Kinder, Ruhe bitte! Ich hab euch doch gerade erklärt, dass wir jetzt einfach mal kurz Zeit für uns brauchen. Wir müssen was aufnehmen. Ey, ernsthaft, Leute? Ist das wirklich euer Ernst? Meine Güte, mal lass mich doch nicht immer schimpfen. Mama hat gerade gesagt, kurz Ruhe bitte. Wir sind doch gleich fertig, okay? Ganz kurz mal nur Mama und Papa. Bis gleich. Dankeschön. Jetzt zieht mich, hau ab jetzt, los.

Willkommen bei Im Bett mit Anna-Maria und Anis Faschichi, der Bushido-Podcast. Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, liebe Zuhörer, liebe Zuhörerinnen und alle, die uns schon herzlich und schmerzlich vermisst haben. Es heißt wieder mal eine neue Folge eures Lieblings-Podcasts im Bett mit Anna-Maria und Anis. Mein Name ist Anis. Hi, ich bin's Anna-Maria. Na, Schatzi, wie geht's? Ja, ganz gut. Ich bin ein bisschen müde. Bist du erschöpft? Nee, nicht erschöpft, aber schon eigentlich Schlafenszeit für mich ist halb zehn. Wir sind wieder spät dran heute. Donnerstagabend, halb zehn nehmen wir auf. In der Nacht sollte der Podcast online kommen, das heißt wahrscheinlich erst morgen Vormittag dann. Das heißt, wir sind heute ein bisschen knapp dran, haben wir uns zu früh gelobt, die letzten zwei Male. Ja, aber wenn du sagst, es ist für dich Schlafenszeit, dann glaube ich, mittlerweile müssen wir uns beide da nennen. Wir sind ja eigentlich relativ gemeinsam ins Bett gehende Personen. Gestern beispielsweise waren wir auch sehr früh zusammen im Bett, um Viertel nach acht oder so.

Ja, aber bis man dann schläft, ist schon... Ja, aber trotzdem, wir haben... Ende Gelände hingelegt, so die Kinder sind auch dann so langsam ins Bett gegangen. Ich denke mal, wir haben mittlerweile echt einen relativ frühen Zu-Bett-Geh-Rhythmus bekommen, deswegen hast du natürlich recht, jetzt ist es halb zehn, Donnerstag, das war eh heute ein komischer Tag, muss ich dir ganz ehrlich sagen. Also keine Ahnung, ich bin auch ein bisschen wieder so zurück in diese Winter-Vibes gerutscht, weil als wir heute unterwegs waren, wir plötzlich in einen Schneesturm gekommen sind, so Richtung Starnberg. Das war ja wirklich wow. Hätte ich gar nicht mehr gedacht, dass ich das jetzt Ende März, Anfang April nochmal ein bisschen Schnee hier bekomme, aber ist okay. Das ist auch ein kleiner Abtörner, muss ich sagen. Ja, es ist jetzt auf jeden Fall, wäre es jetzt mal Zeit dafür, dass die Knospen sich mal auftun. Ich habe schon überlegt, wo ich ja nächsten Winter hingehe mit den Drillingen. Ich weiß, du bist ja, du findest das toll und du freust dich und so. Ich finde das genau zwei Wochen gut, drei Wochen. Aber dann habe ich so zurückgerechnet, dachte so scheiße, das sind ja auch vier, doch vier Monate. Das vergisst man, wenn man so viele Jahre jetzt nicht da war. Die dann echt hier arschkalt, grau. Nö, da werde ich nächstes Jahr, werde ich schön irgendwo in der Sonne sein, immer mal zwischendurch. Kommst du mit? Bin ich mal gespannt, was du dann für Pläne hast. Kommst du mit? Ja, gucken wir mal. Kommt drauf an, wohin wahrscheinlich. Ja, kommt drauf an, wohin auf jeden Fall.

Immerhin bis dorthin haben wir dann hoffentlich unseren neuen Kamin, der in der nächsten Woche hier rausgestemmt wird. Und ich bin sehr, sehr gespannt, wie das hier gerade funktioniert, weil wir sind schon jetzt auch, was unser Haus betrifft und unsere Wohnsituation. Bevor wir über ein paar andere Sachen noch sprechen. Ach so, ich finde, da könnten wir eigentlich drüber sprechen, dass wir doch ein bisschen auch echt Geld in den Sand gesetzt haben und auch echt ein bisschen überfordert waren mit allem, oder? Kann man mal so sagen? Also mit dem Schöneinrichten dieses Hauses, es ist ja ein sehr spezielles Haus, also es ist schon sehr, was hat Harry Kane gesagt, was hat der genannt für einen Ausdruck? Das weiß ich nicht. Kitschig?

Echt? Das war ihm wohl zu kitschig. Das hat mir irgendjemand erzählt, er hätte es nicht genommen, es war ihm zu kitschig, keine Ahnung. Hören, sagen, er hat da nicht mehr erzählt. Aber dann habe ich so kurz überlegt, okay, das könnte passen. Das ist schon einfach ein anderer Geschmack mit diesen vielen Gold, viele Kronleuchter. Doch kann man sagen, es ist ein bisschen kitschig, ein bisschen so französisch an so ein Schloss angelehnt. Wir haben viele Bögen, viele Schnörkel, viel Stuck, viele Ecken, dann wieder sehr viel rund, dann wieder sehr viel eckig. Es ist sehr schwierig einzurichten und dann hatten wir uns ja Hilfe geholt und haben den Fehler gemacht. Es war wirklich ein Fehler und der geht auf meine Kappe, hat uns viel Geld gekostet. Die Dame kann da gar nichts dafür, die das so ausgeführt hat, finde ich. Die hat ihren Job gemacht, fertig. Wir haben gedacht, mit KI sieht ja alles so schön aus. Und mein Fehler war, ich dachte, wenn dann unser Videograf hier durchgeht, die Räume fotografiert und filmt, kann die Person, die die KI dann steuert oder damit die Sachen entwirft, also die Räume, Und da habe ich gedacht, das ist wunderbar, weil so sieht man immer gleich fertig und in echt, wie es eben aussehen würde.

In der Theorie total toll und jeder Raum unfassbar schön, aber in der Praxis sah das eben so aus, dass die Proportionen, sei es die Fenster, Deckenhöhe, überhaupt nicht mehr gestimmt haben und die KI das nicht umsetzen konnte. Also man kann die wohl noch nicht steuern. Ich dachte, man kann das irgendwie eingeben und es wird dann daraufhin, also hast du es auch so gedacht? Ja, das war ja genau das erste Bild kam und vom Eindruck her alles cool, aber dadurch, dass die Relationen ja nicht mehr gestimmt haben, weil jetzt beispielsweise beim Schlafzimmer hatte ich das ganz krass gehabt. Ich auch, mit der Spiegelwand. Ja, so die Rückwand jetzt hier, hinter unserem Kopf sozusagen, ich sag jetzt mal, vier Meter lang, auf diesem Entwurf war die, keine Ahnung, acht Meter und riesen, sehr hoch und blablabla. Da hab ich persönlich schon gemerkt, das wird sehr, sehr schwierig. Das wird sehr schwierig. Ja, und dann habe ich halt auch gedacht, so irgendwie, das passt nicht. Wir waren dann, eigentlich haben wir einmal das komplette Haus durchdesignt. Das hat auch Wochen gedauert. Und es ist halt das Ding, ne? Wir sind aus Dubai gewohnt, wir gehen los, wir kaufen Möbel, wir sind zwei Tage später da. Das ist hier halt nicht der Fall. Wir haben uns vor drei Monaten ein Wohnzimmer ausgesucht bei Minotti und es ist bis heute nicht da. Also es dauert dann auch über drei Monate. Es ist schon echt hart.

Also es ist wirklich, weiß ich nicht, war das früher schon so? Also ich kann mich da nicht so wirklich dran erinnern. Das ist blöd, ne? Ich habe in Erinnerung auf jeden Fall immer, wenn es irgendwie um Möbel ging oder so, dann immer so zwölf Wochen habe ich immer im Kopf gehabt. Und ja, dann haben wir das halt so durchdesignt und dann habe ich irgendwie gedacht, wir kommen hier, es ist noch nicht so, wie es sein sollte. Und dann hatten wir parallel dazu eine Visualisierungsdame, eine Innenarchitektin oder Innenausstatterin, die das Ganze dann eben umsitzt, die mit den Firmen redet, die Möbel vorschlägt. Und da habe ich aber schon ganz schnell gemerkt, das passt nicht. Das matcht nicht. Das matcht überhaupt nicht. Und ich dachte auch, wir kommen dann dazu. Man zahlt sehr viel Geld dafür und am Ende hätte ich mir dann doch die Möbel selber suchen müssen. Und das war genau das, warum man das abgeben möchte. Es hat irgendwie, es hat nicht so gepasst. Es hat sich Mühe gegeben, aber es hat mit uns einfach nicht gematcht und gewibt. Und dann haben wir kurzerhand gesagt, hey, stopp, es geht einfach so nicht. Da waren wir aber schon bestimmt sieben Wochen dabei. Sieben Wochen dabei, eine Menge Kohle, egal. Was heißt egal? Also ich sage jetzt einfach mal so egal, damit ich mich nicht ärgere. Ja, man kann es ja nicht ändern.

Also egal eigentlich gar nicht, aber wie gesagt, daraus gelernt. Und dann habe ich mich zum Sport getroffen mit einer ehemaligen Freundin. Doch, wir kannten uns schon noch aus der Spielerzeit. Ihr Mann ist Fußballer.

Mein damaliger Mann war Fußballer, wir haben uns das letzte Mal bei der WM gesehen, also wirklich vor 16 Jahren und sie lebt auch hier in der Nähe und dann haben wir gesagt, komm, gehen wir zusammen zum Sport, ich freue mich sehr, dass ich alte Bekannte hier habe, das macht es einfach einfacher und sie sagt so, hey, ich habe eine Empfehlung, eine Innenausstatterin auch, die haben auch gleich, der Möbel hat gehört, den ist ein Familienunternehmen, geh doch einfach mal vorbei. Und dann dachte ich so, oh nee, jetzt nicht irgendwie was Neues oder konnte ich mir nicht so wirklich vorstellen. Dann habe ich dir davon erzählt und dann hast du auch gesagt, komm, lass uns doch einfach mal hinfahren. Und dann sind wir wirklich ohne Erwartungen, ich konnte mir doch gar nichts so wirklich darunter vorstellen, sind wir in dieses Möbelhaus, Stilhaus gefahren und da kann man wirklich, ich kannte sowas nicht.

Da kann man ein Haus bauen oder eine Wohnung oder auch umbauen und wirklich von der Fliese, von der Mosaikkachel bis zur Gardinenstange, Lampe, Leiste, Küche, Also wirklich alles aussuchen und total abgefahren. Also wirklich tolle Sachen und auch ein bisschen mutigere Sachen. Und wir sind ja selber auch so, wir hatten das in Dubai sehr Ton und Ton und Beige und diese ganzen neuen Häuser. Und wir wollten jetzt mal, so wie es halt ist, man hat blonde Haare, dann will man schwarze. Man hat Glocken, dann will man glatte Haare. Wir hatten dieses ganz durchdesignt neue. Und jetzt haben wir uns gedacht, gehen wir mal ein bisschen in die verrückten Sachen, weil wir auch gern Farben mögen. Und ich meine, dieses Haus ist so, es ist ein wunderschönes Haus hier. Aber man muss irgendwie das noch besser unterstreichen, habe ich mir gedacht. Oder so Dinge rausholen, das gemütlich bekommen, was einfach nicht so einfach ist aus gegebenen Tatsachen.

Und dann haben wir es mit der Dame hingesetzt und es hat einfach, ihre Ideen sind toll. Sie ist mutig auch, sie hat sofort verstanden, was wir meinen.

Und ja, jetzt wird das Ganze ganz crazy hier. Meinst du, es wird gut? Ja, das haben wir uns dann so vor ein paar Tagen, gestern oder so, ne, saßen wir hier? Gestern oder vorgestern haben wir dann auch gesagt, okay, weil wir sind so weit durch und wir sind praktisch schon auf Auftragsbestätigung und Anzahlungsebene und sowas alles. Auch nochmal ein großer Batzen, der dann da bezahlt werden muss. Plus noch, wir haben dann dementsprechend auch unglaublich viele Tapezierer arbeiten, ne?

Ja, allein was die, also mir tut das auch schon ein bisschen weh, muss ich sagen, als ich diese Summen gelesen habe, das auch für uns habe ich, also das ist nichts, was man mal eben so macht, also das ist wirklich krass, was wir hier jetzt nochmal reinstecken und sagen, das ist es uns wert, damit es unsere Note bekommt, aber das muss dann aussitzen, sage ich mal so. Ja, das ist ja genau der Punkt. So in der Theorie und das, was man so alles gesehen hat, die einzelnen Sachen, waren ja immer eigentlich ganz cool. Und dann habe ich mir gedacht, okay, was ist, wenn das jetzt so dann fertig ist und das ist dann gefällt. Habe ich auch ganz gut zu Panik gekommen. Ja, egal, es ist jetzt eh zu spät. Ja, und als der Maler dann kam und wir wussten, hier muss ein Gerüst aufgebaut werden, 6 Meter Gerüst und dann können wir auch nicht da sein. Das heißt, wir verlängern unseren Italien-Trip ein bisschen, also nicht diesen jetzt, den wir machen am Wochenende. Ja, was, wir machen jetzt am Wochenende? Da können wir gleich drüber reden. Morgen? Oh mein Gott, ich bin schon richtig aufgeregt. Ja, da kommen wir gleich zu, sonst hüpfen wir so hin und her, dann kommt ihr gar nicht mehr mit. Ja, und dann müsste eben dieses Riesengerüst aufgebaut werden, dann haben wir kein Wohnzimmer mehr. Wie lange, hat er gesagt, wie lange? Ja, ja, also er meinte, egal, ich würde es dir gar nicht sagen, alles gut. Okay, sag mir bitte.

Also es sind schon ein paar Wochen. Ist nicht dein Ernst. Und ich sage mal so, nur alleine Wohnzimmer, denke ich, denke da mal so auf jeden Fall zwei Wochen. Nur das Wohnzimmer. Und schon allein die Gardinen, da kommen neue Gardinen ran. Die sind sieben Meter noch was, die Gardinen. Das muss alles passieren, während dieses Gerüst da steht. Die Decke wird mit tapeziert, also es wird abgefahren. Ich glaube, ich mache auch so ein, wie nennt man das, eine Roomtour, wie es vorher ist und dann auch jeden Raum. Weil das eben nichts mehr mit dem Haus zu tun, es wird wirklich krass werden. Auch das Esszimmer, unser Schlafzimmer, mit unserem Schlafzimmer haben wir uns sehr schwer getan.

Ja, wir haben es immer noch nicht geschafft, unsere antiken Spiegel, die seit Wochen fertig sind, uns da die Muster mal anzugucken. Es gibt so ein paar Dinge, die kriegen wir einfach nicht hin, woran es liegt, wissen wir auch nicht. Das mit den Spiegeln, das ist wirklich verhext. Das ist ja wirklich nur hinfahren, abholen, nur in Anführungsstrichen. Das muss ich mir ganz groß auf meine To-Do-Liste für Montag schreiben, wenn wir dann am Sonntag wieder zurück sind. Ich bin ein bisschen aufgeworfen, ganz kurz erzählen. Wir sind ja jetzt seit, Ich denke mindestens, lass mich kurz rechnen, locker eineinhalb Jahren, das erste Mal wieder weg für zwei Tage. Wir waren tatsächlich das letzte Mal auch in Italien. Da habe ich schon gemerkt, dass wir eine ganz schöne Krise haben. Du auch?

Da waren wir auch, da gab es ein, ich weiß den Streitauslöser noch, du auch und wenn ich jetzt drüber nachdenke, soll ich es mal sagen? Nein. Okay, ist peinlich, ne? Nein. Da denke ich auch, oh mein Gott, was stimmt denn mit uns nicht? Also wirklich, wie weit es schon war, also das war krass. Also es ist jetzt wie gesagt zu privat, aber wir waren da auch in Italien, haben uns gestritten, sind dann getrennt zum Flughafen gefahren und saßen im Flieger auch getrennt. Also es war wirklich, nee, unsere Krise hat sich schon, das kam nicht über Nacht. Das war so schlimm. Ja. Dieser Typ, neben dem erst du saßt. Und warum bin ich denn da? Warum saßt der denn dann plötzlich neben mir eigentlich? Der hat so doll noch Schweiß gerochen, das weiß ich noch. Also ich habe wirklich, ich kann mich nicht dann... Sogar bis hinten. Also ich saß hinten noch und habe geflucht. Und ich saß, glaube ich, zwei Reihen hinter dir. Ja, und dann kam dann irgendwie aus irgendwelchen Gründen plötzlich saß der neben mir. Und ich denke mir so, wie bitte? Oh ja, es war so unangenehm. Oh mein Gott, ey. Da sind wir auch die ganze Zeit neben einem Gewitter lang geflogen. Ey, boah, das war auch sehr unangenehm. Ja, genau. Das war das letzte Mal. Das sind eineinhalb Jahre. Was ist das jetzt her? Krass. Alter, die Zeit geht so schnell. Wir waren dann nochmal kurz auf den Malediven zusammen, du und ich, drei, vier Tage. Aber das war dann so das letzte Mal, dass wir zu zweit was gemacht haben. Stimmt, das war an unserem Hochzeitstag. Waren wir da. Genau. Das heißt wirklich lange her. Auch lange her, dass wir mal ein schönes Abendessen hatten und uns mal schick gemacht haben. Also wirklich alles lange her.

Es war einfach keine Zeit. Und das haben wir ja morgen dann gleich zweimal. Wir haben ja eine kleine Änderung. Sonst sind wir beide immer so zusammen, alleine weggeflogen.

Jetzt sind wir ja in Begleitung. Wir sind ja praktisch in Gesellschaft. Wir wären jetzt auch nicht weggeflogen, wenn meine Freundin nicht gesagt hätte, ich mache mit noch zwei Freunden Sport. Und die haben sich so unterhalten und sagen so, ja, ihr fliegt nach Italien. Sagen die, ja, kommt doch mit. Habe ich gesagt, mit Männern oder ohne? Mit Männern? Habe ich gesagt, ah, schön. Also wir fliegen mit noch zwei Pärchen. Und, ähm, Ich freue mich, weil das eine Pärchen hat jahrelang in Italien gelebt, das heißt, sie kennen sich super aus und es ist einfach immer ganz was anderes, wenn man jemanden hat, der einen Bezug dazu hat.

Wir waren schon öfter dort in der Stadt, aber jetzt wird das, glaube ich, nochmal ganz anders, weil wir einfach Leute da haben, die da gelebt haben und dann sieht man das einfach nochmal von der anderen Seite. Wir freuen uns total, wir waren shoppen, einkaufen. Du warst mit mir einkaufen? Ich wollte gerade sagen, ich war mit dir einkaufen und dann sagst du zu mir, ja okay, willst du jetzt einkaufen gehen? Ich sagst, nö. Ja, warum denn nicht? Ja, wieso? Ja, aber ich wollte doch auch nicht einkaufen. Du hast zu mir gesagt, wollen wir einkaufen gehen? Und dann habe ich Schiss gehabt, nein zu sagen, weil du hast gesagt, wollen wir nicht mal. Genau, die waren hier zu viele Leute, Reinigungsfirma war morgens da. Und dann hast du gesagt, komm, hier sind eh gerade zu viele Leute. Ja, du hast mir ein verlockendes Angebot gemacht. Du hast ja zu mir gesagt, hey, wollen wir uns vielleicht nochmal hinlegen? Ja. Aber so kenne ich dich gar nicht, aber wir kommen ja wirklich aus einer mittelschweren Erkältung. Und die steckt uns immer noch so ein bisschen in den Knochen und gerade wenn dann jetzt auch die Kinder in der Schule sind und das war ja auch nicht jeder immer in der Schule, also Gibi war jetzt ein paar Tage zu Hause, Naima war ein paar Tage zu Hause und da hast du mir so ein verlockendes Angebot gemacht ich hätte fast zugeschlagen, aber als ich dich dann vom Sport abgeholt habe das waren dann, weißt du, hier waren dann zu viele Leute und Handwerker und dann habe ich einfach gesagt, komm wir gehen in die Stadt, weil ich wusste ja eigentlich dass du hier irgendwie was holen wolltest und.

Ich habe dich ja so ein bisschen gelockt, weil ich dir gesagt habe, ich bräuchte mal ein neues Paar Schuhe und dann haben wir nur für dich ein paar schöne Sachen geholt, aber war doch auch cool, oder nicht? Ja, also so von alleine, weil ich habe gerade vorher meinen Schrank sortiert gehabt und dadurch, dass ich alles neu sortiert habe, hatte ich wieder in den Händen, was ich eigentlich alles so habe und dann fiel mir ein, ich brauche eigentlich gar nichts. Heute habe ich gepackt, ich habe vier Stunden gebraucht und meine Garten, wir gehen natürlich aus, wir gehen beide Abende feiern. Es ist wirklich, aber ich will dazu nicht, ich sage dazu nichts. Das heißt, ich habe jetzt wirklich drei Monate keinen Sport gemacht. Man sieht es mir vielleicht nicht so an. Ich laufe jetzt in dicken Pullovern rum. Aber krass, ich habe eine Kleidergröße mehr. Das heißt, ich habe heute, klar in Dubai habe ich viermal die Woche Sport gemacht. Man ist irgendwie den ganzen Tag im Bikini. Da achtet man doch sehr auf seine Figur. Und hier habe ich dann jetzt so die drei Monate keine Zeit gehabt und ein bisschen schleifen lassen. Und bin so in meine Kleider, die ja eh ein Hauch von nichts sind. Und dann dachte ich mir so, nee, das ist ja viel zu eng und viel zu unbequem. Und dann bin ich ein bisschen wütend geworden, weil ich dachte, habe ich leichte Panik geschoben, weil ich dachte, Hilfe, ich habe nichts angezogen.

Dann habe ich dich immer hochgerufen, ob das okay ist. Es war so lustig, es war so witzig. Ich wollte doch einfach nur meine Kirschtasche essen. Ja, für mich ist das auch Stress. Und dann habe ich gesagt, ich wäre auch gerne ein Mann, der einfach eine coole Hose anzieht und ein Hemd und dann war es das. Aber als Frau ist das schon einfach. Ich möchte ja auch schön aussehen für dich. Da sind die ganzen schönen Kinderinnen. Wir gehen nicht oft aus. Wir kennen uns schon 15 Jahre. Das heißt, ich möchte schon, dass du dann denkst an dem Abend oder an den Abenden, sie sieht heute gut aus. Das denke ich jeden Tag, Mann.

Glaubst du mir das nicht? So mit meiner grauen Jogginghose. Habe ich irgendwann mal gemäkelt. Nein. Was sage ich immer, wenn du ungeschminkt bist? Was sage ich immer? Ist auch okay. Nee, ich sage nicht, ist auch okay. Was sage ich immer zu deinen Augen? Also mich stört es nicht. Nein, was sage ich immer zu deinen Augen? Aber ist auch okay und mich stört es nicht, ist nicht... Nein, das sage ich nicht. Ich sage, du hast ganz niedliche Kuller Augen. Niedliche Knopfaugen. Ja, so Murmelaugen, so Kuller Augen. Ja, ist doch süß, Mann. Ja, voll süß. Und du hast sogar noch was anderes gemacht. Da, ganz ehrlich, da habe ich... Gut, ich habe eh aufgehört, irgendwas zu sagen. Aber als du das gemacht hast, beziehungsweise diesen Plan so ins Leben gerufen hast, da habe ich innerlich einfach komplett abgeschaltet. Okay, wovon redest du? Du hast nämlich zu mir gesagt... Hilfe, ich kriege Angst. Du hast nämlich zu mir gesagt, hey, wir müssen jetzt, ich glaube nach dem Einkaufen oder so, meintest du zu mir, hey, wir müssen nochmal kurz zu DM oder Rossmann.

Und ich sage, ja klar, warum? Ja, ich muss mir eine Tönung holen. Eine Färbung sogar. Färbung. Ich sage, warum? Wir waren doch letzte Woche vier, viereinhalb Stunden beim Friseur. Meine arme Friseurin hat mir geschrieben, ich muss ihr gleich mal antworten. Das lag natürlich nicht an ihr, das war ja mein Wunsch. Ich habe ja gesagt, was ich möchte. Und als ich dann aber gesehen habe, die Haare wurden aufgehellt. Und das ist halt schwierig von ganz dunkel. Ich wollte ja nicht hell werden, aber ein bisschen heller. Aber der Unterton ist so dunkel. Und ja, das ist dann einfach eine Zeitung. Das habe ich in Dubai, wenn ich dann so Haarfarben gewechselt habe, immer mit Extensions überbrückt. Dann so Highlights zwischengesetzt, dann schädigt man die Haare nicht so doll. Und kann aber trotzdem langsam heller werden. Aber ich habe jetzt keine Extensions drin und bin von dunkel, habe dann helle Strähnen dazwischen. Also sorry, nee, das sah überhaupt nicht aus. Das passte auch nicht zu meinem Hautton.

Und jetzt müssen wir gleich noch was sagen. Ich traue mich, das nicht zu sagen. Und dann habe ich zu ihm gesagt, wollen wir, Vielleicht, weil ich einen kurzen Rock trage und ein Kleid doch sehr, sehr kurz. Bist du sicher, dass wir das jetzt sagen wollen? Ja, wir leiten es mal ganz schonend ein. Wir waren jetzt jahrelang braun und man gewöhnt sich an so einen braunen Körper. Geil, wie du so anfängst, das jetzt so zu erklären. Und dann habe ich diese Röcke und Kleider und denke mir so, nee, das ist nee. Das sieht nicht aus wie vorher. Erstmal ist es alles enger und ein bisschen heller, der Unterton. Dann habe ich ihn gefragt, ob wir ins Solarium gehen sollten.

Oh mein Gott, ey, wie unangenehm war das? Ey, wir sind da heute rein. Erst haben wir Nein gesagt? Ich habe mich ein bisschen gefühlt, als wäre ich das erste Mal in der 18er Abteilung in der Videothek. Ich schwöre es dir, ich wollte genau, genau dasselbe sagen. Oder im, wie heißt das nochmal? In so einem Pornoabteilung. Ja, und auch in einem Sexshop, genau. Genau, weil als ich da nämlich stand mit dir. Ich wollte nicht gesehen werden. Ja, und dann kam plötzlich so ein Typ rein. Ich auch. Und diese Situation, dieser Typ kommt, wir stehen an dem Tresen, du guckst mich an, ich guck dich an, du gehst so mit deinem Rücken so ein bisschen so weiter und ich denk mir so, warte mal kurz, wo sind wir hier gerade? Sind wir hier gerade irgendwo in einem Pornoladen, Sexshop oder was auch immer und so, weißt du, es war so lustig, oh mein Gott, ey. Aber schon krass geworden, ne, mit so Ausfüllen und sowas alles, ganz komisch. Aber ich guck grad runter, mein, ich lieg ja bauchfrei und... Ja, deswegen hab ich ja grad geguckt, Ja, genau. Ich gucke so, ich denke so, wow. Und ich habe mir noch sogar Tanning Spray gekauft. Auch noch mal groß.

Und geil auch, dass du zu Rossmann gehst und dir dann so alles mögliche so an Kosmetik, Creme, bla bla bla, holst du dir in so kleine Mini-Reisegrößen. Hast du auch trotzdem Koffer mitgenommen. Ja, es liegt an meinen fünf Paar Schuhen für zwei Tage.

Guck mal, das ist schon wieder so der nächste Punkt. Wir wollten uns beide, Ich habe ja auch beispielsweise mein Kissen. Davon habe ich nie geredet, Anis. Wir wollten uns einen Koffer teilen. Nee, das stimmt gar nicht. Da höre ich gerade zum ersten Mal. Du wolltest sogar schon gar nicht mit einem Koffer fliegen. Du wolltest nicht, dass du mit einem Koffer fliegst. Nein, ich habe zu dir die ganze Zeit gesagt, hey, es ist gar kein Problem. Nee, ich will nicht da warten, auf Gepäck warten. Ich sage so, hey, ist doch kein Problem. Wir sind doch nicht auf der Flucht. So, ich setze mich da hin, warte 20 Minuten auf den Koffer. Ist kein Problem. So, dann sagst du noch zu mir, geh mal bitte in den Keller. hol mal einen Koffer her. Ich geh runter in den Keller, hol einen Koffer. Ach so, dein Kissen passt rein, wenn du möchtest. Ich hab jetzt meinen eigenen Koffer, falls es dir nicht aufgefallen ist. Nee, du nimmst auch einen Koffer mit. Das ist ja voll übertrieben. Stell mal vor, wir werden gesehen. Mit so zwei großen... Ja, aus Trotz nehme ich jetzt. Ja, ich nehme jetzt einen Koffer mit. Und der freut hat dann, warte mal, Anis hat dann ein paar Schuhe und eine Hose da drin und sein Koffer ist dann so leicht. Dann geht der kaputt, dann wird der so eingedellt. Mach deinen Koffer bei mir mit rein. Nein, nein. Oh, krass. Dann hole ich den Koffer aus dem Keller, fahre mit dem Fahrstuhl hoch ins OG, komm rein und dann stelle ich den so hin, dann hole ich so die Mikrofone raus, schließe hier so alles an. Auf einmal sagst du zu mir so, ach so, übrigens, du hast gar keinen Platz für dich hier im Koffer.

Ich stehe so da, ich gucke so, ich so wie, ja, du hast keinen Platz hier im Koffer. Ich so, okay, cool, kein Problem, Boss, wenn du das so entscheidest, dass ich keinen Platz im Koffer habe, ja gut, dann gehe ich nochmal runter in den Keller. Ey, ich bin gerade ganz geschockt, jetzt hör doch mal auf, du nimmst doch nicht einen Koffer für deine drei Sachen, das ist ja lächerlich. Doch, mein Kommandar, Koffer ist schon da, fertig. Nee, nee, nee, das können wir gleich nochmal rein. Warte mal ganz kurz, ich warte mal ganz kurz. Darf ich keinen Koffer mitnehmen? Nein. Warum? Weil das ist doch voll komisch, wenn wir da beide mit so riesen Koffern anreißen und nur zwei Nächte bleiben. Wieso? Ja, ich finde das strange. Naja, also in deinem Koffer ist kein Platz. Also alles gut.

Freust du dich? Oh krass. Ich freue mich auf jeden Fall. Ich mich auch. Wirklich nochmal Real Talk. Ich glaube, dass wir da nochmal ein paar andere Seiten sehen werden. Es ist auch schon alles durchgeplant, ne? Ja, meine Freundin hat alles durchgeplant. Freue ich mich sehr drüber, wirklich. Und ich freue mich, dass wir mit anderen Pärchen sind. Das haben wir auch lange nicht gemacht. Wir sind drei Pärchen und ein Plus, ne? Ach stimmt, genau. Und noch ein Single dabei. Und ich finde, dass wir überhaupt ohne Kinder irgendwo sind, Finde ich sehr. Wir stehen auch ganz gut auf den Beinen hier. Wir haben einen tollen Fahrer kennengelernt und eingestellt für die Kinder. Ohne das würde das überhaupt nicht gehen. Der auch wirklich immer flexibel ist und ich kann schreiben, hey, morgen wäre das so. Also sie hilft wirklich sehr.

Und Gina genauso mit den Drillingen. Naima hat geweint, als ich ihr gesagt habe, wir gehen. Sie möchte auch mitkommen. Klar, wir fahren ja nächste Woche nochmal nach Italien. Ja, das hat sie ein bisschen verpeilt. Und sie hat jetzt gedacht, genau, weil wir die ganze Zeit über den Urlaub in Italien reden, dass die jetzt irgendwie nicht mitkommen. Das hat sie nicht verstanden, leider. Aber gut, da sind die noch ein bisschen klein. Ja, und sie fangen an Deutsch zu sprechen übrigens. Und sie bringen ihren Kita-Freundin Englisch bei. Das hat mir heute eine Mama erzählt. Dass ihre Tochter nach Hause kommt und jetzt Wörter auf Englisch sagt. Das ist cool, ne? Ja, ich auch. Du bringst ein bisschen Pepp in die Suppe irgendwie. Finde ich richtig cool. Ja, eine Woche später sind wir dann über Ostern weg. Wir sind erst an einem Fußballturnier von Issa und dann haben wir nochmal zehn Tage rangehangen, weil wir vor allem ja auch so ein bisschen hier aus dem Haus flüchten müssen, in Anführungsstrichen. Weil wir haben hier wirklich, also Anna-Maria, als heute Morgen der Typ mich angerufen hat, wir haben ja hier am Dienstag Kernbohrung. Ich denke mir so, was haben wir schon gemacht? Ach so, da sind wir doch da. und ich habe auch noch Besuch. Meine Schwester kommt mit den Kindern. Kernbohrung, morgen werden die ganzen Einbauschränke rausgerissen.

Aber apropos Haus. Ich habe das im Moment so mit Dubai, Wir haben ja jetzt das Haus gerade, also ich habe es gerade noch mal verlängert für ein Jahr, weil als wir auch dann entschieden haben, in Deutschland zu bleiben, ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen, da jetzt auch noch ein Haus zu haben und dass wir da Zeit verbringen. Du bist da ja nicht so scharf drauf, du bist da ja ein bisschen pragmatischer. Aber jetzt, wie ist so dein Gefühl? Ich überlege gerade, ich weiß gar nicht ob ich Dubai noch genauso sehe wie vorher und ob ich ich kann mir jetzt gerade gar nicht vorstellen da nochmal hinzufahren, also ich finde das ganz ganz ganz strange. Ich weiß was du meinst. Also ich habe mir überlegt, wenn das jetzt morgen aufhört, was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, weil wenn man schaut wer da kämpft, ist es logisch, dass sie nicht aufhören werden und meine Freundinnen kommen auch langsam nach und nach hier nach Deutschland. Eine sehr gute Freundin hat sich entschieden, auch hierher zu ziehen, was mich völlig überrascht hat und ich bin unfassbar froh darüber, weil vorzustellen, dass ich jetzt wirklich meine Freundin, die ich sehr aus Dubai vermisse, die jetzt bald hier zu haben, zwar jetzt nicht direkt in meiner Nähe, aber eine Stunde entfernt, erfüllt mich das mit so viel Glück. Das ist auch so strange, weil das war auch so absurd. Das war ja vor ein paar Wochen noch gar nicht denkbar. Und jetzt so meine Gedanken, wenn ich an Dubai denke, kann ich mir irgendwie so jetzt gerade momentan gar nicht vorstellen, da nochmal hinzufahren.

Ja, es ist, ich meine, ich habe jetzt momentan eh nicht so einen Drang gehabt, aber das hatte jetzt mit der Situation nichts so zu tun, mit der aktuellen, aber ich habe mir das auch überlegt so und man hat immer mehr Artikel, die man so liest und es ist ja auch eine Sache, über die wir beide gesprochen haben. Ich will das jetzt nicht zu breit treten, aber Fakt ist ja, dass praktisch das, was dort vor Ort passiert, nicht das ist, was man hier so mitbekommt. Da gibt es einen ganz großen Unterschied zwischen Ist-Zustand und das, was man zu hören, zu lesen und zu sehen bekommt. Und meins wird zensiert. Ja, und es ist halt einfach so, dass da gewisse Kanäle einfach nicht so richtig funktionieren und man bekommt Sachen halt trotzdem aber auf andere Art und Weise mit. Also beispielsweise heute, die Sache heute Morgen in Abu Dhabi, über die wir gesprochen haben. Also ich habe das nirgendwo in der, ich sag mal, breiten Presse irgendwie gesehen oder gelesen oder gehört oder was auch immer. Es stumpft auch irgendwie so ab. Das ist mit der Ukraine so. Das ist dann irgendwo Krieg. Ist egal, wo Krieg ist. Dann ist es so ganz akut. Und irgendwie, ja. Dann wird es so normal. Ja, dann wird es zu so einem Normalzustand. Dann adaptiert man das irgendwie so. Ja, für Presse, für ja, dann sind die Meldungen gar nicht mehr so wichtig und ich denke mir so, hä, ich bin immer noch in so einem Schockzustand und kann gar nicht glauben, dass das da wirklich gerade passiert und das ist wahrscheinlich auch noch lange passiert und dann, ja, aber liest man so kaum noch was darüber und also ich finde es auch ganz.

Wie gesagt, ganz komischer Zustand und eben frage ich mich dann immer, weil das dann doch eben unsere Heimat war und ja, dieses Ende ja jetzt so abrupt ist. Einem das ja auch genommen wird, ohne dass man das wirklich möchte und ich mir jetzt überlegt habe, ob ich das wirklich noch genau so sehen kann, wie das mal war und wie das immer so in meinem, es war mal so ein happy place und so ein bling bling und alles ist in Ordnung und die Welt ist in Ordnung da und alle sind happy und jetzt hat das so einen richtigen Fleck bekommen und man denkt sich so, krass, Iran ist nur 150 Kilometer entfernt, ist ein riesen Konflikt, ähm, Ja, es ist seltsam. Es ist ein unangenehmes Gefühl. Wir haben noch zwei Pferde dort. Wie gesagt, wir haben noch Sachen da. Wir haben noch Angestellte in unserem Haus, die dort leben, die da gar nicht wegkommen gerade, was fürchterlich ist. Ja, und das alles nimmt einen einfach mit. Ja, ich glaube auch, dass unabhängig von uns beiden auch die Kinder, glaube ich, werden das auch mit anderen Augen sehen. Ja, die Drillinge, genau, die hängen schon an Dubai, die verstehen das auch alles nicht und es war ganz schlimm, die hatten mitbekommen, dass da Krieg ist und dann hat Leonora mich morgens immer gefragt.

Also Garden, unsere Angestellte dort, ob sie noch lebt oder ob sie tot ist. Ey, das hat mich so schockiert, dass sie das überhaupt, weil wir uns auf Deutsch darüber unterhalten, dass jetzt der Krieg da losgeht, die gucken ja noch kein Fernsehen oder Nachrichten, die haben keine iPads und gucken nicht im Internet irgendwelche Reels, Das heißt, die haben das nur von unseren Gesprächen gehört oder vielleicht dann auch ein bisschen die Nachrichten, ich weiß es nicht. Aber das fand ich so schlimm. Ja, das hat mich auch sehr geschockt, ja. Und das heißt, die hängen natürlich, in ihrer Wahrnehmung kommen sie aus Dubai. Und die Großen glaube ich auch nicht, dass die da erstmal hin. Also Gibi vielleicht wegen seiner Freunde. Gibi ist auch so ein bisschen, glaube ich, von allen der Entspannteste. Aber ich glaube, vor allem hat auch Laila sowieso ausgeschlossen.

Alias sowieso nicht, auch schon ohne. Ja, nee, Alias wie du. Die hakt dann Sachen einfach so ab, weißt du? Die ist so, okay, wir sind jetzt wieder hier. Ja, ich vermisse meine Freundin da, aber ja, die kommt uns ja besuchen. Sie hat ja Gott sei Dank sehr treue Freundin, die dann auch ja uns besuchen kommen hier. Und das reicht dann für sie. Und Issa auch nicht so richtig, ne? Doch, Issa hat mir auch gesagt, er würde mitkommen, aber ich weiß nicht, wie das jetzt mit der Kriegssituation, wie da sein... Bevor das war, oder? Ja, hat er gesagt. Es war ja geplant, dass ich mit den Jungs und den Drillingen rüberfliege und dann, wie gesagt, ich glaube, ich wollte eine Woche später fliegen und dann ist es passiert. Ja, wie gesagt, gut. Boah, crazy. Man kann eigentlich nur die Daumen drücken, dass das nicht alles noch weiter eskaliert. Es ist ja eh schon eine absurde Situation und wenn man sich mal so überlegt, dass wir eigentlich, also unsere Generation, gut, du bist jetzt nochmal drei Jahre jünger als ich, aber, Und wir jetzt, sagen wir mal, die so Ende 70er, Anfang 80er irgendwie geboren sind und so, wir hatten echt viele Jahre keine großen... Fast 40 Jahre. ...probleme, jetzt mal so in Anführungsstrichen. Natürlich ist es permanent auf der ganzen Welt, gibt es irgendwo Probleme, aber... Ja, aber wir sind aus Deutschland, da war nichts Akutes, bis Corona kam. Deutschland ging es gut. Genau, dann der Ukraine-Krieg, sehr nah dran. Corona hat die ganze... Also einen wirklich ins...

Von dem ganzen Glauben erschüttert, finde ich, was dann da los war. Dann gleich der Ukraine-Krieg und jetzt das nächste hier, wo ich mir denke, wow, das sind die ganze Welt gerät komplett aus den Fugen unangenehm und vor allen Dingen für unsere Kinder unangenehm. Also für all unsere Kinder, egal wer jetzt gerade Kinder hat. Und ja, mal sehen, was das natürlich alles für Auswirkungen hat auf die Psyche, die sehen das alles im Internet, die sehen das nicht gefiltert, das heißt die ganzen Fake News dazu oder diese ganze Unbehalten. Das kommt ja auch noch dazu, diese ganzen KI-Scheißdinger und so. Die haben ja selber ihre eigenen Kanäle, die sie ja irgendwie verfolgen, ob jetzt so ein Instagram, TikTok, Twitter, was auch immer. Irgendwie kriegt ja jeder irgendwas mit und das ist sehr, sehr gefährlich, weil da halt wirklich sehr viel Unsinn auch rüberschwappt. Deswegen immer wachsam bleiben. Und naja, gucken wir mal. Ich freue mich nichtsdestotrotz jetzt auf unser Wochenende. Danach haben wir noch ein bisschen zu tun, haben wir ein bisschen Family. Hat sich ja deine Mama gemeldet? Ich weiß nur, dass meine Schwester jetzt erstmal kommt. Meine Schwester kommt, wir gehen alle zusammen Sonntag auf Sarahs Konzert. Freust du dich? Ich freue mich super. Du wirst da sitzen, wo wir sonst sitzen und dir zu gucken und dann schauen wir dann diesmal Sarah zu. Ist auch krass.

Schon ein bisschen cool. Innerhalb von vier Wochen. Erst der Mann und dann die Schwester in derselben Arena. Beide ausverkauft. Ist schon eine coole Nummer finde ich von euch. Das ist schon eine gute Quote auf jeden Fall. Ist auf jeden Fall ein anständiges Familienunternehmen. Und dann haben wir wie gesagt noch ein paar Tage hier echt durchzustehen. Deine Schwester ist hier. Die Handwerker sind hier und dann geht es wirklich Ende nächster Woche ab in die Osterferien. Ich bin sehr gespannt. Wir haben einen kleinen Roadtrip geplant und wir werden euch berichten, denn wir sind nächste Woche wieder da, wenn es heißt, im Bett mit Anna-Maria und Anis. Bis dorthin, Leute, lasst es euch gut gehen und bald ist Ostern. Schönes Wochenende. Tschüss.