Heute geht es um Gürtelrose, Fersensporn, um Ernährungsfragen und vieles ging sogar erstmal widersprüchlich, aber wir tauchen tiefer und packen die Lupe aus.
Dr. Anne Fleck, Gesundheit und Ernährung. Die Doc Fleck-Sprechstunde ist wieder geöffnet, legen wir los. Und hier, das bin ich, Dr. Anne Fleck, genannt Doc Fleck, Fachärztin für Innere Medizin, Rheumatologie, Ärztin für Präventiv- und Ernährungsmedizin. Und Kirsten Frindrop, Redakteurin und Co-Host dieses Podcasts. Herzlich willkommen. Vorm Start dieser Sprechstunde noch die wichtige Info, dass wir die sehr langen und ausführlichen E-Mails von euch immer etwas einkürzen, um sie hier im Podcast vorlesen zu können. Anne, liegen eure Nachrichten aber natürlich immer in voller Länge vor. Das war mir noch mal wichtig zu sagen, dass ihr euch nicht wundert, dass wir das doch ein bisschen kürzer fassen hier. Anne, deine erste Patientin ist da, Hörerin Rita. Sie hat mehrere Diagnosen, die sie tatsächlich ganz ratlos machen. Sie hat eine Ass-Intoleranz-Grad 3, zwei Metabolisierungsstörungen, eine Poly-Sensibilisierung gegen Pollenallergene und diverse Kreuz-Sensibilisierung. Außerdem ein erhöhtes Lipoprotein. Wegen der oben genannten Diagnosen nimmt Rita Antihistaminika und Mastzellstabilisatoren.
Sie ernährt sich bewusst antientzündlich. Ihre Ernährungsberatung hat ihr jetzt empfohlen, sich salicylatarm zu ernähren. Also auf viele Gemüse, Nüsse, Samen, Gewürze etc. Zu verzichten, die in Ritas Ernährung bisher aber eine große Rolle gespielt haben. Jetzt fragt Rita, was kann ich tun? Ja, das ist in der Tat eine knifflige Frage und ich bin aber auch dankbar für knifflige Fragen, da lernt man ja auch immer viel. Was sie hat, ist eine sozusagen Erkrankung, die eine sogenannte Aspirin Exacerbated Respiratory Disease bedeutet. Das heißt, sie hat eine Überempfindlichkeit auf Salicylate, die chemisch mit ASS, also Aspirin, verwandt sind. Und Studien zeigen, dass diese salicylatarme Ernährung, wie sie von einer Ernährungsberatung empfohlen bekam, die anhaltenden Symptome in der Regel signifikant verbessern kann. Weil es scheint ja so zu sein, dass sie trotz einer Therapie noch Beschwerden hat. Auch wenn diese Ernährungsform bedeutet, dass sie auf Nüsse oder Gewürze und Samen oft verzichten muss, ist es kein Widerspruch, weil es in diesem Fall ist.
Das ist übrigens auch etwas, was ich in der Praxis oft sehe, dass Menschen, die sehr, sehr viel Nüsse essen, sehr viel Hülsenfrüchte, sehr, sehr aus ihrem Empfinden bestmöglich Pflanzen betont, aber es zu Problemen kommen kann. Deswegen ist mein Credo und die Erfahrung, bitte immer auf individuelle Gesundheit achten und nicht nur einem Schlagwort, einem Trend. Und was man jetzt aber sagen muss, dass es für diese Erkrankung per se jetzt keine klassischen Leitlinienempfehlungen gibt. Ich würde ihr immer empfehlen, individuell ranzugehen. Also das ist sowieso das Zauberwort. Jeder Mensch ist anders und hat andere Bedürfnisse, andere Verträglichkeiten.
Und was ich denke, was ihr uns auch geschrieben habt, dass ihre anti-entzündliche Basis top zu sein scheint. In ihrem Labor habe ich gesehen, der Omega-3-Index wurde kontrolliert und ist gut. Sie hat aber wohl auch eine erhöhte Arachidonsäure. Das deutet darauf hin, dass diese stark genetisch-metabolische Komponente auch nicht allein dietetisch nur lösbar ist. Was würde ich ihr jetzt konkret empfehlen, Obwohl ich sie jetzt nicht persönlich bisher gesehen habe. Ich würde dir jetzt empfehlen, eine kontrollierte Testphase zu machen. Also vier bis sechs Wochen Salicylat arm unter Kontrolle einer erfahrenen ernährungsmedizinischen Fachkraft mit einem detaillierten Symptom-Tagebuch.
Danach sollte sie schrittweise peu à peu wieder Lebensmittel einführen, um ihre individuelle Toleranzschwelle herauszufinden. Also es ist so, auch Menschen mit Histaminproblemen, du kannst ja Histamin nicht überall meiden, aber was man sieht, die Mastzelle stabilisiert sich extrem auch über Entspannung, über Regeneration, über Meditation, über Atemübungen, auch über Nährstofftherapien. Wenn sie das zum Beispiel auch mit ins Boot nimmt und sich jetzt nicht nur auf Ernährung und auf Nährstoffe konzentriert, dann glaube ich, gehen da noch ganz andere Türchen auf. Und die quasi erlaubten Lebensmittel, die sind ja trotzdem sehr umfassend. Ich finde es immer wichtig, bei so einem Thema nicht in die Verzweiflung zu gehen und sagen, ach Gott, ich kann ja gar nichts mehr. Nein, bei Doc Fleck wollen wir kleine Hebel, große Wirkung und wollen die Menschen begeistern, dass man sich auf das Positive konzentriert. Und in dem Fall, Rita, was ist möglich?
Zum Beispiel, was ist wunderbar, Kartoffeln wird sie gut vertragen, auch Kohlgemüse wird sie gut vertragen. Moderat passen meistens Zwiebeln, grüne Bohnen, Erbsen, Linsen.
Salate, Sellerie, Pastinaken, so hat sie Ballaststoffe. Und auch, was man sagen würde, ich würde erstmal streng empfehlen, auf solche sehr stark salicylatreichen Lebensmittel zu achten und die zu meiden. Also Beeren, Citrusfrüchte, Tomaten, Paprika, Kräuter und Gewürze achten. Das kann bereits in geringen Mengen problematisch sein. Mandeln, Honig, Tee, außer Schwarztee erstmal reduzieren. Und die Omega-3-Dosis, die würde ich in ihrem Fall sogar ein bisschen pushen, zum Beispiel mit Algenöl, um diese Omega-3-Balance weiter zu optimieren. Denn bei einem erhöhten Lipoprotein A, was sie hat, hilft leider Ernährung kaum. Deswegen ist hier der Fokus bei ihr, auf die gesamte Gesundheit zu achten. Also nicht rauchen, Blutdruck im Griff, mehr bewegen, gut schlafen und allgemein gut essen. Also man muss sagen, Rita macht schon sehr, sehr viel richtig und diese Phase der Begrenzung würde ich als Experiment sehen, vier bis sechs Wochen und mit guter Begleitung wird das was. Und ich würde ihr aber diesen Tipp sehr ans Herz legen, auf diese gesamte Lebensstilachse zu achten. Also nicht nur die Ernährung, nicht nur die Ergänzung, sondern was kann sie tun, um in die Entspannung zu kommen, in die seelische Resilienz.
Ganz wichtige Themen, ja. Unsere nächste Hörerin ist Antje. Sie schreibt, meine Mutter ist 82 und hatte einen Unfall. Und sie lag mit einem schweren Schädel-Hirntrauma mehrere Wochen im Koma, wurde beatmet und hat auch eine Magensonde bekommen, über die sie bis heute ernährt wird. Sie hat leider schwere Schäden zurückbehalten. Unter anderem schlägt sie mit der rechten Hand beinahe ununterbrochen auf alles, was ihr zur Verfügung steht. Sie scheint eine heftige innere Unruhe zu haben und berichtet auch von einem starken Kribbeln im Körper. Ich würde ihr so gerne ein wenig Erleichterung verschaffen und im Rahmen des Möglichen etwas Gutes tun. Ich habe gelesen, dass das Kribbeln mit Vitamin-B-Mangel zusammenhängen kann und könnte mir auch vorstellen, dass diese Sondenkost nicht besonders hochwertig ist. Sie kann flüssige Nahrung in kleinen Mengen zu sich nehmen. Ich freue mich über jeden Tipp.
Erstmal danke für die Wertschätzung unserer Arbeit und Grüße gehen ganz liebevoll nach draußen. Und hier muss man ganz klar sagen, diese Missempfindungen, diese Parästhesien nach einem Schädel-Hirn-Trauma, die können neuropathisch durch direkte Nervenschäden entstehen, aber Mangelzustände verstärken das dramatisch. Und gerade im höheren Alter, aber nicht nur im höheren Alter und auch nicht nur bei Menschen, die vegan leben, ist Vitamin B12-Mangel auch bei fleischessenden Menschen ein Klassiker. Und Vitamin B12-Mangel ist so auch ein klassischer Trigger für solche sensiblen Polyneuropathien mit Kribbeln, vor allen Dingen an Füßen und Händen. Und da muss man auch ganz klar sagen, diese Sondenkost, das sind oft Standardformeln, die birken sogar oft ein Risiko eines Defizits, vor allen Dingen an B-Vitaminen. Also meine Empfehlung wäre, den Vitamin-B12-Status zu prüfen. Und hier wird leider oft etwas falsch gemacht. Ich sehe so oft Patienten in der Praxis, die zeigen mir eine Blutentnahme, da wird B12 abgenommen. Man muss...
Bei B12 genauso wie bei Eisen bestimmte Werte abnehmen und nicht das klassische B12 ist da aussagekräftig, sondern zum Beispiel der Vitamin B12-Speicher, also Holotranscobalamin oder Methylmalonsäure oder Homozystein. Deswegen ist es so wichtig, sich hier auch eine Praxis des Vertrauens zu suchen, die sich auch mit dieser Nährstoffdiagnostik und Nährstoffmedizin gut auskennt. Ich würde in dem Fall auch idealerweise die bioaktiven B1, B2, B6, B7, Biotin abnehmen und auch Homocystein. Und wenn jetzt diese Patientin ja nicht gut schlucken kann, nicht gut essen kann, gerade Vitamin B kann man exzellent injizieren.
Also das ist überhaupt kein Hexenwerk. Ja, also man kann das intramuskulär, subkutan, intravenös. Und wichtig ist, dass auch B12 auch gespritzt werden muss und nicht in einer Infusion verabreicht, ohne Lichtschutz, weil das ist sehr lichtempfindlich. Das sieht man ja manchmal auch in unglaublichen Entwicklungen, dass einfach so Infusionstherapien angeboten werden. Und dann wird irgendwie wieder mit B12 eine Infusion gemischt. Das sieht ganz nett rosa aus. aber das zerfällt unter Lichteinfluss. Deswegen auch diese Nährstoffmedizin gehört wirklich in seriöse Hände. Aber ich glaube, dass es der Patientin sehr, sehr schnell besser gehen kann, wenn man allein die B-Vitamine optimiert und da auch wirklich mit den behandelnden Ärzten liebevoll Kontakt aufnimmt und auch konkret darum bittet.
Weil das ist überhaupt kein Problem. Also ich motze meine B-Vitamine auch über Injektionen auf, weil ich einfach auch weiß, wie wichtig das fürs Energielevel ist und die Leistungskraft. Und das hängt ja auch immer davon ab, wie gut ist ein Darm, wie gut kann ein Darm was aufnehmen. Bei einem älteren Menschen muss man einfach davon ausgehen, dass die Darmresorption auch eine andere ist. Und dann Punkt zwei würde ich mit dem Team, was sich um die Sondenernährung kümmert, auch mal klar sprechen, wie kann man zum Beispiel einen höheren Omega-3-Anteil in die Sondenkost beimischen. Man kann ja auch moderat mal ein bisschen Beeren reinpürieren oder Algenöl beimengen. So kann man auch hier ein bisschen die Sondenkost optimieren. Und bei diesen Unruhensymptomen würde ich auch ganz klar Magnesium substituieren. Auch das ist möglich natürlich über Kapsel. Hier kann man aber auch Kapselinhalte in der Sondenkost beimengen. Und ich würde auch noch mal neurologisch eine Abklärung anstreben. Dann kann man nämlich auch je nachdem, wenn etwas dagegen oder dafür spricht, eine Nährstofftherapie optimieren. Und da würde ich jetzt mal angreifen. Ich glaube, da geht noch eine ganze Menge. Mit Omega-3, B-Vitamin, Magnesium und einer neurologischen Diagnostik. Und ich halte ganz doll die Daumen.
Carola aus Braunschweig hat folgendes Thema. Ich bin 62 Jahre und höre regelmäßig euren Podcast. Ich bin ein Hashimoto- und Herpes-Patient und habe vor drei Wochen eine Gürtelrose an der Stirn entwickelt und sie mit einem klassischen Medikament behandelt. Vorher hatte ich immer das Gefühl, eine Erkältung zu bekommen. Dann bin ich zum Arzt und es wurde ein Zoster auf der Stirn festgestellt. Ich fühle mich wie durch den Kakao gezogen. Das heißt, schwach, die Muskeln und Knochen tut. tun mir weh. Ich nehme zum jetzigen Zeitpunkt Selen, Magnesium, Vitamin C, einen B-Komplex, Zink, Ginkgo, Präbiotika und Glutaminpulver. Meine Verdauung ist eine mittlere Katastrophe, obwohl ich mich gesund ernähre. Was kann ich noch unterstützend tun? Ich komme im Erstberuf aus der Medizin, bin Krankenschwester und echt verzweifelt. Geduld ist nicht gerade meine Stärke. Ich freue mich auf Antwort.
Also ganz herzlichen Dank an die liebe Carola für Ihre Nachricht. Ich habe mir Ihren Fall jetzt durchdacht und muss sagen, der akute Herpes Zoster scheint ja von der Medikation, die sie uns ja ausführlich geschrieben hat, erstmal gut abgedeckt. Sie begann früh, war optimal. Diese anhaltende Schwäche und die Schmerzen, die deuten auf eine eher Postzosterneuralgie hin und auch eine postvirale Erschöpfung. Das ist möglich, auch bei der Grunderkrankung Hashimoto und auch je älter wir werden, braucht man auch manchmal ein bisschen länger, um zu regenerieren und regulieren. Und da brauchst du auch ein bisschen manchmal längeren Geduldsfaden sozusagen. Und was ich auch mir angeschaut habe, ihr Mikronährstoffcocktail, sage ich jetzt mal, scheint bereits stark. Zink, Selen, B-Vitamine unterstützen ja auch die Immunkonvaleszenz und die Nerven. Da wäre natürlich jetzt die Frage, ich kann ja auch mal überlegen, ob sie das mal wirklich testen lässt.
Nicht selten erlebe ich in der Praxis, dass Menschen Nahrungsergänzungen nehmen und man im Bluttest kontrolliert. Und die Werte sind aber nicht optimal. Es gibt ja Normwerte und Optimalwerte. Also hier gibt es wirklich extreme qualitative Unterschiede. Ich würde ihr dringend empfehlen, Aus der Erfahrung zusätzlich auf Vitamin C zu gehen, höher dosiert. Auch zu überlegen, ob sie um oxidativen Stress zu reduzieren, Vitamin C als Hochdosisinfusion, wenn nichts dagegen spricht. Das sollte natürlich vorher ärztlich abgeklärt sein. Das in Erwägung ziehen, weil das auch die Energie pusht.
Und bei neuropathischen Schmerzen bezieht sich so ein bisschen auf die andere Frage von eben, wäre auch wichtig, hochdosiertes B12 zu substituieren. Und da würde ich in so einem Fall auch intravenös oder intramuskulär mit Injektionen arbeiten. Auch könnte man überlegen, wenn Sie immer noch auch eine leichte Schmerzsymptomatik hat, gibt es ja auch die Möglichkeit, auch mit Infusionen die Schmerzleitung von der Peripherie zum Gehirn zu unterbrechen. Das ist oft in Praxen für Präventivmedizin oder funktionelle Medizin möglich. Was sie auch noch geschrieben hat, sie nimmt ja Glutamin, also den Mörtel für die Darmschleimhaut, sie nimmt Präbiotika, das klingt auch nicht schlecht. Ich würde hier unbedingt noch ergänzen, ein frisch gepresstes Omega-Safe-patentiertes Algenöl und auch überlegen, ob sie noch zum Beispiel mit Kokumin arbeitet oder mit Alpha-Liponsäure. Da gibt es auch gute Erfahrungen und auch Daten, die das gerade bei neuropathischen Symptomen lindern können. Also alles, was antioxidativ, anti-entzündlich ist. Man muss auch sagen, eine postvirale Fatigue, was sie ja auch ganz klar hat, die dauert.
Ihre Zeit und sie ist aufgrund ihres medizinischen Backgrounds top informiert, aber sie braucht jetzt auch ein bisschen Zeit, um zu regenerieren. Und ich denke aber, so wie sie aufgestellt ist, so neugierig wie sie ist.
Wird sie ihren Weg machen. Vielleicht noch an dem einen oder anderen Sträubchen drehen und die Zeit und diese Tipps, die ich jetzt genannt habe, doch nochmal ins Boot nehmen. Alles Gute. Mit Hörerin Tanja geht es weiter. Hallo Anne, ich habe seit ca. Zwei Monaten Probleme mit einem Fersensporn. Diese Schmerzen sind teilweise nicht auszuhalten. Wie könnte ich die Heilung mit Ernährung, Nahrungsergänzung usw. unterstützen? Und woher kommt ein Fersensporn überhaupt? Ich wandere nämlich sehr gern und bin gerne unterwegs, deshalb bremsen mich diese Schmerzen im Moment etwas aus. Danke für deine Hilfe, Tanja.
Also ich fange mal mit dem Kern der Frage an, wo kommt denn der Fersensporn eigentlich überall her? Natürlich gibt es eine anatomische, eine funktionelle Begründung. Meistens entsteht er aber auch durch eine chronische Überlastung und dann durch eine entzündliche Dynamik. Die Entzündung krabbelt quasi in die Plantarfaszie hinein und dann entwickelt sich sekundär daraus so eine Art Kalksporn. Und das Interessante ist, primär schmerzt die Faszie, also nicht der Sporn. Das ist also eine entzündliche Dynamik an dieser Faszie in dem Fußgewölbe. Und hier gibt es ein paar Tipps, die ich sogar auch bei Menschen, die jahrzehntelstarke Beschwerden damit hatten, angewendet habe mit gutem Erfolg. Erstens mal, natürlich gilt hier auch wieder die Regel anti-entzündlich, darmgesund. Leben, das heißt von der Ernährung hoher Gemüseanteil, zum Beispiel grünes Blattgemüse, Brokkoli, Beeren, Omega-3, ob es jetzt Nüsse, Kerne, Samen sind, langkettige Fettsäuren aus guten Omega-3-Quellen. Ich würde auch mit Kurkuma, Pfeffer, Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln arbeiten, Zucker raus.
Wenig verarbeitete, auch Omega-6-Öle, keine raffinierten Öle, kein Öl aus Plastikflaschen, absolut spooky sind auch Omega-3-Öle, die in Plastikflaschen verkauft werden zu unglaublichen Preisen. Wir wissen, dass Omega-3 und Plastik quasi wie Brüderchen und Schwesterchen sich verbinden und dass dann auch die Plastik in den Öl-Kosmos übertritt. Also auf die Qualität dieser Dinge unbedingt achten. Und sie brauchen auch einen hohen Anteil an Omega-3. Hier wäre ich wirklich geneigt, auch wirklich ein bis zwei Gramm täglich DHA, EPA zu empfehlen. Sie sollt ihr Vitamin D dringend überprüfen lassen, auf einen hochnormalen Wert anheben, weil wir sehen aus der Erfahrung in der Praxis, dass Vitamin D-Mangel oft auftaucht. Ein Teil chronischer Schmerzen ist. Das ist oft vergessen. Ich würde natürlich alles auch einsetzen, was die Knochen lieben. Knochen lieben interessanterweise Knochenbrühe, denn es gibt da zwar nur eine moderate Evidenz, weil das natürlich auch nicht jetzt massenhaft beforscht ist, aber es gibt es. Knochenbrühe unterstützt auch die Bindegewebsregeneration.
Magnesium, aber auch in einer guten Dosis, weil Schmerzen machen ja Stress, da würde ich mit 400 bis 600 Milligramm arbeiten und nicht nur auf Magnesium setzen, was einspurig fährt oder Magnesiumoxid, sondern auf Magnesium in vielen Salzverbindungen, wo zum Beispiel sieben Salze des Magnesiums drin sind, dass das gut aufgenommen wird und auch höher Vitamin C, um die Kollagen-Synthese zu stimulieren. Es gibt auch eine Substanz, die ich bei einem sehr, sehr hartnäckigen Fall eingesetzt habe, Hekla-Lava. Das hat einen durchschlagenden Erfolg gebracht, braucht ein bisschen Geduld, ein paar Wochen eingenommen, zusätzlich zu den genannten Tipps. Und dann gehört natürlich aber auch die mechanische, anatomische Würdigung des Problems dazu, also Einlagen, Dehnübungen und auch Stoßwellentherapie.
Das ist auch aus der orthopädischen Praxis etwas, was die Kolleginnen und Kollegen da gerne zücken. Und dann, denke ich, mit diesen Tipps sollte Tanja bald wieder die Wanderstiefel anziehen können. Das wäre bestimmt toll. Unbedingt. Und da aber auch mein dringender Rat, auch Menschen, die sehr jung sind und die uns jetzt zuhören, Packt die Lupe aus, geht in euren Alltag und fangt schon so früh wie möglich an, anti-entzündlich, darmgesund zu leben. Es lohnt sich, weil am besten man hat gar keine Beschwerden. Aber ich muss ja auch sagen, wenn man jung ist, dann macht man sich gar keine Gedanken. Aber wenn dann mal so erstmals was wehtut, oder auch junge Menschen haben mal Beschwerden, absolut. Aber gerade diese Sachen, die kommen nicht von jetzt auf gleich. Deswegen Frühanfang ist eigentlich noch cooler. Übrigens, Anne hat wirklich eine Lupe dabei heute.
Ich habe wirklich meine Lupe mitgebracht. Ja, sie sieht aus wie eine von Sherlock Holmes. Sie ist auch wie von Sherlock Holmes. Ich habe sie mitgebracht, weil wir den zum ersten Mal heute auf Video aufzeichnen. Und da dachte ich, ich bringe die Lupe mit. Ich habe übrigens verschiedene Lupen. Ich habe eine Lupe zu Hause. Ich habe eine riesige Lupe in der Praxis. Und die mag ich auch sehr gern. Und ich glaube, ich habe so eine Affinität zu Lupen, weil ich einfach besessen bin von Ursachenforschung und auch bei jeder Lupe, die ich sehe, denke ich an meinen geliebten Großvater, der mich sehr, sehr geprägt hat und an den ich auch jetzt denken muss. Und deswegen habe ich so eine Faszination für Lupen. Ja, und damit sieht man ja auch die kleinsten Details. Das ist ja gut. Und das machst du ja auch in deiner Arbeit. Apropos Lupe, da fällt mir ein, ich lade alle ein, die diesen Podcast hören, sich bei meinem neuen Newsletter anzumelden. Da gibt es jetzt jede Woche einen neuen Newsletter. Und da wird natürlich auch liebevoll die Lupe ausgepackt.
Es gibt also was jetzt hier auf die Ohren und dann dort auch was zum Lesen. Die Adresse stellen wir auf jeden Fall auch nochmal in die Shownotes für alle. Deine letzte Patientin für heute ist Jenny. Jenny ist 40 und schreibt, ich habe sowohl, was Omega-3-Fettsäuren als auch Omega-6-Fettsäuren angeht, zu viel. Mein Arzt konnte mir leider nichts dazu erklären und meinte pauschal, ich sollte weniger Milchprodukte und Weizen essen, was ich bereits tue. Ich bin 1,70 Meter groß, wiege 67 Kilo und bin sportlich. Ich esse jeden Morgen das Dockfleck-Frühstück. Mittags viel Gemüse und eine gesunde Kohlenhydratbeilage. Abends esse ich gerne Rohkost oder Salat, weil ich es vertrage. Drei- oder viermal pro Woche esse ich auch gerne ein paar Stücke guten Bergkäse dazu. Zum Naschen greife ich gerne auf eine Dattel getoppt mit Nussmus zurück. Am Wochenende esse ich natürlich auch gerne mal ein Stück Kuchen. Folgende Fragen habe ich dazu. An welchen Stellen könnte ich meine Omega-6-Fettsäuren noch weiter reduzieren? Ich habe bereits mehrmals pro Woche die Mandelmilch eingeführt, anstatt Quark bzw. Joghurt zum Frühstück. Und sollte ich meine Omega-3-Fettsäuren auch reduzieren oder ist das zu viel sogar gut? Also Jenny ist ja auch so eine zauberhafte Nachricht, die sie uns geschrieben hat. Vielen, vielen Dank.
Stellvertretend übrigens für viele Hörer und Hörerinnen. Absolut. Danke an alle, die uns schreiben, die uns wertschätzen. Und eine Bitte habe ich auch an alle. Bitte empfehlt diese so wichtige Arbeit dieses Podcasts weiter. Wir machen das hier zu zweit mit sehr viel Herzblut und ich glaube nämlich, dass so viele Menschen von diesem Wissen sprechen. Wirklich ehrlich profitieren können. Und das ist mein Mittel, um Gesundheit zu demokratisieren sozusagen.
Und jetzt zur Frage. Ein hoher Omega-3-Wert, übrigens bin ich total froh, dass jemand schon mal den Omega-3-Wert bestimmt hat, ist erstmal nichts Schlechtes. Ich erlebe eher so, dass die Menschen zu wenig Omega-3 haben. Das ist eher die absolute Ausnahme. Und ein absolut erhöhter Omega-6-Wert trotz erhöhtem Omega-3-Index, das kann ich ihr erklären, der kommt oft durch versteckte Quellen und das sind oft Nüsse, Samen, Getreide oder eben noch andere Ölquellen. Jetzt weiß ich nicht, was da so in der Küche sonst noch so steht, also raffiniertes anderes Öl glaube ich jetzt fast eher nicht, aber das wäre eine Quelle und die, Meine Strategie, was sie jetzt tun sollte, wäre, ich würde mal schauen, isst sie sehr viele Walnüsse. Walnüsse haben Omega-3, aber haben auch viel Omega-6. Dann sollte sie schauen, wenn sie oft Mandelmilch konsumiert, da gibt es auch oft in diesen Milchgetränken, die man so gängig kauft, in den Tetrapaks, da sind auch oft Zusatzöle drin.
Wenn gerade jemand sehr oft sowas trinkt, einfach mal auf die Packung gucken. gar nicht so selten. Auch das kann diese Öl, diese Range verschieben. Ich würde ehrlich, und da bin ich jetzt ganz zurückhaltend und fast schon leise ins Mikrofon, den Bergkäse ein bisschen reduzieren, der könnte auch da eine Rolle spielen. Das Leinöl ist gut, es liefert Omega 3, aber es reicht eben nicht aus. Sie braucht die langkettigen Fettsäuren DHA, also zum Beispiel ein Leinöl mit Zusatz von DHEPA aus einer Omega-Safe patentierten Produktion mit Zusatz von Weizenkeimöl als Omega-Schutz und optimal auch Vitamin D. Und ich würde, Die Nüsse und Samen nicht unbedingt jeden Tag sehr viel. Also ich glaube, diese Verschiebungen kommen einfach, weil sie sich total Mühe gibt und ein bisschen zu viel Nussmus hat und ein bisschen zu viel Bergkäse. Ich würde das Omega-3 nicht reduzieren. Ich habe ja auch ihren Wert mir angeschaut. Zu viel ist in der Regel meist unproblematisch, weil es ja anti-entzündlich ist. und ich würde mal schauen, ob sie Hafermilch sich selber machen kann oder Nussminz sich selber machen kann.
Es gibt ja zum Beispiel auch schon Pulverzusätze fertig zum Kaufen, wo man dann zum Beispiel solche Trinks einfach anrühren kann oder eine Handvoll Mandeln in den Mixer mit gefiltertem Wasser und fertig ist die Mandelmilch. Also das wäre so mein Rat.
Und eine Frage, die wir auch noch immer zum Omega-3-Öl bekommen, Anne. Hast du einen Tipp, wo wir das kaufen können? Darfst du da irgendwas empfehlen? Weil wir da so viele Fragen bekommen, wo man das kaufen kann. Also diese Schlagworte sind schon wichtig. Omega-Safe patentiert und frisch gepresst. Und es gibt da, muss man ehrlich sagen, auch wenig. Wo ich selbst sehr dahinter stehe, ist zum Beispiel 7-Pura. Man muss dann aber auch wissen, solche Qualitäten, gerade wenn sie frisch gepresst werden, dann.
Wird das auch ein bisschen dauern, wenn man da was bestellt. Aber dann hat man ein Produkt, was wirklich schon während der Produktion nicht in Kontakt kommt mit Licht, Hitze, Sauerstoff. Und wenn es dann noch in einer nahezu fast schwarzen Flasche ist, nicht nur Braunklas, sondern Schwarzglas, ist diese empfindsame Ölsorte extrem gut geschützt. Also Seven Pura, Mittel zum Leben, das sind solche klassischen Adressen. Und dann gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, normale Dosierungen, Fortedosierungen. Ich glaube, das Geheimnis ist vor allem dieser Patentierung und auch in dem frisch gepresst. Das macht einen Unterschied, ob so etwas frisch gepresst wird auf quasi Zuruf oder ob etwas schon sehr lange im Regal steht. Also ich mache jetzt schon seit fast 26 Jahren diese Art von Medizin und konnte da viel Erfahrung sammeln, habe wahnsinnig an mir selbst viel getestet.
Und das wäre so mein Tipp. Auf gar keinen Fall Öle aus Plastikflaschen. Leider ist da auch sehr viel unterwegs. Danke für die ganzen Tipps. Ja, von Herzen gerne. In der nächsten Folge sprechen wir über das Thema ADHS bei Kindern und wie wir sie bestmöglich unterstützen können. Auch ein sehr spannendes Thema. Also bleibt bei uns und bewertet uns gerne da, wo ihr uns hört. Und eure Fragen schickt ihr uns an podcast.dogfleck.com. Bis nächste Woche. Bis nächste Woche und ich wünsche allen ein schönes Osterfest. Macht was draus.
Dr. Anne Fleck – Gesundheit und Ernährung.