Heute der Bestzeit-Podcast, wie immer mit dem klassischen Thema, nein, nicht nur Laufen, es geht um Schwimmen, Radfahren und Laufen. Es ist eine spezielle Folge, deshalb schon ein bisschen eher und nicht, weil wir ausgeschlafen werden, sondern weil wir uns ein bisschen später Zeit für euch genommen haben. Aber Philipp, so abends, da sind wir ja einfach auch wacher. Ralf, das ist unser Biorhythmus eigentlich da laufen wir zur Höchstform auf es ist inzwischen, kurz vor halb elf wir haben schon mit unseren zwei tollen Gästen sprechen dürfen, bei denen ist es jetzt mitten am Vormittag, bei uns eher späte Abendstunde und, du bist nicht zu Hause ganz offensichtlich sehe ich an deinem Hintergrund, ich bin zu Hause bin aber auch gestern erst wieder aus Malgoy zurückgekommen, und freue mich sehr, dass wir dieses Gespräch heute führen durften auch mit dem gewohnt, wie soll ich sagen, langen Vorlauf, mit dem wir gerne unsere Gäste einladen. Und umso mehr haben wir uns natürlich gefreut, dass gleich beide zugesagt haben. Und das ist auf jeden Fall schon was, worauf ihr euch freuen könnt. Ja, es war ja ein Mega-Rennen. Wir hatten ja tatsächlich schon kurz überlegt, ob wir mit Kai in der vergangenen Woche schon sprechen. Haben wir auch kurz mit ihm kommuniziert und so. Da hat er gesagt, lass mich doch erstmal das Ding hier angucken und so weiter und jetzt sind wir natürlich also jetzt nicht nur, dass Laura und Kai mit uns gleich sprechen werden ihr könnt euch echt drauf freuen, super Gespräch, sehr.
Rein in alles was Triathlon, Ironman Racing, Profisport auf dem Niveau ausmacht ist dabei heute wirklich alles, und dann haben wir mit Flo Neuschwaner über ganz andere Themen gesprochen und sind natürlich jetzt nachdem wir das Gespräch schon hinter uns gebracht haben und das Gespräch ist anderthalb Stunden lang, sehr froh, dass wir dieses Rennen ja jetzt als Ereignis noch dahinter hatten, mit Drama, mit das, was diesen Sport ausmacht, was diese Distanz ausmacht und wie natürlich auch so ein Marathon.
Einfach den Körper fordern und auch erledigen kann, wenn man einen Hauch zu weit geht. Du hast ja auch diese Erlebnisse machen müssen. Deshalb kannst du ja tatsächlich eine Menge, was da passiert ist am Wochenende, aus der eigenen Erfahrung nachzeichnen. Deshalb mache ich übrigens keinen Marathon. Ich sage mal, das ist natürlich wirklich nicht die beste Werbung für den Sport. Die Szenen, die man da gesehen hat, gleichwohl ich das relativ gut nachvollziehen kann, Bei mir waren es damals nicht diese sehr schwülen, warmen Bedingungen. Das war eher das Gegenteil. Es war sehr nasskalt und sehr zehrend. Ich glaube aber so generell vom Mindset her war es ähnlich, dass man natürlich als Profiathlet da bewusst ja auch immer wieder versucht, Grenzen zu verschieben oder darüber hinaus zu gehen. Aber dass dann, wenn die äußeren Bedingungen einfach extrem sind, das natürlich auch unschöne Folgen haben kann.
Eine Szene, die vielleicht gar nicht mehr so viele hier im Hinterkopf haben, die aber zumindest klimatisch besser dazu passt, nämlich zu Hawaii, waren die Commonwealth Games damals in Australien. Ich überlege gerade, ob es in Sydney war oder eine andere Stadt, als Callum Hawkins, zur damaligen Zeit auch ein wirklich aufstrebender, aber auch schon auf dem Niveau schon absoluter Top-Marathonläufer aus UK, in Führung liegend bei Kilometer 40 einfach in diese Leitplanke gekippt ist und sich zurückblickend, Gott sei Dank muss man sagen, da nicht größer wehgetan hat, weil er da irgendwie auch, das sah mit dem Kopf nicht so gut aus, einfach umgekippt ist. Klar, davor schon absehbar war er anhand der Art und Weise, wie er sich bewegt hat am Ende, dass da was nicht in Ordnung ist und das ging aber dann rasend schnell. Und das ist mir sofort wieder in den Kopf gekommen, als ich natürlich dann die Szenen jetzt auf Hawaii gesehen habe, im Frauenrennen auch ähnliche Situationen in Führung liegend und so weiter.
Wo dann plötzlich Rennen ganz, ganz schnell vorbei sein können, obwohl das natürlich alles top trainierte Menschen sind. Ich wollte fast schon Maschinen sagen, am Ende sind es natürlich keine Maschinen, es sind halt Menschen. Und da kann es manchmal ganz schnell gehen, dass es einem dann auch wirklich auf so einem Level den Stecker zieht, Und ja, von dem her, deshalb werden wir natürlich auch mit Laura oder haben da mit Laura auch ausgiebig zu diesen Umständen gesprochen, wie es ihr ging mit den Bedingungen, die nun mal in Hawaii, also vielleicht noch ein bisschen wärmer waren als sonst, aber vor allem auch einfach schwül waren, sehr feucht waren. Und da natürlich einfach, wenn man schon den ganzen Tag Sport treibt, wie man sich da dann halt fühlt, wenn man dann weiß, man darf jetzt noch einen Marathon laufen. Das war schon, hat einen schon getoucht. Also ich glaube, als Zuschauer vom Rennen am Samstag, aber auch jetzt mit dem Gespräch, was wir geführt haben, das war schon krass. Also tatsächlich habe ich ja nach so einem Ironman in Frankfurt oder nach der Challenge in Rot so ein paar Millisekunden, wo ich denke, das müsste ich doch auch mal machen. Das ist dann relativ schnell wieder vorbei. In Hawaii hatte ich das nie. Okay, da hast du wirklich, also du warst ja oft genug vor Ort, aber hast dir nie gedacht, Mensch, das muss ich mir mal geben dort. Also das Schwimmen ist natürlich fantastisch. Also wer ein bisschen Spaß an Schwimmen im Meer hat, also es ist einfach eine glatte Eins plus.
Das Radfahren finde ich tatsächlich auch nicht so unangenehm dort. Ich mag kalt, karge Landschaften.
Es ist natürlich heiß, es ist schwül. Du merkst es nicht so krass, logischerweise, wie beim Laufen. Also es macht natürlich was mit deinem Körper. Du bist halt viel stärker beansprucht. Aber es ist nicht so, dass du jede Sekunde denkst, also jetzt geht gar nichts mehr. Aber ich habe einmal das Energy Lab, da kommen wir gleich noch drauf, was das ist und was das bedeutet, erlebt, also laufend erlebt. Da bin ich angekommen und am nächsten Morgen, also mit fettestem Jetlag, gab es einen 10-Kilometer-Lauf für die Ironman-Starter aus der Hannes Hawaii-Gruppe zum, wie sagt man so schön, familiarization. Dass man mal so eine Idee kriegt. Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee war für Leute, die dann auch noch später den gesamten Wettkampf gemacht haben. So, dann sind wir da gelaufen, wir sind also genau diesen Abschnitt gelaufen, der Part selber ist so grob 8 Kilometer, wir sind 10 Kilometer gelaufen. Glaub nicht, dass ich da die Steigung am Ende hochgekommen bin. Mein Puls ist so absolut nur noch nach oben, nach oben, nach oben. Und es ist nicht schön. Es ist nicht schön. Es ist gar nicht schön.
Ich wollte das ja sowieso nie und deshalb da schon gar nicht. Jetzt stelle dir mal noch vor, das Vorprogramm, was die Leute, die da sind, noch in den Knochen plus, es ist dein fucking Job, das heißt, da geht es ja auch um was, also da geht es ja auch im Zweifelsfall um echt viel Kohle und es ist vielleicht noch sogar, du bist in einer Situation, wo es eben, lass es Platz 1, 2, 3 sein und es ist noch nicht 100% ausgemacht. Wie muss das sein in dieser Situation? Also in Teilen hören wir das ja später. Es ist ja, das macht ja was mit dir. Dieser Druck, der auf dir lastet für dich, für auch dein Team, für deine Partnersponsoren. Und du gehst dann da rein und dir geht es aber ja auch schon, du bist vollkommen am Limit in diesen extremen klimatischen Bedingungen.
Das ist, glaube ich, schon ein sehr spezieller Schlag von Menschen, die sich sowas dann auch geben. Also die wollen bestimmte Dinge mehr, als ich sie wollen würde. Ja, das ist schon echt wirklich krass. Ja, absolut. Also wenn ich mal so dreistellig Rad fahre, also einfach so fahre, jetzt nicht rennen, sondern einfach so fahre, denke ich auch, ey, jetzt Marathon, habt ihr noch Latten am Zaun? Also von daher unfassbar Respekt. Ja, also wirklich Respekt, unglaublich. Werden wir gleich intensiv drüber sprechen, das ist total spannend. Aber wir wollen ja noch einen kurzen Blick auf das Comeback des München Marathon werfen. Also ich war nicht sicher. Selbst im Sommer, als ich in München war, bin ich an dem Büro oder an dem alten Büro vom München Marathon freigegangen zufällig und habe gedacht, okay, das findet dies ja nicht statt, weil so spät wieder eine Einigung hergestellt wurde und so weiter. Und dann denkst du, boah, das ist jetzt noch drei Monate alles, Teilnehmerfelder und so weiter und so weiter und so weiter. Aber ich habe eine Menge gute Dinge gehört. Guter Freund von mir, Markus, Chapeau, wenn du das hörst. 3.18 ist ja mal eben gelaufen. Brutal, echt brutal. Und so ganz kalt war es, glaube ich, auch nicht in München am Wochenende. Sicher bessere Bedingungen als zuletzt in Berlin.
Aber das hatte wieder Gesicht. Also das ganze Ding hatte, glaube ich, Gesicht. Ich habe jetzt noch nicht viele Schilderungen über die neue Streckenführung gehört und so. Also gerne, wenn jemand von euch gelaufen ist, schickt uns das, sind wir sehr interessiert. Verfolgen wir natürlich intensiv, wenn so eine große Stadt wie München, so eine Lauf-Bubble, wieder einen Aushänge-Marathon etabliert und anders aufbaut und anders aufstellt und ich glaube, das wird auch sicher sein. Die nächsten Schritte machen. Nina Völkel, schnellste Frau, super gelaufen, Christina Händel geschlagen, also schon cool. Ja, Daniel, also ich meine die Leistungen, ich glaube, es war auf jeden Fall erkennbar, dass ein Bemühen da ist, nicht nur die Veranstaltung anders und neu, wieder aufleben zu lassen, sage ich jetzt mal, durch eben auch die neuen Veranstalter, sondern es ist ja auch, glaube ich, bewusst auf die deutsche Karte so ein bisschen gesetzt worden. Also dass man sagt, hey, pass auf, wir wollen deutsche Athletinnen und Athleten bei uns am Start haben, nicht nur im Marathon, auch auf den anderen Strecken. Also Dominika Mayer beispielsweise ist ja glaube ich auch die 10 Kilometer dort noch gelaufen, wenn ich das richtig gesehen hatte. Du hast schon Nina Völkel angesprochen, die in 2 Stunden 31 vor Christina Händel gewonnen hat.
Bei den Männern hat Gabriel Lautenklager gewonnen in 2018. Das ist vielleicht der breiteren Öffentlichkeit noch nicht so bekannt, aber 2018 das Ding zu gewinnen, ist ja erstmal auch aller Ehren wert. Sebastian Händel hat dann in 1.04 gewonnen oder den Halbmarathon und genau, Laura Hottenroth, wissen wir, dass wohl noch ein Herbstmarathon ja kommen soll, was nicht ganz überraschend ist. Die hat das als Trainingslauf genutzt, in 1.12 gewonnen. Ich finde das cool, dass man auch da bewusst gesagt hat, hey, damit wollen wir wieder starten. Und du hattest ja diese juristischen Querelen kurz angesprochen. Es ist ja wirklich sehr, sehr lange in der Schwebe gewesen, kann das stattfinden, wie kann das stattfinden, nicht mehr so viel Zeit für Planungen und Vorbereitung.
Umso beeindruckender und cooler aus jetzt einer Beobachterperspektive. Ich war nicht in München vor Ort, ich habe jetzt nicht an einem der Läufe teilgenommen, aber allein das, was ich jetzt über das Internet verfolgen konnte, es gab jetzt auch keine Live-Übertragung in dem Sinne oder noch nicht, wie gesagt, sehr wenig Vorlauf gewesen, aber alles, was man bisher so aus Instagram etc. Lesen konnte und wie das von Leuten, die mitgemacht haben, transportiert wurde, war das, glaube ich, eine sehr gelungene Wiederauflage oder Neuauflage unter, wie gesagt, anderen Veranstaltern mit neuer Strecke und ein bisschen neuem Wind einfach. Und wenn ich das richtig gelesen habe, war das auch eine Rekordbeteiligung zusammengefasst. Alle Wettbewerbe zusammengenommen, ich glaube, um die 29, 29.500. Das ist doch erstmal für die Premiere jetzt ein richtig guter Start, hätte ich gesagt, auf was sich dann aufbauen lässt. Das ist ja wohl ein Brett, 29.000 Leute. Mit einem ganzen Jahr Vorbereitung, dass was richtig cooles werden kann, was dann München, glaube ich auch, was ja eine tolle Stadt ist, auch sehr gut zu Gesicht steht. Ja, absolut.
Skandalös natürlich die Übertrauung aus Chicago, da gab es ja auch einen kleinen Marathon. Absolut skandalös, also in Teilen drei unterschiedliche Bildquellen und Felix Blinke keinmal im Bild, kann ich nicht ernst nehmen. Ich habe auch gesagt, was ist da los? Kann ich nicht ernst nehmen. Wir hatten schon gehofft, dass er sich irgendwo mal einfach so am Start mit so einem Bestzeit-Podcast-T-Shirt einschmuggelt. Er hat dieses Influencer-Gen noch nicht so richtig inhaliert. Ja, einfach mal so eine Meile all out am Anschluss.
Nein, also Felix auch, können wir mal hier weitergeben, 2.36 Marathon gelaufen. Der erste Marathon seit langer Zeit, den er mal wieder mit einer halbwegs ernsthaften Vorbereitung absolviert hat. Und, da muss man ja sagen, der hat jetzt wenig ausgelassen in seiner Vorbereitung an Rückschlägen, sage ich jetzt mal, von Infekten über kurzfristig auftretende muskuläre Beschwerden, was seine Anzahl an absolvierten Long Runs, sagen wir mal so, es hat eine gewisse Diskrepanz gegeben zwischen dem, wie er es gelernt hat, wie man Marathon vorbereitet und dem, was er am Ende effektiv machen konnte. Und ich glaube, es war keine Handvoll Long-Runs. Wir reden ja immer noch so von Long-Runs, sagen wir mal, in einer Range von ungefähr plus minus 30 Kilometern. Und vor allem in den letzten Wochen vor diesem Rennen gab es da einige Herausforderungen, die nicht optimal waren. Umso beeindruckender habe ich gesagt, ey Felix, wenn du mit der Vorbereitung 2,36 läufst, Junge, dann solltest du mal drüber nachdenken, das, glaube ich, wieder mal ein Jahr komplett durchzuziehen. weil ich glaube so Sub 230, das sehe ich auf jeden Fall wieder kommen. Also ich glaube, dass Felix jetzt noch ein paar andere Punkte nennen würde in der nicht ganz optimalen Vorbereitung. Er musste dich über die Alpen schieben und wieder sicher runterbringen. Musste dann in Bad Gastein auch noch über Berge rennen und alles mögliche. Genau, du hast dich noch zu Trailläufen gezwungen und was weiß ich nicht alles.
Ja, vielleicht wird es auch helfen, kleiner, wie soll ich sagen, kleiner Insider unter uns dreien, Vielleicht würde es auch mal helfen, Carbon-Schuhe, die in verschiedensten Varianten bis zu Evos im Keller stehen, weil sie irgendwie einen Weg dahin gefunden haben nach Nürnberg, mehr als einmal vorher auch anzuziehen vielleicht noch.
Ja, das kann helfen. Ja gut, also ich meine, Fußmodel wird da jetzt nicht in den nächsten Wochen. Wer wird das schon als Läufer oder Läuferin? Die wenigsten. Das ist glaube ich nicht ganz so einfach.
Aber die wahren Probleme tun sich dann auf, wenn man vorher noch ein bisschen schwimmen war und ein bisschen Radfahren war und das Ganze in der schnuckelig-schwülen Hitze von Hawaii macht. Deshalb, ich glaube, wir sollten mal zu unseren Gästen kommen, oder? Ja, absolut. Also Kai Pflaume brauchen wir glaube ich nicht mehr vorstellen, der ist ja hier fast schon Resident. Ich glaube Kai müsste jetzt dann das dritte Mal quasi schon bei uns hier zu Gast gewesen sein. Aber wir haben auch eine Premiere, weil, ja Laura, Philipp stand natürlich schon lange auf unserer Wunschliste, aber wir haben das natürlich auch immer versucht mit irgendeinem sportlichen Highlight zu verknüpfen. Da sind wir aber natürlich immer auch in Konkurrenz mit vielen anderen, die auch gerne Laura irgendwie bei sich haben. Insofern freuen wir uns natürlich sehr, dass das jetzt geklappt hat. Sehr zeitnah nach ihrem WM-Rennen jetzt eben am Samstag. Heute ist bei uns Montagabend und da gibt es ganz viele frische Eindrücke und Erlebnisschilderungen vom Rennen und allem drumherum bei uns im Podcast. Das könnt ihr schon sehr drauf freuen und wir holen die beiden jetzt mal zu uns.
Ja, das ist natürlich eine besondere Ehre für uns, dass wir sowohl, wie soll ich sagen, den Ersttäter auf Hawaii, Kai Pflaume, aber vor allen Dingen, ja, und damit erstmal einen herzlichen Glückwunsch, Laura Philipp, was soll ich sagen, die wahre Queen von Kona, ja, weil über die besonderen Qualitäten, die du liefern musstest bei dem Rennen, werden wir noch ein bisschen sprechen. Ich hoffe, du bist wieder im sonnigen Gemütszustand. Wie ist es so zwei Tage nach dem Rennen?
Ja, erstmal hallo auch von meiner Seite. Aloha, noch von Hawaii, wir sind ja noch auf der Insel. Vielen Dank, dass wir heute bei euch zu Gast sein dürfen. Mir geht es eigentlich wirklich, würde ich sagen, den Umständen entsprechend sehr gut. Ich habe ja schon ein paar Starts hier auf Hawaii hinter mich gebracht und dieses Mal konnte ich zwar auch leider nicht mein volles Leistungspotenzial entfalten, was ich mir gewünscht habe oder was ich glaube, dass ich drauf habe. Aber ich habe das Rennen in Summe deutlich besser verkraftet. Also ich fühle mich heute deutlich besser als das letzte Mal zum Beispiel, als ich hier auf der Insel war. Da lag ich wirklich mehrere Stunden irgendwie nur noch in stabiler Seitenlage nach dem Rennen. Und deswegen konnte ich das jetzt doch eigentlich schon ein bisschen mehr auch genießen, dann wirklich da ins Ziel gekommen zu sein, an einem wirklich nicht einfachen Tag. Und ich hatte so ein grandioses Team hier mit vor Ort. Und das war einfach schön, wirklich auch dann ein bisschen noch die Zeit mit denen jetzt zu genießen, nachdem so die Anspannung abgefallen ist. Und Kai, bei dir gibt es ja nur eine Frage. Bist du jetzt komplett infiziert?
Also bei mir ist die Anspannung noch nicht abgefallen. Ich bin noch voll drin im Modus. Also ich kann nur sagen, alles, was ich jetzt hier gesehen und erlebt habe, war unglaublich. Also ich hatte vorher schon größten Respekt vor allen, die diesen Sport ausüben, aber das hier so hautnah zu erleben und vor allen Dingen unter diesen extremen klimatischen Bedingungen. Es ist hier ja immer heiß, aber ich glaube am Samstag, also am Renntag, war es einfach besonders heiß. Es hatte ja morgens nochmal richtig doll geregnet, also dementsprechend war es nicht nur heiß, sondern am Ende auch sehr, sehr fein.
Und das hat allen alles abverlangt, wie man dann ja auch gesehen hat. Und das Ganze auch in der Vorbereitung mitzuerleben, was die Tage vorher hier passiert. Also nicht nur so nah an Laura dran zu sein und zu sehen, was ihre Rennvorbereitung betrifft, sondern dieses Commitment aller Frauen, die jetzt hier am Start waren, was das eigentlich bedeutet. Die mussten sich ja qualifizieren, die müssen hierher kommen, die müssen sich organisieren. Und was das eben alles heißt, dieses ganze Training, was in diesen Wettkampf reinfließt, das hat mich schon mitgenommen. Und natürlich guckt man da und denkt so, ja, wenn ich schwimmen könnte, würde ich mich vielleicht diese herausfordern. Keiner langen Distanz, aber würde mich das auf jeden Fall mal reizen, das Thema Triathlon weiter zu verfolgen. Aber da ist noch eine kleine Hürde zu nehmen. Ich sag mal, also genau hier auf Hawaii ist natürlich Open Water nochmal eine besondere Herausforderung, ich glaube im Kontrast ja auch zu vielen anderen Rennen, die wir natürlich irgendwie so in Mitteleuropa haben.
Das schien jetzt für mich als Laie oder so wie ich die Übertragung verfolgt habe, dieses Jahr auch noch ein bisschen krasser gewesen zu sein als sonst, was das Wasser anbelangt hat. Kai, du hast ja gesagt, die Atmosphäre hat dich gepackt. Man muss natürlich sagen, du hast natürlich jetzt nicht nur das erste Mal eine Tritlon-WM auf Hawaii live miterlebt, sondern du hast natürlich auch viel Zugang gehabt, den man, glaube ich, so als Normalo jetzt nicht zwangsläufig hat. Du warst natürlich mit Laura und mit Philipp super nah dabei und auch die ganze Wettkampfvorbereitung hast du natürlich hautnah miterlebt. Da wird ein Video ja auch noch am Wochenende dazu kommen, wo ihr, glaube ich, Und das ganze Hawaii-Abenteuer dokumentiert. Wie würdest du sagen, du hast ja selber schon ein paar Marathons gemacht, wie ist das jetzt auf Weltklasse-Niveau Triathlon eine WM als Titelverteidigerin vorzubereiten? Wie sind so die Tage? Kannst du dir mal ein bisschen erzählen? Das werden die meisten vermutlich sich denken, aber es ist ja nicht nur Ausruhen.
Naja, das sind ja im Grunde genommen hier die letzten Tage von Wochen der Vorbereitung. Und das sind natürlich dann nochmal intensive Tage. Man könnte ja glauben, so drei Tage vor so einem großen Wettkampf, da ist nur noch Erholung angesagt und dann heißt es Beine hochlegen und sich ausruhen für das, was dann kommt. Aber das ist ja gar nicht so. Denn da wird ja noch intensiv auch in der sogenannten Vorlast gearbeitet. Da gibt es noch unterschiedliche Trainingseinheiten, die sind zwar alle kurz, aber doch auch intensiv. Und da wird natürlich Material gecheckt und dann wird über Rennstrategie gesprochen und über Verpflegung gesprochen. Und über all diese Dinge, die dann wichtig sind, dass man eben so einen Wettkampf auf dem Niveau dann auch zu Ende bringen kann. Was Laura ja nun bravouros geschafft hat. und was an diesem Tag nicht jeder Athletin gelungen ist. Also wenn wir uns das ja nochmal anschauen, Laura, also Renntaktik und Gameplan ist ja das eine. Und dann erfährt man ja, dass er nicht nur Langdistanz hat, einfach ein ganz eigenes Spiel dann mit den Athletinnen spielt, sondern diese Insel ja auch nochmal und sicher auch die WM-Konkurrenz, weil das ja noch was anderes ist, als wenn man nur in An- und Abführung bei einem Qualifikations- oder Vorbereitungs-Ironman wäre.
Was hat das dieses Mal mit dir gemacht und wann hast du eigentlich mitbekommen auf der Strecke, was so Tango war um dich rum, so vor, hinter, neben, über, unter dir?
Ja, also ich muss sagen, ich bin eigentlich sehr gut in den Tag für mich gestartet. Also ich war entspannt und zuversichtlich vor dem Start, was ich auch nicht immer bin, gerade wenn ich einfach, weil ich ja weiß, dass es bei mir wirklich auch darum geht, beim Schwimmen nicht zu viel Zeit zu verlieren. Und das war eigentlich so, dass ich optimistisch war. Ich habe mich gut gefühlt und bin eigentlich auch gut weggekommen. Und ich glaube, es war sogar wirklich der kürzeste Abstand, den ich nach dem Schwimmen auf Lucy vorne hatte, jemals bei meinen Starts. Und ich habe gemerkt, ich bin in einer guten Gruppe, eigentlich auch mit starken Radfahrerinnen und habe gedacht, hey, das ist doch eigentlich jetzt gerade perfekter Start in den Tag und war sehr optimistisch.
Und dann hat es ein bisschen gedauert beim Rat, bis sich das alles so ein bisschen sortiert hat. Und dann habe ich aber auch schnell gemerkt, dass die anderen nicht unbedingt so mitarbeiten in dieser Gruppe, wie es vielleicht notwendig wäre, um wirklich Zeit gut zu machen. Und nachdem ich dann wirklich die ersten Splits von meinem Team auch bekommen habe und gesehen habe, okay, Mist, wir holen nicht auf und wir schaffen es noch nicht mal, dieses Gap zu halten, dass es gleich bleibt. Das war eigentlich so ein bisschen das Ziel. Also ich wusste, dass auf Lucy und Taylor Zeit gut zu machen ist, wahrscheinlich unrealistisch. Aber diese Lücke zu halten war eigentlich so das Ziel. Und das war natürlich jetzt nicht ganz so schön, diese Nachrichten dann von außen zu bekommen, dass das irgendwie gar nicht funktioniert. Und ich habe schon da natürlich ein bisschen angefangen zu zweifeln, weil ich eigentlich natürlich schon auch selber Gas gegeben habe auf dem Rad, und da jetzt nicht irgendwie rumgebummelt habe. Aber die Lücke ging immer weiter auf. Und das war dann schon nicht ohne, muss ich sagen, vor allem auf der mentalen Seite. Ja, das Mentale ist ja, glaube ich, der entscheidende Punkt diesmal gewesen. Ich erinnere mich jetzt an einen Punkt, als der Sebastian Ried, der Kollege vom HR, deinen Mann gefragt hat, so, wie gehst du jetzt mit dem Rückstand um? Und da war es irgendwo bei 12 oder 13 Minuten, Rückweg aus Harvey.
Und da war natürlich schon so ein bisschen Realismus halt auch und dann dir noch einen positiven Kick mitzugeben, ohne zu wissen, was ja nachher noch alles passieren würde auf der Laufstrecke und dann auf eine Laufstrecke zu gehen, wo du ja dann auch relativ schnell irgendwo alleine warst. Was macht das mit dir?
Also in dem Moment, wo ich diese Lücke gesehen habe, habe ich wirklich gedacht, Okay, also ich muss jetzt noch keine Panik bekommen. Ich weiß, dass noch viel passieren kann, aber es war mir schon auch klar, dass jetzt der Zugriff auf den Sieg sehr, sehr schwer beziehungsweise sehr unrealistisch ist. Und trotzdem wollte ich einfach mein Bestes geben. Es waren ja dann schon immer noch, was sind das noch? Das sind ja noch 60 Kilometer ungefähr. Und mein Ziel war dann wirklich versuchen, nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Und natürlich hatte ich die Hoffnung, dann irgendwie noch gute Laufbeine zu finden. Aber ich muss auch sagen, was ich halt in dem Moment schon gemerkt habe, ist, dass ich mich leider eben auch auf dem Rad jetzt nicht überragend gefühlt habe und dass ich meine Beine und die Muskulatur halt schon auch mehr gemerkt habe, sage ich mal, schon beim Radfahren, als mir das lieb gewesen wäre in meinem Best-Case-Szenario. Und das heißt, ja, ich habe eigentlich so ein bisschen versucht, eher im Moment zu sein und gar nicht so viel nachzudenken, weil häufig ist dieses Nachdenken über das, was dann noch kommt, das, was einen mental auch so ein bisschen erdrücken kann oder dass man in so ein bisschen so eine Art Panikzustand kommt. Das heißt eigentlich so die Gedanken zu kontrollieren, dass man gar nicht so weit denkt, ist eigentlich so eine der, würde ich sagen.
Schlüsselstärken in einem Ironman, dass man immer nur von Schritt zu Schritt denkt. Und so bin ich dann eigentlich, habe ich erst gedacht, okay, vom Rad runter und einfach mal finden, den Rhythmus finden. Aber ja, leider war es wirklich so, das merkt man halt schon sehr früh, dass mit dem Abstieg vom Rad ist ja so der erste Check. Wie fühlen sich die Beine an? Hat man noch irgendwie so ein bisschen Bounce zur Verfügung oder hat man halt wirklich schon zu viel Kraft gelassen? Und es war einfach unglaublich warm auf diesen ersten Kilometern, also auf dem Ali Drive. Eigentlich eine meiner Lieblingsstellen der Laufstrecke, weil man ja eben noch so ein bisschen am Meer entlang läuft, viele Leute da sind, einsam wird es ja dann erst später und eigentlich muss man sich eher so ein bisschen bremsen und schauen, dass man nicht zu schnell läuft auf diesen ersten Kilometern. Aber ich habe halt leider schon gemerkt, dass es sehr viel Arbeit ist oder sich zu sehr schon nach Arbeit anfühlt.
Das war schade. Das ist natürlich dann schon so ein Moment, wo man schon merkt, dass natürlich Träume platzen und man vielleicht von seinem Traumszenario wirklich dann eher zu dem übergeht, dass man eigentlich nur noch nach seinem Körpergefühl geht und schaut, okay, ich muss jetzt irgendwie meine Kräfte so managen, dass ich am Ende ins Ziel komme. Und das war auf jeden Fall mein großer Wunsch, dieses Rennen würdig ins Ziel zu bringen. Und das ist dann schon natürlich auch so ein Stück weit herzzerreißend für einen selbst, wenn man merkt, dass alles, wofür man so hart trainiert hat, dass man das nicht zeigen kann. Und trotzdem, glaube ich, ist es so unglaublich wichtig, einfach für einen selbst, für das Team, was da an der Strecke einfach alles gegeben hat, an mich zu glauben, mir auch immer wieder das Gefühl gegeben hat, hey, denen vorne geht es auch schlecht, Laura, du mach einfach dein Ding weiter, da kann noch so viel passieren. Und wie wir gesehen haben, ist auch noch echt viel passiert. Da können wir vielleicht auch später ja noch zu kommen. Das war halt auch wirklich für mich etwas im Rennen, was ich so noch nie erlebt habe. Ich habe das nicht gesehen, was vorne passiert ist, aber diese Informationen zu bekommen, was da passiert und was da in meinen Gedanken auch dann vor sich ging, weil ich konnte es mir nur vorstellen, einfach was das für Bilder sind.
Muss ich sagen, es war schon ein ganz besonderer Tag hier auf der Insel. Und einer, den ich auf jeden Fall nie vergessen werde. Auch wenn es vielleicht nicht meine schönste Erinnerung ist, im Sinne von, wie ich mich gefühlt habe, was ich zeigen konnte, aber schon auf jeden Fall eine der stolzesten Leistungen auch einfach durchgezogen zu haben. Auch im richtigen Moment vielleicht eben den Gang zurückgegangen.
Um es dann wirklich zu schaffen, ins Finish hier zu kommen. Du hast es im Zielinterview ja, glaube ich, gesagt. Es war für dich der härteste Wettkampftag überhaupt und ich denke mir immer so, als ehemaliger Marathonläufer, was haben wir uns so oft über Wetter beklagt, wenn es mal 20 Grad gehabt hat und ihr habt da ja schon erstmal ein paar Stunden Sport vorher abgerissen, bevor ihr überhaupt dann auf diese Laufstrecke geht und ich denke mir dann immer nur so, okay, man kann viel über Fueling und alles mögliche debattieren und so. Ich frage mich da wirklich bei diesen Bildern auch am Samstag, wie gelingt es denn überhaupt noch, wenn man jetzt eine vermeintliche Aufholjagd starten will und man merkt vielleicht, man ist eh schon am Kämpfen, dann aber auch noch gleichzeitig so eine halbwegs funktionierende Cooling-Strategy irgendwie durchzuziehen, weil das ist ja einfach, ich meine, die Kombination, ich weiß nicht, wer hier heute zuhört und schon mal in ansatzweise vergleichbaren Bedingungen gelaufen ist. Wir reden jetzt ja nicht von nur warm, sondern das Eklige ist ja, wenn es dann auch noch eine hohe Luftfeuchte hat, was einfach den Körper ja dann relativ schnell an ein Limit oder auch drüber bringt und die Bilder, die man da ja gesehen hat, die haben ja für sich gesprochen. Ich weiß nicht, vielleicht kannst du mal kurz einen Reality-Check geben, Kai, der ja ein paar Tage vorher zumindest auch läuferisch unterwegs war, aber am Wettkampftag auch auf der Strecke.
Hat es sich nach Bock angefühlt, da jetzt laufen zu gehen, Marathon oder eher nicht so? Darf ich das einmal einhaken? Weil wir nämlich von Hawaii aus ja den Berlin-Marathon verfolgen konnten und auch die WM in Tokio, wo es ja auch warm war. Und vor dem Berlin-Marathon fand ich es extrem lustig, so zu hören, die Stimmen der Läufer. Einmal, dass es eine tropische Nacht war vor dem Rennen mit 15 Grad. Und die extremen klimatischen Bedingungen am Rennstag. Und in Tokio war es ja ähnlich. Für Berlin, da ist es natürlich unerwartet. Hier weiß man, was kommt. Aber klar, im Vergleich ist es natürlich verrückt. Ich kann das total nachvollziehen, nur es ist trotzdem lustig, wenn man hier gerade so auf der Insel sitzt. Und ich glaube, das beste Bild, was man sich als Läufer vorstellen kann, vielleicht, um das nachzuempfinden, ist, dass man eine Sauna-Session gemacht hat vor seinem Long Run oder Marathon und aus der Sauna raus, wenn man da schon mal so, weiß ich nicht, 30 bis 60 Minuten drin saß, seinen Marathon startet. Also ich glaube, das beschreibt ganz gut, wie sich das anfühlt. Ich empfehle es aber natürlich auch nicht, das auszuprobieren.
Na gut, aber ihr begebt euch da ja freiwillig hin. Auch du, Kai, du bist ja nicht nur freiwillig. Ich nehme an, es war ein bisschen mehr als freiwillig. Ich bin absolut freiwillig hier. Keiner hat mich gezogen. Du wolltest das ja wahrscheinlich auch mal kennenlernen, was das heißt, dort zu laufen. Ich wollte das sehen. Ist ja klar. Ja, also ich wollte nicht nur sehen, was es bedeutet, hier zu laufen, sondern ich wollte das alles mal hautnah miterleben. Ich habe ja die letzten Jahre die Livestreams immer verfolgt und wollte das einfach mal sehen. Und es ist unglaublich inspirierend, also das hier vor Ort nochmal live zu erleben. Und ich habe es ja jetzt wirklich aus der Sicht des Zuschauers gesehen, des Supporters gesehen, Den waren natürlich mit Laura da nah dran und kann sagen, also einmal zu meiner eigenen Lauf-Erfahrung. Ich bin hier, glaube ich, einmal 10 und einmal 12 Kilometer gelaufen. Das hat sich alles deutlich länger angefühlt. Also das, was wir in Kenia zusammen erlebt haben, Philipp, was da die Höhe macht, ist dann hier die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Dass man denkt, boah, das war schon ein Long Run jetzt. Es macht Spaß, weil man natürlich eben auch immer was Tolles sieht, wenn man hier in Kona unterwegs ist. aber trotzdem ist es natürlich eine andere körperliche Belastung.
Und dann auch als Supporter, also während des Ironman-Wettkampfs, man ist ja im Grunde genommen immer organisiert und schaut, wo kann ich als nächstes hinkommen. Also Philipp Seib hatte da eben auch einen sehr ausgeklügelten Plan, wann wir wo sein müssen, um Laura dann entsprechend unterstützen zu können. Und das war am Anfang nach dem Schwimmradwechsel, dann mit dem Auto ungefähr auf die Hälfte der Radstrecke. Da haben wir Laura dann gesehen, dann ist sie weitergefahren, dann haben wir dort ungefähr eine Stunde verbracht.
Und deswegen kann ich auch sagen, wie heiß es dort auf dem Asphalt, auf der Strecke ist, weil wir da mit keinem Schatten dann die Stunde dort verbracht haben. Es ist sehr heiß und dann kam Laura wieder zurück und dann sind wir wieder ins Auto gesprungen und dann zurückgefahren nach Kona und dann sind wir von da aufs Fahrrad gestiegen und haben sie dann an verschiedenen Punkten da begleitet. Und nur das Fahrrad mitfahren war so unglaublich anstrengend und deswegen konnte man das eben so nachvollziehen. Und ich hätte mir nicht vorstellen wollen, da nur eine der drei Disziplinen machen zu wollen. Wahrscheinlich ist das Schwimmen dann noch das angenehmste. Aber diese 180 Kilometer Radfahren bei diesen Bedingungen oder eben auch am Ende der Marathon, unglaublich. Also es dampft alles und man weiß gar nicht mehr, wo die Kühlung herkommen soll. Und ich glaube, das hat am Ende dann auch alles zu den Dingen geführt, die wir dann sehen konnten. Und da ist vielleicht der eine dann auch ein bisschen resistenter als die andere. Aber ja, es hat schon viel auch mit der Gesamtrennstrategie, glaube ich, zu tun. Ja, absolut.
Ich meine, dass natürlich alle ja eine Rennstrategie haben. Und selbst die beiden, also Lucy Charles und Taylor Neb, die aufgegeben haben, haben ja gesagt, wir sind eigentlich unserer Randstrategie und unserer Ernährungsstrategie gefolgt. Also das war noch nicht mal der Punkt, dass sie jetzt hätten beziffern können, okay, ich habe da eine Flasche verloren oder ich habe da was nicht bekommen oder, oder, oder.
Sondern es waren ja einfach Punkte, wo absolute Grenzerfahrungen stattgefunden haben. In einem Bereich der Strecke. Ich habe hier eins gelernt. Ich habe hier einen Begriff mitgenommen. Und da muss Laura gleich was dazu sagen. Ich habe irgendwann von Philipp mal den Begriff der Tempohärte mitgenommen. Man muss Tempohärte entwickeln. Und hier aus Hawaii bringe ich mit Management der Körperkerntemperatur. Und ich glaube, das ist viel, viel entscheidender am Ende. Das war, glaube ich, gar nicht so sehr die Verpflegungsstrategie, sondern dieses Überhitzen des Körpers, das habe ich hier a gelernt und b natürlich auch live mitverfolgen können. Wenn das einmal passiert, dann gibt es kein Zurück mehr. Dann hast du keine Chance. Jetzt ist Laura. Ja, und schön ist es nicht.
Nee, das ist wirklich irgendwie so ein ganz unangenehmes Gefühl. Ich finde tatsächlich, Kai hat ja gerade den Vergleich mit der Höhe gezogen. An der Höhe finde ich einfach, da wird es natürlich auch härter durch den weniger Sauerstoff. Aber man kann sich trotzdem immer wieder, finde ich, besser erholen. Das Problem ist, wenn der Körper einmal so überhitzt ist, dann kommt man da selten wirklich wieder von runter. Und das ist irgendwie, finde ich, an der Hitze einfach nochmal härter. Und wann dieser Punkt kommt, dass man überhitzt, das war gefühlt in diesem Rennen einfach schon deutlich früher. Also ich würde sagen, auf dem Rad wahrscheinlich schon höher, als es hätte sein sollen. Einfach vielleicht wirklich auch durch diese höhere Luftfeuchtigkeit an dem Tag. Da hätten mir zum Beispiel Eiswürfel auf der Radstrecke geholfen. Also ich habe immer wieder an Eis gedacht. Ich habe gesagt, so Eiswürfel jetzt, aber die gibt es da halt leider nicht mehr. Die würden einfach auf den Aidstations direkt wegschmelzen.
Aber das war, glaube ich, schon so ein erster Hinweis auch, dass das Radfahren einfach schon wahrscheinlich meine Körpertemperatur und vermutlich jetzt auch die von Lucy und Taylor zum Beispiel, die einfach auch nochmal härter Rad gefahren sind, weil es, glaube ich, einfach ihre Rennstrategie auch war, eine möglichst große Lücke eben auf eine Kat Matthews und mich zu haben.
Ja, das ist wirklich eine ganz feine Linie und häufig merkt man es dann eben doch erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Dann kann man nicht mehr so viel dagegen tun. Also ich habe dann sehr früh auf dem Marathon auch versucht, zum Beispiel Eiswürfel zu schlucken, also kurz zu kauen und das Eis richtig zu schlucken. Und das hat definitiv auch geholfen. Aber ich glaube trotzdem, dass es halt zu spät war und dann einfach mein Gehirn wirklich schon diese Signale halt bekommen hat, hier, wir befinden uns in einem Bereich, der gefährlich werden kann für die Organe, für die Gesundheit. Und dann hat man einfach leider auch nicht mehr so viel Zugriff auf mehr Geschwindigkeit. Aber das ist ganz spannend. Ich meine, gerade Triathlon und speziell natürlich Weltklasse ist ja bekannt dafür, Zahlen, Daten, Fakten. Jetzt gibt es natürlich diverse Messmöglichkeiten. Mir fällt das spontan ein, diese, was haben sie uns auch mal geschickt, Ralf Khorr. Die Khorr-Sensionen. Genau, die sind so Sachen, die man schlucken kann. Aber ihr habt ja praktisch trotzdem live im Rennen keine Möglichkeit, jetzt wirklich am Ende eure Temperatur visuell zu checken. Es ist am Ende trotzdem Körpergefühl, auf was ihr euch ja vermutlich mal verlassen müsst, oder?
Du könntest so Sensoren theoretisch schon mit deinem Tacho oder deiner Uhr, dann kannst du dir das live anzeigen lassen. Das Problem ist aber daran, dass, also ich glaube, so eine Pille, die du schluckst, die ist sicher am genauesten, aber ich denke nicht, dass du von der Pille Live-Daten sehen kannst. Oder nachträglich nicht.
Weil das Problem ist, wenn die halt in deinem Magen sitzt, dann wird sie ja gekühlt, wenn du was Kaltes trinkst. Das heißt, die Daten, die du da bekommst, die kannst du nicht wirklich ernst nehmen. Und das Gleiche ist halt auch mit dem Core-Sensor, wenn der gekühlt wird, weil du dir was Kühles übergiehst und so weiter. Also es ist einfach nicht ganz so einfach, diese Daten wirklich eins zu eins so zu nehmen.
Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, den Sensor im Rennen gar nicht zu tragen, weil der muss, um richtig zu funktionieren, auch immer mit dem Herzfrequenzsensor gekoppelt sein. Und da ist einfach so eine hohe Fehlerquote drin, weil sowas dann häufig gerade unter dieser Hektik von einem Renngeschehen dann doch nicht funktioniert. Und dann werden dir da irgendwie falsche Daten angezeigt. Und deswegen habe ich für mich beschlossen, für mich ist Körpergefühl in diesem Rennen einfach das Entscheidende. Aber das Problem ist halt, wenn du auf dem Rad eben immer nur alle 20 Kilometer eine Aid-Stations hast und die Flaschen teilweise eben dann auch nicht eisgekühlt irgendwie überreicht werden, dann kannst du sehr wenig dagegen tun, dass du einfach immer weiter überhitzt. Also da müsstest du wirklich, ich hätte wahrscheinlich anhalten müssen, dort wirklich mal zwei, drei Liter überkippen und noch einen Liter kühles Wasser trinken, um wirklich da einen Impact zu haben, dass meine Körperkerntemperatur wieder wirklich absinkt oder eben auch wirklich mal eine Phase haben, wo ich ganz, ganz locker fahre, um dem Körper die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen. Schlechte Wettkampf, ja. Aber das ist ja leider in so einem Rennemischien dann eben nicht möglich. Vor allem, wenn man so eine große Sketch schon hatte wie ich. Also da hat mein Gehirn mir eben auch nicht zugelassen, jetzt irgendwo mal kurz ein Atem, also so einfach mal runterzukommen, weil ich mir gesagt habe, hey, jede Sekunde zählt jetzt hier.
Und vielleicht ist es dann auch so eine psychische Anspannung, die dann noch dazukommt. Also ich habe ja diesen Druck sehr wohl gespürt, dass ich jetzt wusste, hier geht es jetzt wirklich um jede Sekunde, dass das natürlich auch was mit dem Körper macht, dass ein zusätzlicher Stress einfach ist. Also das mit dem Körpergefühl ist natürlich enorm spannend und natürlich auch mit dem, was du sagst, ab wann das Gehirn welche Signale sendet und wie stark das Gehirn noch durchblutet wird. Solche Sachen spielen ja dann auch eine Rolle bei rationalen Entscheidungen. Da kommen wir ja gleich nochmal zu. Das Körpergefühl möchte ich wirklich auch nochmal herausheben, weil das ja, glaube ich, ein bisschen unterschätzt wird in so einer Zeit, wo wir so viel auf Watt gucken und auf Herzfrequenz gucken und auf messbare Geschichten gucken. Ihr macht ja logischerweise auch im Training sehr viele Messungen. Das ist aber das eine. Und das andere ist wirklich ja in so einer Situation, also in der Zielsituation, das ist dein Wettkampf, das ist der Ironman, das ist natürlich im Zweifel dann eben genau diese WM.
Regelmechanismen zu spüren, die dir erlauben, irgendeine Anpassung im Rennen zu machen. Also kann ich jetzt den Anstieg da hochballern? Und es gibt ja diesen herrlichen Streckenabschnitt. Da geht es hoch zum Scenic View. Das klingt so lieblich, das ist aber leider der Rückweg, oft mit Gegenwind und eine, sagen wir mal, relativ eklige, weil etwas längere Steigung, wo es schon vielen Weltklasseathleten und Athleten die Schuhe ausgezogen hat. Und da musst du ja ein Gefühl haben, kann ich jetzt noch einfach ein bisschen härter draufdrücken oder nicht? Und wenn du das nicht hast, dann nützt dir auch ein Wattablesen nichts. Weil dann bist du entweder schon komplett im Nirwana oder danach ist dann halt Ende.
Ja, das ist absolut richtig und lustigerweise hatte ich auch sogar den Gedanken, dass ich mein Tacho gerne einfach mal weggeworfen hätte, weil wenn du da halt dann nicht die Zahlen siehst, die du gerne sehen würdest, dann ist das natürlich auch nicht schön. Aber das Gute ist dadurch, habt ihr ja vielleicht auch gesehen, die Aero-Helme, die werden ja immer größer und sehen mittlerweile aus wie Lampenstürme. Und tatsächlich ist es so, dass man durch diesen Helm, die Sicht auf den Tacho ist schon auch ein bisschen eingeschränkt. Das heißt, ich habe irgendwann auch beschlossen, ich schaue da jetzt gar nicht mehr so viel drauf, sondern ich gebe einfach, so wie man im Englischen sagt, so my best effort. Also ich versuche einfach, mein Bestes zu geben, was halt in dem Moment geht und schaue da gar nicht mehr so viel drauf, weil das kann natürlich einen entweder motivieren, wenn man da ganz tolle Zahlen sieht oder es zieht einen eben runter, aber es ändert ja im Endeffekt an dem Zustand nichts. Und das ist wirklich was, was ich über die Jahre auch gelernt habe, dass man sich dann da von den Zahlen auch nicht verrückt machen lassen darf. Und witzigerweise habe ich mich tatsächlich auf genau den Punkt, den du gerade beschrieben hast, diesen Anstieg gefreut. Das ist aber schon ein bisschen statistisch. in dieser Ero-Position war. Ja, ich sage dir jetzt den Grund, warum ich mich gefreut habe.
Also diese Ero-Position, man versucht ja immer einen Kompromiss zu finden aus halt möglichst schnell und irgendwie noch bequem genug, dass man es aushalten kann. Und schnell ist selten bequem. Das heißt, irgendwann hat man einfach auch so Schmerzen, einfach nur diese Position zu halten, dass ich mich eigentlich über jede Welle, die kam, gefreut habe, weil ich gehofft habe, und das ist der Punkt, wo ich dann doch auf meinen Tacho gucke, also Aerodynamik spielt eine Rolle bis ungefähr 20 kmh. Und das heißt, eigentlich, idealerweise verlässt man diese Aeroposition auch erst, wenn man langsamer ist als 20 kmh. Und ich habe immer so auf mein Tacho geguckt und gehofft, dass ich gleich mal langsamer als 20 kmh werde, dass ich endlich einmal ohne schlechtes Gewissen an meinen Oberlenker gehen kann, um wirklich mal den Nacken einmal zu stretchen und wirklich meiner Beinmuskulatur halt auch einmal so ein bisschen eine andere Position anzubieten. Und das hat also echt lange gedauert, bis ich dann so langsam war. Und dann habe ich irgendwann gedacht, okay, jetzt überhaupt diese Kuppe rüber, muss ich jetzt rausgehen, weil sonst kommt wieder der Abschnitt, wo es gar keinen Sinn macht. Und deswegen war das tatsächlich doch so ein kleiner Lichtblick, als diese Welle kam. Also mit was man sich dann schon aufrecht hält. Ja, Wahnsinn.
Ich wollte gerade sagen, ganz interessant, Taylor Nipp ist ja nicht mit dem Aerohelm gefahren. Die hatte ja einen normalen Straßenrathelm auf. Ich glaube, das war auch schon aus Temperaturgründen, dass sie wahrscheinlich gedacht hat, dann kriegt sie mehr Luft an den Kopf. Und ja, also hat ihr dann schlussendlich hinten raus auch nicht geholfen. Aber ich glaube, viel interessanter ist noch, Laura hat mir diese Rennsituation auch mit der späteren Weltmeister, mit Solveig mal erklärt, die ja dann irgendwann in die dritte Position gekommen ist und da alleine gefahren ist, wie es dazu eigentlich gekommen ist, weil das war so ein Punkt, der eben auch das Rennen ja entscheiden und den Ausgang des Rennens dann entscheidend beeinflusst hat und der ist ja relativ früh während des Radfahrens schon gewesen, aber hat eben nachhaltigen Impact dann gehabt.
Also nochmal kurz zu der Norwegerin, also dass Norweger diesen Sport irgendwie verstanden haben und beherrschen, haben wir schon mal gehört in diesem Sommer. Bei den Männern waren da alle drei Podestplätze Norweger.
Die Solvay war zum ersten Mal auf Hawaii. Das ist schon mal außergewöhnlich. Die Solva ist halt ein unfassbares Ding auf der Radstrecke gefahren und hat sich trotzdem ja in einer Position gehalten, wo aufgrund der großen Namen, die um sie herum waren, sie nicht so aufgefallen ist. Und ich kann euch das auch sagen, dass das bei sowohl den internationalen Kommentatoren, und da hat ja Greg Welch gesessen und da hat Daniela Rief gesessen und so weiter, also die schon mal das eine oder andere Rennen gesehen haben, und auch Sebi, der das ja bei uns kommentiert hat, also Sebastian Kienle, haben nicht sehr früh daran geglaubt, dass die Säuwe das gewinnen kann. Ja, eben aufgrund dieser Situation, das erste Mal Hawaii, so viel absolute Weltklasse um sie herum mit sehr vielen Optionen. Laura, du hast es schon gesagt, Cat Matthews ist ja auch noch ein Faktor gewesen in diesem Rennen, der ja noch unfassbar hinten eine Rolle bekommen hat dann. Da vorne zwei, wo du denkst, okay, die sind so weit weg, also da kann ja eigentlich nicht viel schief gehen, ja, aber dann kommt halt die Insel und dann kommt halt eben diese Vorbelastung und die Hitze und alles kumuliert dann und dann wird plötzlich so ein Rennen komplett nochmal umgedreht, an welchem Punkt hast du denn, Laura, die Säulei ernst genommen?
Also sehr früh schon. Lustigerweise, das muss ich einmal erwähnen, 2022 habe ich Ironman Hamburg gewonnen. Und da hat Chelsea Sodaro ihr Ironman-Debüt gegeben. Und sie ist Zweite geworden. Und hat dann in dem Jahr als Rookie herweigebunden. Ich weiß, was du sagen willst. Dieses Jahr habe ich Ironman Hamburg gewonnen. Ja, und Solveig gibt ihr Ironman-Debüt in Hamburg. Gewinnt nicht, aber hat ein grandioses Debüt. Genauso wie Chelsea eigentlich. Und gewinnt die Ironman-Weltmeisterschaft. Also ich habe mir schon gesagt, alle Future-Rookies können mich gerne buchen.
Wahrscheinlich dann beim Ironman Hamburg, wenn sie in Zukunft gewinnen wollen. Ja, das war irgendwie witzig. Also ich wusste schon seit ihrem Debüt, dass sie ein unglaubliches Talent für diese Distanz auch hat. War das nicht sogar fünf schnellste Zeit in Hamburg? Ich weiß noch, dass ich bei der PK in Hamburg ja auch war, weil ich für einen gemeinsamen Partner von uns beiden vor Ort war. Sondern da war ich natürlich auch bei eurer PK. Und dann hat sie so bei der PK, die war recht, ich fand die eigentlich recht launig. Ich war davon noch nie bei einer Triathlon-PK. Aber so ihr, ihr, ne, und die Frauen waren so ganz locker drauf. Und haben so ein bisschen sich schon Sprüche gedrückt. Das war total unterhaltsam, auch als Zuschauer. Und sie sagte so, ja, sie macht so ihren ersten, ihre erste Langdistanz so. Und dann habe ich natürlich danach geguckt, weil ich kannte, sie davor kannte ich jetzt nicht, muss ich sagen. So Szene-Insider bin ich jetzt nicht. Guck dann so, fünfter Platz. Oder nee, Moment, das war die fünft, fünft schnellste Zeit, glaube ich, die sie dann in Hamburg ja, glaube ich, genau. Genau. Und da dachte ich mir so, wow, okay, krass, was war das denn für ein Debüt so dann, bitteschön. Und die hattet jetzt auch hinten raus extremere Bedingungen, sage ich jetzt mal in Hamburg, wenn man gesehen hat, wie du da durchs Wasser gewartet bist. Von dem her dachte ich mir trotzdem, naja, als Rookie Hawaii, also ich, wie gesagt, bin da Laie natürlich im Vergleich zu euch, aber ich dachte mir so, naja, ist ja schon speziell auf Hawaii mit all dem Drum und Dran und Wetter. Da kann man jetzt, glaube ich, nicht erwarten, dass die da jetzt ganz vorne landet. Aber ja, ich habe mich wohl auch leicht getäuscht. Und ich glaube, was viele nicht wissen.
Ich wollte nur ganz kurz noch erzählen, ich war ja hier auf Hawaii bei der Athleten-PK. Und da gab es dann auch eine Situation, da wurden die Athletinnen auf der Bühne dann gefragt, was sie denn tippen würden, wer das Rennen gewinnt. Und da sollte natürlich jeweils über eine andere Athletin gesprochen werden. Natürlich hat niemand etwas gesagt. Und Solveig hat dann am Ende nur gesagt, ich gewinne. Okay. Hat sie eingehalten versprechen selbstbewusst auf jeden Fall wir sollten jemanden benennen der nicht gerade Teil dieser Pressekonferenz also ich denke sonst hätten wahrscheinlich noch ein paar andere auch sich selbst genannt, aber was man zu Solveig glaube ich sagen muss, was viele einfach nicht wissen weil häufig ist ja wirklich die Namen die man kennt kommen von der Triathlon Langdistanz also vor allem in Deutschland und die Kurzdistanz die gibt es ja auch noch.
Und das ist wirklich auch eine sehr, sehr, sehr harte Schule, durch die die Athleten gehen, die diese Kurzdistanz machen, also die olympische Distanz. Und von diesem System war Solveig eben Teil sehr, sehr lange. Und die Norweger haben ja vor allem auch bei den Herren gezeigt, dass sie da extrem gute Arbeit machen und zeigen das in ganz vielen Ausdauersportarten, dass sie wirklich vorne mit dabei sind, obwohl sie eine sehr kleine Nation sind. Und ich glaube, die Jahre, die Solveig auf höchstem Niveau im Triathlonsport schon verbracht hat, das sind einige. Das sind wahrscheinlich in Summe mehr, als ich jemals habe bis heute. Und da hat sie natürlich, sie kommt sogar vom Schwimmen.
Dafür ist sie, sage ich mal, verhältnismäßig langsam geschwommen eigentlich. Aber sie ist halt gewohnt, diese Extremdrucksituation in einem Rennen zu managen, weil die Intensität ist natürlich auf der Kurzdistanz noch viel höher. Und ich glaube, für alle Athleten, die das jahrelang gemacht haben, olympische Spiele mitgemacht haben, die kennen einfach diesen Extremdruck. Und für die fühlt sich das häufig erstmal total entspannt an, einen Ironman zu machen, weil da ist viel weniger Prügel beim Schwimmen. Man hat plötzlich den Abstand beim Radfahren, den man einhalten muss. Man fährt nicht in der Gruppe und das hilft, glaube ich, wirklich gerade den Athleten, die natürlich vor allem auch gut Radfahren können und es auf der Kurzdistanz einfach nicht ganz so zeigen können, wirklich ihre Stärke zu entfalten. Und ich glaube, das gibt solchen Leuten wirklich, ich meine, Daniela Rief ist zum Beispiel auch ein Beispiel, die ja auch von der Kurzstrecke kam und dann eigentlich gefühlt ihr volles Potenzial dann erst auf den langen Strecken entfalten konnte, weil sie da zeigen konnte, was sie wirklich kann. Und so kommt mir das bei Solvay eigentlich auch vor. Und ich glaube, dass sie da auch noch eine ganz große Zukunft vor sich hat, weil sie eben ein paar Sachen mitbringt, die...
Erfolgsversprechend sind einfach. Sie bleibt wirklich cool, sie hat Spaß an ihrem Training und sie hat da vor allem ein Umfeld in Norwegen, auch natürlich mit den drei Norwegern, die jetzt gerade vor ein paar Wochen ein Litzans-Podium bei der WM geholt haben. Das ist ja auch was, dass du da Vorbilder hast, vielleicht sogar eine Gruppe, mit der du trainieren kannst, die dir einfach zeigen, was für ein Mindset und was für ein Training du machen musst, um da ganz oben zu stehen. Und das ist super inspirierend zu sehen und für mich jetzt auch keine krasse Überraschung. Also ich glaube, wenn sich die Triathlon-Community, also vor allem intern, irgendwie einig war, dass es so einen Rookie-Überraschungsziel geben könnte, dann von ihr. Und ich denke, in Hamburg hat sie einfach wirklich auch so ein Erste-Reihe-Erlebnis bekommen, also von Kat und mir ein bisschen gezeigt bekommen, wie schnell es Ironman-Racing halt noch geht. Und das war damals bei Chelsea gefühlt auch ihr Vorteil, dass sie einfach erst mal nur folgen musste und dadurch festgestellt hat, hey, das klappt ganz gut und das gibt ihr natürlich einen mentalen Boost, glaube ich. Und sie war halt in der schönen Situation, dass sie hier ohne viel Druck reingehen konnte. Und ihr ist im Endeffekt das gelungen, was mir nicht gelungen ist, dieses Gap auf dem Rad einfach zu halten und dadurch in einer sehr guten Position vom Rad zu steigen. Und trotzdem, so wie du auch gerade schon gesagt hast, so ein bisschen unterm Radar zu laufen, weil sie eben diesen Rookie-Status hatte.
Und ja, die einzige Situation, wo ich wirklich sage, dass es schade, dass das so gekommen ist, ist eben, was Kai angedeutet hatte. Also auf dem Rad war ich erst sogar vorne weg. Ich glaube, ich habe irgendwie ein bisschen schneller gewechselt und dann kam Kat und Solveig von hinten. Und dann ist Solveig irgendwann nach vorne gegangen. Kat war noch hinter ihr und die hat dann plötzlich aufgehört zu treten. Und das hat sie in Hamburg auch gerne gemacht, also so ein bisschen angefangen, so Spielchen zu spielen und wollte dann wahrscheinlich, dass ich oder jemand anderes, weil wir waren da schon ein paar Athleten in dem Moment, diese Lücke zu Solvay schließt. Das sind einfach so taktische Sachen, die sie gerne macht. Und ich glaube, das war ein großer Fehler, weil ich in dem Moment nicht so geistesgegenwärtig war, dann zu sagen, okay, ja, schere ich auch direkt aus und versuche mitzugehen. Und dann haben wir halt noch weitere Athletinnen überholt und irgendwann habe ich sie auch nicht mehr gesehen. Und ich würde sagen, das war schon so ein Knackpunkt, wo es nicht gut war, dass uns das quasi entwischt ist, weil es hat sich zu dem Moment jetzt nicht so angefühlt, als hätte ich nicht mitfahren können, sondern das war einfach so eine Gemengelage, wo es ein bisschen unübersichtlich war und sie deshalb einfach weggekommen ist sozusagen und weil Cat so ein bisschen dieses Spiel angefangen hat.
Ja, also vermutlich hat auch das, würde ich sagen, Kat den Sieg gekostet am Ende. Ähm...
Dass da eben entweder diese Taktik, Taktiererei war oder dieser unaufmerksame Moment, das ist auf jeden Fall schade, aber ja, war halt auch Teil von einem Rennen geschehen. Also ich würde jetzt ja am liebsten sagen, deshalb gucken wir das so gerne, Laura, das ist leider so, weil Ironman ist halt ja so lang, weil es sind halt am Ende Punkte, die du benennen kannst, dann sind es vielleicht drei, vier, aber in keinem Rennen sind es ja dieselben drei, vier, wie beim letzten Rennen und wie beim nächsten Rennen, sondern es ist dann wieder andere Sachen. Und natürlich waren wir ja irgendwann in der Situation, dass wir gesagt haben, okay, wir haben jetzt relativ üppige Abstände zwischen Positionen. Was soll da jetzt groß passieren? Es war jetzt auch nicht absurde Dinge zu erahnen beim Laufen, weil alle liefen so in ihren Bereichen. Es war ja niemand, der jetzt out of the world schnell oder out of the world langsam lief. Ja, Cat hat das gemacht, was sie ja jetzt nicht angekündigt hatte. Sie ist in Richtung Streckenrekord unterwegs gewesen. Das hat sie natürlich fantastisch gemacht nachher. Und ich kann mir auch vorstellen, dass sie das eine oder andere nochmal rekapituliert, wie nah sie dann nachher dran war, ganz vorne an der WM-Goldmedaille. Und dann fängt das Rennen halt an, ein richtiges Drama auf Hawaii zu werden, so wie das vielleicht auch tatsächlich nur da ist.
Natürlich haben wir, wer sich schon mal ein bisschen für Triathlonsport interessiert hat, The Crawl gesehen, ja, also die Bilder, wo die großen Ladies in den 90er Jahren da über den Teppich gekrabbelt sind und so weiter. Ich weiß gar nicht, ob das nicht jetzt noch ein bisschen dramatischer war, weil wir waren nicht im Dorf in Kona. Es waren halt einfach ganz wenig Menschen drumherum, weil es ja in einem Teil der Strecke war. Energy Lab heißt es. Das ist eigentlich eine Forschungsstation, wo dann keine Zuschauer rein dürfen, wo nur Leute, die eine Funktion haben, rein dürfen. Einmal als Erklärung für euch zu Hause, es geht erst ein Stückchen runter in Richtung Küstenlinie, dann läuft man ein Stückchen parallel zur Küstenlinie. Das ist der Okay-Part, weil man in der Regel ein bisschen Gegenwind hat, also zumindest einen Luftzug hat. Ich möchte jetzt nicht von Kühlung sprechen, aber man hat einen Luftzug. Dann dreht man um, erstens kommen einem dann die anderen entgegen oder man selber, Laura Du eben, wusste es ja auch, okay, die sind ja schon ganz schön weit und ich komme jetzt gerade hier erst an, ins Energy Lab rein. Also da kriegt man auch die Realitäten einfach ja mal sichtbar vor Augen geführt, weil sonst kriegst du ja nur Zeiten.
Und dann geht es halt nach einer kleinen lustigen Linkskurve einfach ein bisschen den Berg hoch. und dann ist dieser leichte Luftzug von hinten und dann geht es halt richtig los mit der Hitze. Und dann geht das mit dem Körper ja los. Und man ist ziemlich alleine dort.
Nicht ganz. Ich bin am Tag vorher mit dem Auto da durchgefahren. Du musst doch mal laufen, Kai. Weil ich es zumindest gesehen habe. Geh doch mal laufen. Ja, ja, ja, ist schon klar. Ja, ja, ich glaube, das Energy Lab alleine würde den meisten Läuferinnen und Läufern schon reichen, sie an ihre Grenzen zu bringen. Weil es einfach so, wie du beschrieben hast, eine herausfordernde Strecke ist, weil es da unglaublich heiß ist, also auch zu dieser Tageszeit, wo man da durchgeht. Und dann hast du dort nach eben diesen vielen Stunden, die du schon unterwegs bist, diese totale Ruhe. Und deswegen wird ja immer davon gesprochen, dass dann da auch die Dämonen mit dir mitlaufen. Und das ist sehr gut vorstellbar. Und wie gesagt, das Energy Lab alleine zu laufen, ist schon sicherlich eine tolle Erfahrung. Aber das eben innerhalb eines Marathons beim Triathlon zu laufen, ist einfach nur verrückt. Also man sieht eine wirkliche optische Veränderung. Wir standen am Eingang zum Energy Lab und haben die Läuferinnen dann reinlaufen sehen. Und du kannst ihnen ansehen, wie lang ist die Strecke, Laura, das durchs Energy Lab-Stand? Ich glaube so, acht Kilometer. Acht Kilometer. Und du siehst ihnen an, was diese acht Kilometer mit ihnen gemacht haben. Ja, und es ist ganz anders als der gleiche Part bei einem Marathon in der Stadt oder sonst wo. Das kannst du nicht vergleichen. Wie war dein Erlebnis diesmal in diesem speziellen Streckenabschnittlauber?
Ich war gut vorbereitet, würde ich sagen, mental einfach, weil ich da ja auch schon ein paar Mal war. Und ich kann aber auch nur bestätigen das, was Kai gesagt hat. Ich habe ja auch das Rennen schon zum Beispiel als Zuschauerin auch vor Ort verfolgt. Und das hat mich damals auch am meisten beeindruckt, wie wirklich die größten Triathleten und Triathletinnen da gebrochen rauskommen. Also was man da dann wirklich sieht, auch an der Körpersprache, was das mit den Athleten macht. Und du hast es schön beschrieben, Ralf. Also man fühlt sich, wenn man da reinläuft, eigentlich noch einigermaßen gut, weil es eben so ein bisschen rollt und bergab geht und man diese schon auf jeden Fall die Kühlung der Luft einfach spürt. Und der Rückweg ist einfach hart. Zum Glück, ich war eben darauf vorbereitet, ich habe so ein Eistuch gehabt, was ich immer wieder gefüllt habe und mir dann in den Nacken gestopft habe. Und da war eben unten nochmal eine Aid-Station, da habe ich mir gedacht, okay, nochmal ganz viele Eiswürfel da rein und ich packe mir das in den Nacken und gehe es jetzt an. Also ich war sozusagen einfach darauf vorbereitet, dass das sich jetzt nochmal extra schlimm anfühlen wird. Und das Schöne war, dass eigentlich an dem Ausgang vom Energy Lab, da stand Kai auch. Und das wusste ich, weil ich ihn ja schon gesehen hatte beim Reinlaufen. Und da habe ich mich einfach drauf gefreut, weil ich halt wusste, okay, cool, da kriege ich jetzt nochmal so. Und ganz sicher positive Energie.
Auf jeden Fall, genau. Und dann ging es ja wieder auf den Highway. Und das war eigentlich dann, das ist wieder, ich sag mal, erträglich, weil da spürst du wieder ein bisschen Luftzug von der Seite. Und man freut sich ja dann über die kleinsten Dinge und so ein bisschen, ich habe mich sogar eher über Gegenwind gefreut, was sonst im Training sicher nicht der Fall ist, aber hier in dem Rennen freust du dich eigentlich über Gegenwind, weil das irgendwie bedeutet, dass dein Körper so ein bisschen atmen kann. Und wusstest du zu dem Zeitpunkt schon... Wobei man auch sagen muss, ich wollte nur sagen, Gegenwind, oder überhaupt Wind, ob Fahrtwind, Gegenwind, beim Laufen, bedeutet hier nicht automatisch Kühlung. Man bewegt sich da eher in so einem Rahmen, als ob dir einer einen großen Föhn ins Gesicht hält. Also das hat wenig mit Fahrtwind und Kühlung zu tun. Und im sogenannten Energy Lab war ja dann auch die Situation, dass Lucy Charles dann dort aufgeben musste. Wusstest du das, Laura?
Also mir kam sie tatsächlich noch laufend entgegen und ich fand, sie sah gar nicht so schlecht aus, ehrlich gesagt. Und dann habe ich diese Information, ich weiß nicht, habt ihr mir das schon gesagt? Beim Ausgang, also dann wusste ich es erst, als ich an Kai vorbeigekommen bin. Und ich konnte es auch erst kurz nicht glauben, weil wie gesagt, ich habe sie noch laufend sehen und ich konnte mir nicht vorstellen, dass jetzt innerhalb von den Minuten irgendwas so Schlimmes passiert ist. Aber ich habe auch in der Vergangenheit gerade bei diesem Ausgang vom Energy Lab, da ist nochmal eine Aidstation und da weiß ich, dass ich auch zum Beispiel, als wir das letzte Mal mit den Herren hier zusammen geraced sind, dass da auch einige saßen am Streckenrand, die ich dann eingeholt habe und die saßen da mit drei Liter Cola-Flaschen oder Kopf-im-Eis-Würfel-Becken. Also da habe ich eben dann doch schon so viele schlimme Szenen gesehen, dass es dann am Ende nicht so überraschend kam, dass sowas passieren kann. Aber es war trotzdem irgendwie hart, sowas zu hören, weil für mich war sie die absolute Favoritin für den Sieg. Und ich glaube, sie hatte eigentlich auch ihre beste Vorbereitung. Sie hat sich richtig gut gefühlt, hat das auch wirklich ausgestrahlt, lag ja auch so lange so gut im Rennen. Und das ist natürlich schon, ja, also ich kriege jetzt Gänsehaut, wenn ich das sage, weil ich weiß einfach natürlich, wie viel da dran hängt, wie viel...
Dass Arbeit, Herzblut da reinfließt von so vielen Menschen. Und deswegen kann ich es halt so gut nachvollziehen, wie schwierig das auch sein muss, für ihren Mann dann, sie da rauszunehmen. Sie war ja zum Glück noch auf den Beinen gestanden sozusagen und konnte, glaube ich, noch gehen, jetzt anders als Taylor Nipp dann später. Aber ich muss sagen, es tut mir schon auch weh, sowas zu sehen einfach, weil wir natürlich untereinander extrem viel Respekt haben, weil wir alle wissen, wie viel wir da reingeben und investieren. Und so möchte man natürlich nicht, dass eine der Hauptkonkurrenten aus dem Rennen geht, sondern man möchte sie eigentlich anders schlagen, indem man stärker ist und noch vorbeirennt. Aber am Ende ist es leider genau das, was auch Teil von so einem extremen Wettkampf ist. Also da kommen wir ja an eine sehr spannende Stelle, weil Lucy Charles ist ja mit Reese Barclay verheiratet. Reese Barclay war selber Profi, der weiß, was da Tango war.
Sie musste ja mehrfach gehen an Verpflegungsstationen und so und du hast recht, an dem Punkt, wo er sie ja dann angehalten hat, das war ja nicht eine Entscheidung, die sie ursprünglich getroffen hat, sondern die er für sie getroffen hat, ist sie gelaufen und nicht langsam gelaufen, sondern da lief sie wirklich voran. Da habe ich auch gedacht, okay, wenn du an der Stelle, also in dieser Steigungspassage jetzt wieder so laufen kannst, ja manchmal erholt man sich ja auch einen Tag, aber es kann natürlich auch eine Täuschung sein, genau das ist ein Punkt, das kann auch eine Täuschung sein. Und was bitteschön ist das für eine Stärke des Partners von Reese, zu sagen, okay, ich nehme jetzt die Verantwortung für meine Frau und halte sie jetzt an.
10 Kilometer vorm Ende der WM, auf einer sehr, sehr guten Position liegend, laufend, strecke ich jetzt meinen Arm raus und halte sie an und sage, Baby.
Mach das nicht, da vorne ist der Krankenwagen. Das ist eine unfassbare Szene, da kriege ich jetzt wirklich noch Gänsehaut. Das ist so eine Stärke, ja auch in deren Beziehung. Also ich meine, dass Lucy das akzeptiert, in so einer Situation akzeptiert und auch als Korrektiv da einsieht, sie hat natürlich kurz auch geweint und geschlupst und so weiter, aber sie war, fand ich, sehr schnell d'accord mit dieser Entscheidung.
Ich glaube, das zeigt einfach, wie gut die beiden sich kennen. Vertrauen. Vor allem eher sie auch von außen, genau. Und ich glaube, das Problem ist einfach wirklich, wenn man halt solche Wettkämpfe machen will. Man muss so hart zu sich selber sein, um da überhaupt durchzupushen und natürlich auch irgendwie Weltspitze zu sein. Und ich glaube, da braucht man einfach wirklich teilweise seinen Partner, sein Team, die einen so ein bisschen vor sich selbst beschützen, bewahren. Weil ich glaube, wenn das nicht gewesen wäre, dann wäre sie eben so lange weitergelaufen, bis sie umgefallen wäre. Und da hat sie eben mit Reese jemanden gehabt, der das schon hat kommen sehen und sie beschützen konnte. Wenn man dann den Verlauf von Taylor anschaut, die hatte vielleicht niemanden jetzt in ihrem Team, der sie so genau lesen konnte oder irgendwie noch dachte, sie bringt es dann halt nach Hause. Aber du hast es schon gesagt, der Punkt, wo sie ausgestiegen ist, da war es einfach auch noch zu weit, um noch zu krabbeln. So wie wir das schon auf der Finish Line gesehen haben. Und ja, ich glaube, das waren ganz, ganz bewegende Momente und tolle Szenen, die wir da gesehen haben, weil es ist, glaube ich, wirklich auch für viele Menschen, die da jetzt zuschauen, halt wichtig, genau sowas auch zu sehen, dass es eben doch teilweise sinnvoll ist, auch aufzuhören.
Und ich glaube, da hat wirklich Reese Lucy am Ende auch vor wirklich größerem Schaden bewahrt. Weil selbst wenn die beiden jetzt heute wieder ganz munter drauf sind, weiß man nicht, was sowas auch für Spätfolgen haben kann. Das habe ich schon auch immer wieder bei anderen Athleten gesehen, dass wenn du mal einmal wirklich so eine bestimmte Linie in deinem Körper überschritten hast, dass das sich unter Umständen auch erst in ein paar Monaten oder wenn das nächste harte Rennen kommt, zeigt, was das mit dem Körper gemacht hat. Also wir haben Tela Nipp ja auch gesehen, als sie aus dem Energy Lab rauskam. Und ja, auch bei ihr hat das natürlich Schwuren hinterlassen, aber es war mitnichten so, dass man das Gefühl hatte, sie wird das Rennen nicht beenden. Also sie hat einen guten Rhythmus gehabt und ist ja da eben auch an der Aidstation vorbeigelaufen ohne zu gehen, hat sich dann nochmal mit Eis versorgt.
Und dann hat es ja gar nicht so lange gedauert, bis diese Situation dann eingetreten ist, die wir dann ja alle da im Fernsehen gesehen haben, wo plötzlich nichts mehr ging. Und man hat es ja eben, ich weiß nicht, ob ihr die Bilder gesehen habt, im Zielbereich, wo die Zuschauerinnen und Zuschauer ja auf den großen Screens verfolgt haben, was da passiert und dass sie dann erst gestoppt hat und dann wieder weitergelaufen ist. Und ein Riesenjubel und dann irgendwann ganz schnell der Moment da war, wo nichts mehr ging und ja wirklich im Zielbereich größtes Entsetzen war. Weil das natürlich eben eine dramatische Situation war, vier Kilometer vor Ziel dann plötzlich in Führung liegend nicht mehr weiter zu können. Also unvorstellbar. Aber auch das ist Teil des Ironman und auch das gehört natürlich am Ende zur Renntaktik und auch das gehört dann zur Qualität, so ein Rennen dann eben auch beenden zu können, so wie Lauert. Ja, das ist halt genau der Punkt.
Physis ist das eine und Psyche ist das andere, aber Resilienz ist ja dieser Punkt da. Also das wirklich dann durchzuziehen, aber irgendwann sagt der Körper eben No. Weil du das gerade gesagt hast, Laura, dass das halt auch tatsächlich Karrieren brechen kann, wenn man über so einen Punkt tatsächlich mal hinausgeht. Marino van Hohenacker, ihr erinnert euch vielleicht noch an den Namen, das ist eine Weile her.
Der hat so einen Punkt dort auf diesem Abschnitt mal erleben müssen. Der hatte sich auf dem Rad sehr, sehr, sehr gut gefühlt und ist Vollgas gefahren, die letzten 30 Kilometer. Und hatte einen sehr, sehr starken Vorsprung rausgefahren und ist dann losgelaufen und hatte es offensichtlich übertrieben auf dem Rad. Das hat er dann im Energy Lab zu spüren bekommen. Der kam raus aus dem Energy Lab an dieser besagten letzten Verpflegungsstation, wo du die Männer erlebt hast, die saßen und Cola getrunken haben. Hat er sich auf einen Tisch gesetzt und einfach nur noch vor sich hingestarrt und ist da einfach sitzen geblieben. Norman Stadler hat ihn damals betreut, also ein bisschen unterstützt, halt auch im Gedanken, wie gehe ich mit so einem Wettkampf um und so weiter. Und so weiter, der war dann relativ schnell da. Der hat mit ihm gesprochen, keine Reaktion. Einfach gar keine Reaktion mehr. Der hat sich nicht geregt, der saß da und hat einfach nur geradeaus gestarrt, ist dann von einem Krankenwagen abgeholt worden. Am nächsten Tag war der wieder soweit okay. Der hat nie mehr dieses Leistungsvermögen erreicht.
Und das ist halt leider wirklich auch die Seite, die zeigt, dass es halt kein Gesundheitssport ist. Also so ein Rennen hier zu machen auf dem Niveau, da Oder ist es wirklich dieses an die Grenzen kommen oder sie überschreiten, das erlebst du hier halt wirklich wie bei keinem anderen Rennen. Und jetzt zum Beispiel ein aktuelleres Beispiel ist Sam Laidlow, der ja auch in Nizza Ironman-Weltmeister wurde, der dann hier seinen Titel nicht verteidigen konnte auf Hawaii, weil er eben auch extrem hochgegangen ist beim Laufen. Und der auch zum Beispiel in diesem Jahr lange gesagt hat, er kommt überhaupt nicht mehr im Training so richtig in Schwung. Er kommt nicht in bestimmte Leistungsbereiche, weil er das auch immer noch zurückgeführt hat auf diese extreme Überhitzung auf Hawaii. Also das wäre jetzt quasi auch nochmal so ein aktuelleres Beispiel von was dieses Rennen dann am Ende machen kann, weil man ja auch überlegen muss, was das im Körper bedeutet mit dem Elektrolythaushalt, was mit den Eiweißen passiert ab einer gewissen Temperatur. Und es sind einfach auch Mikro- oder Makroschäden, die man sich dazu fügt. Und Verschiebungen einfach auch natürlich von dem ganzen Elektrolythaushalt, wo man nicht weiß, also wie lange braucht der Körper, um sich davon zu erholen und tut er es überhaupt in, sage ich mal jetzt, der Zeit, wie wir Athleten uns erhoffen, dass wir dann auch in die nächste Saison wieder, ich meine, der Aufbau fürs nächste Jahr, der geht ja quasi dann schon irgendwie im November, Dezember los. Das heißt, das ist ja auch nicht ewig viel Zeit, bis man eigentlich wieder starten möchte.
Total. Also umso bemerkenswerter ist es, weil wir da vorher, ich fand, das haben wir gar nicht so rausgestellt, also umso bemerkenswerter ist es ja, wenn man einen schweren Tag hat, wie du, also wo man einfach merkt, jetzt was heißt, aber wo man einfach merkt, ich.
Ist alles ein bisschen zu schwer, wie es eigentlich sein sollte, dann aber trotzdem noch auch die mentalen Fähigkeiten in einem Rennen zu haben, wo du ja eigentlich total kompetitiv bist auf der anderen Seite, aber trotzdem auch dann, wie soll ich sagen, die Nüchternheit in dieser Situation zu sagen, ich muss, also mein Ziel ist heute ins Ziel zu kommen und ich muss dann einfach ein anderes Energy Management irgendwie jetzt, also einfach adaptiv an den Tag legen. Das habe ich mir zwar anders vorgestellt oder anders gewünscht, aber so ist es jetzt halt.
Diese Coolness zu haben, das dann so umzusetzen, finde ich eigentlich schon, muss ich sagen, bemerkenswert. Weil natürlich als Titelverteidiger ist ja klar, mit was für einem Ziel man in so ein Rennen reingeht. Das ist ja, glaube ich, vollkommen leicht nachvollziehbar, dass du da nicht sagst, ich komme jetzt hier erstmal an, um Platz 3 zu machen. Aber dann zu realisieren, es ist heute nicht der Tag, den ich mir erhofft habe, aus welchem Grund auch immer. Und es ist einfach noch zusätzlich unfassbar klimatisch herausfordernd. Und ich will aber für mich, für mein Team, gutes Rennen machen. Und ich schaue, dass ich das dann dementsprechend ins Ziel bringe. Das finde ich, ehrlich gesagt, ziemlich bemerkenswert. Obwohl ich mir wirklich gut vorstellen kann, dass dann ein Marathon hinten drauf noch wahrscheinlich zumindest gefühlt doppelt so lang ist. Wo man diese Entscheidung wahrscheinlich oft genug auch hinterfragt. Aber ich denke, ich weiß nicht. Ich kann mir vorstellen, du hast ja diese Information ja aufgenommen in der späten Phase deines Rennens. Ich weiß nicht, ob das dir dann eine gewisse, nicht Genugtuung, aber zumindest eine gewisse Bestätigung gegeben hat, dass das, wie du das für dich entschieden hast, offensichtlich ja nicht falsch war.
Ja, absolut. Also ich meine, man muss, also ich versuche das zum Beispiel auch wirklich jetzt so zu sehen, dass ich mir anschaue, hey, wer ist hier nicht ins Ziel gekommen und wie viele haben wirklich einen superschweren Tag gehabt, obwohl sie auch Favoriten waren für den Sieg fürs Podium. Und man muss wirklich sagen, einen Podiumball der Ironman-Weltmeisterschaft zu schaffen, ist einfach schon an sich so unglaublich schwer. Und deswegen ist das auf jeden Fall etwas, über das ich mich extrem freue, auf das ich stolz bin.
Und auf jeden Fall, glaube ich, das Wichtigste ist halt so für sich selbst dieses Gefühl zu haben, ich habe jede Situation, die sich da oder Schwierigkeit, die sich mir in den Weg gestellt hat, halt irgendwie akzeptiert und trotzdem weitergemacht und mein Bestes gegeben. Und mehr kannst du einfach nicht von dir selbst verlangen, mehr kannst du nicht tun. Ich habe einfach einen unglaublichen tollen Support da draußen gehabt von wirklich ganz tollen Menschen, die an mich geglaubt haben. Und ich habe mir irgendwann noch gedacht, ihr Armen, ihr müsst jetzt da auch noch bis zum Energy Lab rausradeln und so. Ich habe mir immer gedacht, ich habe es so ein Stück weit natürlich auch für die gemacht. Also nicht nur für mich selbst, sondern da kommen so viele Komponenten zusammen, warum man durchzieht einfach. Ich glaube, also ich hatte so viele Gründe, warum es sich lohnt, wirklich bis zum Ende durchzuziehen. Und ich muss sagen, selbst wenn ich nicht aufs Podium gekommen wäre, was ja auch lange so aussah, also muss man ja auch ganz klar sagen, wenn die beiden... Lucy und Taylor da jetzt nicht umgefallen wären, dann wäre ich vermutlich nicht aufs Podium gekommen. Und auch damit war ich innerlich eigentlich schon sozusagen im Frieden, weil ich mir gesagt habe, ich gebe hier gerade mein Bestes und was soll ich mehr tun?
Von daher glaube ich, worauf ich stolz sein kann, ist, dass ich wirklich meinen Körper mittlerweile eben sehr gut kenne und eben auch akzeptieren konnte, dass ich gerade beim Laufen dann auch nicht die Pace mehr auf meiner Uhr sehe, die ich mir erhofft habe, weil meine Vorbereitung eigentlich schon sehr gut ging. Wir lange hier in der Hitze waren, ich wirklich zuversichtlich war, dass ich da auch nochmal einen Schritt machen konnte, sodass ich wirklich vielleicht eben auch zeigen kann, dass ich noch schneller laufen kann bei den Bedingungen. Und das war natürlich schon, muss ich sagen, also jetzt rückblickend schon die Sache, die mit am traurigsten für mich ist, dass ich nicht schneller laufen konnte, weil ich hätte natürlich auch sehr gerne in einer Kette da auch nochmal ein richtiges Laufbattle gegeben. Ich meine, da bin ich ja quasi schon erprobt drin gewesen jetzt über die letzten zwei Jahre und das war natürlich traurig, aber ich weiß auch, dass es nichts bringt, eben den Körper dazu irgendwas zu zwingen, was dann unter Umständen schon fünf Kilometer später vielleicht zu einer richtigen Explosion geführt hätte. Von daher glaube ich, ist es für mich einfach eine schöne Bestätigung, dass ja auch vieles gut funktioniert hat und dass ich einfach da wirklich meinen Körper sehr gut kenne und hier ins Ziel zu kommen und zum Beispiel auch dort nicht zu kollabieren, ist für mich etwas, auf das ich stolz bin, weil vor zwei Jahren ist mir das zum Beispiel nicht gelungen. Nach dem Zieleinlauf dann für eine Weile richtig schlecht.
Und klar kann man jetzt sagen, okay, vielleicht hast du dann doch nicht alles rausgehauen. Aber da muss ich sagen, ich glaube, das habe ich doch.
Und es ist einfach auch schön, wenn man halt so ein bisschen den Abend dann auch noch gesund und aufrecht verbringen kann. Und das zeigt, denke ich, schon auch, dass ich einfach eigentlich in einer noch besseren Form war. auch wenn da jetzt vielleicht wieder das gleiche Ergebnis rausgekommen ist wie vor zwei Jahren, glaube ich, dass ich trotzdem nochmal als Athletin halt einen Riesenschritt machen konnte. Und auch in diesem Feld, ich meine, das muss man ja auch mal sagen, diese Felder, die wir bei den Frauen haben, die werden immer besser, immer besser. Und ich glaube, das führt jetzt auch vermutlich in Zukunft dazu, dass wir vielleicht immer mehr auch genau solche dramatischen Rennverläufe sehen werden, wie wir es eigentlich nur aus der Vergangenheit kannten, wo das eigentlich wahrscheinlich kam, weil die Athleten damals noch nicht gut Bescheid wussten über Verpflegung, auch Kühlung und so weiter. Das war einfach alles noch nicht so weit. Und jetzt, glaube ich, sind wir an einem Punkt, wo wir einfach als Athleten uns gegenseitig so pushen und viel mehr Risiko eingehen müssen. Und wenn dann plötzlich an so einem Tag dann die Bedingungen noch ein Tacken extremer werden, als sie vielleicht in der Vorbereitung waren, wo man versucht hat, sich gut anzupassen, dann glaube ich, dass es unter Umständen jetzt nochmal so eine neue Ära einläutet, wo wir auch wieder mehr solche dramatischen Szenen sehen werden.
Ich wollte ganz kurz noch einen Satz sagen. Wenn nur irgendjemand jetzt ansatzweise das Gefühl hat, dass Laura hier den dritten Platz geschenkt bekommen hat, weil da vorne zwei andere Athletinnen nicht ins Ziel gekommen sind. Das ist Teil dieses Sports. Die beiden Athletinnen, die nicht ins Ziel gekommen sind, die hatten keinen Unfall unterwegs. Sie sind nicht irgendwie durch ein grobes Foul ausgeschieden. Da hat dann am Ende ihr Race Management nicht funktioniert.
Die sind vielleicht auf dem Rad zu schnell unterwegs gewesen, sind den Marathon in der ersten Hälfte zu schnell gelaufen, konnten die Körperkerntemperatur nicht richtig managen und deswegen sind sie am Ende ausgeschieden. Und man hat zwar jetzt hier Plätze gut gemacht, ohne Läuferinnen zu überholen, aber grundsätzlich hat man sie natürlich überholt, weil sie an dieser Stelle des Rennens eben nicht weitergekommen sind. Und vielleicht ist der dritte Platz in diesem Jahr bei Laura sogar noch viel höher zu bewerten, weil eben auch das Feld stärker geworden ist, die Konkurrenz stärker geworden ist, weil eben ganz neue, junge Triathletinnen plötzlich ganz vorne mitspielen wie Solveig. Und vielleicht ist es aus diesem Grunde sogar noch ein stärkerer dritter Platz, als den du vor zwei Jahren hier auf Hawaii dann erreicht hast. Was auf jeden Fall auch wirklich verrückt ist, dass vor zwei Jahren habe ich Taylor Nipp auf den letzten drei Kilometern überholt und genau an der gleichen Stelle, wo ich an ihr vorbei bin, ist sie dieses Jahr kollabiert. Also das fand ich schon für mich auch, weil ich bin ja dann vorbeigelaufen, habe ich gedacht, das kann jetzt nicht sein, dass es wirklich genau die gleiche Stelle ist. Also ich glaube, da wird für sie in Zukunft vermutlich auch noch mal so eine denkwürdige Stelle sein.
Wo sie hoffentlich schnell vergessen kann, was da bisher jetzt in den letzten zwei Rennen, die sie hier gemacht hat, passiert ist. Also ja, das war auch interessant.
Und jetzt muss man einmal darüber nachdenken, dass die älteste Teilnehmerin mit 83 Jahren 16 Stunden unterwegs war. 16 Stunden von Start bis Ziel. Das ist so unglaublich. Und die hat natürlich auch diese Bedingungen unterwegs erlebt und hat die gleichen Temperaturen gehabt und die gleiche Luftfeuchtigkeit gehabt. Nur das Ganze eben auf die doppelte Dauer, knapp die doppelte Dauer, zu der die Laura gebraucht hat. Also das ist für mich ja noch viel unvorstellbarer, 16 Stunden lang Sport machen, also die halten ja nicht an und gehen zwischendurch essen oder sowas, sondern die sind die ganze Zeit unterwegs. Die ist ja dann auch noch bei der letzten Rampe zum Ziel leider gestrauchelt und gestürzt, da habe ich schon gedacht, oh mein Gott, jetzt bleibt sie liegen. Aber sie ist dann hoch und hat den Kopf geschlüttelt über sich selbst. Es war so sweet. Es war so unfassbar sweet. Also an einer Stelle, Laura, musste ich natürlich noch mal ganz kurz innehalten. Man kommt ja vom Highway runter und dann geht es runter in Richtung Kona-Dorf. Aber es geht relativ steil runter. Und da bist du den ersten sehr steilen Abschnitt, das ist der steilste Part der ganzen Strecke, ein bisschen wie auf Eiern gelaufen, weil du ja schon wahrscheinlich viel besser als wir das erkennen konnten von außen gemerkt hast. Oh, meine Oberschenkel sind vielleicht jetzt nicht mehr ganz frisch, ja.
Habe ich da sogar an meinen Oberschenkel gefasst? Ja, das war dann die zweite, ne? Habe ich das gemacht? Dann hast du ja links und dann nochmal die rechts. Und dann ist ja eigentlich ein etwas flacheres Stück, auch kürzeres Stück. Und plötzlich fängst du an, da am Oberschenkel rumzumachen und so. Habe ich gedacht, das kann jetzt nicht sein. Das kann jetzt bitte nicht sein, ja. Ja, da wollte ich euch zu Hause, weißt du, da kurz vorm Einschlafen, wollte ich euch nochmal so ein bisschen Energie mitgeben. Aber es war schon wirklich hart. Also das ist echt eine gemeine Stelle, einfach da, diese Palani Road ist hoch sehr hart, da will man eigentlich gehen und runter ist es noch viel schlimmer, gerade am Ende vom Marathon, aber also es war zum Glück nicht so schlimm, dass ich irgendwie dachte, ich komme jetzt nicht mehr ins Ziel, das habe ich schon gemerkt, das schaffe ich noch und dann war es ja wirklich auch der letzte Kilometer, ich glaube, den hätte ich sonst auch noch gehen oder krabbeln können.
Aber ja, das war wirklich unangenehm und das ist auch jetzt tatsächlich das, was ich so heute am zweiten Tag danach immer noch extrem merke, sind die Oberschenkel. Also meine Knie, die sacken einfach immer mal wieder so weg, weil die Oberschenkelmuskulatur noch nicht so richtig arbeiten möchte. Wir sind diese Palani Rot auch runtergerannt. Wir haben nämlich dann irgendwann oben unsere Fahrräder abgestellt, weil da ja alles abgesperrt ist. Und wollten natürlich unbedingt dann am Ziel sein, bis Laura kommt. Und dann sind wir auch diese Palani-Ruhr runtergerannt. Und da habe ich nur gedacht, ich habe jetzt nicht diese Vorbelastung, die alle anderen haben, die jetzt hier im Wettkampf sind. Und es geht da so steil runter. Und alle Läuferinnen und Läufer wissen natürlich auch, es gibt es ja hier und da auch am Ende von unterschiedlichen Marathons, dass man dann noch so einen Kilometer bergab hat. Und man denkt dann von außen immer, ach, endlich geht es mal bergrunter. Nein, nein, nicht endlich geht es verrundet. Das tut richtig weh. Das tut vielleicht mehr weh, als an dieser Stelle irgendwo gerade auszulaufen. Also die ist richtig steil, die Palani Rot. Wann, Laura, kam denn so etwas wie Genugtuung oder so Erleichterung, Genugtuung und auch Stolz auf das, was du geschafft hast? Ja.
Ich glaube, der war schon recht früh da einfach, weil ich schon wirklich immer wieder negative Gedanken auch natürlich hochkam und die einfach wirklich wegzudrücken und zu sagen, ich mache hier weiter, ich ziehe das durch, egal wie es ausgeht von der Platzierung. Ich glaube, da war auch direkt schon stolz dabei, weil wenn es einem wirklich einfach nicht gut geht und man es trotzdem halt hinbekommt, das irgendwie zusammenzuhalten. Und ich meine, ich muss auch schmunzeln. Weißt du, wenn ich jetzt meine Pace sehe vor dem Marathon, dann denke ich mir so, ja, das kann ich im Training, glaube ich dir, das weiß ich nicht, vier, fünf Stunden kann ich das wahrscheinlich, wenn ich mich verpflege und so weiter oder noch länger laufen. Das ist eigentlich keine Geschwindigkeit, die mich ans Limit bringen sollte. Aber sie hat mich ans Limit, oder das war einfach das Schnellste, was ich konnte. Und ja.
Einfach, ich sage mal, diese Negativ-Gedanken, die kommen, weil es nicht so läuft, wie man sich das erhofft hat oder nicht das zeigen kann, was man halt weiß, dass man es eigentlich kann. Das ist wirklich so das, wo man schon so innerlich natürlich dran nagt und das wegdrücken zu können und trotzdem so im Moment dann zu bleiben. Ich glaube, da war ich schon sehr früh stolz, dass ich gerade auch auf dem Rückweg vom Energylip, da denkt man dann so ein bisschen das erste Mal, okay, jetzt geht es nur noch zum Ziel. Und da war ich einfach stolz, dass ich so weit gekommen bin. Und dann der letzte Kilometer, da habe ich wirklich auch nochmal gesagt, hey Laura, jetzt genieß es, weil das ist der schönste Kilometer. Da kommt man wirklich unten da auf den Ali Drive und da stehen diese wunderschönen Banyan Trees, unter denen man durchlauft, da sind plötzlich ja auch wirklich viel mehr Zuschauer. Da steht ganz viel so auf der Straße mit Kreide gemalt, das heißt, die ist plötzlich auch so ganz bunt und man läuft halt auf diesen Zielkanal zu mit den Flaggen und die Finishline hier ist schon wirklich ganz besonders, einfach mit dem Pier nebendran, mit dem Meer.
Und das habe ich versucht wirklich nochmal so richtig aufzusaugen und da war natürlich auch stolz da. Gleichzeitig hatte ich aber auch extreme Neugierde, weil ich nicht wusste, wer gewonnen hat. Ich bin da so reingelaufen, ich habe gesagt, okay, jetzt nochmal versuchen mit den letzten Kräften, die Leute abzuklatschen, die sich dafür mit mir gefreut haben und dann dieses Überschreiten vom Ziel und dann anhalten, endlich mal stehen bleiben, wonach der Körper sich eigentlich schon sehr lange gesehnt hatte. Das ist halt wirklich der Moment, wo natürlich Stolz dabei ist. Hier ist es ja so, sobald man etwas Grünzeug umgehängt bekommt, bedeutet das ja was Gutes. Und spätestens da, als der Hawaiianer mir dann diesen...
Was sagt man dazu, Lay umgehängt hat, das war schon einfach ein besonderer Moment, weil das einfach nicht viele erleben dürfen in unserem Sport und ja, da spätestens war ich dann stolz. Das ist ja wirklich diese unglaubliche mentale Leistung. Also im Grunde ist das am höchsten zu bewerten in dem Moment, als du ja noch auf Platz 5 liegend warst und ja nicht davon ausgehen konntest, dass da vorne noch irgendwas passiert, das dann trotzdem durchzuziehen und zu wissen, man hat eben nicht das Ziel Titelverteidigung erreicht, man wird nicht aufs Podium kommen und trotzdem weiterzumachen. Also ähnlich ja auch wie Patrick Lange in Nizza, gebrauchter Tag, du steigst als 31. Vom Rad und läufst dann noch auf Platz 9 vor. Also diese Motivation, wo die herkommt, das finde ich unglaublich beeindruckend. Also das ist sehr schwer nachzuvollziehen, glaube ich, wenn man sich nicht in diesen Bereichen bewegt und vor allen Dingen auch, wenn man nicht auf diesem Top-Niveau natürlich trainiert und dann am Ende die Wettkämpfe bestreitet.
Also auf jeden Fall waren drei Frauen, die sich auf der Ziellinie unglaublich gefreut haben, weil man hat das ja aus euch allen dreien rausplatzen sehen. Ich war mir bei Kat Matthews nicht ganz sicher, ehrlich gesagt, weil es war ja nachher wirklich sehr, sehr, sehr nah dran. Ja, im Prinzip, wenn sie eben nicht diesen zögernden Moment, Laura, den du ja beschrieben hast, auf dem Rad hat, dann wird sie vielleicht nochmal, auch mit ihrem Mann gemeinsam, der sie ja auch sehr intensiv begleitet, nochmal drüber nachdenken. Aber die hat so gestrahlt und sich so wirklich spontan und komplett gefreut, dass sie gesagt hat, ja, das ist cool. Also, das wollen wir ja sowieso, das ist ja klar, ja, und du ja eben auch. Und da denkt man dann okay die drei leben das gerade worum es eigentlich in diesem sport geht ja weil das das ist eben nicht immer nur ganz oben sein sondern mit sich selbst das ding da zu ende bringen das ist glaube ich ein hauptding dabei und wenn man dann so ein großes ereignis hinter sich hat.
Abschluss der Saison, nehme ich mal an, ich weiß nicht, ich habe letztes Jahr gelernt, ich glaube, war das nicht sogar mit Patrick bei uns im Podcast, dass er dann noch, eigentlich wäre noch sogar noch T100 noch ein Start angestanden. Das ist ja das Verrückte bei euch, wo man sich so denkt, wow, es gibt so krasse Highlights, wo man ein ganzes Jahr drauf hinfiebert und dann, theoretisch noch was danach. Wie ist es bei dir? Hast du jetzt wirklich eine Saisonpause? Kannst du vielleicht noch eine Woche hier anhängen? Kann man überhaupt als jemand, der schon häufig berufsbedingt sportlich auf die Insel fährt, kann man da noch Urlaub machen oder ist das immer nur mit Arbeit verbunden? Wie sieht da der Plan aus? Philipp, das muss ich beantworten, weil ich kann dir sagen, alles, was direkt nach dem Rennen passiert bei Laura und auch am Folgetag und wie es danach weitergeht, das erfährt man dann am Samstag bei mir auf meinem YouTube-Kanal Ehrenflaume. Denn dann gibt es ja das Video, wo man all diese wirklich tiefen Insights, also die Tage vorher, also auch wirklich, wie sieht der Morgen bei Laura direkt vor dem Wettkampf aus. Alles Dinge, die die Menschen, glaube ich, bisher noch nie gesehen haben, weil man normalerweise natürlich keine Kamera so nah an sich ranlässt in den Tagen vorher oder auch am Renntag selber. Und eben auch nicht direkt mit der Kamera begleitet wird nach dem Ziel einlaufen. Das wird man dann alles... Am Samstag, Kai, oder? Ich werde das natürlich, wir werden das selbstverständlich in den Shownotes verlinken. Am Samstag kommt das Video.
Sehr gut. Am Samstag kommt das Video auf meinem YouTube-Kanal Ehrenflomme. 12 Uhr, denke ich, so ungefähr. Und da wird es dann all diese spannenden Sachen geben, die jetzt eben auch nicht in der Fernsehübertragung zu sehen waren. Also Kai, wir schicken dich ja nicht umsonst dahin. Wir können von der größten Niederlage berichten. Direkt nach dem Rennen. Weiß nicht, ob es im Video auch kommt. Erzählt wird es, wir haben es nicht im Bild, aber da hat sich Laura leider... Ich war natürlich bei der Dopingkontrolle nach dem Nen, und ich hatte eigentlich den ganzen Marathon über schon das Gefühl, ich müsste mal auf Klo gehen. Mehr erzählen wir nicht, Laura. Achso, okay. Da ist Laura ein wirklicher Fehl passiert. Da ist wirklich ein Fehl passiert. Das ist mal ein Teaser, wollte ich gerade sagen. Ich habe jetzt mehrere Optionen, die in meinem Kopf gerade durchleuchtet.
Als jemand, der selber häufiger Dopingkontrollen durchlebt hat. Aber ich äußere jetzt keine, wir schauen das im Video an. Nein, keine Vermutung, außer jetzt bitte, was passiert ist. Also Laura, du hast ja das alles dort mitbekommen und Kai, du hast die spezielle Sicht, da freue ich mich auch schon sehr drauf. Man weiß ja in Deutschland dann, wenn man was geschafft hat, außer man ist jetzt Fußball-Nationalspieler, wenn man am nächsten Tag in der Tagesschau auftaucht. Weil diese Ehre haben nicht so viele Sportlerinnen und Sportler leider in Deutschland. Aber wenn man dort auftaucht, dann weiß man, dass man was geschafft hat. Wie waren denn die Reaktionen aus Deutschland? Und was war das Bewegendste, was dich erreicht hat, Laura? Also bin ich in der Tagesschau aufgetaucht? Ja.
Okay, weil das Problem ist wirklich durch diese zwölf Stunden Zeitverschiebung und dann auch das Programm, was wir hier noch hatten, habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht viel mitbekommen. Natürlich irgendwie so direkte Reaktionen und Austausch mit Familien und Freunden, Aber ansonsten habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht so viel mitbekommen. Aber das freut mich natürlich, weil das ist ja dann doch auch das, wo es dann der Triathlonsport vielleicht mal schafft, so ein bisschen die eigene Bubble zu verlassen. Und was sicher eben einfach gut für diesen Sport ist und natürlich auch für mich eine tolle Anerkennung. Und da freue ich mich natürlich sehr drüber. Ja gut, da sind dann einfach mal zwölf Millionen Menschen, die erfahren, okay, da ist was Besonderes passiert. Ja, natürlich hat diese Dramasituation der beiden Aufgaben auch eine Rolle gespielt, aber du weißt selber, wie das ist. So eine Tagesschau, die guckt dann, hat die gewonnen? Ah ne, die war nur Dritte, ja, machen wir nicht. Und das ist halt schon ein Unterschied, wenn du dort als Titelverteidigerin Dritte wirst und dann ist es selbstverständlich in der Tagesschau, das macht was. Das ist halt eine andere Wahrnehmbarkeit von einem Sport, der sich ja auch entwickelt hat in den letzten 20 Jahren. Da war das nicht selbstverständlich. Wenn man Dritter geworden ist, war man nicht automatisch in der Tagesschau, sicher nicht.
Aber Laura ist ja nicht einfach nur Dritte geworden. Laura hat ja den dritten Platz bei der Ironman-Weltmeisterschaft der Frauen hier auf Hawaii belegt. Das ist nicht einfach nur ein dritter Platz. Das sagst du aber, das machst du dann mit den Kollegen von der Tagesschau aus, wenn du wieder in Hamburg bist. Und vielleicht noch ein Fakt, auch darüber darf man ruhig mal nachdenken. Ich glaube, du hast jetzt elf Langdistanzen bestritten.
Ja, ich muss das nachschauen. Ja, ich glaube, es sind elf. Ich habe es nachgeschaut. Und Laura hat jede dieser elf Langdistanzen auch gefinisht. Also weder Material noch körperliche Unzulänglichkeiten haben eben einmal dazu geführt, dass Laura nicht ins Ziel gekommen ist. Sie hat jede der elf Langdistanzen gefinisht. Und ich glaube auch, das ist eine sehr, sehr, sehr besondere Leistung. Laura, vielleicht noch eine Würdigung. Es war jetzt ja voraussichtlich das letzte Mal, dass ihr Ladies euer eigenes Rennen hattet. Im nächsten Jahr wird es wieder zusammen stattfinden. Ja, es war sicher nicht so voll auf der Insel, was ich jetzt so von außen beobachtet habe. Und ja, es ist halt eine coole Veranstaltung, wenn die gesamte Szene da ist, wenn Männer und Frauen da sind, wenn die ganzen Teams drumherum sind und so weiter und so weiter. Aber der Fokus auf das Frauenrennen ist schon auch was Spezielles. Das ist natürlich, also auch euer Rennen wird ja anders, wenn plötzlich die starken Age-Group-Männer um euch herum Rad fahren, schwimmen eher nicht, aber laufen auf jeden Fall. Das macht ja was mit eurem Rennen, das verändert das. Und ich hatte, ich habe morgens Bilder gesehen, das war noch Bodymarking, weil die Kollegen von Ironman sind ja schon sehr, sehr früh da auf den Stream draufgegangen. Und das hatte einen unglaublichen Vibe, der sich über die Bilder alleine vermittelt hat.
Wie ist das für dich? Wie bewertest du jetzt diesen Switchback zu gemeinsamer Veranstaltung?
Also für mich war es auf jeden Fall eine Komponente, wo ich mir auch im Vorfeld nochmal gesagt habe, genießt es nochmal, weil es ist jetzt das letzte Mal und es war eine Veränderung, die mir sehr gut gefallen hat. Einfach, weil es auf jeden Fall einen Unterschied macht, vor allem von der medialen Wahrnehmung, auch einfach als Athlet zu wissen, jetzt werden alle gezwungen, mal über acht Stunden nur über die Frauen zu reden und sie zu zeigen, was eben häufig sonst, ich würde sagen, nicht in dem 50-50-Split gelingt, wenn beide Geschlechter am Start sind.
Ich finde es schade, dass wir dazu zurückgehen, auch wenn natürlich diese Komponente mit, dass man gemeinsam sich vorbereiten kann auf das Rennen, gemeinsam auch Zeit an der Location des Rennens verbringen kann und so. Das ist eine Sache, die ich auch sehr schön finde. Aber das Rennen zu teilen, macht es nicht immer einfach. Und das war, fand ich, ein toller Schritt eigentlich, wirklich diese Split-Tage zu haben. Leider geht es eben nicht, dass wir zwei Renntage hier auf der Insel haben. Das wäre in meinen Augen einfach die Ideallösung. Einfach jetzt fühlt es sich für mich so ein bisschen an, als wäre es ein kleiner Rückschritt für Frauen Triathlon. Ich denke, dass wir es geschafft hätten, wenn man das hätte durchziehen können, auch wirklich noch mehr Frauen weiter für den Sport zu begeistern, Weil das, was du beschrieben hast mit den Bildern, die man sieht, die Stimmung ist einfach ein bisschen anders. Es gibt schon viele Frauen, die auch vielleicht eher abgeschreckt werden davon, mit Männern gemeinsam in einem Rennen unterwegs zu sein, dann auch von denen überholt zu werden oder in so Pulk sich zu befinden. Weil es ist natürlich schon auch geschlechterspezifisch ein bisschen ein anderer Umgang oder ein anderes Renngestaltung und so weiter vor dem Rennen, aber auch nach dem Rennen. Und das fand ich persönlich sehr schön.
Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Jahr gelingen wird, das gerecht aufzuteilen, weil ich denke schon, dass wir Frauen es eben auch verdient haben. Und ich würde sagen, dieser Rennverlauf in diesem Jahr hat es auch gezeigt, dass auch in dem Frauenrennen genug Spannung drin ist, dass man da draufbleiben kann. Und ich habe zum Beispiel auch in Nizza während der Übertragung mich gefragt. Das Rennen war ja auch so spannend. Wie würde es jetzt heute an dem Tag gelingen, noch aufs Frauenrennen zu gehen? Also ich persönlich wollte auch einfach die ganze Zeit das Männerrennen verfolgen, weil es so spannend war. Und ich glaube, das wird die große Challenge, wo ich gespannt bin, wie Ironman oder alle, die das Rennen übertragen, das meistern werden. Und ich hoffe natürlich, dass es gut gelingt, dass es trotzdem weiterhin so ist, dass wir Frauen die gleiche Aufmerksamkeit bekommen und das ist eigentlich so meine Meinung dazu.
Und der einzige große Supermarkt, den es hier in Kona gibt, der muss sich auf diese neue Situation dann auch nochmal gesondert einstellen. Denn ich kann berichten, alle Regale, wo es ansatzweise gesunde Sachen gab, waren komplett ausgeräumt. Das war wirklich unglaublich. Du bist in irgendeine Regalreihe gekommen, sowas wie Granola oder Porridge oder auch in der Obst- und Gemüseabteilung. Es war einfach leer geräumt. Ich glaube, jeder, der hier nächstes Jahr das Rennen machen will, sollte sich auf jeden Fall Haferflotten mitbringen.
Die sollte man ja vielleicht auch immer dabei haben, wenn man seine Spezialmarke hat. Also ich reise oft mit Haferflotten. Ja, aber Spaß beiseite. Also ich glaube, dass die Insel hier schon unter Umständen ans Limit auch kommt. Ja, bestimmt. Ich war jetzt gerade auch auf dem Alidrive, wenn man da nochmal laufen wollte oder so. Es war grenzwertig voll jetzt schon. Und es war ja die Hälfte der Teilnehmer. Und deutlich weniger auch Supporter und so weiter. Und das wird, glaube ich, der spannende Faktor. Und das war auch in dem Jahr, wo wir diese zwei Renntage hatten. Es war viel zu voll hier. Die Einheimischen haben einfach die Krise bekommen mit all den Triathleten. Und das Problem ist ja auch, die Sportler, die laufen dann zu dritt nebeneinander, fahren zu viert nebeneinander Fahrrad.
Die Sportler, die hierher kommen, die denken, das ist jetzt die Rennstrecke und hier kann ich jetzt normal trainieren. Aber hier wohnen ja auch Leute und hier fahren riesengroße Autos und Trucks und so weiter in hohem Tempo über die Straßen und es ist nicht ganz ungefährlich. Und das wird, glaube ich, wirklich so die Komponente, die in der Zukunft spannend wird, ob die Insel das von der Kapazität überhaupt managen kann. Ja, und ob die Menschen auch gewollt sind, gewillt sind, das zu akzeptieren, dass die große Bühne für den Sport der größte Feiertag da auf ihrer Insel stattfindet, da wo sie halt das ganze Jahr überleben, das ist halt so, ja. So, wir haben euch jetzt viel länger Zeit gestohlen an diesem Tag, wo ihr wahrscheinlich noch zwei, drei Dinge vorhabt. Der Kai wollte noch schwimmen gehen, Laura, das hast du gehört eben, ne? Genau. Durch das Energy Lab wollte er auch noch laufen. Ja, richtig.
Ich wollte noch mit dem Fahrrad auf den Vulkanhof fahren, wollte das Energy Lab noch laufen und gleich noch schwimmen gehen. Dann müssen wir alle noch packen, weil wir ja heute Abend alle... Okay, okay. Auch bitter, ja. Das ist wahr, ja. Ja, und ich glaube, Laura und Philipp müssen mehr packen, als ich es muss, aber ich muss auch schon noch ein bisschen was einpacken. Wir wünschen auf jeden Fall, Laura, dir noch beste Erholung, euch allen dort einen guten Trip nach Hause. Nimm die Inspiration mit, Kai, in allen Bereichen. Ich glaube, dass du auch noch lange nach Wehen haben wirst von dem, was du alles erlebt hast, weil das ja doch jetzt kondensiert war in wenigen Tagen. Das ist ja das, was Laura gesagt hat. Das ist ja auch eine Erfahrung, die sie als Athletin schon hat, als Zuschauerin schon erleben konnte vorher. Das ist was anderes, als wenn man das erste Mal hat und denkt, wow. Das ist schon so. Safe trip home. Ralf, das ist so ähnlich wie die Erfahrung zu machen, mal einen Marathon zu laufen. Ja, die muss man nicht machen. Die kann man machen, die muss man nicht machen.
Ich glaube, Kai möchte jetzt Honolulu-Marathon laufen. Genau, 15. Dezember, Philipp. Ich habe schon Kollegen gehabt, die dort gelaufen sind und die meinen, das war tatsächlich sehr schön, wenn man es entspannt macht. Das ist ja immer so im Leben, wenn man es natürlich auf Anschlag macht, glaube ich, dann wird man auch die Bedingungen etwas, Ich sehe schon, ich sehe schon, da wächst schon was. Ich sehe schon, ich sehe schon in Kai's Augen.
Ja, ich habe jetzt, ich habe gelernt, Philipp, ab 60 wird es deutlich einfacher, sich hier für Hawaii zu qualifizieren. Weil, ich hätte gesagt, dass... Naja, weil man dann in eine andere Altersgruppe geht. Es ist ja ein sehr kompliziertes System, was sich ja zum nächsten Jahr auch nochmal ändern wird. Aber umso älter man wird, umso, naja, ich will jetzt nicht sagen einfacher, leichter, aber möglicher wird es sein. weniger sind in deiner Altersklasse unterwegs vermutlich. Genau so. Denk mal über den Begriff Last Man Standing nach, ja. Bei der Dame, die 83 ist, ich glaube, ab da wird es dann langsam realistischer, dass da nicht mehr ganz so viele sagen, das muss ich mir geben. Da hast du dann sehr große Chancen, deine Altersklasse auch zu gewinnen. Also die stand ja alleine auf dem Podium, also es gab ja niemanden, der sonst noch in der Altersklasse war und ich glaube auch die Altersklasse da drunter war auch nur eine Finisherin. Let's hope for the best, dass wir dann noch in der Lage sind, einen Fuß sportiv vor den nächsten zu setzen. Das ist das Einzige. Das ist eh das Allerwichtigste, gesund zu bleiben.
Vielen Dank, Laura. Vielen Dank, Kai. Wir hoffen, trotz der anstehenden Packerei, von der wir gerade erfahren haben, dass ihr irgendwie noch diesen letzten Tag genießen könnt. Bei euch ist er gerade erst, es ist Vormittag bei euch um 10. 10 Uhr morgens. Und ihr fliegt wirklich erst ganz am Abend? oder so. Na, dann habt ihr wirklich noch ein bisschen was vor euch, bestenfalls. Und ja, genau, wir wünschen euch noch einen ganz schönen letzten Tag auf Hawaii. Vielen Dank für eure Zeit, für die Spontanität. Und Samstag, liebe Freunde und Zuhörende. Samstag, Ehrenflaume-Kanal gibt es ein Video mit ganz viel Behind-the-Scenes, Insights zu Lauras WM-Stadt auf Hawaii.
Ja, genau. Und Lauras Kanäle abonnieren. Die verlinken wir natürlich sowieso. Also Laura und bei dir, Kai, dich hat eh schon gehabt in Deutschland abonniert auf Instagram. Und es gibt ja auch was zu gewinnen in dem Video. Jetzt bin ich gespannt. Was gibt es denn zu gewinnen? Es gibt ein cooles Canyon-Bike zu gewinnen. Also es gibt in Verbindung mit dem Video gibt es ein Gewinnspiel und da kann man ein cooles Canyon-Bike gewinnen. Also es gibt viele Gründe das zu schauen. Und noch ein Special Goodie von mir. Ja, genau. Lauras Startnummer. Okay, jetzt ist aber der Teaser und die Startnummer. eins. Das ist eigentlich die, die ich aufhängen müsste zu Hause. Oberstes Regal. Okay, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass dieses Video den ein oder anderen Aufruf bekommen wird wahrscheinlich. Also Samstag, liebe Freunde, zu Hause. Samstag auf Kai's Kanal Ehrenpflaube auf YouTube gibt es das Video um Hai nun sozusagen. Wir sagen Aloha. Aloha. Viele Grüße aus Hawaii noch. Liebe Grüße an euch. Danke für eure Zeit. Vielen Dank. Hat dir großen Spaß gemacht. Ciao. Danke euch.