Hier ist der Bestzeit-Podcast, heute mit einer richtigen Marathon-Folge im wahrsten Sinne des Wortes, mit Philipp Flieger. Und warum bin dann ich genau eigentlich nochmal hier? Moin, hier ist Ralf Scholt.

So Philipp, heute mal so richtig in deinem Element, mal so Marathon so richtig from scratch. In unserem Gespräch hat man ja schon gemerkt, da warst du nochmal ganz anders drin, in jedem Detail. Ja, es ist total, ich finde faszinierend nochmal so eine kleine Zeitreise zurück zu den eigenen Anfängen ja automatisch mitzumachen. Wir haben eine sehr coole Folge oder beziehungsweise das Gespräch haben wir schon aufgezeichnet für euch mit Gesa Krause gemacht, die ja unlängst angekündigt hat, sozusagen ihr Marathon-Debüt zu geben, aber sich natürlich auch weiterhin alle sportlichen Optionen offen zu lassen und da sind wir natürlich sehr gespannt. Wir haben sehr interessiert ihr Frühjahr verfolgt, wo sie ja einige Straßenrennen gemacht hat, von 5 Kilometer bis Halbmarathon.

Und naja, jetzt geht es ans Eingemachte. Halbmarathon ist halt nur der halbe Spaß, würde man sagen. Und jetzt beim Marathon gibt es natürlich einige Details mehr zu beachten, sowohl in der Vorbereitung als auch, was natürlich den Race Day anbelangt. Und es ist total cool gewesen mit Gesa, da so einen richtig schönen Deep Dive zu machen. und, naja, auch irgendwie, wie gesagt, so diese ganzen unbefangenen Anfänge von damals selber zurückzudenken und das ist eigentlich total schön. Also ich bin da, ich bin auch jetzt schon, das kann ich schon vorwegnehmen, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gespannt auf ihr Rennen in Valencia. Gleichwohl, das werdet ihr später hören, sie einen sehr, finde ich, smarten und demütigen Ansatz bei ihrem ersten Marathon an den Tag legen wird.

Aber nur mal kurz als kleinen Teaser schon, als kleinen Vorgeschmack. Ihr erstes Fazit dieser Erfahrung mit der neuen Szene, also mit der Straßenlaufszene, waren für uns der größte Lacher. Ich bin sehr gespannt, ob ihr ähnlich reagiert, aber da hatten wir ein bisschen Spaß, als sie da ihr erstes kleines Fazit gezogen hat. Ja, was wollen wir sagen? Am Wochenende waren ja schon wieder Marathonläufe und ich war bei einem, also ich muss sagen, hatte ich bis jetzt so nicht auf dem Schirm. Ich würde, also aus deutscher Sicht ganz klar underrated und eine fette Empfehlung an alle, die mal irgendwie cool laufen wollen und vielleicht nicht so weit reisen wollen, Amsterdam-Marathon.

Warst du mal da zum Laufen? Klar warst du da zum Laufen? Ich war mal da zum Laufen. Europameisterschaft, Halbmarathon. Auch im Fondelpark, allerdings leider nur für den halben Spaß, für den Halbmarathon bei den Europameisterschaften 2016 damals. Ich bin tatsächlich den Marathon noch nie gelaufen, habe aber natürlich schon gehört, dass Amsterdam, wie du es gesagt hast, es ist ein bisschen so unterm Radar fast, zumindest aus deutscher Sicht. Man weiß, es gibt Amsterdam, aber das wird jetzt selten in einem Atemzug genannt mit irgendwelchen Major-Marathons. Ja, es ist kein Major-Marathon, aber sowohl Stadt als auch Stimmung soll wohl richtig stark sein. Und es ist in der Vergangenheit auch gar nicht so häufig, zumindest bei mir vorgekommen, dass ich mitbekommen hätte, dass das bei der Auswahl für die deutschen Athletinnen und Athleten irgendwie eine große Rolle gespielt hätte. Nee, das ist für mich auch wirklich überraschend. Also es gibt immer wieder... Aber Rotterdam ähnlich, auch das haben in der Vergangenheit die Deutschen irgendwie wenig gemacht. Warum auch immer, also es ist ja keine langsame Strecke. Und Rotterdam war ja, was jetzt so Benelux angeht, sehr, sehr lange das Aushängeschild. Es war eine sehr schnelle Strecke, auch das, wie du sagst, in Deutschland nicht so oft, dass da Leute hingefahren sind. Es hat natürlich immer wieder den einen oder die andere gegeben, die das praktisch so, auch wie du sagst, so ein bisschen unterm Radar dann genutzt hat, um eine Zeit zu laufen, wie auch immer. Ist auch einige Male wirklich gut aufgegangen, dieses Mal ja wieder, kommen wir gleich zu. Und...

Dass die laufen können, die haben ja selber extrem viel Laufveranstaltungen, haben eine sehr, sehr große Laufszene für ein vergleichsweise kleines Land. Dann natürlich mit NN Running, Jus Hermans, der ganzen Management-Geschichte, sehr, sehr gute Verbindungen, Kontakte, natürlich auch Elliot und so. Aber darauf war das eigentlich auch gar nie so angelegt. Ich bin gar nicht sicher, ob Elliot da so viel gelaufen ist. Also Amsterdam, Rotterdam ist er meiner Ansicht nach nicht gelaufen. Aber da waren halt immer schon sehr gute Zeiten. Also das war so 2005, 2006 in der Phase, wo noch nicht die durchschnittlichen Zeiten so krass runtergegangen sind. Jetzt ist Rotterdam, um es mal vorsichtig zu sagen, nicht die allerschönste Stadt. Da haben ja leider unsere Vorfahren übelst die Stadt bombardiert und da sehr viel Not und Leid über die Stadt gebracht. Aber Amsterdam kennen ja viele von euch sicher als touristisches Ziel. Man kommt da super hin. Man fährt da mit dem Auto vielleicht zweieinhalb Stunden aus dem Westen-Ruhrgebiet. Du kannst mit dem ICE, wenn du die ganze Rheinschiene hochfährst, bis direkt in die Stadt reinfahren. Und dann bist du eigentlich schon da.

Und das Rennen ist toll. Das ist wirklich super, super toll. Wahnsinnig viele Leute. Gut, das Wetter war auch okay. War wirklich sehr okay. War ein bisschen windig. aber es war okay. Also okay, es waren 14 Grad, aber nachts waren 6 Grad, also sicher von den Bedingungen her deutlich besser als jetzt zum Beispiel zuletzt in Berlin, aber ist natürlich jetzt auch fast einen Monat später gewesen. Die Strecke ist flach und das ist super organisiert. Zieleinlauf ist im Olympiastadion, also in dem alten Stadion, wo auch die EM stattgefunden hat. Das hat halt auch ein bisschen was, so ein Patina. Das ist nicht so häufig als Massenveranstaltung, muss man sagen. Fällt mir spontan ganz nur München in der Vergangenheit ein. Genau.

Dann hast du halt da wirklich einfach ja auch eine komplett sortierte Orga. Ja, also die wissen natürlich, wie Straßenlauf funktioniert, wie man das alles dahin bringt und so weiter. Eben auch weit über 20.000 Leute. So, dann waren ja vorne die Zeiten halt auch, wie sie waren. Streckenrekord, Kipchoomba, 203 und so, knapp drunter.

Und Joshua Scheptege, von dem ja immer noch, der war ja der überragende Läufer auf der Bahn, 5.000 und 10.000 Meter immer noch den Durchbruch erwarten, hat sich eine Bestzeit aufgestellt, 2.05. War aber, glaube ich, 6.000 da oder sowas. Ja, und dann ist Nils Vogt da gelaufen und Hafter um Wälder ist auch da gelaufen. Also die hatte ich beide dann überraschend in der Woche auf der Startliste gesehen, weil ich das nicht auf dem Schirm hatte. Und wir hatten es beide, wir haben ja darüber gesprochen, wir hatten es beide nicht auf dem Schirm. Und der Nils ist halt super gelaufen, hat seine Bestzeit deutlich korrigiert nach unten. Bei seinem zweiten Start auch erst, glaube ich. Das war, glaube ich, meines Wissens nach der zweite Marathonstart erst. Musste auch den letzten Part alleine laufen, weil dann die Gruppen komplett auseinandergefasert sind. Das war sicher nicht einfach. Aber Chapeau, das war echt eine sehr, sehr starke Vorstellung. Haftum ist leider ein bisschen zu schnell angegangen und ist dann irgendwie, glaube ich, bei 35, 36 Kilometer raus. Ist leider jetzt so ein bisschen so eine Linie bei ihm. Er braucht jetzt, glaube ich, mal ein Ergebnis. Weil dann fräst sich auch im Kopf fest, solche Nummern. Also das war sicher schade. Ich finde es immer schon bemerkenswert, dass man... Nach einem nicht erfolgreichen Marathon, wenn ich jetzt Berlin als Beispiel nehme, wo er ja auch aufgeben musste.

Ich habe das früher nie probiert oder ich weiß auch nicht, ob ich das geschafft hätte, auch vom Mentalen her. Am Ende ist eine Marathonvorbereitung schon auch recht mit Tapering und allem eigentlich schon bei uns spitz auf ein Ziel, Herbstziel, wie auch immer, vorbereitet. Man sieht das immer mal wieder, dass dann versucht wird, wenn man dann eben nicht ins Ziel kommt und sagt, okay, ich war eben nur bis, hängt auch davon ab, wie weit man kam und wie kaputt man dann ist. Aber normalerweise, wenn du jetzt so bis 30 kommst, gab es dann schon manchmal die Ambition zu sagen, ja gut, dann gucke ich nach zwei, drei Wochen, vier Wochen später nochmal nach einer Option. Ist, sind wir ehrlich, in der Vergangenheit eher, glaube ich, nicht allzu häufig von Erfolg gekrönt. Es gibt ja schon einen gewissen Grund, warum man eine sehr fokussierte und zielgerichtete Vorbereitung auf ein Datum macht.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Gabriel Gey zum Beispiel, Berlin gleiche Story. Ich weiß das deshalb, weil ich habe ihn ein bisschen im Fokus gehabt, weil ich ihn für Adidas bei einem Pre-Event interviewen durfte. Und der hatte eben in Berlin auch keinen guten Tag. Der hatte jetzt aber in Amsterdam einen guten Tag. Ich weiß gar nicht mehr, welches genaue Ergebnis. Er war sehr weit vorne. Ich glaube, er hat eine 2.04er Zeit gehabt. Also damit muss er ja dann irgendwie, weiß nicht, Top 5 auf jeden Fall gewesen sein. Er war, glaube ich, Vierter. Vierter, ja.

Also das ist natürlich top für ihn. Ich glaube, knapp über PB dann dementsprechend, aber trotzdem natürlich gut das Ruder rumgerissen. Das sind aber, finde ich, eher die Ausnahmen bei solchen Verläufen und ich bin dabei, der Verhaftung tut es mir natürlich leid und ich glaube, er braucht dann dringend mal so einen... Wie sagt man denn das? So ein Feelgood-Marathon ist das falsche Wort, aber irgendwie ein Erfolgserlebnis, also vielleicht nicht so ein All-in-Risiko-Rennen als nächstes, sondern eins, wo man einfach mal auch ein bisschen Selbstvertrauen tanken kann. Und was Nils anbelangt, der von mir natürlich erstmal hier ganz offiziell herzlichen Glückwunsch an Nils, der finde ich immer so ein bisschen unterm Radar ist, auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Also ich finde, naja, wir haben natürlich inzwischen wirklich eine außergewöhnliche Zeit, was den deutschen Marathonlauf anbelangt, bei den Männern natürlich genauso wie bei den Frauen und natürlich gibt es ja auch inzwischen um Zeiten, die unter zwei Stunden fünf liegen in Ausnahmefällen, Stichpunkt Valencia werden wir später auch nochmal drauf kommen, da ist ja auch sehr viel deutsche Marathon-Prominenz wieder am Start und das wird sehr, sehr spannend auch aus Männersicht. Trotzdem ist die Zeit von Nils, für seine persönliche Entwicklung ist die erstmal krass. Also das sind ja nochmal, ich glaube, ziemlich genau zwei Minuten schneller als sein erster Marathon, wenn ich das richtig im Kopf habe. Und das müsste Valencia 2024 gewesen sein, also vor knapp einem Jahr sozusagen.

Und ist zwischendrin, das vergessen dann auch wieder viele, also er ist ja auch nicht so, dass er sagt, er ist jetzt nur noch auf der Straße unterwegs, sondern ist ja durchaus auch auf der Bahn noch anzutreffen. Ich glaube, deutscher 10.000-Metermeister ist ja auch im Sommer wieder geworden. Schafft also diesen Spagat offensichtlich auch ganz gut und rennt jetzt eine 2.08. Ich glaube, 22 war es. Das ist Platz 7, also erstmal Platz 15 in der Platz 15 in Amsterdam gewesen und da waren jetzt nicht allzu viele europäische Athleten noch vor ihm. Ich glaube, nur Phil Sassman meine ich als Brite, glaube ich. Und.

Es ist Platz 7 der ewigen deutschen Bestenliste. Wann sind wir irgendwie dazu übergegangen, dass sowas irgendwie einfach so, ich finde irgendwie so, also medial, wenn du seinen Namen mal bei Google eingibst und so Newsartikel, dann findest du gleich direkt.de. Und that's it so ungefähr so. Dann wurde der so, hä, Leute, was ist los? Wie erfolgsverwirkt sind wir in so kurzer Zeit geworden, dass das nicht irgendwie ein bisschen größer besprochen wird? Also ich fand das krass. Ich fand das sehr, sehr gut. Also wie gesagt, so heimlich, still und leise geht der da auf jeden Fall seinen Weg auch auf der Straße weiter. Man darf auch nicht vergessen, Wir haben vorher schon angesprochen Beispiele, die Cheptegei, 5.000 und 10.000 Meter natürlich outstanding waren und offensichtlich große Probleme haben, das auf der Straße umzusetzen, weil es ist halt was anderes. Das muss man leider sagen, das ist, zum Gesamtbild gehört dazu, 5, 10, da kann man sich fantastische Zeiten irgendwie ausmalen und hochrechnen und Potenziale erkennen, aber es ist einfach eine andere, ich will nicht sagen anderer Sport, es ist natürlich noch laufen, aber das hat so viele andere Aspekte von der, da gibt es Energiebereitstellung, mentale Fähigkeiten, sich so lange auf sowas, das ist eine ganz andere Geschichte, wie 5000 Meter, irgendwie 12 Minuten da im Kreis zu rennen so. Und es gibt natürlich Athleten, die das sehr gut können. Wir haben vorher mal kurz Elliot Kedrugel mal wieder hier erwähnt gehabt im Podcast. Der hat das natürlich aus seiner langen Bahn-Karriere offensichtlich sehr gut transferieren können. Das ist aber nicht die Regel. Also was heißt nicht die Regel? Es ist nicht zwingend so. Und ich finde, bei Nils gelingt das jetzt, ist ja ganz am Anfang seiner Marathon-Karriere, wenn man so möchte, offensichtlich ganz gut.

Weil er hat sehr, sehr gute Leistungen ja auch auf der Bahn. Im 27er-Bereich, da träumt man ja gerne mal weiter, wo das alles so hinführen kann. Also wirklich tolle Anlagen und ihm gelingt es jetzt ja schon im zweiten Marathon, da in Zeitenbereiche vorzustoßen, die noch vor ein paar Jahren fast unvorstellbar waren. Also von dem her, ich finde das eine sehr, sehr solide und strukturierte und gute Entwicklung und mich freut das. Und ihr merkt schon, Philipp on Fire, bei den Themen, da geht es richtig ab. Spielt nachher mit Gesa natürlich auch alles nochmal eine Rolle. Kommen noch ein paar andere Betrachtungen und Sichtweisen hinzu. Denn es geht ja bei der Auswahl der Rennen sicher auch darum, woher kommst du? Bei Gesa eben von der Bahnsaison. Und da war jetzt zum Beispiel Amsterdam zu früh oder vor allen Dingen auch Frankfurt jetzt am Wochenende. Weil das ist schon ein Punkt, den ich habe. Als ich die beiden auf der Startliste entdeckt habe, habe ich gedacht, warum laufen die jetzt nicht in Frankfurt?

Weil ich bin ja eigentlich ein großer Verfechter, das wisst ihr alle, dass die deutschen Marathons auch die deutsche Laufszene irgendwie fördern sollten. Und das geht mir zunehmend verloren. Und ich finde es schade. Klar, Nils hat ein paar gute Kontakte über sein Management dahin, Hafton sicher auch. Es kann auch andere Gründe geben, dass man sagt, okay, ich möchte vielleicht lieber unter dem Radar laufen, nicht im Fokus von Betrachtungen vorher stehen, also nicht zur Pressekonferenz müssen und so weiter und so weiter. Das kann alles sein. Und dennoch, finde ich, müssten die deutschen Veranstalter alles tun, damit die Topläufer in Deutschland laufen. Und das ist leider in diesem Jahr gar nicht mehr der Fall. Ich freue mich total auf Philipp und Abraham am Sonntag. Übertragen wir im HR und auch über die ARD Mediathek. Also kann man den ganz Deutschland angucken.

Aber er ist jetzt aus deutscher Sicht der einzige Top-Top-Top-Läufer, bei den Frauen ist jetzt Laura Mottenhut noch dazu gekommen freut mich auch total bei ihr ist das ja auch so ein Punkt sie kommt halt jetzt aus einer Trail- und Marathon-Saison also jetzt sicher nicht den spitz vorbereiteten, Straßenlauf-Marathon das ist dann halt eine etwas andere Herangehensweise und.

Dann ist es halt auch schon Frauen, das ist fast gewesen, da läuft noch Katharina Saathoff, eine spannende junge Läuferin vom Braunschweiger Laufklub, ist sechste gewesen in Hannover bei den deutschen Meisterschaften, aber die steht halt auch noch am Anfang ihrer Entwicklung. Und das ist dann der drittgrößte Marathon in Deutschland. Ich sag mal so... Das finde ich nicht ausreichend. Klar, die Konkurrenz, Valencia ist... Das ist der Kinder geworden inzwischen, muss man so sagen. Ja, und das wird aus deutscher Sicht das Defilé. Das Who is Who der deutschen Szene wird da laufen. Ja, das ist so ein bisschen eine Entwicklung. Also ich bin ja noch in einer Zeit groß geworden, auch noch bevor ich auf der Straße gelaufen bin, wo Frankfurt im Herbst einen... Also ein echter Meilenstein war und ich weiß auch, dass ich ja dann manchmal auf der Messe für irgendeinen Partner, Ultrasports früher oder so, ja manchmal dann dafür in Frankfurt war, ohne dass ich da schon auf der Straße unterwegs war und ich fand das total magisch. Das war einer dieser Berührungspunkte mit Straßenlauf und dieser anderen Welt. Und dann siehst du erst mal plötzlich, was auf so einer Messe los ist und drumherum und dieses Athletenhotel und so. Und da dachte ich mir, wow, krass. Und das war ja dann so die Zeiten dann auch, gut Arne ist ja dann auch eben relativ ähnlich zeitlich, Arne Gabius auf die Straße gewechselt. Und für den war ja Frankfurt eigentlich ein ganz, ganz wichtiger Standort für seine Karriere und auch deutscher Rekord natürlich dort gelaufen damals.

Und da war Frankfurt, finde ich, schon eine Top-Adresse auch für deutsche Läufer. Da musstest du, glaube ich, als deutscher Athlet gar nicht groß nachdenken, ob das eine veritable Option ist. Bei mir ging es halt häufig dann eher Richtung Berlin, was auch einfach damit zu tun hat, dass natürlich manchmal die Sponsoreninteressen, also die privaten Sponsoreninteressen natürlich auch einen gewissen Weg vorgeben. Arne war, bevor er zu Nikes ging, ganz früh, auch ganz lange bei Essex.

Ich war immer schon bei Adidas so gesehen kann sich da auch ein Weg vorzeichnen, aber unabhängig davon war Frankfurt im Herbst, ich will jetzt nicht sagen mit Berlin auf Augenhöhe, das wäre Quatsch, aber ich fand schon eine sehr, und auch international eine sehr anerkannte Adresse und Valencia ich müsste jetzt lügen, ich weiß nicht wie lange es den Valencia-Marathon gibt, aber aus irgendeinem Grund war der früher das ist so ein Beispiel, wo ich sagte mit Radar und so den gab es früher nicht auf dem spitzensportlichen Radar irgendwie und dann.

Plötzlich, wir wissen ja heute, da gibt es eben einen großen Unternehmer aus dieser Region, der da auch, massiv Sport fördert, fast schon als Mäzen, da auch Geld reinkippt und sagt, das soll natürlich helfen, Valencia irgendwie auch auf der internationalen Landkarte irgendwie präsenter nochmal zu machen und, Und du seit fünf, sechs Jahren plötzlich, seit Valencia diesen kometenhaften Aufstieg als spitzensportliche Marathonveranstaltung hast, hat Frankfurt halt glaube ich massiv zu kämpfen, weil klar, Berlin, wenn alles passt vom Betta, wissen wir, war natürlich über ganz viele Jahre so die dominierende Weltrekordstrecke, aktuell ist natürlich kein Weltrekord mehr, die sind in Chicago, aber nichtsdestotrotz ist die Strecke ja per se nicht schlecht. Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, wir hätten nicht 20 Grad gehabt jetzt vor einigen Wochen, dann ich bin mir sicher, ziemlich sicher, ich glaube, da wäre der Männerweltrekord möglich gewesen, einfach aufgrund der Konstellation und der Fitness von Sebastian Sabe. Aber dann hast du halt eine große Konzentration, also du hast eigentlich einen Dreiklang an Konkurrenz inzwischen. Du hast einen internationalen Höhepunkt, der war diese ja super spät sogar, wo dir schon mal ein paar Leute weggerissen hat. Nehmen wir mal namentlich Amanal und Richard, natürlich zwei absolute Top-Leute, die man wahrscheinlich gerne hätte. Ein Großteil des Rests, der geht dann auf eine frühe Option mit Berlin, die dann auch andere Starts im Herbst noch optional möglich macht, sage ich jetzt mal.

Und der andere Rest, der vielleicht aus irgendeinem Grund sagt, ich habe den Sommer nicht, ich muss noch was auskurieren, fällt mir gerade Simon Boch als Beispiel ein, der jetzt ja auch zumindest auf den kürzeren Strecken sich auch wieder eindrucksvoll zurückgemeldet hat, deutscher Meister Zinke mit der Straße, Berlin, den Zehner wieder in einer 28-Tief gewonnen. Und der sagt dann halt, du, ja, ich hatte jetzt vielleicht auch zweimal irgendwie nicht so eine geile Erfahrung in Frankfurt, wo vielleicht ein Veranstalter auch nicht nur was dafür kann, manchmal auch Wetter vielleicht ein Problem, so ja, Ende Oktober kann in Deutschland gut sein, das kann aber natürlich auch schon, ich erinnere mich an Zeiten, wo du mit Dieter, ich glaube, fast schon umziehen musstest, weil es gefühlt der Wind die Tribüne da abgerissen hat, also das kann auch passieren. Und dann sag du, ich brauche jetzt noch dringend ein gutes Rennen, weil ich habe irgendwie ein Scheißjahr bisher gehabt, bis auf die kürzeren Ergebnisse so, aufgrund von Verletzungen etc. Und ich brauche ein gutes Marathon-Ergebnis und für mich, wenn du die Möglichkeit hast, es ist ja auch nicht so, dass du einfach sagen kannst, ich starte in Valencia, dann musst du ja auch dann über Kontakte oder frühzeitig dich dafür sozusagen anmelden.

Dann sagst du, hey, pass auf, Anfang Dezember hast du gefühlt deine Standard 5, 6, 7, 8 Grad, perfekt, also ich weiß das, ich war damals bei mir selber, Sonnenschein auf der Haut und ein Feld, das ist so tief, da ist eine WM ja fast ein Witz dagegen so ungefähr, weil halt aus jeder Nation nicht nur drei starten können, da läufst du halt auch nicht alleine. Das ist so wie ein D-Zug so einfach und du hängst dich da irgendwo rein so ungefähr. Und das ist natürlich inzwischen wirklich diese Schwierigkeit, die es für Frankfurt meines Erachtens nach einfach terminlich echt schwierig macht. Also ich sage mal so, wir haben ja in Valencia noch neben der potenziell besseren klimatischen Situation, aber nicht vergessen, wir hatten auch die Überschwemmung einige Wochen vor der letzten Veranstaltung dort. Also das ist jetzt ja durchaus nicht so, dass man sagen kann, da ist immer das Wetter stabil.

Da ist jetzt eine Millionenprämie für den Weltrekord drauf. Ja, das ist ja auch einmalig, das gibt es bei keiner Veranstaltung. Genau. Es zieht natürlich vorne auch brutal Leute, da hast du recht, da ist man halt tief. Selbst wenn Samuel Fitwi oder Arman Alpetros dort deutschen Rekord laufen würden, heißt noch lange nicht, dass sie Top 5 sind. Nee, nee, nee. Ja, noch lange nicht. Das muss man sich mal vorstellen. In dem internationalen Bild, also in einer Übertragung aus Valencia, werden alle Deutschen nicht vorkommen. Weil sie einfach vermutlich nicht vorkommen. Das heißt, der Reiz zu sagen, ich laufe da, um mich meinen Sponsoren zu präsentieren, Zeiten zu laufen und so weiter, ist schon mal nur eingeschränkt. Die Top Zeit zu laufen, ja okay, aber du hast es zu Berlin gesagt und das gilt ja für Frankfurt auch. Frankfurt ist ja auf dem Radar der besseren Läuferinnen und Läufer erschienen und damit hast du ja auch den gesamten Sog der Szene, als damals fast Weltrekord gelaufen wurde. Gipsang damals. Seitdem ist... Wegen Doping ist gesperrt anschließend. Dann später wegen Doping ist gesperrt, aber das war damals doch diese, als der seine Prime hatte, war doch auch mal, ist eine Bemühung gemacht worden, dass er eben nach Frankfurt kommt um diesen Weltrekord. Ist knapp gescheit, es war nicht viel. Zwei Sekunden. Ah, bitte.

Aber damals war schon die Diskussion, der war in keinem Testpool, kam halt als ganz junger Athlete an und so, also die Diskussionen waren schon durchaus da. Egal, jedenfalls war ja klar, die Strecke ist schnell, da kann ich schnelle Zeiten laufen. Das ist ja dieser Sog, der dann entsteht. Das stimmt, ja. Das ist bei Berlin ganz, ganz stark so gewesen. Das hat für mich auch immer, weil wir daher kamen, Rotterdam ausgezeichnet. Das ist jetzt für mich auch für Amsterdam gültig. Und das ist ganz sicher auch für Frankfurt gültig, auch wenn es am Ende ein paar Kurven vielleicht zu viel sind. Aber trotzdem sind da ja schon sehr gute Leute sehr, sehr schnell gelaufen. Das ist also alles möglich. Und ich sage mal, wenn eine Veranstaltung wie Frankfurt in diesem Jahr neue Rekorde erzielt, so viele Marathonläufer wie noch nie und so weiter einen Riesenandrang hat, Dann kann es nicht sein, dass sie nicht in der Lage wären, vielleicht auch zusammen mit München und Köln und Hamburg zu sagen, okay, wer bei uns deutschen Rekord läuft, kriegt 50.000 Euro. Ich rede nicht von einer Million, sondern reden wir mal von 50.000 Euro. Jetzt mal du dich zurückversetzen in deine Profizeit.

Das würde schon was auslösen. Das würde auf jeden Fall was ausmachen. Also ich sage dir, wie es ist, wenn du in Valencia deutschen Rekord rennst, dann kriegst du von den Veranstaltern mutmaßlich, außer du hast einen, wie auch immer, persönlichen Deal. Aber das könnten sie auch nicht leisten, dass sie für jeden National Record da 50.000 dann wiederum ausleiern, weil da natürlich auch komplett Lateinamerika, Südamerika ja volltreten ist. Aber weißt du, wofür es Geld gibt? Für den spanischen Rekord. Ja gut, klar, okay, spanischen Rekord. Du sagst ja klar, okay, in Deutschland gibt es es irgendwo. Das ist richtig, das ist richtig. Ja, das stimmt. Ja, das ist richtig. Also du kriegst in aller Regel einen, wenn du einen Ausrüstevertrag hast, da ist eigentlich immer irgendwo geregelt, dass du von deiner Sportartikelhersteller einen Deal hast, hinsichtlich auch natürlich National Record.

Veranstaltertechnisch weiß ich nicht, also müssten wir Du weißt ja, dass uns im Laufe des Jahres immer wieder Veranstalter angesprochen haben, weil sie über kritische Anmerkungen, die wir hier gemacht haben zu diesen Themen sauer waren auf uns. Ja Leute, kommt doch mit Vorschlägen, kommt doch her Wir sind bereit hier mit euch zu diskutieren jedes einzelne Ding, gar kein Problem und natürlich gibt es auch Verträge, wo natürlich Rekorde oder deutsche Rekorde noch mit einem zusätzlichen Bonus versehen würden. Aber warum macht man das nicht mal groß? Einfach mal groß denken. So haben wir jetzt zwei Starter in Amsterdam. Nochmal, Riesenempfehlung für die Marathon-Gemeinde. Leute, da ist von siebeneinhalb Kilometer am Samstag, Halbmarathon am Sonntag ist dabei. Das ist fantastisch dort, wie viele Leute da unter 2,30 gelaufen sind. Die hatten eine Bilanz. Ich habe es mir angeguckt, weil wir sind da lang gelatscht und ich habe gedacht, sag mal, das sind aber ganz schön viele Leute, die hier alle noch unter 240 laufen, die haben genauso viele Top U-230 Läufer wie Berlin.

Und das Teilnehmerfeld ist halb so groß. Also da sind jetzt auch nicht wenig Menschen, aber die haben genauso viele Leute, die unter 2,30 laufen wie Berlin. Und zwar 125 Leute, die unter 2,30 laufen. Das ist mal eine Ansage. Und ich habe es dann nochmal nachgescrollt. Ich glaube, es waren zwei Deutsche, nämlich Nils und noch jemand. Vielleicht waren es drei, aber mehr nicht. Du, ich finde das, können wir jetzt ja mal hier als Elevator-Pitch hier rausgeben an die deutsche Veranstalter-Szene. Mach doch mal 50 oder eine runde Zahl wäre doch 100.

Ich glaube, wenn du proaktiv rausgehst und sagst, sagst so, Leute, spinn machen wir rum. Weil wir jetzt bei Frankfurt am Wochenende sagen wir einfach Frankfurt. Ich weiß gar nicht, wie da die finanziellen Möglichkeiten sind. Aber wenn du sagst, okay, wir sparen vielleicht dann eben bei international hier und da ein paar Sachen ein oder so. Ich glaube, das ist vielleicht schon möglich. oder du findest sogar einen Partner, den du damit überzeugen kannst, weil am Ende gibt das natürlich auch wahnsinnig, Publicity und Aufmerksamkeit, wenn du sagst, hey, pass auf, Freunde, wir gehen proaktiv raus und sagen, nächstes Jahr 2026 schon von Anfang an, große Pressemitteilung etc., das muss in der Szene bekannt sein, wer bei uns deutschen Rekord rennt, wir werden alles tun, um das auch entsprechend möglich zu machen, in Bezug auf natürlich Unterstützung, Pacemaker-Gruppe etc., aber wer das bei uns schafft, der kriegt 100.000 Euro oder sowas. Ich glaube, das wäre, Du wärst sicherlich gut in den Medien drin mit der Aktion und das ist mir zumindest nicht bekannt. Also wie gesagt, öffentlich ausgelobt kenne ich das jetzt von keinem deutschen Veranstalter und ich glaube, das könnte schon was bewirken auf jeden Fall. Aber das ist übrigens Copyright drauf, wenn man das macht, muss man den Bestzeit-Podcast nennen.

Wir haben da schon einen Markennamen für die Bestzeit-Bestzeit, ist der Markennamen schon beantragt. Absolut, ich denke, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Ideen kommen wir dazu. Das ist eigentlich eine geile Aktion, weil du hast natürlich heute auch nicht nur eine Person, die das kann. Wir sollten das nicht alles jetzt hier öffentlich diskutieren. Ja, wahrscheinlich nicht. Das wird so sein, Ralf, wenn du das mal ausluftst, dann einen, es wird irgendeine oder einen geben, der sich vielleicht denkt, let's do it, lass es doch mal probieren und du hast ja sowohl bei Männern als auch bei Frauen mehrere Optionen, glaube ich, wo das ja möglich sein kann und wenn dann einer sagt, du... Ich muss nächstes Jahr nicht noch mal in Valencia laufen unbedingt, lass doch mal Frankfurt probieren oder was auch immer, welche andere dann. Ich kann ja auch einen Zeithorizont benennen und sagen, okay, in den nächsten drei Jahren. Ich meine sogar, dass man sowas versichert kriegt.

Apropos Versicherung, an dem Wochenende, jetzt gab es ja noch einen Marathon, der ein bisschen weiter weg war, wo aber tatsächlich auch Leute starten wollten aus Deutschland logischerweise. Kapstadt ist eine halbe Stunde vor Rennstart, 25.000 Teilnehmer abgesagt worden, sehr starke Winde und da sind halt Sachen von den Startaufbauten umeinander geflogen, so viel zu hohes Sicherheitsrisiko, den kompletten Markt. So richtige Absperrgitter. Ich habe das in ein paar Fotos und Videos gesehen. Das ist ja so ein Absperrgitter, falls ihr sowas schon mal in der Hand hattet. Ich habe das früher bei der Leichtete-Gala in Regensburg, habe ich die Dinger mal auf- und abgebaut mit Felix und Co. Das heißt, die Dinger, die wiegen ein bisschen was. Wenn die durch die Gegend fliegen, einfach aufgrund des Windes, kann man sich schon vorstellen, was da los war. Und sowas möchtest du ja nicht in den Kopf bekommen. Nee, ist ja auch viel zu riskant, aber ich meine, den Move musst du dann erstmal machen. Die ganzen Leute sind da und so weiter. Vor allem diese Anwärter auf den Major-Status. Was glaubst du, was das bewirkt? Ich glaube, du hast ja da auch gewisse Auflagen, dass du die Jahre davor, die letzten zwei, drei Jahre dann unter gewissen besonderen Guidelines ein Event durchführen musst. Und dann bist du in der Veranstalterrolle und musst dann sagen, ich ziehe jetzt hier den Stecker, weil das geht hier irgendwie potenziell um die Gesundheit von meinen Starterinnen und Startern. Das ist, glaube ich, auch nicht eine leichte Entscheidung. Nee, bitte, bitte.

So, ich glaube, jetzt haben wir schon wieder einen kleinen Rant gehalten und eine Promotion entwickelt und ein Schema für die deutschen Topläufer und so weiter. Wir schneiden das nicht raus, wir lassen das drin. Wir lassen das drin, ich finde das gut. Also falls das jemand machen möchte, kommt auf uns zu. Wir denken gern weiter auf dieser Idee noch rum, aber ich fände das geil. Ich glaube, dann wäre auch natürlich, das wäre auch ein geiler Spannungsbogen. Das würden Leute auf jeden Fall verfolgen wollen. Aber der Spannungsbogen steigt jetzt noch weiter, gleich nehme ich in unser Gespräch rein mit Gesa. Da könnt ihr euch drauf freuen. Es wird noch besser als das, was wir bis jetzt gemacht haben. Kann ich euch ganz klar und ehrlich und hochheiligst versprechen.

Aber kleinen Werbeblock haben wir noch für euch mit unserem Partner Olymp. Ihr wisst, wir stehen da drauf, gut gekleidet durch die Gegend zu laufen.

Und das ist ja nicht nur deren absolutes Aushängeprodukt, ist natürlich das Oberhemd. Ja, also sagt man überhaupt noch Oberhemd wahrscheinlich nicht mehr, also Hemden in aller Feinheit, Schönheit und vor allen Dingen in Tragekomfort vom allerfeinsten. Jetzt gibt es aber noch in der neuen Kollektion eine Erweiterung, die für euch auch spannend sein kann. Ja genau, also du hast schon gesagt Ralf, bekannt hauptsächlich für die Hemden inzwischen, aber natürlich auch im Casual-Bereich total breit aufgestellt, Shirts, Pullis, Polos, alles was man sich vorstellen kann.

Olymp hat es auf jeden Fall auch schon nach Hollywood geschafft, denn Matthew McConaughey ist Olymp-Testimonial inzwischen und offensichtlich als auch Oscar-Gewinner überzeugt davon. Und das freut mich natürlich für ein schwäbisches Familienunternehmen. Und ich bin ja auch gerade mal wieder in der schwäbischen Heimat. Das ist ja wirklich von Sindelfinger aus ums Eck. Und passend zum Herbst haben die natürlich auch eine neue Kollektion released, Und zwar die Olymp Outerwear, also praktisch verschiedene Westen, also Daunenwesten, Daunenjacken, die allesamt auch sehr, sehr cool und stylisch ausschauen. Am besten einfach mal auf olymp.com vorbeischauen und wenn ihr euch dort noch für den Newsletter registriert, bekommt ihr auch direkt einen 10 Euro Gutschein zum Shoppen. Also leichter geht es glaube ich nicht, die 10 Euro mitzunehmen. Tragt euch da ein und wie gesagt auf olymp.com, da werdet ihr fündig.

Jedenfalls für euch immer eine coole Empfehlung und meine Empfehlung ist jetzt, dass Philipp euch jetzt nochmal erklärt, warum wir ganz dringend jetzt mit Gesa sprechen wollten, weil es ist ja eigentlich zwischen ihrer bemerkenswerten Saison im Stadion mit den Hindernissen und ihrem neuen Abenteuer. Ja, Gesa ist bei uns ja auch, habe ich jetzt gesehen in unserer Episodenliste, jetzt eine der, also sowieso eine der Top-Gäste per se, aber auch von der Anzahl, das dritte Mal, da haben wir nicht so viele, die dreimal oder mehr bei uns zu Gast waren, deswegen freut es uns natürlich, dass sie sich wieder für uns Zeit genommen hat. Vor kurzem noch in Boulder gewesen, dort den Start ihrer Marathon-Vorbereitung begonnen, inzwischen wieder in der hessischen Heimat und ja, da mussten wir nicht viel fragen, Gesa ist ja gerne zu uns gekommen und das wird total spannend zu sehen, einen Blick zurückzuwerfen auf eine durchaus, ich würde mal sagen, nervenaufreibende Saison auf der Bahn mit einem Happy End, Dann aber gar nicht in eine Pause zu gehen, sondern zu sagen, nee, du, ich brauche eine neue Challenge gleich. Ich brauche auch mal das Feeling, wie es so ist, einen Marathon zu laufen. Und über all das sprechen wir mit dir gleich und da freuen wir uns schon sehr drauf. Herzlich willkommen, Gesa.

Ja, dann sagen wir herzlich willkommen, Marathonläuferin. Wie ist es so im neuen Trainingsdasein? Ich bin mir nicht sicher, ob man das schon sagen darf, wenn ich noch gar keinen gelaufen bin. Da hast du recht. Dünnes Eis auf jeden Fall. Ja, ich wollte gerade sagen, Ralf, ich wollte nicht zwischengrätschen, aber das ist natürlich ganz dünnes Eis in der Hardcore-Marathon-Bubble. Ja, ich glaube, da legen sehr viele sehr viel Wert drauf, dass man das erst sagen darf, wenn man das dann auch geschafft hat. Aber ich bin zumindest auf dem Wege dahin, würde ich behaupten.

Ja, du bist auf dem Wege dahin. Ich glaube für viele jetzt nicht grundlegend überraschend, dass dieser Schritt kommt. Ich glaube, so ab und an geliebäugelt hast du ja damit schon, beziehungsweise natürlich kommen diese Fragen ja irgendwann auf, auch wenn man schon mal einen Halbmatton und so weiter gelaufen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass manche trotzdem überrascht waren über den Zeitpunkt sozusagen, also dass du quasi noch vorhast, in diesem Jahr dein Debüt zu geben, aus wahrscheinlich zweierlei ganz offensichtlichen Gründen. Also der eine Grund war natürlich, dass die Weltmeisterschaften ultra spät waren im Vergleich zu sonstigen internationalen Großereignissen. Und noch dazu, und da kommen wir später sicherlich noch ausführlicher drauf zu sprechen, du ja auch eine echt ultra krass schwierige Saison jetzt erstmal schon hinter dir hast, einfach aufgrund der, ja, wie soll ich sagen, Schicksalsschläge.

Die halt der Hindernislauf offensichtlich auch ab und zu mitbringt. Also die Horror-Stories, die jeden immer abschrecken davon, diese Disziplin selber mal auszuprobieren. Das stimmt, ja. Was hat euch bewogen, das dieses Jahr noch zu machen? Also es war ja letztes Jahr nach der Saison schon so, dass alle immer so darauf gewartet haben, dass ich jetzt sage, ciao Hindernis und hallo Straßenlauf. und irgendwie war ich mit dem Thema noch nicht ganz durch und das bin ich auch jetzt nicht. Ich glaube, wenn man so eine Leidenschaft für eine Disziplin hat, die man irgendwie auch zumindest in Deutschland mitgeprägt hat und die ich einfach auch mit Begeisterung mache, dann fällt mir das schon schwer zu sagen, das war es jetzt und ich hänge die Spikes an den Nagel und mache das nie wieder. Also so weit bin ich auch immer noch nicht, aber der Wunsch irgendwann eben auch mal die längeren Strecken zu laufen, war eigentlich schon immer da und da gibt es ja eigentlich nur eins. Also eigentlich ist das dann ja Marathon, weil ich bin ein paar Halbmarathons gelaufen und das ist auch alles cool und ich mag die Strecke auch, aber es ist eben nur ein halbes Ding und nicht ein ganzes Ding und dementsprechend ist dieser Wunsch eigentlich schon letztes Jahr irgendwie da gewesen.

In Deutschland mein Debüt zu geben, wäre natürlich schon auch was gewesen, was mir sehr gefallen hätte, weil man dann natürlich das ganze Publikum irgendwie hinter sich hat. Aber das ist ja datentechnisch schon ein bisschen schwieriger, vor allem, wenn man eben eine Saison, eine Sommersaison machen möchte auf der Bahn. Und im Frühjahr habe ich mich dann eben doch entschieden, erst mal nur in Halben zu laufen, auch um diese Bahnsaison nicht so wirklich zu gefährden, weil ich ja nicht weiß, was passiert. Und ich wollte aber unbedingt in diesem Jahr noch laufen. Und jetzt Frankfurt am kommenden Wochenende wäre auch einfach zu früh gewesen. Und ja, da hätte ich jetzt irgendwie nur knapp sechs Wochen Training gehabt. Und daher habe ich mich dann für die realistischste Variante entschieden mit Valencia, was natürlich ein schneller Marathon ist, wo man vielleicht dann auch einfach eine gute Zeit zum Anfang laufen kann. Aber das war so die einzige Möglichkeit, wo ich zumindest elf Wochen Training in den Beinen hätte. Und alles andere wäre, glaube ich, dann extrem übereilt gewesen. Zumal das ja schon relativ kurz jetzt ist.

Lass uns noch mal ganz kurz auf deine Hindernissaison schauen, weil es war ja nicht einfach irgendeine Hindernissaison, sondern eigentlich wie ja häufiger in deiner Karriere eine besondere Hindernissaison. Also erst mal im Prinzip ja gut eingestiegen in die Saison, dann kommt das Rennen in Oslo, du knallst gegen einen Hindernisbalken, das gehört zum Geschäft dazu, klar. Es ist dann aber ja doch eine etwas einschränkendere Verletzung geworden durch einen Rippenbruch, der ja dann deine Saison wieder auf links gedreht hat komplett. Du hattest noch die beiden Rennen, die dich ja letztlich überhaupt dann zu den Weltmeisterschaften gebracht hat. Das muss man ja auch sehen. Also das war, glaube ich, ja das Rennen in Paris, was dich letztlich dahin gebracht hat. Richtig, ja. Und dann hast du eine Pause gemacht, die ja sicher auch notwendig oder unumgänglich war. Dann haben wir uns ja gesehen in Trier, wo du die 1500 gelaufen bist, sehr, sehr gut gelaufen bist, persönliche Bestleistung gelaufen bist. Sehr zuversichtlich warst, dann kamen die Weltmeisterschaften. Es war, wie soll ich sagen, nicht einfach für Menschen, die dir nahestehen, das alles mit dir zu durchleiden beim Zuschauen alleine. Nochmal zur Erinnerung, Sturz, letzter Wassergraben, eigentlich schon im Wasser eingetaucht.

Die B-Note war okay, aber das Weiterlaufen war noch viel besser. Mit einer immer noch herausragenden Platzierung nach einem solchen Sturz. Was macht das? Und das ist auch Bestleistung. Ja, das kommt noch dazu. Und was macht das alles mit dir? Du hast gesagt, ich bin immer noch nicht fertig, weil das so war, wie es jetzt war.

Es ist einfach so, dass ich in den letzten zwei Jahren auf der Unterdistanz alle Bestzeiten verbessert habe und eigentlich so tief im Inneren auch fest davon überzeugt bin, dass ich durchaus auch über 3000 Meter Hindernis nochmal an meiner Bestleistung rütteln kann und zumindest gerne in diesen Bereich gelaufen wäre. Und dementsprechend, glaube ich, hat mich vor allem der Sturz in Oslo auch so ein bisschen mental mitgenommen und zurückgeworfen, weil ich habe eben an all dem gearbeitet, was letztes Jahr nicht ganz so geklappt hat im Olympiajahr, eben diese Ausdauerkomponente, die mir einfach noch enorm gefehlt hat, wo diese Belastbarkeit, also meine Regenerationszeiten waren enorm verlängert und dementsprechend habe ich einfach viel mehr Pause und Regeneration gebraucht und das war dieses Jahr eigentlich alles besser und dann kam eben dieser blöde Sturz in Oslo dazwischen, wo ich einfach durch einen Extraschritt, den ich gemacht habe, um einfach aus dem Tempo ein bisschen rauszukommen, weil die Athletinnen vor mir so ein bisschen abgebremst haben und bin dann in dem Sinne so ein bisschen über meine eigenen Füße gestolpert, wurde dann von hinten noch so ein bisschen geschubst, weil es einfach eng ist und bin dann eben mit der Brust gegen das Hindernis und das war wirklich so ein Moment, wo ich auf der Bahn lag und wo es einfach nicht mehr möglich war weiterzulaufen und.

Ja, habe dann auch, wie ich halt bin, eigentlich das so schnell weggeschoben und gesagt habe, okay, weiter geht's und das war jetzt blöd und nächste Woche läufst du wieder. Und das war zwei Tage vor einem Läufermeeting in Pfungstadt und in meinem Kopf war schon so, dann laufe ich halt in zwei Tagen in Pfungstadt und musste dann aber auch einsehen, dass das nicht ging. Und habe mich dann acht Tage später beim Diamond League in Paris an den Start gestellt und ich war einfach nicht hundert Prozent okay, das muss ich einfach sagen. Und klar ist das respektabel, dass ich dann in dem Rennen trotzdem diese B-Norm für die WM gelaufen bin, die mir eben noch gefehlt hat. Und ich bin auch glücklich, dass ich am Start stand, weil ich diese Bestätigungsnorm einfach brauchte, um dann letztendlich auch nominiert zu werden. Aber ich sage mal so, das hat einfach so dieses ganze Leistungsvermögen so ein bisschen ins Wanken gebracht, weil einfach mein Körper in so einen Schockzustand gegangen ist und ich einfach auch innerlich das Gefühl hatte, dass das ganze System einmal runtergefahren ist. Und das hat diese Sommersaison für mich so enorm schwer gemacht, weil auch wenn dieser Rippenbruch gar nicht so schlimm war, gefühlsmäßig, war mein Körper einfach so eigentlich... Geh dann immer ein bisschen raus und schon dich mal einen Tick. Und ich habe es halt immer weiter probiert. Und dann kam halt das nächste Problem. Dann habe ich mich erkältet, was ja eigentlich wieder so ein Zeichen ist.

Mach mal eine Pause. Dann habe ich weiter trainiert. Dann habe ich mir eine Muskelverhärtung slash Zerrung zugezogen. Und das war dann so der Punkt, wo ich gesagt habe, okay, also jetzt weiter Wettkämpfe zu laufen, ist einfach nicht machbar. Und ich habe in dem Sinne gar keine richtige Pause gemacht, dass ich nicht trainiert hätte oder so. Aber ich musste dann aufgrund dieser Muskelverhärtung einfach ein bisschen semispezifisch trainieren und einfach auch die Wettkämpfe absagen. Und da hat dann endlich die Vernunft gesiegt, aber eben meine Psyche auch irgendwann gestreikt. Und ich war einfach auch nicht mehr bereit, im Wettkampf zu stehen und noch eine Niederlage irgendwie einzustecken. Also ich habe das für mich einfach als Niederlage empfunden und habe dann gesagt, okay, es gibt jetzt hier nur noch eine Möglichkeit. Und zwar, wenn ich zur WM will oder wenn ich bei der WM am Start sein möchte in einer akzeptablen Verfassung, dann muss ich jetzt hier einen Schritt zurück machen, um da wieder Anlauf für zu nehmen. Und die Saison ist dann einfach insofern anders verlaufen, dass ich eben...

Einfach nicht diese schnellen Hindernisrennen hatte, die ich mir so für mich gewünscht hatte, weil darum ging es in diesem Jahr. Und klar, der zweite Punkt war eben, sich bei einer Weltmeisterschaft nochmal zu behaupten, ins Finale zu laufen, möglichst weit nach vorne zu kämpfen. Das ist mir dann am Ende gelungen mit einem weniger galanten Sturz am letzten Wassergraben. Aber ich bin am Ende einfach froh, dass ich diesen siebten Platz, den ich am Ende auf der Ziegeraden oder an dem letzten Wassergraben hatte, verteidigen konnte, dass ich das zurückkämpfen konnte, weil mehr war in dem Rennen am Ende auch nicht drin, selbst wenn ich jetzt nicht auf die Nase gefallen wäre. Und ja, das war, sag ich mal so, dieser Schnelldurchlauf der Sommersaison. Der Wunsch wäre natürlich da gewesen, noch schneller zu laufen. Aber das hat dieses WM-Rennen auch für mich am Ende nicht hergegeben, weil ich halt bewusst auch eine vernünftige Entscheidung getroffen habe, aber in dieser Verfolgergruppe mitzulaufen und dieses Höllentempo am Anfang einfach nicht mitzugehen, weil ich eben auch nicht genau wusste, kann ich das wirklich? Und dafür haben einfach die Wettkämpfe gefehlt.

Und es ist jetzt einfach so, ich meine, ich bin siebte bei der Weltmeisterschaft. Das ist eine wirklich gute Leistung. Eine Medaille wäre einfach ein Wunschdenken gewesen. Im Optimalfall, klar, es ist alles möglich. Aber in diesem Jahr war das nicht das Ziel, sage ich mal, oder zumindest nicht das, was ich für realistisch gehalten habe.

Ja, man muss natürlich sagen, für diejenigen, die das nicht mehr ganz so vor Augen haben, also Oslo, nochmal zur Erinnerung, das hat ja am 12. Juni stattgefunden. Und genau, am 20. Juni bist du ja in Paris gelaufen. Danach dann auch, hattest du ja noch das Prefrontation Classic probiert. Also dann war ja wahrscheinlich auch das der Zeitraum, wo du schon geschildert hast, wo dann einfach alles... Da haben sich halt viele gefragt, warum ich überhaupt da hingefahren bin. Aber man plant sowas ja nicht eine Woche vorher und ich hatte eben meine Flüge gebucht. Ich war vor dem Rennen in Oslo einfach wirklich in einer guten Verfassung. Und von dem Rippenbruch an sich habe ich dann auch nicht mehr so viel gemerkt. Ich hatte eine richtig gute Abschlusseinheit dann vor Eugene und habe gesagt, okay, es ist alles wieder da, ich mache das jetzt. Und dann bin ich da rüber geflogen und USA, Klimaanlage, Wechsel der Temperaturen. Also gerade schon in der ersten Nacht habe ich gemerkt, der Hals ist nicht ganz so. Und das kann sich dann zum Positiven entwickeln und es wurde zum Wettkampftag einfach immer schlimmer. Und ich hatte dann einen richtig blöden Husten und habe dann noch so.

Ja, was man halt alles so an Halstabletten und Ibuprofen und so halt nehmen darf. Und ich habe einfach schon nach einem Kilometer gemerkt, dass das nicht mein Tag ist. Und das war dann eben auch die Entscheidung, dass ich dann einfach nicht weitergelaufen bin. Und das hatte dann in dem Sinne gar nichts mehr mit dem Rippenbruch zu tun, Aber einfach, ich sag mal, die Signale des Körpers, dass man einfach nicht hundert Prozent fit ist. Und für das, was wir machen in diesem Sport, muss man einfach hundert Prozent fit sein, um bei diesem hohen Leistungsniveau dann auch irgendwie mit konkurrieren zu können.

Genau, das ist total spannend zu hören. Ich wollte echt darauf verweisen, dass du ja in dieser Phase, wo ja der Körper dir auf vielfältige Art und Weise signalisiert hat, es ist glaube ich Zeit, dass wir jetzt mal kurz irgendwie einen kleinen Reset machen, eine Pause machen, damit irgendwie alles sich so ein bisschen wieder neu finden kann. Da reden wir ja noch von Anfang Juli. Tokio war ja dann Mitte September und du hast es ja dann irgendwie trotzdem geschafft, in diesen zwei Monaten, zweieinhalb Monaten mit wenig Wettkämpfen oder erstmal gar keinen Wettkämpfen. Der nächste Wettkampf war ja dann, glaube ich, erst wieder das Pacen in Zürich. Ja, irgendwie so diesen krassen Turnaround zu schaffen. Also das ist ja auch eine körperliche Leistung, B, aber vor allem auch eine mentale Leistung. Also sich erstmal dann irgendwie da auch dann neu aufzuraffen. Und ich hatte mit Ralf im Vorfeld, Ralf gestern, glaube ich, ... wenn ich mal mit Telefonieren noch gesprochen habe, wo ich gesagt habe.

Muss ich jetzt hier kurz einordnen? Ja, ich weiß, bei Frauen spricht man ja öffentlich eigentlich nicht über das Alter, aber ich glaube, ich kann zumindest sagen, es steht ja eine 3 schon davor. Und ich habe gesagt, Alter, also ich never, never bei mir, also mit Anfang 30, 33, Mitte 30, ey, ich hätte mir gar nicht mehr vorstellen können, irgendwie noch mal eine 3,40 oder sowas zu laufen. Das ist so weit weg. Und mit diesem charmanten Ansatz, Gesa, hatte ich dann Philipp empfohlen, anzufangen. Weißt du? Ich finde das krass. Nein, ich finde das ohne Scheiß, ich finde das mega krass, dass du jetzt, letztes Jahr übrigens auch, nur der Vollständigkeit halber, du bist letztes Jahr 15 Meter PB gelaufen, glaube ich, und dieses Jahr eine 4.04, du bist fast zwei Sekunden nochmal PB gelaufen. Und das meine ich eigentlich, dass das für mich, das sind ja keine Larifari-PBs, das ist schon richtig krass vom Level her, deswegen finde ich es umso beeindruckender, dass es ja offensichtlich möglich ist, bei dir Jahr für Jahr eben auf der Unterdistanz, und wir reden jetzt nicht von 3.000 zu 3 Hindernis irgendwie so, das ist jetzt keine Unterdistanz, aber du weißt, was ich meine, sondern 1.500 ist schon, da muss man schon Bock haben, sich richtig weh zu tun und man braucht natürlich auch eine gewisse Grundständigkeit. Das finde ich echt bemerkenswert, deswegen glaube ich auch ehrlich gesagt, dass da ja offensichtlich noch auch auf den Hindernissen Potenzial schwimmt. Dankeschön, ja, also ehrlich gesagt glaube ich schon, dass da auch noch was drin ist, also auch bei der 15 Meter Zeit, weil ich, wie gesagt, mich eben auch auf 3000 Meter Hindernis vorbereitet habe und auch letztes Jahr jetzt kein spezifisches 800 Meter Training gemacht habe, wo ich dann am Ende in Trier 2.0.090 oder sowas gelaufen bin, was einfach für eine Hindernisläuferin am Ende schon flott ist.

Und ja, das war eben das, was mir auch dann gezeigt hat, okay, du bist auf jeden Fall auf einem guten Wege, um dort auch über die Hindernisse schnell zu laufen. Und ich glaube auch gar nicht, dass das so ein Ding ist, dass man irgendwann zu alt ist und dass die Muskelfasern so nicht mehr zucken oder dass es nicht mehr geht. Also so drastisch, glaube ich, ist es einfach nicht. Zumal das Hindernis Tempo ja am Ende, auch bedeutend ruhiger noch ist, das muss man halt auch sagen. Klar, so eine Schlussrunde kann schon mal schnell sein, aber ich finde, die kann man immer irgendwie rausdrücken. Aber was ich halt gemerkt habe, also wenn man dann aufs Alter zurückkommen möchte, ist so Tempoeinheiten. Also ich stecke die muskulär einfach nicht mehr so gut weg.

Und jetzt gerade, das merke ich jetzt im Marathon-Training, also das ist halt alles ruhiger und muskulär nicht so beanspruchend. Also man hat einfach irgendwann so diese Trägheit in sich und alles ist irgendwie zäh. Und es ist einfach anders, als wenn ich irgendwie für 3000 Meter Hindernisse oder die Mittelstrecke trainiere, weil da liege ich ständig bei den Physios auf der Bank, weil irgendwie mein Gesäßmuskel komplett zu ist. Und wir kriegen das nur noch irgendwie mit Stoßwelle locker. Da habe ich jetzt halt bei dem Langstrecken-Training einfach andere Beschwerden. Also das merke ich schon. Aber ja, ich bin einfach auch so, dass ich mir da nicht irgendwie so eine Timeline aufstempeln möchte und sagen möchte, das geht nur bis zu dem und dem Alter. Und gerade auch dieser Aspekt, klar, Marathon und 3000 Meter Hindernis klingt jetzt irgendwie nicht so, als wäre das sehr kompatibel. und ich weiß auch nicht, ob das sehr kompatibel ist. Aber viele waren ja dann so, ja, dann lauf doch 10.000 Meter. Aber wenn ich über 10.000 Meter gut sein möchte, dann muss ich auch 30,5 Minuten laufen. Und das ist auch eine Pace von 3.03. Das ist nichts anderes, als ich jetzt in diesem Jahr circa über 3.000 Meter Hindernis durchgegangen bin. Und ich meine, ich will mich jetzt auch nicht mit Sifan Hassan vergleichen, die das irgendwie innerhalb von 10 Tagen geschafft hat. Aber ich habe schon gesagt, ich kann im Frühjahr einen Halbmarathon laufen und dann im Sommer 3.000 Meter Hindernis. Und es war schon alles sehr knapp. Und ich weiß auch nicht, wie es weitergeht. Aber das hat mich dann eben jetzt dazu auch bewegt zu sagen, okay, ich mache jetzt den Schritt und probiere es einfach mal.

Weil man eben auch nicht im ersten Marathon den besten Marathon läuft. Also das braucht ja auch Zeit. Und von daher reizt es mich eben auch einfach mal was Neues zu haben. Und die Perspektive über 1500 ist halt eher begrenzt, weil wenn man die WM verfolgt hat, man muss deutlich unter vier laufen, um irgendwie eine Rolle zu spielen. Und klar, ich traue mir eine schnellere Zeit zu, vielleicht auch an die vier Minuten ran. Aber ich glaube jetzt nicht, dass ich nochmal eine 3,55 Läuferin werde. Das ist vielleicht in meinen Träumen, aber nicht in der Realität.

Aber man muss ja sagen, wenn du sagst, also wir haben ja schon gesehen, jetzt jedes Jahr noch 15 Meter schneller gelaufen, vielleicht ist ja noch eine Sekunde, oder who knows, vielleicht auch zwei Sekunden auf 1500 drin, das ist ja dann schon auch für eine Drei-Hindernis nicht unspannend. Und da gibt es natürlich schon eine Marke, die, sag ich jetzt mal, glaube ich, noch attraktiv ist. Also ich meine, den deutschen Rekord hast du eh noch, aber unabhängig vom deutschen Rekord, ich meine, wenn mal 9.03 schon mal gelaufen ist, dann ist ja die 9 Minuten nicht so weit weg. Ja, die neun Minuten habe ich schon immer gereizt und es würde natürlich genau cool klingen, wenn da irgendwie eine Acht davor wäre.

Ich hätte auch nie gedacht, dass es so schwer ist, diese Barriere nochmal irgendwie zu brechen. Und man sieht es ja trotz allem, wenn man den Weltmaßstab sieht. Also klar, man hat immer wieder Afrikanerinnen, die das schaffen, aber es sind doch nicht so viele Europäer, Afrikanerinnen, die diese Schallmauer durchbrechen. Und das zeigt eben auch, dass ich damals ein sehr gutes Rennen hatte. Und ja, ich werde sicherlich noch probieren, aber ich möchte auch nicht den Rest meiner Karriere einer Zeit hinterherjagen und dann dieses, ich sage mal, dieses Gesamte, was ich irgendwie geschafft habe, damit irgendwie mindern oder so. Und es muss einfach alles passen und das ist, glaube ich, im Sport einfach so und früher war ich immer so, wenn ich keine Bestzeit laufe, dann war das ja nicht gut oder habe mich selbst dann nicht so, habe das alles gar nicht so gewertschätzt und mittlerweile ist es einfach so, dass ich die Herausforderung einfach mag und versuche auch Positives in den Jahren zu sehen, wo dann vielleicht diese 3000 Meter Bestzeit nicht gefallen ist und so.

Am Ende des Tages ist dieser Traum da und er bleibt auch da. Und ich sage mal so, wenn ich gesund bin und das Körperliche alles gut mitmache, dann werde ich das auch noch mal probieren. Also es ist nicht so, dass ich das jetzt vollends abgeschrieben habe. Aber in diesem Jahr war es dann irgendwann so, wo es dann sich einfach die Zielstellung so ein bisschen verschoben hat. Und ja, ich glaube, wie gesagt, da müssen irgendwie alle guten Sterne bei einem sein. Und man muss dann halt auch einfach mal so einen glücklichen Moment erwischen, wo dann eben alles passt. Also nur noch mal für euch zu Hause als Erinnerung. Wenn Gesa bei einem großen Ereignis angetreten ist, war sie immer im Finale. Und wir reden da jetzt schon von einer sehr stattlichen Zahl von Finals, die du erreicht hast.

Siebte im siebten großen Finale, das ist ja auch jetzt in der Bilanz nicht nichts. Klar, da stehen natürlich auch die EM-Titel und da steht natürlich auch die WM-Medaillen und so weiter. Das ist ja klar. Aber schreibst du nach einer Saison dir das auf, was du erreicht hast oder was du mitnimmst in die nächste Saison? Also ich wäre ja immer gerne jemand gewesen, der so ein Journal führt und alles irgendwie aufschreibt. Ich habe dann nie oft mit sowas angefangen und dann einfach nicht weitergeführt. Aber das vergisst man einfach nicht. Also das sind so Dinge, die sind für mich alle sehr präsent in meinem Kopf. Und früher war das anders. Also ich kann mich noch erinnern an die EM 2016, wo ich Gold gewonnen habe. Und das war eben auch im Olympia-Jahr. Und das war eben das Ziel, Gold zu gewinnen. Und ich habe dann da einen Haken dran gemacht und habe gesagt, okay, ich habe das jetzt geschafft und jetzt kommt Olympia.

Und heute bin ich vielmehr so, dass ich sage, ich feiere die Feste, wie sie fallen, weil man hat das nicht mehr so oft. Und als junger Mensch war mir das gar nicht so bewusst, dass ich am Ende eben bei einer EM wahrscheinlich nur zweimal auf dem Podium stehe. Vielleicht wäre ein drittes oder ein viertes Mal möglich oder ganz oben auf dem Podium stehe. Vielleicht wäre ein zweites oder drittes Mal möglich gewesen. Aber das sind so Momente, die sind einfach unfassbar besonders. Und das ist halt immer in diesen Jahren mit Olympia total schade, weil auch letztes Jahr war die EM so. Ich meine, ich war Mutter geworden und bin dann quasi 14 Monate später Vize-Europameisterin geworden, was für mich jetzt im Nachhinein eine unfassbar starke Leistung war. Und in dem Jahr war das aber einfach so, da ist noch Olympia, das hat irgendwie alles überschattet. Und dann schiebt man das eben schnell zur Seite. Und dieses Jahr musste ich einfach sagen, das Jahr war so turbulent und ich bin eigentlich fast nie gestürzt irgendwie. Und dieses Jahr dann gleich zweimal und am Ende war es trotzdem ein gutes Jahr. Und ich glaube, dass ich schon sehr gut auch darin bin, das Remue passieren zu lassen und dann eben meine eigene Leistung auch zu wertschätzen. Und das dann eben auch in mir zu tragen. Und so enttäuscht ich beispielsweise auch nach meinem Olympia-Finale war, weil ich einfach das Gefühl hatte, dass ich nicht das zeigen konnte, was ich eigentlich wirklich kann.

Am Ende des Tages war letztes Jahr auch irgendwie besonders. Und ich glaube, je älter man wird, desto mehr wertschätzt man eben auch diese Momente und diese Leistungen, weil man eben weiß, dass es...

Nicht, vielleicht nicht wiederkommt oder auch, dass es vielleicht nicht mehr ganz so lange so sein wird. Also da muss ich ja auch realistisch sein. Ich bin 33 Jahre alt.

Sorry, sorry, da muss ich intervenieren. Also für einen Marathonläufer, da hat er locker noch zehn Jahre vor dir, wenn du bist. Da hat dann schon mein Lebensgefährte interveniert, der gesagt hat, wir können das nicht unser Leben lang weitermachen. Aber ja, also ich glaube, solange dieses Feuer in mir brodelt und solange ich auch einfach diesen inneren Drang habe, mich selbst noch beweisen zu wollen, besser zu werden, solange ist das auch sicherlich noch machbar. Da haben ja schon viele bewiesen, dass Alter wirklich nur eine Zahl auf dem Papier ist und nicht unbedingt einen Strich durch die Rechnung machen muss. Hilfe mal kurz, Gesa. Erste olympische Spiele war London, richtig? Nee, du warst schon in Teking, oder? Nee, ich war nur in London. London waren meine ersten olympischen Spiele. Also dann for the record, Leute, also drei Olympische Spiele schon teilgenommen. Wir reden jetzt nicht von Schießen. Vier Olympische Spiele. Warte mal, genau, London. Wir reden ja schon von London. Ich habe kurz noch Tokio unterschlagen. Da war sowas mit Pandemie und so, hat man kurz vergessen. Es war natürlich London, es war Rio, es war Tokio 21 und es war natürlich Paris. Das heißt, vier Olympische Spiele. Und wir reden ja nicht von Schießen oder Dressur reiten oder sowas. Oh, jetzt machst du dich auch. Ja, aber ist ja so am Ende. Ich meine, das ist ja wirklich, wo du selber eine körperliche Leistung bringen musst. Jetzt wird es doch schlimmer.

Ich mache mich unbeliebt. Aber es ist ja, finde ich, schon ein kleiner, aber feiner Unterschied. Und ich sage mal... Ja gut, 28 ist ja eh schon ums Eck, also das ist ja quasi schon bald mit L.A. Und 32 würde ja auch noch gehen, so sechs Spiele eigentlich. Es ist ja gerade, weißt du, die L.A. ist ja gerade so ein bisschen ganz frisch erst dann womöglich in der Marathonwelt angekommen erst. Da hat man ein paar Marathons für die Erfahrung gesammelt, ist man bei dem ersten Mal beim richtigen Großereignis dann dabei. Also da geht ja, wer weiß, sechs Mal Olympische Spiele ist ja nicht ausgeschlossen. Also um das mal zu retten. Ich glaube, es ist in jeder Sportart eine Herausforderung, egal ob man auf dem Pferd sitzt oder all das so. Ja, also ich sage jetzt einfach mal so, fünf klingt für mich schon toll. Wie es dann weitergeht, weiß ich nicht. Also ich werde auf jeden Fall nicht sagen, ich laufe jetzt bei Olympia und dann ist Schluss. Also das möchte ich mir jetzt nicht irgendwie zweieinhalb Jahre davor rausnehmen, dass ich da so eine Deadline dran setze. Das auf gar keinen Fall. Ob das dann nochmal bis 32 weitermache, kann ich jetzt so zu dem aktuellen Zeitpunkt einfach nicht sagen. Aber ja, ich finde fünf olympische Spiele klingt schon toll. Und um mir überhaupt die Möglichkeit zu geben, vielleicht Marathon zu starten, muss ich halt jetzt irgendwann mal anfangen.

Das heißt auch nicht, dass das Ziel jetzt ist, auf der Strecke. Wie gesagt, ich bin noch kein Marathonläufer. Ich bin noch auf dem Weg dorthin. und da sind einfach viele Faktoren. Eben auch, klar, die Konkurrenz im eigenen Land ist jetzt nicht unbedingt schlecht. Also das ist ja nicht ein Selbstläufer. So gesehen der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, wenn man das so historisch mal betrachtet, wahrscheinlich Marathon Männer, Frauen ist natürlich die beste oder die konkurrenzstärkste Phase der Geschichte. Sicherlich, sicherlich. Aber wie gesagt, das steht ja noch nicht irgendwie fest. Aber um überhaupt sich die Möglichkeit zu geben, muss ich halt irgendwann mal anfangen. Und weil mir auch eben bewusst ist, dass man eben nicht im ersten Marathon gleich die beste Leistung abliefert, ist es jetzt eben einfach so, dass ich gesagt habe, okay, ich möchte jetzt unbedingt mal damit anfangen und dann sehen wir eben weiter.

Weil du das vorhin schon mal so hast anklingen lassen, du hast ja in diesem Frühjahr in die Straßenlaufszene schon reingeschnuppert. Hast du den Eindruck, dass dieses leicht verschobene Training in Richtung auch Straßenlauf dir dann auch in der Bahnsaison geholfen hat? Ich würde behaupten ja, weil ich bei meinem Trainer schon immer relativ umfangreich trainiert habe und eben auch über diesen Umfang eigentlich immer sehr gute Bahnleistungen gebracht habe. Also es war bei mir schon so, dass wir eigentlich immer viele Kilometer gelaufen sind, viele Wiederholungen gemacht haben und diese Schnelligkeit eigentlich immer dann kam, wenn es dann ein bisschen kürzer und schneller wurde und es war irgendwie immer so da. Und von daher war das auch in diesem Jahr so, dass ich einfach das Gefühl hatte, ich hatte eine wirklich gute Basis und immer dann, wenn ich mal wieder so ein bisschen.

Ja, sag ich mal, in so einen kleinen Aufbau gehe, dass mir das dann auch schon einen Push gibt für die Bahnsaison, Weil am Ende des Tages ist es so, wenn wir irgendwie Intervalle machen und ich laufe, ich sage jetzt mal 10 mal 400, dann sind immer die letzten meine schnellsten Läufer. Und ich merke immer so, wenn ich dann so die Hälfte durch habe, dann habe ich das Gefühl, jetzt fängt es eigentlich erst an. Und das, glaube ich, ist gerade für die Hindernisdistanz auch von Vorteil, weil in jungen Jahren war das immer so mein Problem, überhaupt bis 2000 zu kommen, dass man irgendwie dran ist an der Konkurrenz, um dann eben vielleicht seinen schnellen letzten Kilometer oder seine schnellen letzte Runde ausspielen zu können. Und ich glaube, dass das für mich schon einfach eigentlich sehr, sehr wichtig ist. Wie das natürlich jetzt mit der doppelten Distanz aussieht, kann ich einfach nicht sagen, weil ich diese Erfahrung jetzt so noch nicht gemacht habe. Aber grundsätzlich glaube ich schon, dass ich jemand bin, der von dem Umfang auch profitiert.

Und wenn ich mich richtig erinnere, waren deine Erfahrungen bei den Straßenläufen auf der einen Seite, dass du schon geflasht warst über die ja doch etwas andere Szene da. Das ist eben nicht Stadionleichtathletik, das ist schon was deutlich anderes. Es ist viel näher dran, also auch Fans zu Athleten. Ja, da bin ich gespannt, was du gleich sagst. Aber du hast auch gesagt, okay, ich muss jetzt hier auch mich nochmal ganz neu als Läuferin einstellen und verhalten, weil das eben ein anderer Schnack eben auch sportlich ist. Nimm uns mal mit, was da anders ist. Also ich finde, es ist irgendwie ein absolutes Chaos. Also das ist wirklich, wenn man so viele Jahre Bahnläufer war und wie ich natürlich auch viel in der Diamond League unterwegs, bei EM, WM, Olympia, das geht ja alle sehr gesittet ab. Wir haben da irgendwie unseren Warm-up-Track. Wir haben eine Call-Room-Zeit, wo wir uns dann ganz in Ruhe umziehen können. Man kann noch dreimal auf Toilette gehen, um seine letzten Angst-Tröpfchen irgendwie loszuwerden. Hat noch mal Zeit, was zu trinken. Und irgendwie dann seine Kleidung irgendwie in einen Karton abzulegen. Und die man dann am Ende im Ziel wiederbekommt. Und ich hatte jetzt dieses Jahr einige Straßenläufe, wo das so war, dass ich, Meine Kleidung an eine Laterne gebunden habe und dann nach dem Rennen, dann wurde schon alles abgebaut und ich habe vergeblich diese Laterne gesucht, wo meine Hose dran und meine Jacke dran hing.

Toilettengang ist so eine andere Sache, wo man dann entweder irgendwo einen Dixi sucht oder sich nochmal hinter den Busch setzt oder wie auch immer. Dann ja auch diese Vorstartspannung finde ich ist was ganz anderes, weil in so einem Kessel zu stehen, wo auf einmal das ganze Stadion leise ist und dann auf einmal komplett ausrastet, wenn es losgeht, ist dann schon irgendwie finde ich noch was anderes, wenn man dann sich an der Startlinie irgendwie zwischen die anderen drückt und dann geht es mit 3-2-1-0 irgendwie und dem Startschuss dann los, also es ist eine ganz andere, Szene Es hat eine andere Stimmung, einen anderen Vibe irgendwie. Und ich habe das Gefühl, also persönlich habe ich da weniger Nervosität verspürt. Aber vielleicht auch, weil diese Drucksituation noch nicht so da war. Also das würde ich vielleicht auch damit dann doch mal unterstreichen, weil natürlich ich seit Jahren keinen 10-Kilometer-Lauf mehr gemacht habe. Und ich selbst gar nicht wusste, was ich von mir erwarten kann. Und dadurch man ja auch irgendwie ein bisschen lockerer an den Start geht, weil man nicht das Gefühl hat, dass man jetzt irgendwen enttäuschen könnte. Und ja.

Ja, was halt schön ist, es ist eine andere Art von Nähe, weil Philipp, du sagtest gerade, die Leute sind näher dran. Also klar, so räumlich ist es natürlich schon so. Ich bin dieses Jahr in Lille 5 Kilometer gelaufen und das war dann am Ende so, dass dieser Zieleinlauf immer enger wurde wie bei der Tour de France und man eigentlich gar nicht mehr überholen konnte, weil die Zuschauer so nah dran waren. Und das hatte natürlich auch irgendwie so einen ganz bestimmten Reiz. Also ich möchte es schwer miteinander vergleichen oder ich finde es ist schwer, das miteinander zu vergleichen. Es ist irgendwie was anderes, obwohl es an sich die gleiche Sportart ist.

Was halt schön ist, dass man näher zu den Menschen ist, die es eben auch betreiben. Also Laufsport ist ja natürlich was, was irgendwie jeder macht und kann, weil man braucht nur ein paar Schuhe und meldet sich bei irgendeinem Lauf an. Und dann läuft eben der Hobbyathlet am Ende, der vielleicht vier Stunden im Marathon läuft, mit einem Amanal Petros an der gleichen Startlinie im weitesten Sinne los, auch wenn es irgendwie später losgeht. Das ist jetzt nur so ein Beispiel. Und das ist halt natürlich so ein bisschen familiärer, würde ich einfach behaupten. Und das ist für mich natürlich was ganz Neues. Aber ich liebe natürlich auch, in so ein Stadion mit 60.000 Menschen zu kommen. Und diese Spannung und diesen Nervenkitzel daran, den mag ich auch. Und das ist halt auch was, was für mich den Hindernislauf so besonders macht.

Wenn du sagst, ja, diese Nervenkitzel, also diese Nervosität hatte ich noch gar nicht so und das darauf schiebst, dass du noch nicht so einen Anspruch an dich selbst gestellt hast, aber ich meine, bei einem der Halbmarathons hättest du gesagt auch, oh, ich muss auch noch eine Menge taktisch lernen, wie ich mich dann im Rennen selber verhalte. Was war das?

Ich bin gerade am überlegen wo ich das gesagt habe also ich glaube dass du bist du bist in holland gelaufen oder ja also ich habe zwei halbmarathons gemacht und zwar bin ich in den hagen und da war es einfach so dass ich natürlich eine gewisse vorstatt spannung hatte es ist jetzt nicht so dass ich da gar nicht aufgeregt bin aber es ist irgendwie anders als wenn ich jetzt wenn man in diesen Callroom geht und diesen Moment auch noch mal hat, der ja teilweise 20 Minuten, wo man sich noch mal mit sich selbst und dem eigenen Ziel beschäftigt, währenddessen man bei einem Halbmarathon viel, viel Zeit hat, auch währenddessen noch darüber nachzudenken. Ich glaube, das ist der Unterschied, weil man im Hindernislauf auch von Anfang an schon ein paar Fehler machen kann oder in der Mittelstrecke. Und beim Halbmarathon ist es jetzt nicht so schlimm, wenn der erste Kilometer ein bisschen ruhiger ist oder mal drei Sekunden schneller.

Den Haag hatte ich einen Pacemaker, einen Athleten aus meiner Trainingsgruppe, der mich da begleitet hat und ich hatte das Gefühl, dass ich so nach fünf Kilometern dann so langsam in den Flow gekommen bin, wir sind relativ gleichmäßig gelaufen und da habe ich mich eigentlich selbst überrascht, weil mein Trainer sagte zu mir, Gesa, du kannst unter 70 Minuten laufen und ja, persönlich war ich eher so, ich gehe so auf 71 Minuten an und wenn Wolfgang dann aber sagt, Gesa, du kannst das, dann weiß ich auch in der Regel, dass das in mir steckt. Und dann habe ich mir das dann auch in den Kopf gesetzt. Und damit kam dann eben auch so die Anspannung.

Aber ich bin einfach grundsätzlich sehr gut durch diesen Halbmarathon gekommen, weil ich hatte nie so einen extremen Tiefpunkt. Ich habe immer das Gefühl gehabt, das geht irgendwie und bin da eigentlich so, dass es natürlich irgendwann hart und anstrengend wurde, aber ich habe nie daran gezweifelt, dass ich das nicht vernünftig zu Ende bringe. Währenddessen ich in Berlin keinen persönlichen Pacemaker hatte und wir hatten eine Gruppe und die vorgegebene Zeit war 3.15 und wir waren halt immer ein Tick schneller. Also wir waren eigentlich vom ersten Meter an 3.12, 3.13, 3.10, 3.11, 3.13, also immer so zwischen drei, vier Sekunden unter der vorgegebenen Zeit. Und wenn ich jetzt persönlich jemanden gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich eher so 3.16 angelaufen statt 3.15. Und es war dann einfach so, dass ich mich, glaube ich, da habe ich einfach ein bisschen überpaced. Und das war einfach eine Zeit, die vielleicht ...

Gerade auf der ersten Hälfte einfach zu schnell war. Und ich habe ja schon auch davon gehört, dass man im Halbmarathon-Marathon tendenziell eher mal einen Negativ-Split läuft. Und ich war dann so ein bisschen drüber und habe mir dann auch eine Blase gelaufen und habe dann irgendwann so ein bisschen den Anschluss zu der Gruppe verloren. Und dann waren es einfach so, die letzten sechs, sieben Kilometer war einfach dann Gegenwind teilweise auch. Und ich war einfach alleine. Und das hat es halt unfassbar schwer gemacht. Und ich glaube, das Learning daraus war eben einfach, dass die Splits schon auch wichtig sind und dass dieses einen Ticken schneller zu sein, dass man das auf der Mittelstrecke noch gut durchgedrückt bekommt. Aber eben je länger es wird, dass das sich einfach rächt. Also ich bin auch bei der 10, die ich gelaufen bin, also bei den 10 Kilometern, bin ich eigentlich viel zu schnell angelaufen. Und bei 10 kriegt man es doch irgendwie durch. Also ich habe zwischendrin extrem gelitten, aber dann sind es irgendwie nur noch zwei, drei Kilometer. Und bei dem Halbmarathon in Berlin waren es einfach noch fünf oder sechs und die wären dann einfach unfassbar lang und ich glaube, das war schon das Learning, was ich daraus gezogen habe, dass man, ja, dass drei, vier Sekunden pro Kilometer sich nicht viel anhört, aber dann im Endeffekt schon, dass das relativ viel ist.

Also ich glaube, wir sind sogar schon mal gemeinsam gestartet in Berlin. Es muss aber schon lange sein, vielleicht 2018. 2018, Entschuldigung. Genau, und das war ja damals noch die alte Strecke. Da sind wir ja glaube ich draußen in der Karl-Marx-Allee noch gestartet, ganz im Osten. Jetzt bist du ja quasi bei der moderneren neuen Strecke gestartet, wo ja Startziel eben auch Straße des 17. Juni ist und man eben durchs Brandenburger Tor läuft. Und ich kann bestätigen, ich bin sehr oft die alte Strecke gelaufen, auch viele Jahre die neue.

Die erste Hälfte in Berlin ist in 4 von 5 Fällen immer schneller. Also einfach schneller aufgrund der Beschaffenheit erstmal. Also das ist ja tendenziell nach dem Start erstmal leicht abschüssig, würde ich mal sagen, bis 5, 6. Und meistens hast du Rückenwind. Und wenn man es nicht gut schafft vom Pacing, schließe ich mich mit ein, passiert manchmal. Und die Gruppe oder die Gruppe zerfasst oder die Pacemaker früh rausgehen oder so. Und du stehst so nach 11, 12, 13 Kilometern alleine, more or less, dann so Townsendstraße, Kudamm und so da irgendwo rum. Das macht nicht so viel Spaß, weil da ist echt häufig Gegenwind. Und das sind natürlich entsprechend große Straßen, wo dann halt auch nicht viel mit Verstecken ist meistens. Das kann dann schon relativ zäh werden. Und ich hatte mich so auf Berlin gefreut, weil dieses Publikum dort einfach besonders ist. Also Berlin ist ja schon so eine richtige Laufszene und ich weiß gar nichts mehr ab Kilometer 16 oder so. Also ich glaube, ich habe ab 13, 14 so ein bisschen den Anschluss verloren, habe dann irgendwie versucht, krampfhaft dort noch dran zu bleiben und es hat einfach nicht aufgehört. Und ich weiß nichts mehr von den Sehenswürdigkeiten und das war anders zum Jahr 2018, wo ich das Gefühl habe, ich habe das alles so ein bisschen so seitsegen mit schnellem Schritt durch die Stadt und cooles Publikum und irgendwie rollt das so. Und das ist halt ein cooleres Gefühl bei der Langstrecke. Eigentlich generell ein cooleres Gefühl, wenn es irgendwie rollt, als wenn man quasi einfach nur noch krampfhaft versucht, irgendwie das Tempo zu halten.

Und gleichzeitig, und das fand ich auch spannend, was du sagtest, war ja die, sage ich jetzt mal, die Vorbereitung, da kommen wir bestimmt jetzt nachher nochmal ausführlicher drauf, auf das Marathon-Debüt in Valencia. Also es klingt ja erstmal, die Herangehensweise klingt ja total kalkuliert, sage ich jetzt mal. Klar, du hast natürlich auch einen sehr, sehr, sehr erfahrenen Trainer, vor allem ja auch im Straßenlauf- und im Marathon-Bereich mit Wolfgang Heineck. Es ist es ist so, dass natürlich du alle Optionen hast, du kannst ja, haben wir vorher schon gesprochen, du liebst immer noch Hindernisse, du schließt jetzt gar nicht aus, dass der Weg zwangsläufig Richtung Straße geht, vielleicht geht es auch wieder Richtung Hindernisse, je nachdem, aber du bist natürlich gewillt, das jetzt mal ernsthaft auszuprobieren, das Spannende ist und Ralf, du wirst glaube ich wissen, welche Leute ich so denke es ist eine geile Luxussituation dass du vergleichsweise entspannt so entspannt, wie man halt sein kann, wenn man sein erstes Marathon-Diput gibt, aber da rangehen kann, ohne den Druck zu haben, da schließe ich jetzt mich ein, das war ja bei mir damals so do or die, auf der Bahn habe ich gemerkt, das wird nichts mehr, ist das da eine Chance oder ich höre auf so ungefähr und das hat dann Gott sei Dank natürlich mit Rio geklappt, es gibt andere Kollegen oder Weggefährten von mir, Ralf, ich denke vor allem an Julian Wanders und so, wo ich ja damals hautnah mitbekommen habe, einfach aufgrund der Trainingsgruppengemeinschaft mit Renato, die natürlich mit riesen Meriten schon kamen, schon auch auf dem Straßenlauf, zehn Straßen, glaub zeitweise europarekordhalter gewesen halbmarathon und dann ist diese denke natürlich vom athleten die.

Ja, Alter, ich bin Europarekordhalter im Halbmarathon. Ich kann jetzt nicht hier irgendwie einen ersten Marathon in 2.10 runterjoggen. Also joggen in Anführungszeichen so, sondern das muss direkt hier irgendwie, wenn ich 59 laufe, eine 2.04 werden oder sowas. Und ich weiß noch genau, wie Renato gepredigt hat in jedem Trainingsleiter. Ich weiß noch, wie er da auf ihn eingearbeitet hat. Julian, lass doch einfach mal in Paris eine 2.10 oder wegen mir eine 2.11 laufen. Scheiß doch drauf, was da irgendwelche Leute dann da schreiben oder nicht schreiben. Lauf doch erstmal einmal einen Marathon, Und damit du weißt, wie das ist, weil nichts, was du in dieser Vorbereitung machst, wird dich darauf 100% vorbereiten können, wie es sich halt anfühlt, wenn du mal einen Marathon läufst. Lauf doch einfach erstmal einen. Ja, hat natürlich diese Ratschläge mehrfach, ich habe das dann aus der Ferne beobachtet, mehrfach natürlich ignoriert, mit immer dem gleichen Ergebnis, dass das wahrscheinlich nicht sehr viel Spaß gemacht hat. Teilweise natürlich auch nicht ins Ziel gekommen ist und es ist dann halt so, Marathon ist eine ganz eigene Geschichte, ohne dass du jetzt Angst machen willst. Aber deswegen ist es ja sehr bemerkenswert, dass ihr diesen total coolen Approach habt und sagt, hey, ja, wir versuchen jetzt mal natürlich eine seriöse und sinnvolle Marathon-Vorbereitung zu machen und ja, du wirst jetzt da auch wahrscheinlich nicht reingehen und sagen, ich jogge deine 240, das kannst du wahrscheinlich auch nicht bringen, aber das ist jetzt nicht so, dass du sagst, das muss jetzt direkt ein übelstes Brett sein, sondern ich laufe jetzt halt mal einen, so wie es halt wahrscheinlich wird und darauf lässt sich ja dann, erstmal lassen sich Rückschlüsse rausziehen und darauf lässt sich dann auch aufbauen.

Ja, also ich glaube, das Learning aus Berlin war eben, dass es deutlich weniger Spaß macht, wenn man sich halt dann doch übernimmt und Und dann am Ende einfach extrem viel Zeit verliert, weil ich glaube, wir sind zeitweise auf 68.0 gelaufen, vielleicht auch knapp drunter. Und am Ende hatte ich dann 70.03 oder sowas und habe einfach hinten raus extrem viel verloren. Und Marathon, die doppelte Distanz, da wird es auf jeden Fall nicht besser. Und klar, also ich könnte mir schon vorstellen, dass da der ein oder andere...

Der vielleicht jetzt auch nicht so viel Ahnung hat, dann sagt so, ja, okay, Giza, das sind die Vorleistungen, die muss das und das können. Und ich glaube, das sind einfach grundsätzlich Dinge, von denen man sich irgendwie lösen muss. Ja, rein physisch bin ich vielleicht zu irgendeiner bestimmten Zeit in der Lage. Aber ich habe das jetzt auch gemerkt, ich war im Trainingslager, ich bin mit einer Athletin meine Long Runs gemeinsam gelaufen, die schon einige Marathons in den Beinen hat. Und ich habe irgendwie das Gefühl gehabt, das wurde einfach super zäh, relativ früh dann schon. Wir haben nur 30 Kilometer gemacht und ich hatte das Gefühl, sie schüttelt das so aus der Hand und das ist jetzt so mein Learning aus dem Marathon. Es braucht einfach Zeit, dass man sich an diese langen Läufe gewöhnt und dass der Körper das so ein bisschen aufnimmt. Und alles andere ist für mich gar nicht so neu. Auch selbst die Wochenumfänge sind für mich gar nicht so neu, weil ich durchaus auch schon Wochen hatte, wo ich zwischen 160 und 180 Kilometer gelaufen bin in der Vergangenheit. Also das ist für mich jetzt gar nicht so was, wo ich sage, das ist irgendwie ultra hart für mich. Aber eben 30 Kilometer am Stück zu laufen in einer adäquaten Pace, das ist einfach was, was ich noch nie vorher gemacht habe. Und ich glaube, mit jedem dieser Long Runs wächst einfach das Gefühl für das, was man später irgendwann am Ende quasi im Wettkampf laufen wird. Und ich persönlich möchte einfach ein positives Erlebnis haben. Ich will nicht meinen ersten Marathon beenden und dann am Ende sagen, das war so schrecklich, das will ich nie wieder machen.

Und ja, also das ist jetzt das, was ich zu mir selbst predige, dass ich eher konservativ angehe und ein positives Erlebnis habe, eine adäquate Zeit und darauf dann einfach aufbauen kann.

Und deswegen, also es geht jetzt gar nicht mehr darum, dass ich jetzt irgendwie hier alle vom Hocker reißen möchte mit dem ersten Lauf, sondern dass ich das sukzessive aufbauen möchte jetzt für die nächsten Jahre, um dann irgendwann eine Zeit zu laufen, wo man sagt, okay, jetzt ist er da angekommen. Aber ich glaube einfach, das braucht Zeit und das braucht auch ein bisschen Geduld. Und deswegen lasse ich mich da auch nicht aus der Ruhe bringen. Und natürlich habe ich Respekt. Also es ist für mich unvorstellbar, diese Distanz grundsätzlich zu laufen, das noch nicht mal. Weil ich bin jetzt ein paar 30er gelaufen und man hätte sicherlich auch noch 12 Kilometer hinten drauf packen können. Und da kommen auch noch 35er, habe ich auch noch auf dem Trainingsplan. Das heißt, das kommt dann ja schon alles. Aber ja, einfach die Zeit, den Rahmen, den ich mir so vorgenommen habe, dass jetzt, sage ich mal, über so eine lange Zeit zu laufen, ist für mich aktuell noch unvorstellbar.

Aber das war auch vor dem Halbmarathon für mich unvorstellbar. Und manchmal ist es eben auch in so anderen Rennen und Disziplinen, die ich schon absolviert habe, wo man sich das manchmal gar nicht vorstellen kann. Und ich glaube, deswegen hat man ja auch 10, 12, 14 Wochen Zeit, sich darauf vorzubereiten, dass es dann am Ende passt. Und ja, es sind sicherlich auch viele Learnings, die man einfach auf so einer langen Strecke dann noch hat. Und ich bin ja ein guter Beobachter. Ich habe auch viele Jahre geschaut, was machen andere Athleten und was braucht es, um da irgendwie gut zu sein. Und trotz allem werde ich sicherlich auch den einen oder anderen Fehler machen jetzt am Anfang.

Ich könnte mir vorstellen, größte Herausforderung bei dir ist vielleicht, oder was heißt nicht Herausforderung, aber erstmal einfach total ungewohnt, weil es vorher, glaube ich, nicht nötig war, würde ich jetzt mal tippen, ist das Thema Wettkampfverpflegung. Das ist ja neben dem Aspekt Carbon-Schuhe oder wir sagen immer vereinfacht Carbon-Schuhe oder Superschuhe. Am Ende ist das ja die Mischung aus Schaum und Carbon-Elementen. Diese zwei Aspekte machen ja, glaube ich, oder haben den Marathonlauf an sich in den letzten Jahren wahnsinnig revolutioniert. Und so eine Fueling-Strategie ist ja wahrscheinlich für dich jetzt schon insofern was Neues, weil du, ich nehme mal an, beim Halbmarathon bist. Hast du dich da verpflegt? Ja, in der Tat habe ich das jetzt auch schon seit zwei Jahren angefangen, eigentlich so nach der Schwangerschaft, wo ich eigentlich so gesagt habe, davor habe ich mich nie mit Wettkampf und Trainingsverpflegung auseinandergesetzt. Und das war dann was, wo ich gesagt habe, das muss ich unbedingt besser machen. Und also ich nehme durchaus während all meiner Workouts schon ein bis zwei Gels.

Also sage ich mal, selbst wenn ich 8x 1000 mache oder 10x 1000 oder sowas oder einen 20 Kilometer Long Run, dass ich das schon deutlich besser verpflege, als ich das in jungen Jahren je gemacht hätte. Wolfgang hat uns schon oft, wenn wir im Trainingslager sind, bei 20 Kilometern irgendwie Wasser gereicht, weil du weißt, selbst Kenia ist super warm, Südafrika auch und einfach, dass man da nicht so komplett dehydriert während der ganzen Strecke. Aber es ist natürlich schon neu, so viel Energie zuzuführen. Also das habe ich halt jetzt auch ausprobiert, dass ich wirklich selbst bei einem 30er fünf Gels plus, ähm, sage ich mal, irgendwelche Energiedrinks noch zwischendrin genommen habe. Und das macht halt schon echt einen krassen Unterschied. Und da habe ich auch, wie gesagt, dann so ein bisschen, bin, wie gesagt, ein ganz guter Beobachter und habe dann schon auch bei anderen Athleten, die einfach gute Marathons gelaufen sind, geschaut, was haben die denn gemacht. Aber man muss es eben für sich herausfinden. Auch einfach, also ich habe nie das Problem gehabt, dass mir irgendwie schlecht davon wird oder ich so arg Magenkrämpfe habe. Aber Magendarmtrakt ist sicherlich ein Problem. Wie steckt man das Wett weg? Und dann irgendwie, ja, während dem Training habe ich ja immer irgendwie Pausen. Das heißt, Pipipause kann man immer irgendwie einbauen und das ist natürlich im Marathon schwierig. Und da muss man sich dann schon auch am Anfang zu zwingen.

Wobei, ich wollte gerade sagen, wobei da kann ich dir vielleicht die Angst nehmen, wobei am Ende ist ja jeder wieder anders. Man muss nicht, ja. Das ist, glaube ich, eine der meistgestellten Fragen, die ich immer bekommen habe, war so, wie macht ihr das, wenn ihr natürlich diesen Luxus habt, eure eigenen Flaschen zu trinken und ich bin halt relativ groß eher für einen Marathonläufer. Das heißt, ich habe schon versucht, so 800 Milliliter Flüssigkeit in der Stunde zu trinken, also 200 Milliliter jede 5 oder so. Das fällt mir noch sehr schwer, das muss ich sagen, einfach mehr zu trinken. Also das Trinken an sich ist kein Problem, aber dann auch eine adäquate Menge reinzubekommen. Also das finde ich schon eher eine Herausforderung und auch generell im Alltag einfach mehr Flüssigkeit zuzuführen. Also ich bin da einfach nicht wirklich gut drin und da muss ich mich schon eher zu zwingen. Aber... Aber da gab es dann viele Fragen, die gesagt haben, muss man da nicht irgendwie Toilettenpause einplanen, muss man nicht irgendwie pinkeln? Also ich hatte viele Probleme während Maradons, aber noch nie das Bedürfnis, dass ich während des Rennens dachte, oh Mensch, jetzt müsste ich doch mal kurz stehen bleiben, um aufs Klo zu gehen. Es war einfach, also du schwitzt halt einfach auch so wahnsinnig viel. Also bei mir ist das einfach durchdiffundiert, glaube ich. Also das Problem hatte ich zumindest Gott sei Dank nicht, trotz der Trinkerei natürlich. Das stimmt, das habe ich auch schon ganz oft gehört. Aber ja, den Respekt hatte ich schon auch. Und ich glaube, man muss es einfach üben, man muss auch das richtige Präparat für sich finden und dann einfach da ein bisschen testen.

Und dann eben auch, ja, es hat alles so seine Vor- und Nachteile und das muss man, glaube ich, sich einfach so ein bisschen rantasten. Aber es ist nicht komplett neu, wie gesagt, also in der Menge schon. Aber ich habe jetzt halt auch die letzten Jahre einfach schon geguckt, dass ich meinen Magen einfach daran gewöhnt wäre, in einem Workout irgendwie zwei Gels sich reinzudrücken, auch wenn ich da irgendwie nur zwei Minuten Serienpause habe. und es macht aber einfach einen Unterschied. Also ich habe immer das Gefühl, es ist wie so, wenn man bei Mario Kart über einen Pilz fährt und es gibt einem so einen kleinen Boost.

Ja, es ist so, wirklich. Es ist so krass. Also das ist was, wo ich auch als wahrscheinlich 80% meiner Laufkarriere während Intervallprogramm nie gemacht habe. Und ich habe das auch jetzt angefangen in den letzten Jahren, als ich dann in Renatos Gruppe gesehen habe, Und dass alle von denen, gut, der hat natürlich auch extrem lange Intervall-Sessions gemacht, die waren jetzt nicht so intensiv, aber halt so Schwelleneinheiten, wo du auch mal 10x2000 oder sowas gemacht hast. Und dann haben die ja alle immer zwischendrin ihr, ich hab halt auch, war jetzt nicht gesponsert oder so, ich hab immer Morten irgendwie getrunken und ich hab, wenn du eine Flasche Morten und vielleicht ein Gel oder zwei Gels in dieser Session genommen hast, in jeder Pause einfach so ein Zip und dann irgendwann mal ein Gel zwischendurch nach 3, 4 oder so, komplett anderes Niveau der Trainingseinheit, also einfach wie der Belastungsgrad sich angefühlt hat und auch, muss ich sagen, was Recovery anbelangt, einfach bei weitem nicht so zerstört und leer danach einfach. Also ich stimme dir da auf jeden Fall zu und ich glaube auch, dass das sicherlich ein Learning ist, während meiner Karriere, was auch einfach darauf zurückzuführen ist, warum vielleicht jetzt auch die ein oder andere Bestheit in der Mittelstrecke eben noch kommt, weil einfach, Wettkampfverpflegung und auch Trainingsverpflegung einfach anders ist. Also früher war das irgendwie so, da hat man sich alles gespart, was irgendwie.

Ja, man braucht es ja nicht, geht ja auch so, hat man immer gedacht. Ja, es geht so, ich habe auch keinen Proteinshake danach getrunken oder so und jetzt auch während dem Marathon, also früher war das dann so immer in Mengen irgendwie das wieder, aufzufüllen und wenn ich aber während so einem Training irgendwie 800 Kalorien in Form von Gels und Getränken schon zu mir genommen habe und danach irgendwie einen 300 Kalorien Proteinshake mir rein haue, dann ist es nicht so, dass ich danach das Gefühl habe, ich müsste jetzt irgendwie fünf Berge Nudeln essen. Und das ist aber die Energie, die quasi für den Moment einfach nötig ist. Und ja, also ich glaube, es ist ein Learning der neuen Zeit, sicherlich in allen Bereichen, Mittelstrecke, wo einfach Bike-Hab auch eine große Rolle spielt, was, total neu ist, nicht nur die Schuhe oder so, sondern einfach auch generell und eben auch, dass man, wenn man im Training das nutzt, diese Möglichkeiten, dass sicherlich die Regeneration auch einfach deutlich besser ist und man dann einfach auch eben schneller wieder härter trainieren kann. Und ich denke, das sind sicherlich alles Dinge, die früher einfach nicht so zugänglich waren. Lass uns mal an dieser Stelle einen kleinen Exkurs machen, weil du ja einen sehr unerfahrenen Trainer an deiner Seite hast, der sich schon mal mit Marathon auseinandergesetzt hat in seiner Trainerkarriere. Ein, zwei Mal vielleicht.

Aber lieber Wolfgang, falls du das hörst, es war jetzt ja ein besonderes Datum und zwar einmal zum Mitschreiben 50 Jahre Trainer. Ja, ja, come on, das ist schon mal eine ganz spezielle Geschichte. Und, das fand ich ganz süß, kannst du aber gerne auch erzählen, wenn du magst, es gab eine Surprise-Party für ihn und ich glaube, ihr habt ihn übel hinters Licht geführt, was der eigentliche Grund war, warum er da hingekommen ist. Ja, also ich arbeite ja jetzt schon seit fast 18 Jahren mit Wolfgang Heinig zusammen und bin damals quasi als sehr unerfahrenes Küken zu ihm in die Trainingsgruppe gekommen und ähm ...

Ja, also ich würde jetzt mal behaupten, er hat immer mal gesagt, irgendwann rennst du mal Marathon und ich habe immer gesagt, niemals. Und jetzt ist es dieses Jahr soweit und Marathon ist natürlich so sein Baby gewesen. Also so das, was er quasi gelebt und zelebriert hat mit seiner Frau Katrin, die natürlich fantastische Zeiten in den 90er Jahren gelaufen ist. Und wo ich natürlich auch einfach weiß, dass er davon super viel Ahnung hat und wo ich natürlich auch vollstes Vertrauen habe, dass er weiß, was er tut. Nicht, dass das jetzt beim Hindernis oder in der Mittelstrecke nicht der Fall gewesen wäre, aber das ist eben das, wo er seine größten oder die Disziplin, in der er seine größten Erfolge gefeiert hat. Und deswegen freue ich mich natürlich auch jetzt, ihn da als Trainer zur Seite zu haben. und er mittlerweile 50 Jahre Trainer und das war glaube ich am 2. August, wenn ich mich richtig erinnere und er hat es wirklich dieses Jahr jedem erzählt, dass er 50 Jahre Trainer ist oder dass er sein Jubiläum hat und wir haben das alle irgendwie zur Kenntnis genommen und haben gesagt, ja schön, cool, Glückwunsch, aber halt jetzt nicht so enthusiastisch ihm dann da zu diesem Ereignis doch gratuliert, weil eben seine Frau Katrin und seine Tochter Katharina eine Überraschungsparty für ihn geplant haben.

Die hat am letzten Wochenende stattgefunden, wo er eben für dieses, ich würde es einfach mal sagen, Lebenswerk nicht geehrt wurde, aber einfach gefeiert wurde von Athletinnen, Athleten, die er in der Vergangenheit betreut hat, die er jetzt auch immer noch betreut, von Trainerkollegen oder einfach Wegbegleitern in diesem Sport. Und das Ganze haben Katharina und Katrin auf die Beine gestellt. Und es war, wie gesagt, gar nicht so einfach, ihn dorthin zu locken. Und der Vorwand war am Ende, dass er einen Vortrag über Höhentraining halten sollte, den er zwischenzeitlich auch mal abgesagt hatte wegen einem Klassentreffen.

Was dann hintenrum nur für ihn wieder abgesagt wurde. Und ja, es war wirklich eine Meisterleistung von Katrin und Katta. Unter anderem auch mit kleinen Notlügen haben sie ihn dann eben dorthin gelockt. Und ich habe bei meinem Trainer schon viel erlebt, generell tendenziell eher aufbrausend. Und er war wirklich sprachlos und sehr gerührt. Und ich glaube, das war eine sehr gelungene Überraschungsparty mit vielen, wie gesagt, die er auch viele Jahre nicht mehr gesehen hat. Ich hatte selbst einen Trainingskollegen oder mehrere Trainingskollegen, mit denen ich trainiert habe, als ich in der Anfangszeit zu ihnen gekommen bin. Wir haben uns 16 Jahre nicht mehr gesehen. Also das war schon auch für mich sehr cool, dass man sich dann einfach nochmal wieder getroffen hat, weil das ja dann schon irgendwie auch eine besondere Zeit war. Und von daher bin ich einfach sehr froh, dass das so gelungen ist. Und da hatten wir auf jeden Fall ein sehr cooles Fest am letzten Samstag.

Ja, das sind ja so Punkte, also du hast ja gesagt, ihr seid schon extrem lange zusammen als Trainer, Athletin gespannen. Ihr seid ja eben auch durch all diese Zeiten gegangen. Also wir haben vorhin über London gesprochen. Da war dann halt, ich glaube, du hast den Vorlauf gewonnen in London. Ja, richtig. Ja, und dann, oh, Gesa gewinnt den Vorlauf, kann sie eine Medaille gewinnen? Da kamen dann die Fragen bei uns in der Redaktion. Ich so, Leute, macht mal ruhig, du bist das erste Mal dabei. Das war ein cooler Lauf, aber jetzt mal ruhig bleiben. Bis zu euren natürlich ganz großen Erfolgen, aber immer natürlich auch wieder Rückschläge und so weiter.

Ich habe allerdings auch schon den ein oder anderen emotionalen Moment in Erinnerung, wenn ich mich richtig erinnere, also sowohl bei deinen großen Erfolgen, aber auch bei den großen Erfolgen. Ich denke mal an WM in London, wo eben ja auch dieser Sturz war, wo du gar nichts dafür konntest und der Sturz ja vor dir war. Das war schon auch emotional. Also das war für euch beide, glaube ich, sehr emotional.

Also das nur so aufbrausen würde ich jetzt, würde ich Wolfgang nie so charakterisieren. Nein, das möchte ich auch gar nicht. Von außen einfach, ja. Ach, ich könnte so viel über Wolfgang erzählen, weil er ja, wie gesagt, das ist, aber er ist eigentlich immer jemand, der lebhaft ist und eigentlich viel zu sagen hat. Und so dieses, er wusste gar nicht, was er sagen soll. Und das war schon auch sehr besonders, ihn so zu sehen. Aber diesen emotionalen Aspekt, den du angesprochen hast, das auf jeden Fall. Also ich glaube, wer ihn kennt, weiß, dass er sehr, sehr mitfühlt, wenn es um die Wettkämpfe seiner Athleten geht. Also diese Nervosität, die merkt man ihm auch an. Und er versucht es dann immer für uns Athleten so ein bisschen runterzuspielen, weil er ja auch weiß, dass wir eigentlich ein Nervenbündel sind und dass er das irgendwie kompensieren muss. Aber ich kenne ja selbst auch die Bilder aus Peking, wo er im Stadion dabei war oder auch bei vielen Läufen, wo es dann am Ende gut gelaufen ist. Aber man weiß es ja immer erst auf der Zielgeraden oder am Ende oder über der Ziellinie. Und deswegen, ich glaube, er hat das schon ganz viele Emotionen auch miterlebt. Und ja, London, was du angesprochen hast, war dann halt wirklich so ein...

Wo wir uns beide so viel erhofft haben. Und dann hatte ich eben diesen Sturz nach 700 Metern und bin zwar noch irgendwie ins Ziel gekommen, aber es war einfach nicht das, was wir uns erhofft und erträumt hatten. Und ich würde sagen, wir sind in diesem Bereich als Trainer und Athlet schon auch durch dick und dünn gegangen. Und ich würde auch mal behaupten, dass er einfach für diesen Sport lebt und brennt und dass das bei ihm eben auch dieses ganz Besondere ist. Und ja, also mir auch immer zur Seite stand, wenn es eben mal nicht funktioniert hat. Und deswegen, also ich wollte jetzt gar nicht irgendwie negativ irgendwas sagen. Aber diese Sprachlosigkeit kannte ich von ihm einfach nicht. Und das ist irgendwie schon auch schön gewesen, mal das zu sehen.

Aber einen Tag vorher hat er dir ja ein besonderes Erlebnis auch verschafft. Was hast du gesagt? Fünf-Kilometer-Runde. Dann steht da plötzlich ein Tisch mit eurer Verpflegung. Pflegung, ja, und ihr dürft da ein paar Mal dran vorbeirennen. Das habe ich ja organisiert. Was passiert dann mit dir? Ah, okay. Ja, also, wie gesagt, die 30er sind so das, was einfach für mich noch das Schwierigste ist, weil alles andere kommt dem, was ich sonst auch schon gemacht habe. Natürlich ist alles ein bisschen länger, aber eben eher näher. Und ja, das ist einfach, wenn ich mit Wolfgang trainiere, dann ist so eine gewisse, Grundspannung für mich, für jedes Training auch da. und da weiß ich, das muss heute funktionieren. Und das ist vielleicht auch ein bisschen selbst auferlegt. Vielleicht ist es auch so ein bisschen die alte Schule, die dann manchmal noch durchkommt aus jüngeren Jahren.

Ich versuche dann eben auch, wenn es mir schwerfällt, dass ich da einfach dann auch weiß, wenn er da ist, dann mache ich das besonders gut. Und da habe ich ihn dann eben gebeten, dass ich bei den 30ern eben nicht alleine sein möchte. Und ich meine, es bringt natürlich auch nichts, wenn ich im Wald verschwinde und nach 30 Kilometern wiederkomme. Und ich habe mich dann eben entschieden, 5 Kilometer Runden zu laufen. 6 mal 5 hört sich besser an als 30.

Für eine Rundenläuferin schon. Ja, genau. Und ich wollte mir eigentlich einen Tisch kaufen, so einen Klapptisch oder so, wo ich dann meine Flaschen drauf stelle und habe dann aber keinen auf die Schnelle gefunden und habe dann zwei Pappkartons. Robert hat mir noch so ein Holzbrett zusammengeschustert, was ich dann quasi, damit das nicht wegfliegt. Und da habe ich dann meine Verpflegung draufgestellt und dann bin ich quasi alle fünf Kilometer bei ihm vorbeigelaufen. Und er hat dann eben drauf aufgepasst, dass dann auch niemand Schindluder mit meinen Flaschen betreibt und hat dann quasi mich auch eben alle fünf Kilometer gesehen, wie das optisch so aussieht, wie ich meine Flaschen gegriffen habe, was ja auch geübt werden muss. Also dass man dann eben im Marathon einfach bei einem stattlichen Tempo eben seine Flasche greift und findet. Und ja, mal sehen, vielleicht denke ich mir noch das ein oder andere Spiel aus, dass ich dann auf die Kürze entscheiden muss, welche Flasche es dann doch ist pro Runde oder so, dass ich mich vielleicht noch ein bisschen anstrengen muss. Aber ja, das sind dann auch so diese Momente, wo ich versuche, wenn es mir schwerfällt, dass ich mir dann halt auch da die Hilfen suche. Und in dem Moment war es eben dann, dass ich diesen 30er, auch wenn ich alleine war, eben nicht alleine war. Und ja, war dann auch direkt so, dass ich dann fünf oder zehn Sekunden im Schnitt schneller laufen sollte, als ich erwartet habe und das ist dann so dieser nötige Druck, den es braucht.

Hast du dir schon überlegt, wie du deine Wettkampfflaschen für Valencia dekorativ gestalten möchtest? Weil, I hate to break it, aber es werden ein paar mehr Flaschen auf diesem Tisch dann stehen. Also wenn du dich für irgendeine random Morten- oder Ministryflasche entscheidest, dann werden wahrscheinlich ein paar mehr im gleichen Design dastehen. Also dass du dann auch die richtige Flasche erwischst. Machst du irgendeine Fahne dran? Ja, hab ich auch schon überlegt. Aber die Frage ist, ob die einem dann im Gesicht hält. Die kannst du abbrechen meistens relativ gut. Ich muss mal gucken, also da gibt es ja so... Oder eine Schleife, habe ich schon gesehen, wie so eine, also quasi mit Tapeband, einfach so eine Schlaufe, die du dann halt so recht easy greifen kannst, da musst du nicht die Flasche schnappen sozusagen. Ich muss mal gucken, also ich habe noch keine genaue Idee, aber ich werde dann sicherlich den einen oder anderen Laden wie Teddy oder Action oder so...

Ja, das ist wirklich so... Aber wie gesagt, das nächste wäre jetzt so eine, ich bin so ein richtiger Laia, also ich hätte jetzt auch nicht gewusst, muss ich meine Flaschen selbst mitbringen, kriege ich die gestellt, ich habe keine Ahnung. Aber ich habe ja noch... Manchmal so, manchmal so. Wenn der Veranstalter einen Deal hat mit einem Sports Nutrition Hersteller, ist es häufig so, dass du dann zwölf Flaschen auf deinem Zimmer hast, damit die natürlich bestenfalls, die wollen natürlich, dass sie benutzen. Du musst die nicht benutzen, aber es ist halt dann das Problem, dass, wie gesagt, natürlich gibt es mehrere Tische für mehrere Athleten, aber trotzdem ist ja auf jedem Tisch manchmal, keine Ahnung, 10, 20 Flaschen. Und du wirst ja da nicht ganz so nur vorbeijoggen. Das heißt, man hat ja ein bisschen Geschwindigkeit. Meine Mutter war Dekorateurin, also die wird mir sicherlich helfen, Ja, das ist natürlich das perfekte Setup, würde ich mal sagen. Meine Flaschen zu gestalten, das wird dann eine Woche.

Aber tatsächlich sind das ja andere Fragen, die du jetzt halt auch für dich lösen und für dich durchdenken musst. Also da fängt ja irgendwann schon auch die Visualisierung von so einem Ding dann an. Also bevor du das erste Mal im 3000 Meter Hindernislauf gelaufen bist, hast du ja auch Dinge visualisiert, die du vorher im Training eingeübt hast. Das ist jetzt auch so, vielleicht ist es ein bisschen komplexer, weil es ja genau solche Dinge eine Rolle spielen. Wie ist meine Verpflegung? Was will ich wo haben? Und so weiter und so weiter. Splits im Kopf oder aufschreiben, Uhr oder nicht Uhr, eine Musik im Kopf haben oder nicht, Gedichte auswendig, I don't know. Steht irgendwo jemand, der dir was reinruft oder, oder, oder. Es sind ja sehr, sehr viele Detailfragen, die auf so einer doch etwas längeren Distanz stehen. Beantwortet werden sollten, du musst das ja nicht alles machen, aber du musst ja die Antworten für dich finden, also dich da ranzutasten, zu sagen, okay, das und jenes möchte ich, also Tempomacher oder Nicht-Tempomacher ist ja auch so ein Ding, also möchte man eher eins oder nicht, klar ist, Valencia, das hast du natürlich mit Valencia schon eingekauft, da ist halt Top of the Pops, also ganz krasses Feld. Das heißt, da werden etliche Gruppen auch hinter der Frauenspitze dann sein, Wer ist das dann? Wer sind deine Mitläuferinnen? Weil da werden ja auch noch andere.

Möglicherweise europäische Läuferinnen sein, die dann zum Beispiel die Quali für Birmingham im nächsten Jahr laufen wollen. Das kann ja so eine Marke sein. Wo liegt die denn? Das wisst ihr doch bestimmt. Aber natürlich. Soll ich es dir sagen? Moment, Moment. Ich interveniere, Ralf. Ich weiß nicht, ob wir GESA die Zeit jetzt sagen sollen. Vielleicht ist es besser, wir sagen die Zeit einfach nicht, weil nicht am Ende denkt sie, oh, wir lassen das Ziel. Und dann läuft sie nur so schnell, dass das reicht. Vielleicht könntest du jetzt die Stimme anbauen. Du schaust doch gleich sowieso nach.

Ja, aber das ist doch manchmal auch gut, wenn man so unbedarft in so ein Rennen geht. Also weil ich bin ja jemand, kann auch ein Vorteil sein. Ich bin ja eigentlich schon voll der Profi in dem Bereich Laufsport und macht das seit so vielen Jahren und auch einfach mal zu wissen so, oder nicht zu wissen, was auf einem zukommt, ist vielleicht auch mal ganz nett, weil so dieses, erste Mal hat man ja nicht mehr so oft. Nee, einmal nur. Genau. Erstes Mal Marathon, nur einmal. Ja, genau, deswegen. Aber wenn wir gerade bei Birmingham sind, ist ja eine spannende Frage, was wäre denn, wenn jetzt am, wievielten Dezember, am 6. Oder 7. Dezember oder wann Valencia ist, wenn da jetzt ein, Sehr solides Debüt zustande kommen sollte, was dich befähigen würde, in Birmingham Marathon laufen zu können. Was würdest du dann machen? Würdest du dann sagen, weil klar, du hast ja auch noch eine Bahnsaison davor. Du könntest ja zwischendurch auch noch mal auf Hindernisse. Also ich glaube, ich liebe Euge mit der Bahn. Ah, okay. Aber wie gesagt, das ist so schwer zu sagen, wenn man es noch nie gemacht hat. Also deswegen lasst mich erst mal laufen und wir können uns dann gerne noch mal auf einen Podcast treffen.

Das klingt auf jeden Fall sehr, sehr gut. Das ist ja klar. Weil ja auch eine Zielsetzung ist ja schon schwierig. Du musst es ja erst für dich entscheiden, wenn du losläufst. Vielleicht beim Technical Meeting, wenn du dich verabreden willst oder mit einem Tempomacher oder, oder, oder. Ich denke mal, Wolfgang wird dir bevor, sie fliegt schon eine grobe Richtung, würde ich mal tippen, mitteilen. wo es gehen kann und soll. Weil das ist ja übrigens auch gut mit der 1,10, das haben wir vorher gar nicht aufgelöst. Das ist ja sehr bezeichnend für ihn, wie gut er seine Athletinnen und Athleten einschätzen kann. Er hat gesagt, eine 1,10 sollte schon drin sein und du bist was, 1,9, 47? Ja, richtig, genau. Ja, genau. Also er wird auf jeden Fall mitkommen. Ich werde ihn irgendwie mitnehmen, weil ich ihn einfach gerne bei meinem ersten Marathon eben auch dabei hätte, um eben dann, ja, mir vielleicht auch am Ende das eine oder andere noch zu sagen, egal wie groß der Aufwand dahinter ist und ich hoffe, dass das klappt, weil ich sag mal so, hoteltechnisch ist das in Valencia schon alle sehr leer gegrast. Habe ich mir nie Gedanken drüber gemacht, aber ist ja jetzt auch doch relativ frisch und die meisten melden sich ja auch ein Jahr vorher für so einen Marathon an. Stimmt, ja. Aber das wird schon irgendwie klappen. Pacemaker ist noch nicht so ganz geklärt. Wäre sicherlich bei einem deutschen Marathon auch leichter und hätte ich sehr gerne gehabt.

Aber, auch da kurz aber, Ich habe mit Ralf auch schon über Frankfurt gesprochen, off-record und ich habe gesagt, Ich weiß nicht, es wäre natürlich obvious so, Gesa, Hessen, in Hessen leben, Marathon der Bi Frankfurt, wird natürlich total, also von außen wird da natürlich ganz viel total gut passen. Aber, wie gesagt, für den Ersten vielleicht echt ganz cool, nicht dieses Teleskop und Druck und auf dir so, sondern einfach sagen, hey, ich bin Valencia, ich laufe ein Debüt, ich bin hier eine Deutsche, vielleicht von mehreren oder auch nicht, da sind ganz viele andere und ich laufe da einfach mal mit. Ist vielleicht für den Ersten sogar gar nicht mal so verkehrt. Ja, also Deutschland läuft mir ja nicht weg. Und das ist natürlich auch was, worauf ich mich extrem freue. Aber wie gesagt, es war halt dann einfach so, wenn ich das jetzt nicht mache, dann geht es erst im April. Ich sage jetzt mal Hannover, Hamburg, irgendwie sowas.

Wer weiß, was nächstes Jahr ist. Und deswegen habe ich jetzt gesagt, ich möchte gerne dieses Jahr noch laufen. Und wenn man dann schon mal eine Zeit stehen hat, schreckt das ja nicht unbedingt ab, um dann irgendwo in Deutschland den Zweiten zu laufen. Ganz im Gegenteil. Genau, und das war mehr so der Grund. Und ich muss ganz ehrlich sagen, also wenn ich jetzt nächstes Wochenende in Frankfurt laufen müsste oder würde, dann wäre ich doch jetzt schon sehr beunruhigt. Nicht, weil das Training nicht gut läuft, aber die Zeit wäre einfach zu knapp gewesen. Also ich habe jetzt 5 oder 6 Dreißiger in den Beinen und ich bin froh, dass ich noch 5 oder 6 weitere habe, um einfach auf eine adäquate Anzahl zu kommen, um dann eben auch vielleicht in der Pace noch ein bisschen weiter nach vorne zu kommen. Also gut, ich war jetzt anfangs in der Höhe, das war alles noch relativ ruhig. Und ich glaube, es braucht einfach noch ein bisschen Zeit. Und mein Körper, ich bin auf einem guten Weg. Und es ist aber schon noch so, dass ich denke, wie zur Hölle soll das klappen?

Das ist ganz normal. Das ändert sich auch später nicht mehr. Ja, das Einzige, was halt ist so, ich glaube halt, man ist ja dauerhaft, müde irgendwie und es ist alles dann irgendwann einfach nur zäh, irgendwie kommt der ganze Körper so ein bisschen weh und man kämpft sich immer doch dadurch und ich habe dann die Hoffnung, dass dann mit diesem Tapern und ein bisschen Carbo-Loading, dass dann am Ende so auch ist, dass der Körper dann einfach ein bisschen regenerierter am Start steht, als während jeder Trainingseinheit, die man hier irgendwie absolviert hat. Wirst du dich wie ein neuer Mensch fühlen, das kann ich jetzt schon sagen. Aber es sind ja auch so Fragen, weil du das vorhin auch schon gesagt hast, dass du dir eine Blase gelaufen hättest, also du musst dir ja Gedanken darüber machen, was für Schuhe hast du überhaupt, Was für Klamotten ziehst du an? Also ist es das Race Dress von der Bahn oder was anderes? Was ist, wenn es kalt oder windig ist? Also Longsleeves, Ärmel, Mütze, I don't know. Es gibt so viele kleine Fragen, die ja jeder, der so einen Quatsch hier aus unserer Gemeinde macht, und das sind eine Menge, ja auch schon beantworten musste. Also wie verhalte ich mich? Ja, Schuhe finde ich auch voll schwierig. Bist du Responder für Superschuhs? Also ich finde schon, dass man merkt, dass es in denen einfach besser geht. Also wenn ich mir jetzt vorstellen müsste, dass ich in so einem ganz normalen Dauerlaufschuh oder so, also das laufen müsste. Oder wie früher, so ein Zentimeter flat.

Ja, aber einfach dieses, also ich bin ja jetzt das erste Mal 30 Kilometer im Superschuh gelaufen, wo ich so einfach war happy. Ah, okay, die anderen waren alle quasi meine Dowlowschen. Ja, genau. Also ich versuchte... Boah, ja gut, das war ja schon ein Eye-Opening. Ja, genau. Also das war auch schon so, es ging vom ersten Meter an einfach besser. Und ich war natürlich deutlich schneller und so. Aber ich versuch schon auch einfach meine Füße zu schonen. Also weil das merke ich halt auch einfach. Also es geht natürlich auch an mir, wie wahrscheinlich an den meisten, nicht vorbei, dass dann Füße, Achillessehne, Plantarsehne ja einfach fest sind danach. Und dass man das halt nicht überreizt. Aber ja, wie gesagt, ich muss es ja auch testen, also welche Socken, welche Schuhe, dass ich eben nicht Blasen am Ende habe. Und ja, das ist schon so ein bisschen was, weil das jetzt eben einmal passiert ist. Und es war auch total strange, weil es war der gleiche Schuh wie in Den Haag.

Aber ich weiß es nicht, ob es an der Socke lag oder bei dem war die Sohle ein bisschen eingeklebt beim anderen nicht das sind dann so kleine Nuancen, wo man halt denkt so, hoffentlich ist dieser Schuh jetzt absolut identisch, aber ich wäre eben auch so also es gibt ja so Leute, die nehmen so einen Schuh frisch aus der Box und ich denke, ich werde zumindest einen 30er, in dem machen, um einfach zu wissen, okay, der passt wenn 30 Kilometer geklappt hat in der Socke, dann schaffe ich das auch länger so.

Elid Kipchoge ist mit beiden Innensohlen an den Außen an den Knöcheln gelaufen. Er erinnert euch vielleicht noch. Er hat aber auf der PK damals vehement behauptet, dass er den Schuh schon mal anhatte. Dass er das so wollte, ist klar. Ja, aber das ist ja wie gesagt jetzt so, es ist so eine andere Form von Schmerz. Ich finde, es ist einfach unangenehm irgendwann und es ist aber nie so unangenehm, dass man aufhören müsste. Das ist so meine Erfahrung bisher. Schaust du jetzt auch Marathonläufer mit einer anderen Perspektive an? Also ich freue mich jetzt auf Frankfurt, weil meine Trainingskollegin dort an den Start geht, die auch ihr Marathon-Debüt gibt. Und wir haben jetzt nicht zusammen trainiert, weil sie ist Ungarin und eben ja auch in den letzten Wochen jetzt nicht bei mir war, aber natürlich dann eben auch einen Trainingsplan von meinem Trainer hatte, wo ich dann natürlich schon sehr neugierig drauf schaue. Und ich wie das denn jetzt bei ihr so funktioniert. Aber generell, also wie gesagt, mit deutscher Beteiligung habe ich schon immer gerne Marathonläufe geschaut und ich finde das auch gar nicht so langweilig, wie der eine oder andere sagt.

Weil ja eben man auch viele Fehler machen kann. Und ja, von daher finde ich das dann schon schön. Das Einzige, was halt immer schwierig ist, dass eben natürlich die Kamera einfach ganz oft auf der Spitze liegt, bei der Bahn wie auch beim Marathon und dass man halt natürlich von vielen gar nicht so die Bilder bekommt. Und dann hofft man immer auf gute Homepages mit Splits und sowas, dass man halt, wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, das wenigstens dort gut verfolgt. Da rennst du bei uns offene Türen ein. Aber falls ja dann im Frühjahr ein Marathon erneut geplant sein sollte, dann können wir dir Hamburg auf jeden Fall ans Herz legen. Da wird dafür gesorgt, dass wir da auch deutsche Storys live mit verfolgen können. Okay, ja, sehr gut.

Ich möchte jetzt noch nicht zu viel verraten. Warten wir nochmal ab. Okay, okay. Warten wir nochmal ab. Gesa, was mich noch wirklich interessiert, weil wir schon zweimal über die Spiele in London gesprochen haben, 2012, das ist sehr, sehr lange her. Ich weiß nur, dass wir uns zufällig nach deinem Finale irgendwie in der Stadt getroffen haben. Ich war, glaube ich, gerade auf dem Weg zu den deutschen Beachvolleyballern, die da gerade Gold gewonnen hatten. Jedenfalls erinnere ich mich sehr gut, dass du in der Zeit ja dabei warst, die Welt zu erobern, ja, als Reisende, gar nicht, gar nicht nur als Sportlerin, sondern als Reisende. Hast du noch diese Lust, neue Dinge zu erleben, zu sehen wie damals? Schon, aber ich bin ja immer enttäuscht, wenn die Wettkampfziele immer wieder an den gleichen Orten stattfinden. Und dann eines der europäischen Länder, in denen ich noch nicht war, mit Ungarn, Budapest, war dann genau in dem Jahr, wo ich dann gerade Mama geworden bin und beispielsweise dann nicht dabei sein kann. Aber um auf meiner Liste dann doch noch was dazu zu bekommen, ich habe direkt Urlaub gebucht für nach dem Marathon.

Und habe ich dieses Jahr direkt für zwei Ziele entschieden, die ich noch nicht hatte. Und von daher bin ich froh, dass ich da endlich mal wieder was draufpacken kann, weil die letzten Jahre war es nicht so drin. Und ja, meine Eltern haben mir diese Reiselust irgendwie so ein bisschen mitgegeben und sind mit mir halt einfach viel durch die Welt gereist. Und ich habe natürlich auch viel gesehen und konnte dieses Spektrum dann ein bisschen erweitern durch den Sport. Und das ist schon noch so. Was ich allerdings sagen muss, Diese Neugier und dann in einem Land herumzureisen war natürlich in jungen Jahren noch ein bisschen größer, als, sage ich mal, nicht die körperliche Erschöpfung dazu kam, weil dieses Jahr habe ich auch gesagt, ich bin da einen Marathon gelaufen und ich möchte einfach ans Meer, wo es warm ist und natürlich jetzt, ja genau, und nicht einen Wanderrucksack machen oder Backpacking oder sonst irgendwas, Wanderurlaub machen mit Backpacking und sowas. Deswegen wird es jetzt nicht super spektakulär, aber doch diese Reiselust habe ich schon noch und die wird, glaube ich, auch immer irgendwie da bleiben, weil ich es einfach super spannend finde, andere Kulturen kennenzulernen. Und ich bin auch der Meinung, das erweitert einfach den Horizont und ist schon auch was dieses, ich habe irgendwie immer Fernweh und wenn ich nicht gerade in meiner App irgendwie ein neues Reiseziel habe, also ich habe eigentlich immer vier, fünf Flüge schon in Planung, wo es dann irgendwann wieder geht.

Also sagen wir mal so, der Laufsport bietet dir da ja doch ein paar Optionen. Ja, genau. Also das ist natürlich die exotischen Länder, da ist es natürlich immer schwierig, dann einen Marathon zu laufen oder so. Aber ich finde es schon cool, wenn man ja einfach die Möglichkeit hat, irgendwie herumzukommen und einfach auch was Neues kennenzulernen. So, was sich ein bisschen geändert hat das muss ich noch sagen ist, wenn ich dann irgendwie in Europa einen Wettkampf habe dass ich halt dann nicht noch irgendwie einen Tag dran hänge, um mir dann die Stadt anzugucken dann will ich halt gerne wieder heim zu meiner Familie und meiner Tochter, das ist schon ein bisschen anders oder was auch ein Riesenbenefit ist, wenn man mit dem Auto hinfahren kann und kann nach dem Wettkampf wieder heimfahren, also ich glaube aber, das liegt dann daran, wenn man an dem Ort einfach schon öfter war und dann das natürlich sich dann einfach wiederholt.

Valencia-Marathon wird auf jeden Fall das erste Mal und wir wünschen dir viel Leidensfähigkeit bis dahin noch bei deinen 30ern. Dankeschön. Vor allem viel Spaß auch, weil es ist ja bei allem, was wir jetzt hier auch über Herausforderungen gesprochen haben, die diese Strecke häufig mit sich bringt, ist es trotz alledem auch in aller Regel doch ein ziemlich geiles Erlebnis. Und den ersten, den wird man auf jeden Fall nicht vergessen. Das geht, glaube ich, allen so, die hier zuhören. Den ersten Marathon wird man sein Leben lang nicht vergessen. Und deswegen wünschen wir dir ganz großartigen ersten Marathon in Valencia. Wir werden das natürlich sehr interessiert verfolgen. Dankeschön. Und bin mir sicher, du wirst wahrscheinlich sogar ein paar Leute treffen, die heute hier zuhören, weil die wahrscheinlich selber dort mit am Start sein werden.

Das ist ja gerade in der Marathon-Bubble durchaus ja dann möglich. Ja, ich denke, ich habe mir für den ersten zumindest auf jeden Fall einen spannenden ausgesucht. Also es ist zumindest einer, wo ich jetzt nicht gedacht hätte, dass es der Erste wird, aber der zumindest auch auf meiner Bucketlist dann stand, von denen ich vielleicht dann irgendwann mal laufen möchte. Und ich freue mich einfach drauf, das muss ich sagen. Also natürlich habe ich großen Respekt, aber das jetzt nicht im negativen Sinne, sondern ich glaube, das ist auch gut, Respekt zu haben vor so einer Herausforderung. Und ja, ich habe von so vielen schon gehört, das Wichtigste ist erstmal gesund an den Start kommen. Und das ist halt immer so das, was ich so verrückt finde, dass im Marathon darf einfach nichts dazwischen kommen. Also keine Erkältung, keinen Infekt oder wie auch immer. Und das ist natürlich jetzt die prädestinierte Zeit dafür. Und deswegen hoffe ich persönlich einfach, dass ich gut trainieren kann, dass ich gesund in Richtung Valencia komme, dann gesund am Start stehe. Und ja, einfach ein positives Erlebnis habe für diesen ersten Marathon. Und die Vorfreude ist auf jeden Fall da und dann sehen wir weiter. Und wie gesagt, das ist ein Anfang und dann kann ich mich langsam nach vorne arbeiten.

Das klingt an einer sehr vernünftigen und gesunden Einstellung. Und für euch zu Hause, also ich meine, wahrscheinlich die meisten werden dir eh schon folgen auf Instagram. Wir werden natürlich trotzdem deinen Insta-Account in den Shownotes verlinken und den solltet ihr unbedingt abonnieren, weil du ja auch kleine Mini-Vlogs aus deinen ersten Marathon-Trainingserfahrungen da ja teilst. Das ist total spannend. Und genau, deshalb folgt da gerne mal Gesa auf Instagram. Ich sage vielen lieben Dank, Ralf. was möchtest du noch zum Abschluss hier in die Runde geben? Alles gut, also wir haben sicher noch eine Menge Fragen, wenn du da mal gelaufen bist und dann kommen wir sehr, sehr gerne auf dein Angebot nochmal zurück, dass du dann mal rekapitulierst, wo die Reise danach dann hingeht. Mache ich gerne, ja, wie gesagt. Weil so eine erste Erfahrung hat ja dann eben auch was sehr, sehr Spezielles und ja, es ist spannend, es ist sehr spannend. Ja, ich danke euch für eure Zeit und wie gesagt, mache ich sehr gerne. Ich werde sicherlich dann ganz andere Antworten geben vielleicht als jetzt, aber so ist das, wenn man ganz unbedarft an was Neues geht. Das stimmt, ja.

Nein, großartig. Dann euch zu Hause, ihr Lieben, auch ein schönes Wochenende. Geht raus, geht laufen. Freut euch auf eure Marathons, die jetzt vielleicht noch anstehen. Wir haben schon gehört, Frankfurt steht ja schon quasi in den Startlöchern. Achso, falls ihr das gucken wollt, wir übertragen das übrigens auch live. Ja, dann könnt ihr erst Ralf verfolgen in Frankfurt, im HR, New York Marathon könnt ihr mit mir verfolgen auf Eurosport. Und Valencia wissen wir noch nicht. Ich muss mal bei den Eurosport-Kollegen anfragen, wer da eigentlich gerade die Rechte hat. Aber da hätte ich jetzt auch nicht sehr gegen mich, dass ich das kommentieren dürfte. Von dem her, ja, euch ein schönes, aktives Wochenende. Bis nächste Woche, passt auf euch auf. Macht's gut, ihr Lieben. Ciao, ciao.