige untenrum und das geht natürlich dann nicht weil sonst hast du ruckzuck den Beutel voll.
Das ist bei der Chemietoilette auch ungünstig, weil auch da wird natürlich dann der Tank viel schneller voll, wenn du jedes Mal noch einen halben Liter Wasser irgendwie über deine Genitalien laufen lässt, damit die schon sauber werden. Aber da ist es halt wurscht, weil da kippe ich es einfach weg und so habe ich halt einen höheren Beutelverbrauch. Also das sind nochmal so Sachen, an denen ich gerade ein bisschen rumdenke, wobei, wenn ich realistisch betrachtet mit einem Campingbus unterwegs bin, dann ist es auch okay, wenn ich nicht nach jedem Toilettengang einmal mit Wasser drüber wische.
Jetzt habe ich wieder aus dem Nähkästchen geplaudert über meine Intimhygiene. Aber das sind ja die spannenden Themen, die man eben nicht auf dem Schirm hat, wenn man sich sowas anguckt. Und das ist ja jetzt, also Monatshygiene ist ja jetzt auch bei dir kein Thema zum Beispiel. Weniger, ja. Aber eben für die Hälfte der Bevölkerung schon. Nicht ganz, aber das ist auf jeden Fall ein Thema. Und das hat man dann eben nicht auf dem Schirm, wenn man es nicht gesagt bekommt oder es dann eben selber feststellt. Also das sind nochmal so zwei Punkte, wo ich innerlich auch noch so ein bisschen mit mir debattiere. Was mir jetzt noch einfällt, auf der letzten Messe haben wir gesehen, dass sie auch so einen Trenneinsatz jetzt anbieten. Den hast du nicht dabei gehabt, oder? Nein, der war leider bei mir nicht dabei. Ich meine aber, den gibt es jetzt mittlerweile auch für die X1. Das ist so ein Einsatz, der die Verschweißtoilette dann im Grunde ein bisschen zu einer Trenntoilette macht. Das heißt, ich sammle dann auch da den Urin getrennt und kann den dann auch ganz normal über halt jede Toilette entsorgen. Und, Und verschweiße dann quasi nur noch das große Geschäft, was vielleicht auch eine sehr gute Kompromisslösung sein könnte für Leute, die sagen, naja, für jedes Pipi muss ich jetzt nicht einen Beutel haben, aber die großen Geschäfte, die mag ich mir jetzt nicht unbedingt jedes Mal angucken, wenn ich den Deckel aufmache.
Also das fand ich auch nochmal einen ganz spannenden Ansatz und da würde ich auch gerne nochmal, wenn es bei uns jetzt wirklich konkreter anstehen sollte, da vielleicht mich nochmal kümmern, ob wir den haben können dafür. Okay.
Hast du noch was vergessen, was du noch sagen wollen würdest? Aber eigentlich, also im Moment fällt mir es nicht ein, nur, dass mir dann nach diesem langen Test der Umstieg wieder für die Messe auf die Chemietoilette doch ein bisschen schwer gefallen ist. Auch geruchstechnisch, muss ich ehrlich sagen. Trotz guter Toilettenzusätze, die wir ja haben. Ja, ja gut, letzten Endes ist immer irgendwie ein Geruch da. Dann bei den... Ja, und man gewöhnt sich halt an gewissen Komfort sehr schnell. Ja, genauso wie man sich an die Gerüche gewöhnt und die dann irgendwann einfach halt dazugehören. Das ist auch schon festgestellt, das war wirklich am Anfang, haben auch Bekannte die erste Trenntoilette eingebaut und die waren völlig begeistert und die riecht nicht und ich war halt im Badezimmer und es hat halt gerochen. Ja, ich weiß. Das ist halt aber einfach eine Gewöhnung. Also genauso wenn ich auch aus dem Nähkästchen plaudern wie wir am Anfang, konnte ich es mir nicht vorstellen, Toilettenpapier extra zu sammeln. Aber es hat eben für die Autarkie mit so einer Kassettentoilette eben nochmal drei, vier Tage gebraucht. Als man dann einmal sich überwunden hat und das gemacht hat, war das überhaupt kein Thema mehr. Und so gewöhnen wir uns auch an ganz viele Dinge.
Also ich habe jetzt tatsächlich gerade eine Situation, mit der ich ein bisschen struggle, weil wir fahren ja jetzt dann los Richtung Katalonien und so wie es aussieht, wird mich eine Freundin besuchen kommen, wenn der Halil dann in Mexiko ist und die wird auch mit mir im Wohnwagen leben. Und das ist eine sehr enge Freundin. Ich kenne die jetzt mittlerweile seit 20, 25 Jahren. Und wir haben wenig Geheimnisse voreinander.
Aber geruchstechnisch habe ich schon Geheimnisse vor ihr. Und da weiß ich wirklich noch nicht, ob ich das irgendwie angenehm finden werde, mir eine Kassettentoilette mit ihr zu teilen. Weil es ist halt dann nicht der Partner oder das Kind, sondern es ist halt trotzdem ein Mensch, mit dem man jetzt nicht jeden Tag einen relativ engen physischen Kontakt hat. Und die kommt auch aus einer anderen Kultur. Und zwar aus einer Kultur, wo alles Körperliche noch sehr tabuisiert ist. Die würde zum Beispiel auch nie auf die Idee kommen, sich in einer Sauna auszuziehen komplett oder so. Und da fällt es mir dann noch schwerer, wenn jemand dann selber noch mit so ein bisschen Mauern behaftet ist bei so einem Thema, dass ich dann da reinorgel in die Toilette, während sie daneben sitzt. Und da weiß ich noch nicht. Da habe ich wirklich noch mal kurzfristig überlegt, ob wir nicht doch noch auf die schnelle Diglesana uns an Bord holen, dass wir zumindest zwei getrennte Toiletten hätten. Aber es wäre halt jetzt auch übertrieben für eine Woche, da jetzt so einen Schnellschuss zu machen. Sonst eine Bluetooth-Box auf jeden Fall mitnehmen. Ja, aber die macht ja die Gerüche nicht weg. Nein.
Klassische WC-Spray. Ja, und ich kann mir halt aber gar nicht mehr vorstellen, auch für das große Geschäft in öffentliche Sanitäranlagen zu gehen. Okay, wir werden also lernen, wie das funktioniert. Oder du wirst noch nicht darüber reden. Wir werden sehen. Ach, natürlich werde ich darüber reden. Das ist mir völlig egal. Ich erzähle ja auch nicht, wer das ist. Also ich werde nicht ihre Privatsphäre verletzen. Aber für mich ist mir das egal. Es gehört dazu. Aber das ist so, wo ich gerade ein bisschen struggle, wo ich mir jetzt sehr, sehr diese Toilette wünschen würde, weil damit wäre es halt gar kein Thema einfach. Ja, am Ende des Tages werdet ihr halt keine Wahl haben, als es quasi auf irgendeine Art und Weise zu lösen, weil es ist nichts, was man lange verschieben kann. Und dann, wenn es einmal soweit ist, wird es, glaube ich, auch sehr schnell sich normalisieren. Ja, ich werde es einfach ansprechen, wenn sie kommt. Also sagen, du, wie machen wir das jetzt? Jetzt gehen wir beide in die Sannis kacken oder machen wir einfach hier und es ist egal. Ja, ist doch ein wichtiges Camper-Thema, Toilette. Ich habe auf jeden Fall schon mal viel Sanitärzusatz bestellt. Und zwar den von Aviva, falls das jemanden interessiert. Da habe ich mir direkt die zweieinhalb Liter geholt jetzt dieses Mal. Die kommen heute, jetzt gleich um 11.30 Uhr. Ja, hast du noch Fragen? Nein, ich denke, ich habe genügend und mehr als ich wollte gehört heute.
Das weißt du doch, dass es immer so ist bei mir, dass ich immer ein bisschen overshare bei solchen Themen. Ihr Lieben da draußen, habt ihr Fragen? Dann schickt uns die gerne an podcast-at-camper-style.de oder per WhatsApp. Ich werde die sehr gerne beantworten. Schickt uns auch gerne eure Gedanken dazu, zu diesem ganzen Thema. Was benutzt ihr für Toiletten? Kommt sowas für euch in Frage? Was ich jetzt heute euch berichtet habe oder was Sebastian jetzt ja auch testet mit dem Verschweißen oder seid ihr Verfechter von einer anderen Toilettenlösung. Also ihr wisst ja, dass uns das Thema immer sehr beschäftigt. Dann schreibt uns gerne dazu. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschüss.