So ihr Lieben, das war mal wieder schockierend in vielerlei Hinsicht. Wie kann man, verdammt nochmal, über 60 Kilometer laufen, musste ich feststellen. Wie kann man 2.10 laufen als Frau beim Marathon-Debüt? Ich bin offiziell schockiert im Bestzeit-Podcast mit Philipp Flieger und Ralf Scholt und mit unserem Gast Toni Dahlke. Guten Morgen. Guten Morgen zusammen, ich freue mich sehr, dass es mal klappt, dass ich mal dabei sein darf und ich würde sagen, ihr seid so einer der OG-Lauf-Podcasts in Deutschland.
Da ist jetzt ein Gastbeitrag von mir natürlich dann irgendwann auch mal Pflicht, ne Jungs? Absolut, absolut, absolut. Ja, noch dazu, weil wir festgestellt haben, dass wir da, wo du wohnst, tatsächlich total unterrepräsentiert sind. Wenn wir unsere Deutschlandkarte aufmachen und sehen, wo unsere Hörerzahlen herkommen, dann sind wir immer erstaunt, dass in der Ecke um Höllen auf jeden Fall noch Luft nach oben ist. Deswegen waren wir auch erst vor, ist doch gar nicht so lange her, wann war das? Ne, wobei ist es schon lange her, wann war das? Ende Januar, Ralf? Ja, das ist schon ein paar Wöchelchen her, ja. Ja, aber da haben wir auch gesagt, dann müssen wir mal was machen hier. Umso mehr freut es uns natürlich, dass du nach deinem großen Erfolg am Wochenende dir Zeit nimmst bei all den Presseanfragen, die danach reingedroppt sind, um mit uns erstmal exklusiv zu sprechen. Nein, für euch zu Hause. Wir haben sehr viel Content am Wochenende bekommen, wo wir ja markiert wurden. Natürlich war Ralf ja auch vor Ort und im Einsatz beim Königsforstmarathon. Aber dementsprechend haben wir natürlich ein besonderes Augenmerk drauf gehabt. Ein bisschen auf die ganz krassen Geschichten wie 63 Kilometer, auch da fehlt mir so ein bisschen das Verständnis für, aber Respekt, ich glaube, da gab es auch noch einen Streckenrekord.
Und es gab einen Streckenrekord, für den unser Gast heute in dieser Folge verantwortlich ist und der stand, glaube ich, auch, ich weiß gar nicht mehr wie lange, 20 Jahre oder 42 Jahre stand der schon. Das ist ja wirklich heftig und Kurt Stenzel, hoffe ich mal zumindest, ist für einige von euch zu Hause auch noch ein Name, den man kennen sollte. Der war ja zu seiner Zeit auch nicht ganz unbekannt. Erzähl mal, Johnny, du bist am Wochenende, hast du gedacht, hey, Das Heimrennen sozusagen vor der Haustür passt perfekt rein, mache ich mal meinen Easy-Sonntags-Run und laufe dann 64 den Halbmarathon. Ja, genau, so war es.
Nein, also vielleicht als Kontext zum, warum ich gestartet bin, weil es war tatsächlich das allererste Mal, dass ich überhaupt den Königsforstmarathon in irgendeiner Form mitgelaufen bin. Das liegt zum einen daran, dass ich, obwohl ich aus der Region komme, ursprünglich eher so auf den kürzeren Strecken unterwegs war. Und dann ist, wenn die kürzeste Strecke der Halbmarathon ist, natürlich, ja, musst du dann schon ein bisschen rennen.
Und zum anderen ist es natürlich immer so eine Zeit, so eine Phase, da bereitet man sich normalerweise auf ein anderes, größeres Straßenrennen vor. Jetzt beispielsweise ein Berliner Halbmarathon oder irgendeinen der großen Marathons. Barcelona war jetzt vor kurzem. Alles Rennen, die ich in der Vergangenheit schon öfters gelaufen bin, die dann Start so ein bisschen verhindern beim Königsforst-Marathon. Und jetzt war es tatsächlich so, dass ich plane, ein bisschen so eine Bahn-Season einzulegen im April und Mai. Und das nächste Rennen wäre dann praktisch erst in über einem Monat und ich bin leider kurz vor unserem Heimrennen beim Laufungsbeierkreuz letzte Woche krank gewesen und konnte da nicht starten. Das war sehr, sehr schade und dann habe ich gedacht, okay, ich will jetzt einfach irgendwie nochmal so ein Race haben, ein Race-Effort vor allem nach dem ganzen Training. Also mein letztes richtiges Race war eigentlich Valencia-Marathon im Dezember. Und da hatte ich dann halt so eine... Genau, genau. Darf man ja was sagen hier in der Runde auch? Richtig, genau. Wir gehen von 2 Stunden 14, also das ist jetzt ja ordentlich. Genau, genau.
Und dadurch, dass da so viel Zeit dazwischen war, dachte ich mir, okay, ich brauche jetzt irgendwie unbedingt ein Race. Und habe mich dann einfach spontan dazu entschieden, ich glaube am Donnerstag oder so, hat mittwochs noch eine Session gemacht, dachte mir, okay, das fühlt sich jetzt wieder ganz gut an, nachdem ich so leicht erkältet war. Und dann habe ich gesagt, komm, ich mache das jetzt einfach, bietet sich an, ist nah, man ist schnell da, man ist schnell wieder zu Hause.
Und die Strecke ist natürlich auch super interessant, sage ich mal. Also hart, aber sehr abwechslungsreich und mit einigen Höhenmetern drin. Und dann dachte ich mir, komm, wenn du schon mal da bist, versuchst du mal den Streckenrekord zu laufen. Und das ist dann letztendlich auch passiert. Also erstmal muss man ja zu dem Gesamtding sagen, das ist ja eine sehr traditionelle etablierte Veranstaltung im Läuferkreis. Total bekannt hier in der Region. Eben auch wegen der Option, dass man da ultra laufen kann. Das ist ja auch nicht, dass man jedes Wochenende in der Region ultra laufen könnte. Das hat eine spezielle Szene. Aber auch, das wird ja immer so gerne euphemistisch umschrieben, entweder heißt es dann Panorama-Marathon oder Natur-Marathon. Landschaftslauf. Genau, Landschaftslauf. Also da weiß man, es ist irgendwie mit Höhenmetern. Aber auf der anderen Seite ist es ja tatsächlich, du läufst ja praktisch die ganze Zeit durch den Wald. Das ist ja auch einfach cool. Da kommen wir gleich nochmal zu, was das mit den Leuten macht oder was das nicht mit den Leuten macht.
Und das ist halt eine Veranstaltung von Läufern für Läufer. Das merkst du halt sofort. Die wissen, wie ein Lauf funktioniert. Die wissen, wie man eine relativ große Startgruppe so entzerrt, dass ich glaube, alle konnten komplett frei laufen. Das war überhaupt kein Ding. Ich weiß nicht, bei Johnny war es bestimmt schon noch ziemlich crowded, wo er unterwegs war, vermutlich. Nee, was du ja nicht weißt, ist... Nee, ich weiß schon. Ich wollte gerade sagen, ich wollte darauf anstehen, dass wahrscheinlich nicht so viele Leute mit ihm mitgelaufen sind. Aber ich habe natürlich verfolgt in der Berichterstattung des Rennberichts auf ihrer Website, dass das ja so getimt war, dass, glaube ich, die Finishes alle relativ ähnlich zusammengelegt sind. Also du wirst sicherlich dann auch mit anderen Leuten auf der Strecke gewesen sein. Aber nichtsdestotrotz, gib uns mal kurz einen Hinweis. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 10 Minuten Vorsprung, das war bei dir so, also du wirst jetzt nicht so viele Leute in deinem Hacken gehabt haben. Nee, nee, nee. Also Platz 2 kam, glaube ich, bei 72 Minuten rein. Also das war dann doch ein großer Unterschied. Und man muss sagen, die Zeit ist für die Strecke auch schon gar nicht schlecht. Nee, das muss man wohl nicht sagen. In den letzten Jahren hätte das auch öfters zum Sieg gereicht. Und ja, jetzt hat der arme Kerl ausgerechnet den Tag erwischt, wo ich dann mal gelaufen bin.
Ja, ein bisschen unglücklich für ihn, aber ich glaube auch dann nochmal relativ viel Abstand auch zu Platz 3. Ich glaube, Platz 3 hatte dann schon ein bisschen länger eine Gruppe. Ich habe mich nachher mit den Jungs auch noch mal unterhalten. Also so um Platz 3 rum gab es wohl zumindest bis zur Hälfte eine Gruppe. Ja, bei mir war es natürlich komplett solo. Ich hatte dann noch das Glück, dass ich einen persönlichen Radfahrer zur Seite gestellt bekommen habe, weil die wussten, was ich vorhabe und dann gesagt haben, okay, bevor wir dann einen Radfahrer sozusagen nur für die Führungsgruppe haben und die hinter mir halt gar keinen haben.
Geben wir lieber mal Johnny ein, der was drauf hat. Der das schafft und genau, das hat super gut geklappt und es war auch wirklich wichtig, weil ich dann doch ein bisschen Verkehr auf der Strecke hatte durch die Überrundung von den anderen Distanzen. Also du läufst dann ja auf, auf die Ultras und auf die Marathonläufer, und ja, die Strecke ist an ein paar Stellen nicht so super breit auch wenn es sich entzerrt, also es war überhaupt gar kein Problem, aber ich glaube ohne den Radfahrer wäre das nicht ganz so smooth gelaufen, aber man konnte es schon gut laufen. Auch vor dem Hintergrund, ich sag jetzt mal preventiv, man will ja nicht irgendwie da in irgendeine Art von Sturz geraten, ich glaub, geklingelt haben oder sich anders bemerkbar gemacht haben, dass ihr da gerade kommt, da sagt man auch nicht ganz vergessen, wenn da, also Props an die Ultraläufer, ich würd's erstmal so nicht machen wollen, aber krass, wenn ihr das macht, da ist ein gewisser Geschwindigkeitsunterschied da, das muss man ja auch mal sagen, wenn du da ankommst mit 64er Pace, da reden wir von, was ist das, 302, 303 auf den Kilometer.
Können die Leute teilweise gar nicht einschätzen, also mit was für einer irren Geschwindigkeit da jemand angeflogen kommt. Wir reden von 20 kmh, da muss schon ein Radfahrer auch dann, je nachdem, wenn es mal irgendwo hochgeht, der muss fit sein. Und allein vor dem Hintergrund war das, glaube ich, auf jeden Fall eine smarte Idee und Entscheidung, dass man dir da jemanden mit an die Seite gegeben hat. Ja, definitiv. Ich habe mich einmal Slalom laufen sehen, und zwar auf dem Weg zum Start hin. Um das Gymnasium rum, da musst du einmal Slalom laufen, dass du da rechtzeitig hinkamst. Aber nochmal, das ist halt einfach eine Veranstaltung, die es schon lange gibt, die wissen, was sie machen. Die hatten noch Pech, dass sie dies ja alles umbauen mussten, wegen einer Baustelle, die da direkt vor war, mussten sie den kompletten Start verlegen, Parkplätze verlegen.
Den Auf- und Halsbereich nach dem Rennen die Umkleiden verändern. Und das ist mal richtig nervig, wenn du das schon eine Weile machst. Dann musst du einfach mal von vorne anfangen. Und mir hat geholfen, hört man ja auch nicht mehr so oft, der Abi-Jahrgang. Bei dem Lauf? Ja, der Abi-Jahrgang hat komplett geholfen, von dem Gymnasium, wo das Ganze halt stattfindet da. Die haben halt geholfen, vor allen Dingen dann in der Turnhalle, das war sonst in der Aula, dann muss sie in die Turnhalle verlegt werden, das sind halt so Klassiker. Da macht man sich ja, wenn man da so als Konsument, sprich als Läuferin oder Läufer hinkommt, keinen Gedanken drüber, was das heißt. Ja, wenn da, weiß ich nicht, fast, glaube, 1800 Starter insgesamt, Ja, das ist was. Die kommen da halt alle an. Und ich finde es cool, dass dann so ein Abi-Jahrgang sagt, okay, ihr habt hier Stress.
Vielleicht war auch der Lehrer drauf gekommen, kann ja mal sein. Aber dass sie dann sagen, okay, wir machen das, finde ich eine super Sache. Ich wollte mal ganz kurz zurück auf Streckenrekord, weil du schon ja gesagt hast, okay, die Ultras laufen natürlich einfach ein anderes Tempo, logischerweise. Frank Mehrbach hat den Ultra-Rekord geknackt mit 4,0527. Also 4 Stunden 0527 für 63,3 Kilometer. Das ist fast 5 Minuten schneller als der Streckenrekord davor. Fünf Minuten schneller. Den hatte David schön her. Der musste leider einen Tag vorher absagen, weil der ein bisschen Nasen-Neben-Hüllen hatte die Woche über. Also da noch mal auch gute Besserung an David. Also das ist schon ganz schön schnell und lang. Das muss man auch mal sagen. Und dafür ist das halt einfach eine coole Veranstaltung. Und wenn man da noch so kurz dahin gehen kann. Ich habe natürlich noch was anderes gesehen, was du vorher gemacht hast. Vorbelastung, jetzt kommt es raus Die 5 war am Samstag Ah Ja, ja, genau Das war so die Community nochmal kurz an der Sporthochschule am Stadion um die Wiese gejagt, was war denn da los, Ja, das war auch noch ein ganz, ganz gigantisch großes Event am Wochenende.
Was noch stattgefunden hat Ja, wir haben vielleicht als Kontext dazu für die Leute, die jetzt nicht aus Köln oder der Umgebung kommen, wir haben vor ein paar Jahren ein paar Laufkollegen und ich hier aus Köln die Mailers Colonia gegründet. Also eine Laufcrew-Community, aber auch ein Verein. Also es ist tatsächlich auch ein eingetragener Verein und wir haben mittlerweile auch einige Leute, die für den Verein auch wirklich starten, auch bei Meisterschaften und so. Bei den Altersklassen waren wir da auch direkt ziemlich erfolgreich, weil sich ein paar Top-Leute entschieden haben, so komm, das ist es. Da laufe ich mit. Und genau, wir haben jetzt seit, ich glaube, haben wir das jetzt das dritte oder das zweite Mal gemacht, ich bin mir gerade selber gar nicht sicher, ich glaube das zweite Mal, haben die sogenannte March Madness an der Vorwiese veranstaltet, so einen inoffiziellen 5K PB, Race Day, nenne ich es jetzt mal.
Angelehnt der Name an die Basketball March Madness aus den USA, wer es kennt, der weiß, wo der Name herkommt, weil wir das halt eben im März machen und genau, wir hatten glaube ich so um die, 70, 80 Starter, was schon echt solide ist für das, was es ist eigentlich. Also eigentlich stellst du dich da nur hin und läufst fünfmal um die Runde am Stadion, so eine 1-Kilometer-Runde, die zwar komplett flach ist, aber wir haben halt keine offizielle Zeitmessung oder so. Es ist alles so ein bisschen, ja, schau einfach mal, wie schnell du fünf Kilometer rennen kannst, mäßig. Und ja, war ein schönes Event und da musste ich natürlich herhalten als Pacemaker. Hat jetzt eigentlich ganz gut gepasst, weil dann konnte ich noch so eine kleine Vorbelastung machen. Würde ich ehrlicherweise normalerweise nicht an dem Tag vorher machen. Wenn das jetzt so Berlin-Halbmarathon wäre oder so am nächsten Tag, würde ich das wahrscheinlich nicht machen. Aber es war jetzt auch nicht komplett eine Riesenbelastung. Also es waren, glaube ich, fünf Kilometer in 1540. Da bin ich dann durch den Köfo sogar ein bisschen schneller gerannt. Und der ist ein bisschen schwieriger zu belaufen, würde ich sagen.
Aber das ist ja trotzdem spannend, weil ich meine, nochmal einmal jetzt dein Rennerlebnis von Sonntag. Du hattest ja keinerlei Probleme, nehme ich mal an. Oder jedenfalls nicht, dass ich davon gesehen oder gehört hätte.
Machst du dir denn nicht trotzdem Gedanken, dass so eine Vorbelastung vielleicht gar nicht so schlecht ist für dich?
Als die klassische, ich schon mich mal und mache eine halbe Stunde trippeln am Samstag? Ein Halbmarathon ist ja was anders als Marathon. Da kommen wir ja vielleicht gleich noch zu. Ja, durchaus. Also ich glaube, man sieht es auch im professionellen Bereich immer mehr, dass die Leute so eine kleine Vorbelastung selbst sogar im direkten Warm-up vor dem Rennen machen. Also ich glaube, Andreas Eimgren, der macht immer noch so irgendwie 5x2 Minuten Schwelle oder sowas oder 6x2 Minuten und baut das in sein Warm-up ein, um einfach den Puls nochmal so richtig hochzufahren. Bei mir war das jetzt eher von der Idee her so, einfach den Schritt für den nächsten Tag nochmal ein bisschen durchrennen und that's it.
Da erholt man sich, wenn man einen gewissen Umfang gewohnt ist, relativ schnell, auch von 5 Kilometern. Es ist dann halt eben nicht so viel. So paradox, wie sich das vielleicht anhört für die Leute, die ein bisschen hobbymäßiger unterwegs sind. Aber es ist einfach nicht so viel und am Tag vorher würde man sonst vielleicht einen Easy Run machen und ein paar Race Pace, Strides oder sowas und bei mir war es dann halt einen Tick mehr, aber schon auf jeden Fall nicht genug, um jetzt das am nächsten Tag in irgendeiner Form zu merken. Also ich hatte sehr, sehr frische Beine. Ist natürlich auch auf der ersten Hälfte vom Kölvorhalbmarathon, ja, geht netto und natürlich bergab. So, da sollte man sich auch gut fühlen auf den ersten Kilometern, auch wenn zwischendurch schon noch so ein kleiner Anstieg drin ist. Aber ich habe es auf jeden Fall nicht gemerkt. Und ja, wie du sagst, vielleicht hat sogar ein bisschen geholfen, so ein kleiner Primer am Tag davor.
Also ich kenne das tatsächlich von der ein oder anderen Herangehensweise im Triathlon von amerikanischen Trainern tatsächlich. Die nennen das dann nochmal Blowing the Pipes. Herzlichen Glückwunsch. Da wird dann halt gerne auch mal, keine Ahnung, fünfmal eine Minute oder fünfmal 30 oder was du sagst. Also Arjengren ist halt ja nun Weltklasse-Läufer, Europarekorder und so weiter. Der läuft dann fünfmal zwei. Das ist, finde ich jetzt schon... Das ist bemerkenswert, weil das schon lang ist, weil da wird der schon auch Laktazit sein, also sicher jetzt nicht in einem hohen Bereich, aber irgendwie schon. Nimm uns nochmal eben mit, damit klar ist, was der Unterschied ist zwischen, du läufst Tempo für Leute, die nicht ganz so schnell im absoluten Bereich laufen und deine PB, 5000 Meter Straße, damit man mal so eine Idee kriegt, wie weit das davon entfernt ist. Verhältnisse? Ja, Straßen-PB, also ich nehme jetzt einfach mal meine Bahn-PB, die ist 13,50.
Ich glaube, dass ich auch ein bisschen schneller über 5 schon hätte laufen müssen, ausgehend von meiner 10.000, aber ich bin es einfach nicht so oft gelaufen in den letzten Jahren, weil ich einfach ein bisschen mehr auf die längeren Strecken gegangen bin. Ich würde sagen, vom Potenzial her hätte ich wahrscheinlich irgendwas zwischen 13,30 und 13,40 hätte ich jetzt schon irgendwann mal hinstellen können, sage ich mal, wenn es so gepasst hätte mit einem idealen Rennen, ideale Vorbereitung auch spezifisch darauf, glaube ich, das ist so ein bisschen das, was ich im Potenzial habe und da habe ich natürlich schon einen ganz guten Puffer zu einer 15.30 oder so, zwei Minuten über fünf Kilometer, das ist dann schon, genug, dass man sagen kann, okay, ja, da bist du noch relativ entspannt unterwegs und vielleicht ein passenderer Vergleich ist der, dass es so wie mein Daumen, das ist, was ich im Marathon, bisher immer angelaufen bin. Und wenn man dann das ins Verhältnis setzt, ich bin 5 Kilometer von dem gelaufen, was ich normalerweise 42 laufe, dann hört es sich wieder nicht so schlimm an.
Ja, deshalb, weißt du, damit man zu Hause, ihr zu Hause Es klingt trotzdem ja krass, also landläufig. 15.30 ist ja, 15.30 so, für die meisten denken sie so, wow, crazy, aber man muss das ja, glaube ich, dann einordnen und genau, also wenn ihr zu Hause jetzt 5 Kilometer Race Pace vom Marathon macht, das ist natürlich jetzt nicht mehr Joggen, ist ja voll klar, aber es ist jetzt auch hoffentlich, sag ich jetzt mal, in einem erträglichen Rahmen, weil sonst muss man, glaube ich, seine Marathon Pace Planung überdenken, oder sollte man überdenken. Ja, glaube ich auch, also wenn du da bei 5 Kilometer schon in irgendeiner Form Probleme hast, dann stimmt die Pace nicht so richtig. Richtig, dann kann man jetzt nicht guten Gewissen sagen, jo, geh mal so in dein Rennen rein und dann schau, was draus wird. Das wird, glaube ich, dann nicht so viel Spaß machen, mutmaßlich. Ähm, Du hast vorher gesagt, dass du eine Bahnsaison anstrebst und dass du eigentlich einfach in den kürzeren Strecken kommst. Jetzt bist du ja natürlich für den Läufer überhaupt nicht alt, sondern eigentlich im besten Alter. Zumal das ja die letzten Jahre auch aufgrund von verschiedenen Dingen vielleicht besseres Pflegen des Bewegungsapparats, also fürs Bewusstsein der Athleten, glaube ich, spielt heutzutage eine andere Rolle, als man das vielleicht vor 20 Jahren so hatte. Klar, wir haben andere Schuhe, wir haben andere Recovery-Möglichkeiten, blablabla. Also ich glaube, man kann heute eine längere Karriere haben, wenn man das dann möchte, als das vielleicht früher der Fall war, wo man ja plus minus 30 schon wahrscheinlich Achillessehnen schon so auf der letzten Rille dahergekommen sind.
Das heißt, die Karriere kann länger sein, aber trotzdem ist ja mit 30 noch viel vor dir. Du bist jetzt auf Straße gewechselt, da komme ich gleich noch dazu, ob das jetzt der Hauptfokus ist, weil jetzt machst du ja wieder ein bisschen Bahn und so. Aber wenn man so ein bisschen in die Statistik guckt, bei World Athletics sieht man ja, dass du auch in den USA viel gelaufen bist. Was auch damit zu tun, dass du dort im College warst eine Zeit lang. Und du hast ja auch eine 346, glaube ich, über 1500 stehen. Alleine deshalb würde ich schon sagen, dass 5000 schneller gehen sollten als 1350 vom Potenzial her, hätte ich jetzt mal gesagt.
Nimm uns mal mit, du bist als Vollblutmittelstreckler irgendwie wahrscheinlich mal gestartet und auch in die USA gegangen. Da gibt es jetzt nicht, es gibt heute mehr als früher, aber es gibt auch nicht ganz viele Leute, zumindest aus meiner Generation, ich bin ja noch ein bisschen älter, die dann irgendwann die Transition erlebt haben. Jo Mann, jetzt will ich Marathon laufen. Übelst geil, ich bin immer 1500 gelaufen und jetzt finde ich aber 42 cool, weil ich habe jetzt richtig Bock auf 200 Kilometer Wochen. Das ist heute mehr so, aber früher war das ja gar nicht der Fall. Wie bist du vielleicht als Jugendlicher in diese ... Volle Mittelstrecken-Ding rein und dann irgendwann hat es ja trotzdem scheinbar was umgelegt, wo du gesagt hast, ich finde die Straße vielleicht auch ganz cool.
Ja, also da kann ich einfach mal so ganz zurückspulen. Ich glaube, als ich angefangen habe, habe ich parallel noch Handball gespielt und da war klar, genau, also ich komme aus einer Handballer-Familie. Meine Mom war Fußballerin, auch ganz gut, war auch in der ersten Frauen-Nationalmannschaft und mein Papa hat Handball gespielt. Und wir Kinder sind, also ich habe drei Geschwister und alle sind Handballer. Und da hat sich das so ein bisschen, ja, war der familiäre Background, glaube ich, eher ausschlaggebend, dass ich dann auch Handball gespielt habe, weil so richtig die Veranlagung habe ich, glaube ich, nicht. Also ich hatte schon immer so eine ziemliche Läuferstatur und habe dann so irgendwann mit 13, 14 angefangen, damals bei Karl Flaschen. Äh, falls euch der Name was sagt, äh der ist früher, äh, ähm ja, Konkurrent, aber auch Freund, glaub ich, gewesen von einem meiner ersten Sindelfingertrainern, nämlich von, ähm Frank Zimmermann, und die sind, also Karl Flaschen war immer ein Ticken besser, aber Frank Zimmermann ist auch irgendwie in den 80ern, 27, 42 oder sowas gerannt, also die waren so die gleiche Ära.
Genau. Die waren auch alle eine Dings. Richtig, richtig, genau. Und genau, das ist so diese, sag ich mal, alte Schule, von der ich da herangezogen wurde. Also Karl war mal verheiratet mit meiner Tante. Das heißt, ich habe so einen familiären Bezug zu ihm. Und der war mein erster Trainer. Und genau, da bin ich irgendwann zur Leichtathletik gewechselt und, oder ja, habe beides parallel eine Zeit lang gemacht. Und da war klar, okay, du kannst jetzt nicht mit dreimal Training die Woche in der Leichtathletik, kannst du jetzt nicht super Langstrecke laufen. Also da war klar, dass du, was ja auch ganz klassisch ist im Jugendbereich, dass man eher dann tausend Meter dann läuft.
Und ich habe dann irgendwann angefangen mit Hindernis und bin dann in der ganzen Jugendzeit eigentlich Hindernis gelaufen. Bin dann irgendwann auch von Karl weg, habe einen anderen Trainer bekommen, habe irgendwann mit Handball aufgehört, weil klar war, okay, wenn du jetzt irgendwie so Top 5 bei deutschen Jugendmeisterschaften mal warst, dann ist vielleicht dann dein Talent eher da als beim Handball.
Habe dann den Switch vollzogen und dann ist auch gar nicht so viel Zeit vergangen und da war ich schon in den USA und genau, kam dann aber mit relativ wenig Umfang auch in die USA also mit so, weiß ich nicht 50 bis 70 Wochenkilometern oder sowas, was damals in der Jugend so relativ normal war, würde ich sagen, aber es gab auf jeden Fall in meinem Alter schon Jungs, die auch mehr gemacht haben, und genau, das war dann damals für mich eine coole Option, weil ich mir dachte, okay ich habe noch keinen Plan, was ich nach dem Abi machen will und ja, selbst wenn es jetzt nur für ein Jahr ist, lohnt sich das aus meiner Sicht, ich kann mal was anderes kennenlernen, mal versuchen so ein bisschen mein Potenzial im Laufen auszuschöpfen und bin dann rüber und genau so hat das eigentlich dann auch geklappt, also nach zwei Jahren in den USA bin ich dann U23 EM gelaufen und hatte da so ein bisschen so mein Breakout-Jahr.
Und genau, und da ging es dann aber auch schon auf die 5000 dann so langsam und du läufst am College dann auch im Cross 8 bis 10 Kilometer, das war für mich dann schon relativ lang, aber mit den Jahren, wenn du dann ein bisschen Umfang da reinkriegst und dann irgendwie erstmal auf 80 Kilometer gehst, dann auf 100, dann auf 120, dann ist es eigentlich die logische Konsequenz, dass du auch mal längere Distanzen läufst und darauf ist das Training natürlich dann irgendwo auch ausgelegt, vor allem wenn du Cross dann dort läufst. Und dann war das eigentlich so ein ganz natürlicher Prozess, dass ich dann immer ein bisschen länger geworden bin in den Distanzen, auch dann mit fortschreitendem Alter, sag ich mal. Und genau, dann halt aber erstmal auf fünf und zehn. Und dann ging das so Step by Step weiter und ist immer mehr geworden mit den Jahren.
Aber der Mindchange, der ist mir jetzt noch nicht ganz klar geworden. Also USA und so weiter, das verstehe ich alles. Daher natürlich auch March Madness, weil das am College halt ein Riesending ist, was in den Familien dort religionsgleich ausgetragen wird. Ja, wer da welchem Team nachhängt und mit Wetten und hast du nicht gesehen. Also da geht alles hin und her. Ja, aber zu sagen, okay, jetzt mache ich nicht nur Bahn, sondern auch Straße und gehe jetzt halt auch in Richtung Marathon. Das ist ja schon nochmal ein Unterschied, weil du ja in der Läufergruppe in Leverkusen sicher eine Menge Optionen hast. Aber ja auch ein Verein, der vielleicht sagt, wir brauchen dich noch auf der Bahn. Ja, das stimmt. Also da habe ich natürlich jetzt zeitlich auch ein bisschen was übersprungen, weil meine Zeit in den USA ist jetzt auch schon ein paar Jährchen her. Also als ich rübergegangen bin, das war 2014. Und ich war von 2014 bis 2018 da. Und natürlich ist danach noch eine ganze Menge passiert. Ich bin nach den USA ein Jahr bei Wattenscheid gewesen. Und da hatten wir eine, würde ich sagen, ganz solide Trainingsgruppe. Das war auch der Grund, warum ich da hingegangen bin. Kann man sagen? Genau, ich kannte die Jungs dann. Also, ja, Amanal Petros, Nils Vogt, Tom Gröschel, Marius Probst, hat man, glaube ich, alle schon mal gehört irgendwo.
Und ja, das war dann irgendwo auch so ein bisschen der Grund, warum ich da hingegangen bin, weil ich dachte, okay, ich will bei Tono trainieren, Tono Kirschbaum, ganz bekannter Trainer in Deutschland, einer der besten und bekanntesten Lauftrainer, die es gibt. Und, ähm, ja, hab mich auch mit den Jungs super verstanden, mit Amarna, mit Marius und sowas, mit Hendrik, Hendrik hab ich gar nicht erwähnt, Hendrik war natürlich auch in der Gruppe, Hendrik Pfeiffer, ähm, und, genau, wollte dann da so ein bisschen, ja, anknüpfen an meine Erfolge in der U23, ähm, hatte dann aber ein bisschen Probleme, weil das logistisch, ja, ein bisschen schwierig war, ich hatte dann trotzdem noch meine, meinen Wohnsitz in Köln, und bin dann, hab dann versucht, zwei-, dreimal die Woche dahin rüber zu pendeln. Und das hat dann nicht so richtig immer geklappt, wie ich mir das vorgestellt hab und hatte dann letztendlich von der Trainingsgruppe halt gar nicht so viel und bin dann danach nach Leverkusen. Und dann hat das eigentlich so ein bisschen angefangen, dass ich eher so ein bisschen auf die längere Distanzen gegangen bin. Einfach weil... Dann nochmal versucht habe, ein bisschen mehr den Umfang zu steigern und aber auch, weil ich gemerkt habe, ich habe da auf jeden Fall noch viel Potenzial und das hilft mir auch für die kürzeren Strecken. Ich wollte dann auch weiterhin noch Hindernis laufen, aber habe im Winter immer relativ viel Umfang gemacht und dann bin ich irgendwann mal auf die Idee gekommen, okay, ich laufe jetzt mal eine 10 auf der Straße, gucke mal, was geht und auch auf der Bahn, bin dann irgendwann.
Ich glaube, 2020 war das, oder 2019, nee, 2020 war es, glaube ich, bin ich dann im Sommer das erste Mal unter 30 Minuten gelaufen auf der Bahn, komplett solo.
Und bin dann, das war ja so während Corona, bin dann in Berlin, da gab es so ein Invitational, ich weiß gar nicht, Philipp, warst du da auch am Start? Ich war einmal bei dieser Niemandslandstraße. Aber ich war nicht bei mir. Da, wo das im Oktober war oder September 2020 so. Ja, genau. Genau, genau. Das war zu dem Zeitpunkt. Ich glaube, im Sommer gab es dann auch mal noch ein Fünfer irgendwie. Genau. Ja, genau. Da bin ich auch gelaufen und da sind alle und da gefühlt keiner war so richtig in Shape, habe ich irgendwie in Erinnerung. Also die Zeiten waren jetzt, wenn man das mit heute vergleicht, wirklich nicht gut.
Aber genau, da bin ich gelaufen und es gab ja zu der Zeit einfach auch keine Wettkämpfe und da waren wir alle dankbar, glaube ich, dass es dann mit SCC Events da eine Möglichkeit gab, da zu rennen. Und dann bin ich da von, auf der Bahn war ich dann irgendwie 29, 56 gelaufen oder sowas und dann bin ich da auf der Straße dann 29, 20 gelaufen und dann habe ich gedacht so, oh okay, das war jetzt ein ordentlicher Sprung und da lohnt es sich vielleicht weiter rein zu gehen.
Und dann bin ich relativ unmittelbar danach auch einen Halbmarathon gelaufen oder ungefähr zu der Zeit, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, wie die Reihenfolge war, ob ich erst den Halbmarathon gelaufen bin oder erst den Zehner. Aber das war mein allererster so richtiger Halbmarathon. Das war in Frankfurt, auch so ein Invitational, einfach auf dem Messegelände. Festhalle irgendwo dort, ne? Das hat dich relativ kurzfristig mitgekriegt. Richtig, genau. Und ich glaube auch so eine ganz, ganz, also ich glaube so eine 3-Kilometer-Runde oder so, bist du dann einfach siebenmal diese Runde gelaufen. Was echt ein bisschen stumpf war. Aber es war natürlich ein super Feld, weil es gab keine anderen Optionen. Genau, es gab keine anderen Optionen und alle waren da. Und da bin ich lustigerweise ziemlich genau die gleiche Zeit gelaufen wie jetzt im Köfo. Auch 64, 50. Fast auf die Sekunde genau die gleiche Zeit. Das war dann so mein erster richtiger Halbmarathon. Und da hatte ich schon so das Gefühl, okay, da geht noch einiges. Und war damals, ja, da ist gefühlt nicht jedes Wochenende jemand unter 60 Minuten gelaufen. Da hattest du noch das Gefühl, okay, das ist eine gute Zeit.
Und genau, dann hat sich da so ein bisschen, glaube ich, das, was du sagst, Ralf, mit dem Switch im Kopf, der fand dann eher so im Zuge dessen statt und dann habe ich gemerkt, okay.
Auf jeden Fall mindestens Halbmarathon ist auf jeden Fall schon mal eine gute Strecke für mich und das will ich in Zukunft auf jeden Fall auch häufiger laufen, was, Vielleicht auch interessant ist, meine ersten Rennen waren ja eben diese, also meine ersten richtig großen Straßenrennen waren ja eben diese Corona-Rennen, komplett ohne Zuschauer. Also was man normalerweise noch hat, so als Motivation und als zusätzliche Anreiz, diese Atmosphäre, die du halt einfach beim Straßenlauf hast, die du auf der Bahn sehr, sehr selten findest, hatte ich gar nicht. Und als ich dann die ersten Rennen mit Zuschauern hatte, hat sich das halt nochmal voll verstärkt, weil ich gemerkt habe so, ey, das ist ja so viel geiler, als irgendwo in Ordegem um 11 Uhr nachts irgendein 5000-Meter-Rennen abzuspulen. Nein, ist supergeil, wenn man schnell rennen will. Ich weiß.
Das wird hinten raus natürlich nicht mehr. Ich bin ein, zweimal da gelaufen, wenn du den B-Lauf noch reinkommst, oder Ordegem war sogar A-Rennen, Heusten war B-Lauf, das war dann noch ein bisschen eher so um 9 oder um 8. Es wird dann hinten raus schon leerer. aber ich fand diese Flutlichtnummern immer geil. Die Belgier konnten schon aus wenig, also wenig im Sinne von, das war ja kein Diamond League-Rennen so, aus wenig normales Stadion irgendwo am Arsch der Welt und irgendwie viele Verrückte aus allen Ländern dieser Welt so gefühlt, ich fand, die konnten immer sehr, viel daraus machen, aber ich weiß schon, was du meinst, das ist was anderes, wenn man dann plötzlich durch die Hauptstadt rennt, nicht mehr Corona, die Leute teilweise in Zweierreihen irgendwo stehen und komplett eskalieren, dann rennt man auch plötzlich mal im Halbmarathon, kurz darauf 62 Minuten, so wie du. Da warst du nämlich vor mir in dem Rennen damals. Genau, stimmt. Du hast jetzt gar nicht so viel dazwischen. Das muss 2022...
Man muss dazu sagen, ich hab da der krassere Sprung für mich mental war tatsächlich das Jahr davor noch, weil.
2020 im Herbst bin ich eben diese 29-20 gelaufen und dann bin ich im Frühjahr, im Jahr drauf bei dem gleichen Event auf der gleichen Strecke 2837 gelaufen. Also ein knappes halbes Jahr später und das auf dem Niveau war dann halt noch mal ein größerer Sprung und da habe ich dann auch gemerkt, okay, ich habe jetzt hier zweimal genau die gleiche Strecke und ich weiß genau, was ich für einen Leistungssprung gemacht habe und kann das wirklich, das ist immer noch meine Straßen-PB by the way, was auch witzig ist. Aber genau, das war für mich vom Mindset her nochmal ein größerer Sprung, weil ich gemerkt habe, okay, ich bin jetzt wirklich so ziemlich nah dran an der deutschen Spitze. Damals war das zumindest so, da ist Nils, glaube ich, so 28, 15 gelaufen. Simon, glaube ich, 28, 0. Das ist dann schon noch ein Stück gewesen. Aber zumindest bist du näher dran gekommen und hast gemerkt, ich kann so ein bisschen mitrennen. Und dann war eben das nächste große Rennen, das nächste Breakthrough-Rennen, würde ich sagen, dann eben der Berliner Halbmarathon, das Jahr drauf, wo ich dann eben in der Halbmarathon-PW gelaufen bin.
Genau, wo wir dann lange in einer Gruppe gelaufen sind auch. Bis du mich dann hast stehen lassen. Aber was man ja sagen muss ist, Es lag noch an ihm, merkst du, ne? Nee, nee, gar nicht. Ich fand das ultra beeindruckend. Ich fand das perfekt executed. Wir hatten aber damals eine sehr gute Gruppe, gebe ich dir recht, die hat sich dann halt geteilt. Ich war dann in der hinteren Teil der Gruppe. Du bist mit Mojo, glaube ich, dann länger noch weitergelaufen. Aber insgesamt würde ich mal sagen, bis 10, 11, 12 hat das ja sehr gut harmoniert und dann Kudamm mit Gegenwind etc. Hat sich das dann ein bisschen in zwei Gruppen geteilt. Ich war dann eher mit einem Dänen und einem Schweden, glaube ich, dann noch länger unterwegs. Egal. Anyway, das hat mich damals beeindruckt, muss ich sagen, wie krass du das da direkt umgesetzt hast. Und das ist ja, finde ich, ein Halbmarathon, Man muss da vorsichtig sein mit Hochrechnungen, aber das eröffnet ja, finde ich, noch mal andere Möglichkeiten und Potenziale, wenn man an die vollen 42 Kilometer denkt. Weil ein 10 ist irgendwie, klar, nice to have, ist eine geile Zeit, man freut sich bei der PB. Aber ich finde es problematisch, wenn Leute anfangen so, oh, ich bin 10 Kilometer so gelaufen, da wird ja vielleicht dann, wenn ich dann hier mal 4 und plus Faktor Pi mal, keine Ahnung, dann wird es fast 2-0, könnte ich wahrscheinlich einen Marathon laufen. und so. Ja, das funktioniert, glaube ich, jetzt wirklich selten, sage ich jetzt mal. Ich glaube, ein Zehner kann immer ein guter ein gutes Sprungbrett, eine gute Ausgangsbasis sein. Was kann in einem Halben gehen? Und dann, ein Halber hat aber schon, finde ich.
Und einfach aufgrund von Erfahrungswerten. Jeder ist natürlich anders, individuell, manche können das besser. Es kommen ganz viele Faktoren noch bei einem Marathon dazu, die jetzt einen Halbmarathon gar nicht abdeckt. Also die einfach Time on your legs, Fueling, bla, Schuhe, wie kommt man mental damit klar, dass man sich irgendwie zwei Stunden gefühlt mental auch in die Fresse haut. so. Also das ist ja einfach, da sind so viele Faktoren, die jetzt ein Halbmarathon per se nicht abdeckt, aber trotzdem, wenn du so sagst, Halbmarathon mal zwei plus, keine Ahnung, drei, vier, fünf Minuten, kommt man ja schon oft in eine Range, die total realistisch ist. Und das ist ja dann auch motivierend zu sehen, wow, ich bin jetzt 62, helfe mir nochmal kurz, du bist jetzt 62 tief, glaube ich, gelaufen. Was bist du damals gerannt? Nee, 20 Mitte, 29, ne? Genau, 62, 29, genau, ja. Jetzt ohne, dass man da jetzt irgendwie direkt Druck machen will oder ableiten will, weil ich glaube, da gibt es genügend Beispiele. Ich habe jetzt auch die Tage wieder von Julian Wander sein Post gesehen.
Der ja irgendwie mal wieder so ein Live-Update gegeben hat, dass er irgendwie OPs hinter sich gebracht hat, die hoffentlich erklären oder eine Erklärung dafür liefern, warum es bei ihm die letzten Jahre so scheiße lief. I don't know. Aber ich war ja zumindest zu der Zeit mit Renato schon relativ close mit ihm und wir haben es damals halt auch nicht so verstanden, weil es einfach, es war so vogelwild zwischen Training und was dann irgendwie bei Rennen ablief und der ist ja kurz davor noch Europarekordhalter im Halbmarathon gewesen. Er konnte das ja laufen, aber dann einfach komplett abgeschifft bei seinen Marathon-Debüts. Aber auch ein bisschen, das hatten wir hier schon auf dem Podcast besprochen, das Mindset-Thema. Ich weiß noch genau, dass wir an diesem Tisch saßen, was in Kenia muss es ja gewesen sein wahrscheinlich, und Renato gesagt hat, ist scheißegal, Paris ist dein erster Marathon, lauf einfach 2-10. Beschäftige dich nicht mit, was Sondere gemacht hat oder 2-4, 2-5, keine Ahnung. Lauf doch erstmal eine 2-10 und dann machen wir den nächsten.
Er hat natürlich gemeint, er weiß es besser. Das ist nicht so gut, funktioniert dann. Das heißt, natürlich muss man, glaube ich, gerade in den ersten ein, zwei Rennen vielleicht ein bisschen, ich glaube, es schade ist, nicht da ein bisschen defensiver ranzugehen zu dem, was vielleicht maximal ja dann möglich ist. Trotzdem muss man ja sagen, 62-30. Ist auch für heutige Zeiten noch, bietet das eine Menge Potenzial, einen sehr guten Marathon draus zu machen? Ja, definitiv. Also das, was du ansprichst, ist genau das Thema, was ich jetzt auch hatte in den letzten Jahren tatsächlich. Also so ein bisschen die Challenge, dann auch das wirklich in einem Marathon umsetzen zu können. Da habe ich mir ehrlicherweise auch ein paar Mal die Zähne dran ausgebissen. Also ich bin bei meinem Debüt in Köln ja dann auch ausgestiegen. Da war es auch ziemlich, ziemlich warm, muss man sagen. Da hatten wir hinten raus auch dick über 20 Grad.
Und dann bin ich trotzdem, ich hatte ja keine Referenz. Und ich dachte mir so, okay, läufst du einfach mal 66 Minuten los, da hast du einen guten Puffer noch zu deiner Halbmarathonzeit und kannst eigentlich alles draus machen. Kannst auch, wenn es richtig gut läuft, vielleicht sogar noch mal schneller hinten raus werden. Ja, war natürlich nicht der Fall. Das war tatsächlich dann, wenn ich das jetzt rückblickend betrachte mit den Marathons, die ich jetzt bisher gelaufen bin, war das klar, dass das nicht hinhauen kann. Und habe dann einfach irgendwie Kreislaufprobleme bekommen, so bei Kilometer, boah, ich weiß gar nicht, ich bin relativ spät sogar auch erst raus, also irgendwie fünf Kilometer vom Ziel, aber ich hatte da die, weiß ich nicht, drei, vier Kilometer davor schon richtig, richtig harte Probleme und bin da total von der Pace schon abgefallen.
Und genau, das war jetzt bei allen Marathons eigentlich so, dass ich relativ große Schwierigkeiten hatte, das so ein bisschen adäquat umzusetzen, diese Halbmarathon-Leistungsfähigkeit. Jeder einzelne Marathon hat dann auch immer seine Geschichte und du weißt es, glaube ich, selber auch ganz gut, so ein Marathon ist immer ein Marathon, also egal, wie schnell du ihn läufst, das ist immer eine Challenge, Und man ist immer einfach super froh, im Ziel zu sein, auf jeden Fall. Die Experience hatte ich jetzt auch wieder in Valencia, also ich wäre auch in Valencia gerne ein bisschen schneller gelaufen, aber ich war im Ziel einfach super happy. So dachte mir, okay, das war jetzt erstmal nochmal ein guter Schritt, nochmal eine Minute schneller gelaufen und genau, vielleicht als Kontext dazu auch noch, ich bin nach Köln dann im folgenden Frühjahr, also Köln ist ja immer im Herbst, im Oktober und im Folgejahr im Frühjahr bin ich dann London gelaufen und den bin ich dann auch gefinisht, da bin ich dann auch nochmal eine Minute langsamer die erste Hälfte gelaufen, hatte ein bisschen bessere Bedingungen und bin dann aber trotzdem auch die zweite Hälfte immer noch einen Ticken langsamer gewesen. Und das ist für mich dann auch ein Zeichen, okay, da muss man vielleicht an der einen oder anderen Stellschraube auch nochmal drehen, was die Marathon-spezifik angeht. Weil so wie du sagst, es ist nicht immer gleich bedeutend mit einem guten Marathon, wenn man einfach nur einen guten Halbmarathon läuft. Das muss sich dann auch auf die harte Tour lernen.
Vielleicht nochmal zwei Ebenen bei solchen Sachen. Philipp, du kennst das ja auch. Du bist ja dann in Köln gelaufen, bei deinem Debütversuch ja dann leider nur. Das ist natürlich was anderes, wenn du plötzlich bei einem großen Stadtmarathon in Deutschland im Mittelpunkt stehst. Weil ja dann schon viele Leute auf dich geschaut haben, eben auch mit der Vorgeschichte aus deinen Vorleistungen heraus. Natürlich sowas wie Local Hero, natürlich auch ein bisschen das Pacesetting um dich gemacht war, mit Pressekonferenz und so weiter und so weiter. Das ist ja was anderes. Ja, und das ist, glaube ich, auch auf der Straße natürlich was anderes, als wenn ihr irgendwo zu einem Bahnrennen geht oder als wenn du im Köfo rennst. Das ist halt einfach was anderes. Das ist der eine Aspekt. Und der andere ist natürlich auch, was war deine spezifische Vorbereitung auf den Switch zum Marathon? Also was hat sich dann verändert in der Trainingsgestaltung, weil das ja sehr spannend ist, halt auch für viele Leute aus unserer Community, die sagen, okay, jetzt habe ich im Köfo einen geilen Halbmarathon gemacht und bin da jetzt, keine Ahnung, zwei Stunden gerannt, super, dann kann ich einen Marathon in vier Stunden rennen und das mache ich jetzt im Herbst.
So wird es nicht zwangsläufig funktionieren also was war deine Herangehensweise zu sagen, okay, ich muss diesen Bereich meines Trainings verändern und was hast du jetzt nach den ersten Veränderungen nochmal angepasst an deine Trainingsgestaltung Ja, ich glaube man muss schon so ein kleines bisschen unterscheiden zwischen dem sage ich mal Elite oder Sub-Elite-Bereich und dem Amateur-Bereich ich glaube, wenn es darum geht, einfach einen Marathon dann zum ersten Mal zu finishen, Und so was bei mir, ich hätte ja auch jetzt einfach hingehen können und sagen können, okay, ich laufe jetzt einfach mal einen Marathon irgendwo in 2020 oder so. Das hätte ich auf jeden Fall geschafft. Und das hätte ich auch mit genau dem gleichen Training geschafft, was ich jetzt mache. Oder was einfach die Challenge ist, ist dann wirklich diese Pace halt zu laufen und dann in den Zeitbereich zu kommen, der, sage ich mal, deinen Unterdistanz so ein bisschen entspricht, deinem Leistungsniveau.
Und das so auszutarieren, das ist nicht so einfach. Ich würde aber schon sagen, dass man das im Training so ein bisschen merkt. Und da hilft es natürlich, wenn man sich der Spezifik von einem Marathon ein bisschen nähert. Also wenn man halt eben Long Runs macht und da rein ein bisschen Marathon-Pace auch integriert, sag ich mal, dass du am Ende halt irgendwie einen Umfang hast von 30, 35 plus, aber halt einen guten Teil davon auch schnell gelaufen bist. Ich glaube, das kommt eigentlich zu einer Marathon-Belastung am nächsten und das sehe ich auch sehr viel jetzt bei vielen Pros, die das machen, also diese harten 30 oder sogar 40 Kilometer Longruns, ich habe jetzt nochmal bei Amanal gesehen, er ist irgendwie 40 Kilometer in drei Zehen gelaufen oder sowas, er ist völlig bekloppt. Es gibt Leute, die denken, wenn du das auf Insta siehst, das kann ja nicht sein. Das ist ja vielleicht dann irgendwie, keine Ahnung, schreiben irgendwas. Oder es ist ja eben auch Höhe und keine Ahnung. Ich war ja teilweise da mit ihm mit drin. Und du stehst dann da und denkst dir, wenn du bei 25 da mitrennst, bist du schon gut bedient. Und dann machen die einfach eine 40 draus. Und du denkst so, okay, what the fuck. Ich glaube, ehrlich gesagt. Nochmal, weil das ist ja ein sehr spannender und ein sehr richtiger Hinweis von dir, war Johnny. Das ist nicht etwas, was wir jetzt allen Leuten in der Community empfehlen würden. Das ist ja auch ein Prozess, da hinzukommen. Erstens sehr, sehr gut vorbereitet sein und zwar jetzt nicht innerhalb der drei Tage davor, sondern halt über einen langen Prozess. Plus, das muss man ja auch regenerieren. Weil wenn ich so ein Ding reinfräse und das noch nie gemacht habe, also mich in dem Bereich meiner.
Renngeschwindigkeit plus ein bisschen bewege, das hat einen sehr, sehr hohen Impact auf alles, auf den gesamten Körper. Plus, Wenn ihr einen Long Run macht, dann ist der ja zeitlich viel kürzer als das, was viele von den Altersklassenathletinnen und Athleten machen. Weil die müssen ja mal zwei, drei, dreieinhalb Stunden laufen, um zu adaptieren an das, was nachher im Rennen passiert, nämlich dreieinhalb, vier, viereinhalb, fünf Stunden zu laufen. Steile These, Johnny darf mich da gerne korrigieren, wenn eine andere Meinung ist. Ich glaube aber, also ich glaube einerseits, und wir immer noch vor dem Gesamtkontext, wir leben jetzt hier in 2026, es gibt Supershoes, es gibt diese High-Car-Bla-Sachen, die es alles vor zehn Jahren gar keine Relevanz gespielt haben. Auch Recovery-Möglichkeiten sind heute anders oder bewusster eingesetzt, als es vielleicht früher der Fall war. Aber jetzt sagen wir mal, das ist der Kontext, in dem wir leben und arbeiten und trainieren.
Das, was auch ich erlebt habe, ich hatte leider ein bisschen Pech, was meinen Wechsel zu Renato anbelangt hat, in, zeitlichem Kontext zur Pandemie, weil es war halt die Zeit, wo es dann fast gar nichts gab, einfach so, und du hast gar nicht viele Möglichkeiten gehabt, das am Ende auszuprobieren, was du drin hattest, und wenn ich heute noch gucke, an die Trainingsaufschriebe von damals, wo ich ja mit Anfang 30 kurz vor der Entscheidung stand, entweder ich höre jetzt auf, weil ich glaube, dass meine Möglichkeiten erschöpft sind, und ich hatte über lange Zeit, glaube ich, in Regensburg auch ein gutes Trainingssetup, und Kurt hat über viele Zeiten einen guten Job gemacht, der hat davor noch nie einen Marathonläufer trainiert, das war für mich, hat zumindest mal gereicht, nach Rio zu kommen, das war eh das Krasseste, was ich mir so gefühlt habe vorstellen können.
Aber das Aha-Erlebnis war der Wechsel zu Renato und nicht nur, weil du da so starstruck warst, weil ständig irgendwie krasse Typen neben dir da standen und dachten, was mache ich hier, was mache ich hier und er aber auch diese Confidence hatte, der gesagt hat, warum sollst du, bist du früher 13.30 gelaufen, warum sollst du nicht 208 laufen können, wo ist das Problem? Also ich meine, der Speed ist ja da, das andere ist ja nur Training, du musst halt das Training anders gestalten, Du musst weniger intensive Tage machen, aber die Tage, die du machst, die müssen halt länger sein, weil du längere Marathon-Belastungen werden, die müssen halt auch recovered werden. Und wenn du dann über, ich weiß nicht, wie oft ich mit ihm in Kenia und Sestriere und keine Ahnung dann war in diesen zwei, drei Jahren. Wenn du siehst, wie die anderen das trainieren, jeden Tag, also Beispiel am Mann halt, ich war ja oft genug dann dabei und du denkst so, krass, er hat das gemacht, krass, er hat das gemacht, er zieht das durch. Das ist ein Prozess und ich glaube, der große Game Changer vor dem Kontext, dass du es halt auch besser fuelen kannst, diese Einheiten, besser recoveren kannst, wenn du nicht immer komplett Kohlenhydratspeicher leer bist bei solchen Einheiten und der Impact muskulär natürlich ein anderes mit den Superschuhen, ist dieser Aspekt Marathon-spezifische Long Runs, 30 bis teilweise 40 Kilometer ist der Game Changer. Warum insgesamt auch in diesem Top-Bereich sich die Zeiten in andere Dimensionen gefühlt um fünf Minuten verschoben haben. 2012 früher gab es Arne und mich und dann gut Hendrik im Debüt auch 2013 und dann gab es irgendwie erst mal lange nichts und davor hat das vor zehn Jahren keiner mehr geschafft, so ungefähr. Heute ist ja eine 2012, du bist wahrscheinlich mit der 2014, also Top 10 wahrscheinlich auf jeden Fall ja noch Deutschland, aber wenn du ganz vorne guckst, Richard, Amanal, auch Hendrik natürlich.
Die haben sich in ganz andere Sphären entwickelt sozusagen. Aber ich finde, das ist ja ein Zeichen zu sehen, wie das geht. Ich würde aber sagen, um jetzt ein bisschen unser Don't-Do-This-At-Home-Ding zu machen, das, was wir jetzt gerade besprechen, ist für Johnny, glaube ich, der Weg zu den 2.12, zu den 2.10, vielleicht auch mit der 62.30, warum nicht Sub 2.10? Ist ja möglich rechnerisch. Für ganz viele, die hier zuhören, ich tue mich schwer, eine rote Linie zu ziehen. Ich würde aber schon sagen, bei plus minus drei Stunden macht es, glaube ich, nicht so viel Sinn. Und wenn du länger brauchst, und das ist jetzt gar nicht wertend gemeint, ist diese Art von Trainingseinheit, die für uns so wertvoll war, die für mich einfach aufgrund von, ich habe ja gesehen, ich bin teilweise in Regensburg, du konntest ja nirgends wohin, ich bin alleine morgens, habe ich einen 40er in 3.11 gemacht. Aber das ist kurz vor Valencia. Ja, ich konnte das einfach. Das hat natürlich ein Dreivierteljahr gedauert, um dieses Level zu erreichen. Und ich dachte mir dann teilweise, ich stand an meinem Auto und dachte mir grad ... Habe ich jetzt nicht gemacht. Das gibt es doch gar nicht. Das ist doch unmöglich so. Wie kann ich das denn gerade gemacht haben? Das war ja früher, wir hätten ein Marathon sein können. Das geht doch gar nicht.
Und das zeigt ja, wie krass prägbar der Körper ist. Ich glaube aber, das ist nur für uns schnelle, in Anführungszeichen schnell, die sich so in einem Bereich nah an den zwei Stunden bewegen, die Einheit, die am meisten Potenzial birgt oder die Einheiten, sich dahin zu entwickeln. Und für jemanden, der dreieinhalb Stunden, vier Stunden, viereinhalb Stunden braucht, ist das überhaupt nicht relevant, weil dann geht es am Ende einfach ganz, noch viel mehr um diese Sachen Stoffwechsel, Time on your legs und das geht einfach nur darum, dass du lange laufen musst, also um dich daran zu gewinnen, genau das, was du ja sagtest, Ralf, dass du dem Körper einfach an langes Laufen gewinnen musst und Geschwindigkeit spielt da jetzt eher eine untergeordnete Rolle, würde ich sagen, aber es ist jetzt meine Two Cents. Ich würde so ein bisschen einwerfen noch, dass ich glaube auch ein ganz guter Hebel schon bei vielen ist, auch schnell ein bisschen was zu trainieren, weil du einfach dann deine Laufökonomie so stark verbesserst, dass du halt eben schneller, effizienter... Aber würdest du sagen, in den Longruns oder eher in eine Intervalleinheit unter der Woche? Ja, ich würde auf jeden Fall erst mal unter der Woche mit den Intervalleinheiten damit anfangen, wenn man das noch nie gemacht hat. Ich glaube, da hat man, kriegt man auf jeden Fall einiges raus und dann aber irgendwann in den Longrun einbauen, weil es, glaube ich, einfach dann nochmal effektiver, wenn du das ein bisschen kombinierst.
Ich gebe dir recht, es gibt irgendwo diesen Trade-off, sag ich mal, wo es irgendwie keinen Sinn mehr macht, wo es dann in Anführungszeichen vielleicht zu langsam ist. Aber grundsätzlich würde ich sagen, dass bei vielen halt eben so dieser, die jetzt nicht wie wir diesen Track-Background haben, dass das eben so ein bisschen auch der limitierende Faktor dann ist und dass man da halt viel machen kann, weil logischerweise, wenn du in der Lage bist, irgendwie dann statt einer Fünfer Pace irgendwie 4,30 mit der gleichen Effizienz zu laufen, dann bist du halt gleichzeitig auch viel, viel weniger lang unterwegs. Das stimmt. Und du hast diese zeitliche Belastung halt nicht mehr so krass, ohne dass du jetzt im Training mal eine 40 hättest laufen müssen oder so. Du hast einfach deine Laufeffizienz verbessert und ich glaube, das kann auf jeden Fall ein guter Hebel sein und das empfehle ich auch einigen. Macht einfach mal Sessions auf der Bahn, versucht mal ein bisschen in einen schnelleren Schritt reinzukommen und da effizienter zu werden. Und dann ist es für mich schon auch so ein kleiner, also so ein logischer Aufbau von, ich laufe vielleicht mal eine Fünf ein bisschen schneller, eine Zehn ein bisschen schneller, ein Halbmarazin ein bisschen schneller. Das kann dann schon auf jeden Fall deutlich helfen, sage ich mal. Das ist ja so ein ganz spannender Ansatz.
Viele lesen dann von Laufökonomie, verwechseln das aber, dass da in Fachaufsätzen oft Laufökonomie von hochtrainierten Athletinnen und Athleten, leider sogar noch nicht mal Athletinnen, zu oft sind ja diese Forschungsansätze mit sehr gut trainierten Männern. Da sind noch nicht mal Frauen integriert. Das ist ja so eine ganz schlimme False Balance da auch im wissenschaftlichen Ansatz. Und die verwechseln das dann mit einem Training für Normalsterbliche. Also nicht für Leute mit einem professionellen Track-Background. Und die verwechseln das dann. die verwechseln das insofern, dass sie meinen ich kann nicht so langsam laufen sondern ich muss schneller laufen und dann bewegst du dich immer in diesem mittleren Bereich, der dich überhaupt nicht weiterbringt ja.
Was ich ganz spannend finde, sind so Ansätze, die ich schon vermehrt gesehen und gelesen habe, den Long Run zu brechen mit kurzen Strides. Also nicht die Strides ans Ende des Long Runs zu setzen, was ja auch durchaus in Trainingsplänen mal vorkommt, finde ich nicht so sinnvoll, weil dann bist du ja hoch ermüdet. Und dann noch Strides zu machen, ist eine große Herausforderung sowohl für deinen Nervales, aber auch für deinen gesamten Stützapparat. Aber einfach mal als Idee, könnt ihr ja mal ausprobieren, alle 20 Minuten, bei einem Long Run, alle 20 Minuten dreimal 10, 15 Sekunden einfach ein bisschen flotter laufen. Also wie so eine kleine Steigerung einbauen, um mal aus diesem motorischen, aus dieser Dauerschleife rauszukommen.
Nochmal die Arme ein bisschen einsetzen nochmal dran denken vielleicht mal den Kopf hochzunehmen wie war nochmal was mit der Hüfte dass man halt diesen Trott, sag ich mal bricht, diesen langsamen Trott bricht und motorisch sich halt eine Aufgabe gibt, das ist jetzt physiologisch macht das gar keinen Unterschied da veränderst du physiologisch überhaupt nichts aber die Laufökonomie verändert sich dadurch, indem du halt immer wieder kleine motorische Punkte setzt, wo du dich und deinen Körper daran erinnerst, dass du ja eigentlich dich motorisch vielleicht ein bisschen näher an ein Idealbild bewegen willst.
Ja, definitiv. Ich glaube, was auch viele Leute vielleicht ein bisschen überschätzen, ist so sehr, sehr viel, und das ist vielleicht auch ein bisschen kontrovers, diese Meinung, sehr, sehr viel investieren darin, dass sie ihre Lauftechnik verändern. Ich glaube, in einem späteren Alter ist es sehr, sehr schwierig und sehr, sehr aufwendig, das zu machen. Sehr guter Punkt. Genau, wenn man nicht wie ich mit 13, 14 schon sich das antrainiert hat, über Jahre hinweg. So Bewegungsabläufe sind sehr schwer zu verändern. Ich glaube, du siehst das auch bei den Kenianern. Und kurioserweise, ich weiß nicht warum, bei vielen Briten auch, da siehst du, wie die laufen und denkst dir so, das ist nicht schön. Das ist keine gute Lauftechnik. Die bewegen ihren Oberkörper extrem, sehr viel Rotation. sehr viel Ruckartiges. Die Arme schwingen nicht so parallel richtig mit, irgendwie asynchron. Aber die laufen teilweise trotzdem halt irre schnell.
Ich meine, guckt euch mal an, wie Eilish McCruggen beispielsweise, eine der schnellsten Läufer in Europas. Hat die einen schönen Laufstil? Ich würde jetzt sagen, nicht unbedingt. Aber sie hat den Laufstil, der für sie effizient ist.
Und ich glaube, das ist halt auch Laufökonomie. einfach bei seinem persönlichen Laufstil in der Lage zu sein, gewisse Tempi effizient zu laufen. Und das gelingt halt mit dem Training, was die machen, sehr gut und das sieht man auch bei den Kenianern viel, bei denen das halt ähnlich ist. Die auch nicht diese klassische, die machen auch nicht bis zum Abwinken, Laufkordi und sowas. Die machen ihre Kenyan-Kordi, würde ich sagen. Ich glaube, Philipp kennt das ja. Aber trotzdem, würde ich glaube ich sagen, es gibt Punkte, an denen macht das dann auch nicht so sind, da so die Zeit, die man hat, die ja bei vielen Hobbyläufern auch begrenzt ist, da so krass rein zu investieren. Das ist ein sehr, sehr guter Punkt. Ich sehe ja immer wieder Leute, die dann, keine Ahnung, entweder bei Trainingscamps oder bei Seminaren oder meinetwegen auch bei Crew-Läufen, die gemacht werden, da wird dann die klassische Laufkoordination gemacht aus der Leichtathletik. Erstens, die Laufkoordination aus der Leichtathletik ist sprintorientiert. Die hat überhaupt nichts mit Laufökonomie im längeren oder langen Laufenbereich zu tun. Nichts. Da geht es halt um eine Bounce-Dynamik und eine Kniehebelauf und sowas. Das ist vollkommen irrelevant für das, was man im Straßenlauf oder im Marathon machen will. Hat damit nichts zu tun.
Man kann eine Veränderung sicher herstellen, aber die kommt eher über Krafttraining und über Mobilisation. Es ist ja auch oft ein Kraftproblem, dass Leute gar nicht die Übung korrekt ausführen können. Korrekt. Und Krafttraining kann ja auch noch unterschiedlichen Ausdruck haben. Man kann natürlich klassisch Krafttraining machen. Da muss man sich dann schon wieder gut überlegen, was sind denn tatsächlich die Zubringerübungen im Kraftraum, die dann wirklich dafür sorgen, dass ich eine stabilere Haltung meiner natürlichen Lauftechnik habe. Ja, weil jeder hat irgendwann als Kind, ja auch aufgrund der physiognomischen Besonderheiten, also Länge des Oberkörpers, Länge der Extremitäten und so weiter und so weiter, hat halt eine natürliche Laufposition und eine natürliche Laufökonomie. So, und in der bewege ich mich. Und als Erwachsener da was zu ändern, ist extrem schwer. Das ist schon für Top-Läufer und Läufer extrem schwer. Erinnert euch, als der Held von Philipp, als ein absoluter Weltklasse-Bahnläufer, dann auf die Straße gegangen ist und plötzlich nicht mehr Vorfuß laufen wollte.
Das funktioniert so wahnsinnig schwer. Das gilt für alle im Erwachsenenbereich, was zu verändern in dieser Grundmotorik. Das ist nahezu ausgeschlossen. Aber ein Kraftniveau zu verändern, um sich besser zu halten über so eine lange Zeit, das funktioniert. Und wisst ihr, was auch hervorragend funktioniert? Im Königsforst die Anstiege hochrennen. Ja, du weißt es. Gerade im Bereich der Erwachsenen, die ambitionierter sich bewegen wollen. Und da ist es scheißegal, ob ihr unter 5 Stunden, unter 4,5, unter 4 oder unter 3,5 laufen wollt oder einfach nur den nächsten Step in Richtung, einem ersten Halbmarathon oder ersten Marathon machen wollt. Rennt die Anstiege da einfach 3-mal oder 5-mal oder 10-mal hoch. Das verändert wahnsinnig viel. Vielen Dank. Ja, du hast es mir vorweggenommen, Ralf, weil genau das hätte ich jetzt auch noch angesprochen. Eine sehr, sehr gute Möglichkeit, sehr einfache Möglichkeit, an genau diesen Aspekten zu arbeiten, sind eben Berganläufe. Ganz klar, das ist wirklich so ein geiles Tool, wo du so geile Reize setzen kannst. Ja, kann ich auf jeden Fall auch sehr, sehr empfehlen. Es ist nicht immer schön, macht nicht immer nur Spaß, aber Spaß macht es selten bis nie, ja.
Sag mal, wo wir schon mal durchgehen. Ich wollte noch kurz sagen, was du vorher gesagt hast, ich glaube, du hast es gesagt, Ralf, das ist, glaube ich, nochmal wichtig als Take-away-Message für euch zu Hause. Ich weiß, viele von uns sind ja auf Social Media, das ist ja per se nichts Schlechtes, aber da kriegst du natürlich auch, da wirst du ja bombardiert mit Input und von Athlet und Lauf-Influencer und keine Ahnung und das musst du machen und das musst du machen. ihr müsst ganz viel davon erstmal gar nicht machen. Weil die meisten Leute haben ein relativ enges Zeitbudget und sind eben nicht Profiathleten. Wenn du ein Profiathlet bist, der schon 10, 15 Jahre übelst hart trainiert hat, der in die Höhe geht, da wird gesucht nach kleinsten Puzzleteilen, die noch irgendwo helfen, ein halbes oder ein Prozent irgendwo rauszureißen. Das ist das, was dann auch häufig geteilt wird. Aber das ist das, was auch gerne aufgenommen wird. Und dann denken die Leute, ah, okay, der macht das, der muss ich auch machen. Und im Höhenzelt muss ich am besten auch pennen. Und dann muss ich das machen. Das müsst ihr alles gar nicht. Ihr habt ein relativ enges Zeitbudget und ihr schafft es vielleicht, drei oder vier Mal in der Woche Sport zu machen. Dann müsst ihr gucken, was sind denn die Inhalte, die dann für das, was ich vorhabe, zum Beispiel, ich möchte einen Marathon laufen in Hamburg oder was auch immer, was sind die Inhalte, die mich da am weitesten bringen? Und wenn du nur vier Mal laufen kannst oder generell Zeit für Sport hast, dann ist auf jeden Fall natürlich für einen Marathon ein Long Run drin. Es wäre auf jeden Fall sinnvoll, irgendwie eine Einheit zu machen, die dich ein bisschen aus der Komfortzone bringt, irgendwas Intervalliges. Und dann brauchst du viel Zone 2-Zeug noch. Und wenn du dann noch schaffst, vielleicht statt einer Zone 2-Lauf wieder ins Gym zu gehen, Dann bist du mit vier Einheiten eigentlich schon relativ gut okay, weil du dann wiederum ja auch schauen musst, dass die Recovery dazwischen gewährleistet ist, wenn du sonst einen normalen 40-Stunden-Job hast, vielleicht noch Familie, Kinder etc.
Ihr braucht nicht diese, das ist natürlich sehr, das lest man gerne, das konsumiert man gerne, dieses ganze kleinteilige Zeug und dann kann ich noch das und hier und oh, das sieht aber dann voll geil aus, die Übung und ganz viel davon braucht ihr gar nicht, sondern Basics und dann die wichtigen davon, das ist das, was am ehesten euch zum Ziel bringt. Ja, voll. Würdest du sagen, wenn jemand mit so einem Zeitbudget ankommt, würdest du sagen, da macht es Sinn, aus Effizienzgründen und aus dem, was es einfach dann vielleicht nochmal für einen Benefit hat, da in den Long Run die Session zu integrieren, Richtung von einem Marathon? Weil ich habe das schon ein, zwei Mal gehört von Leuten, bei denen das ganz gut funktioniert hat und die dann einfach, ja, vielleicht die anderen beiden Runs einfach, ja, normal gestaltet haben, so eine 2, wie du gesagt hast, oder vielleicht sogar einfach nur locker. Würdest du sagen, das macht Sinn? Ich glaube, ich würde sagen, das hängt voll, weil das hatten wir nämlich vorher auch so ein bisschen voll vom Level des Athleten oder der Athletin ab. Also wenn du jetzt eher, ich sage mal, auch wiederum, wir müssen immer, wir sichern uns immer doppelt und dreifach. Es ist nicht despektierlich gemeint, ab und zu kriegen wir immer Zuschriften, wo ich denke, ihr hört seit 313 Folgen hier zu, wir meinen doch nie irgendwas jetzt scheiße so, aber wenn ich jetzt sage, einer der jetzt, oder eine, die jetzt eher auf einem Anfängerniveau ist und vielleicht das erste Mal ein Marathon oder das zweite Mal ein Marathon gelaufen ist und du hast nur drei Trainingseinheiten, dann würde ich sagen.
Mach die Intervalleinheit in einer Portion, die für dich tolerabel ist, ob das dann 400 ist oder ob das mal ein Tausender sind, ob das Intervall fahrtspielig ist mit Minutenläufen, die dann vielleicht auch mal lieber im Gelände hügeliges Profil, dann hast du gleich noch ein bisschen Kraftausdauer mit und einen klassischen Longline und wenn du besser schon bist, also besser im Sinne von ambitioniert und du bist voll PB-driven und bist da und hast aber auch schon ein oder zwei oder drei Marathon-Saisons hinter dir, also auch einfach Körperverträglichkeit und so, dann bin ich total bei dir. Ich glaube, dann macht es irgendwann Sinn, eher in den Bereich zu gehen, zu sagen, ich will den Long Run als qualitative Trainingseinheit machen. Und die würde ich dann aber sogar in der Marathon-Vorbereitung, wenn wir sagen, zwölf Wochen, würde ich wahrscheinlich machen, die ersten fünf, sechs Wochen Intervalle und Long Run Gewöhnung, bis du so Peak Long Run Länge hast. Nicht jeder 40 rennt, aber dass du dann ein, zwei Dreißiger schon mal gemacht hast oder so und in der zweiten Hälfte deiner zwölf Wochen Vorbereitung die Intervalle weglässt sozusagen, lieber nach den Easy-Zone-Zweiläufen dann noch fünf Strides auf so 95% und Laufstil mäßig, dass du da ein bisschen rauskommst aus deinem Trott und den Long Run als spezifische Trainingsanleit, entweder mit, das hab ich früher mal gemacht, siebenmal drei Kilometer, dreimal fünf, Endbeschleunigung, irgend sowas oder auch mal einfach straight durch mit so, was weiß ich, 90% Raceplace, 95% so.
Das wäre, glaube ich, gut, weil das vergessen ja auch immer viele, die vielleicht total an ausgeklügelte Trainingspläne gerne sich anschauen von Profiathleten. Ihr habt ja nicht den Zeitrahmen dafür in aller Regel. Ihr müsst ja gucken, was sind die wichtigsten Einheiten, die euch auf das vorbereiten, was ihr vorhabt und wie kriegt ihr das überhaupt eingebettet mit dem, was ihr sonst noch wollt. Und deswegen, das wäre jetzt, glaube ich, so das, was ich...
Empfehlen würde. Ich würde wegkommen von einer Qualitätsdiskussion, sondern ich würde Laufalter als Basis nehmen. Ja, weil solche Sachen müsst du ja vorbereiten. Das heißt, wenn du das erste Mal eine Marathon-Vorbereitung machst, wirst du dich sehr schwer tun in der Regeneration anschließend, wenn du Long Runs mit Aufgabe machst. Das ist richtig hart. Also auf gar keinen Fall empfehlen bei den Erstlingstätern sozusagen. Aber wenn du drei, vier, fünf Jahre dich bewegst in so einem Trainingsrhythmus, dann ist das sicher auch, um einen nächsten Step zu machen, ein sehr guter Ansatz. Ich glaube dann, bei den Erstlingstätern, wie du sagst, ich glaube, bei denen ist dann eher so die Aufgabe, sich an die Belastungszeit so ein bisschen ranzutasten. Und Fueling. Das ist ja auch so gefühlt, ah scheiße, nächste Woche ist Marathon, was kaufen wir da? Da gibt es welche Packungen, die sind schwarz mit weiß, dann gibt es irgendwelche, die heißen wie Ministry, dann gibt es keine Ahnung, irgendwas mit Power. Achso, ich kaufe mir einfach mal drei und dann nehme ich von allen drei irgendwas mit und Marken trainieren, ich weiß nicht, wird dir vielleicht auch so gegangen sein, das fand ich am Anfang einfach weird, zu schnell zu laufen und lang zu laufen und zu trinken und das ist ja auch ein Prozess, sich da irgendwie drauf einzulassen vielleicht und ich glaube, das ist ja auch ein Aspekt, wo du sagen solltest in der Vorbereitung, vielleicht jetzt nicht zwei Wochen vorher damit anfangen.
Ja, definitiv. Ja, auf jeden Fall trainieren, auf jeden Fall auch rausfinden, was einem da gut bekommt. Das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig. Man will nicht eine böse Überraschung bekommen beim Marathon. On the way, das ist immer ganz schlecht. Aber ja, es ist auch eine Challenge, wie du sagst. Also man muss das auch dann in der Race Space mal üben. Das ist gerade bei uns auf dem Niveau dann schon nochmal so ein Unterschied. Das ist für alle schwierig. Ja, definitiv. Atmen ist eine andere Geschichte. Durch Blutung ist jemand im Magen-Darm-Pack schlechter. Du hast plötzlich so einen Becher in der Hand. Und nicht deine Flasche oder was auch immer. Und dann, was machst du mit dem Becher? Ich könnte eine kleine Episode erzählen vom Wochenende. Eine klitzekleine Episode. Bin ich gespannt. Von jemandem, den ich sehr gut kenne. Ich hab eine Vermutung. Also, sie wusste nicht, dass wir noch Geld zu Hause haben. Und hat dann am Samstag beim Abholen der Startnummer zwei Gels gekauft. Reicht ja für Halbmarathon, zwei Gels, passt.
Sie war jetzt vielleicht noch nicht ganz firm mit Liquid-Gels. Ah, okay. Das heißt, die Hälfte war eher über die Hand geleert und nicht im Mund, oder? Ja, sagen wir mal so, das erste Gel hat sie direkt am Start verloren. Oh Gott. Das ist heute halb über sich geschüttet. Das ist jetzt vielleicht nicht die ökonomischste Art und Weise, sich das Gel zu applizieren. Aber das sind ja alles... Leute, der hebe die Hand, dem noch nie sowas passiert ist, der noch nie irgendwas hat fallen lassen, keine Ahnung, die Gels weg waren oder nicht aufgekriegt hat, whatsoever. Macht man sich natürlich gerne drüber lustig, wenn es dem anderen passiert ist und wenn man es selber hatte, dann sagt man es nicht. Keine Ahnung. Man hat es sich runtergekriegt oder verschluckt oder, oder, oder. Es gibt doch alle Möglichkeiten. Leute, da muss man trainieren. Das wird sehr gerne übersehen. Ich habe so viele Kilometer und ich habe dies und das und Intervalle und alles mögliche gemacht. Ja, aber wie sind die Startnummern befestigt? Ja, wie trinke ich eigentlich unterwegs? Halte ich an? Halte ich nicht an? Das ist doch überhaupt kein Problem, zu sagen, okay, ich kann es vielleicht noch nicht in meiner Laufgeschwindigkeit. Also verpflegt euch sauber. Die fünf Sekunden, die das vielleicht langsamer ist, vielleicht.
Die macht der Benefit des sauberen Verpflegens easy, easy wieder weg.
Hinten raus auf jeden Fall. Da ist ja Open End, was man verlieren kann im Marathon hinten raus. Da kann alles passieren. Ich glaube auch, was wir natürlich gerne ich weiß nicht, ob es ein Anfängerfehler ist, aber ich meine, für uns hat es jetzt, bestenfalls ist es selten zugetroffen, also für Johnny und mich, weil wir natürlich immer das Luxus von Eigenverpflegung nutzen können. Und ich weiß nicht, ob du ein Gehlfreund bist oder dir ein Getränk machst, aber ich fand halt immer angenehm Flüssigkeit und Kohlenhydrate waren schon zusammen, dann ist es halt convenient, wenn du deine eigene Flasche hast. Das ist ja aber nicht die Realität von 99% der Marathonlaufenden. Das heißt, wenn ihr vorhabt, Gels, eine bestimmte Gelmarke, was auch immer, wir machen jetzt keine Werbung, aber irgendeinen Gel zu nehmen, weil es ihr gut vertragt potenziell, hoffentlich, dann nehmt auch dieses Gel in eurer Vorbereitung. Weil natürlich ist es angenehmer, du würdest jetzt sagen, okay, shit, ich bereite mich jetzt auf, was weiß ich, Berlin Marathon vor, es ist ja Hochsommer, dann habe ich auf jeden Fall auch viel Durst, selbst wenn ich morgens früh aufstehe am Wochenende und dann laufen gehe. Dann mache ich mir halt meine drei Flaschen und berechne, wie viel Gramm Kohlenhydrate will ich pro Stunde zu mir nehmen und dann habe ich meine Flaschen und trinke das. Aber im Wettkampf kann ich das ja nicht machen. Da muss ich ja dann Gels nehmen. Dann passieren dann genau die Sachen, wie du gesagt hast, Ralf. Dann stellst du erstmal fest, yo, shit, wenn ich da irgendwie meine Race Pace laufe und ich habe schwitzige Finger, ich kriege irgendwie die Verpackung nicht auf. Also das sind ja alles so Sachen, die muss man ja im, die muss man einfach mal ausprobiert haben und damit muss man gut zurechtkommen. Und da gibt es übrigens auch bessere und schlechtere Hersteller, was das Thema anbelangt, wie du die Dinge aufbekommst, wenn du da auch ein bisschen unter Stress bist.
Das heißt, wenn ihr sagt, für mich ist halt nun mal Gel die einzig praktikable Strategie. Ich glaube, man darf ja inzwischen bei Marathon, glaube ich, auch mit Trinkrucksacken laufen, war ich mal eine Zeit lang nicht so gern gesehen von Veranstaltern, aber ich glaube, es ist jetzt nicht verboten. Aber auch da ist ja die Frage, kannst du denn überhaupt so viel mitführen, dass sich das für dich irgendwie dann ausgeht hinten raus? Also im Zweifelsfall ist man, glaube ich, mit der Option Gels plus Trinken vor Ort, Wasser dann halt einfach oder was du da trinken willst, glaube ich, am besten beraten, weil acht Gels kriegst du schon irgendwie an Mann hin, sodass es sich nicht stört.
Ja, aber die kann man dann auch super verlieren. Das ist genau der Punkt. Das ist richtig, ja. Dann auch vielleicht mal mit 8 Gels laufen gehen. Und das mal testen. Einfach von der Logistik her. Wo packe ich die hin? Was ziehe ich an? Wie kann ich die verstauen? Und am Ende ist es dann doch wieder die Cola an der Verpflegung, die dann irgendwie einen retten muss. Oft genug schon genauso erlebt. Lass uns nochmal, Johnny, einen Blick auf deine Community-Pflege, also die Mailers werfen.
Was war da der Ansatzpunkt, zu sagen, okay, komm, ich bin in einem der größten und vermeintlich doch bestorganisierten Vereine Deutschlands bei Bayer Leverkusen. Jetzt mache ich mal mein eigenes Ding, jetzt will ich mal eine Community machen. Du bist da Co-Founder und sicher auch sehr aktiv. Was gibt dir das und was glaubst du, ist das halt für einen Impact auf die Laufgemeinde?
Ja, also der Hintergrund war, als ich damals in Köln war, an der Spur angefangen habe, mein Master, da ist mir und ein paar Trainingskollegen von mir so ein bisschen negativ aufgefallen, dass es eigentlich so einige ambitionierte Läuferinnen und Läufer gibt, auch bei den verschiedenen Vereinen, die wir in Köln haben, also beim ASV, beim LTDSHS von der Spurhochschule, beim TUS Köln Rechtsrheinisch, was auch immer für ein Verein das sein mag. Und das alle so ein bisschen ihr eigenes Süppchen kochen und niemand auf die Idee kommt mal, okay, vielleicht, wenn wir am Dienstagabend Tempoläufe machen zur exakt gleichen Zeit, aber 800 Meter voneinander entfernt, wäre es vielleicht ein bisschen schlauer, das irgendwie mal ein bisschen zu bündeln und ein bisschen zusammen zu trainieren. Und ausgehend davon haben wir eigentlich so als WhatsApp-Gruppe angefangen, so als WhatsApp-Trainingsgruppe und dann sind immer mal wieder mehr Leute dazugekommen. Und dieser Kern von den Leuten, das waren alles so schon sehr leistungsstark ambitionierte Läufer, würde ich sagen. Also alles so Jungs, die so fünf Kilometer unter 16 Minuten oder sowas laufen können oder so unter 17 zumindest. Das ist ja schon für, sage ich mal, den ambitionierten Hobbybereich schon ziemlich gut.
Und ausgehend davon ist dann so ein bisschen die Idee entstanden, okay, wir brauchen, wir nutzen das vielleicht so ein bisschen als Läuferhub, so als Meeting Point für die starken, leistungsstarken Läufer, die wir so in der Stadt haben und in der Umgebung. Und dann ist irgendwann der Wunsch auch entstanden, dass man das Ganze dann irgendwie labelt, dass man einen Namen hat, einen einheitlichen Auftritt, irgendwie eine Vereinskleidung oder sowas. Und dass man wirklich dann auch einen Verein gründet.
Weil, ja, das einfach dann alles ein bisschen leichter ist von der Organisation her und man sich so ein bisschen da gestalterisch ausleben kann. Und dann haben wir das gemacht. Dann waren wir, glaube ich, ich weiß es gar nicht mehr, 12, 13. Es klingt immer so, wenn ich da Co-Founder sage, dass ich da so alleine den Hut aufgehabt hätte, Das ist überhaupt nicht so. Ich hatte ein bisschen den Hut auf bei so Sachen wie Namensfindung und Logodesign und sowas. Aber auch das habe ich abschließend nicht selber gemacht. Das haben wir alles so ziemlich basisdemokratisch entschieden. Also das war uns auch immer sehr wichtig, dass wir alles irgendwie gemeinsam machen und jeder Mitspracherecht hat. Deswegen halt eben auch die Vereinsgründung, weil jeder dann so ein bisschen sein Stimmrecht sozusagen hat und mitbestimmen kann, was wir machen und was nicht. Ja und dann ist es jetzt so über die Jahre eigentlich echt ganz schön gewachsen und hat immer mehr Zulauf bekommen, natürlich vor allem so aus der ambitionierteren Richtung.
Wir haben, glaube ich, mittlerweile, boah, ich weiß es gar nicht, wie viele Leute wir unter drei Stunden hatten, bestimmt über 20 oder so was oder 30 sogar beim letzten Köln-Marathon, die alle dann für uns auch wirklich starten. Da sind jetzt nicht die Leute drin, die dann bei uns zwar mittrainieren, aber für einen anderen Verein starten. Und ja, von der Idee her war es eigentlich aber auch schon immer, wir sind offen eigentlich für jeden, also es kann jeder kommen, der möchte, nur, jetzt gerade ist es noch so, dass wir diesen, ja, langsameren, ich nenne es jetzt mal so diesen Social Run-Bereich nicht so krass abdecken, weil einfach das nicht unser, ja, unser Publikum sozusagen ist, aber vom Grundsatz her ist jeder willkommen und das Event, was wir jetzt hatten, am Wochenende auch, diese March Madness.
Da kannst du auch einfach so hinkommen, ohne dass du jetzt mitläufst, einfach um dabei zu sein, um Teil der Community sein, um so ein bisschen zu connecten, Und wir haben auch ein lustiges Event im Sommer, die Kölschmeile, also eine Biermeile, nur mit Kölsch.
Wer kein Kölsch mag, der muss sich dann da durchquellen. Das ist praktisch wie Wasser, da müsst ihr euch keine Gedanken über Alkohol im Weg machen. Genau, also ich glaube, es ist ein gutes Bier für diese Art von Wettkampf. Es gibt auch eine alkoholfreie Variante tatsächlich, also für die Leute, die dann keinen Alkohol trinken. Und wir verbinden das dann immer mit so einem Sommerfest und da kommen dann auch regelmäßig irgendwie 100, 120 Leute oder so. Also ist echt ein schöner, angenehmer Rahmen und aber auch nicht so groß, dass man dann ja nicht mehr die Leute persönlich so kennt. Also wer das so ein bisschen bei den großen Social Run Clubs mal miterlebt hat, da kommen dann teilweise 400, 500 Leute zu den Haupttagen oder auch zu den Events und da bist du natürlich total anonym dann irgendwann auch. Und bei uns sind das dann schon eher so ein bisschen gefestigte Strukturen, aber auch trotzdem so, dass du kommen und gehen kannst, wie du lustig bist. Also wir haben so unsere festen Einheiten, aber wir haben jetzt keinen Trainer da, wir haben jetzt keine eigene Anlage oder so und das ist alles relativ los. Also du kannst kommen und gehen, wie du möchtest, aber mittlerweile haben wir eigentlich immer einen Kern so von 20, 30 Leuten mindestens, die unsere Tempoeinheiten und den Long Run irgendwie wahrnehmen. Und ja, wird auf jeden Fall gut angenommen. Und wir haben in Köln dann auch immer eine Cheerzone. Da haben wir eine kleine Präsenz dann beim Köln-Marathon. Das heißt, wer da in Köln mal läuft und uns da sieht, das große Mailers M vor Rot im Hintergrund, der weiß jetzt Bescheid, wofür es steht.
Ja, das ist ja eine Entwicklung, die sich weg von den traditionellen Vereinstrukturen, auch zwischen den Lauftreffs, ja, das gibt es ja schon sehr, sehr lange, die ja auch eine soziale Funktion haben, aber ja von einer anderen Leistungsorientierung her kommen, dass sich halt einfach Leute treffen, die da zum Socialisen unterwegs sind. Aber genau dieser Zwischenbereich, der wurde ja praktisch nicht abgedeckt. Also wenn du jetzt nicht ein leistungsorientiertes Training machst, dann bist du ja auch in den allermeisten Vereinen ein bisschen dazwischen. Wo gehst du denn hin, was machst du dann oder losst alleine. Das ist halt genau der Punkt. Das ist halt auch nur halb geil.
Aber die Kultur der Runclubs, der Runcruise hat ja extrem zugenommen. Ja, und du hast es gesagt, das ist ja inzwischen so, dass es halt große Haufen an Läuferinnen und Läufer inzwischen sind, die vor allen Dingen auch am Wochenende durch die großen Städte tigern. Ja, wo geht die Entwicklung hin? Ja, ich glaube, dass auch diese ambitioniertere Richtung immer mehr Fahrt aufnimmt, weil viele Leute haben jetzt so während der Corona-Pandemie, glaube ich, angefangen und sind dann jetzt nach längerem Training, wenn sie jetzt dabei geblieben sind, sind jetzt mittlerweile auf einem gewissen Leistungsniveau und wundern sich auf einmal, okay, es gibt jetzt überall diese Runclubs, wo jeder so sechs bis sechs Dreißiger Schnitt läuft oder siebener Schnitt, aber ich suche vielleicht irgendwie ein Setting, wo ich ein bisschen schneller rennen kann. Und wie du sagst, das ist gar nicht so einfach zu finden. Und ich glaube, dass wir da mittlerweile auch jetzt mit so ein bisschen Verzug noch mal mehr Zulauf bekommen, weil die Leute einfach jetzt checken, okay, das macht ja auch Bock, ein bisschen ambitionierter zu rennen und da mal so ein bisschen seine Grenzen auszutesten.
Ja, ich glaube auch, dass es so eine Spielwiese geworden ist, auch für viele Brands, also unterschiedlicher Art, Sportartikelhersteller natürlich, aber auch andere, die erkannt haben, dass das einfach sehr beliebt ist und ein guter Weg ist, um seiner Marke ein gutes Image zu geben oder auch direkt, um die Produkte zu präsentieren oder zu verkaufen.
Und ich glaube, das wird auf jeden Fall auch nicht weniger werden in den nächsten Jahren. Ich glaube, die Anmeldezahlen kennt ihr ja auch von den großen Races. Die meisten sind direkt ausverkauft. Man muss mittlerweile echt auch viel Geld zahlen für so ein Rennen und sowas. Und ich glaube, dass so ein niedrigschwelliges Angebot wie die Mailers, wo du halt eben dann, wenn du nichts zahlst, aber trotzdem sehr, sehr viel draus mitnehmen kannst, einfach auch in der nächsten Zeit immer attraktiver werden wird. Also ich glaube schon, dass es Zuwachs erhalten wird und vielleicht sehen wir auch eine gewisse Professionalisierung, vielleicht kommt ja auch mal der Punkt, an dem diese Runclubs dann auch irgendwie eigene Racing-Teams haben oder sowas oder sich so ein bisschen professionalisieren. Mal gucken. Also das wäre so die Richtung, die ich mir bei den Mailers noch vorstellen könnte, dass man irgendwann mal sagt, okay, man holt mal ein paar Sponsoren an Land und versucht mal wirklich, ja, ein wirkliches Elite-Team da hinzustellen. Das war immer von Yannick, einem der Co-Founder, der ein guter Freund von mir ist und mir war immer so ein kleiner Traum, daraus so einen kleinen Bauerman-TC zu machen oder so. So ein On-Track-Club oder so. Aber das geht dann natürlich wirklich nur, nur wenn du ein bisschen Kohle in die Hand nimmst. Und es ist halt ein eingetragener Verein. Deswegen müssen wir auch unsere Gemeinnützigkeit natürlich weiterhin sicherstellen.
Das ist ja eine Frage der Organisationsform, die man dann dazu sortiert. Das ist ja eine juristisch-rechtliche Frage letztlich. Richtig, genau. Einen Punkt muss ich noch mit euch diskutieren, weil wir so viel über Hochrechnung von Halbmarathon-Zeiten zu Marathon gesprochen haben. 2.10.51 war die Marke von Furtien Tesfai bei ihrem Debüt im Marathon. Ja, dass sie schnell Halbmarathon laufen kann, wussten wir vorher. Dass sie dann auf dem Weg zu diesem Ergebnis am Wochenende Halbmarathon in 65.02 durchgegangen ist. Und wir haben über Halbmarathon, Johnny, bei dir gesprochen. Das macht schon was und also ich habe kein gutes Gefühl bei diesen Zeiten. Es ist die zweitbeste je gelaufene Zeit. Die beste ist immer noch von Ruth Trippengitic, die inzwischen wegen Doppings gesperrt ist. Im Debüt in Barcelona, das ist jetzt kein langsamer, aber jetzt auch nicht der allerschnellste Marathon. Also mir macht das keinen Spaß, wenn ich so was lese, ehrlich gesagt.
Ich kann da, ich wollte sagen, ich kann auch Johnny noch eine Minute Zeit geben als Gast, zu überlegen, was er sagen möchte. Na, ich sag, also äh, Ich habe damals den Chicago-Marathon kommentiert bei Eurosport, als Rude Chapman Gittich da vermeintlich Weltrekord gelaufen ist, der leider ja immer noch steht. Also der ist ja nicht annulliert worden, was ich erschreckend finde. Ich bin absolut... Der rechtliche Nachweis fehlt halt, dass sie zu dem Zeitpunkt gedopt war. Genau, das ist die kleine Krux an der Sache, was trotzdem, ich glaube, niemand in der Fanbase irgendwie nachvollziehen kann, weil das ja Bullshit ist. Aber ich bin ja da auch, ich bin ja eher so jemand, der sagt, wenn jemand des nachweislichen Dopings oder Tamperings. Ich glaube, am Ende ist sie ja gesperrt worden für Tampering, weil irgendwie Verschleierungen und bla und keine Ahnung, Diuretika. Wenn jemand deshalb gesperrt wird, finde ich, muss man einfach konsequenterweise auch zum Schutz anderer Athleten die Karriere löschen. Also, finde ich, würde es sich gehören. Und dass man jetzt jemanden nicht aufs Lebenslangen sperren kann, wissen wir, ist rechtlich problematisch. Aber ich finde schon, man kann einfach sagen, oder man versieht die Zeiten, die gelaufen wurden mit irgendeinem Sternchen oder einem Vermerk oder sowas, weil ja, es war jetzt nicht, es war keine Wettkampfkontrolle, die sie da am Ende dazu geführt hat, dass sie jetzt gesperrt ist, aber trotzdem, come on, also, wahrscheinlich wird sie nach dieser Fabelzeit erst angefangen haben, sich da irgendwie zu dopen, weil davor hat sie es noch nicht gebraucht, das ist ja Bullshit, aber.
Ich hab das damals ja schon, das ist eine schwierige Rolle, wenn du da live bist und dir irgendwie ein Rennen kommentieren sollst und auch irgendwie eine Art von Begeisterung vielleicht ausdrücken sollst und Sigi Heinrich war begeistert, aber du insgehalten, also dir widerstrebt das zutiefst, weil du alle Nackenhaare sich aufstellen, weil du denkst, das ist nicht, also ich kann es nicht glauben so irgendwie. Das ist nicht so einfach. Und deswegen ich habe das am Wochenende natürlich auch irgendwo gelesen auf Insta und ich habe es einfach mich juckt das inzwischen einfach auch gar nicht mehr, weil ich das auch nicht mehr ernst nehme, ehrlich gesagt. Und ja, wahrscheinlich tut man auch manchmal dann irgendjemandem ein bisschen Unrecht, aber die Erfahrung auch der jüngeren Vergangenheit.
Zeigen ja leider auch sehr stark, dass man darin ja immer wieder bestärkt wird. Übrigens haben wir das in einer letzten Folge auch gesagt mit Kenia, die ja aktuell auch wieder, was wieviel, ich weiß gar nicht, also das war massiv auf jeden Fall. 27, aber das waren nicht nur Läuferinnen und Läufer, das war auch aus anderen Sporgen. Ja, aber das zeigt ja ein strukturelles Problem dann. Das einfach, ich will jetzt nicht sagen, dass es staatlich gesteuert ist, wie es vielleicht in Russland der Fall war, aber es wird einfach akzeptiert, geduldet. Es wird nicht verfolgt, geahndet. Das sorgt natürlich am Ende für diejenigen, die es dann trifft, ist das Ergebnis dasselbe. Und deshalb ich an diesem Weltklasse, in Anführungszeichen, das kann man im Podcast nicht sehen, Weltklasse, Sport und Zeiten hat, im Speziellen bei Frauen aktuell im Straßenlauf, Ich will jetzt nicht sagen, dass bei den Männern das zwingend besser ist, aber da finde ich es noch extremer, die Entwicklung der letzten drei, vier Jahre in diesen Weltrekordsphären, kann ich gar nichts mehr abgewinnen und kann ich auch nicht mehr ernst nehmen. Ja, es ist schade eigentlich, dass man mittlerweile so denken muss, aber ich glaube auch bei mir und bei den Sub-Elit-Läufern, die ich so kenne, die wissen genau, was so ein 2-Stunden-10-Marathon bedeutet und ja, es ist schon ziemlich sass, wie man heutzutage sagen würde. Ich konnte es auch nicht so richtig genießen, leider Gottes.
Es wäre ja sensationell gut, wenn sie das sauber läuft und man da gar keine Skepsis haben muss, dann bin ich der Erste, der auch gerade bei Frauen das auch feiert, weil ich glaube, das tut dem Sport auch gut, wenn man einfach da weibliche Vorbilder hat und auch mehr Frauen dann auch im ambitionierten Laufsport landen, weil ich glaube, da gibt es auch dann immer noch so eine kleine Diskrepanz. Was die Teilnehmerzahlen auch angeht. Aber ich fand's auch, ja, ich guck da auch eher skeptisch drauf und auch mit, ja, ein bisschen Negativität leider Gottes, weil ich genau weiß, das ist einfach, ja, relativ, also die Wahrscheinlichkeit, dass das nicht ganz mit rechten Dingen zugegangen ist, ist relativ, relativ hoch. Und ja, man kann es einfach nicht mehr so richtig genießen. Ich meine, im Männerbereich ist es teilweise bei manchen Leistungen auch so, muss ich sagen. Halbmarathon, muss ich sagen, Halbmarathon-Weltrekord habe ich auch irgendwie zur Kenntnis genommen und dann bin ich dann wieder, oh gut, okay, ich jucke mich einfach nicht.
Da finde ich es dann gut, also ich finde es dann einfach cool, wenn man dann bei den Meisterschaftsrennen dann auch immer mal wieder sieht, okay, das ist alles wieder ein bisschen nachvollziehbarer so. Sehr guter Punkt, ja. Ja, auch gerade bei den Frauen. Also man sollte ja eigentlich meinen, wenn die Dame irgendwie zwei Stunden zehn Marathon laufen kann, dann muss sie auch mit so einer 10.000 Meter WM-Medaille da im Vorbeigehen rausgehen. so, ne?
Und ich glaube, bei Le Tensenbett-Gidai war das damals auch so, die dann die Weltrekorde da pulverisiert hat, über 5 und 10 und dann aber eben nicht alles dominiert hat auf der Bahn, weil, ja, vielleicht der Rahmen dann ein anderer ist und man vielleicht ein bisschen weniger Risiko eingeht, was gewisse Unterstützung angeht, die nicht ganz legal ist. Und dann merkst du wieder, aha, Menschlicher auch immer wieder ein bisschen. Genau, das ist dann wieder ein bisschen nachvollziehbarer und das kann man sich dann auch wieder mit einer gewissen Begeisterung anschauen, finde ich. Das stimmt total. Eine Anmerkung noch, weil ich jetzt auch nochmal, ich wollte nochmal auf die Nummer sicher gehen, damit ich kein gefährliches Halbwissen erzähle, also diese Zeit vom Wochenende, die ist jetzt eigentlich de facto Weltrekord. Also nicht de facto im Sinne von, der andere steht ja noch, aber wenn wir jetzt wissen, okay, Rudi Spangetic kann man nicht ernst nehmen als Weltrekord, ist das jetzt ja quasi der die zweitschnellste jemals gelaufene Zeit einer Frau, Für den Moment zumindest, weil genau, dann die dritte Zeit ist ja die von Tigis Aceffa aus... Und die ist nochmal eine Minute langsamer. Genau, die ist nochmal langsamer, nämlich 2.11.53 war das 2023 in Berlin. Also was man sich ja auch mal dann vergegenwärtigen muss, so eine 2.15, 2.16, das ist für eine Frau ja schon.
Absolute Weltklasse. Also das ist halt schon so sauschnell. Und ja, ich habe auch die Erfahrung gemacht in Valencia, es waren ja auch zwei Frauen vor mir. Ja, da fragst du dich natürlich auch kurz, okay, was geht ab? Okay, der Kontext ist natürlich auch ein bisschen der, dass es verhältnismäßig für mich dann auch vielleicht nicht so eine schnelle oder gute Zeit ist und dann die zweite Hälfte auch ein bisschen langsamer war, aber dennoch, das gehört trotzdem zur Einordnung dazu. Ich würde so einen kleinen Punkt vielleicht speziell bei den Frauen noch differenzieren. Männliche Pacemaker bis zum Schluss. Genau. Gibt es bei Männern gar nicht. richtig, genau, weil es einfach keiner kann. Wer das könnte, läuft dann selber Weltrekord. Und bei den Frauen ist es natürlich dann schon eine ganz enorme Unterstützung. Also was das ausmacht, gerade auf den letzten 10 Kilometern oder 12 Kilometern dann einen Pacemaker noch zu haben, das ist glaube ich schon immens. Und deswegen ist verhältnismäßig der Frauenweltrekord glaube ich dann auch schon immer so ein bisschen nochmal mehr ausreizbar auf eine Art, als der bei den Männern. 100% bin ich bei dir ja. Vielleicht sollten wir noch ein positives Ergebnis ans Ende setzen.
Hafton Welday, der hatte auch sehr schwere Jahre, viele Versuche, die nicht da gelandet sind, wo er hin wollte. Der ist auch da gelaufen, ist persönliche Leistung gelaufen, 2, 0, 8, 13. Und gleichzeitig EM-Norm für Birmingham, also schon mal der erste, der EM-Norm gelaufen ist. Ich glaube, es werden noch zwei, drei Folgen, wenn ich das richtig einschätze. Dann ist ja auch die Frage, wer möchte da überhaupt hin? Aber wir erinnern uns an München etc., da kann natürlich eine Menge auch in Richtung Mannschaft gehen, weil da ja eine Teamwertung stattfindet. Und wenn wir da mal das Leistungsniveau der deutschen Marathonläuferinnen und Läufer hochrechnen, dann kann das in Europa schon sehr, sehr, sehr cool werden. Könnte vielleicht das letzte Mal sein, dass bei Europameisterschaften überhaupt Marathonwettbewerbe ausgetragen werden, weil die Tendenz geht ja dazu, da eine eigene Veranstaltung rauszumachen. Da gab es eine lange Diskussion drum, aber jetzt wird es im Sommer in Birmingham Marathon geben. Und sicher nochmal ein großer Anreiz, weil fünf Starterinnen bei den Männern, fünf Starterinnen bei den Frauen, fünf Starter bei den Männern, so rum. Das hatte ja schon einen Kick. Und Haftor hat das mal vorgelegt, freut mich total, weil der hat auch eine Menge nicht so coole Erfahrungen machen müssen im Marathon.
Wir belassen es dabei. Ich hatte mir noch einen Gedanken gehabt, aber ist egal. Ja, mach. Nee, ich freu mich auch für Haftum, dass er in der Bestzeit gelaufen ist, weil das natürlich total stimmt, was du gesagt hast. Ich hab aber gesehen, dass seine Race-Strategy, weiß nicht, ob es so hinten raus so viel Spaß gemacht hat. Er hatte jetzt, glaube ich, mehr vor als 208, würde ich jetzt mal tippen. Er hatte ja eine Uhr, ne? Ja, das ist ja schon häufiger das Problem, dass Leute dann in Gruppen mitlaufen, wo sie nicht zu Ende laufen können. Genau, der Einzige, der das kann und ab und zu damit davonkommt, ist Ammanus. Ja, wobei, er hat das nicht vergessen, sein Debüt in Valencia, da war Richard noch da und ich war da und wir dachten so, hey, das ist doch die ganz falsche Gruppe, wo der da läuft, der wollte doch gar nicht da laufen, aber er läuft halt einfach fertig. Gut, aber sagen wir mal so, er hat ja seine Lesson daraus gezogen, erinnert euch an letztes Jahr London, wo er ganz vorne mitgelaufen ist und ich glaube, bei Kilometer 25 irgendwo in dem Bereich nach vorne gegangen ist und Pace gesetzt hat. Ja, und da war es schon, die Hochrechnung war da in Richtung 2.0.2. Also absurd schnell.
Dann so nach dem Motto, hier, da läuft noch einer mit, wie heißt der nochmal gleich? Ach, Kipchoge, der ist da hinter mir irgendwo. Hat er dann da noch echt für bezahlt? Und zwar auch, das hat ihn auch getatscht, glaube ich, dass er da sich für bezahlt hat, weil er sich zwischendurch sehr, sehr gut gefühlt hat. Aber wenn du daraus dann so die Lehren ziehst, wie er das beim WM-Marathon gemacht hat und dich so klug dann in so einem Rennen, und Johnny, du hast es eben angesprochen, wo vielleicht nochmal andere Mechanismen gelten, weil keine Pacemaker, da kommt es nur auf die Taktik an, sich sehr klug zu verhalten und dann Vize-Weltmeister, also Zweiter beim Weltmeisterschaften wirst, dann hast du sehr genau dir überlegt, was ist eigentlich da passiert in London und was kann ich eigentlich anders machen, um auf einem Podium stehen zu können. Und das ist ein ganz großer Schritt.
Vollkommen korrekt. Ich würde trotzdem eine Sache da noch anmerken. Ich meine, Benz und sein Team drumherum haben ihn, glaube ich, für die WM perfekt einschnecht. Benni und Franke, genau. Genau, ich glaube aber, und das ist jetzt vielleicht, kann strittig sein, aber ich glaube, weil ich Amman auch schon lange kenne, dass dieser Wesenszug oft hohe Risiken einzugehen und unbekümmert in Rennen zu gehen, das ist nicht immer klug. Und damit ist er auch hin und wieder natürlich auch auf die Schnauze geflogen, aber es hat ihn ja scheinbar nie so nachhaltig negativ beeinflusst, dass er es nicht immer mal wieder gemacht hat. Das ist sogar ein Asset von ihm, weil man als Deutscher oft zu viel Respekt, der oft genug richtig und wichtig ist, aber er manchmal sich einfach in so eine Race-Situation, klar, er hat auch natürlich eine entsprechende Fitness dafür und er bereitet sich natürlich auch immer, also weiß ich ja, crazy vor.
Er geht oft ein hohes Risiko und erreicht aber damit auch Dinge, die man gar nicht für möglich gehalten hat, weil er es sich halt einfach traut. Das klappt nicht immer, aber einer, bei dem es erstaunlich oft trotzdem noch klappt, wo du denkst, oh mein Gott, Armmann, Alter, du guckst dir das Blitz an, wenn du irgendein Rennen vorbeikommst, du denkst so, OMG, das kann, also Junge, das Rennen ist wahrscheinlich 10 Kilometer vorbei. Nee, ist nicht vorbei. Er hat oft genug dann einfach übelst durchgezogen und dann hast du gedacht, wow, 2-4, what the fuck, wie geht das? Und er hat es einfach gemacht. Valencia ist auch ein gutes Beispiel dafür, wo es dann richtig volle Kanne geklappt hat. Und ich kann das auch aus eigener Erfahrung sagen, also ich glaube Berlin damals, der Halbmarathon, das war für mich persönlich auch ein ähnliches Race. Also ich glaube, da sind wir auch von Kilometer 5 bis 15, glaube ich, die 10 Kilometer, das war mein zweitschnellster Zehner. Genau, und weil das Tempo einfach alle 5 Kilometer nochmal hochgegangen ist. Und da dachte ich mir zwischendurch auch, oh, ob das gut geht. Ist das jetzt klug? Genau, aber du machst es halt einfach. Du schaltest den Kopf aus und rennst mit. Und ja, wenn du das mit einer Überzeugung machst oder vielleicht auch einfach mit einer gewissen Naivität, dann ist es manchmal gar nicht so schlecht, weil, genau wie du sagst, weil es dann einfach vielleicht besser ausgeht, als du es dir erhofft hast. Genau, genau.
Wenn man dieses Thema Angst ausblendet und einfach denkt, ich lasse mich jetzt in diese Rennsituation fallen und nehme die jetzt an. Meistens ist es ja so, dass du ja dann kein Solo machst, sondern du bist ja dann in einer starken Gruppe unterwegs. Das war bei ihm ja auch in aller Regel der Fall. Er hat ja dann, okay, London hat sich ein bisschen auch mal gezeigt, aber normalerweise einfach in irgendeiner Gruppe sich dann reinzuhängen, so wie es bei dir eben auch in Berlin war. Und dann zu sagen, okay, ist risky, kein Plan, was daraus wird, aber ich bin jetzt hier, ich fühle mich heute gut und habe dieses Setup so, ich gucke jetzt, was geht einfach. Ja. Okay, das nehmen wir als finales Learning aus unserem sehr schönen Gespräch. Vielen Dank dafür, Jonny.
Verkopft nicht so euer Wochenende, geht einfach laufen, genießt es. Es gibt so schöne Strecken, Im Königsforst. Darüber hinaus, genau. Wenn ihr in Köln wohnhaft seid oder der Umgebung, wir werden nämlich natürlich, in den Shownotes Johnnys Insta-Kanal verlinken und natürlich auch den Kanal von Milo's Colonia, dann würde ich vorschlagen, ihr solltet beiden Kanälen dringend folgen und wenn ihr Anschluss sucht und eine coole, Running-Crew, die auch ein bisschen ambitioniert unterwegs ist, dann da auf jeden Fall gerne mal vorbeischauen. Ich schließe mich an, Ralf. Vielen Dank, Johnny, dass du heute bei uns warst. War sehr schön mit dir zu sprechen, war auch sehr unterhaltsam mit dir zu sprechen. Ich glaube, wir haben alle hoffentlich auch irgendwie ein bisschen was gelernt von was auch immer und wünsche euch auf jeden Fall ein gutes Wochenende. Geht raus, geht laufen. Genießt das Frühlingswetter. In Köln ist ja immer Frühling, wie ich höre. Selbstverständlich. Zumindest immer, wenn ich mit Ralf spreche, habt ihr gutes Wetter gefühlt. Und immer, wenn ich da bin, ist es ein Wachsen. Aber okay. Nee, Spaß beiseite. Passt auf euch auf und wir hören uns nächste Woche. Wieder ein alter Frische. Bis dahin. Macht's gut, ihr Lieben. Ciao, ciao.