So Leute, wir sind geflasht, das halten wir mal fest, also auch wegen des Wetters, auch weil wir wieder mit euch sprechen dürfen, zu euch sprechen dürfen, mit euch diskutieren wollen, weil wir haben heute ein paar coole Themen, da kann man mal drüber diskutieren im Bestzeit-Podcast mit Philipp Plieger und Ralf Schold. Ja, so ein Laufwochenende macht dann schon was. Also ich war danach tatsächlich inspiriert und habe einen meiner längeren Läufe des letzten Jahrzehnts, ich mache ja nicht oft eineinhalb Stunden Läufe, also sehr selten, weil ich ja eigentlich dann die längeren Sachen auf dem Rad mache. Aber am Sonntag bin ich dann tatsächlich, nachdem ich mir so alles reingezogen hatte, also Halbmarathon in Berlin natürlich vor allen Dingen, habe ich gedacht, jetzt gehst du laufen. Bin dann extra in die Stadt gefahren, weil ich es schön haben wollte. Wie du am kleinen Fluss in Regensburg normalerweise. Bin ich dann an den Rhein gefahren und bin dann anderthalb Stunden am Rhein lang gelaufen. Das ist für mich schon äußerst außergewöhnlich seltenst. Und ich hatte den Eindruck, also du triffst ja dann da viele Leute, aber es war schon so mittags. Und mittags sind ja eigentlich, also sonntags mittags sind die Leute ja eigentlich weg. Weil ihr zu Hause seid ja alle irre und steht ewig früh auf, damit ihr vor dem Frühstück noch mit eurer Family schon mal den Long Run immer zwei Stunden gemacht habt. Das heißt, ihr steht um Viertel nach fünf auf und lauft.
Und dann war ja doch das Wochenende mit einer Stunde weniger Nachtschlaf. Ja, dann komme ich schon mal gar nicht hoch. Also ich habe es knapp geschafft, den Livestream anzuschalten zum Start, zum Halbachton. Und was habe ich gemacht? Dreiviertelstunde zu früh den Becker gesteckt.
Aber bist du nicht inspiriert, wenn du sowas angeguckt hast? Nicht mehr. Doch, doch, doch. Also inspiriert. Also ich finde, ich kann mich da nach wie vor für begeistern und ich glaube, ich finde es auch so eine, vielleicht auch nur eine falsche Annahme, aber ich glaube, wenn man so Highlight-Wochenenden hat und da gehört natürlich das Wochenende im Frühjahr mit dem Berliner Halbmarathon genauso dazu wie am Ende auch zum Beispiel das Hamburg-Marathon-Wochenende. Das sind ja Wochenenden für die zumindest Laufsportinteressierte Bevölkerung, wo man dann so in dieser Zwickmühle ist. Wie mache ich das jetzt mit meinem Training, falls ich zum Beispiel, gut, jetzt zum Zeitpunkt des Berliner Halbmarathons sind ja nun mal viele auch gerade noch in der Endphase ihrer Marathonvorbereitung. Wie mache ich das denn jetzt? Weil eigentlich interessiert mich das total. Aber dann müsste ich ja wirklich mitten in der Nacht aufstehen, um vorher noch einen Longrun da reinzupressen. Und das ist ja dann schon ein bisschen kritisch. Deswegen, ich finde, man hat schon so ein bisschen das Gefühl, dass wenn solche Highlights sind und Halbmarten ist ja in einer guten Stunde vorbei, zumindest von dem, was jetzt in der Übertragung relevant ist, dass dann die Leute sagen, komm, ich mache dann doch vielleicht ein bisschen gemütlicheren Start-in-Tag, ich frühstücke und lasse nebenher die Übertragung laufen. Und dann geht man, so wie du, beschwingt und motiviert und mit einem guten Gefühl in die eigene Trainingseinheit.
Also ich fand jetzt mal dieses Wochenende wieder, da hat sich ja jetzt einiges überschlagen. Es gab ja immer so Wochen, auch bei uns mal, wo wir uns dann Anfang der Woche hinsetzen und überlegen, über was sprechen wir heute eigentlich? Also eigentlich ist es eher die Regler als die Ausnahme. Aber jetzt ist es wirklich eher so, über was sprechen wir eigentlich? Weil es ist so viel passiert. Jetzt ist ja eher das Gegenteil, wo man sich denkt, wow, nationale Rekorde in den USA, wenige Stunden später dann beim Berliner Halbmarathon, ganz viele Bestzeiten auch wieder generell, auch in Berlin super viele deutsche Top-Leistungen. Also Berlin ist ja einmal mehr einfach ein sehr, sehr gutes Pflaster. Denn man ambitioniert laufen will, das steht ja komplett außer Frage und zumindest auch in meiner Bubble, ich war jetzt am vergangenen Wochenende eben leider nicht in Berlin, sondern hatte da länger jetzt schon vorgehabt mit meiner Tochter eben Freunde im Allgäu zu besuchen, was auch sehr schön war, wobei das war nochmal so ein Abstecher dann wieder ins Winter Wonderland sozusagen, was auch natürlich seinen Charme hat, aber wo ich gedanklich eigentlich schon abgeschlossen hatte. Ich war gedanklich schon fast im Sommer eigentlich.
Und ich hatte so in meiner Insta-Bubble das Gefühl, es ist wirklich jeder, also vielleicht noch bis auf dich, der am Rhein gelaufen ist, aber ansonsten jeder und jede ist gerade an diesem Wochenende in Berlin. Ich habe das Gefühl, das wird von Jahr zu Jahr auch mehr. Das ist natürlich auch wiederum wahrscheinlich so selektive Wahrnehmung. Und man hat Berlin eben Kopf und dann wird einem auch nur der Algorithmus, wahrscheinlich spielt einem auch nur die Leute aus. Aber trotzdem denkt man sich so, das wird jedes Jahr krasser. Und da gibt es solche... Also Termine, Berliner Halbmarathon, klar Berlin-Marathon im Herbst sowieso. Ich finde aber auch Hamburg hat sich in den letzten Jahren nochmal extrem entwickelt, wo so ein richtiger Hotspot, so ein richtiger Magnet ist, so ein Place to be irgendwie auch, auch weil man theoretisch heute ja auch eben nicht nur Marathon laufen kann. Das war ja natürlich früher ein bisschen anders, aber seit einigen Jahren gibt es ja auch den Halbmaroton als Angebot. Deswegen, das sind so Dinge, da hast du das Gefühl, also alle Menschen, die ich kenne, denen ich folge, die sind auf jeden Fall gerade in der Hauptstadt oder in wenigen Wochen dann mit uns hoffentlich auch in Hamburg. Und ja, Berlin war auf jeden Fall, war einiges los. Ja, das ist ja dieses Teufelszeug, das heißt Social Media, das dir vorgaukelt, du müsstest dem ungefiltert zuschauen und es gäbe nichts anderes. Das ist wirklich natürlich spannend. Klar, du machst da dreimal Klick, Klick, Klick und dann wird dir das nur noch vorgespielt und dann hast du den Eindruck, dass du in einer Welt des Laufens lebst und selber noch nicht laufen warst.
Warst du denn beim Berliner Halbmarathon schon mal am Start? Weil wir reden ja nicht von Marathon, da wissen wir alle, da müsste fast ein kleines Wunder passieren, dass das mal noch ist. Aber Halbmarathon ist ja für dich eine total machbare Distanz, möglicherweise auch bei 73 Wettkämpfen. Deswegen wäre die Frage, hast du denn Berlin schon mal gemacht? Nee, tatsächlich habe ich das ein paar Mal mir ernsthaft angeschaut. Aber das hat dann irgendwie nie gepasst, weil oft sind das noch Termine, die spät irgendwie mit Fußball oder mit gleichzeitig zu tun haben. Und das hat überhaupt noch nie gepasst, weil du hast recht, das kann man natürlich echt gut mal machen. Tatsächlich, jetzt muss ich mal eben überlegen, ich glaube, ich bin nur...
Vielleicht zwei- oder dreimal überhaupt Halbmarathon im Wettkampf gelaufen. Also als Lauf, als einzelnen Lauf. Als reiner Laufgeschmutzung. Also ich habe deutlich mehr Halbmarathons im Rahmen meines Triathlons gemacht, als jetzt einzeln. Das hängt mit meiner großen Liebe für sehr langes Laufen zusammen.
Wahrscheinlich sollte ich das einfach mal machen hin und wieder, weil das dann natürlich einen Benefit haben kann für den Triathlon-Wettkampf, ist ja klar. Aber die Herangehensweise ist tatsächlich auch anders, weil wenn du dich jetzt nur auf den Lauf vorbereitet hast, ist es halt total anders. Plus, wenn du vom Rad runterkommst, ist Laufen halt auch anders. Das ist am Anfang so ein bisschen wobbly, aber du bist natürlich schon grundsätzlich im Metabolismus drin. Also wir hatten ja letzte Woche mal kurz über diesen Übergang von der Kohlenhydrat-Laktat-Energiebereitstellung dann hin zu mehr Fettstoffwechsel gesprochen. Da bist du ja längst drüber. Das heißt, du fängst dann halt schon in so einem Metabolismus an. Das heißt, wenn du einmal so ein bisschen über die Laufbeine, über die Radbeine back bist, das ist nach ein paar hundert Metern, dann ist es einfacher.
Dann ist es einfacher, dann loszulaufen. Klar, dann ist das natürlich irgendwann eine Energiefrage. Also wie gut hast du dich verpflegt auf dem Rad und wie viel Energie hast du dann noch für den Lauf? Deshalb ist ein Lauf was wirklich anderes als das Laufen im Triathlon oder im Halbdistanstriathlon vor allen Dingen, weil man dann schon grob 3, 15, 3,5 unterwegs ist. Das ist halt natürlich wirklich was ganz anderes. Und ich habe einen großen überhaupt nur gemacht, das war hier der in Frankfurt, der Spiridon-Halbmarathon. Das ist aber sehr, sehr lange her. Das war relativ am Anfang, als ich überhaupt Triathlon gemacht habe. Also ich würde mal so schätzen vielleicht 2009, 10, 11, irgendwie so. Also das ist schon wirklich lange her.
Und danach habe ich wirklich ganz, ganz wenig solche Laufanstaltungen gemacht. Also mal ein Zehner oder so. Das heißt, wir müssen uns nächstes Jahr schon mal vornehmen, dass wir beide den Halbmautor laufen. Ich habe mir den tatsächlich schon ein paar Mal als Termin wirklich angeguckt. Aber das hat dann nie gepasst. Also tatsächlich ist das noch so ein Bucketlisten-Ding, ja.
Das können wir eigentlich mal angehen als Projekt. Und mit der jetzigen Strecke, ganz früher, als ich doch gelaufen bin, war das ja noch relativ weit im Osten draußen, Karl-Marx-Allee, glaube ich, Startziel. Die Zeit, ich nage mich nicht fest, wahrscheinlich auch schon wieder fast sechs, sieben Jahre oder wie auch immer, ist es ja, oder schon länger vielleicht sogar noch, ist es ja quasi, ja, eben Straße des 17. Juni. und man hat dann als Halbmarathonläufer, das gab es eben ja früher nicht und das ist ja natürlich schon was sehr Besonderes, die Möglichkeit, eben durch das Brandenburger Tor zu laufen. Das ist natürlich schon, ist auch schlau gemacht. Ich meine, damals war natürlich einer der Hauptaspekte, das zu verlegen.
Dass du mehr Fläche hast, also mehr Aufstellungsfläche auch hinten raus, um eben mehr Teilnehmenden zu ermöglichen, hier starten zu können. Inzwischen sind wir ja auch, weiß ich gar nicht, gefährliches Halbwissen, aber ich würde tippen, jetzt am Wochenende wahrscheinlich 45.000. Das war, glaube ich, das, was kommuniziert war, ja. Also das ist ja gigantisch, muss man sagen, von den Dimensionen. Und dann hast du halt, du bist schon angefixt, du hast dann schon Bock, auch wahrscheinlich den Ganzen zu machen, weil du hast dieses Flair, dieses Feeling, du guckst Straße 17. Juni, du guckst auf die Siegesäule, du hast dieses Finish-Ding, alles natürlich ein bisschen anders, also dann sind es nur knappe 200 Meter, wenn du durchs Brandenburger Tor läufst, musst du ja alles dann ein bisschen austarieren so, aber es ist so, es ist halt so der Marathon in Light schon so ein bisschen Und deswegen, ja, also ich glaube, jeder, der vielleicht noch nicht den Berlin-Marathon gelaufen ist, aber jetzt den halben, der denkt sich schon, ja, das ist schon besonders. Also ich muss dir ganz ehrlich sagen, catch mich null, was du alles gerade gesagt hast.
Echt, echt null, absolut null. Also ich bin ja kein Freund von alten Steinen. Also ich gehe halt jetzt auch nicht in großen Städten, wenn ich irgendwo bin und schaue mir...
Irgendwelche Denkmäler. Architektur an. Nee. Also Architektur ist was anderes. Also Architektur, das schon eher, aber jetzt nicht irgendwas Altes. Also als wir letztes Jahr bei der EM in Rom waren, dann alle, ja komm, lass uns mal zum Kolosseum gehen. Ich so, oh. Ja, logisch. Natürlich. Null. Null.
Wenn ich ein Interesse daran verspüre, ja, da habe ich doch heute andere Möglichkeiten. Da gibt es dieses neue Ding, das heißt Internet oder YouTube, dann gucke ich mir eine Doku über das Colossi. Das ist 20 Mal besser, als wenn ich da rumdapper mit 95.000 anderen Touristen, die irgendwelche dummen Selfies machen. Also Null Reiz. Null Reiz. Auch was du sagst, durchs Brandenburger Torlaufen. Null Reiz. Null. Gar nichts. Das ist so iconic. Also touch mich nicht. Gar nicht. Auch diese Siegesäule und was, name it, interessiert mich null. Was mich an so einem Lauf dann viel eher catchen würde, ist halt. Sind die Bands. Das ist der zweite Punkt, wo ich dich direkt streichen würde. Es gibt für mich so Anti-Worte. Das ist Halbschuhe. Halbschuhe ist schlimm. Wendejacke ist auch so gerade? Nee, Übergangsjacke. Übergangsjacke ist schlimmer.
Übergangsjacke, Halbschuh und das andere ist Stimmungsnest. Stimmungsnest? aus so einem Tisch. Aber weil, wenn du so Halbschuh sagst, wir kommen heute auf interessante Dinge. Halbschuh, wer hat sich das denn eigentlich auch ausgetan? Ja, keine Ahnung. Das sind so Worte, da kringelt sich in mir alles zusammen. Stellen sich die Nacken auf. Ich bin immer sehr froh, wenn ich an Stimmungsnestern bei irgendwelchen Veranstaltungen vorbei bin, weil ich finde, die brechen tatsächlich das, was ich jetzt als angenehm empfinde. Was ist denn Laufen. Laufen ist doch ein beständiger, gleichmäßiger Rhythmus. Und den versuchst du ja auch selber zu fühlen. Dass du selber irgendwie dahin kommst, dass du denkst, oh wow, es fließt so, mein Atem hat was mit meinem Laufrhythmus zu tun und die Arme fließen so, bis man das dann vielleicht auch vergisst. Und dann ist man ja in sowas wie einem sehr coolen Rhythmus drin. Kein Stimmungsnest dieser Welt hat jemals meinen Rhythmus gespielt.
Nee, aber tatsächlich ist es schon nah daneben. Also der Vibe jetzt um so einen Lauf rum. Und dann halt gerade sicher auch speziell Berlin, weil ich glaube, dass Berlin da schon auch nochmal speziell ist. Und obwohl es nicht so eine große Stadt ist, du triffst bei so einem Wochenende, und ich sage jetzt nicht nur, wenn du beispielsweise im offiziellen Veranstaltungshotel bist, auch in der Stadt, die ja nicht klein ist. Das ist ja Familientreffen so ungefähr. Also du triffst ja da so viele Leute, die man kennt oder in unserem Fall auch, weil wir so prominente Typen sind. Nee, aber Quatsch. Nein, nein, nein. Nein, nein, ich wollte... Oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott, es ist manchmal schwierig, Ironie rüberzubringen, wenn man nicht gesehen wird dabei, aber natürlich trifft man da ja auch Leute, die uns hören und die uns auch ansprechen und das ist ja immer einfach cool, ja, mit, ich finde es generell immer cool, mit Menschen in Kontakt zu kommen und das ist natürlich an so einem Wochenende, ist natürlich... Sag mal, da fällt mir ein...
Weil du gerade sagst, unsere Community und zwei treffen ja sehr häufig. Georg und Nicole, da müssen wir nochmal drüber sprechen. Georg ist auf jeden Fall aufgelaufen. Schönen Gruß. Es sind so viele Leute gelaufen, da hast du vollkommen recht. Also das ist sicher auch noch was anderes, dann Leute zu treffen und mit. Ja, das ist ja immer so ein großes Wort. Ich laufe mit denen, weil man sieht man sich dann da in der doch sehr, sehr großen Masse, weiß ich nicht. Ich würde ja auch jetzt nicht da vorne irgendwo sein wollen. Ja, selbst wenn wir vielleicht die Möglichkeit hätten. Nee, würde ich wirklich nicht sein wollen, weil das ist das Schlimmste. Wenn du irgendwo vorne bist und dann halt die ganze Zeit nur überholt wirst. Ja, das ist grauenvoll.
Aber grundsätzlich der Vibe, tatsächlich auch am Renntag selber, das catcht mich dann schon. Und das catcht mich dann in einer Stadt anders, als wenn ich jetzt irgendwie aus der Stadt rauslaufen würde oder in den Wald reinlaufen würde oder sowas. Das ist auch cool, also Königsvorstmarathon, das war halt auch cool. Das war aber jetzt ja ganz anders, weil das war jetzt der Bereich, wo ich sonst auch laufe. Und das ist ja total anders. Also wenn du praktisch auf deiner Hausstrecke im Wald sowas machst, das ist halt völlig anders. Also einfach eine ganz andere Kategorie. Das ist für mich eher so Waldlauf. Das ist nicht so Straßenlauf. Modus, so.
Anders, ganz anders. Das stimmt. Also ich fand auch früher immer, ich fand natürlich cool, wenn du in einem Verein bist, der dann irgendwie ein relevantes Meeting hat, was eine gewisse Bedeutung hat und das ist zu Hause. Das war bei uns eine gewisse Ausnahme, weil wir waren ja nie, wir durften nie im Unistadion trainieren. Ich weiß nicht, hier die Unifronten irgendwie so, aber die waren jetzt nicht, also das Stadion war jetzt natürlich, wie man das bei Unistadien kennt, das war immer maximal überfrequentiert. Von Bahn 1 bis 8 war immer so viel los, da musste man dringend mal einen Riegel vorschieben, dass da niemand drauf darf, der nicht irgendwie einen Studentenausweis hat. War da auch Ironie im Subtext? Es war massivste Ironie. Das ist leer, außer dass mal eine Sportgruppe im Sommer von die da irgendwas machen, Waldschwung üben, aber dann hast du da irgendwie 30 Leute und die Bahn war leer. Aber egal, jedenfalls wir vom Verein durften eigentlich drauf, obwohl natürlich viele von uns derzeit ja auch irgendwie uninar zumindest gewohnt haben, waren vielleicht ja nicht mehr alle Studenten. Anyway, das Ding ist, die Gala, die Sparkassen-Gala früher in Regensburg, die war insofern dann schon ein bisschen was Besonderes, weil du halt in diesem Stadion eigentlich nie gelaufen bist sozusagen und dann mit der Kulisse und dann ja zu einer gewissen Zeit damals auch für Leichter League Deutschland doch auch ein ganz gutes Meeting gewesen, das war ein bisschen besonders, aber wir haben natürlich auch mal.
Es gab zwei, drei Rennen, waren es irgendwie Landesmeisterschaften, die wir selber ausgerichtet haben oder so, die hast du halt an deiner Trainingsanlage gemacht, weil da ja auch nicht tausende von Menschen erwartet wurden, die da zuschauen wollen und das fand ich immer ganz schlimm, also das fand ich so schlimm, weil du hast Stunden und tausende von Runden in diesem Stadion verbracht. Und das Stadion ist cool. Also es ist toll zum Trainieren. Aber dann so full on race kit ankommt und sich eine Startnummer ranmacht und dann zu denken, jo, jetzt ist ja Action.
Hat bei mir irgendwie immer sehr schlecht funktioniert. Also da dachte ich immer so, es ist halt jetzt wieder Training so ungefähr, nur halt mit Singlet und Wettkampfausrüstung. Also das ging mir auch so. In Leverkusen, da gab es dann halt ja auch hin und wieder auf der Anlage Wettkämpfe. Ein gutes früher. Ich bin mal beim, wie hieß das denn früher? Bayern-Meeting? Ja, genau. Ein Bayern-Meeting war das zu meiner Zeit noch nicht. Das waren halt Vorläufer-Wettkämpfe. Aber das war halt auch so mit einer, also mindestens national sehr gut in Besetzung. Ich konnte mich da auch nie zusammenreißen. Das hatte keinen Modus. Da bin ich immer schlecht gelaufen. Und wenn man 20 Kilometer weiter gefahren ist, keine Ahnung, nach Mönchengladbach oder sonst wo hin, das war ganz anders. Das hat schon gereicht, ne? Das ist eigentlich Schwachsinn. Aber das macht der Kopf natürlich, ist ja schon klar.
Und das würde für mich halt auch eben so einen Reiz an einem großen Halbmarathon in einer großen Stadt ausmachen. Also ich kann mir zum Beispiel auch sehr, sehr gut Hamburg vorstellen. Haben wir schon gesagt, dass wir dieses Jahr in Hamburg uns auch um Halbmarathon kümmern werden?
Das haben wir noch gar nicht kommuniziert und den Live-Podcast haben wir glaube ich auch noch nicht erwähnt, den es ja geben wird, der für eine sehr erlesene Auswahl an Gästen nur geöffnet wird. Ich glaube, es wird 50 Plätze geben und man kann sich, wir haben es ja mitgepostet vor, wann war es, letzte Woche glaube ich, da könnt ihr auch nochmal reinschauen bei uns auf Instagram oder natürlich auch direkt beim Hamburg Marathon. Ihr könnt euch darauf bewerben, auf diese 50 Plätze.
Und dann dürft ihr da live mit dabei sein. Die Folge wird natürlich dann im Nachgang auch ausgestrahlt, ganz regulär. Aber es ist ein, wie sagen wir mal, einmal mehr eine innovative Idee von Veranstalter und Race Director Frank Thaleiser, der jetzt zum 40. Gesagt hat, Jungs, ihr wart eh immer schon unterbeschäftigt. Euer Arbeitstag am Marathon, der beginnt um 6 Uhr mit den Aufzeichnungen für die Live-Übertragung. Dann macht ihr den Marathon live. Ihr moderiert den, ihr kommentiert den. Dann habe ich mir gedacht, direkt danach könnte man eigentlich sagen, ihr geht den Raum weiter, dann machen wir einen Live-Podcast mit den Top-Leuten hier aus unserem Feld. Und weil das noch nicht genug ist, legen wir den Halbmarathon von den frühen Morgenstunden in den Nachmittag. Den dürft ihr auch nochmal kommentieren. Ja, das ist ein bunter Strauß. Großartig. Also erstens ist es großartig. Zweitens, ich glaube, das zeigt halt, wie man so ein Ding als Komplettangebot aufbauen kann. Ja, und dann hast du halt da sicher erstmal einen kleinen elitären Kreis. Also ihr könnt euch auch über uns bewerben, also nicht nur bei Amorto. Kostet nichts, also ihr müsst da nur schnell sein. Ihr müsst schnell sein und wir haben halt ein gewisses Kontingent an Plätzen, das wir dann da verteilen können.
Es macht ja halt genau das aus, wie Laufsport, wie Straßenlaufen, wie Halbmarathon, wie Marathon transportiert werden kann. Ich fand es auch ein bisschen schade, dass die Berliner halt auf einen deutschen Kommentar verzichtet haben. Die werden ihre Gründe gehabt haben. Ja, internationaler Fokus ist natürlich bei Berlin nochmal, glaube ich, jetzt outstanding, was deutsche Laufveranstaltungen angeht. Ja, das ist halt die große internationale Ausstrahlung, gar keine Frage. Du hast halt natürlich auch eine Aufmerksamkeit rund um den Globus, weil das Ding wird halt über verschiedene Plattformen, in dem Fall war es ja über die YouTube-Ausspielung, das wird schon auf der ganzen Welt angeguckt. Das ist ja gar keine Frage, weil du hast das selber sicher schon mal erlebt, wenn eine Laufveranstaltung in Kenia angeguckt wird. Das ist wie bei uns ein Länderspiel, da treffen sich die Leute und schauen das. Das ist nicht nur, wir laufen jetzt hier mal bei uns in der Hauptstadt. Nee, so ist das nicht. Also das ist schon ein großes internationales Ding und da muss man schon eine internationale Orientierung haben, verstehe ich. Finde es trotzdem schade und ich glaube, dass man das komplementär anlegen kann und sollte, weil das haben wir ja in Hamburg auch gesehen. Also es hat ja zum Beispiel der Fernsehübertragung beim NDR 0,0 weggenommen. Im Gegenteil, seit wir zusätzlich den Stream mit einem vielleicht etwas anderen Fokus machen.
Ist auch die Zuschauerschaft im analogen Fernsehen größer geworden. Also das ist ja dann so eine Gesamtbefassung. Das ist halt komplementär. Und Podcast ist ja nun auch jetzt eine, sonst wären wir nicht hier, sonst wärt ihr ja jetzt alle nicht unsere Zuhörer, ist ja einfach jetzt eine Form, sich mit Dingen zu befassen, die man sehr gut spielen kann und die man natürlich auch in so einem Umfeld sehr gut spielen kann. Und du hast doch mit das sowieso nichts anderes vor. Ja, es ist ja, es macht auch Laufen einfach, und ich finde, das merkt man ja in den letzten Jahren schon, es wird in Teilen wieder jünger laufen, auch bei solchen Veranstaltungen, was ich per se total großartig finde, also, dass da auch Leute vielleicht auch wieder spät laufen für sich entdecken oder überhaupt erst laufen für sich entdecken und sagen, hey, mich motiviert das ja auch eben dann an solchen tollen Events teilzunehmen, ich verbinde das mit einem Städtetrip oder ich fahre mit Freunden hin, wie auch immer das ist ja alles erstmal, das ist ja alles ganz toll und ich glaube, dass.
Wegen mir soziale Medien oder einfach die Form von Eventpräsentationen einen Teil dazu beiträgt, also sprich, dass du als Veranstalter sagst, man könnte jetzt auch sagen, warum macht das Hamburg? Weil, keine Ahnung, gut, die ist eh das 40. Und die sind eh die letzten Jahre, die waren wirklich eine krasse Erfolgsstory, muss man auch sagen. Frank Thalers hat den Marathon wirklich krass weiterentwickelt und ich finde auch auf eine internationale Map richtig gebracht. Weil guck mal, rein sportlich betrachtet waren die die letzten zwei, drei Jahre sowieso richtig krass in den Top Ten vertreten und zwar gegen die Big Dogs, Leute, die viel größeres Budget haben. Da ist Frankfurt absolut konkurrenzfähig, wenn nicht sogar sägt an manchen Stühlen. Entschuldigung, Hamburg, absolut konkurrenzfähig oder sägt da womöglich an dem einen oder anderen Stuhl. Und da gibt es natürlich Dinge, wo man drüber sprechen kann. Ähm... Muss man das machen? Was bringt das denn jetzt zu? Dann noch ein Live-Podcast und der wird dann noch ausgespielt. Warum macht man denn überhaupt ein Zusatzangebot, wenn man eh schon das Fernsehen hat? Warum macht man ein digitales Thema noch dazu? Das kostet ja dann auch erstmal Geld und so. Aber es macht den Marathon erlebbar. Es ist ein Serviceangebot und man sieht, dass es extrem wertgeschätzt wird. Also auch wenn du mal guckst, wie die Sachen geschaut werden, auch nachgenutzt werden, vor allem unsere Geschichten, die wir für den Hamburg-Marathon in den letzten Jahren machen durften.
Ich glaube, dass sich das für Hamburg sehr ausgezahlt hat, ohne dass ich ja unsere Rolle jetzt irgendwie überbewerten möchte, aber es ist insgesamt, hat es dem Event, dem Image und auch, ja wie soll ich sagen, es hat ihnen sehr viele Sympathiepunkte auch eingebracht und eine sehr hohe Wertigkeit inzwischen sich daraus entwickelt, weil da einfach immer.
Innovativ weitergedacht wird und ich freue mich da wieder sehr drauf, auch weil wir da sehr viel Vertrauensvorschuss bekommen, auch was die inhaltliche Gestaltung betrifft oder die Art und Weise, was wir zeigen wollen, wie wir es zeigen wollen, was für eine Regie wir haben wollen, das ist wirklich cool und macht natürlich die Zusammenarbeit.
Mit Frank und seinem Team, Sehr, sehr, sehr, sehr angenehm. Und deswegen, ja, also wer dabei sein will in unserem Live-Podcast unmittelbar nach dem 40. Haspar Marathon Hamburg, der braucht sich da nur melden bei uns oder bei den Veranstaltern direkt. Schaut nochmal in den Insta-Post von den vorletzten, glaube ich, rein. Da seht ihr, wie ihr einen dieser Plätze ergattern könnt. Und genau, ich freue mich da schon drauf. Ich überlege gerade, wir werden, nee, Live-Podcast halten wir mal noch ein bisschen hinter Hintern, ist auch noch nicht ganz final, wer da überall dann in die Sendung reinkommen darf. Wir teasen euch jetzt jede Woche immer so ein Stückchen mehr. Genau, wird natürlich ein bisschen situativ gemacht, aber das wird auf jeden Fall guter stark. Ich habe jetzt gerade nochmal in die Nachnutzung reingeschaut vom Hamburg Marathon. Als wir das angefangen haben, waren das in der Nachnutzung 80.000, da war die ganze Veranstaltung knappe drei Stunden lang. Wir hatten im vorletzten Jahr dann schon eine Verdopplung der Zahlen auf fast 150.000. Da war das dann aber schon über sechs Stunden lang. Das heißt, die Spieldauer wird ja dann auf YouTube nochmal extrem erhöht. Und wir hatten im letzten Jahr inklusive der Live-Übertragung fast 200.000. Da sind wir schon deutlich über der analogen Nutzung drüber.
Das ist halt ein Wert. Das ist richtig ein Marketingwert, der wirklich eine sehr nennenswerte Ertragssituation schaffen kann. Natürlich. Also ich glaube, du musst halt erstmal mal diese Idee für dich haben oder Vision ist ein zu großes Wort vielleicht, aber diese Idee haben, dass du das machen wollen würdest, wenn du eher schon in der ich sag jetzt mal in Anführungszeichen luxuriösen Situation bist, dass du aus einer Welt kommst, wo du, eine Fernsehvereinbarung hast und du auch gezeigt wirst in einem dritten Programm. Das ist ja auch nicht bei allen so. Aber dann zu sagen, ich glaube, das kann mir als Veranstaltung guttun, das kann Dinge befruchten, das kann Dinge ergänzen, das schafft Angebote, eine Auswahl auch, wie will ich das konsumieren vielleicht. Deswegen, das ist aber dann auch jahrelang erstmal, genau, Idee entwickeln. Das ist investieren wollen, weil am Anfang kostet alles erstmal Geld. Das ist ja dann trotzdem so, sodass man da nochmal eine extra Produktionsfirma vielleicht auch mehr für braucht und dann am besten auch Leute wie uns, die da irgendwie vor der Kamera oder hinter der Kamera irgendwas machen.
Und deswegen freut mich das auch so für die Hamburger, dass die da auch mit den entsprechenden Zahlen und Reichweiten versorgt werden. Und zumindest wir werden ja auch immer wieder darauf angesprochen. Also ich weiß, dass es bestimmt schon eine Handvoll Leute wieder waren, die jetzt in den letzten Wochen und Monaten quasi vorgefühlt hatten, irgendwie geschrieben hatten, hey, seid ihr eigentlich wieder in Hamburg dabei? Macht ihr das wieder und sich da eben schon drauf gefreut haben. Und viele, das ist ja auch so ein Ding, das haben wir aus unserer Hörerschaft ja schon mitbekommen, die ja halt selber am Start sind und sagen, wird es das auch wieder danach noch geben? Sag ich, du, das wird auch danach auf YouTube noch stehen bleiben. Also ihr könnt erstmal ganz entspannt euer Renn laufen oder auch nicht so entspannt, je nachdem, wie ihr euch das so vornehmt, aber ihr könnt auf jeden Fall dann in euren Reboots auf der Couch später vielleicht, könnt ihr das alles noch in Ruhe anschauen. Und das ist ja ganz cool. Und zum Thema Halbmarathon, genau, Halbmarathon war er die letzten Jahre immer vor dem Marathon. Aber auch da hatten wir natürlich schon Gespräche mit Frank, wo wir gehört haben, das ist ja immer noch schneller ausverkauft gewesen als der eigentliche Marathon. Und dann gab es da natürlich ganz viele Gedanken, was macht man zum 40., wenn das immer noch früher ausverkauft ist. Deswegen wurde jetzt der Halbmarathon-Start in den Nachmittag, also nach dem Marathon gelegt. Dafür gibt es aber die Möglichkeit, dass doppelt so viele Leute teilnehmen können. Und das wird, glaube ich, ganz cool. und ich freue mich auch, dass wir das kommentieren dürfen.
Ja, das ist ja auch, das verändert ja etwas in der Wahrnehmung und in der Wertschätzung, wenn man das eben auch entsprechend so transportiert. Du bekommst ja immer, wenn du eine Übertragung machst, Rückmeldungen von sehr vielen Family and Friends, logischerweise, die dann halt ihre Liebsten sehen wollen, wie sie über die Ziele hinlaufen. Deshalb haben wir ja zum Beispiel auch in Hamburg immer zuletzt die Kamera da noch stehen lassen und bis zum Ende dann eben die Option gehabt, dass man sich das angucken kann. Jetzt geht mir der Sprit aus. Warte mal, ich muss mir mal eben Stecker wieder reinstecken, sonst hören wir nichts mehr. Sonst sind wir gleich weg in unserer Übertragung, aber das ist kein Problem, da sieht man, dass wir live sind, fast, also zumindest hier mit unserer Aufnahme und übernehmen das Zepter aber gerne, denn wir freuen uns einerseits natürlich schon sehr auf Hamburg, wollen aber heute natürlich auch im Speziellen nochmal einen gewissen Fokus logischerweise erstmal auf den Berliner Halbmarathon legen, denn, Ralf, welcher Name hat gefehlt? Also ich habe wirklich wenig Namen aus der deutschen, zumindest Straßenlaufspitze, vermisst in Berlin. Das einzige, wo ich noch gar nicht ganz sicher war, ich glaube Samu war nicht da. Ich weiß nicht, das hat offensichtlich in seine Planung für Samuel Fittwee, ich glaube der läuft der Boston, nicht reingepasst. Aber ansonsten war ja wirklich.
Wirklich zumindest die überwiegende Mehrheit da, die Rang und Namen hat. Und das ist natürlich auch wieder so ein Punkt, den hatten wir schon angerissen nach den deutschen Halbmarathon-Meisterschaften. Dass da manchmal so mit diesen Terminierungen das immer so nicht 100% glücklich ist, weil ich finde, deutsche Meisterschaften sind natürlich deutsche Meisterschaften. Deutscher Meister zu werden ist eine Ehre, das ist toll. Aber am Ende ist es natürlich auch dann irgendwie schade, wenn es so nah beieinander liegt, dass alle sonstig bekannten Namen, in dem Fall jetzt außer Richard Ringer beispielsweise, in Berlin starten und die deutschen Meisterschaften dadurch natürlich jetzt nicht ganz so ernst genommen werden.
So, es war Ralf ganz kurz weg, aber du bist wieder da. Ich wollte gerade auf Stop drücken. Ich habe nämlich meinen Satz noch zu Ende geführt in Bezug auf, dass die deutschen Halbmarathon-Meisterschaften aufgrund des Termins natürlich sehr, sehr untergehen im Vergleich zu dem Starterfeld des Berliner Halbmarathons. Aber das ja vielleicht eher eine Frage ist des Deutschen Leichtlegeverbandes, wie man das zukünftig zu terminieren versucht. So, Ralf hat auf jeden Fall Strom wieder. Das ist schon mal gut und offensichtlich hört er mich auch. Ich hatte kurz die Angst, dass jetzt bei 1% bei dir das nicht mehr gereicht hat. Ja doch, es hat noch gereicht, aber irgendwie hat es mir die Zoom-Verbindung weggehauen. Das passiert ja dann manchmal, wenn der Strom kurz, klack, irgendein Signal macht.
Einmal kurz zu den Terminen. Ich verstehe, dass es wahnsinnig schwer ist, weil in die vergleichsweise wenigen Frühjahrstermine reinzukommen, ist brutal schwer. Die Frage ist dann halt, setzt du auf so ein Riesenevent wie Berlin dann die deutschen Meisterschaften noch oben drauf. Das ist halt auch schwierig. Oder du musst versuchen, das tatsächlich einen Veranstalter zu finden, weil du wirst keine bestehende Veranstaltung finden, um es dir dann zu schnitzen sozusagen, die dann wirklich zeitlich einfach nochmal zwei, drei oder sogar vier Wochen, also ich rede eher so von Anfang März, Mitte März, ist so, dass man potenziell auch beides machen könnte oder sich zumindest nicht ausschließen würde, aber eine Woche dauert. Oder was war es jetzt? Zwei Wochen? Nein, es war eine Woche. Eine Woche ist halt unglücklich. Das ist wirklich unglücklich. Also das ist eigentlich eine Frage, mache ich es oder mache ich es nicht? Wobei Richard...
Richard ist ja in der Deutschen Meisterschaften gelaufen als Vorbereitung für den Boston-Marathon. Der ist ja jetzt am kommenden Montag. Genau, der war aber auch in Berlin. Oder war der nicht in Berlin? Es waren alle in Berlin außer Richard. Außer Richard. Er hätte mich schon fast gewundert auch, weil das natürlich in Bezug auf Boss noch echt knapp geworden wäre. Nee, auch so mit Reise und so. Aber der Abstand, und wir hatten das ja letzte Woche kurz, er hat ja da einen Trainingslauf draus gemacht. Aber wenn wir jetzt ja mal einen Blick halt auf die unterschiedlichsten Level und Leistungen beim Berliner Halb richten, also der Lauf von Amal Alpetros, ja dann letztlich zum neuen deutschen Rekord, Der war natürlich schon auch bemerkenswert. Wobei das glaube ich, also ich habe natürlich anschließend ein bisschen von ihm gehört und so, aber ich glaube, das hatte sehr viel auch mit der Gesamtgestaltung des Rennens zu tun. Weil das wahnsinnig unruhig war. Und da dann cool zu bleiben.
Nicht in der Anfangsphase, wo es ihm ja nicht 100% ging irgendwie. Ich habe schon immer gedacht, er hat so tief eingeatmet. Weißt du, beim Laufen so, also ich mache das manchmal, weil ich halt nichts drauf habe. Aber hast du mal so Rennen gehabt, wo du dann den Eindruck hattest, ich muss jetzt mal so ganz tief einatmen, das macht dir doch normalerweise nicht. Also wenn du keine Probleme hast, macht man es, glaube ich, eigentlich nicht. Ich hatte natürlich ein Interview auch gelesen von ihm, wo er sagte, er kam mit den vergleichsweise kühlen Temperaturen, die übrigens meiner Meinung nach für dieses Rennen echt perfekt waren und mitverantwortlich, dass es zu so vielen Top-Zeiten gereicht hat, weil die letzten Jahre war es dann schon manchmal ein paar Grad wärmer. Wir reden jetzt nicht über Hitze, aber ihr kennt das ja, wenn das erste Wochenende im Jahr wieder richtig warm ist, so mit bis zu 20 Grad, das ist ja erstmal für den Organismus dann ein bisschen ungewöhnlich, außer man kommt natürlich wie Amanal jetzt aus Kenia, wo du in solchen Temperaturen trainierst über einen längeren Zeitraum, aber für die meisten, die jetzt hier zu Hause sind, wäre das ja eher dann erstmal so ein bisschen auch ein kleiner Schock fürs System. Und Amman halt sagte, dass er wohl doch unerwartete Probleme hatte mit den kühlen Temperaturen, ins Rennen zu finden, irgendwie warm zu sein, Muskulatur, alles solche Dinge und den Eindruck, der hat sich ja aufgedrängt, also ich fand, die ersten 5 Kilometer alleine waren ja schon irgendwie.
Unrhythmisch oder irgendwie, es war komisch, dass dann diese erste Gruppe sich schon geteilt hat, komm, bei Kilometer 5 von einem Halbmarathon, also da sehe ich ja schon und ich habe es leider nur so mit einem Auge den Anfang verfolgt, als ich eben im Allgäu am Frühstück saß, Und da dachte ich mir schon, was machen die denn da? Also da ist natürlich jetzt vielleicht nicht unbedingt immer jeden Kilometer-Split so, aber das war für mich, glaube ich, so ein Problem, Pacing richtig zu treffen, zu finden, weil entweder war, also die Gruppe war ja dann schon so aufgereiht und schon am Zerreißen bei 5, das ist, da kann ja davor dann was nicht gepasst haben. So der Klassiker wäre irgendwie die ersten zwei Kilometer zu langsam, dann wird gesagt, ey Leute, ihr müsst schneller laufen, ihr verliert ja schon auf den ersten Kilometern, dann wird es zu schnell angezogen und dann ist es halt wahnsinnig schwer, irgendwie ins Rennen zu finden und dann gibt es eben auch solche Momente, wo man schon sieht, dass die Gruppe sich teilt, wo du denkst, das kann ja eigentlich nicht sein. Und es gab einen Kommentar, da möchte ich drauf eingehen, auf Spotify, auf Spotify gab es einen Kommentar, ich kriege den jetzt nicht mehr ganz zusammen, aber so sinngemäß, warum, wenn es denn so kühl ist, warum startet ein Amman Alpetros nur in Singlet und kurze Hose und nicht irgendwie noch mit einem Longsleeve, was er dann auszieht oder wie auch immer. Dazu sei gesagt.
Long Sleeve würde ich nie machen, macht aus mehreren Gründen gar keinen Sinn, weil, also in unserer Welt als Profisportler, du musst ja davon ausgehen, dass du irgendwann warm wirst und natürlich willst du im Wettkampf so wenig wie möglich tragen, also ich war auch ein Freund davon, schulternfrei, also sprich nur ein Singlet an und dann eben eine Splitshot oder eine Halbzeit, du willst ja nicht viel, einfach nicht viel Klamotten tragen und möglichst leichte Wettkampfkleidung. Ein Longsleeve wird schwierig mit der Startnummer. Also an der Startnummer ist ja auch unser Chip befestigt. Das heißt, du musst ja mit einer sichtbaren Startnummer starten. Was willst du dann machen? Du kannst natürlich einen Longsleeve anziehen, dann musst du aber irgendwie entweder dein Singlet über das Longsleeve ziehen oder die Startnummer ans Longsleeve machen. Was ist dann, wenn es zu warm ist irgendwann, wenn die Sonne rauskommt? Dann kannst du das Longsleeve nicht ausziehen. Oder du kannst nicht dein Singlet, du kannst ja nicht umziehen, weil man rettet ja da irgendwie, keine Ahnung, 21 kmh oder sowas. Also das ist einfach nur aus der Praxis mal so. Also, was man natürlich machen kann, da weiß ich nicht, ob er aus Kenia das dabei hatte, also kein Vorfahren, aber ich weiß nicht inwiefern er vielleicht das dabei hatte, also sowas wie...
Armlänge, Handschuhe, Mütze. Das sind so Sachen, die ich bei solchen Frühjahrsrennen immer gerne dabei habe. Einfach, weil das die Optionen schafft. Lange Hose wirst du nie in Profi laufen sehen. Fand ich auch immer unnötig. Ich fand, die Beine waren nie kalt. Also du ziehst ja gefühlt, wir haben ja den Luxus, dass wir 10 Minuten vor Startschuss aus diesem Elite-Bereich, Elite-Zelte quasi von vorne in die Startlinie hingehen können. Das heißt, dann hast du vorher noch eine lange Hose an, die ziehst du aus, 10 Minuten da ein bisschen rumtänzeln, noch drei Steigerungen machen, dann werden die Beine nicht kalt.
Und was Oberkörper anbelangt, wenn es jetzt unter Null ist oder so, oder um Null, dann habe ich schon manchmal auch irgendwie so ein Base-Layer-Ding angezogen und Singlet drüber. Aber da war für mich klar, das werde ich heute auch nicht ausziehen. Also das ist dann, ich laufe dann so. Wenn du aber sagst, ich möchte die Option mir schaffen, dass ich jetzt, das finde ich noch zu kühl, aber später dann flexibel bin, dann ist eigentlich der Klassiker Singlet, Armlinge, Handschuhe, Mütze. Und alle diese Option, also diese Zusatzteile kannst du natürlich im Rennen einfach ausziehen und einem Fan zu werfen oder was auch immer. Mitnehmen müssen wir es ja meistens nicht, weil es gibt ja dann meistens zwei, drei Mützen, die man im Jahr bekommt vom Ausrüster oder mehr oder man muss einfach irgendwo anrufen. Das heißt, das schafft halt einfach eine Flexibilität dann adäquat auch zu sagen, hey, jetzt ist das Rennen on und jetzt wird Handschuhe nochmal ausgezogen und dann geht es ab. Aber warum er das nicht gemacht hat, kann ich jetzt im Einzelfall aus der Ferne nicht bewerten, nur das wären die Optionen, die es, glaube ich, gibt. Vielleicht hat er die Sache nicht dabei gehabt, vielleicht hat er sich aus dem Hotel rausgehend nicht gedacht, ui, heute ist es so kalt in der Früh, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hat es ja am Ende trotzdem noch gepasst. Man kann jetzt spekulieren, wenn er dann bei ähnlicher Form nochmal in einem Rennen läuft mit 15 Grad, wer weiß, vielleicht ist ja dann die 58 möglich.
Genau. Also er hat ja seinen größten Erfolg, was die Platzierung angeht, in Tokio gehabt. Da war natürlich eine ganz, ganz, ganz andere Herangehensweise und eine ganz andere klimatische Geschichte vorher.
Es ist halt einfach so, der Umgang und das Wohlfühlen bei unterschiedlichen Temperaturen ist eine hochindividuelle Sache und auch nur in Teilen adaptierbar, anpassbar.
Er hatte ja dann noch seine Brille auf am Anfang, die ihn dann gestört hat, weil er hat nachher gesagt, er hatte das gar nicht mehr so im Alltagsleben gemerkt, dass er doch so dünn geworden ist, dass die Brille dann angefangen hat, ein bisschen zu wackeln. Und das zackt natürlich, das kann ich gut verstehen, weil er kein Freund von Kontaktlinsen ist, was ich auch sehr gut verstehen kann, wenn es windig ist zum Beispiel. Und es war ja wohl in Teilen auf der Strecke zumindest auch windig. Und dann hat er die Brille abgenommen. Das heißt, es gab auf den ersten Kilometern, also grob bis Kilometer 10 würde man fast sagen, irgendwie Distractions.
Und dann hat man aber, finde ich, auch so von seiner Haltung und von der Optik her gesehen, dass es dann plötzlich lief. Ja, und das hat ihm natürlich auch unglaublich was gegeben, weil er dann angefangen hat, die Leute, die relativ wild angefangen hatten, eingesammelt hat. Ja, bis ganz zum Schluss hat er ja dann die Leute eingesammelt. Und das ist natürlich auch eine sehr, sehr geile Konstellation, wenn du auf dem Niveau, bei dem Tempo, hinten raus Leute einsammelst, die ja dann am Ende noch bis Richtung dritten Platz vorläufst, deutschen Rekord läufst, obwohl du am Anfang gedacht hast, oh, heute ist irgendwie nicht so geil. Und wahrscheinlich, wenn du ihn da gefragt hättest, nach fünf Kilometern, hätte er gesagt, boah, wenn ich heute eine Stunde laufe, ist alles gut. Und dann ist es am Ende doch deutscher Rekord. So hat jedes Rennen ja auch auf dieser Distanz eine innere Geschichte.
Das Lustige ist, wenn du dir die Zwischenzeiten anguckst, leider habe ich nicht die Kilometer-Zwischenzeiten, wenn du dir die Zwischenzeiten, also die fünf Kilometer-Zwischenzeiten von Amman anguckst, die sind total konstant. Die ersten... Aber es ist immer die Frage, das wirst du jetzt wahrscheinlich auch, da wärst du jetzt eh drauf rausgekommen, es ist ja die Frage, wie du diese 5 Kilometer innerhalb dieser Matten gestaltest. Also da war es sicher nicht so konstant. Aber ich, kommen wir gleich zu. Erstmal Amman, der hatte die ersten 5 2,49 im Schnitt, die zweiten 5 2,49 im Schnitt, die dritten 5 2,49 im Schnitt, die letzten 6 dann in 2,50. Come on! Das ist absurd gleichmäßig.
Ganz sicher für ihn total unterschiedliches Laufgefühl. Und dann eben die 250, was ja jetzt rein von der Zeitlesung her einen Tacken in Mühe langsamer klingt, ist ihm trotzdem wahrscheinlich ganz anders vorgekommen, weil er eben die Leute eingesammelt hat. Und er hat nicht irgendwen eingesammelt, sondern er hat halt hinten Dominic Lobalu eingesammelt und der Franzose Etienne Daguenot, der ist halt fantastisch gelaufen, aber brutal stark ist er noch. Der ist super mutig gelaufen, ja. Ich mag das total, ja. Nicht warten, sondern mutig. Aber es war zu hart. Nehmen wir mal den, ja. Es war zu hart. Der ist halt 249 los, also ja in der Gruppe mit Amman. Dann hat man ja gesagt, oh, Amman muss abreißen lassen. Ja, man ist einfach konstant weitergelaufen. Und die vorne sind dann mal eine 2,45 und eine 2,46 gelaufen. Also vier, fünf Sekunden schneller. Das klingt nach nichts. Und am Ende haben die dann den 5-Kilometer-Abschnitt in der 2,47. Aber du weißt, was das heißt. Wenn du schon an der Grenze bist und dann einfach nochmal durchbeschleunigst.
Und das war, glaube ich, der Part, wo es eher ein bisschen windig war. Also das war ein Effort, den die da gemacht haben. Ja, und der hat dann halt am Ende genau die zwei, drei, vier, fünf Sekunden pro Kilometer, die ihn dann halt zurückspulen. Und dann wird er am Ende nicht Zweiter oder Dritter, sondern wird Fünfter. Und nochmal, super Rennen gelaufen.
Aber nicht ganz hingekommen, weil das nicht rhythmisch genug war. Und Andrea Kiptu hat ja gewonnen. Der hatte halt 249, also das war die Anfangsgruppe. Und dann haben die halt wilde 5 Kilometer gehabt. Ja 246 ist dann der der schnitt gewesen der zweiten kilometer und ich kann mich aber erinnern dass in der übertragung gesagt wurde die hatten da jetzt ein kilometer mal mit 244 drin ja und das ist, für die phase des rennens ja dann auch zu schnell, Ja, genau. Und dann kriegt das halt nachher von außen so einen super gleichmäßigen Eindruck. Also wenn man da jetzt mit ein paar Monaten, Jahren Abstand drauf guckt, dann denkt man, wow, cool, wie man damals das Ding da komplett souverän runtergespult hat. Ja, so war es nicht. Aber das Ergebnis stimmt halt am Ende. Und wahrscheinlich hat ihn das halt auch verunsichert, dass er den Eindruck hatte, Mensch, ich laufe doch jetzt hier eigentlich schnell, aber die anderen laufen jetzt irgendwie noch schneller. Das macht ja was mit dir im Kopf. Aber dann eben auch stark zu bleiben und nicht vorne dran zu bleiben und daran vielleicht kaputt zu gehen, sondern zu sagen, okay, ich muss jetzt hier die da vorne laufen lassen und muss in die zweite Gruppe.
Und du weißt selber, wenn du da bist in der zweiten Gruppe, dann geht ja so ein Kopfkino ab. Das ist ja gar keine Frage. Weil da waren ja noch eine Menge Leute in dieser großen Gruppe drin. Die waren, glaube ich, zur fünften oder sechsten oder sowas. Und da müssen wir natürlich auf auf Dennis Kipkemoi kommen, der ja eigentlich als Tempobegleiter von Amanat Petros eingeplant war, der ihm ja auch wahnsinnig geholfen hat, das ist ja gar keine Frage, nämlich in der Phase, wo er dann dann offensichtlich wieder einen sehr, sehr guten Rhythmus gefunden hatte, aber er noch einen Rückstand hatte und dann keine Begleitung, keine anderen Läufer mehr um sich herum hatte und keine Gruppe war ja sowieso, Da gab es keine Gruppen mehr, sondern nur so Einzelläufer, mal zwei zusammen oder so. Und da hat er ja wirklich einen sehr, sehr geilen Job gemacht. Läufer, den wir noch nicht kennen, weil er erst einmal außerhalb von Kenia gelaufen ist. Erst einmal bei so einem großen Ding. Und im Prinzip ja, ein Hammerjob gemacht. Weil da an der Stelle einmal aufzubauen, mitzuziehen und dann auf den Schwung zu setzen, da ganz nach vorne zu laufen. Aber klar, haben natürlich sehr viele Leute gesehen und sehr viele diskutieren das jetzt. Hätte der nicht das Rennen easy gewinnen können?
Ich glaube, ja, er hätte das Rennen gewinnen können. Und so weiter. Genau. Also grundsätzlich jetzt erstmal von den Regeln her. Ich sage dir, wenn der durchgezogen hätte oder durchziehen hätte dürfen, der wäre in der 58er Zeit gelaufen. Also der hätte nicht nur den Andrea besiegt hinten raus noch, sondern wenn der voll hätte durchziehen dürfen oder wie auch immer man am Ende das dann gemanagt hat, der hätte den Berliner Halbmatt in der 58er Zeit gewonnen. Steine These. Natürlich Eine viel vertretene These, übrigens, das ist das Schöne daran, das wird natürlich weltweit diskutiert. Das ist überall in meinem Starfeed gerade. Nicht nur in deinem, sondern in der ganzen Welt läuft diese Diskussion, was ist, wenn der Pacemaker so stark ist, dass er das Rennen gewinnen kann.
Die Beispiele, da komme ich gleich zu, weil das sind ein paar sehr coole Beispiele.
Und natürlich haben wir alle dieses David gegen Goliath-Gen, dass wir denken, okay, das ist jetzt eine spezielle Geschichte und das ist einer, der Underdog ist, der eigentlich einen anderen Job hat. Klammer auf, übrigens haben die auch einen Vertrag dazu. Und da stehen bestimmte Sachen halt auch drin, was sie machen müssen. Und da steht in der Regel auch sowas drin wie nicht als erster ins Ziel laufen. Da würde man natürlich jetzt sagen, hey Moment mal, das ist aber doch wieder die Grundstruktur eines Wettrennens. Ja, weil formal müssen die eine Startnummer haben und sind dann formal, also für World Athletics, natürlich in der Ergebnisliste drin. Ist ja jetzt auch in der Ergebnisliste drin als Zweiter. Ja, aber er bekommt ja eine Aufgabe vom Veranstalter. So, und in welcher Weise löst er die Aufgabe des Veranstalters? Ja, das ist nicht einfach. Ja, das ist nicht einfach. Aber ich bin der Letzte, weil das jetzt ja so gerne gemacht wird, der Letzte, der jetzt mit Fingern auf den Berlin-Marathon zeigt. So ist einfach die Struktur bei internationalen Rennen. Ja, klar. Es gibt Aufgaben und die Pacemaker sind für bestimmte Aufgaben verpflichtet. Punkt.
Wie man das dann unterwegs in einem Rennen löst oder nicht löst, ist eine ganz andere Frage. Und sich dann nachher hinsetzen und darüber philosophieren ist einfach. Aber alles, was man macht, hat Implikationen, nicht nur für den Tag selber, sondern auch über den Tag hinaus. Für die nächste Veranstaltung, für die nächste Verpflichtung von Top-Leuten und so weiter und so weiter.
Tempomacher, die dir auf dem Niveau helfen können, sind Weltklasse-Läufer. Sonst geht das nicht. Sonst geht das nicht. Also ich habe, sage ich jetzt mal, auch natürlich da mir einige Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich glaube, einfach die Art und Weise der Bilder, die war sehr unglücklich, sage ich jetzt mal.
Es hat halt einfach sehr stark danach ausgesucht, als ob er praktisch ja ihn quasi fast noch ins Ziel reingeschoben hat. Und das wirkt dann natürlich irgendwo nicht im Sinne des Erfinders, was dieses Thema sportlicher Wettkampf betrifft. beide zeitgleich, 59-11 und unterhalten sich noch auf den letzten Metern und dann lässt er ihn quasi davor und so. Das hat er, glaube ich, überhaupt erst dazu geführt, dass diese Bilder so massiv um die Welt gehen und so von verschiedensten auch, ich sag jetzt mal, Laufsport-Influencern und aber auch Sportjournalisten, thematisiert und besprochen werden, weil es halt einfach so atypisch aussieht, wie eine, wie auch immer, geartete Wettkampfsituation aussehen soll, ja. Wo eine Entscheidung aufgrund von eines Spurts oder was auch immer herbeigeführt wird oder jemand schon überlegen, einfach mit einem Vorsprung ins Ziel läuft. Und da gibt es natürlich auch viel, glaube ich, Halbwissen, was da reinfließt oder einfach kein Wissen über diese Business- und Geschäftsweltlaufen, sage ich jetzt mal, was aber dazugehört. Weil natürlich, es gibt Marathons oder auch Halbmarathons, wie gesagt, ohne Pacemaker. Klassiker sind natürlich sowas wie New York-Marathon, Boston-Marathon, wo es natürlich auch einfach auch nicht um Weltrekorde geht aufgrund der Strecken. Aber in vielen, ich würde sagen in der überwiegenden Mehrheit von Top-Veranstaltungen, ist es ja eine total normale Praxis, Tempomacher, Pacemaker einzusetzen. Um natürlich den Top-Leuten oder auch Top-Frauen, da ist nochmal ein anderes Thema, Frauen dürfen ja, übrigens auch nicht überall, aber in der Regel ja männliche Tempomacher haben, was natürlich noch ein größerer Vorteil ist, weil die praktisch sehr...
Mit ins Ziel begleiten können. Bei den Männern ist halt, wie du schon gesagt hast, die kleine Krux daran, dass der Pacemaker oder die Pacemaker ja ein annähernd ähnliches Niveau haben müssen, um überhaupt in der Lage zu sein, jemanden zwei Drittel, drei Viertel des Rennens zu unterstützen. Das ist ja auch das Problem, was wir momentan bei Männerweltrekord so ein bisschen hatten über Jahre. Calvin Kiptum war jemand, der offensichtlich auch alleine das Ding relativ gut durchziehen konnte. Davor bei Elliot und so war ja die Schwierigkeit oft, überhaupt Pacemaker zu finden, die ihren bis Kilometer 30 supporten konnten. Das gab es ja häufig gar nicht. Und wenn es jemanden gegeben hätte, außerhalb seiner Trainingsgruppe, dann haben die sich ja gedacht, my friend, nicht mit mir, weil ich laufe lieber selber und versuche den Weltrekord anzubrechen. Also deswegen ist das ja wirklich auch für diese Veranstalter und sprich am Ende für ein Team um einen Race Director durchaus eine nicht immer ganz einfache Aufgabe, so entsprechend ein gutes Feld zusammenzustellen, aber auch die Rahmenbedingungen dahingehend zu schaffen. Jetzt, wie sehen solche Verträge aus? Ich habe auch ein, zwei in meinem Leben mal unterschrieben, weil ich, bevor ich selber auf die Straße gewechselt bin, wir gesagt haben, am besten lernst du, wenn du in Real-Life-Szenarien das ja mal machst. Also natürlich auch mal testest, wie ist denn das vom Tisch eine Flasche nehmen, um da Learnings zu haben, die dir dann helfen, wenn du selber ernsthaft Marathon beispielsweise laufen willst. Und ich habe das auf jeden Fall mindestens einmal in Frankfurt gemacht, damals, glaube ich, für Sören K. und Markus Reis-Latzko.
Und da unterschreibst du eine Vereinbarung, die more or less industry standard ist, würde ich jetzt mal sagen. Also die werden sicherlich in Details abweichen und so, aber grundlegend ist das halt schon eine mehrseitige Vereinbarung, wo deine Aufgaben drinstehen, beispielsweise Gruppe XY oder Person XY, Pace, das, das, das und da steht dann auch drin, du kriegst auch Reductions, also wenn du sagst, ich kann die Jungs pacen bis 30, aber bis nach 15 raus, dann kriegst du in aller Regel gar nichts, sondern bis 21 ist halt so Pflicht, dann kriegst du dann irgendwie 50% oder was oder 25 kriegst du vielleicht 75% und bei 30 kriegst du dann 100% oder wie auch immer. Und so ähnlich wird das auch für einen Halbmarathon aussehen. Da steht aber auch drin, das ist wiederum von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Darfst du finishen, darfst du nicht finishen?
Vor deinem Schützling ist es eher unüblich, dass du finishen darfst, weil dann würde man ja sagen, du bist ja ein Pacemaker und nur deshalb bist du hier in diesem Feld, dann würde man wahrscheinlich eher sagen, mit deinem Athleten bis, keine Ahnung, Kilometer 40 oder sowas, den kannst du dann auch laufen, aber ja nicht davor so. Das Beispiel hier ist ja, ist eigentlich ganz zutreffend. Also der Dennis Kipkemoy ist ja, glaube ich, wenn ich das richtig mitbekommen habe, aus der Trainingsgruppe von Amanal und Amanal hat irgendwie ihm mehr oder weniger empfohlen und ihm eine Tür aufgemacht, dass er ihn als Pacemaker nutzen kann in Berlin, weil es natürlich auch cool ist, wenn du jemanden hast, den du persönlich gut kennst oder mit dem du viel trainiert hast, das ist ja auch eine Form von Sicherheit, von Verlässlichkeit zu wissen, der Junge ist gut und wir haben irgendwie auch eine spezielle Verbindung und es ist ja total cool, wenn dann der Veranstalter darauf auch eingeht und sagt, hey, für Amanal, dann ist es halt der jetzt.
Der wäre aber nie da gewesen, weil den kein Schwein kannte davor und wer vielleicht auch gar keinen Manager davor hatte oder wie auch immer, weil der gar keine Option gab, der hier zu starten ist. Es ist ja nun mal so, und das habe ich ja auch in Kenia Live erlebt, das Level an Talent ist so tief, das können sich die meisten hier gar nicht vorstellen. Da gibt es Hunderte. Und natürlich könnte man sagen, Hunderte von denen hätten es verdient, oder unter welchem Gesichtspunkt auch immer, von ihrer Leistung in irgendwelchen Feldern zu sein. Wir haben auch schon Debatten darüber gehabt, ist das in allen Belangen immer sinnvoll, 100 Kenianer Äthiopier da zu haben, macht es den Sport interessanter, ist es eher nachteilig etc., das ist ein anderes Thema. Aber der Fakt ist ja, ganz, ganz viele von Leuten, die es wirklich drauf haben, die bekommen ja gar keine Einladung in so ein Elitefeld, weil die überhaupt gar keine auf dem Schirm hat. Er hat jetzt die Möglichkeit bekommen, als Pacemaker, für diesen Job da zu sein.
Und die Kontroverse, die jetzt entstanden ist, sind einfach aufgrund dieser Bilder, weil er dann quasi eben nicht, unmittelbar bei Amanal, der hat für Amanal einen super geilen Job gemacht, hat ihn am Ende auch wieder rangeführt, das ist ja, am Ende hat er das über, also wirklich optimal, aber, dann einfach war diese Schwierigkeit, und da war glaube ich auch einmal Marc Milde im Fernsehen zu sehen, wie er da irgendwie sich mit ihm ausgetauscht hat und so. Übrigens auch ein ganz normaler Vorgang, ne? Also das kommuniziert wird mit Pacemakern im Rennen ist ein ganz normaler Vorgang. Wird oft gemacht, ist aber glaube ich offiziell nicht, also es ist geduldet, sage ich jetzt mal, wenn es nicht überhand nimmt, aber eigentlich ist ja Coaching und das ist ja am Ende sowas wie Coaching, also du wirkst auf eine Rennensituation ein, indem du Ansagen machst an einen Teilnehmer des Rennens. Es ist gelebte Praxis und das ist nicht nur in Berlin, sondern überall, wo es um solche Sachen geht. Meistens ist es aber so, du kriegst das ja mit, wenn du solche Szenen teilweise siehst als Athlet. Aber besser ist meistens, es wird gerne darauf geachtet, dass nicht gerade eine Kamera daneben ist, sagen wir es mal so.
Und dann war wahrscheinlich irgendwie eine Entscheidung zu treffen innerhalb von einem Bruchteil von einer Sekunde. Was sagst du jetzt dem? Darf er dann jetzt weiterlaufen? Was geredet wurde, wissen wir ja gar nicht. Wir wissen gar nicht, was geredet wurde, weil das war, glaube ich, auch der Übergang, als Amman wieder rangekommen ist. Und wo geht der Pacemaker dann hin? Geht er dann nach vorne oder bleibt er bei Amman? Wir wissen nicht, was gesprochen wurde. Es hat einen Austausch gegeben.
Es ist jedenfalls nicht unüblich. Es ist eine schwierige Situation. Und es ist ja immer so, Wenn diese Situationen im Bild festgehalten werden, verändern sie halt den kompletten Diskurs. Erinnert euch an diesen dramatischen und grauenvollen Unfall in Hamburg. Warum war das so ein unglaublich großes Ding? Und zu Recht ein sehr großes Ding. Beim Iron Man war so. Genau, weil es im Live-Kamerabild drin war. Und das verändert was. Und das hat natürlich auch hier was verändert. Und es ist eine große Diskussion. Es ist eine spannende Diskussion. Es bleibt auch eine spannende Diskussion. Aber ich glaube, man muss ein bisschen Verständnis dafür haben, dass es unterschiedliche...
Dass es Verpflichtungen gibt, dass es unterschiedliche Aufgaben gibt bei einem Rennen. Genau, das ist wichtig. Und da kann man dann nicht das alles negieren und sagen, ja, das ist jetzt alles egal, wer da steht, der soll jetzt halt das Rennen gewinnen. Dann wird man halt keine weiteren Konstellationen in der Zukunft so haben können, weil dann bestimmte Leute sagen, ja, aber jetzt kommt ihr mir hier mit fünf super heißen Pacemakern und die laufen jetzt alle noch, aufs Podium oder unter die Top Ten, was ist dann meine Chance da? Genau, darf ich auch noch, weil da fällt mir jetzt ein Punkt ein, der auch diese Regelung oder diese, gelebte Praxis ja schützt oder erklärt oder auch die Veranstalter schützt, weil manchmal da gab es jetzt auch natürlich viele durchaus auch in diesem ganzen Online-Diskurs und so, gab es dann auch viele, die gesagt haben, wir können einen Veranstalter und überhaupt und da und keine Ahnung, das Ding ist ja folgendes, ihr müsst euch eins vorstellen, guck mal, es geht ja da auch drum, natürlich gewisse Athleten zu schützen, bezogen auf, dass sie eine bestmögliche Plattform bekommen, um eine Top-Leistung zu erbringen. Weil das ist ja auch eine Vertrauenssache. Jetzt schauen wir mal, sehen wir mal, Amanal als Beispiel oder wir hätten in der Vergangenheit auch Elliot nehmen können. Der sagt, ich weiß ja, ich habe im Jahr...
Eine Chance, zwei Chancen, wo ich einen Weltrekordversuch machen kann. Dann heißt, du musst ja dann nach bestem Wissen und Gewissen und Bauchgefühl ja auch für dich ein Rennen aussuchen und darauf trainierst du ja dann bestmöglich. Und natürlich ist es ja ein Geben und Nehmen. Du willst natürlich eine Bestzeit laufen, das hilft natürlich den Veranstaltern auch oder einen Weltrekord oder was auch immer, deutschen Rekord und gleichzeitig versucht natürlich derjenige oder diejenigen, dir ein bestmögliches Setup zu bieten. Eine gute Gruppe und gute Pacemaker und dass das dann hoffentlich auch alles so klappt. Das ist ja im besten Falle eine Win-Win-Situation für alle. Wenn jetzt aber zum Beispiel halt Pacemaker nicht das machen, wofür sie halt engagiert sind, dann ist es halt kacke für alle. Es ist dann auch für die Leute, die sich da ein halbes Jahr voraus committed haben, an diesem Rennen teilzunehmen und du hast halt im Marathon, jetzt war es ein Halbmarathon, aber sonst im Marathon ja auch eigentlich nur zwei ernsthafte Chancen, wo du jetzt all in gehst. Das ist ultra kacke, wenn ein halbes Jahr dann irgendwo Training und Arbeit und Aufwand einfach zunichte gemacht ist, weil halt dann Leute da rum hirschen und nicht das machen, wofür sie da sind. Und deswegen gibt es halt nun mal, weil in der Vergangenheit das halt schon häufiger mal vorgekommen ist.
Solche Regelungen, die ein klares Jobprofil aufweisen für die Person, die paced und das soll natürlich den Veranstalter schützen, der ja auch Geld ausgibt für diese Person, dass die das machen, was sie machen sollen, aber auch natürlich, und das ist glaube ich ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion häufig ein bisschen zu kurz kommt, es schützt ja auch die Topathleten, die halt da ein halbes Jahr drauf trainiert haben und die für diesen Tag jetzt hergekommen sind, dass sie dann jemanden an ihrer Seite haben, der ihnen hilft und deswegen auch da ist.
Tatsächlich ist es ja so, dass der Berlin-Marathon selber das historische Vorbild geliefert hat. Und das ist natürlich auch so ein Punkt, der natürlich da was ausmacht. Beim Berlin-Marathon 2000 hat der Pacemaker gewonnen. Simon Biewert. Du erinnerst dich noch, als wäre es gestern gewesen. Als wäre es gestern gewesen, ja. Aber das war tatsächlich da. Ich kann mich da noch sehr, sehr gut dran erinnern.
Das war halt das erste Mal, dass dieses Thema auf einer sehr großen Bühne aufgetaucht ist. Weil damals gab es tatsächlich noch keine solche Verpflichtungen. Aber wie kam Pacemaker ins Rennen? Du hast das sehr gut geschildert. Sehr oft ja über diese persönlichen Connects in einer Trainingsgruppe seiend, bekannt aus Training oder aus anderen Gelegenheiten, wo Leute zusammengelaufen sind und wo die dann halbwegs sicher sind, dass sie halt auch in die Richtung sich überhaupt bewegen können von der Geschwindigkeit her. Und dann hat der halt damals dann gewonnen. Und das macht natürlich was, ist doch klar. Und dann hast du danach mehrfach so Situationen gehabt, auch in Berlin teilweise, wo da eine Diskussion war. Hm, ist der Trainingspartner nicht vielleicht schneller als der Top-Star, der verpflichtet wurde? Also solche Diskussionen hast du immer wieder gehabt. Ich erinnere mich an ein fantastisches Bahnrennen. Bahnrennen, da weiß ich noch, da haben wir gestanden beim Kommentieren und geschrien, Yvonne May. Später dann Yvonne Graham May, weil die dann mit einem Jamaikaner verheiratet war.
Eine Mittelstreckenläuferin, Schwerpunkt 1500 Meter, Deutschland. Du kanntest die nicht mehr, wir haben das ja im Vorfeld kurz geklärt. Die war aber tatsächlich mal Medaillengewinnerin bei Hallen-Weltmeisterschaften. Ja, also wirklich eine international renommierte 1500 Meter Läuferin. So, und da ist ja auch der Punkt. Wenn du dich jetzt auf der Bahn als Tempomacher, in dem Fall Tempomacherin, in Richtung einer Top 3000 Meter bewegen willst, dann brauchst du eine international renommierte 1500 Meter Läuferin, um das Tempo zu laufen. Weil es geht ja nicht darum, das All-Out zu laufen, sondern gleichmäßig zu laufen. So, und dann ist die halt, ich meine, es war in Brüssel, aber wenn das jemand noch besser in Erinnerung hat, bitte unbedingt melden. Ich meine, es war in Brüssel. Vielleicht auch London. London oder Brüssel, eins von beiden. Jedenfalls ist sie dann losgelaufen und das Feld ist ihr nicht gefolgt. Und das ist ja auch so ein kritischer Punkt. Das ist ja so ein kritischer Punkt. Was machst du dann als Tempomacher? Also an welcher Stelle guckst du dich um?
Was machst du als Race-Direktor? ja, auch da, eigentlich dürfen die nicht eingreifen. Haben wir alle schon gesehen, dass die dann halt doch eingreifen und dann da reinbrüllen und so, ja, das kann man ja auch als Anfeuern werten. Ja, ja, ja, klar. So, dann hatte sie plötzlich 50 Meter Vorsprung, dann hatte sie 80 Meter Vorsprung, und irgendwann hat es, glaube ich, Klick gemacht in ihrem Kopf. Und das ist nicht weitergerannt. Aber das ist ja wirklich impressive. Also auf der Bahn von vorne, einfach Alleingang. Das ist wirklich, das ist auch dann richtig stark. So, und das sind halt so Dinge. Nochmal, wir sitzen dann als Zuschauer, sitzen wir dann zu Hause und denken, wow, ja geil. Die Diskussion bei so einem Meeting, die möchte ich dann nachher gesehen haben. Aber was ist mit Preisgeld? Was ist mit dem ausgewiesenen Preiskeld und so weiter und so weiter? Was ist mit der Verabredung? Ich weiß gar nicht mehr, für wen sie damals Tempo gemacht hat. Die werden sich schön bedankt haben.
Macht zu keinem Zeitpunkt im Prinzip ihren Job, weil sie einfach zu weit weg war und gewinnt dann so ein Rennen. Also es ist ein heißes Thema, es ist ein diskutables Thema, das ist gar keine Frage. Und ich habe gestern schon, Philipp, die 25.000-Preisfrage gestellt. Welcher derzeitige absolute Top-Läufer hatte ebenfalls sein Coming-out, weil er als Tempomacher, als Pacemaker das Rennen gewonnen hat? Ich wusste es auch nicht, aber ich habe es jetzt zufällig in der bewussten Social-Media-Bubble zugespielt bekommen. Sebastian Sabe, also gerade der heißeste oder sicher einer der drei heißesten Marathonläufer der jüngeren Geschichte und ich bin sehr gespannt, der läuft glaube ich auch in London, wenn ich das richtig weiß.
Ich traue ihm da sehr viel zu. Ich traue ihm da sehr viel zu. Der hat 2022 den Halbmarathon in Sevilla gewonnen. Ja, und wenn du, da gibt es ein total süßes Foto, da steht er da so mit dem Siegerschenk danach. Ja, oder mit dieser Winnertafel. Und der weiß gar nicht, was er macht. Ein ganz junges Gesicht noch. Ja. Und da siehst du halt auch, der war genauso überrascht wahrscheinlich wie alle anderen auch. Ja, aber das war dann der Anfang von einer sehr, sehr großen Karriere. Und ich bin ganz sicher, dass wir den Skip Kim Hoy noch wieder treffen werden. Weil wenn du so Halbmarathon laufen könntest, da tauchst du ja wieder auf. Ja, also mit Sicherheit. Ich weiß nicht, wie das jetzt im Nachgang, das ist auch alles rein spekulativ, bewertet wurde. Veranstalterseitig in Berlin, wie mit ihm oder seinem Management, seinem Ansprechpartner, das vielleicht nochmal ein bisschen aufgearbeitet wurde. Es kann sein, dass jetzt nicht das 100% super gelaufen ist, aber mindestens andere Veranstalter, würde ich jetzt mal sagen, haben den Namen jetzt natürlich aufgrund dieser Bilder auf jeden Fall auf der Rechnung, weil ja, wie gesagt, da brauchen wir jetzt glaube ich kein Riesenexperte sein, um.
Dabei erkennen zu können, dass er nicht nur an dem Tag wahrscheinlich gewonnen hätte, sondern die 5911, wenn er durchgezogen hätte, vielleicht auch eine 58 vorne gestanden wäre und das ist ja schon für Nobody, in Anführungszeichen, den kein Schwein vorher kannte, weil er das erste Mal überhaupt in Europa ist, das ist schon nicht die schlechteste Ausgangsbasis.
Wir wollen eure Meinung hören. Schreibt uns, schickt uns eure Sicht der Dinge, neue Aspekte, wie auch immer, sehr gerne. Weil es ist ein spannendes Thema. Es bleibt auch irgendwie so ein bisschen offen. Weil so eine ganz klare Meinung habe ich da nicht. Weil nicht halt auch, ich finde es zu reizvoll. Also wenn ein Tempomacher einfach geht vorne, ich finde es zu reizvoll. Wir müssen aber noch auf den Mann kommen, der zum ersten Mal eine 26 vorne stehen hatte nach einem 10.000 Meter Rennen ja, also wir wussten ja, dass es einige Starter geben würde bei dem großen 10.000 Meter Rennen in Kalifornien am vergangenen Samstag.
Aber dass Moabdeleih und Grüße gehen raus und natürlich maximale Glückwünsche dass so ein Ding hinfetzt und einen weiteren Uraltrekord von Dieter Baumann auslöscht, der auch genauso wie bei seinem 5000er, den sich Mo ja im vergangenen Sommer geholt hat, Er hat gesagt, super cool, das ist der Mann, der hoffentlich auch bei Meisterschaftsrennen das mal umsetzen kann. Und es wird halt auch Zeit, dass die Rekorde nach so langer Zeit mal gebrochen werden. Aber das war natürlich schon ein Monsterrennen. Und es war ja nicht das einzige herausragende Ergebnis, weil die beiden Läufer von Dieters Verein, nämlich von der LAV Tübingen, Lisa Merkel und Freddy Ruppert sind ja auch fantastisch gelaufen. Also Freddy Ruppert war ganz nah dran an dem alten Rekordergebnis von Dieter Baumann und das war glaube ich auch das erste richtig ernsthafte Rennen über 10.000 Meter aus der Bahn von Freddy. Genau, ich habe das gar nicht auf dem Schirm gehabt, dass er schon mal irgendwie 10 gerannt wäre. Also dafür umso beeindruckender, weil ich sage mal aus eigener Erfahrung, Leute, 10 Kilometer und 10.000 Meter klingt gleich, ist in der Praxis was komplett anderes. Weil ob du da irgendwie 10 Kilometer durch Berlin City oder wo auch immer rennst oder 25 Runden im Stadion, das macht mir im Kopf schon nochmal was anderes. Und da habe ich mir auch gedacht, ey, das ist mal ein Debüt.
Respekt. Ja, ich glaube, drei Sekunden waren es über Dieters Uraltrekord, der immerhin ja 29 Jahre Bestand hatte. Und genau, Freddy mit 27, 24, ja wirklich auch eine gigantische... 10.000 Meter Zeit gelaufen ist, als eigentlich ja, sagen wir mal, gelernter Hindernisläufer, aber wie wir wissen, ist das ja eher ein Vorteil als ein Nachteil, ich glaube, wenn du diese Stärke hast, die du auch für Hindernisse irgendwo mitbringen kannst, dann kann das auf längeren Strecken natürlich auch sehr gut aussehen und zu einem so frühen Zeitpunkt im Jahr, eben Ende März, sage ich jetzt mal, ohne da irgendeine Art von Druck aufbauen zu wollen, aber ich sage mal, das Grundlagentraining, das hat offensichtlich jetzt nicht schlecht funktioniert, wenn er jetzt hier Ende März eine 27-24 hier in den Tartan einbrennt. Bin ich mal schon sehr gespannt, was im weiteren Verlauf des Sommers auch über 3000 Meter Hindernis noch so möglich ist. Ja, da bin ich auch super gespannt. Nochmal die Rekordzeit von Mo Abdellahi, 26 Minuten 56,58 Sekunden. Das ist die neue Marke über 10.000 Meter. Also wirklich ein absolutes Brett bei The Ten in San Juan Capistrano.
Er ist auch nur wenige Sekunden über der Marke von Moe Farrar geblieben. Das ist ja auch was, wo man vor, das ist natürlich schon ein bisschen näher, aber auch damals, er dachte, meine Güte, das ist ja eine ultra krasse Zeit und.
Ja, da fehlt nicht mehr viel. Zehn Sekunden sind es, glaube ich, zum Europarekord. Wer weiß, was da noch möglich ist. Moe ist ja auch noch, sag ich jetzt mal, in dem fast jugendlichen Alter für Langstreckenläufer, nämlich 27 Jahre erst alt. Also da kann ja noch einiges kommen. Lisa Merkel, die ist erst 23, die ist da nämlich auch eine 31, 32 gelaufen, also nochmal für euch zu Hause, 31, 32 oder 10.000 Meter, wow.
Das war auf jeden Fall die Unterbietung der Norm für die EM. Also das ist schon mal so als erste kleine Hinweise, wo die Reise noch hingehen kann in den nächsten Wochen. Wir freuen uns wahnsinnig. Ich fliege am kommenden Sonntag dann mal in mein Trainingscamp. Falls ihr noch nachbuchen wollt, schaut es bei Hannes Havaitos Camp 7 mit mir. Dann kommt ihr perfekt vorbereitet zum Hamburg Marathon Wochenende. Ja, stimmt, stimmt. Oder vollkommen fertig. diese beiden Spielarten gibt es dann. Aber wir freuen uns, wir haben eine sehr coole Verabredung für nächste Woche, für unseren nächsten Auftritt hier im Best-Side-Podcast. Sollen wir da was spoilern? Ich hau einen geilen Cliffhanger raus. Ich sage keine Namen, keine Sorge. Ich sage einfach, es geht um nicht weniger, als vielleicht eine kleine Revolution des der deutschen Straßenlauf-Veranstalter. Ja, okay. Finde ich schlecht. Szene sozusagen. Es ist ein bisschen übertrieben. Nennen wir sie eine Zeitenwende.
Ey, Zeitenwende ist noch besser. Zeitenwende klingt ja noch viel hochtrabender, würde ich fast sagen. Und da bin ich auch schon sehr gespannt auf das Gespräch, weil das, ja, ich, nee, weil es ein neues Gesicht geben wird in der Veranstalterriege. Jetzt muss ich vorsichtig sein, dass du das so viel sagst. Ja, der Veranstalterriege großer deutscher Straßenläufe, die einfach auch eigene Vorstellungen mitbringen. So würde ich es, glaube ich, framen. Ihr könnt euch freuen auf nächste Woche. Macht was draus aus eurer Woche. Wir versuchen das auch. In diesem Sinne, passt auf euch auf, ihr Lieben. Und dann hören wir uns nächste Woche wieder in Alterfische. Bis dahin. Ciao, ciao.