So und heute haben wir was ganz Besonderes mit euch vor. Also es ist eine neue Folge von Brichter & Bell. Klar, so viel habt ihr euch wahrscheinlich schon zusammengereimt, aber Raimund, es ist eine ganz besondere Folge, weil heute ist Folge Nummer 300. Jawohl, bravo. Applaus, Applaus, Applaus. Genau, Applaus für uns selber, das muss auch mal sein. Ich würde ja die Sektkorken knallen lassen, aber habe ich hier gerade nicht. Wir machen das, wir machen das in Gedanken. Kannst du dich noch an die erste Folge erinnern? Ich weiß noch, wir haben da zusammen damals noch gesessen in einem kleinen Kabuff gegenüber und haben, ich weiß gar nicht mehr, was das Thema war, und haben dann an unsere erste Folge aufgezeichnet. Du weißt das noch? Ja, ich weiß das natürlich, ich weiß das noch, weil es war 2019 und ich habe quasi uns einen Gast heute auch mitgebracht. Weißt du, wer es war oder wer es ist? Das ist eigentlich ein Mann, der uns seitdem begleitet. Weil die erste Folge, da ging es um den Handelskrieg zwischen, oder Krieg in Anführungszeiten zwischen den USA und China. Und das lag damals auch an Donald Trump. Wir haben auch in der ersten Folge schon... Oh no, nicht. Das kann doch nicht sein. Oder? Oder habe ich hier gerade komplette Verwirrung umgekommen? Ja, kann sein. Kann durchaus sein. Ich traue es dem Trump zu, dass er uns bis heute beschäftigt. Aber wir sollten uns demnächst mal weniger mit ihm beschäftigen. Aber ich glaube, heute müssen wir wieder nochmal ran. Ja, wir müssen ran. Und das ist ja auch alles um Schwange zur Erinnerung. Wir sind jetzt heute in der Produktion am Dienstagabend und er wird dann jetzt ein paar Stunden die Rede zur Lage der Nation halten. Wenn der Podcast rauskommt, das wird am Donnerstag der Fall sein.

Weiß ich nicht, Raimund, hat die Welt sich wahrscheinlich schon dreimal weiter gedreht, stand jetzt komplettes Zollchaos seit letzter Woche Freitag. Der oberste Gerichtshof hat die Zölle von Trump gekippt.

Hatten einige so erwartet, er selbst wahrscheinlich auch, trotzdem hat er sich natürlich tierisch aufgeregt und alle Richter erstmal beleidigt. Im Gegenzug direkt mal neue Zölle verkündet von 10 bis 15 Prozent, das waberte dann auch so ein bisschen hin und her. Und jetzt fragt sich auch jeder wieder, okay, was ist jetzt Status Quo, gibt es jetzt das Geld zurück, die knapp 175 Milliarden, die da im Raum stehen.

Deutsche Unternehmen fragen sich das natürlich auch und vor allem, was ist mit dem Thema Planbarkeit, kann man im Moment wieder gar nichts zu sagen. Also wo stehen wir da gerade? Also ich sage mal jetzt was ganz Provokantes.

Natürlich wird viel diskutiert über diese ganze Zollproblematik. Es ist ein Zollchaos teilweise, aber wir richten uns ja vor allen Dingen auch an Anlegerinnen und Anleger.

Und die sollten doch eigentlich darauf achten, hat das, was wir da als Begleitmusik hören und als aufregende Kommentare überall und man regt es ja auch zu Recht über Donald Trump auf, hat das aber tatsächlich Auswirkungen auf mich persönlich, auf meine Geldanlage. Und da sage ich mal, guckt da draußen, wir haben jetzt Dienstagabend, klar, wir wissen nicht, was bis Donnerstag, wenn der Podcast veröffentlicht wird, passiert, aber per Dienstagabend liegt der DAX genau da, wo er am Donnerstagabend gelegen hat, bevor am Freitag der oberste Gerichtshof mit seinem Urteil ja diese neue Zolldiskussion das Hickhack ausgelöst hat. Soll heißen, die Zollthematik ist an der Börse für diejenigen, die darauf gucken, was aus ihrer Geldanlage wird, im Moment kein Thema. Kann sich irgendwann wieder ändern. Aber wenn wir langfristig zurückgucken, war es ja im letzten Jahr auch ähnlich. Da war es mal vorübergehend ein Thema, nämlich Ende März, Anfang April letzten Jahres. Und der Liberation Day von Donald Trump, der hat ja alles über den Haufen geworfen, aber auch nur kurz. und schon Mitte April ging es wieder nach oben und seitdem spielt auch da dieses Zollthema keine große Rolle mehr. Deswegen lehnt euch locker zurück und lasst mal.

Zoll, Zoll sein. Gut, jetzt sagst du, das kann sich auch irgendwann wieder ändern mit Blick auf die Zölle. Was müsste denn passieren, dass das wieder so ein Liberation Day Moment gibt? Da ging es ja ordentlich runter und da hatten wir viele Sorge. Da fehlt mir jetzt echt die Fantasie zu. Das schließe ich sogar jetzt aus, weil so eine Überraschung kann er nicht mehr bringen. Deswegen schließe ich per heute zumindest vollkommen aus, dass es so ein Liberation Day Moment wieder gibt. Und wenn, dann wäre es wahrscheinlich wieder eine günstige Möglichkeit, um in den Aktienmarkt einzusteigen. Stimmt, wir befinden uns ja laut deiner Worte in der Katastrophen-Hoss. Also es geht weiter fröhlich nach oben. Hossa, Hossa. Aber was ist mit so einem Angriff auf den Iran?

Ja, ich erinnere mich noch an den Angriff auf den Irak. Da war ich auch schon hier in charge und habe den auch mit kommentieren müssen, Da sind die Kurse vor dem Angriff auf den Irak gefallen und als dann die Kanonen dort donnerten und dort geschossen wurde, ging es nach oben, so traurig es klingt. Ich schließe auch nicht aus, wenn es im Irak kracht, dass dann es kurzfristig auch nach unten geht, aber langfristig bin ich auch der Meinung, ich meine ich kann jetzt den alten blöden Börsenspruch zitieren, Denn politische Börsen haben kurze Beine, das gilt auch für Kriegsbörsen. Das gilt ja leider auch für den jetzt anhaltenden Krieg in der Ukraine. Wir wissen ja noch, wie wir 2022 darüber geredet haben und alle Angst hatten, ja, wenn das länger dauert, dann gehen auch die Börsenkurse langfristig runter. Oder nichts war der Fall.

Das war auch nur eine kurzfristige Bewegung nach unten und dann ging es wieder nach oben. Also ich glaube, wir sollten uns auch nicht vor einer möglichen Eskalation im Iran ins Boxhorn jagen lassen. Da gibt es ganz andere Probleme Richtung Finanzkrise oder sowas auch immer. Da können wir noch drauf zu sprechen kommen, die vielleicht hier virulenter wären. Gut, vielleicht Ölpreis, Sprit wird teurer. Das sind dann immer solche Begleiterscheinungen, wenn Iran die Straße von Hormuz irgendwie blockiert oder sperrt. Das sind dann so andere Themen. Genau. Und dann wird der Ölpreis mal kurz nach oben schießen und dann geht er wieder runter. Das haben wir auch alles erlebt. Im letzten Jahr ging das ja auch mal hin und her mit dem Ölpreis. Also auch da sollte man sich nicht groß beeinflussen lassen. Jetzt haben wir mit den Zöllen eben angefangen. Und da fragt sich vielleicht der ein oder andere, wenn die Unternehmen jetzt weniger Geschäft machen, mehr Zölle zahlen müssen, am Ende schlechtere Zahlen schreiben, wirkt sich das auf die Börsenkurse aus.

Sinken die Gewinne und die Kurse rutschen ab und dann ist es auch schlecht für meine Anlage. Könnte das nicht zum Problem werden, dass dann tatsächlich insgesamt es einfach mit den Unternehmenszahlen nach unten geht und sich das auf die Börsenkurse auswirkt? Ja, das war ja die große Angst im Jahr 2025 im April und dann ist ja nichts dergleichen passiert, beziehungsweise es ist was passiert, er hat Zölle eingeführt, aber die haben sich nicht auf die Börsenkurse ausgewirkt und wenn ich das jetzt mir angucke, wie waren denn die Zölle, gerade für Europa, die lagen bei, das war ja diese große Einigung, bei 15 Prozent hatte man sich geeinigt, natürlich gab es Ausnahmen, manche lagen noch drüber, aber auch einige lagen drunter, 15% Zoll vor dem Urteil des obersten Gerichtshofs in den USA. Und wie es jetzt aussieht, 15% Zoll nach dem Urteil des obersten Gerichtshofs in den USA. Das kommt ganz darauf an, wie man da rechnet. Das gibt ja auch Leute, die sagen, ja, das sind ja dann mehr als 15%, weil noch ein Grundzollsatz von rund 3% draufkommt, wäre 18%. Aber dafür, auch das kann sich ruckzuck ändern, haben wir ja gelernt am Dienstag.

Die US-Zollbehörde hat ja ihre Instruktionen rausgegeben und da war erst nun mal von einem Plus von 10% die Rede von einem Zoll. Also da ist noch einiges im Fluss und ich glaube tatsächlich nicht daran, dass sich das Zollthema merklich auf die Börsenkurse auswirken wird. Gut, dann vielleicht noch einen abschließenden Satz. Die US-Regierung hat ja jetzt einmal mit den 10 bis 15 Prozent Zusatzzöllen oder neuen Zöllen noch einen anderen Weg gefunden, gilt aber nur für 150 Tage. Dann kommt auch wieder der Kongress ins Spiel.

Konnte Trump jetzt erstmal machen und damit auch zeigen, hey, ich lasse mich davon aber überhaupt nicht beirren. Und Sie sagen ja in Washington, Sie hätten auch noch andere Möglichkeiten, die Zölle auf anderem Wege reinzuholen. Stimmt das? Also gibt es da wirklich noch so viel, was Sie machen können, um Zölle zu verhängen? Also ich bin mir sicher, Trump und seine Leute werden irgendwo wieder irgendwelche Gesetze ausgraben, die es doch möglich machen, aus deren Sicht zumindest da wieder einen Zoll zu erheben, wenn auch diese Zölle jetzt in Grund und Boden gestampft werden sollten. Also da würde ich mich auch nicht auf die Hoffnung einlassen. Es gibt ja auch einige, die sagen, ja, wenn alles wieder zunichte gemacht wird, dann ist wieder alles wie vorher. Nein, solange Trump in Amt und Würden ist, was er ja noch vielleicht zwei Jahre lang sein wird, solange wird er sein Lieblingswort, das ist ja von ihm deklariert worden, Zoll auch in seiner Politik umsetzen, da bin ich mir sehr sicher. Aber, und jetzt kommt das große Aber.

Es wird nicht für allzu große Friktionen sorgen. Es gab ja auch tatsächlich Leute, die gesagt haben, naja, wenn die Zölle jetzt tatsächlich einkassiert würden, dann müssten ja die Zinsen in den USA richtig durch die Decke gehen, weil es gab ja tatsächlich auch schon Einnahmen durch die Zölle, die werden ja jetzt möglicherweise zurückgefordert. Und diese Einnahmen, die würden ja dann wegfallen, diese Staatseinnahmen, das ist ja nichts anderes als eine Steuer. und dann müssten die Amerikaner ihre Schulden erhöhen und das würde sich negativ auf die Zinsen auswirken. Also die würden dann steigen. Interessant ist tatsächlich, dass am Anleihemarkt, da misst man ja solche Dinge, dass da auch nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs nichts dergleichen passiert ist. Da sind die Renditen, das ist nichts anderes als die Zinsen, sogar gesunken. Und das war ja auch im April letzten Jahres vollkommen anders, das wissen wir auch. Da sind die ganz kurz nach unten gegangen, als die Aktienmärkte einbrachen, aber ruckzuck im Anschluss daran nach oben geschossen, weil die Vertrauenskrise, da war auch weniger Vertrauen in die US-Regierung und ihre Schuldenpolitik.

Da sind die Zinsen stark gestiegen bis 4,50, über 4,50 Prozent im zehnjährigen Bereich. Und wir liegen jetzt sogar wieder bei 4 Prozent und die 3 Prozent, 3,9, also die drei vom Komma, halte ich durchaus für möglich. Dieses Geld, was jetzt zurückgefordert wird, also zum Beispiel FedEx hat jetzt die Regierung schon verklagt, der Paketdienstleister das Lieferunternehmen aus den USA und ein paar andere haben es ja im Dezember schon vorsorglich gemacht vor diesem Urteil. Das wird ja unter anderem, soll es genutzt werden für die Verschuldung, um die quasi schmelzen zu lassen.

Wird das zum Problem, das Geld, was die Regierung quasi durch die Zölle angenommen hat, wird das zum Problem, wenn die das jetzt nicht mehr haben und es zurückzahlen müssen mit Blick auf die Staatsverschuldung oder ist das so riesig, dass es einfach keinen großen Unterschied gibt? Ja, ich sage nochmal, guckt auf die Märkte und wenn die Märkte meinen, dass es zum Problem wird, dann würden die Zinsen im Vorfeld steigen. Das tun sie nicht. Also sind die Märkte da im Moment total entspannt und ich bin es auch. Ja, du bist meistens entspannt. Ich glaube, ich habe dich selten in Rage erlebt. Vielleicht schaffen wir das ja noch bei der 600. Folge. Dann wären wir denn dann dran eigentlich. Jetzt haben wir schon fast das siebte Jahr, das läuft. Ja gut, dann sind wir fast beim Reset, je nachdem, wie wir uns so hier anstrengen. Ich hoffe sogar, dass ich beim Reset entspannt sein muss.

Die Bitcoin-Kurse noch mal richtig kräftig einbrechen. Möglicherweise wird das aber dann tatsächlich das Ende dieses Bitcoin-Winters sein. Aber das ist jetzt alles viel zu weit gegriffen. Rechnen wir erstmal damit, dass es noch durchaus sehr, sehr wackelig sein kann im Bitcoin, dass auch noch weiter fallen kann, der Bitcoin-Preis, bis in den Herbst hinein. Aber das nach dem Bitcoin-Winter, und das ist ja auch das Tolle an dieser Bezeichnung, dass danach auch wieder ein Frühling kommt. Ja, macht ja dann wieder Lust und Laune einzusteigen und dann ist es wahrscheinlich schon wieder zu spät, denkt sich der ein oder andere, der sich jetzt vielleicht auch zurückhält, weil er denkt, oh Gott, wenn das immer so weiter runter geht, dann wo ist denn da der tiefste Tiefpunkt, den findet man eh nicht, wissen wir ja mittlerweile alle, aber vielleicht nochmal ein kurzes Wort zu Bitcoin. Was würdest du denn da raten? Was soll ich denn da raten? Ich meine, guck dir die Entwicklung der letzten Jahre an, dann erinnere ich mich auch unter anderem an die Verzehnfachungstheorie, die du ja auch schon öfter mal genannt hast. Demnach liegt das nächste Ziel ja bei einer Million sogar.

Ich habe ja auch schon wieder Sachen gelesen, bis 2,30 pro Gnose 800.000, also was soll ich da raten, ich kann das ja auch nur mit großer Faszination beobachten, die Argumente für oder wieder. Naja, aber weil du sagst, man weiß ja nicht, ob man da noch einsteigen soll und jetzt geht es weiter runter und dann findet man den Tiefpunkt nicht, das meinte ich. Ja gut, ich sage mal so, wenn man an die Story glaubt, klar, das ist ja ganz logisch, wenn man an die Story glaubt, dann ist es jetzt 30.000 Dollar günstiger als noch vor ein paar Monaten. Und wir sehen ja immer... Wobei ich sage, aber auch das weiß ich nicht, ob das der Tiefpunkt ist. Nee, das weiß ich auch nicht. Deswegen gibt es ja, ich wollte eigentlich nicht darauf hinaus, gibt es ja die Möglichkeit, einen Sparplan anzulegen und jeden Monat einen festen Betrag in Bitcoin anzulegen. Sagen wir mal, wenn es nur ein kleines Sümmchen ist, 50 Euro, das reicht ja schon.

Und dann ist es völlig egal, ob der Bitcoin steigt oder fällt. Und gerade wenn er fällt, ist man dann im nächsten Monat, mit den 50 Euro kriegt man mehr Bitcoin dafür. Und wenn er weiterfällt, kriegt man noch ein Stückchen mehr Bitcoin dafür. Man kriegt ja gar keine Bitcoins, denn Bitcoin kostet ja immer noch 60.000 Dollar, aber man kriegt dann die Satoshis, das sind dann die Untereinheiten des Bitcoins, aber es ist ja völlig egal. Also man kauft dann auch in fallende Kurse hinein und kauft immer günstiger und das ist eigentlich das Einzige, worauf man sich einlassen sollte, wenn man nicht hier heftig spekulieren will. Klar, wer spekulieren will, aber der kann auch seinen Einsatz verlieren und dazu rate ich zumindest nicht, während die Bitcoin-Story langfristig glaubt, der macht das mit Sparplan. Fertig.

Bevor wir kurz nochmal auf den Hebel gucken beim Bitcoin, finde ich mich vielleicht auch nochmal interessant darüber zu reden, ganz kurz nochmal zu erklären.

Weil du das mit dem ETF ansprichst. Das war ja auch so ein bisschen, ja, Aufnahme in die Hall of Fame sozusagen, also dass Bitcoin mit ETF auf einmal funktionieren und das hat dem Ganzen ja auch einen Schub gegeben. Warum betrachtet? Hat denn all das jetzt nicht ausgereicht? Also wir haben den Kryptowinter ja gerade schon so ein bisschen beschrieben, aber was war denn eigentlich der Auslöser dafür? Weil die Story hatte ja eigentlich bis dato funktioniert oder war dann die Erwartungshaltung wieder zu groß, dass zum Beispiel Trump mit seiner Regierung keine physischen Bitcoin kaufen wollte? Also was war jetzt der Grund, dass es so eine Korrektur gab? Haben wir das eigentlich schon geklärt? Nein, haben wir nicht. Es muss auch keinen Grund geben, weil das Markt immanent ist, also im Marktgeschehen selbst liegt. Ich meine, wenn du selbst sagst, ein Asset, also ein Vermögenswert 330% steigt und er ist jetzt noch 330% im Plus im Vergleich zum Tiefpunkt 2022. Der war ja viel stärker im Plus beim Hochpunkt bei 120.000 Dollar. Wenn es so stark nach oben geht, muss es auch, das ist Börse, so funktioniert Börse, muss es auch wieder stark nach unten gehen. Und die Storys dann im Umfeld, die werden dann ohnehin gestreut, das ist klar. Aber wie gesagt, darauf sollte man sich jetzt nicht so sehr konzentrieren. Und die Story, die du nennst, ja, die funktioniert ja auch mit diesen ETFs und allem drum und dran. Aber die funktionieren ja auch ins Gegenteil. Nehmen wir mal diese Firma Strategy.

Der Bitcoin, die Kryptowährungen insgesamt und der Bitcoin eben besonders sind ja in der großen Finanzwelt angekommen und da werden ja auch an den Terminmärkten Wetten auf den Bitcoin gesetzt und abgeschlossen. Ja und dann kann man natürlich auch auf fallende Bitcoin Preise setzen und genau das macht man. Und wenn man dann auch noch gegen eine Strategy wettet, dann wettet man auch noch am Aktienmarkt zusätzlich gegen dieses Unternehmen und treibt das vielleicht damit sogar in die Pleite. Ich will hier keine Pleite an die man mal, aber das ist durchaus ja im Bereich des Möglichen. Und dann gehört das auch dazu und das bereinigt den Markt. Und dann geht es wieder andersrum und dann geht es wieder nach oben und dann werden wieder Bitcoin gekauft, auch von jenen, die jetzt vielleicht auf einen fallenden Bitcoin setzen. Da ist man an der Börse und das zeigt die Erfahrung, sehr flexibel. Man kann da ja auf beiden Seiten das Geschehen sein und das macht es ja auch ein bisschen attraktiver, das Börsengeschehen vielleicht als, was weiß ich, ich vergleiche das immer mit dem Fußball und wenn man mal Fußball vernäht, dann hängt man ja an einem Verein. Und wenn der verliert, dann verliert er halt.

Aber an der Börse kann man schnell die Seiten wechseln und es macht Spaß. Aber ich will euch jetzt nicht dazu animieren, auf fallenden Bitcoin zu spekulieren. Das ist sehr riskant. Da kann auch euer Einsatz verloren gehen. Ich wollte nur sagen, es machen viele. Und das ist halt auch im Hintergrund dieses Ganzen, im Umfeld dieser ganzen Geschichte zu beachten. Und weil es ja eine Jubiläumsfolge heute ist, kann ich vielleicht auch mal ein paar Insights droppen, weil du es gerade ansprichst.

Raimunds Berufswunsch, aber ich glaube, das hast du doch auch selber mal gesagt bei uns, weil du den Sport und den Fußball ansprichst, du hattest ja eigentlich auch nochmal ein anderes Ziel, einen anderen Traum. Sportreporter, Sportjournalist. Ja, das war ein bisschen diffiziler, habe das mal in einem Interview, glaube ich, gesagt. Ja, ich habe als Junge, als Bub schon von den Eltern Zeitungen gelesen, die hatten Abonnement der FAZ, Werbung, Klammer zu, wir kriegen kein Geld dafür. Aber es ist so gewesen und da habe mich tatsächlich immer die Sportseiten und die Wirtschaftsseiten am meisten interessiert, die habe ich gelesen. Und dann habe ich irgendwann mal den Entschluss gefasst, ich wäre entweder Sport- oder Wirtschaftsjournalist. Also Journalist war dann auch für mich klar. Ja und dann gab es verschiedene Umstände, die haben mich dann zur Wirtschaft gebracht. Und ich bin jetzt auch recht froh darum, ich fühle mich damit sehr gut. Ja gut, hast du glaube ich auch den richtigen Weg eingeschlagen. Wobei mich die Umstände natürlich interessieren würden, die dich da hingetrieben haben.

Oder wird das jetzt so ausufernd? Machen wir das? Nö, kommen wir ganz einfach.

Ich hatte, während ich noch in der Schule war, die Möglichkeit, da gab es ein Inserat, ich weiß gar nicht, wie ich drauf gekommen bin, ob es ein Inserat war oder wie auch immer, eine Stellenausschreibung, ein Volontariat bei einer Wirtschaftsnachrichtenagentur, die niemand kannte. VWD hieß die, Vereinigte Wirtschaftsdienste, war in ihr Sporn bei Frankfurt beheimatet. Ja und dann habe ich gedacht, ja ein Volontariat im Wirtschaftsbereich direkt nach dem Abi, ohne vorher zu studieren, macht das doch. Übrigens gegen den Rat meines, was heißt meines, Berufsberaters, ich war dann auch nochmal, wie das alle machen, wenn sie kurz vorm Abi stehen, auch noch in der Berufsberatung und habe dem das Angebot da vorgelegt. Und da meinte er, Herr Brichter, machen Sie das nicht, gehen Sie da nicht hin, VWD kennt niemand, das ist nichts für Sie, machen Sie was ordentlich, studieren Sie erstmal und machen Sie dann vielleicht ein Volontariat bei der dpa, das war die deutsche Presseagentur, die, Klammer auf, übrigens zu 30 Prozent, glaube ich, an VWD beteiligt war, Klammer zu damals, aber ist auch egal. Ich will nur sagen, man muss nicht immer auf das hören, was andere sagen und das waren dann die Umstände, die mich tatsächlich zum Wirtschaftsjournalismus gebracht haben. Ja, großartig. Siehst du, guck mal, ich habe auch ein Volo gemacht, damals auch ohne Studium. Das verbindet uns. Wusste ich noch gar nicht. Ja, und war auch kein Fehler. Nein, überhaupt nicht. Aber danach hat man mir auch geraten, nochmal zu studieren. Und darüber bin ich auch gar nicht so undankbar, dass das am Ende alles so gekommen ist.

Ja, und das Geile ist ja, dass man dann auch während des Studiums erstens schon eine gewisse Ahnung hat, worauf kommt es denn da an und kann den Kommilitonen und Kommilitoninnen vielleicht auch schon mal sagen, ja, das ist vielleicht wichtig und das ist weniger wichtig. Und man kann vielleicht schon mal ein bisschen Geld verdienen. Also nicht nur jetzt durch Wochenendjobs oder Feierabendjobs in der Kneipe, vielleicht auch ein bisschen anspruchsvoller. Also ich fand das gar nicht schlecht. Ja mega, ich habe parallel beim Radio gearbeitet, moderiert, Nachrichten gesprochen, deswegen, das war wunderbar. Also wir haben alles richtig gemacht. Alles richtig, ja, guck hier. Und jetzt kommt die KI und challenged uns alle. KI, Softwareunternehmen und Bitcoin hängt aber auch irgendwie miteinander zusammen. Zumindest hört man diese Story in den letzten Wochen ziemlich oft. Zurecht?

Ja, natürlich, weil gerade in der Aufwärtsbewegung, es hängt ja alles an der Liquidität und am Geld. Und wenn da Liquidität da ist und alle sind freigiebig, kaufen sie eben diese Magnificent Seven, diese Aktien, sie kaufen die Softwareaktien, sie kaufen KI-Aktien und so weiter und so weiter und wenn es da nach unten geht, dann trifft das sowohl, es ist eine interessante Entwicklung, tatsächlich trifft das sowohl diese Aktien als auch den Bitcoin. Aber auch das sind kurzfristige Entwicklungen, kurz- bis mittelfristige Entwicklungen. Da würde ich mich nicht darauf verlassen, dass das immer so ist oder auch nicht langfristig immer so ist. Aber es ist eben ab und zu der Fall und in diesem Jahr und Ende des letzten Jahres war das tatsächlich so, da haben der Bitcoin und diese gehypten KI-Aktien gleichzeitig irgendwie den.

Rückwärtsgang eingelegt. So, können wir gerade mal klären, ist das jetzt eine Bitcoin-Blase oder nicht? Bei 120.000 ist es natürlich eine kurzfristige Blase, das ist verständlich. Und die musste platzen, die musste angepiekst werden und das ist jetzt geschehen. Die Luft ist nicht alles auf einmal rausgegangen. Das ist beim Bitcoin auch nicht der Fall, muss nicht der Fall sein. Wir haben ja mal eine Folge gemacht, wo wir auch die Historie des Bitcoin mal beleuchtet hatten, wie viele sogenannte Crashs oder Einbrüche gab es denn schon um 50, 60, 70, 80, sogar 90 Prozent. Das waren einige in der relativ jungen Geschichte des Bitcoin. Den gibt es ja erst seit ungefähr 15, 16 Jahren. Und trotzdem gibt es danach immer wieder diese Erholung. Das ist ja das Entscheidende. Du hast noch eine geile KI-Geschichte angeteast. Raimund, raus damit. Eine geile KI-Geschichte. Ich glaube, im Vorgespräch habe ich die angeteasst. Ja, natürlich. Wir unterhalten uns auch vorher. Das muss man dazu sagen.

Nicht lange. Wir haben keine langen Vorgespräche. Das war auch eine interessante... Ja, ein interessanter Punkt, denn ich war ja hier an der Börse und da hatte auch die Zollthematik am Montag gar keine große Auswirkungen. Der DAX dümpelte vor sich hin und plötzlich am Nachmittag fielen die Kurse, war nichts passiert. Die fielen aber auch in den USA, da hatte die Börse auch erst unverändert begonnen und plötzlich fielen die Kurse. Ja, da musst du erst mal gucken und dann hieß natürlich die erste Reaktion überall, ja Zollproblematik, doch jetzt Zollangst. Aber das war gar nicht der Hintergrund. Dahinter war eigentlich eine Geschichte, man muss wirklich sagen, es war eine Katastrophengeschichte, die aber super gut erzählt war von einem Unternehmen namens Citrini. Das ist eine Internetplattform aus dem Anlagebereich.

Die vor allen Dingen auf der Internetplattform Substack sehr, sehr viele Follower hat und die hatten diese Story schon am Wochenende gepostet. Und das muss ja auch gar nicht der Fall sein, dass das dann plötzlich auf die Kurse drückt. Aber dann wird das auch als Narrativ verwendet von denjenigen, die in den vergangenen Monaten ja schon auf fallende Kurse im KI-Bereich gesetzt hatten. Die bringen das dann, die streuen das dann und setzen dann wieder diese Aktien unter Druck. Kurz und gut, was war denn Inhalt dieser Story? Das war im Prinzip, ja, das war gar nicht so richtig ernst gemeint. Sie haben einfach mal ein Szenario entworfen, wie die KI...

Zu unser aller Schaden, ich sage es mal jetzt zusammengefasst, zu unser aller Schaden, auch zum wirtschaftlichen Schaden, erfolgreich wird. Und die haben nicht gesagt, die KI geht alles in den Bach runter, KI wird nicht erfolgreich, sondern sie haben gesagt, nein, im Gegenteil. Und da knüpfen wir an unsere letzte Folge an mit dem Headhunter, der ja auch gesagt hat, man soll sich jetzt warm anziehen, Die KI bringt tatsächlich viele in die Predulie. Und in diesem Szenario, das war so glaube ich bis 2028, haben die das mal gesagt, da könnte es so sein, dass immer mehr Firmen immer weniger Leute beschäftigen, weil sie die nicht mehr brauchen. Das heißt, sie entlassen und sie sparen dann Arbeitsplätze ein und das ersparte Geld, das stecken sie wieder in KI-Investitionen und dann wird diese Spirale noch weiter ausgebaut. Aber was passiert?

Tatsächlich, diese Firmen mögen ja Gewinn machen, nur es geht dann die Grundlage des Gewinns irgendwann verloren. Die Leute sitzen auf der Straße, der Konsum bricht ein. Und dieses Szenario haben die tatsächlich gespielt. In einem Narrativ, sag ich mal. Das war ein eindeutiges Narrativ. Aber solche Narrative werden an der Börse nun mal gespielt. Wir haben ja auch jahrelang das andere Narrativ auf der anderen Seite gespielt bekommen. Ja, die KI ist zu unser aller Wohl und sie wird für unendliches Wachstum sorgen. Das hat auch gewirkt in die eine Richtung und dieses Narrativ wirkt in die andere Richtung. Und das haben die eben jetzt am Wochenende rausgebracht und interessanterweise hat das dann auch diese Kursreaktion hervorgerufen, aber relativ kurzfristig, wir sprechen am Dienstagabend, da ging es auch schon an der Wall Street wieder in die andere Richtung. Ja, muss man erst mal sacken lassen. Hast du eigentlich mal Terminator 1 geguckt? Das erinnert mich jetzt schon wieder daran. Habe ich tatsächlich.

Jetzt, aber erst nach deiner Empfehlung. Ja, ich hatte bei Amazon was bestellt und da bot man mir doch zufälligerweise, nachdem wir in einem Telefongespräch darüber gesprochen haben, du hast mir das empfohlen, Terminator 1 zu gucken, bot man mir doch wieder mal vier Wochen lang kostenlos Amazon Prime an. Das habe ich dann natürlich auch wahrgenommen und dachte jetzt, das ist doch die Chance, die Adrien hat mir Terminator 1 empfohlen. Guck sie doch mal Terminator 1. Ich habe mir reingezogen in diesen Film. Die Story ist ja interessant, ihr kennt sie ja sicherlich, ich kann es bis dahin nicht. Ist ja interessant, dass es im Jahr, Man spielt das 2029 oder was, 2028, ist alles zerstört durch Atomkrieg und die Maschinen beherrschen uns. Und da wird eben dieser Terminator zurückgeschickt ins Jahr 1980, um eine Dame zu ermorden, die dann einen Sohn gebären wird, der dann eben im Jahr 2029... Oder 28, Schlag mich, ich weiß nicht mehr genau, der dann eben die Menschen anführt im Kampf gegen die Maschinen. Wir sehen uns zusammen. Ist das richtig erzählt? Okay, so. Die Story ist ja ganz gut. Aber jetzt weiß ich auch, warum ich damals, der Film kam ja in den 80er Jahren raus, da waren wir Studenten. Das war ehrlich gesagt unter unserem, wie soll ich sagen.

Anspruchsniveau, das ist ja nur Geballer. Natürlich ist das eine interessante Story, aber der ganze Film besteht doch nur aus Rumgeballer und Schießen und Tod und alles. Weiß ich nicht. Ich werde mir den zweiten Terminator jetzt nicht reinziehen, ehrlich gesagt. Nein. Auch wenn es, ich weiß, ich ziehe mir jetzt viele Feinde zu und ich weiß jetzt auch endlich, wie es zu diesem Spruch kam, I will be back, ne? Der wurde da nämlich, hatte einmal, ich weiß noch, der fuhr da, der kam da, da kam der Terminator, kam in die Polizeistation rein und wurde da abgewiesen, wo er doch zu dieser Frau wollte und sie dann ermorden wollte. Und dann hat er ihn abgewiesen und er sagte, I will be back und kam dann mit dem Auto gleich in die ganze Station reingefahren und hat dann alles Schutt und Asche gelegt. Ich habe den letzten Tag auf Englisch geguckt und dachte mir, das muss doch mega komisch gewesen sein, in den 80ern einen Roboter mit österreichischem englischen Akzent sprechen zu hören. Also das fand ich so skurrier, weil es ist ja Arnie pur und die deutsche Synchro hat natürlich kein österreichische.

Slang drin, also großartig, ich finde den Film total klasse natürlich ist das Geballer, aber die Story schwebt ja über allem und auch wie sie damals mit diesem Low Budget, was sie da hatten ich habe mir da nochmal ein Interview angeguckt mit James Cameron und Schwarzenegger und so diese Atmosphäre geschaffen haben und ja diese Maschine auch so gut dargestellt und simuliert haben mit den Mitteln, die die damals halt hatten das finde ich halt so faszinierend daran, deswegen ist der ja auch so kultig geworden, Ja, guter Ansatz, aber ein bisschen weniger Tote. Ja, es ist schon heftig, vollkommen, da bin ich total bei dir.

Nee, nee, nee. Ja, aber irgendwie, er selber sagt ja auch, die Terminator-Nachfolgeproduktion, die es so gibt, und es gibt ja viele Nachfolgefilme. Jetzt wird es ihm so schwerfallen, dem James Cameron da irgendwie noch eine neue Story zu finden, weil man so nah an der aktuellen Entwicklung dran sei, was KI angeht, hat er vor ein paar Jahren mal gesagt. Und das finde ich halt auch so interessant, wie jemand damals so eine Vision hatte, ich habe das Interview da sagte der, er wäre irgendwie in Rom gewesen, alleine, wäre krank gewesen, mit Fieber im Bett, hätte sich so, entfremdet gefühlt von der Menschheit und dann wäre ihm diese Geschichte gekommen mit diesen beiden Protagonisten also großartig Ja, vielleicht aufrufen alle aus dieser Story mal noch was richtig Gutes zu machen, ein Film für alle ja, den man auch im Familienkreis zeigen kann Also wenn du die Story interessant findest, musst du dir den zweiten Teil eigentlich auf jeden Fall angucken, weil da ist der schwarze Neuer wieder da. Und mehr darf ich jetzt natürlich nicht verraten, weil eigentlich stirbt er ja am Ende des ersten Teils. Wie kann er dann also wieder da sein? Und der Sohn, der Anführer, der ist dann auch da als Kind. Und die Mutter ist dann schon da. Der erste Teil endet ja mit der schwangeren Dame. Die schwangere Dame ist auch dann da. Ja, also das sind so die Bestandteile und der ist halt nochmal, also der Erste ist Kult, aber der Zweite ist eigentlich noch.

Beliebter und krasser, weil der einfach auch von den, der ist ja glaube ich von Anfang der 90er, der sieht auch nochmal ein bisschen frischer und moderner aus und war halt auch damals so, was Special Effects und so angeht, schon.

Sehr prägend, sag ich mal. Also, mein Amazon Prime läuft noch ein paar Tage, vielleicht ziehe ich mir noch ein. So, jetzt aber nochmal zurück zum Wesentlichen, oder? Ach Gott, jetzt sind wir total abgedriftet. Wunderbar, das haben wir auch noch nicht gemacht. Genau, zum Wesentlichen, weil vielleicht schreibt ihr uns ja mal dazu. Ist doch interessant. Habt ihr sicherlich auch geguckt, den Film. Gerne da eure Meinung mal hinterlassen. Wir haben noch ein paar Mails, die wir gerne vorlesen möchten. Und ich blätter jetzt gerade mal. Einmal gucken. Der Axel hat uns geschrieben.

Und ich hatte es schon angedeutet, es ging da um das Thema Reset, wie stelle ich mich auf und was mache ich mit meinem Geld am Ende des Tages und er schreibt, soll ich jetzt nicht mehr an der Börse investieren, alle meine Aktien, Anleihen und so weiter verkaufen, vorsorglich, um nicht mit Verlusten nach dem Reset dazustehen. Er sagt, er ist Mitte 50, möchte seine Altersvorsorge natürlich absichern, also was soll er tun?

Tu es bloß nicht, lieber Axel. Ganz eindeutig. Denn erstens ist es noch unsicher, wann dieser Reset kommt. Ich meine zwar, er wird kommen, aber wann weiß ich auch nicht genau. Und bis dahin werden eben gerade diese Aktien, die du angesprochen hast, bei Anleihen bin ich mir jetzt nicht so sicher. Ich bin mir ein Aktientyp und habe ja auch gesagt, worauf man sich konzentrieren sollte, nämlich auf die vier Säulen Aktien, Edelmetalle, Bitcoin und Immobilien. Diese vier Säulen, darauf sollte man sich konzentrieren. Also nicht alles verkaufen, vor allen Dingen, was machst du denn, wenn du es verkaufst? Dann hast du dann Bargeld liegen irgendwo auf der Bank und genau das ist ja dann auch in einem Reset gefährdet. Das ist ja viel mehr gefährdet als Aktienkurse, die auch fallen werden im Umfeld eines Resets. Aber das ist ganz klar, das wäre ein ganz, ganz schlechter Rat, jetzt alles zu verkaufen und ans Kopfkissen zu stecken und dann zuzusehen, wie es dann auch unter dem Kopf dahinschmilzt, das Geld, wenn nämlich der Reset wirklich kommt. Also wenn dann, was weiß ich, aus 10 Euro nur einer wird. Das ist jetzt nur so eine Hausnummer. Also bitte, das auf keinen Fall.

Weiter investieren und weiter unseren Podcast hören, denn wir werden das Thema selbstverständlich im Laufe der nächsten Jahre weiter verfolgen. Absolut und vielleicht auch mal über Filme sprechen. Gefiel mir irgendwie ganz gut gerade. So und dann haben wir noch eine zweite Frage und die kam von Hansi, der hat die Folge mit Herrn Theurer von der Bundesbank gehört und hat da noch eine Frage.

Es ging ihm da vor allem um den Aspekt der ausufernden Staatsschulden, wie er schreibt und er hat sich auch gewundert, dass Herr Theurer den Begriff Staatsbankrott in den Mund genommen hat. Ich schreibe das mal Ich lese das mal vor, was er gesagt hat. Folgendes treibt mich um. Im nächsten Interview mit der Bundesbank platzieren Sie doch bitte die Fragen, wieso die Deutsche Bundesbank die Politik der Inflationsbegrenzung auf zwei Prozent nachdrücklich unterstützt und ob es nicht im Gegenteil von Vorteil ist, wenn der Staat seine Schuldenlast über eine höhere Inflation senkt und ob die beiden Szenarien, also Dauer auf die Inflation versus zu steuernder Staatsbankrott, gegeneinander abgewägt werden. Ob eine dauerhaft höhere Inflation nicht im Sinne der Generationengerechtigkeit zu bevorzugen wäre. Was sagst du dazu, Raimund? Ja, es ist ein toller Vorschlag, lieber Hansi. Nur ich glaube, ich brauche diese Frage der Bundesbank nicht stellen. Die Antwort, die ich bekommen würde, ist klar. Und natürlich bleiben wir bei der Inflationsbegrenzung bei dem Ziel von zwei Prozent. Und wir können keine ausufernde Staatsverschuldung tolerieren. Auch nicht, indem sie durch höhere Inflation vielleicht über die Hintertür aufgefressen wird. Das wird keine Notenbank der Welt tun, auch nicht die Bundesbank und ich glaube auch, da hat sie sogar recht, denn wir hatten ja schon mal die Erfahrung mit der Inflation in Deutschland.

Gerade auch in den Zeiten der 20er Jahre, 2023 gab es ja schon mal eine Währungsreform und davor war eine richtige Hyperinflation, also richtig, richtig steigende Preise. Und trotzdem war ein Staatsbankrott nicht zu verhindern und auch eine Währungsreform, eine Währungsreform ist ja im Prinzip ein Staatsbankrott.

Ich sage mal, um einen Reset geht kein Weg rum, auch nicht um diesen Staatsbankrott. Ob vorher mit Inflation oder ohne, ist vollkommen egal. Das ist zumindest meine Meinung. Und ein Bundesbanker wird wahrscheinlich anders argumentieren. Er wird eher auf die grundsätzliche Linie gehen und sagen, wir müssen gegen Inflation kämpfen und gegen überbordende Staatsverschuldung. Aber im Endeffekt kommt das Gleiche bei raus. So, jetzt haben wir Axel, wir haben Hansi und es gab noch Linda. Was hat die nochmal geschrieben? Ja, die hat sich sehr lobend geäußert über die Episode Trump und der Machtkampf um die FED. Das war, glaube ich, die vorvorletzte oder die vorvorvorletzte. Ich weiß schon gar nicht mehr. Da haben wir ja auch über den Zinssatz und die Inflation gesprochen. Und da hat sie geschrieben, insbesondere die Erklärung zum Zinssatz und zur Inflation, fand sie so super, dass sie gerne das längerfristig festhalten wollte. Und sie hat mich dann auch um ein Transkript gebeten, was ich ihr dann auch zugeschickt hatte.

Das ist tatsächlich was, was man sonst nicht so hört. Man hört ja immer, ja, mit hohen Zinsen kann man Inflation bekämpfen und die Notenbanken würden auch mit hohen Zinsen Inflation bekämpfen. Ich hatte das ja in dieser Folge auch mit Beispielen belegt, dass das gar nicht der Fall ist, dass also die Inflation fallen kann, obwohl die Zinsen niedrig sind. Das war in Japan der Fall. Und dass die Inflation auch nicht verhindert wird durch steigende Zinsen. Wichtig ist vor allen Dingen für die Inflation.

Die Geldmenge. Und das ist das Entscheidende. Und was jetzt noch dazu kommt, deswegen haben wir das auch nochmal erwähnt, Linda, deine Mail, ist, dass vielleicht nochmal eine Erklärung nötig ist. Der Zinssatz ist vielleicht eher eine Folge von Inflation. Denn wenn die Preise steigen und zunehmen, dann nehmen auch all diejenigen, die Kredite vergeben und die Geld anlegen, die wollen dann auch einen Ausgleich für diese Inflation haben. Und der Zins gibt ja einen Ausgleich dafür. Das heißt, in der Folge von Inflation können die Zinsen durchaus steigen. Das ist aber dann eher eine nachgeordnete Entwicklung und ist nicht davor geschaltet. Also es gibt einen Zusammenhang durchaus zwischen beiden, zwischen Zins und Inflation, aber der stellt sich doch anders dar, als viele das meinen. Richter und bell at ncv.de oder at gmail.com, das ist euer Draht zu uns, wenn ihr Fragen habt, wenn ihr Gedanken habt, Anregungen, macht es wie Axel, Hansi und Linda, schreibt uns, wir freuen uns sehr darüber, davon lebt dieser Podcast, die letzten 300 Folgen hat er das getan und wird es auch hoffentlich weiter tun. Wir sagen erstmal schönen Dank, dass ihr so lange dabei seid und Raimund, danke auch an dich. Ja, danke auch an dich, lieber Edjen, glaube ich, wir sind ein gutes Team und ich setze mal auf die nächsten 300 Folgen. Tschau, tschau. Bis zum nächsten Mal.