Heute befassen wir uns im Bestzeit-Podcast mal mit den wahren Ideen für die Zukunft des Laufens der Leichtathletik, der Weltsgesundheit und des aktiven Lebens schlechthin. Und darunter machen wir es ja selten im Bestzeit-Podcast von Philipp Flieger und Rhein-Scholt. Also haben wir uns eine Menge vorgenommen. Zum Glück machen wir das nicht alleine, Philipp. Wir haben einen coolen Gast. Ja, natürlich auch mit einem Gast zu einem Thema, wo wir vor ziemlich genau einem Jahr schon mal ausführlicher über neue Konzepte für die Deutsche Leichtlinie gesprochen haben. Jetzt ist ja ein Jahr vergangen, da ist natürlich in der Zwischenzeit viel passiert, auch viel diskutiert worden und wir freuen uns sehr, dass wir da Norman Feiler für uns einen Podcast diese Woche gewinnen konnten, der maßgeblich daran beteiligt ist, eben einen Ableger sozusagen in München aufzubauen. Dann werden wir später sehr ausführlich dazu sprechen, über Chancen und Möglichkeiten von, wie sagt man da.
Outside of the Box denken, sage ich jetzt mal. Und das wird auf jeden Fall sehr, sehr cool. Und ansonsten, ja, der Herbst ist da. Und dementsprechend ist die Cross-Saison ja auch so langsam wieder am Laufen, sagen wir mal. Beziehungsweise die Highlights sind ja schon bald. Es ist ja immer irgendwie sehr kurz. Gefühlt hast du ja gedanklich so. Ich komme noch aus der Zeit, wo es auch noch einen Darmstadt-Cross gab. Das hat ja irgendwie gefühlt dann im Oktober angefangen. Und dann gab es so viele Optionen mit Cross in Italien, wie hieß der denn immer, im Januar bis dann am Genfer See haben wir Crossläufe am Februar gemacht, bis März zur deutschen Crossmeisterschaft. Jetzt ist das alles ein bisschen spärlicher gesät, aber Pforzheim ist auf jeden Fall ein sehr cooler Crosslauf, der es geschafft hat, über die Jahre da echt eine feste Station zu etablieren. Ich glaube, es ist sogar ein Label, Cross-Label Silber oder so, glaube ich, inzwischen. Und ja, für das europäische Heiler geht es jetzt trotzdem Schlag auf Schlag. Da gibt es dann noch deutsche Cross und dann steht ja schon die Reise nach Portugal an für diejenigen, die es schaffen, sich da ihr Ticket zu erkämpfen. Ja, bei den ganzen Orten, die du aufzählst, da habe ich auf der einen Seite gleich wieder Fernweh und so ein bisschen Wehmut. Weil genau vor einem Jahr, als wir mit Klaus Dethlhoff aufgezeichnet haben, war ich in Neuseeland. Ja. Auf dem Weg zu einer fünfwöchigen Urlaubsreise.
Und ich frage mich jetzt, warum bin ich jetzt in Köln? Was ist falsch gelaufen?
Also das war irgendwie besser angelegt letztes Jahr. Okay, es könnte vielleicht mit der Kommastelle auf meinem Konto zu tun haben, die leider nach links gerutscht ist durch diese Veranstaltung. Das kann durchaus ein Punkt sein, der da zu berücksichtigen ist. Ja, wir haben eine Menge Sachen, zumal wir ja tatsächlich eigentlich immer noch mitten in der Marathonsaison sind, Ja, weil Valencia Marathon kommt ja noch auf uns zu. Da höre ich eigentlich täglich von mehr Leuten, dass sie dort starten. Ja.
Wenn auch die ein oder andere vielleicht noch starten wollen und noch keinen Platz haben. Aber dass es ja im Top-Bereich da abgehen wird ohne Ende, ist ja schon klar. Aber ich höre jetzt auch immer mehr von Leuten, die so im ambitionierten Freizeitlaufbereich unterwegs sind, dass sie da hinwollen. Also Maike Nietzsche sowieso. Ja, aber Raffi, ich weiß gar nicht, ob du so einen Podcast hörst, ist eigentlich eher jemand aus einer Triathlon- und Radfahr-Bubble. Es wird sein erster Marathon werden. Die Vorbereitung war rumpelig. Aber guck mal, da gehst du dann jetzt schon, wenn du deinen ersten Marathon machen willst. Weil du hast gehört, da passiert was. Herr Norman wird uns das ja nachher auch noch erzählen, wie das ist in Valencia und was das macht mit ihm als Trainer und mit seiner besten Athletin Thea Heim.
Das zieht jetzt natürlich so wie Berlin und wie Frankfurt das ja auch gemacht haben nach Top-Top-Leistung. Es zieht halt wahnsinnig Kreise, dass jetzt alle nach Valencia wollen. Ja, das ist inzwischen so ein bisschen das Mecker geworden, wo man weiß, da sind die Bedingungen in vier, fünf, fünf Fällen so, dass du da natürlich nahe an Laborbedingungen bist, um da auf der Zeit zu laufen. Wahrscheinlich regnet es diesmal wie die Hölle oder sowas. Genau, letztes Jahr war ja die Flutkatastrophe unmittelbar davor, aber natürlich gab es da natürlich ein paar Wochen mal die Frage, oder ich weiß gar nicht, ob das so viel vorher war, es war nur zwei Wochen vorher. Es war auf jeden Fall die Frage, ob es durchgeführt werden kann und man hat sich da glaube ich ja dann doch committet, das eben durchzuführen und die Ergebnisse haben wir trotzdem dann wieder für sich gesprochen. Also Valencia ist echt ein neues Marathon-Mekka für persönliche Bestleistungen. Und das zieht sich eben durch von der absoluten Spitze auch in den ambitionierten Amateursport.
Und es wird, glaube ich, zunehmend schwerer, da reinzukommen. Oder sagen wir mal rechtzeitig, da sich einen Startplatz zu erkämpfen. Das ist ja immer ein bisschen die Herausforderung. Und ich habe auch schon ab und an mitbekommen, natürlich auch aus der Szene, dass es schwierig ist, kurzfristiger da noch ins Feld reinzukommen, weil sie doch auch mal für sich, ich weiß gar nicht, wer das war, ob es der Race Director war oder der Präsident, aber auf jeden Fall gab es doch mal diese sehr prominente Aussage, die ja dann durch die internationalen Medien gegangen ist, wir sind nicht die Resterampe des Berlin-Marathons oder irgendwie sowas in die Richtung, dass sie schon für sich behaupten, also entweder kommittest du dich, bei uns zu laufen oder du hast vielleicht auch mal Pech und wir nehmen gar nicht mehr jeden auf, sondern wir wollen irgendwie Leute am Start haben, die sich halt frühzeitig dann auch auf das Rennen Anfang Dezember vorbereiten. Und ja, ich weiß nicht, wen hast du an deutschen Namen noch, den du hier nennen kannst? Also wir wissen ja offensichtlich ja schon von Samuel Fitwi und Amanal Petros. Wir wissen von Gesa Felicitas Krause. Ich glaube, Sebastian Händel hat dich irgendwo noch gelesen. Sebastian Händel habe ich auch als mehr oder weniger bestätigt gehört. Aber Sebastian, falls du uns zuhörst, gerne nochmal kurz Finger heben oder Finger senken.
Ist nicht Simon auch auf dem Weg? Richtig, genau. Simon Boch. Und, jetzt fehlt mir noch ein Name. Hendrik Pfeiffer läuft auch. Okay, Hendrik. Ja, Hendrik muss ja die Norm noch laufen. Er ist unter Vorbehalt in den Kader berufen worden. Ah, okay. Er müsste da noch seine Norm laufen für den Bundeskader Marathon. Okay. Also Hendrik Pfeiffer. Ja, ich habe noch ein paar Namen gehört, die noch im Raum stehen, wo man, aber ich will das ja auch nicht, also das werden die hinter den Kulissen ausmachen und wenn es soweit ist, wird man es dann wahrscheinlich bekannt geben, aber es gibt noch ein paar.
Interessierte, die das auch gerne nutzen würden, aber da eben noch auf einer Art Warteliste sind oder sowas. Und weil es so schön ist, Philipp? Wird es jetzt übertragen und zwar von euch. So sieht es nämlich aus. Also wir haben es ja diese Woche schon veröffentlicht, war ja schon bei leichterledig.de auch zu lesen. Also wir haben da ja schon relativ lange dran gebaggert, Also tatsächlich nicht erst nachdem Amal da Silber gewonnen hat bei der WM, sondern vorher schon. Wir wollten es eigentlich letztes Jahr schon machen, das ist dann leider nicht dazugekommen. Aber war jetzt nicht schlechter von den Argumenten, die wir haben. Das ist ja klar, das ist halt einfach so. Diese Kontexte bestehen halt einfach und wir werden das jetzt live übertragen. Das wird, glaube ich, ziemlich cool. Leider habe ich schon von vielen gehört, dass sie nicht schauen können, weil sie vor Ort sind. Also entweder als Supporter oder tatsächlich selber laufen. Nee, aber das wird, glaube ich, ganz cool. Eins wird sicher nicht ganz einfach. Wir können nicht all diese Spielflächen, die wir gerade mit den Namen schon eröffnet haben, auch zeigen. Das wird ein großes Problem sein, weil es gibt natürlich da ein Weltbild. Daran sind wir erstmal gebunden. Auch da, wer uns kennt, Wir nehmen das natürlich nicht einfach so hin, sondern wir arbeiten natürlich an Verbesserungen und Optionen und so weiter. Also das werden wir sicher auch machen. Aber ja.
Wer immer uns von vor Ort Videos etc. Schicken mag, kommen wir sicher vorher nochmal darauf zurück, dass wir da das Ganze nochmal auch mit der Community ein bisschen anfetten und da versuchen, ein Gesamtkunstwerk für sportshow.de zu haben, kann man sich dann ja über die ARD-Miniathek auf jeden Fernseher, auf jedes mobile Endgerät ziehen. Also das ist schon ganz geil. Finde ich auch super, weil das unterstreicht ja auch einen veränderten Stellenwert, wenn solche großen, herausragenden internationalen Erfolge da sind, dass man das halt auch gespiegelt bekommt. Und klar, das ist natürlich auch eine Konkurrenzsituation, die halt zu anderen deutschen Marathons dann da entstehen, weil eben eine Marathon-Übertragung halt auch eine sehr teure Angelegenheit ist. Und natürlich diese herausragende sportliche Komponente, die eben in Valencia gegeben ist, nicht nur durch die deutschen Spielflächen, die wir gerade mal so kurz angedeutet haben, sondern eben auch natürlich international, weil es da halt brutal abgehen wird. Und das wird schon was machen. Aber ich habe da jetzt schon Bock drauf. Ist noch ein bisschen, aber ich habe jetzt schon Lust.
Das wird auf jeden Fall großartig. Und ja, es geht auch, wir haben natürlich viel über deutsche Namen gesprochen, aber wir haben es ja auch hier schon im Podcast ab und zu erwähnt, die große Vision der Macher des Valencia-Marathons ist natürlich nichts Geringeres, als den Weltrekord nach Valencia zu holen. Und dafür gibt es ja dann auch noch, die.
Ja, sagenhafte Summe, die da im Raum steht, von einer Million US-Dollar, sollte dieser Weltrekord fallen, das ist ja natürlich auch mein Statement, würde ich sagen, insofern kann man sich, glaube ich, schon darauf gefasst machen, dass auch wenn es in dem Fall, ich sage jetzt mal in Anführungszeichen nur Weltbild gibt, also nochmal, Ralf hat es ja schon gesagt, wir werden vermutlich nicht so viele deutsche.
Side-Stories sehen, wie wir vielleicht selber in der Hand haben, wenn wir beispielsweise das für Hamburg online machen, dass man da dann ein bisschen mehr Einfluss drauf hat. Aber unabhängig davon wird das mit Sicherheit ein sehr, sehr spannendes Rennen werden, auch in der absoluten Spitze. Und ja, ich freue mich auch schon drauf. Absolut. So, dann kommen wir jetzt zu unserem Hauptthema, nämlich den Veränderungen in, um und drumherum München. Marathon-Team, angelehnt an Munich Athletics, integriert in Munich Athletics, wie auch immer, werden wir gleich alles sehr kompetent erfahren. Aber vor allen Dingen, Philipp, ja.
Espektakuläre Enthüllungen deinerseits und ein unausschlagbares Angebot. Dazu kommen wir aber gleich im Gespräch. Also ihr könnt euch schon freuen, es ist sensationell. Ihr werdet dann nachher euren Liebsten von erzählen, das weiß ich jetzt schon. Aber vor allen Dingen befassen wir uns ja mit Norman, den du schon sehr lange verfolgst, weil ihr ja doch viele Parallelen in eurem sportlichen Leben hattet. Gar nicht so als Athlet und Athlet nebeneinander, sondern in anderen Funktionen. Ja, genau. Also Norman Pfeiler kenne ich, seit ich damals nach dem Abitur eben in die sozusagen bayerische Leichtathletik nach Regensburg gewechselt bin. Er war damals noch nicht Teil der LGTLisfinanz Regensburg, wie ich es da dann war. Das kam erst später. Er war davor noch in München aktiv als Trainer.
Zum einen, die meisten werden TH Heim sicherlich kennen, aber auch von vielen anderen Athletinnen und Athleten hat er Trainingsgruppen aufgebaut. Dann viel früher bei den LG Stadtwerke München gemacht. Irgendwann dann nach Regensburg gekommen mit seiner Trainingsgruppe. Und jetzt eigentlich der Mann vor Ort, der auch viel Energie eben reinsteckt in den Aufbau von Munich Athletics, mit aus seiner Sicht natürlich Fokus, also dieser Verein steht natürlich allen offen, aber mit seiner, aus seiner Sicht natürlich Fokus auf einen Lauf, ein Marathon-Team und das ist ein total spannender Ansatz, weil natürlich dieses ganze Konstrukt Germany Athletics als Franchise-System ja auch nach wie vor total kontrovers diskutiert wird in der deutschen Leichtwäge-Szene. Von vielen, glaube ich, gar nicht als die Chance begriffen wird, die es eigentlich ist. Deswegen umso schöner, mit jemandem darüber zu sprechen, der da sehr tief in der Materie drin ist und für sich ja auch ganz bewusst offensichtlich diesen Weg gesucht hat. Dementsprechend sagen wir herzlich willkommen, Norman Pfeiler.
Ja, Norman, herzlichen Dank für deine Zeit. Herzlich willkommen im Bestzeit-Podcast. Jetzt habe ich die letzte sehr aktive Erinnerung an dich schon von etwas länger her, nämlich von den Europameisterschaften 2018, als du dich sehr darum gekümmert hast, dass ukrainische Sportlerinnen starten konnten und ich glaube sogar die eine oder die andere persönlich abgeholt hast an entfernten Plätzen in Europa. Gibt es diese Kontakte noch? Ja, klar. Gerade jetzt, vor zwei Tagen. Du sprichst Jana Laditschuk an, die ukrainische Stabhochspringerin, die damals zu den Europameisterschaften nach München kommen musste, in Polen zu Hause war und ihre Stäbe nicht von der polnisch-ukrainischen Grenze nach München bekommen hat. Und damals haben wir mit unserem Verein Estes für Ukraine das organisiert. Jens Steinigen, unser Präsident, hat da gute Kontakte gehabt zu Leuten in Dresden, die dann mit einem Bus da hingefahren sind und sie abgeholt haben und dann nach München gebracht haben und damit konnte sie an den Europameisterschaften teilnehmen.
Ja, das macht ja schon mal klar, dass du rührig in der Szene unterwegs bist. Und das ist ja auch ein Grund, warum wir heute mit dir sprechen. Ja, ich wollte gerade sagen, Norman hat natürlich, glaube ich, schon viele Rollen und Durchlaufen und Hüte aufgehabt, kann man mal sagen, im leichtathletischen Sportbereich, oder? Also ich meine, du bist natürlich bekannt, wir hatten ja Thea Heim bei uns auch schon im Podcast, natürlich unter anderem, dass du sie ja schon total lang als Coach begleitest und dir auch darum eine Trainingsgruppe gebaut hast. Wir haben beide eine hohe Schnittmenge gehabt an Vereinszugehörigkeit bei der LGT-Lizfinanz Regensburg. Aber was viele vielleicht gar nicht mehr so auf dem Schirm haben, ist ja, dass du davor auch schon in München erleichtertetisch eben aktiv warst, auch als Funktionär kann man sagen, oder? Du hast die Stadtwerke München, die LG, mitgegründet, richtig? Genau, das ist richtig. Also mit anderen, nicht alleine. Ja, ja. Ich habe damals dann auch eine GmbH gegründet, worüber die Gelder gelaufen sind, weil das ja vereinstechnisch immer sehr schwierig war und war dann bis 2012 dort auch Geschäftsführer von dieser GmbH und bin dann endgültig 2014 ausgeschieden aus der ganzen Geschichte und das war also eher eine Management-Tätigkeit, sage ich jetzt mal.
Ansonsten habe ich davor noch die LG Team Isertal gegründet. Das war südlich von München. Das war eigentlich so der Vorläufer. Da ist dann auch unter anderem Thea daraus hervorgegangen. Aus diesem Projekt, da hatten wir eine Laufserie gegründet. Also viele Vereine zusammen haben sich da geschlossen mit Läufen. Und die Oberland-Challenge gibt es heute noch. Und begleitend dazu haben wir so ein Talent-Team auf die Beine gestellt, wo vereinsübergreifend die Leute dann, die Jungs und Mädels dann trainieren konnten einmal in einem Monat. Und daraus ist dann die LG Team Isertal hervorgegangen. Das war dann Zusammenschluss von sieben Vereinen, unter anderem zwei Langlaufvereinen. Das ist dann später eher eine Startgemeinschaft geworden und ich bin dann, wie gesagt, in München dann auch tätig gewesen, habe dann auch Athleten wie die Thea mit nach München genommen und dann ab 2013 mit der Thea dann nach Regensburg und auch mit anderen Athleten nach Regensburg gegangen, wo ich als Trainer letztendlich von der Thea auch oder als einer der Trainer in Regensburg fungiert habe. Und das eigentlich bis dieses Jahr. Und das war eigentlich so diese mit die prägendste Zeit, sage ich jetzt mal, leicht athletisch sportlich gesehen für mich.
Ich bin nicht ganz so firm wie Philipp. Einmal kurz deine läuferischen Leistungen, damit wir das einschätzen können. Aus welcher Position heraus du hier sprichst als aktiver, als selbstaktiver? Also ich muss dazu sagen, ich habe in meiner Jugend sehr intensiv Leichtathletik gemacht. Laufen, Crosslaufen vor allen Dingen mochte ich sehr gerne. Aber das Höchste waren deutsche Crossmeisterschaften, wo ich teilgenommen habe mit dem Team, TS Wolfershausen damals. Da war ich jetzt nicht besonders gut. Gut, ich glaube, das Beste war mal zweiter Platz bei einer Bayerischen Meisterschaft.
Ich habe dann so mit Anfang 30 wieder angefangen zu laufen, intensiver zu laufen und habe da eigentlich meine ganzen Langstrecken-Bestzeiten aufgestellt, die jetzt aber auch hier in dem Kontext nicht der Rede wert sind. Aber 2008 deutscher Mannschaftsmeister geworden mit zwei Korrifäen, mit dem Florian Neuschwander und mit André Grehn. Oh ja. Die habe ich damals zu Elgier Stadtwerke geholt und ich habe da mein Debüt beim Marathon gegeben, weil wir eigentlich keinen dritten Läufer hatten. Wir hatten zwei gute Läufer, die Erfahrung hatten, aber Marathon brauchst du halt immer mehr und die sind dann auch prompt im Marathon ausgestiegen. Und dann war ich dann am Ende der Dritte. Ich bin die letzten zehn Kilometer fast zu Fuß gegangen, weil ich solche Krämpfe hatte. Es war so heiß. Und damals ging das noch über die Mainbrücke drüber. Das war ein Wahnsinn. Also solche Berge nach 32 Kilometer zu laufen, war schon hart. Und ich bin 2.36 gelaufen. Das ist bis heute meine Bestzeit. Ich bin dann lange Jahre keinen Marathon mehr gelaufen. Das hat mir gereicht dann. Aber für den Mannschaftshittel hat es gereicht. Und ich glaube, es ist der letzte Mannschaftshittel gewesen im Marathon, der zumindest nach München gegangen ist. Aber auf jeden Fall, ich weiß nicht, sogar Bayern, glaube ich. Ich weiß nicht, ob Regensburg mal einen Marathon-Titel geholt hat. Das kann ich jetzt so aus dem Stehgreifen nicht sagen. Aber ja, das war das Höchste der Gefühle. Ich bin 1,83 Meter groß und wiege 80 Kilo. Insofern...
Keine Läuferstatur. Aber schon eine Geschichte, die wir so noch nie gehört hatten. Und die ja schon auch zeigt, dass man manchmal ganz schön motiviert werden muss, um einen Marathonversuch zu starten. Und dann ist hinten bei so einer Geschichte ja dann gehen auch nicht nur das Persönliche, ich möchte gerne einen Marathon finishen, sondern wenn der Teamgedanke dann auch hintersteht. Ich meine, die Jungs waren wahrscheinlich schon ein Weilchen zu Hause. Haben die dich dann angefeuert, abgeholt? Wie war das? Also man muss sagen, die Bedingungen waren extrem. Damals, sie waren sehr warm. Da war schon der Früh 23 Grad am Start und dann entsprechend heißer. Jeder weiß ja, was das beim Marathon bedeutet. Ich habe dann immer fast einen Krampf bekommen. Deswegen habe ich auch kein Wasser mehr getrunken. Immer wenn ich mich rechts rüber gebeugt habe, hat der Oberschenkel so angefangen zu zucken. Ich bin da nicht gegangen. Ich bin wirklich gelaufen. Aber so, dass es halt ging, kein Wasser mehr genommen, nur ins Ziel. Und ich habe gedacht, das wird alles nichts. Florian Neuschwaner ist glaube ich 2,24 gelaufen, André Grehn 2,29 also wir hatten alle ganz andere Zeiten vorgesehen aber es war schwierig und am Ende haben wir glaube ich um 10 Sekunden, Vorsprung, also drei Zeiten zusammengezählt, den Titel dann geholt, also es war sehr knapp.
Aber ja es ist halt die andere Seite des Sports und was für mich Leichterle dich herausmacht ist ja nicht nur die absoluten Top-Leistungen sondern es ist auch so dieser Team-Gedanke, dass man zwar Individualsport hat, aber das Team einfach extrem wichtig ist. Trainer, Athlet, ein Verein, ein Laufteam, was auch immer. Diese Idee, dass man eben nicht alleine ist, die finde ich sehr spannend in der Leichtathletik. Ja, also das ist...
Glaube ich, in der Außenwahrnehmung ja häufig gar nicht mal so präsent. Man hat vielleicht noch mit Mannschaften irgendwie das Staffelthema so im Hinterkopf aus dem Sprintbereich und ansonsten, ja, gilt das ja, glaube ich, grundlegend schon eher als die klassische Einzelsportart und Einzelsportarten wird ja gerne mal nachgesagt, dass das alles irgendwie krasse Ego-Typen und so sind, aber das, was, glaube ich, da vielfach übersehen wird, ist zum einen, dass natürlich das Training in der überwiegenden Mehrheit, zumindest in den Vereinsstrukturen ja auf jeden Fall in Trainingsgruppen stattfindet Und natürlich auch in den, wie sagt man da jetzt am besten, nicht olympischen Teamoptionen, sag ich jetzt mal. Also es kann zum Beispiel Crosslauf sein, haben ich auch früher sehr gerne gemacht, erst beim VfL Sindelfing und dann natürlich auch in Regensburg mit Mannschaften natürlich. Das war ja, glaube ich, gerade beim Crosslauf, finde ich, immer ein bisschen der besondere Reiz daran. Aber natürlich auch Marathon-Mannschaften und sowas, das ist ja was, was schon einfach nochmal anders motiviert und eben eine coole Abwechslung ist. Oder dreimal tausend Meter oder solche Sachen, beziehungsweise bei den Frauen dreimal 800. Das sind ja alles für mich auch immer Highlights gewesen, die einfach immer Spaß gemacht haben, wenn man eben so Wettkämpfen ganz bewusst auch zusammengefahren ist, um dann zusammen anzutreten. Aber was wir auf jeden Fall raushören, ist ja, du hast ja quasi dann verschiedene Phasen durchlaufen. Einmal als Athlet in erst mal jungen Jahren, dann später die Liebe zum Sport und auch längeren Strecken wiederentdeckt und ausgelebt.
Funktionärswesen und Staatgemeinschaften gegründet und ja, quasi dann das Coachen entdeckt. Wann hast du das begonnen, dass du andere Leute noch gecoacht hast? Hast du das schon immer gemacht? Das ist vielleicht auch noch ganz spannend mal zu wissen. Oder war das jetzt immer schon in dir drin, dass du gesagt hast, das möchte ich auf jeden Fall irgendwie weitergeben? Oder ist das auch eher zufällig entstanden? Nicht zufällig. Es war schon eine bewusste Überlegung. Ich glaube, alles, was man macht, macht man schon, auch mit dem Hintergrund. Das passiert nicht einfach so.
Bezogen auf das Training, wie gesagt, ich hatte für die Deutsche Marathon-Meisterschaft, da hatte ich trainiert. Das war hart für mich, über den Winter zu trainieren. Ich bin nie mehr als 100 Kilometer gelaufen und Philipp, du weißt, als Marathonläufer ist jetzt, wenn du ambitionierte Zeiten laufen willst, nicht allzu viel. Alternativ-Training habe ich nie gemacht, also es ist nichts für mich. Ich bin Läufer. Das kann ich sehr gut verstehen. Ich mag andere Sachen überhaupt nicht. Es war auch eine Zeitfrage, muss man auch ganz klar sagen. Damals hat mich der André Grehen so ein bisschen mitgezogen. Der hat mich dann auch draufgebracht. Früher in den 90ern, 3000 Meter Hindernisläufer, 8,20. Und ich habe ihn auf seine alten Tage dann überredet, Marathon zu laufen für die LGE. Der war eh in München und hatte damals für Sokoni gearbeitet. Und ja, da haben wir viele Sachen zusammen gemacht auch. Und dann habe ich mit ihm trainiert. und da sind meine Leistungen dann auch noch umgegangen. Es war eine harte Schule, mit dem immer zu trainieren, aber ich bin leistungsmäßig wirklich besser geworden und.
Dann haben wir diesen Marathon-Titel geholt und dann ist so ein bisschen was abgefallen. Da habe ich gedacht, naja, jetzt bin ich 38, jetzt will ich keine Höhen mehr erreichen. Und das war für mich schon das Nonplusultra. Wie gesagt, ich will mich da überhaupt nicht in den Leistungsbereich irgendwie hineinbegeben oder in den Hochleistungsbereich. Und ja, da hatten wir schon auch so, wir haben gesehen, dass viele junge Leute in den Laufserien bei uns mitlaufen. Und da war immer wieder die Frage, da bin ich auch mitgelaufen, habe die gewonnen und da war immer so die Frage, ja, können wir nicht mal ein Training machen und ich fand die Idee spannend, vereinsübergreifend was zu machen. Also nicht nur in einem Verein was zu machen, sondern aus einer Region talentierte Kinder zusammenzuholen und denen ein Ziel zu geben. Und das Ziel war für uns damals, deutsche Staffelmeisterschaften zu laufen, das gab es bei uns in der Region nicht. Und das haben wir dann auch von den organisatorischen Gründen umgesetzt. Und wir haben das dann geschafft, das Ziel. Und das sind so Erlebnisse. Ich denke, viele Trainer draußen werden das auch einfach kennen. Das macht einfach Spaß, wenn du siehst, junge Leute haben ein Ziel. Die trainieren dafür neben der Schule und dann erreichen sie dieses Ziel. Da gibt es dann ganz tolle Synergieeffekte.
Freundschaften entstehen. Das ist so diese klassische, schöne Geschichte im Sport. Ich will es jetzt gar nicht zu kitschig machen, aber das war damals so. Und die Thea zum Beispiel, die war gar nicht motiviert zu laufen. Die hatte Langlauf gemacht, hat das dann aufgehört und wollte keinen Leistungssport mehr machen. Dann habe ich sie überredet, dass sie da mit dieser Staffelgeschichte, da war sie dann auch sofort dabei. Einzel hat sie gar nicht interessiert. Staffel, das war okay. Und ja, dann ist man sozusagen über die Staffel wieder, hat man ein bisschen Blut geleckt und dann hat sie auch wieder Interesse gehabt am Einzel und dann ist sie in den Weg gegangen. Und, Ich glaube, da kommen wir auch noch ein bisschen dazu. Also ich glaube, Leistung entwickelt sich immer aus der Breite. Und das ist relativ wichtig. Und das ist ja auch ein Ansatz, den Klaus auch verfolgt, grundsätzlich Kooperation mit Vereinen. Deswegen finde ich das auch sehr spannend.
Und das habe ich in meiner Vita, sage ich jetzt mal, im sportlichen Bereich auch immer gesehen, dass das extrem essentiell ist. Ja, lass uns da nochmal ganz konkret jetzt auf das Projekt, das jetzt gerade ja ins Leben gerufen worden ist, das ja noch, wenn ich das richtig verstehe, im Ausgestalten und Entstehen ist. Also aufgesetzt auf die Kooperationsideen von Klaus Detlof über, jetzt muss ich aufpassen, Munich Athletics. Die V. Ja, genau, da gab es ja auch durchaus Verwechslungen mit ähnlich klingenden Neugründungen. Ja, darin hast du jedenfalls jetzt ein Marathon-Team auf die Beine gesetzt, aufgestellt, wie auch immer. Und da ist nicht nur die Thea drin, sondern da kommen jetzt noch andere Menschen dazu. Und das klingt viel nach dem, was du gerade erläutert hast, nämlich der Idee, Menschen zusammenzubringen, die vielleicht ähnliche Ziele haben. Und ich glaube, wir treten deinen Kandidatinnen und Kandidaten nicht allzu nah, wenn wir sagen, da reden wir jetzt nicht von internationaler Orientierung erst mal, sondern wir reden davon, dass halt eben auch für die Leute hinter den ganz großen Namen in Deutschland Strukturen schaffen werden und Optionen entstehen und Gemeinsamkeiten entstehen. Nimm uns alle mal mit, wo im Moment der Stand ist und wo die Reise hingehen soll.
Ja, also es ist richtig. Wir haben das Marathon Team München, Marathon Team Munich gegründet. Es ist unter dem Dach von Munich Athletics. Das Ziel ist wirklich Marathon laufen zu entwickeln, zu zelebrieren und auch ein bisschen präsenter zu machen. Nicht nur einmal im Jahr oder zweimal im Jahr, wenn Marathon stattfindet, aber auch, sondern wirklich über das Jahr hinweg. Und zum anderen eben auch Strukturen zu entwickeln, dass eben Langstreckenläufer im Allgemeinen, wir haben jetzt nicht nur Marathon als Ziel.
Das Langstreckenlaufen an sich eben dargestellt wird, entwickelt wird. Wir fangen jetzt natürlich schon an, sage ich auch ganz klar, dass wir so die sehr leistungsorientierten Leute zusammenholen, zusammen konzentrieren in dem Team. Wir haben jetzt erst vor vier Wochen angefangen. Also der Verein ist seit vier Wochen aufnahmefähig. Vorher wäre es unseriös gewesen, mit irgendjemandem zu sprechen oder irgendwelche Dinge zu machen.
Ziel ist auf jeden Fall, das Langstreckenlaufen zu entwickeln, national, aber auch europäisch gesehen. Es wird ein nicht nur deutsches Marathon-Team sein, das kann ich sagen, wir können auch über die Namen reden. Das Ziel ist eben präsent zu sein bei deutschen Meisterschaften, aber auch bei Marathonläufen präsent zu sein. München bietet sich an. Da gab es auch schon Gespräche mit dem München Marathon. Wir wollen kooperieren mit Veranstaltern hier in München, aber auch national und international, wenn es geht. Wir wollen dieses Team ein bisschen zeigen. Aber ein sehr wichtiger Aspekt ist auch, dass wir jetzt nicht nur einen Läufer zusammenholen wollen, sondern dass wir im Team auch Know-how entwickeln wollen. Also ich will jetzt nicht zu hoch greifen, aber nur um ein bisschen die Zielrichtung zu verdeutlichen. Ihr seid ja, oder Ralf zumindest, ist im Triathlon sehr gut zu Hause. Dir sagt das Santara-Projekt ein bisschen was. Und ich finde, das ist eine ganz spannende Geschichte, was die dort machen. Also datenbasiert, wissenschaftlich aufgehängt, Leute, Athleten zu entwickeln. Und der Erfolg gibt ihnen auch recht. Also jetzt beim Ironman-Weltmeisterschaften, Platz 1 bis 3 bei den Männern. Ich finde das sehr faszinierend. Ich bin jemand, der sehr viel Wert auch auf Analyse legt, auch vom Training.
Wissenschaftlich basiert ist Training für sehr wichtig hält und das immer schon ins Training eingeflochten hat. und ich denke, das ist ein Aspekt, den ich kultivieren will in unserem Team. Ich will mich nicht mit diesem Team jetzt vergleichen, aber wenn man eine Vision hat, sage ich jetzt mal, in so eine Richtung würde ich gerne kommen. Das heißt, wir wollen den Bereich Diagnostik etc., Ernährung entwickeln in unserem Team, mit unseren Leuten Daten erheben, um die Leute auch zielgerichtet besser zu machen. Das ist die Idee, das ist die Vision. Wir haben schon einen Diagnostikpartner, Aber das dauert auch ein bisschen, bis man das so in aller Gänze dann entwickelt hat. Zum anderen wollen wir jetzt nicht nur das Marathonlaufen in den Fokus stellen, sondern wir wollen auch, weil wir ja aus Bayern sind und da eine hohe Affinität zu den Bergen ist, Trailaufen, Berglaufen. Das sehe ich als unsere Kernkompetenz an. Ich sehe nicht nur das klassische Roadrunning als Kernkompetenz an. Ich denke, wir müssen uns da breiter aufstellen. Und auch jetzt die Teamzusammensetzung am Anfang zeigt schon, dass wir da eine Zielrichtung haben. Also das ist so grob gesprochen mal die Idee, die hinter dem Marathon Team Munich steckt.
Wenn wir nochmal einmal kurz auf die norwegische Triathlon-Variante gehen, das ist ja etwas, wo sehr viele Diskussionen sich drum ranken, sehr viele Mythen sich halt auch drum ranken, sehr viel rein Geheimnis wird, was machen die eigentlich da wirklich, norwegische Methode etc. Wenn man das tatsächlich mal seriös runterbricht, machen die vor allen Dingen an einer Stelle etwas sehr, sehr richtig und vielleicht auch anders als viele andere Gruppen. Sie haben eine extrem hohe Individualisierung in dem, was sie treiben. Das ist eben genau datengetrieben, nämlich aufgrund der jeweiligen Tages-, vielleicht sogar Stundenaktuellen Voraussetzungen, die man für entsprechende Trainingsinhalte hat. Ja, also wo bin ich tatsächlich in einem Intervallzyklus? Wo bin ich tatsächlich bei meinem GA1-Dauerlauf? Wo bin ich tatsächlich bei einer Schwellenbelastung? Ja, also das ist halt ein Punkt, der dort auf individueller Basis, also nicht wir laufen jetzt mal alle als Gruppe X oder Y, sondern auf individueller Basis angewandt wird. Und wenn man dann sich das Training mal tatsächlich runter bricht, dann ist das jetzt nicht Raketenwissenschaft, sondern das ist ganz viel...
Diese Grundlage, nenne es 80-20, nenne es polarisiert, wie auch immer. Aber sehr viel aus diesen Elementen findet man dort wieder. Natürlich sind da oft auch sehr große Umfänge dabei, die über Jahre aufgebaut sind, die mit einer sehr hohen, wie soll ich sagen, Dedication, also einer sehr großen Sicht dem gesamten Projekt verschreiben, aufgebaut sind über Jahre. Aber es ist jetzt nicht so, dass man sagt, okay, die machen da Sachen, die sonst keiner macht auf der Welt. Im Gegenteil, entscheidend ist, dass aufgrund der Datenlage eine sehr hohe Individualisierung stattfindet. Und das ist offensichtlich nicht nur schlecht für die Leistungsentwicklung. Ja, das ist genau der Punkt. Also das ist meine Erfahrung, auch als Coach, sage ich jetzt mal, über die Jahre hinweg.
Das habe ich schon sehr früh in meiner Gruppe. Ich hatte da bis zu 35 Jugendliche, Mädchen und Jungs in der Gruppe, dass jemand wie Thea, aber auch andere, die ich in der Gruppe hatte, sich so nicht entwickeln können. Ich habe die Gruppe dann verkleinert, um einfach Leistung zu entwickeln. Klingt jetzt ein bisschen hart, aber es ist so. Also ich habe gerade bei Thea schon immer gesehen, die hat ein anderes Bedürfnis als eine andere Athletin in der Gruppe, weil sie arbeitet zum Beispiel. Thea arbeitet schon sehr lange, Volltime, also 40 Stunden, teilweise mehr. Also du kannst diesen Athleten allein von den Daten, sprich jetzt Herzfrequenz, Ruhefrequenz, HRV-Wert etc.
Analysieren. aber die hat ganz andere Bedürfnisse, auch von der körperlichen Voraussetzung, als ein anderer Athlet. Wenn ich die jetzt immer zusammen trainieren lasse, also das klassische Vereinstraining, wir treffen uns und alle laufen dann das Gleiche und, Profitiert ein einziger Athlet davon und alle anderen Athleten brechen weg, weil es zu schnell oder zu langsam auf sie zugeschnitten ist. Heutzutage, also ich kann jetzt nur von unserer Trainingsmethodik sprechen und das kennt ihr sicherlich jetzt auch, gerade aus dem Triathlon. Ich habe super viel aus dem Triathlon gelernt. Also die letzten Jahre, ich habe immer in Triathlon geschaut und denke mir, wow, was machen die, was generieren die für Leistungen, auch wenn man mal so die deutschen Läuferinnen anschaut, Halbmarathon, da sind einiges Triathletinnen drunter, die Fulltime Triathlon machen und sagenhafte, also wirklich super Leistungen generieren.
Und ja, das haben wir auch umgesetzt. Wir trainieren viel auf dem Laufband. Inge Brixen war immer etwas, ein Quell von neuen Ideen, sage ich jetzt mal, von der Laktatmessung angefangen über das Laufbandtraining, über das Stepper-Training. Also diese Dinge, das hat mich persönlich immer sehr interessiert. Wir haben Sachen ausprobiert und wir haben gesehen, dass Laufbandtraining super gut funktioniert. Übrigens habe ich damals, wo ich 2008, wo wir diese Deutsche Marathonmeisterschaft gewonnen hatten und ich auf den Marathon vorbereitet habe, in München hat es oft Schnee, da kannst du nicht laufen, weil es spiegelglatt draußen ist. Und da bin ich ins Fitnessstudio gegangen und bin immer auf dem Laufband gelaufen. Am Anfang war das schwierig, aber nach ein, zwei Wochen war das kein Problem mehr. Da läuft dann das Kopfkino ab. Und das waren meine besten zwei Jahre, also von meinen Leistungen her. Und das ist jetzt nicht Hochleistungssport. Aber damals habe ich schon gesehen, dass das Laufband extrem guten Effekt hat. Und wir haben das bei Thea schon relativ früh eingebaut. Einfach auch, weil es im Winter nicht möglich ist. Wir konnten die Trainingslager machen, weil die Thea arbeitet. Und du kannst jetzt nicht ständig im Winter ins Trainingslager fahren. Also Fitnessstudio, Laufband. Darf ich da mal ganz kurz einhaken?
Laufband deshalb, weil es die psychologische Fähigkeiten verbessert, weil ich habe da das größte Problem, wenn ich länger als zehn Minuten auf dem Laufband laufe. Mir wird wahnsinnig langweilig und ich finde es echt bescheuert. Tatsächlich aber für den Leistungsbereich ist ja eine sehr exakte Steuerung möglich. Genau. Wenn man nicht das Laufband ausreizt, also wenn das nicht am Poller ist, also wenn das nicht schneller zum Beispiel als, keine Ahnung, 16 kmh geht, dann ist das ja schon mal schwierig in einem Fitnessstudio. Hat man ja durchaus auch da Begrenzungen, was die Geschwindigkeit angeht. Ich weiß, dass Philipp da ja schon durchaus mal an die Grenzen kommen kann und sicher bei Thea ist das auch so. Ja, du musst natürlich in ein Fitnessstudio gehen, dass mindestens 22 kmh machen kann. Aber das kann man relativ gut rausfinden. Und man kann ja die Uhren und alles schon koppeln. Also das ist ja fantastisch. Und es gibt Pots heute für die Schuhe. Also wir haben Chorus als Partner. Und das ist wirklich fantastisch, was da an Messmöglichkeiten für einen Otto-Normalverbraucher schon da ist, wo man sehr gute Werte eben auch generieren kann. Ja, in erster Linie, um das Training halt im richtigen Bereich zu steuern. weniger mental. Also das ist ein Nebeneffekt, würde ich sagen, bei mir damals gewesen und das sehe ich auch bei Athletinnen.
Aber den meisten macht das nach einer kurzen Zeit nichts mehr aus und, ich weiß nicht, also wenn du abends um 6, halb 7 von der Arbeit kommst, todmüde bist eigentlich und dann in die Kälte raus musst, in die Dunkelheit, ist es schon schöner im warmen Fitnessstudio zu laufen, wo vielleicht noch ein paar andere Leute drumherum sind, die dich beobachten, sage ich jetzt mal, dann bist du ein bisschen motivierter. Also das ist jetzt meine Erfahrung mit meinen Athletinnen und Athleten und das hat sich aus meiner Sicht jetzt auch bewährt und ich glaube, es ist auch ein bisschen State of the Art geworden im Hochleistungsbereich allgemein. Selbst in Kenia gehen die Leute ja inzwischen aufs Laufband, habe ich gehört oder gesehen. Also das ist wirklich, weil man besser in diesen Zonen laufen kann oder in den Bereichen, die man halt benötigt. Wenn du in der Natur draußen läufst, also wir laufen natürlich schon auch draußen, ich spreche jetzt von den Threshold-Einheiten, da bist du halt dann ganz schnell mal bergauf beim Laufen oder bergab oder es ist ein Teer und dann gibst du ein bisschen Gas. Also das ist nicht schlimm, aber die Steuerung ist wesentlich besser auf dem Laufband. Es ist wesentlich leichter. Wir haben da viel bessere Ergebnisse.
Also die Nationalmannschaft ist ja in Teilen, gerade in Südafrika, da hat es in den letzten fünf Tagen, drei Tage durchgeregnet, da waren alle auf dem Laufband, also auch das kann ja mal passieren. Ich glaube, dass die Skandinavier, das hatte ich mit Sondre ja auch damals gesprochen, Sondre Mohen, also die haben ein bisschen aus der Not eine Tugend gemacht. Am Ende ist es bei denen ja ähnlich, also oder noch krasser, viel dunkler und wenn es Winter ist, ist es halt richtig Winter. Das heißt, da gab es gar nicht die Möglichkeit, zumindest nicht, klar, ab einem gewissen Profilevel waren die natürlich dann auch viel in Trainingslagern, aber nichtsdestotrotz, zumindest am Anfang der Karrieren haben die natürlich wahnsinnig viel gezwungenermaßen auf Laufbändern trainieren müssen und dabei natürlich festgestellt, dass man eben, wie du es gesagt hast, Norman, sehr präzise Training aussteuern kann. Die haben das ja dann auch oft gemacht, dass dann irgendwie halt vier, fünf Leute nebeneinander laufen, dann läuft der gefühlt irgendwie doch zusammen, auch wenn jeder sein eigenes Ding dann quasi so macht, also die haben das natürlich dementsprechend auch die Strukturen vor Ort bekommen, dass man das eben so machen kann, egal ob das in Kröftal, Karolin Kröftal und so weiter alle waren und das haben sich dann glaube ich mit zunehmend Social Media oder Ingebrigtsen Dokus Zugang, hat man das natürlich in einer größeren Öffentlichkeit auch zugänglich gemacht und heute haben das glaube ich viele Leute adaptiert.
Was total ich glaube sinnvoll ist ich muss gestehen, ich bin jetzt auch nicht der größte Fan von Laufbandlauf weil es mir persönlich nicht so viel Spaß macht, aber ich habe das zeitweise eben auch, zumindest in den Jahren mit Renato Canova wenn ich zu Hause war, eben auch gemacht beziehungsweise mir dann ein Woodway-Laufband angeschafft und, genau, von dem her habe ich damit auch super gute, Erfahrungen gemacht Ja, das klingt ja zunächst mal, Norman, für mich wie so ein kleiner Widerspruch Dass man sagt, okay, ich möchte individueller trainieren, aber ich möchte gleichzeitig ein Team um mich scharen, wo Läuferinnen und Läufer sich gegenseitig inspirieren. Also skizzier mal, was dieser Teamgedanke dann vor allen Dingen für positive Benefits haben soll und was daraus entstehen kann. Ja, zunächst mal vielleicht auch das vorweg. Man stellt sich vielleicht jetzt Marathon Team Munich vor. Wir ziehen alle Leute, die jetzt kommen, nach München und die trainieren halt alle zusammen hier. Also das wird nicht so sein. Das war auch von vornherein klar, dass wir das nicht hinbekommen. München ist Marathonlauf mäßig eigentlich ein Vakuum. Also ich sage jetzt mal, die Thea ist die einzige Münchner Marathonläuferin, die ein gewisses Leistungslevel hat.
Und Richard Ringer, der ist auch in München als Europameister, aber ist auch bei einem anderen Verein im Saarland zu Hause und ist viel in Trainingslagern. Jetzt müsste man ja, wenn man sagt, man will die alle zusammenholen an einem Ort, Das ist also diese klassische Idee aus der Leichtathletik und da macht es ja durchaus Sinn, weiß ich nicht, im Kugelstoßen oder in anderen Disziplinen, dass man die Leute zusammenholt, dass die zusammen trainieren können. Aber ich habe ja schon ein bisschen gesagt, ich denke, Laufen ist eine sehr individuelle Geschichte und es macht aus meiner Sicht jetzt nicht so viel Sinn, zu sagen, alle Leute müssen jetzt hier nach München kommen. Abgesehen von den hohen Mietpreisen ist es insgesamt auch so, dass die Lebenssituation bei vielen Läufern, sind ja nicht alle Profis, einfach gar nicht erlaubt, jetzt umzuziehen. Ich glaube, Läufer trainieren sehr viel zusammen. Die verabreden sich vereinsübergreifend in Trainingslagern, zu gemeinsamen Trainings, zu Wettkämpfen etc. Pp. Und das ist letztendlich auch die Idee. Also wir wollen ein starkes Team formen, das sich auch mit diesem Team dann identifiziert langfristig. Die Leute werden aber nur zum Teil vor Ort auch trainieren.
Und was wir wollen, ist gemeinsame Trainingslager zu machen. Was wir wollen, ist auch so gemeinsame Trainingswochenenden zu machen in der Nähe von München, aber in Bayern oder in Österreich, um auch so ein bisschen Teambuilding zu machen, aber auch um die Leute eben, dass sie sich kennenlernen, dass sie auch mal zusammen trainieren können, dass wir einfach dieses Laufteam entwickeln mit der Zeit. Aber sie werden nicht alle aus München kommen, teilweise aus dem Süden von München, teilweise aus dem Westen von München. Also da ist es eher ein bayerisches Team, sage ich jetzt mal. Es sind auch welche dabei, die eben komplett aus dem Ausland kommen, aber es sind zwei Athletinnen, die aber ständig Trainingslager in Livigno oder in Küthai in Innsbruck machen, was nicht weit weg von uns ist. Also diese räumliche Nähe, gerade zu diesen Orten, die wollen wir stärker nutzen, und wollen schauen, dass wir die Leute dort zusammenbringen und da auch diesen Know-how-Austausch haben. Also Küthai kenne ich eigentlich nur als Radfahrstrecke, aber Radfahren, hast du gesagt, magst du nicht so gerne. Nee, also Theresa ist in meinem Team seit 2018, die war bei Olympia Platz 25, also in Paris und 226 Marathonläuferin, die ist sieben Monate im Jahr eigentlich in Küthai oder in Levinio.
Also die Höhe ausnutzen eben, da haben wir auch ganz gute Erfahrungen gemacht. Und man kann auch auf dieses Know-how eben zurückgreifen. Das ist auch etwas, wo man sich gegenseitig halt ergänzen kann. Mich hat jetzt auch eine Läuferin angeschrieben, gar nicht jetzt wegen dem Marathon-Team, sondern sie würde gerne ein Höhentrainingslager machen, ob ich ihr da helfen kann, ob ich ihr da einen Tipp geben kann. Das ist nicht von unserem Verein.
Sowas, glaube ich, kann man einfach sehr gut machen. die Leute da zusammenholen, ihnen Know-how mitgeben, ihnen Hilfestellung geben. Wie gesagt, es ist jetzt nicht nur vereinstechnisch, sondern es geht auch um das Laufen. Es geht um das Marathonlaufen, dem einen Stellenwert zu verschaffen und es einfach transparenter zu machen und sichtbarer zu machen. Ja, wenn wir nochmal auf die Personen gucken, die ja jetzt schon klar sind. Also Tom ist ja schon auch eine spannende Personalie. Ja, der ist vielleicht nicht ganz dahin gekommen beim Frankfurt Marathon, wo er tatsächlich hinkommen wollte. Aber das ist sicher ja einer der Läufer, wo ich vorhin gesagt habe, der ist so in der zweiten Linie mit den Potenzialen, die er sicher hat. Und die Kirsten kommt ja eigentlich aus dem Trail und Berglaufen. Also da, wo du gesagt hast, durchaus ein Fokus nachher legen wird, ist auch voll berufstätig. Also sicher eine nicht unähnliche Situation wie bei Thea auch. Aber das sind so Karrieren, die sicher nochmal einen neuen Input suchen, die nochmal eine konzentrierte Aktion machen, um nochmal zu sehen, wie weit kann es denn tatsächlich gehen. Ist das ein wesentlicher Treiber?
Ja, also auch. Also man muss ja sagen, wenn wir jetzt ein Team bilden, wie gesagt, das Ziel ist schon auch, die eine oder andere deutsche Meisterschaft als Team zu bestreiten auf der Straße. Dann muss man ja auch schauen, welche Leute können liefern. Also ich will es mal ein bisschen mit dem Fußball vergleichen. Wenn du einen jungen, talentierten Fußballer hast, 18, 19, 20, der hat wahrscheinlich gute Anlagen, aber der braucht seine Zeit. Der muss sich adaptieren, der muss sich in die Mannschaft reinfinden, der muss mit Druck umgehen, lernen und da gibt es naturgemäß immer Wellenbewegungen, auch mit Verletzungen und so. Wenn mich jetzt jemand fragt, was wäre mein optimaler Athlet für den Marathon, sage ich, also vom Alter her, dann würde ich sagen zwischen 28 und 35 oder 36 sogar. Einfach, weil diese Athleten einfach über lange Jahre ihre Erfahrungen gemacht haben. Die wissen, was sie brauchen. Vielleicht brauchen sie mal neuen Input, neue Motivation, aber grundsätzlich kennen sie ihren Körper. Sie wissen, wie sie damit umgehen. Sie haben Erfahrung, sie haben Trainingserfahrung und damit habe ich auch eine gewisse Berechenbarkeit. Aber ich weiß auch, dass man grundsätzlich auch bei Athleten in dem Alter, glaube ich, noch Potenziale wecken kann. Motivatorisch das eine, aber auch trainingstechnisch. Da haben wir auch vereinzelt eben drüber gesprochen. Und das ist ja genau der Punkt. Es geht ja nicht darum, dass man jetzt nur junge Leute reinholt und die dann langfristig gut machen will, sondern es geht darum, Leute generell zu entwickeln noch, besser zu machen.
Und ich finde, wir haben eine ganz gute Mischung vom Alter her. Die sind alle so im gleichen Level, sage ich jetzt mal. Kommt vielleicht noch ein oder andere dazu, aber es ist ein gutes Team aus meiner Sicht, das sich auch vom Alter her gut versteht oder verstehen könnte. Und ich habe hier schon den Eindruck, dass sie im Endeffekt bereit sind, für eine Meisterschaft auch zu laufen. Die können sich da hinstellen, wissen, wie eine Meisterschaft geht und die können das laufen. Und deswegen denke ich, ja, also Kirsten zum Beispiel angesprochen, die ist jetzt eine 1,16 bei einem relativ langsamen Halbmarathon gelaufen. Die kommt aus dem Triathlon. Als Vorbereitung, das war ja praktisch nur als Vorbereitung. Genau, die sind zahlreiche Wettkämpfe, auch eben im Berg- und Trailbereich gelaufen. Da sind noch Potenziale da und wir hatten schon letztes Jahr mal Kontakt Richtung Training. Also da sehe ich einfach, ich sehe sie als eine sehr gute Läuferin und ich glaube, sie passt super gut zum Team, auch zu Thea vom Alter her und auch Maria Legeli. Das macht erst seit drei Jahren Laufsport, aber ist jetzt auch eine 1,16 gelaufen, beste deutsche Läuferin beim Münster Marathon und vor allen Dingen im Trail-Bereich auch sehr stark.
Das ist so, wo ich sage ja, vielleicht jetzt nicht 20-jährige, 21-jährige Athleten, man hat ja das Credo, wir müssen nachwuchsjunge Athleten und die müssen wir dann entwickeln finde ich auch sehr wichtig, ist auch definitiv ein Ziel für die Zukunft, aber wir wollen ja erste Schritte gehen und wir wollen auch präsent sein in dem Laufbereich und nicht nur im Marathon oder im Halbmarathon, 10-Kilometer-Lauf sondern eben auch im Trail-Bereich und da ist die Mische schon ganz gut Tom, klasse Läufer, 2-11 Also Frankfurt 2-11 laufen, ich will jetzt Frankfurt nicht zu nahe treten, aber es ist nicht Berlin. Und jeder, der in der Laufszene zu Hause ist, der weiß, dass das eine absolute Top-Leistung ist.
Da denke ich, sind auch gute Chancen da, weil du gesagt hast, ja, nicht so international. Ja, ich sage jetzt mal, nächstes Jahr sind Europameisterschaften. Ich will ihn da nicht zu viel Druck aufbürden, aber ich sehe ihn da durchaus in der Verlosung. Da sind auch fünf Startplätze, wegen der Europacup-Regel. Genau, ja. Und ja, die haben gute Athleten da vorne dran, die 205, 206, 207 laufen, keine Frage. Da muss man auch erstmal ankommen, alle. Alle müssen gesund bleiben, alle müssen... Klar, und müssen was machen wollen, das kommt ja nur dazu. Gut, das ist ein sehr Wunderpunkt, sage ich mal. Für mich ist, wenn jemand in Deutschland gefördert wird, sage ich auch ganz klar, und auch von deutschen Steuergeldern, dann ist das eigentlich gar kein Thema. Dann muss man bei einer internationalen Meisterschaft laufen. Das ist grundsätzlich meine Einstellung. Und insofern, ich habe auch mal mit Richard Ringer gesprochen. Also keine Angst, der wechselt nicht zu uns. Nicht, dass da jetzt irgendwelche Gerüchte aufkommen. Das wäre aber jetzt eine ganz schöne Breaking News gewesen. Das wäre für das Format jetzt spannend gewesen.
Nee, wird es nicht sein. Aber ich kenne Richard auch schon 15 Jahre. Er hat so parallel zu Thea ungefähr gleiches Alter. Sein ehemaliger Trainer, Eckhardt Spärlich, war also ein guter Freund, würde ich fast sagen. Ich habe mich sehr viel ausgetauscht mit ihm und seiner Frau. Das war immer sehr spannend.
Und insofern, ja, ich kenne Richard, wir sehen ihn öfters in München. Also das ist ja gar kein Thema, dass man sich da auch austauscht. Und wer wäre ich, wenn ich nicht mit Richard Ringer sprechen würde, als wenn ich in München ein Marathon-Team aufbaue? Da hätte ich den Job verfehlt. Nein, also grundsätzlich sind das schon Dinge. Der Richard ist ja auch schon in einem gewissen Alter. Trotzdem denke ich, wenn man die Karriere von ihm anschaut, Olympia-Weltmeisterschaften, Top-Leistungen, Top-Leistungen abgeliefert. Und er stand da immer am Start, hat immer höhepunktorientiert trainiert. Also ich bin ein großer Fan von ihm, das sage ich ganz offen. Also ich halte ihn für einen der besten Läufer in Deutschland, die es je in Deutschland gab. Auch mit seiner Vita 5000 Meter Bronze-Medaille auf der Bahn, zweimal bei Europameisterschaften, hundhochentwickelt, von unten, von 1500 auf den Marathon. Also das ist so, eigentlich so ein bisschen auch meine Idee, den wir bei Thea ja hatten. Aber Thea ist jetzt kein Profi, aber im Endeffekt ähnliche Werdegang. Das ist schon à la Bonheur, sage ich jetzt mal.
Ja, auf jeden Fall. Also, um hier vielleicht auch nochmal kurz das nochmal ein bisschen rauszustellen. Ich glaube, grundsätzlich braucht die deutsche Leichtathletik immer neuen oder dringend, glaube ich, auch neuen Input und Leute, die gewisse Visionen verfolgen, sei es auch in der Ausgestaltung eben von neuen Teams, weil, ja, ich glaube, wir drei jetzt hier, glaube ich, das ist immer relativ eine Meinung. Ich glaube, so innovationsmäßig sind wir nicht ganz vorne und von dem her ist alles, was da neue Möglichkeiten schafft, erstmal total zu begrüßen. Gleichzeitig, und das ist natürlich auch ein Thema, was wir letztes Jahr schon mit Klaus Dietlofs besprochen hatten, ist es ja so, dass nicht in allen Belangen das mit offenen Armen empfangen wird, wenn es neue Ansätze, neue Konzepte gibt. Stichpunkt Germany Athletics ist ja.
Immer noch, also ich habe vorher in der Vorbereitung auf die Sendung nochmal ein bisschen recherchiert, Newsflash, wenn du da einfach mal Germany Athletics oder Munich Athletics eingibst, da findest du ja also von der Süddeutschen über alle möglichen, die da natürlich ihre Meinung dazu abbilden, es ist in der Szene glaube ich sehr umstritten, ich war auch zuletzt wieder ein paar mal hier in meiner, ursprünglichen Heimat Sindelfingen, natürlich auch mit Weggefährten von damals gesprochen, mit Leuten ich glaube in Stuttgart ist ja auch was am Entstehen, ich weiß gar nicht, wie weit da der Stand ist, aber es soll wahrscheinlich dann Stuttgart Athletics werden, haben wir, Ralf, ja auch schon gehört, dass es da durchaus auch.
Wir nennen jetzt keinen Namen, Gegenbestrebungen gab aus, wie sagt man da jetzt, offiziellen Trainerfunktionen, die in Baden-Württemberg tätig sind, die das offensichtlich nicht so gut finden. Und natürlich gibt es auch Traditionsvereine, die solche Entwicklungen auch nicht so gut finden. Es ist sehr kontrovers diskutiert. Als jemand, der aus der klassischen Leichterität kommt, der mehrere, haben wir ja vorher schon gesprochen, auch eigene Projekte schon gegründet hatte, als LG-Form etc. Etc. Was hat dich dazu bewogen, jetzt zu sagen, hey, ich möchte nochmal was Neues aufbauen, aber ich finde dieses Konzept, was jetzt für Deutschleiterlich erstmal sehr neu ist, ich finde das total appealing und ich finde, das ist jetzt genau der richtige Rahmen, um hier was Neues zu starten.
Ja, es ist nicht so, dass es da jetzt eine Initialzündung gab, jetzt muss ich das machen. Es war eigentlich schon so, dass ich um die TH herum seit 2018 geschaut habe, dass wir gute Läuferinnen, also nicht nur deutsche Läuferinnen, einfach in so eine Art Team integrieren, wo Austausch da ist, wo man eventuell zusammen trainieren kann. Damals kam Teresa Hochoba zu mir eben und auch andere eben. Dann kam diese Ukraine-Geschichte jetzt auch vor ein paar Jahren hinzu, wo ich also etwa 70 Athletinnen in der Ukraine, Leichtathletinnen, nicht nur Läuferinnen, es sind einige wenige Läuferinnen, aber unterstütze, Support mache, dass sie den Sport auch weiter ausüben können oder sie unterstütze, wenn sie hier zu Wettkämpfen sind. Und einige eben auch da unterstütze in ihrer Leistungsentwicklung, vor allem in jüngere Läuferinnen. Und als ich mit Klaus mal darüber geredet habe, hinsichtlich München, Running Team und so weiter.
Es war relativ schnell klar, dass Germany Athletics ja ein System ist, was natürlich in erster Linie deutsche Athleten auch entwickeln soll und positionieren soll. Aber dass eben auch diese Internationalität durchaus ein Punkt ist, dass man in einem Team durchaus den einen oder anderen internationalen Athleten haben kann, wenn mal so eine Liga, eine Leichtathletik-Liga kommt. Und das ist immer schon so ein bisschen mein Denken gewesen. Ich denke, es macht jetzt nicht so viel Sinn, sich nur immer im eigenen Saft zu baden, sage ich jetzt mal, im eigenen Wasser zu baden, sondern über den Tellerrand hinaus zu schauen.
Andere Athleten auch, Trainingspartner etc. Hineinzuholen, auch wenn die keine deutschen Athletinnen oder Athleten sind. Und den Ansatz grundsätzlich von Germany Athletics finde ich richtig. Jetzt ist es ja im Moment so, dass ausländische Athleten, also zum Beispiel ukrainische Athleten, maximal bis zu bayerischen Meisterschaften hier starten können. Das finde ich auch vollkommen in Ordnung, weil die sollten jetzt nicht deutscher Meister werden, wenn sie ein Jahr hier wohnen. Aber es ist natürlich schwierig, weil kein Verein und kein Trainer natürlich Interesse daran hat, diese Leute zu trainieren oder zu unterstützen großartig. Auf der anderen Seite sage ich mir, jetzt nur mal als Beispiel, wenn wir in München haben, wir eine gute Stabhochsprunggruppe.
Und einen Hochsprung-Bundestrainer, wenn da eine Athletin wie eine Mahutschik oder so trainiert oder mittrainiert am Stützpunkt, wo es Austausch, wo man vielleicht lernen kann. Ich glaube, das wäre jetzt nicht verkehrt. Also sie ist nicht in München, aber sie trainiert ja ab und zu in Erlangen oder in der Nähe in Herzogenaurach. Und ich denke, solche Dinge muss man denken. Das ist eine Geschichte. Die andere Geschichte ist wirklich, dass ich denke, dass Germany Athletics ein Prinzip verfolgt, das wir eigentlich in Deutschland nicht so haben. Wir haben Vereine, kleine Vereine und wenn kleine Vereine einen Athleten ausbilden, dann geht er irgendwann zum großen Verein und der kleine Verein hat gar nichts mehr und der Trainer hat auch nichts mehr. Ich sage jetzt mal, in meinem Fall ist es ja anders gelaufen. Ich habe die Thea sozusagen immer mitgenommen, von der LG Team Isertal zur LG Stadtwerke und dann nach Regensburg und ich bin mit ihr gewachsen und sie ist mit mir gewachsen. Also ich bin jetzt kein fertiger Trainer gewesen. Ich habe gelernt, gelernt und ich lerne bis heute. Und das ist, glaube ich, auch ganz wichtig. Und German Athletics bietet ja zum Beispiel den Vereinen im Umland Kooperationen an. Das heißt, man kooperiert mit einem Verein, einem kleinen Verein, der hat ein paar gute Athleten oder ab der U18, dann können die für zum Beispiel jetzt Munich Athletics starten und German Athletics übernimmt für den Verein alle Wettkampfgebühren. Aber der Athlet bleibt in dem Verein beheimatet und zahlt seinen Vereinsbeitrag an den Verein.
Das heißt, der abgebende Verein, der ein Talent oder einen guten Athleten entwickelt, der hat noch was davon. Und der Athlet wird dem Verein immer verbunden bleiben, auch mit dem Emblem auf der Brust, obwohl er dann für, ich sage jetzt mal zum Beispiel, Munich Athletics startet. Also diese Idee, dass man eben nicht gegeneinander arbeitet, den Rahmen dann sozusagen quasi abschöpft, sondern... Alle am Leben lässt und alle braucht. Das ist aus meiner Sicht eigentlich eine geniale Idee und eine revolutionäre Idee. Ich habe das ein paar Mal versucht, auch in meiner Münchner Zeit. Da war immer Widerstand. Na, was brauchen wir da kooperieren? Wir müssen auf uns schauen und so. Das ist schon immer ganz gerne der Tenor gewesen. Und mit der Idee von German Athletics, dass man eben kooperiert und dass der abgebende Verein auch einen Vorteil noch davon hat, auch in der Vermarktung etc., in der Zusammenarbeit, das ist eine neue Qualität. Und ich denke, darüber sollte jeder Verein mal nachdenken. Ich habe gestern auch ein Gespräch mit einem Vereinsvertreter gehabt und der war ganz überrascht, weil er das gar nicht wusste. Also es werden hier so Chimären aufgebaut, bümmische Dörfer, sage ich jetzt mal.
Da werden die besten Athleten abgeworben. Ich sehe das gerade nicht. Ich gehe jetzt mal auf meine Situation. Ich habe überhaupt kein Interesse daran, In München irgendjemandem zu schaden. Ich will kooperieren. Mit jedem, der da ist, kooperieren am besten. Vielleicht gibt es mal unterschiedliche Interessen und man kommt nicht zusammen, aber man kann immer reden. Man hat immer eine persönliche Ebene. Und wenn wir München anschauen, wie gesagt, es gibt keine Marathonläufer hier in München, die jetzt im Bereich, sage ich jetzt mal, unter 2,40 laufen oder 2,35. Ist doch super, wenn wir da welche nach München holen und dieses Marathonlaufen, auch gerade im Hinblick vielleicht auf eine Olympia-Bewerbung, hier kultivieren, nach vorne bringen, 365 Tage im Jahr bewerben. Das ist doch die Idee. Und das macht im Moment keiner. Also nehme ich niemandem was weg. Ich möchte nicht die Situation in Baden-Württemberg oder so kommentieren, weil ich da nicht dabei ist. Also ich fühle mich gerade so wie in einem Start-up. Es gibt flache Hierarchien bei uns. Klaus hat gesagt, nimm das in die Hand, wenn du willst. Wenn du eine Idee hast, mach das. Ich verständige mich mit dem Klaus. Wir sprechen Dinge ab, auch was die Verpflichtungen anbelangt. Aber ich kann das entwickeln, kreieren, was meine Idee ist. Und.
Ich fühle mich so wie das agile Arbeiten. Also da hat man flache Hierarchien. Man redet mit Leuten. Leute, die was machen wollen, kommen her und sagen, gut, komm, mach mit und wir packen die Sache an. Das ist aus meiner Sicht ein bisschen, was der Leichtathletik fehlt. Diese Strukturen sind sehr eingefahren. Die funktionieren teilweise sehr gut. Also ich sage jetzt mal, Baden-Württemberg ist super aufgestellt grundsätzlich in der Leichtathletik. Also da sind super Talente, die da rauskommen. Also Sandrina Sprengel ist ein gutes Beispiel aus meiner Sicht. Fantastische Entwicklung, verfolgt es seit drei, vier Jahren, weil ich auch mal eine ganze Gruppe von Mehrkämpfern hier hatte aus der Ukraine, hatte ich sie mal kontaktiert, was gefragt, also toll, ja, ich möchte aber, ich weiß nicht, wie die Situation dort ist, warum sie so ist. Ich kann für München jetzt sagen, ich sehe momentan wenig Überschneidungspunkte in der Richtung, dass wir irgendwie konkurrieren, weil Marathonlaufen ist momentan als leistungssportliche Orientierung, hochleistungssportliche Orientierung nicht präsent hier.
Ja, das ist ja ganz spannend, dass du da mal ein paar Sachen einordnest. Einordnest, was viele, glaube ich, nicht wissen. Ja, genau. Die Frage, würdest du, das wäre jetzt nämlich auch noch spannend als Folgefrage, weil du warst ja auch schon sehr involviert in Stadtwerke München, würdest du sagen, die Stadtwerke München sieht das auch so? Weil wenn wir es auch mal ein bisschen loslösen, vielleicht noch von dem reinen Marathon-Aspekt, den ihr jetzt versucht aufzubauen, hatten wir, Es war aber, glaube ich, schon im letzten Jahr dann der Fall, doch zwei Weggänge. Wer waren das gleich? Marius Wolf, glaube ich, und Tobias Portier, glaube ich. Die ja schon zu, es war wahrscheinlich dann nicht Munich Athletics, sondern wo sind die hingewechselt? Die sind ja aufgrund der besonderen Situation, Munich Athletics war damals noch nicht gegründet, aufgrund der besonderen Situation und auch aufgrund der finanziellen Möglichkeiten zu Cologne Athletics gewechselt. Also zum Kernverein dieser ganzen Bewegung, die Klaus Detloff da entwickelt und ausgebaut hat. Aber auch mit der klaren Maßgabe, dass die nicht nach Köln wechseln, also physisch nicht nach Köln wechseln und dort trainieren, sondern in München bleiben und halt auch dahin wieder perspektivisch zurückgehen. Und das passiert ja jetzt halt auch. Dass eben da, nochmal nur das angesprochen, das Hochsprung-Team sich vielleicht auch ein bisschen noch erweitert und entwickeln kann rund um Bundestrainer und Tobi und so weiter.
Aber da war diese Zielrichtung immer klar, dass es in die Richtung geht. Denn ein anderes wichtiges Element ist ja die sogenannte bedarfsgerechte Förderung, die ein wesentlicher prägender.
Fahl ist in dieser gesamten Konzeption von Germanic Athletics, dass geguckt wird, was brauchen denn eigentlich spezielle Trainingsgruppen, spezielle Athletinnen und Athleten an ihrem jeweiligen Ort. Und da geht es nicht darum, und das wird ja auch, glaube ich, oft falsch verstanden, Leute zu entwurzeln und wegzuziehen, sondern zu schauen, wie ist denn die Laufsituation rund um die Trainingsgruppe von Thea und Norman in München und was kann denn da entstehen? Und haben die Bock, sowas zu formulieren, sowas zu leben, sowas auszubauen. Weil das ist dann eben genau der Punkt. Du brauchst ja jeweils vor Ort auch Menschen, die das leben und die tägliche Befassung damit machen. Weil das wird Klaus nicht machen, das ist ja klar. Nee, das ist auch nicht seine Aufgabe letztendlich. Nee, nee, natürlich nicht. Also genau, das ist der Punkt. Also letztendlich brauchst du natürlich Leute. Wie gesagt, ich sehe mich jetzt weniger als Coach. Ich möchte jetzt nicht alle Leute, die zum Munich Athletics wechseln, coachen, weil die hervorragende Trainer haben und das bisher super gemacht haben. Also den Schuh will ich mir gar nicht anziehen. Also ich sehe mich eher als Koordinator, der die Sache hier entwickelt und auch eventuell den ein oder anderen Partner mitbringt oder heranzieht und die Sache dann sozusagen voranbringt.
Genau, das, was du sagst, wir wollen ja eigentlich die Potenziale, die bestehen, die wollen wir fördern. Und das sind meistens, gerade im Langstrecken- oder Marathon-Bereich, ja immer Duos, Trainer, Athlet, ganz oft. Jeder, also ich kenne keinen Marathonläufer, der nicht seinen eigenen Trainer hat. Und also von den guten Marathonläufern, ich spreche jetzt mal so unter 2016.
Insofern, wenn diese Konstrukte funktionieren, super, dann müssen wir die mitnehmen, dann versuchen wir die Rahmenbedingungen zu schaffen, versuchen die ein bisschen mit unserem Know-how, das wir ihnen anbieten, weiterzuentwickeln. Aber wie gesagt, es ist nicht das Ziel, ihr kommt ja her, ihr trainiert bei mir und ihr müssen alle zusammen trainieren. Das ist nicht das Ziel. Langfristig mit Sicherheit ein Ziel, hier so eine Gruppe aufzubauen, wo man vielleicht mehr zusammen trainiert etc. pp. Das ist natürlich schon auch die Denkrichtung. Aber jetzt ad hoc, die Leute hier zusammenzuziehen und bei einem Trainer zu trainieren zu lassen, nein. Bezüglich der Wechsel vielleicht noch. Also ich sehe mich in der bayerischen Leichtathletik zu Hause. Also ich war immer, ich war noch nie bei einem anderen Verein außer einem bayerischen Leichtathletik-Verein. Und ich sehe aber auch, dass viele Leute Tendenz haben, wegzuwechseln, weil andere gute Konstrukte entstehen. Also wir haben jetzt zwei prominente Abgänge aus Bayern. Eine ist Simon Boch. Der ist nach Düsseldorf gegangen, trainiert dort auch mit einem anderen Trainer. Und das andere ist jetzt eine Mona Meier über die 400 Meter, die zu Frankfurt Athletics geht.
Ich bin jetzt in diese Wechsel nicht eingebunden. Ich kann das auch nur, ich sehe das von außen. Aber ich sage, das sind Leute, die weggehen. Und es muss ja auch einen Grund geben, warum sie weggehen. Und das kann ja nicht das Ziel der bayerischen Leichtathletik, auch der Münchner Leichtathletik sein, dass die Leute dann lieber woanders hingehen, bloß nicht hierbleiben und bei einem anderen Verein sind, der in München ansässig ist. Also ich sehe Germany Athletics auch genau so, wie du es beschrieben hast, als eher als Integrator, dass man eben den Leuten zeigt, hier ist eine Perspektive, die vielleicht bei einem anderen Verein nicht da ist. Und ich würde das gar nicht so negativ sehen, also dass man jetzt abwirbt oder irgendwas. Was macht ein Marathonläufer, der ganz allein in einem Team ist, ganz allein mit seinem Trainer und sonst keine anderen Läufer hat in dem Verein. Der kann gut unterstützt sein, aber in der Regel wird er dann seine eigenen Trainingslager organisieren. Er wird alles selber machen, wird sich mit anderen Läufern zusammenschließen. Ich weiß nicht, ob das ein Mehrwert dann auch ist. Ich denke, dass wir hier über diese Schiene etwas gestalten können, Leute integrieren können, ihnen Chancen bieten können. Und das ist ja das Ziel. Also im Endeffekt etwas verbessern und nicht verschlechtern die Situationen.
Ja, also ich sehe das ganz ähnlich wie du. Ich habe oft den Eindruck gehabt, dass Vertreter, die sich da sehr offensiv dagegen wehren, teilweise eben auch nicht dieses Konzept komplett durchdrungen haben oder sich auch einfach keine Mühe gemacht haben, sich da wirklich dahinter zu klemmen, um das nachzuvollziehen, sondern einfach mit dieser Aber-Haltung.
Ja, da natürlich, glaube ich, schnell Mitstreiter gefunden haben oder Meinungsgleiche, die natürlich auch eher aus diesen bestehenden Strukturen kommen. Ich glaube, für Athleten, weil am Ende muss man, glaube ich, auch über die finanzielle Komponente sprechen, ich glaube, es ist halt nun mal so, wir haben in der Deutschen Leichtathletik international betrachtet und dafür braucht man eben eine breite Basis, um auch eine Spitze entwickeln zu können oder auch um diese Leidenschaft irgendwie zu vermitteln. Braucht es am Ende, wenn man jetzt davon ausgeht, dass nicht alle irgendwie in die USA wechseln können für irgendwelche Stipendien an Unis und bestenfalls da zum Profi reifen, dann muss man ja schauen, was haben wir für Möglichkeiten, das hierzulande zu schaffen. Und ich glaube, dass da einfach in Teilen klassische Vereine oder kleine Vereine haben wir vorher als Beispiel genommen, wo ja Talente auch häufig erst mal... Entdeckt werden oder ihre Grundausbildung durchlaufen, vielfach halt natürlich auch nicht die ökonomischen Möglichkeiten haben, am Ende irgendwo was in Richtung Profisport zu unterstützen und zur kompletten Wahrheit gehört halt nun mal auch, dass es ab einem gewissen Level, wenn man das dann anstrebt.
Dass der Sport ist, der ja auch durchaus nicht nur günstig ist, also Stichpunkt nicht jeder ist im Bundeskader und bekommt irgendwie, und selbst die, die im Bundeskader sind, wissen wir auch, Auch die bekommen ja nicht alles übernommen, leider, an Trainingslagern etc. Das heißt, das ist am Ende einfach eine Geschichte, die Geld kostet. Wir reden jetzt nicht davon, dass die Leute so viel Geld durch hier Germany Athletics zur Verfügung haben, dass sie sich einen dritten Porsche kaufen, sondern wir reden erst mal darum, dass es für viele, Stichpunkt bedarfsgerechte Förderung darum geht.
Einen Rahmen zu schaffen für sich, sich sportlich weiter zu verbessern. Das muss nicht bedeuten, dass man dann seinen Job aufgibt, Aber es gibt natürlich auch Leute, die schon in diesem Step vielleicht sind, dass sie aktuell das eben als Haupttätigkeit ausüben. Und wir alle wissen, sportliche Karrieren, ja Marathon, wenn man gesund ist, das hast du vollkommen richtig gesagt, glaube ich auch, dass man da oftmals mit vielleicht Richtung Mitte 30 ersten Höhepunkt erreicht. Andere Sportarten oder Disziplinbereiche haben vergleichsweise kürzere Karrieren. Also man hat jetzt nicht unendlich viel Zeit, da glaube ich sein Leistungsmaximum auszureizen. Insofern kann ich jeden Athleten verstehen, der dann auch sagt, es gibt auch neben dem Umfeld einfach auch ökonomische Zwänge, die das manchmal nötig machen und in solche Entscheidungsprozesse mit einfließen. Wenn du dann aber noch die Möglichkeit hast, dein schon bestehendes Umfeld, sprich du hast vielleicht einen Coach, mitzunehmen und kannst dir mehr oder weniger frei deinen Standort aussuchen, dann ist das, finde ich, eine so unfassbar großartige Bereicherung für die Szene, muss man sagen, und auch für diese Top-Leute, die ich auch total begrüße, ehrlich gesagt. Ja, der Punkt ist natürlich schon auch, dass wir nicht nur mit neuen Strukturen zu tun haben, sondern auch mit anderen Voraussetzungen im Leistungssport zu tun haben.
Es ist halt zunehmend schwerer aus einer Situation, wenn ich tatsächlich ja noch eine Ausbildung mache oder einen Beruf habe oder eine Leistung zu entwickeln, wenn dann nicht extrem auf mich abgestimmte Trainingsumfelder geschaffen werden können. Und das ist natürlich eine Herausforderung für jede Einzelne und für jeden Einzelnen, der dann doch nochmal sagt, okay, ich möchte da in diese Richtung mich orientieren. Und vielleicht noch, Norman, weil du das vorhin schon kurz angesprochen hast.
München hat sich jetzt ja als Marathon-Ausrichter neu aufgestellt. Die ersten Erfahrungen, die wir gehört haben, waren durchaus positiv. Es gab sicher auch ein paar Kritikpunkte, aber ich glaube, da sind die Veranstalter ja selbstkritisch und sicher auch aufmerksam genug, dass sie wissen, dass man nicht beim ersten Mal einen perfekten Marathon hinstellt. Was ist das überhaupt, ein perfekter Marathon? Das gibt auch andere Probleme an ganz anderen Standorten.
Aber grundsätzlich, glaube ich, ist da was passiert, dass jetzt auch da, was jetzt den Marathon in München angeht, so eine Aufbruchstimmung zumindest transportiert wurde. Wie könnt ihr euch da eine Zusammenarbeit vorstellen? Weil du hast gesagt, ja, es gibt noch nicht so viele wirklich hochklassige Marathonläuferinnen und Läufer. Und der München-Marathon ist ja an einem nicht unähnlichen Startpunkt. Also die wollen ja sich auch entwickeln in den nächsten Jahren. Genau, also das ist eigentlich sehr gut zusammengefasst. Es gab ja auch einen Rechtsstreit vorher, wer den Marathon ausrichten darf, der ehemalige Veranstalter. Wählend und ätzend, ja. Ja, leider. Aber ja, München, ein bisschen Drama ist immer dabei. Ja, hat einen ersten Hintergrund, glaube ich auch. Aber die LG Stadtwerke München hatte sich ja auch mit dem Konzept beworben und ist dann da aber gescheitert. Und ich glaube, dass es für alle Beteiligten gut ist, dass die Laufstadt GmbH, gemeinnützige GmbH, diesen Marathon jetzt ausrichtet.
Ich finde, sie haben es sehr gut gemacht. Und wir haben ein Gespräch geführt jetzt, ob wir uns eine Zusammenarbeit vorstellen können, jetzt ohne das zu spezifizieren, weil wir genau eben den gleichen Startpunkt irgendwo haben. Und die Zielrichtung in München ist schon auch jetzt nicht, vielleicht wie Berlin oder Frankfurt ein ähnliches Management zu betreiben, dass man über Managements eben afrikanische Läufer holt, die dann bestimmte Zeiten laufen, um bestimmte Labels zu bekommen. Sondern so wie ich das jetzt auch dem Gespräch entnommen habe, ist das eher so, man will schon Leistungssport haben, man will schon vorne auch gute Zeiten haben, aber das Konzept, das wir jetzt so verfolgen, mit lokalen, regionalen und nationalen Teilnehmern.
Mit dem europäischen Einschlag, das korreliert miteinander. Und wir haben jetzt erst mal so ein erstes Gespräch gehabt. Aber ich denke, wir werden da in Zukunft präsent sein. Auch jetzt war die Thea auch zum Beispiel schon dabei und wir werden da mit Sicherheit den Veranstalter auch versuchen zu unterstützen.
Genauso wie ich das mit einem anderen Veranstalter mache in München, der verschiedenste Laufveranstaltungen, Winterlaufserie, Frühjahrshalbmarathon etc. Macht. Der ist zugleich auch im Moment Vorsitzender vom MRC, also vom Laufverein, der Teil der LG ist. Und den kenne ich relativ gut und ich unterstütze mit Athleten seine Veranstaltungen schon seit zehn Jahren. Das finde ich eben wichtig, dass wir präsent sind hier in München, dass wir die Qualität der Veranstaltung mit guten Athleten fördern. Das ist unser Part, den wir machen können. Eventuell gibt es dann auch mehr Synergieeffekte. Aber es ist ein bisschen ein anderes Konstrukt als in Düsseldorf, um das vielleicht auch nochmal klar zu machen. In Düsseldorf gibt es ja die Running. Also unser Konzept ist ein anderes. Wir sind komplett unter Munich Athletics und Germany Athletics. Die Running ist ja im Endeffekt der Düsseldorf Marathon und die Athleten sind nur gleichzeitig sozusagen Düsseldorf Athletics Members. Also da gibt es auch ein bisschen andere Organisationsstruktur, auch weil vielleicht einige so fragen, ja, warum geht der Boch dann nach Düsseldorf und nicht nach München? Spricht man sich da nicht ab?
Also das ist schon ein eigenständiges Konstrukt. Die macht Sonja Oberheim dort, die stellt das Marathon-Team zusammen und da hat jetzt Germany Athletics eigentlich keinen Einfluss drauf. Auf Munich Athletics sind wir 100% Germany Athletics, sag ich jetzt mal. Das läuft unter dem Dach und es ist, wie gesagt, definitiv das Ziel, auch hier mit den Veranstaltern zu kooperieren und eben das Thema Laufen, Marathon voranzubringen.
Also um da bei Simon Boch nochmal auch den Rahmen zu erklären, das ist für ihn ja sicher auch so eine Situation, nochmal gucken, was geht, plus, wenn ich das richtig weiß, Rahmenbedingungen für ihn und für seine Frau, die da entsprechend geschaffen sind, also durchaus eine sehr individuelle Lösung, die da gefunden worden ist. Die Running ist ja sowieso von der Struktur her ein bisschen anders, weil die Stadt da halt auch stark drin steht. Der Marathon wird ja da veranstaltet. Das ist ja insgesamt eine Veranstaltungs-GmbH, wenn ich da richtig informiert bin. Ich weiß nicht, ob die KG oder GmbH sind, aber ich meine GmbH. Du hast Sonja Oberam schon angesprochen. Ja, auch eine sehr, sehr gute Marathonläuferin, die da in Richtung Laufen, Triathlon und so weiter eine Menge in und um Düsseldorf herum betreibt. Aber das ist ja genau das Spannende. Es müssen ja nicht überall dieselben Sachen passieren, sondern es müssen Initiativen passieren, die Menschen bewegen, die Leistung ausprägen können letztlich und die Synergien schaffen, die dann irgendwie eine Sinnhaftigkeit bringen. Wie sieht denn zum Beispiel in München ein Austausch aus mit den Running Clubs, mit den Communities, die ja wie Pilze aus dem Boden schießen in den größeren Städten und ja auch für neue Aspekte im Laufsport sorgen, nämlich einen erheblichen Boom in dem jüngeren, mittleren Erwachsenenbereich.
Schau dir da auch schon mal vorbei. Hast du da mal einen Blick drauf geworfen, ob da nicht doch der ein oder andere Spätentwickler oder Quereinsteiger unterwegs ist, der in Richtung Leistungssport vielleicht noch eine Ambition hat?
Das vielleicht weniger, aber es ist genau der Punkt. Das ist auch ein Aspekt, mit dem München Marathon auch zu arbeiten. Die haben das sehr gut gemacht aus meiner Sicht. Die haben die Lauf, ja das sind ja keine Clubs, aber es sind Lauftreffs, sage ich jetzt mal, wie man das bezeichnen will. Ob das 26 Miles ist, ob das Kraftrunners ist, angesprochen, dass die in dem Marathon unterstützen mit Cheering Zones und so weiter. und es ist eine super Stimmung gewesen. Ich war selber da, ich bin mit dem Radl, also einen großen Teil der Strecke da entlang gefahren. Es war super. Ich bin teilweise da gar nicht durchgekommen. So viele Leute waren da an der Strecke, also Richtung Leopoldstraße. Also stimmungsmäßig aus meiner Sicht bisher so einer der besten München-Marathons.
Das ist genau auch das Ziel natürlich. Wir wollen eventuell mit München, aber auch separat mit diesen Laufgruppen sind wir teilweise, kennen wir ja die Leute, einfach weil es auch Läufer sind oder in Lauffirmen unterwegs sind. Mit denen wollen wir kooperieren oder zumindest in Kontakt treten. Was wir da machen können, eventuell mit guten Athleten von uns da mal vorbeischauen etc.
Das sind so Dinge, die ich denke, das ist jetzt dieser Neue, das ist das Neue eigentlich. Also es geht nicht nur um Clubs, um Nachwuchs, sondern es geht auch um Präsenz, um die Generation abzuholen, die vielleicht nicht unbedingt nur den Leistungsaspekt da hat, sondern eben auch diesen Fun und den Spaßaspekt. Und ich meine, ihr beide wisst es, Philipp, als Marathonläufer selber noch, also wenn du noch Berlin läufst, ist es halt Gänsehaut, wenn du Marathonläufst dort. Aber ich war in Valencia mit Thea, ich habe sowas auch noch nie gesehen. Es war fantastisch. Also so viele Läufer, also wir brauchten gar keinen Pacemaker. Ist einfach gelaufen und hat 100 Leute um sich rum gehabt in dem gleichen Zeitbereich. Also es ist fantastisch. Also da geht mir jetzt so ein bisschen als Marathon-Fan also das Herz auf, wenn du solche Veranstaltungen hast. Und das muss es ja sein. Also wir machen ja Sport nicht nur um der Leistungswillen, was schon der Fokus jetzt bei uns auch ist, sondern wir machen es natürlich auch um der Unterhaltung willen. Und da gehört diese auch Marketing und diese Präsenz einfach hundertprozentig dazu. Und wenn wir uns da eben connecten können mit möglichst vielen, ich sage jetzt mal so Groups in der Stadt, ob das jetzt ein Verein ist, ob das ein Lauftreff ist, das ist genau das, was ich will. Wie gesagt, Laufen verankern, nicht nur einmal im Jahr, wenn der Marathon stattfindet oder wenn eine deutsche Meisterschaft stattfindet oder was auch immer.
Sondern wirklich 365 Tage im Jahr im Optimalfall präsent zu sein in dieser Stadt oder generell auch medial, um dieses Laufen, dieses Langstreckenlaufen, die Erlebnisse damit verbunden sind, um die auch zu transportieren. Das ist letztendlich das Ziel. Ja, das klingt cool. Schon ein bisschen wie ein Schlusswort, ehrlich gesagt.
Wir werden natürlich für all diejenigen, die das interessiert, selbstverständlich in den Shownotes auch nochmal die Website von einerseits natürlich Germany Athletics, aber es gibt ja auch schon einen Ableger für Munich Athletics. Werden wir natürlich verlinken. Also falls es noch Leute gibt und wie gesagt, gerne aus München und Umgebung, aber es ist eben auch nicht festgelegt darauf, dann dürft ihr natürlich gerne da auch in Kontakt treten. Ich habe noch zwei Dinge gelernt. Das eine, Philipp hat sich jetzt endlich offenbart, dass er schon zwei Porsche besitzt, aber es für einen dritten leider nicht reicht.
Habe ich jetzt verstanden. Das erste Mal habe ich das jetzt verstanden. Nach 295 Ausgaben habe ich es jetzt wirklich verstanden. Und ich weiß nicht, Philipp, ob du es mitgekriegst hast, aber das Angebot, das Normandy gerade gemacht hat, das hast du schon gehört. Er hatte kurz den Zeitrahmen für den optimalen Leistungsbereich bis 34 gefasst. Wie gerade rausgewachsen, mit 38. Hat dann ganz schnell auf 38 erhöht. Ich sehe da schon auf das Comeback-Angebot, das kommt jetzt die nächsten Tage. Wenn du Brief bekommst von Munich Athletics, weißt du, worum es geht. Ich möchte dazu sagen, meine Bestzeiten, wie gesagt, hat nichts mit Hochleistungssport zu tun. alle zwischen 38 und 40 gelaufen. Von fünf Kilometer bis Marathon. Also wobei Marathon nicht so schwer war, weil ich da nur eingelaufen bin. Aber nee, also das ist kein Ding. Aber weil der Philipp gerade so gesagt hat, ja, alle willkommen. Genau, ich wollte gerade sagen, also es ist jetzt nicht so, dass wir jetzt nur Athleten, die 2.11 im Marathon oder 2.30 laufen, gerne aufnehmen. Wir haben auch einige jüngere Athletinnen, die im Mittelstreckenbereich unterwegs sind, schon im Team.
Wir haben sehr viele Athleten auch, die einfach berufstätig sind. Also Gabriel Lautenschlager ist zum Beispiel der Sieger vom München Marathon. Ein ganz spannender, der ist Arzt und finde ich ein sehr spannender Athlet. Keiner so ein bisschen auf dem Schirm. Aber das sind so Athleten, die halt sehr spannend sind, weil wir die, glaube ich, auch denen helfen können, sich weiterzuentwickeln. Und grundsätzlich, ob das jetzt ein weniger ambitionierter Athlet ist oder ob das eine konstanste Klosterhalven ist, bei uns ist grundsätzlich jeder willkommen und da gibt es keine Denkverbote oder keine Schranken oder irgendwas. Sehr cool, wir werden das weiterverfolgen vielen Dank für den sehr spannenden Austausch und die noch spannenderen Insights in die Laufszene in und um München und in das Engagement, was du und ihr da reinsetzt, danke für deine Zeit Norman, ich danke euch, dass ich das ein bisschen hier präsentieren durfte, unser Projekt, ja und ihr lieben zu Hause, was auch immer bei euch am Wochenende ansteht geht raus, geht laufen, hört den Podcast und ja, bleibt gesund, dann hören wir uns wieder in alter Frische.