Hallo und herzlich willkommen zu CamperStyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian und heute sprechen wir über KI und Camping. Wir hatten es ja eigentlich vor in der letzten Kaffeepause oder in der vorletzten, ich weiß es gar nicht mehr genau, hatten wir ja vor, dass wir da schon mal euch so einen Überblick geben, was wir jetzt in der letzten Zeit alles mit KI gemacht haben, was wir für Versuche gemacht haben, was gut verlaufen ist, was nicht so gut verlaufen ist. Und da wollten wir euch einfach ein bisschen teilhaben lassen. Und es könnte sogar sein, dass es zwei Folgen werden, weil ich habe schon gesehen, Sebastian hat auch sehr viel Grundlagenwissen vorbereitet, während ich dann eher so ein bisschen aus der Praxis erzählen werde. Ja, also die Menschen, die sich schon intensiv mit KI beziehungsweise Sprachmodellen, ChatGPT, Claude, Grog, Mistral, Perplexity, Manus und wie sie alle heißen, beschäftigen sehr intensiv und viel beschäftigen, die werden vielleicht jetzt gerade am Anfang ein bisschen gelangweilt sein. Das müsst ihr dann eventuell skippen. Für alle, die sich noch gar nicht mit der Technologie beschäftigt haben oder vielleicht auch noch nicht im Camping-Kontext oder nur mal reingeguckt haben, für die gibt es, glaube ich, eine ganze Menge spannender Sachen. Ich habe mich auch dazu entschieden, dass wir in die Episode Grundlagen reinnehmen, weil ich glaube, dass es wichtig ist, um ein Verständnis für die Technologie zu entwickeln, wie sie einen nutzen kann und wo auch Risiken bestehen. Die gibt es definitiv.
Und das ist vielleicht ein bisschen theoretisch und vielleicht auch ein bisschen langweilig. Wir versuchen da schnell durchzugehen, aber ich habe für mich gelernt, dass wenn Menschen das wissen, dann können sie die Technologie viel besser und zielgerichteter einsetzen. Und es soll schon ein Camping-Fokus hier sein. So ist auch die Idee entstanden, weil wir einfach für unsere beiden Trips, die wir demnächst machen, sehr stark mit KI gearbeitet haben in der Recherche. Das mag jetzt für den einen oder anderen doof sein, weil er sagt, ja, aber die Planung ist so das Coole.
Dann nutzt an der Stelle keine KI, wenn das für euch das Wichtige ist. Für mich ist der Planungsprozess aber mega nervig gewesen. Und deswegen kürzen wir den ab. Aber es soll hier nicht darum gehen, dass ihr eine Technologie nutzen müsst. Wir wollen euch zeigen, was man damit machen kann und was vielleicht auch nicht. Und ihr entscheidet einfach, ob ihr das gut findet und nutzt oder nicht. Und es ist alles fein. Ich möchte auch noch mal vorweg schicken, dass das für mich jetzt auch so ein bisschen einfach ein Experiment war. Ich weiß überhaupt noch nicht, ob ich mich überhaupt an die Route halten werde, die ich ausgearbeitet habe per KI. Ja. Aber was ich schon mal vorweg schicken kann, dass richtig coole Campingplatzempfehlungen auch dabei waren von Plätzen, die ich teilweise schon kenne aus früheren Reisen. Und ich werde jetzt zum Beispiel morgen, also am Tag nach der Aufzeichnung dieser Folge, auch mit einem Campingverband aus der Region sprechen und mal mit denen drauf gucken, ob die Route überhaupt so realistisch ist und was die vielleicht auch sonst noch empfehlen würden. Also ich würde auch immer da bei so einer Planung eben Raum lassen für spontane Gedanken, für spontane Empfehlungen, aber ich fand es einfach spannend, mich da mal mit auseinanderzusetzen. Also guter Punkt, auf den wir viel, viel, viel, viel später dann zu sprechen kommen, was du gerade gesagt hast.
Aber lass da erstmal wirklich so mit den Basics anfangen. JetGPT hat ja wahrscheinlich fast jeder, der uns zuhört, schon mal gehört. Claude von Antropic vielleicht nicht ganz so viel oder Grog von X. Oder Mistral oder Perplexity und wie sie alle heißen. Es gibt unheimlich viele Modelle und Anbieter da draußen. Und ich will erstmal überhaupt sagen, was meinen wir eigentlich, wenn wir über KI aktuell sprechen. Also KI ist ja Künstliche Intelligenz oder auf Englisch AI, Artificial Intelligence. Dankeschön.
Jetzt noch auf Französisch. Ich habe keine Ahnung. Intelligenz, ich weiß es nicht. Das brauchen wir nicht vertiefen. Das würde dich beärgern. Und am Ende des Tages sind das die Dinge, über die wir gerade mit KI sprechen, sind eben Sprachmodelle, beziehungsweise auch Video- und Bildmodelle. Und es ist vor allen Dingen generative KI. Also das bedeutet, das sind Tools und Werkzeuge, die etwas generieren. Und zwar zumeist sind das erstmal Sprachmodelle. Das heißt, das sind quasi Maschinen, die wurden aus Milliarden von Texten trainiert, die im Netz zusammengesucht wurden und die haben damit quasi trainiert bekommen, wie Sprache funktioniert. Also das heißt, die haben überhaupt kein Verständnis, wie wir Menschen das haben, von den Dingen, die sie da so in ihrem Wissen haben, sondern die wissen einfach, welches Wort als nächstes am wahrscheinlichsten kommt. Also das heißt, wenn ich eine Frage stelle.
Wo kann ich in Montenegro campen? Dann hat dieses Sprachmodell einfach so viele Worte drin, dass es weiß, was wahrscheinlich die Wortreihenfolge für meine Frage, die richtig ist, um eine Antwort zu geben. Und nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und das klingt jetzt erstmal relativ profan, aber durch diese schiere Masse an Texten und dass das eben auch nicht auf irgendwelchen Füllertexten, also die keinen Sinn haben, trainiert wurde, sondern eben wirklich auf echten Texten aus dem Netz.
Sind diese Modelle für uns sehr, sehr hilfreich. Also im Prinzip ist das wie ein super belesener Gesprächspartner, der kann zu allem was Sinnvolles sagen, teilweise erzählt er aber auch völligen Quatsch, ist dabei aber so überzeugend dass man ihm es glaubt, Und das ist ein bisschen das, was KI macht. Also das heißt, wir sprechen dann von Halluzinationen. Das heißt, die erfindet auch Dinge oder erzählt auch manchmal Blödsinn, weil natürlich in den Daten aus dem Netz auch Dinge drinstehen, die Quatsch sind. Sei es jetzt, dass Menschen andere Sachen glauben, also dass die Erde flach ist, dass Reptiloiden uns beherrschen oder auch Sarkasmus, wo zum Beispiel Leute bei Reddit schreiben, eine Pizza, die Salami, die klebst du am besten mit Tapetengleiste fest, damit die besser hält, wenn du die Pizza trägst. Und die Maschine weiß nicht, dass das Sarkasmus ist und meint dann, das ist eben eine gute Antwort sozusagen auf die Frage, wie man Salami auf Pizza befestigen kann. Und das ist ja im Grunde auch die Gefahr, wenn sich Medien, Content Creators, die hohe Qualität produzieren, aus dem Internet oder aus der Content-Produktion zurückziehen, wie das ja leider in der Blogsphäre im Moment so ein bisschen passiert, weil die Leute einfach gefrustet sind, weil die KI eben so viele Besucherzahlen gekostet hat, weil die einfach das nicht mehr leisten können.
Dann wird halt irgendwann auch die KI sich quasi inzestuös um sich selbst drehen und dann ist eben die Gefahr, dass halt je weniger Input von außen kommt, von echtem Wissen, dann eben umso mehr Quatsch erzeugt wird. Das ist tatsächlich eine Gefahr.
Da könnten wir alleine nochmal Podcast-Folgen zu füllen. Darum soll es jetzt hier nicht gehen. Das ist aber tatsächlich so ein Thema, was natürlich auch uns Content-Creator beschäftigt, wo unser Platz in Zukunft sein wird. Weil klar, auch wir können Artikel mit KI erstellen. Die enthalten dann das gleiche Wissen, was auch alle anderen Creator quasi haben, wenn sie ihre Artikel mit KI erstellen. Was uns halt ausmacht, ist, dass wir über Dinge schreiben, mit denen wir eben Erfahrung haben. Also sprich, wir sind jetzt mal an der Reise nach Katalonien, nach Montenegro.
Wir testen da Sachen aus. Und das kann eine KI eben derzeit nicht realisieren. Aber viele Dinge eben schon. Also, und wenn wir jetzt so ein bisschen den Gegenspieler zur KI angucken, dann wäre das zum Beispiel Google als Suchmaschine, die quasi das Wissen des Webs zugänglich macht, einsortiert und eben entsprechend dem Algorithmus auch rausgibt. Auch das, auch diese Maschine ist nicht unfehlbar. Sie liefert eben durchaus Ergebnisse, die vielleicht nicht die besten sind, nicht richtig sind, die manipuliert sind. Aber das ist so ein bisschen der Gegenspieler.
Und wer jetzt eins und eins zusammenzählt, der wird darauf kommen, dass man natürlich ja schlauerweise beides kombinieren kann, um Dinge besser zu machen. Da kommen wir später nochmal dazu. Also das heißt, wenn wir jetzt wissen, so ein Sprachmodell, ChatGBT zum Beispiel oder Claude von Entropic, sind quasi nichts anderes als statistische Modelle, die einfach wissen, wenn ich fünf Worte aneinanderreihe und da reingieße, dann weiß diese Maschine, welche Worte es aneinanderreihen muss, um mir eine Antwort zu geben. Und das ist erstaunlich gut und versetzt auch uns, die wir täglich damit arbeiten, immer mal wieder an verschiedenen Ecken an Erstaunen. Das Ganze funktioniert auch mit Bildern, mit Video, mit Audio. Also das heißt, ich kann mir Bilder generieren lassen, die mittlerweile sehr, sehr gut aussehen. Ich kann mir Videos generieren lassen. Die sozialen Netzwerke sind aktuell voller KI-generierter Videos. Ich kann Musik generieren lassen, ganze Lieder und vieles andere mehr. Da gibt es alles verschiedene Modelle. Die sind dann eben nicht auf Sprache, sondern eben auf Bildern oder auf Video oder eben auf Musik trainiert. Aber das alles ist schon in einer erstaunlich guten Qualität möglich. Und wenn ich mir dann die Kommentare zum Beispiel unter den KI-Videos bei Insta angucke, dann sehe ich auch, dass die Hälfte der Leute gar nicht checkt, was sie da sehen.
Und teilweise sind die Grenzen zu, was KI generiert ist und echt ist, dass man es erkennen kann, auch schwierig. Für uns meistens gut erkennbar. Manchmal muss ich zweimal hingucken. Für Menschen, die sich nicht viel damit beschäftigen, ist es häufig sehr, sehr schwer auseinanderzuhalten. Das ist auch natürlich ein gewisses Risiko, weil ich Fakes und irgendwelche Propaganda natürlich viel einfacher gestalten kann. Aber auch darum soll es halt nicht gehen. Wir wollen ins Camping gucken. Was kann so eine KI denn jetzt oder so ein Sprachmodell denn jetzt für uns leisten, wenn wir im Camping-Kontext gucken? Also was es gut kann, ist zum Beispiel Texte zusammenfassen, umstreiken und übersetzen. Ich habe nachher auch Beispiele, wie wir das im Camping nutzen können. Wir können Ideen brainstormen, strukturieren. Wir können komplizierte Sachen einfach erklären lassen. Da denke ich zum Beispiel an komplizierte Regelungen für eine Umweltplakette in einem Land, dessen Sprache ich nicht spreche. Und wir können mit der Kay eben auf Fragen eingehen, wir können nachfragen, sie kann nachfragen, wir können Dialoge führen.
Was können Modelle nicht? Aktuelle Infos garantieren, also das heißt zuverlässig bestimmte Öffnungszeiten, Preise, Verfügbarkeiten recherchieren, in Einschränkung, wenn diese Modelle eine angebundene Websuche haben, also dass sie zum Beispiel selber googeln, bingen oder was auch immer können, das Netz durchsuchen können bzw. Bestehende Suchmaschinen nutzen können, dann können sie die Infos finden, aber auch da können natürlich Fehler passieren. Da denke ich jetzt gerade auch so ein bisschen an so Themen wie Maut, die sich regelmäßig ändern, wie zum Beispiel jetzt eben aktuell auch wieder, gab es für 2026 wieder Preisänderungen, es gab Regeländerungen und das ist mir noch so präsent, weil da sitze ich nämlich gerade gemeinsam mit unserer Kollegin an der Recherche für die ganzen Länder und da haben wir auch gedacht, vielleicht könnten wir da ein bisschen die KI einspannen, die uns helfen soll, die ganzen Neuerungen. Zu identifizieren und das hat zum Beispiel Claude und ChatGPT gar nicht hinbekommen. Also wenn ihr da Informationen sucht, dann greift besser auf zuverlässige Quellen zurück wie ADAC oder auch dann natürlich bald bei uns, wenn wir mit der Recherche durch sind.
Und was aber gut funktioniert ist, wenn ich die Daten und Quellen habe, dann die KI zu nutzen und das Ganze zusammenzufassen. Das ist wieder was, was funktionieren kann. Ja. Was eine KI noch nicht gut kann, ist rechnen und exakte Fakten quasi wissen. Das heißt, die halluzinieren Dinge. Also die KI oder so Sprachmodelle sind immer bestrebt, euch eine Antwort zu geben. Die werden euch auch immer eine Antwort geben. Die werden ohne speziellen Prompt auch nicht sagen, ich weiß das nicht. Die, ich nenne es immer so schön, professionelles Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit und das können die wirklich gut und ihr merkt das nicht, wenn ihr euch in dem Bereich nicht auskennt und das ist eine der großen Gefahren. Und das klingt auch alles überzeugend und logisch. Die erfinden komplette Studien, die dir irgendwie beweisen, dass Seifeessen eben gesundheitsförderlich ist und das klingt auch alles logisch, bis man wirklich halt ins Detail geht, überprüft und dann merkt, dass es alles erfunden ist. Da könnt ihr gerne mal, Entschuldigung, wenn ich dich unterbreche, das ist eine ganz gute Übung, um sich mit dem Thema mal so ein bisschen anzunähern, wenn ihr mal möchtet und ein bisschen Lust und Zeit habt, könnt ihr das gerne austesten, indem ihr einfach mal schreibt, wer ist und dann euren Namen eingebt. Das habe ich nämlich mal gemacht, da kamen auch ganz abgefahrene Sachen raus, obwohl es von mir ja so viel im Internet auch gibt seit über 25 Jahren.
Ja, da würde ich jetzt sofort sagen, ja, dein Prompt ist auch schlecht. Da kommen wir später dazu, warum das noch ein Thema ist. Also es muss nicht immer ein perfekter Test sein, aber wichtig ist zu wissen, es kann alles erfunden sein. Oder es ist veraltet, weil ja dieses Training dieser Maschinen dauert sehr lang, ist sehr teuer. Und das passiert nicht auf aktuellen Daten, sondern da gibt es irgendeinen Trainingsstopp, also oft vor einem halben Jahr oder vor einem Jahr. Das heißt, auch die Daten und Fakten, die da in dem System drin sind, also da sind ja schon aus dem Netz Informationen drin, die eben richtig oder falsch sein können, aber die sind auch teilweise eben alt. Also das heißt, die sind ganz aktuell nicht drin. Das ist auch ein Thema. Und es fehlt persönliche Erfahrung. Eine KI war nie auf dem Campingplatz. Die hat sicherlich Trainingsdaten von Menschen, die mal einen Campingplatz besucht haben und darüber geschrieben haben, aber sie war nicht selber da. Und auch Dinge, die in Echtzeit recherchiert werden müssen, kann erstmal so ein Sprachmodell per se nicht. Man kann das aber natürlich erweitern, dass es das kann. Also ich kann jetzt zum Beispiel nicht fragen, wie ist gerade das Wetter in Barcelona oder wie ist die Auslastung des Campingplatzes XY? Und du wirst aber vermutlich häufig eine Antwort bekommen. Genau.
Seltener eine Antwort wie, das weiß ich nicht. Und gerne auch mal, also beim Wetter eher als vielleicht bei der Buchung, wirst du eine Antwort bekommen, wie das Wetter gerade vermutlich ist. Je nach Sprachmodell und Variante auch unterschiedlich gut oder auch unterschiedlich ehrlich. Aber das ist auf jeden Fall ein großes Risiko, was eben auch sehr stark schwanken kann. Ja. Also das heißt, was sollte euch bewusst sein, wenn ihr Sprachmodelle benutzt? Die KI halluziniert, wir nennen das Halluzination, die erfindet einfach Dinge. Die KI erfindet einfach ohne rot zu werden Campingplätze, die es nicht gibt, mit Preisen, mit Adressen, mit Ausstattung. Ja, manchmal sogar mit Links, die ins Nirgendwo führen. Ja, die Sprachmodelle haben veraltete Daten drin. Alles, was ihr dort eingebt, landet beim Anbieter des Sprachmodells. Also wenn ich in ChatGPT was eingebe, dann landen die Daten erstmal bei OpenAI. Wenn ihr einen bezahlten Tarif habt, dann sagen die im Normalfall, ja, wir nutzen diese Daten nicht fürs Training.
Ob wir dem glauben, müssen wir selber entscheiden. Was ich auf keinen Fall machen würde oder mir immer gut überlegen würde, ob der Preis gerechtfertigt ist, sind private Daten dort einzugeben. Was ich niemals machen würde, sind irgendwelche Passwörter einzugeben, Buchungsdaten, Tickets hochladen und ähnliches. Das würde ich strikt vermeiden. Meine persönlichen Daten, mein Name, mein Alter, bestimmte Sachen, muss ich selber entscheiden, ob ich das dem Anbieter mitgeben möchte, ob das im Zweifel in den Trainingsdaten landet oder nicht. Der Preis kann manchmal erst wert sein, es kann manchmal völlig okay sein, dass ich das tue, aber das sollte ich mir wirklich ganz genau überlegen, ob ich das tue. Also, das heißt, wenn ihr eine Antwort von der KI bekommt, dann würde ich das immer so wie einen Tipp von einem Kumpel behandeln, der sich gut auskennt, aber eben auch öfter mal falsch liegt, man sollte es nochmal gegenchecken. Und da sagen jetzt einige von euch vielleicht, naja, aber dann kann ich es ja auch gleich selber machen. Das ist an manchen Stellen gar nicht so falsch.
Diese Sprachmodelle können euch halt einfach Zeit sparen, wenn ihr viel macht und wenn ihr lernt zu prompten. Also das heißt, ich kann diesem Sprachmodell ja, das nennt sich prompt, eine Frage stellen und eine Aufgabe geben. Und je besser mein Prompt ist, desto besser werden auch die Antworten werden. Und desto näher komme ich auch an ein echtes Ergebnis, beziehungsweise auch an eine ehrliche Aussage. Da haben wir dann auch später noch Beispiele für euch, damit ihr euch das so ein bisschen besser vorstellen könnt und vielleicht auch so eigene Anhaltspunkte dann daraus ableiten könnt. Genau. Und diese Sprachmodelle haben sich natürlich im Laufe der letzten zweiten Jahre massiv weiterentwickelt und wurden auch mit ganz vielen Toolen angereichert, die eben diese Mankos, die ich gerade angesprochen habe, ein ganzes Stück weit aufheben und verbessern. Also ein Thema, was ich schon gesagt habe, ist das Thema Websuche oder auch Grounding. Das bedeutet, die meisten KI-Tools, also Claw, ChatGPT, Grog.
Recherchieren oder können im Internet recherchieren, können eine Websuche durchführen und können quasi ihre Antworten mit quasi recherchierten Daten unterfüttern und können auch echte aktuelle Quellen finden. Sie tendieren trotzdem ab und zu dazu, welche zu erfinden. Ein Trick hier an der Stelle ist zu sagen, bitte recherchiere intensiv im Netz dazu oder bitte denke intensiv darüber nach und dann auch nochmal Kontrollfragen zu stellen, wenn man Antworten bekommen hat. Hast du dir das jetzt ausgedacht? Hast du das wirklich recherchiert? Gib mir Quellen, wenn ich keine Quellen schon angegeben bekomme. Das mit den Quellen ist auch so ein Thema, was ich sehr häufig nutze. Aber was mir immer noch nicht so ganz klar ist, woran erkenne ich denn, ob die KI gerade oder das Sprachmodell gerade im Internet tatsächlich was sucht oder ob es aus den Erinnerungen oder aus dem Gedächtnis zitiert? Man sieht meistens, was die KI tut. Das versteckt sie, aber man kann das oft ausklappen, das, was sie gerade tut. Und wenn man das sich ausklappt, sieht man zumeist, was der Prozess war, um sozusagen zur Antwort zu bekommen. und im Zweifel kann ich natürlich auch einfach mal rückfragen, hast du das jetzt recherchiert oder hast du das aus deinem Speicher genommen sozusagen? Und dann bekomme ich recht schnell eine Antwort. Und alles, was nicht recherchiert ist, dem würde ich erstmal absolut misstrauen. So, und.
Das heißt, alle aktuellen Sachen, die könnt ihr versuchen, recherchieren zu lassen über die Websuche. Die würde ich aber niemals quasi aus den Trainingsdaten benutzen. Aber viele, also KI ist natürlich auch, oder die Nutzung von diesen Sprachmodellen, von KI-Modellen ist sehr teuer, weil sie braucht sehr viel Rechenkapazität, sie braucht Strom, dies, das, jenes. Deswegen sind die Modelle natürlich auch auf Effizienz getrimmt. Die sollen möglichst wenig verbrauchen, so wie unser Gehirn auch. Beim Autofahren müssen wir nicht nachdenken, weil diese Dinge unterbewusst stattfinden. Und so ist KI auch. Das heißt, weil immer möglich, vermeidet sie natürlich riesige Nachdenkvorgänge. Das heißt, es gibt dann auch spezielle Modelle, die muss ich oft bezahlen, die dann intensiver nachdenken können, die das auch tun und die dann halt auch entsprechend teurer sind oder überhaupt nur gegen Bezahlung funktionieren und auch die Anbindung an Suchen sind natürlich sehr unterschiedlich. Und da fange ich noch nicht mal davon an zu erzählen, dass zum Beispiel eine KI wie Grog nicht mehr zum Beispiel Wikipedia benutzt, sondern Elon Musk der Meinung ist, ja, dieser linkswurke Scheiß, der da drin steht, das mache ich besser und hat seine eigene Grogipedia gestattet, wo er dann quasi die Geschichten selber mit seinem Team nach seinem Gutdünken entsprechend umschreibt. Also auch diese Gefahr habe ich natürlich.
Aber wie gesagt, ihr seht es bei den Tools, wenn da steht Suche im Web und auch wenn Quellen angegeben werden, das sind so meist kleine Links mit einer Zahl oder mit einer URL, dann ist das im Normalfall eben eine Websuche, die passiert ist und dann kann ich mir die Quellen noch angucken.
Ja, wie gesagt, die Steigerung davon ist halt so die Deep Research Modelle. Die gibt es bei Claude, die gibt es bei ChatGPT, die gibt es bei Gemini. Achso, Gemini habe ich die meiste Zeit vergessen. Das ist ja das Modell von Google, das ja in immer mehr Google Diensten auch Einzug hält. Ihr kennt es sicherlich auch mittlerweile aus der Google-Suche, wenn ich da was eingebe, dass es oben so eine Zusammenfassung gibt, dass es halt KI-basiert. Auch da passieren Fehler. Auch da steht manchmal wirklich absoluter Bullshit, den Google da fabriziert. Nicht immer, aber immer wieder.
Und so Deep-Research-Sachen, also zum Beispiel Gemini hat einen Ultramodus, der auch, ich glaube, 100, 200 Euro im Monat kostet, da ist der dann teilweise mal eine halbe Stunde mit Recherche beschäftigt. Also da geht das Modell schon richtig tief in Recherche und auch ins Nachdenken und die Antworten, die daraus kommen, die sind dann schon nahe dem, was ein Mensch in einer sehr intensiven Recherche quasi rausfindet. Aber nichtsdestotrotz kann die KI zum Beispiel nicht mit Sarkasmus oder Ironie umgehen. Das heißt, diese Dinge können immer noch als Antworten ausgegeben werden, als richtige, obwohl es sarkastisch und ironisch gemeint war. Und die geben dann eben auch ausführliche Quellen mit an, sodass ich eben das auch nachvollziehen kann.
Was ich ganz cool finde bei Claude zum Beispiel, der braucht ja manchmal auch sehr lange, um Dinge umzusetzen, aber er lässt sich daran teilhaben, was er gerade tut. Also du bekommst da quasi wie so ein Live-Protokoll, dann sagt er, ja, ich gucke mir jetzt gerade deine Podcasts an, deine Transkripte und dann vergleiche ich als nächstes die Campingplatzdaten. Also dass man immer so ein bisschen weiß, wenn man Bock hat, sich davor hinzusetzen und zu warten, immer so ein bisschen weiß, was ist denn gerade der aktuelle Stand und daraus kann man ja auch wieder so ein bisschen ableiten oder für sich erkennen, wie so ein Modell arbeitet. Das finde ich immer ganz spannend eigentlich, wenn ich Geduld habe in dem Moment. Ansonsten gehe ich einfach in die Küche und hole mir was zu trinken oder zu essen.
Was schon ganz konkreter, guter Nutzen ist, ist zum Beispiel Bilderkennung und Fotoverständnis. Also Fotoverständnis ist falsch, die KI versteht es ja nicht, aber sie kann uns quasi durch die Trainings helfen, was auf dem Bild ist. Also was ich immer mal wieder mache, ist, also ich habe Claude, also ich nutze primär fürs Arbeiten mittlerweile Claude und Gemini, weniger Chat-GPT und habe die Claude-App auf meinem Handy und letztens hat meine Frau einen Teil hier in der Wohnung gefunden und mich gefragt, was ist das? Ich wusste es auch nicht. Also habe ich ein Foto gemacht, habe es der Claude-App gegeben, hat gesagt, was ist das? Und dann erkennt die zuverlässig oder hat da sehr zuverlässig erkannt, dass es irgendein Ersatzteil vom Kühlschrank war. Man konnte das sogar in der Websuche dann suchen, um es nachzubestellen. Ich mache das mit Pflanzen, mit Tieren unterwegs, die ich sehe. Da sollte man aber darauf aufpassen. Ja, man kann Pilze, Pflanzen bestimmen lassen, ob sie essbar sind. Das kann aber herbeihalluziniert sein. Also ich würde mich nicht darauf verlassen. Im Zweifel esse ich eben den Knollenblätterpilz, der als gutartiger oder gut essbarer Wiesnchampignon erkannt wurde. Da muss man aufpassen.
Eine Speisekarte. Ihr seid in Italien im Restaurant, sprecht kein Italienisch. Dann einfach ein Foto der Speisekarte zu Claude rein. Die sagt euch, was es ist. Erklärt euch auch gerne die Gerichte. Also das ist halt super. Generell auch Übersetzungen. Wenn ich jetzt zum Beispiel einen Campingplatz im Ausland anschreiben möchte, um zu fragen, ob da noch Parzellen frei sind für meinen Reisezeitraum oder ähnliches, dann kann ich natürlich auch die KI dafür nutzen. Ja, ist keine Fotoerkennung, so Sachen haben wir später, aber ja, auf jeden Fall einen Punkt. Ihr könnt vom Wohnwagentypen Schild ein Bild machen und die KI erklärt euch, was ihr da seht, was da draufsteht. Ihr könnt, ein Kollege hat letztens ein Bild oder hat ein Sprachmodell einen Link zu Mobile gegeben, der hat so ein Winterauto gesucht für 200-300 Euro und hat die Anzeige in einem Sprachmodell gegeben. Das hat die Bilder und den Text analysiert und hat dann gesagt, also hat wirklich auch die Bilder sich angeschaut, hat auf Bildern zum Beispiel gesehen, dass die Luftansaugung mit Gaffer-Tape geflickt war und hat darauf hingewiesen, hat eben bestimmten Unfallschaden erkannt und darauf hingewiesen. Alles, was im Text nicht drin stand. Also so eine Sachen kann ich halt mit den Bilderkennungen machen lassen. Und war das dann auch zutreffend? Ja, das war das, was letztendlich die Probleme an dem Fahrzeug waren. Und dann kann man halt selber einschätzen, kann ich das selber noch reparieren oder nicht.
Also alleine die Macht, was ich mit Fotos machen kann, ist gigantisch. Ich kann auch das ganze Video machen. Ich kann also da wirklich die Videofunktion anmachen in der App und kann ihm Dinge zeigen oder der KI Dinge zeigen. Und sie sagt mir etwas dazu. Ich habe zum Beispiel letztens meinen Computer-BIOS upgedatet und musste dann alle Einstellungen neu machen und dann habe ich wirklich von jeder BIOS-Einstellung, weil ich halt einen relativ hochgerüsteten Gaming-PC habe, habe ich jede BIOS-Einstellung, mit Claude bin ich durchgegangen und habe mir sagen lassen, was sinnvolle Einstellungen sind, weil das alles so komplex ist, dass man das nur mit viel Recherche versteht. Und hab natürlich überall so halbwegs, so halbes Expertenwissen, wie man so schön sagt. Und weiß schon, wenn er mir Mist erzählt und kann das quasi deuten und kann das verstehen. Also vielleicht an der Stelle... So eine KI ist so ein bisschen wie so ein bionischer Anzug, also die verstärkt eure Kräfte noch, aber wenn ihr halt null Kraft an einem bestimmten Bereich habt, dann verstärkt sie im Zweifel auch nicht so richtig. Also wenn ihr gefährliches Halbwissen an vielen Stellen habt, ja, also ihr euch so ein bisschen auskennt in bestimmten Bereichen, dann kann die KI wirklich sehr, sehr hilfreich sein. Wenn ihr aber keine Ahnung habt, ist halt die Gefahr, dass ihr eben Halluzination zum Opfer werdet, viel, viel größer. Also das ist auch was, was ich euch mitgeben kann.
Ja, das Gleiche, was ich mit Fotos machen kann, kann ich mit Dokumenten machen. Ich kann PDFs, Dokumente an die KI schicken, eine Bedingungsanleitung von Wohnwagen zum Beispiel und kann halt fragen, ja, wie stelle ich denn die Heizung auf Winterbetrieb um? Oder ein Mietvertrag fürs Wohnmobil und kann sagen, bitte fass mir alles zusammen oder die allgemeinen Geschäftsbedingungen, wenn ich ein Wohnmobil mieten möchte, kann ich mir eben bewerten lassen, was steht da drin.
Ich kann mir irgendwelche ausländischen Dokumente da reinpacken, Gesetzestext und so weiter und kann mir das übersetzen lassen. Seid vorsichtig mit persönlichen Daten. Das ist wieder das Gleiche, weil das Dokument wird zum KI-Betreiber hochgeladen. Die Daten landen dann dort irgendwo. Ob sie fürs Training genutzt werden oder nicht, hängt daran, ob wir bezahlen oder nicht und ob wir das glauben, dass wir zugesichert bekommen, dass die Daten nicht zum Training benutzt werden. Ich könnte da auch meine Verträge hochladen und entsprechend bewerten lassen und vieles andere mehr.
Auch da immer daran denken, es kann zur Halluzination kommen, Aber immer dann, wenn ich echte Daten reingebe und nur Antworten auf Basis der Daten mir geben lasse, also das heißt, ich lade ein PDF hoch und stelle nur Fragen zu dem PDF und stelle auch nochmal die Frage, steht das in dem PDF, dann kann ich mir sicher sein, dass die Angaben zu ziemlich großer Wahrscheinlichkeit richtig sind. Du hattest ja jetzt gerade schon mehrfach das Thema Datenschutz angesprochen. Also ich mache es immer so, dass ich immer alles aus den Dokumenten rausnehme oder im Zweifel halt nur Teile reinkopiere, wo nicht die persönlichen Daten von mir oder von anderen Personen oder Firmen erkennbar sind. Ich hatte es, glaube ich, in einer anderen Folge auch schon mal gesagt, man kann natürlich Verträge und alles dadurch analysieren lassen, aber da würde ich dann auch immer gucken, dass dann nicht die Vermieterdaten und eure Daten mit drin sind. Ja, das ist ein sinnvoller Punkt. Man muss natürlich auch wieder beachten, dass, wenn ich Sachen aus Dokumenten rauslösche, da trotzdem noch Spuren drinnen bleiben können, weil vielleicht Word oder andere Programme da Historie, Änderungen abspeichern. Also da muss man ein bisschen aufpassen.
Und was so ein weiteres Thema ist, dass diese Dinge oder diese Sprachmodelle eigentlich kein Gedächtnis haben. Also das heißt, wenn wir da vor einem Monat schon mal über was gesprochen haben, können die sich eigentlich nicht daran erinnern, aber das entwickelt sich tatsächlich weiter, dass sich die Sprachmodelle eben auch alte Chats merkender reingucken können und auch gezielte Funktionen haben, wie Projekte oder Memory zum Beispiel. Und dann kann ich mir zum Beispiel da ein Projekt anlegen bei Claude, zum Beispiel Kroatien-Urlaub, ja, und dann kann ich quasi da alles reinpacken, was ich so habe, vielleicht einen Mietvertrag, den ich schon mal bekommen habe, die AGB, eine Buchungsbestätigung, wie gesagt, immer auf eure persönlichen Daten achten und nachdenken, ob ihr das reinpacken wollt, wo ihr hinwollt, und dann könnt ihr dort quasi immer wieder drin arbeiten, und das Sprachmodell hat sozusagen das ganze Wissen immer an einer Stelle und weiß auch, worüber ihr schon gesprochen habt, also das ist ganz hilfreich, weil ihr eben nicht jedes Mal von Null anfangen müsst.
Vielleicht an der Stelle aber noch einen weiteren wichtigen Hinweis. Je länger ihr so ein Chat mit dem Sprachmodell macht, je länger das dauert, desto schlechter werden die Antworten. Also das liegt einfach daran, dass das Sprachmodell ja alles das in so einem Chat quasi in seinem Speicher liegen hat und bei jeder Antwort quasi wieder verarbeitet und das sorgt dafür, dass die Antworten immer schlechter werden. Das merkt man am Anfang nicht. Das wird dann erst im Laufe der Zeit langsamer deutlich. Deswegen kann es sinnvoll sein, wenn sie sich dann irgendwann verheddert oder ihr quasi hängen bleibt, dann einfach mal einen neuen Chat zu starten, der eben nicht diese ganze Last mitbringt. Genau. Und dann könnt ihr im Vorfeld euch nochmal vom alten Chat vielleicht eine kleine Zusammenfassung schreiben lassen und könnt die in den neuen Chat reinpacken. Also das kann auch manchmal helfen.
Mittlerweile merken in Anführungszeichen die Modelle das auch selber und greifen da ein. Aber das ist einfach etwas, was euch passieren kann. Was ich auch immer ganz hilfreich finde bei so Dingen, die wiederkehrend sind, wie zum Beispiel Reiseplanung, dass man sich quasi die Basis so hinterlegt, dass man die einfach immer wieder neu in so einen Chat reinkopieren kann. Also die, wenn ich jetzt zum Beispiel sage, ich möchte immer mit meiner Familie zwei Kinder, 1,8, 1,6 Jahre alt, zwei Hunde unterwegs sein und wir haben einen Wohnwagen, dass man halt diese Basisinformationen dann immer wieder reingibt, damit man nicht wieder von neu anfangen muss, mit dem Sprachmodell zu diskutieren, wenn es eben dann quasi auf gut Glück irgendwelche Empfehlungen geben möchte. Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Und da sind wir jetzt eigentlich schon so ein bisschen bei dem Thema Reiseplanung. Und da kannst du ja mal anfangen zu erzählen, wie du deine Katalonienreise jetzt damit geplant hast. Und ich werde dann mal so ein bisschen zeigen, wie ich das für Montenegro gemacht habe. Ja, sehr gerne. Also bei uns ist ja jetzt die Ausgangslage die folgende, dass wir die Katalonienreise, Das ist eine Kooperationsreise, also mit dem katalanischen Tourist Board. Und morgen, wie gesagt, habe ich auch noch Gespräche mit dem Campingplatzverband vor Ort. Und...
Und deswegen sind wir da eben jetzt auch im Vorfeld schon so ein bisschen in die Abstimmung gegangen und deswegen wird es halt jetzt auch nicht so eine Bummelreise, wie wir sie sonst machen, sondern die wird schon auch mit bestimmten Eckpunkten verbunden sein, die wir weitersgehend selbst auswählen können. Aber es gibt vermutlich auch so ein paar Sachen, wo irgendjemand von unseren Kooperationspartnern eben möchte, dass wir da mal vorbeischauen. Also Campingplätze und oder Sehenswürdigkeiten, kulturelles. Und ich hatte ja im Vorfeld schon, bevor wir überhaupt über die Kooperation erstmals gesprochen hatten, schon mehrfach mit dem Katalan Tourist Board Podcasts aufgenommen, eben im Rahmen der Messen, weil die großer Partner bei den drei letzten Messen waren, auf denen wir eben auch vertreten waren. Ja.
Dann habe ich gedacht, diese Podcasts sind ja eigentlich ein ganz guter Ausgangspunkt, weil da waren schon so viele tolle Sachen dabei. Die haben mir ja quasi Lust gemacht, diese Reise zu machen. Und der andere Ausgangspunkt ist der folgende, dass ich eben mit dem Wohnwagen weitersgehend alleine unterwegs sein werde, weil Halil ja nach Mexiko fliegt am, ich meine, 1. Mai und dann auch einen Monat in Mexiko bleibt. Das heißt, ich werde die absolut überwiegende Zeit in Katalonien alleine verbringen mit meinem Hund und mit dem Wohnwagen, was natürlich auch so die ein oder andere Herausforderung mit sich bringt, weil wir ein sehr großes Gespann haben mit über 13 Meter. Und das waren jetzt eben so die Voraussetzungen, die ich der KI oder dem Sprachmodell mitgeben wollte. Deswegen habe ich dann folgenden Prompt in Claude reingegeben. Also ich arbeite im Moment am liebsten mit Claude, weil ich da die Ergebnisse qualitativ am besten finde.
Du bist Reisekaufmann und Experte für Spanien-Katalonien. Übrigens, bei mir ist KI immer männlich. Also ich sage immer, er hat mir gesagt und nicht sie hat mir gesagt. Deswegen eben auch Reisekaufmann. und soll es mir dabei helfen, für eine Kooperation mit dem Tourist Board eine schöne Route zusammenzustellen, über die ich dann im Camper Style Magazin und Podcast berichten kann. Ich werde ungefähr vier Wochen vor Ort sein mit Wohnwagen und Hund und möchte langsam reisen, also nicht jeden Tag oder jeden zweiten den Standort wechseln. Am liebsten würde ich immer circa eine Woche auf einem Campingplatz bleiben und von dort aus die Umgebung erkunden. Schau dir bitte die Transkripte aus unseren Podcast-Folgen sowie die Webseite des Catalan Tourist Board an und erstelle mir daraus Vorschläge für eine Tour, die in oder um Barcelona startet, für euch, weil Halil dort, eben abfliegt und auch wieder ankommt, also in oder um Barcelona startet und endet und schwerpunktmäßig die touristisch am wenigsten bekannten Gebiete integriert. Und dann habe ich einfach die Transkripte zu unseren Podcast-Folgen und die Website Gran Tur de Catalunya verlinkt und habe dann Claude mal machen lassen.
Und ich muss sagen, dass ich komplett geflasht war von dem Ergebnis, Ich kenne ja die Region sehr gut. Wir sind, ich möchte nicht sagen jedes Jahr, aber sehr regelmäßig dort, spätestens jedes zweite Jahr. Und da waren jetzt auch Sachen dabei, die ich noch gar nicht kenne. Und die Sachen, die ich kenne, das sind richtig gute Empfehlungen auf Basis meiner Wünsche.
Nichtsdestotrotz hätte natürlich auch, oder war da überhaupt, fangen wir mal so an, war da irgendwas zusammengesponnenes dabei oder hat das alles wirklich existiert und waren alles 100% gute Tipps? Also ich habe bisher nichts zusammengesponnenes gefunden. Der hat mir dann auch immer im Chat quasi eine Kurzzusammenfassung gemacht und dann ein richtiges schönes Kooperationspapier ausgearbeitet, wo dann die ganzen Routen mit Basislager, mit Highlights, mit kulinarischen Empfehlungen, mit Tipps für Hunde und mit Podcast-Ideen in Tabellen aufgearbeitet wurden. Also ich muss jetzt natürlich, das ist jetzt noch nicht so lange her, dass ich das gemacht habe, ich muss jetzt jede einzelne Empfehlung mir auch nochmal genau angucken und auch nochmal an unsere Partner schicken, eben damit ich mich da nicht auf die Suche nach irgendwelchen Phantomen begegne. Aber zum Beispiel wurde mir bei Culinarik empfohlen Ratafia. Das ist ja das, wo ich bei meinem letzten Besuch komplett bei einem Tasting versumpft bin und der Halil mich dann nach Girona tragen musste, weil ich einfach nichts vorher gegessen hatte und die mich abgefüllt haben bis dort hinaus.
Also auf jeden Fall dadurch, dass ich ihm ja Anhaltspunkte gegeben habe, wie zum Beispiel diese Podcast-Folgen, konnte er sich daran ganz gut entlanghangeln. Also jetzt mal für euch da draußen, was könnt ihr aus dem Prompting von Nedele lernen? Also man nennt das kontextbasiertes Prompting. Also Nedele hat nicht einfach gesagt, hey, ich will nach Katalonien, bauen wir mal eine Route, sondern sie hat dem Sprachmodell Kontext mitgegeben und zwar ziemlich viel und ziemlich guten Kontext. Also Hintergrundinformationen, zum Beispiel die Podcast-Episoden, die Webseite, warum sie das macht, dann hat sie dem Sprachmodell eine Rolle zugewiesen, also als Reisekaufmann hast du gesagt. Reisekaufmann und Experte für Spanien und Katalonien. Fangen wir aber mit dem ersten an, warum Hintergrundinformationen? Weil alles, was wir an Fakten und Daten reingeben können, muss die KI nicht erfinden und im Zweifel halluzinieren. Wenn wir der KI eine Rolle geben, dann ist ihr sozusagen Blickwinkel in den Trainingsdaten, auf die sie guckt, eingeschränkter und zwar konzentriert sie sich mehr eben auf genau das. Also das heißt, sie guckt nicht noch, wo kann man, keine Ahnung, gut Geld abheben oder wo kann man gut lernen und welche Uni ist gut, weil die Trainingsdaten sind ja auch vorhanden, sondern sie konzentriert sich auf das Reisethema. Eine Zielsetzung, was möchte ich eigentlich?
Was immer gut ist, ist auch Beispiele reinzugeben. Und also das ist ein sehr, sehr wichtiger Tipp, den viele Menschen nicht machen. Und was auch bei einem Prompt helfen kann, ist auch, was man nicht möchte oder was vermieden werden soll, mit reinzugeben. Man muss nicht alles immer drin haben, aber je mehr Kontext ihr der Maschine gebt, desto besser werden die Antworten sein und desto weniger wird auch sozusagen halluziniert. Also sprich, ich kann mal das Gegenteil sagen, als wir unsere Montenegro-Reise geplant haben, hat der Kollege einfach in, ich glaube, Gemini eingegeben, ja, ich habe 14 Tage Zeit, ich will nach Montenegro, stell mir mal eine schöne Route zusammen.
Da wurde eine Route zusammengestellt, das hätte aber bedeutet, dass wir jeden Tag eigentlich einen halben Tag gefahren wären. Und wir hätten natürlich all diese Orte besucht, aber wir hätten dort überhaupt keine Zeit gehabt und hätten da quasi gar nichts gesehen. Und sie hat auch nicht geguckt, wann seid ihr eigentlich unterwegs und wie ist denn das Wetter und könnt ihr überhaupt über Pässe, die vielleicht bei Schneefall gesperrt sind, fahren und so weiter. Ja, also fehlte also der ganze Kontext. Und ich habe das dann auch gemacht. Ich habe dann diese Route genommen einfach, weil die war jetzt nicht schlecht und habe gesagt, pass mal auf, ja, das ist eine Route. Wir haben 14 Tage Zeit ab Deutschland. Wir haben hier ein Fahrzeug. Wir haben eine Absetzkabine. Wir sind zu zweit. Reisezeit ist von dann bis wann. Wir müssen dann und dann dort zurück sein und starten von da. Uns interessieren keine Städte. Wenn es ein bis zwei wirklich krasse gibt, die wir unbedingt sehen müssen, dann pack die bitte mit rein. Wir mögen Natur, wir essen vegetarisch zumeist, wollen spektakuläre Thron-Videos, Fotos machen. Wir haben eine Action-Cam dabei. Das soll auch das Fahrzeug ein bisschen in coolen Fotos zeigen. Und hier ist die Tour, die wir schon mal haben. Bitte prüfe das doch mal. Und dann hat quasi die KI mit diesem zweiten Prompt dann gesagt, alles klar, ist eine coole Route. Ja, ehrlich gesagt, der durchdachteste Montenegro-Plan, den ich jemals gesehen habe.
Und hat dann noch mal ein paar Sachen hinterfragt, hat aber auch gleichzeitig gesagt, na ja, ihr habt hier einen Pass drin. Um die Zeit, wo ihr unterwegs seid, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der gesperrt ist, weil da einfach Schnee liegt. Andere Sachen sind cool und dann von selbst auch gesagt, was ich kritisch sehe, die Anfahrt sind 1400 Kilometer, also 14 bis 16 Stunden reine Reisezeit wollt ihr das wirklich so machen? Und so weiter und so fort. Und dann habe ich nochmal gesagt, okay, pass mal auf, wir wollen auch nicht irgendwie den halben Tag fahren, sondern wir wollen maximal eine Stunde fahren und wenn wir länger fahren müssen, dann wollen wir an einem Ort zwei Tage bleiben. Und dann hat sie die Route sozusagen nochmal ausgedünnt, hat eben dann einen Fokus auf coole, spektakuläre Orte gelegt, die man besuchen kann. Und so ist dann quasi langsam mit noch weiteren Prompts eben eine Tour entstanden, auf die wir uns jetzt soweit geeinigt haben. Und das hat erstaunlich gut funktioniert, also so mit ein bisschen hin- und herprompten und was aber ganz, ganz wichtig ist, das ist für uns eine Empfehlung, das heißt, wir werden diese Route so fahren, wir werden uns auch darauf vorbereiten, wir sind aber drauf gefasst, dass irgendwo vielleicht schon vor dem ersten Stopp irgendwas anders wird.
Und wir Dinge umplanen müssen, das heißt, was ich euch mitgeben kann und das gilt generell eigentlich immer, ob ich selber plane, ob eine KI plant, Seid flexibel. Und weil es werden Dinge unterwegs anders ablaufen, als wir sie geplant haben. Straßen gesperrt, irgendwo liegt Schnee, wir dürfen irgendwo nicht hin. Die Straße, die uns Google Maps rausgesucht hat, ist eigentlich keine offizielle Straße, die wir vielleicht aus versicherungstechnischen Gründen nicht befahren dürfen und, und, und, und, und. Es kann alles passieren.
Und wir werden dafür auch unterwegs Claude mit dabei haben mit der ganzen Historie zu der Reiseplanung, sodass wir halt auch unterwegs befragen können. Internet haben wir sowieso immer mit dabei und können dann quasi auch davon abweichen und können natürlich unterwegs auch Dienste wie Google und so weiter benutzen. Ja und es kann ja auch mal sein, dass man einfach auch den Empfehlungen nicht folgen möchte, weil man es irgendwo besonders schön findet und länger bleiben möchte oder weil man es irgendwo nicht so schön findet und das vielleicht überspringen möchte. Also selbst bei unseren Kooperationsreisen, wo wir uns ja wahrscheinlich auch an ein paar Dingen entlanghangeln werden, muss immer genug Raum für spontane Entscheidungen bleiben. Und wenn ich mir jetzt zum Beispiel bei meiner Katalonien-Übersicht angucke, dass die reine Fahrtstrecke zwischen den Stationen, also von Barcelona über Ebro-Delta, über Leyda im Hinterland, über die Pyrenäen, zurück zur Costa Brava und zurück nach Barcelona, 800 bis 900 Kilometer alleine für diese Strecke angegeben werden und ich dann aber ja auch noch Tagesausflüge machen möchte oder vielleicht auch mal irgendwie ein bisschen weiter und dann mit dem Bus einfach irgendwo übernachten werde, dann frage ich mich natürlich schon.
Ob das nicht vielleicht doch ein bisschen viel ist für den Ansatz, den ich so verfolge mit Slow Travel. Und da kann es auch gut sein, dass ich dann noch ein bisschen abspecken werde spontan oder Abkürzungen nehmen werde.
Die KI hat mir das jetzt eben so ausgegeben, weil ich sie gebeten habe, sich an der Gran Tur de Catalunya zu orientieren, wo ja ganz tolle Stationen und Etappen ausgearbeitet sind mit ganz viel, was man da machen kann. Aber da würde ich auch immer euch empfehlen, euch genug Raum zu lassen, um ein bisschen in den Tag reinleben zu können. Wie bei jeder anderen Reiseplanung eben auch. Was übrigens auch cool war, dass ich dann mit einem Prompt mir einen Google Maps Plan oder einen Google Maps Reiseplan machen lassen konnte. Mit allen Zwischenstationen, denen ich dann auch mit meinen Kollegen teilen konnte, sodass wir dann auch die Route quasi direkt schon in Google Maps drin haben. Das ging sozusagen mit einem Klick.
Hast du es auch bei Cloud gemacht? Ja, allerdings mit Cloud Cowork an der Stelle. Das ist auch wieder zur Erklärung. Es gibt jetzt quasi Modelle. Da habt ihr eine App auf eurem Rechner. Also von Cloud gibt es Cowork. Ich glaube, in OpenAI gibt es auch ChatGPT, was lokal läuft.
Viele andere bieten das an. Das bieten die oft nur mit bezahlten Klänen an. Das kann man nicht kostenlos benutzen. und da gibt es es halt, bei Cloud heißt es Cowork, das ist also eine Weiterentwicklung, dann nutzt ihr quasi auf eurem Rechner die App, um eben noch andere Dinge zu machen, also er kann, wenn ihr wollt, euren Browser steuern mit einer Erweiterung, er kann eben da auch sich kleine Programmchen bauen, womit er dann Google Maps Sachen anlegt, also vielleicht kann auch der Cloud Chat das, das weiß ich nicht, ich mache viele solche Dinge mit Cowork und dann habe ich quasi einen Google Link gehabt, den ich öffnen konnte und da war sozusagen der ganze Reiseplan schon hinterlegt. Und wann immer ich jetzt auch die Reise aktualisiere, anpasse, kann ich mir natürlich dann auch immer den Reiseplan aktualisieren lassen und kann es sofort in meinem Google Maps schicken lassen, auf mein Handy schicken lassen und habe das immer aktuell. Und ich hatte zum Beispiel ja auch das mit der Drohne erwähnt und da hat Claude dann auch gesagt, pass mal auf, du willst eine Drohne mitnehmen. Montenegro ist zwar auf dem Weg in die EU, aber noch nicht ganz in der EU. Es gibt so ein paar Sachen, die du beachten musst. Du musst eben zum Beispiel deine Drohne beim, ich glaube, Wirtschaftsministerium registrieren. Ich hätte das schon auch selber noch recherchiert, was ich zum Drohnenfliegen Montenegro brauche, was ich das immer vor Reisen mache, aber es hatte sozusagen schon mitgedacht und mir abgenommen.
Verrückt. Auch deswegen hattest du den Führerschein dann noch auf die Schnelle gemacht. Genau, ich bin jetzt ewig lange nicht geflogen. Deswegen musste ich jetzt einen Drohnenführerschein machen, weil der verpflichtend sowieso ist in der EU. Also auch wenn ich hier fliegen wollen würde. Versicherung hatte ich jetzt schon, als wir in Deutschland gekommen sind, gemacht, wo die Drohne versichert ist. Das ist in unserem Hausrat mit drin.
Und musste eben die Pilotenregistrierung jetzt noch machen. Und deshalb habe ich ihnen alles gleich ausarbeiten lassen, weil ich hätte das alles recherchieren müssen und habe gesagt, okay, recherchieren wir mal zusammen. Was muss ich jetzt alles machen? Und speziell, was muss ich für Montenegro machen? Und ich habe dann mit eigener Recherche einen Dienstleister gefunden, der das jetzt alles für mich erledigt. Ich könnte mit KI-Hilfe und quasi das auch selber machen, weil die Seite gibt es dann nur in der Landessprache. Aber da habe ich mich dann entschieden, einfach 125 Euro auszugeben und das in Dienstleister machen zu lassen, weil das spart mir halt an der Stelle die ganze Zeit. Ich mache es ja für das Unternehmen. Ich kann die Kosten absetzen. Das ist immer noch was anderes, als wenn man es privat macht. Aber, und das finde ich cool, wenn ihr das privat macht und habt das Cloud Cowork zum Beispiel und habt die Browsersteuerung aktiv, dann könnt ihr natürlich mit Cloud Cowork zusammen das Ganze im Browser gemeinsam machen und ihr übersetzt euch das und sagt euch, was zu tun ist. Das kann man natürlich auch abgespeckt machen, indem man einfach Screenshots da reingibt. Auch das funktioniert schon ganz gut. Aber da kann man sich halt wirklich helfen lassen, Das sind gerade so Sachen, die man in ausländischen Seiten machen möchte. Ich meine, das funktioniert auch mit einem Google Chrome, der hat eine Übersetzungsfunktion drin, das funktioniert auch, aber so kann ich mir halt auch immer noch sagen lassen, was ich wo klicken muss und ohne viel Copy und Paste. Das ist also auch sehr, sehr hilfreich.
Also diese Prompts, die würden mich auch noch mal interessieren, jetzt nicht speziell der zur Drohne, aber so, was du sonst noch alles reingegeben hast, auch gerade diese Google-Geschichte, Google Maps, weil da könnte ich dann nämlich auch mal gucken, wie ist es denn zeitlich, ist es wirklich realistisch. Was ich nämlich nicht weiß, das muss ich nochmal jetzt alles nachvollziehen, sind die Zeitangaben. Also ich habe für jede Etappe Zeitangaben bekommen von der KI und da komme ich jetzt gerade, wo wir sprechen, erst auf den Dreh, die mal zu überprüfen, weil man ja mit Wohnwagen realistisch immer deutlich länger braucht als mit einem normalen Pkw oder Wohnmobil bis 3,5 Tonnen. Ja.
Ich habe hier in meinen Tabellen für die verschiedenen Wochen mit den ganzen Etappen und Tagesausflugszielen und so weiter immer Angaben drin, wie zum Beispiel hier für die erste Etappe Ebro-Delta und Terres de Lebre Anfahrt ab Barcelona circa 2,5 Stunden über die AP7. Also sehr genau und sehr detailliert. Aber da muss ich jetzt zum Beispiel einmal nachkontrollieren, ob das schon für Wohnwagen gerechnet ist. Also sprich, ob ich halt mit einem normalen Fahrzeug irgendwas zwischen anderthalb bis zwei Stunden brauche oder ob das vielleicht dann doch ein bisschen länger dauern würde mit Wohnwagen. Das ist relativ easy. Frag ihn das einfach. Frag, wie hast du die Zeiten berechnet? Ist das auf Wohnwagen? Ist das auf PKW? Und dann wird er dir das ja sagen und anhand dessen kannst du dann entscheiden, ob du dem glaubst oder ob du sagst, bitte kontrolliere das nochmal mit Google Maps nach und ziehe sozusagen von der Reisezeit 30% ab oder 50% oder wie viel. Habt ihr eure Erfahrungen? Also wir multiplizieren mit Wohnwagen in der Regel immer mal 1,5. Dass man entspannt unterwegs ist.
Nun, das kannst du ja machen. Und wie gesagt, Cloud-Covac kann halt Google Maps ansteuern und kann das machen, wie das bei Cloud-Chat sozusagen ist. Das weiß ich nicht, habe ich nicht getestet. Was auch spannend ist, wir haben auch ja, dadurch, wir die Route haben, kann ich natürlich auch sagen und fragen, sag mal, wo fahren wir denn eigentlich durch? Und wo müssen wir uns eigentlich um Maut kümmern? Also wo brauchen wir Vignetten? Da hast du ja vorhin schon berechtigterweise gesagt, die Recherche kann fehleranfällig sein. Die kann alt sein, da kann man sich nicht drauf verlassen, aber es gibt eben eine Basis, auf der ich dann quasi weiter gucken kann und weiß dann zumindest, klar, alles klar, ich muss Österreich gucken, ich muss Kroatien gucken und wo ich eben noch so alles durchkomme.
Und kann mir da auch natürlich nochmal das Thema Gasflaschensituation, Tempolimits rausziehen lassen, auch da gegenchecken. Es sei denn, ihr gebt wirklich die Seiten der Länder ein, wo das steht oder lasst euch die recherchieren, dann kann man dem mehr vertrauen, aber das immer mit einer Prise sozusagen, ja, Misstrauen. Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei solchen Anfragen die generellen Informationen, also brauche ich eine Vignette oder es gibt streckenabhängige Maut oder sowas immer sehr gut funktionieren, wo es dann manchmal ein bisschen hakelig wird, sind die Preise. Also weil die sich sehr häufig ändern eben, teilweise ja auch unterjährig dann nochmal. Aber das sind ja dann Details, die man nochmal gucken kann. Das ist aber ein wichtiger Hinweis, dass ihr nie blind vertraut, sondern immer nochmal gegenfragt. Ihr könnt auch immer die KI nochmal gegenchecken lassen. Also ihr könnt sagen, hast du das erfunden oder hast du das recherchiert? Wo hast du das recherchiert? Recherchiere nochmal intensiv nach. Das sind so Worte, die dann nochmal einen intensiven Suchprozess starten können. Das kommt wieder darauf an, was ihr für einen Tarif dort habt, wie intensiv das dann stattfindet. Aber das hilft auch wirklich nochmal. Man muss auch an manchen Stellen die Prompts nicht verkomplizieren. Also weil du das gerade mit Google Maps gefragt hast, da war mein Prompt, hey, kannst du mir die Route zu Google Maps packen? Und dann hat er das gemacht. Ja, okay.
Bei komplexeren Sachen macht es natürlich Sinn, kontextbasiert zu prompten, so wie du es vorhin für die Katalonienreise gesagt hast oder ich jetzt auch für die Montenegro-Reise. Aber ich habe auch zwischendrin wirklich ganz einfache Sachen, die durchaus ausreichen. Manchmal denkt man zu kompliziert. Das ist am Ende wie alles im Leben eine Übungssache. Ich meine, ich prompte jetzt seit über drei Jahren sehr intensiv, verbringe mittlerweile bestimmt 50 Prozent meines Tages mit KI-Systemen. Da habe ich halt natürlich viel mehr Übung als jemand, der das das erste Mal macht. Die können wir euch auch nicht abnehmen, aber wir können euch natürlich so, wie wir es jetzt gemacht haben, so ein paar Stolpersteine und Tipps mitgeben. Deswegen war mir eben diese Basisgeschichte so wichtig, die ich am Anfang gemacht habe, damit ihr wirklich einschätzen könnt und euch viele Fehler halt nicht passieren. Was die meisten Menschen falsch machen, sie glauben den Sachen absolut und sie wissen gar nicht, wie so ein Sprachmodell eigentlich funktioniert und gehen dann von falschen Annahmen aus. Die gehen davon aus, dass die Systeme schlau sind, mitdenken können und das wirkt so, aber das ist mitnichten der Fall.
Und auch rechnen ist für so ein KI-System eigentlich nichts, was es kann, weil es basiert ja auf Sprache, also genau so kann es nicht zählen. Also wenn ich sage, ich möchte einen Satz mit 200 Worten haben, dann funktioniert es mittlerweile ganz gut, weil die Systeme so Hilfssysteme dabei haben, aber zu Anfangszeiten war das nicht sinnvoll möglich, weil das Sprachmodell das selber nicht kann, genauso wenig wie Rechnen. Deswegen macht es Sinn, Dinge zu hinterfragen. Die Anbieter bauen da immer mehr ein, so Hilfssysteme rein, dass eben Rechnen funktioniert, dass Formeln funktionieren. Aber per se können die das nicht. Und deswegen ist da auch immer Skepsis angebracht. Und dann lieber nochmal nachprüfen und zum Beispiel auch immer nochmal manuell nachprüfen. Und wenn man dann zwei, drei Sachen geprüft hat und sieht, alles klar, das passt, dann kann man dem Rest dann auch eher vertrauen.
Ich habe noch einen kleinen Versuch gemacht, den ich ganz spannend fand. Es gibt ja gerade in der Region in Spanien, also an der Küstenstraße entlang, immer wieder Berichte von Trickbetrug und Überfällen. Ich habe da selber keine Angst vor, weil ich kenne halt die Maschen aus Erzählungen von anderen Reisenden und man weiß da, also wir wissen, was wir zu tun hätten und wir sprechen ja auch Spanisch. Das heißt, wir könnten im Zweifel auch mal eben fix die Polizei anrufen, wenn wir da irgendwas bemerken würden. Aber weil ich weiß, dass das so viele Leute umtreibt, werde ich wahrscheinlich auch noch mal so einen kleinen Artikel machen zum Thema Sicherheit und habe dann eben die KI auch gefragt, wie sieht es denn aus mit der Sicherheit in Katalonien, insbesondere für mich dann als alleinreisende Frau. Und das hat er mir ziemlich gut ausgegeben. Also er hat mir gesagt, dass eben die A7 dafür berühmt-berüchtigt ist. Das ist hier eben von Frankreich aus über La Ronquera, das ist die Grenzstadt, bis nach Barcelona und weiter Richtung Tarragona. Und eine sehr schöne landschaftliche, landschaftlich sehr schöne Strecke, aber eben auch sehr anfällig für Betrügereien und da hat er mir einmal die Pannenmasche ausgegeben.
Also dass eben ein Fahrzeug dich während laufender Fahrt überholt, jemand wild gestikuliert und hupt und dich damit sozusagen zum Anhalten bringt, dann wird angedeutet, dass man irgendwie ein kaputtes Rücklicht oder einen kaputten Reifen habe und wenn man dann nach hinten geht, um zu gucken, dann gibt es einen Komplizen, der dann das Fahrzeug in der Zwischenzeit.
Ausräubert, häufig auch dann in Form von Kindern. Und, Da hat er mir eben nicht nur die Risiken angezeigt, sondern auch, was ich denn tun kann. Genauso beim Thema falsche Polizisten. Also Personen enttäuschend echten Uniformen halten Fahrzeuge an, behaupten eine Kontrolle durchzuführen, aber echte Guardia Civil oder katalanische Polizei verlangen grundsätzlich keine Barzahlungen am Straßenrand. Im Zweifel 112 anrufen. Und was ich total spannend fand, auf die Idee bin ich überhaupt noch nie gekommen, um eben solche Situationen zu vermeiden, dass man anhalten muss, schlägt er mir vor, dass man eben vor La Honquerra entweder noch in Frankreich oder an der ersten spanischen Tankstelle direkt nach der Grenze tanken soll, weil man dann eben Zwischenstops an diesem besagten Autobahnabschnitt vermeiden kann. Also wie gesagt, wir sind ja schon drei Millionen Mal durchgefahren. Es hat nie jemand versucht, uns anzuhalten. Es ist nie irgendwas passiert. Wir haben auch selber sowas noch nicht mitbekommen, aber wir haben es eben jetzt schon das ein oder andere Mal von Leuten gehört, die wir kennengelernt haben, dass es bei denen versucht wurde. Und wenn man eben in Land fährt, das würde ich jetzt für Spanien und insbesondere für Katalonien nicht als so riskant einschätzen, aber vielleicht gibt es ja auch andere Reiseländer, wo man da ein bisschen mehr Bedenken hat, dann kann man ja auch mal die KI befragen, was da so an Sicherheitstipps gegeben wird.
Auf jeden Fall ein guter Punkt. Auch hier wieder durch die Trainingsdaten sind da natürlich auch vielleicht erfundene Geschichten dabei. Wir wissen nie, ob die Geschichten aus irgendwelchen Gründen erfunden sind oder ausgeschmückt sind. Gar nicht böswillig, sondern weil unser Gehirn diese Dinge macht, was davon wahr ist. Aber nichtsdestotrotz sind die Sachen alle drin und man kann dann halt entsprechend sich darstellen. Darauf zumindest vorbereiten und ist dann vielleicht in der Situation nicht ganz so unbedarft, sondern hat schon einen Plan, was man tun möchte. Wenn ich jetzt zum Beispiel nicht schon diese Fälle gekannt hätte, dann hätte ich Folgendes gemacht, dann hätte ich mir die Information rausgezogen und hätte eine Suchmaschinenanfrage dazu gestellt und hätte mir Zeitungsberichte dazu durchgelesen. Zum Beispiel. Gibt es ja auch mittlerweile sehr viel auf Deutsch, gerade wenn es eben auch ausländische Touristen betrifft.
Ja, ich würde sagen, da machen wir an der Stelle mit unserem Part 1 Schluss. Wir haben noch Campingplatzrecherche, Vergleich, wir haben noch Fahrzeug- und Technikfragen, wir haben das ganze Thema Campingküche, Sprachbarriere und noch ein paar weitere Tipps und Tricks noch da. Das werden wir definitiv heute nicht mehr unterbringen, weil wir einfach auch gerade durch die Abreise so ein bisschen und die Reise im Schneidedruck sind, also jetzt auch keine Zwei-Stunden-Episode dem Halil hinlegen möchten. Deswegen würde ich sagen, wir machen hier ... Dann könnte ich sonst auch irgendwann die Scheidungspapiere bekommen. Ja, und dann müssen wir schneiden. Ja, das wäre noch schlimmer. Ja, also deswegen hier ein Cut an der Stelle. Es wird eine zweite Episode dazu geben, wo wir dann noch mal da reingehen. Ich hoffe, dass euch auch sowas, also das sagen wir häufig, wenn wir neue Dinge ausprobieren, wir hoffen, dass euch das hilft. Ich finde, KI, also es wird nicht weggehen, so wie das Internet, ja, auch wenn viele denken, das ist nur ein Hype, das wird unser Leben die nächsten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, bestimmen. Auf welche Art und Weise wissen wir noch nicht, also es gibt ja durchaus auch.
Terminator-Filme, die zeigen, dass es auch eine düstere Zukunft geben kann. Wir werden sehen, ich finde, wir sollten es immer mit Skepsis betrachten, wir sollten aber auch die Möglichkeiten nutzen, die wir haben und dem nicht nur mit Angst begegnen ich habe eine Statistik gelesen, das hatte ich glaube ich das letzte Mal gesagt, dass nur einer von fünf Menschen, überhaupt von seinem Arbeitgeber die Erlaubnis hat, KI zu benutzen das finde ich sehr schade und ich finde vielleicht auch Aufklärung, über Möglichkeiten und Risiken die man ja jetzt auch gesetzlich bald machen muss weil es eine Schulungspflicht gibt und so weiter kann da vielleicht helfen, auch Berührungsängste abzubauen, Und generell halt, ich finde immer Medienkompetenz und auch dazu zählt ja auch das Thema KI, ist immer wichtig. Also nicht alles zu verweigern, sondern einen gesunden Umgang damit zu erlernen und wie du gesagt hast, zu wissen, was kann so ein Ding, was kann es nicht oder was kann es noch nicht. Wo liegen die Risiken? Wie gehe ich damit um? Wie integriere ich so in meinen Alltag, dass es mir hilfreich wird? Das finde ich total entscheidend und da würde ich mir auch an anderer Stelle beim Arbeitgeber in den Schulen und so weiter wünschen, dass die Leute einfach vernünftig und mit Augenmaß darauf vorbereitet werden.
Und ich finde es auch immer spannend, mit dir über solche Dinge zu sprechen, auch hier im Podcast, weil es ja auch selbst heute, obwohl wir uns so viel darüber unterhalten und ja auch so viel damit arbeiten, jetzt heute auch wieder Sachen gab, die ich zum Beispiel noch nicht wusste und ich hoffe, dass ihr da draußen auch ein bisschen was lernen konntet, was mitnehmen konntet für euch und schreibt uns doch gern mal, was ihr von der Folge haltet und ob ihr euch sowas in der Richtung vielleicht auch öfter wünscht. Und wenn ihr das spannend findet und jemanden kennt, der KI noch nicht nutzt, dann erzähl ihm doch von der Folge. Und wie gesagt, nächste Woche dann weniger Theorie und noch mehr Praxis rund ums Camping und KI. Und bis dahin. Also nächste Woche oder übernächste werden wir sehen. Manchmal kommt dann noch eine Folge dazwischen. So wie wir halt gerade zum Aufnehmen kommen. Im Sinne, bis dann. Ciao, ciao. Tschüss.