Zum 301. Mal insgesamt und mal wieder mit einer besonderen Folge, denn nicht nur Philipp Flieger ist bei mir im Bestzeit-Podcast, wie immer, sondern unsere Star-Gäste sind auch schon da im Bestzeit-Podcast von Philipp Flieger und Ralf Scholdt. Hallöchen. Ich fühle mich nicht so richtig angesprochen. Ich glaube, du hast Hallo gesagt. Ja, sonst ist ja keiner da, wie ich sehe. Hallo, wir freuen uns auch sehr, wieder da zu sein. Ich zumindest. Ich freue mich auch. Also erstmal herzlich willkommen natürlich, liebe Joyce, lieber Sven. Wirklich fantastisch, dass ihr euch Zeit genommen habt, denn ihr zu Hause werdet das gleich natürlich nochmal plastischer vor Augen geführt bekommen, was das bedeutet. Wir sind heute wieder mit einem kleinen Dreieck unterwegs. Ich bin an der Schnittstelle zwischen Marokko und der Westsahara. Von da aus einmal gewässert, relativ lange gegen Westen geschwommen und wer aufgepasst hat in Geografie, weiß Kalarische Inseln. Meine Tochter hat heute Morgen gedacht, wie, was? Wir sind in der Nähe von Afrika? Ich dachte, wir wären in Spanien. Ich so, oh mein Gott.
Wie war dieser Spruch? Madrid, Paris, egal, Hauptsache in Italien? Ja, so ähnlich, ne?
Genau, genau. Ja, also da unten kann man es sicherlich zur jetzigen Zeit, glaube ich, ganz gut aushalten. Die Info, die du ja mir bemittelt hast, Ralf, als ihr da, ich glaube gestern, gestern angekommen seid, vorgestern, dass es da lauschige 22 Grad hatte, ist natürlich ganz angenehm. Ich vermute fast, dass es bei Joyce und bei Sven heute nicht ganz so warm war. Vermutlich eher ein Minus, vielleicht auch vorne irgendwo standen, zumindest hier in meiner schwäbischen Heimat. War es recht zapfig, als wir draußen waren, muss ich sagen. Das heißt, du hast heute vielleicht auch frieren müssen, wahrscheinlich. War heute eigentlich, ich habe das natürlich nochmal vorher nachgeschaut. Heute müsste Nummer 212 gewesen sein, oder? Marathon Park Nummer 212, ja genau, okay krass, ja das heißt da war es frisch, es war frisch, wir hatten glaube ich minus 5 Grad in der Spitze und es hat geschneit, ich würde sagen die ersten anderthalb, zwei Stunden, also richtig Schnee, so dass es ja auch liegen bleibt und dass man Schneeflocken sieht, auf der Mütze waren Schneeflocken, auf den Handschuhen, also es war jetzt wirklich auch spürbar dass wir Winter haben.
Also es klingt ja erstmal ganz schön romantisch, ne, und so eigentlich nach schönem Winter Aber wenn wir uns alle nochmal zurückerinnern an die Folge, bevor du, Joyce, den Städtetrip begonnen hast, hast du gesagt, ich mache nur einen Winter, weil sonst will ich nicht. Empfindest du den Schnee, der dann liegen bleibt und auf der Mütze glänzt, dann auch noch als was winterlich Schönes?
Mal so, mal so. Also grundsätzlich bin ich tatsächlich fast dazu geneigt zu sagen, so Minusgrade finde ich gar nicht schlecht, weil wenn wir so knapp über Plusgrade haben, dann ist das, was halt von oben runterkommt, Regen und das ist halt wirklich eklig, weil die Klamotten werden nass, die sind super schwer. Es lohnt sich eigentlich auch nicht, sich zwischendrin umzuziehen. Es ist halt wirklich unangenehm und der Boden ist halt gefroren, wenn es kalt ist.
Demnach, wir laufen ja oft Wege, wo eigentlich gefühlt keine Wege mehr sind. Und wenn man dann bei Plusgraden da durchläuft, dann steht man manchmal knöcheltief im Matsch und jetzt ist halt alles schön gefroren. Klar, dann kann man halt schnell umknicken, aber halb so wild. Also ich bin ganz anspruchslos geworden, wenn es um gute Wege geht. Von daher war es fast schon angenehm. Und wenn man weiß, dass es nicht windig wird, dann sind Minusgrade jetzt zwar jetzt nicht so schön wie 15 Grad plus im Frühling, aber besser als Regen. Ja, also ich, wenn man dir auf Instagram folgt, sieht man natürlich, dass du ganz, ganz häufig ja auch von total vielen Menschen begleitet wirst. Auf das Thema können wir später nochmal detaillierter ja auch zu sprechen kommen. Aber ich könnte mir natürlich vorstellen, so gestartet, Anfang Juni, da wird der Ansturm und Interesse korrigiere mich, falls ich falsch bin, potenziell trotzdem ein bisschen höher gewesen als wenn jetzt so wie heute bewusst der ist, minus 5 Grad, es schneit, wahrscheinlich ist es noch windig.
Standen da die Leute auch Schlange, um dich zu begleiten. Ja, da können wir nachher noch mal genauer drauf eingehen. Aber heute war ein Friends Day. Ich habe jetzt den Montag auserkoren zu einem entweder Run Alone oder zu einem Friends Day. Also wenn Freunde da sind, dann dürfen die gerne mitkommen. Wenn nicht, dann laufe ich alleine. Und an allen anderen sechs Tagen die Woche dürfen mich dann gerne wie gewohnt auch die Leute begleiten. Und ich, also korrigiere mich bitte, Schatzi, wenn ich da falsch liege, aber ich würde sagen, dass die Teilnehmerzahl nicht aufgerissen hat, dass sie eigentlich gleichbleibend von Anfang bis auch jetzt. Also manchmal denke ich mir, wir stehen mitten in der Pampa, da ist irgendwie keine große Stadt in der Nähe. Und trotzdem stehen auf einmal 15 Leute am Start.
Und das ist ganz wild irgendwie. Man kann das überhaupt nicht vorhersehen. Aber gefühlt sind immer schon viele Leute dabei gewesen. Also im Endeffekt gibt es da so verschiedene Metriken, die dann zusammenspielen, woran sich dann die Teilnehmerzahl bemisst. Das heißt immer der Wochentag, der Ort, wo man ist. Also ist eine große Stadt da? Das Wetter und das Höhenprofil. Also ein Streckenprofil. Und deswegen ist das wirklich, also du bist noch keinen Tag alleine gelaufen. Jeden Tag war mindestens eine Person dabei und man kann es gar nicht so genau voraussehen. Also wir gucken uns ja auch nicht immer groß die nächsten Tage an. Aber das sind so die Faktoren. Man merkt halt, zum Wochenende sind mehr. Ist es aber dann irgendwo wirklich in der Wallachei, dann sind es wieder weniger. Und wir hatten jetzt in Chemnitz, hatten wir glaube ich 70 Leute dabei.
In Keilsruhe. Du verwechselst es immer, sorry, wenn ich da einschläge. Ja, in Chemnitz waren es 64, das war lange der Teilnehmerrekord. 64? Ja, da waren wir am Anfang, also insgesamt immer im Ganzen. Ja, es hat sich auch wirklich so angefühlt. Also insgesamt über den Tag hinweg, also manchmal sind ja Leute wieder eingestiegen, wieder ausgestiegen und so. Aber wir haben also schon, denke ich mal, auch in der Spitze so 40, 45 Leute mit dabei gehabt. Es hat dann auch schon immer länger gedauert, wenn du beim Vorbeilaufen alle gefilmt hast, Schatzi, Bis dann alle wirklich durchs Video gelaufen sind, war dann manchmal schon sehr lang. Aber Karlsruhe war jetzt tatsächlich die Spitze vor kurzem mit 70 Teilnehmern.
Also das ist ja auch schon merkt es wert. Also spulen wir nochmal ganz kurz zurück zur Deutschlandumrundung. Da hat das ja so unterschiedliche Wellen gehabt. Wenn ich das richtig erinnere, erst waren es ja auch so die Grenzschützer, die euch so ein bisschen an und wieder abgegeben haben in den Gauen oder in den Bundesländern. Dann halt eben auch, wo kann man vernünftig laufen, wo ist es schwieriger zu laufen. Also die Hohenprofile hatten ja dann auch spezielle Geschichten in den Alpen oder sowas. Ja, das ist ja nochmal eine ganz andere Nummer. Aber über diese Zeit jetzt und über die Länge des Städtetrips, Und diese dauernde, wir treffen uns zum Marathon, wir treffen uns zum Marathon und morgen treffen wir uns wieder zum Marathon.
Zeigt ja auch, wie viele Leute ihr, wie soll ich sagen, inspiriert.
Wie viel merkt man davon bei euch selber, weil ihr seid ja so ein bisschen im Hamsterrad. Also ja, ich merke das immer nur so spitzenweise, weil da denkst du natürlich nicht jeden Tag darüber nach. Also es ist schon, das klingt jetzt böse, aber schon fast Normalität, dass wir eigentlich an den Start fahren und mindestens eine Person dasteht.
Und ich kriege das immer erst dann mit, wenn ich im Gespräch bin und die Leute mir erzählen, dass sie sich das im Mai, als ich das Projekt announced habe, direkt in den Kalender eingetragen haben und seitdem nach Trainingsplan trainieren. Jetzt vor ein paar Tagen ist noch jemand mitgelaufen. Das war, glaube ich, am ersten Weihnachtsfeiertag. Der hat sich während des Städtetrips dazu entschieden, als er im August schon einmal mitgelaufen ist, dass er dann das nächste Mal, wenn ich bei ihm vorbeilaufe, dass er dann einen Marathon laufen will. Und hat jetzt in der Zwischenzeit sich noch einen Trainingsplan schreiben lassen, um dann wirklich jetzt am Weihnachtsfeiertag mit mir einen Marathon zu laufen. Und ja, im Gespräch bekomme ich das mit. Ich weiß gar nicht, ob du das so überhaupt mitbekommst am Auto immer. Das ist wahrscheinlich schwierig zu sagen. Ja, also grundsätzlich sind es ja zwei Seiten, also zwei verschiedene Parts, die wir haben. Also Joyce kriegt all das beim Laufen mit. Davon kriege ich ja nicht viel mit, sondern ich sitze ja im Auto, habe dann diese fünf Minuten Trubel, wenn die Leute da sind. Dann bin ich wieder alleine.
Bei mir ist es mehr so der E-Mail-Verkehr, wenn du dann E-Mails kriegst, die sehr berührend sind, dass Leute dann wegen Joyce angefangen sind zu laufen und dann halt auch ihre Geschichte erzählt. Das ist mehr so der Part, wo ich das mitkriege, wo echt schon eins, zwei, drei sehr emotionale und sehr schöne Nachrichten dabei waren, wo man dann halt auch immer sagt, okay, dafür lohnt es sich dann halt auch diese ganzen Strapazen, die wir aktuell haben, dann auf sich zu nehmen.
Ja, das ist ja schon bemerkenswert, dass sich da ja so fast so eine Art von Phänomenia entwickelt hat. Also angefangen natürlich Deutschlandumrundung, das ist natürlich jetzt super extrem natürlich mit 495 Marathons sind es ja in Summe sozusagen.
Man sieht es ja natürlich, klar, digital kann man es relativ leicht erkennen. Also du hast natürlich heute logischerweise eine andere Community und Followerschaft, als du das zu Beginn deiner Deutschlandumrundung hattest. Das ist natürlich der eine Punkt, wo man das natürlich ganz leicht erkennen kann. Aber natürlich schön, dass sich das so in die Breite trägt. Und du ja offensichtlich dann auch Leute ansprichst, die vielleicht vorher mit Laufen gar nicht so viel zu tun haben. Und wahrscheinlich ja, muss man ja mal mutmaßen, ich weiß nicht, vielleicht haben die ja auch erzählt, wie sie dann auf dich aufmerksam wurden. Weil, dass wir natürlich in dieser Bubble drin sind, ist ja ganz klar. Und dann verfolgt man natürlich solche Projekte und solche Themen logischerweise, weil wir ja schon diesen Bezug zum Laufen haben. Wenn jemand diesen Bezug noch nicht hat und das Laufen entdeckt, beziehungsweise dann wird es ja sehr wahrscheinlich darüber gegangen sein, dass irgendwann mal einfach ein Reel von dir beispielsweise vorgeschlagen wurde und er sich dann dachte, okay, gucke ich mir das an, dann guckst du das nächste Reel an und dann stellst du dir vor allem fest, ach, das ist ja ein verrücktes Projekt. Für mich wäre es eine Motivation, da irgendwie mitlaufen zu können. Haben das Leute schon erzählt, wie sie dann auf dich und diese Abenteuer aufmerksam geworden sind? Ja, das gibt da die kuriosesten Geschichten, muss ich sagen. Ich weiß nicht, wie viele so klassische Printmedien oder so da drüber schreiben. Kann natürlich auch sein, dass jemand eine Zeitung liest, aber ich schätze mal eher wahrscheinlich aus dem digitalen Raum, oder? Sowohl als auch, muss ich sagen. Also es gibt Gott sei Dank ganz viele Journalisten, ganz viele Tagesblätter, Wochenblätter oder Regionalzeitungen, die über uns berichten.
Und tatsächlich, also ich würde jetzt nicht sagen, 50 Prozent kommt über die Zeitung, aber da kommt auf jeden Fall schon super viel. Wenn es nicht die Person selbst gelesen hat, dann hat es die Oma gelesen, die hat es dann dem Enkel erzählt und der Enkel ist dann der, der am Ende dann mitläuft. Also die Verbreitungsgeschichte funktioniert halt über Printmedien immer noch total gut. Und diese regionalen kleinen Zeitungen lesen noch super viele Menschen. Also wahrscheinlich die Großen nicht mehr ganz so stark, aber regional ist das immer, also wir merken das immer, wenn gerade wieder ein Zeitungsartikel draußen war, gibt es Minimum einen Mitläufer, wenn nicht sogar zwei, drei, die über diese Zeitung dabei waren oder dabei sind. Dann gibt es halt Freunde, also einfach über Laufgruppen, bekannte Verwandte, die das einfach irgendwo aufgeschnappt haben, nicht mehr wissen, woher, und dann das einfach weiter erzählen. Ja, soziale Medien, würde ich jetzt mal sagen, schon 80 Prozent, oder? Du hast die Zahlen da besser im... Er ist der Zahlenmensch im Hintergrund. Ich führe tatsächlich Statistik darüber, wie die Leute auf uns aufmerksam geworden sind. Spannend.
Ich habe jetzt noch keine Auswertung gemacht, aber beim nächsten Mal, wenn wir uns hören, dann kriegt ihr auf jeden Fall irgendwie detaillierte Auswertung, über welche Kanäle die Leute auf Joyce aufmerksam geworden sind. Da kommt so der kleine Daten-Daten-Daten. Nerd. Nerd in Miro. Also es gibt alle möglichen Kanäle, wie die Leute aufmerksam geworden sind. Es gibt auch nach wie vor super viele Menschen, wie ich finde, die nach wie vor nichts mit dem Laufen am Hut haben, aber dieses Projekt trotzdem total intensiv verfolgen.
Das ist super spannend. Und die kommen dann teilweise entweder einfach nur zu einem VP, um mal Hallo zu sagen, oder gucken dann aus dem Fenster und freuen sich, fahren hupend an uns vorbei, worüber ich mich immer wieder erschrecke. Ich bin einfach zu schreckhaft. Also vielleicht bitte, wir können ja auch dieses Medium dafür nutzen, so Hinweise zu geben. Also bitte, wenn ihr Joyce seht im Auto und ihr fahrt dran vorbei, bitte nicht hupen. Ich bin wirklich die allerschlimmste Person, wenn es um Erschrecken geht. Du kannst neben mir stehen und Buh machen und ich zucke zusammen. Und wenn dann so ein Auto an uns vorbeifährt, dann habe ich immer einen halben Herzinfarkt. Ich weiß, die Leute meinen das gut, aber... Irgendwann ist es immer wie so eine Ziege, die einfach so die alle vier von sich streckt. Und wenn das Projekt wegen eines Opens scheitern sollte, dann wäre das doch schon sehr schade. Ja, absolut. Ich bin aber in der Hinsicht völlig bei dir, Joyce, weil beim Sporttreiben habe ich nie irgendwas in den Ohren. Das heißt, ich bin da jetzt auch nicht irgendwann gedämpft, dass man das weniger unmittelbar hört.
Auf dem Fahrrad, wenn jemand neben mir hupt, fahre ich in den Graben. Ich bin sonst nicht so schreckhaft, aber ich erschrecke mich in Mark und Bein. Ich kann das gar nicht haben. Und es ist so, teilweise wollen die Leute ja nur kurz einmal auf die Hupe drücken, dass sie sagen, okay, ich überhole dich. Was ja tatsächlich gerade auf dem Fahrrad hat auch ein großer Service ist, dass man eben nicht von dem Vorbeifahren erschreckt wird, was auch ätzend ist. Aber ich bin natürlich auch schon rumgefahren und es hat einer irgendeine Tröte aus dem Fenster gehalten. und mich angetreutet. Warum auch immer. Ich könnte so Leute wirken. Wirken. Also auch da nochmal, an alle da draußen, bitte auch den Ralf nicht anrufen. Der fährt sonst im Graben. Und dann gibt es keine nächste Folge. Ja, das wäre auch ärgerlich.
Es gibt super viele Leute, die, sorry, es gibt super viele Leute, die nichts mit dem Laufen am Hut haben und dann vielleicht sogar mit dem Fahrrad mitkommen. Oder zumindest ein Teilstück dabei sind, um das Thema abzuschließen. Genau, ich habe sogar eine gleiche Anschlussfrage, weil das wäre vielleicht auch spannend, wenn du sagst, ihr habt da in der Spitze an so Tagen 70 Leute, die in Summe da mal auch partiell Abschnitte begleiten und gleichzeitig irgendwie 40. Wie viele sind es denn, auch einfach nur mal ein Feeling zu bekommen, die dann den Tag komplett mit dir laufen? Sind das viele, sind das wenige? Wie organisieren die das? Weil, na klar, du bist von Sven abgeholt, Aber wenn die Point-to-Point irgendwie laufen, die müssen ja auch wieder zurückgehen. Ich weiß nicht, ob da so Ultra-Leute dabei sind, die sagen, oh, guck, kein Problem, ich laufe nach 42 wieder nach Hause. Wahrscheinlich nicht ganz so viele. Ist das so 50-50 oder ist schon die überwiegende Mehrheit so, dass die sagen, oh, ich laufe jetzt einen halben mit oder bis zum ersten Verpflegungspunkt oder ... Was ihr jetzt zu Hause nicht gesehen habt, Sven hat schon den Finger gehoben.
Da kommt der Daten-Nerd wieder. Für diese Frage berufen. Joyce, bleib bitte ruhig. Nein, also es ist ja so, dass jeder Teilnehmer, der zu uns an die Strecke kommt, sich einmal über einen QR-Code anmeldet und sagt, er ist dabei. Und insgesamt hatten wir Stand heute 3411 Teilnehmer davon 2623 Läufer, 559 Radbegleitungen, 11 Inliner und 20 Tiere. Ich glaube, bei den Tieren sind wir nicht ganz hinterher. Total detailliert hier. Ja, genau. Also ich weiß sogar, dass es zwei Pferde waren, der Rest waren Hunde. Ich glaube, das waren mehr Hunde. Meinst du, wir haben da alle drin? Achso, und das habe ich glaube ich sogar irgendwann gesehen. Da hat euch ein Reiter ein Stück begleitet, oder auf dem Fahrrad begleitet. Ja, genau. Wir hatten auch zwei Einradfahrer, die habe ich jetzt nicht nochmal gesplittet bei Fahrradbegleitung. Die laufen mit Fahrrad. Genau, dann hatten wir 63 Erst-Halb-Marathonis und bis jetzt 135 Leute, die in den ersten Marathon mit Joyce laufen. Das ist echt so krank crazy. Da habe ich keine Statistik für, aber ich würde das aus dem Gefühl, würde ich sagen, dass dass zwischen 50 und 60 Prozent davon morgens noch gar nicht wussten, dass sie am Nachmittag ihren ersten Marathon gelaufen sind. Das ist krass.
Also das mal die groben Zahlen oder die detaillierten Zahlen, wie viele dann aber jetzt wirklich immer komplett mitlaufen, das ist echt krass. Schwierig zu sagen. Man kann aber schon sagen, dass die meisten Leute viel weiter mitlaufen, als sie ursprünglich geplant haben. Also manche nehmen sich irgendwie einen Halbmarathon vor und sagen sich, naja, jetzt kann ich ja noch einen und noch einen. Also wenn die irgendwie eine Möglichkeit finden, ja, da abgeholt zu werden oder ihr Shuttle-Service oder sich irgendwie anderen Mitläufern anschließen, die dann anbieten, hey, ich kann dich mitnehmen zurück, dann laufen die Leute meistens viel mehr, als sie geplant haben. Auch das ist das Schöne, weil du das gerade gesagt hast, ja, Joyce muss sich um den Service nicht kümmern. Sie ist am Ziel und ich bringe sie dann halt irgendwo hin.
Und es ist immer schön zu sehen dann, wenn die Läufer laufen und eigentlich wollte ich da hin und dann kommt dieses Gespräch. Pass auf, ich kann nicht mitnehmen, mein Freund holt mich ab, wo musst du hin? Also jeder ist irgendwie immer weggekommen und das ist dann halt irgendwie cool, Dann auch zu sehen, wie homogen es dann auf einmal ist in so einer Truppe, wo eigentlich wildfremde Menschen, die sich nicht kennen, dann irgendwie arrangieren und dann auf einmal fahren die zu vierten nach Hause und ja, alle sind weggekommen und Person A konnte dann halt noch 10, 20 Kilometer weiterlaufen. Ja, oder sogar, dass die sich nochmal verabreden, entweder um nochmal bei uns mitzulaufen oder vielleicht sogar privat verabreden. Also wir haben jetzt auch schon, das haben wir nicht gezählt, aber schon wieder ein paar Menschen zusammengeführt. Also ich habe das jetzt bestimmt schon dreimal erlebt, dass sich nahezu Nachbarn an der Strecke getroffen haben und festgestellt haben, dass sie irgendwie Luftlinie so 200 Meter voneinander entfernt wohnen. Also gefühlt Nachbarschaft.
Und die jetzt einfach die Kontaktdaten ausgetauscht haben und demnächst zusammen laufen gehen. Das ist doch mega cool. Und da muss erst ich vorbeilaufen, dass die Menschen feststellen. Ja, aber gut, wo trifft man sich zum Laufen? Weil ich denke das auch oft, Man läuft halt in seinem Revier irgendwo. Wie wahrscheinlich ist das jetzt, dass du jemanden triffst, der auch in deinem Revier läuft, zur selben Uhrzeit, am selben Tag, zur selben Gelegenheit? Das ist schon relativ willkürlich und relativ unwahrscheinlich, wenn man es mal durchrechnet auf jetzt mal eine Woche und die Zeit, die eine Woche da potenziell zum Laufen zur Verfügung hat. Also das ist durchaus nicht so ungewöhnlich, dass Leute sich ja nicht kennen, obwohl sie zwei Straßen weiter wohnen. Du hast andere Lebensrhythmen und dann triffst du dich einfach nie. So ist das. Ich habe nochmal eine Frage, Sven, wegen der VPs, wegen der Verlindungspunkte.
Sind die immer an derselben Stelle oder markiert ihr immer auch den Halbmarathon? Nee, also grundsätzlich ist es so, dass ich es versuche, immer bei 7, 14, 21, 27, 28, 34 und 38 zu machen. Das sind immer sechs. Das kommt dann immer darauf an, wie zugänglich das wahrscheinlich für dich ist, oder? Genau, wie ich da hinkomme. Also das ist der Standard und dann weicht es halt ab. Aber das ist ungefähr so diese sieben Kilometer sind bei Joyce ungefähr 50 Minuten.
Gute Verpflegungsrationen quasi, alle 50 Minuten was zu sich zu nehmen. Also ich dann auch in der Pflicht bin, was zu mir zu nehmen, damit es nicht in Vergessenheit gerät. sind die ungefähr, ja, also nie auf dem Strich genau, aber in der Umgebung. Wenn es dann im Wald ist, dann ist es davor oder danach. Ja, aber es ist halt automatisch immer Halbmarathon, wenn man in sieben Kilometer-Etappen dann denkt. Das stimmt natürlich. Wie wenn du so ein VP, also anläufst da jetzt mal, oh gut, 50 Minuten, ja.
Bist du da, also du nimmst dir dann schon Zeit, wie muss man sich das vorstellen, bleibst du kurz stehen oder nimmst du nur ein Gel aus der Hand und läufst weiter, du hast ja keinen Zeitdruck, dass du da irgendwie wahnsinnig schnell laufen musst, kannst ja auch kurz mal drei Minuten stehen bleiben und in Ruhe was essen, bist du da noch bei Gels, Getränken oder lieber bei einem Pausenbrot? Weil ich sag mal so, ich hab eine ultra, ultra, ultra light Version als Schnapsi den Sommer gemacht, wo wir gesagt haben, komm, wir haben jetzt irgendwie eine Woche grad frei, wir laufen jetzt über die Alpen. Sechs Tage von Garmisch nach Angadasee. Das waren ja nur sechs Tage, das waren ja nur sechs Etappen, so mit, keine Ahnung, plus, minus 50 am Tag. Und ich hab schon das Gefühl gehabt, so nach drei Tagen, vier Tagen hab ich mir gedacht, also ohne Scheiß, also Gels kann ich nicht mehr sehen, so tagsüber. Also klar isst du dann abends und morgens zum Frühstück und abends was Normales so, aber tagsüber haben wir halt fast nur irgendwie so Sportgetränke, Gels, ja vielleicht haben wir mal einen Proteinriegel auch zwischendurch mal gegessen, aber ansonsten dachte ich mir so nach drei Tagen schon... Boah, das war für mich das Zäheste fast an der ganzen Sache, muss ich sagen. Jetzt hast du ja aber schon, was haben wir gesagt, 212 Tage in Folge einen Marathon gemacht. Ich weiß nicht, ich würde da glaube ich an so einem VP lieber Käsebrot essen oder keine Ahnung, irgendwas. Bist du da noch bei Gels? oder? Tatsächlich ja, immer noch. Oh krass. Es liegt halt einfach daran, dass ich halt die Kalorien reindrücken muss, weil so viel Zeit habe ich ja am Tag tatsächlich nicht und alle Pläne, Ernährungspläne, die ich vorher hatte, dass ich hier großartig koche und sowas.
Seien wir ehrlich, sind alle über den Haufen geworfen und vor allen Dingen, wenn jetzt viele Höhenmeter dazukommen und ich befinde mich eigentlich seit drei Monaten, glaube ich, würde ich sagen, oder sogar noch länger auf den Etappen, wo wir zwischen, 500 bis 1200 Höhenmeter täglich haben und, dementsprechend dauert der Marathon auch ein bisschen länger und, deswegen gibt es immer das Skill und ich finde persönlich das auch nicht schlimm, also ich habe da für mich ein gutes Skill gefunden, womit ich super zurechtkomme und mir schmeckt das nach wie vor und ich mache mir aber auch nicht so viele Gedanken, ob mir das jetzt passt oder nicht, das gehört jetzt einfach das gehört dazu, das, gehört zu dem Projekt, das gehört zu meiner täglichen Routine ich frage mich das nicht, wie schön das jetzt ist sondern es wird jetzt einfach runtergeschluckt, fertig. Und so ein Geld schluckt man ja schnell runter. Eigentlich ist es nicht so schwierig. Und dann habe ich meine Sportgetränke, wo ich mein ganzes Zeug angemischt habe. Beziehungsweise, Schatzi hat das angemischt für mich. Ich hatte ein kurzer Ex.
Die Frage wird ja wahrscheinlich irgendwann im Laufe des Gesprächs auch nochmal kommen, so über die Zukunft oder so. Aber ich freue mich einfach wahnsinnig auf den 9.10., wenn ich morgens nicht mehr die Sportgetränke mischen muss. Also es ist echt zum... Es macht keinen Spaß. Nee, es macht keinen Spaß. Es ist ein Kotz. Ich finde es traumhaft, dass es macht. Jeder hat ja seine täglichen Routinen und bestimmt haben ja auch ganz, ganz viele Menschen tägliche Routinen in ihrem Job, in ihrem normalen Job, wo sie sagen, boah, wenn ich damit mal fertig wäre, das wäre echt schön. Aber du hast eine Deadline. Das hat auch was. Du hast eine Deadline. Ich versuche das mal positiv für dich jetzt zu wenden. Danke, das bedeutet mir viel. mir geht es schon viel besser. Ich freue mich, morgen früh wieder alles anzumüxen. Here we go. Wir sind ja jetzt in der Jahreszeit, wo es nicht an kalorienreichen Lebensmitteln mangelt. Tagsüber eher schwierig wahrscheinlich. Nee, tatsächlich nehme ich alles. Alles, was geht. Man kann sich ja jetzt auch mal so einen Dominostein reindonnern, der hat auch ordentlich Power und Kekse-Spekulatien. Whatever. Ihr wisst es alle, ihr habt es alle gemacht, ihr hasst euch dafür oder nicht, keine Ahnung, ihr wollt jetzt noch mehr laufen, weil ihr wisst, Mist, war zu viel, ja, whatever.
Die jahreszeitlichen Unterschiede sind da ja schon auch dann gegeben. Merkst du das im Unterschied im Hunger? Ja, absolut. Also jetzt bei diesen Temperaturen habe ich unfassbar viel Hunger. Ja, glaube ich. Also auch schon während des Marathons. Also ich habe eigentlich mit dem Eintritt nach Bayern damals, und das war noch im Sommer, haben wir angefangen, dass ich immer eine Brezel nebenbei esse. Also ein oder vielleicht manchmal sogar anderthalb, zwei Brezeln. So über den Tag verteilt immer. wenn ich an einem VP bin, halt so ein kleines Stückchen. Und dann hat das es gibt immer so Phasen, dann ist es so ein bisschen gekippt, dann wurde es Waffeln, diese Fertig-Billow-Waffeln, die man so mit Puderzucker kaufen kann. Aber die können so geil sein, das kenne ich auch vom Raffeln. Ja, ja. Ja, vor allem, ich denke mir immer dadurch, dass ich ja sehr viel trinke, was ja auch sehr wichtig ist, dann schwabbelt es so im Bauch die ganze Zeit hin und her. Ich brauche halt irgendwas, was es aufsaugt. Und deswegen habe ich mit diesen Waffeln angefangen, weil das ist ja wie Styropor eigentlich. Da ist ja nichts Nahrhaftes drin. Aber es saugt halt gut die Flüssigkeit auf. Da sind schon Kohlenhydrate drin. Ja, ohne Ende. Also ohne Ende, ja. Es ist ja eigentlich Zucker pur. Was gibt es noch?
Laugenbrötchen. Laugenbrötchen. Dann, wenn wir mal ein Frühstücksbuffet haben, dann schmiere ich mir gerne einfach eine Semmel mit Marmelade, irgendwas, was es auch immer gibt. Und esse das auch über den Tag verteilt. Manchmal bringst du mir auch so süße Teilchen irgendwie vom Bäcker mit. Franzbrötchen. Franzbrötchen. Jetzt zur Zeit kriegen wir ganz viele Plätzchen geschenkt. Finde ich großartig. Erst immer so drei Plätzchen pro VP.
Also alles Mögliche. Also du hast dann auch manchmal, wenn du dir was zu essen holst, dann beiße ich mal bei dir ab. Dann gibt es immer so ein Lipperkäsbrötchen oder sowas. Also wirklich, es gibt da keine Ausnahmen mehr. Wenn irgendwas da ist. Was ich Hunger habe, dann esse ich das. Also es gab auch schon mal, das darf man ja mal sagen, was für ein goldenen M, so ein Cheeseburger. Ja, also es klappt gut. Ein Cheeseburger klappt gut. Ich meine, man muss ja, ich glaube, in so einer Belastungshärte, Dauer, Länge einfach auch hören, was der Körper einem sagt. Und wenn man sagt, wo man Lust hat, was du noch reinkriegst. Ein Döner oder ein Burger, dann warum soll man den nicht essen? Ich meine, du musst dir jetzt keine Gedanken machen, dass du das nicht verbrennst. Das ist ja nicht der Punkt. Nee, einfach beim Laufen. Aber ein Döner beim Laufen wird es jetzt... Das wäre wild.
Also so ein Cheeseburger, das sind ja auch ganz einfache Kohlenhydrate. Ich meine, da ist ja wirklich auch nichts bei, was der Magen wirklich lange verarbeiten muss. Deswegen klappt sowas ganz gut. Aber ein Döner würde ich jetzt, glaube ich, das wäre mit... Nee, das... Wer weiß. Wir haben ja noch ein paar Tage vor uns. Mal gucken, auf welche Ideen wir noch so kommen. 30 Grad. Boah, nee. Gedanklich kann ich mich damit noch nicht anfreunden. Aber wer weiß, was passiert. Was man aber merkt.
Also ich gehe ja auch jeden Tag einkaufen, im Sommer unfassbar viel Wasser, natürlich. Da hast du teilweise drei bis vier Liter getrunken. Und jetzt aktuell bei diesen Temperaturen gar nichts. Ich trinke meine Standard-Tränke. Also du nimmst ja immer eine Flas mit von VP zu VP und im Sommer komplett leer und jetzt... Maximal ein. Ja, das ist ja ein anderer Punkt. Man hat halt bei kalten Temperaturen nicht so dieses Durstempfinden. Aber heißt ja nicht, dass man nicht trotzdem die Flüssigkeit braucht. Das ist auch der Punkt. Ich bin halt im Sommer auch ein Starkschwitzer, würde ich fast sagen. Und im Winter schwitze ich gefühlt gar nicht. Also ich ziehe meine Klamotten aus und denke, die kann ich jetzt noch drei Tage anziehen, weil ist ja nichts passiert heute. Also ich werde nie so warm, dass ich wirklich schwitze. Deswegen ist das mit dem Trinken auch schwierig. Also ich trinke trotzdem meine Sachen, die standardmäßig weggetrunken werden müssen, weil ich das einfach in meinem Kopf so verankert habe. Das ist mein Pflichtprogramm und das muss ich abspulen. Sonst schaffe ich den Marathon nicht. Und gehe dann aber trotzdem vier, fünf Mal am Tag ins Gebüsch, weil ich rullern muss einfach. Also das bleibt halt auch nicht drin.
Das ist ja auch irgendwie logisch. Das ist aber der Plan mit Verpflegung, das ist der, der zum Beispiel sich jetzt für dich schon bewährt hat bei Stichpunkt vorherigen Geschichten, Deutschlandumrundung etc. Oder habt ihr da jetzt für dieses Projekt, was ja einfach in Sachen zeitlicher Länge, also Dauerbelastung sozusagen, ja nochmal eine ganz andere Herausforderung ist, dafür nochmal irgendwas adaptiert und angepasst? Ernährungsmäßig eigentlich? Ja, doch. Oder Kalorienzufuhr irgendwie, was hier da? Ja, wir haben das schon durchkalkuliert und ausgerechnet. Also ich habe viele Stunden gesprochen mit unserem Ernährungsroger.
Wer hat das ausgerechnet? Wer hat das ausgerechnet? Wir haben da nochmal drüber gesprochen. Gerade die ersten Wochen, wo ich unterwegs war, haben wir viel telefoniert. Da kam er auch anfangs nochmal vorbei. Das war ihm schon ganz wichtig, dass das alles funktioniert, was ich da tue und auch mit der ganzen Nutrition funktioniert. Das stimmt, das haben wir schon wesentlich besser kalkuliert als bei der Deutschland-Rundung. Da war das ja einfach alles, was kommt rein und er geht. Wir haben die Supermärkte leer gekauft, weil, kurz vorher unser Nutrition-Partner damals abgesprungen ist und dann habe ich halt alles genommen, von jeder Marke alles genommen und das war auch für meinen Magen, glaube ich, nicht besonders cool. Ohne Hirn und Verstand einfach, zu sich genommen und das ist also jetzt wirklich da schon Quantenschwung. Also grundsätzlich ist all das und das ist, glaube ich, auch der Grund, warum wir jetzt schon so weit gekommen sind, dass wir die Erfahrung von der Deutschlandumrundung haben, dass wir wissen, wie geht man so ein Projekt an und all das, was gut war, das haben wir adaptiert und all das, was schlecht war, also jetzt Thema, Ernährung beim Marathon.
Das musste man ändern und besser machen. Und das ist dann halt das, warum wir glaube ich jetzt auch schon so weit gekommen sind. Ja, das andere ist ja, Erfahrung, Zug daraus, Schlüsse ziehen und Adaption. Also haben wir, glaube ich, letztes Mal auch schon kurz drüber gesprochen. Ja, genau. Das andere ist ja, was mich auch immer wieder fasziniert, jeden Tag dann in dieselben Schuhe, jeden Tag in dieselben Klamotten. Ich würde mal tippen, dass Joyce eine große Auswahl an Schuhen hat.
Korrekt. Ja, weil du gerade schon gesagt hast, okay, ich habe meinen Plan, Ich habe mein Programm, ich habe meine To-Do-Liste, die ich einfach abhaken muss jeden Tag. Und es kann ja auch sein, dass du sagst, okay, ich habe immer dieselben Schuhe an. Das mögen jetzt dann nicht dieselben Schuhe sein oder die gleichen Schuhe. Oder wechselst du da auch nach Belag und nach Wetter, nach Untergrund etc.? Tatsächlich ja. Also ich weiß nicht, wie viele aktive Laufschuhe ich jetzt gerade im Auto habe. Aber ich würde mal schätzen zehn ungefähr. und ich gucke mir jeden Abend an, wie prozentual der Bodenbelag aufgeteilt ist für den nächsten Tag. Wenn ich sehe, dass ich 27 Kilometer Asphalt habe, dann werde ich was schön weich gedämpftes anziehen. Und wenn ich aber sehe, dass ich naturbelassenen Weg habe, so wie das nett immer beschrieben ist. Ist das bei Komoot so beschrieben? Genau, richtig. Da gab es solche Überraschungen bei der Alpenüberquerung, wo du dann teilweise mit diesen Begriffen nichts anfangen kannst. am Anfang, später dann schon. Was soll das jetzt bedeuten? Und dann war das so, da hätte ich einen Trailschuh gebraucht eigentlich. Genau, richtig, ja.
Genau, ja. Und wenn dann noch das Höhenprofil dazu sagt, an dem Tag stehen 1000 Höhenmeter an und 50% naturbelassener Weg, dann ist für mich ganz klar, dass der Trailschuh dann rauskommt. Und je nach Wetterlage vielleicht sogar noch der Gorotex-Schuh. Also, ja, ich wähle da jeden Tag quasi nach Routenprofil und nach Wetter aus.
Ich würde aber niemals zweimal den gleichen Schuh zwei Tage hintereinander anziehen. Das ist, glaube ich, so smart bei der Dauerüberlastung. Spannende Geschichte, ja. Einladung oder keine Anladung? Sag noch mal bitte. Einlagen oder keine Einlagen? Keine, keine Einlagen. Also die normale, die drin ist dann, ne? Genau, ja. Wechselst du manchmal während der Etappe sozusagen? Du könntest ja bei einem VP, wenn es Wender ist, ja auch Schuhe wechseln. Das haben wir beispielsweise ab und an gemacht. Einfach, weil wir auch gesagt haben, okay, dann hast du halt für 50 Prozent von der Etappe mal den Schuh und dann den anderen. Das muss jetzt nicht zwingend dann ein ganz anderes Modell sein, sprich Trailer. Aber da sagst du, okay, ich habe jetzt zwei ähnlich gehaltene, neutrale Dämpfungsschuhe. und dann hast du halt mal, also haben wir das ab und zu gemacht, weiß nicht, ob ihr das auch macht. Also ich track das schon ganz gerne, die gelaufenen Kilometer und ich kann das innerhalb der einzelnen, also klar könnte man das natürlich auch jetzt separiert an der Excel-Tabelle aufschreiben, aber das ist mir irgendwie zu nervig.
Das ist der erste Punkt, deswegen würde ich es jetzt nicht unbedingt machen, wir machen das mal ganz selten. Also wenn ich... Dreimal. Also ja genau, dreimal ist es vielleicht passiert, dass ich merke einfach, ich komme in den Lauf nicht rein, ich weiß nicht woran es liegt und im schlimmsten Fall wechsle ich dann halt im letzten Moment halt nochmal bei den Schuhen. Noch ein Punkt ist halt, wenn es regnet oder es muss noch nicht mal regnen, dann ist es halt oft einfach nass, weil wir viel durch Wiese, Gras und sowas alles laufen und dann sind die Schuhe faktisch irgendwann nass und gerade im Herbst habe ich eigentlich jeden Tag nasse Schuhe und dann geht es eigentlich schon fast, weil in den Unterkünften, die wir gebucht haben, funktioniert dann die Heizung. Wir haben aber auch in den Sommermonaten glaube ich zwei, drei Wochen am Stück gehabt, wo ich jeden Tag klitschnasse Füße hatte und die Schuhe einfach nicht trocken geworden sind, weil die Heizungen im Sommer nicht funktionierten. Und wenn ich dann zwei Paar Schuhe habe, die nass sind, dann ist das ein Riesenproblem. Es muffelt dann irgendwann im Auto. Wir führen ja sowieso schon die ganze Zeit unseren Kleiderschrank damit rum. Und um das dann nicht noch komplizierter zu machen, habe ich gesagt, es reicht, wenn ein Paar Schuhe nass sind. Ja, okay. Socken ist ja so ein anderes Thema, was ja auch ein sehr heikles Thema sein kann, wenn man so viel und so lange unterwegs ist. Also jeder, der schon mal gewandert ist, weiß das, dass man nicht einfach irgendeinen Socken anziehen kann. Was sagt die Joyce-Städtetrip-Forschung dazu?
Also ich bin, glaube ich, grundsätzlich ziemlich gesegnet mit meinen Füßen. Ich schwöre aber persönlich auf altbewährte Sachen. Und die Socken, die ich trage, die haben 85 Prozent Bio-Baumwoll-Anteil. So wie man ganz früher auch Sport gemacht hat in Baumwoll-Klamotten, finde ich das für die Füße für mich persönlich die beste Variante. Ich komme da super mit klar. Ich habe so gut wie nie Blasen. Also ich glaube, am Anfang des Projektes, da mussten sich die Füße so ein bisschen darauf einstellen, was da jetzt passiert. Da hatte ich vielleicht mal drei Blasen und seitdem gar nicht mehr. Ich habe keine blauen Zehennägel noch nie in meinem Leben. Also jetzt unabhängig von dem Projekt, mir ist noch nie ein Zehennagel abgefallen. Ich habe keine Ahnung, keine aufgeschürften Sachen, keine Sohlen, die abgelaufen sind. Also ich höre die wildesten Geschichten von den Mitläufern. Habe ich alles nicht. Also das Einzige, was ich jetzt aktuell für ein Problem habe, ist, dass die Füße ein bisschen trocken sind. Aber ansonsten habe ich, toi, toi, toi, überhaupt keine Probleme in dem Punkt. Ja, das ist natürlich tatsächlich eine Segnung. Also es gibt ja Leute, die latent damit Probleme haben. Das mit den blauen Zehennägeln hat oft damit zu tun, dass die Schwur nicht richtig passen, dass sie klein gekauft sind.
Oder Philipp, hast du die beiden im Marathon dann oft blau gehabt? Nee, tatsächlich eigentlich damals nicht. Ich habe bei unserem Alpenprojekt tatsächlich, da habe ich einen Zehennagel sehr blau gehabt und bin davon ausgegangen, dass ich den verlieren werde. Er hat sich scheinbar einigermaßen erholt, aber das lag damals auch daran, Learning natürlich, dass das natürlich viel extremer war mit den Höhenmetern als alles, was wir davor mal gemacht haben. Also selbst wenn du früher als Leistungssportler wie 200 Kilometer der Woche gerannt bist, dann bist du natürlich, die Füße sind das gewohnt. Und selbst wenn du so einen krassen Marathon-Tag hast, das ist dann on top eine Extrembelastung für die Füße. Aber das war auch selten, dass ich dann mal einen blauen Zehennagel hatte. Was aber interessant war, ich habe ja davor noch nie sowas gemacht, dass du mehrere Tage hintereinander vergleichsweise länger unterwegs bist. Und für uns waren alles Schuhe, die ich davor schon gut eingelaufen war und auch alle normale Größen waren. Aber wir haben das ja im August gemacht. Und es gab halt Etappen, wo du auch 1800 Höhenmeter negativ hattest. Also wenn du über das Zimmelsjoch bist, dann bist du halt 1000 hoch von Sölden aus, aber du bist auch 1800 runtergerannt. Das heißt, du läufst halt fast den ganzen Tag runter.
Und das heißt, der Fuß wird ja trotzdem in deinem Schuh ja immer nach vorne geschoben einfach. Und dann hast du halt auch zwar vielleicht nur minimal Kontakt, jetzt nicht, dass du da schon beim ersten Schritt denkst, oh Mensch, da drückt jetzt irgendwas, weil du natürlich am Anfang schon noch ein bisschen Platz hast. Aber diese minimalen Kontakte über drei Stunden oder was, das merkst du dann irgendwann schon am nächsten Tag. Nicht mal unbedingt beim Laufen, aber am nächsten Tag denkst du beim Anziehen vom Schuh. Uh, fühlt sich irgendwie gar nicht so geil an. Und das andere war natürlich dieses extreme Hitzeding. Diese Etappe Meran, die hat uns ja auch ziemlich gekillt. Das war zwar dann eigentlich mehr oder weniger komplett flach, aber da hatten wir den ganzen Tag irgendwie 35 Grad plus 36 Grad. Und die Füße, die schwellen halt an. Wenn du dann irgendwie 50, 55 Kilometer da rennst, Die Füße nehmen Volumen zu. Und das habe ich ja vorher auch noch nie gehabt zu so einer Erfahrung. Da dachte ich mir so, okay, wow, eigentlich für sowas brauchst du echt eine Nummer größer, einen Schuh als du sonst zu Hause regulär für deinen 15 Kilometer Dauerlauf laufen würdest. Weil einfach dieses, du läufst fünf Stunden und der Fuß wird dann, das waren so Sachen, die mir damals aufgefallen sind beim Doing. Aber da habe ich mir davor ehrlich gesagt noch nie Gedanken drüber gemacht. Genau, von dem her, ja. Aber in der Folge, als wir das besprochen haben, haben wir auch gesagt, Okay, an dieser Stelle wird Joyce jetzt mitleidig lächeln.
Wie war das bei dir im Hochsommer? Hast du auch das Gefühl, dass wenn du jetzt einen Marathon rennst, und dann bist du ja auch natürlich zig Stunden unterwegs, dass das sich irgendwie bei deinen Füßen anders anfühlt nach einer Zeit? Ich würde grundsätzlich sagen, dass meine Füße an Volumen zugenommen haben, jetzt im Laufe der Zeit. Also ich bin ja auch vor dem Projekt schon auch immer viele lange Distanzen gelaufen und mein Fuß weiß jetzt auch schon, wie das so ist, vier Stunden am Tag in so einem Laufschuh zu sein. Von daher war das jetzt keine ex-obetant große Obstellung für mich. Aber ich habe, also ich bestelle jetzt eigentlich meine Schuhe immer schon eine Nummer größer, als ich sie vor dem Projekt hatte. Und dann denke ich mir ich schnüre sie halt dann lieber ein bisschen enger wenn es irgendwie kalt ist aber wenn es dann wieder ein bisschen wärmer wird, dann, aber nee grundsätzlich sind die einfach größer geworden die Füße, ich weiß nicht ob das jemals wieder zurück geht oder ob das jetzt, ach komm Schatzi, du hast doch optisch jetzt gar keinen Unterschied mitbekommen danke für die Füße, aber ich Ich laufe ja auch Schuhe zum Beispiel nicht.
Und ja, genau. Ich finde es optisch gar nicht so schlimm. Ich habe jetzt vor zwei Wochen das erste Mal seit Anfang des Projektes mal wieder normale Schuhe angezogen. Normalerweise bin ich entweder im Laufschuh oder halt direkt danach in Schlappen und dann den Rest des Tages in Schlappen. Das war meine Frage. Und jetzt habe ich einmal so eine Winterboots angehabt, weil wir da durch die Stadt laufen wollten. Und dann dachte ich mir, meine Güte, wie kannst du denn in diesen Schuhen jemals gelaufen sein? Die sind ja 50.
Also auch so von der Breite her, das war völlig verrückt. Deswegen bin ich jetzt wieder auf Schlappen. Also ich weiß nicht, ob ich danach überhaupt noch in meine anderen Schuhe irgendwann mal wieder reinkomme. Also ich glaube, das gilt für viele Sachen, dass man uns danach resozialisieren muss. Oh ja, auf jeden Fall. Aber was ich noch viel fragen wollte. Ja, ja, wirklich. Weil das ist nämlich immer wieder ein Thema bei uns auf der Strecke jeden Tag. Es gibt so viele Leute, die sagen, meine neuen Laufschuhe habe ich heute nicht angezogen. Ich habe die alten, die eigentlich schon durch sind, die habe ich heute an. Mit Joyce wird es ja durch den Matsch und Schlamm gehen. Die anderen muss ich noch einlaufen. Ich laufe nie Schuhe ein. Ich ziehe Schuhe an, entscheide mit ein bisschen hin und herlaufen, ob die für mich gut sind. Dann werden die gelaufen. Direkt ein Marathon. Hast du Schuhe immer eingelaufen?
Da bin ich jetzt vielleicht nicht das beste Beispiel, weil ich natürlich jetzt sehr lange mit Adidas verwandelt bin, also seit 13 Jahren. Das heißt, da hast du nach 13 Jahren natürlich schon so die gängigen Modelle, wo du weißt, der Schuh. Also anders gesagt, natürlich gab es das mal. also es gab mal, aber das habe ich ja auch gleich irgendwo in Herzogen Aueracher angerufen. Ich weiß nicht, was mit der Charge passiert ist, die ihr da produziert habt, aber ich laufe seit fünf Jahren dieses Modell in der Größe und das passt nicht aus dem Karton raus. Also ich glaube, da ist mit der ganzen Charge was nicht in Ordnung. Aber ansonsten gebe ich dir und du musst dir da in den Recht geben, dass ich das auch nicht einlaufe. Was ich jetzt nicht uneingeschränkt weiterempfehlen würde, aber ich habe da natürlich jetzt so Modelle, die laufe ich seit zig Jahren und dann weißt du halt, wenn du den in der Größe aus der Schachtel nimmst, dann passt das sofort. Beim Wettkampfschuh war es sogar auch so, dass ich gesagt habe, auch das bitte hier zu Hause, gemäß unseres Mottos des Podcasts, don't do this at home, aber da gibt es auch natürlich, egal ob es jetzt der Pro 4 ist oder Pro 3 früher war, da weiß ich, UK 10.5, den kann ich aus dem Schuhkarton nehmen und ziehe den an und laufe am nächsten Tag irgendwie einen Marathon und weiß, das ist alles super. Das ist natürlich Erfahrungswerte, die man da über Jahre für sich so mit einer Marke natürlich gesammelt hat. Generell würde ich vielleicht sagen, für diejenigen, die jetzt vielleicht nicht jeden Tag einen Marathon laufen, wie Joyce aktuell, oder ihre lebenslange Affinität zu einer Schuhmarke haben, dass man da vielleicht im Vorfeld ein, zwei kürzere Läufe vielleicht noch einbauen könnte.
Spannend. Zeig teuer eure Füße. Ich habe tatsächlich bei dem Spendenlauf, den ich gemacht habe in Stuttgart, da hat es halt auch den ganzen Tag geredet und da habe ich gedacht, okay, dann ziehe ich jetzt meine neuen wasserdichten Drehschuhe an. Und seitdem habe ich einen blauen Zeh. Ich habe halt relativ lange zweite Zehen. Also es gibt ja so anatomisch, ich gehöre zu den Leuten, die halt relativ lange zweite Zehen haben. Und er möchte jetzt abfallen. Also nicht der Zeh, sondern der Lage. Aber das war tatsächlich auch ein First. Hatte da aber dann sicher auch mit der Nässe zu tun und so weiter. Also selbst die regendichten Schuhe, wenn du lange noch auf einer nassen Bahn rumrennst, sind die dann doch irgendwann von innen halt eben auch. Und du bist für deine Verhältnisse ja auch viel gelaufen bei dem Spendenlauf. Das war jetzt ja nicht eine kurze Strecke, sondern gemäß von dem, was du sonst üblicherweise rennst ja schon relativ lang. Ja, vor allem auf der Bahn. Genau. Was einfach ganz anders ist, als wenn man so in der Bahn läuft. Lass uns nochmal Ausrüstung weitermachen, weil wechselst du Klamotten nach Laune, Jahreszeit? Mir ist aufgefallen, also jetzt für mein Verständnis, dass du relativ viel anhattest, weil du dann doch eine Weste dabei hast und so weiter und so weiter. Und da habe ich mir gedacht, boah, ich könnte niemals länger laufen mit relativ viel Klamotten an.
Ja, das hat sich stark verändert zu meinem üblichen Laufverhalten, was ich so an den Tag lege, wenn ich nicht in so einem Projekt bin.
Ich fange mal anders an. Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr anziehen muss, um warm zu bleiben, gerade jetzt bei diesen Temperaturen. Liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass meine Herzfrequenz unfassbar niedrig ist. Also um das jetzt schon mal vorwegzunehmen, meine Ruheherzfrequenz ist gleichbleibend. Seit Anfang des Projektes bis jetzt hat sich nicht verändert, also minimal nach, also wirklich kann man gar nicht drüber reden, minimal nach unten, aber das ist nicht erwähnenswert. Aber meine durchschnittliche Herzfrequenz während eines Marathons, Die ist jetzt aktuell zwischen 110 und 120 maximal. Aber schon lange nicht mehr 120. Also selbst an solchen Tagen wie mit 800 Höhenmetern oder so, wo wir auch mal einige Berge dann auch hochlaufen, also habe ich im Durchschnitt immer so 114 Herzfrequenz. Und gut, jetzt habe ich schon lange keine Leistungsdiagnostik mehr gemacht. Das heißt, rein theoretisch müsste ich meine Zonen mal neu einprogrammieren. Die haben sich jetzt wahrscheinlich alle komplett verschoben. Aber meine Uhr sagt mir halt, ich bin in Zone 1 unterwegs, 80 Prozent des Tages. Das heißt, ich bin gefühlt im Spaziergang-Modus, obwohl ich ja laufe.
Und deswegen, ich bin ja gar nicht in dieser exorbitanten Anstrengung wie früher zu der gleichen Pace. Und deswegen werde ich auch nicht mehr warm. Und deswegen muss ich mir immer mehr Sachen anziehen, weil ich bin ja nicht bereit, schneller zu laufen. Weil das Einzige, was an dem Körper schadhaft oder schadhaftes Spuren hinterlassen hat, ist, dass die Muskeln sehen, Bänder und sowas, die sind natürlich erschöpft und schlapp. Deswegen kann ich rein physikalisch gar nicht mehr schneller laufen. Deswegen heißt das halt noch mehr Klamotten anziehen. Also ich hätte auch nie, ich bin noch nie, noch nie in meinem Leben bin ich mit einer geschlossenen Mütze, mit so einer Wollmütze auf den Kopf gelaufen, weil ich immer so ein Kopfspitzer bin. Ich habe maximal im Winter ein Stirnband auf, auch bei Minusgraden. Und jetzt muss ich eine richtige dicke Wollmütze aufziehen, weil sonst kühle ich einfach aus.
Ich meine natürlich, ich glaube, dass sich dein Fitness in diesem Grundlagenausdauerbereich, muss ja so sein, massivst verbessert hat, wenn man irgendwie seit 212 Tagen jeden Tag Marathon rennt in einem GR1-Bereich. Und gleichzeitig ist es natürlich so, das muss ja aber auch in einem Verhältnis mit dem niedrigen GR1-Bereich sein, weil sonst ist es ja zu intensiv, als dass man das irgendwie 495 Tage am Stück macht. Und ich glaube, wie du sagst, natürlich eine niedrigere Herzfrequenz und dann gepaart natürlich auch jetzt aktuell mit den Witterungsbedingungen draußen und, du hast jetzt irgendwie hier vor der Brust fünf, sechs Stunden, was auch immer, Marathon laufen in so einem wirklich niedrigen Bereich. Ich glaube auch, also würde mir, glaube ich, ähnlich gehen, dass ich da Angst hätte, dass ich unterwegs sonst auskühle oder mich unterkühle in Anführungszeichen und dann vielleicht auch einen Infekt einfange oder sowas.
Und so Klamotten wechseln während des Laufens, machst du wahrscheinlich nicht, oder? Außer du wärst jetzt vielleicht nass oder so. Also, nee, auch das eher selten. Was ich mal mache, ist, dass ich mir eine Lage zu viel anziehe und aber schon weiß, okay, wir haben heute 10 Grad Temperaturunterschied. Wir starten bei minus 3 Grad, aber es werden irgendwie plus 8 oder sowas. Und da werde ich definitiv irgendwas ausziehen. Und dann ziehe ich aber so an, dass ich weiß, welche Schicht ich am besten dann ausziehen kann. Das klingt jetzt kompliziert, aber... Das klingt total logisch. Man versucht ja dann, sich so zwiebelig anzuziehen, dass man sagt, okay, man rennt jetzt im Kühl los. Oder man muss darauf gefasst sein, dass man einen Berg hoch rennt und da ist es fünf Grad kälter. Dann musst du ja irgendeine Option haben. Also keine Ahnung, eine Weste noch haben im Fall oder I don't know. Also das ist mir jetzt vom Radfahren her natürlich sehr vertraut, weil da musst du immer darauf reagieren. Wenn du lange unterwegs bist, kann sich das Wetter ja auch einfach mal ändern. Also dass du denkst, okay, es bleibt trocken heute und dann nach drei Stunden kommt so eine schwarze Wand auf dich zu und du denkst, okay, wohl nicht.
Das stelle ich mir aber noch schwieriger vor beim Radfahren, weil ich habe ja den Vorteil, dass ich alle sieben Kilometer so ein Auto habe, wo ich im schlimmsten Fall nochmal irgendwas wechseln kann. Aber das beim Radfahren, da weißt du ja gar nicht, was kommt. Man kann natürlich schon vorher gucken, also erstens, wo kommt der Wind her und solche Geschichten. Schaust du das vorher an, wie das Wetter ist am Tag? Ja, oder? Ja, genau. Ziemlich detailliert, ja, schaue ich mir das an. Also ich schaue mir schon viel die Temperaturen an, die Windverhältnisse vor allen Dingen, finde ich immer ganz spannend. Vor allen Dingen aus welcher Richtung der Wind kommt, wie stark der ist, zu welcher Uhrzeit, wie stark er ist. Also ich bin danach, glaube ich, bin ich Wetterprofi, glaube ich. So ein bisschen Fahrtfindermäßig sind wir da unterwegs. Und ja, mittlerweile weiß ich eigentlich ziemlich gut, wann ich was anziehe. Also bis jetzt habe ich den Dreh ganz gut rausgekommen. Aber es gibt immer mal Tage, wo ich was an- oder ausziehe oder dann doch nochmal wechsle. Aber wo es mir eigentlich schon vorher klar war, dass es soweit kommen wird. Ja, aber das ist bei mir ganz genauso. Also wenn ich weiß, ich fahre jetzt irgendwie, also nicht, wenn ich jetzt irgendwie eine Stunde oder eineinhalb Stunden fahre, dann ist es so, wie es ist. Ja, aber wenn du weißt, du bist weiter weg von zu Hause, dann gucke ich dann immer. Wetter, Wind, Richtung und so weiter. Immer. Ganz klar. Das ist der normale Griff zum Handy, bevor ich losfahre. So geht es gar nicht anders.
Ja, aber ich, also wenn ich mir manchmal meine Mitläufe anschaue, habe ich das Gefühl, das machen nicht alle. Letztens hatten wir einen dabei. Weißt du noch, wo es so super windig war? Auch Minusgrade. Wir sind wirklich gegen eine Wand gelaufen. Der Wind kam wirklich von gerade zu. Ich weiß nicht, wie viel kmh das waren. Aber wir haben gestanden. Und wir sind nicht von der Stelle gekommen. Und der Herr ist in kurzer Hose da aufgetaucht. Und ihm war dann doch auch irgendwann kalt. Also er hat es dann eingesehen, dass es schon ein bisschen frisch war. Krass. Also das mit der kurzen Hose hätte ich allerdings sein können. tatsächlich. Auch bei Minusgraden und auch bei optional, ich weiß nicht, wie lange ich heute laufe, vielleicht wird es ein Marathon. Ich weiß, ich habe keine Ahnung, wann ich das letzte Mal eine lange Hose beim Joggen an gehabt hätte. Kann ich dir nicht sagen. Aber er wollte auch elf Kilometer laufen und ist dann am Ende 34 gelaufen. Aber es macht ja auch Sinn, dass Ralf halt immer nur kurze Hosen anzieht, weil der hat ja auch Bahnen auf Stahl. Da hat er nicht viel.
Diese versteckten Komplimente hier. Was er sagen wollte, ist das gehässige Lachen von Philipp dabei. Ich weiß nicht, wie der aktuelle Gesundheitszustand ist, aber die sehr beharrt sind, das wolltest du sagen. Und mir war noch im Kopf, ich hatte noch, bevor der Abreise nach Fuerte, da hattest du ja gesagt, du hast gerade eher Wade so ein bisschen. Ja, war auch super heute Morgen. War wieder gut? Nee, war nur so halb gut. Ah, scheiße, okay. An der Stelle eine ganz kurze Exkursion zu unserer Morgenaktivität. Es stand also auf dem Plan ein entspanntes Morgenläufchen. Klingt jetzt mal gut. Aber trailig. Ja, trailig. So drei bis vier Kilometer. Weil danach gibt es ja noch Schwimmen und dann nochmal Schwimmen und solche Scherze halt. Okay. Dazu eine kurze Frage was ist ein Triathlet oder eine Triathletin ich nehme es vorweg ein netter Mensch was sind zwei oder mehr Triathletinnen oder Triathleten, Jetzt guck mich nicht so an, ein Rennen.
Aha. Ja, also die laufen nicht mit, wie bei dir, sondern 21, 22, bam. Ja. Wir haben zwischendurch auf die Uhr geguckt, es gibt hier so einen Fahrradweg, ein Stückchen den Fahrradweg. Und ich wusste genau, das ist nicht ein Stückchen den Fahrradweg, das ist ganz oben den Fahrradweg. Und der hat, glaube ich, 5,5 Prozent. Ja, da wurde natürlich hochgebrettert. Ja, dann durch die Lava-Landschaft hier, ja, da oben, da gibt es ein super Bild vom Sonnenaufgang. Ja, klar, ein super Bild vom Sonnenaufgang. Also ich weiß nicht genau, was die geritten hatte, aber es war ein Rennen. Es war jetzt nicht so ausgeschrieben, aber es war ein Rennen. Und dann hatten sie auch noch immerhin eine halbe Stunde, bis dann die Schwimmeinheit anfing. Weil es war natürlich nicht vier Kilometer, sondern siebeneinhalb.
Ja, vier Kilometer eine Richtung. Ja, genau. Und danach hat Mary dann auch gesagt, ach, Joyce wird so über dich lachen, dass du dich hier anstellst mit deiner Wade. Lächerlich.
Aber so bespaßt man sich dann. Nein, das ist ja Quatsch. Nein, nein, aber es ist ja ein bisschen so, man relativiert ja Dinge, wenn man die Größe anders definiert.
Weil lang ist halt relativ und länger laufen ist halt relativ. Und wenn man noch ein paar andere Sachen sportlich machen will am Tag, dann ist es ein Unterschied, ob ich 20 Minuten laufe oder ob ich 40 Minuten laufe und ob ich das intensiv mache oder nicht intensiv mache. Das sind große Unterschiede. Genauso wirst du ja merken, wenn du im Marathon 20 Minuten schneller läufst als den Tag vorher, wirst du merken oder merkst du es nicht? Ich denke mir jedes Mal, wenn ich dann solche Ausraster habe und mal in so eine etwas schnellere Pace reinkomme, dass ich das am nächsten Morgen immer bereuen werde. Und dann denke ich mir, ach, scheiß drauf, ich mache es trotzdem, weil es sich gerade so gut anfühlt. Und ich wurde bis jetzt aber noch nicht bestraft. Also bis jetzt lief der Marathon danach auch immer noch gut. Also komischerweise. Das sind die positiven Vibes dabei. Ja, wahrscheinlich das schlechte Gewissen meinem Körper gegenüber. Da werden ja Hormone ausgeschüttet. Ja. Du hast ja dann nicht anders Spaß daran. Du flügelt die Regeneration. Das ist hundertprozentig so. Ja, so werde ich mir das jetzt auch einreden. Also ein Punkt, den ich mir auf jeden Fall noch aufgeschrieben hatte, ist der Punkt...
Nicht alleine laufen. Das ist erstmal ja schön, in der Theorie, glaube ich, zu denken, ich muss ja nicht diese ganze Odyssee und dieses Abenteuer alleine durchstehen, sondern ich habe ja Begleitung. Das kann mich total gut ablenken. Und das ist bestimmt total geil. Ich muss sagen, wiederum gemünzt auf die Erfahrung, die ich diesen Sommer gemacht habe, mit meinem besten Kumpel über die Alpen laufen. Es gab viele Tage von diesen sechs Tagen, ich würde sagen, bestimmt die Hälfte der Tage, wo wir, wo es schön war, dass man es nicht alleine gelaufen ist, aber wo wir untereinander, wir haben nicht viel kommuniziert. Wir haben eigentlich uns angeschwiegen, hauptsächlich diese 50 Kilometer oder so. Wie ist das jetzt so nach 212 Marathons in Folge? Klar, mit mal mehr, mal weniger Begleitung. Also ich, der, ich würde mich jetzt als selbstentscheidend schon eher als kommunikativen Typen wie soll ich sagen, einordnen. Ich glaube, mir wäre es irgendwann zu krass, ehrlich gesagt, Wenn du immer Leute um dich rum hast, weil wahrscheinlich gibt es ja trotzdem Tage, das ist ja nur menschlich, wo man sich mal besser und mal schlechter fühlt oder wo du einfach denkst, heute kotzt mir das Wetter aber wirklich an, das würde ein langer Tag werden. Ist es noch so bei kurz vor Halbzeit des Projekts, dass du denkst, ich habe jeden Tag Bock, irgendwie viele Leute zu treffen oder gibt es auch Tage, wo du denkst, heute möchte ich eigentlich nicht so viel um mich rum haben?
Ja, deswegen, genau aus diesem Grund gibt es ja seit, ich weiß es nicht, ich habe es nicht aufgeschrieben, seit sechs Wochen, glaube ich, den Run-Alone-Montag, beziehungsweise den Friends-Montag, weil das, wie du es schon gesagt hast, das ist total schön und es ist auch wirklich toll, dass sich so viele Leute inspiriert fühlen und auch über sich hinaus wachsen, aber faktisch sind es jeden Tag wildfremde Menschen für mich. Und die haben alle einen riesengroßen Vorteil. Die allermeisten können sich rein theoretisch jede Information von mir ziehen, die sie haben wollen. Also auf meine Internetseite, auf meinen Social Media Profilen gebe ich extrem viel von mir preis. Das heißt, alle Menschen, die kommen, die sind mir ja schon mal um Meilen voraus. Aber ich beginne jeden Tag wieder von vorne mit dieser Kennenlernphase.
Und das ist schön. Also es ist super. Ich bin auch ein sehr kommunikativer Mensch und ich freue mich wirklich über die allermeisten Menschen und dann einfach auch mit Menschen in Kontakt zu treten, mit denen du sonst überhaupt gar keine Berührungspunkte im normalen Leben hättest. Also wir hatten einen Gefängniswärter dabei. Wir hatten eine Vertriebsmitarbeiterin für Schotter dabei. Eine Vertriebsmitarbeiterin für Bleistifte. Wir hatten Bürgermeister, Polizisten, Bundeswehr, alles. Also jede Art von Beruf, die es gibt, haben wir dabei. Das ist ja auch das Schöne. Aber es ist natürlich auch wahnsinnig anstrengend. Und natürlich unterhalte ich mich super gerne, weil ich natürlich auch gerne neue Menschen kennenlernen möchte. Aber das zieht natürlich sehr viel mehr Energie, als wenn ich einfach alleine den Marathon laufe.
Und jetzt müssen wir auch festhalten, Es ist wahnsinnig anstrengend. Ich bin wirklich kaputt. Nichtsdestotrotz schaffe ich es, irgendwie den Marathon jeden Tag zu laufen.
Aber ich habe natürlich nicht jeden Tag gute Laune und nicht jeder Mensch ist mir sympathisch. Und da können die gar nichts dafür. Vielleicht würde ich die ja, wenn ich nicht so erschöpft wäre, würde ich die ja super sympathisch finden. Aber in dem Moment ist es dann halt leider irgendwie, stimmt die Chemie halt einfach nicht. Und dann wird es halt für mich auch anstrengend. Und um dem so ein bisschen vorzubeugen, habe ich gesagt, okay, ich brauche einen Tag mal, wo ich auf Reset drücken kann, also ich laufe trotzdem den Marathon, alles easy, aber einmal kurz wieder auf den Boden der Tatsachen holen und heute war zum Beispiel einer dieser Tage, wo ich einfach mit zwei Freunden gelaufen bin, wir haben trotzdem den ganzen Tag miteinander gesprochen, aber du hast nicht mehr dieses höfliche Geplänkel, was du hast, wenn du in so einer Kennenlernphase bist. Und das ist ja immer, in dieser Kennenlernphase überlegt man ja mal, was sagt man, wie sagt man das, man weiß ja noch gar nicht, wie der andere Mensch darauf reagiert, um das aber möglichst nett zu machen, damit sich keiner irgendwie angegriffen fühlt, versucht man immer, sich sehr zu bemühen und das ist ja auch das Anstrengende und mit Freunden musst du das nicht, weil du weißt genau, wie die funktionieren. Und deswegen mir tut es sehr gut ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass wir das eventuell noch auf einen Tag weiter ausweiten, weil ich das wirklich, auch den Unterschied sehr angenehm finde, mal alleine zu laufen und auch mal euren Podcast zu hören beispielsweise.
Und wir haben ja noch NRW vor uns und das war auch das Bundesland, ich glaube, das haben wir auch beim letzten Podcast schon besprochen, wo ich gesagt habe, da habe ich ein bisschen Skrupel vor, wenn dann jeden Tag 70 Leute mitkommen, das ist natürlich eine riesen Herausforderung. Ich meine, ich habe mir das schon abgeschminkt, dass ich mit jedem Menschen reden kann am Tag, also das klappt, vielleicht, wenn wir so 30 Leute sind maximal, aber das ist auch schon mega anstrengend, aber bei 70 Leuten in Karlsruhe war keine Chance. Und wenn dann in NRW überall so viele Menschen wohnen, kommen ja vielleicht auch viel mehr Menschen mit und ich bin dann innerlich auch so immer hin und her gerissen und will ja dann auch diese Menschen kennenlernen. Andererseits denke ich mir, ach, ich kann gerade nicht mehr, aber trotzdem will ich, aber ich kann eigentlich nicht mehr und dann sitzen immer so Engelchen und Teufelchen aus meiner Schulter und um diesen Stress ein bisschen rauszunehmen, könnte es sein, dass ich den Tag, also dann nochmal noch zwei Tage Ausweite in der Woche und dass an den restlichen Tagen dann Menschen mitkommen.
Ja, aber, Ja, Punkt. Ich weiß gar nicht, worauf ich eigentlich hinaus wollte. Aber ich glaube, ich habe das Wichtigste gesagt. Du hast das ja sehr schön geschildert. Ich habe das letzte Mal, glaube ich, nicht gesagt, weil ich nicht zugekommen bin. Aber ich wollte es jetzt unbedingt nochmal sagen. Du bist so ein... So ein selbstloser Mensch in dieser Hinsicht, ey, ich würde da viel klarer mit Leuten reden. Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ich bewundere das, dass du das so auf dich nimmst. Das wäre für mich, glaube ich, fast die härteste Puffung. Muss ich wirklich sagen. Ist es tatsächlich auch. Es ist sowohl schön als auch anstrengend. Also man kann es einfach grafisch darstellen. Also du hast, der Akku, der wird immer leerer, der ist bei 100, der geht irgendwann gegen 0, gleichzeitig steigt die Erwartungshaltung von 0 auf 100.
Irgendwann ist dann dieser Schnittpunkt, also wir sind ja über jeden dankbar, der mitläuft. Es ist aber manchmal dann halt, dass die Leute dann nicht das Projekt Joy sehen, sondern sich in den Vordergrund stellen. So und das ist dann halt ich glaube ich habe da auch eine andere Kommunikation wie du Ralf, also ich bin da halt auch ein bisschen Sachsdirekter, Joyce ist da selbstlos, aber es ist dann halt auch immer dieser Fluch und Segen von Social Media, sagst du was Falsches, sagst du was sagst du es frei raus, was du denkst, dann bist du wieder die Hexe oder bist scheiße oder sonst was, also wo ist da dieses Mittelmaß und es fällt halt, also wir sind jetzt in ein paar Tagen sieben Monaten unterwegs, all das, was du vor sieben Monaten weggelacht hättest oder sonst was, das sind kleine Sachen, die einen jetzt triggern. Das war uns aber schon bewusst von Anfang an, aber du kannst nichts dagegen tun. Das ist halt so. Auch dieses Pareto-Prinzip, dass diese fünf Prozent, die dann scheiße sind, Vielen Dank. Die triggern dich. Die triggern dich. Die 95 Prozent, die cool sind, das sind ja aber auch die, die sich zurückhalten. Leider.
Mit denen du reden möchtest oder die sympathisch sind, die halten sich zurück und die 5 Prozent, die du eh schon scheiße findest, das sind dann noch die, die da groß reden. Ja, ja, ja. Diese 5 Prozent, das hat mich beim letzten Mal schon angekotzt. Und du kriegst es aber nicht aus deiner Birne, du denkst mehr über diese 5% nach als über die 95% toll nach. Ich versuche es nochmal auf die andere Seite zu wenden, um das auch für uns und für euch alle zu Hause verständlich zu machen. Ich kann jeden verstehen, der zu dir kommt, und sich da vielleicht jetzt wochen und monatelang drauf freut, sagen wir mal einfach. Einfach erstmal nur freut. Man macht auch nicht die, die ich ebenso bewundere und wirklich fassungslos bewundere, die sich monatelang darauf vorbereiten und einen Trainingsplan machen und da dann ihre Erstlingswerke absolvieren.
Das ist ja klar, dass die mit einer Erwartungshaltung dahin kommen. Wie gehe ich zu meinem ersten größeren Lauf? Wie gehe ich zu meinem ersten großen sportlichen Projekt? Wie gehe ich zu meinem ersten Marathon, zum ersten Halbmarathon? Das ist doch ganz klar. Nur du bist keine Organisation. Du bist nicht ein großer Stadtlauf oder ein kleinerer Halbmarathon. Bist du nicht, sondern du bist Joyce und du läufst jeden Tag dazu. Und das ist natürlich eine unterschiedliche Erwartungsebene, die Friktionen hervorruft. Das ist vollkommen klar. Also von daher nochmal, ich habe da unglaublichen Respekt davor und bewundere dich total, weil Sven, ich bin völlig bei dir.
Ich könnte es nicht, es wäre vollkommen ausgeschlossen. Ja, wir machen es ja auch dann manchmal, Good Cop, Bad Cop. Ja, ja, das ist ja klar. Ja, ich aber jetzt in letzter Zeit auch öfter. Aber nicht, dass ich jetzt noch zum Good Cop werden muss. Nee, nee. Das wird zu fein. Viel schwerer. Viel schwerer. Dann ist hier aber Schicht im Schach. Nein, nein, nein. Nein, also wir freuen uns wirklich über jeden, jeden, der mitläuft. Also wir hatten von 30 Meter, wie gesagt, bis alles dabei und Joyce hat es gerade schon angemerkt, das darf man glaube ich auch nicht vergessen, diese ganzen Colors, die man dort, dort sieht oder trifft, das ist echt Wahnsinn. Also von, doof gesagt, arbeitslos bis zum Multimillionär und andersrum. Hatten wir schon einen Multimillionär dabei? Das hast du mir gar nicht gesagt. Das war der gut aussehende junge Mann, deswegen habe ich das extra nicht gesagt. Ach Mist.
Aber das zeigt halt wieder, also da habe ich ja auch mal ein paar Mal drüber nachgedacht. Ich glaube, dass das Laufen da wirklich so einer der wenigen Sportarten ist, die da wirklich alle irgendwie zusammen sind. Wir fallen jetzt nicht viele Sachen ein, die... Ja, was es darin natürlich auch wieder sehr interessant macht, wenn so viele unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen. Ja, also ich meine, das macht ja tatsächlich auch den Gesamtreiz dieses Projektes aus, logischerweise. Also deshalb habe ich eigentlich noch so eine Vorstellung und ich bin gespannt, ob ihr das überhaupt so beantworten könnt, aber ich stelle mir das so vor. Niemand, Kennt Deutschland so gut wie ihr beiden jetzt? Weil niemand hat so großflächig Deutschland in den letzten Monaten wahrgenommen. Da ist was dran. Wie ist Deutschland gerade?
Oh, ja bitte. Also eine der meistgestellten Fragen, die wir immer, also übrigens die meistgestellte Frage, ich muss ja kurz jetzt auch ein Exkurs, die meistgestellte Frage ist, wo schlaft ihr heute Abend? Also eine typische Smalltalk-Intro-Frage, also an alle da draußen, kommt vorbei, fragt mich aber diese Frage nicht, wir wissen es nicht, wo wir abends schlafen, ich drück abends oder wenn wir fertig sind, einfach im Navi auf Kalenderadresse und dann fahren wir dahin.
Wir beide sehen das ja komplett anders. Also Joyce läuft durch den Wald, ich laufe durch die Straßen. Ja, also wir erleben Deutschland beide komplett, aber du siehst die Straßen und ich sehe die Matschwege. Also es sind im Endeffekt eigentlich auch nochmal zwei verschiedene Reisen, die wir haben.
Wie gesagt, du bist die ganze Zeit unterwegs, kannst gucken, ich fahre halt Auto, bleib dann halt an einem Punkt stehen. Dann guck mir diesen Punkt an. Das ist nicht immer schön, das ist dann, keine Ahnung, am Klärwerk oder so. Und da ist nicht schön. Aber deswegen, also eigentlich sind es zwei verschiedene Reisen, die wir zusammen machen. Wenn man beide Karten übereinander legen würde, hätten wir wahrscheinlich schon ein sehr großes Netz von Deutschland abgedeckt. Aber du machst ja auch solche alltäglichen Sachen wie Einkaufen gehen, an der Tanke. Du hast ja diese normalen Smalltalk-Momente, die wirklich innerhalb von ein paar Sekunden wieder abgerissen sind. Und ich habe ja viel längere und tiefsinnigere Späche manchmal. Von der Natur kann ich sagen, was ich sehr spannend fand oder so jetzt aus den letzten Monaten, es kann halt sein, dass drei Tage immer das Gleiche ist und dann fährst du einmal über den Huckel, und dann hast du eine ganz andere Natur. Ja. So, ein anderer Baustil. Wie gesagt, das ist das, was ich sehe. Bei den Menschen ist dann Joyce der Part, der das besser beurteilen kann. Es ist halt auf einmal komplett anders. Und dann bist du vielleicht einen halben Tag da und dann ist es wieder anders. Oder es sind drei Tage.
Ja, also heute bestes Beispiel bei mir. Jetzt weiß ich nämlich, was ich eigentlich am Anfang sagen wollte. Ja. Auch eine Frage, die immer kommt, wo war es bis jetzt am schönsten? Aber war die Frage landschaftlich bezogen und auf den, ich sag jetzt mal, Menschenschlag, den man dort dann trifft? Weil die sind ja auch unterschiedlich. Nordsee, Ost, West ist ja auch total unterschiedlich bestimmt. Ich glaube, die meisten meinen das aber landschaftlich. Ja, genau. Also deswegen können wir da nochmal sagen, ich mache den landschaftlichen Teil, Joyce, den menschlichen. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, überall da, wo die Sonne scheint, ist es schön. Es ist wirklich so also wir sind jetzt gerade wahrscheinlich ist es hier oder die letzten anderthalb Wochen oder so, landschaftlich mega schön, du siehst halt nur nichts und wenn es trist ist, ist es nicht so schön. Und deswegen ist die Antwort relativ einfach, weil da wo Sonne ist, ist schön. Ja, kann ich jetzt nicht ganz unterstreichen, aber wollen wir uns jetzt hier streiten? Achso, das brauchen die schon für die Einschaltquote. Achso, dann machen wir hier einen klickbaity Titel draus.
Beziehungs aus live im Podcast. Das ist ja noch. Ich bin jetzt gestorben. Bin ich aber mal gespannt. Ja, also ich muss ganz ehrlich sagen, weil wenn jetzt schon immer so viele Leute fragen, dann will ich denen auch die ehrliche Antwort sagen. Und bis jetzt fand ich halt den ganzen Voralpenraum, den alle Leute am schönsten finden, finde ich am schönsten. Also alles, was südlich von München kommt und bis an die Alpen rangeht, das finde ich toll. Man sieht die Alpen im Hintergrund, man läuft aber nicht so hügelig, das kommt ja auch noch hinzu und das finde ich sehr schön. Es gab auch andere schöne Gegenden, aber das fand ich sehr schön. So, ich hebe seit fünf Sekunden meinen Zeigefinger. Also, das ist aber auch nur schön für dich gewesen, weil wir das Glück hatten, diese... Im Frühsommer da zu sein. Ja, oder Anfang September. Das heißt, wir hatten jeden Tag Panoramawetter, Kreisawetter. Majestätische Berge. Genau, du hast jeden Tag hinten diese Bergkulisse gesehen und das war schön. Wärst du da jetzt laufen, dann siehst du nicht mal den nächsten Hügel, dann würdest du auch nicht sagen, das ist schön da.
Ja, aber wir hatten jetzt auch im Schwarzwald mal Sonne, wir hatten auch in Franken Sonne, wir hatten in Sachsen Sonne, in Sachsen-Anhalt hatten wir auch Sonne. Okay, dann definieren wir das alles anders. Merkt ihr, das führt jetzt doch noch zu einem Streit. Nein, ich finde das ehrlich super, super spannend, weil Sven, du hast das ja richtig gesagt, ihr habt ja vollkommen unterschiedliche Wahrnehmungen dieser Reise. Und man merkt das ja schon, dass ihr logischerweise eine andere Wahrnehmung habt. Aber nochmal, niemand hat Deutschland so bereist wie ihr in den letzten Monaten. Und das ist fantastisch. Lass uns ruhig vor dem Streit noch ein bisschen mitbekommen. Danke. Hol das Popcorn raus.
Ja, nee, also es ist natürlich auch von den Menschen unfassbar unterschiedlich. Das glaube ich sofort. Das ist wirklich, man überschreitet so eine Grenze. Gestern sind wir von Bayern nach Sachsen das erste Mal wieder reingelaufen, nach Monaten. Ich glaube, wir waren vier Monate nicht in den neuen Bundesländern. Und wir sind gerade über der Grenze gewesen, kam uns der Gerd entgegen und hat Hallo gesagt.
Das ist Wahnsinn. Die wohnen zehn Kilometer voneinander entfernt, diese Menschen. Und die könnten unterschiedlicher nicht sein. Und das habe ich persönlich ganz oft gemerkt. Oh, hast du nichts dazu zu sagen? Okay. Ich glaube, er möchte gerne, aber er lässt es jetzt gerade. Ich wollte gerade sagen, er wollte etwas hinzufügen, aber... Weil ich höre ja auch... Also das, wie gesagt, das steht mir eigentlich auch nicht zu, weil das, was das Thema Menschen angeht, hat Joyce viel mehr Berührungspunkte als ich. Mehr Zeit natürlich auch mit den Menschen. Und so dieses, was ich jetzt immer höre, ja, in diesen Zeiten und in Deutschland schlechte Stimmung und keine Ahnung, Gesellschaft und Gespalten und Politik und so weiter. Wird das an dich herangetragen? Also Politik ist kein Thema bei uns. Und ich versuche das, sobald dieses Thema aufkommt, immer vom Tisch zu bügeln, so schnell wie es geht.
Und das nimmt ganz viel Stress raus. Also wir sprechen viel über die Jobs, über das Laufen, wie man zum Laufen gekommen ist, was man noch vorhat. Manchmal gibt es auch familiäre Dinge, also umso kleiner die Gruppe, umso intimer werden auch die Gespräche und das kann dann auch manchmal ganz schön deep werden. Das ist super nett, aber ich hab das ganz selten, ehrlicherweise, dass jemand da sich politisch irgendwie zu äußern möchte und wenn dieses Thema aufkommt, dann versuche ich das ganz schnell vom Tisch zu bügeln.
Ja. Und damit will ich einfach Stress aus dem Weg gehen, weil ich glaube, wir würden wir zehn Leute sind, würden wir acht verschiedene Meinungen haben und das würde einfach Stress geben. Deswegen will ich das, da habe ich keine Lust zu. Deswegen, ich gehe dem einfach aus dem Weg. Aber was ja dann doch in dem offiziellen Teil ja hin und wieder vorgekommen ist, dass euch die, ihr habt es ja eben schon kurz gesagt, dass euch die Bürgermeister empfangen haben oder mitgelaufen sind oder whatever. Wie viel kriegen die mit? Wie viel nehmen die euch in Empfang entgegen und lassen euch wieder in die nächste Gemeinde weiterziehen. Ja, also ich habe das Gefühl gehabt, dass jetzt in Bayern, also wir waren jetzt sehr, sehr lange in Bayern und Baden-Württemberg unterwegs, deswegen sind das jetzt so die aktuellsten Referenzen, die wir haben. In Bayern gab es, glaube ich, irgendwie so eine heimliche WhatsApp-Gruppe irgendwie unter den Bürgermeistern. Da waren extrem viele Leute mit dabei. Entweder haben die an der Strecke gestanden oder sind auch relativ viel mitgekommen.
Also es hat sich eigentlich so ein bisschen eingeschlichen. Also Sachsen war auch sehr prägnant, muss ich sagen. Baden-Württemberg kaum. Warum? Da hatten wir, glaube ich, maximal zwei Bürgermeister am Streckenrand, wenn überhaupt.
Und also Bayern war exorbitant. Ich bin gespannt, wie es in anderen Bundesländern jetzt wird. Niedersachsen fand ich auch schon gut. Da gab es jetzt auch einige sportliche Bürgermeister, die da mitkommen. Ich versuche dann aber, die natürlich komplett auszufragen, weil ich das super spannend finde, weil Bürgermeister in der Regel extrem viel Wissen haben, gerade auch über die Region und Kultur und so weiter, über die Industrie, alles, sie wissen ja alles. Und da versuche ich halt einfach, solange die dabei sind, so viel Wissen wie möglich rauszusaugen und einfach über die Region Dinge zu erfahren. Infrastruktur, das interessiert mich, die Jobs, die Arbeitslosenquote, solche Sachen interessieren mich und woher das kommt und was die dagegen tun wollen und solche Sachen finde ich wahnsinnig spannend, aber welche politischen Ausrichtungen und das wird vielleicht mal kurz angeknackst, aber dann nicht weiter verfolgt, aber das wollen auch die Bürgermeister nicht, also das finde ich irgendwie ganz charmant. Also das ist irgendwie ganz... Ganz cool, muss ich sagen. Also ein kluger Bürgermeister versteht ja, dass er für alle da ist. Ja. Also für alle Bürger da ist. Und also je kleiner die Gemeinde, umso zugänglicher. Oder hat das nichts mit klein oder groß gemeint?
Also das kommt auch auf den Typen Mensch drauf an. Aber so ein Bürgermeister ist an sich schon ein sehr offener Typ. Und sehr redegewandt und auch redegewollt. und von daher hatte auch so ein Stück Mitteilungsbedürfnis. Das kommt mir total zugute, weil da musst du immer nur mal kurz eine Frage stellen und dann reden die fünf Minuten. Und ich kann einfach nur daneben herlaufen und kann meine Energie sparen und erfahre noch super viele Sachen. Ich habe es jetzt verstanden. Genau, so funktioniert das System. Das funktioniert bei einigen anderen Mitläufern manchmal nicht ganz so gut. Da muss man das ein bisschen aus der Nase rausziehen, weil viele Leute immer meinen, über mich gibt es nichts zu sagen, aber eigentlich gibt es doch ganz schön viel zu sagen man muss halt nur nicht immer, Sachen miteinander vergleichen, sondern man muss sie halt einfach einzeln stehen lassen und deswegen versuche ich immer viele Sachen herauszufinden und das ist immer, ich vergesse zwar alles wieder aber in dem Moment war es schön.
Aber vielleicht wenn ich jetzt mal, ich stelle mich jetzt also ich bin jetzt mit Moderator also, Alf hat nämlich gerade was ganz Spannendes gesagt. Also es gibt ja in Deutschland so eine aktuelle, sehr negative Situation. Ich bin der Frage ausgewichtert. Ich glaube, sie ist gefühlt so. Man lässt sich so ein bisschen darauf ein. Weil so im aktuellen Leben muss ich sagen, dass ich in ganz vielen Bereichen das anders wahrnehme. Ich nehme das in meinem Leben so nicht wahr. Ich nehme das auch nicht wahr. Wir sind natürlich auch in der Sportbubble, es ist ein bisschen anders, müssen wir natürlich auch ehrlicherweise sagen, ja, die Leute treffen sich aus anderen Motiven, da, wo wir häufig unterwegs sind. Ja, ich nehme das so. In einer Bubble, die ihnen ja Spaß macht auch, grundsätzlich mal. Aber grundsätzlich hast du ja, darüber haben wir ja gerade schon gesprochen, bei Joyce, die Leute mitlaufen, sind ja von bis. Das heißt, du hast ja diesen breiten Querschnitt der Gesellschaft. Aber, also ich habe das Gefühl, dass bei mir oft nur Leute mitlaufen, ich kann natürlich jetzt nicht in jeden reingucken, aber die Sport als die Lösung empfinden.
Und deswegen gar nicht in dieser Negativ-Spirale drin sind. Also egal von woher diese negative Einstellung kommt, ob es jetzt politisch ist oder weil es einfach im Sozialleben nicht funktioniert, wie auch immer, im Dating nicht klappt oder so. Ich habe das Gefühl, dass die meisten Menschen, die mitlaufen, dass die Sport als die Lösung empfinden und über einen Sport vielleicht ihre Probleme bewältigen können. oder mit dem Sport? Ich habe das jetzt übrigens gemerkt in den letzten vier Wochen. Also ich komme ja auch aus NRB, das heißt also, ich bin ja mittlerweile auch in einem gesetzten Alter, dass ich WDR 4 höre.
Nein, ich habe jetzt WDR 4 zur Weihnachtszeit gehört. Wie alt bist du, WDR 4? WDR 4, genau. Und du bist Deutschlandfunk, oder? Nein.
Da gibt es keine Musik, was soll ich da? Ja, genau. Und dann habe ich das das erste Mal jetzt gemerkt in diesen vier Wochen, weil ich Weihnachtsmusik hören wollte, deswegen habe ich dann wieder vier gehört. Diese Nachrichten, die mich halt stündlich gekillt haben, irgendwie emotional. Das hatte ich die Monate davor nicht, weil ich dann andere Sender gehört habe, wo es keine Nachrichten gab. Und jede Stunde diese negativen Nachrichten, also jetzt, wo du das sagst, ist mir das aufgefallen. Man interessiert sich dann irgendwann. Das macht was mit einem mehr. Ich habe nämlich genau dieses Gefühl, ihr seid ganz an der Basis unterwegs. Ich meine, ihr könnt euch jetzt ja nicht um Politik scheren oder um whatever, sondern ihr trefft einfach alle möglichen Menschen auf eurer Reise durch Deutschland. Das ist eine Unmittelbarkeit, das ist eine Echtheit, eine Klarheit und natürlich kommen die nicht zu dir hin, um irgendeine bewusstseinserweiternde Diskussion mit euch zu führen, sondern die kommen zu dir hin, um mit dir zu laufen. Das ist ja erstmal ein ganz anderes Motiv logischerweise. Aber die sind unverstellt. Die sind unverstellt, weil die aus einem ganz anderen Grund zu dir kommen. Und das hat jetzt erstmal mit diesem ganzen externen Zeug wenig zu tun.
Aber es ist ja auch zeitlich abgegrenzt, wie lange wir miteinander laufen. Das heißt, viele schütten mir gar nicht ihr Herz aus. Ich weiß ja gar nicht, was da was eventuell für Probleme da sind. Und es geht ja eigentlich in dem Moment, wo wir aufeinandertreffen, um eine gute Zeit.
Und deswegen haben wir auch eine oberflächliche... Wenn ihr schildert, dass die Leute ganz oft viel länger mit dir laufen, als sie vorhatten, das heißt ja was. Ja.
Ja, aber das ist so, ich glaube, das ist aber auch so nicht unbedingt immer mein Verschulden, sondern eher so ein Gruppengefüge, was da entsteht. Also ich versuche da tatsächlich, und ich finde das ja selber schön, dass so eine Gruppendynamik wächst im Laufe des Tages. Deswegen finde ich es ja auch jeden Tag so traurig, dass man, der Marathon ist vorbei, zack, wir haben jetzt den ganzen Tag an dieser tollen Gruppe gearbeitet, an unserem schönen Miteinander. Wir sind so ein Team und dann ist das Team auf einmal kart vorbei aus, es wird es so nie wieder geben, weil am nächsten Tag habe ich wieder ein komplett neues Team und ich fange meine Arbeit wieder von vorne an. Das klingt so ein bisschen wie so ein Sozialarbeiter, aber manchmal fühle ich mich auch so. Ja, wirklich. Ich versuche dann immer, also ich mache dann immer so eine kleine Vorstellungsrunde damit. Und ich will auch, dass alle anderen zuhören, wenn jemand sich vorstellt, damit nicht tausendmal die gleiche Frage gestellt wird. Und damit irgendwie jeder weiß, ach guck mal, das ist die Mandy, die kommt ja hier zwei Dörfer weiter. Ich wollte schon mal gefragt haben, ob da immer noch der Christbaum steht bei der Emma im Garten. dann haben die direkt irgendwie Gesprächsthemen, die dann irgendwie lokal bestimmt sind. Ich kann dann wiederum zuhören, kann dann irgendwann mal, wenn die einen Themenwechsel haben, auch wieder mit einsteigen und man hat irgendwann das Gefühl dann, dass man zu so einer Gruppe zusammenwächst. Also klar.
Ja, ist das dann oft auch der Grund, weswegen die Leute dann noch weiter mitkommen und dann einfach so dieses, wir sind ein Team-Gedanke haben, weil wo hast du das dann heutzutage, wenn du nicht in einem Verein bist, wo du im Team zusammenspielst, hast du das ja ganz oft nicht und ich glaube, das finden die Menschen schön und deswegen kommen die so weit mit. Ja, hat sich ja was für mich. Da ist aber auch viel oberflächliches Geplänkel einfach, was aber nett ist. Und jeder findet es schön irgendwie. Lass uns einfach hier so ein bisschen rumplenkeln. Und der eine, der kann schon gar nicht mehr reden, aber der ist ganz stolz auf sich innerlich, dass er jetzt schon so weit gelaufen ist. Und der hat das erste Mal in seinem Leben die 21-Kilometer-Marke überbrochen. Und am VP sagen zwei Leute zu ihm, ach komm, mach doch noch bis zum nächsten VP. Und dann fühlt er sich motiviert, kann nicht mehr reden, aber ist der glücklichste Mensch auf Erden in dem Moment. Das sind alles so ganz viele kleine Mini-Geschichten, die so passieren. Die aber grauenlich auch von der Gruppe abhängig sind.
Philipp, du hattest gerade ein Kabel in der Hand. Ich hab mir ein bisschen Sorgen gemacht. Wollte ich mich aufhängen? Nee. Achso, Philipp. Ich bin Sven. Ich hatte einen kurzen Kabel, weil ich mir einen Hotspot gemacht hab in meinem Handy und das Handy mir gerade mitgeteilt hat, dass es in wenigen Sekunden sich selbst zerstören wird. Nein, aber ich hab das jetzt wieder eingefangen. Mein Laptop hat halt noch jetzt demnächst, aber nee, Spaß. Was ich sagen wollte noch zu dem Punkt ist, das stimmt, was du gesagt hast, Joyce, mit dem Thema außerhalb vom Vereinsleben, wo man ja aber auch nicht zwingend, sofort, also ich glaube, man findet da schnell Anschluss in einem Verein, aber auch nicht, du bist da in so einer Kürze der Zeit, wie das jetzt bei dir der Fall ist und man fühlt sich da schon direkt integriert.
Ist das ja schon besonders, dass sich da wildfremde Menschen an einem Morgen irgendwo treffen, die dann in der Regel ja viele schon aus dieser Region kommen, aber vielleicht viele sich eben auch vorher nicht kennen und dann alleine diese wenigen Stunden zusammenlaufen, ja schon eine Art von Verbindung schafft. Natürlich erstmal auf einer oberflächlichen Ebene, aber offensichtlich ja dann diese Gruppendynamik oder auch positive Gruppendynamik ja dann auch dafür sorgt, dass Leute auch über ihre bisherigen Grenzen da vielleicht auch mal rausgehen und dann das total natürlich positiv erleben und abspeichern. Und das ist doch was Schönes. Aber ich stelle es mir auch schwierig vor, dann für dich, wie gesagt, ist ja jeder Tag, also für die, die da dabei waren, ist es bestimmt voll das geile Erlebnis. Aber für dich ist ja jeden Tag dann dieses Neufinden in einer Gruppe und Gruppe irgendwie, vielleicht auch eine Gruppendynamik versuchen, irgendwie so ein bisschen zu steuern und zu beeinflussen. Das ist jetzt nicht, glaube ich, nur immer einfach. Nee, das klappt an einem Tag gut, am nächsten Tag klappt es gar nicht.
Umso größer die Gruppe, umso schwieriger wird es. Also ich finde es persönlich am allerschönsten, wenn wir so maximal acht Leute sind, Weil dann kriegt noch jeder alles mit von dem anderen. Und alles, was darüber hinausgeht, ist toll, dass sie da sind. Aber dann entstehen halt Grüppchen und es verläuft sich ein bisschen. Und dann wird es schon schwierig mit diesem Gruppengefüge. Und ja, es sind auch nicht jeden Tag super krasse Menschen dabei, mit denen ich sofort auf einer Wellenlänge bin, sondern wo man einfach ewig nachbohren muss oder dann irgendwann auch keine Lust mehr hat und sich denkt, jetzt nicht. Es gibt auch ganz oft Momente, wo ich einfach keine Lust habe zu reden. Auch ich bin irgendwann mal durch. Es gibt Höhen und Tiefen, manchmal wächst die Gruppe zusammen, manchmal nicht. Manchmal weiß man einfach nicht, was kommt. Sven, du hast ja schon gesagt, Statistiken führst du, nimmst du noch was mit aus der Reise, dass du dann anschließend nochmal zusammenbaust oder verwertest oder noch nicht weißt, was du damit machst. Also hast du Dinge, die du mitträgst über diese gesamte Phase des Städtetrips?
Also ich will erst mal die ganzen Daten sammeln, die man hat. Und das ist dann, glaube ich, dann schon, ich meine, alle Daten oder die großen Teile findet man ja dann auch auf der Website bei uns. Also wir haben die Kalorien, also Joyce hat jetzt 550.930 Kalorien verbrannt. Das entspricht genau auf 500 Salami-Pizzen. Das bedeutet nicht, dass ich die schon gegessen habe. Ja, genau. Klingt aber lecker. Genau. Boah, geht so. Nee, das einfach zu sammeln und dann hinten zu gucken, was man damit machen kann. Ja, genau. Ich finde es halt spannend zu wissen, das ist halt auch wieder so ein Resümee aus der Deutschland, wie viele Leute waren eigentlich wirklich dabei.
Aber du machst jetzt nicht immer ein Foto, so ein Foto am Tag oder so? Doch, doch, doch. Also ich mache Fotos und die Leute kriegen dann halt, alle Teilnehmer kriegen dann halt die Bilder des Tages abends per E-Mail zugeschickt. Ah, cool. Das ist stark. Das ist stark, ja. Also genau, wir werden natürlich Website und Insta logischerweise wieder in den Shownotes verlinken. so, dass ihr euch, wenn es passt, wenn ihr Bock habt, da irgendwo noch registrieren und anschließen könnt.
Genau, ich gehe mal davon aus, viele, die bei uns hier zuhören, haben dich eh schon abonniert, weil du ja, oder ihr in dem Fall ja beide schon auch häufig bei uns zu Gast wart. Aber da könnt ihr auf der Website vor allem ja auch gucken, wo Joyce als nächstes sein wird. Wie viel Vorlauf braucht ihr da? Geht das, dass einer spontan sagt, Ich melde mich da abends an und morgens kann ich dabei sein? Nein, man soll einfach vorbeikommen. Also man kommt einfach vorbei, also entweder zu den VPs oder am Start. Oder mittendrin. Wir haben Live-Tracking. Aber man muss sich irgendwie registrieren oder mit einem QR-Code. Ja, genau. Und das passiert dann am VP, da gibt es einen QR-Code und dann hältst du dein Handy dafür, füllst einmal aus, E-Mail-Adresse, damit ich weiß, wo ich abends die Fotos hinschicken kann. Wie bist du unterwegs? Wie bist du auf Joyce ausmerksam geworden? Name, Vorname absenden und dann geht das alles. Dataschutz. Blabla, das, was man heutzutage überall unterschreiben muss. Logisch, logisch, logisch. So, jetzt werden wir ja veröffentlichen, wenn das neue Jahr schon angefangen hat, aber ... Macht ihr eine Silvesterparty mit Feuerwehr? Na klar. Ja, null Uhr, richtig Rambazamba. Ja klar. Heute ist der erste Tag, wo man einen Silvesterknaller kaufen kann. Wir haben hier direkt 500 Euro gelatzt. Nein, Spaß. Wir haben ein Autobahnhotel, das kann ich schon mal sagen. Und ich bin großer Hoffnung, dass da drumherum nicht so viel passiert.
Für uns ist es ein ganz normaler Tag, wie immer. Silvester als nächstes und übernächstes und überübernächstes Jahr auch noch. Und ich bin jetzt auch eh nicht so der Fan von diesen wilden Böllern, Böllereien. Also ich gucke mir da lieber irgendwie eine Woche später so ein schönes Neujahresfeuerwerk irgendwo an, was organisiert ist. Von daher hoffe ich, dass ich mich ganz normal ins Bett legen kann und es verschlafe. So der Plan. Ja. Und Heiligabend, Weihnachten war auch so. Ähnlich, ja. Genau. Ja, also das war auch immer eine Frage, die immer kommt. Läufst du jeden Tag auch Weihnachten? Das war dann irgendwann... Also ich glaube, wir hatten ein harmonisches Weihnachten als 80 Prozent der Leute. Wir mussten uns nicht kümmern, wo müssen wir wann wo sein. Dann musst du morgens die ganz essen, mittags die ganz bei der anderen Oma und abends nochmal die ganz bei.
Den Schwiegereltern. Sondern wir, jeder wusste, wo wir sind. Mein Sohn war da. Das war eigentlich das schönste Weihnachtsgeschenk. Und auch der wusste, dass es dieses Jahr anders ist. Es gab Tortellini vom Dönerladen. Und später Indisch vom Inder. Also dieses Weihnachten wird uns in Erinnerung bleiben. Und wir mussten uns aber um nichts kümmern in diesen Tagen. Und das war dann halt schön. Und auch Weihnachten ist nächstes Jahr wieder. Das stimmt. Aber der Städtetrip ist, Zum ersten Mal. Wir sagen jetzt einfach mal zum ersten Mal. Nur einmal wissen wir ja noch nicht, aber zum ersten Mal. Okay. Oh Gott. Was war doch ein Tierstuhl. Ich kenne euch doch. Ich kenne euch doch. Also erstmal vielen lieben Dank für eure Zeit. Die ist wertvoll und das wissen wir sehr zu schätzen, dass ihr für uns über eineinhalb Stunden Zeit genommen habt. Noch viel mehr Dank für eure hochspannende Schilderung und eure Bereitschaft, das hier mit uns zu teilen. Super nice. Und ich werde euch weiter täglich verfolgen, weil ich das wahnsinnig spannend finde. Und Joyce, auch wenn die Füße vielleicht anders geworden sind, ansonsten bist du noch wie früher.
Danke dir, danke. Ja, hat uns auch sehr gefreut. es gibt immer tatsächlich gibt es einige Bestzeit-Podcast-Mitläufer wirklich? Ja, das Foto ist natürlich ich frage jetzt nicht jeden Tag nach aber wenn mir die Frage mal wieder einfällt, dann frage ich immer woher und da ist Bestzeit-Podcast schon oft gefallen, ja.
Das freut uns natürlich, dann starten wir hier einen offiziellen Aufruf an euch zu Hause. Wir sind jetzt erst kurz vor Halbzeit sozusagen. Das soll jetzt gar nicht so demotivieren klingen, das ist eher so, ihr habt schon fast die Hälfte sozusagen. Ja, ich verstehe dich. 95 Marathons geschafft. Das heißt, ihr solltet nicht zu lange warten zu Hause, falls ihr da dabei sein wollt, weil so viele Gelegenheiten gibt es ja nicht mehr. Nur noch so 200, was haben wir gesagt, 80 Optionen. Also da solltet ihr euch jetzt... Genau, da solltet ihr euch jetzt auf jeden Fall mal damit auseinandersetzen, wann das gut für euch passen. Könnte und gegebenenfalls auch vielleicht die Vorbereitung entsprechend einsteuern, falls ihr den ganzen Marathon mitlaufen wollt. Wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen. Alle Infos zum Projekt verlinken wir in den Shownotes, dein Insta verlinken wir in den Shownotes und Ralf hat natürlich vollkommen recht, wenn diese Folge erscheint, dann sind wir schon im neuen Jahr angekommen, aber wir nehmen heute am Montag auf. Heute ist der 29. Das heißt, wir wünschen euch zu Hause trotzdem auf diesem Wege sozusagen, weil letztes Mal haben wir ja erst Weihnachten gewünscht, für 2026 euch zu Hause auch natürlich nur das Beste und hoffentlich ganz viele spannende und aufregende Sportprojekte und euch natürlich auch, weil ihr werdet den Großteil des Jahres eben mit diesem Projekt natürlich noch verbringen und, genau, verfolgen das auf jeden Fall weiter. Nicht hupen.
Man kann auch einfach schweigend laufen. Man kann auch einfach schweigend mitlaufen, es geht gut. Absolut. Absolut. Genau, für alle Hörer, das kann man ja nochmal sagen, die dann... Was Neues ja, in dem Fall. Ja, das sowieso, das würde ich jetzt gleich sagen. Also die jetzt auf das Projekt aufmerksam geworden sind, dann zu uns kommen, die können uns ja dann direkt sagen, hallo, wir sind über... Ja. There we go. Hallo. Guter Plan. Hallo, wir kommen vom Bestzeit-Podcast. Richtig. So wollen wir das zukünftig haben, bitte. Meldet euch gleich mit Bestzeit-Podcast an. Vielen lieben Dank, Sven. ganz herzlichen Dank, Zeus, und macht weiter so. Wir sind sehr gespannt. Wir haben zu danken. Es ist mein zweiter Podcast und der zweite bei euch. Das ist eine gute Quote, würde ich auf jeden Fall sagen. Also vielen lieben Dank und einen guten Rutsch. Bis zum nächsten Mal. Bis an der Strecke irgendwann. Bis an der Strecke irgendwann. So klingt das doch nach einem Plan. In diesem Sinne. Wir hören uns nächste Woche, ihr Lieben. Macht's gut, passt auf euch auf.