Welche intelligenten Berufe bedroht die KI besonders? Darüber sprechen wir heute bei Brichter und Bell. Schön, dass ihr bei uns seid. Raimund, super spannendes Thema, super aktuelles Thema. Jobangst durch KI, das ist ja ganz, ganz aktuell bei vielen im Kopf drin. Vielleicht klären wir mal zuerst, was meinen wir überhaupt, wenn wir über intelligente Berufe sprechen? Ja, gute Frage, Etienne, denn der Begriff, der ist ja wirklich alles andere als eindeutig gemeint sind dabei, vor allem Tätigkeiten, bei denen eben viel analysiert, sortiert, geprüft oder überwacht wird. Also Arbeiten, die man ja lange als typische Kopfarbeit bezeichnet hat. Controlling zum Beispiel, Rechnungsprüfen, Datenanalyse. All das kann KI inzwischen erstaunlich gut. Schnell, fehlerarm und rund um die Uhr vor allen Dingen. Da braucht es also immer weniger klassische Manpower. Und genau deshalb wächst die Sorge nicht nur in Routinejobs, sondern zunehmend auch in kreativen Berufen. Wir sind ein kreativer Beruf. Wir haben Gedanken, die wir schreiben und sprechen. Und das ist natürlich auch eine Berufsgruppe. Raimund, vielleicht trifft es ja uns. Ich weiß nicht, eine KI am Mikrofon. Was meinst du? Naja, ich würde es jetzt erstmal nicht ausschließen grundsätzlich, aber trotzdem glaube ich, ein Podcast, so wie unser, der lebt vom menschlichen Austausch, von Haltung, Erfahrung, spontanen Gedanken.

Ich glaube, das lässt sich nicht so einfach aus Trainingsdaten zusammenrechnen. Aber was ich mir gut vorstellen kann, ist, wir sprechen ja unseren Podcast einmal ein, auf Deutsch bis jetzt und dabei bleibt es dann auch. Aber möglicherweise könnte das in Zukunft anders sein. Die KI übersetzt unseren Podcast anschließend in 10 oder 20 Sprachen mit unseren eigenen Stimmen.

Das wäre doch richtig geil, oder? Unser Publikum würde sich schlagartig weltweit vergrößern. Ja, wir sollten das machen, definitiv. Wir haben übrigens auch Hörer in den USA, in Österreich, in der Schweiz, in Spanien. Ist total witzig, wenn man sich mal die Analysen anguckt, Raimund. Also wir sind jetzt schon international vertreten, tatsächlich.

Aber ich finde, das ist trotzdem eine gute Idee, sollten wir uns mal überlegen. So, aber jetzt sehen wir auch noch, und das passt natürlich zum Thema an der Börse, was ganz Spannendes. Viele Software- und Datenfirmen, die... Geraten unter Druck im Moment, wegen der KI-Konkurrenz. Und parallel wächst die Unsicherheit in klassischen Wissensberufen, Juristen, Steuerberater, Analysten. Das sind ja echt Jobs, die seit Jahrzehnten eigentlich immer ganz oben standen und total attraktiv waren. Viele fragen sich jetzt aber, wie sicher ist dieser Job noch? Und macht das überhaupt Sinn, sich da in diese Richtung zu entwickeln? Wir wollen klären, wie berechtigt diese Angst ist und was man vor allem konkret tun kann, um nicht abgehängt zu werden. Und haben einen ausgewiesenen Experten heute eingeladen, nämlich Heiner Thorbock, Headhunter und einer, der den Arbeitsmarkt natürlich ganz, ganz genau kennt. Herr Thorbock, erstmal schönen guten Tag, schön, dass Sie dabei sind. Ja, danke für die Einladung und stehe gern bereit, Fragen zu beantworten. Ja, dann frage ich doch direkt, ist das eine reale Bedrohung oder wird das Ganze überschätzt? Also zunächst mal muss ich ja sagen, mein Fokus liegt nicht auf den normalen Arbeitskräften, sondern auf den obersten Führungskräften. Und da muss ich Ihnen sagen, da rate ich jedem gelassen zu warten, was KI denn leisten kann. Aber was ich Ihnen positiv berichten kann, ist, dass in meiner Branche, also das Headhunting, KI wahrscheinlich eine Revolution im Research-Bereich lostreten wird. Und das will ich Ihnen gerne erklären.

Der wichtigste Teil des Headhuntings ist ja die Vorstufe, sprich Research. Das heißt, das Suchen nach potenziellen Kandidaten, die dem Profil für die zu besetzende Führungsposition entsprechen. So, händisch gemacht wird eine Researcherin vielleicht.

Maximal, ich sage jetzt mal, 100 Profile über LinkedIn und andere öffentlich zugänglichen Datenbanken eruieren und daraus eine Liste von vielleicht 20 oder 25 potenziellen Kandidaten machen. Und das wird sich völlig verändern, weil ich glaube, mit KI kann die Researcherin, und da wird sie sich sehr darüber freuen, in wenigen Minuten 100.000 Profile durchgehen und damit ein Suchuniversum haben, das wir bisher überhaupt nicht kannten. Das heißt, dass in meiner Branche, wenn das eingesetzt wird von den progressiven Beratungsgesellschaften, die Profile viel näher identifiziert werden können in Form von Kandidaten. Und das wäre eigentlich, ich sage jetzt mal, erstens viel schneller, als es bisher gegangen ist und zweitens ein viel größeres Suchuniversum. Das heißt für meine Klienten ein Geschenk des Himmels. Da muss ich aber direkt mal nachfragen, der Schritt, der danach kommt, nach dem Research und dem, was da an Recherchearbeit stattfindet, also das, was Sie da machen, haben Sie da keine Sorge, dass das der nächste Schritt ist, dass das dann durch die KI auch übernommen wird?

Also dazu sage ich mal so, aus meinen eigenen Erfahrungen, wenn ich bei Firmen anrufe und ich überhaupt keine menschliche Stimme bekomme, sondern da sind nur Roboter, die versuchen irgendwie entweder die Frage einigermaßen zu verstehen und eine Antwort zu geben. Also so läuft ja unser Geschäft nicht. Unser Geschäft ist abhängig von der Person, die die Kandidaten anspricht. Und das, also ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das jemals der künstlichen Intelligenz überlassen würde. Nein, das muss ich persönlich, und zwar ich persönlich in meiner Firma, ich rufe die Kandidaten an, spreche mit ihnen und gehe auf deren Fragen, auf deren, wie soll ich mal sagen, Persönlichkeit. Das sind ja heutzutage zunächst mal Videocalls. Gehe ich ein, da findet ein Gespräch auf Augenhöhe miteinander statt. Das kann KI niemals ersetzen. Niemals. Also das wäre dann vergleichbar vielleicht mit uns, was ich gerade als Beispiel genannt habe, die KI für die eigene Arbeit optimal zu nutzen. Also bei Ihnen wäre es dann eben das, was Sie gerade beschrieben haben. Und bei uns wäre es dann zum Beispiel die praktische Übersetzung mit unseren eigenen Stimmen in viele Sprachen. Der potenzielle Nutzen, der ist, zumindest so sehe ich das in meiner Branche, der ist gewaltig.

Haben Sie schon gesagt, dass Sie eher Führungskräfte oder nur Führungskräfte vermitteln? Das ist ja auch klar. Wir kennen Sie ja auch als solchen Headhunter. Trotzdem vielleicht nochmal die Frage, ich vermute mal, dass unter unserer Zuhörerschaft jetzt nicht allzu viele Führungskräfte oder potenzielle Führungskräfte sind. Vielleicht in Zukunft ist es nicht auszuschließen, aber trotzdem. Deswegen nochmal vielleicht auch zurück zum Interessensgebiet unserer Zuhörerinnen und Zuhörer. Wo sehen Sie denn in klassischen akademischen Berufen aus Ihrer Sicht den stärksten Druck zurzeit durch die KI? Sind es jetzt Controller, Sinsanalysten, Juristen oder Steuerberater? Überall dort, wo programmierbare Prozesse ablaufen.

Droht Gefahr. Das ist ganz klar. Und was ich jetzt neulich gelesen habe, angeblich soll ja KI demnächst auch in der Lage sein, selbst zu programmieren. Und das klingt zumindest für die, die das bis heute, die das erfolgreich machen, die Arbeitskräfte, das klingt ja wie eine Drohung, oder? Ja, das können sie ja auch teilweise jetzt schon. Also da wird sicherlich auf diese Menschen, da wird eine schwierige Situation sich allmählich nähern. Und da muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen, ich weiß gar nicht, was ich denen raten soll, denn der Rat kann ja eigentlich nur lauten.

Bilde dich weiter in eine Position, wo deine Arbeit nicht mehr so gefährdet ist, wie sie derzeit durch KI gefährdet ist. Ja, wenn jemand eben jetzt hauptsächlich mit solchen Tätigkeiten beschäftigt ist, wie Belege hochladen, Kontrolle von Rechnungen, was ja alles eine KI machen kann, der oder diejenige, die sollte also jetzt tatsächlich sich um einen neuen Job kümmern oder wie können die sich innerhalb des Jobs vielleicht weiterentwickeln, um die KI zu nutzen? Also wenn man den Stimmen glauben darf, die ich jetzt vermehrt höre, dass innerhalb von 18 Monaten, überlegen Sie mal, innerhalb der nächsten 18 Monate 80 Prozent der Büros leer sind, weil man die Arbeitskräfte nicht mehr braucht, da kann ich nur sagen, da läuft ein Schock durch mich. Und durch diese Menschen wahrscheinlich auch. Ich kann nur hoffen, dass es nicht so schnell und nicht so brutal passiert. Aber dass es passieren wird, das ist, glaube ich, ohne Frage. Ja, was sagen denn Ihre Führungskräfte, Ihre Potenziellen dazu? Wen sollen die da noch führen?

Das ist eine gute Frage. Das kann natürlich auch bedeuten, dass die Anzahl der Führungskräfte sich reduziert, weil es weniger Menschen zu führen gibt. Das ist ein bisschen schwierig zu beurteilen. Aber die Führungskräfte, die haben natürlich ein Differenzierungsmerkmal, den anderen gegenüber. Das ist die menschliche, die persönliche Komponente, die kann KI nicht ersetzen. Führungskräfte könnten nur deswegen weniger werden, weil eben insgesamt weniger Führung gefragt ist. Wobei ich habe neulich tatsächlich eine Untersuchung gelesen, da hieß es, dass auch die Arbeit von Führungskräften zu mehr als 50 Prozent von der KI erledigt werden könnte. Zum Beispiel, oder auch da waren eben diese Tätigkeiten genannt, gerade die Führungskräfte ja auch oft von der Arbeit abhalten, was weiß ich, Urlaubsanträge genehmigen oder was immer da noch dazu kommt.

Also braucht man vielleicht auch tatsächlich deswegen weniger Führungskräfte, weil nicht mehr so viel Arbeit ist? Nee, da sehe ich wiederum auch einen riesigen potenziellen Nutzen, weil die sich dann endlich mal mit Sachen beschäftigen können, die sie eigentlich ausführen sollten und nicht diesen Kleinkram wie Urlautseinträge und so weiter. Wenn das die KI übernehmen kann, ist das wunderbar. Jetzt haben Sie ja eben Weiterbildung angesprochen. Wie kann man sich denn weiterbilden, wenn der eigene Job theoretisch irgendwann obsolet ist? Also macht das überhaupt Sinn? Muss man nicht quasi nochmal komplett von der Pike auf anfangen, wenn das Jobprofil so nicht mehr gewünscht ist? Also welche Weiterbildung hilft mir dann überhaupt? Das ist natürlich schwer vorherzusagen, was wegfällt und durch Dinge, die man bisher nicht gemacht hat, die liegen geblieben sind, wo eigentlich die Führungskräfte sehr viel produktiver arbeiten könnten. Das ist alles im Augenblick, glaube ich, Rätselraten. Das kann keiner wirklich vorhersagen und da wird es sicherlich viele Überraschungen. Und ich würde mal sagen, ich bin ein Optimist, da wird es gute und schlechte Nachrichten geben. Nochmal ein Wort zu den Führungskräften. Tatsächlich habe ich auch von Inhabern von großen Steuererbater, Kanzleien gehört, die sagen, naja, sie haben vielleicht noch fünf Jahre bis zum Ruhestand zu arbeiten und die wollen sich einfach jetzt mit der KI nicht mehr befassen. Was sagen sie denn dazu?

Wenn sie sich mit KI nicht befassen wollen, dann ist es natürlich ein bisschen doof. Egal wie alt Sie sind, egal wie viele Jahre Sie noch arbeiten wollen. Wenn KI Ihnen hilft, Ihre Arbeit neu zu gestalten, dann ist es doch ein Geschenk und dann spielt es keine Rolle, wie lange Sie das noch machen. Ich in meiner Position habe mit KI ja vergleichsweise wenig zu tun, weil ich mache kein Research. Research macht meine Kollegin, und das ist in allen Beratungsfirmen so, ich bin das Gesicht nach draußen. Ich bin derjenige, der letztlich als der Botschafter nach draußen auftritt und versucht, als Matchmaker Menschen zusammenzubringen. Das kann KI nicht ersetzen. Deswegen, also da betrachte ich die Geschichte entspannt. Ich muss ja nicht selbst mich jetzt in KI schulen lassen, weil in meinem Arbeitsbereich, da wird KI keine große Rolle spielen. Aber Sie würden dann im Zweifelsfall eben Ihre Kollegin kündigen, wenn es von der KI genauso gut erledigt werden kann, was die jetzt macht?

Das könnte passieren, ja. Wenn, ja, das könnte passieren. Ja, und wenn demnächst nur noch eine KI mit der anderen interagiert und kommuniziert und sagt, hier, das ist das Profil, was ich brauche, hier, das ist mein Bewerber, meine Bewerberin, die bringt das mit, ist ein Match, wären sie ja auch raus. Ja, aber den Match, den grundlegenden Anfangsmatch, den mache ja nicht ich, das macht Research.

Verstehen Sie? Ja, und wenn das auch von der KI gemacht wird? Ja, dann ist es von der KI gemacht. Und dann gehe ich durch und entscheide, wen ich anspreche und wen ich nicht anspreche. Darum geht es mir. Ich spreche ja die Leute an. Ich gehe jetzt nicht in die Research-Unterlagen und kontrolliere alles, um Gottes Willen. Das würde mich wahnsinnig machen. Ob das jetzt meine Kollegin macht oder ob das KI sehr viel schneller und sehr viel gründlicher macht, da würde ich mich dann im Zweifel für KI entscheiden. Ja, aber es ist ja spannend. Wir wollen ja Sie als Experten in dieser Folge zu Wort kommen lassen und schon reden wir über Ihren Beruf und die Bedrohung auch für Ihre Berufsklasse. Gleiches gilt ja für uns. Wir haben es anfangs gesagt als Journalisten. Da ist viel Kreativität mit im Spiel. Jetzt haben Sie zu Recht schon das Beispiel mit der Softwareentwicklung oder mit dem Programmieren ins Spiel gebracht. Kreativität, ein sicherer Hafen, so hieß es jedenfalls lange Zeit. Gilt denn das noch oder wackelt das auch schon? Also wenn man das jetzt, das sind die letzten Kommentare, die ich diese Woche, letzte Woche gelesen habe. Wenn das tatsächlich so kommt, dann kann das durchaus schmerzhaft werden, ja. Da kann ich auch keinen Rat geben.

Dafür stecke ich persönlich in diesen Berufen viel zu wenig drin, um das beurteilen zu können. Aber da kann ich jedem nur den Rat geben, zieht euch warm an und überlegt euch schneller, lieber schneller als langsamer, was ihr macht, um aus dieser Falle rauszukommen. Denn es ist ja dann wahrscheinlich für viele normale Werktätige, Arbeitende eine echte Falle. Was hören Sie denn aus der Branche? Spiegelt sich die Unsicherheit? Und wir haben ja auch schon gerade über die Börsenentwicklung gesprochen, dass da Software- und Datenfirmen unter Druck geraten sind. Spiegelt sich das schon irgendwie in etwa Einstellungsstops wieder oder bei Gehaltsverhandlungen? Also im Augenblick wird das ja alles überlagert. Wir haben eine Wirtschaftskrise, es werden Leute entlassen, in einigen Branchen heftig, in anderen nicht so heftig. Neueinstellungen sind sehr gedrosselt und das überlagert wahrscheinlich diese ganze KI-Geschichte im Augenblick.

Die Leute viel mehr Angst haben, grundsätzlich ihren Job zu verlieren, weil es der Wirtschaft schlecht geht. Da rückt dieses KI-Thema schlicht und einfach in den Hintergrund. Wenn das aber wieder losgeht und man dann sieht, was KI am Stellenabbau anrichtet, dann wird wahrscheinlich sehr schnell ein Umdenken kommen. Aber schmerzhaftes Umdenken. Okay, wir nehmen mit, dass vielleicht ein 45-jähriger Controller oder eine 50-jährige Juristin sich auf harte Zeiten einstellen müssen, wenn sie tatsächlich überwiegend Tätigkeiten machen, die auch von der KI übernommen werden können. Was raten Sie denn jetzt mal Berufseinsteiger, also jungen Leuten, damit die gar nicht erst in die Bredouille kommen, dass ihnen sowas in Zukunft droht, was sollten die denn tun? Den jungen Leuten kann man nur raten, breiter zu denken und breiter auf Jobsuche zu gehen.

Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Das ist im Augenblick eine sehr unerfreuliche Situation. Das wird ja auch überall geschrieben. Ich höre das auch von jungen Leuten. Und nochmal, egal wie gut sie sind, es wird schlicht und einfach nicht eingestellt. Und das überlagert das andere Thema bei weitem. Wie ist das denn in Ihrem beruflichen Alltag? Haben Sie immer noch die gleiche Fülle an Auswahl oder an potenziellen Führungskräften wie vor zwei, drei Jahren? Oder nimmt das auch schon ab? Oder sind vielleicht weniger Leute motiviert, in eine Führungsposition zu gehen, weil Sie sagen, generell Work-Life-Balance, KI, auch als Bedrohung, habe ich gar keine Lust mehr, mich jetzt hier noch besonders stark einzubringen? Also das Problem, nein, das ist kein Problem. Im Gegenteil, das Problem ist eher, dass die Unternehmen unwillig sind, Veränderungen vorzunehmen auf den Führungspositionen. Das heißt, und ich rate auch jedem, der sich verändern möchte, das erst zu tun, wenn er einen neuen Job hat. Weil die Wartezeiten, die Suchzeiten derzeit, eine neue interessante Aufgabe zu finden, die sind ungleich länger, als es in der Vergangenheit war.

Und das liegt schlicht und einfach daran, dass die Unternehmen so zögerlich geworden sind, Veränderungen vorzunehmen, weil sie alle nicht so richtig wissen, wie es denn weitergeht. Das hängt mit der geopolitischen Lage zusammen, das hängt mit unserer eigenen Wirtschaftslage hier in Deutschland zusammen.

Da ist so viel Zögerlichkeit, kann man nur hoffen, auch in meiner Branche. Wir spüren das ja. Die Anzahl der Suchaufträge, auch bei den Führungskräften, ist merklich zurückgegangen. Haben Sie da eigentlich einen internationalen Vergleich von Kollegen aus dem Ausland oder ist das nur ein Deutschlandproblem? Also ich würde mal vermuten, dass das in anderen Ländern ähnlich ist, wie das weltweit ist, das kann ich nicht beurteilen. Aber ich glaube in Europa, ich würde auch mal sagen, insbesondere Westeuropa, dürfte das in anderen Ländern ganz ähnlich sein. Viele Menschen haben Angst um ihren Job, sie fühlen sich von der KI bedroht und das zu Recht, sagt unser heutiger Gast Heiner Thorborg. Er ist Headhunter und kennt sich natürlich auch bestens aus. Ja, schade für alle da draußen, die betroffen sind. Wir können ja mit diesem Podcast nicht nur gute Nachrichten verbreiten, sondern wir wollen auch auf tatsächliche Gefahren hinweisen und offenbar ist das eine Gefahr für viele.

Deshalb trotzdem ganz herzlichen Dank, lieber Heiner Thorbock, für Ihre offenen Worte, die, auch wenn sie vielen nicht gefallen, sicherlich doch alle zu schätzen wissen. Das würde mich sehr freuen. Danke Ihnen. Ja, danke auch von meiner Seite, Herr Torbock. Und wenn ihr Gedanken dazu habt, dann schreibt uns. Das ist ein super spannendes Thema, weil es jeden betrifft. Im Zweifel arbeitet jeder irgendwie noch. Und selbst wenn nicht mehr oder noch nicht, dann hat man ja auch Gedanken dazu. Oder kann sich zumindest an das erinnern, was man früher auf der Arbeit so erlebt hat. Also schreibt uns, brichterundbell.com oder ncv.de. Das ist unsere E-Mail-Adresse. Und wir freuen uns auf euer Feedback. Bis nächste Woche. Ciao, ciao. Ciao, ciao.