Liebe Hörerinnen und Hörer, hört ihr dieses Geräusch? Dann folgt Werbung. Ihr kennt ja den Deal. Ihr könnt den Podcast kostenlos hören, dafür gibt's ab und zu Werbung. Und jetzt, los geht's! Hallo ihr Lieben, ich freue mich, dass ihr auch bei dieser Folge wieder dabei seid. Und bevor wir reingehen in unser flauschiges Thema, habe ich noch eine Ankündigung für euch. Geolino ist jetzt einfach 30 Jahre alt. Seit 30 Jahren gibt es die spannendsten Geschichten und aufregendes Wissen. Und für euch treue Hörerinnen und Hörer habe ich am Ende dieser Folge noch ein paar richtig coole Veranstaltungstipps rund um unseren Geburtstag. Konzerte, Bastelworkshops und noch ganz viele andere tolle Aktionen. Also bleibt dran bis zum Ende. Na, erkennt ihr dieses Geräusch? Vielleicht hören es die einen oder anderen von euch ja jeden Tag. Dieses zufriedene Schnurren einer Katze. Ich selbst bin mit Katzen aufgewachsen. Oh Gott, wir hatten so jedes Tier, das ihr euch vorstellen könnt. Aber einmal hat eine Bekannte von uns Katzenbabys in einem Graben gefunden und wir haben die dann mit der Hand aufgezogen und zwei davon auch behalten. Davor hatten wir auch schon eine Katze, danach hatten wir wieder eine Katze. Also Katzen waren immer in meinem Leben und obwohl sie die Freiheit sehr lieben, können sie einem so richtig viel Nähe und Zuneigung schenken. Das ist richtig härterwärmend. Und sie sind die allerbesten Komiker. Ich meine nicht umsonst in Katzenvideos, in denen Katzen die witzigsten Grimassen ziehen oder Geräusche machen oder irgendwas zum Beispiel sich selbst zu Fall bringen. So beliebt im Internet. Aber Katze ist nicht gleich Katze. Hier mal eine Quizfrage für euch. Was glaubt ihr, wie viele Arten gehören zur Familie der Katzen? A. 28, B. 41 oder C. 19. Es sind... Ganze 41 Arten und die stelle ich euch jetzt einmal vor. Ob kraftstrotzender Löwe, scheuer Luchs, eleganter Ocelot oder verschmuster Hauskatze. Katzen streifen überall auf der Welt umher. Durch Wälder, Steppen, Sümpfe und sogar durch tief verschneite Bergregionen. Nur in der Antarktis gibt es keine wild lebenden Katzen. Die Arten werden in zwei Unterfamilien eingeteilt. Die Groß- und die Kleinkatzen. Was sie aber vereint, sind ihr Körperbau. Das Raubtiergebiss, ihre Supersinne und ihre Dickköpfigkeit. Die meisten Katzen streifen nachts und als Einzelgänger umher, auch bei der Jagd. Von allen Säugetieren sind Katzen die strengsten Fleischfresser. Großkatzen wie Tiger, Löwen oder Jaguare haben es vor allem auf große Beutetiere, wie Hirsche, Büffel, Gnus oder Tapiere abgesehen. Pro Woche erlegen sie ungefähr ein Tier, von dem sie sich dann aber einige Tage ernähren können. Danach fasten sie für ein paar Tage. Wenn es in ihrem Revier nur kleine Beutetiere gibt, können sie meistens nicht überleben. Bei Pumas, Leoparden, Schneeleoparden oder Geparden ist das anders. Die machen Jagd auf bis zu 90 unterschiedliche Beutetierarten. Von kleinen Hörnchen bis zu ausgewachsenen Elchen. Deswegen finden sie eher etwas zu fressen. Und die meisten kleinen Katzen, die verputzen fast alles, was ihnen vor die Pfoten fliegt, huscht oder kriecht. Kleine Nager, Hasen, aber auch Eidechsen, Frösche oder Insekten. Schauen wir uns jetzt mal den Stammbaum der Katzen an. Alle heutigen Katzenarten haben gemeinsame Urahnen. Die Räuber der Gattung Pruailorus, die vor etwa 25 Millionen Jahren gelebt haben. Aus ihnen haben sich vermutlich sämtliche Katzen, die je unseren Planeten bewohnt haben, entwickelt. Auch schon lange ausgestorbene Räuber wie die Säbelzahnkatzen. Ja, sie heißen tatsächlich richtigerweise Säbelzahnkatzen und nicht Säbelzahntiger. Und dann teilen wir den Stammbaum weiter auf in die heute lebenden Kleinkatzen und Großkatzen. Diese beiden Unterfamilien sind wohl vor etwa 12 Millionen Jahren entstanden. Das meiste, was Paläontologinnen und Paläontologen, das sind die, die die Lebewesen der vergangenen Erdzeitalter erforschen. Das meiste, was sie heute über die Entstehungsgeschichte der Katzen wissen, leiten sie von Knochenfunden ab. Der Stammbaum ist für sie wie ein großes Puzzle, von dem sie aber noch nicht wissen, aus wie vielen Teilen es besteht. Jeder neue Fund kann deshalb eine Lücke schließen oder sogar das ganze Bild des Stammbaums verändern. Wenn ihr euch jetzt den Stammbaum der Katzen ein bisschen näher anschaut, werdet ihr eine Menge Katzen kennenlernen, von denen ihr davor vielleicht noch nie etwas gehört habt. Klingen mir zumindest so. Also wie gesagt, es gibt Kleinkatzen und Großkatzen. Und wir starten mit den Kleinkatzen. In der Familie der Kleinkatzen finden sich dann wiederum ganz, ganz viele Gattungen. Zum Beispiel die Haus- und Wildkatzen, die Altkatzen, die Pumas-Gepaden und Jaguarundis, die Luchse und auch die Pardellkatzen. Das sind so viele, ich kann euch die gar nicht alle vorstellen, aber ich habe ein paar Beispiele für euch. Zu der Gattung der Haus- und Wildkatzen zählt zum Beispiel auch die Pfeibkatze. Das ist die Katze, von der unsere Hauskatze abstammt. Die Altkatzen leben in den Wäldern, Grasländern und Sümpfen Asiens. Zu ihnen zählen auch ungewöhnliche Arten und sehr seltene Art, wie die Flachkopfkatze. Die ist, und man denkt es nicht, aber eine richtige Wasserratte. Sie hat sogar Schwimmhäute an ihren Pfoten und ist eine erstklassige Schwimmerin, genauso wie die Fischkatze. Zu den Altkatzen zählt auch eine der kleinsten Katzen der Welt, die Rostkatze. Ihre Delikatesse sind die Frösche, die sie in den Wäldern von Indien und Sri Lanka verspeist. Wiegt nur eineinhalb Kilo. Das klingt jetzt vielleicht irgendwie erstmal viel, aber haltet mal eine 1,5 Kilo Wasserflasche in den Händen. So viel ist das gar nicht. Auch zu den Kleinkatzen gehören, wie gesagt, die Pumas, Geparden und Jaguarundis. Ihr denkt euch jetzt, was ist ein Jaguarundi? Die gibt es ziemlich häufig, aber sind wenig erforscht. Man nennt sie auch Wieselkatze. Der Jaguarundi sieht auch ein bisschen aus wie ein Wiesel. Und obwohl der Puma zu den Kleinkatzen gehört, kann er mehr als 70 Kilogramm auf die Waage bringen. Er ist der Größte unter den Kleinkatzen. Er jagt in der südamerikanischen Steppe sehr gern Guanacos. Das sind kleine wildlebende Kamele. Die leben in Grüppchen und sind oft leicht zu überwältigen und deswegen ein absolutes Festmahl für die Pumas. Aber auch die Jagd will gelernt sein. Darum begleiten Jungtiere immer ihre Mutter, um zu verstehen, wie das geht mit dem Jagen. Erst die Beute erlegt, kommt es auch mal zum Streit zwischen den Geschwistern. Das kennt ihr ja vielleicht auch. Mit nur 1,5 Jahren müssen die Pumas sich dann aber schon selbst versorgen. Eine Kleinkatzenart findet ihr zum Glück auch wieder hier bei uns in den Wäldern. Die Luchse. Davon leben heute vier Arten, und zwar alle davon, auf der Nordhalbkugel. Der Pardellluchs zählt zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Katzenarten. Bis vor rund 50 Jahren war die Schäferhundgroße Raubkatze in unseren Wäldern ganz ausgestorben. Dass das nicht mehr so ist, haben wir den umfangreichen Zucht- und Auswilderungsprogramm zu verdanken. Jetzt streifen die Tiere wieder durch Deutschland. In drei größeren Gebieten sind fast 200 von ihnen zu Hause. Im Harz, im Bayerischen Wald und im Pfälzerwald. Für uns Menschen bleiben die scheuen Katzen mit den Pinselohren aber fast immer unsichtbar. Ihr Alarmsystem funktioniert extrem gut. Mithilfe der scharfen Augen und feinen Ohren nehmen uns die Tiere schon von Weitem wahr. Und darum gibt es ja auch ein Sprichwort. Sehen und hören wie ein Luchs. Auch wenn sie zu den kleinen Katzen zählen, sind Luchse die größten Katzen in Europa. Zu der Gattung der Pardellkatzen gehört auch der Ocelot. Seine Heimat sind sowohl trockene als auch tropische Wälder und Savannen im Süden Nordamerikas, in Mittel- und Südamerika. Das Fell des Ocelots gleicht einem Kunstwerk. Ringen und rosettenförmige Flecken verzieren seinen Rücken. Er trägt Tupfen an den Beinen und Streifen im Gesicht. Damit ist er perfekt getarnt, wenn er sich zum Schlafen an einen seiner festen Ruheplätze zurückzieht. Habt ihr schon mal was vom Karakal gehört? Der gehört auch zu einer eigenen Gattung, die Gattung der Karakale. Der hat auch lange Pinselohren und ähnelt so ein bisschen unserem Lurks. Aber was bei ihm besonders auffällig und beeindruckend ist, sind seine Springkünste. Aus dem Stand kann der Karakal bis zu drei Meter hoch springen. So fängt er sogar Vögel aus der Luft. Und wenn er in Gefahr gerät, legt er sich platt auf den Boden. Dann gibt es noch die Gattung der Großkatzen. Dazu gehören die Schwergewichte mit bis zu 325 Kilogramm. Tiger, Löwe, Jaguar und Leopard. Ein besonders berühmter Leopard ist Bagheera aus dem Dschungelbuch. Und ihr denkt jetzt, hä, Ivy, Bagheera ist doch ein schwarzer Panther. Tatsächlich nennt man aber Leoparden oder Jaguare mit dunklem Fell Panther. Sie haben, weil sie im dichten Regenwald leben, meist dunkleres Fell als ihre Verwandten in einer lichteren Landschaft. Für diese unterschiedliche Fellfarbe ist nur ein Gen verantwortlich. Es sorgt dafür, dass das klassische Leopardenfell mit den gelb-goldenen Haaren sich auch außerhalb der Muster dunkel färbt. Da Leoparden meist in der Dämmerung oder nachts jagen, kann das sogar ganz praktisch sein. Gut getarnt überfällt der Jäger Hirsche, Wildschweine oder Affen aus einem Versteck heraus oder von einem Ast. Sein Opfer merkt kaum, wie ihm geschieht. Anschließend schleift der Panther es auf einen Baum, um sich in Ruhe den Bauch vollzuschlagen. Eine weitere Katze aus der Gattung der Großkatzen, von der ihr vielleicht noch nie gehört habt, ich zumindest nicht, ist der Nebelpader. Er ist der Langzahn unter den Katzen. Keine andere Katze hat im Verhältnis zur Körpergröße längere Eckzähne als der Nebelpader. Sie sind gut viereinhalb Zentimeter lang und ähneln denen der Säbelzahnkatze, die vor ungefähr 10.000 Jahren ausgestorben ist. Außerdem ist der Nebelpader ein Klettermeister, der Baumstämme sogar kopfüber hinabflissen kann. Das können nur die wenigsten. Warum, erzähle ich euch auch gleich noch. Er streift durch die Wälder Südostasiens in feuchtropischen und trockenen bergigen Regionen. In ihren jeweiligen Lebensräumen stehen die Großkatzen am Ende der Nahrungskette. Sie sind also die Top-Räuber, auch Top-Prädatoren genannt. Und bis auf den Nebelpader und die Schneeleoparden können sie auch alle richtig laut brüllen. Ein Fact hier noch zu Schneeleoparden. Die bleiben immer oben. Und zwar im doppelten Sinn. Zum einen leben die Einzelgänger vorwiegend in den Hochgebirgen Asiens, etwa dem Himalaya. Im Sommer steigen sie sogar auf 5.000 bis 6.000 Meter hinauf. Da wird die Luft richtig dünn. Zum anderen versinken sie dank ihrer extra behalten Pfoten nicht im Schnee. Auch der Rest ihres Körpers ist perfekt an die extreme Umgebung angepasst, Weil die Luft im Gebirge sehr dünn ist und weniger Sauerstoff enthält als hier bei uns zum Beispiel, sind ihre Lungen besonders stark. Und keine Raubkatze hat so einen langen Schwanz. Er steuert superweite Sprünge, mit denen Schneeleoparden Felsspalten überwinden können oder ihre Beute angreifen. Murmeltiere, Steinböcke, Ziegen oder Schafe. Übrigens, ein Schneeleopard kann bis zu 15 Meter weit springen. Das müsst ihr euch mal vorstellen, das ist so lang wie euer Schulbus. Ganz schön wild also mit den Katzen rund um unseren Planeten. Dann gibt es aber ja noch die Katzen, die bei uns in der Nachbarschaft herumstreunern oder uns von den Fenstern aus zumiauen. Katzen und Menschen leben schon richtig, richtig lange zusammen. Wir reisen dafür einmal 10.000 Jahre zurück. Mensch und Katze haben sich nämlich bereits in der Jungsteinzeit einander angenähert. Im Nahen Osten haben unsere Vorfahren erste feste Siedlungen betrieben und Landwirtschaft aufgebaut. Und neben ihren Lehmhütten haben sie kreisrunde Getreidespeicher gebaut. Und tja, die haben natürlich auch die Mäuse angelockt. Und mit den Mäusen sind auch die Katzen gekommen. Dabei hat es sich um die Falbkatze gehandelt. Ihr erinnert euch, die Vorfahrin unserer heutigen Hauskatze. Und so sind die Menschen und die Katzen bald eine Zweckgemeinschaft eingegangen. Die eigentlich scheuen Räuber haben bei den Menschen das ganze Jahr über zu fressen bekommen. Viele Mäuse, manchmal auch Speisereste und sind deshalb geblieben. Und die Siedlerinnen und Siedler wiederum haben die Katzen geduldet, weil sie ihnen die Mäuse vom Leib gehalten haben. Stück für Stück sind die Tiere dann zahm geworden und zu richtigen Haustieren. Und vor etwa 2000 Jahren haben die Nachfahren der Feibkatzen schließlich angefangen, sich von dort aus nach Europa auszubreiten. Vermutlich, weil sie als Rattenfänger an Bord vieler römischer Handelsschiffe mitgereist sind. In Deutschland leben übrigens etwa 15,9 Millionen Hauskatzen. Und davon 45 Prozent wirklich nur zu Hause. 45 Prozent aller Hauskatzen in Deutschland sind reine Hauskatzen. Ob bei uns zu Hause oder in den Wäldern der Welt, Katzen können richtig krasse Sachen. Wahnsinnig schnell rennen, flink einen Baum hochklettern und auch aus einer ziemlich hohen Höhe herunterfallen, ohne dass ihnen etwas passiert. Das liegt an ihrem besonderen Körperbau. Wir nehmen das mal unter die Lupe. Auch wenn manche der Katzen 3 kg auf die Waage bringen und andere 300, im Grunde haben sie alle den gleichen Körperbau. Sie sind schlank, muskulös und geschmeidig. Sie haben einen kurzen Kopf und ein kräftiges Gebiss. Perfekt zum Jagen und Fleischpressen. Sie können sich leise anschleichen, geschickt klettern, kraftvoll springen und schnell sprinten. Männchen und Weibchen der verschiedenen Katzenarten ähneln sich stark. Meist sind die Männchen bloß 5 bis 10 Prozent größer. Nur beim Löwen kommt ein weiteres Unterscheidungsmerkmal dazu, die prächtige Mähne beim Männchen. So gut jagen und zubeißen können die Katzen, weil sie einen sehr, sehr starken Schädel haben. Der ist, sagen wir mal, recht kompakt. Der Jochbogen, das ist der Knochen, könnt ihr auch mal bei euch ausprobieren, der vom Auge zum Ohr führt. Und der ist bei den Katzen besonders kräftig, genauso wie die Schläfengrube. Hier sind nämlich die starken Muskeln verankert, die es ihnen möglich macht, richtig stark zuzubeißen. Außerdem haben sie ein ganz spezielles Gelenk zwischen Ober- und Unterkiefer, ein sogenanntes Scharniergelenk. Das hilft ihnen, den Mund weit aufzureißen und ihre Zähne zu zeigen. Von den insgesamt 30 Zähnen stechen buchstäblich vier dolchartige Eckzähne hervor. Mit ihnen können sie Beute festhalten und auch töten. Und diese Reißzähne, die sind ganz besonders angeordnet und das hilft den Katzen, die Beute ja regelrecht zu zerteilen. Man nennt diese Anordnung Brechscherenanordnung. Schließt ihr zum Beispiel der Leopard den Kiefer. Dann gleiten die scharfen Flächen der Zähne nur knapp aneinander vorbei und trennen so kleine Brocken von einem Fleischstück ab. Wie eben mit einer Schere. Dass ihr Katzen rund um den Globus finden könnt, liegt auch daran, dass ihr Fell sie vor Hitze, Regen, Wind und Kälte schützen kann. Es besteht aus zwei Haarsorten. Die unteren, die weichen Wollhaare, bedecken die Haut wie eine Isolierschicht. Den Katzen wird also nicht zu kalt und nicht zu warm. Darüber wachsen dann robustere Deckhaare. Die bestimmen die Fellfarbe. Ganz besonders bei den Katzen, die Haarwurzeln sind mit dem Nervensystem verbunden. Wenn die Katzen also wütend oder ängstlich sind oder frieren, stellen sie ihre Haare auf. Das können die Katzen wirklich gut kontrollieren. Wenn sie sich zum Beispiel betroft fühlt, sträubt sie die Haare, vor allem am Rücken und am Schwanz, um optisch größer und gefährlicher auszusehen. Ist also nur bedingt zu vergleichen mit der Gänsehaut, die ihr bekommt, wenn ihr friert. Weil das macht unser körper ganz automatisch und hat irgendwann auch mal den sinn gehabt dass wir weniger frieren weil unsere haare so ein bisschen mehr isolieren aber das ist ein anderes thema was auch noch ganz besonders bei den katzen ist dass sie quasi. Keine richtigen Schlüsselbeine, wie wir Menschen haben. Die Schlüsselbeine, das sind die Knochen, die ihr so zwischen euren Schultern und eurem Hals fühlen könnt. Und die Katzen haben das nicht, weil ihre Schulterblätter seitlich am Brustkorb liegen. Und so können sie sich durch ganz enge Öffnungen zwängen, ohne stecken zu bleiben. Außerdem können sie dadurch auch ihre Beine beim Klettern und Beuteschnappen drehen. Hunde können das zum Beispiel nicht. Auch ganz besonders am Skelett der Katzen ist das zwischen den Wirbeln. Große Abstände und weiche, dehnbare Bandscheiben sind. Das macht die Wirbelsäule extrem biegsam. So können Katzen den Körper beim Rennen sehr weit strecken und dadurch große Sätze machen und Tempo aufnehmen. Ein Gepard zum Beispiel, das schnellste Landtier der Erde, kann einfach in drei Sekunden von 0 auf 100 kmh beschleunigen. Was Katzen auch noch so besonders macht, sind ihre messerscharfen Krallen. Das sind ihre Jagdwaffen. Genau wie unsere Fingernägel bestehen sie aus Horn. Die allermeisten Arten ziehen ihre Krallen beim Laufen mithilfe spezieller Muskeln ein, damit die sich nicht abnutzen. Weil die Krallen stark nach innen gebogen sind, können Katzen auch gut auf Bäume klettern. Sie rammen dann ihre Krallen wie Haken in die Rinde und ziehen sich hoch. Der Abstieg ist dann allerdings öfter ein kleines Problem. Wenn sie nämlich mit dem Kopf nach vorne runterklettern, finden die Haken keinen Halt mehr. Und deshalb legen die meisten Katzen den Rückwärtsgang ein oder steigen mit dem Hinterteil voran ab. Ja, oder die Feuerwehr muss das Hauskätzchen dann eben nach unten holen. Musik. Nicht nur ihr Körperbau verleiht den Katzen Superkräfte, sondern auch ihre Sinne. Katzenaugen sind bis zu sechsmal lichtempfindlicher als unsere und besitzen eine zusätzliche Netzhautschicht. Die Pupillen weiten sich im Dunkeln oder ziehen sich bei Helligkeit zu schlitzförmigen Öffnungen zusammen. Ihre Ohren können sie wie Satellitenschüsseln nutzen und sie bis zu 180 Grad drehen. Mit ihnen können sie bis zu zwei Oktaven über unserem Bereich hören, zum Beispiel das schrille Quieken einer Maus oder die Rufe ihrer Jungen. So entgeht ihnen kein Rascheln, kein Scharren. Auch richtig gut riechen gehört zu der Superpower der Katzen. Katzen besitzen 200 Millionen Riechsinneszellen in ihrer Nasenhöhle. Das ist ungefähr zehnmal so viel wie wir. Sie können Gerüche wie auf einer Duftlandkarte abspeichern und selbst Duftmarken absetzen, um Ihr Revier zu markieren. Dafür reiben Sie sich einfach an Bäumen oder pinkeln hin. Sie haben dafür sogar ein besonderes Organ, das Jakobsson-Organ. Das verbirgt sich im Gaumen und hilft Ihnen, die Reviermarkierungen von Artgenossen zu untersuchen. Ihre langen Schnurrhaare benutzen Sie zum Tasten. Und das ohne etwas zu berühren. Selbst im Dunkeln können sie damit erkennen, wenn ein Hindernis im Weg steht. Und das ganz ohne Berührung. Die Tastare reagieren nämlich schon auf kleinste Luftveränderungen und Temperaturschwankungen. Katzen sind auch richtig gute Navigatoren. Das Ding ist, wie genau sie das machen, das wissen wir noch gar nicht so richtig. Also sie kommen selbst aus hunderten Kilometer Entfernung wieder nach Hause. Wie das funktioniert, ist eben noch nicht ganz klar, aber Forschende vermuten, dass Katzen dafür einen zusätzlichen Sinn benutzen. So können sie, ähnlich wie Zugvögel, sich am Magnetfeld der Erde orientieren. Ein inneres Navi, das könnte ich auch manchmal gebrauchen. Auch für ihr Gleichgewicht haben sie ein ganz besonderes Organ, den sogenannten Vestibularapparat. Der überwacht alle Kopfbewegungen und sendet Reize an das Gehirn. Das befiehlt daraufhin, allen Körperteilen sich entsprechend zu bewegen. Durch dieses System beherrschen die Katzen einen akrobatischen Trick. Fallen sie mal rückwärts vom Baum, drehen sie ihren Körper im Flug um die eigene Achse und landen sicher auf vier Pfoten. Also, wenn das nicht mal beneidenswerte Superkräfte sind. So, ich würde sagen, jetzt seid ihr schon richtige Katzen-Expertinnen und Experten. Aber wisst ihr was? In der nächsten Folge gibt es noch mehr Spannendes aus der Welt der Katzen. Aber ich habe euch versprochen, ich erzähle euch noch was zu unserem großen Giolino live. Unser Familienfest findet am 25.07. statt. In den Gärten der Welt in Berlin. Und das Motto ist, gute Musik für eine bessere Welt. Damit feiern wir nicht nur unseren 30. Geburtstag, sondern auch zusammen mit UNICEF eure Kinderrechte. Und wenn ihr euch jetzt denkt, oh, da muss ich hin, dann schaut mal auf www.geolino.de vorbei. Da gibt es alle Infos rund um Geolino live. Und bis dahin, hört ihr einfach unseren Witz der Woche in Dauerschleife. Fritzen schlendet durch den Markt umher. Da hörte eine Verkäuferin, heiße Würstchen, heiße Würstchen. Fritzchen rannte zu dem Verkäufer und sagte, angenehm, heiße Fritzchen. Ich freue mich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid. Mein Name ist Ivy Hase, ich bin eure Host des Podcasts. Das Skript wurde geschrieben von Luisa Philipp und die Audioproduktion kommt von Alexandra Zewisch. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Noch mehr Giolino für zu Hause? 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