Bevor es losgeht, danke, dass so viele von euch den Podcast Hilal hören. Und vor allem, dass ihr mit einem Stern-Plus-Abo für nur einen Euro es möglich macht, solche Recherchen überhaupt zu stemmen. Wie sehr der Podcast euch bewegt, merken wir an euren vielen Nachrichten. Deswegen haben wir uns entschieden, eine weitere Folge frei verfügbar zu machen. Dies ist Folge 5. Alle weiteren Folgen, Folge 6 bis 9, hört ihr im Abo bei Sternplus, RTLplus oder in der App campfire.fm. Vielen Dank. Es gibt da diese Nachrichten, mit denen wir uns alle so unglaublich schwer tun. Die können wir nicht so einfach ins Handy tippen. Bei denen denken wir hundertmal über Formulierungen nach und verwerfen sie dann doch wieder. Und dann überlegen wir auch noch tausendmal, ob wir die Nachricht überhaupt abschicken. Das ist nichts im Vergleich zu der Nachricht, die Abbas schreibt und sogar abschickt. Jeder Hinweis oder jede Information, die Sie teilen könnten, wäre für uns von unschätzbarem Wert. Bitte lassen Sie uns wissen, ob und wann ein Gespräch für Sie möglich wäre. Abbas schreibt diese Nachricht auf Facebook. Vor drei Jahren ist das ungefähr, also im November 2023. Er hat sich wirklich schwer getan mit dieser Nachricht. Er hat Worte gesucht, er hat getippt, er hat geändert. Und ich denke, diese Nachricht steht irgendwie auch für Abbas. Für diesen unermüdlichen Abbas, den wir inzwischen ganz gut kennen. Der für Hilal und seine Familie vieles selbst in die Hand nimmt. Der immer wieder neue Wege sucht, egal wie ungewöhnlich die sind. Er hat trotzdem überlegt, ob er die Nachricht überhaupt abschicken soll. Und dann hat er Mut gefasst und auf Senden geklickt. Die Nachricht, die schickt er nicht an irgendwen, sondern an Hans-Joachim Kuh. Er schickt sie ausgerechnet an den Mann, der verdächtigt wurde, seine Schwester entführt zu haben. Denn Abbas möchte ihn treffen. Ich wollte einfach mal selber ihn in die Augen schauen, wie er über diesen Fall denkt, über Hilal denkt, ob er was mit dem Fall zu tun haben könnte. Es ist April 2026. Wir sitzen mit Abbas auf dem Sofa in der Wohnung seiner Mutter. Abbas, der hält sein Handy in der Hand und er scrollt durch einen langen Chatverlauf mit Hans-Joachim Kuh. Immer wieder stoppt er kurz. Er liest einzelne Nachrichten nochmal, was er geschrieben hat und was Q geantwortet hat. Das muss man sich jetzt mal vorstellen. Diese eine Frage, die beschäftigt Abbas, seitdem er Teenager ist. Ob dieser Mann etwas mit dem Verschwinden seiner Schwester Hilal zu tun hat. Also ich habe mich erst mal gefreut, dass er geantwortet hat, dass er dazu Stellung genommen hat überhaupt, dass er es nicht ignoriert hat. Vielleicht hätte ihn das auch innerlich gefressen. Wir können euch den Chat zwischen Abbas und Kuh jetzt nicht wortwörtlich wiedergeben, denn die Nachrichten sind privat. Aber wir können euch so viel verraten. Die beiden schreiben über Termine, über den Treffpunkt, darüber, wer dabei sein soll. Der Ton zwischen den beiden wirkt auf mich ausgesprochen höflich. Als seien sie so zwei Geschäftspartner, die einen etwas schwierigen Business-Termin vereinbaren müssten. Und überhaupt nicht so, wie der Bruder eines verschwundenen Mädchens, der mit dem Mann redet, der vielleicht was damit zu tun haben könnte. Abbas schlägt Termine vor. Q sagt zu, um dann wieder abzusagen. Dann schreibt Q irgendwann, das Thema sei auch für sie aufwühlend. Er meint damit sich und seine Frau. Und je länger wir diese Chatnachrichten lesen, umso merkwürdiger fühlt sich das irgendwie an. Du hast deine Schwester verloren und er schreibt von einem auffühlenden Thema für ihn. Also er will damit sagen, das belastet ihn trotzdem immer noch. Warum auch immer das ihn belastet oder auffühlt, das kann er nur am besten wissen. Und dann schreibt Hans-Joachim Kuh tatsächlich, er habe mit seiner Frau gesprochen. Sie seien sich einig. Abbas könne zu ihnen nach Hause kommen, aber bitte allein. Genau der perfekte Ort für ihn eigentlich, wo er sich sicher fühlt. Die Bedingung, dass das Treffen bei Hans-Joachim Kuh zu Hause stattfinden soll, fühlt sich für Abbas falsch an, erzählt er uns. Er will das nicht. Es geht deshalb weiter hin und her im Chat bis zum Juli 2025. Da fragt Abbas nochmal nach einem Treffen an einem neutralen Ort. Das wird seine letzte Nachricht sein. Denn Hans-Joachim Kuh antwortet nicht mehr. Die haben jetzt also versucht, seit zwei Jahren einen Termin zu finden. Das ist gescheitert. Und die Fragen in Abbas Kopf, die bleiben natürlich trotzdem. Vor allem eine. Sie haben sich am 26.01.1999 krankgeschrieben. Für eine Woche. Und am 27.01. haben sie kein Alibi. Da würde ich erstmal eine Antwort wollen. Wie das zustande kommt und wie er sich das erklärt. Ihr hört Hilal. Einen Podcast von Stern und RTL, Das Kind hat sich aber auch nicht gewehrt. Das war das ja. Hätte das Kind sich gewehrt, hätten wir doch gemerkt, was da ist. Ich bin Annalena Anza. Und ich bin Nikolas Büchse. Das ist Folge 5. Der Wikinger. Dass es sich für Abbas falsch anfühlt, Kuh zu Hause zu treffen, das hat auch mit dem zu tun, wie Ermittler Kuh einschätzen. Zum Ermittlerteam gehört damals auch die Polizeipsychologin Claudia Brockmann. Sie spricht mit Hans-Joachim Kuh nach seiner Festnahme im Fall Mia, dem elfjährigen Mädchen, das er entführt und missbraucht hat. Und sie soll auch bewerten, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Kuh auch schon vor mir Sexualdelikte begangen hat. Brockmann spricht mehrmals viele Stunden mit Hans-Joachim Kuh. Wir hätten sie gerne interviewt für unseren Podcast, aber sie sagt uns ab. Allerdings hat sie ein Buch geschrieben. Das heißt, Warum Menschen töten, eine Polizeipsychologin ermittelt. Und da schreibt sie auch über Hans-Joachim Kuh. Sie beschreibt Q als auffallend selbstbezogen und kontrolliert. So habe er im Gespräch mit ihr sogar geweint. Echte Reue habe sie aber nicht erkannt. Denn statt über Mias Leid zu sprechen, habe Q vor allem über sich selbst geredet. Und bei kritischen Fragen, da sei er schnell aufbrausend und aggressiv geworden. Brockmann vermutet bei ihm eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur. Im Allgemeinen sind das Personen mit einem tiefsitzenden Minderwertigkeitsgefühl. Und um das auszugleichen, halten sich einige solcher Menschen selbst für die Größten. Als eine Art Abwehrmechanismus. Weil sie eben Angst haben, nichts wert zu sein. Es sind Menschen, die es auch genießen, Macht über andere zu haben. Selbst die Kontrolle zu haben. Und natürlich ist nicht jeder Narzisst deshalb gleich gefährlich. Aber Brockmann vermutet bei Hans-Joachim Kuh etwas, das durchaus gefährlich werden kann. Sie schreibt in ihrem Buch, dieser Mann ist das, was man umgangssprachlich einen eiskalten Psychopathen nennt. Das ist eigentlich ganz idyllisch hier, oder? Ja, schön. Nikolas und ich sitzen in einem Mietwagen. Seit einer ganzen Weile fahren wir hier über Landstraßen. Ein Dorf nach dem anderen zieht hier an uns vorbei. Kleine Kirchen, Felder. Wir sind auf dem Weg in ein kleines Dorf in Norddeutschland. Wir sind auf dem Weg zu Hans-Joachim Kuh. Wir haben seine Adresse herausgefunden. Und jetzt wollen wir uns ein Bild von ihm machen. Auch wenn wir uns keine große Hoffnung machen, dass er mit uns sprechen will. Wir wollen es wenigstens versuchen. Bin mal gespannt, was das für ein Typ ist. Ja, absolut. Aber ich bin, also ehrlich gesagt, auch so ein kleines, mulmiges Gefühl. Ja, auf jeden Fall. Ich sitze auf dem Beifahrersitz. Nikolas fährt. Ich schaue mir nochmal die Website von der Frau von Hans-Joachim Kuh an. Sie hat ein kleines Unternehmen. Auf der Internetseite sehe ich ein Familienfoto. Eine Frau, Hund und Kinder. Und dazwischen Hans-Joachim Kuh in Hoodie und kurzer Hose. Ein fröhliches Familienfoto am Deich. Nach all den Jahren im Gefängnis scheint er sich ein neues Leben aufgebaut zu haben. Jetzt sitzt du hier in der Straße vor. Okay. Jetzt nicht mehr weit. Guck mal, da siehst du schon. Ich halte an, in einer ruhigen Straße mit Einfamilienhäusern. Aber der wird sauer sein. Richtig, nach all den Jahren kommen wir und konfrontieren ihn nochmal mit seiner Vergangenheit. Wir gehen ein paar Meter die Straße entlang. Dann stehen wir vor dem Haus von Hans-Joachim Kuh. Im Vorgarten, da stehen mehrere Wohnwagen. Etwas rostig, ein bisschen schmutzig. Und ein Fenster von dem Haus steht offen. Es wirkt unordentlich drin. Wir suchen nach der Klingel. Zur Info. Einzelne Passagen der Unterhaltung haben wir aus rechtlichen Gründen nachsprechen lassen. Du bist erlaubt. Ich sehe ein postkartengroßes gelbes Schild. Vorsicht vor dem Hund steht da drauf. Und ich gehe automatisch ein paar Schritte zurück hinter Nikolas. Guter Wachhund. So, komm, ab. Vielleicht spricht er ja doch mit uns, denke ich, in diesem Moment. Hans-Joachim Kuh, der trägt einen fleckigen Jogginganzug. Der ist unrasiert und hat Augenringe. In seinen Händen hält er Werkzeuge. In der einen Hand hält er einen Hammer. Und in der anderen einen Schraubenzieher. Ich weiß, dass er damit gerade wahrscheinlich nur irgendwas repariert hat. Aber ich kann nur an eins denken. Mit einem Schraubenzieher hat er damals auch Mia bedroht. Hallo, guten Tag. Wir sind vom Stern. Wir machen hier gerade eine Podcast-Ausnahme. Und sollten fragen Sie, sind Sie der Eigentümer hier von denen? Ja, meine Frau. Ja, aber Sie sind hier mit dabei? Ja. Genau. Genau, wir sind hier, weil wir machen einen Podcast über den Fall Hilal. Da können Sie sofort das Grundstück verlassen. Können Sie sofort das Grundstück verlassen, nicht eine Silbe weiter. Nein, verpissen Sie sich. Ganz einfach, verpissen. Aber das wäre wirklich die Gelegenheit, nochmal alles gerade zu rücken für Sie. Das ist keine Gelegenheit, mit den Medien zu reden, war es noch nie. Verpissen Sie sich vom Grundstück. Okay, das war eindeutig. Der ist doch sofort in die Luft gegangen. Hast du das gemerkt? Ich habe Gänsehaut gerade. Wow. Wir fahren los. Und erst als das Haus nicht mehr zu sehen ist, hält Nikolas an. Ich brauche jetzt erstmal hier den Kaffee. Ich auch. Ich auch. Ist dein Puls auch noch so ein bisschen hoch? Ich merke das richtig. Ja, langsam geht es einigermaßen, aber ehrlich gesagt, ich fand das schon krass gerade. Wir stehen in der Sonne, trinken Kaffee und gehen diese Begegnung immer wieder durch. Und dann setzen wir alles zusammen, was wir über Hans-Joachim Q. wissen. Er hat Mia entführt und missbraucht. Er war am Tag von Hilals Verschwinden krankgeschrieben. Und er hat kein Alibi. Er scheint tatsächlich schnell an die Decke gehen zu können. Das war jedenfalls gerade unser Eindruck. Reinhard Zedor, der Ermittler im Fall Hilal, hat gesagt, dass für ihn vieles darauf hindeutet, dass Hans-Joachim Kuh etwas mit Hilals Verschwinden zu tun haben könnte. Und auch Polizeipsychologin Claudia Brockmann, die schließt in ihrem Buch Hans-Joachim Kuh als möglichen Verdächtigen nicht aus. Aber es gibt keinen Tatort. Es gibt keine Spur zu Hilal. Es gibt keine Zeugen, die Hans-Joachim Kuh mit Hilals Verschwinden in Verbindung bringen. Die Ermittlungen gegen Hans-Joachim Kuh im Fall Hilal, die werden im Februar 2000 eingestellt. Für eine Anklage reichen die Indizien nicht aus. Wir leben in einem Rechtsstaat und in dem gilt die Unschuldsvermutung. So lange, bis eine Schuld rechtskräftig bewiesen ist. Juristisch ist Hans-Joachim Kuh damit unschuldig. Schuldig. Die Spur zu Hans-Joachim Kuh, die endet in einer Sackgasse. Nicht nur für die Ermittler, sondern auch für uns hier im Podcast. Aber die Geschichte des Falls Hilal, die endet noch lange nicht. Und deshalb spulen wir noch einmal zurück. Wie wir bei Q am Gartenzaun stehen. Weiter zurück. Wie Hilals Mutter, Hans-Joachim Q, im Prozess gegenüber sitzt. Zurück. Wie Ermittler Zedor bei der Familie Erjan auf dem Sofa sitzt. Weiter zurück. Wie erst Hilals Onkel und dann ihre Oma verdächtigt wird. Zurück. Wie Hilais Vater im Auto zur Christuskirche rast, um dort den mysteriösen Anrufer zu treffen. Noch weiter zurück. Wie der Gemüsehändler Yildirim Hilal kurz aus dem Augenwinkel sieht, als sie eigentlich schon wieder auf dem Rückweg ist. Und jetzt sind wir wieder an der richtigen Stelle der Chronologie. An der richtigen Stelle im Fall Hilal. Und hier, wollen wir auch gleich wieder einsteigen. Mit einem neuen Zeugen, den wir gefunden haben. dem wohl wichtigsten Zeugen in diesem Fall. Ich bin mal gespannt, ob er jetzt gleich schon da ist. Ja, zu erkennen ist er ja. Eine stattliche Erscheinung, sagt er. Ja, ich bin gespannt, was er damit meint, dass wir ihn sofort erkennen. Ein roter Hut? Ich weiß es nicht. Aber ist irgendwie so ein bisschen so ein verschlafenes Nest hier, oder? Nikolas und ich stehen seit zehn Minuten vor einem kleinen Bäcker im Hamburger Speckgürtel. Es nieselt leicht, so richtiges Hamburger Schietwetter eben. Vor uns liegt ein kleiner Marktplatz. Ich bin auch ein bisschen gespannt, ob er überhaupt nicht uns viel reden wird oder auch auf Band was reden wird. Er scheint ja irgendwie mit seiner Zeugenrolle nicht so richtig zufrieden zu sein. Absolut. Also er hat ja auch gesagt, irgendwie kommt es bei ihm alles wieder hoch, wenn er darüber spricht. Wir warten auf Dieter Müller. So will er bei uns heißen. Der ist Busfahrer in Rente. Ich glaube, er ist noch nicht da. Nein. Lungern wir hier mal rum. Guck mal, das könnte er sein. Guck mal, siehst du ihn da draußen? Da kommt ein großer Mann mit längeren, grauen Haaren. Und er schaut sich suchend um. Er trägt eine dunkle Jeans und eine dunkle Jacke. Er ist tatsächlich gekommen. Wir sind beide erleichtert. Denn Dieter Müller ist wichtig. Er sagt, er habe die Entführung von Hila gesehen. Dieter Müller gibt uns die Hand. Wir gehen dann zu dritt in die Bäckerei, kaufen Kaffee und Brötchen. Dass Dieter Müller sich mit uns trifft, das ist nicht selbstverständlich. Wir mussten ihn ziemlich überreden am Telefon. Denn auch heute noch hat er Angst vor dem möglichen Täter. Seinen Namen, den sollen wir nicht nennen. Dieter Müller ist also nicht sein echter Name. Zusammen mit ihm springen wir jetzt zurück. Zurück zum 27. Januar 1999. Es ist 13.22 Uhr laut Kassenzettel. Hilal kauft sich wahrscheinlich ein Hubabuba-Kaugummi. Acht Minuten später, um 13.30 Uhr, sitzt der Busfahrer Dieter Müller mit einem Fahrschüler im Bus. Fahrgäste haben sie nicht dabei. Sie sind auf dem Weg nach Niendorf. Sie sehen die Elbkopp-Passage, den Parkplatz davor und Dieter Müller sitzt am Steuer. Und an der Elbka-Passage, die Ampel zur Elbka-Straße selber, zeigt der Rot. Ich habe den Gang rausgenommen, der Wagen rollt langsam und wir sehen eine Situation. Müller und sein Fahrschüler bleiben stehen. Sie schauen Richtung Parkplatz. Da ist ein Mann, der ein Kind an der Hand hält. Also am Arm oder an der Hand, also irgendwie so. Dieter Müller macht uns vor, was er da sieht. Er hält mit der rechten Hand sein linkes Handgelenk fest. Und er sagt, er erinnert sich so gut daran, weil er das aus seiner eigenen Kindheit kennt. Das ist etwas, was ich als Kind nicht gemocht habe. Aber meine Oma hat auch immer irgendwie so gepackt und dann gezogen. Diese kurze Szene brennt sich deshalb ein bei Dieter Müller. Das Kind hat sich aber auch nicht gewehrt. Das war das ja. Hätte ihr das Kind sich gewehrt, hätten wir doch gemerkt, was da ist. Aber das Kind wehrt sich nicht und steigt ein in das Auto von dem Mann. Und dann? Die Ampel springt um den Gang rein und weg. Hätte man die Situation anders erkannt, dann wäre runtergegangen, hätte sich die Sache erledigt. Was bleibt, sind zwei Fragen. War das Mädchen Hilal? Und wer war der Mann? Das eine bin ich der Meinung, dass es, Europäer, also Deutsch, war und das Kind eben türkisch, also dunkel. Deswegen meine schwarze Haare und braune Augen. Zum gleichen Zeitpunkt schaut eine Frau aus dem Fenster ihrer Wohnung, auch auf diesem Parkplatz. Sie wird später der Polizei sagen, sie habe einen dunklen BMW gesehen. Und der sei mit quietschenden Reifen vom Parkplatz weggefahren. Wer im Auto saß, das konnte sie nicht erkennen. Ein paar Tage später steigen Polizeibeamte in den Bus von Dieter Müller. Sie kleben Suchplakate an die Scheiben mit einem Foto von Hilal. Als er das sieht, rutscht ihm das Herz in die Hose. Denn er meint, das Mädchen wiederzuerkennen. Er geht zum Polizeipräsidium und erzählt da von der Situation vom Parkplatz. Und er beschreibt den Mann, den er gesehen hat. Ein Beamter erstellt am PC ein Phantombild. Müller beschreibt ihn die Augen des Mannes, die Nase, den Mund, das Kinn. Die Haare ein bisschen schon luftiger. Müller beschreibt den Mann als Wikingertyp, norddeutsch. Blaue Augen, blonde Haare und vom Körpervolumen her. Ein bisschen kräftiger. So beschreibt ihn übrigens auch der Fahrschüler, der neben Dieter Müller gesessen hat. Und Müller beschreibt der Polizei auch noch ein Detail, das ihm aufgefallen ist. Der hatte irgendwie, ob der einen Hüftschaden hatte, Knieschaden oder ein Sprunggelenk, keine Ahnung. Jedenfalls ist er etwas anders gegangen. Ich gehumpelte. Jetzt hier in der Bäckerei schauen Nikolas, Dieter Müller und ich uns dieses Phantombild nochmal gemeinsam an. Ich sehe einen Mann, Mitte 40 ungefähr, lichtes, rotblondes Haar, Augenringe. So ein norddeutscher Typ, so wie ihn Dieter Müller auch beschrieben hat. Wer ist dieser Wikingertyp? Um diese Frage geht es in der nächsten Folge von Hilal. Wir hören uns von jetzt an im Stern Plus oder RTL Plus Abo. Kommt doch mit, dort hört ihr die weiteren vier Folgen von Hilal. Vielleicht habt ihr uns auf campfire.fm schon gefunden oder hört uns sogar dort. Dann schreibt Nikolas um mir. Wir beantworten euch alle Fragen zum Podcast. Hilal ist eine Produktion von Stern Plus und RTL Plus. Konzipiert, geschrieben, gehostet und produziert von Adrian Breder, Isar von Heil und uns Annalena Ansar und Nikolas Büchse Postproduktion Weitchen und Andolin Sonnen Die Titelmusik kommt von Paul Eisenach, Wenn ihr etwas wisst Wenn ihr wirklich einen Hinweis zu Hilals Verschwinden habt, dann meldet euch Aber bitte keine Spekulationen Es helfen nur konkrete Hinweise, Die Kontakte findet ihr in der Folgenbeschreibung.