Und wenn man denkt, es ist eine ganz normale Woche, dann ist plötzlich Olympia und wir sind beide nicht in Olympia-Form im Bestzeit-Podcast von Philipp Flieger und Ralf Schoenberg. Ich bin jetzt ein bisschen überrascht, weil nach den dramatisch klingenden Vorfällen am Wochenende habe ich gedacht, du hättest eine Mullbinde um den Kopf und beide Arme, Der Mann hat versucht zu laufen. Oder sagen wir mal besser so. Eine Woche hat er versucht zu laufen. Genau. Wir haben ja einen, der wenigstens fit ist in unserem Team, nämlich Felix. Das stimmt. Und dann wolltest du gleich das Undenkbare tun, nämlich zusammen mit ihm auf den Long Run gehen. Und dann war aber wieder relativ Frühschluss. Was hast du denn schon wieder gemacht? Ja, also bei mir wäre es sicherlich kein Long Run geworden. Ich hatte so gedacht, 15 bis 20, das wäre schon irgendwie gut in meiner derzeitigen Verfassung. Kilometer, wir reden von Kilometer, nicht von Minuten. 15 bis 20 Kilometer, das stimmt, ja. Ich war die Woche bestrebt, wieder hier das als Anlass zu nehmen, in eine Sportroutine zu starten. Und hatte ja dann theoretisch auch, was habe ich denn, ich war viermal laufen eigentlich, was erst mal schon okay ist.

Und genau, das war alles soweit cool, motiviert, dies, das, sogar am Morgen nach unserem Event noch in Köln gelaufen, da habe ich ein bisschen mit mir gehadert, weil das Bett war auch sehr warm, das war ich auch verlockend, muss ich sagen, es hat sich aber rückblickend auf jeden Fall gelohnt und Samstag war, eigentlich ist nicht unbedingt der Plan mit Felix zu laufen, aber er war spontan in Regensburg und klar, der ist gerade in Vorbereitung auch auf den Tokio-Marathon und da steht natürlich ein Long Run an Und dann hat er gesagt, ja, können wir ein bisschen zusammenlaufen. Und ich sagte, ja gut, klar, wir laufen jetzt auch nicht ganz so regelmäßig zusammen, ist ja erstmal schön. Nur Viererschnitt bei mir aktuell ist, ist ja auch nicht ganz aus dem Ärmel geschüttelt, geschweige denn, ich könnte ja gar nicht sagen, weil ich letzte mal 20 Kilometer oder länger gelaufen bin und er wollte ja 30 laufen. Aber ich habe gesagt, jetzt laufen wir mal zusammen los, dann schauen wir schon. Aber das war nicht von langer Dauer, denn... Wir hatten so ganz, also eigentlich ist Taut gerade in Regensburg jetzt die letzten Tage, aber es war so eine ganz minimale Schneeschicht, die über Nacht gefallen ist, also sprich, wenn überhaupt ein halber Zentimeter. Und auf der Straße war das schon weg und wir sind extra, weil wir dachten, nee, wir sind schlau, wir sind schlau, wir laufen auf der Straße, da wo ich früher meine Marathon-Workouts gemacht habe, quasi statt einer Runde, die vielleicht sogar ein bisschen sexier ist, weil man halt eine Runde läuft und nicht irgendwie out and back und so wie früher. Aber da dachte man, nee, Safety first, wir sind ja nicht mehr die Jüngsten. Wir laufen auf der Straße.

Und dann gibt es nach Kilometer vier etwa, fünf fast, die Möglichkeit, entweder auf der Straße zu bleiben oder so wie wir das früher gemacht haben, auf einen Radweg dann zu wechseln, der dann entsteht. Der ist top asphaltiert, super eben, also eigentlich optimal. Nur da war eben eine ganz minimale Eisschicht, äh, Eisschicht sag ich schon, Schneeschicht noch zu sehen, weil da war halt um die Uhrzeit noch niemand davor. Und dann haben wir noch so im Laufen, Da hast du jetzt auch nicht so viel Zeit, quasi so spontan, ja, lauf mal oben, unten. Da sag ich so, nee, wir müssen ja nicht auf der Straße laufen, so schnell sind wir jetzt auch nicht. Laufen wir da unten, das wird schon passen. Und dann geht so eine minimale Senke runter, also drei Schritte. Und wir waren zu dem Zeitpunkt unter 4.0 schon. Und ich dachte mir so, puh, schneller müssen wir jetzt auch nicht werden, sonst wird das nicht 20 Kilometer klappen.

Und dann lehne ich mich beim Runterlaufen so ein bisschen zurück, damit du nicht krass diesen Schwung mitnimmst. Und ich habe nur den ersten Fuß gesetzt und dann weiß ich noch, ich lag irgendwie so gefühlt waagrecht in der Luft so ungefähr. Und dann lag ich aber auch schon auf dem Boden, weil das halt unten wahrscheinlich angetaut war dann schon. Also und das war wie Schmiersalfe, so schnell hast du gar nicht schauen können. Und ich bin aber dummerweise beim Wegrutschen, also mit dem linken Fuß weggerutscht, den rechten Fuß so nachgezogen, mit der Fußspitze hängen geblieben. Und dann bin ich so rückwärts auf den umgeknickten Fuß mit vollem Gewicht gefallen. Das war schon echt unangenehm. Also da wusste ich direkt schon, ah, das war scheiße jetzt. Und aber abgefangen habe ich mir mit der linken Hand hauptsächlich dann noch so. Und klar, gut, dann irgendwie aufgestanden. Hast du ja schon so ein Feeling, ist das jetzt gut, ist das nicht gut? Und dann dachte ich auch, ich glaube, ich laufe jetzt nicht noch fünf Kilometer weiter. Weil wenn wir dann, also wenn ich dann feststelle, es geht nicht, dann müsste ich zehn Kilometer irgendwie zurückkommen. Das hat ja dann doch plus minus null Grad gehabt. Ja, dann dachte ich, komm, ich laufe jetzt zurück mit ein bisschen Adrenalin und so ist es ja dann erstmal noch okay ich glaube, ich bin ja trotzdem knapp unter 40 Minuten die 10 gelaufen, war auch alles in Ordnung aber dann, klar, Schuh ausgezogen Socken ausgezogen, dann siehst du schon das ist dick.

Merkst du die Treppe und so, nicht cool geduscht und so, es war erträglich es war nicht cool man hat schon nicht richtig gehen können, aber es war jetzt auch nicht so dass ich dachte, das ist das Hauptproblem, dass ich jetzt an dem Nachmittag, wenn man ins Krankenhaus muss. Ich war dann aber Mila abholen, die war eine Nacht bei den Großeltern, danach war ich mit Mila noch, Stunden später, ich war da noch einkaufen, beim Rewe und so weit dachte ich, komm, laufen wirst du jetzt zwei, drei Tage nicht können wahrscheinlich mit dem Sprunggelenk, aber passt schon. Und dann beim Einladen der Einkäufe ins Auto, also ein bisschen schwerere Wocheneinkauf, Taschen so, denke ich mir so auf einmal, oh, irgendwie, was ist denn mit meiner linken Hand los? Irgendwie ist das ja ganz komisch, ich kann gar nicht mehr richtig greifen, geschweige denn irgendwie eine Kraft entwickeln so. Mila in Kindersitz dachte ich schon, oh, ich kann die Hand kaum noch bewegen. Ja, dann waren wir zehn Minuten später daheim, habe gedacht schon, mein Arm explodiert irgendwie, auf einmal übelste Schmerzen, ich konnte gar nicht mehr die Finger so zusammen machen Und dann dachte ich mir so, es ist jetzt halb drei, Samstag.

Jetzt mit der Entwicklung der letzten Stunde, weiß ich nicht, ob das so viel Sinn macht, da jetzt noch zu warten. Ich meine, irgendwann, Barbara war nicht da. Ich muss ja dann wahrscheinlich, wenn ich ins Krankenhaus muss, muss ich ja sie auch mitnehmen, also Mila. Da habe ich gedacht, nee, gut, jetzt fahren wir da mal hin und lassen da mal einen Blick drauf werfen, wie das natürlich ist. Notaufnahme, Samstag, Nachmittag, da sitzt du dann in der ersten Tag. Das wird ja zunehmend schöner, den Samstag in den Abend hinein. Korrekt, dann sitzt du da mit dem Kind und versuchst irgendwie die Zeit da tot zu schlagen, gleichzeitig denkst du, dein Arm fällt ab, Aber da haben das da super gemacht, muss ich sagen. Props an die Barmherzigen Brüder, also Klinikum Barmherzige Brüder Regensburg. Ganz nette Menschen, alles cool. Genau, da wurde beides geröntgt erstmal. Also Sprunggelenk habe ich schon gesagt, ich glaube, das brauchen wir nicht. Das fühlt sich jetzt nicht so schlimm an. Aber die haben gesagt, nee, jetzt sind sie ja schon hier. Dann machen wir es schon von beiden, meine Aufnahme. Und ja, gut, Sprunggelenk halt gut überdehnt und Handgelenk massiv verstaucht und halt Flüssigkeit irgendwie im Handgelenk, was halt die komplette Bewegungsfähigkeit einschränkt und dann alles da blockiert. Aber du destekulierst schon wieder wie ein Italiener. Weil es die rechte Hand ist. Achso.

Weil es die rechte Hand ist. Also Gott sei Dank ist die rechte Hand noch okay gewesen. Aber ich habe ja dann trotzdem relativ schnell gemerkt, schon bevor ich ins Krankenhaus bin, da hat uns netterweise unser Nachbar dann hingefahren, Autofahren, das waren anderthalb Kilometer, hätte ich wahrscheinlich hier mit Automatik und so auch, wäre es gegangen. Aber der hat das zufällig geklingelt, weil die Schlitten ausleiten wollten. Was ist mit einer Hand los? Die hängt da so komisch. Ich so, ja, ich habe gerade ein kleines Problem mit meiner Hand. Ich fahre dich da schnell hin. Und da dachte ich mir schon, irgendwie einhändig, banale Dinge, einhändig Windel wechseln, einhändig, Mila wollte irgendeinen Saft haben. Dann habe ich gesagt, oh ey, die Flasche war zu, die haben wir gerade gekauft. Ich dachte so, ich kriege die jetzt nicht auf mit einer Hand, weil du musst ja irgendwie so eine Griffkraft haben, um es zumindest festzuhalten. Und da dachte ich so, ja gut, das ist jetzt echt suboptimal. Und da hatte ich mir gedacht, ey, wenn die Hand gebrochen ist, ey, ich flippe aus, ey, das ist ja wirklich, klar, links besser dem Servicefall noch als rechts, wenn man Rechtshänder ist, aber das ist ja so, das schränkt uns ja so ein im Alltag. Kannst ja nicht mehr schreiben am Computer gescheit oder am Handy irgendwas und, oh ja. Aber, Ende gut, alles gut, Glück gehabt. Man wird nicht jünger, man fällt einfach dümmer.

Da solltest du dir ein T-Shirt draus machen. Ich wollte gerade sagen. Das klingt nach der Mitte. Also früher denkt man sich so, hey, wie oft Kinder stürzen oder auch Jugendliche. Und meistens muss man ja sagen, klar, die brechen sich auch mal was. Aber irgendwie kommen die ja echt mit viel davon. Und da denkst du dir so, ich könnte jetzt gar nicht sagen, weil ich das letzte Mal gefallen bin. Und ja, es ist im Laufen mit einer gewissen Grundgeschwindigkeit so. Aber die Höhe, also von was reden wir? Du fällst aus dem Gehen, Stehen, wie auch immer, da reden wir von wahrscheinlich Fallhöhe maximal Meter. Wie dumm kann man denn fallen, dass man sich da irgendwie so, also ich kann euch aber beruhigen, die Notaufnahme war gut gefüllt an diesem Samstag und ich würde mal sagen, auf Basis dessen, was du als Gespräch unter den Menschen oder dann auf dem Weg in ein Behandlungszimmer mitbekommen hast, 90% mit irgendwas, wie sie sich hingepackt haben. Ellbogen, Schulter, Hand, also es sind sehr viele Leute da gewesen, die offensichtlich ähnliche Szenarien hatten wie ich.

Also kann nur die Learning-Fahrer darauf sein. Lauft auf dem Laufband, Leute. So ein Quatsch. Arbeitet an eurer Beweglichkeit, dass ihr jederzeit Falltraining habt. Immer Körpermitte nach rechts, links, unten, oben. Immer bereit sein. Das stimmt, ja. Junge, ich mache jetzt als schneller auf. Die fahren 60 kmh. Ja, und die stürzen auch mal und die stehen dann auf, als wäre es nichts. Ja, ganz so ist es nicht. Ganz so ist es nicht. Also manchmal schon, also die Stürze sind oft schon ziemlich gekonnt. Gekonnt, ja. Ja, gekonnt. Aber die haben auch noch diese messerscharfen Dinger da unter den Füßen, das ist jetzt auch nicht so richtig cool. Nee. Davon musst du auf jeden Fall wegbleiben. Du hast ja nur in An- und Abführung Laubschuhe gehabt. Das stimmt. Ja, das ist so, wenn die älteren Herren meinen, sie müssten racen gehen. Übrigens danach ist ja Felix dann richtig eskaliert. Er ist dann fertig geworden und nur noch schneller geworden. Der ist nur noch schneller geworden. Das habe ich auch nachgedacht. Okay. Als er mal den Ballast abgeworfen hatte, du hast das nicht gemerkt. Konnte endlich mal vernünftig laufen. Du hast den Ellbogencheck wahrscheinlich gar nicht bemerkt. Er hat das ja in der Story, glaube ich, aufgerufen und meinte, ja schön, dass ich nach Regensburg komme, um 30 Kilometer zu laufen mit dir oder potenziell, aber schön, dass wir zumindest fünf zusammengeschafft haben.

Aber du hast ja recht jetzt, stell dir vor, du hast einen gebrochenen Arm, ey, dann hast du so im Alltagsleben mit einem Kind und so echt Stress, das ist einfach so, ja. Da kannst du ja schon alleine, ja gut, Jacke zumachen, das würde vielleicht noch gehen, aber auch so, guck mal, alleine, ich hab mir dann irgendwie noch, wo wir dann raus sind wieder, was hab ich denn gemacht, ich hab irgendwie andere Socken ihr anziehen wollen noch oder so, ja, wenn die jetzt ein bisschen neuer sind und noch nicht ausgeleiert, weißt du, du musst ja dann trotzdem Finger rein und das so auseinanderziehen, um das vernünftig über... Ich hab gedacht, ich schaff das nicht, dafür fühlst du dich wie der erste Mensch, weil du, das hat, da stößt dann so ein Schmerz schon da in die ganze Handregion und dachte, gut, barfuß kann ich jetzt auch nicht raustun, ich weiß jetzt genau, wie wir das jetzt machen. Mein Kind konnte leider nicht zur Kita kommen, weil ich kann das nicht anziehen. Da müssen die halt dann lernen, sich selbst anzuziehen. Das ist dann leider der Entwicklungsschritt ein bisschen beschleunigt. Genau, ich habe gesagt, Mila, da müssen wir jetzt hier zusammen Teamwork machen, das hat dann auch hingehauen. Ja, sehr gut. Ihr hört es ja noch, ich bin immer noch reingeschlagen. Das nervt ein bisschen. Wir haben uns ja durch den hohen.

Ereignis-Level letzte Woche da in Köln durch unser Live-Event gearbeitet, was ein Riesenspaß war, ehrlich gesagt. Nur da konnte ich ja schon auch nicht mitlaufen, leider. Was natürlich ein Jammer war, wenn du schon mal in meiner Hood laufen gehst. Dass du dann gleich noch zweimal laufen warst, ist natürlich schon echt eine kleine Unverschämtheit. Plus, dass du auch noch das schlechte Wetter mitgebracht hast. Und was soll ich dir sagen? Es ist natürlich heute also der perfekte azurblaue Himmel über Köln. Wie immer. Wirklich Wetter war ja mal wieder, du kommst da aus dem Zug und denkst dir, das ist echt nicht euer Ernst. Also das ist ja in Regensburg noch besser gewesen. Ja, du hast diese graue Decke mitgebracht. Die zieht mit mir mit. Die ist so wie Linus bei den Peanuts. der immer diese Decke hinter sich herzieht und die so leichten Staub aufwirbelt bei dir sind das die grauen Wolken die ich bei dir herziehe.

Ja insofern wirst du auch gleich mit unserem Gast solo sprechen damit ich ein bisschen meine Stimme schonen konnte nämlich heute Morgen schon sehr früh vielen Dank dafür, wenig sprechen hilft leider nur um die Stimme besser zu machen weniger reden mehr handeln und für dich geht es los ab Freitag ne? Jaja, das Event selber fängt ja für mich dann am Samstag an, aber ab morgen Vorbereitungen und so weiter. Also heute natürlich auch schon Vorbereitungen, also die ganzen letzten Tage schon, aber das ist ja normal im Anlauf zu so einer Veranstaltung. Und dann würde ich sagen, switchen wir da mal rein in euer Gespräch. Es geht heute um das, wozu wir im Moment gar nicht in der Lage sind. Hochintensive Befassung mit High Rocks und da hast du jemanden, der tatsächlich Probleme hatte, nach Hause zu kommen, weil so viel Schnee gefallen ist in Hessen und mit ein bisschen Jetlag auch noch unterwegs ist. Diana, vielen Dank und vielen Dank, dass du es alleine mit Philipp ausgehalten und geschafft hast.

Aber das ist, glaube ich, ein sehr lohnendes und sehr launiges Gespräch geworden zwischen euch beiden. Ja, total. Also Jana Lebenstedt ist High Rocks Athletin, gehört in die sogenannte Elite 15 Klasse, also sie sind 15 besten, Athletinnen der Welt, war jetzt auch in Phoenix beim großen Wettkampf, von dem sie eben gestern Abend Dienstag, wir zeichnen dann Mittwochmorgen auf, erst zurückgekommen ist. Und ja, ganz spannend. Also High Rocks ist ja nach wie vor ein Sporttrend, eine Sportbewegung, die ja irgendwie nicht mehr wegzudenken ist und von Jahr zu Jahr auch immer sich immer größere Beliebtheit erfreut. Und das Spannende ist, dass Jana als komplette Quereinsteigerin, wie es den meisten dann so geht, zu dieser Sportart kam, aber in sehr, sehr kurzer Zeit eben da schon in die Weltspitze vorgestoßen ist, inzwischen auch sozusagen Adidas Kollegin ist und ja, das ist ein ganz cooles Gespräch geworden und das könnt ihr euch schon sehr drauf freuen und ich würde sagen, holen wir sie mal dazu. Herzlich willkommen Jana.

Ja, und da ist ja auch schon unser Gast in der Woche, Jana, Leben steht erst mal herzlich willkommen zu einer vergleichsweise frühen Morgenzeit, zumindest für uns Podcaster. Für dich ist es aber wahrscheinlich von der inneren Uhr, ich muss mich kurz überlegen, was ist es bei dir? Bei dir ist es sogar eigentlich mitten in der Nacht, weil du bist erst gestern wieder aus den USA zurückgekommen, oder? Genau, ja, also bei mir ist gerade eigentlich 12 Uhr nachts, also eigentlich bin ich am Schlafen, aber gerade bin ich fit noch, ja. Also mir geht es im Moment auch gut. Aber ich glaube, heute Mittag wird der Jetlag wieder auf jeden Fall spürbar sein. Mir wird da vielleicht ein kleines Tief kommen. Für diejenigen zu Hause zur Erklärung, wir haben dich natürlich vorher schon ein bisschen vorgestellt und was du machst inzwischen und USA, du hast an zwei Rennen an einem Wochenende teilgenommen, zwei unterschiedliche Formate glaube ich, es war aber ein Rennen, hilf uns mal kurz, wo war das und an welchen Rennformaten hast du denn da teilgenommen? Genau, also ich war in den USA für High Rocks Rennen und das erste war freitags das Elite-Double mit meiner Partnerin abends und im Elite-Feld starten immer die, ich sag jetzt, Weltbesten 15 sind das, die sich qualifiziert haben und samstags war ein Solo in der Pro-Kategorie, ich sag jetzt mal, das Normale, wo jeder dran teilnehmen darf, genau, ja. Das ist spannend. Und Ergebnisse?

Ich glaube, ich habe es auf Insta ein bisschen verfolgt, beim Doppel habt ihr eine Zeitstrafe, glaube ich, irgendwo bekommen? Ja, genau. Das wirft dann natürlich massiv zurück. Ich meine, so 30 Sekunden können, das ist ja schon eng in der Weltspitze sozusagen. 30 Sekunden macht ja dann doch gleich viel aus, glaube ich. Ja, genau. Also wir waren zufrieden mit unserem Rennen. Das auf jeden Fall. Es hat auch Spaß gemacht. Und das Problem, genau, die Zeitstrafe Kann immer passieren, gerade jetzt, wenn das Niveau höher wird, gucken die Judges immer mehr drauf, wie man die Übung ausführt. Man macht es ja im besten Willen, aber passiert dann irgendwie dann doch. Und ja, dann standen wir da, waren eigentlich fertig mit der letzten Übung. Danach kommt ja nur noch der Zieleinlauf. Ja, und dann musst du da deine Strafe abstehen. Und man merkt halt nur noch, wie noch drei andere Paare an einem vorbeilaufen. Du musst da stehen bleiben, wirklich, und du siehst ja dann, wie die anderen an dir vorbeilaufen.

Ich dachte, vielleicht wird einfach nachher 30 Sekunden aufgeschlagen. Es ändert zwar am Ergebnis nichts, aber es ist ja irgendwie gefühlt vielleicht nicht ganz so bitter, wie wenn du dann siehst, wie die anderen an dir da vorbeilaufen dürfen. Nee, leider ist es, also die letzte Übung sind ja die 100 Wallballs. Und dann gibt es ja nur noch den Sprint ins Ziel. Ja, und dann kommt da so eine Uhr über einem und dann siehst du die Sekunden ab.

Ablaufen und neben dir, du stehst sofort neben deinen Konkurrenten oder Mitstreitern und die siehst halt, wie ihre Wallboys immer weniger werden und dann ja, sind sie an uns vorbeigelaufen. Krass, okay, okay. Das war am Freitag und dein Einzelrennen war dann am Samstag. Ist es so üblich, dass das relativ Schlag auf Schlag dann geht oder wie steckt man so ein Rennen weg? Merkst du am nächsten Tag gar nichts mehr oder merkt man schon dass man da was gemacht hat also normalerweise sind zwei rennen jetzt auch nicht an dem wochenende normal muss man einfach sagen also die elite frauen die jetzt elite einzigelaufen sind machen meistens noch ein double oft sag ich jetzt mal aber auch diese literen sind ja ich sag jetzt mal nur viermal im jahr in der regel sollte man eigentlich nur eins am wochenende machen weil der körper, Also es ist so ein Rennen, wir laufen ja 60 Minuten schon auf Anschlag.

Und da der Körper steckt irgendwie weg. Ich sage mal so, es ist cooler oder besser, am nächsten Tag sofort ein Rennen zu machen, statt eines dazwischen. Weil also ein Tag dazwischen Pause, irgendwie hat der Körper mehr Zeit, Muskelkater aufzubauen. Und deswegen, ich weiß, du kennst es ja bestimmt, aber dieses sofort danach ist noch okay, irgendwie ist der Körper noch gar nicht so in der Regenerationsphase drin. Aber wir hatten jetzt das Rennen, war freitags abends um halb acht und unser Rennen am nächsten Tag war um halb drei wieder mittags. Also es waren dann keine 24 Stunden dazwischen. Ich habe schon auf jeden Fall an den Beinen gemerkt, bei mir bei dem Pro Einzel war eher der Kopf das Problem. Ich habe mich verlaufen, ich war mit dem Kopf einfach nicht dabei. Sonst körperlich ging es mir eigentlich jetzt auch heute wieder ganz gut alles.

Trainieren. Aber ich bin jetzt, ich würde keinem empfehlen, immer zwei Ränder am Wochenende zu machen. Wir haben so einen Claim, der sich jetzt über 300, wir sind jetzt in der 307. Folge, der sich so ein bisschen etabliert hat, den unsere Zuhörerschaft auch inzwischen ziemlich feit. Wir sagen auch immer, wenn wir irgendwelche Dinge erzählen, die irgendwelche Top-Leute, so wie du, in ihrer Trainingspraxis oder Wettkampfpraxis machen oder bei mir früher irgendwas in, keine Ahnung, irgendwelchen verrückten Workouts, dann sagen wir auch immer don't do this at home. Also bitte nicht nachmachen. Das ist jetzt eher spezieller Umstand so. Ähm, Wir hatten schon mal eine Folge, die ist aber auch schon ein bisschen länger her, wo wir auch jemanden zu Gast hatten und über High Rocks gesprochen haben. Ich denke, wir haben bestimmt auch neue Zuhörerinnen und Zuhörer dabei, die vielleicht, vielleicht, also wir haben bestimmt auch Leute dabei, die das selber auch machen, aber bestimmt auch viele, die da vielleicht gar nicht so konkret wissen, was das eigentlich ist. Das ist natürlich jetzt so ein, ich sag mal, Sport- oder Fitnesstrend der letzten Jahre, der eigentlich nicht mehr wegzudenken ist. Also das hat ja damals begonnen, Moritz Fürste, mit dem ich ja auch in Rio damals war, bei den Olympischen Spielen, als die Hockeyspieler damals Gold gewonnen haben. Der war ja einer der Initiatoren und Gründer und das hätte man, glaube ich, damals auch nicht gedacht, dass sich das so schnell in so ein globales Phänomen entwickelt. Zumindest ich war jetzt auch nicht der, der das so irgendwie antizipiert hat, dass das mal so krass und so groß wird. Aber das ist ja wirklich beeindruckend, wie schnell das ging. Ich glaube.

Da hatte man ein gutes Gespür für Zeitgeist und was sportliche Vielfalt oder auch aus gesundheitlichen Aspekten, bei Profisport ist es immer so, Gesundheitssport ist nicht immer nur im Vordergrund, sage ich jetzt mal, aber grundsätzlich dieser Trainingsanspruch Hybrid Athlete, also sprich nicht jetzt sich auf eine Säule Ausdauer oder Kraft nur zu fokussieren, was ja sonst in der Vergangenheit gängig ist. Entweder bist du irgendwie gefühlt... Du bist Läufer oder du bist Triathlet oder du bist Kraftsportler gewesen. Und das so ein bisschen aufzugreifen und zu sagen, hey, eigentlich ist es doch besser, man trainiert irgendwie komplex und beides tut ja irgendwie, ist ja für die Gesundheit eigentlich gut, wenn man beides irgendwie verfolgt. Das hat, glaube ich, sehr viele Menschen fasziniert und wahrscheinlich auch begeistert, weil es einfach auch abwechslungsreicheres Training ist. Als wenn du jetzt immer nur eine Sache machst, ich gehe jetzt viermal ins Gym und mache halt nur Kraft oder ich laufe halt jeden Tag.

Deswegen, für mich ist es so einer der Aspekte, ihr, glaube ich, worum das sich so schnell entwickelt hat und dann ist es ja trotzdem auch gelungen für die ambitionierten Leute wie dich, relativ schnell so eine Art Weltcup zu kreieren und eine Messbarkeit und Punkte und Finale, das ist ja auch cool, wenn man das dann für die ambitionierten Leute schafft, aber auch für die Fans, die das verfolgen wollen. Wie bist du ... Zu High Rocks gekommen, beziehungsweise vielleicht davor noch, was ist denn dein sportlicher Background? Also hast du davor eh schon irgendwie, warst du viel Laufen, viel Kraft machen und wann hast du das erste Mal so von High Rocks gehört oder fandst du das für dich interessant? Ja, also erstmal kannst du dir auch zustimmen, dass es glaube viele fasziniert, dass man läuft und Kraft macht und ich glaube der Zeitgeist war genau richtig in dem Moment von Moritz, da irgendwie dieses Fitness Race zu etablieren, auf jeden Fall. Weil ich glaube, viele haben halt einfach irgendwie nicht an dieses Format, vielleicht ein neues Format geglaubt. Hat sich aber jetzt, wie du sagst, auch etabliert. Und ja, wie ich da dran kam, eigentlich, also ich habe jetzt keinen besonderen Background, muss ich sagen, weil ich habe früher, also ich habe geturnt als Kind. Ich glaube, wie viel, also vielleicht viele Mädels oder wie auch immer. Dann habe ich irgendwann angefangen, Handball zu spielen und Tennis.

Habe das auch, ja, Handball und Tennis einfach als Hobby. Also mir ging es eher um den Teamsport. Also ich komme, ich muss sagen, ich bin eigentlich auch der Teamsportmensch. Also ich finde es einfach immer schöner, irgendwie mit einem Team auf einem Feld zu stehen. Und ja, da habe ich auch jahrelang bis vor einem Jahr auch noch Handball gespielt. Und genau, es war also irgendwie, ich vermisse es, bin auch ehrlich, ich vermisse es jetzt auch ein bisschen, also dieses als Team irgendwo aufzulaufen oder auch als Team zu gewinnen. Und bin nebenbei aber natürlich immer mal joggen gegangen. Also in Stimmen war ich jetzt nie so. Also ich war jetzt kein Kraftsportler drin. Und dann habe ich vor zweieinhalb Jahren, ich kam halt beim Laufen nicht mehr, also man hat ja eigene Ambitionen, ich war jetzt in keinem Verein, aber irgendwie dachte man ja, ach, da mal ein bisschen schneller, hier ein bisschen schneller werden und dann habe ich halt High Rocks entdeckt, weil ich keine Fortschritte mehr gesehen habe und Crossfit war mir einfach, wenn man nie Kraftsport macht.

Und dann ist Crossfit so, nee, auf gar keinen Fall, das schaffe ich nicht. Ja, und dann habe ich Hyrox, ich glaube, hier in Fulda einen Monat mal mittrainiert. Und dann sind wir nach Leipzig zum ersten Mal einfach mal mitgefahren. Und da habe ich dann Mixed Double gemacht. Und ich dachte mir, entweder macht es Spaß oder nicht. Und dann habe ich erst mal ein Jahr auch nur Doubles gemacht. Und dann vor anderthalb ungefähr Jahren das erste Pro Race quasi. Dann direkt aber Pro Einzel quasi, weil das muss man ja auch erklären, es gibt ja quasi da ja auch unterschiedliche Formate, also es gibt Doppel, es gibt Mixed Double, es gibt Einzel, dann kannst du auch entscheiden, quasi in dieser.

Normalen Amateur-Kategorie, Pro bedeutet, dass man halt schwerere Gewichte glaube ich. Genau, also normal, ich sage auch immer normal, das heißt glaube ich auch, also ja, also das Normale und das Pro ist dann quasi die Gewichte vom X-Double, und ich glaube, deswegen habe ich, sofort das Pro gemacht, weil ich die Gewichte halt gewöhnt war vom X-Double, ich glaube ja, es war dann, irgendwie gar nicht so in meinem Kopf, dass ich dann die anderen Gewichte mache. Okay. Genau. Ja, und jetzt, ja, hänge ich da. Wie war das dann das erste Mal einzeln? Das ist ja dann schon was anderes, weil ich beim, also ich weiß ja nicht, wie ihr das Mixed Double gemacht habt, aber im Zweifel ist es, weil bei Mixed Double, jetzt gehe ich mal davon aus, dein Double-Partner ist ja dann als Mann vielleicht ja auch in der Regel, ja. Man könnte ja schon viel kompensieren sozusagen, dass du ja dann, da bist du, man hat ja dann eine Möglichkeit, so ein bisschen durchzuschnaufen. Wenn du das alleine machst, das ist ja, Das kannst du ja wahrscheinlich gar nicht mit einem Doppel vergleichen. Das ist ja eine ganz andere Form von Belastung. Weil du bist ja konstant logischerweise dann selber am Machen. Also für diejenigen zu Hause, vielleicht auch nochmal kurz von dir erklärt. Ich glaube, die meisten werden es wahrscheinlich wissen, aber wie sieht ein Hirox-Format aus? Das ist ja diese Mischung aus Laufen immer im Wechsel mit acht Kraftübungen. Genau. Also es geht los mit Laufen, Start, ne? Start, dann ist ein Kilometer Laufen circa. Genau, es ist immer ein Kilometer laut Hirox. Ich wollte gerade sagen, bei manchen Splits denkt man sich so, vielleicht müssen wir es im Stadion nochmal machen.

Ja, will ich jetzt auch gar nicht so tief eingehen, aber ich glaube, jeder, der jetzt Hyrox macht oder Bescheid weiß, Ja, es sollte ein Kilometer sein, plus, minus. Es ist immer plus, minus, sagen wir so genau. Genau, sieht man dann an den Zeiten, was mal rauskommt, aber genau, plus, minus. Und dann haben wir den Kilometer Ski, dann, gut, das Laufen dazwischen wieder, dann haben wir jetzt. Also Ski-Argometer für euch zu Hause, das kennt ihr, falls ihr auch mal in den Gym geht. Das ist dieses Ding, wo man so zwei Zugseile praktisch mäßig in der Hand hat und so nach unten ziehen muss. Ein Stockschub beim Langlauf sozusagen. Genau, man vergleicht irgendwie immer mit Langlauf dann so ein bisschen. Das sind Kilometer, dann haben wir Sled Push, also Schlitten drücken.

Das sind dann die 50 Meter, dann haben wir Schlitten. Wie viel Kilo? Im Pro-Bereich? Im Pro haben wir 152. Also die Männer haben dann natürlich im Pro-Bereich 202, glaube ich. Ja, genau. Genau, dann Schlitten ziehen, haben wir 100 Kilo im Pro-Bereich. Dann kommen die 80 Meter Burpees.

Genau, also Burpee Pro Jump, ich glaube, Burpees kennen die meisten auf jeden Fall. Also dann Pro Jump mit dem nach vorne springen. Dann haben wir 1 Kilometer Rudern, ist eigentlich immer die Station, wo man ja so ein bisschen durchschnaufen kann auf jeden Fall. Dann haben wir 200 Meter Farmers Carry, also die Kettlebell tragen. Wie schwer sind die? 24 pro Seite bei Pro, genau. Die Männer haben 32, genau, ja. Das ist schon, also dieser Unterschied mehr ist sehr erheblich, muss ich sagen. Klingt auf jeden Fall krass, ja. Dann haben wir 100 Meter mit Sandsack Lunches, da haben wir 20 Kilo Säcke. Wie eine klassische olympische Langhandel quasi für Männer, oder? 20 Kilo noch mal aus dem Gym. Stimmt, da bin ich jetzt raus und die Männer haben 30 sogar, genau. Und dann haben wir den Endgegner von vielen, sag ich immer, die 100 Wallballs. Bei den Frauen sitzt es mit 6 Kilo pro Bereich und bei den Männern mit 9.

Und sind das nicht auch unterschiedliche Höhen, wie hoch man den? Genau. Das sind ja so Platten, müssen sich die Leute zu Hause vorstellen, wo ihr ja quasi den Ball da ranwerfen müsst. Und wichtig ist, glaube ich, dass man in der technischen Ausführung unter 90 oder mindestens 90 Grad in die Hocke geht oder so. Genau, also wir haben ja eh bei jedem... Und ja, Übung gibt es bestimmte Regeln, die man auf jeden Fall einhalten sollte. Und wenn nicht, wie wir auch bemerkt haben, gibt es ja dann die Zeitstrafen. Ich sage immer, bei einem normalen Race sind die Judges noch, dann tippen die dich mal zweimal, dreimal an und sagen, ja, bei den Burpees, also pass auf, dein Fuß oder so. Also im Elite-Rennen ist ja dann, gibt es die erste gelbe Karte und dann auch gibt es rote Karte und dann kommt sofort die Zeitstrafe drauf. Aber ich muss sagen, wenn man auf einem bestimmten Niveau ist, gehört es ja auch dann irgendwie auch dazu einfach, dass da bestimmte Regeln gibt. Ja, und so ist dann nach den 100 Wallballs das Beste, dass du eigentlich sofort ins Ziel laufen kannst. Und zum Glück nicht mehr so weit ist. Ich wollte gerade sagen, das sind wirklich dann nur noch 20 Meter oder sowas. Was würdest denn du sagen? Ich habe da natürlich auch, wir hatten immer mal wieder mit, oder haben immer mal wieder mit ESN zu tun, auch im Podcast hier letztes Jahr viel Werbung bei uns gemacht.

Und die haben wir mal, also überhaupt, glaube ich, so mit denen in Kontakt kamen wir, glaube ich, auf der FIBO vor zwei Jahren oder so, da hatten wir eigentlich einen anderen Termin und haben aber, weil bei der FIBO auch immer High Rocks ist, zwei Tage lang und den zweiten Tag quasi wir nichts mehr zu tun hatten, haben wir gesagt, naja, wir bleiben jetzt trotzdem da und gucken uns erstmal auf der Messe ein bisschen um, aber weil wir das auch noch nie in live gesehen haben, dachten wir, komm, wir schauen uns das einfach mal an. Und Felix und ich sind dann da runter und wir waren viel länger als wir eigentlich dachten. Wir dachten, wir gucken da kurz hin. Wir fanden es total faszinierend und irgendwie die coole Stimmung und haben uns dann die verschiedenen Stationen angeschaut und es sah schon alles ziemlich cool aus.

Und danach waren wir eben noch bei ESN, um ein paar Sachen zu besprechen und die hatten dann auch gesagt, ey, das musst du unbedingt machen, die ganzen Triathleten und Ex-Läufer, denen fällt das total leicht. Und ich dachte mir so... I doubt it. Ich meine, was heißt sogar 200 Kilo Sledpush? Das ist ja weit weg von allem, was du als Läufer machst. Aber dir hatten damals so ein bisschen gesagt, das Laufen tendenziell, also wenn man gut laufen kann, das schon auf jeden Fall ein Vorteil ist, weil irgendwie von der Gewichtung, von der zeitlichen Dauer laufen eher 60 Prozent zu den Übungen. Kannst du das bestätigen oder ist das Quatsch? Nee, ich glaube, ich kann es auf jeden Fall bestätigen. Also wir haben ja auch viele Triathleten im oberen Bereich und ich glaube, also ich komme ja eigentlich nur rein, also gut Handball, aber ich weiß, kein Niveau, wo ich so viel Krafttraining gemacht habe. Und ich habe, also vom Laufen, gerade beim ersten Pro Race, habe ich auch gemerkt, dass das Laufen an sich nicht das große Problem war, sondern eher die Stationen auf jeden Fall. Dann musst du natürlich bedenken, klar, du musst nach einem, wenn du deine 200 Kilo, 150 Kilo Schlitten drückst, musst du auch wieder laufen. Also das ist, glaube ich, dieses Problem. Aber trotzdem fällt es den Läufern, glaube ich, einfacher, im Laufen einfach dann wieder Gas zu geben.

Statt, ich sage immer ganz gern, wenn dann, also wirklich gar nichts gegen Crossfitter, aber wenn die dann anfangen mit Heirux, was ja auch total cool ist, und den Schlitten, die können den ja, oh Gott, wie schnell, also für die ist ja die 200 Kilo dann gefühlt gar nichts. Easy. Ja, so aufwärmen. Aber danach ist bei denen natürlich Laktat, die haben auch ganz andere Pausen in diesen Crossfit-Wettkämpfen, haben die ja dann eine halbe Stunde Pause. Und da fällt ihnen das Lauf natürlich super schwer und ich glaube deswegen, wenn du jetzt du quasi als Läufer auch anfangen würdest, musst du natürlich, das habe ich auch bemerkt, ich habe glaube ich ein Jahr immer mal wieder einfach trotz, also ich habe kein richtiges Krafttraining gemacht während dem High Rock Stand, ich habe dann einfach, im ersten Jahr so, ach ja, du machst ja deine Highrocks-Übungen, dann baust du ja eh Kraft auf. Bis ich dann gemerkt habe, naja, so ganz stimmen tut es dann auch nicht.

Also man muss dann schon Krafttraining machen und das merke ich bis heute noch, dass da einfach die Defizite da sind, weil, ich kann schnell laufen, kann gut laufen, aber dass deine Muskulatur auch damit umgehen kann, nach einem Schlitten oder Burpees wieder ins Laufen zu kommen, musst du einfach üben. Aber ich glaube, wenn du jetzt zum Beispiel Hyrux anfangen würdest, wird es dir auch deutlich einfacher fallen wie jemand, der jetzt aus dem reinen Kraftcranium kommt. Also da kann ich zustimmen. Das ist spannend, ja. Weil, genau, wie du sagst, ich glaube auch diese Übungen, also Wallboys, gut, da muss man nicht mehr viel laufen danach, aber ich könnte mir das auch vorstellen mit den Ausfallschritten. Das ist ja schon auch eine krasse Belastung logischerweise also für Oberschenkel, für Gesäß etc., dass das sich natürlich nicht so geil anfühlt, unmittelbar danach wieder laufen zu müssen. Aber ich glaube so generell, wenn man natürlich ein sehr gutes Ausdauerniveau hat, eine sehr gute aerobaneurobe Schwelle, dann fällt es einem leichter, das halt wegzupuffern sozusagen und trotzdem im Durchschnitt betrachtet relativ hohes Tempo zu laufen. Nicht gemessen an deinem Max, weil du natürlich auch angenockt bist sozusagen von der Vorübung, aber halt das, glaube ich, einfach besser, wahrscheinlich ein bisschen besser wegpuffern kannst als jemand, der halt nicht so ein Ausdauerniveau womöglich mitbringt.

Wir waren davor ja bei dem Punkt, dass du gesagt hast, okay, dann hast du dich ein Jahr nach, also nach einem Jahr mit Doppelwettkämpfen an deinen ersten Einzelwettkampf herangetraut. Und wie hast du den so in Erinnerung? War der direkt voll erfolgreich? Also hast du dich selber überrascht und danach gesagt, jo, jetzt ist ganz klar, für mich steht fest, ich will da irgendwie voll in diese Leistungssportgeschichte weiter einsteigen und das weiter professionalisieren? Ja, also das war in Maastricht also an den kann ich mich echt noch ganz gut erinnern, also es ist auch ein sehr schöner Wettkampf gewesen da waren, es war immer noch kleiner vor anderthalb, also da waren jetzt auch nicht so viele Zuschauer, ich weiß noch, ich glaube es war eine 1.06 bin ich gelaufen Also eine Stunde sechs für das volle Set an, okay, okay Genau, also was da damals schon echt flott war, die Zeiten springen ja heutzutage sehr schnell in die Höhen. Ich habe gar kein Gefühl, muss ich gestehen. Also was ist denn in der heutigen Welt bei Männern und Frauen gut? Ich habe keinen Plan, ich habe wirklich kein Feeling. Und wahrscheinlich viele zu Hause auch nicht. Also jetzt in Phoenix ist wieder ein Weltrekord bei den Frauen, Melite, gefallen. Die Joanna mit einer 56 Minuten.

Aber das ist unter einer Stunde ist so der Traum von vielen in der Elite auch. Also das haben, glaube ich, mittlerweile nur vier Frauen geschafft, soweit ich weiß.

Und das ist so eine Hürde, die echt groß ist. Aber ich sage immer, mittlerweile eine 1.02, 1.03, was vor anderthalb, zwei Jahren wirklich wow war, ist jetzt schon, musst du laufen. Also um vorne mitzuspielen, musst du das auf jeden Fall laufen, eine Stunde, zwei. Und Und bei den Männern ist es 53, irgendwas der Weltrekord, also 53 Minuten. Also da brauchst du, wenn du jetzt in der Elite mitspielen willst.

Also es ist super schnell, aber so eine 57er-Zeit, ja, brauchst schon ein bisschen bessere Zeiten, ja, genau. Krass, okay, okay. Ja, aber damals war die 1.6, war ich super happy, also das war jetzt wirklich trotzdem eine gute Zeit. Und ja, man hat dann schon so ein bisschen gemerkt, dass man Potenzial hat oder da ist. Wie viele warst du damals bei dem Wettkampf? Also bei deinem ersten Einzelwettkampf, wie viele warst du da direkt? Ich glaube, dritte war das. Okay, krass, direkt auf dem Podium. Also es war schon wirklich, ich war auch super happy, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt, also ich kannte weder irgendwas von dem Elite oder, also es war in dem Zeitpunkt nie mein Ziel, da jetzt so einzusteigen, wie ich gerade bin. Und dann bin ich in Köln 2024, sollte ich nämlich eigentlich mit dem Mixed Double laufen. Und da war dieses, es gibt immer so ein Rennen, das heißt Last Qualify Rennen. Also es gab es vor, das ist jetzt auch wieder anders, aber 2024 noch. Da konnte man sich als Normalo, sage ich jetzt mal, da konnte jeder mitmachen in dem Pro Rennen. und da gab es noch drei Spots für die Weltmeisterschaft in der Elite. Und da war ich eigentlich ein Mixed Double angemeldet. Das war in Köln auf der FIBO 2024 nämlich. Da hätte man es ja sehen können. Ich wollte gerade sagen, ich war 2024 ja da.

Da konnten die besten drei sich bei Männern und Frauen die Spots für die Elite in der Weltmeisterschaft noch sichern. Und da war das damals so, dass ein Partner gesagt hat, ja, dann mach doch jetzt einzeln mit. Meine Mama wäre dann für mich eingesprungen im Mix. Und dann habe ich gesagt, ja, ich weiß nicht. Also ich sehe mich jetzt nicht so, muss ich sagen, als zweites Pro-Rennen vorne mitzulaufen. Ich habe da halt auch immer, Ja, mit so Selbstzweifeln dachte ich, oh nee, also mit so, man kennt ja dann schon ein paar Namen und wenn ich dann mit denen da an der Startlinie stehe. Ja, und dann habe ich es halt tatsächlich trotzdem gemacht und da fing das halt an, weil ich mir da, wurde ich Zweite und habe mir, ja, den Spotter in der Elite dann für Nizza gesichert. Ja, und dann fing das Ganze an, wo man jetzt steht. Es war so ein ungewolltes, jetzt ist man natürlich dankbar, aber... So reingerutscht quasi. Sagen wir so, ja, genau. Also nicht geschenkt, aber so quasi, du hast natürlich irgendwie gar keine so eine Expectation gehabt, wo kannst du da jetzt abschneiden und hast dich dann da irgendwie erstmal drauf eingelassen auf den Wettkampf Und überraschenderweise dann direkt auch da dann irgendwie auf dem Podium und Quali für Weltmeisterschaften, was man sich vielleicht im Vorfeld gar nicht so hat vorstellen können.

Jetzt haben wir ja, was du hast gesagt, Anfang 2024 war ja FIBO, das war ja im Mai, April hätte ich jetzt gesagt, wahrscheinlich rum um den Dreh. Jetzt sind wir ja circa anderthalb Jahre weiter. Zu der Zeit, wie hast du da trainiert dafür? Also einfach auch, um ein Feeling zu bekommen, wir haben hier natürlich in der Vergangenheit oft schwerpunktmäßig natürlich Läuferinnen und Läufer, aber auch Triathleten.

Wie oft hast du da schon trainiert, um so ein Niveau zu haben? Hast du da schon jeden Tag trainiert? Oder man muss vielleicht auch dazu sagen, du hast einen ernsthaften Job noch. Kurz mal Disclaimer für euch, das ist jetzt nicht, dass Jana schon das sozusagen Fulltime-mäßig macht, sondern du musst ja trotzdem deinen Tag dir ziemlich einteilen. Genau, also ich habe damals, wie heute, den 40-Stunden-Job gehabt oder habe ihn. Aber damals, ich, wie gesagt, habe auch Handball ja noch gespielt. Ah ja, stimmt. Du hattest zweimal die Woche Handballtraining. ich bin viel laufen gegangen und hatte halt hier das Studio in Fulda gefunden die auch Hirox anbieten und bin dann einmal die Woche in das Hirox-Training.

Bin laufen gegangen für mich, also einfach, wie ich Lust hatte und hatte Handballtraining. Also es war jetzt gar nicht so natürlich ambitioniert. Also ich war immer schon, also dass man Sport gemacht hat und kam jetzt auch nicht wirklich oft vor, dass man dann zwei Wochen gar keinen Sport gemacht hat. Aber es war trotzdem auf einem anderen Niveau wie heute. Es war trotzdem noch das Hobby, Sportler-Dasein auf einem sehr guten Niveau. Aber es gibt ja viele, die auch sechsmal die Woche ins Gym gehen, weil das dir Spaß macht oder gut tut. Und so war das Niveau eigentlich schon einfach einmal am Tag trainieren, Handball mit den Mädels zu trainieren. Das war einfach so ohne Trainingsplan, ohne Trainer. Das hat sich alles dann erst nach der Weltmeisterschaft in Nizza ein bisschen herausentwickelt, dass es sinnvoll ist. Nach einem Trainingsplan zu trainieren, vielleicht auch jemand, der trotzdem mehr Ahnung hat, da im Hyrox-Game. Ich glaube, das macht dann doch der große Unterschied am Ende aus.

Dann 2024, wie hast du da, was war dein Ergebnis bei der WM? Ja, also die WM ist in meinem Kopf, also ich hatte vier Wochen vor WM, ist mein Finger tatsächlich dreifach gebrochen gewesen. Wie hast du das denn geschafft? Ja, ich habe ja einen Hund, der ist wiegt 33, ja also Labrador Goldi, Mischling und wir waren Gassi. Ja und ich habe einen anderen Hund hinterm Zaun nicht so wahrgenommen also unser Hund aber schon und dann, ich hatte die Leine ganz unklicklich irgendwie über ja durch meinen, Ich weiß gar nicht, und meine Hand, Finger, ich kann es gar nicht, es ging so schnell, also ich kann es gar nicht genau wiedergeben. Und dann wollte oder ist quasi unser Hund Richtung des anderen Hund, aber mein Finger ist, war dann doch in die andere Richtung.

Ich habe jetzt Bilder im Kopf, das ist nicht gut, auf jeden Fall. Das hat auch, ich glaube, ich weiß nicht, also das kennen vielleicht viele, in dem Moment war es so, okay, da hat es jetzt gerade irgendwie wehgetan. Aber ich bin dann auch noch normal nach Hause, habe angefangen zu arbeiten. Also dachte, okay, ich dachte, man kennt es vom Handball, man knickt mal um, läufst du weit. Oder du hast jetzt auch den kleinen Urteil. Ich habe am Wochenende auch festgestellt, es kann auch ein paar Stunden später richtig scheißerst werden. Genau, also man denkt so, ach ja, komm, irgendwas wird ein bisschen dick, passt. Aber es wurde richtig dick und es hat richtig weh getan. Und ja, dann bin ich halt in die Notaufnahme und habe auch die ganzen Röntgenaufnahmen noch. Also der war dann halt so dreifach im Knochen gebrochen und es war sofort klar, dass der operiert werden muss.

Und dann habe ich gesagt, ja nee, es geht ich muss in vier Wochen nach Nizza geht eigentlich nicht, und die haben gesagt der muss natürlich gemacht werden und habe dann auch lange mit einer einer Ärztin gesprochen, bis sie dann den Chefarzt geholt hat und das Problem erklärt, erläutert hat, und dann war eigentlich nur die Frage, ob ich den schön operiert haben will oder auf, dass er hält in Nizza Und da bin ich dem Arzt auch sehr dankbar. Der hat den so gefriemelt. Also da sind jetzt auch vier Schrauben drin. Die hast du immer noch drin? Ja, genau. Die habe ich immer noch drin. Und der sieht auch, wenn man genauer hinguckt, steht er auch ein bisschen schief und ist auch ein bisschen dick noch. Aber ja, ich war mich damals... Dafür entschieden, dass ich gesagt habe, der soll halten, mit der Gefahr drauf, dass er halt ein bisschen schief bleibt, wie auch immer. Ja, und den Nizza hat er auch gehalten. Also ich hatte da noch ein paar Tapes drum. Vier Wochen.

Wie zum Teufel hast du denn zum Beispiel, ich überlege jetzt gerade, als erstes kommt mir da in den Kopf, Farmer's Carry, also für euch zu Hause, Farmer's Carry, das ist diese Übung, wir hatten es ja vorher schon erklärt, die zwei Kettlebells, 24 Kilo hast du gesagt, pro Seite, richtig? Also stell dir das mal vor, 24 Kilo links und rechts, die du greifen musst und dann so ein Parcours, was waren es, 80 Meter oder 200 Meter? 200 Meter. 200 Meter? Ja. Also tragen. 200 Meter gehen musst, oder du könntest auch rennen wahrscheinlich. Wenn du das kannst, genau. Ich wollte gerade sagen, wenn man das mit 48 Kilo kann, darfst du auch rennen, aber am Ende musst du es halt laufend bewegen sozusagen. Das heißt, ich stelle mir das jetzt, aber wie geht es, welcher Finger war es denn? Du musst ja das mit 24 Kilo Griffkraft haben. Wie geht das denn dann vier Wochen später?

Ja, also ich habe natürlich dann kaum trainiert, also mit dem Finger kaum trainiert, natürlich. Ich hatte also ein Physio, also die auch bei der WM war, die wir kannten, ist Physio und der hat mir immer Tipps gegeben und hat mir tatsächlich auch vor der WM den Finger eingetaped. Also wir haben den an den Mittelfinger drangemacht, dass der das Ganze abfedert. Ja, ich sag jetzt mal, genau, der war so drangemacht, dass mein Ringfang ja kaum eigentlich Last abbekommen hat. Genau, der war eigentlich, der war einfach nur so da. Ja, und dann, ich glaube Adrenalin, eine IBO. Und dann, die Schmerzen waren auch eher danach, ist ja oft so. Also wenn man dann das Tape abmacht und sowas. Aber es hat funktioniert. Aber trotzdem, wenn du gefragt hast, wie die WM war.

Ich lag aber nicht an meinem Finger. Also es war für mich eins der... Das schwierigsten Rennen fast. Ich habe mich danach auch noch mit der Linda Mayer, die jetzt auch die deutsche Weltmeisterin wurde, letztes Jahr unterhalten, weil ich so enttäuscht war. Wo sie mir gesagt hat, es liegt ein ganz anderer Druck auf einem, wenn du weißt, dass da so viele auf dich schauen, du läufst da alleine ein. Und bei mir war das Mindset, also dieser Druck, der auf mir lag, glaube ich, hat sich so auf meinen Körper reproduziert, dass ich keine Kraft hatte. Ich dachte jede Laufrunde, was mache ich hier? Also ich hatte halt, ich war gar nicht bei mir, sage ich jetzt mal. Und da hat halt auch Linda zum Beispiel zu mir gesagt, dass das bei ihren Ersten, sie ist auch total erfahren oder man wächst von Rennen zu Rennen.

Und das ist, ja, man soll es nicht so zu Herzen nehmen. Natürlich, man trainiert da ewig drauf hin und dann ist man mit dem Resultat so gar nicht happy. Aber dass man das quasi auch einfach üben muss. Es ist ein anderes Feeling, wenn man... Man ist schon aufgeregt bei einem normalen Rennen. Aber wenn du mit 14 super, super krassen Athleten, also gerade wenn man das vielleicht zum ersten Mal macht, und dann kommen da mehr, von ESN kennst du wahrscheinlich dann auch die Megan oder sowas, die dann da auch ganz anders aussehen wie du, wenn du noch nicht so wirklich Krafttraining gemacht hast. Und ich glaube, das schüchtern einfach ein. Deswegen die WM, also nicht so schön, aber die WM im Einzelnen habe ich jetzt nicht so toll. Der Neid nach oben. Okay, dann kannst du es nicht so genießen. Gehört, glaube ich, dazu irgendwie.

Naja, also verstehe ich, also ich glaube, das ist ja ganz normal, ob das jetzt in dem Fall ist ja schon voll das Extrembeispiel mit einer Weltmeisterschaft, aber ich glaube, grundlegend können das ja ganz viele nachvollziehen für andere, es ist vielleicht das erste Mal im Leben irgendwie bei einem großen Marathon am Start zu stehen oder generell bei einem ersten Marathon, wo du dann auch denkst, boah krass, ja, ich habe mich da jetzt irgendwie schon irgendwie drauf vorbereitet, aber eigentlich weiß ich doch nicht so genau, was da heute auf mich und meinen Körper und auch auf mein Mental Game da irgendwie so zukommt, weil man das halt auch nicht weiß, man kann das halt nicht wissen, wie es dann ist, wenn man da nicht das vorher gemacht hat. Du hast die Wettkämpfe natürlich schon vorher gemacht, aber die Rahmenbedingungen waren erstens jetzt mal mit dem gesunderlichen Aspekt, mit dem Finger ist nicht optimal und dann, wie du ja sagst, wenn dir dann klar wird, das ist eben eine Weltmeisterschaft und da sind halt dann schon ein paar Leute dabei, die das dann schon sehr viel länger machen und dementsprechend auch wirken und aussehen, ist das natürlich erst mal auch einschüchtern und vieles ist dann, glaube ich, einfach eine Erfahrungssache, die sich da ja dann auch mit mehr Wettkämpfen auf so einem Niveau ja dann entwickelt. Also selbst wenn jetzt die WM ergebnistechnisch oder so von der Gesamterfahrung jetzt für dich vielleicht nicht 100% zufriedenstellend war, hat es sich für dich ja trotzdem ja nicht umgekehrt.

Die Auswirkung gehabt, dass du sagst, naja, nee, das will ich so krass, will ich es dann doch nicht weitermachen, sondern es ist ja genau das Gegenteil gewesen. Du hast ja offensichtlich für dich ja trotzdem beschlossen, dass du dich da weiter rein vertiefen möchtest, dass du, du hast ja gesagt, du hast davor noch nicht mal nach einem Trainingsplan trainiert, du hast noch Handball gespielt, du hast noch irgendwie Laufen irgendwie gemacht und so ein bisschen einmal so eine High-Rox-Class. Wie ging das nach der WM dann für dich weiter? Also was hat sich dann da, in dir getan, dass du das ja offensichtlich mehr wolltest und gleichzeitig auch, wie hast du dann, ich sag jetzt mal, dich weiter professionalisiert, wie hast du irgendwie einen Coach gefunden oder wurdest du vielleicht sogar angesprochen, das kann ja auch sein. Ja, also ich hab das, ich glaub, man ist dann, entweder ist man angefixt oder nicht und es war dann auch trotz der nicht so guten Erfahrung, dachte man, komm, du willst ja schon besser werden, ich glaub auch daher, dass man einfach sagt, damit willst du jetzt auch nicht abschließen, also du willst auf jeden Fall da wieder nächstes gutes Rennen machen, und ich war ja dann trotzdem durch meine Zeiten davor für die Major, also wie es da in Phoenix war, diese Elite-Läufe qualifiziert und das ist ja auch immer eine Ehre, sag ich jetzt mal, da mitzulaufen bei diesen Major mit den 15 Weltbesten. Ja, und nach der WM kam ich dann mit meinem damaligen Trainer halt, also mit Tim, ins Gespräch und.

Dann dachte, also hatten wir auch einfach mal telefoniert, weil ich war eigentlich nie ein Fan von einem Trainer, bin ich ganz ehrlich, weil ich war damals mit einer Freundin in Mainz mal bei Leicht, also sie hatte gesagt, ich soll unbedingt mal mit ihr, sie ist 800 Meter Läuferin, ins Training. Wer ist das? Phyllis. Vielleicht kennt man die, weil wir kennen viele Leute hier aus der Laufszene, kennt man die? Die Phyllis heißt die. Wie heißt die weiter? Meinka. Ja, okay, okay. Die läuft jetzt auch die Deutschen mit, wieder in ein paar Wochen, fünf Wochen. Also die ist da schon auch sehr gut und erfolgreich und die hat irgendwann gemeint zu mir, ich glaube, du hast auch Potenzial, komm mal mit. Und ich sagte, ja, okay. Ja, und nach zwei Wochen habe ich gesagt, nee, ist nichts für mich. Also, dass da jemand vorschreibt, was ich machen soll, das hat mir total, nee, jetzt musst du deine zehn Kilometer in XY laufen.

Da habe ich schon vor dem Training gedacht, also, nee, irgendwie, aber dann habe ich gesagt, okay, ich probiere das Ganze mal, weil es macht ja schon Sinn, die ganzen Großen haben ja auch einen Trainer und irgendwie macht es Sinn und dann habe ich auch damals dann gesagt, okay, wenn es mir gar nicht gefällt, ja, dann höre ich halt wieder auf mit dem Trainer, dass der Trainer mitguckt. Ja, aber so hat sich das Ganze dann etabliert, wo ich auch dann die Fortschritte gemerkt habe und dass es schon Sinn macht, wenn jemand einfach drüber guckt und sagt, so sieht deine Woche aus, du musst dir keine Gedanken mehr, gerade wenn man jetzt noch, vielleicht einen Vollzeitjob oder wie auch immer hat, dann noch Gedanken zu machen, was trainiere ich denn heute eigentlich? Und so weißt du ganz genau, was morgen ansteht, dann trainiere ich das und habe dann halt bis vor einem, Wie lange ist es? Ich glaube, bis letzte Saison trotzdem aber noch weiter Handball gespielt. Bis ich aber auch gemerkt habe, dass ich der Mannschaft halt auch nicht mehr gerecht werde, dass ich wochenends auf dem Highrocks-Wettkampf bin. Aber der Mannschaft natürlich auch trotzdem da sein möchte. Dann kam die Verletzung, dass man sagt, also Handball ist nun mal umknicken.

Und wenn du dann mitten in der Saison bist, Handball und Highrocks-Saison ist halt immer gleich. Also genau dieselbe Zeit und bis ich dann gesagt habe, gut, das passt nicht mehr rein und so hat sich das dann auch entwickelt, dass Heirox halt ja immer mehr wurde das Training mehr und genau, Das heißt, wenn du sagst, letzte Saison wir sind jetzt ja Anfang 20, 26 20, 25 hast du noch komplett Handball gespielt Also bis die Saison geht bis Mai Ah, bis Mai, okay Krass, aber trotzdem, ja, okay.

Dann hast du einen Trainer gefunden Obwohl du dich dem grundsätzlichen Konzept, ich bin etwas mehr fremdbestimmt, kriege einen Plan vorgesetzt, aber irgendwie hat ja derjenige am bestenfalls auch einen Masterplan im Kopf, wo du ja bei Datum XY vielleicht vom Fitnesslevel her sein sollst. Das hat sich für dich erstmal komisch angefühlt.

Hat es dann irgendwie im Doing so, dass es sich dann für dich irgendwann doch gut angefühlt hat? Weil natürlich eine Trainerathleten- oder Trainerathletinnen-Beziehung gibt es ja von bis, also von, ich habe da ja auch alles früher oder auch beobachten können bei anderen Formaten, wo ich so, hell no, das hätte für mich überhaupt nicht funktioniert. Also wo es ja von wirklich sehr autokratische Modelle gibt, so hier take it or leave it's ungefähr und andere Modelle, wo ja durchaus vielleicht auch sogar gewünscht ist, ich sage jetzt mal mündige Athleten zu erziehen, die vielleicht auch da sich eigene Gedanken machen und das eben auch besprechen, sodass man dann vielleicht auch einen Plan nicht zusammen macht. Natürlich bestenfalls hat man schon einen Trainer, der am Ende sagt, ja, ich glaube, das ist aber besser für dich. Und so eine objektive... Naja, so eine objektive Kontrollinstanz ja einfach auch hat, das war mir zum Beispiel immer wichtig, obwohl du ja nach 20 Jahren Leistungssport, na klar, kennst du, du weißt alles so, wie es funktioniert, einen Trainingsplan zu konzipieren, wie man Leistung generiert, das weiß man alles, trotzdem fand ich auch mit über 30 dann schon irgendwie extrem hilfreich, irgendwie so eine objektive Kontrollinstanz zu haben, weil wenn es mal nicht so läuft, subjektiv in aller Regel immer eher die dummen Entscheidungen machen und meistens sagt, ich muss noch härter trainieren, ich muss noch härter trainieren und manchmal muss man einfach nicht härter trainieren, sondern eher. Der meiste Fehler, ja. Den Fuß vom Gas nehmen und dann kommt der Körper schon so.

Also wie hat sich das dann entwickelt für dich mit diesem ersten Mal Trainerzusammenarbeit im Bezug auf High Rocks? Also hat sich das dann relativ schnell für dich okay angefühlt oder trotzdem irgendwie nicht so richtig wohl gefühlt damit? Also eigentlich schon. Es war eine Umstellung, aber es hat mir schon doch auch Spaß gemacht. Vor allem, weil man dann schnell, also gerade im Kraftbereich, dann doch Fortschritte gesehen hat. Und es gibt, glaube ich, auch noch diesen Unterschied, ob du jetzt so ein individuelles Coaching-mäßig hast.

Oder ja, was ja völlig fein ist für Hobby-Sportler, dass man einfach einen Plan hat. Hat und dann hat den aber auch ganz viele andere, ist ja auch alles eine Kostenfrage, also ist ja auch einfach, wie ambitioniert man sein will. Es war mir ganz wichtig, dass da halt was individuelles dahinter steckt, weil du mit einem 40-Stunden-Job halt einfach ja, du musst halt ein bisschen anders, du weißt halt nicht, arbeitest du jetzt bis 6, bis 5 oder bis 8, weiß ich nicht, gehe ich in eine Mittagspause, ist halt so, manche haben halt drei Stunden Zeit, um zu trainieren, weil die es halt haben, Dann hast du eine Stunde Zeit vor dem Arbeiten. Der Körper ist auch ganz anders. Bei mir um 6 Uhr kann ich keine Intervalle machen. Mein Körper ist dafür nicht so gemacht. Ich muss erst mal wach werden. Aber da war ich mit dem Trainer auch, wie gesagt, mit meinem damaligen Trainer immer in Kontakt, wie es läuft, wie das Update ist. Das ist mir heute auch noch beim Trainer wichtig.

Dass da dieses Individuelle und einfach, ja, dass ich trotzdem noch so ein bisschen sagen kann, hey, weiß nicht, jetzt habe ich das und das an der Woche vor, passt das bitte dann darauf an? Oder ja, dass da einfach schon so ein bisschen Rücksicht drauf genommen wird. Aber bis jetzt, ich habe eigentlich jetzt nur positive Erfahrungen mit Trainer, kann ich sagen. Ja, springen wir vielleicht trotzdem noch mal in das letzte Jahr zurück. Also da hast du ja dann schon... Ich sage jetzt mal, eben noch professioneller trainiert und auf die Wettkämpfergebnisse im letzten Jahr können wir auf jeden Fall ja auch nochmal kommen, weil gerade zum Jahresende, meine ich, im Kopf zusammen war ja ein Outstanding-Rennen, oder war das jetzt erst, nee, das war dieses Jahr noch, Januar. Ja, Dezember, Januar, ja, genau. Ja, genau, also auf jeden Fall offensichtlich da in einer sehr, sehr guten Form, die ja nicht von nichts kommt und über Nacht entsteht, sondern offensichtlich hast du ja dann 20, 25 sehr viel auch richtig gemacht. 40-Stunden-Job, damit können sich, glaube ich, viele irgendwie identifizieren, weil das nur mal von ganz vielen Menschen die Lebensqualität ist. Wie hast du letztes Jahr dann da trainiert? Also, gib uns mal Beispiele, Anzahl der Trainings so ein bisschen, um das einfach ein bisschen nachvollziehen zu können. Hast du jeden Tag trainiert? Hast du manche Tage vielleicht sogar doppelt trainiert?

Wie oft läufst du? Was machst du? Gehst du nur noch, so wie früher, random für dich privat laufen, sodass es sich gut anfühlt? Machst du irgendwelche Intervall-Sessions? Wie sieht denn ein Krafttraining aus? Also du hast ja gesagt, du hast auch dann als Learning gehabt, ja, man kann die High Rocks Übungen machen, gibt dir natürlich eine gewisse Sicherheit für ein potenzielles Wettkampfszenario, dann hast du aber festgelegt, naja, vielleicht sollte man doch auch spezifischere Kraftübungen machen, die helfen, dass man die Übungen an sich besser machen kann. Wie sieht so ein Trainingsplan bei dir, Jana, heutzutage so aus?

Also man geht nicht mehr so random für sich laufen, das auf jeden Fall. Also ich rede jetzt eher von, wenn es Season ist, weil Off-Season ist einfach nochmal ein bisschen anders. Ist ja immer so. Also ich kann jetzt, ich kann jetzt auch sagen, dass ich ganz glücklich bin, dass ich einen Lauf- und Krafttrainer habe. Unterschiedliche? Genau, ja. Aber dann musst du die ja auch mehr koordinieren wahrscheinlich, damit es dann ja irgendwie miteinander passt, oder? Das Gute ist, dass die beiden sich sehr gut kennen von Adidas tatsächlich auch sehr gut kennen. Da kommen wir eh noch drauf, genau. Genau, die beiden kennen sich daher so auch und deswegen stimmen die sich da schon ganz gut ab. Aber das natürlich kein Muss, also das ist jetzt wirklich einfach, falls gerade in dem Moment gepasst hat, als ich die beiden dann kennengelernt habe. Aber in der Regel ist ja der eine Trainer da. Das hat ja auch davor die Jahre immer gut geklappt mit meinem Trainer zusammen. Und ich habe Tage, an denen ich doppelt trainiere. Also es waren in der Regel so zwei Tage in der Woche. Also vor der Arbeit noch und danach oder Mittagspause? So wie ich morgens aus dem Bett kam. Weil ja, ich gehe ja, also ich gehe ganz also eigentlich jeden Morgen mit dem Hund noch eine Stunde Gassi und.

Das ist so meine Me-Time also habe ich Podcast auf den Ohren und ich brauche das total, und ich gehe auch gerne mit ihm joggen das kam dann, also ich muss sagen, das mit ihm joggen ist so, für mich gehört nicht zu meinem Trainingsalltag das ist so, Man bleibt mal stehen, weil der schnüffelt. Also es ist einfach so, ja, Zusammenzeit mit meinem Hund. Und das ist so, dass, sag ich jetzt mal, das auch immer noch da einfach bleibt. Und sonst hatte man zwei Tage die Woche so zwei Trainingseinheiten. Dann auf jeden Fall zwei kraftspezifische, also wo einfach nur reines Krafttraining gemacht wird. Du gehst da zwar nicht auf Maximalkraft oft, aber es sind trotzdem eher zum Beispiel vier mal acht Wiederholungen als Beispiel oder solche Sachen. Oft hat man nach dem Krafttraining ich noch so eine Art Finisher, einfach nochmal kurz Puls hochbringen. Was wäre das? Also zum Beispiel 15 Minuten, ein Amrap zum Beispiel, also 15 Minuten ohne Pause. Amrap für euch zu Hause, as many reps as possible. Genau, ja. Dann mit vier Übungen oder sowas einfach so nochmal ein bisschen die Kraftausdauer. Dann hat man immer, oder ich habe eine Intervall-Session, also wo du auch mal dann in den höchsten Bereich deiner Herzfrequenz reinkommen solltest.

Dann ein Compromised, also das heißt das was Hyrox ist, also Laufen und Übung, also beides, zusammen und dann habe ich noch so zwei, drei Easy Runs also die man auch einfach Grundlagenläufe die mir immer noch ein bisschen schwer fallen, aber weil du zu schnell laufen möchtest dann sage ich herzlich willkommen in der Bestzeit Community das wird wahrscheinlich auf 80 plus, hier unserer Hörerschaft zutreffen. Ja, ich weiß, ich predige es selbst immer bei meinen, dass es so wichtig ist, aber irgendwie... Macht es mehr Spaß, wenn man schneller rennt. Geht auch schneller vorbei. Richtig. Braucht nicht so viel Zeit.

Nee, das gehört auf jeden Fall dazu. Und dann oft noch so zwei Threshold-Übungen. Also Threshold, diese Schwellenläufe, entweder als Lauf, aber auch mal am Fahrrad oder auf dem Ski-Ergometer oder auf dem Rower. Also einfach dieses Schwellenlauf, das man jetzt nicht immer in der letzten 10 Jahre... Da geht ihr dann nach Herzfrequenz. Also du kennst deinen Schwellenpuls, weil es lässt sich ja quasi sportartübergreifend ansonsten ja nicht gut vergleichen, außer du würdest natürlich immer Laktat missen und kann natürlich auch sein, dass du bei jedem Schwellentraining Laktat misst, weil am Prinzip bei Läufern ist es ja oft so, okay, du hast, jetzt gehen wir mal davon Laborbedingungen aus, klar, ist ja was anderes, wenn du deinen Schwellentest auf dem Laufband im Institut machst und dann machst du am Ende einen Schwellenlauf draußen und dann hast du ja vielleicht auch Witterungsbedingungen anders. Aber grundlegend ist bei uns ja schon oft so, finde ich, im Laufbereich eher die Pace als die Herzfrequenz, das worauf du jetzt achtest, dass du da in der Zone bist. Und in der heutigen Zeit, das haben wir auch in den letzten Jahren, letzten zwei Jahren mit Läufern, die hier zu Gast waren, festgestellt, dass jetzt wirklich viel mehr auch Laktat bei solchen Einheiten gemessen wird. Aber wenn du natürlich sagst, ich mache das manchmal so, also laufend, manchmal mache ich das auf dem Rad, manchmal auf dem Ruder, das heißt, du musstest ja die einzige Konstante, die sich da vergleichen lassen würde, wäre ja wahrscheinlich dann die Herzfrequenz oder wo machst du das fest? Also ich habe schon Vorgaben von der PACE.

Also die gibt es schon auf jeden Fall. Und ich habe auch, ich glaube, ich hatte auch schon eine Lactatmessung, wo man dann schon herausgefunden hat, wo es ungefähr liegt. Und bei den, ich sage jetzt mal, bei den krassen Intervallläufen, also wo es dann 400er, 600er, wo wirklich keine Schwelle ist, da ist die Herzrückensaurigkeit. Egal, also da ist die Pace wichtig und die sollte dann auch gehalten werden, so wie vorgegeben ist. Und beim Schwellenlauf, wie du sagst, ist es so ein bisschen, ich weiß meine Herzfrequenz und die laufe ich eigentlich auch nur nach Herzfrequenz. Und da muss man sich selbst dann wieder, es gibt nämlich Tage, wie du gesagt hast, wo alles super ist und ich laufe da meine Pace und denke, also Schwelle könnte eigentlich noch schneller und dann gibt es Tage, wo du aber die Pace wieder anpassen musst, weil du einfach der Trainingseffekt sollte ja dieser Schwelle da sein und, es bringt halt dann nichts, dann einen Kilometer Schwellenlauf zu laufen, wo du dann komplett im letzten Bereich läufst, aber es sollte eigentlich dieser Schwellenlauf sein und da muss man genau in diesem engen Fenster bestenfalls konstant sein und nicht mal schneller, mal langsamer und dann am Ende ist natürlich der Schnitt auch theoretisch da, was du sein sollst, aber du hast dann trotzdem weder das eine noch das andere gemacht. Genau, und da muss man, glaube ich, dann einfach auch in der Trainingsession sagen, okay, heute ist gar nicht mein Tag, ich passe.

Und da geht es, glaube ich, auch mit der Trainer zu sagen, nach der Session, ich habe die Schwelle, also ich habe das Herzfrequenz geschafft, aber heute war einfach nur zehn Sekunden langsamer, wie wir eigentlich gewohnt sind oder wie wir vorgegeben hatten. Und ich glaube, da muss man sich immer wieder ein bisschen anpassen, aber ich trainiere schon viel nach Herzfrequenz und wir schauen uns auch immer nach einem Race die Herzfrequenz an und, nach dem Training wird sich die angeguckt, also ich glaube, wie du sagst, es wurde, glaube ich, jetzt viel wichtiger und es wird ja auch eine große Wissenschaft um allgemein das ganze Training gemacht und deswegen, ja, wird das oder wurde das, glaube ich, auch immer wichtiger. Ja.

Okay, das klingt aber jetzt schon relativ ausgeklügelt. Zwei Trainer, zwei Schwelleneinheiten, eine Intervalleinheit, zwei Grundlagenläufe, manche Tage doppelt, zwei spezifische Krafteinheiten. Das ist jetzt ja schon auf jeden Fall sehr, sehr anders wie Training vor deiner ersten WM, würde ich jetzt mal sagen. Ist ja schon eine krasse Entwicklung vorhanden. Ja, absolut. Was ja offensichtlich sich auch dann in den Ergebnissen, das ist ja auch der Sinn der Sache, messen lässt. Du hast damals gesagt, allererstes High Rocks Elite oder wie sagt man da, oder pro Einzel war eine Stunde sechs. Und jetzt bist du, helf mir, Ende Dezember oder Anfang Januar, nee, das war ja erst vor kurzem doch erst. Mitte Januar, also vor anderthalb, also jetzt schon wieder vor. Genau, genau. Da hast du eine neue Bestleistung aufgestellt. Genau, es war die Stunde 1,30.

Das ist ja schon mal krass. Allein prozentual betrachtet, auf eine Stunde Roundabout-Belastung, fünf Minuten besser, innerhalb von, was haben wir da, anderthalb Jahren ungefähr so. Das ist ja schon eine krasse Entwicklung. Und du hast vorher gesagt, bei Frauen, Sub-60 ist quasi so der Olymp in der High-Rox-Welt, weil das bislang erst vier Frauen geschafft haben. Ja, vier. Ich will mich nicht festmeißeln. Wenige. Sagen wir einfach erst mal wenige. Genau, weniger, ja. Wahrscheinlich noch keine, genau, Handvoll. Das ist jetzt ja nicht so weit weg, vor allem in der Fortschrittsrate. Wenn der Fortschritt so weitergeht, auf jeden Fall. In anderthalb Jahren wieder fünf Minuten, dann bist du dann schon bei, was sagen wir, 56 oder so. Kannst du einen neuen Weltrekord aufstellen?

Ich bin mir auch bewusst, weil ich halt auch, bei mir ist das Problem immer so ein bisschen eher Mindset, Selbstbewusstsein und das trostet mich auch, glaube ich, immer stark. Also wenn ich nicht bei mir bin, oder das kennen glaube ich auch viele beim Rennen, dann macht mein Körper halt auch gar nicht irgendwie so mit. Deswegen war jetzt so Frankfurt, St. Gallen, was einem einfach nochmal so Selbstbewusstsein gegeben hat. Aber wie du sagst, also auf dem Niveau, ich glaube, also das nächste Ziel wäre eher wieder einfach mal konstant so eine 101, 102 konstant zu fahren. Das Stabilisieren quasi. Genau, und dann erst mal hier unter 101 zu kommen. Step by step, das ist schlau. Genau, ich habe auch gemerkt, dass ich mir einfach ein bisschen mehr Zeit geben muss. Einfach weil letztes Jahr...

War, ich glaube, das schlimmste Jahr gefühlt für mich. Also ich war fünfmal krank innerhalb von fünf Monaten. Kein einziges Rennen, wie ich so, wie ich wollte. Und da ging es gerade auch zum Beispiel auch letztes Jahr in Frankfurt erst mal darum, dass ich wieder zu mir finde. Also mir ging es erst gar nicht so um die Zeit. Und das kam jetzt alles add-on. Also irgendwie, ich glaube, manchmal sollte man, oder was ich jetzt auch gemerkt habe, die Zeit kommt automatisch. also es ging bei mir erstmal darum, dass ich wieder zu mir finde und Spaß am Rennen hatte. Also wie gesagt, letzten Sommer hatte ich null Spaß an High Rocks, ich habe gar keinen High Rocks trainiert, klar war Off-Season, aber ich hatte einfach die Nase voll. Also wenn ich ganz ehrlich dachte, okay, das hier, jedes Rennen lief nicht so wie gewollt und.

Deswegen glaube ich ist es immer super wichtig, dass man wieder den Spaß findet und die Zeit kommt irgendwie dann klar muss man dafür trainieren, die kommt jetzt nicht einfach so, aber das Besserwerden kommt dann irgendwie so, kommt dann. Also ich glaube, das ist total wichtig, was du sagst, dieses ein gesundes Maß an Ehrgeiz, das schadet nicht, wenn man einen Sport ambitioniert verfolgen möchte, das würde ich sogar sagen, gehört dazu, aber das Problem ist natürlich, wie so oft im Leben oder auch in anderen Lebensbereichen eine Balance zu finden und das geht nicht nur Leistungssportler Das geht ja auch im Amateurbereich oft so. Wenn du zu verbissen an was dran bist und zu sehr was willst, dann ist einerseits meistens so, dass man dann sehr viel Druck sich selbst erstmal auflädt, aufbürdet und dann auch so, dass dann halt vielleicht der Spaß irgendwann nicht mehr so im Vordergrund steht, sondern das Erreichen von bestimmten Zielen ist so, dominiert alles und der Weg dahin, das ist ja immer die Kunst. Und da spreche ich aus keinem 21 an Leistungssport, der das selber oft genug immer mal wieder verloren hat oder aus den Augen verloren hat, dass du irgendwann zu...

Zu zielorientiert, zu zielfokussiert bist und den Weg einfach nicht so appreciate ist. Das gehört halt dazu, dass du eigentlich Spaß an dem hast, was du gerade machst, um dann erfolgreich zu sein bei dem, was du dir erträumst. Und da gibt es keine Shortcuts. Und wenn du zu sehr immer nur gedanklich da bist, wo du hin willst und das andere nicht mehr genießen kannst, dann wird das langfristig nicht funktionieren. Und das muss man sich, glaube ich, immer mal wieder selber vor Augen führen. Und dann ist es halt so, wir sind ja alles nun mal Menschen und keine Maschinen. Das heißt, dass man ab einem gewissen Level die Fortschrittsraten nicht in dem gleichen Maße weitergehen können, wie das zu Beginn einer Sportkarriere ist, das ist auch ganz normal, weil halt einfach die, es geht dann irgendwann immer mehr um, im Englischen sagt man marginal gains, um diese kleinen.

Puzzleteilchen geht und Professionellisierung hier und da und Ernährung und blablabla. Das wird halt irgendwann, du kannst ja irgendwann, wird es einfach schwieriger, sich zu verbessern. Das hat gar nichts damit zu tun, dass dein Training schlecht ist womöglich, sondern das Training ist ja auch schon besser, aber irgendwann werden halt die Fortschritte kleiner. Das heißt, irgendwann wird es halt wahrscheinlich schwerer, nochmal fünf Minuten in anderthalb Jahren draufzupacken. Vielleicht sind es in anderthalb Jahren dann erstmal nur zwei Minuten oder drei Minuten. Aber solange es ja möglich ist, sich weiterzuentwickeln, muss man sich, glaube ich, immer ganz bewusst machen, dass das gut ist. Also, dass, solange du dich weiterentwickelst, ist das ja erstmal ein gutes Zeichen und es wird in Sportkarrieren auch immer Momente geben, das hat auch nichts mit Training zu tun oder dass man was falsch macht, wo vielleicht auch erstmal ein sportliches Plateau da ist, wo der Körper erstmal gar nicht in der Lage ist, diese neuen Reize oder das, was man dem Körper abverlangt hat oder auch als neuen Reiz gegeben hat, sofort in Leistung umzuwandeln. Ja. Und naja, es ist eben, wie gesagt, Leistungsentwicklung ist selten linear, zumindest langfristig selten linear, am Anfang schon häufiger. Am Anfang schön, ja. Und dann wird es mal Plateaus geben, dann wird es vielleicht durch Verletzungen, die auch gar nichts mit dem Sport selber zu tun haben, weil zum Beispiel der Hund einfach den Finger abreißt, wird es auch mal quasi eine Delle geben, sozusagen. Das ist einfach in so einer sportlichen oder auch leistungssportlichen Reise.

Ist das einfach ganz normal. Deswegen total wichtig, was du da gerade gesagt hast. Mit einem Blick auf die Professionalisierung des Sports, weil inzwischen ist ja High Rocks auch ein richtig krasses Business. Ich glaube, ich habe auch die Folge mit Moritz gehört, als er, ich glaube, beim OMR-Podcast war, wo auch mal so ein bisschen Zahlen gesprochen wurde. Letztens, glaube ich, ja. Genau, ist noch gar nicht so lange her.

Teilnehmerzahlen, Revenue, bla, Investoren, die da inzwischen drin sind und so weiter. Das ist ja krass in der Kürze der Zeit, wo sich das schon hinentwickelt hat. Gleichzeitig hat man immer ein bisschen den Eindruck von außen, Im Vergleich zu anderen Sportarten, also auch Laufen ist nicht Fußball, schon klar, aber Leichtathletik ist ja schon eine Disziplin oder eine der kernolympischen Disziplinen und man kann, wenn man ein gewisses Niveau hat und vielleicht jetzt auch eine, Laufen ist ja jetzt noch eine dankbare Disziplin innerhalb der Leichtathletik, da kann es sich sicherlich besser vermarkten als im Kugelstoßen so. Man kann davon schon gut leben, wenn man einen gewissen Erfolg mitbringt und eine gewisse vielleicht auch Social-Media-Affinität etc. Beim High Rocks hat man jetzt von außen so ein bisschen den Eindruck, ja, es gibt diese Majors, es gibt diese Weltmeisterschaften, da gibt es glaube ich auch inzwischen schon gar nicht mal so schlechtes Preisgeld. Nur der Punkt ist ja, um da hinzukommen, um da dann kompetitiv antreten zu können, muss man ja irgendwie gucken, dass man davor ja bestmögliche Trainingsbedingungen hat. Du hast erzählt, du machst das alles noch neben einem 40-Stunden-Job her und bist aber schon Teil von dieser Elite 15, nennt sich das. Du gehörst zu den 15 besten Athletinnen der Welt.

Wie ist so die Realität in Sachen Sponsoring, Vermarktung, da wo du schon bist? Also wie gesagt, wenn du 15 beste Athletinnen der Welt im Marathon laufen bist, dann brauchst du nicht nebenher arbeiten gehen. Weißt du, wie ich meine? Es wird schon Geld verdient mit diesem Event, aber bei den Top-Athleten ist es nicht jetzt durch die Bank weg, dass sich jetzt alle schon fulltime drauf konzentrieren können, oder? Nee, also es wird immer mehr. Also gerade in den höheren gibt es, glaube ich, wenige, die jetzt so einen reinen Fulltime-Job noch haben. Aber die meisten haben dann Online-Coaching. Also irgendwie, man kennt jetzt natürlich auch, ich kenne jetzt nicht von Amerika, von UK die ganzen, was die wirklich alles machen. Aber ich weiß, dass die meisten halt dann so Online-Coaching haben.

Wenige können rein einfach sagen, ich bin Athlet, ich glaube gar keiner, wie du sagst, Social Media kommt jetzt noch so ein bisschen dazu, wenn man sich gut vermarkten kann, kommt das halt dann dazu, jetzt hier auch die Weltmeisterschaft gemacht hat die haben dann natürlich, muss man einfach sagen auch andere Verträge bei Sponsoren wie trotzdem jemand oder ich oder sowas, also dann dieser große Cap schon, wenn du, Die besten drei da, die da mitlaufen, haben einfach andere Sponsorenverträge.

Aber wie du sagst, das Ding ist, klar, es gibt Preisgeld, aber wenn du jetzt nicht unter den ersten, die ersten drei Jahre, vielleicht die fünfte, ich kann es gar nicht genau sagen, wie viel, aber sag mal, du bekommst tausend, aber ich muss ja auch nach Phoenix fliegen. Ich wollte gerade sagen, die Reise jetzt hier von gestern, die hast du nicht, du wirst jetzt nicht eingeladen vom Veranstalter, die musstest du selber privat bezahlen. Genau, also man kriegt halt das Ticket, also um da anzutreten das Startticket quasi kriegst du for free, aber die Reise und die Unterkunft das musst du alles selber bezahlen und deswegen, ich glaube das ist dann auch schon sehr gut investiert das Preisgeld, was man dann da erhält, ich glaube deswegen, man ist da dass du rein sagen kannst, ich bin Hyrox-Athletin und darf man leben ohne, sei es ein paar Stunden Online-Coaching oder sei es irgendwie Social Media, also sich gut zu vermarkten, ist ja auch nicht jedem seins Also nicht jeder möchte ja auf Social Media dann da sich noch vermarkten. Total.

Also, dass man da jetzt sagt, man lebt davon, ich weiß nicht, ob das noch weit weg ist, ich weiß es nicht, aber im Moment ist das jetzt noch nicht so der Fall. Aber man muss sagen, es kommen natürlich immer mehr Sponsoren auf einen zu. Weil du zum Beispiel auch, wir teilen uns einen sehr grandiosen Partner. Wie lange bist du bei Adidas jetzt schon oder wie kam das zustande? Wurdest du von denen angesprochen oder hast du dich da irgendwie über Netzwerk mit denen connected? Eine Freundin von mir wurde, die jetzt bei einer anderen Marke ist, aber sie hat sich quasi für eine andere entschieden, aber hat den Kontakt, hat mich quasi ihrem Anidas-Kontakt damals gegeben, hat gesagt, hey, die, ich weiß nicht, was ich zu ihm gesagt habe, ist vielleicht auch ganz gut. Hey, die ist gut.

Und er kam dann auf mich zu und dann hatten wir uns letztes Jahr im Mai in Berlin. Ist es der Kai? Der Kai, ne, mit dem war ich jetzt in Phoenix. Kai Philipp. Ja, genau. Die Welt ist so klein, ich kenne nach 13 Jahren gefühlt jeden Anstiegsmitarbeiter. Ich kenne vor allem seine Frau sehr gut, weil mit der habe ich früher oft so im Running-Bereich Events und so gemacht. Nee, also damals hatte ich mit Matthias. Matthias Fritz? Ja, genau. Ah, den kenne ich wirklich seit 13 Jahren. Ah, genau. Der kam, mit dem habe ich mich dann Berlin auf dem Hirox zum ersten Mal live dann getroffen. Und dann war das dann, ich sage mal, ab letztes Jahr Mai kam das Ganze dann so zustande.

Und ja, jetzt bin ich sehr happy, muss ich sagen, darüber. Also ja, das ist, glaube ich, auch manchmal, man hat da natürlich noch so Supplement-Sponsoren. So ist man ja auch dankbar. Aber Adidas ist so, ich glaube, das realisiert man manchmal selbst gar nicht so, Also jetzt so für mich, also wenn man dann so da neu ist, wenn ich dann meinen Freundinnen davon erzähle und jetzt auch in Phoenix hat die das auch so extra so ein Haus für uns Athleten, wo du Eisbaden, Sauna jeden Tag essen, also du konntest ja da quasi leben, außer schlafen, da musstest du dann halt auch woanders, aber sonst. Und weil ich hatte es so eine Freundin geschickt und die haben dann einfach nur war so, krass, was du erlebt, also so und in dem Moment wurde einem dann auch wieder so klar, ja irgendwie, ich hätte vor einem Jahr, also dass man dann bei einem der größten früher hat man sich Adidas dann.

Ich weiß, das war ja so weit weg also für mich jetzt so und jetzt ist man da geht auf den Campus, kann da trainieren also irgendwie Surreal ein bisschen fast, ne? Ja, genau. Aber auch erst... Klar, man ist da auch super dankbar, aber wenn man es dann außensteht, ich habe Freundinnen, wo ich auch sehr dankbar drum bin, die da gar nichts mehr zu tun haben mit diesem ganzen Vox. Bin sehr dankbar drum. Und die zeigen dann einem wieder erstmal so, ja, krass, was man da erlebt. Ja.

Ja, das ist, auch wie gesagt, nach jetzt 13 Jahren, 14 das Jahr, es lässt einen nie kalt, es lässt mich, also ich jedes Mal, ich bin jetzt ja auch nicht super, super regelmäßig da, aber ich bin mehrmals im Jahr irgendwie in Herzogenaurach und es ist jedes Mal aufs Neue so, dass du denkst, das ist krass, das ist so krass irgendwie, also das nutzt sich irgendwie auch nicht ab, das muss ich echt sagen. Das heißt so, okay, es ist bei dir so, man hat die ersten Partner jetzt vielleicht gefunden, Vielleicht überlegst du ja auch zu sagen, okay, vielleicht ist es jetzt das Wert, in den nächsten Jahren beruflich erstmal vielleicht ein paar Schritte zurückzugehen, um auch mehr Zeit für, es ist ja nicht nur, haben wir auch oft genug hier besprochen, geht ja nicht nur darum, vielleicht mehr Zeit zu schaffen für das eigentliche Training, weil am Ende ist Regeneration ja genauso wichtig. Das heißt, wenn du mehr trainierst, brauchst du eigentlich auch mehr Kapazitäten, das alles regenerieren zu können. Du kannst deinen Tag natürlich vollpacken bis zum Gehtnichtmehr, aber wenn du irgendwann diese Reize nicht verarbeiten kannst, dann wird es halt entweder ein Übertraining münden oder Verletzungen oder Infekte, also irgendwie der Körper wird dann ja dir widerspiegeln, dass das so nicht weitergeht.

Jetzt sind wir, weil du sagtest, die Saison. Ich fand immer von außen, das war das Einzige, wo ich als Außenstehender immer schwer fand, so richtig nachzuvollziehen, was ist eine Saison? Weil klar, es ist eigentlich ein Indoor-Sport und da liegt ja nahe, dass man irgendwie sagt, von Herbst bis irgendwie, I don't know, Frühjahr, aber irgendwie ist ja immer irgendwas, wenn du diese High Rocks-Accounts folgst, gefühlt, da gibt's ja wirklich wenig, wo dann mal was nicht ist. So zwei, drei Monate im Sommer ist, glaube ich, wirklich Off-Season so. Ja, genau. Genau, aber eigentlich so quasi von September wahrscheinlich, September, Oktober bis, keine Ahnung, Mai oder weiß ich nicht, wie lange geht das? Äh, September fängt's meistens, ich hab das Gefühl, es wird auch immer enger, die Spanne, aber Aber ich glaube, irgendwie Mitte September geht es meistens los. Und die WM ist Ende Juni. Ende Juni? Ja, guck mal. Das ist ja wirklich dann fast irre. Also wirklich, ihr habt ja voll die lange Saison. Klar, du kannst dir wahrscheinlich selber aussuchen, welche Rennen machst du. Aber du brauchst wahrscheinlich irgendwelche Qualifikationspunkte, schätze ich mal, um dann eingeladen zu werden. Ja, das ist halt, genau. Man braucht halt fünf gute Rennen, um die Quali zu haben, also mit Punkten.

Aber wie du sagst, das ist natürlich auch nicht Sinn, die jedes Wochenende bei irgendeinem High Rock zu stehen. Also, ja, muss man sich schon dreimal überlegen, wo man dann genau hinfährt. Ja, dann nimm uns genau vielleicht noch kurz mit, was steht denn die Saison an bei dir? Beziehungsweise, das musst du natürlich nur teilen, was du teilen möchtest, weil wir wollen ja nicht dafür verantwortlich sein, dass du das als großen Druck empfindest. Aber was wären denn jetzt für dich, nachdem du offensichtlich jetzt im Januar ja schon sehr, sehr gut performt hast, so die Next Steps in der Saison, in der wir uns ja gerade befinden. Juni ist ja noch ein bisschen hin. Klar, ich gehe mal davon aus, das Ziel werden die Weltmeisterschaften offensichtlich sein, ist ja klar. Aber wie sieht der weitere Plan Richtung Juni jetzt aus? Macht man da einmal im Monat ein Rennen oder gar nicht unbedingt, weil du schon qualifiziert bist und konzentriert sich aufs Training? Wie sieht sowas aus?

Also ich fliege jetzt nächste Woche nach Istanbul noch, genau, für ein Rennen. Not bad für 40 Stunden Fulltime-Arbeiten quasi. Ich bin kurz mal eine Woche in Phoenix, dann bin ich jetzt mal ein paar Wochen da und dann fliege ich nach Istanbul für Wettkampf. Ja, ich bin auch sehr dankbar, dass ich schon überall was arbeiten kann. Also mit einem reinen Bürojob wäre es, glaube ich, nicht so machbar. Nee, genau. Also das Istanbul, dann die EM in London. Und genau, da ist eigentlich das Ziel, dass ich mich mit meiner Double-Partnerin dann auch für die Elite die WM qualifiziere.

Und dann steht noch Berlin und Warschau an. Genau. Jetzt erst mal so. Okay, okay. Das sind so die notwendigen Rennen oder sind das einfach für dich auch Aufbau-Rennen? Also sprich, bist du schon qualifiziert für die WM oder ab wann ist da eine Deadline, wo dann klar ist, wer darf da teilnehmen? Ich bin im Einzel qualifiziert, aber im Normalen, also wo jeder sich qualifizieren kann, also in der WM. Aber machst du solche Rennen überhaupt noch? Die machst du ja gar nicht mehr eigentlich, oder? Doch, doch, die brauchen wir auch. Ach so, doch auch. Ah, du startest nicht immer nur in dieser, aha. Ja, genau, man braucht die auch, also ich auch, weil im Double sind wir, wie gesagt, in der Elite drin, aber für die WM müssen wir uns da quasi qualifizieren noch und im Einzel bin ich nicht im Moment in der Elite 15 gesetzt, das heißt, durch Nachrücken könnte man reinkommen, aber quasi für die WM, das sind ja diese Major-Rennen, wie jetzt in Phoenix, da qualifizieren sich ja immer nur die besten drei und genau, ja, deswegen, also im Normalen, wir fliegen auf jeden Fall nach Stockholm, aber da ist die WM. Inwiefern wie und wo ich da dann antrete, steht das noch nicht fest. Aber die Rennen stehen jetzt so, sind auch festgeplant und wird daraufhin trainiert.

Wer dir folgen möchte und vielleicht auch sehen möchte, was du trainierst und was du für Rennen machst, dem können wir auf jeden Fall deinen Instagram-Account empfehlen. Werden wir auf jeden Fall in den Shownotes noch verlinken. Genau, du musst sagen, du machst da auch ganz interessanten Content zu Ernährung und Essen, weil du bist studierte Ernährungswissenschaftlerin, richtig? Genau, ja. Also das ist auf jeden Fall auch eine coole Kombination, also da gerne Diana folgen, gibt ja auf jeden Fall offensichtlich noch sehr spannende Station in den nächsten Wochen und Monaten und ansonsten sage ich erstmal vielen lieben Dank für deine, Spontanität, die Leute, die hier zuhören wissen, darauf basiert dieser ganze Podcast, dass Ralf und ich gefühlt innerhalb von ein oder zwei Tagen Leute für eine neue Folge gewinnen können, weil wir nicht so langfristig im Voraus planen, was wir immer machen. Also manchmal, aber oft genug überlegen wir, was haben wir Lust nächste Woche, mit wem wollen wir sprechen. Und noch dazu, dass du jetzt hier mit Jetlag und allem und gestern zurück aus den USA heute Lust hast, das wissen wir sehr, sehr zu schätzen. Ich sag jetzt mal stellvertretend für Ralf und mich, weil Ralf ja gesundheitlich leider gerade angeschlagen ist. Ja, vielen Dank und für deine jetzige Saison, aber auch darüber hinaus natürlich erstmal alles Gute. Dankeschön. Danke, dass es auch so spontan geklappt hat. Und ja, mich sehr gefreut. War auf jeden Fall sehr spannend.

Ja, großartig. Falls ihr zu Hause das mal ausprobieren wollt, ich kann jetzt ja mal ein bisschen schon spoilern, dass ich ja ein paar Vorsätze für dieses Jahr getroffen habe. Einerseits ein bisschen sportlich insgesamt aktiver zu werden, aber auch das Ganze ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten, ohne dass ich damit per se schon direkt irgendwelche Wettkampfambitionen verfolge, aber einfach um so ein bisschen sich selber neue Motivationen zu schaffen, neue Dinge auszuprobieren. Da bin ich auch schon ganz gespannt, da ein paar neue Sachen auszuprobieren. Und wenn ihr da auch Lust drauf habt, zu gucken, das mal ein bisschen, vielleicht außerhalb eurer Marathon-Vorbereitung, euer Training ein bisschen zu erweitern sozusagen. In fast jeder Stadt hat man fast jetzt, größeren Stadt vielleicht die Möglichkeit, so Crossfit-Boxen zu finden, High Rocks-Classes. Das ist, glaube ich, nicht so schwierig in der heutigen Zeit. Ja, sogar in den kleinen Dörfern, glaube ich, gefühlt. Mittlerweile kann man überall High Rocks machen. Ja, genau, das ist doch schon mal cool. Also traut euch, seid mutig, probiert mal was Neues aus, das kann auf jeden Fall nicht schaden. Ansonsten wünschen wir euch wie immer einen guten Start in euer Wochenende. Geht raus, lauft, passt auf euch auf und dann hören wir uns in nächster Woche wieder in alter Frische. Macht's gut ihr Lieben, ciao, ciao.