Hallo liebe Hörerinnen und Hörer, heute gibt es für euch zwischendurch mal etwas anderes hier bei uns auf dem Spurensuche-Kanal. Es gibt eine Zeitreise, und zwar ins europäische Mittelalter. Es geht zu Reitern in eisernen Rüstungen, wegweisenden Schlachten und hinter die Mauern einsamer Burgen. Unsere Kolleginnen und Kollegen von Geo-Epoche haben eine neue, spannende Podcast-Serie am Start. Die Welt der Ritter. Die Serie rekonstruiert die Geschichte dieser Adelskaste, folgt den Kreuzrittern bis nach Jerusalem, erzählt von Turnieren, Tugenden, Idealen und davon, wie die vielbewunderten Edelkrieger, schließlich später zu den lästigen Männern von gestern wurden. Die erste Folge könnt ihr hier kostenlos hören. Die ganze Serie gibt es ab sofort auf Geo+. Link findet ihr in den Shownotes. Und jetzt geht es los. Von einsam gelegenen Bastionen aus gebieten adelige Ritter im Mittelalter über ihre Besitztümer und Untertanen. Es sind dunkle, wuchtige Gemäuer, die zu Tausenden das Antlitz Europas in jener Ära prägen. Selten nur erstrahlen sie in höfischem Glanz, wie die hoch über der Ruhr gelegene Burg Isenberg, wo im Jahr 1217 höchster Besuch eintrifft. Folge 1 Die Burg Hallo, herzlich willkommen zur neuen Podcast-Serie von Geo Epoche. Mit der schließen wir sozusagen nahtlos an unser Special vom letzten Herbst an über Rom und die Germanen. Da haben wir einen Bogen vom 2. Jahrhundert vor Christus, also noch mitten in der Antike, bis zur Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800 gespannt. Jetzt, in den sechs Folgen dieser Serie, ziehen wir weiter durchs Mittelalter. Und zwar an der Seite der wohl schillerndsten, salopp gesagt, Berufsgruppe dieser Epoche, den Rittern. Das Ritter-Dasein war aber natürlich viel mehr als ein Job. Die Ritter haben Kultur, Politik und überhaupt die gesamte Gesellschaft des Mittelalters tief geprägt. Und was das konkret heißt, das erfahrt ihr in dieser Serie. Ich bin Insa Bethke und mein Begleiter auf dieser Reise durch die Welt der Ritter, das ist mein Kollege Jens Rainer Berg. Hallo Jens Rainer. Hallo Insa, ich freue mich auf die Reise. Ich auch wirklich. Das Thema Ritter ist wirklich spannend und ich vermute, dass doch jede und jeder mit dem Wort Ritter auch irgendwas Spannendes, Interessantes verbindet. Mehr vermutlich zumindest als beispielsweise mit den Bischöfen des Zeitalters, die natürlich auch eine wichtige Rolle gespielt haben. Die große Zeit der Ritter, die ist Jahrhunderte her, aber Jens Reinhardt, das heißt nichts. Das heißt nichts, stimmt. Ritter gibt es so heute nicht mehr. Aber die Faszination ist eben doch ungebrochen für Burgen, Ritterrüstung, Filme zu dem Thema, für historische Gestalten wie Richard Löwenherz oder Götz von Berliching und auch legendäre Gestalten wie König Arthus und die Ritter der Tafelrunde und nicht zu vergessen, Ritter Rost für die Jüngeren unter uns. Ich gestehe, ich habe mir quasi als launige Vorbereitung auf diese Serie neben der ernsthaften nach Jahren oder besser Jahrzehnten mal wieder Monty Pythons Die Ritter der Kokosnuss angeschaut. Kennst du das? Das kenne ich. Ich weiß nicht, ob Monty Python heute noch so eine Sache sind, aber das ist auf jeden Fall ein Klassiker. Ich fand's, muss ich gestehen, noch immer eigentlich ganz lustig. Aber wenn du es ernst meinst und heute noch Ritter werden willst, musst du am besten erstmal Britte werden. Sonst darfst du den Titel Sir nicht tragen oder Dame, denn das geht auch anders als im Mittelalter bei den Briten. Heute als Frau, als Ritterin sozusagen. Wobei ich gelesen habe, der unterste Ritterrang, Knight Bachelor, ist auch da nur für Männer vorgesehen. Also wenn, dann müsstest du gleich höher einsteigen. In Frankreich geht das auch. Da gibt es die Verdienstorden der Ehrenlegion von Napoleon übrigens persönlich gestiftet. Und die unterste Kategorie, das ist Ritter oder Ritterin. Die kann man auch sogar als Nicht-Franzose oder Nicht-Französin bekommen. Wäre also noch einfacher als bei den Briten bei Interesse. Harald Schmidt, der hat den zum Beispiel diesen Verdienstorden. In Deutschland, das müssen wir ja der Vollständigkeit halber noch erwähnen, wurden die Ritterwürden mit der Weimarer Verfassung 1919 abgeschafft. Jetzt gibt es das Bundesverdienstkreuz. Das ist vielleicht das, was der Ritterwürde in Großbritannien und Frankreich heute entspricht. In etwa. Gehen wir mal wieder in die Vergangenheit. Da wird uns unsere ritterliche Reise in dieser Serie vom 8. Jahrhundert bis ans Ende des Mittelalters führen, auf wuchtige Burgen bis an die Mauern von Jerusalem und auf ein Schlachtfeld in Frankreich, auf dem Militärgeschichte geschrieben wird. Wir lernen Turnierritter kennen und Minnesänger, aber auch die Menschen, die den Rittern untertan waren, das ganz normale Volk des Mittelalters. Vielleicht starten wir mal mit einer Begriffsklärung, finde ich zumindest immer ganz spannend zu schauen, woher die Dinge ihren Namen haben. Das deutsche Wort Ritter, das kommt vom mittelhochdeutschen Wort, Mittelhochdeutsch, das ist die germanische Sprache des Mittelalters, für Reiten. Im Französischen sagt man Chevalier. Das wiederum ist entfernt, abgeleitet von Lateinisch Kaballos für Pferd. Und im Englischen, da heißt der Ritter Knight. Unter anderem in der Urbedeutung Knabe oder auch Jüngling. Und man muss sagen, das passt alles. Das sind alles wichtige Zutaten beziehungsweise Aspekte. Ja, alles gehört zum Rittertum, aber auch noch ein bisschen mehr. Das schauen wir uns jetzt mal an, was einen Ritter ausmacht, wie man Rittertum definieren kann, erstmal allgemein. Die Entstehungsgeschichte des Rittertums, wie es überhaupt in die Welt kam, die gucken wir uns dann genauer in Folge 2 an. Also im Kern sind die Ritter Krieger, eine Kriegerelite, hochtrainierte, gepanzerte Reiter mit Lanze, Schwert und Schild, die für ihre Oberherren in die Schlacht ziehen. Und als solche prägen sie das militärische Geschehen des Mittelalters. Allerdings nicht des gesamten Mittelalters, muss man sagen, sondern des hohen oder auch mittleren und des späten Mittelalters. Das heißt, das Rittertum wird grob gesagt etwa von der Zeit um 1000 bis 1500, als auch das Mittelalter zu Ende geht, wichtig und einflussreich und hatte seinen Höhepunkt so um 1200. Und ja, die Ritter, die sind so wichtig, weil sie einerseits, wie gesagt, das Kriegerwesen bestimmen, aber auch, weil sie als eigene Adelskaste die obersten Herrscher der Zeit, Könige, Fürsten, unterstützen, indem sie ihnen sozusagen die Herrschaftsausübungen in den Regionen abnehmen. Sie tragen also die königliche, die fürstliche Macht ins Land bis in die Dörfer und letztlich bis auf jeden Bauernhof. Kurz zur Orientierung. Es gibt in dieser Phase des Mittelalters mindestens drei wichtige Reiche. Das Königreich Frankreich, die englische Monarchie und das Heilige Römische Reich im Herzen Europas, das die heutigen deutschen Gebiete umfasst. Dahin reisen wir übrigens gleich in der Geschichte, die es noch zu hören gibt. Dort steht die Burg, in der es dann schwerpunktmäßig geht. Ja, genau. Aber das Heilige Römische Reich umfasst eben noch einiges mehr. Damals etwa die Niederlande und Norditalien sowie Gebiete weiter im Osten. Auf der iberischen Halbinsel, das sei noch angefügt, gibt es in dieser Zeit gleich ein paar christliche Königreiche, die untereinander und gegen muslimische Fürsten kämpfen. Und in diesen Reichen, da sind die Ritter sehr verbreitet. Genau, ausgehend von Frankreich, wo dieser besondere Adelsstand als erstes entsteht. Ja, die Ritter sortieren sich also historisch in den Adel ein, genauer zumeist in den niederen Adel. Schauen wir uns doch vielleicht mal kurz die Gesellschaftspyramide des Mittelalters an. Die kennen viele sicher noch aus dem Schulbuch. Ich musste die auf jeden Fall irgendwann mal beschriften. Da haben wir sehr grob und einfach gesagt ganz oben den König, dann den Klerus, die Geistlichkeit also oder auch salopp gesagt die Kirchenleute und dann eben den weltlichen Adel und im Sockel der Pyramide. Da findet sich die riesige Gruppe der meist unfreien von ihren Herren abhängigen Bauern und der in der Zeit zahlenmäßig allerdings noch überschaubar Bürger. Also das Volk kann man so sagen. Ja, und wenn man sich jetzt die Ritter anschaut, die haben so eine Art Vermittlerrolle zwischen dem Hohen Adel und dem Volk. Sie bekommen nämlich als Gegenleistung für ihre militärischen Dienste als sogenannte Vasallen von den Königen oder Fürsten Lehen zugewiesen, sprich Ländereien samt der dort lebenden Bevölkerung verliehen. Und diese Lehn verwalten und beherrschen sie quasi als Handlanger oder Beauftragte des jeweiligen Lehnsherrn, also des Fürsten oder Königs, und dürfen, und das ist der Kern der angesprochenen Gegenleistung, von den Abgaben, die sie den Menschen, den Bauern vor Ort abknüpfen, leben. Den Begriff Lehnswesen, den kennt man vielleicht ja auch noch im Zusammenhang mit der Gesellschaft des Mittelalters, eines ihrer Grundprinzipien. Das heißt also, die Ritter sind nicht nur wichtig für die Kriegführung, kann man gar nicht oft genug betonen, sondern sie garantieren grundsätzlich also auch im Frieden als treue Vasallen die Macht ihres jeweiligen Königs oder Landesfürsten. Genau und bevor wir die Ritter nun losziehen lassen und sie kämpfen, leiden und in großen Schlachten wie Playmobilmännchen von den Pferden fallen lassen. Pferden übrigens, die, Achtung, damals eher so das Maß von großen Ponys hatten. Man muss einmal sagen, das war ja übrigens wahrscheinlich der Worst Case, den Komma in der Metallrüstung wieder raufs aus Pferd. Ich schätze, das war es dann meist vermutlich. Ja, und wir werden sie singen lassen, wollte ich noch sagen. Entschuldigung, ja, die Mindelsänger gehören natürlich auch zum Rittertum dazu. Also bevor wir all das machen, schauen wir uns erst mal an, wo sie zu Hause sind, die Ritter. Und damit sind wir bei dem Wahrzeichen des Mittelalters der Burg. Zehntausende gab es von diesen Bauwerken damals in Europa, eine genaue Zahl der. Kann man nicht mehr nennen, aber allein im deutschsprachigen Raum kann man heute noch mehr als 20.000 nachweisen. In ganz unterschiedlichen Stilen und Formen gebaut, manche monströs, andere elegant. Ihre Hochphase fällt nicht zufällig mit der des Rittertums zusammen. Nein, die Burgen sind die klassischen Stützpunkte der Ritter. Einmal dienen sie als wehrhafte Bauten, da können die Ritter Angriffen oder Aufständen widerstehen, also sind das passende Haus eines Kriegers. Aber die Burgen sind eben auch schlichte Verwaltungsgebäude als Ort für die Lehnsherrschaft in der Region. Und darum sind sie oft auch nicht nur an strategisch günstiger Stelle gebaut worden, sondern in der Nähe von Verkehrswegen oder eben an wirtschaftlich wichtigen Stellen. Ja, Wohnhaus, Schutzort, Verwaltungsposten, aber eben meist beeindruckend als Gebäude, auch weil die Ritter sich mit ihnen darstellen wollen, ihr wachsendes Selbstbewusstsein zeigen wollen. Ursprünglich besaß oft nur der König das Recht, Festungen zu bauen. Jetzt durften und konnten die Ritter es ihm gleich tun. Und das wird voller Stolz gezeigt. Die Bastionen werden zu Stammsitzen von Familien, übergeben vom Vater an den Sohn, an den Sohnessohn und so weiter. Das sind also fast immer Schöpfungen mehrerer Jahrhunderte. Das heißt, neue Burgherren fügen den Festungsanlagen neue Gebäude hinzu. Und so entsteht dann da ein echtes Gesamtkunstwerk einer Sippe. Und man muss sich die Welt des Mittelalters einfach nur mal vorstellen, um zu verstehen, dass die Burgen da schon markant und glanzvoll herausstechen. Das tun sie ja teils heute noch. Aber damals, Frankreich ist zwar dichter besiedelt als die deutschen Lande. Aber im Vergleich zu heute ist das in beiden Fällen gähnend leeres Land. Wie überall in Europa. In ganz Mitteleuropa leben um das Jahr 1000 vielleicht 5 Millionen Menschen. Eine gute Million mehr als heute in Berlin leben. Da ist viel Wildnis, zum Teil noch Urwälder durch die Bären, Wölfe und Wildschweinestreifen. Wenige Städte, die meisten Menschen leben in Dörfern, die sich in Flusstälern und fruchtbaren Niederungen ballen. Die Flüsse sind dann auch gleich Verkehrs- und Transportwege. Es gibt ein paar Straßen, die verbinden die Orte und Marktflecken untereinander. Gerade die Burgen, die aus Stein gebaut sind. Da muss ich einmal einhaken, denn wichtig ist, es gab natürlich auch Holzburgen und zwar in großen Mengen. Von denen haben wir nun natürlich nicht mehr so spannende Überreste, das ist alles vermodert. Stimmt, anfangs auch vielen Holzburgen. Aber diese Burgen, die Hölzerne und die Steinernen, die wirken in dieser großen Ödnis auf jeden Fall wie mächtige Inseln der Zivilisation. Und wie man eine solche Burg baut, wie es sich dort lebt im Mittelalter und was da los ist, wenn sich mal hoher Besuch ankündigt, das hören wir jetzt. Das wird wie so eine kleine Burgbesichtigung. Wir schauen sozusagen hinter die Kulissen ein bisschen wie bei diesen Wissensbüchern für Kinder, wo man die Klappen aufmachen kann und dann die Mägde im Vorhof sieht. Einen Typen, der auf dem Abort, in Klammern Klo sitzt oder im Kerker. Achtung, Verliese gab es lange nicht auf jeder Burg. Das ist ein Irrglaube. Die wurden, wenn, dann oft erst nach dem Mittelalter eingebaut, etwa im Jahr. Im Laufe der Inquisition bis zum 17. Jahrhundert. Ja, aber auch ohne Kerker faszinieren Thunburgen uns auf jeden Fall. Ich gebe zu, das tollste Spielzeug, das ich meinem Sohn jemals geschenkt habe, das ist eine Ritterburg von Playmobil, samt diversen Erweiterungen wie Katapulten, Belagerungstürmen, Ramböcken. Da habe ich ehrlich gesagt gern mitgespielt. Ich hatte als Kind nämlich nur sowas wie das Krankenhaus und den Zirkus. Bisschen braver vielleicht. Die Ritterburg, die ist jetzt im Keller. Verkaufen kann ich die einfach nicht. Ich finde die zu toll. Wie sieht es bei dir aus? Meine Cousins hatten damals auch die Ritterburg. Ich hatte nur die Fachwerkbäckerei. Das war ein bisschen lahm im Vergleich. Hattete auch leichte Neidanwandlungen und habe dann gerne bei den Cousins gespielt. Die Bäckerei habe ich letztens mit anderen Playmobil-Sachen verschenkt. Kriegen wir eigentlich Geld von Playmobil für das Name-Dropping? Natürlich nicht. Ich hätte dann noch ein markenloses Ritterkostüm im Angebot und einen Helm mit aufklappbarem Visier aus Pappe. Auch ein cooles Teil. Ist mir aber etwas zu klein nicht ganz das Richtige, um damit eine ganze Faschingsparty zu überstehen. Da würde mir auch überhaupt noch sowas wie ein Kettenhemd fehlen. Stichwort Party, Party auf der Burg. Das ist eine gute Überleitung zu unserem Festtag auf Burg Isenberg, wo, im Jahr 1217 niemand Geringeres als der Erzbischof von Köln zu Gast ist. Der gehört zu den sieben Kurfürsten, also dem Gremium hoher geistlicher und weltlicher Landesfürsten, die den deutsch-römischen Kaiser wählen. Das Gremium ist in dieser Zeit gerade am Entstehen. Kleiner Spoiler, mit dem Ritter auf Burg Isenberg wird es nicht gut enden und mit seiner Burg auch nicht. Die wird auseinandergenommen wie eure Plemobilburg. Ja, nur so viel die Fundamente dieser Burg kann man heute besichtigen an der Ruhr. Und wie es dazu kommen konnte, dass da jetzt nur noch eine Ruine steht und das schon sehr lange, das hört ihr jetzt von Peter Kämpfe. Er ist der, wie wir finden, großartige Erzähler dieser Serie und liest nun eine Reportage, in der Ulrike Moser hinter die Mauern von Burg Isenberg schaut. Weit geht der Blick über das Land, steil hinunter zum Fluss, der in der Tiefe vorbeiströmt, ehe er nach einer engen Biegung hinter einem Bergausläufer zu verschwinden scheint. Hinweg über das Ruhrtal mit seinen sanften, in der Höhe bewaldeten Hügeln, dazwischen Weiden, auf denen das Vieh grast, Rinderschafe, Ziegen, und Felder, auf denen die Bauern ihrer Arbeit nachgehen. Nichts entgeht dem Wachmann, der oben auf dem Turm Posten steht Keine Fuhre, die mit Heu beladen zum nächsten Dorf fährt Kein Feind, der sich nähert, bliebe unbemerkt, Doch er hält nicht nach Angreifern Ausschau Er soll die Ankunft von Gästen melden, Dann plötzlich unten auf der Straße Staub Aufgewirbelt von vielen Pferdehufen Sie kommen. Ein prächtiger Tross. Vielleicht ein paar Dutzend Mann durchquert die Furt durch die Ruhr am Fuße des Berges. Panzerreiter in schweren Rüstungen geleiten mehrere vornehme Herren in kostbarer Kleidung. Unter ihnen sind, wie der Wachmann erfahren hat, Engelbert, Erzbischof von Köln und einer der mächtigsten Fürsten des Reiches, sowie weitere ranghohe Geistliche, dazu einige weltliche Mitglieder seines Hofes. Die Hohen Herren werden an diesem Tag im Jahr 1217 hier auf Burg Isenberg erwartet, 70 Kilometer nördlich von Köln. Jetzt lenken sie ihre Pferde auf den steilen, unbefestigten Pfad, der zur Isenburg hinaufführt. Hoch über der Flussbiegung, oben auf einem Felsvorsprung, thront die gewaltige Burg über der Landschaft. Sie ist 250 Meter lang, auf zwei Seiten geschützt von Steilhängen, umschlossen und gesichert von meterdicken, hell verputzten Steinmauern und überragt von einem wuchtigen Turm. Die Festung ist der Wohnsitz eines mächtigen Ritters, des Grafen Friedrich aus dem Geschlecht der von Altener Berg und das alles überragende Wahrzeichen seiner Stärke und Herrschaft. Sie kommen. Seit Tagen schon herrscht emsige Geschäftigkeit auf der Isenburg. Knechte haben Schweine und Ziegen vom Wirtschaftshof im Tal auf die Feste getrieben und dort geschlachtet, zudem zerlegte Rinderteile hinaufgeschafft. Auch viele der Hühner, die den Burghof bevölkern, haben ihr Leben gelassen. Der Truchses ist von Dorf zu Dorf geritten. Bei fahrenden Kaufleuten und Bauern der Umgebung hat der Vorsteher der Burgverwaltung feine Gewürze und besondere Leckereien erworben. Im Wohnhaus und in Nebengebäuden haben die Mägde Kammern für die Gäste vorbereitet. Waschfrauen haben angefeuchtete Leintücher mit dem Glättstein bearbeitet, bis der Stoff glänzte und nahezu faltenfrei war. Knechte haben Lebensmittel aus den Lagerhäusern in die Hauptburg gebracht. Nun noch schnell die Krüge mit Wein hinüberschaffen. Im Saal des herrschaftlichen Wohnhauses kontrolliert Sophia, die Gattin des Grafen, ob für den hohen Besuch die edelsten Wandteppiche aufgehängt wurden, wie von ihr angeordnet. Da sind sie. Schon lenken die Besucher ihre Pferde in den schmalen Durchgang, der zum Tor führt. Dessen wuchtige Flügel sind aus schwerem Holz, an der Außenseite zusätzlich mit kräftigen Bohlen verkleidet. Sie sollen verhindern, ebenso wie der waagerechte hölzerne Balken, der das Tor von innen wie ein Riegel verschließt, dass Angreifer die Pforte mit Rammen aufbrechen. An diesem Tag aber sind die Flügel weit geöffnet. Der Burgherr und seine Gattin sind herbeigeeilt, um die vornehmen Besucher willkommen zu heißen. Die Begrüßung ist herzlich und voller Respekt. Erzbischof Engelbert ist nicht nur ein hoher kirchlicher, sondern auch weltlicher Würdenträger. Seit knapp 40 Jahren stehen alle Kölner Erzbischöfe zugleich an der Spitze des mächtigen Herzogtums Westfalen. Darüber hinaus sind der Burgherr und sein angesehener Gast entfernt miteinander verwandt. Doch es steht etwas zwischen ihnen, dessen Tragweite zu diesem Zeitpunkt noch niemand absehen kann. Engelberts Visite ist nicht allein ein Freundschaftsbesuch, es geht auch um Geld und Land. Denn Graf Friedrich ist der Verwalter des nahegelegenen Frauenstifts Essen und versucht seit einiger Zeit, dessen ertragreiche Güter in seinen Besitz zu bekommen. Das will der Erzbischof verhindern. Und so ist es gut möglich, dass es auch um diesen Streit geht, der bald immer erbitterter geführt werden wird. Knechte bringen die Reittiere in den Stall, versorgen sie mit Wasser und holen für sie Heu aus einer der Scheunen, die hier in der Vorburg ihren Platz haben. Die Isenburg besteht aus zwei etwa gleich großen Teilen, der Vorburg mit dem äußeren Haupttor und der etwas höher gelegenen Hauptburg mit dem Bergfried, in die man durch ein weiteres Tor von der Vorburg aus gelangt. Die Vorburg ist der rund 5000 Quadratmeter große Wirtschaftshof der Anlage. Hier liegen die Stallungen für Pferde, Ziegen, Kühe und Geflügel, wenn jene nicht auf dem Wirtschaftshof des Burgherrn im Tal untergebracht sind. Die Tiere versorgen die Herrschaft täglich mit frischer Milch, Butter und Eiern. Zudem liegen hier die Häuser der Burgmannen des adeligen Burgpersonals So wie die Unterkünfte für das Gesinde, Mägde, Waschfrauen, Knechte, ein Koch, die Küchenjungen, vielleicht ein Bäcker und ein Metzger, wohl ein Heizer für die Öfen, ein Schmied. Dazu Türmer und Wächter für den Schutz der Burg. In Kellerräumen liegen Lebensmittel in Gefäßen aus gebranntem Ton. Daneben lagern dort Weinfässer sowie Futter und Stroh für die Tiere, aber auch Pflüge, Sicheln, Heugabeln. Nicht ohne Stolz wird Graf Friedrich den Gästen das Wirtschaftszentrum seiner Burg zeigen, denn die Isenburg ist erst vor kurzem, nach fast 20 Jahren Bauzeit, fertiggestellt worden. Das Hochmittelalter ist die große Zeit des Burgenbaus, die Festungen prägen Land und Landschaft. Seit dem späten 9. Jahrhundert entstehen diese Bastionen, die nicht nur in Kriegszeiten genutzt, sondern auch bewohnt werden. Anfangs sind die Kastelle kaum mehr als einfache Bauten aus Holz, befestigt mit Gräben und Erdwellen, vielleicht mit Palisaden. Erst im 11. Jahrhundert beginnt der Bau massiver Steinburgen und bald schon werden sie gleichsam zu Insignien der Ritter. Die meisten Bollwerke entstehen auf Höhenzügen, die zu mehreren Seiten steil abfallen und sich so leicht überwachen und verteidigen lassen. Ihre imposante Architektur soll Angreifer abschrecken. Daneben aber macht ihre Wirkung in der Landschaft die gehobene Stellung ihrer Bewohner für jedermann eindrucksvoll sichtbar. Im gesamten christlichen Abendland ist die Burg Mittelpunkt politischer und wirtschaftlicher Herrschaft. Sie ist Ort des höfischen Lebens. Hier zelebriert eine gesellschaftliche Elite ihren Lebensstil. Mehr als 25.000 mittelalterliche Zitadellen werden im deutschsprachigen Raum die Zeit überdauern, wenn auch oft nur als Ruinen oder in kaum mehr erkennbaren Resten. Wohl um das Jahr 1193 beginnt Arnold, der Vater des späteren Burgherrn Graf Friedrich, in der Nähe der heutigen Stadt Hattingen mit dem Bau einer Feste auf dem Bergrücken hoch über der Ruhr. Seine Familie ist eine der bedeutendsten im Rheinland und in Westfalen. Als Graf ist er Teil der Ritterschaft, steht aber gesellschaftlich über den einfachen Reiterkriegern. Seine verstreuten Lennereien erstrecken sich vom Niederrhein bis an den Südrand des Teutoburger Waldes. Der weitläufige Besitz wird geschützt von mehreren Kastellen, die von seinem Rang künden. Burg Isenberg, der neue Stammsitz der Familie, soll mit ihren imposanten Ausmaßen nicht nur die bisherigen Bauten der Familie übertreffen, sondern auch die meisten weit über die Region hinaus. Als erstes ist der Baugrund vorzubereiten. Männer roden den Bauplatz sowie die Umgebung. Burgen sind fast nie von Wald umgeben, damit sich kein Feind im Schutz von Bäumen anschleichen kann. Möglichst viel Gestein muss in nahegelegenen Brüchen gewonnen werden können. Es aus weiterer Entfernung herbeizuschaffen, würde lange dauern und wäre auch zu teuer. Nur wertvollen Tuff oder Marmor für Fensterbögen oder Kapitelle brechen Spezialisten in weiter entfernten größeren Gruben. Fuhrleute transportieren die unbehauenen oder bereits bearbeiteten Steine sowie Sand und Kalk zum Bauplatz. Unterstützt von den bäuerlichen Untertanen der Umgebung, der Frohn-Dienst, eine Art Steuer, die als Arbeit abgeleistet wird, verpflichtet sie zu helfen. Sie heben Gräben aus oder verrichten andere einfache Arbeiten. Nur während der Saat- und Erntezeit sind sie vom Dienst befreit. Die eigentlichen Arbeiten verrichten spezialisierte Handwerker, Maucher, Zimmerleute und Steinmetze, die anders als die Bauern für ihre Arbeit bezahlt werden. Der Bau eines Kastells auf einem Bergrücken ist anspruchsvoll, langwierig und vor allem äußerst kostspielig. Jede Burg ist ein Wehrbau. Er muss so befestigt sein, dass wenige Menschen in der Lage sind, ihn zu verteidigen. Einige Burgmannen, mehrere Wächter, vielleicht zwei Torwarte und ein Turmmeister, auf einer Bastion von mittlerer Größe etwa 10 bis 30 Mann. Daher legen die Bauherren großen Wert auf eine hohe Ringmauer, die Hauptburg und Vorburg komplett einschließt. Sie wird als erstes fertiggestellt. Zunächst steckt der Baumeister, zumeist ein erfahrener Steinmetz, mit Holzstäben und Schnüren den Verlauf des Walls ab. Der Schöpfer des Entwurfs muss nicht nur in der Lage sein, die Anlage vollständig durchzuplanen, sondern er stimmt auch die Arbeit aller Handwerker aufeinander ab und sorgt dafür, dass die benötigten Materialien rechtzeitig vorhanden sind. Daher muss er ständig auf dem Bauplatz anwesend sein. Skizzen macht er auf Wachstafeln, die sich leicht auswischen oder verändern lassen, manchmal auch einfach auf dem Boden. Die eigentliche Arbeit an der Burg beginnen die Maurer. Überhölzerne Stege, Leitern und Rampen bringen ihnen Handlanger Steine und Mörtel in Körben und Eimern zur langsam emporwachsenden Ringmauer. Kräne erleichtern ihre Arbeit. Sie sind aus Holz und haben einen langen, schwenkbaren Ausleger, an dessen Ende ein Flaschenzug hängt, der sich von Hand oder mit einem Trehtrad bedienen lässt. Nach der Mauer entsteht der Bergfried. Er ist der Hauptturm und steht an jener Seite der Burg, von der aus sie am leichtesten angegriffen werden kann. Er ist in der Regel 20 bis 40 Meter hoch, überragt die Ringmauer deutlich. Eine Wehrplattform schließt den Turm in der Höhe ab. Von hier oben aus können Angreifer mit Steinen beworfen oder mit Pfeilen beschossen werden. Der Burgherr kann mit gutem Überblick die Verteidigung organisieren. Als letzter Zufluchtsort bei einem Angriff eignet sich der Bergfried jedoch kaum. Zu eng ist er im Inneren. Seinen Mauern fehlen Wehröffnungen. Nur kleine, schmale Schlitze lassen Luft und Licht hinein. Und von hier aus gibt es in einem Notfall keinen Zugang zu lebenswichtigem Wasser. Erst wenn Ringmauer und Bergfried fertig sind, entstehen nach und nach die Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Der Bau einer Festung ist langwierig. Gut 90 Männer arbeiten zwischen fünf und sieben Jahren an einer Bastion von durchschnittlicher Größe. Die Errichtung der gewaltigen Isenburg hat sich sogar über gut zwei Jahrzehnte hingezogen. Und so hat Graf Friedrichs Vater Arnold, der erste Bauherr, das Ende nicht mehr erlebt. Sein Sohn führte die Arbeiten fort. Und vor kurzem, gerade war der Graf mit seiner Familie auf die Isenburg gezogen, hat der Kölner Erzbischof seinen Besuch angekündigt. Oft ist es für einen Gastgeber äußerst erfreulich, hochrangige Besucher zu beherbergen, ist eine solche Visite doch vielfach ein Gunstbeweis, der ihn aus dem Kreis gleichrangiger Standesgenossen heraushebt und ihm signalisiert, dass er auf politische Unterstützung des Gastes hoffen darf. In Konfliktfällen ist der mitunter tagelange Aufenthalt eines Fürsten samt Gefolge, für den Burgherrn allerdings bedrückend, Eine unmissverständliche Drohung und für weniger wohlhabende Ritter zudem eine kaum tragbare finanzielle Belastung. Engelbert jedoch will jetzt nicht länger als eine Nacht auf der Isenburg verbringen. Der Erzbischof ist nur auf der Durchreise und die Bastion liegt auf der Hälfte des Weges von den rheinischen zu den westfälischen Besitzungen des Erzbistums, die er besuchen möchte. Im Quartier auf seiner Reise zu gewähren, dürften der Respekt vor dem hohen Rang und die familiären Bindungen gebieten. Der Trost des Kirchenfürsten ist mittlerweile vollständig in der Vorburg eingetroffen. Die Pferde sind versorgt, erste Worte wurden gewechselt. An Graf Friedrich ist es nun, die Gäste bergan zur Hauptburg zu führen, in der sich der Wohnbau mit den Privaträumen der Herrschaften in den oberen Geschossen befindet. Dort beziehen die ranghohen Gäste, von der Reise ermüdet ihre Quartiere. Es ist anzunehmen, dass Friedrich für den Erzbischof ein Zimmer mit besonders guter Ausstattung ausgesucht hat, vielleicht sogar mit einem Kamin. Selten nur gibt es in den Burgen auch wohlhabende Aristokraten separate Schlaf- und Wohnzimmer. Holzvertefelungen oder Wandteppiche sollen in den schlecht beheizbaren Räumen meist vor Kälte schützen und die Baldachine der Himmelbetten die Schlafenden vor Ungeziefertes von der Decke fällt. Immerhin haben die Familienmitglieder des Burgherrn und natürlich dessen hohe Besucher je ein eigenes Bett. Die Mägde dagegen ruhen gemeinsam in einem einfach gezimmerten Gestell, Knechte auf Strohlagern, oft im Stall neben den Pferden oder in einer Scheune. In der Nähe der herrschaftlichen Zimmer befindet sich ein Abort. Er ragt meist aus der Fassade, sodass die Exkremente direkt im Burg graben oder in einer Grube landen oder sie werden durch einen Schacht in der Mauer entsorgt. Auf Burg Isenberg liegen einige Abortschächte an der Westseite. Hier fällt das Gelände steil ab, der Regen kann den Unrat wegspülen. In der Nacht oder im Winter bevorzugen die Burgbewohner allerdings Nachttöpfe. In einem hohen Erdgeschossraum des herrschaftlichen Wohngebäudes oder in einem Anbau direkt nebenan liegt die Küche. Schon seit Tagen wird hier das Festmahl vorbereitet, wird gekocht, gebraten, gebacken, geschmort. Die Essensdüfte durchziehen die ganze Burg. In der Glut des Herdplatzes stehen tönerne Töpfe, die nicht nur zum Kochen dienen, auch Lebensmittel können in ihnen aufbewahrt werden. Auf Spießen grillt das Fleisch. Stücke von Schwein und Rind, von Hühnern, Fasanen, Enten, ganze Lämmer. Auch Fisch, Hecht, Flussbarsch und Barben aus der Ruhr werden wohl serviert. Die Küche hat ihren Platz stets in der Nähe einer Wasserstelle. Jede Burg hat eine eigene Wasserversorgung, sonst könnte sie keine Belagerung überstehen. Doch da es nur selten möglich ist, auf felsigen Höhen einen Brunnen zu errichten, verfügen die meisten Kastelle über gemauerte Zisternen, in denen sich Regenwasser sammelt. Alles ist vorbereitet. Der Hausherr empfängt die Gäste im Saal, dem hallenartigen Hauptraum, der sich in einem Obergeschoss befindet. Er ist größer und prächtiger als die Wohnräume. Hier sind die Wände verputzt, geschmückt mit Malereien und Teppichen. Hier gibt es vielleicht sogar Glasfenster im Mittelalter, ein Luxus. Sonst werden die Maueröffnungen mit Pergament, Häuten oder Stoff abgedichtet. Sind die Fenster wie jetzt verschlossen, lassen sie nur milchig-trübes Licht in den Saal. Fackeln, Kerzen und Leuchter sorgen für etwas Beleuchtung. Die Einrichtung ist karg, entlang der Wände stehen Bänke. Den Raum beherrscht der große Wandkamin, in dem ein offenes Feuer brennt. Der Burgherr und seine Frau haben ihre Festkleidung angelegt. Ihre Gewänder sind aus kostbaren Stoffen gefertigt, meist aus teurer orientalischer oder venezianischer Seide, reich gemustert in grellbunten Farbtönen, die der Adel so liebt, etwa grün und rot, kombiniert mit Gelb, Violett oder Blau den Modefarben jener Zeit. Eng geschnürt betont das Kleid der Burgherrin ihre Taille und Brust Vom Gürtel abwärts fällt es in Falten so weit hinab, dass es beim Gehen gerafft werden muss, Auch die Ärmel in Tropetenform sind ausgesprochen lang Nach neuester Mode trägt sie eine Schleppe aus durchscheinendem Gewebe. Das Obergewand des Herrn unterscheidet sich kaum von dem der Frau, allerdings ist der Männerrock an Vorder- und Rückseite geschlitzt, damit er in ihm auch reiten kann. Das Gewand hat der Schneider, so trägt man es jetzt, vorn ein wenig gekürzt, um die Beine zur Schau zu stellen, die in eng anliegenden Hosen stecken. Um sich von den Bauern abzuheben, deren Frisur seit Alters her stets kurz sein muss, trägt der Herr das Haar lang, es reicht bis über die Ohren. So auffällig und farbenprächtig die Kleidung der Vornehmen ist, so unscheinbar wirkt dagegen das Schuhwerk, ein bis zu den Knöcheln reichender zierlicher Schlupfschuh, der über dem Spann mit Spangen oder Bändern geschlossen wird. Erst im 15. Jahrhundert werden die extrem langen und spitz zulaufenden Schnabelschuhe, die selbst langsames Gehen behindern, bei allen Ständen beliebt werden. Sind alle Gäste versammelt, gibt der Herr des Hauses das Zeichen, die Tische aufbauen zu lassen. Nur für Mahlzeiten werden sie in den Saal getragen, einfache Böcke, auf die man Platten oder Bretter legt. Wertvolle Damastischtücher aus Italien, die bis zum Boden reichen, machen sie zu festlichen Tafeln. Bevor sich alle niederlassen, reichen die Bediensteten Wasser in Schüsseln zum Händewaschen, Mit viel Bedacht hat der Burgherr die Sitzordnung festgelegt Der jeweils zugewiesene Platz soll dem Rang des Gastes entsprechen Meist sitzt der Gastgeber am Kopfende oder in der Mitte der Längsseite, Der vornehmste Gast, an diesem Abend Erzbischof Engelbert, direkt neben ihm, In absteigender Rangfolge zur linken und zur rechten folgen die übrigen Geladenen. Die tafelnden Speisen mit dem Rücken zum wärmenden Kamin. Von der anderen Seite wird serviert. Bei großen Gastmählern rutschen die Bediensteten gar auf Knien heran, damit die Festgesellschaft freien Blick auf Musikanten, Jongleure und Gaukler in bunten Kleidern hat, oder auf Dichter und Minnesänger, die von ritterlichen Helden und ihren Liebesabenteuern berichten. Diener tragen die Speisen in gedeckelten Schüsseln auf. Die zahlreichen Gänge, jeder vom Koch aus mehreren Gerichten zusammengestellt, sind Zeichen der Ehre, die der Burgherr seinen Gästen erweist. Obwohl die Ritter auf Jagd gehen, gibt es auf Burgen selten Wild. Das meiste Fleisch liefern Schweine, Rinder, Hühner aus eigener Zucht. Das Weißbrot ist aus fein gemahlenem Weizen. Das Gemüse wird im Burggarten geerntet oder kommt vom Wirtschaftshof. Die Fleischspeisen, Höhepunkt jedes Festmals, haben die Köcher mit besonderer Sorgfalt vorbereitet. Die besten und zartesten Stücke werden dem ranghöchsten Esser gereicht, Engelbert. Der Erzbischof ist ein anspruchsvoller Gast. Zum einen steht er in der gesellschaftlichen Hierarchie über Graf Friedrich, zum anderen ist er ein höchst ehrgeiziger Mann, der eine schnelle Karriere in der Kirche gemacht hat. 12.12. hat er am Kreuzzug gegen die Albigenser in Südfrankreich teilgenommen, allerdings wohl nur die vorgeschriebene Mindestzeit von 40 Tagen, die für den Erlass von Sündenstrafen erforderlich ist. Erst Anfang des Jahres 1216 ist Engelbert zum Bischof gewählt worden, da hatte er das dafür nötige Mindestalter von 30 Jahren erreicht. Manche werden dem Kleriker später nachsagen, hochfahrend und herablassend zu sein, oft den irdischen Dingen ergeben, vor allem dem Streben nach Macht. Und auch weltliche Genüsse wie ein gutes Mahl wird er wohl zu schätzen wissen. An Festtagen wie diesem ist das Essen nicht nur überwältigend üppig, sondern auch äußerst stark gewürzt. Mit dem verschwenderischen Gebrauch importierter Gewürze stellt der Gastgeber seinen Reichtum zur Schau. Ein Pfund Muskatnuss etwa kostet so viel wie sieben Ochsen. Auch Pfeffer, Ingwer und Zimt sind teuer. Die erlesenen Spezereien haben die italienischen Seerepubliken Genua und Venedig über die Seidenstraße, das Rote Meer und die Levante importiert. Auf dem Landweg und mit dem Schiff werden sie in ganz Europa vertrieben und auf den großen Messen verkauft. Graf Friedrich hat die Gewürze vermutlich aus Köln bezogen, denn dank des Rheins ist die Stadt ein wichtiger Umschlagplatz für Waren. Gastgeber und Gäste essen von Brettchen, Tellern aus Keramik oder einfachen Platten aus Holz oder Zinn Tafelgeschirr aus Silber gibt es selbst an herrschaftlichen Tafeln nur selten, Meist teilen sich zwei Gäste ein Trinkgefäß. Die Getränke, üblicherweise Wein, tragen Diener in großen Krügen in den Saal. Wenn der Hausherr es sich leisten kann, ist er aus dem Süden importiert. Der heimische Wein ist vielfach sauer oder fade und muss mit Honig gesüßt oder mit Pfeffer und anderen Gewürzen erst schmackhaft gemacht werden. Alle anwesenden essen mit der Hand. Brotscheiben, die auf dem Tisch verteilt liegen, dienen ihnen als Unterlage für Fleischstücke und Fisch oder sie tunken sie in Brühen, Soßen, den Wein. Messer zum Zerteilen der großen Stücke sowie Löffel für Suppen und Breie bringen die Gäste meist selber mit. Gabeln dagegen sind als Essbesteck verpönt, weil sie an Heu- oder Mistgabeln erinnern. Die vielen Gänge, der viele Wein, die Gespräche. Das Festessen auf der Burg Isenberg hat sich hingezogen. Zufrieden nehmen die Anwesenden die letzten Bissen zu sich. Vielleicht hat Engelbert von seiner Wahl zum Bischof erzählt. Vielleicht auch haben sie über Literatur und den Dichter Walter von der Vogelweide geredet, dessen Gönner Erzbischof Engelbert ist. Und sicherlich wird der Kleriker sich anerkennend über die prächtige Festung Friedrichs und die erlesenen Speisen geäußert haben. Ist das mal beendet, reichen die Diener noch einmal Wasser zum Säubern der Hände, dann tragen sie die Tische aus dem Saal. Es ist spät geworden. Bei vielen Gastmälern spielen nun Musikanten zum Tanz auf. Wenn ein so hoher kirchlicher Würdenträger wie Engelbert zu Gast ist, wird der Burgherr darauf aber verzichten, da die Kirche den Tanz verurteilt. Aber vielleicht nutzt der Erzbischof die abklingende Feststimmung, um nun den Streitfall um die Güter des Stifts Essen anzusprechen. Gastmähler wie dieses sind seltene Ereignisse auf einer Burg, willkommene Höhepunkte in einem oft eintönigen Alltag ohne höfisch-ritterlichen Glanz. Nur die Jagd bietet Abwechslung, gehört sie jedoch zu den Privilegien des Adels. Ein standesgemäßer Zeitvertreib, so beliebt, dass die Hohen Herren ermahnt werden müssen, darüber sonntags nicht den Gottesdienst zu versäumen? Einen großen Teil der warmen Monate ist der Burgherr indes auf Reisen, um seinen Lehnsherrn zu beraten, Urkunden für ihn zu bezeugen, Gegnern, Drohbesuche abzustatten, Fäden zu führen oder, seltener, für den König in den Krieg zu ziehen. Doch spätestens im Winter ist er meist wieder daheim. Dann werden die Tage auf der Höhenburg lang. Kälte, enge Dunkelheit und Langeweile bestimmen die Zeit. Die Mahlzeiten sind karg. Brot, etwas Saft und Wein, Sauerkraut, eingelegte Gurken, Pökelfleisch. Einen Teil des Viehs hat der Verwalter schon im Herbst schlachten und durch Salz konservieren lassen. Selbst im Sommer kann das Licht, das durch schmale Schlitze fällt, die Räume in der Burg kaum erhellen. Im Winter sind sie oft mit Holzläden verschlossen. Kaminfeuer spenden dann ein wenig Licht, ebenso Kerzen aus Rindernierenfett oder Hammeltalk. Oder stinkende Öllampen und Fackeln rußen stark und schwärzen die edlen Wandteppiche. Die Mauern können die Kälte kaum abhalten. Zumindest einen Raum versucht man mit dem Ofen einigermaßen warm zu halten. Die Monate im Dämmerlicht können endlos werden. Spiele sind ein Zeitvertreib an diesen tristen Wintertagen, Würfeln, Brettspiele wie Dame Mühle und vor allem Schach, das als das ritterliche Spiel gilt. Die Frauen beschäftigen sich mit Handarbeit, während die Kinder mit Keramikpuppen, Pferdchen oder anderen Tierfigürchen spielen. Es wird musiziert, Harfe, Flöte oder Geige gespielt und gesungen. Gesangsunterricht und das Spielen eines Instruments sind Teil der adeligen Erziehung. Die Musik gehört zur Lebenswelt eines Ritters so wie die Minne, die von der Unerreichbarkeit einer tugendhaften Angebeteten erzählt. Auch Romane und Heldenbücher schätzen die Adeligen. Meist werden diese Werke von der Dame des Hauses oder einem fahrenden Dichter laut vorgetragen. Vor allem in solchen Romanen erleben die Herren der Burgen Schlachten und Heldentum, nur selten dagegen im wirklichen Leben. Wenn sie einmal in Kämpfe verwickelt werden, dann zumeist in Fäden, in Kleinkriege zwischen Adeligen, in Rache Feldzüge, die den Gegner schädigen sollen. Dann verwüsten und plündern die Angreifer die herrschaftlichen Güter ihres Kontrahenten, rauben das Vieh, brennen umliegende Dörfer und die Ernte nieder und nehmen ihm so die Vorräte für den Winter. Die Burg selbst ist bei solchen Auseinandersetzungen meist ein sicherer Rückzugsort, wenn auch nur für ihre kaum mehr als 20 Bewohner. Viel zu gedrängt ist der Platz innerhalb der Festungen, um die Menschen des Umlands aufzunehmen. Viel zu gering sind die gelagerten Vorräte, um sie zu versorgen. Die bäuerlichen Untertanen, die keine Waffen tragen dürfen, haben kaum eine andere Wahl, als bei einer herannahenden Feindesschar mitsamt ihrer Habe und ihrem Vieh in den Schutz von Wäldern oder einer nahen Stadt zu fliehen. Selbst wenn ein Gegner die Festung angreift, will er sie meist nicht zerstören, sondern erobern. Gelingt ihm dies, gilt er fortan als ihr rechtmäßiger Besitzer und erhält obendrein das dazugehörige Land und dessen Einkünfte. Schafft es ein Angreifer nicht, die Burg mit einem überraschenden Überfall durch Verrat oder eine List zu nehmen oder mit Drohungen die kampflose Übergabe zu erzwingen, wird es mühsam, teuer und zeitaufwendig für ihn. Da Belagerungen großer und gut ausgerüsteter Zitadellen Monate dauern können, erfordern sie erhebliche Mengen an Waffen, Ausrüstung und Truppen. Nur eine stattliche Kriegsmacht, etwa die eines Königs, eines Landesfürsten oder einer Ritterallianz, kann sich auf dieses Wagnis einlassen. Bei einem Angriff rücken die Belagerer dann langsam vor. Durch Manns hohe Schilde vor den Bogenschützen in der Festung gesichert, zielen selber auf deren Besatzung und treffen mit ihren Pfeilen aus 30 Meter Entfernung durch die engen Schießscharten. Sobald die Angreifer die Burg erreicht haben, versuchen sie die Ringmauer zu unterminieren. Sie graben, falls der Boden nicht zu hart ist, unterirdische Stollen und stecken dort Holz in Brand, um die Mauern zum Einsturz zu bringen. Das Unterminieren ist lange Zeit die erfolgreichste Methode, um eine Burgmauer so zu beschädigen, dass sie einstürzt. Doch etwa seit dem Jahr 1200 gibt es eine neue, furchterregende Wurfmaschine, mit der sich Mauern sehr viel schneller brechen lassen, die Bliede. Frühere Katapulte haben Steine in hohem Bogen über die Mauern geschleudert und so Dächer zerstört, nicht aber Mauern. Die Bliede nun ist sehr viel größer und präziser. Mithilfe eines Gegengewichts wird ihr langer Hebelarm in Schwung gebracht. Wegen der starken Beschleunigung des Geschosses können Bliedensteine von mehr als 100 Kilogramm Gewicht gut 500 Meter weit zielgenau schleudern. Wieder und wieder beschießen Angreifer die Ringmauer dann an einer bestimmten Stelle, bis sie bricht und sich eine Lücke für die Attacke auftut. Mit der Bliede lassen sich aber auch Brandsätze, Bienenstöcke, verwesende Tierkadaver oder stinkender Unrat in die Anlage schleudern. Nicht nur der Wehrbau, auch Gesundheit und Mut der Verteidiger sollen geschwächt werden. Mögen die Schäden durch den Beschuss noch so groß sein, wenn sich die Burgbesatzung nicht ergibt oder zu Verhandlungen bereit ist, bleibt den Angreifern nur der Sturm auf die Feste. Um die Feinde aufzuhalten, legt die Burgbesatzung oft Fußangeln aus, die schmerzhafte Wunden verursachen, wenn man auf sie tritt. Ohnehin sind die Verteidiger im Vorteil durch ihren erhöhten Standort, von dem aus sie Steine auf ihre Angreifer herabschleudern. Selbst kleine Burgbesatzungen können, gedeckt durch Zähnen und Brustwehren, die Attacke eines starken Gegners abwehren. Gelingt es den Belagerern dennoch, in die Feste einzudringen, kommt es zum Kampfmann gegen Mann, wird vor allem mit dem Schwert gekämpft, der wichtigsten Nahkampfwaffe des Ritters. Und die Verluste sind hoch, auf beiden Seiten. Denn die Kämpfenden können sich jetzt nur mit einem leichten Schild schützen. Die Fluchtwege aus der Burg versperren die Angreifer, auch der Rückzug in den Bergfried ist kaum möglich, der Aufstieg führt über schwankende Leitern oder enge steile Treppen. Da die Ritter diese Gefahren kennen, enden die meisten Belagerungen entweder mit der Kapitulation des Burgherrn oder dem Abzug der Angreifer. Oft entscheiden allein die Kampfmoral und der Durchhaltewille von Angreifern und Verteidigern über den Ausgang einer Belagerung. Als der römisch-deutsche König Philipp im Jahr 1204 mit mehreren tausend Mann gegen Burg Weißensee anrückt, übergibt sie der Burgherr, der thüringische Landgraf, binnen sechs Wochen. Als acht Jahre später Kaiser Otto IV. die gleiche Festung belagert und sie außerdem mit Blieden beschießen lässt, muss er, obwohl die Geschosse schwere Schäden anrichten, erfolglos wieder abziehen. Viel eher als Kämpfe machen Verfall, Brände, Blitzeinschläge eine Bastion zur Ruine. Zu großen Gefechten kommt es, wenn überhaupt, auf freiem Schlachtfeld. Im Durchschnitt erlebt nur jede dritte Generation von Burgbewohnern eine Belagerung. Der Alltag auf einer Festung ist meist von friedlicher Geschäftigkeit bestimmt. Am Morgen nach dem Festmahl haben sich Burgherr und Gäste früh aus ihren Betten erhoben und zum Frühstück, wie es üblich ist, einen Becher Wein zu sich genommen. Engelbert drängt zum Aufbruch, er will rasch zu seinen westfälischen Gütern weiterreisen, denn er macht sich Sorgen um den Zustand seines Erzbistums. Jahrelang währende Kämpfe um den deutschen Thron zwischen Otto IV. Aus dem Geschlecht der Welfen und dem Staufer Friedrich II. Haben sein Herrschaftsgebiet zerrissen, weil sich Städte und führende Adelige unterschiedlichen Parteien angeschlossen hatten. Erst die Schlacht bei Bouvain am 27. Juli 1214 hat den Thronstreit militärisch entschieden zu Kunsten Friedrichs, der damit auch um Köln seine Macht behauptet hat. Engelbert will nun persönlich erkunden, welche verheerenden Folgen die unruhige Zeit hinterlassen hat. Zuletzt sind die Einkünfte aus dieser Region dramatisch gesunken. Er möchte dort jetzt Präsenz zeigen, der herzoglichen Gewalt wieder Geltung verschaffen. Mehr noch, er will seinen Machtbereich ausdehnen. Nicht nur die Essener Vogtei. Alle geistlichen Güter, die von Adeligen verwaltet werden, sollen wieder in den direkten Besitz der Kirche gelangen. Die Knechte haben die Pferde aufgeschirrt. Die Edelsten von Engelberts Reisegruppe haben ihre pelzgesäumten Mäntel mit Kapuze übergezogen. Nun ist es Zeit, sich zu verabschieden. Dann sitzen der Erzbischof, seine Berater und die Panzerreiter auf und reiten durchs offene Burgtor davon. Eine Einigung im Zwist um das Stift Essen haben Friedrich und Engelbert nicht gefunden. Noch aber können die unterschiedlichen Interessen an den Gütern des Stifts ihre familiäre Beziehung nicht nachhaltig überschatten. Doch mit den Jahren wird sich der Streit verschärfen und schließlich, nachdem alle Gespräche und Vermittlungsversuche scheitern, eskalieren. Wenige Jahre nach dem Besuch von Engelbert auf der Isenburg überfällt Graf Friedrich am 7. November 1225 als Anführer einer Verschwörung den Erzbischof, seinen Verwandten, auf dem Weg zu einer Kirchenweihe. Geplant ist wohl, den Geistlichen gefangen zu nehmen, wahrscheinlich um Zugeständnisse über den Besitz des reichen Frauenstifts Essen von ihm zu erpressen, doch der Anschlag verläuft nicht nach Plan. Engelbert kommt bei dem Überfall ums Leben. Graf Friedrich von Isenberg muss fliehen. Weil er als Haupttäter gilt, wird er auf Drängen des Kölner Erzbistums vom König geächtet und im folgenden Jahr schließlich festgenommen. Anfang November 1226 verurteilt ihn ein Gericht des Kölner Erzbistums zum Tode. Am 13. November schließlich zerschlagen Schergen dem Delinquenten alle Arme und Beine. Anschließend flechten sie die gebrochenen Glieder des immer noch lebendigen Grafen in die Speichen eines Rades die schimpflichste und ehrloseste Form der Hinrichtung. Zum Schluss lässt der Scharfrichter das Rad an einem Pfahl aufrichten und zündet darunter ein Feuer an. Die Mauern der Burg Isenberg werden bald darauf geschleift. Auf ganzer Länge schlagen Arbeiter tiefe Höhlungen in den Fuß der steinernen Umfassung, stützen die Stollen mit Holzstangen ab, füllen sie mit Brennmaterial und zünden es an. Sobald das Feuer die Stützen zerstört hat, stürzt das darüber liegende Gebäude ein Was danach noch steht, was noch übrig ist von der Burg, wird in Brand gesetzt Gut 30 Jahre nachdem der Bau der gewaltigen Festung begonnen hat wird sie dem Erdboden gleichgemacht, wie es in der Kölner Königskronik heißt Sie wird zur Ruine Vielen Dank. Ja, andere Burgen, die stehen aber ja bis heute und erzählen uns davon, wie es ein Ritter so zu Hause hatte und auch wie öde das Burgleben oft gewesen sein muss, das wissen wir spätestens nach dieser Geschichte. In der nächsten Folge verlassen wir die Ritterburg aber und ziehen in den Kampf, denn Krieg führen, das ist quasi die Daseinsberechtigung der Ritter. Sie sind die Crème de la Crème unter den Kriegern ihrer Zeit. Ja, wir springen dann vom 13. zurück ins 11. Jahrhundert und schauen, wie und warum das Ritterwesen entsteht. Und die Suche nach den Anfängen, die wird uns nicht nur in den Kampf führen, sondern weit in die Ferne bis nach Jerusalem. Die Welt der Ritter ist eine Produktion von Geo-Epoche. Hosts und Redaktion Jens Rainer Berg und Insa Bethke. Erzähler Peter Kämpfe. Projektmanagement Manuel Opitz. Intro-Musik Sophia Klimpel-Akahoschi Schnitt- und Audio-Produktion Alexandra Zebisch, RTL, Alle weiteren Folgen dieser Serie könnt ihr zum Vorzugspreis auf geoplus hören unter geo.de-ritter.