Rund 23% plus hat der Deutsche Leitindex DAX in 2025 gemacht. Bei Gold gab es ein Plus von 66% und Silber sogar weit über 100% in 2025. Echt Wahnsinn, was da passiert ist und viele, die da partizipiert haben, die haben sich glaube ich sehr gefreut. Bitcoin dagegen Minus von 15 bis 20% im letzten Jahr. Also in Summe war das aber ein sehr erfolgreiches Jahr für Anleger. Und die große Frage ist natürlich, wird 2026 auch so gut? Darüber sprechen wir heute in unserer Folge, unserer ersten Folge im neuen Jahr von Brichter und Bellwirtschaft einfach und schnell. Schön, dass ihr bei uns seid, Raimund. Und erstmal ein frohes Neues, oder kann man das noch sagen? Frohes Neues Jahr auch an alle da draußen, an euch. Hier jetzt erstmals auch in neuer Konstellation. Wir haben ja gesagt, es gibt ein paar Änderungen. Wir haben die Podcast-Hosting-Plattform gewechselt, aber das braucht euch eigentlich gar nicht interessieren. Normalerweise ist es wohl so gelaufen, dass es ganz smooth abging. Also kein Ruckeln, ihr merkt gar nichts davon und deswegen...

Schönes neues Jahr, auf ein neues. Gut, also man kann es doch sagen, das entnehme ich deiner Antwort. Aber ja, in der Tat, genau. Es hat alles geklappt, wenn ihr uns nochmal hören könnt, wunderbar. Dann habt ihr vom Grundrauschen nichts mitbekommen. Raimund, wir haben schon wieder ein krasses Jahr mit neuen Rekorden beim Deutschen Light Index, aber auch in den USA. 25.000 Punkte, kein Problem mehr. Locker genommen, ich weiß noch, im Dezember, boah, dann ging das total zäh zum Jahresausklang. Da ist man zwar nahe rangekommen, aber es ging nicht so richtig voran. Und jetzt Anfang des Jahres die ersten Handelstage direkt eingesackt. Diese Marke, bevor wir über die Aussichten sprechen für dieses Jahr, vielleicht ganz kurzen Blick nochmal zurück. Du hast Prognosen abgegeben, wir haben auch schon darüber gesprochen.

Dass es so gut gelaufen ist beim DAX oder hätte laufen können. Damit hattest du selbst nicht gerechnet, aber lass uns kurzes Fazit ziehen. Insgesamt zufriedenstellend, so wie es lief in 2025 mit Blick auf deine Prognose, weil heute machen wir die nächste Prognose. Gerne, aber ich würde doch gerne erst nochmal auf die 25.000 zu sprechen kommen, denn wir haben ja in der letzten Folge, in der letzten Episode darüber geredet, damit hätte der DAX etwa den halben Weg erreicht bis zu meinem Ziel von 50.000 Punkten Ende dieses Jahrzehnts. Das ist auf den ersten Blick richtig mit diesem halben Weg, 25.000 plus 25 wären 50, aber ich denke schon, man muss es nochmal relativieren, denn prozentual, und in der Börse ist es ja immer so, dass eigentlich die prozentualen Steigerungsraten das Entscheidende sind, nicht die absoluten. Prozentual sieht es nämlich ganz anders aus. Da hat der DAX 1988 mit 1000 Punkten begonnen. Seitdem hat er sich also 25-facht. Das ist ein Plus von 2400%.

Also, demnach ist das mit der Verdoppelung gar nicht mehr so, denn eigentlich hat der DAX ja schon, also mit dem halben Weg meine ich, ist es nicht mehr so, denn eigentlich hat der DAX ja schon viel, viel mehr Weg zurückgelegt, nämlich 2.400 Prozent. Natürlich sind das in absoluten Zahlen eben nur diese 25.000, aber in Prozent ist es viel mehr. Und jetzt kommen eigentlich nur noch, wenn wir mein DAX-Ziel von 50.000 nehmen, kommen eben nur noch mal 100 Prozent dazu, vom jetzigen Stand aus gerechnet. Also prozentual haben wir, das will ich damit sagen, schon viel mehr Weg zurückgelegt als diese halbe Strecke.

Ich hatte damals ja auch, als ich diese 50.000 Punkte prognostiziert hatte, das war im Jahr 2013, weil da der DAX aus einer ungefähr 13 Jahre langen Seitwärtsbewegung herausgestoßen ist, nach oben, damals war der DAX bei 8.000 Punkten. Und auch hier ist es ja nicht so, dass wenn wir die 8000 Punkte nehmen als Ausgangspunkt 2013, dann hat er sich bis jetzt mehr als verdreifacht. Also und jetzt käme nur noch, kann man sagen, eine Verdoppelung dazu im verbleibenden Zeitraum von etwa fünf Jahren. Also das ist durchaus erreichbar, wenn auch ehrgeizig. Ich will mal den Dow Jones Index in amerikanisch noch als Beispiel heranziehen, denn es ist ja traditionell so, dass der Dow Jones Index etwa doppelt so viele Punkte aufweist wie der DAX. Das war von Beginn an beim DAX so, der 1988, wie gesagt, mit 1000 Punkten startete. Damals lag der Dow ungefähr bei 2000 und das hat sich so fortgesetzt. Und jetzt ist es ja wieder so. Der Dow Jones ist nahe.

An einer Verdoppelung, aber eben auch von einem 25.000er Niveau und das hatte er, der Dow Jones Index, im Jahr 2018 erreicht, Anfang 2018. Und jetzt liegt er nämlich bei knapp 50.000. Zumindest während wir diesen Podcast aufzeichnen, hat er die 50.000 noch nicht ganz erreicht, aber möglicherweise, wenn der Podcast veröffentlicht wird, hat er das schon erreicht. Warum sage ich das? Warum? Ja, ganz einfach, es ist vielleicht eine Art Vorbild, denn der Dow hat dann für diese Verdoppelung acht Jahre gebraucht, von Anfang 2018 bis jetzt, Runde acht Jahre für eine Verdoppelung. Und wenn wir das dem DAX jetzt überstülpen, wenn er sich ähnlich entwickelt, dann und von jetzt an noch acht Jahre braucht bis zur Verdoppelung, eben nicht nur fünf, sondern acht, dann wären wir beim Jahr 2033. Okay, dann müsste ich diese 50.000er-Prognose um drei Jährchen nach hinten verschieben. Aber ich bleibe auf jeden Fall dabei, der DAX wird die 50.000 erreichen. die werden kommen. Das ist für mich so gut wie sicher. 20, 34, oder? Wenn 26 plus 8? Ja, wenn du 26 mitzählst.

26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33. Ende, Ende 33 bin ich bei 8 Jahren. Okay, mit Raimund Brichter in einen Zahlen- Mathematik-Duell zu gehen, ist vermessen und sollte man wahrscheinlich nicht tun. Einmal habe ich es gewagt, das erste Mal. Aber es ist gut, weil ich glaube auch, Das ist gar nicht schlecht, weil ich glaube, das denken die Hörerinnen und Hörer da draußen genauso. Natürlich, klar, deswegen. Ich bin ja quasi der Anwalt der Hörer. By the way, Raimund, wir sind jetzt im wievielten Jahr? 2019 haben wir angefangen, das müssen wir vielleicht auch nochmal kurz feiern.

Entsprechend im siebten Jahr. September 2019, richtig. September war es, ja. Und, was wir jetzt durch unseren Umzug auch mitbekommen haben, ich glaube, wir liegen kurz vor den 300 Folgen. Das feiern wir auch nochmal. So, aber alle, die uns gut zugehört haben, und das sind ja eigentlich quasi alle, die uns gerade verfolgen, weil ihr immer sehr gut zuhört, das merken wir mal an euren Reaktionen, wenn ihr uns schreibt und tolle Fragen stellt. Die werden festgestellt haben, Raimund sagt 233, 234, 50.000 beim DAX. Aha. Aber was ist denn eigentlich mit dem Reset-Szenario? Das soll doch Ende der Zwanziger geschehen. Sprechen wir, glaube ich, noch drüber, oder, Raimund? Aber vielleicht ein kurzes Wort dazu. Das müsste ja bedingen, dass das Reset-Szenario sich über 233 hinaus erst verschiebt und wir vorher diesen Höchststand erreichen.

Ja, das war jetzt, was ich jetzt gesagt habe, natürlich alles unter normalen Bedingungen. Aber du weißt, ich halte es durchaus für möglich, dass ich der Aufschwung, da kommen wir gleich auch nochmal drauf, oder wir nehmen es vorweg, wir befinden uns nach meinem Szenario in einer Katastrophenhoss. Und diese Katastrophenhoss bedeutet, dass es der letzte Aufschwung vor einem ganz, ganz großen Knall wird. Ob dieser Knall tatsächlich dann schon der Reset wird oder nicht, das ist eine andere Frage. Aber das wird sich dann entscheiden. Aber gehen wir mal erstmal in diesem Szenario weiter. Was sind die Bedingungen dieser Katastrophen? Die Aktienkurse steigen schneller als die Gewinne. Sie laufen den Gewinn davon. Die Bewertungen dehnen sich also. Korrekturen, und das muss auch gesagt werden, selbst Crashs gehören in diesem Szenario dazu. Zwischen Korrekturen, zwischen Crashs. Das gab es auch alles schon. Das ist kein Widerspruch. Das ist System und dauert eben vermutlich bis zum Wechsel dieses Jahrzehnts. Das ist zumindest mein jetziges Szenario. Und wenn es tatsächlich so kommt, dass der DAX beschleunigt steigt, dann schafft er ja auch die 50.000 noch bis zum Jahr 2030.

Oder er steigt eben nur bis 2033 auf 50.000. Dann müssten wir mal gucken, ob dann auch dieses Szenario vielleicht des großen Crashs und der Katastrophenhaus auch noch nach hinten verschoben werden muss. Mein Szenario bleibt auf jeden Fall, der DAX steigt auf 50.000 im Laufe dieser Katastrophenhaus. Okay, dann fangen wir mal. Ich bin nicht auf drei Jahre fest. Aha, also dann doch so viel Flexibilität. Ja, das ist so schwierig tatsächlich und wir wissen ja auch nicht mal, ob das in den drei Jahren dann passt und der Reset sowieso, den sage ich ja nur voraus, dass er kommt und ich sagte frühestens zum Jahrzehntwechsel, ob er dann tatsächlich bis 2030 oder 1933 schon kommt, steht auf einem anderen Platz. Aber genau deshalb ist es ja so wichtig, hier immer beim Podcast dabei zu sein, denn wir werden euch auf jede Änderung, die es da gibt und auf jede Entwicklung zeitnah hinweisen. Und das ist, glaube ich, das Entscheidende. Mehr kann man nicht tun. Gut, finde ich auch und vielleicht bietet ja dieses Jahr schon weitere Interpretationsspielräume, um herauszufinden, wo wir denn hinsteuern. Jetzt sagst du, wir befinden uns in einer Katastrophenhorst, das heißt, es geht aufwärts. Dass es aufwärts geht, haben wir im letzten Jahr gesehen und auch zu Beginn diesen Jahres sehen wir das. Stichwort DAX, aber auch in Amerika und auch bei den Edelmetallen übrigens, auch beim Gold schon wieder neue Allzeithochs.

Lass uns aufs Jahr gucken. Womit rechnest du? Geht es jetzt erstmal so weiter? Was wird das für ein Jahr 2026? Ja, kurzer Rückblick noch aufs Jahr 2025, wenn ich es darf. Dass die Prognose aufgegangen ist, haben wir ja letztes Mal schon gesagt. Dass ich zu vorsichtig war, haben wir auch schon gesagt. Aber da Börse gilt ja lieber defensiv prognostizieren, als später dann hektisch erklären müssen.

Warum es doch an das kam, was ja viele machen. Das ist mir lieber. Und dann noch ein wichtiges Thema war ja auch in meiner letzten Jahresprognose die Autoaktien. Also konkret habe ich ja gesagt, dass die Aktien, die fallen werden oder die gefallen sind im Jahr 2024, dass die zu den Gewinnern gehören werden. Das war bei den Autoaktien tatsächlich der Fall. Die haben zweistellig alle zugelegt, bis auf eine, nämlich Porsche. Porsche tanzte mit einem zweistelligen Minus aus der Reihe. Aber bei Porsche, da geht es ohnehin um mehr. Da hat ja sogar der Ex-Vorstandschef Blume, man muss ihn jetzt Ex-Vorstandschef nennen, wissen ja auch die meisten von euch, seit 1. Januar ist er nicht mehr Vorstandschef von Porsche, nur noch Vorstandschef von VW. Der hat ja selbst im vergangenen Jahr zentrale Elemente seines Geschäftsmodells infrage gestellt. Also summa summarum, das mit den Autoaktien lief dann doch ganz gut, die haben sich zweistellig nach oben bewegt. Aber eine Aktie würde ich hier gerne nochmal erwähnen, die auch noch dazu gehört zu meiner Prognose. Ich habe ja gesagt, dass die Verlierer des Jahres 2024 zu den Gewinnern 2025 gehören würden. Schau mal auf die Bayer-Aktie. Die hat 24 über 40 Prozent verloren gehabt und im letzten Jahr hat sie fast 100 Prozent zugelegt. Das hatte, glaube ich, niemand auf dem Schirm. Und das war auch so ein Beispiel dafür. Bayer, ja, die Nachrichten, die waren so schlecht bei Bayer und da war so viel Schlechtes drin im Aktienkurs.

Da war das Überraschungspotenzial nach oben riesig, riesig groß. Und das ist bei Bayer im letzten Jahr zumindest aufgegangen. Tatsächlich ist relativ wenig drüber geredet worden, da gebe ich dir ganz recht.

Gut, willst du dazu eine Prognose geben, wie es in diesem Jahr weitergeht oder hast du dich da noch nicht so intensiv beschäftigt mit Bayer? Nein, bei einzelnen Aktien gebe ich ja normalerweise keine Prognosen. Das ist ja auch für Aktiengruppen ja, aber da die jetzt auch dieses Jahr oder letztes Jahr so stark zugelegt haben, kann ich nicht sagen, dass da noch großes Nachholbelauf jetzt mit Potenzial besteht. Natürlich hat die Bayer-Aktie so stark gelitten und ich habe mir die Charts angeguckt, die langfristigen. Und das war tatsächlich bei den Tiefpunkten, das war so eine Unterstützung. Da hat der Kurs in den letzten Jahrzehnten oft halt gemacht. Das heißt, da konnte es auch allein aufgrund dieser Charttechnik gar nicht mehr so viel nach unten gehen. Auch deswegen war Bayer tatsächlich prädestiniert dafür, nach oben zu gehen. Ist der DAX das auch in 226, Raimund? Prädestiniert für ein weiteres Steigerungspotenzial? So, bin ich jetzt der Hellseher? Nein, bin ich nicht. Bist du noch nie gewesen und trotzdem behältst du recht? Das musst du mir erst mal erklären. Das ist ganz komisch. In den letzten sieben Jahren lag ich tatsächlich richtig, seit 2019. Ich habe mal nachgeguckt. Das letzte Mal falsch lag ich 2018.

Okay, da habe ich nicht gedacht, dass der DAX so stark verlieren wird, gerade zum Jahresende 2018. Der Podcast motiviert dich, oder? Das ist es doch eindeutig. Genau, diese Prognose für 2019 hatte ich ja noch vor unserem Podcast gemacht, weil wir erst im September 2019 gestartet sind. Aber seitdem mache ich tatsächlich bei uns auch mal die Prognosen, witzigerweise. Und es hat ja sogar im Corona-Jahr 2018 gestimmt, da hatte ich gesagt, einstelliges Plus im DAX. Und da war Anfang Januar noch Corona irgendwie als Grundrauschen, aber nie als ganz, ganz großes Thema gehandelt. Und dann gab es diesen... 2018 hast du gesagt? Nee, 2020. 2020, habe ich gesagt, einstelliges DAX Plus.

Bevor dieser Corona-Einbruch kam und ich wusste davon auch nichts. Das war dann tatsächlich der schwarze Schwan, den man so oft zitiert. Der kam dann, dieser Einbruch und trotzdem, das war glaube ich 40 Prozent im DAX bis zum April.

Trotzdem war es dann tatsächlich im Jahresverlauf an die Erholung dann noch ein einställiges Plus. Also selbst in diesem Jahr 2020, was wirklich schwierig war, hat es gepasst. Aber letztes Jahr, also sage ich mal so, den Verlauf des Jahres 2020 hätte ich am Anfang des Jahres nie vorhergesehen. Das ist ganz klar. Mit Corona und so, das war nicht auf meinem Schirm. Letztes Jahr... Bin ich ja beruhigt, dass das dir nicht gelungen ist. Letztes Jahr lief es da schon besser. Du erinnerst dich, wir hatten ja bei unserer letzten Jahresprognose Anfang des Jahres gesagt, die Stimmungsindikatoren deuten darauf hin, dass die Stimmung überkippt nach oben und dass eine Korrektur fällig wird.

Die ist ja dann gekommen, Ende März, Anfang April. Trump und die Zölle waren dann zwar der Auslöser, aber ich sagte, Märkte, die müssen nach Überhitzung immer Luft ablassen. Der Anlass, der ist dazu fast schon egal, er ist auch selten der wahre Grund. Und dass es auch diesmal bei diesem Frühjahrseinbruch nicht der wahre Grund war, zeigt sich also für den Einbruch der Kurse, zeigt sich im Prinzip auch an der Kursentwicklung selbst. Denn die Kurse haben sich ja nach diesem Einbruch ab Anfang April so schnell erholt, Obwohl ja die Tramzölle und die Unsicherheit darüber lange blieb. Und das war doch der Beweis dafür, dass sie nur als Anlass genommen wurden, um die Kurse einmal fallen zu lassen. Also wer da noch im April, Anfang April auf den großen Absturz gesetzt hatte, der hat dann wohl Schlagzeilen mit Marktmechanik verwechselt.

Ich weiß nicht, ob du mich danach fragst, deswegen sage ich es jetzt einfach nochmal. Weiß ich auch noch nicht, weiß ja nicht, was du willst. 14. April, was war da im vergangenen Jahr? Raimund, was war eigentlich am 14. April letzten Jahres? Da war die Stimmung doch echt gut an der Börse oder schlecht? Nein, sie war schlecht. Ja, sie war schlecht. Das war tatsächlich da kollektive Nervosität. Selbst Profis redeten von Todeskreuzen, neuen Tiefs. Todeskreuz haben wir auch behandelt gehabt. Und da war eigentlich alles am Boden. Ich habe da einen Artikel veröffentlicht, die Bären haben fertig, die Börse dreht.

Okay, weil die Stimmung es mir wieder signalisiert hat. Jahresanfang, Stimmung gut, da musste was kommen, aber prill, die Stimmung so schlecht, das musste sich drehen und das hat sich auch gedreht. Aber so einfach kann es doch nicht sein. Doch, doch. Da müsste es sich ja morgen drehen, wenn die Stimmung gerade so gut ist. Nein, nicht morgen. Das ist auch noch ein Unterschied, ganz genau. Gut, dass du es ansprichst.

Überhitzungen und Übertreibungen können länger andauern als diese... Also Tiefpunkte, wenn ein Auswaschen kommt an den Märkten, wenn die Stimmung dann so wirklich so desolat ist, dann gibt es Anzeichen dafür und darüber haben wir ja auch im Laufe des letzten Jahres gesprochen, da gibt es Anzeichen dafür, dass hier tatsächlich der Wendepunkt ist und die gab es tatsächlich Anfang April letzten Jahres. Und das ist der Unterschied. Gute Stimmungen, euphorische Stimmungen können länger anhalten als die ganz, ganz schlechten. Es gibt da zwei. Auch Ausnahmen, die liegen aber vielleicht schon Jahrzehnte zurück, Zeiten der Weltwirtschaftskrise, wenn alles ganz schlimm ist und den Bach runtergeht. Aber da sind wir ja nicht. Und das war tatsächlich für mich ein Zeichen, dass es dreht. Und dann, du weißt ja, kam ja dann auch noch der Raketenschubindikator dazu im letzten Jahr. 24. April haben wir auch drüber geredet. Und der hat mir dann signalisiert, der Markt will dauerhaft nach oben entschlossen. Und auch darüber haben wir gesprochen und dieser Raketenschubindikator, der wirkt ja sogar und darauf kommen wir dann auch jetzt für die Prognose 2026.

Der wirkt ja auch bis in dieses Jahr hinein. Sehr gut und jetzt mache ich es auch nochmal so spannend, nachdem du dich auch schon die ganze Zeit um die Prognose gewunden hast, erfolgreich. Kurzes Wort zum Raketenschubindikator für alle, die jetzt vielleicht in diesem Jahr das erste Mal bei uns sind. Was genau ist das? Wie ist das definiert und was sagt es aus? Den Raketenschubindikator hatten wir ja auch in der Dezember-Folge ausführlich besprochen. Also da rate ich euch gerne auch nochmal da rein zu hören. Der sagt einfach aus, dass es eine richtig, richtig breite Masse an Aktien gibt, die ganz schnell über zehn Tage hinweg nachhaltig nach oben schießen. Und dann wird dieser Indikator ausgelöst. Und der war eben seit dem Zweiten Weltkrieg ein hundertprozentiger Indikator dafür, dass die Kurse nach sechs Monaten ausgelöst werden. Deutlich im Plus lagen, zweistellig. Und nach zwölf Monaten noch deutlicher im Plus, ebenfalls zweistellig. Und hier möchte ich an dieser Stelle auch gleich eine kleine, kleine Korrektur einfügen unseres letzten Podcastes. Da habe ich mich tatsächlich zweimal versprochen.

Du hast mich nicht korrigiert, die Händen werfe ich dir nicht vor. Ich habe es auch nicht gemerkt. Schieb es auf mich. Es war früh am Morgen und ich war tatsächlich, ich kann es euch mal sagen, ich war im Hotelzimmer gerade aufgestanden, habe den Podcast aufgezeichnet. So, jetzt wisst ihr, wie sowas zustande kommt, aber egal. Was ein Live des Raimund Bricht. Ich hatte tatsächlich gesagt, einmal hatte ich bei der letzten Folge gesagt und darauf hat auch ein Hörer mich hingewiesen, hat er nämlich geschrieben, Jürgen war es. Jürgen, du hast recht, du warst ein bisschen verwirrt. Ich hatte am Anfang gesagt, das Raketensignal sei im Februar gezündet. Nein, es war im April natürlich, das war ein Versprecher. Aber danach habe ich mehrmals auf den April Bezug genommen. Also damit war klar, es war der April. Außerdem habe ich mich ein zweites Mal versprochen. Ich habe nämlich gesagt, 24 Monate danach deutet er hin auf ein zweistelliges Plus. Nein, natürlich ein Jahr danach, zwölf Monate. Gut, dass du das bemerkt hast. Du hast uns geschrieben und deswegen sind die 24 Monate falsch gewesen. Ein Versprecher, zwölf Monate wären richtig gewesen. Sechs Monate sind ja schon rum. Das war im Oktober letzten Jahres.

Da hat der Indikator, wie ich auch anders nicht erwartet hätte, funktioniert. Der S&P 500 lag ja 20 Prozent ungefähr im Plus. So und jetzt kommt es. Zwölf Monate danach sollte der S&P 500 noch ein Stückchen weiter gestiegen sein. Und zwölf Monate danach, das ist dann der 24. April 2026, also bis dahin sehe ich grünes Licht für die Börsen. Und am 25. April 2026 geht es im Keller.

Darauf lasse ich mich nicht festlegen, nein natürlich nicht, aber es muss, also bitte nicht auf Taggenauigkeit, das ist auch nicht wichtig für Anleger. Generell geht es um Trends und also bis April, sage ich mal, grünes Licht und danach, Kommen wir gleich drauf. Da könnte es schwieriger werden. Da könnte es schwieriger werden. Ich halte kurz fest, du solltest nicht mehr so auf den Urlaub fahren, damit du dich nicht mehr so häufig versprichst. Ich glaube, du hast dich in all den Jahren keinmal versprochen. Mir ist es wirklich nicht aufgefallen. Aber jetzt, wenn du es sagst, macht es natürlich Sinn, dass das keinen Sinn gemacht hat. Wenn es runtergeht, so wie es im April war, das war ja ein heftiger Einbruch, weil wir den auch einfach in der Form schon länger nicht mehr hatten. Deswegen hat es viele so überrascht und vielleicht ist deswegen die Stimmung auf einmal auch so in dieser dramatischen Ecke gewesen. Wird das in diesem Jahr ähnlich oder wird es weniger hart oder wird es öfter passieren oder wird es sogar noch krasser?

Also interessant ist, dass ich mich ja immer an diesen Stimmungsindikatoren orientiere, die ja wirklich auch den Weg weisen. Da gibt es zwei Hauptindikatoren. Das eine ist der Fear and Greed Index, also der Angst- und Gierindex aus den USA, der noch gar nicht mal so euphorisch ist. Das heißt, der zeigt noch Luft nach oben. Der war ganz, ganz schlecht gestanden im vergangenen November. Und da war ja dann auch wiederum der Drehpunkt nach oben für diese kurze Hoss, also diesen Aufschwung seit vergangenen November. Er ist jetzt im neutralen Bereich. Aber jetzt komme ich mal zu was anderem, nämlich den Cashbeständen der weltweiten Fondsmanager.

Das wird regelmäßig ermittelt, dieser Cash-Bestand von der Bank of America, eine der bekanntesten und größten Banken der Welt. Und die ermittelt also diesen Cash-Bestand und der ist auch ein sehr, sehr schöner Kontraindikator. Das heißt, wenn die Cash-Bestand heißt jetzt hier nicht, die haben Bargeld am Tisch liegen. Bargeld am Tisch, statt, genau, gut, dass du nachwachst, Bargeld am Tisch oder natürlich auch im Konto, nicht am Tisch, sondern und eben nicht in Aktien investiert. Wie sie es ja eigentlich sollten oder wie sie es machen, wenn sie eben optimistisch sind. Und der Cashbestand, der war Anfang letzten Jahres für mich ein Grund, warum ich gesagt habe, okay, der Markt ist überhitzt. Der war sehr, sehr niedrig bei rund 4%. Also nur 4% des gesamten Vermögens dieser weltweit befragten Fonds war in bar. War nicht investiert, der Rest war investiert, weil die so gut optimistisch waren. Genau, weil sie so optimistisch waren. Und tatsächlich, und dann kam ja auch Ende März, Anfang April, es war kein Crash, aber es war ein größerer Einbruch wegen Trump ausgelöst. Und dann ist dieser Cashbestand tatsächlich nachher gestiegen. Aus Vorsicht haben die dann tatsächlich bis auf fast 5 Prozent, nicht ganz, haben sie den hochgefahren. Aber dann ging es ja wieder nach oben mit den Kursen.

Und dann haben die Fondsmanager im Lauf des letzten Jahres wieder weiter ihren Cashbestand abgebaut. Sie haben Aktien gekauft, also haben investiert. So, und jetzt zum Jahreswechsel lag dieser Cashbestand nochmal niedriger als zum Jahreswechsel 24, 25. Nämlich nur noch bei 3,3 Prozent. Ui. So, und das war bei 4 Prozent, was ich gerade sagte, Jahreswechsel vergangenes Jahres. Das war ungefähr so ein Tiefstand, wie er schon häufiger erlebt worden ist und der auch darauf hindeutet, dass die Stimmung gut war. Aber jetzt 3,3 Prozent ist ein absolutes Tief, ein Allzeittief zumindest, ich habe hier eine Statistik, seit 1999. Seitdem war der Cashbestand nie so niedrig wie jetzt zum Jahreswechsel. Und dann glaubst du, dass bis April das noch anhält, dass es weiter hoch geht, wenn es jetzt schon so niedrig ist? Guter Einwurf, natürlich, auch die Indikatoren muss man auch gut sehen, weil beim letzten Mal hat es ja bis Ende März gedauert, ist ja auch nicht so viel.

Also, aber jetzt, ja, aber tatsächlich, wenn ich zwei Indikatoren habe, nämlich diesen Cashbestand als Indikator, Kontraindikator und meinen Raketenindikator, der sagt bis April läuft es gut an den Märkten.

Vertraue ich, was die kurze Frist anbelangt, eindeutig auf diesen Raketenindikator. Indikator. Vielleicht strafft er mich diesmal lügen, aber man muss jetzt ja wählen. Und die Konsequenz daraus ist ja, dass wenn beide Indikatoren richtig liegen, dass der Kontraindikator Cashbestand noch ein bisschen ausläuft. Warten muss, nämlich bis zum April. Und da bin ich gespannt, ob das so kommt. Wir werden darauf auf jeden Fall im Lauf dieses Frühjahrs eingehen. Wir werden das genau beobachten und wir gucken ja, wenn der Einbruch früher kommt als April, dann hat der Raketenindikator diesmal möglicherweise versagt, was die Zwölfmonatsfrist anbelangt. Was ich aber nicht glaube, weil der so sicher ist. Wie gesagt, 100 Prozent in der Fälle seit dem Zweiten Weltkrieg. Deswegen vertraue ich darauf. Und das ist die Auflösung. Das wäre schon wahr, wenn das in 2026 das erste Mal eine Delle bekommt in dieser Statistik. Genau. Also gucken wir mal. Ich vertraue darauf, dass er keine Delle bekommt. Gut, jetzt haben wir aber eben, habe ich dich schon gefragt, wie wird der Einbruch dann werden? Wie groß wird der ausfallen? Was meinst du?

Schwer zu sagen. Ich vermute, dass er stärker wird als letztes Jahr. Letztes Jahr waren es so 10, 15 Prozent. Also 20 Prozent könnten wir schon erreichen. Aber wenn die Märkte bis dahin auch noch mal kräftig gestiegen sind, ist ja dann auch die Fallhöhe nicht so schlimm im Vergleich zum Jahresanfang. Verstehst du, was ich meine? Ich verstehe es. Je höher die Indizes bis dahin steigen, desto stärker können sie auch fallen, ohne dass auch langfristig Schaden angerichtet wird. Ja, also zum Beispiel, ich weiß nicht, was war das, Rheinmetall oder auch TKMS, also die Rüstungswerte, die sind ja auch schon seit Jahresbeginn teilweise zweistellig gestiegen. Wenn die jetzt so viel fallen würden, wären die ja nur auf Jahresanfangsstand. Zum Beispiel. Das ist genau der Punkt. Genau, der DAX letztes Jahr, gutes Beispiel, der DAX letztes Jahr, der hat ja bei 19.909 Punkten das Jahr begonnen, und stieg dann rasant an um 20 Prozent, nicht ganz so hoch wie heute, nicht 25.000, aber ganz, ganz stark. Und er fiel ja dann an diesem besagten 7. April, ich war selbst an der Börse, am Morgen auf den Anfangstand des Jahres drückt, 19.900 Punkte.

War so mal ganz für wenige Minuten auch im Minus sogar für das Jahr gerechnet. Aber dann hat er sich sofort wieder gedreht. Also daran sieht man, je stärker der Anstieg vorher ist, Kann auch danach mal ein kräftiger Rückschlag kommen. Ist langfristig nicht so schlimm. Und bei Rheinmetall, da haben wir glaube ich auch drüber geredet, hat ja sogar der Rheinmetall-Chef an diesem Morgen gesagt, zugeschlagen mit seiner Aktie und hat da nochmal nachgekauft. Richtig, musste ja offiziell angegeben werden. Riesig große Gewinne gemacht damit. Der hat auch gedacht, das ist jetzt ein Rückschlag, da lohnt es sich, es einzusteigen.

Merke, wann ist es besser, Aktien zu kaufen? Also klar, wir sagen immer regelmäßig, das sowieso, das ist auch gut, Sparpläne, aber wenn es mal richtig crasht, dann erst recht. Es sei denn, wir befinden uns Anfang der 30er und vor deinem Reset. Punkt. Genau.

Sehr guter Punkt. Deswegen weiter zuhören. Wir gucken ganz genau darauf. Also wir können auch nicht die Zukunft voraussehen, das ist auch klar. Richtig. Aber wir können es einschätzen und wir können es einschätzen und sagen, ist das jetzt diesmal wieder ein normaler Crash oder steckt mehr dahinter? Das müssen wir dann alles, wenn es soweit ist, besprechen. Nicht schon jetzt im Voraus. Warum willst du denn davon ausgehen, dass die Korrektur oder der Crash, je nachdem wie dick es wird dieses Jahr, denn größere Ausfälle als im April letzten Jahres? Ja, so groß fiel sie ja nicht aus. Also so groß war die Bereinigung ja dann nicht. Also das ist aber jetzt tatsächlich eher ein Bauchgefühl. Da muss ich sagen, da gibt es keinen weiteren Anhaltspunkt, auch Erfahrungswerte. Also da sage ich nicht, ich sage möglicherweise, und ich schließe nicht aus, dass es stärker fällt als die 10, 15 Prozent letztes Jahr. Kann auch genauso stark fallen. Warten wir mal ab, wann auch der Anlass ist. Der Grund ist es ja meistens nicht, wie wir wissen, was der Anlass ist.

Und mehr von solchen Szenarien in diesem Jahr oder auch einen großen und dann berappelt sich alles wieder? Ja, es kann ja auch sein, Moment mal, dass dieser Rückgang nicht so in einer Art Crash erfolgt oder so eine kurzfristige Korrektur wie im März letzten Jahres, sondern sukzessive längerfristig. Auch das ist ein mögliches Szenario nach den Aprilhochsten, da gibt es ja auch diesen bekannten Spruch, sell in May and go away, dass man dann auch mal sagt bis September, don't forget to, but remember to come back in September. Also, dass es dann von diesem Zeitraum an langsam sukzessive nach unten geht, kann alles sein und vielleicht auch erst ein größeres Auswaschen der zittrigen Hände vielleicht auch erst wieder Richtung Herbst erfolgt. All das ist möglich. Das lässt sich im Vorhinein wirklich nicht prognostizieren. Alles kann, nichts muss oder muss da auch mal Luft raus, jetzt wo es schon wieder so gut läuft? Genau, das ist ja mein Haupt-Gredo, dass eben die Luft mal zwischendrin immer wieder raus muss und deswegen sollte sie dieses Jahr auch mal rauskommen. Okay, Gold, auch schon wieder mit neuen Rekorden gestartet in dieses Jahr, was erwartest du da? Ja.

Oh, bei Gold, da lege ich ja keinen Wert auf. Ich prognostiziere den DAX ja auch nur, weil es mir Spaß macht und weil ich so nah dran bin, schon seit 10, 20 Jahren.

Aber Gold bin ich jetzt nicht der Experte für kurzfristige Goldpreisschwankungen. Das Gold fünfstellig wird aus meiner Sicht irgendwann und Silber die 600 Dollar Marke Pro Finance erreichen wird. Irgendwann im Laufe dieser Katastrophen-Hoss, das steht für mich fest, aber was dieses Jahr mit beiden Metallen passiert, auch da kann es relativ rasch zu kräftigen Kurskorrekturen kommen, haben wir ja auch schon mal gesehen, die wurden wieder ausgebügelt. Da ist viel Spekulation auch dabei. Das warten wir mal ab. Aber langfristig beide Metalle ebenfalls. Daumen hoch.

Beim Bitcoin ist auch immer viel Spekulation dabei, sondern viel mehr, vor allem viel mehr Volatilität. Jetzt war letztes Jahr entgegen der anderen Punkte, die wir genannt haben, DAX, Gold, Silber, ein richtig blödes Jahr, also ein Minus von 15 bis 20 Prozent. Aufs Jahr gesehen, ist das ausgestanden oder geht das in diesem Jahr vielleicht weiter beim Bitcoin, weiter nach unten? So, erstmal möchte ich dir, ich widerspreche dir ungern, möchte ich dir widersprechen, blödes Ja, natürlich, wenn man rein den Kursverlauf nimmt, ja, hat man eben, was weiß ich, 15% mal was verloren. Ist das schlimm? Ich meine, das passiert bei den Aktienbörsen immer wieder. Klar, 2022 haben wir im DAX, glaube ich, 12 Prozent verloren. War blöd, ja, hast recht. Aber langfristig sind die Aktien trotzdem ein tolles Investment. Bis zum großen Reset. Klammer auf, Klammer zu.

Was den Bitcoin anbelangt, war das letzte Jahr vielleicht gar nicht so, oder die Kryptowährung insgesamt, war das letzte Jahr gar nicht so schlecht. Natürlich ging es mal runter. Aber es hat sich auch im Umfeld so viel getan. Wir haben über die Stablecoins gesprochen, auch stimmt. Andere Dinge, die sich im Krypto-Umfeld tun. Und wir kommen vielleicht auch gleich nochmal auf die Nutzung von Kryptowährungen, Stichwort Polymarket. Aber da kommen wir nochmal drauf.

Das hat sich alles im Laufe des letzten Jahres so stark nach oben bewegt. Auch die Nutzung dieser Stablecoins, die hat sich vom Volumen her, glaube ich, fast verdoppelt im letzten Jahr. Also da hat sich einiges im Umfeld dieser Kryptowährung getan. Und wenn dann der Bitcoin-Kurs mal 15 Prozent, 20 Prozent fällt, kein Problem. Wir haben ja letztes Mal drüber gesprochen. Normalerweise dauern die Korrekturen sogar länger beim Bitcoin, sind auch stärker. Halbierungen sind durchaus drin, 60, 70 Prozent ebenfalls. Deswegen schließe ich auch nicht aus, dass es hier mit dem Bitcoin in diesem Jahr nochmal kräftiger nach unten geht.

Aber auch da möchte ich eigentlich keine kurzfristigen Prognosen machen. Langfristig gilt für den Bitcoin, wie für den DAX, wie für andere Aktien, wie für Gold und wie für Silber. Daumen hoch. Daumen hoch und wenn die Verzehnfachung anhält, ja sogar ein Kursziel von einer Million, wobei die Analysten ja im letzten Jahr so um die 200.000 gesehen hatten. Bleiben wir definitiv auch dran in diesem Jahr. Ist ja klar, das wird uns weiter beschäftigen. Jetzt haben wir das neue Jahr auch schon wieder mit einer Personalie oder zwei Namen, die uns auch im letzten Jahr beschäftigt haben, begonnen. Trump und Powell, der letztgenannte ist bald ohnehin weg, also der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, dessen Amtszeit läuft aus. Trump, mit dem nicht zufrieden ist, darüber haben wir viel geredet, der will niedrigere Zinsen. Powell lässt sich davon nicht beeinflussen, auch wenn die FED gesenkt hat, aber halt nicht so stark, wie Trump das will. Jetzt gibt es die Meldung, das Justizministerium prüft eine Anklage gegen Powell. Er selbst hat das öffentlich gemacht. Ja.

Das ist ja alles vor dem Hintergrund Zinsen. Warum könnte das jetzt so kommen, wenn es denn so kommt, obwohl der Mann bald weg ist? Also was bezweckt Donald Trump mit diesem ganzen Vorgehen und dieser öffentlichen Demontierung, Demontage von Paul? Naja, dass er Paul fertig machen will, das ist ja bekannt. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Darüber berichten wir auch schon seit Monaten. Und der Umgang, wie er mit dem Notenbankchef umgeht, ist unter aller Kanonen. Das ist ganz klar. Aber für uns als Anlegende ist es nicht relevant.

Wir hören ja überall jetzt, und die Unnachbäglichkeit der Notenbank wird in Frage gestellt. Das könnte zum Crash führen sogar. Siehst du irgendwas von? Ich sehe davon nichts. Die Märkte sind völlig entspannt, gehen auf Rekordkurs, auch in den USA. Obwohl Trump gegen Paul schon seit Monaten so vorgeht, wie er es jetzt tut. Okay, aber angenommen, er übernimmt, ich sage es jetzt ganz überspitzt, er übernimmt die Notenbank und senkt den Leitzins nach seinem Gutdünken. Könnte das nicht zu Verwerfungen führen? Nein. A ist die Unabhängigkeit der Notenbank auch bei Vorgängern des neuen Notenbankchefs nicht so, wie sie den Anschein hat. Auch Paul ist nicht so unabhängig oder andere Notenbanker sind nicht so unabhängig von den Staaten, wie es den Anschein hat. Haben wir glaube ich auch schon mal drüber gesprochen gerade guck dir die Bundesbank an, sie gehört dem Staat die US-Notenbank gehört zwar nicht offiziell dem Staat, sie gehört den Banken aber die Führung wird vom Staat bestimmt, also die Verquickung zwischen Staat und Notenbank ist in allen Ländern da, das heißt die Unabhängigkeit, die gibt es nicht zumindest nicht so, wie es hier propagiert wird und dass wenn Regierungen auswählen.

Etwas, ich will nicht sagen verlangen, aber eine gewisse Politik erfordern. In Japan ist auch ein Beispiel, da ist die Notenbank immer der Regierung gefolgt in den letzten Jahren.

Guckt ihr nur die beiden letzten Krisen an. Natürlich, die Finanzkrise und die Corona-Krise, natürlich haben die Regierungen das Interesse gehabt, das System am Laufen zu halten. Die Notenbanken auch. Und in dem Falle haben sie natürlich das getan, was auch die Regierung wollte. Und haben die Zinsen gesenkt auf Kosten der Inflation. Das muss man mal sagen, gerade bei der Corona-Krise. Die haben nicht nur die Zinsen gesenkt, die haben ja die Geldschleusen aufgedreht und haben das Geld an die Menschen verteilt. Da waren die Regierungen beteiligt, aber auch die Notenbanken. Und dadurch entstand die Inflation. Das heißt, die Notenbanken sind nicht so unabhängig, wie es den Anschein hat. Und Trump übernimmt die Notenbanken nicht. Trump wird einen, da können wir auch noch gleich drauf kommen, einen ihm gewogenen Notenbankchef installieren. Klar, installieren kann er ihn ja auch nicht, sondern der Kongress muss ihn wählen, er kann ihn vorschlagen. Da gibt es ja auch noch ein paar Hürden. Aber klar, der nächste Notenbankchef wird so sein, dass er eher Trump-freundlich ist und auch eher eine Trump-freundliche Politik verfolgt. Folgt, was heißt Trump-freundlich? Lockere Geldpolitik. Zinsen niedrig halten. Dagegen haben die Märkte nichts, oder? Ja, wahrscheinlich nicht. Wer wird es denn? Wer wird es denn? Nachfolger von Paul, meinst du? Ja, klar. Ja.

Das ist echt spannend. Es gibt ja im Moment zwei Kandidaten, die da genannt werden. Interessanterweise wechseln die Favoriten. Ich will nicht sagen, ja, täglich, fast sogar stundlich oder minütlich. Wir haben Anfang der Woche bei NTV berichtet, dass Kevin Hassett die besten Chancen habe, der neue Notenbankchef zu werden. Also wir müssen natürlich das Prozedere einhalten. Trump hat ein Vorschlagsrecht und dann muss der Kongress über die Berufung bestimmen. Kevin Hesit gilt tatsächlich als Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats der Vereinigten Staaten. Der gilt tatsächlich als direkte Erfüllungsgehilfe von Trump. Dann gibt es einen zweiten, der heißt Kevin Walsh. Der ist schon ein bisschen was anderes. Der bringt nämlich als ehemaliger Notenbankgouverneur, der war mal Notenbankgouverneur schon mal, gerade für die Wall Street ein bisschen mehr Glaubwürdigkeit mit.

Prognose, wenn er es wird, wird er zwar ebenfalls Trumps Wunsch nach billigem Geld erfüllen, aber er wird doch dabei versuchen, den Anschein der Unabhängigkeit der Notenbank stärker zu wahren als Hesse. Und wir wissen, es kommt ja oft nur auf den Anschein an. Wenn man das so platt macht wie Trump, dann ist natürlich der Anschein nicht gewahrt. Wenn man aber sich irgendwo mal trifft, hinter verschlossenen Türen und mal Meinungen austauscht und dann das macht, was man da besprochen hat, ist es eine völlig andere Wirkung nach außen. Und genau so ist es eigentlich, wie normalerweise Notenbankpolitik läuft. Nicht von außen, hier Trump, hier jetzt Wetter, Wetter, Wetter und Schimpf, Schimpf, Schimpf und der Paul ist ein Dummkopf. Nein, wenn es anders läuft, auf das Ergebnis kommt es an. Und da kann es tatsächlich sein, dass Walsch das ein bisschen anders verkaufen wird. Er hat auch mehr Reputation als Notenbanker, weil er schon mal im Gouverneursrat war.

Wenn er es wird, die Politik letztendlich wird ähnlich sein, zumal der Notenbankchef selbst ja auch nur eine Stimme hat im Notenbankrat, klar, auch andere haben noch eine Stimme, aber er wäre aus Sicht der Wall Street auf jeden Fall die bessere Wahl. Die Frage ist natürlich, wer wird's? Ja, und die Frage ist, wie lang? Und die Frage ist, wer wird's? Du hast eben Polymarket mal hochgeschmissen beim Thema Krypto, das ist da ja auch ganz interessant. Vielleicht kurz nochmal ein Wort, was ist das genau? Also Polymarket ist echt eine ganz interessante Kiste. Wir kennen ja die englischen Buchmacher, die nehmen Wetten an auf dies und jenes, auf alles mögliche und da wird gewettet und dann kann man da gewinnen oder auch verlieren. Polymarket und andere Plattformen machen im Prinzip Ähnliches, aber, und das ist jetzt eine interessante Verbindung zu den Kryptos, die wir gerade besprochen haben.

Polymarket ist Blockchain-basiert. Also die machen das Gleiche wie klassische Buchmacher in London vom Ergebnis her. Man kann wetten auf dies und jenes, aber sie machen das mit einem ganz anderen Instrumentarium. Sie nutzen nämlich die Blockchain. Ich will da nicht zu sehr ins Detail gehen. Bis ins letzte Detail habe ich es auch nicht nachvollziehen können, weil das ist natürlich Technik. Ich weiß auch nicht, wie ein Dieselmotor oder ein Benzinmotor oder ein Elektromotor funktioniert. Wichtig ist, man muss wissen, dass er funktioniert und wie man das Auto dann damit steuern kann. Wichtig ist auch, dass die Blockchain, die Polymarket nutzt, auf Ethereum basiert, also auf einer Kryptowährung. So.

Die benutzen die, um eben Wetten aller Art zuzulassen. Das geht Politik, Sport, Wirtschaft, Wetter, alles Mögliche. Man kann auf alles Mögliche wetten. Und daran orientieren sich selbst jetzt schon wir Journalisten sowieso, aber auch Banken und andere Investoren, die gucken einfach, was ist bei Polymarket los. Wie stehen da die Wettquoten und entsprechend werden die Wahrscheinlichkeiten verteilt. Weil der Unterschied, wenn andere eine Prognose abgeben, ist es eine Prognose, Okay, dann ist die getan. Wenn ich eine Prognose abgebe und ich irre mich, mit meiner DAX-Prognose zum Beispiel, habe ich jetzt erstmal keinen Verlust, außer dass die Leute sagen, hey, bricht der Edge, hat sich wieder geehrt, hätte er mal lassen sollen. Aber wenn man auf was wettet, tatsächlich Geld einsetzt, ist es schon was anderes. Also da wird Geld eingesetzt und da wird gewettet. Und da wird auch gewettet, und jetzt kommen wir zurück zur Notenbank, da wird auch gewettet, wer wird der nächste Notenbankchef. Und ich habe gerade gesagt, NTV hat am Wochenanfang noch berichtet.

Kevin Hassett hat die besten Chancen. Tatsächlich hatte er auch, weil man guckt auf Polymarket. Und ich weiß noch, wir haben nach New York geschaltet, Markus Koch hat es auch erwähnt, Polymarket sieht die besseren Chancen für Kevin Hassett. Also diesen, wo ich meinte, das ist tatsächlich eher einer, der noch mehr als Erfüllungsgehilfe von Trump gilt. Aber jetzt, wo wir einen Podcast aufzeichnen, hat sich das schon wieder gedreht. Ich gucke aktuell auf die Wetten bei Polymarket und sehe 41% Chance für Kevin Walsch, dass das wird und nur noch 35% Chance für Kevin Hessett.

Was sagt uns das? Das heißt nicht, dass es so kommt, aber dass hier die Wetten sehr stark auch schwanken und das ist jetzt, während wir den Podcast aufzeichnen. Wenn der veröffentlicht wird, kann es schon wieder ganz anders aussehen, aber Tatsache ist, Stand jetzt hat sogar wieder Kevin Walsh die besseren Chancen und im Übrigen wäre er auch mein Favorit. Er ist Favorit der Wall Street. Wie gesagt, er könnte eine ähnliche Politik etwas smoother, sanfter umsetzen als Hesed, der tatsächlich vielleicht nicht so viel Vertrauen genießt an den Märkten. Also er wäre sicherlich die bessere Wahl. Aber wir gucken mal.

Wen Donald Trump tatsächlich vorschlägt. Und wenn der Vorschlag dann draußen ist, glaube ich, werden wir auch nochmal darauf eingehen. Das werden wir auf jeden Fall machen. Und jetzt haben wir fast schon wieder eine Dreiviertelstunde gesprochen und haben immer noch Dinge, die wir besprechen könnten mit Blick auf dieses Jahr. Klar, 2,26 steht ganz am Anfang, aber ich würde sagen, Raimund, wir machen jetzt einen Schlussstrich drunter, natürlich mit der wichtigen abschließenden Frage. Das haben wir ja noch gar nicht geklärt. Du sagst zwar, es geht weiter beim DAX, dann kommt eine Korrektur, Schrägstrich Crash. Aber wo steht er denn am Jahresende daran? Musst du dich ermessen lassen an dieser Aussage? Muss ich mich wieder mal messen lassen, hast du recht. Weil ich es ja immer, ja, aber tatsächlich habe ich ja nie zum Jahresende Prognosen gemacht. Ich habe DAX ständig sogar für den Jahresverlauf immer prognostiziert. Das war ja noch einfach mit meiner Dreisatzmethode. Warum die nicht funktioniert, bitte könnt ihr gerne mal nachhören in früheren Folgen, sodass wir jetzt eigentlich nur...

Aber zeitpunktbezogene Prognosen finde ich eigentlich eher sinnlos. Nee, auf Jahressicht, gib uns ein Jahressicht. Ja, man kann ja nicht, ja, Jahresdurchschnitt geht es ja auch nicht. Also letztendlich läuft es halt beim DAX darauf schon hinaus, war es ein Plusjahr oder ein Minusjahr und da guckt man immer Jahresanfang, Jahresende. Und da hatte ich ja in den letzten beiden Jahren war es, glaube ich, immer die Statistik zurate gezogen, die da gute Hinweise gab.

Fürs Jahr 2024 war es so und für das Jahr 2025 auch. Da gab es gute statistische Hinweise, dass das Jahr positiver läuft. Wenn ich mir jetzt die Statistik fürs kommende Jahr angucke, wird es schon schwieriger. Also ich habe mal die DAX-Daten seit 1958 analysiert und habe mal zwei Wahrscheinlichkeiten herausgefiltert. Die Wahrscheinlichkeiten, dass auf drei Gewinnjahre, die wir ja hatten, ein viertes Gewinnjahr folgt, gab es alles schon.

Die ist nicht so hoch. Die liegt bei ungefähr 59 Prozent. Also immer wenn es, ich habe mal geguckt, immer wenn es drei Gewinnjahre gab, wie wahrscheinlich ist es dann, dass es noch ein fettes kommt. Also 59 Prozent. Und dann gibt es ja noch diese Sechserjahre. Ich hatte ja dieses Jahr, vergangenes Jahr gesagt, naja, Fünferjahr hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass es positiv verläuft, was dann auch eingetreten ist. Beim Sechserjahr ist es nicht ganz so eindeutig, also 6er Jahre wie 2026, da ist die Wahrscheinlichkeit für ein positives 6er Jahr so eher bei 67%. So, da sind wir schon, ist zwar nicht genau, aber doch nah am Münzwurf. Man könnte also tatsächlich eine Münze werfen und sagen 50-50. Aber doch ein gleich positiver Drall nach oben, also eher positive Wahrscheinlichkeit. Und deswegen, ich weiß, du willst ja wieder eine Prognose hören, lege ich mich fest, auf Jahressicht ein DAX Plus, aber diesmal wirklich nur einstellig.

Und wenn es anders kommt, dann habe ich mich nicht geirrt, sondern weil sich die Börse nicht gern festnageln lässt. Dann gibst du mir einfach ein Bier aus. Ja, na klar. Dann gebe ich dir sogar eine Flasche Shampoos aus. Super. Das wusste ich, genau das wollte ich ja erreichen. Ich habe dich mit dem Bier geködert, damit du den Shampoos hinterher schiebst. Sehr gut. Dann haben wir einen guten Fahrplan. Die trinken wir aber dann zusammen. Du weißt ja, wie gerne ich Shampoos trinken. Ich weiß, ja, du hast ja auch immer kleine Shampoosflaschen, die du, weil du tatsächlich ein sehr netter Mensch bist, immer als Aufmerksamkeit an andere nette Menschen verteilst oder verschenkst, die dir was Nettes, Gutes getan haben. Jedenfalls habe ich das ein paar Mal schon erlebt bei dir. Hast ja wieder aus dem Nickkästen geplaudert, zum Beispiel, wenn du mir mal einen Dienst abnimmst oder mir einen Gefallen tust, insofern, ja, gut. Also, wir haben unsere Prognose festgezurrt für 2,26. Ich glaube, wir beide freuen uns sehr auf dieses Jahr, Raimund. Ihr hoffentlich auch, da gehe ich eigentlich ziemlich von aus. Sagt uns doch mal, was ihr zu all dem denkt, zu den Prognosen, zu den Ereignissen, zu den Entwicklungen der kommenden Wochen und Monate. Wir haben eine neue E-Mail, Raimund, oder? Jawohl. Ihr könnt zwar noch die alte benutzen, kommt auch an, aber die neue ist brichtaunbell.gmail.com. Ganz einfach, brichteronbell.gmail.com. Schreibt uns, wir freuen uns und hören uns dann nächste Woche wieder. Dann machen wir erstmal einen Schlussstrich. Bis nächste Woche. Bevor ich den Schlussstrich mache, aber noch ein kleiner Hinweis an Christian.

Sorry Christian, du hast uns oder mir konkret aufgrund der letzten Folge noch zwei sehr, sehr interessante Fragen gestellt. Wir werden sie auch beantworten oder ich werde sie beantworten. Aber jetzt ist leider schon so viel Zeit versprochen, dass es in dieser Folge nicht mehr klappt. Bleib dran, beide deiner Fragen sind super interessant, ich verspreche es dir und wir werden darauf in einer der nächsten Folgen eingehen. Ciao, ciao, bis zum nächsten Mal.