Blome, gleich geht's hier los mit unseren drei Themen heute. Sollen die Syrer zurück? Was ist mit Trumps Hirn? Und ehrlich gesagt das Thema, was mir fast am nächsten geht. Wie kalt ist eigentlich der Berliner Politikbetrieb? Was hat man mit der armen Bärbel Bas gemacht, als ihr da diese Verwandte gestorben ist? Würde ich sagen Intro. Also nochmal herzlich willkommen zu diesem kleinen Podcast, lieber Augstein. Und Sie haben das ja schon so sotto voce ruhig gemacht. Gediegen, getragen, eingeleitet. Gehen Sie jetzt wirklich der SPD auf den Leim, möchte ich dann doch gleich mal provokant fragen. Gehen Sie wirklich der SPD auf den Leim, die aus dem Umgang mit Bärbel Baas, der Arbeitsministerin und Co-Parteichefin der SPD, jetzt eine veritable Koalitionskrise zu machen gedenkt? Ich weiß gar nicht, ob wir jetzt eine richtige Koalitionskrise kriegen, aber nur damit die Hörerinnen und Hörer mal wissen, worüber wir reden. Also Bärbel Baas, SPD-Parteichefin, Bundesarbeitsministerin, konnte in den letzten Wochen ihre Arbeit als Arbeitsministerin nicht so richtig voll zur Zufriedenheit der Koalition ausfüllen. Warum? Weil in ihrer Familie jemand im Sterben lag und dann auch gestorben ist. Und sie hat diese Frau begleitet in den Tod und sich deshalb zurückgezogen eine Zeit lang von ihrer Arbeit. Finde ich vollkommen normal, finde ich angemessen und richtig. Ich sehe schon, wir wollen jetzt hier ja nicht einen populistischen Quatsch draus machen, ich sehe schon, dass das ein Problem ist in der Funktion, die die Frau hat. Ich sehe auch, dass das zu dem Zeitpunkt jetzt, wo diese Reformen dringend anliegen, ein doppeltes Problem ist, das begreife ich alles. Aber dass dann so Leute wie dieser von Stetten in der Bild-Zeitung, CDU-Politiker oder selbst auch der Kanzler in so Hintergrundrunden, sich abfällig äußern über diese Frau und sagen, wo bleibt die eigentlich mit der Arbeit, die liefert ja überhaupt nicht, das kommt ja alles gar nicht rüber und so. Also das finde ich irgendwie unangenehm, es ist unsympathisch und ich will jetzt hier auch gar nicht so die kalte Politik, es wirft einfach ein Licht darauf, wie diese Leute ticken, wie jemand wie Merz tickt oder wie dieser von Städten tickt. Es sind einfach unsympathische Leute, die nicht wissen, in welcher Situation man sich wie zu verhalten hat. Finde ich gerade, sorry, ja, aber ich meine, das ist ja Ihr Text, für eine bürgerliche Partei, ehrlich gesagt, ein ganz schön trauriges Bild. Augstein, da geht es doch schon los. Das ist jetzt auch Teil Geschichtsklitterung, denn die, Der Unmut der CDU, mehr oder minder elegant geäußert, über die Arbeitsministerin. Zielte auf ihre Arbeitsverweigerung ab. Und zwar weit vor dem Eintreten dieses Trauerfalles, für den sie sich dann einige etliche Wochen zurückgezogen hatte. Schon vorher ist klar geworden, dass Frau Baas als Ministerin, mindestens aus Sicht der CDU, aber aus durchaus berechtigter Sicht, eine Fehlbesetzung war, weil sie all die Reformen, auf die es jetzt uns so all so sehr ankommt und dem Kanzler zuvorderst, naja, verhindert, verzögert oder verwässert hat. Und davon soll diese jetzt Gegenattacke in Anführungsstrichen der SPD ablenken. Also Frau Schwesig, die Nichtwahlsiegerin von Mecklenburg-Vorpommern, die aber immerhin dort eine Linksregierung bilden kann, die starke Frau, die neue starke Frau der SPD, nannte das unmenschlich. Also geht es auch noch kleiner? Lars Klingbeil sagte ganz ruhig und ganz gefasst und so zitternd beinahe, das ist unanständig. Das ist ohne Anstand. Geht es noch eine Nummer kleiner? Damit wir uns klar verstehen, Marl Baas hat für ihren privaten Trauerfall, der wirklich eine Tragödie ist, sie hat innerhalb von fünf, sechs Jahren erst den Ehemann und dann die Stieftochter, eine ganz, ganz enge Vertraute offensichtlich, verloren. Das ist ein schrecklicher Schicksalsschlag, ja und dafür gebührt ihr aller Respekt, alles Mitgefühl, alles Mitleid, was immer sie möchte und zwar von allen. Aber daneben ist die eigentliche Wahrheit, beziehungsweise die wichtigere Wahrheit für das Land, dass sie eine schlechte Arbeitsministerin war. Gut, kann sein. Vielleicht, und das meine ich jetzt gar nicht sarkastisch oder polemisch oder so, sondern ganz ernst. Sie sind da auch dichter dran. Sie haben mit diesen Leuten mehr zu tun. Sie haben darauf einen professionelleren Blick. Ich bin ein bisschen weiter weg und für mich ist es irgendwie, vielleicht ist das meine unschuldige Kinderseele oder ich bin vielleicht auch ein Jammerlappen oder so. Mich fasst das irgendwie an, wenn dann in so einer Situation, wo es wirklich, das ist einfach die Horrorsituation, was diese Frau da erlebt hat und was sie da machen muss, jemanden in den Tod zu begleiten, der einem nahe steht, sehr viel schlimmer, wird es dann nicht mehr in diesem Leben. Und wenn man dann so von Leuten angekarrt wird, mit denen man ja irgendwie zusammenarbeitet, öffentlich ja auch noch, weiß ich nicht. Keine Ahnung, finden Sie das normal? Ich finde es nicht. Ich finde, es würde sich dann gehören, dass einfach alle mal ein bisschen kürzer treten und die Klappe halten, zumindest in der Öffentlichkeit. Und letztlich sagt es natürlich dann auch was über die Stimmung in diesem Laden aus, keine Ahnung. Oder ist es die Stimmung in der Stadt oder der Politik? Dann erklären Sie es mir doch. Also ich finde, Politiker müssen sich echt nicht alles bieten lassen. Das sehe ich anders als manche andere, die denken, Politiker sind freiwillig und der Hammer August, wie das ja heißt, also wo jeder draufhauen kann. Das ist es nicht, aber sie müssen mehr aushalten als andere, auch als andere Berufsgruppen, denn sie haben ihr Leben in der Öffentlichkeit ja frei gewählt. Wie gesagt, sie sind nicht freiwillig, aber sie sind eben eine ganz spezifische in der Öffentlichkeit stehende Gruppe, die sich in der Öffentlichkeit auch mit Sachen auseinandersetzen müssen, die einfach eklig sind. Stimmt, die Öffentlichkeit ist nicht immer nett. Oder anständig. Und das kann man bedauern, aber wenn man das anfängt zu bedauern und daraus dann irgendwelche Konsequenzen ableitet, wir müssen das jetzt alles ändern, dann finde ich, führt das nirgendwo hin. Diese Art Besinnungsaufrufe, wir können so nicht miteinander umgehen, was macht die Politik mit den Politikern, die hören wir halt jedes Mal, wenn so etwas passiert, wenn es so eine Erregungszacke gibt. Und mein Eindruck ist, In diesem Fall spielt die SPD da mit. Sie nimmt es. Wenn irgendjemand die Trauer von Bärbel Baas instrumentalisiert, dann ist es die SPD-Führung selber. Das finde ich krass. Ich finde es krass, dass Sie das sagen, weil Frau Schwesig selber hatte ja eine Krebserkrankung, die halböffentlich ausgetragen wurde, wegen derer sie sich dann zurückziehen musste und so weiter. So jemand weiß schon, worum es da geht. Die Frau weiß es auch, was da emotional auf dem Spiel steht. Den jetzt vorzuwerfen, dass sie das instrumentalisieren, finde ich ehrlich gesagt bitter. Und es zeigt, also zweierlei, es zeigt entweder, finde ich, dass sie da zu dicht dran sind, dass sie das sozusagen mit so einem professionellen Blick sehen, der das Menschliche eben vermissen lässt oder und gleichzeitig es zeigt, wie schlecht die Stimmung eben in dieser Koalition ist. Vielleicht bricht an der Stelle dann auch nur das auf, was man ja an vielen Orten in dieser Regierung schon die ganze Zeit merkt. Hier regieren zwei Parteien zusammen, die ganz offenkundig nicht das gleiche wollen, die unterschiedliche politische Ziele und Instrumente haben und offenbar vielleicht sogar auch politische Kulturen, kann schon auch sein. Vielleicht ist einfach die CDU irgendwie so der härtere, kältere Laden und die SPD eben dann doch noch sozusagen in ihrer Genossenschaft irgendwie so hat einen engeren und dichteren Zusammenhalt. Kommt mir jedenfalls so vor. Und vielleicht passen einfach diese Parteien nicht zusammen. Vielleicht bricht an dem Fall Baas das Urübel dieser Koalition auf. Kann sein. Ja klar, Augstein, das ist eine Zwangsehe. Es gab keine andere Mehrheit im Deutschen Bundestag neben der AfD und der Partei Die Linke. Also mussten diese ja in der Koalition durchaus geübten beiden Parteien CDU, CSU und SPD zusammengehen. Und der Kick ist ja. Die CDU ist mit viel Misstrauen da reingegangen, die SPD wahrscheinlich auch. Und dieses Misstrauen wurde auf der großen breiten Strecke der Sozialstaatsreformen dann eben bestätigt. Dadurch, dass das alles immer so lange gedauert hat. Dadurch, dass Frau Baas die Bürgergeldreform hin zu einer neuen Grundsicherung verspottet hat. Ihr eigenes Gesetz klein gequatscht hat. Man musste ja erstmal sagen, dann bitte schreib auch hinein, wie viel wir damit erwirtschaften wollen, indem wir Leute schneller in Arbeit bringen und tun nicht so, als seien alle Ersparnisse nur über Sanktionen möglich. Also sie hat ihre eigenen Projekte verzögert, verwässert, wie gesagt, oder gar schlecht geredet. Und wenn ich das sage und diese Kritik übe, und zwar unabhängig davon, ob das jetzt während oder vor oder nach der Trauerphase ist, dann tue ich doch nichts Unmenschliches, sondern ich trenne Politik und Privates. Und ich glaube, darin liegt das Problem, dass die SPD im Moment Privates und Politisches so verschränkt, damit sie auf diesem Wege an der Erkenntnis vorbeikommt, dass sie diese Reformen verzögert hat, auf die das ganze Land wartet. Also, Entschuldigung, dass das ganze Land auf diese Reformen wartet, das ist wirklich, also Framing ist dazu noch echt ein lustiger Ausdruck. Sie wissen, dass die Mehrheit der Leute von diesen Reformen entweder nichts weiß oder sie nicht versteht oder sie nicht will. Aber dass das ganze Land darauf wartet, ist einfach objektiv falsch. Das ist echt komisch, was Sie eben gesagt haben. Naja, ich glaube, dass wenn Sie fragen, braucht dieses Land Reformen, werden 70, 80 Prozent der Menschen Ja sagen. Wenn es dann ans Konkrete geht, dann sehen die Umfragen natürlich völlig anders aus und manche Sachen werden positiver begutachtet und andere negativer, keine Frage. Aber diese Regierung hat sich das nur einmal auf die Fahne und in den Koalitionsvertrag geschrieben. Ja, und sie haben natürlich recht. Wir kommen jetzt immer wieder, darum dauert das ja alles auch so lange, an den Punkt, dass die SPD aus ihrer weltanschaulichen Sicht auf die Dinge blickt und die CDU, CSU aus ihrer Sicht. Und beim Punkt, was ist hier eigentlich gerecht? Ist mehr arbeiten, länger arbeiten gerecht oder ist das ungerecht? Was schafft Wachstum, was schafft kein Wachstum? Brauchen wir mehr Geld ins System oder müssen wir an den Ausgaben was machen, kürzen? Stoßen diese unterschiedlichen Sichtweisen immer neu aufeinander. Und das ist das Grundproblem dieser Koalition, dass an Frau Baas jetzt einmal erkennbar geworden ist. Aber noch einmal, an der Sache wird es erkennbar. Doch nicht am Umgang mit Frau Baas. Gut, Frau Baas hat jetzt eine Nachfolge. Herrn Schweitzer, der war vorher Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz. Meinen Sie, dass der jetzt eher und schneller das liefert, was Herr von Stetten von der CDU, der Mittelstandspolitiker, der sich so, finde ich, wirklich erbärmlich geäußert hat über Frau Baas, und Friedrich Merz, der Bundeskanzler, erwarten vom Bundesarbeitsminister? Das wird man sehen. Der gilt als Pragmatiker. Er gilt eher als Team Klingbeil. Der andere Parteivorsitzende, der das mehr reformerisch anlegen möchte für die SPD. Ich glaube, da ist er mit auf dem richtigen Pfad. Und er galt weniger als Team Bärbel Baas, wenn man sie noch mal als Co-Parteichefin nimmt. Also eher weniger linker Flügel der SPD. Das könnte sein Vorteil sein. Sein entscheidender Vorteil, wenn es überhaupt einen gibt, ist, dass er nicht Bärbel Baas ist. Auf die sich CDU, CSU schon über Monate und die Arbeitgeberverbände gleich mit und ich weiß nicht was alles so eingeschossen hatten, dass das Verhältnis einfach komplett zerrüttet war und das schaltet dann eben aus dem Ministerium entsprechend zurück, auch in der Positionierung von Frau Baas eben. Also das ist vielleicht sein größter Vorteil. Ein Neustart, auch personell, an der Spitze dieses superwichtigen Ministeriums. Der Mann ist ein Profi, insofern darf man das hoffen. Das Problem ist halt nur, dass die SPD jetzt für drei Monate auf Tauchstation geht. Bis dass sie im Dezember ein neues Duo an ihrer Parteispitze wählt. Und bis dahin hat weder Herr Klingbeil und schon gar nicht Herr Schweizer der neue Minister es im Kreuz, große Abschlüsse zu machen. Dies aber jetzt braucht, weil sie große Fragen nochmal neu tranchieren und neu traktieren wollen. Die SPD geht auf Tauchgang, auf Selbstfindung, mal wieder, Wort im eigenen Nabel, mal wieder, drei Monate gehen ins Land, dann ist Weihnachten, bis dass die Maschine hier wieder angelaufen ist, ist es Mitte, Ende Januar, das heißt wir gehen ins Frühjahr. Die Regierung ist dann zwei Jahre im Amt und hat ihre großen Reformen noch immer nicht in Gesetzesform. Das ist doch eine Katastrophe. Ja Blume, ich glaube, da sind Sie in einer ganz großen Sache auf der Spur. Walter Benjamin hat gesagt, dass es so weitergeht, ist die Katastrophe. Tolles Zitat, passt, passt immer. Ich glaube, neues Thema, oder Blume? Ja, aber mit weitergehendem Übergang. Denn an einer Stelle geht es offenkundig jetzt nicht so weiter und das ist dann, keine Katastrophe. Obwohl sie wahrscheinlich das gleich als Katastrophe bezeichnet werden. So, jetzt habe ich mich dreimal um mich selbst gedreht. Worum geht es? Immer noch mehrere hunderttausend bis ran an eine Million syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge im Land, klar. Der Bürgerkrieg in Syrien allerdings jetzt schon doch deutlich mehr als ein, zwei Jahre beendet. Und nun schickt sich die Bundesagentur für Immigration und Flüchtlinge, aber eben auch das Innenministerium an, bestimmte Gruppen von Syrer anzuschreiben und zu sagen, Leute, an eurem Status könnte sich etwas ändern. Euer Status ist Bürgerkriegsflüchtling, das ist, wenn man so will, der niedrigste mit aller möglichen Aufenthaltsrechte. Wir weisen euch darauf dahin, dass wir prüfen, ob dieser Status entzogen wird und dann heißt es Ausreise. Und ich finde, ich hoffe, das wird menschlich gemacht und fair und schnell und gerecht, aber es muss sein. Denn es kann nicht sein, dass mehrere hunderttausend Leute in den letzten drei, vier, fünf Jahren gekommen sind, noch überhaupt nicht Fuß fassen konnten und immer im Land bleiben sollen, obwohl der Grund, weshalb sie geflohen sind, nicht mehr existiert. Ja, es ist so wie immer bei diesem Flüchtlingssystem, es ist irgendwie ein Rattenrennen nach unten. Wer macht am meisten in Anführungsstrichen Versprechungen, am meisten Migranten zu remigrieren und so. Es ist auch so lustig, dass wir der AfD vorwerfen, das Wort Remigration, während in Wahrheit das, ja auch geradezu das erklärte Ziel, auch zum Beispiel dieses Bundeskanzlers, ist die Remigration von Syrern. Man kann das gar nicht anders sagen, weil ich meine, Remigration bedeutet nichts anderes als Zurückwanderung. Aber auch schon, wohin soll das jetzt führen? Es führt dahin, dass sozusagen auf dem Rücken dieser Leute Politik gemacht wird. Er ist ganz klar besetzt und er bedeutet millionenfaches Vertreiben, rausdrängen von Leuten, die ein Anrecht haben, hier zu leben, auch ohne deutschen Pass. Und das, was hier ins Werk gesetzt werden soll, ist... Leute, die einen Grund hatten zu kommen, auch wieder hinaus zu komplementieren, wenn dieser Grund entfallen ist. In ihrer zeitweiliger Aufenthalt, der immer zeitweilig angelegt war. Ja, weiß ich nicht. Sie machen jetzt eine Scheinversachlichung. Bundeskanzler Merz hat im Frühjahr, angekündigt, dass sein Ziel sei, ungefähr 80% der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland zurückzuführen. Das wären über 700.000 Leute. Wenn Sie sich die Zahlen angucken, merken Sie, das geht gar nicht, weil 500.000 von diesen Syrern haben einen dauerhaften Aufenthaltsstatus, haben hier Arbeit, sind teilweise eingebürgert. Das heißt, Merz handelt mit Zahlen, die von vornherein unrealistisch sind. Vollkommen egal, ob es überhaupt realistisch ist, 500.000 oder 600.000, ich weiß nicht, wie viele Leute auszuweisen oder zurückzuschicken oder zu remigrieren oder was auch immer. Aber diese Zahl, die er in den Raum gestellt hat, ist eine, die rein rechtlich gar nicht möglich ist. Also das würde sowieso nicht gehen. Praktisch ist es eh nicht möglich. Ich finde, es ist auch menschlich unmöglich und so, aber es geht nicht mal rechtlich. Und das ist genau das, was ich meine und was Sie hier tun, ist genau das Gleiche. Es ist tatsächlich so. Wieder Faktengrundlage. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verschickt an viele Syrer in Deutschland Briefe, ganz lange 16-seitige Schriftstücke, in denen ihnen der Schutzstatus entzogen wird. Es wird nicht die Abschiebung angedroht oder angekündigt, sondern man macht sie darauf aufmerksam, dass sich ihr Status hier verändert hat. Wer kriegt diese Briefe? Leute, die polizeilich aufgefallen sind oder die Deutschland vorübergehend verlassen haben, zwischendurch und zurückgekehrt sind. Also eine vergleichsweise kleinere Gruppe dieser Hunderttausenden von Syrern bekommen jetzt diese Briefe. Bei Ihnen, lieber Blome und bei der Bild-Zeitung und bei der Welt und sicherlich auch bei der AfD und auch bei den Kollegen ganz weit weg von Nios und so weiter, wird das natürlich gehypt. Ich will sie da jetzt nicht in den Topf mit den Leuten werfen. Ich. Merke gerade, als ich das gemacht habe, dass das irgendwie so nicht geht. Ich nehme das also zurück. Bei den Bösen, aber nicht bei Ihnen. Ich bin noch nicht fertig. Bei den Bösen, aber nicht bei Ihnen. Wird das sozusagen so kolportiert, als jetzt beginnt sozusagen die große Rückführungswelle und das Recht wird durchgesetzt und die, die hier jetzt nichts mehr zu suchen haben, die kommen jetzt nach Hause und so blablabla und so. Das stimmt aber de facto gar nicht. Und wieder mal wird eine Erwartung geweckt, die nachher nicht erfüllt werden kann und das zahlt dann wirklich mal wieder ein aufs Konto der AfD. Schlechte Politik ist das. Nee, Augstein, Sie haben es jetzt wirklich... Übelst zusammengefasst, Sie können quasi bei Die Linke anfangen, hier in Berlin, vielleicht als Pressespecherin von Elif Ehralb. Ja. Antisemitismus lassen wir jetzt mal außen vor, aber Sie könnten anfangen, weil die haben ja auch so eine Politik, lieber alle Ausländer rollen, und zwar auch gleich einbürgern, keine entwürdigenden Sprachtests und so einen Mist machen, also alle rein und dann hier einbürgern, damit Sie womöglich dann auch, ach ja stimmt, ja Die Linke wählen. Okay, Klammer zu. Womit soll es denn beginnen, wenn nicht so wie jetzt es passiert? Womit soll denn der Vollzug eines ja naheliegenden Gedankens, beginnen, der da lautet, der Grund deines temporären Aufenthalts, deines temporären Schutzes, den wir dir auf deutsche Steuerzahlerkosten gewährt haben, selbstverständlich, das war und ist menschlich. Der Grund ist aber nicht mehr da und das seit zwei Jahren. Also es gibt eine vergleichsweise stabile Lage in Syrien. Warum soll dann nicht angefangen werden, darüber nachzudenken, was das für diese Menschen, die diesen Schutz gesucht und bekommen haben, bedeutet? Das zu diffamieren in der Form, wie Sie es gerade gemacht haben, das ist aber AfD-Sprech, dann kann ich nur sagen, ja okay, dann bin ich jetzt für diese Sekunde bei diesem Thema, bei diesem Gedanken, AfD. Und es ist mir ganz egal, weil zwei und zwei ist vier. Und nur weil die AfD auch sagt, 2 und 2 ist 4 an dieser Stelle, ist es noch nicht falsch. Ist ja gut, ruhig. Das ist entscheidend auch für unser Gespräch. Für unser Gespräch ist entscheidend, nochmal, Sie und der Bundeskanzler und dieser gedruckte Diskussion erwecken einen falschen Eindruck, nämlich so den Eindruck, als würden jetzt Hunderttausende... Wir machen es mal anders, Augstein. Ist es richtig, diese Briefe zu verschicken? Ist es richtig, den Schutzstatus zu verändern und zwar unabhängig von der Frage, wie weit die Kreise das dann am Ende zieht. Nein. Wenn Sie die Frage so stellen, ist die Antwort natürlich nein. Das ist ja klar. Wenn Sie sagen, unabhängig vom Sinn und Verstand der Aktion, unabhängig von den Konsequenzen, Sie haben gesagt, unabhängig welche Kreise es zieht. Was bedeutet denn die Formulierung? Diese Gruppen können sie und wollen sie ja niemand, weder der Bundeskanzler noch das Bundesamt, noch der Innenminister, wieder zum Verlassen des Landes animieren. Also wer hier schon eingebürgert ist, und das sind nicht wenige Syrer, weil sie die entsprechenden Jahre gearbeitet haben, sich selber unterhalten haben, nicht Sozialleistungen bekommen haben und ansonsten auch nur positiv aufgefallen sind. Dann kommt eine Gruppe, die haben bereits einen verfestigten Status, weil sie eine feste Arbeit haben, auch wenn sie noch oder nicht Deutsche sind. Es geht um die anderen Gruppen. Und mit denen zu beginnen, das heißt dort in diesen Gruppen zu beginnen, mit denen. Wie soll man sagen? Anfang einer Rückkehr ist doch selbstverständlich. Und jetzt müssten Sie sagen, nein, das darf nicht sein. Doch, Sie können das doch auch machen. Ich habe auch gar nichts dagegen, wenn dir diese Briefe verschickt werden. Ich glaube nur, es werden am Schluss ganz, ganz wenig Leute dann ausgeschafft, wie man in der Schweiz sagt. Die Zahlen werden lächerlich klein sein. Sie müssten mir doch nochmal erklären, warum. März ankündigt 80 Prozent von 900.000 Syrern werden in die Heimat zurückkehren. Das geht rechnerisch überhaupt nicht. Nein, 80 Prozent, ich nehme mal an, und ich habe jetzt überhaupt keine Lust, Friedrich Merz zu verteidigen, der es immer schafft, sich sprachlich selber ein Bein zu stellen. Gemeint waren mutmaßlich 80 Prozent jener, die eben keinen verfestigten Status und keinen deutschen Pass haben. Gut, hat er halt nicht gesagt. Nee, hat er nicht gesagt, weiß ich, ja. Na ja, gut, aber merken Sie nicht, dass das ein Problem ist. Jetzt machen Sie plötzlich so, ja, hat er aber gar nicht gesagt, hat er nicht gemeint. Ist aber nicht das entscheidende Problem. Es ist das Entscheidende, weil es geht hier um populistische Politik. Die machen das doch nicht deswegen, um jetzt irgendwie so ein paar Syrer loszuwerden, weil das merkt man in diesem Land sowieso nicht. Wenn sie jetzt 10.000 Syrer ausschaffen würden, was echt viel wäre, würde man es objektiv überhaupt nicht merken. Es ist totaler Quatsch. Sie machen doch jetzt hier so ein Michael-Kohlhaas-mäßiges, das Recht muss aber das Recht bleiben und so. Das ist irgendwie... Finden Sie nicht? Ja, ich finde es schwierig bei dem Thema. Sagen wir mal so, ich bin kein Jurist. Eine Ergänzung machen und dann kommen Sie gleich zurück in Ihre Svada. Gerne. Wenn es 100.000 Syrer und dann mutmaßlich auch Familien wären. Die auf diesem Wege zur Rückkehr animiert werden könnten, dann spart der Staat natürlich enorm viel Geld, wenn das 100.000 Menschen und ihre Familien sind, die derzeit in der Grundsicherung im Bürgergeld hängen. Und darüber wird es ja gehen, denn wer arbeitet, dauerhaft arbeitet, den soll es ja gar nicht betreffen. Also verstehen Sie, da ist auch eine Menge. Geld im Sozialstaat, das im Moment an Flüchtlinge gezahlt wird. Aus gutem Grund, denn sie haben hier Schutz gefunden und sollen ihn ja auch, gefunden haben. Wir reden aneinander vorbei. Ja, weil sie sagten, es würde sich ja gar nichts verändern. Finanziell würde sich ja eine Menge verändern. Und sie würden das Argument brechen, für die habt ihr alles und für uns habt ihr nichts. Also den klassischen AfD und Linke. Ja, Himmel, Himmel. Ich wirf bei ihm auf der Seite Gehirn und auf meiner Seite Geduld herunter. Lieber Blume, wenn meine Oma Räder hätte, wäre sie ein Omnibus. Das ist vollkommen richtig. Man könnte vielleicht auch einsteigen und bis nach Fulsbüttel fahren. Kann sein. Meine Oma ist tot, hat keine Räder und sie fährt auch nicht bis Fuhlsbüttel. Das Problem sind deshalb ihre Prämissen, die nicht stimmen. Wenn man Hunderttausende von Syrern ausschaffen würde, würde man sicherlich viele Milliarden Euro sparen und könnte dann sagen, dieses Geld kann jetzt für andere Zwecke aus, vielleicht für Waffen in der Ukraine, also für Sachen, die ihnen mehr Spaß machen. Kann ja sein. Entschuldigung, ich bin polemisch, nehme mich zurück. Das Problem ist bloß, so wird es nicht sein. Und das müssten Sie eigentlich auch wissen. Ich habe aber in Ihrem Argument geht es aber eigentlich gar nicht wirklich darum, wie viele werden ausgeschafft und wie viel Geld wird gespart, sondern in Ihrem Argument geht es sozusagen um die Herrschaft des Rechts und um die Durchsetzung von Prinzipien. Und da werde ich unruhig und da fange ich an, so nervös mit dem Fuß zu hippeln, weil ich sage, was soll das? Was soll der Quatsch? Je länger jemand hier ist, desto weniger interessiert es mich, auf welcher Rechtsgrundlage er hier ist. Je besser er sich hier verhält und je mehr er sich hier integriert hat, desto weniger kümmere ich mich darum, ob eigentlich der Grund für seine Ankunft und sein Schutzstatus hier hinfällig geworden ist oder nicht. Und ganz deutlich auch, je schlechter er hier klarkommt, je mehr Straftaten er hier begangen hat, umso bereitwilliger würde auch ich sagen, gut, dann schick den halt zu Hause. Wenn er hier nicht sich benehmen kann, dann muss er halt seinen Dreck in Syrien machen. Da bin ich auch vollkommen d'accord mit Ihnen. Denn nur, Sie werden sehen, quantitativ wird das nicht ins Gewicht fallen. Das heißt, Sie reden hier im Grunde über heiße Luft, beziehungsweise man nennt es auch Populismus. Lieber Kollege Augstein, Sie haben völlig recht. Es geht mir ums Prinzip, es geht mir allerdings auch um die Praxis, das Geld, wenn Sie so wollen. Und wie gesagt, den Konter gegen diese Verwaltung. Diesen Spruch, für die, meint ja die Ausländer, ob nun Ukrainer oder Syrer, habt ihr alles und für uns habt ihr nichts. Der ja von beiden extremen Rändern des politischen Spektrums kommt und die Mitte soviisch unter Druck setzt derzeit. Es geht aber auch um das Prinzip, ja. Und natürlich haben sie nicht das Gefühl, dass die Leute sagen. Es gibt ein Recht und bitte vollzieht es. Das tut ihr doch in allen anderen Angelegenheiten auch. Wenn immer sich jemand, der sich in Deutschland auffällt, über das Gesetz geht, das Gesetz eingesetzt, verletzt, dann muss er mit Sanktionen und Konsequenzen rechnen. Wenn immer ein Anspruch verfällt, dann wird auch nicht mehr gezahlt. Wenn immer ein Anspruch missbraucht wird, gibt es Sanktionen. Aber an der Stelle nicht. An der Stelle soll es einfach egal sein, was sich an der Sachlandgrundlage des Anspruchs geändert hat. Nein, aber aus der Zeit erwachsen, in der Zeit erwachsen neue Rechtsansprüche, weil die Zeit schafft Realitäten. Und wenn das Recht sich von der Realität entfernt, verliert auf Dauer das Recht. Das ist sozusagen ihr Problem, das begreifen sie nicht. Ich muss ein bisschen prosarischer sagen, sie meinen, das kann man sich ersetzen. Es muss nur lange genug gehen und dann ist es Schnurz, weshalb man gekommen ist. In der Tat. Sie persiflieren das jetzt und machen das lächerlich. Das ist immerhin das Leben von Menschen, die hierher kommen und dann auch mit uns zusammen leben. Damit müssen wir ja auch klarkommen. Sie können aber die Zeit nicht zurückdrehen. Sie können dann nicht sagen, so jetzt tun wir so, als wären wir fünf Jahre zurück und schwupp gehst du wieder nach Hause. Das funktioniert im echten Leben so nicht. Übrigens weiß das auch jeder, das fühlt im Grunde auch jeder, dass das logisch ist, dass natürlich damit zusammenhängt, wie lange sind die Leute hier und wie verhalten sie sich. Das heißt, sie werden an einer Einzelfallprüfung gar nicht vorbeikommen. Übrigens sagen diese ganzen Asylverbände und so, es werden Klagewellen hinübergehen über die Verwaltungsgerichte, wenn das sozusagen in großem Stil gemacht wird. Das ist bei dem Abschiebethema von Anfang an immer das Problem. Wenn Sie einmal 100.000 im Land haben... Es geht nicht um Abschieben. Naja, Frieder-Johannes. Am Schluss werden die müssen ja abgeschoben werden, wenn die nicht freiwillig gehen. Was denn sonst? Es gab schon Flüchtlingswellen. Anfang der 90er Jahre aus dem Bürgerkriegsgebiet des Ex-Jugoslawien. Kamen nach Deutschland, ich glaube 350.000 Bosnierer. Und die sind am Ende zu größeren Zahlen auch wieder zurückgekehrt in ihr Land. Mit übrigens auch Unterstützung, was allemal besser war für alle Beteiligten, auch den deutschen Staat, als es irgendwie anders zu probieren. Ich finde nur den Gedanken, man kann sich das ersitzen, seltsam, wenn wir von Leuten reden, die noch nicht so lange da sind, also nicht 2015, 16 gekommen sind. Von denen, damals syrisch Ankommenden, arbeiten mindestens mal die Männer ja zu einem Prozentsatz wie alle anderen Männer in Deutschland auch. Also nach rund zehn Jahren hat sich das stabilisiert. Aber die Frage ist halt, ob wir bei Menschen, die vor zwei, drei, vier Jahren gekommen sind, die auf gar keinen Fall so weit sein können in der Regel, auch so verfahren wollen, sagen wir, warten wir noch sieben Jahre, wird schon passen eines schönen Tages. Diese Zeit haben wir nicht, Augsstein. Begreifen Sie das nicht? Die Gesellschaft ist nicht so, dass sie so viel Geduld hätte. Und das ist eine Realität. Sie wollen dem rechten Affen ein bisschen Zucker geben damit, das ist meine Wahrheit in der Geschichte. Ich glaube auch, vielleicht funktioniert das sogar, ich glaube es wird nicht sehr viel Schaden anrichten, denn massenweise das Zurückführen von Leuten, die in so großen Migrationswellen gekommen sind, wird nicht funktionieren. Es funktioniert schon technisch nicht. Wissen Sie eigentlich, wie aufwendig diese Abschiebeflüge sind? Sozusagen die Fantasiegebilde von der AfD im Wahlkampf und die Abschiebeflugzeuge werden, dass die Startbahnen glühen, hat der doch reingerufen. Naja gut, Entschuldigung. So und dann ja alle, ja die Startbahnen sollen glühen, wenn die Ausländer endlich so. Das ist natürlich eine perverse, kranke, und da muss man wirklich sagen, echt eine psychopathologische Gewaltfantasie. So funktioniert es nicht. In Wahrheit werden da irgendwelche armen Leute irgendwie in so Handschellen, in die Flugzeuge gesetzt, rechts und links, so ein BKA-Beamter oder so. Es kostet ein groteskes Geld. Es ist ein unfassbarer Aufwand. Alles das, um sozusagen, damit Sie hier Blome sagen, aber dem Recht muss Geltung verschafft werden. Es hat schon so eine kantische, Sie wissen ja, nicht bekannt, wenn der Staat zusammenbricht, muss noch der letzte Mörder im Gefängnis hingerichtet werden. Dieser Wahnsinn sozusagen, die Aufklärung hat ja auch was Wahnsinniges. Ich hoffe, das ist Ihnen klar. Der Wahnsinn der Rationalität, der Wahnsinn des Rechts, wenn das Recht sozusagen durchdreht, dann landet man an solchen Sachen so. Wir müssen sie jeden Einzelnen mit zwei BKA-Beamten abschieben. Es kostet zwar Millionen und ist vollkommen unsinnig, aber es muss sein. So be it. Ich glaube, es geht auch ohne diesen immensen, gigantischen Aufwand, den Sie da beschreiben, um dann zu verunmöglichen, dass man das versuchen sollte. Ich würde mal vorschlagen, wir probieren das jetzt einfach mal. Wir kommen jetzt mal mit mehreren hunderttausend Syrern auf dem Briefwege, wie auch immer, ins Gespräch und gehen der Frage nach, ob... Sie wirklich glauben, dass unabhängig von der Lage in ihrem eigenen Heimatland ihre Zukunft einzig und allein in diesem Land in Deutschland liegt. Das so gastfreundlich dann, wenn man ehrlich ist, ja auch nicht mehr ist. Aus guten oder aus schlechten Gründen und bei der AfD sicherlich aus eher schlechten Gründen. Und ob es nicht Mittel und Wege gäbe, zurückzugehen. Sie beschrieben ja eben, dass in erster Linie im Moment angeschrieben werden auch Menschen, die immer mal wieder nach Syrien fahren. Woraus ich schließe, es gibt noch Bande zurück in die alte Heimat. Fun Fact, noch bevor wir aus diesem Thema rausgehen, in den Briefen, die das BAMF an die Leute schickt, wird nochmal genau aufgeschrieben, wie viele Menschen in Syrien derzeit durch Kriegsfolgen sterben. Es sind gar nicht so viele, so 2000 irgendwie so pro Jahr, aber immerhin. Und dann steht da, bei einer Bevölkerung von 24,4 Millionen Menschen ergebe das ein Tötungsrisiko von 0,017%. Ich finde es also interessant, und da versuche ich das jetzt nicht sarkastisch zu formulieren, dass das BAMF bei den Briefen, die die Zurückweisung der Leute ankündigt, ihnen das Tötungsrisiko für den Kriegsverhalten, also auch gleich quantitativ mitrechnet. 0,017% ist nicht viel. Aber wissen Sie, warum Sie das tun? Ist nicht viel, stimmt. Wissen Sie, warum das tun? Weil alle, viele. Der Anwälte und NGOs und Organisationen, die das verhindern wollen, diese Rückkehr, auch schon die Aufforderung zur Rückkehr verhindern wollen, permanent behaupten, dass man im Prinzip in Syrien nicht über die Straße kommt, lebend. Dass man jeden Tag erschossen werden kann, mit einer Bombe, unter einer Bombe sterben kann und dass da im Prinzip dauernd Krieg herrscht, weshalb Massen sterben. Turns out, es ist nicht so. Deswegen ist Syrien noch kein heiles Land. Das hat niemand gesagt. Es ist ein Land, das man aufbauen muss. Und ich habe ein Faible dafür, dass die Menschen, deren Heimat das ist, ihre Heimat wieder aufbauen. Das ist ein gefühliges Schlusswort von Ihnen. Sie sind doch warmherzig. Ich habe noch ein Thema. Ich möchte noch nicht unsere Sendung hier Schluss machen. Ich möchte noch einreden. Ich möchte nämlich mit Ihnen über das Gehirn von Donald Trump reden. Es ist so, dass... Moment. Finde den Fehler in diesem Satz. Sehr witzig. Er hat eins, es sieht, aber da kommen wir gleich dazu. Moment, es sieht vielleicht anders aus als ihr. Woher wissen sie, dass Donald Trump ein Gehirn hat? Am 18. September 2026 hat Trump Russlands Sanktionen unterzeichnet. Also Banken, Regierungsvertreter und so weiter. 18. September Russlands Sanktionen, aus unter anderem auch Sanktionen oder Zölle gegen wichtige Abnehmer von russischem Öl und Gas. Also direkt, unmittelbar Sanktionen. Am 9. Oktober hat er dann eine Dieselvereinbarung mit Putin getroffen. Mit ihm telefoniert, Putin wirft 300.000 Tonnen Diesel auf den Markt und mehr soll dann kommen. Und am gleichen Tag gab es noch ein Gesetz zur Ausnahme von den Sanktionen. Also hin und her, hot und hü, Sanktionen, dann die Sanktionen brechen und so. Der Moment, er hat sich ja selber sanktioniert. Er hat sich sanktioniert. Und jetzt fragen wir uns, was ist... Eigentlich, wenn das alte Gesetz, so alt ist es ja nicht, wenn man ehrlich ist, 18.09. hatten Sie gesagt, 18. September. Ja. Wenn das jetzt noch gilt, dann hat es sich quasi mit dem 9. Oktober selber in die Sanktionsfalle manövriert. Übrigens für 300.000 Tonnen Diesel, wie Sie richtig sagten. Ist gar nicht so viel. Irgendwo habe ich gelesen. Das ist doch gar nicht so viel. 300.000 Tonnen ist doch gar nicht. Das ist der Verbrauch von 22 Minuten oder 26 Minuten in Amerika. Also binnen 26 Minuten ist das aufgebraucht. Also es hat sich echt gelohnt so gesehen. Also aus Sicht von Donald Trump. Weil der einfach nicht weiß, was kurz und lang ist. Und das führt mich zurück zu der Eingangsfrage, hat Donald Trump ein Gehirn? Beziehungsweise eines, das funktioniert. Dass ich ihm sagen könnte, oh Mann, Scheibenkleister, 14 Tage zurück, da habe ich doch, was habe ich denn da, Himmel, kann mir mal einer sagen, was ich vor 14 Tagen gemacht habe? Und dann stellt er fest, da steht ein Widerspruch. Und das bringt uns jetzt zu einer historischen Analogie, weil das Gehirn von Donald Trump, also das Gehirn von Wladimir... Moment, stopp. Wir sollten jetzt vielleicht erzählen, wie wir darauf gekommen sind. Worauf? Naja, wir haben uns ja, manchmal unterhalten wir uns ja vor der Sendung auch schon über die Sendung und überlegen, worüber müsste man reden. Und mir war das mit dem Gehirn von Donald Trump jetzt nicht nur aus polemischen Gründen wichtig, damit ich hier ein paar Mal sagen kann, hat er überhaupt eins, sondern mir war es ernsthaft wichtig, weil ich glaube, oder weil ich mich frage. Wie man, keine Ahnung, in ein, zwei, drei Jahren zurückblicken wird auf diese Amtszeit. Und wie sehr man sich die Frage stellen wird, warum haben wir nicht erkannt, dass dieser Mann offenkundig ein Problem mit seiner geistigen Gesundheit hat. Und vor allen Dingen, warum seine ganze Entourage, seine ganzen Mitarbeiter, seine Minister, sein White House Staff, ich weiß nicht was. Nicht irgendwann gesagt hat, wow, dieser Mann hat ein Problem mit seiner geistigen Gesundheit, wir müssen etwas unternehmen. Gut, für mich hat das Thema zwei Aspekte. Und dazu kann man natürlich das Gehirn untersuchen. Einmal geht es gleich um das Gehirn von Wladimir Ilyich Ulyanov, besser bekannt, unter seinem Kampfnamen Lenin. Denn über das Gehirn von Lenin gibt es interessante Sachen zu sagen und vermutlich gibt es auch große Parallelen zu dem Gehirn von Donald Trump. Aber bevor wir zu Lenins Gehirn kommen, was Sie da eben beschrieben haben, ist natürlich ein klassisches spieltheoretisches Dilemma, in dem sich die Mitarbeiter von Donald Trump jetzt befinden. Vermute ich mal. Ich bin keiner. Ich möchte auch keiner sein. Aber ich stelle mir das so vor, dass die natürlich wissen, dass ihr Chef irre ist. Und jetzt überlegen Sie sich, wie soll ich mich jetzt verhalten? Wenn ich jetzt ihm von der Fahne gehe, dann macht er mich heute noch lang. Wenn ich jetzt aber ihm nicht von der Fahne gehe, dann machen mich die Leute lang, die nach ihm kommen. Das heißt, ich muss irgendwie versuchen, so hier so auf der Welle zu surfen und nicht unterzugehen und irgendwie im richtigen Augenblick abzuspringen, damit ich es vielleicht schaffe, auch noch in der folgenden Administration einen Job zu haben und jetzt meine Hände aber nicht zu schmutzig gemacht hat mit dem Unsinn, den er macht. Also ein klassisches, möchte ich mal sagen, machtpolitisch, moralisch möchte ich gar nicht sagen, aber machtpolitisches Dilemma, in dem diese Leute sind, wo ich denen wirklich nur ganz, ganz viel Glück und eine sichere Hand wünschen kann und. Wer sich in Unrat begibt, kommt eben darin um. Ich glaube, sie irren sich. Denn sie unterstellen ja damit, dass das kluge Leute sind, die jetzt eine ungeheuer schwierige Abwägung zu treffen haben, wie sie sich taktisch, strategisch am klügsten in ihrem Sinne, in ihrem eigenen Interesse verhalten. Das setzt ja große Rationalität voraus. Das unterstellen Sie jetzt dieser Entourage, die sich halt meinetwegen dann in ihrem Sinne falsch entscheidet, aber das ist jetzt mal egal. Aber eine rationale Entscheidung, eine rationale Abwägung vornimmt, das glaube ich nicht. Und ich glaube das nicht, Weil sie sich ja alle gleich verhalten. Also wir müssten doch ein, zwei Leute sehen, die es anders machen als diese Lemminge, Lurche um Trump herum. Also es müssten doch ein, zwei Leute geben, die tatsächlich widersprechen und dann meinetwegen rausfliegen. Also im Sinne ihres Bildes den anderen Weg gewählt haben, um sich für die Nachwelt noch halbwegs verkehrsfähig zu erweisen. Ich glaube, die sind alle so wie Donald Trump. Das ist der große Unterschied zwischen Trump 1 und Trump 2. Er hat jetzt Leute um sich herum gescharrt, die genauso denken, wenn man das Denken nennen möchte, wie er selber. Und deshalb ist er stabil. Ist das System immer noch stabil? Naja, wir haben ja nicht jetzt umsonst sind wir eingestiegen mit diesem Widerspruch, zwischen einerseits Sanktionen gegen Russland, andererseits dann aber Diesel bei denen kaufen. Der Widerspruch ist so, dafür brauchen sie gar keine Gehirnzelle mehr. Das verstehen sie auch sozusagen. Ich möchte fast sagen, auf so einem Amöben-Level, können sie dem noch nachgehen. Wenn sie das mitmachen, verhalten sie sich bewusst. Opportunistisch und speichelleckerisch und unterwürfig und kriecherisch. Und das sind die ja auch alle. Die warten einfach nur darauf, dass der Alte stirbt und vom Acker geht. Und dann müssen sie halt gucken, was übrig bleibt. Und ob es dann Vance macht und ob es irgendwie so ein christlich radikaler, irrer, amerikanischer Nationalismus wird oder ob es Rubio macht, der irgendwie stärker international und israelmäßig organisiert ist, so wie die klassische amerikanische Außenpolitik. Das ist sozusagen ja im Moment noch offen, das wissen wir ja nicht. Aber die sitzen da in den Startlöchern und warten und seine Mitsassen wollen nicht von Bord gehen, weil draußen werden sie entweder geschreddert von der Öffentlichkeit oder landen eben in der Bedeutungslosigkeit. Und dafür sind die Menschen bereit, so manchen Irrsinn mitzumachen. Das ist ja fast eigentlich, Entschuldigung, finde ich, Fördert ein bisschen so meine strukturell sowieso vorhandene Menschenfeindlichkeit, und meine Misanthropie, weil man einfach sieht, die Leute sind einfach bereit zu jedem letzten Dreck. Die machen, wenn es ihnen irgendwie nützt, viele. Noch einmal in der ersten Regierung Trump waren es eben andere, die dann ja... Noch die Erwachsenen im Raum waren und den gröbsten Quatsch verhindert haben, zum Beispiel so etwas. Und diese Leute sind nicht mehr da. Also es gibt solche, die sie beschreiben, aber es gibt noch ganz viele andere. Haken, Donald Trump hat sich nur für die erste Gruppe entschieden, als es darum ging, wer könnte ihm morgens irgendwie das Ei aufschlagen. Aber jetzt zurück zu Lenins Gehirn. Ja, das müssen Sie aber erzählen, weil Sie haben mich darauf aufmerksam gemacht. Ich wusste das ja gar nicht. Ich finde das so eine schöne Geschichte. Das hat mir Spaß gemacht. Nein, nein, nein. Erzählen Sie das. Ich lasse Ihnen den Vortrag. Nein, na gut, aber ich erzähle es jetzt nur, weil Blume es mir erzählt hat. Also nachdem Lenin starb, wurde er praktisch ja aufgebahrt und so weiter. Dann haben die Russen in Deutschland angerufen, ich weiß nicht, ob die da schon Telefon hatten, 25 war das, und haben den Hirnforscher Oskar Vogt nach Moskau geholt, damit er sich das Gehirn von Wladimir Ilyich, anguckt, um dann natürlich rauszufinden, ist ja klar, dass er eben großartig war und speziell und besonders. Und dann hat Vogt seine Frau mitgenommen und seine Frau hat das Gehirn von Lenin in 36.000 ganz kleine Scheiben geschnitten. Das sind aber sehr, sehr dünne Scheiben. Es sind wahnsinnig dünne Scheiben gewesen. Und wenn die bei der Edeka-Werbung sagen, stimmt so, darf es ein bisschen mehr sein? Ja, Feinschnitt mit Maschine. Und die wurden alle beschriftet und so. Und am Schluss sozusagen, als er das alles gemacht hatte, kam raus und jetzt Zitat Oskar Vogt, es besteht ein ganz klarer, ein scharfer Unterschied zwischen der Struktur des Gehirns von Lenin und der Struktur gewöhnlicher Gehirne. Und ich möchte weiter vorlesen, die Pyramidenzellen waren bei Lenin bei weitem stärker entwickelt, die verbindenden Assoziationsfasern zwischen ihnen bei weitem zahlreicher, auch die Körperzellen waren bedeutend größer und hervorstechend. Und jetzt fragen wir uns, was wäre, wenn ein solcher Hirnforscher das Gehirn, von Donald Trump untersuchen würde? Blome, was glauben Sie? Er müsste es suchen. Also erstmal suchen. Und wenn er es dann gefunden hat, kriegt er es bestimmt nicht in wie viel? Zehntausend Scheiben geschnitten? Vor dem Untersuchen kommt das Suchen. Dann kommen so vier kleine Scheibchen. Och Mann, das ist so gemein, was Sie jetzt sagen. Ich habe gar nichts gesagt. Ich habe Ihren Gedanken auf den Weg geholfen. Denn das ist ja auch meine Aufgabe. Ihr Denken zu leiten und zu lenken, ist das schön. Und Sie sind genau da rausgekommen, wo ich wollte. Wir machen hier Schluss. Nein, wir müssen hier Schluss machen. Nein, ich will noch nicht Schluss machen. Ich will noch nicht Schluss machen. Ich möchte noch weitermachen, weil Herr Vogt kam eben zu dem Schluss, dass Lenin muss ein Assoziationsathlet gewesen sein. Ein Assoziationsathlet, was ich ein tolles Wort finde. Aber AA steht eigentlich für anonyme Alkoholiker. Noch besser. Es läuft heute. Ich kann Ihnen wirklich, ich brauche gar nichts mehr sagen. Sie sagen es. Ach man, ich glaube Donald Trump wird sich sowieso, selber ein noch größeres Mausoleum bauen, als, Lenin eins bekommen hat und ich glaube auch, dass auch das Forschungsinstitut für das Trumpsche Hirn größer werden wird als das für Lenins Hirn, denn in Wahrheit ist natürlich das Gehirn von Donald Trump auch größer als das von Lenin, es ist größer als ihr und meins zusammen, Donald Trump hat das größte Gehirn der Galaxis. Make brain great again. Aber das ist nicht so gut wie Mager. Aber Make Brain Great Again geht schon. Okay, okay, okay. Tschüss, bis nächste Woche. Tschüss.