Guck mal, ich sag jetzt immer mein Fach und du darfst raten, welche Note ich hatte, okay? Das ist mein Abschlusszeugnis. Jetzt Deutsch. Drei. Vier. Okay, Erdkunde. Jetzt guck mal. Physik. Vier. Nein, da war ich ja interessiert. Da hatte ich eine Fünf. Konnichiwa, ihr süßen Senseis und Sensei-O-Maschinen. Ich grüße ihn hier bei einer neuen Folge Bratwurst und Baklava. Den Mann, der im Land der aufgehenden Sonne ist, der gerade einen Ninja-Kurs macht, der sich gerade vom Dach abgeseiht hat mit zwei Sushi im Mund. Ich grüße Sensei Özjan Kosa. Özjan-san, what a big in Japan, tonight big in Japan, frizz fried, lebezum rum. Was geht ab, Alter, und wie geht's, Sebastiin? Ei, gut. Ich mag immer, wenn die gerne, wenn die so in japanischen Filmen so reden, was wenn dann irgendwie der Emperor reinkommt und dann sagt der eine so Ei, ja so, ei. Mir geht es gut. Das war meine perfekte Imitation von Shugud. Also original, also du hast es eigentlich perfekt gemacht. Das ist unfassbar, ne? Ja, das ist wirklich, hier gucken gerade auch zwei Japaner durch die Tür und denken, mein Gott, der ist so gut, das ist ja unglaublich. Mir geht es gut, ich bin zurück auf deutschem Boden, während du ja international weiterhin bist. Du bist wie so eine Folge Carmen Sandiego. Kennst du früher noch Carmen Sandiego aus den 90ern? Nee, so ein Reisesender. Nein, das war eine Kinderserie. Wo auf der Welt ist Carmen Sandiego, hieß es, glaube ich. Oder so ähnlich. Ich weiß nicht mehr genau den Titel. Aber es ging um eine Frau in einem roten Trenchcoat mit einem roten Hut und die war eine Verbrecherin. Aber es wurde nicht so richtig klar, was jetzt ihr Verbrechen war. Und dann mussten die Kinder, also es gab dazu eine Buchserie, es gab eine Fernsehserie dazu und die reiste dann immer durch die Welt und man musste ihr so, dann gab es ein paar Videospiele, dann hat die so Hinweise gestreut, wo Carmen Sandiego jetzt ist, so, hier ist ein großer spitzer Turm aus Metall und hier isst man Baguettes, wo kann das sein? Natürlich Freiheitsstatue, ist ja klar. Und so bist du jetzt, weißt du, jedes Mal, wenn ich mit dir spreche, weiß ich Bescheid, Ötze ist wieder an einem neuen Platz. Wo in der Welt ist Ötze jetzt gerade? Ich sag's mal so, ich hab grad Überurlaub, ich merk grad selber, ich habe selber keinen Bock mehr. Das ist so zu viel Urlaub, zu viel des Guten. Ne, wirklich, also ich will nicht Deutschland. Du warst jetzt an drei verschiedenen Locations, erst Thailand, dann Türkei und jetzt auch noch Japan. Ja, ich war also ich war ja in Bangkok, dann war ich auf Koh Samui, dann war ich wieder Bangkok, dann bin ich nach Deutschland, dann bin ich nach Samsung zu meiner Mama, dann wieder zurück und jetzt nach Tokio, morgen fliege ich nach, ne, fahre ich nach Kyoto, dann Osaka, Fuji und dann wieder Tokio. Und das alles mit dem Flixbus? Also die komplette Strecke von Thailand bis nach Samsung, alles Flixbus? Nee, Fahrrad. Teilweise mit dem Fahrrad. Ja, ich mache ja diese Fahrradkorb-Tour, das ist ja, also wir haben ja in Villingen-Schwenningen, sind wir losgefahren. Und jetzt, also eineinhalb Jahre habe ich nach Thailand gebraucht. Also du sitzt vorne im Fahrradkorb. Ich sehe, im Korb, genau. Deine Frau Radel, du sitzt vorne im Fahrradkorb, wie früher bei der Szene mit Miss Piggy und Kermit in Muppets. Das hat mir sehr gut gefallen. Du stellst mir das vor, vorne hängen deine kleinen Beinchen und sie fertig dann so, einfach bis nach Japan. Bro, ich muss dir wirklich sagen, also ich war ja oft in Südostasien, also so, also was heißt Südostasien, guck mal wie ich schon rede, also ich bin ja eben in Thailand. Südostasien, ja. Aber Japan ist doch mal eine ganz andere Nummer, Alter. Ey, das ist so, also es ist surreal hier. Bro, es ist erstmal extrem sauber. Es ist alles sauber. Es ist wirklich die Straßen, die Autos. Die Autos sehen aus, als würden die als Neuwagen gerade rauskommen. Jedes Auto, was hier auf der Straße fährt, sieht aus, als wäre es ein Neuwagen. Komplett poliert, sauber, perfekt. Die halten sich alle an Straßenregeln. Du gehst hier nicht über Rot. Die Autos halten sich an Geschwindigkeiten. Es ist alles geregelt, gemacht, getan. Wirklich so viel Struktur. Auf der einen Seite richtig cool, aber auf der anderen Seite ist es freaky. Aber mir sind so viele Sachen. Ich bin erst zwei Tage hier. Mir sind so krasse Sachen passiert, Alter. Wenn ich dir die erzähle, du wirst denken, das geht nicht. Bro, Alter. Gestern erstmal, ich wollte zum Friseur. Dann laufe ich hier rum. In Japan, genau. Dann haben die erstmal meine Hauswahl gesehen und haben gesagt, sorry, an sowas trauen wir uns nicht dran. Wir sind gut, aber so gut sind wir nicht. Ja, so gut sind wir nicht. Dann haben die beim H-Kongress hier in Japan angerufen, Weltjapaner. Haarkongress, die haben so Bilder geschickt und so, was sollen wir machen? Dann saßen da 200 Friseure zusammen und haben dann spekuliert und dann haben die irgendwann gesagt, scheiß drauf und so, schneid die nicht. Aber jetzt auf jeden Fall, hier ist ja gerade sehr heiß. Also es ist August, es ist wirklich extrem schwül. Gestern war auch so, es war sehr bewölkt, fast keine Sonne. Drückende Hitze. Und ich laufe gerade so zum Friseur und dann laufe ich an so einem Restaurant vorbei, da war eine Riesenschlange. Also was heißt Restaurant? Eher so ein ganz kleiner Laden, wo die halt so eine Suppe verkaufen, so eine spezielle Suppe-Rahmen, weiß ich nicht. Extrem alles Locals, die da anstehen. Und dann, Bro... Auf einmal höre ich nur und so ein Typ kippt einfach um. Vielleicht Ende 40, Anfang 50 und ist einfach nach hinten gekippt. Jetzt standen die dort, 15 Leute neben dem, dann noch so ein älterer Japaner, so in Security-Klamotten. Weißt du, die sehen aus wie so Polizisten, haben alle so Stäbe, die auch zum Beispiel die Typen am Flughafen haben. Aber was heißt umgekippt? Der ist ohnmächtig geworden. Der ist ohnmächtig geworden. Der ist einfach umgekippt. Hinter ihm war noch so ein Japaner. Genau, ein Japaner. So diese Baustellenabsperrungen. Kennst du diese Kegel? Rot-weißen Bänder? Gott sei Dank, weil der ist auf diesem Kegel, weil nebendran am Gebäude war eine Baustelle und dieser Kegel hat den irgendwie abgefedert noch. Weißt du, dass er nicht direkt auf den Kopf aufgeschlagen ist. Jetzt liegt er da, jetzt stehen die zu zehnt um den herum und keiner fässt den Typen an. Der liegt einfach da, Alter. Und alle gucken sich so an, dann auch dieser Security-Typ. Das ist ja wie bei einem modernen Vogue-Friseur, da wirst du erst gefragt, ob du angefasst werden darfst. Genau. Bevor es dir die Haare schneidet. So war das. Und ich stand so dort und dann habe ich gemeint, ich so, hello, are you okay? Weißt du, ich habe es schon so kurz, Michael Jackson, ich so, Annie, are you okay? Weißt du? Und dann haben die ein paar um mich herum gesagt, dann kam er zu der Window. Keiner hat was gemacht und dann habe ich irgendwann halt so die Leute angeguckt, weil die eine Frau hat ein Telefon gezückt da, habe ich mir gedacht, gut, die ruft jetzt einen Notarzt aber warum checkt denn keiner, ob der jetzt noch Puls hat, weißt du, vielleicht muss man eine Herzdruckmassage machen oder so, Und dann habe ich irgendwann zu denen gesagt, ich so, hey, check his pulse, habe ich glaube ich gesagt oder so, weil mir ist das in dem, his heart rate. Und die haben mich alle so angeguckt. Ich so, check, check someone, weil ich wollte jetzt den nicht anfassen, weil die haben mir übel Regeln, Alter. So im Aufzug darfst du nicht reden, du musst deine Stäbchen so auf den Teller. Dann hab ich mir gedacht, wenn einer ohnmächtig wird und du den anfährst, dann kommst du ins Gefängnis. Weiß ich ja nicht, Alter, ob hier irgendwas ist. Und die haben alle so den Kopf geschüttelt, bis der Typ irgendwann dann so die Augen wieder aufgemacht hat und alle dann so, oh. Und dann war die Sache gegessen. Wie, der ist einfach random ohnmächtig geworden, auf den Pyloten gefallen, dann hat ihn keiner angefasst, dann hast du versucht auf Englisch den Japanern zu erklären, dass man mal seinen Puls fühlen sollte. Wobei du natürlich theoretisch auch selber den Puls hättest fühlen können. Ja, Bro, aber das habe ich ja gemeint. Wir haben letzte Folge noch. Weißt du, was ist der Witz? Wir haben letzte Folge noch über Notfallsituationen und stabile Seitenlage. Und dann fällt einer vor dir auf den Pilot? Vor mir, ja. Aber deswegen meine ich ja, Bro, weil ich wusste nicht, diese eine Frau, die da stand mit dem Telefon, die war ja ganz nah an dem dran, also aber stand. Und ich habe gedacht, vielleicht seine Frau, vielleicht hat der Zucker. Du wusstest jetzt nicht, ob dein Angehöriger bei ist oder so. Ja, und ob man das darf. Weißt du, ob das dann, keine Ahnung, wenn ich den dann bewege, ob die dann sagen, hey, das darf man hier in Japan nicht, wusste ich ja nicht, Alter, also ich wusste wirklich nicht, wie ich mich verhalten soll in dem Moment, weil das ist, hier, es gibt schon, so manche Regelungen, klar über Trinkgeld und so hatten wir ja mal geredet, aber es sind. So, bei manchen Sachen bin ich überfordert, ehrlich gesagt. Und dann, gut, Haare auch nicht geschnitten, weil ich keinen Termin bekommen habe gestern, ehrlich gesagt, dann bin ich wieder ins Hotel, habe ich hier rumgechillt, keine Ahnung. Aber das hatte kein Nachspiel, das Ganze. Es hatte kein Nachspiel, ja, ich bin dann weitergegangen. Ist er dann einfach aufgestanden, hat gesagt, ah, ah, ah. Nee, die haben dann alle, oh, gemacht, dann habe ich mir gedacht, ja gut, ich will jetzt hier auch nicht rumgaffen, weißt du, also ich wollte jetzt nicht so drumherum stehen und als Gaffer so, was passiert jetzt noch? Erstmal Livestream, Livestream auf Twitch, ich habe hier gerade einen getroffen, der ist ohnmächtig geworden. Hi Leute, ich bin gerade hier in Tokio, hey, hier ist jemand umgefallen und dann fange ich an noch zu weinen. Kennst du Leute, die auf Instagram weinen? Ich mag das gerne, wenn die noch so eine Kamera, ich habe letztens ein Video gesehen von einer, die wurde. Man sieht nur sie, gut ausgeleuchtet, mit verlaufenem Kajak, weinend, als wenn sie wirklich gerade, also wirklich, schlimmer weinen habe ich selten jemanden sehen und dann so eine Texteinblendung, wenn er dir nach fünf Jahren, wo er behauptet hat, dass du seine Traumfrau bist, von einem auf den anderen Tag sagt, dass er sich in jemand anderen verliebt hat. Also das ist schlimm. Ich habe Mitleid mit der Frau grundsätzlich. Aber ich checke einfach nicht, wie man dann sagt, ey, weißt du was? Der Typ hat mich verlassen. Lass mal Kamera aufbauen, ausleuchten. Ich mache mir noch mal ein bisschen Kajal unter das Auge und dann gebe ich aber Vollgas. Ich gebe alles. Ich gebe Titanic Untergang. Das ist so eine ganz seltsame Welt, in der Social Media Leute mittlerweile leben, wo man so denkt, man muss nicht alles teilen. Und man muss auch, also es wirkt ja auch nicht authentisch. Also es ist halt einfach nicht, also wer kommt auf die Idee, sich selber beim Heulen zu filmen, um damit zu beweisen, dass der Typ, der nach fünf Jahren gesagt hat, ey, auf dich habe ich aber keinen Bock mehr, vielleicht recht hatte. Weißt du, weil es einfach total irre rüberkommt, wenn man das so macht. Ich, also ich bin voll bei dir. Ich würde auch nicht so diesen, also dass man da weint. Also dieser Prozess, weißt du, dein Partner trennt sich... Und du sitzt da, heulst und so wie du sagst, hast dein Handy in der Hand, weil du gerade die WhatsApp-Nachricht gelesen hast. Und dann sagst du noch so, okay, ich weine jetzt noch. Jetzt der Moment. Jetzt nehme ich mich noch dabei auf. Weinen ist ja nicht mal eine individuelle Entscheidung, wenn eine Situation emotional überfordert ist. Weinen manche Menschen, manche Menschen werden still, manche Menschen machen gar nichts, also zeigen keine Emotionen. Das ist alles legitim. Aber dieses, ich baue jetzt eine Kamera auf mit Lightning, also mit Licht, also mit so einem Licht-Ringaufsatz-Ding und filme mich selber beim Heulen und poste das, das ist mir einfach, ich check's nicht. Aber das ist eine andere Welt, in der solche Leute operieren. Das ist irgendwie ein anderes Denken. Ich war letzte Woche noch, ich war ja auf den Seychellen im Urlaub, war mega schön. Und das letzte Hotel, das wir hatten, war so, wir hatten drei Hotels. Einmal Fancy Schmancy, dann mitten im Urwald, dieses offene Ding, von dem ich dir erzählt habe. Wo wir wirklich, also wirklich ohne Tür, ohne Fenster, ohne... Hammergeil. Und der schönste Sternenhimmel, den ich in meinem ganzen Leben hier gesehen habe, weil wir waren halt auf einem Berg, auf den Seychellen, es gab kein künstliches Licht um uns herum und einfach, du konntest die Milchstraße sehen, die Sterne waren so leuchtend, wie ich das noch nie gesehen habe. Ist es 3,5 oder 1,5? Das ist eine 7er Blende, ich weiß nicht, was die Frage heißt. Bei der Milchstraße, ist das 1,5% Fett oder 3,5%? Oh Gott, das ist Kondensmilch, genau das, was aus deinem Loch rauskommt. Nein, aber die Milchstraße kannst du auch in Deutschland sehen. Nicht, dass jetzt wieder Leute... Es gibt ja immer Leute, die jede Woche direkt mit dem Schwanz aufs Tablet schlagen müssen, wenn ich auch nur einen Satz gesagt habe. Man kann in sternenklaren Nächten die auch hier in Deutschland sehen, aber auf einer Insel mit wenig künstlichem Licht, so ein riesiger Horizont, der über dir ist, oder ein riesiger Sternenhimmel, das war schon, und ich habe glaube ich, wir haben in der Nacht da gelegen und ich habe 15, 20 Sternschnuppen gesehen. Hast du geweint? Und das war wirklich schön. Ich habe geweint, ich habe da eine Kamera aufgebaut und dann habe ich so ganz, da habe ich gesagt, seit sechs Jahren mache ich mit ihm Podcast, habe ich so dazu geschrieben, seit sechs Jahren, aber er merkt nicht, dass ich ihn liebe. Er ist mit anderen, er geht fremd, er macht Sachen mit Kristall und Und er macht Sachen mit Ozanjaran und so. Aber die Leute haben nicht gewusst, von wem ich spreche. Und dann habe ich so ein bisschen geweint auch. Das ist gut. Das war ein emotionaler Moment für mich. Aber es ist die Wahrheit. Es ist die Wahrheit. Es ist die Wahrheit. Ja, du wirst die subtilen Signale meiner Liebe einfach nie verstehen. Du hättest mich aber... Komplett mit Maggi-Würze eingereben hab und nackt in deinem Garten gelegen hat. Du hast nicht verstanden, dass ich bumsen will. Das war für mich auch traurig. Ich merke auch, dass sich das wirklich mitnimmt, dass du dir jetzt auch drei Aquarien gekauft hast deswegen. Also das ist so Midlife-Crisis. Digga, was für Shitstorm hast du denn bekommen? Ich bin auf Spotify, hat die Kommentare gelesen. Die haben dich ja richtig gefickt. Dieser Podcast ist eigentlich existiert, nur noch aus Leuten, die mich hassen und jede Woche einscheiden, um alles, was ich sage und alles, was ich tun, zu kritisieren. Und was das Geile ist, ich kriege Geld dafür. Richtig viel. Es ist mir scheißegal, was ich schreiben. Es ist einfach so lustig. Also ich kriege Geld, du bekommst keins. Ich wollte dir das nicht sagen, bis zu dieser Folge. Aber ich finde es so geil, wenn Leute in der Runde schauen, ich kann es kaum noch ertragen. Ja, dann hörst du doch nicht. Also es ist ja völlig egal. Es ist ja nicht so, dass ich mir einen Haken ins Heft mache, weil du es dir angehört hast. Aber ich glaube, das ist halt so eine so eine Bindung, die die dann haben. Weißt du, kennst du das, wie wenn du mit jemandem Schluss machst und dann trotzdem nochmal anrufst? Das sind toxische Beziehungen, die dann noch so weiter geht, wo man so nachts aufs Handy guckt, ob sie vielleicht doch geschrieben hat. Du hast jetzt drei Aquarien gekauft, aber vielleicht lieben die mich so sehr und dich so hassen, dass die es trotzdem machen. Weißt du, was geil ist, dass manche geschrieben haben, dass wir ja totale Spackos sind, weil wir nicht gecheckt haben, dass so Podcasts wie Baywatch oder auch Gemisches Hack weiter Folgen machen. Weißt du, was der Unterschied zu denen ist, was wir machen? Verstehst du? Was denn? Was ist der Unterschied? Wir machen das hier ehrenamtlich, Bruder. Hier gibt es keinen Cent für die Sonderfolgen. Ist nicht so, hier noch eine Rolex oder so. Ja, für die sonstigen Folgen kriege ich Geld, aber doch für die Sommerfolgen hier nicht. Das hier mache ich nur, weil ich deine Stimme vermisse und weil immer, wenn ich mich untenrum anfasse und ich dich nicht höre, es irgendwie nicht steif wird. Du hättest mich aber gestern fast verloren, das weißt du. Ich hätte dich verloren. Ich kann mich nicht verlieren. Gib mal ein. Kannst du gerade ins Internet? Was hat dich denn jetzt wieder gebissen? Gib mal ein Tokio und dann Erdbeben. Es gab doch keinen, gab es schon wieder Erdbeben? Ja, es gab hier gestern Nacht einen Erdbeben, Alter. Ja, aber das ist doch in Tokio schon, da wacht doch schon keiner mehr auf, so viele Erdbeben, wie es in Japan gibt. Bro, Alter, ich habe mir frontal ins Gesicht geschissen, Alter, vor Angst. Weißt du das? Weißt du, wie krass das war, Alter? Oh, 5,9. Ja, 5,9 ist schon. 5,9. Meine Frau wurde ja letztens von 7,7 getroffen, Kolumbien, das war ziemlich schlimm. Ja, 7,7 ist ja geisteskrank. Aber 5,9, also ich sag's mal so. Ich hab noch nie ein Erdbeben so richtig erlebt. Und ich lag im Bett, Alter. Meine Frau hat schon gepennt. Und ich lieg jetzt im Bett, okay. Und hab so ein bisschen am Surfen, so auf Onlyfans und so. Nein, nein, ich hab jetzt mein Handy auf Flugmodus gehabt, weil ich hab mir in Deutschland auf Netflix habe ich mir Hobbit runtergeladen, die drei Teile, und habe im Flugzeug damit angefangen, aber wenn du hier normales Internet anhast, dann ist dieses Video in Japan nicht verfügbar. Da gibt es andere Filme, die du hier dann angucken kannst auf Netflix. Auf jeden Fall hatte ich meins auf Flugmodus und habe nebenher noch so hier Nacht ab und zu im Hotelzimmer meine E-Zigarette gezogen, okay? Und auf einmal, Alter, um 2 Uhr Nacht macht es auf einmal so auf dem Handy jetzt von meiner Frau, weil ich hab ja Flugmodus, so. Und ich so, scheiße, alter, Feueralarm, ich bin gefickt, 20.000 Euro straff. Ich hab gedacht, morgens, wenn die das ganze Hotel hier leerrollen müssen wegen mir, ich vollidiot. Also wirklich, das war mein erster Geistesblitz. Und auf einmal hör ich aus dem Handy, Earthquake, äh, Danger, Earthquake. Und ich so, was? Meine Frau ist aufgewacht, Digger, Dann auf einmal im Hotel geht es los, auch ein Alarm und dann fängt es an zu rütteln. Basti. Ich habe mir vorwärts, rückwärts, seitwärts richtig in die Hosen geschissen, Alter. Also das Hotel ist ja erdbebensicher, aber jetzt kommt der Hammer, Alter. Ich zitter am ganzen Körper. Auch nur bis zu einer gewissen Stärke, ne? Aber jetzt warte mal. Ich sage zu ihr, ey, wir müssen jetzt hier raus. Also ich habe eigentlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann, angeblich. Ich sage zu ihr, ey, wir müssen jetzt hier raus. Wir müssen, weil in der Türkei, wenn Erdbeben ist, du musst aus dem Gebäude. Aber was für ein Hotel ist das? Also ein Hochhaushotel? Genau, ein Hochhaushotel. Ich war im 34. Stock. Jetzt kommt der Hammer. Wir rennen auf dem Flur. Auf einmal eine amerikanische Familie. Die Mutter, zwei Söhne und die Tochter. Die Söhne auch so, keine Ahnung, 19, 20. Und die Tochter vielleicht 15. Und die Mama war so 48, 49. Und die auch voll in Panik. Wir in Panik. Aber kein anderer ist aus seinem Zimmer raus. Und auf einmal, wir so, hey, wo ist die Treppe? Wo ist die Treppe? Wir laufen, weil Aufzüge sind wir nicht hingegangen, wir laufen hier durch den Flur hier gibt es keine Ahnung, 30 Zimmer pro Flur und auf einmal kam eine Durchsage äh, Attention, wie war das nochmal? Attention, in 30 seconds there will be a massive earthquake happening, bla bla bla. Attention, in 30 seconds. Und ich dachte, warte mal, wenn das jetzt das Vorbeben war. Und es hat richtig gewackelt, Alter. Digga, ich habe so Panik bekommen. Also die haben so gesehen, das nächste Beben angekündigt. Genau, weil es gibt P-Wellen und es gibt S-Wellen. Vorbeben so. Es gibt R-Wellen und S-Wellen. Und in Japan, ich weiß es nicht, irgendwelche so kleine Wellen. Und wenn die erkannt werden, gehen überall die Alarme los. Und das sind so die Anzeichen für das große Beben, was dann wirklich kommt. Und als diese Durchsage dann kam im Hotel, Alter, wir haben so Panik. Ich so, okay, wir haben jetzt 30 Sekunden, um ins Treppenhaus zu kommen, weil ich wollte nicht auf dem Flur sein. Und dann haben wir irgendwelche Türen aufgemacht, Alter, auf denen stand Private. Dann bin ich rein, da hat so ein Typ einen anderen weggeflexst, dann bin ich, nein, Spaß, aber dann haben wir irgendwann das Treppenhaus gefunden, und vom 34. Stock, Alter, was die? Muskelkater des Todes. Ich kann nicht mehr. Es kam dann kein Beben mehr. Das war schon das Beben. Aber wir sind, Alter, wir haben erstmal acht Minuten gebraucht, bis wir unten waren und jetzt waren wir die einzigen aus dem Hotel, die runtergegangen sind. Alle anderen, Digga, wir kommen unten an voll in Panik, richtig schiff ab 5.7, da stehe ich doch nicht auf und dann stand der Mitarbeiter ein Japaner, so ein Älterer, der war vielleicht, 65, saß unten am Tisch und hat auf dem Computer Filme angeguckt, so die hat es alle nicht gejuckt Alter, und dann sind wir so an den Hoteleingang Rezeption, weil wir sind am Gebäude hinten rausgekommen durch diese Nottreppe, und dann, wir stehen halt alle da im Pyjama, weißt du, Unterwäsche und so, und dann haben die gemeint so, are you okay? Und wir so, yeah, the earthquake. Und die so, ah, yeah, the earthquake. Don't worry, okay. No stress. Und wir waren so, Digga, was für no stress. Und ich noch nebenher auf Gemini gecheckt, wie man sich verhalten muss. Und der hat halt gesagt, bleiben Sie auf jeden Fall auf dem Zimmer. Nicht runtergehen. Das ist das Gefährlichste, was man machen kann. Ich habe alles falsch gemacht. Aber ich kann dir eins sagen, es war angsteinflößend. Ich habe richtig Schiss gehabt. Ich habe mir in die Hosen geschissen, Alter. Ja, das ist, also, Also es gibt ja, die Videos aus Kolumbien haben wir uns natürlich angeschaut, weil Teile der Familie meiner Frau das auch aktiv miterlebt haben, da die Erdbeben. Und wenn du das dann mal siehst, es gibt ja kaum was... Da wird dir die Kraft, ähnlich wie bei einem Tsunami, die Kraft der Natur mal umfassend bewusst. Was das bedeutet. Medellin? Nee, das Beben war Medellin, oder? Nee, das Beben war nicht Medellin, sondern mit Chupito oder so ähnlich. Chupito, Chupito. Ungefähr 200 Kilometer südlich von der, nördlich von der Heimatstadt meiner Frau, wo man es aber auch gespürt hat. Deutlich. Krass. 200 Kilometer. Aber in Chupito sind ganze Häuser zusammengebrochen in Chupito. Es gibt mehrere Dutzend oder hundert Tote. Venezuela war ja auch vor kurzem ein großes Beben. Aber du siehst halt die Bilder davon und dann wird dir erstmal klar, wie groß diese Kraft ist, die da entfesselt wird. Es gibt ja nichts, was dem widerstehen kann in dem Moment. Du kannst einfach nur auf die offene Straße laufen, versuchen nicht irgendwie unter einem Gebäude oder irgendwas, was zusammenbricht, zu stehen. Das ist deine einzige Chance. in dem Moment. Und ich bin. Jetzt auf den Seychellen einmal im Wasser von der Welle wirklich vor den Füßen geballert worden, die war vielleicht drei Meter hoch, also die war so Kopfhöhe, ein bisschen Meter höher als ich. Und ich dachte, ich kann einfach so stehen bleiben und so halb reintauchen. Und die hat mich halt einfach, eine 3-Meter-Welle hat mich einfach weggeworfen, als wäre ich nichts, also gar nichts. Einfach so, und ich habe mir richtig wehgetan. Und dann musst du dir mal vorstellen, was passiert, wenn eine 10-Meter- oder 15-Meter-Welle von einem Tsunami kommt, was ja da zum Beispiel in Thailand passiert ist, wo du warst. Das ist einfach, weil dann Leute auch sagen, ja, man kann sich ja festhalten, an der Palme festhalten, also du hältst dich gar nicht fest. Das ist wie bei einem Autounfall, du kannst dich nicht festhalten. Und bei einem Erdbeben, die Kräfte, die da entfesselt werden, sind halt unfassbar. Das ist schon wirklich heftig. In der Türkei gab es ja einen Erdbeben, da sind ja über 50.000 Menschen gestorben. Auch wegen dieser, sagen wir mal, faulen Bauverträge, die da teilweise gemacht wurden. Die Japaner bauen ja ganz bewusst in Richtung Erdbebensicherheit, weil die ja auf einer der, glaube ich, größten tektonischen Plattengrenzen liegen, und Erdbeben in Japan zwar 5,7 jetzt nicht, aber kleinere Erdbeben fast Tagesordnung sind. Ja, das ist das Erdbebensicherste Land, aber so wie du sagst, ich habe jetzt gerade geguckt in Kolumbien, auch schrecklich, alter 300 Menschen, aber in der Türkei ist ja zum Beispiel die Stadt Hatay. 50.000? Ja, 56.000 ist die offizielle Angabe, aber Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch höher. Das ist richtig hart. Also die Stadt Hatay gibt es zum Beispiel nicht mehr. Das muss man sich mal vorstellen. Also in den 70er Jahren ist das auch mit der Stadt Ersningern passiert. Also da gab es so ein starkes Erdbeben. Die ganze Stadt war so zerstört, dass sie die Stadt woanders gebaut haben wieder. Neu aufgebaut haben. Krass. Das ist auf jeden Fall krass. Ja, ist schon schrecklich. Also so Naturgewalten ist so das, wovor ich auch richtig Schiss habe. Da möchte ich was empfehlen, wenn man, weil das hat mir gestern mein Freund Winnie gezeigt, es gibt, eine, es gibt ja jetzt unglaublich viele KI-Inhalte und auch unglaublich viel Schrott, aber es gibt gerade einen Channel, der heißt Chloe vs. History. Und da siehst du eine Frau, fotorealistisch. Also du würdest, wenn du die jetzt in Bewegung siehst, kannst du eigentlich nicht mehr feststellen, dass die nicht echt ist. Und die berichtet, also sie wird so gesehen als Zeitreisende vorgestellt. Und die berichtet dann als Zeitreisende aus verschiedenen Epochen. Aus der Dinosaurierzeit, aus dem Untergang der Titanic. Und das ist so geil gemacht. Also sie filmt sich selbst. Es sieht halt aus wie ein Selfie-Video. Und dann erzählt sie halt, ich bin heute hier, 1912, am Bugdeck der Titanic, hier ist meine Karte, ich gehe jetzt mal auf mein Zimmer essen und so und dann läuft sie halt durch die Flure der Titanic und du siehst den großen, Treppensaal, den man auch im Film sieht und so, den es ja wirklich gegeben hat, und das ist erstens so fotorealistisch, dass du, wenn du dich mit KI nicht auskennst, nicht mal es mehr merkst, natürlich ist es ja logisch, dass es nicht echt ist, weil niemand wird die Titanic dafür komplett nachgebaut haben, aber das ist so geil, weil das dir die also gefühlt, die geben sich große Mühe, das historisch akkurat zu machen, behaupten zumindest die Leute, die das erstellen. Stell dir mal vor, du sitzt im Geschichtsunterricht in der Schule und guckst dir so ein Video an und liest eben nicht irgendwelche Bücher darüber. Sie ist dann bei den Azteken, sie ist im Zweiten Weltkrieg auch einmal und das ist echt krass. Also es ist wirklich gut gemacht und so dieses Erleben von Geschichte, Erleben von dem, was passiert ist, ist schon ist schon cool, also richtig, richtig gut würde ich wirklich empfehlen, Chloe vs. History ganz, ganz toller Channel und wo wir eben über Leute, die vor der Kamera heulen, da wollte ich ja eigentlich von den Hotels weg, weil ich sagte, wir waren in den fancy schmancy Hotels und in ganz, ganz normalen Bieren, also Bed and Breakfast Hotels, Und in dem einen Hotel, in dem wir waren, das fancy war, da waren natürlich auch Influencer, weil Seychellen sind weltbekannt für diese Strände etc. Und ich habe so absurde Influencer-Sachen in diesem Urlaub gesehen. Zum Beispiel waren wir an einem der schönsten Strände der Welt. Bitte? P.T. Anse. Ich erklär es dir. Wir waren an P.T. Anse zum Beispiel. Und dann kam... Petit Anse ist ein gar nicht so Petit, ich heiße ja klein, ist aber gar nicht so klein in der Strand, da sind sehr hohe blaue Wellen, azurblaues Wasser, diese riesigen weißen Granitfelsen, Palmen, also so wie man sich wirklich Paradies vorstellt. Da gibt es eine kleine Bar, das ist die Back to the Roots Bar, da sind wirklich so zwei. Jungs mit Rasta und die verkaufen dir frische Kokosnüsse und so, sind super nett, man kann mit denen quatschen, kann mit denen Fotos machen, Die schleppen das da in Berghang hoch, damit man da was zu essen und zu trinken hat. Total nett. Und die haben auch so kleine... Ich glaube, die haben große. Die haben aus Palmen... Bitte. Die haben aus Palmen... Palmengebaute Hütchen da am Strand. Also so ganz kleine, einfach nur, wo du dich so reinlegen kannst, um ein bisschen Schatten zu haben. Und dann sagen die, wenn du dich da reinlegen willst, kaufen wir uns eine Kokosnuss ab, ist cool. Und neben uns war ein Pärchen aus dem, ich würde sagen, arabischen Raum und sie war Influencerin. Eindeutig. Und dann baute sie in dieser, in diesem kleinen Verschlag, das wirklich nur so ein, wie so eine kleine Kuppel aus ein paar Palmwedeln ist, baute die dann ihre Kamera aus. Und zwar zwei Kameras und fing an, ihre Schmink, also Schminksachen zu präsentieren, so was mit den Fingern, so klick, klick, klick auf der Packung und so in dem Hintergrund halt dann die Wellen des Ozeans. Er saß komplett gelangweilt, zwei Stunden still neben ihr und guckte aufs Meer, während sie halt einfach sich geschminkt hat, abgeschminkt hat. Und du sitzt da so neben und denkst so, Alter, du bist an einem der schönsten Orte der ganzen Welt. Das ist wirklich das Paradies. Schöner geht's nicht mehr. Das ist wirklich das, was sich Leute vorstellen, wenn sie so... Weißt du, das klassische, karibische, den Traumstrand sehen wollt. So sieht das da aus. Und die hatte nichts anderes zu tun, als dort ihre verschiedenen Lippenstifte auszupacken und zu präsentieren. Ich weiß, es ist ein Job. Sie verdient damit das Geld, da überhaupt hinzufahren. Aber es ist trotzdem irgendwie, weiß ich nicht, irgendwie traurig. Weil die haben nichts davon, dann war sie fertig, sie haben eingepackt, sind gegangen. Sie haben nichts davon angeguckt, sie haben nichts davon genossen. Sie sind auch nicht schwimmen gegangen oder so. Und dann im Hotel, einen Tag später, wir sitzen beim Frühstück, neben uns am Tisch, sitzt ein Pärchen. Inder sehr wahrscheinlich, also sehr indisch aus, oder Pakistanis, kann auch sein, und sie hatte während des Essens, also sie hat sich zumindest aus Höflichkeit bewusst in eine Ecke des Gesetzes, des Speisesaals, hat eine Kamera aufgebaut, neben dem Tisch, und hat einfach gefilmt, während sie gefrühstückt haben, und hat dann auch immer die Frühstückssachen in diese Kamera gehalten. Und er war absolut abengepisst davon, er fand es gar nicht geil. Hat die so einen Twitch-Stream gemacht? Ich weiß nicht, ob es live war. Ich glaube, die zeichnete eher auf. Also das war so eine DJ-Osmo-Kamera. Ich glaube, die veröffentlicht das nachträglich. Ich glaube nicht, dass sie das gestreamt hat. Aber es war wirklich so, wer baut denn beim Frühstück in einem wirklich schönen Hotel eine Kamera neben seinem Tisch auf? Also ich weiß, es ist ein Job. Ich weiß, es gibt Leute, die das als Arbeit werten, die davon leben. Aber ich würde im Boden versinken. Ich fände es so unangenehm. Natürlich kann man mal ein Video machen, man kann es auch mal ins Internet stellen. Aber die hat zwei Stunden ihr Frühstück oder anderthalb Stunden ihr Frühstück mitgefilmt. Und der Typ saß da und du saßt in seinen Augen dieses so, Alter, was mache ich denn hier? Also wie fürchterlich. Ja, manche machen ja genau deswegen halt den Urlaub. Die planen dann halt den gesamten Urlaub und sagen, hey, hier poste ich das, da poste ich diesen Artikel, hier mache ich Werbung dafür und die besprechen das ja auch mit diesen Kooperationsfirmen. Dass sie dann zum Beispiel sagen, hey, ich werde das und das, diese, keine Ahnung, Schminke von euch, da gehe ich auf diese Schellen an den Strand, ich habe mir das so und so überlegt und ich will aber dafür, dass ihr, ich will das Geld haben, weil ich werde dann da hinreisen, dann kriegen die das. Also gibt es auch so Kooperationen, die das machen. Es ist für mich von außen, vielleicht weil ich auch eine andere Generation bin, ich bin mit diesem sich die ganze Zeit streamen und filmen auch nicht aufgewachsen. Natürlich kann man den Leuten da irgendwie aus seinem Leben berichten, ist alles cool, aber beim Frühstück, weißt du, du sitzt im Hotel und willst in Ruhe frühstücken und filmst dich dann einfach anderthalb Stunden und es passiert ja auch nichts. Wir haben einfach gegessen. Es gibt irgendjemanden, der sich zu Hause hinsetzt und guckt der Ollen dabei zu, wie die ihr Brot schmiert. Das ist mir einfach komplett unerklärlich. Ich hatte heute einen ganz anderen Gedanken. Also aber auch auf dieses Thema bezogen. Mir ist heute durch den Kopf gegangen, dass, stell dir mal vor, wie viele, also ich fange mal andersrum an. Ich habe mir so gedacht, ey, warum, okay, ich sage dir, wo das passiert ist. Weil heute habe ich einen Termin gehabt beim Friseur. Ich hatte ja gestern keinen Termin bekommen und heute hatte ich einen Termin. Die Friseurgeschichte zieht sich durch auf jeden Fall. Genau. Und ich saß beim Friseur auf dem Stuhl und das war so ein Barbershop und die hatten so eine Bart-Trimmer-Maschine, also so eine manuelle. Kennst du das, wo man immer die Hand zusammendrücken muss, damit die halt rasiert, so gesehen, so ein Bart-Schneider, so ein Trimmer. Weißt du, wie ich meine? Damit kannst du es auf einen Millimeter rasieren. Ja, klar. Diese alten Dinger. Und als ich das gesehen habe, habe ich mir gedacht, ja man, und da stand auch Bart-Schneide-Maschine, also auf Deutsch. Das war, keine Ahnung alter, wann das produziert worden ist, da habe ich mir gedacht, ah krass, guck mal, deutsche Ingenieurskunst aus der und der Zeit, wie krass die, wie viele Erfindungen früher die Menschen gemacht haben. Also in diese Richtung. Und dann ist mir den Sinn gekommen. Warum? Weil Deutschland war ja immer bekannt dafür oder Deutschland war ja ein Land, was immer so für Innovation, Erfindungen, Qualität stand, schon immer. Made in Germany war ja eine Marke. Und ich habe so Gedankensprünge gehabt und auf der anderen Seite, da habe ich mir auf einmal gedacht warte mal, früher wollte man einen Beruf ausüben, weil dieser Beruf eine extreme gesellschaftliche Akzeptanz auch hatte zum Beispiel Ingenieur oder Arzt oder, wenn man irgendwo in der Forschung war etc. pp. Und was glaubst du wie viele Talente oder Menschen mit, total innovativen Ideen, Fähigkeiten daran verloren gegangen sind, weil wenn du heutzutage Kids fragst, was sie werden wollen, sagen alle Influencer. Alle wollen Streamer, Twitcher, Influencer werden und was glaubst du, wie viel Potenzial die eigentlich hätten, würden die den regulären Weg gehen und weißt du, vielleicht ist das jemand, der eine unglaubliche wissenschaftliche Entdeckung machen würde, in der Forschung oder in der Medizin, aber weil er sich dann halt irgendwo die Kamera aufstellt und sagt, Hi Leute, ich bin hier gerade auf Kubai, wir sind am Strand, voll geil. Verstehst du, was das eigentlich mit unserer Gesellschaft gemacht hat? Ich weiß nicht, ob der Gedanke richtig ist, aber das war so ein Gedankensprung, den ich heute hatte. Und jetzt, wo du mir das gerade so erzählst, ist mir das wieder eingefallen. Aber weißt du, wie ich meine? Manche Leute haben ja nicht die Möglichkeit, irgendeinen Job zu machen. Wenn du zum Beispiel irgendwo in einem Slum aufwächst oder so. Da gibt es ja auch Menschen, die halt keinen Zugang zur Bildung haben. Oder nicht diese Karriereleiter hoch können aufgrund ihres Backgrounds. Da hatten wir mal eine Folge, wo wir gesagt haben, was glaubst du, was aus denen geworden wäre? Aber was glaubst du, wie viel Talent verschwendet wird durch so... Weil es ja gerade jeder werden will, Alter. Jedes Kind, was du fragst, sagt, ich will das werden. Das ist mein Traumberuf. Das ist jetzt in gewissem Maße auch nachvollziehbar, ne? Ja, weil du ja da auch diese gesellschaftliche Akzeptanz bekommst. Also, dass du ja anhand deiner Follower bist du ja so, okay, bin ich jetzt akzeptiert oder nicht? Bin ich etwas oder bin ich etwas nicht? Anhand der Follower. Und plus, dass empfunden wird, also ob das stimmt oder nicht, das mag jetzt mal dahingestellt sein, aber es wird empfunden, dass das keine Arbeit macht, Influencer zu sein. Das ist glaube ich auch einer der Punkte, also Jugendliche und jeder, also niemand hat ja instinktiv Bock auf harte, anstrengende Arbeit, sondern wenn jemand sagt, du kannst einfach Geld verdienen und ein gutes Leben führen, dir alles leisten, was du willst, dann werden die meisten Menschen, also ich zumindest hätte mit 16 gesagt, ey, warte mal, wenig arbeiten, viel Geld verdienen und gut damit leben, auf jeden Fall. Hätten wir auch gesagt. Hätten wir auch gesagt, ja. Auf jeden Fall. Die Option gab es in der Art und Weise nicht. Also bei uns war es natürlich so, dass man geträumt, also ich habe nie davon geträumt, aber dass Menschen gedacht haben, ja, keine Ahnung, Popstar werden, Schauspieler werden oder so. Ja, aber es war so weit weg. Also dieses, hey, wie werde ich ein Popstar? Es war kein realistisches Szenario. Genau, also in den 90er Jahren, erst klar, als Deutschland sucht den Superstar und Popstars und so aufkam, dann hat man gesagt, ah, guck mal, hier habe ich die Möglichkeit, mich zu präsentieren und groß rauszukommen. Aber davor gab es das ja nicht. Da hast du ja nicht gewusst, wie werde ich denn jetzt berühmt? Wie werde ich denn Musiker? Wie werde ich denn bekannt? Oder so, weißt du? Wobei viele genau dadurch, also Popstar und so, deswegen hatte das ja, oder Deutschland sucht den Superstars und Zulauf, weil jeder davon geträumt hat, fern seiner Fähigkeiten, also 99% der Leute, die da angetreten sind, konnten ja einfach nichts. Oder 95% konnten nix. Davon geträumt haben, Stars zu werden. Weil allerdings die Leute dann auch wiederum unterschätzen, was zum Beispiel bedeutet, Madonna zu sein oder so. Also jetzt nicht nur der Fame, sondern auch die Arbeit, die das bedeutet. Und das Gleiche gilt wahrscheinlich auch bei Influencern. Also ich kenne Leute, die Influencer managen und die sagen mir auch immer, ey, da ist auch ein enormer Druck hinter, wenn du jeden Tag Videos präsentieren musst und du musst jeden Tag die Leute abholen mit dem, was du machst weißt du? Ja, haben wir auch, Basti also unsere, jetzt inhaltlich natürlich anders aber den Druck du postest ein Video und früher beim Fernsehen waren es die Einschaltquoten, jetzt sind es halt die Abrufe, und dann siehst du und wenn du jetzt zum Beispiel 20 Videos postest und die haben nur noch 800 Aufrufe, 900 Aufrufe und du hast voll viel Arbeit und Zeit reingesteckt, dann macht dich das ja auch irgendwie fertig. Weißt du, dieser psychische Druck, den du ja auch hast und dass du dich dann selber hinterfragst, Scheiße, was stimmt nicht, was ist los, warum geht der Hype weg? Weißt du, es gibt ja sehr viele YouTuber zum Beispiel von früher, die waren ja vor zehn Jahren übelst berühmt. Weißt du, viele von denen waren ja auch. So die erste Generation der super, super Fame-Leute. Und inzwischen verkaufen die halt irgendwelche dubiosen Abo-Modelle in Dubai. Weil es halt so nicht mehr funktioniert, weil den Content, den die kreiert haben, es funktioniert nicht mehr. Und ich glaube schon, dass es ein immenser Druck ist, auch diese Vorbereitung für diese Videos, weißt du, und die ganze Nacharbeit, die Kommunikation mit der Community. Aber so wie du sagst, primär denkt man sich erstmal, hey, easy going, du machst das, aber ich glaube schon, dass es auch heftig sein kann. Plus, dass Leute, die sich in diese Spirale übergeben, wo jetzt diese Ladies bei sind, die, von denen ich gerade da gesprochen habe, da gibt man ja dann auch einfach seine Privatsphäre auf. Also. Wenn man sich irgendwie beim Frühstück mit seinem Freund anderthalb Stunden live ins Internet streamt, verliert man ja einfach ganz viel Quality Time, die man mit seinem Partner vielleicht hätte. Natürlich kann man mal irgendwie ein lustiges Video oder so machen, aber irgendwie das Gesamt, also dein Gesamtleben online zu stellen, weil das ist ja am Ende das, was Leute gerne sehen wollen. Sie möchten ja so viel wie möglich von dir privat erleben oder glauben, was privat ist oder so. Deswegen stellen Leute ja auch ihre Kinder ins Internet. Was ich immer am allerkritischsten finde, weil die Kinder haben es sich halt nicht ausgesucht. Das ist wie bei dem Song von Waltime, er hat es sich nicht ausgesucht. Also wenn du deinen erwachsenen Partner ins Internet stellen möchtest und irgendwie euer Frühstückstream, okay, aber ich finde sein zwei Monate als Baby in die Kamera halten einfach immer falsch, weil das Kind es sich nicht ausgesucht hat und auch nicht mitbestimmen konnte. Und deswegen, das ist so eine Welt, in der ich echt gar keinen, wo ich keinen Zugang habe. Ich würde mir das auch nie angucken. Also ich könnte mich nicht vorstellen, dass ich mir jetzt eine der Damen abonniere und anschaue, wie die da morgens ihr Omelette essen. Weiß ich nicht. Würde mich halt nicht interessieren. Er sieht lieber selber das Omelette. Es ist wirklich ein Generationsding. Also ich merke auch so, wenn meine Kids irgendwie auf TikTok, YouTube oder Snapchat, also du kannst das auch nicht verhindern. Das ist ja auch du musst das haben und du musst das konsumieren, weil das ist halt in der Klasse, in der Schule. Du willst mitreden, ne? Ja, du willst halt auch mitreden. Oder man sagt, hey, guck mal. Der eine Junge, der keinen Fernseher hat und nichts von TV Total kannte in der Schule. Ja, und du wusstest, was man da mit dem gemacht hat. Wie man mit dem umgegangen ist. Ich hatte den Fernseher und hab's trotzdem abgekriegt, aber ja, natürlich weiß ich. Aber das ist dann schon. Das war bei mir extra, also bei mir lag es an persönlicher Antipathie, dass ich einfach scheiße war. Oder drei Aquarien halt. Drei Aquarien, ja, das ist heute noch. Was heißt denn Aquarium auf Spanisch? Nee, auf Spanisch. Aquariesta. Tres Aquariestas. Ich mach dir so ein T-Shirt. Das hab ich übrigens erfunden, keine Ahnung, ich weiß nicht. Aber hört sich gut, ich hab's ja abgenommen, Alter. Kann gut, ne? Wie läuft's denn mit deinem Spanisch? Echt jetzt? Ist gut? Ja, ja, ja, ja. Wie würdest du es jetzt einschätzen, unsere Schulnote? Noch eine 3 bis 4? Weiß ich nicht. Keine Ahnung. Aber ich verstehe, wenn sie Spanisch spricht. Das ist doch schon mal ganz gut. Echt? Und ich spreche auf einem niedrigen Level, spreche ich es selbst. Aber es ist immer so, wenn dann besonders so Sachen wie Kiero, was heißt Wollen zum Beispiel, die sind unregelmäßig konjugiert und sind dann total oder viele Verben im Spanischen sind unregelmäßig konjugiert. Zum Beispiel gehen heißt in der Infinitiv ir, i-r. Heißt aber, ich gehe, jawoy. Also ein ganz anderes Wort. Voy ist auf einmal gehen, obwohl die Infinitiv I-R ist. Und das muss man sich halt alles merken. Weißt du, was krass ist, Bro? Und das ist, wenn man 42 ist, gar nicht so leicht. Ich hab das auch damals mit 15 nicht verstanden. Hast du Spanisch gelernt? Nein, Bruder, im Deutschen, Englischen, wenn die angefangen haben, die Lehrer. Ja, im Infinitiv, im Plusquamperfekt, im Dativ gehen. Ich hab das nie geblickt, Alter. Ich habe das nie verstanden. Nie, nie, dass man gesagt hat... Der Infinitiv ist halt immer die Grundform. Lesen, gehen, hören, sowas. Okay. Aber stell dir vor, mir fällt jetzt kein unregelmäßiges deutsches Verb ein. Gibt es ganz viele, aber mir fällt gerade keins ein. Aber stell dir vor, es heißt ja, ich lese, du liest, er, sie, es liest. Ja. Beispielsweise. Und der Infinitiv ist lesen. Okay? Ja. Lesen. Im Spanischen ist lesen, les oder leh. Und stell dir mal vor, der Infinitiv ist lesen, aber ich lese oder ich, du willst sagen, du liest, also ich lese, würde heißen, ich karbunzel. Das ergibt ja keinen Sinn, weil der Infinitiv ist lesen. Wie kann denn das Wort für ich lese, ich karbunzel sein? Ist das umgangssprachlich? Das ist ein Beispiel was Schwieriges im Spanischen. Nein, nicht umgangssprachlich, sondern es ist einfach unregelmäßig konjugiert. Und das macht es schwieriger. Aber es gibt ja auch unlogische Sachen im Deutschen. Im Deutschen, unglaublich. Eine, wo meine Frau, also zum Beispiel, wo sie noch Fehler macht bis heute, ist so Sachen wie, ich habe mich umgezogen. Oder ich habe, ich sitze mich, weil im Spanischen heißt es halt, ich setze mich, also ich sitze mich hin. Setz dich, wo gibt es das noch? Also zum Beispiel, dass sie, ich habe mich umgezogen, ist für sie nicht, sie hat Kleidung umgezogen, sondern das Haus, ihre Adresse hat sich geändert. Ich habe mich umgezogen. Weil bei uns ist es aktiv, ich ziehe um. Bei denen ist es, ich habe umgezogen. Ja, aber bei uns ist es. Und deswegen, das übersetzt sie dann im Kopf. Ja, aber in Deutschland ist zum Beispiel auch das Wort umfahren. Etwas umfahren. Ja, hat 700 verschiedene Bedeutungen. Genau. Weißt du, also ist ja auch. Ich kann das Haus umfahren, ich kann die Kinder umfahren. Umfahren, genau. Das ist halt auch. Das ist super schwer. Die deutsche Sprache ist zum Kotzen schwer, weil sie so viele Sonderregeln hat. Aber zum Beispiel, ich umarme dich, aber ich umbringe dich nicht. Ich will dich umarmen. Nee, ich bringe dich um, wird geteilt, aber ich arme dich um, sagt ja keiner, sondern ich umarme dich. Und weißt du, was auch dumm ist? Zum Beispiel, beeil dich mal so langsam. Beeil dich mal so langsam, ja. Das sagt man ja auch so. Das ist eigentlich totaler Schwachsinn, oder? Jetzt beeil dich mal so langsam. Ich glaube, Deutsch zu lernen, ich habe großen Respekt vor jedem, der eine andere Muttersprache hat, der Deutsch gelernt hat, weil Deutsch, glaube ich, richtig Abfuck ist. Weil die deutsche Sprache super grammatikalisch komplex ist. Aber ich meine, du bist gerade in einem Land, ich glaube, in Japan würde mich am meisten abschrecken, in Anführungszeichen nicht negativ, sondern das wäre mir am fremdesten, dass es ja gar keine gemeinsame Sprachfamilie gibt. Also es gibt wahrscheinlich kein Wort im Japanischen. Türkisch? Türkisch? Ja, japanisch und türkisch ist aus der gleichen Sprachfamilie, glaube ich. Also erkennst du Sachen im japanischen wieder. Ich guck mal, warte mal. Sprachfamilie. Ich hab das irgendwann mal gehört, aber stimmt das? Also sie sind nicht direkt verwandt, weisen aber in ihrem Bau große Ähnlichkeiten auf. Beide gehören zu den agglutinierenden. Ah, das ist das mit den Endungen. Satzstellung, Subjekt, Objekt, Verb. Ah, okay, ja. Grammatische Formen werden durch das Anfügen von Endungen, genau im türkischen ist es ja so agglutination okay bei uns ist es ja so aber Worte, die genau gleich sind gibt es nicht, oder? So wie Kindergarten im englischen aus dem deutschen übernommen ist nee, glaube ich nicht, ich glaube nicht aber ich habe es nicht Essen im Restaurant bestellen oder so dann wissen die, was das ist Nee, aber Bukake ist in beiden Ländern gleich. Ja, das bleibt immer gleich. Das ist international. Bukake. Was bedeutet eigentlich? Ich weiß, was Bukake heißt, also als Handlung. Aber warum heißt es eigentlich Bukake? Was ist das für ein... Ich will es jetzt auch nicht bei Google eingeben, Alter. Keine Ahnung, sonst kommt hier erst die Karte. Bei dir, wenn du B eingibst, wird schon Bukake ergänzt, weil ein Browser dich kennt. Du Bastard. Warum denkst du von mir so? Warte. Ich habe nur die beste Meinung von dir, Hasens. Sag. Aufgießen, übergießen, genau. Ach wirklich? Ja. Übergießen, aufgießen, also zum Beispiel, wenn du in der Sauna einen Aufguss machst, heißt das auch Bukake wahrscheinlich. Das würde ich aber in der Sauna so nicht ordern. Also ich würde nicht sagen, haben sie noch Ananasbukake da? Oder so ein Leichenfichtenbukake? Es leitet sich von dem Verb Bukakeru ab. Weißt du, was richtig lustig war? Bro, weißt du, was richtig lustig war? Hey, hier im Hotel an der Rezeption. Hey Gott, es tut mir so leid, ich weiß, es ist jetzt ein bisschen interessant, aber die Frau... Die Frau, bei der wir eingecheckt haben, ihr Name war Kanako. Hey, I know this. Ich hab das gelesen, ich musste so lachen. Aber ich hab dann so, thank you Kanako. Und die so, oh, it's my pleasure und sowas. Kanako. Kanako war cool. Wahrscheinlich wird es Kanako ausgesprochen. Kanako, ja. Ja, ist auch ganz, also du verbeugst dich hier, also du verbeugst dich, die verbeugen sich dann zurück. Wenn du dann wieder dich verbeugst, dann verbeugen die sich auch nochmal. Das ist ja nicht enden wollende Verbeugungsspirale dann. Genau, ist so, du verbeugst dich echt oft. Also ich versuche mich ja dann auch immer anzupassen. Aber was war der Grund, warum der alte Mann, war es ein alter Mann, der auf den Pylonen gefallen ist? Nein, nein, das war die Hitze. Aber der Grund war, dass er nicht angefasst wurde, ist auch eine gewisse Restriktion in Bezug auf körperliche Nähe. Nein, ich weiß es nicht, Bro. Ich habe auch nicht recherchiert. Es war so... Das war mir sowieso too much. Weißt du, wenn ich sowas sehe, das nimmt mich dann immer so ein bisschen mit. Du bist einfach so ein empathischer Typ, das ist das Ding. Ja, nee, aber du weißt ja auch nicht. Wenn er Epilepsie hat, zum Beispiel, dann darfst du ja gar nicht anfassen. Ist das so? Ja, wenn jemand krampft, auf gar keinen Fall, also wenn jemand einen epileptischen Anfall hat, das Einzige, was du machen sollst, was Weiches unter dem Kopf, so dass er, wenn er halt so diese Zitter anfallt, dass der Kopf dann nicht die ganze Zeit gegen den Boden schlägt. Da kannst du irgendwas Weiches, eine Jacke oder dein T-Shirt ausziehen, drunter legen und so. Das ist alles. Sonst darfst du die Person nicht festhalten, auf gar keinen. Fall die Finger zwischen die Zähne oder versuchen, weil manche krampfen und, beißen sich dann auch in die Zunge und so, auf gar keinen Fall die Finger rein, sonst sind die ab. Also. Das darfst du nicht. Also ich habe das ja in der Family, also es ist schon heftig, Alter, was für eine Kraft da auch entwickelt wird, weißt du? Weil das ist ja dann so ein, ja, nicht steuerbarer, also die Muskelkraft, wo du halt so 150% gibst, nochmal, und das krampft ja dann alles zusammen, schon heftig. Das ist schon, also beim ersten Mal hat es... In Japan, was mich, also was glaube ich einfach, besonders in Tokio, ich habe mal eine Doku darüber gesehen, es gilt ja, also es wurde viel von Einsamkeit gesprochen, dieser Großstadt. Also, dass zwar unglaublich viele Menschen sind, aber dass aufgrund von gesellschaftlichen Restriktionen, dieser sehr starken Höflichkeit, die verankert ist, aber auch Findung Findungsprobleme in der Partnerschaft etc. Viele Menschen sehr einsam sind. Also in Japan gibt es ja auch die Möglichkeit zum Beispiel komplett alleine zu essen in so abgeschaltet, in Tokio, also in so Einzelkabinen. Der Sozialkontakt gestaltet sich anders als in anderen Kulturen. Das möchte ich nicht negativ oder positiv bewerten, das gilt auch nicht für alle Japaner, aber die Kultur ist ja drastisch anders als unsere europäische. In vielen Dingen ist das auch sehr gut. Also ich meine, die Arbeitssankheit, aber zum Beispiel im Japanischen gibt es ja einen eigenen Begriff für sich totarbeiten. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie der heißt. Aber also an Überarbeitung sterben, das hat ein eigenes Wort im Japanischen. Und ich habe eine Doku über die Arbeitsbedingungen und so gesehen. Und es geht jetzt gar nicht darum, dass die Arbeitsbedingungen schlecht sind, aber die Verpflichtungen, die du zum Beispiel gegenüber deinem Betrieb hast, sind halt enorm. Ja. Das führt zu... Zum Beispiel in Deutschland, ich weiß noch, das habe ich jetzt in einem Podcast gehört, als rauskam, dass der Mercedes-Vorstand 75-fach so viel verdient wie ein einfacher Arbeiter. Das ja eigentlich fühlt sich wie ein Skandal an. Das ist vor 25 Jahren mal rausgekommen. Mittlerweile sind es 300 Mal so viel. Und die Bahn, bei der Bahn wurde letztens über, wegen der schlechten Zahlen über eine Diätenerhöhung, also die werden automatisch erhöht, die Gehälter des oberen Bahnvorstandes und niemand würde auf die Idee kommen, zu sagen, hey, wir machen schlechte Arbeit, wir lehnen Geld ab und bei den Japanern ist ja so, zum Beispiel der Chef von Nintendo, der verstorben ist, relativ früh, mit 54. Iwata hieß der, der war der Miterfinder der Wii Und nach der Wii gab es einen sehr großen Flop, die sogenannte Wii U. Und dann hat Nintendo einen seiner größten Misserfolge gefeiert, vor ungefähr 12, 13 Jahren. Und da hat Iwata, der Chef von Nintendo, sein eigenes Gehalt verhalbiert als Symbol. Weil er gesagt hat, ich bin als verantwortlicher Chef von Nintendo hauptverantwortlich für den Misserfolg und deswegen darf ich auch nicht so viel Geld verdienen. Und das ist in Anführungszeichen sympathisch an dieser Kultur, aber in der Doku, die ich gesehen habe, ging es halt auch darum, dass Leute irgendwie sieben Tage frei im Jahr haben oder acht Tage und man ist dahingerichtet, die nicht mal zu nehmen. Also wenn du die ganzen acht Tage freinimmst, wirst du als nicht arbeitssam wahrgenommen oder als nicht verpflichtet. Also ich mache hier ehrlich gesagt nur Urlaub und es ist jetzt nicht so, dass ich mich voll mit der Kultur auseinandergesetzt habe, weil wir hatten schon mal vor zig Folgen, ich glaube es vor 150 Folgen mal über solche Sachen gesprochen. Also in Japan ist es ja wirklich so, dass die eine sehr hohe, also auch jetzt hier Triggerwarnung an der Stelle, aber halt eine sehr hohe Suizidrate haben in diesem Land aufgrund halt, der krassen Einsamkeit, und der Überarbeitung. Und das hängt, weißt du, bei denen ist halt so diese soziale Ehre, die die Menschen haben und dass die halt auch so diese, ihrem Team gegenüber, weißt du, wenn die so zum Beispiel in einem Office arbeiten oder keine Ahnung, bei einem Projekt, dann heißt es ich darf niemanden im Stich lassen und deswegen ist der Ehrgeiz halt ganz krass, die haben halt sehr lange Arbeitszeiten und. Ja, überarbeiten sich und es gibt ja auch zum Beispiel, das hatte ich dir mal gesagt, der Platz am Fenster. Kennst du, habe ich dir das mal erzählt? Das ist voll die Entehrung, Alter. Also wenn dich jemand, du wirst da nicht rausgeschmissen, du wirst nicht gekündigt, sondern du kriegst dann den Platz am Fenster. Das ist ein Schreibtisch, an dem du sitzt und du guckst einfach nur aus dem Fenster raus und auf dem Tisch ist nichts. Kein Laptop, keine Papiere, nichts. Du musst da einfach nur sitzen. Und alle wissen. Okay. Also wie so eine unehrenhafte Entlassung, ohne dass man gehen muss. Genau, so dass du dann selber sagst ich gehe weil wenn du jetzt so ein paar mal Scheiße gebaut hast weißt du, dann kriegst du den Platz am Fenster das habe ich, ich weiß aber nicht ob das stimmt, Alter, soll ich das mal googeln das hat mir mal jemand, oder bei einer Doku Platz, Platz am Fenster warte mal. Fenstergucker. Fenstergucker. Sind im japanischen Arbeitsleben Mitarbeiter, die aufgrund ihrer vertraglichen Beschäftigung auf Lebenszeit nicht entlassen werden können und für die es keine Aufgabe mehr gibt. Dies kann auch Mitarbeiter treffen, die für eine Beförderung nicht in Frage kommen. Krieg ich einen Traumjob. Fenstergucker ist hier dazu bestimmen. Ihre Zeit. Nee, du darfst ja nichts machen. Die werden mit Scheinaufgaben betraut, mit reduziertem Gehalt in Urlaub geschickt, im Subunternehmen versetzt oder es wird ihnen ein vorzeitiger Ruhestand angeboten. Aber so eine innerbetriebliche Arbeitslosigkeit, Geistermitarbeiterschaft. Aber das ist ja schon eine Erniedrigung, dass du dort sitzt. Und alle wissen das ja. Das ist schon hart, oder? Stell dir mal vor, du musst da fünf Jahre noch sitzen ohne jegliche Aufgabe, darfst du nichts anderes machen. So wie stille Treppe in der Schule, weißt du, wenn du dann so vor der Tür stehen musstest und die Klinke runterdrücken, darfst du aber nichts machen, da gab es noch kein Handy und so. Stehst du da einfach zwei Stunden, ja, jetzt musst du auf das vor der Tür stehen, weglabern, ja, ja. Gab es das bei dir noch so, dass man die Türklinke runterdrücken musste? Türklinke runterdrücken, ja, so eine Scheiße auch, ja. Aber ist das noch erlaubt, Alter? Keine Ahnung, ist ja jetzt keine Folter oder so, keine Gewalt. Ist ja eine Blutstellung. Ja, aber ich kann die Lehrer grundsätzlich schon verstehen, dass sie da keinen Bock drauf haben wenn da einer die ganze Zeit durchlabert also, klar da könnte es jetzt sein, das irgendwie anders zu lösen aber wenn du einen rausschmeißen musst, damit die Klasse nicht unruhig wird verstehe ich Ja, verstehe ich, das ist alles cool aber dass man sagt, du musst jetzt die Türklinke runterdrücken in der, ich weiß nicht man musste sich auch manchmal in die Ecke stellen Ecke stellen hatte ich nicht das gab es bei uns nicht In der Türkei gab es Ecke stellen oder auf einem Fuß stehen. Und so, das sind dann die Bestrafungen gewesen. Aber schon hart, gell? Vor allem verstehen. Werden zwei Pitbulls auf dich gehetzt werden von deinem Geschichtslehrer? Mein Vater hat mir erzählt, die mussten früher, also wenn du deine Handfläche jetzt nach oben zeigt und du dann deine Fingerspitzen zusammenlegst und dann haben die mit dem Stock, auf deine Fingerspitzen geschlagen. Das hat meine Mutter auch noch erlebt. Mein Vater nicht, aber meine Mutter hat das erzählt. Mitte 50er, Anfang 60er Jahre. Ja, was glaubst du, also, meine Eltern hatten in der Schule noch Altnazis, also wirklich so ich meine 1945, als der Krieg endete gab es ja auf einmal keine Nazis mehr von einem auf den anderen Tag waren ja alle Nazis weg, das ist ja so ein bisschen der Mythos, also die Entnazifizierung war eigentlich 100%, keiner war vorher Nazi gewesen, keiner hatte was mit Nationalsozialismus zu tun, aber du hattest, wenn du Pech hattest, Ende der 50er, Anfang der 60er, als meine Eltern zur Schule gegangen sind, in Deutschland halt echt noch so richtige, richtig widerliche alte Nazi-Ärsche als Lehrer. Und die muss ja nicht unbedingt Nazi sein, aber halt sehr restriktives Schulsystem. Und meine Mutter ist noch auf die Hände geschlagen worden. Ja, das ist mir erzählt. Das wäre heute zum Glück nicht mehr denkbar. In der Türkei, also mein Vater hat das auch erlebt, Falaka, auf Deutsch heißt es Bastonade. Bastonade, ey, da kommt mal ein Name drin vor, das gefällt mir. Stabile Bastonade abgeliefert. Also ich habe es jetzt, ehrlich gesagt, ich habe das noch nie davor gehört, Bastonade. Ich habe es jetzt, weil ich habe gerade geguckt, was heißt Falacker auf Deutsch, damit ich es dir erklären kann. Vielleicht gibt es ja, und das soll Bastonade heißen, Bar, wie das deutsche Wort Bahn, also nur kurz, Sto, Stock, Na, also lang gesprochen ist Na und kurzes Ende. Bastionade und deine Füße werden an einen Stock gebunden. Du liegst auf dem Rücken. Man hält dann so die Füße in die Luft. Also zwei Personen halten dann so gesehen diesen Stock, an den deine Füße gebunden sind. Athletisch aufwendig. Schlägt dir mit einem Stock auf deine Fußsohlen. Das ist Falaka. Auf jeden Fall nicht cool. Das ist überhaupt nicht cool, Alter. Mein Vater hat es damals, hat er mir erzählt, in der Koranschule der musste am Tag 18 Seiten Koran auswendig lernen, und bei drei Fehlern hast du dann Falakka bekommen. Hey, da macht doch Religion wieder Spaß, nicht? Das ist bravendig. Wir wären sowieso am Arsch gewesen, weißt du, bei so einem Schul... Ich war sowieso schon... Ich hab mich sowieso schon am Schulsystem gestoßen, aber wenn ich mir jetzt vorstelle, ich wäre dann noch vom Lehrer verkloppt worden. Mir hat schon gereicht, dass Schüler mich verkloppt haben. Wenn der Lehrer mich noch verschwartet hätte, weißt du, erst kommen meine Mobber, verprügeln mich auf den Flur und dann kommt der Lehrer und macht so ein Doppelsuplex, weißt du, so ein Hulk Hogan Doppelsuplex mit einem Ellbogen. Aber überleg mal, es wird noch so eine Nackenschelle geben. Also so Lehrer. Es gibt Jobs, wo es das noch gibt. Ich habe in meiner Küche gearbeitet früher. Da wurde zumindest der Azubi kriegt ja noch mal eine gezogen. Das gab es. Ja, aber jetzt stell dir mal vor. Also ich war nur Kellner, aber es gibt es heute angeblich in Küchen immer noch, dass Küchenchefs ihre Mitarbeiter zwischendurch mal ein bisschen verhauen. Aber stell dir mal wirklich vor, Digga. Du bist Lehrer und der Schüler schreit, hey, was, hey. Dann gibt es ihm einfach so richtig als Maul. Okay, bam. Naja, also jetzt reaktionärer Satz des Tages. Manchen würde es wohl gut tun. Boah, scheiße, Alter. Dafür kriegst du richtig Shitstorm mit, Basti. Es gibt doch immer, es geht nur noch eine auf den Deckel, der Shitstorm. Aber es gibt auch Videos aus den USA, da habe ich öfters welche gesehen, wo dann Lehrer so ausgerastet sind, Schüler verkloppt haben und so. Ich glaube, dass das, wenn du als Lehrer wirklich extrem gefordert bist und einen hast, der dich monatelang auf die Weißglut treibt, ist das wahrscheinlich schon gar nicht so leicht, immer pädagogisch korrekt zu bleiben. Nicht das Bedürfnis zu kommen, ich hau dem 16-Jährigen mit dem schrägen Käppi jetzt einfach mal in den Hausten Maul, dann ist Ruhe im Karton. Also ich würde mir das zehnmal überlegen, heutzutage Lehrer zu werden. Wirklich. Also ich hätte ja die Möglichkeit, damals auch schon Nebenfachlehrer zu werden, aber bei meiner außerschulischen Lehrprobe, habe ich schon gesagt, auf gar keinen Fall, Auf gar keinen Fall werde ich das machen. Ich habe Respekt für jeden, der es macht, aber es ist auf jeden Fall nicht mehr so cool wie früher. Also nicht nur, dass die Schüler, glaube ich, anstrengend sind und dass du heute andere Herausforderungen hast. Stell dir mal vor, du hast 30 Leute mit dem Smartphone vor dir sitzen, die nichts anderes wollen, als dir auf gar keinen... Also wir haben ja damals aus Langeweile schon versucht, so zu hören, weil sonst gab es ja nichts. Also erinnere dich an die zahllosen Varianten, die man hatte, um sich irgendwie am Kacken zu halten in der Schule. Die kleinen Kügelchen aus der aus der Tintenpatrone sammeln Spuckrohr. Spuckrohr ja Spuckrohr musst du ja erstmal besorgen aber es ging ja um die Sachen die man da hatte was wir besorgen Alter du hast deinen Kugelschreiber einfach aufgemacht hinten raus und dann ein paar Kügelchen und dann, dem anderen in den Nacken rein ja das stimmt Spuckrohr okay ja stimmt, dann natürlich alle möglichen Sachen malen, sofern es nur irgendwie geht. Sammeln von diese Kugeln halt aus den Füllern, Radiergummi zusammenschneiden, mit den Fingernägeln ins Radiergummi drücken, auch sehr beliebt. Sachen schreiben und dann mit dem Tintenkiller wieder wegmachen. Ich finde Tintenkiller ist so eine geile Sache. Ich weiß gar nicht, ob junge Menschen noch mit Tinte und Tintenkiller schreiben. Ich erinnere mich exakt an meinen ersten Tintenfüller. Der war rot von Holzfarben mit einer roten Spitze und einer roten Kugel am Ende. Den habe ich in der ersten Klasse bekommen und habe dann damit schreiben gelernt. Da erinnere ich mich 35 Jahre später noch dran. Und dann auch den dazu passenden Tintenkiller. Tittenkiller benutzt man danach, nach der Schulzeit ja nie wieder, weil du auch nie wieder mit einer Feder schreibst, das macht ja keiner. Ja man, Alter, also klar, man sagt auch jetzt heutzutage, dass es sehr gut ist, aufgrund der Motorik, weißt du, dass man das lernen sollte, handschriftlich zu schreiben, und dass man das viel besser verinnerlicht, auch Sachen, die man mit der Hand aufschreibt. Aber das war schon ein Pain in the Ass, Alter. Wenn du zum Beispiel irgendwas schreiben musstest und dann hat ja der Lehrer gesehen, dass du da einen Fehler gemacht hast mit dem Tintenkiller weg und dann wieder neu geschrieben hast und dann hast du eine Note Abzug bekommen oder so, weil es denen optisch nicht gefallen hat. Oh mein Gott, Alter, das hat mich immer so genervt. Wenn ich so überlege, manche Lehrer haben echt übertrieben, aber auch damals. Ja, ist kein cooler Job gewesen. Also ich möchte mich nicht mit mir auseinandergesetzt haben, als ich 15 war. Ich möchte auch nicht vor 30 Kids stehen, die keinen Bock haben. Ich glaube, heute gibt es auch Sachen, die es ein bisschen einfacher machen. Also allein, dass du ein bisschen Digitalinhalte hast, dass die Kids heute an vielen Schulen ja iPads gestellt bekommen. Das ist ja auch ein bisschen spannender. Ja, zum Beispiel auch sowas. Du kannst, also allein zum Beispiel dieses Clovers, Historyverse, der ihr eben erzählt habt, wenn du ein Thema einführen möchtest, die Azteken oder so, und dann zeigst du dieses 20-Minuten-Video auf YouTube, was du ja frei zeigen kannst. Das ist ja jetzt nicht irgendwelche, also keine Ahnung, ich denke mal, das darfst du in der Schulklasse abspielen, ohne irgendwelche Gebühren zu zahlen. Das ist ja schon ganz cool. Sowas hätte ich mir gewünscht. Also wir haben, als der Video-Wagen reingeschoben wurde, wirklich, selbst wenn es ein Testbild war, Digga, war es schon besser als Unterricht. Wenn bei uns der Video-Wagen reinkam. Also das Geräusch, als der Video-Wagen reinkam, war dieses hier. Bei euch war immer Nazi oder was? Immer Hitler-Videos, Alter. Hitler-Videos. Jeden Tag, Alter. Immer, oh, Musik ist ausgefallen. Dann kam ein anderer Lehrer, ja, hallo Leute, ich hab jetzt hier... Dann kam der Fernsehwagen und dann kam Hitler. Und also ich habe so viele Videos über Hitler angeguckt, Alter. Und über das Dritte Reich. Das war echt. Und dann muss man sich ja immer noch Notizen machen. Das wäre dann die Aufgabe. Dass er dann am Ende des Videos hat er uns dann Fragen gestellt. Weißt du? Echt? Ja, Mann. Das war richtige Qual. Der Neintypen in Philosophie, der hat immer, das habe ich auch in einem der Bücher geschrieben, weil es wirklich wahr ist, der kam rein, der hatte gar keinen Bock. Also der hatte Minusbock. Der hätte sich noch fünf Bock von irgendjemandem leihen müssen. Damit er irgendwie Bock hat. Der kam rein, war aber ein total netter Lehrer. Der hatte nur einfach keinen Bock. Der hat aufgehört. Der hat einfach innerlich abgeschlossen gehabt. Dann hat er so einen Kassettenspieler aufgestellt. Das habe ich euch schon mal erzählt. Hat gesagt so, darüber schreibt ihr mir jetzt mal, was ihr darüber denkt. Oder eine Zusammenfassung oder so. Und dann hat er Imagine von John Lennon abgespielt. Und danach lief dann noch irgendwelche andere Songs von der Plastic Ono Band von John Lennon. Und das war wirklich, du weißt nicht, wie oft ich Imagine gehört habe. Ungelogen mindestens 200 Mal. Und jedes Mal sitzt du da und denkst so, ich hab echt keine Ahnung mehr, was ich zu dem Song noch schreiben soll. Ja, es geht um Frieden, es geht um eine Illusion der Wirklichkeit, es geht um eine Metapher, es geht... Aber dann so beim 20. Mal, er kommt rein, macht Imagine an, geht raus rauchen. War wirklich einfach skurril. So, weißt du, du wusstest schon, oh Gott, es kommt wieder Imagine. Oh nein. Welche Lehre war denn cool? Oh, the children. Und er so, oh Gott, bitte, ey, mach irgendwas anderes an. Können wir nicht irgendeine andere Scheiße? Ich bin kurz davor, die Moldau von Smetana zu analysieren, aber irgendwas, ey. Aber die Beatles haben auch mein Leben, Alter. Yesterday, äh. Haben wir die ganze Zeit, warte, was war es noch? Let It Be? Im Musikunterricht oder was? Ja, man, die ganze Zeit, Alter. Jedes Mal. Yesterday. All my troubles seem so far away. Seem so far away. When I find myself in times of trouble. Mother Mary comes to me. Ja, aber das Geile an den Beatles ist ja, ob man sie mag oder nicht, das muss man ihnen ja einfach lassen. Die haben erstmal, also ich glaube, mir fällt keine zeitgenöhnische Band ein, die so viele Hits geschrieben hat wie die Beatles. Es ist unfassbar, wie viele Hits die haben und wie viele Songs man wirklich kennt. Und die Melodien der Beatles gehen halt immer ins Ohr. Die vergisst du halt nicht. Wie der Bino Yesterday noch. Es ist unfassbar. Wir mussten immer Wind of Change hören, weil unser Lehrer so eine Art, weiß ich nicht, ob der so ein DDR-Trauma hatte, aber wenn ich noch einmal Klaus Meine Pfeifen höre, raste ich aus, ne? Oh Gott. Aber gab es den Lehrer, den du richtig... Jedes Mal saß du da so, oh Gott, oh Gott, bitte ey. Change the dream in the end of change. Scheiße, Alter. Ohne Scheiß, ich hasse dieses Lied. Also wirklich, wenn du mich mal wirklich foltern willst, also wenn ich im Koma liege und du willst, dass ich aufwache, nur um dir die Fresse zu hauen oder das Ding auszumachen, spiel mit dem End of change ab. Es gibt ein schlimmeres Lied. Es gibt eine Chance, dass ich wach werde. Nein, es gibt ein schlimmeres Lied, was wir in der Schule gesungen haben. Cut in the Joe oder was? Nein, nein, nein, nein, nein. Äh, warte... Das hier. She came to me one morning One lonely Sunday morning Her long hair's blowing in the wind Winter winds Ah Ah. Das haben wir nie gesungen. Kennst du es nicht? Wie heißt das nochmal? Lady in Black? Ja genau, ich glaube das war Lady in Black. Ey, ich bin da durchgedreht, Alter. Das war richtig deprilit. Das war wirklich Depression. Aber da siehst du den Unterschied daran, wie Lehrer sein können. Zum Beispiel Kunst ist ein gutes Beispiel ich hatte, drei Kunstlehrer im Gymnasium über die zehn Jahre irgendwie oder so und einer, der war cool mit dem hast du da gesessen hast die coole Kunst angeguckt so und durfte dann auch ein bisschen mal selber was malen hat sich der dann irgendwie angeguckt, weil ich kann natürlich überhaupt nicht malen war so scheiße, aber der hat auch so ein bisschen ja habt ihr Bock was mit Comics zu machen das war alles cool, und dann hatten wir in den nächsten Jahren einen anderen, ja der hat halt Kunst auch, universal gesehen, also alle Kunstformen, ob es jetzt Impressionismus, Expressionismus, und dann hatten wir einen, der hat einfach vier Monate lang Stillleben durchgenommen. Ja, Mann, Alter, Stillleben. Stillleben, Digga, sind das Schlimmste. Also, es steht nicht zur Diskussion, dass es wirklich unfassbare Stillleben gibt. Also, gebt mal, wenn ihr jetzt gar nicht wisst, was Stillleben sind, gebt das mal ein. Stillleben, Zitrone, Stillleben, Totenkopf oder so. Stillleben. Sind immer irgendwelche Anordnungen von Alltagsgegenständen, Früchten und Fisch und Fleisch und sonst was aus dem, also aus der jeweiligen Epoche damals und dann hast du da einen Tisch, da liegt dann irgendwie so ein Lammkopf drauf und da eine Zitrone und eine Vase, und der Lammkopf spiegelt sich wirklich fotorealistisch gemalt in, oder die Zitrone in dieser Vase wieder und es sieht, also es ist wirklich still eben, wie eine Fotografie. Also vor der Respekt, vor der künstlerischen Schaffenskraft, dass jemand in der Lage ist, das so zu malen, dass es aussieht wie ein Foto, ist halt unglaublich und beeindruckend. Aber du willst doch nicht darüber diskutieren. Wir haben stundenlang Ja, aber warum liegt die Zitrone jetzt angeschnitten da? Ist es ein Hinweis auf Hunger? Ist es ein Hinweis aufs Korbut? Ist mir scheißegal, können wir uns ein cooles Bild angucken? Ich hab keinen Bock, eine Stunde über die Zitrone zu reden. Ist ja fürchterlich. Das ist echt schlimm. Weil guck mal, ich war sehr kunstinteressant. Ich hab halt Graffitis gemalt. Also ich mochte es... Ja, hätte man als Thema doch auch machen können. Genau, hätte man... Da hätte jeder in der Klasse Bock gehabt. Okay, vielleicht nicht jeder. Aber guck mal, unsere Lehrerin, die Frau Lanther, mit der ich übrigens... Also die hatte ich im... Kunst, bildende Kunst... Ey, die war so cool, mit der habe ich immer noch Kontakt. Ich schreibe mit der sogar noch. Die ist jetzt inzwischen in Rente, aber weil die war so cool damals, Alter. Und ich war ja letztens, als der letzte Schultag von Herrn Schneider war, der damals mein Klassenlehrer war und dann später Rektor, weil da habe ich die alle wieder getroffen. Frau Bühler war auch cool, die hatte ich in Musik. Die hat zwar mit uns Beatles und so gesungen, aber war einfach eine coole Socke. Weißt du, die hat dann auch Killing Me Softly zum Beispiel mit uns gesungen. Und dann hatten alle wieder Bock. Also die hat das schon dann so rausgekitzelt. Ein Jahr später hatten wir dann noch eine andere Musiklehrerin, aber die war überhaupt nicht gut. Aber so erinnere ich mich an ganz viele. Guck mal, die Frau Landherr zum Beispiel. Wir hatten eine in der Klasse, Kinga. Ich glaube, die war aus Polen. Ey, Bro, die konnte so krass malen. Während wir eine Vase malen mussten, hat die vier Personen gemalt, die Billard gespielt haben. in Farbe. Also in der Zeit, wo ich jetzt eine scheiß Vase mit Schatten gemalt habe, hat die einfach dieses Bild und es sah echt krass gut aus. Und die Frau Landherr, die wusste, dass die so gut malen konnte und hat dann zu ihr gesagt, nein, du malst jetzt etwas, worauf du Bock hast. Und bei uns anderen, okay, ich durfte kein Graffiti malen, wir mussten halt irgendwas mit irgendwelchen, entweder Personen oder halt Gegenständen malen. Aber ich glaube schon, dass man da ich glaube inzwischen machen die das aber auch die Lehrer, dass die da ein bisschen offener sind, ich kriege das jetzt auch mit auch durch die Kids, die haben da schon andere, Herangehensweise heutzutage aber früher war halt, ich weiß nicht, ich wäre eigentlich ein guter Arzt geworden Basti, aber siehst du, weil ich da so still leben malen musste meine BK-Note hat alles kaputt gemacht richtig hart reingeschissen in deine Entwicklung deswegen musstest du Multimillionär und Podcaster werden. Soll ich dir mal meine Schulnoten vorlesen? Hast du diese Woche noch welche bekommen? Willst du mal meine Reha-Schulabschlussnoten haben? Äh, ja, bitte. Okay, warte kurz. Dokumente. Das hast du online gescannt, oder? Privat. Ja, natürlich. Wusstest du übrigens, das will ich noch ganz kurz als kleines Zeugnis, Bon Mot zu den Beatles geben. Wusstest du, dass die Beatles ursprünglich einen Bassisten namens Stuart Sutcliffe hatten, der mit 21 an der Hirnblutung gestorben ist und der nie erfahren hat, dass die Beatles die erfolgreichste und größte Band der Welt geworden sind? Nein. Kannst du dir das vorstellen, Stuart Sutcliffe zu sein? Wie scheiße ist das denn? Du bist in der Band, die hießen ja am Anfang die Quarrymen, das war der Ursprungsname der Beatles, und denkst so, ey cool, ich hab so eine Band und so, läuft ganz gut, wir üben jetzt so ein bisschen, wir gucken hier auf unser erstes Album, wir gehen jetzt bald in den Star Club nach Hamburg, dann stirbst du an der Hirnblutung und zwei Jahre später werden deine Buddies die größten Stars des Planeten. Richtiger Abfuck. Zum Glück hat er es nicht erfahren. Aber der hat es ja nicht mitbekommen. Guck mal, ich sag dir jetzt immer mein Fach und du darfst raten, welche Note ich hatte, okay? Ja. Das ist mein Abschlusszeugnis. Ja, Schule Weilendorf. Okay, Ethik, was denkst du? Ethik? Was ist Ethik? Hatten wir nicht mal. Philosophie oder was? Nee, ja, Ethik ist so eine Mischung aus Religion, Philosophie und Co. Du bist schon, also du bist einer der unethischsten Menschen, die ich kenne, aber du kannst gut lügen. Ich sag eine 3. Ich hab eine 4, aber gut. Eine 4? Eine 4 in Ethik? Was ist denn da los? Jetzt guck mal, jetzt Deutsch. 3. Vier. Okay. Erdkunde. Jetzt guck mal. Erdkunde, du reist ja gerne. Ich sag drei. Drei. Yeah, Basti. Okay. 100 Punkte, Alter. Gibt es irgendwas, wo ich überhaupt zwei und eins sagen muss aus der Sport? Warte doch mal. Mach es mal spannend. Geschichte drei. Vier. Vier. Gemeinschaftskunde? Da bist du gut. Zwei. So Quatschscheißen. Nein, Alter, auch eine Vier. Digga, wie Vier? Alter, was muss man denn machen für so viel Vieren? Englisch? Denn Englisch... Ich sag mal eine Vier. Nein, eine Drei. Hey, alter Basti, was greift doch jetzt nicht. Entschuldigung, Entschuldigung. Mathematik? Eine Drei. Vier. Scheiße, alter Basti, man, du bist nicht gut. Physik. Vier. Nein, da war ich ja interessiert. Da hatte ich eine Fünf. Hast du einen Schulabschluss? Oder war das eher so, dass sie gesagt haben, komm, nimm irgendwas, wir schreiben da was drauf. Nein, das war ja wirklich... Alles gute für deine Karriere beim McDonalds. Das ist der Herr Schneider. Herr Schneider hat mir, also das ist mein Lieblingslehrer gewesen und der dann auch viel später dann noch Rektor wurde, nachdem ich von der Schule gegangen bin. Er hat, das war doch der, wo ich dir mal erzählt hab, dass ich ihn überrascht hab, bei dieser Feier. Und er hat immer zu mir gesagt, Özcan, du hast, du bist ein sehr intelligenter Junge, aber weißt du, mein Fokus war halt falsch. Und er hat gesagt, wenn, er wusste, wenn ich diese Klasse nicht schaffe, dann würde ich ohne Abschluss von der Schule gehen und es würde mein Leben ruinieren. Deswegen hat er mir eine 4 gegeben. Ich hätte in Mathe eigentlich eine 5 gehabt, Alter. Ich wollte gerade sagen, weil noch eine 5 wäre. Ja, deswegen, weil andere Fächer waren ja gut, zum Beispiel Chemie. Was denkst du da? Eine 4. Richtig. Ich bin auf die Falle nicht reingefallen. Biologie. Komm, eine 3. Nein, das ist eine 4. Eine 4? Ja, Mann. Du hast nur in Erdkunde eine 3 gehabt. Basti, das ist kein Witz. Ich schicke dir das nachher. Und dann Sport? 1. Nein, dachte ich, eine 2. Du hast keine 1 in Sport. Ich habe im Gym gearbeitet. Ich hab gebrandt, das ist nicht mal ein einziges Sport. Nein, nicht mal da, ja. Ja. Musik? Eine vier. Nein, da hatte ich eine zwei. Eine zwei? Okay. Und dann meine letzte Note, Natur und Technik? Ähm, drei. Das war eine drei. Ey, bingo, das war jetzt richtig. Zum Abschluss nochmal. Eine zwei in Sport, eine zwei in Musik? Ja. Also auf jeden Fall, das würde ich mal ausdrucken und aufhängen. Das ist wirklich... Meine Güte, Herr Schneider, vielen Dank, dass du deine Karriere... Hey, ohne Witz waren. Schule war nicht für dich. Ohne Herr Schneider wäre ich am Arsch gewesen. Bei mir war es ziemlich gut. Aber ich hatte halt... Ja, ich hatte eine Fünf in Mathe. Und eine 4 in Sport und ich glaube auch eine 4 in Physik, aber sonst alles gut und das hat halt den Schnitt ja sonst alles gut ja das war halt bei mir das Problem das war meine Breakdown Zeit ich hatte auf alles Bock, nur nicht Schule Schule war mir scheißegal alter, Ich bin echt in die Schule und ich wollte es nur noch absitzen. Ich so, Hausaufgaben, kein Bock. Ich bin einfach nach Hause gekommen, ins Training oder Jugendhaus, abhängen mit den Leuten. Ich konnte das nicht. Das war für mich so Konzentration auch, die hat dann gefehlt. Später, als ich dann auf der Sportschule war. Ja, aber ich kann es auch verstehen, Bock gemacht hat es ja auch nicht. Ich kann mich an vielleicht drei oder vier Fächer oder Schulfächer erinnern, an denen ich Spaß hatte, überhaupt mal. Oder überhaupt Spaß hatte. Die meisten Sachen waren einfach nur vollteiliger. Wo du so wusstest, oh Gott, ich hab's gleich Chemie, ey, jetzt wird wieder so langweilig, ey. Ja, aber guck mal, Bro, als ich hier meine, guck mal, Sportschule, auf der Sportschule, als ich dann später war, Anatomie 1, Physiologie 1, Gesundheitsernährungslehre 1, Sportgeschichte 1. Ja, das meine ich, also ich hab jetzt ein bisschen drüber gelacht und so, aber genau, wenn du sagst, Schule müsste sich viel mehr daran orientieren, wo sind Begabungen, wo sind Interessen? Das ist halt super wichtig. Und das interessiert in der Schule halt keinen. Du wirst irgendwo reingequetscht, du musst das unbedingt machen. Wir konnten ja dann noch Fächer abwählen und so, aber zum Beispiel, wenn ich an meinen Bio-Unterricht denke, Katastrophe, Alter. Biologie ist wirklich eins der spannendsten Fächer. Also nur die Tierwelt. Wie spannend das ist, wie krass das ist, was Tiere können, was sie nicht können. Zum Beispiel sich mal hinzusetzen und zu sagen, warum ist ein Schnabeltier? Ein australisches Schnabeltier. Das ist ja auch so viel, ja, das ist auch so viel, also als man das Schnabeltier entdeckt hat damals, beziehungsweise nicht entdeckt hat, sondern als man es nach Europa gebracht hat, haben die Leute nach den Nähten gesucht. Weil sie gedacht haben, da hat jemand ein Tier genommen oder mehrere Tiere genommen und zusammen genäht, weil die Leute nicht glauben konnten, dass dieses Tier wirklich existiert. Das Schnabeltier ist, ich glaube, das. Einzige Säugetier, das das giftig ist, was giftig ist, das Eierlicht... Aber trotzdem die jungen Säug, das hat aber keine Nippel, sondern der Milch tritt irgendwie an der Haut aus und wird über das Fell asorbiert. Was? Das hat einen Nagel, beziehungsweise einen Stachel auf der Rückseite seiner Hinterpfoten, der giftig ist, also wo wirklich sehr giftiges Gift austritt. Das Stabeltier ist eines der absurdesten Tiere überhaupt. Absolut. Also da passt nicht so, allein das ist Eierlicht, ist kompletter Wahnsinn für ein Säugetier. Und das Licht ist evolutionsbedingt. Es kann sehr schlecht sehen, hat aber unglaubliches Sinne, wenn es ums Riechen geht unter Wasser und so. Es ist total irre, das Tier. Wenn du dich da hinsetzt in der Klasse und dich zum Beispiel mal wirklich eine Woche mit dem Thema Schnabeltier auseinandersetzt, was das besonders macht, warum das Evolutionär sich so entwickelt hat, warum dieses Tier Sachen kann, die andere Tiere nicht können. Das ist halt total wahnsinnig. Aber sowas wurde nicht gemacht bei uns. Wir haben uns dann hingesetzt so, ja, ATP, der Motor des Muskels. Weißt du? Anstatt sich mit geilen Sachen auseinanderzusetzen. Methodik und Didaktik, das ist einfach das Wichtigste beim Unterrichten. Wirklich. Wenn du da ein paar Stellschrauben änderst, dann ist für Kids dieses Interesse, so gebägt und die haben so Bock drauf und man kann anders so machen. Guck mal, auch Mathematik, Alter. Ich habe ja mit meinem Sohn, ich musste dem jetzt helfen bei den Hausaufgaben, Ich habe die Aufgaben gesehen, da hast du ja auch meine Schulnote gesehen. Und seitdem hatte ich auch kein Mathe mehr. Einmal noch, okay, Berufskolleg für Technik und Medien, was ich danach noch gemacht habe. Da hatte ich noch Mathe, aber da hatte ich genauso wenig Bock. Aber dann habe ich das mit ChatGBT und ein paar YouTube-Videos. Alter, in zehn Minuten, ich weiß nicht, weil mein Interesse vielleicht geweckter war als damals. In zehn Minuten habe ich Sachen gelernt, die ich in zwei Schuljahren nicht geblickt habe. Ja, weil es Bock gemacht hat. Ja, vielleicht, weil ich es auch wissen wollte. Aber es war halt auch ganz anders erklärt, auch bildlicher erklärt, weil ich bin ein Typ, ich brauche es bildlich, weißt du? Aber in der Schule war es dann immer so, Tafel, hier, aha, okay, dann gehe ich nach Hause, dann waren es auf einmal andere Zahlen, dann habe ich es nicht mehr geblickt. Ja, das ist bei mir auch so. Also auch Chemie zum Beispiel, also diese Hexagonquader, die irgendwie chemische Verbindungen darstellen. Ich weiß bis heute nicht, was das überhaupt heißt. Ich weiß, wenn du so weißt, wenn, keine Ahnung, chemische Verbindungen. Ich habe da stundenlang drauf gestarrt als Jugendlicher und darauf starren müssen, weil es war ja der Unterricht. Ich könnte nichts davon wiedergeben. Du musst dir doch vorstellen, ich habe hunderte Stunden meines Lebens Chemieunterricht gehabt und kann nichts. Nichts. Ich weiß nichts. Ja, hätten die mit uns so, keine Ahnung, gesagt so, die Lehrerin, ey Leute, wir machen jetzt Crystal Math. Weißt du? Genau. Und wer die reinste Form kochen kann von euch, der kriegt einen roten Plus und wir ziehen mal durch und wessen Crystal am meisten ballert, Der kriegt dann nochmal extra. Den Jesse Pinkman Award und wer es schafft, möglichst viele Leute abhängig zu machen, der kommt weiter. Genau. Also es ist nur ein Vorschlag. Falls wir Lehrer haben, die Chemie unterrichten, es ist nur ein Vorschlag, Leute. Man muss es danach nicht rauchen. Man kann es auch durch die Nase ziehen. Oder auch ins Essen mischen. Keine Kritik, nur eine Anregung. Und das war die neue Folge von Bratwurst und Baklava. Zu euch gebracht von Shinobi Örjankosa und seinem Sensei Basti Bielendorfer. Es war sehr schön, dass ihr uns wieder zugehört habt. Bitte spamt die Kommentare mit eurem Hass über mich voll. Ich wisch mir damit den Popo ab. Passt auf euch auf, bleibt gesund und bis ganz bald. Tschüss.