Kinder! Ruhe bitte! Ich hab euch doch gerade erklärt, dass wir jetzt einfach mal kurz Zeit für uns brauchen. Wir müssen was aufnehmen. Ey, ernsthaft, Leute. Ist das wirklich euer Ernst? Meine Güte, mal lass mich doch nicht immer schimpfen. Mama hat gerade gesagt, kurz Ruhe bitte. Wir sind doch gleich fertig, okay? Ganz kurz mal nur Mama und Papa. Bis gleich. Dankeschön. Hau ab jetzt, los!
Willkommen bei Im Bett mit Anna-Maria und Anis Faschichi, der Bushido-Podcast.
Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, liebe Zuhörerinnen und liebe Zuhörer und alle, die jetzt schon wirklich sehr lange auf meine Ansage gewartet haben. Es ist wieder soweit. Wir haben es geschafft. Wir sind zurück. Wir liegen im Bett bei eurem Lieblings-Podcast Im Bett mit Anna-Maria und Anis. Mein Name ist Anis. Hey, was geht ab, Anna-Maria? Hey, ich bin ganz irritiert, weil du gesagt hast, Anis, hast du nicht immer Bushido gesagt? Nee. Boah, krass, jetzt ist was. So lange haben wir das nicht gemacht. Ich bin ein bisschen aufgeregt, muss ich sagen. Kennt ihr das, wenn man was lange oder länger nicht macht? Denkt man, man kann das nicht mehr. Und jetzt gerade höre ich deine Ansage und denke so, hey, nee, du hast doch immer Bushido gesagt. Nee, das ist also sowas von nein. Ich habe noch nie Bushido gesagt. Also jedenfalls nicht hier bei uns im Podcast, nee. Ich bin auch, ich bin nicht aufgeregt, aber... So positiv aufgeregt. Ja, nee, also auch jetzt nicht aufgeregt, aber ich finde es total krass, weil diese fast drei Monate, die wir ja jetzt schon ausgesetzt haben, beziehungsweise pausiert haben, fühlen sich jetzt, indem ich hier wieder mit dir liege und rede und ich sehe und spreche, fühlen sich gar nicht wie drei Monate an. Das habe ich eher. Also ich möchte mich erstmal entschuldigen, dass wir so lange auf uns warten lassen oder gelast haben. Ne, wie heißt das? Lassen haben.
Gelast haben. Wie heißt das? Gelast wagen. Okay, ich glaube jeder weiß, was ich meine und ich habe solche Nachrichten bekommen und, Wirklich viele haben uns vermisst und dafür möchte ich mich und ich glaube wir uns auch entschuldigen. Das war keine Absicht, es hatte wirklich Gründe und die Gründe mussten geklärt werden, die sind jetzt geklärt und wir sind happy, alle sind happy, jetzt können wir entspannt weitermachen, haben auch ein bisschen Ruhe dafür oder auch nicht Ruhe. Also unser Leben war vorher echt turbulent und jetzt haben wir uns überlegt die letzten Male, wo haben wir aufgehört, wo steigen wir wieder ein. Ich weiß, dass viele von euch, die mir bei Instagram zuschauen oder auch eben Anis, einfach nicht mehr mitgekommen sind. Und das Ganze, was passiert ist, wir sind jetzt zurückgezogen von Dubai nach München. Das war wirklich nicht geplant und wir sind da auch so ein bisschen reingestolpert und das war sehr verwirrend für alle. Und ihr könnt euch glauben, für uns war es auch verwirrt. Wenn ich dann so Nachrichten bekomme, ob ihr geschrieben habt, hey, ich komme da nicht mehr mit, habe ich gedacht, ja, okay, ich selber eigentlich auch nicht. Aber wir rollen jetzt mal das Pferd von hinten auf oder satteln das Pferd von hinten auf und gehen zurück nach Dubai im Dezember. Genau und bevor wir da loslegen, wollte ich nochmal ganz kurz für alle Leute, die uns gerade hören oder hören werden, nochmal kurz erzählen. Wir haben auch eine kleine Änderung vor, beziehungsweise haben die jetzt auch durchgeführt oder durchführen lassen. Wir wechseln jetzt nicht mehr wöchentlich in diesen Rhythmus von wegen lange Folge, kurze Folge.
Wir können jetzt jede Woche genau so lange aufnehmen, wie wir das wollen und wie viel die Themen diesbezüglich dann auch benötigen. Also gibt es jetzt nicht dieses kleine Wochen-Update, sondern wir werden uns jetzt jeden Freitag hier hören und euch dann genauso viel erzählen, wie wir euch auch wissen lassen wollen beziehungsweise wie viel wir uns auch einteilen. Finde ich ganz cool, weil man ja oft so Themen zurückstecken musste, weil man ja irgendwie nur so 10, 15 Minuten hatte.
Und finde ich gut. ist eine neue Änderung und ich glaube, Wir haben auch dieses Jahr nur eine ganz kurze Pause, Anna-Maria. Ich glaube, wir sind jetzt wirklich fast jede Woche am Start. Das freut mich. Wir haben nämlich auch wirklich, wirklich, wirklich viel nachzuholen. Ich gehe mal zurück in den Dezember beziehungsweise in den November zu Lailas Dengue-Fieber-Infekt. Ich glaube, Virus in, wie nennt man das? Infektion, ne? Ist eine Infektion?
Erkrankung. Genau, Erkrankung. Das war ja wirklich so, sie hat sich, das Dengue-Fieber wird durch einen Mückenstich übertragen. Dubai gilt nicht als Risikogebiet. Asien eigentlich schon so an sich. Und ich glaube auch Länder in Südamerika. Auf jeden Fall hatten wir das nicht auf dem Schirm. Wenn wir es auf dem Schirm gehabt hätten, hätten wir uns mit Sicherheit geimpft, da wir viel draußen sind und das einfach schon wirklich gefährlich werden kann. Ich wusste nicht so wirklich, was Dengue-Fieber ist, muss ich sagen. Ich hatte auch Gott sei Dank nicht gegoogelt und auch nicht Chechibiti gefragt oder so. Ich glaube, dann wäre ich gestorben vor Angst. Oder wäre vielleicht auch panisch geworden oder unruhig. Ich habe nur meiner, also als Leila dann erkrankt ist, habe ich ihr angesehen, dass irgendwas anders ist als sonst. Ihre Haut wurde fleckig, sie sah sehr schlecht aus, das Fieber ist viel zu lange und dann haben wir auch einen Arzt nach Hause kommen lassen und das mit diesen Ärzten in Dubai nach Hause kommen lassen, das ist also ich habe wirklich gedacht, sie hat einfach irgendwie Fieber, wir checken das mal kurz, machen eine Blutabnahme und da sie eben, auf dem Sofa lag, wollte ich nicht mit ihr in die Praxis fahren zu unserer deutschen Ärztin und dachte so, okay, lass ich mal das Blut abnehmen und dann kriegen, wir den Report und dann hat er geschrieben, die Seriologie also das Blut aussagt, weist auf Dengue-Fieber hin. Der Test ist allerdings noch negativ. Da habe ich mir gedacht, weil das eben so früh war, da habe ich mir gedacht, sie hat das bestimmt gar nicht. Und die haben das dann irgendwie zwei Tage später wiederholt. Und in diesen zwei Tagen ging es ihr aber so schlecht.
Und dann dachte ich so irgendwann so, okay, das ist schon nicht so cool. Und dann hat er auch gesagt, das kann gefährlich werden und sie müssen jetzt viel trinken. Und da habe ich immer noch gedacht, ich hatte sie ganz nah bei mir die ganze Zeit. Wir hatten gerade den Hund Neumarschi, der lag auch immer so, weißt du das noch, in ihrer Halskuhle. Ja, ja, genau. Und der Arzt hat das zumindest immer extrem runtergespielt. Der war so ganz gemütlich, hatte ich so einen Eindruck gehabt in der Zeit. Genau und dann habe ich das irgendwann der deutschen Ärztin gesagt und dann sagt sie, wie bitte, was habt ihr? Und sofort ins Krankenhaus und schickt mir bitte ihren Report und dann habe ich ihr die Blutergebnisse geschickt und hat sie gesagt, sofort eine neue Blutabnahme und gucken, wo die Blutplättchen sind, denn die sinken ganz rapide und das ist das Gefährliche. Da kann man auch leider nichts machen. Also da ist man wirklich machtlos gegen, es gibt kein Gegenmittel.
Also man muss dann einfach hoffen. Und dann war ihr Fieber weg und dann hat die Ärztin gesagt, und jetzt kommt die kritische Phase. Das wussten wir nicht. Wir wussten nicht, dass wenn das Fieber aufhört mit Nachbardenke, das war glaube ich nach sieben Tagen, dass dann die wirklich gefährliche Phase kommt und die nächsten 48 Stunden darüber Ausschluss geben, ob du auf der Intensivstation landest und wirklich in Lebensgefahr bist oder nicht. Und ich dachte mir so, ich bitte, mein Kind steht, es hat keinen Fieber mehr, gut, und Leila war eh sehr schlank, dann hat sie noch mehr abgenommen, also sie tat mir so leid und dann musste sie ins Krankenhaus auch andauernd Blut abnehmen, dort du warst mit ihr da, du hast mit ihr geschlafen. Genau, richtig, ich war im Krankenhaus und dort hat man dann angefangen, aber dazu muss ja gleich kommen, man konnte ja nichts machen.
Genau. Und das fand ich ganz süß, du warst nachts da und Alia war tatsächlich und auch Farida, deren Freundin, die beiden waren über Tag da und die wollten dann auch unter sich sein. Weißt du das noch? Die wollten dann gar nicht, dass wir da so mit abhängen. Das war denen dann irgendwie ein bisschen unangenehm. Sind halt Teenager. Und dann haben wir so unsere Sachen erledigt und sind natürlich mittags hin, nachmittags hin und dann abends nochmal und dann auch dort geschlafen. Und ich fand das so niedlich, dass auch Alia keine Sekunde von Laila abgewichen ist, ne? Ja, also hat mich... Also es hat mich schon auch überrascht, muss ich ehrlich sagen. Ja, weil Alia so ein kühler Typ ist sonst noch. Genau, richtig. Und die hatten ja oder haben ja jetzt auch momentan so eine kleine Phase, in der sie jetzt auch langsam fast gleich alt sind. Zwischen den beiden liegt ja auch nur so ein Jährchen. Und man merkt, dass es dann teilweise auch so ein bisschen knirscht. War auch in Dubai schon so ein bisschen. Und Alia hat ja auch immer so ihr Ding gemacht. Aber sobald sie da wirklich im Krankenhaus lag, stand sie gewähl bei Fuß und hat auch echt gesagt, nee, wir schlafen heute hier. Ich glaube, war ich jede Nacht da? Eine Nacht haben sie unter sich da geschlafen sogar. Genau, als es ihr besser ging. Genau, richtig. Nach hinten raus. Fand ich mega cool. Fand ich richtig süß. Ja, es war wirklich schön zu sehen, aber diese ganze Sache hat mir einen kleinen Schock. Also ich hatte schon einen kleinen Schock, muss ich sagen. Ich hatte damals bei Amaya mit dieser Fehldiagnose, als sie gesagt hat, sie hatte Mumps, aber dann hatte sie einen infizierten Lymphknoten, der dann operiert werden musste, der so schlimm.
Also da wurde sie einfach falsch behandelt. Da hatte ich auch schon mal so ein ähnliches Gefühl, wo ich dachte so, oh nein, warum kommen wir hier in so eine komische Lage? Sie war ja in ärztlicher Betreuung und das war jetzt natürlich anders, weil der hat das diagnostiziert, aber der hat uns halt überhaupt nicht darauf vorbereitet, wie gefährlich das ist und das hätte ich schon gern gewusst, muss ich ganz ehrlich sagen, weil dann hätte ich sie keine Sekunden aus den Augen gelassen und so, weißt du, sie hat dann immer so im Wohnzimmer allein auf dem Sofa geschlafen, weißt du das noch? Ja, total.
Ich fand es eh schon auch im Krankenhaus so ein bisschen komisch, weil und so hatte ich das bei dem Arzt auch so ein bisschen im Gefühl gehabt. Mir kam das so ein bisschen vor, als hätten die, wir haben ja dann rausgefunden, dass auf dem Stall. Ne, es ist meldepflichtig auch, ne? Es ist meldepflichtig, genau. Wir hatten aber dann ja auch gehört, das hast du mir vorhin erzählt, dass ja auch auf dem Stall irgendwie noch so ein paar andere.
Also Lailas Freundin, ihre beste Freundin Frieda, es gibt Farida, die beste Freundin von Alia. Und dann gibt es Frieda. Und Frieda von Leila hat es zur gleichen Zeit und auch sehr schwer. Die hatte auch aus dem Mund geblutet. Also dann fangen ja auch irgendwie an die Schleimhäute zu bluten. Die hat es auch und zeitgleich mit Leila. Das heißt, dann habe ich auch auf dem Reitschal, auf einem anderen Reitschal gefragt. Und dann haben mir Leute gesagt, oh, die hatten das auch. Also es gab schon fünf Leute und auch im letzten Jahr noch jemanden, den wir kennen. Da wollte ich jetzt den Namen nicht sagen. Jemanden, den wir so kennen. Und da habe ich noch gedacht, okay, das ist ja gar nicht so selten. und dann haben die im Krankenhaus auch gesagt, so eine Infektion haben sie bei einem Kind noch nicht gesehen. Ja, voll. Das haben sie mir dann so gesagt und ich dachte mir so, hä, alleine meine Frau.
Hat mir gesagt, hier sind gerade fünf Kinder, die irgendwie so erkrankt sind. Aber das ist aber auch komisch. Das hat man aber lange nicht mehr gehabt in Dubai und so. Und ich denke mir so, ey, das ist doch mellepflichtig und so. Ja, das war eine ganz komische Situation und dann habe ich gesagt, okay, aber sie hat es ja. Und wir waren noch nicht im Urlaub. Und das war so, da habe ich mich ein bisschen so, wo ich dachte, ich war nicht wie sauer, aber ich war ein bisschen enttäuscht, weil ich mir dachte, okay, das ist eine schwere Krankheit und wenn das hier kursiert und auch letztes Jahr schon Leute angesteckt waren, die wir ja auch kennen.
Dann macht das doch bitte publik und sagt, wer sich impfen lassen möchte, möchte sich impfen, weil wir sind viel draußen, wir sind auch viel unter Tieren und da macht es schon sinnvoll. Also Sinn. Jemand, der mitten in DFC, also im Zentrum Dubais, in der Innenstadt an der Dubai Mall wohnt, ist wahrscheinlich weniger gefährdet, sage ich mal so. Weil das sind Mücken, die stechen über Tag, keine Mücken, die abends rauskommen und Dubai hat eine richtige Mückenplage. Das kann man sich so auch nicht vorstellen, glaube ich, weil das ja mitten in der Wüste liegt. Dubai hat ein ganz großes Mückenproblem und dort wird auch gefockt. Das heißt, da wird dann mit so Nebel in den Communities und man hat trotzdem unendlich viele Mücken. Das heißt, man wird halt auch echt schon mal gestochen. Das heißt, gut, habe ich mir gedacht, schade, weil wenn ich in ein Land reise, dann schaue ich mir schon vorher an, wogegen man impfen muss, wenn wir zum Beispiel nach Brasilien fahren oder was auch immer. Und genauso war das mit Dubai. Zum Beispiel Hirnhautentzündung haben wir unsere Kinder auch gegen impfen lassen, weil das ist dort einfach noch weit verbreitet. Also wir hätten uns bei drauf vorbereitet, habe ich noch gedacht, so ein bisschen schade. Und das war so vor unserer Abreise noch so ein Riesenabtörner für uns, muss ich sagen, als Familie, wo ich dachte, wow, okay, also hier kannst du auch eine Krankheit kriegen, die wirklich lebensgefährlich ist. Du hast ja sogar, glaube ich, überlegt auch noch dann irgendwie später zu fliegen und so, dann mit Laila irgendwie so. War das nicht dann auch in den Zeitraum? Ja, weil Laila es so schlecht ging. Ob Laila dann wirklich fit wird. Das ging ja dann praktisch über Tage, also über Tage auch dann die Erholung und das war ja dann auch immer so. Drei Wochen fast. Ja, das war dann auch mal so ein Bangen, weil auch die Entlassung war ja abhängig vom Wert der Blutplättchen und so weiter und so fort und deswegen konnte man es ja gar nicht so sagen.
Also wir konnten da ja keine Wetten abschließen, deswegen stand es glaube ich sogar zur Debatte, dass dann entweder der gesamte Flug oder ich erst irgendwie vorfliege, ich weiß ja irgendwie, sowas war dann irgendwie. Genau. So, und dann haben wir halt angefangen, unsere Koffer zu packen. Jeder ja auch nur ein Koffer. Das war wirklich so, diesmal hatten die Drillinge auch alle in eigenen Koffer. Das gab es vorher noch nie. Die haben sich sonst immer Koffer geteilt. Die werden jetzt auch älter. Das heißt, wir hatten dann den nächsten Fauxpas. Wir haben diesen kleinen Hund besorgt, weil es Leila so schlecht ging und wir haben ihn ja am Strand geschenkt bekommen. Das war so ein, ja, das ging irgendwie alles so schnell und dann fiel aber auf, der darf gar nicht mit uns mitreisen. Da hatten wir das nächste Dilemma, weil Leila sehr an dem hing. Er war ein Welpe. Wir haben ja Gott sei Dank Angestellte im Haus, die sich auch wunderbar um den Hund gekümmert haben. Aber das war dann halt so das Nächste, wo wir gedacht haben, so, oh Mist. Okay, dann kommt der Hund nach, weil Laila Bautin unbedingt dabei haben. Dann sind wir los Richtung Deutschland. Mit was für einem Gefühl bist du da weggefahren? Also ich bin nicht mit dem Gefühl weggefahren, dass wir in Deutschland bleiben. Ich weiß noch, dass wir gesagt haben, mal schauen, ob wir hier ein schönes Haus finden. Vielleicht finden wir ein schönes Haus.
Und können ja auch gucken, wir wollten ja eh die Nähe zu Europa. Also es war mit Keim, Satz gesagt, dass wir hier herziehen. Wir haben, die Kinder waren nicht abgemeldet von der Schule, dass wir uns hingesetzt haben und gesagt haben, könntet ihr euch vorstellen, also man spielt ja auch so rum mit dem Gedanken, könntet ihr euch vorstellen nochmal hier zu leben, weil ich sag ganz ehrlich und das gebe ich auch zu, aber ich bin zum Beispiel jemand, ich hab auch vor Anis schon zweimal geheiratet und hab gedacht, ich verbringe mein Leben mit diesen Menschen und hab das auch revidiert. Ich kann sehr bestimmt sein mit meiner Meinung, das nehme ich jetzt auch auf mich. Ist ja normal, nein. Und in dem Moment fühl und denke ich das auch. Ich wollte gerade sagen, es geht ja um den Moment, in dem du das sagst oder fühlst du auch. Wir kamen aus dem Personenschutz. Deutschland hatte für mich was sehr negativ Bedrohliches, Einsperrendes.
Wir hatten Ärger mit dem Finanzen. Also es war wirklich einfach für mich, sehr für uns als Familie, sehr unangenehm. Wir waren im Fokus. Das war alles sehr belastend und die Drillinge waren klein. Wir haben uns rausgezogen und in Dubai eine wirklich schöne Zeit gehabt. Will ich auch gar nicht alles schlecht reden. Wir hatten eine schöne Zeit. Wir konnten uns da aufpäppeln. Das war so wie so eine Pflanze, die mal umgetopft wurde und die hat dann wieder angefangen zu blühen. Das war wie so Rehab. Ja, genau. Freiheit vom Personenschutz, die Kinder... In Ruhe, weg von der Öffentlichkeit. Gefühlt hat man dort eine so große Distanz zu seiner Öffentlichkeit. Das ist ja auch was, was, glaube ich, mehr Menschen nicht so nachvollziehen können. Wir hatten viele, viele Negativschlagzeilen in den letzten Jahren und das fühlt sich sehr bedrohlich an, wenn das direkt vor deiner Haustür ist. Ich zum Beispiel kann, früher dachte ich immer, es wäre mir egal und umso mehr Kinder, habe ich gedacht, nein, es hat Auswirkungen auf unser gesamtes Leben, auf die Art, wie man angeguckt, ich möchte das nicht mehr und das hat mich irgendwie so bedrückt und dort in Dubai ist man so weit weg davon, das hat uns aufgepäppelt und Dubai ist auch schön und es war auch beruflich auf die Beine gekommen. Es ist dort wunderbar für eine Zeit. Aber dann irgendwann habe ich auch gemerkt, mir fehlt wieder was. Ich fühle mich ein bisschen gelangweilt. Es ist ein bisschen wie auf einer Insel leben. Es ist wirklich nicht viel Spannendes da in der Nähe. Es ist sehr, sehr, sehr traditionell. Sobald man rausfährt aus Dubai, dann merkt man mal, wenn man wirklich mal auf die Landkarte guckt, wo man dort ist. Ihr wisst, wie ich rumlaufe, was für eine Meinung ich vertrete.
Also ist ja so. Wie hört sich das denn an? Ihr wisst, wie ich rumlaufe. Ja, mit meinen Sport-Tops. Und dann fühlt man sich in Dubai so, als wäre man irgendwo im Westen. Das ist halt schon so. Aber man ist nicht im Westen, richtig. Und dann hatten wir den Unfall mit Gibi. Also es waren so ein paar Punkte, die in Dubai zusammengekommen sind. Dann hatten wir noch zwei, drei Sachen da. Darüber reden wir aber nicht. Das ist was Berufliches, was Persönliches von uns. was wirklich so war, das hat so kleine Risse bekommen. Und für uns ist es so, es war gut, solange es gut ist, sind da Dinge, die halt passieren. Muss man mal so gucken, wie dann eben dort auch damit gehandhabt wird. Ich möchte das jetzt auch nicht, ich möchte nicht schlechtreden. Es geht nicht um Bashing oder so. Nein, um Bashing, Dubai. Wir haben nach wie vor ein Haus da und ich möchte das auch behalten. Und das ist eine Stadt, die uns viel gegeben hat, mit der ich auch viel Schönes verbinde. Aber dann haben wir einfach gemerkt, als wir hier waren, genau, sitzen wir und reden mit den Kindern und zwar wirklich nur in den Raum geworfen. Und dann sagen die auf einmal, die waren richtig happy und ich kann es heute nicht glauben, den Moment. Ich erinnere mich immer noch zurück und denke mir so, hä, wo bin ich hier gerade? Mit wem sitze ich hier gerade am Tisch? Das hat mich richtig traurig gemacht. Ja, beziehungsweise wie nicht.
Also wie überhaupt nicht habe ich damit gerechnet, mit dieser Reaktion, wirklich. Also du hättest mir sagen können, ja, die Kinder werden das und das sagen. Ich hätte gesagt, auf gar keinen Fall. Doch, doch. Ich sage, nein, auf gar keinen Fall. Ich hätte alles gewettet, was ich habe, dass die Kinder nicht so reagieren, wie wir sie dann erlebt haben, als wir nur mal so einen kleinen Finger ins Wasser getunkt haben. Es war ja nicht so, dass wir gesagt haben, so, wir wollten euch jetzt sagen, wir ziehen jetzt weg, wir ziehen um, wir bla bla bla, sondern, wie gefällt euch das hier? Wie ist es im Vergleich zu Dubai? Echt, ja? Und als es immer so positiv war, dann so.
Könntet ihr euch vorstellen, wieder ein bisschen länger hier zu bleiben und das ist dann wie so ein Staudamm, ist das so gebrochen, habe ich das Gefühl gehabt. Bei den Großen, ich muss sagen, die Kleinen, da kommen wir dann noch später zu oder beim nächsten Mal, für die Kleinen eine ganz andere Sache, weil die Kleinen ja wirklich dort, also was heißt groß geworden, aber die haben da ihre ersten vier Jahre verbracht und die sehen sich als, als wären sie halt Leute aus Dubai, also keine Deutschen. Und das sagen sie auch ganz oft, wir sind von Dubai und nicht aus Deutschland, wie die immer sagen, deutsche Land. Und dann erkläre ich denen das immer und die Nannys erklären denen das auch, sagen so, ihr startet jetzt hier euer neues Leben. Und die sind schon, also es sind so ein bisschen zwei Lager und das tut mir für die Kleinen auch ein bisschen leid manchmal. Es wird wirklich besser, jetzt hier auch mit dem Frühling. Wir sind gekommen im absoluten Dezember, wunderschön, Januar, diese knorrigen Äste. Ich will nicht wissen, was die Nannys gedacht haben, dass wir das hier schön finden. Hey, this is Germany. Und dann haben wir dieses wunderschöne Haus gefunden.
Ja, wir hatten aber gar keine Möbel. Wir hatten keine Möbel. Wir haben einen Koffer jeder. Die Kinder waren schon zwei Monate aus der Schule raus. Und ich meine, wir haben acht plus Jasmin dabei. Keine Schränke. Wir haben ja Monate wirklich aus Koffer. Also ich weiß nicht, ob das sich jemand so vorstellen kann. Dann haben wir so eine Miniküche. Wir sitzen auf so einer Holzbange. Die Küche war doch wirklich der Knüller, oder? Du bist hier in so einem, keine Ahnung, 1000 Quadratmeter Haus und unsere Küche war gefühlt so 8 Quadratmeter, aber nicht nur der Bereich zum Essen machen, sondern auch noch zum selber essen.
Aber glaubst du, wie cool es war? Ich denke auch, da waren es rück. Und ich sage dir, wir sind als Familie, rücken wir wieder zusammen. Denn jetzt kommt das große Ding. Und da könnt ihr mich für verurteilen und sagen, da hat dich ja niemand dazu gezwungen. Nein, niemand hat mich dazu gezwungen, auch Anis nicht, dass wir uns so viele Angestellte zugelegt haben, sage ich jetzt mal so, eingestellt haben, uns immer mehr haben abnehmen lassen. Es ist einfach, Dubai ist eine ganz große Verführung. Es ist ja verlockend. Ja, verlockend. Und wir sind dieser Verlockung, wie sagt man? Erlegen. Ja, aber komplett. Wir haben immer mehr aufgestockt, Dann noch ein Fahrer. Die ersten anderthalb Jahre saß ich. Dreimal die Woche beim Fußballtraining. Wirklich jedes Mal. Und auch beim Reitstall. Dann irgendwann gab es einen Fahrer, dann mussten wir das nicht mehr machen. Dann konnte man darauf versehen. Und weißt du was?
Dann kam der Koch. Genau, dann kam der Koch. Zwei Mates, zwei Nannys, zwei Fahrer, ein Koch. Also ich bitte dich. Das war schon krass. Und dann habe ich irgendwann gemerkt, ich werde unzufrieden mit meiner Familie. Ich habe mich überflüssig gefühlt. Dann waren die Kinder auf einmal so unabhängig. Die Großen, das war nach Kroatien. Vor anderthalb Jahren, fast zwei Jahren jetzt. Die haben ja diesen Pubertätssprung, dass sie nur mit ihren Freunden sein wollen. Und auf einmal dachte ich mir so, okay, jetzt muss ich nicht mehr kochen, nicht mehr einkaufen. Du, ich war am Ende anderthalb Jahre nicht mehr im Supermarkt und dafür schäme ich mich. Da hat mich keiner von abgehalten, aber ich habe es mir aus der Hand. Es ist mir wie so Sand, der so zwischen den Fingern durchläuft und du kannst sie nicht greifen. So habe ich mich da gefühlt. Ich habe gesehen, wo die Fehlerpunkte waren, aber ich habe es nicht hinbekommen, das wieder in meine Hand zu nehmen. Und da hat unser Familienleben so drunter gelitten. und deshalb haben wir uns auch entfernt voneinander, hundertprozentig. Und da ist niemand schuld dran, außer wir. Aber wir haben es nicht mehr hinbekommen dort. Und.
Ja, und das hat sich eben dann in Deutschland auf einmal alles wieder so nah angefühlt und so gemeint. Aber, finde ich, aber wir sind am Anfang auch nicht klargekommen. Ich war schon ein bisschen überfordert mit Supermarktzeiten und die Kinder haben kein WLAN und alle haben Langeweile. Und wir müssen alle noch schnell in den Wald. Aber nee, hey, wir müssen auch noch kochen. Wir haben teilweise erst um halb zehn abends gegessen. Ja, teilweise um halb elf. Ich kann mich doch daran erinnern. Dann habe ich auch noch mit Laila dann Zimtschnecken gemacht. Die waren dann so um Mitternacht waren die im Ofen. Ja, aber sie hat es so genossen. Ja. Ja, und das haben wir eben gesehen. Das lief, es war chaot, genau. Vorher war unser Leben perfekt. Perfekt alles abgenommen. Man hat gelebt wie ein König. Wie so ein Uhrwerk, ne? Genau. Sehr steril, wie so ein Uhrwerk. Jeder hatte seine Aufgaben, aber wir eben keine mehr, außer uns Kinder zu lieben. Und das haben wir natürlich auch gemacht, aber es ist trotzdem viel durchgeglitten. Und das hat sich eine Art Unzufriedenheit aufgebaut und die Verbindung haben wir verloren. Also ich habe sie komplett verloren. Ja. Und ich habe gedacht so, hey scheiße, warum bin ich so unzufrieden? Und, ähm.
Und das war es eigentlich. Und auf einmal sind wir dann wieder hier, völlig gezwergt in so eine kleine Küche, reduziert auf das Minimum. Und damit meine ich diese Bierbank. Ja, wir sind in einem Millionenhaus. Aber wir hatten hier nichts. Nee. So, einen kleinen Fernseher, aber es war so schön. Und ich habe gesehen, wie die Kinder aufblühen, wie wir selber. Natürlich war ich gestresst, teilweise ohne Ende. Ja, müde waren wir sowieso immer auch. Ja, müde, gestresst, aber so zufrieden, wie lange schon nicht mehr. Ja, erfüllt. Genau, und dann haben wir, und da kommt ja noch dazu, wir waren ja noch nicht mal zusammen, das habe ich ja ganz verdrängt wieder. Zu dem Ganzen, was hier noch ist, haben wir erst, es hat sich wirklich bei mir so um Weihnachten rum, man muss dazu sagen, wir hatten noch nie so ein schönes Weihnachten. Da es vorher schon so war, dass ich und meine Familie und du dich ein bisschen dem entzogen hast, aus welchen Gründen auch immer, da müssen wir jetzt ja nicht drauf eingehen. Aber es war so und ich habe mich immer einsam gefühlt und war halt immer überall dabei ohne meinen Partner. und du hast halt dich gerne aus der Affäre gezogen, und ich habe dich nie gezwungen, weil ich nicht so ein Typ bin und wir haben aber auch nicht drüber geredet, so wie wir halt sind. Das hat sich so gegenseitig befruchtet irgendwie so. Ja, aber im Negativen. Ja klar, im Negativen, genau. Ist so gewachsen und ich fand auch, also wir sind nicht zusammen gewesen in der Zeit, also auch als wir dann nach Dubai geflogen sind am 16. Nee, nach Deutschland. Sorry, von Dubai nach Deutschland, genau richtig, nach Deutschland geflogen sind.
Du hattest deine eigene Wohnung und ich hatte das Haus. Und wir haben nicht in einem Haushalt gelebt, aber da wir ja wirklich, und das ist auch das, was sich Menschen ja gar nicht vorstellen können, auch in unserer Trennungszeit, wo wir wirklich drüber nachgedacht haben, uns scheiden zu lassen und alles auseinander zu dividieren, was wir so besitzen und haben.
Ja, das ist fürchterlich. Du hast darüber nachgedacht, ob du überhaupt in Dubai bleiben möchtest. Ich habe überlegt, möchte ich hier auch sein ohne dich? Also es war eigentlich fürchterlich, aber wir haben uns in der Zeit nicht gehasst und auch nicht offensiv gestritten. Das heißt, ich glaube, das können sich viele nicht vorstellen, weil wir bei vielen eben Trennung immer hassen. Aber ich sage ja, ich würde es niemals so weit kommen lassen, dass wir uns hassen. Ich würde immer vorher die Reißleine ziehen, weil das ist ein Zustand, den könnte ich gar nicht aushalten. Weil wir einfach zu viel haben. Und damit meine ich unsere Kinder, die Vergangenheit. Was meinst du damit, du würdest die Reißleine ziehen? Ja, so wie ich es gemacht habe. Dass ich dann gesagt habe, hey, wir müssen jetzt was ändern. Weil, ja, sonst ist man sich irgendwann komplett egal. Und dann lieber so, aber bevor man sich hasst. Irgendwann fängt man sich ja an zu hassen, wenn man sich gleichgültig wird und immer weniger aufeinander eingegangen ist. Und ich glaube, viele verpassen eben diesen Absprung.
Wenn es, weißt du, wo man noch Gefühle füreinander hat, die vielleicht nicht mehr reichen, aber wir haben ja das Ruder rumreißen können und ich sage euch jetzt auch wie, einfach, Anis hat einfach weiter in sein Ding gemacht, hat mir gezeigt, er ist für mich da und die Kinder. Ich konnte mich als Frau komplett zurücknehmen und sortieren. Ich hatte das erste Mal nicht mehr die Verantwortung aller Kinder. Konnte mir viele Gedanken machen. Das war so entspannt. In so einer ganzen Situation hat es sich so entspannt. Und du warst aber da. Du bist mitgekommen zu meiner Familie. Wir haben ein wahnsinnig lustiges Weihnachten gehabt. Und dann habe ich da gesessen und dachte so, ich habe jetzt genau das, was ich mir immer gewünscht habe. Einfach eine Familie, die zusammen ist, die Spaß hat. Wo keiner irgendwie woanders ist. oder einer hat das jetzt nicht so gerne. Also ich habe mich nicht mehr so zerrissen gefühlt und halt auch komplett unterstützt von dir. Und dann wurde mein Kopf so ruhig. Vorher hatte ich diese, dass ich die Kinder emotional ganz alleine auffangen muss. Das hat mich so unter Druck gesetzt immer. Das Gefühl hatte ich auf einmal nicht mehr. Wir hatten eine schöne Zeit. Du hast nie gefragt, sind wir zusammen, sind wir nicht? Wie wird das? Gar kein Druck. Wir haben einfach so den Fluss.
Weißt du, der Fluss ist so gelaufen. Wir waren im Flow, ja. Genau, und es war schön. Und dann irgendwann hat uns Tanja May, das ist so witzig, von der Bild-Zeitung hat uns eigentlich die Entscheidung abgenommen. Ja, unglaublich. Krass, ne? Sie stand mit mir in der Loge und meint so, ihr seid doch schon eigentlich, sie war uns besuchen auf dem Berlin-Konzert, ihr seid doch schon eigentlich zusammen. Und dann war ich erst richtig überfordert mit der Frage, weil ich dachte, scheiße, wenn ich jetzt antworte, dann ist dann, ich kann ja nicht ja sagen und dann zwei Tage später ist es auf einmal doch nicht mehr so. Dann habe ich so auf die Bühne geguckt und dachte so, ja, habe so kurz überlegt, wie die letzten Wochen waren, was wir haben, wie es sich entwickelt hat und dachte mir so, ja, stimmt, eigentlich ist es ein schönes Zusammensein und ja, wir sind zusammen und das war ja, da hat sie uns einfach die Entscheidung irgendwie abgenommen, ganz absurd, ne? Andi, es kriegt schon wieder Tränen in den Augen. Ja, ja.
Weil ich weiß noch, ich war zu dem Zeitpunkt auf der Bühne und so und du hattest ja alleine mit Tanja gesprochen und nach der Show irgendwann oder einen Tag danach hast du dir irgendwie zu mir gesagt, achso, übrigens Tanja wird jetzt nochmal so einen Artikel schreiben und ich habe ihr ein Statement oder einen Kommentar irgendwie gegeben und so, ich hoffe, das ist okay für dich. Und ich denke mir so, ja klar, ist okay für mich, natürlich. Aber du bist ja einfach so Frau, ich frage dich jetzt auch nicht, ja was hast du gesagt oder kannst du mir das schicken und bla bla bla.
Und dann auf einmal habe ich diese Bildschlagzeile gesehen, irgendwie so Titelseite oder so. So, ja, wir sind wieder ein Paar und boah krass, wenn ich jetzt schon wieder dran denke, unfassbar. Mich sehr gerührt. Es tut mir auch so leid, weil ich einfach nicht der Typ bin, der da so drüber reden kann. Ich habe mir gedacht, wir haben eine schöne Zeit und das ergibt sich jetzt von alleine. Und Anise ist eben genau so ein Typ, der das aber hören möchte und muss und ich bin ja genau das Gegenteil, ich spüre das irgendwie und muss da gar nicht drüber reden. Aber wenn man jemanden an seiner Seite hat, der das aber braucht darüber zu reden, ist es halt bei uns schon echt ein großes Ding, an dem wir arbeiten müssen. Wir machen auch nach wie vor unsere Therapie, die auch mal besser klappt und mal schlechter und wir haben auch immer noch unsere Punkte, an denen wir echt arbeiten müssen, weil wir sind ja auch nicht umsonst in so eine Lage geraten. Also nur weil man sich hier nicht kloppt oder verachtet oder anschreit, heißt es nicht, dass Menschen nicht unglücklich werden können, weil jeder so seine Mechanismen hat. Und da können wir dann irgendwann auch mal gerne drüber sprechen hier offen, über was du für dein Päckchen hast und ich für meins und dass die natürlich total kollidieren und beide aber eigentlich gar keine schlimme Absicht haben. Und das ist ja das Schlimmste an dem Ganzen. Wir haben, ja ich kann es gar nicht glauben, wenn wir jetzt so darüber sprechen, was wir alles gemacht haben in den letzten Wochen, Monaten und da war ja auch noch die Trennung. Ich fasse es nicht. Weißt du, ob wir uns die Frage gestellt haben, so ob wir normal sind oder ob wir so normal oder ob wir jemals.
Ein normales Leben führen können oder ob wir überhaupt Menschen sind, die fähig sind, ein normales Leben zu führen. Weißt du noch, dass wir so ganz oft darüber gesprochen haben? Weil auch wenn wir wirklich vorhaben, irgendwie nichts zu machen oder irgendwie, in Anführungsstrichen normal sein zu wollen, das funktioniert ja bei uns auch gar nicht. Auch was wir so machen. Andere brauchen da ein halbes Jahr Vorlaufzeit für. Auch was wir uns so aufhalsen. Wir springen einfach rein immer. Das habe ich jetzt auch gedacht. Genau, auch dieses ja okay, wir sind dann halt jetzt einfach hier geblieben. Aber das war halt null Vorbereitung. Das hat uns wieder viel, viel, viel Geld gekostet, weil es nicht vorbereitet ist. Unsere Autos allein aus Dubai wegzukriegen, wollen wir euch gar nicht sagen, was wir dafür machen mussten und Vollmachten schreiben mussten und per Anwalt und Kosten und Telefonate. Und das ist ja alles Stress. Einfach, weil wir unseren Umzug nicht vorbereitet haben. Ja, weil wir nicht geplant hatten. Weil es nicht geplant war so. Das ist ja so ein Ding. Und ich denke mir immer so, okay, wäre es vielleicht besser, wenn man es anders machen würde. Und wir haben uns ja auch ganz oft vorgenommen, Sachen jetzt irgendwie anders zu machen. Bei ein paar Sachen haben wir es geschafft. Auch Thema Leihmutterschaft und so, da können wir auch nochmal drüber sprechen. Ja, in den nächsten Folgen, wir haben jetzt so viel aufzuarbeiten. Richtig.
Aber trotzdem, sage ich dir mal so, wie es ist, für mich fühlt es sich normal an. Aber ich kann mir vorstellen, dass einfach fast jeder, dass wahrscheinlich neun von zehn Leuten, die da neben uns stehen und auf uns gucken oder uns zugucken, einfach mit dem Kopf schütteln. Jetzt gar nicht böse. Ich bin eine aus dem Bauch raus Entscheiderin. Ich wege nicht ab. Ich wege vorher nicht ab. Ich entscheide aus dem Bauch raus. Und trage dann jegliche Konsequenz auch. Stress, Anstrengung, wenig Schlaf. Ich meine, das ist schon auch sehr, sehr, sehr sportlich, was wir so machen. Ich glaube, das ist der eine Punkt, obwohl ich ja eigentlich eher auch schon so ein bisschen kopfiger bin als du.
Auf der einen Seite irgendwie schon, aber auf der anderen Seite auch irgendwie schon auch wieder gar nicht. Also ich könnte das gar nicht von mir sagen, dass ich jetzt nur kopfig bin. Aber ich glaube, was uns beide auch wirklich auszeichnet und nicht auszeichnet, weil es jetzt gut oder schlecht ist. Einfach nur, aber es ist so, wir folgen dem anderen auch bedingungslos. Das wollte ich gerade sagen, weil jetzt können wir nochmal ein bisschen zu dem aktuelleren Thema, gerade politisch nochmal dazu kommen. Mir wird sehr oft unterstellt in letzter Zeit, dass wir irgendwas gewusst haben mussten. Dass der Krieg anfängt, dann denke ich mir so, okay, ihr macht unseren Arsch aber ganz schön hoch. Also es ist ja nicht so, dass wir irgendwie zur Weltelite gehören, jetzt mal bei aller Liebe. Und wir haben auch keine Kontakte, weder in die höchste Politik noch sonst irgendwas. Natürlich haben wir auch Freunde vielleicht, die ein bisschen einflussreicher sind, aber die ruft man ja dann auch nicht an und die rufen ja auch nicht uns an. Übrigens, Trump will in drei Wochen, nee. Und hätten wir das auch nur im Ansatz gewusst, hätte ich aber sowas von dafür gesorgt, dass alle unsere Tiere und auch unsere Freunde und alles, also wie verrückt auch einfach, aber gut, das sind dann halt diese, Verschwörungstheoretiker und das muss man sich wirklich noch nöcher anhören, aber jetzt wieder so ein Bauchgefühl, wir hatten das, dass.
Iran, Katar angegriffen hat, was unsere Kinder wahnsinnig... Letzten Sommer. Das war letzten Sommer, du warst in Thailand. Boah, das war auch wieder so ein Schlüsselmoment und da habe ich dann auch gedacht, da habe ich gemerkt, okay, wir sind hier einfach im Nahen Osten. Wir sind im Nahen Osten, wir sind mittendrin. Und da kriegt man, fängt man an, ein bisschen nachzudenken. Und dann haben wir angefangen zu reden, ob wir firmentechnisch, wirtschaftlich, was auch immer. Dann wurden so ein paar Sachen geändert in Dubai, was Angestellte betrifft. Und dann habe ich auf einmal zwar nichts gesagt, oh, hier ändert sich halt immer so viel. Auf der einen Seite ist das schön, aber auf der anderen Seite fühlt sich das so ein bisschen unstabil an. Und dann haben wir einfach, und dann war das auch so was, dann wurde das Haus wieder verschoben, welches wir gebaut haben, mittlerweile schon vier Jahre. Also fast vier Jahre. Und wir hatten ja, unser Haus war schon verkauft. Also es war wirklich so, dass wir dachten so, hey, dieser Umzug, wir waren gezwungen, diesen Umzug zu machen. Das war jetzt nicht eine Laune bei uns. Schule stand bevor wieder. Genau, sondern wir mussten umziehen, weil unser Haus nicht fertig wurde. Und da habe ich gedacht, so ein bisschen auch aus Bockigkeit.
Ich möchte hier gar kein Haus haben, weil ihr verschiebt andauernd. Das ist ja genau wie so ein Date. Man freut sich aufs Date und der oder diejenige versetzt sich wirklich fünfmal. Dann denkst du dir, egal wie gut du aussiehst, ich gehe jetzt nicht mit dir essen. Wirklich nicht. Egal wie interessant ich dich fand. Und so ein bisschen war das mit dem Haus. Und dazu kam, wir haben uns die Community, in der wir gebaut haben, angeguckt und.
Wenn man Off-Plan kauft. Die sind ja dahin gezogen. Genau, Off-Plan bedeutet, man kauft was, was noch gar nicht da ist und die ganze Gegend noch nicht da ist. Und das würde ich nie wieder machen, weil wir sind ja so Leute, ich muss auch es fühlen. Ich gehe in ein Haus rein oder in eine Wohnung oder auf einen Reitstall und ich fühle das. Genauso wie ich die Menschen fühle, die von uns arbeiten sollen oder werden. Und entweder spüre ich da was oder nicht, aber das kann mir doch jemand von außen, jemanden über SMS. Mit einem 3D-Render. Genau, gar nicht. Und KI modelliert sieht eh alles toll aus. Das heißt, wir haben das gekauft, als wir dann dort waren, haben wir gemerkt, viel zu wenig Grün, viel zu viel Stau, weil die Infrastruktur nicht schlau gemacht wurde. Also die Stuhle, der Stau, also es war ein wahnsinniges Stresspotenzial. Viel zu wenig Spielplätze, keine Kinder draußen. Es war so, wo ich dachte, okay, ich glaube, die Community kann wunderbar sein, aber erst in fünf, sechs, sieben, acht, neun Jahren, wenn das wirklich ein bisschen mehr, wenn die Seele mehr lebt. Du konntest doch mit deinem Hund da nicht spazieren gehen. Ja genau, es war wirklich so, dass ich dachte so.
Fuck, so scheiße, wir haben hier was gekauft und wirklich achtstellig, achtstellig jetzt nicht irgendwie so euromäßig, wo ich dachte, ey nee, das ist ein Vermögen, das muss sich gut anführen und hier möchtest du sein. Und dann war halt dieses, wir haben gemerkt, das passt nicht zu uns. Deshalb eben diesen Quatsch-Off-Plan zu kaufen. Wirtschaftlich super, wenn du wirtschaftlich, jetzt natürlich in der Lage jetzt momentan nicht, aber um Geld zu machen, okay. Aber für dich selber katastrophal. Würde ich wirklich nicht, also würde ich nie wieder machen. Also haben wir es verkauft. Wir hatten so ein Glück, weil ich habe zu dir gesagt, Anis, ich finde, das fühlt sich nicht gut an. Ich möchte hier kein Haus mehr haben. Und weißt du, was du gesagt hast? Okay, wir verkaufen das. Und einfach nur dieses.
Okay, ich kann mir vorstellen, es gibt viele Paare, die dann eben in die Diskussion einsteigen. Ich sehe das nicht so, weil hätten wir ein Jahr später verkauft, normalerweise, uns hat jeder abgeraten, nicht zu verkaufen. Die haben alle mit dem Kopf geschüttet. Richtig, weil wenn du noch ein Jahr wartest, das nennt man Handover, das heißt, wenn das Haus komplett fertig ist, bekommst du fast nochmal eine Million mehr. Vielen Dank. Das heißt, mindestens, haben die Leute zu uns gesagt, hey, wie bekloppt seid ihr, ihr könnt das doch einfach laufen lassen, aber wir haben das vom Gefühl, ja, haben wir gedacht, ne, wir möchten nicht.
Und dann hat das auch jemand sofort gekauft, das Gute ist, bevor jetzt der Krieg da losging, war das ja auch wirklich eine Sache von, weiß nicht, ein paar Tagen. Und dann haben wir das verkauft, auch mit sehr gutem Gewinn, aber natürlich nicht das Maximum, was wir hätten rausholen können, aber einfach, weil das eine Bauchgeschichte war. Ja, und was hätten wir jetzt? Und jetzt hätten wir Verlust gemacht. Wir hätten jetzt gar nichts. Genau. Weil du kannst ja auch, und das ist ja der nächste Punkt, also nicht nur, dass der Immobilienmarkt in Dubai auch, ich glaube fast ein Viertel jetzt in den ersten zehn Tagen. 23 Prozent gecrashed. Vor zwei Tagen, genau, war das so. Also nicht nur, dass der extrem gedroppt ist, du musst ja jetzt auch jemanden finden, der auch bereitwillig in dieser Phase das auch kauft. Ja, vor allem so viel Geld, Mensch. Ja, es ist ja immer noch viel Geld, was da liegt, aber dann jemanden zu finden, der jetzt auch noch sagt, okay, ich kaufe in der Phase jetzt etwas, binde mir das ins Bein, wobei ich ja selber nicht mehr weiß, wie es weitergeht. Also wir hätten wahrscheinlich jetzt weniger gehabt und hätten es aber auch nicht in den Händen halten können. Und deshalb meine ich, wir haben irgendwie letzten Sommer angefangen zu sagen, wir konzentrieren uns wieder mehr auf Europa. Aber eigentlich wollten wir nur pendeln. Aber es hat sich halt so ein Gefühl aufgebaut. Ich kann dir auch nicht sagen, woran es lag. Es war ein Teil des Familiäre, auf jeden Fall, wirtschaftlich. Und wir persönlich, plus diese Konflikte, die ja schon da auch einfach stören. Also es ist schon so, dass man das am Rande mitbekommt und dann haben Laila und Isa sind auch so Leute, die informieren sich und die fragen auch immer wieder nach. Also unsere Kinder fragen nach, warum wer. Beim Ukraine-Krieg war das schon so, dass Issa dann mit ganz vielen Fragen kam, weil er sich darüber informiert hat mit Ukraine, Russland.
Weil er auch selber das Gefühl hatte, es ist halt nicht weit weg. In der Eskalation jetzt hier genau dasselbe. Und ich finde das einfach heftig. Und ich kann die Verharmlosung, die da... Nee, feiere ich nicht. Ich kann das nicht verstehen, was die Leute gerade machen. Ich kann verstehen, was Leute auch machen, ist dieses Dubai-Bashing. Ich glaube, der Neid ist halt so groß, weil dort viele sehr wohlhabende Menschen sind. Das sind wie die Brände damals in L.A. Da hat auch keiner Mitleid gehabt für die ganzen Schauspieler, die ihre Häuser verloren haben, wo ich mir immer denke, was stimmt mit so Leuten nicht? Natürlich, diese Menschen können sich sofort ein neues Haus kaufen. Es gibt Menschen, die sind schlimmer dran. Aber trotzdem ist doch dein Zuhause weg. Tiere sterben. Ganze Landstriche gehen kaputt. Wie kann man da auch nur im Ansatz gehässig sein? Und bei Dubai ist es ähnlich. Die Leute reagieren gehässig. Aber die Leute bringen die Leute dazu, das zu machen, Weil sie mit ihrer Arroganz bei Instagram sitzen und sagen, sie fühlen sich so sicher, wo ich mir denke, guck doch bitte einfach mal die Fakten an.
Über dir werden Dinge abgeschossen, da bist du nicht sicher. Und das ist auch egal, wenn das in Deutschland passiert, bist du auch nicht sicher. Oder in Spanien oder in Frankreich. Es geht einfach nur um die Sache, dass das so lächerlich ist, dass auch die Menschen, die da gerade gesagt haben, sie fühlen sich so sicher, dann die Ärzten sind, die auch ausreisen. Dann sind sie ausgereist, dann sagen sie ja, in Deutschland ist aber ja auch das schlecht und das, dann denke ich mir, es muss ja gar nicht auf dem Finger mit irgendwas gezeigt werden. Auch Dubai hat ein tolles Abwehrsystem, die geben alles, um die Leute jetzt zu schützen. Natürlich sind die am Start, na klar. Aber trotzdem befindest du dich in meinem Kriegsgebiet. Also was ist los? Ja, und ich will auch mit meiner Familie nicht in so einer.
Gegend oder auch in so einer Situation will ich auch einfach nicht leben. Und dann kamen auch die Leute, das war ganz am Anfang auch voll krass, die sagen dann so, ja, also Dubai wird angegriffen mit drohen Raketen aus dem Iran, ist immer noch sicherer als London abends wegzugehen. Ich denke, Jungs, also mal ganz ehrlich, also erstmal kannst du so einen Vergleich gar nicht ziehen, das ist schon mal der erste. Und da geht es, wie du gesagt hast, der eine basht den anderen und die Reaktion von dem anderen wiederum ist, den anderen zu bashen. Kein Konsens, so keine Verständigung, kein Kompromiss. Für mich zählt einfach nur, es ist beides nicht sicher für meine Familie, für mich nicht, für dich nicht, so und deswegen will ich da nicht leben, Punkt. Genau, und die Vorstellung, dass ich hoffe auch, dass wir da irgendwann wieder hinkommen und sich das alles beruhigt, wer hofft das denn nicht? Aber jetzt in der jetzigen Lage, kam und möchte man da einfach nicht sein und schon gar nicht mit Kindern, die werden traumatisiert, die Auswirkungen zeigen sich später und wir haben so sensible Kinder teilweise, also Laila und Isa werden durchgedreht, das weiß ich. Und 100 Prozent, sage ich dir ganz ehrlich. Aber ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Ich würde auch sofort auf Lila und Issa tippen. Aufgrund ihrer Persönlichkeit und aufgrund ihres Charakters. Aber die anderen hätten es auch nicht, ich sag mal, schadenlos überstanden. Und auch Montri. Montri hätte das auch extrem, ich wollte gerade sagen. Und der ist schon 24 jetzt bald. Also es geht nicht darum, ums Alter.
Bei keinem geht das spurlos so rein. Und du weißt, wir wollten da sein. Also ich wollte mit den Drillings schon längst da sein. Das heißt, es war auch wieder so. Ja, du wolltest kurz Feuer. Nur wegen der Eingewöhnung in der Kita habe ich es noch ein bisschen geschoben. Und also bei uns kommen diese Zusammenhänge immer sehr gelegen durch Zufall. Genauso eben wie mit unserem Hausverkauf und dem wieder. Also wir waren Wochen hier und haben dann gedacht, das ist schön und jetzt bleiben wir hier. Und jetzt fragen Leute, bleibt ihr für immer? Dieses für immer ist immer so schwierig, weil ich möchte gar keine Sachen. Ich will nirgendwo für immer sein. Ja, und wir können uns ja offen halten. Deshalb noch das Haus in Dubai, vielleicht ein bisschen in Frankreich, aber der Mittelpunkt ist jetzt momentan Deutschland. Die Kinder gehen auf eine wunderbare Schule hier. Wir wurden alle, das können wir ja nächstes Mal besprechen, auch wirklich toll empfangen. Und ich habe hier auch jetzt ein anderes Grundgefühl als damals in Berlin. Aber das ist natürlich auch geschuldet unserer persönlichen, ich möchte auch niemanden in Berlin angreifen. Das ist ja immer diese persönliche, ich spreche ja nur von mir und von dir. Sehr subjektiv. Ja, genau. Und auf die Lebensumstände bezogen. Und unsere Lebensumstände sind schon auch krass gewesen. Ja, ist so. Jedenfalls kein 0815 Leben.
Wobei man sich das auch schon achten. Ja doch, eigentlich schon. Was meinst du? Ich finde, das habe ich auch zu Maria gesagt, meine Freundin ist gerade zu Besuch. Ich habe ihr gesagt, für mich, ich könnte überall leben, glaube ich, fast überall. Also jetzt überspitzt gesagt. Denn mein Leben sieht immer gleich aus. Alles, was ich möchte, ist zum Sport gehen, einkaufen gehen, für die Kinder was zu essen. machen mit euch auf der Couch, es sind Spaziergänge, das heißt das Familienleben. Wir sind so eingespannt, was unsere Kinder betrifft und Tiere, dass der Alltag eigentlich überall der gleiche ist, wenn man es sich eben nicht so aus der Hand gleiten lässt, wie uns passiert ist. Sicherlich, aber dann muss man eben dafür sorgen oder da sein, an einem Ort sein, an dem halt dieser Alltag einfach bestmöglich funktionieren kann. Und das ist halt jetzt, nachdem wir das auch gemerkt haben und es eine schöne Zeit auch in Dubai gewesen ist. Ich brauche die frische Luft, ich brauche es einfach und ich brauche auch Jahreszeiten. Ich habe solche Glücksgefühle, wenn ich die kleinen Maiglöckchen und die Krokusse, ich kriege da richtig so Glückshüpfer. Und jetzt freue ich mich, wenn draußen die Sonne, und hier muss ich auch sagen, also München liegt schon echt ganz gut mit dem Wetter. Sehr gut. Die Sonne kommt nämlich fast immer wieder durch. Ich komme aus dem Norden, im Osten war es auch nicht viel besser. Wenn es da grau war, waren es einfach mal zehn Tage lang grau. Das war hart.
Und ich bin ja heute von Leipzig zurückgefahren nach München und ich war auf der Autobahn, ich wurde gefahren, ich saß hinten auf der Rückbank und dann hat es so ein bisschen geregnet, aber durch die Wolken hindurch hast du dann die Sonne gesehen und es ist auch ein anderer Regen hier. Weißt du so, der Regen ist anders. Es fühlt sich einfach natürlich an. Wenn es in Dubai geregnet hat, dachte ich mir immer so, okay, wer hat jetzt schon wieder Cloud-Sealing gemacht? Und... Es ist einfach ausgewogen, ich merke das und das geht doch über in mein Gemüt und so, ich bin, weiß nicht, so und auch die Sonne jetzt, wenn die mal rauskommt und wir haben hier wirklich, bei uns im Süden haben wir echt eine Menge, Menge Sonne. Und dieses Familienunternehmung, wir hatten in Dubai am Ende, konnten wir kaum mehr was zusammen machen, weil man hier gehen wir halt oder wir zwingen dann auch, wir sagen so, hey, jetzt gehen wir alle in den Wildpark oder in den Zoo oder auch nur in den Wald, weil in den Wald, so einen Waldspitzingang kann jeder machen.
For free. Genau, das ganz große Thema ist for free. Auf einmal ist uns aufgefallen, dass wir nicht jedes Wochenende, ich will jetzt gar keine Summen nennen, aber die sind pro Wend. Das waren schon 1.000, 2.000, 3.000 Euro. Ja genau, jedes Wochenende und dann aber immer nur für so zwei Stunden irgendeine Aktivität, weil du bist halt nicht so wie, wenn du im Wald bist oder in der Natur oder an der Isar oder wo auch immer, wo waren wir in Berlin, immer schön am Potsdam da, Spreewald, was auch immer. Das sind diese Kleinigkeiten, die mir echt gefehlt haben und ich habe auch zuerst gesagt, ich möchte eigentlich nie wieder irgendwo leben, egal welches Land es ist, welche Stadt, wo keine Jahreszeiten sind. Wir brauchen schon auch Sonne und dieses Licht in Dubai kann so schön sein, aber diese fünf Monate Hitze und dann mit sieben Kindern hat mich schon auch manchmal sehr eingesperrt fühlen lassen und mein Kopf hat gerattert und ich habe mir überlegt, wie bekomme ich jetzt unsere Familie gut durch diese Monate, weil wir sehr unternehmungslustig sind, wir gehen gerne raus und ihr könnt euch sicher vorstellen, wenn so Kinder, wir haben auch echt aktive Kinder dabei, die gehen dann die Wände hoch. Issa ist den ersten Sommer, weißt du das noch? Ich musste mein Fußballtor in unsere Wohnhalle stellen, damit er, und dann ging das dun.
Weil er immer gesagt hat, Mama, ich möchte, das war ganz, ganz, ganz schlimm, den ersten Sommer für ihn, weil er nicht rauskam. Oder weißt du noch, in Alvarari, das Trampolin einfach auf der Terrasse bei uns da oben, weil ohne Trampolin geht es nicht und draußen der Außenbereich war zu klein. Und guck mal, was jetzt hier mit dem Trampolin passiert, das ist 24 Stunden im Betrieb. Und die Kinder sind wirklich bis abends um 10 und so war das vor in Berlin auch, sind die und zwar große und klein auf diesem Trampolin. Das ist so schön wieder zu sehen. Ja, aber wie gesagt, ich möchte nicht sagen, in Dubai ist alles schlecht. Für uns als Familie haben einfach… Es ist aber auch nicht alles gut und das ist auch völlig normal. Das ist wie mit uns Menschen.
Du hast deine positiven, negativen Seiten, Macken, ich habe dasselbe. So ist auch okay. Man muss halt einfach nur einen Weg finden, dass man in einem Gleichgewicht irgendwie leben kann und eben nicht so tut, so wie ich es jetzt auch mitbekomme, dass Menschen das per se alles gut reden oder alles schlecht reden. Das ist beides nicht der vernünftige Weg. Es führt immer eher durch die Mitte. Nächstes Mal sprechen wir ein bisschen über dieses Haus, über unser Möbeldesaster, über so Inneneinrichtungen und dann wieder nicht Inneneinrichtungen, unser Farbkonzept, dann nicht Farbkonzept und so 20 Sofas, die dann keins davon wird. Also, oh mein Gott. An nächstes haben wir das gekauft? Ich weiß nicht, wie oft ich diese Frage von dir gehört habe am Wochenende. Ja, ich freue mich auf jeden Fall, dass wir wieder da sind und ich hoffe, dass ihr euch auch freut. Heute noch ein bisschen heiser. Ich denke mal, ab nächster Woche bin ich dann auch wieder am Start. jetzt noch die letzten beiden Konzerte und dann heißt es, in die wohlverdiente Rente zu gehen. Also an dieser Stelle vielen, vielen Dank und ich hoffe, wir hören uns nächste Woche wieder, wenn es heißt im Bett mit Anna-Maria und Anis. Auf Wiedersehen. Bis dahin.