So, hallo, hier ist der BESTER-Podcast mit Philipp Flieger und Ralf Scholt und wir schauen heute darauf, wie glücklich einen ein sehr kaltes, sehr bekanntes, zuckerhaltiges Getränk machen kann, wenn man es an der richtigen Stelle einsetzt. Weißt du, worauf ich anspiele? Du folgst mir gar nicht auf Insta, ich merke das gerade. Oh, jetzt weiß ich es. Ich weiß es, weil ich es gestern Abend zu später Stunde noch gesehen habe. Ich dachte mir gerade, was meint der doppelte Espresso mit einem Löffel Zucker? Weißt du, was auch gut funktioniert?

Schwarzer Kaffee oder doppelter Espresso mit einem Schuss Zitrone? Das habe ich noch nie probiert. Meine neueste Sommergetränkvariante war ein Espresso mit Tonic Water. Tonic, meistens in Verbindung mit Gin bekannt, aber auch mit einem Espresso. Sehr geil als fix stehendes Getränk, aber mir fällt dein Name gar nicht an. Espresso Tonic oder irgendwie so. Irgendwie ganz klein bisschen anders. Aber das habe ich auch schon getrunken und finde ich auch ganz geil. Ich kam gestern vorm Training, habe ein bisschen Radintervalle in der Company gemacht. Es war total heiß da drin. Ich hatte meine Flasche vorher im Studio stehen gelassen, wunderbar. Keine Wasserflasche bei. Und bin danach, Das ist ja gerade mein kleines Projekt, Sauna nach dem Sport. Da erzähle ich später noch mit Flo zusammen was zu, zur Regeneration. Und kam nach Hause und hatte ganz klein ein bisschen Durst.

Und bin dann, weil ich auch noch Hunger hatte, völlig überraschend, zu meinem kleinen Lieblingsitaliener. Da sitzt du so auf der Straße, war leichter Nieselregen, aber ich habe da auf der Straße gesessen, war wunderbar. Und da stand dann eine eiskalte, aus dem halbgefrorenen Kühlschrank Fanta. Ich habe bestimmt 20 Jahre keine Fanta getrunken, wenn nicht länger. Wahrscheinlich irgendwann mal auf dem Kindergeburtstag einen Schluck von meiner Töchter. Dann habe ich mir die da reingezischt. Das war einfach göttlich. Es war eine Glasflasche, wenn du die Glasflasche schon anfasst und es ist ganz kalt und du denkst, es perlt noch so ab außen. Es schmeckt ja so übertrieben orangig, also einfach too much orange, aber es war genau richtig.

Und ich habe mir dann auch noch eine zweite reingezischt. Ich kann das total gut nachvollziehen. Ich habe so ein bisschen meine, ich finde Fanta ist anders als Cola, tatsächlich eher so ein Kindergetränk, aus Kindheitserinnerungen gespeist. Weil ich glaube das erste Mal, wo häufig deine Eltern irgendwann mal sagen, gut Kind, kriegst du eine Limo, wenn wir im Restaurant sind, ist ja nicht, du kriegst eine Cola, weil Koffein drin ist, sondern man sagt dann wahrscheinlich eher, du nimmst eine Sprite oder eine Fanta, so in der Richtung. Und deswegen ist es für mich auch ganz viel Kindheitserinnerung, Fanta und natürlich jahrelang kein, nicht mehr aktiv bewusst Fanta getrunken, bis ich nach Kenia gekommen bin und in Kenia, da gibt es so viele Fanta-Sorten, die es bei uns gar nicht gibt, so Fanta Black Currant, Fanta Passion Fruit, Fanta Pineapple und so. Wir gucken da nicht nach. Es geht auch Bluna oder irgendeine andere Marke, es ist furcht, ja. Fanta Passion Fruit, das war so ein göttliches Getränk in Kenia aus dem Kühlschrank. Das hat einfach so geil geschmeckt. Aber ich habe das hier noch nie gefunden. Ich weiß nicht. Schreibt uns mal, ob ihr wisst, ob man Fanta Passion Fruit irgendwo in Deutschland kaufen kann. In anderen Märkten, in anderen Ländern ist es ja nicht unüblich, dass auch die Beimischung von der Fanta Orange anders ist wie bei uns geschmacksmäßig. Weiß man zum Beispiel von Nutella ja glaube ich auch, dass das anders konzipiert ist. Aber jedenfalls von den Sorten her, Fanta Passion Fruit, Freunde. Falls ihr die irgendwo wo ihr mal seht, sagt mir Bescheid. Kauft euch selber eine.

Ultra geil. Nach dem Sport, eisgekühlt. Also ihr könnt euch gerne auch die Go-To-Getränke, die ihr so habt, uns schreiben, weil das nehmen wir alles auf. Bin ich auch gespannt.

Jetzt weiß ich auch wieder, wann ich das letzte Mal Fanta getrunken habe, aber nicht als Fanta, sondern als etwas, was es in Madrid, habe ich das kennengelernt, gibt es etwas, das heißt Tinto Limon. Da trinkt man Rotwein mit Fanta Limon nein.

Wir stellen sich gerade alle Nackenhaare erst mal auf, aber wahrscheinlich schmeckt es geil, ich weiß es nicht. Erstens ist das ja so, auch diese Mischung aus Rotwein. Also ich nehme mal an, dass sie jetzt nicht den allerbesten Rioja aus dem Keller holen dafür. Hopefully. Und dann, also das ist jetzt nicht irgendwie zu Hause oder auf dem Spielplatz irgendwie, wo man nichts anderes kriegt aus dem Tetra Pak, sondern in einer Tapas Bar kriegst du das nach dem Job, also am frühen Nachmittag oder so was oder am späten Nachmittag. Tinto Limon und dann wird da halt in den Rotwein Fanta Limon reingeschüttet. Also Fanta Limon ist ja auch so ein Getränk, das würde ich jetzt hier nie trinken, in Spanien schon mal.

Das Tückische an diesem Getränk ist natürlich, es schmeckt halt wahnsinnig frisch und lecker und dann trinkst du das so und trinkst das so, aber da ist völlig überraschend auch Alkohol drin. Und das merkst du dann, wenn du rausgehst und denkst, hui. Es war so genau, zwei, drei Getränke trinken, oh, schmeckt richtig erfrischend und dann kommt schön mit Frischluft in Kombination, holst einen dann vielleicht ein bisschen ein. Hör mal, bevor ich gleich noch meinen, weil du das eben gesagt hast, mit den Eltern das erste Mal und dann so Fanta, da habe ich eine sehr, sehr schöne Geschichte, wie der kleine Ralf damals seine Eltern schockte. Bevor wir dazu kommen, machen wir unseren ersten Werbeblog und wir sind heute mal wieder mit der klassischen Laufbekleidung, also mit dem Olymp-Hemd unterwegs. Ziehe ich auch gleich wieder an, freue ich mich jetzt schon drauf, weil das liegt toll auf meiner Haut und ich mag das sehr gerne. Aber man kann damit auch laufen, aber man kann damit auch einfach nur cool aussehen, weil es ist ein besonderes Hemd und es stylt.

Ja, also was für uns gut genug ist, ist offensichtlich auch gut genug für Matthew McConaughey, der den Olymp-Style ja auch nach Hollywood bringt. Insofern wollte ich gerade sagen, ist das jetzt nicht nur ein schwäbisches Phänomen, sondern es ist der deutsche führende Hersteller von Business-Hemden. Inzwischen ist es aber auch so, dass natürlich Olymp das Portfolio wahnsinnig erweitert hat. Es gibt Casual Looks praktisch für jeden Anlass, egal ob Shirts, Polos, Pullis oder T-Shirts. Und das schwäbische Familienunternehmen legt natürlich großen Wert auf nachhaltigere Materialien und eine umweltfreundliche Herstellung. Ihr findet alle Outfits auf olymp.com. Und jetzt kommt es, es gibt seit, glaube ich, letzter Woche die neue Outerwear-Kollektion, die natürlich passend für den Herbst jetzt verfügbar ist, also sprich Daunenwesten, leichte Daunenjacken, perfekt für die kältere, dunklere Jahreszeit. Wenn ihr euch auf olymp.com anmeldet für den Newsletter, bekommt ihr auch direkt einen 10-Euro-Gutschein zum Shoppen, besser geht's also nicht, checkt das aus, olymp.com findet ihr eure Styles.

So, jetzt die Geschichte. Es war in Italien. Es war ein langer, warmer Strandtag und wir sind essen gegangen. Und da das schon eine Weile her ist, dass ich so klein war, zu der Zeit gab es noch nicht so viel Werbung und schon auch gar nicht so viel Werbung an so einem Parkplatz jetzt von einem Restaurant irgendwo in, keine Ahnung, in der Nähe von Venedig, nehme ich mal. Jedenfalls habe ich gedacht, ich weiß gar nicht, also ich konnte schon lesen, also habe ich gedacht, habe ich noch nie gehört, das bestelle ich gleich mal. Ich wusste irgendwie, dass es ein Getränk war, aber ich dachte, das bestelle ich gleich mal. Und tatsächlich ist es eine der ersten großen Marken gewesen, die auch im Sport geworben haben. Zumindest in bestimmten Bereichen des Sports, nicht unbedingt so doll in Deutschland, aber international auf jeden Fall. Also sitzen wir da, so die klassische Geschichte, Vater, Mutter, Tochter, ich. Die Bedienung kommt und fragt, jetzt Getränk hier und keine Ahnung, meine Mutter wahrscheinlich Wasser, mein Vater wahrscheinlich Bier, meine Schwester Limo und ich ein Martini.

Weil ich draußen die große Martini-Werbung gesehen hatte. Und gedacht, das bestelle ich jetzt mal. Und meine Mutter so, was, wie bitte? Ja, ich hätte gerne einen Martini. Und sie so, nein, nein, nein, der nimmt auch eine Limo. Fand ich echt doof. Das wurde mir noch nicht mehr erklärt, was es ist. Also fand ich echt total bescheuert. Nein, das ist nichts für Kinder. Also ich finde es immer noch eklig, ich würde es auch nicht trinken, weil es einfach zu süß ist. Aber ich fand es damals genau richtig, da einen Martini zu trinken. Fandest du angemessen, einfach der Grundsituation geschuldet und dem Anlass im Restaurant, das wäre perfekt gewesen. Ja, interessant, also ich könnte mir, nee, ich hätte gerne die Gesichter meiner Eltern gesehen. Einfach so, als wäre es die größte Selbstverständlichkeit. Genau so, also aus dem Brustton der Überzeugung, ich nehme einen Martini. So ein kleiner. Ja, damals hatte ich so ganz blonde Haare, weiß gar nicht, wo die geblieben sind. Ja, also jedenfalls... Das ist eigentlich eine schöne Szene für einen Film. Wenn ich mal einen Film drehe, das sage ich häufiger an dieser Stelle. Wird das eingebaut. Ein schöner Film lief übrigens am Sonntag, nämlich der Köln-Marathon.

Die haben einen Vierjahresplan, um sich wieder in den Kreis der etablierteren, sportlich noch höherwertigeren Veranstaltungen reinzubieben. Deshalb war Juri auch da, der ja lange bei NN Running und zum Beispiel auch in Hamburg die Leistungssportfelder zusammengebaut hat, der da ein bisschen beratend unterwegs ist, weil der ja eigentlich jetzt bei Feyenoord Rotterdam angestellt ist, also im Fußballbereich und da in der Nachwuchsakademie irgendwas macht. Jedenfalls wollen sie in vier Jahren leistungsmäßig in Richtung Frankfurt, Hamburg, also so in der Kategorie, vielleicht nicht gleich in Richtung Berlin, aber sowas halt wieder sich positionieren. Ohne, dass ich das jetzt gleich kleinreden möchte, ist ambitioniert, weil ich würde fast tippen, dass Hamburg dieses Jahr in diesem World Athletics Ranking sogar vor Berlin liegen könnte. Berlin hat natürlich mit dem Wetter nicht so viel Glück gehabt. Klar, Topzeit vorne, Sebastian Zahwe und so weiter, aber Hamburg war ja letztes Jahr glaube ich schon sechster Platz. Ich glaube, den werden sie dieses Jahr verteidigen können. Das kann sehr gut sein.

Aber es war jetzt ja erst einmal Streckenrekord und so weiter, ja, was soll ich sagen, ja, es war für mich jetzt natürlich dann gleich wieder ein totales überrepräsentiert sein von kenianischen Athletinnen und Athleten, das ist aber leider dann der Move da gewesen. Ist sicher auch nicht so einfach, ja, bei der Konkurrenz, die ja auch in Richtung, wir haben da schon auf Records gesprochen, in Richtung Valencia entsteht, die Deutschen überhaupt da hinzubekommen. Aus deutscher Sicht war natürlich herausragend die Halbmarathonzeit von Esther Pfeiffer zusammen mit Hendrik gelaufen. Also Hendrik hat dann ein Tempo gemacht für Esther, aber das war natürlich auch schon eine sehr ambitionierte Zeit.

Drittbeste je gelaufene, das ist schon mal ein richtiges Wort. Nur Meladkejeta und Koko Stanzeklose-Alfen, also Koko waren schneller. Das ist schon ein Brett. Also da freue ich mich schon auf ihren Umstieg auf Marathon. Soll ja zum nächsten Jahr dann passieren, da bin ich wirklich sehr, sehr gespannt, weil sie jetzt ja ein ganz anderes Leistungsniveau hat, ja einmal schon in Köln, glaube ich, Marathon gelaufen, aber da hat sie bei weitem noch nicht das Leistungsniveau, was sie jetzt über Halbmarathon hat, also da passiert schon was. Und es war windig am Sonntag. Das war vielleicht an den Bildern nicht so zu sehen, aber es war richtig windig. Sehr konstanter Wind aus Westen. Das ist jetzt nicht so störend in Köln, weil relativ viel hat auch so in Häuserzeilen gelaufen wird. Aber da ist sicher nochmal was liegen geblieben. Also da passiert wieder was und jetzt am Wochenende ist ja München Marathon, da ist ja jetzt auch neu entstanden, da bin ich sehr gespannt, wie dann die Rückmeldungen sind, nachdem es ja doch ein sehr langer, zäher, auch nerviger Prozess war, um da wieder hinzukommen.

Ja, also da bin ich immer so jemand, der versucht, neuen Veranstaltern, glaube ich, so ein bisschen, also die müssen das erstmal, denen muss man, glaube ich, ein bisschen Gelegenheit vielleicht auch geben. Es sind jetzt ja keine unerfahrenen Macher, die jetzt hinter München-Macher stehen, aber alleine der Prozess, das jetzt ausrichten zu dürfen, der war ja schwierig und auch mit juristischen Auseinandersetzungen verbunden. Insofern, ich bin aber auch sehr gespannt, ob das eben für München als Stadt, die ja, glaube ich, wahnsinnig viel bietet, vielleicht auch neue läuferische Impulse sein können und glaube aber auch, dass man da vielleicht einfach zwei, drei Jahre ins Land ziehen lassen muss. Alleine aus Marketingsicht war es, glaube ich, schwierig, dass du drei Monate vor Ausrichtung erst mal von Gerichtsseite den Bescheid bekommst, ja, du darfst das jetzt machen, das ist jetzt nicht ganz so viel Vorlauf. Also bin ich aber sehr gespannt und würde mich sehr freuen, wenn das in München eine feste Größe zukünftig wird im Laufkalender. Nina Völkel startet da, bin ich auch sehr gespannt. Die hat ja auch eigentlich ein sehr, sehr cooles Frühjahr gehabt und einen sehr coolen Sommer gehabt.

Christina Händel auch. Christina Händel auch. Also das ist schon wirklich gutes Niveau da bei den Frauen mindestens. Ich glaube auch, Laura Hottenrott läuft Halbmarathon. Also da schauen wir noch mal nächste Woche ein bisschen drauf, ist ja klar. Ich muss jetzt zum Zahnarzt, weil mir ja wieder der Schneidezahn ausgefallen war vor zweieinhalb Wochen während der WM. Haha, lustig, war gar nicht lustig. Jetzt kriege ich gleich hoffentlich einen neuen, ich sehe immer noch aus wie ein Pirat. Aber zum Glück, Philipp, haben wir ja ein sehr, sehr geiles Gespräch schon mit unserem Gast aufgezeichnet. Ja, wir haben einen alten Bekannten mal wieder bei uns zu Gast, worüber wir uns sehr freuen, nämlich Florian Neuschwander und der ist ja nach wie vor so umtriebig, wie man ihn kennt in Sachen Eigenkreation von großartigen Herausforderungen, beispielsweise dieses Jahr eben auch mit der Bodensee-Umrundung, der Fastest Non-Time, die er dort auch gelaufen ist, wir sprechen über, Sein Training über Wertschätzung von Herausforderungen, über die Art und Weise, wie er sich auf Dinge vorbereitet, was er zukünftig noch vorhat und vieles mehr und war wieder ein sehr, sehr cooles Gespräch mit Flo, freuen wir uns drauf und holen ihn jetzt dazu.

Ja Flo, erstmal herzlich willkommen bei uns. Gut, dass es mal wieder sehr kurzfristig geklappt hat. Vor allem, dass es endlich mal wieder bei uns mit dir zusammengeklappt hat. Es war ja ein sehr aufregender Sommer mit Leichtathletik-WM und natürlich jetzt schon den ersten Marathons und so weiter. Wie stark triggert dich eigentlich noch so eine Leichtathletik-WM? Macht das noch was mit dir? Verfolgst du die überhaupt noch? gut, die war jetzt natürlich auch nicht so richtig durchjahrbar, nicht so richtig in unserem Zeitfenster. Ja, Servus erstmal, genau. Natürlich verfolge ich sowas, also ich verfolge alles, was in der Leichtathletik passiert und was im Laufbereich passiert und natürlich phänomenal mit den Ergebnissen, also sowieso Amanal Petros, das war sensationell, wie ich morgens hier ins Handy reingeguckt habe, sehe ich den Endspurt, dann dachte ich schon, oh Gott, das wird nur Silber, ich habe es schon gesehen, ich habe es leider schon geahnt, Aber trotzdem ein krasses Rennen, also mega Respekt, das war, finde ich schon noch immer sehr, sehr spannend alles.

Hast du dann noch so eine Sehnsucht mal wieder auf so richtig Leichtathletik und Bahn oder sowas? Weil manchmal hast du ja so Anwandlungen, dass du denkst, okay, ich muss jetzt nochmal irgendwie 5, 2 Meter auf der Bahn laufen oder so. Ja, auf jeden Fall. Also das inspiriert mich auch noch, da vielleicht nochmal das eine oder andere Mal die Spikes zu schnüren oder so. Aber na gut, im Alter wird man halt nicht unbedingt schneller. Das ist halt auch leider so. Aber ich gebe mal noch große Mühe, um noch schnell zu rennen. Bikes würde ich jetzt nicht mehr anziehen. Das ist, glaube ich, nicht so gut insgesamt. Aber so auf der Straße habe ich noch was vor. Ja, das klingt sehr gut. Ich glaube, das ist ja so ein bisschen vielleicht auch ein Geheimnis im, ich glaube, das darf ich schon sagen, weil ich bin ja ähnlich alt, in fortschreitendem Alter, um da leistungstechnisch den Verfall nicht zu weit fortschreiten zu lassen. Ist, glaube ich, ein komplexes Training schon sinnvoll. Ich meine, du wirst, glaube ich, schon inzwischen vor allem dafür bekannt, Flo, dass du natürlich krasse Ausdauer-Challenges jedes Jahr aufs Neue dir ausdenkst und umsetzt. Kommen wir natürlich später noch drauf auf so Themen wie Bodensee-Umrundung. Aber ich glaube, ein Aspekt, der dich da auch für befähigt, ist natürlich, dass du trotzdem noch relativ.

Vielseitig trainierst oder zumindest ein Bewusstsein hast, dass vielseitiges Training natürlich hilft, diese Schnelligkeit, die du vielleicht früher ja auch schon hattest, von Beginn auf Bahn, Cross und so weiter, dass man das so ein bisschen konserviert. Wenn man das natürlich überhaupt gar nicht mehr toucht, sondern nur noch lang, lang, lang, viele Kilometer, dann geht sowas ja relativ schnell, glaube ich, so ein bisschen verloren.

Wie strukturierst du dein Training? Ich glaube, man hat oft den Eindruck von außen, das ist nur Bauchgefühl. Helf uns mal, ist es so? Oder hast du da schon so ein bisschen eine Struktur irgendwo drin? Ja, ja, Struktur schon. Aber ich habe jetzt keinen fixen Trainingsplan. Aber jetzt zum Beispiel letzten Winter wusste ich, ich will im Februar in Bad Füssing in Halbmarathon rennen. Also habe ich natürlich schon zwölf Wochen daraufhin trainiert. Oh krass, ja. Und auch sehr gut trainiert und natürlich auch Intervalle trainiert in Halbmarathon-Pace oder in 10-Kilometer-Pace und so weiter. Zweimal die Woche halt schon ordentlich Tempo gemacht, hauptsächlich auf dem Laufband, wie es bekannt ist, was ich gerne im Winter mache, weil es auch Sinn macht. Und ja, dann hatte ich vorher natürlich auch Laktattest gemacht, um die Werte zu bestimmen und danach schon trainiert. Aber ich mache es auch schon viel noch trotzdem aus dem Bauchgefühl. Aber so ein bisschen Struktur ist schon drin, auch wenn es nicht so aussieht von außen vielleicht. Aber ich weiß ja, was man laufen muss für einen schnellen Halbmalen zu rennen, was man dann im Training so an Intervallen machen muss. Und ja, das hat dann dieses Jahr ja gut funktioniert. Dann bin ich noch meine 15 Jahre alte Bestzeit geknackt. Das ist krass. Das ist wirklich krass. Erstmal unter 66, eine Sekunde drunter, 65, 59. Das ist ein starker.

Das war mein persönliches Highlight für dieses Jahr auf jeden Fall. Mein persönlicher Halbmarathon-Rekord noch zu brechen. Also das ist ja genau so ein Punkt. Normalerweise würde man denken, sorry, Halbmarathon läuft Flo doch zum Frühstück. Aber darum ging es ja nicht. Es ging ja darum, da kommt es, der alte Mann gegen die Uhr, diesen Rekord noch mal anzugreifen. Und dann geht das tatsächlich unter, wahrscheinlich wegen der Instagram-Realität, die ja anders aussieht als das tägliche Training, weil das oft vielleicht ein bisschen zu langweilig ist.

Dass du dann halt komplett fokussiert auf einen Halbmarathon das Ding ja zuspitzt. Weil ich habe jetzt gedacht, okay, ich hatte mir vorgenommen, diesen Bodensee-Umrundungslauf, also habe ich im Winter schon entsprechend, und dann sagst du, nee, der Halbmarathon in Bad Füssing, dann habe ich auch schon kurz gestockt, habe ich gedacht, okay, Halbmarathon, selbst in einem sehr ordentlichen Tempo für uns Normalfußgänger. Machst du ja schon einfach aus deinem normalen Training heraus. Aber dann diese Zuspitzung zwölf Wochen, das war ja schon dann nochmal so ein richtiges Projekt von dir. Liebes Tagebuch, ich will nochmal ein richtiges Projekt. Naja, also wie gesagt, so Bestzeit ist halt immer cool. Jeder freut sich, wenn er irgendwie noch Bestzeit rennt. Und das war so mein persönliches Highlight. Und eigentlich hatte ich auch noch mehr vor. Eigentlich wollte ich halt noch zehn Kilometer machen und Bestzeit rennen. Aber ja gut, so viel auf einmal ist manchmal auch nicht gut. Also ich war ja schon froh, dass das mit dem Halbmann überhaupt geklappt hat. Und danach hat mich wieder, wie es manchmal so ist, eine Krippe erwischt. Eigentlich wollte ich Deutsche Meisterschaft Marathon rennen und habe mir da auch schon vorgenommen, in Richtung 2017, 2018 sowas zu rennen, was halt schon für mich nochmal krass gewesen wäre. Aber na gut, wir haben ja noch nächstes Jahr. Ja.

Ist Deutsche Meisterschaftenmarathon, muss ich jetzt überlegen, wieder in Hannover? Ja, genau, wieder in Hannover, aber wahrscheinlich starte ich nicht bei der Deutschen Meisterschaft, sondern in Düsseldorf. Da hast du ja dieses Jahr, glaube ich, meine ich, auch den Halbmarathon gewonnen. Also im Rahmen des Düsseldorf-Marathons gab es ja auch einen Halbmarathon. Genau. Den hast du dann ja auch quasi gewinnen können. Das heißt, du bist so grundlegend mal mit den Örtlichkeiten und Streckenbeschaffenheiten da schon vertraut sozusagen. Ja, genau. Das war auch ganz gut eigentlich. Da noch eine 67 gelaufen im Halbmarathon in Düsseldorf und da konnte ich gewinnen vor den Pfeifers.

Ja, das war halt auch ganz cool auf jeden Fall. Aber in Düsseldorf ist mit Brücke rauf, runter. Also das ist jetzt nicht so flach wie Hannover. Also jetzt war jetzt in Richtung Bestseitenknacken gedacht. Ja gut, die Marathonstrecke weiß ich gar nicht genau, der Halbmarathon ist teilweise die Marathonstrecke, ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht, aber im Halbmarathon war schon relativ flach, was halt schwierig war, waren schon viele Gleise, also so S-Bahn-Schienen oder was das war. Also da hat die Esther dann auch irgendwie ein bisschen mitgekämpft mit den Eilenbahnschienen. Da waren sehr viele Überquerungen. Aber Brücken war aber, glaube ich, nur eine oder so. Jetzt im Halbmartern. Das war jetzt nicht so wild.

Ich kann mich erinnern, das erste Mal, dass Hendrik da wahrscheinlich gelaufen ist. Da ist er, glaube ich... Das war die Bühne damals, glaube ich, sogar. Ja, genau. Und das war richtig gut. Damals ja noch ohne Schlappen, also ohne Carbon-Schlappen und so weiter. Aber da hat er auch sowas gesagt, dass man sich sehr konzentrieren musste wegen dieser wechselnden Bodenbeläge. Und ich glaube, es ist so Richtung Ende auch, wo man eben mehrfach die Gleise kreuzt und dann wirklich aufmerksam sein muss. Da eigentlich, wo man den Kopf schon nicht mehr so ganz frisch hat. Na gut, in Berlin gibt es ja auch Schienen teilweise. Aber... In Düsseldorf gab es ein bisschen mehr vor, ich weiß noch nicht mehr, aber ja, geht auch so. Das heißt, ich höre hier aber raus, so einen Altersklassen-DM-Titel, der reizt dich gar nicht quasi, weil ich glaube, ich muss gestehen, ich kenne mich jetzt in den Bestlisten, du musst jetzt ja M40 sein, kenne ich mich jetzt nicht so auch. Wäre der M45. Das wäre perfekt, der Wechsel. Und dann mit einer 65, 57 da reinzugehen, da ist ja quasi, ich würde es mal tippen, da wird nicht viel Konkurrenz für dich vorhanden sein? Ich schaue es nach. Ich schaue es nach.

Also in meiner Arkadien bin ich dieses Jahr mit Abstand der Schnellste mit der Zeit. Ich bin auch sehr gebundert. M40 bin ich ja dieses Jahr noch, also bin ich mit Abstand der Schnellste. Nächster ist mit 68 oder sowas, glaube ich. Das ist ja eine Welt. Ich weiß es aber nicht ganz genau, also ich guckte mir das auch nicht alles an. Aber natürlich habe ich mir die deutschen Rekorde in der M45 mal angeguckt nächstes Jahr. Jetzt bin ich gespannt. ich meine, ganz ehrlich, ich fühle mich eigentlich noch zu jung für so einen Quatsch, aber irgendwie, so kleine Ziele muss man ja irgendwie haben. Die kann man ja mitnehmen, die kann man ja eigentlich passiv mitnehmen, weil wenn du eine geile Performance bringst, nimmst du das natürlich gerne mit. Genau, so ist es ja. Dann will man natürlich einen guten Marathon rennen, vielleicht auch ganz vorne mitnehmen, overall auch vorne mitrennen und wenn dann halt noch so ein deutscher Rekordball rausspringt, ist natürlich noch ein bisschen besser. Würde man sich nicht beschweren, glaube ich.

Also genau so ist es eigentlich. Will ich immer noch versuchen, vielleicht die 220 zu unterwägen im Marathon. Das habe ich halt noch nie geschafft. Und das wäre automatisch dann halt deutscher Rekord. Der M45, der liegt bei 221-00. Und wahrscheinlich auch schon ein paar Jahre alt. Ja, ja, die sind schon etwas älter. Und Halbmalon ist schon noch ambitioniert. Der ist auch noch 66,30. Der Rekord. Das hätte ich gar nicht gedacht. Also wenn ich die Bad Füssinger Zeit von dieses Jahr, nächstes Jahr bringe, dann wäre es auf jeden Fall ein deutscher Rekord. Ich wollte gerade sagen, eine 65 vorne stehend, wäre das natürlich schon auf jeden Fall ein Brett, was, glaube ich, jetzt erstmal längere Zeit untouched bleiben würde. Ja gut, da war ich dieses Jahr, ich glaube, da wäre ich auch Dritter jetzt dieses Jahr in der, Oberhalbbestenliste, also Arne Gabius hält den Rekord in der M40 noch mit 64 hoch, 50 oder so, also Minute knapp schneller und Zweiter war ich schon knapp dran, der war irgendwie, ich glaube, das war sogar Stefni, Herbert Stefni mit 65, 65, 38 oder so. Das war nicht weit weg. Nee, nee, war nicht weit weg, also ja, ich versuche halt so gutes Wintertraining zu machen wie im letzten Winter, weil da war ich echt im Frühjahr Topfit.

Und wenn das klappt, man muss halt immer gesund bleiben, das ist immer das A und O. Aber wenn ich so gut über den Winter komme wie letzten Winter, dann könnte es vielleicht nochmal hinhauen, mal gucken. Da muss ich natürlich sagen, aus Sicht von jemandem, der, also gut, meine Tochter, die wird jetzt dann drei im November, ich glaube eure Kindere, ein Kind, zwei Kinder, weiß ich gar nicht, die sind auch immer noch älter. Aber anyway, es ist natürlich so, Winter finde ich, ist, also jetzt aus meiner Erfahrung, ich wollte gerade sagen, du bereist dich natürlich im Winter gerade auf diese Frühjahrshighlights. Vor, und das ist ja einfach zentraler Bestandteil einer Vorbereitung, die Monate jetzt ab Dezember spätestens, würde ich mal sagen, sind natürlich wahnsinnig wichtig, dass man ja gut durchkommt, wenn du im April irgendwie oder Bad Füssing ist ja im Februar schon, da musst du ja hier in Lember schon richtig drin sein, die sind natürlich von zentraler Bedeutung. Da sag ich mal so, ich bin jetzt gerade nicht undankbar, dass ich jetzt keine großen leistungssportlichen Ambitionen habe, weil es ist sehr schwer, diese kompletten Epidemien hier immer zu dodgen, ich weiß Weiß nicht, wie du das machst. Hast du da irgendwie Geheimtipps? Nee, also wie gesagt, der letzte Winter war super, da habe ich super durchtrainiert. Das war aber auch der erste Winter, wo ich mal nicht krank war.

Deshalb hat das ja auch so gut funktioniert mit der Halbmalung-Bestzeit, weil ich einfach mal durchtrainieren konnte zwölf Wochen. Aber die Winter davor war ich immer mal ein-, zweimal krank für eine Woche, zwei. Und ja gut, da kann man halt keine krasse Form aufbauen. Da kann man natürlich schon irgendwie gut laufen, weil ich halt die Grundlage habe oder so. Aber in Richtung Bestzeit wird dann halt verdammt schwer, wenn man halt ständig irgendwie sowas hat. Das wirft einen halt immer zurück. Und ja, diesen Winter hat halt immer alles geklappt. Toi, toi, toi. Und ich hoffe nochmal auf so einen Winter. Meine Tochter ist jetzt acht Jahre alt. Da passiert zum Glück nicht mehr so viel, wie wenn die von 0 bis 3 oder so ist. Kita und sowas ist halt krass. Da bringen die alles mit.

Ja, ist halt ein bisschen Glücksspiel, gehört halt dazu. Und ich hoffe, dass den Wind dann nochmal so gut wird. Ja, ihr jungen Hüpfer, ihr habt noch Probleme, sage ich euch. Hör mal, weil wir eben dabei waren, ich mache das ja wahnsinnig gerne, so ein bisschen in diesen Bestenlisten stöbern. Ja, aber tatsächlich, die Altersklassenbestenlisten habe ich länger jetzt nicht angeguckt. Ich glaube, zuletzt habe ich die angeguckt zusammen mit Frank Busemann irgendwie rund um die Leichterleg WM, weil der ja auch so ein positiv Verrückter, also richtig verrückt, positiv, positiv Verrückter ist, ja. Der ist gerade auch übrigens Halbmarathon-Bestleistung gelaufen, 1,38, nachdem er in Tokio war, wo er natürlich auch ein bisschen krasse Arbeitszeiten hatte, aber da ja auch bei brutaler Hitze rumgelaufen ist. Ja, krass. Ja, das muss er also für einen 10-Campfer ist das gar nicht so schlecht, muss man sagen. Auf jeden Fall.

Und jetzt habe ich nochmal eben ein bisschen geguckt, weil mich das halt immer interessiert mit diesen Masters-Bestleistungen, ob man die Namen noch kennt, wer dann da so auf Plastik, Also jetzt gucken wir mal eben bei dir Flo, also M45, das sind natürlich auch schon ein paar Namen, also diese ganzen Bestleistungen bis zum Marathon werden schon durchaus geprägt von Günter Mielke. Sagt euch das noch was?

Das ist einer der prägenden Figuren hier aus der Zeit, als der Marathon in Frankfurt noch Höchstmarathon hieß. Vom OSC Höchst. Der ist Jahrgang 42, also schon ganz klein bisschen älter. Ich hoffe, dass er noch lebt. Jedenfalls ist der sowohl über 5.000 und 10.000 auf der Bahn Rekordhalter. 14.35, Freunde der Milchstraße. 30.22. Das ist richtig schnell. Dann aber eben auch Marathon. Die 221-Flo, die du genannt hast, die sind auch von... Ja, die hole ich mir. Günter, falls du aus irgendeinem Grunde das hier hörst, bitte melde dich. Ja, die Challenge ist ausgeworfen. Der Halbmarathon, die hast du auch zitiert, 1.0634, genau, Johann Hopfner, das sagt mir nichts mehr. Der ist eine Legende so in Bayern. Der ist ja nicht aus Bayern. TG Salzbachtal, richtig. Ihr kennt euch aus, sehr gut. Der Name sagt mir was. Den gab es noch, also ich hoffe, der lebt immer noch, aber den gab es schon, als ich damals nach dem Abi aus Bavü nach Bayern gewechselt bin, war der Name hier, ich sage jetzt mal bekannt, weil er irgendwie so lange schon auf einem sehr krassen Niveau unterwegs war. Für wen ist der gestartet?

TG Salzbachtal. Salzsacht. Salzsachtal. Salzsachtal, nicht Salzsachtal. Nicht sein. Es war krass, ich kann mich erinnern, wie ich noch echt Jugendmeisterschaft gelaufen bin. So Deutsche Meisterschaftstraße so 15 Kilometer und sowas. Oder siebeneinhalb Kilometer. Dann waren irgendwie Senioren immer vorher oder danach oder so. Und der ist da halt weit vorne weggestiefelt irgendwie in halt mal dann halt noch in 65, 66 Minuten. Da dachte ich mir so, krass, wie ist denn der drauf? So riesen Abstand zum Zweiten oder so. Also war schon immer ganz krass. Und die 100-Kilometer-Beste hast du dir wahrscheinlich auch schon angeguckt. André Collet von der Aachener TG. Die ist gut. Ja, die ist gut. 6,44. Also 6 Stunden 44, 44. Knapp über dem Viererschnitt. Ich habe natürlich nochmal nachgeschaut. Hans Hopfner, der war natürlich lange Zeit Mitglied. Johann. Richtig, Johann. In Bayern gerne verkürzt Hans.

Hans Hopfner. Er war lange Zeit Mitglied beim LLC-Marathon Regensburg. Deswegen habe ich natürlich mit dem Wechsel nach Regensburg offensichtlich, kommt man da nicht vorbei, weil der da schon eine ganze Ära geprägt hat sozusagen. Aber ich möchte auch nochmal, weil ich gucke natürlich auch bei meiner früheren Disziplin dann immer sehr gerne rein und da ein fettes Shoutout an Jan Schinzi-Lortz, den musst du Philipp auch noch kennen. Ja, der hat den Rekord in der M45. Der ist, glaube ich, eher für schwäbische Vereine gestartet früher. 1426 ist der noch gelaufen. Der ist allerdings einer der weltbesten in seiner Altersklasse über die Hürden. Also der ist noch sehr lange auch deutsche Meisterschaften mitgelaufen, über die hohen Hürden. Die etwas älteren Herren dürfen ja dann wieder über die 99er Hürden laufen. L.G. Forchheim steht hier noch drin, von 2023 ist er gleich zweimal gelaufen, einmal in Bamberg und einmal in Mönchengladbach Jan.

Chapeau, ich verfolge das schon seit Jahren, weil er auch bei Altersklassen-Weltmeisterschaften noch unterwegs ist und da wirklich outstanding ist. Ja, das macht schon Spaß, so hin und wieder mal reinzugucken, aus Neugierde schaue ich auch nochmal eben bei den Frauen rein, weil so dieses, achso, es wird übrigens auch noch, also das so als kleine Idee, in der M90 wird auch noch 10.000 Meter auf der Bahn gelaufen. Ui. Ihr könnt euch noch ein bisschen senkrecht halten, bitte. Das ist ja auch schon krass, ey. Auf Halbmarathon, 303 von Albert Olbrechts vom Ettlinger SV 2005 aufgestellt. Das ist schon mal nicht so schlecht. M90. Habt ihr gehört, ne? Ja. Boah, das hält jung unwahrscheinlich.

Ja, das hält auf jeden Fall jung. Wir hatten gestern eine Geschichte hier beim HR von einem Handballtrainer, der ist 82, der trainiert in der Bezirks-Oberliga, also das ist relativ hoch noch. Der ist aber, also zumindest in der Coaching-Ansprache, ist er auf jeden Fall fitter als die meisten anderen da um ihn herum gewesen. Ah, Sandra Moichner, die hier auch schon bei uns war, ist in der M50 die Rekordhalterin über 5, 10 und 10 Kilometer auf der Straße. Also Marathon, auch Sandra Moichner, 2,39. Das ist die M50 schon.

F50, 2,39. Junge, Junge, Junge, Sandra. Das ist krass. Ja, ja, aber die hat tatsächlich auch die Rekorde in den Altersklassen da drunter. Also nochmal, lauft die in Kassel, da geht es noch ab. Ja, das ist ja, also ihr könnt euch dann ja doch noch nicht so von, also ich meine, Luko Storkin, ich habe ja auch noch immer wieder eine Startnummer um, von diesem leistungssportlichen Denken und Zuspitzen noch nicht so ganz befreien. Also wenn du ganz frei bist, habe ich mal gehört oder gelesen, dann kannst du gut mit dir alleine sein und keine Uhr dabei haben. Ohne Uhr, das geht nicht. Nee, nee. Das würde nicht gehen, glaube ich. Allein, weil ich schon mein Schlaftracker und so, geht ja gar nicht ohne.

Das ist ja das andere. Also die Selbstoptimierung hat dich auch gekascht, ja? Ja, schon. Also natürlich.

Versuch dir schon irgendwie fit zu bleiben. dass man noch lange gutes Leben hat und so. Ja, klar.

Wegen Regeneration und nicht krank werden und so. Sonst noch irgendwelche Sachen? Weil ich tatsächlich jetzt gerade mir selber einen kleinen Versuch auferlegt habe. Ich mache das wahnsinnig ungerne. Ich gehe nicht gern in die Sauna. Ich habe aber tatsächlich jetzt gerade wieder so eine Studie gelesen und jetzt habe ich das mal ausprobiert. Ich kann auch nicht sagen, ob es Ergebnisse hat, aber ich wollte es jetzt wenigstens mal ausprobieren. Also nach dem Training, nach einem eher intensiven Training in die Sauna über drei Wochen, hat in einer Studienkonstellation die Leistung der Probanden bis zur Erschöpfung um bis zu 30 Prozent gesteigert. So, jetzt habe ich euch natürlich wieder was hingeworfen. Bis zu 30 Prozent, Leute, Leute. Jetzt rennt ihr alle in die Saunas. Ich sehe euch schon. Genau. Sauna ist auf jeden Fall besser als Eisbaden, weil Eisbaden hasse ich. Das wäre auch gar nicht meins. Ich bin total bei Flo. Sauna, yes. Sehr gerne sogar. Eisbad, also fühle ich null, null. Also gar nicht mein Ding. Also Eisbad, als Abhärtung oder was so. Auch als Regierungsmaßnahme. Die Wim Hof Eisbäder. Es war ja schon mal sehr en vogue nach harten Einheiten direkt irgendwie ein Eisbad zu machen. Und ich kenne noch die Zeiten in Regensburg mit Mitte 20, wo du dann quasi auf dem Rückweg vom Stadion erst mal noch bei der Tanke vorbeigefahren bist, um dir so einen Sack crushed Eis mit nach Hause zu nehmen. Dann hast du erst mal keines Wasser reingemacht. Also das Eis oben drauf. Und dann zehn Minuten dich da reingehockt, bis komplett alles taub war.

Das muss ich sagen, das ist eine Zeit, die ich jetzt nicht mehr herbeisehene. Und klar, ich meine, das ist ja irgendwie so, du überlistest deinen Körper. So, weißt du, wenn du dir mit dem Hammer aufs Schienbein haust, dann tut das auch erst mit übelst weh und irgendwann lässt der Schmerz nach, so weißt du, der kann sich auch in so ein Eisding reinhauen und dann ist es erst übelst scheiße und wenn du rausgehst, natürlich fühlt es sich besser an, wenn du plötzlich draußen bist, so, und das habe ich dann irgendwie nach ein paar Mal auch für mich nicht mehr eingesehen, muss ich sagen, ganz ehrlich, also das nix. Ich gehe da gerne mal so, Bis zur Schmerz, bis zur Oberschenkel rein, sodass die ein bisschen kühl werden oder so. Aber so komplett, also oben, da kriege ich ja Herzstillstand, kriege ich da. Wir saßen dann mit Pulli, weißt du, so wirklich so eine Wollmütze auf, Hoodie und der Pulli hat sich so ein bisschen hochgekrempelt, so cropmäßig und dann saßt er in deiner Badehose, in einer Badewanne, die halt so bis zum, Hüftbereich alles, deine kompletten Beine halt bedeckt hat und da hast du wirklich nichts mehr irgendwann, also am Anfang extrem unangenehm, so zwei, drei Minuten, dann merkst du halt nichts mehr, weil alles komplett taub ist. Aber ich weiß jetzt auch nicht, ob das so... Ja, ihr seid die richtigen.

Eisterapie-Liebhaber. Das sehe ich schon. Jacuzzi, Whirlpool und Sauna. Das ist auch mein Ding. Tatsächlich, da muss ja jeder für sich selbst wissen, wenn einem Eisbad gut tut, dann okay. Aber bei mir, für meine Muskulatur kommt nur Wärme in Frage. Wärme ist für mich top. Ich war mal im Trainingslager in Mallorca, Da bin ich jedes Mal nach jedem Dauerlauf schön in den Jacuzzi, Whirlpool rein. Und das hat mich super relaxed. Da war ich fit fürs nächste Training, keine Ahnung. Also tatsächlich, auch da mal kurz ein Blick auf die Studienlage. Erstens, Kaltwasserimmersionen, so heißt das ja im Fachjargon, auf keinen Fall bei Ausdauereinheiten. Weil was wollt ihr bei Ausdauereinheiten? Ihr wollt ja eure Mitochondrien. Mit dem Sprechen ist es noch nicht so einfach. Wir nehmen schon wieder am frühen Morgen auf.

Also die Mitochondrien-Produktion wird durch Kälte unterdrückt und geblockt. Also auf keinen Fall Ausdauereinheiten, wie auch immer geartet.

Kaltwasser, das bringt gar nichts. Was du gesagt hast, Philipp, ist natürlich was anderes. Also wenn du hart, also eher Lactazid arbeitest, dann gehst du ja eher auf die durchblutungsfördernde Situation beim Kaltwasser. Dann ist das okay, aber nicht bei Ausdauereinheiten, weil das ja so habituell bei vielen Leuten gemacht wird, dass sie sofort in kaltes Wasser. Wenn ihr eine Ausdauereinheit macht im GA1 oder GA2 Bereich, ihr killt damit den Effekt. Ich habe ja einmal den Selbsttest gemacht, da kam das so auf mit Eisbaden, dann dachte ich, 35 Kilometer Dauerlauf gemacht, irgendwie 3,50er Schnitt und dann dachte ich mir, geil, Eisbaden, ja, das regeneriert, Badewanne voll, Eiswürfel reingeschmissen ohne Ende, mich da fünf Minuten reingehockt und quasi so gezittert und am nächsten Tag, also normal habe ich nach 35 Kilometer im Vierer Schnitt, wenn ich fit bin, habe ich keinen Muskelkater, merke ich eigentlich am nächsten Tag fast nichts.

Und nach diesem Eisbad hatte ich den Muskelkater des Todes. Da hat sich irgendwie anscheinend alles zusammengezogen oder was. Und seitdem hasse ich Eisbäder. Das tat mir überhaupt nicht gut. Keine Ahnung. Ja, und tatsächlich ist es halt auch so, dass es eigentlich nur sehr wenig, also mit einer wissenschaftlich belegten Wirkung, Regenerationsmaßung, ich habe das hier schon ein paar Mal erzählt, aber immer wieder gerne, weil es gerade so gut passt. Es gibt nur sehr wenige Dinge, die eine wissenschaftlich belegte regenerative Funktion haben. Dazu gehört, heiß baden. Wissen.

Ihr seid einfach natürliche Regenerationsmonster, ihr beiden. Es gibt aber noch was anderes. Das könntest du, Philipp, auch machen. Du machst es aber nicht, weil du dein wunderbares Fahrrad... Ich baue mir noch eine Sauna an, nebens laufe mein Sauna. Das wunderbare Fahrrad immer noch da rumstehen hast bei dir. Das ist richtig, ja. eine Viertelstunde ganz locker pedalieren. Ist ein krasser Boost noch, weil du den Stoffwechsel aufrecht hältst? Und du hast ja den Impact weg dann, dadurch, dass du sitzt. Also das sind auf jeden Fall die beiden Regenerationsmaßnahmen, die eine klare Evidenz haben. Alles andere hat nur eine gefühlte Evidenz, die ja auch in Ordnung sein kann. Also Foamrollen und so weiter und so weiter, das kann ja auch alles sich gut anfühlen, Flo, weil du das gesagt hast. Ja, ja. Wenn du meinst, okay, das tut mir gut, dann mach das. Das ist ja alles in Ordnung. Nur die Physiologie nicht ganz außen vor lassen.

Aber ansonsten, wenn man auf die Effektivität schaut, dann ist es heiß baden und ganz locker ran. Was ich gerne mache, ich mache halt gerne eine Sache, also keine Ahnung, dann mache ich mal Sauna oder ab und zu gehe ich dann auch mal nach dem Dauerlauf ins Bett. Wenn es irgendwann mal in den Bach rein, da sieht man ja Videos, wo ich mal im Bach bin oder so, das teste ich dann schon mal gern aus oder hier ein bisschen Foamroller oder sowas, aber da mache ich halt immer nur das eine, um zu sehen, okay, wirkt das jetzt? Gibt es ja mittlerweile tausend Regenerationsmaßnahmen und dann gibt es Leute, die machen halt alles, aber am Ende weiß man gar nicht, was hat jetzt eigentlich was gebracht. Da musst du immer das machen, dann machen die hier Formroller, Reboots, dann noch Eisbad und dann noch das und das und das. Dann bist du den ganzen Tag nur mit solchen Methoden beschäftigt irgendwie. Keine Ahnung.

Ja, dann besser schlafen, weil das ist ja sowieso das Allerbeste. Schlafen ist das Allerbeste. Ja, wir reden ja von aktiver Regeneration und Schlafen ist ja sowieso die Nummer eins. Outstanding von allem, das ist ja eh klar. Genau. Sag mal, weil du ja im Lovely Incel zu Hause bist und ich da immer einen früheren Eisnellauftrainer, der leider schon verstorben ist, der liebe Markus, der hatte immer etwas, wo er gesagt hat, wenn ich das einmal die Woche mache, dann bin ich erstens fit und zweitens kann mir nichts mehr was anhaben, also auch so erkältungsmäßig. Der ist halt auf den Berg gegangen. Ja. Ja, bei euch gibt es ja den einen oder anderen gut zu erklimmenden, aber doch steilen Berg, so rund um die Insel.

Machst du das auch so? Also ich meine, du läufst ja auch Berge hoch, das kann man ja betrachten, aber gehst du auch mal einen Berg hoch, um dich da oben hinzusetzen und den Blick schweifen zu lassen, also auch für den Schädel mal sowas zu machen. Äh, selten. Also ich laufe meistens hoch. Da mache ich oben natürlich schon Stopp und gucke rum. Meistens nutze ich so Einheiten einfach als Ausdauereinheit, Grundlage. Also meistens mache ich das auch nicht schnell auf Tempo, weil im Trail-Bereich will ich eh nicht mehr so wettkampftechnisch angreifen, wahrscheinlich nur auf den kürzeren vielleicht, aber das genieße ich schon. Also da mache ich halt, Läufe in der Natur ist für mich eher dann Genuss und Grundlage. Und geballert wird halt auf dem Laufband im Keller und auf der Straße. Aber so Läufe wie gestern bin ich 22, bin mir mit einem Kumpel hier gelaufen. Das war super entspannt und dann laufen wir halt durch die Natur, vielleicht auch mal einen Gipfel hoch und dann oben stoppe ich die Uhr und setze mich mal auch fünf bis zehn Minuten hin oder so und gucke halt in die Ferne, genau. Ja, das ist natürlich schon eine Qualität da, das muss man schon sagen. Ja, das auf jeden Fall. Da hat man seine Ruhe irgendwie und meistens treffe ich auch hier keinen. Also so viele Leute sind jetzt bei mir nicht unterwegs. Und das ist halt dann schon ganz geil, wenn man dann mal abschalten kann und halt ein bisschen seine Ruhe hat.

Und gestern wollte ich ein Tempo machen. Da dachte ich mir, nee, jetzt keinen so Bock. Dann mache ich heute das Tempo. Und gestern dann eher locker so ein bisschen am Berg unterwegs gewesen. Und das ist ganz cool, wenn man das so machen kann. Ja, aber das klingt doch nach der perfekten Kombination, hätte ich mal gesagt, weil für mich.

Haben wir jetzt ja auch im Podcast ab und an schon hier drüber gesprochen, für mich der größte Benefit sozusagen nach meinem Karriereende in Anführungszeichen war, obwohl ich ja schon zig Jahre hier in Regensburg gelebt habe, dass ich komplett, ich laufe ganz anders. Ich kann viele Strecken von früher auch echt nicht mehr sehen, klingt jetzt sehr hart, aber es gibt Runden, es gibt bestimmte Streckenabschnitte, die bist du hundertfach, wahrscheinlich tausendfach gelaufen früher. Das kann ich nicht mehr sehen. Das waren perfekte Strecken für bestimmte Aufgaben, die der Trainingsplan damals einfach mit sich gebracht hat. Und natürlich hast du dann schon häufig auf eine gewisse Pace immer geschaut. Und Laufen ist für mich heute in großen Teilen tatsächlich einfach nur ein Ausgleich. Das heißt, ich laufe heute wirklich Strecken, die bin ich früher niemals gelaufen. Ich hatte aber auch gar keinen Bock, das zu erkunden, weil klar war, das sind Trails im Wald, da läufst du nicht schnell, geht gar nicht schnell von der Bodenbeschaffenheit, von der Steigung etc. Das genieße ich heute aber. Ich sage mal, weil Ralf das vorher angesprochen hat, ohne Uhr laufen, das geht auch nicht. Ich will schon am Ende wissen, was habe ich gemacht so ungefähr? Was kann ich auf Strava hochladen? Ich will es noch auf Strava, genau. Und wenn es nur 10 Kilometer sind, aber ich will zumindest wissen, was habe ich jetzt grob gemacht. Aber ich gucke fast nicht mehr auf die Uhr. Weil wenn ich laufen gehe und sage, das ist das Geile, da finde ich mich total wieder, wenn ich sage, ich will laufen zum Abschalten, zum Genießen, dann laufe ich heute Runden, da ist mir schon klar, vorne rein, das wird jetzt nicht, also wenn du in vierer Schnitt rennst, dann musst du dir übelst ballern, also das ist einfach eine Strecke, die gibt das gar nicht her. Genau.

Und, was war das, Dienstag oder Montag, gleich Montag war das, da läufst du wo lang? Beispiel bei dir, da triffst du morgens, klar, die meisten Menschen, die ernsthafte Jobs haben, nicht wie ich, die arbeiten auch, aber morgens bringst du die Kleine in die Kita, läufst da los und dann bist du auf einmal plötzlich im Wald und da triffst du keine Menschenseele, aber da triffst du vielleicht mal zwei Rehe, weil du dich auch nicht damit rechnen, dass um die Uhrzeit da irgendjemand auftaucht. Und diesen Moment einfach mal kurz stehen zu bleiben und zu beobachten, das ist eine ganz neu gewonnene Freiheit für mich, die ich total genieße, also so ein bisschen dieses eher Faktor-Erlebnis beim Laufen mit reinzunehmen oder auch, natürlich haben wir drüber gesprochen, hier Infinite Trails hatten wir im Austauschflor heute schon drüber gesprochen, so Trail, das war mein erstes Trail-Rennen in Anführungszeichen, ich bin ja da nicht angetreten, um irgendwas zu reißen, sondern einfach eine Veranstaltung, die als Trail-Event ausgeschrieben ist und bin 30 Kilometer sehr entspannt gelaufen. Und ich fand das total geil, weil das ist ganz was anderes wie das, was ich über wahrscheinlich 20 Jahre gemacht habe in Stadien und auf Straßenwettkämpfen. Das ist einfach eine komplett neue Erlebniswelt von Laufen für mich so. Mit Natur, mit Gemeinschaft. Das ist eher so ein bisschen mit den Leuten, wo wir da unterwegs waren, die hast du dann immer wieder an den gleichen Stellen getroffen, bei Verpflegungspunkt oder so. Das ist ein cooles Erlebnis, sag ich jetzt mal. Genau.

Und das ist für mich natürlich eine total große Führung. Freiheit. Wenn man das dann so wie du kombiniert mit, ich sag mal, ich mach eine Grundlageneinheit, klar, Incel, natürlich total geil, was da landschaftlich drumherum ist, ich mach eine Grundlageneinheit mit, vielleicht auch mit ein paar Höhenmetern, mit einer geilen Aussicht und ich nehm mir die Zeit, das auch wirklich zu genießen, in Kombination mit, ich hab aber auch Ambitionen und ich setze mir bewusst dann auch.

Herausfordernde Tempoeinheiten auf einem Laufband oder auf einer Straße. Das ist, glaube ich, für mich so Best-Case-Szenario, wie man diese komplette Erlebniswelt, aber auch vom Trainingseffekt das heutzutage gut kombinieren kann, glaube ich. Ja, auf jeden Fall. Genauso sehe ich das auch. Das ist ja nichts anderes als polarisiertes Training. Du läufst halt ganz easy in der Natur, da gucke ich eigentlich auch auf keinen Puls und nichts und keinen Pace, sondern am Berg, wie du schon sagst, kann man halt keinen Viererschnitt mehr rennen. Und die harten Intervalleinheiten, wenn man halt noch was reißen will, die muss man halt natürlich auch machen, aber die muss ich sagen, mache ich immer noch sehr gern, vor allem Laufband und Tausend auch, und ja, für mich macht das immer noch sehr, sehr viel Spaß, also gerade die Kombination halt von Entspannung locker am Berg irgendwie und mal neue, Trails entdecken und sowas, aber dann auf der anderen Seite noch ordentlich Gas geben, das ist für mich perfekt.

So, weil wir gerade bei den Trail-Anfängen von Philipp waren, ich bin da noch nicht ganz sicher, ob er da nicht dann doch nochmal in diesen Leistungsbereich abgibt, was ich zum ersten Mal… Wie Jan Frodeno zum Beispiel. Ja, zum Beispiel, aber in dem Zug habe ich natürlich, glaube ich, so intensiv wie noch nie und wahrscheinlich auch, weil es so gut gecovert war, wie ich das noch nicht gesehen habe, die Mountain- und Trail-Weltmeisterschaften da an der spanisch-französischen Grenze sehr intensiv geguckt. Also erstmal wirklich geil umgesetzt, ja. Also großer Sport, muss ich echt sagen. Also wirklich Props an die Kollegen machen natürlich jetzt auch die digitalen Optionen mit sehr kleinen Kameras. Das wollte ich gerade sagen, das sind komplett andere technische Möglichkeiten, das natürlich geil zu präsentieren, weil ich glaube wahrscheinlich die Events früher... Ohne es zu wissen, aber jetzt einfach mal nur meine persönliche Einschätzung, die waren früher vielleicht ja ähnlich geil, an ähnlich geilen Orten, vielleicht nicht ganz so endgradig professionell organisiert, wie das vielleicht heute auch durch mehr Sponsoren möglich ist, aber am Ende waren die Events ja früher, vielleicht auch vor zehn Jahren schon eigentlich cool, auch landschaftlich cool, nur niemand hat es gesehen, wenn du nicht dabei warst. Das hat halt niemand mitgekriegt. Durch die technischen Möglichkeiten, wie du sagst, Ralf. Du hast dann wegen mir ein E-Mountainbike und vorne eine fest installierte GoPro oder eine Drohne. Dann brauchst du kein Heli und kein... Es war noch ein bisschen anders. Ja, okay, ich bin gespannt. Es war einfach ein Handy, ein iPhone.

Nicht ganz unähnlich tatsächlich. Also die hatten für wirklich die krassesten Strecken, also es gibt ja Abhil, wo man praktisch knapp sieben Kilometer nur bergauf. Genau, Berglauf. Das letzte Stück waren 30% Steigung. 30% Steigung. Leute, das ist so steil, da müsst ihr euch mit den Händen nach vorne abstützen, damit ihr nicht runterrutscht. Wir hatten einen Abschnitt bei der Alpenüberquerung, Felix und ich. Ja, da komme ich gleich noch zu, mein Freund. Wir sind den Abschnitt gegangen. Das sage ich, wie es ist. Ja, da muss man auch gehen. Da läuft ja keiner mehr, außer Kilian Joné vielleicht. Ja, da gibt es ja so eine spezielle Technik dann, die Nina, da müssen wir auch nochmal sprechen, die ja zweifach Weltmeisterin geworden ist. Die hat Appel gewonnen und dann nachher den Trail auch noch. Die ist da halt mit so einer speziellen Technik hoch. Das sieht von der Seite ein bisschen aus wie.

Muss man sich angucken. Guckt euch das nochmal an. Wir können das nochmal verlinken hier in den Shownotes, weil da gibt es eine sehr gute YouTube-Aufzeichnung von. Die steht noch im Netz. Also man drückt ja praktisch dann seine Knie mit den Händen jeweils runter. Und zwar dauerhaft. Also man stützt sich auf den Oberschenkel so ab. Genau, man stützt sich auf den Oberschenkeln jeweils ab und unterstützt dann praktisch. Das ist ja wie Treppen gehen, wie eine sehr steile Treppe gehen, so ist das dann ungefähr, mit einem relativ weiten Ausfallschritt dann. Aber krass ist. So, und was war da, Philipp? Da sind natürlich die Kameraleute mitgegangen. Ach, krass. Ja, also die hatten halt Topläufer verpflichtet für unterschiedliche Segmente, also schon beim Uphill, die diese Segmente mitgegangen, mitgelaufen sind. Also vorher gab es ja auch so kleine Reserpentinen-Geschichten, wo es auch schon steil war, aber nicht so krass steil. Ja, das heißt, die hatten bestimmt vier oder fünf Männer in dem Fall, aber die sind ja auch das Männerrennen mitgegangen, mitgelaufen, ja, die immer Segmente dann halt verfolgt haben und Hinterläufern her. Das war schon richtig cool. Also es war als Bildmaterial schon... Als Bild schon, ja. Also mal jetzt von Drohnen und so abgesehen, ihr habt ein tolles Wetter, das war direkt an der Grenze da in Pyrenäen, also super, super, super schön, ja. Und dann bei dem zweiten WM-Titel von der Nina, da ist sie ja so unfassbar einen Berg runtergelaufen.

Da geht nur Mountainbike, oder? Da ist dann halt eine Mischung gewesen aus Mountainbike. Aber ich meine, Flo, du weißt das ja, was da abgeht und was für eine Geschwindigkeit die da läuft. Und natürlich bist du ja in den Traversen als Fußgänger, als Läuferin viel schneller, als jetzt ein Mountainbike um die Kurve kommen kann. Viel schneller, viel schneller. Ja, so und dann sind die mit einem Mountainbike hinterher und das alleine. Es tut mir leid, das finde ich schon ziemlich geil. Das sah überragend aus. Du hast das Gefühl gehabt, ey, die läuft nicht, die fliegt da runter. Mit einer Leichtigkeit, ja, sensationell. Du musst mal die Splits mal auf Strava rausgucken, wenn sie Strava hat, aber das geht dann schon, wenn es gut laufbar ist, wenn der Untergrund nicht zutechnisch ist, geht das halt in Richtung 3.0 oder sogar vielleicht sogar drunter der letzte Kilometer, wenn das richtig staunen geht. Ja, und dann hast du ja zweimal runter, zweimal rauf gehabt und die Raufpassage war dann wieder mitgelaufen.

Ja. Also das wurde dann halt praktisch das Live-Signal dann übergeben an den nächsten Läufer. Also das war halt jetzt auch von der Idee, wie man so ein Event transportiert, dass man eben sowohl diese Unmittelbarkeit des Runterlaufens mal sieht und dann mal eine Idee von der Geschwindigkeit kriegt. Wenn du ja sonst auf so einen Berg drauf gucken würdest und dann siehst du da so eine Figur runterlaufen, das sieht sicher auch cool aus, die Bilder gibt es natürlich auch, Aber ist natürlich die Geschwindigkeit gar nicht so nachvollziehbar. Aber das Hinterherfahren darunter, unfassbar, unfassbar.

Und das hatte ich auch gar nicht auf dem Schirm. Das war ein relativ kleiner Ort an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Ein riesengroßes Gebäude, eine alte Bahnstation, das jetzt ein Fünf-Sterne-Hotel ist.

Unglaublich schön. Wer es sich leisten kann von euch, ihr Lieben? Ich nicht, aber ich glaube, es lohnt sich da mal, ein Wochenende zu verbringen. Erstens, wunderschöne Gegend und ein sensationelles Gebäude. Da wurden wohl früher die Schmuggelgüter gegründet. Von den Deutschen durch Frankreich nach Spanien am Ende des Zweiten Weltkrieges verbracht.

Also nächstes Mal, nächste Podcast-Gast Nina. Ja, das müssen wir unbedingt, übrigens die arbeitet voll. Wenn die Zeit es ermöglicht, dann total gerne natürlich. Ich wollte da nochmal einhaken, weil, ohne dass wir da jetzt einen großen Schwerpunkt draus machen, Weil wir wollen natürlich mit Flo noch über sein Bodensee-Projekt nicht zuletzt auch sprechen. Aber was ich halt so sehe, wie diese Berglauf-WM war, also in der Art und Weise, wie man heute das darstellen kann, aufgreifen kann, eine größere Zielgruppe vermitteln kann. Oder nehmen wir Golden Trail Series. Golden Trail Series ist jetzt, glaube ich, im Mainstream laufen, vielleicht noch nicht 100 Prozent angekommen. Aber das wird teilweise, glaube ich, bei Eurosport 2 live übertragen. Auch einfach, weil die technischen Möglichkeiten heute vorhanden sind. Ohne dass du eine fette Kamera à la Marathon auf einem Motorrad, was aber auch da nicht hochfahren könnte, das brauchen wir heute nicht mehr. Heute gibt es die Möglichkeit mit einem, was weiß ich, iPhone Pro Max, mit einer GoPro, mit einer Drohne.

Extrem geile, auch teilweise 4K-Live-Bilder zu produzieren, an einem Berg in extrem entlegenen Regionen, was natürlich diesen Sport extrem appealing macht. Das ist natürlich extrem geile Bilder, geile Landschaft und ich per se als Sportfan, als Lauffan, ich fühle das natürlich. Aber es hat, finde ich, auch so ein bisschen den fahlen Beigeschmack, in Anführungszeichen. Ich bin erstmal großer Fan, wenn man Menschen für Bewegung animiert. Das ist erstmal, möchte ich nochmal voranstellen, bevor jetzt hier mein Rant kommt. Also das ist erstmal total geil, wenn man Menschen für eine Sportart schafft zu begeistern, die vielleicht vorher keinen Sport gemacht haben oder die sich neue Herausforderungen suchen. Das ist alles erstmal ganz, ganz toll. Aber ich finde, man darf nicht unterschätzen. Und ich finde, auch bei den Infinite Trails haben wir ja so eine Einsteigerrunde noch gemacht, sag ich jetzt mal, mit 30 Kilometern und 2000 Höhenmeter.

2000 Höhenmeter musst du auch erstmal negativ machen, das ist was, wo du, also das nur für die Leute, die da keine Vorstellung haben, also wenn ihr aus einer Region von Hamburg kommt, schöne Stadt, dann wird es relativ schwer, sich auf sowas vorzubereiten, sag ich jetzt mal. Und was ich schon so den Eindruck habe durch diese Bilder, durch Social Media, weil natürlich auch reichweitenstarke Menschen häufiger an solchen Events teilnehmen, es schafft eine Begehrlichkeit, dass man daran teilnehmen möchte. Das ist ja erstmal nichts Verkehrtes, aber ich habe heute den Eindruck, dass man Menschen viel leichter damit bewegt, sich für irgendwelche krassen Herausforderungen anzumelden, Ultras. Also teilweise aber auch wirklich Ultras, da gehen wir direkt auf so gefühlt 100k, weißt du so, früher war Marathon das höchste der Gefühle, was man sich in seinem Leben vielleicht mal erträumt hat, in einer normalen Stadt, ja, heute ist es dann 100k irgendwie Trail-Lauf oder so und ich finde, das ist nicht nur geil, weil ich glaube, dass manche Menschen komplett überfordert in dem, was sie da machen wir wollen jetzt nicht auf die, ganz neuesten Trends und die jetzt auch kürzlich erst stattgefunden haben, wo ja auch der.

Maximale Schmerzmittel-Intake am Start war so, das finde ich jetzt, ich finde es in manchen Dingen nicht einfach übertrieben, muss ich einfach sagen. Ich will jetzt gar nicht wie der ewig gestrige klingen, aber was ich sagen will ist, der Respekt bei Infinite Trail, der Respekt vor der Stanzi geht verloren bei Menschen, glaube ich, ein bisschen. Das ist ein Problem. In Infinite Trails im Großen und Ganzen, glaube ich, waren die, die da waren, aber ich bin natürlich auch nur die 30 gelaufen. Ich kann gar nicht sagen, wie Menschen fit waren auf 45 oder es gab ja auch, 65, ich glaube die 65er wurde ein bisschen verkürzt wegen des Wetters, weil wir hatten ja am Tag davor Dauerregen, das heißt auf den Schneegipfeln lag ja Schnee, also und die hatten ja bei der 65 oder ich glaube eigentlich wären 70 gewesen, glaube ich, drei Gipfel zu erklimmen, roundabout zweieinhalb oder ein bisschen drüber, deswegen wurde die Strecke ein bisschen angepasst, aber da sind nur 200 Leute gestartet und ich hoffe mal, ja die 200, die gestartet sind, hoffe ich mal, waren auch natürlich irgendwie erfahrene Veteranen, die wussten, was sie da machen. Das ist kein Spaß, ja. Das ist also, es kann schon Spaß sein, aber nur, wenn du ein entsprechendes Fitnesslevel da mitbringst, ne. Und bei der 30.

Sagen wir es mal so, es gab augenscheinlich, ich war natürlich in einem Bereich des Feldes unterwegs, wo ich jetzt von meinem Leistungsvermögen nicht extrem gefordert war, ich versuche es jetzt immer sehr diplomatisch auszudrücken, da hast du natürlich auch andere Einblicke bekommen, die ich sonst nicht sehen würde. Und da gab es jetzt Leute, die, glaube ich, übrigens ähnlich wie ich, sowas noch nie gemacht haben, aber auch sich im Vorfeld nicht ganz so viele Gedanken gemacht haben, was sie da so erwartet, sage ich jetzt mal vorsichtig ausgedrückt. Die haben das dann schon geschafft, so irgendwie. Aber die Frage ist ja immer, willst du eine sportliche Herausforderung annehmen oder als vielleicht auch großes Ziel haben, wo du dich vielleicht auch mal ein Jahr darauf vorbereitest.

Und das dann bestmöglich absolvieren? oder willst du Dinge irgendwie absolvieren? Und mit dem irgendwie spielen dann oft häufig halt natürlich Aspekte mit wie, ist das noch gesund? Macht das noch Spaß? Und hast du danach Bock, das vielleicht nochmal zu machen? Und manchmal, auch vielleicht durch digitale Medien getrieben, habe ich so den Eindruck, man meint, es gibt Menschen, die meinen, sie müssen immer irgendwas super krass Extremes machen, weil so ein Marathon ist ja gefühlt nichts Besonderes mehr. Das macht ja eh schon jeder. Das ist aber auch eine, finde ich, falsche Wahrnehmung. Das ist dann vielleicht eine Wahrnehmung in deiner Bubble oder in einer sehr selektiven Social-Media-Bubble. Ein Marathon ist, glaube ich, immer noch, wenn man wahrscheinlich das statistisch auf die Weltbevölkerung umlegt, machen das Gefühl, zwei Prozent der Weltbevölkerung einmal in ihrem Leben so ungefähr. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, so vor 10, 15 Jahren, da war ein Marathon noch was, was wertgeschätzt wurde, das ist heute so ein Ding, das muss man mal so zwischendurch machen und danach aber direkt die Anmeldung für irgendein, was auch immer, Ultra und das ist was, wo du dann vielleicht noch deine drei Likes einkassieren kannst, das ist so ein bisschen meine Wahrnehmung in der heutigen Laufsportwelt.

Ich sehe Flo nicken. Ne, ne, das ist eigentlich korrekt, also wie du schon sagst, also früher, Ralf kennt das vielleicht auch noch. Ich habe ja, keine Ahnung, früher schon alle Laufmagazine so gelesen. Früher kann ich mich so erinnern, da gab es ja so Experimente, sage ich mal, von Null auf Marathon. Das wurde auch ärztlich begleitet und da haben die schon Schiss gehabt, von Null auf Marathon ist das gesund. Das wurde irgendwie auch ärztlich begleitet und irgendwelche zwölf Wochen direkt Marathon und da gab es schon so Stimmen so, okay, ist das jetzt okay, wenn man das macht oder ist das gesund und so.

Was früher 0 auf Marathon war, ist jetzt 0 auf 100 Kilometer, so gefühlt, wenn man Social Media so durchklickt. Auf der einen Seite ist es halt krass, Social Media natürlich bringt die Leute so zum Laufen und Bewegung ist halt immer gut, ist immer besser als natürlich auf der Couch zu sitzen oder gar nichts zu machen. Auch klar, aber man muss halt auch sehen, es gibt trotzdem immer noch viele Neulinge in der Szene, die gerade erst anfangen und die sehen dann halt das irgendwo auf Social Media, dass jeder jetzt irgendein Riesenprojekt macht oder jeder direkt ein Ultra läuft. Und für so Leute, die halt null oder sehr wenig Grundlagenausdauer haben und nicht so wie ich zum Beispiel dann halt von klein auf da quasi das langsam aufgebaut haben, für so Leute ist es natürlich schon gefährlich, da direkt auf die ganz langen Distanzen zu gehen. Das ist halt schon... Es fehlt ein bisschen der Respekt, weil die Leute den Respekt ja gar nicht haben können. Weißt du, wie ich meine? Weil wenn du früher irgendwie mal bis 10 Kilometer herangetastet hast und dann mal einen halben, dann hast du ja ein Feeling ein bisschen, wie das so ist. Aber wenn du das alles gemacht hast? Ich kann mich noch erinnern, mein einziger Trainer, den ich hatte, auf den ich gehört habe, der hat halt gesagt, lauf erst mal 800 und 1500 auf der Bahn vernünftig, dann kann man über 3.000 und 5.000 Meter nachdenken. Und dann bin ich bei 5.000 Meter angelangt, da hat er gesagt.

5.000 muss erst mal eine gute unter 14.30 her, dass du 10.000 auf der Bahn rennen darfst. So war das dann. Und erst wie ich in gute Zehner gerannt bin, hat er gesagt, jetzt kann man mal gucken, vielleicht kann man da mal einen halben auf der Straße laufen und erst wie der halbe dann gut, Gute Zeit da stand, hat er gesagt, okay, Marathon ist halt immer eine ganz andere Geschichte und da hatte ich schon riesen Respekt vor, so Marathon irgendwie, weil 42 Kimme ist jetzt auch nicht so wenig und mittlerweile ist es halt echt so, dass irgendwie der Respekt fehlt. So, keine Ahnung, wenn ich jetzt raus an den Berg gehe, ich habe immer Respekt vor dem Berg und vor der Natur oder so, dann mute ich mir jetzt auch nicht irgendwas ganz übel krasses zu, das überlasse ich dann halt den Alpinisten oder so, aber ich würde nie auf die Idee kommen, jetzt zum Beispiel eine Watzmann-Überschreitung zu machen, weil es einfach für mich viel zu viel ist. Ich gehe dann bis Watzmann-Horeck, da ist für mich Schluss, ich bin nicht schwindelfrei, ich würde das Risiko so nie eingehen, irgendwie so krasse Tour zu machen, ist mir viel zu dafür ist mein Leben und Gesundheit viel zu wichtig und so und ich will meine Tochter noch aufwachsen sehen also das macht für mich gar keinen Sinn das wird alles schon so ein bisschen.

Verzerrt Und jetzt bist du ja sogar noch jemand, der sozusagen also jetzt überspitzt ausgerückt, aber der von dieser, also du lebst ja schon noch davon dass du Partner hast, dass du eine große Reichweite hast, dass du diese Reichweite nutzt um für dich definierte sportliche Herausforderungen bestenfalls dann auch erfolgreich wie beispielsweise die Bodensee um Rundungen FKT zu machen. Das heißt, du wärst ja sogar eigentlich prädestiniert dafür, irgendwelchen kranken Shit die ganze Zeit machen zu wollen, um maximal irgendwie Aufmerksamkeit und Klicks zu farmen. Aber deswegen umso relevanter, finde ich, und auch so gesünder, muss ich sagen, ist ja deine Einstellung zu der ganzen Geschichte so, ja, Herausforderungen, auch Dinge, die du noch nie getan hast, auf der einen Seite ja, aber irgendwie mit einem, ich sag jetzt mal, kalkulierten oder eingeschränkten Risiko und vor allem entsprechenden Vorbereitungen auf sowas. Das ist ja, glaube ich, der maßgebliche Punkt. Ja, was auch so ist, man sieht halt in Social Media, man sieht natürlich schon immer Leute, immer gefühlt immer alle hart am Trainieren und immer länger, immer weiter und auch Intervalle und sowas immer schneller.

Aber ich glaube, das Hauptding ist, dass die Leute einfach sich dort zu krass beeinflussen lassen. Eigentlich muss man auf sich gucken. Und ich höre immer in mich rein, so, okay, und wenn jetzt, wenn jetzt, ich würde nie über den Schmerz laufen. Also wenn ich irgendwas merke, der Fuß tut weh, dann höre ich auf, stopp, dann laufe ich halt nicht weiter. Oder beim Bodenseeprojekt, natürlich war das am Schluss sehr zäh. Aber es war jetzt nur muskulär, die Oberschenkel waren halt dicht, ab Kilometer 70 schon, was ein bisschen doof war. Aber ich wusste direkt vom Körper her, weil ich das schon lange mache, okay, das ist jetzt nur muskulär, da kann ich weiterlaufen, da passiert nichts, da geht nichts kaputt. Und ja, die Oberschenkel ziehen halt, aber das ist jetzt nichts so Dramatisches, da werde ich nichts kaputt machen, wenn ich weiterlaufe. Aber die meisten Leute, glaube ich, können nicht mehr so richtig in sich reinhören und gehen dann auch über Grenzen raus, was halt oftmals nicht so empfehlenswert ist. Ja, ich glaube, das ist so ein Verlangen, sich wieder zu spüren. Ja gut, man kann sich auch bei einem harten Zehner spüren. Ja, aber das ist ja genauso gefährlich, also vielleicht sogar noch gefährlicher, weil die ganz krassen Geschichten mit Todesfällen und so sind eher bei Kürzungen, nicht bei so langen Geschichten. Da muss man schon auch ein bisschen vorsichtig sein.

Insgesamt ist ja der Trend zu sagen, okay, als Veranstalter, ich mache meine Promo oder meine erweiterte Promo über Influencer. Das ist ja ein ganz klarer Trend, dass die großen Veranstaltungen, die großen Verbände halt auch sagen, okay, wir brauchen Influencer. Die kriegen dann einen entsprechenden Startplatz und machen entsprechend Influencing auf ihren Kanälen dazu. Was da, Flo, ja auch wegfällt, sind die langweiligen Einheiten. Ist ja klar, weil die sind halt langweilig. Aber das klickt halt nicht. Eine Grundlageneinheit klickt halt nicht. Warum auch? Vielleicht muss man es mal ausprobieren. Weil deine 8 Stunden bei der 100er Live auf dem Laufband war jetzt von...

Vom Wechsel der Bilder auch nicht so spannend. Aber es ging trotzdem gut ab. Ja, eben. Es ging natürlich trotzdem gut ab. Deshalb ist das halt immer so eine Falle, in die natürlich auch die Außendarstellung dann reinläuft. Weil man sieht halt nur die krassen Einheiten oder Juhu, alles geil, ist halt easy. Man sieht aber den Background nicht. Also wenn jemand wie, ich denke jetzt mal gerade an Mark Tortell, der ist ja ein Läuferläufer. Der ist Profi. der macht das als seinen Lebensunterhalt. Wenn der einen Halbmarathon oder einen Marathon läuft, dann ist es natürlich was vollkommen anderes, als wenn jemand, der vielleicht das erste Mal einen Marathon läuft, sich so einer Herausforderung stellt. Das kann man überhaupt nicht vergleichen miteinander.

Das ist halt etwas, was, glaube ich, dann viele Leute nicht mehr einordnen können, weil sie sich blenden lassen von bestimmten Dingen. Ich kann mich noch gut erinnern, weil du es sagst, Flo, Also nicht nur an die 0 auf 100 Projekte, die dann über, keine Ahnung, Wochen oder eben über ein Jahr hin begleitet wurden. Zu dem Zeitpunkt war aber auch eine 100 Kilometer Deutsche Meisterschaft ein Exotenfestival. Da bist du hingegangen und hast gedacht, okay, was ist denn hier eigentlich drum? Ich kann mich nämlich noch sehr gut daran erinnern. Ich habe mal einen Beitrag gemacht über die 100 Kilometer Meisterschaften. Und ich habe schon mit großem Interesse diese Menschen und die gesamte Veranstaltung, Weil das war natürlich noch im Prinzip unter Ausluss der Öffentlichkeit. Da waren nur Friends and Family und sonst niemand. Und die liefen halt, 100 Kilometer sind ja auf einer Runde gelaufen worden. Also auf einer relativ überschaubaren Runde. Ich glaube, zwei Kilometer Runde oder so. Ähnlich wo 50 Kilometer gehen.

War früher, Birgit Lennart sagt euch ja auch noch was, die im Marathon relativ lange unterwegs war, aber eben auch in diesem Ultra-Bereich. Das war eine absolute Exotenveranstaltung, wo eine ganz kleine Gruppe Menschen, die das natürlich als Sport vorbereitet haben, das waren deutsche Meisterschaften, also die wussten schon, was sie machen. Aber das findest du ja jetzt im Prinzip an jeder dritten Ecke. Das ist tatsächlich so. Und weil wir ja hier auch oft wegen Triathlon unterwegs sind, auch ich mache mal einen Ironman. Das ist eben nicht mal eben, ich mache mal einen Ironman. Also ich meine, was da ein bisschen davor steht, dass man das...

Zu naiv vielleicht angeht, ist, dass der Aufwand anders ist. Also du musst ja dann mal schwimmen gehen und merkst dann, okay, das ist doch weit, dreieinhalb Kilometer schwimmen, 3,8 schwimmen und du brauchst ein Fahrrad und du merkst, ah, das ist doch nicht so schnell, wie ich dachte. 30 Stundenkilometer im Schnitt ist doch ganz schön schnell fahren. Dann wird man, glaube ich, anders geerdet, als wenn man nur in einer Abflugung läuft. Ich hatte jetzt wieder so eine Szene am Wochenende beobachtet beim Köln-Marathon. Da ist halt einer mit einem Kostüm gelaufen als Flash. Das ist ja auch alles lustig und so. Wunderbar. Das wird ja auch gerne genommen. Der war dann halt bei dem Moderator, und sagte dann, ja, nee, er hätte sich gestern Abend überlegt, er läuft mal, weil sein Vater ist halt Läufer. Also der ist halt Läufer-Läufer aus einer Laufgruppe-Vorbereitung. Und er, nee, er hätte nicht vorbereitet, wäre dann halt einfach mal gelaufen. Nur Halbmarathon. Aber das ist dann halt genau das, was dabei rauskommt. Und dann wird es halt auch noch medial gefeiert. Das ist schon nicht unproblematisch.

Die ganze Ultralaufszene, genau, früher war schon krass. Also ich habe das ja von Anfang an mitbekommen. Früher, so der krasseste Verein war eigentlich in Deutschland, das war mega die Randsportart. Da bin ich noch irgendwie auf der Bahn 1500 Meter gerannt und so. Im Saarland damals, da war LTF Marpingen, war eigentlich so der Verein im Ultralaufsport. Habe ich noch nie gehört. LTF Marping, doch, das war die Anfänge des Ultralaufs. Da kamen die absoluten Topläufer her. Rainer Müller und Tanja Hoos, mehrfache deutsche Meisterin im 100-Kilm-Lauf-Straße. Und auch, der hält die zweitschnellste Zeit, weil die 100-Kilm-Lauf-Bestzeit ist von Kashimir Back. Aber Rainer Müller war der zweitschnellste. Der war fast identisch, 6 Stunden 24 oder 6 Stunden 26 im 100-Kilm-Lauf. Also 3,51er Schnitt pro Kilometer und auf jeden Fall, da kam das her, so LTF Mabing, aber das waren echt, wie du sagst, so früher, total die Freaks, da habe ich dann gedacht, was ist denn da los?

So Trainingsanzüge irgendwie dreimal zu groß, weil das alles so abgemagerte kleine Leute waren. Und jetzt hat sich das so entwickelt, dieser Ultralauf, das hätte ich ja persönlich auch nie gedacht, so nie im Leben. Und auch der Trail-Bereich, Das ist ja unfassbar, was da so passiert. Ja, ich glaube, diese Trailsachen, wie gesagt, ich bin weit davon entfernt, das jetzt aus Erfahrungsberichten oder aus eigenen Erfahrungen total allumfassend einschätzen zu können. Aber allein, was ich schon in Bad Gastein gesehen habe, muss ich sagen, war schon... Es war einfach geil organisiert. Wie gesagt, am Vortag nicht mal geiles Wetter. Das war aber einfach, es war in allen Belangen, in allen Punkten, also für dich als Konsument, sag ich jetzt mal, es war ultra geil organisiert.

Es geht bei der Startnummer abholunglos oder bei all diesen Sachen. Das war für mich erst mal ganz neu, für Ultra und Trailhase natürlich ganz normal wahrscheinlich, dass man dann bei diversen Events natürlich auch eine Pflichtausrüstung vorzuweisen hat. Das war vollkommen, ich würde sagen, das war perfekt organisiert. Die Strecke, also die Strecke, die ich kenne oder die ich gelaufen bin, die war geil organisiert. Du konntest alles finden. Klar hast du natürlich deinen GPX-Fall auf der Uhr, hättest du nicht gebraucht. Also das war geil abgesteckt. Bei den etwas herausfordernderen, das waren jetzt nicht viele auf der 30er, aber Streckenabschnitten, wo man so ein bisschen am Fels war. Dann waren dann auch ganz viele Leute von der Bergwacht, die da irgendwie aufgepasst haben, dass da nichts passiert. Es war ultra geil organisiert. Natürlich sind, glaube ich, solchen Events im Trail-Bereich irgendwo Grenzen gesetzt. Du wirst da keine 50.000 Leute wie in Berlin durchscheuchen können. Das geht einfach logistisch, glaube ich, einfach nicht. Beziehungsweise dann würdest du auf der Strecke irgendwo an Engstellen auch einfach Schlange stehen, das will ja niemand. Trotzdem ist das ja inzwischen was, wo du mehrere tausend Menschen da hinkarren kannst. Manchmal ja auch über mehrere Tage da verschiedene Strecken laufen lässt.

Ich verstehe den Reiz, den das ausübt. Aber nochmal, also ich glaube, es ist einfach maßgeblich entscheidend dafür, ist die Medialität, dass die Bilder davon auf Social Media, auf Instagram, vielleicht auf Livestreams, Live-Übertragungen viel verfügbarer sind als vor 10, 15 Jahren. Weil ich weiß, ich musste mir so einen Schmunzeln unterdrücken, als Flo das erzählt hat. Also ich mache mich da auch nicht frei von, dass ich früher auch dachte, Alter, 100 Kilometer Läufer, was sind das für Freaks gewesen vor 15 Jahren, was natürlich vielleicht auch ungerechtfertigt ist, so eine Einschätzung zu haben, aber das war einfach eine sehr spezielle, sehr kleine Zielgruppe damals noch. Und heute ist es massenkompatibel geworden. Heute ist es, weil du darf genügend geile Drohnenshots bei bestem Wetter mit schneebedeckten Gipfeln und dies, das und dann bist du mit dem Stock da und es sieht geil aus, das weckt Begehrlichkeiten und deswegen machen das heute viel, viel mehr Menschen. Also ich glaube übrigens, Infinite Trails, ich glaube, das war ausverkauft. Also die kommen da jetzt schon an Grenzen sozusagen, einfach weil du kannst, wie gesagt, das nicht unbegrenzt erweitern.

Und da gibt es natürlich genügend andere Veranstaltungen, bei denen das genauso ist. Wahrscheinlich Zugspitz-Ultra-Trail ist bestimmt, glaube ich, auch jedes Jahr ausverkauft. und noch viele kleinere Veranstaltungen, das müssen ja nicht nur die großen sein, das heißt der, der, wie soll ich sagen, der normal, in Anführungszeichen, normalo-Läufer, Läuferin, der will eben nicht mehr nur auf der Straße laufen, weil man was krasseres braucht, nicht jeder, wie gesagt, ich will gar nicht pauschalisieren, aber es gibt, glaube ich, auf jeden Fall eine Tendenz, die erkennbar ist, dass Leute krassere Sachen machen wollen, weil Marathon, da kriegst du heute noch ein Zunicken, so ungefähr von deinen Arbeitskollegen, so, naja gut, ich habe gestern auch einen gemacht, so ungefähr. Ist nichts Krasses mehr so. Da warst du früher vielleicht, genau, im Training war mein Long Run so ungefähr jetzt übertrieben, aber da kriegst du keine, ja, weiß ich nicht, da bist du jetzt nichts Besonderes mehr, so nehmen das vielleicht manche wahr und deswegen wird das irgendwie immer extremer, immer krasser, was grundlegend okay ist, wenn die Leute das, glaube ich, auch mit einem entsprechenden Respekt und einer entsprechenden Vorbereitung machen würden und da muss man sagen, sind es halt nicht alle und ja, da muss man auch die Influencer-Kollegen vielleicht hier und da mit einbeziehen.

Jeder darf machen, was er möchte. Das ist total klar. Aber ich glaube, so eine gewisse Awareness für Reichweite und eine Verantwortung für Reichweite, die man hat, die sollte man, glaube ich, nicht komplett ablegen. Also ich würde, ich würde, glaube ich, wenn ich sowas machen würde, das versuchen, schon irgendwie auch mal kritisch hier und da einzuordnen, dass man das jetzt nicht uneingeschränkt weiterempfiehlt. Aber es wird halt in der überwiegenden Mehrheit wird es einfach nur abgekultet und so, jo, geil, so stark. Sollten alle machen, so ungefähr. Das ist, glaube ich, einfach nicht so der richtige Weg. Ja, man leitet ja dann schnell in Whataboutism, dass man sagt, ja, ist besser als auf dem Sofa sitzen. Ist besser als nur Blödsinn essen oder sich in ein Bierzelt setzen zu Vasen oder zu Wiesen oder was auch immer. Das würde der gemeine Inzeller sicher auch nehmen weil da gibt es ja auch eine gewisse Kultur in der Hinsicht, aber.

Das ist ja nicht der Punkt, sondern der Punkt ist ja auf der anderen Seite, Flo, du hast es ja auch gesagt, es treibt ja auch viele Menschen in Bewegung rein. Genau. Nur der Kick zu sagen, okay, ich mache jetzt hier mal drei Wochen einen Onlineplan und dann geht das schon irgendwie mit der Betonung auf irgendwie. Das ist ja, glaube ich, der Punkt. Also so ein vernunftbedingter Ansatz, der ist vielleicht jetzt auch gar nicht ganz so gefragt, weil das dauert zu lange. Es ist ja eine Zähigkeit, über Monate irgendwas vorzubereiten. Das ist ja wirklich etwas, wo man sein Leben sortieren muss, wo man seine Habits sortieren muss, wo man ganz andere Prioritäten setzen muss, wo man vielleicht einen Urlaub da opfert für... Verzichten, das ist auch nicht mehr so en vogue, muss man sagen. Sondern das so mitnehmen im en passant. Genau. Philipp, du warst in Berlin. Hast du das miterlebt, wie da die Hitze eben auch auf die Leute gewirkt hat? Ich habe ein paar Bilder gesehen, wo es sehr, sehr viele Leute gegeben hat, die gewandert haben.

Ich sag's mal so, wir wissen ja, glaube ich, wir drei wissen ja ungefähr, was ideale Marathon-Temperaturen sind und wenn die Vorhersage ist, dass es morgens am Start schon 20 Grad hat und wir wissen ja, es gibt verschiedene Startwellen mit Start vor Zug und dass dann viele Menschen ja auch eben nicht zwei Stunden, sondern eher vier oder fünf Stunden brauchen, da war mir ja schon klar, dass das für die breite Masse nicht gut sein wird, sag ich jetzt mal. Also ich bin, glaube ich, bis Kilometer 25 war ich mit dem Motorrad ja unterwegs für RTL, für die Übertragung und dann haben wir da die Strecke eigentlich verlassen.

Und sind wieder Richtung Brandenburger Tor gefahren und sind erst sehr spät, ich glaube Kilometer 38, 39, wieder Richtung Streckenabschnitte gekommen. Und es war leicht erkennbar, dass wir der Strecke uns sehr nähern, weil einfach die Sirenen lauter geworden sind von den Rettungsfahrzeugen und Krankenwägen. Und das habe ich in der Form noch nie in Berlin erlebt. Klar kann man jetzt sagen, früher als du gelaufen bist, da warst du eh schon lange im Ziel. Aber die letzten Jahre war ich ja trotzdem jedes Jahr beim Marathon für was auch immer im Einsatz. und in diesem extremen Ausmaß habe ich das bislang noch nicht mitbekommen. Wir sind auch an ein paar Punkten vorbeigekommen, wo du gesehen hast, wie da gerade jemand behandelt wurde. Das sah auch, wie man sich das vorstellt, ungeil aus. Das waren Leute, die waren weggetreten. Das sah nicht gut aus. Ich bin rückblickend echt überrascht, positiv überrascht, Gott sei Dank, dass da niemand gestorben ist, weil da gab es einfach zahlreiche Rettungseinsätze, die da nötig waren oder auch teilweise Passanten, die sich um Menschen gekümmert haben, die halt schon einfach offensichtlich nicht mehr Herr der Lage waren und irgendwie, wie soll ich sagen, halluzinierend irgendwie da vor sich hingestolpert sind und sich den Leuten angenommen haben.

Ich will jetzt nicht das nur auf mangelnde Fitness abmünzen oder ummünzen, sondern natürlich kann auch einfach jemand, der gut vorbereitet ist und ambitioniert irgendein Ziel vor Augen hatte, bei solchen Bedingungen kann der natürlich nicht im Rahmen seiner Leistungsmöglichkeiten irgendwie abschneiden. Das kann auch so jemanden dann erwischen das ist ganz klar, aber das war sicherlich mit den.

Bedingungen war das jetzt auch ungeil und da ist die Wahrscheinlichkeit natürlich schon so, dass wenn jemand da am Start ist, der eher underprepared ist, ich versuche es immer diplomatisch auszudrücken, dass das natürlich der absolute Killer sein kann. Ja gut wie du sagst, das kann jeden treffen, aber ich glaube das Hauptding ist auch irgendwie dass viele Leute irgendwie, ja, nicht so richtig irgendwie ihren Körper kennen oder einschätzen können und viele denken dann auch, oh kacke, wenn ich jetzt aufgebe, ein DNF, kommt nicht in Frage, also quäle ich mich durch bis zum Umfallen oder so oder sind sie zu fein, weil sie wissen, sie laden das auf Strava hoch, ein DNF oder geht direkt, was weiß ich, hoch in, genau, Social Media und müssen dann DNF verkünden, was halt keiner irgendwie geil findet, aber das ist halt gar nicht gut.

Diese Situation so, also bei mir, mir ist es völlig egal, wenn ich scheiße drauf bin und ich fühle mich scheiße, dann höre ich sofort auf zu laufen, also ich würde nie auf die Idee kommen, so lange zu laufen, bis ich da komplett zerstört bin oder bis ich umfalle oder kollabiere oder so, ich glaube, das ist auch so ein Problem, dass die Leute sich nicht mehr so richtig einschätzen können oder gerade weil sie denken, okay, DNF sieht halt scheiße aus im Marathon, deshalb versuche ich einfach weiterzulaufen, bis nichts mehr geht, das ist halt auch ein Problem. Ja gut, kostet natürlich auch ein paar Euro, Berlin, Wochenende, Anmeldegebühr, das potenziert sich ja dann in Richtung halber Ironman oder Ironman, da bist du dann gleich schon mit ein paar hundert Euro dabei. Glück, nur Startplatz womöglich auch, dass da war, dass vielleicht jemand sich schon fünf Jahre drauf beworben hat und dann sagt, scheiße, jetzt habe ich nach fünf Jahren bewerben, das erste Mal Glück gehabt, dass ich den Startplatz bekommen habe, jetzt muss ich es irgendwie auch durchziehen. Das sind alles, glaube ich, Faktoren, die da mit reinspielen, auf jeden Fall. Ja, wobei man natürlich auch, weil du das mit Berlin, Philipp, nochmal angesprochen hast, ich glaube, ich kenne keine große Laufveranstaltung, die vom medizinischen Personal und von der Abdeckung der Strecke so gut vorbereitet ist wie Berlin. Das stimmt, das stimmt. Ich habe mir das mal von dem leitenden Arzt da erläutern lassen, das ist schon sehr, sehr smart angesetzt.

Also erstmal natürlich eine Station direkt am Ziel und zwar nicht hinterm Ziel, sondern schon vor dem Ziel stehen die Leute, die schon sehen, okay, da haben schon Leute Probleme, die werden direkt, direkt aufgenommen, die gucken denen in die Augen. Die sind so erfahren und können das. Unterwegs sind mehrere kleinere Gruppen mit Fahrrädern, also die permanent die Strecke scannen und dann halt wirklich ein Netz spannen. Und das ist bei 42 Kilometern durch Berlin. Das ist jetzt nicht ohne. Also das ist schon ein richtiger Aufwand, der da betrieben wird. Aber da machst du ja schon präventiv Dinge, weil du deine Patienten schon kennst. Weil du weißt, dass halt im hinteren Bereich Leute sind, die vielleicht diesen etwas falschen Ehrgeiz treiben. Das ist ja der Punkt daran. Und nochmal, das ist ja auch alles nachvollziehbar. Wie ihr gesagt habt, fünf Jahre gewartet, in der Lotterie drangekommen, einmal in Berlin laufen, dann ist das Wetter ja geil. Es ist ja Sonne, es sieht ja geil aus. Es ist aber wahnsinnig anstrengend für den Organismus. Und dann machst du erst mal weiter. Dann gehst du ein Stück und dann rennst du wieder und dann gehst du ein Stück und rennst wieder. Weil das hast du irgendwo gelesen, dass es gut ist. Wenn man anfängt mit dem Laufen, dann ist das gut. Ja, da fällt mir noch eine Anekdote ein zum Berlin-Marathon.

Der Streckensprecher von Berlin, den kennst du ja auch, Ralf, wahrscheinlich von den vielen Jahren davor. Carsten Holland kennst du, oder?

Oder nicht? Weiß ich nicht genau. Also Carsten Holland war für mich immer der, der den Berlin-Marathon spricht, die Stimme vom Berlin-Marathon an der Strecke. Und der habe ich erst sehr viele Jahre später irgendwann mal kennengelernt, also in Live kennengelernt und erfahren, dass der im echten Leben ja eigentlich Arzt ist. Also der ist Arzt und der ist aber jetzt über viele Jahre schon bei, wahrscheinlich nicht nur beim Marathon, auch beim Halbmarathon weiß ich es, aber wahrscheinlich auch bei den ganzen anderen Events ist er eben Streckensprecher. Und dieses Jahr war es wohl so, also der war im Einsatz, im Einsatz nicht als Arzt, sondern als Einsatzstreckensprecher im Start-Ziel-Bereich. Und da gab es wohl, wie gesagt, es gab mehrere Notfälle, auch teilweise mit Reanimation und da gab es einen Fall, der war kurz vor, ich glaube kurz vor dem Brandenburger Tor hatte ich jetzt im Nachgang gehört, wo er dann dazugekommen ist, weil er dann gesagt hat, bis da jemand anders jetzt hinkommt, von außen sozusagen ein Arzt oder so, das dauert zu lang und dann ist er quasi, während er eigentlich moderiert hat, quasi dahin und hat sich da um die Erstversorgung gekümmert.

Kostet. Ja, aber gehört dazu. Das sieht man ja auch nicht. Das sind ja Sachen, die sieht man nicht. Die sieht die Öffentlichkeit nicht. Aber extrem wichtig. Das ist die Schlagzeile, die du natürlich am allerwenigsten willst. Wie wir es leider ja auch in diesem Jahr immer wieder mal gehabt haben. Dass Menschen dann zu Tode kommen. Also ich meine, da ist dann halt das Ultimum. Aber die Schädigung fängt ja im Zweifel vorher an. Und das ist ja auch eine Form der Vorbereitung. Dass man sich checken lässt, dass man einen Herzcheck macht und so weiter. Und ich weiß nicht, Flo, wie oft du das machst, aber eigentlich jedes Jahr. Zweimal im Jahr auf jeden Fall. Also ich habe es jetzt erst wieder gemacht, letzte Woche.

So, dann erzähl uns noch, wie deine Rundreise um Bodensee war, weil das war schon ein neues Projekt. Mich interessiert erstmal der Schritt dahin, weil wie schaffst du es jedes Jahr aufs Neue, also wir treffen uns eigentlich immer jedes Jahr bei Wings for Life World Run, das ist ja auch so ein Staple in deiner Jahresplanung, aber wie schaffst du es jedes Jahr aufs Neue, dir irgendwelche krassen Challenges erstmal auszudenken? Ja, das war ganz einfach, weil ich ja halt den Rekord um Chiemsee, Ammersee und Starnberger See habe. Und wenn man dann halt um so Seen so rumläuft. Gehen dir immer die Seen aus. Dann denkst du dir, warum ist die Seen aus? Und dann denkt man, okay, was bleibt dann auf der Bodensee? Klar, das war ganz einfach eigentlich. Und das hat schon in meinem Kopf verankert. Und dann war das immer schon so die Idee. Und dann habe ich jetzt dieses Jahr gesagt, okay, ich probiere das halt mal.

Und ja, da habe ich das halt da quasi organisiert und dazu aufgerufen, dass man halt mitlaufen kann, wie ich das halt gern mache, mit anderen zusammenlaufen. Und ja, war dann auf jeden Fall ein cooles Projekt, war halt sehr lang und ich meine, so weit bin ich auch noch erst einmal gelaufen vorher. Von daher wusste ich auch jetzt nicht genau, was passiert. Ich habe mir schon einen straffen Tempoplan eigentlich auferlegt. Ist am Ende natürlich nicht gut gegangen, aber in erster Linie ging es mir dann am Ende darum, das Ding einmal da zu finishen. Und am geilsten war halt einfach, dass dann so viele Leute da auch mitgelaufen sind und mit dem Radl dabei waren. Das war halt schon echt krass.

Also wenn man kurz mal einen Blick in die Facts wirft, die zumindest bei deinem Partner Garmin auch hinterlegt sind, muss man ja sagen es waren knapp 200 Kilometer 198,63, ich schätze mal das ist exakt aus deiner Uhr raus, würde ich jetzt mal Ja, genau. Habe ich mir fast gedacht Du hast ja für 198,63 Kilometer hast du 20 Stunden, 29 Minuten und 32 Sekunden gebraucht, was quasi einem Kilometer Durchschnittszeit von 6 Minuten 11 entspricht Ja ähm, Der Fact, der mich hier am meisten trotzdem anspringt, also erstmal Props dafür natürlich, aber ist, beste Pace, 2,50 pro Kilometer. Wann und wo? Hast du gedacht, das ist jetzt eine gute Idee bei so einem Projekt?

Na, sagen wir mal so, es war schon hart, aber hauptsächlich, weil ich halt irgendwie ab Kilmer 30 schon keine Kohlenhydrate mehr reingekriegt habe, wahrscheinlich habe ich schon zu viel genommen Kohlenhydrate, das ist ja auch so Wissenschaft für sich, wie viel geht es und Zeugs nimmt man, was verträgt man und so weiter, da bin ich jetzt kein so akribischer Typ, ich baller halt rein, was ich denke, was sich gut anfühlt, so wie beim Laufen auch, und ist halt leider nicht so gut gegangen, ab 130 Stunden so Magenprobleme und ab 70 sind dann halt die Oberschenkel komplett zugegangen so.

Aber ich konnte halt weiterlaufen, weil ich wusste, okay, es ist nur muskulär, und zwischendrin auf den Punkt nochmal zurückzukommen, zwischendrin dachte ich mir, okay, fuck, das ist so langsam, was ich hier mache, das ist so scheiße langsam und zwischendrin hat es mich mal kurz gejuckt und bin dann halt mal auf teilweise mal tatsächlich mal auf drei Minuten oder mal kurze Sprints eingelegt. Hat dann auch nicht mehr viel gebracht irgendwie, also hat die Oberschenkel auch nicht gelockert. Ich habe tatsächlich gedacht, ich mache mal so Steigerungsläufe zwischendrin.

Genau, die Oberschenkel nochmal frei laufen, aber es hat halt leider nicht funktioniert. Aber tatsächlich bin ich immer mal wieder so angezogen. Dann dachten die Mitläufer, was ist jetzt mit dem bekloppten Typ da los? Ist der irre oder was? Also ich hätte rein theoretisch viel schneller gekonnt, was ich eigentlich mal machen wollte, aber es war halt einfach, es ist halt einfach eine ganz andere Lauferei, also so ein Halbmarathon in Richtung Bestzeit, laufen und dafür trainieren, finde ich viel einfacher, als so einen krass langen Ultra zu machen. Sag mal, und was hast du denn dann ernährungstechnisch gemacht, wenn du so früh schon Probleme hattest? Ja, ich hatte halt so flüssige Kohlenhydrate und Gels genommen, aber wahrscheinlich war das dann halt zu viel. Das ist ja alles, wie gesagt, so Wissenschaft für sich. Da sind wir auch wieder beim Thema Social Media. Mittlerweile sieht man ja auch, hat man das Gefühl, umso mehr Kohlenhydrate, umso besser, so nach dem Motto. Aber jeder ist ja der individuell, jeder hat ja auch seine eigenen Pulswerte, das kann man nicht vergleichen. Ich vermute mal, dass ich halt viel weniger brauche. Demnächst mache ich wahrscheinlich auch mal so einen Test, wie viel ich eigentlich genau pro Stunde brauche, also so Langzeittest.

Ich vermute mal, dass ich gar nicht mehr als 50 Gramm die Stunde brauche. Man redet ja immer mittlerweile gerade im Ultralaufbereich von teilweise 120 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde, redet man, was die teilweise die Top-Leute aufnehmen. Aber ich glaube, da bin ich weit von entfernt. Ich glaube auch schon aus dem Grund, weil ich im Training nie was zu mir nehme. Ich laufe halt einfach. Ich nehme im Training kein Gel, gar nichts. Ich laufe auch bis 30 Kilometer komplett ohne alles. Und deshalb glaube ich, dass mein Körper einfach gar nicht viel braucht. Ja gut, das musst du ja auch trainieren, logischerweise. Wahrscheinlich war der geschockt, dass du plötzlich so viel da reingeschüttet hast bei der Bewegung. Ja, es ist was Gleiches wie bei Wings for Life World Run. Da habe ich auch immer gedacht, okay, ich habe das natürlich im Training vorher alles ausprobiert. Da hat es auch funktioniert. Aber über die Dauer so viel Kohlenhydrate da, ist für mich dann too much so. Da muss ich selbst noch richtig mal was finden, was irgendwie funktioniert für mich. Das ist gar nicht so einfach, finde ich, das Thema.

Aber ja, ich war froh, dass ich es halt einmal um diesen See da geschafft habe. Also für mich die größte Herausforderung, also jetzt so gedacht, ist natürlich auch der Schlafentzug. Nee, das gar nicht mal. Das fand ich null schlimm. Krass, okay. Also das hat mir gar nichts ausgemacht. Müde war ich überhaupt eigentlich gar nicht. Es war tatsächlich nur, ich musste mich halt hart konzentrieren, dass die Oberschenkel da nicht komplett zugehen und bin dann halt so im Anführungszeichen im Wohlfühltempo halt weiter getrabt.

Und habe halt versucht, dass die Oberschenkel nicht komplett verkrampfen. Habe mich da halt immer, immer 10 Kilometer weitergearbeitet und habe dann halt schon lange Pausen auch gemacht, also viel längere. Eigentlich war es, die reine Laufzeit waren 18 Stunden, das war ja okay. Das war so das, was ich mir vorgestellt habe, aber am Schluss habe ich halt einfach die Pausen viel länger gestaltet, als ich eigentlich wollte. Und dann immer zum Biergarten, Brezel? Nö, ich habe Leute dabei gehabt, die waren im Camper da. Alle 15 Kilometer am Anfang hatte ich halt die Crew stehen und habe mich da dann ernährt. Eigentlich war der Plan maximal fünf Minuten aufhalten und dann direkt weiter im Trinkrucksack halt neue geht's rein und auf geht's. Aber ja, es ist wie bei allen. Also Marathon-Bestzeit läuft man normalerweise auch nicht beim zweiten Marathon. Das braucht halt Zeit und der Körper muss sich an so eine Distanz erstmal gewöhnen, das ist ja Distanz, wann läuft man mal 200 Kilometer, eigentlich nie bitte nie, ja es ist halt eigentlich auch nicht so es ist halt extrem weit und am Ende ist es wenn man mal ehrlich ist, ist es auch nicht mehr so viel Spaß dann, wenn so richtig geil ist es dann nicht mehr also so einen Halbmachadern durchknallen in 307er Pace finde ich da viel entspannter im Verhältnis.

Und vor allem man ist im Ziel halt noch fit irgendwie. Das stimmt. Also ich gehe da schon ans Limit bei so einem Halbwahn oder bei einer Bestzeit, aber irgendwie ist man doch, man sieht ja auch die Kenianer, der läuft einer Weltrekord und tänzelt im Ziel rum wie als Wernix, aber das ist halt, weil die Jungs halt austrainiert sind und die Erholung ist halt viel schneller da irgendwie. Bei so einem Ultra, der ist mal halt völlig völlig am Ende danach im Körper. Ja, ich glaube, das ist der Unterschied. Das ist natürlich auch für mich, kann ich gar nicht so 100% mitreden, aber ich versuche mir vorzustellen, also eine Stunde roundabout plus minus sich da irgendwie aus dem Leben zu schießen, wie gesagt, vor dem Aspekt, du bist, das ist dein Job, du bist da vollkommen austrainiert oder so, das kann ich mir, insofern noch gut vorstellen, dass du da dann halt doch relativ schnell wieder erholt bist, einfach zeitlich, weil du jetzt auch energetisch eine Stunde, wir reden von einer Stunde Belastung, natürlich ist es anstrengend und jeder gibt natürlich was an dem Tag in einem drinsteckt, aber ich sag mal eine halbe Stunde, eine Stunde später und ein bisschen Kohlenhydrate nachgefüllt und vielleicht ein koffeinhaltiges Getränk, bist du wahrscheinlich schon wieder relativ gut beieinander so, aber über 20 Stunden.

Laufen, das ist ja, da bist du ja glaube ich einfach, alles was in deinem Körper drin, weil es ausgezutzt wird sozusagen, also dass du da natürlich wahrscheinlich tagelang noch was davon hast, das würde mich jetzt nicht überraschen. Ich weiß nicht, wie lange es bei dir gedauert hat, bis du dich wieder halbwegs normal gefühlt hast. Ja, also ja, wie gesagt, ich renne ja schon seit 30 Jahren, von daher ist mein Körper halt die Belastung gewohnt. Zweieinhalb Kilometer, wie gesagt, war auch erst der zweite lange Lauf dieser Art. Aber ich habe mich schon relativ gut erholt. Auf jeden Fall deutlich besser als nach dem ersten 200 Kilometer Ding, was ich mal gemacht habe, so bei mir zu Hause. Und also ich habe mich schon gut erholt. Nach einer Woche war eigentlich gefühlt alles wieder normal. Ich konnte halt zwei Tage, ja, bin ich so gegangen wie nach einem harten Marathon früher. Also es war jetzt nicht so schlimm. Ich habe halt zwei Zehennägel verloren. Das ist halt eher so der Verschleiß dann. Die fallen dann ab. das passiert normal beim Halbmahn oder so, natürlich nicht, aber ich habe mich schon gut erholt, weil ich mich natürlich auch gut vorbereitet habe und so, das ging schon ganz gut, aber ich habe mir halt erstmal drei Wochen komplett Laufpause gegönnt, das brauchen wir auch, also bei so einem Ultra.

Im Prinzip steckt das locker sechs Wochen im System drin, locker, wenn nicht sogar noch ein bisschen länger. Ja, das unterschätzt man halt auch, die Deep-Tissue-Shade-Übungen, die man da entsprechend hat. Ähm, Wenn du nicht 250 zwischendurch als Steigerung reingeballert hättest, hättest du wahrscheinlich auch weniger Muskelkater gehabt.

Wenn man das so auf den ermüdeten Körper noch drauf schießt, ist das wahrscheinlich auch nicht so geil gewesen. Aber das fühle ich sogar eher als dieses unglaublich lange Rennen. Zwischendurch muss man nochmal irgendwas anderes machen. Ja, ja, das halt. Das hatte ich bei meinem 100-Kimmer-Weltrekord auf dem Laufband. Das war auch ein Witz dagegen. Also wirklich der 100 Kilometer Weltrekord, das war ja noch kontrolliert, aber 200 Kilometer, das ist halt eine ganz andere Pace. Also so ein 6er Pace ist halt schon sehr, sehr langsam für mich. Ja, das ist mein Sofie-Tempo. Das ist halt kein dynamisches Laufen mehr, muss man halt dazu sagen. Ganz anderer Schritt auch. Und bei meinem 100k auf dem Laufband, wo ich halt 3,52 pro Kilometer da durchgelaufen bin, das ist halt so eher mein gewohntes Tempo. Und danach tat mir auch nichts weh nach dem 100er Laufband. Gut, du hast noch, das Laufband dämpft noch und so weiter. Aber so 200 km, die doppelte Distanz, das ist ein ganz anderes Ding irgendwie. Das ist fast schon ein anderer Sport irgendwie. Ich weiß es auch nicht. Also muss man mögen. Ich mache es erstmal nimmer. Also das war schon.

Jetzt geht es erstmal nochmal auf die kurzen Distanzen. Oder wenn man nicht gerade um Bodensee rumrennt, dann hast du dir gedacht, es ist auch eine coole Idee, einfach mal durchs Watt zu laufen. haben wir auch diesen Sommer gesehen. Das war schon sehr geil. Das sind wir gestern Abend wieder tatsächlich aufgeploppt bei TikTok. Da bist du ja auch unterwegs. Ich weiß gar nicht, in welchem Algorithmus mir das ausgespielt wird, aber jedenfalls, da kamst du mir dann im Watt noch mal entgegengelaufen. Ja, das macht schon mehr Sinn, weil das macht auch Spaß. Das klang so, ja, das klang so, ja. Und ist ganz witzig, aber ab Kilometer 4 und 5 war dann das Wasser schon hüfthoch. Und da kann man dann halt schon nicht so richtig laufen.

Das ist dann schwierig. Aber so da, wo kein Wasser steht, also die ersten vier Kilometer, bin ich so 320er bis 330er Pace gelaufen. Also da kann man schon gut Druck machen. Da ist jetzt zwar uneben, aber der Boden ist schon fest. Also das ist jetzt nicht so tragisch. Man hat halt so Pfützen überall. Aber da, wo das Wasser tiefer ist, Kimmer 5 und 6, war dann halt schon Hüft hoch. Da muss man dann so durchwarten. Du musst noch mal eben mitnehmen, was du überhaupt gemacht hast. Ach so, ja, klar. Genau, Red Bull Wattlauf hieß das Event. Das war das erste Mal in Cuxhaven. Und vom Strand in Cuxhaven ging es rüber zur Insel Neuwerk, die gehört zu Hamburg, und die Distanz waren zwölf Kilometer ein Weg und dann die Leute, da gab es einen Cut-Off auf der Insel, die Leute, die dann schnell genug da waren auf der Insel, die durften halt nochmal zurücklaufen und die, die zu langsam waren, was glaube ich nur vier oder fünf waren, die mussten dann quasi auf der Insel bleiben und auf die Fähre warten, also auf das Wasser warten, auf die Flut, und die meisten haben es geschafft und man hat halt teilweise solche Brille oder höheres Wasser bis Hüfthoch ungefähr, wo man dann halt durch muss.

Ja, also da gab es glaube ich schon mal so eine Sache, war das nicht sogar ein Triathlon, da musste man eine bestimmte Schwimmleistung, also Schwimmradleistung haben, damit man rechtzeitig vor einem Treffen der Flut, den Rückweg antreten konnte. Irgendwie so war das. Tree Island, glaube ich. Ja, Tree Island, genau.

Also das klingt tatsächlich nach Spaß. Ja. Aber man hätte auch schwimmen können, oder nee? Nee, dafür war es nicht hoch genug, aber... Und du wärst wahrscheinlich noch langsamer. Ja, klar. Also durch das Wasser hatte ich auch so sechs Minuten pro Kilometer gebraucht, aber danach konnte man halt schon ganz gut rennen. War halt eine lustige Geschichte, so Mischung zwischen... ja, schon eher Richtung Traillauf, würde ich sagen. Also wenn man im Gelände unterwegs ist, viel als Trailläufer, dann wäre das schon vielleicht sowas für einen Straßenläufer. Für einen Straßenläufer ist es halt natürlich anspruchsvoll. Da ist Wasser, da will Philipp nicht hin. Der hat schon so ein, verzieht schon so ganz leicht angeekelt sein Gesicht. Ich sag mal, Cross fand ich schon früher geil, aber das so unter sich Wasser warten und so, ich weiß nicht, ja. Das klingt wie Kneippur, ne? Die Bilder sahen spektakulär aus. Das war natürlich top. Ja, so Flo, nehmt uns noch mit. Hast du schon eine Idee für nächstes Jahr oder lässt du jetzt erstmal den Herbst und Winter auf dich zukommen? Ja, ich bin jetzt nochmal gestartet.

Genau nach meinem Laktat-Test, den ich jetzt gemacht habe, die Werte sind nicht ganz so gut wie letztes Jahr. Aber es liegt halt daran, dass ich drei Wochen mal komplett pausiert habe. Da verliert man natürlich ein bisschen was, aber nicht so schlimm. Jetzt geht es ins Wintertraining und eigentlich will ich jetzt versuchen, im Winter noch mal ein paar Skitouren zu machen, falls Schnee ist. Dann alternativ halt mal, um ein Apparat zu schonen, auch mal aufs Rad steigen und die Rolle, noch längere Einheiten auf der Rolle fahren. Und sonst halt, ja, Intervalle laufen. Erst mal ein bisschen entspannt. Heute mache ich so Halbmarathon-Einheit, weil ich nächste Woche tatsächlich noch in Amsterdam beim Halbmarathon am Start bin.

Aber den laufe ich eher so als schnellen Trainingslauf, weil in Richtung Bestzeit geht es im Moment nicht die Form habe ich halt noch nicht jetzt versuche ich halt den Winter zu trainieren wie letzten Winter und dann im Frühjahr, 10 Kimmer, Halbmarathon, Marathon Bestzeit angreifen die M45, da sind wir wieder das wäre das erste Ziel und danach klassisch halt Wings for Life World Run wo ich laufe weiß ich noch nicht genau, aber da ist halt mittlerweile auch schon ordentlich Konkurrenz am Start Also, ja, gewinnen ist da auch schwierig, aber ich will auf jeden Fall wieder natürlich meinen Run-with-the-Flow-Team pushen und da nochmal weltweit den Weltmeistertitel verteidigen und Spaß haben und sonst halt, wie gesagt, im Frühjahr die ein oder andere Bestzeit auf jeden Fall angreifen. Den einen oder anderen deutschen Rekord. Deutscher Rekord, das wäre noch ein Ziel, ja, erstmal.

Irgendwann laufe ich auch dann nochmal an Ultra, aber im Frühjahr ist ganz klassisch bei mir. Also wenn jeder Ultra-Lauf, wenn der Ultra der Trend ist, dann gehe ich zurück zu Oldschool, dann gehe ich back to the roots zu klassisch 10,5-mal und dann hin zum Marathon. Weil Ultralaufen und die ganzen Walking-Geschichten, das kann man halt im hohen Alter auch noch. Da muss man ja nicht mehr so richtig schnell sein. Und solange ich noch Speed in den Beinen habe, will ich das schon noch ausnutzen.

Was gibt es denn passenderes, als im Bestzeit-Podcast seine Bestzeit-Jagd ankündigen im nächsten Jahr, in der nächsten edlen Altersklasse? Ja, Flo, wie immer super, super spannend. Vielen Dank für deine Zeit. Vor allem auch für die Kurzfristigkeit und dann viel Spaß in Amsterdam, also es ist auf jeden Fall ein sehr, sehr schöner Lauf, das ist schon mal klar und ist ja auch eine super City Ja, danke dir, ich bin gespannt auf jeden Fall, In diesem Sinne ihr Lieben, folgt Flo gerne auf Instagram, wenn ihr es nicht ohnehin schon tut, was natürlich viele von euch machen wir werden das in den Show Notes nochmal verlinken das wird sicherlich ein, spannendes, mindestens mal spannendes Frühjahr 2026 bei Flo, wer weiß was es sich für die zweite Jahreshälfte noch alles so ausdenkt. Und in diesem Sinne wünschen wir euch ein schönes Marathon-Wochenende womöglich. Wer weiß, wo ihr überall am Start seid. Ich glaube, es ist München-Marathon, es ist Chicago-Marathon und bestimmt noch einige mehr, die ich gar nicht so auf dem Schirm habe. Wir wünschen euch viel Spaß beim Laufen. Geht raus, genießt die frische Herbstluft und unseren Podcast und hören wir uns in nächster Woche wieder in alter Frische. Bis dahin.