So, die Zeit verrinnt. Es ist fast Frühling vorbei. Hier regnet es schon wieder, warum auch immer. Der Urlaub ist vorbei. Der Spaß ist vorbei. Das Frühjahrslaufen geht los. Ein bester Podcast für Philipp Kieger und Reis.

Höhen-Trainingslager ist vorbei. Ich müsste jetzt der Trainingslehre zufolge eigentlich jetzt in den nächsten zwei Tagen schnell noch irgendwo ein Rennen finden und einbauen. Ich habe eins für dich. Mit Samstag gut passen, das würde gut reinfallen. Ich habe eins für dich, ich habe eins für dich, ich habe eins für dich. Bin gespannt, wo? Kurz nochmal mal wieder, jetzt bin ich gerade zurückgeflogen und jetzt wieder nach New York fliegen. Vielleicht für einen Halben am Sonntag oder? Ja, das könntest du natürlich machen. Kannst du mit Konstanze Klosterhalven laufen. Das wäre schon mal eine sehr, sehr schöne Sache. Würde mir gefallen. Aber ich habe natürlich noch was viel Schöneres für dich. Der Königsforst-Marathon, mein Lieber. Ah, den hatten wir auch schon mal hier in der Folge, glaube ich, thematisiert. Ich wusste gar nicht mehr, ich hätte es nie mehr genau gewusst, wo der so terminiert ist, aber so Mitte März. Also ich kann dir ganz genau sagen, wo der ist, nämlich bei mir direkt über die Straße im Wald. An der Straße durch, da kannst du doch eine eigenständige Wasserverpflegungsstation einbauen vielleicht. Ja, über diese Themen werden wir uns nachher auch noch unterhalten. Also ist natürlich knallend ausverkauft, das müsst ihr euch mal vorstellen. Also diese kleine Delle, die ja in den letzten ein, zwei Jahren da wohl drin war, ist zumindest bei den Veranstaltungen, die durchaus ein bisschen was in ihre Läuferinnen- und Läuferpflege und in ihre Community investieren, wohl vorbei. Jedenfalls sind die total ausgebucht. Kürzeste Strecke ist, tada, Halbmarathon.

Und dann gibt es natürlich Marathon und dann gibt es auch eine lange Strecke. Ich glaube, 74 Kilometer. Wenn ich als Deutsch, das ist genau das Richtige für dich, oder? Ich habe viele Fragen. Vor allem zu den 74 Kilometern wurde diese Streckenlänge gewürfelt, weil das ist jetzt ja, ich würde noch verstehen, wenn es eine Halbmarathon-Runde ist, dann würdest du zweimal für den Marathon laufen plus nochmal 21. Dann sind wir aber nicht bei 74, dann sind wir irgendwo bei 63 und ein paar Zerquetschte. Deswegen bin ich einigermaßen verwundert, wie diese 74 zustande kommt. Vielleicht hat das irgendeine historische Bewandtnis, weil irgendjemand eigentlich damals dachte, geil, ich will mal einen 74 Kilometer Lauf machen und dann wurde es massenkompatibler gemacht. Dann ist es aus Versehen mehr geworden. Nee, dann ist es aus Versehen wieder weniger geworden, weil man gesagt hat, oh jetzt laufen alle Marathons. Ja, weil ich natürlich wie immer im Astrain, du hast natürlich vollkommen recht, es ist natürlich 63,3. Okay, dann. Einfach dreimal Halbmarathon. Auch da habe ich Fragen, aber.

Ja, vor allen Dingen ein guter alter Bekannter von uns möchte da am Sonntag zeigen, was er drauf hat. War im Trainingslager und so weiter, David Schönherr läuft da. Oh. Ja, da bin ich schon auch ein bisschen gespannt, logischerweise.

Jedenfalls und er nicht alleine, also sowieso nicht alleine, Leute, festhalten. Über 300 Teilnehmer bei dem Ultramarathon. Nee, wirklich? Ja. Finde ich stark. Ja, ey, Wahnsinn ist das. Wie viel nur im Verhältnis, dass man ein Gefühl bekommt, sind denn über Halbmarathon und Marathon angemeldet? Bin ich tatsächlich überfragt. Ich schätze mal sowas wie 1500. Also insgesamt. Das ist ja voll viel. Ja, ja, klar, das ist super viel. Ich dachte, bei so regionalen Veranstaltungen, die kann ja total traditionsreich sein, Aber das kann ja auch trotzdem in Summe 250 Teilnehmerveranstaltungen sein. Aber alleine jetzt, wenn du schon sagst 300 bei einem 63 Kilometer Ultra, habe ich jetzt schon so das Bauchgefühl, dass Halbmarathon und Marathon auch sehr gut gebucht ist. Was ja total schön ist. Wir reden ja oft über die ganz großen Events und Veranstaltungen, die auch absolut alle ihre Daseinsberechtigung haben und auch ein tolles Erlebnis sind. Aber ich finde auch gerade solche Veranstaltungen sind super wichtig und umso schöner, wenn die Nachfrage da hoch ist. Ja, vor allen Dingen, das ist jetzt nicht nur Flachgepaller, sondern das geht in großen Teilen tatsächlich durch den Königsforst, also den größten Wald westlich von Köln. Da sind auch Steigungen drin, also das ist jetzt nicht flach, sondern das geht zum Beispiel zur höchsten Kölner Erhebung.

Das hast du natürlich auch am Schirm, weil du ja in Geologie, nee, Geografie warst, aufgepasst. Ich wollte gerade sagen, die höchste Erhebung in Köln. Ich glaube, da würden, ich würde mal tippen, 85 Prozent der Kölner würden daran scheitern. Okay, dann ist es. Also es ist tatsächlich ganz im Westen der Stadt und es ist der Monte Trödelö. Hab ich noch nie gehört. Das glaube ich dir. Würde ich jetzt auch, wie würde ich deiner Einschätzung folgen, dass das auch viele Kölner nicht wissen? Nein, nein, genau. Also die, die sich ein bisschen auskennen und ein bisschen wandern und so weiter, die wissen das natürlich alle und die kennen das auch, aber das ist tatsächlich die höchste Erhebung. Irgendwas so um die 115 Meter oder sowas über, jetzt bin ich schon wieder im Ratenbereich, aber es ist nicht weit über 100. Auf jeden Fall ist das Trödeleu, kann man vielleicht schon erahnen, das ist tatsächlich der Schutt gewesen, der aus der Stadt rausgeschafft wurde, und da aufgeschüttet wurde und dadurch ist dann die Erhebung entstanden. Weil dahinter fängt dann direkt das Bergische Land an. Das ist aber dann ja nicht mehr Kölner Stadtgebiet. Aber das ist noch im Kölner Stadtgebiet. Und da wird hochgelaufen, da kannst du dann einmal Ausblick genießen. Man sieht aber den Dom nicht von da aus, weil er ist halt im Wald. Und dann kannst du wieder runterlaufen und dann musst du das aber noch zweimal, weil sonst kommst du nicht auf 63 Kilometer.

Also jedenfalls sehr schöne Veranstaltung. Wer Bock hat zuzugucken und sich die Racer da anzuschauen, geht hin. Ich kenne auch ein paar Menschen, die da starten. Außer damit schön, ja. Außer damit schön, ja. Locals, also dir Bekannte von vor Ort oder meinst du jetzt auch Namen, die man jetzt, okay. Sowohl als wir auch. Also ja auch eine der legendären Langstreckenläuferinnen in Deutschland, Birgit Lennerts. Weiß nicht, ob die allen noch was sagt, aber die hat halt sehr, sehr lange die Ultraszene in Deutschland bei den Frauen bestimmt. Die ist aber, glaube ich, mein Jahrgang oder vielleicht ein Jahrgang jünger. Also schon eine etwas erfahrenere Läuferin. Aber die würde mich wundern, wenn sie nicht auch ultra läuft.

Das ist ja doch eine Gemeinde, die sich einmal da in diese Gefilde gemacht haben und dann einfach eine andere Herangehensweise haben. Ich meine, das ist ja bei Marathonläufern auch. Du hast ja keine Respektsangst mehr vor einem Marathon. Nee. Auch aber, weil ich nicht mehr so auf Kante laufen muss oder will, wie ich es früher gemacht habe. Und dann kann man das ja auch komplett anders erleben. Klingt verrückt, aber auch sogar genießen.

Klingt verrückt, hast du vollkommen recht aber das ist ja so ein Punkt wenn du noch nie einen 10 Kilometer Lauf gemacht hast, dann hast du einen Respekt davor bis natürlich zu, vielen vagen Fragen die dich beschäftigen, schaffe ich das wie ist das, bla bla bla und das ist ja bei jeder dieser Margen so, wenn du noch nie einen Halbmarathon gelaufen hast, dann ist das so später läufst du dann ähnliche Distanzen im Training und weißt, okay, ich kann eigentlich jederzeit die Schuhe anziehen und einen Halbmarathon laufen. Gut, jetzt würde man nicht sich hinstellen und jederzeit einen Marathon laufen. Also die allermeisten jedenfalls nicht von uns, von euch, weiß ich nicht. Also vielleicht doch. Aber es gibt ja auch Menschen, die sagen dann, okay, ich habe jetzt heute Geburtstag und laufe Marathon. André Schürrle hat das ja gemacht zum Beispiel. Weil der natürlich auch weiß, okay, ich kann das jederzeit more or less laufen. Mit einer vernünftigen Verpflegung passt das. Ohne dass es mich wochenlang zerstört. Klar, natürlich hat das auch einen Impact, aber das ist jetzt nicht so, dass sich das vollkommen vernichtet.

Da sind wir ja auch bei der philosophischen Diskussion für heute. Ah, ich weiß, was jetzt kommt. Da haben wir sehr viele Zuschriften bekommen. Ja, da haben wir sehr viele Zuschriften bekommen und ich finde die Diskussion wirklich auch sehr spannend. Ja. Die Diskussion ist tatsächlich weltweit geführt worden und zwar kurz einmal den Case noch für alle, die es vielleicht noch nicht mitbekommen haben oder damit ich euch alle abhole.

Der Marathon in Los Angeles war aus vielerlei Hinsicht ein besonderer Marathon, aber hatte vorher schon eine Vorhersage von Temperaturen über 30 Grad. Das ist auch so eingetreten. Sie hatten keine großen Möglichkeiten mehr, den Lauf deutlich weiter Richtung sehr frühe Morgenstunden zu verlegen. Klar, großer Stadtmarathon, kannst du nicht mehr eben sagen, okay, wir fangen drei Stunden eher an. Und also haben sie gesagt, wir haben zwei Optionen. Entweder ihr lauft durch oder falls ihr meint, es ist zu heiß oder ihr wollt euch das nicht geben aus gesundlichen oder wie auch immer Gründen, könnt ihr bei knapp 30 Kilometern abbiegen Richtung Ziel. Und alle, die das Ziel erreichen, also sowohl die nach 42 als auch die nach 30 Kilometern, bekommen eine Finisher-Medaille. Darüber gibt es religionsgleiche Auseinandersetzungen und ich bin sehr gespannt auf eure. Ihr könnt euch noch mal ein ganz kleines Sekündchen Gedanken darüber machen. In der Zwischenzeit erzählen wir euch, warum es total cool ist, sich so zu dressen wie einer meiner allerliebsten Schauspieler.

Der ist einfach der coolste überhaupt, Matthew McConaughey. Denn der ist das Aushängeschild, Role Model für Olymp. Ja, Olymp habt ihr schon mal gehört hier bei uns logischerweise, weil ich ja mit dem Olymphemd auch schon mal joggen gegangen bin und es dazu ja auch eine fantastische Silvesterlaufaktion gab, aber da gibt es eine kleine Veränderung oder sagen wir mal eine große Veränderung in der Ausrichtung bei Olymp und die Ausrichtung geht zu Olymp. Gesamt-Dressing, also zu einer nicht nur auf die Händen, sondern auf den ganzen Kerl bezogenen coolen Ausstattung. Und das ist ein spannender Move, den wir sehr gerne mit euch teilen wollen. Absolut, nicht nur teilen, sondern auch zum Geburtstag gratulieren sozusagen. Denn Olymp feiert in diesem Jahr 75-jähriges Firmenjubiläum und das alleine ist ja auch schon echt eine, finde ich, Leistung in der durchaus auch bekämpften Branche, was Bekleidung etc. Anbelangt. Immer noch schwäbisches, familiengeführtes Unternehmen aus meiner Heimat. Und wie du schon gesagt hast, Olymp, da stehen große Veränderungen an. Also ganz bekannt geworden sind sie, glaube ich, durch die Business-Hemden und da vielleicht auch vor allem durch die 24-7-Shirts, die bequem sind wie ein T-Shirt, gemacht für jeden Anlass, egal ob Meeting, Business-Trip oder auch Feierabendsprint zur Wahn.

Wahlweise auch am Main entlang. Also jederzeit die perfekte Balance aus Stil und Komfort. Und Olymp bietet jetzt eben Looks von Head to Toe an, wie man so schön sagt. Also eben auch Hosen, Chinos beispielsweise, Jacken, Überbekleidung. Und das Kernprodukt Business Amp wird es natürlich auch zukünftig weiter noch geben. Aber insgesamt eben auch smarte, hybride Looks. Ja, für den Mann, der gerne moderne, moderne, verlässliche Officewear trägt, aber eben auch vielleicht nach Feierabend gerne lifestyleig unterwegs ist und dabei nicht verzichten möchte auf Qualität, Tragekomfort und modernes Design mit einem super Preis-Leistungs-Verhältnis und dementsprechend können wir euch natürlich nur olymp.com ans Herz legen, da mal reinzuschauen. Und da findet ihr eben auch diese ganzen Styles. Ich habe gerade eben auch nochmal selber reingeguckt, bin ja auch ein Fan, muss ich sagen, von diesen gestrickten Polohemden, die jetzt sicherlich fürs Frühjahr und dann auch für den Sommer wieder perfekt zu kombinieren sind mit Chinos oder mit Shorts. Schaut da rein, olymp.com. Wir freuen uns, dass unser jetzt inzwischen auch schon mehrjähriger Partner in diesem Jahr Geburtstag feiert, 75. Geburtstag. Und naja, wenn Matthew McConaughey da draufsetzt, dann können wir das auch. In diesem Sinne sagen wir herzlichen Glückwunsch sozusagen zum Geburtstag. Und checkt das aus, olymp.com.

Ja, wie immer natürlich alles dazu auch in unseren Shownotes logischerweise. Und jetzt zu den ganzen Zuschriften, die wir ja schon dazu bekommen haben, weil ich die Frage ja schon mal in unserem Posting in der Woche gestellt hatte. Es ist sehr spannend. Also die Frage stellt sich ja dir oder euch jetzt als, also dir Philipp und euch, ja, also Profiläufern nicht.

Weil bei dir ist es ja schon so wenn du ja merkst dass du eine bestimmte Zeit die du dir vorgenommen hast nicht erreichen kannst, dann brichst du ja in der Regel ab weil du sagst okay, das kann ich nicht erreichen dafür habe ich nicht, professionell die letzten Monate investiert wenn das dann nicht mehr rauskommen kann weil es nicht für euch darum geht anzukommen, für 99,9% der Menschen geht es aber ja, sagen wir mal, schwerpunktmäßig schon um Ankommen. Natürlich stehen da auch viele persönliche Bestseiten im Raum, das ist ja klar. Je schwerer die Bedingungen sind, umso schwerer ist es, diese Dinge zu erreichen. Trotzdem wirst du natürlich, wenn du bezahlt hast für deinen Startplatz.

Ja doch alles dran setzen, um das Ziel zu erreichen. Und die Zuschriften, die wir bekommen haben, waren schon sehr unterschiedlich. Von totales Verständnis für den Move bis hin zu vollkommener Ablehnung, jetzt nicht für den Move, sondern vollkommener Ablehnung dafür, dass die Menschen, die ins Ziel kommen, nach 30 Kilometern auch eine Medaille bekommen. Und das ist wirklich spannend. Und nochmal, das Ding ist weltweit diskutiert worden. Und es zeigt sich tatsächlich auch so eine leicht kulturelle Unterschiedlichkeit. In den USA waren das mehrheitlich Leute, die das komplett abgelehnt haben mit der Medaille. Es ist auch schwierig. Also so eine 100% abschließende Meinung habe ich dazu nicht. Der Sportler in mir sagt, dafür sollte es keine Medaille geben.

Der Familienvater und nicht mehr leistungsorientierter Sportler sagt, Gesundheit geht vor und wenn es dazu beitragen kann, dass jemand, man muss ja sagen, die meisten, die dann da laufen und für die das ja dann wahrscheinlich auch in Frage kommt, diese Entscheidung in einer Ausnahmesituation, die meisten Menschen sind ja trotzdem angestrengt und, aufgeputscht und ehrgeizig und es ist ja trotzdem eine Belastungssituation.

Wenn es dazu führen kann, dass wenn jemand sehr am Limit ist, dann vielleicht trotzdem eine smarte Entscheidung trifft, zu sagen, okay, komm, irgendwie ist es heute wahnsinnig heiß, ich fühle mich jetzt nicht so gut und eigentlich laufe ich schon seit, weiß nicht wie viele Kilometern über meinem Limit, ich gehe jetzt hier raus und kriege trotzdem meine Medaille, weil mir das irgendwie wichtig ist oder ich am Metal Monday da nicht ohne dastehen werde oder was auch immer, egal was da am Ende dann die Beweggründe sind, dann ist es ja per se mal was Gutes. Es ist immer noch so, dass ja auch bei großen Ausdauersportveranstaltungen ist ja nicht im Regelfall, aber jetzt auch nicht komplett selten auch zu Todesfällen kommt. Ob die sich jetzt alle deshalb verhindern lassen, das kannst du jetzt auch nicht garantieren, aber es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, ein gewisses Risiko oder eine gewisse Risikobereitschaft von manchen Menschen, glaube ich, vielleicht etwas zu schmälern, einen Ausweg anzubieten, ohne dass du dein Gesicht verlierst. Ich sehe das ja ganz anders. Also wie du gesagt hast, aus der Profisportwelt kommend, hast du eh häufig versuchen müssen, in so einer Ausnahmesituation smarte Entscheidungen zu treffen, weil du wusstest, okay, wenn ich jetzt hier durchziehe, dann kriegst du vielleicht da einen Schulterklopfer und dann ist es ein Achtungserfolg, dass du fertig gelaufen bist. Aber dafür kannst du dir später halt trotzdem nichts kaufen, weil du halt dann am Ende irgendeine Quali oder was auch immer verpasst hast. Das ist ja manchmal dann eher das Risiko wert zu sagen, nach 25, 30 Kilometern scheiße, es wird heute nichts. Ich gucke, ob ich in vier, fünf Wochen vielleicht nochmal eine Chance habe.

Das ist aber im Breitensportbereich aus verschiedenen Gründen so eher unüblich. Kostenfaktor hast du schon angesprochen, sprich du hast ja dann, wenn es vielleicht auch ein Rennen ist, was weiter weg ist, was für dich ein besonderes Highlight ist, Flug, Hotel, Anreise etc., vielleicht auch fünf Jahre auf den Startplatz gewartet, gibt es ja auch diese Szenarien. Eine ganz andere Motivationslage, da dann auf Teufel komm raus durchzuballern. Also ich erinnere mich auch noch an die Folge mit Felix letzte Woche, dem ging es jetzt Gott sei Dank jetzt nicht herzkreislaufmäßig problematisch, aber er hatte ja auch seine Probleme sehr gut geschildert, muskulärer Natur, der sich auch gesagt hat, nach 25, 27 Kilometern, ach du Scheiße, ich will hier nicht nochmal hinfliegen, um den Marathon laufen zu müssen. Ich muss das jetzt durchziehen, ich brauche diese Medaille für die Sixthafinischer Medaille. Also diese Gedankengänge, die sind, glaube ich, vor allem im ambitionierten Amateurbräuch ultranormal und damit aber auch teils problematisch oder können problematisch werden. Wir haben diese Fälle gehabt, wo nachträglich rauskam, dass jemand angeschlagen in den Rennen ging, also vielleicht auch wirklich infekttechnisch war er, weil er sich gedacht hat, scheiße, ich hab jetzt das gebucht und ich muss das jetzt und... Und am Ende, ich hätte das jetzt mit meinem 25-jähriges Ich, ich bin ja schon so altersweise geworden, fast 40, das klingt auch schlimm, also noch nicht ganz, aber ich schiebe das noch ganz weit weg gedanklich.

Naja, Gesundheit geht ja vor. Mit 25 hätte ich alles geopfert, auch meine Gesundheit für fünf Ringe, das ist klar. Aber man wird ja älter, man wird auch weiser, man kriegt einen anderen Blick aufs Leben, wenn man vielleicht auch Kinder hat und so.

Ich habe nochmal eine andere Herangehensweise.

Niemand, der Marathon gelaufen ist in Los Angeles und nach dem Marathon ins Ziel gekommen ist, ist ja irgendwas weggenommen worden. Das stimmt, ja. Ja, aber ich glaube, die Denke ist ja schon ein bisschen, es schmälert ja trotzdem auch ihr Achievement, weil sie mussten dann für die vollen 42 Kilometer ja auch leiten und das erreicht und die anderen kriegen es nachgeschmissen so ungefähr. Dein Achievement, ja, dein Achievement ist ja in erster Linie mal deine Vorbereitung, dein Commitment, dein dich anmelden, dein resilient sein, dein sich das Trauen, es dann, sich da hinzustellen und es dann zu machen. Das ist ja dein Achievement. Absolut. Jetzt kriegst du als Erinnerung für dich eine Medaille dazu. Ja. Ja, okay. In New York, Metal Monday, kannst du wahrscheinlich an der einen oder anderen Stelle einen Bagel, einen Croissant oder ein Erfrischungsgetränk bekommen, aber ansonsten kannst du dir ja dafür nichts kaufen. Richtig. Das ist eine Anerkennung oder eine Wertschätzung, die für dich da ist. Die hängst du dir im Zweifel irgendwo in die Wohnung, ja, oder keine Ahnung, legst sie in die Schublade zu den 16 anderen Medaillen, die du vielleicht schon bei irgendwelchen anderen Laufveranstaltungen bekommen hast.

Was ist das Problem? Was ist das Problem? Ja, und nochmal eine andere Herangehensweise. Du kennst die Diskussion, und die Diskussion gibt es halt auch ganz stark bei Langdistanz- oder auch Halbdistanz-Triathlon-Veranstaltungen, wo bei vielen Leuten klar ist, dass sie nur durch Wandern die Distanz schaffen können.

Gehen wir mal davon raus, dass Anfänger Marathon dazu bereit sind, 42 Kilometer zu laufen. Anfänger Mittel- oder Langdistanz Triathlon ist nochmal eine andere Hausnummer, weil die haben vorher auch schon ein bisschen was gemacht. Und dann ist das mit dem Laufen nicht mehr ganz so einfach, wie das nur in An- und Abführungen. Das geht nicht um Schmälern, sondern es geht um die Vorbereitung dessen, was du vorher gemacht haben musst, um dann noch einen Halbmarathon oder Marathon laufen zu können. Und erinnert euch zum Beispiel an die Diskussionen, die es schon gab und auch an die Bilder im vergangenen Jahr, zum Beispiel in Berlin, wo es halt vergleichsweise warm war und sehr, sehr, sehr viele Leute ins Ziel gewandert sind. Ich kenne genug Läufer, die sagen, sorry, aber ihr hättet euch gar nicht anmelden dürfen, ihr seid nicht bereit, bei den Bedingungen überhaupt einen Marathon zu laufen Ist es dann jetzt vernünftig zu sagen, okay, ich wandere das jetzt nach Hause auch wenn es vielleicht noch 10, 15 20 Kilometer sind und man es trotzdem in der, Zeitrange irgendwie schafft, Das nimmt aber ja dem, der als, 2746 da mit 303 ins Ziel gelaufen ist, auch nichts weg. Aber die Diskussion ist trotzdem da. Ist das jetzt Marathonlaufen oder ist das Distanzwandern?

Ja.

Ist auch was dran, also ist jetzt nicht neu, dass es Leute gibt, die da so natürlich drüber nachdenken und wir haben ja auch schon oft hier so ein bisschen, darauf verwiesen, dass glaube ich der Respekt vor der Strecke oder vor dieser Herausforderung und also das für früher war das eher so eine, ich will jetzt nicht sagen, Lebenschallenge so, aber man hat das langfristig vorbereitet, das hatte eine hohe Wertigkeit, ich will es nicht in Abrede stellen, dass es für viele heute eine geringere Wertigkeit hat, aber das war so ein bisschen die, das größte Ziel so ihrer läuferischen Karriere, also irgendwann mal Marathon laufen und dann natürlich klar, wenn du dann sagst, wow, ich merke, ich habe da irgendwie das Potenzial, irgendeine Stundenmarke einzureißen, Sub 4, Sub 3, was auch immer, ist das, dass man da natürlich dann nochmal anders sich dafür vorbereitet und heute ist es gefühlt so, oh ja, weiß auch nicht, ich habe jetzt gerade das Laufen für mich entdeckt, drei Monate muss ich Marathon laufen und das führt natürlich auch zu diesen Bildern und zu diesen Phänomenen, wo wirklich vielleicht auch erfahrenere.

Athleten zu Recht meiner Meinung nach auch das ein bisschen kritisieren, dieses ich will nicht sagen Marathon-Tourismus, aber dieses so, joa, ich laufe jetzt mal und dann gibt es diese Bilder ja auch. Ich beurteile es jetzt nicht, wenn es jemand so macht, ist man einen Marathon dann gelaufen? Ich würde sagen, nein. Laufen ist man es dann halt, wenn man es hauptsächlich läuft, aber man hat 42 Kilometer bewältigt. Aber dafür gibt es auch andere Veranstaltungen eigentlich. Hier die ganzen Mammut-Marsch-Geschichten, jetzt ja auch überall aufploppen. Das ist halt dann eine andere Form. Übrigens natürlich, wenn wir jetzt vom Gesundheitsaspekt hier sprechen, ist das Wandern. Ja, erinnert euch an Philipp Vogel, der, nochmal übrigens Shoutout Philipp, zu deiner sehr netten Erwähnung unseres Podcasts in dieser Woche. Absolut. Und natürlich bist du herzlichst bei uns nach deinem kleinen Ausflug nach Rot zum Langdistanz-Triathlon. Da sind wir dann beim Thema. Willkommen.

Langes Wandern ist wahnsinnig anstrengend, aber ist sicher natürlich gesünder für deinen Organismus. Impact und so weiter und so weiter. Also die Grenzen sind da ja logischerweise fließend da hinten. Und diese Leichthändigkeit, ja klar, wir haben jetzt auch mit einer gewissen Leichthändigkeit ja über den Ultramarathon am Sonntag im Königsforst gesprochen. Mal eben 63 Kilometer. Das ist für die Szene, die das sehr intensiv macht und sich natürlich auch entsprechend darauf vorbereitet, ist das sicher vollkommen okay. Und ich hoffe, dass da niemand steht und sagt, oh ja, ich probiere das einfach mal aus nach einem halben Jahr Lauftraining.

Aber die Leichthändigkeit, mit der zum Beispiel ja auch in Social Media etliche sogenannte Influencer oder Lauf-Influencer so tun, als wäre das halt nichts, sich da mal eben hinzustellen und einen Marathon zu laufen. Oder mal eben hinzustellen und eine Halbdistanz zu machen. Richtig. Oder eine Langdistanz, wo man dann auch mal rasch 4 Kilometer schwimmt und 180 Kilometer Rad fährt vorher. Das ist ja kein Ding. Das ist halt nicht cool. Das ist gar nicht cool. Nee, das vermittelt natürlich auch Menschen, die vielleicht davor das gar nicht so auf dem Schirm hatten, aber dadurch natürlich auch ein bisschen angefixt werden, sodass man kann es halt so mal eben machen, weil es gerade cool auch irgendwie so. Ja, mal eben machen. Ja, genau. Und das ist ja, nicht die beste Entwicklung, glaube ich, insgesamt. Also ich würde sagen.

Hinblickend auf Los Angeles, ich fand es erst mal von den Veranstaltern, das muss man vielleicht schon sagen, ich fand es einen mutigen Move, sowas zu machen, weil das natürlich auch eine Veranstaltung ist, die eine gewisse Größe hat und ein gewisses Renommee hat. Ich glaube... Und weißt du, ich sag dir eins, die wissen genau um ihre Klientel. Die wissen natürlich ganz genau, dass da relativ viele Leute sind. Das nicht geil finden. Nee, die den Marathon vielleicht nicht so 100 pro nach den Regeln der, Trainingslehre vorbereiten, sondern auch so aus dem ah ja, alles klar, ich bin ehemaliger was auch immer Spieler oder Spielerin und ich jogge ein bisschen und jetzt mache ich mal einen Marathon. Die kennen schon ihr Publikum. Ich glaube aber auch, dass ihnen klar ist, dass das nicht alle cool finden, sozusagen, die da teilnehmen. Ganz sicher. Also sie haben sich ja auch eine sehr, sehr heftige Diskussion da eingefangen, das wussten die auch vorher. Ist ja klar, weil Laufszene in den USA ist sehr viel größer nochmal als in Europa sehr, sehr viel größer und da wird natürlich heftigst in alle möglichen Richtungen diskutiert. Nicht zuletzt auf Let's Run logischerweise, auf dem Laufportal, wo auch, Hardcores und irre unterwegs sind. Da kann ich mir die Tendenz noch mehr vorstellen. In den Diskussionsboards vor allen Dingen. Ja, ja, ja, in den Messageboards. Und da wird nicht mit Beschimpfungen gespart, logischerweise.

Und auf der anderen Seite haben sie es dann natürlich nicht hingekriegt, den Führenden wieder sauber zu guiden. Nachdem bei den Halbmarathon-Ausscheidungen für die WM schon das Desaster war, haben sie jetzt wieder 500 Meter vor dem Ziel, den Führenden nicht sauber geguidet. An der Stelle, wo halt die Fernsehmotorräder und die Pressemotorräder und die Begleitfahrzeuge ausgeleitet wurden, ist er halt auch in so ein Dead End reingelaufen. Zwar nur ein paar Meter, vielleicht 20. Aber der ist halt leider auf der Ziellinie am Tape ausgesprintet worden. Und das war die kleinste Marge, die jemals bei einer großen Laufveranstaltung war, Um die kleinste Marge hat er verloren. Und das kam noch dazu, da seht ihr mal, wohin so Richtungen gehen. Wir diskutieren uns einen Hals um eine Medaille, die sich einer dann nachher in den Schrank legt. Aber der Führende wird fehlgeleitet, verliert den Schlusswort auf der Ziellinie. Und dann wird der jetzt zum Sieger gewordene, der war übrigens nicht so langsam und kein Profiläufer, der wird dann als Aushilfslehrer tituliert in deutschen Medien.

Der ist College-Trainer im Laufbereich. Und nebenbei gibt er noch Unterricht als Lehrer. Also Aushilfslehrer klingt so, als wäre das ein Tellerputzer oder was. Ja, ja, ja. What the fuck? Das ist ein Trainer im College für Cross-Country. Also der weiß schon, was er macht. Und was ist da gelaufen? Bei über 30 Grad, eine 2.11, glaube ich. Los Angeles ist nicht einfach. Nicht flach auch. Nicht flach. Also was ist das schon wieder? Ja, Aushilfslehrer gewinnt Los Angeles Marathon. Das ist die Schlagzeile gewesen. Geht's noch, oder was? Glickbaity. Ja, ja, natürlich. Da denkst du, wie? Der dicke, fette Lehrer hier aus meiner Schule, der da zweimal die Woche vorbeischlendert? Nix. College-Trainer, ey. Wahnsinn. So, pass auf, wir diskutieren das gleich einfach noch mit Anna weiter. Ja. Weil ich glaube, ich bin gespannt, was sie dazu sagt. weil sie hat ja eigentlich ihre Karriere beendet.

Eigentlich Karriere beendet, aber auch jetzt mal wieder was gewonnen. Ja, genau. Und das kann sie alles gleich selber erzählen. Das ist auch wieder sehr, sehr spannend. Es ist auch so ein bisschen, wie soll ich sagen, es beschreibt, glaube ich, auch sie und ihr Leben als Zwilling mit Lisa und mit Family und Kindern und so ganz gut. Und ich bin wirklich gespannt. Also nach dem Karriereende und dann so mit Spaß an der Freude sich hinzustellen und in Reit im Winkel oben lag übrigens Schnee, einfach mal eben so einen Trail-Off mitzumachen. Aber so seid ihr, ihr verrückten Sportler, Ex-Sportler, Leistungssportler. Könnt ihr euch darauf freuen. Jetzt Anna bei uns im Gespräch.

Ja, und da ist auch unser Gast in dieser Folge. Wir waren echt ein bisschen, wir mussten sehr weit zurückgehen in der Historie, um festzustellen, dass Anna Hahner, freuen wir uns sehr, dass sie in der Folge zu Gast ist, erneut, aber schon, ein, zwei Jahre dazwischen liegen, zwischen der letzten Folge, als sie da war. Und das war nämlich im Oktober 2021. Also da ist auf jeden Fall schon eine Menge in der Zwischenzeit passiert. Das ist zu später Stunde. Ich habe vorher meine Tochter ins Bett gebracht. Ich gehe mal davon aus, so entspannt wie Anna gerade da sitzt, sind die Kinder auch okay. Ihr seht leichtes Kopf.

Vielleicht auch nicht. Von dem her, Anna, wie geht es dir? Was machst du? Wo bist du? Du bist nicht bei euch zu Hause, glaube ich. Nicht am Teamsee, würde ich sagen. Ja, genau. Und die Kids sind noch nicht ins Bett. Es sind nämlich zwei Nachtäulen. Also vor 22 Uhr schläft da niemand. Also ich bin meist die Erste, die ins Bett möchte. Von meiner ganzen Familie. Ich bin heute Morgen mit dem Zug in meine Heimat gefahren. Also meine Kurzheimat. Bei meinen Eltern, weil wir liefern nicht am Morgen Termin haben. Und das ist dann halt super entspannt für mich, weil dann Oma, Opa, Nichte, also meine Nichte, die auch die Kids lieben, dann halt Babysitter quasi rund um die Uhr darstellen. Also das ist ja erstmal sowieso dann schwierig, die Kids ins Bett zu kriegen, wenn die bei Oma und Opa einreiten. Das stimmt. Weil dann ja sämtliche Regeln außer Kraft gesetzt sind, die man vielleicht sonst so aufstellen. Aber sagen wir mal so.

Irgendwie hast du sie ja dazu bekommen, dass sie Nachtmenschen sind. Man wird schon auch so geboren mit einer gewissen Präferenz. Aber als kleines Kind wird man doch relativ stark, wie soll ich sagen, beeinflusst von seinen Eltern. Das kann schon sein, dadurch, dass mein Leben halt nicht so klassisch strukturiert ist und ich viel unterwegs bin. Und ich habe überall die Kids mit hinnehmen. Also anfangs nur Valentin, mittlerweile ja Valentin und Pauline. Und dann halt oft auch irgendwelche Sachen sind, die halt nicht irgendwie um 18 Uhr abends zu Ende sind, sondern vielleicht um 22 Uhr, bin ich ja auch super dankbar, dass sie das alles so gut mitmachen und es ja da total pflegeleicht sind.

Andere Seite der Medaille ist halt, dass sie es halt super langweilig finden, um 18 Uhr zu Hause oder um 19 Uhr oder 20 Uhr ins Bett zu gehen, sondern da geht es halt auch erst los. Da wollen sie entertained werden. Ja, aber wir haben uns gut mit dem Rhythmus zurechtgefunden und ich bin halt einfach dankbar, dass ich die überall mit hinnehmen kann und dadurch mein Leben weiterhin so flexibel und spannend bleibt. Also bei Entertainment, da sind wir schon genau beim Thema, weil du hast mich mal wieder maximal entertaint mit deinen Social-Media-Posts rund um deinen klitzekleinen Ausflug nach Reit im Winkel. Und auf der einen Seite war es natürlich auch dein unfassbar glückliches Lachen auf den letzten Metern und dem Ziel, was mich auch sehr happy gemacht hat, weil, Darum geht es ja, wenn man Sport treibt vielleicht, doch primär und nicht um die Medaillen, da kommen wir gleich nochmal zu.

Aber noch mehr hat mich natürlich entertaint, wie du mit dem Kinderwagen, nee, wie Lisa mit dem Kinderwagen sehr kurz vor dem Start noch um die Ecke gepäst kam.

Ich bin mit meinen Kindern auch immer überall hingegangen und wurde dafür auch doof angeguckt und ich finde das großartig weil Kinder sind doch dafür da, dass sie in deinem Leben eine Rolle spielen und nicht, dass sie.

Immer irgendwo abgegeben werden, wenn man unterwegs ist oder wenn man irgendwas macht. Und ich musste so lachen, als ich das gesehen habe und habe gedacht, großartig. Erzähl mal, wie ihr ein entspanntes Wochenende hattet. Da kann ich eine Anekdote dazu erzählen. Die haben wir noch nirgends davon gesprochen, warum Lisa in dem Vollspeed-Tempo dann zum Startbereich gefahren ist.

Wir sind zusammen nach einem Winkel gefahren, haben Kinderwagen aus dem Auto getan und ich habe Pauline in der Trage, wir wollten Startnummern abholen, weil ich mich halt erst in der Woche für den Wettkampf angemeldet habe. Also super spontan hat er einfach Bock auf Wettkampf laufen und Lisa konnte glücklicherweise aus Berlin Babysitter spielen und runterkommen. Und dann wollte Valentin den Wagen packen und der hatte dann aber keinen Bock auf Wagen gehabt. Dann haben wir gedacht, ich will meinen Wagen nochmal ins Auto und holen erstmal die Startnummer und dann gehen wir zurück zum Auto. Ich ziehe mich um, mache mich fertig, machen den Wagen zurück ins Auto. Dieser macht die Autotür vom VW-Bus zu und fragt in dem Moment, schließt du ab, Anna? Und dann denke ich so, oh Mist, ich habe den Autoschlüssel im Kinderwagen schon drin, habe aber schon drauf gedrückt, dass es zu ist. Und dann ist das Auto zu. Selbst VW-Händler hat nicht irgendwie einen Universalschlüssel oder so, um den aufzumachen. Also einfach. Und es war halt. Aua. Ja.

Also zum einen, es war nicht nur der Kinderwagen drin, sondern halt auch mein ganzes Wettkampfzeug. Also alles. Was ich meine, Weste, Pflichtausrüstung, Stöcke, Schuhe. Ja. Und dann haben wir da auf die Uhr geschaut, was machen wir jetzt? Nachbarn habe ich angerufen, da ging aber niemand dran. Und dann Lisa zeigt gleich Taxi und dann habe ich mich rausgesucht. Und dann haben wir halt echt, also diesen Engel, eine Taxifahrerin gefunden, die zufällig gerade am Bahnhof war und sich bereit erklärt hat, also die so, ja, und wer übergibt mir dann den Schlüssel? Aber mein Mann war selbst auf einer Fortbildung, also das Haus war leer. Ich so, naja, ich würde Ihnen erklären, wie Sie den Schlüssel finden, in der Post zu kommen, wo der Ersatzschlüssel liegt. Und dann bitte so schnell Sie können den Ersatzschlüssel nach weitem Winkel fahren. Und wenn sich alles ausgeht, habe ich dann halt noch zehn Minuten bis zum Start. Ich muss aber natürlich meine Pflichtausrüstung dann noch kontrollieren lassen.

Und die war halt so cool und hat es gemacht. Also ich war währenddessen am Telefon, so könnte ich es dann halt führen. Dann habe ich natürlich Pauline gestillt, weil die musste halt auch gestillt werden, wenn ich jetzt, also zum einen für mich, dass meine Brüste nicht explodieren werden beim Laufen, aber auch, dass halt Lisa eine ruhige Pauline hat. Ja, und deswegen war das halt Adrenalin und Stress pur. Und da bin ich dann halt als Letzte zur Pflichtausrüstungskontrolle, wo man dann halt gecheckt wird, ob Wohnverband und Trillerpfeife, das Ganze dabei ist. Bin von hinten in den Startkammer rein hab mich halt so ein bisschen nach vorne weil ich ja schon von vorne starten wollte und da hat mich dann direkt, wie ich mich zuvor, entlanghangelt, dann der Moderator nach vorne geholt zum Interview ich hab dann noch zwei Sätze gesagt und dann ist der Startschuss gefallen ich hatte 0,0 Warm-up, aber halt Adrenalin bis in die Haarspitzen, dementsprechend bin ich glaube ich dann auch sehr, sehr ambitioniert losgelaufen.

Ich liebe alles an dieser Geschichte. Ich wollte gerade sagen, das ist der beste Teil, der einfach gar nicht die Öffentlichkeit bislang erreicht hat an diesem ganzen Ding eigentlich. So, es tut es leid, es ist eine etwas kürzere Folge heute, aber es kann eigentlich jetzt nicht mehr besser werden, deshalb vielen Dank Anna, tschüss, tschüss.

Großartig, einfach großartig. Aber weißt du, was das ist? Das ist halt das pralle Leben. Ehrfall. Jeder von uns hatte schon so eine bescheuerte Situation, wo er gedacht hat, okay, jetzt bricht alles zusammen, wie können wir es lösen? Und dass man es dann gelöst kriegt, macht ja auch was mit einem. Und deshalb bist du wahrscheinlich auch so geil gelaufen, weil du dann gedacht hast, so jetzt ist auch alles egal. Ist alles egal. Ja, weil die Taxifahrerin, die hat es dann halt mitbekommen und die hat dann, obwohl Lisa ja also super eng war, dass sie mir die Sachen bringt, hat dann gesagt, können wir doch schnell Handynummern austauschen. Sie möchte ja dann unbedingt wissen, wie ich gelaufen bin. Also das heißt, sie hat halt auch mitgefiebert. Und ich glaube auch, man kann halt den Fokus in solchen Situationen immer dann darauf setzen, was halt nicht gut gelaufen ist und was halt jetzt alles nicht klappen wird. Oder halt einfach zu denken, Lisa und ich halt auch gedacht, okay, wie kriegen wir das jetzt irgendwie hin, dass ich da, an der Startlinie stehe und dann kommen dann irgendwie dann auch so Menschen wie die Taxifahrerin ins Leben, die dann auch wirklich da so cool mitspielen und einen da so unterstützen. Ja, also ist ja jetzt auch nicht so, ohne dann halt einfach mal in ein anderes Haus reinzugehen. Also ist auf jeden Fall alles andere als selbstverständlich, aber vielleicht war das für dich auch zumindest so ein.

Geheimagentenauftrag, so ein bisschen eine Abwechslung zum üblichen, weiß nicht, was war es, Samstag, Sonntag, wo du sonst wahrscheinlich da ewig irgendwo am Bahnhof wartest, dass du da irgendjemanden von A nach B fährst. Also wir möchten auf jeden Fall von euch zu Hause alle geilen Taxi oder wie kann ich in mein Auto, in mein Haus reingeschickt hören, weil ich bin ganz sicher, dass so Taxifahrerinnen und Taxifahrer, die haben schon relativ viele Geschichten. Also jetzt vielleicht nicht so eine, aber die haben schon eine Menge Sachen, die von A nach B transportiert werden müssen. Weil das ja doch noch immer so im Kopf ist, okay, wir rufen Taxi. Also als letzter Anker, wenn es nicht mehr geht. Das ist halt der Mist mit diesen Funk-Schlüsseln. Soll ich dir was sagen? Ich könnte jetzt auch was sagen, Ralf.

Manchmal nervt es auch, dass man dann so connected ist, aber zum Beispiel bei mir würde es mit dem Handy gehen.

Weil du quasi bei meinem BMW hast du dann, du kannst dir wie in die Wallet, wo du sonst, was weiß ich, deine Kreditkarten und vielleicht auch Flugtickets oder so hast, kannst du dir auch einen Schlüssel legen sozusagen. Weil ich habe auch oft genug schon mal gedacht, scheiße, ich war gerade zum Einkaufen, wie war ich eigentlich gerade, ich finde gar keinen Autoschlüssel, weil der lag auch zu Hause. da dachte ich so, ach so, das geht ja mit meinem Handy. Habe ich vergessen.

Also das ist für mich immer so ein bisschen diese beruhigende Geschichte. Also wenn der Akku leer ist, wäre es auch schlecht, aber dass du dann denkst so, ja im Zweifelsfall kriege ich mit dem Handy das Auto auch noch auf, selbst wenn der Schlüssel drin liegt. Ja, das bei mir, ich kann noch nicht mal zahlen mit dem Handy. Lisa macht sich da immer über mich lustig, weil ich habe kein Paypal auf dem Handy und auch keine Kreditkarte auf dem Handy gespeichert. Da war ich auch beim Bäckern, hab dann halt ein Kilogramm Brot gekauft und dann halt festgestellt, also ich war halt gerade während des Trainings halt gelaufen mit dem Kinderwagen und aber das ist halt ja auf dem Dorf so cool. Ich habe dann gesagt, oh Mist, ich habe halt meinen Geldbeutel vergessen. Die kennen dich dann. Und die hat gesagt, ja, dann kommst halt morgen wieder vorbei, also schreiben wir es auf. Und das ist halt cool, dass sowas dann funktioniert. Das wäre in der Stadt, glaube ich, nicht möglich unbedingt. Das ist ja wiederum das Schöne, dass es so persönlich dann ist. Und ich glaube, dass deswegen ich noch so sehr gern halt einfach irgendwie mit Münzen zahle und mich da nicht auf das Handy verlasse. Also ich sag dir so, wie gesagt, ich will jetzt gar nicht sagen, diese elektronischen Dinge sind der Weiß hat jetzt zu Schluss, also ich hab auch schon öfters auf dem Weg in die Kita gedacht, Mensch, oder auf dem Weg zurück.

Jetzt noch drei Brezen kaufen, wär smart für so einen Nachmittags-Snack und dann war so, ja, heute funktioniert unser elektronisches Zahlungssystem. Ich dachte so, gut, ich hab kein Euro-Bargeld dabei, ich weiß nicht, wie wir das machen, kann ich was anschreiben oder Wie machen wir das jetzt so? Aber ich drehe es jetzt mal einfach weiter. Wenn du dein Handy verlierst, ist natürlich jetzt dein Leben zu Ende. Das ist komplett vorbei.

Überleg mal, was wir alles auf dem Handy drauf haben inzwischen. Es ist kranker Scheiß. Ja, und es ist tatsächlich so, ich habe mich jetzt irgendwie neulich dabei ertappt, dass ich bestimmt drei oder vier Wochen, keinen Pfennig Bargeld irgendwie in der Tasche hatte, außer einem einen Centstück, das ich irgendwie mitschleppe. Außer im Auto. Ich habe im Auto noch aus dieser alten Geschichte so Münzgeld. Oft finde ich zum Beispiel beim... D-Mark hast du da noch liegen, ne? D-Mark, ja. Goldmünzen noch. Aber da habe ich noch so ein Säckchen, wo so 1 Euro, 2 Euro, 50 Cent, 20 Cent Stücke drin sind. Wahrscheinlich ist es, keine Ahnung, ich müsste mal gucken, was das eigentlich ist, wenn ich das jetzt so mal zählen würde. Aber wo man so denkt, naja, überall geht es ja dann vielleicht doch noch nicht mit, ich zahle mit meinem Handy, mit der Karte, mein Parkticket oder wie auch immer. Oder manchmal gibt es noch diese Münzautomaten. Da im Auto habe ich noch so ein bisschen Restbestand drin, aber ich bin wie du. Also ich gehe, nee, ich wollte gerade sagen, 6 von 7 Tagen, aber das wäre gelogen. Ich gehe eigentlich jeden Tag ohne Bargeld aus dem Maus, weil ich mir denke, jo, kann ich mit dem Handy bezahlen. Irgendwie, was in der Realität leider immer noch nicht überall ist, aber ja.

Warum bist du überhaupt mit Startnummer gelaufen? Dachtest du jetzt deine Karriere beendet? Was war da los? Das ist auch spannend, weil man so im Dezember zum Jahresende dann mitbekommen hat, okay, da hat ja für dich offensichtlich im Vorfeld auch eine große Transition stattgefunden und das ist ja dann oftmals, so stelle ich es mir zumindest vor, war es ja bei mir auch irgendwie so ein Entscheidungsprozess, das ja dann auch irgendwie zu verbalisieren, aber offensichtlich hält es dich ja nicht davon ab, die Startnummern an ein Trikot zu heften und Rennen zu gewinnen. Ja, ich glaube, also ich liebe das Laufen und ich liebe halt mich zu challengen und ich liebe das Wettkampflaufen. Und also so innerhalb der Familie da schon, also meine jetzt Großfamilie, nicht nur Kleinfamilie, sondern halt die ganzen Geschwister und so, die kennen mich ja auch und die mussten alle schon grinsen, als ich dann halt gesagt habe, dass ich Karriere beenden möchte oder halt so mit dem klassischen Leistungssport aufhören. Und die haben dann auch mal so gesagt, ja, du bist wahrscheinlich dann die motivierteste.

Freizeitsportlerin, die jemals an der Startlinie stand und das ist halt schon in mir drin, also das ist eher so auf die, ja, ich richte mein Leben nicht mehr auf den Sport aus, es gibt auch Wochen, also wenn halt irgendwie es mit den Kids gerade, zeitlich schwierig ist oder es nicht passt, dann laufe ich auch nur zweimal die Woche, also was halt ja ultra, ultra wenig ist, das habe ich ja, zeitweise war das ein ruhiger Tag, wenn man zweimal läuft, das kennst du auch, Philipp. Ähm, Also das hat sich total verändert. Ich muss mir nur kurz dieses Zitat aufschreiben, weil ich es so gut fand. Die motivierteste Freizeitläuferin, die an einer Startlinie stand.

Aber gleichzeitig, also wenn ich mit Lisa zusammen bin, die noch voll im Training ist und ich jetzt hier zum Beispiel bei meinen Eltern bin und die dann sagte, sie läuft morgen Bergintervalle, klar, komme ich mit und laufe natürlich auch jedem Vollgas mit und schaue halt, wie weit ich komme. Und ja, dass es mir einfach so viel Spaß macht, mich zu challengen und aber halt, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Und das war halt so, dass ich am Plakat vorbeigefahren bin mit Wintertrail-Reit im Winkel. Natürlich kenne ich Mountain-Männer, aber ich bin halt bisher noch nie in der Serie gestartet. Das hat halt bisher nicht so in die Wettkampfplanung gepasst. Und dann denke ich so, das ist ja quasi vor der Haustür. Das wäre ja also da nicht mitzulaufen. Und da war halt schwierig, weil mein Mann hatte zeitgleichen, war auch unterwegs. Und das heißt, ich dachte so, wie kriege ich das hin mit den zwei Kindern? Wie kriege ich das hin? Habe halt überlegt, so zu den Schwiegereltern könnte ich Valentin bringen, aber mit Pauline wird es schwierig. Vielleicht finde ich jemanden, der irgendwie mitkommt. Und dann, ich war mir gar nicht sicher, wann diese aus Montegordo zurückkommt. Und dann hat sie mir Sprachnachricht geschickt, dass sie ja dann irgendwie Freitag aus Montegordo oder Donnerstag zurückkommt.

Da habe ich es nur so angesprochen, ich so, ja, Samstag wäre Mountain Man in Reitem Winkel. Ja, da willst du starten, oder? Ja, ich überlege gerade noch, wie ich mit den Kids, ja, kein Problem, ich komme runter. Berlin ist ja auch um die Ecke. Ach, das ist ja. Mit der Deutschen Bahn ist das noch gar kein Ding. Das ist überhaupt kein Problem. Aber ich glaube, die schnellste Verbindung kann sie in sogar sechs Stunden irgendwas schaffen, unter sieben Stunden. Das ist gut. Das ist tatsächlich gut. Und sie nutzt halt das immer voll zum Arbeiten, die Zeit im Zug. Und deswegen, sie freut sich, mich zu sehen. Sie freut sich, die Kids zu sehen. Und dann haben wir halt echt ein cooles Wochenende zusammen. Dann habt ihr noch ein bisschen Abenteuer-Schnitzeljagd gemacht. Ja, und dafür bin ich dann am nächsten Tag, sie wollte gerne halt eine Bergtour machen, bin ich dann halt auch mit ihr auf den Berg gegangen und bin dann am nächsten Tag in unserem Lieblingscafé, das ist so 15 Kilometer, mit Kinderwagen gelaufen. Also für mich war das jetzt ein höchst intensives, dreitägiges Kurztrainingslager.

Inklusive Wettkampf mit Lisa. Ja, aber das ist halt cool, dass der Körper sowas hergibt. sowas halt einfach mitzumachen. Ja, dafür hasse ich ja euch auch ein bisschen, euch ehemalige Spitzensportler, weil ihr durch diese Langzeitanpassungen einfach noch so far above der normalen Leistungsmöglichkeiten auch seid, die man als Nicht-Ausdauer-Hochleistungssportler hatte. Das ist halt so, weil wenn du zweimal in der Woche trainierst, dann verlierst du ja nichts, wenn du nur zweimal in der Woche laufen gehst. Du verlierst ja nichts. Natürlich bist du nicht mehr in der Lage, in deinem Spitzenbereich dich zu bewegen, wenn es gegen die Uhr auf der Bahn ginge oder keine Ahnung. Aber wenn du mit Adrenalin einen Berg hochrennst, dann geht das offensichtlich nur ganz gut. Ja, ich glaube halt vor allem Berghochrennen. Also ich mache halt Bergtouren mit beiden Kids. Einen in der Kraxe, die andere in der Trage. Okay, wow. Nur um das ein bisschen für diejenigen, die vielleicht hier zuhören und keine Kinder haben, ein Feeling zu geben.

Wie alt ist Valentin? Valentin wird bald drei. Das heißt, der wiegt bestimmt schon so, weil Mila ist jetzt, die ist drei und vier Monate, die ist aber eher ein Leichtgewicht, die wiegt jetzt so knapp 14 Kilo. Das heißt, Valentin wird wahrscheinlich ein bisschen schwerer sein. Ja, ich weiß nicht genau. Du hast eine Olympische Langhantelstange wahrscheinlich auf dir noch zusätzlich so. Also mit Kraxe, Pauline und Valentin sind das über 25 Kilo. Krass, das ist krass. Wirklich. Das müsst ihr euch mal schon vorstellen. Und das ist halt echt mega gutes Krafttraining, glaube ich. Und halt auch, wir haben mal Kinderwagen geschoben. Also ich habe keinen super guten Kinderwagen. Also fragen mich auch viele, warum nimmst du nicht das beste Modell? Und ich denke, naja, wenn ich aber mit dem irgendwie trotzdem noch eine 330 Flache laufen kann, wenn ich halt Vollgas gebe. Das ist überschnell mit Kinderwagen. Das ist dann aber auch halt schnell. Aber dann sehe ich das als Trainingseffekt. Also muss dann nicht das allerbeste Modell so auf dem Markt für mich sein. Aber das, was ich da gemerkt habe, dass ich unfassbare Power in den Beinen habe.

Ich habe unten im Keller Fitnessraum eingerichtet. Und das habe ich halt auch bei den Langhandeln gemerkt. Also da drücke ich im Kniebeuge über 100 Kilo. Das habe ich während meiner aktiven Zeit auch nicht mehr geschafft. Also ich glaube, das halt... Ich glaube, das mache ich nicht. Ehrlich gesagt. Ich dachte, du wolltest jetzt High Rocks machen. Ja, da ist Kniebeuge nicht das entscheidende Kriterium. Ich finde, 100 Kilo Kniebeuge, bei Frauen reden wir jetzt nicht so, aber Anna ist jetzt ja nicht irgendwie... Also ungefähr das Doppelte vom Körpergewicht. Ich wollte gerade sagen, das ist übelst krass. Das wäre wie wenn ich irgendwie so mit 150 Kilo Kniebeuge machen müsste. Das schaffe ich auf gar keinen Fall.

Aber das hilft mir halt, weil ich gehe ja so gern auf den Berg und wenn ich halt alleine bin, dann könnte ich ja nicht auf den Berg gehen. Also halte ich mich fit, damit ich mit den Kindern auf den Berg gehen kann. Und das, was ich da dafür nutzen kann, ist dann, dann kann ich halt auch in Wettkampf mitlaufen, wo ich dann ohne Kinder dann tatsächlich das Gefühl habe, ich fliege einen Berg hoch, weil es ja echt was ganz anderes ist, dann einfach nur mich selbst da hoch zu hieven. Ist so. Oben war noch ein bisschen Schnee, habe ich gesehen. Also da war irgendwie alles dabei. Ja, und weicher Schnee. Und das kam mir aber, glaube ich, entgegen, weil dadurch war es halt super kraftintensives Laufen. Es ist natürlich, je schneller man im Flachen ist und je mehr man zum Straßenbahnläufer tendiert, desto schlechtere Bedingungen waren das. Aber da ich mittlerweile halt echt über meine Kraft komme und halt im Downhill, das verlernt man nicht. Wie gemacht eigentlich der Wettkampf für mich. Das finde ich spannend, weil ich überlege jetzt gerade, aber ich könnte jetzt rückblickend auch nicht mehr so sagen. Ich meine, Lisa und du, ihr seid ja auch öfters Cross gelaufen. Und ich meine ja auch logischerweise auch bei Cross-EMs und sowas. Deswegen überlege ich gerade, wart ihr eher diese tiefen Matsch? In Belgien, ich lieb's in Irland. Richtig, exakt.

Hört mir auf, geht weg, bitte. Ich war so der, ich liebe es in Serbien, Belgien, übelst gefrorener Boden. das ist eigentlich Straßenlauf, das war so meine Welt. Ich dachte so, bitte nicht so matschig. Okay, ja gut, dann kommt dir das natürlich super entgegen, das stimmt natürlich. Ja, in Irland bin ich, glaube ich, Zehnte geworden. Also je, ja, was für mich echt gut auch damals war, ich bin sogar einmal Vierte geworden bei der Cross-EM. Ich glaube, ich war fünf oder sechsmal sogar bei Jugend Cross-EM. Aber halt, also da, was gar nicht bei mir gut war, war Portugal, weil das ist ja dann... So Golfplatzmäßig wahrscheinlich. Es muss tief und matschig und schwer sein und am besten halt irgendwie noch Regen und kalt. Je höher denn die Bedingungen, desto, ja, dass halt solche Rennpferde, wie du es da bist, dass die halt einfach, ich bin eher so der Ackergarl gewesen. Ich habe mir gedacht, oh Gott, nein, Leute, was machen wir hier gerade?

Ja, großer Sport. Du kannst uns dann gleich noch erzählen, wie das dann bergunter und dann im Ziel war. Bei Berg muss ich noch kurz was korrigieren. Da war ich natürlich wieder in meinem fantastischen Dreiviertelwissen über die höchste Erhebung in Köln fabuliert habe. Und da war, wie ich ja vorhin schon erzählt habe, das war jetzt in unserem Aufnahmerhythmus heute Morgen. Intro, ja? Bin gespannt. Ich habe mir das jetzt gemerkt, Ralf. Jetzt bitte nicht schon wieder die Informationen überspeichern hier. Das war jetzt halb richtig, aber es war in Kernbereichen leider falsch. Also erstmal, was die Höhe angeht, da war ich richtig. Also 118 Meter ist die höchste Erhebung von Köln. Also Anna, für dich jetzt mal kurz ein bisschen Geografie. Pönixforst. Geografie rund um Köln. Festgestellt, und das ist wirklich sehr, sehr crazy, dass das jetzt der höchste Punkt im Kölner Stadtgebiet ist, ist das offiziell erst am 19. November 1999.

Das fand ich jetzt... Weil der Berg, der Schuttberg von damals noch mal erneut, drei Meter aufgeschüttet wurde. Bei Schuttberg, das vergesst ihr gleich alles wieder, weil das ist ein totaler Schwachsinn. Das war die Huck, die ich mir gemerkt habe. Das ist Berlin, oder? Der Teufelsberg, die höchste Müllhalde. Ja, der Teufelsberg ist auch eine Müllhalde. Es gibt tatsächlich auch in Köln einen Berg, der eine Müllhalde ist. Der heißt aber Monte Clamotte. Und der ist in der Stadt. Und der ist viel niedriger. Aber der Monte Trodeleu, so heißt der höchste Erhebungspunkt, auf dem Kölner Stadtgebiet tatsächlich, der hat nichts mit Schutt und so weiter zu tun. Das ist der Monte Klamotte in der Stadt und der Monte Trudeleu ist tatsächlich, und deshalb ist es so ein bisschen seltsam, das ist halt ein relativ unscheinbarer, etwas höherer Punkt an einem Weg, der zur Grenze zu Bergisch Gladbach, das heißt schon so, zum Rheinisch-Bergischen Kreis ist. Deshalb hat man das lange nicht gecheckt, dass das der höchste Punkt ist. Und die Sektion Rheinland-Pöln des Deutschen Alpenvereins hat 2001 da erst ein Gipfelkreuz mit Bronze-Tafel aufgestellt. Das ist ja praktisch vorgestern. Finde ich auch geil, weil 118 Meter ist das irgendwie so. Ja, manchmal bist du hier im Rheinland.

Wir sind stolz auf 118 Metern. Das hast du heute Morgen halbwegs beschrieben. Man muss sich diesen sogenannten Gipfel so vorstellen, dass es mitten im Wald ist. Also es ist ja auch kein Ausblick. Du hast auch nicht einen richtigen Ausblick. Vor allen Dingen, wenn du zehn Meter weiter Richtung Bergisch Gladbach gehst, dann bist du eben schon über die Stadtgrenze. Da ist es natürlich höher. Aber das geht ja weiter hoch. Aber da zählt es nicht mehr. Aber das ist dann eben nicht mehr Stadtgebiet. Jetzt kommt noch der schöne, und das ist wirklich eine sehr kölsche Geschichte.

Wieso heißt der wahnsinnige Berg, der Monte Trodelö? Warum heißt der Trottelö. Das klingt schon so ein bisschen vom Sing-Sang her wie rheinisch, hat damit aber tatsächlich nichts zu tun. Und zwar, nachdem man erst sehr spät herausgefunden hat, dass das der höchste Punkt des Kölner Stadtgebietes ist, gab es einen Wettbewerb in der Mitarbeiterzeitung der Kölner Stadtverwaltung.

Und was haben sie dann gemacht? Sie sind einfach auf eine Verballhornung der drei Namen der Entdecker gegangen. Und diese Entdecker heißen Michael Trost für Tro, Friedrich Dedden für D und Kai Lömer für Löh. Also Tro, D, Löh. Ich würde sagen, okay, die Fantasie wurde da sehr schnell beendet. Das wird, ich sag jetzt schon, ohne Witz, also falls Kai Pflaume, falls du gerade hier zuhörst, das wird eine Frage werden, die irgendwann mal kommt. Also das ist auf jeden Fall eine Frage. Wer weiß denn sowas, weil das so abstus ist, da kommt kein Mensch drauf, also wirklich. Aber Dankeschön, ich werde das jetzt mein Leben lang nicht mehr vergessen wahrscheinlich. Ja, und nochmal ein Kontext für alle, die das vorhin schon wieder vergessen haben und alle jetzt für dich. Da führt am Sonntag der Königsforstmarathon vorbei. Da gibt es Halbmarathon, Marathon und Ultra, also 63,3 Kilometer. Haben wir auch ein bisschen gebraucht, bis wir herausgefunden haben, dass es 63 Kilometer ist. Nein, du hast erst heute Morgen gesagt 74 und ich dachte mir so, das macht ja gar keinen Sinn. Also ich hätte ja 63 hätte ich verstanden, wer das eine Runde ist. Die Leute haben es doch schon gehört.

Jedenfalls führt jede Runde an diesem Berg vorbei. Also man muss erst hochlaufend auf den Berg, Also die 118 Meter. Anna denkt sich gerade, ich verstehe das Problem nicht, weil ich laufe 22 Kilometer bei Reit im Winkel und das war bei Mountain Man, da war der bestimmt auch schon 200, 300 Höhenmeter, schätze ich mal. 750. 750? Ach du, oh Gott. Oder 650, 700. Also circa 700. Der Start jedenfalls ist nicht bei Null, sondern ich schätze mal, dass der Start irgendwie so bei 50 ist. Also man wird sicher schon 37 Höhenmeter, 48 bewältigen müssen pro Runde. Also Berge. Und gigantische Erhebungen.

Also das muss dann natürlich gesagt sein, weil sonst kriegen wir ja berechtigterweise Zuschriften. Aufs Dach. Der Monte Klamotte ist nicht der Monte Trodelö, sondern das eine hat mit dem Abräumschutt nach dem Zweiten Weltkrieg zu tun und das andere nicht. So, jetzt wollen wir aber von dir wissen, wie es dir denn da so kurz vor der Ziellinie ging und danach und dann warst du ja schon irgendwie so ein bisschen wieder im Pro-Modus, oder? Und hast du da vielleicht auch doch überlegt, vielleicht war das doch nicht die beste Entscheidung, weil ich kriege ja trotzdem noch, also für Gewinn reicht es ja noch. Also das Dauernlaufen hat mir mega Spaß gemacht, also da fühle ich mich halt komplett in meinem Element und da bin ich ja auch an die Kassierfeld dann vorbei. Ich habe mich aber allerdings, es ist so ein bisschen typisch für mich, nicht so wirklich gut mit der Strecke beschäftigt. Das heißt, Lisa wusste genau, wie lang sie ist. Ich war mir nicht sicher. Ich habe mir halt gemerkt, dass es so circa 20 Kilometer sind. Während des Laufs habe ich dann überlegt, sind es jetzt 19 oder vielleicht auch über 20?

Und also ich wusste schon, dass es halt nur einmal runter geht. Aber was ich nicht wusste, dass es dann halt noch, waren es drei Kilometer am flachen sind, durch Schnee. Das war dann ein bisschen fies hinten raus. vor allem, ich wusste halt auch nicht, Und wie war, also am Ende hatte ich so eineinhalb Minuten Führungszeit, aber natürlich so ein bisschen, ich wollte natürlich mich auch nicht umdrehen, um zu schauen.

Es ist ja, also man dreht sich ja nicht um, da zeigt man ja halt irgendwie, dass man sich nach hinten orientiert. Also habe ich echt dann bis zum Zielinien wirklich gepusht, weil ich wollte natürlich dann auch gewinnen. Ja, aber hat halt auch Spaß gemacht, sich halt wirklich zu challengen.

Ja, und das war, das habe ich dann auch erst hinterher erfahren, dass ich habe mich auch bewusst ganz normal angemeldet. Also der Veranstalter kam dann hinterher auf mich zu, hat sich halt bedankt, dass ich da bin. Es ist auch echt eine richtig, richtig coole Veranstaltung. Aber hat gesagt, also hättest du was gesagt, dann hättest du ja auch einen Startplatz einfach so bekommen. Aber ich wollte ja halt eher halt einfach nur so mitlaufen. Das hat so halb gut geklappt, weil dann einer von meinen Coaches, der ist auch gelaufen, der hat mir dann am Freitagabend vorm Rennen, der war bei dem Race Briefing dabei. Und dann haben sie gesagt, die haben da gerade angekündigt, dass eventuell der Streckenrekord fallen könnte, weil sich eine Anna Hane angemeldet hat. Er sagt so, ja, Dankeschön. Aber das finde ich voll schwierig, weil, also, gar kein Vorwurf an die Veranstalter, die haben sich bestimmt mega gefreut, das glaube ich auch. Weil natürlich, wenn so eine bekannte Größe, so ein Aushängeschild zu so einer Veranstaltung kommt, das wertet die ja auf und das ist für die cool und so. Aber ich weiß nicht, ob du da auch schon drüber nachgedacht hast. Ich hab mir das oft schon gedacht nach dem Karriereende, was jetzt bei mir schon, fast drei Jahre zurückliegt.

Problem für uns ist ja manchmal, also vielleicht ändert es sich auch nochmal in fünf Jahren, weil man uns dann kein Schwein mehr kennt, aber ähm.

Du kannst ja trotzdem nicht ... Guck mal, es gibt ja manchmal so ... Zum Beispiel, ich hab Infinite Trails gemacht letztes Jahr. Das hab ich ja dann irgendwie ... Das hab ich relativ gut, glaub ich, abmoderiert. In dem Sinne, dass ich gesagt hab, ich mach das jetzt just for fun mit Kai, mit Matthias Fritz. Einfach so, es geht nur ums Experience. Es war eine übelst geile Erfahrung. Mein erstes Trail-Ding und so. Alles, was für dich normal ist. Oh ja, stimmt, ich brauch ein Erste-Hilfe-Kit. Es gibt so eine Pflichtausrüstung. I don't know. Ich hab so was noch nie gemacht. Was brauch ich da? Stöcke. Ah, geil. Der erste Gedanke ist dann, meint ich das ernst, ne? Das ist auch das erste Mal, wenn man die Liste zieht, denkst du, haha, das ist doch nicht nur damit, oder? Oder der sagt, ey, boah. Und dann selbstverständlich hat er die Stöcke aus der Verpackung rausgenommen unten, ne? Bei der Alpenüberquerung im Sommer hab ich die Originale aus der Verpackung rausgenommen. Gut, wie funktioniert das jetzt mit diesen Dinger hier so? Also, das ist ja eine komplett andere Welt als das, wo wir jetzt irgendwie herkommen, so Bahn laufen, Cross laufen, Marathon laufen, da brauchst du all diese Sachen ja gar nicht. Du musst auf deine Uhr irgendwie so GPX-Files draufmachen und so. Das ist ja so eine andere Welt. Und das Ding ist, ich fand für die Infinite Trails was cool, weil wir, glaube ich, ja nach außen von vornherein so gesagt haben, jo, es geht eigentlich nur drum. Wir wollen das einfach so in dieser Konstellation just for fun machen.

Aber ich finde manchmal schade, dass wir nichts mehr neu machen können. Oder was heißt neu? Oder, weißt du, wo dich keiner kennt. Weil du, weil manchmal Zum Beispiel für mich, ich hatte damit gar kein Problem gehabt, als ich Profisportler war, das ist halt part of the job logischerweise, dass du von deiner Bekanntheit und von deinem Renommee und von deinen Erfolgen vielleicht auch irgendwie lebst. Das gehört ja dann dazu und dass du dann irgendwo hingehst und eine gewisse Erwartungshaltung damit verbunden ist. Für mich war ja klar, wenn ich aufhöre, für mich war Hauptmotivation aufzuhören, war Kind, Familie, mehr Zeit haben und so Prioritäten verschieben. Das heißt ja nicht, dass ich keine sportlichen...

Highlights mehr erleben möchte, ich sag jetzt nicht Highlights bezogen auf Erfolg, sondern Highlights einfach im Erleben und so, aber oft ist es ja so, dann sobald dein Name irgendwo aufkloppt, selbst wenn du dich wie du, genau wie du, einfach privat anmeldest, ganz normal diesen Startplatz kaufst, ist auch so dieses, oh mein Gott, irgendjemanden gibt's ja, der dich da kennt und sagt, krass, der wird da übelst abreißen und ich denk mir so, nee, ich will das eigentlich gar nicht, ich will einfach nur, wie so jeder, der da angemeldet ist, also vielleicht gibt's ja auch Leute, die da was abreißen wollen, aber ich will einfach gar nichts machen, ich will einfach nur da so mitlaufen. Und wie ist das für dich jetzt, klar, kommuniziert hast du es Ende des Jahres, also das heißt, aber wahrscheinlich der Entscheidungsprozess wird ja ein bisschen davor gewesen sein, ist das für dich blöd oder ist das für dich nicht blöd, weil ich denke mir manchmal...

Wie soll ich sagen, wir sind jetzt ja nicht ein Popstar, Rockstar, irgendwas, der irgendwie globale Ausmaße hat, aber manchmal denke ich mir trotzdem, auch in unserer kleinen Welt, manchmal wäre es auch schön, wenn dich keiner kennt, wo du dann so einfach so ganz unbedarft irgendwo dich anmelden kannst und keiner verbindet damit irgendwas. Ja, ich glaube, das hat sich, ich glaube, bei mir insgesamt auch durch den Weggang von der Straße, wenn ich es mal nenne, also mit Olympia sehr viel verändert, mit dem riesen Shitstorm, der da kam, dass ich dann, also natürlich viel, viel hat es in mir gearbeitet, hat sich viel verändert, dass ich dann irgendwann für mich beschlossen habe, ich lasse mir, also ich laufe, weil es mir Freude macht und halt ich mache mich völlig frei von dem, was halt von draußen kommt, was die dann, denken oder nicht denken und dann eher festgestellt, dass da viel, auch wenn man es nur unbewusst macht, immer von einem selbst ausgeht. Wenn man da hingeht und auch gewisse Erwartungen an sich hat und die da nicht erfüllt, dass das dann von außen spiegelt. Aber wenn man wirklich hingeht und sagt, hey, ich laufe, weil es mir Spaß macht, um einfach zu gucken, was geht. Und wenn viel geht, ja, umso besser. Und wenn nichts geht, ja, cool, dann habe ich trotzdem irgendwie ein cooles Erlebnis gehabt. Und ich glaube, dass es dann von außen da auch nicht kommt so, oh, schau mal, wie die da gelaufen ist. Sondern wenn man halt dann einfach zeigt, hey, es hat mir aber Spaß gemacht.

Dass es die Leute auch wahrnehmen und anerkennen, also dass ich da gemerkt habe, dass da viel mehr darum geht, wie sehr bin ich mit mir selbst im Reinen, ja, und auch so.

Ja, also andere Gedanken machen lassen wollen, wie sie wollen, und das ist aber auch in Ordnung. Weil ich finde, du bist ja jetzt offensichtlich reit im Winkel, du hast es gewonnen. Also du bist jetzt ja, du stehst oben auf dem Treppchen. Und ich versuche jetzt mal ein Beispiel zu nennen. Also wenn ich jetzt irgendwo starte oder was anderes Neues mache, ich finde es zum Beispiel total befreiend und auch schön und Luxus fast, dass man heutzutage jetzt dann auch andere Sachen machen kann, wo man für sich weiß, ich mache das jetzt gar nicht, weil ich damit jetzt irgendwie übelst krass sein will, sondern weil ich einfach neugierig bin. Und mir geht es zum Beispiel auch so, ist wirklich seit vier Wochen oder Ralf sechs Wochen vielleicht so ein bisschen gesagt, für mich, das habe ich wahrscheinlich schon zwei Jahre im Kopf gehabt, endlich mache ich es jetzt mal, dass ich gesagt habe, hey, ich merke mich in der CrossFit-Box an, ich habe da übelst Bock drauf, mehr in diesem Kraftbereich zu machen, hatte ich früher nicht die Gelegenheit dazu. Ich glaube, so dieser hybride Ansatz ist bestimmt auch nicht verkehrt, so wenn man irgendwie so ein aktiver Elternteil für sein Kind sein will später und so überhaupt. Cool. Ich sag dir, wie viel davon aus, der jetzt schon wieder drauf projiziert wird, im Sinne von High Rocks Karriere, incoming, jetzt wo die ganzen Brands da drauf gehen und da gibt's Preisgelder und World Champs und so, da wirst du übelst ein krasser Typ werden und so. Ich denk mir so, ich mach das jetzt erstmal nur für mich, ob ich da überhaupt mal einen Wettkampf mache, I don't know.

Solange du keine 100 Kilo Kniebeuge schaffst, musst du dir keine Gedanken machen, dass du auf dem Kürtchen stehst. Der Punkt ist nur so, ich mein so dieses, Man kann ja nichts mehr machen, ohne dass von außen so eine Erwartungshaltung oftmals auf einen rauf projiziert wird, ob du das willst oder nicht. Weil manchmal denkst du einfach so, ich bin jetzt aber so ein bisschen mehr der Privatmensch, der Hobbysportler. Und ich meine das überhaupt nicht negativ, sondern ich genieße diesen Claim-Hobbysportler total, weil ich sage so, ich mache jetzt halt Sport für mich, um fit zu bleiben, um möglichst ausgeglichen zu sein, wie wahrscheinlich viele andere auch. Das ist doch ganz einfach. Du gehst einfach zum nächsten Triathlon mit mir und dann springst du dann mit mir rein. Da ertrinke ich dann erst mal beim ersten Teilstück des Wecklaufkonzerts. Da kannst du ganz neue Erfahrungen machen.

Die du noch nie hattest mit dir und deinem Körper das wollte gerade sagen, das wird eine Grenzerfahrung auf jeden Fall, das ist für dich kein Ding, aber klar, du hast natürlich das stimmt schon, da habe ich vorher nicht drüber nachgedacht mit der ganzen Geschichte nach Rio, wahrscheinlich schon auch ein gewisser also nochmal kurz, für alle, die das nicht mehr auf dem Schirm haben du kannst kurz weghören ihr seid da gemeinsam gelaufen, also ihr beiden, Lisa und du, und seid dann gemeinsam über die Ziellinie gelaufen, okay, das war der Punkt, fertig. Nur, dass die Leute grob wissen, worum es geht. Letztlich warst du natürlich jetzt bei dem Lauf in Reiten und Winkel noch sehr nah bei dem, was du zuletzt halt auch wettkampfmäßig gemacht hast. Das stimmt, ja. Also das ist natürlich.

Schon noch ein bisschen anders, weil du jetzt noch so ein Grenzgänger bist, zwischen profimäßig strukturiert auf einen Punkt hintrainieren und die man auch sehr, sehr, sehr gut laufen kann. Berg und Berg runter. Ja, also ich glaube, das ist auch ein... Ich meine, klar, auf Instagram verfolge ich mich, aber die kriegen ja trotzdem dann nicht mit, wie wenig ich jetzt sportlich halt irgendwie, also ich mache ja viel Sport, aber halt wie ziellos oder unstrukturiert ich halt trainiere oder was mache. Dass es natürlich dann auch ein bisschen verwirren kann, wenn ich dann auf einmal halt an der Startlinie stehe und da halt den Wettkampf laufe und gewinne. Aber halt so, ja, ich einfach schaue, was möglich ist. Und ich werde noch weitere Wettkämpfe dieses Jahr laufen, aber auch mal schauen, wo es mich halt überall noch hinträgt. Ich habe jetzt mit einem Skifahren halt Abfahrtsski diesen Winterhack gefahren.

Völlig neu für mich. Also ein Skilanglauf, klar, war schon immer irgendwie Teil des Trainings auch bei uns. Aber das ist halt was ich jetzt komplett, komplett neu gelernt habe. Ja, und ich glaube, das ist so ein bisschen das, was du sagst. Also das war halt auf einmal irgendwie so Sachen für sich machen will. Und dann wurde ich natürlich auch schon angesprochen dann auf der Piste. Aber ist ja auch völlig in Ordnung. Dann sage ich halt, ja, ich stehe jetzt das dritte Mal auf dem Skiern und so. In erster Linie bin ich froh, wenn ich einen Berg runterkomme. Aber das ist ja halt da auch, ist es ja nicht schlimm, dann nicht in jedem immer gleich die Beste zu sein. Jetzt wird natürlich meine Familie sich kaputt lachen, wenn sie den Satz von mir hören. Ich sage es mal so, ich versuche natürlich trotzdem immer die Beste oder die Schnellste zu sein. Aber ich kann da echt mit dem Lächeln da sitzen, wenn ich dann halt im hinteren Drittel bei irgendeiner Sportart oder bei irgendeinem bin. Das heißt nicht, dass ich es nicht versuchen würde. Okay, dann gehen wir nochmal zurück zu den Anfängen. Erstens schmeißt du Mensch ärgere dich nicht Figuren über den Tisch. So nämlich.

Nein, aber ich kenne... Und wie ist es, wenn man das mit eigenen Kindern spielt? Die sind noch zu klein, die sind noch zu klein, aber da ist ja auch die Frage, wie geht man damit um? Die harte Schule so richtig rein? Oder zu sagen, ja komm, ich lasse auch mal gewinnen. Ja, es ist eher so, dass ich den Satz dann manchmal höre, du musst dich aus allen einen Wettkampf machen. Also halt, ja, keine Ahnung, halt auch aus Alltagssituationen oder so. Aber halt nicht, um zu gewinnen, sondern weil es halt einfach... Ich finde, es macht Spaß, sich zu duellieren. Und ich glaube, auch halt als Zwilling ist es ja, wir sind so halt groß geworden, also auch mit den anderen Geschwistern, aber in der Schule war ja quasi jede Arbeit, die wir geschrieben haben, so ein kleines Duell. Wir haben zusammen dafür gelernt, wer ist jetzt von uns beiden besser? Und es war dann nie so, dass dann halt irgendwie das schlimm war, dass die andere besser war, sondern dass man gedacht hat, aber dann in der nächsten Klausur werde ich besser schreiben. Also das ist halt irgendwie was ist, was Spaß macht und ja, und Verlieren überhaupt nicht schlimm ist, sondern das gehört ja dazu, dass man halt dann auch wieder gewinnen kann. Aber könnt ihr schon mal darauf einstellen, dass natürlich irgendwann der Punkt kommt, wo man das seinen Kindern vermitteln muss und dann ist halt genau diese Überlegung, lasse ich die jetzt gewinnen, lasse ich die nicht gewinnen. Das ist spannend, stimmt, das kommt noch auf mich zu. Sind noch nicht ganz so alt.

Wie hast du das gemacht, Ralf? Nein, ich habe nicht gewinnen lassen. Gar nicht? Null? Nee, also sagen wir mal so, wenn es jetzt darum ging, keine Ahnung, irgendwie Bälle hin und her zu schießen oder irgend sowas, dann mache ich ja jetzt nicht da irgendwie eine Blutgrätsche oder so nicht. Aber nee, ich finde schon, dass Kids lernen müssen. Nur zum Leben. Ja, dass es eben nicht alles einfach ist, sondern dass man sich halt für bestimmte Dinge auch anstrengen muss. Und bis man die Eltern in der körperlichen Auseinandersetzung oder in einer intellektuellen Auseinandersetzung bezwingen kann, das ist vielleicht doch ein Entwicklungsprozess und nicht jetzt mal so. God-given sozusagen. Wichtiger Punkt, Ralf wird das vielleicht wahrscheinlich auch noch in Erinnerung haben, bei Anna bin ich nicht sicher, aber doch, wobei, mit Valentin bestimmt schon, ohne Scheiß, Memory. Ich hätte es sofort gesagt. Holy shit, was ist mit diesen kleinen Lebewesen los? Ich habe jetzt schon keine Chance mehr teilweise. Ich kann mir das nicht merken, wo diese komischen Tigerlöwen und was weiß ich was. Die sehen aber alle gleich aus. Das sind irgendwie zehn Hunde und ich soll da irgendeinem, also ich bin auch völlig lost. Keine Chance. Faszinierend, das ist wirklich faszinierend. Wenn eure Kids scheiße drauf sind, lasst sie ein Memory spielen. Katastrophe. Ihr habt sowieso keine Chance.

Das ist ganz einfach. Das ist wirklich faszinierend, oder? Da sind unsere Hände anders nicht mehr so gepolt, dass wir das können. Und es macht ja was mit den Kids. Du weißt natürlich diese Areale. Gerade am Anfang haben wir noch alle so gefühlt. Da war der Waschbär. Der Waschbär war irgendwo da. Und die drehen um. Zack, ja, Waschbär. Keine Ahnung, ich hätte es links daneben gegriffen.

Und das ist genau der Punkt, wenn sie ja sonst keine Chance haben in vielen Dingen, da haben sie eine Chance oder sind oft sehr, sehr viel besser oder sehr schnell viel besser. Das kann man dann ja wunderbar halt gegenblenden. Weil klar, wenn ich jetzt irgendwie mein Kind halt nur vernichte bei irgendwelchen Spielen, das ist ja jetzt auch Quatsch. Ja, natürlich. Aber jetzt so extra gewinnen lassen und so finde ich nicht den richtigen Weg. Also deshalb wollen wir jetzt an dieser Stelle schon in die Diskussion einsteigen, ob es gut ist, eine Medaille ... Also ohne dass es geplant war, es klingt wirklich sehr gescriptet, aber es ist eigentlich ein sehr, sehr guter Übergang, muss ich sagen, zu sportphilosophischen Themen rund um den LA-Marathon. Also Anna, wir haben dich ja schon kurz ins Bild gesetzt, was da Tango war vorher und du hast insofern eine andere Perspektive, als wir das haben, da du ja nicht nur diesen leistungssportlichen Ansatz, den Philipp biologischerweise relativ spiegelgleich hat, wo das jetzt nicht eine Frage ist, ob ihr ankommen wollt oder nicht, sondern da geht es halt darum, möglichst schnell dort anzukommen und eine bestimmte Zeit zu erreichen und so weiter. Darauf fokussiert das Training, also dieses ganze Ding da drum herum.

Aber ihr betreut ja auch Menschen zu ihren ersten Läufern. Das muss ja jetzt nicht gleich Marathon sein, zu einem 5-Kilometer-Lauf, 10-Kilometer-Whatever. Und da hast du eben diese andere Perspektive. Und deshalb bin ich sehr gespannt, was du dazu sagst, ob das nachvollziehbar richtig cool und cool ist, dass man eben aufgrund dieses Abkürzens der Strecke trotzdem eine Finisher-Medaille bekommt mit Los Angeles Marathon drauf. Ja, es ist wirklich eine super spannende Frage.

Also ich merke ja das auch im Coaching, dass es für viele so ein Wettkampf, das ist ja nicht so, da laufe ich mal einen Wettkampf, sondern das ist ja oft auch, dass man sich Zeiten nimmt von Familie, Beruf, dass das Los Angeles dann für viele eine Reise ist, ein Aufwand, den man macht. Das ist so, ja, nichts, was man vielleicht alle nicht jährlich macht, vielleicht auch nur einmal im Leben. Und wenn der Veranstalter dann sagt, dass es halt aus...

Warum auch immer, gesundheitlich schwierig sein kann, den vollen Marathon zu laufen. Also jetzt kann ich beurteilen, ob das jetzt stimmt, was der Veranstalter gesagt hat. Aber wenn er das halt so... Wenn es jenseits von 30 geht, dann muss man ja sagen, für alle, die nicht Top of the Pops trainiert sind, die vielleicht auch nicht wissen, die Zeichen zu deuten, die dann... Und vor allem die halt auch sehr, sehr lange auf der Strecke unterwegs sind. Da sind ganz andere Punkte, die eine Rolle spielen. Und ich finde das jetzt erstmal, also die Option des Veranstalters zu sagen, hey Leute, macht keinen Scheiß, ihr könnt bei Kilometern 29 ins Ziel laufen, finde ich erstmal perfekt, muss ich wirklich sagen. Aber das ist sehr fürsorglich. Ich habe das vorhin ja auch schon gesagt, die kennen ja auch ihre Patienten. Ja, und also ich finde es richtig und gut, dass die dann eine Medaille bekommen. Auch wenn ich jetzt, also vielleicht viele, die halt sagen, ja, aber die haben sich jetzt nicht durchgebissen und das ist.

Riesenleistung, trotzdem die die abgeliefert haben und das, was das im Ziel, Glückshormone mit einem Menschen machen, das ist halt unbeschreiblich. Das weiß jeder, der schon mal einen Wettkampf gelaufen ist und wenn du dann ins Ziel kommst und halt nichts umgehangen bekommst, ist es halt so wie, ja, also sorry, aber das hat halt jetzt heute nicht ausgereicht. Und die Frage, die man sich ja immer stellen darf, wenn man sich selbst fit genug fühlt, den vollen Marathon zu laufen und dann eine Medaille umgehangen bekommt, Was ist mit den Menschen los, dass man halt dann immer nur denkt, also für einen selbst ändert sich ja nichts, aber warum ist die weniger wert, weil halt andere nicht die 42 Kilometer gelassen? Genau das hat Ralf heute Morgen gesagt, das ist witzig, weil er gesagt hat, es wird ja niemandem was weggenommen. Nein, und die waren aber ja zeitgleich vielleicht sogar genauso lang unter gleichen Bedingungen unterwegs. Also das ist aber dieses, also freu dich doch, dass du den Film mal hinterlaufen konntest. Ich glaube, dass viele das so empfinden, aber ich bin total bei euch. Es wird ja technisch betrachtet, es wird ja niemandem was weggenommen. Aber ich glaube, dass es Leute gibt, die dann denken, aber ich habe mich halt durchgebissen. warum wird es den anderen so sinngemäß hinterhergeworfen sozusagen. Ich glaube, die wird es geben, diese Leute. Ich glaube nicht, dass jeder damit komplett fahre ist und denkt, oh ja, komm, dann kriegt halt jeder eine. Aber es wird ja niemandem was weggenommen. Jeder eine ja nicht. Ja, aber die, die halt ja in den 29 auch laufen. Genau.

Wir wissen alle, dass auch 29 Kilometer bei jenen, dass es von 30 laufen, nicht so ist. Warum läuft man Marathon? Das ist eine sehr, sehr gute Frage. Ich versuche einfach auch im Coaching den Leuten klarzumachen, das ist halt was, was sie für sich machen, das ist halt ein mega cooles Erlebnis, was da, ja, was man da für Gedanken mit sich selbst austrägt, also in der Vorbereitung schon, ich hoffe ja, dass jeder auch gut vorbereitet ist, der so einen Marathon läuft, das ist halt ein Geschenk, sowas erleben zu dürfen. Und wer das nur für die Außen macht, das ist eigentlich ein bisschen schade, weil der lässt, Also der nimmt sich, ich würde sagen, 80 Prozent von dem ganzen Erlebnis, wenn man das halt wirklich nur macht, um halt den anderen zeigen zu können. Ja, also ich bin aber die vollen 42 Kilometer gelaufen und du hast eigentlich keine Medaille verdient. Ja, ja.

Jetzt hatten wir ja letzte Woche die Diskussion um Six Star, also um die Major. Da kommen dann natürlich nochmal andere Motivlagen dazu, um es dann zu verkomplizieren. Ich glaube, ein Six Star Marathon, also einer von den großen sechs, beziehungsweise jetzt sind sie eigentlich sieben, der könnte es nicht erlauben. Ich glaube, das können sie nicht machen.

Dass sie sagen, jemand kriegt bei 19. Metaille, da würden die Leute, glaube ich, also vor allem die Generationen vorher, die diese Marathons komplett, ich glaube, die würden, also würde es auf eine Revolte geben, glaube ich. Ich glaube wirklich, ohne Schein. Es bleibt ja spannend. Wir haben ja logischerweise auch eine Menge Zuschriften von Triathleten gekriegt, die dann natürlich auch sagen, hey Leute, Hawaii, hallo, ja, Frankfurt, rot, mitten im Sommer. Ja, du bist da selber gelaufen. Ja, hast du mir das Video geschickt von Japan, ich weiß nicht, ob es Tokio war oder ein anderer japanischer Marathon, jetzt diese Woche, oder was Felix, irgendjemand hat die Woche ein Video geschickt, Cut-Off, also wie in Japan ein zeitmäßiger Cut-Off gehandhabt wird, wo ich mir dachte, holy shit, das würde es in Deutschland ja nicht machen, glaub ich zumindest, also wirklich so, da waren wir noch auf der Strecke, ich weiß nicht, sagen wir Kilometer 30 oder so, und die waren dann offensichtlich, also halt einfach zu langsam für das, was dann projektierte Zielzeit ist. Da rennt einfach wirklich, da rennt ein Dude mit so einem Band durch, bei die sind mitten im Laufen, die werden da gefühlt fast weggetackt, so zack, ihr seid jetzt raus. Und ich dachte mir so, okay, wow, ja, vielleicht die drei hättest du auch noch durchlassen können, das wäre jetzt glaube ich auch nicht so. Aber wenn da noch 300 sind. Ja, es ist so, ja. Das stimmt natürlich, aber das war auf jeden Fall, da wird das sehr straight durchgesetzt.

Und nochmal, wenn du eine Langdistanz machst und es ist Sommer, das weißt du ja vorher. Du weißt, dass es zum Zeitpunkt von Rot oder von Frankfurt oder natürlich, Hawaii ist noch was anderes, das sind ja Leute, die ganz oben sind im Leistungsbereich. Du weißt ja, dass da Sommer ist. Das heißt, du stellst dich da vorher drauf ein. Und du weißt übrigens auch, dass du vorher vier Kilometer schwimmen und 180 Kilometer Rad fahren musst. Das ist ja eine andere Herangehensweise an den Marathonlaufen. Und natürlich sind auch von den 2800 Startern in Rot oder in Frankfurt 99,9% die ankommen wollen. Ja, die irgendwie ankommen wollen. Und da kam ja noch die nächste Frage, Anna, die wir dann auch schon ventiliert haben. Was ist mit dem Wandern?

Ja, dieses Kilometer lang. Als was zählt das? Was zählt das, ja? Das ist natürlich. Jetzt kommen wir zu den heiklen Fragen. Im Trail ist es halt einfach einfach, weil das ist quasi ein Teil von dem Wettkampfsport. Wandern, Speed-Higel, Ab einem bestimmten Steigungsgrad ist Speedhiken schneller als Laufen. Und da gibt es auch coole Videos, wenn man sich die Trail-WM anschaut, wie zwei Läufer, die eine hiked, die andere läuft und die schieben sich einfach zeitgleich den Berg hoch.

Deswegen ist es als Trail-Läufer halt so, wo ist jetzt das Problem? Ja. Beim Straßenlauf ist natürlich ... There we go, da bin ich jetzt sehr gespannt. Ich habe auch gelernt, im Trail-Bereich ganz normal, teilweise sogar smarter, als wir versuchen zu rennen die ganze Zeit. Aber Marathon, ist jemand, der Leute coacht? Wie siehst du das? Ist es Marathon laufen? Sollte das so sein? Sollte das nicht so sein? Sind die Leute irgendwie underprepared?

Ja, ich glaube, man kann jemanden so vorbereiten. Also das heißt nicht, dass man überhaupt nicht gehen darf, aber dann, also ich gestalte es dann so, dass die halt dann bei den Verpflegungsstellen halt bewusst gehen, also dort kurz stoppen, sich gut verpflegen, weil das ist auch was, Ralf, das kennst du aus dem Triathlon, die Triathleten haben das einfach drauf, die wissen, dass halt Verpflegung einfach zum Wettkampf gehört. Im Trail hat man das auch drauf, aber auf der Straße ist das halt noch so ein Ding, dass so ganz viele da völlig perplex sind, so wie ich soll jetzt essen während dem Laufen oder halt also Energie zu mir nehmen.

Dass sie dann halt an Verpflegungsstellen bewusst gehen und man kann ja dann wirklich dann auch sagen im Rhythmus, vielleicht macht man immer im Rhythmus acht Minuten laufen, eine Minute gehen, acht Minuten laufen, eine Minute gehen. Da verstehe ich, also das ist für mich was, wo ich denke, das ist für mich kein Wandern, sondern das ist Laufen und halt immer nur kurze Phasen, um den Puls vielleicht wieder ein bisschen runter zu bekommen. Wer natürlich über längere Strecken geht, dann ist es, glaube ich, halt einfach, dass man jetzt rückblickend vielleicht noch mal ein bisschen länger hätte warten sollen, bis man den Marathon läuft. Das zeigt, dass der Wille da ist, was richtig cool ist, die Motivation da ist, den Marathon zu laufen. Was super, super cool ist, dann schenk dir doch selbst noch ein Jahr länger Vorbereitung, dass du halt mit ein bisschen, ja, es macht dann einfach auch mehr Spaß, den Marathon zu laufen. Also das eher so als, ja.

Idee, dass man dann einfach sich ein bisschen mehr Zeit für die Vorbereitung schenken sollte. Ich sehe schon, ihr laviert euch so ein bisschen drumrum. Ja, es ist auch schwierig. Wir hatten ja das Beispiel, Berlin letztes Jahr, relativ hohe Temperaturen. Wir waren weit entfernt von 30.

Und wir hatten halt auch schon Ausgaben von Ironman in Frankfurt, wo wir deutlich jenseits von 30 waren, wo die Profis große Probleme hatten, wo 10 Prozent der Starter gar nicht erst angefangen haben, aus Respekt vor der Temperatur, 10%. Wir reden von 700 plus Euro Startgebühr, nur Startgebühr, nicht Reise drumherum und so weiter, nur Startgebühr. Da ist klar, dass da halt hunderte, 5, 10, 15, 20 Kilometer gewandert sind. So. Und sagen wir mal, der Trend in Berlin ist auch dahin, dass sie weniger werden. Ist es noch ein bisschen, hab ich nie gesagt offiziell, dass Ironman für mich krasser ist als Marathon, aber irgendwie doch. Ich mein, es ist einfach so, da muss man ja schon mal sagen, ich hab gar keinen Plan von Ironman, weil ich noch nie einen gemacht hab. Aber alleine die schiere.

Addition dieser drei Sportarten und des zeitlichen Horizonts, der damit verbunden ist, ist ja nun mal einfach, glaube ich, für den Organismus eine Extrembelastung. Natürlich, dafür werden mich vielleicht ein Patriot-Legend jetzt hassen, in keinem Fall so intensiv wie ein Marathon-Laufen all in, aber fragt Frodo, der sagt das auch. Also ein Marathon all in zu laufen, da haben die... Du kannst ja nicht so lange in der Intensität... Du kannst die Dinger nicht vergleichen. Was ich nur sagen will, ist, ein Marathon ist natürlich auf unserem Level früher eine ganz andere Intensität als ein Ironman. Aber die Addition dieser drei Sportarten in dem zeitlichen Horizont, was das für ein Energiebedarf ist, was das im Hochsommer mit dir macht, mit der Hitze, die du da irgendwie tolerieren musst auch und dagegen arbeiten musst, das ist ja eine extremste Belastung, vor der ich den größtmöglichen Respekt habe. Aber.

Ich würde sagen dass ich es dafür akzept was heißt akzeptabel ich will ja auch niemanden hier jetzt irgendwie schlecht machen, aber wenn da jemand am Ende seiner Kräfte ist und sagt ich will das aber unbedingt durchziehen und wenn es erfordert 30 Kilometer zu gehen, dann kann ich das 100% nachvollziehen und hab davor auch den größtmöglichen Respekt, ich denke mir nur das schließt jetzt an das Intro von heute Morgen an wo wir ja ein bisschen ein bisschen über den Zeitgeist gesprochen haben beim Marathon, so gefühlt, jetzt ist es halt grad schick wieder Marathon zu laufen, was erstmal per se total geil ist, auch in der jungen Generation, ich glaub, das war ja die größte wachsende Gruppe, so dieses Thema 25 bis 40 ist ja bei den Marathons aktuell der größte wachsende Bereich an Teilnehmenden, was total cool ist, erstmal, Gesundheitsbewusstsein, dieser Ausdauersport, alles total toll, aber die Frage ist ja immer, wie vorbereitet gehst du in so ein Rennen dann rein? Und diese Geschichte, ich möchte jetzt hier laufen, jetzt hat irgendwie mein Lieblings-Influencer gesagt, geil, Marathon ist the new shit. Was gibt's demnächst? Ah ja, ich kann Frankfurt laufen, das ist noch 200 Monate entfernt. Ja, lass mal machen. Ach so, Chucks hab ich gerade nur zu Hause. Vielleicht ist ein paar Laufschuhe auch nicht schlecht und ansonsten stopp ich mich mit meinem Handy oder so. Sorry, also das ist natürlich kompletter Bullshit, in meinen Augen zumindest. Ja, dafür werd ich bestimmt auch eins übergebraten bekommen, aber das ist doch Käse. Also, dass man dann sagt, so ad hoc, ach so, übermorgen muss Marathon sein, ist doch Quatsch. Und dann am Ende aber davon drei Viertel wandern müssen. Das geht für mich nicht klar. Wie gesagt, Ironman ganz andere Geschichte.

Vollkommen fein, trotzdem, ich hab ja oft genug Frankfurt im Fernsehen geguckt, vier Runden oder was dann um meinen rum bei I don't know, auch 35 Grad vielleicht ich möchte es nicht machen, ich sag es ehrlich wie es ist jeder der das macht, größtmöglicher Respekt, oder rot war ich natürlich jetzt schon einmal als Staffelteilnehmer, letztes Jahr zum Supporten anfeuern, ich dachte mir immer wenn ich da bin, was sind das für verrückte Leute, aber im positiven Sinne also dafür kann ich wirklich viel Respekt entgegenbringen. Wie gesagt, beim Marathon, wenn da dann drei Viertel gewandert werden, ist es anders. Für mich anders. Ja, Anna hat jetzt gerade auch ein kleines Energieproblem, deshalb war sie jetzt ganz kurz mal schweigsam. Weil da die Kopfhörer richtig ist. Richtig, aber ich habe ja zum Glück Schwägerin, wo ich da runtergerannt bin und den Kopfhörer geholt habe.

Macht man das nicht mit dem Cut-off-Zeit? Also hat man nicht da eigentlich den Hebel, wo man das...

Das gibt es natürlich beim Triathlon für alle Teildisziplinen. Also du hast einen Cut auch schon nach dem Schwimmen. Mhm. Das ist für mich übrigens schon relativ hart. Das ist ja immer eine Relation. Für dich ist ein Cut-Off drei Stunden beim Marathon nix. Für Normalsterblichen ist das seit der Irre. Und wer schwimmen kann, für den ist natürlich zwei Stunden zwanzig beim Schwimmen, nix, will ich nicht sagen. Machbar? Gar keine Frage, dass man das schafft. Aber für Leute, die nicht schwimmen können, ist das was anderes. So, jetzt müsst ihr euch mal überlegen. Ihr meldet euch an für ein Ironman. Und dann habt ihr euch auch vorbereitet. Und ihr könnt Rad fahren und ihr könnt laufen und alles mögliche, aber ihr könnt vielleicht nicht so gut schwimmen. Und davon gibt es relativ viele in Deutschland leider, weil die Grundausbildung im Schwimmen echt nicht gut ist in Deutschland. Und vor allen Dingen so in meinen Altersgruppen bin ich immer wieder negativ fasziniert, wie wenig Leute da schwimmen können. Also die können sich über Wasser halten, aber schwimmen ist es nicht. Und ich möchte nicht, dass irgendjemand von denen mal in Not gerät, weil dann wird es richtig ernst. Und dann springst du halt da rein und denkst, okay, jetzt schwimmen wir mal 4 Kilometer oder 3,8. Das ist dann übrigens auch egal.

Aber das ist kein Freibad. Und das ist kein Hallenbad. Sondern da sind halt, ja klar, mit einem Wellenstadt geht's, aber da sind halt noch andere Menschen neben dir. Und ich kenne so viele Leute, moi included, bei meinem ersten, wo du denkst, okay, das ist jetzt hier nicht mehr lustig.

Weil das ist natürlich dann Körperkontakt. Du kriegst halt einen Tritt ab, du kriegst einen Schlag ab und so weiter. Mir haben sie die Uhr abgerissen. Das ist eine Leistung auch. Was mich natürlich körperlich nicht beeinträchtigt hat. Und das ist was vollkommen anderes. Was vollkommen anderes. Und wer hat denn das nochmal gesagt? Ach, ich weiß es wieder. Toni Martin, der ja sein ganzes Leben auf dem Rad verbracht hatte. Erinnerst du dich, wie er uns geschildert hat, dass er plötzlich dann da stand bei seinem Halbmarathon und gedacht hat, wow, was machen die hier? Er ist sein ganzes Leben in einem Peloton mit 50 kmh rumgefahren, wo komplett um dich herum Menschen mit Fahrrädern sind. Das hat ihn natürlich überhaupt nicht gestört, weil er wusste, was da abgeht und er kann das. Und dann sind plötzlich Menschen neben dir und rennen. Und dann kriegst du natürlich einen Ellbogen hier und da. Und das hat ihn schon komplett gestresst. Jetzt bist du im Wasser, dann stresst dich das noch ganz anders. Und dann kommst du plötzlich da raus und dann sagt dir einer, Sorry, cut off.

Das ist schon hart. Aber was willst du machen? Also an irgendeiner Stelle ist halt auch eine Absperrung in einer Stadt, ist halt eine Veranstaltung auch zu Ende. Und deshalb, klar, dieses Video da von dem Banner, was dann da über die Straße gespannt wird in Tokio und dann einfach mal, sorry, aber euer Rennen ist hier zu Ende, ist hart. Ja. Aber Die Bilder sahen zumindest mittelmäßig unsensibel aus. Aber nochmal, wir haben ja nicht gesehen, wie viele Leute da noch kommen. Ja, das stimmt. Das ist schon richtig. Wenn da noch sieben sind, alrighty. Ich hätte auch sagen können, mein Gott, ich habe jetzt gerade vergessen, auf meine Uhr zu schauen. Irgendwie das Display war kurz nicht an. Das ist die Besenwagen-Diskussion. Klar. Wie schnell fährt der Besenwagen? Der Besenwagen hat eine vorgegebene Geschwindigkeit. Ja.

Der Wii 4 Live World Run lebt von dieser Idee. Das ist das Format, ja. Aber das ist ganz spannend. Das ist ganz, ganz spannend. Ja. Aber das ist ja ein Punkt, auf den ihr euch jetzt nicht vorbereiten müsst, als ehemalige Profiläufer, weil ihr woanders unterwegs seid, ist ja das, was du Anna auch beschrieben hast. Wettkampf ist ja das Normalste der Welt für euch. Auch wenn das ja trotzdem diese Mechanismen wieder in Gang setzt. Du hast es ja jetzt nur subtrahiert, weil du andere Dinge zu tun hattest, um dich race ready zu machen. Aber das ist ja trotzdem etwas wo ihr wisst was mit euch passiert dass man eben ein bisschen angespannt ist und keine Ahnung einen höheren Puls hat das wisst ihr ja alles aber für Leute die das noch nie gemacht haben woher sollen die das wissen? Ja, und dann ist natürlich alleine im Wald laufen oder in der Gruppe im Wald laufen was anderes, als wenn du da plötzlich in der Startlinie stehst. Ja, klar.

Ja, ich glaube, deswegen ist es so wichtig, sich halt mental auch darauf vorzubereiten. Weil was du sagst, halt dann die Stresssituation, Wettkampf ist immer erst mal Stress, weil irgendwas halt Unbekanntes und halt Menschen sind und Aufmerksamkeit und keine Ahnung was. Aber dass man da halt, je stärker man mit dem Mindset dann schon reingeht und weiß, was man zu tun hat oder dass man mit Selbstvertrauen an der Startlinie steht. Und jetzt Selbstvertrauen meine ich nicht, dass man denkt, ich kann jetzt hier einen Wettkampf gewinnen, sondern eher halt... Das denkst du nur du, Anna, oder?

Auch als Freizeitläuferin. Das merke ich ja bei den Coaches, wie viel das bringt. Einfach, dass die halt wissen, sie können ihre Leistung zeigen, sie sind gut vorbereitet und auch so die Angst vorm Wettkampf nehmen. Also man zeigt halt einfach, was an dem Tag möglich ist. Und wenn aus irgendeinem Grund weniger möglich war, Dann schaut man halt hinterher, woran das lag, aber halt quasi so die Angst davor zu nehmen, dass halt irgendwie was Schlimmes passieren könnte, wenn man seine Leistung nicht zeigt.

Also ich meine, bei den allermeisten ist ja auch, da guckt ja niemand hin. Man wird angefeuert. Also ob das jetzt schnell oder langsam oder zu schnell oder zu langsam ist, jetzt in Relation zu der jeweils persönlichen Leistungsfähigkeit, das weiß doch niemand. Also selbst die sozialen Umfelder können das ja in der Regel gar nicht beurteilen, ist das jetzt schnell, langsam oder geht so. Ja, aber spannend, also die beurteilen das meist ja von der eigenen Reaktion, wenn jemand sagt, ja, bin gelaufen. Und auch selbst man ist eigentlich zufrieden und sagt, ja, war jetzt eine Stunde 45 im Halbmarathon vorbei. Also da braucht man nicht vom Umfeld erwarten, dass die sagen, hey, wow, das war doch mega cool. So, weil das Umfeld kann das ja schlecht auch einschätzen. Also es gibt welche, die laufen Marathon, Halbmarathon unter einer Stunde. Und es gibt welche, die laufen, das sind zwei oder zwei Stunden 30. So, da muss man halt auch ein bisschen Eigenverantwortung, ja, halt sagen, hey, ich habe mir eigentlich, ich habe mir vorgenommen, unter 1,50 zu laufen. Ich bin voll happy, ich bin sogar 1,45 gelaufen. Und sowas darf man dann halt auch einfach sagen. Ja, muss man vielleicht auch sagen. Also ich finde, es ist auch Selbsthygiene. Sonst macht man sich ja selbst vor. Natürlich kann ich zu irgendwas hingehen und sagen, ja, ich will hier gewinnen. Ist jetzt hochunwahrscheinlich. Also höchst unwahrscheinlich. Selbst wenn ich abkürze, bei 29 gewinne ich nicht.

Kommt aufs Rennen an. Ich überlege gerade, Ralf, falls du noch beim Königsforstmarathon nachmelden möchtest. Bei 29 und die laufen 63 beim Ultra. Das kommt aufs Teilnehmerfeld an. Ich glaube, Ralf, wenn du gegen Philipp und mich ins Schwimmbecken springen würdest, auch wenn du vielleicht unter Triathleten nicht Top 1% der Schwimmer bist, bist du trotzdem far away im positiven Sinne von dem, was Philipp und ich abliefern. Aber weißt du, was mein Problem ist? Du kannst ja sowieso Radfahren und Laufen noch nachher. Philipp kann wahrscheinlich Radfahren, aber er weiß es nicht. Und er kann aber laufen. Also ich wüsste ja, dass ihr dann irgendwann... Irgendwann kommen wir. ...fröhlich pfeifend an mir vorbeigehetzt. Wenn wir nicht gerade oft beim Schwimmen... Genau, wir sind doch schon beim Kalt-Off raus. Bei Anna würde ich jetzt sagen, weiß ich nicht. Genau, Anna, du kannst schwimmen, glaube ich. Also ja, ich mache halt alles, obwohl ich so viel Bankkraft habe, also ich mache alles mit den Armen. Also ich kann auch, ich bin auch schon 3,8 Kilometer am Stück geschwommen, einfach um zu gucken, ob ich halt die Distanz schaffen würde.

Aber meine Wasserlage, also ich glaube, jeder, der mich sehen würde, nur so von Weiden würde dachten, oh je, was ist denn das für ein, ja, Personen, Wasser. Ich denke sofort an die Läufer-Sprunggelenke. Das habe ich auch. Das geht bei uns einfach nicht. Den Haken. Dafür werde ich so ausgelacht in meiner Familie. Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Aber die Arme machen bei mir halt alles, wenn ich so ziehe mich durchs Wasser. Anna, da war gerade so ein Nebensatz. Den muss ich noch mal ganz kurz rekapitulieren. Ich wollte nur mal gucken, ob ich es schaffe und bin mal eben 3,8 Kilometer geschwommen. Das ist doch auch so ein Ding gewesen, wo ihr euch gejazzt habt, oder? Ja, das war einfach Dan Loran, mein Trainer. Der hatte halt immer gern sowas dann halt einfach wie Ausdauer-Alternativ-Training geschrieben. Aber ihm war egal, was ich mache. Aber es war, ich kam halt von irgendeiner Verletzung. Ich sollte nicht laufen. Und dann hatte ich halt dann irgendwie die Idee. Also ich glaube, er hatte nicht gedacht, jetzt schwimm mal 3,8 Kilometer. Das kriege ich wohl mal an. Aber ich dachte dann halt so einfach, also ich bin ja schon 180 Kilometer geradelt, bin ich also sogar schon über den Schwarzwald, also mit mehreren Höhenmetern. Marathons bin ich auch schon echt viele gelaufen. Aber um halt irgendwie mal so ein bisschen nachzufühlen, wie das so als Ironman-Athlet ist, muss ich doch zumindest halt irgendwie mal so lange im Wasser gewesen sein.

Also sind wir mal ehrlich, du wolltest halt den besten Triathlon-Trainer der Welt. Ja.

Du wolltest ihm so krass imponieren, dass du das Schwimmen auch drauf hast. Nein, nein, nein. Ich habe ihm gar nicht gesagt, dass ich im Wasser war. Auch nachher nicht? Nee, nee. Ich habe dann halt einfach nur Ausdauereinheit eingetragen, weil ich hatte auch keinen Brustgut oder irgendwas im Wasser an oder so. Ich rufe dann sofort an. Einfach so Ausdauereinheit. Wenn du das hier hörst, das ist ja überragend. Sensationell. Er hätte dich natürlich danach dann häufiger ins Wasser geschickt, das könnte die Konsequenz sein können. Und das Wasser und ich sind so eine Hassliebe. Sag mal, wo du schon bei deinen Eltern bist und wir hier auch mit deinem großen Idol neulich erst, also das ist ja noch nicht so lange her, die Folge gemacht haben. Habt ihr noch die Tischtennisplatte zu Hause? Ja, klar. So, dass ich das habe. Logisch.

Da finden auch noch regelmäßig Battles statt, oder was? Ja, natürlich. Also das Tischtennis ist ja auch das Schönste, um halt das Verlieren zu lernen. Also weil das ist ja Tischtennis, das ist ja jeder Satz, gibt es halt einen Gewinner, Verlierer. Es gibt keinen Unentschieden. Und aber das ist halt auch zum Sport dazu gehört. Vorher gibt man sich die Hand und wünscht sich ein gutes Spiel. Hinterher gibt man sich die Hand und sagt gut gespielt. Also halt irgendwie, ja, das ist so die Grundgesetz eigentlich vom Wettkampfsport. Das ist halt Verlieren und Gewinnen. Mars ist der eine, Mars der andere. Und es gehört halt einfach dazu. Also ich kann mich erinnern, dass bei uns im Heizungskeller auch mal Schläger geflogen sind. Boah, Frust meinst du? Wie viele Ersatzschläge habt ihr denn immer parat gehabt? Ja, wir hatten, also über die Zeit bleiben ja dann immer mehr Schläger liegen oder man kauft welche nach oder whatever. Also ich kann mich auf jeden Fall erinnern, dass da mal Schläger geflogen sind. Und ich bin nicht ganz sicher, ob die nur zufällig an die Wand geflogen sind oder ob da nicht auch eine Richtung gegeben wurde. So ganz zufällig. Das war jetzt nicht schwunginduzierte Griffverluste, sondern...

Aber du hast schon recht, das ist natürlich schon auch was Lernen. Das ist so. Ja, aber Joey ist für uns ja der Held schlechthin. Also es ist so ein Wahnsinns-Typ. Absolut, absolut. Wir waren ja auch wirklich geflasht aufgrund des Mindsets. Und das ist ja das, was euch ja logischerweise auch gecatcht hat. Das Mindset ist unfassbar. Ja, absolut. Also das ist wirklich unfassbar. Und das geht ja jetzt nicht na klar, er definiert halt auch relativ viel über Sport und so, aber das hat ja jetzt nur noch mittelbar mit Sport dann zu tun, sondern es sind ja so viele andere Dinge, die da eine Rolle spielen also sich selbst spüren.

Dinge ausblenden sich challengen sich mit sich selbst beschäftigen und, und, und, also Name-Meter ist ja so viel dabei also gerne nochmal hören, können wir gerne auch nochmal in die Shownotes reinmachen war kurz vor Weihnachten, ne? Kurz vor Weihnachten, ja, es war auf jeden Fall nach dem Spenden-Marathon, wo ich ihn ja quasi kennengelernt habe, weil ich ihn interviewen durfte in der Morning-Session und da hat er ja schon eine ganze Nacht hinter sich gehabt und ich dachte mir auch, da einmal mehr, so live dabei, ich hätte es nicht machen wollen, 24 Stunden und ich dachte mir so, wie krass professionell er aber auch bleibt, weißt du dann, das ist ja dann nichts, dass ich sage, ich will jetzt mit ihm ein Interview machen, da hast du eine Regie auf dem Orde, die sagen, yo, Und jetzt müssten wir wieder Joey bei der Station XY haben. Und dann soll er kurz mal was erzählen. Ich denke mir so, ja, ich lebe davon, dass er jetzt gut gelaunt ist, hoffentlich. Aber ich denke mir auch so, ich hätte vollstes Verständnis, wenn du gar keinen Bock gerade hast, irgendwie zu erzählen, wie es dir gerade geht nach, I don't know, 17 Stunden. Aber da ist er halt natürlich auch Profi durch und durch. Und nee, war krass. Also hat mich auch echt geflasht, muss ich sagen. War eine coole Folge mit ihm. Auf jeden Fall müsst ihr nochmal nachhören.

So Anna, jetzt ist ja nur noch die Frage, was sind jetzt die Challenges, die noch auf deiner Bucketlist sind für dieses Jahr oder für die nächsten fünf Jahre? Ja, es gibt tatsächlich jetzt zeitnah noch Anfang Mai, glaube ich, in Dänemark auf Bornholm, der Insel, einen Trail, weil das auch, ah, Philipp Liga kennt die vielleicht auch noch, die Anna Holm, die Läuferin, die ist für den Tourismus in Bornholm zuständig und die hat gefragt halt, ob wir da auf die Insel kommen wollen und da ist der Trail Run. Und natürlich wäre es auch cool, wenn wir mitlaufen. Und Lisa, die ja noch nicht so im Trail-Running-Game ist, die zwar gerade trainierter ist als ich, aber hat noch nicht so einen Trail-Bereich. Und es gibt zwei Strecken, 20 und 50 Kilometer, hat dann zu mir gesagt, Anna, für die 20 bist du ja eigentlich viel zu langsam, aber die Ausdauer hast du. Ich würde vorschlagen, du läufst die 50, dann laufe ich die 20. So haben wir das jetzt beschlossen.

Genau. Das heißt, das wird die nächste Herausforderung, der ich mich stelle. Ich freue mich richtig drauf, weil das ja auch ist, ich habe dann 50 Kilometer Zeit, mir die Insel anzuschauen. Da brauchst du ja sonst eine Urlaubswoche dafür und keine Ahnung wie viele Wanderungen, um das zu bewerkstelligen. Und das ist dann halt so, wow, das kann ich dann halt in einem Vormittag erledigen.

An einem Vormittag. Mir gefällt dieses Mindset. Es ist praktisch, ne? Da krieg ich schon Atemlohn, wenn ich dran denke. Ich hoffe, Anna, dass ihr auch ein Familiending draus macht, also dass du die Kids logischerweise mitnimmst. Natürlich. Ich glaube, der Touristenverband Bornholm hat die ein oder andere Idee, was das angeht, was Familienurlaub angeht. Die werden das Ganze nur definieren. Fantastisch, Anna. Ich habe fast gehofft und war mir eigentlich ziemlich sicher, dass du uns eine schicke Geschichte zu diesem kleinen Ausflug an die Startlinie erzählen konntest. Dass es halt so cool ist, wussten wir natürlich nicht zu dem Zeitpunkt. Aber vielen Dank fürs Teilen mit uns und mit unserer Community und vielen Dank vor allem für deine Zeit.

Danke euch. Es ist mir immer eine Riesenfreude, bei euch Gast zu sein. Das freut uns sehr. Wir werden natürlich auch nochmal auf euren Instagram-Kanal verweisen, den HANA Twins-Kanal, den werden wir in den Shownotes verlinken, auch auf euer Coaching logischerweise. Das heißt, ich weiß gar nicht, seid ihr voll? Das muss man ja heutzutage fast fragen, weil ich habe öfters schon mitbekommen, dass Leute gar keine Kapazitäten mehr haben. Seid ihr schon am Rande eurer Kapazitäten? Dann nehmen wir es nämlich gar nicht rein, sonst kriegt ihr nur viele Nachrichten, die ihr ablehnen müsst. Kannst du gerne reinnehmen, also weil es ja auch immer wieder welche gibt, die jetzt im Frühjahr dann nach der Marathon-Vorbereitung, aussteigen, genau, deswegen telefonieren wir und finden dann schon das passende Startdatum Ja, perfekt, dann werden wir auf jeden Fall eure Website dahingehend auch nochmal verlinken, ich schließe mich Ralf nur an, vielen Dank Anna, das war eine sehr entertaining Folge auf jeden Fall, mit sehr vielen neuen Geschichten, die da in der Öffentlichkeit noch gar nicht bekannt sind Das war sehr, sehr cool. Euch zu Hause wünschen wir nach wie vor viel Spaß bei euren hoffentlich Autoaktivitäten. Wir wissen ja, in Köln ist es subtropisch. Jetzt natürlich schon wieder im März, das ist ja klar. Das wird hoffentlich im Rest Deutschland auch bald wieder so sein. Und das für die meisten. Ich blicke mal kurz in den Kalender. Geht es ja schon zackig Richtung Frühjahrshighlight. Egal ob Marathon, Halbmarathon, was auch immer. Falls ihr denkt, hey, ich habe am Wochenende nichts vor. 63 Kilometer Königsforst. Da werdet ihr bestimmt Ralf irgendwo am Streckenrand sehen.

In diesem Sinne, viel Spaß, ihr Lieben, passt auf euch auf und dann hören wir uns nächste Woche wieder in alter Frische. Ich könnte auch die Erstbesteigung des Montetrodeleu sein, aber nehmt, was du trinken mit, es ist wirklich eine Herausforderung, die 118 Höhenmeter. Bis nächste Woche, ciao, ciao.