So, einen wunderbaren guten Morgen, guten Tag, guten Abend, gute Nacht. Wann auch immer ihr diese Folge des Bestzeit-Podcasts hört, ich habe schon wieder Ausspracheprobleme. Es kann nicht an zu früh, zu spät oder was auch immer liegen, sondern einfach daran, dass meine Stimme noch nicht schnell genug ist für den Bestzeit-Podcast mit Philipp Flieger und Ralf Scholl. Ja, Philipp, zack, ist schon wieder. Was haben wir heute? Achter, Erster. Die erste Woche ist rum. Du bist noch 0 Meter gelaufen, ich ebenfalls. Was ist kaputt?
Das liegt ein bisschen daran, dass natürlich die Folge in der letzten Woche theoretisch nach dem Jahreswechsel erst erschienen ist, wir die aber schon davor aufgenommen haben. Und in der Zwischenzeit bin ich guten Mutes aus der schwäbischen Heimat wieder nach Regensburg gefahren und wollte einen entspannten Silvesterabend verbringen, bin aber dann am 31. morgens mit Grippe aufgewacht. Und wie man wahrscheinlich an meiner Stimme noch hört, es hängt immer noch nach. Also ich, Fieber und Schüttelfrostgliederschmerzen, das habe ich nach drei Tagen ablegen können, aber ich bin weit davon entfernt zu sagen, ich fühle mich fit. Das ist erstaunlich, also unsere Kleine, die hatte das ein bisschen eher, dann hat es direkt mich erwischt. Aber der geht es wieder super, der geht super. Ich muss sagen, es zieht sich, es kostet Nerven. Ich war maximal draußen spazieren. Das war bisher das höchste der Gefühle. Tatsächlich, weil wir gerade Off-Record schon gesprochen haben, jetzt kommen wir auch gleich zu unserem Gast.
Schnee haben wir jetzt auch wieder in Regensburg und ich weiß, von Felix in Nürnberg gab es relativ viel Schnee kürzlich, in Regensburg auch und von dem her ist das, glaube ich, jetzt für viele Athletinnen und Athleten, weiß ich nicht, erstmal wieder eine Umgewöhnung, glaube ich, wie man sein Training möglichst effektiv gestalten kann und das ist doch eine hervorragende Überleitung zu unserem Gast. Herzlich Willkommen, Andreas Gries. Heute unser Gast, der Chefredakteur der Leichtathletik Training.
Das ist eine Fachzeitschrift. Ich glaube, manche von euch zu Hause werden die bestimmt auch kennen. Ansonsten dürft ihr die natürlich sehr gerne abonnieren. Und außerdem schon seit vielen Jahren nicht nur selber aktiver Sportler, sondern auch Trainer. Und wir hatten gerade Off-Record schon gesagt, oder du hattest gesagt, du stellst mal besser das WhatsApp am Rechner aus, weil sehr viele Fragen bei euch auflaufen, wie man denn am besten gerade das Training gestalten kann. Das heißt, in Hamburg hat es auch Schnee? Ja, jetzt sehr viel Schnee. Ungewöhnlich viel Schnee, glaube ich tatsächlich. Also ich bin ja jetzt seit, ich glaube seit 2012 wohne ich hier. Ich glaube, das ist das zweite Mal, dass wir in der Zeit die Mengen haben. Wir haben auch schon mal Jahre ohne Schnee. Gleichzeitig würde ich sagen, ich habe ja auch Familie in Kanada. Das ist hier noch überschaubar zu dem, was klimatisch überhaupt in der Welt passieren kann. Und wenn ich dann höre, dass wir schon Hallen schließen müssen, weil die eventuell die Dachlast mit dem Schnee zu viel ist, frage ich mich dann doch bisweilen, wer die überhaupt gebaut hat. Weil so überraschend, dass es vielleicht mal eine Woche unter 0 Grad ist und regnet beziehungsweise dann schneit. Ja, weiß ich nicht.
Kann man vorhersehen, aber ja gut, passiert halt dann doch. Also das ist ja auf jeden Fall eine spannende Entwicklung. Früher hieß das einmal eigentlich Winter. Jetzt heißt das offizielle Gefahrenwarnung. Stimmt. Unter 0 Grad, es könnte eventuell schneien. Da kriege ich gleich 58 Nachrichten des Gefahrenabwehrdienstes auf meinem Handy, weil ich nicht nach draußen gehen darf, ohne dass ich mich auf die Klappe lege. Wir haben übrigens auch Schnee in Köln, was ja eigentlich ausgeschlossen ist. Aber es sieht eigentlich cool aus. Ich kam ja direkt aus Fuerteventura. Das war übrigens ganz schön. Kann ich jedem nur empfehlen, der in Mitteleuropa ist. Da war deutlich mehr Licht. Ich bin sogar einmal sehr früh morgens gelaufen mit Schwimmern. Viel zu schnell. Das war Wahnsinn. Und dann kommst du zurück und es liegt Schnee. Ich finde das eigentlich ganz cool. Weil es schlimmer ist, du kommst zurück und es ist immer noch ziemlich dunkel. Und dann regnet's und windet's. Und deshalb, es knirscht noch so schön, wenn man rausgeht. Ich find's eigentlich cool. Und eigentlich jetzt mal so, ihr als Läufer, das ist doch traumhaft zum Laufen, oder? So knirschen der Schnee. Oh, beide schütteln den Kopf. Halte Romantik, ich seh's schon. Ich glaub, das hängt sehr stark davon ab, wie ...
Irgendwie drücke ich das jetzt diplomatisch aus. Wie ambitioniert man diesen Sport betreibt, sage ich jetzt mal. Okay, okay, ich habe verstanden. Für so Bratwürste wie mich reicht es gerade, ja. Nein, nein, so wollte ich das nicht sagen. Aber ich sage mal, in meinem inzwischen sportlichen Rentner-Dasein kann ich dem durchaus auch mal was abgewinnen, weil es auch einfach dann wurscht ist, ob ich dann halt acht Kilometer laufe oder zwölf oder 15 und kann diesem Naturerlebnis mehr abgewinnen, weil es dann auch egal ist, wie schnell oder nicht. Weil ich track ja nichts mehr, das kommt auf Strava vielleicht mal, aber es ist heute für mich ja egal, weil ich keine sportliche Leistung daraus mehr generieren will sozusagen.
Für jemanden, der ambitioniert ist, der sportliche Ziele hat, wettkampforientiert trainiert, es geht ja nicht nur darum, also es geht ja nicht darum, dass es kalt ist, ich bin jetzt auch nicht der, das ist ja glaube ich, wissen alle, die hier schon lange im Podcast dabei sind, ich bin ja generell nicht der Wintertyp, aber das kann man natürlich mit Klamotten regeln, ja. Aber ich fand immer so Schnee, wenn du nicht die Möglichkeit hast, und das hat ja nun mal außerhalb von Leistungssportwelt, wenn die Athletinnen und Athleten noch Studenten sind und oder dann Profis, können ja die wenigsten sagen, ich bin jetzt mal zwei Wochen in Monte Gordo oder vier Wochen in Kenia oder Dallstrom oder keine Ahnung wo. Diesen Look, das haben ja viele nicht. Das heißt, dann musst du halt irgendwie gucken, dass du hier dein Training auf die Reihe bekommst. Und ich sag mal, solange der Schnee frisch ist, kann man da humane Sachen noch ganz gut drauf machen, normalen Grundlagenläufe und so, wenn es jetzt nicht gleich irgendwie Long Run ist. Aber wenn es dann schon mal ein, zwei Mal drüber friert, diese Fußstapfen dann festfrieren und es wird rutschig, es ist uneben, das ist... Kennen viele Kolleginnen und Kollegen von früher, also bei mir auch, du läufst dir immer irgendwas rein, irgendwelche komischen muskulären Disbalancen, weil das einfach ein anderes Laufen ist.
Klar kann man jetzt sagen, dann geht halt ein Fitnessstudio, da hängt es dann auch ein bisschen davon ab, was für Qualität an Laufbändern stehen da, sage ich jetzt mal. Zumindest wenn es dann irgendwie an schnellere Geschichten geht, da sind wir ja schon manchmal limitiert, wenn es über 3,30er Tempo geht, dass das Laufband das gar nicht verpackt oder du das Gefühl hast, das Ding fällt gleich auseinander. Also dann bist du schon, wenn du wirklich hier in Deutschland lebst und unter den Bedingungen versuchst, Leistungssport zu betreiben, ist es schon keine große Freude, aber Andreas darf mich da gerne korrigieren. Nee, das ist genau das Ding ich hab das in der einen Führung ja gesagt ich mach den Sport quasi auch irgendwie seit ich sieben bin war früher eher Sprinter nicht in einer Stadt mit Leichtathletik Halle, wie ich jetzt als Trainer bin.
Ich hab als Kind schon immer schlechte Laune bekommen, wenn ich Schnee gesehen hab, also ganz typisch weil das für mich bedeutete Training kann nicht so richtig stattfinden, wie es soll, weil es genau wie Philipp sagt, wenn der Schnee neu ist, dann geht tatsächlich noch recht viel, aber Vor allem jetzt hier in der Stadt ist ja dann ein halber Tag Schnee und danach habe ich Eiskanten, habe eher so Gletscherfeeling und das ist fürs Training halt total mies und vor allem halt für alles, was dann nicht mehr Dauerlauf ist. Also irgendwie Dauerlauf lässt sich vielleicht dann noch, wenn man die Geduld hat zu sagen, ja guck nicht auf die Pace, ist egal, abbilden. Wir haben halt in Hamburg den Vorteil, wir haben eine Leichtathletik-Halle. Das heißt, für die Mittelstreckler, die jetzt ja auch vielleicht zum Teil eine Hallensaison machen, sind wir eh bei sehr schnellen Sachen in der Halle. Das ist okay. Aber wenn ich jetzt irgendwie auf einem Schwellenprogramm unterwegs bin, dann kann ich ja nicht in einer 200-Meter-Halle mit Rundbahnen, den Sprintern im Weg stehen. Also ich sage immer so, 3-0-er-Pace mindestens sollte man mitbringen in die Halle. Ansonsten muss das irgendwie draußen stattfinden und das ist halt dann schwierig. Das heißt, es ist eher Laufband. Ich weiß, dass bei uns im Verein die Hobbyläufer gestern tatsächlich, das fand ich sehr geil, im alten Elbtunnel hin und her gelaufen sind. Also man muss da manchmal kreativ sein. Und es ist auch manchmal so, dass man Strecken hat. Ich weiß, bei mir hier vor der Haustür nicht weit weg, 500 Meter weit weg, gibt es so eine 200, 230 Meter Strecke. Da ist die Fernwärmeleitung drunter. Die ist auch verlässlich immer aufgetaut.
Solche Sachen braucht man dann teilweise, um zu improvisieren. Aber das ist dann genau das, weshalb dann die WhatsApp-Nachrichten aufpoppen. Weil man halt vor allem Organisation braucht. Umplanen, neu überlegen, was macht man, im Zweifel auch Trainingseinheiten tauschen.
Ja, und das ist Stress. Und Stress lieben wir Läufer ja nicht, weil wir möchten ja am liebsten die gesamte Saison inklusive jeder Zwischenzeit im Lauf planbar haben. Total, total. Da kann ich vollkommen nachvollziehen. Die Geschichte mit der Halle, da will ich vielleicht noch mal kurz drauf einsteigen, weil tatsächlich in Regensburg haben wir jetzt seit ganz, ganz kurzer Zeit haben wir in Regensburg eine Halle. Für die 20 Jahre, die ich hier bin, gab es keine Halle, aber das ist jetzt erstmal schön, dass wir eine Halle haben. Kann man drüber streiten, wer die jetzt aktuell gerade braucht, aber anyway, es ist ein Invest in die Zukunft. Das finde ich erstmal großartig, dass man sich das dann doch noch geleistet hat irgendwann. Nichtsdestotrotz, diese Themen gehen natürlich hier los. Andreas kann wahrscheinlich schon ahnen, auf was ich hinaus möchte. Ich bin natürlich in Sindelfing groß geworden. Das heißt, der Glaspalast war mein äh, Winter-Wohnzimmer, wenn man so möchte. Und da gab es das natürlich auch immer die Frage, wer darf denn da überhaupt rein? Klar, Vereinsmitglieder. Jetzt gibt es aber in Hamburg auch mehr als nur einen Verein. Und dann war aber auch immer die Frage, und dann ab welcher Leistungsgüte, weil natürlich ist eine Halle erstmal ein großer Luxus, wenn man die hat, um Training natürlich auch irgendwo in der Winterzeit zu optimieren.
Aber das weckt natürlich immer ein bisschen Begehrlichkeiten und dann gibt es ganz viel Probleme in der Praxis häufig, wer da dann wirklich überhaupt rein darf oder nicht. Also ich kann euch für zu Hause schon mal leider sagen, es ist, vielleicht gibt es eine Halle irgendwo in Deutschland, wo das sehr locker, gehandhabt wird, aber in der Regel kann man eben nicht einfach so sagen, ich bin jetzt gerade hier in der Werner-von-Linde-Halle, weil ich gerade hier was auch immer mache und jetzt schaue ich da mal kurz rein in München oder wo auch immer.
Das funktioniert in der Regel nicht. Wäre aber für mich tatsächlich der Weg, also dass man halt auch für, sagen wir mal, ambitionierte Hobbyläuferinnen und Läufer, Zeitenschaft. Ja, das kann ja irgendwie funktionieren. Ich weiß, dass es das in Dortmund in der Halle früher gegeben hat. Da kann man ja nochmal außen rumlaufen, also außen um die eigentliche Rundbahn rumlaufen. Da gab es auf jeden Fall Zeiten vom Stadtsportbund oder sowas, da sind die da rumgelaufen, um eben nicht, wie Andreas du ja richtig gesagt hast, den Sprint an dem Weg zu stehen, also damals uns.
Das fand ich halt eigentlich ganz cool. Und weißt du was, ich kenne das eigentlich auch aus Nordamerika und aus Kanada, weil du das eben gesagt hast, Andreas, ich kenne das anders. Da gibt es ausgeprägte Zeiten für ambitionierte Hobbygruppen. Also sowohl zum Laufen, aber natürlich auch als Schnelllauf, die dann halt entsprechende Zeiten haben und, und, und. Also das ist ein Hauch anders. Da ist ja auch der Zugang zu Sportstätten oft anders geklärt. manchmal mit einem Eintritt aber die Community Center also so erlebe ich das ja gerade auch mit meiner Klänin, die ja in Kanada lebt, Das ist ja ganz anders orientiert. Da kannst du auf die Bahn gehen und kannst da laufen. Du kannst da ins Community-Center rein und dann kannst du da deine Sachen machen. Also vielleicht ist das halt auch eine grundsätzliche Haltung, die wir so nicht etabliert haben in Deutschland. Wie erlebst du das, Andreas? Ja, ich muss ein bisschen aufpassen. Ich bin ja in Hamburg auch Vizepräsident Leistungssport und somit so ein bisschen auch für die Hallenzeiten zuständig. Und ich kann dir sagen, es ist halt ein ewiger Kampf in beide Richtungen. Ich komme tatsächlich so ein bisschen von der anderen Seite. Aber ich komme ja vom Leistungssport.
Und ich sage mal so, in Hamburg ist die Halle eigentlich zu den Stoßzeiten, wir reden jetzt erstmal von den Stoßzeiten, überbelegt für ein leistungssportlich orientiertes Training. Weil das ist halt immer so ein bisschen natürlich auch eine Werteabgüter oder Abwägung, muss man sagen. Ich sage jetzt mal einfach, ein Sprinter kann man auch analog auf die Bahn draußen übertragen, wenn jemand 400 Hürden beispielsweise trainiert. Auf einem gewissen Niveau, aufgrund der Trainingsinhalte, die diese Person macht, braucht sie quasi so viel Platz wie zehn Hobbyläufer. Das ist halt einfach so ein bisschen dadurch geschuldet.
Und natürlich sind da natürlich ab einem gewissen Niveau die Leute auch, ob es jetzt im Lauf ist oder im Sprint ist, so schnell, dass man quasi die Bahn komplett einmal geräumt haben muss, wenn die da durchfitschen und man nicht noch sagen kann, oh, der läuft da los, ich gehe jetzt mal rüber. Wir haben dann häufig mit den Nachwuchsgruppen natürlich das Problem, das muss man den Kindern ja gar nicht vorwerfen, das ist normal, die sind größer, diese Gruppen, die muss man dann wirklich in einer vollen Halle im Wettkampfbetrieb sehr gut im Griff haben, dass die dann irgendwie fit sind. Und ich sage das vorhin, ich bin aufgewachsen in Kevela, die nächste Halle bei Düsseldorf, da sind dann meine Eltern oder mein Trainer mindestens irgendwie 50 Minuten hingefahren. Das heißt, ich bin es gewohnt, dass es eher nicht der Fall ist, dass man eine Halle hat, wenn man so jetzt in Hamburg aufgewachsen ist oder die Athleten, die Vereine, die sind es gewohnt. Das ist da, das wird so ein bisschen dann als selbstverständlich angesehen. Von daher werbe ich immer so ein bisschen dafür, dass eben genau wie du sagst, es nicht als selbstverständlich anzusehen, sondern das ist schon auch ein Privileg, eine Möglichkeit, das zu haben.
Und grundsätzlich ist es schon der Gedanke, dass es natürlich dem Leistungssport oder den Kaderathleten primär zusteht. Wir haben es in Hamburg aber, dass grundsätzlich theoretisch jeder reinkam, aber er muss halt einer Vereinsgruppe zugehörig sein und das finde ich halt vollkommen legitim. Also die Vereine beantragen Zeiten, da guckt dann natürlich der Verband, na gut, es können jetzt nicht 500 Leute gleichzeitig in der Halle sein, da hätte auch keiner Freude. Da sind wir, wenn man das jetzt mal als Breitensport fassen würde, Tendenziell, dass wir sagen, hier so ab 20 Uhr steht die Halle mehr oder weniger leer, da dürfen dann auch, das sind ja auch teilweise Fremdsportarten dann, sag ich mal, aus gleicher Sicht, also das Triathlon oder sowas mittrainiert. Die könnten dann natürlich rein, das soll dann aber jetzt nicht so dieses, ich gehe jetzt einfach als Privatperson da rein, sondern ich gehe als Verein da rein mit einer Vereinsgruppe, da weiß ich, da ist ein Trainer oder eine Trainerin, die auch noch, sagen wir mal, so ein bisschen die Verhaltensregeln in der Halle mit kontrollieren kann, und irgendwie als Ansprechpartner fungiert und dann ist das durchaus möglich. Das ist in Hamburg, glaube ich, auch relativ liberal, also vor allem, wenn ich es jetzt beispielsweise mit München vergleiche, wer da eine Hallenzeit bekommt. Ich glaube, bei uns sind die Vereine, können sich im Wesentlichen nicht beschweren. Also da ist schon viel möglich.
Aber letztlich, wenn du die frei offen hast, will die Kapazität ja ums Zehnfache überschritten. Wir haben leider nicht zwei, drei Hallen. Also wir könnten in Hamburg locker auch noch eine zweite füllen.
Ja gut, das ist ja auch eine große Stadt, das muss man ja auch sehen logischerweise. Ich hatte so einen kleinen romantischen Anfall zu Weihnachten, als ich bei meinen Eltern war, weil tatsächlich bin ich ja am Rande des Ruhrgebiets aufgewachsen und die nächste Halle war Wattenscheid. Das war mein Verein, aber das war eben auch eine Dreiviertelstunde Fahrt und über Weihnachten natürlich auch zu.
Das heißt, was hat man gemacht? Du musst ja Anfang Januar oder Ende Dezember trainieren, wenn du in die Hallensaison willst logischerweise. Also habe ich auf einem sehr glatten Ascheweg zwischen Kindergarten und meiner ehemaligen Grundschule, das war so ein leichtes Gefälle, man konnte also in die eine Richtung mit ein bisschen Anstieg und in die andere Richtung mit Gefälle laufen, habe ich da Sprints gemacht und Tempoläufe. Ja, da bin ich dann mit einem kleinen Spaziergang, sind wir da langgegangen, habe ich gedacht, guck mal hier, hier bist du sonst Weihnachten hoch und runter gerannt und die Leute haben dich angeguckt, als hättest du nicht alle Latten am Zaun. Weil da natürlich, du hast es ja gesagt, viele Leute wissen gar nicht, wie hoch die Geschwindigkeit ist, wenn mal so ein Sprinter an einem vorbeibrettert. Und man kann auch nicht so schnell mal eben ausweichen. Und so ein Zusammenstoß kann echt auch übel ausgehen. Also von daher ist das halt schon irgendwie so ein bisschen seltsam. Auf der anderen Seite denke ich mir, weißt du, ja, es ist ein bisschen Stress natürlich für den Trainer. Auf der anderen Seite ist es halt auch einmal mal anders denken. Nicht nur in diesen Trainingspace denken, sondern wie können wir uns organisieren. Ein bisschen kreativ werden, Optionen suchen, also wie du gesagt hast, Fernwärmeleitung, wo ist etwas sicher geräumt.
Elbtunnel finde ich grandios. Also klingt für mich nach einer absolut super Geschichte. Philipp, bei euch gibt es doch sogar einen Lauf im Parkhaus in Regensburg. Den gibt es tatsächlich, ja. Da läuft das Park in den Spindellauf. In den Spindellauf, ja. Da läuft aber dann auch wirklich diese Spindel im Parkhaus hoch und runter. Das ist natürlich nichts für Training, war ja als Spaß halt gedacht. Aber Andreas, ich sehe dich eigentlich schon mit Fräse, Besen und Schaufel heute Mittag, um die Bahn 1 freizuräumen für die Tempoläufe. Ich bin heute in der Halle.
Tatsächlich haben wir das auch schon mal gemacht. Das Ding ist natürlich, so langsam weiter schneid. Das manchmal räumen halt auch nicht besser, weil du kriegst es halt nicht komplett weg und dann hast du diese dünne Schicht, die dann friert. Aber wie du es sagst, ich finde es halt eigentlich auch, manchmal ist es schön, wenn sich Athleten darauf einlassen, Das ist tatsächlich ein bisschen so die Schwierigkeit, weil viele Laufathleten, die sind wirklich so auf Zeiten, Distanzen gefixt, die haben irgendwie eine Pace-Vorgabe und da musst du halt einen Schritt irgendwie zurückgehen und dich davon lösen können. Wenn man halt irgendwie seit zwei Wochen auf dem Plan steht, wir machen da 10 mal 1000 und dann habe ich irgendwo einen Elbtunnel, der 890 Meter ist und ich weiß als Trainer, ja dann machen wir 890er Intervalle und ey, Pace genau umrechnen kriege ich eh nicht hin und unter der Elbe kriege ich komischerweise auch kein GPS-Signal, also hör mal auf dein Gefühl.
Dann geht das, aber man muss sich als Athlet auch da mal ein bisschen wieder freimachen können und drauf einlassen. Wenn man das aber wiederum schafft, dann ist es halt auch geil, weil das ist so, wie du ein bisschen dann sagst, das vergisst du dein Leben lang nicht. Du vergisst bestimmt, wie häufig du irgendwie tausende Intervalle auf der Bahn gemacht hast, aber du erzählst wahrscheinlich deinen Kindern noch, ey, wir haben ja im alten Elbtunnel dann nur Intervalle gemacht, boah, das war abgefahren. Das meine ich, dass man das halt ja positiv konnotiert und sagt so Leute, wir müssen uns jetzt ein bisschen fantasievoll bewegen, weil das ja auch Dinge sind, die einem dann übertragen im Wettkampf irgendwann begegnen können, dass natürlich nicht alles nach Plan abläuft. Ja, das ist ja schon ein spannender Ansatz. Wie gehst du mit deinen Leuten jetzt in so ein Jahr rein? Indem du sagst, okay, Leute, wir haben jetzt Woche 1, in Woche 5 wollen wir das als Wettkampf machen, in Woche 27 ist unser Saisonhöhepunkt. Also plane ich das jetzt mal alles straight durch. Ich habe dich jetzt aus der Entfernung, wir kennen uns jetzt nicht besonders nah oder persönlich, aber aus der Entfernung habe ich einen anderen Eindruck von dir, als wenn du so vorgehen würdest. Wie legst du einen Plan und wie legst du ein Training mit deinen Leuten an?
Ja, ich glaube, man kann dazu sagen, ich bin als Trainer ein bisschen durch die harte Schule dahingehend gegangen, dass ich meine A-Trainer-Schein und auch die Gruppe, die ich jetzt trainiere, die habe ich zwar vorher schon trainiert, Also ich meine, eine Gruppe verändert sich ja von Jahr zu Jahr immer so ein bisschen, aber das ist ein Kern in dieser Gruppe. Die hatte ich zu einem Zeitpunkt das erste Mal auf einem Niveau, wo wir über überregionale Sachen nachdenken. Da waren gerade Corona-Lockdowns. Das heißt, alles, was wir theoretisch auf dem Papier gelernt haben mit einer langfristigen Saisonplanung oder so sieht ein Musterplan aus, was ich die Saisons vorher auch noch nicht gut orientieren konnte, so einen Rahmentrainingsplan, konntest du im Grunde in die Tonne kloppen, weil du wusstest nicht genau, wann findet eine Saison statt, wie sieht die genau aus und setze ich eher auf den Straßenlauf oder auf den Bahnlauf, was ist realistischer. Das hat mich und ich würde auch sagen, die Trainerinnen und Trainer, die mit mir in dieser A-Trainer-Ausbildung waren, sind ja einige Junge, die jetzt auch teilweise sehr erfolgreiche Athleten haben. Ich glaube, dahingehend ein bisschen geprägt und hat uns einfach gezwungen, nachzudenken. Denk mal wirklich drüber nach, wie kannst du es aufbauen etc.
Und das hat mich beispielsweise zu einer Situation geführt, wo ich halt dann in dieser Phase von meiner Trainingsgruppe stand und habe gesagt, pass mal auf, die letzten zwei Jahre haben wir es so und so gemacht, das hat gut geklappt. Ich würde es jetzt aus den und den Gründen anders machen. Ich weiß nicht 100 Prozent, ob es funktioniert, aber ich bitte euch quasi um dieses Vertrauen. Und dieses Vertrauen wurde mir dann auch gegeben. Wir hatten dann auch in, ich sage mal, 90 Prozent eine Trefferquote, dass das gut geklappt hat. Das hat einerseits so dieses Athletentrainervertrauen natürlich auf ein anderes Niveau gebracht, hat mich aber auch ein bisschen entspannter werden lassen, Sachen anders zu machen, als ich sie schon gemacht habe. Sondern wenn ich halt sage, okay, da ist ein guter Grund, dann kann man eine Saison auch anders gestalten. Gleichwohl wäre ich schon auch jemand, der gerne eine möglichst langfristige Planungssicherheit hat. Also das Gegenbeispiel ist jetzt die vergangene Saison. Da hatten wir, glaube ich, auf dem Papier einen guten Plan für die 5000 Meter Läufer, Läuferinnen bei uns in der Gruppe. Und wir haben irgendwann im Laufe der Saison, ich sage mal, ein bisschen versucht zu improvisieren.
Weil wir hatten zwar die Norm, hatten aber das Gefühl, ja, die reicht nicht, hat sie letztlich auch nicht gereicht, um wirklich zu deutschen Meisterschaften zugelassen zu werden. Wollten demnach nochmal nachlegen, haben dann geguckt, in welche Felder kommen wir rein. Dann waren da aber Hitzerennen. Und dann haben wir so ein bisschen mehr von Woche zu Woche gearbeitet. Und das hat A dann nicht unbedingt dort die Ergebnisse geführt, hat aber letztlich auch dafür geführt, dass dann irgendwann die Form nicht mehr so da war, wo sie sein sollte.
Dann, wo wir wieder in den langfristigen ein bisschen mehr eine Planung gegangen sind oder bei den Athleten, wo das der Fall war, da kamen auch relativ verlässlich dann die Ergebnisse zu den Zeitpunkten, wo wir sie haben wollen. Das heißt, man muss so ein bisschen, glaube ich, die Balance finden zwischen einerseits. Es gibt gerade im Lauf-Ausdauer-Bereich sind halt einfach Leistungsentwicklungen ein sehr langfristiger Prozess. Also vor allem, wenn ich natürlich über eine richtige Entwicklung rede, davon, dass ich einen Athleten über Jahre irgendwo hinkriegen will. Aber auch natürlich so eine Form aus Prägung. Philipp wird es wahrscheinlich aus dem Marathon noch viel besser kennen als auch über 5.000. Da kann man jetzt nicht spontan mal eben sagen, ich mache vier Wochen eher oder später. Also kann man sicher, aber das wird entsprechende Konsequenzen haben.
Und gleichzeitig sind wir halt aber auch in einer Situation, wo umso besser man wird, sich Wettkampfmöglichkeiten auch mal spontan ergeben, die vielleicht auch finanziell mal relevant sind. Oder wir halt 50 Zentimeter Neuschnee haben und reagieren müssen. Das heißt, da irgendwie die Balance zu finden, ist einerseits, dass man spontan Sachen anpasst, andererseits aber nicht das System über den Haufen wirft. Ich glaube, das ist die große Kunst. Ich habe vielleicht nochmal das Beispiel, was wir gerade hatten mit dem Elbtunnel. Wenn ich jetzt sage, ich will eh ein Schwellenintervallprogramm machen, dann ist es in dem Fall wahrscheinlich relativ egal, ob ich jetzt die Tausender mache oder ob ich sage 890er im Elbtunnel. Was aber nicht egal wäre, wäre zu sagen, ich kann aber in die Halle gehen, dann mache ich die Halle heute stattdessen ein Sprintprogramm. Das wäre halt was komplett anderes. Und das gelingt einem mal besser, mal schlechter. Und das ist auch immer eine Dialogfrage, weil man natürlich auch als Trainer die besten Ideen haben kann. Aber das muss auch den Athleten überzeugen und das muss ich ihnen auch abholen. Absolut. Das heißt, deine Planung, also du hast ja nur bisher ein bisschen skizziert, dass du schon eine größere Gruppe hast an Athletinnen und Athleten und da ist so die Range von 800 bis 5000 bis 10.000 bis Straßenlauf oder wo ist so der Kern in der Training?
Ja, also offiziell heißt es Wettkampfgruppe Bahn. Ich bin ja in einem Laufsportverein. Das heißt, auf dem Papier fangen wir bei 800 an. Zwangsläufig sind 800-Meter-Läufer irgendwo auch mal unterdistanzmäßig auf 400 unterwegs. Ich habe halt auch so ein paar Typen, die wirklich dieser 400-800er-Typ sind. Das heißt, ich würde mal die 400 in Klammern mitnehmen. Aber ansonsten die Hauptdistanz wäre dann schon immer die 800.
Und klassischerweise unterteile ich meine Gruppe eher in diesen 800-Meter-Läufer. Zuletzt fiel 400, 800 Meter Typen. Jetzt ist neuerdings wieder ein bisschen dieser 800, 1500 Meter Typ bei mir auch dabei. Den hatte ich jetzt so zwei Jahre in der Form eigentlich nicht. Und die andere Untergruppe, so sind die 1500, 5000, die auf dem Papier relativ weit auseinander liegen, aber ich finde in der Trainingsausprägung sehr nah aneinander sind.
Das habe ich tatsächlich auch zu Beginn meiner Trainerkarriere wirklich anders gehandhabt. Da habe ich irgendwie so in der Kategorie Mittelschrecke gedacht. Das ist dann 800, 1500 und Landstrecke 5000 plus. Mittlerweile sehe ich eher die 1500, 5000 Meter Läufer sehr nah aneinander. Das ist zumindest auch bei den Athletinnen und Athleten, die ich momentan habe, der Fall. Von denen sind einige eher 5000 plus, die dann auch mal einen 10er, also 10.000 auf der Bahn tatsächlich sogar auch bei Deutschen laufen oder halt auch eine 10er auf der Straße. Theoretisch auch einen guten Halbmarathon könnten oder das mal so perspektivisch im Blick haben. Und da gibt es aber auch die Typen oder eher die Frauen bei uns momentan eher, deren Hauptdistanz die 1500 ist. Aber das Training ist relativ ähnlich. Das heißt, die Gruppe unterteilt sich in zwei Untergruppen, so 800 Fokus, 1500, 5000 Meter Fokus. Dann gibt es Saisonphasen, da können alle das Gleiche machen oder sehr ähnlich. Also der 400, 800er Typ, der ist halt dann doch immer nochmal ein bisschen speziell, weil jeder Kilometer ist für den Qual gefühlt übertrieben gesagt.
Und dann gibt es aber auch Saisonphasen, da macht natürlich fast jeder das an, was unterschiedlich ist. Das muss man halt auch ganz offen sagen. Also da sind zum Teil Jugendliche dabei, zum Teil sind es Erwachsene. Das heißt, da ist dann vielleicht auch mal die Verschiebung um eine Woche, wann die Landesmeisterschaften sind. Dann wird in der Wettkampfausprägung, wenn 5.000 und 1.500 zusammen trainieren, aber vielleicht beim Wettkampfhöhepunkt oder beim Quali-Wettkampf dann der eine 1.500, der andere 5.000 läuft, das in den letzten Wochen sich schon ein bisschen unterscheiden. Heißt, ich komme auch mal auf den Platz und habe sechs unterschiedliche Programme. Das sind nicht unbedingt die Tage, die ich... Eigentlich liebe ich die Tage schon, weil es geil ist, aber es ist danach mich auch platt mit dem Kopf.
Und das bedeutet natürlich auch, dass die Athleten eine gewisse Eigenverantwortung mitbringen müssen. Also ich erwarte schon, dass die, wenn die auf den Platz kommen, vorher den Trainingsplan gelesen haben und auch verstanden haben und maximal nach Nachfragen haben. Das ist halt schon das Leistungsniveau, was man dann braucht. Aber das ist so ein bisschen die Unterteilung. Und ich glaube, es ist auch immer wichtig, die Athleten wirklich zu kennen, weil selbst wenn zwei Leute 5000 Meter laufen, dann reagieren die Körper schon ein bisschen anders und auch die reagieren mental anders. Also der eine ist vielleicht der Typ, der, Super gut mit, ein klassisches Beispiel für mich sind so diese, früher hat man gesagt, die ja zwei Dauerläufe, also die zügigeren Dauerläufe. Es gibt Athleten, die machen das gerne, die belastet das auch nicht viel. Und es gibt Athleten, da war ich zum Beispiel ein Typ für, für die ist das fast wie Wettkampfbelastung, allein schon mental. Also dieses außerhalb der Wohlfühlzone dauerhaft durchzulaufen und da muss man dann auch abwägen, muss man das mit denen wirklich machen? Reicht es, das punktuell da zu machen, wo es sinnvoll ist? Deshalb unterscheidet sich das dann ja manchmal auch ein bisschen nochmal sogar vom Typ zu Typ.
Ja, Leute, ich habe ja den Winter und die dunkle Phase des Dezembers locker ausgedribbelt und bin einfach nach Fuerteventura abgedampft. Aber da habe ich mich natürlich trotzdem, wie viele andere auch, in ihrem Urlaub, nehme ich an, gestresst, indem ich mehr Sport gemacht habe als sonst. Neues Jahr, neues Glück, aber unser Partner AG1 ist wieder bei uns. Und der hat nicht nur eine ganz coole Aktion mit Start des neuen Jahres 2026, sondern wir wollen euch auch sicher nochmal mitnehmen, was AG1 macht, um sein Produkt permanent weiterzuentwickeln und für höchsten Standards zu sorgen. Ja, AG1 legt großen Wert auf die Auswahl der Rohstoffe und der Qualitätskontrolle und sie erfüllen dabei nicht nur Branchenstandards, sondern sie setzen neue. AG1 wird unabhängig geprüft und transparent zertifiziert, beispielsweise durch Informed Choice und das ist auch auf der Kölner Liste und das ist auch wichtig für alle Leistungssportler zu wissen, jede Charge AG1 wird in unabhängigen Labors auf Qualitäts- und Sicherheitsmarker geprüft.
Ja, vier klinische Studien und 15 Jahre Forschung stecken da drin. Etliche Versionen von AG1 bis zur aktuellen. Und nicht nur die aktuelle Version und die beste Version von AG1 bisher, sondern es gibt auch noch ein ganz cooles, limitiertes Angebot, das ihr zusammen mit eurem Abo abschließt und dann bekommt. Denn das ist nicht nur stylisch, sondern gerade wahnsinnig im Trend. Ich weiß jetzt schon, meine Mädels werden es mir klauen wollen. Ja, tatsächlich, Ralf. Es ist eine 900ml Thermosflasche aus Edelstahl. Ich habe sie die Woche geschickt bekommen, fühlt sich extrem hochwertig an. Erinnert von der Optik so ein bisschen an diese Stanley Cups, die ja auch einen gewissen Hype mal erfahren haben. Zusätzlich gibt es außerdem noch fünf Travel Packs, das heißt ein Gesamtwert von 87 Euro, dem entspricht das. Das gibt es gratis für euch on top. Dazu beim Abschluss eines Monatsabos. Und da wisst ihr natürlich Bescheid. Alles gilt da wie sonst auch. Ihr habt eine 30-Tage-Geld-Zurück-Garantie. Ihr könnt euer Abo jederzeit pausieren oder natürlich auch stornieren. Und das Ganze findet ihr auf www.drinkag1.com slash bestzeit. Www.drinkag1.com slash bestzeit.
Nimm uns nochmal eben mit, du kommst ja, hast ja schon gesagt, eher von der Sprintorientierung, also du warst im Jugendbereich sehr gut über 400 Meter unterwegs, Jugendmeister, wie ich das richtig weiß, bist dann halt eins hochgeswitcht, also der Klassiker eigentlich nicht gut genug für die internationale Karriere über 400, also renne ich einfach mal zwei Runden. Das verändert eine Menge, ja auch im Training, dann muss man nämlich anfangen solche Läufe zu machen, die unangenehm werden und länger sind, was man als Sprinter eher so nicht macht. Wie viel von deinem eigenen Erfahrungsschatz als Athlet jetzt nimmst du heute noch mit in dein Training oder sagst du, okay, wenn ich damals mal das gewusst hätte und das mal gemacht hätte, was ich jetzt weiß und an Erfahrung als Trainer gesammelt hätte, möchte ich gerne nochmal 15 Jahre zurückdrehen? Ich glaube tatsächlich, dass ich mich selber über 800 sehr anders trainieren würde, als ich dann trainiert habe.
Ich glaube auch rückblickend bin ich tatsächlich ein gutes Beispiel dafür, dass man vielleicht doch zu spät über 800 auf die 800 gewechselt ist weil du gesagt hast, es ist ja nicht gut genug für eine internationale Karriere, bei 800 war ich ja da ja theoretisch noch weiter weg, wenn man das so will, Aber das ist übrigens ein spannender Punkt, den du sagst, den ich 100% unterschreiben würde, ich glaube die meisten, haben zu viel Angst, den Schritt früher zu gehen die das Potenzial aber hätten, mit dieser Grundschnelligkeit und vielleicht gewissen aeroben Fähigkeiten oder Anlagen, die vorhanden sind, den Schritt früher zu machen. Ich glaube auch, dass da viele Talente zu spät sich trauen, das zu machen. Weil es natürlich auch was ganz anderes ist. Du läufst nicht mehr in Bahnen und Training sowieso komplett anders. Ich glaube, es liegt gar nicht so sehr an den Athleten, sondern häufig auch an uns Trainern. Also ich möchte da gar nicht einen bösen Finger auf andere zeigen. Also ich sage deshalb bewusst uns. Ich bin im Grunde der Athletentyp gewesen, den ich heute gerne finden würde als Trainer, um ihn dann zu überzeugen, dass er was anders machen sollte, als er das tut. Weil ich war als 400-Meter-Läufer, so U18, wie gesagt, deutscher Meister.
Und hatte solide 100-Meter-Zeiten logischerweise, hatte auch gute 400-Meter-Zeiten, hatte eigentlich mittelmäßige 800. Ich bin die sogar ein-, zweimal gelaufen. Das ist so das erste Indikator, wo ich suchen würde, okay, der hat es auch mal gemacht so in der Saisonvorbereitung. Ich hatte stellenweise einen Dauerlauf im Training drin, was für 400 Meter Läufe untypisch ist. Den habe ich nicht gemocht, aber ich habe ihn gemacht. Und ich hatte früher immer so E3er-Programme in E-Programme gesagt, würde ich heutzutage sagen, das ist schon so irgendwie V2 Max oder Schwellentraining unterwegs gewesen. Und ich glaube, und deshalb sage ich uns Trainer, wir haben zu häufig, denken wir da falsch. Ich bin da ja jetzt ein bisschen aus der Funktionärsverantwortung auch mit zuständig und versuche das in Hamburg ein bisschen anders zu denken. Wenn wir über 800 Meter uns wirklich auch trauen wollen, nicht nur bei deutschen Meisterschaften dabei zu sein, sondern wie du sagtest, internationale Spitz. Oder ich fange mal an, internationale Teilnehmer zu generieren. Man muss mal sicher überlegen, wenn jetzt jemand irgendwie 1,45, 1,44 laufen kann, dann wird der auch eine 11,0 auf 100 laufen können. Und den sortieren wir dann in den Sprint ein. Ja, eben, den sortieren wir in den Sprint ein. Und wenn wirklich jemand, also wir suchen immer Weltspitze und haben dann aber ein bisschen Schiss, wenn uns ein Kandidat für die Weltspitze begegnet, glaube ich mal, ehrlicherweise. Weil jemand, der über Mittelstrecke wirklich internationales Format haben muss, der wird, wie du sagst, müssen, der wird sämtliche Kader-Normen auch im Sprint unterbieten können.
Und dann müsste man halt eigentlich verbindlich bei jedem Langsprinter mal einfach auch nochmal schauen, was hat denn der für eine Aerobe-Kapazität? Meistens ohne Training. Und wenn die ohne Training schon gut ist, dann sind das vielleicht die Kandidaten.
Und das fällt uns schwer. Ich finde es auch in der Trainerausbildung und überhaupt in den Kader-Bildungen extrem schwierig, dass wir bei 400 den Cut machen, da ist Sprint, 800 ist da ein Lauf. Ich habe in der Kader-Nominierung jetzt in der Jugend teilweise Leute, Die haben beide Normen. Die muss ich dann einsortieren, bevor ich sie zur Kadertestung einlade. Dann machen die unterschiedliche Kadertests. Das heißt, ich kann sie noch nichtmals wirklich vergleichen. Und ich glaube, da ist ein bisschen über den Tellerrand gucken auf jeden Fall wichtig. Aber es ist ja häufig auch einfach so eine wirklich eine Typfrage. Es sind halt unterschiedliche Menschen, wie du schon sagst. Jetzt sind wir so ein bisschen in Talentsichtung und sowas abgegriffen. Ich weiß gar nicht mehr genau, was die Ausgangs... Ja, aber das ist ja total spannend. Ist auch gar nicht so wichtig, was immer der Ausgang ist. Ich weiß nur, dass international ja sehr gerne dann halt auf einzelne herausragende Athleten geschaut wird und geschaut wird, was haben denn die früher gemacht? Also nach der Idee, wo kriege ich die denn her? Weil die fallen ja nicht irgendwo plötzlich vom Baum, sondern die haben ja irgendeine Genese, die haben eine Entwicklung gemacht. Dazu kommt ja gerne, und das habe ich jetzt halt im Camp halt auch wieder erlebt, dass ja sehr gerne einzelne Trainingseinheiten von solchen Athletinnen und Athleten genommen werden, die bis in den ambitionierten.
Breitensportbereich ja kopiert werden. Dass man sieht, okay, der hat dies oder jenes gemacht, zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr, und jetzt ist ja gerade so, man hat ein bisschen Zeit gehabt, hat halt ganze Weihnachten, durchs Netz gescrollt und durch Instagram und hat all die geilen Sessions gesehen, die man ganz dringend mal nachmachen muss. Leute, macht es. Aber alle, die bei Andreas oder bei anderen Trainern trainieren, bitte macht es nicht.
Dann macht ihr eure Trainer wahnsinnig. Das ist schon auf jeden Fall mal so. Ich nehme mal ein Beispiel. Andreas Argengren. Wie ich es richtig weiß, versucht er ja diese Woche in Valencia 10 Kilometer Europarekord zu laufen auf der Straße. Also mal wieder in Valencia. Dann postet der halt so schöne 1000 Meter Programme, weil du das vorhin hattest. Also 10 mal 1000 in 2030 oder was. Knapp über 2030. Mit kurzer Pause. Wenn du dessen Bestzeiten nimmst, dann ist der im Sprint sicher sehr nah bei deinen Bestzeiten oder sogar schneller. Also irgendwas kleine 46 über 400 Meter und so weiter. Und das geht ja dann rauf bis Halbmarathon. Also da siehst du ja, was für eine krasse Bandbreite Topathleten in dem Bereich haben. Und nehmen wir jetzt mal die Inge Brixens oder, oder, oder. Die haben das auch. Die haben eben auch so eine Bandbreite. Und inwieweit ist halt eben genau diese Grundschnelligkeit überhaupt Voraussetzung, um da oben anzukommen? Und dann reden wir aber ja auch noch davon, was habe ich für eine Muskelzusammensetzung? Was habe ich grundsätzlich für eine aerobe Kapazität und so weiter und so weiter. Also viele Parameter, die dann Talent definieren. Und dann kommst du und bist halt sowohl als Leistungssportvereinlicher, aber auch als Trainer gefordert zu sagen, okay, wo könnte denn idealerweise die Reise dieses oder dieser Athletin hingehen?
Ja, ich glaube, das ist halt wirklich wichtig, diese Reise im Blick zu haben. Also wir gucken zu häufig, sowohl als Athleten, Eltern teilweise auch, wo ich ja dann gerade die einladen würde, langfristig zu denken, so, oh, und dieses Jahr sind die und die Normen gefragt. Und das Entscheidende, gerade bei diesen Ausnahmetalenten, ist ja, was bringen die mit, ohne dass sie dafür trainieren, so ein bisschen. Und wenn ich diesen Sprintertypus habe, den ich im Auge habe für eine potenzielle Mittelstreckenleistung, dann sind das häufig Leute, die haben irgendeine solide Ausdauerleistung, ohne was dafür zu tun. Und dann lade ich ja gerne mal die Trainer in der Jugend beispielsweise ein, zu sagen, mach mit denen das Fundament, nur um die Tür offen zu halten, um dann in der U18 vielleicht reinzugehen. Dass man dann sagt, okay, weil wenn ich dann sage, ich mache dann das erste Mal ein V2 Max Training oder ich fange an mal mit Gehpausen, was die noch nie gesehen haben, dann habe ich so einen Rückstand, den hole ich da auch nicht mehr auf. Und das läuft ja gar nicht konträr dagegen, dass die Person dann nicht trotzdem irgendwie 200 Meter oder 300 Meter oder was auch immer dann gerade gefragt ist oder ob es noch Mehrkampf ist, machen kann. Aber so ein bisschen schauen, wo geht die Reise hin? Und das ist dann halt auch diese Frage bei Sprint-Trainern beispielsweise.
Ich würde die einladen, dass sie ein Grundverständnis dafür haben, in der Sichtung zu verstehen, wer könnte für die 800 Meter in Frage kommen und im besten Fall dann auch noch den Mut zu haben, der oder die könnte in Frage kommen, ich habe nicht das Know-how, ich vermittle die Person weiter. Weil das begegnet mir halt im Lauf dann doch auch recht häufig, dass durchaus potenzielle 800-Meter-Läufer, Läuferinnen dann in Sprint-Trainingsgruppen bleiben und wir nicht da mal kollegial zusammenarbeiten können. Weil ich würde immer sagen, wenn ein 100-Meter-Sprinter bei mir ankommt, sage ich ja schön, hier sind drei Adressen von Trainern, die sich mit dem Sport besser auskennen.
Und das machen wir in der Leichtathletik alle gerne mal, wenn die Athleten nicht so gut sind. Aber sobald ich ein gewisses Niveau habe, da wo wir erst recht sagen müssten, geh zu jemandem, der sich besser auskennt, dann klammern wir dann doch irgendwie da drin. Und das ist, glaube ich, beim Lauf nochmal explizit besonders, weil es so dieser Widerspruch ist, dass es eigentlich ein total einfacher Sport ist. Also es ist ja wirklich simpel. Ich glaube, der technische Anteil existiert, aber der ist so gering wie in keiner anderen Disziplin. Aber ihr beide wisst es ja genau. Man kann sich ja jeden Tag stundenlang mit Lauf und Energiebereitstellung auseinandersetzen und immer noch was Neues lernen. Das heißt, es ist ja nun wirklich auch nicht irgendwie, keine Ahnung, ich will jetzt nichts Disputierliches sagen, aber irgendwas, was wirklich komplett Banane ist. Also ein A-Trainer im Lauf hat genauso viele Leereinheiten wie ein A-Trainer im Wurf. Da kann man sich genauso mit beschäftigen und entsprechende Expertise aufbauen und die ist dann halt, glaube ich, auch ab einem gewissen Niveau entworfen nötig.
Vielleicht ist das ja noch verwirrender, weil in der vermeintlichen Einfachheit liegt ja das Detail, dass man in alle Richtungen schrauben kann. Also das ist ja so. Wie ist es denn bei dir in der Trainingsgruppe, wenn Menschen halt so einen Post von allen Gräben und Co. sehen und das wird doch auch diskutiert bei euch. Also die sind doch auch auf Social Media und sehen das und kommt dann mal einer und sagt, ey, lass uns das auch mal machen, Coach. Das ist ja die ganze Bandbreite. Also ich glaube, die Jugendliche sind dann ja häufig deutlich anfälliger dafür, dass sie sowas nachmachen wollen. Ich habe relativ viele Athleten, die zumindest schon irgendwie im Beruf stehen oder am Ende des Studiums, wo ich jetzt mal einfach voraussetzen würde, die sind vielleicht ein bisschen reflektierter. Und ich bin halt auch ein Trainertyp, dem es wichtig ist, dass Athleten verstehen, warum sie was machen. Das heißt, auch das, was ich auf den Plan schreibe, erkläre ich.
Auch da gibt es Athleten, die sagen, ich habe jetzt den ganzen Tag gearbeitet, ich vertraue dir, mache ich schon. Es gibt aber auch Athleten, die das sehr interessiert, wo man dann auch manchmal sagen muss, lass uns nochmal wann anders treffen, um das weiter zu diskutieren. Jetzt ist aber auch wirklich schon ein Treffen, schon im Nahentraining, jetzt ist gut, ich gehe mal nach Hause. Und ich finde das auch gut, mit Athleten über Einheiten zu diskutieren. Mein Traum ist halt auch immer, dass viele davon später selber auch Trainer werden, weil die halt auch schon möglichst viel mitgenommen haben. Und gleichzeitig reflektiert man dann ja auch als Trainer. Ich komme da halt her, Journalismus, ich versuche anderen Leuten Fachwissen weiterzubringen. Das überträgt sich halt auch auf das, was ich als Trainer tue. Und ich glaube, dadurch habe ich in meiner Gruppe ein relativ hohes Verständnis von Athleten, die dann, wenn sie so diese 10 mal 1.000 Meter Zeiten sehen, einsortieren können, okay, war das jetzt ein Schwellenprogramm von ihm oder sonst was? Also die wissen dann halt im Zweifel auch, wenn jetzt irgendwie Philipp zu seiner besten Zeit einen Dauerlauf in 3,40 gemacht hat, dass der da jetzt entspannt durchgejoggt ist. So, und das muss man halt irgendwie einordnen können und das ist die große Herausforderung. Gleichzeitig natürlich gibt es auch Einheiten, wo man einfach mal sagt, boah, ist geil, das muss man auch mal machen, wenn es zu einem passenden Zeitpunkt kommt. Also das ist ja vollkommen legitim und.
Aber trotzdem würde ich mal so davor warnen, das sind ja mal die geilen Einheiten, die irgendwie gepostet werden. Ja, das sind ja nur die geilen Einheiten, nur die Basis. Also abgesehen davon, dass ja fast alle nur Einheiten posten, die klappen und ich auch mal einladen würde, Leute, postet mal immer eure Einheiten, wenn ihr sagt, oh, da haben wir uns zwar kalkuliert oder so. Also dieses klassische Wettkampfprogramm und der erste Lauf war zu schnell. Ja, da war dann eine schöne Einheit da hinten raus.
Aber wenn ich als Landestrainer mit Heimtrainern spreche, dann kommt ganz häufig so, wir haben jetzt in zwei Wochen die Deutschen Meisterschaft, was sollen wir denn jetzt am besten noch für Abschlusseinheiten machen? Wo dann auch so ein bisschen meine Antwort ist, die Abschlusseinheiten interessieren mich in Scheißdreck. Von mir aus macht eineinhalb Wochen nichts. Also du kannst besser zu wenig machen als zu viel. Das Einzige, was ich mitgemacht, nicht zu viel. Aber lass uns bitte mal über die 350 Tage davor reden, weil da können wir am meisten, glaube ich, machen. Und über die reden wir dann doch zu selten, weil die sind ja vermeintlich einfach. Aber dieser letzte Feinschliff wäre irgendwie die die große Krönung. Und ehrlicherweise ist es ja eigentlich eher andersrum. Das ist ja das wie mit dem Eisberg, das, was unter dem Wasser ist. Das ist eigentlich das Spannende. Da kann man, glaube ich, ganz viel rausholen. Und in den letzten eineinhalb Wochen kannst du eigentlich nur Sachen kaputt machen. Da kannst du, glaube ich, nicht mehr besonders viel zaubern. Also das ist, mental kannst du viel zaubern. Aber ich glaube, nach Form, das ist... Jeden Tag noch mal gucken, ob es noch geht, ne? Ja. Reinfühlen.
Ja, aber das ist irgendwie menschlich, glaube ich. das stimmt, wenn man da nochmal drüber nachdenkt, also das würde ich selbst bei mir nicht, mich nicht von freimachen, zumindest nicht in jungen Jahren, so mit Anfang 20, dass du da dann immer dachtest, noch so oh ja, die Einheit jetzt hier zwei, drei Wochen vorher, wo du dann irgendwie auch noch lange Pausen hast und so, die ist jetzt voll wichtig oder so, natürlich fürs Ego ist es natürlich ganz nice, wenn du dann irgendwie da, keine Ahnung, auch Tausender in knapp über 2030 oder was auch immer machst, aber das ist jetzt nicht die Einheit, die am Ende dafür sorgt, dass du da erfolgreich bist, was man da ja wirklich, gedanklich zumindest außen vor lässt, ist der komplette Frühjahrsaufbau dann auf der Bahn und noch viel wichtiger eigentlich das, was du Winter davor gemacht hast. Das ist vielleicht eine coole Überleitung, weil wir sind jetzt ja zu einem Zeitpunkt, wo du, gehe ich jetzt mal von aus, und deine Trainingsgruppe, ihr habt ja schon einen ganz großen Trainingsblock hinter euch, weil klassischerweise, wir denken jetzt mal in Bahn, Saisons sozusagen, also zumindest den Fokus mit Bahn, die Highlights sind natürlich dann immer im Sommer, das heißt, ihr werdet wahrscheinlich auch irgendwie Ende September, Anfang Oktober mutmaßlich mit eurer, Grundlagenvorbereitung gestartet sein sozusagen und habt jetzt ja praktisch so Halbzeit von Grundlagentraining, würde ich jetzt mal tippen.
Wie ist bei euch so, oder wie würdest du für deine in der Trainingsgruppe die weitere Planung machen. Seid ihr immer in der Halle? Gibt ja viele, die gerne Doppelperiodisieren, Hallensaison komplett mitnehmen, dann Freiluftsaison. Gibt welche, die sagen, ich bin bei Trainern in Sindelfingen groß geworden, die waren da sehr, obwohl wir ein Glasblast hatten, die waren da teilweise sehr oldschool unterwegs in Bezug auf Cross, zumindest für die Langstreckler, wo man gesagt hat, nee, Halle müsst ihr eigentlich, also ihr könnt gerne hier mal, wenn es draußen im Park gar nicht geht, dann die eine oder andere Einheit hier drin machen, aber, Aber am besten macht ihr im Herbst und im Frühjahr Cross. Das wird euch irgendwie mehr bringen. Andere laufen Straße. Wie ist bei dir so der Plan Richtung Sommer sozusagen für deine Trainingsgruppe? Ja, auch das ist ein bisschen unterschiedlich von Athlet zu Athlet und ist vor allem auch kooperativ mit den Athleten entstanden, muss man so sagen. Wir haben uns so ein bisschen immer so zwischen Marken gesetzt. Du hast schon richtig so eingeschätzt, ich glaube so September rum haben wir angefangen. Einige, die noch 10er im August oder so gelaufen sind, dann ein bisschen später eingestiegen. Es gab auch ein paar, die vielleicht gegen Ende der Saison ein bisschen Hickhack hatten oder eine leichte Verletzung, die dann schon beim August so semispezifisch eingestiegen sind. Aber das heißt, so um den Dreh haben wir losgelegt.
Und für alle, die, da sind jetzt wieder die 800-Meter-Läufer-Tendenz hier raus, aber alle, die ein bisschen aufwärts waren, hatten wir tatsächlich mit der DM-Cross einen großen Fokus für uns. Das ist so ein bisschen der Sache geschuldet, dass wir da auch Bock haben, Medaillen zu gewinnen und das können im Team. Guter Punkt, das habe ich nämlich vergessen. Ich komme noch aus dieser Generation, wo, also es ist für mich immer noch so viele, es ist ja nicht neu, aber es ist in meinem Kopf, es krosst der immer im März irgendwie. Also es ist, das ist noch nicht ganz angekommen, dass das ja jetzt immer im Winter ist. Genau, die sind so Ende November, Anfang Dezember, das liegt uns tatsächlich ziemlich gut und wir haben es, dieses Jahr sind wir so ein bisschen überrumpelt worden, weil wir hatten schon einen Plan, wie wir es machen wollen und dann kam kurzfristig, oh es gibt jetzt bei Frauen auch Mittel- und Langstrecken und dann muss man es da auch nochmal zusammensetzen, auf welche Distanz wir da setzen oder auf beide oder wie auch immer. Das hätte ich, also das haben wir dann jetzt noch rechtzeitig vorher gewusst, aber es wäre schön gewesen, die Diskussion nur einmal führen zu müssen und nicht zweimal, weil sich irgendwie die Wettkampfstrecken ändern. Aber genau, wir haben eigentlich eine lange Vorbereitung im Bereich Grundlage-Schwelle gemacht und machen dann meistens, weil wir mehr so auf die Cross-Mittel-Strecke setzen, das sind ja 4.000, das ist ein bisschen vergleichbar zu einem 5.000er-Rennen, einmal einen intensiven V2-Max-Block, machen vorher auch noch ein bisschen mehr, als wir es machen würden, wenn es nicht Cross wäre im Kraftausdauerbereich, so im Oktober, dass wir auch mal wirklich im Gelände einfach Dauerläufe machen oder auch andere Sachen dann.
Und gehen dann in zwei intensive Wochen neben raus, machen die Cross-DM mit, waren da auch, bei den Frauen haben wir eine Medaille geholt, bei den Männern haben wir es gewollt, haben es nicht ganz geschafft, aber ich glaube insgesamt haben wir uns das sehr gut präsentiert. Und dann haben wir ein bisschen rausgenommen und dann haben wir halt nochmal die Grundlage aufgefrischt und dann haben wir hier um Weihnachten immer dieses Ding, Hamburg ist eine Stadt, wo Leute zugezogen sind, das heißt, ich sehe so von 20. Dezember bis 4. Januar einen Großteil der Gruppe nicht, weil sie bei den Eltern, bei Family oder sonst wie unterwegs ist. Und dann auch die Trainingsbedingungen sehr unterschiedlich sind. Einige gehen dann halt irgendwie nach Mannheim zurück und können da in die Halle und trainieren mit ihrer alten Gruppe mit. Andere haben nichtmals ein Stadion. Also da muss man dann auch ein bisschen schauen, was möglich ist. Das ist immer so ein bisschen kompliziert für mich, die Zeit dann.
Und haben aber so gesagt, so bis Dezember, also Anfang Dezember ist es quasi für alle gleich. Und dann entscheiden wir da so ein bisschen, ob wir den Schalter umlegen, ob die Leute eine Hallensaison machen oder nicht. Da habe ich eine Idee, da hat der Athlet eine Idee, dann setzt man sich zusammen. Meistens haben wir die gleiche Idee, wenn wir unterschiedliche Ideen haben, dann redet man drüber. Und da hat es sich jetzt dieses Jahr ergeben, dass sehr wenige wirklich eine Hallensaison machen wollen aus meiner Gruppe. Das war ursprünglich auch ein bisschen anders gedacht, aber da gibt es sehr viele unterschiedliche Gründe. Zum Teil liegt es daran, dass die Langstrecken DM 10 Kilometer, die ist nämlich jetzt Anfang März, wo früher mal die Cross-Meisterschaften waren, Wo wir uns auch ein bisschen mehr ausrechnen und wo wir vor allem eine Planungssicherheit haben, weil 3000 Meter, ich glaube 15 Startplätze, 18 Startplätze, das ist so ein bisschen Lotterie. 10 Kilometer wissen wir, das geht und das ist eine Woche später. Also gehen wir da auf das, da war ich wieder bei dem Punkt, wir haben eine Planungssicherheit, gehen wir da eher drauf. Und dann haben doch auch relativ viele Athletinnen und Athleten eine recht hohe berufliche Belastung gerade, dass sie gesagt haben, das tut mir für den Kopf einfach gut, jetzt keine intensive Wettkampfphase zu haben. Das ist dann auch nochmal ein relevanter Faktor. Das heißt, wir machen jetzt, wenn die Landesmeisterschaften nicht wegen Schnee abgesagt werden.
Machen zum großen Teil die Landesmeisterschaften Halle, dass wir so ein bisschen so einen Speedblock dran haben und können uns dann aber schon so in der zweiten Januarhälfte auch wieder auf eine Vorbereitung, die dann quasi über eine 10 Kilometer bei den Langstrecklern auf die 5 runter geht, konzentrieren und bei den 800, 1500 Meter Läufern ist es mehr so ein bisschen hoch und runter. Ein bisschen dann jetzt die Monate zwischen Grundlage und ein bisschen mehr Speedwork hin und her arbeiten. Wir sind vermutlich im April im Trainingslager. Da können wir dann hoffentlich auch die ersten nochmal schnelleren Sachen machen. Dann haben wir auch Anfang Mai schon Leute, die die 10.000 Meter bei den deutschen Meisterschaften auf der Bahn nochmal laufen können. Das ist dann auch nochmal der Weg. Die werden dann da das letzte Zehnerrennen machen und werden dann Richtung 5.500 danach untergehen. Also die kommen dann eher von der Ausdauerschiene in dem Jahr. Während die anderen, vor allem die Frauen, die 1500 Meter oder so laufen wollen, eher von unten kommen werden, weil sie Anfang des zum gleichen Termin eine 300-800-Meter-Staffel laufen. Das sind so ein bisschen die Wege. Das heißt, es macht sich so ein bisschen auch aus aus dem Wettkampfangebot, was ist sinnvoll und was gibt aber auch das Umfeld insgesamt her.
Also das klingt für mich ja schon auch nach einer gewissen Kurzphasigkeit. Das kennt man natürlich jetzt, wenn man aus dem Triathlon kommt oder eine Marathonvorbereitung macht, so nicht. Weil diese drei Monate, die hast du ja in keinem Punkt in der Saison mit deinen Leuten. Weil dann kommt schon das nächste Ereignis. Ihr kommt von der Bahn, ihr habt vielleicht noch eine Straße, ihr habt die erste Crosswelle, dann kommt eine Halle, Dann ist es ja auch nicht mehr lang, bis das Frühjahrstrainingslager hast du genannt. Dann geht es halt schon wieder auf die Bahn. Das sind ja viel kürzere Segmente. Wie baust du da das Grundlagentraining ein? Du musst ja auch einfach mal ein paar Grundkilometer laufen.
Ja, so zum einen ist es, glaube ich, wichtig, wenn wir von solchen Segmenten reden. Das ist so ein bisschen, was ich auch sagte, was wir auch aus der Corona-Phase gelernt haben. Das ist ein bisschen weg von dem ganz klassischen Rahmen-Trainingsplan, dass wir wirklich in Phasen denken. Also wenn ich jetzt beispielsweise sage, dass die Leute, die 10.000 laufen, dann kommen wir da aus einem großen Schwellenbereich und machen Spitzen so ein bisschen die 10.000 an. Und da komme ich dann ja sehr nah aus diesem Grundlagenbereich beispielsweise. Das heißt, ich entwickle mich da hinten und setze dann für die 5000 im Übertrag einen höheren Fokus auf das VO2-Max-Training.
Und analog könnte man es andersrum übertragen bei den 1500-Meter-Läufern, die werden jetzt auch die Grundlage jetzt machen, werden dann relativ mal ein bisschen Anaerobic Speed machen müssen für die 800 Meter, um dann wieder zu sagen, jetzt frischen wir wieder aber die Grundlage auf. Wir versuchen, das ist uns, als ich vorhin sagte, so letztes Jahr mit den spontanen Wettkämpfen nicht so gut gelungen. Wir versuchen immer auch mal nochmal so zwei, drei Wochen, im Idealfall haben wir drei Wochen auch in einer Wettkampfphase, wo wir keine Wettkämpfe machen können, dass man auch nochmal schön durchtrainieren kann. Und ansonsten ist es viel ein Arbeiten damit, Bewehrpunkte zu setzen. Also ein Schwellentraining und ein Grundlagentraining findet eigentlich ganzjährlich statt. Also es gibt jetzt auch in einem VO2 Max-Block nicht, dass irgendwie in zwei Wochen keine einzige Schwellen-Iterwelle gemacht werden. Da verschiebt sich dann halt nur der Fokus mehr Richtung beispielsweise VO2-Max.
Ähnlich ist es mit der Kilometerzahl. Natürlich haben wir irgendwo Kilometer-Spitzen. Aber wenn ich so sage, wenn wir nochmal so einen Drei-Wochen-Block haben, wo wir keinen Wettkampf haben, dann schauen wir schon, dass wir da auch beispielsweise an dem Wochenende nochmal einen langen Lauf eingebunden haben. Das heißt, ich versuche, die einzelnen Leistungsparameter im Idealfall immer auf ein Niveau zu heben, was höher ist als das, was ich für den Wettkampf brauche, damit es dann ein bisschen abfallen kann. Aber versuche es immer wieder so zu stabilisieren, wenn dann längere Phasen waren, wo ich nicht so viel dafür machen konnte, dass ich auf diesem Niveau bleibe. Trotzdem verbrenne ich natürlich über den Lauf der Saison irgendwann gewisse Grundlagen etc. Deshalb ist ja dann irgendwann auch eine Saison vorbei. Manchmal halt dann doch eher, als man sich wünscht, aber in der Regel funktioniert das ganz gut. Ich bin aber auch immer kein Freund davon, dass nach dem geplanten Saisonhöhepunkt, dann kommen manchmal ja auch Athleten, ich will noch eine 1500 Meter laufen, ich glaube, ich kann noch eine Bestzeit, das funktioniert nie. Nein, nein. Aber Philipp, du hast es x-mal probiert, ne? Ich musste schmunzeln, weil ich war genauso einer.
Das liegt nur noch von allen, aber es funktioniert fast. Also ich bin meine 800 Meter Bestzeit, als 5000 Meter Läufer bin ich noch gelaufen, weil wir dann in dem einen Jahr, da war dann irgendwie kein internationales Highlight oder war es U23M oder was auch immer, die war ja dann schon früher, dass wir dann irgendwie so ein bisschen, ein paar Jungs, Felix übrigens auch, die Freiheit bekommen haben, dass der Coach dann gesagt hat, so nach den deutschen aktiven Meisterschaften jetzt, gut, dann sucht ihr euch die nächsten drei Wochen noch Rennen aus und dann haben wir aber auch halt teilweise zwei Rennen in einer Woche gemacht, unter der Woche und am Wochenende und das waren dann aber auch keine Strecken, also keine 5000, es waren Sachen, wo du halt dann, Bock drauf hattest, was Kurzes, dann dreimal 1000 DM, Die war damals im Sommer noch, dann irgendwie eine 800 und dann da noch eine 1500.
Und das hat Bock gemacht, aber es ist selten so, dass da dann noch wahnsinnig viel dabei rauskommt. Es ist natürlich auch leicht, verhältnismäßig leicht, zum Beispiel in meinem Fall, dann eine 800 Meter PB zu laufen, die du sonst ja nie rennst. Also du bist dann zwar in diesen drei Wochen schon irgendwie relativ fit bei diesen kurzen, laktatintensiven Sachen, weil natürlich diese hohe Dichte an kurzen Rennen, das macht ja schon nochmal was mit dem Rest an Substanz, was du da hast. Aber klar sind das natürlich dann auch alles nicht so PBs, die üblicherweise sonst wahnsinnig langfristig vorbereitet sind. Das Phänomen haben wir manchmal andersrum. Die 800-Meter-Läufe, die jetzt nicht von den 400 kommen, sondern auch keine Angst vorm Dauerlauf haben, die dann hinten raus nach der Saison vielleicht nochmal sagen, ich laufe nochmal in den Alsterlauf mit Spaß. Die laufen ihre 10-Kilometer-Bestzeit, die natürlich im Verhältnis auch ein Witz ist zu dem, was sie über 800 können oder so.
Ja, natürlich Spaß haben kann man da schon. Aber so dieses Leistungsorientierte, das hört dann meistens auf. Und irgendwann ist dann auch der Punkt, wo man dann als Trainer sagt, jetzt ist auch der Spaß vorbei. Jetzt machst du bitte mal auch wirklich, das fällt ja auch den meisten Läufern schwer. Wenn ich sage, zwei Wochen ist nichts, da steht auch nichts im Trainingsplan. Und das ist halt nicht nur ein körperliches Ding, das ist halt wirklich auch ein mentales Ding. Also wenn du in der Spitze trainieren meine Leute zwölfmal die Woche, die meisten zumindest täglich. Und du trainierst nach Plan, das heißt du hast irgendwie immer was zu tun auf deiner To-Do-List. Weil sobald die Einheit abgearbeitet ist, ist ja die nächste auf der To-Do-List. Und es fällt uns dann als Leistungssportler oder Läufern total schwer, irgendwie in zwei Wochen zu leben, wo ich nicht den Tag dadurch strukturiert habe, dass ich weiß, wann muss ich essen, weil ich dann und dann 15 Kilometer laufe und sonst was.
Aber es ist auch, wenn ich mich darauf einlasse, mal extrem wertvoll, weil ich danach wieder Bock habe, darauf zu machen. Und es nicht mehr am Abarbeiten von der Trainingseinheit ist, sondern wirklich wieder, ich will das jetzt. Und deshalb ist es, finde ich, auch total wichtig, irgendwie mal so Fastenzeit im Sinne von, ich sehe mal zwei Wochen, keine Laufbahn. Das ist dann, glaube ich, auch mal ganz für den Kopf wichtig. Und das ist so ein Ding, was wir jetzt zunehmend auch noch stärker in unserer Planung oder auch in der Gruppenführung einbinden wollen. Das ist ja, es hat ja jetzt nicht jeder seine Freundin beim Training dabei oder seinen Freund, haben wir auch. Aber auch die Partner verzichten ja ständig. Sagst du ja dann so, ich muss nochmal wieder zum Training, ich gehe noch dahin.
Dann geh mal ins Kino, was du ja die ganze Zeit nicht gemacht hast. Und wir haben nach den DM Cross haben wir uns Montag drauf, haben wir gesagt, statt Training, wir gehen zusammen zum Weihnachtsmarkt. Und da war dann halt auch von mir die Ansage, ach so, sorry, hatte ich ganz vergessen, aber bringt eure Partner mit. Weil wenn ihr denen jetzt sagt, oh, am Montag findet kein Training statt, aber ich bin mit meiner Trainingsgruppe auf dem Weihnachtsmarkt. Ja, dann nehmt die doch mit. Die sind ja im Grunde sowieso die ganze Zeit Teil dieser Trainingsgruppe, nur dass sie irgendwie das Gesicht häufig nicht sehen. Und ich glaube, sowas ist halt auch extrem wichtig, um dann wirklich über die Zeit motiviert dabei zu sein und mit Herz dabei zu sein. Ich habe gedacht, die haben sich verabredet und haben gesagt, komm, wir laufen zum Weihnachtsmarkt und laufen wieder nach Hause. Ja, zum Glück nicht. Aber solche Beispiele kenne ich auch, die dann halt gerade so über die Feiertage noch auf solche Ideen kommen und sagen, komm, wir treffen uns nachts und laufen irgendwo hin zu einer Party und laufen da zurück.
Philipp guckt so, als hättest du das noch nie gemacht, dass du noch mal nachts rasch irgendwo hingelaufen wärst. Ich glaube, ich habe dem Podcast die Geschichte schon mal erzählt, ich habe mal nach einer durchfeierten Nacht beschlossen, um vier Uhr in der Früh, als wir zurück ins Hotel gekommen sind, den regenerativen Dauerlauf doch jetzt zu machen. Das war ein Hellsiki nach der Europameisterschaft 2012 oder so. Oh, da ist es aber schon hell gewesen. Ja, natürlich, das ist ja im Hubsommer, da ist es total hell und dann kamen wir dann, nachdem wir da, unsere Wettkippe waren da durch, irgendwie zurück, ich kann schon mal mit Florian Ort auf dem Zimmer und dann wussten wir beide, dass wir eigentlich im Trainingsplan noch hatten, auszulaufen. Wir wussten auch, dass wir sehr früh fliegen und dann dachten wir, boah, bis wir dann irgendwie zu Hause in Regensburg dann wieder sind, ey, da ist ja dann auch fünf und dann war das ja anstrengend und wir haben die ganze Nacht nicht gepennt und keine Ahnung. Und da habe ich gesagt, weißt du was, ich ziehe mich an, ich gehe jetzt drauf und dann sind wir aus dem Club ins Hotelzimmer, da habe ich mich umgezogen, bin laufen gegangen, habe dann ungefähr zwei Stunden gepennt und dann im Flieger gepennt. Aber ja, das ist natürlich auch nicht sinnvoll, aber habe ich schon mal gemacht, ja. Aber, Andreas, sind wir wieder bei dem Punkt, dieses Training vergisst er nie. Nee, das ist geblieben auf jeden Fall. War auch total schön, weil das war natürlich, in der Stadt war verhältnismäßig wenig los, obwohl es Tag hell war. War eine sehr surreale Erfahrung, muss ich sagen.
Ja, Jetlag ist ja so ein anderes Ding, wo man halt auf solche Punkte kommt, dass man irgendwie aus einem Jetlag rauskommt und sehr, sehr früh wach ist oder abends nicht einpennen kann und dann nochmal irgendwie schnell laufen geht, um ein bisschen runterzukommen oder sowas. Genau, was übrigens ich noch vorher, aber da wollte ich Andreas nicht unterbrechen, noch anmerken wollte, und das ist vielleicht was, was für euch zu Hause wichtig ist, mitzunehmen, weil ich habe das auch einen größeren Teil in meiner Karriere, so nicht gesehen oder so nicht sehen können und dann auf die harte Tour manchmal lernen müssen, dass Pause durchaus sinnvoll ist. Wenn man das Privileg, und ich sage bewusst Privileg hat, dass man am Ende einer Saison vom Trainer die Vorgabe bekommt, du machst jetzt zwei Wochen Saisonpause und ich möchte, dass du in den zwei Wochen Saisonpause auch einfach mal gar nichts machst, dann ist das eigentlich ein riesen Geschenk, dass du selbst bestimmt entscheiden kannst, ich mache jetzt zwei Wochen mal Sportpause. Für den Kopf auch, für alles, fürs Sozialleben und so weiter. Weil es gibt oft genug Momente, wo der Körper sich irgendeine Pause nimmt und da passt es dir in aller Regel sehr viel weniger. Und deswegen ist es durchaus sinnvoll, auch wenn man denkt, uh, vielleicht brauche ich die Pause gar nicht, weil ich bin gerade noch so motiviert, weil ich bin so viele Bestzeiten gelaufen oder was auch immer, irgendeinen Titel gewonnen.
Denkt dran, das ist alles ein Geschenk, was euch euer Körper gibt, was ihr dem abtrotzen könnt und so, das ist alles super und von Zeit zu Zeit macht es deswegen unbedingt Sinn, dass man dem auch mal eine Pause gibt, selbst wenn man denkt, man braucht die nicht. Die Pause kommt vor dem Bedürfnis der Pause, also im Idealfall. Das eine ist ja die komplette Pause, das andere sind ja irgendwie Ruhe-Deload-Wochen, wo wir den Umfang oder die Intensität reduzieren und auch das haben wir früher sehr stark gemacht. Gibt es ja sowas wie drei Wochen, eine Woche oder so, sind wir tatsächlich nicht mit den erfahreneren Athleten ein bisschen davon weg, sondern dass wir, sagen wir mal, durchplanen und immer Intensität und Umfang rausnehmen, wenn es angemessen ist. Sprich, das ist nicht mehr der ganzen Gruppe gleich dann auch.
Aber auch da ist die Ansage, gut, das funktioniert nur, wenn es auch das entsprechende Feedback von den Athleten gibt. Natürlich auch, ich mache von außen Beobachtungen, aber das Fühlen ist ja beim Athleten. Und dieses rausnehmen kommt, wenn ich sage, nächste, also diese Woche würde noch gehen, nächste müsste ich dann rausnehmen, dann nimmst du diese Woche raus, die nächste, wo du es müsstest. Das ist so ein bisschen so die Empfehlung, womit man das grob am besten pegeln kann. Eigentlich die Entlastung immer zu machen, wenn man denkt, okay, jetzt geht noch ein bisschen und dann müsste ich Entlastung machen, dann machst du sie, Ein bisschen bevor sie müsstest. Dann bist du meistens relativ gut auf Pusten. Das fällt einem schwer, weil man sagt so, diese Woche könnte ich noch richtig gut durchknallen und die Einheiten, die gefallen mir irgendwie auch gut. Und dann nächste Woche mache ich ruhiger. Nee, und man muss auch sich ein bisschen davon lösen, der Körper gibt halt den Rhythmus vor. Und es ist nicht der Terminplan. Manchmal ist es ja auch schön zu sagen, in der Woche Ruhe machen wir gut, da kommen eh meine Eltern, dann habe ich auch mehr Zeit zu Hause und sonst was. Und dann mache ich diese Woche noch durch. Wenn du diese Woche platt bist, dann bist du diese Woche platt. Das bedeutet dann aber leider, dass du nächste Woche wieder drin bist und dann musst du halt deinen Eltern sagen, dass du vielleicht eine halbe Stunde länger läufst oder so.
Aber der Körper gibt halt den Rhythmus vor und nicht irgendwie, ich kann es mir nicht malen, wie ich es möchte. Und klar gibt da nochmal auch äußere Faktoren, die darauf einwirken. Also wenn ich weiß beispielsweise, Athletin hat Prüfungsphase oder Athlet hat Prüfungsphase oder Vorstellungsgespräche oder was weiß ich was, wo ich weiß, da kommt halt einfach auch noch ein mentaler Druck, der sich auch als körperliche Belastung äußern wird.
Dann kommt das halt on top und dann ist das vielleicht dann auch die Ruhewoche, wenn ich weiß, du hast nächste Woche noch zwei Prüfungen, erzähl mir nichts, du wirst platt sein. So, auch wenn du dich vielleicht nicht so fühlst, also machen wir da die Ruhe. Kann man auch weiter drehen, zyklusbasiert etc. Also es gibt dann schon viele äußere Faktoren, die dann auch mit einfließen, aber ich kann sie mir nicht aussuchen. Es sind nicht so die nach dem Motto, in der Woche rausnehmen, das ist super. Passiert ja auch häufig, wenn Leute Urlaub machen etc. Da muss man schon auf den Körper hören. Ja, das ist ganz spannend, dass du das nochmal anmerkst, weil ich ja gerade bei einem schwimmorientierten Triathlon-Kämpfer und da ist mir nochmal krass aufgefallen, wie wenig Steuerung im Schwimmen über Parameter, die man ja messen kann, tatsächlich stattfindet. Also im absoluten Spitzenbereich ist das anders, das weiß ich, aber in diesem ganzen mittleren Bereich und natürlich auch in diesem Triathlon orientierten Bereich, in der Regel gibt es keinen Steuerungsmechanismus, sondern die Orientierung ist ausschließlich an Tempo. Jetzt erstmal muss man ja dieses Tempo festlegen. Das haben die meisten gar nicht festgelegt. Das ist dann da im Camp festgelegt worden, dass du überhaupt mal eine Idee gewinnst, was eigentlich welches Tempo im Wasser ist. Analog natürlich bei Laufen oder Radfahren, ist ja klar.
Das sinnhaft ist für deinen jeweiligen Trainingszeitpunkt. Das ist ja beim Radfahren und beim Laufen viel stärker, dass eben entsprechend gemessen wird und dass halt eine Vorstellung davon da ist, Was ist eigentlich mein jeweiliger Leistungsbereich? Im Schwimmen ist das eigentlich, also in dem Bereich des sich Schwimmens betätigen, nicht vorhanden. Einfach nicht vorhanden. Da wird nur auf Zeiten geguckt, manchmal auf Gefühl und natürlich, meine Schulter tut schon ein bisschen weh, aber die nächsten vier Einheiten gehen noch. So geht natürlich nicht, ist ja klar. Deshalb die Frage, wie viel misst du, was misst du und wo geht das überhaupt los? Also du musst ja das irgendwann etablieren im Jugendbereich. Also wo steigt ihr damit ein und in welcher Ausprägung verfolgt ihr das?
Tatsächlich messen wir erst seit ein paar Jahren überhaupt im Training, muss ich sagen. Hatten vorher auch nicht so unbedingt die Möglichkeiten oder haben das Geld nicht unbedingt in die Hand genommen, muss man sagen, weil so eine Messung ist ja pro Messung auch schon mal 2 Euro. Und man kann ja erstmal sagen, dass man locker 100 Euro verballert, bis man in der Lage ist, dass Athlet, Trainer oder Athlet alleine besser noch so messen, dass sie nicht die ganze Zeit ihren Schweiß messen, weil dann muss man ja auch erstmal die Rechnung und sowas entwickeln. Weil da kommen ja, am Anfang kommen ja ständig 20 Millimol raus, das ist ja immer was Falsches misst. Also nicht, weil die wirklich 20 Minimum hätten. Und dann gibt es auch nicht wenige Athleten. Da gehörte ich damals auch noch als Jugendlicher zu, die erstmal tierische Angst davor haben, sich irgendwie zu pieken. Weil das ist ja ein unfassbarer Schmerz, der da auf mich zukommen würde. Im Vergleich zum 800 Meter Lauf. Naja, wir sind halt als Sportler nicht unbedingt immer rational. So, wann messen wir oder wie steuern wir? Also mit den besseren Athleten haben wir schon Leistungsdiagnostiken. Ich mache gerne viel über Prozente des VO2-Markts. Das heißt, das ist ja dann gar nicht unbedingt hart gemessen, sondern das ist ja Spiro.
Und da, wo wir die VO2-Markts nicht haben, haben wir bei den Erwachsenen meistens die 3000-Meter-Zeit als etwa die angenommen. Weil das bei den Athletentypen auch hinkommt. Ich weiß, dass es bei manchen Athletentypen nicht hinkommt. Ich hatte auch schon eine Athletin, die 3000-Meter- und 5000-Meter-Zeit ist die gleiche Pace. Da weiß ich dann auch schon mal, dass da noch mal ein bisschen was bei 3000 geht. Aber dass das grundsätzlich ein bisschen anders ist. Aber von daher gehe ich damit viel aus und dann haben wir Schwellenintervalle oder Schwellenprogramme da, wo wir mal messen, ob wir wirklich richtig liegen. Und in der Regel ist es ja eher so, dass man mal sagt, auf keinen Fall schneller oder mach ein bisschen ruhiger. Das kommt ja nicht vor, dass man sagt, oh, das sind nur 2,4, du musst jetzt schneller. Ja, das ist richtig. Was ja nicht gefährlich in An- und Abführungen wäre, das ist dann nur nicht so effektiv logischerweise. aber wenn du permanent drüber bist, dann machst du ja ein anderes Training. Ja, genau. Also es kommt ja ein bisschen, es ist ja auch, diese 3 Millimole ist ja so ein deutsches Ding. Ich habe eine Triathletin in der Gruppe, ich glaube, die kommt nicht auf 3 Millimole. Das schafft die nicht, die macht argument. Schafft die gar nicht, ne? Das schafft die gar nicht. Nein, so wahrscheinlich nicht, aber die müssen trotzdem nicht schneller laufen, die Tausende.
Und das dient häufig tatsächlich auch mehr so der Psychologin, biologischen Beruhigung bei manchen Athleten. Also dass man wirklich nochmal sagt, nee, passt. Weil ganz ehrlich, wenn nicht passt, spüren die Erfahrenen das schon auch. Heute ist nicht so mein Tag, fühlt sich nicht so gut an. Dann kommt da auch mehr raus meistens. Und ein paar Sachen kann man dann schon auch mal, wenn man häufiger misst, ein bisschen feststellen. Aber ich würde das halt auch nicht so wie bekloppt machen. Ich weiß, ich war mal bei einem Trainerkongress, da war Hendrik Ingebrigtsen und der hat erklärt, wir müssen messen, weil wir gar nicht wissen, wie K.O. Wir sind, weil wir fühlen uns ja immer total platt bei den Umfällen, die wir machen. Das heißt, wir können unserem Körper gar nicht mehr vertrauen, deshalb müssen wir messen. Das weiß ich jetzt nicht, ob das von der Aussage sinnvoll ist, aber das hat er halt so dargegeben, auf dem Ermüdungsniveau würde ich ja auch niemanden trainieren.
Und ja, wann fange ich an? Jugendliche. Ich glaube, das ist tatsächlich, geht die Tendenz eher fast in die andere Richtung. Ich höre häufig Trainer von Jugendathleten, die dann sagen, wie können wir meine Leistungsdiagnostik machen? Dann fragst du erstmal, welche willst du denn machen? Ja, was denn eine Leistungsdiagnostik? Was willst du denn wissen? Willst du Schwelle wissen? Willst du Laktatbildungsrate geben? Da ist ja viel. Und es gibt leider auch sehr viele Anbieter, gerade für einen Hobbylauf, die irgendwelche Leistungsdiagnostiken anbieten. Also, sorry, da gibt es so viel Geld aus und Hasabana hat trotzdem keine relevanten Informationen. Das ist ja schon schwierig, es gibt sicherlich auch gute, ich will jetzt nicht alle in die Basel, aber das setzt ja erstmal voraus, ich mache mir zuerst Gedanken, was will ich wissen und dann welche Leistungsdiagnostik mache ich und wie werte ich die auch aus, weil ich kriege auch immer als Trainer die Kretze, wenn dann irgendwie ein Diagnostiker direkt meinen Athleten sagt, du musst das und das anders machen. Lass erst mal einordnen. Ich habe auch schon mal einmal was bekommen, nach dem Motto, ja, es hat sich irgendwie die Schwelle im Vergleich zum letzten Mal verschlechtert. Wo ich mir so denke, ja, letztes Mal haben wir im November nach dem Schwellenblock gemessen, jetzt hast du im Februar nach der Hallensaison gemessen, natürlich hat sie sich verschlechtert.
Also man muss das auch ein bisschen in Relation setzen, beziehungsweise sie hat sich kaum verschlechtert, das ist eigentlich eine Verbesserung.
Und das meine ich so mit Relation. Und bei Jugendlichen, ich glaube, es ist wirklich wichtig, dieses Körpergefühl entwickeln. Dafür muss man Jugendliche, glaube ich, auch schon früh mitnehmen, ihnen zu erklären, was ist wofür gut. Also welche Einheit soll das jetzt 800 Meter Lauf simulieren? Soll das eine Grundlage sein? Geht schon Richtung V2 Max oder eher Schwelle? Ich meine, in der U16 ist die Unterscheidung noch nicht so groß, aber man kann ja schon mal Andeutung machen, damit man auch ein Gefühl dafür hat, wie soll es sich anfühlen? Ich habe einen Athleten, der fragt mich regelmäßig bei Einheiten, wie soll sich das anfühlen? Also wo soll die Ermüdung dann? Soll ich die eher im Körper, in der Atmung spüren oder in den Beinen etc.? Da ein bisschen auch die Analogie zu meiner eigenen Erfahrung. Mir hilft das sehr, dass ich viele Einheiten kenne und da ein bisschen einschätzen kann, wann kommt wo eine Ermüdung. Das finde ich tatsächlich auch gut, wenn man das vermitteln kann. Klar hat jetzt nicht jeder vorher eine Läuferkarriere gemacht. Ist auch nicht schlimm. Wäre ja schlimm, wenn nur Läufer dann auch Lauftrainer werden können. Wir können jeden gebrauchen. Aber es hilft natürlich in dem Fall dann trotzdem das so ein bisschen zu vermitteln. Vielen Dank. Um dann Athleten mündig zu machen, dass sie wissen, okay, das kann nicht, das ist zu schnell, weil die Ermüdung sich anders oder falsch anfühlt oder zu früh kommt oder aber auch das Feedback zu geben, ey, das ist extrem entspannt, Trainer, willst du nochmal darüber reden, ob wir mehr machen oder intensiver, hast du dich vielleicht vertan, weil Trainer vertun sich durchaus, das ist normal.
Aber dass man da dieses Feedback entwickeln kann und dann arbeiten wir hier im Landeskader mit den jugendlichen Athleten viel mit zu Testläufen, also mit 6-Minuten-Test beispielsweise als Grundbasis auch für MV2 Max oder sowas nutzen, weil ganz ehrlich, man muss nicht mit jedem nicht spitzen Athleten schon irgendwie 200 Euro in die Hand geben, kann auch nicht jeder Verein investieren, kann auch nicht jeder jedes Elternhaus einfach so geben und die Frage ist ja, kann ich damit dann auch wirklich was machen, und ist für mich auch so ein bisschen ein Leistungsrewerbe, wenn ich in der Jugend ist es dann vielleicht noch nicht entscheidend, ob der 3.000er in 3.30 oder 3.35 was genau ist, Die Parameter sollte ich in etwa aber abschätzen können. Und wenn ich dann in die Spitze komme, dann ist es irgendwann ein Unterschied, ob ich 3.30 oder 3.35 vielleicht für meinen Trainingseffekt reichen und weniger anstrengend sind. Da wird es dann einfach relevanter mit der Diagnostik.
Aber ihr lauft alle mit Uhr? In der Regel schon. Ich sage, das ist auch so, die ersten Wochen im Training mache ich sowas gerne auch mal komplett ohne, weil ich dann körperlich schulen will. Und weil ich auch keinen Bock habe, dass die Leute merken, ich bin ja vor der Saisonpause viel schneller gelaufen und war viel einfacher. Dann gehen wir ja gerne mal in den Park, machen eine Strecke, die circa 1000 Meter Lauf ist und ich sage, das soll sich so und so anfühlen, dass ihr vielleicht noch drei Läufe mehr machen könntet und ein Band oder so. Dann machen wir das ohne Uhr. Ansonsten laufen die in der Regel schon alles mit Uhr und häufig auch mit Pulsmessung, wobei wir jetzt nicht nach Puls steuern, aber da eher drauf achten, wenn da mal was untypisch ist, dass wir da ein bisschen Alarmsignal haben.
Ja, Philipp denkt noch darüber nach, undenkbar, ohne Uhr zu laufen, aber gut. Nee, nee, also ich bin, nee, ich fand das total spannend, weil für mich ist es in vielerlei Hinsicht ganz ähnlich gewesen. Also ich meine, wir hatten zu der Zeit damals in Regensburg, haben wir im Training überhaupt kein Laktat gemessen, aber das war da auch irgendwie nicht so die Zeit. Ich glaube, das haben wenige gemacht. Da reden wir dann eher von so 2007, 8, 9, 10, so in diesen Zeiten. Da haben wir aber regelmäßig Leistungsdiagnostik gemacht, das haben wir schon gemacht und zwar hatten wir da ein sehr gutes Netzwerk einfach hier in Regensburg vor Ort mit Partnerinstituten, sodass da fast die ganze Trainingsgruppe regelmäßig Leistungsdiagnostik machen konnte. Wir hatten eigentlich immer drei in der Vorbereitung, einmal eben zum Einstieg nach der Saisonpause. Eine dann immer so, ich glaube, kurz vor Weihnachten und dann die andere war dann immer so die Woche nach der Deutschen Cross oder so. Und dann, ja, genau, war dann, ab da ging es dann auch meistens in Frühjahrstrainingslager ganz parallel, so wie es Andreas geschildert hat, wo man dann mit schnelleren Einheiten dann eine Bahnsaison vorbereitet hat. Was wir damals nicht gemacht haben, was ich rückblickend, nicht als Fehler, das ging ja sehr hart, aber ich glaube, was uns allen gut getan hätte.
Wir haben schon damals früh, oder einen sehr großen Wert hat Kurt Ring immer auf Schwellentraining gelegt. Und das war das, was uns, glaube ich, als Trainingsgruppe sehr gut gemacht hat. Und zwar ganz egal, ob dann jemand wie eine Corinna Harra 1500 gelaufen ist oder ich dann 5000 und 10.000. Aber wir haben es ab dem Sommer gar nicht mehr gemacht. Und das ist ein Fehler, glaube ich, gewesen rückblickend, dass dann quasi, wir hatten alle überragende Schwellenwerte, die waren am IAT auch immer recht verwundert, dass das so durch die Bank weg bei allen Leuten echt überdurchschnittlich gute Schwellenwerte sind. Aber.
Wir haben dann halt ab dem Moment, wo du dann in ein Ostertrainingslager gehst, hast du dann peu à peu ja nur noch Intervalle gemacht. Wir haben schon im Gelände ab und zu Fahrtspiele gemacht, aber das war dann nur nach Gefühl, weil es in dem, also die Runde, die wir da kennen auf den Winzere Höhen, die kennen wir, weil wir da den ganzen Herbst und Winter oben verbracht haben, aber das war dann halt alles so Free-Flow-mäßig, dann hieß es eben, mach drei Runden ein Fahrtspiel. Das war dann schon in einer soliden Qualität, aber es war nicht so gemessen, wie wir das sonst gemacht haben im Training, weil wir haben damals viel mit so Tausend-Tausender-Sachen gemacht. Also bei den Langstreckern waren es bei mir oft dann auch zehnmal Tausend-Tausend auf der Bahn, also tausend Meter in 3.0 und dann tausend Meter in 3.20, 3.25 und das immer im Wechsel. Und das war auch dem Umstand geschuldet, dass natürlich ein Trainer sonst schwer, irgendwie 20 Leute gleichzeitig betreuen kann, was auf jeden Fall mental auch abgehärtet hat, sage ich jetzt mal.
Aber deshalb, ja, also ich glaube, dass das, ich glaube, der Schlüssel, ich bin, ich bin, ich bin 100 Prozent überzeugt, ich bin gar kein so grundschneller Typ gewesen, ich bin 100 Prozent überzeugt, dass eine gute Ausgangsbasis, Ausdauer, Ausgangsbasis, Foul 3 oder wie die Deutschen sagen wir Foul 3 oder was auch immer.
Dass das der Schlüssel zu allem ist. Egal ob du 800 Meter Läufer bist oder 10.000 Meter Läufer, wenn du da einen guten Ausgangswert hast, von dem du wegarbeiten kannst jede Saison und die jede Saison auch das Fundament höher wird, dann wirst du besser werden. Und du wirst auch besser regenerieren. Also das war ja auch erstaunlich, dass ich bin nicht oft bei deutschen Meistern schon 15 Meter gelaufen, weil meistens dann ja dann 5. Ich bin mal 15 Meter gelaufen, glaube ich, wo dann U23 EM war, damit man nicht 2x5 hintereinander hat irgendwie. Und ich weiß noch genau, das war ja noch die Zeit mit Karten, Schlangen und Co. Ich dachte mir so, ich weiß gar nicht, warum Kurt mich da jetzt reinschickt, ich werde nicht mehr ins Finale kommen, gegen, was weiß ich, wie die alle da hießen, was soll ich da jetzt machen? Das wird ein Übelst, das wird so eine 4-Minuten-Rennen wahrscheinlich wieder werden und danach wird einfach 400 Meter weggeholzt, wie soll ich da eine Chance haben, ins Finale zu kommen? Und tatsächlich mit Ach und Krach durchgemogelt als 12. Von 12 ins Finale und ich weiß gar nicht, wer es am nächsten Tag war, ich glaube, ob ich war dann 7. oder 8. Oder sowas, also eher Mittelfeld, weil das schon echt erstaunlich ist, dass jemand, der so ein, ich würde mal tippen, dass die wahrscheinlich eher ein besseres Ausdauernniveau als die meisten in diesem Finale hatten, auch wenn da Leute dabei sind, die drei, was weiß ich, was gerannt sind, Tiefe 3,30, 3,33 oder so.
Du regenerierst viel schneller auf solche Sachen weg. Und bei Mittelstrecklern, die vielleicht nicht diesen Background so haben, merkt man schon, dass so mehr Tagesbelastungen oft Substanz kosten.
Ja, das sind die Sachen, die man als Trainer im Griff haben muss. Und Andreas hat genickt, 20 Leute gleichzeitig zu trainieren, die alle einen Hauch anders reagieren und im Zweifel noch vier unterschiedliche Strecken bedienen wollen. Ist herausfordernd. Dann brennt einem der Kopf am Arm. Das kann ich schon nachvollziehen. Ich weiß gar nicht, wie machst du das? Wie viele Stopp-Bohnen hast du parallel um den Hals? Oder lässt du es dir einfach immer sagen und schreibst dann in dein Büchlein rein, wo jeder eine eigene Seite hat? Weil sonst ist es ja unmöglich, das alles parallel zu tracken. Ja, Tassi machen, das meine ich mit eigenverantwortlich. Ein Athlet kann ja selber eine Stücke überdienen, sollte ja sowieso, und kann im Zweifel auch selber aufführen. Und ganz ehrlich, wenn wir jetzt mal 10 mal 1000 machen, dann interessiert mich nicht, ob der eine Lauf in 3.12, der andere 3.13 war. Mich interessiert ja, ob die im Schnitt waren und ob irgendwelche Ausreißer waren. Also ich brauche jetzt nicht 10 Zahlen dann da stehen haben oder sowas.
Und ansonsten vielleicht noch mal zu den Schwellen. Sachen, ich glaube, wovon wir uns halt auch gelöst haben, was uns viel geholfen hat, ist irgendwie die Wettkampfwoche als Wettkampfwoche nur noch zu bezeichnen oder zu betrachten, wenn wir jetzt nicht gerade von Deutschland, also vom Saisonhöhepunkt denken, sondern auch immer zu bedenken, das ist ja auch die Woche fünf Wochen vor dem nächsten Wettkampf oder was auch immer.
Und ein gut trainierter Athlet, der verkraftet zumindest ein reduziertes Schwellenprogramm ja relativ gut. Das heißt, ich kann in der Woche, wo ich am Wochenende einen 1500 Meter Lauf mache, kann ich nicht mehr viel WA, also Wettkampfausdauer machen, beziehungsweise sollte ich vielleicht gar nicht, brauche ich auch gar nicht, habe ich ja am Wochenende, aber bei 5000 Meter brauche ich auch nicht viel VO2 Max machen, weil der 5000 heißt ein VO2 Max Training. Aber ich kann nochmal ein reduziertes Schwellenprogramm in der Woche in der Vorbereitung machen, das mich nicht mehr dann am Wochenende belastet, mir aber hilft, damit mein Niveau in drei, vier Wochen immer noch auf einem guten Niveau ist. Und das muss man einfach erst mal psychisch, mental als Athlet verdauen, zu sagen, am Wochenende will ich 1500 Meter ballern, irgendwie in drei, schieß mich tot, irgendwas. Und jetzt daddel ich ja jetzt irgendwie in drei, zwölf, drei, fünfzehn die Tausender rum, weil das ja meilenweit davon entfernt ist. Und wenn man so diesen Impuls hat, ich will ja jetzt das machen fürs Wochenende. Aber dafür ist die Weiche schon gestellt. Was wir jetzt diesen Winter tatsächlich das erste Mal auch ausprobiert haben, wir sind viel im Austausch auch mit IAT-Kollegen, mit anderen Trainern, dass wir tatsächlich Schwellenprogramme direkt an Vorbereitungswettkämpfe drangehauen haben. Also wirklich nicht zu sagen, wir haben irgendwie Sonntag einen Cross-Vorbereitungslauf gemacht, wir machen am Montag nochmal irgendwie ein reduziertes Tralala, sondern die haben es irgendwie 20 Minuten später, haben die noch 6.000 gemacht. Die dann nochmal deutlich reduzierter.
Das geht in einer Spitze, machen das ja relativ viele mittlerweile sowas und dann haben wir am nächsten Tag nichts gemacht haben wir auch bewusst immer gesagt, wir probieren das einfach mal aus.
Ich sag mal, drei Viertel sind damit gut zurechtgekommen einer hat so gesagt, na ist nicht so, da wissen wir dann aber auch, wo wir dran sind das machen wir dann halt mal bei so einem Wettkampf, wo es um nichts geht gut, war jetzt drei Wochen vor in Deutschland, aber ich war mir schon ziemlich sicher, dass wir jetzt nicht in der Leben völlig kaputt machen dadurch.
Und es gibt durchaus ja einige, die dann bei gut trainierten, also das ist jetzt nicht für einen Hobbyläufer nachzumachen oder für noch einen Jugendlichen, aber auch ein Indizien dafür, dass tatsächlich das in der Regeneration hilft, wenn ich es dann nicht überziehe. Weil der letzte Reiz, mit dem ich im Bett gehe oder mit dem der Körper weggeht, jetzt nicht der Hochlaktazide aus dem Crosslauf ist oder sonst was, sondern eher dieser gut verstoffwechselbare. Also wir haben, was wir häufig auch machen, ist nach dem VO2-Max-Training ein oder zwei Schwellenintervalle hinten drauf. Weil A, die Sauerstoffaufnahme immer noch sehr hoch ist. Das heißt, ich erkaufe mir mit sehr wenig Aufwand eigentlich sogar noch so ein bisschen. Das ist meine Hoffnung, VO2-Max-Reiz. Aber ich schaffe auch diesen Übergangsprozess relativ gut. Und ich glaube, es ist auch für eine Laufökonomie ganz gut, mit einer gewissen Ermüdung dann nochmal diesen sehr lockeren Schritt zu nehmen. Aber das sind halt alles so Stellschrauben, die du erst an Athleten dran schrauben kannst. die halt auch schon ein gewisses Niveau haben. Oder Niveau ist jetzt auch noch mal relativ. Also die Athleten, die sind ja zum Teil in Anführungsstrichen nicht mal bei deutschen Meisterschaften, aber die haben halt gewisse Trainingsjahre auf dem... Trainingsalter. Genau, auf dieser Intensität, die sie jetzt machen und auf dem Umfang schon im Tank, sodass man da solche Schrauben annehmen kann.
Andreas, nimm uns doch zum Abschluss nochmal mit in deine andere berufliche Ebene, in leichteiligem Training.
Was kann ich da lesen als interessierter Zuhörer des Bestzeit-Podcasts, wo ich denke, wow, ja, cool, das muss ich unbedingt mal lesen. Also, wenn ich eine Empfehlung geben darf, Es bräuchte dringend mal einen gut strukturierten Artikel über die Bezeichnung von unterschiedlichen Belastungsstufen im Ausdauersport. Jeder Sport hat seine eigenen Belastungsbezeichnungen. Ganz oft sind auch in den Sportarten noch unterschiedliche Belastungsbezeichnungen. Und ich komme so häufig in Situationen, wo Leute sagen, was ist das eigentlich? Man kann davon abgesehen, dass jemand auch nur wüsste, was er jetzt machen sollte daraus. Also das ist schon spannend. Das wird ja nicht besser, wenn man sich anguckt, dass selbst an, ich würde jetzt nicht sagen USPs grundsätzlich, aber an den Standorten, an denen Kaderathleten trainieren und unterschiedliche Diagnostikinstitute, wenn das jetzt nicht alles ist, deshalb gehen ja immer alle zum IAT, damit das einheitlich ist, die messen ja dann teilweise selbst die V2 Max oder die Schwelle unterschiedlich und definieren die unterschiedlich. Und wenn du dann diesen Instituten sagst, nee, nee, ich hätte das gern so und so, dann fühlen die sich in ihrer wissenschaftlichen Freiheit begrenzt. Das ist tatsächlich sehr schwierig und ich bin ja auch gerne mal auf internationalen Trainerkongressen, dann wird dann auch gerne mal ein FB-Sreshold und so berichtet und dann kommt auch immer so von fünf verschiedenen Nationen, was genau meint ihr damit?
Ja, das ist tatsächlich ein Drama und das ist auch so immer die Empfehlung, gerade, also selbst wenn man nationale Literatur liest, aber Aber gerade wenn man international ist, beschäftige ich erst mal damit, wie die das messen, was sie meinen. Weil das lässt sich leider nicht immer eins zu eins übertragen, weil wir da alle ein sehr unterschiedliches Verständnis von haben. Und das wäre sicherlich wünschenswert, wenn wir zumindest innerhalb dann zum Beispiel der Deutschen Gleichzeit ein gemeinsames Verständnis haben, damit wir uns da besser austauschen können. Und auch wenn ein Athlet von woanders wechselt, ich die Leistungsdiagnostik von da eigentlich eins zu einsortieren könnte. Aber es ist leider noch Wunschdenken. Ja, was kannst du bei uns lesen? Also man muss natürlich sagen, jetzt ist hier natürlich sehr lauforientiert. Leichtathletik ist ja nicht nur Laufen. Leichtathletiktraining ist dementsprechend auch mal eine Ausgabe dabei ohne Lauf. Da kann ich natürlich allen sagen, da ich als Redaktionschefe da vom Lauf komme, ist das jetzt nicht so häufig, dass dann gar nichts kommt, weil ich da natürlich zu Hause will und da auch Kontakte habe. Aber auch da, ich muss natürlich irgendwie alle bedienen und möchte das auch. Das heißt, wir haben alle Disziplinblöcke und wir haben vor allem Kinderleichtathletik bis Erwachsenen. Also der Fokus ist natürlich schon der Leistungssport. Das wird jetzt eher seltener irgendwie um Gesundheits- oder Breitensport gehen. Passiert auch mal, aber es ist natürlich nicht der Fokus. Und wir versuchen eigentlich den bunten Strauß, dieser wunderbaren Sportart, die halt auch diese Vielfalt hat, irgendwie immer abzubilden auf unseren Seiten.
Von Kinderleichtathletik über Grundlagentraining, Jugendleichtathletik bis dann in den Spitzensport. Gerade in der Saisonphase haben wir häufig dann mal so eine Werkschau, wirklich, wenn was Besonderes oder was Gutes passiert ist. Beispielsweise als Owen den deutschen Rekord über 100 Meter gelaufen ist. Und hat Basti Bayer mit mir zusammen einfach mal dargelegt, wie waren denn die letzten Trainingswochen? Und dann hat auch noch ein Biomechaniker mal den Lauf ein bisschen auseinandergenommen. Was hat den jetzt passiert?
Von seinem 10.01 Lauf, den er schon mal hatte. Ja, 200 Zelle, aber wo kommen die her? Das ist ja auf dem Niveau dann jetzt nicht mal eben noch irgendwie aus dem Hut zu zaubern. Das sind ja wirklich Details, die dann passen müssen. Also sowas aus dem Spitzenbereich, analog natürlich auch zu anderen Disziplinen. Im Lauf hatten wir beispielsweise auch schon ein bisschen international dabei. Der Louis Hayer hat zum Beispiel über seine Frauentrainingsgruppe berichtet und hat ein bisschen mal so seine Trainingsphilosophie vorgestellt. Das vielleicht so ein bisschen aus dem Lauf. Das ist so der Spitzenbereich. Und dann haben wir aber natürlich auch, und das ist eigentlich der Fokus, auf den ich besonders auch Wert legen möchte, das ist auch aber nicht immer leicht, möchten wir viel zeigen, wie komme ich denn da hin? Also wenn ich mal das Training von einem Owen machen will oder das Training dieser 800-Meter-Gruppe als Erwachsener, welche Grundlagen sollte ich denn dann in der Jugend setzen? Wie sieht so ein Training für U16, U18 aus? Das machen wir dann sowohl in Theorie als auch natürlich möglichst gerne Praxis. Nur ist Praxis im Lauf vergleichsweise, wir sagten es ja, ist eine einfache Sportart langweilig. Aber auch da hat schon mal ein Kollege gezeigt, wie man Ausdauerspiele für Kinder machen kann, dass sie nicht sagen, ich muss nur laufen, dass man sowas machen kann. Aber natürlich auch ganz viel zu Sprungübungen, zu Wurfübungen etc.
Und in der Kinderleichtathletik geht es dann ja häufiger eher um Spiele, die entsprechende Grundlagen legen. Und der Theorie-Part, den es insgesamt sicherlich auch immer noch gibt, ist allgemein aus der Sportwissenschaft dabei. Ich sage das, ich lege persönlich einen großen Wert auch auf mentale Gesundheit etc. Also das heißt, solche Themen versuchen wir auch immer wieder einzubinden, wie beispielsweise, wie adressiere ich das, wenn in meiner Trainingsgruppe ein Kind ist, wo das Elternhaus nicht das Geld mitbringt, dass es problemlos irgendwie am Wochenende irgendwo mitfahren kann etc. Und da Trainern irgendwie das nötige Know-how mit an die Hand zu geben, auch sowas versuchen wir.
Frage aller Fragen, wo kann man das kaufen? Ja, ich glaube, leichtathletiktraining.de ist an meinem einfachsten. Es ist im Grunde ein Abo-Titel. Es gibt kein Einzelausgaben. Print ist jetzt, würde ich gar nicht das machen, ganz ehrlich, weil ich weiß jetzt nicht genau, muss ich gestehen, wie viel jetzt das Abo im Jahr kostet. Aber ganz ehrlich, wer als Trainer unterwegs ist, das ist im Vergleich Peanuts.
Das sind dann ja eigentlich zwölf Ausgaben. Es ist dann zehnmal im Briefkasten, weil es zwei Doppelausgaben sind. Und digital kann man es auch abonnieren beziehungsweise auch Einzelausgaben kaufen, aber ich meine, klar, wenn man jetzt ein Thema unbedingt lesen will, aber grundsätzlich finde ich, ich war ja bevor ich dort gearbeitet habe, auch immer Redakteur, finde ich es tatsächlich spannend, mit den Artikeln auch konfrontiert zu werden, für die man das Heft jetzt vielleicht nicht kaufen würde, also beispielsweise als Lauftrainer, wenn ich jetzt das Heft habe und da ist wirklich mal nichts im Lauf drin.
Und ich kann trotzdem auch was davon lernen, wie die Diskuswerfer ihr Training gestalten. Vielleicht kann ich davon jetzt nicht das Trainingsprogramm übernehmen, aber ich sollte sowieso auch da, ähnlich wie aus Instagram, sollte ich jetzt auch nicht einfach ein Trainingsprogramm von Lui Heyer oder von On Ansa eins zu eins einfach übertragen, sondern ich sollte mich davon ja inspirieren lassen, versuchen zu verstehen, warum es so gemacht wird. Aber das schätze ich so halt an meinen Job. Ich habe ja dann meistens sogar noch mehr Infos als die, die in den Artikeln landen, weil ich ja mit den Autoren zu tun habe, auch häufiger mal die Leute besuche und das sind einfach wunderbare Einblicke und das merkt man halt schon auch, warum Leichtathletik als Sportart so definiert ist, weil es ja für Außenstehende jetzt irgendwie der Sperrwerfer und der Marathonläufer nicht so viel miteinander zu tun haben, aber wenn man sich in diesem Sport bewegt, merkt man dann doch, dass wir häufig vor sehr ähnlichen Fragestellungen stehen, für die wir dann zwar unterschiedliche Antworten brauchen, aber ich war gestern drei Stunden mit einer Sperrwurfgruppe unterwegs, die waren auch nicht so happy über dem Schnee, weil die jetzt gerade keine langen Würfe machen können und auch die müssen Lösungen finden und von daher sind wir da dann doch auch sehr, sehr ähnlich unterwegs.
Ja, klingt total spannend und in sehr guten Zeitungsabteilungen von großen Bahnhöfen, da findet man euch schon mal, dass man es tatsächlich kaufen kann. Also in Hamburg am Bahnhof zum Beispiel, ähnlich groß muss es aber schon sein, sonst funktioniert es nicht. Und da die Bahn ja doch Optionen gibt, sich länger mal irgendwo aufzuhalten, kann man da sicher mal einen spannenden Artikel finden. Die Bahn hat ja jetzt einen anderen Weg gewählt. Die haben ja jetzt Auszüge aus vermeintlich hoher Literatur, so als Tafeln, an die Bahnhöfe geworfen. Und da kann man sich so kleine Häppchen rauslesen. Da sind Häppchen vorbereitet für 5 Minuten Wartezeit, für 10 Minuten Wartezeit und für 20 Minuten Wartezeit. Ja, also da kannst du dann aus einer großen Literatur so 20 Minuten Read rausziehen. Leute, ja, lest einen geilen Artikel, ihr kommt hundertprozentig weiter damit, als wenn ihr von, keine Ahnung, irgendeinem großen Weltliteraturwerk fünf Minuten lest an einer Wand in einem Bahnhof eurer Wahl. Aber gut, Herangehensweise können unterschiedlich sein. Das ist so, ne?
Ja, dann sagen wir ganz lieben Dank an dich, Andreas. Zum einen für deine spontane Zusage, natürlich auch für deine Zeit und für das super spannende Gespräch. Das hat uns sehr gefreut. Wir werden natürlich dich in den Shownotes verlinken. Man findet dich auf Instagram. Du hast eine Website und leistetledig Training werde ich auch mal noch hinterlegen, sodass ihr zu Hause da schnell fündig werden könnt. Und bleibt eigentlich erst mal nur dir und deiner Trainingsgruppe eine gute Saison zu wünschen. Jetzt aber vor allem die Hallen-Landesmeisterschaften, wenn es mit dem Schnee klappt. Da drücken wir auch die Daumen. Und euch zu Hause ein schönes Wochenende, wo auch immer ihr seid. Wahrscheinlich mit Schnee, aber ihr habt ja ganz viele Tipps und Tricks gehört, wie man damit hoffentlich flexibel und entspannt umgehen kann. In diesem Sinne, bis nächste Woche, ihr Lieben, passt doch euch auf. Vielleicht muss ich eine Sache erklären. Alle, die sich fragen, warum die Landeshallen-Meisterschaften den Schnee vielleicht ausfallen. Die Belastung auf dem Dach. Richtig, das hatten wir vorher. Okay, wir hatten es. Ich wusste es nicht. Also ich würde mich sonst nämlich selber sehr fragen, was haben die für den Dachlust. Nein, nein, nein. Ja.
Manchmal fallen ja solche Veranstaltungen aus, weil die Zugangswege nicht geräumt sind oder Glatteis haben oder sowas. Das kann mir auch nicht passieren. Da mache ich mir keine Sorgen, aber die Dachlast wäre sozusagen der Knackpunkt. Rutscht nicht aus. Genießt den Schnee, wenn ihr könnt. Und wir holen uns nächste Woche in alter Frischee.