So, heute exklusiv ein Blick in die wahre, schillernde, berauschende, unfassbare Welt des Profisports. Gerade haben wir das Jammer über diese armen Athletinnen und Athleten hinter uns gebracht, die bei den Olympischen Winterspielen geknechtet wurden, nein, die ganz tolle Spiele hatten. Und heute steigen wir mal in die Haute Volée des Laufsports ein mit Smilla Kolbe im bester Podcast von Philipp Flieger und Traf Scholl. Heiß Miller, wie geht's dir? Ja, hallo. Ich freu mich, richtig hier zu sein. Sehr gut. Das fühlt sich überhaupt nicht angesprochen mit meinem Intro. Das war überragend, Ralf. Also ich bin immer gute Intros von Ralf gewohnt, aber das war ja wirklich, das war nochmal ganz viel besser, als was wir sonst gewohnt sind. Und wir haben so ein bisschen off-record schon gesprochen, dass sich das irgendwie total cool anfühlt, dass wir uns mal wieder sehen, weil ja irgendwie... Manchmal haben wir Leute wieder bei uns zu Gast und da sind zwei Jahre vergangen und dann denkt man auch, ja gut, was ist eigentlich in zwei Jahren nochmal alles passiert? Bei dir ist es jetzt gar nicht so super lang, nämlich gerade mal ein halbes Jahr und trotzdem haben wir das Gefühl, bei dir und in deiner Karriere, in deinem Leben, in allem ist so viel passiert. Du siehst eigentlich recht geschillt aus dafür. Wie geht's dir so? Ja, mir geht's sehr gut. Also es ist wirklich viel passiert. Ich hab vorhin noch überlegt, ob wir uns vor den oder nach den Deutschen Meisterschaften getroffen haben. Aber das war noch, da war ich noch in Florida, glaube ich, ne? Ja. Das war noch vor NCAA. Ja. Das war die Woche davor.

Ja, dann ist wirklich viel passiert. Aber alles gut. Jetzt so langsam habe ich mich eingefunden. Also es war schon aufregend immer alles so. Von einem zum nächsten.

Sehr viel ja einfach neu in deinem Weg zu Profisport. Kommen wir ja noch zu, dass du jetzt ja da nochmal auch formal den nächsten Schritt gemacht hast. Nimm uns alle mal mit. Die Reise von, okay, ich bin jetzt nochmal bei der größten College-Veranstaltung im Lovely Eugene und dann geht die Reise aber im Höchstgeschwindigkeitstempo weiter. Ja, voll. Also, dass die Saison schon gut gelaufen ist, war ja letztes Mal schon irgendwie, war nämlich ja so mittendrin. Und das ging dann eigentlich irgendwie so weiter. Und dann auch NCAAs, da habe ich mir ein bisschen mehr für vorgenommen. Aber da muss man es auch erstmal ins Finale schaffen. Und das hat dann irgendwie auch super geklappt. Und dann aus Amerika direkt nach Deutschland und dann irgendwie hier weiter. Das erste Mal für Deutschland gestartet dann auch bei der Team-EM. Und dann war die World University Games, da habe ich dann auch mitgelaufen. Und dann die Deutschen und dann da gewonnen und dann, ja, also von einem zum nächsten. Dann wieder nach Amerika, dann Tokio, also das war schon alles aufregend.

Und ja, aber irgendwie konnte ich das alles voll genießen und hatte natürlich auch so ein bisschen dieses Newcomer-Rookie-Season. Also irgendwie, ich kannte mich auch nicht so viele, ich kannte auch voll viele nicht und so. Und deswegen war das irgendwie alles voll aufregend. Aber ich konnte es sehr genießen, aber war dann nach Tokio auch erstmal ganz schön fertig, bin ich auch ehrlich so, weil zehn Monate Saison war auch schon crazy einfach.

Also du hast ja, das muss man vielleicht auch nochmal sagen, man spricht jetzt über das Alter von Frauen nicht, im Sportkontakt gibt es ein paar Ausnahmen, du bist ja noch immer, also nur weil du jetzt letztes Jahr so gefühlt omnipräsent in der Laufbubble warst, also davor einfach, USA ist nochmal eine andere Welt, da kennt man die Leute auch, aber das ist ja dann trotzdem so, sobald irgendeine krasse Zeit gelaufen wird, sobald man irgendwie deutsche Meisterin wird, ist man ja plötzlich hier national nochmal in einem ganz anderen Aufmerksamkeitsfeld. Und bei dir ist es ja so gewesen, ich glaube, viele Leute vergessen manchmal, wie jung du noch bist. Also du bist Jahrgang 2002. Also das ist ja gefühlt so, du bist gerade aus der U23 raus. Wenn ich überlege, wie das bei mir damals war, das fühlt sich ja anders. Da war man noch so in diesem, weiß nicht, Kükenwelt-mäßig. Und du bist aber direkt, du hast dir das alles so ausgelassen irgendwie direkt dann auf World University Games, NCAA-Finale.

Ja klar, ich mache auch noch eine WM gleich mal mit. Habe ich alles vorher noch nicht gemacht. Und was da ja häufig passiert oder passieren kann bei diesem Tempo, da muss man auch nochmal vielleicht darauf hinweisen, dass natürlich die Saison in den USA am College ja auch sehr viel früher beginnt. Also auch was für eine Fitness da gefragt ist, logischerweise, wenn du jetzt irgendwie in Mitteleuropa sagst, jo, ich starte mal Klassiker, ich starte mal Plitzhausen, Meeting, da kommen Strecken, so irgendwie wie Mai oder so. Das ist ja bei euch alles schon viel, viel früher, weil ja auch die NCAA ja auch viel früher schon sind. Und gerade bei auch so einer Disziplin wie 800 Meter, die natürlich auch recht laktatintensiv ist, wäre es jetzt total, also wäre es überhaupt nicht verwunderlich, wenn man dann irgendwann einfach ausbrennt. Aber das ist ja bei dir irgendwie, zumindest in der Außenwahrnehmung, gar nicht passiert. Du hast einfach alles mitgemacht, worauf du Bock hattest. Vieles davon hat ja offensichtlich auch sehr, sehr gut funktioniert.

Und ja, ich fand das total spannend, von außen zu verfolgen, für dein noch sehr junges Alter, wie gut und wie routiniert du viele Dinge einfach so abgespult hast. Ist das nur die Außenwahrnehmung gewesen oder ging es dir selber so, du hast einfach gedacht, ich bin cool ass ice, kein Problem, ich mache einfach alles, was mir angeboten wird, no problem. Ja, also ich glaube, es ist so ein bisschen beides. Also erst mal, ja, bin ich irgendwie noch jung. Ich habe manchmal aber das Gefühl dafür, dass ich jetzt so, also ich habe ja nie ein Jugendteam zum Beispiel gemacht. Also ich war noch nie Deutschland repräsentiert, als ich irgendwie jünger war. Und da dann bin ich ja dann doch relativ irgendwie älter reingekommen, sage ich mal. Und habe vielleicht dadurch auch ein bisschen mehr so eine innere Ruhe bei bestimmten Sachen.

Und ja, ich habe auch voll Bock gehabt, alles mitzunehmen. Also natürlich merkt man schon im Training, also das ging schon auch nach den Deutschen relativ dann auch ein bisschen Backup so. Also man kann diese Shape nicht so lang halten und in Tokio wollte ich halt unbedingt dabei sein und habe da auch mein Bestes gegeben. Natürlich würde ich das jetzt in Zukunft gerne auch so machen, dass das dann so mein Saisonhöhepunkt ist, weil ich da natürlich nicht mehr in Topform war. Also man merkt es schon und ich habe aber trotzdem einfach so auch einen Spaß daran gehabt, dass ich das natürlich so gut, wie es geht, halt gemacht habe. Und ich habe auch einfach das große Privileg, so ein tolles Umfeld zu haben, die da auch dann, also mein Trainer hat mich auch nicht mehr überfordert im Training. Wir haben dann eher weniger gemacht. Also die Qualität hat schon abgenommen im Training auch. Aber ich habe trotzdem irgendwie dann hingekriegt, irgendwie mit Freude und... Warte mal ganz kurz. Das hätte ich hier gerade nie, sorry, angerufen. Ähm... Wie kann ich denn das hier ausmachen? Warte. Ja, geht es so? Ja, sorry.

Irgendwie trotzdem mit Freude und Energie da reinzugehen. Und ich glaube, dass ich da ja einfach einen guten Trainer habe, der sich irgendwie auskannte. Und dann, wir haben auch schon mit dem neuen Trainer dann so einen Übergang geschaffen. Also irgendwie hat das sehr gut von außen halt funktioniert, sodass ich mich da wirklich irgendwie fokussieren konnte auf das, also ja auf den Inhalt so. Also das ist ja erstmal eine ganz wesentliche Frage, wenn man seine College-Zeit absolviert hat, was nun? Bleibt man da, bleibt man nicht da? Wo geht es hin? Über Bedingungen, Leistungssport in Deutschland wird ja jetzt gerade wieder extrem viel diskutiert, eben auch im Nachklang der Olympischen Spiele und so weiter. Oder nicht ganz einfach, wo findet man eine Trainingsgruppe, die auch jetzt ja einfach nicht nur leistungsmäßig ist, sondern ja auch menschlich zu einem passt. Ja, weil du warst ja weggegangen aus einer Jugendgruppe, aus einer mehrkampforientierten Jugendgruppe. Ja, das sind ja alles so Punkte. Wann hast du denn versucht, dir da einen Kopf drüber zu machen bei all den Terminen, die einfach noch auf dich zukamen?

Ja, also ich muss schon sagen, die Entscheidung ist mir auch nicht einfach gefallen und ich bin da auch sehr offen mit allen umgegangen. Also ich habe im Sommer dann die Trainingsgruppe, in der ich jetzt bin, also von Louis Hellé, die haben mich eingeladen, dass ich die einfach mal besuchen kann für eine Woche und das habe ich dann ja einfach mal gemacht. Ich habe es auch jetzt nicht groß an die Glocke gehängt, also mein Trainer wusste das aber. Das war kurz vor, ich glaube World University Games auch irgendwie so. Wie bist du von denen gekommen? Vielleicht noch? Achso, die haben mich, also On hatte mich schon im Mai irgendwie kontaktiert und dann gesagt, hier, wir hatten, also was sind deine Pläne? Die fragen dann schon immer so, ne, willst du irgendwie da bleiben? Wie läuft es und so? Und dann habe ich mich einfach mit denen unterhalten und die waren halt gerade dabei, diese Gruppe, in der ich jetzt bin, so ein bisschen zu vergrößern. Also das ist ja das Women's 800 Meter Project von ON.

Und haben halt gesagt, sie würden mich da gut sehen und alles. Und dann, ja, habe ich das halt einfach mal ausprobiert. Und halt auch die ganze Zeit ehrlich gesagt, ich muss da irgendwie mich gut fühlen und habe da auch keine zu frühen Versprechen oder so gemacht. Aber die waren wirklich super entspannt und meinten, ey, komm einfach, guck es dir an. Und wenn es dir gefällt, dann bleiben wir weiter in Kontakt. Und so habe ich das dann gemacht. Und so kam dann immer länger der Kontakt. Aber ja, die Entscheidung ist nicht einfach. Und ich war auch oft hin und her gerissen, weil ich ja auch einfach so einen tollen Trainer in Amerika hatte.

Der dann aber auch, also es ist einfach ein richtig toller Trainer gewesen, der sehr selbstlos auch einfach immer geschaut hat, was für mich das Beste ist. Und wir haben dann schon nach Tokio auch gemerkt, okay, es gibt einfach so viele Sachen, die wir beide nicht wissen. Und dann hat er irgendwann gewartet, bis ich zu ihm ins Office gekommen bin. Also er hat da auch mich immer irgendwie machen lassen, als ich dann irgendwie gesagt habe, ich glaube... Ich muss irgendwie so ein bisschen den nächsten Step machen. Und er hat das zu 100 Prozent supportet und meinte, das sehe ich auch so. Und dann haben wir das so zusammen entschieden quasi. Also es war auch sehr emotional, auf jeden Fall. Gibt es technisch überhaupt die Möglichkeit mit ihm dort? Weil das ist ja rechtlich und so weiter nicht ganz einfach, weil normalerweise darf man dann nicht mehr in diesem College-Umfeld trainieren. Das wird dann manchmal umgangen, sage ich mal, oder einfach anders gestaltet. Wenn der Trainer oder jemand aus seinem Umfeld einen Club hat, also einen privaten Club gründet, einen Run-Club oder was auch immer. Oder Assistant Coach wirst, das habe ich auch schon ein paar Mal gesehen. Ja, das geht auch. Du wirst plötzlich so pro Forma Assistant Coach und hast natürlich trotzdem einen Access zu den ganzen Facilities und so und genau.

Die Fragen stellen sich ja dann halt, wenn man eben diesen Ausbildungs- und ja auch sportlichen Abschnitt beendet hat, hätte es diese technische Möglichkeit überhaupt gegeben? Ja, also ich glaube schon, ich hätte das schon so irgendwie hingekriegt, wenn ich es irgendwie gewollt hätte, glaube ich. Also so bin ich eigentlich auch immer an die Sache rangegangen. Und mein Trainer hat das auch genauso gesehen. Aber es ist natürlich trotzdem, er ist hauptsächlich College-Coach. Er wird das auch nicht mehr viele Jahre machen. So, er kann nicht mit mir einfach dann hin und her reisen. Dann habe ich da, wie du auch eben schon gesagt hast, theoretisch darf ich da auch nicht mehr auf die Bahn, den Physio benutzen und so. Das kann man umgehen. Also es würde schon irgendwelche Möglichkeiten geben. Aber als Student ist das alles halt auch viel einfacher geregelt mit Versicherung, mit Gym, mit so Kleinigkeiten halt. Und es war ja auch im Training schon immer so, dass ich da vieles auch alleine gemacht habe und das war auch immer voll okay. Ich glaube aber, dass wir dann irgendwann einfach gemerkt haben, so für den nächsten Step ist einfach so ein gerätes System einfacher, denn du willst dich ja auch nicht dann die ganze Zeit auf alle anderen Sachen so fokussieren und dich um alles selber kümmern müssen und so und so wie ich das jetzt habe, ist das schon alles sehr einfach gemacht für mich. Also ich bin auch richtig happy, dass ich da so ein gutes Umfeld gefunden habe.

Nimm uns nochmal eben mit, weil du hast ja nebenbei auch nochmal eben deinen Uniabschluss gemacht. Stimmt. Das ist ja irgendwo so en passant oder auf Flughäfen in, keine Ahnung, Zügen oder wo auch immer passiert. Was hast du denn überhaupt gemacht? Also was du grob für ein Fach hast, habe ich eine Idee von, aber was war denn dann konkret deine Abschlusssache? Ja, ich habe einen Bachelor in Psychologie gemacht, also Bachelor of Science in Psychologie mit einem Nebenfach in Criminal Justice.

Genau, das war dann auch so ein bisschen, das ist vielleicht so ein bisschen Insight, was man vielleicht nicht so weiß. Also wenn man im College ist, macht man ja College-Wettkämpfe und dafür wird man ja auch immer freigestellt und alles. Da ist aber eigentlich nicht vorgesehen, dass man halt zur WM fährt. Dementsprechend war das dann halt so ein bisschen, also meine Uni konnte mir nicht helfen, sozusagen mit den Professoren halt zu sprechen. So mein Trainer kann dann natürlich so E-Mails hinschreiben und so. Sodass es dann so war, dass eine Professorin das halt irgendwie nicht so supportet hat. Auf jeden Fall habe ich dann so jeden zweiten Tag eine Null bekommen. Also für Anwesenheit. Und ich war so, Leute, ich bin hier Matcha trinken in Tokio, come on.

Lass mich doch. Also das war dann schon so ein bisschen lustig. Also im Endeffekt musste ich dann nacharbeiten und so. Aber das war halt schon auf einmal auch so ein Ding. Das ist halt nicht vorgesehen, dass man außerhalb vom College noch Wettkämpfung war. Sagen wir es, wie es ist. Du warst einfach zu gut für das System eigentlich.

Ist nicht weiter gedacht. Ja, wahrscheinlich passiert das schon auch so ein paar. Aber ich bin trotzdem voll happy, dass dieser Übergang so gut funktioniert hat. Also ich glaube, das war jetzt auch, wenn jetzt letzte Saison nicht so gut gelaufen wäre, dann auch mit dem Profi natürlich auch schwierig gewesen und so. Deswegen war das alles ein bisschen kompliziert, aber ich bin happy, dass das so geklappt hat. Ja, also ein Schritt, der ja da bestimmt auch eine große Rolle spielt und so ich sage jetzt mal der Öffentlichkeit in der Regel ja nicht so zugänglich ist, weil das kriegen ja nur die Leute mit, die am Ende davon ja betroffen sind, sprich du oder andere Menschen. Ex-Profis beziehungsweise Angehörige, bevor, also oft ist es natürlich so, du wirst vielleicht schon von einer Marke oder von mehreren Marken irgendwie kontaktiert, weil du natürlich eine gewisse Leistung gebracht hast, weil du plötzlich so im Spotlight bist, aber häufig ist es ja so, so kenne ich es zumindest auch aus den USA, was man halt früher dann auch mitbekommen hat über Let's Run und so, dass ja dann, wenn du in der College-Saison, vor allem gegen Ende deiner College-Karriere irgendwie recht erfolgreich bist, dann ist es ja da auch vielleicht bei den Amerikanern selber noch ein bisschen krasser, aber dann gibt es ja auch eine ganze Reihe von amerikanischen Managements, die ja dann irgendwie auch auf die Leute zugehen und sagen, hey, pass auf, hey, ich könnte das und das alles anbieten und ich könnte diesen Deal organisieren oder ich bin close mit Adidas, ich bin close mit, keine Ahnung. War das so, dass dich Manager kontaktiert haben? Ich habe natürlich meine Hausaufgaben gemacht und man kann ja das alles bei World Athletics nachschauen. Du bist bei Steffen Keil inzwischen, bei Aurum Sports Group, der ist ja, also ganz offensichtlich ein deutscher Vertreter, aber die machen das jetzt, glaube ich, immer noch zusammen, wenn mich nicht alles täuscht, mit einem Amerikaner zusammen.

Hast du dir ein Management gesucht oder kamen die auf dich zu, waren es mehrere, die sich da sozusagen um dich gerissen haben, weil für euch zu Hause auch nochmal zur Erklärung, das Problem ist wirklich, Das ist ja bei mir nicht unähnlich gewesen, also du kommst ja irgendwann ab einem gewissen sportlichen Level in auch andere Bereiche, wo du mit Dingen konfrontiert wirst, von denen du gar keine Ahnung hast und auch deine Family hatte keine Ahnung davon, außer du kommst aus irgendeiner Leistungssport-Dynastie und deine Eltern waren schon leichterledig Profis. Aber alleine bei so Deals und wie die ausgestaltet sind, es gibt Verträge, die ich unterschrieben habe, die waren fünf Seiten lang. Es gibt Verträge, die haben 20 Seiten mit 47 Klauseln so noch. Das sind ja Sachen, dafür ist es schon sinnvoll, einen Berater zu haben, der sowas vielleicht schon zwei, drei Mal gemacht hat, sage ich jetzt mal. Das ist ja der Punkt, warum Management durchaus sinnvoll sein kann. Wie lief das bei dir? Hast du dir selber das gesucht oder bist du da kontaktiert worden? Also Management habe ich tatsächlich relativ spät erst gemacht. Also ich hatte erst eigentlich schon selber mit den ganzen Marken Kontakt. Oder nicht mit ein paar, mit so zwei, drei.

Und das war dann so, ich habe das tatsächlich selber ausgesucht. So ein bisschen, also ich bin auf ihn zugegangen. Weil den dir jemand empfohlen hat? Oder wie kanntest du ihn schon? Also vom Namen oder vom... Ach so, stimmt. Das war mein Trainer in Amerika, kannte den amerikanischen Vertreter. Okay, alles klar. Stimmt, so war das. Und der hatte mit dem dann gesprochen und meinte, Ja, ist aber einfacher, wenn du einfach Steffen mal schreibst, als deutscher Vertreter. Genau, stimmt, so war das. Also auch dann über Kontakte wahrscheinlich irgendwie so ein bisschen. Und ich muss natürlich dazu sagen, dadurch, dass ich relativ lange ja auch in dem Koldesystem geblieben bin und immer gesagt habe, nee, ich will es noch zu Ende machen und so, war ich dann an dem Punkt auch einfach schon so, dass ich mir recht viel halt aussuchen konnte. Ich hatte einfach wirklich sehr viele Optionen und bin auch wirklich, deswegen sage ich immer, ich bin so happy, dass dieser Übergang so gut geklappt hat. Hat es einfach so, dass ich dann wirklich da, meiner Meinung nach, wirklich aussortieren konnte, was passt am besten und es hat einfach mit denen voll gut geklappt und auch, dass mein Trainer da den kannte, das ist für mich halt irgendwie auch voll wichtig, dass ich da jemanden habe, dem ich da einfach vertrauen kann und nicht erst, weil es gibt ja auch viele Athleten, die dann da durch irgendwelche, seltsamen Managements erst mal durchgehen. Gibt es auch wie Sand am Meer, auf jeden Fall. Ja, genau. Deswegen war ich dann schon irgendwie happy, dass ich so lang das alles selber gemacht habe und dann an dem Zeitpunkt einfach mir das schon sehr gut so aussuchen konnte. Und dann ja, für die Verträge und so hilft er halt auch, weil ich habe da ja auch keine Ahnung.

Das ist ja auch bei uns schon so geregelt, dass man ja auch nicht so richtig weiß, was ein guter Vertrag ist und was nicht. Genau, das ist wirklich so. Das ist ja leider in der Leichtathletik, ich denke mir immer, bei anderen Sportlaten ist es halt viel einfacher, da steht halt öffentlich in der Zeitung, was dein Vertrag ist und ich glaube schon, dass das in der Leichterträge auch ein Problem ist, weil dadurch wahrscheinlich auch viele Athleten wirklich unterbezahlt werden, aber dafür ist halt dann auch Management einfach voll wichtig, dass sie da die ganzen Klauseln durchschauen und ich bin auch noch bei der Eintracht und die sind halt Adidas und da musst du halt immer schauen, dass du da eine gute Lösung findest.

Sag mal, dann gehen wir mal einen Schritt weiter zu deinen emotionalen großen Steps, die du gemacht hast. Also ich habe den Eindruck gehabt, dass diese kleine Reise nach Madrid irgendwie ganz lustig war. Team-EM? Zu Team-EM, ja. Ihr habt da ja als Läufer auch sehr gut Punkte gesammelt. Das war jetzt ja keine Spaßveranstaltung. Aber trotzdem hatte ich eben den Eindruck, dass ihr da unglaublich Spaß hattet an dem, was ihr da gemeinsam gemacht habt, so als Läufergruppe. Voll. Also das war mein erster internationaler Einsatz.

Mark Dottel war auch zum ersten Mal dabei. Und so ein paar Läufer. Und Fred, das ist einfach eine richtig coole Gruppe. und wir hatten da wirklich so einen Spaß und, ich erinnere mich da an eine richtig gute Zeit und ich hatte dann auch eine alte Mitbewohnerin aus Mississippi und eine alte Mitbewohnerin aus Florida, die dann beide da hinkamen, um mich anzufeuern und so, also es war irgendwie ein richtig cooles Wochenende also es hat richtig, Spaß gemacht, ja, und dann auch die Medaille zu holen und so, das war schon für viele neue Leute vor allem echt eine richtig coole Veranstaltung, Gibt es noch irgendwelche Dinge, die man als Rookie in der Nationalmannschaft machen muss? Taschefraken. Ich muss sie jetzt nicht irgendwie mit die Haare ablesen. Ich weiß gar nicht, war das bei dir noch so, Philipp? Oder bei mir noch nicht, ich weiß das nicht.

Nee, ist mir nicht bekannt gewesen damals. Nee, dass man irgendwie, keine Ahnung, am Frühstücksbuffet Ältere bedienen muss oder so. Also Leute, die schon länger in der Nationalmannschaft drin sind, solche Geschichten. Aber ich kann mir ja für die neuen Leute abnehmen, ist mir ja was ausdenken. Jetzt bringst du es wieder hier auf ganz neue Ideen. Hey, das war schon seit 20 Jahren so. Ich muss das damals auch machen. Und jetzt müsst ihr das machen, ja. Ja. Nee, also die haben uns alle wirklich voll nett befindet. Ja. Das wäre ja gar nicht so gewohnt im normalen Leben.

Ne, das war schon echt richtig cool, also ich finde auch so eine Team, Veranstaltung in der Leiche hat irgendwie auch nochmal so einen anderen Flair, also das hat irgendwie ich weiß nicht, ob das sonst auch immer so groß war keine Ahnung, aber für mich war das wirklich einer der besten Wettkämpfe überhaupt von der Atmosphäre und wie man sich da gegenseitig angefeuert hat und so.

Ja, ich glaube, man ist schon, könnte ich mir vorstellen, man ist nochmal, dieser Teamcharakter spielt nochmal eine größere Rolle, weil sonst kann es ja manchmal sein, selbst wenn es jetzt eine WM, WM war ja natürlich sehr groß dann im Nachgang für dich, aber auch bei Europameisterschaften habe ich ja ein paar miterleben dürfen, ja, irgendwie ist ja dann trotzdem jeder, jeder zu seinem Tag, seine Tage, je nachdem wie gut oder nicht so gut es eben läuft, mit Quali und so weiter, wo man ja sehr auf sich ja erstmal konzentriert ist. Und das ist natürlich bei einer Team-WM, glaube ich, auch so. Aber darüber hinaus, am Ende zählt ja dann das, was man fürs Gemeinwohl, fürs Team irgendwie beisteuert. Und ich glaube, dieser Aspekt macht es schon nochmal, glaube ich, intensiver als Team. Und ich glaube, übrigens als Einstiegs-Nachseinsatz total dankbar eigentlich und total geil, auch mit den Leuten da vielleicht nochmal anders gleich zu bonden und so. Ja, und es ist halt auch nur ein Wochenende. Ich finde sonst auch so bei der WM und so sind das halt so viele Tage, dass es dann voll das Chaos auch ist mit Anreise. Du fährst irgendwie zwei Tage vor deinem Wettkampf hin und fährst dann direkt wieder zurück und so. Und ein Wochenende ist halt so, jeder war das Wochenende halt da, oder die meisten. Und ich bin Samstagabend gelaufen, hab den ganzen Sonntag halt angefeuert. Also das ist schon, ja, einfach, glaube ich, auch cool, dass das so kurz gehalten ist dann.

Wo ich mich tatsächlich gewundert habe, ist, dass du die World Student Games auch noch mitgenommen hast. Klar, in Deutschland so ein bisschen so eine Geschichte, aber das war ja schon dann echt viel. Wenn man deine Turniere mal durchgeht, in der Saison war das natürlich echt ein Brett. Warum hast du dich dafür entschieden, das noch zu machen? Also für mich war das gar nicht irgendwie eine Frage, ob ich das mache oder nicht. Ich habe das direkt Das ist ein altes College-Denken. Ja, das war einfach... Und irgendwie war das für mich auch cool, dass ich so meine Uni und Deutschland so ein bisschen kombiniere. Und für meine Uni war das auch halt irgendwie voll groß und ich will auch irgendwie so ein bisschen mehr üben, so diese mehreren Runden zu laufen. Das muss man ja auch einfach mal sagen. Also ich fand World University Games mit drei Runden schon echt heftig so. Also das ist man halt nicht so gewohnt. Und auch in jeder Runde muss man ja auch auf einem relativ guten Niveau laufen. Also natürlich ist das jetzt bei einer WM nochmal was anderes, aber das hat mir irgendwie schon auch viel so beigebracht, glaube ich, und ich hatte da einfach Lust drauf zu schauen. Natürlich wollte ich eine Medaille, aber ich muss dann sagen, am dritten Tag war dann halt auch wirklich nicht mehr so einfach irgendwie.

Ja, aber das war für mich gar nicht so eine Frage, ob ich das mache oder nicht, sondern ich wollte das auf jeden Fall machen. Natürlich war es ein bisschen schade, dass diese World University Games eigentlich so ein Riesen-Event sind und davon konnte ich halt jetzt nicht viel mitkriegen dann, auch einfach, weil es eine Woche vor den deutschen Meisterschaften waren und so. Also ich hoffe, dass wenn ich das nochmal irgendwann mache, dass ich da von dem Ganzen noch mehr mitkriegen kann. Weil es ist ja eine Riesenveranstaltung so. Aber das ist voll interessant, dass du es nochmal erwähnt hast, dass es eine Woche ja nur vor den deutschen Meisterschaften war, wo es ja auch Vor- und Endlauf gibt. Wo man ja sagen könnte, was ist am Ende vielleicht wichtiger für, nicht für dich, weil offensichtlich waren dir die World University Games sehr wichtig, aber vielleicht wichtiger für meine, I don't know, für meine Wahrnehmung, für meine Vermarktung etc. Würde ich jetzt mal sagen, ja, World University Games, nice to have, aber so ein DM-Titel ist dann schon nochmal was anderes oder was verwertbareres vielleicht für später. Insofern bist du offensichtlich ja nicht gerade risikoavers zu sagen, jo, ich gebe mir da die volle Dröhnung, drei Runden im besten Fall und danach innerhalb von fünf Tagen oder sechs Tagen nochmal zwei.

Lässt aber ja auch ein bisschen tief blicken in sozusagen die Athletin, was so dein Mindset ist. Weil wie gesagt, du bist ja, und das meine ich jetzt überhaupt nicht respektive, du bist noch sehr jung, aber das ist ja, dafür bist du ja schon relativ reflektiert oder auch so analytisch, wo du denkst, das tut mir aber ja gut oder das ist ja wichtig, dass ich das irgendwie kann und lerne. Weil ich kenne aus meiner Zeit, nicht, dass ich früher 800 gelaufen bin, aber man hat natürlich in der Phase früher ganz viele Leute auch im eigenen Club gesehen, 800, 1500 und Kukuhara war auch in London irgendwie, Rückblick mit den Doping-Dingen, natürlich finale wäre die gewesen und keine Ahnung.

Es gibt voll viele Mittelstreckler, die sehr, sehr gut darin sind, einmal eine schnelle Zeit zu laufen. Also die wirklich auch geile PBs aufstellen, in diesen Klassiker-Meetings irgendwie alles perfekte Bedingungen, dies, das und dann noch Pacer und alles gut. Das ist auch eine Kunst, das will ich jetzt gar nicht schlechtreden. Aber am Ende ist das nicht die Fähigkeit, die du brauchst, die befähigt dich irgendwo teilzunehmen, aber die ist nicht die Fähigkeit, die du brauchst, um international später erfolgreich zu sein oder generell in Meisterschaftsrennen erfolgreich zu sein. Und die Fähigkeit, innerhalb von wenigen Tagen sehr kompakt mehrfach hintereinander gute Leistungen abliefern zu können, das ist was, was viele, glaube ich, nicht so auf dem Schirm haben, aber was jetzt nicht aktiv gesucht wird, das öfters auch mal zu trainieren. Und da ist natürlich sowas wie World University Games ... Zum Einstreuen hervorragend ist, nimm uns mal mit, letztes Jahr, wie viele solche Mehrtagsdinge hast du gemacht in einer Saison? Weil das muss ja krass sein. Also mir fällt dir spontan ein, natürlich theoretisch die WM, da war es aber dann Vorlauf, glaube ich, richtig? Dann hast du DM logischerweise 1, 2 gehabt, du hast World University Games 3 Runden gehabt, das heißt, in einer Woche waren es eigentlich schon mal 5 Rennen wahrscheinlich dann.

NCAA waren 2 oder 3 Runden? Ja, das ist ja immer, also gibt es Vorlauf und Finale, in Eugene und dann gibt es ja aber bei den Regionals zwei Runden noch, wo du immer durch musst. Ja, natürlich ist das auf Dauer vielleicht auch nicht, also man muss es auf jeden Fall üben und dass ich alleine schnell laufen kann, das weiß ich und ich muss taktisch echt noch viel lernen auch, also weil ich sage auch immer, im Profibereich einfach schnell laufen reicht halt nicht so. Du musst es halt auf den Punkt auch taktisch hinkriegen können. Also so eine 1,59 ist schön und gut, wenn man das alleine vorne wegläuft, aber das in einem taktischen Rennen zu machen, ist halt nochmal was anderes und deswegen muss man das auch üben. Ja, ich glaube, ich hatte die ganze letzte Saison so 28 Races. What? Es ist so krass, also das können sich, glaube ich, auch die meisten zu Hause nicht vorstellen. Also 28 Rennen über... Also von Januar bis September halt gab es keinen Monat, wo nichts war. Ich wollte gerade sagen, aber das ist ja noch krasser, weil die meisten Leute machen vielleicht eine kurze Saison mit drei Rennen oder sowas und dann ist ja erstmal irgendwie wieder vorbereitet im Frühjahr und dann machst du im Frühjahr im Sommer vielleicht nochmal deine, acht oder so. Ich kenne niemanden, der, glaube ich, über acht und dann schon mal in der Saison 28 Rennen gemacht hat. Aber ich finde das übelst krass.

Ich finde, das ist so eine krasse Qualität, wenn man das kann und auch nicht mental müde wird. Und das kenne ich ja von mir sogar früher noch, wenn du dann denkst, so, ich weiß noch, damals 2012, ich habe es auch nicht verstanden, aber klar, man ist ja im Verein auch immer so ein bisschen was schuldig, was zurückzugeben. Und wir hatten dann damals die, ich habe mich ja eben nicht für London qualifiziert, für die Olympischen Spiele und dann war die Europameisterschaften in Helsinki, die waren früh, weiß ich nicht mehr, war das Juni? Wahrscheinlich war es Juni oder so, Ende Juni wahrscheinlich.

Dann kommst du aber ja gefühlt zurück und irgendwie ist ja das, wo dann klar war, es war ja nach dem Jahr, wo ich die drei OPs hatte und dann war ja klar, okay, das ist wahrscheinlich das höchste der Gefühle, was ich schaffen kann. Dann ist aber dein eigentliches Highlight, worauf du dich ja dann auch irgendwie sehr lange vorbereitet hast, ist ja diese EM gewesen. Und dann hatten wir aber trotzdem noch so viele Sachen, die danach noch kamen, also wo auch wirklich so Lowkey-Rennen, wie teilweise auch manchmal so, wo du gesagt hast, ja, für euren Verein ist es wichtig, dass ihr auch dann auch so bayerische Meisterschaften rennt. Und ich dachte mir so, ich komme von Europameisterschaften und ich soll nächste Woche eine 1500 Meter bayerische Meisterschaften, obwohl du denkst so, da ist jetzt keine Konkurrenz da und es ist auch, es hat einfach gar keine Wertigkeit, das ist auch nicht überheblich gemeint, aber das muss man sich ja vorstellen, du kommst von da und denkst dir so, Und ich habe mich müde gefühlt, also einfach mental müde. Ich finde es auch eine Kunst, sich immer richtig heiß zu machen für die Rennen, die dann kommen. Und ich stelle mir das gar nicht mal so einfach vor, 28 Rennen, immer on point zu sein, immer Bock zu haben, sich da auch richtig weh zu tun im Zweifelsfall, das ist schon auch eine Fähigkeit oder eine Qualität. Voll, also es ist auch mental härter als jetzt körperlich, würde ich sagen. Auch wenn es körperlich merkt man es schon, aber mental ist es schon härter. Ich bin ja dann vor allem noch nach Tokio, Das war ja dann so September. Und im November hatten wir ja Cross-Country-Championships.

Mein Lieblings-Wettkampf von dir übrigens, will ich das schon mal sagen. Wirklich? Das muss auch richtig gehen. Da kommen wir gleich nochmal zu. Absoluter Lieblings-Wettkampf. Und ich habe aber irgendwie, ich habe ja immer so eine Hassliebe. Ich habe gesagt, boah, ich hasse das und so. Und eigentlich weiß mein Trainer aber auch so einmal im Jahr, habe ich irgendwie den Reiz dazu, das halt zu machen. Und dann hat mein Trainer auch irgendwie dann überall all den ganzen Interviews und so gesagt, ja, die Saison hat eigentlich erst im November auf, bei der Cross-Country-Meisterschaft und dann bin ich von Tokio, hatte ich so ein bisschen Pause danach und hab mich dann ready gemacht, noch Cross-Country, Conference mitzulaufen, was ja auch so ein bisschen dann ähnlich ist, vielleicht wie bei dir, wobei ich ja schon sehr hohe Ansprüche an mich auch hatte, dementsprechend hab ich das schon noch ernst genommen, aber das war für mich jetzt auch gar nicht so ein, also, ich hatte da schon auch irgendwie Bock drauf dann und das war halt eine ganz andere Challenge, ist natürlich dann, ich wurde dann schon dann so anmoderiert, wo ich mir so dachte, oh Leute, das ist schon ein bisschen was anderes.

Aber ja, ja, viel gewesen. Aber ja, mental ist das auf jeden Fall teilweise härter schon. Bleiben wir nochmal bei dem nächsten emotionalen Schritt, der ja sehr, sehr großer emotionaler Schritt war, nämlich mit, einer Hundertschaft Kolbe-Ultras bei den deutschen Meisterschaften. Also gefühlt, ja. Erstmal muss man ja sagen, Shoutout an die Jungs vom Auslaufen-Podcast, die natürlich da mit der Stimmungskurve wirklich was geschaffen haben. Wenn ich das richtig weiß, ist das jetzt am Wochenende auch bei den deutschen, Hallenmeisterschaften. Live auf sportshow.de jeden Tag, ganzen Tag.

Aber da haben Deine Gruppe hat da ja nochmal rausgestanden, weil alle mit den Trikots und so weiter. Plus, also so lange habe ich dich ja noch nicht jetzt optisch laufend verfolgt. Aber so wie du da gejubelt hast und was dir das bedeutet hat, das war was anderes. Dieser Meistertitel da über die Linie zu laufen als erstes und dann da hinten rüber und da ist dann deine ganze Family und die ganzen Leute aus deiner Heimat und so weiter. Ja, nimm uns mal mit.

Ja, also ich kam ja dann von den World University Games, wo dann auch irgendwie, das war schon auch anstrengend. Und dann habe ich mich irgendwie so ready gemacht für die Deutschen. Das war halt für meine Familie auch einfach so, die Saison war so krass, Aber irgendwie haben sie natürlich nicht sehr viel live miterlebt. Also eigentlich gar nicht. Ich war halt irgendwie immer weg. Und natürlich Livestream und alles. Aber irgendwie war klar, okay, wir wollen so ein bisschen die Saison da halt zusammen feiern.

Und dann sind die, ein paar waren auch schon Samstag da, aber die meisten sind dann Sonntag angereist. Das ist auch immer ein bisschen Druck, weil alle kriegen nur zum Finale. Ja, ist so klar. Wir kommen zum Finale, ist klar. Ja, ist halt auch so meine Familie. Nee, aber dann kamen die und die haben sich ja auch so T-Shirts gemacht. Das wusste ich auch nicht. Also ich kam dann raus und habe es dann halt irgendwie erst gesehen. Und ich muss halt ehrlich sagen, ich habe mich halt auch so gefreut danach, weil ich es auch einfach nicht mehr so erwartet hatte. Also ich konnte im Training kaum noch schnell laufen und so. Und es war dann schon so, ich will es unbedingt machen für meinen Verein und für alles. Aber ich habe jetzt nicht unbedingt damit gerechnet, dass ich da eine Medaille hole oder so. Also es war jetzt wirklich so, dass ich sagte, okay, mal sehen. Aber ich habe mich einfach voll auf das Event gefreut und habe mir da jetzt auch nicht so einen großen Druck gemacht und habe einfach gedacht, ich habe voll Lust, einfach mit meiner Familie so meine Saison zu feiern. Und dann habe ich mich aber irgendwie voll gut gefühlt und dann lief der Vorlauf gut und dann kam die Familie und dann war Finale und das war einfach so ein schöner Wettkampf. Und deswegen war das dann auch so emotional und dann alle halt auch live da zu haben, das hatte ich halt die ganze Saison nicht, dass sich so nach dem Zieleinlauf irgendwas Cooles ist passiert und ich kann meine Eltern drücken. Und es war irgendwie einfach ein richtig schöner Tag ja.

Ja, das kann man so machen, absolut. Da habe ich ja deine Eltern auch kennengelernt, also persönlich kennengelernt. Vorher habe ich ja immer nur über die gesprochen, weil du mir gesagt hast, ja pass auf, die heißen so und so. Oh, ja. Grüß mal. Also das sind ja ganz nette Menschen. Völlig überraschend.

Man hat natürlich da schon gemerkt, also dass deiner ganzen Family das schon was bedeutet, was du da, dass du ja viel eben auch von zu Hause weg und für dich alleine und so weiter. Das haben die da schon irgendwie zurückgegeben, fand ich jedenfalls so von außen betrachtet an dich. Hast du das auch so empfunden? Ja, voll. Also es hat sich auch, also meine Familie, da war jetzt niemand so, der aus der Leichtathletik kam. Also auch meine Schwester und mein Bruder, die machen ja alle so komplett andere Sachen. Und den Support, den wir aber untereinander haben, ob das jetzt ein Fußballspiel von meiner Schwester ist oder mein Bruder macht Musik, ist einfach irgendwie immer voll da. Und es ist einfach auch schön zu merken, dass für mich war das halt extrem wichtig. Und das haben die halt gemerkt und gesehen. Und deswegen war es für die halt dann auch voll wichtig. Und es ging natürlich dann noch zu gewinnen, war sowieso nochmal viel größer, weil ich habe bei einer Deutschmeisterschaft noch nie vorher überhaupt eine Medaille geholt. Und ja, das war einfach irgendwie schön, dass sie das alle so gemerkt haben, wie wichtig mir das auch ist. Und dass ich dann da natürlich vor allem Gold geholt habe, war halt dann irgendwie nochmal besser so.

Ja, deswegen irgendwie einfach ein richtig schöner Tag. Wir haben auch das Bild hier noch. Das Bild ist ja dann auch so ein bisschen durch Instagram gegangen. Das hängt hier bei uns an der Wand. Das ist einfach eine schöne Erinnerung. Also das Bild ist das, wo du praktisch ja in der, wie soll ich sagen, in dem großen Kissen der Kolbe Ultras dich fallen lässt, nachdem du Gold gewonnen hast. Ja, schon auch ein Bild der Meisterschaften, müssen wir ja klar sehen, also auch wie du über die Ziellinne läufst, aber das Ding sicher auch, keine Frage. Und dann kommt ja noch mal eine WM. Wo ganz viele sagen, wow, einmal WM. Ich war nie bei einer WM. Nach so einer Nummer kommt dann noch mal eine WM. Wie bist du denn da überhaupt noch hingekommen? Vom Kopf her. Ja, also ich habe dann auch irgendwie gesagt, weil es war ja die ganze Zeit extrem knapp, ich habe ja die Quali bei 0,02 halt nicht direkt die Norm gehabt und deswegen war es die ganze Zeit irgendwie so, ja okay, vielleicht ist das noch eine Option. Ich habe mich da tatsächlich gar nicht so darauf fokussiert. Ich habe gesagt, ich habe schon so viele Rennen gemacht, ich mache jetzt nicht noch extra irgendwelche Läufe. Wenn es irgendwie klappt, dann klappt es und wenn nicht, hatte ich so eine tolle Saison. Das wäre auch voll okay gewesen. Und dann hat es aber geklappt und dann bin ich aber auch erstmal wieder nach Amerika, wo dann alle aus ihren Sommerferien kamen.

Wie waren deine Holidays? Ja, Moment mal. Ich bin immer noch an der Saison. Ähm, Das war auch witzig, weil die hatten ja dann Anfang der Cross-Country-Saison und ich war aber noch in der Track-Saison. Da haben halt alle sich auch drüber lustig gemacht und so, aber es war voll nett und lustig so.

Und ja, dann war WM und das war irgendwie, ich muss aber sagen, natürlich war das irgendwo der größte Wettkampf vielleicht, aber emotional hatte das nicht so viel Wert wie die Sachen davor. Das ist voll interessant. Kannst du uns erzählen, warum das so ist? Weil bei mir ist das diese Geschichte auch, wo die Leute oft fragen oder die klassische Interviewfrage, was das krasseste, emotionaleste, für dich wie auch immer wertvollste Rennen deiner Karriere, da denkt jeder, das sind die Olympischen Spiele gewesen. Kurioserweise, also das ist ein ganz enger zweiter Platz, aber der absolute Nummer 1 Platz ist Berlin Marathon 2015, das ist das Rennen, was mein erster Marathon war, nachdem Ralf weiß das ja, Frankfurt im Jahr vorher absolutes Desaster war, erstes Mal versuchen den Marathon zu laufen, wo auch ich nicht im Ziel geändert habe. Ein Jahr später laufe ich meinen ersten Marathon und das war dann am Ende die Leistung, die mich zu diesen Spielen gebracht hat und diese, komische, emotionale Mix aus ich habe fast aufgehört, weil ich dachte, das wird nichts mehr so zu, okay, ich probiere noch ein Rennen und das ist dann das Ticket, wo ich zu diesen Spielen bringe. Deswegen, das finde ich jetzt total spannend. Warum waren jetzt die WM nicht für dich so gleichwertig wie zum Beispiel die Deutschen und der Erfolg bei den Deutschen mit dem Titel? Ja, ich glaube, das ist einfach, weil ich mich nie so auf solche Sachen irgendwie fokussiert habe letztes Jahr, sondern irgendwie einfach, ich weiß auch nicht, Ich wollte irgendwie, ja, ich hatte meine Familie dort irgendwie.

Ist vielleicht WM auch einfach noch so, dass ich halt auch wusste, okay, ich fahre da mit und ich kann da viel erleben, aber die Weltspitze ist halt noch einen Ticken weg, sodass ich einfach irgendwie emotional mit meiner Familie und da erstmal in deutschen Mannschaften gewinnen, hat sich irgendwie als Emotionaler bei mir so abgespeichert. Und natürlich hat die WM zum Beispiel mich extrem motiviert, weil ich einfach gemerkt habe, okay, ich bin halt noch voll weit weg davon irgendwie da, so auch mit den mehreren Runden. Und das war ja wirklich auch in Tokio. Also da musste man sich ja vier Stunden vorher gefühlt warm machen, weil das alles so weit war. Und da dachte ich mir auch so, okay, das musst du erst mal machen, drei Tage hintereinander.

Also Tokio hat mich extrem motiviert. Und die Deutschen waren halt irgendwie so, ja, das hat so meine ganze Saison completed. Also es waren einfach so verschiedene Aspekte, aber es war trotzdem natürlich besonders, so würde ich das jetzt auch nicht sagen, aber wenn ich so zurück überlege, so Team-M-Deutsche, das war irgendwie letztes Jahr so ein bisschen die Highlights, ja.

Was sind denn dann so Learnings, jetzt mal davon abgesehen, dass die zeitliche Dimension eines Laufes eine ganz andere ist, als wenn du jetzt zu einem Meeting hinfährst oder bei deutschen Meisterschaften.

Was sind die Learnings, die du da mitnimmst? Das Reinkommen ins Stadion, die andere Konkurrenz. Was ist das, was so eine WM dann halt nochmal eine andere Stufe in deinem sportlichen Treiben macht? Ja, genau. Also, dass du zum Beispiel schnell laufen, halt nicht reicht mehr. Also, da gehörte dann einfach noch viel irgendwie dazu. Natürlich einmal dieses taktische Tempowechsel, auch irgendwie keine Angst zu haben. Also, ich habe mich da schon relativ irgendwie wohl gefühlt und konnte es auch voll genießen. Aber natürlich hat da von der Leistung her schon noch was gefehlt, um so in die nächste Runde zu gehen. Aber auch so diese ganzen Abläufe. Ich war ja dann zum Glück auch, also hatte On mich dann auch eingeladen. Und ich war dann schon mit sozusagen meinem jetzigen Trainer dort und ich muss sagen, ohne den wäre ich da auch voll verloren gewesen. Also es sind so Abläufe und so Organisationen, die ich gar nicht kannte einfach und es ist einfach viel größer. Wir waren 5.000 Leuten in einem Hotel. Ich glaube, da muss jeder auch erstmal so ein bisschen seinen Platz finden und es ist aber, glaube ich, trotzdem wichtig, dass so Nachwuchsathleten sowas auch mal so einfach erstmal erleben können. Man könnte jetzt sagen, okay, von der Leistung her war es jetzt vielleicht nicht so, Also nicht beste Leistung der Saison, sage ich mal, aber ich glaube so als Learning und um sich darauf nächstes Mal wieder einzustellen, war das extrem wichtig, die Erfahrung gemacht zu haben.

Ich erinnere da immer sehr gerne an Malaika Mihambo, die übrigens schon ein paar Sachen gewonnen hat auf Weltstandard. Die war bei ihrer ersten WM übrigens 13., also in der Quali ausgeschieden. Und die sagt immer, das war so wichtig für mich, das einmal zu verstehen, was dann plötzlich von einem gefordert wird oder was dann halt Tango ist. Bei so einer Geschichte, da hilft ja ein Meeting nicht. Ein Meeting ist ja immer nur ein Ausriss der Weltklasse. Du hast diese ganzen formalen Geschichten nicht, diesen ganzen, Callroom 1 und 2 und nochmal mit dem Weg hin und her fahren, das hast du alles nicht bei einem Meeting, sondern da gehst du hin und da ist ja viel auf euch Athleten fokussiert. Das ist bei der WM tatsächlich nicht so. Das wird ja auch vielen nicht so klar, dass da sehr viele so formale Abläufe eben eine Rolle spielen. Also das war ein extrem wichtiger Entwicklungsschritt für dich, klar? Ja, doch. Das stimmt. Und dann kommen wir zu meinem Lieblingsevent. Du bist ja ein bekannter Ausdauerfreak, der ja Grundlage, Grundlage, Grundlage gerne macht. Also nicht, ich erinnere noch, ja, den Spruch, den du hier bei unserem ersten gemeinsamen, hast du gesagt, ich baller wahnsinnig gerne.

So, damit kommst du natürlich jetzt nicht zwingend über so ein Cross-Country-Rennen drüber. Ja. Und deshalb fand ich es echt cool, dass du gesagt hast, okay, ich stelle mich da jetzt hin und ich weiß gar nicht, was ich hier so genau machen soll und wie ich losrennen soll und wie es weitergehen soll und so. Ist aber trotzdem cool. Und dann kommt ja doch wieder die ehrgeizige Smilla um die Ecke und sagt, Momentchen mal, ich habe schon doch eine Idee. Ich glaube, ich hatte dir vorher geschrieben, also unter 20 schaffst du. Ja. Du musst mal gucken. Ja. Ich hatte ja auch JGBT ja dann so gefragt und meinte so, ja, hier, das sind meine Zeiten, so, was glaubst du? Und dann meinte so, 1930. 1930 dachte ich mir, nee.

Also, ich habe das ja schon die Jahre davor immer gemacht. Und ich glaube, es ist auch extrem wichtig, so, ich weiß halt irgendwie, was mich gut gemacht hat. Und ich will ja dann nur, weil ich jetzt seit der WM war, nicht das jetzt, also für mein Team erstmal und ich wusste auch, dass es mir mental gut tut, nicht nach Tokio dann direkt so irgendwie abzufallen, und mein Trainer war da aber auch, also hätte ich jetzt gesagt, boah, ich will es nicht machen, hätte er auch gesagt, ja komm, mach es nicht, aber ich mag das auch einfach gerne mit Leuten zusammen zu laufen und die haben sich halt alle ready gemacht dafür und dann hatte ich halt Bock da, drei Wochen habe ich da Bootcamp Cross Country Vorbereitung nochmal, ja und habe auch echt hart trainiert dafür. Also es war mir extrem wichtig. Und ich glaube, dass mental dieses Cross-Country einmal im Jahr, habe ich das ja vorher auch immer gemacht, es ist mental für mich so hart, dass ich danach immer denke, boah, jetzt kannst du mir alles auf den Plan schreiben, jetzt ist auch egal so.

Und ja, und dann lief es auch echt gut. Ich bin auch PB gelaufen und so. Also... Das war schon lustig, ja. Sag nochmal eben, ich hab jetzt nicht ganz genau in Erinnerung, was gelaufen ist. Ich hab eine Idee. 16, 21. Ich hatte 16, 40 in Erinnerung, ja. Aber 19, 30 find ich geil, dass Jetty Pity für eine Weltklasse 800 Meter Läuferin einfach mal 19, 30 auswirft, das ist geil. Ich hab halt so ein bisschen meine Paces oder meine, was ich im Training gemacht hab, so eingegeben. Warst du Golfplatz-mäßig oder warst so Cross-EDM Serbien, Dublin, keine Ahnung, Matsch bis zum Knie und du brauchst eigentlich eine Schwimmweste, damit du nicht ertrinkst. Also es war schon ein amerikanisches Cross-Country-Golf-Kurs. Also natürlich ist es ein bisschen hoch und runter. Aber das war halt schon für schnelle Zeiten gemacht. Und für mich war 16, also ich hatte niemals gedacht, dass ich... Das ist voll gut. Ich wollte gerade sagen, du bist voll gut dafür. Hast du Spikes angehabt? Oder hast du das mit Schwertz gemacht? Die On hat mir tatsächlich auch richtig süß eine Woche davor einfach Cross-Country- Bikes geschickt, weil mein Trainer wusste, dass ich das mache. Das war echt süß. Und dann habe ich das gemacht, ja. Aber Puls war halt auch so 205 Average. Also vorm Laufen.

Durchgehend, wirklich. Ja. Das ist schon, ja. Ja, das ist, wie soll ich sagen, Charakter-Building. Voll, das humbelt einen extrem, weil es ist ja auch egal, wie schnell man läuft, es tut ja allen weh. Also es ist ja auch Egal, was für einer Shape man ist. Und natürlich war ich dann auch ehrgeizig. Und dachte mir dann, wenn ich das schon einmal mache, dann mache ich es auch richtig. Und dann fangen die halt alle mit 3.07 an und so. Und dann kann ich ja nach einem Kilometer schon nicht mehr. Und dann ist es halt einfach Qual. Aber man ist danach immer so happy. Und es ist ja auch eigentlich voll der komische Weid, weil man kommt da morgens um 6 hin. Es ist komplett dunkel, komplett kalt und nebelig. Weil der Start halt irgendwie um 8.15 Uhr oder so war. Und da fragt man sich dann wirklich, was mache ich eigentlich hier? Aber dann ist halt das Team drumherum und so. Und ich wusste halt auch nicht so richtig, okay, in was für einer Form bin ich. Aber mein Trainer konnte das echt gut einschätzen und meinte so, ey, hab keine Angst, wenn du am Anfang schon irgendwie in der Top 5 da mitläufst. So, das packst du und dann ging es ab.

Also unabhängig davon, wahrscheinlich machen es auch dann am Ende des Tages zu wenig, dass man es wirklich so überprüfen und vergleichen könnte. Aber ich kenne jetzt nicht so viele 800 Meter Läuferinnen, zumindest nicht in Deutschland. Jetzt mal sagen, wenn es sein muss, renne ich auch eine 16-20 irgendwie auf einem Golfplatz über fünf Kilometer. Also das ist ja dann trotz alledem, klar, okay, hoher Puls, ekliges Gefühl und so weiter und so fort. Aber alleine, ich würde mir keine drei einfach Bock drauf hätten, die sagen, ah ja, komm, auf jeden Fall nach der Saison, das brauche ich jetzt noch so. Und dann ist ja erst mal das Ding, das zu machen, ist ja schon krass. Also das ist ja trotzdem eine gute Leistung, muss man sagen. Ja, also ich war auch, ich hätte auch nie gedacht, das fiese ist ja auch, dass so zwischendrin stehen ja auch keine Leute, die dich anfeuern und da sind halt überall so Bäume und Büsche und du denkst dir so, am liebsten willst du einfach hier reinlaufen, mich verstecken. Verstecken? Wirklich, aber ja, ich glaube, das durchzuziehen macht mental schon viel und ich weiß nicht, ich habe dann ja, ich habe dann irgendwie so gepostet Cross-Country Retirement und dann hat mein jetzt, also mein neuer Trainer jetzt geschrieben, wer sagt, dass du retired bist und ich bin so, oh nein. Oh mein Gott, ja. Aber mal schauen. Keine Ahnung. Natürlich ist es auch was anderes. Ich weiß jetzt nicht, ob ich das für mich alleine machen würde, ehrlich gesagt. Das ist natürlich mit dem Team dann auch irgendwie so was anderes.

Gut, aber du hast ja jetzt auch eine Trainingsgruppe. Da kann man ja auch ein Social-Event draus machen. Ja, und es gibt auch immer mehr Wettbewerb bei Cross-Europa-Meisterschaften, teilweise auch Mixt und sowas. Ja, jetzt hier nicht mein Trainer auf, weil ich gesagt habe. Ich weiß nicht, ob Louis hier mit reinhört oder so, aber vielleicht bringen wir dir auch ein paar Ideen dann. Das macht er schon manchmal, ja. Der hört schon manchmal rein. Also ich habe auf jeden Fall auch noch ein paar Sachen auf dem Zettel hier, nämlich obviously steht mir ja kurz vor der deutschen Halbmeisterschaft und das können wir aber noch ein bisschen aufschieben. Also spannend ist ja vielleicht auch mal, weil wir jetzt gerade eh von deinem Trainer gesprochen haben, wie, Wie und wo lebst du eigentlich jetzt inzwischen? Also du bist jetzt nicht mehr, glaube ich, so fest mit der Base in den USA. Aktuell, das hatten wir vorher off-records schon mal so ein bisschen gesprochen, bist du ja gerade wieder in deiner Heimat, was aber auch Sinn macht, jetzt wahrscheinlich eben wegen der Deutschen Hallenmeisterschaft. Du warst aber auch zwischenzeitlich im Trainingslager mit deiner neuen Trainingsgruppe in Monte Gordo, konntest da die Gegend schon mal ein bisschen erkunden.

Ab wann hast du deinen Lebensschwerpunkt aus dem USA mehr wieder nach, ich sag jetzt mal Europa, weil ich weiß gar nicht, wo du sonst noch rüber warst, vielleicht warst du auch in St. Moritz oder so oder in der Schweiz, aber eher hier wieder rüber verlegt und ist das jetzt das Ding, wo du sagst, ja, weil die Trainingsgruppe ist ja überwiegend hier, wenn sie nicht in Trainingslagern sind, ziehst du vielleicht auch in die Schweiz? Wie ist so da der, wenn der Plan überhaupt schon besteht, aber die Gedanken dazu? Also man lebt so überall und nirgendwo. Also es ist natürlich auch, ja es ist schon was anderes hier. Mittelstrecke, Profi, das ist ja, jeder ist ja dauernd irgendwo. Ich bin dann, ich habe am 12. oder 13. meine Graduation gehabt und da ist mein Papa auch rüber geflogen. Und dann haben wir Auszug gemacht, dann bin ich am 16. Oder 15. hinten, Dezember ausgezogen und bin dann mit drei Koffern dann nach Deutschland, meinen ganzen Sachen und bin jetzt, ja das ist jetzt so ein bisschen das Ding, also ich bin dann bis Ende Dezember sozusagen erstmal bei einer Familie geblieben, hab Weihnachten gefeiert und bin dann ab Anfang Januar sozusagen offiziell mit meiner Trainingsgruppe gestartet in Montegordo, und wir haben von on Apartments in der Schweiz, wo auch mein Trainer halt wohnt und da gibt es ja auch also Macklingen da in der Nähe, dieses Zentrum, wo wir dann halt so.

Trainingsblöcke machen, sag ich mal, aber dadurch, dass wir alle aus verschiedenen Ländern kommen und ja auch Familie, Freunde und so überall haben, fahren wir zwischendurch dann auch nach Hause. Und da bin ich jetzt erstmal bei meiner Familie und muss jetzt mal schauen, ob ich mir noch irgendwo was Eigenes besorge. Aber man ist halt einfach nicht oft zu Hause. Deswegen, ja, es ist schon ein ganz anderer Lifestyle irgendwie. Aber genau, wir sind dann halt ab und an in den Trainingsdagen. Wir können immer in die Schweiz. Also da ist immer so eine WG quasi mäßig für uns dort, wo wir dann halt sein können. Also es macht natürlich nur Sinn, wenn dann auch wirklich viele Athleten da sind, der Trainer da ist und so. Und jetzt haben wir halt alle auch verschiedene Meetings, die wir laufen. Dann ist das immer so ein bisschen hin und her. Und ich kann hier halt auch gut trainieren und bin auch gerne ja bei meiner Familie ab und an mal. Und bis zu den Deutschen genau bin ich jetzt erstmal hier. Und dann, ja, so ist das ungefähr. Also viele gehen ja nach Sankt Moritz logischerweise. Ja, also Höhentraining hast du ja, wenn ich das richtig weiß, noch nicht so strukturiert in deinen Aufbau eingebaut, weil ihr das da halt einfach im College so nicht gemacht habt. Muckling ist jetzt nicht richtig Höhenlage. Das ist ein bisschen höher, aber das ist nicht wirklich Höhentraining.

Ne, also Höhentraining haben wir jetzt auch noch gar nicht irgendwie gemacht. Wir fahren halt nach Südafrika öfter. Also ich muss sagen, diese ganzen Sachen sind eigentlich auch irgendwie ganz cool. Man ist jetzt so Profi und es ist für mich alles komplett neu. Ich war noch nie in Montegordo Und ich war dann auch so, da waren einfach 50 andere Deutsche noch irgendwie. Das kenne ich ja auch nicht. Das war auf einmal im Training, als ich da auf dem Boden lag. Deutsche kam, meinten, komm, Smilla, steh auf. So, da war ich auch so in Amerika, wo ich da eine Ruhe gelassen. Nein, Spaß, aber... Das ist natürlich, Südafrika war ich halt auch noch nie.

Das machen wir, das hat ja so ein bisschen Höher, aber so Höhentrinkslager machen wir gar nicht. Also für 800 ist das wohl nicht... Ich glaube, das ist eher so für die längeren Strecken dann. Das ist, glaube ich auch, ja. Ich wollte gerade sagen, von den Effekten wahrscheinlich für längere Strecken.

Noch reizvoller und effektiver. Das hat dein Coach dir noch nicht gesagt, dass das die übernächste Stufe ist. Ich wollte gerade sagen, ich gehe aber mal davon aus, spätestens wenn die Sommersaison jetzt in dem neuen Setup mit dem neuen Team vorbereitet wird, bin ich mir recht sicher, auch mit dem, wie soll ich sagen, Support deines Sponsors On werdet ihr vermutlich schon hin und wieder auch mal in St. Moritz sein. Weil Onda ja relativ häufig mit den Athleten da ist und muss man aber auch sagen, auch unabhängig davon übelst geile Trainingsbedingungen es ist jetzt ja nicht so hoch also es ist so 1700, 1800 je nachdem aber das ist schon auch so, wenn man sagt man möchte da trainieren so zwischen Juni, Juli bis August ist schon ein Traum da aber genau, das kannst du ja alles ganz entspannt auf dich zukommen lassen sag ich euch dann Bescheid ja unbedingt, wir werden das auf jeden Fall verfolgen vielleicht müssen wir dann einen Podcast aus St. Moritz nochmal machen damit ich so ein bisschen in Nostalgie schläge kann. Du brauchst aber so ein Fenster mit so einem Panorama hinter dir, bitte. Also ich glaube gar nicht, dass das jetzt im Plan ist. Aber ich sage Bescheid, falls das so ist.

Sag doch lieber mal, wer in deiner Gruppe noch ist, weil das ist ja auch spannend. Mit wem trainiere ich denn eigentlich? Ja, also sind das alles so junge, voll motivierte wie du, erfahrene? Also was ist das für ein Mix, der dir da begegnet ist? Weil du hast dich ja für die entschieden, logischerweise. Ja, also ich muss sagen, ich bin echt extrem happy. Also ich mag die alle so gerne. Noch, noch, aber nicht Spaß. Es macht alles voll Spaß. Also wir haben Gabriela Gajanova aus der Slowakei. Also die ist ja auch Vize-Europameisterin gewesen. Also wir haben wirklich viele Leute, die bei Olympia schon waren. Also ich bin da noch, ich renne da auch oft hinterher und so. Also es ist schon eine sehr starke Trainingsgruppe. Dann haben wir aus der Schweiz, Und Valentina Rosamilia. Ich weiß nicht, ich sage jetzt hier alle Namen. Ja, ja, hau raus. Okay, generell einfach irgendwie viele echt starke Leute. Und es ist halt auch sehr selten zu finden, dass man so eine Trainingsgruppe hat. Dann haben wir noch eine Niederländerin. Dann haben wir unsere Assistant Coach. Sie ist letztes Jahr retired. Sie war schwedische Nationalrekordhalterin.

Auch mit einer 1,58. Also es sind einfach extrem starke Leute und das Coole ist dabei halt, dass man sich keine Plätze wegnimmt, sage ich mal, sondern man kann halt zusammen zur WM fahren, man kann zusammen zur EM fahren und jetzt haben halt alle am Wochenende ihre Nationals und das ist halt irgendwie auch voll cool, dann supporten wir uns alle gegenseitig und hoffen halt, dass wir alle irgendwie ja zu den internationalen Meisterschaften kommen, also, Das ist schon eine echt starke Trainingsgruppe, muss man schon sagen. Und ich kann extrem von denen natürlich auch lernen, weil die wissen halt, wie solche Abläufe sind. Ich war jetzt das erste Mal bei einem Meeting. Ich habe vorher auch noch nie ein Meeting gemacht, so wie das da so läuft. Die dich einladen, dann irgendwie da abholen und dann hast du da ein Athletenhotel und so. Und das ist halt schon cool, so Leute zu haben. Und vom Alter her bin ich wahrscheinlich eher eine der Jüngeren. Wir haben noch eine ganz junge und dann Valentina ist auch ein bisschen jünger. Aber sonst sind eigentlich alle älter. Und das ist schon ein sehr cooler Mix an Leuten.

Ich war kurz verwundert, weil du sagst, du warst noch nie bei einem Meeting, wo du jetzt so eingeladen warst. Hast du sonst wirklich ernsthaft nur bislang College-Wettkämpfe gemacht und Meisterschaften? Ja, also sonst gab es ja auch nichts. Aber wenn du jetzt in Europa warst oder so, oder warst du jetzt überhaupt erst letzte Saison das erste Mal in der College-Saison öfters hier? Also ich habe, glaube ich, einmal Funkstadt vor zwei Jahren oder so gemacht. Das ist cool, aber das ist wahrscheinlich nicht der Vibe, wie das, was du jetzt meintest, so mit Meeting und Offiziellen. Nee, habe ich nie gemacht. Ich hatte ja auch nie irgendwie einen Trainer dann hier. Also ich habe das in Deutschland dann immer so alleine gemacht. Und dadurch, dass ich die Qualis dann ja auch schon hatte, war jetzt auch dann so ein bisschen, ich muss jetzt nicht noch mehr Wettkämpfe machen. Und deswegen habe ich mir die Meetings einfach aufgehoben.

Nee, aber... Wird das auch nochmal so eine neue Welt, weil also Meetings sind, Ist cool, wenn man da eingeladen wird, aber da gibt es natürlich auch von Biss. Ich sehe schon Smilla erstes Mal, Diamond League, Letzig rund und so. Das wird dann nochmal so ein bisschen Eye-Opening werden. Wahrscheinlich, ja. Aber es ist irgendwie auch cool, weil man ist ja da, wir saßen da neben Femke und haben da Abend gegessen. Am nächsten Morgen sind wir zusammen gelaufen und dann hat die uns vor ihrem ersten 800er noch nach Tipps für 800 gefragt und uns dann alle abgezogen. Also es ist schon auch irgendwie witzig und man lernt halt von vielen Leuten kennen. Und für mich ist es vielleicht auch ganz gut, dass ich da halt vorher so mein eigenes Ding gemacht habe und jetzt da so alle neu kennenlernen kann und so ein bisschen was Neues. Neu ist ein gutes Stichwort. Genau, was dein neuer Trainer eigentlich für ein Typ ist. Ja, Louis.

Vorsicht, weil Philipp kennt den. Ich kenne ihn schon lange, ja. Jetzt habe ich ihn natürlich schon jahrelang nicht mehr gesehen, leider als so spätestens, als ich mich mehr Richtung Straße orientiert habe, aber in vielen Trainingslagern früher gesehen. Und teilweise auch kleine Athletin mit unseren, damals aus Regensburg, dann zusammen trainiert und so. Genau, also es war für mich natürlich schon, ich hatte wirklich ja echt einen tollen Trainer in Amerika. Und das hat wirklich überall einfach so harmoniert. Das ist für mich natürlich dann schon erst mal so ein Stepper, okay, neuer Trainer. Hatte ich auch so ein bisschen so, okay, mal sehen. Und dann hatten wir aber Kontakt. Und er hat wirklich sich auch sehr auf mich so eingelassen im Sinne von, also ich habe jetzt übrigens hier auch eine Laufuhr. Boah, das ist voll fatal. Weil Ralf denkt sich so, das ist ja, das braucht es doch gar nicht zum Laufen. Ja, seit anderthalb Wochen auch erst. Also es waren halt so ein paar Sachen, die natürlich bei ihm auch anders sind. Also dass wir so Laufuhren haben und dass er da so Herzfrequenz und so gucken kann, ist für ihn halt wichtig. Und er hat aber auch wirklich mir lange da Zeit gegeben. Und wir haben den Übergang echt, hat er sich extrem Mühe gegeben, hat extrem viel, auch mit meinem Trainer sozusagen, haben die sich abgestimmt. Auch dann, als ich in Tokio war, war ich ja mit Louis schon und habe aber noch so ein bisschen auch das Training von meinem Trainer gemacht. Also es war ja wirklich einfach so ein bisschen ein Mix und er hat es mir einfach extrem leicht gemacht und mich da überall einfach erstmal mitgenommen und...

Ich habe einfach das Gefühl gehabt, ich konnte da sehr einfach ich selbst weiterhin sein und bin erst einen Schritt auf mich zugekommen und dann so mit der Laufung bin ich dann auf jeden Schritt zugekommen.

Aber auch in Montegordo haben wir da auch viel Quatsch gemacht, weil ich da halt nochmal eine Stoppuhr hatte und jedes Mal, wenn er mit einer Stoppuhr kommt, sagt er, guck mal, ich bin heute Smiller. Also es ist halt einfach irgendwie echt nett und ich habe mich da einfach sehr wohl gefühlt, weil er halt auch irgendwie die Erfahrung hat und irgendwie weiß, dass jeder Athlet halt ein bisschen anders ist und für mich das ja auch alles einfach so sehr neu war. Und deswegen bin ich einfach voll happy, dass das so gut funktioniert hat und er da auch so Patience hatte mit mir, auch so mit Trainingstagebuch und so. Das habe ich ja nie gemacht und wir haben das jetzt alles ganz ordentlich und ich habe mir da echt Mühe gegeben. Stellt euch mal vor, jetzt du bist Trainer von einer Trainingsgruppe junger, erfolgreicher Achtzorn-Meter-Läuferinnen und das sind so zehn oder so. Und keine würde so Trainingstagebuch finden oder hätte irgendwelche verwertbaren Daten, so auf wen du aus der Ferne irgendwie versuchen könntest, so ein Trainingsblatt anzupassen. Das ist ja auch echt so Suicide-Kommando dann.

Also genau, spätestens wenn ihr ja nicht am gleichen Ort mal seid, ist natürlich das wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, natürlich neben dem persönlichen Austausch so, aber zu versuchen zu eruieren, ob ihr gerade so halbwegs im richtigen Bereich trainiert. Genau, und das ist natürlich auch in diesem Profibereich einfach, also ich sage immer Profi, weil für mich sehr wirklich als College und Profi wirklich sehr anders war. Für viele ist das ja dann schon relativ ähnlich, wie die trainieren, aber ich trainiere natürlich jetzt auch irgendwie mehr und härter und da sind halt einfach andere Sachen dann auch wichtiger und das hat er mir auch alles erklärt und das verstehe ich auch alles und deswegen habe ich schon gemerkt, okay, vielleicht macht es wirklich mal Sinn, so Laktat und so zu messen, einfach weil ich nicht mehr.

Wenn man einfach härter trainiert, sind halt solche Sachen dann schon auch irgendwie wichtiger, dass man dann nicht in irgendwie Trainings, die eigentlich irgendwie Threshold sein sollen, dann einfach zu hart geht. Weil dann am nächsten Tag halt wieder was kommt. In Amerika war das ja wirklich noch relativ fokussiert auf bestimmten Tagen und halt einfach ein bisschen anders so von der Struktur. Aber wir haben das auch gut da, auch einen guten Übergang gefunden. Also ich bin echt sehr happy, wie da alle miteinander gearbeitet haben. Und ich glaube, das ist schon auch selten. Und jetzt bist du auch auf Strava, oder? Deshalb haben wir das ja auch sicher gefragt, weil oft ist das ja ein Riesenproblem, einfach nur den Trainer zu wechseln. Weil es ist immer ja ein Tick anders, es ist ein anderer Fokus. Du hast es gerade gesagt, läufst du Schwelle oder läufst du nicht Schwelle? Wie hart sind tatsächlich intensive Einheiten? In welcher Frequenz kommen die in der Woche? Und so weiter und so weiter. Alternatives Training, ja, nein, vielleicht. Krafttraining, ja, nein, vielleicht. Das sind so viele Faktoren, die bei jedem Trainer einen Ticken unterschiedlich sind oder eben ganz unterschiedlich sind. Und oft sagt man ja, okay, man braucht ein Jahr, bis man sich dann wieder adaptiert hat. Bei so einem smoothen Übergang, und du hast es ja gesagt, das hat schon sehr früh bei dir angefangen, also in der Phase, ja eigentlich noch so eher mittig in der Saison, wenn man das jetzt mal so bis Herbst zieht, dann ist das tatsächlich nicht oft so. Das muss man tatsächlich sagen.

Ja, ich glaube auch, dass so Trainerwechsel hier oder dass es einfach in Amerika so ein ganz normales Ding ist, weil mein Trainer hat das dann immer mit der NBA oder so verglichen, dass Leute, die aus dem College kommen, die die Möglichkeit haben, dann das normal ist sozusagen. Und ich habe das Gefühl, hier ist es oft nicht normal, dass man halt den Trainer wechselt, weil meistens erst irgendwas passieren muss oder erst mal schlecht läuft oder so. Und so einen Trainer zu finden, der da wirklich so selbstlos ist und irgendwie einfach nach dem Besten für mich schaut, halt auch vielleicht einfach so ein bisschen selten. Also die haben sich da beide einfach extrem viel Mühe gegeben und mein Trainer hätte ja auch sagen können, nee, bleib bei mir, das hat so gut geklappt und mir irgendwie Angst machen können, aber das hat er halt gar nicht gemacht. Ja. Und jetzt musst du das erste Mal Deutsche Hallenmeisterschaften laufen? Ist das erste Mal? Ja, ich habe noch nie, ich habe glaube ich einmal so eine 4x200 Meter Stoffel gemacht oder so, aber sonst noch nie. Ja, es ist jetzt ja auch nie. Es ist genauso, nur du bist alleine.

Wie alleine? Ja, 4x200 läufst du jetzt alleine. Achso, stimmt, stimmt, ja. Aber ohne Häufel dafür, immerhin. Ja, stimmt. Ja, also es ist ja auch mit der Regel jetzt anders, wenn man reinläuft, quasi. Also man läuft jetzt nach 150 Meter. Hat Philipp wahrscheinlich noch nicht gehört. Ich wollte sagen, ich bin bei meinem vielfachen Start über 800 Meter Indoor, nämlich exakt Zero, habe ich das jetzt gar nicht mitbekommen, was da der Unterschied ist. Das ist tatsächlich zu diesem Jahr neu. Indoor neu. Ja, genau. Und ich habe, also das Lustige ist, dass man das in Amerika quasi immer gemacht hat so. Also wir sind immer nach 150 Meter reingelaufen, aber in Deutschland war das halt wohl nie so. Und jetzt ist es halt dieses Jahr, wo ich jetzt mit Halle hier anfange, auch sozusagen geändert. Ich muss mal ganz kurz, hört ihr dieses Piepen hier? Ja, ich habe schon gedacht, das ist bei mir. Aber deswegen habe ich mit einem Ohr schon versucht zu hören, ob das bei mir ist, aber es ist nicht bei mir. Nee, jetzt ist aus, okay. Wenn es ein Feuermelder ist, solltest du kurz. Ich wollte gerade sagen, wir sagen dir, wenn wir im Hintergrund Rauch bei dir im Zimmer reinwabern sehen, würden wir kurz nochmal Bescheid geben. Nee, nee, nee, ich glaube, es war der Ofen. Sorry, weil heute ist hier irgendwie viel los.

Genau, und jetzt ist es halt ganz lustig, dass es jetzt genau geändert wird, als ich hierher kam, weil dann hat mein Trainer gesagt, hier Leute, Regeländerung und für mich war so, ja, ich habe das immer so gemacht, weil das war immer so in Amerika. Und nee, aber ich freue mich jetzt irgendwie, dass man jetzt auch mal den Fokus so wirklich auf den deutschen Meisterschaften hat. Also ich bin Hype. Mal schauen. Sehr, sehr cool auf jeden Fall. Da freuen wir uns alle schon logischerweise ein bisschen drauf. Und du hast schon gesagt, danach entscheidest du, oder zusammen mit deinem Trainer ja auch, wo die Optionen sind und wo die Reise hingeht. 2.0.0.0.0, glaube ich, ist die WM-Quali. Was ja nicht einfach ist, in einem eher meisterschaftsorientierten Rennen zu laufen, es sei denn, man forciert es im Vorlauf, was man ja auch machen könnte, theoretisch. Ja, also da sind mein Trainer und ich uns aber auch relativ einig, dass man sowas eigentlich nicht im Vorlauf macht, also wenn dann im Finale, weil ich halt, also ich weiß nicht, ich bin eher so jemand, ich halt jetzt nicht so viel von das so allein im Vorlauf irgendwie da zu machen, sondern Finale und ja, also für mich, also meinetwegen darf so ein Finale immer schnell sein.

Wie auch Outdoor, ich mag das irgendwie, wenn schnelle Leute schnell laufen und deswegen werden wir einfach mal sehen, wie das so wird, aber wäre schon cool, auch die Norm noch zu laufen, aber ich bin da halt auch, wie gesagt, ich habe mich eigentlich tatsächlich gar nicht auf die Hallensaison so fokussiert, weil ich so dachte, okay, erstmal, wechsel und so, Und dass es dann irgendwie so gut schon lief beim ersten Wettkampf, war dann auch so ein bisschen überraschend für mich irgendwie. Und deswegen...

Freue ich mich einfach und mal schauen, was das wird. Ich schaue gerade mal hier ein bisschen in die Bestenliste. Die Smilla schon auf dem Schirm hat, schön ein Prost nach dem nächsten Prost. Dave, auf jeden Fall. Ja, aber es ist ja irgendwie so ein Jahr, das nicht jetzt so sechs Riesendinger hat, sondern im Prinzip ja mit der EM, auch ein cooles Event, natürlich aus europäischer Sicht sowieso, aber eben nicht noch, World University Games und noch eine WM hinten drauf und Deutsche Meisterschaften und so weiter und so weiter, Team-EM, bla bla bla, das ist alles ein bisschen, übersichtlicher in dieser Saison. Ganz gut für deinen Kopf? Ja, ich glaube schon. Also, ich habe auch jetzt in der Halle hätte ich ja jetzt auch viel mehr Rennen irgendwie machen können und ich habe aber auch irgendwie, Louis ist da wirklich, der wusste das die ganze Zeit, der meinte, du kannst dich darauf, oder ich stelle mich darauf ein, dass man, wenn man aus so einem College und dann, Florida irgendwie voll hier und da, dass man dann, wenn man jetzt so ankommt, auch vielleicht so ein bisschen eher so ein bisschen down erstmal hat und so und irgendwie haben wir da echt gut kommuniziert und deswegen habe ich jetzt auch nicht so viele Rennen irgendwie geplant gehabt für die Indoor-Saison.

Und ich glaube, es ist irgendwie ganz cool, dass ich mich so aufs Training fokussieren kann und trotzdem macht es ja ultra Spaß, weil so deutsche Heilmeisterschaften irgendwie in einer guten Shape zu sein so und die Sachen mitzunehmen und ich finde halt auch so eine EM ist halt auch, glaube ich, für mich jetzt erstmal so der nächste Step, würde ich sagen. Also man hat bei der WM schon gemerkt, okay, die ganze Welt ist schon nochmal ein bisschen weiter weg, aber bei so einer EM hat man halt schon, da ist schon mein Ziel, so weitere Runden so weiterzukommen und sich darauf zu fokussieren und trotzdem halt viel Zeit zu haben, also das Training erstmal wieder neu irgendwie zu machen, ist irgendwie voll schön. Also ja, passt irgendwie alles ganz gut zusammen, würde ich sagen, ja. Total. Was wir auf jeden Fall noch erwähnen wollen, ich wollte gerade sagen müssen, nein wollen, ist, dass du inzwischen auch unter die Kolleginnen gegangen bist, das müssen wir nicht ganz unterschlagen, neben allen sportlichen Tätigkeiten. Ich habe sie ganz kurz vergessen, dass sie einen Podcast hat. Es wäre eine Schamte gewesen, wenn wir das hier irgendwie gar nicht erwähnt hätten. Du hast einen Podcast mit Annika Reuter zusammen. Der nennt sich Grind & Glow.

Seit, ich glaube, Oktober. Nee, Quatsch, September, August. Letztes Jahr auf jeden Fall noch. Ich weiß auch das Startdatum nicht genau. Wie kam es dazu? Also, weil du dann wahrscheinlich letztes Jahr in so vielen Formaten warst und dann dir gedacht hast, Alter, ich kann die immer gleichen Fragen gar nicht mehr hören. Ich mache lieber selber einen Podcast. Das hört bitte da rein, wenn ihr was aus meinem Leben erfahren wollt. Oder was war die Motivation? Ja, also tatsächlich sind nach so, ich habe ja ein paar Podcasts dann irgendwie gemacht und es sind wirklich ein paar Leute auf mich zugekommen und meinten, hier mach das mal und auch von Auslaufen, also Max und Felix waren da auch wirklich so, ey, du solltest mal überlegen, ob du irgendwas eigenes machst. Die supporten das übrigens auch, also die haben da die Programme und so und kümmern sich, also ich habe da ja nicht so viel Ahnung von.

Und dann habe ich immer so überlegt, okay, wie will ich das machen, weil ich finde das schon nicht so einfach, auch irgendwie jemanden zu haben, mit dem man sich jede Woche treffen will und das ist irgendwie, ich wollte dann auch nicht die ganze Zeit so interviewmäßig jede Woche irgendwie, ich weiß nicht, ich lerne auch viel gerne von anderen Leuten, also es muss jetzt nicht die ganze Zeit irgendwie um meine Sachen gehen und dann habe ich irgendwie länger überlegt, wie könnte man das machen und ich hätte eigentlich aber Lust halt so ein bisschen Insights zu zeigen, weil ich das auch irgendwie ein bisschen authentisch machen will und bei Social Media und so ist das ja schon alles immer eher so von außen und ich habe halt überlegt, wie kann man eine regelmäßige, ja, Sachen machen, wo man irgendwie, ja, ein bisschen mehr von sich zeigen kann, sage ich mal. Und deswegen war das mit Podcast dann irgendwie so eine coole Idee. Und dann haben wir das angefangen mit meiner Cousine, also das ist meine Cousine.

Und weil ich halt irgendwie gemerkt habe, wir waren da immer voll auf einer Wellenlänge, haben immer voll viel gequatscht. Und sie sieht den Sport halt aus einer ganz anderen Perspektive. Sie macht das halt, ne, amateurmäßig vor Fun, hat halt auch Sport studiert und so. Und dann haben wir das angefangen und wir haben halt echt so krass viel positives Feedback bekommen und es hat dann einfach irgendwie Spaß gemacht und, es ist alles so nicht gezwungen und wir haben dann echt coole Leute eingeladen und irgendwie, ja, macht es einfach voll Spaß und deswegen haben wir das so erstmal weiterbehalten. Cool, wie oft veröffentlicht ihr? Jede zwei Wochen oder jede Woche? Ja, eigentlich schon jede Woche, also wir haben da auch noch nicht so einen festen Plan einfach, weil halt immer so viel ist, dass man irgendwie, also wir wollen eigentlich schon mal so ein bisschen so einen festen Tag haben, weil ich glaube schon, dass das wahrscheinlich besser ist, weil es ist tatsächlich schon so, wenn wir irgendwie mal acht, neun Tage keine neue Folge machen, dass dann Leute fragen. Das ist aber eher gut, also spricht dafür auch. Voll süß. Voll, also manchmal kommen auch Leute irgendwie zu mir und sagen, oh, ich habe heute Morgen einen Podcast gehört und es ist für mich immer noch so voll okay, crazy. Und ja, ich glaube einfach, dass es Leistungssport und wir als Leistungssportler einfach so eine große Chance haben und es ist halt auch nicht immer einfach ist, mit Sachen filmen beim Training, wie das halt so Lauf-Influencer, sag ich mal, halt machen und.

Ich glaube halt, dass es einfach cool ist, wenn man Leuten so ein bisschen so ein Insight geben kann oder so ein bisschen behind the scenes irgendwie was, erzählen kann, weil ich es einfach cool finde, wenn man den Sport so ein bisschen näher an die Leute ranbringen kann. Und ich habe einfach gemerkt, dass so Podcast wahrscheinlich für mich dann so irgendwie am besten funktioniert und es macht Spaß. Und ja, deswegen haben wir das so weiterbehalten. Gut, aber man muss ja auch einen anderen Aspekt sehen. Wenn man plötzlich Profi ist, dann beschäftigt sich der Kopf und alles ja den ganzen Tag mit dem, was du beim Laufen machst. Du hattest vorher ja immer auch deine Uni noch als Ausgleich, einfach was anderes, einfach mal was anderes denken, über was anderes reden, wie auch immer. Ist, glaube ich, nicht so schlecht, auch wenn du ja tatsächlich dann von deinem Läuferleben, aber es ist ja eine andere Befassung. Ja, ja, voll. Das ist, glaube ich, nicht so schlecht, weil sonst ist so ein Tag ja auch lang. Ihr seid ja keine Triathleten, die dann stundenlang auf dem Fahrrad rumeiern.

Sondern so ein Dreiviertelstündchen quälen und dann seid ihr ja schon wieder fertig mit dem Training. Ja. Ja, das stimmt. Es ist ja trotzdem viel Tag, der übrig bleibt. Ja, also jetzt am Anfang, ja, das stimmt. Ist das jetzt so, langsam merke ich das auch. Am Anfang war halt wirklich einfach so viel zu tun und hier und da und Papiersachen und du musst ja dann irgendwie auch steuern und sowas, solche Sachen machen. Das ist auch so der richtig sexy Anteil vom Profi-Dasein, aber gehört leider auch dazu, dass man sich um so einen Kram plötzlich kümmern muss. Voll und da war irgendwie so viel, dass ich die durchgehend was zu tun hatte und jetzt, wenn so langsam ein bisschen Ruhe einkehrt, merke ich dann auch, okay, ich habe wirklich irgendwie noch Zeit und will das ja auch irgendwie sinnvoll nutzen. Und ja, ich bin jetzt auch so ein bisschen am überlegen, wie ich das jetzt mit einem Master vielleicht noch mache, weil ich schon merke, dass es auch irgendwie cool ist, wenn man nebenbei noch ein bisschen was anderes macht, ist natürlich bei dem Lifestyle halt einfach nicht so einfach, weil es halt nicht direkt neben meinem Track ist, sag ich mal und ja, aber das sind alles so Überlegungen, die man jetzt so über das Jahr irgendwie mal machen muss ja.

Weil es ist jetzt auch so, ich habe Mitte Dezember war ich fertig und das Semester hier geht eh erst im April los die meisten Studiengänge fangen eh erst im Oktober an, also habe ich mich da jetzt auch nicht so gestresst und schaue einfach, wann ich wo bin, wie das so möglich wäre. Ja. Life of a Jetstead, Kyola, that's how it is. Ja, schon. Also, es ist auch so, ich glaube, ich habe es auch so in Montegordo und so gemerkt, für alle war das so, oh, das ging ja voll schnell rum und ich war so, nach drei Wochen, es hat sich für mich schon lange angefühlt. Und ich glaube auch, ich muss da besser packen, dass man sich dann auch ein bisschen mehr zu Hause fühlt irgendwie. Man muss sich das einfach so ein bisschen passend machen, glaube ich. Einmaliger machen irgendwie so, ja. Weil so aus Hotels leben und so, Das klingt schon immer irgendwie cooler, als es ist, würde ich sagen. Das klingt total aufregend, ist in der Praxis, aber gar nicht immer so cool. Also irgendwann denkst du dir auch so nach...

Vier Wochen Kenia, fünf Wochen Kenia oder so nichts. Mal einfach abends mit Freunden treffen, was essen, ein Glas Rotwein trinken oder ins Kino gehen, wäre jetzt auch okay so. Aber das gibt es halt nicht.

Kennt ihr übrigens den Weltrekordler im Zimmer wechseln in Hotels? Du. Ich habe bisher mit Ralf noch nicht oft, aber ab und an hatten wir das Vergnügen, dass wir für Events gemeinsam gebucht waren. Und das kann ich jetzt hier mal ein bisschen spoilern. Also ich glaube, in vier von fünf Fällen hast du in der ersten Zeit nochmal dein Zimmer gewechselt. Und zwar direkt nach dem Check-in, aber es gibt dann noch die fortgesetzten Wechsel. Komme ich runter, Ralf auch wieder unten, aber noch an der Rezension und diskutiere nicht so. Ich dachte, du treffen uns jetzt hier für irgendeine Probe oder sowas in Hamburg. Nee, ich muss mein Zimmer wechseln, das geht gar nicht. Naja, weil ich bin halt geräuschempfindlich, was Schlafen angeht und sowas. Neben Aufzug oder sowas. Ja, und das ist halt, es nervt wahrscheinlich die auch, nur wenn ich vorher Bescheid sage und sage, hey Leute, bitte in ein ruhiges Zimmer und das ist dann neben einem Aufzug oder an einer 6-Jährigen-Klasse, dann denkst du, okay, what actually did I say? Und dann kommt es schon mal vor, dass ich 3-4 Mal Zimmer wechsle, so ist es nicht. Also pro Aufenthalt. Ja, also ich kann das so ein bisschen verstehen, weil in Monte Gordo habe ich es auch gemerkt, ich hatte ein Zimmer mit einem Balkon und meine Teamkollegien hatten auch ein Zimmer mit einem Balkon, aber der war halt zur Sonnenseite und meine halt nicht. Und ich dachte mir am Anfang, okay, und wirklich nach so So eine Woche dachte ich so, boah, ich hätte auch wirklich dann bekommen mit Sonne. Dann gab es nicht mehr, also ich konnte nicht wechseln. Aber ich glaube, auf Dauer kann ich das schon verstehen, dass man dann einfach von Anfang an irgendwie so bestimmte Sachen.

Fragt sie vielleicht. Guck mal, ich war jetzt zweieinhalb Wochen in Mainz für die Olympischen Spiele. Das Hotel ist halt direkt am Rhein. Und da ist halt auch nur eine Promenade, wo übrigens monstermäßig nur gelaufen wird, den ganzen Tag, morgens, abends, nachts. Immer sind da Läufer, immer, immer, immer. Das ist wirklich cool. Und dann kannst du natürlich Rheinseite haben oder Straßenseite haben. Und ich hatte Straßenseite, das ist eine sechsspurige Straße. Das ist nur halb geil. Und ich hatte keine Chance zu wechseln.

Kommst du jetzt per se nicht besser von drauf. Nee, das ist, wenn du das dann jeden Tag... Ich meine, das ist ja auch dein Job, weißt du, du kommst zu einem Meeting hin, du musst ja gescheit pennen. Ja. Ja, das ist tatsächlich jetzt auch neu, man muss sich ja auch Zimmer teilen und so. Ja, mit ganz wildfremden Menschen, mit denen du, also manchmal zumindest, die du vielleicht vorher gar nicht kennst. Ja, und ich will mich da ja auch gar nicht beschweren, ne, also es ist jetzt vielleicht auch so ein bisschen, also ich will mich jetzt nicht über Hotels so beschweren, aber es ist wirklich, wenn man das auf Dauer macht, merkt man schon, was einem halt wichtig ist und was nicht. Und das sind auch so Sachen, die halt so irgendwie neu dazukommen. Ja, weil es fehlt einem dann ja irgendwann sein privater Bereich. Also ich will jetzt gar nicht sagen Intimsphäre, aber das ist ja mit einem Fremden, also du bist ja mit einer anderen Frau dann auf dem Zimmer, aber es ist ja trotzdem, es fehlt dann sowas wie zu Hause. Ja, genau. Wo man dann einfach mal die Tür zumacht. Ja. Es wird mit den Trainingslagern besser, wenn du mit Teamkollegen oder Kolleginnen Beginnen unterwegs bist, die du vielleicht dann über Jahre auch lange kennst, dann bilden sich auch so Zimmergemeinschaften, was weiß ich, ich nehme jetzt, wie mit Felix oder noch vor Felix, eigentlich als Felix Meister mit Flo Ort auf dem Zimmer war, war ich ja oft mit Beni Huber zum Beispiel, 800 Meter damals, immer irgendwie, warum auch immer, der Marathonläufer und der 800 Meter Läufer, aber es war immer so, hat eigentlich gepasst, so vom Menschlichen auch und wir haben das immer super gerne eine gute Zeit uns dann auch gemacht, da wurde nicht jedes Mal neu die Zimmer irgendwie ausgewürfelt oder so, sondern es war dann klar, wenn wir als Verein, als LG Regensburg irgendwo hinfanden, dann war ja eh klar, wie die Zimmer, die Zimmer, die Zimmer, die Zimmer, die Zimmer, die Zimmer, Konstellationen dann aussehen oder so. Die Zimmer, die Zimmer, die Zimmer, die Zimmer, die Zimmer, die Zimmer.

Aber so einen Roomy hattest du jetzt im College auch nicht? Nee, ich hatte dann am Ende mein, ich habe, nee, ich hatte, habe ein Semester im Dorm gewohnt, hatte es aber für mich alleine, auch zum Glück, und habe dann immer, habe dann in der WG gewohnt, also im eigenen Zimmer dann, und am Ende ja sogar eigene Wohnung. Also ich bin da auch, ich lief es mit Leuten, die ganzen Tag so umgeben zu sein, aber so schlafen und so, das ist für mich irgendwie schon, ja, ich mag das schon gerne auch so meinen eigenen Space da irgendwie zu haben. Das Coole ist natürlich jetzt, dass wir eine Trainingsgruppe haben, die auch zusammen teilweise zu Meetings fährt und so und oft kann man natürlich dann einfach mit einer Teamkollegin auf ein Zimmer, aber auch so in Trainingssagern oder so, ich habe es auch gerne, wenn ich alleine ein Zimmer habe. Also das ist einfach dann irgendwie, wenn man es gewohnt ist, halt, ja, also ein bisschen ja, besser vielleicht manchmal. Ja, sehr cool, Smila. Ich freue mich schon total auf das Wochenende. Es ist jetzt schon quasi Wochenende. Nicht vergessen, wenn ihr Freitag das hier anhört. Heute Abend geht es schon los. Mit dem Livestream. Und mit ganz geilen Rennen übrigens auch schon heute Abend. Da freue ich mich auch schon ein bisschen drauf.

Ja und dir, viel Spaß, Rock'n'Roll. Ja, danke. Also wir werden uns auch wieder sehen, oder wie? Ne, leider nicht. Weil wir als System finden, das ist total geil. Das war eine ganz schlechte Frage, Smilla. Wir müssen auch den Podcast hier an dieser Stelle beenden. weil sonst wird hier ein bisschen der Rant starten über öffentlich-rechtliche, über öffentlich-rechtliche, wie soll ich sagen, Strategieentscheidungen, wo man Geld investiert, um Livesport zu... Oh, sorry, ich war da gerade gar nicht... Alles gut, alles gut, kannst du gar nicht wissen. Nee, aber das war letztes Jahr schon, oder war vorletztes Jahr schon, wo wir ja auch dann, glaube ich, im Podcast schon, ich weiß gar nicht, im Podcast auch gesagt haben, weiß ich jetzt nicht, ich verstehe Kostendruck einsparen, bla, aber am Ende, wenn du sagst, du wirst was übertragen und es ist dann noch sogar in Deutschland, dann... Es ist, glaube ich, einfach anders, oder du kannst es auch als derjenige, der da dann irgendwie in Charge ist, das zu kommentieren, logischerweise anders präsentieren, wenn du vor Ort einfach in dieser Halle bist, logischerweise, und nicht in irgendeinem, wo bist du, Ralf, in irgendeinem Keller beim WDR oder beim NDR? Da, wo wir auf die WM kommentiert haben. Also weit weg von da, wo das eigentlich stattfindet. Und das kenne ich ja wiederum von Eurosport so ein bisschen. Da ist man es nicht anders gewohnt. Also nur Front, aber natürlich durch die rechte Einkauf von der übergeordneten.

Company, Warner Brothers und so. Das machen ja jede Landes- Dependants von Eurosport. Die kommentieren halt in irgendeinem Sender, aber du kommentierst halt, was auf deinem Bildschirm ist. So wie jeder TV-Zuschauer. Das heißt, es ist nicht so sexy. Also das ist halt so, weiß ich nicht, das ist nicht so, wie man das Live-Sport, glaube ich, früher, vor allem Ralf ja, über Jahrzehnte. Aber kommentieren machst du trotzdem. Ja, das schon. Nur mal so als eine Idee, gerade die Rundenläufe sind halt nicht ganz unkompliziert, weil die Kamera zum Beispiel in Dortmund steht nicht auf der Ziellinie, sondern die steht halt geradeaus, also head on.

Jetzt war dein 800 Meter Erfolg so, dass man das sehen konnte, dass du da gewonnen hast. War es nicht so knapp? Versuche ich das wieder so. Ja, bitte. Das wäre sehr dankbar. Aber es gab ja auch das Tausendstelrennen, von Jolanda Karabis.

Das habe ich im Stadion, das hat sie mir nicht geglaubt anschließend, weil sie gesagt hat, ich habe das gesehen.

Ich glaube, mit einer Seherfahrung siehst du den Unterschied, auch wenn es wenig ist. Du hast ein Gespür dafür, ist das jetzt vor oder nicht vor? Mhm. Jetzt habe ich gar keine Chance, weil die Kamera ist von vorne, da sehe ich gar nichts und ich sitze da nicht und ich kann das nicht beurteilen. Und vor allem, ich stelle mir das auch kompliziert vor, wenn du, ich weiß nicht, hast du so Second Screens quasi neben dir, wo du dann zum Beispiel, das ist ja auch kacke, guck mal, das würde ich jetzt mal sagen, ist ja wahrscheinlich, 800 ist es relativ kurz, aber ich würde mal sagen, der 800er wird auch nicht live gezeigt, wahrscheinlich schaltest du zwischendurch nochmal kurz für einen Anlauf irgendwo, ne, wird der live gezeigt? Also eigentlich machen wir es so, dass wir sagen, 800er geht so schnell vorbei, 1500 Jahre. Aber dann verlierst du ja vielleicht manchmal irgendwie Mittelteile, irgendwas, was du ja wiederum in da, wo du sitzt, das kannst du ja gar nicht... Kann durch einen Umschnitt trotzdem immer passieren. Genau.

Da schneidet der Regisseur um, den ich übrigens auch nicht beeinflussen kann. Der schneidet groß auf jemanden, also eine Großheilstellung von jemandem, dann purzeln hinter dir zwei. Du hast nicht gesehen, was passiert ist. Kannst du dann, wenn du da nicht in der Halle bist, nicht einordnen. Ja. Okay. Ja, also das mit dem Purzeln lass dir auch bitte weg. Ja. sehr gut. Okay. Das ist aber ja auch tatsächlich jetzt der Vorteil, wenn man später sich einordnet, weil die Kurve, die ja doch dann mit Max-Speed eigentlich gelaufen wird, ist eben noch in Bahnen. Das ist schon ein Unterschied. Okay, ja, das haben wir auch nicht so gewusst. Aber es ist interessant so zu hören, wie du das so beikommst.

Du musst ja immer den Perspektivwechsel machen. Also was ist für mich wichtig? Was sehe ich oder was sehe ich nicht? Also wenn ich jetzt nicht auf der Ziellinie sitze, dann sehe ich ja auch andere Sachen. Das ist jetzt vielleicht bei einem Mittelstreckenrennen noch nicht so entscheidend. Aber Sprintrennen, weil die bewegen sich ja fast alle in Hundertstelbereichen, dann ist das halt so. Klar, ein Hundertstel oder Tausendstelrennen über 15 Meter ist jetzt nicht üblich, aber die Platzierungen dahinter, die können ja nun auch sehr schnell entscheidend sein. Wie kommst du in die nächste Runde und solche Geschichten halt. Und da hast du halt, an dem Ort sitzen, natürlich eine ganz andere Chance, Sachen halt direkt zu haben, als wenn ich sagen muss, ja, jetzt müssen wir erstmal auf die Zeitlupe warten oder auf die Auswertung warten. Das ist auch nicht, finde ich jetzt eigentlich so sexy, ehrlich gesagt. Das ist jetzt für den Zuschauer auch nicht so cool, das dann so transportieren zu müssen irgendwie.

Naja. Aber wir wollen hier nicht anfangen, Trübsal zu blasen. Nein, überhaupt nicht. Im herrlichen Frühjahr. Gerade ist eigentlich so bei dir, Philipp. Bei mir, es ist wärmer, dafür aber nass. Also es ist auch nicht so richtig besser geworden. Also wir haben es plus gerade in der Schule. Köln, 19 Grad Sonne. Okay, okay. Ich halte dagegen. Ich fliege Donnerstag um 5 Uhr. Das wollte ich doch jetzt nicht hören. Ich fahre am Donnerstag um spätestens 5 Uhr zum Flughafen. Dann bin ich erstmal zwei Tage in Madrid und fliege Freitagnacht erstmal weiter nach Mexiko. Dann bin ich in Mexiko City, meinen Bruder besuchen und dann bin ich noch in Tulum und Cancun in der Gegend und dann bin ich erstmal in zwei Wochen wieder hier. El Mencho hast du mitbekommen, ne? Ja, ich habe leider gestern mitbekommen, dass Mexiko so quasi Bürgerkrieg ist, weil sie einfach so einen Drogenboss gekillt haben und jetzt irgendwie überall, keine Ahnung, da kompletter Ausnahmezustand ist, aber hey, ich lasse mich nicht davon abhalten, das wird bestimmt super, wir sind drei Tage.

Hast du VPN, damit du auch hier schauen kannst? Klaro, wir haben ja nicht zuletzt, oh Smilla, du bist so gut, wir können jetzt in perfekte Überleitung machen, dass wir nochmal kurz darauf hinweisen, dass unser Partner NordVPN, der auch in dieser Folge integriert ist, ein super Deal für euch zu Hause hat, also wenn ihr mal im Urlaub seid, so wie ich beispielsweise am Meer, sitzend Strand, Wasser noch um die Füße dann habe ich meinen Laptop in der Hand und kann natürlich auch Sport, aus Tulum anschauen, das ist natürlich perfekt. Perfekt. Manchmal ist das so, dass man nach 307 Folgen seinen Podcast-Partner auch ganz schön scheiße findet.

Siehst du, das ist wichtig, deswegen gute Leute auszusuchen. Absolut. Damit es nicht schon bei der 10. Folge ist. Das wäre blöd. Das stimmt.

Vielen Dank für deine Zeit. Das ist auch cool. Danke, dass das so spontan geklappt hat. Da haben wir zu danken. Genau, wir werden natürlich deinen Insta-Account nochmal verlinken in den Shownotes mit einer wärmsten Empfehlung an euch, Smilla da zu folgen. Smilla hat immer noch keine 10.000 Follower. Ja, es ist knapp unter 10.000 Leute, das muss sich ändern. Also kommen die 200 oder 300, die da noch fehlen, das muss bis zum DM-Wochenende, da müssen wir drüber sein. Und außerdem auch natürlich Empfehlung Podcast Grind & Glow werden wir auch verlinken in den Shownotes. Könnt ihr wahrscheinlich hören beim Podcast-Anbieter eures Vertrauens oder seid ihr nur auf Spotify. Ja, doch, überall ist das, glaube ich. Also da dann auch gerne mal ein Abo dalassen und dann wünschen wir dir für Dortmund schon mal ganz viel Erfolg, viel Spaß vor allem und wir sind sehr gespannt, was dann eben auch nach Dortmund kommt. Vielleicht dann auch mal Nationaltrikot gleich, das wäre auch nicht schlecht. Ich bin auch gespannt. Dankeschön, hat Spaß gemacht. Sehr cool. Und euch, ihr Lieben, schaut sportschau.de Livestream, drückt allen, die Teilnehmer, die Daumen.

Und ansonsten in den Zwischenpausen könnt ihr auch mal eine Runde rauskriegen laufen und vielleicht auch hoffentlich wie in Köln 19 Grad Frühlingswetter genießen. Falls nicht, schreibt gerne in die Kommentare zum Post, falls es eher so wie in Regensburg ist mit 7 Grad und Regen. Aber wir wollen hier die positiven Vibes eher ein bisschen hervorheben. In diesem Sinne, passt auf euch auf. Bis nächste Woche, ihr Lieben. Macht's gut. Ciao, ciao. Tschüss.